2020-07-21 Bayreuther Sonntagszeitung

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Bayreuther Sonntagszeitung

Aktuell 21. Juni 2020 7

Ausgezeichnete Instandsetzung durch eine Gemeinde

Emtmannsbergerhält die Denkmalschutzmedaille aus der Hand vonStaatsministerBernd Sibler

EMTMANNSBERG. 26 Denkmalschutzmedaillen

gehen in diesemJahr

an Persönlichkeiten und

Institutionen im Freistaat, die sich

in herausragender Weise für die

Denkmalpflege engagiert haben.

Einer der Preisträger ist die Gemeinde

Emtmannsberg, für die

Sanierung des historischen

Schlossgebäudes.

Das gaben Bernd Sibler,

Bayerischer Staatsminister für

Wissenschaft und Kunst, und

Generalkonservator Prof. Mathias

Pfeil, Leiter des Bayerischen

Landesamtesfür Denkmalpflege,

bekannt. Bernd Sibler: „Denkmäler

sind Zeugen unserer Vergangenheit,

aus denen wir in unsere

Geschichte eintauchen können.

Sie prägen das charakteristische

Erscheinungsbild unserer Städte,

Dörfer, Gemeinden und Landschaften

und lassen uns wissen:

Bürgermeister GerhardHerrmannsörfer vordem Emtmannsberger Schloss.

Hier sind wir zuhause, das istunsere

Heimat! Dafür bewahren und

pflegen wir sie.“

„Bevor wir das Schloss

Emtmannsberg 2013 von einer

Privatperson gekauft haben, war

Foto: Mohr

es 50 Jahre lang nicht genutzt

und dem Abriss nahe. Dem Vorbesitzer

fehlten die finanziellen

Mittel, um das Schloss wiederherzurichten“,

erklärte Erster

Bürgermeister Gerhard Herrmannsdörfer.

„Die Denkmalschutzmedaille

haben wir für die

Sanierung des Gebäudes und

das Nutzungskonzept bekommen,

denn sowohl das Bürgermeisterbüro,

ein Sitzungs- und

Mehrzwecksaal, als auch ein

Raum für Volkshochschulkurse

sind geschaffen worden.“

Bei der Sanierung war es

der Gemeinde wichtig, dass so

viel historische Bausubstanz wie

möglich erhalten bleibt.Beispielsweise

wurden die 300 Jahre

alten Fenster nicht vollständig

ausgetauscht, sondern nur modernisiert

und die Stuckdecken

im Schloss nur aufbereitet. Bürgermeister

Gerhard Herrmannsdörfer

weiter: „Der im Schloss

eingerichtete Dorfladen, mit vor

allem regionalen und saisonalen

Produkten im Sortiment, bietet

wieder die Möglichkeit, dass die

Bewohner wieder direkt imDorf

einkaufen können. Auch geheiratet

werden kann im Standesamt,

dass sich ebenfalls im Schloss

befindet. Es kommt endlich wieder

mehr Leben in unseren Ort.

Nicht nur, dass es wieder eine

Einkaufsmöglichkeit gibt, auch

die Schlossgaststättemit seinem

integrierten Biergarten bringt die

Menschen wieder näher zusammen.

Der Dorfladen wirdvon den

Bewohnern auf ehrenamtlicher

Basis betrieben, wodurch eine

Verbundenheit der Bürger mit

dem Projekt entsteht. Auch die

Schlossgaststätte mit dem dazugehörigen

Biergarten gibt den

Bewohnern die Möglichkeit,dem

Dorf wieder mehr Leben einzuhauchen“.

jm

Waldbaden

Ein bewusst geführter Gang

durch den Wald, dem sogenannten

Waldbaden, sorgt dafür,

neue Energie zu tanken. Gelegenheit

dazu ist amFreitag, 26.

Juni ab 16 Uhr in Bad Berneck.

Wildnis-pädagogin Gabi Wenz

führt auf ausgesuchten Wegen

und Pfaden durch den Wald und

leitet zur Sinnes- und Selbstwahrnehmung

an. Anmeldung

0176/2 00 00 726 (Gabi Wenz)

oder 0171/23 65 109 (Sonja Regenhold).

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Treffpunktist an der Alten

Kolonnade, Bad Berneck. Veranstalter

sind das Evangelischen

Bildungswerk, die Dekanatsfrauen

und der Verein Kunst und

Kultur.

red

www.ebw-oberfranken-mitte.de

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