// Rind im Bild 1/2011 1 - Rinderzucht Schleswig-Holstein e.G.

rsheg.de

// Rind im Bild 1/2011 1 - Rinderzucht Schleswig-Holstein e.G.

ZKZ 30665

Rind im Bild

MITTEILUNGSORGAN DER RINDERZUCHT SCHLESWIG-HOLSTEIN EG UND DES LANDESKONTROLLVERBANDES SCHLESWIG-HOLSTEIN E.V.

1. VIERTELJAHR

1/2011

// TOP-THEMA Auktion am Abend S. 5

// RSH eG German Genetics International S. 10

// LKV 73. Hauptversammlung S. 12

// BETRiEBSREPORTAGE Claußen GbR S. 18

// TiERGESundHEiT Pansifit S. 34

// ZuCHT // ZWS Rind Dezember im Bild 1/2011 2010 S. 401


Landesjungzüchterschau

Am 17. April ist es wieder soweit.

Dann findet der Jahreshöhepunkt des Landesjungzüchterverbandes, die

Landesjungzüchterschau in der Reithalle in Aukrug (bei NMS) statt.

Zu dieser Veranstaltung sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

Der Eintritt ist frei, für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Rinderzucht Schleswig-Holstein eG | Rendsburger Straße 178 | D-24537 Neumünster | Tel. +49 (0)4321 / 905-300 | Fax +49 (0)4321 / 905-395 & -396 | E-Mail rsheG@rsheG.de


Liebe Mitglieder,

// Vorwort

die Milchquotenbörse Anfang November 2010 hat wieder einmal gezeigt, was die schleswig-holsteinischen

Milcherzeuger wollen: noch mehr Milch produzieren als bisher. Es wurden

Milchquoten für ca. 1.700 zusätzliche Kühe erworben. Die zusätzlichen Quoten könnten

auch eine Leistungssteigerung für alle Kühe im Land um ca. 40 kg Milch abdecken. Seit der

Möglichkeit zum Erwerb von Milchquoten im gesamten westdeutschen Raum im Jahre 2007

haben die schleswig-holsteinischen Milcherzeuger die Landesquote allein aus Quotenzukauf

aus anderen Bundesländern deutlich vergrößert.

Es setzen jedoch nicht alle auch in Zukunft auf die Milchproduktion. Im vergangenen Jahr

haben 5 % der Mitglieder des Landeskontrollverbandes Schleswig-Holstein e. V. (LKV) die

Milchproduktion eingestellt, und auch in den Jahren zuvor gab es Rückgänge bei der Mitgliederzahl.

Die verbliebenen Mitglieder haben im Durchschnitt jedoch deutlich aufgestockt,

seit 2005 um 20 %. Zurzeit werden im Mittel 83,5 Kühe/Betrieb gehalten, 5,5 Kühe mehr als

zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Mit 310.148 geprüften Kühen im Januar wurde eine

Zahl erreicht wie zuletzt vor sieben Jahren. Erstmals seit 2006 war auch wieder ein deutlicher

Leistungsanstieg festzustellen. Die 301.815 (A+B)-Kühe gaben im Prüfjahr 8.312 kg Milch

mit 4,23 % und 352 kg Fett sowie 3,43 % und 285 kg Eiweiß. Im Vergleich zum Vorjahr ist

das eine Steigerung um 124 kg Milch, 7 kg Fett und 4 kg Eiweiß. Die aktuelle Entwicklung

zeigt jedoch, dass sich dieser Leistungsaufschwung zur Zeit nicht fortsetzt. Kritisch anzumerken

an der Entwicklung der letzten Jahre ist der Anstieg des Milchzellgehaltes. Die Verbesserung

der Eutergesundheit bleibt für viele Betriebe eine wichtige Aufgabe für die nächste Zeit.

Der LKV wird seinen Mitgliedern deshalb als Hilfestellung dabei im Laufe dieses Jahres eine

neue und schnelle Methode zur Diagnose von Mastitiserregern anbieten.

Der Service für die Mitglieder konnte auch im abgelaufenen Jahr verbessert werden. Durch

eine neue Software für die Ezi-Scanner wurde es möglich, bei der Stallkontrolle zunächst

nur die Milchproben der Kühe zu registrieren und die Milchmengen unabhängig davon als

Datei aus der elektronischen Milchmengenmessung an den LKV zu senden. Es können auch

die Milchmengen des gesamten Prüfzeitraumes übernommen werden. Dieser Weg dürfte für

Mitglieder mit großen Herden und einer modernen Milchmengenmessung im Melkstand eine

wesentlich Erleichterung darstellen.

Mit dem Anstieg des Milchpreises vor einem Jahr hat sich die Stimmung unter den Milcherzeugern

wieder verbessert. Durch politische Einflüsse wird die Wirtschaftlichkeit der Milcherzeuger

jedoch beeinträchtigt. Die Flächenprämien werden bis 2013 für Acker- und für

Grünland angeglichen, und das bedeutet für die Milchproduzenten eine Verringerung. Wer

sich in der Vergangenheit die beste Basis erarbeitet hatte, muss nun die größten Rückgänge

hinnehmen. Da bleibt den Mitgliedern nur der Weg, diese Verluste durch betriebliches

Wachstum und eine Verbesserung der Produktionstechnik aufzufangen. Es gilt, sich auf das

Auslaufen der Milchquote am 1. April 2015 einzustellen.

Mit den Daten aus der Milchleistungsprüfung trägt der LKV dazu bei, dass die Mitglieder

die nötigen Informationen zur Beurteilung ihrer Produktionstechnik erhalten. Erstkalbealter,

Zwischenkalbezeit, Remontierungsrate, Nutzungsdauer und Lebensleistung sowie der

Milchzellgehalt sind z. B. Kriterien, die die Wirtschaftlichkeit der Produktion beeinflussen.

89 Betriebe mit herausragenden Ergebnissen bei diesen Produktionskennziffern hat der LKV

auf seinen Kreisvereinsversammlungen wieder mit Plaketten und Urkunden ausgezeichnet.

Wir wünschen Ihnen, dass Sie für Ihren Betrieb einen möglichst großen Nutzen aus den vom

LKV festgestellten Daten ziehen können. Mögen sich die Milchpreise zumindest auf dem

Niveau wie in den letzten Monaten halten und Sie dadurch der zukünftigen Entwicklung

gestärkt entgegensehen können.

Eckhard Marxen Gerd Schulz

Vorsitzender Geschäftsführer

Inhalt

Termine 4

Top-Thema 5

Auktion am Abend 5

RSH eG 8

Spermavertrieb 8

Bullen des Monats 9

German Genetics International 10

LKV 12

Aus den Rasseabteilungen 17

Angler 17

Betriebsreport 18

Fleischrinder 21

Kreisvereine 24

Jungzüchter 32

Tiergesundheit 34

Pansifit 34

Für Sie gelesen 36

Personalien 38

Zucht 40

ZWS Dezember 2010 40

Bullenväter 42

Nachzuchten für Sie gesehen 44

Schauen 46

Testbullen 47

Titelbild:

Milchleistungsprüfung

mit LactoCorder

Foto: LKV

// Rind im Bild 1/2011 3


4

Termine

Auktionstermine 2011

Schwarzbunt – Rotbunt

7. April 2011 Neumünster 27. Okt. 2011 Neumünster

26. Mai 2011 Neumünster 17. Nov. 2011 Neumünster

18. Aug. 2011 Neumünster 15. Dez. 2011 Neumünster

29. Sept. 2011 Neumünster

Terminkalender

28.03.2011 Meldeschluss für Herdbuchkuhbewertung im April

Schwarzbunt – Rotbunt – Angler

Veranstaltungskalender

Schwarzbunt – Rotbunt – Angler – Fleischrinder

9. März 2011 Excellent-Schau, Leer (VOSt)

13. März 2011 RBW-Schau, Ilshofen (RBW)

15. März 2011 Sunrise Sale, Karow (RSH + RMV)

16. März 2011 Rind aktuell, Karow (RMV)

20. März 2011 Gemeinsame Jungzüchterschau der Kreise Lauenburg, Segeberg

und Stormarn, Burmeisters Reithalle, Rausdorf, Beginn: 11.00 Uhr

26. März 2011 Kreisjungzüchterschau SL-FL, Süderbrarup

30. März 2011 Färsenschau, Krefeld (RUW)

3. April 2011 Kreisjungzüchterschau RD-ECK, Gnutz

17. April 2011 Landesjungzüchterschau, Aukrug

19. April 2011 Best of - Färsenauktion, Groß Kreutz (RBB)

6.-7. Mai 2011 Sächsische Holsteintage, Leipzig (MAR)

7. Mai 2011 Kreisrinderschau Stormarn, Rausdorf, Beginn: 19.00 Uhr

8.-9. Juni 2011 DHV-Schau, Oldenburg

16. Juni 2011 Vereine der Rot- und Schwarzbuntzüchter im Kreis Dithmarschen:

Fahrt zwischen den Melkzeiten

17. Juni 2011 Kreisrinderschau (Sbt + Rbt) SL-FL, Großenwiehe

17. Juni 2011 Verein der Holsteinzüchter im Kreis Ostholstein:

Grillabend bei Familie Heldt, Groß Schlamin

7. Juli 2011 Verein der Holsteinzüchter im Kreis Ostholstein:

Sommerausflug in den Kreis Schleswig-Flensburg

8. - 11. Juli 2011 Tarmstedter Ausstellung

1. - 4. Sept. 2011 Norla, Messegelände Rendsburg

6. - 8. Okt. 2011 Schwarz-Rot-Gold, Alsfeld

27. Okt. 2011 RUW-Schau, Hamm (RUW)

17. Nov. 2011 Blickpunkt Rind, Paaren (RBB)

21. Nov 2011 Elite-Auktion, Hamm (DHV)

Fehlerteufel

Auf der Seite 51 der letzten Ausgabe der Rind im Bild hatte

sich ein Fehler eingeschlichen: Besitzer der Juote-Tochter

Ela EX 90 ist Ferdinand Feddersen aus Wanderup.

// Rind im Bild 1/2011

// Termine

Für alle Auktionen gilt Status nach BHV1-Bundes-VO

BVD/MD: Alle Auktionstiere sind Antigen-negativ oder stammen aus unverdächtigen Beständen

Impressum

Rind im Bild“, 20. Jahrgang, Nr. 1/2011

Mitteilungsorgan der Rinderzucht Schleswig-Holstein eG

u. des Landeskontrollverbandes Schleswig-Holstein e.V.

Rind im Bild“ soll die Rinderzüchter und -halter in

Schleswig-Holstein über die laufende Entwicklung in Zucht,

Besamung, Absatz sowie der Milchleistungsprüfung informieren.

Verlag und Herausgeber:

Rind im Bild

Rendsburger Str. 178 · D-24537 Neumünster

E-mail: redaktion@rsheg.de

Telefon 04321/905300

Fax 04321/905396

Internet: www.rsheg.de

www.angler-rind.de

Bankverbindung: VR Bank Flensburg-Schleswig

(BLZ 216.617.19), Kto.-Nr. 417 220

Rind im Bild“ wird herausgegeben von:

Der RSH eG mit folgenden Abteilungen:

Matthias Leisen

Abt. Besamung/Vermarktung/Herdbuch

Telefon 04321/905351

Dr. Heiner Kahle

Abt. Schwarzbunte Schleswig-Holsteiner

Telefon 04321/905301

Günter Koch

Abt. Rotbunte Schleswig-Holsteiner

Telefon 04321/905303

Claus-Peter Tordsen

Abt. Angler

Telefon 04641/933221

Claus Henningsen

Abt. Fleischrinder

Telefon 04321/905305

Landeskontrollverband Schleswig-Holstein e. V. ,

Gerd Schulz

Steenbeker Weg 151 · D-24106 Kiel

Telefon 0431/339870

Fax 0431/3398713

E-Mail: info@lkv-sh.de

Redakt. Schriftleitung:

Susanne Derner

Rendsburger Str. 178

D-24537 Neumünster

Erscheinungsweise: Viermal im Jahr

Auflage 9.000 Exemplare

Anzeigenverwaltung: „Rind im Bild

Rendsburger Str. 178

D-24537 Neumünster

Telefon 04321/905300

Fax 04321/905396

Preisliste Nr. 9 vom 01. September 2001

Anzeigenschluss Nr. 1 am 15. Januar,

Nr. 2 am 15. April,

Nr. 3 am 15. August,

Nr. 4 am 15. November

Satz und Layout: bdrops GmbH Werbeagentur

Werftbahnstr. 8 · D-24143 Kiel

Telefon 0431/70 28 170 · Fax 0431/70 28 171

E-mail: info@bdrops.de

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Am Kiel-Kanal 2 · D-24106 Kiel

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und fotomechanische

Wiedergabe – auch auszugsweise – nur mit Genehmigung

des Verlages gestattet.


Top-Thema

Voller Erfolg der „Auktion am Abend“

Besucherrekord in der Holstenhalle

Die Rinderzucht Schleswig-Holstein eG

führte ihre Auktion am 13. Januar 2011

erstmalig als Abendveranstaltung durch.

Die überfüllte Auktionshalle und das große

Angebot an Verkaufstieren bestätigen die

RSH eG, den Auktionsstandort Neumünster

attraktiver zu gestalten. Es konnten neue

Beschicker gewonnen werden und auch auf

der Käuferseite waren überregionale Händler

erstmalig in der Holstenhalle vertreten.

Umfangreiches Programm als Ergänzung

Die RSH eG hatte drei Nachzuchten ausgestellt. Mit

großer Spannung wurde die Töchtergruppe des neuen

schwarzbunten Top-Vererbers „Brigade“ erwartet.

Insgesamt wurden 5 Töchter des Bullen gezeigt, die

alle durch Rahmen und Substanz im Stall beeindrucken

konnten. Glanzpunkt sind die tadellosen, fest

aufgehängten Euter und die korrekten Fundamente.

Auch seine Abstammung mit der Kombination Best x

Durham x Prelude x Bell steht für hohe Leistung, solide

Exterieur- und Funktionalitätsvererbung. Brigade

wird als Bullenvater eingesetzt und sein Sperma wird

auch gesext angeboten.

Die Töchter des rotbunten Vererbers „Jordarin“

(Züchter: Reimers GbR, Westerhorn), hatten alle

dreimal gekalbt und zeigten sich als leistungsbereite,

noch sehr jugendliche Wirtschaftskühe. Die 5

ausgestellten Töchter imponierten vor allem durch

ihre sehr hoch und fest angesetzten Euter mit idealer

Strichplatzierung. Gezogen ist der Bulle aus einer exterieurstarken

Kuhfamilie, bei der hohe Inhaltsstoffe

fest verankert sind.

Die Angler-Abteilung zeigte Töchter des neuen

Vererbers „Haithabu“ (Züchter: Friedrich Fuschera-

Petersen, Fahrdorf). Die fünf ausgestellten Färsen

Insa v. Jordarin, Besitzer: Reimers GbR, Westerhorn - Die 5 ausgestellten Jordarin-Töchter imponierten vor allem durch ihre sehr hoch und

fest angesetzten Euter mit idealer Strichplatzierung Foto: Arkink

Kori v. Brigade, Besitzer: Jacobsen/Nehls GbR, Mielkendorf - Glanzpunkt der Brigade-Töchter sind die tadellosen, fest aufgehängten Euter

und die korrekten Fundamente Foto: Geverink

spiegelten ihr ausgeglichenes Linearprofil wider.

Überzeugen konnten sie mit viel Rahmen und sehr

parallel gestellten Fundamenten bei guter Knochenqualität.

Haitabu ist der erste deutsche R Ascona-

Sohn und geht mütterlicherseits auf die bekannte

Zion-Tochter Canada EX90 zurück.

Gute Qualitäten im Angebot

Das umfangreiche Angebot der Januar-Auktion wurde

dank guter Qualität und guter Nachfrage recht

flott verkauft.

Bis auf einzelne, nicht marktgerechte Rinder, wurden

alle Färsen, Jungrinder und Kälber zugeschlagen. Die

Zuschlagpreise zogen weiter an und übertrafen das

Niveau der Vorauktionen. Der Bullenmarkt wurde

nicht ganz geräumt. Die Käufer boten sehr qualitätsbewusst

und waren durchaus bereit, für gute Vatertiere

entsprechende Preise zu zahlen. Kompromisse

werden beim Bullenkauf immer weniger gemacht.

Abstammung und Leistung der gekörten Bullen müssen

überdurchschnittlich sein. Die Zuschlagpreise zogen

auch hier deutlich an.

In der Schwarzbuntabteilung erzielten die abgekalbten

Färsen 1573,-Euro im Mittel. Teuerste

Färse des Abends mit einem Zuschlagspreis von

2.800,- Euro war die Katalog-Nr. 141, „Lenni“, eine

elegante, schicke Malvoy-Tochter mit tadellosem Abstammungspapier

von der Reimers GbR in Westerhorn.

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6

Mit einem Zuschlagspreis von 2.400,- Euro konnte

die Katalog-Nr. 123, „Lessi“, eine große, korrekte

Vachim-Tochter mit sehr gutem Euter aus der Zucht

von Udo Schramm, Dammsdorf, den Besitzer wechseln.

Die schwarzbunten gekörten Bullen erreichten im

Durchschnitt 1.670,- Euro. Teuerster Bulle mit einem

Zuschlag bei 2.800,- Euro war Katalog-Nr.58, „OFH

Mireko“, ein gut entwickelter Jeeves-Sohn mit sehr

gutem Pedigree, welches kaum Wünsche offen ließ.

Züchter von „OFH Mirello“ ist Hans Andresen in

Böklund.

Die zwei angebotenen schwarzbunten Kühe wurden

für 1.475,- Euro im Durchschnitt zugeschlagen. Von

den 19 aufgetriebenen Jungrindern und Kuhkälbern

wurden 18 für 423,- Euro im Mittel verkauft. Teuerstes

Kuhkalb mit einem Zuschlagspreis von 550,-

Euro war Katalog-Nr. 187, „Nancy“, eine schicke,

typstarke Sascha-Tochter von der Thies/Gröhn GbR,

Stuvenborn.

In der Rotbuntabteilung wurden die Färsen für

1.647,- Euro im Mittel verkauft. Teuerste Färse war

Katalog-Nr. 142, „Leine“, eine elegante, leistungsstarke

Classic PS-Tochter mit tadellosem Euter. Züchter

von Leine ist Kai Dammann, Münsterdorf, der

den Zuschlag bei 2.000,- Euro freigab. Ebenfalls mit

2.000,- Euro wurde die Katalog-Nr. 167, eine tragende,

elegante Färse aus der Zucht von Sven und

Uwe Thies aus Wankendorf zugeschlagen.

Die rotbunten gekörten Bullen ergaben im Durchschnitt

1.675,- Euro. Teuerster Bulle war Katalog-Nr.

16, „Merino“, ein korrekter, typstarker und dunkelroter

Elayo-Enkel von Ferdinand-Werner Kamps, Cuxhaven.

Die vier angebotenen rotbunten Kuhkälber

erboten 462,- Euro im Mittel. Teuerstes Kuhkalb mit

550,- Euro Zuschlag war Kat.-Nr. 188, „Nora“, eine

sehr gute Aval-Tochter von Ernst und Hilde Wachs,

Beidenfleth.

Die zwei angebotenen Angler, eine Färse und eine

Kuh, wurden für 1.300,- bzw. 1.600,-Euro verkauft.

Flotter Marktverlauf bei der Rasse Limousin

Vier Fleischrinderbullen der Rassen Charolais und

Limousin wurden aufgetrieben. Die typvollen Cha-

Der teuerste Bulle der Auktion: 2.800,- € für Katalog-Nr. 58 von Hans Andresen, Böklund Foto: Thomsen

// Rind im Bild 1/2011

// Top-Thema

Kentucky v. Haithabu, Besitzer: F. Fuschera-Petersen, Fahrdorf – Die Haithabu-Töchter konnten mit viel Rahmen und sehr parallel gestellten

Fundamenten bei guter Knochenqualität überzeugen Foto: Geverink

rolais-Bullen von Petra Lützen, Sankelmark, zeigten

sich bestens im Rassetyp, erhielten jedoch keinen

Zuschlag.

Die jungen Bullen stammen beide vom hornlosen

Theo ab und brachten über 460 kg auf die Waage.

Bei der Rasse Limousin war der Marktverlauf deutlich

flotter. Den Höchstpreis mit 1.900,- Euro erzielte

der gut bemuskelte, genetisch hornlose „Rembrandt

P vom Blutbuchenhof“ aus der Zuchtstätte von Dr.

Karen Volkers, Scheppern. Der rahmige Bulle mit bester

Abstammung überzeugte durch seine Harmonie

und dem tadellosen Skelett. Der zweite Limousinbulle,

aus der Zucht von Thomas Henningsen, Weseby,

hatte ebenfalls eine hochinteressante Abstammung

(Eldorado x Reval). Der mittelrahmige Bulle zeigte

sich mit 14 Monaten mit viel Ausstrahlung und

Fleischfülle. Für 1.800,-Euro wechselte „Eik vom

Schauedamm“ den Besitzer.

Am Ende der Auktion stand dann auch fest, welche

Käufer eine Bezuschussung Ihres Gebotes bekamen.

So wurde die am teuersten gehandelte Färse und der

am teuersten zugeschlagene Bulle des Abends mit

jeweils 500,- Euro von der RSH eG gefördert. Über

den Zuschuss freuten sich die Käufer der Färse mit

Katalog-Nr. 141, „Leni“ und der Bullenkäufer der

Katalog-Nr. 58, „OFH Mireko“.

Außerdem wurde unter allen aktiven Beschickern

der Abendauktion eine Mini-Kreuzfahrt nach Oslo

für zwei Personen mit der Colorline verlost. Hierzu

gratuliert die RSH eG dem regelmäßigen Auktionsbeschicker

Klaus Tensfeld aus Bordesholm.

G. Koch, R. Böhnke, C. Henningsen

Der voll besetzte Auktionsring Foto: Winder


Voller Auktionsring beim Verkauf

Voll besetzter Rang

E. Wachs mit Kalb

Immer mit dabei: Oskar Thomsen, Sankelmark, mit

seinen ruhigen Charolais

// Top-Thema

Bruno Dohrendorf – Unser bewährter Auktionator

Vorbereitung der Bullen

Gedränge auf den Gängen

Rembrandt P vom Blutbuchenhof, teuerster Limousinbulle der Auktion,

Züchterin: Dr. Karen Volkers, Scheppern

Impressionen

Verlosung

Brigade-Nachzucht

Gedränge auf den Gängen

Fotos: Danger, Tordsen, Winder, Thomsen

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8

// Rind im Bild 1/2011

// RSH eG

Rinderzucht Schleswig-Holstein eG wird

Gesellschafter der CRI Vertriebs GmbH

Seit dem 01. Januar 2011 ist die Rinderzucht

Schleswig-Holstein eG Gesellschafter an der CRI

Vertriebs GmbH, Münster, mit einem Anteil von

22,5%. Einen gleich großen Anteil hält – ebenfalls

seit dem 01. Januar 2011 – die Rinderzucht Mecklenburg

Vorpommern GmbH.

Die CRI Vertriebs GmbH vertreibt im Auftrag der

CRI Europe - einer Tochter der US-Amerikanischen

Genossenschaft CRI - Sperma aus der CRI-Zucht im

deutschsprachigem Raum, Deutschland, Österreich,

Schweiz und Luxemburg.

CRI USA ist eine der weltweit größten Agrargenossenschaften

und zählt, mit einem weltweiten

Vertriebsnetz, zu den Marktführern im Bereich der

Rinderzucht und Rinderbesamung. Jährlich werden

ca. 300 genomisch geprüfte Jungbullen neu auf

die Stationen gebracht. Das CRI-Zuchtprogramm

ist weltweit anerkannt und steht für Leistung und

Funktionalität.

CRI Vertriebs GmbH wird geführt von Hubertus

Wasmer, einem ehemaligen Mitarbeiter der GGI

GmbH, dem es gelungen ist, auch ohne aggressives

Auftreten am Markt, den Umsatz – und Gewinn –

des Unternehmens in den vergangenen 5 Jahren

deutlich zu steigern.

Spermavertrieb Nord GmbH

Seit 01.09.2009 bietet die RSHeG - über die

Tochter SVN - die Möglichkeit, Sperma von RSH-

Austauschvererbern als Privatsperma vorzukaufen.

Diese Privatspermalieferungen werden sofort berechnet

und sind nach Erhalt der Lieferung fällig.

Zu beachten ist, dass - beim Verzicht auf Vorkauf in

Form von Privatsperma - der Landwirt keine längerfristige

Festlegung seiner Bullenauswahl trifft, keine

Lagerhaltung betreiben muss und keine Vorfinanzierung

leisten muss, vielmehr werden Spermaportionen

nach Verbrauch abgerechnet. Preisvorteile auf

Grund von Sonderaktionen - wie Bulle des Monats

- können dabei vom Mitglied voll genutzt werden.

Es gilt für den Landwirt, abzuwägen, welches Einkaufsverhalten

aus seiner Sicht am günstigsten ist!

Erfolgreiche Bullenmutter der RSH eG ist die Toystory-Tochter Ustory von der Jensen & Ottzen Agrar GbR, Sieverstedt Foto: Arkink

Mit der Beteiligung an der CRI Vertriebs GmbH

sichern sich RMV und RSH langfristig den Zugang

zu Bullen einer der größten amerikanischen Besamungsstation

mit zur Zeit international erfolgreichen

Vererbern wie z. B. dem auch in Schleswig-

Holstein stark eingesetzten Bullen Toystory.

Der Kontakt und die Zusammenarbeit in CRI bietet

viele Möglichkeiten und Chancen, neben dem

züchterischen Bereich auch die Serviceleistungen zu

optimieren und zu erweitern.

J. Ahlert

SVN – Spermavertrieb Nord GmbH

Ihr Ansprechpartner für Privatspermabezug von RSH- und Austauschvererbern.

Sprechen Sie uns an, unsere Mitarbeiter besuchen Sie gerne und unterbreiten Ihnen ein für

Ihren Betrieb zugeschnittenes attraktives Spermaangebot!

• Privatsperma-Rechnungen sind sofort fällig!

• Auf Rabattbullen der RSHeG können keine weiteren Vergünstigungen eingeräumt werden!

Ihre Ansprechpartner:

Raum nördliches Schleswig-Holstein Karsten Winder

Tel: 04321 – 905 359

Mobil: 0171 – 56 28 736

Raum südliches Schleswig-Holstein Peter Rohwer

Tel: 04321 – 905 343

Mobil: 0160 – 70 80 640


Bullen des Monats

Schwarzbunt

CALYSTO 566609

RZM: 126 RZE: 123 RZS: 96 RZN: 93 RZR: 99 RZG: 122 statt 20,–

Rotbunt

KEEL 597186

RZM: 114 RZE: 135 RZS: 103 RZN: 101 RZR: 85 RZG: 118 statt 18,–

Angler

HEXER 598084

RZM: 118 RZE: 119 RZS: 98 RZN: 101 RZR: 101 RZG: 119 statt 20,–

Rotbunt DN

OWEN 597181

RZM: 112 RZE: 120 RZS: 107 RZN: 101 RZR: 103 RZG: 118 statt 20,–

Die Preise gelten sowohl für Privatspermabestellungen als auch für alle im Monat März

2011 durchgeführten Dienstleistungsbesamungen durch Vertragstierärzte und Tierzuchttechniker

der RSH eG mit o.g. Bullen!

nur 14,– EUR

nur 12,– EUR

nur 14,– EUR

nur 14,– EUR

Spezial

vom 1. März bis 31. März 2011 bieten

wir Ihnen diese Bullen mit Rabatt an.

// Rind im Bild 1/2011 9

Rinderzucht Schleswig-Holstein eG | Rendsburger Straße 178 | D-24537 Neumünster | Tel. +49 (0)4321 / 905-300 | Fax +49 (0)4321 / 905-395 & -396 | E-Mail rsheG@rsheG.de


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// Rind im Bild 1/2011

// RSH eG

Ein starker Auftritt für RSH im internationalen

Geschäft: GGI - German Genetics International

Es sind schon 30 Grad an diesem Januar Morgen im

australischen Tatura im Bundesstaat Victoria. Für den

GGI Vertreter/ Partner in Australien, Geoff Wood und

Hans-Josef Gehlenborg, den Exportleiter von GGI, ist

der Dauerregen in Australien nicht das einzige Thema

an diesem Morgen: Für große Milchviehherden werden

ideale Bullen aus Deutschland ausgesucht und

Verträge über die Lieferung geschlossen. Dabei ist der

direkte Kontakt wichtig, sagt H.-J. Gehlenborg, klärt er

doch alle Fragen direkt vor Ort und bringt viele neue

Erkenntnisse über die Entwicklungen im Abnehmerland.

Geoff Wood berichtete beispielsweise über die

große Zufriedenheit der Viehzüchter mit den Juote-

Töchtern, die jetzt in den Herden ihre Arbeit tun. So

oder so ähnlich trägt es sich in über 70 Ländern dieser

Erde zu, wenn es um GGI und Milchviehzucht geht.

Gegründet wurde die GGI am 10. Mai 1990 von westdeutschen

Zucht- und Besamungsorganisationen, um

Genetik „Made in Germany“ gemeinsam ins Ausland

zu vermarkten. Zu den Gründungsorganisationen

zählten damals auch die Zucht- und Besamungsorga-

Juote Töchtergruppe DHV-Schau 2006

GGI Gemeinschaftsstand auf der Eurotier 2010 in Hannover

nisation Schleswig-Holstein als Vorläuferorganisation

der RSH eG. In den Jahren 1995 bis 1998 schlossen

sich Organisationen aus den neuen Bundesländern

an und bildeten das Potential, das GGI heute so einzigartig

macht.

In 20 Jahren ist GGI im internationalen Handel mit

Spitzengenetik aus Deutschland ein fester Begriff geworden.

GGI vertreibt Sperma in einzelnen Ländern

auf unterschiedlichen, den strukturellen und admini-

strativen Vorgaben angepassten Distributionswegen.

Die Spermavermarktung erfolgt in erster Linie über

die Vermarktung durch Besamungsstationen in den

jeweiligen Ländern. Alternativ erfolgt der Verkauf

auch über Agenten, die das Sperma exklusiv für die

GGI vertreiben oder auch für andere Spermaorganisationen

als Vertreter tätig sind. In einigen Ländern

gibt es eng mit der GGI assoziierte eigenständige

Unternehmen wie GGI Holland, GGI Italien oder GGI

Frankreich. Auch über offizielle Ausschreibungen von

Partnerorganisation in Pakistan Besuchergruppe zu Gast in Deutschland Foto: GGI


Ministerien in GGI-Zielländern exportiert GGI Sperma

ins Ausland.

Aber nicht nur bei der Vermarktung von Bullensperma

ist GGI gefragt, sondern auch wenn es um den Aufbau

einer geregelten Milchviehwirtschaft in Schwellenländern

geht. Dazu zählt die bilaterale Abstimmung

Foto: GGI

von Rahmenbedingungen wie Veterinärabkommen

in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für

Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

(BMELV) oder auch Zollregularien. GGI wirbt kontinuierlich

im Ausland für die deutsche Rinderzucht und

// RSH eG

ist auf vielen internationalen Messen und Veranstaltungen

vertreten – zuletzt auf der Europaschau in

Cremona, Italien. Ein wichtiges Ziel ist es dabei, die

außerordentlich solide und flächendeckend erhobene

Datenbasis der Milchkontrolle in Deutschland und die

höchstentwickelte Zuchtwertschätzung, die weltweit

ihresgleichen sucht, international bekannt zu machen.

Als der Repräsentant neun führender deutscher

Rinderzuchtverbände, darunter auch die Rinderzucht

Schleswig Holstein eG, genießt GGI einen exzellenten

Ruf auf nationaler und internationaler Ebene. GGI

vereint die Erfahrung der mehr als 1.000 Mitarbeiter

seiner Mitgliedsorganisationen mit dem Expertenwissen

landwirtschaftlicher Hochschulen und

Forschungseinrichtungen und macht diese weltweit

für seine Kunden verfügbar. Züchter auf der ganzen

Welt haben durch GGI einen zentralen Zugang zur

gesamten Bandbreite deutscher Rindergenetik, um

individuelle Zuchtziele zu realisieren.

Durch die Bandbreite in der Ausrichtung der Zuchtprogramme

seiner Mitglieder, kann die GGI mit einem

weitgestreuten Angebot den sehr unterschiedlichen

Anforderungen der einzelnen Abnehmerländer gerecht

werden. Die GGI vermarktet dabei neben deutschen

Spitzenbullen auch eine Vielzahl von weiteren

interessanten Vererbern, welche hier nicht in der Topliste

zu finden sind, die aber perfekt in das Zuchtprofil

anderer Länder passen. Interessierte Züchter aus dem

Ausland erhalten durch organisierte Nachzuchtbesichtigungen,

Studienreisen mit verschiedenen Themenschwerpunkten

und einem Rahmenprogramm zu

den wichtigen Schauen und Messen die Möglichkeit,

sich direkt in Deutschland über das aktuelle Zuchtgeschehen

zu informieren. Der eine oder andere Leser

von „Rind im Bild“ hat vielleicht schon GGI Mitarbeiter

und Kunden auf dem eigenen Hof zu einer Besichtigung

von Nachzuchten begrüßt.

Auch auf nationaler Ebene ist die GGI aktiv. Auf der

EuroTier in Hannover richtet GGI auf 500 Quadratmetern

Fläche einen Gemeinschaftsstand aus, auf

dem sich GGI mit seinen Mitgliedsverbänden dem

nationalen und internationalen Publikum präsentiert.

Acht Holstein, zwei Red Holstein-Gruppen sowie eine

Angler-Gruppe mit je drei Tieren wurden 2010 dem

Publikum vorgeführt. Eine Vorstellung der Töchtergruppen

auf der Bühne des „TopTierTreff „ der EuroTier

vermittelte den Besuchern täglich detaillierte

Informationen über die Nachzuchtgruppen und deren

besondere Qualitäten. Auch in vielen nationalen Gremien

und Ausschüssen ist die GGI vertreten und kann

so die Erfahrungen aus der internationalen Arbeit in

wichtige Entscheidungsprozesse in der deutschen

Rinderzucht einfließen lassen. In enger Zusammenarbeit

mit den GGI-Mitgliedsverbänden wurde von

GGI eine gemeinsame Bilder- und Bullendatenbank

aufgebaut, die einen unkomplizierten Austausch von

Informationen zwischen den Organisationen gewährleistet

und dazu beiträgt, dass die regionalen

deutschen Zuchtverbände im Ausland durch GGI als

Einheit präsentiert werden können. Diese wohlorganisierten

Strukturen versetzen GGI in die Lage, schnell

und flexibel auf sich ändernde Anforderungen zu

reagieren und die deutsche Rinderzucht optimal zu

vermarkten.

Letztendlich schafft GGI auch Möglichkeiten,

Knowhow über Ländergrenzen hinweg zu vereinigen.

Mit Hilfe des vit in Verden und internationalen Partnern

konnte zum Beispiel das Projekt des Globalen

Anpaarungsplaners (GLOBAP) realisiert werden, mit

dem mobil, online und in Realzeit mögliche Anpaarungen

auf Kühe anhand der deutschen Zuchtwerte

beurteilt werden können. GGI ist stolz darauf, gemeinsam

mit und für deutsche Züchter, Rinderzuchtverbände

und wissenschaftliche Einrichtungen die

Früchte der Rinderzucht aus Deutschland auf dem

Weltmarkt vertreten zu dürfen und wird auch in Zukunft

gemäß eigenem Anspruch alles dafür tun, dass

die Deutsche Rinderzucht ihre Top-Stellung in der

Welt ausbauen kann.

RSH eG

GGI Messestand auf der Europaschau in Cremona, Italien Foto: GGI

// Rind im Bild 1/2011 11


12

Die 73. Hauptversammlung des Landeskontrollverbandes

Schleswig-Holstein e. V. (LKV) fand

am 9. Dezember 2010 im Hotel „Conventgarten“

in Rendsburg statt. Auf dieser Veranstaltung zog

der Vorsitzende Eckhard Marxen im Beisein zahlreicher

Repräsentanten des Landwirtschaftsministeriums,

der Landwirtschaftskammer, des Bauernverbandes,

der Rinderzucht Schleswig-Holstein

eG, der Wissenschaft sowie der Molkereiwirtschaft

und weiterer mit dem LKV zusammenarbeitenden

Organisationen ein positives Fazit über die Arbeit

im abgelaufenen Jahr. Ein Höhepunkt des Verbandes

in der Außendarstellung war die Durchführung

der Frühjahrstagung des Deutschen Verbandes

für Leistungs- und Qualitätsprüfungen e.

V. am 3. und 4. Mai 2010 in Schleswig. Durch den

erforderlichen Anstieg beim Milchpreis in den vergangenen

Monaten hat sich die Stimmung unter

den Milcherzeugern wieder verbessert. Durch die

Angleichung der Prämien für die Acker- und die

Grünlandflächen mit Einbußen für die Milcherzeuger

sowie durch die gestiegenen Kraftfutterpreise

drohen jedoch neue Schwierigkeiten. Das Wetterrisiko

sei dagegen nicht neu und ungünstige Verhältnisse

wie im letzten Jahr gehörten auch zur

Landwirtschaft.

Geschäftsbericht

Über die Arbeit des LKV im abgelaufenen Jahr berichtete

der Geschäftsführer Gerd Schulz. Besonders

hob er die intensive und stetig wachsende

Zusammenarbeit der Landeskontrollverbände in

// Rind im Bild 1/2011

// LKV

73. Hauptversammlung des Landeskontrollverbandes

Schleswig-Holstein e. V.

Mit großem Interesse verfolgten die Delegierten den Verlauf der Hauptversammlung

dem vor zwei Jahren gegründeten gemeinsamen

Bundesverband, dem Deutschen Verband für Leistungs-

und Qualitätsprüfungen e. V. (DLQ), hervor.

Der DLQ trägt auch gegenüber dem Internationalen

Komitee für Leistungsprüfungen in der Tierproduktion

(ICAR) die Verantwortung dafür, dass die

Milchleistungsprüfung (MLP) in Deutschland nach

international und bundesweit einheitlichen Richtlinien

durchgeführt wird. Zur Bestätigung dafür

hat er auch den LKV Schleswig-Holstein auditiert

und ihm eine richtlinienkonforme Arbeit bescheinigt.

Im Labor wurden zwei neue Untersuchungsgeräte

vom Typ MilcoScan FT+ installiert und damit zwei

ältere Geräte abgelöst. Die neuen Geräte ermöglichen

die Analyse zusätzlicher Milchbestandteile,

Der LKV-Vorsitzende Eckhard Marxen (v. li.) mit dem wieder zu seinem Stellvertreter gewählten Lorenz Christian Carstensen, und dem als

Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes ebenfalls im Amt bestätigten Cord Riechmann

z. B. des Gehalts an gesättigten und ungesättigten

Fettsäuren sowie den Gehalt an freien Fettsäuren.

Die Kenntnis dieser Parameter kann für die Molkereiwirtschaft

hilfreich bei einer optimalen Verwertung

der Milch sein. Die Zahl der zu untersuchenden

Proben hat sich gegenüber dem Vorjahr nur

unwesentlich verändert. Sie verringerte sich in der

Sparte Milchgüteprüfung durch den Rückgang bei

den Milchlieferanten um 2,5 % und bei den MLP-

Proben um 0,5 %.

Neben den vielfältigen Routinearbeiten lag ein

Schwerpunkt in der Abteilung Datenverarbeitung

bei der Umstellung auf ein modernes Datenbanksystem

mit von der Rinderdatenverbund

(RDV) EDV-Entwicklungs- und Vertriebs GmbH

entwickelten Programmen. Mit den Partnern in

diesem Verbund, den LKVs Bayern und Baden-

Württemberg sowie der ZuchtData EDV-Dienstleistung

(Wien), gab es im abgelaufenen Jahr eine

hervorragende Zusammenarbeit mit einem regen

Erfahrungsaustausch.

Die Arbeit in der Abteilung Tierkennzeichnung war

geprägt von der Einführung von neuen Ohrmarken,

mit denen bei der Kennzeichnung des Kalbes

automatisch eine Gewebeprobe gezogen und

dann im Landeslabor Schleswig-Holstein auf BVD-

Erreger untersucht wird. Die Beschaffung der neuen

Ohrmarken war nicht unproblematisch, da nach

der Ausschreibung des Auftrags und der Erteilung

des Zuschlags eine Anfechtung durch einen unterlegenen

Anbieter erfolgte. Die Anfechtung wurde

in einem Nachprüfverfahren der Vergabekammer

Schleswig-Holstein zwar abgelehnt, verursachte

jedoch zusätzliche Arbeit und eine Verzögerung

bei der Beschaffung.


Wahlen

Bei den Wahlen wurde Lorenz Christian Carstensen,

Rantrum, als stellvertretender Vorsitzender

von den Delegierten im Amt bestätigt. In den

geschäftsführenden Vorstand wiedergewählt wurden

ebenso Eckhard Marxen, Niendamm, sowie

Cord Riechmann, Munkbrarup. Im Schiedsgericht

des Verbandes wurden Jürgen Kühl, Heinkenborstel,

und Martin Berling, Fitzen, wiedergewählt.

Neu in das LKV-Schiedsgericht wurden Michael

Lausen, Harrislee, und Thorsten Ahrens, Grömitz,

gewählt.

Vortrag

Zum Abschluss der Veranstaltung referierte der

Geschäftsführer des Landeskontrollverbandes Weser-Ems

e. V., Dr. Ernst Bohlsen, über eine „Neue

Methode zur Bestimmung von Mastitiserregern –

Ein weiteres Dienstleistungsangebot des LKV – “.

Die Eutererkrankungen verursachen erhebliche

Schäden in der Milchviehhaltung. Nach Berechnungen

der Landwirtschaftskammer Schleswig-

Holstein beträgt der jährliche Verlust bei einer

klinischen Mastitis 472 Euro/Kuh im Jahr. Es gibt

viele Bestrebungen, die Verluste zu verringern. Ein

erster Schritt zur Behandlung einer Mastitis ist immer,

den Erreger festzustellen. Dazu gibt es seit

// LKV

kurzem ein neues Mastitis-Analyseverfahren von

einem finnischen Hersteller, das beim LKV Weser-

Ems schon routinemäßig angewendet wird. Während

bei den bisher üblichen Verfahren das Untersuchungsergebnis

erst nach zwei bis drei Tagen

vorliegt, ist der Erreger bei dem neuen Verfahren

bereits nach vier bis fünf Stunden identifiziert. Bei

dem herkömmlichen Verfahren werden die Mastitiserreger

auf Nährböden gezüchtet und dann

mikroskopiert. Bei dem neuen Schnelltest wird dagegen

durch einen PCR-Test (Polymerase-Ketten-

Reaktion) geprüft, ob sich DNA, also Erbgut, von

Mastitiserregern in der Probe befindet. Mit dem

neuen Mastitis-Schnelltest können deshalb auch

Erreger bei bereits behandelten Kühen nachgewiesen

werden.

Das neue Verfahren soll in enger Zusammenarbeit

mit den auf den Betrieben tätigen Tierärzten

durchgeführt werden, da die Interpretation und

Umsetzung der Befunde hohe Fachkenntnisse

erfordern. Da in Verbindung mit dem Mastitis-

Schnelltest eine Anfertigung eines Antibiogramms

nicht möglich ist, hat die Erfahrung eines Tierarztes

bei der Behandlung der erkrankten Kuh

eine große Bedeutung. Ganz wichtig ist auch eine

saubere Probenziehung. Da der Test sehr sensibel

Kreiskontrollvereinsversammlungen

gut besucht

Die 14 Kreiskontrollvereinsversammlungen in

Schleswig-Holstein und Hamburg waren auch in

diesem Jahr wieder gut besucht. In den Kreisvereinen

Flensburg, Schleswig, Dithmarschen und

Segeberg standen die jeweiligen Vorsitzenden zur

Wahl. Die bisherigen Vorsitzenden Cord Riechmann,

Ingwer Jensen, Wilhelm Hollmann und

Klaus Hauschildt standen für eine Wiederwahl zur

Verfügung und wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Zum 6. Mal verlieh der LKV das Gütesiegel für

Die im Kreiskontrollverein Flensburg ausgezeichneten Mitglieder

nach der Übergabe der Stallplaketten und Urkunden

hervorragende Milchqualität, Milchleistung und

Tiergesundheit an Mitgliedsbetriebe mit herausragender

Produktionstechnik. 89 Mitgliedsbetriebe

(2,5 %) wurden in diesem Jahre ausgezeichnet,

darunter 57 Betriebe mit Schwarzbunten-Kühen,

17 mit Rotbunten RH-Kühen, 10 mit Rotbunten

DN-Kühen und 5 mit Kühen der Rasse Angler. Die

jeweiligen Vorsitzenden der Kreiskontrollvereine

sowie der Landesvorsitzende Eckhard Marxen, Niendamm,

bzw. das Geschäftsführende Vorstands-

Anerkennung für herausragende Leistungen bei der Produktionstechnik

für Mitglieder im Kreiskontrollverein Segeberg

ist, werden auch Verunreinigungen durch Umweltkeime

festgestellt und können unter Umständen

zu unsicheren Ergebnissen führen.

Abschließend wies Dr. Bohlsen darauf hin, dass

die wichtigsten Maßnahmen zur Bekämpfung der

Mastitis immer vorbeugende Maßnahmen sein

müssen. Eine gute Prophylaxe ist besser als jede

Therapie!

Der Referent Dr. Ernst Bohlsen, Geschäftsführer des LKV Weser-

Ems, stellte in seinem Vortrag ein neues Verfahren zur Diagnose

von Mastitis-Erregern vor

mitglied Thomas Rübcke, Hof Kamp, überreichten

den ausgezeichneten LKV-Mitgliedsbetrieben

jeweils eine Urkunde und eine Stallplakette. Die

im Anschluss an die Auszeichnungen gehaltenen

Fachvorträge von Referenten der Fachhochschule,

der Landwirtschaftskammer, der Beruflichen Schule

Bad Segeberg sowie von einem praktizierenden

Tierarzt, fanden reges Interesse und lösten interessante

Diskussionen aus.

Auszeichnung für Mitglieder auch im Kreiskontrollverein Hamburg

für überdurchschnittliche Leistungen bei der Produktionstechnik

// Rind im Bild 1/2011 13


14

// Rind im Bild 1/2011

// LKV

Ergebnisse der Milchleistungsprüfung

in Mecklenburg-Vorpommern

Der Landeskontrollverband für Leistungs- und

Qualitätsprüfung in Mecklenburg-Vorpommern

e. V., Güstrow, weist für das vergangene Prüfjahr

668 Mitgliedsbetriebe mit einer durchschnittlichen

Herdengröße von 252 Kühen aus. Es wurden

166.369 (A+B)-Kühe geprüft. Die Zahl hat

sich gegenüber dem Vorjahr um 3,0 % verringert.

BVDV-Nachbeprobung mit „grünen Ohrmarken“

Im Rahmen der Bekämpfung des BVDV-Virus wird

zur Beprobung der Rinder zum überwiegenden Teil

die Ohrmarke mit gleichzeitiger Gewebeentnahme

eingesetzt. Trotz sorgfältiger Handhabung kommt

es dabei vereinzelt zu leeren Probengefäßen oder

vom Labor nicht untersuchbaren oder auswert-

baren Proben. Seit Anfang dieses Jahres besteht

die Nachfrage, die bereits mit „normalen“ Ohrmarken

gekennzeichneten Rinder mittels Gewebeproben

auf das BVDV-Virus zu untersuchen, wenn diese

in einem Alter von unter 60 Tagen den Bestand

verlassen sollen und noch keine Untersuchung über

Blutproben möglich ist. Zur Nachbeprobung dieser

Rinder hält die LKD seit Ende des Jahres 2010 grüne

Nachbeprobungsohrmarken vor. In Abstimmung

mit dem Landeslabor Neumünster (LSH) wurde für

diese Fälle folgende Vorgehensweise vereinbart:

Nachbeprobung bei im Betrieb festgestellten

leeren Probengefäßen

Für den Fall, dass im Betrieb ein leeres oder nicht

zur Untersuchung verwertbares Probengefäß festgestellt

wird, ist das Rind mit dem Nachbeprobungsset

zu beproben und der dem Nachbeprobungsset

beiliegende Barcode über den Barcode

Rote Ohrmarken für BHV1-Reagenten

Wie bereits mehrfach veröffentlicht, besteht in

Schleswig-Holstein ein großer Nachholbedarf bei

der Bekämpfung der BHV1 (IBR). Am 1. März 2011

tritt hierzu eine neue BHV1-Landesverordnung in

Kraft.

Für die Rinder, bei denen der BHV1-Feldvirus festgestellt

wurde, gelten ab diesem Zeitpunkt einige

Einschränkungen. Unter anderem sind die Rea-

Die geprüften Kühe erbrachten eine Leistung von

8.824 kg Milch mit 4,10 % und 362 kg Fett sowie

3,39 % und 299 kg Eiweiß. Die Milchleistung

verringerte sich um 39 kg Milch je Kuh. Durch

einen Anstieg bei den Milchinhaltsstoffen wurde

dennoch eine Steigerung um 1 Fett+Eiweiß-kg

erreicht.

der Ohrmarke auf den rosaroten Probenbegleitschein

zu kleben. Somit wird sicher gestellt, dass

bei der Untersuchung das Probengefäß aus der

Nachbeprobung der Ohrmarkennummer des Rindes

zugeordnet wird.

Nachbeprobung von beim LSH nicht untersuchbaren

Proben

Im Labor nicht untersuchbare oder auswertbare

Proben werden dem Einsender vom LSH unmittelbar

per Post mitgeteilt. Dieser Mitteilung liegt

ein Formular zur Nachbeprobung bei, auf dem die

betreffende Ohrmarkennummer bereits angegeben

ist. Nach erfolgter Nachbeprobung ist der Barcode

des Nachbeprobungssets auf das Formular zur angegebenen

Ohrmarke zu kleben und das Formular

nebst Probengefäß an das LSH zu senden.

Beprobung der mit „normalen“ Ohrmarken

gekennzeichneten Rinder

Für alle Betriebe, die bei der Erstkennzeichnung der

Rinder keine Gewebeprobe entnommen haben und

noch keine Blutprobe möglich ist, wurde Anfang

dieses Jahres nachfolgende Regelung zur Beprobung

mit dem Nachbeprobungsset vereinbart:

genten unverzüglich mit einer roten Ohrmarke zu

kennzeichnen und so zu halten, dass sie nicht in

Kontakt mit Rindern anderer Bestände kommen. Die

LKD ist vom Land Schleswig-Holstein damit beauftragt

worden, diese Ohrmarken auf Antrag an die

Betriebe auszugeben. Zum Einzug der Ohrmarken

ist die Caisley-Zange oder eine dementsprechend

umgerüstete Ohrmarkenzange zu verwenden.

Die 112.655 (A+B)-Herdbuchkühe (-2,2 %) erreichten

9.130 kg Milch (-70 kg), 4,09 % Fett

(+0,05 %), 3,38 % Eiweiß (±0,00 %) und 682

Fett+Eiweiß-kg (-1 kg). 72 % der MLP-Betriebe

hielten eine Kuhzahl von mindestens 100 Kühen.

In der Größenordnung zwischen 200 und 500 Kühen

lagen 35,6 % der geprüften Herden.

1) Erstellung eines maschinenlesbaren Untersuchungsauftrages

für die zu untersuchenden Rinder

aus HI-Tier. Eine Anleitung hierzu ist auf den Internetseiten

des LKV (www.lkv-sh.de) verfügbar.

2) Beprobung der Rinder mit dem Nachbeprobungsset.

Der Barcode des Sets ist auf den maschinenlesbaren

Untersuchungsauftrag neben der

betreffenden Ohrmarke zu kleben.

3) Versand der Proben und des Untersuchungsauftrages

an das LSH.

Da diese Gewebeproben nicht im Routineverfahren

beim LSH untersucht werden können, werden die

entstehenden Mehrkosten dem Betrieb in Rechnung

gestellt.

Diese „Ohrmarke“ dient allein der Gewebeprobenziehung

Ohrmarke zur Kennzeichnung eines Rindes, bei dem der BHV1-

Feldvirus festgestellt wurde


Der Deutsche Holstein Verband e. V., Bonn, hat in

einer Übersicht die Leistungen der Herdbuchkühe

der Rassen Schwarzbunte und Rotbunte Holsteins

veröffentlicht. Die Schwarzbunten Holsteins haben

im Prüfjahr 2010 erstmals eine Durchschnittsleistung

von 9.000 kg Milch überschritten und erreichten

9.008 kg Milch mit 4,09 % und 368 kg Fett so-

// LKV

Die Leistungen der schwarzbunten und rotbunten

Herdbuchkühe in Deutschland und

in Schleswig-Holstein

Tab. 1: Leistungsergebnisse der Herdbuchkühe 2010 (A- und B-Abschluss) nach Verbänden

Verband Betriebe Kuhzahl Milch Fett Eiweiß Fett+Eiweiß

(A+B) kg % kg % kg kg

Schwarzbunte Holsteins

LTR 325 93.885 9.105 4,02 366 3,37 307 673

MAR-ZEH 4.048 274.736 9.038 4,12 372 3,42 309 681

MAR-SRV 552 127.417 9.263 4,04 374 3,40 315 689

OHG 732 34.544 9.719 4,03 392 3,41 331 723

RBB 386 113.325 9.154 4,09 374 3,39 310 684

RBB-DSN1) 16 1.636 7.133 4,21 300 3,52 251 551

RBW 1.160 60.843 8.450 4,11 348 3,36 284 632

RMV 441 121.813 9.204 4,07 375 3,39 312 687

RSA 366 80.025 8.861 4,03 357 3,42 303 660

RSH 939 74.457 9.235 4,14 382 3,39 313 695

RUW 4.339 217.822 8.987 4,10 369 3,40 306 675

SRB 681 28.533 8.701 4,06 354 3,37 293 647

VOST 2.008 130.534 8.699 4,12 358 3,39 295 653

WEU 2.335 127.869 9.050 4,13 374 3,41 309 683

ZBH 1.730 66.061 8.560 4,08 349 3,36 288 637

Sbt. 3) 1.551.864 9.008 4,09 368 3,40 306 674

Rotbunte Holsteins

HR 20 1.492 8.237 4,38 361 3,46 285 646

LTR in Sbt. 2.422 8.239 4,15 342 3,39 279 621

MAR-ZEH in Sbt. 10.924 8.430 4,20 354 3,42 288 642

MAR-SRV in Sbt. 1.591 8.535 4,10 350 3,39 289 639

RBB in Sbt. 1.282 8.330 4,12 343 3,40 283 626

RBW 129 8.963 7.756 4,19 325 3,37 261 586

RMV in Sbt. 1.593 8.135 4,18 340 3,44 280 620

RSA in Sbt. 1.272 8.461 4,12 349 3,43 290 639

RSH 534 23.998 8.409 4,26 358 3,44 289 647

RSH-RDN2) 5.228 7.377 4,35 321 3,50 258 579

RUW in Sbt. 55.861 8.312 4,24 352 3,43 285 637

SRB in Sbt. 2.817 8.307 4,12 342 3,39 282 624

VOSt in Sbt. 5.751 8.064 4,25 343 3,41 275 618

WEU in Sbt. 7.180 8.279 4,23 350 3,43 284 634

ZBH in Sbt. 14.085 7.834 4,20 329 3,36 263 592

Rbt. 3) 139.231 8.245 4,22 348 3,42 282 630

Gesamt 20.741 1.697.959

1) DSN = Deutsches Schwarzbuntes Niederungsrind Quelle: DHV, Bonn

2) RDN = Rotbunt Doppelnutzung

3) DSN und RDN nicht enthalten

wie 3,40 % und 306 kg Eiweiß. Mit einer Leistung

von 9.235 kg Milch liegen die schwarzbunten Herdbuchkühe

in Schleswig-Holstein über dem Bundesdurchschnitt.

Die Leistungen der bundesdeutschen

schwarz- und rotbunten Herdbuchkühe differenziert

nach den einzelnen Zuchtverbänden sind der

Tabelle 1 zu entnehmen. In der Tabelle 2 sind die

entsprechenden schleswig-holsteinischen Ergebnisse

für die einzelnen Kreise aufgeführt. So wie es

bundesweit zwischen den einzelnen Zuchtverbänden

deutliche Leistungsunterschiede gibt, sind auch

zwischen den Kreisen in Schleswig-Holstein Unterschiede

beim Leistungsniveau festzustellen.

Tab 2: Durchschnittsleistung der rotbunten und schwarzbunten Holstein Herdbuchkühe (A+B)

Kreis Kuh- Milch Fett Eiweiß Fett + Eiw.-kg

zahl kg % kg % kg 2010 Diff.zu

2009

Rotbunte RH

Dithmarschen 2578 8160 4,31 352 3,47 283 635 -7

Nordfriesland 1008 8493 4,32 367 3,44 292 659 -11

Schleswig-Flensbg. 1719 8543 4,27 365 3,44 294 659 +13

Rendsburg-Eckernf. 6368 8479 4,25 360 3,42 290 650 +10

Steinburg 7338 8440 4,24 358 3,42 289 647 +13

Plön 472 9200 4,13 380 3,39 312 692 +21

Ostholstein 222 8274 4,29 355 3,41 282 637 ±0

Segeberg 2560 8065 4,29 346 3,45 278 624 +8

Pinneberg 910 8817 4,19 369 3,41 301 670 +10

Stormarn 238 7479 4,36 326 3,4 254 580 -12

Lauenburg 448 8753 4,1 359 3,43 300 659 +16

Hamburg 137 9052 4,2 380 3,48 315 695 +34

Gesamt 23998 8417 4,25 358 3,43 289 647 +8

Diff. zu 2009 -3,10% +92 +0,02 +6 -0,02 +2

Schwarzbunte

Dithmarschen 2506 9263 4,16 385 3,41 316 701 +5

Nordfriesland 12227 9422 4,13 389 3,39 319 708 +3

Schleswig-Flensbg. 13743 9243 4,12 381 3,39 313 694 +5

Rendsburg-Eckernf. 12643 9225 4,14 382 3,39 313 695 +13

Steinburg 2112 8826 4,15 366 3,41 301 667 -1

Plön 7892 9085 4,14 376 3,39 308 684 +15

Ostholstein 5089 9316 4,14 386 3,39 316 702 +21

Segeberg 7612 9132 4,15 379 3,39 310 689 +8

Pinneberg 2092 9579 4,02 385 3,35 321 706 +15

Stormarn 4260 9143 4,19 383 3,4 311 694 +9

Lauenburg 3733 9172 4,12 378 3,38 310 688 +11

Hamburg 548 9228 4,13 381 3,48 321 702 +46

Gesamt 74457 9235 4,14 382 3,39 313 695 +10

Diff. zu 2009 -0,50% +139 +0,02 +7 -0,02 +3

// Rind im Bild 1/2011 15


16

Der LKV

in Kürze

Zum Zeitpunkt der letzten Viehzählung im November

2010 waren in Schleswig-Holstein und

Hamburg 81,8 % aller Milchkühe im Lande der

Milchleistungsprüfung angeschlossen. Die Prüfdichte

erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um

0,8 %-Punkte.

Tab. 1: Leistungsergebnisse am Prüftag nach Monaten

// Rind im Bild 1/2011

// LKV

Durch die Aufgabe der Milchviehhaltung in zahlreichen

Betrieben hat sich der Mitgliederbestand

innerhalb eines Jahres um 4,3 % auf 3.715 Mitglieder

reduziert. Dennoch gab es einen Anstieg bei

der Zahl der geprüften Kühe um 2,4 % auf 310.148

Kühe. Das ist auf den Anstieg der Herdengröße um

5,5 Kühe auf 83,5 Kühe/Betrieb zurückzuführen.

Bei der Leistungsentwicklung hat sich der Aufschwung

aus dem Prüfjahr 2010 nicht fortgesetzt.

Die Milchleistung ist im laufenden Prüfjahr zwar

bisher um 20 kg gestiegen, die Fett- und die Eiweißmenge

blieben jedoch konstant.

Monat Milch Fett Eiweiß Harnstoff Zellzahl

kg ± Vj. % ± Vj. % ± Vj. mg/kg ± Vj. (1.000) ± Vj.

Oktober 2010 25,1 +0,5 4,24 -0,09 3,46 -0,04 242 +33 252 +7

November 24,9 - 0,1 4,31 -0,03 3,45 -0,03 245 +37 253 +2

Dezember 25,1 - 0,6 4,39 +0,06 3,49 +0,03 238 +27 249 -7

Januar 2011 25,8 - 0,2 4,31 -0,05 3,42 -0,04 247 +34 255 +6

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Red Cow Conference

in Frankreich

In regelmäßigen Abständen treffen sich

die Rotviehzüchter auf europäischer sowie

internationaler Ebene, um gemeinsame

Zuchtziele zu erarbeiten.

Die letzte internationale Tagung fand im Jahr

2007 in Schweden statt. Die Milking Shorthorn

Züchter aus Neuseeland hatten für Februar 2010

eingeladen, um ihr Rotvieh zu präsentieren und

die Konferenz auszurichten. Die schwierige Entwicklung

auf dem Milchmarkt führte jedoch dazu,

dass die erhofften Anmeldungen weit hinter den

Erwartungen zurückblieben, somit wurde die Tour

bzw. Konferenz abgesagt.

Die Torpane-Tochter „Walnuss“ erreichte

100.000 Liter Lebensleistung. Die Herde

von Hans Jürgen Felsen konnte auch 2010

die höchste Leistung bei den Anglern nachweisen.

Der Angler Zuchtausschuss ehrt Walnuss

Der Angler Zuchtausschuss traf sich auf dem Hof

von Hans Jürgen Felsen in Böelschuby, hier wurde

die 13,5 Jahre alte Kuh „Walnuss“ für ihre

Lebensleistung von 100.447 kg mit 5,42 % Fett

und 3,84 % Eiweiß geehrt. Die Torpane-Tochter

präsentierte sich bei kaltem Winterwetter auf

glasklarem Fundament und mit einem straff aufgehängten

Euter.

Die rüstige Kuhdame hat im August 2010 ihr

zwölftes Kalb (Kuhkalb von Eukal) zur Welt gebracht.

Ihre sieben Töchter zeichnen sich auch

durch beste Fruchtbarkeit aus, inzwischen stehen

20 weibliche Nachkommen in der Herde.

Ein Dragomir-Sohn sorgt im Jungviehbereich dafür,

dass die Blutlinie noch lange im Betrieb erhalten

bleibt. Die Mutter und Großmutter von „Walnuss“

hatten je acht Kälber und auch ihre Vorfahren,

die sich bis 1968 zurück verfolgen lassen, hatten

überdurchschnittliche Lebensleistungen. Die

Höchstleistung hat „Walnuss“ erst in der achten

Laktation mit knapp 10.000 Liter und hohen Inhaltsstoffen

erbracht.

// Angler

Die nächste internationale Red Cow Conference

(IRCC) findet im Juli 2012 in Frankreich statt. Als

Gastgeber fungieren Coopex für Montbeliarde,

sowie die Organisation der Rasse Normande.Die

Tagung der Rotviehzüchter wird am 12. und 13.

Juli 2012 in Annecy in Frankreich stattfinden.

In der Zeit vom 04. bis 11. Juli findet eine PreTour

für interessierte Züchter statt.

Folgendes Programm ist vorgesehen:

• 4. Juli: Ankunft in Paris

• 5. – 7. Juli: Reise von Paris ins Normande-Gebiet;

hier wird die Rasse Normande anhand von

Betrieben vorgestellt.

Ehrung für Hans Jürgen Felsen

Zur Ehrung der 27. Dauerleistungskuh hatte die

Angler Vorsitzende Christina-Johanna Paulsen-

Schlüter nicht nur ein Hofschild der RSH, sondern

auch eine Plakette mit der Herdenleistung von

2010 mitgebracht.

Die 47 Kühe von Hans Jürgen Felsen leisteten im

abgeschlossenen Kontrolljahr durchschnittlich:

9.822 kg Milch, 4,93 % Fett, 484 kg Fett,

3,61 % Eiweiß, 355 kg Eiweiß und 839 kg

• 8. Juli: Reise in die französische Alpenregion

• 9. – 11. Juli: Vorstellung der Rasse

Montbeliarde anhand von Betrieben,

Besichtigung von Käsereien in den

Bergregionen.

• 11. Juli: Ankunft und Registrierung für

die Konferenz in Annecy.

Weitere Details wie z. B. Kosten von PreTour und

Konferenz (oder einzeln) sind beim Verband Deutscher

Rotviehzüchter (www.angler-rind.de) zu erfahren.

C.-P. Tordsen

Fett u. Eiweiß. Damit wurde die Herdenleistung

von 2009 nochmals um 13 kg Inhaltsstoffe übertrumpft.

Nach Platz vier im Jahr 2008 reichte es

also 2009 und 2010 für den einsamen ersten

Platz.

Der Angler Zuchtausschuss hofft, dass der Betrieb

Felsen auch weiter Werbung für die Leistungsfähigkeit

der Angler macht und gratuliert herzlich.

C.-P. Tordsen

Markus Fuschera-Petersen, Ernst Wilhelm Greggersen und Christina Johanna Paulsen-Schlüter gratulieren Hans Jürgen Felsen zur Dauerleistungskuh

„Walnuss“ und zur besten Angler Herdenleistung Foto: Tordsen

// Rind im Bild 1/2011 17


18

Betriebsreportage:

Claußen GbR, Röst

„Sicherlich, zu verbessern gibt es immer

etwas!“ so der Leitspruch von Martin

und Uwe Claußen. Und genau nach diesem

Motto ging es für einen ganz „normalen“

Milchviehbetrieb an die Leistungsspitze.

Aufgefallen ist der Betrieb am Ortseingang von

Röst in der Dithmarscher Geest durch seine Leistungszahlen

in Kombination mit sehr hohen Inhaltsstoffen,

jährlich ca. 20 vermarkteten Färsen

mit der RSH eG, ca. 1 Mio. kg abgelieferte Milch

und das alles bei 70ha Betriebsfläche, die bis auf

das Häckseln der Silagen in Eigenleistung bewirtschaftet

wird.

Was macht den Erfolg aus? Wie erreicht man in

der heutigen Zeit Betriebswachstum bei gleichzeitig

gutem Einkommen? Einen Weg für stetiges

Wachstum in überschaubaren Schritten geben die

beiden Betriebsleiter der Claußen GbR.

Historie:

Neu gegründet wurde der Betrieb 1953 von den

Eltern des heutigen Betriebsinhabers. Zu diesem

Zeitpunkt bestand der Betrieb nur aus einem

Wohnhaus zu dem nach und nach Stallungen

dazu gebaut wurden. Der erste größere Schritt

kam dann mit der Übergabe des Betriebes auf

Uwe Claußen im Jahr 1982. Er erweiterte den

Betrieb durch den Anbau eines Boxenlaufstalles.

Anbau für Trockensteher, Anfütterung und hochtragende Färsen

// Rind im Bild 1/2011

// Betriebsreportage

Martin und Uwe Claußen vor ihrem neuen Stall

Da sich der Viehbestand von anfänglich 25 Kühen

verdoppelte, wurde überlegt wie man kostengünstig

und auch arbeitswirtschaftlich günstige

Kuhplätze schaffen kann. Es wurden die trockenstehenden

Kühe, die Anfütterungsgruppe und

auch die hochtragenden Färsen aus dem Laufstall

„ausgelagert“. Dieses geschah 2005 in Form einer

Pultdach-Halle, welche seitlich an den Kuhstall

angebaut wurde. Tiefboxen und Außenklima Bedingungen

sorgen für guten Tierkomfort. Auf diese

Weise konnte man zunächst weiter wachsen ohne

große Investitionen getätigt zu haben. Irgendwann

reichte aber auch dieser Platz nicht mehr

aus. Angespornt durch die hohen Milchpreise in

2007 und durch die GbR Gründung mit seinem

Sohn Martin, der 2008 seinen Höla Abschluss

machte, wurde sich dann gemeinsam zur Errichtung

eines neuen Boxenlaufstalls durchgerungen.

Man entschied sich für ein Mehrhäusiges-System

(Zimmermannsystem), welches hinter dem alten

Boxenlaufstall gebaut wurde. Ein Teil des alten

Stalles wurde zu einem Warteraum umgestaltet

um den alten Melkstand weiterhin nutzen zu können.

Die Baukosten konnten so auf einem überschaubaren

Niveau gehalten werden.

Der neue Stall

Der Grundgedanke bei dem Neubau des Stalles

war, den Kuhkomfort auf ein Maximum auszubauen

und gleichzeitig die Arbeitswirtschaft nicht aus

den Augen zu verlieren.

Der Stall wurde nach dem Zimmermann-System

gebaut, d.h. der „Dreireiher“ ist unter einem Dach

und der angrenzende Futtertisch ist ebenfalls


Treibeweg zum „Melkstand“ bzw. alten Kuhstall

Großräumige, flexible Liegeboxen mit reichlich Einstreu – „Hier kann Kuh sich entspannen“

überdacht, jedoch in versetzter Höhe. Mit diesem

Verfahren wird bei relativ niedrigen Deckenhöhen,

eine gute Belüftung in allen Bereichen des Stalles

garantiert.

Bei den Liegeboxen handelt es sich um Tiefboxen,

die mit reichlich Stroh eingestreut werden.

Sohn Martin hatte während seiner Ausbildung mit

Hochboxen Erfahrungen sammeln können und ist

der Meinung, dass eine gut gepflegte Hochbox

mehr Arbeit benötigt als eine Tiefbox. Wichtig sei

es nur das Einstreuen der Tiefboxen zu mechanisieren.

Bei den Claußens wird je nach Bedarf alle

4-5Tage Stroh nachgestreut. Dieses geschieht mit

einem kleinen Schlepper an dem ein alter Siloblockverteiler

angebaut wird. Die Häckselballen

können aufgenommen und dank befahrbarer

Spalten direkt in die Boxen verteilt werden. Das

Einstreuen ist nach 15-20 min erledigt.

// Betriebsreportage

Ein weiterer Bestandteil des Kuhkomforts ist die

Wasserversorgung. Die Tränken sind an gut erreichbaren

Plätzen im Stall aufgestellt, so dass

auch rangniedere Tiere den Gang zur Tränke nicht

scheuen müssen. Auch wurde das Wassersystem

in soweit erneuert, das der Nachlauf von Wasser in

die Tränken zügig geschieht und vor allem frostfrei

gehalten wird. „Im alten Stall waren die Tränken

knapp, und insbesondere der Nachlauf des Wassers

ähnelte dem trinken mit einem Strohhalm“,

so Martin Claußen. Die Tränken werden während

des Einstreuens, also ebenfalls alle 4-5 Tage

gründlich gereinigt.

Der neue Stall ist so konzipiert, das es keine „Sackgassen“

gibt. Die Quergänge am Ende der Liegeboxenreihen

sind vor und hinter dem Gebäude als

kleine Laufhöfe ausgelagert. Über diese können

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20

Betriebsspiegel

// Rind im Bild 1/2011

Claußen GbR, Röst

Viehbestand

94 Sbt. Milchkühe plus weibl. Nachzucht

10 Mastbullen

Betriebsgröße

69 ha

Anbauverhältnis

24 ha Mais, 45 ha Grünland,

davon 11 ha Dauergrünland

Bodenpunkte

30-35 Punkte

Arbeitskräfte

2 AK Betriebsleiter

In Arbeitsspitzen div. Aushilfen

Management

Erstkalbealter: 28 Monate

Zwischenkalbezeit: 387 Tage

Herdenleistung: 10507kg Milch

bei 4,22% Fett und 3,50% Eiweiß

Fütterung

Ration für 24kg Milch bestehend

aus 60 % Mais, 40 % Gras

Aufgewertet mit 2kg Soja/Raps Gemisch,

1kg Kraftfutter sowie Mineralstoffe und 300g

Stroh zur Strukturverbesserung. Weiteres Leistungsfutter

über die Transponderfütterung

Laufhof am Ende des Stalles wird gern angenommen

// Betriebsreportage

die Kühe mühelos Rangkämpfen ausweichen bzw.

den Futtertisch erreichen. Auch werden die Laufhöfe

gern, besonders bei Sonnenschein von den

Tieren angenommen. Im Sommer wird der Laufhof

„erweitert“ indem die 2ha große Hausweide den

Kühen einige Stunden am Tag als Bewegungsweide

angeboten wird.

Ein weiterer Pluspunkt für den Kuhkomfort ist die

installierte elektrische Kuhbürste. Sie befindet sich

ebenfalls leicht zugänglich in der Mitte des Stalles

und wird sehr gern von den Tieren angenommen.

„Egal zu welcher Uhrzeit man in den Stall kommt,

es befindet sich eigentlich immer eine Kuh unter

der Bürste“, so Uwe Claußen.

An die Vereinfachung von täglichen Arbeitsabläufen

wurde auch gedacht. So befinden sich einige

„Schlupflöcher“ in der Abtrennung vom Futtertisch

zu den Laufgängen damit man bequem zu

den Tieren gelangen kann. 10 Fangfressplätze

sorgen dafür das Kühe die z.B. besamt oder vom

Tierarzt behandelt werden sollen fixiert werden

können. Die restlichen Fressplätze sind lediglich

mit einem kostengünstigen Nackenrohr versehen.

Seit Einzug in den neuen Stall konnte die Leistung

auf nunmehr 10500kg bei 4,22% Fett und 3,50%

Eiweiß Herdenleistung ausgebaut werden. Dieses

liegt neben dem guten Kuhkomfort auch an dem

guten Tiermaterial.

Die Familie Claußen besamt schon seit Generationen

mit RSH Vererbern und bei der Bullenauswahl

wird eine besonders hohe Gewichtung auf

die Merkmale Fundament, Euter und Eiweiß kg

gelegt. Die Färsen werden nach „Augenmass“ belegt,

das heißt sie müssen eine bestimmte Größe

und Entwicklung erreicht haben. Da die Färsenaufzucht

noch nicht so intensiv betrieben wird und

auch Weidegang angeboten wird, ist das Erstkalbealter

bei 28 Monaten anzusiedeln. Bei der Auswahl

der Bullen für Färsen wird besonders auf den

Kalbeverlauf geachtet, was Geburtshilfe und das

Vorkommen von Totgeburten eindämmt.

Neben diesen entscheidenden Faktoren hat natürlich

auch der hohe Tierkomfort dafür gesorgt,

dass die Remontierungsrate deutlich zurückgefahren

werden konnte. Im vergangenen Jahr waren

25 Färsen „über“, die dann als Zuchtvieh über

die RSH vermarktet wurden. Auch im laufenden

Jahr rechnen die Claußens damit, weitere Färsen

verkaufen zu können.

Ausblick in die Zukunft

In dem Betrieb Claußen herrscht Einigkeit. So werden

Entscheidungen gemeinsam getroffen und die

Entwicklungsschritte gemeinsam geplant. „Es gibt

noch viele Schrauben an denen wir drehen können

und auch müssen“, meint Martin Claußen.

Als nächstes möchten die Betriebsleiter in neue

Melktechnik investieren. Hier ist momentan die

meiste Arbeitszeit gebunden, da nach wie vor

in einem Doppel-Fünfer-Fischgräten Melkstand

gemolken wird. Auch hier wird wieder nach kostengünstigen

Alternativen gesucht. So ist eine

Überlegung ein Altgebäude zu entkernen und dort

einen neuen Melkstand zu installieren. Jedoch

werden zunächst die Umbaukosten genau kalkuliert

um eventuell doch noch auf einen Neubau

umzusteigen.

Wenn es die Flächenausstattung erlaubt wird weiter

in die Milchproduktion investiert und weiter

aufgestockt. Auch wird man die Produktion weiter

intensivieren, um dann jedes Jahr den Überschuß

an Färsen als Zuchtvieh verkaufen zu können.

Wir bedanken uns bei der Familie Claußen für die

Offenheit über ihre Betriebsdaten Auskunft zu

geben, und wünschen für die Zukunft weiterhin

ein glückliches Händchen bei der Betriebsentwicklung.

B. Freyer, J. Bahlmann

Reichlich Platz und viel Luft am Futtertisch Fotos: Bahlmann


XXX

XXX

Für Schwarzbunt, Rotbunt und Rotbunt DN

gehen die Zuchtwerte für F-kg und E-kg in den RZM

im Verhältnis von 1:4 ein. Zusätzlich wird für diese

Best

Rassen der Zuchtwert E-% im RZM

of

berücksichtigt.

Im RZM für die Rasse Angler Rotvieh wird nur der

Zuchtwert E-kg berücksichtigt.

Das angewendete Verfahren der Exterieurzuchtwertschätzung

ist ein BLUP-Tiermodell, das alle

verfügbaren Verwandtschaftsbeziehungen zur

Schätzung des Zuchtwertes nutzt.

Die Relativzuchtwerte sind auf ein Mittel von

100 und eine Standartabweichung von 12

standardisiert. Die Einzelzuchtwerte für die Linearmerkmale

fließen in die Indizes für die Merkmalskomplexe

Milchtyp, Körper, Fundament und Euter

ein.

Basisdifferenz

Rotbunt

Rotbunt zu

Verfahren der Exterieurzuchtwertschätzung ist ein

BLUP-Tiermodell, das alle verfügbaren Verwandtschaftsbeziehungen

zur Schätzung des Zuchtwertes

nutzt.

Die Relativzuchtwerte sind auf ein Mittel von

100 und eine Standartabweichung von 12

standardisiert. Die Einzelzuchtwerte für die Linearmerkmale

fließen in die Indizes für die Merkmalskomplexe

Milchtyp, Körper, Fundament und Euter

ein. Aus den 4 Indizes unterschiedlich zusammengefasst.

Die Relativzuchtwerte sind auf ein Mittel

von 100 und eine Standartabweichung von 12

standardisiert.

Die Einzelzuchtwerte für die Linearmerkmale fließen

in die Indizes für die Merkmalskomplexe Milchtyp,

Körper, Fundament und Euter ein. Aus den 4 Indizes

unterschiedlich zusammengefasst.

// Rotbunt

3. Deutsches Färsen-Championat

Termin 19. April 2011

Ort RBB Vermarktungszentrum

14550 Groß Kreutz (Havel)

Lehniner Straße 9

Tel. +49-33207 533-025

Rassen Angus Blonde d´Aquitaine

Charolais Fleckvieh

Hereford Limousin

Uckermärker

Tiere ca. 100 Rinder vom Jährling bis zur

tragenden Färse

Schau Einlass ab 9.00 Uhr

Auktion 13.00 Uhr

Präsentation der Verkaufstiere ab 10.00 Uhr

Wahl der Rasse-Champions

// Rind im Bild 1/2011 21

Weiterführende Informationen und Beratung erhalten Sie über Ihre Zuchtorganisation.


22

Mit Spannung erwarten die Züchter der

Abteilung Fleischrind die neuen Ergebnisse

der jährlich im Dezember stattfindenden

Zuchtwertschätzung Fleischleistung. In

diesem Jahr sind wieder schleswig-holsteinische

Betrieb führend. Einige interessante

Ergebnisse aus Schleswig-Holstein

sollen im Folgenden dargestellt werden.

Bei der Rasse Charolais ist dies der Fall. Der

Bulle „Salomon“ von Anke Jaspers, Halstenbek,

schaffte es auf Rang 4 mit einem RZF von

127 bei 59 % Sicherheit. Alle drei Teilzuchtwerte

liegen deutlich im positiven Bereich (ZW

mat 108, ZWTZ 116, ZWB 121). Es folgt in der

schleswig-holsteinischen Rangliste der Salomon-

Sohn „Santal“, ebenfalls aus der Zucht von

Anke Jaspers und im Besitz von Stephan Heldt,

Bollingstedt, mit einem RZF von 111 bei 49 %

Sicherheit.

Bei den Top-Charolais-Kühen dominiert der

Zuchtbetrieb von Anke Jaspers, Halstenbek, mit:

„Anmuth vom Brandener Hof“ (Ulm x Oh-Guiness)

RZF 119, Sicherheit 43 %, ZW mat. 107,

ZWTZ 109, ZWB 118

„Elsbeth“ (Ulm x Empire) RZF 116, Sicherheit 47 %

„Andante vom Brandener Hof“ (Oh-Guiness x

Number Ten) RZF 114, Sicherheit 50 %, ZW mat.

127

Die Nummer zwei der deutschen Limousinbullen

stammt aus der Zucht von Dr. Jan Bielfeldt,

Erfde/Bargen, und ist im Besitz von Günter Fielmann,

Schierensee. Der hornlose „Lasse vom

Eiderland“ hat mit 133 den höchsten Teilzuchtwert

für Tageszunahme deutschlandweit. Sein

RZF liegt bei 127 bei einer Sicherheit von 73 %.

Auf Rang 37 folgt der Luxemburger „Alex“ von

Volker Butenschön, Schmalstede, mit einem RZF

von 114 (68 % Sicherheit). An 49. Stelle folgt

„Karat vom Eiderland“ aus der Zucht von Dr. Jan

Bielfeldt und im Besitz von Volker Butenschön.

Ihm folgt der Tempo-Sohn „Tristan“ mit einem

RZF von 113 bei 64 % Sicherheit von Peter Böttger,

Ascheberg. Insgesamt sind vier in Schleswig-

Holstein gezogene Limousinbullen unter den

Top-20.

Die Limousinkühe wird in Schleswig-Holstein

angeführt von „Sharon“ (Sosie x Cash Flow Pp)

von Peter Hinrich Peters, Jagel, mit einem RZF

von 119 bei einer Sicherheit von 46 % bei posi-

// Rind im Bild 1/2011

// Fleischrinder

Zuchtwertschätzung Fleischrinder – Aktuelle

Relativzuchtwerte Fleischleistung (RZF)

tiven Teilzuchtwerten. Es folgt „Nanette vom Eiderland“,

aus der Zucht von Dr. Jan Bielfeldt mit

einem RZF von 118, Sicherheit 50 % und im Besitz

von Thomas Henningsen, Weseby. Zu den Top

10 der deutschen Limousinkühe nach RZF gehört

„Stine vom Eiderland„ (Sosie x Festin) ebenfalls

aus der Zucht von Dr. Jan Bielfeldt, Erfde/Bargen

mit einem RZF von 117 (ZWmat. 115) bei einer

Sicherheit von 48 %.

Die Nummer 6 der deutschen Blonde d’ Aquitaine-Bullen

gehört Ralf Röschmann aus Nortorf.

Der großrahmige Uranus-Sohn „Ulino“ aus

der Zucht von Hans Ackermann, Steinfeld, erreicht

einen RZF von 119 bei 48 % Sicherheit.

Ihm folgt der französische Bulle „Beethoven“, im

Besitz von Hans Ackermann. Die Nachkommen

überzeugen u. a. mit ihren Zunahmen. Auf Rang

17 liegt „Ustinov“, ebenfalls ein Uranus-Sohn

aus der Zucht von Hans Ackermann und im Besitz

von Jurian Harms, Bosau.

Die nach RZF zweitbeste Blonde d´ Aquitaine-

Kuh stammt von Ralf Röschmann, Nortorf. „Fella“

hat mit acht Kälbern einen RZF von 119 bei

51 % Sicherheit. Ihr Zuchtwert maternal liegt bei

115. Die Tochter „Floret“ erreichte einen RZF

von 109 bei 49 % Sicherheit. Ihr Teilzuchtwert

maternal liegt bei 117.

Bei der Rasse Salers rangiert „Narvik“ aus der

Zucht von Hartmut Callsen, Bogelhus, auf dem

zweiten Platz.

Die beste deutsche Salers-Kuh nach RZF ist

„Geri vom Begel-Hof“ aus der Zucht von Hartmut

Callsen, Bögelhus. Die Falk-Tochter erreichte

die Spitzenposition mit einem RZF von 121 bei

51 % Sicherheit (Teilzuchtwerte: mat 111, TZ

109, B 112). Ihr folgt die Falk-Tochter „Dosta

vom Begel-Hof“ (RZF 115, Si. 44 %), ebenfalls

von Hartmut Callsen.

Die Rasse Angus wird in Schleswig-Holstein angeführt

von „Kreuzbube“ von Dirk Ludwig, Geesthacht,

auf Platz 17. Die knapp 80 gewogenen

Nachkommen sorgen für eine hohe Sicherheit

von 83 %. Es folgt mit einem RZF von 112 der

Bulle „Tersus“ von Willi Göttsche, Hennstedt, mit

deutlich positiven Teilzuchtwerten für Tageszunahme

(114) und Bemuskelung (112).

Den höchsten RZF bei den Anguskühen hat

„Buche 05 von Hof Kamerun“ von Willi Göttsche,

Hennstedt, mit 120 bei 48 % Sicherheit. Auch die

Aufzuchtleistung ist hervorragend: EKA 24 – 4

Abkalbungen – 5 Kälber – ZKZ: 364. Mit einem

RZF von 116, Sicherheit 46 % folgt die Buche

05-Tochter „Hulda von Hof Kamerun“.

Bei der Rasse Hereford hat sich der gut bemuskelte

„New man“ von Uwe Scholmann, Oering,

mit einem RZF von 111 bei einer Sicherheit von

62 % auf dem 22. Rang platziert.

Die nach RZF beste schleswig-holsteinische

Herefordkuh kommt aus der Zucht von Jens

Reimers, Brodersby. Mit einem RZF von 107 bei

46 % Sicherheit setzt sich die Wolfmann-Tochter

„Kinta vom Hoellen“ an die Spitze. Vom selben

Zuchtbetrieb erreichte „Kina vom Hoellen“ einen

RZF von 106 bei 46 % Sicherheit.

An der Spitze der Rasse Fleckvieh liegt der dänisch

gezogene „Bistro“ von der Laß GbR, Osterschnatebüll,

mit einem RZF von 118 bei 52 %

Sicherheit. Sein Teilzuchtwert für Tageszunahme

liegt bei 127. Es folgt der RSH-Besamungsbulle

„Urius P“ aus der Zucht der Laß GbR, mit einem

RZF von 116 bei 54 % Sicherheit.

Die Spitzenposition der schleswig-holsteinischen

Fleckviehkühe nimmt die Ulrik-Tochter „Lass

Thea“ von der Laß GbR, Osterschnatebüll, ein.

Mit einem RZF von 120, Sicherheit 43 % nimmt

sie Rang 8 der deutschlandweit ein. Ihr folgt die

Honalf-Tochter „Pia“ von Hans-Jörg Schacht,

Bad Oldesloe, mit einem RZF von 111, Sicherheit

47 %.

Die kompletten überregionalen Listen sind unter

www.vit.de einzusehen.

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Best of – die erfolgreiche, gemeinsame

Färsenauktion findet am 19. April 2011 am

bekannten Standort in 14550 Groß Kreutz

(Brandenburg), statt.

Nahezu alle deutschen Landesverbände beteiligen

sich an dieser Veranstaltung. Damit wird das

Angebot noch interessanter und hochkarätiger.

Die Rassen Angus, Blonde d´ Aquitaine, Charolais,

Fleckvieh, Hereford, Limousin und Uckermärker

werden dabei präsent sein.

90 weibliche Zuchttiere im Alter von zwölf Monaten

bis zur tragenden Färse erwarten Sie!

Die Auktion beginnt um 13.00 Uhr, vorher werden

ab 10.00 Uhr die besten Tiere im Ring präsentiert

und die Champions der beteiligten Rassen

gekürt.

Veranstaltungsort ist das RBB-Vermarktungszentrum

in 14550 Groß Kreutz (Havel), Lehniner

Straße 9. Die gute Verkehrsanbindung und der

kurze Weg zur Autobahn (A2 und A10) sowie

die günstige Erreichbarkeit für Interessenten aus

Osteuropa waren mit ausschlaggebend für die

Standortwahl.

// Fleischrinder

Best of 2011 – Deutsches

Färsen-Championat für Fleischrinder

Weitere Informationen und Kataloge gibt es

auf Anforderung bei der Abteilung Fleischrinder

(04321/905305).

Wir würden uns freuen, Sie in Groß Kreutz begrüßen

zu dürfen. Ihr Ansprechpartner vor Ort:

Claus Henningsen, Mobil 0151-16733569

Qualität der Extraklasse: die Champions der Best of Auktion 2010 Foto: Manfred Gassan

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// Rind im Bild 1/2011 23


24

Am 11. Januar 2011 fand im Heidekrug in

Kremperheide die diesjährige Jahreshauptversammlung

des Kreisvereins Steinburg-

Pinneberg statt.

Björn Wiencken, der Vorsitzende des Kreisvereins,

eröffnete die Versammlung und begrüßte die knapp

120 Teilnehmer, darunter besonders die Vertreter

des Bauernverbandes, des Landeskontrollverbandes

Schleswig-Holstein e.V., der Landwirtschaftkammer

und der RSH eG sowie Herrn Engelbrecht aus Bokholt-Hanredder

als Ehrenmitglied des Kreisvereins.

Auch Herr Dr. Treinies, der Kreisveterinär, und Herr

Wagner, der „Fachreferent“ des Abends, wurden

herzlich willkommen geheißen.

Danach richteten Peter Lüschow, der Kreisvorsitzende

des Bauernverbandes, Dr. Hans Treinies und Hans-

Jürgen Schröder von der Landwirtschaftskammer ihre

Grußworte an die Anwesenden.

Im Anschluss an die Begrüßungen folgte der Bericht

über die Ereignisse und Aktivitäten des Vereins im

abgelaufenen Jahr, wobei der Vorsitzende zunächst

auf die aktuelle Mitglieder- und Kuhzahl im Kreisgebiet

einging. So hatte der Verein zum Zeitpunkt der

Versammlung insgesamt 980 Mitglieder, davon 281

Herdbuchmitglieder. Die Gesamtzahl der Herdbuchkühe

betrug 14 461, was einem Anteil von 14 %

am Kuhbestand innerhalb der RSH eG entspricht. Die

Anteile der Rassen gestalteten sich wie folgt: 59 %

Rotbunt RH, 28 % HF und 13 % Rotbunt DN. Im Vergleich

zum Jahr 2009 war die Kuhzahl um die kaum

nennenswerte Zahl von 44 Tieren zurückgegangen.

Was die Erstbesamungen anbelangt, so konnte im

Vereinsgebiet ein leichter Anstieg um 0,2 % auf 34

627 Erstbesamungen verzeichnet werden. Dies entspricht

14,3 % der Erstbesamungen der RSH eG. An

dieser Stelle bedankte sich der Vorsitzende besonders

bei den Tierzuchttechnikern der RSH eG für ihre hervorragende

Arbeit auf den Betrieben und die gute

Zusammenarbeit mit dem Kreisverein. Die personelle

Lücke, die im Zentralbüro Ottenbüttel durch die Verabschiedung

der beiden Techniker Hugo Lahann und

Peter Hintz in den Ruhestand entstanden war, wurde

durch Stefan Dithmer und Ralf Röschmann geschlossen.

Als nächstes folgte mit der Auszeichnung der

100.000-Liter-Kühe der erste Höhepunkt der Ver-

// Rind im Bild 1/2011

// Kreisvereine

Jahreshauptversammlung des Vereins der

Rot- und Schwarzbuntzüchter in den Kreisen

Steinburg und Pinneberg

Die stolzen Besitzer der 100.000 l Kühe Foto: Zettler

sammlung. Insgesamt 11 Kühe aus dem Kreisgebiet

erreichten im abgelaufenen Jahr diese magische

Grenze.

Dies waren im Einzelnen:

Zwetsche (v. Patrick) von Jochen Rave aus Grevenkop,

Waltraud (v. Uschko) von Herbert de Vries aus

Kronsmoor, Zota (v. Jupiler) von Elsbeth Lange aus

Süderau, Auslese (v. Lucky Red) von Peter Ratjen aus

Fitzbek, Brasilien (v. Amateur) und Bibo (v. Preval) von

der Engelbrecht GbR in Bokholt-Hanredder, Zunke (v.

Lasso) von der Boll GbR in Nortorf, Videl (v. Condor)

von Jan Gravert aus Süderau, Viona (v. Batman) von

Gerhard Dohrn aus Nortorf, Viva (v. Nagel) von Jörg

Hauschildt aus Quarnstedt und Alli (v. Amaretto) von

der Reimers/Dethlefs GbR in Gribbohm, die bereits

eine Lebensleistung von 115.000 Litern Milch vorweisen

kann.

Björn Wiencken überreichte den stolzen Züchtern/Besitzern

als Anerkennung eine Modellkuh (siehe Foto).

Im Anschluss folgte die Ehrung der im Jahr 2010 erstmals

als exzellent eingestuften Kühe. Dies waren die

Stadel-Tochter Diggy aus der Zucht von Gerd Sievers,

Beidenfleth, die in der 6. Laktation mit 91 Punkten

bewertet wurde, sowie die September-Tochter Toronto

von der Reimers GbR, Westerhorn, die in ihrer 3.

Laktation 90 Punkte erreichte.

Nächster Punkt im Bericht des Vorsitzenden waren

die Veranstaltungen, die der Kreisverein im Jahr 2010

abgehalten hatte. Den Höhepunkt bildete die Schau

„Kellinghusen bei Nacht“, die am 1. Juni 2010

mit mehr als 120 Schautieren aus knapp 50 Betrieben

die absolute Rekordzahl von rund 2000 Besuchern

in die Reithalle nach Kellinghusen gelockt hatte

(Rind im Bild berichtete).

Des Weiteren veranstaltete der Kreisverein für seine

Mitglieder wieder einige Fahrten. Hierzu zählte

die „Fahrt zwischen den Melkzeiten“ am

17.03.2010, die die Teilnehmer auf den ökologisch

wirtschaftenden Betrieb von Sönke Meier in Wilstedt

und anschließend nach Rickling auf den Koloniehof

des Landesvereins für Innere Mission führte.

Kurze Zeit später folgte dann die Seniorenfahrt, an

der gut 80 Personen teilnahmen. Erste Station dieser

Tour war der Betrieb von Klaus-Albert Dieckmann

in Klein Offenseth mit zwei Melkrobotern und einer

beeindruckenden Photovoltaikanlage (500 kWp).

Zweite Station war der Betrieb von Stefan Kruse in

Rellingen, auf dem neben 200 HF-Kühen auch 60

Milchziegen gehalten werden und deren Milch in der

hofeigenen Molkerei zu verschiedenen Produkten

verarbeitet wird. Nächste Station war der Holsteiner

Verband in Elmshorn, wo der Stationsleiter, Herr

Gerard Muffels, und seine Mitarbeiter den angereisten

Rinderzüchtern a.D.“ Haltung und Umgang mit

den Hengsten veranschaulichten.

Im Oktober folgte dann die Herbsttour, deren Ziel

der Freistaat Thüringen war und die den Teilnehmern

Kultur und Landwirtschaft dieses Bundeslandes näherbrachte.

So standen nicht nur die Besichtigung der

Erfurter Altstadt und der Wartburg in Eisenach auf

dem abwechslungsreichen 3-Tages-Programm, son-


dern auch der Besuch einiger äußerst interessanter

landwirtschaftlicher (Groß-)Betriebe.

Den krönenden Abschluss des Vereinsjahres bildete

dann der Züchterball in Kremperheide am 4.12.2010

(siehe Bericht unten).

Auch die Jungzüchter im Kreisgebiet bereicherten

das Vereinsjahr mit verschiedenen Aktivitäten, wie

beispielsweise der Jungzüchterschau in Kaaks am

22. August 2010. Der besondere Dank des Vorsitzenden

galt dabei Daniela Fels und Detlef Bolten für ihr

großes Engagement für den Züchternachwuchs.

Björn Wiencken bedankte sich im Folgenden nicht nur

bei den ehrenamtlich für die Zucht tätigen Vereinsmitgliedern

Claus-Detlef Reimers, Lars Reimers, Jörg

Göttsche und Stefan Kruse, die den Mitarbeitern der

RSH eG auch im Jahr 2010 bei der Herdbuchkuhbewertung

zur Seite gestanden hatten. Auch seine Vorstandskollegen

sowie Hans Biehl und die Mitarbeiter

der RSH eG bedachte Björn Wiencken mit einem besonderen

Dank für die gute Zusammenarbeit.

Nach dem Kassenbericht durch Claus-Detlef Reimers,

dem Bericht der Kassenprüfer Volker Hardt und Timm

Glöyer, ihrer Entlastung und der einstimmigen Entlastung

des Vorstandes folgten die Wahlen, in deren Verlauf

Carl Rusch und Claus-Detlef Reimers einstimmig

wiedergewählt wurden. Ebenfalls einstimmig gewählt

// Kreisvereine

wurde Stefan Kruse, der im kommenden Jahr Timm

Glöyer als zweiter Kassenprüfer unterstützen wird.

Anstelle des sonst üblichen Fachvortrages folgte

nun als besonderer Programmpunkt die Vorstellung

„Komedie op Platt“ von und mit Jens Wagner, den

sicher einige der Anwesenden bereits auf einem seiner

zahlreichen Auftritte live oder im Fernsehen erlebt

hatten. [Jens Wagner stammt aus dem Kreisgebiet

(Kiebitzreihe, Kreis Steinburg) und wurde auf einem

Milchviehbetrieb geboren. Seine Spezialität als Comedian/Kabarettist

ist die pointierte Darstellung der

verschiedenen Aspekte des Lebens auf dem Lande -

früher und heute.] Der donnernde Applaus und die

vielen geröteten, von Lachtränen feuchten Gesichter

bestätigten es: Es muss beim Vortrag auf einer Kreisvereins-Jahreshauptversammlung

nicht immer um

Fütterung, Klauenpflege oder Fruchtbarkeit gehen, es

darf auch sehr gern einmal etwas zum Lachen sein!

Abrundend gab der Vorsitzende einen Ausblick auf

die für 2011 geplanten Aktivitäten. Am 18. März

2011 wird erstmals eine Junglandwirtetour veranstaltet

werden, die die Teilnehmer nach St. Pauli

führen wird. Im Sommer folgt dann ein Züchterabend

- Zeit und Ort waren bis zum Zeitpunkt der

Versammlung noch nicht bekannt. Des Weiteren wird

Züchterball in Kremperheide

Als krönenden Abschluss eines erfolg- und

ereignisreichen Jahres veranstaltete der Verein

der Rot- und Schwarzbuntzüchter in den

Kreisen Steinburg und Pinneberg am 4. Dezember

2010 nach mehrjähriger Pause einen

Züchterball in Kremperheide.

Die knapp 150 Gäste, die sich trotz der durch Eis

und Schnee erschwerten Anreise eingefunden hat-

ten, brachten am Vorabend des 2. Advents den

„Ballsaal“ im Heidekrug ordentlich zum Beben und

verbrachten mit Nachbarn und Züchterkollegen einen

vergnüglichen Abend bei Musik, gutem Essen

und dem ein oder anderen „Kaltgetränk“.

Dabei wurde aber nicht nur das Tanzbein ausgiebig

geschwungen. Auch die Lachmuskeln der Ballgäste

wurden trainiert, da einige der Vereins- und

BTV8- Schutzimpfung beachten!

Weiterhin ist die BTV-8-Schutzimpfung

(Grundimmunisierung der Jungtiere +

ggf. fristgerechte Wiederholungsimpfung

nach max. 365 Tagen) unbedingt weiter

durchzuführen, weil

· Sie sich dadurch die optimalen Absatzwege

und besten Vermarktungschancen

erhalten und

· bestmöglicher Impfschutz gewährleistet

ist, wenn BTV-8 durch Gnitzen 2011 wieder

verbreitet wird.

es auch 2011 eine Herbsttour geben. Geplantes

Ziel ist der Südwesten Deutschlands.

Im Anschluss ergriff Günter Koch das Wort, der zuerst

auf einige Fehler des im Dezember an die Mitgliedsbetriebe

versandten RSH-Genomic-Flyers - speziell

bei den RH-Bullen – aufmerksam machte und die

Anwesenden abschließend auf die „Auktion am

Abend“ am 13. Januar in Neumünster hinwies.

Das letzte Wort hatte der Vorsitzende Björn Wiencken,

der den offiziellen Teil der Jahreshauptversammlung

2011 des Vereins der Rot- und Schwarzbuntzüchter

in den Kreisen Steinburg und Pinneberg

beendete. C. Zettler

Jens Wagner in Aktion Foto: www.komedie-op-platt.de

Vorstandsmitglieder in verschiedenen Sketchen ihr

schauspielerisches Talent demonstrierten. So ging

dieser rundum gelungene Abend für Einige der Gäste

(und den DJ!) erst in den frühen Morgenstunden

zu Ende und dürfte allen noch lange in Erinnerung

bleiben. C. Zettler

Nach wie vor wird der überwiegende Anteil der

Exporttiere in Zielländer verbracht, in denen die

BTV8- Immunisierung vorgeschrieben ist.

Beachten Sie auch zukünftig, die notwendige

Dokumentation in der Datenbank HIT, da nur so

eine reibungslose Abwicklung sichergestellt wird.

// Rind im Bild 1/2011 25


26

100.000 l Kuh „Viona“ bei Familie Dohrn in

Averfleth

Im Dezember 2010 gab es auf dem Betrieb von

Gerhard Dohrn in Averfleth einen guten Grund zum

Feiern. Die bekannte Schaukuh „Viona“ hat die magische

Grenze von 100.000 kg Milch durchbrochen.

Aus diesem Grund machte sich eine Abordnung des

Kreisvereins auf zu Familie Dohrn und überreichte

Urkunde und Blumenstrauß. „Viona“ war allen aber

keine Unbekannte, denn auf unserer Kreistierschau

„Kellinghusen bei Nacht“ war sie nicht nur die älteste

Kuh, sondern wurde auch „Reserve-Sieger-alt“ bei

den rotbunten Klassen. Das war aber nicht ihr einziger

Schauerfolg. Sie hat insgesamt zwei mal an der Verbandsschau

„NMS am Abend“, zwei mal an unserer

Kreistierschau und zwei mal an unserer „Prämierung

in der Herde“ erfolgreich teilgenommen.

„Viona“ ist eine Batman-Tochter aus einer Caveman-

Mutter. Sie ist im April 1996 geboren und befindet sich

nun in der 11. Laktation. Sie ist außerdem mit EX 90

eingestuft! „Viona“ präsentierte sich uns in erstaunlich

vitalem Zustand, und sie ist auch wieder tragend.

In diesem Sinne gratulieren wir Familie Dohrn ganz

herzlich und wünschen weiterhin alles Gute und viel

Erfolg!

100.000 l Kuh „Alli“ auf dem Betrieb der

Reimers/Dethlefs Melkhoff GbR in Gribbohm

Über 115.000 Liter Lebensleistung waren Anlass

genug zum Feiern. Diese gewaltige Leistung erbrachte

die Kuh „Alli“, die auf dem Betrieb der

Reimers/Dethlefs Melkhoff GbR in Gribbohm

steht. Grund genug den Betrieb mit einer Abordnung

des Kreisvereins inklusive des Gribbohmer

Bürgermeisters Gerd Saß aufzusuchen um Urkunde

und Blumenstrauß zu überreichen.

„Alli“, die sich in sehr vitalem Zustand präsentierte,

ist im September 1998 geboren und kalbte

das erste Mal im Alter von 25 Monaten ab. Ihre

höchste Leistung erreichte sie in der 3. Laktation

mit fast 13.000 kg Milch, 4,36 % Fett und 3,29

% Eiweiß. „Alli“ stammt von dem Wiedereinsatzvererber

Amaretto ab. Da sie durchsetzungsstark,

erstaunlich fit und auch wieder tragend ist, kann

von dieser Kuh noch Einiges erwartet werden. Die

// Rind im Bild 1/2011

// Kreisvereine

Verein der Rot- und Schwarzbuntzüchter

in den Kreisen Steinburg und Pinneberg

ehrte 100.000 l Kühe

Die bekannte Schaukuh „Viona“ hat im Dezember 2010 die magische Grenze von 100.000 kg Milch durchbrochen Foto: Reimers

Die gewaltige Leistung von 115.000 kg Milch erbrachte Kuh „Alli“ auf dem Betrieb der Reimers/Dethlefs Melkhoff GbR in Grobbohm Foto: Saß

Grundvoraussetzungen, wie z.B. optimale Fütterungs-

und Haltungsbedingungen sind bei der

Reimers/Dethlefs Melkhoff GbR allemal gegeben.

Wir gratulieren Sonja Dethlefs und der Familie Reimers

ganz herzlich und wünschen weiterhin alles

Gute! B. Wiencken


Kreisvereine

Verein der Rot- und Schwarzbuntzüchter

in den Kreisen Steinburg und Pinneberg –

Hans Biehl erhält Bundesverdienstkreuz

Hans Biehl wurde für seine zahlreichen ehrenamtlichen

Tätigkeiten mit der Verdienstmedaille

des Verdienstordens der Bundesrepublik

ausgezeichnet. Ihm Rahmen einer Feierstunde

nahm Hans Biehl die Auszeichnung von Ministerpräsident

Peter Harry Carstensen entgegen.

In seiner Laudatio bedankte sich der Ministerpräsident

für Hans Biehls unermüdlichen Einsatz für das Ehrenamt

und stellte noch einmal besonders den enormen

Zeitaufwand, den Hans Biehl uneigennützig für seine

Ehrenämter geopfert hat, heraus. Carstensen unterstrich

dabei besonders, dass dieses Engagement nur

allzu oft auf Kosten der eigenen Freizeit ginge und

einen großen Rückhalt in der Familie erfordere und

mit eigenem finanziellem Aufwand verbunden wäre.

Er bedankte sich deshalb auch bei der Familie Biehl,

die mit einem enormen Anteil zu diesem Verdienst

beigetragen hat.

Nachfolgend stellte Peter Harry Carstensen Hans Biehls

ehrenamtliche Tätigkeiten im Einzelnen heraus. Im

Besonderen würdigte er seinen enormen Einsatz für

die Aus- und Weiterbildung junger Landwirte. Hans

Biehl hat auf seinem Betrieb über 35 junge Menschen

ausgebildet und war darüber hinaus seit über 30 Jahren

in den Prüfungsausschüssen zum Landwirt und

Landwirtschaftsmeister tätig. Seit 2009 ist er auch

Mitglied in der Kommission der Landwirtschaftskammer

zur Anerkennung landwirtschaftlicher Betriebe als

Ausbildungsbetrieb.

Im Bereich der Rinderzucht engagierte sich Hans Biehl

20 Jahre lang im Aufsichtsrat der Rinderbesamung

Holstein e.G. bzw. nach der Fusion in der RSH e.G.,

davon zeitweise auch als 2.Vorsitzender dieses Gremiums.

Mit Weitsicht und Augenmaß setzte er sich vorbehaltlos

für die Interessen aller Mitglieder zum Wohle des

Unternehmens ein. Dabei trug er sachliche Kritik genau

so deutlich vor, wie es ihm auch stets ein Anliegen

war, positive Gedanken und Entwicklungen zu loben

und zu fördern.

Auf Kreisebene investierte er zuerst als Vorsitzender

des Vereins der Rotbuntzüchter im Kreis Steinburg,

nach der Fusion als Vorsitzender des Vereins der

Rot- und Schwarzbuntzüchter in den Kreisen Steinburg

und Pinneberg sehr viel Zeit und Herzblut in

Hans Biehl (m.) mit Ministerpräsident Carstensen und Steinburgs Kreispräsident Hans-Friedrich Tiemann Foto: Wiencken

die Kreisvereinsarbeit. Mit sehr viel Menschenkenntnis

und Einfühlungsvermögen schaffte Hans Biehl es

seine Mitmenschen zu motivieren und zu begeistern.

So entwickelte er den Verein zu einem der aktivsten

Kreisvereine im Einzugsgebiet der RSH und trug maßgeblich

dazu bei, dass sämtliche Veranstaltungen und

Ausflüge sich einer gewaltigen Resonanz erfreuen und

immer wieder innerhalb von wenigen Tagen, bzw. wenigen

Stunden restlos ausgebucht sind. Als Beispiel sei

hier die letzte Tierschau mit über 120 Tieren von fast

50 Beschickern und 2000 Besuchern, oder die legendären

mehrtägigen Herbstfahrten, immer mit zwei voll

besetzten Bussen zu nennen. Hierbei engagierte sich

seine Frau Elke auch in erheblichem Maße.

Aber auch das Meiereiwesen interessierte Herrn Biehl

sehr stark. So wurde er 1983 in den Aufsichtsrat der

Breitenburger Milchzentrale eG gewählt. Nach seinem

Wechsel zur Meierei Barmstedt eG 1991 wurde er

auch dort gleich in den Aufsichtsrat gewählt. In seiner

Zeit als Aufsichtsratsvorsitzender (1994 – 2009) war

er in erheblichem Maße an der Entwicklung der Meierei

Barmstedt eG zur größten und modernsten schleswig-holsteinischen

Meiereigenossenschaft beteiligt.

Sein ehrenamtliches Interesse bekundete Hans Biehl

aber auch außerhalb der Landwirtschaft. So war er

in jungen Jahren Vorsitzender der Landjugend Wrist,

engagierte sich in der Freiwilligen Feuerwehr Breitenberg-Moordiek,

ist Beisitzer beim Landwirtschaftsgericht

im Amtsgericht Itzehoe und kann auf zahlreiche

Ehrenämter im Fussball verweisen. So war er als

Schiedsrichter in der Bezirksklasse, der Bezirksliga

und sogar der Landesliga tätig und später als Beisitzer

im Schiedsrichterausschuss, Schiedsrichter-Obmann,

2.Vorsitzender im Kreisfussballverband Steinburg und

seit 1991 als Beisitzer im Kreisschiedsgericht engagiert.

Hans Biehls anschließende Dankesworte galten neben

dem Ministerpräsidenten hauptsächlich seiner

Familie, die ihn bei all seinen Tätigkeiten permanent

unterstützt und den Rücken gestärkt hat. Auch bekräftigte

er Carstensen in seiner Aussage, dass sich das

Ehrenamt lohne.

Beim anschließenden Empfang hatten die Familie

Biehl, der mitgereiste Kreispräsident Hans-Friedrich

Tiemann und Moordieks Bürgermeister Kurt Dammann

noch einmal die Gelegenheit sich mit dem Ministerpräsidenten

auszutauschen.

Im Anschluss hatte Familie Biehl Vertreter sämtlicher

Organisationen und Vereine, in denen Hans Biehl tätig

war, zu sich nach Hause eingeladen, wo bei leckerem

Abendessen und hervorragender Stimmung noch

zahlreiche Dankesworte und die ein oder andere lustige

Geschichte aus der Zusammenarbeit mit dem

Geehrten fiel.

B.Wiencken

// Rind im Bild 1/2011 27


28

Dem Kreisverein der Rotbuntzüchter

RD-ECK wurde in diesem Jahr 8 Kühe mit

einer Lebensleistung von über 100 000 kg

Milch vom LKV gemeldet.

5 Kühe konnten von ihren Besitzern noch zum

Fotoshooting vorgestellt werden. Den Anfang

machte mit der Rix GbR aus Schönbek ein „ Wiederholungstäter“,

denn schon vor 2 Jahren konnten

auf diesem Betrieb zwei Dauerleistungskühe

ausgezeichnet werden. Die rüstige Savoy Red –

Tochter „Bayern“ ermolk ihre Lebensleistung in

nur 7 Laktationen mit einer Durchschnittsleistung

von 12.694 kg Milch mit ökonomisch wertvollen

Inhaltsstoffen (3,60% Fett; 3,43% Eiw.). In der

5. Laktation erbrachte sie ihre Höchstleistung

von 14.750 kg. Auch die Zwischenkalbezeit

von 399 Tagen gehört zu der herausragenden

Eigenschaft dieser Kuh. Dabei startete „Bayern“

als Färse mit einer schweren Klauenentzündung

, so dass ihr vom Tierzuchttechniker schon ein

frühes Ausscheiden aus der Herde prognostiziert

wurde. Es sollte jedoch ihr einziges ernsthaftes

Wehwehchen bleiben. Mit 5 weiblichen Nachkommen

hat „Bayern“ die Voraussetzungen für

weitere Dauerleistungskühe der Rix’schen Herde

geschaffen. „Bayern“ selbst ist wieder tragend

von September, der sich als besonders guter

„Passer “ herausgestellt hat.

Als nächstes besuchte der Vorstand die Familie

Gansewendt in Emkendorf, um dort gleich zwei

100.000 kg Kühe zu ehren. Auch dieser Betrieb

hatte bereits im Vorjahr eine 100.000 kg –Kuh.

In diesem Jahr reihten sich die Kühe „Alme“ (V.:

// Rind im Bild 1/2011

// Kreisvereine

Die rotbunten 100.000 kg Kühe

des Kreises RD-ECK

unbekannt) und „Birte“ in den illustren Reigen

ein. „Birte“ hat ebenfalls Savoy Red zum Vater,

der damit seine Vererbungsstärke bezüglich

Langlebigkeit unter Beweis gestellt hat. „Alme“

hat eine Durchschnittsleistung von 11.104 kg

Milch mit einer Höchstleistung von 13.045 kg,

während „Birte“ sogar 12.180 kg Milch im

Schnitt ermolk und damit eine Laktation früher

die 100.000 kg – Grenze erreichte. Besonders erwähnenswert

ist die Höchstleistung von 15.056

kg Milch. Beide Kühe zeigten sich äußerst vital.

Ausgestattet mit sehr guten Eutern und Fundamenten

deuteten sie an, dass sie noch mehrere

Jahre ihre Arbeit im Betrieb Gansewendt verrichten

wollen - zum Beweis : „Birte“ hat die neue

Laktation mit über 50 kg Milch begonnen. Jeweils

4 weibliche Nachkommen von „Birte“ und

„Alme“ bereichern z.Zt. die Herde von Familie

Gansewendt.

Die letzte Anlaufstation des Vorstandes war der

Betrieb Henning Kühl in Stafstedt , der ebenfalls

zwei 100 000 kg –Kühe vorstellen konnte. Diese

beiden Kühe vereinten die gleichen Attribute

auf sich ,wie sie bei den vorangegangenen Kandidaten

beschrieben wurden. Die Toxal -Tochter

„Adelheid“ und die Clint Red –Tochter „Zwerg“

bewegten sich auf besten Beinen . Die Euter waren

trotz der hohen Leistung äußerst funktionell

und dementsprechend hoch aufgehängt. „Adelheid“

kann nicht nur mit einer Durchschnittsleistung

von 11.303 kg Milch und einer Spitzenleistung

von 12.535 kg überzeugen, sondern

die Zwischenkalbezeit von 386 Tagen zeigen die

Wirtschaftlichkeit dieser großrahmigen Kuh. Die

etwas kleinere Kuh „Zwerg“ konnte mit einer

Besonderheit aufweisen. Trotz einer Zwillingsgeburt

knackte sie die 15 000 kg - Grenze und

konnte diese Leistung im darauffolgendem Jahr

sogar wiederholen. Für „Zwerg“ steht derzeit

eine Durchschnittsleistung von 11.850 kg Milch

zu Buche. Familie Kühl achtet bei seinen älteren

Kühen stets auf eine korrekte Klauenpflege, die

auch schon einmal außerplanmäßig durchgeführt

wird. Leider wurden beide Kühe ausschließlich

mit schwarzbunten Vererbern besamt. Daher

werden von diesen beiden Dauerleistungskühen

keine weiteren rotbunten Nachkommen im Betrieb

auftauchen.

Die fünf besichtigten Ausnahmekühe überzeugten

nicht nur durch ihre ausgezeichnete

körperliche Verfassung , sondern auch die phantastischen

Höchstleistungen von über 14.000 kg

Milch und mehr unterstreichen die Leistungsbereitschaft,

zu der die rotbunte Population bei

entsprechendem Management in der Lage ist.

Die Wirtschaftlichkeit dieser Kühe lässt sich an

den Milchkilogramm je Lebenstag ablesen, die

jeweils über 22,5 kg lagen, obwohl das Erstkalbebealter

über 30 Monate betrug.

Leider konnten die Eric Red Tochter Vanilla (Bes.:

H. Stahmer) , die Neptun- Tochter Witje (Bes.:

Jürgen Gosch) sowie die Marty- Tochter Aura

(Bes.: H.H. Ohrt) nicht fotografiert werden, da

sie kurz nach Erreichen der 100.000 kg Grenze

abgegangen sind. Aber auch diese Besitzer wurden

anlässlich der Jahreshauptversammlung vom

Vorstand der Rotbunten mit einem Käsekorb ausgezeichnet.

W.-G. Fechter

„Bayern“, Bes.: Rix GBR „Alme“ und „Birte“ , Bes.: J. Gansewendt „Adelheid“ und „Zwerg“, Bes.: Henning Kühl Fotos: Fechter


Der Verein der Rotbuntzüchter im Kreis

Rendsburg-Eckernförde veranstaltete am

18. und 19. Januar 2011 eine Färsenschau

in der Herde. Insgesamt beteiligten sich 19

Betriebe.

Für die Rotbuntzüchter bestand hier die Möglichkeit,

ohne sehr großen Aufwand, einer Kommission

vier rotbunte Färsen vorzustellen, von

denen die besten drei Färsen in die Wertung

kamen. Die Kommission bestand aus Fabian

Offt, Pöschendorf und Günter Koch, Rinderzucht

Schleswig-Holstein eG, Neumünster. Der Kommission

wurden sehr gute Färsen vorgestellt, vor

NEU

// Kreisvereine

Der Verein der Rotbuntzüchter im Kreis

RD-ECK – Färsenschau ein voller Erfolg

Sieger der Färsenprämierung in der Herde Foto: Fechter

allem im Körper und Euter konnten sehr gute

Bewertungen vergeben werden. Auf der Jahreshauptversammlung

in Oldenhütten wurden die

Sieger und Platzierten mit einem Ehrenpreis für

ihre Bemühungen ausgezeichnet.

Folgende Betriebe erzielten die ersten

Plätze:

Klasse 1: Betriebe mit 1 bis 60 Kühe

1. Carsten Sieh-Petersen, Bünsdorf

2. Klaus-Jürgen Wichmann, Haby

3. Walter-Georg Fechter, Hamdorf

Klasse 2: Betriebe mit 60 bis 100 Kühe

1. Karsten Kühl, Padenstedt

2. Jan Kaak, Jevenstedt

3. Kerstin Kruse, Hamdorf

Klasse 3: Betriebe über 100 Kühe

1. Martin Thormählen, Holtsee

2. Lars Frohbös, Goosefeld

3. Philip Horst, Bissee

BIO-SIL ® 1b, 1c, 4b, 4c für leicht bis mittelschwer vergärbares Siliergut

BIO-SIL ® + Sila-fresh 2 für Verbesserung der aeroben Stabilität bei CCM, LKS,

(Basis: Kaliumsorbat)

(Milchleistung)

Feuchtmais und NEU�für Maissilage

BIO-SIL ® + Amasil ® NA 1a für schwer silierbares Futter

BIO-SIL ® + Melasse für schwer silierbares Futter

In der Einzelwertung kamen folgende

rotbunte Färsen auf die ersten fünf Plätze:

TH Lift (v. Joyboy) von Martin Thormählen,

1.

Holtsee

TH Kiefer (v. Talent RF) von Martin Thor-

2.

mählen, Holtsee

TH Lyn (v. Joyboy) von Martin Thormählen,

3.

Holtsee

4. Kola (v. Joyboy) Volker Rohwer, Rickert

Lulu (v. Bravisi) von Lars Frohbös,

Goosefeld

Kiss Me (v. Midnight) von Philip Horst,

5.

Bissee

Den teilnehmenden Betrieben gilt es einen Dank

auszusprechen für die gute Vorstellung der rotbunten

Färsen. Der Vorstand des Vereins der

Rotbuntzüchter im Kreis Rendsburg-Eckernförde

hofft, dass in Zukunft eine größere Anzahl von Betrieben

an der Färsenschau in der Herde teilnimmt.

G. Koch

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// Rind im Bild 1/2011 29


30

// Rind im Bild 1/2011

// Kreisvereine

Kreisvereine der Rot- und Schwarzbuntzüchter

Dithmarschen unter neuer Führung! Thies

Karstens aus Röst löst Wilhelm Hollmann ab

Zu ihrer ersten gemeinsamen Jahreshauptversammlung

trafen sich Rotbuntzüchter und

Schwarzbuntzüchter aus Dithmarschen in

Meldorf. In Zeiten sinkender Mitgliederzahlen

aber wachsender Arbeitsbelastung auf den Betrieben

wollen beide Vereine auch in Zukunft

enger zusammenarbeiten.

Bei den Rotbunten hatte Wilhelm Hollmann, Österdeichstrich

nach 18 Jahren außerordentlich erfolgreicher

Arbeit als Vorsitzender seinen Rücktritt angekündigt.

Kaum einer hat sich mehr Verdienste im

Verein erworben, wenn es darum ging Tierschauen,

Prämierungen in der Herde, Fahrten und Versammlungen

zu organisieren - auch überregional ist Herr

Hollmann eng mit der Rotbuntzucht verbunden, sein

Wort hat Gewicht!

Zum neuen Vorsitzenden wählten die Züchter nun

Thies Karstens aus Röst. Auch er ist bereits in mehreren

Gremien der Rinderzucht vorwiegend im Bereich

„Doppelnutzung“ vertreten und somit kein Neuer.

Neu in den Vorstand aufgerückt ist Monika Knorr aus

Gudendorf. Wiedergewählt wurden Hans Hinrich Schmidt,

Buchholzermoor, Michael Voigt, Sarzbüttel und

Karl-Heinz Stürtz aus Wöhrden.

Im Schwarzbuntbereich hatte Ludwig Clausen, Hennstedt

bereits im letzten Jahr den Vorsitz von Klaus Mirow,

Wennbüttel übernommen.Somit stand lediglich

sein Stellvertreter Sönke Haase, Ketelsbüttel zur Wiederwahl.

Alle Wahlen verliefen einstimmig.

Besonderes Attribut der Dithmarscher Rinderzucht ist

die Langlebigkeit. So wurden neun schwarzbunte und

sechs rotbunte Kühe geehrt, die in ihrem Leben mehr

als 100.000 Liter Milch gegeben hatten. Dabei hatte

Vereine der Rot- und Schwarzbuntzüchter im Kreis Dithmarschen laden ein zur gemeinsamen

„Fahrt zwischen den Melkzeiten“

am Donnerstag, dem 16.06.2011

(genaue Abfahrtszeiten der Busse werden gesondert bekannt gegeben)

Programm:

· Besichtigung des Gestütes Tasdorf mit Führung

· gemeinsames Mittagessen

· Besuch des Koloniehofes in Rickling

Thies Karstens, Röst, dankt Wilhelm Hollmann für 18 Jahre Vorsitz der Rotbuntzüchter Foto: Bahlmann

es „Vanni“, eine Chief-Tochter von Ove Rohwedder

ausFedderingen, sogar auf 135.000 Liter Milch gebracht.

Es ist für jeden Züchter eine große Ehre, in diesem

Club vertreten zu sein- sie bürgt für optimale Pflege

und bestes Miteinander zwischen Mensch und Tier!

Auch für die höchsten Jahresleistungen ihrer Kühe

wurden die Züchter ausgezeichnet. Hier kamen die

besten Schwarzbunten „Granate“ und „Jana“ aus

dem Betrieb Henning Timm, Krumstedt und die besten

Rotbunten „Julante“ von Hauke Holtorf, Sarzbüttel

und „Fango“ von Stefan Heuer, Bargenstedt. Im Rotbunt-Doppelnutzungsbereich

wurden „Darling“ von

Karsten Stöven, Tensbüttel und „Josetti“ von Thies

Karstens aus Röst ausgezeichnet.

Beide Vereine hatten ihren Mitgliedern ein abwechslungsreiches

Jahresprogramm geboten. Es wurden

Mitglieder, Freunde, Verwandte und Bekannte der Vereine sind herzlich eingeladen.

Färsenprämierungen auf den Betrieben durchgeführt,

Busfahrten organisiert z.B. nach Bremerhaven mit

Führungen und Hafenrundfahrt, zu Berufskollegen die

schon mit Melkrobotertechnik arbeiten, zur Meierei in

Barmstedt oder zu einer Kaffeerösterei. Aber auch für

die „Jungzüchter“ war ein Wettbewerb dabei, bei dem

sie ihr Vorführtalent mit Kälbern demonstrieren durften.

Auch im neuen Jahr sind für Jung und Alt gemeinsame

Fahrten und Veranstaltungen geplant. So findet

die gemeinsame Fahrt „zwischen den Melkzeiten“ am

16. Juni 2011 statt, auf dem Programm stehen eine

Gestütsbesichtigung in Tasdorf sowie ein interessanter

Betrieb, der Koloniehof in Rickling.

Bleibt zu hoffen, dass die Mitglieder auch weiterhin so

zahlreich und engagiert daran mitwirken, wie bisher.

J. Bahlmann

J. Bahlmann


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15. März Züchterabend & Sunrise Sale 16

16. März Schau „Rind aktuell“

// Rind im Bild 1/2011 31


32

// Rind im Bild 1/2011

// Jungzüchter

Auf zur Jungzüchterschau

nach Rausdorf!

Am 20. März 2011 ist es wieder soweit.

Die Rinderzüchter der drei Kreise Lauenburg,

Segeberg und Stormarn laden zu einer gemeinsamen

Jungzüchterschau in Burmeisters

Reithalle nach Rausdorf, Kreis Stormarn ein.

Ab 11 Uhr werden etwa 30 Kinder und Jugendliche

im Alter von 3 bis 25 Jahren ihr Können im Umgang

Die Jungzüchter aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde

treffen sich am 3. April 2011 um 10:00 Uhr mit

ihren Kälbern und Jungrindern traditionell in der Hal-

mit ihren Kälbern dem Richter Markus Fuschera-

Petersen aus Fahrdorf unter Beweis stellen. Der

Höhepunkt der Schau wird gegen 13 Uhr mit der

Prämierung des besten Vorführers und des besten

Typtieres sein.

Zu dieser Veranstaltung sind alle Interessierten

herzlichst eingeladen. Der Eintritt ist wie immer frei

und für das leibliche Wohl ist gesorgt. B. Freyer

Vorführ- und

Fittingseminar

Nach der großen Nachfrage im letzten Jahr

startet der Landesjungzüchterverband mit

einer Neuauflage ihres Fittingseminars von

Jungzüchtern für Jungzüchter. Wieder räumlich

aufgeteilt, damit für jeden interessierten

Jungzüchter erreichbar, findet das Seminar

dieses mal am 13.3.11 in Groß Schlamin (OH),

in Kleinwiehe (SL) und in Kummerfeld (PI) am

5.03.11 statt.

Passend zu den bevorstehenden Jungzüchterschauen

auf Kreis- und Landesebene, wird der Schwerpunkt

des Seminars auf das richtige Präsentieren von Kälbern

und Jungrindern auf einer Schau sein. Dazu

werden alle Teilnehmer die Möglichkeit haben unter

fachkundiger Anleitung dieses aktiv zu erlernen und

zu üben. Des Weiteren werden die Grundlagen sowie

die Feinheiten des Scherens erklärt.

Zu der Veranstaltung sind alle interessierten Jungzüchter

herzlich eingeladen. Ein Anmeldeformular kann

unter der Rubrik RSH- Jungzüchter im Internet heruntergeladen

werden. B. Freyer

Kreisjungzüchterschau am 3. April in Gnutz

Malte Blöcker zieht mit seinem Rind in der gut besuchten Halle

von Familie Honermeier in Gnutz bei der letzten Kreisjungzüchterschau

seine Runden

le von Familie Honermeier im Heinkenborsteler Weg

23 in Gnutz, um den besten Vorführer zu ermitteln.

Erwartet werden 50 – 60 Teilnehmer, die die Halle

Entscheidung für das harmonischste Paar. Im Vordergrund Fynja

Becker

gut ausfüllen werden. Gäste sind herzlich willkommen.

Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

A. Jensen

Malte Wehde mit „Lady Rose“ hat es geschafft


Jungzüchter

Klönabend

Am Mittwoch den 19. Januar haben sich

25 Jungzüchter aus den Kreisen Stormarn,

Lauenburg und Segeberg in Rethwisch zu

einem Klönabend getroffen.

Ein Thema war die Terminwahl der bevorstehenden

Jungzüchterschau der drei Kreisvereine. Aufgrund

der anstehenden Abiturprüfungen einigte

man sich darauf die Schau eine Woche vorzuverlegen

auf den 20. März. Außerdem erklärten sich

vier Jungzüchter bereit, die Kreisvereine bei der

Schauvorbereitung und der Durchführung zu unterstützen.

Im Anschluss gab Christian Fischer, Brunsbek einen

kleinen Überblick über die Fütterung und Vorbereitung

von Kälbern und Jungrindern für eine

Schau. So konnten die Teilnehmer wertvolle Tipps

eines erfahrenen Schaubeschickers mit nach Hause

nehmen und gelassen der Vorbereitung ihrer

eigenen Rinder zur Schau in Rausdorf entgegen

sehen.

Den Hauptvortrag an diesem Abend hielten Philip

Ellerbrock, Westerau und Johannes Höppner,

Louis Prange, Philip Ellerbrock und Johannes Höppner

// Jungzüchter

Siegerkühe aller Rassen auf der World Dairy Expo Fotos: Höppner

Rümpel. Die beiden Jungzüchter hat es im vergangenen

Jahr für 3 Monate in die USA verschlagen.

Dort arbeiteten sie eine zeitlang auf der Elm

Park Farm in Wisconsin. Von dessen Besitzer Louis

Prange bekamen sie einige Farmen genannt, die

sie besichtigen konnten. So mieteten sich die beiden

ein Auto und bereisten von der Ostküste bis

zu Westküste die gesamten vereinigten Staaten,

insgesamt 23800 Meilen legten die Beiden dabei

zurück.

Neben vielen interessanten Betrieben kam das

kulturelle Programm natürlich auch nicht zu kurz.

Es wurden unter anderem verschiedene Nationalparks,

die Niagara Fälle und Städte wie San Francisco

und Las Vegas besucht. Für die beiden engagierten

Züchter war der Besuch der “World Dairy

Expo“ in Madison und der „Royal Winter Fair“ in

Toronto (Canada) weitere Highlights ihrer Reise.

Mit vielen kleinen Geschichten und schönen Fotos

wurde ein sehr lebendiger Reisebericht erzählt,

der bestimmt den einen oder anderen Jungzüchter

ermutigt hat selber seine sieben Sachen zu packen

und sich auf Entdeckungstour ins Ausland auf zu

begeben.

B. Freyer

// Rind im Bild 1/2011 33


34

Ein guter Start nach der Kalbung: Effekte einer

Roboranstränke ( ) auf Futteraufnahme

und den Stoffwechsel von Hochleistungskühen

Der Übergang von der Hochträchtigkeit

in die Frühlaktation ist für Milchkühe eine

besonders kritische Phase für den weiteren

Laktationsverlauf. Die Abkalbung stellt eine

entscheidende „Klippe“ für die Kuh und das

neugeborene Kalb dar.

Die Futteraufnahme erreicht am Tag der Kalbung

ein Minimum und nimmt erst sehr allmählich während

der ersten Laktationswochen zu. Im Gegensatz

dazu steigt der Energiebedarf des Tieres durch

das Einsetzen der Milchproduktion rapide an. Es

entsteht eine negative Energiebilanz, die das Tier

durch Mobilisieren von Körpersubstanz ausgleichen

muss. Diese Stoffwechselsituation bildet

einen entscheidenden Risikofaktor für das Entstehen

infektiöser wie nicht-infektiöser Produktionskrankheiten,

wie z. B. Nachgeburtsverhaltungen,

Euterentzündungen, Gebärmutterentzündungen,

Ketosen und Labmagenverlagerungen.

Zentrales Ziel ist es deshalb, nach der Kalbung so

schnell wie irgend möglich eine hohe Futteraufnahme

des Muttertieres zu erreichen. Dies ist umso

wichtiger, als die Energie- und Trockensubstanzaufnahme

in den ersten Wochen nach der Kalbung

eng mit der Futteraufnahme in den folgenden

Monaten korrelieren. Deshalb kann man die Bedeutung

einer hohen Futteraufnahme in den ersten

Laktationswochen nicht hoch genug einschätzen.

Die Steigerung der Futteraufnahme der Frischkalber

ist somit die mit Abstand effektivste Maßnahme,

um die Herdengesundheit zu verbessern!

Doch wie lässt sich das in der Praxis umsetzen?

Die Rationsgestaltung für die Frischkalber ist immer

eine Gratwanderung. Einerseits ist eine hohe

Energiedichte angesichts der schnellen Steigerung

der Milchleistung erwünscht, andererseits darf

der Kraftfutteranteil im Hinblick auf die wiederkäuergerechte

Fütterung nicht zu hoch sein. Dies

gilt explizit für die ersten Tage nach der Kalbung,

in der eine Forcierung der Pansenfunktion durch

einen relativ hohen Strukturanteil besondere Bedeutung

hat und eine Übersäuerung des Pansens

durch zu viel Kraftfutter zu vermeiden ist. Der Einsatz

qualitativ besonders hochwertigen und sehr

// Rind im Bild 1/2011

// Tiergesundheit

Mit PansiFit für Milchkühe steht erstmalig

ein Produkt zur Verfügung, das wegen des

hervorragenden „kuhspezifischen Geschmacks“

die positiven Effekte des Drenchens mit Energie

und Kalciumzufuhr bei gleichzeitiger Gabe

eines Gemisches von 9 Pflanzenextrakten

zur Appetit- und Verdauungsanregung

ohne Zwangsmaßnahmen durch freiwillige

Trinkwasseraufnahme verbindet.

Prof. Dr. Martin Kaske, Klinik für Rinder, Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover

schmackhaften Grundfutters ist einer

der Schlüssel, um die kritischen ersten

Tage der Laktation problemlos zu bewältigen.

Das Verfüttern von Heu in den

ersten Laktationstagen hat sich nach

wie vor bewährt.

Zusammensetzung:

Glucose: 49,65 %

Kalziumcarbonat: 25,00 %

Pflanzenmischextrakt: 8,500%

Leinöl: 2,00%

Kochsalz: 2,00%

Inhaltsstoffe:

Rohprotein 2,0%

Rohfaser 0,5%

Rohfett 1,0%

Rohasche 30,0%

Kalzium 10,0%

Wasser 6,5%

Die Rationsgestaltung und Fütterungstechnik

sind wichtig. Ebenso

entscheidend sind aber zusätzliche

Maßnahmen, um die kritische Phase rund

um die Abkalbung für die Kuh so wenig belastend

wie möglich zu gestalten.

Zusatzstoffe je kg:

10.000 mg Vitamin E (alpha-Trocopherolacetat),

50 x 1 Mrd. KBE Sacharomices cerevisiae CBS

493.94, E 1704 (Yea-Sacc 1026)

9 mg Selen in organischer Form aus Sacch. Cerev.

CNCM I-3060 (Selenhefe) 3b8.10, Aroma- und

appetitanregende Stoffe (Pflanzenextrakte)

Dazu gehören

• die systematische Durchführung von Maßnahmen

zur Prophylaxe von Milchfieber routinemäßig

bei jeder mehrkalbigen Kuh,

• die Optimierung des Geburtsmanagements zur

Vermeidung von Schwergeburten (Abkalbebereich

mit maximalem Kuhkomfort, engmaschige

Überwachung der kalbenden Tiere, situationsgerechte

geburtshilfliche Maßnahmen),

• die Vermeidung von sozialem Stress nach der

Kalbung (indem die Frischkalber möglichst frühzeitig

als separate Gruppe aufgestallt werden),

• die routinemäßige tägliche Überprüfung des Gesundheitsstatus

der Frischkalber (u. a. Messen

der Körpertemperatur, Erfassung der Pansenfüllung,

Beurteilung von Scheidenausfluss und

Kotbeschaffenheit), um Gesundheitsstörungen

früh zu erkennen und unmittelbar behandeln zu

können.

Als weitere Maßnahme wird häufig unmittelbar

nach der Kalbung eine Verabreichung größerer

Wassermengen versetzt mit unterschiedlicher Substanzen

wie Glucose, Calciumsalzen, Elektrolyten

und Vitaminen genannt. Die landwirtschaftliche

Praxis hat in den letzten Jahren immer wieder auf

positive Effekte, d. h. ein besseres Allgemeinbefinden

der Kühe und eine bessere Fitness, hingewiesen.

«ROBORANS dPA»

ERGÄNZUNGS-DIÄTFUTTERMITTEL

zur Verringerung der Gefahr des

Milchfiebers, der Ketose

und der Labmagenverlagerung

Inhalt: 3 kg

Zu beziehen über die

Inzwischen sind zahlreiche derartige Produkte auf

dem Markt verfügbar. Dabei stellt i. d. R. Traubenzucker

die entscheidende Komponente zur

Geschmacks- und Akzeptanzverbesserung dar. Die

Bezeichnung „Energietränke“ oder „Fitnesstränke“

suggeriert dabei, dass diese Produkte mit Hilfe

der Glucose dem Energiedefizit entgegenwirken.

Das konnte jedoch bislang in zahlreichen wissenschaftlichen

Untersuchungen nicht nachgewiesen

werden.

Es war deshalb das Ziel einer übergreifenden

Studie, die Effekte einer unmittelbar postpartalen

Aufnahme einer spezifischen Roboranstränke

(Pansifit) 1 auf den Gesundheitsstatus zu prüfen.

Die Tränke wird angemischt, indem 20 g des Pulvers

in 10 L lauwarmem Wasser vermischt werden.

Pansifit enthält einerseits pflanzliche Roborantien,

die als appetitanregende Heilpflanzen traditionell

bei Tier und Mensch verwendet werden (z. B. Kümmel,

Enzian, Löwenzahn usw.). Zusätzlich wurde

Glucose zugefügt sowie Lebendhefe zur Förderung

des Wachstums der Pansenbakterien. Vitamin E

und Selen als weitere Inhaltsstoffe sind bewährte

Antioxidantien. Schließlich enthält die Tränke Calciumcarbonat.

Auch das Calciumcarbonat soll die

Futteraufnahme erhöhen und die Motorik des

Magen-Darmtraktes anregen.

1 Pansifit Konzentrat der Firma Bewital, Vertrieb: RSH eG , Rinderzucht Schleswig- Holstein eG

p

si

ve

wis

verb

bis 5

Fütte

Tränke

Je 10 l l

(1 Mess

Tränkean

Unmittelb

Kalb zum A

mindestens

angeboten.

Bei ungenüg

dem Drenche

Wichtiger Hinw

Die Tränke mus

lauwarm in groß

werden, solange

Haltbarkeit: Siehe Bo

Chargennummer: Sie

Hersteller: α DENWT 0


Verglichen mit anderen kommerziell verfügbaren

Produkten muss von dieser Rezeptur nur eine

sehr geringe Menge in das Wasser gegeben

werden. Die freiwillige Aufnahme der

Tränke ist dabei nicht nur wesentlich tiergerechter

als die Zwangseingabe („Drenchen“),

sondern erfordert zudem wesentlich

weniger Zeitaufwand für den Landwirt.

Eine erste Untersuchung zeigte nun, dass dieses

Ziel erreicht wurde. In der Anwendungsstudie

erhielten 148 Kühe auf einem Betrieb mit einer

Hochleistungsherde verschiedene Tränken lauwarm

in großlumigen 20 Liter Tränkeeimern zur

beliebigen Aufnahme alternierend zu reinem Wasser

unmittelbar nach dem Kalben angeboten. Die

aufgenommenen Volumina der Pansifitränke lagen

dabei mit im Mittel 52 L wesentlich höher als die

von Kühen, denen ausschließlich Wasser angeboten

wurde (< 10 L). Insbesondere fiel auf, dass lediglich

zwei von 56 Tieren die Aufnahme der Pansifitränke

verweigerten, während bei Anbieten von

reinem Wasser nur 9 von 43 Kühen mehr als 10

Liter aufnahmen. Die Aufnahme der Pansifitränke

erwies sich als vergleichbar mit der einer weiteren

geprüften Rezeptur, die wesentlich höhere Mengen

an Traubenzucker enthielt.

Der Einsatz von PansiFit ist eine effektive,

ungefährliche tier- und anwenderfreundliche

futter- und tierschutzrechtlich problemlose

vorbeugende Maßnahme für die gesundheitlich

kritische Zeit der Milchkühe nach dem Kalben.

Nach wissenschaftlichen Untersuchungen

verbessert PansiFit die Futteraufnahme und trägt

zur Verminderung des Geburtsstresses bei, zeigt

ositive Effekte auf die Leberfunktion und wirkt

ch günstig auf die Widerstandskraft aus. Der

rbesserte Gesundheitszustand führt aufgrund

senschaftlicher Untersuchungen zu einer

esserten 100 Tage Milchleistung um 400 kg

00 kg Milch.

rungsempfehlung:

herstellung:

auwarmes Wasser 20 g PansiFit

löffel) einrühren.

gebot:

ar nach dem Kalben, bevor der Kuh das

blecken vorgelegt wird, werden

20 l vorzugsweise jedoch bis zu 50 l

Im Rahmen einer weiteren Untersuchung wurde

dann die Futteraufnahme in Abhängigkeit von

dem Volumen der aufgenommenen Pansifitränke

erfasst. Die Ergebnisse ließen dabei auf eine höhere

Futteraufnahme nach Gabe der Pansifitränke

schließen. So korrelierte die Gesamtmenge der aufgenommenen

Teilmischration über die ersten drei

Tage nach der Kalbung signifikant mit der Menge

der aufgenommenen Pansifittränke. Dies bestätigte

die Hypothese, dass die Grundfutteraufnahme

in den kritischen ersten Tagen der Laktation tatsächlich

durch das Anbieten von Tränke direkt nach

ender Aufnahme kann PansiFit mit

r verabreicht werden.

eis:

s unmittelbar nach dem Abkalben

lumigen 20 l Eimern angeboten

das Kalb bei der Kuh verbleibt.

den

he Boden

045

PMR PMR-Aufnahme Tag 1-3 p.p.

[ kg uS ]

Abb. 1: Gesamtaufnahme der Teilmischration [kg uS] während

der ersten 72 Stunden nach der Kalbung (d 1-3 p.p.) in

Abhängigkeit von der unmittelbar postpartal aufgenommenen

Tränkemenge [L] bei Färsen (N=3) und Kühen (N=10)

// Tiergesundheit

dem Kalben erhöht werden kann. (s. Abb. 1) Die

tendenziell höhere Futteraufnahme in den ersten

drei Tagen nach der Kalbung beruht möglicherweise

auf einer Reduktion des Geburtsstresses. Tatsächlich

waren die Konzentrationen von Cortisol,

eines typischen Stressindikators, sechs Stunden

nach der Kalbung bei den mit Pansifitränke versorgten

Tieren signifikant niedriger als bei Kontrolltieren

(s. Abb.3). Zudem ergaben sich Hinweise auf

eine positive Beeinflussung der Immunabwehr der

frisch abgekalbten Kuh nach Verabreichung von

Pansifitränke.

Um den Einfluss der Pansifitränke auf Stoffwechselparameter

näher zu charakterisieren, wurden

schließlich 13 mehrkalbige Kühe, die 40 L der

Tränke direkt nach der Kalbung erhielten, mit 13

Kontrolltieren verglichen. Alle Tiere hatten bis zur

Kalbung freien Zugang zu Wasser. Diese Untersuchung

zeigte, dass es nach der Verabreichung der

Pansifitränke zu einer Verbesserung des Stoffwechselstatus

kam. So lagen die Aktivitäten eines weitgehend

leberspezifischen Enzyms, der AST, bei den

mit Pansifitränke versorgten Tiere niedriger als bei

den Kontrolltieren – ein Hinweis auf eine verminderte

Leberbelastung. Außerdem fielen während

der ersten Laktationstage tendenziell niedrigere

Ketonkörperkonzentrationen bei den mit Pansifitränke

versorgten Tieren auf. Auch nahmen die

Serumkonzentrationen des Beta-Hydroxybutyrats

bei den supplementierten Tieren eher ab, während

sie bei den Kontrolltieren anstiegen. (s. Abb. 2)

Worauf ist in der Praxis bei der Verabreichung

der Tränke zu achten? Grundsätzlich sollten Spezialtränken

mit handwarmem Wasser angemischt

sein, da dies offenbar in größeren Volumina getrunken

wird als kaltes Wasser. Die Tränke sollte

so vorbereitet werden, dass sie unmittelbar nach

der Austreibung des Kalbes dem noch liegenden

Abb. 2: Relative Änderungen (in % bezogen auf die Konzentration

unmittelbar post partum) der Betahydroxybutyrat-Konzentration

im Serum von Kühen der Kontrollgruppe (Wasser) sowie der

Versuchsgruppe (Pansifitränke) 2, 6, 24 und 72 Stunden post

partum sowie 7 Tage nach der Kalbung.

Tier angeboten wird – in diesem Moment scheint

das Durstgefühl am intensivsten zu sein. Die Lebensäußerungen

des Kalbes in den nächsten Minuten

aktivieren anschließend offenbar die Mutterinstinkte

der Kuh (Trockenlecken des Kalbes), so

dass die Kuh deutlich abgelenkt ist und u. U. nicht

mehr größere Volumina freiwillig trinkt. Schließlich

scheint die Vermutung zulässig, dass höhere Mengen

aufgenommen werden, wenn die Tränke durch

eine dem Tier bekannte, vertraute Person in großlumigen

Eimern ( 20 L ) angeboten wird.

Schlussfolgerungen

Die den Kühen unmittelbar nach der Kalbung angebotene

Pansifitränke hatte eine sehr gute Akzeptanz

und führte zu einer wesentlich höheren

Flüssigkeitsaufnahme als bei Anbieten von reinem

Wasser. Die Aufnahme der Tränke führte offenbar

zu einer Stoffwechselentlastung der Kühe in den

für die Tiergesundheit besonders kritischen ersten

Laktationstagen. Die wahrscheinlichste ursächliche

Erklärung für die nachgewiesenen zahlreichen

positiven Effekte von Pansifit ist eine positive Beeinflussung

der Energiebilanz durch eine erhöhte

Futteraufnahme. Damit ergibt sich aus der Verabreichung

von Pansifitränke eine weitere Option, um

Hochleistungskühen ein guten Laktationsstart und

Laktationsverlauf zu ermöglichen.

Die zu Grunde liegenden Arbeiten wurden erstellt

unter maßgeblicher Mitarbeit von Anne Kathrin

Sander (Klinik für Rinder, Stiftung Tierärztliche

Hochschule Hannover), Katrin Rummer (Tierärztliche

Praxis Zittau)

Pansifit wird den Mitgliedsbetrieben über

die RSH eG angeboten. Bestellungen und

Auslieferung übernimmt gerne Ihr Tierzuchttechniker

bzw. das Zentralbüro in Ihrer

Nähe.

Abb. 3: Cortisolkonzentrationen im Serum von Kühen der

Kontrollgruppe (Wasser) und der Versuchsgruppe (Pansifitränke)

direkt nach der Kalbung sowie 6 und 24 Stunden post partum.

// Rind im Bild 1/2011 35


36

// Rind im Bild 1/2011

// Für Sie gelesen

Deutscher Agrarexport

erreicht in 2010 Rekordwert Personen

Mit einem Exportwert von knapp 54 Milliarden

Euro erreicht der deutsche Agrarexport in 2010 nach

Schätzungen des Deutschen Bauernverbandes (DBV)

einen neuen Rekordwert. Gegenüber dem Vorjahr

sei dies eine Zunahme von rund9 Prozent. Bei den

Agrarimporten wird die Zunahme gegenüber dem

Vorjahr um etwa 7 Prozent auf rund 63 Milliarden

Euro geschätzt. Der Importüberschuss verringere sich

somit auf rund 9Milliarden Euro. Charakteristisch für

den deutschen Agrarexport ist die Ausfuhr von hochwertigen

Veredlungserzeugnissen. So sind Milch und

Deutschland steigert Milchproduktion

Insgesamt wurden im letzten Jahr 29,7Millionen

Tonnen Milch erzeugt, wie Agrarzeitung Online

schreibt. Dies entspricht einem Anstieg um 1,6

Prozent im Vergleich zu 2009. Auch die Anlieferung

an Molkereien nahm um 1,5 Prozent auf28,7 Millionen

Tonnen zu. Die sonstige Nutzung von Milch

wie Verfütterung oder Direktverkauf nahm hingegen

um mehr als 12 Prozent ab. So wurden2010 rund

120.000 Tonnen weniger Milch verfüttert als im Vorjahr.

Lid

adr-Informationen 03/2011

Milcherzeugnisse, darunter vor allem Käse, sowie

Fleisch und Fleischwaren die wichtigsten Produkte

des deutschen Agrarexportes. Weitere wichtige Exportwaren

sind Ölsaaten und -produkte, Getreide,

Zucker und Süßwaren, Tabakerzeugnisse, Obst- /

Gemüseerzeugnisse, Kaffee, lebende Tiere, Kakao,

Bier und Wein. Deutschland steht damit hinter den

Niederlanden (Platz 2) und den USA (Platz 1) aktuell

auf Platz 3 des globalen Agrarexports. Vetion

adr-Informationen 01/2011

MdB/CDU Peter Bleser wird Parlamentarischer

Staatssekretär im BMELV. Er tritt die Nachfolge von

Julia Klöckner am 15. Februar 2011 an. Peter Bleser(58)

ist seit 1990 Mitglied des Deutschen Bundestages.

Auf Grund seinerlangjährigen Erfahrung

als Politiker und Landwirt wurde Peter Bleser 2005

zum Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Ernährung,

Landwirtschaft und Verbraucherschutz der CDU/

CSU-Fraktion gewählt. bundestag.de

adr-Informationen 04/2011

Wirtschaftliche Bedingungen vieler

Milcherzeuger noch verbesserungswürdig

Trotz eines Anstiegs der Milcherzeugerpreise um

22 % im vergangenen Jahr sind die wirtschaftlichen

Bedingungen vieler Milchviehbetriebe nach Einschätzung

des Geschäftsführers der Landesvereinigung

der Milchwirtschaft Nordrhein-Westfalen, Dr. Rudolf

Schmidt, nach wie vor verbesserungswürdig. Auf der

Jahrespressekonferenz der Landesvereinigung wies

Schmidt am Dienstagvergangener Woche in Krefeld

daraufhin, dass die Milchauszahlungspreise trotz

ihres Anstiegs erst wieder das Niveau von Beginn

der achtziger Jahre erreicht hätten. Dies sei zu wenig

für das neue Jahrzehnt. Mit Blick auf die weitere Zukunft

gab der Geschäftsführer zu bedenken, dass die

Bevölkerungsentwicklung in Deutschland bis zum

Jahr 2030 zu einer deutlichen Ausweitung des An-

teils der Generation der mehr als60-Jährigen führen

werde, und zwar von derzeit rund 25 % auf etwa

35 %. Insgesamt werde die Bevölkerungszahl dabei

um 4 % schrumpfen. Für die Molkereien gelte es,

diese Entwicklung genau zu beobachten, um rechtzeitig

alternative Marktsegmente zu generieren. Im

Rückblick auf 2010 stellte Schmidt fest, dass sich der

Milchmarkt durch eine Ausgeglichenheit von Angebot

und Nachfrage ausgezeichnet habe. Trotzeiner

Ausdehnung der Milcherzeugung um 1,6 % habe

diese insgesamt problemlos dem Markt zugeführt

werden können. Die Nachfrage habe sich konstant

entwickelt; in den Segmenten Joghurt und Käse

sei sie angestiegen. Der Export nach Russland und

Asien sei deutlich höher als 2009 ausgefallen -vor

allem bei Käse und Vollmilchpulver - und habe zu

einer zeitweiligen Verknappung bei Sahne geführt.

Die Interventionsbestände an Butter seien komplett

abgebaut und die an Magermilchpulverdrastisch

reduziert worden. Eine dadurch angemessene Anpassung

des Preisniveaus sei jedoch ausgeblieben,

beklagte Schmidt. Trotz einer höheren Nachfrage

nach Butter hätten die Discounter Ende 2010 die

Preise hierfür um6 % gesenkt. Insgesamt hätte nach

Ansicht des Geschäftsführers der Landesvereinigung

eine Preisanpassung innerhalb der gesamten

weißen Linie erfolgen müssen, um die Verwertungsdifferenzen

zur gelben Linie auszugleichen. AgE

adr-Informationen 02/2011

Korsika v. Tropic, Besitzer: Hof Nyding GbR., Kummerfeld Kia v. Castory, Besitzer: C. Hagemann, Tangstedt Fotos: Arkink


Für Sie gelesen

Höhere Sicherheit durch

Behandlungs- und Besamungsgitter

Das Behandlungs- und Besamungssicherheitsgitter

ist ein sehr guter Beitrag für die Erhöhung

der Arbeitssicherheit beim Arbeiten mit und an

Rindern. Landwirt, Tierarzt und Tierzuchttechniker

können mit Hilfe des Sicherheitsgitters gefahrlos

und stressfrei für das Rind, die erforderlichen Behandlungen,

Arbeiten oder Besamungen durchführen.

Selbst unruhige Tiere können von nur

einer Person damit gefangen werden.

Die äußerst robuste Bauweise ist schon von

Landwirten in der Praxis erprobt worden, und

ohne Einschränkungen positiv bewertet. Bei der

Vorstellung des Sicherheitsgitters beim Tüftlerwettbewerb

der Bauernblätter im Jahr 2010, bewertete

eine Fachkommission die Funktion und

Arbeitsweise. Das Sicherheitsgitter errang in der

Länderwertung von Schleswig-Holstein den 1.

Platz, und in der Bundeswertung den 2. Platz. Das

Gitter lässt sich mit wenigen Handgriffen an den

im Betrieb vorhandenen Fressgittern montieren.

Die Länge und Höhe des Gitters ist variabel und

kann auf unterschiedliche Tiergrößen mit wenigen

Handgriffen angepasst werden. Eine große Tür mit

extra Schlagschutz, verhindert ein Aufspringen anderer

Tiere auf das gefangene Tier, der Arbeitsbereich

wird dadurch aber nicht beeinträchtigt. Die

Federverriegelung der Tür unterstützt ebenfalls

die leichte Handhabung. Für eine maximale Wertstabilität

des Gitters sorgt die Feuerverzinkung.

Erste Prototypen des Sicherheitsgitters sind bereits

seit 10 Jahren im Einsatz und sind für diese

Landwirte unverzichtbar geworden. Erste Skepsis

wich schnell der Begeisterung über die Arbeitserleichterung.

Da die Erfinder des Sicherheitsgitters

auch die Hersteller sind, lässt sich ein günstiger

Verkaufspreis realisieren. Eine Testphase des Sicherheitsgitters

lässt sich vereinbaren.

Nähere Informationen erhalten Interessierte unter

folgender Kontaktadresse:

Beyer Stahl + Maschinenbau

Bremland 15

D 24857 Fahrdorf

Tel.: 04621 977840

Fax.: 04621 977842

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// Rind im Bild 1/2011 37


38

25 Jahre

Rainer Kropp

Rainer Kropp trat am

02.01.1986 die Ausbildung

zum Tierzuchttechniker

in Wanderup zur Zeit

der RB-Nord e. G. an. Dies

geschah, nachdem Herr

Kropp nach dem Berufsbildungsjahr

eine zweijährige

landwirtschaftliche Lehre

durchlaufen und nach Abschluss der zweisemestrigen

Landwirtschaftsschule in Flensburg den Grundwehrdienst

der Bundeswehr absolviert hatte.

Die Ausbildung zum Tierzuchttechniker beinhaltete

das Kennenlernen des Tätigkeitsfeldes und die Aufgaben

im Stall von Kalli Thoroe, wie den Umgang und

die Verarbeitung des Samens im Labor in Begleitung

von Hans Voss sowie die Besamungsübungen und

Betreuung eines Besamungsbezirkes, wobei Helge

Petersen seine Kenntnisse an Herrn Kropp weitergab.

Im Herbst 1986 erfolgte dann die Prüfung zum Tierzuchttechniker

im Rahmen des Ausbildungskurses in

Futterkamp. Gut geschult und hoch motiviert begann

der Technikereinsatz von Herrn Kropp als Vertreter im

gesamten RB-Nord-Gebiet.

Gleichzeitig wurden die Folgen der Einführung der

Milchquotenregelung intensiv spürbar und die Anzahl

der Erstbesamungen ging drastisch für alle Besamungsorganisationen

zurück, sodass gerade junge

Technikerkollegen um den Fortbestand der Arbeitsplätze

bangen mussten.

Herrn Kropp kam in dieser Situation seine Flexibilität

und Anpassungsfähigkeit zugute, die in Verbindung

mit dem Interesse für die Arbeiten in der Samenverarbeitung

und Ausgabe Dr. Richter in Rainer Kropp

den richtigen Mann erkennen ließ, Hans Voss, der aus

Krankheitsgründen ausscheiden musste, zu ersetzen.

Über eineinhalb Jahre wurde Herr Kropp in Theorie

und Praxis intensiv geschult. Dabei standen Fragen

zum Zuchtprogramm, der Zuchtwertschätzung und

Datenverarbeitung genauso im Mittelpunkt wie die

Aufbereitung von Bullenejakulaten, die Verpackung

oder die Lagerverwaltung. So gut vorbereitet stieg

Rainer Kropp im Juli 1988 in die Labortätigkeit in

Wanderup ein und verstärkte das Team um Dr. Richter.

Nach der Fusion zur RSH veränderte sich der Schwerpunkt

der Aufgaben etwas, da Herr Kropp die Fremd-

// Rind im Bild 1/2011

// Personalien

Jubiläen bei der RSH eG

10 Jahre

Anika Bartel

samenabwicklung für die gesamte RSH in Wanderup

vorbereitete und eine neue Verzahnung der Labore in

Wanderup und Schönböken entstand. Bis Ende der

90iger Jahre wurde an beiden Standorten produziert.

Mit Einstellung der Produktion in Wanderup und Neuorganisation

des Samenversandes und der Ausgabe

wechselte Herr Kropp den Arbeitsort nach Schönböken.

Seither fährt er nahezu an jedem Arbeitstag von

seinem Wohnsitz im Kreis Schleswig-Flensburg nach

Schönböken, um seine Aufgaben im Versand und

der Außenstellenversorgung zuverlässig und äußerst

kompetent wahrzunehmen. Sei es in der Vorbereitung

von Exportzertifikaten oder in Fragen der Vererbungseigenschaften

von Bullen oder der Lieferfähigkeit von

Fremdbullen – Rainer Kropp ist stets auf dem neuesten

Stand.

Mit Umsicht und planvollem Handeln löst er eindrucksvoll

die gestellten Aufgaben und überzeugt

dadurch am Telefon oder im persönlichen Kontakt

auch in hektischen Situationen jeden Gesprächspartner.

Sowohl im Ausgabelager als auch in der materiellen

Außenstellenversorgung stellt Rainer Kropp

durch konstruktives Engagement, ausgezeichnetes

Fachwissen und ein hohes Maß an Flexibilität und

Einsatzbereitschaft einen zentralen Pol im Labor- und

Ausgabeteam dar.

Durch den Austauschversand mit anderen Stationen

und Messeveranstaltungen ist Rainer Kropp auch

vielen Kollegen anderer Stationen als kompetenter

Vertreter des RSH-Teams bekannt. Die Kollegen im

Mitarbeiterstab schätzen Herrn Kropp als loyalen Kollegen,

auf den man zählen kann, ohne dass es dafür

vieler Worte bedarf.

Im Namen von Vorstand, Aufsichtsrat, Kollegen und

Mitarbeitern sowie allen direkt betreuten Mitgliedsbetrieben

der Rinderzucht Schleswig-Holstein bedanken

wir uns für 25 Jahre sehr guter Arbeit zum Wohle

der Genossenschaft.

Für die Zukunft wünschen wir unserem Rainer und

seiner Familie viel Spaß bei seinem Hobby, den Pferden,

und freuen uns auf eine noch lange und weiterhin

so erfolgreiche Zusammenarbeit.

Dr. E. Hasenpusch

Neu bei der RSH

Wir freuen uns, vier Auszubildende im Bereich der Tierzuchttechniker

im Januar und Februar des Jahres neu

für die RSH haben gewinnen zu können. Die Dame

und die Herren sollen unser Technikerteam verstärken

und qualifiziert das Serviceangebot der RSH in die Mitgliedsbetriebe

tragen.

Frau Corinna Schmidt

hat nach dem Realschulabschluss,

einer dreijährigen

Lehre auf Milchviehbetrieben,

Auslandspraktika in

Neuseeland und Kanada

die Landwirtschaftsschule

und Höla in Rendsburg

mit gutem Erfolg abgeschlossen. Nach erneuter Tätigkeit

auf einem Milchviehbetrieb in Neuseeland und

anschließendem Engagement auf dem elterlichen

Milchviehbetrieb, währenddessen sie einen EBB-Kurs

bei der RSH sehr erfolgreich durchlief, befindet sie sich

nunmehr in der Ausbildung zur Technikerin.

Herr Steve Bräger hat

nach dem Schulabschluss

in Zierow eine dreijährige

landwirtschaftliche Fachschulausbildung

in Mecklenburg-Vorpommern

sehr

erfolgreich durchlaufen. Seit

2004 war er auf zwei Milchviehbetrieben

in Schleswig-Holstein tätig. Er ist außerordentlich

zuchtinteressiert und von der Faszination, die

Rinder bei Menschen auslösen können, erfasst.

Herr Jens-Marten Paulsen

lernte nach dem

Realschulabschluss drei

Jahre auf anerkannten

Milchviehbetrieben Landwirtschaft,

besuchte sehr

erfolgreich die Landwirtschaftsschule

und anschließend

die Höla in Bredstedt. Anschließend arbeitete

er 11 Monate auf einem Betrieb mit 1.300 Kühen in

Neuseeland und folgend im elterlichen sowie einem

weiteren Milchviehbetrieb. Seine ersten Schritte im

Besamungsbereich hat er nach einem EBB-Kurs bei

der RSH schon in den letzten drei Jahren erfolgreich

absolviert.

Herr Tim Schubert begann

nach dem Realschulabschluss

ebenfalls

mit seiner dreijährigen

landwirtschaftlichen Ausbildung

auf Milchviehbetrieben.

Nach einem Jahr

weiterer praktischer Tätigkeit

als Landwirt schloss sich die zweijährige Fachschulausbildung

der Höheren Landbauschule an, die

er mit gutem Ergebnis abschloss. Bis zum Eintritt in die


Ausbildung bei der RSH arbeitete Herr Schubert auf

einem Milchviehbetrieb in Dithmarschen.

Wir wünschen allen Auszubildenden einen guten

und erfolgreichen Ausbildungsverlauf, viel Freude im

Team, stets das Ziel vor Augen, nach der Ausbildung

die erworbenen Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten

den Kunden, Kollegen und letztlich den Kühen im

Rahmen eines soliden Unternehmens präsentieren zu

können. Dr. E. Hasenpusch

Alexandra Soost

Frau Soost verstärkt ab 01.

März 2011 das Team im

Labor in Schönböken, infolge

der langfristigen Erkrankung

einer Mitarbeiterin.

Frau Soost hat nach dem

Abitur eine Ausbildung zur

Medizinisch-technischen-

Laborassistentin an der staatlich anerkannten Lehranstalt

des Uniklinikums in Kiel mit dem Staatsexamen

absolviert. Im Anschluss war sie bis zum Einstieg in

Schönböken in einem Gemeinschaftslabor in Plön tätig.

Wir wünschen Frau Soost einen erfolgreichen Weg

bei der RSH und viel Freude an der Arbeit im jungen

Laborteam. Dr. E. Hasenpusch

Herbert Stoltenberg verstorben

Im Alter von über 93 Jahren verstarb am

09.02.2011 das langjährige Vorstandsmitglied der

Rinderbesamung Holstein Herbert Stoltenberg aus

Hohlegruft. Herbert Stoltenberg war ein passionierter

Rotbuntzüchter und hat die Interessen der Rotbuntzucht

bereits in jungen Jahren im Besamungsverein

Segeberg, eine der Vorgängerorganisationen der späteren

Rinderbesamung Holstein vertreten. In seiner

langjährigen Vorstandsarbeit für die RB Holstein war

er einer der Wegbereiter der Fusion mit der damaligen

Rinderbesamung Eutin. Sein Engagement war stark

geprägt durch die Arbeit für die Rotbuntzucht. Er war

ein fester Bestandteil der Rotbuntankaufskommission

und hat auf vielen Selektionstouren die Wege der Rotbuntzucht

mit geprägt und mit bestimmt. Als Vertreter

der RB Holstein gehörte er lange Jahre auch dem Vorstand

des Verbandes der Rotbuntzüchter Schleswig-

Holstein an. Viele junge Leute wurden durch seine

angenehme menschliche Art an die Zuchtarbeit herangeführt

und haben von ihm das züchterische

Rüstzeug erlernt. Herbert Stoltenberg hat durch seine

Tätigkeit die Richtung der Rotbuntzucht und die Geschicke

der RB Holstein maßgeblich mit bestimmt und

dabei viel Ansehen und Verdienste um die Rinderzucht

und –haltung erworben. Wir werden Herbert Stoltenberg

in gutem Gedenken bewahren. M. Leisen

// Personalien

Personalien

beim LKV

25 Jahre

Ernst Werner Klahn

Am 1. Januar 2011 konnte

der Milchleistungsprüfer

Ernst Werner Klahn aus Negenharrie

im Kreis Rendsburg-Eckernförde

auf eine

25-jährige Tätigkeit beim

Landeskontrollverband

Schleswig-Holstein e.V.

zurückblicken. Nach der Schule absolvierte Herr Klahn

zunächst eine handwerkliche Lehre und arbeitete anschließend

rund 15 Jahre in seinem erlernten Beruf. Als

Mitte der achtziger Jahre eine leichte Flaute in der Baubranche

zu erkennen war, bewarb er sich 1985 für die

frei gewordene Stelle als Leistungsprüfer im Kontrollbezirk

Schönbek, Loop und Mühbrook. Dieser Schritt wurde

insbesondere dadurch begünstigt, dass Herr Klahn

eine kleine eigene Nebenerwerbslandwirtschaft besaß,

so dass die Arbeit in der Landwirtschaft ihm nicht fremd

war. Auch die Tätigkeit eines Leistungsprüfers war ihm

durchaus schon bekannt, da bereits der Vater und der

Onkel als Leistungsprüfer tätig gewesen waren. Nachdem

Herr Klahn die MLP anfangs auch nur in den Betrieben

der o. g. Orte durchführte, kam es nach einigen

Jahren durch personelle Veränderungen und durch die

Einführung neuer Prüfmethoden zu einer Verlagerung

seines Arbeitsgebietes deutlich näher um seinen Wohnort

herum. Während er im ersten Jahr seiner Tätigkeit im

Kontrollbezirk Schönbek 17 Betriebe mit durchschnittlich

46 Kühen monatlich betreute, sind es heute 39 Betriebe

mit durchschnittlich 70 Kühen.

Die Urkunde für die langjährige Tätigkeit beim LKV und

ein kleines Präsent überreichte die Außendienstleiterin

Svenja Springmann im Rahmen einer Feierstunde mit

Landwirten und einigen Kollegen.

Ich bedanke mich bei Herrn Klahn für die langjährige

Tätigkeit zum Wohle unserer Mitglieder und des LKV. Für

die Zukunft wünsche ich ihm weiterhin viel Erfolg und

Freude bei der Arbeit und beste Gesundheit.

Manfred Röstel

Manfred Röstel

Am 6. Januar 2011 wurde das 25-jährige Dienstjubiläum

von Dipl.-Ing. Manfred Röstel beim Landeskontrollverband

Schleswig-Holstein e. V. gewürdigt. Herr Röstel

kam vor 25 Jahren gut ausgebildet und mit praktischen

landwirtschaftlichen Erfahrungen versehen zum LKV. Die

landwirtschaftliche Lehre auf Betrieben in Meimersdorf

und Grevenkrug schloss er 1976 mit der Berufabschlussprüfung

zum Landwirt ab. Nach dem Fachgymnasium in

Kiel und der dabei erreichten Fachhochschulreife folgte

zunächst der Wehrdienst und anschließend der Besuch

der Fachhochschule Kiel, Abteilung Landbau, in Osterrönfeld,

die er als Diplom-Ingenieur verließ. Nach einem

kurzen Volontariat in der Schlachtviehbranche entschied

sich Herr Röstel für ein Anstellungsverhältnis beim Landeskontrollverband.

In den ersten Jahren war Herr Röstel

nach einer Grundausbildung zum Leistungsprüfer in den

damaligen LKV-Außenstellen zunächst in Segeberg, später

in Wahlstedt und Hohenwestedt als stellvertretender

Leiter bzw. Leiter der Außenstelle Hohenwestedt tätig.

Im April 1996 folgte die Versetzung in die LKV-Hauptgeschäftsstelle

nach Kiel, wo er bis zum heutigen Tage

für die Leitung und Koordination der Arbeiten zwischen

Hauptgeschäftsstelle und Außendienst verantwortlich

zeichnet. Neben der Mitwirkung im Rahmen der Arbeiten

in der Geschäftsleitung obliegt ihm die Regelung des

Transportwesens mit dem Einsatz der Fahrer und des

Fuhrparks. Darüber hinaus trägt Herr Röstel Verantwortung

für die Pflege und Unterhaltung der vom LKV genutzten

Gebäude und Räume sowie für das Grundstück

in Kiel-Steenbek.

Die ihm übertragenen Aufgaben bearbeitet Manfred Röstel

mit überzeugenden und klaren Vorstellungen. Sein

überdurchschnittliches Organisations- und Einfühlungsvermögen

und die Gabe, auch bei Stresssituationen die

Übersicht zu behalten, machen ihn zu einem für den LKV

wertvollen Mitarbeiter. Sein offenes und gewandtes Auftreten,

das mit hoher fachlicher Kompetenz und sozialer

Verantwortung gepaart ist, trägt dazu bei, dass er bei

den Kollegen und der Geschäftsleitung sowie auch bei

den LKV-Mitgliedern eine hohe Wertschätzung genießt.

In einer kleinen Feierstunde bedankte sich der LKV-Vorsitzende

Eckhard Marxen, Niendamm, auch im Namen

der Mitglieder für das große Engagement und für die

geleistete Arbeit. Der Vorsitzende wünschte Herrn Röstel

für die weiteren Berufsjahre viel Freude und Erfüllung

sowie persönlich eine stabile Gesundheit. Diese ist auch

Voraussetzung dafür, dass Herr Röstel sein Hobby der

Rassegeflügelzucht weiter mit Passion ausüben kann.

Gerd Schulz

// Rind im Bild 1/2011 39


40

Brigade mit TOP-Debüt

Es gab einige bemerkenswerte Rangfolgeverschiebungen.

Goldwin und Shottle sind als Bullenväter

für die interessantesten Neulinge verantwortlich.

Bei Rotbunt machten die ersten Colby-Red-Söhne

auf sich aufmerksam.

Holstein

Brigade positionierte sich auf Anhieb in der

Spitze

Gegenüber August wurde die Gewichtung der

Töchterinformationen bei der Kombination mit

den genomischen Werten zugunsten der konventionellen

Zuchtwerte erhöht. Dadurch - und durch

zusätzliche Töchterinfos - konnten einige Vererber

mit größerem Unterschied zwischen genomischem

Wert und Töchter-Zuchtwert etwas deutlicher gewinnen.

Ein interessanter Neueinsteiger war der mittlerweile

90 EX eingestufte Brigade von der RSH eG. Dieser

Best-Sohn geht über Durham und Prelude auf

eine Vollschwester zu Tonic, also die Bell Tammy-

Familie zurück. Brigade ist ein Exterieur- (RZE 136)

und Inhaltsstoff-Vererber (+0,47 % Fett, +0,14 %

Eiweiß; RZM 122). Insbesondere die Fundamente

zeigen bei 133 gesamt ein beeindruckendes Linearbild.

Dieses Bild bestätigte seine erste Nachzuchtgruppe,

die anlässlich der EuroTier 2010 in

// Rind im Bild 1/2011

// Zucht

Dezember-Zuchtwerte 2010

Hannover präsentiert wurde. Mit Brigade verfügt

die RSHeG über einen neuen Allroundvererber der

auf leistungsstarke Kühe zur Verbesserung des Exterieur

aber auch der funktionellen Merkmale eingesetzt

werden kann und auf Anhieb in das NOG

Angebot aufgenommen wurde.

Kuba v. Tropic, Besitzer: L. Bendixen, Dörpum - Tropic ist ein solider Leistungsvererber Foto: Geverink

Koralle v. Brigade, Besitzer: K. Clausen, Jardelund - Brigade ist ein Exterieur- (RZE 136) und Inhaltsstoff-Vererber Foto: Geverink

Der Laudan-Sohn Lemmna (Laudan x Jocko Besn x

Rudolph) aus der Zucht von Asmus Thomsen. Levshöh,

ebenfalls im Besitz der RSH eG, hat mit zusätzlichen

36 Töchtern +7 Punkte RZG auf 134 (RZM

113) gewonnen. Damit ist er jetzt der zweithöchste

Laudan-Sohn (#35) nach Leko. Lemmna steht für

solide Milchtypen mit genügend Körper. Dabei verfügen

die Töchter über sehr gute Fundamente und

regelmäßige, fest auf gehangene Euter. Lemmna

ist ein Vererber der nachhaltig Milchleistung bringt

und auf Grund der überragenden Zellzahl (RZS 121)

und Nutzungsdauer (RZN 128) gepaart mit guter

Töchterfruchtbarkeit für funktionelle Laufstallkühe

steht.

Hochinteressant ist auch der Titanic Sohn Tropic

(MV.: Manat x Lee), ebenfalls aus der Zucht Thomsen

Levshöh. Tropic ist ein solider Leistungsvererber,

der Eutergesundheit und Funktionalität bringt

und durch seine gute Fundament- und tadellose

Eutervererbung ein interessanter Anpaarungsbulle

sein sollte.

Ein weiterer Neuling ist Larifai (Laudan x Rudolph),

ein Halbbruder zu Zabing, aus der Zucht von

J Petersen, Nordhackstedt. Larifai ist ein durchschnittlicher

Milchmengenvererber mit guten Eiweißprozenten,

dessen Stärken neben der guten


Zellzahl (RZS 115) die Nutzungsdauer (RZN 125)

und die Töchterfruchtbarkeit (RZR 112) sind. Er

bringt solide Kühe im Exterieur.

Bekannte RSH Vererber etablierten sich in

der Spitze

Terbium (Titanic x Rudolph), aus der bekannten

Laurie Sheik-Familie, konnte sich im Zuchtwert

weiter steigern. Mit RZG 130 besticht er vor allem

durch sein einheitliches Vererbungsbild ohne

Schwächen. Die etwas spätreiferen Kühe überzeugen

durch sehr gute Sekundärmerkmale und

Funktionalität, sind dabei rahmige edle Kühe mit

gutem Fundament und solider Eutervererbung, der

breit eingesetzt werden kann.

NOG Saiko (MV Emerson) ist einer von vielen

Shottle-Söhnen, der über eine solide Leistungsvererbung,

ein gut ausbalanciertes Exterieur in allen

Merkmalen und gute Funktionalitätszuchtwerte

verfügt. Gegenüber der August-Zuchtwertschätzung

konnte er sich weiter verbessern und kann als

Allroundvererber angesprochen werde.

Als zuverlässige TOP-Vererber erweisen sich Zabing

(RZM 104, RZE 139), Labiate (RZG 117, RZE

128) und Jannik (RZG 122, RZN 115). Die ersten

Töchter aus dem Wiedereinsatz bestätigen die Erwartungen

in diese beiden Ausnahmebullen.

Rotbunt

Einer der höchsten Gewinner ist der im August mit

erst wenigen Töchtern neu eingestiegene Tonikum

(Talent x Rubens Red) von der RSH eG. Mit RZE 137

ist er jetzt der höchste verfügbare rote Exterieurvererber

und zudem mit RZM 112 (Eiweiß +0,12),

RZS 116 sowie RZN 123 ein echter Allrounder auf

hohem Niveau. Tonikum hat jetzt 63 Töchter im

Leistungszuchtwert und kommt mit zusätzlich genomischen

Zuchtwerten auf 85 % Sicherheit. Seine

Exterieur- und Leistungsvererbung machen ihn zu

einem gesuchten Bullenvater, da er in punkto Funktionalität

voll überzeugen kann

Eine Bereicherung des RSH-Angebotes ist der neue

Stall-Nr. 66 v. Keel, Besitzer: A. Schmidt, Hodorf – Keels Nachzuchtgruppe

auf der EuroTier war überzeugend und unterstrich die vorzügliche

Fundament- und Euterqualität dieses Outcross-Vererbers Foto: Geverink

// Zucht

Colby-Sohn in der Topliste Castory (#38). Er geht

über Rubens-Red auf die Flano-Schwester von Laurel

(13.000 Töchter, #58) zurück. Castory ist mit

RZE 130 besonders exterieurstark und hat dabei

ansprechende Leistungszahlen (RZM 115). Mit viel

Milch, einem guten Fett-:Eiweißverhältnis, sowie

überragender Fundament- und Eutervererbung ist

er eine interessante Anpaarungsalternative.

Kanzler verbesserte sich mit seinen Töchtern in der

dritten Laktation in der Leistung auf RZM 114 und

in der Eutergesundheit auf RZS 112 (RZE 130, #32).

Leider ist er jedoch nicht mehr verfügbar.

Aber mit Keel gibt es einen weiteren interessanten

Komtur-Sohn von der RSH eG, der in allen Exterieurmerkmalen

deutliche Gewinne verzeichnete und

so um 11 Punkte auf RZE 135 anstieg. Seine Nachzuchtgruppe

auf der EuroTier war überzeugend und

unterstrich die vorzügliche Fundament- und Euterqualität

dieses Outcross-Vererbers.

Faromir bekam die ersten 49 neuen Töchter hinzu

und dies nicht zu seinem Nachteil, denn er kehrt in

die Top-50 an #44 zurück. Er stieg 3 Punkte im RZM

auf 110 und blieb im RZE mit 119 fast konstant.

Aval stieg mit den Töchtern in der zweiten Laktation

auf RZM 109 (RZE 128). Insgesamt konnten sich

die bekannten RSH-Vererber im Zuchtwert recht

stabil halten und bieten eine breite Palette alternativer

Blutführungen für den Einsatz.

Rotbunt DN

Oskur überzeugt durch DN TYP

Die Dezemberschätzung brachte den Neuling Oskur

(Orinat x Tajax) direkt in die Spitze. Mit seiner

Milchmengenvererbung (+952 kg) und der sicheren

Typvererbung mit gutem Fundament ist er

ein Bulle, der auf euterstarke Kühe angepaart, hervorragende,

leistungsstarke DN-Kühe bringen kann.

Unangefochtene Nr. 1 ist Baltimore (Buster x

Door). Trotz knapper Milchleistung überzeugen seine

Inhaltsstoffe (+0,61 %-Fett; +0,46 %-Eiweiß).

Knolle v. Tonikum, Besitzer: G. Sievers, Beidenfleth – Mit RZE 137 ist

Tonikum jetzt der höchste verfügbare rote Exterieurvererber

Foto: Arkink

Auf Grund seiner guten Typ- und Eutervererbung,

der guten Zellzahl und Nutzungsdauer kann er auf

Grund des günstigen Geburtsverlaufes breit eingesetzt

werden.

Owen (Orinat x Parole) und Menno (Manuel x

Karel) bestätigten ihre solide Typ- und Leistungsvererbung.

Während Owen ein Garant für beste

Euter ist, dürften Menno`s Stärken eher in der Nutzungsdauer

und den Fundamenten zu finden sein.

Angler

Die Dezember-Zuchtwertschätzung brachte in der

Angler-Zucht wenig neue Vererber. Die Spitze bilden

nach wie vor Elegier (Valedo x Rudi) RZG

124 und Graham (B Jurist x Good Luck) RZG 121.

Elegier bringt solide Exterieurkühe und hat seine

besonderen Stärken in der guten Zellzahl (RZS 125)

und der Nutzungsdauer (RZN 118). Graham ist auf

Grund der Inhaltsstoffe ein starker Leistungsvererber

mit guter Fundament- und Eutervererbung.

Hexer (Baldo x Cadon) und Dagufa (Stadel x Ingemar)

bestätigten mit RZG 119 die August-Werte.

Die Hexer-Nachzucht wurde auf der EuroTier ausgestellt

und überzeugte mit typstarken Kühen, die

über viel Körper, beste Becken und sehr gute Euter

verfügen. Er ist sicherlich ein breit einsetzbarer Bulle

zur Verbesserung des Exterieurs.

Als neuer Vererber ist Haithabu (R Ascona x Zion)

aus der Zucht von Fuschera-Petersen ein zu beachtender

Bulle. Seine solide Milchmengenvererbung

bei guter Zellzahl und Melkbarkeit machen ihn zu

einem Allrounder ohne Schwächen, der auch in der

Typ- und Eutervererbung überzeugen kann.

Der für Färsenbesamungen geeignete Hybrid (Orraryd

x Stadel) und die bekannten Elkor, Damaskus

und Eukal konnten ihre August-Zuchtwerte

bestätigen.

Insgesamt war die Zuchtwertschätzung im Dezember

recht erfolgreich für die RSH eG.

M. Leisen

Kaschmir v. Oskur, Besitzer: H. Lieske, Hadenfeld – Die Dezemberschätzung

brachte den Neuling Oskur (Orinat x Tajax) direkt in die

Spitze Foto: Arkink

// Rind im Bild 1/2011 41


42

Aktuelle Bullenväter in

unseren Zuchtprogrammen

Die Dezember-Zuchtwertschätzung brachte

ein paar neue, interessante, töchtergeprüfte

Vererber, die in Zukunft als Bullenväter

eingesetzt werden und somit die zukünftige

Generation der Jungbullen mitbestimmen

werden.

Schwarzbunt

Nach wie vor sind die O-Man-Söhne in den internationalen

TOP-Listen sehr stark vertreten. Daher haben

wir uns dazu entschieden, ein möglichst breites

Spektrum von O-Man-Söhnen zu nutzen, um sich

nicht zu stark auf Einzelbullen festzulegen.

Einer dieser Bullen ist Logan, der aus der bekannten

BW Marshall-Tochter Lizy stammt. Neben einer au-

// Rind im Bild 1/2011

// Bullenväter

ßerordentlich hohen Leistung überzeugen seine stabilen

Inhaltsstoffe. Wie fast alle O-Man-Söhne hat

er sehr gute Zuchtwerte für Nutzungsdauer (121)

und Zellzahl (129). Im Exterieur überzeugt Logan

durch Größe, Substanz und sehr gute Fundamente.

Bei der Anpaarung sollte man schärfere Milchtypen

mit sehr gutem Zentralband bevorzugen.

Ebenfalls ein O-Man-Sohn aus einer BW Marshall

ist der Bulle Bronco. Mit 2.095 kg-Milch ist er ein

absoluter Powerbulle mit sehr guter Funktionalität

(RZN 118, RZS 117). Die Nachzucht überzeugt

durch Rahmen und viel Substanz. Bei eher eben

gelagerten Becken sind die Fundamente gut durchschnittlich.

Die Euterqualität und Euteraufhängung

sind für einen O-Man-Sohn sehr gut.

Bullenväter Schwarzbunt – Zuchtwertschätzung Dezember 2010 – Milchleistung

Ergänzt wird die Auswahl der Bullenväter um ALH

Duke (O-Man x Durham), der mit etwas weniger

Leistung aber mit vielleicht einer der besten Exterieurzuchtwerte

insbesondere im Körper und Fundament

(Körper 120, Fundament 133) glänzen kann.

Ein Ausnahme-O-Man-Sohn ist der Bulle Endstory.

Er ist aus unserer Sicht der kompletteste Exterieurvererber,

der vielen O-Man-Söhne. Der aus der

bekannten Rosabell (V.: JockoBesne) stammende

Bulle wurde in Italien geprüft und bringt bei 1.600

kg-Milch bei positiven Eiweißprozenten Kühe, die

sowohl im Körper (122) als auch im Fundament

(120) für einen O-Man-Sohn besondere Stärken im

Euter (124) hat und daher vielseitig einsetzbar ist.

Nr. Name HB-Nummer Abstammung RZG Milch Fett Fett Eiw Eiw Si RZM RZS Mtyp Kör Fund Eut RZE RZN RZR

kg % kg % kg %

1 Logan 506214 O-Man x Marshall 147 + 1896 - 0,05 72 - 0,03 61 82 136 129 97 120 120 110 120 121 108

2 Bronco 506210 O-Man x Marshall 144 + 2095 - 0,28 55 - 0,09 61 81 133 117 96 126 108 118 122 118 114

3 Beacon 506312 Shottle x Marshall 144 + 1831 - 0,13 61 - 0,11 50 82 128 116 113 122 116 120 128 127 113

4 ALH Duke 634394 O-Man x Durham 141 + 1646 - 0,15 51 + 0,03 59 96 132 113 105 120 133 114 130 117 99

5 Leko 811087 Laudan x Jocko Besn 141 + 1505 - 0,23 38 - 0,02 49 93 124 121 108 113 133 114 128 127 102

6 End-Story 506402 O-Man x Jocko Besn 140 + 1614 - 0,07 58 + 0,03 57 81 132 103 101 122 120 124 130 104 113

7 Radon 672586 Ramos x Manfred ET 140 + 1352 - 0,08 47 + 0,09 55 93 129 116 99 110 118 108 116 115 114

8 Schaffner 468294 Shottle x Rubens RF 139 + 1372 - 0,03 53 - 0,06 40 82 121 126 116 111 121 129 133 123 102

9 Jordan 506285 Goldwin x Durham 139 + 1066 - 0,04 40 - 0,01 35 85 117 122 120 109 126 133 137 129 106

10 Altaiota 506303 O-Man x B-M J ito 138 + 1315 + 0,07 61 + 0,02 47 82 127 115 103 127 110 128 130 108 115

11 Crown USA 52774524 Goldwin x O-Man 138 + 1107 - 0,09 37 + 0,11 48 71 125 120 103 103 119 120 121 111

12 Windbrook 506449 FBI x Blitz 135 + 1373 - 0,07 63 - 0,04 43 74 124 100 119 122 130 133 143 108 103

13 Brigade 505762 Best x Durham 133 + 639 + 0,47 71 + 0,14 35 89 122 105 111 122 133 122 136 112 99

14 Showtime 804016 Shottle x Brett 132 + 1706 - 0,08 61 - 0,14 43 91 124 113 103 126 116 127 132 107 103

Bullenväter Schwarzbunt – Zuchtwertschätzung Dezember 2010 – lineare Exterieurbeschreibung

Nr. Name HB-Nummer Abstammung Grö MCh KTi Sta BNe BBr HBW Kla Spg HbS Bewg HEu ZBA SPlv SPlh EAu ETi SLa

1 Logan 506214 O-Man x Marshall 114 94 113 118 90 109 81 114 108 109 118 107 91 105 86 110 108 100

2 Bronco 506210 O-Man x Marshall 117 93 113 120 91 115 88 122 102 103 104 111 100 108 95 116 114 93

3 Beacon 506312 Shottle x Marshall 113 107 108 107 98 110 101 122 111 110 108 116 111 102 100 112 114 102

4 ALH Duke 634394 O-Man x Durham 119 98 110 112 99 99 74 127 114 117 133 105 114 105 99 106 111 105

5 Leko 811087 Laudan x Jocko Besn 103 99 114 111 85 103 90 119 116 116 131 113 118 102 103 101 107 98

6 End-Story 506402 O-Man x Jocko Besn 124 107 116 120 99 116 93 115 102 107 120 123 111 120 107 114 110 109

7 Radon 672586 Ramos x Manfred ET 108 96 104 107 94 98 86 113 105 111 117 109 100 94 90 107 106 97

8 Schaffner 468294 Shottle x Rubens RF 119 110 97 102 106 98 96 112 116 103 113 113 101 119 103 124 126 91

9 Jordan 506285 Goldwin x Durham 112 115 102 95 95 95 99 104 121 112 122 122 129 110 112 125 120 101

10 Altaiota 506303 O-Man x B-M J ito 123 103 122 124 97 121 98 107 102 102 111 118 117 127 109 121 113 98

11 Crown USA 52774524 Goldwin x O-Man 112 103 98 100 106 96 94 107 0 107 117 114 113 113 106 113 111 94

12 Windbrook 506449 FBI x Blitz 123 120 120 118 101 117 85 116 0 117 118 132 124 104 106 128 111 80

13 Brigade 505762 Best x Durham 118 103 113 113 103 100 93 121 117 114 131 121 114 104 104 115 113 91

14 Showtime 804016 Shottle x Brett 113 97 122 128 88 116 100 109 106 111 109 126 108 107 107 120 116 110


Abgerundet wird die Auswahl der O-Man-Söhne

durch den bekannten Bullen Altaiota, der seine

bisher bekannten Zuchtwerte stabil halten konnte

und ebenfalls durch seine außergewöhnlich gute

Körper- und Eutervererbung auffällt.

Die Auswahl der Shottle-Söhne wird größer. Angeführt

von dem bereits als Bullenvater eingesetzten

Beacon (Shottle x BW Marshall), der mit einem

// Bullenväter

RZG von 144 und für einen Shottle-Sohn mit hoher

Milchleistung (+1.831 kg) überzeugt, besticht

er neben dem ausgeglichenen Exterieur durch sehr

gute Nutzungsdauer-, Zellzahl- und Fruchtbarkeitszuchtwerte.

Mit Schaffner, ein Shottle-Sohn aus Rubens,

kommt ein Bulle zum Einsatz, der mit solider Leistung

und besonderen Stärken in der Zellzahl, der

Bullenväter Rotbunt – Zuchtwertschätzung Dezember 2010 – Milchleistung

Nutzungsdauer und des gesamten Exterieurs auf

sich aufmerksam macht und als Allroundbulle anzusehen

ist.

Komplettiert wird die Riege der Shottle-Söhne durch

den Bullen Showtime (Shottle x Brett), der ebenfalls

durch viel Milch mit etwas knapperem Eiweiß

in der Leistung überzeugt und seinen Namen alle

Ehre macht. Rahmige Kühe mit viel Substanz, sehr

Nr. Name HB-Nummer Abstammung RZG Milch Fett Fett Eiw Eiw Si RZM RZS Mtyp Kör Fund Eut RZE RZN RZR

kg % kg % kg %

1 Kairo 922475 Kian x Lentini RF 131 + 840 + 0,17 50 + 0,25 50 91 129 110 104 107 114 114 118 111 90

2 Tableau 916966 Talent 2 x Faber 129 + 939 - 0,40 5 + 0,16 46 95 119 106 110 99 122 127 127 120 86

3 Tonikum 597197 Talent 2 x Rubens 129 + 635 - 0,15 14 + 0,12 32 85 112 116 108 115 117 139 137 123 95

4 Castory 597187 Colby-Red x Rubens 122 + 1298 - 0,43 15 - 0,07 38 81 115 115 105 116 126 121 130 101 94

Nr. Name HB-Nummer Abstammung RZG Milch Fett Fett Eiw Eiw Si RZM RZS Mtyp Kör Fund Eut RZE RZN RZR

kg % kg % kg %

1 Campus 917332 Carmano x Giseh 141 + 1673 - 0,22 49 - 0,01 57 73 131 117 114 105 131 113 125 114 104

2 Fidji 917270 Fiction x Canvas 140 + 1593 - 0,02 65 - 0,03 51 73 130 106 91 108 118 117 119 118 108

3 Elburn RF 636446 Mr. Burns x O-Man 139 + 1570 - 0,29 34 + 0,06 59 73 130 116 102 109 122 114 121 117 101

4 Laron P 923151 Lawn Boy x Shottle 137 + 1145 + 0,01 49 + 0,00 39 73 121 114 105 109 117 130 129 122 109

5 Selayo 917153 Elayo x Goldwin 136 + 1300 - 0,29 28 + 0,03 47 73 122 116 110 104 123 129 131 117 100

6 Pembroke RF 506334 Mac x O-Man 136 + 1171 - 0,11 37 + 0,00 39 73 119 121 98 106 112 123 121 119 119

7 Cyrano 917319 Curtis x Goldwind 135 + 1445 + 0,10 70 + 0,11 59 73 136 108 112 97 114 108 112 111 88

8 Madeira 917194 Malvoy x September 134 + 2093 - 0,55 34 - 0,12 60 73 130 102 109 112 120 110 120 111 100

9 Rujock 996833 Ruacana x Jocko Besn 133 + 1642 - 0,43 28 - 0,06 50 73 124 110 108 115 124 115 125 113 101

10 Caraning 599444 Caribic x Lightning 132 + 1122 + 0,05 51 + 0,26 61 73 135 98 102 100 119 107 113 97 104

11 Wodino 599483 Woody x Classic PS 130 + 1594 - 0,34 35 - 0,05 50 73 124 112 108 104 107 117 116 115 94

12 Zubelino 599481 Zabing x Marmax RF 130 + 1736 - 0,53 22 - 0,14 45 73 120 116 109 113 117 121 125 113 100

Bullenväter Rotbunt – Zuchtwertschätzung Dezember 2010 – lineare Exterieurbeschreibung

Nr. Name HB-Nummer Abstammung Grö MCh KTi Sta BNe BBr HBW Kla Spg HbS Bewg HEu ZBA SPlv SPlh EAu ETi SLa

1 Kairo 922475 Kian x Lentini RF 109 102 105 107 121 98 96 106 101 111 110 102 105 108 98 110 116 90

2 Tableau 916966 Talent 2 x Faber 101 106 95 93 111 100 92 101 120 110 111 129 126 113 118 113 107 90

3 Tonikum 597197 Talent 2 x Rubens 118 103 98 103 111 110 87 114 102 109 114 122 117 121 113 127 131 96

4 Castory 597187 Colby-Red x Rubens 110 97 101 108 108 112 87 108 114 113 121 115 115 110 113 106 112 98

Nr. Name HB-Nummer Abstammung Grö MCh KTi Sta BNe BBr HBW Kla Spg HbS Bewg HEu ZBA SPlv SPlh EAu ETi SLa

1 Campus 917332 Carmano x Giseh 108 111 96 96 107 106 94 109 122 115 127 115 114 111 124 105 102 115

2 Fidji 917270 Fiction x Canvas 110 89 96 112 108 104 84 115 99 105 118 104 101 112 103 112 120 100

3 Elburn RF 636446 Mr. Burns x O-Man 118 96 98 106 126 108 89 117 109 108 116 111 105 108 98 105 114 87

4 Laron P 923151 Lawn Boy x Shottle 118 101 100 104 88 104 99 105 114 104 114 122 114 107 104 118 129 99

5 Selayo 917153 Elayo x Goldwin 117 107 95 97 113 90 97 107 120 103 117 125 126 116 127 114 120 91

6 Pembroke RF 506334 Mac x O-Man 103 96 99 103 83 108 103 110 100 103 113 114 107 120 112 117 116 96

7 Cyrano 917319 Curtis x Goldwind 106 111 100 95 132 93 94 99 109 106 110 111 104 108 101 100 98 107

8 Madeira 917194 Malvoy x September 109 109 110 104 100 96 87 111 108 109 119 120 110 106 109 97 94 100

9 Rujock 996833 Ruacana x Jocko Besn 110 108 108 107 104 105 89 116 107 112 119 114 106 107 106 107 109 113

10 Caraning 599444 Caribic x Lightning 108 103 91 97 107 104 88 104 113 109 114 113 106 105 115 95 104 92

11 Wodino 599483 Woody x Classic PS 104 107 99 97 105 102 103 103 103 101 105 119 112 109 108 103 106 96

12 Zubelino 599481 Zabing x Marmax RF 112 109 105 104 110 101 89 109 107 109 111 120 107 112 115 110 110 96

// Rind im Bild 1/2011 43


44

gutem Oberkörper, solide Fundamente und TOP-

Euter prägen diesen Bullenvater.

Darüber hinaus sind die ersten Goldwin-Söhne

als Bullenvater im Einsatz. Der bekannte Kanadier

Jordan (Goldwin x Durham) aus der weltbekannten

Jericho ist sicherlich kein Vererber, der TOP-

Milchleistungen bringt. Mit seinen Nutzungsdauer-,

Zellzahl- und Fruchtbarkeitszuchtwerten überzeugt

er. Seine Stärke ist jedoch ein hervorragendes Exterieur.

Rahmige, milchtypische Kühe mit durchschnittlicher

Substanz, die über TOP-Fundamente (126)

und Spitzeneuter (133) verfügen, bringen ihn zu

einem RZE von 137.

Ergänzt wird die Bullenväterliste durch den bekannten

Leko (Laudan x JockoBesne), der seine

gute Leistungsvererbung, seine vorzügliche Fundament-

und solide Körper- und Eutervererbung

gepaart mit sehr guter Zellzahl (RZS 121) und Nutzungsdauer

(RZN 127) nachhaltig bestätigte.

Der Ramos-Sohn Radon ist sicherlich nicht der super

Exterieurbulle aber seine außergewöhnliche

Leistungsvererbung, sie sehr guten Zellzahl-, Nutzungsdauer-

und Fruchtbarkeitszuchtwerte zeigen,

dass er ein Bulle ist, der problemlose Produktionstypen

bringen kann. Daher sollte er unsere Bullenväterliste

ergänzen.

Mit Windbrook (FBI x Blitz) steht ein Bulle mit

außergewöhnlichem Exterieur (RZE 143) sehr hoch

in der Beliebtheitsskala. Eine solide Milchleistung

mit akzeptablen Funktionalitätszuchtwerten und

sein Pedigree machen ihn nicht nur als Bullenvater,

sondern auch als Bulle für Schaukühe interessant.

Die etwas schwächere Melkbarkeit muss beachtet

werden.

Komplettiert wird die Liste der Bullenväter von dem

RSH-Vererber Brigade (Best x Durham). Der aus

Blickpunkt Rind am 02.12.2010

Jelbas 811138

Jefferson x Eminenz x Cadillac

RZG 127 RZM 118 RZE 115

RZS 100 RZN 110 RZR 111

Von diesem frühen Jefferson-Sohn hatten zum Zeitpunkt

der Schau erst wenige Töchter abgekalbt, die

ihm mit der Dezember-Zuchtwertschätzung erste Informationen

für seinen Zuchtwert liefern.

Es wurden sechs seiner Töchter ausgestellt, die mit

leicht abfallenden Becken mittlerer Breite ausgestattet

waren. Sie präsentierten sich zudem mit einer

runderen Rippe und auch wäre etwas mehr Herztiefe

// Rind im Bild 1/2011

// Bullenväter

der Patrick-Familie stammende Bulle ist bei mittlerer

Milchmenge der derzeit wohl stärkste Bulle für

Eiweißprozente (+0,14 %), hat gute Zellzahl- und

Nutzungsdauerzuchtwerte und überzeugt mit seiner

Nachzucht in allen Exterieurmerkmalen insbesondere

in der Größe, der Substanz, in der Fundament-

aber auch in der Euterqualität. Er dürfte derzeit

wohl der internationale TOP-Best-Sohn sein.

Die Auswahl der genomischen Jungbullen, die zum

Einsatz kommen, ist sehr breit. Etwa ein Drittel unsere

Anpaarungen sollen mit diesen junge, wenn

auch noch etwas unsicheren Vererbern gemacht

werden.

Neben dem RSH-Vererber Juman (Juwel x O-Man)

und NOG Fabri (Fibrax x Laudan) wurde besonders

Wert bei der Auswahl auf ein möglichst breites Abstammungsspektrum

gelegt. Details zu den einzelnen

Bullen können Sie den jeweiligen Listen übernehmen.

Rotbunt

Bei den Rotbunten Vererbern gibt es wenig neue,

überzeugende Bullen, die als Bullenväter gebraucht

werden können.

Zu den interessantesten Bullenvätern gehört Kairo.

Dieser Kian-Sohn aus der bekannten Lentini-Tochter

Massia 21 bringt bei mittlerer Milchmenge außergewöhnlich

viel Eiweiß (+0,25 %). Zellzahl und

Nutzungsdauer, wie in dieser Abstammung nicht

anders zu erwarten, sind gut. Kairo bringt rahmige

Kühe mit Substanz und guten Becken, die etwas

milchtypischer sein könnten. Die Fundament- und

Eutervererbung sind solide. Die gesehene Nachzucht

bestätigt das lineare Profil.

Von den Talent-Söhnen kommt Tableau zum Einsatz.

Dieser aus einer Faber-Mutter stammende

// Nachzuchten

Nachzuchten für Sie gesehen

wünschenswert. Die etwas gröberen Fundamente

waren leicht gewinkelt, verfügen aber über eine korrekte

Hinterbeinstellung und über eine gute Trachtenhöhe.

Die Euter sind von guter Textur und die

Hintereuterhöhe sowie das Zentralband sind leicht

überdurchschnittlich in der Ausprägung. Den Vordereutern

fehlt etwas Länge und die Striche sind vorne

eher weiter, hinten aber optimal platziert.

Suarez 811100

Shottle x Jocko Besne x Storm

RZG 134 RZM 119 RZE 126

RZS 127 RZN 121 RZR 105

Vererber ist mit knapp 1.000 l-Milch und +0,16

%-Eiweiß ein hervorragender Fundament- und

Eutervererber mit guter Nutzungsdauer, der seine

Schwächen jedoch inden Fettprozenten und in der

Substanz hat.

Mit dem RSH-Vererber Tonikum (Talent 2 x Rubens)

steht ein ebenfalls mittlerer Leistungsvererber

als Bullenvater im Rampenlicht, der mit seiner

Zellzahl (116), Nutzungsdauer (123) und außergewöhnlichem

Exterieur, mit besonderer Stärke im Euter

(139) brilliert. Bei seiner Anpaarung sollte man

etwas Milchmenge vorhalten.

Komplettiert wird das Angebot der Bullenväter

durch den Colby Red-Sohn Castori, der aus einer

Rubens-Mutter stammt. Mit knapp 1.300 l-Milch

gehört er zu den besten Rotbunten Milchmengenvererbern,

der mit guter Eutergesundheit und

durchweg solider, sicherer Exterieurvererbung, mit

einer etwas anderen Abstammung sicherlich eine

interessante Anpaarungsalternative mit besonderen

Stärken in der Fundamentvererbung sein wird.

Bei der Red Holstein-Zucht ist der Anteil der Bullenväter

mit genomischen Zuchtwerten etwas höher.

Neben den RSH-Vererbern Zubelino, Rujock und

Caraning haben wir das Angebot durch nationale

und internationale TOP-genomische Jungbullen ergänzt,

die auch hinsichtlich der Blutführung und der

Milchmengenvererbung die Rotbuntzucht voranbringen

sollten.

Wichtig ist für die Zukunft, dass auch im Zeitalter

der genomischen Zuchtwerte das Spektrum der Anpaarungsbullen

möglichst breit gehalten wird.

Alle Informationen können Sie den Detaillisten entnehmen.

Für Rückfragen stehen Ihnen unsere Mitarbeiter

gerne zur Verfügung.

M. Leisen

Der Shottle-Sohn Suarez war mit einer Gruppe von

sechs Töchtern am Start, von denen die kalibrige

“Suadar” von der Landgut-Heideland e.G. aus Groß

Naundorf zur „Siegerkuh der Nachzuchten“ ausgezeichnet

wurde.

Die Suarez-Töchter sind rahmige Kühe mit guter Körpertiefe

und Vorhandstärke. Besonders hervorzuheben

sind die langen und korrekt gelagerten Becken.

Während der Bulle dem Linearprofil nach steilere

Beine züchtet, war dies bei seinen Töchtern nicht

unbedingt zu erkennen. Die Fundamente waren korrekt

gewinkelt und gestellt (Hinteransicht) und sehr

trocken in den Sprunggelenken.


Die langen Euterkörper werden von einem starken

Zentralband gehalten und die breiten Hintereuter

sind mittelhoch angesetzt. Neben einer korrekten

Strichplatzierung könnten die Euter insgesamt etwas

lebhafter sein.

Guarini 811141

Goldwin x Oman x Jesther

RZG 143 RZM 129 RZE 125

RZS 123 RZN 122 RZR 110

Auch bei dem Bullen Guarini hatten zum Zeitpunkt

der Schau erst weniger Töchter abgekalbt, die ihm

mit der Dezember-ZWS erste Informationen für seinen

Zuchtwert liefern.

Es wurden sechs Töchter ausgestellt, von denen die

sehr jugendliche „Guabala“ von der Hoher Fläming

e.G. aus Rädigke zur „Reservesiegerin der Nachzuchten“

ausgezeichnet wurde.

Guarini-Töchter sind spätreife, milchtypische Kühe

mit gutem Rahmen und überwiegend korrekt gelagerten

Becken, die knapp durchschnittlich in der

Breite sind. Die etwas derberen Fundamente zeigten

neben ordentlichen Klauen eine leichte Hinterbeinwinkelung.

Die drüsigen Euter waren hoch und fest aufgehängt

und mit einem starken Zentralband ausgestattet,

könnten allerdings etwas länger im Vordereuter sein.

Die Strichplatzierung ist vorne weiter und die Striche

tendenziell kürzer.

I. Schnoor

WEU-Konvent 2011

Truman 328696

Throne x Lee x Charles

RZG 132 RZM 113 RZE 129

RZS 122 RZN 123 RZR 107

Die rahmigen, milchtypischen Truman-Töchter präsentierten

sich im Produktionskleid mit genügend

Substanz und Körpertiefe, dabei lang, jedoch überwiegend

ansteigend im Becken. Die Fundamente

sind insgesamt trocken und klar mit guten Klauen.

Die Euter präsentierten sich mittelhoch, mit guter

Voreuterlänge und Hintereuterhöhe und korrekt

platzierten, mittellangen Strichen.

Auf Grund der Blutführung ist der Bulle breit einsetzbar,

insbesondere zur Verbesserung der Fundamente,

Zellzahl und Nutzungsdauer. In der Anpaarung

sollte man Kühe mit korrekter Beckenlage

bevorzugen.

Sorento 329955

Shottle x Marshall x Rudolph

RZG 127 RZM 116 RZE 130

RZS 112 RZN 114 RZR 102

Sorento ist ein Shottle-Sohn der durch außergewöhnliche

Milchmengenvererbung bei knapperen

Eiweißprozenten ein solider Vererber ist.

Die gezeigten Töchter waren rahmig, mit durch-

// Nachzuchten

schnittlichem Milchcharakter, dabei für ihr Alter gut

in der Stärke und Körpertiefe.

Die insgesamt etwas kürzeren Kühe überzeugten

durch korrekt gelagerte, leicht abfallende Becken.

Die etwas unterschiedlich gewinkelten Fundamente

sind insgesamt solide. Bei etwas derberen Sprunggelenken

überzeugen die höheren Trachten.

Die insgesamt hoch aufgehangenen Euter sind mittelhoch

bei guter Breite und gutem Zentralband,

zeigten jedoch etwas Varianz in der Voreuterlänge

und gefallen durch die sehr gute Strichstellung und

ihre sehr gute Strichlänge.

M. Leisen

Malvoy

Marmax RF x Celsius x Leader

RZG 130 RZM 126 RZE 117

RZS 95 RZN 108 RZR 105

Auf dem HighlightSale am 7. Januar 2011 in Hamm

präsentierte die RUW eine siebenköpfige Nach-

zuchtgruppe (6 Rotbunte, 1 Schwarzbunte) des

Rotbuntvererbers Malvoy.

Die vorgestellten Malvoy-Töchter waren schicke,

elegante Kühe in gutem bis sehr gutem Rahmen.

Entgegen der letzten Vorstellung in Oldenburg hatten

die Kühe viel Milchtyp, Länge und eine gute

Rippentiefe. Die Becken waren breit genug und

optimal gelagert.

Die etwas steileren Hinterbeine hatten klare

Sprunggelenke und waren parallel gestellt und mit

ordentlichen Klauen versehen.

Die Euter waren hoch und breit angesetzt und mit

guten Zentralbändern ausgestattet. Die Strichstellung

und -platzierung war etwas unterschiedlich,

meistens gut bis sehr gut, in der Tendenz z.T. vorne

etwas weiter.

Die Gruppe in Hamm hatte viel mehr Rahmen,

Milchtyp und Schick sowie bessere Euter gegenüber

der Vorstellung in Oldenburg 2007.

R. Böhnke

Truman-Nachzucht beim WEU Konvent 2011 Foto: WEU

Lore v. Malvoy, Besitzer: W. Hegemann, Telgte Foto: Geverink

// Rind im Bild 1/2011 45


46

// Rind im Bild 1/2011

// Schauen

16. „Blickpunkt Rind“ –

Verbandsschau in Brandenburg

Die diesjährige RBB-Verbandsschau werden alle

Beteiligten wohl nicht so schnell vergessen. Der Wintereinbruch

hatte es in sich, mehrere Nächte Frost im

zweistelligen Bereich, heftiger Ostwind und dann noch

starker Schneefall stellten Mensch, Tier und Material

vor eine harte Belastungsprobe. Zum Ende der Schau

herrschten teils chaotische Straßenverhältnisse, die

vor allem die Tiertransporte vor erhebliche Probleme

stellten. Ausfälle bei den Tieren und am Schautag auch

eine deutlich geringere Zuschauerzahl als in den Vorjahren

waren Folge der winterlichen Verhältnisse.

Zur Schau:

Die Nachzuchten von jungen RBB-Vererbern wurden

in bewährter Weise vom RBB-Schauteam und den

Jungzüchtern bestens vorbereitet. Nähere Informationen

zu den gezeigten Nachzuchten erfahren Sie in der

Rubrik „Nachzuchten für Sie gesehen“.

70 Schaukühe stellten sich in neun Klassen dem

Wettbewerb, in dem es eine bisher noch nie erlebte

Dominanz eines Zuchtbetriebes, der Seydaland Rinderzucht

GmbH, angetreten mit 16 Kühen, gab. In allen

drei Jungkuhklassen gingen die 1a-Preise an Seyda,

einmal sogar auch der 1b-Preis. Die logische Folge:

Sieg und Reservesieg gingen an zwei SeydaerJungkühe:

„SL Toskana“ (Airraid x Morty) und „SL Gowina“

(Goldwin x Manager).

Bei den „mittleren“ Kühen (2. Laktation) stellten verschiedene

Betriebe die Siegertitel und die RBB-Gene-

tik spielte eine hervorragende Rolle. Zwei Klassensiege

(Vehlefanz und Kolochau) für Lonar-Töchter aus dem

Testeinsatz und zweimal 1b für Jefferson-Töchter aus

Fehrow. Der Sieg bei den mittleren Kühen ging erneut

an Seyda, die bekannte Duplex-Tochter „SL Lausina

3“ war mit Abstand die beste Kuh. Über den Reservesieg

der Lonar-Tochter „MGK Loraya“ freuten sich

nicht nur die Züchter aus dem MilchgutKolochau.

Auch die älteren Kühe wurden in drei Klassen gerichtet.

Im „Endkampf“ um die beste ältere Kuh waren

die Rinderzüchter aus Seyda wieder mit drei Kühen

vertreten (2 x 1a, 1x 1b) und auch der Sieg in dieser

Kategorie wurde errungen. Die Cocherill-Tochter „SL

Uta“ gewann klar. Den Reservesieg holte sich die älteste

vorgestellte Kuh (7 Kalbungen), die Ciso-Tochter

„Chili“ aus dem Agrarbetrieb Damsdorf. Diese Kuh

wurde ebenfalls ausgezeichnet als Kuh mit der höchsten

Lebensleistung (> 82.000 kg Milch) und höchster

Lebenseffektivität (26,5 kg Milch pro Lebenstag).

Mit allen drei Siegertiteln war der Weg frei für Seyda

zum Grand-Champion. Die Wahl des Preisrichters fiel

genauso eindeutig wie die der Zuschauer am Ring

auf die alles überragende Duplex-Tochter „SL Lausina

3“. Wenn diese Kuh, die bereits auf dem „Blickpunkt

2009“ Siegerfärse und in Oldenburg auf der DHV-

Schau vertreten war, gesund bleibt, steht ihr wahrscheinlich

noch eine größere Schaukarriere bevor.

Bericht RBB, gekürzt Ingo Schnoor

Miss Blickpunkt Rind 2010: „SL Lausina 3“, Seydaland Rinderzucht GmbH Foto: Schulze

WEU-

Konvent 2011

Am 13. Januar 2011 fand der diesjährige

WEU-Konvent in Oldenburg statt. Den Preisrichtern

Klaus-Dieter Augustin, Neuendorf,

und Matthias Zens, Musweiler, stellten sich

hervorragende Holsteinkühe vor.

Eröffnet wurde die Veranstaltung mit dem Jackpot-

Wettbewerb. Die Preisrichter vergaben hier den Siegerpreis

an die Bolton-Tochter Cinderella v. E. Strudthoff,

die durch Rahmen, viel Eleganz und TOP-Euter

nicht zu schlagen war. Auf den Plätzen folgten die

Goldwin-Tochter Marleen von Eike Holfeldund die

rotbunte SLH Goldrose (v. Red Rock) aus dem Züchterstall

von Bernd Schulte-Lohmöller.

Die kleine aber feine Rotbuntkollektion bestach durch

ihre hervorragende Qualität. Zum Sieger erklärten die

Preisrichter die Tableau-Tochter Nina v. E. Strudthoff.

Ihre Stärken sind der überragende Körper, die optimalen

Becken und die sehr guten Fundamente. Der

Reservesiegertitel ging an die bereits im Jackpot

erfolgreiche Red Rock-Tochter Goldrose, die sich als

außerordentlich komplette junge Kuh vorstellte.

Der Schwarzbuntwettbewerb überzeugte mit seiner

sehr ausgeglichenen und sehr hohen Qualität. Zur

Siegerfärse körten die Preisrichter die Kuh Loh Lissy,

eine Duplo-Tochter v. A. Lohmöller, die sich jugendlich,

mit viel Milchtyp und viel Ausdruck präsentierte

und zu Recht Siegerin wurde.

Bei den Zweitkalbskühen siegte unangefochten die

September-Tochter Jodie von B. Schulte-Lohmöller

vor der Gibson-Tochter Lindsay v. S. Friederichs. Beide

Kühe überzeugten an diesem Tag durch ihre Eleganz,

die TOP-Fundamente und die hervorragende Euterqualität.

Die älteren Kühe der Schau beeindruckten insbesondere

das Publikum der Schau. Zur Siegerkuh alt und

zumGrand Champion des WEU-Konvents wurde die

grandiose Krista (V. Stormatic) aus dem Besitz von der

Cording& Seegers GbR sowie Windlooper Holsteins,

der dieser Sieg an diesem Tage nicht streitig zu machen

war. Der Reservesiegertitel ging an die schaubewährte

Starleader-Tochter EkeLesta v. H. Ekenhorst.

Insgesamt kann man der WEU zu der Top-Kuh-Qualität

nur gratulieren.

Gezeigt wurden die Nachzuchten mit Töchtern aus

dem Wiedereinsatz der Bullen Marbach und Stylist,

die im Wesentlichen die bekannten Linearprofile

und Vererbungsleistungen bestätigten. In der Rubrik

„Nachzuchten für Sie gesehen“ können Sie aktuelle

Berichte zu den gezeigten Bullen der Bullen Truman

und Sorento nachlesen. M. Leisen


Schauen

Beeindruckende

Rotbunt-DN-Gruppe in Zwolle

Anlässlich der Schau „Koe-Expo“ in Zwolle

wurden acht Kühe aus der Abteilung Rotbunt-MRIJ/DN

als Demogruppe gezeigt.

Vier der ausgestellten Rotbuntkühe stammten aus

Kühen mit HF-Vätern, so z.B. Kian, Jerom und Stadel.

Die restlichen vier waren reine MRIJ-Kühe und

stammten von Matthijs, Meldober und Meldon ab.

Alle acht rotbunten Kühe demonstrierten sehr beeindruckend

das Zuchtziel der Abteilung Rotbunt-

DN. Sie zeigten viel Kraft und Substanz in der

Vorhand und eine sehr gute Bemuskelung. Sehr

einheitlich war auch die Eutervererbung, d.h. sehr

drüsig, im Hintereuter mittelhoch und sehr fest in

der Aufhängung und mit guten Vordereutern ausgestattet.

Die ausgestellten acht Kühe waren ein

Zuschauermagnet und fanden viel Beachtung bei

den Zuschauern. G. Koch

Matteo 10.589098 TV TL 05.12.09

Zü: Fuschera-Petersen, Fahrdorf

V: Centini

M: Kleo 01/84-84-84-85/84 v.K Lens

1 La. 8299 5,25 436 3,86 320

MM: Eboli 01/82-85-84-84/84 v.Censor

5 La. 8058 5,35 431 3,82 308

Die DüKa Düngekalkgesellschaft mbH,

Barbing, bietet unter dem Markennamen

DEKAMIX® ein neues und verbessertes Hygieneprodukt

für die Tierhaltung an.

DEKAMIX® ist aufgrund seiner Zusammensetzung

besonders für die Verbesserung der hygienischen

Bedingungen im Rinderbereich geeignet. Weitere

Vorteile liegen in der erhöhten Feuchtigkeitsbindung,

der verminderten Rutschgefahr auf den bestreuten

Flächen und der sehr hohen Hautverträglichkeit.

Durch die hohe und dauerhafte Alkalität

wird bei regelmäßiger Anwendung der stallspezifische

Keimdruck deutlich reduziert, die Zellzahlen

in der Milch verringert, Euter- und Klauenentzündungen

vorgebeugt.

Angler

//Testbullen

Neues Hygiene-Einstreumittel

Sehr gute Doppelnutzungskühe wurden in Zwolle anlässlich der Koe-Expo-Ausstellung gezeigt. Gute Bemuskelung kombiniert mit sehr

guten Fundamenten und hervorragenden Eutern zeichnete die Gruppe aus. Foto:CRV Holland

Molando 10.599487 TV TL 29.08.09

Zü: HJ u. AJ ten Damme, AH Winterswijk Meddo

V: Menno

M: Jolanda 150 (3) VG 86 v.Buster

6 La. 8551 4,07 348 3,81 326

HL 4 9076 4,15 377 3,83 348

MM: Jolanda114 (3) VG v.Parole

2 La. 7513 4,46 335 3,89 292

DEKAMIX ®

für Hygiene im Stall

! senkt die Keimbelastung

! reduziert Fliegen, Parasiten und Ungeziefer

! trocknet die Klauen sowie die Lauf- und Liegeflächen

! verbessert die Mist- und Güllequalität

! erhöht die Vitalität der Tiere

! wird lose und im Big Bag geliefert

Beratung und Information:

Rotbunt DN

Getreide AG

Agrarhandel Schleswig-Holstein GmbH

Friedrich-Voss-Str. 11 ! 24768 Rendsburg

Tel.: 0 43 31/596-117 ! Fax: 0 43 31/596-100

www.getreide-ag.de

agrarhandel-sh@getreide-ag.de

DEKAMIX® kann auf allen

Liege- und Laufflächen, in der

Abkalbe- und Krankenbox sowie

im Kälber- und Jungviehbereich

und darüber hinaus

für das Klauentrockenbad verwendet

werden.

In Schleswig-Holstein kann

DEKAMIX® über die Firma

Getreide AG, Agrarhandel

Schleswig-Holstein GmbH in

Rendsburg, Tel.: 0 43 31 / 596

- 117, bezogen werden.

// Rind im Bild 1/2011 47


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