maxfeldbote-202006

hapeha

Kirchengemeinde Reformations-Gedächtnis-Kirche

Juni und Juli 2020


2 Es geht weiter – aber anders

Liebe Leserin, lieber Leser,

ein weißer und ein roter Balken auf

blauem Grund, unverrückbar und

fest, so steht es vor mir: Das Sackgassenschild.

Und wenden kann man hier auch

nicht mehr. Mist.

Doch da sehe ich es: Ein kleiner,

weißer Strich auf der anderen Seite

des roten Balkens. Schmal und unscheinbar,

so dass ich ihn zuerst

gar nicht wahrgenommen habe.

Aber jetzt, wo ich ihn sehe, verkündet

er mir unzweideutig:

Ich kann weiter kommen!

Ich muss nur aussteigen aus dem

Auto, dass mich bis hierher gebracht

hat, bequem und sicher und

gewohnt. Zu Fuß weitergehen.

Das Laufen wird beschwerlicher

sein als gemütlich im Auto zu

sitzen. Aber: Zu Fuß werde ich die

Vögel singen hören. Ich werde hören,

wie der Wind in den Bäumen

rauscht, und das Rascheln des

Laubs unter den Pfötchen eines

Eichhörnchens. Die Sonne, die

durch die Blätter bricht und einen

Fleckenteppich aus Licht auf die

Straße wirft, wird vom Sichthindernis

zur sanften Beleuchtung werden

auf dem Weg, der sich vor mir

erstreckt.

Es wird weitergehen.

Nicht so wie vorher; nicht so bequem,

nicht so einfach. Aber es

wird weitergehen. Und wenn wir die

neue Situation mit offenen Augen

betrachten, werden wir neue Möglichkeiten

entdecken.

Und wir werden nicht alleine sein.

Unser Beifahrer steigt nämlich auch

aus und geht weiter mit uns. Trägt

die Straßenkarte, die Wasserflasche,

die Brotzeit. Gibt uns, was

wir brauchen, um durchzuhalten.

Seinen Beistand, seine Kraft, seine

Zuversicht.

Denn: Gott geht mit mir. Er ist mein

Hirte; mir wird nichts mangeln. Er

erquicket meine Seele. Und ob ich

schon wanderte im finsteren Tal,

fürchte ich kein Unglück. Denn er

ist bei mir, sein Stecken und Stab

trösten mich. Ihre

Vikarin Umbreit


Die dritte Seite 3

Liebe Leserinnen und Leser,

Der neue Maxfeldbote liegt nun

vor Ihnen – und wir möchten Ihnen

auf diese Wege sagen: Auch,

nein besser: gerade jetzt in diesen

schwierigen Zeiten bleiben

wir mit Ihnen in Kontakt und sind

für Sie da! Die gegenwärtige gesellschaftliche

Situation verlangt

uns einige Kreativität ab, um

neue Wege unserer Gemeindearbeit

zu finden. Dazu gehört in

erster Linie die Öffentlichkeitsarbeit.

Lesen Sie im Interview mit

Peter Haas, wie sich unsere Homepage

neuen Aufgaben gestellt

hat und welche weiteren neuen

Impulse daraus für unsere Öffentlichkeitsarbeit

erwachsen. Um

Sie auch im Gebet noch besser

durch diese schwierige Zeit begleiten

zu können, hat unsere Vikarin

in der Gebetsecke unserer

Kirche eine Möglichkeit geschaffen,

Gebetsanliegen zu äußern,

die dann vor Gott gebracht werden.

Lesen Sie, welche Erfahrungen

sie damit macht! Trotz der

Ausgangsbeschränkungen haben

wir Gottes Sieg über den Tod gefeiert

(Seite 6)! Neu und anders

geht es weiter mit unseren Gottesdiensten

und einer neuen Fotoausstellung,

die auch Sie unter

einen offenen Himmel einlädt!

Und wir feiern wieder Gottesdienste

und laden Sie dazu sehr

herzlich ein! Pfarrerin Dr. Grüter

In dieser Ausgabe lesen Sie:

Rückblicke

Passion und Ostern 6

Maxfeld aktuell

Ausstellung

„Wenn der Himmel sich öffnet“ 4

Gebetskasten in der Kirche 7

Informationen 8

Ungewöhnliche Gottesdienste 9

Konfirmation verschoben 10

Gedanken zu besonderen

Umständen 11

Die Homepage und ihr Pfleger 12

Neue Öffnungszeiten der

Gemeindebücherei 14

Infos aus der Diakoniestation 20

Frühjahrssammlung verlängert 21

Verletzlichkeit und christlicher

Glaube

Theologische Überlegungen

anlässlich der Corona-Pandemie 23

Rubriken

Freud und Leid

Gottesdienste

Wir treffen uns

Dienste in der Gemeinde

15

16

31

32

Titelbild: „Es geht weiter – aber anders“ (Pfarrerin Sonja Dietel)


4 Ausstellung

Wenn der Himmel

sich öffnet

Am 13. Mai wurde sie in unserer Kirche

aufgebaut, die Ausstellung

„Wenn der Himmel sich öffnet“.

Unser Hausmeister Michael Kemper

und Herbert Anding haben engagiert

und tatkräftig mit angepackt, Abstände

ausgemessen und Seile hin und

her gerückt. Und jetzt hängen die

Bilder und Texte, auf denen

Menschen aus Nürnberger

Senioreneinrichtungen von

Momenten ihres Lebens erzählen, in

denen sich für sie der Himmel

geöffnet hat. Es sind berührende

Geschichten, in denen es um Mut

geht, um Sinn und Bewahrung, um

Engel und um Glück – und immer

wieder auch um Gott.

Auf allen Bildern der Ausstellung ist

eine Leiter zu sehen. Sie erinnert an

die Himmelsleiter aus der Geschichte

von Jakob (Genesis 28). Die Bibel erzählt,

dass Jakob im

Traum den Himmel

offen gesehen hat

und eine Leiter, die

von der Erde in den

Himmel reicht.

Menschen dort erzählen. Und der

Fotograf Wolfgang Noack hat darauf

geachtet, dass das Ende der Leiter

oben auf den Bildern nicht zu sehen

ist. Denn die Geschichte Gottes mit

den Menschen geht ja weiter, auch

wenn manche von ihnen schon verstorben

sind. Und auch ihre Geschichten

wirken bei uns weiter, wenn

wir sie lesen und sie uns berühren.

Wenn Sie mögen, schauen Sie doch

einmal in unserer Kirche vorbei. Im

Pfarramt gibt es einen Audioguide zur

Ausstellung. Sie können ihn sich gegen

Vorlage Ihres Personalausweises

dort ausleihen und sich dann alle Geschichten

vor Ort vorlesen lassen.

Auch ein Katalog zur Ausstellung ist

im Pfarramt für 5,- Euro zu erwerben.

Weitere Infos zur Ausstellung finden

Sie auch im Internet unter:

www.nuernbergevangelisch.de/wenn-der-himmelsich-oeffnet

Ihre

Pfarrerin Sonja Dietel

Die Leiter ist für uns

in der Ausstellung zu

einem Symbol geworden.

Sie steht für

diesen besonderen

himmlischen Moment,

von dem die


Ausstellung 5


6 Rückblick

Passion und Ostern –

Das verletzliche Leben feiern

Dass Gottesdienste während der Passions-

und Osterzeit dieses Jahr wegen

des Veranstaltungsverbots nicht möglich

waren, hat uns Leiden und Tod in besonderer

Weise nahegebracht.

Deutlicher als sonst ist uns unsere Verletzlichkeit,

unsere Vergänglichkeit bewusst

geworden. Und wir durften nicht

gemeinsam laut dagegen unsere Stimmen

erheben – nicht gemeinsam die biblischen

Texte lesen und hören, beten,

singen, das Abendmahl feiern. Die stärkende

gottesdienstliche Gemeinschaft

haben viele von uns schmerzlich vermisst

– nicht zuletzt wir als Pfarrer/-innen!

Wir haben uns bemüht, Sie dennoch

nicht allein zu lassen und geistliche Stärkung

in Ihr Heim zu bringen:

Jeden Sonntag haben wir eine musikalische

Morgenfeier in der Kirche aufgezeichnet.

Diese schlichten Andachten

aus Orgelmusik, den biblischen Lesungen

des jeweiligen Sonntags und den

dazu passenden Chorälen wurden mit

Fotos unserer Kirche zu einer Meditation

gestaltet und auf unsere Homepage gestellt.

Selten habe ich die biblischen

Texte der Passionszeit als so sprechend

und tröstend erfahren!

Dass Trost und Zuspruch sehr gebraucht

wurden, zeigte auch die Gebetsecke: Im

Gebetskasten hatten sich immer zahlreiche

Gebetsanliegen gesammelt, und

auch Kerzen wurden häufig angezündet.

Unsere offene Kirche wurde als Raum

des Gebets in dieser schwierigen Zeit

besonders gebraucht!

Schließlich blieb auch der Osterjubel

nicht völlig aus:

Am Ostersonntag ertönten nach dem

Glockenläuten eine Stunde lang Osterchoräle

vom Turm unserer Kirche. Familie

Spaeth blies uns dreistimmig eine

große Auswahl schöner, ermutigender

Osterlieder!

Das zog Gemeindeglieder und Spaziergänger

an, die in der Nähe des Kinderportals

verweilten. Frau Hofmann

hatte dieses weit geöffnet, vor dem Altar

brannte die Osterkerze und draußen

konnten kleine Osterlichte entzündet und

mit auf den Heimweg genommen

werden. Eine ausgedruckte Predigt

konnte mit auf den Weg genommen oder

von der Homepage als Datei

heruntergeladen werden.

Wie sehr die gottesdienstliche Gemeinschaft

dennoch unverzichtbar ist, zeigte

der rege Besuch des ersten Gottesdienstes

nach der Lockerung der Ausgangsbeschränkungen

am Sonntag Kantate,

den 17. Mai.

Trotz Maskenpflicht

und Sicherheitsabstand

waren viele

Menschen gekommen,

um miteinander

nach acht

Wochen endlich

wieder Gottesdienst

zu feiern! Wir freuen

uns auch in den

kommenden Wochen

darauf, wieder

mit Ihnen gemeinsam

Gottesdienst

feiern zu können!

Dr. Verena Grüter,

Pfarrerin


Gebetskasten 7

Eine besondere Art,

um Gott etwas zu

sagen

Der Gebetskasten in unserer

Kirche

Seit Beginn der Coronakrise steht in

unserer Kirche neben dem Kerzenständer

ein kleiner, hölzerner Kasten,

eingefügt in das Pult, das üblicherweise

das Besucherbuch trägt.

Er wurde von Vikarin Umbreit und

Konfirmandin Ann-Kathrin gefertigt,

um einen Ort zu geben, an den in dieser

besonderen Zeit Gebete - Freud

und Leid, Bitte und Dank, Sorge und

Hoffnung - gebracht werden können.

Die Gebete werden nur von der Person,

die sie vor Gott bringt, gelesen,

und in einigen Monaten werden alle

Gebetszettel im Rahmen eines Gottesdienstes

verbrannt werden.

Alle Gebete im Gebetskasten werden

sonntags in der Kirche im nicht-öffentlichen

Rahmen vor Gott gebracht.

Sie können Ihre Gebete direkt vor Ort

aufschreiben und in den Kasten werfen.

Sie könne sie aber auch auch daheim

schreiben und sie dann per Post an

das Pfarramt senden mit dem Vermerk,

bitte in den Gebetskasten eingelegt

zu werden.

Vikarin Umbreit

Es zeigte sich über die Wochen, dass

der Gebetskasten auch gerne genutzt

wurde, um Dinge vor Gott zu bringen,

die für das öffentliche Besucherbuch

vielleicht zu persönlich gewesen wären.

Darum wurde beschlossen, bis in

die Sommerferien Gebetskasten und

Besucherbuch nebeneinander anzubieten,

um zu sehen, ob sie einander

ergänzen können.

Alle Gebete, egal welcher Art und welchen

Inhalts, können in den Gebetskasten

eingelegt werden. Sie müssen

auch nicht notwendigerweise die

Form eines Gebetes haben, wenn

Ihnen eine andere Form leichter fällt.

Das besondere ist, dass sie strikt vertraulich

behandelt werden:

Der Gebetskasten ist abgeschlossen.


8 Trotz alledem ...

Informationen

Aus aktuellem Anlass mussten wir

einige Feiern und Termine verschieben:

Die für 3. Mai geplante Konfirmation

werden wir am 25. Oktober nachholen.

Die für 24. Mai vorgesehene Jubiläumskonfirmation

wurde auf den 11.

Oktober verschoben.

Die für 18. Juni geplante Orgelfahrt

des Vereins für Kirchenmusik an St.

Lorenz e.V. wurde auf nächstes Jahr

verschoben. Der neue Termin wird

rechtzeitig bekannt gegeben.

Das für 21. Juni geplante Tauffest

wird auf nächstes Jahr verschoben.

Der genaue Termin wird noch

bekanntgegeben.

Der von Clarissa Wunderer geplante

Kolumbienabend wird auf den September

verschoben.

Das Gemeindefest kann leider auch

nicht in gewohnter Form stattfinden.

Bei gutem Wetter gibt es am Sonntag,

5. Juli, um 10.00 Uhr einen Gottesdienst

unter freiem Himmel. Infos

folgen.

Unklar ist auch noch, wie der

Christopher Street Day dieses Jahr

gefeiert wird und ob eine Andacht in

unserer Kirche stattfindet.

Viele unserer Gruppen und Kreise

pausieren derzeit, auch der Frauenkreis

trifft sich voraussichtlich erst

wieder im September. Siehe Seite 18.

Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Bitte informieren Sie sich über die

Homepage und unsere Schaukästen

und Aushänge.

Bitte lesen Sie weiter auf Seite 19


Hofgottesdienst im „max am Rennweg“ 9

Ungewöhnliche

Zeiten -

ungewöhnliche Gottesdienste

Im März haben wir die letzten gemeinsamen

Gottesdienste in den vier

Altenheimen auf unserem Gemeindegebiet

gefeiert. Ich habe sie noch gut

in Erinnerung: die Menschen, die Begegnungen,

die Blicke, die gesungenen

Lieder und auch viele kurze Gespräche

an der Tür nach dem Gottesdienst.

Kurz darauf kam dann die

Ausgangsbeschränkung - Gottesdienste

und Besuche in den Heimen

waren so wie bisher nicht mehr möglich.

Es sind wirklich ungewöhnliche

und verrückte Zeiten! Gerade auch für

Menschen, die in Altenheimen wohnen

oder arbeiten - und auch für viele

Angehörige.

Jetzt – fast zwei Monate später – haben

wir etwas Neues gewagt und im

max am Rennweg einen Hofgottesdienst

gefeiert. Im Innenhof. Openair.

Mit viel Abstand, Verstärkeranlage,

mit Winken aus den Fenstern und von

den Balkonen, mit Posaunenklängen

und warmen Decken. Wir haben über

Pfingsten und Gottes ungewöhnliche

Wege mit uns nachgedacht, bekannte

Lieder im Hof und von den Balkonen

und Fenstern gesungen – und gespürt,

wie schön es ist, sich zu sehen

und zu hören!

Herzlichen Dank an das Team vom

max am Rennweg für die wunderbare

Idee und an Herrn Dr. Günzel und

Herrn Raps von unserem Posaunenchor

für die tolle musikalische Begleitung!

Ungewöhnliche Zeiten brauchen

manchmal auch ungewöhnliche

Gottesdienste. Vielleicht feiern wir ab

jetzt ja öfter mal im Hof?

Ihre

Pfarrerin Sonja Dietel


Konfirmandenarbeit 10

Aufgeschoben ist

nicht aufgehoben

In dieser vom Corona Virus geprägten

Zeit kann man sich nur schwer vorstellen,

ein unbeschwertes und ausgelassenes

Fest mit seiner Familie

und Angehörigen zu feiern.

Aus diesem Grund hat der Kirchenvorstand

zusammen mit den Konfirmandinnen

und Konfirmanden, die

unter normalen Umständen am 3. Mai

ihr Konfirmationsfest in unserer

Reformations-Gedächtnis-Kirche gefeiert

hätten, entschieden das Fest in

den Herbst zu verlegen.

Wir hoffen, dass es bis dahin wieder

möglich ist die Konfirmation mit den

Jugendlichen und ihren Familien am

25. Oktober in Gemeinschaft zu

feiern.

Liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden,

So sehr habt ihr euch auf eure Konfirmation

gefreut.

Ihr habt euch vorbereitet und gelernt,

Pläne geschmiedet und euch auf ein

tolles Fest mit all euren Lieben

gefreut. Ein Fest, an dem ihr im Mittelpunkt

steht. Ein Fest an dem ihr „JA“

zu Gott und zu unserer Gemeinde

sagt.

Dieses Fest bekommt ihr!

Leider erst im Oktober, aber wir werden

uns alle Mühe geben, euch ein

schönes, fröhliches und stimmungsvolles

Fest zu ermöglichen!

Wir vermissen euch sehr und freuen

uns darauf, euch bald wieder zu

sehen! Euer

Konfiteam


Wieder Gottesdienst 11

Gedanken zu

besonderen

Umständen …

Endlich ist es wieder möglich gemeinsame

Gottesdienste in unserer Kirche

zu feiern.

Aber ganz anders, als wir es gewohnt

sind. Mit Sicherheitskonzept, Abstand

halten und Mund- Nase- Schutz.

Das fühlt sich irgendwie komisch an,

jede zweite Kirchenbank bleibt leer,

zwei Meter Abstand zum Sitznachbarn.

Dennoch spüre ich ein Gefühl der

Verbundenheit, der Freude, Hoffnung

und Gemeinschaft, sowie eine Dankbarkeit

über die Solidarität untereinander

und Rücksichtnahme aufeinander.

Die Einhaltung und Umsetzung der

Maßnahmen hat zu erfreulich niedrigen

Infektionszahlen in unserem Land

geführt. Unser Gesundheitssystem ist

bislang nicht überlastet, wie in anderen

Ländern.

Verbunden zu sein im Glauben,

Gottes Wort zu hören, seine Nähe zu

spüren, lässt mich dankbar, gestärkt

und hoffnungsvoll in die neue Woche

gehen.

In diesem Sinne wünsche ich uns

weiterhin, erfüllt zu sein von christlicher

Nächstenliebe und zuversichtlich

unter Gottes Schutz und Schirm

durch diese besonderen Umstände

zu gehen…

Mit herzlichen Grüßen der Verbundenheit

Sabine Altrichter,

Vertrauensfrau, Kirchenvorstand


12 Menschen aus unserer Gemeinde

Vorgestellt:

www.maxfeldevangelisch.de

Unsere Homepage und ihr

Pfleger

Lieber Herr Haas, seit 2013 gestalten

Sie den Internetauftritt unserer

Kirchengemeinde. Seit die Landesregierung

wegen der Corona-Pandemie

Ausgangsbeschränkungen

verhängt hat und wir keine Gottesdienste

mehr feiern konnten, hat

die Homepage unserer Gemeinde

an Bedeutung gewonnen.

Ja, in dieser Situation war die Homepage

unserer Gemeinde die einzige

Möglichkeit, mit den Mitgliedern unserer

Gemeinde schnell zu kommunizieren.

Alle unvorhergesehenen Ereignisse

konnten immer sofort mitgeteilt

werden. So war es möglich, dass wir

als Gemeinde trotz Corona miteinander

in Verbindung geblieben sind.

haben allen Gemeindegliedern die

Möglichkeit gegeben, sie zuhause

selbst mitzufeiern. Hinzu kamen die

schriftlichen Andachten von Frau

Dietel, die man entweder am Bildschirm

lesen oder sich selbst ausdrucken

konnte.

Die musikalischen Morgenfeiern

aufzunehmen und ins Netz zu stellen,

war eine spontane Idee. Sie

sollte schlicht und ohne großen

technischen Aufwand realisierbar

sein. Sie haben daraus mehr gemacht:

Dank der zusätzlich von

Ihnen eingefügten Fotos wurde daraus

eine Meditation auch unserer

Kirche und ihrer Symbolik!

Das Sehen ist auch während eines

Gottesdienstes wichtig: Bei der Predigt

etwa sehen wir uns gelegentlich

in der Kirche um, gehen auch einmal

unseren eigenen Gedanken nach.

Das wollte ich den Hörer*innen der

Andachten auch ermöglichen!

Was haben Sie

auf unserer Homepage

in den

vergangenen Wochen

verändert?

Ich habe die musikalischen

Andachten

eingestellt, die

Frau Dr. Grüter

und Herr Schumann

an den

Sonntagen in der

Kirche aufgezeichnet

haben.

Diese Andachten


Menschen aus unserer Gemeinde 13

Gab es konkrete Rückmeldungen

zu den Andachten?

Ja, es gab etliche positive Reaktionen

von Menschen, die die Andachten gehört

haben! Es war wohl das gute,

ausgewogene Verhältnis zwischen

Musik und Wort, das viele angesprochen

hat. Schön, dass ab Ostern

der Gesang von Herrn Junge hinzukam!

Die Betrachtung zu Dietrich

Bonhoeffer vom Gründonnerstag und

die Andacht vom Ostersonntag waren

besondere Höhepunkte und bleiben

länger auf der Homepage stehen. So

können noch mehr Menschen die besondere

Chance nutzen, die das Internet

bietet: Geistliche Angebote

individuell in den eigenen Tages- und

Wochenrhythmus einzubauen, unabhängig

von real stattfindenden Veranstaltungen

in der Gemeinde.

Sie meinen, wir sollten darüber

nachdenken, wie wir auf der

Grundlage unserer Erfahrung mit

diesem vorübergehenden Angebot

eine neue, regelmäßige Kommunikationsstruktur

unserer Öffentlichkeitsarbeit

machen?

Unbedingt! Das Internet ist ein unverzichtbares

Kommunikationsmedium

geworden. Die meisten Menschen

nutzen heute Computer, Tablets und

Handys, um sich zu informieren, sich

zu vernetzen und auszutauschen. Darauf

reagieren wir als Kirchengemeinde

noch zu wenig. Auf der Grundlage

unserer Erfahrungen mit den musikalischen

Andachten sollten wir darüber

nachdenken, wie wir unsere Homepage

in diese Richtung weiter entwickeln:

Etwa durch besondere musikalische

Andachten oder Auslegungen

des Monatsspruches, die wir

dann länger stehen lassen, so dass

sie von vielen Menschen gefunden

und gehört werden können. Unserer

Fantasie und Kreativität sind da zunächst

keine Grenzen gesetzt! Wir

können auf diesem Wege viel mehr

Menschen erreichen.

Vorausgesetzt, die Menschen erfahren

von den neuen Möglichkeiten,

die Sie auf unserer Homepage geschaffen

haben.

Das habe ich in den vergangenen

Wochen bedauert: dass wir noch

keine Kommunikationsstruktur haben,

um unsere Gemeinde schnell über

diese neuen Möglichkeiten zu informieren!

Ich hätte mir gewünscht, dass

wir sofort alle Menschen in unserer

Gemeinde hätten erreichen können,

um sie auf unser neues Angebot aufmerksam

zu machen.

Wir sind immer noch in einer

Komm-Struktur verhaftet – die Menschen

müssen sich aktiv für das

Angebot der Kirchengemeinde interessieren

und sich auf uns zu bewegen…

Das haben in den vergangenen Wochen

erstaunlich viele Menschen getan!

Wir verzeichnen rund 800 Besucher*innen

auf unserer Homepage,

die meisten davon haben die Andachten

zu den Sonn- und Feiertagen angehört.

Daran können wir anknüpfen

und unsere Öffentlichkeitsarbeit jetzt

verbessern: Mein Vorschlag ist, dass

wir auf unserer Homepage unsere Besucher*innen

dazu einladen, ihre

Mailadresse zu hinterlegen.


14 Gemeindebücherei

Dann könnten wir in unregelmäßigen

Abständen Newsletter verschicken,

um auf besondere Ereignisse in

unserer Gemeinde aufmerksam zu

machen.

Es klingt jetzt fast, als würden die

Ausgangsbeschränkungen der vergangenen

Wochen uns den nötigen

Impuls geben, um unsere Öffentlichkeitsarbeit

weiter zu entwickeln!

Ja, wie heißt doch gleich das Motto

dieser Ausgabe des Maxfeldboten: Es

geht weiter – aber anders!

Herzlichen Dank, Herr Haas, für Ihr

Engagement und für dieses

interessante Gespräch!

Pfarrerin Dr. Verena Grüter

Neues aus

der Bücherei

Liebe Besucher unserer Bücherei,

so lange war es ruhig in unseren Räumen.

Nun freuen wir uns Ihnen mitteilen zu

können, dass die Bücherei ab dem

10. Juni wieder geöffnet sein wird.

Natürlich unter allen geforderten

Hygienemaßnahmen.

Aufgrund von Personalmangel und

höherem Personalbedarf, um die

Hygienevorschriften einzuhalten, werden

wir nur an einem Tag in der

Woche geöffnet haben.

Bis auf weiteres sind jeden Mittwoch

von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr die Türen

der Bücherei für Sie geöffnet.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Das Team der Bücherei


Aus Datenschutzgründen wurde

diese Seite aus der Homepage-

Version des Maxfeldboten entfernt.

Freud und Leid 15


16 Gottesdienste

Alle aufgeführten Termine gelten

vorbehaltlich neuer Entwicklungen

und politischer Entscheidungen.

Aktuelle Hinweise entnehmen Sie

bitte unserer Homepage und den

Schaukästen.

Montag 1. Juni 2020

Pfingstmontag

10.00 Uhr Gemeinsamer Gottesdienst

in St. Matthäus in

der Rollnerstraße

Hogh/Dr. Nentel/Krieghoff

Kein Gottesdienst in der

Reformations-Gedächtnis-

Kirche!

Sonntag 7. Juni 2020

Trinitatis

10.00 Uhr Gottesdienst

Prechtel

Orgel: Seyb

Kollekte: Diakonie in Bayern

Sonntag 14. Juni 2020

1. Sonntag n. Trinitatis

10.00 Uhr Gottesdienst

Dr. Grüter

Orgel: Julia Schmidt

Kollekte: Stadtmission Nürnberg:

Gutes für Körper und

Seele

Sonntag 21. Juni 2020

2. Sonntag n. Trinitatis

10.00 Uhr Gottesdienst

Dr. Grüter

Orgel: Heidebroek

Kollekte: Lutherischer Weltbund

Mittwoch 24. Juni 2020

10.00 Uhr Gottesdienst

im „max am Rennweg“

Dietel

16.00 Uhr Gottesdienst

im „max am Stadtpark“

Dietel

Donnerstag 25. Juni 2020

10.00 Uhr Gottesdienst

im BRK-Altenheim

Dietel

15.30 Uhr Gottesdienst im

Altenheim Hensoltshöhe

Dietel

Sonntag 28. Juni 2020

3. Sonntag n. Trinitatis

10.00 Uhr Gottesdienst

Umbreit

Orgel: Schumann

Kollekte: Aktion „1+1 mit Arbeitslosen

teilen“


Gottesdienste 17

Sonntag 5. Juli 2020

4. Sonntag n. Trinitatis

10.00 Uhr Gottesdienst bei schönem

Wetter im Freien vor

dem Kinderportal

Dr. Grüter

Kollekte: Eigene Gemeinde

Sonntag 12. Juli 2020

5. Sonntag n. Trinitatis

10.00 Uhr Gottesdienst

Umbreit

Orgel: Schumann

Kollekte: Diasporawerke

Mittwoch 15. Juli 2020

10.00 Uhr Gottesdienst

im „max am Rennweg“

Dietel

16.00 Uhr Gottesdienst

im „max am Stadtpark“

Dietel

Donnerstag 16. Juli 2020

10.00 Uhr Gottesdienst

im BRK-Altenheim

Dietel

15.30 Uhr Gottesdienst im

Altenheim Hensoltshöhe

Dietel

Sonntag 19. Juli 2020

6. Sonntag n. Trinitatis

10.00 Uhr Gottesdienst

Dr. Grüter

Orgel: Schumann

Kollekte: Kirchenkreis Mecklenburg

Sonntag 26. Juli 2020

7. Sonntag n. Trinitatis

10.00 Uhr Gottesdienst

Krieghoff

Orgel: Schumann

Kollekte: Kindertagesstätten

Sonntag 2. August 2020

8. Sonntag n. Trinitatis

10.00 Uhr Gottesdienst

Umbreit

Orgel: Schumann

Kollekte: Arbeit im integrativen

Stadtteilhaus Kreutzerstraße 5

Sonntag 9. August 2020

9. Sonntag n. Trinitatis

10.00 Uhr Gottesdienst

Dietel

Orgel: Schumann

Kollekte:

Diakonie in Bayern

Sonntag 16. August 2020

10. Sonntag n. Trinitatis

10.00 Uhr Gottesdienst

N.N.

Orgel: Schumann

Kollekte: Verein zur Förderung

des christlich-jüdischen Gesprächs

in der Evangelisch-

Lutherischen Landeskirche

Bayern


18 Termine

Frauenkreis

Der Frauenkreis trifft sich voraussichtlich

erst wieder im September.

Gedächtnistraining

Neue Termine werden rechtzeitig bekanntgegeben.

Tanzkreise

Die beiden Tanzkreise entfallen vorerst

bis zum Ende der Sommerferien.

Veeh-Harfe

Das Ensemble "Veehharfen-Klänge

am Maxfeld" trifft sich regelmäßig zum

Üben im Clubraum. Vorerst aber

nicht öffentlich.

Besuchsdienst

Ein neuer Termin wird rechtzeitig bekannt

gegeben.

Bei Interesse bitte Kontakt mit

Pfarrerin Dietel aufnehmen, Telefon

80 19 43 25.

Examensgottesdienst

von Vikarin Umbreit

Nach fast zwei Jahren in unserer

Gemeinde absolviert Vikarin Solveig

Umbreit in diesen Monaten ihr

Examen.

Am 12. Juli um 10.00 hält sie ihren

Examensgottesdienst in unserer Kirche.

Wir freuen uns, wenn Sie an diesem

Sonntag kommen und diesen wichtigen

Gottesdienst mit ihr und uns zusammen

feiern.

Pfarrerin Sonja Dietel

Aktuelle Hinweise entnehmen Sie bitte unserer Homepage

und den Schaukästen.


Trotz alledem ... 19

Fortsetzung

von Seite 8

Fehlt da nicht etwas?!

Ja: Unser multireligiöses Konzert

mit dem Mittelalter-Ensemble Ars

Coralis Coeln, der Shakuhachi-

Spielerin Renkei Hashimoto und dem

interreligiösen Pontanima-Chor aus

Bosnien-Herzegowina konnte wegen

des fortbestehenden Verbots für größere

Veranstaltungen leider dieses

Jahr nicht stattfinden.

Es war geplant als Teil des multireligiösen

Musikfestivals Musica

Sacra International, das leider abgesagt

werden musste.

Dieses Festival können Sie aber

online sehen – ganz bequem zuhause

und kostenlos, wenn Sie sich dafür

Zeit nehmen möchten! Nutzen Sie die

einmalige Chance, Konzerte mit

hochkarätigen internationalen

Musiker*innen aus verschiedenen

religiösen Traditionen zu erleben. Hier

geht´s zu den Konzerten:

https://www.musica-sacrainternational.org/de/videos

Viel Freude beim Zuhören!

"Corona Brass"

Posaunenklänge sechs Wochen lang

täglich im Rennweg.

So einfach kann es sein, sich und anderen

Menschen eine Freude zu

bereiten: Das Programm von „Corona

Brass“ im Rennweg.

Wer sagt denn, dass man sich zum

gemeinsamen Musizieren in einem

Raum treffen muss? Auch quer über

die Straße hinweg ist das möglich,

wie sich jeden Tag um 19.00 Uhr im

Rennweg erleben ließ. Die Mitglieder

eines Posaunenchors, die wie in einem

Dreieck auf unterschiedlichen

Seiten des Rennwegs wohnen, ließen

sechs Wochen lang jeden Abend ihre

Instrumente erklingen und setzen damit

ein Zeichen der Hoffnung.

Die Gruppe nennt sich übrigens augenzwinkernd

"Corona Brass". Das

erste Mal "traten" sie am Sonntag, 22.

März, auf, als in ganz Deutschland mit

der "Ode an die Freude" gegen die

Corona-Epidemie angespielt wurde.

Damals entstand die Idee, sich jeden

Abend zum gemeinsamen Musizieren

zu verabreden.

Unter anderem spielte „Corona

Brass“ das wundervolle irische Segenslied

"Möge die Straße uns zusammenführen".

Trostspendende Musik in diesen Zeiten.


20 Informationen aus der Diakoniestation

Wir bleiben für Sie da

Bitte bleiben Sie für uns

daheim!!

Liebe Gemeindemitglieder,

Das Coronavirus betrifft selbstverständlich

auch unseren Alltag. Wir

sind aber sehr bemüht, den Betrieb

unserer Diakoniestation möglichst

störungsfrei aufrecht zu erhalten.

Allerdings kann es durch Ausfälle bei

den Mitarbeitenden auch bei uns zu

veränderten Versorgungszeiten kommen,

oder zu Verknappungen bei

Versorgungen. Manchmal müssen wir

aktuell weniger dringende Besuche

absagen. Bitte haben Sie hier Verständnis.

Wir tun unser Möglichstes,

jedem der Hilfe braucht auch Hilfe zukommen

zu lassen.

Wir tun alles, damit wir wie gewohnt

weiter sicher für Ihre Gesundheit sorgen

können. Unsere Mitarbeiter sind

alle im hygienischen Arbeiten geschult.

Alle Mitarbeitenden wissen,

wie mit Verdachtsfällen umzugehen

ist.

Sie können aber selber einiges tun

um sich zu schützen, deshalb möchten

wir Ihnen folgende

Schutzmaßnahmen

empfehlen:

Besuchen Sie unsere

Diakoniesttionen aktuell

nicht, sondern

klären Sie Ihre Fragen

telefonisch mit uns.

Gehen Sie nicht so

häufig einkaufen, meiden

Sie Menschenansammlungen.

Husten Sie nur in die Armbeuge, nicht

in die Hand.

Benutzen Sie Einmal-Taschentücher

und werfen Sie diese nach jeder

Benutzung weg.

Waschen Sie sich häufiger gründlich

die Hände mit Seife.

Wenn Sie Sorge haben, erkrankt zu

sein, rufen Sie Ihren Hausarzt an, bevor(!)

Sie die Sprechstunde aufsuchen.

Vermeiden Sie unnötige Arztbesuche.

Tragen Sie einen Mundnasenschutz,

wenn Sie einkaufen gehen, oder den

öffentlichen Nahverkehr nutzen.

Bleiben Sie wann immer es geht daheim.

Wir kommen zu Ihnen!

Bei allen Fragen rund um das Thema

Pflege, aber gerne auch bei Sorgen

rund um das Thema Corona-Virus,

wenden Sie sich gerne einfach an

Ihre Diakoniestation.

Bleiben Sie gesund und velieren Sie

nicht den Mut. Es gibt eine Zeit danach.

Ihre

Diakoniestation Maxfeld-Wöhrd


Spendenaufruf des Diakonischen Werkes 21

Chancen für alle

Frühjahrssammlung des

Diakonischen Werkes

Menschen, die trotz der verbesserten

Lage auf dem Arbeitsmarkt keine

feste Stelle finden und in der Langzeitarbeitslosigkeit

verharren, benötigen

in besonderem Maße Unterstützung.

Dies gilt verstärkt für Menschen mit

Fluchtgeschichte. Auch wenn sie in

ihrem Heimatland zum Teil qualifizierte

Berufe ausgeübt haben, verfügen

sie nicht über die formellen Qualifikationsnachweise,

die deutsche Betriebe

benötigen. Vieles ist fremd und

eine große Herausforderung.

Warum brauche ich eine schriftliche

Bewerbung?

Wie soll sie aussehen?

Was erwartet der Arbeitgeber von

mir?

Welche Regeln muss ich beachten?

Auch das Fehlen von beschäftigungsbezogenen

Sprachkenntnissen erschwert

den Zugang zum Arbeitsmarkt.

Geflüchtete brauchen deshalb gezielte

Unterstützung, um sich mit

den Gepflogenheiten und Anforderungen

des deutschen

Arbeitsmarktes vertraut zu machen.

Besonders geflüchtete Frauen

brauchen eine auf ihren Bedarf

ausgerichtete Unterstützung.

Obwohl sie eine hohe Erwerbsmotivation

haben, 86%

der von der Friedrich-Ebert-

Stiftung befragten Frauen würden

gerne arbeiten, müssen

sie große Zugangshürden zu

einer Beschäftigung überwinden.

Es müssen traditionelle

Rollen aufgebrochen und die

Kinderbetreuung sichergestellt

werden.

Im Rahmen von Fördermaßnahmen

der regionalen Jobcenter

qualifizieren und begleiten

diakonische Beschäfti-


22 Spendenaufruf des Diakonischen Werkes

gungsträger Geflüchtete in verschiedenen

Beschäftigungsbereichen, wie

Handwerk, Grünpflege, Gastronomie

und andere Dienstleistungen, darunter

auch Erprobung für den Pflegebereich.

Oberstes Ziel ist eine Vermittlung in

den ersten Arbeitsmarkt zu erreichen

und damit verbunden soziale Teilhabe

und gesellschaftliche Integration.

Unter der Begleitung von Fachanleitern

und Sozialpädagogen werden

sie mit Arbeitsprozessen vertraut gemacht,

erhalten tätigkeitsorientierte

Sprachförderung, Bewerbungstraining,

Vermittlung von soziokulturellen

Fertigkeiten, sowie begleitende Hilfen

bei der Arbeitssuche.

Es wird an Themen wie Motivation,

Arbeitstempo, Zuverlässigkeit und

Pünktlichkeit gearbeitet, zudem werden

praktische und fachliche Kenntnisse

vermittelt.

In Einzelgesprächen können die Arbeitsmarktchancen

ermittelt und der

Weg in den Abeitsmarkt sinnvoll geplant

und angegangen werden. Mitarbeitende

in den sozialen Beschäftigungsbetrieben

stehen als Ansprechpartner

auch für persönliche

Anliegen und Probleme zur Verfügung.

Krisenintervention und ggf. auch die

Vermittlung an spezialisierte Beratungsstellen

finden ebenfalls in diesem

Rahmen statt.

Diese ganzheitliche Begleitung und

Betreuung wird nicht vom Jobcenter

finanziert. Die Diakonie hilft. Helfen

Sie mit.

Geben Sie Jugendlichen, jungen Erwachsenen,

älteren Menschen und

Menschen mit einer Fluchtgeschichte

die Chance, sich beruflich zu qualifizieren

und besser in den ersten Arbeitsmarkt

zu integrieren.

Sie unterstützen mit Ihrer Spende

unsere Hilfen für Langzeitarbeitslose

sowie alle anderen Angebote der

Diakonie in Bayern.

Herzlichen Dank!

Spenden können Sie:

• bei Ihrem Ev.-Luth. Pfarramt

• an das Diakonische Werk in

Ihrer Nähe

• an das Diakonische Werk

Bayern e.V.

IBAN: DE20 5206 0410 0005

2222 22

Stichwort: Frühjahrssammlung

2020

• mit einem Anruf bei unserer

Spendenhotline 0800 7005080*)

*) Der Anruf ist gebührenfrei

aus dem deutschen Festnetz

Diakonisches Werk Bayern e.V.


Theologische Überlegungen 23

Verletzlickeit und

christlicher Glaube

Theologische Überlegungen

anlässlich der Corona-Pandemie

Unser Leben ist verletzlich. Das ist

keine neue Einsicht. Doch die aktuelle

Krise macht uns die Dimensionen

unserer Verletzlichkeit ganz

neu bewusst:

Plötzlich steht die Gefahr im Raum,

mit dem Corona-Virus infiziert zu

sein. Und das, obwohl wir uns

kerngesund fühlen! Zugleich können

wir selbst zu Überträger*innen

der Krankheit werden und andere

gefährden.

Damit steht nicht nur die eigene

körperliche Unversehrtheit auf dem

Spiel, sondern auch die anderer

Menschen. Selbst krank zu werden,

andere anzustecken oder zu erleben,

wie Angehörige,

Freund*innen und Bekannte von

der Krankheit erfasst werden, lässt

uns nicht nur unsere körperliche

Verletzlichkeit erfahren.

Auch emotional und psychisch sind

viele Menschen in diesen Tagen

belastet, weil sie sich sorgen um

die eigene Gesundheit und das

eigene Leben oder um Angehörige

und nahe Menschen. Oder um

Menschen trauern, die an den

Folgen der Viruserkrankung gestorben

sind.

Aber auch unser soziales und

wirtschaftliches Zusammenleben ist

verletzlich. Gerade diejenigen, die

durch die Ausgangsbeschränkungen

geschützt werden sollen, spüren

das am deutlichsten: Alte Menschen

in Heimen, Kranke in Hospitälern,

die wochenlang nicht besucht

werden dürfen. Familien sind

stark belastet, weil Eltern gleichzeitig

im Homeoffice sind und ihre

Kinder schulisch betreuen sollen.

Dass dies nachweislich Frauen am

stärksten trifft, weist auf die anhaltende

traditionelle Rollenverteilung

in den Familien hin, in der auch berufstätige

Frauen immer noch den

größten Teil der Familienarbeit

leisten. Kurzarbeit und Insolvenz

ganzer Betriebe werden unsere

Volkswirtschaft nachhaltig belasten.

Dass auch unser politisches

System verletzlich ist, erfahren wir

schmerzlich an der Einschränkung

unserer bürgerlichen Freiheiten

und an den Diskussionen um die

schrittweise Öffnung des gesellschaftlichen

Lebens. Dazu gehört

auch die vorübergehende Einschränkung

der Religionsfreiheit,

die das kirchliche Leben in unserem

Land hart getroffen hat.

Schließlich wird die politische Dimension

der Verletzlichkeit durch

die Corona-Krise überall dort offenbar,

wo Menschen – wie in meiner

früheren Gemeinde in El Salvador –

die nötigen hygienischen Maßnah-


24 Theologische Überlegungen

men nicht durchführen können,

weil ihr Stadtviertel tage- oder wochenlang

von der Wasserversorgung

abgeschnitten ist, während in

den Vierteln der Reichen Brunnen

sprudeln und Swimmingpools befüllt

werden. Oder wo die brasilianische

Regierung die Corona-Krise

nutzt, um den Amazonasurwald,

die Lunge unserer Erde, noch

schneller abholzen zu lassen.

Unser Leben, unsere Welt sind verletzlich.

Das erfahren wir in diesen

Wochen so schmerzhaft und deutlich

wie lange nicht mehr. Die Grenzen

unserer körperlichen, seelischen,

sozialen, wirtschaftlichen

und politischen Unversehrtheit, die

Bedrohung unserer Erde sind plötzlich

hautnah erfahrbar.

Das fordert auch unseren christlichen

Glauben heraus: In der

Corona-Pandemie stellt sich die

Frage, die auch in früheren Jahrhunderten,

etwa während der großen

Pestepidemien oder der Spanischen

Grippe 1918 laut wurde: Wie

kann Gott das Leiden Unschuldiger

zulassen?!

Von Gott reden aus der Perspektive

unschuldig Leidender – das ist die

Herausforderung, vor der wir als

Christ*innen einzeln und als Kirche

jetzt gemeinsam stehen! Denn in

Jesus von Nazareth ist Gott selbst

in die Verletzlichkeit unseres Lebens

eingegangen, ist selbst ein

unschuldig Leidender geworden.

Gott hat sich uns Menschen in die

Hand gegeben, hat sich uns ausgeliefert

bis hinein in Folter und

Tod. Dietrich Bonhoeffer hat uns

das ins theologische Stammbuch

geschrieben, als er schrieb: „Nicht

der religiöse Akt macht den

Christen, sondern das Teilnehmen

am Leiden Gottes im weltlichen

Leben.“ Und er spitzte es sogar auf

die Aussage zu: „Nur der leidende

Gott kann helfen!“

Das Dennoch kommt von innen,

aus dem Leiden heraus: In Jesus

nimmt Gott an unserem Leiden teil

– und drängt doch darüber hinaus.

Jesu heilendes Handeln, schließlich

seine Auferweckung verweisen auf

Gottes lebensschaffende Macht

durch den Tod hindurch. Ostern ist

der Grund unserer Hoffnung, dass

Gott sich unseres verletzlichen Lebens

annimmt und es transformiert

- ohne dass diese Verletzlichkeit

dadurch bereits aufgehoben würde.

Als einzelne Christ*innen und als

Kirche stehen wir mitten in diesen

verletzlichen, bedrohten Lebenszusammenhängen,

von denen wir

selbst auch mit betroffen sind. Aus

dieser Situation heraus können wir

Gott das Leiden klagen und die Leidenden

begleiten. Dass körperliche

Nähe plötzlich zur Bedrohung für

andere wurde, hat uns neue

Formen des Handelns aufgezwungen.


Theologische Überlegungen 25

Social distancing wurde zu einer

Form, Nächstenliebe zu praktizieren.

In dieser Situation können,

ja müssen wir aber auch darüber

nachdenken, wie dem Leiden zu

begegnen, wie das Unrecht zu

bekämpfen ist, damit dem Leiden

Unschuldiger gewehrt wird. Und

Verantwortung übernehmen für die

Verletzlichkeit unseres Lebens und

der Welt, die Gott in unsere Hände

gegeben hat. In der trotzigen

Hoffnung, dass Gottes

schöpferische Kraft und sein lebensspendender

Geist unsere Fehler

korrigieren und über unserer eigenen

Möglichkeiten hinaus wirken.

Welche Erfahrungen machen Sie

mit der Verletzlichkeit des Lebens?

Und welche Fragen haben Sie

aufgrund dieser Erfahrungen an

den christlichen Glauben und die

Kirche? Ich freue mich, wenn Sie

mir schreiben:

verena.grueter@elkb.de

Ihre

Pfarrerin

Dr. Verena Grüter


26 In eigener Sache

Abschied nehmen in Ruhe und in Würde

Trauergottesdienste in der Reformations-Gedächtnis-Kirche

Ein geliebter Mensch ist

gestorben und Sie suchen

für den Abschied einen

geeigneten Ort?

Der Raum unserer Kirche

bietet einen würdigen

Rahmen, in dem ohne

Hektik und Zeitdruck ein

Trauergottesdienst gefeiert

werden kann.

Trauergottesdienste können

in der Reformations-

Gedächtnis-Kirche für alle

Menschen stattfinden, die

Mitglied in einer Kirche waren,

die zur Arbeitsgemeinschaft

christlicher Kirchen

gehört.

Der Gottesdienst muss von einem Pfarrer oder einer Pfarrerin gehalten

werden.

Trauergottesdienste in der Kirche sind bei Feuer- wie auch bei Erdbestattungen

möglich. Der Sarg wird nach dem Gottesdienst zum

Friedhof oder ins Krematorium überführt.

Wünschen Sie weitere Informationen? Oder möchten Sie einen

Termin vereinbaren? Dann wenden Sie sich bitte an unser

Pfarramt.


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Wir erstellen Ihre

Einkommensteuererklärung

(Für unsere Mitglieder i.R.d. §4 Nr. 11 StBerG)

Arbeitnehmer-

Steuerhilfe Delphin

(Lohnsteuerhilfeverein e. V.)

Beratungsstelle:

90409 Nürnberg, Gellertstrasse 6

Beratungsstellenleiter: Bernhard Neller

Tel. 09 11 / 3 66 88 61

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Nach Vereinbarung kommen wir gerne zu Ihnen.


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Wir treffen uns 31

Gemeindehaus

Berliner Platz 20

Bücherei

Mittwoch, 15.00 h – 17.00 h

Telefon während der Öffnungszeiten:

0160/32 38 967

Frauenkreis

Derzeit keine Treffen

Erika Mörgelin, Tel. 255 79 879

Gedächtnistraining

Derzeit keine Treffen

Katrin Dierkes

Infos im Pfarramt, Tel. 58 63 70

Aquarell- und Zeichengruppe

Derzeit keine Treffen

Frau Ulbrich, Tel. 55 16 03

Kreatives Arbeiten für Jedermann

Derzeit keine Treffen

Frau Ulbrich, Tel. 55 16 03

Jugendarbeit

Dienstag, 18.00 h

Jugendkeller,

Gemeindehaus Wöhrd, Rahm 26

Infos; Inga Ludvigsen

Kinderchor „Maxfeldspatzen“

Mittwoch, 15.00 h

Maria Schmidauer, Tel. 0173/585 77 44

Kantorei

Dienstag, 18.45 – 20.00 h

Ellen Müller, Tel. 35 59 05

Gospelchor „Sanjola“ (deutsch-afrikanisch)

Freitag, 18.30 h – 21.00 h

info@sanjola.de (Ursula Stein)

Posaunenchor

Montag, 19 h – 20.30 h

Simone Spaeth, Tel. 0162/3009819

Ensemble "Veeharfen-Klänge am Maxfeld"

Margret Kusterer, Tel. 0157/35226757

Tanzkreis

Voraussichtlich finden bis zum Ende der

Sommerferien keine Tanzkreise statt

Susanne Hiemeyer, Tel. 240 24 45

Heinrich-Schick-Haus

Schmausengartenstraße 10

Seniorengymnastik

Derzeit keine Treffen

Frau Thürauf, Tel. 35 72 84

Weitere Veranstaltungen siehe Aushang im

Haus

Konten

Kirchengemeinde (für Spenden): Sparkasse Nürnberg

IBAN: DE08 7605 0101 0001 1016 16

Diakonieverein: Sparkasse Nürnberg

IBAN: DE14 7605 0101 0005 0014 90

Gemeindeverein: Sparkasse Nürnberg

IBAN: DE33 7605 0101 0001 1494 72

Herausgeber:

Verantwortlich:

Redaktion:

Satz:

Ausgabe:

Druck:

Impressum

Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Nürnberg-Maxfeld

Pfarrerin Dr. Verena Grüter

Pfarrerin Dr. Verena Grüter, Pfarrerin Sonja Dietel, Jutta Meier,

Michael Scheuerer

Jutta Meier

Pfarramt

Nova-Druck Goppert GmbH, Nürnberg-Ziegelstein

Redaktionsschluss

für die nächste

Ausgabe ist der

6. Juli 2020

Eine Auswertung der kirchengemeindlichen Daten ist untersagt. Mit Namen gekennzeichnete Artikel geben

nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Artikel zu verändern und

zu kürzen.


32 Adressen in der Gemeinde

Reformations-Gedächtnis-Kirche

Berliner Platz 11 • 90489 Nürnberg

Pfarramt

Jutta Meier, Sekretärin

Berliner Platz 20 • 90489 Nürnberg

Telefon: 58 63 7-0 • Telefax: 58 63 7-23

Mo, Di, Do, Fr 9.00 bis 12.00 Uhr

Mi 15.00-18.00 Uhr

Maxfeld im Internet:

www.maxfeld-evangelisch.de

pfarramt.maxfeld-n@elkb.de

Pfarrdienst

Dr. Verena Grüter, Pfarrerin

Berliner Platz 18 • 90489 Nürnberg

Telefon: 58 63 711 • Telefax: 58 63 723

verena.grueter@elkb.de

Sonja Dietel, Pfarrerin

Schmausengartenstraße 8 • 90409 Nürnberg

Telefon: 801 94 325

sonja.dietel@elkb.de

Solveig Umbreit, Vikarin

Telefon: 0157 750 58625

solveig.umbreit@elkb.de

Christopher Krieghoff, Dekan

Schmausengartenstraße 8 • 90409 Nürnberg

Telefon: 366 77 25 • Telefax: 366 77 28

christopher.krieghoff@elkb.de

Hausmeister

Michael Kemper

Diakoniestation

Schwester Heike Riechert, Standortleitung

Schmausengartenstraße 10 • 90409 Nürnberg

Telefon: 30003-130

Kinderhaus Schatzkiste Berliner Platz 18

Paul Wilke, Leitung

Telefon: 597 155 04 • Telefax: 597 155 09

Mo-Fr, 14.00-15.00 Uhr

www.ekin-nuernberg.de

Kita.ekin.schatzkiste@elkb.de

Kindergarten Mörlgasse 22

Heidi Dotterweich, Leitung

Telefon: 35 17 82

www.ekin-nuernberg.de

Kita.ekin.moerlgasse@elkb.de

Öffentliche Gemeindebücherei

Miriam Reuthlinger

Telefon: 580 73 33

Seniorennetzwerk Nordstadt

Di, 15-17.00 und Do, 9.00-11.00 Uhr

Monika Ittner, Koordinatorin

Telefon 30003-139

monika.ittner@diakonieneuendettelsau.de

Jugendreferentin

Inga Ludvigsen (in Elternzeit)

Telefon: 597 53 070

Inga_Ludvigsen@hotmail.com

Kirchenmusik

Thomas Schumann, Kirchenmusikdirektor

Erlenstegenstraße 6 • 90491 Nürnberg

Telefon: 587 49 08 • Telefax: 59 74 344

dkthomasschumann@arcor.de

Kirchenvorstand

Sabine Altrichter, Vertrauensfrau

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