Geschäftsbericht 2008 - Personalvorsorgekasse der Stadt Bern

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Geschäftsbericht 2008 - Personalvorsorgekasse der Stadt Bern

Stadt Bern

Direktion für Finanzen,

Personal und Informatik

Personalvorsorgekasse

99. Geschäftsbericht

Jahresrechnung 2008


Titelbild:

Bern Mobil

Buschauffeur


Inhaltsverzeichnis

Teil 1 Jahresbericht

1. Organisation und Verwaltung 4

1.1 Verwaltungskommission 4

1.2 Anlageausschuss 4

1.3 Kassenverwaltung 4

1.4 Vermögensverwaltung 5

1.5 Kassenmedizinischer Dienst 5

1.6 Kontrollstelle 5

1.7 Experte 5

2. Das Geschäftsjahr im Überblick 6

2.1 Allgemeines zur beruflichen Vorsorge 6

2.2 Verwaltungskommission 7

2.3 Anlageausschuss 8

3. Statistische Angaben 9

3.1 Aktueller Bestand Mitglieder und Rentenberechtigte 9

3.2 Bestand Aktive und Rentenberechtigte 1969 – 2008 10

3.3 Finanzielle Übersicht 1972 – 2008 11

4. Kapitalanlagen 12

4.1 Anlagestrategie 12

4.2 Vermögensstruktur 2007 / 2008 13

4.3 Performance in % (Gesamt) 1992 – 2008 14

4.4 Performance in % (nach Anlagearten) 2007 / 2008 14

4.5 Allgemeine Informationen zur Anlagetätigkeit 15

4.6 Liegenschaftsverzeichnis 20

5. Versicherungstechnische Bilanz 24

5.1 Versicherungstechnische Bilanz 2007 / 2008 24

5.2 Expertenbestätigung per 31. Dezember 2008 25

6. Bericht der Kontrollstelle 26

Teil 2 Jahresrechnung und Anhang

1. Bilanz 28

2. Betriebsrechnung 30

3. Anhang 34


Energie Wasser Bern

Aussendienstmitarbeiter E-Front

Teil 1

Jahresbericht


4

1. Organisation und Verwaltung

1.1 Verwaltungskommission

Amtsdauer ab 1. Januar 2005 bis 31. Dezember 2008 (Stand 31. Dezember 2008)

Arbeitgebendenvertreterinnen und -vertreter

Vizepräsidentin Gemeinderätin Hayoz Barbara, Direktorin FPI

Mitglieder Burri Konrad, Leiter Personal BERNMOBIL

Meyer Roland, Generalsekretär FPI

Rentsch Sonja, Leiterin Zentrale Dienste PRD

Gemeinderätin Rytz Regula, Direktorin TVS

Dr. med. von Rütte Christoph, Vertrauensarzt PVK

Arbeitnehmendenvertreterinnen und -vertreter

Präsident Christen Walter, Sekretär VPOD

Mitglieder Amstutz Stefan, stv. Pflegedienstleiter Alters- und Pflegeheim Kühlewil BSS

Bechtiger Bernadette, Bereichsleiterin Erbschaftsamt SUE

Hofer Paul, Bauführer Tiefbauamt TVS

Kneubühl Bruno, Sektionsleiter Steuerverwaltung FPI

Schaller Martin, Leiter Elektro Gas- und Wasserversorgung ewb

1.2 Anlageausschuss

Amtsdauer ab 1. Januar 2005 bis 31. Dezember 2008 (Stand 31. Dezember 2008)

Präsident Oester Martin, Leiter PVK, FPI

Mitglieder Christen Walter, Sekretär VPOD

Gerber Andreas, Leiter Wertschriftendienst FPI

Hofer Harald, Master in Banking and Finance

Raval Fernand, Liegenschaftsverwalter FPI

Rentsch Sonja, Leiterin Zentrale Dienste PRD

1.3 Kassenverwaltung

Leiter der Kasse Oester Martin

Fachspezialist / Käser David

stv. Leiter

Architekt Zen Ruffinen Xavier

Sachbe- Frey Silvia

arbeiterinnen Roth Marianne

Schneuwly Marlis


1.4 Vermögensverwaltung

Gerber Andreas, Leiter Wertschriftendienst FPI

Schaffer Fritz, Sachbearbeiter / Buchhalter FPI

1.5 Kassenmedizinischer Dienst

Dr. med. von Rütte Christoph, Muri, Vertrauensarzt PVK

Oester Martin, Leiter PVK, FPI

1.6 Kontrollstelle

1.7 Experte

Treuhand Messer, Bern und Worb

Dr. Ernst Rätzer, dipl. Pensionsversicherungsexperte, Aon Consulting AG

Erläuterung zu den Direktionsabkürzungen

PRD Präsidialdirektion

SUE Direktion für Sicherheit, Umwelt und Energie

BSS Direktion für Bildung, Soziales und Sport

FPI Direktion für Finanzen, Personal und Informatik

TVS Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün

Martin Oester

Leiter PVK

031 321 66 98

martin.oester@bern.ch

5


6

2. Das Geschäftsjahr im Überblick

2.1 Allgemeines zur beruflichen Vorsorge

Das vergangene Jahr brachte für die Vorsorgeeinrichtungen

der beruflichen Vorsorge wohl die

grössten Herausforderungen seit Einführung des

Bundesgesetzes für die berufliche Vorsorge (BVG)

im Jahr 1985. Nachdem sich die meisten Kassen

vom Einbruch an den Börsen in den Jahren 2001

und 2002 etwas erholt hatten, und auch die

Personal vorsorgekasse der Stadt Bern zwischen

2005 und 2007 eine volle Deckung der Leistungsverpflichtungen

ausweisen konnte, riss namentlich

das vierte Quartal im vergangen Jahr wiederum eine

tiefe Lücke zwischen die finanziellen Verpflichtungen

und die vorhandenen Mittel. Um das Geschehen

an den Finanzmärkten im vergangen Berichtsjahr

ein ordnen zu können, sind Vergleiche mit der

grossen Depression in den 1930-er Jahren notwendig.

Der Welt aktienindex (MSCI World) büsste

innerhalb von 12 Monaten 44 % seines Wertes ein.

Wie lange diese Korrektur sowohl in der Wirtschaft

als auch den Börsen anhalten wird, kann uns einzig

die Zukunft beantworten.

Gemäss den Zahlen des Risiko Check-up der

Complementa / AWP sank der durchschnittliche

Deckungsgrad der schweizerischen Pensionskassen

von 109 % im Jahr 2007 auf rund 94 % per

Ende 2008. Mit einem Deckungsgrad von 93.4 %

befindet sich die Personalvorsorgekasse der Stadt

Bern somit knapp unter dem Durchschnitt der

schweizerischen Pensionskassen. Der Deckungsgrad

der öffentlich-rechtlichen Vorsorgeeinrichtungen

liegt gemäss den Complementa / AWP Schätzungen

per Ende 2008 mit 86 % sogar deutlich

tiefer.

Nebst den Turbulenzen an den Finanzmärkten

waren die Vorsorgeeinrichtungen aber auch in

anderen Bereichen gefordert. Nach wie vor

dominiert in der politischen Diskussion die von

Bundesrat und Parlament beschlossene weitere

Senkung des Um wandlungssatzes auf 6.4 %.

Diese Frage erhält vor dem Hintergrund der sich

stark verschlechternden finanziellen Situation der

Pensionskassen eine besondere Brisanz. Bekanntlich

wird das Stimmvolk in dieser Frage das letzte

Wort haben. Die Personalvorsorgekasse der Stadt

Bern ist als Leistungs primat kasse von dieser

Diskussion aber nur am Rande be troffen. Den

Herausforderungen der steigenden Langlebigkeit

und tieferen Kapital erträgen wird sich die Kasse

dennoch stellen müssen.

Im Herbst 2008 hat der Bundesrat eine deutliche

Senkung des Mindestzinssatz per 1. Januar 2009

von 2.75 % auf 2 % beschlossen, um der seit

längerem feststellbaren negativen Entwicklung, wie

auch den aktuellen Schwankungen der Finanzmärkte,

Rechnung zu tragen.

Der Bundesrat hat zuhanden der eidgenössischen

Räte eine neue Gesetzesvorlage zur Finanzierung

der Vorsorgeeinrichtungen von öffentlich-rechtlichen

Körperschaften verabschiedet. Die Vorlage

sieht eine Vollkapitalisierung dieser Vorsorgeeinrichtungen

innert 40 Jahren (Dauer eines

Erwerbs lebens) sowie deren Verselbständigung

gegenüber dem Gemeinwesen vor. Diese Änderungen

des BVG sollen am 1. Januar 2010 in Kraft

treten und werden auch direkte Auswirkungen

auf die künftige Organisation und Reglementsgestaltung

der Personalvorsorgekasse der Stadt

Bern haben.

Der Bundesrat verbessert im Bereich der beruflichen

Vorsorge auch die Situation von Arbeitnehmenden,

die häufig die Stelle wechseln. Zu diesem Zweck hat

er eine Verordnungsänderung beschlossen.

Demnach werden Arbeitnehmende die mehrere

Arbeitseinsätze für denselben Arbeitgebenden

leisten dem BVG unterstellt, wenn die Gesamtdauer

der Einsätze 3 Monate übersteigt.


2.2 Verwaltungskommission

Die Kommission trat 2008 sechsmal zusammen.

Neben den üblichen Geschäften genehmigte sie

den Geschäftsbericht und die Jahresrechnung

für das Jahr 2007 und befasste sich mit den ihr

vorgelegten Gesuchen, darunter 12 um vorzeitige

Pensionierung oder Teilpensionierung infolge

Invalidität.

Die Kommission genehmigte den Beschluss zur

Teilliquidation von Police Bern. Dieser wurde allen

per 31. Dezember 2007 Ausgetretenen, sowie den

Ver sicherten und Rentenberechtigten zur Kenntnis

gebracht. Gegen den Beschluss der Verwaltungskommission

wurden keine Einsprachen erhoben.

Verschiedene Ausführungsbestimmungen zu

einzelnen Artikeln des Personalvorsorgereglements

fasste die Kommission neu in einer Ausführungsverordnung

zusammen und setzte diese auf den

1. August 2008 in Kraft.

Bei der Diskussion um die Anpassung der laufenden

Renten an die Teuerung beschloss die Kommission

die bisherige Praxis einer Teuerungsanpassung auf

den 1. Juli des Jahres zu ändern. Eine allfällige

An passung soll in Zukunft auf den 1. Januar des

Jahres erfolgen. Damit befindet sich die Kasse

wiederum in zeitlicher Übereinstimmung mit dem

aktiven Personal. Auf eine Teuerungsanpassung

per 1. Januar 2009 hat die Kommission angesichts

der Unsicherheiten an den Finanzmärkten und der

finanziellen Lage der Kasse verzichtet.

Im Weiteren genehmigte die Kommission eine auf

ein Jahr beschränkte Anschlussvereinbarung mit

der Bären Elektro AG (Tochtergesellschaft des ewb).

Infolge Beendigung der Amtsdauer nahm die

Kommission die Wahl des Anlageausschusses vor.

Frau Sonja Rentsch, Leiterin ZD Präsidialdirektion

trat auf den 31. Dezember 2008 aus dem Ausschuss

zurück. Sie gehörte ihm seit 1996 an.

Als Nachfolger wurde Herr Jürg Tschofen, Leiter

Finanzen & Controlling ewb, gewählt.

Die Kommission führte auch im letzten Jahr die

Diskussionen zur langfristigen Ausrichtung der

Personalvorsorgekasse weiter. Die vom Gemeinderat

eingesetzte Projektgruppe «PK 2010» unterbreitete

im Frühjahr 2008 dem Gemeinderat den Bericht

mit 20 Empfehlungen zur künftigen Organisation,

Plangestaltung und Finanzierung der Personalvorsorgekasse.

In Ergänzung zu den Abklärungen

der Projektgruppe gab der Gemeinderat bei der Aon

Consulting einen Zusatzbericht zu einem möglichen

Primatswechsel in Auftrag. Basierend auf diesen

Unterlagen beschloss der Gemeinderat im Herbst

2008, den Wechsel vom Leistungs- zum Beitragsprimat

nicht mehr weiter zu verfolgen. Er veranlasste,

zu den Empfehlungen der Projektgruppe und den

erstellten Berichten eine interne Vernehmlassung bei

den Direktionen, angeschlossenen Organisationen

und Personalverbänden durchzuführen. Auch die

Verwaltungskommission nahm in einer ausserordentlichen

Sitzung ausführlich Stellung zu den

Vernehmlassungsfragen. Basierend auf den Ergebnissen

der Vernehmlassung hat der Gemeinde rat

inzwischen beschlossen, eine Totalrevision des

Personalvorsorgereglements in die Wege zu leiten.

Im Anschluss an die Dezember-Sitzung fand eine

weitere Ausbildung der Kommissionsmitglieder

statt. Herr Thomas Fischer, Dozent für Finanz- und

Rechnungswesen der Fachhochschule Nordwestschweiz

referierte zum Thema «Alternative Anlagen».

Der Leiter der Kasse informierte die Kommission

über aktuelle gesetzliche Neuerungen im BVG.

7


8

2.3 Anlageausschuss

Der Anlageausschuss behandelte seine Geschäfte

im Jahr 2008 an sieben Sitzungen. Nebst den

wiederkehrenden Geschäften zur Berichterstattung

der Anlagetätigkeit und zur Umsetzung des Anlageplans

fasste der Ausschuss 18 Beschlüsse zu

Hypothekengeschäften, genehmigte diverse

Bau kreditabrechnungen, erstellte das Liegenschaftsbudget

2009 und verabschiedete zuhanden

der Verwaltungskommission einen Kreditantrag zur

Einführung einer Immobilien-Portfolio-Management-

S o f t w a r e. Zudem beschloss er, dass sich die

Personalvorsorgekasse zur Förderung einer

guten Corporate Governance bei schweizerischen

Unternehmen dem «Ethos Engagement Pool»

anschliesst.

Der Anlageausschuss entschied, das bestehende

Liegenschaftsverwaltungsmandat mit der Sollberger

Treuhand AG per Ende 2008 zu kündigen.

Aus vier Offerten im Rahmen eines Einladungverfahrens

vergab der Anlageausschuss das Mandat

neu der von Graffenried AG Liegenschaften, welche

das wirtschaftlich günstigste Angebot einreichte.

David Käser

Im Zusammenhang mit der Umsetzung der neuen

Anlageorganisation hat der Anlageausschuss einen

externen Investmentberater beauftragt, diverse

Aktien- und Obligationenanlagen in Anlagefonds

und Anlagestiftungen zu überprüfen. Diese Positionen

wurden teilweise aus den früheren Verwaltungsmandaten

in die eigenen Anlagebestände über -

nommen. Aufgrund der turbulenten Verhältnisse an

den Finanzmärkten stellte der Anlageausschuss

jedoch diverse Portfolioumschichtungen im

vergangen Jahr zurück.

Der Ausschuss entschied bereits früh in der Marktkorrektur

keine Aktien nachzukaufen, womit sich die

Aktienquote im Verlauf des Jahres kontinuierlich

reduzierte. Den Entscheid begründete der Anlageausschuss

vor allem mit dem laufenden Mittelabfluss

der Kasse. Um die Aktienpositionen erhöhen

zu können, hätten so genannt «sichere» Anlagen in

Immobilien oder Obligationen verkauft werden

müssen.

Fachspezialist / stv. Leiter

031 321 68 07

david.kaeser@bern.ch


3. Statistische Angaben

3.1 Aktueller Bestand Mitglieder und Rentenberechtigte

Bestand Mitglieder

Pensionskasse Sparkasse Gesamttotal

Bestand 31.12.2007 4 661 688 5 349

Eintritte 526 265 791

Kassenübertritte 23 5 28

5 210 958 6 168

Austritte - 965 - 118 - 1 083

Pensionierungen - 121 - 26 - 147

Todesfälle - 7 - 4 - 11

Kassenübertritte - 5 - 23 - 28

Bestand 31.12. 2008 4 112 787 4 899

Veränderungen zum Vorjahr - 549 + 99 - 450

Bestand Rentner und Rentnerinnen

Rentner und Rentnerinnen Ehegatten Waisen

Bestand 31.12. 2007 2 596 920 24

Neurenten 162 35 3

2 758 955 27

Todesfälle - 79 - 51 –

Reaktivierungen – – –

Ende Leistungspflicht – – - 3

Bestand 31.12.2008 2 679 904 24

Veränderungen zum Vorjahr + 83 - 16 –

9


10

3.2 Bestand Aktive und Rentenberechtigte 1969 – 2008

Jahr Aktive Rentner und Ehegatten Waisen

Rentnerinnen

1969 2 836 738 567 49

1970 2 834 747 579 50

1971 2 805 748 574 45

1972 2 808 733 573 42

1973 2 823 746 566 38

1974 2 828 750 577 33

1975 2 840 754 582 36

1976 2 883 756 590 36

1977 2 886 778 596 40

1978 2 853 813 599 39

1979 2 835 834 603 36

1980 2 847 848 600 36

1981 2 843 884 608 39

1982 2 915 910 607 37

1983 2 965 931 613 41

1984 3 015 948 631 39

1985 3 073 997 627 37

1986 3 100 1 018 629 35

1987 3 178 1 041 631 35

1988 3 429 1 073 638 31

1989 3 651 1 114 660 28

1990 4 254 1 176 673 30

1991 5 267 1 732 840 36

1992 5 314 1 784 869 35

1993 5 269 1 862 872 33

1994 5 210 1 901 886 39

1995 5 124 1 977 897 46

1996 5 078 2 043 892 41

1997 5 014 2 082 907 41

1998 4 988 2 115 904 44

1999 4 897 2 177 905 42

2000 4 738 2 239 913 40

2001 4 687 2 304 912 42

2002 4 691 2 334 904 44

2003 4 835 2 382 917 39

2004 4 965 2 414 908 49

2005 5 185 2 480 939 27

2006 5 352 2 551 932 23

2007 5 349 2 596 920 24

2008 4 899 2 679 904 24

Anmerkung: Bestände inkl. Sparkasse (ab 1991)


3.3 Finanzielle Übersicht 1972 – 2008

Jahr Versicherte Ausbezahlte Verfügbares vers.techn. Deckungs-

Löhne Renten Vermögen Fehlbetrag/ grad in %

Überschuss

1972 48 430 719 8 820 532 190 591 363 - 25 763 918 88.09

1973 58 834 249 14 011 387 194 785 877 - 58 504 533 80.57

1974 59 800 777 14 440 060 207 756 598 - 57 429 909 81.49

1975 68 313 612 16 780 376 225 066 712 - 71 253 596 79.80

1976 69 674 031 17 085 440 242 613 714 - 70 114 556 80.72

1977 69 852 310 17 490 964 260 196 748 - 65 769 719 82.24

1978 69 013 645 18 105 456 275 408 140 - 65 036 669 82.79

1979 69 049 321 18 795 794 290 122 650 - 63 989 064 83.35

1980 72 618 617 19 169 777 307 536 490 - 65 196 954 83.79

1981 72 820 097 19 786 381 326 247 324 - 63 384 394 77.78

1982 74 326 414 20 544 737 344 728 208 - 97 124 974 78.98

1983 98 304 582 27 539 363 367 544 852 - 131 519 382 78.36

1984 99 786 121 28 366 222 390 048 206 - 130 898 740 78.91

1985 120 365 955 33 037 840 432 048 055 - 147 925 289 79.74

1986 122 494 292 35 031 529 466 254 116 - 123 946 065 83.21

1987 124 736 277 36 053 096 511 931 892 - 106 864 437 85.99

1988 134 643 196 37 834 441 573 939 849 - 86 639 529 89.17

1989 152 264 857 40 539 193 641 629 941 - 109 444 787 87.64

1990 187 982 836 43 941 847 720 148 148 - 241 875 304 79.63

1991 212 308 780 56 586 567 943 453 343 - 258 464 178 80.26

1992 215 681 994 63 071 950 1 039 065 015 - 185 691 081 86.02

1993 217 740 293 67 880 375 1 114 628 350 - 174 316 874 87.44

1994 224 423 389 71 940 329 1 177 521 926 - 180 025 593 87.60

1995 221 725 247 74 344 314 1 222 485 880 - 199 944 756 86.78

1996 222 785 548 77 774 884 1 292 845 040 - 193 719 471 87.64

1997 220 178 723 79 620 298 1 364 955 972 - 156 570 960 90.20

1998 217 240 619 81 624 668 1 440 741 144 - 106 274 041 93.44

1999 217 958 445 83 457 154 1 535 723 435 - 45 537 974 97.25

2000 214 183 194 84 672 375 1 542 314 687 2 888 426 100.18

2001 216 583 968 88 219 925 1 441 960 359 - 125 209 676 92.32

2002 221 413 716 90 225 743 1 433 017 230 - 178 976 650 89.40

2003 226 159 883 92 181 498 1 540 286 960 - 124 038 670 92.81

2004 234 233 776 93 641 073 1 668 106 744 - 89 680 128 94.90

2005 239 764 537 96 633 020 1 854 221 759 44 546 464 102.46

2006 243 264 926 99 510 687 1 943 147 458 96 137 804 105.21

2007 245 660 968 102 167 154 1 960 114 382 91 408 287 104.89

2008 219 114 782 104 584 798 1 692 602 158 - 119 380 719 93.41

Anmerkungen:

– Zahlen inkl. Sparkasse (ab 1991)

– Einbau der Teuerungszulagen in die Renten (1973, 1983 und 1985)

– Herabsetzung des Rentenalters von 65 auf 63 Jahre (1990)

– Deckungsgrad ab 2002 inkl. Schwankungsreserven

11


12

4. Kapitalanlagen

4.1 Anlagestrategie

40

38

36

34

32

30

28

26

24

22

20

18

16

14

12

10

8

6

4

2

0

Liquidität

Obligationen

CHF

Obligationen

Ausland FW

Bestand 31.12. 2008 in % Strategie in % Bandbreiten in %

Liquidität 1.2 2 0.0 – 5.0

Obligationen CHF 14.0 15 12.0 – 20.0

Obligationen FW 8.1 7 3.0 – 10.0

Euro 3.6

Welt (ex. Euro) 4.5

Hypotheken 15.8 14 10.0 – 18.0

Immobilien 36.3 30 25.0 – 35.0

Inland 34.0 27 24.0 – 30.0

Ausland 2.3 3 1.0 – 5.0

Aktien Inland 10.1 14 10.0 – 16.0

Diverse 9.2

Private Equity 0.9

Aktien Ausland 12.9 18 14.0 – 20.0

Welt (ex. CH) 8.4

Private Equity 4.5

Anlagen beim Arbeitgebenden 1.6 0 0.0 – 0.0

Hypotheken

Immobilien

Inland

Immobilien

Ausland

Bestand 31. 12. 2008 Strategie Bandbreite maximum /minimum

Aktien Inland

Aktien Ausland

Anlagen beim

Arbeitgebenden


4.2 Vermögensstruktur 2007 /2008

4.2.1 In Millionen CHF

600

575

550

525

500

475

450

425

400

375

350

325

300

275

250

225

200

175

150

125

100

75

50

25

0

2007

2008

4.2.2 In Prozent

123.0 212.3 144.5 268.1 256.0 337.9 571.8 46.3 31.5

20.0 235.2 134.8 263.6 169.7 215.0 569.6 38.1 26.6

2007 2008

Anlagen beim

Arbeitgebenden 1.5%

Immobilien

Welt 2.3 %

Immobilien

Inland

28.7 %

Aktien Welt

17.0 %

Flüssige Mittel

Obligationen

CHF Inland

Obligationen

Ausland

Flüssige Mittel 6.1 % Anlagen beim

Arbeitgebenden 1.6%

Obligationen

CHF Inland 10.7 %

Aktien Inland

12.9 %

Hypotheken

Obligationen

Ausland 7.3 %

Hypotheken

13.5 %

Aktien Inland

Immobilien

Welt 2.3 %

Immobilien

Inland

34.0 %

Aktien Welt

Aktien Welt

12.9 %

Immobilien

Inland

Immobilien

Ausland

Anlagen beim

Arbeitgebenden

Flüssige Mittel 1.2 %

Obligationen

CHF Inland 14 %

Aktien Inland

10.1 %

Obligationen

CHF Ausland 8.1 %

Hypotheken

15.8 %

13


14

4.3 Performance in % (Gesamt) 1993 – 2008

25

2 0

15

10

5

0

-5

-10

-15

- 2 0

- 2 5

Performance = Ertrag, Kosten, Auf- und Abwertungen

INDEX = BVG-40 plus (Pictet BVG-Indizes 2005)

4.4 Performance in % (nach Anlagearten) 2007/2008

10

5

0

- 5

- 10

- 15

- 20

- 25

- 30

- 35

- 40

- 45

- 50

PVK 2007

PVK 2008

Benchmark 2008

1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008

Performance 10.2 2.5 8.1 10.7 12.4 6.9 9.1 2.9 - 6.0 - 6.3 8.1 5.2 12.5 7.5 3.2 -10.0

INDEX 23.2 - 5.0 12.3 8.5 16.0 6.4 4.5 2.7 - 0.9 - 1.2 7.8 4.3 9.3 7.1 - 0.4 -20.7

1.84 - 0.18 2.20 3.16 3.90 - 6.40 4.89 7.40 3.20

1.07 2.84 -3.62 4.11 5.33 -21.32 -37.30 -40.57 -10.00

2.70 4.64 5.29 3.25 2.78 -47.72 - 34.05 -45.89 - 20.67

Flüssige Mittel

Obligationen CHF

Obligationen FW

Hypotheken

Immobilien Inland

Immobilien Ausland

Aktien Inland

Aktien Ausland

Performance gesamt


4.5 Allgemeine Informationen zur Anlagetätigkeit

4.5.1 Wirtschafts- und Börsengeschehen

Was sich bereits anfangs 2008 abzeichnete, wurde

im Jahresverlauf immer mehr zur Gewissheit. Das

Jahr 2008 markierte das Ende einer mehrjährigen

Periode wirtschaftlichen Wachstums. Was zuerst als

US-Immobilienkrise begann, weitete sich im Verlauf

des Jahres zu einer weltweiten und anhaltenden

Finanz- und Wirtschaftskrise aus. Die globalisierten

und stark voneinander abhängigen Märkte übertrugen

die bereits 2007 festgestellten Probleme der

Immobilien- und Finanzmärkte rasch auf die übrigen

Teilnehmer der internationalen Finanz- und Aktienmärkte

und brachten diese je länger umso mehr in

Bedrängnis. Die damit einhergehenden massiven

Bewertungskorrekturen und Vermögensverluste

lösten in diesem Ausmass nicht erwartete Restrukturierungen

und Neupositionierungen der international

tätigen Finanz- und Versicherungsbranche aus.

Zusätzliche Finanzierungs- und Verschuldungsprobleme

zahlreicher privater Haushalte bewirkten

einen abrupten Nachfragerückgang bei den Konsumgütern.

Vor allem die Autoindustrie bekam die Auswirkungen

in aller Härte zu spüren. Im 4. Quartal

2008 verdichteten sich die weltweiten Rezessionsbefürchtungen

in den USA und den übrigen grösseren

Industrienationen. Mit Leitzinssenkungen,

Unterstützungsmassnahmen und Konjunkturpaketen

versuchten die Notenbanken und die wirtschaftlichen

Akteure, den entstandenen Schaden

zu begrenzen.

In der Schweiz kühlte sich die wirtschaftliche Entwicklung

im Jahresverlauf ebenfalls ab. Belastend

wirkten sich vor allem eine weiter abnehmende

Wertschöpfungsquote im Finanzsektor und eine

zunehmende Zurückhaltung bei den Ausrüstungs-

und Bauinvestitionen aus, während sich der private

Konsum weiterhin positiv entwickelte. Im Industriebereich

bereitete der weltweite Konjunktureinbruch

insbesondere den aussenhandelsorientierten Unternehmern

Sorgen. Der Rückgang in den Industrieländern

dürfte sich 2009 auch in der Schweiz negativ

auswirken.

2008 war für die Aktienmärkte das schwierigste und

volatilste Jahr seit 1932. Der Grossteil der Verluste

war im 4. Quartal zu verzeichnen, als die Störungen

der Geld- und Kreditmärkte mit dramatischen Auswirkungen

auch andere Anlageklassen und die

Realwirtschaft erfassten. Die meisten Kennzahlen –

Bewertungen, Risiko und taktische Indikatoren –

haben inzwischen Werte erreicht, wie man sie in den

letzten 25 Jahren nie sah. Die Kurskorrekturen belaufen

sich zwischen 30 und 50 %. Im Zentrum des

rapiden Kurszerfalls standen vorerst vor allem die

Aktien des Banken- und Versicherungssektors.

Diesem Trend folgten danach auch die Industrieaktien,

vor allem diejenigen der in der Autoproduk tion

tätigen Grosskonzerne. Die Situation verschärfte

sich, als sich Mitte September 2008 die US-Investmentbank

Lehmann Brothers als zahlungsunfähig

erklärte und ein Konkursverfahren beantragen

musste. Der Jahreswechsel erfolgte auf tiefem Kursniveau

und die Kursentwicklung bleibt weiterhin

äusserst fragil.

Rückblickend erzielten Staatsanleihen aus den

Hauptmärkten im 2008 die beste Performance.

Auf den internationalen Kapitalmärkten hatte bereits

in den Sommermonaten ein rückläufiger Zinstrend

eingesetzt, nachdem die erste Jahreshälfte noch

von einer steigenden Tendenz geprägt war. Einen

starken Zinsrückgang im Langfristbereich verzeichnete

insbesondere die USA von 4.1 % auf 2.1 % und

Grossbritannien von 4.6 % auf 3.1 %. In der Schweiz

reduzierte sich die Rendite auf 10-Jahres-Bundesobligationen

innert Jahresfrist um rund 1 % auf 2.2 %.

15


16

Währungen

Das Jahr war auf den Devisenmärkten von hohen

Wechselkursschwankungen geprägt. Der US-Dollar

schwächte sich in der ersten Jahreshälfte aufgrund

der deutlichen Zinssenkungen markant ab und erreichte

im März einen historischen Tiefststand von

CHF 0.98. Über das Jahr betrachtet verliert er 6.0 %

und sank von CHF 1.13 auf CHF 1.06. Im zweiten

Halbjahr erstarkte der Japanische Yen und innerhalb

Europas der Schweizer Franken stark. Hingegen

sackte der EURO im 4. Quartal stark ab. Er verlor

gegenüber Jahresbeginn 10.6 % und sank von

CHF 1.65 auf CHF 1.47.

4.5.2 Wertschriftenbestand

Obligationen CHF

Inland CHF

Ausland CHF

Obligationen

Fremdwährungen

Aktien Inland

Verwaltungsauftrag

Aktien Inland diverse

Indizes

Der Morgan Stanley Capital International Index Welt

ex Schweiz (MSCI) sank im Berichtsjahr um 45.5 %.

In den USA verlor der Dow Jones Industrial Index

34.6 % und die Technologiebörse Nasdaq 41.5 %,

während der japanische Nikkei Index um 42.0 %

sank.

Der Swiss Performance Index (SPI), den wir als

Benchmark für den Schweizer Aktienmarkt gewählt

haben, startete mit 6 925 Punkten und schloss

Ende Jahr auf 4 567 Punkten. Dies entspricht einem

Jahres verlust von 34.1 %.

Der SBI AAA-A – Index (Swiss Bond, Triple A bis

Single A Index), den wir als Benchmark für die Obligationen

in CHF gewählt haben, stieg um 4.6 % von

99.48 auf 104.09 Punkte.

Das investierte Kapital im Verwaltungsmandat Obligationen CHF bei

der Berner Kantonalbank wurde im Berichtsjahr um CHF 20.0 Mio.

erhöht. Es beträgt per Jahresende CHF 235.3 Mio. Die Obligationen

in den übrigen Depots wurden im 4. Quartal 2008 zur Liquiditätsbeschaffung

veräussert.

Der Bestand hat sich von CHF 107.5 Mio. durch ordentliche

Rück zahlungen und Verkäufe von CHF 48.5 Mio. und Zukäufe von

CHF 54.6 Mio. sowie durch Kursveränderungen von netto CHF 2.7

Mio. auf CHF 112.2 Mio. erhöht.

Der Bestand hat sich von CHF 104.8 Mio. durch ordentliche Rückzahlungen

und Verkäufe von CHF 14.1 Mio. und Zukäufe von CHF 35.0

Mio. sowie durch Kursveränderungen von netto CHF - 2.7 Mio. auf

CHF 123.0 Mio. erhöht.

Der Bestand hat sich von CHF 144.4 Mio. durch Verkäufe von

CHF 4.5 Mio. sowie durch Kursveränderungen von netto CHF- 5.1 Mio.

auf CHF 134.8 Mio. reduziert.

Das durch die UBS verwaltete indexnahe Aktienmandat hat sich

von CHF 188.9 durch Kursveränderungen von CHF - 66.3 Mio. auf

CHF 122.6 Mio. reduziert.

Der Bestand hat sich von CHF 53.2 Mio. um die aus der Kapitalerhöhung

der BEKB neu übernommenen Aktien von CHF 0.3 Mio. und den

Börsenkursveränderungen von netto CHF - 8.4 Mio. auf CHF 45.1 Mio.

reduziert.


Aktien Welt ex Inland

Verwaltungsauftrag

Aktien Welt ex. Schweiz diverse

Private Equity Schweiz

Private Equity Ausland

Bei den beiden vergebenen Mandaten wurde eine Umschichtung von

der Global Invest AG in die Credit Suisse von CHF 20.0 Mio. vorgenommen.

Der Bestand der durch die Credit Suisse verwaltete indexnahe

Aktienmandat hat sich von CHF 152.6 Mio. um die Einlage von

CHF 20.0 Mio. und durch Börsenkursveränderungen von netto

CHF - 65.7 Mio. auf CHF 106.9 Mio. reduziert. Das Kapital im Mandat

der Global Invest AG wurde im Verlaufe des Jahres um CHF 20.0 Mio.

reduziert. Der Bestand beträgt per 31.12. 2008 CHF 22.7 Mio. Die

Wertverminderung von CHF 44.0 Mio. ist auf die negativen Börsenkursveränderungen

zurückzuführen.

Die bei der Credit Suisse geführten Fondsanteile «Emerging Market»

hatten zum Jahresbeginn einen Wert von CHF 55.2 Mio. Durch Börsenkursverluste

von CHF 10.3 Mio. verringerte er sich auf CHF 44.9 Mio.

Der Aktienbestand der New Value AG, Zürich, hat sich nicht verändert

Die New Value AG ist eine Private Equity Beteiligungsgesellschaft mit

nachhaltiger Performance nach Schweizer Recht. Sie investiert

mehr heitlich in nicht kotierte Wachstumsunternehmen in der Schweiz,

Deutschland und Österreich. Der Wert beträgt per 31.12.2008 CHF

11.87 Mio. Er nahm durch Börsenkursveränderungen um CHF 1.38

Mio. ab.

Der Kurs der Aktien 3S Swiss Solar Systems AG hat sich im Laufe des

Jahres von CHF 21.75 auf CHF 12.00 reduziert. Der Bestand von

237 509 Aktien hatte Ende 2008 einen Wert von CHF 2.85 Mio.

Im Berichtsjahr wurde eine neue Investition getätigt. Es wurde eine

Kaufsverpflichtung über 7 Mio. Euro an Partners Group Secondary

2008, L.P. abgegeben. Der Fonds investiert weltweit in Secondaries,

d.h. in bestehende Private Equity Fonds, die im Sekundärmarkt zum

Kauf angeboten werden. Die Investition in dieses Produkt beträgt

per 31.12.2008 CHF 0,8 Mio. Im Übrigen besteht das Private Equity

Portfolio von insgesamt CHF 76,4 Mio. namentlich aus Beteiligungen

an Limited Partnerships der Firma HarbourVest in Boston/USA, die

hauptsächlich in nicht kotierte Wachstumsunternehmen in den

USA investiert, und der Partners Group in Zug sowie dem Anteil von

CHF 30 Mio. an der Credit Suisse Anlagestiftung, die zu 38 % in den

USA und zu 62 % in Europa angelegt ist.

Andreas Gerber

Leiter Anlagen

Stadt Bern

031 321 65 84

andreas.gerber@bern.ch

17


18

4.5.3 Hypotheken

Der Bestand der «Hypotheken Direktanlagen» hat

sich im Berichtsjahr 2008 von CHF 176.7 Mio. durch

Neuabschlüsse von CHF 1.9 Mio. und Rückzahlungen

von CHF 7.6 Mio. auf CHF 171.0 Mio. reduziert. Der

Bestand der Anteile an indirekten Hypothekenanlagen

hat sich durch Kursveränderungen von CHF 1.1 Mio.

auf CHF 92.5 Mio. erhöht.

4.5.4 Immobilienstiftungen

Die Beteiligungen an Immobilien-Fonds und

Immobilien-Anlagestiftungen Inland wurden im Jahre

2008 durch eine Erhöhung der Beteiligung an der

IMOKA-Anlagestiftung von CHF 4.4 Mio. auf

CHF 86.8 Mio. erhöht.

4.5.5 Immobilien (Direktanlagen)

Die Liegenschaft Kohlenweg 12 und 12a in Liebefeld /

Köniz wurde zur Optimierung des Liegenschaftsportfolios

verkauft. Die im gleichen Quartier neu erstellte

Wohnüberbauung an der Wabersackerstrasse 84/86

und 90/92 wurde plangemäss im Frühjahr 2008 fertig

gestellt und vermietet.

Die Liegenschaft Wiesenstrasse 83 in Bern aus dem

Jahr 1957 wurde totalsaniert. Zu den 10 bestehenden

Wohnungen wurden im Dachstock zusätzlich

2 Wohnungen ausgebaut. Die Grundrisse diverser

Wohnungen wurden angepasst. Gebäudehülle,

Ausbau und Leitungen wurden komplett saniert.

Die Zinssätze der variablen Hypotheken betragen für

das ganze Berichtsjahr unverändert für I. Hypotheken

3.25 % und für II. Hypotheken 3.75 %. Die Konditionen

für Festhypotheken betragen per 31.12.2008 für die

Laufzeit von 3 Jahren 2.50 %, für 5 Jahre 2.75 % und

für 8 Jahre 3.125 %.

Die Verpflichtungen für Anteile von Immobilien-Fonds

und Immobilien-Anlagestiftungen Ausland betrugen

zu Beginn des Geschäftsjahres CHF 46.3 Mio. Durch

Börsenkursveränderungen reduzierte sich der Wert

per 31.12.2008 auf CHF 38.1 Mio. Davon sind 92.3 %

liberiert.

An der Standstrasse 31 in Bern wurde die Liegenschaft

aus dem Jahr 1934 mit 8 bestehenden

Wohnungen komplett saniert. Im Dachstock wurden

anstelle der bestehenden Mansarden 2 neue Wohnungen

mit Balkon ausgebaut. Die Gebäudehülle,

das Dach und die Leitungen wurden erneuert. Im

6-stöckigen Gebäude wurde neu ein Lift eingebaut.

An der Forelstrasse 36 und 38 in Ostermundigen

wurden in allen 30 Wohnungen die Küchen ersetzt.

Die zwei Treppenhäuser wurden ebenfalls aufgefrischt

und saniert.


4.5.6 Nachhaltige Vermögensanlagen

Gemäss den Anlagerichtlinien unterstützt und fördert

die Kasse den Aspekt der Nachhaltigkeit in der

Vermögensbewirtschaftung, sofern dabei auch eine

marktgerechte Rendite erzielt werden kann.

Der Anlageausschuss hat sich zum Ziel gesetzt, das

Portefeuille nachhaltiger Anlagen in den nächsten

Jahren schrittweise zu erhöhen. Die Personalvorsorgekasse

hat sich bereits bisher für einzelne ökologische

und ethische Anlagen engagiert. So ist

die Kasse beispielsweise grösster Aktionär bei der

New Value AG, einer Private Equity Beteiligungsgesellschaft,

welche grossen Wert auf ethische Unternehmenskonzepte,

soziale und ökologische Verträglichkeit

sowie gute Corporate Governance legt.

Die 40 neu erstellten Wohnungen an der Wabersackerstrasse

in Liebefeld / Köniz wurden nach dem

Minergie-Standard gebaut und verfügen somit über

eine Lufterneuerung mittels Komfortlüftung und

hoher Energieeffizienz.

Fritz Schaffer

Zur besseren Wahrnehmung der Aktionärsrechte

und zur Förderung einer guten Corporate Governance

hat der Anlageausschuss im letzten Jahr beschlossen,

dass sich die Personalvorsorgekasse

dem «Ethos Engagement Pool» anschliesst. Diesem

Zusammenschluss gehören inzwischen über 20

Pensionskassen an, die mit den 100 grössten Unternehmen

der Schweiz einen aktiven und direkten

Dialog für eine gute Corporate Governance und

nachhaltige Entwicklung führen. Dies mit dem Ziel

für die Aktionäre langfristig den Unternehmenswert

zu steigern.

Sachbearbeiter/ Buchhalter

031 321 65 85

fritz.schaffer@bern.ch

19


20

4.6 Liegenschaftsverzeichnis

Ort Objekt Verwaltung Art der Liegenschaft

Bern Aarhaldenstrasse 3 – 5a graf.riedi ag Mehrfamilienhaus

Bern Bahnstrasse 59 graf.riedi ag Mehrfamilienhaus

Bern Bahnstrasse 79 graf.riedi ag Mehrfamilienhaus

Bern Bernstrasse 45 – 49 graf.riedi ag Mehrfamilienhaus

Bern Blumenbergstrasse 34 graf.riedi ag Mehrfamilienhaus

Bern Bolligenstrasse 46a von Graffenried Mehrfamilienhaus

Bern Effingerstrasse 19 Privera AG Gewerbehaus

Bern Eichmattweg 5 + Hof Chèvre & Rutsch Mehrfamilienhaus

Bern Eichmattweg 7 Chèvre & Rutsch Mehrfamilienhaus

Bern Eigerplatz 10 Chèvre & Rutsch Mehrfamilienhaus

Bern Eigerplatz 12 Chèvre & Rutsch Mehrfamilienhaus

Bern Fröschmattstrasse 20 +22 graf.riedi ag Mehrfamilienhaus

Bern Fröschmattstrasse 24 +26 graf.riedi ag Mehrfamilienhaus

Bern Gerberngasse 7, 9, 9a E. Weber Mehrfamilienhaus

Bern Haldenstrasse 105 a+b P. Emmenegger Mehrfamilienhaus

Bern Haldenstrasse 145 – 149 P. Emmenegger Mehrfamilienhaus

Bern Heimstrasse 70 graf.riedi ag Mehrfamilienhaus

Bern Holenackerstrasse 7 P. Emmenegger Mehrfamilienhaus

Bern Hopfenweg 54 Chèvre & Rutsch Mehrfamilienhaus

Bern Huberstrasse 14 graf.riedi ag Mehrfamilienhaus

Bern Huberstrasse 16 graf.riedi ag Mehrfamilienhaus

Bern Jolimonstrasse 23 E. Weber Einstellhalle

Bern Kasernenstrasse 46 P. Emmenegger Mehrfamilienhaus

Bern Kasthoferstrasse 40 – 44 E. Weber Mehrfamilienhaus

Bern Kasthoferstrasse 46 – 50 E. Weber Mehrfamilienhaus

Bern Lagerhausweg 30 Wotreva AG Gewerbehaus

Bern Monbijoustrasse 23 E. Weber Wohn- und Gewerbehaus

Bern Muristrasse 60 graf.riedi ag Gewerbehaus

Bern Papiermühlestrasse 2 E. Weber Mehrfamilienhaus

Bern Rütlistrasse 10 P. Emmenegger Mehrfamilienhaus

Bern Rütlistrasse 13 Wotreva AG Mehrfamilienhaus

Bern Sandrainstrasse 91 – 97 graf.riedi ag Mehrfamilienhaus

Bern Schlossstrasse 141 graf.riedi ag Mehrfamilienhaus

Bern Schlossstrasse 143 graf.riedi ag Mehrfamilienhaus

Bern Schwarzenburgstrasse 2 Chèvre & Rutsch Mehrfamilienhaus


Ort Objekt Verwaltung Art der Liegenschaft

Bern Schwarzenburgstrasse 4 Chèvre & Rutsch Mehrfamilienhaus

Bern Schwarzenburgstrasse 6 Chèvre & Rutsch Mehrfamilienhaus

Bern Schwarztorstrasse 107 P. Emmenegger Mehrfamilienhaus

Bern Spitalackerstrasse 24 + 24a P. Emmenegger Mehrfamilienhaus

Bern Spitalackerstrasse 67 P. Emmenegger Mehrfamilienhaus

Bern Spitalackerstrasse 69 und P. Emmenegger Wohn- und Gewerbehaus

Optingenstrasse 56

Bern Stadtbachstrasse 38 E. Weber Mehrfamilienhaus

Bern Standstrasse 20 + 22 P. Emmenegger Mehrfamilienhaus

Bern Standstrasse 31 P. Emmenegger Mehrfamilienhaus

Bern Sulgenrain 12 +14 Chèvre & Rutsch Mehrfamilienhaus

Bern Waffenweg 25 P. Emmenegger Mehrfamilienhaus

Bern Waldmannstrasse 61+ 61a P. Emmenegger Mehrfamilienhaus

Bern Wangenstrasse 49, 49a – d P. Emmenegger Mehrfamilienhaus

Bern Weidgasse 1 und P. Emmenegger Mehrfamilienhaus

Wangenstrasse 41, 43, 45, 47

Bern Weidmattweg 1+ 3 von Graffenried Mehrfamilienhaus

Bern Werkgasse 57 + 59 graf.riedi ag Mehrfamilienhaus

Bern Wiesenstrasse 83 P. Emmenegger Mehrfamilienhaus

Bern Winkelriedstrasse 7+7a P. Emmenegger Mehrfamilienhaus

Bern Wylerfeldstrasse 29, 36, 38 P. Emmenegger Mehrfamilienhaus

Bern Zelgstrasse 9 Wotreva AG Mehrfamilienhaus

Boll-Sinnering. Unt. Strassackerweg 3 – 9 graf.riedi ag Mehrfamilienhaus

Boll-Sinnering. Unt. Strassackerweg 11 –13 graf.riedi ag Mehrfamilienhaus

Bolligen Hühnerbühlstrasse 20 + 20a von Graffenried Mehrfamilienhaus

Bremgarten Freudenreichstrasse 31 P. Emmenegger Mehrfamilienhaus

Bremgarten Freudenreichstrasse 33 P. Emmenegger Mehrfamilienhaus

Bremgarten Freudenreichstrasse 35 P. Emmenegger Einstellhalle

Bremgarten Ländlistrasse 30 + 32 P. Emmenegger Mehrfamilienhaus

Bremgarten Ländlistrasse 34 – 40 P. Emmenegger Mehrfamilienhaus

Bremgarten Ländlistrasse 42 – 44 und P. Emmenegger Mehrfamilienhaus

Rüttiweg 40 + 42

Bremgarten Rüttiweg 44 + 46 P. Emmenegger Mehrfamilienhaus

Hinterkappelen Kappelenring 54 c+ d P. Emmenegger Mehrfamilienhaus

Köniz Fliederweg 6 + 8 P. Emmenegger Mehrfamilienhaus

Köniz Gerbereiweg 20 + 22 P. Emmenegger Mehrfamilienhaus

Köniz Landorfstrasse 44 P. Emmenegger Mehrfamilienhaus

21


22

Ort Objekt Verwaltung Art der Liegenschaft

Köniz Neumattweg 3 + 3a graf.riedi ag Mehrfamilienhaus

Köniz Wabersackerstrasse 84 + 86 graf.riedi ag Mehrfamilienhaus

Moosseedorf Moosbühlstrasse 23, 25, 27 von Graffenried Mehrfamilienhaus

Moosseedorf Sandstrasse 44 + 46 P. Emmenegger Mehrfamilienhaus

M’buchsee Alpenblickstrasse 14 Wotreva AG Mehrfamilienhaus

M’buchsee Hofwilstrasse 118 +120 von Graffenried Mehrfamilienhaus

Oberwichtrach Rütiweg 14, 14a +16 P. Emmenegger Mehrfamilienhaus

Ostermundigen Eichweg 26 Wotreva AG Mehrfamilienhaus

Ostermundigen Forelstrasse 36 + 38 von Graffenried Mehrfamilienhaus

Ostermundigen ob. Zollgasse 12 Wotreva AG Mehrfamilienhaus

Ostermundigen ob. Zollgasse 14 Wotreva AG Mehrfamilienhaus

Ostermundigen ob. Zollgasse 16 Wotreva AG Mehrfamilienhaus

Schönbühl Holzgasse 27, 29, 31 von Graffenried Mehrfamilienhaus

Worblaufen Altikofenstrasse 8 +10 graf.riedi ag Mehrfamilienhaus

Zollikofen Aarhaldenstrasse 2 + 4 von Graffenried Mehrfamilienhaus

Zollikofen Rütistrasse 1 und P. Emmenegger Mehrfamilienhaus

Kreuzstrasse 2, 4 + 8

Zollikofen Wahlackerstrasse 1 Wotreva AG Mehrfamilienhaus

Xavier Zen Ruffinen

Architekt

031 321 65 19

xavier.zen.ruffinen@bern.ch


Sanitätspolizei der Stadt Bern

Rettungssanitäter

23


24

5. Versicherungstechnische Bilanz

5.1 Versicherungstechnische Bilanz 2007 / 2008

Berechnung nach EVK / CCH 2000, 4% technischer Zins

Aktiven 31. Dezember 2008 31. Dezember 2007

CHF CHF

Aktiven zu Verkehrswerten

abzüglich:

1 718 402 199 1 994 320 821

- Fremdkapital - 25 287 925 - 33 420 251

- Passive Rechnungsabgrenzung - 512 116 - 786 188

Verfügbares Vermögen 1 692 602 158 1 960 114 382

Deckungslücke 119 380 719 0

Bilanzsumme 1 811 982 877 1 960 114 382

Passiven

Deckungskapital Aktive PK 560 323 953 623 281 770

Sparkapitalien Aktive 12 457 123 12 248 501

Deckungskapital Rentenberechtigte 1 106 260 429 1 091 799 472

Rückstellung Grundlagenwechsel

Ergänzung erworbenes Deckungskapital auf

66 663 375 60 027 843

Barwerttabelle Reglement

Ergänzung Deckungskapital Aktive auf Mindestbetrag

10 375 987 11 760 000

gemäss Art. 17 FZG 28 981 010 36 796 509

Risikoschwankungsfonds 12 761 000 13 790 000

Rückstellung für pendente IV-Fälle 5 600 000 10 442 000

Rückstellung Teuerung auf Renten 8 560 000 8 560 000

Überschuss Deckungskapital 0 91 408 287

Bilanzsumme 1 811 982 877 1 960 114 382

Deckungsgrad per 31.12.2007 gemäss Art. 44 BVV 2: 104.9%

Deckungsgrad per 31.12.2008 gemäss Art. 44 BVV 2: 93.4%


5.2 Expertenbestätigung per 31. Dezember 2008

An die Verwaltungskommission der

Personalvorsorgekasse der Stadt Bern

Schwanengasse 14

3011 Bern

1. Mai 2009

EXPERTENBESTÄTIGUNG PER 31. DEZEMBER 2008

Die Aon Consulting AG ist im Sinne von Art. 40 BVV 2 unabhängig. Sie ist gegenüber Personen,

die für die Geschäftsführung oder Verwaltung der Personalvorsorgekasse der Stadt Bern

verantwortlich sind, nicht weisungsgebunden.

Die Personalvorsorgekasse der Stadt Bern wurde im Sinne von Art. 53, Absatz 2 BVG und Art.

89bis Abs. 6 ZGB im Rahmen einer versicherungsmathematischen Kontrolle per 31. Dezember

2008 überprüft. Die Ergebnisse sind im Gutachten vom 1. Mai 2009 festgehalten. Auf dieser

Grundlage können wir die folgende Bestätigung abgeben:

KONTROLLE GEMÄSS ART. 53 ABS. 2 BVG

1 Gesetzeskonformität

Die reglementarischen versicherungstechnischen Bestimmungen über die Leistungen und die

Finanzierung Ihrer Vorsorgeeinrichtung entsprechen am Stichtag unserer Analyse den derzeitigen

gesetzlichen Vorschriften.

2 Sicherheit der Kasse

Die durch die Personalvorsorgekasse der Stadt Bern eingegangenen Verpflichtungen sind am

Bilanzstichtag durch das vorhandene Vermögen nicht gedeckt.

Der Deckungsgrad gemäss Artikel 44 BVV 2 beträgt 93.4 % und die Vorsorgeeinrichtung weist

ein versicherungstechnisches Defizit in der Höhe von CHF 119.38 Mio auf.

Die Vorsorgeeinrichtung bietet versicherungstechnisch nicht die gesetzlich geforderte Sicherheit,

dass sie ihre Verpflichtungen erfüllen kann. Das versicherungstechnisch notwendige Vorsorgekapital

ist durch das verfügbare Vorsorgevermögen nicht gedeckt. Zudem verfügt die

Personalvorsorgekasse über keine Wertschwankungsreserve mehr.

Die Stadt Bern hat in Art. 74 des Reglements über die Personalvorsorgekasse der Stadt Bern

(Personalvorsorgereglement; PVR) folgende Garantie abgegeben:

Art. 74 Garantie

1 Die Stadt garantiert die Versicherungsleistungen der Kasse nach den Bestimmungen

dieses Reglements.

Aufgrund dieser Tatsachen und unter Berücksichtigung von Art. 45 BVV 2, wonach es sich im

vorliegenden Fall um einen öffentlich-rechtlichen Arbeitgeber handelt, können wir bestätigen,

dass die Kasse trotz der Unterdeckung in der Lage ist, im Sinne von Art. 53 Abs. 2 lit a BVG

ihre Verpflichtungen zu erfüllen.

Aon Consulting AG

Dr. Ernst Rätzer Antonio De Rosa

dipl. Pensionsversicherungsexperte lic. phil. nat., dipl. Mathematiker

Aon Consulting AG | Ernst Rätzer

Spitalackerstrasse 22A | Postfach | CH-3000 Bern 25

t: +41 31 340 20 25 | m: +41 79 209 91 25 | f: +41 31 340 20 01

e: ernst.raetzer@aon.ch

25


26 6. Bericht der Kontrollstelle


Arbeitsgericht der Stadt Bern

Richter

Teil 2

Jahresrechnung und

Anhang

27


28 1. Bilanz

Aktiven 31.12.2008 31.12.2007

CHF CHF

Vermögensanlagen

Flüssige Mittel

Kasse 634.95 237.10

Kontokorrent Stadtkasse 6 718 861.86 793 108.34

Banken 9 486 380.36 117 131 040.46

Debitoren 10 466 717.08 5 913 246.03

Total flüssige Mittel 26 672 594.25 123 837 631.93

Nominalwerte

Obligationen Inland CHF 109 624 759.00 105 070 892.60

Obligationen Ausland CHF 123 013 470.00 104 763 450.00

Obligationen Ausland Fremdwährung 0.00 4 473 716.98

Obligationenfonds und -stiftungen Inland CHF 2 611 451.33 2 423 488.55

Obligationenfonds und -stiftungen Ausland Fremdwährung 134 827 027.49 139 968 292.76

I. Hypotheken, variabel 48 706 096.40 45 586 096.40

I. Hypotheken, fest 114 153 000.00 123 207 000.00

Wertberichtigung gefährdete Hypotheken - 60 000.00 - 778 000.00

Nachgangshypotheken, variabel 7 583 040.40 8 012 830.70

Anlagestiftungen Hypotheken Inland 92 535 074.66 91 449 922.61

Darlehen mit hypothekarischer Deckung 799 408.30 660 832.25

Wertberichtigung Darlehen - 138 576.05 0.00

Barwert der Annuitäten 19 872 088.00 30 719 284.00

Total Nominalwerte 653 526 839.53 655 557 806.85

Sachwerte

Aktien Inland 34 617 753.40 44 285 941.75

Aktienfonds und -stiftungen Inland 135 113 685.41 211 756 686.67

Aktienfonds und -stiftungen Ausland 202 688 526.22 329 502 061.75

Fondsanteile aus Kaufsverpflichtung 12 334 263.15 8 391 464.84

Total Aktien 384 754 228.18 593 936 155.01

Immobilienfonds und -stiftungen Inland 86 812 799.72 82 616 878.64

Immobilienfonds und -stiftungen Ausland 35 150 397.59 41 246 367.77

Liegenschaften 403 685 000.00 392 440 500.00

Miteigentumsanteile an Liegenschaften 77 207 000.00 79 013 000.00

Bau- und Sanierungsprojekte 1 854 021.54 17 742 520.55

Immobilienfondsanteile aus Kaufsverpflichtung 2 953 661.95 5 025 968.34

Total Liegenschaften inkl. Miteigentum 607 662 880.80 618 085 235.30

Total Sachwerte 992 417 108.98 1 212 021 390.31

Total Vermögensanlagen 1 672 616 542.76 1 991 416 829.09

Aktive Rechnungsabgrenzung 45 785 656.10 2 903 992.16

Total Aktiven 1 718 402 198.86 1 994 320 821.25


Passiven 31.12. 2008 31.12. 2007

CHF CHF

Verbindlichkeiten

Kreditoren 0.00 2 817.84

Kaufsverpflichtung Fondsanteile 15 287 925.10 13 417 433.18

Darlehen 10 000 000.00 20 000 000.00

Total Verbindlichkeiten 25 287 925.10 33 420 251.02

Passive Rechnungsabgrenzung 512 116.18 786 187.98

Vorsorgekapitalien und technische Rückstellungen

Sparkapital 12 457 123.42 12 248 500.96

Vorsorgekapital Aktive 560 323 953.00 623 281 770.00

Vorsorgekapital aktive Versicherte 572 781 076.42 635 530 270.96

Vorsorgekapital Rentenberechtigte 1 106 260 429.00 1 091 799 472.00

Rückstellung Grundlagenwechsel 66 663 375.00 60 027 843.00

Ergänzung Vorsorgekapital auf Barwerttabelle Reglement 10 375 987.00 11 760 000.00

Erg. Vorsorgekap. Aktive auf Mindestbetrag gem. Art. 17 FZG 28 981 010.00 36 796 509.00

Risikoschwankungsfonds 12 761 000.00 13 790 000.00

Rückstellung pendente Invaliditätsfälle 5 600 000.00 10 442 000.00

Rückstellung Teuerungsanpassung auf Renten 8 560 000.00 8 560 000.00

Technische Rückstellungen 132 941 372.00 141 376 352.00

Total Vorsorgekapitalien und technische Rückstellungen 1 811 982 877.42 1 868 706 094.96

Wertschwankungsreserve 0.00 91 408 287.29

Freie Mittel / Unterdeckung Stand 1.1. 0.00 0.00

Ertragsüberschuss / Aufwandüberschuss -119 380 719.84 0.00

Freie Mittel / Unterdeckung Stand 31.12. -119 380 719.84 0.00

Total Passiven 1 718 402 198.86 1 994 320 821.25

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30

2. Betriebsrechnung

31.12. 2008 31.12. 2007

CHF CHF

Ordentliche Jahresbeiträge Arbeitnehmende 17 965 387.65 19 592 908.60

Ordentliche Jahresbeiträge Arbeitgebende 30 905 233.95 34 122 600.10

Beiträge zur Finanzierung der AHV-Überbrückungsrente (AN) 1 665 276.95 1 824 375.40

Nachzahlungen infolge Lohnerhöhung Arbeitnehmende 1 765 102.40 1 953 538.75

Nachzahlungen infolge Lohnerhöhung Arbeitgebende 5 909 742.50 5 816 234.40

Risikoprämien Arbeitnehmende 70 985.45 63 067.40

Risikoprämien Arbeitgebende 70 985.45 63 067.40

Auskauf Rentenkürzungen Arbeitnehmende 583 504.49 480 841.25

Auskauf Rentenkürzungen Arbeitgebende 647 886.60 1 113 674.05

Defizitgarantie AHV-Überbrückungsrentenfonds (AG) 3 210 034.65 0.00

Ordentliche und übrige Beiträge und Einlagen 62 794 140.09 65 030 307.35

Einkaufsgelder (inkl. Eintrittsleistungen) 21 439 106.83 20 221 548.59

Rückerstattung Vorbezug WEF 204 035.75 350 000.00

Eintrittsleistungen (Sparkasse) 1 558 624.76 1 379 416.01

Deckungskapital Übernahme Rentner 31 967.00 0.00

Eintrittsleistungen 23 233 734.34 21 950 964.60

Zufluss aus Beiträgen und Eintrittsleistungen 86 027 874.43 86 981 271.95

Altersrenten - 77 047 275.95 - 74 422 286.55

Renten bei Nichtwiederwahl (Art. 38) - 155 275.20 - 154 812.30

Invalidenrente inkl. Invalidenzuschüsse - 8 838 901.45 - 9 052 851.05

Ehegattenrenten - 18 423 776.35 - 18 412 434.90

Waisenrenten - 119 569.70 - 124 769.80

Auszahlung Überbrückungsrenten (Art. 30) - 4 875 311.60 - 4 497 026.95

Kapitalleistungen bei Pensionierung - 3 697 635.45 - 2 831 235.60

Kapitalleistungen bei Tod und Invalidität - 641 781.55 - 409 740.60

Reglementarische Leistungen - 113 799 527.25 - 109 905 157.75

Austrittsleistungen beim Austritt - 88 099 000.80 - 15 312 431.40

Austrittsleistungen bei Ehescheidung (FZG) - 1 682 799.35 - 1 667 041.10

Barauszahlungen beim Austritt - 363 896.05 - 1 015 032.85

Vorbezug für Wohneigentum (WEF) - 1 423 256.15 - 2 310 671.85

Austrittsleistungen - 91 568 952.35 - 20 305 177.20

Abfluss für Leistungen und Vorbezüge - 205 368 479.60 - 130 210 334.95


31.12. 2008 31.12. 2007

CHF CHF

Auflösung / Bildung Vorsorgekapital aktive Versicherte 62 957 817.00 5 437 108.00

Auflösung / Bildung Vorsorgekapital Rentenberechtigte - 14 460 957.00 - 20 099 068.00

Auflösung / Bildung Rückstellung Grundlagenwechsel - 6 635 532.00 - 9 015 265.00

Auflösung / Bildung erworbenes Vorsorgekapital auf

Barwerttabelle / Reglement 1 384 013.00 1 329 795.00

Auflösung / Bildung Rückstellung Vorsorgekapital Aktive

auf Mindestbetrag gemäss Art.17 FZG 7 815 499.00 - 722 869.00

Auflösung / Bildung Risikoschwankungsfonds 1 029 000.00 -50 000.00

Auflösung / Bildung Rückstellung pendente IV-Fälle 4 842 000.00 - 4 013 319.00

Auflösung / Bildung Rückstellung Teuerung auf Renten 0.00 6 430 000.00

Verzinsung Sparkapital - 446 751.70 - 422 584.70

Veränderung Sparkapital laufendes Jahr 238 129.24 - 570 238.11

Auflösung / Bildung Vorsorgekapitalien, technische

Rückstellungen und Beitragsreserve 56 723 217.54 - 21 696 440.81

Beitrag Sicherheitsfonds BVG - 486 411.10 - 652 419.45

Netto-Ergebnis aus dem Versicherungsteil - 63 103 798.73 - 65 577 923.26

Aktivzinsen Banken 950 351.84 1 878 034.88

Zinsen Obligationen 6 672 487.56 6 215 349.45

Zinsen Hypotheken 7 731 017.40 7 703 639.26

Zinsen Darlehen 30 713.70 25 194.20

Veränderung Wertberichtigung Hypothekarzinsen - 60.90 148 995.45

Veränderung Wertberichtigung gefährdete Hypotheken 346 579.45 - 19 000.00

Ertrag Aktien 10 304 214.46 10 632 152.47

Ertrag aus securities lending 12 654.84 171 418.09

Kurs- und Währungsgewinne auf Wertschriften 26 929 386.09 88 758 677.19

Total Wertschriftenertrag 52 977 344.44 115 514 460.99

Marianne Roth

Sachbearbeiterin

031 321 66 95

marianne.roth@bern.ch

31


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31.12. 2008 31.12. 2007

CHF CHF

Passivzinsen Banken 0.00 - 22 287.88

Wertschriftenaufwand - 687 015.86 - 1 362 177.81

Kurs- und Währungsverluste auf Wertschriften - 257 806 693.75 - 69 355 401.40

Verwaltungsaufwand Vermögensanlagen - 1 681 282.03 - 3 330 589.36

Total Wertschriftenaufwand - 260 174 991.64 - 74 070 456.45

Saldo Wertschriftenrechnung - 207 197 647.20 41 444 004.54

Ertrag Immobilienfonds und -stiftungen 4 158 287.61 280 800.39

Mieterträge netto 24 354 922.15 24 051 481.20

übrige Liegenschaftserträge 58 606.00 20 804.70

Ertrag aus Liegenschaftsbeteiligungen 4 343 210.33 3 689 529.92

Ertrag aus Liegenschaftsverkauf 835 000.00 0.00

Veränderung Verkehrswert Liegenschaften 7 149 632.90 2 323 498.60

Veränderung Verkehrswert Miteigentumsanteile - 1 806 000.00 - 1 497 730.00

Kurs- und Währungsgewinne auf Immobilienfonds 583 068.37 2 656 332.55

Total Liegenschaftsertrag 39 676 727.36 31 524 717.36

Darlehenszinsen - 363 000.00 - 691 140.00

Unterhaltskosten für die Liegenschaften - 6 615 978.70 - 6 453 932.19

Baurechtszinsen - 178 714.80 -178 714.80

Kurs- und Währungsverluste auf Immobilienfonds - 10 244 962.39 - 3 344 078.30

Verwaltungshonorar für die Verwaltung der Liegenschaften - 1 192 394.55 - 1 175 882.60

Aufwendungen Architekt (Sanierung von Liegenschaften) - 129 734.30 - 208 745.50

Total Liegenschaftsaufwand - 18 724 784.74 - 12 052 493.39

Saldo Liegenschaftsrechnung 20 951 942.62 19 472 223.97

Zinsen für gestundete Einkaufsgelder 2 339.75 21 375.70

Verzugszins auf Freizügigkeitsleistungen und Abfindungen - 52 405.75 - 23 566.70

Zinsertrag auf Kontokorrent-Konti 20 833.15 19 382.75

Zinsertrag aus Einbau von Teuerungszulagen (StRB 17.10. 85) 764 311 00 1 181 511 00

Zinsgarantie (Art. 74 PVR) 39 212 883.00 0.00

Zinsaufwand auf Kontokorrent-Konti - 26 287.13 - 14 825.60

Total übriger Vermögensertrag 39 921 674.02 1 183 877.15

Netto-Ergebnis aus Vermögensanlage - 146 324 030.56 62 100 105.66


Marlis Schneuwly

Sachbearbeiterin

031 321 67 03

marlis.schneuwly@bern.ch

31.12. 2008 31.12. 2007

CHF CHF

Sonstiger Ertrag 6 242.90 50 874.15

Gebühren und Beiträge - 4 700.00 - 4 994.00

Verwaltungsaufwand - 1 362 720.74 -1 297 579.43

Total Verwaltungsaufwand - 1 367 420.74 - 1 302 573.43

Ertrags- /Aufwandüberschuss vor Bildung/Auflösung

der Wertschwankungsreserve - 210 789 007.13 - 4 729 516.88

Auflösung / Bildung Wertschwankungsreserve 91 408 287.29 4 729 516.88

Ertragsüberschuss /Aufwandüberschuss - 119 380 719.84 0.00

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34

3. Anhang

3.1 Grundlagen und Organisation

Rechtsform und Zweck

Die Personalvorsorgekasse (PVK) ist eine selbständige

öffentlich-rechtliche Anstalt der Stadt Bern und

bezweckt gemäss dem Reglement über die Personalvorsorgekasse

(Personalvorsorgereglement;

PVR; SSSB 153.21) vom 26. April 1990 die Versicherung

der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der

Stadt Bern und Organisationen, die mit ihr juristisch

oder wirtschaftlich in ständiger und enger Verbindung

stehen, gegen die wirtschaftlichen Folgen von

Alter, Tod und Invalidität.

Die Stadt Bern garantiert gemäss Artikel 74 PVR

die Versicherungsleistungen der Kasse nach den

Bestimmungen des Reglements.

Registrierung BVG und Sicherheitsfonds

Mit Verfügung vom 22. Oktober 1990 des Amts für

berufliche Vorsorge und Stiftungsaufsicht des

Kantons Bern wurde die Personalvorsorgekasse der

Stadt Bern unter der Ordnungsnummer BE.0183

definitiv in das kantonale Register für die berufliche

Vorsorge eingetragen.

Die PVK bezahlte im Berichtsjahr an den Sicherheitsfonds

einen Saldobetrag (Beiträge abzüglich

Zuschüsse) von CHF 486 411.10 (Vorjahr:

CHF 652 419.45). Der Sicherheitsfonds garantiert die

gesetzlichen und reglementarischen Leistungen

bis zu einem anrechenbaren Lohn von CHF 119 340.–

(Stand 2008) von zahlungsunfähig gewordenen

Vorsorgeeinrichtungen.

Urkunde und Reglemente

Der Stadtrat der Stadt Bern hat gestützt auf Artikel 48

der Gemeindeordnung vom 3. Dezember 1998 das

Personalvorsorgereglement beschlossen. Die

Verwaltungskommission kann Ausführungsbestimmungen

erlassen, soweit nicht im Reglement

ausdrücklich eine andere Gemeindebehörde als

zuständig bezeichnet wurde.

Das aktuell gültige Personalvorsorgereglement

datiert vom Juli 2007.

Zusätzlich bestehen folgende Ausführungsbestimmungen

und Verordnungen der Verwaltungs-

kommission:

– Ausführungsverordnung der Verwaltungs-

kommission der Personalvorsorgekasse zum

Personalvorsorgereglement vom 27. Juni 2008

– Verordnung über die Übertragung von Geschäften

der Verwaltungskommission an die Leitung der

Kassenverwaltung vom 9. Dezember 2005

– Verordnung zu den Rückstellungen und Reserven

der Personalvorsorgekasse der Stadt Bern vom

24. März 2006

– Verordnung zur Teilliquidation der Personalvorsorgekasse

der Stadt Bern vom 8. Dezember 2006

– Richtlinien für die Vermögensbewirtschaftung

der Personalvorsorgekasse der Stadt Bern vom

1. Juni 2007


Denkmalpflege der Stadt Bern

lic. phil. Kunsthistoriker

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36

Führungsorgan / Zeichnungsberechtigungen

Die Organisation und Verwaltung der PVK ist in

Artikel 70 – 80 PVR geregelt. Die Organe der Kasse

sind die paritätische Verwaltungskommission und

die Leiterin oder der Leiter der Kassenverwaltung.

Die Wahl der Arbeitgebendenvertreterinnen und –

vertreter erfolgt durch den Gemeinderat. Die Wahl

der Arbeitnehmendenvertreterinnen und – vertreter

hat der Gemeinderat in der Vertretungsverordnung

vom 11. November 1992 geregelt. Die aktuelle

personelle Zusammensetzung der Organe befindet

sich im Teil 1 des Geschäftsberichts.

Die Präsidentin oder der Präsident, im Verhinderungsfall

die Vizepräsidentin oder der Vizepräsident,

führt die rechtsverbindliche Unterschrift für die

Verwaltungskommission. Soweit es um Entscheide

über Vermögensanlagen und –verwaltung geht,

zeichnet diese Person kollektiv entweder mit einem

weiteren Mitglied oder mit der Leiterin oder dem Leiter

der Kassenverwaltung. Die Verwaltungskommission

kann zudem mit Beschluss abweichende Regelungen

vorsehen, sofern ein Anlageausschuss oder Dritte

mit der Vermögensverwaltung beauftragt werden.

3.2 Aktive Mitglieder und Rentenberechtigte

Aktive Versicherte und Rentenbezüger/-innen

Die Entwicklung des Mitgliederbestandes und

der Rentenberechtigten sind im Kapitel 3.1 des

Geschäftsberichtes dargelegt.

Die Anzahl der lebenslänglich zahlbaren Invalidenrenten

hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

2008 2007 Veränderung

Männer 310 314 - 1.2%

Frauen 91 92 - 1.1%

Total 401 406 - 1.2%

Experten, Revisionsstelle, Aufsichtsbehörde

Wahlperiode 1. Juli 2008 bis 30. Juni 2010:

Experte für berufliche Vorsorge:

Aon Consulting AG, Bern

Kontrollstelle:

Treuhand Messer, Bern

Aufsichtsbehörde der PVK ist das Amt für Sozialversicherung

und Stiftungsaufsicht des Kantons

Bern (ASVS). Als selbständige öffentlich-rechtlich

Anstalt der Stadt Bern berichtet die PVK im Rahmen

der Verbandsaufsicht zudem regelmässig dem

Gemeinderat, der in der Verwaltungskommission

mit zwei Sitzen direkt vertreten ist.

Angeschlossene Arbeitgebende

Nebst dem Personal der Stadt Bern versichert die

PVK Arbeitnehmende folgender Organisationen:

– ARA REGION BERN AG

– BERNMOBIL Städt. Verkehrsbetriebe Bern

– Energie Wasser Bern (ewb)

– energiecheck bern ag

– Gurtenbahn Bern AG

– Kornhausforum

Stadtbauten Bern (StaBe)

Stadtbauten Services AG

– Wasserverbund Region Bern AG

– Bären Elektro AG (ab 1. Januar 2009)


3.3 Art der Umsetzung des Zwecks

Vorsorgeplan

Die PVK ist eine umhüllende Kasse nach dem

Leistungs- und Beitragsprimat und erbringt in jedem

Fall die durch die Bundesgesetzgebung vorgeschriebenen

Mindestleistungen der obligatorischen

beruflichen Vorsorge. Die Kasse führt die Personalvorsorge

in zwei Abteilungen:

– Pensionskasse

– Sparkasse

Die Pensionskasse ist eine Leistungsprimatkasse,

bei der die Leistungen und Beiträge in Prozenten

des versicherten Lohnes berechnet werden. In der

Pensionskasse versichert werden alle Arbeitnehmenden,

die einen Mindestlohn gemäss BVG

erreichen und ein Arbeitsverhältnis mit festem

Pensum von mindestens 20 % aufweisen. Die

maximale Rente von 61.2% des letzten versicherten

Lohnes wird im Alter 63 mit 36 Versicherungsjahren

(1.7 % Altersrente pro Versicherungsjahr) erreicht.

Die Sparkasse ist eine reine Beitragsprimatkasse,

die alle Arbeitnehmenden versichert, die nicht in die

Pensionskasse aufgenommen werden können, aber

einen Mindestlohn gemäss BVG erreichen oder ein

Arbeitspensum von wenigstens 12 Wochenstunden

aufweisen.

Der versicherte Lohn entspricht dem Jahresgrundlohn

und den versicherbar erklärten festen Jahreszulagen

abzüglich des Koordinationsabzugs in Höhe

der maximalen einfachen AHV-Altersrente. Für Teil -

zeitbeschäftigte berechnet sich der Koordinationsabzug

entsprechend dem Beschäftigungsgrad.

Der Anspruch auf Altersleistung beginnt am ersten

Tag des Monats nach Vollendung des 63. Altersjahres.

Mitglieder können die vorzeitige Pensionierung

oder Teilpensionierung ab vollendetem 58.

Altersjahr verlangen.

Die Risikoleistungen der Pensionskasse berechnen

sich auf der Basis der Altersrente, die das Mitglied

mit dem vollendeten 63. Altersjahr erworben hätte.

Die Risikoleistungen der Mitglieder der Sparkasse

berechnen sich nach versicherungstechnischen

Grundsätzen auf dem vorhandenen Sparkapital und

einem nach Beitragsjahren abgestuften festen

Invalidenzuschuss. In jedem Fall werden aber die

Minimalleistungen nach BVG ausgerichtet.

Finanzierung, Finanzierungsmethode

Leistungsprimat (Pensionskasse)

Ordentlicher Beitrag der Arbeitnehmenden: 8.25 %

Ordentlicher Beitrag der Arbeitgebenden: 14.25 %

Die Arbeitnehmenden entrichten zusätzlich einen

nach Alter abgestuften Beitrag von ½ bzw. 1 % zur

Vorfinanzierung einer AHV-Überbrückungsrente in

der Höhe von 50% der einfachen maximalen

AHV-Rente.

Bei nicht teuerungsbedingten Lohnerhöhungen

entrichten die Arbeitnehmenden 50 % der Erhöhung

des versicherten Lohnes als Nachzahlung. Die

Arbeitgebenden entrichten das technisch erforderliche

Deckungskapital, mindestens jedoch 50 % der

Erhöhung als Nachzahlung.

Beitragsprimat (Sparkasse)

Ordentlicher Beitrag der Arbeitnehmenden:

7.25 % + 1 % Risikobeitrag

Ordentlicher Beitrag der Arbeitgebenden:

13.25 % + 1 % Risikobeitrag

Die Arbeitnehmenden entrichten zusätzlich einen

nach Alter abgestuften Beitrag von ½ bzw. 1 % zur

Vorfinanzierung einer AHV-Überbrückungsrente in

der Höhe von 50% der einfachen maximalen

AHV-Rente.

Weitere Informationen zur Vorsorgetätigkeit

Die PVK ist eine autonome Kasse, bei der die

Versicherungs- und Anlagerisiken durch die

angeschlossenen Organisationen gemeinschaftlich

getragen werden. Obschon sie über eine Leistungsgarantie

der Stadt Bern verfügt, strebt die Kasse

einen Zieldeckungsgrad von 100 % an. Bei einer

dauernden finanziellen Verschlechterung der Kasse

haben sich die angeschlossenen Arbeitgebenden

an allfälligen Sanierungsmassnahmen anteilmässig

zu beteiligen. Zudem ist bei gruppenweisen

Austritten ein bestehender versicherungstechnischer

Fehlbetrag durch den zuständigen Arbeitgebenden

zu übernehmen.

37


38

3.4 Bewertungs- und Rechnungslegungsgrundsätze, Stetigkeit

Die Rechnungslegung erfolgt nach den Fachempfehlungen

der Swiss GAAP FER 26.

Die Bewertung der Aktiven basiert grundsätzlich auf

den Marktwerten per Bilanzstichtag. Vorbehalten

bleiben in Übereinstimmung mit den Swiss GAAP

FER Regeln folgende Bestimmungen:

Private Equity / nicht-kotierte Wertpapiere

Bewertung erfolgt zum letztbekannten inneren Wert

(Net Asset Value). Bei Anlagefonds und -stiftungen

ist der Rücknahmepreis massgebend.

Falls weder ein aktueller Marktwert noch ein innerer

Wert feststellbar ist, werden diese Anlagen zu

Einstandspreisen abzüglich erkennbarer Werteinbussen

bilanziert.

Liegenschaften

Die direkten Immobilienanlagen wurden letztmals

per 31.12.2005 durch einen externen Experten

mit der Discounted Cash Flow Methode bewertet.

Für das Jahr 2008 wurden die Schätzwerte nachgeführt.

Diese werden mindestens alle 5 Jahre

durch eine unabhängige, externe Stelle geprüft.

Miteigentumsanteile sind mit einem Abschlag von

5 % zum letztbekannten Verkehrswert bilanziert,

um der beschränkten Liquidität dieses Marktes

Rechnung zu tragen. Im Berichtsjahr erworbene

Liegenschaften und Miteigentumsanteile werden

per Ende Jahr zum Kaufpreis bilanziert.

3.5 Versicherungstechnische Risiken / Risikodeckung / Deckungsgrad

Risikodeckung (Tod und Invalidität)

Die PVK ist eine autonome Vorsorgeeinrichtung,

welche die Risiken Invalidität und Tod aus den

ordentlichen Beiträgen finanziert. Mitglieder der

Sparkasse bezahlen zusammen mit den Arbeitgebenden

einen separaten Risikobeitrag von total

2 %. Um mögliche Schwankungsrisiken im Risikoverlauf

aufzufangen, besitzt die Kasse einen

Risikoschwankungsfonds. Die Höhe dieses Fonds

wird jährlich durch den Pensionskassen-Experten

mit Hilfe einer Risikoanalyse berechnet.

Entwicklung Deckungskapital Aktive

Der Saldo des Fonds reduziert sich im Berichtsjahr

von CHF 13.79 auf 12.76 Mio.

Die jährlich im Durchschnitt zu erwartende

Schadenssumme für neue Risikofälle reduziert sich

gegenüber dem Vorjahr von CHF 8,87 Mio. auf

CHF 8,03 Mio. Der technisch erforderliche Risikobeitrag

erhöht sich leicht auf 3.7% der versicherten

Lohnsumme.

31.12. 2008 31.12. 2007 Veränderung Veränderung

in CHF in %

Anwartschaften auf Alters- und 454 170 913 514 042 420 - 59 871 507 - 11.6

Ehegattenrenten Männer

Anwartschaften auf Alters- und 106 153 040 109 239 350 - 3 086 310 - 2.8

Ehegattenrenten Frauen

Ergänzung auf Barwerttabelle 10 375 987 11 760 000 - 1 384 013 - 11.8

Reglement (Artikel 16 FZG)

Ergänzung auf Mindestbetrag 28 981 010 36 796 509 - 7 815 499 - 21.2

(Artikel 17 FZG)

Deckungskapital Total Aktive 599 680 950 671 838 279 - 72 157 329 - 10.7


Verzinsung und Entwicklung Sparkapitalien Aktive

31.12. 2007 Verzinsung Veränderung 31.12. 2008

in CHF

Sparkapital 12 248 501 446 751 - 238 129 12'457 123

Gemäss Beschluss der Verwaltungskommission vom

1. Juni 2007 wird das Alterskapital der Mitglieder der

Sparkasse entsprechend dem technischen Zinssatz

der Pensionskasse mit 4 % verzinst.

Summe der Altersguthaben nach BVG

31.12. 2008 31.12. 2007 Veränderung Veränderung

in CHF in %

Altersguthaben 312 437 889 345 092 789 - 32 654 900 9.5

Die Summe der gesetzlichen Altersgutschriften

auf den Alterskonten beträgt für 2008

CHF 23 833 671.40 (Vorjahr: CHF 26 728 495.85).

Entwicklung Vorsorgekapital Rentenberechtigte

31.12. 2008 31.12. 2007 Veränderung Veränderung

in CHF in %

Vorsorgekapital Rentner 835 237 135 822 249 741 12 987 394 1.6

Vorsorgekapital Rentnerinnen 271 023 294 269 549 731 1 473 563 0.5

Vorsorgekapital Rentenberechtigte 1 106 260 429 1 091 799 472 14 460 957 1.3

Die laufenden AHV- und IV-Überbrückungsrenten bis

Alter 65 werden mittels Rentenwertumlageverfahren

in das Vorsorgekapital der Rentenberechtigten

eingerechnet.

Silvia Frey

Die Verwaltungskommission hat im vergangen Jahr

auf eine Anpassung der laufenden Renten an die

Teuerung verzichtet.

Sachbearbeiterin

031 321 68 43

silvia.frey@bern.ch

39


40

Versicherungstechnisches Gutachten

Die Expertenbestätigung zum letzten versicherungstechnischen

Gutachten ist in Kapitel 5.2 des

Berichtsteils wiedergegeben.

Technische Grundlagen und andere

versicherungstechnisch relevante Annahmen

Das notwendige Vorsorgekapital wird auf den

technischen Grundlagen der EVK 2000 ACC mit

einem technischen Zinssatz von 4 % berechnet.

Im Blick auf die stetig steigende Lebenserwartung

und höheren Risikokosten werden pro Jahr 0.5 %

des Vorsorgekapitals der Rückstellung Grundlagenwechsel

zugewiesen. Die Rückstellung für

Grundlagenwechsel beträgt per Ende Jahr

CHF 66 663 375.– (Vorjahr: CHF 60 027 843.–) oder

4.0 % der Vorsorgekapitalien.

Jahresergebnis und Deckungsgrad

Die Rückstellung für hängige Invaliditätsfälle beträgt

per Ende Jahr CHF 5 600 000.– (Vorjahr:

CHF 10 442 000.–). Die Höhe der Rückstellung wird

jährlich durch den Pensionskassen-Experten

anhand von Erfahrungswerten aus den Vorjahren

und den aktuell hängigen Schadenfällen ermittelt.

Die Rückstellung zur Anpassung der laufenden

Renten an die Teuerung beträgt per Ende Jahr

unverändert CHF 8 560 000.–.

31.12. 2008 31.12. 2007

Total Aktiven 1 718 402 199 1 994 320 821

- Fremdkapital - 25 287 925 - 33 420 251

- Passive Rechnungsabgrenzung - 512 116 - 786 188

Verfügbares Vermögen 1 692 602 158 1 960 114 382

Vorsorgekapital Aktive 560 323 953 623 281 770

Sparkapitalien Aktive 12 457 123 12 248 501

Vorsorgekapital Rentenberechtigte 1 106 260 429 1 091 799 472

Übrige technische Rückstellungen 132 941 372 141 376 352

Total erforderliches Deckungskapital 1 811 982 877 1 868 706 095

Wertschwankungsreserve 0 91 408 287

Freie Mittel / Deckungslücke - 119 380 719 0

Deckungsgrad in % 93.4% 104.9%


Tiefbauamt der Stadt Bern

Maler

41


42

3.6 Erläuterungen der Vermögensanlage und des Netto-Ergebnisses

aus Vermögensanlage

Grundsätze und Organisation der Vermögensanlage

und des Rechnungswesens

Die Vermögensbewirtschaftung der Personalvorsorgekasse

hat die Verwaltungskommission in ihren

Anlagerichtlinien vom 1. Juni 2007 geregelt.

Gemäss den Anlagegrundsätzen soll das Kassenvermögen

bei angemessener Risikoverteilung und unter

Wahrung einer stetigen Zahlungsbereitschaft so

angelegt werden, dass bei marktgerechten Erträgen

eine möglichst gute Werterhaltung erzielt werden

kann. Die Anlagen in Aktien und Obligationen sind

vorwiegend indexnah und möglichst kosteneffizient

zu tätigen. Eine aktive Bewirtschaftung der Vermögen

wird dann gewählt, wenn eine passive Bewirtschaftung

nicht möglich ist oder ein Zusatzertrag bzw. ein

tieferes Anlagerisiko erwartet werden kann.

Die Anlagestrategie der PVK basiert auf der

Asset-Liability-Studie der Aon Consulting AG vom

15. März 2007. Die langfristig erwartete Rendite

gemäss Anlagestrategie beträgt 5.0 % bei einem

Anlagerisiko auf den gesamten Vermögenswerten

von 7.3 % (Standardabweichung).

Die Verwaltungskommission trägt die Verantwortung

für die Bewirtschaftung des Vermögens, erlässt die

Anlagerichtlinien und entscheidet über die langfristige

Anlagestrategie. Mit der Umsetzung der

Anlagestrategie ist der Anlageausschuss beauftragt.

Er entscheidet über die einzelnen Anlagen und die

Vergabe von Vermögensverwaltungsmandaten im

Rahmen der gesetzlichen und reglementarischen

Vorgaben. Er berichtet quartalsweise der Verwaltungskommission

über die Anlage tätigkeit, zudem

werden die Beschlüsse des Anlageausschusses

protokolliert und der Verwaltungskommission zur

Kenntnis gebracht. Die aktuelle Zusammensetzung

des Anlageausschusses ist im Berichtsteil aufgeführt.

Die Liquiditätsbewirtschaftung, Wertschriftenbuchhaltung,

Verwaltung der Hypotheken und

Wertschriften sowie die Berichterstattung zur

Anlagetätigkeit erfolgt durch den Wertschriftendienst

FPI im Auftrag der PVK. Der Wertschriften

dienst trifft mit Ausnahme der Liquiditätsbewirtschaftung

keine eigene Anlageentscheide.

Der Anlageausschuss entscheidet über die Vergabe

von Vermögensverwaltungsmandaten, über die

Direktanlagen namentlich in Immobilien und Hypotheken

sowie über indirekte Anlagen in Immobilien

Ausland, Fremdwährungsobligationen und Private

Equity.

Die Obligationen CHF werden im Rahmen eines

externen Verwaltungsmandates bewirtschaftet.

Fremdwährungsanleihen werden über Anlagefonds-

und Anlagestiftungen gehalten. Seit anfangs 2008

werden die Aktien Inland und Ausland mehrheitlich

im Rahmen von institutionellen Fonds indexnah

bewirtschaftet. Die aktiv bewirtschafteten Aktienengagements

und Private Equity Anlagen werden in

der Regel über kollektive Anlageinstrumente (wie

Anlagefonds, Anlagestiftungen, Beteiligungsgesellschaften

oder Partnerships) getätigt. Im Rahmen der

BVV2 Vorschriften können die Vermögensverwalter

auch derivative Finanzinstrumente einsetzen.

Mit den extern beauftragten Vermögensverwaltern

bestehen vertragliche Regelungen, dass allfällige

Retrozessionen (Rückvergütungen und Kommissionen)

direkt der Personalvorsorgekasse gutzuschreiben

sind.

Die Verwaltung der Liegenschaften ist an sieben

externe Liegenschaftsverwalter übertragen. Zur

strategischen Bewirtschaftung des Immobilienportfolios

sowie zur Überwachung und Durchführung

von grösseren Sanierungsarbeiten verfügt die PVK

über einen eigenen Architekten. Sämtliche Liegenschaften

im direkten Besitz befinden sich im

Grossraum Bern. Liegenschaften in der übrigen

Schweiz und im Ausland werden über Immobilienstiftungen

und -fonds oder als Miteigentumsanteile

gehalten.


Erweiterungen gemäss Artikel 59 BVV2

Die PVK tätigt in Erweiterung der BVV2 Vorschriften

Anlagen in nicht kotierte ausländische Aktien

(Private Equity). Diese Anlagen werden im Rahmen

der strategischen Aktienquote von 32 % geführt

und sind auf maximal ein Fünftel der Aktienanlagen

begrenzt. Sie sind Teil des Anlagekonzepts,

welches eine möglichst breite Diversifikation der

Anlagerisiken anstrebt. Neuanlagen in Private Equity

erfolgen ausschliesslich über kollektive Anlageinstrumente

auf Empfehlung von ausgewiesenen

Spezialisten und müssen nach Regionen und

Finanzierungsphasen ausreichend diversifiziert sein.

Anlagen in andere alternative Anlagevehikel

(Hedge Fonds, Rohwaren, strukturierte Produkte

etc.) bestehen keine.

Wertschwankungsreserve

Die Zielgrösse der Wertschwankungsreserve

beträgt aufgrund der gewählten Anlagestrategie

2008 gemäss Asset & Liability Studie vom 15. März

2007 22.5 % der Vorsorgekapitalien und technischen

Rückstellungen. Per 31. Dezember 2008

wären dies rund CHF 408 Mio. (Vorjahr CHF 420 Mio.)

Aufgrund des Aufwandüberschusses in der Höhe

von rund CHF 211 Mio. musste die Wertschwankungsreserve

von CHF 91 408 287.– im Berichtsjahr

vollständig aufgelöst werden.

Darstellung der Vermögensanlagen nach Anlagekategorien

Vermögensanlagen unter Anrechnung allfälliger Engagements aus derivativen Finanzinstrumenten.

31.12. 2008 31.12. 2007 Strategie Bandbreite

Anlagekategorie in Mio. in % in Mio. in % in % in %

Nominalwerte 680.2 40.7 779.4 39.1 38

Kontokorrent bei der Stadt 6.7 0.4 0.8 0.1

Annuitäten Guthaben bei der Stadt 19.9 1.2 30.7 1.4

Anlagen beim Arbeitgebenden 26.6 1.6 31.5 1.5 0

Flüssige Mittel CHF 20.0 1.2 123.0 6.1 2 0 – 5

Obligationen CHF Inlandschuldner 112.2 6.7 107.5 5.4 15 12 – 20

Obligationen CHF Auslandschuldner 123.0 7.3 104.8 5.3 0 0 – 13

Hypotheken 263.6 15.8 268.1 13.5 14 10 – 18

Nominalwerte CHF 518.8 31.0 603.4 30.3 31 22 – 43

Obligationen Fremdwährungen 134.8 8.1 144.5 7.3 7 3 – 10

Nominalwerte Fremdwährung 134.8 8.1 144.5 7.3 7 3 – 10

Sachwerte 992.4 59.3 1'212.0 60.9 62

Immobilien Inland 569.6 34.0 571.8 28.7 27 24 – 30

Immobilien Ausland 38.1 2.3 46.3 2.3 3 1 – 5

– davon Private Equity* 6.0 0.4 8.3 0.4

Immobilien 607.7 36.3 618.1 31.0 30 25 – 35

Aktien Inland 169.7 10.1 256.0 12.9 14 10 – 16

– davon Private Equity* 14.7 0.9 23.2 1.2

Aktien Ausland 215.0 12.9 337.9 17.0 18 14 – 20

– davon Private Equity* 74.7 4.5 71.8 3.6

Aktien 384.7 23.0 593.9 29.9 32 24 – 36

Total Vermögensanlagen 1 672.6 100.0 1 991.4 100.0 100

* = Private Equity / Alternative Anlagen max. ¹⁄5 der entsprechenden Anlagekategorie

43


44

Die Aufteilung zwischen Nominalwerte (rund 40 %)

und Sachwerte (rund 60%) hat sich im Berichtsjahr

nur wenig verändert. Aufgrund marktbedingter

Kurskorrekturen auf den Aktien hat sich aber der

Aktienanteil von knapp 30 % auf 23 % reduziert.

Wegen des unsicheren Marktumfeldes hat der

Anlageausschuss auf eine aktive Erhöhung der Aktienquote

im vergangenen Jahr verzichtet. Sowohl

die Quote für Aktien Inland als auch für die Aktien

Ausland befinden sich damit an der unteren

Bandbreite der Anlagestrategie. Trotz dem Verkauf

einer grösseren Liegenschaft und insgesamt

kleinerem Anlagevolumen gegenüber anfangs Jahr

hat sich der Anteil der Immobilien Inland stark

erhöht und liegt mit 34 % bereits über der oberen

Bandbreite der Anlagestrategie. Gemäss den

Anlagerichtlinien dürfen die Bandbreiten der

Anlagestrategie bei marktbedingten Korrekturen

vorübergehend unter- oder überschritten werden.

Der Anlageausschuss hat bewusst auf den Verkauf

Erläuterung des Nettoergebnisses

in Tausender CHF

von weiteren Liegenschaften verzichtet und ist der

Meinung, dass sich bei einer Erholung der Aktienmärkte

auch der Immobilienanteil wieder korrigieren

wird.

Offene Derivate per Jahresende

Per 31. Dezember 2008 bestanden keine offenen

Derivativgeschäfte.

Wertpapierleihe (Securities Lending)

Auf Beschluss des Anlageausschusses hat die

Kasse im Oktober 2008 sämtliche Securities

Lending-Verträge auf den direkt gehaltenen

Wertschriften aufgelöst. Auf Ende Jahr sind keine

Positionen mehr ausgeliehen. Die für die Wertpapierleihe

kassierte Prämie betrug im Berichtsjahr

gesamthaft CHF 12 654.84. (Vorjahr:

CHF 171 418.09).

2008 2007

Erfolg (netto) Performance Benchmark Erfolg (netto) Performance

gesamt in % in % gesamt Vorjahr in %

Cash und Geldmarktforderungen 411.2 1.1 2.7 1 627.5 1.8

Darlehen / Obligationen CHF 6 271.8 2.8 4.6 - 544.1 - 0.2

Obligationen Fremdwährungen - 5 231.1 - 3.6 5.3 3 152.7 2.2

Hypotheken 9 193.5 4.1 3.2 8 610.7 3.1

Immobilien Inland 29 896.8 5.3 2.8 21 603.6 3.9

Immobilien Ausland - 8 946.2 - 21.3 - 47.7 - 2 208.5 - 6.4

Aktien Inland - 84 511.4 - 37.3 - 34.1 11 457.1 4.9

Aktien Welt - 133 062.7 - 40.6 - 45.9 17 447.5 7.4

Nettoergebnis

aus Vermögensanlagen I -185 978.1 - 10.0 - 20.7 61 146.5 3.2

Nettoergebnis

aus Vermögensanlagen II -146 324.0 -8.1 62 100.1 3.2

Das Nettoergebnis I umfasst das Anlageergebnis aus

den Vermögensanlagen ohne übrige Vermögenserträge

/ -aufwände.

Das Nettoergebnis II umfasst das Anlageergebnis

über alle Vermögenserträge (inkl. Ertrag aus Annuität

und Zinsgarantie) wie in der Betriebsrechnung unter

Netto-Ergebnis aus Vermögensanlagen ausgewiesen.


Folgende Marktindizes werden zur Berechnung der

Benchmark nach Anlagekategorie verwendet:

– Cash = Citigroup CHF Eurodeposits (3 Monate)

– Obligationen CHF = Swiss Bond Index AAA - A

– Obligationen Fremdwährungen = JP Morgan

Global Traded Bond Index

– Hypotheken = BEKB Wohnbauhypotheken

– Immobilien Inland = KGAST Immo Index

– Immobilien Ausland = EPRA/NAREIT Global Index

– Aktien Inland = Swiss Performance Index

– Aktien Ausland = MSCI Welt

– Gesamt = Pictet BVG-Index 2005 (BVG 40+)

Die Anlagen in Cash und Geldmarktbuchforderungen

blieben namentlich aufgrund von währungsbedingten

Kursverlusten unter der Benchmark. Der

Erfolg in Obligationen CHF blieb ebenfalls unter der

Benchmark, da im Portefeuille Anleihen der Eidgenossenschaft

zugunsten der übrigen AAA-Schuldner

leicht untergewichtet waren. Auf einer Anleihe,

die anfangs Jahr noch ein AAA-Rating hatte, musste

zudem ein Totalausfall verbucht werden. Das Erg

e b n i s bei den Fremdwährungsanleihen litt insbesondere

unter der Übergewichtung des Euro, der

im Berichtsjahr stark unter Druck kam. Ebenfalls

wiesen Engagements in Anlagestiftungen und

Anlagefonds mit Unternehmensanleihen und

Options anleihen stark negative Ergebnisse aus.

Die Hypotheken zeigen insgesamt ein erfreuliches

Ergebnis. Die rückläufigen Zinsen führten bei

den indirekten Hypothekaranlagen zu einer höheren

Bewertung.

Das Ergebnis der Liegenschaftsrechnung wurde

durch die Entwicklung bei den kotierten Immobilienanlagen

im Ausland negativ beeinflusst.

Die Mieterträge auf den direkten Immobilienanlagen

konnten gegenüber dem Vorjahr von CHF 24.4 Mio.

(Vorjahr: CHF 24.1 Mio.) leicht gesteigert werden.

Auch der Ertrag aus Liegenschaftsbeteiligungen

von CHF 4.3 Mio. hat sich gegenüber dem Vorjahr

(CHF 3.7 Mio.) erhöht. Leicht höher fielen die

Unterhaltskosten für die Liegenschaften aus. Sie

betrugen im Berichtsjahr rund CHF 6.6 Mio.

(Vorjahr: CHF 6.4 Mio.). Die Erhöhung der Verkehrswerte

auf den Liegenschaften um rund CHF 7.1 Mio.

(Vorjahr CHF 2.3 Mio.) ist namentlich auf ausgeführte

Sanierungsarbeiten und höhere Mieterträge

zurückzuführen. Auf den Miteigentumsanteilen

ergab sich eine Reduktion der Verkehrswerte um

CHF -1.8 Mio. (Vorjahr CHF -1.4 Mio.). Dieser

erneute Abschreibungsbedarf ist unter anderem auf

die Anpassung des Verkehrswertes auf einem

Miteigentum aufgrund der unsicheren Mietzinsentwicklung

zurückzuführen.

Die Aktien haben eines ihrer schlechtesten Ergebnisse

hinter sich. Bei den Aktien Inland konnte der

Benchmark nicht ganz erreicht werden. Dies ist vor

allem auf Beteiligungen bei mittel- und kleinkapitalisierten

Unternehmen zurückzuführen. Bei den

Aktien Ausland fielen die Verluste auf den Private

Equity etwas tiefer als beim Gesamtmarkt aus, so

dass der MSCI Welt Index leicht übertroffen wurde.

Mit einer Gesamtperformance von - 10 % (- 8.1 %

inklusive Erträge aus Annuitäten und Zinsgarantie)

bleibt das Anlageergebnis aber klar über der

Benchmark.

45


46

Vermögensverwaltungskosten 2008 2007

CHF CHF

Externe Vermögensverwaltungsmandate 1 474 879 3 098 987

Courtage / Stempel / Diverses 687 015 1 362 178

Interne Vermögensverwaltungskosten 206 403 231 602

Total Wertschriften 2 368 297 4 494 279

Externe Liegenschaftsverwaltungen 1 192 394 1 175 882

Interne Liegenschaftsverwaltungskosten 129 734 208 745

Total Liegenschaften 1 322 128 1 384 627

Der markante Rückgang der Kosten bei den externen

Vermögensverwaltungsmandaten und Transaktionskosten

ist in erster Linie auf die Überführung der

bisher aktiv verwalteten Aktienmandate in indexnahe

oder passive institutionelle Fonds sowie auf das

durch die Marktkorrektur kleinere Anlagevolumen

zurückzuführen.

Anlagen beim Arbeitgeber

Über den Kontokorrent Stadtkasse wird der

grösste Teil des Zahlungsverkehrs wie alle Beiträge

der Stadt, der angeschlossenen Organisationen und

der Mitglieder, Hypothekarzinseingänge, Ausrichtung

der Renten und Austrittsleistungen, Verwaltungskosten

usw. abgewickelt. Die gegenseitige Limite

beträgt CHF 30 Millionen. Die ausstehenden Guthaben

angeschlossener Organisationen per Bilanzstichtag

sind alle bezahlt worden. Der Saldo wird

zum jeweiligen Kontokorrent-Zinssatz (Habenzins)

der Berner Kantonalbank verzinst.

Unter Barwert der Annuität besteht ein Guthaben

der PVK bei der Stadt Bern bezüglich geschuldeter

Teuerungseinbaukosten, die auf die Jahre vor 1985

zurückgehen. Das Guthaben wird gemäss Beschluss

des Stadtrates durch jährlich Annuitätenzahlungen

von CHF 5.5 Mio. an die PVK getilgt. Mit dem Austritt

von Police Bern per Ende 2007 wurde ausserdem im

Berichtsjahr eine ausserordentliche Rückzahlung

geleistet. Der Barwert der Annuität beträgt per

31.12.2008 CHF 19'872’088.– (Vorjahr: 30 719 284.–).

Die Verzinsung der Restschuld erfolgt zu 4%.

3.7 Erläuterungen weiterer Positionen der Bilanz und Betriebsrechnung

Verwaltungsaufwand

Der Verwaltungsaufwand der PVK belief sich im

Berichtsjahr auf CHF 1 367 420.74 (Vorjahr:

CHF 1 302 573.43). Die Personalkosten werden der

PVK von der Direktion Finanzen, Personal und

Informatik und die Mietkosten für die Büroräumlich-

keiten von den Stadtbauten Bern in Rechnung

gestellt. Der Verwaltungsaufwand pro versicherte

Person (ohne Vermögensverwaltungskosten) beträgt

rund CHF 160.– (Vorjahr: CHF 147.–).


3.8 Auflagen der Aufsichtsbehörde

keine

3.9 Weitere Informationen mit Bezug auf die finanzielle Lage

Unterdeckung

Der Aufwandüberschuss vor Bildung und Auf lösung

der Wertschwankungsreserve von rund

CHF 211 Mio. führt dazu, dass sich die Kasse per

Ende Jahr in einer Unterdeckung befindet. Die

vor handene Wertschwankungsreserve in der Höhe

von CHF 91.4 Mio. musste vollständig aufgelöst

werden. Der verbleibende Aufwandüberschuss

beträgt CHF 119.4 Mio. und führt zu einem

Deckungs grad nach Artikel 44 BVV2 von 93.4 %

per 31.12.2008 (Vorjahr 104.9 %).

Die Performance von -10 % auf den Vermögensanlagen

fiel besser aus, als die nach der Anlagestrategie

zu erwartende Rendite (-13.7 %) und die vergleichbarer

Pensionskassenindizes. Gemäss

Performancevergleich des Schweizerischen

Pensionskassenverbandes (ASIP) beträgt die

durchschnittliche Jahres-Performance schweizerischer

Pensionskassen im Berichtsjahr -15 %.

Dieses relativ gesehen positive Ergebnis der Kasse

ist im Wesentlichen auf eine deutliche Untergewichtung

der Aktienquote zugunsten des Anteils in

Immobilien Inland zurückzuführen.

Die primäre Ursache der Unterdeckung sind die

hohen Buchverluste auf den Aktien und in geringerem

Masse auf den Obligationen in Fremdwährungen

aufgrund der heftigen Turbulenzen an den

Finanzmärkten. Gemäss Personalvorsorgereglement

Artikel 74 Absatz 1 garantiert die Stadt die

Versicherungsleistungen der Kasse nach den

Bestimmungen dieses Reglements. Aufgrund dieser

Tatsachen und der noch leichten Unterdeckung hat

die Verwaltungskommission im jetzigen Zeitpunkt

auf das Einleiten von sofortigen Sanierungsmassnahmen

verzichtet.

Der Gemeinderat hat im Übrigen am 24. Februar

2009 beschlossen, eine Totalrevision des Personalvorsorgereglements

einzuleiten, um nebst Anpassungen

in der Organisationsstruktur der Kasse auch

Empfehlungen im Bereich der Plangestaltung und

Finanzierung umzusetzen. Namentlich noch

bestehende strukturelle Finanzierungslücken sollen

im neuen Reglement geschlossen werden, wobei

nach dem Willen des Gemeinderats am Leistungsprimat

festgehalten werden soll. Die Inkraftsetzung

des neuen Personalvorsorgereglements ist auf das

Jahr 2012 geplant.

Defizit AHV-Überbrückungsrenten-Fonds

Gemäss Artikel 74 Absatz 4 des Personalvorsorgereglements

garantiert die Stadt der Kasse die

Übernahme eines allfälligen Defizits des Fonds zur

Finanzierung der AHV-Überbrückungsrente, sofern

die Kasse die Verzinsung des versicherungstechnisch

notwendigen Deckungskapitals vor Auflösung

allfälliger Rückstellungen nicht erreicht. Die angeschlossenen

Arbeitgebenden haben sich daran

entsprechend ihrem Anteil zu beteiligen. Aufgrund

der reglementarischen Bestimmungen wird das

Defizit des AHV-Überbrückungsrentenfonds den

Arbeitgebenden für das vergangene Jahr in

Rechnung gestellt. Die Forderung von rund

CHF 3.2 Mio. wurde in der Jahresrechnung 2008

bereits verbucht.

Teilliquidation

Am 1. Januar 2008 sind rund 560 Mitglieder, die

zum Polizeikorps der Stadt Bern gehörten, im

Rahmen des Projektes Police Bern zum Kanton

übergetreten. Die vollen Freizügigkeitsleistungen im

Umfang von rund CHF 65.8 Mio. wurden anfangs

Januar 2009 der Bernischen Pensionskasse

überwiesen.

Gemäss Teilliquidationsverordnung der Personalvorsorgekasse

vom 8. Dezember 2006 waren mit

dieser Auslagerung einer gesamten Organisationseinheit

die Voraussetzungen für eine Teilliquidation

erfüllt. Die Verwaltungskommission verabschiedete

an ihrer Sitzung vom 3. Juni 2008 den Teilliquidationsbeschluss,

der im Wesentlichen festhielt, dass

47


48

keine freien Mittel vorhanden sind und da auch

keine versicherungs- und anlagetechnischen

Risiken übertragen werden, das austretende

Kollektiv auch keinen kollektiven anteilsmässigen

Anspruch auf technische Rückstellungen und

Schwankungsreserven hat. Die betroffenen

Personen wurden schriftlich über den Teilliquidationsbeschluss

informiert und am 4. August 2008

erfolgte eine entsprechende Publikation im

Schweizerischen Handelsamtsblatt. Innert der Frist

von 30 Tagen erfolgten keine Einsprachen gegen

den Beschluss der Verwaltungskommission.

Eventualverpflichtungen

Keine

Überweisung von Austrittsleistungen an die

Auffangeinrichtung

Im Berichtsjahr wurden keine Austrittsleistungen

an die Auffangeinrichtung überwiesen. Es bestehen

auch keine herrenlose Gelder, die der Auffangeinrichtung

hätten überwiesen werden müssen.

3.10 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Keine

Laufende Rechtsverfahren

Zinsgarantie 2001

Mit Urteil vom 2. Februar 2009 hat das Bundesverwaltungsgericht

die Einsprachen der Einwohnergemeinde

der Stadt Bern und der Personalvorsorgekasse

gegen die Verfügung des Amts für

Sozialversicherung und Stiftungsaufsicht (ASVS)

vom 10. Mai 2005 abgewiesen. Nach einer gründlichen

Analyse des Urteils kamen sowohl der

Gemeinderat als auch die Verwaltungskommission

zum Schluss, dass kaum Anhaltspunkte bestehen,

um das Urteil mit ausreichender Aussicht auf Erfolg

beim Bundesgericht anfechten zu können.

Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts wurde

damit rechtskräftig und die Personalvorsorgekasse

verbuchte noch in der Jahresrechnung 2008 die aus

den Jahren 2001 und 2002 offenen Zinsgarantieforderungen

in der Höhe von rund CHF 39.2 Mio.

Damit sind die bisher noch offenen Rechtsfragen im

Zusammenhang mit der Abschaffung der Zinsgarantie

durch den Stadtrat im Jahr 2003 endgültig

bereinigt.


Inhalt

Personalvorsorgekasse der Stadt Bern

David Käser, Martin Oester, Andreas Gerber

Gestaltung und Realisation

atelier v., Lars Villiger, Worb

Fotos

Micha Riechsteiner, Worb

Druck

Rub Graf-Lehmann AG, Bern

Personalvorsorgekasse der Stadt Bern

Schwanengasse 14

3011 Bern

personalvorsorgekasse@bern.ch

www.pvkbern.ch

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