Alnatura Magazin Juni 2020

alnatura

Mariniertes vom Grill und raffinierte Beilagen / Warenkunde Erdbeeren / Naturdrogerie: Natürliche Pflege für Babys

Juni 2020

ISSN 1612-7153

alnatura.de

Mariniertes vom Grill

und raffinierte

Beilagen

WARENKUNDE

Erdbeeren

NATURDROGERIE

Natürliche Pflege

für Babys


ANZEIGE

Ab 2. Juni in Ihrem Alnatura Markt

gratis für Sie zum Mitnehmen

Jana und Verena

Lassen Sie sich mit Sommerrezepten

unserer KostBar inspirieren!

Endlich ist der Sommer da. Jetzt soll es in der Küche besonders schnell gehen.

Deshalb haben Jana und ihre Kollegin Verena bunte Picknick- oder Grillsalate sowie

einen eisgekühlten Melonen-Drink für heiße Tage kreiert.

Diese und weitere Rezepte finden Sie in der neuen Ausgabe des KostBar-Rezeptheftes.

Die KostBar kocht live in unseren Alnatura Märkten. Bald auch in Ihrer Nähe?

Alle Termine finden Sie online unter alnatura.de/kostbar


Juni 2020

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

immer mehr Menschen erkennen, dass der Kauf von Bio-Lebensmitteln

aktiver Klimaschutz ist. Durch Bio-Bodenbearbeitung entsteht Humus,

der CO 2 bindet. Je mehr Hektar biologisch bewirtschaftet werden,

desto mehr CO 2 wird im Boden gebunden und hilft beim Bremsen der

zunehmenden Erderwärmung.

2019 haben in Deutschland Kundinnen und Kunden zwölf Milliarden

Euro für Bio-Lebensmittel ausgegeben. Das sind zehn Prozent mehr

als 2018. Aber immer noch wird nur ein Anteil von 6,7 Prozent unserer

Gesamtausgaben für Nahrungsmittel von jährlich 180 Milliarden

Euro für Bio ausgegeben. Vergangenes Jahr wurden 107 000 Hektar

auf Bio umgestellt, ein Wachstum von 6,6 Prozent zum Vorjahr.

Noch immer wächst in Deutschland die Nachfrage nach Bio-Produkten

stärker als die Umstellung agrarindustriell bewirtschafteter Flächen

auf Bio. Bis 2030 will die Bundesregierung einen Bio-Anteil der Landwirtschaftsflächen

in Deutschland von 20 Prozent erreichen. Dafür

müsste sich die Bio-Fläche von heute 1,6 Millionen Hektar auf 3,3 Millionen

Hektar gut verdoppeln. Jährlich müssten 170 000 Hektar neu

umgestellt werden. Mit den aktuellen Zuwachsraten bei Bio wird die

Bundesregierung ihre ohnehin nicht sehr ehrgeizigen Klimaziele im

Bio-Landbau nicht erreichen.

Seit fünf Jahren engagiert sich Alnatura deshalb durch die Alnatura

Bio-Bauern-Initiative gemeinsam mit dem Naturschutzbund Deutschland

e. V. unter dem Motto »Gemeinsam Boden gut machen«. Bis

Jahresende werden wir die Umstellung von schon 13 000 Hektar Fläche

auf Bio angestoßen und finanziert haben.

Prof. Dr. Götz E. Rehn,

Gründer und Geschäfts -

führer Alnatura

Das ist nur dank Ihrer Hilfe möglich.

Von jedem verkauften Alnatura Produkt

mit der Kennzeichnung »Gemeinsam

Boden gut machen« trägt Alnatura

einen Cent zur Umstellungsförderung

bei. So können wir gemeinsam Boden

gut machen.

Mit herzlichen Grüßen

10

18

6

Aktuelles von Alnatura 4

Warenkunde Erdbeeren 6

Titel Rezeptideen 8–13

Annas Resteküche 14

Alle fürs Klima 16

Hersteller-Reportage Packlhof 18

Hersteller-Reportage Taifun 20

Hersteller-Interview Störtebeker 22

Alnatura Nachhaltigkeit 28

Naturdrogerie 30

Aktuelles aus Bio-Welt und Gesellschaft 36

Gesellschaft Bio-Vorurteile 38

Klimafreundlich ans Ziel 40

40 Jahre »Alternativer Nobelpreis« 42

Gesellschaft Reparieren statt wegwerfen 44

NAJU-Kinderseite 46

Bio-Restaurants 48

Vorschau, Märkte, Impressum 50

Alnatura Magazin Juni 2020 3


Aktuelles

von Alnatura

Januar 2020

ISSN 1612-7153

alnatura.de

Februar 2020

ISSN 1612-7153

alnatura.de

März 2020

ISSN 1612-7153

alnatura.de

April 2020

ISSN 1612-7153

alnatura.de

Die Turteltaube

VOGEL DES JAHRES

Originelles

mit Müsli

REZEPTIDEEN

Mai 2020

ISSN 1612-7153

alnatura.de

Umfrage:

Wie gefällt Ihnen

unser Magazin?

WARENKUNDE

Müslivielfalt

ACHTSAM LEBEN

Seit annähernd 15 Jahren gibt es das monatlich

erscheinende Alnatura Magazin, das zum Kochen

inspiriert, Wissenswertes über Nahrungsmittel und Einblicke in

den Bio-Landbau liefert sowie die Menschen dahinter vorstellt.

Darüber hinaus finden sich im Alnatura Magazin zahlreiche Beiträge

zu Themen wie Naturkosmetik, Nachhaltigkeit und Gesellschaft.

Damit wir unsere Themenschwerpunkte und Rubriken in

Zukunft noch besser auf die Bedürfnisse und Erwartungen unserer

Kundinnen und Kunden zuschneiden können, benötigen wir

Ihre Meinung und Unterstützung. Deshalb laden wir Sie herzlich

zu unserer Umfrage ein. Als kleines Dankeschön verlosen wir

20 Einkaufsgutscheine im Wert von jeweils 50 Euro.

Gemeinsam Lebensmittel retten

HERSTELLER-REPORTAGE

Rote Bete für Voelkel

REZEPTIDEEN

Essbare Blüten

NATURDROGERIE

Frühjahrsputz

REZEPTIDEEN

REZEPTIDEEN

WARENKUNDE

Pflanzliche Proteine

Köstliches mit Kichererbsen

HERSTELLER-REPORTAGE

ALLE FÜRS KLIMA

Aussäen und pflanzen –

endlich geht‘s los!

Osterrezepte rund ums Ei

GEPA: Fair schmeckt besser

Klima, Mensch und CO₂

Nachhaltiges

Zuhause

Rundum

regional

NATURDROGERIE-SPEZIAL

ALNATURA OBST UND GEMÜSE

Gutschein

Karte

mit

Gewinnspiel

Bunte Rezepte für

die ganze Familie

Rhabarber

WARENKUNDE & REZEPTE

Sie erreichen die Umfrage unter

alnatura.de/magazinumfrage

OPTIMIERTE VERPACKUNG

Mit kürzerer Abzugslänge:

Die Tüten der Knabber-Eulen,

-Drachen und -Igel konnten

verkürzt werden. So sparen wir

jährlich circa 440 Kilogramm

Folie ein.

(Bezugszeitraum 2019)

Erfahren Sie mehr unter

alnatura.de/verpackung

Mit PAYBACK PAY bis zu

fünffach Punkte sammeln

Noch bis Ende Juni erhalten Sie auf alle mobilen Zahlungen mit

PAYBACK PAY bis zu fünffach Punkte. Und das bei Alnatura und

allen anderen teilnehmenden PAYBACK Partnern. Einfach im

Coupon center in der App oder online den Kampagnen-Coupon

aktivieren und schon können Sie lospunkten! Das bargeldlose

Bezahlen mit PAY funktioniert nicht nur schnell und sicher, sondern

auch hygienisch:

1. Öffnen Sie an der Kasse die PAYBACK App.

2. Rufen Sie dort PAYBACK PAY auf.

3. Halten Sie den auf dem Handy erscheinenden Code mit etwas

Abstand über den Scanner.

4. Sobald es piepst, werden Ihnen die PAYBACK Punkte gutgeschrieben

und der Einkauf ist bezahlt.

Sie haben das schnelle bargeldlose Bezahlen mit PAY noch nicht

ausprobiert? Informationen finden Sie unter payback.de/pay

4 Alnatura Magazin Juni 2020


Neueröffnung

Alnatura Super Natur Markt

Zweiter Markt in Dresden

Bautzner Straße 83, ab 25. Juni

alnatura.de/marktsuche

NEU! Dreierlei Senf

Kein Grillabend ohne Senf! Doch die Vorlieben sind bekanntlich

verschieden – so auch beim Senf. Daher gibt es

von Alnatura nun auch drei verschiedene Sorten. Die

scharfe und die mittelscharfe Variante sind ideale Grillbegleiter,

die natürlich auch in die feine Küche passen,

beispielsweise um Dips, Saucen und Salatdressings zu ver-

feinern. Der süße Senf ist ein Klassiker der bayerischen

Küche. Ob zu Weißwurst, Leberkäse oder Laugenbrezel

– süßer Senf ist ein Genuss für Groß und Klein. Für alle

drei Sorten gilt: Sie werden aus Bio-Zutaten hergestellt

und ihr pikanter

Geschmack

stammt aus

frisch vermahlenen

Senfkörnern.

Nachhaltigere Quetschies

FruchtBar stellt die Verpackung der Quetschbeutel für

Kindernahrung um: Statt aus Verbundmaterial, einem

Gemisch aus PET, PE und Aluminium, werden die Beutel

nun aus Monomaterial (PP) gefertigt, das zu hundert

Prozent recycelbar und frei von

Aluminium ist. Zudem spart die

neue Deckelform zusätzlich

15 Prozent Plastik ein.

Zukünftig gibt es in den

Alnatura Märkten ausschließlich

diese Quetschbeutel

– die Rezepturen aus

klassischen Obstsorten und

Getreide bleiben natürlich

so köstlich wie bisher.

Jens Müller-Crudent ist einer der Bauern, die von der Alnatura

Bio-Bauern-Initiative bei der Umstellung auf Bio unterstützt wurden.

Er betreibt mit seiner Familie einen Saatgutanbau in Hessen.

Hoch soll’n sie leben!

Seit 2002 ruft die UNESCO jährlich am 1. Juni den Weltbauerntag

aus. Zu feiern gibt es einiges: Schließlich erzeugen Bäuerinnen

und Bauern nicht nur pflanzliche und tierische Nahrungsmittel,

nachwachsende Rohstoffe und Energielieferanten wie Rapsöl

und Biogas, sondern können auch einen entscheidenden Beitrag

zum schonenden Umgang mit Boden, Wasser und Luft sowie

zum Artenschutz leisten.

Umgekehrt weist der Weltagrarbericht aber auch immer

wieder darauf hin, wie Umweltzerstörung und der Hunger in der

Welt mit einer nur auf Profitmaximierung hin orientierten konventionellen

Agrarindustrie zusammenhängen. Deshalb muss

der ökologische Landbau flächendeckend zum Standard werden.

Die Alnatura Bio-Bauern-Initiative unterstützt gemeinsam mit

dem Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU) finanziell Landwirtinnen

und Landwirte, die ihre Höfe auf Bio umstellen möchten.

Bereits 70 Betriebe konnten dank der Initiative diesen Schritt gehen

und bewirtschaften nun rund 13 600 Hektar ökologisch. JUA

Sie wollen auch, dass es in Zukunft noch

mehr Bio-Betriebe in Deutschland gibt?

Feiern wir gemeinsam den Bio-Landbau

und machen Sie mit! Sobald Sie

ein Alnatura Produkt mit der Kennzeichnung

»Gemeinsam Boden gut

machen« kaufen, fließt ein Cent in

die Alnatura Bio-Bauern-Initiative.

Mehr Informationen auf

alnatura.de/abbi


WARENKUNDE

Erdbeeren

Endlich wieder Erdbeeren, freut sich Jung und Alt alljährlich

über die ersten heimischen Früchte. Damit jedoch

genügend zur Verfügung stehen, muss das Wetter mitspielen.

Zum anderen bedarf es genügend Mitarbeitender auf den

Erdbeerhöfen, die die vielen händischen Arbeiten vom

Ausbringen der Setzlinge bis zum Pflücken der reifen Beeren

übernehmen. Erdbeeren im Regal sind also nicht selbstverständlich,

sondern eine kleine Kostbarkeit. BP

Bio-Erdbeeren machen Arbeit

Dass Bio-Erdbeeren mehr kosten, liegt unter anderem an den aufwendigen

Maßnahmen beim Anbau. So besteht bei Erdbeeren ein

hohes Risiko eines Befalls mit Schimmelpilzen und Krankheiten.

Konventionelle Betriebe spritzen Fungizide und andere Pestizide,

meist ergänzt durch Gift gegen Beikräuter und synthetischen Stickstoffdünger

für mehr Ertrag. Bio-Höfe setzen dagegen auf geeignete

Erdbeersorten und Böden mit gesunder Mikroflora. Pestizide sind

tabu, als Dünger dient notfalls Bio-Mist. Gegen Wildwuchs und die

Ausläuferfäden helfen Hackstriegel und Handhacke. Und damit

sich keine Feuchtigkeit staut und die Erdbeeren nicht faulen, setzen

Bio- Bäuerinnen und Bio-Bauern die Reihen in größeren Abständen

und bringen bei beginnender Reife Stroh dazwischen aus. Im Frühjahr

schützen sie die Jungpflanzen mit Vliesen vor Frost. Zur Blütezeit

ist dann frische Luft wichtig für die Wind- und Selbstbestäubung

der Pflanzen. Manche Bio-Höfe stellen außerdem Bienen kästen

an den Feld rand. Untersuchungen zufolge trägt Bienenbestäubung

dazu bei, dass sich mehr Früchte ausbilden und diese ein noch

feineres Aroma aufweisen.

6 Alnatura Magazin Juni 2020


Manchmal müssen Bio-Beeren reisen

HERSTELLER-EMPFEHLUNG*

Im Jahr 2019 wurden in Deutschland rund 113 500 Tonnen

Erdbeeren im Freiland und 30 500 Tonnen unter begehbaren

Schutzab deckungen geerntet. Öko-Betriebe konnten 2 570

Tonnen im Freiland und 1 190 Tonnen unter Schutz einbringen.

Für die große Nachfrage reicht das insbesondere außerhalb

der Hauptsaison von Mai bis Anfang Juli nicht aus, deshalb

werden Erdbeeren importiert. Laut Statistischem Bundesamt

jedes Jahr etwa 100 000 Tonnen, inklusive Bio-Erdbeeren.

Wie im konventionellen Bereich ist Spanien in Europa das

wichtigste Lieferland, danach Italien und die Nieder lande. Der

Nachteil: Speziell Erdbeeren aus dem Süden hinterlassen

durch die nötige Bewässerung und den Transport einen erheblichen

ökologischen Fußabdruck. Also, wann immer

möglich, zu Bio-Erdbeeren aus der Region greifen.

Aromatisch und vielfältig

So klangvoll der wissenschaftliche Name – Fragaria

–, so vielfältig Duft und Geschmack, die je

nach Sorte, Wetter, Anbau und Reife variieren. Im

Gemüsefach des Kühlschranks halten sich Erdbeeren

ein bis zwei Tage. Gewaschen werden sie

erst direkt vor dem Verwenden, und das mit

Stiel und Kelchblättern. Das Spektrum an Zubereitungsmöglichkeiten

reicht vom Kuchen über

Erdbeer-Sahne-Kefir bis hin zu raffinierten Grüner-

Spargel- und anderen Salatideen.

Erdbeer-Mozzarella-Salat

• 250 g Alnatura Mozzarella-Minis in einem

Sieb abtropfen lassen und halbieren.

250 g Erdbeeren waschen, abtropfen lassen

und Stielansatz entfernen. 6 Stängel Basilikum

waschen und trocken schütteln.

• Beeren längs in dünne Scheiben schneiden und

auf einer Vorspeisenplatte fächerförmig auslegen.

Mozzarella darüber verteilen. Die Basilikumblätter

abzupfen und darüberstreuen.

• 2 EL Alnatura Italienisches natives Olivenöl

extra und 2 EL Alnatura Origin Crema

con Aceto Balsamico darüberträufeln und mit

Pfeffer und Salz würzen. Dazu passt frisches

Baguette.

BIO PLANÈTE

Bio-Olivenöl mittelfruchtig

nativ extra** vegan

Dieses Olivenöl ist ideal für alle, die

den typischen fruchtig-aromatischen

Geschmack von Oliven schätzen. Das

ausgewogene Öl eignet sich wunderbar

zum Verfeinern von mediterranen

Gerichten wie Tomaten mit Mozzarella,

Ratatouille oder Moussaka. Die sonnengereiften

Oliven für das Öl werden von

Dezember bis in den März hinein unter

anderem in Spanien oder Portugal geerntet

und im Kaltextraktions-Verfahren

verarbeitet. Enthält einfach ungesättigte

Fettsäuren, Vitamin E und Polyphenole.

500 ml 6,99 € (1 l = 13,98 €)

* Bei dieser Produktvorstellung handelt es

sich um eine Anzeige. Sie erhalten das

Produkt in Ihrem Alnatura Super Natur Markt.

** Nicht in allen Märkten erhältlich.


REZEPTIDEEN

Pikante Beilagen vom Grill

Es ist Grillzeit: Auf dem Rost brutzeln Bratwürste, Steaks oder

fleischlose und vegane Alternativen, köstlicher Duft steigt uns in

die Nasen, das Wasser läuft uns im Mund zusammen. Dazu

warten auf dem Tisch bunte Beilagen – denn erst diese machen

einen Grillabend komplett. Wir zeigen Ihnen ein paar Rezepte,

mit denen Sie schnell und einfach schmackhafte Leckereien für

das Familien-Barbecue zaubern.

Fächerbaguette mit zweierlei Aufstrich

Zutaten für 4 Portionen

1 Baguette / 60 g Alnatura Rote-Bete-Meer rettich-

Streichcreme / 100 g Alnatura Margarine /

60 g Alnatura Gartengemüse- Aufstrich Spinat-Walnuss

Zubereitung

Baguette quer alle 1,5 cm einschneiden, aber nicht

durchschneiden. Rote-Bete-Meerrettich- Streichcreme mit

der Hälfte der Margarine in eine Schüssel geben und mit

einer Gabel vermengen. Spinat-Walnuss- Auf strich in einer

zweiten Schüssel mit der restlichen Margarine vermengen.

Aufstriche jeweils zur Hälfte oder abwechselnd mit einem

Messer in die Einschnitte des Baguettes füllen. Fächerbaguette

auf dem Grill bei indirekter Hitze (200 °C)

15 Min. knusprig braun backen.

gelingt leicht

Zubereitungszeit: 10 Min.

+ 15 Min. Grillzeit

Nährwerte pro Portion:

Energie 418 kcal, Fett 21 g,

Kohlenhydrate 44 g, Eiweiß 9 g

8 Alnatura Magazin Juni 2020

Tipp: Anstelle der Margarine

kann auch Alnatura Butter verwendet

werden.

gelingt leicht

Zubereitungszeit: 5 Min.

Nährwerte pro Portion:

Energie 109 kcal, Fett 12 g,

Schnelle Aioli

Kohlenhydrate 0 g, Eiweiß 0 g

Zutaten für 4 Portionen

1 Knoblauchzehe / 60 ml Alnatura

Delikatess-Mayonnaise

Zubereitung

Knoblauchzehe schälen und durch eine

Knoblauchpresse drücken. Mit der

Ma yonnaise verrühren und servieren.

Tipp: Für eine Variante ohne tierische

Zutaten einfach »Vegane Mayo« benutzen.


gelingt leicht

Zubereitungszeit: 10 Min. + 30 Min. Grillzeit

Nährwerte pro Portion:

Energie 297 kcal, Fett 20 g,

Kohlenhydrate 9 g, Eiweiß 17 g

Gegrillte Paprika

mit Feta und Oliven

Zutaten für 4 Portionen

2 große rote Paprika / 360 g Alnatura Feta / ½ rote

Zwiebel / 50 g Alnatura Origin Kalamata-Oliven ohne

Stein / 50 g Alnatura Origin Peperoni / 50 g Alnatura

Origin Getrocknete Tomaten / 2 TL Alnatura Italienische

Kräuter (getrocknet)

Zubereitung

Paprika waschen, längs halbieren, entkernen, den

Strunk aber nicht entfernen.

Feta abtropfen lassen und in eine Schale zerbröseln.

Zwiebel schälen und fein würfeln, Oliven, Peperoni

und Tomaten abtropfen lassen, ebenfalls würfeln

und alles zum Feta geben. Kräuter hinzufügen und

mit einer Gabel gründlich vermengen.

Die Füllung auf die Paprikahälften verteilen und

leicht andrücken. Paprika auf den Rost oder in eine

beschichtete, feuerfeste Schale legen und auf dem

Grill bei indirekter Hitze (200 °C) und geschlossenem

Deckel 25–30 Min. garen.

Tipp: Für eine vegane Variante den Feta durch zuvor gekochte

und gewürzte Hirse ersetzen.

Fächertomaten mit Pesto

Zutaten für 3 Portionen

300 g Rispentomaten / 500 g Alnatura Mozzarella /

60 g Alnatura Pesto Verde

gelingt leicht

Zubereitungszeit: 10 Min.

+ 25 Min. Grillzeit

Nährwerte pro Portion:

Energie 558 kcal, Fett 41 g,

Kohlenhydrate 7 g, Eiweiß 32 g

Zubereitung

Tomaten waschen, vom Stielansatz befreien und mit

dieser Seite nach unten auf ein Arbeitsbrett legen.

In 0,5-cm-Abständen tief einschneiden, aber nicht

durchschneiden. Mozzarella abtropfen lassen und in

dünne Scheiben schneiden. Diese in die Einschnitte

der Tomaten stecken und die Fächertomaten nebeneinander

in eine feuerfeste Form setzen.

Auf dem Grill bei indirekter Hitze (200 °C) 20–25 Min.

grillen, bis der Käse geschmolzen ist.

Form vom Grill nehmen und das Pesto über den

Tomaten verteilen.

Tipp: Für eine vegane Variante verwenden Sie das

Alnatura Pesto Basilico und anstelle des Käses Ihren

Lieblingstofu.


REZEPTIDEEN

Jede Schicht ein Genuss

Salate gehören einfach zum Grillen dazu. Wie wäre es

mal mit einem pikanten mexikanischen Schicht salat?

Er lässt sich ohne lange Einkaufsliste prima vorbereiten

– schnell und einfach mit dem, was Sie vielleicht

ohnehin zu Hause auf Vorrat haben. Ideal für ein

spontanes Barbecue!

Mexikanischer Schichtsalat

Zutaten für 4 Portionen

360 g Alnatura Kidneybohnen (im Glas) / 340 g Alnatura Mais

(im Glas) / 60 g Babyspinat / 200 g Alnatura Schmand /

1 rote Zwiebel / 245 ml Alnatura Salsa-Dip / 150 g Alnatura

Emmentaler gerieben / 60 g Alnatura Mais-Chips Paprika

gelingt leicht

Zubereitungszeit: 10 Min.

Nährwerte pro Portion:

Energie 521 kcal, Fett 29 g,

Kohlenhydrate 41 g, Eiweiß 24 g

Zubereitung

Kidneybohnen in ein Sieb abgießen und gründlich abspülen,

dann in eine Schüssel füllen. Mais in einem Sieb abtropfen

lassen und über den Kidneybohnen verteilen. Spinat waschen

und trocken schütteln. Schmand cremig rühren. Zwiebel

schälen, halbieren und in feine Scheiben schneiden.

Salsa-Dip über den Mais geben, Spinat darüber verteilen,

Schmand daraufstreichen, dann Käse und Zwiebel darüberstreuen.

Kurz vor dem Servieren Tortillachips in den Salat stecken.

10 Alnatura Magazin Juni 2020


Für Ihren spontanen Grillabend

Burger mal ohne

Fleisch

Dass fleischlose Burger ein

Genuss sein können, beweisen

diese beiden. Dabei haben Sie

die Wahl, ob rote Linsen oder

schwarze Bohnen die Basis sein

sollen. Der Linsen-Burger bekommt

durch die Zutat Mango-

Chutney eine fruchtige Note,

während der Black-Bean-Cashew-Burger durch Gewürze

und Rauchsalz ein feines Barbecue-Aroma hat. Beide

Bio-Patties eint ihre soja freie Rezeptur und die Möglichkeit

der Zube reitung in Pfanne, Backofen oder Grill.

Veggie-Würstchen

für den Grill

Bratwürste gehören zum

klassischen Grillvergnügen.

Für all jene, die vegane

Alternativen suchen, bietet

das Alnatura Sortiment eine

große Auswahl. Zu den Beliebtesten

gehören die roten Brat würste, deren

Farbe aus Paprikapulver stammt, sowie die veganen

Bratwürstchen, die durch Gewürze und Zwiebeln ihre pikante

Note erhalten. Die Hauptzutat beider ist Seitan aus Weizeneiweiß.

Ob vom Grill oder in der Pfanne gebraten – mit ihrer

saftigen Konsistenz schmecken die Würstchen im Brötchen

mit Senf und Ketchup genauso wie als Beilage zu Gemüse,

Salat und Co.

neu und nur

für kurze Zeit

neu und nur

für kurze Zeit

Idealer Helfer beim Grillen

Nur für kurze Zeit gibt es die handgemachte

Antonius-Grillzange aus heimischem Eichenholz in

Ihrem Alnatura Markt zu kaufen. Sie ist ein idealer

Helfer, um das Grillgut einfach und schnell zu greifen

und zu wenden. Hergestellt wird die Zange von

GestaltenWerk in Fulda. Hier arbeiten Menschen mit

und ohne Behinderung kreativ zusammen und fertigen

hochwertige Produkte. Weitere Infos unter

antonius.de/herstellung/gestaltenwerk.html

Die klassischen Würstchen

Feinwürzig, handlich klein und damit perfekt für jedes Grillbüfett:

Die Alnatura Rostbratwürstchen sind

beliebt bei Groß und Klein. Ihr Fleisch

kommt von Bioland-Höfen, wo

die Tiere artgerecht gehalten

werden. Das Besondere der Geflügelbratwurst:

Sie wird aus

Bruderhahn-Fleisch hergestellt.

Dieses stammt aus der Alnatura

Bruder küken- Initiative, welche

sich für die Aufzucht männlicher

Küken (die Brüder der jungen

Legehennen) einsetzt.

Alnatura Magazin Juni 2020 11


REZEPTIDEEN

Raffiniert mariniert

Steaks, Lachs und Tofu selbst marinieren?

Kein Problem! Unsere Marinaden sind schnell

angerührt und verfeinern jedes Grillgut. Dieses

gleichmäßig damit bestreichen und abgedeckt

im Kühlschrank mindestens eine Stunde ruhen

lassen. Währenddessen können Sie ganz entspannt

die Beilagen vorbereiten.

Grillmarinade Paprika-Chili

Zutaten für 300 g Mariniergut,

z. B. Fleisch oder Tofu

1 Knoblauchzehe / 4 EL Alnatura Italienisches

natives Olivenöl extra / 2 gehäufte TL

Alnatura Paprika edelsüß / 4 Msp. Alnatura

Cayennepfeffer gemahlen / 1 TL Alnatura

Meersalz

Zubereitung

Knoblauch schälen und durch eine

Knoblauchpresse drücken. Zusammen mit

den weiteren Zutaten in einer Schüssel

mit einem Schneebesen verrühren.

Tipp: ½ TL getrockneter Thymian sorgt für

eine mediterrane Note.

gelingt leicht

Zubereitungszeit: 5 Min.

Nährwerte pro Portion:

Energie 193 kcal, Fett 21 g,

Kohlenhydrate 2 g, Eiweiß 1 g

12 Alnatura Magazin Juni 2020


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gelingt leicht

Zubereitungszeit: 5 Min.

Nährwerte pro Portion:

Energie 43 kcal, Fett 0 g,

Kohlenhydrate 10 g, Eiweiß 0 g

Grillmarinade Honig-Ingwer

Zutaten für 300 g Fisch, z. B. (aufgetaute) Lachsfilets

2 TL Alnatura Vielblütenhonig / 2 EL Alnatura Zitronensaft /

1 TL Alnatura Ingwer gemahlen / 1 TL Alnatura Zitronenschale

gerieben

Zubereitung

Alle Zutaten in einer Schüssel mit einem Schnee besen

verrühren.

Grillmarinade Curry-Senf

Zutaten für 300 g Mariniergut, z. B. Fleisch oder Tofu

2 TL Alnatura Reissirup / 2 TL Alnatura Senf mittelscharf /

2 TL Alnatura Curry mild / 2 EL Alnatura Bratöl /

2 EL Alnatura Sojasauce Shoyu

Zubereitung

Alle Zutaten in einer

Schüssel mit einem

Schneebesen verrühren.

gelingt leicht

Zubereitungszeit: 5 Min.

Nährwerte pro Portion:

Energie 153 kcal, Fett 11 g,

Kohlenhydrate 12 g, Eiweiß 3 g

So grillen Sie Lachsfilet besonders raffiniert,

z. B. auf Ihrem Kugelgrill mit Deckel!

Grillen auf der Zedernholzplatte: Die Platte

mindestens 1 Std. vor Verwendung wässern. Nass auf den

Rost über direkte Hitze legen, bis sie zu rauchen beginnt.

Dann von der direkten Hitze nehmen, die marinierten Lachsfilets

auflegen und mit indirekter Hitze und geschlossenem

Deckel bei maximal 200 °C 8–10 Min. gar ziehen lassen, bis

das Eiweiß an der Seite auszutreten beginnt.

Grillen auf Zitronenscheiben: 1 Zitrone waschen, in ½ cm

dicke Scheiben schneiden und auf einem engmaschigen Rost

leicht überlappend auslegen. Lachsfilets auf die Zitronen

legen und bei geschlossenem Deckel 8–10 Min. garen.

Nicht in allen Märkten erhältlich.

Mini-Mühlen –

ganz groß im Geschmack.

Für die Brotzeit in der Natur, im Büro

oder wo auch immer – unsere charmanten

Mini-Gewürzmühlen passen natürlich in den

Rucksack und abends in die Handtasche.

Feine Kombinationen aus Luisenhaller

Siedesalz und fein ausgewählten

Gewürzmischungen!

Für jeden Gusto, immer und überall.

Und das alles in 100% Bio-Spitzenqualität!

Feine Rezepte und mehr unter:

www.herbaria.com


ANNAS RESTEKÜCHE

Fruchtiges Reste-Ketchup

Essbares wegwerfen? Nicht mit Anna! Wenn trotz guter Planung

Lebensmittelreste übrig bleiben, lacht das Herz unserer Kollegin. Lassen

Sie sich von ihr inspirieren, spontan mit dem zu kochen, was gerade

da ist. Neben Spaß beim Kombinieren und etwas Einzigartigem auf dem

Tisch ist eines sicher: das schöne Gefühl, damit etwas Sinnvolles zu tun.

Die vielen Rhabarberstangen

aus dem eigenen

Garten möchte

Anna in diesem Jahr

nicht ausschließlich zu

Kompott verarbeiten. Eine herzhaftwürzige

Alternative, die sich dazu

auch noch gut auf dem Grillteller macht,

wäre genau das Richtige. Nichts

leichter als das: Annas Vorratsschrank

hält die wenigen nötigen Zutaten

bereit und ihre Gewürzschublade ist

für herzhafte Experimente optimal

ausgestattet.

Für 500 ml

• 1 Zwiebel und 300 g Rhabarber

schälen und in grobe Würfel schneiden.

• 2 EL Olivenöl in einem Topf erhitzen,

Zwiebel und Rhabarber hinzugeben

und etwa 5 Min. anschwitzen.

• 3 TL Gewürze nach Belieben (z. B.

2 TL Currypulver, ½ TL Paprikapulver,

½ TL Cayennepfeffer) sowie Meersalz,

Pfeffer und 2 EL Tomatenmark hinzufügen

und kurz mit anrösten.

• Mit 1 EL Essig und 5 EL Ahornsirup

ablöschen, das Ganze kurz aufkochen

und 400 g Tomatenstücke (aus der

Dose) hin zugeben.

Für die entspannte Resteküche

gilt immer »so oder so ähnlich«.

Bei diesem und anderen Rezepten

lassen sich Zutaten leicht austauschen –

je nach Restesituation.

• Etwa 20 Min. einkochen lassen und

zum Schluss fein pürieren.

Zutaten und mögliche Alternativen

Rhabarber: Erdbeeren, Ananas,

Stachelbeeren, Reste von TK-Obst

Gewürze: Ingwer, Knoblauch, Chili,

gemahlener Koriander

Ahornsirup: Agavendicksaft, Dattelsirup

Das Ketchup direkt nach dem Kochen

in saubere Gläser einfüllen und

sofort mit einem Schraubdeckel verschließen.

Im Kühlschrank hält es sich verschlos

sen so mehrere Wochen. Nach dem

Öffnen ebenso im Kühlschrank lagern und

innerhalb von einer Woche aufbrauchen.

gelingt leicht

Zubereitungszeit: 45 Min.

Nährwerte: variieren

je nach Zutaten

14 Alnatura Magazin Juni 2020


HERSTELLER-EMPFEHLUNGEN*

Aus unserem Sortiment

Herbaria

Argentinische Bio-Steakmischung Tango Spice**

vegan

Diese aromatische Würzmischung eignet sich als

Marinade zum Braten und Grillen für Rind-, Lamm- sowie

Schweine fleisch. Mit ihrem rauchig-fruchtigen Geschmack

ist sie aber auch darüber

hinaus vielseitig einsetzbar,

zum Beispiel für die Zubereitung

von Räucher tofu. Durch die

Zugabe von Hickory-Rauchsalz –

einem Meersalz, welches über

Hickory- Holz geräuchert wird –

entsteht ein unverfälscht rauchiges

Aroma.

100 g 7,79 €

MadeGood

Bio-Müsli-Minis Chocolate Chip** vegan

oder Chocolate Banana** vegan

Müsli to go: Diese Müslikugeln eignen sich als Zugabe

zum Lunchpaket für die Schule oder das Büro und

sind ein praktischer Snack für unterwegs. Die laktosefreien

Chocolate-Chip-Minis bieten ein ausgewogenes

Verhältnis zwischen veganen Schokoladenchips

und glutenfreiem Hafer. Die Chocolate-Banana-Minis

vereinen vollmundige dunkle Schokolade und reife

Bananen. Abgeschmeckt werden sie mit gerösteten

und glutenfreien Haferflocken.

je 100 g 2,99 €

Heimatgut

Bio-Kartoffelchips Meersalz vegan

oder Sour Cream Style vegan

Wer den puren Genuss vorzieht, liegt mit diesen Chips

genau richtig. Beste Bio-Kartoffeln werden mit Meersalz

und ausgewählten natürlichen Gewürzen verfeinert und

in hochwertigem Bio-Sonnenblumenöl traditionell gebacken.

Mit ihrer aromatischen Note sind diese glutenfreien

Chips ein würziges Snackerlebnis. Erhältlich in den Sorten

Meersalz, Sour Cream Style, Mediterran und Paprika.

je 125 g 1,99 €

(100 g = 1,59 €)

Voelkel

Fairer Bio-Eistee Pfirsich-Zitrone

vegan

Den Klassiker von Voelkel gibt es jetzt

auch in der 0,5-Liter-Mehrwegglas flasche

mit Schraubverschluss. Der fruchtige

Durstlöscher in Demeter-Qualität ist mit

Rohrohrzucker gesüßt und erfrischt mit

Direktsaft aus Pfirsich und Zitrone sowie

einem feinen Aromenspiel von schwarzem

Tee und Hibiskus. FairTSA- Produkt: Mit

jedem Kauf wird ein Beitrag zur Verbesserung

der Lebens- und Arbeitsbedingungen

von Kleinbäuerinnen und

-bauern in den Anbauländern sowie zur

Förderung des Umweltschutzes geleistet.

500 ml 1,79 € (1 l = 3,58 €)

* Bei den Produktvorstellungen auf dieser Seite

handelt es sich um Anzeigen. Sie erhalten die

Produkte in Ihrem Alnatura Super Natur Markt.

** Nicht in allen Märkten erhältlich.

Alnatura Magazin Juni 2020 15


ALLE FÜRS KLIMA

Klimafreundlich grillen

Alles dreht sich ums Klima, den Klimawandel, die Emission

klimaschädlicher Gase. Woher Letztere kommen, wohin sie gehen,

wer sie verursacht, wie man sie vermeidet. In dieser Serie

widmen wir uns monatlich einem klimarelevanten Ernährungsthema.

Diesmal geht es um das allseits beliebte Grillen. AW

Umweltverträgliche Grillkohle

Mehr als 250 000 Tonnen Holzkohle werden in

Deutschland jährlich verbraucht. Ein Großteil ist Importware

und kommt aus Polen, Nigeria, Paraguay

und der Ukraine. Das Problem: Illegale Waldrodungen

sind genauso wenig auszuschließen wie die

massenhafte Verwendung tropischer und subtropischer

Hölzer. Auch Polen importiert Tropenholz und

in der Ukraine schrumpft einer der letzten europäischen

Urwälder. Doch es gibt umweltfreundliche

Alternativen, wie beispielsweise die Olio-Bric-Grillbriketts.

Diese erhalten Sie – solange der Vorrat

reicht – in fast allen Alnatura Märkten.

Das Grillgut ist entscheidend

Den größten Einfluss auf die Ökobilanz eines Grillabends

hat das Grillgut – so das Ergebnis einer Studie

vom TÜV Rheinland. Insbesondere Rindfleisch und

Grillkäse führen die Liste der klimarelevanten

Lebens mittel an. Überhaupt belasten tierische

Produkte die Umwelt weit mehr als Gemüse.

Daher die klare Empfehlung: eine Reduktion des

eigenen Fleischkonsums. So gehören auf den

klima freundlichen Grillrost immer auch vegane

Alternativen, Kartoffeln und Gemüse. Letztere am

besten in einer wiederverwendbaren Edelstahl-

Grillschale; Einwegprodukte sollten tabu sein.

Die handlichen Olio-Bric-Grillbriketts

bestehen zu 85 Prozent

aus Oliventrester (Kerne, Schalen

und Co.), der Rest sind Wasser

und Stärke. Bäume werden hierfür

nicht gefällt.

Nachhaltiger Grillanzünder

Damit ein Feuer schnell brennt, sind Anzünder empfehlenswert.

Die handelsüblichen weißen Blöcke sind

erdölbasiert und mit allerlei chemischen Zusätzen

versehen – das ist nicht nachhaltig und kann für

Mensch und Tier sogar gesundheitsschädigend sein.

Stattdessen empfehlen sich Produkte aus nachwachsenden

Rohstoffen.

Feueranzünder von If You Care

Diese umweltverträglichen Anzünder in Würfelform

werden mit gentechnikfreiem Pflanzenöl und FSC-zertifiziertem

Holz hergestellt. Sie

eignen sich für Grill, Kamin und

Lagerfeuer. Solange der Vorrat

reicht, in allen Alnatura

Märkten erhältlich.

16 Alnatura Magazin Juni 2020


Tipps für nachhaltiges Grillen

• Überwiegend vegetarisch grillen.

• Wenn Fleisch, dann Produkte aus

Bio-Schwein oder -Hühnchen bevorzugen.

• Grillkohle aus Abfallprodukten, heimischen

Wäldern oder mit Naturland-Siegel kaufen.

• Ökologische Grillanzünder verwenden.

• Auf Einwegprodukte und Alufolie

verzichten.

HERSTELLER-EMPFEHLUNG*

Alufolie lässt

sich ersetzen

Auch wenn Gemüse- oder

Kartoffelpäckchen Höhepunkte

auf den meisten Grillbüfetts sind – herkömmliche

Alufolie sollte man aus dem Haushalt verbannen.

Ihre Herstellung ist aufwendig und verbraucht

wertvolle Ressourcen. Mit Gemüseblättern klappt

es auch: Die Blätter von Rhabarber, Kohlrabi oder

Mais mit Öl einpinseln, Grillgut einwickeln und mit

Holzspießen verschließen. Halbierte, gefüllte Paprikaschoten

oder Kartoffelhälften können eingeölt

direkt auf den Grill gelegt werden. Wichtig: starke

Hitze meiden.

Ohne Einwegprodukte

Entscheidet man sich spontan

fürs Grillen – vielleicht sogar

außer Haus –, so sind Einweggrill,

-schale oder -geschirr praktisch.

Nachhaltig sind sie aber nicht

und Plastikeinweggeschirr

beispielsweise ab dem

nächsten Jahr verboten.

Selbst bei Einweggeschirr

aus nachwachsenden Rohstoffen

sollte klar sein, dass der kurzen Nutzungsdauer

eine ressourcen- und energieintensive

Herstellung gegenübersteht. Falls es

aber doch mal benötigt wird, gibt es in den

Alnatura Märkten beispielsweise Einweggeschirr

aus Palmblättern.

Vallée Verte

Bio-Cheddar Mature oder

Bio-Cheddar in Scheiben

Diese Cheddarkäse-Produkte werden

nach traditioneller Technik von einem

Familienbetrieb in dritter Generation am

Fuße der Mendip Hills in der Nähe von

Cheddar, der namensgebenden Kleinstadt

in der englischen Grafschaft Somerset,

hergestellt. Der Käse ist vielseitig

in der Küche verwendbar: als Zutat in

Suppen, auf Burgern, zu Fleischgerichten,

auf Pizza und Pasta oder einfach pur zu

Brot oder Kräckern, Mixed Pickles und

Salat. Aufgrund seiner guten Schmelzeigenschaften

ist Cheddar auch ideal

zum Überbacken und Schmelzen.

Cheddar Mature

175 g 3,79 € (100 g = 2,17 €)

Cheddar in Scheiben

160 g 2,99 € (100 g = 1,87 €)

* Bei dieser Produktvorstellung handelt es

sich um eine Anzeige. Sie erhalten die

Produkte in Ihrem Alnatura Super Natur Markt.


Florian Holzmayr ist Geschäftsführer

bei Packlhof und

gelernter Metzgermeister. Die

zart geräucherten Käsekrainer

mit 30 Prozent Käseanteil empfiehlt

er auch zum Grillen.

Warum muss

Rindfleisch reifen?

Die Reifezeit von Rindfleisch nach der

Schlachtung ist wichtig für die Zartheit.

Durch die Reifung verändert sich

die Struktur des Fleisches, die Enzyme

machen es mürbe. Jedes Stück Rindfleisch

von Packlhof in den Alnatura

Märkten ist vier Wochen gereift.

18 Alnatura Magazin Juni 2020


HERSTELLER-REPORTAGE

Bio-Fleisch? Ja bitte!

Wir essen in Deutschland 60 Kilogramm Wurst und Fleisch pro Person

und Jahr. Das ist eindeutig zu viel und weder dem Klima noch unserer Gesundheit

zuträglich. Aber der Bio-Anteil am Fleischkonsum liegt deutlich

unter fünf Prozent. Lassen Sie uns also differenzieren. Das Alnatura Magazin

besuchte die Bio-Metzgerei Packlhof in Oberbayern und plädiert bei

tierischen Grillprodukten für Bio-Qualität anstatt Quantität.

Florian Holzmayr zeigt auf die

frisch angelieferten Schweinehälften.

»Morgens um fünf Uhr

haben die Schweine noch gelebt, die

Schlachterei ist nicht weit entfernt. Heute

Nacht wird das Fleisch zerlegt und die

Bestellung für Alnatura, zum Beispiel das

Hackfleisch oder die frischen Kräuterbratwürste,

sofort verarbeitet. Morgen Vormittag

holt dann der Spediteur die fertigen

Fleischprodukte wieder ab und übermorgen

früh sind sie in den Alnatura Märkten.«

Dahinter stecken bei Packlhof durchdachte

Logistik und Sorgfalt – von der Bestellung

der Märkte bis zur Auslieferung.

Hundert Kilogramm wiegt so ein Bio-

Mast schwein, wenn es nach acht Monaten

geschlachtet wird. Ein konventionelles

Schwein hat bereits nach drei Monaten

das gleiche Gewicht und wesentlich mehr

Fleisch zwischen den Rippen, dafür weniger

Speckrand. Der Grund: Das konventionell

gehaltene Tier wird mit viel Protein gefüttert

und auf den Fleisch- und Wurstprodukten

steht nicht, mit welchen Sojabohnen

das Tier gefüttert wurde. In der

ökologischen Tierhaltung ist die Verwendung

von gentechnisch verändertem

Futtermittel verboten.

Alle Packlhof-Bio-Schweine- und

Rindfleischprodukte in den Alnatura

Märkten stammen von einer mittelständischen,

von Bioland zertifizierten Metzgerei,

deren Geschichte mit einem Bio-Hof begann

– dem Packlhof, einem Bio-Pionier in Oberbayern.

Inzwischen hat die Metzgerei ein

paar Hundert kleine, meist Nebenerwerbs-

Bio-Höfe als Partner, die ihre Tiere an

Packlhof zur Weiterver arbeitung liefern.

Bewusstsein für das, was man tut, ist

wichtig für die Bio-Metzgerei Packlhof:

Anstatt Nitritpökelsalz kommen vorfermentierte

Kräuter in die Wurstmasse, um

die Farbe zu erhalten. Dann sieht das verarbeitete

Fleisch nicht grau und schal aus.

Nitritpökelsalz wird nämlich für die Konservierung

und die appetitliche rosarote Farbe

eingesetzt. Aber mit mehr Aufwand geht

es auch anders und die alternativ eingesetzten

Kräuter stellen eine natürliche

Nitritquelle dar. Der computergesteuerte

Wurstkutter hilft bei der Mischung der in

der Rezeptur detailgenau vorgegebenen

Zutaten. Trotzdem arbeiten noch fünf

gelernte Metzgermeister bei der Wurstherstellung.

Vieles geht manuell vonstatten,

wie zum Beispiel die Füllung der

Lamm-Saitlinge, also der Darmhaut,

mit der frischen Wurstmasse.

Für die Rohwürste und die Cevapcici,

die sich besonders gut zum Grillen eignen,

ist ein extra Produktionsraum vor gesehen,

für den noch strengere Hygiene maßnahmen

gelten als für Brühwürste. Aber

auch die Käsekrainer, die 30 Prozent

Gouda enthalten und leicht angeräuchert

sind, eignen sich hervorragend für den

Grill, weil sie einfach nur heiß gemacht

werden müssen und schnell auf den Tellern

der hungrigen Grillgäste landen. Etwas

mehr Zuwendung benötigen die edlen

Rindfleischstücke, wie Rump steak oder

Klassische Grillbegleiter,

die unkompliziert und

schnell zu grillen sind: die

Rohwürste aus Schweineoder

Rindfleisch von

Packlhof.

Packlhof kurz gefasst

Familienbetrieb mit Sitz im oberbayerischen

Eurasburg. Am Anfang stand ein

traditionsreicher Bio-Bauernhof.

Gründung 1987 als Metzgerei mit Laden

Beliefert seit fast 30 Jahren exklusiv die

Alnatura Märkte; aktuell mit etwa 50 verschiedenen

Wurst- und Fleischwaren

Bioland-zertifiziert seit über 33 Jahren

Mitarbeitende über 60

das Entrecôte. Fans von rotem Fleisch,

das gut gereift und gekonnt mariniert auf

den Grill kommt, schwören auf den Garzustand

medium (rosa) oder englisch (innen

deutlich roh) und empfinden ein

komplett durchgebratenes Stück Rindfleisch

geradezu als Frevel.

Auch hier muss der Metzger größte

Sorgfalt bei der Hygiene und der Reifung

des Fleisches aufbringen. Florian Holzmayr

setzt auf Reifeboxen anstatt der üblichen

Vakuumreifung. Dafür kommt das

frische Rindfleisch direkt nach der

Schlachtung und Zerlegung vier Wochen

in eine Box und wird luftdicht abgedeckt,

reift also auch unter Sauerstoffausschluss.

Der Vorteil: kein Plastikmüll von

der Vakuumverpackung und der pH-Wert

des Fleisches sinkt weniger stark, weil die

entstehende Säure direkt ins abdeckende

Wasser übergeht. Das wirkt sich positiv

auf die Fleischqualität aus, der Geschmack

ist ausgewogen und weniger

säuerlich. Für alle, die das Grillen von

hochwertigem Bio-Rindfleisch lieben, ein

Genuss. SUS


HERSTELLER-REPORTAGE

Nicht ohne,

die Bohne!

Die Freiburger Firma Taifun bezieht ihr

gesamtes Soja aus Deutschland, Österreich

und Frankreich. Im hauseigenen Testlabor

werden alle Lieferungen darauf geprüft, ob

sie sich für die Tofuproduktion eignen. Das

Alnatura Magazin hat diesen Prozess begleitet.

Nur drei Zutaten braucht es, um

Tofu herzustellen, und trotzdem

ist es eine Wissenschaft

für sich. »Die Struktur soll glatt sein und

nicht brüchig«, definiert Laura Woll das

Etappenziel. Sie ist Lebensmitteltechnologin

bei Taifun-Tofu in Freiburg im Breisgau,

der größten deutschen Tofufirma.

120 Tonnen Tofu verlassen hier wöchentlich

die Produktionshallen, in denen im

Dreischichtbetrieb gearbeitet wird; das

sind über 500 000 Packungen. Die Luft

ist feucht, Dampf strömt aus Kesseln, es

riecht würzig. Männer in Gum mi stiefeln

und Schürzen schieben Wasserbecken mit

weißen Blöcken darin umher, als wären

es Aquarien, andere sortieren mit routiniertem

Griff zarte Bratfilets vom Förderband.

Überdimensionierte Rühr geräte

kneten Teig, der sich später in deftige

Sojawürstchen verwandelt.

Doch am Anfang steht immer das

Testlabor, ein kleiner, fensterloser Raum

mit Neonlampen. Töpfe mit milchiger

Flüssigkeit brodeln auf den Herdplatten,

andere stehen im Wasserbad. Hier werden

die Sojabohnen chargenweise auf ihre

Eignung für die Tofuherstellung getes tet,

Mengenverhältnisse ermittelt, Festigkeit

und Geschmack bewertet. Dies ist das Revier

von Laura Woll. In ihrem weißen Kittel

eilt sie zwischen den einzelnen Stationen

hin und her und hat offenbar doch alle

gleichzeitig im Blick. Hier misst sie eine

Wassermenge ab, dort lupft sie einen Deckel,

schaut immer wieder auf die Uhr.

»Im Grunde funktioniert das ähnlich wie

die Käseproduktion«, erklärt sie, »nur bei

Tofu ist eben milchige Sojaflüssigkeit der

Ausgangsstoff.«

Tofu im Stresstest

Heute geht es um die Prüfung einer neuen

Charge. Lenka heißt die Bohne, es ist

eine von drei Sorten, aus denen die Firma

Taifun ihr Tofu gewinnt. Ihre Eigenschaften

können leicht schwanken, je nach Wetter

zum Beispiel. Die gelblich- grünen Bohnen

sind im Wasserbad gequollen, nun werden

sie gewaschen und mit frischem

Wasser vermahlen. Der entstandene Brei

wird in Okara, die unlöslichen Bestandteile

der Sojabohne, und Sojaflüssigkeit

getrennt. Während die Flüssigkeit erhitzt

wird, entnimmt Woll mit der Pi pette ein

paar Tropfen und gibt sie in ein kleines

Gerät (»uns interes siert der Brixwert, er

liefert Informationen über den Feststoffgehalt«).

Dann köchelt das Ganze eine

Weile im Wasserbad vor sich hin, nur

mit ein paar weißen Flocken ver mischt

(»Nigari und Calciumsulfat, zwei natürliche

Gerinnungsmittel; wenn das hier

Käse wäre, wäre das quasi die Labzugabe«).

Das Sojaeiweiß flockt aus und die

Flüssigkeit wird immer fester. Schließlich

füllt Woll die Masse in eine Presse. Was

Sojaanbau

Weltweit wachsen Sojabohnen auf rund

120 Millionen Hektar – das entspricht dreieinhalb

Mal der Fläche Deutschlands, und

die Nachfrage steigt. Tofuprodukte haben

daran jedoch nur sehr geringen Anteil,

mehr als drei Viertel des Sojas aus aller

Welt finden als Tierfutter Verwendung. Die

meisten Anbauflächen liegen in Amerika,

vor allem in den USA, Brasilien und Argentinien.

Das Saatgut, das dort zum Einsatz

kommt, ist oft gentechnisch verändert; in

Südamerika ist zudem die Rodung des Regenwaldes

für Sojaplantagen problematisch.

Zwar wird auch in Deutschland immer

mehr Soja angebaut (auf knapp 30 000

Hektar), vor allem in Bayern und Baden-Württemberg.

Doch noch immer wird

viel Soja aus Übersee importiert.

dabei herauskommt, ist zwar eindeutig

Tofu, aber es steht noch ein Schritt aus,

den sie umständlich als Texturprofilanalyse

bezeichnet: eine Art Stresstest für den

Tofu. In einem Mess gerät wird er unter

einem Gewicht gequetscht, auf dem Monitor

erscheinen Kurven. Der Tofu zer -

fällt unter dem Druck nicht, sondern gewinnt

nach der Belastungsprobe seine

ursprüngliche Form zurück. Elastisch genug,

Test bestanden. Nun kann die

Produktion in Serie gehen.

20 Alnatura Magazin Juni 2020


Links: Der Landwirt Lebrecht

Schneider (rechts) und Stefan Paul

von Taifun bei der Prüfung der

Sojabohnen. Schneider baut mit

seinem Bruder zehn Kilometer

von Freiburg entfernt Bio-Soja für

Taifun an – auf jährlich 25 Hektar.

Auf ihrem Bioland-Hof kultivieren

sie unter anderem Weizen, Roggen,

Dinkel und Kartoffeln. »Die Fruchtfolge

beinhaltet acht oder neun

Kulturen, die aufeinander folgen.

Nur alle vier Jahre säen wir auf

derselben Fläche Soja aus«, erklärt

Lebrecht Schneider. Besonders

an der Sojapflanze sei, dass sie

positive Effekte auf den Boden

hat, statt ihn auszulaugen.

Rechts: Als Faustregel gilt bei der

Produktion, dass aus einem Kilo

Soja 1,8 Kilogramm Tofu entstehen;

Grund dafür ist der hohe Wassergehalt

der Sojaspezialität. Rund

270 Mitarbeitende sind bei Taifun

für über 20 Produkte im Einsatz.

Dazu zählen Tofu mit und ohne

Würzung und cremiger Seidentofu

ebenso wie veganer Aufschnitt.

Oder auch Bratfilets, Grill- und

Räucher knacker für alle, die das

Grillen lieben.

Eigenes Saatgut, eigene Bohne

»Damit Sojabohnen für die Herstellung von Tofu geeignet

sind, brauchen sie einen Proteingehalt von über 40 Prozent«,

berichtet der Umweltwissenschaftler Stefan Paul,

der für das Unternehmen mit rund hundert ausgewählten

Landwirtschaftsbetrieben zusam menarbeitet. Sie haben

ihre Höfe in Deutschland, Österreich und Frankreich, von

ihnen bezieht Taifun all sein Soja. Ebenso vermehrt das

Unternehmen sein Saatgut selbst. »So gewährleisten wir

auch, dass das Saatgut frei von Gentechnik ist«, sagt Paul.

Und er ergänzt: »Wir sind zudem in der Sortenentwicklung

aktiv mit dem Ziel, den Tofu-Sojaanbau in klimatisch

kühlere Gebiete zu bringen.« Nach zehn Jahre währender

gemeinsamer Entwicklungsarbeit mit der Universität

Hohenheim in Stuttgart hat Taifun die erste eigene

Bohne entwickelt; sie heißt Tofina, das Sortenamt hat die

Zulassung im vergangenen November erteilt. Diese Hürde

ist also genommen. Was den Bohnen nach der Ernte im

Herbst allerdings noch bevorstehen wird, sind weitere

Stresstests im eigenen Haus. JL

Taifun kurz gefasst

Die Taifun-Tofu GmbH wurde 1987 von Klaus Kempff und Wolfgang

Heck in Freiburg gegründet. Das Unternehmen, das heute von Alfons

Graf und Elisabeth Huber geführt wird, ist Sieger des Nachhaltigkeitspreises

2020 – unter anderem aufgrund der kurzen Transportwege

seiner Sojabohnen und seines Einsatzes gegen Lebensmittelverschwendung.


Elisa Raus, die als erste

Frau den Biersommelier-

Weltmeistertitel trägt,

bei der Bierverkostung.

HERSTELLER-INTERVIEW

Die kühle Blonde

Der Legende nach soll Klaus Störtebeker ein echter Haudegen

und Freibeuterkapitän gewesen sein. Seine Trinkfestigkeit

verlieh ihm den Spitznamen Störtebeker, der aus dem

Niederdeutschen von »Stürz den Becher« herrührt. Idealer

Name also für eine Brauerei. Doch der Störtebeker

Braumanufaktur aus Stralsund geht es nicht um »viel Bier

stürzen«, sondern um Klasse anstatt Masse.


Schon gewusst?

Lag der Bier-Pro-Kopf-Verbrauch

in Deutschland Anfang der 1990er-Jahre

noch bei 143 Litern, ist er bis heute

stetig auf knapp hundert Liter gesunken.

Das Alnatura Magazin im Gespräch

mit Elisa Raus, der

ersten Frau, die den Titel

»Biersommelier-Weltmeisterin«

tragen darf.

Alnatura Magazin: Wie wird man

eigentlich Biersommelière?

Elisa Raus: »Das ist eine zweiwöchige

Weiterbildung, bei der man alles rund

ums Bier lernt: Geschichte, Herstellung,

Sorten und die sensorische Beschreibung

mit Speiseempfehlung. Natürlich muss

man auch selbst ein Bier brauen.«

Und woher kommt Ihr Interesse? Bier

ist ja nicht gerade eine Frauendomäne.

»Die Leidenschaft fürs Bier kam durch die

Arbeit in der Störtebeker Braumanufaktur

und ist im Laufe der Zeit immer größer

geworden. Leider ist man als Frau in der

Bierbranche noch immer in der Minderheit.

Gerade in meiner Anfangszeit bei Störtebeker

bin ich des Öfteren auf Skepsis und

Vorurteile gestoßen, wenn ich als blonde

junge Frau alteingesessenen Biertrinkern

etwas übers Bier erzählen wollte.«

Und dann haben Sie sogar den

Weltmeistertitel der Biersommeliers

2019 geholt.

»Von 80 qualifizierten Teilnehmenden bei

der Weltmeisterschaft waren auch nur

zehn Frauen dabei. Deshalb freut es mich

umso mehr, dass ich gewonnen habe, zumal

die Prüfungen nicht einfach waren.«

Was wird da geprüft?

»Sämtliches theoretische Wissen zu Bier,

aber auch die Praxis. Man muss blind je

zehn Sorten und zehn Bierfehler erkennen

sowie aus dem Stegreif eine Bierpräsentation

halten.«

Aber Sie sind eigentlich studierte

Medienwissenschaftlerin und arbeiten

seit 2013 als Pressesprecherin bei der

Störtebeker Braumanufaktur.

»Fachliche Qualifikation beim Thema Bier

ist da ziemlich hilfreich, zumal es 21

verschiedene Störtebeker Brauspezialitäten

gibt, davon 11 Bio-Biere, die mit

den alko holfreien Bieren die Wachstumstreiber

sind.«

Aber der Bierkonsum in Deutschland

sinkt seit den 1980er-Jahren kontinuierlich.

»Wir merken davon nichts. Das liegt

wahrscheinlich daran, dass wir auf Sortenvielfalt

und auf Qualität anstatt Quantität

setzen. Bio-Qualität und besondere

Spezialitäten spielen dabei eine immer

größere Rolle.«

Welche Sorten zum Beispiel?

»Ganz neu haben wir zum Beispiel das

Mittsommer-Wit im Programm. Eine erfrischende

Spezialität, mit nur 4,7 Prozent

Alkohol, ideal für den Sommer und perfekt

für schärfer gewürzte Grillgerichte.«

Was ist Witbier?

»Das ist ein klassisches belgisches obergäriges

Weizenbier, in unserem Fall noch

mit Gewürzen wie Koriander, Timutpfeffer

und Orangenschale gebraut.«

Und wie schmeckt das?

»Zuerst weist es die typisch erfrischenden

Fruchtnoten eines Weizenbieres auf,

dann im Nachhall schmeckt man die Gewürzmischung,

die dem Aromaprofil das

gewisse Etwas verleiht. Außerdem ist es

mit Haferflocken gebraut, welche das

Bier cremiger und noch naturtrüber machen

als die Hefe alleine.«

Der Trend geht immer mehr zu alkoholfreien

Getränken. Auch beim Bier?

»Ja, auf jeden Fall. Die Menschen trinken

bewusster. Das Bier muss besonders

schmecken, zu einem bestimmten Anlass

oder Speisen passen. Da geht es nicht

darum, besonders viel Bier zu trinken,

sondern ausgewählte, charakterstarke

Biere zu genießen. Oder man verzichtet

ganz auf Alkohol.«

Störtebeker Braumanufaktur

kurz gefasst

Gründung 1827 in der Hansestadt Stralsund

Firmierung seit 2011 als Störtebeker

Braumanufaktur, inhabergeführte mittelständische

Brauerei

Mitarbeitende 200, davon sind 20 Biersommeliers

und -sommelières

Sortiment 21 verschiedene Brauspezialitäten;

Bio-Anteil über 50 Prozent mit steigender

Tendenz

Aber die Herstellung von alkoholfreiem

Bier, das wirklich gut schmeckt,

ist nicht so einfach, weil der

Geschmacksträger Alkohol fehlt.

»Stimmt, bei der Herstellung von alkoholfreiem

Bier gibt es einige Herausforderungen

zu meistern. So darf ein alkoholfreies

Pils beispielsweise nicht zu süß schmecken,

da es dann nur wenig mit seinem alkoholhaltigen

Pendant zu tun hat. Unser Frei-

Bier brauen wir daher etwas stärker und

mit mehr Hopfen ein, um auch nach der

Entalkoholisierung ein typisch norddeutsches,

kräftig herbes Pils im Glas zu haben

– nur eben alkoholfrei.«

Das hätte dem Klaus Störtebeker

sicher nicht gefallen.

»Wer weiß! Wichtig ist doch, dass für jeden

Geschmack etwas dabei ist.«

Danke für das Gespräch.

››› Das Interview führte Susanne Salzgeber.

Alnatura Magazin Juni 2020 23


AUS UNSEREM SORTIMENT*

Griechenlands Köstlichkeiten

Das Familienunternehmen Mani Bläuel stellte bereits

vor über 40 Jahren das erste ökologisch erzeugte Olivenöl

Griechenlands her. Heute umfasst das mediterrane

Sortiment neben aromatischen Oliven- und Fruchtölen

auch eine große Auswahl feinster Olivenspezialitäten

sowie verschiedene griechische Vorspeisen (Mezes). Die

meisten Olivenöle und -produkte sind zudem Naturland-Fair-zertifiziert.

Denn Wertschätzung von Mensch

und Natur bildet die Grundlage des wirtschaftlichen

Handelns bei Mani. Und so geht das Unternehmen immer

neue Wege, um #sovielmehrwert für alle zu schaffen.

Der Markentisch des Monats

Die hier abgebildeten Naturkost-

Produkte finden Sie in Ihrem

Alnatura Super Natur Markt auf

dem Markentisch und im Regal.

Bio-Olivenpaste vegan

Die aromatische Paste aus Kalamata-

Oliven, ausgewählten Kräutern und

Olivenöl schmeckt besonders gut auf

geröstetem Brot.

180 g 4,49 € (100 g = 2,49 €)

Bio-Kalamata-Oliven al naturale vegan

Die bräunlich-violetten Kalamata-

Oliven sind saftig, schmecken mild

und wurden nur in nativem Olivenöl extra

sowie Oregano mariniert.

205 g 3,99 € (100 g = 1,95 €)


* Bei den Produktvorstellungen auf dieser Doppelseite handelt es sich um Anzeigen. Sie erhalten die Produkte in Ihrem Alnatura Super Natur Markt.

Bio-Olivenmix al naturale,

entkernt vegan

Die würzigen grünen Konservolia- und

die saftigen Kalamata-Tafeloliven sind

pur als Vorspeise, in Salaten oder als

Grillbeilage ein Genuss.

175 g 3,99 € (100 g = 2,28 €)

Bio-Cocktail mediterran vegan

Der feine Mix aus grünen und Kalamata-Oliven,

sonnengetrockneten Tomaten,

Kapern, Knoblauch und Kräutern ist der

ideale Begleiter für eine pikante Brotzeit.

180 g 4,99 € (100 g = 2,77 €)

Natives Bio-Olivenöl extra

Kalamata g.U. vegan

Das Öl aus der Region Kalamata wird ausschließlich

mechanisch kalt extrahiert und

ist vielseitig in der kalten und warmen

Küche einsetzbar.

0,5 l 8,99 € (1 l = 17,98 €)

Alnatura Magazin Juni 2020 25


HERSTELLER-EMPFEHLUNGEN*

Frisches für die Grillsaison

Wheaty

Bio-Seitanbratlinge »Superhero-Burger«**

vegan

Die Bratlinge aus Seitan haben Biss

und eine körnige Struktur, sind

saftig und eine echte Alternative

zu Fleisch. Einfach mit etwas Öl

bestreichen und in einer Pfanne

von beiden Seiten kurz bei mittlerer

Hitze anbraten oder auf dem Grill

zubereiten. Sie sind ideal auf dem

veganen Burger und schmecken

auch kalt oder ganz klassisch als

Frikadelle. Eine Packung enthält

zwei Stück.

200 g 2,99 € (100 g = 1,50 €)

bio-verde

Grüne Bio-Oliven ohne Stein** vegan

oder Bio-Artischockenherzen** vegan

Die grünen Oliven stammen aus Griechenland und sind

mit Öl und frischen Kräutern verfeinert. Sie werden bei

bio-verde kalt verarbeitet, wodurch der natürliche und intensive

Geschmack erhalten bleibt. Delikat auf der Pizza,

im Salat oder pur als Fingerfood. Die Artischockenherzen,

geerntet in Ägypten, passen mit ihrer Marinade aus Öl

und feinen Kräutern ideal auf das mediterrane Büfett und

werten Salate, Pastagerichte oder Pizza auf.

Grüne Oliven ohne Stein 150 g 3,59 € (100 g = 2,39 €)

Artischockenherzen 150 g 3,99 € (100 g = 2,66 €)

Alberts

Bio-Lupinen-Vevapcici**

vegan

Feiner Biss und angenehme

Würzung nach Tradition der

Küche des Balkans: Diese

Bratröllchen werden aus Weizeneiweiß

und Lupinen hergestellt

und schmecken vom

Grill, aus der Pfanne, mit

Salat, zu vielen Beilagen oder

ganz klassisch mit Djuvečreis

und frischem Zaziki. Produziert in Deutschland mit

Lupinen aus der Pfalz. Ohne Hefe und Palmöl.

200 g 3,49 € (100 g = 1,75 €)

ÖMA

Bio-Scamorzetti

Affumicate

Der Käsesnack zum

Auspacken und

Los-Snacken: Die

original italienischen

Räucherperlen aus

Pasta-Filata-Käse

haben ein feines

Raucharoma – kombiniert mit dem typischen Mozzarella-Geschmack.

Sie werden nach handwerklicher

Tradition hergestellt und im schonenden Kaltrauchverfahren

geräuchert. Ideal fürs Picknick, als Pizzabelag

oder als Topping für Salate aller Art.

150 g 2,99 € (100 g = 1,99 €)

* Bei den Produktvorstellungen auf dieser Doppelseite

handelt es sich um Anzeigen. Sie erhalten die

Produkte in Ihrem Alnatura Super Natur Markt.

** Nicht in allen Märkten erhältlich.


Saviola

Bio-Hartkäse Grana Padano DOP gehobelt**

oder gerieben**

Hergestellt aus Kuhmilch, Salz und Lab, anschließend

langsam gereift: Der Grana Padano wird seit Jahrhunderten

auf traditionelle Art gefertigt und gehört

zu den beliebtesten Käsesorten Italiens. Der halbfette

Hartkäse ist mit seinem würzigen Aroma in geriebener

oder gehobelter Form ideal zum Verfeinern von

Pastagerichten und auf Pizza. Gehobelt schmeckt er

auch in Kombination mit Bresaola-Schinken und

Rucola sowie zu Salaten.

Grana Padano DOP gehobelt

100 g 3,19 €

Grana Padano DOP gerieben

70 g 1,89 € (100 g = 2,70 €)

Dr. Mannah’s

Happy Cashew

Bio-Camembert-Alternative

Happy White** vegan

Happy White, die Camembert-Alternative aus Bio-Cashews,

passt zur Brotzeit und schmeckt als Teil des Käsebretts

mit Wein, in Kombination mit Pasta, Ofengerichten oder

als Snack zwischendurch. Sie ist mit feinem Edelschimmel

überzogen, cremig in der Konsistenz und hat eine pikantsäuerliche

Geschmacksnote. Hergestellt in Handarbeit mit

hochwertigen Rohstoffen aus kontrolliert biologischem

Anbau, ohne Zusätze.

100 g 6,49 €

Bastiaansen

Bio-Möhren-Käse »Wortel«**

Dieser Möhren-Gouda mit seinem charakteristischen,

leicht süßlichen Geschmack nach feinen Möhren

und seinem orangefarbenen Käseteig ist etwas ganz

Besonderes für Käse-Liebende und schmeckt auch

Kindern. Die cremig-milde Schnittkäsezubereitung

aus den Niederlanden wird aus pasteurisierter Bio-

Milch und mit mikrobiellem Lab hergestellt. Verfeinert

mit Möhrensaft, rindengereift bei einer Reifezeit

von etwa sechs Wochen.

100 g 1,79 €

Kissyo

Bio-Schokoladen-Eiscreme

Ein Genuss für alle Schoko-Liebenden: Cremiges

Eis sorgt in Kombination mit knackigen Bitterschokoladenstückchen

für einen vollmundig schokoladigen

Geschmack. Die herb-süße Eiscreme wird auf Sahne-

Basis und mit Zutaten in Bio-Qualität klimaneutral

in Deutschland hergestellt und enthält 30 Prozent

weniger Zucker als vergleichbare Produkte – ideal

zum Schlecken und Löffeln mit gutem Gewissen.

Auch in der Sorte Vanille erhältlich.

500 ml 5,79 € (1 l = 11,58 €)

Alnatura Magazin Juni 2020 27


ALNATURA NACHHALTIGKEIT

Bio ist Teil der Lösung

17 Ziele der Vereinten Nationen beschreiben

eine nachhaltige Welt im Jahr 2030.

Die Staatengemeinschaft der Vereinten Nationen hat

2015 beschlossen, die Welt nachhaltig zu gestalten.

Dafür hat sie 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung,

die Sustainable Development Goals (SDG), formuliert.

Sie sind eine freiwillige Leitlinie für Politik, Zivilgesellschaft,

Wissenschaft und natürlich auch für Unternehmen.

Hiervon inspiriert, engagieren sich auf allen Kontinenten

Menschen für Klimaschutz, Artenvielfalt oder saubere

Meere. Auch Alnatura leistet einen Beitrag – gemeinsam

mit Ihnen, liebe Kundinnen und Kunden.

Alleine kann niemand die Welt nachhaltig gestalten, doch

im Schulterschluss bewirken nicht nur Staaten, sondern auch

Unternehmen und sogar einzelne Menschen etwas. In diesem

Bewusstsein haben die Vereinten Nationen 2015 die SDGs, die

Sustainable Development Goals, formuliert. Diese Ziele einer

nachhaltigen Entwicklung geben Orientierung, sie zeigen, in

CONS

welchen Bereichen es Sinn macht, sich zu engagieren. Auch

wir bei Alnatura setzen uns getreu unseres Leitmotivs »Sinnvoll

für Mensch und Erde« – es passt erstaunlich gut zu den SDGs –

für nachhaltige Ziele ein, insbesondere den biologischen Landbau.

Viele der SDGs haben einen

direkten Bezug zum Bio-Landbau

Bio-Landbau …

• fördert die Ernährungssicherheit, weil Bio-Höfe

für eine hohe Bodenfruchtbarkeit sorgen.

• schützt das Grundwasser, weil Bio-Höfe organische

Dünger und diese nur in Maßen einsetzen.

• unterstützt eine menschenwürdige Arbeit, weil

Bio-Landwirtinnen und -Landwirte besser vor

Pestiziden/Pflanzenschutzmitteln geschützt sind.

• fördert einen nachhaltigen Konsum, weil Bio-

Lebensmittel umweltfreundlicher erzeugt und

hergestellt werden.

ICONS

ICONS: COLOUR VERSION

28 Alnatura Magazin Juni 2020

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Maßnahmen zum

Klimaschutz

Der Klimaschutz ist wohl dasjenige

Ziel, das besonders weitreichende

Konsequenzen hat, sollte es nicht erreicht werden. Um

weitere Wetterextreme oder noch stärker ansteigende

Meerespegel zu vermeiden, geht es beim Klimaschutz

vor allem um die Begrenzung von Treibhausgasen, allen

voran CO 2. Idealerweise setzt man in jenen Sektoren an,

die überdurchschnittlich viele klimaschädliche Emissionen

verursachen, in der Landwirtschaft etwa. 31 Prozent der

Klimagasemissionen schreibt der Weltklimarat IPCC der

Landwirtschaft und veränderten Landnutzung zu. Doch

Landwirtschaft kann auch klimafreundlich gestaltet

werden, wie der Bio-Landbau zeigt. Zwei Beispiele:

Bio-Höfe setzen keine chemisch-synthetischen

Pestizide und Dünger ein. So ist die Herstellung erdölbasierter

Düngemittel sehr energieintensiv. Alleine

Stickstoffdünger verursachen bis zu zehn Prozent der

direkten weltweiten landwirtschaftlichen Emissionen.

Bio-Höfe dagegen verwenden klimafreundlichere biologische

Dünger und Pflanzenschutzmethoden.

Biologisch bewirtschaftete Böden speichern

besonders gut CO 2. Gesunde, nährstoffreiche Böden

haben einen hohen Humusanteil. Humus wiederum

besteht zur Hälfte aus Kohlenstoff, der aus dem CO 2 der

Luft stammt. Humusreiche Böden binden also CO 2, dadurch

gelangt weniger CO 2 in die Atmosphäre, der Treibhauseffekt

wird verringert. Weil biologisch bewirtschaftete

Böden in der Regel einen höheren Humusanteil

haben als konventionelle Böden, gelten sie als klimafreundlicher.

Artenreiches Leben an Land

Vielfalt ist ein Grundprinzip des Lebens.

Dessen ungeachtet zerstören wir Menschen

immer mehr Lebensräume von Tieren

und Pflanzen und damit die Vielfalt auf unserem Planeten – und

schaden letztlich uns selbst. Die Lebensvielfalt an Land zu erhalten

ist der Kern von SDG 15. Bio-Bäuerinnen und -Bauern unterstützen

dieses Ziel, indem sie auf einen lebendigen Boden, den Ausgangspunkt

von Vielfalt, achten. So leben in einer Handvoll gesunder Erde

mehr Lebewesen als Menschen auf der ganzen Welt. Ein Viertel aller

Arten lebt im Boden. Diese Bodenlebewesen sorgen für Bodenfruchtbarkeit

und Humusbildung und lassen hierdurch Kräuter und

Pflanzen wachsen. Deren Blüten sind die Nahrungsgrundlage für

Insekten und diese wiederum für Vögel und andere Tiere. Monokulturen

und übermäßiger Pestizid- und Mineraldüngereinsatz

dagegen laugen Böden aus, das Leben im und auf dem Boden nimmt

deutlich ab. Die Bäuerinnen und Bauern des biologischen Landbaus

setzen deshalb biologische Dünger und Pflanzenschutzmethoden

ein und achten auf sinnvolle Fruchtfolgen. VL

Alnatura supports the Sustainable Development Goals

Wie Alnatura die SDGs unterstützt:

Mit einer Vielzahl an Initiativen fördert Alnatura den

biologischen Landbau und damit die SDGs, darunter:

Alnatura Produkte: Jedes Bio-Produkt unterstützt den biologischen

Landbau. Unter der Marke Alnatura bieten wir

1 350 Bio-Produkte an – so viele wie keine andere Bio-Marke

in Deutschland.

Alnatura Bio-Bauern-Initiative (ABBI): Mit ABBI engagieren

wir uns für das Förderprojekt »Gemeinsam Boden gut

machen« des NABU. Es unterstützt Bäuerinnen und Bauern

in Deutschland bei der Umstellung ihrer Höfe auf den

Bio-Landbau. Seit 2015 wurden bereits über 13 000 Hektar

auf den biologischen Landbau umgestellt.

Alnatura Saatgut-Initiative: Den Reinerlös aus dem Verkauf

von Saatguttütchen spenden wir jedes Jahr an Organisationen,

die sich für Artenvielfalt in der Landwirtschaft einsetzen.

Seit 2010 haben wir über 600.000 Euro gespendet.

Alnatura Magazin Juni 2020 29


NATURDROGERIE*

Natürliche Pflege für Babys

Besonders der Bauchnabel und die zarte Haut am Popo Ihres

Kindes brauchen in der ersten Zeit eine spezielle Pflege,

damit es nicht zu Entzündungen kommt. Generell gilt

bei der Babypflege: Warmes Wasser und ausgewählte

Naturkosmetik reichen im Normalfall völlig aus. JK

Wickeln leicht gemacht

Etwa sechs- bis zehnmal pro Tag müssen Neugeborene

gewickelt werden. Größere Babys benötigen weniger oft

eine frische Windel. Auf dem Wickeltisch sollten Wechselwäsche,

am besten schadstofffreie Bio-Baumwollkleidung,

Windeln, Papiertücher, Waschlappen, eine Schüssel mit

warmem Wasser und ein Handtuch bereitliegen. Die Kleidung

sollte leicht aus- und anzuziehen sein. In den ersten

Monaten eignen sich Wickelbodys besonders gut, da man sie

nicht über den Kopf ziehen muss. Reinigen Sie den Genitalund

Analbereich zunächst mit einem trockenen Tuch. Wichtig

ist, von vorne nach hinten zu wischen, damit keine Keime

in den Genitalbereich gelangen. Verwenden Sie dann einen

feuchten Waschlappen zum Säubern. Bevor Sie die frische

Windel anlegen, trocknen Sie den Po gut ab. So beugen Sie

Entzündungen vor. Und das Wichtigste: Lassen Sie Ihren

Schatz nie unbeaufsichtigt auf dem Wickeltisch!

Windeln, die aus nachwachsenden

pflanzlichen Rohstoffen bestehen,

sind sanft zur Babyhaut und gut

für die Umwelt.

Was tun bei wundem Po?

Ist der Po Ihres Babys doch einmal wund, sollten

Sie es so oft wie möglich ohne Windel strampeln

lassen, damit Luft an die Haut gelangt. Zum

Säubern nur noch Wasser verwenden. Als Zusatz

eignet sich beruhigender Kamillentee. Anschließend

muss der Po gut abgetrocknet werden. Um

die Heilung zu unterstützen, kann das Auftragen

einer Creme mit Bio-Calendula oder Zink guttun.

Sollte das nicht helfen und Sie entdecken offene

Stellen am Po Ihres Babys, ist der Besuch bei der

Kinderärztin oder dem Kinderarzt Pflicht.

Eco by Naty

Windeln Größe 4

vegan

Null Prozent Plastik

auf der Babyhaut:

Diese Einwegwindeln

wurden in einem Test

der Süddeutschen

Zeitung als beste

Öko-Windeln in Deutschland ausgewählt. Sie bieten Premium-

Auslaufschutz und -Trockenheit und bestehen dabei größtenteils

aus zertifizierten Materialien auf Pflanzenbasis – frei von ölbasierten

Kunststoffen, Phthalaten und Parfüm. Auch die Verpackung

wird aus nachwachsenden und recycelfähigen Rohstoffen

hergestellt.

26 St. 8,99 € (1 St. = 0,35 €)

30 Alnatura Magazin Juni 2020


Die richtige Nabelpflege

Nach dem Abnabeln bleibt an Babys Bauch ein kleiner

Rest der Nabelschnur zurück, der meist mit einer

Klemme versorgt wird und zwischen dem dritten und

zehnten Tag von allein abfällt. Diese empfindliche

Stelle muss in den ersten 14 Tagen sorgfältig gepflegt

werden: Waschen Sie sich gründlich die Hände. Dann

reinigen Sie die Stelle täglich mit abgekochtem,

warmem Wasser, bevor Sie sie mit einem sauberen

Tuch trocken tupfen. Achten Sie beim Wickeln darauf,

dass der Nabel nicht von der Windel bedeckt wird –

das drückt und kann zu Entzündungen führen. Die

Nabelklemme am besten mit einer Kompresse polstern

oder die Windel umschlagen, damit sie unter

dem Nabel sitzt. Treten Rötungen oder Schwellungen

auf, informieren Sie die Hebamme oder gehen Sie

zu Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Am 1. Juni wird in über 40 Staaten

der Internationale Kindertag gefeiert.

An diesem Tag soll auf die besonderen

Bedürfnisse von Kindern und auf ihre

Rechte aufmerksam gemacht werden.

Masmi

Bio-Stilleinlagen** vegan

Die Stilleinlagen bestehen komplett aus zertifizierter

Bio-Baumwolle, sind besonders hautfreundlich und beugen

Allergien, Infektionen und Reizungen der Haut vor.

Die Spezialoberfläche verhindert den Verlust von Fasern

während der Anwendung. Die Einlagen wurden speziell

für Mütter während der Stillzeit entwickelt und sind

durch ihre anatomische Form sehr diskret.

30 St. 5,49 € (1 St. = 0,18 €)

Stilleinlagen schützen die

empfindliche Brust und verhindern

unschöne Flecken auf der Kleidung.

GRÜNSPECHT Naturprodukte

Bio-Beißring Elefant**

Der umweltverträgliche Beißring aus hundert Prozent

Naturkautschuk ist ein idealer Begleiter für Babys

während des Zahnens. Die ergonomische Form erleichtert

es dem Baby, den Beißring zu greifen und

darauf zu beißen. Seine strukturierte Oberfläche

massiert sanft das Zahnfleisch.

Die Bio-Beißringe sind frei von

Schadstoffen, Silikonen und

chemischen Weichmachern.

1 St. 6,99 €

Emeal

Thermo-Essglas

Ideal für unterwegs:

Das isolierende Thermo-Essglas

ist zu hundert

Prozent recycelbar

und frei von Schadstoffen

und Weichmachern.

Auch der im Inneren integrierte

Babylöffel ist biologisch abbaubar,

da er aus nachwachsenden Rohstoffen auf

Glukose-Basis und einer mineralischen Füllung

besteht. Alle Bestandteile sind komplett spülmaschinenfest.

Ideal für die Breimahlzeit

unterwegs, da der Thermo-Becher den Inhalt

bis zu sechs Stunden warm hält.

Bio-Beißringe aus Naturkautschuk

sind nachhaltige Alternativen zu

synthetisch hergestellten Produkten.

1 St. 19,99 €

* Bei den Produktvorstellungen auf dieser Doppelseite

handelt es sich um Anzeigen. Sie erhalten

die Produkte in Ihrem Alnatura Super Natur Markt.

** Nicht in allen Märkten erhältlich.

Alnatura Magazin Juni 2020 31


NATURDROGERIE*

Natürliche Pflege für Babys

nur für kurze Zeit

Neues Babygläschen:

Alnatura Banane-Kiwi-

Erdbeere in Apfel

Dieses Bio-Gläschen aus hundert

Prozent Frucht ist ein ungesüßter

Sommergenuss für Kinder ab dem

sechsten Monat; seine Zutaten

enthalten von Natur aus Zucker.

Alnatura Banane-Kiwi-Erdbeere in

Apfel ist fein püriert, von Natur

aus glutenfrei und wird mit Zutaten

aus Demeter-Landbau hergestellt.

Das Mutter-Kind-Heilbad

Bonding ist das Aufbauen einer emotionalen Bindung

zwischen Eltern und Neugeborenem und wichtig für

die Entwicklung des Urvertrauens beim Baby. Bei der

Mutter fördert das Bonding die Milchbildung und hilft,

sich von dem Geburtsstress schneller zu erholen. Doch

nach einer traumatischen Geburt kommen gerade diese

wichtigen Kuschelmomente oft zu kurz. Hier hilft das

von der Schweizer Hebamme Brigitte Meissner entwickelte

Mutter-Kind-Heilbad: Auch noch Tage oder

Wochen nach der Geburt kann so die besondere Verbindung

zwischen Mutter – selbstverständlich auch Vater –

und Baby nachgeholt werden. Dafür wird das Baby im

warmen Wasser gebadet und anschließend dem Elternteil

nass und nackt auf die Brust gelegt. In warme

Decken gehüllt, können beide so in Ruhe das Erlebnis

der Ankunft nachholen. Da dies mit vielen Emotionen

verbunden ist, sollte eine nahestehende Person oder

die Hebamme dabei sein.

Instagram-Tipp: »sunatuerlich«

Naturkosmetik-Fan und Dreifach-Mama Susanne

Auzinger interessiert sich seit ihrer Kindheit für

Themen rund um Körper, Gesundheit und einen

schadstofffreien Alltag. Auf ihrer Instagram-Seite

»sunatuerlich« gibt sie seit 2018 ihr Wissen zu

Naturkosmetik, Lebensmitteln und nützlichen

Alltagsgegenständen weiter.

»Bei der Babypflege gilt ›weniger ist mehr‹ – im Prinzip

reicht Wasser. Die Haut von Babys ist drei- bis

fünfmal dünner als die eines Erwachsenen und hat

noch keine richtige Schutzbarriere,

somit nimmt

sie auch unerwünschte

Stoffe schneller auf.

Wichtig ist es, die

Hautfalten gut mit einem

weichen, feuchten

Waschlappen zu

säubern, dort sammeln

sich unter anderem Talg

und Milchrückstände.

Diese können zu entzündeten

Stellen führen. Bei

einem wunden Po beschleunigt

viel Luft den

Heilungsprozess. Es empfiehlt

sich, unparfümierte

Pflegeprodukte auf Basis

natürlicher Öle und Fette

sowie zertifizierte Naturkosmetik

zu verwenden

und bei sehr trockener Haut

etwas Muttermilch in das

Badewasser zu geben.«

32 Alnatura Magazin Juni 2020


Eco Clean

Anti-Fett-Küchenreiniger

Zitronenmelisse vegan

Der Küchenreiniger mit Bio-Blütenwasser

und natürlichen ätherischen

Ölen aus der Zitronenmelisse

ist ideal für die effiziente Säuberung

von Waschbecken, Fliesen

und anderen Oberflächen in der

Küche. Das ätherische Öl hinterlässt

einen dezenten Zitrusduft im

Raum. Der Reiniger ist Ecocertzertifiziert

und die Flasche besteht

aus hundert Prozent Altplastik

(PCR).

Sante

Family 3 Min Glanz-Maske** vegan

oder Family 3 Min Feuchtigkeits-Maske** vegan

Die 3 Min Intensivpflege – schnell und leicht in der

Anwendung – passend zum Haarbedürfnis: Die 3 Min

Glanz-Maske mit Bio-Birkenblatt pflegt intensiv und

schenkt neuen Glanz. Die 3 Min Feuchtigkeits-Maske

mit Bio-Mango spendet intensive Feuchtigkeit.

Die natürlichen Pflegeformeln

verbessern die

Kämmbarkeit, ohne zu

beschweren. Ohne Silikone

für ein natürliches

Haargefühl – ohne Kompromisse.

je 100 ml 5,99 €

750 ml 2,79 € (1 l = 3,72 €)

Luvos

Bio-Kapseln Haut Plus** vegan

oder Haar & Nagel Plus** vegan

Zertifizierte Bio-Nahrungsergänzung auf der Basis

von Heilerde – ohne Gelatine, Laktose und glutenfrei.

Haut Plus ist ein Bio-Komplex aus Ackerschachtelhalm-Extrakten,

Karotte und Piperin. Vitamin C aus

der Acerolakirsche trägt zu einer normalen Kollagenbildung

für eine normale Funktion der Haut bei.

Für Haar & Nagel Plus wird siliziumreicher Bambus,

Kürbiskernprotein, Vitamin C und Piperin kombiniert.

Selen aus Senf samenextrakt trägt zur Erhaltung

normaler Haare und Nägel bei.

Logona

Feuchtigkeits-Shampoo Bio-Aloe-vera** vegan

oder Feuchtigkeits-Spülung Bio-Aloe-vera** vegan

Das Shampoo versorgt trockenes Haar und sensible

Kopfhaut intensiv mit Feuchtigkeit. Die vegane Formel

mit Bio-Aloe-vera und milden Tensiden schützt das

Haar vor dem Austrocknen und pflegt es geschmeidig

weich. Die vegane Spülung mit Bio-Aloe-vera sorgt

für leichte Kämmbarkeit ohne zu beschweren. Zunächst

das Shampoo ins feuchte Haar einmassieren,

kurz einwirken lassen und ausspülen. Anschließend

mit der Spülung genauso verfahren, diese allerdings

nur in die Haarlängen geben.

Feuchtigkeits-Shampoo

250 ml 6,99 €

(100 ml = 2,80 €)

Feuchtigkeits-Spülung

200 ml 7,99 €

(100 ml = 4,– €)

je 60 St. 14,99 € (1 St. = 0,25 €)

* Bei den Produktvorstellungen auf dieser Doppelseite

handelt es sich um Anzeigen. Sie erhalten

die Produkte in Ihrem Alnatura Super Natur Markt.

** Nicht in allen Märkten erhältlich.


AUS UNSEREM SORTIMENT*

Düfte für Kraft und Zuversicht

Kostbare Geschenke aus der Natur, die Ihnen in allen Lebenslagen

treu zur Seite stehen: Je nach aktuellem Bedürfnis kann man

mit dem passenden Raumduft in wenigen Augenblicken eine unterstützende

Wohlfühlatmosphäre schaffen. Jeden Tag müssen

eine Vielzahl von Entscheidungen getroffen und Lösungen gefunden

werden. Gerade in Zeiten großer Veränderungen und Herausforderungen

ist es wichtig, die Balance zu halten und für Körper,

Geist und Seele bewusst Augenblicke der Ruhe zu schaffen.

Naturreine Düfte von Primavera schenken Momente der Achtsamkeit,

beleben die Sinne und begleiten Sie durchs Leben –

für mehr Kraft und Zuversicht.

Yoga Flow Duftmischung** vegan

Ein fruchtig-klarer Duft für bewussteres

Atmen beim Yoga-Work-out. Myrte,

Grapefruit und Sandelholz begleiten

den Weg zur inneren Mitte.

5 ml 8,90 €

Gute Laune Bio-Duft-Roll-on** vegan

Lebensfreude küsst Leichtigkeit – ein

fruchtiger Duft aus Orange, Limette

und Zitrone. Einfach auf Nacken, Schläfen

oder Handgelenke auftragen.

10 ml 9,90 € (100 ml = 99,– €)

Energiekick Bio-Raumspray** vegan

Der holzig-frische Duft dieses Raum -

sprays schafft ein belebend-inspirierendes

Raumklima. Mit Douglasfichte, Weißtanne

und Grapefruit.

50 ml 12,90 € (100 ml = 25,80 €)

34 Alnatura Magazin Juni 2020


Sommersonne Bio-Raumspray** vegan

Raumspray für die Leichtigkeit unbeschwerter

Sommertage im eigenen

Zuhause. Duftet nach grüner Mandarine,

Neroli und Orange. Einfach nach Bedarf

in die Luft sprühen.

50 ml 12,90 € (100 ml = 25,80 €)

Frische Luft Bio-Raumspray** vegan

Die pure Natur ein- und frei durchatmen:

Das angenehm herbe Raumspray erfrischt

das Zuhause und sorgt auch drinnen für

ein herrliches Draußen-Gefühl.

50 ml 12,90 € (100 ml = 25,80 €)

Der Markentisch des Monats

Die hier abgebildeten Naturdrogerie-

Produkte finden Sie in Ihrem

Alnatura Super Natur Markt auf

dem Markentisch und im Regal.

* Bei den Produktvorstellungen auf dieser Doppelseite handelt es sich um Anzeigen. Sie erhalten

die Produkte in Ihrem Alnatura Super Natur Markt. / ** Nicht in allen Märkten erhältlich.

Alnatura Magazin Juni 2020 35


Aktuelles

aus Bio-Welt

und Gesellschaft

Palmöl nachhaltig angebaut

Palmöl in Kosmetik und Lebensmitteln ist umstritten.

Denn oft werden für große Ölpalmen-Plantagen Wälder

gerodet. Verarbeitet werden die Palmfrüchte in Fabriken,

die schlecht in die lokalen Gemeinden eingebunden sind

– mit stark kritisierten Auswirkungen auf Menschen,

Tiere und Umwelt. Hier setzt das Credo »Palmöl richtig

gemacht« von Dr. Bronner’s an: Seit 2009 betreibt der

Hersteller von Naturkosmetikprodukten gemeinsam mit

seiner Schwesterfirma Serendipalm in Ghana das weltweit

erste kommerzielle Projekt zur Herstellung von Biound

Fairtrade-zertifiziertem Palmöl. Die Palmfrüchte

stammen von über 500 kleinen Familienbetrieben, nicht

von Großplantagen. Es gibt keine Rodung für neue Anbauflächen

und es werden keine Gemeinden oder Primaten

vertrieben. So wird sichergestellt, dass das Palmöl unter

fairen und nachhaltigen Bedingungen angebaut wird.

Das freut nicht nur die Umwelt und Partner des Projekts,

wie unter anderem Rapunzel, sondern auch uns!

PUNKTE SPENDEN – GUTES TUN

Akuthilfe für Flüchtlingscamps

in Griechenland

Die Lebensbedingungen der Menschen, die vor Krieg und Verfolgung

nach Griechenland geflohen sind, erweisen sich dort als katastrophal.

Tausende Geflüchtete leben unter menschenunwürdigen Bedingungen.

Heimatstern e. V. engagiert sich seit 2016 kontinuierlich in der humanitären

Hilfe für Geflüchtete in Griechenland und schickt Hilfstransporte

oder kauft direkt vor Ort benötigte Produkte wie Lebensmittel

und Hygieneartikel ein. Seien es die total überfüllten Hotspots auf

den Inseln der Ägäis, die Menschen, die auf den Straßen Athens

kom plett unversorgt leben, oder die vielen Geflüchteten, die sich in

einem der Camps im Norden Griechenlands aufhalten – wo immer die

Not am größten ist, leistet der Verein mit seinem Netzwerk an ehrenamtlich

arbei tenden Freiwilligen und seinen langjährigen Partnern

vor Ort akute Hilfe. Und diese wird täglich dringend gebraucht.

Alnatura Kundinnen und Kunden können das Engagement des

Heimatstern e. V. unterstützen, indem sie ihre PAYBACK Punkte

spenden. Das ist bereits ab einem Stand von 200 Punkten möglich.

Einfach unter payback.de/spendenwelt Projekt aussuchen,

Log-in-Daten eingeben und Punkte spenden.

Jetzt in Papier

Bauckhof, Hersteller von Naturkostprodukten

wie Müslis, Backmischungen

und Mehlen, stellt alle Plastikverpackungen

auf Papier um. Viele Produkte

des Sortiments sind in reinen

Papierverpackungen erhältlich. Bei

feuchtigkeitsempfindlichen und fettigen

Lebensmitteln hat die Papierverpackung

eine minimal dünne Kunststoffbeschichtung.

Diese kann aber

ebenfalls im normalen Papiermüll

entsorgt werden.

36 Alnatura Magazin Juni 2020


Buchtipp

»Friede den Maulwürfen«: Man kann sich über Blattläuse,

Nacktschnecken und Giersch ärgern und zu rabiaten Mitteln

greifen, um sie abzuwehren. Man kann sich aber auch in

Toleranz üben. Denn, so die Autorin und Geoökologin Sigrid

Tinz: »Keine Tier- und Pflanzenart ist

von Natur aus böse, jede hat ihre Rolle

im Ökosystem!« Daher kommen die

Plagegeister in diesem Buch auch

selbst zu Wort und erklären, welche

Aufgabe sie haben und wie man sie

auf natürlichem Wege und ganz

freundlich in Schach halten kann. So

ist das Buch ein Plädoyer für mehr

Vielfalt und Frieden in Garten und Natur.

Erschienen im pala-verlag, erhältlich

für 16,– Euro. AW

Gemeinsam säen für mehr

Artenvielfalt

Werden Sie gemeinsam mit AlmaWin aktiv und helfen

Sie, Biene, Schmetterling und Co. ein neues Zuhause

zu schenken. Wie Sie das tun können? Beim

Kauf der AlmaWin Spülmittel-Sonderedition »Nützlingsweide«

erhalten Sie ein Päckchen samenfestes

Bio-Saatgut für das eigene Insektenparadies im Garten

oder Blumentopf. Die Samen reichen für eine etwa ein

Quadratmeter große Nützlingsweide, die bis in den

August hinein ausgesät werden kann. AlmaWin selbst

hat beim Neubau des Firmensitzes zusätzlich tausend

Quadratmeter Weide angelegt und hofft nun auf

viele begeisterte Nachahmende.

»Gentechnik – nein danke!«

Eine Krankheit, die die weltweit angebaute Bananensorte

Cavendish bedroht, ist der Sigatoka-Pilz. Jahrelang

hieß es, nur mittels Gentechnik könne man die

Cavendish für den internationalen Markt retten. Nun wurde

mittels herkömmlicher Züchtungsverfahren eine Bananensorte

erzeugt, die gegen den Pilz resistent ist und die biologisch

angebaut werden kann (GMWatch, 03.03.2020 / Food Navigator,

28.02.2020). ••• Bei der Arbeit mit CRISPR/Cas9, dem

Standardwerkzeug zur Genom-Editierung, entsteht häufiger

eine DNA-Mutation, die bei gewöhnlichen genetischen Analysen

übersehen wird. Die Genom-Editierung dürfte fehleranfälliger

sein als anfänglich gedacht. Identifikation und Beseitigung

von fehlerhaften Auswirkungen sind schwieriger als

allgemein angenommen (Independent Science News,

25.02.2020). MH

KLIMASCHUTZ: GEMEINSAM VIEL BEWEGEN

Leise rieselt der schwarze Schnee

Ende 2018 war Schluss. Der letzte Brocken Steinkohle aus

einer deutschen Zeche erblickte das Licht der Welt. Dass

deutsche Energieerzeuger noch immer in über 50 Kraftwerksblöcken

Steinkohle verbrennen können, liegt heute

vor allem an Russland. Es ist mit Abstand Deutschlands

wichtigster Lieferant.

In der sibirischen Kohleregion Kuzbass hat der schwarze

Schnee traurige Berühmtheit erlangt. Weil es die Minenkonzerne

dort mit den Umweltauflagen nicht so ernst nehmen,

gelangt hochgiftiger Kohlestaub in die Luft. Im Winter

bindet ihn der Schnee und trägt ihn in die Dörfer. Die indigenen

Gemeinden der Schoren leiden besonders unter der

schweren Umweltzerstörung.

Auch in Kolumbien, ein weiterer wichtiger Steinkohlelieferant

für Deutschland, bedroht der Kohlebergbau Mensch

und Umwelt. In der Region Cesar mischt sich Gewalt gegen

die Zivilgesellschaft mit Umweltzerstörung. Konzerne machen

mit ihren Minen Milliarden, während Dörfer nebenan zum

Teil kein sauberes Trinkwasser haben.

Das zeigt: Wenn in Deutschland das Steinkohlekraftwerk

Datteln 4 von Uniper wie geplant bald seinen Betrieb startet,

dann geht das auf Kosten von Klima, Umweltschutz und der

Menschen in den Kohlebergbauregionen. Helfen würden ein

schleuniger Kohleausstieg und ein Lieferkettengesetz, das auch

deutsche Konzerne zur Verantwortung zieht. Bei beidem

sind Konzerne und Politik noch viel zu langsam. Nach dem

Motto: Es ist ja nicht unser Schnee, der sich schwarz färbt.

››› Gastbeitrag von Moritz Schröder-Therre, Pressesprecher

bei urgewald e. V.

Die Klima-Allianz Deutschland ist das breite gesellschaftliche

Bündnis für den Klimaschutz. Eine ihrer 130 Mitgliedsorganisationen

ist urgewald. Die Organisation recherchiert, welche Folgen

deutsche Konzernprojekte in aller Welt haben, und macht Druck

für Veränderung.

Weitere Infos:

klima-allianz.de

urgewald.org


GESELLSCHAFT

»Ich hab da was

über Bio gehört …«

Wer Bio-Lebensmittel einkauft oder in der Bio-Branche

arbeitet, kennt so manches Vorurteil gegenüber Bio.

Auch Alnatura Mitarbeitenden kommen diese hin und wieder

in Gesprächen zu Ohren. Wir haben einige Bio-Vorurteile

gesammelt und liefern mögliche Antworten dazu.

»Bio ist

zu teuer!«

Eines der meistgenannten

Bio-

Vorurteile. Ja, der

Preis, den man für

Bio-Lebensmittel zahlt, ist

häufig höher als der für konventionell

erzeugte Produkte. Denn Bio macht der

Bäuerin und dem Bauern mehr Arbeit,

weil sie dem Unkraut mechanisch zu Leibe

rücken müssen, sie können nicht mit

der Spritze arbeiten. Bei vielen Kulturen

ernten sie weniger von ihren Flächen.

Denn sie verzichten auf die treibenden

mineralischen Stickstoffdünger, die zwar

Massenerträge ermöglichen, aber dies

häufig zulasten von Produktgeschmack,

Pflanzengesundheit, Biodiversität und

Grundwasser- sowie Bodenqualität. Oft

sind bei Bio Verarbeitung und Handel

kleiner strukturiert als im konventionellen

Bereich. Darunter leidet die Kosteneffizienz.

Aber der Bio-Hof

geht mit den Gemeingütern Boden,

Wasser, Luft und Artenvielfalt

sorgsamer um als viele konventionelle.

Die Preise für Bio-Lebensmittel sagen

ökologisch weit eher die Wahrheit als

die Preise, die wir alle üblicherweise für

unsere Nahrung zahlen – ohne die Umweltkosten

zu kennen oder überhaupt zu

bedenken. Und: Viele Bio-Produkte sind

gar nicht teurer als konventionelle Markenartikel,

die der Lebensmitteleinzelhandel

anbietet. Genaues Hinschauen

lohnt sich, gerade im Alnatura Super

Natur Markt, dessen Sparpreise gut mit

dem üblichen Markt mithalten können.

»Tieren in Bio-

Betrieben geht es

auch nicht besser.«

Die Herden

auf Bio-Bauernhöfen

sind kleiner

als die von vergleichbaren konventionellen

Höfen. Bio-Tiere haben

Auslauf im Freien, in den Stallungen sind

Mindestflächen vorgeschrieben. Bio-Tiere

bekommen Bio-Futter. Sie werden nicht

mit Antibiotika oder Leistungsförderern

traktiert, sondern bei Krankheit möglichst

mit pflanzlichen Präparaten behandelt.

Bio-Tierbestände werden mindestens

jährlich von unabhängigen Fachleuten

kontrolliert.

Insofern haben es Bio-Tiere sicher

besser. Immer stellt sich aber die Frage,

wie Menschen konkret mit ihren Tieren

umgehen. Empfinden sie sie als Mitgeschöpfe,

nehmen sie sie aufmerksam wahr

und erfüllen ihre Bedürfnisse bestmöglich?

Oder sind die Tiere für sie Produktionsmittel,

mittels derer sie ihr Einkommen

erzielen und deren Versorgung schnell,

effizient und möglichst weitgehend

durch Maschinen erledigt wird? Hier ist

die Bandbreite groß und die Trennlinie

zwischen Gut und Böse verläuft vermutlich

nicht immer genau entlang der Grenze

zwischen Bio und Nicht-Bio.

38 Alnatura Magazin Juni 2020


»Bio – das

kontrolliert doch

eh keiner.«

Diese Behauptung

können

Sie in einem Gespräch freundlich,

aber entschieden zurückweisen. Denn

die Bio-Akteure der gesamten Wertschöpfungskette

– auch international –

werden mindestens einmal im Jahr durch

Fachleute umfassend kontrolliert. Dies

geschieht auf Basis der EG-Öko-Verordnung.

Kein anderer Bereich der Landund

Lebensmittelwirtschaft untersteht

einem so dichten und detaillierten

Kon trollsystem. Es wird nicht nach dem

Zufallsprinzip vorgegangen, sondern

regelmäßig alles überprüft. In bestimmten

Fällen kann auch deutlich öfter und

intensiver kontrolliert werden. Das gilt

für heimische Produktion ebenso wie

für Importe. Dazu kommen noch Laboranalysen.

Die Bio-Branche verzichtet

bewusst auf den Einsatz von potenziell

riskanten Technologien in Anbau und

Produktion. Transparenz und Rückverfolgbarkeit

werden dagegen großgeschrieben.

Fehler oder Verstöße, die in jedem System

möglich sind, können somit rasch

entdeckt und abgestellt werden.

»Bio kann

die Welt nicht

ernähren.«

Etwa ein

Neuntel der

Erdbevölkerung

hungert.

Die Menschen im

wohlhabenden Norden und Westen der

Erde verschwenden Lebensmittel. Viele

Menschen hier essen zu viel, wir verfüttern

einen großen Anteil der Weltgetreideernte

für die Fleischproduktion oder

verfeuern ihn zur Energiegewinnung.

Schließlich werfen wir rund ein Drittel

unserer Lebensmittel weg, weil wir keine

sparsame Haushaltsführung mehr pflegen.

In den ärmeren Ländern des Globalen

Südens verdirbt ein Drittel der geernteten

Lebensmittel, weil die Technik von

Transport und Lager nicht gut genug ist.

All das sind lösbare Probleme. Wir haben

enorme Reserven an Lebensmitteln. Wir

erzeugen sie schon, aber nutzen sie nicht

zur Ernährung der Menschen. Wir könn-

ten weit mehr Menschen ernähren. Dafür

brauchen wir keine Gentechnik und

auch nicht mehr chemische Dünger oder

Pflanzen schutzmittel, die sich die armen

Bäuerinnen und Bauern des Globalen

Südens ohnehin nicht leisten können. Wir

brauchen eine vielfältige Landwirtschaft,

die Fruchtfolgen beachtet, organische

Reste als Dünger nutzt, mehr Pflanz liches

und etwas weniger Tierisches erzeugt. Das

kann Bio. Dann würde es für alle reichen.

»Bio-Äpfel aus

Neuseeland sind

nicht nachhaltig.«

Bio aus

Übersee

legt weite

Wege

zurück,

das ist richtig.

Wenn die dort erzeugten Produkte die

Reise nach Europa mit dem Schiff zurücklegen,

was für agrarische Massenprodukte

meist der Fall ist, haben solche

Transporte eine durchaus akzeptable

CO 2-Bilanz. Diese Transportform ist verhältnismäßig

effizient, ebenso die Reise

im voll ausgelasteten Lkw oder sogar per

Flussschiff oder Eisenbahn vom Hafen

zum Verarbeitungsort in Europa. Flugware

aus Übersee dagegen ist kritisch zu betrachten;

diese bieten wir in den Alnatura

Märkten daher nicht an. Bio aus Übersee

erlaubt es, frisches Obst und Gemüse

außerhalb der hiesigen Saison anzubieten,

ohne dass langes und energieaufwendiges

Einlagern nötig ist. Bio ermöglicht

Landwirtinnen und Landwirten aus Übersee

attraktive Vermarktungschancen,

denn die großen und wachsenden Märkte

für Bio-Lebensmittel liegen in den USA, in

Deutschland und Frankreich. Bio-Projekte

in Übersee stellen oft eine sehr umweltverträgliche

»Entwicklungshilfe« dar,

wie sie auch das deutsche Bundesministerium

für wirtschaftliche Zusammenarbeit

und Entwicklung nutzt.

»Regional,

das ist doch

sowieso Bio.«

Aus der

Region

stammende

Produkte

zeichnen sich

durch kurze Wege zur Endverbraucherin

und zum Endverbraucher aus.

Aber für Bio ist entscheidend, aus welcher

Art der landwirtschaftlichen Wirtschaftsweise

die Lebensmittel stammen.

Der Marktstand auf dem Wochenmarkt

kann Auskunft geben, ob die regionalen

Bohnen und Beeren aus konventionellem

oder Bio-Anbau stammen. Nur bei Letzterem

werden die Ressourcen wie Boden,

Wasser und Luft in der landwirtschaftlichen

Arbeit bestmöglich geschützt und

nur dann stammen keine Rückstände der

Agrochemie aus eigener Anwendung des

Bauernhofs. Lebensmittel kaufen Verbraucherinnen

und Verbraucher übrigens

am besten nahe der täglichen Wege, idealerweise

zu Fuß oder mit dem Fahrrad.

Denn so minimiert man die CO 2-Belastung

durch den Einkauf.

»Wer Bio kauft,

ist nicht umweltbewusster.«

Dies kann

nur eine

Kritik sein

am Verhalten

von einigen Menschen,

die Bio kaufen – aber kein Argument

gegen die Bio-Landwirtschaft. Für

die Frage, ob Bio-Landwirtschaft gut für

Boden, Wasser, Luft und Artenvielfalt

ist und ich mein eigenes Ernährungsverhalten

nach dieser Erkenntnis ausrichte,

ist es völlig unerheblich, ob es auch

Bio-Kaufende gibt, die SUVs fahren und

nicht jeden Weg möglichst mit dem

Fahrrad oder dem Zug erledigen. Eine

Alles-oder-nichts-Haltung ist eine sichere

Entwicklungsbremse, egal um welches

Thema es geht. Hier passt die uralte chinesische

Weisheit, dass auch der längste

Weg mit einem Schritt beginnt. Weitergehen,

in die richtige Richtung, das führt

allmählich zum Ziel, nicht das Suchen von

Gegen argumenten.

MH

Alnatura Magazin Juni 2020 39


KLIMAFREUNDLICH ANS ZIEL

Eine Spur wilder

Natürlich Urlaub mit Bus und Bahn. In dieser Serie

stellen wir zwölf Naturlandschaften vor, die sich in der

Kooperation Fahrtziel Natur engagieren. In diesem

Monat: den Nationalpark Schwarzwald.

Informationen zur

Anreise finden Sie unter

bahn.de oder in der

DB-Navigator-App

Eine Spur wilder – so lautet das

Motto des 2014 eingerichteten

Nationalparks Schwarzwald. Eingebettet

in die beiden größten Naturparks

Deutschlands – Schwarzwald Mitte/Nord

und Südschwarzwald – bieten Moore,

Blockhalden oder Bergmischwälder eine

Heimat für seltene Pflanzen und Tiere.

Dazu gehören der Sonnentau, der Dreizehenspecht,

der Raufußkauz oder das Auerhuhn,

das hier eines seiner wichtigsten

Verbreitungs gebiete in Mitteleuropa hat.

Doch der Schwarzwald ist nicht nur

wild, sondern auch eine über Jahrhunderte

gewachsene Kulturlandschaft. Hier

wird seit mehreren Generationen Forstund

Weidewirtschaft betrieben. Grinden

heißen die waldfreien, mit Beerensträuchern,

Heidekraut und Pfeifengras

bewachsenen feuchten Bergheiden im

Schwarzwald, die seit dem 14. Jahrhundert

mit heimischen Rinder-, Ziegenund

Schafrassen beweidet werden.

Diese spezielle Form der Landschaftspflege

kommt noch heute gefährdeten

Tierarten zugute, etwa dem Baumpieper

oder der Kreuzotter.

Vom Ruhestein zum Wilden See

Eine weitere Besonderheit im Schwarzwald

sind die Karseen – mit Wasser gefüllte

Mulden, die sich aus Schmelz wasser,

Quellen oder Bächen speisen. Einer der

schönsten Karseen im nördlichen Schwarzwald

ist der Wilde See inmitten eines

Waldes, der sich seit mehr als hundert Jahren

ohne menschlichen Einfluss entwickeln

darf. Der ideale Ausgangspunkt für eine

Wanderung zum Wilden See ist das Nationalparkzentrum

Ruhestein. Das liegt

genau auf dem Grat, wo sich Baden und

Schwaben treffen, und ermöglicht mit

seiner Ausstellung faszinierende Einblicke

in die Natur, aber auch in die historische

Nutzung des Schwarzwaldes.

40 Alnatura Magazin Juni 2020

Wilde Natur und Barrierefreiheit, das

passt nicht immer gut zusammen. Im Nationalpark

Schwarzwald jedoch stehen

fast alle Angebote für Menschen mit Einschränkungen

offen. »Alle, die eine Veranstaltung

besuchen möchten, können

sich bei uns anmelden. Dann schauen wir,

wie wir eine Teilnahme ermöglichen

können«, sagt Svenja Fox. Die 35-Jährige

arbeitet seit 2015 im Bereich Natur- und

Wildnisbildung des Nationalparks und beherrscht

die Deutsche Gebärdensprache.

Deshalb gibt es seit 2016 ein speziell auf

die Bedürfnisse von tauben Besucherinnen

und Besuchern abgestimmtes Angebot.

Für die »Wildnisübernachtung« wurden

der Nationalpark Schwarzwald und Svenja

Fox 2019 als offizielles Projekt der

UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet.

Moore im Hotzenwald

Moore sind für uns Menschen seit jeher

geheimnisvolle, faszinierende Orte. Im

Schwarzwald gibt es einige davon. Besonders

gut erleben lassen sie sich auf

dem Sieben-Moore-Weg im Oberen Hotzenwald,

der an der Bushaltestelle am

Steinernen Kreuz beginnt. Im Frühling

Umweltfreundliche Anreise

und mobil vor Ort

Von den Fernbahnhöfen Pforzheim, Karlsruhe,

Baden-Baden, Offenburg und Freiburg

(Breis gau) geht es mit dem Regionalverkehr

zu den Attraktionen des Nationalparks.

In rund 9 000 Beherbergungsbetrieben erhalten

Reisende die Konus-Gäste karte, die

freie Fahrt mit Bus und Bahn im gesamten

Schwarzwald ermöglicht. Wer keine Konus-

Gästekarte besitzt, kann sich mit dem Nationalparkticket

für einen ganzen Tag mit den

öffentlichen Verkehrsmitteln innerhalb des

definierten Gebietes um den Nationalpark

Schwarzwald kostengünstig fortbewegen.

säumen die weißen Köpfe des Moor- Wollgrases

den Weg, während der fleischfressende

Rundblättrige Sonnentau nur schwer

zu entdecken ist. An Moorstationen kann

man die Moorpflanzen in eigens dafür

angelegten Beeten in Ruhe aus der Nähe

betrachten.

Eine Ahnung von unberührter Natur

bekommen Besucherinnen und Besucher

des Nationalparks Schwarzwald auf dem

Wildnispfad 15 Kilometer südlich von Baden-Baden.

Dieser nur 3,5 Kilometer lange

Weg führt durch eine rund 70 Hektar große

Sturmwurffläche, eine Folge des Orkans

Lothar aus dem Jahr 1999. Umgestürzte,

zum Teil mehr als 150 Jahre alte Bäume

liegen kreuz und quer im Weg. Beim Übersteigen

von modernden Stämmen oder

beim Durchqueren eines Bachbettes lässt

sich hier das Wunder der Wildnis mit allen

Sinnen erfahren. Der Weg ist nicht allzu

lang, aber durch die vielen Hindernisse mitunter

recht beschwerlich. Stabiles Schuhwerk,

reißfeste Kleidung und eine gute Fitness

sollten die Besucherinnen und Besucher

des Wildnispfades mitbringen. Bei starkem

Wind oder Schnee ist der Pfad gesperrt.

Auf dem Luchspfad

Ganz in der Nähe des Wildnispfades, nur

rund 600 Meter von der Bushaltestelle

Plättig entfernt, beginnt der Luchspfad.

Dieser rund vier Kilometer lange, mit 24 Infotafeln

bestückte Pfad wurde vom NABU

Baden-Württemberg, der Stadt Baden-

Baden sowie der Naturparks Schwarzwald

Mitte/Nord und Südschwarzwald gemeinsam

eingerichtet und führt auf schmalen

Wegen durch ein Waldgebiet, in dem sich

der Luchs – von dem immer wieder einzelne

Exemplare durch den Schwarzwald

streifen – wohlfühlen würde. An verschiedenen

Stationen kann man die eigenen

Fähigkeiten im Springen oder Lauschen

mit denen des Luchses vergleichen. BePi


HERSTELLER-EMPFEHLUNG*

7

4

8

11

3

5

Oben: Der Baumwipfelpfad bei

Bad Wildbad.

Unten: Der Nationalpark Schwarzwald

bietet zahlreichen Insekten- und Pflanzenarten

eine Heimat.

9

10

1

12

2

Fahrtziel Natur – CO 2 -sparend reisen

Seit 2001 engagieren sich die großen Umweltverbände Bund für Umwelt

und Naturschutz Deutschland (BUND), Naturschutzbund Deutschland

(NABU) und Verkehrsclub Deutschland (VCD) sowie die Deutsche Bahn in

der Kooperation Fahrtziel Natur. Gemeinsam setzen sie sich für umweltfreundliche

Mobilität, Klimaschutz und nachhaltigen Naturtourismus ein.

Für dieses Engagement wurde Fahrtziel Natur mehrfach als offizielles

Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet. Der Nationalpark

Schwarzwald ist eines von derzeit 23 Fahrtziel-Natur-Gebieten in

Deutschland, Österreich und der Schweiz. fahrtziel-natur.de

In der nächsten Ausgabe:

Biosphärenreservat Südost-Rügen

Töpfer

Babycare Babypuder ohne Talkum

vegan

Natürliche Pflege für zarte Babyhaut:

Dieser Babypuder enthält Bio-Weizenkleie,

Bio-Calendula sowie eine Auswahl

an Bio-Ölen wie Oliven-, Jojobaund

Mandelöl. Der Puder nimmt die

Feuchtigkeit an besonders empfindlichen

Hautpartien wie zum Beispiel im Windelbereich

auf. Nach dem Waschen des Babys

einfach auf die trockenen Hautstellen

auftragen. Ohne Talkum, ohne Parfüm,

frei von tierischen Inhaltsstoffen;

Dermatest-Urteil »sehr gut«.

75 g 3,69 € (100 g = 4,92 €)

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sich um eine Anzeige. Sie erhalten das

Produkt in Ihrem Alnatura Super Natur Markt.


40 JAHRE »ALTERNATIVER NOBELPREIS«

Tony Rinaudo und die

Renaturierung der Wüste

Für die Menschen in der ausgedorrten Sahelzone muss der Entwicklungshelfer

aus dem fernen Australien damals in den 1980er-Jahren wie ein Verrückter

gewirkt haben, dem die Sonne das Gehirn ausgetrocknet hatte. Denn

er schnippelte mit einem alten Teppichmesser an vertrockneten Wurzeln

herum und redete scheinbar wirr daher, dass er dabei sei, die Wüste aufzuforsten.

30 Jahre später sind die Wälder in Westafrika so groß, dass man sie vom

Weltraum sehen kann, der Wald- und Wüstenkauz Tony Rinaudo ist ein weltweit

gefeierter Pionier der Renaturierung und seit zwei Jahren zudem Träger

des »Alternativen Nobelpreises«.

Alles begann mit einer Reifenpanne im

Nirgendwo. Als Tony Rinaudo sich neben

dem Auto niederkniete, entdeckte er, dass

mitten in der Wüste Westafrikas aus einem Baumstumpf

ein junger Trieb wuchs. Rinaudo sah sich um

und entdeckte, dass überall winzige Triebe aus dem

Sand sprossen. Er ahnte das Unglaubliche: Unter der

Wüste verbarg sich ein dichtes Wurzelwerk längst

gefällter Wälder. Dort, wo die Wurzeln noch intakt

waren, wurde die Wüste aufgehalten. »Zwei Jahre

lang war ich die Strecke fast täglich gefahren und

hatte diesen unterirdischen Wald nie gesehen.« Er

war unsichtbar geblieben, weil die jungen Triebe regelmäßig

von Ziegen abgefressen oder beim Abbrennen

der Felder vernichtet worden waren. Der »Waldmacher«

brachte die Wurzeln längst gefällter Bäume

im Sahel dazu, wieder auszutreiben, und schützte sie

mit kleinen Zäunen. »Wenn dies ursprünglich ein

Wald war«, ahnte Tony Rinaudo, »dann könnten die

Leute ihn auch durch eine Verhaltensänderung wieder

erstehen lassen.«

Der australische Entwicklungshelfer in Niger

nannte seine Methode, Bäume aus unterirdischen

Wurzeln neu ergrünen zu lassen, etwas sperrig

»FMNR – Farmer Managed Natural Regeneration«:

Sprösslinge werden geschützt, gepflegt und so

beschnitten, dass sie wieder in die Höhe wachsen

können. Tony Rinaudo inspirierte damit in der

Region Maradi nach und nach eine ganze Bewegung,

die Sahelzone neu zu begrünen, packte die Bäuerinnen

und Bauern bei ihrem Eigeninteresse, die Erträge

ihrer Felder zu erhöhen, und half ihnen, Millionen Triebe

zu robusten Nutzbäumen heranzuziehen. »Die

Bäume wuchsen sehr gut, schon im ersten Jahr. Und

die Ernteerträge haben sich tatsächlich verdoppelt.«

Trockenregionen ergrünen wieder

Lange wurde FMNR nicht weiter ernst genommen, die

internationale Entwicklungshilfe ignorierte Rinaudos

Erfolge. Regierungen und Hilfsorganisationen brüsteten

sich lieber damit, wie viele Bäume sie gepflanzt

hatten. Wie wenige Setzlinge die erste Trockenphase

überlebten, wurde hingegen meist verschwiegen.

Nach den zähen Anfängen in Maradi verbreitete sich

die neue Methode der Wiederauffors tung immer

schneller in Niger. Inzwischen haben Bäuerinnen und

Bauern dort fast 300 Millionen Bäume aufgezogen;

auf mehr als der Hälfte des Ackerlandes wird die

neue Methode angewandt. Vielerorts hat sich die

Baumdichte mehr als verzwanzigfacht – mit erheblichen

Auswirkungen auf das Mikroklima und damit

die Lebensqualität der Bäuerinnen und Bauern und

ihrer Familien. Der Ansatz machte in vielen Trockenregionen

Afrikas Schule.

Der Right Livelihood Award

kurz gefasst

Der Right Livelihood Award, eher bekannt als der »Alternative

Nobelpreis«, wird seit 40 Jahren an Menschen

verliehen, die erfolgreich an einer nachhaltigen und

enkelkindertauglichen, freien, gerechten und friedlichen

Zukunft bauen. Die bislang 178 Persönlichkeiten

aus 70 Ländern gelten als »Heldinnen der Gegenwart«

und Pioniere einer anderen Welt. 1980 verkaufte der

deutsch -schwedische Philanthrop Jakob von Uexküll

seine wertvollen Briefmar ken und stiftete die heute

welt bekannte Auszeichnung. In

Deutschland kann der Preis mit

steuerabzugsfähigen Spenden

unterstützt werden: Dachstiftung

für individuelles Schenken, IBAN:

DE 9743 0609 6701 0370 0802

42 Alnatura Magazin Juni 2020


In der nächsten Ausgabe

berichten wir von Can Dündar und

der Pressefreiheit in der Türkei.

Tony Rinaudos Thesen

Tony Rinaudo erhielt den »Alternativen

Nobelpreis« im Jahr 2018.

• Um erodiertes Land wieder zu begrünen,

lassen sich die Wurzeln und Baumreste im

Untergrund nutzen. Dafür braucht es Bewusstseins-

und Verhaltensänderungen.

• Mit einem kombinierten Wald- und Feldanbau

lassen sich Ernteerträge in Trockenzonen

vervielfachen, ohne viel Geld auszugeben.

• Renaturierte Wälder helfen im Kampf gegen

Hunger, Umweltzerstörung und Klimawandel

weltweit.

Der Erfolg gibt ihm recht

Deshalb teilen Fachleute die Entwicklung sogar in

eine »Prä-« und eine »Post-Tony-Zeit« ein. Rinaudo

ist heute 63 Jahre alt, doch wenn er den Wald von

Humbo im Süden Äthiopiens besucht, kann er sich

freuen wie ein kleines Kind. »Als ich das erste Mal

hier war, gab es keinen einzigen Baum. Man muss

nur mit der Natur arbeiten.« Seine Ideen verbreiten

sich zusehends, nachdem die internationale Organisation

World Vision den Australier unter Vertrag genommen

hat. Heute wird FMNR in 24 Ländern weltweit

eingesetzt – auch in Äthiopien, das zuletzt auf

nur noch vier Prozent seiner Fläche mit Bäumen bestanden

war. Inzwischen betreiben dort ganze Kommunen

straff organisiert Wiederaufforstung. Einige

dieser Kommunen verdienen mittlerweile bares Geld

mit international gehandelten Zertifikaten für eingesparte

Kohlendioxid-Emissionen. Projekte in Kenia,

Ghana, Malawi und dem Senegal kamen hinzu, aber

auch in Indonesien und Peru. »Der Klimawandel und

die Entwaldung schreiten voran und es ist mir sehr

wichtig, die Botschaft zu verbreiten, dass großflächige

Wiederaufforstung schnell geht und auch noch sehr

wenig kostet«, betont Rinaudo und lächelt. Er hat

erlebt, dass das Unmögliche möglich ist. Längst ist er

Legende, 2018 erschien über ihn das Buch »Der

Waldmacher«. Warum also nicht nach den Sternen

greifen? »Ich habe mir fest vorgenommen, dass im

Jahr 2030 diese Methode in hundert Ländern angewandt

wird. Weltweit gibt es zwei Milliarden Hektar

degradiertes Land. Wir könnten uns viele Programme

der internationalen Entwicklungszusammenarbeit

sparen, wenn wir gemeinsam mit den Bäuerinnen

und Bauern nur mehr Bäume schützen würden.«

››› Geseko von Lüpke


GESELLSCHAFT

Reparieren statt wegwerfen

Weltweit fallen mehr als 50 Millionen Tonnen Elektroschrott pro Jahr an.

Allein in Deutschland sind es pro Kopf jährlich 22,8 Kilogramm. Kein anderer

Abfallberg wächst so schnell. Der Großteil landet auf Mülldeponien, wo

giftige Inhaltsstoffe im Boden versickern und langfristig Mensch und Umwelt

gefährden. Wie geht es anders? Ein Selbstversuch.

Mist, mein Wasserkocher ist

kaputt. Das Wasser lässt sich

nur noch bis 80 Grad Celsius

erhitzen, dann schaltet er ab. Neupreis

60 Euro, Garantie schon abgelaufen.

Klar ist: Ich will ihn nicht wegwerfen.

Zwar wäre ich in der Lage, das Ding ordnungsgemäß

zur Recycling-Sammelstelle

zu bringen – obwohl nur 20 Prozent des

Elektroschrotts vorschriftsmäßig recycelt

werden. Aber selbst wenn ein Gerät recycelt

wird, lässt sich knapp ein Drittel der

wertvollen Rohstoffe darin nicht zurückgewinnen.

Was also tun? Die Suchanfrage im Internet

»Wasserkocher kaputt« führt nur zu

Neukauf-Anzeigen und Reparaturdiensten

für Kühlschränke, Waschmaschinen und

Kaffeeautomaten, bei denen es sich lohnt,

eine Anfahrtsgebühr von 16 Euro und einen

Kostenvoranschlag zu bezahlen. Eine

Anfrage beim Hersteller, ob ich das Gerät

zur Reparatur einschicken darf, fällt negativ

aus. Die Mail enthält einen Link zum

Kauf eines Neugerätes, auf das mir zehn

Prozent Rabatt versprochen werden. Hm,

wäre sehr bequem, zumal der neue Wasserkocher

mich nur 29 Euro kostet, direkt

frei Haus geliefert.

Aber das Schicksal meines alten Wasserkochers

wäre damit besiegelt: Elektroschrott.

Also selbst reparieren! Nur so

bleiben Ressourcen im Umlauf, deren

energieintensive Gewinnung und Entsorgung

fatale Auswirkungen auf die Umwelt

haben. Ja, ja, man weiß das alles –

und trotzdem tendiert man zur einfachen

Lösung. Kognitive Dissonanz nennt man

das, zumal, wenn man sich technisch total

unbegabt fühlt und tendenziell faul

ist. Zum Glück hat man gute Freunde, die

man fragen kann. Jodie, ein begnadeter

Bastler, verfügt über alle denkbaren

Werkzeuge und »die nötige Abenteuerlust«,

wie er es nennt, sich auf die Unwägbarkeit

einer Reparatur einzulassen.

Und er weiß, wo er sich Hilfe holt: iFixit

ist die größte Online-Community fürs Reparieren,

2003 wurde sie in Kalifornien

gegründet. ifixit.de vernetzt Menschen

wie Jodie auf der ganzen Welt und zeigt

ihnen, wie sie Dinge einfach selbst reparieren

können – egal ob Smartphone,

Tablet oder eben Wasserkocher. Inzwischen

hat iFixit mehr als 60 000 kostenlose

Reparaturanleitungen online, die von einer

globalen Community aus männlichen

wie weiblichen Tüftlern und Selbermachern

hochgeladen wurden. Die Plattform

finanziert sich durch den Verkauf von

selbst entwickelten Werkzeug-Sets

und Ersatzteilen.

Jodie gibt zuerst eine Fehlerbeschreibung

und den genauen Markennamen

des Gerätes ein. Prompt kommt eine

Diagnose: Die Kondensatoren sind kaputt,

deshalb kann das Gerät das Wasser

nicht mehr auf hundert Grad Celsius erhitzen.

Zu meinem Erstaunen wird auch

gleich eine Anleitung in acht Schritten

mitgeliefert, mit Fotos und exakter Beschreibung

jedes einzelnen Schrittes.

Auch der Schwierigkeitsgrad der Reparatur

wird angegeben – in unserem Fall

Buchtipp: Wolfgang Schmidbauer, »Die

Kunst der Reparatur. Ein Essay.« Oekom

Verlag, 20 Euro. Schnelles Wegwerfen hat

Konjunktur, mit

fatalen Folgen. Der

Autor ermutigt, Reparaturen

(wieder)

zu erlernen und

wertzuschätzen. Mit

positiver Wirkung auf

die Umwelt und die

eigene Psyche.

Positive Aussichten: Die EU-Kommission

plant im kommenden Jahr Gesetzesvorschläge

einzubringen, die den Kundinnen

und Kunden ein Recht auf Reparatur sichern.

Hersteller sollen verpflichtet werden,

Geräte so zu konstruieren, dass sie länger

halten, einfacher zu reparieren und

besser zu recyceln sind.

»moderat«. Nun ja, wenn ich mir die Reparaturanleitung

durchlese, hätte ich

eher den Schwierigkeitsgrad »außerordentlich

schwierig« erwartet. Der Zeitaufwand

ist mit ein bis zwei Stunden angegeben.

An dieser Stelle wäre ich schon

entmutigt. Nicht so Jodie, der sich vergnügt

die Hände reibt und an die Zerlegung

meines Wasserkochers macht. »Im

Grunde nimmt das Auseinanderbauen

und Wieder-Zusammenbauen die meiste

Zeit in Anspruch, viel mehr als die eigentliche

Reparatur«, feixt mein Freund.

Ganze zwei Minuten braucht er dann

tatsächlich nur für den Austausch der

beiden kaputten Kondensatoren, knapp

eine Stunde für den Rest. Aber vorher

muss er die Ersatzbauteile in einem Elektronikfachgeschäft

besorgen und mithilfe

eines Lötkolbens die alten raus- und die

neuen Kondensatoren einlöten. Übrigens,

wer nicht weiß, wie man lötet: Auch

hierfür gibt es Anleitungen bei iFixit. Die

Kosten halten sich in Grenzen: 60 Cent

pro Kondensator (nicht mitgerechnet:

44 Alnatura Magazin Juni 2020


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N A TÜR LICH S A U BER

eine Essenseinladung für den Reparateur). Nachdem alle

Teile wieder zusammengefügt sind, erkenne ich meinen

alten Wasserkocher wieder. Beim letzten Schritt weist

die Anleitung darauf hin, dass keine Teile übrig bleiben

sollten. Das leuchtet selbst mir ein.

Und das Ergebnis: Der Wasserkocher funktioniert

wieder wie neu! SUS

Nicht wegwerfen! Hier bekommen

Sie Hilfe beim Reparieren

ifixit.de Online-Portal mit über 60 000 Reparaturanleitungen

FÜR DICH

Gemeinsam

säen für mehr

Artenvielfalt

mit

Bio-Saatgut

repaircafe.de Repair-Cafés sind ehrenamtliche Treffen, bei

denen die Teilnehmenden alleine oder gemeinsam mit anderen

ihre kaputten Dinge reparieren. Werkzeug und Material für

alle möglichen Reparaturen sind vorhanden. Zum Beispiel für

Kleidung, Möbel, elektrische Geräte, Fahrräder, Spielzeug

usw. Auch sind kundige Ehrenamtliche anwesend, die Reparaturkenntnisse

und -fertigkeiten auf verschiedenen Gebieten

mitbringen.

reparatur-initiativen.de Netzwerk, das Veranstaltungen

organisiert, bei denen defekte Alltagsgegenstände in angenehmer

Atmosphäre gemeinschaftlich repariert werden:

elektrische und mechanische Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik,

aber auch Textilien, Fahrräder, Spielzeug

und andere Dinge.


NAJU-KINDERSEITE

Auf der Mauer, auf der Lauer

sitzt ’ne kleine Wanze …

Auf der Erde gibt es etwa 40 000 bekannte Arten,

rund 3 000 davon leben in Europa. Werde auch du

Wanzen-Forscherin oder Wanzen-Forscher und

melde der NAJU deine Entdeckungen.

Viele nennen die Feuerwanze

einen Feuerkäfer.

Tatsächlich gehört sie aber

zur Ordnung der Wanzen.

Hast du schon mal in eine Brombeere

gebissen und einen ekligen Geschmack

im Mund gehabt? Dann hat wahrscheinlich

vor dir schon eine Beerenwanze an der Brombeere

genascht. Die mag die Früchte nämlich

genauso gerne wie du. Saugt sie an der

Beere, spritzt sie gleichzeitig Speichel in

die Frucht, der die Beere ungenießbar

macht. Manche Menschen ärgern sich

darüber, dabei sind Beerenwanzen

auch wichtige Helfer im Garten. So

fressen sie liebend gerne Blattläuse,

die sich über viele Pflanzen hermachen

und ihnen schaden.

Dufte geschützt

Viele Menschen mögen Wanzen nicht. Vielleicht

liegt das auch an ihren Duftdrüsen, mit

denen manche Arten übelriechende Flüssigkeiten

versprühen können. Das machen sie

aber nur, um sich vor Fressfeinden zu schützen.

Eigentlich ziemlich klug, denn Essen, das

stinkt, würdest du bestimmt auch nicht kosten,

oder?

Die NAJU (Naturschutzjugend im NABU) ist die

Jugendorganisation des NABU. Bei uns engagieren

sich Kinder und Jugendliche bis 27 Jahre

in über tausend Gruppen für den Schutz von

Umwelt und Natur. Ab 18 Euro im Jahr kannst

du Mitglied bei uns werden.

Mehr Infos zu uns findest du auf NAJU.de

Die Streifenwanze erkennst

du leicht an ihren schwarzroten

Streifen, mit denen sie

Feinde abschreckt.

Wanzen bestimmen

und melden

Kann man die Duftdrüsen bei Wanzen sehen

und warum findet man Feuerwanzen immer

in großen Scharen unter Linden? Es gibt viele

spannende Fragen zu Wanzen, zu denen du selbst

Antworten finden kannst, wenn du dich mit den Tieren

beschäftigst und sie näher unter die Lupe nimmst. Die NAJU

hilft dir dabei! Auf unserer Wanzen-Bestimmungskarte findest du

Fotos von den häufigsten Wanzenarten, die im Garten, Park oder

Gewässer vorkommen. Findest du die Wanzen auf der Karte und

vielleicht sogar noch mehr Arten? Ein Wanzenposter und die

Wanzen-Bestimmungskarte mit Rücksendekarte kannst du dir

kostenlos im NABU-Shop (nabu-shop.de) bestellen. Mehr Infos zu

Wanzen und Ausmalvorlagen findest du auf NAJU.de

Schicke bis spätestens 30. November 2020 eine Postkarte

oder E-Mail mit den Namen deiner gefundenen Wanzen an die

NAJU, Stichwort Lieblingswanze, Karlplatz 7, 10117 Berlin oder

an Meike.Lechler@NABU.de. Wir werten die Ergebnisse aus

und stellen sie im Dezember auf unserer Website NAJU.de vor.

Wir sind gespannt, wie viele Arten junge Insektenforscherinnen

und Insektenforscher in ganz Deutschland entdecken!

46 Alnatura Magazin Juni 2020


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Fertiggerichten

Knackige Hülsenfrüchte, saftiges Gemüse und eiweißreiche Saaten

Unsere Veggie Bowls sind ein bunter Mix aus wertvollen Zutaten und die ideale To-Go-Mahlzeit.

Dank des beigelegten Holz-Göffels schmecken die drei Sattmacher auch unterwegs ganz wunderbar

– ob im Büro, beim Picknick oder auf Reisen. Die Verpackung ist komplett recycelbar.


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ohne Zuckerzusatz hergestellt

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Smoothies oder zum Verfeinern Ihrer Gerichte

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Zutaten für 1 Portion:

100 ml Kaffee (z. B. Espresso)

100 ml Soja-Vanille-Drink

1 EL Raab Bio Sesamproteinpulver

1 tiefgekühlte Banane

eine Handvoll Eiswürfel

BIO-RESTAURANTS

Witty’s in Berlin

Wir kaufen Bio-Lebensmittel. Nur wenn wir essen gehen, fragen

viele weder nach der Herkunft der Zutaten noch achten sie

darauf, ob das Restaurant zertifizierte ökologische Produkte

verarbeitet. Das Alnatura Magazin stellt an dieser Stelle jeden

Monat ein von den Redakteurinnen und Redakteuren entdecktes

Bio-Restaurant vor. Unsere Kriterien: ein klares Bekenntnis

zu biologischen Produkten – und schmecken muss es.

Sieht aus wie ein normaler Imbissstand mit Stehtischen

davor, mitten im West-Berliner Zentrum gegenüber

dem berühmten Kaufhaus KaDeWe. Und

es gibt, was es an Berliner Imbissbuden immer gibt: Currywurst

mit Pommes. Aber hier sind die Würste mit und ohne Darm

von Bioland zertifiziert und extra von einem regionalen Metzger

für Witty’s hergestellt. Die Pommes im extrabreiten Steak-Fries-

Schnitt aus Bio-Kartoffeln werden in Sonnenblumenöl knusprig

frittiert und alle Saucen, vom Ketchup bis zur Knoblauch- Mayo,

sind in Bio-Qualität speziell für Witty’s entwickelt. Die Bioland-

Qualität garantiert Würste ohne Phosphate, Nitritpökelsalz,

Geschmacksverstärker oder Emulgatoren. Die klassische Currywurst

genießt man in Berlin nackt, also ohne festigende

Haut um die Wurstmasse. Manchen ist das zu weich, aber bei

Witty’s hat auch die Currywurst ohne Darm einen festen Biss

und der Fleischanteil ist schmeckbar höher als der Fettanteil.

Wirklich hausgemacht schmeckt die ausgewogen gewürzte

Boulette aus reinem Schweinefleisch, die eine angenehm

fluffige Konsistenz hat. Das Hausketchup schmeckt nicht zu

süß, ist fruchtig mit einer guten Säure, die mit dem aromatischen

Currypulver wunderbar harmoniert. Dazu gibt es Bio-

Limonaden von Voelkel, regionales Bio-Bier und – wie es sich

für eine Weltstadt gehört – auch Champagner. Und zwar nicht

irgendeinen Nullachtfünfzehn-Supermarkt-Champagner, sondern

Bio-Champagner aus dem Hause Fleury. Die Demi-Flasche

(0,375 Liter) kostet 24 Euro. Ein fairer Preis und die Investition

lohnt sich, der Edelschäumer passt ausgezeichnet zur Currywurst!

Witty’s Imbissbude gibt es an dieser Stelle schon seit

1984, bio-zertifiziert seit 2003. Für Berlin-Besuchende und

Einheimische immer mal ’ne Wurst wert. SUS

Witty’s Imbiss gibt’s am

Wittenbergplatz,

am Bahnhof Friedrichstraße und

am Flughafen Schönefeld

wittys-berlin.de

Zubereitung: Kaffee kochen und

kalt werden lassen. Den Kaffee mit

allen anderen Zutaten in einem

Standmixer verrühren und den leckeren

Shake genießen! Tipp für

das Topping: Bio Kakao Nibs von

Raab!


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Herausgeber Alnatura Produktions- und Han dels GmbH, Mahatma-Gandhi-Straße 7, 64295 Darmstadt, Tel. 06151 356-6000, alnatura.de

Öko-Kontrollstelle DE-ÖKO-001 Geschäftsführung von Alnatura Prof. Dr. Götz E. Rehn, Rüdiger Kasch, Herwarth von Plate Redaktionsleitung

Anja Waldmann, Eva Wohlgemuth, magazin.redaktion@alnatura.de Anzeigen Lena Vollrath, Mahatma-Gandhi-Straße 7, 64295

Darmstadt Redaktion Julia Aumüller (JUA), Matthias Fuchs, Sebastian Fuchs, Martina Grimm, Dr. Manon Haccius (MH), Constanze

Klengel, Julia Klewer (JK), Dr. Maren Kratz, Volker Laengenfelder (VL), Julia Lauer (JL), Daniel Nedelka, Stefanie Neumann, Bettina Pabel

(BP), Bernd Pieper (BePi), Susanne Salzgeber (SUS), Tina Schneyer, Anna Seidel, Julian Stock, Christian Tremper, Anja Waldmann (AW)

Verlag mfk corporate pub lishing GmbH, Prinz- Chris tians- Weg 1, 64287 Darmstadt, Tel. 06151 9696-00 Fotos Alnatura: 3 Porträt Rehn;

Oliver Brachat: 14 Rezept; Dr. Bronner’s: 36 Palmöl; Marc Doradzillo: 5 ABBI, 18, 20, 21 Würste, 50 Emils; Ecodefense: 37 Klima; Julia Friese:

Illustrationen 46, 50 Heupferd; Heimatstern e. V.: 36 Spendenprojekt; Chris Keller / Schwarzwald Tourismus GmbH: 41; Birgit Rampe:

Illustrationen 14 Anna, 16/17, 28/29 Natur; sunatuerlich: 32 screenshot; Susanne Salzgeber: 48; Wolfgang Schmidt / Right Livelihood Award

Foundation: 42/43; Robert Seegler: Illustrationen 4 Verpackung, 30–32, 38/39, 44/45; ©Störtebeker Braumanufaktur GmbH: 22; UN: 28/29

Icons; VISCOM Fotografie: 24/25, 34/35; Frank Weinert: 1, 6–9, 10/11 Rezept, 12/13, 50 Rezept u. Gurken Gestaltung usus.kommunikation,

Berlin, usus-design.de Druck Mayr Miesbach GmbH, Am Windfeld 15, 83714 Miesbach, gedruckt auf 100 % Recyclingpapier, ausgezeichnet

mit dem Blauen Engel

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Gastbeiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder – sie sind aus der Perspektive des Verfassers geschrieben.

Nachdruck, Aufnahme in Online-Dienste und Internet und Vervielfältigung auf Datenträger wie CD-ROM, DVD-ROM etc. nur nach vorheriger

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