13.06.2020 Lindauer Bürgerzeitung

achja23

LINDAUER

Bürgerzeitung

mit Amtsblatt der Stadt Lindau (B)

IN EIGENER SACHE

Die Zeitung ist dünner, das

Papier fühlt sich anders an,

ein druckfrisches Exemplar

in einem der Aufsteller in

Lindau oder in umliegenden

Orten zu erwischen, ist neuerdings

eine sportliche Herausforderung

bis unmöglich.

Die Stadträte vermissen

schmerzlich die Seite, die

ihnen die BZ normalerweise

in jeder Ausgabe kostenlos

zur Verfügung stellt, um sich

dort mit einem Thema, das

ihnen wichtig ist, an die Lindauerinnen

und Lindauer

wenden zu können. Der randvolle

Terminplan der Druckerei,

die dankenswerterweise

schnell eingesprungen ist,

als die Grenzschließungen

Auswirkungen auf die Zusammenarbeit

mit unserer angestammten

Druckerei verursachten,

lässt zum vorgezogenen

Redaktionsschluss

keine Alternative. Das ist für

die BZ-Redaktion fast schon

ein kleines Kunststück und

stellt das Presseamt bei der

Lieferung der Druckdaten

fürs städtische Amtsblatt vor

Herausforderungen. Darüber

kann man sich ärgern und

schimpfen - und man kann

sich selbstverständlich nach

Alternativen umschauen.

Wir sagen Ihnen, was wir bei

der BZ tun: Wir versuchen

uns trotz Homeoffice und

Kurzarbeit durch diese wirtschaftlich

schwierige Zeit zu

schiffen – genau wie alle anderen

auch. Dabei konzentrieren

wir uns auf unsere

Kernaufgabe: die BZ mit dem

Amtsblatt der Stadt Lindau

trotz Pandemie und damit

einhergehender dramatischer

Umsatzausfälle, weil auch

unsere Kunden aus Einzelhandel,

Gastronomie, aus den

Bereichen Kultur, Gesundheit

und Mobilität vom Corona-

Lockdown stark betroffen

sind, herauszubringen und

weiterhin kostenlos für die

Leser in die Haushalte der

Stadt Lindau zu verteilen. Sobald

es die wirtschaftliche

Lage erlaubt, kehren wir wieder

zu gewohnten Umfängen

und Leistungen zurück. Das

ist nicht nur ein Versprechen,

das ist für uns Ehrensache!

Wir beginnen damit, dass die

BZ-Geschäftsstelle jetzt freitags

von 13 bis 15 Uhr wieder

geöffnet ist. Ihr BZ-Team ▶ Es geht wieder los...

▶ Garten-Werkstatt

Stadtführungen finden

wieder statt, Schwimmbäder

und Ausstellungen

dürfen öffnen S. 9, 12, 16

Erscheinungstermine

Ihre nächsten BZ erscheinen

Samstag, 27.06.2020

Samstag, 11.07.2020

Oberbürgermeisterin Dr. Claudia

Alfons und die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter der

Stadtverwaltung trauern um

Karl Schober. Der Ehrenbürger

der Stadt starb am 4. Juni im

Alter von nur 63 Jahren. Eine

Würdigung.

Der „Karle“ hatte den Überblick.

Von droben aus Oberreitnau.

Er hat den Aussichtspunkt

Hangnach einmal als

seinen Lieblingsort beschrieben.

Von dort schweift der

Blick hinunter über das Dorf

auf die darunterliegende Stadt

mit dem See.

Es ist ein an sich unspektakulärer

Ort, der seinen Reiz aus

einem nahezu paradiesischen

Blick bezieht. Ein Ort, an dem

sich fast automatisch der

Wunsch einstellt, für dieses

Idyll das Beste zu wollen und

ihn für zukünftige Generationen

zu bewahren.

Denn der warmherzige Familienmensch

sah es immer

als seine Aufgabe, das Wohl

der nächsten Generationen im

Blick zu haben: in der Stadt, im

Dorf und vor allem in der Familie

für die Enkel Mina und

Emil.

Es passt zu Karl Schober,

dass sich beim Gedanken an

ihn nicht die zahlreichen und

wohlverdienten Ehrungen

aufdrängen, die er erhalten

hat. Natürlich war er Stadtund

Kreisrat, Bürgermeister,

13. Juni 2020 · Ausgabe KW 24/20 · an alle Haushalte

Der große Vermittler

Karl Schober im Alter von 63 Jahren gestorben

Vereinsvorsitzender und letztendlich

sogar Ehrenbürger,

aber für die meisten war er der

„Schober-Karle“.

Diese Umkehr von Vor- und

Nachnamen wird nicht jedem

zuteil. Sie zeigt: Da ist einer,

der gehört hierher, den kennt

man und er ist einer von uns.

Der selbstständige Fliesenlegermeister

war ein Leben lang

ein Gleicher unter Gleichen

und dennoch eine herausragende

Persönlichkeit.

Verantwortung hatte Schober

schon immer übernehmen

müssen. Er war der Älteste von

sechs Brüdern, der Vater starb

früh. Da hieß es anpacken. Das

ist ihm sein ganzes, zu kurzes

Leben geblieben: anpacken,

Verantwortung übernehmen

und nicht darauf hoffen, dass

ein anderer es richten wird.

Es gibt Menschen, die

macht eine solche Erfahrung

hart – sich selbst und anderen

gegenüber. Schober machte sie

demütig gegenüber dem

Schicksal und gleichzeitig willensstark.

Wenn sein Herz an

einem Ziel hing, dann verfolgte

er es mit großer Hartnäckigkeit.

Dabei wirkte er aber nicht

verbissen, sondern mitreißend

und begeisterte so andere

Menschen für seine Ideen.

Auch in der härtesten Debatte

blieb er offen für die Argumente

der Gegenseite. „Ich

gehe davon aus, dass alle das

Beste wollen. Deshalb ist es

Respekt über Parteigrenzen hinweg: Ex-Stadtrat Alex Kiss und Karl

Schober bei der Verleihung der Ehrenbürgerwürde im Januar.

Lindaus Ehrenbürger Karl Schober † ist am 4. Juni verstorben.

wichtig, auch das Gegenüber

zu verstehen“, sagte er einmal.

Obwohl CSU-Ortsvereinsvorsitzender,

war er kein

Parteisoldat. Er schaffte es,

konstruktive Mehrheiten zu

schmieden, quer durch die

zahlreichen Gruppierungen

des Lindauer Stadtrats. Im

Schulterschluss mit dem SPD-

OB Gerhard Ecker löste Schober

den jahrzehntelangen Investitionsstau

und trug maßgeblich

dazu bei, dass beispielsweise

die Therme in Lindau

realisiert werden kann.

Alexander Kiss, Ex-Stadtrat der

Bunten Liste und bekannt,

manchmal auch gefürchtet,

für seine pointierten Aussagen

adelte Schober gar als „unseren

Lieblingsschwarzen“.

Politische Macht interessierte

Karl Schober nicht, Einfluss

sehr wohl. Denn er wollte

gestalten, verbessern – zum

Wohle aller, aber auch des Einzelnen.

Deshalb hörte er stets

genau hin, wenn Menschen

Fotos: Flemming

mit ihren Ideen oder Sorgen zu

ihm kamen. Schober vermittelte

und half, er konnte

durchaus mal poltern, aber er

war nicht nachtragend.

2013 erfüllte er sich einen

Traum und tat, was ihm niemand

zugetraut hatte: Er

machte sich mit seiner Frau

Claudia davon – auf Weltreise.

Auch auf dem Gipfel des Kilimandscharo

stand er.

Doch der schönste Blick war

ihm jener auf Oberreitnau. In

Franz von Kobels Volksstück

„Der Brandner Kasper schaut

ins Paradies“, stellt der Kasper

fest, dass es im Paradies genauso

ausschaut, wie in seinem

geliebten Dorf – nur größer

und schöner.

Schöner als vom Hangnach

kann ein Blick vielleicht nicht

sein - braucht es auch nicht.

Aber er gibt eine Ahnung vom

Paradies. Der „Karle“ behält

halt jetzt von weiter oben den

Überblick. Wir alle vermissen

ihn.

JW

Kreisjugendring wird für

die Arbeit mit Jugendlichen

im Bereich der Umweltbildung

ausgezeichnet S. 11


2 13. Juni 2020 • BZ Ausgabe KW 24/20

AMTSBLATT DER STADT LINDAU (B)

Auf ein Neues – Stadtradeln 2020

Lindau tritt zum fünften Mal beim Stadtradeln in die Pedale

Seit 2008 treten deutschlandweit

Stadtradeln-App eintragen.

Bürgerinnen und Bürger

und Kommunalpolitikerinnen Termine

und Kommunalpolitiker bei Stadtradeln Lindau 2020

der Kampagne Stadtradeln des

Klima-Bündnis für mehr Klimaschutz

Montag, 15. Juni: Start der

Kampagne Stadtradeln

und Radverkehr in die

Pedale.

Dienstag, 16. Juni, ab 7 Uhr:

Pendlerfrühstück Europaplatz

Lindau ist vom 15. Juni bis 5.

Juli 2020 mit von der Partie. In

diesem Zeitraum können alle,

die in Lindau leben, arbeiten,

einem Verein angehören oder

eine Schule besuchen, bei der

Kampagne Stadtradeln des Klima-Bündnis

mitmachen und

möglichst viele Radkilometer

sammeln.

Etwa ein Fünftel der klimaschädlichen

Kohlendioxid-

Emissionen in Deutschland

entstehen im Verkehr, sogar

ein Viertel der CO 2

-Emissionen

des gesamten Verkehrs verursacht

der Innerortsverkehr.

Wenn circa 30 Prozent der

Kurzstrecken bis sechs Kilometer

in den Innenstädten mit

dem Fahrrad statt mit dem Auto

gefahren würden, ließen

sich etwa 7,5 Millionen Tonnen

CO 2

vermeiden.

Wo kann man sich anmelden?

Auf www.stadtradeln.de/lindau

registrieren, einem Team

beitreten oder ein eigenes

gründen und losradeln. Die

Radkilometer im Online-Radelkalender

oder über die

Freitag, 26. Juni, 17 Uhr: Critical

Mass, Start am Bahnhof

Sonntag, 5. Juli, 17 Uhr: Abradeln

zur Waldschenke, Treffpunkt

Toskana

Sonntag, 20. September,

14 Uhr: Prämierung im Rahmen

der Europäischen Mobilitätswoche

(EMW) am autofreien

Tag vor dem Reutiner Rathaus

Alle Termine der gemeinsamen

Veranstaltungen stehen wegen

CORONA unter Vorbehalt.

Während des Kampagnenzeitraums

und darüber hinaus

bietet Lindau (B) erneut allen

Bürgerinnen und Bürgern die

Meldeplattform RADar! an. Mit

diesem Tool haben Radelnde

die Möglichkeit, via Internet

oder über die Stadtradeln-App

die Kommunalverwaltung auf

störende und gefährliche Stellen

im Radwegeverlauf aufmerksam

zu machen.

Oberbürgermeisterin Dr.

Claudia Alfons hofft auf eine





rege Teilnahme aller Bürgerinnen

und Bürger, aller Stadträtinnen

und Stadträte und Interessierten

beim Stadtradeln,

um dadurch aktiv ein Zeichen

für mehr Klimaschutz und

mehr Radverkehrsförderung zu

setzen.

Stadtradeln ist eine internationale

Kampagne des Klima-

Bündnis und wird in Lindau in














Zusammenarbeit von Stadt

Lindau, GTL und Lokale Agenda

21 ausgerichtet. Unterstützt

von den lokalen Partnern

Stadtwerke Lindau, Therme

Lindau, Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim,

Café

Großstadt und Radstation.

„Beteiligen Sie sich am

Stadtradeln und verhelfen Sie

unserer Stadt zu einer deutsch-


Schon zum fünften Mal macht

Lindau beim Stadtradeln mit.

Foto: BoB

landweit guten Platzierung“,

sagt Jaime Valdés Valverde

Mobilitätsplaner der Stadt Lindau.

Mehr Informationen unter:

www.stadtradeln.de/lindau

und www.facebook.com/

mobilmitdemfahrrad

Kontaktadresse: lindau@

stadtradeln.de

GTL

Freibad Oberreitnau hat geöffnet

Badesaison Badesaison zu Coronazeiten bringt viele Auflagen

Seit dem 8. Juni hat das Freibad

Oberreitnau geöffnet. „Durch

die Vorgaben der Bayrischen

Staatsregierung mussten wir

den Badebetrieb an die vorgegebenen

Auflagen anpassen“,

sagt Florian Schneider, Leiter

der städtischen Bäderbetriebe.

„Wir versuchen die bestmögliche

Abwägung zwischen

den Wünschen unserer Gäste

und dem Gesundheitsschutz zu

finden“, fügt er an.

Dies beginnt beim Einlass. In

Warte-, Kassen- und Innenbereichen

muss eine Mund-Nasen-Bedeckung

getragen werden.

Jeder Badegast muss seine

Kontaktdaten an der Kasse hinterlassen,

zudem dürfen Kinder

unter 14 nur in Begleitung eines

Erziehungsberechtigten

oder für die Betreuung zuständigen

Erwachsenen ins Bad.

„Außerdem dürfen wir nur

maximal 320 Gäste gleichzeitig

ins Bad lassen. Wenn diese Zahl

überschritten wird, müssen wir

das Bad zeitweise für Neuankömmlinge

schließen“, bedauert

Schneider. Natürlich gelten

die allgemein gültigen Hygieneund

Abstandsregeln.

Um möglichst vielen Gästen

den zeitweisen Aufenthalt zu

ermöglichen, ist die Aufenthaltsdauer

auf drei Badezeiten

beschränkt, diese sind an allen

Tagen von 10 bis 12 Uhr, dann

von 12.30 bis 15.30 Uhr und

von 16 bis 19 Uhr. Nach Ablauf

der Badezeit müssen alle Badegäste

das Bad verlassen, damit es

komplett desinfiziert werden

kann.

Bei schlechtem Wetter

schließt das Bad bereits um 12

Uhr.

„Solange die strengen Auflagen

zum Badetrieb gelten, werden

die Eintrittspreise reduziert“,

sagt Schneider. Kinder

und Jugendliche bis 16 Jahre

bezahlen für zwei Stunden Badespaß

zwei Euro, vormittags

für zwei Stunden 1,40 Euro.

Bislang kostete hier die Tageskarte

2,50 Euro.

Für Jugendliche ab 17 Jahre

und Erwachsene werden drei

Euro für drei Stunden fällig,

vormittags zwei Euro pro zwei

Stunden. Bisher kostete die Tageskarte

hier vier Euro.

„Leider können wir wegen

der Einschränkungen keine

Saison- und Kombikarten anbieten“,

fügt Schneider an. Allerdings

bleiben Bonuskarten

Ein Foto aus einem früheren Sommer, denn wie in allen Bädern, muss man auch im Freibad Oberreitnau

mit einigen Auflagen leben.

Foto: BoB

und der Lindaupass weiterhin

gültig.

Einschränkungen gibt es

auch in den Sanitärbereichen:

Duschen sowie Umkleiden und

WC-Anlagen im Innenbereich

dürfen zum aktuellen Zeitpunkt

nicht geöffnet werden.

Die Toiletten dürfen nur mit

einer Mund-Nasen-Bedeckung

betreten werden. Geöffnet sind

aber die Kaltwasserduschen in

den Durchschreitebecken.

Zu Wartezeiten kann es am

Schwimmbecken kommen.

„Auch im Schwimmbecken gilt

das allgemeine Abstandsgebot“,

sagt Schneider und weist

darauf hin, dass das Aufsichtspersonal

dies auch kontrollieren

muss.

Das Volleyballfeld und das

Fußballfeld bleiben noch bis

auf weiteres geschlossen.

„Wir bemühen uns, dass alle

unsere Gäste eine angenehme

Badesaison erleben. Sollten

sich Erleichterungen ergeben,

dann setzen wir diese zügig

um“, verspricht Schneider und

bedankt sich vorab schon mal

bei seinen Gästen für die Geduld

und das Verständnis.

JW


AMTSBLATT DER STADT LINDAU (B) 13. Juni 2020 • BZ Ausgabe KW 24/20

Rabaste weiter Bürgermeister

Auch in Lindaus Partnerstadt Chelles wurde gewählt

Chelles liegt im Département

Seine.et-Marne und hat nach

den letzten Erhebungen 54196

Einwohner. In den letzten fünf

Jahren ist die Einwohnerzahl

um drei Prozent gestiegen.

Wie in Lindau, fanden in ganz

Frankreich am 15. März Kommunalwahlen

statt. In Frankreich

wird der Bürgermeister

aber nicht separat gewählt,

sondern der jeweilige Listenführer

wird, wenn seine Liste

die Mehrheit hat, Bürgermeister.

Die Listen müssen alternierend

gleichviel Männer und

Frauen enthalten.

Wenn keine Liste die absolute

Mehrheit hat, gibt es einen

zweiten Wahlgang, an dem alle

Listen teilnehmen dürfen, die

nicht weniger als 10 Prozent im

ersten Wahlgang erzielt haben.

Im zweiten Wahlgang genügt

die relative Mehrheit.

Brice Rabaste, der seit 2014

im Amt ist, wurde im ersten

Wahlgang mit 54,81 Prozent

wiedergewählt. Die Wahlbeteiligung

lag coronabedingt nur

bei 37,24 Prozent Mit seinem

Wahlsieg erhielt seine Liste 37

von 45 Stadtratsmandaten.

Aufgrund der Coronaregeln

hat sich der Neubeginn der

Amtszeit verschoben. Am 24.

Mai fand dann die konstituierende

Sitzung statt.

Neben dem ersten Bürgermeister

Brice Rabaste gibt es 13

Maire Adjoints und 10 Conseillers

Municipaux Délégues. Die

Vizebürgermeister (Adjoints)

haben ein bestimmtes, größeres

und die Beauftragten (Délégues)

ein bestimmtes kleineres

Aufgabengebiet.

Für die Partnerschaft und

Kultur ist weiterhin der in Lindau

bekannte Frank Billard

LKW wird entsorgt

Entfernen von Schrottautos ist schwierig

Vom Besitzer aufgegebene

Autos im öffentlichen Straßenraum

sind ein echtes Ärgernis.

Nicht nur für die Nachbarn, die

sich über den Anblick und den

verstellten Parkplatz ärgern,

sondern auch für die Stadt

Lindau, denn ein solches Auto

beseitigen zu lassen, ist nicht

so einfach.

Nachruf

Die Stadt Lindau (Bodensee) trauert um ihren langjährigen 2. Bürgermeister und Ehrenbürger

der am 4. Juni 2020 im Alter von 63 Jahren verstorben ist.

Schon längere Zeit steht ein abgemeldeter

LKW in der Alwindstraße.

Nachbarn gehen

davon aus, dass dieses Fahrzeug

dort entsorgt wurde. Grundsätzlich

gilt: Wer ein Fahrzeug

auf einer öffentlichen Verkehrsfläche

zurücklässt, verstößt

gegen die Straßenverkehrsordnung

oder die Altfahrzeug-Verordnung

und kann

mit einem hohen Bußgeld bestraft

werden.

Die Stadt Lindau konnte

nun den Halter des Fahrzeugs

in Duisburg ermitteln. Er wurde

aufgefordert seinen LKW zu

beseitigen. Wenn er dies nicht

tut, muss noch eine förmliche

Beseitigungsanordnung ergehen

und die Ersatzvornahme

angedroht werden. Das heißt,

dem Halter wird mitgeteilt,

dass sein Fahrzeug von der

Stadt auf seine Kosten beseitigt

Karl Schober

(MaireAdjoint) zuständig. Die

Tochter des Lindauer Helmar

Brandl, Ingrid Caillis-Brandl

ist für Senioren und Integration

(Maire Adjointe) zuständig.

Caroline Agletiner-Blakely, die

Tochter des verstorbenen Präsidenten

des Partnerschaftskomitees

Jean-Paul Agletiner ist

ebenfalls im neuen Stadtrat

von Chelles.

Frankreich wird im Hinblick

auf die Anzahl der Coronainfizierten

in die Zonen grün,

orange und rot eingeteilt. Der

Großraum Paris mit Chelles

war in der roten Zone, wurde

aber zuletzt orange eingestuft.

Das übrige Frankreich ist grüne

Zone.

Ab dem 16. Juni will Frankreich

die Grenzen öffnen.

Dann könnte man auch wieder

unsere Partnerstadt besuchen.

Jürgen Müller

Partnerschaftsbeauftragter

Karl Schober rückte im Jahr 2000 als Nachfolger für die CSU in den Stadtrat nach und wurde bereits im Jahr 2004 zum

ersten Vertreter der damaligen Oberbürgermeisterin gewählt. Diese Stellvertretung übte er stets loyal, fleißig und

entschlussfreudig aus. Sein gesundheitlicher Zustand schränkte seine Stellvertretung seit Ende vergangenen Jahres

leider ein, so dass er viele Termine nicht mehr wie gewohnt wahrnehmen konnte.

Sein unermüdlicher und selbstloser Einsatz für die Bürgerinnen und Bürger und die Vereine Lindaus machten ihn,

auch bei schwierigen Themen, zu einem verlässlichen und fairen Ansprechpartner über alle Parteigrenzen hinweg.

Eine große Lücke hinterlässt Karl Schober auch beim Lindauer Kinderfest. Als 1. Vorsitzender des Kinderfest-Fördervereins

Reitnau, der er seit dem Jahr 2002 war, packte er jedes Jahr kräftig mit an und zeigte so, dass ihm seine

Heimatstadt Lindau sehr am Herzen liegt.

Viel Engagement steckte er als 1. Vorsitzender in jüngster Vergangenheit in den Freundeskreis Natur in Lindau 2021

e.V., der die Gartenschau im kommenden Jahr in Lindau unterstützt.

Am 9. Januar 2020 bekam Karl Schober in dankbarer Würdigung seiner großen Verdienste um das Wohl der Stadt

Lindau, deren Geschicke er über Jahrzehnte als Bürgermeister, Stadtrat und mit ehrenamtlichem Engagement maßgeblich

mitbestimmte, das Ehrenbürgerrecht der Stadt Lindau verliehen.

Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie und seinen Angehörigen. Wir werden uns stets mit großer Anerkennung und

Dankbarkeit an ihn erinnern.

Dr. Claudia Alfons

Oberbürgermeisterin

STADT LINDAU (BODENSEE)

wird, sollte er nicht innerhalb

einer vorgegebenen Frist selber

für eine Beseitigung sorgen.

Nur Fahrzeuge, von denen

unmittelbar eine Gefahr

ausgeht, können ohne Fristsetzung

zügig entfernt werden.

Die Verantwortlichen der

Stadt Lindau hoffen nun, dass

der Besitzer des Klein-LKW

sich schon vor Ablauf der Frist

meldet. Ansonsten wird das

Fahrzeug von der Stadt abgeschleppt.

Danny Hemkens,

Leiter des Bauhofes der GTL

war schon vor Ort um sich die

Gegebenheiten anzuschauen.

pat

Birgit Russ

Kinderfest-Koordinatorin

AUS DER TOSKANA

Liebe Lindauerinnen und

liebe Lindauer,

eigentlich wollte ich Sie an

dieser Stelle darüber informieren,

wie wir den Austausch

zwischen Bürgerschaft

und Stadt intensivieren

können. Also wie Sie

Ihr Engagement und Ihr

Wissen zukünftig noch stärker

für die Zukunft der Stadt

einbringen könnten und wir

Ihre Bedürfnisse und Belange

in unseren Entscheidungen

effektiver berücksichtigen

könnten. Intern arbeiten

wir konzentriert und engagiert

daran, denn ich halte

es für eines der Schlüsselthemen,

damit Lindau

stark in die Zukunft geht.

Die Bürgerinnen und Bürger

ernst zu nehmen, auf sie zu

hören – dies lag auch Karl

Schober am Herzen. Er hat es

uns allen vorgelebt. Mit seinem

Tod verliert unsere Stadt

einen Anwalt der Bürgerinnen

und Bürger.

Er hat sich vielfach für die Bedürfnisse

der Menschen stark

gemacht: im Stadt- und Kreisrat,

als Bürgermeister und in

den diversen Vereinen. Er wird

vielen Menschen fehlen.

Wir können uns an ihm ein

Beispiel nehmen: Seine Art der

Bürgerbeteiligung war beispielhaft

hieß: zuhören, ernstnehmen

und den Dialog – bei

allen gegensätzlichen Meinungen

– nicht abreißen lassen.

Dies sollten auch die Maximen

für die zukünftige Bürgerbeteiligung

in Lindau sein, über die

ich Sie auf anderem Wege informieren

werde. Nur so viel

vorab: Die Mitarbeiter und

Mitarbeiterinnen der Stadt

und ich möchten mit Ihnen

noch besser ins Gespräch kommen

und versprechen: Wir hören

Ihnen zu.

Ihre Oberbürgermeisterin für

Lindau Dr. Claudia Alfons

Die Große Kreisstadt Lindau (B) liegt attraktiv im Dreiländereck Deutschland,

Österreich und der Schweiz. Unsere Tourismus- und Tagungsstadt

besitzt einen hohen Freizeitwert und verfügt über ein sehr gut gegliedertes

Schul- und Bildungsangebot.

In einem Prozess wurde die offene Jugendarbeit in Lindau neu und bedarfsgerecht

konzeptioniert und geht personell in städtische Verantwortung. Für

das neue Team werden mehrere pädagogische Mitarbeiter/innen gesucht.

Sie möchten Teil unseres Teams werden, dann bewerben Sie sich als

Sozialpädagoge/Sozialarbeiter (w/m/d) /

qualifizierte Fachkraft der Sozialen Arbeit

(w/m/d)

(2 Teilzeitstellen ca. 80% / TVöD S12/S11b)

Erzieher (m/w/d)

(Teilzeitstelle 80% / TVöD S9)

Ausführliche Stellenanzeigen finden Sie auf unserer Homepage

www.stadtlindau.de.

Ende der Bewerbungsfrist ist der 30.06.2020.

Stadt Lindau

(Bodensee)

Stadt Lindau (B), Personalabteilung, Bregenzer Str. 6

88131 Lindau (B), Tel. 08382/918-108

Nachruf

Die Stadt Lindau (B) trauert um ihre ehemalige Mitarbeiterin

Gertrud Boczek

die im Alter von 87 Jahren verstorben ist. Frau Boczek war 24 Jahre als

Raumpflegerin bei der Stadt Lindau (B) beschäftigt.

Wir werden uns stets in Dankbarkeit an sie erinnern. Unser tiefes Mitgefühl

gilt ihrer Familie.

Dr. Claudia Alfons

Oberbürgermeisterin

STADT LINDAU (BODENSEE)

Peter Wenzler

Personalrat

3


4 13. Juni 2020 • BZ Ausgabe KW 24/20

AMTSBLATT DER STADT LINDAU (B)

Beitrags- und Gebührensatzung zur

Entwässerungssatzung der Stadt Lindau

(Bodensee) (BGS/EWS)

vom 29. Mai 2020

Aufgrund der Art. 5, 8 und 9 des Kommunalabgabengesetzes erlässt

die Stadt Lindau (Bodensee) folgende Beitrags- und Gebührensatzung

zur Entwässerungssatzung:

§ 1

Beitragserhebung

Die Stadt Lindau (Bodensee) erhebt zur Deckung ihres Aufwandes

für die Herstellung der Entwässerungseinrichtung einen Beitrag.

§ 2

Beitragstatbestand

Der Beitrag wird für bebaute, bebaubare oder gewerblich genutzte

oder gewerblich nutzbare Grundstücke erhoben sowie für

Grundstücke und befestigte Flächen, die keine entsprechende

Nutzungsmöglichkeit aufweisen, auf denen aber tatsächlich Abwasser

anfällt, wenn

1. für sie nach § 4 EWS ein Recht zum Anschluss an die Entwässerungseinrichtung

besteht oder

2. sie - auch aufgrund einer Sondervereinbarung - an die Entwässerungseinrichtung

tatsächlich angeschlossen sind.

§ 3

Entstehen der Beitragsschuld

(1) Die Beitragsschuld entsteht mit Verwirklichung des Beitragstatbestandes.

Ändern sich die für die Beitragsbemessung

maßgeblichen Umstände im Sinn des Art. 5 Abs. 2a KAG, entsteht

die - zusätzliche - Beitragsschuld mit dem Abschluss der Maßnahme.

(2) Wird erstmals eine wirksame Satzung erlassen und ist der

Beitragstatbestand vor dem Inkrafttreten dieser Satzung erfüllt,

entsteht die Beitragsschuld erst mit Inkrafttreten dieser Satzung.

§ 4

Beitragsschuldner

Beitragsschuldner ist, wer im Zeitpunkt des Entstehens der Beitragsschuld

Eigentümer des Grundstücks oder Erbbauberechtigter

ist.

§ 5

Beitragsmaßstab

(1) Der Beitrag wird nach der Grundstücksfläche und der Geschossfläche

der vorhandenen Gebäude berechnet.

Die beitragspflichtige Grundstücksfläche wird bei Grundstücken

von mindestens 1.500 m² Fläche (übergroße Grundstücke) in unbeplanten

Gebieten bei bebauten Grundstücken auf das 3-fache

der beitragspflichtigen Geschossfläche, mindestens jedoch 1.500

m², bei unbebauten Grundstücken bis zu einer Tiefe von 35 m, gemessen

von der Haupterschließungsstraße aus, begrenzt.

(2) Die Geschossfläche ist nach den Außenmaßen der Gebäude

in allen Geschossen zu ermitteln. Keller werden mit der vollen

Fläche herangezogen. Dachgeschosse werden nur herangezogen,

soweit sie ausgebaut sind. Gebäude oder selbstständige Gebäudeteile,

die nach der Art ihrer Nutzung keinen Bedarf nach Anschluss

an die Schmutzwasserableitung auslösen oder die nicht

angeschlossen werden dürfen, werden nicht herangezogen; das

gilt nicht für Gebäude oder Gebäudeteile, die tatsächlich an die

Schmutzwasserableitung angeschlossen sind. Balkone, Loggien

und Terrassen bleiben außer Ansatz, wenn und soweit sie über die

Gebäudefluchtlinie hinausragen.

(3) Bei Grundstücken, für die eine gewerbliche Nutzung ohne Bebauung

zulässig ist, sowie bei sonstigen unbebauten Grundstücken

wird als Geschossfläche ein Viertel der Grundstücksfläche

in Ansatz gebracht. Grundstücke, bei denen die zulässige oder die

für die Beitragsbemessung maßgebliche vorhandene Bebauung

im Verhältnis zur gewerblichen Nutzung nur untergeordnete Bedeutung

hat, gelten als gewerblich genutzte unbebaute Grundstücke

im Sinn des Satzes 1.

(4) Ein zusätzlicher Beitrag entsteht mit der nachträglichen Änderung

der für die Beitragsbemessung maßgeblichen Umstände,

soweit sich dadurch der Vorteil erhöht.

Eine Beitragspflicht entsteht insbesondere

a) im Fall der Vergrößerung eines Grundstücks für die zusätzlichen

Flächen, soweit für diese bisher noch keine Beiträge geleistet

wurden,

b) im Falle der Geschossflächenvergrößerung für die zusätzlich

geschaffenen Geschossflächen sowie im Falle des Abs. 1 Satz

2 für die sich aus ihrer Vervielfachung errechnende zusätzliche

Grundstücksfläche,

c) im Falle der Nutzungsänderung eines bisher beitragsfreien Gebäudes

oder Gebäudeteils im Sinn des § 5 Abs. 2 Satz 4, soweit

infolge der Nutzungsänderung die Voraussetzungen für die Beitragsfreiheit

entfallen.

(5) Wird ein unbebautes Grundstück, für das ein Beitrag nach Abs.

3 festgesetzt worden ist, später bebaut, so wird der Beitrag nach

Abzug der nach Abs. 3 berücksichtigten Geschossflächen und den

nach Abs. 1 Satz 2 begrenzten Grundstücksflächen neu berechnet.

Dieser Betrag ist nachzuentrichten. Ergibt die Gegenüberstellung

ein Weniger an Geschossflächen, so ist für die Berechnung des

Erstattungsbetrages auf den Beitragssatz abzustellen, nach dem

der ursprüngliche Beitrag entrichtet wurde.

(6) Bei einem Grundstück, für das ein Herstellungsbeitrag, jedoch

weder eine Kostenerstattung noch ein Beitragsanteil für den

Grundstücksanschluss im öffentlichen Straßengrund geleistet

worden ist, wird für die bereits veranlagten Grundstücks- und

Geschossflächen ein zusätzlicher Beitrag entsprechend der in § 6

bestimmten Abstufung erhoben.

§ 6

Beitragssatz

(1) Der Beitrag beträgt

a) pro m² Grundstücksfläche 4,19 €

b) pro m² Geschossfläche 10,14 €.

(2) Für Grundstücke, von denen kein Niederschlagswasser eingeleitet

werden darf, wird der Grundstücksflächenbeitrag nicht

erhoben. Fällt diese Beschränkung weg, wird der Grundstücksflächenbeitrag

nacherhoben.

(3) Bei einem Grundstück, für das der Aufwand für den Grundstücksanschluss

im Sinn von § 3 EWS in vollem Umfang getragen

worden ist, beträgt der abgestufte Beitrag in den Fällen der Nacherhebung

für zusätzliche Grundstücks- bzw. Geschossflächen

a) pro m² Grundstücksfläche 4,19 €

b) pro m² Geschossfläche 10,14 €.

(4) In den Nacherhebungsfällen einer nachträglichen Bebauung

im Sinne des § 5 Abs. 6 beträgt der zusätzliche Beitrag

a) pro m² Grundstücksfläche 4,19 €

b) pro m² Geschossfläche 10,14 €.

§ 7

Fälligkeit

Der Beitrag wird einen Monat nach Bekanntgabe des Beitragsbescheides

fällig.

§ 7a

Beitragsablösung

Der Beitrag kann vor dem Entstehen der Beitragspflicht abgelöst

werden. Der Ablösungsbetrag richtet sich nach der voraussichtlichen

Höhe des Beitrags. Ein Rechtsanspruch auf Ablösung besteht

nicht.

§ 8

Erstattung des Aufwands für Grundstücksanschlüsse

(1) Der Aufwand für die Herstellung, Anschaffung, Verbesserung,

Erneuerung, Veränderung und Beseitigung, sowie für die Unterhaltung

der Grundstücksanschlüsse i. S. d. § 3 EWS ist in der jeweils

tatsächlichen Höhe zu erstatten.

(2) Der Erstattungsanspruch entsteht mit Abschluss der jeweiligen

Maßnahme. Schuldner ist, wer im Zeitpunkt des Entstehens

des Erstattungsanspruchs Eigentümer des Grundstücks oder Erbbauberechtigter

ist; mehrere Schuldner (Eigentümer bzw. Erbbauberechtigte)

sind Gesamtschuldner. § 7 gilt entsprechend.

(3) Der Erstattungsanspruch kann vor seinem Entstehen abgelöst

werden. Der Ablösungsbetrag richtet sich nach der voraussichtlichen

Höhe des Erstattungsanspruchs. Ein Rechtsanspruch auf

Ablösung besteht nicht.

§ 9

Gebührenerhebung

Die Stadt Lindau (Bodensee) erhebt für die Benutzung der Entwässerungseinrichtung

Einleitungsgebühren.

§ 10

Einleitungsgebühr

(1) Die Einleitungsgebühr wird nach Maßgabe der nachfolgenden

Absätze nach der Menge der Abwässer berechnet, die der Entwässerungseinrichtung

von den angeschlossenen Grundstücken

zugeführt werden.

Die Gebühr beträgt 2,60 € pro Kubikmeter Abwasser.

(2) Als Abwassermenge gelten die dem Grundstück aus der Wasserversorgungseinrichtung

und aus der Eigengewinnungsanlage

zugeführten Wassermengen abzüglich der nachweislich auf dem

Grundstück verbrauchten oder zurückgehaltenen Wassermengen,

soweit der Abzug nicht nach Abs. 4 ausgeschlossen ist. Der Antrag

und Nachweis der verbrauchten und zurückgehaltenen Wassermengen

obliegt dem Gebührenpflichtigen und ist bis spätestens

1. 6. des folgenden Jahres zu stellen.

Die Wassermengen werden durch einen geeichten Wasserzähler

ermittelt.

Sie sind von der Stadt Lindau (Bodensee) zu schätzen, wenn

1. ein Wasserzähler nicht vorhanden ist, oder

2. der Zutritt zum Wasserzähler oder dessen Ablesung nicht ermöglicht

wird, oder

3. sich konkrete Anhaltspunkte dafür ergeben, dass ein Wasserzähler

den wirklichen Wasserverbrauch bzw. die eingeleitete

Abwassermenge nicht angibt.

Amtsblatt Stadt Lindau

(Bodensee)

Werden die Wassermengen nicht vollständig über Wasserzähler

erfasst, werden als dem Grundstück aus der Eigengewinnungsanlage

zugeführte Wassermenge pauschal 15 m³ pro Jahr und Einwohner,

der zum Stichtag 1.6. mit Wohnsitz auf dem heranzuziehenden

Grundstück gemeldet ist, neben der tatsächlich aus der

öffentlichen Wasserversorgung abgenommenen angesetzt, insgesamt

aber nicht weniger als 35 m³ pro Jahr und Einwohner. In begründeten

Einzelfällen sind ergänzende höhere Schätzungen möglich.

Es steht dem Gebührenpflichtigen frei, den Nachweis eines

niedrigeren Wasserverbrauchs bzw. einer niedrigeren eingeleiteten

Abwassermenge zu führen; Abs. 3 Satz 2 gilt entsprechend.

(3) Der Nachweis der verbrauchten und der zurückgehaltenen

Wassermengen obliegt dem Gebührenpflichtigen. Er ist grundsätzlich

durch geeichte und verplombte Wasserzähler zu führen,

die der Gebührenpflichtige auf eigene Kosten fest zu installieren

hat. Bei landwirtschaftlichen Betrieben mit Viehhaltung gilt für

jedes Stück Großvieh bzw. für jede Großvieheinheit eine Wassermenge

von 20 m³/Jahr als nachgewiesen.

Maßgebend ist die im Vorjahr durchschnittlich gehaltene Viehzahl.

Der Nachweis der Viehzahl obliegt dem Gebührenpflichtigen;

er kann durch Vorlage des Bescheids der Tierseuchenkasse

erbracht werden.

(4) Vom Abzug nach Abs. 3 sind ausgeschlossen

a) Wassermengen bis zu 12 m³ jährlich,

b) das hauswirtschaftlich genutzte Wasser,

c) das zur Speisung von Heizungsanlagen verbrauchte Wasser,

d) das zur Abfüllung von Schwimmbecken genutzte Wasser und

e) Bauwasser.

(5) Im Fall des § 10 Abs. 3 Sätze 3 bis 5 ist der Abzug auch insoweit

begrenzt, als der Wasserverbrauch 35 m³ pro Jahr und

Einwohner, der zum Stichtag 1.6. mit Wohnsitz auf dem heranzuziehenden

Grundstück gemeldet ist, unterschreiten würde. In begründeten

Einzelfällen sind ergänzende höhere betriebsbezogene

Schätzungen möglich.

§ 10 a

Gebührenabschläge

(1) Wird vor Einleitung der Abwässer im Sinn des § 10 dieser Satzung

in die Entwässerungsanlage eine Vorklärung oder sonstige

Vorbehandlung der Abwässer auf dem Grundstück verlangt, so

ermäßigen sich die Einleitungsgebühren um die Hälfte. Das gilt

nicht für Grundstücke mit gewerblichen oder sonstigen Betrieben,

bei denen die Vorklärung oder Vorbehandlung lediglich bewirkt,

dass die Abwässer dem durchschnittlichen Verschmutzungsgrad

oder der üblichen Verschmutzungsart der eingeleiteten Abwässer

entsprechen.

(2) Für die Einleitungen von reinem Wasser, das der Kläranlage

zugeleitet wird, beträgt die Einleitungsgebühr 0,14 €/m³. Wird

das Wasser nicht der Kläranlage zugeleitet, so beträgt die Einleitungsgebühr

0,01 €/m³.

§ 11

Gebührenzuschläge

Für Abwässer im Sinn des § 10 dieser Satzung, deren Beseitigung

Kosten verursacht, die die durchschnittlichen Kosten der Beseitigung

von Hausabwasser um mehr als 20 %) übersteigen, wird

ein Zuschlag bis zur Höhe des den Grenzwert übersteigenden Prozentsatzes

des Kubikmeterpreises für die Schmutzwassergebühr

erhoben.

§ 12

Entstehen der Gebührenschuld

Die Einleitungsgebühr entsteht mit jeder Einleitung von Abwasser

in die Entwässerungsanlage.

§ 13

Gebührenschuldner

(1) Gebührenschuldner ist, wer im Zeitpunkt des Entstehens der

Gebührenschuld Eigentümer des Grundstücks oder ähnlich zur

Nutzung des Grundstücks dinglich berechtigt ist.

(2) Gebührenschuldner ist auch der Inhaber eines auf dem Grundstück

befindlichen Betriebs.

(3) Gebührenschuldner ist auch die Wohnungseigentümergemeinschaft.

(4) Mehrere Gebührenschuldner sind Gesamtschuldner.

(5) Die Gebührenschuld ruht für alle Gebührenschulden, die gegenüber

den in den Abs. 1 bis 4 genannten Gebührenschuldnern

festgesetzt worden sind, als öffentliche Last auf dem Grundstück

bzw. dem Erbbaurecht (Art. 8 Abs. 8 i. V. m. Art. 5 Abs. 7 KAG).

§ 14

Abrechnung, Fälligkeit, Vorauszahlung

(1) Die Einleitung wird jährlich abgerechnet. Die Einleitungsgebühr

wird einen Monat nach Bekanntgabe des Gebührenbescheides

fällig.

(2) Auf die Gebührenschuld sind in regelmäßigen wiederkehrenden

Abständen eines Jahres Vorauszahlungen zu leisten. Die Vorauszahlungen

sollen sich an der Höhe der Vorjahresabrechnung

orientieren. Fehlt eine solche Vorjahresabrechnung, so setzt die


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5

Amtsblatt Stadt Lindau

(Bodensee)

Stadt Lindau (Bodensee) oder der sich zur Erfüllung der Obliegenheit

bedienende Dritte die Höhe der Vorauszahlungen unter

Schätzung der Jahresgesamteinleitung fest.

§ 15

Pflichten der Beitrags- und Gebührenschuldner

Die Beitrags- und Gebührenschuldner sind verpflichtet, der Stadt

Lindau (Bodensee) für die Höhe der Abgabe maßgebliche Veränderungen

unverzüglich zu melden und über den Umfang dieser

Veränderungen – auf Verlangen auch unter Vorlage entsprechender

Unterlagen – Auskunft zu erteilen.

§ 16

Inkrafttreten

(1) Diese Satzung tritt am Tage nach ihrer Bekanntmachung in

Kraft.

(2) Gleichzeitig tritt die Satzung vom 2. Dezember 1993 geändert

durch erste Änderungssatzung vom 15. Dezember 1995, zweite

Änderungssatzung vom 09. Dezember 1998, dritte Änderungssatzung

vom 24. Februar 1999, vierte Änderungssatzung vom 30. November

2000, fünfte Änderungssatzung vom 19. Dezember 2001,

sechste Änderungssatzung vom 01. Dezember 2010 und siebte

Änderungssatzung vom 19. Juli 2013 außer Kraft.

Lindau (B), den 29.05.2020

Stadt Lindau (Bodensee)

gez.

Dr. Claudia Alfons

Oberbürgermeisterin

Satzung für die öffentliche

Entwässerungseinrichtung

der Stadt Lindau (Bodensee)

(Entwässerungssatzung - EWS)

vom 29. Mai 2020

Aufgrund von Art. 23 und Art. 24 Abs. 1 Nrn. 1 und 2, Abs. 2 und 3

der Gemeindeordnung (GO) sowie Art. 34 Abs. 2 Satz 1 des Bayerischen

Wassergesetzes (BayWG) erlässt die Stadt Lindau (Bodensee)

folgende Satzung:

§ 1

Öffentliche Einrichtung

(1) Die Stadt Lindau (Bodensee) betreibt eine öffentliche Einrichtung

zur Abwasserbeseitigung (Entwässerungseinrichtung) für

das gesamte Gemeindegebiet und reinigt und leitet das Abwasser

unter anderem für das Gebiet der Gemeinde Achberg und das

Gebiet des Zweckverbands Bayerischer Bodenseegemeinden ab.

(2) Art und Umfang der Entwässerungseinrichtung bestimmt die

Stadt Lindau (Bodensee).

(3) Zur Entwässerungseinrichtung gehören nicht die Grundstücksanschlüsse,

soweit nichts anderes vereinbart wurde.

§ 2

Grundstücksbegriff, Verpflichtete

(1) Grundstück im Sinn dieser Satzung ist jedes räumlich zusammenhängende

und einem gemeinsamen Zweck dienende

Grundeigentum desselben Eigentümers, das eine selbstständige

wirtschaftliche Einheit bildet, auch wenn es sich um mehrere

Grundstücke oder Teile von Grundstücken im Sinn des Grundbuchrechts

handelt. Soweit rechtlich verbindliche planerische Vorgaben

vorhanden sind, sind sie zu berücksichtigen.

(2) Die in dieser Satzung für Grundstückseigentümer erlassenen

Vorschriften gelten auch für Teileigentümer, Erbbauberechtigte,

Wohnungseigentümer, Wohnungserbbauberechtigte, Nießbraucher

und sonstige zur Nutzung eines Grundstücks dinglich Berechtigte.

Von mehreren dinglich Berechtigten ist jeder berechtigt und

verpflichtet; sie haften als Gesamtschuldner.

§ 3

Begriffsbestimmungen

Im Sinn dieser Satzung haben die nachstehenden Begriffe folgende

Bedeutung:

1. Abwasser

ist das durch häuslichen, gewerblichen, landwirtschaftlichen

oder sonstigen Gebrauch in seinen Eigenschaften veränderte

Wasser und das bei Trockenwetter damit zusammen abfließende

Wasser (Schmutzwasser) sowie das von Niederschlägen

aus dem Bereich von bebauten oder befestigten Flächen

gesammelt abfließende Wasser (Niederschlagswasser).

Als Schmutzwasser gelten auch die aus Anlagen zum Behandeln,

Lagern und Ablagern von Abfällen austretenden und gesammelten

Flüssigkeiten.

Die Bestimmungen dieser Satzung gelten nicht für das in

landwirtschaftlichen Betrieben anfallende Abwasser (einschließlich

Jauche und Gülle), das dazu bestimmt ist, auf

landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzte

Böden aufgebracht zu werden; nicht zum Aufbringen

bestimmt ist insbesondere das häusliche Abwasser.

2. Kanäle

sind Mischwasserkanäle, Schmutzwasserkanäle oder Regenwasserkanäle

einschließlich der Sonderbauwerke wie z. B.

Schächte, Regenbecken, Pumpwerke, Regenüberläufe.

3. Schmutzwasserkanäle

dienen ausschließlich der Aufnahme und Ableitung von

Schmutzwasser.

4. Mischwasserkanäle

sind zur Aufnahme und Ableitung von Niederschlags- und

Schmutzwasser bestimmt.

5. Regenwasserkanäle

dienen ausschließlich der Aufnahme und Ableitung von Niederschlagswasser.

6. Sammelkläranlage

ist eine Anlage zur Reinigung des in den Kanälen gesammelten

Abwassers einschließlich der Ableitung zum Gewässer.

7. Grundstücksanschlüsse

sind

– bei Freispiegelkanälen:

die Leitungen vom Kanal bis zum Kontrollschacht. Ist entgegen

§ 9 Abs. 3 Satz 1 EWS kein Kontrollschacht vorhanden,

endet der Grundstücksanschluss an der Grenze privater

Grundstücke zum öffentlichen Straßengrund.

– bei Druckentwässerung:

die Leitungen vom Kanal bis zum Abwassersammelschacht.

– bei Unterdruckentwässerung:

die Leitungen vom Kanal bis einschließlich des Hausanschlussschachts.

8. Grundstücksentwässerungsanlagen

sind

– bei Freispiegelkanälen:

die Einrichtungen eines Grundstücks, die der Beseitigung

des Abwassers dienen, bis einschließlich des Kontrollschachts.

Hierzu zählt auch die im Bedarfsfall erforderliche

Hebeanlage zur ordnungsgemäßen Entwässerung

eines Grundstücks (§ 9 Abs. 4). Ist entgegen § 9 Abs. 3

Satz 1 EWS kein Kontrollschacht vorhanden, endet die

Grundstücksentwässerungsanlage an der Grenze privater

Grundstücke zum öffentlichen Straßengrund.

– bei Druckentwässerung:

die Einrichtungen eines Grundstücks, die der Beseitigung

des Abwassers dienen, bis einschließlich des Abwassersammelschachts.

– bei Unterdruckentwässerung:

die Einrichtungen eines Grundstücks, die der Beseitigung

des Abwassers dienen, bis zum Hausanschlussschacht.

9. Kontrollschacht

ist ein Übergabeschacht, der zur Kontrolle und Wartung der

Anlage dient.

10. Abwassersammelschacht (bei Druckentwässerung)

ist ein Schachtbauwerk mit Pumpen- und Steuerungsanlage.

11. Hausanschlussschacht (bei Unterdruckentwässerung)

ist ein Schachtbauwerk mit einem als Vorlagebehälter dienenden

Stauraum sowie einer Absaugventileinheit.

12. Messschacht

ist eine Einrichtung für die Messung des Abwasserabflusses

oder die Entnahme von Abwasserproben.

13. Abwasserbehandlungsanlage

ist eine Einrichtung, die dazu dient, die Schädlichkeit des

Abwassers vor Einleitung in den Kanal zu vermindern oder zu

beseitigen. Hierzu zählen insbesondere Kleinkläranlagen zur

Reinigung häuslichen Abwassers sowie Anlagen zur (Vor-)Behandlung

gewerblichen oder industriellen Abwassers.

14. Fachlich geeigneter Unternehmer

ist ein Unternehmer, der geeignet ist, Arbeiten an Grundstücksentwässerungsanlagen

fachkundig auszuführen. Voraussetzungen

für die fachliche Eignung sind insbesondere

– die ausreichende berufliche Qualifikation und Fachkunde

der verantwortlichen technischen Leitung,

– die Sachkunde des eingesetzten Personals und dessen

nachweisliche Qualifikation für die jeweiligen Arbeiten an

Grundstücksentwässerungsanlagen,

– die Verfügbarkeit der benötigten Werkzeuge, Maschinen

und Geräte,

– die Verfügbarkeit und Kenntnis der entsprechenden Normen

und Vorschriften,

– eine interne Qualitätssicherung (Weiterbildung, Kontrollen

und Dokumentation).

§ 4

Anschluss- und Benutzungsrecht

(1) Jeder Grundstückseigentümer kann verlangen, dass sein

Grundstück nach Maßgabe dieser Satzung an die Entwässerungseinrichtung

angeschlossen wird. Er ist berechtigt, nach Maßgabe

der §§ 14 bis 17 das anfallende Abwasser in die Entwässerungseinrichtung

einzuleiten.

(2) Das Anschluss- und Benutzungsrecht erstreckt sich nur auf

solche Grundstücke, die durch einen Kanal erschlossen sind. Der

Grundstückseigentümer kann unbeschadet weiter gehender bundes-

und landesgesetzlicher Vorschriften nicht verlangen, dass

neue Kanäle hergestellt oder bestehende Kanäle geändert werden.

Welche Grundstücke durch einen Kanal erschlossen werden,

bestimmt die Stadt Lindau (Bodensee).

(3) Ein Anschluss- und Benutzungsrecht besteht nicht,

1. wenn das Abwasser wegen seiner Art oder Menge nicht

ohne Weiteres von der Entwässerungseinrichtung übernommen

werden kann und besser von demjenigen behandelt

wird, bei dem es anfällt oder

2. solange eine Übernahme des Abwassers technisch oder

wegen des unverhältnismäßig hohen Aufwands nicht möglich

ist.

(4) Die Stadt Lindau (Bodensee) kann den Anschluss und die Benutzung

versagen, wenn die gesonderte Behandlung des Abwassers

wegen der Siedlungsstruktur das Wohl der Allgemeinheit

nicht beeinträchtigt.

(5) Unbeschadet des Abs. 4 besteht ein Benutzungsrecht nicht,

soweit eine Versickerung oder anderweitige Beseitigung von Niederschlagswasser

ordnungsgemäß möglich ist. Der Nachweis für

die Voraussetzungen des Satzes 1 ist vom Grundstückseigentümer

zu erbringen. Die Stadt Lindau (Bodensee) kann hiervon Ausnahmen

zulassen oder bestimmen, wenn die Einleitung von Niederschlagswasser

aus betriebstechnischen Gründen erforderlich ist.

§ 5

Anschluss- und Benutzungszwang

(1) Die zum Anschluss Berechtigten (§ 4) sind verpflichtet, bebaute

Grundstücke an die Entwässerungseinrichtung anzuschließen

(Anschlusszwang). Ein Anschlusszwang besteht nicht, wenn der

Anschluss rechtlich oder tatsächlich unmöglich ist.

(2) Die zum Anschluss Berechtigten (§ 4) sind verpflichtet, auch

unbebaute Grundstücke an die Entwässerungseinrichtung anzuschließen,

wenn Abwasser anfällt.

(3) Ein Grundstück gilt als bebaut, wenn auf ihm bauliche Anlagen,

bei deren Benutzung Abwasser anfallen kann, dauernd oder

vor übergehend vorhanden sind.

(4) Bei baulichen Maßnahmen, die eine Veränderung der

Abwasser einleitung nach Menge oder Beschaffenheit zur Folge

haben, muss der Anschluss vor dem Beginn der Benutzung des

Baus hergestellt sein. In allen anderen Fällen ist der Anschluss

nach schriftlicher Aufforderung durch die Stadt Lindau (Bodensee)

innerhalb der von ihr gesetzten Frist herzustellen.

(5) Auf Grundstücken, die an die Entwässerungseinrichtung angeschlossen

sind, ist im Umfang des Benutzungsrechts alles

Abwasser in die Entwässerungseinrichtung einzuleiten (Benutzungszwang).

Verpflichtet sind die Grundstückseigentümer und

alle Benutzer der Grundstücke. Sie haben auf Verlangen der Stadt

Lindau (Bodensee) die dafür erforderliche Überwachung zu dulden.

§ 6

Befreiung von Anschluss- oder Benutzungszwang

(1) Von der Verpflichtung zum Anschluss oder zur Benutzung wird

auf Antrag ganz oder zum Teil befreit, wenn der Anschluss oder

die Benutzung aus besonderen Gründen auch unter Berücksichtigung

der Erfordernisse des Gemeinwohls nicht zumutbar ist. Der

Antrag auf Befreiung ist unter Angabe der Gründe schriftlich bei

der Stadt Lindau (Bodensee) einzureichen.

(2) Die Befreiung kann befristet, unter Bedingungen, Auflagen

und Widerrufsvorbehalt erteilt werden.

§ 7

Sondervereinbarungen

(1) Ist der Grundstückseigentümer nicht zum Anschluss oder zur

Benutzung berechtigt oder verpflichtet, kann die Stadt Lindau

(Bodensee) durch Vereinbarung ein besonderes Benutzungsverhältnis

begründen.

(2) Für dieses Benutzungsverhältnis gelten die Bestimmungen

dieser Satzung und der Beitrags- und Gebührensatzung entsprechend.

Ausnahmsweise kann in der Sondervereinbarung Abweichendes

bestimmt werden, soweit dies sachgerecht ist.

§ 8

Grundstücksanschluss

(1) Der Grundstücksanschluss wird vom Grundstückseigentümer

hergestellt, verbessert, erneuert, geändert und unterhalten sowie


6 13. Juni 2020 • BZ Ausgabe KW 24/20

AMTSBLATT DER STADT LINDAU (B)

stillgelegt und beseitigt; § 9 Abs. 2 und 6 sowie §§ 10 bis 12 gelten

entsprechend.

(2) Die Stadt Lindau (Bodensee) berät Grundstückeigentümer bei

Zahl, Art, Nennweite und Führung der Grundstücksanschlüsse.

Übergabepunkt ist der öffentliche Hauptkanal. Die Stadt Lindau

(Bodensee) bestimmt und erteilt Auskunft über den Übergabepunkt.

Das Benützen der stadteigenen öffentlichen Straßen zur

Führung der Grundstücksanschlüsse ist im erforderlichen Umfang

kostenlos gestattet.

§ 9

Grundstücksentwässerungsanlage

(1) Jedes Grundstück, das an die Entwässerungseinrichtung angeschlossen

wird, ist vorher vom Grundstückseigentümer mit

einer Grundstücksentwässerungsanlage zu versehen. Wird das

Schmutzwasser über die Entwässerungseinrichtung abgeleitet,

aber keiner Sammelkläranlage zugeführt, ist die Grundstücksentwässerungsanlage

mit einer Abwasserbehandlungsanlage auszustatten.

(2) Die Grundstücksentwässerungsanlage und die Abwasserbehandlungsanlage

im Sinne des Abs. 1 Satz 2 sind nach den allgemein

anerkannten Regeln der Technik herzustellen, zu betreiben,

zu verbessern, zu erneuern, zu ändern, zu unterhalten, stillzulegen

oder zu beseitigen. Für die Reinigungsleistung der Abwasserbehandlungsanlage

im Sinne des Abs. 1 Satz 2 ist darüber hinaus

der Stand der Technik maßgeblich.

(3) Am Ende der Grundstücksentwässerungsanlage ist ein Kontrollschacht

zu errichten. Die Stadt Lindau (Bodensee) kann verlangen,

dass anstelle oder zusätzlich zum Kontrollschacht ein

Messschacht zu erstellen ist. Bei Druckentwässerung oder Unterdruckentwässerung

gelten Sätze 1 und 2 nicht, wenn die Kontrolle

und Wartung der Grundstücksentwässerungsanlage über den Abwassersammelschacht

oder den Hausanschlussschacht durchgeführt

werden kann.

(4) Besteht zum Kanal kein ausreichendes Gefälle, kann die Stadt

Lindau (Bodensee) vom Grundstückseigentümer den Einbau und

den Betrieb einer Hebeanlage zur Entwässerung des Grundstücks

verlangen, wenn ohne diese Anlage eine ordnungsgemäße Beseitigung

des Abwassers bei einer den allgemein anerkannten Regeln

der Technik entsprechenden Planung und Ausführung des

Kanalsystems für die Stadt Lindau (Bodensee) nicht möglich oder

nicht wirtschaftlich ist.

(5) Gegen den Rückstau des Abwassers aus der Entwässerungseinrichtung

hat sich jeder Anschlussnehmer selbst zu schützen.

(6) Die Gemeinde darf zur Entlastung der öffentlichen Einrichtung

bestimmen, dass Niederschlagswasser nur mittels einer Oberflächenwasserrückhaltung

gedrosselt eingeleitet wird.

(7) Die Grundstücksentwässerungsanlage sowie Arbeiten daran

dürfen nur durch fachlich geeignete Unternehmer ausgeführt werden.

Die Stadt Lindau (Bodensee) kann den Nachweis der fachlichen

Eignung verlangen.

§ 10

Zulassung der Grundstücksentwässerungsanlage

(1) Bevor die Grundstücksentwässerungsanlage hergestellt oder

geändert wird, sind der Stadt Lindau (Bodensee) folgende Unterlagen

in doppelter Fertigung einzureichen:

a) Lageplan des zu entwässernden Grundstücks im Maßstab

1:1000,

b) Grundriss- und Flächenpläne im Maßstab 1:100, aus denen

der Verlauf der Leitungen und im Fall des § 9 Abs. 1 Satz 2 die

Abwasserbehandlungsanlage ersichtlich sind,

c) Längsschnitte aller Leitungen mit Darstellung der Entwässerungsgegenstände

im Maßstab 1:100, bezogen auf Normal-

Null (NN), aus denen insbesondere die Gelände- und Kanalsohlenhöhen,

die maßgeblichen Kellersohlenhöhen, Querschnitte

und Gefälle der Kanäle, Schächte, höchste Grundwasseroberfläche

zu ersehen sind,

d) wenn Gewerbe- oder Industrieabwasser oder Abwasser, das in

seiner Beschaffenheit erheblich vom Hausabwasser abweicht,

zugeführt wird, ferner Angaben über

– Zahl der Beschäftigten und der ständigen Bewohner auf

dem Grundstück, wenn deren Abwasser miterfasst werden

soll,

– Menge und Beschaffenheit des Verarbeitungsmaterials,

der Erzeugnisse,

– die Abwasser erzeugenden Betriebsvorgänge,

– Höchstzufluss und Beschaffenheit des zum Einleiten bestimmten

Abwassers,

– die Zeiten, in denen eingeleitet wird, die Vorbehandlung

des Abwassers (Kühlung, Reinigung, Neutralisation, Dekontaminierung)

mit Bemessungsnachweisen.

Soweit nötig, sind die Angaben zu ergänzen durch den wasserwirtschaftlichen

Betriebsplan (Zufluss, Verbrauch, Kreislauf,

Abfluss) und durch Pläne der zur Vorbehandlung beabsichtigten

Einrichtungen.

Die Pläne müssen den bei der Stadt Lindau (Bodensee) aufliegenden

Planmustern entsprechen. Alle Unterlagen sind vom

Grundstückseigentümer und dem Planfertiger zu unterschreiben.

Die Stadt Lindau (Bodensee) kann erforderlichenfalls

weitere Unterlagen anfordern.

(2) Die Stadt Lindau (Bodensee) prüft, ob die geplante Grundstücksentwässerungsanlage

den Bestimmungen dieser Satzung

entspricht. Ist das der Fall, erteilt die Stadt Lindau (Bodensee)

schriftlich ihre Zustimmung und gibt eine Fertigung der eingereichten

Unterlagen mit Zustimmungsvermerk zurück; die Zustimmung

kann unter Bedingungen und Auflagen erteilt werden.

Entspricht die Grundstücksentwässerungsanlage nicht den Bestimmungen

dieser Satzung, setzt die Stadt Lindau (Bodensee)

dem Grundstückseigentümer unter Angabe der Mängel eine angemessene

Frist zur Berichtigung und erneuten Einreichung der

geänderten Unterlagen bei der Stadt Lindau (Bodensee).

(3) Mit der Herstellung oder Änderung der Grundstücksentwässerungsanlage

darf erst begonnen werden, wenn die Zustimmung

nach Abs. 2 erteilt worden ist. Eine Genehmigungspflicht nach

sonstigen, insbesondere nach straßen-, bau- und wasserrechtlichen

Bestimmungen bleibt durch die Zustimmung unberührt.

(4) Von den Bestimmungen der Abs. 1 bis 3 kann die Stadt Lindau

(Bodensee) Ausnahmen zulassen.

§ 11

Herstellung und Prüfung der Grundstücksentwässerungsanlage

(1) Der Grundstückseigentümer hat der Stadt Lindau (Bodensee)

den Beginn des Herstellens, des Änderns, des Ausführens größerer

Unterhaltungsarbeiten oder des Beseitigens spätestens drei

Tage vorher schriftlich anzuzeigen und gleichzeitig den Unternehmer

zu benennen. Muss wegen Gefahr im Verzug mit den Arbeiten

sofort begonnen werden, ist der Beginn innerhalb von 24 Stunden

schriftlich anzuzeigen.

(2) Die Gemeinde ist berechtigt, die Arbeiten zu überprüfen. Der

Grundstückseigentümer hat zu allen Überprüfungen Arbeitskräfte,

Geräte und Werkstoffe bereitzustellen.

(3) Der Grundstückseigentümer hat die Grundstücksentwässerungsanlage

vor Verdeckung der Leitungen auf satzungsgemäße

Errichtung und vor ihrer Inbetriebnahme auf Mängelfreiheit

(Dichtigkeitsdruckprüfung nach DIN EN 1610) durch einen nicht

an der Bauausführung beteiligten fachlich geeigneten Unternehmer

zu prüfen und das Ergebnis durch dieses bestätigen zu lassen.

Dies gilt nicht, soweit die die Stadt Lindau (Bodensee) die Prüfung

selbst vornimmt; sie hat dies vorher anzukündigen. Abs. 2 Satz

2 gilt entsprechend. Werden die Leitungen vor Durchführung der

Prüfung auf satzungsgemäße Errichtung der Grundstücksentwässerungsanlage

verdeckt, sind sie auf Anordnung der Stadt Lindau

(Bodensee) freizulegen.

(4) Soweit die Stadt Lindau (Bodensee) die Prüfungen nicht selbst

vornimmt, hat der Grundstückseigentümer die Bestätigungen nach

Abs. 3 vor Verdeckung der Leitungen und vor Inbetriebnahme der

Grundstücksentwässerungsanlage unaufgefordert vorzulegen.

Die Stadt Lindau (Bodensee) kann die Verdeckung der Leitungen

oder die Inbetriebnahme der Grundstücksentwässerungsanlage

innerhalb eines Monats nach Vorlage der Bestätigung oder unverzüglich

nach Prüfung durch die Stadt Lindau (Bodensee) schriftlich

untersagen. In diesem Fall setzt die Stadt Lindau (Bodensee)

dem Grundstückseigentümer unter Angabe der Gründe für die

Versagung eine angemessene Nachfrist für die Beseitigung der

Mängel; Sätze 1, 2 und Absatz 3 gelten entsprechend.

(5) Die Zustimmung nach § 10 Abs. 2, die Bestätigungen des fachlich

geeigneten Unternehmers oder die Prüfung der Grundstücksentwässerungsanlage

durch die Stadt Lindau (Bodensee) befreien

den Grundstückseigentümer, den ausführenden oder prüfenden

Unternehmer sowie den Planfertiger nicht von der Verantwortung

für die vorschriftsmäßige und fehlerfreie Planung und Ausführung

der Anlage.

(6) Liegt im Fall des § 9 Abs. 1 Satz 2 die Bestätigung eines privaten

Sachverständigen der Wasserwirtschaft über die ordnungsgemäße

Errichtung der Abwasserbehandlungsanlage gemäß den

Richtlinien für Zuwendungen für Kleinkläranlagen vor, ersetzt diese

die Prüfung und Bestätigung nach Abs. 3 und Abs. 4.

(7) Das Öffnen eines städtischen Kanalschachtdeckels sowie das

Einsteigen in einen öffentlichen Kanal darf nur durch Personen

erfolgen, die die Stadt Lindau (Bodensee) hierzu ermächtigt hat.

§ 12

Überwachung

Amtsblatt Stadt Lindau

(Bodensee)

(1) Der Grundstückseigentümer hat die von ihm zu unterhaltenden

Grundstücksanschlüsse, Messschächte und Grundstücksentwässerungsanlagen

in Abständen von jeweils 20 Jahren ab

Inbetriebnahme auf eigene Kosten durch einen fachlich geeigneten

Unternehmer auf Mängelfreiheit (insbesondere Dichtigkeitsdruckprüfung

nach DIN 1986 Teil 30) zu prüfen und das Ergebnis

durch diesen bestätigen zu lassen; Für Anlagen in Wasserschutzgebieten

gelten kürzere Abstände entsprechend den Festlegungen

in der jeweiligen Schutzgebietsverordnung; ist dort nichts geregelt

ist die Dichtheit wiederkehrend alle fünf Jahre durch Sichtprüfung

und alle zehn Jahre durch Druckprobe oder ein anderes

gleichwertiges Verfahren nachzuweisen. Der Grundstückseigentümer

hat der Stadt Lindau (Bodensee) die Bestätigung innerhalb

von vier Wochen nach Abschluss der Prüfungen unaufgefordert

vorzulegen. Festgestellte Mängel hat der Grundstückseigentümer

unverzüglich beseitigen zu lassen. Bei erheblichen Mängeln ist innerhalb

von zwei Monaten nach Ausstellung der Bestätigung eine

Nachprüfung durchzuführen; Satz 2 gilt entsprechend. Die Frist

für die Nachprüfung kann in begründeten Fällen auf Antrag verlängert

werden.

(2) Für nach § 9 Abs. 1 Satz 2 erforderliche Abwasserbehandlungsanlagen

gelten die einschlägigen wasserrechtlichen Bestimmungen,

insbesondere Art. 60 Abs. 1 und 2 BayWG für Kleinkläranlagen.

(3) Der Grundstückseigentümer hat Störungen und Schäden an

den Grundstücksanschlüssen, Messschächten, Grundstücksentwässerungsanlagen,

Überwachungseinrichtungen und Abwasserbehandlungsanlagen

unverzüglich der Stadt Lindau (Bodensee)

anzuzeigen.

(4) Wird Gewerbe- oder Industrieabwasser oder Abwasser, das

in seiner Beschaffenheit erheblich vom Hausabwasser abweicht,

der Entwässerungseinrichtung zugeführt, kann die Stadt Lindau

(Bodensee) den Einbau und den Betrieb von Überwachungseinrichtungen

verlangen. Hierauf wird in der Regel verzichtet, soweit

für die Einleitung eine wasserrechtliche Genehmigung der Kreisverwaltungsbehörde

vorliegt und die Ergebnisse der wasserrechtlich

vorgeschriebenen Eigen- oder Selbstüberwachung der Stadt

Lindau (Bodensee) vorgelegt werden.

(5) Unbeschadet der Abs. 1 bis 4 ist die Stadt Lindau (Bodensee)

befugt, die Grundstücksentwässerungs- und Abwasseranlagen

jederzeit zu überprüfen, Abwasserproben zu entnehmen sowie

Messungen und Untersuchungen durchzuführen. Dasselbe gilt

für die Grundstücksanschlüsse und Messschächte, wenn sie die

Stadt Lindau (Bodensee) nicht selbst unterhält. Die Stadt Lindau

(Bodensee) kann jederzeit verlangen, dass die vom Grundstückseigentümer

zu unterhaltenden Anlagen in einen Zustand gebracht

werden, der Störungen anderer Einleiter, Beeinträchtigungen der

Entwässerungseinrichtung und Gewässerverunreinigungen ausschließt.

Führt die Stadt Lindau (Bodensee) aufgrund der Sätze 1

oder 2 eine Überprüfung der Grundstücksentwässerungsanlage,

der Messschächte oder der vom Grundstückseigentümer zu unterhaltenden

Grundstücksanschlüsse auf Mängelfreiheit durch, beginnt

die Frist nach Abs. 1 Satz 1 mit Abschluss der Prüfung durch

die Gemeinde neu zu laufen.

(6) Die Verpflichtungen nach den Absätzen 1 bis 5 gelten auch für

den Benutzer des Grundstücks.

§ 13

Stilllegung von Entwässerungsanlagen auf dem Grundstück

(1) Sobald ein Grundstück an die Entwässerungseinrichtung

angeschlossen ist, sind nicht der Ableitung zur Entwässerungseinrichtung

dienende Grundstücksentwässerungsanlagen sowie

dazugehörige Abwasserbehandlungsanlagen in dem Umfang außer

Betrieb zu setzen, in dem das Grundstück über die Entwässerungseinrichtung

entsorgt wird. § 9 Abs. 1 Satz 2 bleibt unberührt.

(2) Alte, nicht mehr genutzte Grundstücksentwässerungsanlagen,

Grundstücksanschlüsse oder Teile hiervon sind von bestehenden

Leitungen abzutrennen und luft- und wasserdicht zu verschließen.

Die Anschlussstellen am öffentlichen Kanal sind ebenfalls

luft-und wasserdicht zu verschließen. Hierbei sind die allgemein

anerkannten Regeln der Technik einzuhalten.

§ 14

Einleiten in die Kanäle

(1) In Schmutzwasserkanäle darf nur Schmutzwasser, in Regenwasserkanäle

nur Niederschlagswasser eingeleitet werden. In

Mischwasserkanäle darf sowohl Schmutz- als auch Niederschlagswasser

eingeleitet werden.

(2) Den Zeitpunkt, von dem ab in die Kanäle eingeleitet werden

darf, bestimmt die Stadt Lindau (Bodensee).

(3) Die anfallende Niederschlagsmenge, die in den städtischen

Regenwasserkanal eingeleitet wird, ist auf 15 l/(sek x ha) zu drosseln.

Die notwendigen Rückstaueinrichtungen sind nachzuweisen.

Maßgebend ist die Niederschlagsmenge nach KOSTRA-DWD

2010R- r5,5.

§ 15

Verbot des Einleitens, Einleitungsbedingungen

(1) In die Entwässerungseinrichtung dürfen Stoffe nicht eingeleitet

oder eingebracht werden, die

– die dort beschäftigten Personen gefährden oder deren Gesundheit

beeinträchtigen,

– die Entwässerungseinrichtung oder die angeschlossenen

Grundstücke gefährden oder beschädigen,

– den Betrieb der Entwässerungseinrichtung erschweren,


AMTSBLATT DER STADT LINDAU (B) 13. Juni 2020 • BZ Ausgabe KW 24/20

7

behindern oder beeinträchtigen,

– die landwirtschaftliche oder gärtnerische Verwertung des

Klärschlamms erschweren oder verhindern oder

– sich sonst schädlich auf die Umwelt, insbesondere die Gewässer,

auswirken.

(2) Dieses Verbot gilt insbesondere für

1. feuergefährliche oder zerknallfähige Stoffe wie Benzin

oder Öl,

2. infektiöse Stoffe, Medikamente,

3. radioaktive Stoffe,

4. Farbstoffe, soweit sie zu einer deutlichen Verfärbung des

Abwassers in der Sammelkläranlage oder des Gewässers

oder zu anderen betrieblichen Nachteilen führen, Lacke,

Lösemittel,

5. Abwasser oder andere Stoffe, die schädliche Ausdünstungen,

Gase oder Dämpfe verbreiten können,

6. Grund- und Quellwasser,

7. feste Stoffe, auch in zerkleinerter Form, wie Schutt, Asche,

Sand, Kies, Faserstoffe, Zement, Kunstharze, Teer, Pappe,

Dung, Küchenabfälle, Schlachtabfälle, Treber, Hefe, flüssige

Stoffe, die erhärten,

8. Räumgut aus Leichtstoff- und Fettabscheidern, Jauche,

Gülle, Abwasser aus Dunggruben und Tierhaltungen, Silagegärsaft,

Blut aus Schlächtereien, Molke,

9. Absetzgut, Räumgut, Schlämme oder Suspensionen aus

Abwasserbehandlungsanlagen und Abortgruben unbeschadet

gemeindlicher Regelungen zur Beseitigung der

Fäkalschlämme,

10. Stoffe oder Stoffgruppen, die wegen der Besorgnis einer

Giftigkeit, Langlebigkeit, Anreicherungsfähigkeit oder

einer krebserzeugenden, fruchtschädigenden oder erbgutverändernden

Wirkung als gefährlich zu bewerten sind

wie Schwermetalle, Cyanide, halogenierte Kohlenwasserstoffe,

Polycyclische Aromaten, Phenole.

Ausgenommen sind

– unvermeidbare Spuren solcher Stoffe im Abwasser in

der Art und in der Menge, wie sie auch im Abwasser

aus Haushaltungen üblicherweise anzutreffen sind;

– Stoffe, die nicht vermieden oder in einer Vorbehandlungsanlage

zurückgehalten werden können und deren

Einleitung die Stadt Lindau (Bodensee) in den Einleitungsbedingungen

nach Abs. 3 oder 4 zugelassen hat;

– Stoffe, die aufgrund einer Genehmigung nach § 58 des

Wasserhaushaltsgesetzes eingeleitet werden dürfen

11. Abwasser aus Industrie- und Gewerbebetrieben,

– von dem zu erwarten ist, dass es auch nach der Behandlung

in der Sammelkläranlage nicht den Mindestanforderungen

nach § 57 des Wasserhaushaltsgesetzes

entsprechen wird,

– das wärmer als +35 °C ist,

– das einen pH-Wert von unter 6,5 oder über 9,5 aufweist,

– das aufschwimmende Öle und Fette enthält,

– das als Kühlwasser benutzt worden ist.

12. nicht neutralisiertes Kondensat aus ölbefeuerten Brennwert-Heizkesseln;

das gilt nicht für Ölbrennwertkessel bis

200 kW, die mit schwefelarmen Heizöl- EL betrieben werden,

13. nicht neutralisiertes Kondensat aus gasbefeuerten Brennwert-Heizkesseln

mit einer Nennwertleistung über 200

kW.

(3) Die Einleitungsbedingungen nach Abs. 2 Nr. 10 Satz 2 zweiter

Spiegelstrich werden gegenüber den einzelnen Anschlusspflichtigen

oder im Rahmen einer Sondervereinbarung festgelegt.

(4) Über Abs. 3 hinaus kann die Stadt Lindau (Bodensee) in Einleitungsbedingungen

auch die Einleitung von Abwasser besonderer

Art und Menge ausschließen oder von besonderen Voraussetzungen

abhängig machen, soweit dies zum Schutz des Betriebspersonals,

der Entwässerungseinrichtung oder zur Erfüllung der für den

Betrieb der Entwässerungseinrichtung geltenden Vorschriften,

insbesondere der Bedingungen und Auflagen des der Stadt Lindau

(Bodensee) erteilten wasserrechtlichen Bescheids, erforderlich

ist.

(5) Die Stadt Lindau (Bodensee) kann die Einleitungsbedingungen

nach Abs. 3 und 4 neu festlegen, wenn die Einleitung von Abwasser

in die Entwässerungseinrichtung nicht nur vorübergehend

nach Art oder Menge wesentlich geändert wird oder wenn sich die

für den Betrieb der Entwässerungseinrichtung geltenden Gesetze

oder Bescheide ändern. Die Stadt Lindau (Bodensee) kann Fristen

festlegen, innerhalb derer die zur Erfüllung der geänderten

Anforderungen notwendigen Maßnahmen durchgeführt werden

müssen.

(6) Die Stadt Lindau (Bodensee) kann die Einleitung von Stoffen

im Sinne der Abs. 1 und 2 zulassen, wenn der Verpflichtete Vorkehrungen

trifft, durch die die Stoffe ihre gefährdende oder schädigende

Wirkung verlieren oder der Betrieb der Entwässerungseinrichtung

nicht erschwert wird. In diesem Fall hat er der Stadt

Lindau (Bodensee) eine Beschreibung mit Plänen in doppelter

Fertigung vorzulegen.

(7) Leitet der Grundstückseigentümer Kondensat aus ölbefeuerten

Brennwert-Heizkesseln oder aus gasbefeuerten Brennwert-

Heizkesseln mit einer Nennwertleistung über 200 kW in die Entwässerungseinrichtung

ein, ist er verpflichtet, das Kondensat zu

neutralisieren und der Stadt Lindau (Bodensee) über die Funktionsfähigkeit

der Neutralisationsanlage jährlich eine Bescheinigung

eines Betriebes nach § 2 Abs. 1 Satz 2 Schornsteinfeger-

Handwerksgesetz oder eines geeigneten Fachbetriebs vorzulegen.

(8) Besondere Vereinbarungen zwischen der Stadt Lindau (Bodensee)

und einem Verpflichteten, die das Einleiten von Stoffen im

Sinne des Abs. 1 durch entsprechende Vorkehrungen an der Entwässerungseinrichtung

ermöglichen, bleiben vorbehalten.

(9) Wenn Stoffe im Sinn des Abs. 1 in eine Grundstücksentwässerungsanlage

oder in die Entwässerungseinrichtung gelangen, ist

dies der Stadt Lindau (Bodensee) sofort anzuzeigen.

§ 16

Abscheider

Sofern mit dem Abwasser Leichtflüssigkeiten (z. B. Benzin, Öle

oder Fette) mitabgeschwemmt werden können, ist das Abwasser

über in die Grundstücksentwässerungsanlage eingebaute Leichtflüssigkeits-

bzw. Fettabscheider abzuleiten. Die Abscheider sind

nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik zu errichten,

zu betreiben und regelmäßig zu warten. Die Stadt Lindau (Bodensee)

kann den Nachweis der ordnungsgemäßen Eigenkontrolle,

Wartung, Entleerung und Generalinspektion verlangen. Das Abscheidegut

ist schadlos zu entsorgen.

§ 17

Untersuchung des Abwassers

(1) Die Stadt Lindau (Bodensee) kann über die Art und Menge

des eingeleiteten oder einzuleitenden Abwassers Aufschluss

verlangen. Bevor erstmals Abwasser eingeleitet oder wenn Art

oder Menge des eingeleiteten Abwassers geändert werden, ist

der Stadt Lindau (Bodensee) auf Verlangen nachzuweisen, dass

das Abwasser keine Stoffe enthält, die unter das Verbot des § 15

fallen.

(2) Die Stadt Lindau (Bodensee) kann eingeleitetes Abwasser

jederzeit, auch periodisch, untersuchen lassen. Auf die Überwachung

wird in der Regel verzichtet, soweit für die Einleitung in

die Sammelkanalisation eine wasserrechtliche Genehmigung der

Kreisverwaltungsbehörde vorliegt, die dafür vorgeschriebenen

Untersuchungen aus der Eigen- oder Selbstüberwachung ordnungsgemäß

durchgeführt und die Ergebnisse der Stadt Lindau

(Bodensee) vorgelegt werden. Die Stadt Lindau (Bodensee) kann

verlangen, dass die nach § 12 Abs. 4 eingebauten Überwachungseinrichtungen

ordnungsgemäß betrieben und die Messergebnisse

vorgelegt werden.

§ 18

Haftung

(1) Die Stadt Lindau (Bodensee) haftet unbeschadet Abs. 2 nicht

für Schäden, die auf solchen Betriebsstörungen beruhen, die sich

auch bei ordnungsgemäßer Planung, Ausführung und Unterhaltung

der Entwässerungseinrichtung nicht vermeiden lassen. Satz

1 gilt insbesondere auch für Schäden, die durch Rückstau hervorgerufen

werden.

(2) Die Stadt Lindau (Bodensee) haftet für Schäden, die sich aus

der Benutzung der Entwässerungseinrichtung ergeben, nur dann,

wenn einer Person, deren sich die Stadt Lindau (Bodensee) zur

Erfüllung ihrer Verpflichtungen bedient, Vorsatz oder Fahrlässigkeit

zur Last fällt.

(3) Die Grundstückseigentümer und Benutzer haben für die ordnungsgemäße

Benutzung der Entwässerungseinrichtung einschließlich

des Grundstücksanschlusses zu sorgen.

(4) Wer den Vorschriften dieser Satzung oder einer Sondervereinbarung

zuwiderhandelt, haftet der Stadt Lindau (Bodensee)

für alle ihr dadurch entstehenden Schäden und Nachteile. Dasselbe

gilt für Schäden und Nachteile, die durch den mangelhaften

Zustand der Grundstücksentwässerungsanlage oder des Grundstücksanschlusses

verursacht werden, soweit dieser nach § 8 vom

Grundstückseigentümer herzustellen, zu verbessern, zu erneuern,

zu ändern und zu unterhalten sowie stillzulegen und zu beseitigen

ist. Mehrere Verpflichtete haften als Gesamtschuldner.

§ 19

Grundstücksbenutzung

(1) Der Grundstückseigentümer hat das Anbringen und Verlegen

von Leitungen einschließlich Zubehör zur Ableitung von Abwasser

über sein im Einrichtungsgebiet liegendes Grundstück sowie

sonstige Schutzmaßnahmen unentgeltlich zuzulassen, wenn und

soweit diese Maßnahmen für die örtliche Abwasserbeseitigung

erforderlich sind. Diese Pflicht betrifft nur Grundstücke, die an

die Entwässerungseinrichtung angeschlossen oder anzuschließen

sind, die vom Eigentümer im wirtschaftlichen Zusammenhang mit

einem angeschlossenen oder zum Anschluss vorgesehenen Grundstück

genutzt werden oder für die die Möglichkeit der örtlichen

Abwasserbeseitigung sonst wirtschaftlich vorteilhaft ist. Die Verpflichtung

entfällt, soweit die Inanspruchnahme der Grundstücke

den Eigentümer in unzumutbarer Weise belasten würde.

Amtsblatt Stadt Lindau

(Bodensee)

(2) Der Grundstückseigentümer ist rechtzeitig über Art und Umfang

der beabsichtigten Inanspruchnahme seines Grundstücks zu

benachrichtigen.

(3) Der Grundstückseigentümer kann die Verlegung der Anlagen

verlangen, wenn sie an der bisherigen Stelle für ihn nicht mehr

zumutbar sind. Die Kosten der Verlegung hat die Stadt Lindau (Bodensee)

zu tragen, soweit die Einrichtung nicht ausschließlich der

Entsorgung des Grundstücks dient.

(4) Die Abs. 1 bis 3 gelten nicht für öffentliche Verkehrswege und

Verkehrsflächen sowie für Grundstücke, die durch Planfeststellung

für den Bau von öffentlichen Verkehrswegen und Verkehrsflächen

bestimmt sind.

§ 20

Betretungsrecht

(1) Der Grundstückseigentümer und der Benutzer des Grundstücks

haben zu dulden, dass zur Überwachung ihrer satzungsmäßigen

und gesetzlichen Pflichten die mit dem Vollzug dieser Satzung

beauftragten Personen der Stadt Lindau (Bodensee) zu angemessener

Tageszeit Grundstücke, Gebäude, Anlagen, Einrichtungen,

Wohnungen und Wohnräume im erforderlichen Umfang betreten;

auf Verlangen haben sich diese Personen auszuweisen. Ihnen ist

ungehindert Zugang zu allen Anlagenteilen zu gewähren und sind

die notwendigen Auskünfte zu erteilen. Der Grundstückseigentümer

und der Benutzer des Grundstücks werden nach Möglichkeit

vorher verständigt; das gilt nicht für Probenahmen und Abwassermessungen.

(2) Nach anderen Rechtsvorschriften bestehende Betretungs- und

Überwachungsrechte bleiben unberührt.

§ 21

Ordnungswidrigkeiten

(1) Nach Art. 24 Abs. 2 Satz 2 der Gemeindeordnung kann mit

Geldbuße belegt werden, wer vorsätzlich

1. eine der in § 10 Abs. 1, § 11 Abs. 1, Abs. 4, § Sätze 1 und

3, § 12 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 3, § 15 Abs. 9, § 17 Abs. 1

Satz 2 und Abs. 2 Sätze 2 und 3 sowie § 20 Abs. 1 Satz 2

festgelegten oder hierauf gestützten Anzeige-, Auskunfts-,

Nachweis- oder Vorlagepflichten verletzt,

2. entgegen § 10 Abs. 3 Satz 1 vor Zustimmung der Stadt

Lindau (Bodensee) mit der Herstellung oder Änderung der

Grundstücksentwässerungsanlage beginnt,

3. entgegen § 11 Abs. 3 Satz 1,§ 12 Abs. 1 Satz 1 eine unrichtige

Bestätigung ausstellt oder entgegen § 11 Abs. 4 Satz

1,§ 12 Abs. 1 Satz 2 vorlegt,

4. entgegen § 11 Abs. 3, Abs. 4 Sätze 1 und 3 vor Prüfung

der Grundstücksentwässerungsanlage durch einen fachlich

geeigneten Unternehmer oder vor Vorlage von dessen

Bestätigung oder vor Prüfung durch die Stadt Lindau (Bodensee)

die Leitungen verdeckt, oder einer Untersagung

der Stadt Lindau (Bodensee) nach § 11 Abs. 4 Satz 2 zuwiderhandelt,

5. entgegen § 12 Abs. 1, Satz 1 die Grundstücksentwässerungsanlagen

nicht innerhalb der vorgegebenen Fristen

überprüfen lässt,

6. entgegen den Vorschriften der §§ 14 und 15 Abwasser

oder sonstige Stoffe in die Entwässerungseinrichtung einleitet

oder einbringt,

7. entgegen § 20 Abs. 1 Satz 2 den mit dem Vollzug dieser

Satzung beauftragten Personen der Stadt Lindau (Bodensee)

nicht ungehindert Zugang zu allen Anlagenteilen gewährt.

(2) Nach anderen Rechtsvorschriften bestehende Ordnungswidrigkeitentatbestände

bleiben unberührt.

§ 22

Anordnungen für den Einzelfall; Zwangsmittel

(1) Die Stadt Lindau (Bodensee) kann zur Erfüllung der nach dieser

Satzung bestehenden Verpflichtungen Anordnungen für den

Einzelfall erlassen.

(2) Für die Erzwingung der in dieser Satzung vorgeschriebenen

Handlungen, eines Duldens oder Unterlassens gelten die Vorschriften

des Bayerischen Verwaltungszustellungs- und Vollstreckungsgesetzes.

§ 23

Inkrafttreten

(1) Diese Satzung tritt am Tage nach ihrer Bekanntmachung in

Kraft.

(2) Gleichzeitig tritt die Satzung vom 17. Oktober 1994 in Form

der ersten Änderungssatzung vom 7. Oktober 1998 und zweiten

Änderungssatzung vom 30. September 1999 außer Kraft.

Lindau (B), den 29.05.2020

Stadt Lindau (Bodensee)

gez.

Dr. Claudia Alfons

Oberbürgermeisterin


8 13. Juni 2020 · BZ Ausgabe KW 24/20

ENERGIE, VERKEHR UND KOMMUNIKATION

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Die Stadtwerke Lindau sorgen vor:

Jetzt. Und für eine klimafreundliche

Zukunft.

Die Energie- und Wasserwirtschaft sorgt vor, damit der Alltag jederzeit läuft –

in der Krise und bei einem klimafreundlichen Neustart.

Auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtwerke ist dabei stets Verlass.

7 Tage die Woche, rund um die Uhr.

Und das ist ein gutes Gefühl in diesen merkwürdigen Zeiten.

Strom, Gas und Wasser, Telefon und Internet oder Mobilität mit der türkisen

Stadtbus-Flotte – Daseinsvorsorge vor Ort ist die Leidenschaft der über

200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtwerke, der Telekommunikation

und des Stadtbusses.

Auf dieser Seite finden Sie einige davon - stellvertretend für alle.

Danke an unsere treuen Kundinnen und Kunden.

Und bitte: Bleiben Sie gesund!

Bei den Stadtwerken sind Sie gut aufgehoben – bei allen Fragen rund um Energie, Verkehr und

Telekommunikation.

Alle Informationen rund um Ihre Energieversorgung finden Sie auf:

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WISSENSWERTES 13. Juni 2020 · BZ Ausgabe KW 24/20

Kunst für die Wände - auf Leinwand, Holz, Papier

Auktionshaus Zeller 145. Internationale Bodensee-Kunstauktion vom 24. bis 26. Juni 2020

An vier Tagen, vom 19. bis 22. Juni

2020, sind die Tore des Auktionshauses

Michael Zeller in der Bindergasse

7 auf der Lindauer Insel weit

geöffnet. Alle Neugierigen, Interessierten,

Sammler und Kunstgenießer

sehen in einer grandiosen Schau

auf den drei Stockwerken des

alten Patrizierhauses die Vielfalt

einer internationalen Kunstauktion.

Auktionshaus Michael Zeller

Bindergasse 7

88131 Lindau/Insel

Telefon: 0 83 82/9 30 20

@ www.zeller.de

Seit 52 Jahren präsentiert und

versteigert Michael Zeller, dienstältester

Kunstversteigerer Deutschlands,

zusammen mit seiner Frau

und einem engagierten Mitarbeiterteam

alle Spielarten der

Kunst.

Bei der 145. Internationalen

Bodensee-Kunstauktion im Juni

sind Werke aus vier Jahrhunderten

in einer unglaublichen Mischung

an Gemälden, Zeichnungen

und Arbeiten auf Papier

zu sehen – auch von vielen am

Bodensee tätigen Malern wie

Rudolf Wacker, Otto Dix, Hans

Dieter und Georg Muche, um

nur einige zu nennen.

Außerdem gibt es seltene

Sammlerstücke, Einrichtungen

und Dekorationen, hochwertige

und doch günstige Schmuckstücke

zu entdecken.

„In einer tausend Jahre alten

Stadt wird allzu selten über

Kunst, Kunsthandwerk und

Kunstfertigkeit gesprochen. Jetzt

ist wieder, auch für die Lindauer,

die Zeit, sich über Kunst, ihre

Veränderungen und unterschiedliche

Gestaltungen zu

informieren“, findet Michael

Zeller. „Versäumen Sie nicht

einen Blick auf die zahlreichen

Exponate“, wirbt er für die

Gelegenheit, sich während der

Vorbesichtigung vom 19. bis

TERMINE

145. Internationale

Bodensee-Kunstauktion

im Auktionshaus Michael Zeller

24. bis 26. Juni 2020

Vorbesichtigung

19. bis 22. Juni 2020 durchgehend

von 10 bis 18 Uhr

In der Juni-Auktion sind Werke aus vier Jahrhunderten in einer

unglaublichen Mischung aus Gemälden, Zeichnungen und Arbeiten

auf Papier dabei, u.a. von den Malern Franz Frank, 1897 Kirchheim

unter Teck – 1986 Marburg (Bild links), Josef Watter, 1838 Regensburg

– 1913 München (Bild Mitte) und Rudolf Wacker,

1893 – Bregenz – 1939 (Bild rechts).

9

22. Juni die Kunstexponate,

die zur Versteigerung kommen,

ganz in Ruhe anzuschauen.

Der Eintritt zur Vorbesichtigung

ist, wie immer, frei. BZ

BZ-Fotos: Zeller

Kunstmarkt

Am Wochenende 20./21. Juni

2020 findet ein Kunstmarkt

in Lochau auf der Uferpromenade

vor dem Seehotel

statt. Das traumhafte Ambiente

am Kaiserstrand gibt

dem Markt seine besondere

Note. Veranstaltet wird er

von der Töpferei Güttinger

aus Isny. 27 Künstler aus

ganz Deutschland werden

dort an zwei Tagen ihre

handgefertigten Waren

anbieten. Dabei sind Töpfer,

ein Besenbinder, Schmuckhersteller

und ein Seifensieder.

Es gibt Edles aus

Walk und Unikate aus Stein

und Metall. Der Markt findet

bei jeder Witterung statt und

ist am Samstag von 10 bis

18 Uhr sowie am Sonntag

von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Der Eintritt ist frei. BZ-Foto: BG

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Frühstücksbuffet

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Laptops für Schulen

Landkreis erhält 207.000 Euro Förderung

Die letzten Wochen haben gezeigt,

wie wichtig eine gute digitale Infrastruktur

in den unterschiedlichen

Bereichen ist. Aber auch schon vor

der Corona-Krise hat der Landkreis

Lindau die Digitalisierung vorangetrieben:

in der Verwaltung selbst,

in der Gremienarbeit und in den

landkreiseigenen Schulen.

Diese sind nach den Pfingstferien

alle an ein schnelles Glasfasernetz

angeschlossen und

werden mit modernen IT-Geräten

ausgestattet: vom interaktiven

Tafelsystem über Tablets

bis hin zu Dokumentenkameras.

Vom Freistaat gibt es für die Beschaffung

von Leihgeräten eine

zusätzliche Förderung. Mit diesen

Laptops und Tablets sollen

die Schülerinnen und Schüler

während der Corona-Krise bessere

Lernbedingungen erhalten,

denn nicht jede Familie verfügt

privat über einen Laptop.

Landrat Elmar Stegmann freut

sich: „Der Landkreis Lindau kann

dafür 207.000 Euro abrufen. Das

wird uns dabei helfen, in den

Schulen eine moderne Bildungslandschaft

einzurichten. Denn

die kommunalen Haushalte werden

in nächster Zeit mit weniger

Einnahmen zu kämpfen haben.“

Der Landkreis hat in den

vergangenen Jahren ca. 616.000

Euro in die digitale Anbindung

und Ausstattung der Schulen investiert,

wovon knapp 550.000

Euro über Fördermittel finanziert

werden konnten. BZ

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HWK gibt Infos und Tipps für Firmen

Die Coronakrise wirft bei den

Handwerksbetrieben viele Fragen

auf. Die Firmen sind auf kompetente

Informationen und Tipps angewiesen.

Deshalb hat die Handwerkskammer

für Schwaben (HWK)

ihr Webinar-Angebot erweitert

und präsentiert wichtige Themen

(jeweils von 10 bis 11 Uhr):





















‣ „Ihr Weg zum klimaneutralen

Handwerksbetrieb“: 17.06.20

‣ „Arbeiten über die Grenze

(Schweiz)“: 18.06.20

‣ „Digitalbonus - Das digitale

Förderprogramm für kleine und

mittlere Betriebe“: 24.06.2020

Anmeldung direkt auf:

www.hwk-schwaben.de/termine BZ




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10 13. Juni 2020 · BZ Ausgabe KW 24/20

WISSENSWERTES

Unterstützung für Haustierhalter

Menschen in finanzieller Notlage

leiden nicht immer alleine

unter fehlenden Mitteln - auch

ihre Haustiere, nicht selten ihr

einziger emotionaler Rückhalt,

sind auf Versorgung und damit

auf Unterstützung von außen

angewiesen. Wenn es an allem

fehlt, ist ein treuer Freund

ein nicht zu unterschätzender

Segen. „Zum Glück gibt es

Menschen wie Herr Frantz, mit

dessen Hilfe wir über seinen

Lindauer Tierfachmarkt die

Versorgung der Haustiere von

hilfsbedürftigen Menschen

stützen können. Wir danken

Herr Frantz herzlich für sein

Engagement“, sagte Conny

Schäle, Leitung der Bahnhofsmission

Lindau, bei der

Spendenübergabe durch Klaus

Peter Frantz.

BZ-Foto: Privat

Süßer Dank

Die aktuelle Corona Pandemie

hat jetzt auch zu einer Absage

der traditionellen Seniorenausfahrt

des Lions Clubs

Lindau geführt. Seit vielen

Jahren werden im Mai die

Bewohner der Altenheime in

Lindau und Hege von den Lions

zu einem Ausflug ins Lindauer

Umland mit anschließendem

gemeinsamen Kaffeetrinken

eingeladen. Die große Teilnehmerzahl

der letzten Jahre

zeigt, dass sich die Veranstaltung

bei den Senioren großer

Beliebtheit erfreut. Schweren

Herzens mussten jetzt die Clubverantwortlichen

die Veranstaltung

wegen Covid-19 für dieses

Jahr absagen. Der Club nahm

aber die Absage der Seniorenausfahrt

zum Anlass, sich beim

Pflegepersonal und den Helfern

der Einrichtungen für ihre

wertvolle Arbeit am Menschen

zu bedanken. Gerade in dieser

schweren Zeit zeigt sich, wie

wichtig das Engagement der

Betreuer für das Wohlergehen

der Senioren ist, die in den

letzten Wochen vom Kontaktverbot

in besonderer Weise betroffen

waren. Verbunden mit

anerkennenden Worten überreichten

Clubvertreter Kuchenpakete

an das Pflegepersonal

des Maria Martha Stifts, der Seniorenheime

Hege und Reutin,

der ev. Hospitalstiftung und des

Altersheims Allgäustift.„Dieser

Kuchen ist gewissermaßen ein

süßes ‚Dankeschön‘ für Ihre so

wichtige Arbeit“, so Clubbeauftragter

Winfried Rank (oben re.

im Bild) bei der Kuchenübergabe

in Hege. BZ-Foto: LC Lindau

Laptops für Maria-Martha-Stift

Als die Schließung der Altenheime

für Besucher von außen bittere

Realität wurde, hatte sich das

Maria-Martha-Stift darum beworben,

in den Genuss von Laptops

zu kommen. Die Einrichtung wandte

sich an den Deutschen Fußballbund,

der mit der Unterstützung

durch die Nationalmannschaft

1.000 Geräte für Pflegeeinrichtungen

zur Verfügung stellte. Sinn

und Zweck der Aktion: Altenheimbewohner

sollten in der entbehrungsreichen

Quarantänezeit wenigstens

online mittels Videokonferenz

Kontakt zu ihren Lieben draußen

halten können. Inzwischen hat sich

die Situation entspannt, Besuche

sind wieder möglich. „Wir nutzen

die Laptops jetzt, um Kontakt zu

weiter entfernt lebenden Angehörigen

zu pflegen.“ BZ-Foto: Ev. Diakonie

Frühstücksbuffet

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Ab Mittwoch, 17. Juni:

Spezialitäten

von jungem Matjes

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Auch in der Corona-Krise ist es möglich, Vorstandssitzungen abzuhalten.

Dies hat der Förderverein „Lindauer Kulturerbe Alter Friedhof“

gezeigt. Den nötigen Abstand einzuhalten, fiel auf dem Alten

Friedhof nicht schwer. Verschiedene Besprechungspunkte erlaubten

keinen Aufschub. Auf diese Weise konnte man sich vorschriftsmäßig

austauschen, um geplante Projekte auf den Weg zu bringen. BZ-Foto: PB

Bürgerbeteiligung

Online-Befragung zum Busverkehr

Der Landkreis Lindau will seinen

Öffentlichen Personennahverkehr

noch attraktiver gestalten und gibt

nun den Bürgerinnen und Bürgern

die Möglichkeit, sich aktiv dabei einzubringen.

Wer mitgestalten möchte,

kann dies online auf der Startseite

der Landkreis-Homepage www.

landkreis-lindau.de unter dem Stichwort

„Online-Befragung zum Busverkehr“

tun.

Die Umfrage läuft etwa acht

Wochen. „Ich hoffe auf viele

Anregungen. Sicherlich kann

nicht jeder Wunsch erfüllt

werden, aber unser Ziel ist es,

den Busverkehr in der Region

noch besser auf den Bedarf der

Menschen abzustimmen“, erklärt

Landrat Elmar Stegmann.

Dies soll beispielsweise auch

mit Hilfe von alternativen Bedienformen

wie Rufbussen umgesetzt

werden. „Allerdings müssen

wir genau prüfen, wie und

vor allem wann nach den kompletten

Einbrüchen im ÖPNV

im Zuge der Eindämmung der

Corona-Pandemie eine Erweiterung

sinnvoll und möglich

ist“, so Stegmann.

Experten gehen davon aus,

dass es längere Zeit dauern

wird, bis ähnlich viele Fahrgäste

wie vor der Corona-Krise

den ÖPNV nutzen werden. „Wir

halten an unserem Ziel, den

ÖPNV nachhaltiger zu gestalten,

aber weiterhin fest“, so die

klare Aussage des Landrats.

Deshalb soll der im Jahr

2011 erstellte Nahverkehrsplan

des Landkreises aktualisiert

werden. Grundlage bilden die

im Kreistag bereits beschlossenen

Maßnahmen des Mobilitätskonzepts

der Firma Metron.

Schwerpunkt bei der Fortschreibung

sind die Regionalbuslinien

im Landkreis, die

Stadtbuslinien der Stadt Lindau

und nachrangig wird auch der

Schienenverkehr betrachtet. BZ


WISSENSWERTES 13. Juni 2020 · BZ Ausgabe KW 24/20

11

Erfolgsprojekt Garten-Werkstatt

Kreisjugendring Für Arbeit mit Jugendlichen ausgezeichnet

„Der Preis der UN-Dekade motiviert mein Team und mich vom Kreisjugendring Lindau noch mehr und

zeigt uns, dass wir mit unseren Zusatzprojekten neben unseren bestehenden Angeboten in der Jugendberufshilfe

einen wichtigen Mehrwert schaffen“, ist Sozialarbeiterin Anja Gutermann überzeugt. BZ-Foto: KJR

Die Vereinten Nationen hatten den

Zeitraum von 2011 bis 2020 als

UN-Dekade Biologische Vielfalt

ausgerufen, um dem weltweiten

Rückgang der Naturvielfalt entgegenzuwirken.

Ein breit verankertes

Bewusstsein in unserer Gesellschaft

für den großen Wert der

Natur ist eine wichtige Voraussetzung.

Die UN-Dekade Biologische

Vielfalt in Deutschland lenkt mit

dem Sonderwettbewerb „Soziale

Natur - Natur für alle“ den Blick auf

die Chancen, die die Natur für den

sozialen Zusammenhalt bietet. In

diesem Rahmen wurde der Kreisjugendring

Lindau für die Arbeit

mit Jugendlichen im Bereich der

Umweltbildung ausgezeichnet.

Seit drei Jahren ist der Kreisjugendring

mit seiner Garten-

Werkstatt im Bereich Natur,

Nachhaltigkeit, Biodiversität,

Artenvielfalt und bewusstes

Leben im Einklang mit der

Natur aktiv. Er entstand aus

einem Hauswirtschaftsprojekt

heraus, da die Jugendlichen

großes Interesse daran zeigten

zu erfahren und zu erleben, wo

ihre Lebensmittel herkommen.

Aufgrund einer Förderung

durch die ejsa Bayern ist es

gelungen, das Projekt Garten-

Werkstatt zu realisieren. So wird

das Projekt aktuell von einem

Landschaftsgärtner unterstützt

und von Anja Gutermann, Sozialarbeiterin

des Kreisjugendrings,

geleitet.

Im ersten Jahr wurden ein

Hochbeet angelegt, erste Salate,

Gemüsesorten und Kräuter angepflanzt,

um im Hauswirtschaftsprojekt

diese selbst erzeugten

Produkte zu verarbeiten. Neben

dem Obst- und Gemüseanbau

beschäftigten sich die jungen

Menschen mit der Artenvielfalt,

aber auch mit dem Insektensterben

und was jeder dagegen tun

kann. Durch das neu gewonnene

Wissen entstanden neue

Ideen in der praktischen Umsetzung.

So hat die Garten-Werkstatt

für die Berufsschule Hochbeete

gebaut, in die bienenfreundliche

Blumen und Kräuter

gesetzt wurden.

Durch die Hochbeete an der

Berufsschule entstand in Kooperation

eine Nachhaltigkeitswoche.

Dort wurde mit Solarkochern

gekocht, Strom mit den

eigenen Fahrrädern produziert,

es wurden Crepes mit regionalen

Produkten hergestellt, Filme

zum Thema Nachhaltigkeit gezeigt

uvm.. „Diese Woche war

eine Bereicherung für unsere

Jugendlichen. Sie konnten sich

selbst einbringen sowie an anderen

Aktionen der Berufsschule

teilnehmen. Dabei haben sie viel

Wissen erworben, Erfahrungen

austauschen können und sich

so wertgeschätzt gefühlt“, resümiert

Anja Gutermann.

Weiter wurden ein Gewächshaus

gebaut, ein Igelhotel und

Wildbienenhotels entstanden,

die jungen Leute besuchten

regionale Bauernhöfe, Obsthöfe

und Mehlmühlen, um ein Bewusstsein

für regionale Produkte

zu entwickeln. Sie besuchten

Handwerker, aber haben auch

eine Seeputzede veranstaltet.

An der Mittelschule startete das

Garten-Werkstatt-Team mit einem

Pausenverkauf zum Thema

„Das gesunde Pausenbrot“. Bei

einer Challenge zum Thema

„Gesundes Kochen“ entstanden

leckere Rezepte.

Über den Preis der UN-Dekade

Biologische Vielfalt hat sich

das Garten-Werkstatt-Team riesig

gefreut. „Was für eine Ehre

und Bestätigung für unsere

Arbeit“, so Gutermann. BZ

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EVL verpflichtet neuen Coach

Die EV Lindau Islanders haben

ihre Trainersuche erfolgreich

abgeschlossen. Gerhard Puschnik

wird neuer Cheftrainer des

Eishockey-Oberligisten.

Dabei bleiben die Lindauer

bei einer „österreichischen“

Lösung, denn der 53-jährige

Vorarlberger übernimmt das

Amt vom Kärntner Franz Sturm.

Die Vereinbarung mit Puschnik

gilt zunächst für die kommende

Saison, eine längerfristige

Zusammenarbeit ist aber gewünscht.

Beide Seiten haben

sich aufgrund der Corona-Krise

und deren ungewisse Auswirkungen

auf das Eishockey vorerst

für diese Laufzeit ausgesprochen.

Als Co-Trainer wird

Sascha Paul, neben seiner

Funktion als Sportlicher Leiter

der EV Lindau Islanders, dem

neuen Headcoach an der Bande

zur Seite stehen.

„Unser großer Wunsch ist es,

wieder eine längerfristige

Zusammenarbeit mit einem

Trainer zu erreichen, der

versteht, welche Art der Arbeit

in Lindau notwendig ist, um

erfolgreich zu sein und der

sich damit auch identifiziert“,

sagt EVL-Präsident Marc

Hindelang. „Aufgrund seiner

Vita hat Gerhard Puschnik alle

Voraussetzungen dafür. Er war

ein europäischer Top-Spieler,

der unter Fachleuten wie dem

jetzigen NHL-Coach Ralph

Krueger (Buffalo Sabres) gespielt

hat.“ In seinen 23 Profijahren

war Gerhard Puschnik

u.a. Teilnehmer an drei Olympischen

Spielen (1988, 1994

und 1998) sowie an mehreren

Weltmeisterschaften. Als Trainer

war er im Seniorenbereich Headcoach

beim SC Rheintal und beim

EHC Chur sowie in Kapfenberg

und beim WSG Svarovski Wattens

in Tirol. Im Nachwuchsbereich

betreute er die U18 und

U20 der Alpenrepublik sowie

für insgesamt sechs Jahre den

U20-Nachwuchs des EHC Linz.

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BZ-Foto: EVL

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12 13. Juni 2020 · BZ Ausgabe KW 24/20

WISSENSWERTES

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Friedensräume öffnen ihre Türen

Das Lindauer Friedensmuseum

in der Villa Lindenhof

im Lindenhofweg 25 hat

wieder geöffnet. Mit Hilfe

des bewährten ehrenamtlichen

Mitarbeiterteams und

auch neuen Mitarbeiterinnen

können die Öffnungszeiten

wie bisher bestehen bleiben.

Die Friedensräume begrüßen

die Gäste von Dienstag bis

Samstag in der Zeit von 10

bis 17 Uhr, am Sonntag oder

Feiertag von 14 bis 17 Uhr.

Es gelten die Empfehlungen

des Deutschen Museumsbundes.

Das bedeutet, die Gäste

und die Aufsichtspersonen

tragen Masken. Desinfektionsmittel

stehen zur

Verfügung. Der Zugang und

der Ausgang des Museums

sind separat. Es können sich

acht Personen gleichzeitig

in den Räumlichkeiten der

Villa Lindenhof in Bad Schachen

aufhalten. Führungen

mit Gruppen sind derzeit

nicht möglich. Auch sind alle

Veranstaltungen bis Ende

August abgesagt.

BZ-Foto: BG

„moves and dimensions“

Kunstbahnhof Ausstellung öffnet am 3. Juli

Der Wasserburger Kunst-Bahnhof

war monatelang verwaist,

jetzt öffnet der KUBA wieder

seine Räume mit der ersten Ausstellung

in diesem Jahr.

Die Räume sind auf Hochglanz

poliert, die Hinweise,

die der Coronakrise geschuldet

sind, sind angebracht:

Mund- und Nasenschutz –

Abstand halten – Besucheranzahl

beschränkt - keine

Bewirtung... „Und dennoch

freuen wir uns, dass es weitergeht

und wir der Wasserburger

Bevölkerung und

allen Gästen von nah und

fern wieder eine interessante

Ausstellung präsentieren

können“, heißt es in einer

Pressemitteilung des Kunstvereins

Wasserburg.

Die Ausstellung „moves

and dimensions“ von Celia

Mendoza und Silvia Ried

wird vom 4. bis 26. Juli 2020

gezeigt.

Die Eröffnung findet am

Freitag, 3. Juli 2020, um

19.30 Uhr (keine große Vernissage

möglich) statt. Die

beiden Künstlerinnen werden

anwesend sein.

Im Kunstbahnhof begegnen

sich Celia Mendoza mit

Farbfeldmalerei und Zeichnungen

und Silvia Ried mit

Zeichnungen, Drahtarbeiten

und Installationen. Die beiden

Künstlerinnen setzen

sich mit der bewegten und

bewegenden Vieldimensionalität

von Raum auseinander

und wollen dies als Erlebnis

spürbar machen. Dir

Besucher erwartet eine vielschichtige,

sehr ansprechende

Ausstellung mit Malerei,

Zeichnung, Objekten und

Poesie.

Mendoza sowie Ried haben

ihre Ausbildung an der

Akademie der Kunst in München

absolviert und sind seit

Jahren in vielen Ausstellungen

vertreten.

Der Kunstbahnhof in der

Bahnhofstraße 18 in Wasserburg

ist geöffnet: Freitag,

Samstag und Sonntag jeweils

von 15 bis 18 Uhr. BZ



Öffnungszeiten Tourist-Info Lindau

Orgelmatinee zur Marktzeit

In guter ökumenischer Zusammenarbeit

startet am 13.

Juni um 11 Uhr wieder die

Reihe der „Ökumenischen

Orgelmatinee zur Marktzeit“.

Die erste Matinee

findet in St. Stephan statt.

Burkhard Pflomm, der neue

Bezirkskantor in Lindau, eröffnet

die Reihe mit Johann

Sebastian Bachs Präludium

und Fuge in Es-Dur und dem

Choral a-Moll von César

Die Tourist-Information Lindau

am Alfred-Nobel-Platz hat geöffnet:

Montag, Dienstag, Donnerstag,

Freitag und Samstag

jeweils von 9.30 bis 12.30 Uhr

und von 14 bis 17.30 Uhr.

Gastgeber, Stadtführer, Partner

und andere Leistungsträger

werden um vorherige Terminabsprache

unter Telefon:

0 83 82/8 89 99 00) gebeten.

Ihnen steht neben den Öffnungszeiten

für Gäste auch der

Mittwoch zur Verfügung. BZ

Franck. Der Eintritt ist frei,

am Ausgang wird um eine

Spende gebeten. Bis Ende

September laden dann das

Münster und St. Stephan in

wöchentlichem Wechsel zur

Marktmusik ein. Jeden Samstag

um 11 Uhr ist für eine

halbe Stunde ein abwechslungsreiches

Programm zu

hören. Am 20. Juni spielt

Münsterorganist Nikolaus

Schwärzler im Münster. BZ

Führung mit der Nachtwächterin

Es dürfen nach der coronabedingten

Absage vieler Termine

nun wieder Stadtführungen

angeboten werden.

Gestartet wird mit der

Nachtwächterführung.

Mit der Durchführung öffentlicher

Stadtführungen wird

später begonnen.

Eine Führung mit der

Nachtwächterin wird im

Juni (jeweils ab 20.30 Uhr)

zu folgenden Terminen

angeboten:

Dienstag, 16.06.2020

Freitag, 19.06.2020

Dienstag, 23.06.2020

Freitag, 26.06.2020

Dienstag, 30.06.2020

Für Kinder ab zwölf Jahren

geeignet.

Eine Anmeldung ist unbedingt

erforderlich unter

Telefon: 0 83 82/2 73 56 30

Mobil: 01 70/1 84 47 55

oder per E-Mail:

info@stadtfuehrung-lindau.de

Die Tickets erhalten die

Teilnehmer direkt vor Ort.

Mehr Infos unter:

www.nachtwaechter-lindau.de

Um den erforderlichen

Sicherheitsabstand gewährleisten

zu können, werden

nur max. zehn Personen zu

einer Führung mitgenommen.

Den Treffpunkt erfahren

die Teilnehmer erst bei der

Anmeldung. So soll vermieden

werden, dass Gäste

unangemeldet erscheinen

und verärgert sind, wenn

sie aufgrund der aktuellen

Bestimmungen abgewiesen

werden müssen.

BZ

Wir haben für Sie geöffnet:

Mo. – Fr. von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 18 Uhr

Sa. von 10 bis 14 Uhr

Bleiben Sie gesund!

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WISSENSWERTES 13. Juni 2020 · BZ Ausgabe KW 24/20

13

Alle wichtigen Daten sind hier

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Im Laufe eines Lebens sammeln

sich Unmengen an wichtigen

Verträgen, Dokumenten

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Wissen darüber übersichtlich

zusammen zu fassen, dabei

kann unsere BZ-Vorsorgemappe

helfen.

Die BZ-Vorsorgemappe wurde

für alle Lindauerinnen und

Lindauer erstellt und erfreut

sich seit Jahren stetiger Beliebtheit.

Viele Käufer sind „Wiederholungstäter“,

weil sie Familienangehörigen,

Freunden

oder Nachbarn begeistert von

der Vorsorgemappe erzählt haben

und auch die nun eine

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Ärzten und Anwälten.

Unsere BZ-Vorsorgemappen

wurden bereits bis Hamburg

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Die Mappe leitet Sie an, alles

aufzuschreiben und zusammenzutragen,

was den Menschen

hilft, die sich im Krankheitsoder

Todesfall in einer stressigen

und oft emotional äußerst

aufwühlenden Zeit um Sie

oder Ihren letzten Willen kümmern

möchten und sollen.

In der Vorsorgemappe finden

sie dann alle wichtigen Fakten,

Informationen und Dokumente.

Dank des praktischen Ringordners

lassen sich bereits vorhandene

Dokumente problemlos

dazu heften.

Wenn Sie die Mappe sorgfältig

ausfüllen, ist alles berücksichtigt:

persönliche Informationen,

alles rund um die

Finanzen. Es gibt Vordrucke

und Ausfüllhilfen zu wichtigen

Vollmachten. Die Krankenhauseinweisung

ist genau so

berücksichtigt wie das Thema

Testament oder die Dinge, die

im Todesfall zu beachten sind.

Wir freuen uns, dass wir mit

unserer Vorsorgemappe so viel

Interesse bei unseren Lesern

geweckt haben. Selbstverständlich

überabeiten und aktualisieren

wir die Mappe aufgrund

neuer Anregungen und gesetzlicher

Vorgaben regelmäßig.

Käufer der ersten Auflage

der BZ-Vorsorgemappe, die ihr

Exemplar um die in die aktuellen

Exemplare bereits eingearbeiteten

neuen Punkte ergänzen

möchten, können bei uns

gern die entsprechenden Seiten

separat zum Preis von 2 Euro

nachkaufen.

Die BZ-Vorsorgemappe erhalten

Sie für 13 Euro in der

BZ-Geschäftsstelle. Die befindet

sich im Herbergsweg 4 in Lindau

(gegenüber Limare). Unsere

Servicezeiten, in denen Sie

uns persönlich antreffen, sind

momentan coronabedingt leider

noch eingeschränkt. Die

Geschäftsstelle ist bis auf weiteres

freitags von 13 bis 15 Uhr

besetzt. Dann können Sie dort

gern unsere Vorsorgemappe

kaufen.

HGF

Sie füllen diese Vorsorgemappe zu Lebzeiten aus, deshalb haben wir

ein freundliches Design gewählt, mit dem sich jeder Lindauer identifizieren

kann. Aber das große, farbenfrohe Bild hat auch noch einen

anderen Vorteil: „Diese Mappe fällt in jedem Regal selbst zwischen

vielen anderen Ordnern sofort ins Auge. Da müssen im Notfall auch

Rettungskräfte oder Familienangehörige nicht lange suchen.

BZ-Foto: APF

Wettlauf gewonnen: Igel ist Gartentier des Jahres 2020

Mit 31,75 Prozent aller Stimmen gewinnt

der Braunbrust-Igel die Publikumswahl

der Heinz Sielmann Stiftung und hängt

damit die Konkurrenz im Rennen um

den begehrten Titel ab. Die Stiftung rief

zum zehnten Mal zur Wahl auf. 7.819

Naturfreunde haben bei der Abstimmung

mitgemacht – und damit einen Teilnehmerrekord

erreicht.

Seit Mitte der 1990er Jahre geht die Zahl

der Igel stark zurück. Die Gründe sind

vielfältig: Insektensterben (Igel finden

immer schwerer ausreichend Nahrung),

Zerstörung der Lebensräume, Klimawandel

(die Tiere wachen zu früh aus ihrem

Winterschlaf auf), aber auch Motorsensen,

Laubbläser, das Ausbringen von Schneckenkorn

(Tiere verfiften sich) und Gärten und

Grünanlagen ohne natürliche Versteckmöglichkeiten

(Igel können kein Nest

bauen).

BZ-Foto: Ralf Donat

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14 13. Juni 2020 · BZ Ausgabe KW 24/20

WISSENSWERTES

Regeneration für die Atemwege

EXPERTEN-TIPP

Umgang mit Hörverlust

Optik

Hörgeräteakustikmeister

Reinhold Kreutle

Gehen Sie mit körperlichen

Belastungen wie Müdigkeit,

Kopfschmerzen, Muskelverspannungen,

Magenproblemen,

Schlafstörungen und

hohem Blutdruck nicht leichtfertig

um! Alle diese Symptome

können durch schlechtes Hören

verursacht worden sein.

Je länger Sie einen Hörfehler

unbehandelt lassen, desto

größer werden die Probleme.

Lassen Sie Ihr neues Hörgerät

gerade in der Anfangszeit öfter

durch einen Fachmann prüfen

und optimal anpassen! Stellen

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„Ein Aufenthalt am Meer wirkt

sich wohltuend auf das körperliche

Befinden aus. Bei einem

Besuch in unserer Salzgrotte im

Langenweg 37 in Lindau erzielt

man den gleichen Effekt“, sagt

Heidelinde Thurnher. In der Sole-

Inhalationskammer oder in dem

wohltuenden, kühlen Mikroklima

der Salzgrotte mit konstanten 19

Grad Celsius finden Menschen mit

Atemwegserkrankungen wie Asthma,

COPD, nach Lungenentzündung

oder nach einer überstandenen

Covid-19-Erkrankung große Erleichterung.

„Durch den regelmäßigen

Besuch in der kühlen Salzgrotte

können gerade in der warmen Jahreszeit

auch Menschen mit Herz-

Kreislauf- oder Hautproblemen sowie

Allergiker, die unter Heuschnupfen

leiden, viel für die Steigerung

ihrer Lebensqualität tun. Auch bei

Burn-out oder Depressionen finden

sie hier Entspannung und Regeneration,

werden durch die wertvollen

Mineralien, die das Immunsystem

stärken und die Selbstheilungskräfte

aktivieren, wieder leistungsfähiger“,

so Thurnher.

Bis Ende Oktober kann man sich

einen erholsamen, regenerierenden

Sommer in der Sole-Nebelkammer

und in der Salzgrotte (täglich

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BZ-Foto: Salzgrotte/HT

Sie sich der neuen Situation

und nehmen Sie wieder

aktiv am Leben teil!

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Bluetooth-Verbindungssystem

kann man z.B. eine

klare Tonübertragung von

Telefon und TV genießen.

Einige Hörsysteme lassen

sich sogar mittels einer

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Smartphone fernbedienen.

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Pflicht zur Hilfeleistung

BRK gibt Tipps zum richtigen Verhalten bei Fahrradunfällen

Während der coronabedingten Ausgangsbeschränkungen

waren vielerorts

auffallend viele Fahrradfahrer

zu sehen. Sportliche Rennradler, E-

Biker, Senioren und Familien nutzten

das schöne Wetter und die

unerwartete freie Zeit, um Landschaft,

Sonne und frische Luft zu

genießen. „Wenn die Fahrradsaison

so richtig losgeht, steigen leider

auch die Zahlen von Unfällen,

an denen Radler beteiligt sind“,

weiß Frank Schönmetzler, Ausbildungsleiter

des BRK Oberallgäu. Er

erklärt die wichtigsten Erste-Hilfe-

Maßnahmen, die - unter Berücksichtigung

der aktuell geltenden

Sonderregelungen während der

Corona-Krise - bei Fahrradunfällen

in Stadt und Gelände wichtig sind.

„Die häufigsten Verletzungen

bei Fahrradfahrern sind Knochenbrüche,

Gelenkverletzungen,

Platz- und Schürfwunden

sowie Schädelverletzungen bis

hin zu schweren Schädel-Hirn-

Traumata“, sagt Frank Schönmetzler.

Er appelliert: „Sinnvoll

ist es, bei jeder Fahrradtour ein

Erste-Hilfe-Set dabei zu haben.

Diese gibt es von verschiedenen

Sportartikelherstellern speziell

für Radler.“

Im Gegensatz zu offenen

Wunden sind innere Verletzungen,

Knochenbrüche und

Gelenkverletzungen für den

Laien oft nicht eindeutig zu erkennen.

„Hinweise auf Knochenbrüche

und Gelenkverletzungen sind

beispielsweise unnatürlich verdrehte

Gliedmaßen, gefolgt von

starken Schmerzen und Bewegungseinschränkung

oder Bewegungsunfähigkeit.

Der Betroffene

nimmt meist automatisch

eine Schonhaltung ein.

In Corona-Zeiten gelten besondere

Maßnahmen zum Eigenschutz.

Sofern dies möglich ist,

sollte man auch bei Erste-Hilfe-

Maßnahmen einen Mindestabstand

von 1,50 Meter einhalten,

auf jeden Fall einen Mund-

Nasen-Schutz tragen und auch

dem Verunfallten bei direktem

Kontakt Nase und Mund mit

einem Tuch abdecken.

• Unfallstelle sichern

• bei schwererem Unfallgeschehen,

starken Blutungen und

(Kopf-)Verletzungen den Notruf

112 verständigen

• Bruchstelle bzw. Gelenk nicht

bewegen. Keine Einrenkungsoder

Bewegungsversuche unternehmen!

• Verletzten Körperbereich ruhigstellen

(evtl. mit Schiene, Armschlinge)

• geschlossenen Bruch, wenn

möglich, vorsichtig mit nassen

Tüchern kühlen

• offenen Bruch mit sauberer

(wenn möglich: steriler) Wundauflage

bedecken

• verletzte Gliedmaßen vorsichtig

umpolstern (z.B. mit fest gerollten

Kleidungsstücken)

• bei stark blutender Wunde

Druckverband anlegen und

Notruf 112 verständigen

Erste-Hilfe-Maßnahmen für verunglückte Fahrradfahrer sind auch

während der Corona-Krise verpflichtend. Aber was ist zu tun und was

muss man beachten? Das erklärt der BRK-Experte. BZ-Foto: F. Schönmetzler

„Innere Verletzungen, z.B.

durch den Fahrradlenker, können

sich durch Blutergüsse und

blaue Flecken am Rumpf, gekoppelt

mit häufig erst später einsetzenden

Schmerzen im Bauch,

einer harten Bauchdecke und

Schocksymptomen wie kaltem

Schweiß, Blässe und Schwindel

bis hin zu Bewusstlosigkeit bemerkbar

machen.

Schädel-Hirn-Traumata, zu

denen auch Gehirnerschütterungen

zählen, erkennt man

an Symptomen wie Kopfschmerzen,

Schwindel, Übelkeit,

Desorientiertheit, Verwirrtheit,

Erbrechen, Seh-, Bewegungsstörungen

oder Sprachstörungen“,

so der Experte. „In

beiden Fällen muss sofort der

Rettungsdienst unter 112 alarmiert

werden!“

• Bei Hinweisen auf Schädel-

Hirn-Trauma den Notruf 112

verständigen!

• Ist der Betroffene bei Bewusstsein,

dann mit dem Verletzten

sprechen, ihn beruhigen, Oberkörper

hoch lagern.

• Bei Schocksymptomen: auf

den Rücken legen, Beine hochlagern.

• Bei Bewusstlosigkeit:

Helm des Betroffenen vorsichtig

abnehmen,

ihn in stabile Seitenlage bringen,

eventuelle Fremdkörper aus

dem Mund entfernen,

ständig Atmung und Herzschlag

kontrollieren

Während Corona gilt: Atmung

am besten mit Abstand, anhand

des Hebens und Senkens des

Brustkorbs prüfen!

• Bei fehlender Atmung und

Herzschlag:

Herzdruckmassage durchführen.

Während Corona gilt: Bei haushaltsfremden

Personen derzeit

auf Mund-zu-Mund-Beatmung

verzichten. Ausnahme: Familienmitglieder

und Kleinkinder

• Wichtige Hinweise für Mountainbiker:

Bei einem Fahrradunfall in

unwegsamem Gelände herrscht

womöglich kein Handyempfang.

Frank Schönmetzler weiß Rat:

„Schalten Sie Ihr Handy aus und

dann wieder ein, ohne (!) die PIN

einzugeben. Wählen Sie dann

den Euro-Notruf 112. Das Gerät

sucht nun ausreichende Signale

anderer Netzanbieter. Falls das

nichts bringt, müssen Sie den

Standort wechseln – auf Anhöhen

herrscht eher Empfang –

und es erneut per Euro-Notruf

versuchen.

„Unser Rettungsdienst berichtet,

dass derzeit aufgrund

von Corona große Verunsicherung

bei potenziellen Ersthelfern

herrscht. Darum ist es sinnvoll,

sich mit den geltenden Sonderregelungen

vertraut zu machen.

Denn grundsätzlich besteht

auch während der Corona-Pandemie

die Pflicht zur Hilfeleistung

bei Notfällen.“

Der Experte rät allen Verkehrsteilnehmern,

regelmäßig

ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen.

Das BRK bietet

immer wieder entsprechende

Kurse an.

BZ


SERVICE 13. Juni 2020 • BZ Ausgabe KW 24/20

Bei finanzieller Not

Beratung für verschuldete Familien/Elternteile

Die diesjährige Aktionswoche

„Schuldnerberatung“ der Wohlfahrts-

und Fachverbände stellte

unter dem Motto „Chancenlose

Kinder? – Gutes Aufwachsen trotz

Überschuldung“ bundesweit die

Kinderrechte in den Mittelpunkt.

In der Corona-Krise verstärkt

sich die Belastung vieler Familien

u.a. durch geringere Einkünfte

einhergehend mit dem

Wegfall der Betreuungsangebote.

Besonders belastet sind

aber die Familien, die bereits vor

Covid19 finanzielle Schwierigkeiten

hatten. Knapp sieben Mio.

Menschen in Deutschland galten

vor Corona als überschuldet.

Die Zahl wird vermutlich ansteigen,

denn neben Einkommensverlusten

sorgen Mehrkosten

aufgrund gestiegener Lebenshaltungskosten

für ein

kleineres Familienbudget. Die

aktuell bestehende Möglichkeit,

z.B. Mietzahlungen aufgrund

der Corona-Krise auszusetzen,

entlastet die Familien

zwar aktuell, wird aber zu weiteren

Belastungen in der Rückzahlungsphase

führen.

Finanzielle Probleme belasten

die Betroffenen häufig

auch psychisch – die Leidtragenden

sind dann auch die

Kinder, die die Stimmung der

Eltern unmittelbar erleben,

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aber nicht verstehen können.

Für alleinerziehende Eltern ist

die Situation oft noch dramatischer.

Die Zahl der betroffenen

Kinder wird aufgrund der aktuellen

Situation vermutlich

weiter steigen. Es ist wichtiger

denn je, sich bei finanziellen

Engpässen frühzeitig an die

zuständige Schuldnerberatungsstelle

zu wenden, da eine

Überschuldung oftmals mit

Ängsten, Sorgen und einem

enormen Druck einhergeht.

Durch individuelle Haushaltsplanung,

Existenzsicherungsmaßnahmen

und einen Schuldner-

bzw. Pfändungsschutz soll

eine Verschlimmerung der Situation

verhindert und die

psychische Belastung verringert

werden.

Die Schuldnerberatungsstelle

der Diakonie in Kempten

steht in engem Kontakt mit

der Kirchlichen Allgemeinen

SozialArbeit (KASA), um zu

prüfen, ob existenzsichernde

Maßnahmen, wie z. B. die Beantragung

von Kindergeldzuschlag,

Wohngeld, Unterhaltsvorschuss

oder Sozialleistungen

gemäß SBG II oder XII notwendig

sind. Im Landkreis Lindau

wird niederschwellige Beratung

speziell für Familien und

Alleinerziehende in offenen

Sprechzeiten in Lindau und

Lindenberg angeboten. Diese

Beratung findet nicht zwingend

in der Beratungsstelle

statt, sondern richtet sich

nach den Bedürfnissen der

Ratsuchenden. Das Beratungsangebot

ist für Ratsuchende

kostenfrei. Ziel der sozialen Beratung

ist es, die Ratsuchenden

bei der Stabilisierung ihrer

wirtschaftlichen Situation zu

unterstützen und ihr Selbsthilfepotential

zu fördern. Im

Vordergrund stehen die Sicherung

der Existenz der Ratsuchenden

und eine mögliche

Schuldenregulierung.

Schuldner- und Insolvenzberatung:

Maximilianstr. 20,

Lindau-Insel, Terminvereinbarung:

0 83 82/5 04 26 20 BZ

FAMILIENNACHRICHTEN

GEBURTEN

09.05.2020: Augustin Imhäuser,

männlich, Christina Hannelore

Imhäuser geb. Helm und

Kai Arne Imhäuser, Lindau (B)

13.05.2020: Nikola Simi´c, männl.,

Brankica Simić geb. Nikolić und

Danko Simić, Bodolz

16.05.2020: Eloy Zola, männlich,

Corinna Mayer und Omega Zola,

Lindau (B)

17.05.2020: Anna Leah Holzbauer,

weiblich, Katharina Anna Holzbauer

geb. Terefenko und

Simon Holzbauer, Lindenberg i.A.

STERBEFÄLLE

14.05.2020; Renate Waltraud

Schuster, geb. Keller, Lindau (B)

19.05.2020: Herbert Ernst Seidel,

Lindau (B)

20.05.2020: Margarete Charlotte

Dehne, geb. Sommer, Lindau (B)

22.05.2020: Johannes Nikolaus

Gebert, Lindau (B)

Verlag: Lindauer Bürgerzeitung

Verlags-GmbH & Co. KG

Herbergsweg 4, 88131 Lindau (B)

www.bz-lindau.de

Geschäftsführung (V.i.S.d.P.):

Hans-Jörg Apfelbacher (APF)

Oliver Eschbaumer (OE)

E-Mail: verlag@bz-lindau.de

Telefon: 0 83 82 /5 04 10-41

Telefax: 0 83 82 /5 04 10-49

LINDAUER

Bürgerzeitung

Verantwortlich für die Seiten 1 und

Amtsblatt der Stadt Lindau (B):

Presseamt Stadt Lindau (B)

Jürgen Widmer (JW),

Patricia Herpich (PAT), Birgit Russ (BR),

ausgenommen „Ansichten“ u. Inhaltsverz.

Anzeigen:

Hermann J. Kreitmeir

E-Mail: kreitmeir.lindau@t-online.de

Telefon: 0 83 82 / 2 33-30, Fax: -14

Mobil: 01 71-5 46 04 58

Gisela Hentrich

E-Mail: giselahentrich@gmx.de

Telefon: 0 83 82 / 7 50 90-37, Fax: -38

Mobil: 01 62-2 39 52 37

Bleicheweg 13 88131 Lindau (B) www.bestattungen-schwitzer.de

bestattungsinstitut-schwitzer@web.de TAG & NACHT 0 83 82 97 52 40

17.05.2020: Lea Sophie Schwöbel,

weiblich, Melanie Brigitte Schwöbel

geb. Bstieler und Marc Schwöbel,

Lindenberg i.A.

21.05.2020: Lissy Anna Mayr,

weiblich, Anja Mayr geb. Kieslich

und Michael Manuel Mayr,

Lindenberg i.A.

24.05.2020: Rosemarie Elisabeth

Pirtschke, geb. Multer, Lindau (B)

24.05.2020: Nikolaus Anton

Klien, Lindau (B)

26.05.2020: Helmut Friedrich

Häberlin, Lindau (B)

27.05.2020, Gertrud Angela

Boczek, geb. Mika, Lindau (B)

Anzeigenservice:

E-Mail: anzeigen@bz-lindau.de

Telefax: 0 83 82 /5 04 10-49

Redaktion:

Heike Grützmann-Förste (HGF)

E-Mail: redaktion@bz-lindau.de

Telefon: 0 83 82 /5 04 10-42

Telefax: 0 83 82 /5 04 10-49

Hans-Jörg Apfelbacher (APF)

Herstellung: Druckhaus Ulm Oberschwaben

Siemensstraße 10, 89079 Ulm

Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 22

vom 01.03.2020. Es gelten die allgemeinen

Geschäfts bedingungen des Verlages.

Auflage: 16.500 Exemplare

Erscheinungsweise: 14-täglich samstags

Bezug in Lindau/B:

Kostenlos an alle Haushalte

Bezug in PLZ-Region 88:

Abonnement 29,90 e/Jahr

Bezug deutschlandweit:

Abonnement 50,– e/Jahr

18.05. – 01.06.2020

EHESCHLIESSUNGEN

29.05.2020: Constanze Susanne

Grötler und Stefan Rudhard,

Lindau (B)

Impressum

Anzeigen

GRABMALE

Heribert Lau

Steinmetzmeister

Hundweilerstraße 16

88131 Lindau (B)

Telefon (08382) 6894

Telefax (08382) 26870

lau.martin@web.de

AUSSTELLUNG

beim Friedhof

Lindau-Aeschach

Rennerle 14

Beratung und Verkauf

Mittwoch und Freitag

von 14 bis 18 Uhr

und nach Vereinbarung

APOTHEKEN

Vorwahl Lindau: 0 83 82 /...

15

Sa., 13. Juni 2020:

Löwen-Apotheke, Friedrichshafener

Str. 1,

Aeschach, Tel.: 0 83 82 /59 51

So., 14. Juni 2020:

Jakobus-Apotheke, Seehalde 5,

Nonnenhorn, Tel.: 0 83 82 /84 51

Mo., 15. Juni 2020:

Steig-Apotheke, Schulstr. 34,

Reutin, Tel.: 0 83 82 /7 39 62

Di., 16. Juni 2020:

See-Apotheke, Untere Steig 2,

Bodolz-Enzisweiler im Einkaufszentrum,

Tel.: 0 83 82 /2 68 66

Mi., 17. Juni 2020:

Hirsch-Apotheke, Cramergasse 17,

Insel, Tel.: 0 83 82 /58 14

Do., 18. Juni 2020:

St.-Georgs-Apotheke,

Bahnhofstr. 7, Wasserburg,

Tel.: 0 83 82 /88 76 50

Fr., 19. Juni 2020:

Christophorus-Apotheke,

Hauptstr. 9, Sigmarszell,

Tel.: 0 83 89/9 81 12

Sa., 20. Juni 2020:

Rosen-Apotheke, Friedrichshafener

Str. 2A,

Aeschach, Tel.: 0 83 82 /2 21 21

So., 21. Juni 2020:

Sonnen-Apotheke, Hauptstr. 48,

Kressbronn, Tel.: 0 75 43/5 49 83

Mo., 22. Juni 2020:

Löwen-Apotheke, Friedrichshafener

Str. 1,

Aeschach, Tel.: 0 83 82 /59 51

Di., 23. Juni 2020:

Möven-Apotheke, Hemigkofener

Str. 10, Kressbronn,

Tel.: 0 75 43/86 41

Mi., 24. Juni 2020:

Insel-Apotheke, Zeppelinstr. 1,

Insel, Tel.: 0 83 82 /44 41

Do., 25. Juni 2020:

Apotheke im Alten Bahnhof,

Bodenseestr. 30, Oberreitnau,

Tel.: 0 83 82 /27 53 12

Fr., 26. Juni 2020:

Löwen-Apotheke, Friedrichshafener

Str. 1,

Aeschach, Tel.: 0 83 82 /59 51

IM NOTFALL

Rettungsdienst 112

Notaufnahme

KASSENÄRZTL.

BEREITSCHAFT

Kassenärztl. Bereitschaftspraxis

Friedrichshafener Str. 80A (Li)

Auskunft unter Tel.: 116 117

Mi., Fr.: 16-21 Uhr,

Sa., So., Feiertage: 9-21 Uhr

ZAHNÄRZTL.

BEREITSCHAFT

An Wochenenden und

Feiertagen im unteren Kreis

Lindau: 01 80/5 05 99 91

Sie werden automatisch mit dem

diensthabenden Zahnarzt verbunden.

(Gesprächsgebühren 14 Cent aus dem

Festnetz, aus Mobilfunk netzen können abweichende

Kosten entstehen.)

Praxiszeiten: 10-12/18-19 Uhr.

Liste im Internet:

www.zahnaerzte-lindau.de


16 13. Juni 2020 · BZ Ausgabe KW 24/20

WISSENSWERTES

Das Lindauer Römerbad öffnet

Das Lindauer Römerbad hat coronabedingt

mit einmonatiger

Verspätung wieder geöffnet.

Der Vorstand des Vereinsbades

am Seehafen hat ein erweitertes

Betriebskonzept zusammengestellt,

das die neuen

Infektionsschutzvorgaben

berücksichtigt und somit das

Schwimmen während der Corona-Pandemie

möglich macht.

„Diese Römerbadsaison ist

nicht mit den vorangegangenen

Energieberatungsstellen öffnen wieder

Nach mehrwöchiger Corona-

Zwangspause starten das Energieund

Umweltzentrum Allgäu (eza!)

und die Verbraucherzentrale ab

sofort wieder die gemeinsame

Energieberatung im eza!-Haus und

in den Außenstellen zahlreicher

Allgäuer Gemeinden.

Unter strikter Einhaltung sämtlicher

Schutzvorkehrungen erhalten

Bürger Tipps rund ums Energiesparen,

zum energieeffizienten

Bauen und Sanieren, zum Einsatz

Sommern vergleichbar“, betont

die Vereinsvorsitzende Birgit

Russ. Daran erinnert auch

Andreas Reich, zweiter Vorsitzender

des Vereinsbades:

„Um einen reibungslosen und

sicheren Bäderbetrieb zu gewährleisten,

müssen zwingend

die zur Zeit geltenden Schutzmaßnahmen,

wie Einhaltung

der Abstandsregeln auf der

Wiese, dem Steg und im Wasser

sowie das Hygienekonzept beachtet

und befolgt werden.“ In

dieser Saison sei daher wichtig,

dass die Vereinsmitglieder im

Bad ihrer Eigenverantwortung

– gegenüber sich selbst und

anderen - durch Einhaltung der

Regeln gerecht werden, erklären

die Vorstände.

Das Römerbad ist – je nach

Wetterlage – bis Mitte September

für die Mitglieder geöffnet.

BZ-Foto: Ralf Grimminger

erneuerbarer Energien und zu den

passenden Förderprogrammen.

Das Angebot ist kostenlos.

Eine Terminvereinbarung ist erforderlich

unter Telefon:

08 31/9 60 28 60.

Weitere Informationen unter:

www.eza-energieberatung.de

Die „eza!“-Energieberatung steht

den Bürgern kostenlos zur Verfügung.

Der Energieberater in Lindau

ist Architekt Thomas Kubeth. Beratungszeit:

jeden 1. und 3. Donnerstag

im Monat, 8 bis 12 Uhr

im Bürgerbüro, Bregenzer Str. 12;

Anmeldung unter Telefon:

0 83 82/91 86 74; Der Energieberater

in Bodolz und Wasserburg ist

Dipl. Ing. Günter Edeler. Beratungszeit

Bodolz: jeden 2. und 4. Montag

im Monat, 16 bis 18 Uhr; Anmeldung

unter Tel.: 0 83 82/93 30 10;

Beratungszeit in Wasserburg: jeden

1. und 3. Mittwoch im Monat,

16 bis 18 Uhr; Anmeldung unter

Tel.: 0 83 82/9 85 30 BZ

Rückgang der Straftaten

Polizei warnt vor Call-Center-Betrug

Einmal im Jahr tauschen sich die

Sicherheitsbehörden Polizei und

Landratsamt in einem Sicherheitsgespräch

aus. Polizeipräsident

Werner Strößner vom Polizeipräsidium

Schwaben Süd/West

zeigte in dem aktuellen Gespräch

eine weiterhin positive Entwicklung

auf: „Die Anzahl der Straftaten

ging von 2018 auf 2019 weiter

zurück – und zwar um etwa 12

Prozent.“

Hinzu kämen eine hohe Aufklärungsrate

sowie ein gutes

Verhältnis zu den Bürgerinnen

und Bürgern und zu anderen

Behörden. „Das macht den Landkreis

Lindau zu einer der sichersten

Regionen deutschlandweit“,

so Strößner.

Auch Landrat Elmar Stegmann

dankte in dem Gespräch

den anwesenden Vertretern der

Polizei für die gute Zusammenarbeit.

„Die Corona-Krise hat

gezeigt, wie wichtig eine enge

Kommunikation zwischen den

beiden Sicherheitsbehörden ist“,

so der Landrat. Die Lage sei

mittlerweile stabil – bei einem

sehr niedrigen Infektionsgeschehen.

Die sich laufend verändernde

Situation hinsichtlich der Verbote

und Lockerungen macht

hingegen beiden Behörden die

Kommunikation mit den Bürgerinnen

und Bürgern schwer.

„Wir hoffen, dass es hier von

Seiten des Bundes und der

Länder bald wieder einheitliche

und für jeden klar nachvollziehbare

Regelungen geben

wird“, so die Teilnehmer

des Sicherheitsgespräches.

Nach wie vor bereite der

Polizei aber die Zunahme von

sogenannten „Call-Center-Betrugsfällen“

große Sorge. Allein

in diesem Jahr habe es schon

etwa 200 Fälle nur im Landkreis

Lindau gegeben. „Es melden

sich aber nicht nur falsche

Polizeibeamte, falsche Amtsgerichts-

und Bankmitarbeiter

oder falsche Enkel“, so Strößner.

Die Tricks würden immer

ausgefeilter: So meldeten sich

beispielsweise Personen aus

einem Urlaubsgebiet, die den

Gewinn von hochwertigen Sachpreisen

verkünden, für die jedoch

im Vorfeld Zollkosten

überwiesen werden sollen. Auch

die Corona-Krise werde von Betrügern

genutzt, die kostenpflichtige

Corona-Tests anbieten,

die jedoch medizinisch wertlos

seien. „Im Bereich Call-

Center-Betrug sind öffentlichkeitswirksame

Präventionsmaßnahmen

besonders wichtig,

um möglichst viele Bürger zu

sensibilisieren und aufzuklären“,

so Strößner. BZ

Anzeigen






Zauberei in der Kita Christuskirche

Die evangelische Kita Christuskirche

hat sich für ihre daheimgebliebenen

Kinder und deren

Eltern etwas Besonderes einfallen

lassen. Einmal in der

Woche war in der Coronazeit

für alle „ZOOM – Meeting“.

So konnten die Kinder sich

untereinander sehen, es wurde

gemeinsam gesungen und zu

Bewegungshits getanzt. Man

hat Experimente zum Nachmachen

gezeigt und auch ein

bisschen geplaudert.

Als krönender Abschluss war

der Zauberer vom Duo Chicago

zu Besuch, online versteht

sich. Auch für ihn war diese

Form des Auftritts neu und

spannend. Die Kinder waren

Feuer und Flamme und als die

Zauberbonbons durch den Laptop

von zu Hause in der Kiste

des Zauberers sichtbar wurden,

waren sich alle einig: Das

war ein magischer Moment!

BZ-Foto: BG


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