Gemeinde Insider Juni 2020

winamagazin

die

GEMEINDE

JUNI 2020 | Siwan / Tamus 5780 | Nr. 805 | € 2,– | www.ikg-wien.at

OFFIZIELLES ORGAN DER ISRAELITISCHEN GEMEINDE WIEN

insider

Israelitische Kultusgemeinde Wien, Seitenstetten 4, 1010 Wien, P.b.b., DVR 0112305; Euro 2,–


Inhalt

Ombudsleute der IKG 2

Präsidium der IKG 3

Informationen der IKG 4–5

JBBZ 6–7

ZPC-Schule 8

ESRA 9

Club SchelAnu 10

A. K. F.-Tagesstätte 10

S. C. Hakoah 10

Maimonides-Zentrum 11

Rabbinat & Friedhof 12

Veranstaltungskalender 13

Jüd. Gemeinde Graz 14–15

Tmicha 15

WIZO 16

Bitachon 17

Jüd. Gemeinde Baden 17

Misrachi 17

Haschomer Hatzair 18

JöH 18

JUKO 19

Bnei Akiva 19

Or Chadasch 20

Lauder Chabad Campus 21

IKG-Intern 22

JBBZ 23

WIR SIND FÜR SIE DA!

Die monatlichen Sprechstunden mit Präsident Deutsch

müssen aufgrund der Schutzmaßnahmen gegen das

Corona-Virus (SARS-CoV2) bis auf Weiteres entfallen.

Sie können sich aber über die E-Mail office@ikg-wien.at

oder telefonisch (01/53 104–150) an das

Generalsekretariat der IKG wenden.

Alle Abteilungen arbeiten und sind normal erreichbar!

Das Rabbinat ist zu den regulären Bürozeiten

telefonisch unter 01/531 04–111 oder per E-Mail

unter rabbinat@ikg-wien.at erreichbar.

Rav Schlomo Hofmeister steht, wie immer, jederzeit

unter 0664/303 29 26 telefonisch beziehungsweise

per WhatsApp bei halachischen Anfragen

und persönlichen Anliegen zur Verfügung.

Krisen-Hotline: 01/531 04–700

Montag bis Donnerstag von 09.00 bis 16.30 Uhr

und Freitag von 09.00 bis 14.00 Uhr

Nicht dringende Anliegen: Krisen-Hotline@ikg-wien.at

Psychologischer Notdienst von ESRA: 01/214 90 14

Cover: © flash90

Damit wir Sie mit den aktuellsten Informationen

versorgen können, melden Sie sich

unbedingt für den Newsletter an:

www.ikg-wien.at/newsletter

insider

Impressum

Medieninhaber (Ver le ger), He raus geber:

Israelitische Kul tus ge mein de Wien.

Chefredaktion: Julia Kaldori

Redaktion & Layout: Julia Kaldori, Karin Fasching

Sitz: 1010 Wien, Seitenstetten gas se 4, Pf 145

Tel. Redaktion/Sekretariat: 01/53 104–271, Fax: –279,

An zei genannahme: 01/53 104–272

E-mail: redaktion@ikg-wien.at

Zweck: In for ma tion der Mitglie der der IKG Wien in

kulturellen, politischen und or ga ni sa to ri schen Be langen.

Stärkung des demokratischen Bewusst seins in der

ös ter reichischen Be völ kerung.

Druck: Print Alliance HAV Produktions GmbH. Alle

signierten Artikel geben die per sönliche Mei nung des

Au tors wieder, die sich nicht immer mit der Meinung

der Redak ti on deckt. Für die Kaschrut der in der GE-

MEINDE angezeigten Produkte übernehmen Herausgeber

und Redaktion ausdrücklich keine Ver ant wortung.

Nicht alle Artikel, die in der

Re dak tion ein langen, müs sen zur

Verö f ent li chung ge lan gen.

Ombudsleute der IKG

Uri Gilkarov 0676/843 333 200

itc@chello.at

Alexander Mandelbaum 0664/432 28 80

alexandermandelbaum@hotmail.com

Dr. Wjaczeslaw Pinchasov 0676/844 287 200

dr.pin@chello.at

Dr. Arlette Leupold-Löwenthal 0676/518 00 77

Ilan Yaakobishvili 0650/543 53 84

handyland1@chello.at

2 insider Juni 2020


Präsidium

Sehr geehrte Gemeindemitglieder!

Seit einem Monat gibt es schrittweise Lockerungen in allen Lebensbereichen.

Vor knapp zwei Wochen begannen G’ttesdienste

in Synagogen, Schülerinnen und Schüler aller Schulstufen haben

nun auch wieder Unterricht an den Schulen selbst.

Zwar gibt es immer wieder bestätigte Covid-19-Erkrankungen

in Österreich, aber ein signifikanter Anstieg der Infektionszahlen

blieb bisher aus. Deshalb hat die Bundesregierung für Juni weitere

Lockerungen wie etwa den teilweisen Wegfall der Maskenpflicht

verkündet. Bevor ich auf einige der neuen Regeln eingehe, möchte

ich darauf hinweisen, dass der IKG-Krisenstab empfiehlt, die

Lockerungen nicht auf einmal, sondern nur schrittweise umzusetzen.

Vergessen Sie nicht: Es geht weiterhin darum, die Gesundheit

und das Leben unserer Mitmenschen zu schützen!

In Israel, einem internationalen Vorbild im Kampf gegen das

Corona-Virus, gab es Ende Mai eine so starke Zunahme an Infektionen,

dass sogar über die erneute Schließung von Schulen diskutiert

wird. Wir alle tragen dazu bei, das Infektionsrisiko so gering

wie möglich zu halten. Bitte bedenken Sie, dass eine Ansteckung

in einer Institution zur Schließung ebendieser führen kann.

Einige der wichtigsten Neuerungen im Juni

1In Synagogen ist zu jeder Zeit ein Mindestabstand von einem

Meter einzuhalten. Die Regel, wonach pro Person 10 Quadratmeter

zur Verfügung stehen müssen, fällt gemäß Verordnung

weg. Aufgrund der Erfahrungen in anderen Ländern und Gemeinden

sowie nach Rücksprache mit Medizinern, empfiehlt der IKG-

Krisenstab, die Kapazität in Synagogen in einem ersten Schritt

nur zu verdoppeln (von 10 auf 5 Quadratmeter pro Person).

Wo bisher 30 Betende zugelassen waren, sollten nunmehr maximal

60 Platz finden. Ein Minjan mit zehn Männern kann dementsprechend

ab 50 Quadratmeter gebildet werden.

Personen ab einem Alter von 65 Jahren oder mit Vorerkrankungen

sollten weiterhin Menschenansammlungen meiden, Kinder

unter 13 Jahren keine Synagoge besuchen. Regelungen zum

Umgang mit der Torarolle, Mesusot oder das regelmäßige Desinfizieren

von Oberflächen, bleiben aufrecht. Sie finden alle Details

im Leitfaden auf www.ikg-wien.at

Ein Schutzmaske, die Mund und Nase bedeckt, muss weiterhin

beim Betreten und Verlassen der Synagoge getragen wer-

2

den. Nur am Sitzplatz darf die Maske abgenommen werden. So

sieht es die Verordnung vor. Aber: Nur wenn alle (bis auf den Vorbeter)

eine Schutzmaske tragen, minimiert sich das Risiko einer

Tröpfcheninfektion. Bedenken Sie, dass eine infizierte Person bereits

vor dem Auftreten von Symptomen andere anstecken kann.

In Deutschland gibt es bereits zwei Fälle von Massenansteckungen

in christlichen Kirchen: In einer Baptisten-Gemeinde in Frankfurt

haben sich während eines G’ttesdienstes am 10. Mai mehr

als 200 Personen mit dem Corona-Virus angesteckt. Und am

24. Mai haben sich mindestens 44 Mitglieder der evangelischen

Pfingstgemeinde in Bremerhaven infiziert. In beiden Fällen hatten

die Betenden laut Eigenauskunft zwar Abstand gehalten, aber

eben keine Schutzmasken getragen.

BRIEF DES PRÄSIDENTEN

3Hochzeiten und andere Feiern sind

wieder erlaubt. An einer Veranstaltung

dürfen höchstens 100 Personen teilnehmen.

An Begräbnissen dürfen bis zu 100

4 Personen teilnehmen. Zwischen den

Trauergästen ist ein Mindestabstand von einem Meter einzuhalten.

In der Trauerhalle sollte ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Der IKG-Krisenstab verfolgt die Situation in Österreich und

anderen Gemeinden Europas sehr genau. Aktualisierungen der

Regelungen und Empfehlungen erhalten Sie als Abonnent des

IKG-Newsletters unverzüglich: www.ikg-wien.at/newsletter

Drei Live-Übertragungen aus dem Stadttempel pro Woche

In der ersten Phase der Corona-Krise wurde viel Programm ins Internet

verlagert. Bis auf Weiteres wollen wir an den Live-Übertragungen

mit Oberkantor Shmuel Barzilai festhalten. Die Morgengebete

am Montag und Donnerstag (jeweils um 7 Uhr) sowie das

Kabbalat-Schabbat-Programm am Freitag Abend (endet rechtzeitig

vor Schabbateingang) und die Hawdala-Zeremonie nach Schabbatausgang

werden live auf Facebook und www.ikg-wien.at übertragen.

550 antisemitische Vorfälle im Jahr 2019 registriert

Eine Auswertung der Meldungen antisemitischer Vorfälle ergibt

eine Steigerung um 9,5 % binnen zwei Jahren. Alle Details finden

Sie in einem detailreichen Bericht auf www.ikg-wien.at/ab2019

Parlament spricht sich für Verbot der Hisbollah aus

Am 29. Mai ist der Nationalrat einem bedeutenden Antrag von

Reinhold Lopatka (ÖVP) und Eva Ernst-Dziedzic (Grüne) gefolgt:

Die schiitische Terrormiliz Hisbollah soll in Österreich und

der EU vollends verboten werden. Bisher wurde zwischen einem

(legalen) politischen Arm und einem (schon bisher verbotenen)

militärischen Flügel unterschieden – eine Diferenzierung, die sogar

die Hisbollah selbst ablehnt. Diese dem iranischen Regime verbundene

Organisation stellt eine existenzielle Bedrohung für den

Staat Israel und jüdische Gemeinden weltweit dar. Sie ist etwa für

das Bombenattentat im Jahr 2012 im bulgarischen Badeort Burgas

verantwortlich. Mit dem nunmehrigen Beschluss im Nationalrat

setzt die Republik Österreich einen sehr wichtigen Schritt im

Kampf gegen islamistischen Terror.

Treffen kroatischer Faschisten unterbinden

Auch gegen das jedes Jahr von kroatischen Faschisten unterwanderte

Trefen in Bleiburg (Kärnten) ging das Parlament vor. In einem

gemeinsamen Antrag fordern ÖVP, SPÖ, Grüne und Neos

die Bundesregierung auf, das jährlich stattfindende Faschisten-Treffen

ab 2021 zu verhindern.

Ich wünsche Ihnen und Ihnen Liebsten einen sonnigen Juni.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Oskar Deutsch

www.ikg-wien.at

3


IKG

JEDEN DIENSTAG AUF

FACEBOOK.COM/IKG.KULTUR

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und Lifestyle - auch im Kombi-Abo

+

die

GEMEINDE

4 insider Juni 2020


IKG

Psychosoziales Zentrum ESRA

Tel.: (+43-1) 214 90 14 | www.esra.at

PRIMAR bzw. PRIMARIA

AN DER AMBULANZ DES PSYCHOSOZIALEN ZENTRUMS ESRA

Es wird die Position der Primaria,

des Primars neu besetzt:

Das Psychosoziale Zentrum ESRA, 1994

gegründet von der Israelitischen Kultusgemeinde

Wien und der Gemeinde Wien, ist

mit fast 100 MitarbeiterInnen auf die Behandlung

von Traumatisierungen und Traumafolgestörungen

spezialisiert. Die ESRA

Ambulanz ist eine nicht bettenführende

psychiatrische Krankenanstalt und behandelt

sämtliche Erkrankungen des psychiatrischen

und neurologischen Formenkreises.

Das Ambulanzteam, bestehend aus FachärztInnen,

PsychologInnen, PsychotherapeutInnen,

SozialpädagogInnen und diplomierten

psychiatrischen Pflegepersonen, arbeitet

interdisziplinär und eng vernetzt mit dem

Bereich der sozialen Arbeit in ESRA.

Pro Jahr werden ca. 3.000 PatientInnen und

KlientInnen behandelt und beraten, einen

Schwerpunkt stellt die Arbeit mit Überlebenden

der NS-Verfolgung und deren

Nachkommen sowie mit Menschen nach

akuten Traumata, z.B. aus aktuellen Krisengebieten

dar. ESRA fungiert als psychosoziales

Zentrum für die jüdische Bevölkerung

Wiens. Spezielle Angebote gibt es für Kinder

und Jugendliche.

Wir bieten einen unbefristeten Dienstvertrag

und ein Mindestgehalt, berechnet auf

Basis des geltenden Bezugsschemas und

abhängig von Vordienstzeiten, inklusive Zulagen

ab brutto € 7.250,–/Monat bei einer

Stundenverpflichtung von 38,5 Std./Woche,

14 Mal pro Jahr. Stundenverpflichtung

mindestens 33 Std./Woche.

SIND SIE INTERESSIERT?

Besuchen Sie unsere Website www.esra.at,

um weitere Details zu ESRA, zur zu besetzenden

Stelle und den auf Sie wartenden

Aufgaben zu erfahren!

Wir freuen uns auf Ihre schriftliche Bewerbung

mit Lebenslauf, Qualifikationsnachweisen,

Dienstzeugnissen und

Versicherungszeitenauszug der Sozialversicherung.

Senden Sie bitte alle Unterlagen per Mail

bis 17. Juli 2020 an das Psychosoziale

Zentrum ESRA: bewerbungen@esra.at

Ihre Bewerbung gilt erst nach schriftlicher

Rückbestätigung durch uns als eingelangt.

BLEIBENDES

HINTER LASSEN –

ERBSCHAFTEN & LEGATE

Mit einem Testament zu Gunsten der IKG ermöglichen Sie

es uns, in die Zukunft unserer Gemeinde zu investieren.

Sie tragen dazu bei, dass jüdisches Leben auch für künftige

Generationen in Wien gesichert ist.

Erbschaften und Legate sind ganz

besondere Spenden und Zeichen

einer tiefen Verbundenheit.

Alle Auskünfte und Kontakte sind vertraulich – das ist für

uns selbstverständlich. Ein Testament zu verfassen ist

ganz einfach, und es ist auch keine Altersfrage.

Ich nehme mir Zeit und werde Sie gerne in einem

persönlichen Gespräch eingehend über alle

Möglichkeiten informieren.

Rufen Sie mich an unter +43 1 53104–100

oder per E-Mail: o.deutsch@ikg-wien.at

www.ikg-wien.at

5


Machen Sie den Schritt in eine sichere Zukunft!

Es ist soweit, wir sind wieder vor Ort für

Sie da! Mit neuen Ausbildungsangeboten

im Haus decken wir weitere spannende

Berufsfelder ab.

Die letzten Wochen waren für alle im JBBZ eine

Herausforderung, aber wir haben viel gelernt,

sind daran gewachsen und können Ihnen mit

neuen Ausbildungen für die Zukunft noch mehr

berufliche Sicherheit geben.

Im Herbst startet zum ersten Mal die Ausbildung

zum/r Immobilienkaufmann/-frau. Eine

weitere Neuerung im September ist der Lehrgang

„Remote Work: IT Essentials“, der sich

an bereits erfahrene IT-Kräfte richtet, die Nachfrage

nach flexiblem, mobilem Arbeiten aufgreift

und IT-Solutions für Firmen aufzeigt. Auch

die Lehre zur/m E-Commerce-Kaufmann/-frau

ist neu im Programm, bei der man lernt, Onlineshops

professionell zu betreuen.

Interessieren Sie sich für diese oder weitere

Ausbildungen, dann wenden Sie sich an uns.

Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!

Ihre Verena Niklas

Bereichsleitung

Berufsorientierung und -Integration

Bleiben Sie informiert

und in Kontakt mit uns!

In der Zeit fern von unseren üblichen

Arbeitsplätzen, Beratungs- und Unterrichtsräumen

konnten wir über verschiedenste

Kanäle die Kommunikation mit KundInnen

und InteressentInnen aufrecht halten.

Nutzen auch Sie die Möglichkeiten und halten

Sie sich auf dem Laufenden über die Angebote,

Aktivitäten und Neuerungen am Jüdischen

Beruflichen Bildungszentrum. Wir freuen uns

auf Ihre Nachrichten, Anfragen, Likes, geteilte

Inhalte und Kommentare.

+43 1/33106 500

Mo - Do 8:00 -17:00

Fr 8:00 -14:00

www.jbbz.at

Informationen rund um

das JBBZ

facebook Chat

Mo-Do 8:00-17:00

Fr 8:00-14:00

Skype: JBBZ_BOI

Mo/Mi 8:00-17:00

Do 8:00-12:30

@ boi@jbbz.at

Berufsorientierung

und -Integration

NEWS

newsletter@jbbz.at

Betreff: Anmeldung

@jbbz.at

folgen Sie uns

auf Instagram

@jbbz.at

folgen Sie uns

auf facebook

REMOTE WORK

IT-ESSENTIALS

NEUER Aufbaulehrgang ab September 2020

Mobiles Arbeiten ist spätestens seit diesem

Jahr nicht mehr aus unserem beruflichen Alltag

wegzudenken.

Mehr und mehr Unternehmen wollen die Möglichkeiten zum

ortsunabhängigen Arbeiten optimal in ihr Firmenkonzept integrieren.

Im Rahmen des Lehrgangs „Remote Work: IT-Essentials“

am JBBZ frischen Sie Ihre Kenntnisse im Bereich Netzwerktechnik

auf und bekommen einen Überblick über bestehende

technische Lösungen für den Fernzugriff auf Firmennetzwerke.

Weiters liegt ein Schwerpunkt auf Betriebssystemen mit Fokus

auf „Remote-Lösungen“.

Dauer

Start

5 Monate / 39 h pro Woche

September

Mit finanzieller Unterstützung des

Ausbildungszeiten

Mo - Do ab 8:00 - 17:00

Fr ab 8:00 - 13:00

Praxis

Praktikumsblöcke während der Ausbildung

6 insider Juni 2020


Start September 2020

Informieren Sie sich - es gibt noch FREIE PLÄTZE!

01/33 106-500 | boi@jbbz.at

Wir sind zurück im JBBZ

und achten besonders auf Sicherheit von KundInnen & MitarbeiterInnen!

Seit 18. Mai herrscht wieder vorsichtige

„Normalität“! Alle Kundinnen und Kunden

können nun unter Einhaltung spezieller

Hygienebestimmungen dem Unterricht

wieder vor Ort im JBBZ folgen.

Größere Gruppen wurden aufgeteilt und es wird

wie in den Schulen im Schichtbetrieb abwechselnd

gelernt, um den Mindestabstand in den

Räumen einzuhalten. Nur unsere Schülerinnen

und Schüler des 9. Schuljahres mussten sich

noch bis 3. Juni gedulden, bis sie wieder ins

JBBZ zurückkehren dürfen.

Ab sofort sind auch Beratungsgespräche

vor Ort wieder möglich! Wenn Sie sich für

eine Ausbildungsmaßnahme interessieren und

eine persönliche Beratung bevorzugen, vereinbaren

Sie unbedingt rechtzeitig einen

Termin, da wir aufgrund der Hygienebestimmungen

nur eine sehr beschränkte Anzahl an

InteressentInnen empfangen können.

A

Rückblick auf den Alltag mit Ausgangsbeschränkung

Unsere TrainerInnen im Bereich Sprachen und Spezialausbildungen haben in den Deutschlehrgängen während des Distance Learnings

mit den KundInnen ein "Corona-Alphabet" erarbeitet, um gemeinsam den neuen Alltag zu reflektieren und nebenbei einige

sprachliche Feinheiten zu lernen.

wie Aufstehen! Die

Sonne kitzelt meine

Nase mit ihren ersten

Strahlen.

B

C

wie Bewegung.

Youtube, ich komme!

wie Corona.

Verschwinde! -- Und

vergiss die Krone nicht!

D

E

wie Dativ. Gib dem

Virus keine Chance!

wie Einreichfristen

von Aufgaben.

F

wie Fotografieren.

Hausübungen. Und

dann an die Trainerin

schicken.

G

wie gründlich die

Wohnung putzen, wie

selten zuvor...

H

wie Hilfsbereitschaft,

über Bereichs- und

Wohnungsgrenzen

hinweg.

I

wie Inkubationszeit/

Isolation. Wie schnell

doch 2 - 3 Wochen zu

Hause in der Isolation

vergehen... oder?

J

wie Jammertal. Ein

Ort, den du nicht auf

Google-Maps findest.

K

wie Kinderbetreuung.

Spätestens

jetzt heißt es: Kreativ

werden!

L

wie Lerndokumentation.

Was habe ich

jeden Tag gelernt?

M

wie Mindestabstand,

den wir einzuhalten

haben, damit wir uns

nicht anstecken.

N

wie Nasen-Mund-

Schutz, den wir tragen

müssen, wenn wir im

Supermarkt Erledigungen

machen.

O

wie Online-Unterricht.

Unser Zuhause

ist nun auch ein

Klassenraum.

P

wie Pause. Auch im

Zuhause sollten wir

regelmäßige Pausen

machen.

Q

wie Quarantäne, die

zum Glück auch in Tirol

wieder z.T. aufgehoben

wurde.

R

wie Ruhe geben und

das Leben überdenken,

auch das nach Corona.

S

wie Selbstständigkeit.

Lernen lernen.

T

wie Telefonieren.

Momentan darf ich nur

deine Stimme hören.

U

V

wie Unterstützung.

Wer braucht Hilfe?

wie Virus (Sg.), Viren

(Pl.). Unsere KundInnen

lernen gerade weit

mehr Vokabular als

vorgegeben!

W

wie Warten auf das

Ende der Maßnahmen

und Durchhalten.

X

wie "x'sund bleiben!",

bleiben wir bitte alle

gesund.

Y

wie Yoga. Bei sich

sein. Abschalten.

Z

wie Zoom.

Die ID bitte!

www.ikg-wien.at

7


ZPC-Schule

GRUPPE A, GRUPPE B

Am Montag, dem 18. Mai, gingen endlich wieder

die Schultore auf, und es begann wieder so etwas

wie schulischer Alltag! Alle, wirklich alle, ob Kinder, Eltern,

LehrerInnen, hatten diesen Tag herbeigesehnt! Und so sieht unsere

„Neue Normalität“ aus: Die Kinder wurden in Gruppe A und

B geteilt, die abwechselnd Unterricht haben, Geschwister wurden

dabei so eingeteilt, dass alle an denselben Tagen Unterricht haben.

Kinder, die gerade keinen Unterricht haben, können,

wenn sie sich dafür anmelden, sogenannte Hausübungstage

unter pädagogischer Anleitung genießen.

Alle Hygienemaßnahmen einzuhalten ist eine in

den schulischen Alltag integrierte Selbstverständlichkeit

– Pausen werden gestafelt gehalten, Gartenklassen

wurden eingerichtet, damit man möglichst oft

im Freien lernen kann, Toiletten wurden so zugeordnet,

dass sich die Kinder möglichst verteilen, beim

Ankommen gibt es ein Leitsystem, damit auch hier

nicht alle denselben Eingang nehmen, es gibt gestaffelte

Ankunftszeiten (Unterrichtstage beginnen um

08.00 Uhr, Hausübungstage um 08.30 Uhr), die Jausen werden in

die Klassen gebracht und von der Lehrerin mit Einweghandschuhen

ausgeteilt, jede Stunde werden alle Klassen durchgelüftet, und

immer wieder zwischendurch geht es raus in den Garten! In der

Klasse dürfen die Kinder den Mund-Nasen-Schutz abnehmen, auf

den Gängen wird er ausnahmslos getragen. Zur Erklärung haben

wir sogar ein eigenes Video gedreht und allen Eltern und Kindern

vorab zugeschickt.

Die ersten Schultage haben gezeigt, dass das erstaunlich gut

funktioniert, alle arbeiten zusammen, alle ziehen am selben Strang

– motiviert von der Hofnung, im Herbst wieder „ganz normal“

lernen, unterrichten und arbeiten zu können! (hus, db)

Kontaktinfo:

ZWI PEREZ CHAJES-SCHULE

der IKG Wien

1020 Wien, Simon-Wiesenthal-G. 3

T. 01/216 40 46, F. 01/216 40 46–115

www.zpc.at

KINDERGARTEN – WIEDER

KINDER IM GARTEN

Nach der langen „Corona-Pause“ (es waren einige wenige

Kinder zur Betreuung angemeldet) wurden die Gänge unseres

Kindergartens immer mehr und mehr mit Kinderschritten

erfüllt, man hörte bereits von Weitem Kindergelächter,

die Kinder betraten die Gruppen, als ob es diese „Pause“

niemals gegeben hätte. Das zeigt uns, dass in unseren Kindern

besondere Fähigkeiten stecken, welche sie für schwierige

Zeiten bestens wappnen und sie zu besonderen kleinen

Menschen machen.

Trotz alledem gibt es Veränderungen. In den Gängen vor

den Gruppen gibt es Haltelinien für die Eltern beim Bringen

und Abholen der Kinder, um zu verhindern, dass sich

zu viele Personen in den Garderoben aufhalten. Plakate,

welche auf das Händewaschen vor dem Betreten der Gruppen

hinweisen, sind auf allen Gruppentüren zu finden.

Eine Vermischung der Gruppen muss so gut wie möglich

vermieden werden, was zu Folge hat, dass die Garten- und

Terrassennutzung nur gestafelt erfolgen kann und koordiniert

werden muss. Leider müssen auch das gruppenübergreifende

Arbeiten sowie externe Angebote bis auf weiteres

stillgelegt werden.

Doch all dies beeinflusst nicht die Freude der Kinder,

wieder gemeinsam im Kindergarten mit FreundInnen spielen

zu dürfen, die vertrauten und liebgewonnenen Bezugspersonen

mit einem „Guten Morgen“ persönlich zu begrüßen

und ein großes Stück „Normalität“ wiedererlangt zu

haben. (id, db)

8 insider Juni 2020


ESRA

Psychosoziales Zentrum ESRA

Tel.: (+43-1) 214 90 14 | www.esra.at

WAS BISHER GESCHAH UND WIE ES NUN WEITERGEHT

Was bisher geschah

Mit Beginn der Krise Mitte März organisierte ESRA den Betrieb

völlig neu, um so viele Behandlungen und Beratungen wie möglich

per Telefon, Video und E-Mail weiterführen zu können. Daneben

wurden vor allem ältere KlientInnen und PatientInnen sowie Gemeindemitglieder

aktiv kontaktiert, um sicherzugehen, dass sie mit

notwendigen Medikamenten und Essen versorgt waren und um

Unterstützung zur Bewältigung der Krise anzubieten. Es wurden

neue Hotlines installiert bzw. deren Zeiten verlängert. Während der

Pessach-Feiertage – für viele eine in dieser Situation sensible Zeit –

gab es einen psychosozialen telefonischen Notdienst. Ein Team der

Ambulanz mit ca. 12 MitarbeiterInnen verblieb die ganze Zeit über

in ESRA, um AkutpatientInnen zu versorgen.

All diese Leistungen in den Bereichen Medizin, Therapie, Pflege

und der sozialen Arbeit per Telefon, Video und E-Mail bieten wir

auch weiterhin in dieser Form an, und wir stehen für Ihre Anliegen

wie bisher unter der folgenden Telefonnummer bzw. E-

Mail-Adresse zur Verfügung:

Tel. 01/214 90 14, E-Mail an office@esra.at

Mo.–Do. 08.00–19.00 Uhr, Fr. 08.00–14.00 Uhr

Was wird sich nun ändern?

Mit Mitte Mai begann in vielen Bereichen des öfentlichen Lebens

eine langsame Normalisierung des Alltags. Auch in ESRA hat

eine schrittweise Öffnung begonnen. In jenen Fällen, wo ein persönlicher

Kontakt für eine Behandlung oder Beratung unbedingt

notwendig ist und auch von den KlientInnen bzw. PatientInnen

gewünscht wird, können persönliche Kontakte nun verstärkt

wahrgenommen werden. Der Schutz unserer KlientInnen und PatientInnen

vor Ansteckung mit dem Corona-Virus hat für uns selbstverständlich

auch weiterhin höchste Priorität. ESRA unterliegt zudem

als Sozial- und Gesundheitseinrichtung besonders strengen

Regelungen und Verordnungen in diesem Zusammenhang.

• Deshalb bitten wir Sie unbedingt um vorherige

Terminvereinbarung!

• Zum Termin kann jeweils nur einer bzw. eine

KlientIn/PatientIn kommen.

• Bitte bringen Sie eine Mund-Nasen-Schutzmaske mit,

die auch während des Termins getragen werden muss!

• Bitte halten Sie zu jeder Zeit einen Sicherheitsabstand

von 1,5 m ein!

• Bitte beachten Sie alle aktuell vorgeschriebenen Maßnahmen,

vor allem im ESRA-Eingangsbereich (Desinfektionsmittel,

kontaktlose Temperaturmessung, etc.), über die wir Sie vor

Ort informieren!

• Bitte kommen Sie keinesfalls, wenn Sie Symptome haben,

die auf eine Corona-Erkrankung hinweisen könnten!

Die Räumlichkeiten von ESRA wurden zu diesem Zweck neu organisiert

und der Situation angepasst. Aktivitäten in der Gruppe

sind in den Räumen von ESRA leider noch nicht möglich. Es finden

jedoch bereits verschiedene Gruppenaktivitäten per Zoom und

im Freien statt. So gibt es z. B. eine Kinderkunstgruppe und verschiedene

Gruppen für ältere KlientInnen im Rahmen des Club

SchelAnu.

Wir müssen unsere Angebote laufend an die jeweilige Situation anpassen.

Besuchen Sie deshalb auch unsere Homepage, auf der Sie

die aktuellen Informationen finden: www.esra.at

Passen Sie gut auf sich auf!

Ihr ESRA-Team

Kontakt ESRA:

Tel. 01/214 90 14 oder E-Mail unter office@esra.at

Montag bis Donnerstag 08.00–19.00 Uhr

Freitag 08.00–14.00 Uhr

ESRA-Hotline speziell für Kinder und Jugendliche:

Tel. 0664/421 52 07

Montag bis Donnerstag 10.00–12.00 und 14.00–16.00 Uhr

Freitag 10.00–12.00 Uhr

ESRA-HOTLINE

GEGEN GEWALT

IN DER FAMILIE

TEL. 01/212 55 18

WAS: Telefonische Beratung –

vertraulich und anonym

WANN: Mo, Di & Do, 10.00–12.00 Uhr

Mittwoch 15.00–17.00 Uhr

ANGEBOT – HILFE FÜR:

- Frauen, die familiäre Gewalt erleben/erlebt

haben und deren Kinder.

- Bezugspersonen aus dem privaten & sozialen

Umfeld betroffener Frauen, die helfen möchten.

www.ikg-wien.at

9


Club SchelAnu / AKFT

DAS CLUB SCHELANU-PROGRAMM

WÄHREND DER CORONA-KRISE

Liebe Besucherinnen und Besucher!

Wir vom Club SchelAnu-Team in ESRA hofen, dass Sie wohlauf sind und

die vergangenen Wochen gesund verbracht haben!

Unsere momentane Situation

Leider sind unsere gewohnten Aktivitäten derzeit nicht möglich. ESRA ist

im rechtlichen Sinne eine Krankenanstalt und muss spezielle Sicherheitsvorkehrungen

einhalten. Gruppentrefen in unseren Räumlichkeiten dürfen bis

auf Weiteres nicht stattfinden. Das betrift leider auch unseren koscheren

Mittagstisch, der in dieser Phase nicht angeboten werden kann.

Unsere Angebote mit Einhaltung

der Sicherheitsmaßnahmen

Videokonferenzen über Zoom: Um die Zeit bis zu unseren gewohnten Aktivitäten

zu überbrücken, haben wir begonnen, Trefen per Video über Zoom

anzubieten. Das bedeutet, dass Sie über einen Computer oder ein Smartphone

mit Internet-Anschluss von Zuhause teilnehmen können. Derzeit bieten

wir Bewegung, Qigong, Hebräisch und Englisch auf Zoom an. Wenn Sie

daran interessiert sind und gerne mehr darüber erfahren wollen, melden Sie

sich bitte bei Susanne Brugger (Tel. 01/214 90 14 oder s.brugger@esra.

at)! Wir unterstützen Sie gerne bei Fragen zu dieser Anwendung.

Wöchentlich findet derzeit per Video über Zoom statt:

Montag, 15.00 Uhr Bewegung

Dienstag, 10.30 Uhr Qigong

Mittwoch, 14.00 Uhr Hebräisch

Donnerstag, 17.00 Uhr Bewegung

Freitag, 11.00 Uhr Englisch

Außenaktivitäten: Wir planen Gruppentrefen im Freien mit Ihnen. Diese

sind allerdings von den geltenden Sicherheitsvorkehrungen begleitet. Wir

müssen darauf achten, dass alle BesucherInnen einen Sicherheitsabstand von

1,5 m einhalten sowie Mund-Nasen-Schutzmaske tragen. Darüber hinaus

können wir diese Aktivitäten im Freien jeweils nur für eine begrenzte

TeilnehmerInnen-Zahl von 8 Personen anbieten. Neben den Schutzmaßnahmen

müssen wir uns auch nach dem Wetter richten. Bei Regenwetter

müssten wir leider kurzfristig absagen.

Die Termine und Treffpunkte für Club SchelAnu-Außenaktivitäten

erfahren Sie telefonisch oder per E-Mail ebenfalls bei Susanne Brugger

(01/214 90 14 oder s.brugger@esra.at).

Wir bitten Sie zu beachten, dass wir unsere Angebote laufend an Veränderungen

der Situation anpassen müssen. Bitte haben Sie daher Verständnis, wenn

es zu Programm-Verschiebungen oder Absagen kommt. Wir bemühen uns,

Sie rechtzeitig zu informieren. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an uns.

Wenn Sie sonstige Fragen in der derzeitigen Situation haben und Unterstützung

benötigen, können Sie uns auch gerne anrufen! Wir wünschen Ihnen in

dieser herausfordernden Zeit alles Gute und viel Gesundheit und wir freuen

uns auf Ihre Teilnahme an unseren vorübergehenden Aktivitäten.

Ihr Club SchelAnu – Team

NEUES AUS DER

TAGESSTÄTTE

Seit Beginn der Corona-Krise und der dadurch

bedingten vorübergehenden Schließung hat die

Anne Kohn-Feuermann-Tagesstätte wochentags

stundenweise einen Journaldienst eingerichtet,

bei dem die Leitung und abwechselnd ihre

Stellvertretung, beide Klinische- und Gesundheitspsychologinnen,

den Seniorinnen und Senioren

der Tagesstätte sowie deren Angehörigen

telefonisch oder per E-Mail für Informations-,

Beratungs-, Entlastungs- und Krisengespräche,

aber auch für motivierende Alltagsgespräche im

Kampf gegen Isolation und Einsamkeit, zur Verfügung

stehen.

Das Angebot wurde über die Wochen der

Ausgangsbeschränkungen hin bis heute gut angenommen

und vielfach genützt. Ein Teil der

TagesstättenbesucherInnen, v. a. jene, die ganz

allein leben, wurden von uns regelmäßig aktiv

kontaktiert, um uns nach ihrem Befinden zu

erkundigen und ggf. Hilfsmaßnahmen telefonisch

vermitteln zu können, wie z. B. die Implementierung

von „Essen auf Rädern“ oder eines

Einkaufsdienstes über mobile Dienste. Einige

unserer langjährigen TagesstättenbesucherInnen

ersuchten uns, sie untereinander telefonisch zu

vernetzen; einige, die noch mit Angehörigen leben,

boten von sich aus an, andere – Alleinlebende

– regelmäßig anzurufen. Es sind trotz der

physischen Distanz Freundschaften entstanden,

die vorher in Zeiten der „Normalität“ nicht bestanden

hatten. Seit Kurzem mehren sich auch

wieder Anfragen von InteressentInnen und potentiellen

neuen KundInnen, die sich jetzt bereits

einen fixen Betreuungsplatz sichern möchten,

sobald die Tagesstätte irgendwann wieder

geöfnet werden kann. Bis dahin sind wir weiterhin

unter der Telefonnummer: 01/72 575–

6180 von Montag bis Donnerstag in der Zeit

von 09.00 bis 10.30 Uhr, 12.15 bis 13.00 Uhr

und 16.00 bis 17.30 Uhr erreichbar, freitags

nur bis 13.00 Uhr.

Wir – das Team der Tagesstätte – bedanken

uns bei unseren TagesstättenbesucherInnen und

ihren Angehörigen für ihre Verbundenheit und

Treue und den beispiellosen Zusammenhalt untereinander,

den sie in diesen ungewöhnlichen

und herausfordernden Zeiten bewiesen haben.

Ein Zeichen dafür, dass der Grundgedanke der

„Leistung Tageszentrum“ als Einrichtung zur sozialen

Interaktion und gesellschaftlichen Teilhabe

älterer Menschen aufgegangen ist.

Dr. Susanne Ogris

10 insider Juni 2020


Maimonides-Zentrum

DAS MAIMONIDES-ZENTRUM IN ZEITEN VON CORONA

Bereits Mitte Februar,

als die ersten Meldungen

von Corona-Fällen

in Italien bekannt wurden, haben wir im

Maimonides-Zentrum beschlossen, uns auf

die wahrscheinliche Verbreitung des Virus in

Österreich gut vorzubereiten. Es war schon

damals klar, dass ältere Personen zu den gefährdetsten

Gruppen zu zählen sind. So habe

ich kurzfristig einen Krisenstab im MZ ins

Leben gerufen und wir begannen damit, uns

so gut wie möglich vorzubereiten.

Ein etwaiges Szenario war, dass Fälle

von Corona-Infektionen im Maimonides-

Zentrum auftreten und eine daraufolgende

komplette Quarantäne für bis zu 350 Personen

nötig sein würde. Deshalb haben wir

damit begonnen, Schutzausrüstungen einzukaufen,

hygienisches Material zu organisieren

und für einen Zeitraum von bis zu zwei

Monaten Lebensmittelvorräte einzulagern,

sodass wir im Notfall komplett autark sein

könnten.

Dass dieser Fall bisher nicht eingetreten

ist, ist auch unseren vorausschauenden Maßnahmen

zu verdanken. Denn schon Anfang

März haben wir, in Rücksprache mit der

IKG-Führung, begonnen, das MZ komplett

zu schließen (Tagesstätte, Besuchsverbot,

Schließung der öfentlichen Räume, wie

Speisesaal und Kafeehaus) und auch die Bewohnenden

der Residenzen wurden gebeten,

nicht mehr außer Haus zu gehen.

Anfangs war dafür natürlich viel Überzeugungsarbeit

nötig. Auch für das Pflegepersonal,

das sich noch intensiver um die

Bewohnenden kümmern musste, war dies

eine vollkommen neue und herausfordernde

Stresssituation. Durch unzählige persönliche

Gespräche mit den Bewohnerinnen und Bewohnern,

aber auch mit manchen Mitarbeitenden,

konnte jedoch bald eine Beruhigung

erreicht werden.

Ab Mitte März, wo der allgemeine Shutdown

in Kraft trat, kam noch ein anderes

Problem dazu: Viele der Mitarbeitenden aus

der Pflege sind aus der Slowakei bzw. Tschechien,

und als deren Grenzen geschlossen

wurden, waren plötzlich bis zu 30 Mitarbeitende

zu verzeichnen, die ihren Dienst nicht

antreten konnten.

Nach langen, auch internationalen Verhandlungen,

gelang es uns, eine Regelung

für die Mitarbeitenden ohne sofortige Quarantäne

zu erreichen. Die slowakischen

Mitarbeitenden können jetzt sofort nach

der Einreise im MZ ihren Dienst versehen,

und bei der Rückreise in die Slowakei dürfen

Sie die Quarantäne zu Hause und nicht

in einem Aufanglager absitzen. Gleichzeitig

haben wir im MZ auch selbst Testungen organisiert,

bei denen „unser“ Labor, mit dem

wir bereits jahrelang zusammenarbeiten, unkompliziert

die Abwicklung der Tests übernommen

hat.

Schwierig waren natürlich auch die

Pessachfeiertage. Leider mussten heuer die

großen Sederabende im Speisesaal mit vielen

Gästen und Freunden entfallen. Stattdessen

gab es auf den einzelnen Stationen nur kleine

Pessachfeierlichtkeiten, die dann auch sehr

besinnlich abgelaufen sind.

Ende April hatte sich die Situation soweit

eingespielt, dass wir mittels „Glasboxen“ eine

eingeschränkte Besuchsmöglichkeit schafen

konnten. Ein Bericht darüber wurde in der

ORF-Sendung „Wien heute“ gezeigt und in

der Zeitung „Heute“ gab es einen Artikel.

Jetzt, wo die langsame Öfnung des MZ

begonnen hat, wurden auch dafür rechtzeitig

Vorkehrungen getrofen. Im Speisesaal

im Erdgeschoss dürfen Angehörige, unter

Einhaltung strenger Richtlinien, ihre Verwandten

besuchen. Nach telefonischer Terminvereinbarung

können die Angehörigen

kommen und müssen genau definierte hygienische

Maßnahmen erfüllen. Die Besucher

müssen sich die Hände waschen und desinfizieren,

einen Mund- und Nasenschutz tragen,

es wird bei allen Fieber gemessen und

auch im Begegnungsraum muss der Sicherheitsabstand

von 2 Metern eingehalten werden.

Also ein Umarmen ist leider nicht möglich.

Aber nach der langen Zeit der totalen

Besuchersperre ist das trotzdem eine große

Erleichterung für unsere Bewohnenden und

deren Angehörige.

Durch das umsichtige Vorgehen nach

dem Motto „Tue heute, was eventuell in 14

Tagen sein kann“ und die verschiedensten

Vorkehrungen haben wir es im Maimonides-

Zentrum geschaft, dass bisher kein einziger

positiver Corona-Fall unter den Bewohnenden

zu verzeichnen ist. Ich möchte mich

dafür vor allem beim Krisenstab des MZ bedanken,

der in der gesamten Zeit, und auch

heute noch, unermüdlich diese schwierige

Zeit mitgetragen hat und auch weiterhin

mitträgt. Weiters möchte ich mich bei allen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Zivildienstleistenden,

allen freiwilligen Helfern

und natürlich auch bei unserem ärztlichen

Leiter, Dr. Dan Seidler, und unserer PDL

Maria Glawogger bedanken, die mit ihrem

großartigen und professionellen Einsatz das

Erreichte erst möglich gemacht haben. Den

Bewohnerinnen und Bewohnern möchte ich

ebenfalls meinen Dank aussprechen, die mit

viel Geduld und Ruhe die Maßnahmen mitgetragen

haben. Erwähnen möchte ich auch,

dass die Zusammenarbeit mit dem Krisenstab

der IKG, unter der hervorragenden Leitung

von Präsident Deutsch, und dem der

Stadt Wien immer großartig funktioniert

hat.

Eines ist jedoch klar: Bis wieder eine Art

von „Normalität“ im Maimonides-Zentrum

einkehren kann, wird noch einige Zeit vergehen...

Micha Kaufman

www.maimonides.at

www.ikg-wien.at

11


Rabbinat / Friedhof

GEBETSZEITEN IM JUNI 2020 VORSCHAU GEBETSZEITEN JULI 2020

Schacharit,

Morgengebet

Mincha,

Abend

Schabbat

Ein/Aus

Schacharit,

Morgengebet

Mincha,

Abend

Schabbat

Ein/Aus

Montag 01. 06. 09. Siwan 08.00 Gesetzl. Feiertag 19.10

Dienstag 02. 06. 10. Siwan 07.00 19.10

Mittwoch 03. 06. 11. Siwan 07.00 19.10

Donnerstag 04. 06. 12. Siwan 07.00 19.10

Freitag 05. 06. 13. Siwan 07.00 19.00 20.40

Samstag 06. 06. 14. Siwan 09.00 Nasso 20.50 22.02

Sonntag 07. 06. 15. Siwan 08.00 19.10

Montag 08. 06. 16. Siwan 07.00 19.10

Dienstag 09. 06. 17. Siwan 07.00 19.10

Mittwoch 10. 06. 18. Siwan 07.00 19.10

Donnerstag 11. 06. 19. Siwan 08.00 Gesetzl. Feiertag 19.10

Freitag 12. 06. 20. Siwan 07.00 19.00 20.45

Samstag 13. 06. 21. Siwan 09.00 Beha'alotecha 21.00 22.08

Sonntag 14. 06. 22. Siwan 08.00 19.10

Montag 15. 06. 23. Siwan 07.00 19.10

Dienstag 16. 06. 24. Siwan 07.00 19.10

Mittwoch 17. 06. 25. Siwan 07.00 19.10

Donnerstag 18. 06. 26. Siwan 07.00 19.10

Freitag 19. 06. 27. Siwan 07.00 19.00 20.48

Samstag 20. 06. 28. Siwan 09.00 Schelach 21.00 22.11

Sonntag 21. 06. 29. Siwan 08.00 19.10

Montag 22. 06. 30. Siwan 07.00 19.10

Dienstag 23. 06. 01. Tammus 07.00 19.10

Mittwoch 24. 06. 02. Tammus 07.00 19.10

Donnerstag 25. 06. 03. Tammus 07.00 19.10

Freitag 26. 06. 04. Tammus 07.00 19.00 20.49

Samstag 27. 06. 05. Tammus 09.00 Korach 21.00 22.11

Sonntag 28. 06. 06. Tammus 08.00 19.10

Montag 29. 06. 07. Tammus 07.00 19.10

Dienstag 30. 06. 08. Tammus 07.00 19.10

DER JÜDISCHE FRIEDHOF

IST WEITER GEÖFFNET!

Sonntag bis Donnerstag 08.00–16.00 Uhr

Freitag

08.00–14.00 Uhr

Verwaltung:

Montag bis Donnerstag

Freitag

08.00–16.00 Uhr

08.00–12.00 Uhr

Samstags & an jüdischen Feiertagen geschlossen!

Bei Fragen kontaktieren Sie bitte die Fried hofsverwaltung

unter

01/767 62 52 (Büro Friedhofsverwaltung)

0676/844 512 451 (Hr. Mordechai Hammer)!

Mittwoch 01. 07. 09. Tammus 07.00 19.10

Donnerstag 02. 07. 10. Tammus 07.00 19.10

Freitag 03. 07. 11. Tammus 07.00 19.00 20.47

Samstag 04. 07. 12. Tammus 09.00 Chukat-Balak 21.00 22.08

Sonntag 05. 07. 13. Tammus 08.00 19.10

Montag 06. 07. 14. Tammus 07.00 19.10

Dienstag 07. 07. 15. Tammus 07.00 19.10

Mittwoch 08. 07. 16. Tammus 07.00 19.10

Donnerstag 09. 07. 17. Tammus 07.00 Fasttag 19.10

Freitag 10. 07. 18. Tammus 07.00 19.00 20.44

Samstag 11. 07. 19. Tammus 09.00 Pinchas 20.50 22.02

Sonntag 12. 07. 20. Tammus 08.00 19.10

Montag 13. 07. 21. Tammus 07.00 19.10

Dienstag 14. 07. 22. Tammus 07.00 19.10

Mittwoch 15. 07. 23. Tammus 07.00 19.10

Donnerstag 16. 07. 24. Tammus 07.00 19.10

Freitag 17. 07. 25. Tammus 07.00 19.00 20.38

Samstag 18. 07. 26. Tammus 09.00 Matot-Mass'ej 20.50 21.54

Sonntag 19. 07. 27. Tammus 08.00 19.00

Montag 20. 07. 28. Tammus 07.00 19.00

Dienstag 21. 07. 29. Tammus 07.00 19.00

Mittwoch 22. 07. 01. Aw 07.00 19.00

Donnerstag 23. 07. 02. Aw 07.00 19.00

Das Judentum hat viele Facetten.

Entscheiden Sie sich, auch in dieser

schwierigen Zeit, Ihr jüdisches Wissen

zu vertiefen – mit den Online-Schiurim &

Vorträgen des Rabbinats

SCHIURIM IM NEUEN GEWAND:

jetzt online lernen via Zoom mit

Rabbiner Schlomo Hofmeister

NÄHERE INFOS UND KONTAKT:

Tel.: (01) 531 04–111

E-Mail: rabbinat@ikg-wien.at oder

s.hofmeister@ikg-wien.at

DIE SPRECHZEITEN VON

RABBINER SCHLOMO HOFMEISTER

entfallen bis auf weiteres.

Sie erreichen das Rabbinat aber

auch weiterhin telefonisch

oder per E-mail!

12 insider Juni 2020


Veranstaltungskalender

KULTUR ERLEBEN

ONLINE & LIVE

ONLINE-VORTRÄGE

JÜD. GEMEINDE GRAZ

02. Juni, 17.30 Uhr

Online Vortrag „Antisemitismus –

Der wandelfähige Virus“

Anmeldung: https://juedischegemeindegraz.events.idloom.com/antisemitismus

04. Juni, 17.30 Uhr

Online Vortrag: „Jüdische Friedhöfe

in Österreich“ – Wiederholungstermin

Anmeldung: https://juedischegemeindegraz.events.idloom.com/juedischefriedhoefe-wiederholung

AUSSTELLUNGEN

Bis 06. September 2020:

„Michael Horowitz“

Albertina, Albertinaplatz 1, 1010 Wien

Bis 30. Oktober 2020: „Die Schaleks

– eine mitteleuropäische Familie“

Fachbereichsbibliothek Zeitgeschichte,

1090 Wien, Spitalgasse 2, Hof 1.12

Bis 04. Oktober 2020

„Die Ephrussis. Eine Zeitreise“

Jüdisches Museum Wien,

Dorotheergasse 12, 1010 Wien

01. Juni bis 16. August 2020:

„Ende der Zeitzeugenschaft?“

Salomon-Sulzer-Saal,

Schweizer Str. 21, 6845 Hohenems

Bis 18. September 2020

„Wir bitten zum Tanz.

Der Wiener Cafetier Otto Pollak“

Jüdisches Museum Wien,

Dorotheergasse 12, 1010 Wien

Bis 08. November 2020

„Lady Bluetooth. Hedy Lamarr“

Museum Judenplatz, Judenplatz 1,

1010 Wien

VERANSTALTUNGEN

05. Juni, 16.00–18.00 Uhr

Rundgang: Auf den Spuren jüdischungarischer

Zwangsarbeit in der

Wiener Innenstadt

Anmeldung: 02172/8806

Wiener Wiesenthal Institut für

Holocaust-Studien (VWI),

Rabensteig 3, 1010 Wien

07. Juni, 14.00–16.00 Uhr

Rundgang: Jüdische Spuren

in Mattersburg

Anmeldung: 02626/67740

Mattersburg – VHS/ Brunnenplatz 2

25. Juni, 19.00–21.00 Uhr

Gespräch: Arthur Eichengrün – ein

jüdischer Obersalzberger

Anmeldung: Tel.: +49 (0)8652 /

947960, organisation@obersalzberg.de,

AlpenCongress Berchtesgaden, Maximilianstraße

9, 83471 Berchtesgaden

28. Juni, 09.00–17.00 Uhr

Flucht über die Berge –

5. Krimmler Theaterwanderung

Reservierung erforderlich:

0043 6564 7239 0 / info@krimml.at

Preis regulär: EUR 35,– p.P.

09. Juni, 17.30 Uhr

Online Lesung: „Oj, hab ich gelacht!“

Anmeldung: https://juedischegemeindegraz.events.idloom.com/lesung_roman_grinberg

Ausführliche informationen über

Veranstaltungen und Termine

erhalten Sie auf unserer website:

www.ikg-wien.at

Sie erhalten noch keinen

IKG-Newsletter?

Melden Sie sich

noch heute an!

www.ikg-wien.at/

newsletter

Kurzfristige Termine für Online-

Events finden Sie außerdem auf

Facebook unter Ikg.kultur!

www.ikg-wien.at

13


Jüdische Gemeinde Graz

NEUIGKEITEN AUS DER

JÜDISCHEN GEMEINDE GRAZ

DIE JÜDISCHE GEMEINDE GRAZ

IST FÜR SIE ERREICHBAR!

0316 / 712 468

office@juedischegemeindegraz.at

www.juedischegemeinde-graz.at

Die letzten Wochen waren geprägt von den Maßnahmen rund um

das Corona-Virus. Unter der Devise „Verbunden in der Krise“ war

uns umso mehr daran gelegen, mit unseren Mitgliedern und Freunden

zumindest auf kultureller Ebene kontinuierlich verbunden zu

sein. Zwischenzeitig konnten wir mit großem Engagement unser

Büro wieder öfnen. Präsident Rosen nahm am 07. Mai 2020 auch

Mit dem Antisemitismus, dem wandlungsfähigen und mutierenden

Hass auf Juden, setzte sich Lukas Hold, Initiator des Projektes

Jewish History Baden, am 02. Juni 2020 auseinander.

Am 28. April 2020 konnten die Montagearbeiten für die neuen

Steigleitungen auf unsere Synagoge abgeschlossen werden. Sie sollen

Revisionen künftig einfacher und kostengünstiger machen. Im

Jahr 2000 war das Gebäude ohne jegliche Revisionsvorrichtungen

erbaut worden. Die nunmehr getrofenen Maßnahmen versuchen

dieses Manko zu beheben. Unsere Mitarbeiter Brigitte Wimmer und

Jakob Wedenig, wurden mit Absturzsicherung auf die fachgerechte

Benützung eingeschult.

Oskar Deutsch und Elie Rosen bei ihrem ersten

persönlichen Arbeitstreffen seit Beginn der Corona-Krise

seine regelmäßigen Wien-Besuche im Rahmen seiner Tätigkeiten für

die Israelitische Kultusgemeinde Wien wieder auf und traf an diesem

Tag wie üblich mit Präsident Oskar Deutsch sowie den Generalsekretären

Benjamin Naegele und Klaus Hofmann für Arbeitsgespräche

zusammen.

Für die vergangenen Wochen können wir Dank unseres engagierten

Teams ein breites Spektrum von Online-Veranstaltungen anbieten:

Der Geschichte der „Sheva Kehilloth“, der sieben heiligen jüdischen

Gemeinden des Burgenlandes, die unter

dem Protektorat der Fürsten Esterhazy standen,

beleuchtete der Direktor des Österreichisch-Jüdischen

Museums in Eisenstadt, Johannes Reiss, am

21. Mai 2020.

Harald Harvas betrachtete am 26. Mai 2020

die lange Geschichte der modernen Comics, in

denen auch jüdische Lebenswelten ihren Niederschlag

fanden. Viele der bekanntesten Comics und

Comicfiguren stammen von jüdischen Künstlern

und Autoren.

Ein großer Erfolg war die Lesung von Esther

Schapira und Georg M. Hafner am 20. Mai

2020, die sich auf die Fersen des Massenmörders

Alois Brunner heftete. Nach dem 2. Weltkrieg

tauchte Brunner unter. Erst in Deutschland, dann

in Ägypten und schließlich in Syrien, wo er völlig

unbehelligt bis 2004 leben konnte. In ihrem Buch

(und ihrem preisgekrönten Dokumentarfilm) decken

Schapira und Hafner die verbrecherische Karriere

dieses Mannes auf, der zu den meist gesuchten

Nazi-Schergen gehörte.

Steigleitungen für die

Grazer Synagoge

Einen weiteren großen Erfolg konnte unsere Gemeinde am 05. Mai

2020 verzeichnen. An diesem Tag hat sich der Landtag Steiermark

mit den Stimmen aller Fraktionen gegen jede Form des Antisemitismus

ausgesprochen und in diesem Zusammenhang klar gegen

die anti-israelische BDS-Bewegung (Boycott, Divestment and Sanctions)

Stellung bezogen. Der Landtag bekennt sich mit dem gegenständlichen

Beschluss dazu, jeder Form des Antisemitismus schon im

Entstehen in aller Konsequenz entschlossen entgegenzutreten und

die BDS-Kampagne und den Aufruf zum Boykott von israelischen

Waren oder Unternehmen sowie von israelischen Wissenschaftlern,

Künstlern und Sportlern zu verurteilen und entschieden abzulehnen.

Der Präsident der Jüdischen Gemeinde Graz, Elie Rosen, begrüßte

die Maßnahmen in einem Pressestatement als richtungsweisend.

Der Schulterschluss der Landtagsparteien sei solidarisch und notwendig.

Rosen betonte, der Entscheid sei umso mehr zu begrüßen,

als die gegenwärtige Covid-19-Krise einen neuen Nährboden für

Verschwörungstheorien eröfnet

habe. Das Bedürfnis des Menschen

einen Sündenbock zu haben, der

die Schuld an der Seuche, den

Todesfällen und den finanziellen

Einbrüchen trägt, sei klar zu erkennen.

Antisemitische Anklagen

hätten daher in der Corona-Krise

weltweit deutlich zugenommen.

Auch in der Stadt Graz habe die

Diskussion um die BDS-Bewegung

klar erkennen lassen, dass

diese in erschütternder Weise ihre

Fürsprecher gefunden hat. Rosen

wies darauf hin, dass der Grazer

Völkerrechtler Wolfgang Benedek

in einem Pressestatement vom 23.

Juli vergangenen Jahres von einem

„behaupteten Zusammenhang

zwischen Antisemitismus und

BDS“ gesprochen habe.

Fotos: © Jüdische Gemeinde Graz

14 insider Juni 2020


Jüdische Gemeinde Graz / Tmicha

DIE NÄCHSTEN VERANSTALTUNGEN IN GRAZ

Foto: © Moritz Weiss

Aufgrund der großen Nachfrage wiederholt Präsident Elie Rosen

am 04. Juni 2020 seinen Vortrag über „Jüdische Friedhöfe

in Österreich“. Dabei gibt er einen Überblick über die

Begräbnisstätten, die rechtlichen sowie gesellschaftlichen Rahmenbedingungen,

deren Geschichte, ebenso wie über die Sanierungen

im Rahmen des Fonds zur Instandsetzung der jüdischen

Friedhöfe in Österreich.

Dem jüdischen Humor in all seinen Ausprägungen wiederum

widmet sich in gekonnter Form Roman Grinberg am 09.

Juni 2020 mit einer Online-Version des Programmes „Oj, hab

ich gelacht“.

Unter dem Titel „Ultra-orthodox oder säkular – und was

ist dazwischen?“ präsentiert und kommentiert Prof. Frank

Stern am 18. Juni 2020 prämierte israelische Kurzfilme, allesamt

Abschlussarbeiten von Studierenden der international hoch

angesehenen israelischen Filmakademie.

Unter dem Titel „Eine versunkene Welt“ referiert Mag.

Dr. Werner Sulzgruber über das jüdische Leben in der Region

Bucklige Welt – Wechselland. Werner Sulzgruber ist wissenschaftlicher

Leiter des Forschungsprojektes „Jüdische Geschichte

von Wiener Neustadt und der Region“. In seinem Vortrag gibt

er Einblicke in die reichhaltige Geschichte des jüdischen Lebens

in der Buckligen Welt, im Wechselgebiet, und wir begegnen unter

anderem jüdischen Händlern, Industriellen, sowie Burg- und

Schlossherren, die in der Region eine Rolle gespielt haben.

Am 02. 07. 2020

heißt es „Klezmer!“ –

der Musiker Moritz Weiss

präsentiert unter Mithilfe

von Tonbeispielen Historie

und Hintergründe

einer ganz besonderen

Klezmer mit Moritz Weiss

Musikrichtung, die weit

mehr als jüdische Gebrauchsmusik

ist, ihren Höhepunkt im 19. Jahrhundert hatte,

bei uns aber seit den 1960er-Jahren eine Revival-Bewegung erfährt.

Israel ist viel mehr, als wir zu erkennen glauben. Israel hat

in seiner Außenwahrnehmung ein Problem – es wird von den

allermeisten Menschen nur mit dem Nahost-Konflikt assoziiert.

Diese Sicht enspricht aber so gar nicht der Realität dieses

Landes. Denn man kann in Israel auch unbeschwert das Leben

genießen, am Strand von Tel Aviv erfrischend parlieren oder die

mehrere Jahrtausende alte Geschichte des Landes erleben, die oft

genug auch ein Stück Menschheitsgeschichte ist. Am 09. 07.

2020 erzählt der Journalist und Autor Mag. Wolfgang Sotill

über die moderne Realität des Landes.

Wir würden uns freuen, Sie bei unseren Online-Veranstaltungen

begrüßen zu dürfen. Weiterführende Informationen finden

Sie auf unser Homepage www.juedischegemeindegraz.at

oder auf Facebook https://www.facebook.com/juedischegemeindegraz/.

Allfällige Fragen beantworten wir gerne auch

persönlich unter office@juedischegemeindegraz.at

Seit dem 29. April 2020 finden Sie auch regelmäßige Blogs unserer

Gemeinde zu interessanten Themen auf unserer Homepage

unter https://www.juedischegemeinde-graz.at/blog.

Wir freuen uns auf ihren Besuch!

UNTERSTÜTZEN SIE

UNSERE CORONA-NOTHILFE

MIT IHRER SPENDE!

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Freunde!

Zunächst möchten wir uns bei allen Unterstützern herzlich

bedanken: Sie machen unsere Hilfe für in Not geratene Menschen

erst möglich! Dank Ihrer treuen Unterstützung konnte

die Israelitische Kultusgemeinde in der Corona-Krise bislang

mehr als 2.000 Gemeindemitgliedern helfen: Von Lebensmittel-

und Medikamentenlieferungen für unsere Ältesten über

telefonische Betreuung bis hin zur „Akut-Hilfe“ für Familien

in finanzieller Not.

Gemeinsam weiter sicher durch die Krise

Neben der Sorge vor einer Erkrankung sind auch die sozialen

und wirtschaftlichen Folgen der Krise schwerwiegend. Durch

Kündigungen oder den Verlust von Arbeitsaufträgen erleiden

viele Gemeindemitglieder erhebliche finanzielle Probleme. Sie

wissen nicht, wie sie ihre Miete, Energiekosten oder Geld für

den Lebensbedarf aufbringen sollen. Besonders für armutsgefährdete

Familien mit Kindern, Alleinerzieherinnen sowie

Mindestpensionisten ist die aktuelle Situation eine besondere

Herausforderung. Täglich steigen die Anfragen um finanzielle

Unterstützung. TMICHA, der Sozialverein der IKG,

hilft hier mit Überbrückungsgeld. Um alle, die jetzt um ihre

Existenz bangen, auch weiterhin schnell und unbürokratisch

unterstützen zu können, brauchen wir bitte Ihre Hilfe! Jede

Spende, ob klein oder groß, zählt.

TMICHA Spendenkonto:

AT 43 6000 0005 1001 0051

Spendenzweck: „Corona-Nothilfe“

Gemeinsam werden wir

auch diese Krise überwinden!

Herzlichst,

Ihre Shiran Nanikashvili

Community Fundraising

www.ikg-wien.at

15


WIZO

Liebe Freundinnen und Freunde der WIZO!

Die Beschränkungen durch Covid-19 werden in Österreich langsam

wieder gelockert, wir dürfen wieder Familie und FreundInnen treffen.

Langsam bahnen wir uns den Weg zurück. Leider ist die Krise

aber noch keineswegs vorbei, WIZO kämpft seit Beginn der Pandemie

an vielen Fronten unbeirrt gegen Verzweiflung und Not.

Die WIZO-Emergency-Shelter, Frauenhäuser für den Notfall,

leisten hier bedeutende Arbeit. Durch Frustration, Einkommensverlust,

Ungewissheit und räumliche Enge in zu kleinen Wohnungen

entsteht oft ein Druck, der im Fall der Entladung zu Verletzungen

und – im schlimmsten Fall – zum Tod führt. Der Anstieg häuslicher

Gewalt ist weltweit enorm, so auch in Israel.

Es gibt in Israel 14 Frauenhäuser, die Frauen, die Opfer von Gewalt

werden, allein und auch mit ihren Kindern aufsuchen können. Bevor

sie allerdings in einem solchen Frauenhaus Schutz finden, müssen

sie aufgrund der Pandemie in vierzehntägige Quarantäne. Und genau

hier kommt das neue WIZO-Emergency-Shelter ins Spiel. Dort

finden gefährdete Frauen und ihre Kinder Schutz und Unterkunft für

die Dauer der zweiwöchigen Quarantäne. Während sie die vom Gesundheitsministerium

auferlegte Zeitspanne abwarten, erhalten sie

Therapie, Fürsorge und Beratung durch WIZO-SozialarbeiterInnen

und TherapeutInnen.

Die WIZO-Männer-Hotline leistet auch enorme Hilfe. Männer,

die nicht in der Lage sind, ihre Frustration gewaltfrei zu verarbeiten,

lassen ihre Aggressionen an denjenigen aus, die ihnen am nächsten

sind, ihren Partnerinnen und Kindern. Ohne Hilfe von außen kann

das zum Schlimmsten führen.

Leider wird das Reden über diese Gefahr bis heute tabuisiert. Aber

nicht bei WIZO! Die WIZO-Hotline ist die einzige in Israel. Männer

können dort jederzeit anrufen, wenn sie das Gefühl haben, ihre

Gefühle könnten gefährlich werden. Das Hilfsteam besteht ausschließlich

aus Männern, freiwillige Fachkräfte, die die Anrufenden

unterstützen und sie auf den richtigen Weg bringen, ohne sie zu

stigmatisieren.

Seit Beginn der Krise hat sich die Zahl der Anrufer im Vergleich

zur gleichen Zeitspanne im Vorjahr

um 300 % gesteigert. WIZO tut

ihr Bestes, um allen Hilfesuchenden

schnellstmöglich zu helfen, die

Stunden wurden ausgeweitet, die

Zahl der Helfer erhöht.

Wir legen unsere Hoffnung in ein

baldiges Ende dieser schwierigen

Zeiten, bis dahin ersuchen wir Euch

erneut um Eure finanzielle Hilfe!

WIZO: HELFEN

SIE UNS HELFEN!

BITTE HELFEN SIE UNS

ZU HELFEN!

JEDE SPENDE HILFT!

WIZO – Internationale

Organisation

Zionistischer Frauen

IBAN AT10 1400 0100 1066 1108

FÜHRUNGEN IM

WIENER STADTTEMPEL

sind aufgrund des

Corona-Virus

derzeit leider

nicht möglich.

Für Fragen zu Führungen

oder Anmeldungen zu

einem späteren

Zeitpunkt kontaktieren

Sie bitte

Frau Mally Shaked,

E-Mail:

mally.shaked@gmx.at

Gruppen:

+43 676 603 66 97

EINLADUNG

04. Juni 2020, 20.00 Uhr

Exklusiver WIZOOM-Talk für

WIZO-Österreich und FreundInnen

„Die ÜberlebenskünstlerInnen

und das Virus - Israels Umgang

mit einem neuen Feind.“

mit DR. BEN SEGENREICH

Anmeldung unter info@wizo.at

16 insider Juni 2020


Bitachon / Jüdische Gemeinde Baden / Misrachi

EINE WELLE DER

HILFSBEREITSCHAFT

Viele Menschen, insbesondere ältere und kranke Alleinstehende,

waren in den vergangenen Monaten darauf angewiesen, dass ihnen

jemand hilft, Einkäufe und dringende Wege zu erledigen. In vielen

Häusern bieten hilfsbereite junge Leute ihre Dienste an, nehmen

ihren Nachbarn die Besorgungen ab und nehmen damit auch deren

Angehörigen die Sorge, dass ihre Liebsten auf sich allein gestellt

sind.

Die Rettung in der Not

Doch nicht jeder, der diesen Bedarf hat, ist von derart hilfsbereiten

Menschen umgeben, und insbesondere vor und zu Pessach haben

unsere Gemeindemitglieder besondere Bedürfnisse, die ihre Nachbarn

nur schwer verstehen und erfüllen können. Für viele Menschen

unserer Gemeinde war die Rettung in der Not eine Gruppe

junger Erwachsener, die sich ehrenamtlich engagierte und im großen

Stil die Versorgung der Gemeinde mit Mahlzeiten, Lebensmitteln

und Medikamenten sicherstellte. Das alles wurde weiters durch

ein Dutzend freiwillige TelefonistInnen koordiniert und möglich

gemacht.

Boten und Seelsorger

Diese Gruppe bestand aus insgesamt etwa 100 Jüdinnen und Juden,

die zwei Monate lang sieben Tage die Woche in über 1.000

Fahrten „Essen auf Rädern“ auslieferten, Einkäufe übernahmen

und Medikamente besorgten. Doch das war nur der offizielle Teil

der Tätigkeit dieser Gruppe. Die EmpfängerInnen dieser Dienstleistungen

waren zumeist alleinstehende Menschen. Oft war der

einzige Kontakt mit der Umwelt der Besuch der HelferInnen, die

sich neben der Auslieferung der Produkte auch nebenbei, aber nicht

nebensächlich, um das emotionale und geistige Wohlbefinden sorgten

und für die EmpfängerInnen immer ein ofenes Ohr hatten.

Eine Stütze der Zivilgesellschaft

Der Verein Bitachon fühlt sich seit seiner Gründung nicht nur für

den physischen Schutz der Gemeindemitglieder zuständig, sondern

will ganzheitlich jüdisches Leben in Österreich ermöglichen und

schützen. Daher waren 15 Freiwillige des Vereins, von erstsemestrigen

Studentierenden bis zu Eltern, die mitten im Berufs- und Familienleben

stehen, federführend gemeinsam mit Aktivist*innen der

Jüdischen Österreichischen HochschülerInnen für diese großangelegte

Hilfsaktion im Einsatz und haben den Verein damit endgültig

als eine Stütze der Zivilgesellschaft unserer Gemeinde etabliert.

Die Qualität einer Gemeinschaft

Die Qualität einer Gemeinschaft erkennt man daran, wie sie mit

ihren Schwächsten umgeht. Daher gebührt ihnen – allen voran

den Jüdischen Österreichischen HochschülerInnen –, aber auch

den HelferInnen von ESRA, Maimonides-Zentrum, sowie Organisationsabteilung

und Krisenstab der IKG, der Dank der ganzen

Gemeinde, als deren Stellvertreter sie gehandelt haben. Seit nunmehr

zwei Wochen sind die Synagogen wieder in Betrieb, weshalb

unsere Freiwilligen, nachdem sie uns alle viele Wochen lang vor den

Gefahren eines tödlichen Virus geschützt haben, auch wieder ihre

klassischen Aufgaben wahrnehmen und uns vor den Gefahren des

Antisemitismus und Judenhasses bewahren.

www.bitachon.at • office@bitachon.at • +43 1 2351018




DIE JÜDISCHE GEMEINDE BADEN

IST AUCH WEITERHIN

FÜR SIE ERREICHBAR!

Beratung & Information

erhalten Sie

telefonisch unter

02252/ 25 25 300

oder per E-Mail unter

office@juedischegemeinde.at

www.misrachi.at

MISRACHI-ONLINE-SERVICE

Die Misrachi vergrößert ihr Online-Service-Angebot für

die jüdische Gemeinde auf www.misrachi.at laufend.

Wöchentlich neue Erläuterungen zur Parascha

(Wochenabschnitt), mittlerweile sind fast 700 Artikel online!

Aktuelle Schabbat-Zeiten und andere halachische Zeiten.

Umfangreiche Informationen über das „koschere Wien“.

Koscher-Guide mit mittlerweile über 600 Produkten, die in

regulären Geschäften in Österreich gekauft werden können.

Der Guide ist auf Deutsch, Englisch und Französisch

erhältlich, außerdem ist der Inhalt auch in einer

Smartphone-App auf Englisch und in einer Broschüre

für israelische Touristen auf Hebräisch verfügbar.

Anmeldung zum wöchentlichen E-Mail-Newsletter mit

Informationen über Schabbatzeiten, Gebete und

Schiurim in der Misrachi, Veranstaltungshinweisen

und einem Dwar Tora.

Tfilazeiten der Misrachi. Informationen über

Schiurim zu verschiedensten Themen.

Misrachi Österreich

Jüdisches Wissen – Jüdische Erziehung –

Service und Engagement für die jüdische Gemeinde

www.ikg-wien.at

17


Haschomer Hatzair / JöH

NIEMALS

VERGESSEN!

Liebe Gemeinde! Am Mittwoch, dem 06. Mai,

einen Tag und 75 Jahre nach der Befreiung Mauthausens,

gedachten VertreterInnen des Haschomer Hatzair gemeinsam

mit anderen RepräsentantInnen der jüdischen Jugend Österreichs der

Opfer des Holocaust.

Vor 25 Jahren sprach Simon

Wiesenthal in Mauthausen

die folgenden Worte: „Die

Welt hat Hitler und das nationalsozialistische

Regime viel zu

lange unterschätzt. Diese Fehleinschätzung

hatte tragische

Folgen. Versuchungen zum

Unrecht gibt es immer wieder.

[…] Je mehr wir uns uneingeschränkt

der ganzen Geschichte erinnern, umso leichter wird es uns fallen,

solchen Versuchungen zu widerstehen, und gemeinsam eine moralisch wertvolle

Zukunft zu bauen. […] Das sagt Ihnen einer, der Mauthausen im

Todesblock wie durch ein Wunder überlebt hat.“

Wiesenthals Worte

sind heute noch

mindestens genauso

relevant, wie sie

es zum Zeitpunkt

seiner Rede waren –

auch und vor allem

in Österreich. Zum

Beispiel sind die neonazistischen

„Einzelfälle“

der drittstärksten

Partei im Nationalrat mittlerweile so häufig, dass sie nur mehr

schmunzelnd akzeptiert werden.

Es ist unsere Aufgabe als junge ÖsterreicherInnen, und speziell als

Teil des Haschomer Hatzair, solche Taten nicht zu ignorieren und

aktiv gegen Antisemitismus und jegliche Form von Ausgrenzung zu

kämpfen. Zwar können wir derzeit nicht auf die Straßen gehen und

demonstrieren, das heißt jedoch nicht, dass wir solche Taten als „neue

Normalität“ akzeptieren müssen. Ganz im Gegenteil! Nicht zuletzt das

Internet bietet uns die Möglichkeit, auch in der gegenwärtigen Krisenzeit

unsere Meinung kundzutun, Bewusstsein zu schafen und für eine

„moralisch wertvolle Zukunft“ zu kämpfen. Denn die Zukunft gehört

uns. Und nur wir, indem wir aktiv für Gerechtigkeit und gegen Diskriminierung

kämpfen, können unsere Welt zum Besseren verändern.

Deshalb müssen wir immer weiter gedenken. Gedenken, der

schrecklichen Zeit des Nationalsozialismus. Gedenken vor Ort im

Namen aller, die es aufgrund der gegenwärtigen Krise nicht können.

Gedenken, um niemals zu vergessen. Chasak ve‘ematz!

Der SCHOMER ist eine Organisation, die ständig wächst.

Für mehr infos liked uns auf

Instagram: @kentelamal

Facebook: @KenTelAmal1

oder kontaktiert uns via:

vienna@hashomerhatzair-eu.com

Tel: +43 (0)676 564 52 17

NEWS VON DER JÖH

Nachdem eine große Gruppe der Jüdischen

österreichischen HochschülerInnen in den

letzten zwei Monaten tatkräftig den Menschen

in der Gemeinde mit unserem Projekt

„Coronasupport“ unter die Arme gegrifen hat, fängt auch für

uns langsam wieder die „neue Normalität“ an.

Die Prüfungsphase steht vor der Tür und somit Zeit zu lernen

oder sich bei den zahlreichen Seminaren und Online-Kursen

weiterzubilden. Aber nicht nur in puncto Uni tut sich für

unsere Mitglieder vieles, sondern auch in Bezug auf das jüdische

Leben. Organisationen wie Junction, die World Union of Jewish

Students, aber auch die European Union of Jewish Students bieten

Weiterbildungskurse über Zoom an. Diese bieten uns nicht

nur die Möglichkeit – über weite Entfernung – Gleichgesinnte

kennenzulernen, sondern auch alte Freunde wiederzusehen und

uns über interessante Dinge weiterzubilden. Anfang Mai haben

zum Beispiel drei Vorstandsmitglieder an dem Online-Seminar

„Presidents Unite“ von EUJS teilgenommen. Dort haben sie

nicht nur vieles über die Zusammenarbeit mit anderen Unions

und dem Aufbau der eigenen Organisation gelernt, sondern

auch die Möglichkeit bekommen, dem Leiter des American Jewish

Congress, David Harris, Fragen zu stellen.

Wie die nächsten Wochen verlaufen werden, steht leider in

den Sternen, ein gemeinsames Schabbes-Dinner wird in diesem

Semester – jedenfalls in der sonst üblichen großen Teilnehmeranzahl

– leider nicht möglich sein. Dennoch halten wir

zusammen und werden das Beste aus dieser schwierigen und

ungewohnten Zeit rausholen!

Liebe Grüße,

Noah, Taly, Robin, Beni, Lara, Eden, Mark, Lara und Rahel

IT HURTS TO CALL A

DOMESTIC ABUSE

HOTLINE.

IT HURTS MORE NOT TO.

ESRA-Hotline against violence:

Tel. 01/212 55 18

Do it for you!

Do it for your children!

18 insider Juni 2020


JUKO / Bnei Akiva

ZOOM PRE-SHABBES-

GET-TOGETHER

Für Anregungen, Ideen

und persönliche

Anliegen stehen wir

Euch jederzeit gerne

zur Verfügung und

hoffen, dass ihr weiter-

hin mit dabei seid!

Eure Betty Kricheli

b.kricheli@ikg-wien.at

FILMAUFNAHMEN FÜR DIE

GEDENKZEREMONIE IN MAUTHAUSEN

TROTZ KRISE WIE IMMER VOLLES

PROGRAMM BEI DER BNEI AKIVA

Trotz der Covid-19-Situation war der Mai

wieder voller Aktivitäten und Veranstaltungen!

Jewrovision

Zu Jom Haatzmaut feierten wir die jährliche

internationale Bnei Akiva-Jewrovision

live online. Mit mehr als 7.000 Zuschauern

haben 15 verschiedene Bnei Akiva-Snifim

aus 4 verschiedenen Kontinenten jeweils

ein Lied zum Thema Hofnung geschrieben

und dazu ein Video kreiert.

Zu Gast waren mehrere wichtige und

prominente Personen, wie Präsident Reuven

Rivlin, Rabbi Jonathan Sacks, Rabbi

Haim Amsalem, Isaac Herzog, Naftali Benett,

Tzipi Hotovely, Avraham Fried und

Yonina, um uns Grüße und Segen zu überbringen.

Die Atmosphäre war magisch und

voller Energie.

Besser als Reuven Rivlin kann man das

nicht darstellen: „Obwohl wir dieses Jahr

nicht zusammen sein können, fühlen wir uns

durch diese Krise mehr denn je als eine Familie

mit gemeinsamer Geschichte, gemeinsamen

Werten und gemeinsamem Schicksal.“

Anschließend sang Ishay Ribo live für

uns. Der Gewinner des diesjährigen Jewrovision

Contest war Snif-Amsterdam! S. G.

w., werden wir nächstes Jahr eine noch tollere

Jewrovison haben.

Mauthausen-Gedenkzeremonie

Anlässlich des 75. Jahrestags der Befreiung

des Konzentrationslagers Mauthausen, haben

wir uns trotz der aktuellen Situation

gemeinsam erinnert und ein Zeichen gegen

das Vergessen gesetzt. Zusammen mit anderen

VertreterInnen der jüdischen Jugend

Wiens sind wir nach Mauthausen gefahren

und haben dort ein Gedenkvideo gedreht,

anstelle der gewöhnlichen Zeremonie. Niemals

vergessen! Niemals wieder!

Gemeinsam Online

Neben der Jewrovision und der Gedenkzeremonie

haben wir mehrere virtuelle Peulot

und Aktivitäten mit unseren Chanichim

veranstaltet. Zu Lag Ba‘omer haben wir

zum Thema „Omer“ ein Bingo-Zoom-

Meeting mit dem ganzen Snif Wiens gehalten.

Die Gewinnergruppe war Schevet

Maalot. Kol Hakavod!

In diesem Sinne wünschen wir der ganzen

Gemeinde Schawuot Sameach – bleibt sicher

und gesund! We are connected. Today

more than ever.

Moriya Witt

www.ikg-wien.at

19


Or Chadasch

30 JAHRE OR CHADASCH

1020 Wien, Robertgasse 2 – Tel./Fax (01)9671329 – Email: office@orchadasch.at

www.facebook.com/orchadasch/ www.orchadasch.at/programm/

DA DER BETRAUM VON OR CHADASCH WENI-

GER ALS 100M2 HAT, WERDEN WIR WEITERHIN

NICHT IN UNSERER SYNAGOGE BETEN. UNSE-

RE GOTTESDIENSTE FINDEN DAHER WEITER

AUF ZOOM UND FACEBOOK STATT!

Für die Zoom-Übertragung ist eine vorherige Anmeldung

unter office@orchadasch.at notwendig.

Wir ersuchen, während des Gottesdienstes stets

stumm zu schalten, da es sonst zu störenden

Rückkoppelungen kommt.

GOTTESDIENSTE:

Kabbalat Schabbat jeden Freitag um 19.00 Uhr

Zoom-Anmeldung unter office@orchadasch.at

Unser Gottesdienst wird auch über Facebook

Live-Stream gesendet. Der verwendete Siddur

kann auf unserer Website unter: https://www.

orchadasch.at/wp-content/Kabbalat-Schabbat-

Siddur-Zoom.pdf heruntergeladen werden.

Schabbat Schacharit:

06. und 20. Juni um 10.30 Uhr.

Unser Gottesdienst wird auch über Facebook

Live Stream gesendet. Der verwendete Siddur

kann auf unserer Website unter: https://www.

orchadasch.at/wp-content/Schabbat-Schacharitfür-Zoom.pdf

heruntergeladen werden.

VIRTUELLE SCHIURIM:

Dienstag, 18.00 Uhr: Thema wird auf der Website

bekannt gegeben unter https://www.orchadasch.at/programm/

Zoom-Anmeldung unter office@orchadasch.at

Donnerstag, 18.00 Uhr: Paraschat haSchawua

Zoom-Anmeldung unter: office@orchadasch.at

COFFEE WITH THE RABBI:

Mittwoch, 16.00 Uhr

Zoom-Ameldung unter office@orchadasch.at

SERVICES:

• Britot Mila, Simchat Bat, Bar und Bat Mitzwa

• Chuppa

• Beratung und Hilfe bei Todesfällen und

Beerdigungen (Kontakt: 0677/635 287 06)

INFORMATIONEN:

• Kurse und Services:

office@orchadasch.at,

Tel.: 0677/635 287 02

• Fragen an den Rabbiner:

rabbiner@orchadasch.at

Am 04. Mai 1990 fand unter der Leitung von Rabbiner Henry

Brandt, dem Landesrabbiner von Niedersachsen, der erste öfentliche

liberale Gottesdienst in der Geschichte des österreichischen Judentums

im Hotel Imperial statt. Auf Initiative von Primar Dr. Dori

Much fand sich eine kleine Gruppe zusammen, die bei Auslandsaufenthalten

mit dem liberalen Judentum in Kontakt gekommen

war und diese Art von Gottesdiensten und jüdischem Leben auch in

Wien praktizieren wollte. Liberales Judentum, das bedeutet Gleichheit

von Männern und Frauen im Gottesdienst, ein zeitgemäßes Leben

der jüdischen Tradition, bei dem die Mitzwot, Schabbat und

Kaschrut ihre zentrale Bedeutung haben, auch wenn sie nicht von

allen Mitgliedern in vollem Maße eingehalten werden, das Hochhalten

der ethischen Lehre der Prophetinnen und Propheten sowie

würdige Gottesdienste mit musikalischer Begleitung und Gebete in

Hebräisch, aber auch der Landessprache.

Der erste liberale Gottesdienst erregte Interesse, doch die Reaktion

seitens der Israelitischen Kultusgemeinde und ihrer Mitglieder

war erschreckend negativ. Unterstützung kam von der internationalen

Gemeinschaft in Wien, zu der viele Jüdinnen und Juden aus

dem angelsächsischen Raum gehörten, die froh waren, wie in ihrer

Heimat liberale Gottesdienste besuchen und die liberale Tradition

auch in Wien ausleben zu können. Unsere Gruppe machte sich mit

großem Eifer an das Erlernen der Liturgie. Zu unserem Glück hatten

wir zwei ausgebildete Sängerinnen, die als Kantorinnen fungieren

konnten, und einen professionellen Pianisten, die uns begleiteten

und anleiteten. Dennoch: Es gab keine Räumlichkeiten und vor allem,

es fehlte ein Rabbiner.

Da kam der Gründungsgruppe die Weltgeschichte zur Hilfe. Ein

Jahr zuvor waren die kommunistischen Regime gefallen. Die großen

jüdischen Gemeinschaften Osteuropas konnten sich wieder konstituieren,

konnten ein neues jüdisches Leben schafen. Damit richtete

sich auch der Blick der World Union for Progressive Judaism nach Europa.

Die kleine liberale Gruppe in Wien erhielt neue Bedeutung als

Brückenkopf nach Osten, aber auch in den deutschen Sprachraum

hinein. Daher bot uns die World Union for Progressive Judaism an, ihr

als Mitgliedsgemeinde beizutreten, und war auch bereit, uns einen

Rabbiner zur Verfügung zu stellen. Der wunderbare Rabbiner Michael

König betreute uns erstmals zu den Hohen Feiertagen 1990

und machte uns zur Gemeinde Or Chadasch. Leider konnte Rabbiner

König nach einem schweren Unfall seine Tätigkeit nicht mehr ausüben.

In den folgenden Jahren kamen zahlreiche Gastrabbinerinnen

und -rabbiner zu uns und machten uns mit der Vielfalt des liberalen

Judentums vertraut.

Im Lauf der Jahre wurde Or Chadasch jedoch immer österreichischer,

was die Mitglieder betraf. Viele, die zunächst zu Or Chadasch

kamen, wurden später auch Mitglieder der Israelitischen Kultusgemeinde.

Diejenigen, die immer schon Mitglieder waren, blieben es

natürlich auch nach ihrem Beitritt zu Or Chadasch. Dies half uns bei

der Annäherung an die Mehrheitsgemeinde, man gewöhnte sich an

uns, war bereit, uns zu akzeptieren. Schließlich wurde Or Chadasch

als jüdischer Verein innerhalb der Wiener jüdischen Gemeinde anerkannt.

Seit 2017 haben wir einen eigenen Rabbiner, der in Wien

lebt. Mit Rabbiner Lior Bar-Ami erfolgte ein Generationenwechsel,

wie sich das nach 30 Jahren gehört. Unsere Gemeinde wurde jünger,

was auch im Baby-Boom der letzten Monate seinen Niederschlag

fand. Daher gehen wir mit viel Zuversicht in die Zukunft und hoffen,

dass wir uns bald nicht nur über Zoom, sondern auch physisch

trefen können.

20 insider Juni 2020


Lauder Chabad Campus

WILLKOMMEN ZURÜCK AM CAMPUS!

Volks- und MittelschülerInnen zurück am Campus

Den Anfang machte am 17. Mai zunächst die Volks- und die Mittelschule.

Unter strenger Einhaltung der Schutz- und Hygienemaßnahmen

verlagerte sich der Schulunterricht von den Kinder- und

Wohnzimmern wieder zurück auf den Campus. Natürlich lässt

der normale Schulalltag, wie er vor dem Ausbruch der COVID-

19-Krise war, auch jetzt noch auf sich warten. Aber auch die tageweise

Rückkehr in die Schule lässt den Kindern Regelmäßigkeit

im Alltag und Lernfortschritt zuteilwerden, und das ist nach zwei

Monaten zu Hause nicht zu unterschätzen. Besonders erfreulich

sind auch die positiven Auswirkungen des Soziallebens der Kinder,

etwa das Einhalten von Lernzielen im Hinblick auf die Zentralmatura

sowie die Vorbereitung auf die Abschlussprüfung der HAS, die

Schüler wie Lehrer dazu ermutigte, Lösungen jenseits des üblichen

Rahmens des Klassenzimmers zu finden. Wir wünschen allen Schülerinnen

und Schülern viel Erfolg beim Erreichen der Ziele, für die

sie gerade auch in den letzten Monaten sehr hart arbeiteten.

Gemeinsam meistern wir die Krise

Viele Eltern fanden sich Mitte März plötzlich in einer Situation

wieder, in der neben dem Balancieren von Verpflichtungen durch

Arbeit und der Haushalt mehr als sonst auch ein starkes und aktives

Engagement für das Erreichen der schulischen

Bildungsziele notwendig wurde. Gleichzeitig

bemühten sich die Lehrerinnen und Lehrer außerordentlich

um den kontinuierlichen Kontakt

mit ihren Klassen und warteten mit einer

Vielzahl an digitalen Möglichkeiten der Wissensvermittlung

auf. Dank gilt also den Eltern

und LehrerInnen für ihre Flexibilität und das

Engagement. Die Schülerinnen und Schüler

haben indessen im Bereich der Wissensaneignung

Neuland betreten, und wir sind stolz auf

sie, weil sie dies so souverän meisterten. Vor

allem freuen wir uns aber, sie am Campus wiederzusehen.

das mit der Rückkehr in die Schule einhergeht. Um eine zu große

Anzahl an SchülerInnen zu jeder gegebenen Zeit zu verhindern,

wurden die Schulklassen bekanntlich in zwei Gruppen unterteilt

– der Unterricht findet für die jeweiligen Gruppen alternierend

entweder an zwei, oder an drei Wochentagen statt und endet zu

Mittag. Dass die Kinder aus den Gegebenheiten das Beste machen,

ist rasch zu erkennen: „Ich bin zwar nicht mit meiner besten Freundin

in der Gruppe, dafür kann ich jetzt einmal mehr Zeit mit anderen

Kindern aus meiner Klasse verbringen“ – teilt eine Volksschülerin aus

der zweiten Klasse mit. Es sind denkwürdige Wochen und Monate,

die mit der Rückkehr in die Schule in gewisser Hinsicht vorerst ein

Ende finden.

Oberstufenrealgymnasium und Handelsschule

Die ersten Tage des Juni stellen dann auch für die Schülerinnen

und Schüler des ORG sowie der Handelsschule den Auftakt zu

einem letzten Monat vor dem Sommer dar – sollte es in diesem

Bereich seitens der Behörden zu keinen Änderungen mehr kommen

(zu Redaktionsschluss ist jedenfalls nichts Entgegenlautendes

bekannt). Während den Jugendlichen aus ORG und HAS altersbedingt

das selbstständige Lernen im Vergleich zu jüngeren Schülerinnen

leichter fällt, waren es andere Themen, die Jugendliche,

Eltern und Lehrer in den letzten Monaten beschäftigten. So war es

Seit 1959 stets zu Ihren Diensten

Hausverwalter

Dkfm. Viktor & Dr. Peter Maier

Ges.m.b.H.

Ankauf und Verkauf von Immobilien jeder Art

A-1030 Wien, Fasangasse 18

Tel.: 798 44 99 Fax: 798 44 99-22

www.hausverwalter.at

Prof. (FH) Mag. Julius Dem, MBA

Dolmetscher für Hebräisch

יוליוס דם

מתורגמן מוסמך לשפה העברית

ÜBERSETZUNGEN - DOLMETSCHUNGEN

DOKUMENTE, VERTRÄGE, BEGLAUBIGUNGEN, ETC.

DEUTSCH – HEBRÄISCH / HEBRÄISCH – DEUTSCH

תרגומים

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גרמנית – עברית / עברית – גרמנית

Mobil: +43 699 11788119

E-Mail: julius@dem.co.at

www.dem.co.at

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www.ikg-wien.at

21


Intern

HOTEL POST

Kaffee – Restaurant

Stadtzentrum – Garagenplätze,

Telefon, Radio, Modem-Stecker, SAT-TV

1010 Wien, Fleischmarkt 24

Tel. 01/515 83–0, Fax 01/515 83–808

Wir gratulieren Jessica ANNER

und Daniel KRAVTSCHENKO

(Basel) zur Geburt Ihrer Tochter

ADINA CHARLOTTE.

Enkeltochter von

Nicole und Jürg Anner (Basel)

und Debora Kravtschenko (Wien),

Urenkelin von Edit Schmidt (Wien)

SUCHE NACH INFORMATIONEN

Ich bin auf der Suche nach Informationen über meinen Verwandten Karl

Zerkowitz, der zwischen 1925 und 1942 Portier und Tempeldiener der

IKG Wien war. Da wir die letzten in Österreich lebenden Familienmitglieder

sind und aufgrund des Holocaust nur wenig über den Rest der Familie

wissen, bitten wir Leser, die Karl, seine Familie oder eine Anekdote zu ihm

kennen, sich zu melden. Ich arbeite an einem Buch und sammle alte Geschichten

meiner Familie, um die Erinnerung an diese Zeit zu erhalten.

Kontakt: alexander.zerkowitz@chello.at oder +43 664 83 97 520

Wir TRAUERN um

MAI 2020 (bis 25. 05.)

STEPAN Vivian •

16. 05. • 62 Jahre

GERMAN YAKOV •

21. 05. • 81 Jahre

ITELMAN HASKEL •

24. 05. • 82 Jahre

Den Angehörigen der

dahingeschiedenen Gemeindemit

glie der sprechen wir unser tief

empfundenes Beileid aus.

Sollten Sie an Mitteilungen per

E-Mail über aktuelle Sterbefälle

Interesse haben, schreiben Sie bitte

an service@ikg-wien.at

VORGANGSWEISE BEI

GRABRESERVIERUNGEN

Bei Grabreservierungen ersuchen wir Sie, sich bezüglich

der Platzwahl ausschließlich mit dem Friedhofsamt

am IV. Tor (Tel. 01/767 62 52), Herrn Hammer

oder Frau Josipovic in Verbindung zu setzen!

Die Bezahlung bzw. der Abschluss einer Teilzahlungsvereinbarung

erfolgt beim Mitgliederservice der IKG,

Seitenstettengasse 4, 1010 Wien, Tel.: 01/531 04–171.

DIE

CHEWRA KADISCHA

HILFT

Wenn es Ihnen ein Bedürfnis ist,

persönliche Dinge zu regeln und

Sie Beratung brauchen,

kontaktieren Sie uns bitte

unter 0664/125 05 65!

Bei TODESFÄLLEN bitte sofort die FRIEDHOFSVERWALTUNG

kontaktieren: 01/767 62 52 (Büro Friedhofsverwaltung) oder

0676/844 512 451 (Hr. Mordechai Hammer, 24 Std.)!

Bitte speichern Sie diese Nummern in Ihrem Handy!

Bei Todesfällen am Schabbat sowie an jüdischen Feiertagen

schicken Sie eine SMS od. WhatsApp-Nachricht

an eine der o.g. Nummern!

Bitte vergessen Sie nicht, den genauen Namen des

Verstorbenen sowie den Sterbeort mitzuteilen!

22 insider Juni 2020


JBBZ GREDLERSTRASSE

01/33 106-701 | gredlerstrasse@jbbz.at

Krise und Hoffnung in Zeiten der Pandemie

Sie kennen wahrscheinlich den Spruch

„Jede Krise birgt auch neue Chancen“

und können ihn vielleicht schon gar

nicht mehr hören, weil Sie gerade andere

Sorgen haben:

Wie bringe ich meinen Kindern bei, dass sie

Mundschutz tragen und Abstand halten müssen?

Wie gehen wir damit um, dass wir unsere

lieben Verwandten, Oma und Opa, Onkel und

Tante, momentan nicht besuchen können?

Ja, vielleicht sogar die existenziellen Fragen:

Wie rette ich meinen Betrieb? Wie komme ich

diesen Monat über die Runden, um Strom,

Wasser, Gas und Lebensmittel zu bezahlen?

Und dennoch stimmt das vielbenutzte Wort.

Jede Krise bringt auch deshalb neue Chancen,

weil sie uns erkennen lässt, wie die Menschen

sind. Und wir haben in der Tat großartige

Menschen, die sich spontan engagieren

und Hilfe leisten. Ich denke hier besonders

an den wunderbaren zweiten Krisenfonds

der IKG, der von den Familien unseres Präsidenten

Oskar Deutsch, unseres Ehrenpräsidenten

Dr. Ariel Muzicant und Personen,

die ungenannt bleiben möchten, in beeindruckender

Weise ins Leben gerufen wurde

und in ebensolcher Weise rasch, großzügig

und unbürokratisch jüdischen Unternehmen

Soforthilfe geleistet hat.

Ich denke dabei ebenso an die 100 Freiwilligen

und MitarbeiterInnen in der Krisen-Hotline,

die in privaten Notlagen Hilfe leisten.

ESRA und die StudentInnen der JÖH haben

praktisch jedes Gemeindemitglied über

60 Jahre mindestens einmal von sich aus

kontaktiert, um zu erfahren, ob sie Hilfe

brauchen. Sie erledigen für die älteren Menschen

Einkäufe und stehen ihnen mit Rat und

Tat bei, damit sie gut durch den neuen Alltag

kommen. Auf medizinischer Seite denke

ich dabei an Dr. Peter Winter, dessen Firma

labors.at mit dem Maimonides Zentrum

schnell und unbürokratisch Corona-Tests

durchführt, damit auch jene Menschen, die

Risikogruppen angehören, mit Sicherheit

und Zuversicht diese schwierige Zeit bewältigen.

Auch unser Betrieb im JBBZ-GREDLER-

STRASSE war von Corona betroffen und

wurde geschlossen. Dank unserer technischen

Infrastruktur laufen unsere Kurse

und Bildungsmaßnahmen fast wie gewohnt

weiter. Die Umstellung auf Distance Learning

und Remote Work war kein Problem. Ich bin

stolz auf meine MitarbeiterInnen, die diesen

Umstieg so reibungslos umgesetzt haben.

Das hilft uns, nach der Krise stärker als je

zuvor aufzutreten.

Nach der Akuthilfe kommt nun allerdings

Phase II: die Wiedereingliederung unserer

KundInnen in den Arbeitsmarkt. Ich appelliere

an alle Gemeindemitglieder, unsere tüchtigen

AbsolventInnen darin zu unterstützen,

ihre kreativen Ideen umzusetzen und einen

Arbeitsplatz zu finden, damit sie ihre Fähigkeiten

auch im Berufsleben unter Beweis

stellen können. Dabei dürfen aber auch jene

AbsolventInnen nicht vergessen werden, die

nach ihrer Ausbildung im JBBZ-GREDLER-

STRASSE bereits Firmen gegründet haben,

und nun durch den Rückgang der Umsätze

vor einer extrem schwierigen Zeit stehen.

In der Not schnell zu helfen, ist überaus

wichtig. Jetzt gilt es aber, den Blick auf den

weiteren Weg der Rückkehr in die Normalität

zu richten. Das Engagement und der Zusammenhalt

unserer Gemeinde, den ich in letzter

Zeit so oft erleben durfte, machen mich sehr

zuversichtlich, dass wir auch diese Herausforderung

meistern werden.

Kommen Sie gut durch diese außergewöhnliche

Zeit und bleiben Sie gesund!

Ihr Rabbiner Yaacov Frenkel

Gründer und Leiter

JBBZ-GREDLERSTRASSE

Wir wollen, dass Sie Arbeit finden!

Nutzen Sie unsere Beratung und unser Kursangebot für Ihre Bedürfnisse.

/ Was ist der richtige Beruf für mich?

/ Wie kann ich meine Bewerbungsunterlagen optimal gestalten?

/ Wie verhalte ich mich beim Bewerbungsgespräch?

/ Welche (Zusatz)Qualifikationen brauche ich?

JBBZ GREDLERSTRASSE

01/33106 701

gredlerstrasse@jbbz.at

www.ikg-wien.at

23


Nachrichten

Meinung

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