St. Josefsheim Kurier Ausgabe 2 / 2020

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St. Josefsheim Kurier

Ausgabe 2 / 2020


Inhaltsverzeichnis

Vorwort S. 03

Gedicht S. 04

Heilige Ostermesse S. 05 - 07

Ein Bewohner stellt sich vor S. 08 - 09

Rezept S. 10

Florence Nightingale S. 11 – 13

Fenster- und Gartenkonzerte I S. 14 - 15

Neues Corporate Design S. 16 – 17

Social Media S. 18

Ausbildung in der Pflege S. 19 – 22

Wir danken der Gemeinde S. 23

Fenster- und Gartenkonzerte II S. 24 – 25

Geschenke der Stiftung 1. FC Köln S. 26

Hofkonzert S. 27

Neuer Mitarbeiter (Hr. Meier) S. 28

Rätsel S. 29

Heute schon gelacht? S. 30

Impressum S. 31

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Vorwort

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die letzten Wochen haben uns gezeigt, wie alles anders werden kann.

Unsere selbstverständliche Sicherheit und Freiheit zerbröselt in unseren

Händen, vieles was gestern noch sicher und klar war, ist heute ganz

anders.

Unsere Freiheit zu reisen, zu kaufen und zu konsumieren ist stark

beschränkt, selbst unsere Freizeitmöglichkeiten sind stark eingeschränkt.

Wenn mir das jemand vor 10 Wochen gesagt hätte, ich hätte es nicht für

möglich gehalten.

Die Chance dieser Krise liegt darin, endlich zu verstehen, dass es nicht

immer so weiter gehen konnte wie bisher: immer weiter, immer mehr,

immer größer, immer billiger.

Nutzen wir die Zeit und die neuen Freiräume, überprüfen wir unsere Werte

und lernen wir mit weniger zufrieden zu sein, weniger unnütze Dinge zu tun

und Rücksicht zu nehmen. Auf unsere Gesundheit und die anderer

Menschen, auf unsere Welt und unser Klima, auf die Menschen auf allen

Kontinenten und auf die Gerechtigkeit in der Welt.

An dieser Stelle möchte ich mich aber auch ganz besonders bei allen

engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für

den Einsatz bedanken sowie bei allen Menschen,

die uns durch zugesandte Briefe, gemalte Bilder,

selbstgenähte Mund-Nasenschutz-Masken,

gespendete Süßigkeiten usw. solidarisch zur Seite

stehen.

Ebenfalls möchte ich mich bei allen Angehörigen

bedanken, dass Sie für die bestehenden

Einschränkungen und Schutzmaßnahmen

Verständnis aufbringen.

Bleiben Sie alle gesund,

Herzliche Grüße

Ihr Holger Mersch

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Gedicht

Norbert van Tiggelen

Der Juni lässt den Sommer leben,

Schmetterlinge lieblich schweben.

Sonnenbad auf grünem Rasen,

Pollen kitzeln in den Nasen.

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Heilige Ostermesse

Heilige Ostermesse am 12.04.2020

Besondere Zeiten erfordern besonderes Engagement, vor allem, wenn es

um unsere heilige Ostermesse geht.

Aufgrund der SARS-CoV-2 Pandemie-Bestimmungen konnte sie in diesem

Jahr nicht wie gewohnt stattfinden.

Umso dankbarer waren wir, als wir vom Erzbistum Köln die Möglichkeit

erhielten, einen Ostergottesdienst auf der Terrasse abhalten zu dürfen.

Schnell fand sich Herr Pfarrer Thillainathan, der bei der Diözesanstelle das

Berufspastoral leitet. In einem kurzen Vortreffen machte er sich mit unserer

Einrichtung bekannt und schaute sich die baulichen Gegebenheiten an.

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Unserer Ostermesse stand nun nichts mehr im Wege.

Feierlich wurde die Eucharistiefeier vollzogen. Im Anschluss segnete

Pfarrer Thillainathan die Osterkerzen für alle Bewohner und Mitarbeiter.

Unsere Bewohner trafen sich zu der Feier in den Tagesräumen oder

nahmen von ihren Zimmern

aus teil.

Abgerundet wurde diese

schöne Feier durch die

musikalische Unterstützung

von 2 Trompetern, 1 Posaunist

und 1 Hornist.

Vielen Dank für diesen

einmaligen und feierlichen

Vormittag.

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Unsere Bewohner stellen sich vor

Herr Franz Weber

Liebe Leserinnen und Leser,

ich wurde am 09.07.1936 in Gamlen im

Kreis Cochem geboren und wuchs mit

sechs weiteren Geschwistern auf. Nach

der Volksschule besuchte ich eine Zeit

lang die Landwirtschaftsschule. Ich

beendete meine Schulausbildung ohne

Ausbildungsberuf. 1957 ging ich nach

Köln, um dort im Unternehmen RWE zu

arbeiten.

Im Laufe meiner 35 -jährigen Tätigkeit im Betrieb durchlief ich nahezu alle

Abteilungen des Unternehmens. Da ich technisch sehr begabt war, konnte

ich in den verschiedensten Bereichen tätig sein. Ich arbeitete immer im

Wechselschicht -System.

1958 lernte ich meine spätere Ehefrau Scholastika kennen, eine gebürtige

Kölnerin aus Köln-Hürth, die zu diesem Zeitpunkt als Pflegehelferin in

einem Krankenhaus arbeitete.

1962 heirateten wir. Unsere Tochter Ulrike kam 1962 zur Welt. Unsere

kleine Familie lebte in einer Wohnung des RWE.

1964 kam unsere Tochter Birgit zur Welt. Unsere Familie zog nun zu

meinen Schwiegereltern in deren Einfamilienhaus in Hürth, welches wir bis

zu unserem Umzug in das St.Josefsheim gemeinsam bewohnt haben.

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Als die Schwiegereltern später pflegebedürftig wurden, pflegte meine Frau

sie beide bis zu ihrem Tod im eigenen Haus. Meine Frau kümmerte sich

ebenfalls um unsere beiden Töchter sowie um Haus und Garten.

Bedingt durch die Tätigkeit in Wechselschicht, nahm ich nicht an

regelmäßigen Treffen mit Freunden oder in Vereinen teil. Meine Frau und

ich lebten eher zurückgezogen im familiärem und nachbarschaftlichem

Kreis. Ich pflegte als Hobby den Garten und arbeitete am Haus. Abends

sahen wir gerne fern.

Ich interessiere mich für Fußball und verfolge gerne die Spiele des FC im

Fernsehen.

Im St. Josefsheim fühle ich mich gut aufgehoben

Mit freundlichen Grüßen

Franz Weber

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Rezept

Melonen-Radieschen- Salat mit Ziegenfrischkäse

Zutaten:

• 1 kg kernlose Wassermelone

• 1 Bund Radieschen

• 2 Schalotten

• 1/2 Bund Minze

• 1 Kästchen Kresse (z. B. Rucolakresse)

• 200 g Ziegenfrischkäse

• 3 EL Himbeeressig

• Salz, Pfeffer, Zucker

• 4 EL Olivenöl

Zubereitung:

Melone in Spalten schneiden und Schale entfernen.

Fruchtfleisch in mundgerechte Stücke schneiden.

Radieschen putzen, waschen und in dünne Scheiben schneiden.

Schalotten schälen und in feine Streifen schneiden.

Die Minze waschen, trocken schütteln, Blättchen abzupfen und evtl.

kleiner schneiden. Kresse vom Beet schneiden.

Melone, Radieschen und Schalotten mischen und auf Teller verteilen.

Den Frischkäse teelöffelweise daraufsetzen und mit Kräutern bestreuen.

Essig, Salz, Pfeffer und 1 Prise Zucker verrühren, Öl darunter schlagen.

Den Melonen-Radieschen-Salat damit beträufeln.

Guten Appetit

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Florence Nightingale

Ein Porträt zum 200. Geburtstag einer bemerkenswert modernen Frau.

„Jede Pflegende sollte darauf achten, ihre Hände tagsüber sehr häufig zu

waschen“.

Der ebenso praktische wie mitunter lebensrettende Hygieneratschlag ist

nicht von heute, sondern wurde bereits 1860 in dem Büchlein „Notes on

Nursing“ von der britischen Krankenschwester Florence Nightingale

geschrieben.

Am 12. Mai 1820 wurde Florence Nightingale geboren. Die

Weltgesundheitsorganisation WHO hat das Jubiläum zum Anlass

genommen, das Jahr 2020 zum „Jahr der Pflegenden und Hebammen“ zu

erklären.

Florence Nightingale stammt aus einer wohlhabenden Familie. Der Beruf

der Krankenschwester war für sie eigentlich nicht vorgesehen. Gegen den

Widerstand ihrer Familie war Florence Nightingale aber entschlossen ihre

Zukunft in der Krankenpflege zu suchen. In ihrer englischen Heimat hatte

öffentliche Krankenpflege keinen guten Ruf. In vielen Krankenhäusern

arbeitete man fernab jeglicher Hygiene, die jämmerlich bezahlten

Krankenschwestern kamen aus den untersten Gesellschaftsschichten.

Bei reisen durch Europa sammelte Nightingale eigene Eindrücke und

beschaffte sich Informationsmaterial. Sie hospitierte u.a. für drei Monate in

der Kaiserswerther Diakonissenanstalt bei Düsseldorf und lernte dort, wie

man Wunden versorgt, Medikamente zubereitet und bei Operationen hilft.

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1853 ist das Jahr, in dem der Krimkrieg beginnt. Eine militärische

Auseinandersetzung, in die auch Großbritannien mit einbezogen wird. Mit

38 Krankenschwestern macht sich Nightingale auf den Weg an die Front

und was sie dort vorfinden ist grauenvoll. Es gibt keine Gefäße für Wasser,

weder Seife noch Handtücher oder Hospitalkleidung. Die Verwundeten

liegen in vor geronnenem Blut steif gewordenen Uniformen im Dreck.


Florence Nightingale packt an. Gemeinsam mit den Krankenschwestern

wurden die Krankenzimmer von Grund auf gereinigt, eine Küche für

Krankenhauskost in Betrieb genommen, neue Kleidung organisiert und

eine Wäscherei aufgebaut. Es wurden täglich viele Verbände angelegt und

komplizierte Brüche behandelt. Für das Kriegsministerium verfasste

Nightingale einen über 800 Seiten starken Bericht über Versäumnisse im

Militärsanitätswesen. Sie kam zu dem Schluss, dass durch die mangelhafte

Hygiene siebenmal mehr Menschen gestorben sind, als durch die

eigentlichen Verletzungen.

Wieder zurück in der Heimat verfasst Nightingale mehr als 200 Bücher und

Berichte. Sie beschäftigt sich mit der Architektur von Krankenhäusern und

der Gesundheitsfürsorge.

Die „Notes of Nursing“, die Anmerkungen zur Krankenpflege, bleiben unter

all ihren Büchern der Bestseller.

Bereits 1860 hat, mit Hilfe eines Spendenfonds, in London die „Nightingale

School of Nursing“ ihre Arbeit aufgenommen. Hier wird seitdem das

„Nightingale`sche System“ praktiziert, was der Namensgeberin vorschwebt:

eine Ausbildung auf höchstem Niveau durch erfahrene Pflegekräfte.

Ganz nach dem Credo von Florence Nightingale: „Krankenpflege ist keine

Ferienarbeit. Sie ist eine Kunst und fordert, wenn sie Kunst werden soll,

eine ebenso große Hingabe, eine ebenso große Vorbereitung, wie das

Werk eines Malers oder Bildhauers. Denn was bedeutet die Arbeit an toter

Leinwand oder kaltem Marmor im Vergleich zu der am lebendigen Körper,

dem Tempel für den Geist Gottes?“

Florence Nightingale gilt als Pionierin. Sie hat die Krankenpflege

revolutioniert Die heutige Ausbildung zur Pflegefachfrau / zum

Pflegefachmann basiert unter anderem auf dem Wissen von Florence

Nightingale.

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Gartenkonzerte I

Gitarrenkonzert am 25.04.2020

Am 25.04.2020 besuchten uns „@ THE DANDYS“ und verwöhnten unsere

Ohren mit Oldies, die sie auf ihren Gitarren spielten.

Unsere Bewohner und Mitarbeiter wiegten sich im Takt und genossen die

Abwechslung zum Alltag sehr.

Ein besonderer Dank geht an Hr. Manfred Broich (Zurich Generalagentur),

der uns durch seine finanzielle Unterstützung, dieses einmalige Konzert

ermöglicht hat.

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„Wolli’s Holliewald“

versüßte den Nachmittag

mit kölschen Klängen.

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Neues Corporate Design 2020

Die Stiftung der Cellitinnen hat in den vergangenen Jahren an einem neuen

Erscheinungsbild gearbeitet und das Corporate Design neu entwickelt. Die

Kölner Krankenhäuser haben die neue Markenwelt übernommen.

Das Stiftungslogo hat sich demnach wie folgt geändert:

Namensänderungen bei der MARIENBORN

MARIENBORN betreibt eine Vielzahl von sogenannten „Vollstationären

Pflegeeinrichtungen“. Wie soll man sie nennen? Pflegeheim, Altenheim,

Altenzentrum, Pflegezentrum?

Für manchen bedeutet „Heim“ etwas Positives, wie Zuhause oder Heimat.

Andere verbinden damit eher etwas Negatives.

MARIENBORN hat sich dazu entschieden, oben genannte Bezeichnungen

völlig zu vermeiden. Seit dem 1. Januar 2020 heißen die Einrichtungen z.

B. St. Elisabeth MARIENBORN Pflege, St. Josefsheim MARIENBORN

Pflege usw.

Für den Klinikbereich mit Tageskliniken und Instituts-Ambulanzen heißt es

jetzt z. B. MARIENBORN Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie

oder MARIENBORN Ambulanz.

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Ein exemplarisches Beispiel zur Veranschaulichung:

Das Weglassen der oben erwähnten Begrifflichkeiten „Pflegezentrum“

„Altenzentrum“, „Altenheim“ führt konsequenter Weise auch zu einer

Namensumstellung auf unseren Webseiten, den dazugehörigen Domains

und Emailadressen und allen anderen Kommunikationsmedien.

Auch der bisherige „Wohnverbund der MARIENBORN gGmbH“ wurde

umbenannt und heißt jetzt MARIENBORN Behindertenhilfe.

Dies auch vor dem Hintergrund, dass die Hilfen für Menschen mit

Behinderungen wesentlich mehr darstellen, als nur Wohnraum anzubieten.

Verschmelzung der MARIENBORN mobil gGmbH mit MARIENBORN

Es kommt zusammen was zusammengehört!

Aus gesellschaftsrechtlichen und aus Flexibilitätsgründen ist die

MARIENBORN mobil gGmbH mit der MARIENBORN gGmbH zum

31.8.2019 verschmolzen.

Das ermöglicht Mitarbeitern, mit einem Arbeitsvertrag sowohl stationär als

auch ambulant eingesetzt zu werden.

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Social Media

Seit Mitte 2019 ist MARIENBORN vornehmlich auf Facebook und

Instagram vertreten. Auf Wunsch einiger Pflegedienstleitungen folgten nach

und nach auch die Pflegeeinrichtungen mit eigenen Accounts und bedienen

diese eigenständig.

Einige Beispiele dazu:

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Gut Ding braucht Weile ...

Den Schritt in die Ausbildung zu wagen ist oft mit vielen Zweifeln oder auch

finanziellen Verlusten gekoppelt. Je länger man die Entscheidung

hinauszögert, desto schwieriger wird es auch, sich

wieder auf Schule und das Lernen einzustellen.

Deswegen ist es umso schöner, wenn man dann

doch jemanden hat, der sich für die Ausbildung

entscheidet und genau diese Geschichte möchte

ich Ihnen heute schildern:

Ich stelle Ihnen Pedro Neves vor:

Pedro ist 44 Jahre alt und seit Februar 2007 im St.

Katharina in Niehl, tätig.

Bereits in seinem Schulpraktikum hatte er in seiner

Heimat Gronau Kontakt zur Pflege. Er absolvierte

danach freiwilligen Dienste, sonntags von 06:00

Uhr bis 13:00 Uhr, ohne Bezahlung.

Er arbeitete dort drei Jahre bis er sich im Alter von

17 Jahren entschloss, eine Ausbildung zum

Krankenpflegehelfer in Niedersachsen zu absolvieren.

Pedro hoffte, eine Veränderung in der Pflege zu bewirken, fand jedoch

kaum Gehör. Im Pflegehelferstatus kam er an seine Grenzen und durfte

immer weniger durchführen. Ihm wurde vermittelt, dass er als Pflegehelfer

nicht das nötige Wissen hat, um etwas verändern zu können.

Enttäuscht, fasste er den Entschluss der Pflege den Rücken zu kehren und

führte eine Umschulung zum technischen Zeichner für Maschinen- und

Anlagenbau durch.

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Schnell merkte er, dass er die Arbeit in der Pflege vermisst und dass er

wieder in der Pflege arbeiten möchte - „manchmal braucht man den

Vergleich“, so Pedro. Er hat den Kontakt zu den Menschen vermisst.

Er entschloss, sich bei MARIENBORN zu bewerben und gilt als einer der

„Mitarbeiter der ersten Stunde“ in St. Katharina, welches 2007 eröffnet

wurde.

Schnell konnte er mit seinen Qualitäten überzeugen und wurde fester

Bestandteil der Einrichtung. Insgesamt 12 Jahre arbeitete er als fleißiger

Krankenpflegehelfer und wurde gefördert.

Zuletzt hat er den Posten des Sicherheitsbeauftragten in der Einrichtung

erhalten. Seine Aufgabe führt er sehr gewissenhaft durch.

Gedanklich wollte Pedro schon immer eine Ausbildung zur Fachkraft

absolvieren, jedoch gab es immer wieder Gründe es nicht zu tun.

Nicht zuletzt die Geldeinbußen. Zwar verdienen unsere Auszubildenden im

ersten Ausbildungsjahr ca. 1.200 Euro brutto, jedoch war dies nicht genug,

um sich den erarbeiteten Lebensstandard zu erhalten.

Seit einigen Jahren gibt es für Arbeitnehmer eine Möglichkeit eine

Ausbildung zur Fachkraft ohne Geldeinbußen zu absolvieren. Dazu bedarf

es bestimmte Voraussetzungen. Es erfolgt ein Antrag bei der

Bundesagentur, das ganze verbunden mit einer Menge Schriftverkehr.

Außerdem müssen die Bewerber einen psychologischen Test bestehen.

Ein Aufwand, der sich lohnt, wenn man als langjähriger Pflegehelfer die

Ausbildung zur Fachkraft machen möchte. Sich fundiertes Wissen

anzueignen, Verantwortung zu übernehmen und tatsächlich etwas in der

Pflege verändern zu können, sind gute Gründe die Ausbildung zu machen.

Pedro hatte große Angst, als es konkreter wurde. „Was ist wenn der Antrag

nicht bewilligt wird?“ „Wie ist es wieder in der Schule zu sein?“ „Kann ich

alles umsetzten, was mir beigebracht wird?“ „Schaffe ich die Klausuren?“

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Umso mehr freute er sich, als er die Zusage bekam und dann ging alles

sehr schnell.

Pedro hat seinen ersten Schulblock hinter sich gebracht und hatte bereits

Themen wie: Knochenstruktur und -Aufbau, die Zelle, Herz, Anatomie und

Physiologie und die Ganzkörperwaschung.

Pedro ist beeindruckt von dem Wissen, das ihm vermittelt wird. Es ist in der

Praxis nicht immer ersichtlich, welches Hintergrundwissen die Fachkräfte

tatsächlich durch ihre Ausbildung beigebracht bekommen haben.

Leider gab es im ersten

Praxisblock von Pedro

als Auszubildender, die

eine oder andere

Schwierigkeit in der

Umsetzung: Zum einen

ist der Rollenwechsel

sehr schwierig, wenn

man plötzlich „nur“

Auszubildender ist. Auf

der anderen Seite hat

sich bereits vieles

eingeschlichen, was

möglicherweise nicht

richtig war. Deshalb

benötigte Pedro bei der pflegerischen Versorgung manchmal mehr Zeit, um

es „richtig“ durchzuführen. Plötzlich werden bestimmte Arbeitsabläufe

hinterfragt oder es erfolgt während der Durchführung der Moment, bei dem

einiges bewusster wahrgenommen wird.

Ein klassisches Beispiel dafür sind die verschiedenen Waschrichtungen: Es

gibt eine beruhigende Waschung (mit der Haarwuchsrichtung) und eine

aktivierende Waschung (gegen die Haarwuchsrichtung). Als Pflegekraft

entscheidet man sich beim Bewohner, für eine dieser Waschungen. In der

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Pflegeschule lernt man, wann welche Waschung angebracht ist und wenn

bei einem Krankheitsbild eine dieser Waschungen nicht durchgeführt

werden soll.

Durch diese Aspekte kann eine pflegerische Versorgung schon mal länger

dauern, als man es von ihm gewohnt ist. Und genau hier stößt Pedro auf

Widerstände im Team, bei den Kollegen, die Pedro schon lange Jahre als

Pflegehelfer kennen. Pedro muss sich immer wieder die Zeit einfordern und

bekommt Unterstützung von seiner Praxisanleitung.

Pedro weiß wofür er das macht - er möchte sein Examen in der Tasche

haben.

Auch ich habe in der Vergangenheit schon mit Pedro arbeiten dürfen. Er

war einer meiner ersten Kollegen, als ich 2011 im St. Katharina als frisch

examinierte Altenpflegerin angefangen habe. Wir haben die ein oder

andere Geschichte gemeinsam erlebt. Ich habe immer sehr gerne mit

Pedro gearbeitet, umso mehr freut es mich, dass wir nun auf diesem Wege

wieder einen engeren Kontakt zueinander haben und ich ihn in seiner Zeit

als Auszubildender begleiten darf.

Pedro hat nun seine Probezeit bestanden und kommt in jedem Praxisblock

mit neuem Wissen aus der Pflegeschule, welches er in die Praxis

umsetzten möchte. 2022 wird Pedro sein Examen machen und uns von

diesem Moment als Pflegefachkraft unterstützen.

Wer weiß, wo ihn seine Wege noch hinführen werden, vielleicht wird er

nach seiner Ausbildung einen Wohnbereich leiten, oder sich als

Praxisanleiter um weitere Auszubildende kümmern.

Glücklicherweise gibt es in der Pflege genug Möglichkeiten, sein Wissen

immer weiter zu verbessern.

Wir wünschen Pedro für seine weitere Ausbildung viel Erfolg.

Florence Harzheim, Ausbildungskoordinatorin

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Dank an die Gemeinde

Liebe Gemeinde, wir

möchten uns ganz

herzlich bei Euch für die

viele aufmunternde Post

bedanken. Eure Kinder

haben gebastelt,

geschrieben und gemalt

und unseren Bewohnern

damit Momente der

Freunde gebracht.

Wir wussten durch Eure

Post immer, dass wir

nicht allein sind, wir durchhalten sollen- und das hat uns unglaublich

motiviert!

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Gartenkonzerte II

Fenster-Dudelsack-Konzert am 26.04.2020

Am 26.04.2020 wurde unsere Terrasse zur Bühne für ein ganz besonderes

Konzert.

Die „Weilerswist and District Pipe Band” kam zu uns in die Einrichtung um

ehrenamtlich für unsere Bewohner und Mitarbeiter zu spielen.

Hr. Frank Jarsch, Fr. Alexandra Hadjian und Hr. Amin Hadjian erfreuten

uns alle mit klassischer und zeitgenössischer Musik, die uns allen unter die

Haut ging.

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Sänger der Kölner Oper

am 30.04.2020

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Geschenke der Stiftung 1. FC Köln

Vielen Dank der Stiftung des 1. FC Köln

Die Mitarbeiter und Bewohner haben sich

sehr über die Geschenke gefreut.

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Gartenkonzerte III

…mit Herrn Kamjunke

Auch Herr Kamjunke,

der uns nun schon

viele Jahren als

ehrenamtlicher

Musiker im St. Josefsheim begleitet, hat es sich zur Aufgabe gemacht, einbis

zweimal wöchentlich zu uns in den Innenhof zu kommen und für die

Bewohner zu spielen.

Er ist für uns eine Institution hier im Haus. Wenn er mit seiner Gitarre

kommt und Volkslieder für uns singt, bleibt kein Fuß unterm Tisch still. Es

wird mitgesungen und geschunkelt - einfach toll!

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Neuer Mitarbeiter

Hallo, ich bin Nico, 19 Jahre alt und

absolviere gerade ein duales

Freiwilliges Soziales Jahr im St.

Josefsheim.

Das bedeutet, dass mein FSJ nicht

nur 12 Monate dauert, sondern

insgesamt 18 Monate und ich

zeitgleich meinen

Hauptschulabschluss absolvieren

werde.

Am St. Josefsheim gefällt mir

besonders gut, dass ich hier mit so

vielen verschiedenen Menschen

arbeiten kann. Die Arbeit mit den Bewohnern macht mir besonders viel

Spaß und bei den Mitarbeitern fühle ich mich gut aufgehoben und

angenommen.

Meine Aufgaben hier in der Einrichtung sind zum Beispiel die

Einzelbetreuung von Bewohnern- ich gehe mit ihnen im Garten spazieren,

lese ihnen etwas aus tagesaktuellen Zeitungen vor oder unterstütze sie bei

der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme.

Ich erledige alltägliche Besorgungen für unsere Bewohner und habe immer

ein offenes Ohr für sie.

Ich freue mich jetzt schon auf die kommenden Monate.

Euer Nico

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Rätsel

Lösung:

SOMMERANFANG

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Schon gelacht?

In der Grundschule von Hintertupfingen sollen die

Kinder Sätze mit „Wahrscheinlich“ bilden. Kurtchen

meldet sich und sagt: „Meine Oma geht mit der ‚Times'

unterm Arm über den Hof“. „Aber da ist doch kein wahrscheinlich drin“,

kritisiert ihn die Lehrerin. „Doch, doch“, erwidert Kurtchen. „Wahrscheinlich

geht sie aufs Klo, denn Englisch kann sie nicht“.

Ein Rentner völlig aufgelöst beim Arzt: “Herr Doktor, ich hatte seit Tagen

keinen Stuhl.” Doktor: “Na dann setzen Sie sich erst mal!”

Die Stewardess verteilt im Flugzeug Kaugummi. "Das ist gut für die Ohren."

Älterer Herr nach einigen Stunden: "Können Sie mir mal sagen, wie man

das Zeug wieder aus den Ohren herausbekommt?"

Lehrerin: "Fritzchen, nenne mir bitte fünf Tiere aus Afrika?"

Fritzchen: "Zwei Löwen und drei Elefanten“

Was sagt ein Haifisch, wenn er einen Surfer sieht?

"Das ist aber nett serviert, so mit Frühstücksbrettchen."

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Impressum

Heft 2/ 2020

Herausgeber:

MARIENBORN

Luxemburger Str. 1

53909 Zülpich

www.marienborn-zuelpich.de

Druck: Berk-Druck, Euskirchen

Auflage: 500 Stück

Preis: Unentgeltlich an Bewohner und Angehörige

Redaktion:

St. Josefsheim

MARIENBORN Pflege

Josefsheim Kurier

Heim- und Pflegedienstleitung

Holger Mersch

Aachener Str. 1312

50859 Köln-Weiden

Tel. 02234-7010-0

www.josefsheim-koeln.de

Redaktionsteam:

Holger Mersch, Claudia Decker, Iris Valdor, Chiara Angeli, Jörn Craemer,

Redaktionsschluss: 18.05.2020

Verantwortlich für den Inhalt:

Holger Mersch

für zentrale Seiten 16-22: Marion Weber + Florence Harzheim

Seite 29 + 30: Marion Weber

Bildnachweis:

Fotos: Titelfoto, 4 – 7,10,14,15, 24, 26, 28 ©C.Decker,

Seite 18: © MARIENBORN, Seite 19 + 21 © Pedro Neves, Seite 29 x-words generator,

Seite 3, 30 © M. Weber, Seite 12 © cafas by Adobe Stock, Seite 23 © Lewandowski,

Seite 23 ©de Barros-Wickert, Seite 23 ©Ferrari, Seite 27, alle Weiteren ©I.Valdor

Geschäftsleitung:

Dieter Kesper, Joachim Klein

Erfüllungsort und Gerichtsstand : Köln

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