Info-DIREKT, Ausgabe 32
"Info-DIREKT - Das Magazin für Patrioten" zum Schwerpunktthema "Die Corona-Krise: Eine echte Gefahr für unsere Demokratie. Mit Beiträgen und Interviews von: Michael Mayrhofer, Susanne Fürst, Anton Preinsack, Dagmar Belakowitsch, Jaroslav Belsky, Friedrich Langberg, Collin McMahon, Michael Schnedlitz, Volker Zierke, Frank Pasemann, Steffen Richter, Roman Möseneder, Martin Sellner, u.v.m.
"Info-DIREKT - Das Magazin für Patrioten" zum Schwerpunktthema "Die Corona-Krise: Eine echte Gefahr für unsere Demokratie.
Mit Beiträgen und Interviews von: Michael Mayrhofer, Susanne Fürst, Anton Preinsack, Dagmar Belakowitsch, Jaroslav Belsky, Friedrich Langberg, Collin McMahon, Michael Schnedlitz, Volker Zierke, Frank Pasemann, Steffen Richter, Roman Möseneder, Martin Sellner, u.v.m.
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Schwerpunkt
32. AUSGABE
DAS MAGAZIN FÜR PATRIOTEN
Top Themen:
+ Gefährliche Vorbilder
+ Nein zum Impfzwang
+ Das Spiel mit der Angst
+ Das Versagen der Medien
+ Naturnahe Landwirtschaft
+ BlackRock und der „Green Deal“
+ Burschenschafter im Hilfseinsatz
+ WHO, Bill Gates und George Soros
Die Corona-Krise:
Eine echte Gefahr
Preis: Preis: Euro Euro 5,- 5,-
für unsere Demokratie!
| 1
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Schwerpunkt
Naturnahe Landwirtschaft: Eine RWeportage vom Fakten Obergschwendtnerhof zum Bargeldverbot 38
Auf einen Blick
6 — 8 Corona-Krise: Eine Gefahr für die Demokratie
Leitartikel von Michael Mayrhofer
9 Instrumentalisierung einer Krise
Gastkommentar von Susanne Fürst
10 — 11 Gefährliche Vorbilder
Anton Preinsack über gefährliche Entwicklungen
12 Die „Stopp Corona App“
Interview mit dem Roten Kreuz
13 Die Maske als Symbol des Corona-Wahnsinns
Interview mit Dagmar Belakowitsch
14 — 15 Impfzwang: Werden wir manipuliert?
Michael Mayrhofer über eine fragwürdige Umfrage
15 Absurder „Kampf gegen rechts“
Verfassungsschutz im Einsatz gegen Opposition
16 — 17 Angst: Alle Macht einem Gefühl?
Michaela Degenhart über bewusste Panikmache
18 — 20 Nicht gechipt wie ein Hund herumlaufen!
Interview mit Blogger und Zahnarzt Jaroslav Belsky
21 Kritische Medien: Fehlanzeige!
Anton Preinsack über die Regierungspresse
22 — 23 WHO: Gesundheit für alle oder Geld für wenige?
F. Langberg über die umstrittene Organisation
24 — 25 Wieviel Soros steckt in ARD und ZDF?
Ein Gastbeitrag von Collin McMahon
26 Chinas Sozialkreditsystem als Warnung
Lothar Angermüller über lückenlose Überwachung
27 Ein Angriff auf die Familie
M. Mayrhofer über Pläne von George Soros und WHO
28 — 29 „Bürger sind keine Leibeigenen“
Interview mit Michael Schnedlitz
30 — 31 Die Rückkehr der Planwirtschaft
S. Richter über „Green Deal“, BlackRock und die EU
32 — 33 Deutsche: Opfer zweiter Klasse
Volker Zierke über den Fall Marcus H.
34 — 37 „Ein erfundenes Lügenkonstrukt“
Interview mit Frank Pasemann
37 Irrweg Parteispaltung
Robert Müssig über die Vorgänge in der AfD
38 — 40 Naturnahe Landwirtschaft
Eine Reportage von Michael Scharfmüller
41 — 42 1984
Buchbesprechung von Roman Möseneder
42 — 43 Burschenschafter helfen Landwirten
Udo Schemnitz über einen Hilfseinsatz
44 Smoking, Frack und Co.
Kolumne: Hugins Stilfragen
45 „Alle Plattformen sind zensierbar“
Interview mit Martin Sellner
46 Kurzkommentare
46 Hinweise auf Corona-Kritiker
Impressum
(Ständig abrufbar unter info-direkt.eu/impressum)
Magazin Info-DIREKT (Österreich, Schweiz, Südtirol)
Steingasse 6a, 4020 Linz
E-Mail: redaktion@info-direkt.eu
Internet: www.info-direkt.eu
Magazin Info-DIREKT (Deutschland)
E-Mail: deutschland@info-direkt.eu
Medieninhaber, Hersteller,
Herausgeber und Redaktion:
Info-DIREKT VerlagsGmbH, Steingasse 6a, 4020 Linz
Verlags- & Herstellungsort: Linz, FN: 477086 y
Geschäftsführer: Michael Siegfried Scharfmüller
Bild Titelseite: Zeichnung von Odin Wiesinger
Druckabgabe: 27. Mai 2020
Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung und Veröffentlichung
nur nach ausdrücklicher Zustimmung gestattet!
Alle Bildquellen dieser Doppelseite sind in den jeweiligen
Artikeln angeführt.
4 |
Alle Macht einem Gefühl?
Angst
16
Anstatt Panik sollten die Regierungen und Medien Informationen verbreiten
Ein Wort zum Titelblatt
Liebe Leser!
Als ich vor Jahren meine Berufsreife in Deutsch
ablegte, wunderte ich mich, dass dabei die Klassiker
der deutschen Literatur so gut wie keine
Rolle mehr spielten. Gerade jetzt in Krisenzeiten
könnte beispielsweise Friedrich Schillers
„Wilhelm Tell“ helfen aktuelle Entwicklungen
besser einzuordnen. Vielleicht würden dann
auch mehr Menschen die von der Regierung
verordneten Mund-Nase-Masken als das entlarven,
was sie sind: moderne Gesslerhüte.
Zur Erinnerung: Wilhelm Tell hat einen von der Obrigkeit
auf einer Stange aufgestellten Hut nicht gegrüßt. Dabei wäre er verpflichtet
gewesen, dem Gesslerhut dieselbe Ehre zu erweisen wie dem
Kaiser. Einziger Zweck dieser Übung war (und ist) die Erzwingung untertänigen
Verhaltens.
Ich freue mich sehr, dass der für seine spitze Feder bekannte Bildhauer
und Maler Odin Wiesinger exklusiv für unsere Titelseite einen um einen
Mundschutz erweiterten Gesslerhut gezeichnet hat. Vielleicht trägt
Odins Zeichnung auf unserem Titelblatt dazu bei, dass mehr Menschen
die Symbolik der Maskenpflicht verstehen und zukünftig zu überlegen
beginnen, ob der Gesslerhut 2.0 wirklich als neues Modeaccessoire
präsentiert werden sollte. Die größten Feinde der Freiheit sind nämlich
bekanntlich glückliche Sklaven.
Weshalb Odins Interpretation des Gesslerhuts zudem eine Hahnenfeder
schmückt, wissen alle, die um die militante und autoritäre Geschichte
der Christsozialen Bescheid wissen.
Wir leben in spannenden Zeiten, deshalb freue ich mich, wenn Sie uns
auch weiterhin die Treue halten. Zusammen müssen wir alles dafür tun,
dass uns die Obrigkeit unter dem Vorwand einer gesundheitlichen Bedrohnung
nicht auch noch die letzten Freiheitsrechte raubt. Helfen wir
zusammen, um gemeinsam die „Tyrannenmacht“ wieder in die Schranken
zu weisen: „Verbunden werden auch die
Schwachen mächtig!“ (Friedrich Schiller)
Michael Scharfmüller
Magazin Info-DIREKT-Geschäftsführer
PS: Zum Abschluss noch ein Literaturtipp, den
ich dank einer Vertonung von Franz Schubert
ständig im Ohr habe, wenn ich an die von vielen
Politikern angedachten Zwangsimpfungen
denke: Goethes „Erlkönig“.
BlackRock, die EU und die Rückkehr zur Planwirtschaft
Globalisten greifen unsere Familien an
Impfzwang: Werden wir manipuliert?
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fKontoinhaber: Ein Prozent; Verwendungszweck: Info-DIREKT
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30
27
14
Schwerpunkt
Corona-Krise: Eine Gefahr
Krisen werden von den Machthabern immer auch als Chance verstanden,
Aus dem Inhalt:
+ „Nationaler
Schulterschluss“ und
verfassungswidrige
Gesetze
+ ÖVP-Wirtschaftskammer
als Herr in der
Krise
+ Bastelt Kurz am
Austrofaschismus 2.0?
+ Schweigsamer
Bundespräsident
+ Vorbereitung auf
„Diktokratie“
+ Grüne Komplizen
Anleihen
Im Zuge der so genannten Corona-Krise
wurden zahlreiche Gesetze, Erlässe
und Verordnungen durchgepeitscht, die
nach Meinung von Experten weitgehend
nicht mit der Verfassung,
den bestehenden Gesetzen
und der demokratischen
Grundordnung in Einklang
zu bringen sind. Die Argumentation,
es sei nur zum
Besten der Bevölkerung
und müsse wegen Gefahr
im Verzug schnell gehen,
hat sich mittlerweile etwas
abgenutzt.
aus vergangenen Zeiten
Ist Austrofaschist und Arbeitermörder Engelbert
Dollfuß ein Vorbild für die türkis-grüne
Regierung unter Kanzler Kurz? Zumindest die
Gesetzestexte der Bundesregierung ähneln dem
Ermächtigungsgesetz mit dem Dollfuß Österreich
zu einer Diktatur machte, analysiert der pensionierte
Spitzenbeamte Manfred Matzka. Die ÖVP ließ das
Portrait von Dollfuß übrigens erst im Jahr 2017 aus
ihren Klubräumlichkeiten im Parlament entfernen.
Zunächst ließ sich die gesamte
Opposition von den
schönen Worten eines „Nationalen
Schulterschlusses“
einlullen und stimmte absolut allen Vorhaben
der Regierung zu. Am 14. März gab der
Budgetausschuss grünes Licht für das Covid-19-Gesetz,
am Tag darauf beschloss der
Nationalrat das Maßnahmenpaket. Auch
der Bundesrat stimmte noch an diesem Tag
zu. Tatsächlich handelte es sich um ein gesammeltes
Maßnahmenpaket, mit welchem
der Stillstand der Wirtschaft und eine in der
Geschichte der Republik einmalige Kündigungswelle
eingeleitet
wurden.
Vorgang degradierte fleißig arbeitende Unternehmer
plötzlich zu Bittstellern, welche
vor der Wirtschaftskammer auch die letzte
kaufen
Unterhose ausziehen müssen. Dass brave
Unternehmer ihre Firmengeheimnisse, ja
ihre gesamte Buchhaltung vor einer partei-
Organisation offenlegen müssen, ist
Das zweite Covid-19-Gesetz
wur-
Demütigung wie rechtsstaatlicher Wahnsinn
nahen
de am 20. März im zugleich.
Eilverfahren durch
das Parlament gepeitscht
Am 25. März äußerte sich der bekannte Jurist
und am 21.
März vom Bundesrat
abgesegnet. Es handelt
sich um ein unüberschaubares
Konglomerat
von Gesetzesänderungen
von
und Ex-Nationalratsabgeordnete der „Liste
„Standard“ zur Rechtmäßigkeit der Maßnahmen:
„Immer schon erwuchs aus der Krise
die billige Toleranz, das ‚Notwendige‘ vor das
rechtlich Erlaubte stellen zu lassen“, erklärte
Noll um weiter auszuführen: „Diese De-facto-Ausgangssperre
der Förderung für
für uns alle im gesamten
Unternehmen über Bundesgebiet – die durch einige Ausnahmen
das Allgemeine Bürgerliche
wieder zurückgenommen wird – ist die
Gesetzbuch gravierendste Grundrechtseinschränkung,
(ABGB), verschie-
die die Republik Österreich seit 1945 erlebt
denste Arbeitsgesetze, Versicherungsgesetze,
Verwaltungsgesetze und vieles mehr.
Tabubruch: Gesetzesänderung
rückwirkend beschlossen
Mit diesen Gesetzespaketen
Info-DIREKT
wurden Tabus wie die rückwirkende
Änderung von Gesetzen
gebrochen. Am meisten
Aufmerksamkeit erhielt
die Maßnahme, welche die
und
Rechtssicherheit
bequem
in Österreich
begrub. Denn das Epidemiegesetz,
welches eine ordentliche
Entschädigung von
Die Ausgangssperre
ist die gravierendste
Grundrechtseinschränkung
in Österreich
seit 1945.
Wirtschaftstreibenden vorsah,
wurde gestrichen. Stattdessen
– und das ist der nächste
Skandal – setzte die ÖVP ihre
De-facto-Vorfeldorganisation
Wirtschaftskammer dazu ein, über die Auszahlung
von Fördergeldern an benachteilig-
österreichweit i
te Unternehmer zu wachen. Es sind nun also
nahezu
Zeitschriftenhan
durchgehend ÖVP-Parteigänger mit
einer Aufgabe betraut, die im zuvor noch ordentlich
funktionierenden Rechtsstaat dem
Finanzministerium zugefallen wäre. Dieser
oder in einer vo
auf www.info-di
Wer unabhängiger
muss diesen auch u
Bild: Zu Beginn der Krise ließen
sich auch die Oppositionsparteien
vom ausgerufenen „nationalen
Schulterschluss“ und der „Team
Österreich“-Propaganda der
Regierung einlullen. Dieser Tweet
stammt bspw. von FPÖ-Tirol-Chef
Markus Abwerzger.
Portrait Dollfuß: Von Tom von Dreger (1868-1948) - Foto, Bild-PD-alt via wikimedia.org; Bild Kurz: Info-DIREKT
6 |
Schwerpunkt
für die Demokratie
ihre Macht auszuweiten. Michael Mayrhofer
Symbolbild Polizist: freepik
hat. Damit ist nicht nur das allgemeine Freiheitsrecht,
sondern auch das Veranstaltungs-,
Versammlungs- und Demonstrationsrecht
beseitigt – und zum großen Teil auch die Erwerbsfreiheit
ausgehebelt.“
jetzt
Ausgangsbeschränkungen
kaufen
„eklatant gesetzeswidrig“
allem wo breite Teile der Bevölkerung
all dies befürwor-
Noll kritisierte die offensichtliche
Diskrepanz zwischen
Werkzeuge
am Rande
ten, wäre man für geisteskrank
dem gesetzlich eingeräumten
erklärt worden. Bezeichnend
Handlungsspielraum
weiterlesen:
für den des demokratischen
Modells. setze, der Verordnungen und
ist auch, wie Österreich im
grünen Gesundheitsminister
Sog der schnellen Anlassge-
Anschober und dessen Verordnungen.
Aus der Erlaubnis,
Erlässe von heute auf morgen
das Betreten bestimmter Orte zu untersagen,
bastelte dieser ein generelles Betretungsverbot
aller öffentlichen Orte. Die ursprüngliche
Ausgangsbeschränkung war also alleine deshalb
„eklatant gesetzwidrig“.
Austrofaschismus 2.0
Am 7. April, bereits drei Gesetzespakete später,
fällte einer der vormals mächtigsten Beamten
Österreichs, Manfred Matzka, ebenso
via „Standard,“ ein vernichtendes Urteil über
die bisherige Gesetzesarbeit der Regierung.
Er deckte auf, dass die Basis für das Covid-Ermächtigungsgesetz
der Bundesregierung
das kriegswirtschaftliche Ermächtigungsgesetz
von 1917 war. Erst dieses Gesetz ermöglichte
im Jahr 1933 die Aushebelung
des Rechtsstaates durch die Austrofaschisten
unter Engelbert Dollfuß. In einem langen,
juristisch fundierten Essay erklärte der frühere
Präsidialchef des Kanzleramtes, weshalb
viele Corona-Gesetze rechtswidrig, ja sogar
„Paradefälle“ für Verfassungswidrigkeit seien.
Kanzler Kurz tat solche Einwände als „juristische
Spitzfindigkeiten“ ab.
Am 22. April wurden dann gleich 13 Gesetzespakete
(6. Covid-19-Gesetz bis 18. Covid-19-Gesetz)
gleichzeitig im Parlament
eingebracht. Erst jetzt regte sich im Bundesrat
erster Widerstand gegen die Überrumpelung
durch die Regierungsparteien. Denn
jedes der bisherigen Gesetze sollte ohne
wesentliche parlamentarische Debatten,
ohne die übliche Begutachtungsfrist verabschiedet
werden. Immerhin vier dieser Gesetzespakete
wurden zurück ans Parlament
geschickt, welches in Folge sogenannte Beharrungsbeschlüsse
fasste wird, um den Einspruch
auszuhebeln.
Was ÖVP und Grüne unter dem wohlwollenden
Segen Van der Bellens der österreichischen
Bevölkerung zumuten, wäre noch vor
wenigen Monaten völlig undenkbar gewesen.
Hätte man einem Österreicher gesagt,
dass eine Zeit kommt, wo seine Bewegungsfreiheit
massiv eingeschränkt wird, wo er sich
nirgendwo mehr mit Freunden treffen darf,
nicht einmal mit Verwandten, wo Demonstrationen
verboten sind und vor
zu einem Polizeistaat wurde. Bislang alltägliches
Verhalten, das streng nach den Buchstaben
des Gesetzes auch in der heißen Corona-Phase
keinerlei Verstoß darstellte, wurde
von Polizisten mit teilweise abenteuerlichem
Vorgehen bis hin zu „Warnschüssen“ verfolgt.
Plötzlich ist wieder vieles möglich, auch die
Denunziation des Nachbarn.
m
del bestellen
n über 100 Trafiken sofort
rekt.eu abonnieren
Journalismus will,
ntersützen!
Vorbereitungen für Diktokratie
All die Gesetze waren der Regierung aber
noch lange nicht genug. Es deutet viel darauf
hin, dass man die Machbarkeit der totalen
Kontrolle und Überwachung ausloten und
diese vorantreiben will. Als Basis dafür wird
eine angeblich überlebensnotwendige Corona-Applikation
für Mobiltelefone vorgeschoben.
Der erste Vorstoß dazu kam vom
Ersten Nationalratspräsidenten Wolfgang
Sobotka (ÖVP), der sich öffentlich „vorstellen
konnte“ die Bewegungsfreiheit
der Menschen an eine solche „App“ zu
koppeln. Als wäre es ein Testballon gewesen,
wie reif die Öffentlichkeit für so
einen Vorschlag sei, relativierte man die
Forderung nach starkem Gegenwind
als „bloße Privatmeinung“. Doch am 4.
Mai erschien in der „Financial Times“
ein Interview mit der einflussreichen
und perfekt vernetzten Kanzler-Beraterin
Antonella Mei-Pochtler. Darin meinte sie in
großer Selbstverständlichkeit, „jeder wird
eine App haben“. Das würde Teil der neuen
Normalität. In weiterer Folge schilderte die
Leiterin eines Think Tanks ihre Vorstellung
eines Europas, dessen Länder vor der
Herausforderung stünden, Werkzeuge
am Rande des demokratischen Modells
einzusetzen.
Bereits vor Jahren
„Diktokratie“ propagiert
Die nach ÖVP-Diktion angeblich
„falsch zitierte
Bild: Sebastian Kurz
spricht von einer „neuen
Normalität“ nach
Corona. Seine grünen
Regierungspartner träumen
von einer „neuen
Kultur“, an die wir uns
erst gewöhnen müssen.
Kritiker befürchten, dass
es sich dabei um einen
autoritären Polizeistaat
handeln könnte.
| 7
Schwerpunkt
Bild: Dass die
Oppositionsparteien den
Gesetzesentwürfen der
Regierung nicht mehr
blind zustimmen, wertet
die grüne Klubobfrau
Sigrid „Stinkefinger“
Maurer als „zynischen
Sabotageakt“. Damit zeigt
sie erneut ihr eigentümliches
Verständnis von
Demokratie.
Einzelmeinung“, die laut Grünen „in der Regierung
so nicht besprochen wurde“, erlaubt
wohl dennoch einen tiefen Einblick in die
Gedankenwelt jener, die das Land im Zuge
der Corona-Krise eiskalt und skrupellos umbauen,
während sie vieles von
dem zerschlagen oder der
Zerstörung preisgeben, was
seit dem Zweiten Weltkrieg
aufgebaut wurde.
Bewusste Angstmache
Inzwischen kamen auch immer
mehr Details auf, was
sich im Vorfeld
der österreichweit angeblich
heldenhaften und kon-
im
sequenten Entscheidungen
des Herrn Kurz und seinen
Mitregierenden abgespielt
kaufen
hat. So hätte man bereits
Anfang März darüber Bescheid
gewusst, dass die Covid-19-Sterblichkeit
nur knapp über jener
der saisonalen Grippe liegt (Quelle: Leak
des Protokolls der Task Force vom 12. März).
Dennoch wurde ein beispielloses Spiel mit
der Angst betrieben. Das gipfelte darin,
dass man offenbar wider besseres Wissen
von einer 10-30 Mal höheren Sterblichkeit
als bei der Grippe sprach. Angeblich würde
bald jeder Österreicher jemanden kennen,
der an Covid-19 gestorben sei, so der
Kanzler.
Mit dem Grundgesetz
nicht vereinbar
Ähnlich wie in Österreich gehen auch
in Deutschland Juristen davon aus, dass
die von der Bundesregierung und den
Landesregierungen erlassenen Maßnahmen
überzogen und verfassungswidrig sind. So
erklärt der Völker- und Verfassungsrechtler
Dietrich Murswiek im Interview mit der „Jungen Freiheit“, dass zahlreiche
Verbote unverhältnismäßig und willkürlich seien. Bei allen Einschränkungen
müsse jedoch die Verhältnismäßigkeit geprüft werden: „Bei der Abwägung der
Freiheitseinschränkungen mit dem angestrebten Gemeinwohlnutzen darf der
Nachteil für die Betroffenen nicht schwerer wiegen“, so der Professor.
Sehr eindeutige Worte für die Lage in Deutschland findet auch der Historiker
und emeritierte Professor für Zeitgeschichte an der Universität in Freiburg,
Josef Foschepoth. In einem Podcast-Gespräch auf „KenFM“ zum Thema „Wenn
der Rechtsbruch zur Normalität wird“ analysiert er: „Unser Grundgesetz verlässt
uns - so der Eindruck in Deutschland - immer dann, wenn wir es gebrauchten
um Krisen gemeinsam zu bewältigen.“
Der mutmaßliche Gesetzesbruch der Regierung Merkel hindert die Polizei
jedoch nicht daran mit Körpergewalt gegen Personen vorzugehen, die mit dem
Grundgesetz in der Hand friedlich gegen die Aushebelung demokratischer
Grundrechte demonstrieren. Auf www.info-direkt.eu haben wir Videos von solchen
Polizeiübergriffen zusammengetragen.
Ähnlich wie bei der Finanzkrise 2008 und der Flüchtlingskrise 2015 handelt die
Regierung Merkel erneut bestehenden Gesetzen zuwider.
Wenn Kurz und die ÖVP schon so lange
wussten, dass Covid-19 zwar nicht harmlos,
aber weit nicht so gefährlich ist, sind die darauffolgenden
Maßnahmen, welche unsere
Demokratie im Kern erschütterten, umso
schlimmer.
Kaum vorstellbar,
was
passiert wäre,
wenn die türkis-blaue
Regierung
bestellen solche
Zeitschriftenhandel
oder in einer Maßnahmen
von über 100 Trafiken sofort
auch nur angedacht
hätte.
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und bequem weiterlesen:
Grüne Komplizen
Doch der schwarze Peter für
diese Ungeheuerlichkeit gebührt
nicht der ÖVP alleine.
Man kann die widerspruchslose
Mitwirkung der Grünen gar
nicht genug hervorheben. Es
handelt sich nämlich ausgerechnet
um die Partei, deren
Funktionäre sich so gerne als
Saubermänner präsentieren,
die über alle Fehler erhaben
und moralisch besonders
hochstehend seien. Tatsächlich
ist auf Bundesebene derselbe
Sündenfall passiert, den man bereits
aus der Koalitionsregierung in Wien kannte.
In dem Moment, wo die Grünen an die Tröge
des Geldes und die Schalthebel der Macht
kommen, werden aus erbitterten Kritikern auf
einmal brave Lämmchen. Da wird abgenickt,
was bei der vergangenen türkis-blauen Regierung
als undenkbar galt – und vieles darüber
hinaus. Es ist kaum vorstellbar, was die
Grünen in Opposition, flankiert von der ihnen
hörigen Medienmeute, mit einer FPÖ angestellt
hätten, wenn diese gemeinsam mit der
ÖVP die Gesetze auch nur vorgeschlagen
hätte, die heute beschlossene Sache sind.
Und der Bundespräsident, der ehemalige
Grünen-Parteichef Alexander Van der Bellen?
Der ließ die Öffentlichkeit bereits nach den
ersten Covid-Gesetzen wissen, dass ihm die
Verfassungswidrigkeit mancher Texte durchaus
bewusst sei, sie seien aber notwendig.
Wer unabhängiger Journalismus will,
muss diesen auch untersützen!
Wer noch nicht genug schockiert ist, kann
sich auf weitere Höhepunkte freuen. Inzwischen
ist man bereits dazu übergegangen,
die Gültigkeit der Gesetze zur Covid-Bekämpfung
bis Ende 2021 festzulegen. II
Bild: Trotz fragwürdiger Vorgehensweise der
Regierung hält Bundespräsident Van der Bellen
seinen grünen Genossen und Kanzler Kurz den
Rücken frei.
Bild VdB: Von Peter Lechner - Press Photographer via wikipedia.org (CC BY-SA 4.0)
8 |
Instrumentalisierung einer Krise
Im Kielwasser einer Krise lassen sich still und heimlich Fakten schaffen und
Weichen für die Zukunft stellen. Ein Gastkommentar von Susanne Fürst
Schwerpunkt
Eine Regierung muss bei Auftauchen eines
neuartigen, sich schnell ausbreitenden
Virus, dessen Gefährlichkeit noch
schwer einschätzbar ist, handeln. Sie muss sich
rasch ein umfassendes Bild von der Lage machen,
sich für eine Strategie entscheiden und
Maßnahmen setzen. Kurz gesagt: Ihre Aufgabe
liegt in der Bekämpfung der Gesundheitskrise
mit geeigneten, nachvollziehbaren und
verhältnismäßigen Mitteln wie etwa Hygienevorschriften,
Veranstaltungsbeschränkungen,
Grenzkontrollen oder – im Extremfall - auch
einem Shutdown. Inwieweit hier Fehlentscheidungen
getroffen wurden oder gar vorwerfbare
Verhaltensweisen gesetzt wurden, wird
noch Gegenstand einer Überprüfung sein.
Es ist jedoch mit Sicherheit nicht die Aufgabe
einer Bundesregierung, eine zunächst unübersichtliche
Situation auszunützen, um übertriebene
Angst und Panik zu schüren und den
schmalen Grat von der Bekämpfung zur politischen
Instrumentalisierung der Epidemie zu
überqueren. Denn kaufen im Kielwasser einer Krise
lassen sich still und heimlich Fakten schaffen
und Weichen für die Zukunft stellen, welche in
Normalzeiten nicht – oder nur mit großem Widerstand
– möglich wären.
„Corona-App“ wirft viele Fragen auf
So wurden in den letzten Wochen die Menschen
in Österreich (und im Parallellauf in der
ganzen EU) dazu verführt, eine „Corona-App“
zu installieren, um die Nachverfolgbarkeit von
Kontakten mit Infizierten zu erleichtern. Im Falle
eines Kontakts erfolgt eine Verständigung per
SMS und die Empfehlung, sich in Selbstisolation
zu begeben. So weit, so gut. Doch was
ist, wenn der Arbeitgeber nicht mitspielt und
eine Kündigung ausspricht, wenn man ohne
eigene Krankheitssymptome zu Hause bleibt?
Was ist, wenn ein App-Nutzer die Warnung
ignoriert und weiterhin private und berufliche
Kontakte pflegt? Wird er dann wegen Gefährdung
anderer belangt? Was ist, wenn aus der
„Empfehlung“, sich im Falle eines Kontakts mit
einem Infizierten in Selbstisolation zu begeben,
plötzlich eine Verpflichtung wird? Zu bedenken
ist, dass man durch die Corona-App
die Souveränität
über die
eigenen Daten,
Kontakte
und über das
eigenverantwortliche Verhalten im Umgang
mit dem Virus verliert. Ein weiterer Aspekt ist
die Nutzung dieser Daten über das Corona-Virus
hinaus. Bei einer durch die App möglichen
Verknüpfung von Gesundheits-, Konsum-,
Kontakt- und Bewegungsdaten wird der Lebensstil
jedes Einzelnen sehr schnell gläsern.
Sind etwa Reisebeschränkungen oder der
(erzwungene) Ausstieg aus der Kranken- bzw.
der Krankenzusatzversicherung bei missliebigem
Verhalten wirklich völlig unrealistische
Szenarien? Ein sehr großes (Kranken-)Versicherungsunternehmen
spendete eine erhebliche
Summe für die Entwicklung der App.
Ohne Eigeninteresse?
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und bequem weiterlesen:
Bargeldloser Zahlungsverkehr
Ein ebenfalls im Namen von Corona verlaufender
Abbau der Souveränität der Bürger
erfolgt bei der Umstellung von Bargeld auf
bargeldlosen Zahlungsverkehr. Angeblich
aus Hygienegründen wird derzeit schleichend
das bei den Österreichern und Deutschen
nach wie vor beliebte Bargeld als
Zahlungsmittel verdrängt. Man muss sich nur
erinnern, wer dieses Ziel bereits seit Jahren
verfolgt: Brüssel, die EZB und die nationalen
Banken – und dafür haben diese Institutionen
auch handfeste Gründe. Wenn Geld nur
noch digital auf Konten vorhanden und damit
jede finanzielle Transaktion nachvollziehbar
ist, sind die Bürger in monetärer Hinsicht
vollkommen gläsern. Staat und Wirtschaft
erhalten Unmengen von Daten über unser
Konsumverhalten, da jeder Einkauf,
jede Anschaffung und Zuwendung dokumentiert
werden. Die Bürger haben
ohne Bargeld keine Möglichkeit, ihr
Erspartes – oder zumindest einen Teil
davon – vor Gebühren, Negativzinsen
oder vor genereller Besteuerung von
Transaktionen zu schützen. Nicht zuletzt
haben die Bürger keine Chance,
ihr Geld am Konto vor einem Staat,
der in wirtschaftliche Schwierigkeiten
schlittert, zu schützen.
österreichweit im
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Eine entwickelte Corona-App im
Verbund mit der Abschaffung des
Bargelds lässt Träume für Regierungen
und Großkonzerne wahr werden.
Der Bürger ist in dieser neuen
Normalität in jedem Fall der
Verlierer. II
Bild: Susanne Fürst ist
Rechtsanwältin. 2017 zog
sie für die FPÖ in den
Nationalrat ein. Bei den
Nationalratswahlen 2019
war sie Spitzenkandidatin
der Landesliste
Oberösterreich.
Fürst ist verheiratet und
hat zwei Kinder.
Bild: Im Zuge der Corona-Krise wurde die
Bevölkerung dazu aufgerufen, auf Bargeldzahlungen
möglichst zu verzichten.
| 9
Schwerpunkt
Gefährliche Vorbilder
Im Umgang mit dem Corona-Virus gelten Staaten wie China und Südkorea als
Vorbilder. Das bringt zahlreiche Gefahren mit sich. Anton Preinsack
Aus dem Inhalt:
+ 9/11 als Beispiel
+ Whistleblower warnt
+ Vorbild China
+ Vorbild Südkorea
+ Rückkehr zur echten
Normalität schwer
Dreh- und
Angelpunkt in
China ist der
digitale Ausweis
am Smartphone,
der im
öffentlichen
Raum vorgeschrieben
ist.
Über diesen
werden auch
Gesundheitsdaten
abgefragt.
Überwachung der Bevölkerung und
Einschränkung der Privatsphäre
verbindet man normalerweise mit
totalitären Staaten. Im Kampf gegen die Corona-Pandemie
setzen nun auch Regierungen
westlicher Demokratien auf mehr oder
weniger autoritäre Maßnahmen. Die Gefahr:
Totalitäre Strukturen könnten die Pandemie
überleben.
Ein gutes Beispiel sind die USA und 9/11.
Schon kurz nach den Terror-Anschlägen auf
das „World Trade Center“ und das Pentagon
unterzeichnete der damalige Präsident
George W. Bush den „Patriot Act“, ein umfangreiches
Paket von Überwachungs-
und
Kontrollgesetzen. Unter anderem wurde die
US-Bundespolizei FBI dazu ermächtigt, Internet-
und Telefonprovidern private Kommunikations-
und Stammdaten abzuziehen. Auch
die Befugnisse von Geheimdiensten und Polizei
wurden massiv ausgeweitet, die Grenze
zwischen Auslandsaufklärung und Ermittlung
im Inland verwischt. Das führt in Folge unter
dem Deckmantel der Terrorbekämpfung zu
sehr weitreichenden Abhör- und Spionageaktionen
bei US-Bürgern und – noch folgenschwerer
– bei Staatsbürgern und Politikern
anderer Nationen.
Der Whistleblower und ehemalige NSA-Mitarbeiter
Edward Snowden brachte diese
dunkeln Machenschaften 2013 schließlich an
die Öffentlichkeit und löste damit einen weltweiten
Skandal und eine weitreichende Debatte
über Datenschutz und Überwachung
aus.
Warnungen eines Whistleblowers
Snowden ist es auch, der nun in der Corona-Krise
eindringlich vor Überwachungsmaßnahmen
warnt. Während eines Video-Interviews
beim Copenhagen International Film Festival
2020 brachte er die Sorge zum Ausdruck, dass
Behörden Überwachungsmethoden auch
dann aufrechterhalten könnten, wenn das
Corona-Virus besiegt ist. Ursprüngliche Notfallmaßnahmen
könnten weiterbestehen und
auch für andere Zwecke genutzt werden, etwa
um unliebsame Oppositionelle zu bekämpfen.
Speziell die Kombination von Überwachung
mit Künstlicher Intelligenz macht dem ehemaligen
NSA-Mitarbeiter dabei Sorgen.
Info-DIREKT jetzt k
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Obwohl Edward Snowden die Gefahr des
Corona-Virus nicht generell bestreitet, sieht
er Überwachungsmaßnahmen keinesfalls als
Teil der Lösung. Denn die könnten schnell
kommen, um zu bleiben.
österreichweit im
Zeitschriftenhandel bestelle
oder in einer von über 100
kaufen
Is Big Brother watching you?
Tatsächlich setzen seit dem Ausbruch der
Pandemie weltweit immer mehr Staaten auf
mehr oder weniger umfangreiche Überwachungsmethoden,
um das Virus zu stoppen.
Spitzenreiter bei der restriktiven Bürgerüberwachung
ist nach wie vor die kommunistische
Regierung in China. Dreh- und Angelpunkt
ist dort der digitale Ausweis am Smartphone,
der schon zuvor im öffentlichen Raum vorgeschrieben
war. Über diesen kann nun auch
der Gesundheitszustand des Handy-Besitzers
abgefragt werden, ebenso ob ein Kontakt mit
Infizierten stattgefunden hat. In so einem Fall
wird man sofort benachrichtigt und in eine
verpflichtende Quarantäne geschickt. Zusätzlich
setzt die chinesische Regierung ein
dichtes Netz von Überwachungskameras mit
modernster Gesichtserkennungstechnologie
ein. An öffentlichen Orten werden diese in
Verbindung mit automatisierten Fiebermessungen
genutzt, um mögliche Erkrankte zu
identifizieren. Selbstredend werden die digitalen
Handy-Ausweise mit den verknüpften
auf www.info-direkt.eu abo
Wer unabhängiger Journalism
muss diesen auch untersützen
10 |
Schwerpunkt
Gesundheitsdaten bei vielen Gelegenheiten
überprüft, etwa auch beim Betreten öffentlicher
Verkehrsmittel. Das Maß der Überwachung
hat in China also während der Corona-Krise
Dimensionen erreicht,
die selbst George Orwell in
seinem dystopischen Zukunftsroman
„1984“ nicht erahnen
konnte.
Nun könnte man natürlich einwenden,
dass China schon vor
der Corona-Krise ein totalitärer
Staat war. Das stimmt zwar, aber
auch im westlich orientierten und
demokratisch regierten Südkorea
greift man zum Eindämmen
der Pandemie auf ganz ähnliche
Maßnahmen zurück. Per Handy-Tracking
und Aufnahmen von
Überwachungskameras werden dort Daten
gesammelt und mit behördlichen Informationen
von Infizierten kombiniert. Nutzer können
anhand dieser Daten sofort sehen, wo sich bereits
angesteckte Personen aufgehalten haben
oder ob sie selbst Kontakt hatten. Rein technisch
sind das Überwachungsmaßnahmen, die
dem totalitären China in nichts nachstehen.
aufen
Vorbild Südkorea?
Dass gerade Südkorea in der EU als Vorbild
bei den Corona-Maßnahmen betrachtet wird,
sollte doch zu denken geben. In Europa geht
man in dieser Hinsicht auch wegen strengerer
Datenschutzbestimmungen zwar noch nicht
so weit, aber es gibt auch in der EU bereits
Bestrebungen, eine effektivere und vor allem
länderübergreifende Überwachung in der
Corona-Krise zu ermöglichen. Bis dato ist es
so, dass jeder Mitgliedsstaat bei der krisenbedingten
Bürgerkontrolle sein eigenes orwellsches
Süppchen kocht. Dabei kommen
sowohl unterschiedliche Apps zum Einsatz als
auch gesammelte Daten von Mobilfunk-Providern.
In Österreich erstellt etwa der Telekomanbieter
A1 für die Regierung Bewegungsstromanalysen
der Bevölkerung. Anonymisiert
wie man betont, aber auch anonymisierte
Daten können nachträglich wieder Personen
zugeordnet werden. Was die Tracking-Apps
nach südkoreanischem Vorbild betrifft: Hier
kommt in Österreich die nicht unumstrittene
„Stopp Corona App“ zum Einsatz, im Moment
noch auf freiwilliger Basis. Die EU möchte aber
noch einen Schritt weitergehen und pocht auf
einen einheitlichen technischen Standard namens
„Pan European Privacy Protecting Proximity
Tracing“ (PEPP-PT). Dadurch sollen die
Apps in den einzelnen Mitgliedsstaaten miteinander
kompatibel gemacht werden. Der
deutsche Außenminister Heiko Maas (SPD)
hat für diese EU-weite Bürgerüberwachung
schon mit Blick auf eine Lockerung der Reisebeschränkungen
geworben. So wie in Österreich
natürlich alles ganz freiwillig. Aber wie
rlesen:
n
Trafiken sofort
Bild China:gemeinfrei; Bild Stasi-Mann: freepik; Bild Snowden: Laura Poitras / Praxis Films via wikimedia.org (CC BY 3.0)
nnieren
us will,
!
Der brave
EU-Bürger
darf sich dann
aussuchen, ob
er auf Überwachung
oder
Reisefreiheit
verzichtet.
„freiwillig“ ist die Installation einer App, wenn
diese mit anderen Freiheiten verknüpft ist? Im
Endeffekt darf sich der brave EU-Bürger dann
also aussuchen, ob er auf Überwachung oder
Reisefreiheit verzichtet. Also in
etwa, ob man Pest oder Cholera
bevorzugt, um im Pandemiebereich
zu bleiben.
Büchse der Pandora
Fazit: Ist die Büchse der Pandora
erst einmal geöffnet, ist das
Zurückkehren zum „Ausgangspunkt“
schwierig und von den
Regierenden oft gar nicht mehr
gewollt. Kein Wunder, denn rein
technisch gesehen lässt sich
ein umfassend überwachtes
Volk viel leichter regieren und
lenken. Die von Bundeskanzler
Kurz viel beschworene „neue Normalität“
während und nach der Corona-Krise könnte
für die Bevölkerung auch mehr Überwachung
und weniger Privatsphäre bedeuten. Oder, um
es mit Edward Snowden zu sagen: „Ich möchte
nicht in einer Welt leben, in der alles, was ich
tue und sage, aufgezeichnet wird.“ Dem ist eigentlich
nichts hinzuzufügen. II
Völlig neue Überwachungsmöglichkeiten
Mittlerweile gibt es für Staaten und große Konzerne Möglichkeiten
zur Bürgerüberwachung, die neben einigen Vorteilen auch zahlreiche
Gefahren mit sich bringen. Hier eine kleine Auswahl davon:
- Mit Spezialkameras und Künstlicher Intelligenz will ein Tiroler Unternehmer
die Datenlücken bei der Handy-Überwachung schließen. Das neue System
soll in Echtzeit auswerten können, wie viele Personen sich an öffentlichen
Plätzen befinden und in Autos etc. unterwegs sind.
- Weil Forscher festgestellt haben, dass patriotische Parteien in Gegenden
mit schneller Internetverbindung größere Wahlerfolge feiern, überlegt man
beim „Tagesspiegel“ nun, ob man das „Problem mit der AfD“ lösen könnte,
indem man die Geschwindigkeit des Internets dort drosselt oder nicht
gleich gänzlich kappen könnte.
- In Singapur sorgt Roboterhund „Spot“ für die Einhaltung der
Mindestabstände zwischen Menschen in Parks
- Mithilfe Künstlicher Intelligenz sollen Drohnen in Zukunft in der Lage
sein vermisste Personen auf Wald- und Wanderwegen selbstständig
zu suchen. Während der Corona-Krise wurden die Tiroler Alpen
noch von Hubschraubern kontrolliert, ob die Menschen die
Ausgangssperren einhielten, auch das könnte sich damit
ändern.
- Bereits 2016 berichtete der „Standard“, dass ein
bereits im Einsatz stehender Kampfroboter in der
Lage sei, selbstständig zu entscheiden, wen er
tötet. Die Funktion des von Samsung entwickelten
„SGR1“ sei jedoch noch nicht freigeschaltet.
An ähnlichen Waffen zur „chirurgischen
Kriegsführung“ wird bereits
lange gearbeitet. In Verbindung
mit dem „Sozialkredit-System“
in China (siehe Seite 26)
steuern wir auf spannende
Zeiten zu. II
Bild: Obwohl
Whistleblower Edward
Snowden die Gefahr
des Corona-Virus nicht
generell bestreitet, sieht
er Überwachungsmaßnahmen
keinesfalls als
Teil der Lösung. Denn die
könnten schnell kommen,
um zu bleiben.
| 11
Schwerpunkt
Info-DIREKT: Wie ist das Rote Kreuz
auf die Idee gekommen eine App zu
entwickeln?
Rotes Kreuz: Bereits zu Beginn der
Pandemie hat sich das Rote Kreuz intensiv
damit beschäftigt, wie die Ausbreitung
gestoppt werden kann. Wirksames
Kontaktmanagement ist hier der Schlüssel.
Apps sind hier ein hilfreiches Werkzeug.
Wir haben bereits viele positive
Erfahrung mit der Nutzung der „Team
Österreich App“ gemacht. Daher war es
naheliegend auch in der jetzigen Situation
die Vorteile von Apps gegen die
Ausbreitung des Coronavirus zu nutzen.
Die „Stopp Corona App“
Info-DIREKT hat beim Roten Kreuz nachgefragt, wie es auf die Idee
zur „Stopp Corona App“ kam und von wem diese finanziert wird.
Weltweit nutzen viele Regierungen die Corona-Krise
auch dazu, um die Überwachung ihrer
Bürger voranzutreiben. In Österreich wurde dazu
vom Roten Kreuz eine entsprechende App präsentiert.
Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) wollte
eine verpflichtende Nutzung dieser Anwendung.
Kanzler Kurz sprach sich dafür aus, dass jeder, der
diese App nicht habe, einen Schlüsselanhänger mit einer ähnlichen Funktion verwenden
solle. Nachdem der Widerstand gegen diese App zu groß geworden war,
ruderten die Regierung mit ihrem Vorschlag wieder zurück. Die Nutzung soll nun
auf freiwilliger Basis erfolgen. Hinterfragenswürdig bleibt die App aber trotzdem,
deshalb haben wir Mitte April dem Roten Kreuz ein paar Fragen dazu gestellt.
Ziemlich beste Freunde
Das Rote Kreuz organisiert nicht nur die „Stopp
Corona App“, sondern für die Bundesregierung
auch die Medienkampagne „Schau auf Dich. Schau
auf mich“ zur Corona-Eindämmung. Dafür hat die
Regierung ca.15 Millionen Euro an Inseratengeldern
ausgegeben. Interessant dabei ist, dass das Rote Kreuz
zur Durchführung der Kampagne Werbeagenturen
beauftragte, die teilweise auch aus dem Umfeld von
ÖVP und Grünen stammen. Christian Hafenecker
(FPÖ) dazu: „Dass die Rechte für diese Infokampagne
beim Roten Kreuz liegen, dient offenbar der
Umgehung gesetzlicher Ausschreibungen.“
Info-DIREKT: Als Rotes Kreuz sind Sie
in zahlreichen Bereichen tätig. Seit
wann beschäftigt sich das Rote Kreuz
auch mit der Entwicklung von Apps?
Rotes Kreuz: Das Rote Kreuz nutzt bereits
seit längerem Apps sehr erfolgreich.
Im Juli 2018 ist die „Team Österreich
App“ gestartet, die über viele
verschiedene Funktionen verfügt und
laufend weiterentwickelt wurde. Die
Team Österreich App bietet wesentliche
Vorteile in der Kommunikation,
Registrierung und Koordination von
Freiwilligen, aber auch in der Information
und Vorbereitung für den Katastrophenfall
der Bevölkerung. Das Rote
Kreuz startete am 9. März mit der Entwicklung
der Stopp Corona App.
Info-DIREKT: Hat das Rote Kreuz eine
eigene Abteilung, die an der Entwicklung
der App arbeitet?
Rotes Kreuz: Nein. Das Rote Kreuz ist
eine Einsatz- und Hilfsorganisation. Bei
der Entwicklung von Apps arbeiten wir
mit externen Partnern zusammen, die
auf Apps spezialisiert sind. Die Stopp
Corona-App wurde von „Accenture Österreich“
entwickelt und programmiert.
Info-DIREKT: Eine umfangreiche und
datenschutzrechtliche App zu entwickeln,
kostet viel Geld. Wie finanziert
das Rote Kreuz das?
Rotes Kreuz: Finanziert wird die gesamte
Entwicklung der „Stopp Corona-App“
über eine Spende der „UNIQA
Privatstiftung“. Wir möchten festhalten,
dass es zu keinem Zeitpunkt zu einer
Übermittlung von Daten, die im Zuge
der Nutzung der Stopp Corona-App
verarbeitet werden, an die UNIQA
kommt.
Info-DIREKT: Weshalb
wird man, wenn man sich
die App herunterlädt,
auch danach gefragt, ob
die App auf das Mikrophon
des Smartphones
zugreifen darf?
Rotes Kreuz: Das ist
nötig, um Smartphones
in der Nähe verorten zu
können. Die „Stopp Corona
App“ nutzt dazu die
Google-Nearby-Technologie.
Um räumliche
Distanzen zwischen potenziellen
Handshakepartnern zu ermitteln,
sendet das Smartphone für den
Menschen nicht hörbare Ultraschalltöne
aus, die von den Mikrofonen anderer
Nutzer in ihrer Nähe registriert werden.
Dieser Vorgang benötigt für die Kommunikation
zwischen Geräten keine Internetverbindung
und überträgt dabei
keine personenbezogenen Daten an
Dritte. Diese Technologie kommt dann
zum Einsatz, wenn User den digitalen
Handshake manuell durchführen. Ist der
automatische Handshake aktiviert, erfolgt
das über Bluetooth.
Info-DIREKT: Kritiker meinen, dass die
App zur Überwachung der Bürger missbraucht
werden könnte und dass das
Rote Kreuz nur dazu dient, um Vertrauen
zu schöpfen.
Rotes Kreuz: Die „Stopp Corona App“
dient einzig und allein dem Ziel, die Ausbreitung
des Virus zu stoppen und so
die Bevölkerung zu schützen. Vorwürfe
wie diese sind falsch, die App wurde
nach sehr strengen Datenschutzkriterien
entwickelt, somit ist jeglicher Missbrauch
von vorneherein ausgeschlossen.
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muss diesen auch untersützen!
Datenschutz ist dem Roten Kreuz ein
großes Anliegen. Deshalb haben wir
die App so gestaltet, dass sie möglichst
wenig Daten erfasst. Unser Anspruch
ist, dass wir die User grundsätzlich nicht
identifizieren können, solange sie keine
Infektion melden - nur dann erfassen wir
für 30 Tage ihre Mobiltelefonnummer,
um missbräuchliche Meldungen möglichst
verhindern zu können. Auch bekannte
Datenschützer haben die Stopp
Corona-App positiv bewertet.
Zur Nutzung der App müssen keine
personenbezogenen Daten angegeben
werden. Die Kontakte der User
werden lediglich auf deren Endgerät
gespeichert. Sie sind dem Roten Kreuz
nicht zugänglich und es können keine
Rückschlüsse auf Begegnungen
gezogen werden. Meldet man sich
als erkrankt, fragen wir nach der Handynummer
und senden eine TAN als
Bestätigung. Bei einer Erkrankung bekommen
alle in der Kontaktkette eine
anonymisierte Meldung. Personenbezogene
Daten, wie Name oder Handynummer
der Erkrankten, werden
hierbei nicht weitergegeben. II
Bild: freepik, Bildschirmfoto von Rot-Kreuz-App, Bildkomposition: Info-DIREKT
12 |
Jetzt reicht‘s! -
Allianz gegen den Corona-Wahnsinn
Schwerpunkt
Die Bürger haben ein Recht auf Freiheit, Sicherheit und Planbarkeit ihres Lebens!
Wir fordern von der Bundesregierung die
sofortige Rückkehr zur echten Normalität
durch die Umsetzung folgender Maßnahmen:
Voller Schadenersatz für Umsatz-Einbußen, wie im Epidemiegesetz vorgesehen
Echte Unterstützung anstatt Stundungen
Arbeitsplatzgarantie für die Arbeitnehmer
Gezielter Schutz für Risikogruppen und medizinisches Personal
Sicherung der medizinischen Vollversorgung in Österreich
Hochfahren der gesamten Wirtschaft ohne Einschränkungen
Sofortige Genehmigung von Sport-, Kultur- und Brauchtumsveranstaltungen
Aufhebung der Einschränkungen für die Benutzung von Sport- und Freizeitanlagen
Jetzt hier unterschreiben
oder online auf www.coronawahnsinn.at
Name
Adresse
Geb. Datum
Unterschrift
Mit Ihrer Unterschrift unterstützen Sie die Petition „Jetzt reicht´s! - Allianz gegen den Corona-Wahnsinn“ und stimmen zu,
dass die von Ihnen angegebenen personenbezogenen Daten zum Zweck der Petition verarbeitet werden.
Bitte senden Sie das ausgefüllte Formular an:
Freiheitliche Partei Österreichs, Friedrich-Schmidt-Platz 4, 1080 Wien
Bild: © Parlamentsdirektion / Thomas Jantzen; Bild ÖVPler im Parlament: Bildschirmfoto der ORF-Liveübertragung aus dem Parlament.
Die Maske als Symbol des Corona-Wahnsinns
Interview mit der Medizinerin und FPÖ-Nationalratsabgeordneten Dagmar Belakowitsch
Info-DIREKT: Sie haben einen Kollegen der
ÖVP vorgeführt, der mit seiner Gesichtsmaske
vor Ihnen quasi das Rednerpult abgewischt
hat. Eine spontane Idee
oder war das geplant?
Dagmar Belakowitsch: Mir ist
das schon von Anfang an immer
wieder aufgefallen. Erstens tragen
die ÖVP-Politiker die Masken
nur, wenn Kameras in der
Nähe sind. Sogar der Innenminister,
der die Bürger gerne „Lebensgefährder“
schimpft, war im
Innenausschuss die ganze Zeit
ohne Maske. Kaum hat er ein Selfie mit einem
Parteifreund gemacht, waren beide maskiert.
Und dann ziehen die ÖVP-Abgeordneten ihre
Masken dauernd über die Nase oder gar bis
an den Hals herunter. Oder sie nehmen sie ab
und legen sie auf die Tische oder aufs Rednerpult.
Hätte die Angstpropaganda des Kanzlers
bei mir gefruchtet, dürfte ich nach so einem
Kollegen gar nicht mehr reden, so viele Viren
wie der mir hinterlassen hat.
Info-DIREKT: Aber das ist doch eigentlich nur
eine Nebensache, verglichen mit allen anderen
Begleiterscheinungen der Corona-Krise.
Belakowitsch: Sicherlich. Die großen Themen
sind die Massenarbeitslosigkeit und die
Firmenpleiten, die die Regierung
mit ihrer Almosenpolitik
Die ÖVP wollte
die Masken, um
dem Virus ein
Gesicht zu
geben.
auslöst. Oder die Gesundheitskrise
abseits von Corona,
wo lebenswichtige Operationen
verschoben wurden.
Oder die massiven Grundrechtseinschränkungen
bis
hin zu den unverhohlenen
ÖVP-Träumen vom totalen
Überwachungsstaat. Aber
der Umgang mit der Maske durch die Regierungspolitiker
ist ein Symbol. Die ÖVP wollte
die Masken, um dem Virus ein Gesicht zu
geben, damit sich die Menschen noch mehr
davor fürchten. Nach all den
Pannen und Peinlichkeiten,
die Kurz und Co. sich mittlerweile
geleistet haben,
ist die Gesichtsmaske jetzt
eher das Symbol des Corona-Wahnsinns,
dem die
schwarz-grüne
verfallen ist. II
Regierung
j
j
j
Bezahlte Anzeige
Bild: Fast drei Millionen
Nutzer auf Facebook
und YouTube haben
bisher die Rede der FPÖ-
Abgeordneten Dagmar
Belakowitsch gehört, in
der sie ÖVP-Mandatare
wegen ihres unsachgemäßen
und unhygienischen
Umgangs mit
der Gesichtsmaske der
Lächerlichkeit preisgibt.
| 13
Schwerpunkt
Bild: Die Regierungen
in Deutschland und
Österreich bestehen darauf,
dass sich zukünftig
mehr Menschen gegen
die Grippe und sobald
als möglich auch gegen
Covid-19 impfen lassen.
In Graz wurde bereits
ein Probebetrieb für
Massenimpfungen eingerichtet.
Bild: Wie bei vielen
anderen gegen
die Verbreitung des
Corona-Virus getroffenen
Maßnahmen fehlen
auch für eine überrasche
Zulassung eines
Impstoffes wissenschaftliche
Daten, die die tatsächliche
Gefährlichkeit
des Virus bestätigen
würden.
Manipulationsversuche
Derzeit gibt es keine Rechtfertigung für eine Zwangsimpfung.
Es ist nicht wirklich geklärt, wem eine
Impfpflicht finanziell oder machtpolitisch
am meisten nutzt. Dass eine
Impfung gegen SARS-CoV-2, also den Erreger
der Covid-19-Krankheit, nach erst kurzer
Forschungszeit zahlreiche Gefahren mit sich
bringt, wird wohl kein seriöser Wissenschaftler
leugnen. Bereits seit 2003 wird an einer
Impfung gegen Corona-Viren gearbeitet –
ohne Erfolg. Das neue Virus in seiner heutigen
Form existiert angeblich erst seit Ende
2019. Die Erforschung eines Impfstoffes wird
dadruch zusätzlich erschwert.
Wer dagegen ist, wird verunglimpft
Von einer angeblichen „Mehrheit für Impfpflicht“
konnte man in nahezu jedem heimischen
Medium lesen. Falls jemandem Ähnlichkeiten
in den Texten auffielen, die Inhalte
stammten vom üblichen Copypaste-Journalismus
der Presseagentur „APA“. Dabei
kaufen
scheint besonders wichtig zu sein, gleich im
ersten Absatz zu betonen, dass „FPÖ-Wähler“
sich „deutlich gegen eine Impfpflicht“ aussprechen
würden. Alle anderen, „die Guten“,
natürlich nicht. Herausgefunden hätte diese
vorgebliche Mehrheitsmeinung das Meinungsforschungsinstitut
„Unique Research“
im Auftrag des „Profil“. Das Nachrichtenmagazin
„Profil“ gehört seit Ende 2019 wieder
zu 100 Prozent dem Kurier, dem Verlagshaus
von Raiffeisen, Funke-Gruppe und
René Benko. Das Umfrageunternehmen
wurde 2014 vom ehemaligen
SPÖ-Bundesgeschäftsführer
Josef Kalina gemeinsam mit Peter
Hajek gegründet.
Fehlende Detailinformationen
Das „unabhängige“ Magazin hat
also dafür bezahlt, dass die „unabhängige“
„Unique Research“
Ein Kommentar von Michael Mayrhofer
ganze 500 Österreicher zum Thema Corona-Impfpflicht
befragt. Genaue Informationen
über die Zusammensetzung dieser Gruppe
erhalten wir, wie bei den meisten Umfragen,
nicht. Es würde sich um Österreicher über 16
Jahren handeln. Jedenfalls hätten bei dieser
Umfrage 30 Prozent der befragten Menschen
gesagt, sie wären „sehr“ für eine Impfpflicht,
25 Prozent wären „eher“ dafür. 28 Prozent der
Befragten würden eine Impfpflicht ablehnen.
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Wie aus „eher“ eine Zustimmung wird?
Was „eher dafür“ bedeutet und weshalb
es unbedingt eine Zustimmung sein muss,
erklären uns „Unique Research“ und „APA“
nicht. Über die bei der Umfrage verwendete
Fragestellung berichteten die meisten Medien
nicht. Diese Fragestellung lautete exakt:
„Wenn es einen Impfstoff gegen Corona gibt,
sollte es eine Impfpflicht für alle geben?“ Das
relativiert die angebliche Zustimmung ganz
beträchtlich, ohne über die Bedeutung eines
schwammigen „eher“ diskutieren zu müssen.
Dass die Menschheit von der ordentlichen,
regulären Zulassung eines solchen Imfpstoffes
noch viele Jahre entfernt ist, steht nämlich
auf einem anderen Blatt.
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muss diesen auch untersützen!
13 Jahre Entwicklungszeit!
Tatsächlich müsste ein Impfstoff erst einmal
punktgenau entwickelt werden, was bei einem
Virus, das ständig mutiert, laut erfahrenen
und preisgekrönten Wissenschaftlern
eher unwahrscheinlich ist. Danach beginnt
eine Zulassungsphase. Von der ersten Konzeption
eines Medikamentes bis zur Marktzulassung
vergehen im Durchschnitt mehr als
13 Jahre. Wir wollen nicht unterstellen, dass
dies jeder von „Unique Research“ Befragte
auch wusste. Aber der Form halber, wenn die
Frage nach einem „Impfstoff“ gestellt wird,
ist von einem ordentlich geprüften Wirkstoff
Bilder: freepik
14 |
Schwerpunkt
auszugehen. Der lange Weg dorthin wird
beispielsweise unter dem Titel „Der Weg
zum neuen Medikament“ auf den Internetseiten
der „forschenden Pharma-Unternehmen
(vfa.)“ beschrieben.
Menschen als Versuchskaninchen
In der Praxis wäre die Impfung mit einem
neuen Medikament, welches all diese Erprobungsphasen
nicht im Ansatz durchlaufen
hat, als grob fahrlässig bis kriminell einzuschätzen.
Die Menschen, welche sich einer
solchen Impfung unterziehen oder gar per
Zwang verordnet österreichweit im
bekämen, wären kaum
mehr als Versuchskaninchen. In diesem Zusammenhang
ist die Einschätzung des pensionierten
Mikrobiologen und Infektionsepidemiologen
Sucharit kaufen Bhakdi im mittlerweile
berühmten Interview auf ServusTV ein guter
Ansatzpunkt. Der Wissenschaftler, der sich
sein Leben lang mit genau diesen Fragen
beschäftigte, erklärte dabei kurz und präzise,
weshalb eine Impfpflicht im Falle von Corona
abzulehnen ist. Darüber hinaus kann man die
Nebenwirkungen ohne all die standardisierten
Methoden zur Analyse von Langzeitfolgen
nicht im mindesten abschätzen.
Ist denn wirklich Gefahr im Verzug?
Wer damit argumentiert, dass Gefahr im
Verzug wäre, wird wohl nicht ganz
die Wahrheit sagen. Denn die Sterblichkeit
an Covid-19 mag zwar einige
traurige Todesfälle produziert haben,
liegt weit abgeschlagen hinter vielen
anderen Todesursachen. Während in
Österreich 629 Menschen vorgeblich
an Covid-19 verstarben, starben im
selben Zeitraum 7.572 Menschen an
Herzerkrankungen und 4.872 Menschen
an Tumoren. Sogar an den Folgen von
Diabetes verstarben mehr Menschen, nämlich
924. Eine Übersterblichkeit hinsichtlich
Corona ist bislang zumindest in Österreich
und Deutschland nicht eindeutig bewiesen
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oder in einer von über 100 Trafiken sofort
worden. Die meisten Statistiker gehen davon
aus, dass eine solche wenn überhaupt
dann erst in Zukunft nachgewiesen werden
könne. Die Todesfälle „normaler“ Grippewellen
lagen jedenfalls deutlich über jenen
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von Covid-19. Wären große Teile der Bevölkerung
oder gar die ganze Menschheit
akut bedroht, wäre eine wenig erprobte
Pflichtimpfung vielleicht nachvollziehbar.
Doch bei der weitgehend abstrakten Bedrohungslage
und der sehr geringen Sterblichkeit
muss die Frage nach den tatsächlichen
Hintergründen für einen plötzlichen Impfzwang
wohl gänzlich anders beantwortet
werden. II
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Bild: Mit einseitiger
Berichterstattung und
fragwürdigen Umfragen
versuchen etablierte
Medien den Bürgern
das Impfen schmackhaft
zu machen. Falls diese
Propaganda nicht fruchtet,
haben sich bereits mehrere
namhafte Politiker für
Zwangsimpfungen ausgesprochen.
Absurder „Kampf gegen rechts“
Das „Bundesamt für Verfassungsschutz“ (BfV) im Einsatz gegen die Opposition
Bildschirmfotos von "RT Deutsch"
Während die Antifa-Gruppen
in Deutschland dazu aufrufen
Polizisten gezielt mit Corona anzustecken
und durch Plünderungen und
Anschläge „Produktionskreisläufe“
lahmzulegen, geht das deutsche Establishment
noch immer von einer erhöhten
Gefahr von rechts aus.
Im „Kampf gegen rechts“ wird nun immer
mehr der deutsche Verfassungsschutz
von der Regierung mutmaßlich
missbraucht, um gegen oppositionelle
Stimmen vorzugehen.
Alternative Fakten unter Beobachtung
So war der „Bild“-Zeitung zu entnehmen,
dass der Verfassungschutz nun den kritischen
Fernsehsender „RT Deutsch“
beobachtet. Auf Nachfrage von Info-DI-
REKT beim deutschen Verfassungsschutz,
ob diesbezügliche Medienberichte
stimmen würden, bekamen wir zur
Antwort, dass zu konkreten Beobachtungen
keine Auskünfte erteilt werden,
man könne uns also weder bestätigten,
noch dementieren, dass
„RT Deutsch“ beobachtet
werde.
So wie anderen Medien
auch wurde uns lediglich
bestätigt, dass „eine der
Prioritäten des BfV“ sei in
„einem fortlaufenden Monitoring“
zu beobachten inwieweit „die
Coronakrise“ von bestimmten Gruppen
„instrumentalisiert“ werde.
Nur eine Zeitungsente?
Wenn der Verfassungsschutz auch der
„Bild“-Zeitung keine weitere Auskunft
erteilt hat, liegt der Verdacht nahe, dass
sich die „Bild“-Journalisten aus dieser
Stellungnahme selbst etwas zusammengereimt
haben. Erschreckend ist,
dass diese mutmaßliche Zeitungsente
ungeprüft von fast allen großen Medien
übernommen wurde.
IfS wird tatsächlich beobachtet
Wenige Wochen nachdem die Medi-
Bild: Waren die Medienberichte, dass
„RT Deutsch“ vom Verfassungsschutz
beobachtet wird, frei erfunden?
en behaupteten hatten "RT Deutsch"
würde beobachtet, war denselben
Medien zu entnehmen, dass das „Instutit
für Staatspolitik“ (IfS) nun zum
Beobachtungsfall erklärt worden sei.
Wir nahmen deshalb erneut Kontakt
mit dem umstrittenen Amt auf und erfuhren,
dass dieses Mal die Information
korrekt sei.
Weshalb das BfV einmal Auskünfte zu
Beobachtungsfällen gibt und einmal
nicht, dürfte eine rein politische Entscheidung
sein. II
| 15
Alle Macht einem Gefühl?
Angst
Anstatt Schauergeschichten zu verbreiten, müsste der Staat seine Bürger mit Fakten
versorgen, damit diese selbst Bewertungen treffen können. Michaela Degenhart
Aus dem Inhalt:
+ Angst anstatt
Ehrlichkeit
+ Politisch gewollte und
ungewollte Angst
+ Unsicherheit und
Denunziation
+ Angst aus
psychologischer Sicht
+ Angst in der
Philosophie
Das Geheimnis der Freiheit ist der
Mut. Mit dieser Weisheit des antiken
Staatsmannes Perikles ist es derzeit
nicht weit her. Während
Freiheit und Mut eigentlich
politisch beliebte Wechsel
im Kampf um Stimmung und
Stimmen sind, ist Angst momentan
die gängige Münze
der regierenden Politik.
„Bald wird jeder jemanden
kennen, der an Corona gestorben
ist“, prophezeite Bundeskanzler
Sebastian Kurz Ende
März. Er konkretisierte also
die finstersten Prognosen, um
im Volk Angst zu verbreiten.
Die bloßen Corona-Zahlen,
die je nach statistischer Ausdrucksweise – in
Letalitätsraten von unter einem Prozent oder
in großen absoluten Zahlen der Todesopfer
unter Annahme einer hohen Durchseuchung
– sowieso mehr oder weniger bedrohlich
erscheinen, bekamen mit Kurz’ Einschüchterung
ein Gesicht. Wen trifft es? Den Bruder,
den Freund, den Vater, die Mutter, die
Ehefrau? Der Kanzler weckte die ureigene
Angst, einen Angehörigen zu verlieren oder
– schlimmer noch – an dessen Tod ursächlich
beteiligt zu sein.
Angst anstatt Ehrlichkeit
Hier war die Verbreitung der Angst Mittel
der Manipulation, um die Bürger die bittere
Medizin der Corona-Verordnungen herunterwürgen
zu lassen.
den Poltergeist im Keller in grellen Farben
auszumalen und ihn zum Bravsein aufzufordern,
sondern ihm Ängste zu nehmen, ohne
freilich auf Erklärungen und
Tatsachen zu verzichten. Der
Info-DIREKT
Der Kanzler
Bürger muss in die Lage versetzt
werden, auf Basis von
j
weckte die Angst, Fakten, die ihm die Regierung
zugänglich macht, Verordnungen
aus den Ministe-
einen Angehörigen
zu verlieren
und bequem
rien – sowie Risiken – selbst
zu bewerten. Das nennt man
oder – schlimmer Transparenz. Wie Selbstbe-
noch – dessen
Tod verschulden
zu können.
stimmung und Eigenverantwortung
ist sie wesentlich für
das nachhaltige Vertrauen für
den Erhalt einer funktionierenden
Demokratie.
Dass das Maß an Angst, das
man von höchster Stelle streut, kein Indiz für
österreichweit im
Zeitschriftenhand
oder in einer von
kaufen
Ehrlichkeit ist, sondern politischem Kalkül unterliegt,
zeigt der Vergleich zu einem Ereignis
im November 2015, kurz nach den Anschlägen
in Paris. Damals sagte der deutschen Innenminister
Thomas de Maizière (CDU) nach
der terrorbedingten Absage eines Fußballländerspiels
auf die Frage nach den konkreten
Gründen: „Ein Teil dieser Antworten würde
die Bevölkerung verunsichern.“
auf www.info-direk
Politisch gewollte und ungewollte Angst
Angst ist auch in anderer Hinsicht ein entscheidendes
Instrument im politischen Betrieb:
Den „besorgten Bürgern“, die sich seit
2015 immer wieder zu den negativen Entwicklungen
einer unkontrollierten Massenzuwanderung
artikuliert haben, unterstellte
man über eine vernunftwidrige Haltung hi-
Der mündige Bürger aber hat Wer etwas anderes
verdient als jene Infantilisierung, die ihm krankhafte Angststörung. Mit dieser Patho-
unabhängiger naus Phobien, also eine therapiewürdige Jo
mögliche Szenarien als Schauergeschichten logisierung wird eine Bewertung, ob Sorgen
präsentiert. Vater Staat ist nicht dazu da, ihm berechtigt oder unberechtigt sind, ob die
muss diesen auch unt
Bild: Anstatt die Bürger mit Informationen zu versorgen, verbreitete Kanzler
Sebastian Kurz (ÖVP) gezielt Ängste. Wer sich während der Corona-Krise nicht
vor dem Virus fürchtete, musste Angst haben als „Lebensgefährder“ von seinen
Nachbarn denunziert und von der Polizei bestraft zu werden. Die unsichere
Rechtslage in vielen Bereichen des täglichen Lebens verstärkte die allgemeine
Verunsicherung zusätzlich.
Bild Kurz: Info-DIREKT
16 |
Schwerpunkt
Politik versagt oder nicht, obsolet. Wir sehen:
Angst kann den Tonangebern in Parlamenten
und Redaktionen für eine politische Agenda
dienlich sein, sei es, dass sie direkt geschürt
wird („Ich will, dass ihr in Panik geratet.“ Greta
Thunberg), sei es, dass sie als Klassifikation
benutzt wird, um abweichende Meinungen
abzutun. In jedem Fall ist sie geeignet, den
demokratischen Diskurs zu unterdrücken.
Unsicherheit und Denunziation
Wenn Mut die Bedingung für Freiheit ist, geht
mit dem Gegenteil, der Angst, ein Verlust an
Freiheit einher. Nicht nur die Bewegungsfreiheit
ist massiv eingeschränkt worden, auch
die Meinungsfreiheit erleidet Einschnitte.
Wer eine andere Ansicht als der Kanzler vertritt,
wird von ihm schon einmal als „dumm“
bezeichnet, wer auf der Verfassungsmäßigkeit
der Corona-Bestimmungen beharrt, der
übt sich laut Kurz in „juristischen Spitzfindigkeiten“.
etzt kaufen
Es finden sich Hilfssheriffs, die sich einen Erziehungsauftrag
anmaßen und diesen mindestens
durch böse Blicke bei renitenten Mitbürgern
durchzusetzen versuchen, im Zweifel
weiterlesen:
aber den Notruf wählen, wenn sich haushaltsfremde
Besucher beim Nachbarn sehen lassen.
Auf wie viele soziale Kontakte (die, der
offiziell kommunizierten Lesart zum Trotz, im
privaten Bereich nie verboten waren!) wurde
aus Angst vor Denunziation in den letzten Wochen
verzichtet? Und mit welchen Einschränkungen
ging die Angst einher, gegen eines
der mit Absicht undurchsichtig formulierten
Gebote zu verstoßen? Die gesundheitlichen
Folgen der durch solche Ängste selbst verhängten
Isolation sind noch genauso wenig
Angst aus psychologischer Sicht
Und man darf auch nicht vergessen, dass
Angst einen entwicklungsgeschichtlichen
Nutzen hat. Das autonome Nervensystem
reagiert auf Angst mit erhöhter Aktivität – ein
überlebenswichtiger Mechanismus, um Gefahren
mit Aufmerksamkeits- und Handlungspotenzial
sowie gesteigerter Leistungsfähigkeit
zu begegnen. Allerdings scheint die im
zentralen Nervensystem sitzende, vermutlich
genetisch programmierte und an Instinkte
gebundene Angst bei kollektiven und zeitlich
entfernten Gefahren ihren Funktionen nicht
immer gerecht zu werden. Anteil daran haben
verbreitete Bilder und Meldungen. Die
Psychologie weiß, dass die Risikobewertung
mit fehlerbehafteten „Verfügbarkeitsheuristiken“
– welche Bilder und Schemata sind im
Gedächtnis präsent? – zu tun hat: Gefahren,
über die in Massenmedien ausführlich gesprochen
wird (etwa Flugzeugabstürze, Naturkatastrophen),
werden im Gegensatz zu
real wahrscheinlicheren Bedrohungen (Herzinfarkt,
Diabetes, Verkehrsunfall)
überschätzt.
Angst in der Philosophie
Die Philosophie als Vorgängerdisziplin
der Psychologie versucht
sich seit jeher ebenfalls
an der Angst, die etymologisch
übrigens zur indogermanischen
Wortgruppe um „eng“ gehört
und damit auf physische und
psychische Bedrängung weist.
Stoiker und Epikureer etwa
sahen in Angst und Furcht
künstliche Emotionen, denen
man mit größtmöglicher
Gelassenheit begegnen
oder die man gar nicht
zur Kenntnis nehmen soll.
Zwei Jahrtausende später
schrieb der dem Rationalismus
zuzuordnende Spinoza:
„Die menschliche Ohnmacht
el bestellen
abzusehen wie die gesellschaftlichen Konsequenzen
von Misstrauen und Vereinzelung.
über 100 Trafiken sofort
Bild Mädel: freepik; Bild Greta: By Anders Hellberg via wikipedia.org (CC BY-SA 4.0); Bild Einwanderer: Von Bwag via wikipedia.org (CC BY-SA 4.0)
t.eu abonnieren
urnalismus will,
ersützen!
im Mäßigen und Einschränken
der Affekte nenne ich Unfreiheit.“ Der
dänische Philosoph Sören Kierkegaard näherte
sich 1844 dem „Begriff der Angst“ mit
Grimms Märchen „von einem, der auszog,
das Fürchten zu lernen“. Jeder Mensch, so
Kierkegaard, müsse das Fürchten lernen,
„um nicht ins Verderben zu geraten, entweder
weil er niemals in Angst gewesen ist
oder weil er in Angst versinkt; wer sich richtig
zu fürchten gelernt hat, der hat deshalb das
Höchste gelernt“.
Auch aus philosophischer Sicht gehört es
aber nicht zu den Aufgaben der Politik, die
Menschen das Fürchten zu lehren. Das Gefühl
der Angst, seine Einordnung und Beherrschung
bleibt jedem selbst existenzielle
Aufgabe. Im Rahmen der staatlichen Möglichkeiten
liegt es, Sicherheit und Freiheit zu
ihrer Bewältigung zu gewährleisten. II
Sowohl in Österreich als auch in Deutschland wurden
Dokumente geleakt, die zeigen, dass den
Bürgern bewusst Angst gemacht werden sollte.
Im deutschen Papier steht unter anderem, dass
man den Menschen Angst vor dem „Ersticken“
machen solle. Kindern sollen sich außerdem
davor fürchten, dass sie Schuld am Tod ihrer
Eltern sein könnten, wenn sie die Maßnahmen
der Regierung nicht befolgen. Der vom Kind
verschuldete qualvolle Tod der Eltern sei
nämlich „das Schrecklichste, was ein
Kind erleben kann“. Mehr dieser ganz
konkreten Empfehlungen aus dem
deutschen Innenministerium finden
Sie, wenn Sie „Wie wir COVID-19
unter Kontrolle bekommen“ bei
Google eingeben.
Bild: Während
Ängste vor „Erderhitzung“,
„einer rechten
Machtübernahme“
und „Killer-Viren“
vom Establishment
geschürt werden, gilt
es als verwerflich,
wenn man gegen
Massenzuwanderung,
das Wirtschaftssystem
und Freiheitseinschränkungen
Bedenken äußert.
Gezielte Angstmache auch in Deutschland
Mut ist das Geheimnis der Freiheit und Angst ist ihr Feind.
| 17
Interview
„Keine Alternative wie ein
Hund gechipt herumzulaufen!“
Interview mit dem Blog-Betreiber und Zahnarzt Jaroslav Belsky
Durch einen entstellenden Artikel im „Standard“ wurde ich auf den Wiener
Zahnarzt Jaroslav Belsky aufmerksam, der die Internetseite www.
coronadatencheck.com betreibt und in zahlreichen Videos alternative
Ansichten zu Corona zur Diskussion stellt. Am Telefon habe ich mit ihm unter
anderem darüber gesprochen, was er von dem „Standard“-Text über ihn hält und
was ihn als erfolgreichen Zahnarzt dazu bewegt hat in die Öffentlichkeit zu treten.
Jaroslav Belsky geht es beim Coronadatencheck um Aufklärungsarbeit, alles
andere interessiert ihn nicht, er spricht deshalb mit jedem. Selbiges trifft natürlich
auch auf Info-DIREKT und mich zu.
Info-DIREKT: Was dachten Sie sich,
als Sie den „Standard“-Artikel über
sich gelesen haben?
Jaroslav Belsky: Er bestätigte ein
Muster, von dem ich in
verschiedensten Videos
immer wieder auch
rede: „Wenn Du die
Fakten nicht angreifen
kannst, dann greife die
Person an, das ist einfacher!“
Viel mehr kann
man dazu eigentlich gar
nicht sagen, denn der
ganze Artikel, wie er gestaltet
ist, zielt darauf ab,
mich einfach schlecht
darzustellen – und das
wird uns bei dieser Krise
nicht weiterbringen.
Info-DIREKT: Ein Vorwurf
vom „Standard“ ist, Sie würden
Verschwörungstheorien verbreiten.
Belsky: Ich verstehe nicht, was eine
Verschwörungstheorie sein soll. Wir
haben Verschwörungspraktiken. Unsere
ganze Wirtschaft, unser ganzes Leben
ist eigentlich eine Absprache. Wir
haben hunderte Geheimdienste mit
tausenden Mitarbeitern, die werden
wohl keine Wollsocken stricken. Wir
haben eine Welt, in der Absprachen,
Hochkultur und dann macht es einen
Info-DIREKT
„Crash“. Wenn ich jetzt über die
jetz
Zukunft
der Menschen nachdenke und erkenne
dann so ein Muster, dass die Politik nie
das Ende einer Hochkultur abwenden
konnte, dann ist es vielleicht nicht unvernünftig
mal über den Tellerrand zu
blicken und sich zu fragen: Gibt es vielleicht
auch andere Möglichkeiten, wie
und bequem we
wir unser Zusammenleben organisieren
können? Stichwort: Schwarmintelligenz.
Beim Nachdenken über Muster geht es
nicht um Meinungen. Natürlich kann
es sein, dass ich durch mein Ego etwas
falsch sehe oder beurteile. Genau deshalb
teile ich meine Einschätzungen mit
anderen Menschen, nur so kann ich der
also „Verschwörungen“, etwas ganz
Normales sind. Der Ausdruck „conspiracy
theories“ ist von der CIA eingeführt
worden, um alternative Meinungen
abzuwürgen. Dass
man damit nach wie vor
arbeitet, bringt uns bei
Der Ausdruck
„conspiracy
theories“
ist von der
CIA eingeführt
worden, um
alternative
Meinungen
abzuwürgen.
Corona überhaupt nicht
weiter. Ich sage immer
wieder: Ja, ich kann Fehler
machen. Ich bin nur
ein „Pappenschlosser“
[umgangssprachlicher
Ausdruck für Zahnarzt].
Deshalb veröffentliche
ich kaufen
auch diese Muster
und lade jeden dazu
ein, wenn er ein anderes
Muster erkennt, das zu
sagen. Ich habe zu dem
Ganzen keine Meinung.
Info-DIREKT: Sie sprechen immer
über Muster. Was verstehen Sie darunter?
Belsky: Die Welt folgt beispielsweise
dem Muster: Ein paar wenige leben
gut, auf Kosten vieler. Einmal nennen
wir diese Menschen Clanführer,
dann nennen wir sie Monarchen, dann
nennen wir sie Diktatoren, dann Politiker.
Egal wie Du das benennen willst,
immer wieder entwickelt sich eine
Interview geführt von Michael Scharfmüller
österreichweit im
Erkenntnis näherkommen.
Zeitschriftenhandel bes
oder in einer von über
Info-DIREKT: Jetzt könnte man Ihnen
unterstellen, dass das ein sehr fatalistisches
Weltbild ist, wo man ohnehin
nichts ändern kann. Wenn man ohnehin
nichts ändern kann, warum sind Sie
dann mit dem Thema in die Öffentlichkeit
getreten?
Belsky: Fatalistisch sehe ich das nicht.
Wir dachten eine Zeitlang, wir müssten
Menschen mit „blauem Blut“ Burgen
und Schlösser bauen, und so schufen wir
eine Welt aus Burgen und Schlössern.
Wir denken zuerst die Welt und dann
erschaffen wir sie. Bisher erfolgte unser
Denken so klassischen Strukturen wie:
Wir gehen zur Wahl, wir wählen eine Partei
und die macht dann alles für uns. Die
Muster zeigen aber, dass das so nicht
funktioniert, sondern dass das Leben für
die Mittelschicht immer schwerer wird.
Der nächste Schritt wäre dann sich zu
überlegen, wie wir das ändern können.
auf www.info-direkt.eu
Wer unabhängiger Journa
muss diesen auch untersüt
Info-DIREKT: Als Zahnarzt könnten Sie
ein schönes Leben führen. Warum sind
Bild: Wer nicht auf Linie ist, wird diffamiert. Ein Beispiel dafür wie etablierte
Medien mit kritischen Menschen umgehen, stellt ein weder
namentlich noch als Kommentar gekennzeichneter Artikel im „Standard“
dar. Darin wird dem Zahnarzt Jaroslav Belsky (vom „Standard“ fälschlicherweise
als „F.“ bezeichnet) vorgeworfen, er würde „faktenfreie
Behauptungen“ aufstellen. Ebenso ohne einen Beleg dafür zu bringen,
werden kritische Journalisten wie Ken Jebsen und Udo Ulfkotte
als Verschwörungstheoretiker bezeichnet und Belsky durch Framing in
Zusammenhang mit „Staatsverweigerer“ gebracht und mutmaßlich ein
Konflikt zwischen dem Zahnarzt und der Ärztekammer heraufbeschworen.
18 |
Interview
Sie jetzt aus der Deckung gekommen?
Belsky: Zum einen, weil ich zwei Menschen
habe, die mich Papa nennen. Ich habe mittlerweile
das Gefühl, dass ich ihnen eine
Erde hinterlasse, die viel, viel schlechter
sein wird als die, die ich vorgefunden habe.
Zum anderen ist für mich keine Alternative
wie ein Hund gechipt herumzulaufen. Alle
Daten laufen nämlich bei Serverbetreibern
zusammen. Ich habe selbst einmal
ein Computerunternehmen
t
gehabt
kaufen
und ich weiß woran
Bill Gates seit Jahrzehnten
arbeitet.
Info-DIREKT: Woran arbeitet
Bill Gates?
iterlesen:
Belsky: Das geht alles in die
Richtung Weltregierung, Abschaffung
von nationalen Strukturen und
da weiß man, wohin das führt. Meine Eltern
sind aus einem Land geflohen, wo die Kommissare
in Moskau gesessen sind. Dann
haben wir die Kommissare in Brüssel sitzen
gehabt und jetzt geht es in eine Richtung,
da haben wir die Kommissare dann in Kalifornien
oder sonst wo sitzen. Das fühlt sich
nicht gut an.
Info-DIREKT: Was hat dann konkret dazu geführt,
dass Sie gesagt haben, jetzt äußere ich
mich öffentlich dazu?
Belsky: Das war die offizielle Story, wie Corona
angefangen hat. Ich habe Mitte Jänner
das erste Video „Corona-Virus-Veräppelung“
gemacht. Darin habe ich all die Punkte, die
der Mainstream nach Monaten nun zugegeben
hat, bereits genannt.
Info-DIREKT: Was sind das für Punkte?
Belsky: Beispielsweise, dass ein Virus nie die
Ursache für einen Tod ist. Jetzt ist herausgekommen,
dass alle Toten Vorerkrankungen
hatten. Dann ist herausgekommen, dass eine
Krankheit nie monokausal, sondern polykausal
ist, das heißt, dass viele Erreger isoliert
werden können. Das war von Anfang an klar!
Ich habe das erste Video gemacht, als ich gehört
habe, dass ein Ophthalmologe [Anm.:
Augenarzt] bei einem 80-jährigen Grippekranken
eine PCR veranlasst hat. Das ist bitte
so, als wenn ich als Zahnarzt bei einer Frau,
die zu mir kommt um sich die Zähne machen
zu lassen, einen Vaginalabstrich machen lasse.
Das macht keinen Sinn!
Info-DIREKT: Da sind Sie also hellhörig geworden?
Belsky: Ja, natürlich! Das sind Dinge, bei denen
sich jeder Arzt denken muss: Moment!
Ich habe auch in einem molekularbiologischen
Labor gearbeitet. Man hat gesagt, man
habe mit der PCR die Todesursache herausgefunden,
doch man kann mit einer PCR keine
Todesursache feststellen.
Info-DIREKT: Was ist ein PCR?
Belsky: PCR-Tests wurden für das Arbeiten
im Labor entwickelt, sie sind aber für eine
klinische Virologie völlig ungeeignet. Man
müsste die Viruslast bestimmen. Da gibt es
viele Unklarheiten, worüber ich, als ich das
allererste Mal davon gehört habe, das Video
„Corona-Virus-Veräppelung“ gemacht habe.
Darin habe ich mich noch darüber lustig gemacht,
weil ich mir gedacht habe, das ist eh
nur ein Blödsinn. Wenn ich
Das geht
alles in die
Richtung Weltregierung.
tellen
100 Trafiken sofort
abonnieren
lismus will,
zen!
gewusst hätte, dass das in
diese Richtung geht, hätte ich
viel genauer und besser aufgeklärt
und es weniger lustig
gestaltet.
Info-DIREKT: Wie gehen Sie
persönlich mit dem Druck
um, der jetzt auf Sie ausgeübt wird?
Belsky: Ich muss mein Verhalten natürlich
immer wieder evaluieren. Als ich mit dem
Studium fertig war, gab ich als Arzt einen
Schwur ab: „Ich gelobe, dass ich niemandem
schaden werde!“ Ja, wir leben in einer
verrückten Zeit, wo wir alle verdienen
müssen, aber ich will nicht nur verdienen,
sondern auch dienen. Es geht nicht um das-
Virus, da ist irgendetwas anderes im Busch.
Wenn hier eine neue Weltordnung ausgerufen
werden soll, habe ich kein Problem
damit, mich an die vordere Front zu stellen
und zu sagen: Ich will das nicht! Dass es da
Angriffe geben wird, damit habe ich gerechnet.
Info-DIREKT: Der „Standard“-Journalist
soll auch bei der Zahnärztekammer
angerufen haben. Zudem
hat er aus meiner Sicht mit seinem
Artikel mutmaßlich versucht Sie in
einem kriminellen Licht darzustellen.
Was sagen Sie dazu?
Belsky: Mit der Zahnärztekammer
habe ich ein gutes Auskommen, da
gab es bisher diesbezüglich keine
Probleme. Wieso sollte es auch Probleme
geben? Ich bin seit 20 Jahren
Zahnarzt. Wir sind in Österreich die
größte private Ordination. Ich habe es
zu einer der größten Ordinationen vielleicht
sogar in Europa geschafft. Wir haben
knapp 700 m2 Ordinationsfläche
und zigtausende Patienten. Wir
versuchen das Zahnleid zu beenden.
Was hat diese Expertise
damit zu tun, dass ich
mich bei Corona vielleicht
täusche. Wissen Sie, was
ich meine?
Info-DIREKT: Ich verstehe
das völlig. Wenn
man im Forum des
„Standard“ jedoch die
Jaroslav Belsky
(Jahrgang 1974) ist
ledig und Vater von
zwei Kindern im Alter
von 17 und 18 Jahren.
Sechs Jahre Studium
der Humanmedizin
und drei Jahre Studium
der Zahnmedizin.
Ausbildung zum
Zahnarzt und
Mund-, Kiefer- und
Gesichtschirurgen
absolviert. Zwei Jahre
Arbeit in einem
Molekularbiologie-
Labor.
Jaroslav Belsky
betreibt in Wien
eine der größten
Zahnarztordinationen
Österreichs:
denta-beaute.com
Mehr Informationen zu
seiner Aufklärungsarbeit
finden Sie hier:
coronadatencheck.com
| 19
Interview
Bild: In seinen Videos
spricht der Wiener
Zahnarzt nicht nur über
Corona-Themen, sondern
auch über zahlreiche
andere. Auf YouTube können
Sie sich selbst ein Bild
davon machen, einfach
seinen Namen dort eingeben.
Bild: Walter Friedl ist
stellvertretender Leiter
der „Kurier“-Außenpolitik.
In einem Kommentar
forderte er eine Art
Weltregierung um die
Corona-Krise zu bekämpfen.
Würde Friedl nicht für
den Kurier, sondern für
ein alternatives Medium
arbeiten, würde er wohl
bald auch als „Verschwörungstheoretiker“
diffamiert.
Kommentare liest, ist der
Ruf nach einem Berufsverbot
für Meinungsabweichler
jedoch schon
sehr laut.
Belsky: Das kann man
ja auch thematisieren:
Angenommen, ich habe
mich mit meinen Aussagen
getäuscht, dann
sind 20 Jahre berufliche
Arbeit weg und ich ausgeschaltet.
Was ist denn das dann für eine
Demokratie? Würde diese
Vorgehensweise dann nicht
dafürsprechen, dass es gar
nicht um das Virus geht? Angenommen,
ich hätte mich
getäuscht und es werden
noch viele Leute an Corona
sterben. Wie kann so eine
Aussage 20 Jahre tagtägliche
Arbeit auslöschen? Leute,
wenn Ihr mich deswegen
aus der Zahnarztkammer
ausschließen möchtet, dann
hinterfragt Euren Frust, den
Ihr aufgestaut habt. Wenn
Ihr diesen Frust hinterfragt, werden wir sehr
schnell bei der Politik landen. Das Problem,
das wir haben, ist, dass die Politik die Menschen
über die letzten Jahrzehnte ausgesaugt
hat. Die Menschen sind leer. Aber sie
haben nicht den Mut sich gegen den Stärkeren
zu wenden, sondern sie kanalisieren ihre
Wut zum Beispiel kaufen gegen einen Schwächeren,
im dem Fall den Belsky, der vielleicht einen
Blödsinn gesagt hat, vielleicht
aber auch nicht.
Info-DIREKT: Um Inhalte
geht es ja schon lange nicht
mehr, es geht ja nur noch
um Emotionen.
Belsky: Ja, da sind wir jetzt.
Wir müssen aber wieder
auf den Boden der Klarheit
Bekämpfung von Meinungsabweichlern
- Wie in der Endzeit der DDR werden Menschen, die der
Regierungspropaganda keinen Glauben schenken, vom Staatsfernsehen als
„Wirrköpfe“ und „Spinner“ bezeichnet. Menschen, die gegen den Corona-
Wahnsinn auf die Straße gehen, werden von etablierten Medien mit noch schärferen
Kampfbegriffen gebrandmarkt und von der Antifa angegriffen.
kommen. Dazu laden alle alternativen Seiten
ein – ein Wodrag, ein Bhakdi und auch ich.
Wir sagen alle, Leute wir wollen nicht streiten
– Emotionen raus. Wer das nicht macht,
das sind die Herrschaften vom Mainstream.
Auch mit Zeitungsartikeln wie im „Standard“,
in dem ich als Verschwörer hingestellt werde.
Das Witzige ist ja, dass dieselbe Zeitung auch
Inhalte bringt, in denen gesagt wird, dass die
Regierung Husch-Pfusch-Gesetze beschlossen
hat und die Toten in Italien wirklich alle
Vorerkrankungen hatten. Wenn ich das sage,
ist es Verschwörung, wenn es aber der „Standard“
bringt, ist es in Ordnung.
Info-DIREKT: Der „Standard“
hat ja Kontakt mit Ihnen aufgenommen.
Wie ist das abgelaufen?
Belsky: Ich habe das am Anfang
nicht verstanden. Sie
haben mir in einer Email ein
paar Fragen gestellt, das war
schon komisch. Der Herr von
„Standard“ hat sich nicht wirklich
damit beschäftigt, was ich
Wir müssen
zu einer Gesellschaft
hin,
wo wir der Erkenntnis
und
nicht der Emo-
Info-DIREKT jetzt kaufen
tion folgen!
und bequem weiterlesen:
mache. Da ging es darum, ob
ich ein Staatsverweigerer sei. Ich habe gar
nicht gewusst, was das ist, das hat mir erst
mein Anwalt erklärt. Ich habe dem Herrn vom
„Standard“ dann auch erklärt, dass ich Teil des
österreichweit im
Zeitschriftenhandel bestellen
oder in einer von über 100 Trafiken sofort
Staates bin. Ich habe 20 Angestellte. Ich bin
zwar ein kleines Zahnrädchen, aber ich zahle
meine Mitarbeiter über dem Kollektivvertrag,
ich beteilige mich aktiv an diesem Konstrukt
Staat, wie könnte ich den verweigern - das
macht ja gar keinen Sinn. Dann habe ich aber
auf www.info-direkt.eu abonnieren
erfahren, dass es da um juristische Dinge
geht, weil man so einen Staatsverweigerer
juristisch sehr leicht in ein Eck treiben könnte
- auch seitens der Zahnärztekammer. Erst zu
diesem Zeitpunkt habe ich realisiert, worum
es geht. Ob das von Anfang an so gedacht
war, kann ich aber nicht sagen.
Wer unabhängiger Journalismus will,
muss diesen auch untersützen!
Info-DIREKT: Ist Ihnen noch etwas wichtig zu
sagen?
Belsky: Ja, dass wir mit diesem klassischen
Konzept der Spaltung Schluss machen:
Der Jud - der Nicht-Jud, der Moslem
- der Nicht-Moslem, der Co2-Leugner – der
Co2-Nichtleugner, jetzt sind wir beim Corona-Leugner
– dem Corona-Nichtleugner. Das
muss ein Ende haben. Wir müssen zu einer
Gesellschaft hin, wo wir der Erkenntnis und
nicht der Emotion folgen! Dazu lade ich jeden
ein. Deshalb mache ich diese Videos,
deshalb betreibe ich diesen Corona-Datencheck,
damit wir miteinander reden.
Info-DIREKT jetzt ka
- Ein Schweizer Arzt wurde wegen Zweifel an Corona in die Psychiatrie eingewiesen.
Wie die „Weltwoche“ aufdeckte wahrscheinlich völlig zu Unrecht.
- Dem steirischen Allgemeinmediziner und Psychotherapeuten Peer Eifler
wurde wegen seiner kritischen Äußerungen zu Corona eine Streichung aus der
„Ärzteliste“ in Aussicht gestellt, was einem Berufsverbot gleichkommt.
und bequem weiter
Info-DIREKT: Das ist ein schönes Schlusswort.
Herr Belsky, ich danke Ihnen für das
- Nicht nur, aber auch, weil eine Gruppe angeblicher Staatsverweigerer
„Corona-Verschwörungstheorien“ verbreitet haben soll, führten Spezialeinheiten Gespräch!
der Polizei Ende April mehrere Hausdurchsuchungen in Österreich durch. Belsky: Ich sage danke! II
20 |
österreichweit im
Schwerpunkt
Kritische Medien: Fehlanzeige!
Wer zahlt, schafft an: 32 Millionen Euro Corona-Hilfe für die Regierungspresse. A. Preinsack
Bild Kurz: Info-DIREKT
Gerade in Krisenzeiten und
Ausnahmesituationen ist es
wichtig, Maßnahmen der Regierung
genau zu beobachten und kritisch
zu hinterfragen. Neben der Opposition
im Parlament sollte dies vor allem
die Aufgabe der Medien sein. Sollte.
Zaghafte Kritik
Tatsächlich fiel die bisherige Berichterstattung
über die „Corona-Maßnahmen“
der österreichischen
Bundesregierung speziell in auflagestarken
Tageszeitungen und im ORF
sehr unkritisch und wohlwollend aus.
Grundtenor: Die Maßnahmen der türkis-grünen
Regierungstruppe sind alternativlos
und die Bevölkerung hat
sich gefälligst auch an diese Maßnahmen
zu halten. Sonst droht Ungemach
und (Zitat Kurz) „bald wird jeder von
uns jemanden kennen, der an Corona
gestorben ist“. Kritik kam in besagten
Mainstream-Medien nur als Randnotiz
vor, ebenso bei der parlamentarischen
Opposition.
Verschwundene Opposition
Der Eindruck verstärkt sich bei der Lektüre
der aktuellen Analyse von „Media
Affairs“: 92 Prozent der parteipolitischen
Berichterstattung in reichweitenstarken
österreichischen Tageszeitungen entfallen
auf die Regierung, die Opposition
darf sich die restlichen acht Prozent aufteilen
und ist damit medial fast unsichtbar.
Und das, obwohl sich mittlerweile
alle Oppositionsparteien kritisch und
aktiv gegen die Maßnahmen der Regierung
äußern. Aber warum bekommt die
Regierung im Moment
derartig viel Raum
in den auflagenstärksten
Medien
des Landes und
wird deren Tun
kaum kritisch hinterfragt?
ufen
lesen:
Die Hand,
die einen füttert...
Eine mögliche und naheliegende
Antwort: finanzielle
Zuwendungen.
Während die heimische
Wirtschaft durch den verordneten
Corona-Lockdown faktisch
an die Wand gefahren wurde und jetzt
als Bittsteller jedem Cent nachlaufen
muss, gab es für die heimischen Medien
schon am 3. April ein großzügiges
Corona-Hilfspaket in der Höhe von 32
Millionen Euro. Von dieser Sonderförderung
profitierten im Printbereich vor
Info-DIREKT jetzt kaufen
gewissen Erwartungen verknüpft war?
Herbert Kickl von der FPÖ spricht
und bequem allem auflagenstarke weiterlesen:
Tageszeitungen in dem Zusammenhang von einer
wie Krone, Kurier und Österreich. Der
ORF hat zwar im Gegensatz zu Privatsendern
keine direkte Finanzspritze bekommen,
durfte aber fast ein Fünftel
seiner Belegschaft in die mit Steuergeldern
finanzierte Kurzarbeit schicken.
Ernst Swoboda, der Präsident des Verbandes
Österreichischer Privatsender,
kommentierte die finanzielle Situation
der heimischen Medien wie folgt:
„Der ORF, der 65% seines Budgets
aus Pflichtgebühren finanziert, scheint
aufgrund eines erwarteten Gesamtumsatzverlusts
von lediglich 5% nun das
Corona-Kurzarbeitsmodell einführen
und sich so noch weitere Mittel vom
Staat holen zu wollen.“
Wer unabhängiger Journalismus will,
muss diesen auch untersützen!
Gleichgeschaltete Medien?
Kann es also sein, dass die rasche
und erstaunlich unbürokratische Medien-Sonderförderung
während des
Corona-Ausnahmezustands auch mit
Das sagt Kanzler Sebastian Kurz dazu:
Am 3. Mai twitterte Kanzler Kurz, dass die
Sonderförderung für „journalistische Arbeit“
dem „Erhalt einer unabhängigen,
pluralistischen und vielfältigen
Medienlandschaft“
diene. Unter den geförderten
Medien befinden sich
übrigens auch das Bauernblatt,
einige Kirchenzeitungen und das
ÖVP-eigene Volksblatt.
Bild: „Der Corona-Minister“, „Der
Krisenmanager“ und „SIE IST
PERFEKT“. Wenn Medien ihre
Kontrollfunktion nicht ausüben, sondern
Regierungspropaganda betreiben, ist
die Demokratie in Gefahr.
„Gleichschaltung“ der heimischen
Medien. Auch der NEOS-Abgeordnete
Helmut Brandstätter schlägt in dieselbe
Kerbe. In einer aktuellen Fernsehdiskussion
(oe24) sieht er einen
Zusammenhang zwischen der wohlwollenden
Berichterstattung und dem
österreichweit im
Zeitschriftenhandel bestellen
oder in einer von über 100 Trafiken sofort
kaufen
auf www.info-direkt.eu abonnieren
Medien-Hilfspaket. Brandstätter geht
noch einen Schritt weiter: Kanzler Kurz
und sein Team würden versuchen, die
berüchtigte türkise Message Control
auch auf heimische Medien anzuwenden
– und das schon seit seiner aktiven
Zeit als Kurier-Herausgeber. Anrufe
beim ORF und in Zeitungsredaktionen
mit „Wünschen“ bezüglich Regierungsberichterstattung
seien dabei durchaus
üblich. Hier zeigt sich einmal mehr
die Wichtigkeit von alternativen und
wirklich unabhängigen Medien in einer
Demokratie. II
Bild: Völlig unkritisch rief eine speziell
an Kinder gerichtete ORF-
Regionalradiosendung ihre jungen Hörer
dazu auf Bundeskanzler Kurz zu zeichnen.
| 21
WHO: Gesundheit für alle
oder Geld für wenige?
Friedrich Langberg über eine dem Gemeinwohl
verpflichtete Organisation, die von privaten
Geldgebern und deren Interessen abhängig ist.
Der
WHO-Direktor
Tedros Adhanom
Ghebreyesus, ist der
erste WHO-Chef, der kein
Medizinstudium absolviert
hat. Der Titel „Doktor“
wurde ihm im Bereich der
Philosophie verliehen. Er
wurde in einer militanten
Jede große Krise, sei es eine reale
oder „hochgezogene“, setzt Bedarf
nach Experten, Organisatoren und
Geldgebern frei. Das liegt in der Natur der
Sache. Die Klimakrise hat Klimaforscher und
die Finanzkrise Ökonomen
zu Männern der Stunde gemacht.
In der Corona-Krise
ist das nicht anders. Expertise
und Deutungshoheit konzentrieren
sich dabei vor allem
in einer Institution: der WHO.
World Health Organisation,
zu Deutsch: Welt-Gesund-
kommunistischen Partei in
anzusehen.
Äthiopien sozialisiert. Diese heits-Organisation. Das bedeutet
eine immense Macht-
Anhängigkeit
von der Pharmaindustriefülle.
Auf Grundlage ihrer
von Pharmakonzernen
„Tigray People‘s Liberation
Front” galt als brutale korrupte Vereinigung, und der in bequem weiterlesen:
Einschätzungen wird von den
ihrem Einflussbereich Terror,
Folter, Massenvertreibungen,
Regierungen aller Länder darüber entschieden,
ob die Welt wieder „aufsperren“ darf
Menschenrechtsverletzungen
und verschiedene
andere Verbrechen
immer, wenn sich viel Macht in den
oder weiter im „Shutdown“ bleibt. Und wie
Händen
vorgeworfen wurden. Bevor
die TPLF gemeinsam mit
ähnlichen Gruppen gewaltsam
die Macht in Äthiopien
errang, war sie in den
USA als Terrororganisation
gelistet. Der heutige WHO-
Direktor zählte zu den
drei mächtigsten Männern
Gesundheit für alle!
Die WHO wurde am 7. April 1948 als Sonderorganisation
der Vereinten Nationen gegründet
und hat ihren Sitz in Genf. 194 Staaten
sind Mitglied der Organisation, also praktisch
die ganze Welt. Ihr Zweck ist in einer
eigenen Verfassung festgelegt: „(…) allen
Völkern zur Erreichung eines bestmöglichen
Die WHO
ist auch heute
noch exzessiv
beeinflusst
Info-DIREKT jetzt kaufen
gegen die WHO (anlässlich der Schweinegrippe,
auf die später noch eingegangen
wird). Geleitet wurde diese Untersuchung
von Paul Flynn. Er sagt noch immer: „Meiner
Meinung nach ist sie [die WHO] auch heute
noch exzessiv beeinflusst von
der Pharmaindustrie, die sehr
geschickt bei der Manipulation
von Gesundheitsausgaben
vorgeht, zugunsten eigener
finanzieller Interessen.“ Dringend
geboten ist also, sich die
Finanzen der WHO genauer
Das jährliche Budget der WHO
beträgt in etwa vier Milliarden US-Dollar und
speist sich aus verschiedenen öffentlichen
und privaten Quellen. Zunächst werden Beiträge
von den Mitgliedsstaaten eingehoben.
Diese bemessen sich nach Wirtschaftsleistung
und Zahlungsfähigkeit des jeweiligen Landes.
österreichweit im
weniger verdichtet, ist es notwendig, genau
Zeitschriftenhandel hinzuschauen. Wer ist eigentlich bestellen
die WHO?
Wer finanziert sie? Welche Rolle spielen die
oder Geschäftsinteressen in einer von Konzernen? über Diesen 100 Trafiken sofort
Fragen soll hier nachgegangen werden.
kaufen
auf www.info-direkt.eu abonnieren
Rund eine der insgesamt über vier Milliarden
fließt auf diesem Weg in die Kassen der Organisation.
Ursprünglich wurde die WHO fast
ausschließlich von der Staatengemeinschaft
finanziert. Das änderte sich ab den 80-er Jahren,
als in weiten Teilen der Welt auch Gesund-
im Führungskreis dieser
heitssysteme privatisiert und damit die Kassen
Organisation. Nach der
schmäler wurden. 1993 setzten die USA zudem
ein Einfrieren der Beitragshöhe durch.
Machtergreifung soll er als
Gesundheitsminister in seinem
Heimatland Wer drei Cholera unabhängiger Journalismus nicht von will, staatlicher Seite erhöht. Dieses Jahr
Die Gelder wurden somit knapp 30 Jahre
Epidemien vertuscht haben.
stellte Donald Trump die Zahlungen seitens
Dass er fälschlich behauptete,
Malaria und muss HIV besiegt diesen auch untersützen!
Gesundheitszustandes zu verhelfen“. Das offizielle
Motto lautet: „Gesundheit für alle im
der USA dann komplett ein.
zu haben, fällt nicht mehr
wesentlich ins Gewicht.
21. Jahrhundert“. Wie möchte sie das erreichen?
Unter anderem durch die „weltweite gliedsstaaten ist keineswegs unkritisch zu
Die dürftige Finanzierung durch die Mit-
Koordination von nationalen und internationalen
Aktivitäten beim Kampf gegen über-
jener Situation bei, für welche die WHO heu-
sehen. Der Mangel an Liquidität trug stark zu
tragbare Krankheiten“ oder die „Verbreitung te zu Recht kritisiert wird: ihre Abhängigkeit
globaler Impfprogramme zur Vorbeugung von privaten Geldgebern.
von Pandemien“. An sich klingt das alles edel.
Warum aber kommt von verschiedenen Seiten
zunehmende Kritik? Nun, Projekte dieser Drei Viertel ihrer Einnahmen lukriert die WHO
Wer zahlt, schafft an
Größenordnung brauchen viel Geld. Und aus den freiwilligen Beiträgen meist privater
wer Geld gibt, tut das in der Regel nicht frei Spender, also von (Pharma-)Konzernen oder
von Interessen. Bereits 2010 gab es eine Stiftungen. Anders als die öffentlichen Beiträge
sind freiwillige Zahlungen entsprechende Untersuchung im Europarat
zweckgebun-
Bild Fahne: Freepik und Info-DIREKT; Bild Tedros: UN Geneva via flickr.com (CC BY-NC-ND 2.0)
22 |
Schwerpunkt
Bild Gates: Wold Economic Forum, swiss-image.ch/Remy Steinegger (CC BY-SA 2.0);
Bild: Auch bei der Vogel- und Schweinegrippe
in den Jahren 2005 und 2009 spielte die WHO
eine unrühmliche Rolle.
den. Das heißt: Der Geldgeber bestimmt,
wofür sein Beitrag verwendet wird. Der nicht
nur bekannteste, sondern wohl auch größte
private Geldgeber ist Bill Gates. Dessen
Stiftung stellt allein insgesamt
14 Prozent der jährlichen Ausgaben.
Warum aber tut Gates
das? Aus reiner Liebe zu seinen
Mitmenschen und dem
Bedürfnis, zu ihrer Gesundheit
beizutragen? Unwahrscheinlich.
Es wäre sonst schwer zu
erklären, warum seine Stiftung
auch große Aktienpakete von
Öl- und Alkoholkonzernen,
Coca-Cola, Pepsi-Cola oder
Nestlé hält – Konzerne, deren
Erzeugnisse die WHO ja gerade
einzudämmen versucht. kaufen
Nein, Gates ist ein Geschäftsmann, und Gesundheit
ist ein lukratives Business. Das muss
nicht einmal grundsätzlich schlecht sein. So
hat die Gates-Stiftung etwa 1,6 Milliarden in
die Erforschung und Eindämmung der Kinderlähmung
investiert, wodurch die Krankheit
weltweit praktisch ausgerottet werden
konnte. Gleichzeitig war dieser Erfolg ein
Riesengewinn für Pharmariesen, deren Vertreter
im Vorstand der Gates-Stiftung sitzen.
Die Stiftung wiederum hält Aktienpakete der
Konzerne und verdient an deren steigenden
Kursen mit: Gilead, Pfizer, Novartis uvm. Ein
Gewinn für alle sozusagen. Problematisch
wird dieses Modell erst dann, wenn Bedrohungen
„erfunden“ werden, um an der Angst
vor einer Lüge zu verdienen. Auch das ist
schon passiert.
Panikmache als Millionengeschäft
Im Jahr 2005 verbreitete die WHO eine
weltweite Panik vor der Vogelgrippe. Insgesamt,
so damals WHO-Influenza-Direktor
Klaus Stöhr, wäre am Ende der
Infektionswelle mit bis zu sieben Millionen
Toten zu rechnen. Die Angst
ging durch die Medien, Staaten in
aller Welt erwarben neben Millionen
Masken auch Unmengen der Grippemittel
Tamiflu und Relenza – allerdings
ohne sie jemals zu benötigen. Die Vogelgrippe
forderte keine sieben Millionen
Menschenleben, sondern 152
– weltweit. Masken und Medikamente
wurden nach Ablauf ihrer Haltbarkeit
Jahre später vernichtet. Besagter
Klaus Stöhr indes verließ die WHO
umgehend. Nicht etwa, weil er nach
diesem Debakel zum Arbeitsamt
geschickt wurde. Nein, er trat einen
Direktorenposten an – im Schweizer
Pharmakonzern Novartis. Eine Wiederholung
des Szenarios spielte sich 2009
mit der Schweinegrippe ab. Panik wurde
verbreitet, Masken und Medikamente
um Millionen
angeschafft, aber nichts ist
passiert. Abgesehen davon,
Info-DIREKT jetzt kaufen
Gates ist ein
und bequem Geschäfts-
weiterlesen:
dass manche reicher waren
als vorher und die Steuerzahler
ärmer.
mann, und
Gesundheit ist
österreichweit im
ein lukratives
Zeitschriftenhandel bestellen
Business.
oder in einer von über 100 Trafiken sofort
Investigativer Zynismus von Friedrich Langberg:
www.friedrichlangberg.at
Telegram: https://t.me/friedrichlangberg
Corona: Werden wir
geschützt oder abgezockt?
Und die aktuelle Krise? Wie
gefährlich oder ungefährlich
Corona tatsächlich ist, wissen
wir noch nicht. Die Experten
sind sich in vielem uneinig. Sterberaten sind
schwer zu ermitteln, weil niemand weiß, wie
viele Menschen tatsächlich mit Covid-19
angesteckt sind. 80 – 90% verspüren bekanntlich
keine oder kaum Symptome. Angenommen
wird derzeit eine Sterblichkeit
zwischen 0,3 und 1,2%. Das ist deutlich
mehr als bei einer herkömmlichen
Grippe. Aber weit weg von den
Millionen Toten, die jedem Land in
Aussicht gestellt wurden. Die Frage,
die es im Rahmen einer Aufarbeitung
zu klären gilt, lautet: Wird
am Ende jemand reich, der uns vor
einer tatsächlich großen Gefahr beschützt,
oder wurden wir doch nur
erschreckt und abgezockt? Die Zukunft
wird es zeigen. Und es empfiehlt
sich, genau hinzusehen. II
auf www.info-direkt.eu abonnieren
Wer unabhängiger Journalismus will,
muss diesen auch untersützen!
Bild: Microsoft-Gründer Bill Gates ist der
größte private Geldgeber der WHO. Er
möchte dazu beitragen, dass weltweit
sieben Milliarden Menschen gegen
den Corona-Virus geimpft werden.
Ob der 110-Milliarden-Dollar-Mann
wirklich aus reiner Liebe zu seinen
Mitmenschen handelt oder doch auch
andere Beweggründe hat, wird in den
sozialen Medien heiß diskutiert.
Bild: Presseservice Wien, presse-service.at (CC BY-NC 4.0)
Bild: Bei einer
nicht genehmigten
Demonstration gegen die
Corona-Maßnahmen der
Regierung am 24. April
in Wien bekundeten viele
Demonstranten ihre skeptische
Haltung gegenüber
der WHO, Bill Gates und
Zwangsimpfungen.
.
| 23
Politik
Wieviel Soros steckt
in ARD und ZDF?
Die deutschen Staatsmedien verheimlichen meist, in wessen Diensten gewisse
Experten und Journalisten stehen. Ein Gastbeitrag von Collin McMahon
An einem Abend gleich zwei führende
Soros-„Experten“ in den
Hauptnachrichten – wieviel "Open
Society" steckt in der öffentlich-rechtlichen
Berichterstattung – und warum? Der AfD-Abgeordnete
Petr Bystron hat jetzt ARD und
ZDF aufgefordert, offenzulegen, wie viele Soros-Lobbyisten
im Programm auftreten.
Regierungspropaganda
Sonntagabend, 5. April: Deutschland in der
Corona-Krise, die Menschen haben Angst –
in diesen Zeiten ist zuverlässige, objektive
Berichterstattung so wichtig wie noch nie. „In
der Corona-Krise zeigt sich, wie unverzichtbar
seriöse Medien und vor allem der öffentlich-rechtliche
Rundfunk sind. Wer jetzt noch
‚Lügenpresse‘ schreit und gegen ARD, ZDF &
Co. hetzt, hat nichts verstanden“, so der Deutsche
Journalisten-Verband am 23. März.
In der 30-Minuten-Ausgabe der "Tagesschau"
vom 5. April („Brennpunkt“ hießen
diese Extra-Ausgaben früher, seitdem sie zur
Regel geworden sind, sagte man erst „Extra“
und dann nur noch „lange Tagesschau“)
kommt am Ende ein Bericht, der nur als leidenschaftliches
Plädoyer für mehr Migrantenaufnahme
aus Lesbos verstanden
werden kann – obwohl es auf Lesbos
weniger Corona gibt als in Berlin,
obwohl die 1.500 „minderjährigen
Flüchtlinge“, die scheinbar nur in
Deutschland versorgt werden können,
vermutlich auch ein Vielfaches
an Eltern und Verwandten nach
sich ziehen werden.
Halbwahrheiten statt Fakten
Die „Tagesschau“ konstruiert auf
Kosten der Gebührenzahler
eine moralische
Pflicht zu Open Borders „gerade in
Zeiten von Corona“. Das Resümee darf dann
Gerald Knaus ziehen, der 2016 schon „die
Blaupause für Merkels Asylpolitik erarbeitet“
hatte, so die WELT: „Es geht immerhin darum,
eine humanitäre Katastrophe in Griechenland
zu vermeiden.“
Knaus ist Begründer und Vorsitzender der European
Stability Initiative (ESI), die schon seit
2009 von Open Society finanziert wurde und
2015-2017 einen Zuschuss von 300.000 $
Info-DIREKT jetzt kaufen
und bequem weiterlesen:
erhielt. Knaus ist somit ein Lobbyist für den
Mann, der 2015 im „Soros-Plan“ laut WELT
gefordert hatte, die EU müsse „in absehbarer
Zukunft mindestens eine Million Asylsuchende
jährlich aufnehmen“. In der „Tagesschau“
wird er jedoch nur als „Migrationsforscher“
österreichweit im
Zeitschriftenhandel
dargestellt.
bestellen
Einen Hinweis auf seine Soros-Lobbytätigkeit
erhält der Zuschauer nicht.
oder in einer Echte von Experten über oder 100 Soros-Trommler? Trafiken sofort
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Knapp zwei Stunden später berichtet das
„heute journal“ über Pläne der Bundesregierung
für eine Handy-App, die die Bewegungsprofile
der (freiwilligen) Teilnehmer
aufzeichnen soll – ein datenschutzrechtlich
höchst umstrittenes Projekt, das laut „heute
journal“ mindestens 50% der Bürger ablehnen.
Dazu befragt Claus Kleber den „Datenrechtsexperten
und Aktivisten“ Ulf Burmeyer,
den er in höchsten Tönen lobt: „Er hat den
Bilderbuchlebenslauf eines Top-Juristen an
deutschen und amerikanischen Universitäten,
war schon Anwalt, Menschenrechtler,
Richter, Mitarbeiter an Verfassungsgerichten
– ein Schützer der Bürgerrechte, speziell auch
im Digitalen.“ Framing perfekt. Noch Fragen,
Kienzle?
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Wer unabhängiger Journalismus will,
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Burmeyer darf dann fünf Minuten lang erklären,
warum die Bürger keine Angst haben
müssen vor der „Tracing-App“. Misstrauen
Bild: Durch eine Anfrage im Deutschen Bundestag
hat AfD-Abgeordneter Petr Bystron erfahren, dass
Soros-Lobbyisten 2019 mit mindestens 9,6 Millionen
Euro vom Steuerzahler finanziert wurden.
Bild Bystron: Info-DIREKT
24 |
Politik
Bild McMahon: privat; Bild Soros: By World Economic Forum - Flickr: George Soros - World Economic Forum via wikipedia.org (CC BY-SA 2.0), Bildkomposition: Info-DIREKT
darf jedoch angebracht sein, vor allem da
Claus Kleber und das „heute journal“ darauf
verzichten, darauf hinzuweisen, dass auch
Burmeyer hauptberuflicher Soros-Lobbyist
ist, und zwar als Vorsitzender der Gesellschaft
für Freiheitsrechte (GFF) seit 2016.
Wessen Geld ich nehm‘…
Die Open Society Foundations
finanzierten die
GFF laut Internetseite von
2015 bis 2018 mit mindestens
105.000 $. Das Omidyar
Network/Luminate
des iranischstämmigen
eBay-Mitbegründers Pierre
Omidyar, das mit Open
Society auch die linken
Medienlobbyisten von
„Correctiv“ finanziert, unterstützte
2018 und 2019
die GFF mit 250.000 $.
Die linke Lobbygruppe arbeitet eng mit Soros-nahen
Gruppen wie Amnesty International,
dem Deutschen Journalisten-Verband
(DJV), der Deutschen Journalistinnen- und
Journalisten-Union (dju), dem Journalisten-Netzwerk
n-ost, Reporter ohne Grenzen
(ROG) und dem ARD-Soros-Netzwerk netzwerk
recherche (nr) zusammen.
Im September 2018 beteiligte sich die GFF
laut "taz" am Klageverfahren beim Bundesverwaltungsgericht
gegen das im August
2017 erfolgte Verbot der linksradikalen Hetzplattform
Linksunten.Indymedia durch das
Bundesinnenministerium. „Laut GFF handelte
sich bei Linksunten.Indymedia nicht um
einen Verein, sondern um ein Telemedium,
dessen inhaltliche Kontrolle im Rundfunkstaatsvertrag
geregelt sei“, so Wikipedia.
Nach dieser Logik hätte Indymedia vermutlich
sogar Anspruch auf „Rundfunkbeiträge“.
Diese „Experten“
werden vom Steuerzahler
alimentiert,
um ihre Open-
Borders- und Überwachungs-Fantasien
zur besten Sendezeit
von sich zu geben.
Info-DIREKT jetzt kaufen
und bequem weiterlesen:
Überwachungs-APP
Wer sollte denn nicht seine Daten und Bewegungsprofile
einem „Experten“ anvertrauen,
der sich für die gewalttätige und verbotene
Antifa-Plattform Linksunten.Indymedia einsetzt,
lieber Claus Kleber? „Die Menschen
akzeptieren zu 90 Prozent
die Begegnungsbeschränkungen,
die wir
haben, doch wenn man
fragt, wollt ihr so eine
App, dann ist die Antwort
etwa fifty-fifty. Das bedeutet,
sie werden noch eine
Menge Überzeugungsarbeit
leisten können. Wer
weiß, vielleicht war dieses
Gespräch ja ein erster
Versuch für Sie“, resümiert
Claus Kleber gewunden.
Warum das ZDF einem
Antifa-Soros-Lobbyisten
helfen sollte, „Überzeugungsarbeit“ zu leisten,
erklärt er nicht.
Anfrage der AfD
Eine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten
Petr Bystron hat ergeben, dass
Soros-Lobbyisten 2019 mit mindestens 9,6
Millionen Euro vom Steuerzahler finanziert
wurden. „Diese sogenannten ‚Experten‘ werden
von undurchsichtigen NGOs und vom
Steuerzahler alimentiert, um daraufhin ihre
Open-Borders- und Überwachungs-Fantasien
auf Kosten des Gebührenzahlers zur besten
Sendezeit von sich geben zu dürfen, während
die Opposition regelmäßig verleumdet oder
ganz ignoriert wird“, so Bystron, der ergänzt:
„Ich möchte von ARD und ZDF wissen, wie viele
Soros-Lobbyisten 2019 und 2020 im öffentlich-rechtlichen
Programm auftreten durften
und wie sich das mit dem Neutralitätsgebot
des Rundfunkstaatsvertrags deckt.“ II
österreichweit im
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oder in einer von über 100 Trafiken sofort
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Bild: Eine kleine
Stichprobe zeigt, dass
einige von ZDF und ARD
als unabhängig präsentierte
„Experten“ in
Verbindung zum globalen
Unruhestifter George
Soros stehen.
Bild: Collin McMahon ist
Autor und Übersetzer.
Momentan schreibt er
gemeinsam mit dem AfD-
Bundestagsabgeordneten
Petr Bystron an einem
Buch mit dem Titel
„Make Europe Great
Again“, das im Herbst
im Manuscriptum Verlag
erscheint. Der hier
veröffentlichte Text
erschien auch auf
www.pi-news.net.
Dort finden Sie weitere
Texte von McMahon zu
diesem Thema.
| 25
Politik
Chinas Sozialkreditsystem
als Warnung
Im „Land des Lächelns“ will man seine Bürger lückenlos überwachen
und mittels eines Punktesystems gefügig machen. L. Angermüller
Bild: Bisher wurde in
Europa wenig über das
neue Sozialkreditsystem
in China berichtet.
Kritiker meinen, dass
dieses ausgeklügelte
Überwachungssystem
bewusst nicht thematisiert
wird, da sonst
den Europäern gewisse
Parallelen in der
Entwicklung auffallen
könnten.
Bild:Gesundheitsminister
Rudi Anschober (Grüne)
möchte zukünftig gegen
die Klimakrise mit einer
„ähnlichen politischen
Konsequenz“ vorgehen
wie gegen die Corona-
Krise. Ob uns das auch
ähnliche Überwachungsmaßnahmen
wie in China
bringt, wird sich wohl bald
zeigen.
Wenn es um die Bevormundung
der Bürger geht, dann denken
viele an Brüssel – nicht zu
Unrecht, bedenkt man, wie
viele Vorschriften die EU zu
unbedeutenden Sachen erlassen
hat, etwa zur zulässigen
Krümmung der Gurke.
Doch einen großen Schritt
weiter in der Gängelung und
Überwachung der eigenen
Bürger ist die Volksrepublik
China. Auf Vorschlag der
Kommunistischen Partei wurde
ein gigantisches Bewertungssystem
in Bezug auf
soziales Verhalten entwickelt,
dem sich demnächst alle 1,4
Milliarden Einwohner des
Riesenreiches im Osten zu
unterwerfen haben. Es wird
Sozialkreditsystem genannt
und vergibt Plus- und Negativpunkte, die auf
einem Online-Konto eines jeden Bürger verzeichnet
werden.
Gläserner Mensch kommt
Offizielles Ziel ist es, die Bürger zu braven,
obrigkeitshörigen Menschen zu erziehen
und die grassierende Korruption im Lande
zu bekämpfen. Denn indem der gläserne
Mensch geschaffen wird, wird es für ihn
schwieriger, sich unsozial zu verhalten oder
gar Straftaten zu begehen. Nach einer jahrelangen
Testphase, die in einigen chinesischen
Großstädten bereits vor Jahren
angelaufen ist, soll Ende dieses
Jahres das System flächendeckend
im „Land des Lächelns“ eingeführt
werden. Dabei will der Staat nahezu
sämtliche Verhaltensweisen seiner
Bürger erfassen, um sich ein umfassendes
Bild über die jeweilige Person
verschaffen zu können.
Hierbei soll bei Einführung des Sozialkreditsystems
jeder 1.000 Punkte
quasi als Starthilfe bekommen.
Wer sich dann politisch opportun,
finanziell verantwortungsvoll und
sozial adäquat verhält, den erwarten
Pluspunkte. Wer sich jedoch im
kameraüberwachten Riesenreich
unbotmäßig aufführt, sprich bei Rot
über die Straße geht, über das herrschende
Ein-Parteien-System schimpft oder seine Eltern
nie besucht, dem droht Punkteabzug.
Die Stadt Rongcheng, in
der das System schon seit
Jahren besteht, zeigte, wie
so etwas läuft: So bildete
sie auf einer Tafel öffentlich
diejenigen Personen ab, die
Info-DIREKT jetzt k
Offizielles
Ziel ist es,
die Bürger zu
braven, obrigkeitshörigen
Menschen zu
und bequem weite
erziehen und
die Korruption
sich besonders vorbildlich
verhalten haben.
Menschen erster und zweiter
Klasse
In der vermeintlich klassenlosen
Gesellschaft werden
dann doch die Bürger in
Menschen 1. und 2. Klasse
eingeteilt. Denn wer einen
österreichweit im
Zeitschriftenhandel bestelle
zu oder bekämpfen. in einer
hohen
von
Punktestand
über
hat, kann
100
mit einer Bevorzugung bei
Behörden (etwa bei Passkaufen
und Visaerteilung) oder Einrichtungen wie
dem Militär oder den Universitäten sowie bei
der Suche nach Wohnraum oder beim Kauf
von Flug- oder Bahntickets rechnen. Für Personen
mit niedrigem Punktestand können
auf www.info-direkt.eu abon
damit begehrte Reisen oder der Aufstieg im
öffentlichen Dienst bzw. in Unternehmen in
weite Ferne rücken.
Wer unabhängiger Journalism
muss diesen auch untersützen!
Moderne Form des Prangers
Doch dem nicht genug: Mittels sog. schwarzer
Listen werden Bürger mit besonders geringer
Punktezahl erfasst, wobei derartige Listen
für jedermann einsehbar sind. Es ist also
eine moderne Form des Prangers.
Europa keine Insel der Glückseligkeit
Dank der Überwachung der Bürger mittels
Internet (PC, Mobiltelefon) ist feststellbar, was
jemand wo kauft, welche Filme er im Netz
ansieht, was er in sozialen Netzwerken postet,
welche Seiten er aufruft, mit wem er sich
trifft und wohin er Ausflüge macht. All das
wurde in Europa in Zeiten der Corona-Krise
auch thematisiert und teilweise sogar schon
angewandt. Angesichts eines solchen Horrorszenarios
in China sollte man gewarnt
sein, wenn es seitens des Staates darum geht,
sensible Daten von Bürgern zu erfassen, oder
wenn die Bundesregierung die Menschen in
Kategorien wie „Lebensretter“ und „Lebensgefährder“
einteilt. II
Bild Anschober: Bundesministerium für Finanzen via wikipedia.org (CC BY 2.0); Bild Kamera: freepik
26 |
Ein Angriff auf die Familie
WHO, George Soros und etablierte Medien nutzen die Corona-Krise um gegen
das Gesellschaftsmodell Familie Stimmung zu machen. Michael Mayrhofer
Politik
Auf verschiedenen Ebenen wurde
die Corona-Krise dazu benutzt,
um die traditionelle Institution der
Familie anzugreifen. Eine
führende Rolle kommt dabei
der Weltgesundheitsorganisation
WHO zu, die
Behördeneinsätze in Privatwohnungen
propagierte, um
aufen
Infizierte in Quarantänelager
zu verbringen.
rlesen:
n
Trafiken sofort
Im Zuge der Corona-Krise
haben viele Trittbrettfahrer
versucht, ihre eigene Agenda
weiterzutreiben. Globalisten
und Kulturmarxisten
ist es seit jeher ein Anliegen,
die Familie als kleinsten und
stärksten Baustoff einer funktionierenden
Gesellschaft zu schwächen und
zu vernichten. Solche Angriffe auf die Familie
wurden auch in Österreich unbeirrt fortgeführt.
So predigte allen voran der ORF in
den ersten Wochen der Krise, dass mit mehr
häuslicher Gewalt zu rechnen sei, wenn die
Familienmitglieder ständig auf engem Raum
leben würden.
nieren
WHO: Familienmitglieder isolieren
Anfang April machte Michael Ryan, Direktor
des WHO Programms für Gesundheitsnotfälle,
eine schockierende Aussage, über die
hierzulande nicht wirklich berichtet wurde.
Ryan sagte, dass die Behörden in private
Wohnungen eindringen und Familienmitglieder
entfernen und isolieren müssten,
um das Corona-Virus besiegen zu können.
So genannte Faktenchecker sind seither bemüht,
die Aussage zu relativieren, es sei ja nie
davon die Rede gewesen, mit Gewalt in die
Häuser und Wohnungen einzudringen. Die
us will,
Bild Soros: Heinrich-Böll-Stiftung via flickr.com (CC BY-SA 2.0); Bild Familie: freepik
Bild: Egal ob Corona-Krise oder nicht, etablierte
Medien berichten über das Thema Familie
häufig in negativen Zusammenhängen.
Äußerung ist in ihrem Originalkontext aber
umso erschütternder, denn Ryan erklärte,
dass die Gefahr einer Virusinfektion in den
meisten Teilen der Welt
von den Straßen entfernt
Im Kampf
gegen das Virus
müsse man
sich innerhalb
der Wohnungen
bei den
Familien umsehen.
werden konnte. Nun müsse
man sich innerhalb der
Wohnungen bei den Familien
umsehen. Die Vorstellung,
dass Behörden in Privatwohnungen
eindringen,
um Menschen in Lager zu
verschleppen, sollte nicht
nur Amerikaner verstören,
deren Verfassung ein solches
Vorgehen streng verbietet.
George Soros
Und auch ein weiterer
internationaler Spieler steht in den Startlöchern,
wenn es darum geht, gegen die Familie
ins Feld zu ziehen. „Wir verdienen Besseres
als die Familie. Die Zeit des Corona-Virus
ist die beste Zeit, um deren Abschaffung
voranzutreiben." So zu lesen auf der Seite
„openDemocracy“, die zum mittlerweile unüberschaubaren
Geflecht des George Soros
und zu dessen Bemühungen um eine „Offene
Gesellschaft“ zählt. Im Artikel wird erklärt,
dass die Familie ein „ungesunder Ort“ sei, wo
Kindesmissbrauch, Körperverletzung, psychische
Folter und häusliche Gewalt stattfänden.
Wer die Aussagen und deren Zeitpunkt vergleicht,
möchte fast zu dem Schluss kommen,
dass dahinter ein gemeinsames Bestreben
steht. Aber das ist laut Faktenchecker ja nur
eine Verschwörungstheorie. II
Bild: Für die von
George Soros unterstützte
NGO „openDemocracy“
ist die Familie
ein „ungesunder Ort“,
wo Kindesmissbrauch,
Körperverletzung und
psychische Folter stattfänden.
Bild: Sowohl Globalisten
als auch Kulturmarxisten
ist die Familie als
Keimzeile des Volkes ein
Dorn im Auge.
| 27
Politik
„Bürger sind keine
Leibeigenen“
Info-DIREKT-Interview mit FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz
Im Interview mit Info-DIREKT kritisiert FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz das Verhalten
der Bundesregierung in der Corona-Krise scharf. Für ihn ist klar, dass man auch
in der Krise demokratische Werte und Errungenschaften nicht für einen vermeintlichen
Schutz opfern dürfe. Einen Auszug aus diesem Interview veröffentlichten wir bereits am
10. April auf www.info-direkt.eu.
j
Tabubruch gegen
den Corona-Wahnsinn
Info-DIREKT jetzt kaufen
und bequem weiterlesen:
Am 29. April gab FPÖ-Generalsekretär Michael
Schnedlitz Wochenblick.TV ein Interview. Danach
reichte er mit den Worten „Ich denke wir sind beide
mündig genug, um zu wissen was wir tun!“ dem Reporter Stefan Magnet vor
laufender Kamera die Hand.
Info-DIREKT hat bei Michael Schnedlitz nachgefragt, ob ihm der Handschlag
aus Gewohnheit passiert ist oder ob er damit bewusst ein Zeichen des zivilen
Ungehorsams setzen wollte? Hier seine Antwort:
„Nein, der Handschlag war bewusst, weil ich damit ein Zeichen gegen die
Angstmache der Regierung setzen wollte. Es muss endlich Schluss sein mit
dem Coronawahnsinn und wir müssen zur unserer alten, normalen Normalität
wieder zurückkommen.“
österreichweit im
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oder in einer von über 100 Trafiken sofort
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muss diesen auch untersützen!
Auf Facebook veröffentlichte Schnedlitz ein Video-Posting des Handschlags.
Dabei macht er auch auf eine Plattform gegen den Corona-Wahnsinn aufmerksam:
www.coronawahnsinn.at
Info-DIREKT: Herr Schnedlitz, auf Telegram
äußern viele unserer Leser die Befürchtung,
dass die Maßnahmen der Regierung gefährlicher
seien als das Virus selbst. Wie sehen
Sie das?
Michael Schnedlitz: Das Corona-Virus ist
ohne Zweifel für unsere Gesundheit und hier
vor allem für ältere Menschen oder Menschen
mit Vorerkrankungen oder mit einem
geschwächten Immunsystem gefährlich.
Wenn die Bundesregierung zeitgerecht,
so wie es die FPÖ forderte, reagiert hätte,
wären Maßnahmen, wie wir sie jetzt haben,
nicht notwendig gewesen. In Wirklichkeit
sind die sozialen und wirtschaftlichen Opfer,
die wir jetzt haben, keine Opfer des Virus,
sondern der Maßnahmen von Kanzler Kurz
und Co.! Gleichzeitig hätte die Regierung zu
jeder Maßnahme parallel eine Hilfs- bzw. Abfederungsmaßnahme
setzen müssen. Dabei
haben Kurz, Kogler und Co. völlig versagt.
28 |
Politik
Info-DIREKT: Die FPÖ hat anfangs viele
Entscheidungen der Regierung mitgetragen.
Wie sehen Sie den von der Regierung
ausgerufenen „nationalen Schulterschluss“
rückblickend?
Schnedlitz: Ein nationaler Schulterschluss
wäre ein gemeinsames
Krisenmanagement aller
Kräfte in Österreich, also
auch unter Einbindung
der Opposition. Das
findet tatsächlich aber
nicht statt. Alle Vorschläge
und Anträge der FPÖ
wurden von Schwarz
und Grün niedergestimmt.
Die Regierung
versucht den Nationalrat
mit Sammelgesetzen zu
überrumpeln, da werden
wir sicherlich nicht
mehr mitspielen.
Info-DIREKT: Wer den
Kanzler und seine Maßnahmen
kritisiert, stellt
sich laut Regierungspropaganda
gegen
Österreich und bringt
Menschenleben in Gefahr. Viele etablierte
Medien stoßen ins selbe Horn. Wie gehen
Sie als Oppositionspartei damit um?
Schnedlitz: Sie sagen es richtig – Regierungspropaganda.
Viele Medien wurden
und sind von dieser Regierung gleichgeschaltet
und kritische Medien findet
man mittlerweile nur mehr selten an. Die
Regierung will einerseits ihre Fehlentscheidungen
unter den Tisch kehren und
andererseits ihre totalitären und freiheitsvernichtenden
Maßnahmen beschönigen.
Das beste Mittel dazu ist natürlich Angst
und Panik zu verbreiten und die Freiheitlichen
madig zu machen. österreichweit Wenn die Bevölkerung
von der Politik belogen wird, kann
im
man aber nicht kommentarlos zusehen.
Man stelle sich vor, ein blauer Kanzler oder
ein blauer Gesundheitskaufen
oder Innenminister
würde einen derartigen Zick-Zack-Kurs
und so einen Kurs des Chaos in einer Krise
an den Tag legen, wie es die derzeitige
Regierung macht. Man stelle sich vor,
Freiheitliche hätten dringend notwendige
Schutzausrüstung abgelehnt oder so viele
Arbeitslose und wirtschaftliche sowie soziale
Opfer auf dem Gewissen. Der Shitstorm
wäre zu Recht unfassbar groß und
die Republik würde Kopf stehen.
Info-DIREKT: Die Zahlen, Daten und Einschätzungen,
die die Regierung als Grundlage
für ihre Maßnahmen heranzieht, werden
von anerkannten Experten wie Martin
Haditsch und Hendrik Streeck in Frage
gestellt. Zudem hat Gesundheitsminister
Rudolf Anschober bereits angekündigt,
den „Klimaschutz“ mit einer „ähnlichen
politischen Konsequenz angehen“ zu wollen.
Wie kann man verhindern, dass Regierungen
in Zukunft
immer wieder beinahe
willkürlich „Ausnahmesituationen“
ausrufen?
Wenn die
Bundesregierung
zeitgerecht
reagiert
hätte, wären
Maßnahmen,
wie wir sie jetzt
haben, nicht
notwendig
gewesen.
Schnedlitz: Man findet
für alles einen Experten
und alle haben in manchen
Punkten recht.
Diese Krise ist sicherlich
eine Ausnahmesituation,
da braucht
man nichts schönzureden,
denn es gibt
sicherlich viele, die
tatsächlich Opfer des
Corona-Virus wurden.
Das Problem ist, die
Regierung vertuscht
und verschweigt ihre
Entscheidungsgrundlagen
und angeblichen
Experten. Diese
muss man endlich offenlegen.
Die Bevölkerung hat ein Recht
auf die Wahrheit.
Die Aussagen der Regierung lassen zudem
alle demokratischen Alarmglocken
schrillen. Diese Regierung ist auf dem besten
Weg, unser Österreich in ein totalitäres
System zu führen. Ein Ungarn-Bashing soll
davon nur ablenken, denn im Gegensatz
zu dem, was bei uns passiert, sind die Maßnahmen
Orbans transparent. Wir müssen
derzeit wirklich aufpassen, dass wir nicht
in eine schwarz-linke totalitäre Allmacht hineintaumeln.
Bürger- und Freiheitsrechte
müssen bewahrt und geschützt bleiben –
dazu braucht es eine starke FPÖ.
Info-DIREKT jetzt kaufen
und bequem weiterlesen:
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Wer unabhängiger Journalismus will,
muss diesen auch untersützen!
Info-DIREKT: Auf Facebook sieht man immer
mehr Profilbilder im FPÖ-Design mit
dem Hashtag „#BleibWachsam“. Was ist
damit gemeint?
Schnedlitz: Dieses Hashtag zeigt auf, dass
wir unsere Rechte und Freiheit schützen
und verteidigen müssen. Bürger sind keine
Sklaven und keine Leibeigenen einer Regierung
und auch keine der Politiker, selbst
wenn diese Sebastian Kurz oder Wolfang
Sobotka heißen. Unsere demokratischen
Werte und Errungenschaften sind ein kostbares
und teures Gut, das mühsam erstritten
und mit viel Blut bezahlt wurde. Diese
Werte nun zu unserem vermeintlichen
Schutz zu opfern, dem muss entschieden
entgegengetreten werden. II
Michael Schnedlitz:
(geb. 1984) stammt
aus Murau in der
Steiermark. 2018 war
er einige Monate
Landtagsabgeordneter
und bis 2019
Landesparteisekretär
der FPÖ in
Niederösterreich.
Von 2014 bis 2015
war er Stadtrat in
Wiener Neustadt
(Niederösterreich).
Seit 2015 ist er
Bürgermeister-
Stellvertreter in Wiener
Neustadt. Zudem ist
er seit Herbst 2019
Abgeordneter zum
Nationalrat für die FPÖ
und seit 2020 auch
Generalsekretär der
FPÖ-Bundespartei.
| 29
Politik
„Green Deal“, BlackRock und
Die Rückkehr der Planwirtschaft
Das „klimafreundliche“ Projekt der EU ist nicht nur eine Gefahr für unseren
Wohlstand, sondern auch für unsere Freiheit. Steffen Richter
Bild: Die EU-Kommission
hat unter Führung von
Ursula von der Leyen
den US-Finanzinvestor
BlackRock als Berater
in Sachen „Green
Deal“ beauftragt. Das
veranlasste sogar die
etablierte Tageszeitung
„Kurier“ zur Schlagzeile:
„‚Heuschrecke‘
im EU-Auftrag:
Parlamentarier kritisieren
Blackrock-Job“.
In den Zeiten der Corona-Krise sind die Augen
der meisten Menschen auf den Virus
SARS-CoV-2 und die möglichen wirtschaftlichen
Auswirkungen des regierungsseitig
verordneten Präventions-Lockdowns gerichtet.
Die Projekte und die aktuelle Politik der
EU sind in scheinbarer Bedeutungslosigkeit
zu überleben seien. Denn der stünde immer
noch als gigantischer Finanz- und Strukturierungsblock
auf der Tagesordnung der EU.
Meuthen sieht den „European Green Deal
[als] ein Dokument der hemmungslosen
christdemokratischen Anbiederung an
ökosozialistische Klimaideologen aus rein
machtpolitischer Motivation. Von der Leyen
überholt damit Merkel locker links […]. Sie
tut dies deshalb, weil sie von linksgrünen,
sozialistischen Abgeordneten abhängig ist.
So wird sie zur Vollstreckerin der grünsozialistischen
Agenda, die zur vorgeblichen
Weltrettung um jeden Preis vorangetrieben
wird. Eine gesunde Wirtschaft und Millionen
Arbeitsplätze bleiben dabei auf der Strecke.“
Fakt ist, dass das Green-Deal-Vorhaben, dessen
Agenda und Zielsetzung die EU-Kommissionspräsidentin
von der Leyen im Dezember
2019 vorstellte, einen kompletten Umbau von
Energieversorgung, Industrie, Verkehr und
Landwirtschaft in Europa bedeutet.
Dafür und damit bis 2050 keine
neuen Treibhausgase, die angeblich
die globale Erderwärmung
verursachen, in die Atmosphäre
gelangen, will die EU-Kommission
insgesamt eine Billion Euro aus den Taschen
der europäischen Steuergeldzahler und Investoren
verwenden. Mit der unvorstellbar
großen Summe Geld soll die gesamte europäische
Wirtschaftslandschaft eine neue Ar-
Info-DIREKT je
chitektur erhalten. Die europäischen Länder
verschwunden und doch mahnt AfD-Sprecher
Jörg Meuthen am 27. April 2020 in einer gelungenen und schon gar nicht zu Ende ge-
sollen in den Genuss der in Deutschland nicht
Pressemitteilung davor, dass die
und
ökonomischen,
zu erwartenden Auswirkungen der Cogriffe
in die Bauordnungen der Länder von
dachten
bequem
Energiewende kommen. Heißt: Ein-
w
rona-Krise nur ohne den Green Deal der EU Brüssel aus z.B. über das Thema Wärmedämmung,
Zwangsverbreitung der unausgegorenen
E-Mobilitätskonzepte für den öffentlichen
und den Privatverkehr sowie Vollstreckung
der EEG-Vorhaben durch etwa die Total-Verspargelung
der Landschaft und Küsten mit
flächendeckendem Windräderaufbau.
österreichweit im
Zeitschriftenhandel
oder in einer von ü
Weitere Geldentwertung zu befürchten
Eine zentrale Rolle bei der Finanzierung des europäischen
Green Deal spielt die Europäische
Investitionsbank (EIB). Sie hat erklärt, ab 2021
kein Geld mehr in Projekte mit fossilen Brennstoffen
zu investieren. Die EIB soll dabei helfen,
in der EU bis 2030 einen Anteil bei erneuerbaren
kaufen
Energien von 32 Prozent zu erreichen.
Dabei hat man die dezentralisierte Energieproduktion,
vor allem über Solar und Windkraft,
anvisiert. Weitere angeblich innovative Energiespeichersysteme
und die viel beschworene
Elektromobilität sollen gefördert werden. Unter
anderem auch über sogenannte „Hebelfinanzierungen“
will die EIB die anfallenden Kosten
stemmen. Dabei werden mithilfe öffentlicher
Gelder Investitionen abgesichert. Das soll Investoren
anlocken, da die Risiken so minimiert
würden. Doch Kritiker meinen, die EZB werde
bald die Notenpresse anwerfen müssen, um
die eine Billion zu stemmen. Das wäre vor dem
auf www.info-direkt
Wer unabhängiger Jou
muss diesen auch unte
Bild von der Leyen: By European Parliament from EU (via wikipedia.org (CC BY 2.0); Titelbild: Freepik, Komposition: Info-DIREKT
30 |
Politik
Hintergrund der gescheiterten Energiewende
in Deutschland eine fatale, doch absehbare
Entwicklung, die eine rapide Geldentwertung
nach sich zöge. Allerdings wird momentan noch
viel Luft in Brüssel bewegt, denn der Finanzrahmen
2021-2027, der für die Detailplanung des
Green Deal notwendig ist, wird erst Ende 2020/
Anfang 2021 beschlossen. Die EU-Kommissare
haben nichtsdestotrotz jetzt schon verlautbart,
dass zur Umsetzung des Green Deal pro Jahr
mindestens 260 Milliarden Euro
an zusätzlichen Investitionen aufgebracht
werden müssen.
BlackRock als Berater und
mutmaßlicher Profiteur
Für diese anspruchsvolle Finanzierungsaufgabe
hat die bisher
fast nur durch enormen persönlichen
Ehrgeiz aufgefallene
ehemalige deutsche Bundesverteidigungsministerin
von der
Leyen jetzt kürzlich den US-amerikanischen
Vermögensverwalter
BlackRock ins Boot geholt.
Das hat aus vielen Gründen einen
penetranten Hautgout, also
einen pikanten Beigeschmack: Zum einen
hatte von der Leyen, die von keinem europäischen
Bürger
tzt kaufen
in ihr Amt gewählte Kommissionspräsidentin,
seinerzeit als deutsche Ministerin
die Beraterfirma McKinsey an Bord der
Bundeswehr geholt, was sich zur Berateraffäre
Bild Buchheit: Von Fotograf auf dem Nominierungsparteitag via wikipedia.org (CC BY-SA 4.0); Bild Fink: Von Wilson Center via wikipedia.org (CC BY-SA 3.0)
auswuchs. Zum zweiten hatte BlackRock nicht
eiterlesen:
nur schon beim An- und Verkauf griechischer
Staatsanleihen 2012 und beim Bankenstresstest
2014 eine äußerst fragwürdige Rolle
in Europa gespielt. Mit geschätzt weltweit
17.000 Firmenbeteiligungen engagiert sich
der Finanzriese nicht nur bei konkurrierenden
Firmen, was Wettbewerbshüter schon mehrfach
auf den Plan rief, sondern folgt der vor
kurzem ausgerufenen Strategie, in „grüne“
Firmen zu investieren. So heißt es auf www.
blackrock.com/de/privatanleger:
„Die nachhaltigen Fonds von BlackRock sind
so konzipiert, dass messbare soziale und
ökologische Ziele (Impact Ziele) wie die Verbesserung
des ESG-Ratings (Environmental,
Social, Governance – Umwelt, Soziales und
Unternehmensführung) eines Anlageportfolios
ins Visier genommen werden, gleichzeitig
aber ein mit traditionellen Anlagen vergleichbares
Renditeprofil gewahrt wird.“
Schluss mit unternehmerischer Freiheit
Wunderbar passend dazu die Absicht der
EU, künftig besonders klimafreundlich arbeitende
Unternehmen besser zu fördern,
was alle Beteiligten besonders freuen wird.
Das Nachsehen haben bestimmte Regionen,
in denen sich die Umstellung auf die Klimaneutralität
schwieriger gestaltet, also alle
Staaten, deren Stromerzeugung besonders
auf dem Kohleabbau beruht. In diesen Ländern
ist auch Kernenergie als Bestandteil des
Energiemixes beliebt. Es müssen in diesen
Staaten bzw. in 108 Regionen in ganz Europa
für mehr als 250.000 Beschäftigte vor allem
in der Kohlebranche, im Torfabbau und
bei der Gewinnung von Schieferöl neue Jobs
gefunden werden. Wer soll das alles bezahlen?
Für die finanzielle Hilfe sieht der „Green
Deal“ vor, einen „Just Transition-Fonds“ einzurichten.
Bis zu 100 Milliarden
Euro plant die EU hierfür
ein. Und des Wahnsinns nicht
genug: Dazu wird eine restriktive
Steuer- und Zollpolitik
installiert. Strafzölle und
CO2-Verpreisungen werden
Handel und Industrie in ihren
Bemühungen um Wirtschaftlichkeit
und Prosperität verantwortungslos
und fachunkundig
einengen. Die Frage
ist auch, wie es aussieht, wenn
die volkswirtschaftliche Säule
der deutschen Wirtschaft,
die Automobilindustrie, ihre
Produktionen in öko-tolerante
Länder verlagern und hier die steuerlichen
Zuflüsse versiegen.
Zur Umsetzung
des
‚Green Deal‘
müssen pro
Jahr mindestens
260 Milliarden
Euro
zusätzlich investiert
werden.
bestellen
ber 100 Trafiken sofort
.eu abonnieren
rnalismus will,
rsützen!
Was aber jetzt kurz vor dem Nach-der-Corona-Krise?
Der IWF in Washington erwartet,
dass die deutsche Konjunktur im Jahr 2020
um sieben Prozent schrumpfen könnte – die
Eurozone liegt bei prognostizierten 7,6 Prozent.
Der Internationale Währungsfonds geht
wie die Bundesregierung davon aus, dass die
Wirtschaftsleistung des Jahres 2019 erst wieder
2022 erreicht werden kann.
Eine Gefahr für Wohlstand und Freiheit
Anstatt in dieser Lage die Wohlstandsgaranten
der europäischen Wirtschaft zu unterstützen,
fällt EU-Funktionären wie dem EU-Abgeordneten
Pascal Canfin nur die Green
Recovery-Initiative ein, womit ein Festhalten
an den ökologischen planwirtschaftlichen
Absichten des Green Deals gemeint
ist. Markus Buchheit, seit 2019 Mitglied
des Europäischen Parlaments und stellvertretender
Delegationsleiter der AfD,
betont, dass diese Pläne völlig in die
Irre führen:
„Mithilfe eines irrsinnig teuren Planwirtschaftsszenarios
mit sozialistischer Attitüde
wird den Menschen in Europa auf
jeden Fall eher Wohlstand und Freiheit
geraubt als garantiert. Zu glauben, dass
mit der geplanten Umstrukturierung
etablierter Industriesektoren und einer
damit einhergehenden Deindustrialisierung
das Füllhorn für alle geöffnet
würde, kann nur als schlechter Scherz
gemeint sein.“ II
Bild: Nachdem AfD-EU-
Abgeordneter Markus
Buchheit die Vergabe
eines Beratungsauftrages
der EU-Kommission an
BlackRock kritisierte,
äußerten sich auch etwa
80 weitere Parlamentarier
der Grünen,
Sozialdemokraten und
Liberalen negativ zur
Auftragsvergabe an den
umstrittenen Konzern.
Bild: Gründer und
Chef des weltgrößten
Vermögensverwalter
BlackRock ist Laurence D.
Fink. Er gilt nicht nur als
„mächtigster Mann der
Wallstreet“, sondern ist
über seine Unternehmen
auch der mit Abstand
größte Einzelaktionär an
der Deutschen Börse. Von
„Zeit Online“ wird Fink als
„Der 4-Billionen-Dollar-
Mann“ bezeichnet.
| 31
Politik
Deutsche: Opfer zweiter Klasse
Was tun, wenn der eigene Sohn von einem Migranten totgeschlagen wird und sich
der Staat blind, stumm und taub stellt? Volker Zierke über den Fall Marcus H.
Bild: Damit bei der
Gerichtsverhandlung das
Tatvideo gezeigt werden
konnte, musste der
Vater des Opfers seinen
Rechner als Abspielgerät
zur Verfügung stellen.
Bild: Über zwei Jahre
kämpfte Karsten Hempel
dafür, dass dem Syrer,
der seinen Sohn getötet
hat, der Prozess gemacht
wird. Doch auch bei der
Gerichtsverhandlung ging
einiges schief.
Ob ein 35-Jähriger in Chemnitz oder
eine 15-Jährige in Kandel, ein
28-Jähriger in Göttingen oder eine
45-Jährige in Reutlingen. Tote säumen
den Weg zur multikulturellen
Gesellschaft von der Nordseeküste
bis an den Bodensee. Auf ein
Ausrufezeichen, ein Signal, dass
es so nicht mehr weitergeht, wartet
man vergebens. Diese Erfahrung
musste auch Karsten Hempel
machen: Der syrische Totprügler
seines Sohns ist am 26. März 2020
mit zwei Jahren Bewährung „bestraft“ worden.
Doch auch jetzt gibt Hempel nicht auf.
Ein Fall von Tausend
Es ist der 27. September 2017: Mit wenigen,
aber gezielten Schlägen prügelt Sabri H. den
30-jährigen Marcus Hempel zu Boden, dann
hebt der Migrant ruhig die bei seiner Attacke
heruntergefallene Mütze auf und verlässt den
Schauplatz der Gewalttat, die Eingangsgasse
zu einem Einkaufszentrum im sachsen-anhaltinischen
Wittenberg. Marcus bleibt regungslos
liegen und verstirbt wenige Stunden später
im Krankenhaus.
Es dauert nicht lange, da verkündet die ermittelnde
Staatsanwaltschaft kaufen Dessau-Roßlau
bereits, dass Sabri wohl aus „Notwehr“ gehandelt
habe. Karsten Hempel ist entsetzt,
denn das Video einer Überwachungskamera
vor dem Einkaufszentrum stellt den Sachverhalt
vollkommen anders da. Nicht einmal die
Polizei möchte sich der Notwehr-Theorie anschließen.
Was muss der Vater noch durchmachen?
Erst am 28. Februar 2020 fand endlich ein
Prozess gegen Sabri statt. Bis dahin war es
ein „Auf“ und „Ab“, ein Hin und Her zwischen
Momenten, in denen es so
aussah, als würde es nie zu
einer Anklage kommen,
und kurzen Zeitfenstern, in
denen Karsten Hempel wieder
Hoffnung schöpfte, dass
vielleicht doch am Ende die
Gerechtigkeit siegen würde.
Was genau in der Zeit
zwischen Tat und Anklage
passiert ist, können Sie in der
„Chronik der Ungerechtigkeit“
nachlesen.
Das Alter
des Täters
wurde nie
geklärt.
Doch genauso holprig wie der Weg vor das
Gericht verlief auch der Prozess selbst. Nach
dem ersten vereinbarten Gerichtstermin hatte
der Autor mit Karsten Hempel
noch ein Gespräch geführt. Darin
äußerte sich der Vater zuversichtlich
und ein wenig hoffnungsvoll,
denn alles sah so aus, als stände
einer fairen Verhandlung nichts
im Wege. Damals sagte Hempel:
„Ich bin stolz, dass ich es bis hierher
geschafft habe!“
Doch bereits die nächsten Verhandlungstage
dämpften die Erwartungen. Das Gericht präsentierte
sich schlecht vorbereitet; um etwa
die entscheidenden Szenen aus dem Tatvideo
anständig begutachten zu können, musste
Hempel seinen eigenen Rechner mit in den
Saal bringen. Richtig rund lief der Prozess nie.
Info-DIREKT jetzt kaufen
und bequem weiterlesen:
Fragen über Fragen
Vor der Verhandlung hatte Hempel gehofft,
das Gericht würde dafür sorgen, Antworten
auf seine Fragen zu bekommen. Ein entscheidender
Punkt war und ist die Altersfeststellung:
Hempel hatte von Anfang gefordert,
dass ein Beweis für die angebliche Minderjährigkeit
des Täters vorgelegt werden müsse.
Doch diese Frage konnte nie abschließend
geklärt werden. Ein weiterer Punkt ist das unklare
Verhältnis zwischen Opfer und Täter: Sowohl
eigenständige Recherchen von Karsten
Hempel wie auch die Ermittlungen der Polizei
legen nahe, dass sich Sabri und Marcus gekannt
haben könnten und der Konflikt schon
länger schwelte. Doch dies wurde mit keinem
Wort im Prozess erwähnt.
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Wer unabhängiger Journalismus will,
muss diesen auch untersützen!
Die Beantwortung dieser Fragen ist nun wieder
in weite Ferne gerückt. Nach dem Schockurteil
von zwei Jahren Bewährung und einigen
Sozialstunden muss Karsten Hempel weiter
stark sein. Die Entscheidung liegt jetzt beim
Bundesgerichtshof in Karlsruhe; sollte der
Revisionsantrag positiv beschieden werden,
muss ein Landgericht in Sachsen-Anhalt den
Fall Marcus H. neu aufrollen. Vielleicht nimmt
dann die Justiz-Odyssee endlich ihr Ende.
Dem Vater kann man das nur wünschen. II
Mehr dazu:
Weitere und stets aktuelle Infos sowie zahlreiche
Videos zum Fall Marcus H. finden Sie
auf: www.einprozent.de
Bilder: Ein Prozent
32 |
Chronik der Ungerechtigkeit
29. September 2017: Marcus Hempel wird von einem Syrer mit mehreren Faustschlägen angegriffen.
Wenig später verstirbt der 30-jährige Wittenberger im Krankenhaus.
2. Oktober 2017: Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau. Für die Ermittler steht
fest: Der Syrer handelte in Notwehr.
11. April 2018: Die AfD-Fraktion im Landtag Sachsen-Anhalt beantragt, den Generalstaatsanwalt
einzuschalten. Der Antrag wird abgelehnt, wenig später entzieht man jedoch der Staatsanwaltschaft
Dessau den Fall und übergibt ihn an Magdeburg.
1. August 2018: Noch immer gibt es keine Anklage. Vater Karsten Hempel zeigt die zuständigen
Staatsanwälte wegen Strafvereitelung an.
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und bequem weiterlesen:
9. September 2018: Die Bürgerinitiative „Ein Prozent“ macht den „Fall Marcus H.“ mit einem Dokumentationsfilm
öffentlich. Bis heute wurde das Video 135.000 Mal gesehen.
29. September 2018: Marcus‘ erster Todestag. Die AfD gedenkt am Tatort. Der Trauerkranz wird
wenig später von Unbekannten geschändet.
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kaufen
18. Dezember 2018: Die Staatsanwaltschaft Magdeburg erhebt Anklage gegen den mutmaßlichen
Täter, Sabri H. Das Verfahren ist auf 18. Juni 2019 angesetzt.
22. März 2019: „Ein Prozent“ organisiert eine Spendenkampagne, um Karsten Hempel wenigstens
bei den Anwaltskosten (bis dorthin 5.336 Euro) zu entlasten. Das Vorhaben gelingt.
Mai 2019: Die Verhandlung wird verschoben, angeblich wegen „Terminschwierigkeiten“. „Vermutlich“
im Herbst soll es weitergehen.
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6. August 2019: Wenig Neues in der Sache, allerdings will der Verteidiger des mutmaßlichen
Täters das im Internet kursierende Video von der Tat (u.a. bei „Ein Prozent“) sperren lassen. Die
Wer unabhängiger Journalismus will,
Staatsanwaltschaft lehnt jedoch ab.
muss diesen auch untersützen!
29. September 2019: Marcus‘ zweiter Todestag, erneut veranstaltet die AfD einen Trauermarsch
in Wittenberg.
20. Januar 2020: Das Landgericht Magdeburg kündigt an, den Prozess gegen Sabri H. ab dem
28. Februar beginnen zu lassen. Angesetzt sind über zehn Prozesstage.
28. Februar 2020: Erster Prozesstag im Fall Marcus H.
26. März 2020: Bereits am fünften Prozesstag fällt das Landgericht ein Urteil. Zahlreiche Anträge
des Nebenklägers werden ignoriert, weitere Zeugen abgeladen. Sabri H. wird mit zwei Jahren auf
Bewährung und 120 Sozialstunden bestraft.
Stand zu Redaktionsschluss: Karsten Hempel wird vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe Revision
einlegen. Wenn Karsten damit Erfolg hat, muss der Fall in Sachsen-Anhalt neu aufgerollt werden.
Bild: Volker Zierke und Philip Stein von „Ein Prozent“.
Die Bürgerinitiative „Ein Prozent“
Als Bürgerinitiative hat sich „Ein Prozent“ des Falls
Marcus Hempel angenommen und den Vater Karsten
Hempel bei seinem Kampf unterstützt. Wer sich gleichfalls
beteiligen will, einen Betrag für die Prozesskosten
spenden oder Karsten einfach nur Mut zusprechen
möchte, für den ist „Ein Prozent“ der richtige
Ansprechpartner.
Nachrichten gerne an:
foerdermitglied@einprozent.de
Spenden an:
Ein Prozent e.V.
IBAN: DE75 8505 0100 0232 0465 22
BIC: WELADED1GRL
Verwendungszweck: Fall Marcus H.
| 33
Interview
„Ein erfundenes
Lügenkonstrukt“
Dem Bundestagsabegordneten Frank Pasemann
droht erneut der Ausschluss aus der AfD.
Info-DIREKT hat ihn zu den Vorwürfen interviewt.
Was ist nur in der AfD los? Mitten in der Corona-Krise will die Partei
nun einen ihrer Bundespolitiker rausschmeißen: den Magdeburger
Bundestagsabgeordneten Frank Pasemann (59), der vielen zuletzt
erst durch seine vielbeachtete Reise nach Syrien und den Dokumentationsfilm
darüber bekannt geworden sein dürfte. Mittlerweile berichtet sogar die Presse
bundesweit in Deutschland über den kuriosen Fall. Info-DIREKT hat mit dem Betroffenen,
der bereits mehrfach in unserer Zeitschrift veröffentlicht hat, direkt gesprochen.
Info-DIREKT: Herr Pasemann, innerhalb
von nur rund anderthalb Jahren
läuft nun das zweite Parteiausschlussverfahren
gegen Sie. Was ist da los bei
Ihnen?
Frank Pasemann: Lassen Sie mich
zunächst anmerken, dass das erste
Ausschlussverfahren damals
mehr als kläglich
gescheitert ist. Sämtliche
erhobenen Vorwürfe haben
sich als substanzlos
oder als unwahr erwiesen.
Jeder damals wusste,
dass es eine schlecht
inszenierte Kampagne
war. Und dieselben Akteure
scheuen sich nun
offenbar nicht, dieses
traurige Schauspiel zu
wiederholen. Also um
Ihre Frage zu beantworten, was ich dazu
sage, da kann ich mich nur wiederholen
und sagen: Sämtliche Beschlüsse und
Maßnahmen des AfD-Landesvorstandes
in dieser Sache sind nichts weiter
als eine inszenierte Kampagne. Allein
dass es darüber eine Kampfabstimmung
im Vorstand gab, zeigt doch, worum
es geht.
Info-DIREKT: Wie erklären Sie sich diese
Eskalation in Ihrem Fall, wenn Sie
sagen, es sei nur eine „inszenierte Kampagne“?
Pasemann: Ja, sehen Sie, vermutlichen
kennen Sie das Wesen von Parteien
aus eigener Erfahrung. Bei uns
– und das betrifft insbesondere meinen
Landesverband [Sachsen-Anhalt,
Anm. d. R.] – stehen demnächst wichtige
Personalentscheidungen an. Wir
wählen noch im Frühjahr einen neuen
Landesvorstand. Zudem stehen
uns zeitnah die Kandidatenwahlen
für
die Landtagswahl
und die Bundestagswahl
ins Haus.
Da ziehen einige
Info-DIREKT jetzt kaufen
unseren eigenen Vorständlern ein unmittelbar
gelöschter Tweet erst von ei-
Leider sind
die Akteure
ner linksextremen Anti-AfD-Seite übernommen
und dann der Öffentlichkeit
und für bequem eine sachliche
Klärung
Akteure weiterlesen:
jetzt offenbar
alle Register gegen Konkurrenz vorzugehen. Das ist
zugänglich gemacht, um parteiintern
und missbrauchen meiner Meinung nach parteischädigendes
Verhalten, zumal vorsätzlich und
gar nicht
ihre Stellung, um
Konkurrenz auszuschalten
und sich
aus rein persönlichem Bereicherungsinteresse!
österreichweit
empfänglich.
im
Info-DIREKT: Dennoch wurden und
werden gegen Sie ja Vorwürfe erhoben.
Beispielsweise ein Posting auf Twitter,
das einige als antisemitisch betrachten.
Pasemann: Der Tweet war sehr ungeschickt,
das muss ich mir ankreiden
lassen. Jedoch war mir diese Assoziation
tatsächlich nicht bewusst, als ich
diese Formulierung eines Dritten weiter
getweetet habe. Als es mir auffiel,
habe ich umgehend reagiert und den
Tweet sofort gelöscht.
Wer unabhängiger Journalismus will,
muss diesen auch untersützen!
Info-DIREKT: Verstehen Sie, dass man
Ihnen dieses Posting als „parteischädigendes
Verhalten“ vorwirft?
Pasemann: Wie gesagt, das war eine
Ungeschicktheit, die nicht passieren
darf. Das habe ich so auch gegenüber
der zuständigen Stelle unseres Bundesvorstandes
eingeräumt. Der Leiter
der entsprechenden Arbeitsgruppe
hat das auch dem Landesvorstand in
Sachsen-Anhalt mitgeteilt, so dass der
Sachverhalt ausreichend erörtert und
zu meiner Entlastung geklärt wurde.
Für ein Ausschlussverfahren müsste
zudem ein vorsätzlich parteischädigendes
Verhalten vorliegen oder ein massiver
Schaden eintreten. Beides ist nicht
der Fall. Im Gegenteil. Hier wurde von
Zeitschriftenhandel selbst den bestellen
Weg zu
Posten und gutdotierten
einer Mandaten von zu über bahnen. Das 100 ist Trafiken sofort
oder in
offenkundig die Motivation, die da-
kaufenhintersteht.
auf www.info-direkt.eu abonnieren
Info-DIREKT: Man wirft Ihnen auch vor,
Ihre Parteibeiträge nicht gezahlt zu haben.
Da muss der zuständige Vorstand
doch reagieren – oder sehen Sie das anders?
Pasemann: Dass ich meine Beiträge
nicht zahlen würde – und da geht es
ja um die Mandatsträgerabgaben –, ist
einfach nicht wahr. Schauen Sie, hier
wird ein solcher Vorwurf konstruiert,
um mich unmöglich zu machen. Meine
Beiträge und Abgaben habe ich immer
bezahlt. Darüber gab es auch nie einen
Dissens, bis vor kurzem diese Schmierenkampagne
losging. Leider sind die
Akteure, die dieses durchschaubare
Spiel betreiben, für sachliche Klärung
34 |
Bezahlte Anzeige
| 35
Interview
überhaupt nicht empfänglich, weil es
ihnen ja bloß um die Beschädigung
geht, nie um die Sache oder das
Parteiinteresse. Jedenfalls habe ich
mehrere Dokumente der AfD-Bundesgeschäftsstelle,
die belegen, dass
ich 100 Prozent der geforderten Mandatsträgerabgabe
satzungsgemäß
bezahle. Und nicht nur das. Eigentlich
möchte ich das nicht breittreten. Aber
da werden Sie sehen, dass ich im Jahr
2018 der sechstgrößte Einzelspender
der AfD überhaupt war. Mir zu unterstellen,
ich prelle die Partei um Zuwendungen,
ist völlig abwegig. Und lassen
Sie mich…
Info-DIREKT: Entschuldigen Sie, dass
ich Sie unterbreche. Aber es geht ja
auch um angebliche schwarze Kassen
rund um einen Verein im Umfeld des
„Flügels“. Und auch das wirft man Ihnen
ja jetzt vor, dass es da Ungereimtheiten
gebe. Und bereits in dem anderen Ausschlussverfahren
ging es ja um ähnliche
Vorwürfe, deretwegen Ihnen ja auch
als damaliger Landesschatzmeister die
Entlastung verweigert wurde.
Pasemann: Eine Entlastung durch den
Landesparteitag wurde mittlerweile
ja erteilt. Auch da ging es jedoch nie
um sachliche Kritik, das war eine von
denselben Kreisen hochgekochte Geschichte
und hat sich längst aufgeklärt.
Bild: Pasemann: „Mir zu unterstellen,
ich prelle die Partei um
Zuwendungen, ist völlig abwegig.“
Bezüglich der neuerlichen Vorwürfe ist
das auch ganz einfach. Diese sind ein
erfundenes Lügenkonstrukt. Der Landesvorstand
bezieht sich fernab jeder
Faktenlage auf Gerüchte der Linkspresse.
Ungeheuerlich eigentlich. Der Verein
ist nicht einmal Teil der Partei. Auch
hier wurde eine sachliche Stellungnahme
meinerseits schlicht ignoriert.
Gegen die verleumderischen Vorwürfe
im Einzelnen wurden meinerseits im
Übrigen bereits zivilrechtliche Schritte
eingeleitet. Sie sind in Gänze unwahr.
Und das wird sich beweisen.
Info-DIREKT: Nach dem Abgang des
ehemaligen Landesvorsitzenden wurde
es politisch eher ruhig
um Sachsen-Anhalt.
Früher nahm man die
AfD dort selbst bei uns
in Österreich als eine
Art „Gallisches Dorf“
wahr. Insgesamt gibt
die Partei kein gutes
Bild ab, etwa in der
Corona-Krise. Schaden
solche machtpolitischen
Ränkespiele
nicht?
Pasemann: Auf der
Bundesebene ist es so,
dass wir eine sehr heterogene
Partei sind, mit flachen Hierarchien.
Das führt auch zu viel Kreativität,
jedoch auch dazu, dass viel nebeneinander
gearbeitet wird und es uns ein
gemeinsames, entschlossenes Vorgehen
erschwert. Götz Kubitschek hat das
erst kürzlich sehr gut problematisiert.
Was die AfD in Sachsen-Anhalt angeht,
möchte ich das jetzt nicht weiter
ausführen. Das können und müssen
unsere Mitglieder demnächst für
sich bewerten, ob im Landesvorstand
gute politische Arbeit gemacht wird
oder ob gewisse Akteure dort ihr Amt
missbrauchen, um sich selbst für das
nächste Mandat in Stellung zu bringen.
Ich behaupte jedoch, die Beteiligten
dort täten gut daran, sich kurz vor dem
Ablauf dieser Vorstandsperiode doch
noch mal der politischen Arbeit zuzuwenden,
statt solche Machtkämpfe auf
dem Rücken der Partei auszutragen.
Selbst die Regionalpresse hat erkannt,
dass es dem Landesvorstand nur um
Ränkespiele geht.
Info-DIREKT: Wie, glauben Sie, wird das
Parteiauschlussverfahren gegen Sie ausgehen?
Pasemann: Sie wissen ja, vor Gericht
und auf hoher See… Aber lassen Sie
mich Folgendes klarmachen: Es ist
bereits jetzt offenkundig, dass es
sich um eine inszenierte Kampagne
handelt. Die Vorwürfe sind schlicht
unwahr und ein Ausschlussverfahren
völlig unverhältnismäßig. Es wird sehr
schwer, auf diesem Lügenkonstrukt
ein Urteil zu begründen, das dem beantragten
Strafmaß folgt und dabei
rechtsstaatliche Grundsätze wahrt. Wie
gesagt, um Inhalte geht es hier nicht. Es
geht den Initiatoren rein um den persönlichen
Vorteil und um die Beschädigung
eines Konkurrenten. Damit muss
man in diesem Metier offenbar leben.
Ich bezweifle, dass die Betreiber dieses
durchschaubaren Schauspiels mit diesen
Methoden durchkommen
werden.
Info-DIREKT jetzt kaufen
und bequem weiterlesen:
österreichweit im
Zeitschriftenhandel bestellen
oder in einer von über 100 Trafiken sofort
kaufen
Wenn man
ein altes
Schloss wieder
herrichten
will, muss man
auf www.info-direkt.eu abonnieren
Info-DIREKT: Als sechstgrößter
Einzelspender
der Partei nagen sie
vermutlich nicht am
Hungertuch. Weshalb
tun Sie sich diese parteiinternen
Machtkämpfe
überhaupt an und verlassen
nicht die Partei,
in der man sie anscheinend
gar nicht haben
will?
Pasemann: Eine kleine
Clique, die ihr von den Mitgliedern anvertrautes
Vorstandsamt missbraucht,
um des eigenen materiellen Wohlergehens
wegen solche lächerlichen
Ausschlussverfahren einzuleiten, darf
man ganz sicher nicht als „die Partei“
missverstehen. Dieser Zirkel ist überschaubar.
Aber ja, es ist schade, wenn
aus einem Vorstand heraus, der eigent-
auch mal im
Keller kehren.
Wer unabhängiger Journalismus will,
muss diesen auch untersützen!
Info-DIREKT jetzt ka
und bequem weite
lich politisch gestalten und weiterentwickeln
sollte, nur für das persönliche
Fortkommen intrigiert wird. Das kostet
ja insbesondere die Partei Potential und
Attraktivität, weil auf einer wichtigen
Ebene kaum etwas vorankommt. Persönlich
kann ich sagen, etwa im Bundestag,
glaube ich, dass meine Projekte
österreichweit im
Zeitschriftenhandel bestelle
oder in einer von über 100 T
kaufen
dort zuletzt politisch, in dem Rahmen,
den wir als Opposition zur Verfügung
haben, recht erfolgreich waren. Erst
kürzlich wurde eine meiner Kleinen Anfragen
zur Steuergeldverschwendung
linker Fördervereine medial sehr gut
aufgegriffen. Oder denken Sie etwa an
die weithin wahrgenommene Syrienreise
und die ganze diesbezügliche Arbeit
auf www.info-direkt.eu abon
und die vielen Initiativen zur Syrienpolitik,
die durchaus auch in den Diskurs
hineinwirken. Und für diese Erfolge und
für diese Arbeit, die ich versuche vom
Gemeinwohl aus zu denken, da ist das
oft auch viel Ärger wert. Wenn man
ein altes Schloss wiederherrichten will,
muss man auch mal im Keller kehren.
Das ist halt so.
Wer unabhängiger Journalismu
muss diesen auch untersützen!
36 |
Politik
Irrweg Parteispaltung
Nicht nur in Österreich, auch in Deutschland
wird viel über Parteispaltungen diskutiert.
Macht das Sinn? Robert Müssig
AfD-Co-Vorsitzender Jörg Meuthen hat eine Diskussion über die
Spaltung seiner Partei entfacht. Er wollte, dass sich der „Flügel“
rund um AfD-Thüringen-Chef Björn Höcke vom Rest der Partei
trennt. Durch diesen Schritt könnte seiner Meinung nach ein breiteres
Wählerspektrum abgedeckt werden. Doch ist die Trennung
einer Partei in zwei Gruppierungen wirklich vielversprechend?
Bild: Kraft für seine politische Arbeit
schöpft Frank Pasemann unter
anderem beim Fischen.
Ade ALFA & „ Die blaue Partei“!
Ein Blick in die jüngste Geschichte der rechten Bewegungen in
Mitteleuropa zeigt, dass Abspaltungen und Neugründungen es
stets schwer hatten und zumeist letztlich gescheitert sind. Man
denke nur an die beiden Versuche früherer AfD-Vorsitzender, mit
einer Neugründung links von der AfD erfolgreich zu sein: So ging
AfD-Gründer Bernd Lucke mit seiner liberalen Kraft namens ALFA
genauso rasch baden wie seine Nachfolgerin an der Parteispitze,
Frauke Petry, mit ihrer „blauen Partei“. Beide Gruppierungen bewegten
sich bei Urnengängen an der demoskopischen Wahrnehmungsgrenze.
Bild Meuthen: Info-DIREKT; Bild Pasemann: privat
Info-DIREKT: Woher nehmen Sie die Kraft, um einerseits
Angriffe der etablierten Medien und der
Antifa und andererseits die parteiinternen Machtkämpfe
zu überstehen?
Pasemann: In unserem Spektrum redet man ja
gerne von Wurzeln und ich denke, dass das nicht
umsonst etwas ganz Wesentliches ist. Sehen Sie,
ich stehe vor meinem 60. Geburtstag. Als die
Mauer fiel, war ich ein junger Mann. Wohl für
eine ganze Generation war das ein prägender
Moment. Gemeinsam mit meiner Frau habe ich
mir dann in der BRD eine neue Existenz aufgebaut.
Stein auf Stein, könnte man buchstäblich
sagen. Unsere Kinder sind mittlerweile erwachsen,
haben ihrerseits Existenzen und Familien,
auf die man nun als Großeltern niederschauen
kann. Da steht man schon fest im Wind erstmal.
Und, was jetzt die Bundesrepublik betrifft, da
war einem doch immer bewusst: Wenn du „von
rechts“ etwas verändern willst, dich ins Getümmel
schmeißt und mit nonkonformen Ansichten gegen
diesen ganzen politisch-medialen Komplex
anrennst, dann riskiert man diese Angriffe eben.
Dass es auch intern kracht, das haben parlamentarische
Parteien leider so an sich, wenngleich ich
hoffe, unsere Partei würde den Gegner öfter wieder
außerhalb identifizieren. Aber der Punkt ist ja
der: Kämpfen Sie für etwas, das es Ihnen das wert
ist, sich nochmal in diesen Graben zu stellen, statt
mit der Angel in der Hand am Meer zu sitzen?
Dann halten Sie auch diese Angriffe aus. Starke
Wurzeln wie die Familie und das im Leben Erreichte
leisten dabei gewiss ihren großen Anteil.
Und ab und zu hilft mir dann tatsächlich auch der
Griff zur Angel, denn da braucht man beide Hände
und kann nicht aufs Handy schauen [lacht]. II
ufen
rlesen:
n
rafiken sofort
nieren
s will,
Beispiel Österreich
Auch in Österreich hatten Abspaltungen von der FPÖ keinen
langen Atem. So gelang es 2005 Jörg Haiders Spaltertruppe BZÖ
nur deshalb 2006 in den Nationalrat zu kommen, und zwar ganz
knapp mit gut vier Prozent, weil die charismatische Figur Haider an
der Spitze stand und in Kärnten eine absolute Hochburg hatte. Mit
dessen Tod 2008 begann das Sterben dieser rechtsliberalen Kraft.
Und die Ende 2019 ins Leben gerufene FPÖ-Abspaltung DAÖ (Die
Allianz für Österreich) liegt bundesweit unter der Vier-Prozent-Hürde
und hat nur wegen der Bekanntheit HC Straches in Wien eine
reelle Chance auf Einzug in den Landtag. Programmatisch unterscheidet
sie sich praktisch nicht von der blauen Mutterpartei.
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Schwächung des rechten Lagers
Wenn Meuthen also meint, eine Aufteilung der AfD in eine konservativ-wirtschaftsliberale
und eine rechtsnational-soziale Partei
brächte beiden Gruppierungen Vorteile, dann irrt er gewaltig. Denn
zum einen würde die AfD durch eine Aufspaltung in zwei Teile im
BRD-Parteienspektrum nicht nur an Bedeutung verlieren, sondern
auch nicht mehr die stärkste Oppositionspartei im Bundestag sein.
Bestehende Fraktionen in EU-Parlament, Bundestag, Landtagen und
kommunalen Parlamenten würden durch Auseinanderbrechen geschwächt
und teilweise in ihrem Bestand gefährdet. Und wer würde
den Namen AfD weiterhin führen dürfen – Meuthens rechtsliberale
Kraft oder Höckes sozialpatriotische Gruppierung?
Solch ein Streit würde zahlreiche
Wähler abschrecken, so dass beide Teile
Verlierer wären. II
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Bild: Seinen Vorschlag zur Aufspaltung der
AfD in zwei Parteien hat Meuthen wieder
zurückgezogen. Interessant ist in diesem
Zusammenhang auch, dass sich Frauke Petry,
die bis zu ihrem Parteiaustritt 2017 Co-Chefin
der AfD war, über Meuthens Vorstoß freute.
2015 wollte sie nach eigenen Angaben nämlich
gemeinsam mit Meuthen die Führung
der AfD übernehmen.
| 37
Kultur
Naturnahe
Landwirtschaft
Familie Binder zeigt auf ihrem Obergschwendtnerhof auf, wie nachhaltige
Lebensmittelproduktion funktioniert. Eine Reportage von Michael Scharfmüller
Bild: Anstatt in Aktien
zu investieren und ein
gemütliches Leben
in einem Innenstadt-
Penthouse zu führen,
kauften sich Sabine und
Hermann Binder einen
Bauernhof, den sie seither
neben ihrer eigentlichen
Arbeit bewirtschaften.
Bild: Fütterung der
Freilandschweine. Neben
Getreide vom eigenen
Hof bekommen die
Schweine auch Erdäpfel,
die aufgrund äußerlicher
Merkmale nicht verkauft
werden können.
In der Corona-Krise spricht alles davon,
dass wir zukünftig wieder mehr auf Regionalität
setzen sollten. Aber ist ein „Zurück
zur Natur“ überhaupt noch
möglich, oder sind wir bereits
in der Gier des „ewiges
Wachstums“ gefangen? Ich
bin unterwegs zum Obergeschwendtnerhof
der Familie
Binder im Hausruckviertel in
Oberösterreich, wo ich Antworten
auf diese Fragen finden
will.
Familie Binder ist das, was
man am Land ohne Neid „fleißige Leute“
nennt. Sabine Binder ist selbstständige Friseurmeisterin
und FPÖ-Landtagsabgeordnete.
Ihr Mann Hermann ist Gründer und
Eigentümer eines Unternehmens, das an
mehreren Standorten Metalle zu
hochwertigen Produkten verarbeitet.
Gemeinsam hat sich das
Ehepaar im Jahr 2006 dazu entschlossen
einen alten Bauernhof
zu kaufen, neu aufzubauen und
eine natürliche Landwirtschaft
zu betreiben.
Verschwendung
von Lebensmitteln
Als ich am Hof ankomme, platze
ich ins Mittagessen. Rund
um den Tisch sitzen neben den
Info-DIREKT je
Heute wird
mehr weggeschmissen,
als
damals konsumiert
wurde.
Eheleuten die beiden Töchter, ein Junge,
um den sich die Familie kümmert und ein
Fleischhacker (Metzger). Schnell stellt Sabine
auch für mich einen Teller
auf den Tisch. Hermann
erzählt, dass er gerade vom
Gemüsebauern aus Eferding
zurückgekommen sei.
Dort habe er Erdäpfel (Kar-
und bequem w
toffeln) für die Schweine geholt.
Mit dieser Schilderung
sind wir mitten im Thema.
Hermann ärgert sich nämlich,
dass die Erdäpfel von
österreichweit im
Zeitschriftenhandel b
oder in einer von üb
Gemüsebauern eigentlich
entsorgt oder am Feld liegen gelassen würden,
weil sie trotz tadelloser Qualität für den
Handel entweder zu groß oder zu klein sind.
Zu Hermanns Schulzeit war der Umgang
mit Lebensmitteln noch ein gänzlich anderer:
„Als ich 1977 in die Hauptschule ging,
ist einmal ein Brot in einem Papierkorb entdeckt
worden, daraufhin haben die Lehrer
zu ermitteln
kaufen
begonnen.“
Früher sei überhaupt vieles anders gewesen.
Fleischspeisen waren in Hermanns Jugend
etwas ganz Besonderes: „Wenn wir einmal im
Monat ein Hendl bekommen haben, haben
wir uns gefreut!“ Früher hätte sich jeder, der
ein paar Quadratmeter Grund hatte, Hühner,
Hasen oder eine Sau gehalten, während heute
mehr weggeschmissen werde, als damals
konsumiert wurde.
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muss diesen auch unters
Bilder: Info-DIREKT
38 |
Ob die Krise daran wirklich etwas ändern
wird, bezweifeln sowohl Sabine als auch
Hermann. Nachhaltiges Leben und ein jährliches
Wirtschaftswachstum von drei Prozent
passen eben nicht zusammen. In diesem Bereich
wäre die EU gefordert, endlich dafür zu
sorgen, dass Lebensmittel nicht mehr weggeschmissen
und technische Produkte kein
geplantes Ablaufdatum mehr haben dürfen.
„Anstatt wirklich wesentliche Dinge zu regeln,
kümmern sich die Herren in Brüssel jedoch
lieber um Nebensächlichkeiten, wie die
Krümmung von Gurken und die Bräune von
Pommes“, bringt Sabine ein Problem unserer
Zeit auf den Punkt.
Bescheidene Verhältnisse
Dass sich die beiden so über Verschwendung
ärgern, hängt sicher kaufen auch mit einem Umstand
zusammen, den man heute, wenn man den
Hof der Familie betritt, nicht vermuten würde:
Beide stammen aus sehr bescheidenen Verhältnissen.
Sabine verrät mir, dass sie als Kind
zuhause noch ein Plumpsklo hatte. Und Hermann
ist der Sohn eines kleinen Schneiders.
Als seine Mutter sehr früh verstarb, hielt die
Familie eine kleine Nebenerwerbslandwirtschaft
mit Müh und Not über Wasser.
Kinder helfen mit
Die Mittagspause ist vorbei.
Ich darf die Jugend und den
Fleischhacker (Metzger) in
den Schlachtraum begleiten.
Dort werden heute die
Fleischprodukte für den Ab-
Hof-Verkauf vakuumiert und
für die Kundschaften wie
bestellt zusammengestellt.
Weggeschmissen oder hoch-
tzt kaufen
eiterlesen:
subventioniert ins Ausland gesandt, wie man
es aus großen Schlachthäusern kennt, wird
hier nichts. Das ganze Tier wird verarbeitet.
Was vom Menschen nicht gerne gegessen
wird, wird zu Hundefutter verarbeitet.
Schlachtung direkt am Hof
Die Nachfrage nach Schweine- und Rinderfleisch
sei von Anfang an hoch gewesen. Ein
Grund dafür ist sicher auch die stressfreie
Schlachtung der Tiere direkt am Hof. Bei meinem
ersten Besuch am Hof konnte ich zufällig
beim Schlachten eines Stiers zusehen. Zuerst
wollte ich gar nicht richtig hinsehen, weil ich
die furchtbaren Bilder der Fleischindustrie im
Kopf hatte. Am Obergschwendtnerhof läuft
jedoch alles sehr entspannt ab. Der Weg vom
offenen Stall bis zum Schlachtraum ist vielleicht
100 Meter lang. Als der Fleischhacker
zur Tat schreitet, macht das friedlich vor sich
hinkauende Rind nicht mal muh.
nalismus will,
ützen!
Schweine im Erdstall
Hermann holt mich ab. Wir gehen rauf zu den
Schweinen, die in einem Erdstall mit riesigem
Auslauf gehalten
und jetzt gefüttert
werden.
Am Weg zu den
Schweinen reden
wir über das von
allen Parteien verkündete
Recht eines
jeden Österreichers
auf sein
Schnitzel. Hermann denkt auch, dass
es so ein Recht geben könne, die
Frage sei jedoch in welcher Häufigkeit.
Der momentane Fleischkonsum
ist aus Hermanns Sicht zu überdenken.
Die heimische Landwirtschaft
sei zwar noch in der Lage alle Österreicher
gut zu versorgen, aber
ein Schwein bestehe nicht nur aus
Schnitzelfleisch. Zudem könne die
Menge an Fleisch, die derzeit nachgefragt
werde, nicht mit artgerechter
Tierhaltung erzeugt werden. Ein
Beispiel dazu: Am Obergschwendtnerhof
werden die freilaufenden Schweine nach ca.
8 Monaten geschlachtet, in herkömmlichen
Betrieben werden die Tiere auf engstem
Raum gehalten und müssen in vier Monaten
ihr Schlachtgewicht erreicht
haben – ansonsten ist der Betrieb
nicht konkurrenzfähig.
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Als der
Fleischhacker
zur Tat schreitet,
macht das Rind
nicht mal muh.
Plötzlich Bauern
Nun stößt auch Sabine, die
die Küche aufgeräumt hat,
wieder zu uns. Am Weg zur
Rinderweide erzählen mir die
beiden wie sie zu Nebenerwerbsbauern
wurden. Bevor
sie den Hof erworben haben,
haben sie in Zwentendorf in Niederösterreich
gelebt, wo sie jedoch nicht ganz glücklich
gewesen seien, weil sie wollten, dass ihre
Kinder mit mehr Bezug zur Natur und einem
ländlicheren Umfeld aufwachsen. Als sie
dann zufällig hörten, dass dieser Hof zu verkaufen
sei, schlugen sie zu. Die baufälligen
Gebäude trugen sie ab, um einen zeitgemäßen
Betrieb auf die Beine zu stellen.
Beeinflusst wurde diese Entscheidung wahrscheinlich
auch dadurch, dass Hermann
einen Hügel weiter, nur 500 Meter Luftlinie
entfernt, aufgewachsen ist. Er könne sich
sogar noch erinnern, als er als Kind mit seiner
Mutter den Stier zu den Kühen auf
den Hof geführt hat: „Wenn ich damals
gesagt hätte, dass wird mal mein Hof,
hätten die gesagten, der Schneiderbub
hat einen Vogel“, erzählt er sichtlich
glücklich.
Auf der Weide bei den Angus-Rindern
angekommen stehen wir unter den
blühenden Obstbäumen und unterhal-
Bild: Die am Hof lebenden
genetisch-hornfreien
Agnus-Rinder erhalten
ausschließlich Futter von
den eigenen Feldern und
Wiesen.
Bild: Geschlachtet wird
bei Familie Binder
direkt am Hof. Beim
Verpacken der hofeigenen
Produkte helfen
auch die Kinder mit.
| 39
Der Obergschwendtnerhof
Im Jahr 2006 kaufte
Familie Binder den
Obergeschwenterhof
im Bezirk Grieskirchen
(Oberösterreich),
schleifte die alten
Gebäude und baute
ihn zeitgemäß wieder
auf. Nun werden
5.000 Hektar Grund
bewirtschaftet, über
20 Schweine und 20
Mütterkühe gehalten.
Neben dem
Fleisch der direkt
am Hof geschlachteten
Tiere werden
auch Schnäpse und
Apfelsaft vertrieben.
Mehr dazu sowie eine
Produktübersicht und
Bestellmöglichkeiten
finden Sie auf www.
obergschwendtnerhof.
at
ten uns. Plötzlich läuft Hofhund Tabea zu uns
auf die Weide. Den Sprungstier lässt das zwar
unbeeindruckt, die Kühe beginnen
sich aber gegen uns
zu wenden. Sabine und ich
suchen das Weite, während
sich Hermann vor die aufgeregte
Kuh stellt und ihr im
breiten oberösterreichischen
Dialekt erklärt, dass sie sich
Keine Neuzugänge, deshalb
kaum Erkrankungen
Im Bereich der Rinder führt
Familie Binder einen geschlossenen
Betrieb. Das bedeutet, dass
weder Futter noch Rinder zugekauft werden.
Das hat den Vorteil, dass die Herde sehr
harmonisch ist und auch keine Krankheiten
durch Neuzugänge eingeschleppt werden
können. Dadurch ist das Immunsystem der
Tiere sehr stabil, wodurch die Wiederkäuer
nur äußerst selten einen Tierarzt oder Medikamente
brauchen. Als Biobetrieb haben sie
den Hof trotzdem nicht klassifizieren lassen.
Hauptsächlich, weil man sich die vielen Vorschriften
und Kontrollen ersparen möchte,
erklärt mir Bauer Hermann.
In Grund statt in Aktien investiert
Nun zeigen mir die beiden die modernen
Stallungen und landwirtschaftlichen
Geräte. Dass sie
neben ihren sonstigen Verpflichtungen
auch noch den
Hof bewirtschaften können,
liege hauptsächlich an der
modernen Ausstattung ihres
Betriebes, aber auch daran,
dass sie sich als Unternehmer
die Zeit freier einteilen
können.
Mit dem Hof haben sich Sabine und Hermann
jede Menge Arbeit gekauft. Das stört
die beiden jedoch nicht. Sabine kümmert
sich hauptsächlich um das große Haus und
den Garten. Das mache sie lieber, als in der
Stadt spazieren zu gehen, meint sie und fügt
hinzu: „Wenn meine Kolleginnen von der
SPÖ und den Grünen wüssten, dass ich auch
wirklich sehr heimat- und familienverbunden
lebe, würden die bei meinen Reden im Landtag
noch viel lauter schreien!“ Hermann hat
- wenig überraschend - eine sehr ähnliche
Ansicht: „Ich habe niemals in Aktien investiert
und ein Penthouse in der Stadt hat mich auch
nie gereizt. Ich bin lieber vom Gehen hinter
dem Balkenmäher müde als von einem Besuch
im Fitnessstudio.“
Weltmarkt als Problem
Zum Abschluss unserer kleinen
Hofrunde wird es wieder
Ich bin lieber
vom Gehen hinter
dem Balkenmäher
müde
Info-DIREKT beruhigen soll, was schnell jetzt kaufen
Wirkung zeigt.
und bequem weiterlesen:
als von einem
Besuch im Fitnessstudio.
etwas politischer. Ob sie sich
vorstellen können, dass sich
ihre Art der Landwirtschaft
durchsetze, frage ich das Ehepaar.
Das sei schwierig, meinen
die beiden. Sie hätten es
mit ihrem Hof leichter, weil
sie die Investitionen dafür
nicht mit dem landwirtschaftlichen
Betrieb erwirtschaften
mussten. Solange unsere
Bauern mit dem Weltmarkt
konkurrieren müssten, würde
sich die Lage kaum verbessern, ist sich Hermann
sicher: „In andern Ländern wird unter
gänzlich anderen Bedingungen gearbeitet!“
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Damit spricht er die völlig unterschiedlichen
klimatischen, sozialen, gesellschaftlichen,
steuerlichen und ethischen Unterschiede
in anderen Ländern und Erdteilen an. Die
Überschwemmung des Marktes mit Billiglebensmitteln
sollte beispielsweise durch die
Einfuhr von Importzöllen gestoppt werden.
Dass sich in diese Richtung etwas ändern
wird, glaubt Hermann jedoch nicht: „Von
den Menschen, die jetzt in Kurzarbeit sind,
werden wohl viele in den nächsten Monaten
in die Arbeitslosigkeit schlittern. Die
Nachfrage nach billigen Lebensmittel wird
dadurch vermutlich steigen, schließlich will
niemand auf sein Schnitzel verzichten.“
Die eingangs gestellte Frage ist für mich
damit beantwortet: Wir können nachhaltig
leben und mit reinem Gewissen Fleisch essen.
Damit das möglichst vielen Menschen
möglich ist, muss die Politik jedoch für entsprechende
Rahmenbedingungen sorgen
und wir Bürger unser Konsumverhalten neu
überdenken. Weniger ist oft mehr! II
Bild: Den Umgang mit Rindern ist Hermann Binder gewöhnt.
Nach dem frühen Tod seiner Mutter hielt sich seine Familie
mit einer kleinen Landwirtschaft über Wasser.
Bilder: Info-DIREKT
40 |
Kultur
1984
Roman Möseneder über die Parallelen eines Romans mit der Wirklichkeit
Bild: Cassowary Colorizations - George Orwell, c. 1940 via wikimedia.org (CC BY 2.0)
Das Werk „1984“ des Autors George
Orwell dient unter politisch Interessierten
mittlerweile als Metapher
für eine totalitäre Gesellschaft. Besonders in
gegenwärtigen Zeiten der Corona-Maßnahmen
liest man in
sozialen Medien oft von „Orwellschen
Zuständen“. Daher
ist es nun mehr als angebracht,
Licht ins Dunkel zu bringen
und sowohl Orwell als auch
sein Werk unter die Lupe zu
nehmen.
Im ersten Part des Buches werden
gesellschaftliche Verhältnisse
im fiktiven totalitären Staat „Ozeanien“
nach dem Atomkrieg dargestellt. Alle Parteimitglieder
des Staates kaufen werden von der »Gedankenpolizei«
kontrolliert. Plakate mit dem
Gesicht des »Großen Bruders« sieht man an
allen Ecken.
Ein »Ministerium für Wahrheit« ist existent.
Dort wird die Geschichte umgeschrieben
und Zeitungsartikel sowie andere Schriftstücke
werden »korrigiert« und neu gedruckt.
Big Brother
is watching you!
Die heutzutage bekannte
und gerne verwende-
GEORGE ORWELL
te Phrase des „Big Brother is watching you“
findet ihre Wurzel in Orwells Roman. Im beschriebenen
fiktiven totalitären Staat sind die
Bewohner verpflichtet, den „Großen Bruder“
zu lieben. Das Volk wird stetig
erinnert, unter dauerhafter Beobachtung
der Behörden zu
stehen. In der gegenwärtigen
Realität kann „Big Brother“ sowohl
als Personifikation politischer
und wirtschaftlicher Eliten
als auch mächtiger Monopolkonzerne
wie Google verstanden
werden, die gemeinsam
einen Überwachungsapparat
bilden.
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. Sie sind frei,
sich billigen
Vergnügungen
und Konsum
österreichweit
hinzugeben.
im
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Neusprech
Eine Abteilung vom »Ministerium für Wahrheit«
ist mit der Entwicklung von »Neusprech«
befasst, der Reduzierung der bisherigen
Sprache mit dem Ziel, den Gedankenspielraum
einzuschränken und schließlich das
Denken abzuschaffen sowie sogenannte
»Gedankendelikte« auszurotten. In der Gegenwart
ist »Neusprech« perfekt mit »political
corectness« zu vergleichen. Bestimmte
Wörter und Themen werden tabuisiert – bei
Zuwiderhandlung folgen gesellschaftliche
Ächtung und Ausgrenzung. Des Weiteren
erleben wir bestimmte Frames, also Erzählweisen,
im Mainstream, die dem Klischee des
„Neusprech“ entsprechen. So wird auf linker
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George Orwell, geboren 1903, war ein englischer Schriftsteller, Essayist und Journalist. Seine
Jugend verbrachte er in England. 1922 stellte er sich in den Dienst der Kolonialpolizei im südostasiatischen
Burma. Aufgrund gesundheitlicher Probleme und seiner kritischen Haltung gegenüber
der britischen Kolonialherrschaft kehrte er 1927 nach Europa zurück.
1936 nahm Orwell auf republikanischer Seite am Spanischen Bürgerkrieg teil.
1941 begann er bei der BBC zu arbeiten. Er schrieb etliche Beiträge für diverse Zeitungen und
Zeitschriften. 1943 beendete er seine Tätigkeit bei der BBC wegen politischer Unstimmigkeiten
und wurde Feuilletonchef bei der Zeitschrift „Tribune“. 1944 adoptierte er mit seiner Frau
einen Jungen. Im Februar 1945 fuhr Orwell als Kriegsberichterstatter erst nach Paris und
dann nach Köln, wo er erneut erkrankte. Seine Frau starb überraschend während einer
Operation an den Folgen einer Narkose, weshalb er nach England zurückkehrte.
Auf einer einsamen Insel schrieb er 1947 und 1948 sein Buch „1984“. 1947 wurde
er in Glasgow ins Krankenhaus eingeliefert, wo man eine erhebliche Zerstörung des
linken Lungenflügels diagnostizierte. Nach seiner Rückkehr arbeitete er schnellstmöglich
an seinem Werk weiter und schickte das Manuskript im Dezember 1948 an
den Verlag.
In der Nacht des 21. Januar 1950 starb Orwell im Alter von 46 Jahren.
Unter anderem durch sein Werk „1984“ gilt er heute als einer der bedeutendsten
Schriftsteller der englischen Literatur.
| 41
Kultur
Seite von „Aktivisten“ gesprochen, während auf
rechter Seite Aktivisten als „Rechtsextreme“ diffamiert
werden.
Konsum als Machtwerkzeug
Die Bevölkerung Ozeaniens besteht zu 85 Prozent
aus sogenanntes »Proles«. Diese werden
unterdrückt und ausgebeutet. Sie sind aber frei,
sich billigen Vergnügungen und Konsum hinzugeben.
Ihr fehlendes politisches Bewusstsein verhindert
eine Revolution.
Burschenschafter
Die „ARGE Steirischer Burschenschaften“
Es war eine spontane Idee aus den Reihen der „Arbeitsgemeinschaft
(ARGE) Steirischer Burschenschaften“, in Zeiten
der Corona-Krise Landwirten ehrenamtlich unter die Arme
zu greifen, denen aufgrund der restriktiven Regierungsmaßnahmen
die Arbeit erschwert wurde. Die Resonanz war erfreulich, denn schon
kurz nach Bekanntgabe dieses Projekts, das unter dem Schlagwort
„Erntehilfe“ lief, meldeten sich etwa zwei Dutzend Interessierte, und
Info-DIREKT
zwar nicht nur Korporierte. Aus
jetzt
der „Erntehilfe“ wurde aber dann,
kau
da
es noch nichts zu ernten gab, einfach „Hilfe für Landwirte“.
Bepflanzung eines Hanges
Das Konsumverhalten der „Generation Z“ ist diesbezüglich
ein Paradebeispiel und vereint im Buch
erarbeitete Elemente. So schaut der durchschnittliche
Jugendliche zur Genüge Netflix-Serien. Inhaltlich
wird dort akribisch auf gegenwärtigen
Neusprech und politische Korrektheit geachtet.
Feminismus wird gelobt, „Rechtes“ tabuisiert. In
den Köpfen der Menschen prägt sich dies langfristig
unterbewusst selbstverständlich ein.
Mit unbegrenztem Konsum und dadurch freigesetzten
Glücksgefühlen wird die Bevölkerung in
eine Art Rauschzustand versetzt und somit von
tatsächlichen politischen und folglich gesellschaftlichen
Problemen abgelenkt. Nicht umsonst
gilt Kaufsucht als verbreitete
psychische Störung.
Psychische Diffamierung als Waffe
Im gegenwärtigen politischen Diskurs wird regelmäßig
mit der Waffe der »psychischen Diffamierung«
gekämpft. Politische Gegner werden
als verrückt und geisteskrank dargestellt. Ein
Beispiel dafür ist die Wertung des Bevölkerungsaustauschs
als „Verschwörungstheorie“. Durch
dieses Wort werden Vertreter bestimmter Ansichten
– wie Martin Lichtmesz in der "Sezession"
schrieb – in die Aura des Obskuren, Paranoiden
und Wirrköpfigen gerückt, um sie lächerlich und
unglaubwürdig zu machen.
Ähnliche Methoden werden in „1984“ beschrieben.
Aufgrund einer verbotenen Liebesbeziehung
zwischen den Charakteren Winston und
Julia werden beide festgenommen.
Ein Spitzel, welcher zuvor als vermeintlicher Verbündeter
fungierte, diagnostiziert bei Winston
eine Geistesstörung, die er mit Hilfe elektrischer
Foltermaschinen heilen will. Parteischädliche Gedanken
sollen aus der Welt geschafft werden, bevor
der Delinquent hingerichtet wird. Im Endeffekt
passt Winston sein Denken an das der Partei an.
Empfehlung
Faszinierenderweise hat Orwell gegenwärtige
Zustände sehr akkurat vorhergesehen. Viele besprochene
Inhalte sind im aktuellen Zeitgeist
ähnlich – wenn auch oft besser versteckt – wahrzunehmen.
Wer die regelmäßigen Referenzen
auf das Werk verstehen möchte, sollte es gelesen
haben. Auf eine „must-read“-Liste würde ich es
trotzdem nicht setzen, da es für politisch Interessierte
schnell vertraut wirken kann. II
Unter Federführung der vorsitzenden Verbindung der ARGE, der
und bequem
Grazer akademischen Burschenschaft
weiterl
Marko-Germania, konnten
somit die Planungen beginnen. Es wurde umgehend mit dem
Maschinenring Kontakt aufgenommen, um einerseits Kontakte zu
Landwirten zu bekommen, auf deren Höfen fleißige Helfer benötigt
wurden, und andererseits die notwendigen Formalitäten erledigen
zu können, damit die Arbeiter für Gottes Lohn für ihre Verrichtungen
wenigstens versichert sind. So konnte Mitte April mit
dem ehrenamtlichen „Ernteeinsatz“ begonnen werden.
In der ersten Woche stand Hilfe in der Forstwirtschaft auf dem Programm.
Einsatzort war die Oststeiermark. Die Freiwilligen hatten
österreichweit
die Aufgabe, auf einem
im
Hang mit dem Spaten Löcher zu graben
und sodann die jungen Maronibäume einzupflanzen. Dafür waren
Zeitschriftenhandel bestellen
Kraft und Ausdauer vonnöten. Zum Glück spielte das Wetter mit.
Man blieb nämlich von Niederschlägen während der Arbeit verschont.
Am Ende der ersten Woche konnten die Korporierten stolz
oder in auf einer ihre erbrachte Leistung von blicken: über Der einst kahle, 100 nur mit Gras
Tra
bewachsene Hang war nun mit jungen Bäumen durchsetzt.
kaufen
Harte Arbeit im Weinberg
Die zweite Woche führte die Helfer in die Südsteiermark. Dort galt
es, in der äußerst hügeligen Gegend nahe der slowenischen Grenze
Weinberge „in Schuss“ zu bringen, sprich allerlei Tätigkeiten zu
verrichten, die im Frühjahr bei Winzern anstehen. Zuerst ging es
darum, die zukünftigen Trauben am Rebstock vor dem Traubenwickler
zu schützen, der die Beeren ansticht und damit ungenießbar
macht. Während man früher die Weinberge flächendeckend
mit Pflanzenschutzmitteln, also mit Insektiziden, besprühte und
damit Schädlinge wie Nützlinge gleichermaßen abtötete, gingen
in den vergangenen Jahren die meisten Winzer dazu über, umweltfreundliche,
mit Pheromonen versehene dünne Plastikbänder
in regelmäßigen Abständen an den Drahtgestellen nahe den Rebstöcken
anzubringen.
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Besagte, in roter Farbe hergestellte Bänder enthalten Duftstoffe,
die die Männchen dieses Falters verwirren, da diese durch die
großflächige, ausschließlich für das Insekt wahrnehmbare Duftwolke
die Weibchen nicht mehr aufspüren und sich mit ihnen
nicht mehr fortpflanzen können. Was im Prinzip einfach ist, bedarf
jedoch viel Handarbeit, weil durch jede Weinbergreihe jemand
durchgehen und das Plastikband anbringen muss. Da der Hersteller
lediglich für etwa sieben Monate die Wirksamkeit dieses
Duftstoffes garantiert, müssen Jahr für Jahr neue Plastikbänder
angebracht und – was noch mehr Arbeitsaufwand erfordert – die
alten abgeschnitten werden. Konkret bedeutete dies für die Helfer
schweißtreibende Wege in den zumeist steilen Weinbergen
der Südsteiermark.
42 |
helfen Landwirten in Not
Kultur
praktizierte gelebte Solidarität während der Corona-Krise. Udo Schemnitz
Ein Weinberg entsteht neu
Zum Glück meinte es der Wettergott gut
mit den Helfern, denn in den zwei Wochen
im Weinberg blieben sie weitgehend von
Regen verschont. Erschwert wurden die
Tätigkeiten bei solchen Rebstöcken, die bereits
mit Netzen gegen Hagel und Wildverbiss
geschützt waren, weil man dann müh-
fen
sam hinter die Netze greifen musste, wenn
man die alten Plastikbänder entfernte und
die neuen anbrachte. Nach einer Woche
Schaffen im Weinberg – es wurde insgesamt
immerhin eine Fläche von 38 Hektar
esen:
bearbeitet – stand die Neubepflanzung eines
seit mehreren Jahren brachliegenden
Hanges an. Bei dieser eher seltenen Arbeit
durften die freiwilligen Helfer mitwirken.
Nachdem eine Pflugmaschine in regelmäßigen
Abständen Löcher gemacht und
Setzlinge dort eingefügt hatte, begann die
Handarbeit.
Bilder: Info-DIREKT
Tätigkeit, die Freude macht
In gebückter Haltung oder auf Knien musste
der Hang auf- und abgegangen werden,
wobei die Aufgabe darin bestand, die maschinell
eingefügten Weinreben, die äußerlich
als solche kaum erkennbar waren, weil
der Setzling nur eine Wurzel mit Stil ist, in
die passende Position zu bringen, damit sie
senkrecht nach oben wachsen. Nicht selten
war die Wurzel untergepflügt und musste
mühsam aus der Erde gegraben und freigelegt
werden. Dies geschah alles nur mit
bloßen Händen. Nach mehreren Stunden in
gekrümmter Haltung spürten es die meisten
im Kreuz. Ungeachtet dessen machte
die Tätigkeiten allen Freude, zumal man am
Ende des Arbeitstages sah, was man geleistet
hatte.
fiken sofort
ren
will,
Umtrunk zum Abschluss
Der nächste Schritt bestand darin, dünne Eisenstäbe
hinter den Rebwurzeln einzuschlagen,
damit diese nach dem Austreiben Halt
bekommen und auch festgebunden werden
können. Danach mussten Setzling und
Stange mit einer Plastikhülle „eingemottet“
werden, um die spätere Pflanze vor Verbiss
durch Wildtiere bzw. Unbilden des Wetters
zu schützen. Dank der großen Motivation der
Helfer konnte binnen zwei Tagen ein großer
Hang bepflanzt und abschließend bearbeitet
werden. Das Ende der zweiwöchigen Arbeit
im Weinberg wurde mit einem Umtrunk erlesener
Weine begossen. Die Teilnehmer verließen
das Weingut mit dem Willen wiederzukommen,
wenn fleißige Hände gebraucht
werden. II
Bild: Die zweite Einsatzwoche verbrachten die ehrenamtlichen Helfer in den
Weinbergen der Südsteiermark.
Bilder: Mit
Setzlingen
wurde
ein neuer
Weingarten
angelegt.
Bild: Durch Anbringung von
roten Plastikbändern werden die
Weintrauben vor dem Befall des
Traubenwickler geschützt.
Bild: Plastikhülsen schützen den
jungen Wein vor Wildverbiss.
Bild: In der ersten Einsatzwoche setzten die Freiwilligen auf einem Hang Bäume.
j
j
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Kultur
Hugins
Stilfragen
Smoking, Frack und Co.
Mit dieser Kolumne wollen wir uns hier bei Info-DIREKT
ab nun mit dem Stil, dem Auftreten
und dem Erscheinungsbild einzelner Politiker
auseinandersetzen. Denn wir wissen, auch auf die
Verpackung kommt es an. Jetzt sollte man meinen,
Politiker sind in Stilfragen bewandert oder haben
zumindest Berater, die sich auskennen. Weit gefehlt.
Info-DIREKT jetzt k
cherweise weggelassen, man geht davon aus,
An dieser Stelle rufe ich den
dass die Damen wissen, was
legendären Fauxpas des österreichischen
Grün-Bundesprä-
sich gehört.
und bequem weite
sidenten Van der Bellen (vdB) Wenn Sie auf der Suche nach einem Plötzlich Kellner
aus dem Jahr 2017 in Erinnerung.
Er schaffte es, zu einem politische Kommunikation, Auftreten eine Einladung, auf der „whi-
Trainer oder Berater zu den Themen Bekommt ein Politiker gar
Empfang für Prinz Charles in und Erscheinungsbild sowie Rhetorik te tie“ (oder „cravate blanche“)
zu lesen ist, heißt es
der Hofburg in falscher Adjustierung
zu erscheinen. Der gute
aufzupassen: Dieser Dress-
und Argumentationstechnik sind,
vermitteln wir Ihnen gerne einen patriotischen
Experten mit langjähriger
Mann hat die Dress-Code-Vorgabe
„black tie“ (auch als „cra-
Erfahrung, auf den auch
Code bedeutet, Herren haben
im Frack, dem großen
unsere Redaktion vertraut:
vate noir“ bezeichnet), was
kontakt@info-direkt.eu
Gesellschaftsanzug, zu erscheinen,
im Damen im großen
für Smoking, also den kleinen österreichweit
Gesellschaftsanzug steht, der
Abendkleid. Zum Frack wird
traditionell mit dunkler Fliege
stets eine spezielle weiße
getragen wird, missverstanden Zeitschriftenhandel Schleife getragen. Schwarze bestelle
- und kam als einziger der Anwesenden
mit schwarzer Krawatte zum Anzug.
Kaiserszeiten das Kennzeichen für die
Schleifen zum Frack waren zu
Kellner
Van der Bellen im Fettnäpfchen
Als ehemaligem Kommunisten könnte man VdB
unterstellen, er wollte gegen den Adelsspross aus
England ein Protestzeichen setzen. Dann hätte es
aber eine rote Krawatte oder ein Mao-Anzug tragen
müssen. Deshalb ist zu befürchten, der Arme wusste
es einfach nicht besser und ist deshalb ins Fettnäpfchen
getreten. Von einem armen Flüchtlingskind
aus den Tiroler Bergen kann man halt nicht erwarten,
dass er mit den Gepflogenheiten der internationalen
Diplomatie vertraut ist.
Ein Bundespräsident der Republik Österreich beschäftigt
allerdings auch einen Protokollchef samt
dazugehöriger Protokollabteilung. Hat dieser geschlafen?
Oder wollte er seinem neuen Chef eins
auswischen? Diese Frage wollen wir hier nicht weiter
erörtern.
Was wir daraus lernen: Wenn auf einer Einladung
zu einer Veranstaltung „black tie“
vermerkt ist, heißt das, die Herren haben im
Smoking mit dunkler (schwarzer) Fliege zu
erscheinen, die Damen im dazu passenden
Abendkleid. Die gewünschte Kleidung der Damen
wird auf traditionellen Einladungen übli-
der gehobenen Gastronomie, die damals genau
wie ihre Gäste im Frack auftraten.
oder in einer von über 100
kaufen
Stilbrüche
Zum Smoking und zum Frack werden Lackschuhe
getragen. Beim Frack ist auch eine –
goldene – Taschenuhr obligatorisch, eine Armbanduhr
wäre unelegant.
auf www.info-direkt.eu abo
Sowohl „black tie“ als auch „white tie“ sind
ausschließlich bei Abendveranstaltungen, die
nach 18 Uhr stattfinden, anzuwenden. Einen
Smoking tagsüber zu tragen, wäre wiederum
ein grober Stilbruch, der leider immer wieder
bei ländlichen oder kleinstädtischen Hochzeiten
vom Bräutigam begangen wird. Aber der
hat ja auch keinen Protokollchef, der ihm hilfreich
zur Seite steht – oder halt nicht. II
Wer unabhängiger Journalism
muss diesen auch untersützen
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Interview
„Alle Plattformen und
Messenger sind zensierbar“
Kurz-Interview mit Martin Sellner über eine Möglichkeit, wie man der Zensur entkommen
kann, und ein Verfahren gegen ihn, das eingestellt wurde.
Info-DIREKT: Herr Sellner, auf Ihrem Telegram-Kanal haben
Sie bereits über 44.000 Abonnenten. Mitte April war dort
plötzlich eine Systemmeldung zu lesen, dass Ihr Kanal von
Telegram gesperrt werden könnte. Was war da los?
Martin Sellner: Das war für viele offenbar ein Schockmoment,
denn sofort haben mich zahlreiche Freunde und Unterstützer
angeschrieben. Denn bisher gilt Telegram ja als
zensursichere Alternative. Gottseidank hatte es aber mit der
aufen
App nichts zu tun. Telegram hat offenbar eine Einstellung, die
Kanäle automatisch löscht, wenn das Konto, das sie erstellt
hat, lange nicht aktiv war. Der Kanal „Telegramelite“ wurde
mit einem Handy erstellt, das mir bei einer der zahlreichen
Razzien der letzten Jahre weggenommen wurde. Ich musste
rlesen:
mich also wieder irgendwie in das alte Konto einloggen, was
mir bald gelang. Die Telegramelite ist gesichert!
Info-DIREKT: Man kann sich als Patriot also doch noch auf
die Meinungsfreiheit bei Telegram verlassen?
Sellner: Derzeit sieht es so aus. Doch letztlich ist auch Telegram
abhängig von globaler Infrastruktur und insbesondere
dem internationalen „Fintech“-Netzwerken. Wenn der
Druck auf Telegram groß genug ist, werden wohl auch sie
mit Löschungen beginnen. Ich mache mir da keinerlei Illusionen.
n
Trafiken sofort
Bild Sellner: Info-DIREKT
Info-DIREKT: Was passiert, wenn Sie auch auf Telegram zensiert
werden sollten?
Sellner: Alle Plattformen und Messenger sind zensierbar.
Überall, wo man ein Konto oder einen Kanal hat und Abos
oder „Follower“ sammelt, reicht ein Klick um dieses Konto
zu löschen. Die einzige wirklich zensursichere Kommunikation
besteht letztlich in Emails. Wenn man sich in den Rundbrief
einer Person einträgt, kann sich kein „Mittelsmann“
mehr als Zensor dazwischenschieben. Wer also immer mit
mir in Kontakt bleiben will, sollte sich in den Rundbrief eintragen:
www.martin-sellner.at
nnieren
Info-DIREKT: Der Terrorismus-Vorwurf gegen Sie wurde
mittlerweile vom Oberlandesgericht Graz als falsch und
rechtswidrig entlarvt. Hat sich dadurch die Berichterstattung
der etablierten Medien über Sie verbessert?
Sellner: Ja, das stimmt. Leider ist das im Mainstream kaum
bekannt, weil es nicht bekannt gemacht wurde. Die Erklärung
des Oberlandesgerichts hat es in sich und stellt klar,
dass niemals ein echter Verdacht bestand. Die Razzien und
die Überwachungsmaßnahmen werden mit den schärfsten
Worten in der Luft zerrissen. Dennoch gelte ich in den Augen
von Mainstreampresse und naiven Medienkonsumenten
nach wie vor als Freund oder gar Unterstützer eines
Terroristen. Das war exakt der Effekt, den der Grazer Staatsanwalt
erzielen wollte, als er diese illegalen Razzien und
das sinnlose Verfahren in Gang setzte. Nachdem er seinen
großen Prozess gegen uns verloren hatte, blieb ihm keine
andere Möglichkeit als diese fragwürdigen Schikanen um
patriotischen Aktivismus in Österreich zu bekämpfen. II
us will,
!
Bild: Martin Sellner, geboren 1989 in Wien. Bachelor in Philosophie
und Studium der Rechtswissenschaften. Zwei veröffentlichte Bücher
im Verlag „Antaios“ und Autor für „COMPACT“ und „Sezession“.
Mitbegründer und Leiter der IBÖ, YouTuber und Aktivist.
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we care more
Kurzkommentare
Bill Gates Impf-Propaganda
auf YouTube entlarvt
Der YouTuber Oliver Janich hat aufgedeckt,
dass Bill Gates anderen
bekannten Youtubern genaue Empfehlungen
gab, wie sie unter dem
Hashtag „#SolidaryPledge“ über
Corona-Impfungen berichten sollten,
um die Bereitschaft zum Impfen
zu erhöhen. Zahlreiche Infulencer
übernahmen die von Gates empfohlenen
Textbausteine teilweise wörtlich.
Eine von Janich gestarte Gegenkampagne
war so erfolgreich,
dass zahlreiche
Youtuber
ihre Propaganda-Videos
selbst wieder
löschten.
Minderjährige Flüchtlinge
Welche eine Überraschung:
Zahlreiche von
Deutschland aus Griechenland
aufgenommene
angeblich „minderjährige Flüchtlinge“
gaben als Geburtsdatum den 1. Jänner
2006. Sofern bisher bekannt, wurden
die Altersangaben der „Kinder“ nicht
überprüft.
Wer sich distanziert, verliert
Einige AfD-Politiker sind der Meinung,
dass sich nach dem Parteiausschluss
von Kalbitz die etablierten
Medien deutlich schwerer tun werden,
die AfD zu diffamieren. Es ist
echt traurig, dass es immer noch Politiker
patriotischer Parteien gibt, die
nicht verstehen, dass unsere Gegner
nur aus taktischen Gründen Patrioten
in „ganz böse“ und „nicht so böse“unterscheiden.
In Wirklichkeit wollen sie
jeden Patrioten mundtot machen. Sobald
Kandidat A beseitigt ist, nehmen
sie sich Kandidaten B vor. Deshalb
gilt weiterhin: „Wer sich distanziert,
hat nichts kapiert und verliert!“
Plötzlich ist auch der Falter „rechts“
Am 15. April twitterte Thomas Diesenreiter,
Gechäftsführer der „Kulturplattform
Oberösterreich (KUPF)“,
dass Teile der Wiener Stadtzeitung
„Falter“ aufgrund der Kritik an den
Corona-Maßnahmen der Regierung
„in eine rechte Richtung abdriften“
würden. Als Beleg dafür führt er
bspw. an, dass Falter-Chefredakteur
von Rechten „zunehmend Applaus“
bekomme. KUPF hat übrigens auch
schon „Expertisen“ über rechte Medien
veröffentlicht.
Deutsche Entwicklungshilfe für China
Völlig absurd: Wie Markus Frohnmaier
(AfD) aufdeckte, leistet Deutschland
noch immer Entwicklungshilfe für China.
David Stögmüllers (Grüne)
kreativer Umgang mit der Wahrheit
Stögmüller musste nach anwaltlichen
Einschreiten nun seine falsche Unterstellung,
der Verfasser des Rattengedichts
hätte Waffen gebunkert und
sei brandgefährlich, widerrufen. Das
ist übrigens nicht das erste Mal, dass
der grüne Nationalrat beim Flunkern
erwischt wurde. Auch seine Aussage,
er habe Info-DIREKT kein Interview
gegeben, sondern das Telefongespräch
abgebrochen, ist falsch, wie
ein Tonbandmitschnitt beweist.
Alternative Infos über Corona
Trotz Zensur und Meinungsunterdrückung gibt es zahlreiche Möglichkeiten sich fernab
der Corona-Propaganda umfassend zu informieren. Hier eine kleine, unvollständige Übersicht:
Servus TV
Der Salzburger Privatfernsehsender
macht immer wieder mit interessanten
Gesprächsrunden und Interviews auf
sich aufmerksam. Als ein Höhepunkt
der Fernsehwoche empfehlen wir den
satirischen Wochenkommentar von
„Der Wegscheider“, der jeden Samstagabend
ausgestrahlt wird.
www.servustv.com
Raphael M. Bonelli
Ken FM
Der in Oberösterreich geborene Wiener
ist Facharzt jetzt für Psychiatrie kaufen und vom ehemaligen
Ken FM ist ein
Info-DIREKT
psychotherapeutische Medizin sowie RBB-Moderator Ken
Facharzt für Neurologie. In lockerer Jebsen gegründeter,
Spenden finanzierter Nachrichten-
und bequem Art und Weise weiterlesen:
informiert er seine Seher
über die psychologischen Zusammenhänge
zum Thema Corona. Seine
Videos finden Sie hier:
Eva Herman
Die ehemalige Nachrichtensprecherin
der Tagesschau, Eva Hermann, betreibt
gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten
Andreas Popp einen äußerst erfolg-
kaufen
reichen Telegram-Kanal. Dort veröffentlicht
sie täglich zahlreiche Kommentare
und Informationen zum Thema Corona:
https://t.me/EvaHermanOffiziell
46 |
Symbolbild
österreichweit www.youtube.com/rpp-institut
im
Zeitschriftenhandel bestellen
oder in einer von über 100 Trafiken sofort
Bodo Schiffmann
Einer der ersten die sich mit ihrer Kritik
zu Corona zu Wort meldeten, war der
Arzt Bodo Schiffmann. Mittlerweile hat
er sogar eine eigene Partei gegründet,
die sich „Widerstand 2020“ nennt. Seine
Videos sind am YouTube-Kanal der
„Schwindelambulanz Sinsheim / Dr.
Bodo Schiffmann“ zu finden.
auf www.info-direkt.eu abonnieren
Wer unabhängiger Journalismus will,
muss diesen auch untersützen!
Verfassungsschutz ignorieren
Während sich manche Patrioten in der
Hoffnung einer Beobachtung durch
den Verfassungsschutz zu entgehen in
Distanzierungsakrobatik üben, pfeift
das „bunte Deutschland“ auf solche
Details. So wurde in Mecklenburg-Vorpommern
Barbara Borchardt auch mit
Stimmen der CDU zur Verfassungsrichterin
ernannt, obwohl sie Mitgründerin
der laut Verfassungsschutz linksextremen
„Antikapitalistischen Linken“ ist.
kanal, der mit technisch-hochwertigen
Videos und Audio-Podcasts täglich tausende
Menschen erreicht. Dem Establishment
ist Jebsen ein Dorn im Auge.
Mehr über KenFM hier: www.kenfm.de
Gerald Grosz
Der ehemalige BZÖ-Politiker ist einer
der erfolgreichsten Vlogger auf Facebook
und YouTube. Seine pointierten
und meist witzigen Kurz-Kommentare
treffen auch in Sachen Corona-Kritik
den Nagel direkt auf den Kopf:
youtube.com/GeraldGrosz
Bild: freepik
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1. Die Problemstellung:
Viele Jugendliche lesen weder im
Internet noch auf Papier Zeitungen.
Herkömmliches Fernsehen, Radio und
Facebook gelten mittlerweile ebenso
als verstaubt. Was aber ist zu tun, um
mit seinen Botschaften und Informationen
junge Menschen zu erreichen?
2. Die Lösung:
Wir müssen dort hingehen, wo Jugendliche sind und Inhalte produzieren,
die die sogenannte „Generation Z“ ansprechen. Dazu bietet die aus China
stammende kostenlose Video-App eine hervorragende Möglichkeit. Mit
kurzen, witzigen, ironischen, bösen, informativen und stets unterhaltsamen
Kurzvideos kann man dort junge Menschen auf sich aufmerksam machen.
3. Gemeinsam durchstarten:
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