Gemeindemitteilung Kirchanschöring 2020-3

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An alle Haushalte

2020, Ausgabe III

Gemeindemitteilung

sichern und leben zu können.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Corona-Pandemie bestimmt noch immer in vielen Teilen unser

tägliches Leben. Langsam greifen erste Lockerungen, da die rückläufi

gen Zahlen eine vorsichtige Entspannung der Lage erkennen

lassen.

Es ist verständlich, dass viele sich nach den gewohnten Möglichkeiten

sehnen und manche die Einschränkungen nur schwer akzeptieren

wollen. Dennoch bitte ich bei der Bewertung der Situation die

Alternativen zu bedenken.

Auch wenn manch eine Vorgabe nicht ganz nachvollziehbar

erscheint, so ist es uns doch gemeinsam gelungen, die Pandemie

soweit einzudämmen, dass der Weg zurück zur „Normalität“ schrittweise

möglich ist.

Vielen Dank für die Geduld und die Disziplin. Nur so wird es uns auch

weiterhin gelingen, unsere Grundrechte und Freiheiten dauerhaft

Mit dem Start der neuen Ratsperiode auf Kommunalebene haben sich die Gemeindegremien

formiert und nehmen ihre Arbeit auf. Viele Herausforderungen und Aufgaben warten auf uns, die

wir gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern angehen wollen!

Anschöring hilft zam! ... und bleibt‘s gsund!

Euer Bürgermeister


Wichtige Anschriften, Öffnungszeiten und Telefonnummern

Gemeindeverwaltung Kirchanschöring

Rathausplatz 2, 83417 Kirchanschöring

www.kirchanschoering.info

Öffnungszeiten:

Montag - Mittwoch, Freitag: 8:00-12:00 Uhr

Donnerstag: 9:00-12:00 Uhr & 14:00-18:00 Uhr

Zentrale/Vermittlung

Telefon: 08685 / 77 939 - 0 / Telefax: 08685 / 77 939 - 30

gemeinde@kirchanschoering.de

1. Bürgermeister

Hans-Jörg Birner

Tel.: 08685 / 77 939 - 10

buergermeister@kirchanschoering.de

Geschäftsleitung & Kämmerei

Sabine Strohhammer

Tel.: 08685 / 77 939 - 15

strohhammer-sabine@kirchanschoering.de

Fachbereichsleitung für Ordnungsamt, Abwasser,

Kultur & Soziales, Personal

Ramona Aicher & Peter Schuster

aicher-ramona@kirchanschoering.de

Tel.: 08685 / 77 939 - 21

Bautechnik

Josef Parzinger

Tel.: 08685 / 77 939 - 27

parzinger-josef@kirchanschoering.de

Bauamt

Margot Aicher

Tel.: 08685 / 77 939 - 12

aicher-margot@kirchanschoering.de

Mo., Di., Fr.: 8:00 - 12:00 Uhr / Do.: 9:00 - 12:00 Uhr

Vorzimmer Bürgermeister

Kindergarten- und Krippenbeiträge, Kanalgebühren

Sophia Reitschuh

Tel.: 08685 / 77 939 - 28

reitschuh-sophia@kirchanschoering.de

Mo., Mi., Fr.: 8:00 - 12:00 Uhr, Do.: 9:00 - 12:00 Uhr

Einwohnermeldeamt

Sabine Inneberger & Theresa Aicher

Tel.: 08685 / 77 939 - 17 ( Sabine Inneberger)

Tel.: 08685 / 77 939 - 19 (Theresa Aicher)

ewo@kirchanschoering.de

Sozialwesen

Michaela Stockhammer

Tel.: 08685 / 77 939 - 18

stockhammer@kirchanschoering.de

Mo., Di., Mi.: 8:00 - 12:00 Uhr, Do.: 9:00 - 12:00 Uhr

Aufgrund der derzeitigen Situation sind die

Öffnungszeiten momentan nicht vorhersehbar.

Bitte beachten Sie die Hinweise

der einzelnen Einrichtungen.

Kassenwesen

Irene Prechtl

Tel.: 08685 / 77 939 - 28

kasse@kirchanschoering.de

Martina Waldherr

Tel.: 08685 / 77 939 - 16

waldherr-martina@kirchanschoering.de

Personalsachbearbeitung

Michaela Palliardi

Tel.: 08685 / 77 939 - 13

palliardi-michaela@kirchanschoering.de

Mo., Di., Mi.: 8:00 - 12:00 Uhr

Do.: 9:00 - 12:00 Uhr

Gemeindemitteilung

Petra Obermeier

gemeindeanzeiger@gmx.de

Sozialbüro

Anja Straßer

Öffnungszeiten

Mo., Di., Mi., Fr.: 08:00 - 12:00 Uhr

Do.: 9:00 - 12:00 Uhr und nach Vereinbarung

Telefon: 08685 / 77 939 - 26 / Telefax: 08685 / 77 939 - 30

sozialbuero@kirchanschoering.de

Postfiliale

Nicole Meinelt, Anneliese Kleinwötzl & Hubert Franken

Öffnungszeiten

Mo. - Fr.: 9:00 - 12:00 Uhr / Sa: 9:00 - 11:00 Uhr

Tel.: 08685 / 77 939 -11

Tourist-Information und VHS

Nicole Meinelt

Öffnungszeiten

Mo., Di, Mi, Fr.: 8:00 - 12:00 Uhr, Do.: 9:00 - 12:00 Uhr

Tel.: 08685 / 77 939 - 11 / meinelt-nicole@kirchanschoering.de

G‘wandladen - der Kleidermarkt für Jedermann

Öffnungszeiten

Di.: 14:30 -16:30 Uhr, Do.: 10:00 - 12:00 Uhr

Fr.: 14:30 - 16:30 Uhr, Sa.: 10:00 - 12:00 Uhr

Wertstoffhof

Öffnungszeiten

Di., Fr.: 15:00 -18:00 Uhr / Sa.: 8:00-12:00 Uhr

Gemeindebücherei St. Michael

Öffnungszeiten

Di.: 16:00 - 18:30 Uhr, Do.: 10:00 - 11:00 Uhr

So.: 9:30 - 10:30 Uhr

Tel.: 08685 / 77 86 363

buecherei.kirchanschoering@gmail.com

Abgabe für die nächste Ausgabe:

1. Juli 2020

Seite 2


Der Bürgermeister informiert

Kommunalgremien 2020 - 2026

In der konstituierenden Sitzung hat der neue Gemeinderat wichtige Entscheidungen für die Besetzung der

kommunalen Gremien für die Wahlperiode 2020 - 2026 getroffen.

Zum 2. Bürgermeister wurde Herbert Babinger mit 11:6 Stimmen gewählt. Als weiterer Bewerber war der bisherige

Amtsinhaber Franz Portenkirchner vorgeschlagen worden.

Ebenfalls wurden die Ausschüsse besetzt und Vertreter in weitere Gremien bestimmt:

Finanzausschuss

Partei

Ausschussmitglied

Vertreter

1

CSU

Babinger Herbert

Reiter Albert jun.

2

CSU

Roider Rupert

Hingerl Matthias

3

CSU

Gaugler Rudolf

Brüderl Sebastian

4

FW

Portenkirchner Franz

Albanbauer Andreas

5

FW

Seidenfuß Matthias

Albanbauer Andreas

6

FW

Wörndl Andreas

Albanbauer Andreas

7

Grüne

Dr. Stöckl-Bauer Katharina

Hufnagl Carolin

8

Grüne

Tahedl Florian

Hufnagl Carolin

9

SPD

Hillebrand Guido

Straßer Gernot

Umwelt- und Bauausschuss

Partei

Ausschussmitglied

Vertreter

1

CSU

Reiter Albert jun.

Hingerl Matthias

2

CSU

Babinger Herbert

Roider Rupert

3

CSU

Brüderl Sebastian

Gaugler Rudolf

4

FW

Portenkirchner Franz

Albanbauer Andreas

5

FW

Seidenfuß Matthias

Albanbauer Andreas

6

FW

Wörndl Andreas

Albanbauer Andreas

7

Grüne

Dr. Stöckl-Bauer Katharina

Hufnagl Carolin

8

Grüne

Tahedl Florian

Hufnagl Carolin

9

SPD

Hillebrand Guido

Straßer Gernot

Rechnungsprüfungsausschuss

Partei

Ausschussmitglied

Vertreter

1

CSU

Gaugler Rudolf

Hingerl Matthias

2

FW

Klopsch Sandra (Vorsitz)

Wörndl Andreas

3

Grüne

Tahedl Florian

Dr. Stöckl-Bauer Katharina

4

SPD

Straßer Gernot

Hillebrand Guido

Seite 3


Der Bürgermeister informiert

Familien- und Sozialausschuss

Partei

Ausschussmitglied

Vertreter

1

CSU

Hingerl Matthias

Reiter Albert jun.

2

CSU

Roider Rupert

Brüderl Sebastian

3

FW

Albanbauer Andreas

Seidenfuß Matthias

4

FW

Klopsch Sandra

Seidenfuß Matthias

5

Grüne

Hufnagl Carolin

Dr. Stöckl-Bauer Katharina

6

SPD

Straßer Gernot

Hillebrand Guido

Verwaltungsrat Wohnbaugesellschaft-KU

Partei

Mitglied

Vertreter

1

CSU

Babinger Herbert

Hingerl Matthias

2

CSU

Gaugler Rudolf

Brüderl Sebastian

3

FW

Seidenfuß Matthias

Portenkirchner Franz

4

FW

Wörndl Andreas

Portenkirchner Franz

5

Grüne

Dr. Stöckl-Bauer Katharina

Tahedl Florian

6

SPD

Straßer Gernot

Hillebrand Guido

Verbandsräte Wasserversorgung Achengruppe

Partei

Verbandsräte

Vertreter

1

CSU

Reiter Albert jun.

Roider Rupert

2

CSU

Babinger Herbert

Gaugler Rudolf

3

CSU

Hingerl Matthias

Brüderl Sebastian

4

FW

Portenkirchner Franz

Seidenfuß Matthias

5

FW

Wörndl Andreas

Seidenfuß Matthias

6

Grüne

Dr. Stöckl-Bauer Katharina

Hufnagl Carolin

7

SPD

Hillebrand Guido

Straßer Gernot

Verbandsräte Schulverband Salzachtal

1

2

Verbandsräte

1. Bürgermeister Hans-Jörg Birner

Albanbauer Andreas

Vertreter

2. Bürgermeister Herbert Babinger

Brüderl Sebastian

Seite 4


Der Bürgermeister informiert

Vorstellung der neuen Gemeinderäte

Bei der Kommunalwahl im vergangenen März wurde in Kirchanschöring Hans-Jörg Birner wieder zum Bürgermeister

gewählt. Mit ihm wurden auch insgesamt neun neue Gemeinderäte in das 16-köpfige Gremium

gewählt. In einem Kurzportrait stellen wir die neuen Gesichter vor, die frischen Wind in das Kommunalgremium

bringen wollen: Rudi Gaugler, Matthias Hingerl, Carolin Hufnagl, Sandra Klopsch, Albert Reiter jun., Rupert

Roider, Matthias Seidenfuß, Dr. Katharina Stöckl-Bauer und Andreas Wörndl. Gemeinsam mit den Gemeinderäten

Franz Portenkirchner, Andreas Albanbauer, Herbert Babinger, Sebastian Brüderl, Florian Tahedl, Guido

Hillebrand und Gernot Straßer, die auch schon in der letzten Amtszeit Mitglieder des Ratsgremiums waren und

erneut ein Gemeinderatsmandat errungen haben, werden sie in den nächsten sechs Jahren die Geschicke

der Seengemeinde leiten. Wir stellen sie heute (alphabetisch) vor.

Neben den wichtigsten Lebensdaten wollte die Heimatzeitung von den „Neuen“ wissen, welche Hobbys sie

haben, welche politischen Positionen und Themen sie vertreten und wie sie ihre Heimatgemeinde in sechs

Jahren, am Ende ihrer ersten Amtszeit gerne sehen würden.

aus der Südostbayerischen Rundschau,

alle Texte Anneliese Caruso

Dem neuen Gemeinderat in Kirchanschöring wird Rudi Gaugler

angehören. Er ist 52 Jahre alt, verheiratet, Vater von zwei Kindern

und wohnt mit seiner Familie im Ortsteil Hipflham. Rudi Gaugler

ist selbständig als Gesellschafter und Geschäftsführer eines Unternehmens.

Seit rund 19 Jahren wirkt er in der Vorstandschaft des Sportvereins

Kirchanschöring (SVK), dessen Vorsitz er vor etwa drei

Jahren übernommen hat. Die Arbeit im SVK nimmt viel Zeit in

Anspruch. „Der Verein ist für mich zunehmend zur Liebhaberei

geworden.“

Zu einer Kandidatur für den Gemeinderat bewegten ihn Bürgermeister

Hans-Jörg Birner und das CSU-Ratsmitglied Herbert Babinger.

„Die beiden haben mich gefragt, ob ich mich auf der offenen Liste

der CSU aufstellen lassen will.“ Nach kurzer Bedenkzeit und Rücksprache mit

seiner Familie hat er zugesagt, auch weil es ihn stört, dass viele nur davon reden, was man bewegen

und tun müsste. Er ist hingegen jemand, der die Dinge nicht nur anstößt oder moniert,

sondern auch entsprechend handelt. „Ich möchte zum Wohle unserer Gemeinde mitdiskutieren, mitentscheiden

und mitgestalten“, sagt Rudi Gaugler.

Er freut sich, auf einem Fleckchen Erde leben zu dürfen, das seinesgleichen sucht. „Die Gemeinde

Kirchanschöring muss alles dafür tun, um weiterhin für alle seine Bürger, für Jung und Alt, interessant,

liebens- und lebenswert zu bleiben.“ Als Ratsmitglied will er auch dazu beitragen, dass für junge Familien

und für Betriebe genügend Anreize geschaffen werden, die sie bewegen, in Kirchanschöring zu bleiben

oder sich hier anzusiedeln.

Auf Grund der aktuellen Corona-Pandemie blickt Rudi Gaugler etwas besorgt in die Zukunft. „Es ist sicher,

dass sich die wirtschaftliche Krise in finanzieller Hinsicht auch negativ auf Kirchanschöring auswirkt. Wir

werden im Gremium abwägen müssen, welche Vorhaben durchgeführt und welche geschoben werden

müssen.“ Er hofft und ist zuversichtlich, in sechs Jahren sagen zu können: Unsere Maßnahmen haben gegriffen,

unsere Projekte sind gut geworden, die Geothermie-Anlage läuft, die leerstehenden Gebäude im

Ortskern sind wieder mit Leben gefüllt. Noch wichtiger wäre es ihm allerdings, dass alle gesund bleiben.

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Der Bürgermeister informiert

Matthias Hingerl hat seinen Sitz im neuen Gemeindrat über die offene

CSU-Liste bekommen. Er ist 30 Jahre alt und ledig, wohnt in

Rothanschöring und arbeitet als selbständiger Heizungsbaumeister.

Als stellvertretender Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr

Kirchanschöring weiß er, wie wichtig es ist, dass der Zusammenhalt

in einer Gesellschaft funktioniert. Zudem hat er in der

Feuerwehr gelernt, anderen Menschen zu helfen und für sie da

zu sein. „Jetzt bin ich auch bereit, diese Verantwortung im kommunalpolitischen

Betrieb zu übernehmen“, sagt Matthias Hingerl,

der neben der Feuerwehr noch das Schnalzen und Fahrradfahren zu

seinen Hobbys zählt.

Sein Hauptantrieb, sich politisch zu engagieren, war der Wille, die Dinge selbst mitzugestalten und mitzuentscheiden.

Gerade die gute Zusammenarbeit der letzten acht Jahre zwischen der Feuerwehr und

der Gemeinde hat ihm gezeigt, dass die Vereine einer der wichtigsten gesellschaftlichen Faktoren in

Kirchanschöring sind. „Welche Rolle sie spielen, wird erst bewusst, wenn man sich fragt, was es ohne

sie nicht gäbe.“ Die meisten der großen und kleinen Feste und die meisten der Veranstaltungen im Ort

gibt es nur, weil Vereine sie organisieren oder deren Mitglieder ehrenamtlich mitwirken. Vieles von dem,

was bestimmend für die Lebensqualität und das Lebensgefühl der Gemeindebürger ist und was für die

Identifikation mit dem eigenen Umfeld steht, hat mit dem zu tun, was Vereine leisten. Daher will er dazu

beitragen, dass diese Lebensader gestärkt und ausgebaut wird.

Matthias Hingerl hat sich der Christlich Sozialen Union zugewandt, weil er sich mit deren Weltbild, das aus

der christlichen Tradition herrührt, gut identifizieren kann.

Die Kommune ist Schulaufwandsträger und sollte möglichst rasch die Sanierung des örtlichen Schulgebäudes

veranlassen, „weil mehr Kinder geboren werden und Ganztagsschulplätze geschaffen werden

müssen“.

Ein großes und wichtiges Vorhaben ist für ihn auch die Realisierung der Geothermie-Kraftwerksanlage.

„Der schon eingetretene und in Zukunft verstärkt befürchtete Klimawandel ist wohl einer der

Hauptmotivatoren für die Umstellung der Energieversorgung auf eine erneuerbare, weitgehend karbonfreie

Energiebereitstellung (Energiewende). Auch die Geothermie in all ihren Gewinnungs- und

Nutzungsformen zählt zu den erneuerbaren (nachhaltigen) Energien, die auch wir verstärkt nutzen wollen.“

Matthias Hingerl wünscht sich in sechs Jahren ein Kirchanschöring, dass lebenswert ist, auf ein reges Vereinsleben

blickt und auch Unterhaltungsmöglichkeiten für alle Altersklassen bereithält. „Es soll auch für

die jungen Leute ein interessanter Ort mit Perspektiven sein, der bezahlbaren Wohnraum und ein vielfältiges

Angebot an Arbeitsplätzen bietet.“

Seite 6


Der Bürgermeister informiert

Carolin Hufnagl möchte sich zunächst für das Vertrauen der

Wähler, die ihr eine Stimme gegeben haben, herzlich bedanken.

Sie freue sich schon, etwas zur positiven Entwicklung der Dorfgemeinschaft

beitragen zu dürfen, erzählt die 39-jährige.

Carolin Hufnagl wohnt in Kirchanschöring, ist verheiratet und

hat drei Söhne, die noch zur Schule gehen.

Sie ist Physiotherapeutin und Heilpraktikerin und übt diese

Berufe in eigener Praxis aus, die sie mit ihrem Mann betreibt.

Ihre Freizeit genießt sie am liebsten beim Sport in den heimischen

Wäldern und Bergen, am Rande des Fußballfelde, wenn ihre Jungs

spielen, oder auf Familienreisen mit dem Wohnmobil durch die Länder

im Süden Europas.

Den Einzug in den Gemeinderat hat Carolin Hufnagl über die Liste von Bündnis 90 / Die Grünen geschafft.

„Politisch interessiert bin ich schon seit meiner Jugend. Als Mutter von drei Kindern und aufgrund meiner

beruflichen Tätigkeit setze ich mich natürlich viel mit gesunder, naturbelassener Ernährung, Umweltbelastungen

als Ursache von Krankheiten, aber auch mit der sozialen Verantwortung für uns und unsere

Mitmenschen auseinander.“ Nachdem sie diese Themen als immer dringlicher einstufe und sie doch in

einer sehr aufgeschlossenen Gemeinde lebe, freue sie sich, die Zukunft mitgestalten zu dürfen. „In den

für mich wichtigen Themenfeldern haben die Grünen einfach die besten Ansätze.“

Sehr wichtig findet sie es, „unsere Lebensgrundlagen mit sauberen Gewässern und unbelasteten, fruchtbaren

Böden zu schützen“. Von großer Bedeutung seien auch eine autarke Energieversorgung, ein sorgsamer

Umgang mit den Flächen, eine Neuaufstellung des öffentlichen Personennahverkehrs mit besserer

Taktung und bezahlbaren Ticketpreisen sowie ein reiches, kulturelles Programm für alle Menschen und

ein offenes Ohr für Familien und ältere Mitbürger. „Unsere Gemeinde ist schon auf einem guten Weg,

daher ist es umso wichtiger, dran zu bleiben und den eingeschlagenen Kurs beizubehalten.“

Carolin Hufnagl wünscht sich, dass Kirchanschöring in sechs Jahren eine florierende, nachhaltige, soziale

Gemeinde mit blühenden Wiesen und einem gewachsenen Anteil an ökologischer Landwirtschaft ist

und dass der Waginger See ein Badesee ist, der einen guten ökologischen Zustand erreicht hat.

Schön fände sie es auch, wenn zu den kulturellen Aushängeschildern des Ortes, wie das Im Grünen

Festival und das „KUBA“ auch noch viele weitere Events für die ganze Dorfgemeinschaft hinzukommen

würden.

„Im Idealfall fahren die Züge am Ende der jetzt beginnenden Amtszeit des Gemeinderats im 30 Minuten-

Takt. Und geradezu perfekt wäre es, wenn wir von diesen Fahrten nichts mitbekämen, weil der Streckenabschnitt

durchs Dorf im Rahmen des Bahnausbaus untertunnelt wurde.“

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Der Bürgermeister informiert

Für die Freien Wähler Kirchanschöring zieht auch Sandra Klopsch

nun in den Gemeinderat ein.

Sie ist 44 Jahre alt, wohnt in Lampoding, ist verheiratet und hat

eine Tochter im schulpfl ichtigen Alter. Sandra Klopsch arbeitet

als Steuerfachangestellte.

Aktuell übt sie keine Ehrenämter aus, obwohl sie seit Kindesbeinen

in Vereinen aktiv war. Zuletzt betätigte sie sich als Schriftführerin

des Schützenvereins Lampoding. Doch dieses Amt legte

sie im September 2018 nieder, obwohl sie nach wie vor viel

für den Schießsport übrig hat.

So ist es kein Wunder, dass sie bei der Aufzählung ihrer Hobbys neben

Singen und Lesen sofort das „Vereinsleben“ nennt.

Bislang nahm sie keine politischen Ämter ein, freut sich jetzt aber, die

Anliegen der Bürger im Gemeinderat vertreten zu dürfen. „Ich bin schon

sehr neugierig auf alles, was es da zu entscheiden gibt.“

Die neue Gemeinderätin, die sich an dieser Stelle nochmals ausdrücklich für das Wählervertrauen bedanken

möchte, ist schon seit frühester Jugend in den Vereinen aktiv und hat bei der KLJB als Vorstand

begonnen. „In Lampoding ist es schon fast selbstverständlich, sich für die Allgemeinheit zu engagieren.

Aufgrund dieser Selbstverständlichkeit, sich für die Mitbürger einzusetzen, wollte auch ich mich im

Gemeinderat einzubringen.“

Darüber hinaus hat es ihr nicht gefallen, dass in der letzten Amtszeit keine Frauen im Gemeinderat vertreten

waren, betont Sandra Klopsch. “Dies musste sich auf alle Fälle ändern, darum habe ich selbst kandidiert.“

Grundsätzlich solle die Partei in einer Gemeinde, im Gemeinderat keine Rolle spielen.

„Wir Freie Wähler in Kirchanschöring folgen der Grundidee unseres Grundgesetzes und diskutieren zwar

unsere Haltung zu einer Frage in der Fraktion, es steht danach jedoch jedem Gemeinderatsmitglied frei,

nach eigener Überzeugung abzustimmen.“

Wichtig sind ihr die Vereine auch in Zukunft, „da hier die gesellschaftlichen Werte schon unserer Jugend

vermittelt werden, wodurch sie die Gemeinschaft auch schätzen lernen.“ Als Gemeinderätin will sie

gerade auch die Familien und damit die Kinder und Jugendlichen unterstützen. Deshalb richtet sie ihr

Augenmerk gezielt auf Familien und soziale Einrichtungen wie Kindergarten und Schule. „Wünschenswert

wäre der baldige Schulhausumbau, sowie die Schaffung von ausreichenden Kindergarten- und

Krippenplätzen, damit künftig alle Kinder einen Betreuungsplatz fi nden.“

„Vor einem Vierteljahr hätte ich ohne zu überlegen geantwortet, momentan können wir nur Wünsche

äußern, denn ohne Zweifel sind wir im Wandel der Zeit. Solange wir alle unsere heimischen Betriebe

unterstützen, können wir nur hoffen, dass die meisten von ihnen die Krise so gut wie möglich überstehen,

denn die Gemeinde braucht sie. Daher appelliere ich an die Vernunft jedes Einzelnen, sich zum Wohle

aller Bürger an die derzeit geltenden Regeln zu halten. Ich hoffe, dass Kirchanschöring nicht zu schlimm

getroffen wird“, so Sandra Klopsch.

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Der Bürgermeister informiert

In der Gemeindepolitik mitmischen wird nun auch Albert Reiter.

Er ist 50 Jahre alt, verheiratet, hat sieben Kinder und ist selbstständiger

Landwirt und betreibt mit seiner Familie einen Hof im

kleinen Weiler Zebhausen.

Albert Reiter vertritt als Ortsobmann den Bayerischen Bauernverband,

der als bäuerliche Berufsorganisation zwar die

Unabhängigkeit von den politischen Parteien wahrt, jedoch

zugleich auf die politischen Parteien zugeht, um die Belange

der Landwirtschaft und des ländlichen Raumes darzulegen und

bei der politischen Willensbildung zur Geltung zu bringen.

Zudem ist Albert Reiter stellvertretender Ortsobmann des Maschinenrings

in der Region, einer Vereinigung, in der sich landwirtschaftliche

Betriebe zusammenschließen, um Land- und Forstmaschinen gemeinsam zu

nutzen sowie landwirtschaftliche Arbeitskräfte bei Überkapazitäten zu vermitteln.

Während der 50-jährige früher selbst leidenschaftlich Fußball spielte, findet man ihn heutzutage eher

unter den Zuschauern. „Die Leidenschaft für den Fußball bleibt.“

Ansonsten trifft er sich am liebsten mit Freunden zu einem guten Gespräch.

„Die Entwicklung der Gemeinde hat mich schon immer interessiert.“ Die ein oder andere Entscheidung

habe er als „Außenstehender“ aber nicht immer ganz nachvollziehen können. „Ich hoffe, dass ich

jetzt als Gemeinderat mehr Hintergrundwissen erhalte und mir ein umfängliches Bild von der jeweiligen

Situation machen kann, um im Sinne der Bürger die richtige Entscheidung zu treffen.“

Zeit sich mit den gemeindlichen Themen eingehender zu befassen, habe er ja nun, da ihn einer seiner

Söhne im Betrieb unterstütze, was ihm wesentlich mehr Freiraum schaffe. „Für die offene Liste der CSU

habe ich mich entschieden, weil ich vom CSU-Vorsitzenden persönlich ermutigt worden bin und weil die

christlich sozialen Grundsätze der CSU meiner Lebenseinstellung am meisten entsprechen, obwohl ich

der Meinung bin, dass Parteipolitik in der Gemeinde keine Rolle spielen sollte.“

Beruflich bedingt sind ihm die Themen rund um die Landwirtschaft und um den Natur- und Umweltschutz

ein besonderes Anliegen, zumal er sich sicher ist, dass es Umweltschutz ohne eine gut funktionierende

Landwirtschaft nicht gibt. „Wir Landwirte waren da viel zu wenig eingebunden.“ Der Erhalt der schönen

Landschaft sei ihm nämlich sehr wichtig.

Eine intensivere Zusammenarbeit von Gemeinde und Landwirtschaft sei durchaus möglich, betont Albert

Reiter und nennt als Beispiel die Schaffung eines Bauernhofkindergartens als Alternativ-Einrichtung zum

bestehenden Kindergarten, der bekanntermaßen mehr Betreuungsplätze braucht.

„In sechs Jahren wird die Geothermie-Anlage wie geplant laufen und die Abwärme sinnvoll genutzt“,

ist Albert Reiter überzeugt. Durch richtige Entscheidungen habe Kirchanschöring die durch die Corona-

Pandemie ausgelösten wirtschaftlichen und finanziellen Probleme wieder gut im Griff, obwohl das gar

nicht so leicht war. Als Entscheidungsträger im Gemeinderat habe er vor allem auch dazu beigetragen,

dass die jungen Leute im Ort geblieben sind. „Es gibt genügend Arbeitsplätze und bezahlbare Wohnungen

und Häuser sowie Schule, Kindergarten und Geschäfte, damit sich auch junge Familien in Kirchanschöring

wohlfühlen.“ Jedenfalls wünscht Reiter, dass dies in sechs Jahren so ist.

Seite 9


Der Bürgermeister informiert

Rupert Roider hat es über die offene CSU-Liste ins neue Ratsgremium

geschafft. Er ist 33 Jahre alt und ledig, wohnt in Kirchstein

und arbeitet als technischer Beamter beim Landesamt für Maß

und Gewicht in Traunstein.

Als Vorstand der Musikkapelle Kirchanschöring gehört das

Musizieren zu seiner Lieblingsbeschäftigung in der Freizeit.

Zudem fährt er gerne Rad und macht alpine Touren in den

Bergen.

„Mein Bruder Rudi Roider, der Ortsvorsitzende der Kirchanschöringer

CSU-Ortsgruppe, hat mich letztlich zur Kandidatur bewogen.“

Dafür will er sich an dieser Stelle nochmals ausdrücklich bei ihm

bedanken: „für die hervorragende Arbeit und vielen Vorbereitung im

Ortsverband“. Rupert Roider findet nämlich, dass es heutzutage nicht mehr

so einfach ist, Menschen für ein politisches Amt zu begeistern.

Sein eigenes Interesse für politische Themen hat der Bruder aber nicht erst wecken müssen, „das war

schon immer da“. Dazu trug schon seine Familie, allen voran sein Großvater, Konrad Roider bei, der

einige Jahre 2. Bürgermeister der Gemeinde Kirchanschöring war. „Schon seit vielen Jahren interessiert

es mich, was in meiner Heimatgemeinde passiert, deshalb freut es mich, dass ich gewählt worden bin

und das Geschehen mitbestimmen kann.“

Wie Rupert Roider meint, hat er mittlerweile genau das Alter, um politisch mitreden und wichtige Entscheidungen

treffen zu können, „die letztlich für alle Bürger richtungsweisend sind“. „Weil ich ein Mensch

bin, der bereit ist, etwas zum Wohle der anderen zu leisten und die entsprechende Verantwortung übernehme,

konnte ich mich mit dem Gedanken, Gemeinderat zu werden, durchaus schnell anfreunden.“

Rupert Roider ist zwar kein Parteimitglied, ihm sind aber die Werte, die die Christlich Soziale Union vertritt

und dabei speziell der christlich-soziale Aspekt sehr wichtig. „Mit dem kann ich mich identifizieren.“

Dadurch, dass in Kirchanschöring eine offene CSU-Liste aufgelegt worden ist, habe er seine persönlichen

Überzeugungen und Werte dort am besten vertreten gesehen.

„Das neu gewählte Gremium finde ich eine gut gemischte Truppe.“ Er freut sich nun auf die Zusammenarbeit,

„die hoffentlich sehr konstruktiv verläuft“.

Rupert Roider zeigt sich lernbereit und ist zuversichtlich, sich zügig in diese ehrenamtliche Arbeit einarbeiten

zu können. „Grundsätzlich möchte ich jedoch den politischen Weg den Kirchanschöring und

die Region „Rupertiwinkel“ eingeschlagen hat, auch in Zukunft weitergeführt sehen.

Er ist überzeugt, in einer wunderschönen Gegend zu leben, die unbedingt erhalten werden muss. Sein

Ziel ist es, alles dafür zu tun, dass der Ort mit seinen vielen Vereinen lebendig und der Zusammenhalt

unter den Bürgen stark bleibt.

„Die Gemeinde Kirchanschöring hat in der Vergangenheit immer Mut bewiesen auch andere und vor

allem neue Wege zu gehen. Dies zeigt sich mit der guten Entwicklung der Gemeinde in vielen Bereichen“,

meint Roider, der sich wünscht, dass Kirchanschöring auch in sechs Jahren noch auf dieselbe

Attraktivität und Lebensqualität wie heute verweisen kann.

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Der Bürgermeister informiert

Auch Matthias Seidenfuß hat einen Sitz im neuen Kirchanschöringer

Gemeinderat. Er ist 43 Jahre alt, verheiratet, hat drei Kinder im

schulpflichtigen Alter und wohnt im Ortsteil Kothaich.

Gelernt hat er Maschinenbautechniker und arbeitet jetzt als

Abteilungsleiter in der Metallbearbeitung in einem großen

Industriebetrieb.

Matthias Seidenfuß kann auf viel ehrenamtliches Engagement

verweisen: Er war zwölf Jahre lang Kommandant

in der Freiwilligen Feuerwehr Petting und ist jetzt auch in der

Freiwilligen Feuerwehr Lampoding Mitglied. Zudem wirkt er als

Ausbildungsleiter für Technische Hilfeleistung im Kreisfeuerwehrverband

Traunstein und ist Mitglied im Führungsstab der Örtlichen

Einsatzleitung (ÖEL) im Landkreis Traunstein bei Katastrophenfällen.

Zudem hat er als Mitglied des Imkervereins viel für die Bienen und das Imkern

übrig. Was er auch keineswegs missen will, sind die Aktivitäten des Burschenvereins Lampoding und des

Veteranen-Vereins Lampoding. „Das hält mich aber nicht davon ab, während der Sommermonate immer

wieder mal eine Runde mit meinem Segelboot auf den Seen der Gegend zu drehen.“

Er vertritt die Ansicht, dass jeder auch Verantwortung gegenüber seinen Kindern hat. „Die nachfolgende

Generation hat für mich das gleiche Recht auf ein lebenswertes Umfeld und einen liebenswerten Heimatdorf,

wie wir es jetzt haben“. Deshalb hält er sich an den Spruch: „Wir sind ebenso verantwortlich für das

was wir tun, wie für das, was wir nicht tun“.

Entscheidungen im Gemeinderat müssen für ihn unabhängig und ohne parteipolitischen Hintergrund getroffen

werden. Weil dies das Grundverständnis der Freien Wähler ist, engagiert er sich gerade bei dieser

Gruppierung. Zu den Themen, die ihm besonders am Herzen liegen, gehört der bezahlbare Wohnraum,

ein breites Angebot an interessanten Arbeitsplätzen und ein vielseitiges Freizeitangebot, „vor allem auch

um den jungen Menschen eine Perspektive in ihrer Heimatgemeinde zu geben“.

„Auch die großen Projekte wie die Geothermie-Anlage, mit der Möglichkeit zur Wärmeversorgung in

unserer Gemeinde, und der Bahnausbau im Ort, der auf der Strecke Mühldorf-Freilassing vorgesehen ist,

sind wegweisende und wichtige Projekte, die uns in den nächsten Jahre beschäftigen werden.“

Für bedeutsam erachtet Matthias Seidenfuß auch die Stärkung des Ehrenamts und die Versorgung der

Vereine mit der nötigen Ausstattung. Zudem meint er, dass die Sanierung des Schulhauses baldmöglichst

in Angriff genommen und die übrigen Infrastruktureinrichtungen, wie zum Beispiel Kanal und Gemeindestraßen

in einem guten Zustand gehalten werden müssen.

Aus der Sicht von Matthias Seidenfuß ist Kirchanschöring auf einem guten Weg in die Zukunft. „Schon

in den letzten Jahren wurden viele Weichen gestellt und richtige Entscheidungen getroffen“, sagt er

lobend. „Kirchanschöring achtet auch darauf, mit den anderen Gemeinden in der Region gut zusammenzuarbeiten.“

Für ihn hängt aber vieles vom künftigen, finanziellen Handlungsspielraum ab. Gerade deshalb hofft er,

dass der Ort seine Arbeitsplätze erhalten und möglichst noch weitere hinzugewinnen kann. „Auch beim

Ausbau der Bahn werden wir in sechs Jahren wohl schon erste Ergebnisse sehen, die beweisen, wie klug

es war, dass die Gemeinde sich so intensiv und so frühzeitig eingebracht hat.“.

Wie sich die Corona-Krise und die daraus resultierenden wirtschaftlichen Folgen entwickeln, will Matthias

Seidenfuß derzeit nicht abschätzen, „das Ganze wird wohl auch an der Gemeinde Kirchanschöring

nicht spurlos vorüberziehen“. Voraussetzung, dass die Gemeinde alles gut übersteht, ist für ihn unter

anderem auch, dass im Ratsgremium konstruktiv, offen und fair zusammengearbeitet wird.

Seite 11


Der Bürgermeister informiert

Dr. Katharina Stöckl-Bauer erhielt bei der letzten Gemeinderatswahl

ebenfalls ein Mandat.

Die 35-jährige ist verheiratet, wohnt im Ortsteil Lackenbach und

ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Bayerischen Akademie

für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL). Ihr Steckenpferd

ist die Gewässerökologie: Flüsse und Seen untersucht sie

nicht nur vom Ufer aus, sondern auch über und unter Wasser.

Sie engagiert sich ehrenamtlich im Naturschutzbeirat des

Berchtesgadener Landes, in dem sie Mitglied ist.

In ihrer Freizeit zieht es sie meist nach draußen. Denn zu ihren

Hobbys zählt das Joggen, Bergsteigen, Garteln, Kajak fahren und

das Gassi gehen mit dem Hund. Zudem trifft sie sich gerne mit Freunden

oder macht Yogaübungen.

Die junge Frau möchte sich in ihrer Gemeinde politisch engagieren, weil sie der Meinung ist, dass es in

der heutigen Zeit viele globale Themen gibt, die viele Menschen - ob jung ob alt - stark bewegen: „So ist

der Klimawandel auch bei uns immer stärker spürbar, wie wir gerade jetzt wieder an dem milden Winter

und dem trockenen Frühling gesehen haben. Ebenso gravierend ist das Artensterben: die artenreichen

Wiesen, Wälder und Gewässer sind unsere Lebensgrundlage. Alarmierend ist daher die Tatsache, dass

mittlerweile vielerorts nur mehr ein Bruchteil der Arten vorkommt als noch vor 30 Jahren.“

Sie möchte also nicht nur drüber reden, was man machen könnte, sollte, wollte.... – vielmehr will sie jetzt

mitanpacken und aktiv mitwirken. „Bei Bündnis 90/ Die Grünen sind diese Themen zentrale Aspekte der

politischen Leitlinien, daher trete ich als „GRÜNE“ Gemeinderätin an.“

Sie möchte sich dafür einsetzen, den Klimaschutz sowie den Schutz von Natur und Umwelt in der

Gemeinde weiter voranzubringen. „Kirchanschöring ist bei vielen dieser Themen Vorreiter und Vorbild für

andere Gemeinden - innovative Projekte werden angestoßen und umgesetzt, das motiviert ungemein,

sich auch selbst einzubringen.

Ich bin überzeugt, dass wir bereits auf kommunaler Ebene viel bewegen können, um gesunde Böden,

sauberes Wasser und reine Luft auch noch für unsere Kinder zu erhalten. So können wir beispielsweise als

Gemeinde mit gutem Beispiel vorangehen, und die kommunalen Flächen, Wälder und Gewässer umweltverträglich

und nachhaltig bewirtschaften.“

Darüber hinaus tritt sie für eine soziale und ökologische Ortsentwicklung ein, weil sie will, dass der Ortskern

lebendig bleibt und für Alt und Jung attraktiv ist. „Dazu gehören Spielplätze für Kinder jeden Alters, kulturelle

Angebote oder auch der Erhalt und die Förderung der Einkaufsmöglichkeiten vor Ort.

„Es wäre gut, wenn unsere Gemeinde in einigen Jahren einen weiteren großen Schritt in Richtung Klimaschutz

vorangekommen und der Anteil an erneuerbaren Energien bei der Strom- und Wärmeversorgung

nochmals deutlich gestiegen wäre.“ Für gut würde sie es auch halten, wenn sich die Angebote des

öffentlichen Nahverkehrs wesentlich verbessert hätten und somit attraktiver wären. Ideal wäre es für sie

auch, wenn die Elektromobilität einen größeren Anteil im Gemeindegebiet erreicht hätte und wenn die

biologische Vielfalt in Kirchanschöring durch die umweltverträgliche Bewirtschaftung der Grünflächen,

Wiesen und Wälder sowie durch die Renaturierung von Gewässern starken Aufwind erfahren hätte.

„Wenn wir alle an einem Strang ziehen, schaffen wir das“, ist Dr. Katharina Stöckl-Bauer überzeugt, die

sich auf die Zusammenarbeit mit ihren Ratskollegen freut und sich an dieser Stelle nochmals für das Vertrauen

der Wähler bedanken möchte.

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Der Bürgermeister informiert

Der Kriminalbeamte Andreas Wörndl aus dem Ortsteil Lampoding

ist 49 Jahre alt, verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

Andreas Wörndl ist erster Vorstand der Schnalzer Roth und

Kassier beim Imkerverein Kirchanschöring, Jugendtrainer des

EC Lampoding und Friedhofspfleger in Kirchstein.

Zu seinen Hobbys zählen das Radfahren, Bergwandern, die

Imkerei und das Vereinsleben.

Wie er sagt, ist er bei den Freien Wählern, da er keiner Partei angehören

will. „Für mich ist Gemeindepolitik „persönliche“ Politik,

mit Vertretung der eigenen Meinung“.

Nachdem er bei mehreren Vereinen in der Vorstandschaft aufgehört

hatte, suchte er ein neues Beschäftigungsfeld und fand es in der Kommunalpolitik,

die ihn schon lange interessierte. „Als Neuling im Gemeinderat bin ich neugierig darauf, wie wir

die nicht ganz einfachen Themen und Probleme rund um die Geothermie und den Bahnausbau lösen

werden, sagte Wörndl, dem „gerade auch die Renovierung des örtlichen Schulhauses am Herzen liegt“.

Dem Anschein nach steht Kirchanschöring in sechs Jahren in vielerlei Hinsicht noch besser da, als es

ohnehin jetzt schon der Fall ist. Er werde jedenfalls versuchen, dass die Gemeinde noch ebenso sozial

und umweltfreundlich agiert wie in den vergangenen Jahren. Mehr könne er zur Zukunft von Kirchanschöring

noch nicht sagen, zumal wohl auch die Corona-Pandemie nicht so ganz spurlos an seinem

Heimatort vorbeiziehe.

Was steht an?

Ein kurzer Überblick soll über die anstehenden Aufgaben, die den neuen Gemeinderat in der nächsten Zeit

beschäftigen werden, informieren.

Auch wenn aktuell vieles im Tagesgeschäft von den Maßnahmen zur Corona-Pandemie untergeordnet werden

muss, ist es dennoch eine wichtige Aufgabe, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Den Kommunen wird

eine besondere Bedeutung und Verantwortung zukommen, um unser Leben auch über diesen Sonderzustand

hinaus bestmöglich zu gestalten. Es dürfen also wichtige Weichenstellungen nicht vernachlässigt oder

auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Zudem gilt es die Bürgerinnen und Bürger bestmöglich in die Zukunftsentscheidungen

für unsere Gemeinde und unserer Region mit einzubinden.

Dieser Überblick soll nur kurz anreißen und aufzeigen, dass eine spannende und richtungsweisende Zeit für die

Gremien ansteht. Auch bitte ich, diese Liste nicht als abgeschlossen zu verstehen. Es gibt sicher noch weitere

wichtige Themenfelder bzw. werden sich in den nächsten Monaten und Jahren noch neue Herausforderungen

ergeben.

Geothermie / Wärmeversorgung

Die Geothermieanlage nimmt Gestalt an. Neben dem bergrechtlichen Genehmigungsprozess für die Bohranlage

ist uns als Kommune das Bauleitverfahren für die zukünftige Kraftwerksanlage ein großes Anliegen.

Dabei gilt es alle Belange der Bauleitplanung in Einklang zu bringen. Der große Vorteil gegenüber anderen

Geothermiestandorten liegt in der Verfahrenshoheit durch die Kommune und die Einbindung aller relevanten

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Der Bürgermeister informiert

Behörden und der Bürger. So soll ein wichtiges Element die aktive Bürgerbeteiligung sein. Wir hoffen, dass diese

unter den gegebenen Corona-Vorgaben möglich sein wird. Mit der Geothermieanlage besteht auch die

Möglichkeit der Wärmeversorgung für den Ort, die Gemeinde und die Region. Darüber wurde auch schon

mehrfach berichtet. Nun starten auch hier die entsprechenden Untersuchungen und Gespräche, so dass wir

hoffen, schon in nächster Zeit konkretere Aussagen tätigen zu können.

Regionalwerk „Chiemgau-Rupertiwinkel gKU“

Mit dem Regionalwerk soll für die Zukunft ein Partner entstehen, der die Kommunen bei ihren Energieprojekten

unterstützt bzw. diese auch für sie durchführen kann. Aktuell wird die entsprechende Satzung für

das gemeinsame Kommunalunternehmen der 16 beteiligten Kommunen von der Rechtsaufsicht überprüft.

Nach den Satzungsbeschlüssen in den einzelnen Kommunen kann ab Spätsommer die Arbeit vom Regionalwerk

aufgenommen werden.

Sanierungskonzept Abwasseranlagen - Gebührenkalkulationen

Eine wichtige Aufgabe in dieser Ratsperiode wird die Sanierung der Abwasseranlagen sein. Daraus werden sich

auch Entwicklungen bei den Abwassergebühren ableiten. In den nächsten Monaten gilt es verschieden Sanierungskampagnen

zu erarbeiten und diese dann bezüglich ihrer Auswirkung auf die Gebühren zu bewerten. Der

Gemeinderat wird dann eine Entscheidung treffen und die Maßnahmen in den Folgejahren umgesetzt.

Straßensanierungen

Neben den Abwasseranlagen sind die kommunalen Straßen wichtige Elemente der kommunalen Infrastruktur.

Diese gilt es ebenso zu erhalten und bedarfsgerecht anzupassen. Diese Anpassung muss aber alle relevanten

Aspekte berücksichtigen. Nicht jeder denkbare und mögliche Bedarf löst automatisch eine Ertüchtigung bzw.

Verbreiterung von Straßen aus. Hier wird hat der Gemeinderat eine wichtige Abwägungsaufgabe.

Weiterentwicklung der Kinderbetreuung

Diesen Themenkomplex werden wir mit einer neuen Bürgerbeteiligungsform angehen: den Bürgerräten.

Mit dem Wissen und der Kreativität Beteiligter werden Ideen entwickelt, die dann dem Gemeinderat als

Grundlage für eine Entscheidung dienen werden, wie sich die Kinderbetreuung in unserer Kommune

entwickeln soll. Wir sind hier schon sehr neugierig auf die Vorschläge aus diesem Prozess.

Schulhausumbau, -sanierung

Über dieses Thema wird zugegebenermaßen schon länger diskutiert. Es gab auch schon interessante Ansätze.

Doch die Anforderungen in diesem Bereich als Schulaufwandsträger sind sehr dynamisch. Wir müssen uns hier

nochmals grundlegend mit den Beteiligen über Raumprogramme und Anforderungsprofile für unser Schulhaus

zusammensetzen und gemeinsame, zukunftsfähige Wege finden. Hier spielen verschiedenste Aspekte

in die Überlegungen hinein. Ursprünglich war „nur“ eine energetische Sanierung geplant, mittlerweile geht es

aber um veränderte Nutzungskonzepte und Anforderungsprofile an das Schulhaus.

Ortsentwicklungskonzepte

Die Versorgung der Bevölkerung mit Wohnraum ist eine Aufgabe der Kommunen, die sogar in der bayerischen

Verfassung festgeschrieben ist. Welche Art von Wohnraum nun die langfristig beste Art zu Wohnen ist,

das gilt es herauszufinden. Bei der Beantwortung dieser Frage spielen viele Faktoren eine Rolle und die Abwägung

ist komplexer, als es auf dem ersten Anschein erscheint.

Schon allein die Forderung nach einer staatlichen Obergrenze für die Flächenumwandlung erfordert neue

und kreative Wege in diesem Bereich. Nur wenn es uns gelingt gute und zukunftsweisende Wohnkonzepte

für alle Lebensphasen vor Ort, gemeinsam mit der Bevölkerung, zu entwickeln, werden wir auch in Zukunft

noch die Planungshoheit in den Kommunen vor Ort besitzen. Gelingt uns hier keine Lösungsfindung vor Ort,

wird es staatliche Vorgaben geben, die unseren Anforderungen vor Ort nur eingeschränkt gerecht werden

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Bürgermeister / Ökomodellregion & ILE

und unsere kommunale Selbstbestimmung und Planungshoheit in diesem Bereich wird verloren gehen. Daher

ist es eine der wichtigsten Aufgaben der nächsten Zeit hier gemeinsame Lösungen zu suchen und zu finden.

Mit großzügiger Unterstützung des Amtes für Ländliche Entwicklung bekommen wir die Möglichkeit dies in der

Region und vor allem in der Gemeinde Kirchanschöring zu erarbeiten.

Dies ist nur ein kurzer Abriss von anstehenden Aufgaben. Dazu kommen noch viele wichtige Handlungsfelder

aus den Regionalkonzepten.

„Wie verändert der Klimawandel den heimischen Garten?“

Dürfen sich Hobby-Gärtner dank Klimawandel auf

bessere Zeiten einstellen? Markus Breier, Experte

aus der Region, klärt auf.

Milde Winter und heiße Sommer liefern bereits einen

Vorgeschmack, wie das Wetter in Zukunft

ausfallen könnte. Für viele Gärtner ist jedenfalls erfreulich,

dass die Gartensaison im Frühjahr zeitiger

beginnt und im Herbst länger dauert.

Doch der Klimawandel hat auch weniger erfreuliche

Folgen für den Garten. Vor allem Pflanzen, die

das kühlere Klima lieben, werden mit langen Hitzeperioden

Schwierigkeiten bekommen. Daher rät

die Projektleiterin der Ökomodellregion Waginger

See - Rupertiwinkel, Marlene Berger-Stöckl, zu einem

angepassten Gärtnern, das auch eine höhere

Selbstversorgung an Obst und Gemüse mit sich

bringen kann.

Entsprechend wertvolle Tipps zum zukunftsorientierten

Gärtnern kann Markus Breier als Kreisfachberater

für Gartenkultur und Landespflege vom

Landratsamt Traunstein geben. Er ist auch Geschäftsführer

des Kreisverbands der 51 Gartenbauvereine

im Landkreis. Anneliese Caruso sprach mit

ihm.

Caruso

Zu den Gewinnern im Garten gehören Pflanzen

aus den warmen Mittelmeerländern, die mit langer

Trockenheit und Hitze gut zurechtkommen.

Gedeihen diese auch in unserer Gegend?

Markus Breier

In klimatisch milden Bereichen gedeihen heute

schon wärmeliebende Südländer - sogar in Inzell

stehen erste Feigen und bringen zumindest nach

milden Wintern oder mit Winterschutz wohlschmeckende

Früchte.

Der Weinstock ist längst etabliert, da gibt es mittlerweile

hervorragende Tafeltraubensorten. Und die

Klassiker Lavendel, Katzenminze oder Wolfsmilch

haben mit trockenen Sommern keine Probleme.

Doch einfach auf wärmeliebende Arten zu setzen,

wäre zu einfach. Das Problem sind unsere nassen

Winter, die den trockenliebenden Pflanzen nicht

zusagen. Deshalb sollten sie nicht einfach in Lehmböden

gepflanzt werden, sondern brauchen einen

durchlässigen, kiesigen Boden. Das kann bei einer

Umgestaltung oder einem Neubau berücksichtigt

werden. Wenn sie dann sonnig stehen, gedeihen

sie am besten.

Caruso

Was gehört zu den unerfreulichen Prognosen der

Klimaforscher?

Markus Breier

Zu den unerfreulichen Prognosen der Klimaforscher

zählt die Zunahme von Unwettern, also starken

Gewittern, heftigen Regenschauern, Stürmen und

Hagel. Die hat es einerseits schon immer gegeben,

aber sie werden mehr. Auch kommen durch

die steigenden Durchschnittstemperaturen neue

Schädlinge zu uns und können zur Gefahr werden.

So war der Eichenprozessionsspinner auf Wärmegebiete

in Bayern begrenzt und breitet sich die

letzten Jahre deutlich in den Süden Bayerns aus.

Im Landkreis Traunstein ist er bislang noch nicht angekommen,

in Rosenheim schon.

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Ökomodellregion & ILE

Doch auch „alte Bekannte“ werden mehr, zum

Beispiel die Blattläuse. Es fehlt die frostige Kälte

und so kommen Schädlinge und lästige Gartenbesucher

besser über die milden Winter. Zum Glück

aber auch die Nützlinge!

Die Förderung der Nützlinge durch naturnahe Bewirtschaftung

und Rücksicht wird deutlich wichtiger.

Deshalb gibt es seit letztem Jahr auch bei uns

die Auszeichnung „Naturgarten - Bayern blüht“. Es

werden Privatgärten ausgezeichnet, in denen auf

Chemie und Torf verzichtet wird, dafür die Vielfalt

groß ist und zeitgemäßes Gärtnern im Mittelpunkt

steht.

Infos rund um die Auszeichnung gibt es beim Kreisfachberater

und auf der Kreisverbands-Internetseite

www.garten-traunstein.de.

Hagelschaden am Apfel (Foto: Markus Breier)

Caruso

Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf

Bäume und Gehölze?

Markus Breier

Selbst große Bäume mit ihren tiefreichenden Wurzeln

leiden unter anhaltender Trockenheit. Sie sind

gestresst, bilden kleinere Blätter oder werfen das

Laub vorzeitig ab. Ein Jahr verkraftet es der Baum,

aber über mehrere Jahre hinweg führt es zum Absterben

von Kronenteilen, zu Wurzelschäden oder

gar zum Tod des Baums. Besonders junge Bäume

mit noch wenigen Wurzeln, flachwurzelnde Arten

und solche mit hohem Wasserbedarf leiden.

Beim Obst beobachten wir schon jetzt vermehrt

Sonnenbrand. Viele haben das bei Zwetschgen

und Äpfeln im Hitzesommer 2018 feststellen müssen.

Und Hagel zur rechten Zeit führt zu aufgeplatzter

Rinde.

Der Wandel wird sich auch im Wald und der freien

Landschaft vollziehen, die Artenzusammensetzung

verändert sich. Bei der Pflanzung von Bäumen in

Gärten, Dörfern und Städten müssen wir dies beachten,

denn sie sollen über Jahrzehnte den zugedachten

Platz begrünen und lebendig machen.

Caruso

Welches sind die Gehölze mit Zukunft?

Markus Breier

Empfehlenswert sind Gehölze, die eine hohe Toleranz

gegenüber Trockenheit und hohen Temperaturen

zeigen. Unter den heimischen Sträuchern

sind das beispielsweise Kornelkirsche, Schlehe oder

Sanddorn. Bei den heimischen Bäumen führen

Feldahorn, Hainbuche und Eiche. In den Gärten

und Ortschaften kommen aber auch Amberbaum,

Purpur-Erle oder Lederhülsenbaum infrage, denn

das Klima wandelt sich rascher, als die Pflanzen auf

natürlichem Wege reagieren können.

In Unterwössen und Erlstätt stehen schon seit langem

Maulbeerbäume. Einst zur Seidenraupenzucht

gepflanzt, sind sie heute Profiteure des Klimawandels.

Wir sollten möglichst vielfältig pflanzen.

Und immer dran denken: die ersten zwei bis drei

Jahre regelmäßig durchdringend gießen, damit

Bäume und Sträucher gut anwachsen.

Caruso

Bringen weniger Regen und höhere Temperaturen

während der Saison auch einen Wandel im Gemüsegarten

mit sich?

Markus Breier

Der Anbauzeitraum verlängert sich. Wir können

deutlich früher aussäen und auspflanzen; die Eisheiligen

haben nicht mehr ganz den Schrecken

von früher. Trotzdem sollten wir sie im Blick haben,

denn Frost bis Mitte Mai wird auch zukünftig bei

uns möglich sein. Spannender ist der Blick in den

Herbst. Die ersten Fröste kommen deutlich später,

wir können länger gärtnern, in manchen Jahren sogar

frostfrei bis Weihnachten.

Deshalb nicht im September alles abräumen, einfach

länger ausprobieren mit Salat, Mangold und

anderen Kulturen. Mit Vliesabdeckung gelingt

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Ökomodellregion & ILE

Endiviensalat auch im Freien, man braucht nicht

zwingend ein Gewächshaus oder Frühbeet.

Caruso

Was sollte man als Gärtner beachten?

Markus Breier

Wir müssen uns noch mehr um den Boden kümmern.

Durch mehr Wärme baut sich Humus stärker

ab. Dem können wir durch das Einarbeiten

von Gründüngung, durch regelmäßige Kompostgaben,

vor allem aber durch regelmäßiges Mulchen

entgegenwirken. Einfach den Rasenschnitt,

Heu oder Blattwerk anwelken lassen und regelmäßig

im Gemüsegarten auf den Boden streuen.

So bleibt der Boden bedeckt, ist vor Hitze und Starkregen

geschützt und hält länger die Feuchtigkeit.

Beim Gießen lieber weniger oft, dafür durchdringend

20 - 30 Liter pro Quadratmeter, damit der

Boden bis in die Tiefe mit Wasser versorgt ist. Ruhig

einmal mit dem Spaten nachgraben und kontrollieren.

Es braucht schon einige Liter, bis das Wasser

in der Tiefe ankommt. So erzieht man seine Pflanzen

zum tiefen Wurzeln und sie machen wegen ein

paar Hitzetagen nicht gleich schlapp.

Caruso

Kann man neue Gemüse ausprobieren?

Markus Breier

Selbstverständlich kann man Neues ausprobieren.

Die Freude darauf steckt doch in jedem Gärtner!

Andenbeeren lieben die Wärme und lassen sich

auch bei uns ziehen.

Vielleicht probieren es manche auch mit Honigmelonen,

die noch mehr Wärme brauchen und in

einem Frühbeet oder Gewächshaus gut aufgehoben

sind.

Süßkartoffeln kommen mittlerweile nicht mehr nur

aus Amerika oder Spanien, sondern werden erfolgreich

in Franken angebaut. Ich selbst baue dieses

Jahr 20 Sorten zum Test an. Über Erfolg oder Misserfolg

werde ich berichten. Zur Andenbeere gibt es

schon jetzt Infos auf der Kreisverbandsseite.

Caruso

Welche Gemüsearten werden leiden?

Markus Breier

Bei einigen Gemüsearten wird der Anbau nicht

schwieriger, sondern die gewohnten Anbauzeiträume

müssen verschoben werden. Das gilt besonders

für ältere Sorten, weil sie mit der Wärme

nicht gut zurechtkommen. Kopfsalate verbrennen

im Sommer leicht oder bilden keinen Kopf. Schnittund

Pflücksalate sind da einfacher. Überhaupt

sollten bei der Sortenwahl die Anbauhinweise auf

den Packungsrückseiten beachtet werden. Es gibt

Sorten für den Frühjahrs-, den Sommer- und den

Herbstanbau. Eine gleichmäßige Wasserversorgung

ist wichtiger denn je, sonst platzen Kohlrabi,

gelbe Rüben oder Tomaten schnell auf.

Caruso

Werden Schädlinge zunehmend Probleme bereiten?

Markus Breier

Kohl- oder Möhrenfliege können fürher im Jahr auftreten,

vielleicht machen sie nach einer Sommerpause

eine zweite Generation im Herbst. Schutz

bietet immer ein Schutznetz, das sofort nach der

Pflanzung oder der Aussaat aufgelegt wird.

Wärmeliebende Schädlinge und solche, die man

bisher nur aus dem Gewächshaus kannte, werden

verstärkt auftreten. Dazu gehören Blattlaus-Arten,

Weiße Fliegen, Milben, Wanzen und Zikaden.

Neben den Fraß- und Saugschäden ist auch die

Übertragung von Viruskrankheiten möglich. Das

ist besonders bei der Vermehrung des eigenen

Gemüses wichtig. Naturnahes Gärtnern fördert

Nützlinge. Im traditionellen Bauerngarten stehen

ganz bewusst Nutz-, Heil und Zierpflanzen nahe

beisammen. So ist für regen Austausch der nützlichen

Gartenbewohner gesorgt.

Caruso

Es gibt eine fast unvorstellbar große Zahl an Gemüse-

und Obstsorten, die auch zum Teil in Vergessenheit

geraten sind. Brauchen wir diese Vielfalt wirklich?

Markus Breier

Wir wissen nicht, was in Zukunft kommt! Das können

neben Klimawandel und Erderwärmung auch

bisher nicht bekannte Schädlinge und Krankheiten

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Ökomodellregion & ILE

sein, die den Nutzpflanzen zu schaffen machen.

Wir brauchen die Kulturpflanzenvielfalt, müssen sie

bewahren, aber auch weiterentwickeln. Und dafür

braucht es die genetische Vielfalt der unterschiedlichen

Sorten. Im Februar hatten der Kreisverband,

der Gartenbauverein Vachendorf und die Kreisfachberatung

den ersten Traunsteiner Saatguttag

veranstaltet, um auf diese Vielfalt aufmerksam zu

machen und sie zu bewerben. Die Resonanz war

überwältigend. Das heißt für mich aber nicht, dass

alle Sorten erhalten werden müssen. Manche sind

zurecht von der Bildfläche verschwunden, weil sie

zwar wohlschmeckend, aber nicht robust oder ertragreich

genug waren. Bei anderen wäre ein Verlust

sehr schade, weshalb sich der Landkreis in der

Initiative „Blühender Landkreis Traunstein“ auch für

den Erhalt alter Kernobstsorten stark macht. Das

überregionale Projekt macht vergessene Obstsorten

ausfindig und sichert die Sorten, damit die guten

im Anschluss wieder Verbreitung finden.

Da kommt Spannendes die nächsten Jahre! Und

im Garten macht es nicht zuletzt viel Freude rote,

gelbe, grüne, längliche, runde, große und winzig

kleine Tomaten anzubauen. Neues entdecken und

Gutes bewahren macht doch den Reiz beim Gärtnern

aus.

Caruso

Was raten Sie den vielen Menschen, die im eigenen

Garten hobbymäßig Obst und Gemüse anbauen?

Markus Breier

Im Garten steht die Wahl robuster Sorten an erster

Stelle. Wer dann noch auf Standort, gute Versorgung

und richtige Pflege achte, kann auf Pflanzenschutzmittel

komplett verzichten, auch auf biologische.

Die Saatgutpackungen bieten Hinweise,

ob Gemüse gegen bestimmte Krankheiten widerstandsfähig

ist.

Beim Obst geben die Empfehlungslisten des Kreisfachberaters

auf der Kreisverbandsseite Orientierungshilfe.

Dort sind robuste, widerstandsfähige,

wohlschmeckende und ertragreiche Sorten für unsere

Region aufgeführt. Dasselbe gilt auch für die

Empfehlung zu Rosen und anderen Pflanzen. Allein

das Alter einer Sorte sagt nämlich nichts über die

Robustheit aus. Es gibt gute alte und gute neue

Sorten sowie umgekehrt. Wenn schon alte Sorten,

dann alt-bewährte. Denn das sind die, die sich über

die Jahrzehnte aus der früheren Vielfalt wegen ihrer

guten Eigenschaften bewährt und erhalten haben.

Neuere Sorten bieten Resistenzen gegen aktuelle

Krankheiten, haben mehr Hitzetoleranz oder

treffen den jetzigen Geschmack. Es gibt auch im

Garten kein Schwarz-Weiß, die Gartenwelt ist bunt!

Caruso

Welche Gemüse eignen sich besonders gut für

den Hausgarten?

Markus Breier

Da möchte ich nicht einschränken. Klassiker, und

in jedem Garten zu finden, sind sicher Salate,

Radieserl, Tomaten, Paprika, Gurken, Bohnen, gelbe

Rüben und eine große Vielzahl an Kräutern.

Letztere sind wichtig in der Küche und schmecken

frisch am besten.

Es gibt auch Trends! Die Kartoffel feiert im Garten

eine Renaissance, da gibt es dutzend so viele Sorten

in bunten Farben von Gelb über Rosa bis Lila.

Auch bei Tomaten ist die Vielfalt groß. Und selbst

auf dem Land ist Urban Gardening aktuell, das

„städtische Gärtnern“ mit Anbau in Kästen und

Töpfen auf Balkon und Terrasse. Salate, Radieserl,

Kräuter, Zwergtomaten, Chili und vieles mehr eignet

sich für den Balkonkasten. Es gibt mittlerweile

spezielle Balkon-Sorten!

Generell gilt: wer neu anfängt, sollte nicht zu viel

anbauen. Lieber allmählich herantasten, bevor

man sich mit zu viel Gemüse überschwemmt.

Und nur das anbauen, was einem auch wirklich

schmeckt. Es soll Freude bereiten! Mit Gemüsejungpflanzen

gelingt der Einstieg jedem, die Gärtnereien

und Märkte bieten eine große Auswahl. Wer

größere Stückzahlen braucht, sät selbst. Vielleicht

gibt‘s auch das eine oder andere vom Nachbarn

im Tausch. Das geht auch kontaktfrei trotz Corona.

Caruso

Herr Breier, denken Sie, dass angesichts des Klimawandels

der Selbstversorgungsgrad an Obst und

Gemüse in unserer Region einen höheren Stellenwert

gewinnt?

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Ökomodellregion & ILE

Markus Breier

Weniger der Klimawandel als vielmehr die Corona-

Krise führt uns vor Augen, was wir aus anderen

Ländern importieren und was wir selbst oder in der

Region anbauen können. Subtropische und tropische

Gewächse wie Zitronen, Kaffee, Kakao und

Oliven bleiben uns auch zukünftig maximal als Kübelpfl

anzen. Die Ausgangsbeschränkungen bringen

derzeit einige Mitmenschen zum Gärtnern, zur

Beschäftigung mit Pfl anzen, dem eigenen Anbau

von Blumen und Gemüse. Das sehe ich sehr positiv.

Der Garten ist aktuell wertvoller und wichtiger

denn je. Einigen wird erst bewusst, wieviel Pfl ege

und Aufwand in „einfachem“ Gemüse oder „altbekanntem“

Obst stecken, wie viel es wirklich wert

ist. Auch Regionalität und Saisonalität werden

hoffentlich wichtiger. Je kürzer der Transportweg,

umso weniger Umweltbelastung und umso höher

die Wertschätzung lokaler Anbauer. Im Lebensmittelhandel

lässt sich die Saisonalität durch Lieferungen

aus aller Welt schwer erkennen. Die Gartenbesitzer

erleben, wann Gemüse, Obst und Kräuter

Saison haben. Erdbeeren schmecken wirklich am

besten in der Erdbeersaison und nicht an Weihnachten.

Caruso

Bekanntermaßen erfüllen die Streuobstwiesen rund

um das Dorf vielfache Schutzfunktionen. Unter anderem

haben sie lokalklimatische Effekte. Sorten

Obstbäume im eigenen Garten auch für mehr

Kühle im Sommer? Gibt es Sorten für den kleinen

Raum?

Markus Breier

Wer im Schatten eines Baumes liegt, der spürt, wie

wohltuend das lichte Blätterwerk und die Kühle

sind. Das gilt auch für Obstanger, die vielfachen

Nutzen bieten: Obstertrag, Wiesennutzung, Lebensraum

für Tiere und Pfl anzen.

Neben dem gestalterischen Übergang in die Landschaft

sorgen sie für Kühle in der Nähe, für Schatten

an heißen Tagen und bremsen den Wind. Für

die Obstanger setzen sich neben dem Blühenden

Landkreis Traunstein auch der Landschaftspfl ege-

Verband und die Ökomodellregion Waginger See

- Rupertiwinkel mit Förderprogrammen ein. Sortenvielfalt,

Klimaschutz und Obsternte ergänzen sich.

Doch hat nicht jeder Platz für einen großen Obstanger

mit hochstämmigen Bäumen. Im kleinen Hausgarten

ist der Maßstab ein anderer. Ein einzelner

großer Obstbaum kann als Hausbaum vielfältige

Funktionen übernehmen. Bei noch weniger Platz

gibt es kleinbleibende Obstbäume, die auf spezielle

Wurzelunterlagen veredelt worden sind. Tipps zur

Sortenwahl gibt der Kreisfachberater. Empfehlenswerte

Sorten sind auf der Internetseite des Kreisverbandes

nachzulesen.

Caruso

Herr Breier, wir bedanken uns für das Gespräch

und die wertvollen Tipps.

chiemGau 24, 17.04.2020, anneliese caruso

Wasser-Obst-Garten (Foto: Anneliese Caruso)

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Ökomodellregion & ILE

Fit in den Frühling

Verkostung „Frühlingserwachen“ musste ausfallen - Referentinnen geben hier ihre Rezepte preis

Die für Mai in Zusammenarbeit mit der Frauengemeinschaft Tettenhausen geplante Verkostung zum Thema

„Frühlingserwachen“ musste coronabedingt auf kommendes Jahr verschoben werden. Als kleinen Trost für

alle interessierten Teilnehmer/innen hat Marlene Berger-Stöckl von der Ökomodellregion die vorgesehenen

Referentinnen - Hedwig Huber, Evi Reiter, Maria Stadler und Bärbel Forster - vorab um einen Tipp oder um ein

Rezept gebeten.

Hedwig Huber - Biogemüsebäuerin

Hedwig, du bist Biobäuerin und Gärtnerin auf dem Lohbachhof in Wonneberg,

und deine Familie betreibt einen Biogemüsestand auf dem Bauernmarkt

in Waging und in Traunstein. Was wächst denn schon bei euch,

und wie geht es euch derzeit?

Foto: Huber

Hedwig Huber: Im Freiland haben wir gerade Salate angepflanzt, Feldsalat

und Zuckerhut sind inzwischen aus. Die Nächste sind teilweise noch

kalt. Im Gewächshaus gibt es die ersten Radieserl und Mini-Salatköpfe,

bunt gemischt. Auch die Rauke wächst heran. Was mich sehr freut ist,

dass sich jetzt einige Frauen gemeldet haben, die uns stundenweise bei

der Arbeit unterstützen wollen. Das ist wie eine Perle in dem momentanen

Desaster: Dass es Menschen gibt, die sich, weil sie gesunde Lebensmittel

essen und kaufen möchten, praktisch dran beteiligen, damit diese

gehegt, gepflegt und geerntet werden können. Der Biogemüsebau ist sehr arbeitsintensiv, und durch meine

derzeitige Zusatzausbildung ist unsere Familie mehr als ausgelastet. Ich freue mich deshalb sehr über diese

Unterstützung.

Evi, du bist Bäuerin auf dem Thomahof in Fridolfing. Ihr habt einen Stall

voller Milchkühe, ihr seid ein ausgezeichneter Urlaubs-Erlebnisbauernhof

mit kleinem Hofladen, und du bist nebenher Kräuterpädagogin und

stellst viele Köstlichkeiten selbst her. Kannst du uns einen Tipp geben, was

wächst denn gerade draußen und vertreibt die Frühjahrsmüdigkeit?

Evi Reiter vom Thomahof

Evi Reiter: Der Klassiker ist jetzt Bärlauch. Er wächst überall, wo es frischfeucht

ist, an Bachläufen oder an Waldrändern mit lockerem, humosigen

Boden, auch in so manchem Garten. Bitte beim Sammeln aufpassen:

Nicht mit giftigen Maiglöckchenblättern verwechseln! Bärlauch ist

übrigens auch nach dem Erscheinen der Blüten nicht giftig oder ungenießbar.

Selbst ein paar Blüten können mitverwendet werden. Eine Paste

aus Bärlauch, die nur mit Salz und Sonnenblumenöl hergestellt und im

Mixer püriert wird, hält monatelang im Kühlschrank, weil kein Parmesan

Foto: Günter Standl

und keine Pinienkerne enthalten sind (100 g Bärlauch, 7 g Salz, 100 g Sonnenblumenöl). Die Paste kann im

Portionsglas auch problemlos eingefroren werden, und sie ist vielfältig verwendbar: z.B. zu Salatsoßen, Quark,

Suppen, in Aufläufen, zu Spätzle ...

Wenn man Bärlauch im Wald sammelt, ist die Verwechslungsgefahr mit Maiglöckchen sehr gering, denn die

wachsen normalerweise nicht wild. Viel größer und sehr wahrscheinlich ist, dass man in unmittelbarer Nachbarschaft

die sehr giftigen Blätter der Herbstzeitlosen oder des Aronstabs findet! Bärlauchblätter wachsen

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Ökomodellregion & ILE

immer mit Stiel aus der Zwiebel, die Blätter der Herbstzeitlosen und des Maiglöckchens sind zu mehreren ineinander

eingerollt. Bei den Blättern des Aronstabs sind im Jugendstadium die Blattnerven fast nicht zu erkennen,

er kann also leicht mit kleinen Bärlauchblättern verwechselt werden. Der Geruch ist kein sicheres

Erkennungsmerkmal, denn bald riechen die Finger nach Bärlauch und ein fremdes Blatt riecht also auch nach

Bärlauch! Bärlauch-Blätter knacken hörbar, wenn man sie umdreht und die Mittelrippe nach hinten knickt. Die

giftigen Doppelgänger sind dagegen zäh wie Leder - da gibt es kein Geräusch.

Bärbel, du engagierst dich in der Ökomodellregion sehr für gesunde

Ernährung. Hast du auch einen Ernährungstipp für uns, jetzt im Frühling?

Mairübchen- oder Kohlrabi-Rohkostspeise von Bärbel Forster

Foto: Forster

und gesalzen auf Butter- oder Käsebrot, oder junge Kohlrabi.

Bärbel Forster: Die Paste, die Evi schon für Bärlauch empfohlen hat,

kann auch sehr gut mit jungen Brennesselblättern gemacht werden.

Die Brennesselspitzen an unbelasteten Stellen sammeln, Triebspitzen

mit der Schere abschneiden, ohne Stiele grob hacken und, wenn das

Ganze mit Öl und Salz püriert ist, im Schraubglas ganz oben nochmals

mit etwas Öl abdecken, das verlängert die Haltbarkeit. Diese Paste

kann man mit etwas geriebenem Bergkäse, je einem Esslöffel Walnüsse,

Kürbis- und Sonnenblumenkernen, etwas Kürbiskernöl, einem Teelöffel

Honig sowie Zitronensaft und Zitronenzesten zu einem sämigen

Pesto verfeinern (mit Salz, Pfeffer und Chili würzen). Köstlich schmecken

im Frühling auch junge Mairübchen, einfach in Scheiben geschnitten

Maria, du arbeitest in der Salzachklinik in Fridolfing als Köchin, wo du

gemeinsam mit Albert Spitz und eurem Team alle Hände voll zu tun hast,

um für eine frische, regionale Küche mit Bioanteil zu sorgen. Eure Küche

wird sehr gelobt. Du bist dort als Köchin, Diabetesassistentin und Ernährungsberaterin

angestellt, kochst auch mit Kindern und Jugendlichen

und hältst Vorträge zu gesunder Ernährung. Hast du einen Rezepttipp

für uns jetzt im Frühling?

Maria Stadler, Köchin in der Salzachklinik

Maria Stadler: Ich empfehle eine einfache Radieschen-Bärlauch-Butter.

Foto: Stadler

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Ökomodellregion & ILE

Mehr Infos stehen auf der Webseite der Ökomodellregion,

www.oekomodellregionen.bayern, z.B. weitere Biogemüsebetriebe

auf der Bioerzeugerliste im Menüpunkt

Infomaterial. Dort sind auch Rezepte zu finden.

aus der Südostbayerische Rundschau vom 27.04.2020,

Hans Eder

Vergleich Aronstab (links; giftig) und Bärlauch (rechts; essbar)

(Foto: Evi Reiter)

Erzeuger und -verarbeiter aus der ÖMR - Bioöle & Biosenf

Zeit für einen Ölwechsel! Hier geht es ausnahmsweise nicht um des Deutschen liebstes Gefährt, für dessen

Motor oft das Beste gerade gut genug ist, während am Pommes-Fett oder Salatöl gespart wird, sondern um

die eigene Gesundheit. Öl ist nicht gleich Öl, und ein gutes Öl ist zwar nicht preiswert, aber seinen Preis wert!

Heimische Öle aus unbehandelten, ungespritzten Ölsaaten, die chemisch nicht verändert, nicht mit Zusatzstoffen

versehen werden und aus erster Pressung stammen, sind ein wertvoller Beitrag auf dem täglichen

Speiseplan. Trotz ihres hohen Kaloriengehaltes machen sie in normaler Dosierung nicht dick, sondern liefern

essentielle Fettsäuren, die der Körper braucht, aber nicht selbst herstellen kann, darüber hinaus wertvolle Vitamine

und Spurenelemente.

Ein unraffiniertes Naturprodukt, aus dem Ölsaatensack schonend gepresst, schmeckt mit seinem spezifischen

Eigengeschmack anders als sterile, chemisch extrahierte und mehrmals „gereinigte“ Öle, die zwar billig und

hocherhitzbar sind, aber neutral schmecken und ihre wertvollsten Substanzen eingebüßt haben. Es macht

Spaß, beim Kochen herauszufinden, welches heimische kaltgepresste Bioöl zu welcher Speise am besten passt.

Der Bioanbau von Ölsaaten gehört zur hohen ackerbaulichen Kunst. Weil Schädlinge wie der Rapsglanzkäfer

oder der Kohlschotenrüssler gern an den Körnern nagen und diese unbrauchbar machen, die Qualitätsanforderungen

von Seiten der Verarbeiter dagegen sehr hoch sind, wird konventioneller Raps oft mehrmals mit

insektentötenden Mitteln behandelt. Das ist im Biolandbau tabu.

Durch eine abwechslungsreiche Fruchtfolge, weite Abstände zwischen Ölsaatenfeldern, die Förderung von

Nützlingen, Anbau in Mischfrucht, Methoden zur Stärkung der Pflanze sowie guter Pflege des Bodenlebens

kommen Biobauern konsequent ohne Insektizide aus. Das mindert den Ertrag deutlich, garantiert aber rückstandsfreie

Produkte (sofern es keine Abdrift gegeben hat) und fördert nebenbei die Insekten- und Artenvielfalt.

Durch den Verzicht auf chemische Extraktion, die eine viel höhere Ölausbeute ermöglicht, wird der Ertrag

nochmals eingeschränkt, aber beste Qualität erzeugt - beides zusammen erklärt den höheren Preis für ein

regionales Bioöl, der sich im Gesundheitswert widerspiegelt.

Als einer der wenigen Betriebe in der Region baut die Familie Kraller in Tittmoning Biosonnenblumen an. Das

Salatöl wird direkt ab Hof gepresst und in braune Lichtschutzflaschen gefüllt, es hat viel Vitamin E und einen

milden Eigengeschmack (damit passt es z.B. gut in den Krautsalat). Erst seit kurzem gibt es eine neue Sorte

für den Bioanbau, die trotz Kaltpressung hocherhitzbar ist, ohne dass die Beistoffe vorher chemisch extrahiert

(herausgefiltert) werden müssen. Auch diese Sorte wird von Hans Kraller angebaut und liefert als „high oleic“-

Sorte ein natürliches Bratöl.

„Wir fahren ins Blaue“ - diese Redewendung erinnert daran, wie ein Ausflug aufs Land früher bei uns aussah:

Die Landschaft war geprägt von leuchtend blauen Leinfeldern. Vor allem Demeterbetriebe sind es, die den

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Ökomodellregion & ILE

Anbau der uralten Kulturpfl anze Lein (früher für den Faseranbau genauso wichtig wie für die Ölgewinnung)

wieder aufl eben lassen. Die Besonderheit des Leinöls, der ausgesprochen hohe Gehalt an gesunden Omega-

3-Fettsäuren, hat sich herumgesprochen. Diese sind sehr hitzeempfi ndlich und sollten, damit sie nicht sofort

oxidieren, entweder zu kalten Gerichten verwendet oder erst am Schluss über warmes Gemüse geträufelt

werden. Ideal ist z.B. die Kombination aus Kartoffeln und Leinöltopfen. Frisch gepresstes Leinöl in bester Qualität

gibt es selbst gepresst vom Betrieb Jakob Aicher aus Trostberg, vom Betrieb Stephan Schmutz aus Trostberg

(Chiemgau-Korn) oder vom Betrieb Franz Obermeyer aus Tengling, dessen Öle die Chiemgauer Ölmühle,

Hans Niedl aus Nußdorf, jeweils nach dem georderten Bedarf frisch presst.

Wenig bekannt ist eine weitere alte Kulturpfl anze, der Leindotter. Er ist nicht mit dem Lein verwandt, sondern

mit Senf, Raps und Hederich, gehört also zu den Kreuzblütlern. Leindotteröl war schon bei den Eroberungszügen

der Wikinger mit im Fass, sein ausgewogener Gehalt an Omega 3-, Omega 6- und Omega 9-Fettsäuren

macht den hohen Wert aus. Der Geschmack erinnert an kaltgepresstes Rapsöl und passt gut zu Blattsalaten.

Es ist weniger hitzempfi ndlich als Leinöl. Mehrere Landwirte aus der Ökomodellregion, die Dinkel und Hafer

für den Müslierzeuger Barnhouse anbauen oder Biobraugerste für die Brauerei Stein, mischen den Leindotter

als Nebenfrucht regelmäßig ins Getreide. Nach dem Dreschen wird alles getrennt. Diese Felder bieten einen

dreifachen Nutzen: Getreide, Öl und dazu den Blütenreichtum für Bienen und weitere Insekten.

Ein echter Glücksfall ist, dass es in der Region auch heimischen Biohanfanbau gibt (THC-arme Sorten, also

ohne Rauschwirkung). Hanf verbessert die Bodenfruchtbarkeit und wächst bei uns problemlos - allerdings ist er

wegen seiner zähen Fasern schwer zu ernten. Hans Posch aus Nußdorf gehört zu den Pionieren, die seit Jahren

unverdrossen Hanf anbauen und an einer Verbesserung der Erntetechnik arbeiten. Hanföl wird nach seiner

Erfahrung auch gern von Allergikern gekauft. Es hat einen grasigen Geschmack, erinnert von der Konsistenz

her an Kürbiskernöl und wird sogar für Süßspeisen mit verwendet.

Auch die Ölmühle von Toni Lamprecht in Schnaitsee ist inzwischen biozertifi ziert und stellt einen Teil der Öle in

Bioqualität her, darunter Biorapsöl und Biohaselnussöl.

Fast unbekannt ist, dass es in der Region auch Biosenföl aus heimischem Anbau gibt; es stammt von mehreren

Biosenfbauern aus der Region und wird von der Chiemgauer Ölmühle gepresst. Erstaunlicherweise schmeckt

es nicht scharf, sondern sehr mild, und passt bestens in fast alle Salate. Senf,- Raps- und Leindotteröl übertreffen

mit ihrem Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren Olivenöl mit seinem hohen Gehalt an vorwiegend

einfach ungesättigter Fettsäure. Also öfter mal zu heimischen Ölen greifen!

Der Hauptteil des in der Region geernteten Biosenfs geht zur Firma Byodo nach Mühldorf, die den Senf ihrem

Biogelbsenf beimischt, faire Preise bezahlt und auf steigende Erträge und mehr teilnehmende Bauern hofft,

damit ein echter regionaler Bio-Gelbsenf erzeugt werden kann. Er ist im Naturkosthandel (Bioladen) erhältlich.

Öl

Chiemgauer Ölmühle

Leindotteröl

Leinöl

Hanföl

Senföl

Wiesenleite 11

83365 Nußdorf

Tel.: 08669 / 81 99 81

post@chiemgauer-oelmuehle.de

Ölpresse (Foto: Toni Lamprecht)

Öl

Chiemgaukorn

Leindotteröl

Leinöl

Hanföl

Weiding 3

83308 Trostberg

Tel.: 08669 / 90 99 000

info@chiemgaukorn.de

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Ökomodellregion & ILE

Hans Niedl im Biohanffeld (Foto: Chiemgauer Ölmühle)

Ölmühle Garting

Hanföl, Leinöl

Rapsöl, Sonnenblumenöl

Haselnussöl,

Färberdistelöl

Garting 2

83530 Schnaitsee

Tel.: 08074 / 69 88

toni.lamprecht@oelmuehle-garting.de

Leinfeld von Franz Obermeyer (Foto: Obermeyer)

Öl

Chiemgauer Genussmanufaktur

Kräuteröle

Hauptstraße 11

83349 Palling

Tel.: 08623 / 98 54 89

servus@chiemgau-genuss.de

Ölmühle Garting (Foto: Toni Lamprecht)

Öl

Jakob Aicher

Leinöl

Bergham 5a

83308 Trostberg

Tel.: 08621 / 64 94 96

info@saatgold.de

Franz Obermeyer

Leinöl

Obere Dorfstraße 14

83373 Tengling

Tel.: 08687 / 228

franz.obermeyer@web.de

Hans Posch

Hanföl

Senföl

Mögstetten 11

83365 Nußdorf

Tel.: 08669 / 69 88

johann.posch@boden-schatz.net

Johann Kraller

Sonnenblumenöl

Wies 4

84529 Tittmoning

Tel.: 08683 / 300

kraller.jo@web.de

Hans Posch mit Sohn im Hanffeld (Foto: Elisabeth Koch)

Leinölteller (Foto: Hans Niedl)

Abends im Sonnenblumenfeld (Foto: Toni Lamprecht)

Senf

Byodo Naturkost

Leisederstraße 2

84453 Mühldorf

Tel.: 08631 / 36 290

info@byodo.de

Biosenf von Byodo (Foto: Ökomodellregion

Qualitätsprüfung beim Biosenf (Foto: Anne Bogdanski)

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Ökomodellregion & ILE / Gemeindeverwaltung

Passend hierzu eine Rezeptidee von Yvonne Liebl, Cateringservice „Esspedition“ aus Waging

Perl-Einkorn-Salat mit Gartengemüse

Für das Perl-Einkorn

100 g Perl-Einkorn

250 ml Gemüsebrühe

Für das Dressing

4 EL Waginger See Hoibe oder helles Bier

½ Bio-Zitrone

½ TL gekörnte Gemüsebrühe

2 TL Honig

1 TL mittelscharfer Bio-Senf (Byodo, mit Gelbsenf aus der Ökomodellregion)

2 EL Apfelessig

4 EL Leindotter- oder Hanföl (aus der Ökomodellregion)

2-3 Frühlingszwiebeln

Steinsalz, gemahlener Pfeffer

Für den Salat

je 250 g rote oder orange Paprikaschoten, Zucchini und Salatgurke

1 Handvoll frischer Kräutermix nach Wahl, fein gehackt

Die Gemüsebrühe in einem Topf zum Kochen bringen. Das Perl-Einkorn einrühren, kurz aufkochen lassen und im geschlossenen

Topf und bei ausgeschalteter Herdplatte etwa 15 Minuten ausquellen lassen. In eine Schüssel umfüllen und auskühlen

lassen.

Alle Zutaten für das Dressing in einen hohen Becher geben und mit einem Pürierstab kräftig aufmixen. Mit Pfeffer und Salz

abschmecken.

Salatgurke und Paprikaschote vom Kerngehäuse befreien. Die Gemüsesorten in kleine Würfel schneiden. Dressing, Kräuter

und Gemüse zum Perl-Einkorn geben, durchmischen und etwa 30 Minuten durchziehen lassen.

Sehr gut z.B. für die Grill-Party!

www.esspedition-liebl.de

Problem Hundekot - Gefahr für Kühe

Jedes Jahr zu Beginn der Erntezeit wenden

sich besorgte Landwirte an das Veterinäramt

und beklagen sich über das Unverständnis

von Hundebesitzern, die vor allem in der

Nähe von Siedlungsgebieten den vierbeinigen

Freund sein Geschäft auf ihren Wiesen

verrichten lassen.

Die Grundstücksbesitzer sind mit ihren Beschwerden

durchaus im Recht, im wahrsten

Sinne des Wortes. Sowohl aus abfall- als auch

aus naturschutzrechtlichen Gründen ist dieses

Verhalten der Hundebesitzer eigentlich

nicht erlaubt.

Seite 25


Neues aus der Gemeindeverwaltung

Während der Nutzzeit, bei Grünland also der Zeit des Aufwuchses, gilt das ansonsten garantierte Betretungsrecht

für landwirtschaftliche Flächen nämlich nicht. Hundekot muss außerdem als Abfall unschädlich beseitigt

werden. Mit gutem Grund: Hundekot auf landwirtschaftlichen Nutzflächen beeinträchtigt nicht nur die Futterqualität,

sondern stellt eine konkrete gesundheitliche Gefährdung von Mensch und Tier dar.

Auf Feldern und Wiesen werden Lebensmittel in Form von Getreide oder Gemüse produziert oder es wird

Futter für Nutztiere gewonnen, von denen wiederum die Lebensmittel Milch und Fleisch stammen. Die Verschmutzung

dieser Flächen mit Hundekot widerspricht daher den Grundsätzen einer hygienischen Futter- bzw.

Lebensmittelgewinnung. Mit dem Hundekot können Bandwurmeier und einzellige Parasiten ausgeschieden

werden, die bei landwirtschaftlichen Nutztieren und auch bei Menschen Erkrankungen hervorrufen (Echinokokkose,

Coenurose oder Toxoplasmose beim Menschen, Aborte bei Rindern). Vor allem der Einzeller Neospora

caninum ist inzwischen auch bei uns zu einem nicht unerheblichen Prozentsatz Ursache von Erkrankungsfällen

in Rinderbeständen.

Die Erreger werden mit dem Hundekot ausgeschieden und vom Rind mit verunreinigtem Futter aufgenommen.

Sie parasitieren zeitlebens im Tierkörper. Bei trächtigen Kühen können die Parasiten in der Gebärmutter

bis zum ungeborenen Kalb vordringen. Mögliche Folgen sind Früh- und Totgeburten, die Geburt lebensschwacher

Kälber, Nachgeburtsverhalten und Fruchtbarkeitsstörungen. Die betroffenen Kühe geben weniger Milch,

eine Weiternutzung ist meist nicht mehr wirtschaftlich und die Schlachtung zwangsläufig. Der Parasit kann sich

über mehrere Generationen in einem Rinderbestand halten und ein beständiges Problem bleiben.

Auch für die betroffenen Rinder sollte der Tierschutzgedanke gelten - eine nicht unerhebliche Zahl von erkrankten

Rindern, Totgeburten und lebensschwachen Kälbern könnte bei verantwortungsbewusstem Verhalten

einiger weniger Hundebesitzer vermutlich vermieden werden. Eine regelmäßige Entwurmung der Hunde

bietet in diesem Fall übrigens keinen Schutz, weil einzelllige Parasiten durch die gängigen Wurmmittel nicht

abgetötet werden.

Den betroffenen Landwirten entsteht zudem erheblicher wirtschaftlicher Schaden durch Erlöseinbußen, Tierarztkosten

und nicht mehr verwertbares Futter. Das Veterinäramt appelliert daher aus Gründen des Tierschutzes

und der Lebensmittelhygiene an alle Hundehalter, ihre Tiere nur auf dem eigenen Grundstück die Notdurft

verrichten zu lassen oder die Häufchen mittels Entsorgungstüte mitzunehmen.

Unsere Hundekotbeutel bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen (Zuckerrohr). Für die Herstellung wird nur

halb so viel Material benötigt wie für konventionelle „Bio“-Beutel. Produktionsabfälle und Restbestände können

zu 100 % recycelt werden.

Die Gemeinde bittet alle Hundebesitzer, die vorhandenen Hundetoiletten zu nutzen und die Hinterlassenschaften

ihrer Vierbeiner in den dafür vorgesehenen Beuteln verpackt in die Hundetoiletten einzuwerfen. An

folgenden Orten sind Hundetoiletten aufgebaut:

Hipflhamer Straße (Höhe Hans-Straßer-Halle)

Hipflham, Nähe Bolzplatz

Bannpointstraße bei Kaitlsteg

Blumenstraße (Friedhof, Richtung Spielplatz)

Götzinger Straße, Einfahrt Kläranlage

Weingartenstraße

Wolkersdorf, Richtung Gut Horn

Wolkersdorf, Richtung Kronwitt

Lampoding, Kiesstraße, Richtung Waginger See

Kirchenweg, Einfahrt Kirchsteiner Straße (bei Brunnen)

Lieslmoosstraße

Birkenstraße, Richtung Voglaich

Dorfplatz

Leobendorfer Straße, Einfahrt Kiesstraße Redl

Roth, Richtung Bernreut

Lackenbach, Einfahrt Seerosenweg

Seite 26


Neues aus der Gemeindeverwaltung

Ferienprogramm muss leider ausfallen

Liebe Kinder,

aufgrund der aktuellen Situation haben wir uns entschieden,

dass das Ferienprogramm in diesem Jahr nicht in

der gewohnten Form stattfinden kann. Bei den aktuell

beschränkten Gruppengrößen ist es kaum möglich, ein

vernünftiges Programm zu erstellen.

Vielleicht finden wir noch gemeinsam mit unseren Vereinen

und Veranstaltern eine Möglichkeit das Ferienprogramm

in diesem Sommer in einer abgewandelten Form

stattfinden zu lassen. Sollte dies der Fall sein, werden wir

euch dies auf der Gemeindehomepage bekanntgeben.

Euer Ferienteam Kirchanschöring

Es tut uns sehr leid!

Freizeitpässe in diesem Jahr kostenlos

Zwar sind die Freizeitpässe auch in diesem „Corona-Jahr“ bereits

an die Gemeinden ausgeliefert worden, aber es gab bis dato für

die Kinder, Jugendlichen und Familien noch keine Möglichkeit sie

zu holen.

Zudem sind vorerst auch noch alle Einrichtungen geschlossen und

wir wissen nicht, ab wann eine (schrittweise) Öffnung erfolgt.

Demzufolge wurde beschlossen, die Freizeitpässe heuer kostenlos

abzugeben - wann auch immer sie „zum Einsatz“ kommen können.

Der Freizeitpass kann zu den Öffnungszeiten in der Gemeinde abgeholt

werden.

Verloren und nicht wiedergefunden

Auch im Fundamt macht sich Corona bemerkbar.

So gibt es in dieser Ausgabe nur einen vermissten Gegenstand:

Sonnenbrille, schwarz-grün

vermisst seit der KW 17

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Neues aus der Gemeindeverwaltung

Seite 28


Neues aus der Gemeindeverwaltung

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Neues aus der Gemeindeverwaltung

Erinnere die Welt nicht daran,

dass sie krank ist und in Schwierigkeiten steckt.

Erinnere sie daran, dass sie

wundervoll und frei ist.

- Mooji -

Ein Weiser sagte einst:

„Die wichtigsten

Menschen sind nicht die,

die den Kopf

voller Wissen haben ...

Es sind die,

die ein Herz

voller Liebe haben,

Ohren,

die bereit sind zuzuhören

und Hände,

die bereit sind zu helfen.

(unbekannt)

Mut

Was keiner wagt, das sollt ihr wagen

Was keiner sagt, das sagt heraus

Was keiner denkt, das wagt zu denken

Was keiner anfängt, das führt aus

Wenn keiner ja sagt, sollt ihr‘s wagen

Wenn keiner nein sagt, sagt doch nein

Wenn alle zweifeln, wagt zu glauben

Wenn alle mittun, steht allein

Freut euch auf die Zeit danach,

wenn wir wieder zusammensitzen,

gemeinsam lachen, feiern, uns umarmen dürfen

und uns an der Welt freuen,

einfach deshalb, weil sie wundervoll ist.

Wo alle toben, habt Bedenken

Wo alle spotten, spottet nicht

Wo alle geizen, wagt zu schenken

Wo alles dunkel ist, macht Licht

Franz von Assisi

Seite 30

Idee für die Aktion: Alexandra Poller, Fotos: Oliver Freudenthaler, Umsetzung: Petra Obermeier


Neues aus der Gemeindeverwaltung

Einführung der Biotonne im Landkreis Traunstein

Befragung der Grundstückseigentümer startet im Juni

Ab dem 1. Dezember sammelt der Landkreis Traunstein den Bioabfall in der Region,

ohne dass für den Bürger Mehrkosten entstehen. Im Juni erhalten daher

alle Grundstückseigentümer ein Abfrageschreiben zur vorgesehenen Biotonne

für ihre Immobilie. Dabei wird jeder Restmülltonne eine bestimmte Biotonnenkapazität

zugeordnet. „Im Behältervorschlag berücksichtigen wir, ob beispielswiese

mehrere Restmülltonnen auf einem Grundstück vorhanden sind“, so Astrid Steinkirchner,

Leiterin der Kommunalen Abfallwirtschaft im Landratsamt Traunstein.

Die übliche Tonnengröße liegt bei 80 und 120 Litern, im Ausnahmefall aber auch

240 Liter.

Wenn auf dem Grundstück die organischen Abfälle selbst kompostiert werden, kann die Biotonne auch ganz

abbestellt werden - die Entsorgung von Gartenabfällen ist wie bisher auch über die Wertstoffhöfe möglich.

Gleiches gilt bei einer gewerblichen Speiseresteentsorgung. „Gewerbliche Speisereste dürfen nicht über die

kommunale Biotonne entsorgt werden. Dazu gehören etwa Abfälle von einer Großküche oder der Gastronomie.

Daher ist auch hier eine Abbestellung möglich“, informiert Steinkirchner weiter. Erhält das Landratsamt

vom Grundstückseigentümer keine Rückmeldung auf das Abfrageschreiben, wird der entsprechende Biotonnenbehältervorschlag

ab September ausgeliefert.

Die Leerung der Tonnen startet dann zum 1. Dezember und erfolgt - wie bei der Restmülltonne - im 14-Tage-

Rhythmus. Der gesammelte Bioabfall wird zu 100 Prozent verwertet, um Strom und Wärme zu erzeugen. Der

dabei entstehende sogenannte Gärrest wird kompostiert und als Dünger dem natürlichen Stoffkreislauf zurückgeführt.

„Sowohl die Einführung als auch die regelmäßige Leerung erfolgen für die Bürger ohne Mehrkosten. Gleichzeitig

bleibt bei einer Befreiung von der Biotonne die bestehende Müllgebühr unverändert“, erklärt Astrid

Steinkirchner abschließend.

Weitere Informationen sowie ein Online-Formular für eine eventuelle Abbestellung der Biotonne finden Sie ab

Juni auf der Homepage des Landratsamtes Traunstein unter biotonne.traunstein.com.

Welche Bioabfälle werden gesammelt und was darf nicht in die Biotonne?

Das darf in die Biotonne

verdorbene Lebensmittel

Speisereste (roh oder gekocht), auch Fleisch,

Knochen oder Fisch

Obst- und Gemüsereste

Schalen von Südfrüchten

Kaffeesatz und -filter

Nussschalen

Brot- und Gebäckreste

Eierschalen

Topfpflanzen, Schnittblumen

Garten- und Grünabfälle

Gras- und Heckenschnitt, Laub

Unkraut, Pflanzenreste, Fallobst

Sägemehl, Holzwolle, Stroh, Heu

Das darf nicht in die Biotonne

Plastiktüten (auch kompostierbare)

verpackte Lebensmittel

Tierkadaver

Zigaretten

Windeln

Staubsaugerbeutel

Asche

Wertstoffe (wie Glas, Kunststoffe, Metalle)

Problemmüll

Hygieneartikel

Seite 31


Aus dem Sozial- und Rentenversicherungsamt

Altersrente und Hinzuverdienst im Jahr 2020

Durch die Coronakrise besteht derzeit ein besonders hoher

Bedarf an medizinischem Personal. Aber auch in anderen

Wirtschaftsbereichen kann es zu Personalengpässen aufgrund

von Erkrankungen oder Quarantäneanordnungen

kommen. Um die Weiterarbeit oder Wiederaufnahme einer

Beschäftigung nach Renteneintritt zu erleichtern, hat

die Bundesregierung die im jeweiligen Kalenderjahr geltende

Hinzuverdienstgrenze für das Jahr 2020 von 6.300

Euro auf 44.590 Euro angehoben. Jahreseinkünfte bis zu

dieser Höhe führen somit nicht zu einer Kürzung einer vorgezogenen

Altersrente.

Ab dem Jahr 2021 gilt dann wieder die bisherige Hinzuverdienstgrenze von 6.300 Euro pro Kalenderjahr.

Hierauf weist die Deutsche Rentenversicherung hin.

Die Zeitgrenzen für eine kurzfristige Beschäftigung in der Zeit vom 1. März bis zum 31. Oktober 2020 werden auf

fünf Monate oder 115 Arbeitstage angehoben. Für eine kurzfristige Beschäftigung werden keine Beiträge zur

Rentenversicherung gezahlt und somit auch keine Rentenanwartschaften erworben. Die Höhe des Verdienstes

spielt keine Rolle.

Maßgeblich ist, dass Ihre Beschäftigung von vornherein vertraglich oder aufgrund ihrer Eigenart - zum Beispiel

bei Erntehelfern - befristet und nicht berufsmäßig ausgeübt wird. Insbesondere mit Blick auf die Saisonkräfte in

der Landwirtschaft werden die Zeitgrenzen befristet ausgeweitet, weil aufgrund der Corona-Pandemie diese

voraussichtlich in deutlich geringerer Anzahl zur Verfügung stehen. Bisher betrugen die Grenzen drei Monate

oder 70 Arbeitstage.

Die dargestellten Änderungen basieren auf dem in Kraft getretenen „Gesetz für den erleichterten Zugang zu

sozialer Sicherung aufgrund des Coronavirus SARS-CoV-2 (Sozialschutz-Paket)“. Die Anhebung der Hinzuverdienstgrenzen

gilt für Neu- und Bestandsrentnerinnen und -rentner.

Keine Änderungen gibt es hingegen bei den Hinzuverdienstregelungen für Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit

und bei der Anrechnung von Einkommen auf Hinterbliebenenrenten.

Weitere Informationen zu diesen und anderen Themen der gesetzlichen Altersvorsorge und zur Rehabilitation

fi nden Sie auf unserer Internetseite www.deutsche-rentenversicherung.de.

Seite 32


Aus dem Sozial- und Rentenversicherungsamt

Höhere Renten in der „Grünen Branche“

Auch für die Rentenbezieher der Landwirtschaftlichen Alterskasse und Berufsgenossenschaft gibt es ab dem

1. Juli 2020 mehr Geld. Die Renten erhöhen sich um 3,45 Prozent (West) bzw. 4.20 Prozent (Ost).

Der in der Alterssicherung der Landwirte (AdL) zu berücksichtigende allgemeine Rentenwert wird von gegenwärtig

15,26 Euro auf 15,79 Euro (West) bzw. von 14,70 Euro auf 15,32 Euro (Ost) angehoben. Die durchschnittliche

monatliche Regelaltersrente in der AdL erhöht sich dadurch von aktuell 502,56 Euro auf 520,01 Euro.

Der aktuelle Rentenwert (West) in der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) erhöht sich zum 1. Juli 2020 von

33,05 Euro auf 34,19 Euro. Hierdurch ergibt sich in der GRV ein sogenanntes Sicherungsniveau vor Steuern von

48,21 Prozent. Damit wird das gesetzlich vorgegebene Mindestsicherungsniveau von 48 Prozent eingehalten.

Der aktuelle Rentenwert (Ost) in der GRV steigt auf 97,2 Prozent des aktuellen Rentenwerts West und beträgt

33,23 Euro (bisher 31,89 Euro).

Alle Rentenbezieher werden im Juni durch die SVLFG schriftlich über die jeweilige Höhe ihrer Rentenanpassung

informiert.

Text: SVLFG

Fahrdienste (Einkaufsrundfahrt / Arztfahrten)

Unsere Fahrdienste stehen selbstverständlich auch in der Coronazeit für unsere Senioren und für Menschen

mit Behinderung zur Verfügung. Jedoch ist die Maskenpflicht zu befolgen und der Einstieg nur auf dem Rücksitz

erlaubt.

Für Fragen stehen Michaela Stockhammer (Tel.: 08685 / 77 939 - 18)

beziehungsweise Fa. Eder (Tel.: 08685 / 239) zur Verfügung.

Soziales

Soziales

Soziales

Kirchanschöring

Einkaufsrundfahrt

für sEniorEn und BEhindErtE MEnschEn

Die Gemeinde Kirchanschöring bietet einen besonderen Service

für Senioren und behinderte Menschen an.

So findet jeden Donnerstag von 14:00 - 17:00 Uhr oder nach Vereinbarung

eine Einkaufsrundfahrt statt, die nicht nur die Angehörigen

dieser Personengruppe entlasten, sondern auch für eine Belebung

der Geschäfte im Gemeindebereich sorgen soll.

der unkostenbeitrag beläuft sich auf 2,00 € pro Person.

Interessierte Personen melden sich bitte mind. einen Tag vorher bei

fa. robert Eder, tel.: 08685 / 239

Bei weiteren Fragen gibt Ihnen

Michaela stockhammer, Gemeindeverwaltung,

tel. 08685 / 77 939 - 18

gerne Auskunft.

Kirchanschöring

Kirchanschöring

SeniorenfahrdienSt

für arztbeSuche

Einkaufsrundfahrt

für sEniorEn 1997 und hat der BEhindErtE Gemeinderat beschlossen, MEnschEn einen Fahrdienst für Senioren und

Behinderte zu den Arztpraxen einzurichten.

Ziel des Fahrdienstes ist u.a. auch die Entlastung der Angehörigen von

Die Gemeinde Kirchanschöring bietet einen besonderen Service

Senioren bzw. von Behinderten. Diese Personengruppe hat die Möglichkeit,

für Senioren und behinderte sich zu den Menschen Ärzten innerhalb an. des Gemeindebereiches, aber auch der Nachbargemeinden

mit einem geringen Unkostenbeitrag hin- bzw. heimfahren zu

So findet jeden Donnerstag lassen. von Voraussetzung 14:00 - 17:00 hierfür Uhr ist, oder dass nach die entstehenden Vereinbarung

eine Einkaufsrundfahrt Krankenkasse statt, übernommen die nicht nur werden. die Angehörigen

Kosten nicht von der

dieser Personengruppe Dieser entlasten, Fahrdienst sondern wird zur auch vollsten für eine Zufriedenheit Belebung unserer Senioren durch die

der Geschäfte im Gemeindebereich Firma Robert Eder sorgen durchgeführt. soll.

der unkostenbeitrag beläuft für den sich fahrgast auf 2,00 entstehen € pro Person. folgende, geringe unkosten

Arztfahrt innerhalb der Gemeinde (einfache Strecke): 1,00 €

Arztfahrt in die Nachbargemeinde (einfache Strecke): 2,50 €

Interessierte Personen melden sich bitte mind. einen Tag vorher bei

Zu Nachbargemeinden zählen Fridolfing, Laufen, Petting und Waging a. See.

fa. robert Eder, tel.: 08685 / 239

Für Terminvereinbarungen steht Ihnen jederzeit die fa. robert eder, tel.: 08685 / 239 zur

Bei weiteren Verfügung Fragen bzw. informieren gibt Ihnen Sie die Sprechstundenhilfe Ihres Arztes.

Michaela

Zu

stockhammer,

allgemeinen Fragen

Gemeindeverwaltung,

zum Fahrdienst gibt Michaela Stockhammer,

Gemeinde- Gemeindeverwaltung

verwaltung, tel. 08685 / 77 939 - 18 gerne Auskunft.

tel. 08685 / 77 939 - 18

gerne Auskunft.

Se

1997 hat der G

Behinderte zu

Ziel des Fahrd

Senioren bzw.

sich zu den Ärz

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lassen. Voraus

Krankenkasse

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Zu Nachbarg

Für Terminverein

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Gemeinde- verwal

- Sozial- und Rentenversicherungsamt

- Sozial- und Rentenversicherungsamt

- Sozial- und Rentenversicherungsamt

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- Marianne Brandmayer -

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brandmayer@einrichtungshaus-polzer.de

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Neues aus dem Kindergarten

Kindergarten in der Coronazeit

Auch wir im Kindergarten mussten uns erst an die neue Situation gewöhnen. Die Notbetreuung wurde sofort

umgesetzt und auch von einigen Eltern aus systemrelevanten Berufen in Anspruch genommen.

Dabei waren bei den Kindern immer zwei bis drei Personen vom pädagogischen Personal dabei, je nach

Anzahl der zu betreuenden Kinder.

Wir Teammitglieder haben uns weiter um die Verschönerung des Eingangsbereiches, der Gänge sowie der

einzelnen Gruppenräumen gekümmert. Dabei half das gesamte Team und so mancher entdeckte den Künstler

in sich.

Wir hoffen, es geht allen Kindern und ihren Familien gut und wir sehen uns hoffentlich bald alle gesund und

munter im Haus für Kinder wieder.

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Aus dem Vereinsleben

Aktion „Wir vermissen euch“

Eine schöne Aktion hat sich der Kinderförderverein Kirchanschöring mit

den Eltern Ende April überlegt.

Ein bunt gestalteter Zaun mit der Aufschrift „Wir vermissen euch“

am Kindergarten und eine Steinschlange auf dem Gehweg davor

- das wurde durch den neuen Verein iniziiert. Kinder und

Jugendliche konnten sich hier aktiv und vor allem kreativ austoben

und auf eine gewisse Weise wieder etwas Kontakt zum

Kindergarten und zur Kinderkrippe sowie zur Schule knüpfen.

Mit der Steinschlange am Boden konnte jedes Kind zuhause

selbst einen Stein bemalen und dann zur großen „Steinschlange“

am Kindergarten dazulegen. Mal sehen, wie lang die Steinschlange

letztendlich wird und wo die Steine mal ihren Platz fi nden

werden.

Auf viele weitere Aktionen, die nach der Corona-Krise mit den Kindern

und Jugendlichen stattfi nden sollen, freut sich das Team des Kinderfördervereins

schon. Sobald es die Situation zulässt, wird auch der schon mal angekündigte Informationsabend nachgeholt.

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Aus dem Vereinsleben

Baumschneidekurs der Gartenbauvereine

Obstgehölze richtig schneiden war Thema

eines Baumschneidekurses, den die Gartenbauvereine

Kirchanschöring und Lampoding

gemeinsam angeboten hatten.

Zahlreiche Interessierte folgten der Einladung

und wurden von der ersten Vorsitzenden des

Vereins, Manuela Babinger, herzlich begrüßt.

Der Baumwart des Gartenbauvereins

Kirchanschöring, Thomas Staudinger, ging

zunächst in der Schulaula auf die Theorie

des Baumschneidens, die Baumarten und

den richtigen Pfl anzschnitt ein. Mit großem

Fachwissen, das er sich während seiner Ausbildung

in der Baumschule Kreuzer aneignen

konnte, beantwortete er alle Fragen.

Leider hatte Petrus nicht gerade ein Einsehen, als der Kurs gut gestärkt mit kleinen Kuchen an die Praxis des

Schneidens im sog. „Lapperanger“ ging. Thomas Staudinger erläuterte den Teilnehmern des Kurses sehr anschaulich,

auf was beim Erziehungsschnitt zu achten ist. Dieser sei in den ersten Jahren nach der Pfl anzung

wichtig, damit der Baum eine schöne Krone bilde.

Aber auch das Auslichten von älteren Bäumen bzw. die Förderung von neuem Fruchtholz konnte am Lapperanger

gut gezeigt werden.

Schließlich wanderten alle noch hinter die Schulturnhalle, wo der im vergangenen Jahr neu gewählte Baumwart

den Schnitt an einem Spalierbaum zeigte. Nachdem Teilnehmer des Kurses noch Fragen stellten, wie und

zu welchem Zeitpunkt am günstigsten Weintrauben und Johannisbeeren zu schneiden seien, führte Thomas

Staudinger die Kursteilnehmer in den Schulgarten und beantwortete auch diese Fragen fachmännisch. Etwas

verfroren und durchnässt, dafür aber mit viel Wissen zum richtigen Schneiden von Obstbäumen ausgestattet,

bedankten sich alle Teilnehmer für den interessanten Nachmittag.

Das Schnittmaterial wurde bewusst als Totholz liegen gelassen, soll es doch als weiterer Baustein zur Artenvielfalt

auf dieser Streuobstwiese beitragen.

„Als Versteck- und Brutgelegenheit für eine Vielzahl von Tierarten sind Totholz- und Steinhaufen ein wichtiger

Baustein für mehr Artenvielfalt. In solchen Strukturen fi nden beispielsweise Eidechsen, Vögel wie Zaunkönig,

Igel oder auch das nützliche Mauswiesel Versteck- und Brutmöglichkeiten. Auch Spitzmäuse, Insekten (z.B.

Wildbienen) und Spinnen bieten Totholzhaufen Versteck- und Überwinterungsmöglichkeiten bzw. Strukturen

zum Netzbau“, schreibt Herr Voigt vom Landschaftspfl egeverband Traunstein, der diese Streuobstwiese im

Auftrag der Gemeinde Kirchanschöring betreut.

text: Katharina stöWe

Seite 37


Aus dem Vereinsleben

Alternativer Tag der Vereine

Vertretungsweise für einen regulären Tag der Vereine im Kreise

der Kirchanschöringer Ortsvereine legte Rupert Roider - 1. Vorstand

des Vereins zur Förderung der Blaskapelle Kirchanschöring

e.V. - eine Kranz am Kriegerdenkmal nieder und hielt eine

Gedenkminute ab.

Die Kirchanschöringer Ortsvereine halten damit auch in den

aktuellen schweren Zeiten die Tradition des gemeinsamen Gedenkens

an die gefallenen und verstorbenen Vereinsmitglieder

aufrecht.

text & bild: verein zur FörderunG der blasKapelle KirchanschörinG e.v.

Das Lampodinger Schloss und die Lampodinger

Bereits im Jahre 1993 wurden auf dem Gelände

des ehemaligen Hofmarkschlosses Lampoding

Bodenuntersuchungen durch die Gemeinde

Kirchanschöring, dem Landesamt für Denkmalpfl e-

ge und dem Kreisheimatpfl eger durchgeführt. Dabei

wurden weder Mauerreste noch Fundamente

gefunden.

Im April und Mai 2020 sind im Zusammenhang mit

einer Bauanfrage von der Gemeinde Kirchanschöring

Grabungen durch das Landesamt für Denkmalpfl

ege in Auftrag gegeben worden. Diesmal

waren die Archäologen erfolgreich. Ein Teil der

äußeren Schlossmauer, das Fundament eines runden

Eckturms, Mauerreste von Nebengebäuden,

Keramikteile aus dem 14. und 15. Jahrhundert, eine

gepfl asterte Zufahrt und Fundamente von einem

Vorgängerbau des Schlosses konnten freigelegt

werden.

Das Landesamt für Denkmalpfl ege wird alles vermessen,

auswerten und bearbeiten und nach Fertigstellung

erhält die Gemeinde eine Dokumentation.

Nachfolgend eine Zusammenstellung über den

zeitlichen Ablauf zum Bau des Schlosses, An- und

Umbauten, Beschreibungen zum Zustand des Gebäudes,

Besitzveränderungen und alten Aufzeichnungen.

Grundlage dafür war das „Heimatbuch

der Gemeinde Kirchanschöring - Lampoding“ und

„Das Salzfaß“ 1979 - Heft 2.

Schloss Lampoding, Fresko an der Ostseite der Kirche Kirchstein

(18. Jahrhundert) (Foto: Heimatverein)

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Aus dem Vereinsleben

Im Salzburger Güterverzeichnis von 798 erfahren

wir von der Existenz des Dorfes Lampoding.

Ob dann jene Namensträger, die sich im 12. und

frühen 13. Jahrhundert nach dem Ort Lampoding

nennen, identisch mit der nachmals so einflussreichen

Ministerialfamilie sind, lässt sich nicht nachweisen.

Die Lampodinger scheinen am namengebenden

Ort über Grundbesitz verfügt und vielleicht

auch dort ihren Hauptsitz gehabt haben.

1151 wird ein Chonrad mit dessen Ehefrau Bertha

von Lampoding Besitzer der Mühle in Frohnholzen

erwähnt.

Wohl im 14. Jahrhundert dürften die Lampodinger

auf dem Gelände östlich und damit unterhalb des

Dorfes einen Wohnturm (ähnlich wie in Triebenbach)

errichtet haben, der in der Folge durch Zubauten

erweitert wurde.

1766 Beschreibung des Schlosses: „Der adelüche

Süz samt den mit ainer Mauer eingefangenen

Zwinger, dem gemauerten Pferdt Stall, Wagenhütten

und Getraydt Kästen“.

Weiter wird vom großen Hofanger, von Baumgärten

und einem „Thiergarten“ berichtet.

1796 „Graf Nikolaus von Lodron, letztverstorbener

Besitzer dieses Schlosses, hat es ansehnlich verschönert.“

1812 wird das „herrschaftliche Schloss, so ganz

gemauert und 3 Stücke (Stockwerke) hoch, mit einem

Schaardach versehen, doch sehr baufällig“

beschrieben.

1813 wird das Hofmarkschloss im Steuerkataster als

„schlechtes Gebäude“ angeführt.

1467 wird die Witwe des Salzburger Stadtrichters

Friedrich von Lampoding, Anna Keutzl, in Kirchstein

begraben (Grabstein in der Portalvorhalle). Dies

spricht dafür, dass sie Lampoding als Witwensitz

hatte.

1514 erfolgt die Übergabe des Besitzes an „Hans

Gold von Lampoding“ (Grabstein im Kreuzgang

der Laufener Stiftskirche) und eine zeitgemäße Umgestaltung

und Erweiterung zu einer Vierseitanlage

mit Ecktürmen.

1547 Eustachius Gold erbaut eine Hauskapelle, deren

Altarraum als Erker ausgebildet ist. Eine bildliche

Darstellung des Schlosses vermittelt noch das

Fresko an der östlichen Außenwand der Kirche

Kirchstein.

1577 Johann Christoph Perner. Sein Grab befindet

sich im Chorraum der Kirche Kirchstein.

1631 Übergabe des „adelichen Süz“ an Christoph

Graf von Lodron. Das Wappen mit den Lodronschen

Wappen „Löwe mit dem Brezelschweif“

befindet sich heute am Haus des ehemaligen

Unterwirts in Lampoding, früher wohl am Schlosseingang.

1829 Für den teilweisen Neubau der Sakristei der

Kirche Kirchstein gibt der Hofmarksherr Graf Lodron

die Steine der abgebrochenen Schloss- oder Zwingermauer

kostenlos ab.

1835 erwirbt Joseph Ernst von Koch-Sternfeld das

Schloss und beklagt sich über den heruntergekommenen

Zustand.

1850 erfolgt der Verkauf an die Witwe Maria Kerner

mit der Auflage, das alte ehrwürdige Schloss in seinem

Bestand zu belassen.

1853 heiratet die Witwe Kerner den Georg Kerbl.

Alsbald begann nun die Zerstörung des Schlosses,

um den längst besprochenen Schatz, der nach

der Sage im Schloss vergraben sei, zu heben. Die

Abbrucharbeiten gingen rasch voran. Im gleichen

Jahr heißt es bereits im Steuerkataster unter Haus

Nummer 1: „Schlossrest, Schlossruine, Getreidekasten,

Wagenremise, Back- und Waschhaus und

Gesamtgrund von 7,5 Tagwerk“.

„Die Käuferin, abermals Witwe, war wieder nach

Lampoding gezogen und hatte sich in der ehemaligen

herrschaftlichen Stallung eine Wohnung eingebaut“

- so Koch-Sternfeld. Sicher war es für den

alten, ehemaligen Schlossbesitzer schmerzlich, von

Tittmoning aus das Zerstörungswerk mitzuverfolgen.

Seite 39


Aus dem Vereinsleben

Was erinnert uns heute noch an das Hofmarkschloss?

Heute ist vom Schloss Lampoding nur noch die ehemalige Schlosskapelle erhalten.

Die Eichet- oder Loretokapelle wurde vom Hofmarksherrn Hieronymus Joseph Graf von Lodron im Jahre

1731 östlich der Schlossanlage erbaut.

Die einzige Ansicht vom Schloss ist das Fresko an der Ostseite der Kirche Kirchstein aus dem 18. Jahrhundert.

Das Wappen der Grafen Lodron am Gebäude des ehemaligen Unterwirts (Dorfstraße 34) in Lampoding

war vermutlich früher am Schlosseingang angebracht.

Die Grafen Lodron waren von 1632 bis 1835 Besitzer des Hofmarkschlosses. Heute sind die Lodronhalle

und der Lodronweg nach den langjährigen Besitzern benannt.

Text & Bilder: Verein für Heimatpflege Kirchanschöring - Lampoding

Fundsachen bei den Ausgrabungen 2020

Zusammengefügte Keramikteile einer Milchschüssel (19. Jahrhundert)

(Foto: Heimatverein)

Reste eines Kachelofens aus dem 19. Jahrhundert - westlich des Eingangs gefunden

(Foto: Johann Wagner)

Seite 40

Fundamente eines Vorgängerbaues von Schloss Lampoding

(Foto: Heimatverein)

Westlicher Eingangsbereich zum Schloss.

Feldsteinpflaster mit Einfassung aus Rotmarmor.

(Foto: Heimatverein)


Aus dem Vereinsleben

Luftbildaufnahme vom Fundort (Foto: Unterhauser)

Uraufnahmeblatt von 1817, Lageplan Schlossanlage

Seite 41


Von anderen Stellen

Wasserzähler bitte selbst ablesen!

Die Achengruppe bittet um um Ihre Mithilfe:

Wir benötigen den Stand Ihres Wasserzählers.

Aufgrund der Covid-19-Problematik bitten wir Sie, Ihre

Wasserzählerstände im Zeitraum vom

01.08.2020 –-

16.08.2020

selbst abzulesen und wie folgt mitzuteilen:

Telefon 08685/7074

Fax: 08685/7050

E-Mail georgine.kranick@achengruppe.de

Internet www.achengruppe.de

!

Vielen Dank.

Tipps der Energieagentur Südostbayern

Energetisch Sanieren hilft dem Klima

Auf Gebäude entfallen etwa 35 Prozent des Energieverbrauchs in Deutschland. Rund zwei Drittel aller Wohngebäude

wurden errichtet, bevor es Vorschriften zur Energieeinsparung in Gebäuden gab. „Daher bieten

energetische Sanierungen in diesem Bereich enorme Potenziale, die Klimaschutzziele zu erreichen“, so die

Energieagentur Südostbayern und die Verbraucherzentrale Bayern.

Energetische Einsparpotenziale

Viele Gebäude weisen zu wenig Wärmeschutz auf bei

Außen- und Kellerwänden, Dachfl ächen sowie Fenstern.

Auch die Heiztechnik hat oft großes Verbesserungspotenzial.

Bei vielen Anlagen geht unnötig Wärme im Heizungskeller

und über den Schornstein verloren. Und wenn Rohre nicht

richtig oder überhaupt nicht gedämmt sind, lässt sich meist

durch nachträgliche Dämmung zusätzlich Energie sparen.

Sanierungsanlässe nutzen

Wer die Renovierung seines Hauses etwa wegen Putzschäden

ins Auge fasst, sollte solche Sanierungsanlässe gleich

für nachträgliche Wärmedämmung nutzen. Gerüst, Putz und Farbe sind ohnehin notwendig und die Kosten

für die Wärmedämmung fallen dann anteilig geringer aus. „Wer eine neue Heizungsanlage benötigt, sollte

sofort von Öl und Gas auf erneuerbare Energien umstellen. Denn die für 2021 angekündigte CO 2

-Abgabe

wird Heizöl und Erdgas teuerer machen“, betonen die Energieexperten.

Foto: energie- & umweltzentrum allgäu (eza!)

Seite 42


Von anderen Stellen

Saisonstart für Solarthermie - Förderungen nutzen!

Eine solarthermische Anlage gewinnt Wärme aus Sonnenlicht - ohne Brennstoff sowie ohne Emissionen und

wird vom Staat attraktiv gefördert.

Wer eine Solarthermie-Anlage auf dem Dach installiert hat, kann schon jetzt in der Übergangszeit die Nutzung

des Heizkessels im Keller reduzieren und wertvollen Brennstoff sparen. „Die Solarthermie ist eine bewährte, umweltfreundliche

Technologie, um die Kraft der Sonne zu nutzen. Ein paar Dinge müssen allerdings beachtet

werden, damit sie ihr volles Potenzial zeigen kann“, so Gerhard Marx von der Energieagentur Südostbayern

GmbH. Pro Person empfehlen Experten zwischen einem und zwei Quadratmetern Kollektorfläche bei Solarthermie-Anlagen

zur Warmwasser-Bereitung. Die Solaranlage und der Pufferspeicher fallen entsprechend

größer aus, wenn zusätzlich die Heizung damit unterstützt wird.

Auch bei der Ausrichtung ist der Zweck der Solaranlage zu beachten - bei reiner Warmwasserbereitung ist die

Ausrichtung nach Südost / Südwest optimal und es genügt eine relativ flache Dachneigung. Mit Heizungsunterstützung

ist eine steilere Neigung und eine gute Südausrichtung von Vorteil, um die tieferstehende Frühjahrs-

bzw. Herbstsonne besser zu nutzen.

Der Optimierungsbedarf bei bestehenden Anlagen ist hoch

Ein Großteil der bereits installierten Anlagen verfügt nicht über einen Wärmemengenzähler, womit ihre

Effizienz nur eingeschränkt überprüft werden kann. Bis zu 75 % der Solarthermie-Anlagen laufen in einem unbefriedigenden

Zustand, da sich viele Anlagenbesitzer gegen einen Wartungsvertrag entscheiden und so

Störungen oder Totalausfälle lange unbemerkt bleiben. Eine einfache Funktionskontrolle ist, den Heizkessel im

Sommer auszuschalten. In dieser Zeit sollte jede Solaranlage das Trinkwasser ausreichend erwärmen können.

Geld vom Staat nutzen

Durch das Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung ist die staatliche Förderung für die Installation

einer Solarthermie-Anlage wie auch für die Optimierung der Heizungsanlage noch attraktiver geworden.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert solarthermische Anlagen mit bis zu 30 % der

förderfähigen Kosten - ebenfalls über die BAFA lässt sich die „Heizungsoptimierung“ mit dem richtigen Einstellen

der gesamten Heizanlage fördern.

Heutzutage sollte eine Solarthermie-Anlage umgerüstet werden, um auch „heizungsunterstützend“ zu laufen,

damit gerade in der Übergangszeit ein Teil der Heizenergie emissionsfrei von der Sonne erzeugt wird. Diese

Umrüstung wie auch die Optimierung der Heizungsanlage wird von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

mit bis zu 20 % gefördert.

Foto: energie- & umweltzentrum allgäu (eza!)

Für Fragen steht die Energieagentur Südostbayern GmbH

mit der kostenlosen und neutralen Energieberatung den Bürgerinnen und Bürgern

der Landkreise Berchtesgadener Land und Traunstein gerne zur Verfügung.

Die Energieberatung findet aktuell nur telefonisch statt.

Info und Anmeldung unter Tel.: 0861 / 58 70 - 39.

Das Team der Energieagentur freut sich auf die Beratung.

Weitere Informationen gibt es auch unter

www.energieagentur-suedost.bayern

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Von anderen Stellen

Die Salzachklinik informiert

Neuer Internist und Gastroenterologe Dr. med. Matthias Buchhorn

Dr. Buchhorn ist in Traunstein aufgewachsen, wo

bereits sein Vater als Internist tätig war. 2007 begann

er seine Tätigkeit im Klinikum Traunstein. 2016

wurde er Oberarzt in der gastroenterologischen

Abteilung von Chefarzt Dr. Kreuzmayr. Schwerpunkte

seiner Arbeit waren u.a. die Erkrankungen

der Leber und Tumorerkrankungen der Verdauungsorgane.

Im Darmkrebszentrum des Klinikums

Traunstein war Dr. Buchhorn lange Jahre als Koordinator

tätig.

„Jetzt ergreife ich die Möglichkeit, in der Salzachklinik,

einem kleineren Krankenhaus mit großem

Potential, eine moderne Gastroenterologie zu

übernehmen und weiterzuentwickeln“, erklärte Dr.

Buchhorn. „Ich freue mich darauf, mit meinen neuen

Kollegen und einem freundlichen, motivierten

Pfl egeteam moderne und menschliche Medizin zu

praktizieren.“

Anfang April begrüßte das Ärzte- und Pfl egeteam

der Salzachklinik Fridolfi ng Dr. med. Matthias Buchhorn

als neuen Belegarzt. Der Traunsteiner stellte

sich als neuer Internist und Gastroenterologe vor.

Dr. Buchhorn ist zum 1. April in die Gemeinschaftspraxis

von Dr. Hüller und Dr. Neubauer eingetreten,

wo er Sprechstunden und Ultraschalluntersuchungen

anbietet.

In der Endoskopie der Salzachklinik übernimmt er

die Magen- und Darmspiegelungen und betreut

als Belegarzt Patienten, bei denen eine stationäre

Therapie im Krankenhaus nötig ist.

Endoskopie in Coronazeiten

Aufgrund der Corona-Pandemie ist die Salzachklinik

für Besucher geschlossen.

Damit trotzdem Magen- und Darmspiegelungen

durchgeführt werden können, leitet eine

veränderte Wegführung diese Patienten zu

einem hinteren Eingang um, wo sie einzeln

vom Personal eingelassen werden.

So schützt die Salzachklinik ihre ambulanten

und stationären Patienten.

Seite 44


Von anderen Stellen

Musikunterricht in Kirchanschöring

Die Instrumental- und GesangspädagogInnen der Musiklehrervereinigung e.V. unterrichten auch vor Ort in

Kirchanschöring. Angeboten werden alle gängigen Instrumente sowie Gesang, musikalische Früherziehung

sowie Bläser- und Streicherklassen.

Die Gemeinde Kirchanschöring unterstützt den Musikunterricht und trägt in Form einer Beihilfe einen Teil der

Unterrichtskosten.

Vereinbaren Sie kostenlos und unverbindlich eine Schnupperstunde

unter 0800 / 000 5795 ( Mo. - Do. von 9:00 - 11:00 Uhr und 15:00 - 18:00 Uhr)

oder kontaktieren Sie uns unter buero@musiklehrervereinigung.de.

Weitere Infos zu unserem Angebot fi nden Sie auch unter www.musikehrervereinigung.de.

Wir erheben keinen Gastschulbeitrag und keinen Erwachsenenzuschlag.

Seite 45


Von anderen Stellen

Spende fürs Haus der Begegnung

Viele engagierte Näherinnen sind derzeit damit beschäftigt einen Mund-Nasen-Schutz für die Bevölkerung

zu nähen. Darunter auch Rosmarie Jäger und ihre Tochter Babsi. Den Spendenerlös dieser

Masken haben die beiden den Mietern des „Haus der Begegnung“ zukommen lassen.

Durch diese Spende wurden die Mieterinnen am Muttertag überrascht, indem ein junger Ziachspieler

für gemütliche Stunden sorgte und ihnen ein paar Ständchen darbrachte.

Außerdem hatten die Mitarbeiter die Räume mit wunderschönen Blumen liebevoll dekoriert und

verwöhnten die Senioren unter anderem mit leckeren Herz-Torten.

Dieser Muttertag war zwar ein anderer, aber durch den Einsatz vieler lieber Hände doch ein sehr schöner!

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Von anderen Stellen

An andere denken, heißt Freude schenken

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Von anderen Stellen / Unsere Jugend

Danke an alle Menschen, die die Welt in dieser Zeit schöner machen!

Foto: Simone Schulmeister

KuBa - Kultur im Bahnhof Anschöring

Wir erinnern uns gut zurück, an den 13.3.2020, das war jener Freitag, als wir kurzfristig das FIFA-Turnier absagen

mussten, 35 Teilnehmer zwischen 10 und 35 Jahren blieben zu Hause, Tränen flossen. Und das war nur der

Anfang. Nach 15 Jahren in Folge, kein „Im Grünen“ im Juni.

Am schmerzhaftesten, weil schon viele Menschen viel investiert hatten: Der kommende Veranstaltungs-

Dreischlag mit „PLATTENABEND“, dem Musikprojekt „ANSCHÖRING MUKKT AUF“ und der Nacht der Musik mit

BARI COMICS und REVEREND STOMP. Das wäre er gewesen, der Paukenschlag pünktlich zum Frühlingsbeginn

um die Ausrichtung der „KuBa“ zu festigen. Bühnenveranstaltungen, Livekultur, Nachtkultur – für alle Menschen.

Und nun? Streunen wir alleine durchs KuBa, wartend. Was haben wir geschmollt und geschimpft, wo der

Stein grad so richtig im Rollen war. Außerdem: is ja auch bescheiden, wenn plötzlich tote Hose ist, vor allem

für junge umtriebige Menschen. Allerdings sind wir uns bewusst, dass wir in einer bequemen Position sind. Wir

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Unsere Jugend

hängen nicht mit privater Kohle oder ähnlichem drin, das unterscheidet uns von anderen Kulturstätten, denen

da Wasser bis zum Hals und drüber hinaus steht, bei den miesen Perspektiven in diesem Gewerbe. Wir sind nur

ein wenig ungeduldig, oder schon so vorfreudig?

So nutzen wir aktuell die Zeit, um das KuBa zu präparieren

für alles Kommende. So haben wir die Bühne auf den Stand

einer professionellen, sehr schnuckligen Kleinkunstbühne gebracht

und fi x integriert.

Außerdem haben wir technisch etwas nachgerüstet, um alle

Art von Kunst in Zukunft drinnen als auch open air eine Bühne

zu bieten. Die Acts beim „Im Grünen Weihnachtsmarkt“ waren

also nicht das letzte Konzert open air.

In der Zeit, in der wir gewerkelt haben, sind uns vor der Tür

immer wieder einige Leute begegnet, „Wann macht´s euren

Laden endlich wieder auf?“ oder „Des werd aber scho alles

nachghoit, was jetz ausgfoin is, oder?“.

Den Zuspruch und das Vertrauen verschiedenster Menschen bewegt uns. Auch die Unterstützung, die wir

schon immer erfahren haben, war ein entscheidender Faktor, dass es so war, wie es eben war bisher. Deshalb

werden wir nicht müde zu betonen: Wir sehen das „KuBa“ als Plattform. Wer etwas machen will, ein Buch

vorlesen, für und mit anderen kochen, einen Workshop halten oder sich einfach nur gern mit engagieren will,

kommt auf uns zu, ihr seid mehr als erwünscht. Es gibt nichts Gutes,

außer man tut es!

Und noch was möchten wir loswerden: Wir haben es am eigenen

Leib erfahren, wie unglaublich gut es uns geht, selbst in Zeiten einer

Krise. Die Lebensqualität bleibt überdurchschnittlich hoch. Aber,

sie leidet trotzdem. Und das gehörig, weil Isolation, ein Leben ohne

Körperkontakt, ohne Freundeskreise, ohne Reise, nicht unserem

Naturell als Menschen entspricht.

Wie sehr haben uns die öffentlichen Plätze und Stätten schon gefehlt,

die ein unter Leute sein ermöglichen. Ein lockerer Plausch mit

Freunden, der Zauber einer neuen Begegnung, ein kurzer Flirt, einen

Streit von Angesicht zu Angesicht beseitigen können, zusammen

lachen und nicht zuletzt mal wieder richtig die Sau rauslassen,

singen, tanzen, schreien, schwitzen. All das fehlt.

Unterm Strich kommt aus unserer Sicht nur ein Ergebnis bei der

ganzen Sache raus. Unser Verzicht ist vorübergehend.

Es geht gerade um Bewusstsein, für sich, für sein nahes Umfeld

und für die Zeit danach. Denn die wird kommen. Und da

sollten wir uns wieder in die Arme fallen und den Fokus auf

das legen, was uns verbindet, uns zum Lachen bringt, ebenso

auf das was uns unterscheidet, wo wir anderer Meinung sind,

das macht Vielfalt und eine angenehme Lebenskultur aus.

Nur spalten sollten wir uns nicht lassen.

Auf Bald, die KuBa_ner

PS: Sobald sich etwas tut, erfahrt ihr es übers KuBa_Magazin, über facebook, instagram oder hoffentlich von

jemandem, der euch davon erzählt!

Text: Bruno Tschoner / Fotos: Michi Berger

Seite 49


Impressum

Verantwortlich im Sinne des

Pressegesetzes:

1. Bürgermeister Hans-Jörg Birner

Koordination: Petra Obermeier

Das Amtsblatt mit den offiziellen Veröffentlichungen

ist die Südostbayerische Rundschau

Satz und Layout: Petra Obermeier

Korrektur: Juliane Reising

Gemeinde Kirchanschöring,

Rathausplatz 2

Druck: OH Druck GmbH, Laufen

Abgabeschluss

für die nächste

Ausgabe ist der

1. Juli 2020

gedruckt auf Recyclingpapier aus 100 % Altpapier

Seite 50


Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Der Bürgermeister informiert

Kommunalgremien 2020 - 2026

Vorstellung der neuen Gemeinderäte

Was steht an?

Ökomodellregion & ILE

Klimawandel & heimischer Garten

Fit in den Frühling

Erzeuger - Bioöle und Biosenf

Seite 3

Seite 5

Seite 13

Neues aus der Gemeindeverwaltung

Problem Hundekot

Ferienprogramm muss leider ausfallen

Freizeitpässe in diesem Jahr kostenlos

Fundamt

Gratulationen

Geburten & Sterbefälle

Plakataktion

Einführung der Biotonne im Landkreis TS

Sozial- und Rentenversicherungsamt

Altersrente und Zuverdienst im Jahr 2020

Höhere Renten in der „Grünen Branche“

Fahrdienste

Seite 15

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Seite 22

Seite 25

Seite 27

Seite 27

Seite 27

Seite 28

Seite 29

Seite 30

Seite 31

Seite 32

Seite 33

Seite 33

Von Bürgern für Bürger

Stellenanzeigen Seite 34

Neues aus dem Kindergarten

Kindergarten in der Coronazeit Seite 35

Aus dem Vereinsleben

Aktion „Wir vermissen euch“

Baumschneidekurs der Gartenbauvereine

Alternativer Tag der Vereine

Das Lampodinger Schloss und die Lampodinger

Von anderen Stellen

Wasserzähler bitte selbst ablesen

Tipps der Energieagentur

Dr. med. Matthias Buchhorn Salzachklinik

Musikunterricht in Kirchanschöring

Spende fürs Haus der Begegnung

An andere denken, heißt Freude schenken

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Seite 38

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Seite 47

Unsere Jugend

KuBa - Kultur am Bahnhof Seite 48

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Veranstaltungskalender

Aufgrund der aktuellen Situation können wir den Veranstaltungskalender nur unter Vorbehalt abdrucken.

Bitte informieren Sie sich darüber, ob die einzelnen Veranstaltungen wirklich stattfinden.

Sollten aufgeführte Termine nicht stattfinden, oder neue Termine dazukommen,

bitte immer in der Gemeinde bei Sophia Reitschuh melden, damit der Veranstaltungskalender aktuell bleibt

Tel.: 08685 / 77 939 - 28

reitschuh-sophia@kirchanschoering.de

Sa, 20. Juni

So, 21. Juni

So, 21. Juni

Sa, 27. Juni

Sa. 27. Juni ab 13:00 Uhr

So, 5. Juli um 11:00 Uhr

Di, 14. Juli ab 19:00 Uhr

Mi, 15. Juli, 16:00 - 20:00 Uhr

Sa, 18. Juli ab 15:00 Uhr

So, 26. Juli um 14:00 Uhr

Vereinsausflug (DAV)

Königsfischen (Fischerverein)

Kindergarten- und Pfarrfest Kirchanschöring

Ausflug (Gartenverein Kirchanschöring)

SVK Siloking-Cup (SVW Burghausen, TSV Buchbach, TSV 1860 München U21,...)

Bergmesse auf der Laufener Hütte (DAV)

Blasmusik zum Feierabend in Wolkersdorf (Blaskapelle)

Blutspenden in der Schulaula

Sommerfest in Kühnhausen (Wasserwacht)

Seeschwimmen Wasserwacht (AWT: 2. August)

Do, 13. August Fotoausstellung in der Schule (Heimatverein) auch: 14., 15., 22., 23.08.

Sa, 15. August

Sa, 22. August

Sa, 29. August ab 6:00 Uhr

So, 13. September

Sa, 19. September

So, 20. September um 14:30 Uhr

So, 20. September ab 9:00 Uhr

Fr, 25. September um 20:00 Uhr

Weißwurstfrühstück bei der Alten Schule (PGR Kirchstein)

Sommernachtsfest (Feuerwehr Lampoding)

Edelweiß Bergmarsch 2020 Wagendrischlhorn (GebJgRK Wolkersdorf)

Herbstfischen Fischerverein

Feuerwehrausflug (Feuerwehr Lampoding)

Bunter Nachmittag im Pfarrsaal (Gesang- und Musikverein)

Gebirgspreisplattln Kinder und Jugend in der Lodronhalle (GTEV)

JHV beim Rothlerwirt (Schützenblut)

Sa, 26. September, 13:00 - 17:00 Uhr Flohmarkt am alten Lagerhaus

Do, 8. Oktober

Do, 15. Oktober um 19:30 Uhr

So, 18. Oktober

Sa, 24. Oktober

So, 25. Oktober

Oktoberrosenkranz und Herbstversammlung beim Meisterfranzl (KFD)

Herbstversammlung beim Meisterfranzl (Gartenbauverein Lampoding)

Rauschberg Gedenkfeier (GebJgRK Wolkersdorf) - 9:00 Aufstieg Laubau

Herbstversammlung (Trachtenverein)

Skibasar in der Schulaula

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