Beilagen 2019

valais

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Impressum

Texte

Grafik

Titelbild

Valais/Wallis Promotion

Forme

Pascal Gertschen

Leukerbad

Im Wallis gedruckt.

© 2020 Valais/Wallis Promotion


Inhalt.

Human Resources und Organigramm. 04

Vorstand und Mitglieder. 05

Rechnung. 06

Aufteilung Einnahmen/Ausgaben. 07

Rechnung und Bilanz. 08

Bericht der Revisionsstelle. 09

Protokoll der 7. GV von VWP. 10


Human Resources und Organigramm.

Das Team

VWP will nicht nur als Kompetenzzentrum für die branchenübergreifende

Kommunikation und Promotion des Wallis in der

Schweiz und im Ausland gelten, sondern auch als attraktiver

Arbeitgeber. Menschlichkeit, Qualität, Dynamik und Nachhaltigkeit

sind die zentralen Werte, die den Arbeitsalltag von VWP

prägen. Die Promotionsorganisation setzt dabei auf eine lebendige

Unternehmenskultur und ermutigt die Mitarbeitenden zu

Weiterbildungen und einer anhaltenden Weiterentwicklung

ihrer Kompetenzen.

CEO

Damian Constantin

Service Center

& Administration

Corporate

Communications

Erlebnis- &

Marktmanagement

Marketing

& Kommunikation

Business

Development

Mathias Fleischmann

• Kompetenzzentrum Erlebnisse

• Marktbearbeitung (Schweiz,

Nahmärkte, Fernmärkte)

Alessandro Marcolin

• Kommunikation & Produktion

• Content Management

• Digital Marketing & Social Media

Raphaël Favre

• Brand Development

• Event Management

• Strategische Partnerschaften und

Projekte

47

Mitarbeitende (42,3 VZÄ)

davon 3 unter MRAG-Mandat (2,8 VZÄ)

4

PraktikantInnen

1

Auszubildende

4


Vorstand und Mitglieder.

Weitere Informationen

Vorstand

Karin Perraudin

Präsidentin von Valais/Wallis

Promotion (VWP)

Yvan Aymon

Präsident des Verbands der

Unternehmen Valais

excellence

Willy Giroud

Präsident der Walliser

Landwirtschaftskammer

Bernard Bruttin

Präsident der Walliser

Industrie- und

Handelskammer

Beat Rieder

Präsident der Walliser

Tourismuskammer

Thomas Elmiger

Landgut Pfyn AG

Paul-Marc Julen

Hotelier und

Verwaltungsratspräsident

von Zermatt Tourismus

Jean-Daniel Clivaz

Hotelier und Präsident von

Crans-Montana Tourismus &

Kongress

Vincent Bonvin

Direktor von Marcel Bonvin

& Fils SA

Intersektorielles Konsultativorgan

Sandrine Foschia

Verband der Unternehmen Valais excellence

Luc Fellay

Walliser Tourismuskammer

Pierre-Yves Felley

Walliser Landwirtschaftskammer

Vincent Riesen

Walliser Industrie- und Handelskammer

293

Mitglieder

(Mitgliederliste am 30.11.2019)

5


Rechnung.

Der Jahresabschluss 2019 von Valais/Wallis Promotion weist

Einnahmen von rund CHF 12,45 Mio. bei Ausgaben in Höhe

von nahezu CHF 12,6 Mio. aus. Der Ausgabenüberschuss von

CHF 147 505.87 wird vom Ende 2018 übertragenen Saldo

aus der Programmvereinbarung 2017–2020 in Abzug

gebracht, wie in Art. 14 Abs. 2 der Verordnung über die

Schaffung der Walliser Gesellschaft zur Standortpromotion

vorgesehen. In dieser ist festgelegt, dass das Budget von

VWP über die vier Jahre der vom Grossen Rat genehmigten

Programmvereinbarung hinweg ausgeglichen sein muss.

Der Ausgabenüberschuss konnte gegenüber dem Budget

begrenzt werden durch die höher als erwartet ausgefallenen

Beteiligungen Dritter an zahlreichen Projekten wie der Promotion

von lokalen Produkten, der Entwicklung von Erlebnissen

oder den Aktivitäten im Rahmen des Volksmusikfests. Zudem

erlaubte die rigorose Projektüberwachung durch die Leiter der

Business Units, die Ausgaben im Rahmen zu halten und Budgets

für unvorhergesehene Projekte zu sprechen. So konnten

durch die Senkung der Kosten für die Website und den Handel

die Herbstkampagne verstärkt, die Marke Wallis als Qualitätslabel

bekannt gemacht und erste Aktivitäten zur Förderung

des Wallis als Wohn- und Arbeitsort durchgeführt werden.

Die Beteiligung von Dritten sowie die Unterstützung der Loterie

Romande ermöglichten es, das Budget für die Organisation

der Walliser Präsenz an der Fête des Vignerons zu erhöhen.

Auch die Vermarktung auf den Fernmärkten durch die Matterhorn

Region AG (MRAG) wirkte sich auf den Jahresabschluss

2019 von VWP aus. Während der jährliche Beitrag von VWP

an die Promotionsaktivitäten in den von der MRAG bearbeiteten

Märkten dem Budget entspricht, führt bei VWP die Integration

der Backoffice-Mitarbeitenden ab 1. September 2019 zu

einem Anstieg der Personalkosten, welche durch die Einnahmen

aus diesem Mandat ausgeglichen werden. Der Saldo der

Entwicklungskosten für die B2B-Buchungsplattform sowie die

Finanzierung durch das Förderprogramm Innotour wurden vollständig

in den Konten von VWP verbucht, obwohl dieses Instrument

von der MRAG genutzt wird. Über das ganze Jahr

gesehen haben diese Aktivitäten keinen Einfluss auf das Ergebnis

von VWP, erhöhen aber die Aufwände und Erträge um mehr

als CHF 120 000.–.

Die übrigen im Businessplan 2019 vorgesehenen Promotionsmassnahmen

wurden im Rahmen des planmässigen Budgets

umgesetzt. 63,2% der Aufwendungen von VWP oder 87,1%

der Aufwendungen inklusive der diesen Aufgaben zugeordneten

Personalkosten entfallen auf diese Promotionsaktivitäten.

Dazu zählen einige sehr umfangreiche Projekte. Auch wenn die

einzelnen Aktivitäten in diesem Jahresbericht detailliert

beschrieben sind, möchten wir an dieser Stelle diejenigen hervorheben,

die deutliche Auswirkungen auf den Jahresabschluss

2019 hatten: die Sommer- und Winterkampagnen 2019, die

kontinuierliche Optimierung der Website wallis.ch, die Publikation

und Distribution von zwei Ausgaben des Magazins WAL-

LIS sowie die verschiedenen Kooperationen mit Schweiz Tourismus

in den internationalen Märkten.

Die Walliser Partner von VWP beteiligten sich aktiv an den

Promotionsaktivitäten (themenspezifisch und marktspezifisch).

Dies entspricht dem Bestreben von VWP, Synergien zu nutzen

und die Partner so oft wie möglich einzubeziehen. Die Beiträge

der Partner beliefen sich im Berichtsjahr auf nahezu CHF 1 Mio.

Die Loterie Romande unterstützte ihrerseits die Sommer- und

Winterkampagne 2019 mit CHF 500 000.– und die Präsenz

des Wallis an der Fête des Vignerons mit CHF 40 000.–.

Die Bilanzsumme per 31. Dezember 2019 beläuft sich auf über

CHF 1,5 Mio. Die Aktiven setzen sich vornehmlich aus liquiden

Mitteln und antizipativen Aktiven zusammen. Letztere sind

Anfang 2020 zugeflossen. Die zu bezahlenden Verbindlichkeiten

sowie der Reservefonds und der Saldo des Rahmenkredits

2017–2020 decken den Grossteil der Passiven. Es sei darauf

hingewiesen, dass der Reservefonds von CHF 581 000.– dem

Saldo des Rahmenkredits 2013–2016 entspricht und nur unter

ganz bestimmten Bedingungen verwendet werden kann. Der

Saldo des Rahmenkredits 2017–2020 beläuft sich per

31. Dezember 2019 auf CHF 188 000.– und wird 2020 zur

Deckung des budgetierten Verlustes verwendet. Damit ist das

Budget konform zur Programmvereinbarung ausgeglichen.

6


Aufteilung Einnahmen/Ausgaben.

CHF 12,6 mio.

Aufteilung der

Ausgaben 2019

CHF 12,4 mio.

Aufteilung der

Einnahmen 2018










Organe und Administration

Gehälter Marketing und Kommunikation

Marketing und Kommunikation

Gehälter Aktivitäten in den Märkten

Aktivitäten in den Märkten

Subventionen des Staats Wallis gemäss Rahmenkredit

Loterie Romande

Beiträge und Klub der Unternehmen

Beteiligung Dritter an Aktivitäten

Andere Subventionen

Anzère

7


RECHNUNG Rechnung 2017 Budget 2018 Rechnung 2018

Ertrag 12 732 382,90 11 870 000 12 450 932,17

Subventionen des Staats Wallis 10 000 000,00 10 000 000 10 000 000,00

Loterie Romande 500 000,00 500 000 540 000,00

Mitgliederbeiträge 180 020,00 190 000 179 669,35

Klub der Unternehmen Wallis 210 000,00 210 000 220 000,00

Beteiligungen Dritter an Promotionsaktivitäten 70 142,00 50 000 91 734,70

Beteiligungen Dritter an Marketingaktivitäten 555 979,25 135 000 431 582,72

Beteiligungen Dritter an der Kooperation mit Schweiz Tourismus 227 820,00 200 000 206 010,00

Beteiligungen Dritter am Informationsmaterial 50 047,45 80 000 32 074,70

Beteiligungen Dritter am Produktmarketing 104 416,75 20 000 93 621,00

Subventionen des Staats Wallis an der Landwirtschaftspromotion 250 000,00 250 000 250 000,00

Subvention von Innotour für die Kommerzialisierung 375 000,00 0,00 50 000,00

Subvention des Staats Wallis für die Marke Wallis 30 000,00 0,00 0,00

Subvention des Staats Wallis für den kantonalen Tag an der Fête des Vignerons 50 000,00 200 000 215 000,00

Subvention des Staats Wallis für das Aprikosenfest 80 000,00 0,00 0,00

Verschiedene Erträge 48 957,45 35 000 141 239,70

Aufwand 12 994 407,90 12 170 000 12 598 438,04

Verbandsorgane 151 922,50 180 000 153 596,85

Generalversammlung und Verschiedenes 18 922,30 40 000 17 602,10

Vorstand 133 000,20 140 000 135 994,75

Administration, Infrastruktur, allgemeine Kosten 1 501 344,85 1 525 000 1 466 819,69

Gehälter Administration 724 924,65 690 000 704 261,55

Sozialleistungen 166 129,85 150 000 170 222,95

Spesen Personal 118 906,00 110 000 108 559,50

Finanzspesen und Versicherungen 4 950,18 5 000 5 898,59

Miete und Büroeinrichtung 137 490,00 140 000 136 646,40

Büroaufwand und -material 132 490,75 145 000 143 445,80

Büromobiliar und -maschinen 1 959,50 15 000 12 900,95

Abschreibungen 0,00 20 000 0,00

Beitragszahlungen 29 418,30 30 000 28 927,50

Qualitätsmanagement 10 189,85 5 000 3 144,45

Corporate Communications 55 603,95 60 000 59 046,35

Klub der Unternehmen Wallis 28 567,45 70 000 20 031,10

Business Forum 23 537,30 25 000 21 118,45

nicht erstattungsfähige MwSt. 32 017,22 40 000 26 471,05

Diverse Kosten 35 159,85 20 000 26 145,05

Marketing/Kommunikation 6 998 838,55 6 228 000 6 784 487,90

Gehälter Marketing/Kommunikation 1 481 827,80 1 500 000 1 471 460,10

Sozialleistungen Marketing/Kommunikation 313 123,15 350 000 326 556,95

Kommunikationskampagnen 3 135 199,30 2 643 000 2 693 432,80

Broschüren und Promotionsmaterial 854 258,45 470 000 764 779,75

Web und digitale Plattformen 492 505,75 545 000 460 621,15

Verwaltung der Marke Wallis und Kontrolle 108 720,20 40 000 80 315,60

Unterstützung Kommunikation und Nebenerzeugnisse 91 827,55 140 000 201 911,80

Valorisierung Subventionen des Staats Wallis 114 078,40 80 000 170 672,65

Kantonaler Tag an der Fête des Vignerons 74 848,95 150 000 270 279,05

nicht erstattungsfähige MwSt. Marketing/Kommunikation 332 449,00 310 000 343 854,70

Diverse Kosten 0,00 0 603,35

Erlebnisse und Märkte 4 342 302,00 4 237 000 4 193 533,60

Gehälter Erlebnisse und Märkte 846 270,65 960 000 1 013 484,50

Sozialleistungen Erlebnisse und Märkte 181 570,95 200 000 208 298,20

Kooperation mit Schweiz Tourismus 1 019 586,00 1 113 000 1 186 610,00

Promotion (breite Öffentlichkeit) 134 974,30 212 000 161 955,55

Medienreisen ins Wallis 154 026,40 240 000 154 154,45

Medienarbeit in den Märkten 81 822,70 115 000 102 665,75

Verkaufspromotion und Kooperation 461 112,05 472 000 420 148,80

Entwicklung des Buchungstools 465 967,50 0,00 39 166,80

Implementierung von Produkten und Erlebnissen 366 793,45 355 000 226 535,65

Promotion mit den Branchenverbänden 228 373,50 250 000 269 459,65

Andere Marketingaktivitäten 211 387,50 170 000 247 520,75

nicht erstattungsfähige MwSt. Erlebnisse und Märkte 190 417,00 150 000 163 533,50

Saldo/Überschreitung (–) des jährlichen Rahmenkredits -262 025,00 -300 000 -147 505,87

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BILANZ PER 31, DEZEMBER 2018 2019

Aktiven 1 835 627,60 1 542 546,33

Kasse 4 764,50 2 874,80

WKB K/K 101,854,5009 1 289 624,20 951 717,80

Titel 1,00 1,00

Aktien Matterhorn Region AG 75 000,00 75 000,00

Guthaben 466 235,90 512 950,73

Mobiliar 1,00 1,00

Maschinen und IT 1,00 1,00

Passiven 1 835 627,60 1 542 546,33

Kreditoren 843 224,05 597 148,65

Im Voraus erhaltene Einnahmen 0,00 100 500,00

Darlehen des Staats Wallis für die Matterhorn Region AG 75 000,00 75 000,00

Reservefonds 581 600,00 581 600,00

Saldo des Rahmenkredits (inkl. Saldo/Überschreitung dieses Jahres) 335 803,55 188 297,68

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Protokoll der 7. Generalversammlung

von Valais/Wallis Promotion.

Donnerstag, 9. Mai 2019

Clinique romande de réadaptation SUVA, Sitten

10.30 bis 12.30 Uhr

Traktandenliste

1. Eröffnung der Generalversammlung

2. Begrüssung

3. Protokoll der Generalversammlung vom 25. Mai 2018

4. Geschäftsbericht 2018

5. Jahresrechnung 2018 und Entlastung der verantwortlichen Organe

6. Ersatzwahl

7. Imagestudie

8. Perspektive 2019

9. Rahmenabkommen und Strategie 2021–2024

10. Fragen und Abschluss

1. Eröffnung der Generalversammlung

Eröffnung der Generalversammlung von Karin Perraudin. Die

Präsidentin von Valais/Wallis Promotion (nachstehend VWP)

begrüsst die Anwesenden Gilles Martin, Vizepräsident des

Grossen Rats des Kantons Wallis, Philippe Varone, Präsident

der Stadt Sitten, und Eric Bianco, Chef der Dienststelle für

Wirtschaft, Tourismus und Innovation. Sie entschuldigt Christophe

Darbellay, Staatsrat und Vorsteher des Departements für

Volkswirtschaft und Bildung, der aufgrund der Tätigkeiten des

Grossen Rats verhindert ist, und dankt Beat Eggel, Verantwortlicher

Kommunikation und Marketing der Westschweizer Reha-

Klinik für die Zurverfügungstellung der Räumlichkeiten.

2. Begrüssung

Ansprache von Gilles Martin

Gilles Martin, Vizepräsident des Grossen Rats des Kantons

Wallis, überbringt der Versammlung die Grüsse des Grossen

Rats des Kantons Wallis, insbesondere der Präsidentin Anne-

Marie Sauthier-Luyet. Er beglückwünscht VWP und seine Mitglieder

zu ihrer Arbeit, ihrem Engagement bei der Promotion

des Kantons und der Förderung der Walliser Wirtschaft. Der

Erfolg aller, mit der Unterstützung von VWP, schafft einen spürbaren

Mehrwert und Arbeitsplätze für die Bevölkerung. Die

positiven Ergebnisse des Geschäftsjahres 2018 sind dem Teamgeist

und dem Engagement von VWP zu verdanken. Das Parlament

möchte das Rahmenabkommen verbessern und die

beantragten Kredite freigeben, damit sie den Akteuren zugutekommen,

die sie benötigen. Der Grosse Rat setzt sein ganzes

Vertrauen in VWP. Er zählt auf VWP, um das Image und die

Bekanntheit des Kantons auszubauen und die Kreation und

Vermarktung von Walliser Produkten fortzusetzen. Gilles Martin

stellt fest, dass der übertriebene Regionalismus, der die

wirtschaftliche Dynamik bremst, eines der grössten Hindernisse

für die Entwicklung darstellt. Er ermutigt VWP, seine

Bemühungen fortsetzen, es sei bereits auf dem richtigen Weg.

Abschliessend wünscht er den 300 Vereinsmitgliedern ein

erfolgreiches Jahr 2019.

Ansprache von Philippe Varone

Philippe Varone, Präsident der Stadt Sitten, überbringt die

Grüsse seiner Gemeindebehörden. Die Stadt Sitten mit ihren

35 000 Einwohnern und 100 000 Einwohnern in der Agglomeration

hat sich zwei grossen Herausforderungen gestellt.

Die erste ist, mit dem Campus Energypolis eine Universitätsstadt

zu werden. Die Stadt erlebt eine städtebauliche Dynamik

und wächst in die Höhe mit grossen Bauprojekten (z. B.

Cour de Gare). Die zweite Herausforderung besteht in der

Fusion mit Les Agettes im Jahr 2017. Die Gemeinde wurde zu

einer Berggemeinde und muss nun eine Antwort auf die Frage

finden, wie sich Berg und Tal in Sachen Mobilität miteinander

vereinbaren lassen. Die Verbindung zwischen Sitten und Veysonnaz

wird erwähnt. Philippe Varone ist überzeugt, dass diese

beiden Herausforderung langfristig eine andere Vision für die

Stadt und ihre Partnergemeinden bringen werden.

Ansprache von Éric Bianco

Eric Bianco, Chef der Dienststelle für Wirtschaft, Tourismus

und Innovation, erklärt, dass der Staatsrat die Fachleute ihre

Arbeit selbstständig machen lassen wolle, wie es für VWP im

Bereich der Promotion der Fall sei. Er begrüsst die Bemühungen

von VWP, seine Tätigkeiten mit dem Regierungsprogramm

in Einklang zu bringen, und hofft, dass der branchenübergreifende

Ansatz der Organisation, die noch viel zu häufig als reine

Tourismusorganisation wahrgenommen wird, besser sichtbar

werden wird, insbesondere was die Aufwertung der Unternehmen

und Kompetenzen des Wallis betrifft. Das Wallis ist ein

idealer Arbeitsort. Leider klagen die Walliser Unternehmen

über einen Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. VWP hat

unter anderem die Aufgabe, die Leute zu animieren, zum Arbeiten

ins Wallis zu kommen. Dies erfordert einen langfristigen

10


Einsatz, der mit Projekten wie WIWA bereits in die Praxis umgesetzt

wurde. Dieses wurde vorerst im Oberwallis lanciert und

soll in der Folge auf den ganzen Kanton ausgeweitet werden.

Eric Bianco betont, wie wichtig es sei, die Verbindungen zwischen

der Wirtschaftsförderung und dem Willen zur Entwicklung

des Kantons zu stärken.

Eröffnungsrede von Karin Perraudin

Die Präsidentin blickt auf die grössten Erfolge im Geschäftsjahr

2018 zurück. Sie erläutert, dass dieses ein Jahr der Konsolidierung

gewesen sei, sowohl im Hinblick auf die Arbeit von

VWP entlang der gesamten Wertschöpfungskette als auch hinsichtlich

der Partnerschaften. Ausserdem wurden die ersten

destinationsübergreifenden Wallis-Erlebnisse vermarktet und

Kooperationen intensiviert. Denn nur gemeinsam wird es möglich

sein, das Wallis nicht nur als Feriendestination, sondern

auch als Lebens- und Arbeitsort zu positionieren. Die Präsidentin

ermutigt VWP und seine Partner, sich an neuen Kommunikationswegen

zu versuchen und mit dem innovativen

Modell der branchenübergreifenden Vermarktung fortzufahren.

Sie bedankt sich bei den Mitgliedern und Partnern für ihre

Unterstützung und ihr Vertrauen im vergangenen Jahr sowie

bei den Mitarbeitern von VWP für ihr Engagement. Die vorgelesene

Traktandenliste wird angenommen.

3. Protokoll der Generalversammlung vom

25.05.18

95 Mitglieder mit einem Total von 123 Stimmen sind anwesend.

Bestimmung der Stimmenzähler durch Karin Perraudin: Stéphane

Sauthier und Matthias Supersaxo. Das Protokoll der GV

vom 25. Mai 2018 wird von den anwesenden Mitgliedern einstimmig

angenommen, die Abstimmung erfolgt durch

Handzeichen.

4. Geschäftsbericht 2018

Ansprache von Damian Constantin, Direktor von VWP, der auf

das Geschäftsjahr 2018 zurückblickt. Er weist darauf hin, dass

VWP und seine Partner das Ziel verfolgen, den Gästen und

den Einwohnern des Wallis ein unvergessliches Erlebnis zu bieten.

Er erklärt, dass entlang der gesamten Wertschöpfungskette

angesetzt werden müsse, um einen ganzen Kanton zu

vermarkten.

Analyse

Dank der Zusammenarbeit mit seinen Partnern, wie dem

Walliser Tourismus Observatorium, Business Valais, der

Stiftung The Ark und der HES-SO Valais/Wallis, kennt

VWP die Bedürfnisse und Erwartungen seiner Kunden.

Dank der Kundensegmentierung kann VWP sich gezielter

an die Gäste richten und so gemeinsam mit seinen

Partnern passende Angebote erstellen. Es wurden

Schwerpunktthemen identifiziert, nämlich Weintourismus

und Gastronomie, Wintersport, Familienerlebnisse

und Velo/Mountainbike.

Produkte und Erlebnisse

Seit 2017 entwickelt VWP in Zusammenarbeit mit den

Lenkungsausschüssen der jeweiligen Themenbereiche

destinationsübergreifende und kantonale Erlebnisse und

schafft so neue Angebote im Wallis. Das Team «Erlebnismanagement»

von VWP arbeitet mit einem standardisierten

Produktentwicklungsprozess und garantiert so

einen gemeinsamen, umfassenden Ansatz. Damian Constantin

betont, dass die neuen Produkte des Wallis in Form

von Erlebnissen erfahrbar gemacht werden müssen. Ein

Produkt für sich allein bringt nicht viel, wenn es nicht Teil

eines Gesamterlebnisses ist. Er weist darauf hin, dass das

Rhonetal oft vergessen wurde, zum Beispiel bei den

Weintourismusprodukten. Die Wallis-Erlebnisse sollen

das ändern und verknüpfen Berg- mit Talprodukten. Der

Direktor stellt die 2018 fertiggestellt und konkretisierten

Erlebnisse vor.: «Skisafari», «Weintourismus», «Weinweg»,

«Schatzsuche» und «Wallis Velo Tour».

Promotion

Um Image und Bekanntheitsgrad des gesamten Wallis

mithilfe der Marke Wallis zu stärken, setzt VWP auf eine

integrierte 360-Grad-Kommunikation. Damian Constantin

blickt auf die Hauptaktivitäten 2018 zurück:

Die Marke Wallis

Sämtliche Kommunikationsmassnahmen von VWP entsprechen

den Leitlinien der Marke Wallis, um ein einheitliches Image und

einen hohen Erkennungswert zu gewährleisten. Die Partner

können von der Marke Wallis und ihrer visuellen Identität profitieren

und sie auf verschiedene Weise integrieren. Der Direktor

ermutigt sie, noch mehr über diese Marke zu kommunizieren,

die für die Region, aber auch für Qualität steht. Bis heute

zählt die Marke Wallis 54 zertifizierte Produkte. Sie war an 23

Veranstaltungen mit insgesamt 694 400 Besuchern präsent.

Winterkampagne 2017/18

Im November 2018 hat VWP mit 10 Partnern seine Winterkampagne

2017/18 auf dem Schweizer Markt lanciert. Der TV-

Spot «Ode an das Wallis» hat insgesamt 2,3 Mio. Personen

erreicht, die 6. Ausgabe des Magazins WALLIS mit einer Leserschaft

von mehr als einer Million ist als Beilage der L’Illustré

und der Schweizer Illustrierten erschienen, und über 652 000

Einzelbesucher haben die Website wallis.ch aufgerufen.

Sommerkampagne 2018

Im April 2018 lancierte VWP in Zusammenarbeit mit 7 Partnern

eine Sommerkampagne auf dem Schweizer Markt. 9,2

Mio. Menschen wurden im Zielsegment über den TV-Spot

«Ode an das Wallis» erreicht, die 7. Ausgabe des Magazins

WALLIS wurde veröffentlicht und der Clip «Wallis macht süchtig»

verbreitete sich viral in den sozialen Medien mit mehr als

2,6 Mio. Views.

Herbstkampagne 2018

VWP hat erstmals seine eigene Herbstkampagne in enger

Zusammenarbeit mit Schweiz Tourismus lanciert, um den Fokus

auf den Ganzjahrestourismus zu richten. VWP hat Herbstvideos

erstellt, die fast 250 000 Personen erreicht haben, und

das Wallis war im Herbstmagazin mySwitzerland von Schweiz

Tourismus mit einer Auflage von 829 000 Exemplaren

vertreten.

Medienarbeit

2018 hat VWP ein neues Format für die Medienarbeit in der

Schweiz lanciert: «Wallisär Gschichtä». Ziel dieser Geschichten

ist es, den Menschen einmal im Monat weniger bekannte

Aspekte des Wallis, abseits der Klischees, in Form von Erzäh-

11


lungen von Walliser Persönlichkeiten mit einer besonderen

Geschichte näherzubringen. 2018 wurden 40 Medienmitteilungen

in die Schweiz und ins Ausland versandt, 163 Medienanfragen

in der Schweiz bearbeitet und 501 Journalisten zu

destinationsübergreifenden Reisen im Wallis empfangen.

Digitale Kommunikation

Im Jahr 2018 nahm der Traffic auf wallis.ch um 16 % zu. Insgesamt

wurden 2 Millionen Besuche verzeichnet, über die Hälfte

davon von Smartphones aus. Die meistgesuchten Aktivitäten

sind Wandern, Thermalbäder und Suonen. In den sozialen

Netzwerken wurden 12 987 570 Personen über die verschiedenen

Aktivitäten erreicht. Die Community ist seit 2017 um 19

% auf 164 150 Mitglieder angewachsen.

Marktbearbeitung

Die Vermarktung in den nahen Märkten beruht auf einer engen

Zusammenarbeit mit Schweiz Tourismus und langfristigen Promotionspartnerschaften.

Neben der Präsenz in den jeweiligen

Märkten sind die Medienreisen und Einladungen von Reiseveranstaltern

ins Wallis wichtig, um die Region und ihre Vorteile

bekannt zu machen. Damian Constantin nennt ein Beispiel für

eine grosse Aktion auf jedem Markt, wie die Zusammenarbeit

mit dem deutschen Magazin «Walden», die Partnerschaft mit

der Skihalle Aspen in Antwerpen und die Präsenz des Wallis

am Six Day Event in London. Für die Werbeaktivitäten in den

entfernten Märkten ist die MRAG zuständig. Dazu gehören zum

Beispiel die Teilnahme an der World Winter Sports Expo in

Peking oder das Medienevent Extravaganza mit LGMR in

Toronto, Vancouver und Los Angeles.

Partnerschaften

Damian Constantin betont die Bedeutung der Partnerschaften

und blickt auf die wichtigsten Aktionen des vergangenen

Jahres zurück. Im Januar 2018 hat VWP VWPnet lanciert, um

seinen Partnern sämtliche Informationen zur Verfügung zu stellen.

231 Partner sind auf dieser Plattform angemeldet. VWP

und das Bureau des Métiers haben gemeinsam ein Sondermodell

des Walliser Vestons Dr’Jope entworfen, welches das herausragende

Know-how und die Kompetenzen der Walliser

Unternehmen widerspiegeln soll. Um die verschiedenen Facetten

und Stärken des Walliser Wirtschaftsgefüges bekannter zu

machen, veröffentlicht VWP regelmässig mit Unterstützung des

Klubs der Unternehmen Wallis Videoclips unter dem Titel

«RECTO VERSO – das Wallis in Bewegung». 2018 wurden 8

Videos erstellt, die insgesamt 1 250 000 Aufrufe verbuchen.

Auch mit den Landwirtschaftsbranchenverbänden wird intensiv

zusammengearbeitet: Zur Eröffnung der Aprikosensaison

hat VWP mit der IFELV eine Werbekampagne geführt, und von

Juli bis Dezember 2018 wurden mit einer Plakatkampagne Walliser

Regionalprodukte (1073 Plakate in der West- und der

Deutschschweiz) beworben.

Vermarktung

Um der Walliser Wirtschaft einen spürbaren Mehrwert zu bieten,

müssen auf die Promotion entsprechende kommerzielle

Massnahmen folgen. VWP unterstützt diese mit einer Metasuchmaschine

für Unterkünfte im Wallis, verschiedenen

Geschäftspartnerschaften und vor allem durch die Zusammenarbeit

mit verschiedenen Leistungsträgern in der MRAG. Letztere

vermarktet die Wallis-Erlebnisse in den Fernmärkten. Ende

August 2018 lancierte die MRAG einen digitalen Wallis-Marktplatz,

um die Online-Buchung von destinationsüber- greifenden

Angeboten weiter zu professionalisieren und zu vereinfachen.

Langfristiges Ziel ist es, die Plattform sowohl für die

Nahmärkte als auch für die Endkun- den zugänglich zu machen

(B2C).

Damian Constantin macht die Versammlung darauf aufmerksam,

dass weitere Details zu den Aktivitäten von VWP im Jahr

2018 im Geschäftsbericht nachzulesen seien.

5. Jahresrechnung 2018 und Entlastung der

verantwortlichen Organe

Präsentation der Jahresrechnung 2018 von VWP durch den

Finanzverantwortlichen Patrick Rey. Der Jahresabschluss weist

Einnahmen von rund CHF 12,7 Mio. bei Ausgaben in Höhe von

fast CHF 13 Mio. aus. Der Ausgabenüberschuss von CHF 262

025.– resultiert hauptsächlich aus der Verstärkung der Winter-

und Sommerkampagnen sowie aus der Produktion von

Fotos und Videos für die Verbreitung auf unseren verschiedenen

Medien. Zu beachten ist auch, dass die Subventionen des

Staates Wallis für die Förderung der Marke Wallis an der Foire

du Valais, für die Organisation der Walliser Präsenz bei der

Fête des Vignerons und für das Aprikosenfest im Vergleich zum

geplanten Budget zu Mehreinnahmen von CHF 150 000.–

geführt haben, damit verbunden aber gleichzeitig auch die Ausgaben

für das Geschäftsjahr 2018 stiegen. Auch die Vermarktung

auf den Fernmärkten durch die MRAG wirkte sich auf den

Jahresabschluss 2018 von VWP aus. Die Entwicklungskosten

für die Buchungsplattform wurden hinzugerechnet und vollständig

im Jahresabschluss von VWP verbucht, obwohl dieses

Tool von der MRAG verwendet wird. Die Kosten werden durch

einen Innotour-Beitrag gedeckt. Während der Projektdauer

hat dieses Vorhaben keinen Einfluss auf das Ergebnis von VWP,

erhöht aber die Aufwendungen und Erträge um mehr als CHF

450 000.–. Es folgen weitere Erläuterungen zu den wichtigsten

Positionen der Jahresrechnung 2018. Die Bilanzsumme per

31. Dezember 2018 beläuft sich auf über CHF 1,8 Mio. Die Aktiven

setzen sich vornehmlich aus liquiden Mitteln und antizipativen

Aktiven zusammen. Die zu bezahlenden Verbindlichkeiten

sowie der Reservefonds und der Saldo des Rahmenkredits

2017–2020 decken den Grossteil der Passiven.

Christian Melly, Chef des kantonalen Finanzinspektorats, verliest

den Prüfungsbericht zum letzten Mal. Dieser Bericht

bestätigt für 2017 die ordnungsgemässe und genaue Buchführung

von VWP und empfiehlt die Entlastung der verantwortlichen

Organe. Er dankt Patrick Rey für seine Arbeit und seine

Gewissenhaftigkeit.

Karin Perraudin dankt an dieser Stelle Christian Melly für die

langjährige Zusammenarbeit und die Aufgeschlossenheit, die

er in den Kanton eingebracht hat. Christian Melly war ein Partner,

der die Entscheidungen von VWP immer wieder infrage

stellte, aber stets zur Stelle war, um Lösungen zu finden. Die

Präsidentin dankt ihm für sein Vertrauen und wünscht ihm

einen schönen, wohlverdienten Ruhestand. Die Präsidentin

schlägt vor, die Jahresrechnung und den Jahresbericht zu

genehmigen. Die Abstimmung erfolgt per Handzeichen. Der

Vorschlag wird von der Mehrheit der anwesenden Mitglieder

angenommen. Über die Entlastung der verantwortlichen

Organe wird ebenfalls per Handzeichen abgestimmt. Sie wird

von den anwesenden Mitgliedern einstimmig angenommen.

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6. Ersatzwahl

Karin Perraudin stellt die Zusammensetzung des Vorstands von

VWP sowie seine Neubesetzung vor. Sie stellt das neue Mitglied

Paul-Marc Julen, Präsident von Zermatt Tourismus, vor.

Letzter hat sich wegen Familienurlaubs entschuldigt. Die Wahl

von Paul-Marc Julen wird der Versammlung unterbreitet und

einstimmig angenommen. Die Abstimmung erfolgt durch Handzeichen.

Die Präsidentin dankt Markus Hasler für seine sechsjährige

Tätigkeit im Vorstand von VWP. Er hatte ein sehr klares

Verständnis der Rolle eines jeden und insbesondere derjenigen

von VWP. Sie lobt den gegenseitigen Austausch, seinen

Respekt und seine Offenheit. Markus Hasler hat nicht nur einen

sehr positiven Beitrag für VWP, sondern auch und vor allem

für das Wallis geleistet. Die Präsidentin wünscht ihm viel Erfolg

bei seinen zukünftigen Tätigkeiten.

7. Imagestudie

Damian Constantin kommt noch einmal kurz auf die Ende 2018

durchgeführte Imagestudie zu sprechen. Ziel der Studie war

es, die Auswirkungen der Kommunikation auf den Bekanntheitsgrad

und das Image des Kantons zu untersuchen und aufzuzeigen,

wo zusätzliche oder neue Investitionen notwendig

sind. Der Direktor hebt hervor, dass sich der Bekanntheitsgrad

der Marke Wallis seit der ersten Befragung im Jahr 2014, in

dem VWP seine Aktivitäten aufgenommen hat, verdoppelt hat.

Die Besuchsabsicht nimmt ebenfalls zu. Was den Allgemeineindruck

betrifft, so wird das Wallis als Ferienregion und bisher

kaum als Lebens- und Arbeitsort wahrgenommen. Die Tendenz

geht hin zum Ganzjahrestourismus, und die sechs

meistgesuchten Erlebnisse sind: Natur, Winterzauber, Energie

tanken, Aktivferien, Herbst und Sommerpracht. Der Direktor

erklärt in Bezug auf den Bekanntheitsgrad des Wallis im Vergleich

anderen Alpenregionen, dass das Wallis gegenüber Tirol

oder Südtirol über einen geringen Bekanntheitsgrad verfügt.

Grund dafür ist, dass diese beiden Regionen seit vielen Jahren

Standortmarketing unter ihrer Marke betreiben. Er schliesst

mit der Erklärung, dass der Bekanntheitsgrad des Wallis nicht

nur dank der Arbeit von VWP gestiegen sei, sondern auch aufgrund

zahlreicher anderer Aktivitäten.

8. Perspektive 2019

Der Direktor präsentiert die grossen, bereits umgesetzten oder

laufenden Projekte von VWP und seinen Partnern für 2019:

das Projekt WIWA für Mitarbeiter, die das erste Mal zum Arbeiten

ins Wallis kommen, die Beilage «Vom Wallis in die Welt»,

der Kantonaltag an der Fête des Vignerons, die interaktive

Karte auf wallis.ch, der Valais Pass, das Business Forum Valais/

Wallis und die neue Edition der «Valais»-Wasserflaschen.

9. Rahmenabkommen und Strategie

2021–2024

Damian Constantin stellt die Strategie 2021–2024 von VWP

vor. Er betont, dass sie im Einklang mit der kantonalen Strategie

steht. Im Bereich Nachhaltigkeit hat der Kanton einiges zu

bieten. Es wird alles darangesetzt, das Wallis als nachhaltige

Destination zu positionieren, da dies für ausserkantonale Gäste

ein hochrelevantes Thema ist. Die Aktivitäten von VWP beruhen

auf den Stärken der Marke Wallis. Die Standortförderung

wäre sinnlos, wenn sie nicht mit der Vision des Kantons übereinstimmen

würde. Der politische Wille muss mit den Kundenwünschen

harmonieren, alles muss zusammenspielen. Deshalb

wurde die Strategie 2021–2024 von VWP im Einklang mit der

Strategie des Kantons ausgearbeitet. VWP wird sich auf vier

vorrangige Themengebiete konzentrieren: die Marke Wallis

(360-Grad-Kommunikation, «Wallis. Ins Herz gemeisselt.»), die

auf Ganzjahrestourismus ausgerichteten Freiheitsgefühle, die

Walliser Köstlichkeiten (Gesamtbild des Wallis durch seine

lokalen Produkte) sowie das innovative und kreative Wallis. In

Bezug auf den letzten Punkt weist der Direktor darauf hin, dass

die Mitarbeiter, die zum Arbeiten ins Wallis kommen, zur Entwicklung

des Kantons beitragen. Aufgabe von VWP und seinen

Partnern ist es, sie zum Arbeiten hierher einzuladen. Diese

Einladung wird direkt kommuniziert, aber auch über die Schaffung

von Kindertagesstätten, internationalen Schulen usw. konkretisiert.

Ausserdem führt VWP Gespräche mit Kultur Wallis,

um die kulturelle Präsenz zu stärken, die für das Image des Wallis

von grosser Bedeutung ist. Ziel sei es, wie der Direktor

abschliessend erklärt, dass das Wallis den Besuchern unvergessliche

Momente beschert. Das hat sich die Marke Wallis zur

Aufgabe gemacht. Nur durch Werbung allein kann dieses Ziel

nicht erreicht werden, sie muss mit dem Produkt und der Vermarktung

einhergehen.

Kompetenzzentrum

Eine weitere Herausforderung für VWP und seine Partner

besteht darin, nicht strukturell, sondern kompetenzorientiert

zu denken. Um die internationale Präsenz zu erhöhen, haben

sich verschiedene Partner zu Arbeitsgruppen zusammengeschlossen.

Ferner soll kleinen Destinationen die Werbung in

entfernten Märkten ermöglicht werden, indem sie sich mit grösseren

Destinationen zusammentun. Eine Karte des Wallis

wurde entwickelt, die in Destinationen nach Grösse eingeteilt

ist und so mehrere mögliche Kooperationsmodelle bietet.

Rahmenkredit

Karin Perraudin erklärt, dass VWP seinen Bericht für die Verlängerung

des Rahmenkredits im Juni vorlegen wird. Der

Grosse Rat wird ihn im Herbst behandeln. VWP hat eine Budgeterhöhung

beantragt, da die Produktentwicklung und ihre

Vermarktung in Zusammenarbeit mit seinen Partnern ausgebaut

werden soll. Die Organisation hat ihre Tätigkeiten bisher

auf die Promotion ausgerichtet, jetzt soll der Schwerpunkt aber

verstärkt auf dem Verkauf liegen. VWP hat deshalb CHF 13,5

Mio. für die kommenden Jahre beantragt, um in dieser Richtung

fortzufahren und neue Möglichkeiten auszuloten, wie die

Werbung für einen innovativen Kanton, in dem es sich gut leben

und arbeiten lässt. Die Präsidentin lädt alle Partner dazu ein,

gemeinsam in diese Richtung zu arbeiten.

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10. Fragen und Abschluss

Fragen

Laurent Rossier, Direktor von Fruits de Martigny SA, stellt fest,

dass VWP Mitglieder verliert, und fragt sich, was dagegen

unternommen wird. Karin Perraudin antwortet ihm, dass die

Anzahl der Mitglieder infolge der Anpassungen des Mitgliedsbeitrags

tatsächlich zurückgegangen sei. Da manche Mitglieder

höhere Beiträge zahlen als andere, wurden die Beträge für

alle vereinheitlicht, was das Ausscheiden einiger Mitglieder zur

Folge hatte. Die Beitragszahlung wurde aufgewertet, da die

Mitgliedschaft Zugang zu bestimmten Leistungen eröffnet. Das

Ausscheiden dieser Mitglieder beunruhigt die Organisation

nicht allzusehr, da vor allem Partner für neue langfristige Projekte

gesucht werden, wie zum Beispiel für den Klub der Unternehmen

Wallis.

Jean-Bernard May, May Taxi Limousine SA, weist darauf hin,

dass in den Umfragen zwar erhoben werde, woher die Leute

kommen, aber nicht, wie sie kommen. Er fragt, ob eine entsprechende

Erhebung bald vorgesehen sei. Karin Perraudin erklärt,

dass die Mobilität eine der Herausforderungen von morgen

sei. Es stimmt, dass die Strassen ebenso wie die Züge manchmal

überfüllt sind. Dieses Problem beschäftigt VWP und die

Politiker. Damian Constantin erläutert, dass VWP keine

Umfrage zu diesem Thema durchgeführt habe, aber dass man

dies mit dem Walliser Tourismus-Observatorium klären müsse.

Da die Mehrheit der Kunden aus der Schweiz und aus Europa

kommt, geht der Direktor davon aus, dass sie mit dem Auto und

dem Zug reisen. Das Flugzeug wäre auch eine Option, etwa mit

einem Entwicklungsprojekt für den Flughafen Sitten. Das WTO

ergänzt, dass Untersuchungen durchgeführt werden, um eine

bessere Kenntnis der Kunden zu erhalten. Karin Perraudin

erwähnt abschliessend, dass immer ein Transportunternehmen

in die von VWP entworfenen Erlebnisse einbezogen werde.

Ansprache von Beat Eggel

Schlusswort von Beat Eggel, Verantwortlicher Kommunikation

und Marketing der Westschweizer Reha-Klinik. Er heisst die

Versammlung bei der SUVA willkommen und dankt VWP, diesen

Ort für seine GV gewählt zu haben. Er erzählt von seinem

Werdegang im Tourismus vor seiner jetzigen Stelle. Er informiert

über die Bettenbelegung der SUVA und die erbrachten

Leistungen. Er erklärt, dass sich das Wallis mit grossen Projekten

wie dem Sanatorium oder dem Campus in Champsec im

Gesundheitsbereich positionieren wolle. Er schliesst mit der

Bemerkung, dass der SUVA-Standort dem Wallis eine Chance

und einen Wettbewerbsvorteil biete, da er das Gesundheitsobservatorium,

die Klinik, den Lehrstuhl der EPFL, die Stiftung

The Ark und demnächst auch die Studiengänge im Bereich

Gesundheit und Soziales der HES-SO beherbergt.

Abschluss

Karin Perraudin bedankt sich beim Vorstand und bei den Partnern

für ihre Unterstützung und ihr Vertrauen und bei der

Direktion und allen Mitarbeitern von VWP für deren Engagement

und die Zusammenarbeit im vergangenen Jahr. Sie

schliesst die Versammlung.

Sitten, 9. Mai 2019

Elodie Délèze

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Geschäftsbericht 2019

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