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AeschliMag_17

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Nr. <strong>17</strong> • Frühling 2020<br />

Aeschlimag


Editorial<br />

TNT Swiss Post, Oftringen<br />

Sehr geehrte Geschäftspartner<br />

liebe Leserin, lieber Leser<br />

Das im Frühling erscheinende <strong>AeschliMag</strong> gibt<br />

normalerweise einen Rückblick auf den durchgeführten<br />

AeschlEvent. Wie Ihr wisst, konnte<br />

dieser aus bekannten Gründen nicht stattfinden.<br />

Wir bedauern es sehr, dass somit eine<br />

Gelegenheit ausgeblieben ist, mit Ihnen ins persönliche<br />

Gespräch treten zu können und Ihnen<br />

als Kunde und Partner unsere Wertschätzung<br />

entgegenzubringen. Die vorherrschende Situation<br />

ist speziell und daher erscheint auch unser<br />

diesjähriges Frühlings-<strong>AeschliMag</strong> mit nur zwei<br />

Seiten zum Thema AeschlEvent, welcher 2020<br />

nicht stattgefunden hat.<br />

Im Verlaufe des letzten Jahres hat die Aeschlimann<br />

Unternehmung im Bereich der Digitalisierung<br />

einen grossen Schritt gemacht. Alle<br />

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben diese<br />

Herausforderung, welche auch Mehrarbeit mit<br />

sich gebracht hat, mit Offenheit und Enthusiasmus<br />

umgesetzt. Bereits konnte ein grosser<br />

Nutzen daraus gezogen werden; im laufenden<br />

Jahr werden wir diesen noch vergrössern, indem<br />

wir die vorhandenen Möglichkeiten detaillierter<br />

ausschöpfen werden.<br />

Geschätzte Leserinnen und Leser, ich wünsche<br />

Ihnen beim Einblick in das Frühlings-Aeschli­<br />

Mag viel Freude und bedanke mich bei unseren<br />

Auftraggebern für das uns entgegengebrachte<br />

Vertrauen.<br />

Ihr Kurt Andres<br />

Geschäftsführer AESCHLIMANN AG<br />

aeschlimann-Beläge in Farbe<br />

Objekt, Ort: TNT Swiss Post, Oftringen<br />

Ausgeführte Arbeiten:<br />

Gesamte Umgebungsarbeiten mit:<br />

- Walzasphaltbelag 8‘500 m 2<br />

- Unterbau für Hartplätze 2‘500 m 2<br />

- Gartenbauarbeiten 4‘000 m 2<br />

- Lärmschutzwand 50 m<br />

Bauherr und Projektleitung:<br />

TU Losinger Marazzi AG, Basel<br />

Ausführung: 2020<br />

Im Februar 2020 konnten wir mit den Detailerschliessungsarbeiten<br />

für die Fernwärme- und<br />

die Elektroversorgung starten. Aufgrund der<br />

stabilisierten Unterlagen waren diese Arbeiten<br />

auch bei ungünstiger Witterung gut ausführbar,<br />

so konnten sie der vorgegebenen Planung entsprechend<br />

termingerecht realisiert werden.<br />

Durch die gute Zusammenarbeit mit der Bauleitung<br />

und – trotz vieler am Bau involvierten<br />

Drittunternehmungen – konnten in Teilbereichen<br />

die bituminösen Beläge frühzeitig in Angriff<br />

genommen werden. Da sämtliche Bereiche<br />

der Umgebung später hohe Verkehrslasten<br />

aufnehmen müssen, wurde insbesondere dem<br />

Schichtenaufbau und der Einbauqualität grosse<br />

Beachtung geschenkt. Um den Anforderungen<br />

in den Bereichen der Andockstellen gerecht<br />

zu werden, wurden nach dem Einbau einer<br />

bituminösen Sauberkeitsschicht die Plätze mit<br />

einer armierten Betonfahrbahn erstellt. In den<br />

Zufahrtsbereichen wurde der Fahrbahnaufbau<br />

mit einem 2-schichtigen Walzasphaltbelag, Typ<br />

AC B 22 und einem SMA 11, gewählt. Der Belagsaufbau<br />

erfolgte auf einer stabilisierten Fundation<br />

und einer Reprofilierungs- und Entspannungsschicht<br />

mit der Mischgutsorte RC B 45,<br />

resp. einem RC B 22 Kies.<br />

Die in der Aeschlimann Unternehmung mit Erfolg<br />

eingeführte, firmeneigene Vermessungsmethode<br />

ermöglicht es uns, auch solch anspruchsvolle<br />

Umgebungsarbeiten mit sehr vielen Anschlussbereichen<br />

und Teilausführungsflächen zu einem<br />

Gesamtbauwerk zusammen zu fügen.<br />

Die Übergabe des Objektes wird, trotz nicht vorgesehener<br />

Mehrarbeiten und der Erschwernisse<br />

infolge Corona-Krise, im Frühsommer 2020 an<br />

die Bauherrschaft erfolgen. Für das sehr gute,<br />

kooperative Zusammenwirken bedanken wir<br />

uns an dieser Stelle bei allen involvierten Fachkräften.<br />

2<br />

3


A9 Talbrücke, Lanzendorf DE<br />

Die Talbrücke Lanzendorf (siehe auch Bild auf<br />

Umschlag) ist eine 1093 Meter lange Brücke<br />

der Bundesautobahn A9 München-Berlin mit je<br />

14.5 m breiten Fahrspuren. In den Jahren von<br />

1995 bis 1997 wurde sie errichtet. Die Brücke<br />

liegt zwischen der Anschlussstelle Bad Berneck<br />

und dem Autobahndreieck Bayreuth/Kulmbach<br />

in der Gemeinde Lanzendorf, einem Ortsteil der<br />

oberfränkischen Gemeinde Himmelkron. Die<br />

Sanierung der Talbrücke war notwendig, weil<br />

die in die Jahre gekommene Brücke von bis<br />

zu 60‘000 Fahrzeugen täglich befahren wird.<br />

Unter anderem wurden Konsolen, Fahrbahnbelä̈ge<br />

und die zugehörigen Abdichtungen der<br />

Brücke sowie die Übergangskonstruktionen erneuert.<br />

Ebenfalls wurde vor und nach der Brücke<br />

je ein Teilstück Walzbelagsstrecke von 52<br />

Metern durch Gussasphalt ersetzt.<br />

Nachdem im Juni 2019 sämtliche Vorarbeiten<br />

auf der Ersten der beiden Brücken durch den<br />

Hauptunternehmer fertiggestellt waren, konnte<br />

die Aeschlimann AG mit dem Projekt Gussasphalteinbau<br />

starten. Basis für die Auftragserteilung<br />

waren die sehr hohen Anforderungen und<br />

Erwartungen der Bauherrschaft in Sache Ebenheit,<br />

welche wir mit unserem schienengeführten<br />

Einbauverfahren erfüllen konnten. Gefordert war<br />

eine Ebenheit der Gussasphaltdeckschicht von<br />

+/- 2mm in Längs- und Querrichtung.<br />

Die Arbeiten wurden mit dem Verlegen der<br />

Schienen auf den Innen- und Aussenkonsolen<br />

auf einer Breite von 14.82 Metern gestartet.<br />

Nachdem diese Arbeit erledigt war, wurden die<br />

Schienen millimetergenau auf eine vom Vermesser<br />

vorgegebene Höhe gelegt, ausgerichtet und<br />

alles für den Gussasphalteinbau vorbereitet.<br />

Vor dem Einbauen der Schutz- und Deckschicht<br />

mussten alle Unebenheiten auf der Brückenplatte<br />

durch Vorlegen von rund 1‘250 Tonnen<br />

Gussasphalt MA 11 SP ausgeglichen werden,<br />

diese Massnahmen dauerten 2 Tage.<br />

Die Schutzschicht wurde in einer konstanten<br />

Schichtstärke von 40 mm mit 1‘700 Tonnen<br />

Gussasphalt eingebracht. Mit 1‘350 Tonnen MA<br />

8 TSP wurde eine fugenlose Deckschicht von<br />

32 mm Dicke über die gesamte Breite erstellt,<br />

inkl. Wasserlaufstreifen und Gegengefällekeil.<br />

Abgesplittet wurde die Oberfläche mit einem<br />

lärmarmen, bituminierten Splitt 2/4 mm.<br />

Nach dem Einbau ging es ans Abräumen der<br />

ganzen Installation. Der Einbaufertiger und die<br />

Gerätschaften mussten entfernt und der überschüssige<br />

Abstreusplitt abgewischt werden.<br />

Nach drei Wochen konnten wir die Brücke<br />

– termingerecht – an den Hauptunternehmer für<br />

dessen Fertigstellungsarbeiten und die nachfolgende<br />

Freigabe für den Verkehr in Fahrtrichtung<br />

Süd übergeben.<br />

Die Arbeiten auf der zweiten Brücke wurden<br />

durch den Hauptunternehmer danach umgehend<br />

in Angriff genommen, um sicherzustellen,<br />

dass die Arbeiten auf beiden Infrastrukturobjekten<br />

vor Einbruch des Winters beendet waren und<br />

der Verkehr somit ungehindert in beiden Richtun­<br />

gen fahren konnte. So konnten wir im Oktober<br />

und November 2019 dieselben Arbeiten auf der<br />

zweiten Brücke realisieren und zur vollsten Zufriedenheit<br />

aller Beteiligten abschliessen.<br />

Nachdem die Ebenheitsmessungen die Erfüllung<br />

der geforderten Resultate bestätigt hatten,<br />

durften wir, im Wissen, einen Gussasphalteinbau<br />

mit der rekordverdächtigen Breite von<br />

14.50 m fugenlos eingebaut und den hohen<br />

Anforderungen und Erwartungen entsprochen<br />

zu haben, zufrieden den Weg zurück in die<br />

Schweiz antreten.<br />

Für die tolle Zusammenarbeit mit der Autobahndirektion<br />

Nordbayern, den Unternehmern auf<br />

der Brücke und dem Materialzulieferer bedanken<br />

wir uns recht herzlich.<br />

Breite: 2 x 14.50 m<br />

Länge: 1‘199 m<br />

Fläche: 35‘000 m 2<br />

Aufbau: Grundierung und Versiegelung<br />

auf Epoxidharzbasis. Polymerbitumen-Dichtungsbahn,<br />

vollflächig<br />

aufgeklebt (beide Arbeiten bauseits<br />

ausgeführt).<br />

- Vorlegen zum Ausgleich der Unebenheiten<br />

der Bauwerksoberfläche mit<br />

2‘555 Tonnen Gussasphalt<br />

- Schutzschicht 3‘300 Tonnen Gussasphalt<br />

MA 11 SP in einer konstanten<br />

Stärke von 40 mm<br />

- Deckschicht 2‘650 Tonnen Gussasphalt<br />

MA 8 TSP in einer konstanten<br />

Stärke von 32 mm<br />

- Oberflächenabsplittung mit bituminiertem<br />

Splitt 2/4, lärmarm<br />

4<br />

5


Aeschlevent 2020 und 2021<br />

Frühlingsstimmung auf dem<br />

Campus Sursee, dieses Jahr<br />

allerdings ohne die gewohnten<br />

Menschenmengen.<br />

Das grösste Seminarhotel der Schweiz<br />

lässt sich auch von der Corona-Krise nicht<br />

unterkriegen<br />

Die Corona-Krise hat auch den CAMPUS SUR­<br />

SEE im Frühjahr mit voller Wucht erwischt. Restaurants<br />

mussten geschlossen, Schwimmkurse<br />

abgesagt und Events und Seminare verschoben<br />

werden. So leider auch der AeschlEvent<br />

von Mitte Mai.<br />

Aber der CAMPUS wäre nicht der CAMPUS,<br />

hätte er nicht die Zeit genutzt, um trotz Lockdown<br />

locker zu bleiben. So stand zwar vieles,<br />

aber längst nicht alles still. Hotelzimmer und<br />

Seminarräume wurden gereinigt und erstrahlen<br />

wieder in neuem Glanz. Die Revision der Sportarena<br />

wurde zeitlich vorgezogen, und auch das<br />

Seminarhotel erfreute sich neuer Kundschaft:<br />

Soldatinnen und Soldaten des Spitalbataillons<br />

5 waren während der Corona-Krise in Sursee<br />

einquartiert.<br />

Der diesjährige AeschlEvent<br />

auf dem Campus Sursee<br />

vom 7. Mai musste wegen<br />

des Coronavirus abgesagt<br />

werden. Stefan Loeliger, zuständig<br />

für spezielle Projekte<br />

bei der Aeschlimann AG,<br />

ist seit einigen Jahren für die<br />

Organisation des AeschlEvents verantwortlich.<br />

Ich habe ihm ein paar Fragen zur speziellen<br />

Situation und über die Zukunft dieses Anlasses<br />

gestellt.<br />

Stefan Loeliger, wie weit waren Sie mit der<br />

Organisation des AeschlEvents 2020?<br />

Zum Zeitpunkt des Beschlusses zur Absage des<br />

Anlasses stand natürlich die gesamte Organisation,<br />

bis auf die Feinjustierung, welche immer<br />

erst in den letzten Wochen vor dem Anlass vorgenommen<br />

werden kann.<br />

Hatten Sie die Einladungskarten bereits<br />

gedruckt und an die Gäste verschickt?<br />

Das Erstellen der Druckvorlagen steht «fahrplanmässig»<br />

immer in dieser Phase der Vorbereitung<br />

an, weshalb auch da ein Entscheid spätestens<br />

gefällt werden musste.<br />

Der AeschlEvent ist bekannt dafür, hochkarätige<br />

Fachreferenten im Programm zu<br />

haben, wie haben sie die Absage hingenommen?<br />

Erfreulicherweise mit grossem Verständnis! Alle<br />

Akteure haben spontan einer Verschiebung<br />

ihrer Mandate aufs nächste Jahr zugesagt.<br />

Der Gedanke, das gesamte Konzept ins 2021<br />

zu verschieben, ermöglicht immerhin auch die<br />

Perspektive, vom bereits getätigten Aufwand zu<br />

einem späteren Zeitpunkt profitieren zu können.<br />

Wir betrachten dies nicht als selbstverständlich,<br />

deshalb an dieser Stelle ein grosses Dankeschön<br />

für die Solidarität!<br />

Und die anderen Beteiligten, beispielsweise<br />

der Campus Sursee?<br />

Dem Campus Sursee, als unserem langjährigeren<br />

Austragungsort, möchten wir ebenfalls ein<br />

Kränzlein winden. Auch von dieser Seite wurde<br />

uns sehr rasch und unbürokratisch die Terminverschiebung<br />

ohne Konsequenzen bestätigt.<br />

Sie sagen, das diesjährige Programm konnte<br />

mehr oder weniger 1:1 für nächstes Jahr<br />

übernommen werden – verraten Sie uns etwas<br />

über die Inhalte des AeschlEvent 2021?<br />

Ich kann nur so viel verraten, der AeschlEvent<br />

2021 wird ein etwas anderes Gesicht haben als<br />

die Bisherigen! Es werden unerwartete Emotionen<br />

geweckt, im Wechsel mit sehr spannenden<br />

Beiträgen von Spezialisten aus verschiedensten<br />

Sparten. Schön, wenn sich die AESCHLIMAG­<br />

Leser rechtzeitig das Datum fürs nächste Jahr<br />

in der Agenda eintragen, um diese Highlights<br />

nicht zu verpassen.<br />

Die Firma Aeschlimann betreibt für diesen<br />

Anlass jedes Jahr einen beträchtlichen Aufwand<br />

– personell und monetär. Was genau<br />

beabsichtigen Sie mit dem Anlass? Wie und<br />

wo soll die Baubranche den AeschlEvent<br />

einordnen?<br />

Der AeschlEvent ist ein breit gefächerter,<br />

fachtechnischer Anlass, bei dem ausgewiesene<br />

Spezialisten aus ihren Themenkreisen<br />

referieren. Nebst der Ausleuchtung fachlicher<br />

Aspekte, möchten wir unseren langjährigen<br />

Kunden Wertschätzung und unseren Dank<br />

entgegenbringen. Bei persönlichen Kontakten,<br />

auch unter den Teilnehmern, können Fachthemen<br />

vertieft diskutiert werden.<br />

Sie erwähnen speziell den persönlichen<br />

Austausch unter den Teilnehmern – ist das<br />

ein generelles Anliegen der Firma Aeschlimann<br />

in der heutigen digitalen Welt?<br />

Genau das ist es, worauf es ankommt! Bei unserer<br />

täglichen Arbeit zeigt sich immer wieder,<br />

dass eine zielgerichtete und qualitativ hochwertige<br />

Umsetzung wesentlich vom persönlichen<br />

Kontakt und der guten Kommunikation profitiert.<br />

Wir im Baugewerbe sind noch etwas privilegierter<br />

als andere Branchen, deren Möglichkeiten zu<br />

persönlichen Kontakten eher eingeschränkter<br />

sind.<br />

Stefan Loeliger, herzlichen Dank für Ihre Antworten,<br />

wir sehen uns spätestens am 29. April 2021<br />

am nächsten AeschlEvent auf dem Campus<br />

Sursee. (Text: Daniel Gaberell)<br />

6 7


Brücke Chinegga, Stalden<br />

Kubex18, zizers<br />

Die Brücke Chinegga, das Hauptbauwerk des<br />

Umfahrungsprojekts für Stalden, ist fertiggestellt<br />

und wurde am 29.11.2019 eingeweiht. Mit dem<br />

Bau der Brücke Chinegga wurde im Sommer<br />

20<strong>17</strong> begonnen. Die Arbeiten schritten zügig<br />

und planmässig voran. Die Brücke ist nicht<br />

nur ein aufgrund ihrer Abmessungen imposantes<br />

Bauwerk, sie beeindruckt auch durch die<br />

schlichte und zurückhaltende Weise, in der sie<br />

sich in ihre Umgebung einfügt. Beim Brückenträger<br />

handelt es sich um einen vorgespannten<br />

Betonhohlkasten, der auf fünf Stützen aufliegt.<br />

Mit einer Länge von 270 Metern überspannt<br />

die Brücke in einem weiten Bogen das Tal der<br />

Mattervispa in einer Höhe von rund 60 Metern.<br />

Die Baukosten belaufen sich auf 12 Millionen<br />

Franken.<br />

Verschiedene Vorbereitungsarbeiten waren bereits<br />

im Sommer 2016 ausgeführt worden. Dabei<br />

wurden an beiden Talflanken im «Tobel Chi»<br />

Schutzvorrichtungen gegen Stein- und Blockschlag<br />

erstellt, und eine ausgeprägte Felsnase<br />

war vorgängig so herzurichten, dass man das<br />

erste Zwischenauflager der Brücke darauf positionieren<br />

konnte.<br />

Mit der Fertigstellung und Einweihung der Brücke<br />

Chinegga ist das Hauptbauwerk der Umfahrungsstrasse<br />

von Stalden abgeschlossen.<br />

Bereits ab Frühjahr 2020 wird die Brücke als<br />

Baustellenzufahrt eine wichtige Rolle spielen<br />

zum nächsten Baulos, dem gedeckten Einschnitt<br />

«Steischlag».<br />

Die Gesamtkosten des Umfahrungsprojekts für<br />

Stalden werden, inklusive Studien und Landerwerb,<br />

auf 65.1 Millionen Franken veranschlagt.<br />

Der Bau der neuen Strasse erfolgt in schwierigem<br />

Gelände. Auf einer Gesamtlänge von 1,5<br />

Kilometern muss eine Höhendifferenz von fast<br />

80 Metern überwunden werden. Bis zur geplanten<br />

Eröffnung der Umfahrungsstrasse im<br />

Jahr 2023 sind noch sechs weitere Brücken<br />

und ein gedeckter Einschnitt zu bauen. An<br />

der Strecke zu den Tourismusorten Saas-Fee<br />

und Zermatt gelegen, leidet Stalden unter dem<br />

Durchgangsverkehr von bis zu 12‘000 Fahrzeugen<br />

pro Tag.<br />

Abdichtung und Gussasphalt<br />

Auf die Betonoberfläche wurde eine Epoxy­<br />

Versiegelung aufgetragen und anschliessend<br />

die Polymerbitumen­ Dichtungsbahn<br />

appliziert. Diese Arbeiten realisierte die im<br />

Kanton Wallis beheimatete Plasco AG.<br />

Als Vorbereitung für den maschinellen,<br />

schienengeführten Belagsaufbau wurde<br />

nachfolgend durch ein versiertes Team<br />

der Aeschlimann AG das Schienentrassee<br />

verlegt und ausnivelliert. Die Geometrie der<br />

Brücke stellte die Fachkräfte der Aeschlimann<br />

AG vor aussergewöhnliche Herausforderungen,<br />

sind doch das Längsgefälle<br />

sowie auch das Quergefälle der Brücke<br />

grösser 5%. Mit entsprechend angepassten<br />

Massnahmen in mehreren Schritten<br />

konnten die Ebenheitsanforderungen an die<br />

Belagsfläche mit dem Einbau der Binderund<br />

der Deckschicht in konstanter Dicke<br />

erfüllt werden.<br />

Haftvermittler mit Epoxidharz<br />

Polymerbitumen-Dichtungsbahn, 5 mm<br />

Ausgleichsschicht: MA 11 HP E spez-HS, 30-45 mm<br />

Binderschicht: MA11 HP E spez-HS, 30 mm<br />

Deckschicht: MA 11 THP E spez-HS, 30 mm<br />

Länge 270 m, Breite 9.50 m, Fläche 2‘500 m 2<br />

Die Firma Kubeg AG, welche über eine langjährige<br />

Erfahrung in den Bereichen Steuerungsund<br />

Regeltechnik sowie Mechanik, Pneumatik<br />

und Hydraulik verfügt, hat in Zizers einen neuen<br />

Hauptsitz mit Produktions- und Lagerräumen<br />

errichtet.<br />

Die Aeschlimann Unternehmung wurde frühzeitig<br />

in die Aufbauberatung einbezogen. Für die<br />

als Hohldielenböden erstellten Zwischendecken<br />

wurde mit dem nachfolgenden Gussasphaltbelagseinbau,<br />

nicht im Verbund ausgebildet, eine<br />

optimale Lösung zur Gestaltung der Bodenbeläge<br />

gefunden. In Teilbereichen wurde der zuvor<br />

eingebaute Gussasphalt noch mit einer zusätzlichen<br />

Kunstharzbeschichtung überarbeitet. Bei<br />

diesen Flächen, welche in Zukunft für die Montage<br />

genutzt werden sollen, war das Ziel, einen<br />

ableitfähigen und leicht zu reinigenden Bodenbelag<br />

herzustellen. Nach der intensiven Untergrundvorbereitung<br />

durch schleifen, wurden eine<br />

Regulierspachtelung, eine Leitschicht mit den<br />

erforderlichen Kupferbändern, eine Fliessschicht<br />

und abschliessend die Deckversiegelung appliziert.<br />

Der Systemaufbau mit Gussasphalt und<br />

der Beschichtung mit einem hellen PU- Fliessbelag<br />

erfüllt die Anforderungen der Bauherrschaft<br />

und schafft zudem eine angenehme Atmosphäre.<br />

Die restlichen Räume mit dem belastbaren<br />

Bodenbelag können problemlos als Montageoder<br />

Lagerraum genutzt werden.<br />

Objekt, Ort: Kubex18, 7205 Zizers<br />

Auftraggeber: Kubeg AG,<br />

Tardisstrasse 225, 7205 Zizers<br />

Systemaufbau:<br />

- Parking: Gussasphalt MA 8 SP,<br />

ohne Verbund, 30 mm<br />

- Innenboden: Gussasphalt DF II,<br />

ohne Verbund, 30 mm<br />

Fläche:<br />

- Parking Gussasphalt 2‘300 m 2<br />

- Innenboden Gussasphalt 12‘100 m 2<br />

- PU-Fliessbelag 2‘750 m 2<br />

Ausführung: 2019 /2020<br />

8 9


KKL, Luzern (Küche)<br />

Siedlung Brahmshof, Zürich<br />

Im Herzen Luzerns und direkt am Vierwaldstättersee<br />

folgte nach einer Volksabstimmung 1994<br />

der Startschuss für den Neubau des Kulturund<br />

Kongresszentrums Luzern. Seit seiner Eröffnung<br />

im 1998 fand dort eine Vielzahl musikalischer<br />

und gesellschaftlicher Veranstaltungen<br />

statt, welche das Zentrum über die Kantonsund<br />

Landesgrenzen hinaus bekannt machten.<br />

Auch die aussergewöhnliche Architektur aus<br />

der Feder von Jean Nouvel lockt jährlich viele<br />

tausend Besucher zur Betrachtung und zum<br />

Staunen an. Das überdimensional auskragende<br />

Dach und die scheinbar überall vorhandenen<br />

Wasserkanäle im Inneren machen das Gebäude<br />

einzigartig.<br />

Nach vielen Jahren wurden die ersten Spuren<br />

der intensiven Nutzung erkennbar, welche die<br />

Verantwortlichen dazu bewogen, im Februar<br />

2020 umfangreiche Baumassnahmen zu realisieren.<br />

Die Aeschlimann AG durfte in diesem<br />

Zusammenhang ein Angebot für die Bodenbeschichtungsarbeiten<br />

in den Küchen erstellen<br />

und diese Leistungen anschliessend auch ausführen.<br />

Dass bei einem solch hochfrequentierten<br />

Gebäude der Zeitfaktor eine entscheidende<br />

Rolle spielt, lässt sich bestimmt erahnen. So<br />

wurde uns in der Startsitzung das eng getaktete<br />

Bauprogramm präsentiert sowie auf dessen<br />

strikte Einhaltung hingewiesen. Um das gute<br />

Gelingen der neuen Bodenbeschichtung minutiös<br />

vorzubereiten, setzte sich unser Bauführer<br />

mit den Bedingungen vor Ort detailliert auseinander.<br />

Er vertiefte sich in die Liste der hohen<br />

Anforderungen und «stopfte» die erforderlichen<br />

Arbeitsschritte in den uns zur Verfügung gestellten<br />

Zeitrahmen. Die kompetent agierende<br />

Bauleitung war uns dabei eine grosse Hilfe,<br />

liess sie uns doch alle wichtigen Informationen<br />

umgehend zukommen, welche wir zur Planung<br />

der Arbeiten benötigten. Mit den bestellten Materialien<br />

im Gepäck und hoch motiviert nahmen<br />

unsere Mitarbeiter vor Ort die Herausforderung<br />

zur makellosen Erfüllung der Vorgaben an.<br />

Schleif- und Mörtelarbeiten, Rinnen- und Wandanschlüsse<br />

sowie Spachtelungen und Versiegelungen<br />

wurden vom eingespielten Team sorgfältig<br />

und fachmännisch erledigt. Heute können<br />

in dem über 3 Geschosse verteilten Küchenbereich<br />

neue, helle Bodenbeläge genutzt werden.<br />

Dass wir ins auserwählte Team integriert sein<br />

durften, erfüllt uns mit Freude, aber auch ein<br />

wenig mit Stolz. Den Nutzern wünschen wir<br />

in ihren aufgefrischten Räumlichkeiten weiterhin<br />

viel Erfolg rund ums kulinarisch vielfältige<br />

Verwöhnen der Gäste im aussergewöhnlichen<br />

Kulturhaus.<br />

Objekt, Ort:<br />

KKL Luzern – Umbau Gastro<br />

Bauherr: Trägerstiftung Kulturund<br />

Kongresszentrum am See<br />

Projektleitung:<br />

Gross Generalunternehmung AG<br />

Ausführung: 2020<br />

Objekt, Ort:<br />

Siedlung Brahmshof, Zürich<br />

Auftraggeber:<br />

Evangelischer Frauenbund Zürich<br />

Landschaftsarchitekten:<br />

Planikum GmbH, Zürich<br />

Ausgeführte Arbeiten:<br />

- Epoxy-Versiegelung<br />

- Polymerbitumen-Dichtungsbahnen,<br />

gussasphaltverträglich, 5 mm<br />

- Gussasphalt-Schutzschicht MA 11 HP,<br />

35 mm – 1‘805 m 2<br />

- Gussasphalt-Deckschicht MA 11 Ff 99,<br />

hellbeige, 35 mm – 854 m 2<br />

Ausführung: 2019<br />

Die Siedlung Brahmshof liegt an der Brahmsstrasse<br />

in Zürich und bietet gemeinschaftliches<br />

Wohnen für Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen.<br />

Der Brahmshof zeichnet sich<br />

aus durch sein spezielles Raumangebot und<br />

den aussergewöhnlich belebten Innenhof. Um<br />

den belassenen, alten Lindenbaum wurde die<br />

Gestaltung einer grossen Grünfläche realisiert.<br />

Den Gehweg durfte die Aeschlimann Unternehmung,<br />

der Vorstellung der Bauherrschaft<br />

und des Landschaftsarchitekten entsprechend,<br />

mit einem speziell dekorativen Gussasphalt<br />

mit hellen Zuschlagsstoffen ausbilden. Die mechanische<br />

Oberflächenbearbeitung bewirkte<br />

das Freilegen der hellen, eingemischten Gesteinskörnungen,<br />

so dass diese in ihrer ganzen<br />

Schönheit und Eleganz hervortreten und<br />

sich ein ästhetisch tolles Bild ergibt. Insgesamt<br />

konnte mit diesem Belag und den dekorativen<br />

Pflanzenrabatten der Wunsch, den Innenhof<br />

hell und freundlich erscheinen zu lassen,<br />

vollumfänglich erfüllt werden.<br />

10<br />

11


Aeschlimann intern<br />

Nächster<br />

AeschlEvent<br />

29. April 2021<br />

Chauffeuren-Reportage:<br />

Topic Zeljko liefert Gussasphalt<br />

Der LKW-Chauffeur ist bei der Aeschlimann<br />

Unternehmung – wie alle anderen Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeiter auch – täglich gefordert.<br />

Er transportiert nicht nur Baustoffprodukte von<br />

A nach B, sondern er übernimmt auch Verantwortung<br />

für die Qualität des ihm anvertrauten<br />

Produktes sowie für die terminliche Einhaltung<br />

des präzis geplanten Ablaufs.<br />

Beim Handeinbau von Gussasphalt ist er auf<br />

der Baustelle ebenfalls aktiv und unterstützt<br />

somit das Einbauteam. Die Znüni- oder Mittagspause<br />

wird schon einmal vor- oder nachgeholt,<br />

muss doch die Arbeits- und Ruhezeitverordnung<br />

jederzeit eingehalten werden.<br />

Gutes Timing ist gefragt, damit die Einbauequipe<br />

nicht Leerzeiten in Kauf nehmen muss,<br />

die unnötige Kosten verursachen würden.<br />

Neue Mitarbeiter:<br />

Thomas Haudenschild<br />

Bauführer<br />

Strassenbau<br />

Ali Shahryar<br />

Bauführer<br />

Strassenbau<br />

Andy Sommer<br />

Bauführer<br />

Gussasphalt<br />

Michael Zwahlen<br />

Bauführer<br />

Strassenbau<br />

Wir gratulieren zur Weiterbildung:<br />

Tanja Graf<br />

KV-Berufsbildnerin<br />

Benji Zumstein<br />

SIBE Aeschlimann AG<br />

Herausgeberin:<br />

Aeschlimann AG<br />

Untere Brühlstrasse 36<br />

4800 Zofingen<br />

Tel. 062 745 07 07<br />

www.aeschlimann.ch<br />

Druckerei:<br />

ZT Medien AG<br />

4800 Zofingen<br />

www.ztmedien.ch<br />

© Fotos:<br />

Seite 2 unten, 11: Willy Jost<br />

Seite 6: zvg<br />

Andere: Aeschlimann AG<br />

Gestaltung, Layout, Redaktion:<br />

www.buchmacherei.ch<br />

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