HVV-Bericht 2004

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HVV-Bericht 2004

Hamburger Verkehrsverbund

BERICHT 2004


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EINSTIEG

Liebe Leserin, lieber Leser,

ist es nicht unglaublich interessant, die Welt mit anderen Augen zu

sehen? Das dachten wir uns auch und suchten für Sie die ganz besondere

Perspektive: die einer Panorama-Kamera!

So wird dann plötzlich aus der gewohnten Umgebung ein kleines

Rätsel.

Das glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von den faszinierenden

Bildwelten dieses Berichts vom Gegenteil überzeugen und erleben Sie

das HVV-Gebiet, wie Sie es noch nie gesehen haben.


Inhalt

Grußwort von Senator Dr. Freytag 4

Hamburger Verkehrsverbund – Mobilität für die Metropolregion

Vorwort der Geschäftsführung 5

Zusammenarbeit im erweiterten Verbund

Schwerpunktthema: ab in den Süden 6

Erweiterung nach Süden rundet den HVV ab

Verflechtung Hamburgs mit seinem Umland

Fachliche Vorbereitung der Erweiterung im Norden und im Süden

Politischer Entscheidungsprozess

Finanzierung der Erweiterung

Informationskampagne zur Verbunderweiterung

Vorteile des erweiterten Verbundgebietes

Künftige Aufgaben

Angebot und Planung 16

U- und S-Bahnen fahren am Wochenende durch

AKN fährt bis zum Hauptbahnhof

Ausschreibung und Vergabe von Leistungen

Der HVV macht sich fit für die WM

U-Bahn in die Hafencity

Qualität und Service 22

Mobil trotz Handicaps

U-Bahn, S-Bahn, Auto-Bahn

Graffiti macht Arbeit

Tarif und Vertrieb 26

Tarifanhebung nach zwei Jahren

Metropolcard für Ausflüge in der Region

Cityticket-Angebot wird erweitert

Kommunikation und Kundenmeinung 30

Ganz auf Freizeit eingestellt: Image-Kampagne 2004

Weniger ist mehr: HVV-Prospektreihe verschlankt

Zuwachs: acht Fahrplanbücher, ein Jahr gültig

Nachwuchsautoren: HVV-Schreibwettbewerb

Ein Hoch auf dem Kundenbarometer

Ein Tief in der Beschwerdestatistik

Zahlen, Daten, Fakten 36

Mehr Fahrgäste – gestiegene Einnahmen

Nachfrageentwicklung einzelner Fahrkartengruppen

Aufsichtsrat und Geschäftsführung der HVV GmbH

Verkehrsunternehmen im HVV

Gesellschafter der HVV GmbH

Daten der Verkehrsunternehmen und des Verbundes

Impressum 43

INHALT

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4

Grußwort von Senator Dr. Michael Freytag

Hamburger Verkehrsverbund – Mobilität für die Metropolregion

Senator Dr. Michael Freytag

Präses der Behörde für Stadtentwicklung und

Umwelt der Freien und Hansestadt Hamburg

GRUSSWORT VON SENATOR DR. FREYTAG

Hamburg ist Mittelpunkt der Metropolregion

mit über vier Millionen Menschen. Im Rahmen

unseres Zukunftskonzepts „Metropole Hamburg

– wachsende Stadt“ bauen wir diese

zentrale Stellung Hamburgs gezielt aus. Durch

das qualitative Wachstum Hamburgs wird die

Bedeutung des öffentlichen Personennahverkehrs

(ÖPNV) für die Mobilität in unserer Stadt

weiter steigen.

Ein moderner und leistungsfähiger ÖPNV ist ein

wichtiger Standortfaktor im internationalen

Wettbewerb der Metropolen. Der Hamburger

Verkehrsverbund ist die tragende Säule unseres

ÖPNV. Daher haben wir den HVV in den vergangenen

Jahren konsequent ausgebaut – und

werden es auch in Zukunft tun.

Im vergangenen Geschäftsjahr wurde das HVV-

Gebiet nach Süden erweitert. Seitdem können

auch die Menschen in den Landkreisen Stade,

Harburg und Lüneburg die hervorragenden

Nahverkehrsverbindungen nach Hamburg zu

günstigen Preisen nutzen. Doch nicht nur

die Verbindungen mit dem Umland erfreuen

sich großer Beliebtheit. Auch innerhalb des

Hamburger Stadtgebiets bringt der HVV die

Menschen schnell und sicher ans Ziel. So

werden in Hamburg 25 Prozent aller Fahrten

mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt,

bezogen auf den Berufsverkehr sogar

33 Prozent. Insgesamt nutzen täglich rund

1,8 Millionen Fahrgäste die Busse, Bahnen und

Fähren des HVV.

Im Jahr 2005 werden wir ein besonderes

Jubiläum feiern: 40 Jahre HVV. In dieser Zeit

wurde der Hamburger Verkehrsverbund zum

Inbegriff der Mobilität in der Metropolregion.

Diese vierzigjährige Erfolgsgeschichte wird der

HVV auch in der Zukunft fortsetzen!

Senator Dr. Michael Freytag


Vorwort der Geschäftsführung

Zusammenarbeit im erweiterten Verbund

Peter Kellermann

Lutz Aigner

Geschäftsführer der HVV GmbH

Am 12. Dezember 2004 haben wir die Verbunderweiterung

des HVV nach Süden umgesetzt.

Damit sind die Landkreise Harburg, Lüneburg

und Stade vollständig in den HVV integriert.

Zwei Jahre zuvor fand die Ausdehnung des

Bedienungsgebiets in die schleswig-holsteinischen

Kreise Pinneberg, Segeberg, Stormarn

und Herzogtum Lauenburg statt.

Damit ist ein Prozess abgeschlossen, der

fast alle Gebietskörperschaften der Metropolregion

Hamburg in einem Verbund zusammenfasst.

Leitgedanke dabei war, die wesentlichen

Verkehrsströme um Hamburg – also die

Pendlerbeziehungen – in den Verbund einzubeziehen.

Ein gemeinsamer Tarif, gemeinsame

Planungsgrundsätze, ein transparenter, einheitlicher

Zugang zum öffentlichen Personennahverkehr

(ÖPNV) sind die konstituierenden

Merkmale zugunsten unserer Fahrgäste. Abgerundet

wird das Bild durch ein einheitliches

Erscheinungsbild und gemeinsame Werbung.

Der HVV ist keine Insel. Die tarifliche Verknüpfung

mit dem Schleswig-Holstein-Tarif ist

gegeben, sodass die Kundinnen und Kunden

den Übergang nicht mehr spüren; nach Nieder-

sachsen – über die Grenzen der 2004 in den

HVV integrierten Kreise hinaus – werden wir

Übergangstarife entwickeln.

Mittlerweile arbeiten wir, die HVV GmbH, für

zehn Aufgabenträger und koordinieren die

Arbeit von insgesamt 38 Verkehrsunternehmen.

Für die Metropole Hamburg bieten sechs

größere Verkehrsunternehmen ihre Leistung

an. Die Leistungen sind nicht regional separiert,

sondern hochgradig miteinander vernetzt. Aus

diesem Grund hat der HVV traditionell eine

hohe Koordinierungsfunktion und plant auch

das städtische Liniennetz. Die Koordinierungsfunktion

nimmt ab, je weiter wir in den ländlichen

Raum kommen. Anders ausgedrückt, wir

gelangen mit der Verbundausweitung an unsere

organisatorischen Grenzen. Deshalb ist zu

begrüßen, dass im Süden die Verkehrsgesellschaft

Nord-Ost-Niedersachsen mbH (VNO) und

im Norden die Südholstein Verkehrsservicegesellschaft

mbH (SVG) sowie die Kreise

Stormarn und Herzogtum Lauenburg lokale

ÖPNV-Aufgaben wahrnehmen. Der Schienenpersonennahverkehr

(SPNV) wird in Schleswig-

Holstein von der Landesweiten Verkehrsservicegesellschaft

mbH (LVS) und in Niedersachsen

von der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen

(LNVG) organisiert. Damit hat sich für

den Raum des HVV ein dezentrales Organisationsmodell

herausgebildet, das die unterschiedlichen

Anforderungen von Regionalverkehr,

ländlichem Raum und Ballungszentrum gut

miteinander verbindet. Für den HVV beginnt

jetzt eine Phase der Konsolidierung. Was für die

Kundschaft positiv umgesetzt worden ist, muss

jetzt hinter den Kulissen „gängig“ gemacht

werden. Mentale und tatsächliche Integration

der Verkehrsunternehmen in die Verbundarbeit,

Einnahmenaufteilung und Erhaltung des hohen

Angebotsniveaus trotz knapper öffentlicher

Mittel sind nur einige Punkte, die wir gemeinsam

mit Verkehrsunternehmen und Aufgabenträgern

bewältigen müssen. Mit einem gut funktionierenden

Zusammenspiel im Verbund werden

wir auch die Herausforderungen des Wettbewerbs

und der wachsenden Region offensiv

und konstruktiv annehmen können.

Peter Kellermann Lutz Aigner

VORWORT DER GESCHÄFTSFÜHRUNG

5


6

Ab in den Süden

Die Tiere ziehen nach Süden – der HVV auch

SCHWERPUNKTTHEMA: AB IN DEN SÜDEN


SCHWERPUNKTTHEMA: AB IN DEN SÜDEN

7


Erweiterung nach Süden rundet den HVV ab

In diesem Jahr feiert der HVV seinen 40.

Geburtstag. Er ist der älteste Verkehrsverbund

weltweit. International wurde der HVV zu einem

Vorbild dafür, wie man verschiedene großstädtische

Verkehrssysteme als Einheit betreiben

kann. Einheitlicher Tarif, Taktfahrplan mit guten

Anschlüssen zwischen den Verkehrsmitteln

und umfassende Marktkommunikation sind

seitdem zu Merkmalen integrierter öffentlicher

Verkehrssysteme geworden. Das verdeutlicht

das für einen Verkehrsverbund bewährte

Grundprinzip: „Ein Tarif, ein Fahrschein, ein

Fahrplan.“

8 SCHWERPUNKTTHEMA: AB IN DEN SÜDEN

Bis zum Jahr 2002 umfasste das HVV-Gebiet

die Freie und Hansestadt Hamburg sowie

einige Umlandgemeinden. In seiner räumlichen

Ausdehnung von etwa 2.000 Quadratkilometern

war der HVV im Vergleich zu anderen Verkehrsverbünden

eher klein. Ende der Neunzigerjahre

wurden die Aktivitäten zur Ausweitung des

Verbundes verstärkt. Im Norden wie im Süden

von Hamburg begann ein intensiver Abstimmungsprozess

mit den Aufgabenträgern für

den öffentlichen Nahverkehr. Für die HVV-

Erweiterung nach Schleswig-Holstein konnten

Anfang 2002 die notwendigen politischen

Beschlüsse herbeigeführt werden. Die Ausweitung

auf das vollständige Gebiet der Kreise

Pinneberg, Segeberg, Stormarn und Herzogtum

Lauenburg wurde am 15. Dezember 2002

wirksam. Zwei Jahre später, am 12. Dezember

2004, wurden dann die niedersächsischen

Landkreise Stade, Harburg und Lüneburg in

den HVV integriert.

Historischer Ortskern in Jesteburg


Verflechtungen Hamburgs mit seinem Umland

Seit vielen Jahren bestehen zwischen Hamburg

und seinem Umland enge wirtschaftliche und

strukturelle Verflechtungen. Dies hängt im

Wesentlichen mit der Metropolfunktion Hamburgs

zusammen: Die Stadt ist Dienstleistungszentrum,

Kulturmetropole und Verkehrsdrehscheibe

weit über ihre Grenzen hinaus. Im

Jahr 2003 zählte die Freie und Hansestadt

Hamburg 1,737 Mio. Einwohner; sie erlebte

einen Zuwachs von 8,8 Prozent seit 1987.

Die angrenzenden Kreise konnten ebenfalls

einen im Bundesvergleich überdurchschnittlich

hohen Einwohnerzuwachs im Mittel um

20,9 Prozent verzeichnen. Die Ursache für die

steigenden Einwohnerzahlen in der Region

sind ausschließlich Wanderungsgewinne. Der

Bevölkerungszuwachs Hamburgs resultiert

weitestgehend aus Zuzügen aus den neuen

Bundesländern und Osteuropa. Das Umland

profitierte größtenteils von den Stadt-Umland-

Wanderungen (Suburbanisierung), d.h. Hamburgerinnen

und Hamburger verlegten ihren

Wohnort ins eher ländlich geprägte Umland.

Die engen nachbarschaftlichen Beziehungen

zwischen der Stadt Hamburg und ihrem Umland

werden durch die täglichen Pendlerströme

verdeutlicht. Bezogen auf die Zahl der sozialversicherungspflichtig

Beschäftigten Hamburgs

(751.300) wurde 2004 mehr als jeder dritte

Arbeitsplatz (270.300 oder 36 Prozent) von

Nicht-Hamburgern besetzt. Aus den schleswigholsteinischen

Umlandkreisen kamen 117.200

aus den angrenzenden niedersächsischen Landkreisen

63.800 Arbeitnehmer. Zusammen sind

dies 67 Prozent aller Einpendler nach Hamburg.

Die Anzahl der Hamburgerinnen und Hamburger,

die außerhalb der Stadt arbeiten, ist

zwar sehr viel kleiner, aber im Steigen begriffen.

Sie betrug 2004 insgesamt 77.000

Beschäftigte, davon waren 45.287 Personen in

den Umlandkreisen beschäftigt.

Nicht zu vernachlässigen ist die Zahl der

Menschen, die sich aus anderen Gründen über

die Landesgrenze bewegen – beispielsweise

Hamburger, die Landschaft und Natur im Umland

für einen Ausflug nutzen, oder Bewohner

der Randkreise, die sich zum Einkaufen in die

Hansestadt begeben.

Trotz einiger Unterschiede in den Wirtschaftsstrukturen

sind die Stadt Hamburg und das

Umland sozioökonomisch eng miteinander

verflochten. Deshalb beschlossen die Landesregierungen

Hamburgs, Schleswig-Holsteins und

Niedersachsens sowie die betroffenen Kreise,

ihre Zusammenarbeit zu verstärken. Unter den

Schlagworten „Metropolregion“ und „Wachsende

Stadt“ werden seit einigen Jahren

Aktivitäten gebündelt, die eine integrierte

Entwicklung der Kernstadt Hamburg und ihres

Umlandes forcieren sollen. Es ist erklärtes Ziel,

auch das Entwicklungspotenzial der weniger

zentral gelegenen Teilräume zu verbessern.

Neben struktur- und innovationspolitischen

Maßnahmen stellt hier der Tourismus ein

wichtiges Themenfeld dar.

Historische Altstadt in Stade

SCHWERPUNKTTHEMA: AB IN DEN SÜDEN

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Fachliche Vorbereitung der Erweiterung im Norden und im Süden

Die ersten Aktivitäten zur Süderweiterung

erfolgten etwa zeitgleich mit denen im Norden.

Während im Norden für die Ermittlung der

tariflichen Auswirkungen der HVV-Erweiterung

auf vorhandene Datenquellen zurückgegriffen

wurde, hielten die Aufgabenträger im Süden

eine zusätzliche Erhebung für erforderlich. Die

notwendigen Feldarbeiten konnten jedoch im

Jahr 2000 nicht abgeschlossen werden, da die

am Projekt mitwirkenden Fachleute Nachfrageverfälschungen

durch die in Hannover stattfindende

EXPO befürchteten. Damit hatte das

Nordprojekt einen zeitlichen Vorsprung, den

SCHWERPUNKTTHEMA: AB IN DEN SÜDEN

der Süden nicht wieder aufholen konnte.

Gleichzeitig verschärfte sich die Situation der

öffentlichen Haushalte dramatisch. Umso höher

ist zu bewerten, dass im Dezember 2003

schließlich ein politischer Grundsatzbeschluss

über die HVV-Erweiterung nach Süden zum

Dezember 2004 herbeigeführt werden konnte.

Ähnlich wie im Norden wurden die fachlichen

Entscheidungen in einem Arbeitskreis vorbereitet.

Auf Seiten der Aufgabenträger konnte in

diesem Kreis relativ schnell ein Konsens herbeigeführt

werden. Im Facharbeitskreis wirkten

neben den betroffenen Aufgabenträgern auch

Vertreter der im Erweiterungsgebiet tätigen

Verkehrsunternehmen mit. In der Umsetzungsphase

war diese Struktur hilfreich, da die Unternehmen

dank ihrer umfassenden Einbindung

viele operative Schritte frühzeitig planen und

umsetzen konnten.

Ebenso wichtig war der ständige Austausch mit

den beteiligten Aufgabenträgern. Die Behörde

für Stadtentwicklung und Umwelt als zuständige

Fachbehörde für Schiene und Straße in

Hamburg, die Landesnahverkehrsgesellschaft

Niedersachsen (LNVG), die Landkreise sowie die

Verkehrsgesellschaft Nord-Ost-Niedersachsen

(VNO) haben alle Schritte der HVV-Erweiterung

konstruktiv begleitet. Die VNO, die bisher in

acht Landkreisen im nördlichen Niedersachsen

die ÖPNV-Aktivitäten koordiniert hatte, wird

in Aufgabenteilung mit dem HVV auch künftig

in den drei Landkreisen des Erweiterungsgebiets,

besonders im planerischen Bereich,

präsent sein.


Politischer Entscheidungsprozess

Der Hamburger Senat hatte der HVV-Erweiterung

nach Süden am 20. Januar 2004 zugestimmt.

Diese Zustimmung umfasste die Übernahme

der finanziellen Lasten nach dem Territorialprinzip

einschließlich des Kompromisses bezüglich

der bisherigen Zuschusszahlungen der

Landkreise für Übergangstarife.

Von Seiten des Landes Niedersachsen war

keine besondere politische Entscheidung

notwendig. Hier genügte eine entsprechende

Festlegung des Wirtschaftsministeriums. Das

Land Niedersachsen hat die HVV-Erweiterung

umfassend finanziell gefördert: Die Übernahme

der tariflichen Verluste für die Schiene

erfolgte – wie im Falle Hamburgs – nach dem

Territorialprinzip.

Verbundbedingte Erstinvestitionen und Marketingmaßnahmen

wurden in Höhe von

70 Prozent der kalkulierten Investitionen

gefördert. Darüber hinaus stellt das Land

Niedersachsen nach einer Änderung des

Niedersächsischen Nahverkehrsgesetzes (NNVG)

den Landkreisen pauschale Mittelzuweisungen

nach § 8 Abs. 2 Regionalisierungsgesetz zur

Verfügung. Diese Mittel versetzen die Landkreise

in die Lage, in den kommenden Jahren

die tariflichen Verluste im Busbereich zu tragen.

Die politischen Gremien der betroffenen Landkreise

berieten und beschlossen die HVV-

Erweiterung zwischen März und Juni 2004. Die

notwendigen Diskussionen und die Vorbereitung

der politischen Beschlüsse der Landkreise hatte

der HVV in enger Zusammenarbeit mit der VNO

gestaltet. Vorreiter bei der politischen Willensbildung

war der Landkreis Harburg, in dem die

Erwartungshaltung der Bevölkerung aufgrund

der engen verkehrsräumlichen Verflechtungen

mit Hamburg am größten war.

Bei den lokalen Aufgabenträgern Buchholz in

der Nordheide, Lüneburg und Winsen (Luhe)

mussten eigene Beschlüsse herbeigeführt

werden. Hier ging es in den Diskussionen vor

allem darum, inwieweit bisherige tarifliche

Besonderheiten im HVV-Tarifsystem berücksichtigt

werden konnten.

Freilichtmuseum am Kiekeberg

SCHWERPUNKTTHEMA: AB IN DEN SÜDEN

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Kutschfahrt in der Lüneburger Heide

SCHWERPUNKTTHEMA: AB IN DEN SÜDEN

Finanzierung der Erweiterung – Balanceakt zwischen

Kundennutzen und leeren öffentlichen Kassen

Wie bei der Verbunderweiterung nach Schleswig-

Holstein war es auch in Niedersachsen erforderlich,

die bisher geltenden verschiedenen Tarife

durch den HVV-Gemeinschaftstarif zu ersetzen.

Der HVV-Tarif basiert auf Tarifringen und

-zonen. Dieses Tarifsystem lässt sich in einfachen

Übersichten darstellen, so dass auch

ohne Fachwissen jeder Fahrpreis problemlos

bestimmt werden kann.

Durch den Verbundtarif wird die Fahrt mit dem

ÖPNV für die meisten Fahrgäste im Erweiterungsgebiet

günstiger. Dabei sind Harmonisierungs-

und Durchtarifierungswirkungen zu

unterscheiden: Harmonisierungswirkungen

entstehen durch den Vergleich von altem und

neuem Fahrpreis. Harmonisierungsverluste

treten auf, wenn der HVV-Tarif unter den bisherigen

Fahrpreisen liegt, im umgekehrten Fall

kommt es zu Harmonisierungsgewinnen.

Da Umsteiger nach der HVV-Erweiterung anstelle

mehrerer nur noch eine Fahrkarte benötigen,

entstehen Durchtarifierungswirkungen. Der

Preis der Verbundfahrkarte liegt in der Regel unter

dem addierten Preis der einzelnen Fahrkarten.

Es bestand von Anfang an Einvernehmen

zwischen den Aufgabenträgern und Verkehrsunternehmen,

dass die bei den Unternehmen

entstehenden Harmonisierungs- und Durchtarifierungsverluste

von den Aufgabenträgern

ausgeglichen werden sollten. Vor dem Hintergrund

der extrem angespannten Haushaltslage

der Aufgabenträger galt es, bei der Gestaltung

des Tarifgefüges diese Verluste so weit wie

möglich zu reduzieren. Daher sollten sich die

neuen Fahrpreise im Idealfall weitgehend am

Status quo orientieren. Dieses Ziel war aufgrund

der unterschiedlichen Struktur der alten und

neuen Preise nicht immer zugunsten der

Fahrgäste realisierbar: Obwohl für die weit

überwiegende Anzahl der Fahrgäste die Preise

sanken, waren einige Preiserhöhungen unvermeidbar.

Und trotz aller Anstrengungen zur

Steigerung der Tarifergiebigkeit sind von den

Ländern Hamburg und Niedersachsen sowie

den drei Landkreisen tarifliche Verluste in Höhe

von rund vier Millionen Euro jährlich auszugleichen.

Dieser Balanceakt zwischen den finanziellen

Belastungen der Aufgabenträger und den

Auswirkungen auf die Fahrgäste hat den

Prozess der HVV-Erweiterung stark geprägt.

Im Zuge der Erweiterung waren verschiedene

Investitionen erforderlich. Es handelte sich

dabei unter anderem um die Beschaffung von

Fahrscheindruckern für Busse, die Umprogrammierung

der Fahrkartenautomaten im Bahnbereich,

verschiedenste Materialien für die

Fahrgastinformation und eine umfangreiche

Einführungskampagne. Die einzelnen Positionen

wurden vom HVV in Zusammenarbeit mit

Aufgabenträgern und Verkehrsunternehmen

zusammengetragen und so weit wie möglich

bewertet. Zu den beantragten Investitionen

gehören auch die Mittel für automatische

Fahrgastzählgeräte und ein Modernisierungsprogramm

für Bushaltestellen, die ab 2005

umgesetzt werden sollen.

Auch bei den Einmalinvestitionen galt es,

zwischen dem optimalen Kundennutzen und

der finanziellen Leistungsfähigkeit der Aufgabenträger

einen Kompromiss zu finden.


Informationskampagne zur Verbunderweiterung

Mit einer Kampagne zur Verbunderweiterung

haben wir die Bürgerinnen und Bürger umfassend

über die kommenden Neuerungen informiert.

Nicht nur im Erweiterungsgebiet, auch

im bisherigen Verbundgebiet kommunizierten

wir die Vorteile des vergrößerten HVV:

• Preisvorteile für viele Fahrgäste

• einfach, direkt und zeitsparend

• vernetzte Verbindung von Stadt und Land

Im Erweiterungsgebiet sollte die Marke HVV

in das Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger

rücken und mit einem modernen, positiven

Image versehen werden.

Wir setzen eine Kommunikation auf drei Ebenen

um: Durch diese Maßnahmen erreichten wir

den Großteil aller relevanten Zielgruppen.

Schwedenspeicher in Stade

Beginnend mit der verbundweiten Ebene

wurden breit wirkende Medien wie Großflächen-,

City-Light- und sonstige Plakate im

HVV-Gebiet ausgehängt. Diese Medien mit

hohem Aufmerksamkeitswert gewährleisteten

die Ansprache einer breiten Zielgruppe.

Darauf aufbauend folgte die regionale Ebene,

die mit verschiedenen Maßnahmen wie Anzeigen

in regionalen Tageszeitungen, Busbeklebungen

und Plakaten im öffentlichen Umfeld

(z. B. Ämter) die Kernbotschaft mit spezifischen

Informationen anreicherte.

Die detaillierteste Ansprache fand auf lokaler

Ebene statt: Hier wurden 14 regionalisierte

Postwurfsendungen an alle Haushalte im

neuen HVV-Gebiet verteilt. Zusätzlich tourten

drei HVV-Infobusse durch die drei Landkreise

und informierten durch fachkundiges Personal

die Kundschaft direkt vor Ort.

Mit diesem Bündel an Kommunikationsmaßnahmen

sowie intensiver Pressearbeit und

entsprechender Berichterstattung wurden die

Bürgerinnen und Bürger optimal angesprochen

und auf die Erweiterung des HVV-Gebiets im

Dezember 2004 vorbereitet.

SCHWERPUNKTTHEMA: AB IN DEN SÜDEN

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Vorteile des erweiterten Verbundgebiets

Hauptgewinner der HVV-Erweiterung sind

heutige und künftige Fahrgäste. Durch die

Grundprinzipien des Verbundes – ein Tarif, ein

Fahrschein, ein integriertes Verkehrsangebot –

bekommen die Kundinnen und Kunden einen

ÖPNV aus einem Guss. Überall im HVV gelten

die Qualitätsstandards des Verbundes. Die Aufgabenträger

erhalten das Komplettangebot

einer erfahrenen ÖPNV-Regieorganisation mit

Kompetenzen in tariflichen, wirtschaftlichen,

planerischen und wettbewerbsrechtlichen Fragen.

Für die Verkehrsunternehmen besteht

14 SCHWERPUNKTTHEMA: AB IN DEN SÜDEN

ein verlässlicher Rahmen für die Zukunft.

Sie profitieren außerdem gemeinsam mit den

Aufgabenträgern von den künftigen Fahrgastzuwächsen.

An der Weiterentwicklung der

Qualitätsstandards arbeiten die Verkehrsunternehmen

aus der Region qualifiziert mit.

Bisher war im südlichen Hamburger Umland

das vom HVV bediente Gebiet wesentlich kleiner

als die tatsächlichen verkehrsräumlichen

Verflechtungen. Durch die Süderweiterung verdoppelte

sich das HVV-Bedienungsgebiet auf

eine Fläche von ca. 8.700 Quadratkilometern

mit mehr als 3,3 Millionen Einwohnern. Der

HVV hat damit eine räumliche Ausdehnung

erreicht, die in etwa der Situation der Verkehrsverbünde

in den monozentrischen Ballungsräumen

Frankfurt, München und Stuttgart

entspricht. Die Metropolregion Hamburg umfasst

ein noch deutlich größeres Gebiet mit

19.000 Quadratkilometern Fläche und rund

vier Millionen Einwohnern. Der HVV hat jedoch

keine weiteren Expansionsabsichten. Ein

Flächenverbund, der weit in ländliche Räume

hineinragt, in denen es kaum noch Verflechtungen

mit der Metropole gibt, wird nicht

angestrebt. Mit der HVV-Erweiterung konnte für

die Metropolregion Hamburg ein Standortnachteil

gegenüber anderen monozentrischen

Ballungsräumen beseitigt werden, in denen

die Verkehrsverbünde schon lange weit in

die Region hineinreichen. Die Metropolregion

Hamburg hat damit ihre Position im Wettbewerb

zwischen den Regionen deutlich verbessert.


Heinrich-Heine-Haus und Marktplatz von Lüneburg

Künftige Aufgaben

Das Busangebot ist in den drei Landkreisen

keineswegs nach einheitlichen Kriterien strukturiert.

Ein Schnellbusnetz gibt es nur im

Landkreis Lüneburg, das jedoch als regionales

Grundnetz eine andere Funktion erfüllt als die

Schnellbusse im Alt-HVV. Dort ergänzen die

Schnellbusse in einigen Bereichen das Grundangebot

durch umsteigefreie Direktverbindungen.

Mittelfristig besteht Handlungsbedarf

bei der Verwendung von Produktbezeichnungen

und bei der Fahrgastinformation. Ein wichtiger

Schritt konnte mit der HVV-Erweiterung bereits

umgesetzt werden. Für die drei Landkreise

wurde ein neues Nummernsystem für die

Buslinien eingeführt. Bisher gab es – selbst

innerhalb der Landkreise – mehrfach verwendete

Liniennummern. Das war sowohl für die

Fahrgäste als auch für die Darstellung in den

Informationsmedien problematisch.

Im Bereich der Schiene wird voraussichtlich im

Dezember 2007 ein Meilenstein erreicht, wenn

die S-Bahn-Strecke von Hamburg-Neugraben

über Buxtehude bis Stade verlängert sein wird.

Zum Einsatz werden dabei so genannte Zwei-

System-Fahrzeuge kommen, die die benötigte

Energie sowohl aus der im Hamburger

S-Bahn-Netz verwendeten Stromschiene als

auch aus der Oberleitung nehmen können.

Durch die Verwendung der vorhandenen

Oberleitung können die Investitionskosten für

die Infrastruktur auf dem Streckenabschnitt

zwischen Hamburg-Neugraben und Stade begrenzt

werden.

An mehreren Stellen gehen die Pendlereinzugsbereiche

über die heutigen HVV-Grenzen

hinaus. Im Norden ist dies unproblematisch,

weil zeitgleich mit der HVV-Erweiterung der

kompatible Schleswig-Holstein-Tarif (SH-Tarif)

eingeführt wurde. Im Süden streben wir die

Schaffung von Übergangstarifen an. Gespräche

über die Gestaltung dieser Angebote haben im

Frühjahr 2005 zwischen den interessierten

Landkreisen, der VNO, der LNVG und dem HVV

begonnen.

SCHWERPUNKTTHEMA: AB IN DEN SÜDEN

15


16

Angebot und Planung

Da waren wir wohl schneller. Die Bushaltestelle steht

schon – die Hafencity noch nicht ganz

ANGEBOT UND PLANUNG


ANGEBOT UND PLANUNG

17


U- und S-Bahnen fahren am Wochenende durch

Seit dem 17. Dezember 2004 fahren in Hamburg

U- und S-Bahnen am Wochenende und an

gesetzlichen Feiertagen rund um die Uhr.

Zusätzlich wurde der Nachtbusverkehr der

Wochenendnächte komplett überplant, um

Anschlussverbindungen zur Schnellbahn herzustellen.

Allein die Fahrgastzahlen des ersten Quartals

2005 aus den Schnellbahnen lassen eine

positive Zwischenbilanz zu. So nutzten in den

Wochenendnächten insgesamt rund 60.000

Fahrgäste die Züge der U- und S-Bahn. Das

Nachtbusnetz vor Einführung der „Nachtschnellbahnen“

beförderte am Wochenende etwa

30.000 Fahrgäste. Dies bedeutet, dass sich

die nächtliche Fahrgastzahl am Wochenende

18 ANGEBOT UND PLANUNG

verdoppelt hat. Nachfrageschwerpunkte sind erwartungsgemäß die

Haltestellen Reeperbahn sowie St. Pauli.

Um ein genaueres Bild von der Entwicklung der Fahrgastnachfrage zu

erhalten, werden auf den ergänzenden Buslinien noch Fahrgastzählungen

durchgesetzt. Auch die Zählungen bei den Schnellbahnen werden

fortgeführt. In den Sommermonaten rechnen wir mit einem weiteren

Anstieg der Fahrgastzahlen, da in dieser Jahreszeit zahlreiche große Veranstaltungen

regelmäßig eine höhere Nachfrage bewirken. Im Hinblick auf den

Betrieb ist schon jetzt positiv zu bemerken, dass Nachfragespitzen an den

Wochenenden wie beispielsweise zum Hafengeburtstag durch die höheren

Kapazitäten der Schnellbahnen problemlos abgedeckt werden können.

Das Angebot der Nachtschnellbahnen ist zunächst für ein Jahr auf

Probe eingerichtet. Noch vor Ablauf des Jahres werden die Ergebnisse der

Fahrgastzählungen als Grundlage für die Bewertung dieser Angebotsausweitung

dienen.

Musikbegleitung

Im Dezember 2004 fiel nicht nur der Startschuss für die

Nachtdurchfahrt der S- und U-Bahnen, sondern auch für ein

außergewöhnliches Kulturprojekt: Live-Musik in Bahnhöfen.

Wo sonst Musizieren verboten ist, bekommen jetzt ausgewählte

Gruppen die Möglichkeit, sich und ihre Kunst zu präsentieren.

Nach der Auftaktveranstaltung mit engagierten Musikgruppen

während der ersten Nachtdurchfahrt riefen wir junge Künstlerinnen

und Künstler dazu auf, sich mit einer Demo-Aufnahme für

die kommenden HVV-Musik-Nächte zu bewerben.

Das Interesse seitens Bewerber und Presse war groß. Über 80

Einzelinterpreten und Bands aus verschiedensten Musikrichtungen

bewarben sich. Nach einem erfolgreichen Vorspielen

vor einer Jury, die sich aus namhaften Persönlichkeiten der

Hamburger Musikszene zusammensetzte, dürfen nun die ausgewählten

Gruppen immer am letzten Sonnabend im Monat

zwischen 21 und 2 Uhr an vorher bestimmten Haltestellen auftreten.

Das Vorbild für diese Aktion stammt aus New York, wo ein

ähnliches Projekt schon seit 20 Jahren so erfolgreich ist, dass

einige der Gruppen zu Stars geworden sind.

U-Bahn-Haltestelle St. Pauli


AKN fährt bis zum

Hauptbahnhof

Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2004

fährt die AKN Eisenbahn AG auf der Linie A1

(Kaltenkirchen – Hamburg-Eidelstedt) zu ausgewählten

Zeiten bis zum Hamburger Hauptbahnhof

und zurück. Montags bis sonnabends

verkehren abends acht durchgehende Zugpaare

pro Tag mit Halt an allen S-Bahn-

Stationen zwischen Eidelstedt und Hauptbahnhof.

Sonnabends wird dieses Angebot um

drei weitere Fahrtenpaare – vormittags nach

Hamburg, am frühen Abend zurück – ergänzt.

Voraussetzung hierfür war der Umbau von

sechs dieselelektrischen Triebwagen zu Zwei-

System-Fahrzeugen, die im S-Bahn-Netz ihre

Antriebsenergie von der Stromschiene beziehen

und damit die Tunnelgleise im Hauptbahnhof

(Gleise 1 und 2) benutzen können.

Mit dieser Maßnahme, die zunächst als dreijähriger

Probebetrieb konzipiert ist, erhoffen

sich Verkehrsunternehmen und Besteller eine

deutliche Erhöhung der Fahrgastzahlen im

Freizeitverkehr auf der Achse Hamburg –

Quickborn – Kaltenkirchen.

Ausschreibung und Vergabe von Leistungen

Um den zukünftigen Anforderungen an die HVV

GmbH in einem zunehmend von Wettbewerb

geprägten Markt gerecht werden zu können,

haben wir im Berichtsjahr den Unternehmensbereich

„Vergabe“ eingerichtet. Der neue Bereich

versteht sich als Dienstleister sowohl nach

innen als auch nach außen gegenüber den

ausschreibenden Aufgabenträgern. Zum Leistungsspektrum

des Bereichs gehört auch die

im Kooperationsvertrag mit den Verkehrsunternehmen

verankerte Qualitätssteuerung,

der bei der Vergabe von Leistungen ein erweiterter

Stellenwert zukommt. Der ebenfalls in den

neuen Bereich integrierte Kundendialog erlaubt

uns, Stimmungen und Sachlagen zu erkennen,

lange bevor dies in Maß und Zahl der regelmäßigen

Qualitätserhebungen deutlich wird.

Im Jahr 2004 hat der HVV mit Hilfe des Bereichs

Vergabe verschiedene Ausschreibungen durchgeführt.

Die erste Ausschreibung und Vergabe unter

Federführung der HVV GmbH umfasste etwa

150.000 Nutzwagenkilometer von Regionalbuslinien

im Teilnetz Reinfeld. Die Betriebsaufnahme

für die vier vom Schülerverkehr geprägten

Linien und ein Anrufsammeltaxi erfolgte zum Winterfahrplan 2003/2004.

Auch die Ausschreibungen der Buslinie 235 zwischen Reinbek und

Nettelnburg und des Bus-Teilnetzes Glinde–Oststeinbek wurden von uns

vorbereitet. Hier erklärte jedoch der bisherige Betreiber, die Leistung

künftig ohne Finanzierungsbeiträge der Aufgabenträger betreiben zu

wollen, sodass keine Vergabe mehr erforderlich war.

Auf bundesweites Interesse stieß die „funktionale“ Ausschreibung des

Stadtverkehrs in Elmshorn: Für ein gegebenes Budget hatten die

Wettbewerber einen möglichst hohen Nutzen für den Fahrgast zu bieten.

Seit dem 1. Juli 2005 stellt nun die Pinneberger Verkehrsgesellschaft

einen Stadtverkehr mit klarem Grundkonzept und umfangreicheren

Bedienungszeiten als bisher bereit.

Ausschreibungen und Vergaben im Schienenpersonennahverkehr (SPNV)

mit Schwerpunkt in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-

Vorpommern führen die jeweiligen Nahverkehrsgesellschaften der Länder

durch. Für die Netzteile im HVV-Gebiet, die Verknüpfung mit dem

HVV-Tarif und -Vertrieb sowie der HVV-Einnahmenaufteilung unterstützen

wir diese Gesellschaften.

ANGEBOT UND PLANUNG

19


Der HVV macht sich fit für die WM

Damit die Fußballweltmeisterschaft 2006 nicht

nur spielerisch, sondern ebenso organisatorisch

ein Erfolg wird, sind rechtzeitige und gründliche

Vorbereitungen notwendig. In Hamburg

finden im Juni 2006 vier Vorrunden- und ein

Viertelfinalspiel statt. Um die hohen Anforderungen

der FIFA an Verkehrsangebot,

Information und Sicherheit zu erfüllen, ist

der HVV in intensive Gespräche mit dem Organisationskomitee,

dem Koordinator der

Bundesländer und den betroffenen Hamburger

Institutionen eingebunden.

Eine große Rolle spielt die Lenkung der Fan-

Gruppen der gegnerischen Mannschaften.

Unser Konzept sieht deshalb die Anreise der

Besucher sowohl über den S-Bahnhof Stellingen

als auch über den S-Bahnhof Othmarschen

vor. Umfangreiche Baumaßnahmen an beiden

20 ANGEBOT UND PLANUNG

Bahnhöfen werden zu einer besseren Abwicklung

des Shuttleverkehrs zum Stadion

führen. So ist ein Umbau der Station Stellingen,

des Bahnhofsvorplatzes, des Fußgängertunnels

und der Buskehre vorgesehen. Für den Busshuttle

von Othmarschen wird der Bushalteplatz umgebaut

und eine neue Kehre gebaut.

Die Fahrzeugkapazitäten sind so geplant, dass

gemäß dem umweltpolitischen Ziel des „Green

Goal“ mindestens 50 Prozent der Besucherinnen

und Besucher das Stadion mit öffentlichen

Verkehrsmitteln erreichen können. Zur

Leitung der Fußgängerströme wurde mit der

Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt ein

neues Wegeleitsystem im Volkspark installiert.

Die dabei verwendeten Piktogramme wurden

vom Verband deutscher Verkehrsunternehmen

unter Mitwirkung des HVV entwickelt.

Neben dem Stadion wird das Heiligengeistfeld

in St. Pauli ein weiterer verkehrlicher Schwerpunkt

mit einem Fantreff und einer Großbildleinwand

sein. An allen Spieltagen der WM

muss dort jeweils mit der gleichen Besucherzahl

(50.000) wie im Stadion gerechnet werden.

Die Anbindung erfolgt über die U-Bahn-Haltestellen

St. Pauli und Feldstraße.

Damit sich die Gäste aus aller Welt schon im

Vorfeld über die beste Anreisemöglichkeit

erkundigen können, schließt die Internet-

Fahrplanauskunft des HVV nicht nur das HVV-

Gebiet, sondern ganz Deutschland ein. Diese

im bundesweiten Projekt „Durchgängige elektronische

Fahrplaninformation“ (DELFI) entwickelte

Technik wurde gezielt für die Weltmeisterschaft

weiterentwickelt und ist auf der

offiziellen FIFA-Seite www.fifaworldcup.com

als Auskunftssystem für den öffentlichen

Verkehr eingebunden.

Ergänzend zur verbesserten Infrastruktur des

öffentlichen Personenverkehrs konnte erstmals

die Integration einer Fahrkarte für die

öffentlichen Verkehrsmittel in die Eintrittskarten

aller Fußballweltmeisterschaftsspiele

vereinbart werden. In der Region Hamburg

werden damit alle Besucher der Spiele im

Volksparkstadion kostenlos die HVV-Verkehrsmittel,

einschließlich der ergänzend eingerichteten

Shuttle-Linien während des gesamten

Spieltags, nutzen können.


U-Bahn in die Hafencity

Die Hamburger Hafencity nimmt immer mehr Gestalt an und folglich auch

die Planung einer Schnellbahn in den neu entstehenden Stadtteil.

Ursprünglich sollte die Anbindung der Hafencity durch die Ausfädelung

der geplanten U-Bahn-Linie U4 aus der Haltestelle Rathaus erfolgen.

Nach weitergehenden Untersuchungen ist nunmehr die Ausfädelung

der U4 aus der Haltestelle Jungfernstieg als zu realisierende U-Bahn-Trasse

festgelegt worden.

Die Strecke beginnt in den für eine ehemals geplante U-Bahn-Trasse nach

Lurup vorgesehenen Haltestellenbereichen der U2-Haltestelle Jungfernstieg.

Es sind hier schon Bahnsteige und die zugehörigen Treppenaufgänge,

Flutschutzeinrichtungen und Flächen für die notwendigen

Gleisverbindungen vorbereitet, die für die Ausfädelung der U4 genutzt

werden können. Durch die Nutzung der vorbereiteten, außen liegenden

Gleisbereiche am Jungfernstieg ist ein Schildvortrieb mit zwei getrennten,

eingleisigen Röhren vorgegeben.

Die Trasse fädelt an der bestehenden Haltestelle Jungfernstieg aus der

U2 nach Westen aus und schwenkt in einem Bogen nach Süden. Die

Zielschächte werden westlich der Haltestelle Jungfernstieg eingerichtet

und liegen damit in dem Bereich, der gegenwärtig als Anlegerbereich

neu gestaltet wird. Der Startschacht für die Schildvortriebsmaschine liegt

in der Hafencity, westlich der Haltestelle Überseequartier. Östlich der

Haltestelle Überseequartier quert die Trasse den Magdeburger Hafen und

verläuft dann unter der Versmannstraße weiter in östlicher Richtung. Die

Trasse endet mit der Haltestelle Lohsepark und einer Abstellanlage. Eine

Verlängerung der Trasse in Richtung Wilhelmsburg ist möglich.

Das Planfeststellungsverfahren für den Bau der U4 ist im August 2005

eingeleitet worden. Der Baubeginn könnte demnach 2007 sein. Ab 2011

soll Hamburgs neue Linie U4 die Menschen in drei Minuten vom zentral

gelegenen Jungfernstieg in die Hafencity befördern.

Noch fährt nur der Bus in die Hafencity

ANGEBOT UND PLANUNG

21


22

Qualität und Service

Wir machen uns schön – nur für Sie

QUALITÄT UND SERVICE


QUALITÄT UND SERVICE 23


24

Mobil trotz Handicaps U-Bahn, S-Bahn, Auto-Bahn

Am 1. Mai 2002 ist das Bundesgleichstellungsgesetz für behinderte

Menschen in Kraft getreten. Auch in den Bundesländern, auf die sich

das HVV-Gebiet erstreckt, gibt es bereits Gleichstellungsgesetze oder

Gesetzentwürfe. Für uns ein zusätzlicher Ansporn, unsere Aktivitäten

zum barrierefreien ÖPNV zu forcieren. Die Broschüre „Mobilität für

alle“ wurde gemeinsam mit der LVS (Schleswig-Holstein Landesweite

Verkehrsservicegesellschaft mbH) umfangreich überarbeitet und enthält

nun auch viele Informationen zum barrierefreien ÖPNV in ganz

Schleswig-Holstein.

Zudem haben wir das Informationsangebot „Mobilität für alle“ im Internet

(www.hvv.de) verbessert, damit es für unsere Fahrgäste noch informativer,

übersichtlicher und einfacher zu bedienen ist.

Nachdem der HVV 2003 einen Leitfaden zur Gestaltung von Blindenleitsystemen

in Schnellbahnhaltestellen entwickelt und Planern sowie

Entscheidungsträgern auf einer CD-ROM zur Verfügung gestellt hatte,

wurde 2004 ein entsprechendes Projekt für Bushaltestellen und -anlagen

initiiert. Auch diesmal erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit Selbsthilfeorganisationen

behinderter Menschen, Verkehrsunternehmen und

Aufsichtsbehörden. Das Projekt soll in der zweiten Jahreshälfte 2005

abgeschlossen werden.

QUALITÄT UND SERVICE

Mit dem Markteintritt von Shell Drive ist die

Carsharing-Landschaft in Hamburg noch vielfältiger

geworden. Zusammen mit Stattauto

und Cambio bieten jetzt drei Unternehmen

Carsharing an. Insgesamt stehen den Kundinnen

und Kunden Fahrzeuge verschiedener

Kategorien an mehr als 60 Stationen zur

Verfügung.

Wir arbeiteten mit allen drei Partnern zusammen

und ermöglichen so unseren Stammkunden

die bedarfsgerechte PKW-Nutzung als

sinnvolle Ergänzung unseres Angebots von

Bussen und Bahnen – und zwar zu besonders

günstigen Preisen. Dass rund zwei Drittel der

U-Bahn-Haltestelle Sengelmannstraße

Carsharing-Nutzer eine HVV-Abokarte besitzen,

zeigt die hohe Bedeutung dieser Kooperation.

Abgerundet wird das Angebot noch durch

die Zusammenarbeit mit dem Autovermieter

Hertz – bei dem sich die Anmietung von PKWs

für einen etwas längeren Zeitraum oder von

LKWs zu Vorzugskonditionen lohnt.


Graffiti macht Arbeit

Die Zahl der Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen

bei der HVV GmbH blieb im Jahre 2004 gegenüber

dem Vorjahr nahezu konstant. In sechs

Maßnahmen wurden 34 Stellen angeboten.

Die Arbeitsschwerpunkte lagen in der Graffiti-

Beseitigung bei U-Bahn und Bus sowie in der

Kundenbetreuung am Informationspavillon im

Hauptbahnhof und auf den P+R-Anlagen im

Schnellbahnnetz.

In der zweiten Jahreshälfte nahmen wir zusätzlich

an den gemeinsam von der Behörde für

Wirtschaft und Arbeit und der Agentur für

Arbeit Hamburg angebotenen Programmen

„Gemeinnützige freiwillige Arbeit nach § 199

SGB III“ und „Initiative zur Beschäftigung von

Arbeitslosenhilfebeziehern im zweiten Halbjahr

2004“ (Sonderprogramm) teil. In diesen Programmen

wurden Empfänger von Arbeitslosenhilfe

beschäftigt, die zusätzlich zur

Arbeitslosenhilfe eine Mehraufwandsentschädigung

von 2,00 bzw. 1,50 Euro je Arbeitsstunde

erhielten. Teilweise in Kooperation mit Verkehrsunternehmen

boten wir für die gemeinnützige,

freiwillige Arbeit 20 Stellen und im Rahmen

des Sonderprogramms weitere 85 Stellen an.

Im Folgenden wollen wir einmal die Maßnahmen

zur Beseitigung von Graffiti bei der U-Bahn

etwas ausführlicher darstellen:

In zwei Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und

in gemeinnütziger, freiwilliger Arbeit wurden

23 Beschäftigte eingesetzt, um die Haltestellen

von Graffiti zu befreien. Die Beschäftigten sind

in kleinen Gruppen im U-Bahn-Streckennetz

tätig und beseitigen ausnahmslos Klein-Graffiti,

die sich gefahrlos vom Boden aus entfernen

lassen. Der Einsatz wird flexibel gehandhabt,

um neu angebrachte Schmierereien möglichst

umgehend zu entfernen. Die arbeitsmarkt-

politischen Maßnahmen ergänzen die Arbeit

von Reinigungsunternehmen, die die großen

Graffiti entfernen. Im Berichtsjahr haben die im

U-Bahn-Bereich eingesetzten Beschäftigten

in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen 22.150

Graffiti entfernt und damit einen bedeutenden

Beitrag zu einem attraktiven ÖPNV in Hamburg

geleistet.

QUALITÄT UND SERVICE

25


26

Tarif und Vertrieb

„Mama, ich will Bambi sehen!“ Kein Problem im Wildpark Schwarze Berge, dank HVV und Metropolcard

TARIF UND VERTRIEB


TARIF UND VERTRIEB

27


Tarifanhebung nach zwei Jahren

Zum Fahrplanwechsel im Juni 2004 haben

wir unsere Fahrpreise um durchschnittlich

3,2 Prozent angehoben, nachdem sie zwei

Jahre lang gleich geblieben waren. Im selben

Zeitraum sind die Lebenshaltungskosten um

durchschnittlich 2,7 Prozent gestiegen. Auch

die starke Belastung der öffentlichen Haushalte

erforderte eine Verbesserung der Wirtschaftlichkeit

der Verkehrsunternehmen im HVV.

Als besonders familienfreundliche Maßnahme

haben wir die Preise der Schülerkarten und der

Kinderkarten nicht angehoben. Ebenso sind die

Preise der Seniorenkarten gleich geblieben.

28 TARIF UND VERTRIEB

Um dennoch für die Verkehrsunternehmen

Mehreinnahmen in erforderlicher Höhe zu

erzielen, mussten die Preise der übrigen Fahrkarten

entsprechend stärker angehoben werden.

Rund 9,5 Millionen Euro jährlich können

die Verkehrsunternehmen durch die Preisanhebung

zusätzlich einnehmen und damit

unseren Fahrgästen weiterhin den hohen

HVV-Qualitätsstandard bieten.

Metropolcard für Ausflüge

in der Region

Im Touristikbereich bilden Tagesausflügler

aus dem Umland eine bedeutende Gruppe. So

sind nach einer Untersuchung der Hamburg

Tourismus GmbH, die unter Beteiligung des

HVV von DWIF Berlin durchgeführt wurde, in

Hamburg die Tagesausflügler mit rund 48

Millionen Aufenthaltstagen (zwei Drittel aller

Aufenthaltstage) die mit Abstand wichtigste

Gruppe; sie tätigen rund 50 Prozent der touristischen

Ausgaben.

In der im Jahr 2003 durchgeführten Befragung

von 1.200 Tagesausflüglern nach Hamburg

wurden wichtige Basisdaten zu touristischen

Fragestellungen erhoben. Neben Image-

Aspekten wurden Fragen zur Herkunft und

den Aktivitäten der Tagesausflügler, zum Informationsverhalten,

der Beurteilung einzelner

Angebote sowie zur Verkehrsmittelwahl gestellt.

Die größte Gruppe innerhalb der Tagesausflügler

mit Ziel Hamburg stellen die Ausflügler

vom Wohnort dar (70 Prozent). Die Ergebnisse

zur Verkehrsmittelnutzung zeigen, dass diese

Gruppe für die An- und Abreise überwiegend

den Pkw nutzt (54 Prozent); nur etwa

25 Prozent nutzen Bahnverbindungen des

Fernverkehrs und 21 Prozent den HVV. Jedoch


nutzen während des Aufenthaltes mehr als

die Hälfte aller Tagesausflügler (52,5 Prozent)

den HVV. Bei Ausflüglern, die bereits mit öffentlichen

Verkehrsmitteln angereist sind, liegt der

Anteil der HVV-Nutzer sogar bei 80 Prozent.

Dem HVV lieferte die Studie wichtige Erkenntnisse

für seine Beteiligung an der im

Juli 2004 eingeführten Metropolcard, deren

Angebot touristische Attraktionen aus der

gesamten Metropolregion umfasst. Mit dem

neuen Produkt der Hamburg Tourismus GmbH

sollen neben den von außerhalb anreisenden

Touristen vor allem die Bewohnerinnen und

Bewohner der Metropolregion Hamburg angesprochen

werden. Neben dem kostenlosen

Besuch von inzwischen fast einhundert Kulturund

Freizeiteinrichtungen ist die Nutzung

aller HVV-Verkehrsmittel im Preis eingeschlossen.

Mit der Ausweitung des Verbundgebiets

auf drei niedersächsische Landkreise wurden

auch die Busse und Bahnen in der übrigen

Metropolregion integriert, sodass sich die

Attraktivität des gemeinsamen Produktes

rechtzeitig zum Start der Saison 2005 nochmals

steigerte.

Garten der Schmetterlinge in Aumühle

Cityticket-Angebot

wird erweitert

Zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2004

wurde das gemeinsam vom Verband Deutscher

Verkehrsunternehmen, von den Verkehrsverbünden

und der Deutschen Bahn entwickelte

Angebot Cityticket nochmals deutlich ausgeweitet:

So können jetzt Bahncard-Besitzer

in 66 Städten kostenlos die öffentlichen Verkehrsmittel

für die Weiterfahrt vom Bahnhof zu

ihrem endgültigen Reiseziel benutzen. Bei

Rückfahrkarten ist auch die Nahverkehrsfahrkarte

für den Weg zum Fernverkehrsbahnhof

enthalten. Voraussetzung ist der Erwerb einer

Fernverkehrsfahrkarte der DB über mindestens

100 Kilometer.

Zusätzlich können auch die rund 12.000

Inhaber einer DB-Netzkarte (Bahncard 100)

von der Cityticket-Regelung profitieren. Diese

Bahncard gilt jetzt nicht nur auf dem gesamten

Streckennetz der Deutschen Bahn, sondern

neben dem Zielort auch schon am Abfahrtsort

für die Fahrt im jeweiligen Cityticket-Gebiet

des Nahverkehrs. Für diesen Personenkreis

wurde damit bereits das Ziel einer durchgehenden

Fahrkarte für die gesamte Reisekette

erreicht.

TARIF UND VERTRIEB

29


30

Kommunikation und Kundenmeinung

Alle mal gucken, wir haben was zu sagen!

KOMMUNIKATION UND KUNDENMEINUNG


KOMMUNIKATION UND KUNDENMEINUNG

31


32

Ganz auf Freizeit eingestellt:

Image-Kampagne 2004

Im vergangenen Jahr haben wir uns in der

Kommunikation auf die Darstellung der Basisleistung

des HVV konzentriert: „Wir bringen Sie

schnell, bequem, stressfrei und sicher an den

Ort Ihrer Wahl“ – und „natürlich auch wieder

weg“. Dabei lag der Fokus auf dem Freizeitverkehr,

denn außerhalb des Berufsverkehrs

ist die Kapazität der Busse und Bahnen nicht

ausgeschöpft.

Hierzu hat unsere Agentur typische Freizeitsituationen

provokant in Szene gesetzt. Dass

dabei kein einziges Fahrzeug abgebildet wurde,

hat seine Gründe, denn Bus und Bahn fährt

man nicht aus Statusgründen. Sie sind Mittel

zum Zweck – und deshalb ist es vor allem

wichtig, zu wissen, dass sie sich wirklich für

KOMMUNIKATION UND KUNDENMEINUNG

jeden Zweck und jede Person eignen. So

zeigt ein Motiv eine offensichtlich deplatzierte

Person, die gerade in einem Hasenkostüm in

eine ganz normale Party hineinplatzt. Und

was liegt da näher, als die Aussage des HVV:

„Wir bringen Sie zur Party. Und wieder weg.“

Die Motive haben wir im gesamten HVV-Gebiet

von April bis September sowohl durch City-

Light-, Traffic-Board- und Fahrzeugscheiben-

Plakatierungen als auch durch Anzeigen in

Stadtmagazinen verbreitet. Außerdem haben

wir die „Hin-und-weg-Idee“ in Texten von

umfeldbezogenen Anzeigen in Tageszeitungen,

auf Gratispostkarten in der Gastronomie und im

Kino sowie auf „Supercards“ aufgegriffen.

Weniger ist mehr:

HVV-Prospektreihe verschlankt

Der HVV verfügte bisher über ein sehr breit

gefächertes Prospektangebot. Um dem veränderten

Informationskonsum der Fahrgäste

gerecht zu werden, haben wir im vergangenen

Jahr Inhalte der Prospektreihe zusammengefasst

und die Anzahl der Titel reduziert. Das

schafft für die Kunden eine bessere Übersicht

und die Prospekte lassen sich in den HVV-

Servicestellen attraktiver präsentieren.

Grundprospekte der neuen Konzeption sind

vier Titel:

• „Der HVV im Überblick“ enthält Verkehrs-,

Tarif- und Serviceangebote des HVV in komprimierter

Form für „Einsteiger“

• „Fahrkarten und Preise“ enthält alle

HVV-Tarifangebote zielgruppenspezifisch

gegliedert

• „Serviceangebote“ enthält Angebote wie

Fahrradmitnahme, Aussteigen zwischen

den Haltestellen und alle Kundenkontaktmöglichkeiten

• „Schnellbahn-/Regionalverkehrsund

Metro-Bus-Plan“ enthält neben den

Übersichtsplänen einige auf gelegentliche

Fahrgäste zugeschnittene Tarifhinweise

Daneben gibt es drei Titel, die sich an spezielle

Zielgruppen richten:

• „Mobilität für alle“ für mobilitätseingeschränkte

Personen

• „Touristeninformationen“ in Kooperation

mit der Hamburg Tourismus GmbH

• „Fly + Ride“ für Flugreisende, die mit dem

HVV zum Flughafen bzw. von dort in die

Stadt fahren

Zusätzlich zu diesen ständigen Titeln ist die

Herausgabe von temporären Prospekten (z. B.

bei Linienänderungen) vorgesehen.


Zuwachs: acht Fahrplanbücher,

ein Jahr lang gültig

Mit der Erweiterung des HVV nach Süden

hat sich die Zahl der Linien deutlich erhöht und

das Verbundgebiet so weit vergrößert, dass

es nicht mehr sinnvoll erschien, alle Fahrplandaten

in einem Buch darzustellen. Auch

das nach der HVV-Norderweiterung gewählte

Format DIN A4 erwies sich als zu unhandlich.

Seit Dezember 2004 gibt es nun acht regionale

Ausgaben im Format DIN A5. Den größten

Umfang hat dabei das Buch für den Großbereich

Hamburg. Die sieben weiteren Bücher

decken jeweils einen der zum HVV-Gebiet

gehörenden Umlandkreise ab. In den Ausgaben

sind neben den kreiseigenen Linien die

jeweiligen Hauptverbindungen des Schienenverkehrs

und alle grenzüberschreitenden Linien

enthalten. So wird besonders den Fahrgästen in

den Umlandkreisen ein handliches und übersichtliches

Format angeboten.

Die neuen Fahrpläne sind für ein ganzes Jahr

gültig. Dieses vereinbarten der HVV und die

Verbundverkehrsunternehmen, nachdem die

betrieblichen Voraussetzungen dafür geschaffen

worden waren. Damit wird ein Teil der

Mehrkosten, die durch die acht Ausgaben

entstehen, kompensiert.

Nachwuchsautoren:

HVV-Schreibwettbewerb

„Begegnungen. Menschen in Bus und Bahn“ –

zu diesem Thema hatte der Hamburger Verkehrsverbund

Ende 2004 Schülerinnen und

Schüler der Klassen 7 bis 13 zu einem Schreibwettbewerb

aufgerufen. Kooperationspartner

dieser Aktion waren das Literaturhaus Hamburg,

die Hamburger Öffentlichen Bücherhallen

und die Behörde für Bildung und Sport. Texte

von bis zu fünf Seiten Länge sollten eingereicht

werden, egal ob als Erzählung,

Reportage, Gedicht oder Theaterszene verfasst.

Daraufhin gingen beim HVV etwa 350 Arbeiten

ein, die von einer fachkundig besetzten

Jury – u. a. mit den Hamburger Schriftstellern

Doris Gercke und Michael Weins – bewertet

wurden. Die Preise für die besten Texte wurden

im März 2005 auf einer Abschlussveranstaltung

in den Räumen der Hamburger Öffentlichen

Bücherhallen verliehen. Als Gäste waren alle

Wettbewerbsteilnehmer eingeladen, Schauspielschülerinnen

und -schüler trugen die

prämierten Texte vor, die nach der Veranstaltung

übers Internet (www.hvv.de) auch der Öffentlichkeit

zugänglich gemacht wurden. Der Text

der Siegerin in der Kategorie 11.-13. Klasse ist auf

dem beiliegenden Lesezeichen abgedruckt.

U-Bahn-Haltestelle Baumwall

KOMMUNIKATION UND KUNDENMEINUNG

33


34 KOMMUNIKATION UND KUNDENMEINUNG

Ein Hoch auf dem Kundenbarometer

Die Zufriedenheit der Fahrgäste mit dem HVV

ist weiter gestiegen. Dies belegt das aktuelle

Kundenbarometer. Im November 2004 wurden

insgesamt 2.000 Kundinnen und Kunden ab

16 Jahren in Hamburg und den nördlich angrenzenden

Kreisen nach ihrer Zufriedenheit mit

den Leistungen des HVV befragt.

Erfreuliches Ergebnis: Die Gesamtnote (gemessen

auf einer 5er-Skala) hat sich auf 2,73

verbessert. Im vorherigen Kundenbarometer

aus dem Jahr 2001 gab es noch die Note 2,82

und 1999 die Note 2,98. Der aktuelle HVV-Wert

von 2,73 ist deutlich besser als der bundesweite

Branchendurchschnitt von 2,95.

Verbesserungen wurden besonders stark im

Umland wahrgenommen. Aber auch in Hamburg

gibt es im Vergleich zu 2001 signifikante Steigerungen:

z. B. bei den Nutzern der S-Bahn von

2,86 auf 2,72 und der U-Bahn von 2,76 auf 2,65.

Die Zufriedenheit der Regionalbahnnutzer

(2,90) ist dagegen geringer. Die meisten der

Befragten (78 Prozent) würden die Nutzung des

Gute Note für Schnelligkeit im HVV

HVV weiterempfehlen; 24 Prozent wollen den

HVV in Zukunft selbst häufiger nutzen.

Zusätzlich zur Gesamtnote wurde die Zufriedenheit

mit 38 einzelnen Leistungsmerkmalen

erfragt. Die meisten weisen deutlich bessere

Bewertungen auf als 2001.Vor allem Leistungen,

die zum Kernbereich eines Nahverkehrsanbieters

gehören, werden von den HVV-Kunden

gut beurteilt, u. a. die Schnelligkeit (2,41), das

Linien- und Streckennetz (2,48) und die Fahrtenhäufigkeit

tagsüber (2,60).

Einen Spitzenwert von 2,30 erreicht erneut

unser Internetauftritt. Die deutlichste Verbesserung

im Vergleich zu 2001 ist beim Merkmal

„Sicherheit in den Fahrzeugen“ festzustellen.

Auch die Steigerung bei der Beurteilung des

Liniennetzes (nach der Verbunderweiterung

nach Schleswig-Holstein) ist bemerkenswert.

Insgesamt ist ein positives Bild zu verzeichnen.

Es zeigten sich aber auch einige Hinweise

auf Handlungsbedarf, beispielsweise bei der


Gestaltung des Fahrplanbuchs, der Anschlusssicherung

und Fahrtenhäufigkeit sowie der

Sicherheit an Haltestellen abends. Nach Abschluss

der Befragung hat der HVV hier mit

der Nachtdurchfahrt der Schnellbahnen und

der Neugestaltung des Fahrplanbuchs schon

Veränderungen geschaffen. Das Thema Anschlusssicherung

wird gemeinsam mit den

Verkehrsunternehmen erneut aufgegriffen.

Die Ergebnisse der jährlich durchgeführten

Imageanalyse bestätigen das positive Bild des

Kundenbarometers: In den letzten zehn Jahren

hat sich der Anteil der zufriedenen Kunden um

25 Prozent erhöht. Dabei sind in der Beurteilung

der Sauberkeit und der Sicherheit die

größten Image-Gewinne zu verzeichnen.

Ein Tief in der Beschwerdestatistik

Die Gesamtzahl der Beschwerden von HVV-Fahrgästen liegt mit 9.477

erfassten Fällen auf dem niedrigsten Niveau seit 1996. Setzt man die

Beschwerden mit der Zahl der Fahrgäste ins Verhältnis, so erkennt

man eine deutliche und stetige Verbesserung. Gab es 1996 noch 28,0

Beschwerden je 1 Million Fahrgäste, so sind es in diesem Jahr nur noch 18,5.

Hinter den Zahlen aus 2004 verbergen sich ganz unterschiedliche

Tatbestände:

Weniger Beschwerden gibt es beispielsweise über den Tarif. Nach der

Verbunderweiterung nach Schleswig-Holstein und den im Jahre 2003

größtenteils daraus resultierenden 893 Beschwerden ging deren Anzahl

trotz einer Tariferhöhung Mitte 2004 wieder zurück und liegt nur noch

bei 217 Reklamationen. Nach wie vor fast die Hälfte, d. h. 48,5 Prozent

aller Beschwerden gelten dem Personal. Das bedeutet zwar einen Rückgang

um 5,8 Prozentpunkte, dennoch zeigt sich hier ein besonderer

Handlungsbedarf bei der Personalschulung. Die Einstellung des

nördlichen Linienabschnitts der Schnellbuslinie 35 und die angekündigte

Einstellung der Schnellbuslinie 31 führten zu einem deutlichen

Anstieg der Beschwerden über die „Bedienungshäufigkeit“ und dazu,

dass dieser Punkt erstmals zu den zehn am häufigsten genannten

Beschwerdegründen gehört. Weiterhin positiv sehen unsere Fahrgäste

das Thema Sicherheit. Lediglich 2,5 Prozent aller Beschwerden gab es

zu diesem Thema.

KOMMUNIKATION UND KUNDENMEINUNG

35


36

Zahlen, Daten, Fakten

Alle in einem Boot – der HVV bringt Airbus-Angestellte zur Arbeit

ZAHLEN, DATEN, FAKTEN


ZAHLEN, DATEN, FAKTEN

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Hauptbahnhof und Schauspielhaus Hamburg

ZAHLEN, DATEN, FAKTEN

Mehr Fahrgäste – gestiegene Einnahmen

Für das Jahr 2004 kann der Hamburger Verkehrsverbund

(HVV) sowohl bei der Fahrgastzahl

als auch bei den Fahrgeldeinnahmen einen

Zuwachs verzeichnen. Und dies trotz der unbefriedigenden

konjunkturellen Situation, die sich

letztlich auch auf die Nachfrage im öffentlichen

Nahverkehr auswirkt.

Im Jahr 2004 stieg die Fahrgastzahl gegenüber

dem Vorjahr um 3,4 Millionen (0,6 Prozent) auf

538,5 Millionen. Die Verkehrserträge erhöhten

sich um 11,7 Millionen Euro (2,9 Prozent) auf

417,8 Millionen Euro. Dabei resultieren aus der

im Sommer 2004 vorgenommenen Tarifanhebung

etwa 5 Millionen Euro Mehreinnahmen;

auf den Nachfragezuwachs entfallen etwa

6,7 Millionen Euro.

Die positive Entwicklung basiert in erster Linie

auf einem starken Nachfrageplus im Gelegenheitsverkehr,

wobei die Tages- und Familienkarten

überdurchschnittliche Zuwachsraten

aufweisen. Zurückzuführen ist dieses Wachstum

sowohl auf einen deutlichen Anstieg der

Werktagszahl (im Jahr 2004 fünf Werktage mehr

als in 2003) als auch auf das unbeständige

Sommerwetter, das Hamburg viele zusätzliche

Besucherinnen und Besucher aus den umliegenden

Feriengebieten bescherte.

Im Zeitkartenbereich ist der Absatz der CC-

Karten und der Seniorenkarten deutlich gestiegen.

Die Nachfrage bei den Allgemeinen

Zeitkarten ist trotz sinkender Beschäftigungszahlen

noch leicht gestiegen. Ein Absatzrückgang

machte sich hingegen beim Semester-

Ticket bemerkbar. Hier ist ein Zusammenhang

mit der Einführung von Studiengebühren für

Langzeitstudierende erkennbar.


Nachfrageentwicklung einzelner Fahrkartengruppen

Auch unter Beachtung der höheren Werktagszahl ist die Verkaufsentwicklung

der Fahrkarten des Bartarifs im Jahr 2004 außerordentlich positiv

zu bewerten, zumal das ohnehin schon sehr gute Ergebnis des Vorjahres

trotz anhaltend schlechter Rahmenbedingungen (Konsumzurückhaltung)

verbessert werden konnte. Die Einzel-, Tages- und Familienkarten verzeichneten

im Jahr 2004 einen Absatzzuwachs gegenüber dem Vorjahr

von 2,4 Prozent. Dazu beigetragen haben neben den zusätzlichen

Tagesausflüglern infolge des verregneten Sommerwetters die stark

gestiegenen Benzinpreise sowie die durch verlängerte Ladenöffnungszeiten

gewachsene Attraktivität der Innenstadt.

Trotz einer leichten Entspannung in der zweiten Jahreshälfte 2004 ist eine

kräftige und nachhaltige Trendwende auf dem Arbeitsmarkt in Hamburg

und den Umlandkreisen noch nicht eingetreten. Der Beschäftigungsabbau

setzte sich im vergangenen Jahr fort. Deshalb stagnierte die

Nachfrage bei den Allgemeinen Zeitkarten im Jahr 2004 auf Vorjahresniveau

(+0,3 Prozent). Innerhalb dieses Sortiments registrierte das

Großkundenabonnement einen überdurchschnittlichen Absatzzuwachs

von 1,3 Prozent. Dagegen verzeichnete das Allgemeine Abonnement

lediglich einen Anstieg von 0,6 Prozent. Bei den Schaltermonatskarten

wurden sogar 4,3 Prozent weniger Fahrkarten verkauft als im Jahr zuvor.

Bei den Teilzeitkarten registrierten sowohl die CC-Karten als auch die

Seniorenkarten im Jahr 2004 einen kräftigen Nachfragezuwachs. Nach

dem Wegfall des Sozialtickets verzeichnete der Absatz von CC-Karten

zweistellige Wachstumsraten: Am Schalter wurden 36,5 und im Abonnement

19,4 Prozent mehr Karten abgesetzt als im Vorjahr. Aufgrund der

demographischen Entwicklung verbuchten die Seniorenkarten ein

Absatzplus von 3,4 Prozent. Insbesondere in den Umlandkreisen ist der

Anteil der Personen, die älter als 60 Jahre sind, mit etwa 25 Prozent

besonders hoch. Diese Zielgruppe verdient künftig verstärkt Aufmerksamkeit,

da sich nach den aktuellen Bevölkerungsprognosen der Anteil

der Senioren weiter erhöhen wird.

ZAHLEN, DATEN, FAKTEN

39


40

Mitglieder des Aufsichtsrats der HVV GmbH

Erster Baudirektor Jörn Ingelmann

(Vorsitzender)

Freie und Hansestadt Hamburg

Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

Landrat Gunter Armonat

(Mitglied seit Januar 2005,

stellvertr.Vorsitzender seit April 2005)

Landkreis Stade

Landrat Gerd Krämer

(stellvertr.Vorsitzender bis April 2005)

Kreis Herzogtum Lauenburg

Dietrich von Albedyll

Freie und Hansestadt Hamburg,

Hamburg Tourismus GmbH

Andreas Berewinkel

Freie und Hansestadt Hamburg,

Finanzbehörde

Ministerialdirigent Dr. Jan Eggers

(bis November 2004)

Schleswig-Holstein,

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

ZAHLEN, DATEN, FAKTEN

Dr. Rolf-Barnim Foth

(seit Juni 2005)

Freie und Hansestadt Hamburg,

Senatskanzlei

Landrat Axel Gedaschko

Landkreis Harburg

Stefan Geisendörfer

(seit Juni 2005)

Freie und Hansestadt Hamburg,

Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

Dr.Wolf-Rüdiger Gorka

(seit November 2004)

Landesnahverkehrsgesellschaft

Niedersachsen mbH

Landrat Georg Gorrissen

Kreis Segeberg

Landrat Dr.Wolfgang Grimme

Kreis Pinneberg

Ltd. Regierungsdirektor Martin Huber

Freie und Hansestadt Hamburg,

Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

Ltd. Kreisbaudirektor Klaus Kucinski

Kreis Stormarn

Jörn Pagels

(seit Juni 2005)

Freie und Hansestadt Hamburg,

Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

Marit Pedersen

Freie und Hansestadt Hamburg,

Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

Dr. Horst-Michael Pelikahn

(seit Juni 2005)

Freie und Hansestadt Hamburg,

Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

Peter Petersen

(von Februar 2004 bis Juni 2005)

Freie und Hansestadt Hamburg

Erster Kreisrat Dr. Stefan Porwol

(seit Januar 2005)

Landkreis Lüneburg

Cordula Vieth

(bis Juni 2005)

Freie und Hansestadt Hamburg,

Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

Dr.Wolfgang Wagner

(gest. 16. November 2004)

Landesnahverkehrsgesellschaft

Niedersachsen mbH

Reinhard Wolf

Freie und Hansestadt Hamburg,

Handelskammer Hamburg

Ministerialdirigent Dr.Wolfgang Zeichner

(seit Januar 2005)

Schleswig-Holstein,

Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und

Verkehr

(Stand Juli 2005)

Geschäftsführer

der HVV GmbH

Dipl.-Ing. Peter Kellermann (Sprecher)

Dipl.-Volkswirt Lutz Aigner


Verkehrsunternehmen im HVV

AKN Eisenbahn AG (AKN)

Autokraft GmbH (AK)

Becker Reisen GmbH (Becker)

Dahmetal KG (DT)

DB Regio AG Region Niedersachsen/Bremen

(DB)

Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser

GmbH (EVB)

Globetrotter Reisen GmbH (Globetrotter)

HADAG Seetouristik und Fährdienst AG

(HADAG)

Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN)

Johannes Meißner (JM) (bis 20. Juni 2005)

KVG Stade GmbH & Co. KG (KVG)

KVIP Kreisverkehrsgesellschaft in Pinneberg

mbH (KVIP)

LBB Linienbus Berkenthin GmbH (LBB)

Ludwigsluster Verkehrsgesellschaft mbH (LVG)

Metronom Eisenbahngesellschaft mbH

(metronom)

Mittelzentrumsholding Bad Segeberg-

Wahlstedt GmbH & Co. KG

NBE nordbahn Eisenbahngesellschaft mbH &

Co. KG (NBE)

Nord-Ostsee-Bahn GmbH (NOB)

Omnibusbetrieb Storjohann GmbH & Co. KG

(Storjohann)

Omnibusunternehmen Dammann-Reisen

(Dammann)

Otto Strunk Omnibusbetrieb GmbH (STRUNK)

Pinneberger Verkehrsgesellschaft mbH (PVG)

Ratzeburg-Möllner Verkehrsbetriebe GmbH

(RMVB)

Reese Reisen GmbH (Reese)

Regionalbahn Schleswig-Holstein GmbH

(RBSH)

Regionalbus Braunschweig GmbH (RBB)

S-Bahn Hamburg GmbH (S-Bahn)

Stadtverkehr Lübeck GmbH (SL)

Stadtwerke Bad Oldesloe GmbH (SBO)

Stadtwerke Norderstedt (SN)

Süderelbe Bus GmbH (Süderelbe)

Verkehrsbetriebe Bucholz i. d. N. GmbH

(BuchholzBus)

Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein AG (VHH)

Verkehrsbetriebe Kreis Plön GmbH (VKP)

Verkehrsbetriebe Osthannover GmbH (VOG)

Verkehrsgesellschaft Norderstedt mbH (VGN)

Verkehrsgesellschaft Südholstein mbH (VGS)

Zerbin Busreisen GmbH (Zerbin)

Gesellschafter der HVV GmbH

Freie und Hansestadt Hamburg

Land Schleswig-Holstein

Landesnahverkehrsgesellschaft

Niedersachsen mbH

Verbundraum

Kreis Herzogtum Lauenburg

Kreis Pinneberg

Kreis Segeberg

Kreis Stormarn

Landkreis Harburg

Landkreis Lüneburg

Landkreis Stade

ZAHLEN, DATEN, FAKTEN

41


Daten der Verkehrsunternehmen im HVV

42 ZAHLEN, DATEN, FAKTEN

Betriebszweig und

Verkehrsunternehmen

AKN Eisenbahn AG

DB Regio Niedersachsen / Bremen

Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser GmbH

HOCHBAHN / U-Bahn 1)

metronom

NBE nordbahn

Nord-Ostsee-Bahn (NOB)

Regionalbahn Schleswig-Holstein

S-Bahn Hamburg

Verkehrsgesellschaft Norderstedt (VGN) 1)

Schnell- und Regionalbahnen

insgesamt

Autokraft 6)

Becker Reisen

Buchholz Bus

Dahmetal 7)

Dammann

Globetrotter

HOCHBAHN / Omnibus

Johannes Meißner

Kraftverkehr GmbH (KVG)

Kreisverkehrsgesellschaft in Pinneberg (KVIP) 5)

LVG

Pinneberger Verkehrsgesellschaft (PVG)

Ratzeburg-Möllner Verkehrsbetriebe (RMVB)

Reese

Regionalbus Braunschweig GmbH (RBB)

Stadtwerke Lübeck (SL)

Süderelbe Bus

Storjohann Omnibusbetrieb

Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) 4)

Verkehrsbetriebe Kreis Plön (VKP)

Verkehrsbetriebe Osthannover GmbH (VOG)

Zerbin Busreisen

Omnibusse insgesamt

Hafenschifffahrt (HADAG)

Verbundunternehmen gesamt

Anzahl

Linien

2

5

1

3

2

1

1

5

6

1

27

93

2

3

10

1

4

112

9

172

15

14

23

18

7

2

4

1

6

114

3

26

1

640

7

674

Angaben zum Stichtag 31.12.2004

Linienlänge

in km

81,5

231,9

39,0

100,7

99,9

29,0

34,1

212,0

203,9

10,3

1.042,3

4.653,0

40,0

29,4

427,0

10,1

470,0

1.447,6

150,2

4.578,4

193,3

280,7

292,5

349,7

360,0

38,1

293,7

20,0

146,6

1.737,2

128,4

600,0

17,9

16.263,8

27,6

17.333,7

Anzahl

Haltestellen

33

36

9

89

11

8

3

26

59

9

283

1.800

48

82

190

6

136

1.254

111

2.217

235

57

363

277

212

32

101

30

84

1.332

52

470

13

9.102

19

9.404

Anzahl

Wagen/Schiffe 2 ) 3)

48

110

10

825

66

4

6

140

495

16

1.720

165

5

8

24

1

9

827

12

294

36

7

170

26

14

10

5

2

9

372

19

51

1

2.068

18

3.806

Fahrgäste in den Linien

in Mio 8)

5,7

9,1

-

211,2

-

0,8

1,0

18,5

174,9

4,2

425,4

9,0

-

-

1,5

-

-

211,8

1,0

3,1

2,2

-

45,0

1,8

-

-

0,3

-

0,6

44,4

0,6

-

0,01

321,3

4,8

751,5

Jahreswerte 2004

Personenkilometer in den

Betriebszweigen in Mio 8)

60,5

122,4

-

1.034,8

-

11,0

33,0

537,4

1.393,1

25,9

3.218,1

98,2

-

-

22,9

-

-

607,9

3,0

18,6

17,5

-

131,2

10,4

-

-

3,4

-

4,9

196,6

8,8

-

0,2

1.123,6

18,0

4.359,7

1) Angaben inkl. der Werte

des U1-Linienabschnitts

Garstedt – Norderstedt Mitte

2) Verbundpartnerübergreifend

eingesetzte Omnibusse sind

doppelt erfasst

3) Triebwagen werden als Wagen,

mehrgliedrige Zugeinheiten

entsprechend der Anzahl der

Wagen gerechnet

4) Inkl. Stadtwerke Norderstedt

5) Inkl. Otto Strunk

Omnibusbetrieb GmbH

6) Inkl. Stadtwerke Bad Oldesloe

GmbH und Mittelzentrumsholding

Bad Segeberg-Wahlstedt

GmbH & Co. KG

7) Inkl. Verkehrsgesellschaft

Südholstein mbH und LBB

Linienbus Berkenthin GmbH

8) Angaben vorläufig und unter

Berücksichtigung der Ergebnisse

der automatischen Fahrgastzählung


Daten des Verbundes

Linien

Bus/ Fähre

Schnellbahn

Haltestellen

Bus/ Fähre

Schnellbahn

Streckenlänge (km)

Bus/ Fähre

Schnellbahn

Linienlänge (km)

Bus/ Fähre

Schnellbahn

Fahrzeuge

Bus/ Fähre

Schnellbahn

Wagen/ Zugkilometer (Mio.)

Bus/ Fähre

Schnellbahn

Platzkilometer (Mio)

Bus/ Fähre

Schnellbahn

Personenkilometer (Mio.)

Bus/ Fähre

Schnellbahn

2003

453

429

24

6.384

6.148

236

5.968

5.353

615

11.021

10.237

784

3.371

1.672

1.699

256

90

166

28.788

6.826

21.962

4.334

1.135

3.199

1 )

1 )

1 )

2004

674

647

27

9.404

9.121

283

11.191

10.305

886

17.334

16.292

1.042

3.806

2.086

1.720

266

96

170

30.481

7.580

22.901

1 4.360 ) 2 )

1 1.142 ) 2 )

1 3.218 ) 2 )

Verbundfahrgäste (Mio.)

Fahrgäste in den Linien (Mio.)

Bus/ Fähre

Schnellbahn

Verkehrseinnahmen (Mio. Euro)

Fläche im Verbundgebiet (qkm)

Hamburg

Schleswig-Holstein

Niedersachsen

Einwohner im Verbundgebiet (Tsd.)

Hamburg

Schleswig-Holstein

Niedersachsen

Verkehrsunternehmen

2003

535,1

747

324

423

406

5.502

747

4.036

719

2.915

1.734

959

222

28

2004

538,5

752 1 ) 2 )

327 1 ) 2 )

425 1 ) 2 )

418

8.616

747

4.036

3.833

3.309

1.735

964

610

38

1) Neue Berechnung für 2003 und 2004 unter Berücksichtigung von Daten aus der automatischen Fahrgastzählung

2) Angaben für 2004 vorläufig

Impressum

Herausgeber: Hamburger Verkehrsverbund

GmbH (HVV)

Steinstraße 7, 20095 Hamburg

Telefon: (040) 32 57 75 – 0

Telefax: (040) 32 57 75 – 20

E-Mail: hvv.gmbh@hvv.de

www.hvv.de

1 )

1 )

1 )

Redaktion: Gisela Becker, HVV

Fotos: Henning Kramer, Hamburg

Gestaltung: Zum goldenen Hirschen,

Hamburg

Druck: Hanse Printprodukte GmbH, Hamburg

ZAHLEN, DATEN, FAKTEN

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