23.06.2020 Aufrufe

swiss export Journal 3/2020

Das swiss export Journal ist das meistgelesene Fachmagazin der Aussenwirtschaft und das offizielle Organ von swiss export, der grössten privaten Exportförderungsorganisation der Schweiz. www.swiss-export.com

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swiss export Journal

CHF

Fachmagazin der Schweizer Aussenwirtschaft – www.se-journal.com

3/20

12.–

EUR 10.–

USD 13.–

10

16

19

Fernando Granados

Dank Digitalisierung –

gut gerüstet für

Eventualitäten

Prof. Dr. Wolfgang Stölzle

Krise als Chance –

Digitalisierung

des Supply-Chain-

Managements

Tanja Schlager

Transparente

Lieferketten –

vom Rohstoff

zum Endprodukt

EUROPA


Meine Bank agiert so schnell,

wie wir handeln.

Die Unternehmerbank der LUKB ist mit umfassenden Dienstleistungen wie Lager- und Debitorenbevorschussung

oder Devisengeschäften für Handelsfirmen da. Die persönliche Beratung

erfolgt nach dem bewährten Prinzip: Verstehen. Lösen. Empfehlen. lukb.ch/unternehmerbank

Vincenzo Jacoviello, CEO, Flagfood AG


INHALT

5 EDITORIAL

7 STATEMENT

Bundesrat Guy Parmelin

SCHWERPUNKT EUROPA

Industrie 4.0 –

Marktchancen nutzen

EXPORTFACTS

21 WÄHRUNGSSITUATION

Corona, Industrie 4.0 und

Währungen

22 WIRTSCHAFTSDATEN

25 EXPORTBAROMETER

Exportindustrie hat Tiefpunkt

hinter sich

26 PREMIUMINSIGHT

Lieferketten optimieren

27 ZOLLWISSEN KOMPAKT

The end of globalization?

Or the new «normal»?

BUSINESS EXCELLENCE

28 Die Arbeitswelt der Zukunft –

Digitalisierung dank Covid-19

30 we.trade – ein erstklassiges

Verkaufsargument

31 Spesenabrechnung «reloaded»

33 Auswirkungen der Pandemie

Politik – Wirtschaft – Gesellschaft

Spezialveranstaltung für Führungskräfte

im Aussenhandel

UNTERNEHMEN IM FOKUS

34 Agility Logistics AG

Glatz AG

TRANS SPED AG

EnviroFALK AG

AKTUELL

36 Ehrung swiss export Mitglieder

37 Best Practice CEO/CFO-Forum

Verantwortung übernehmen –

Teil der Lösung sein

38 Business Family Forum 2020

«Starke Teams»

swiss export Tag 2020

Best Choice – Re-Think –

New Experience

39 Intensivkurs

Exportabwicklung und -technik

40 Swiss export Seminare

INNOVATION

42 Chatbots halten Mitarbeiter fit

EXPERTENWISSEN

16

Prof. Dr. Wolfgang Stölzle

Krise als Chance –

Digitalisierung

des Supply-Chain-

Managements

Jan Berger

8 Wie Industrie und Konsumenten

miteinander verschmelzen

Niklaus Schulz

12 Erschaffen, was es so noch

nicht gibt

Matthias Weibel

14 Digitale Technologien befeuern

das Exportgeschäft

10

Fernando Granados

Dank Digitalisierung

– gut

gerüstet für

Eventualitäten

SCHWERPUNKT

19

Tanja Schlager

Transparente

Lieferketten –

vom Rohstoff

zum Endprodukt

Kathrin Puhan

18 Neusortierung in Zeiten von

Corona

Stefan Grob

20 Gut gerüstet durch die

Corona-Krise

Peter Schnorf

24 Debitoren - die Qualität ist

entscheidend

SWISS EXPORT JOURNAL | 3. Quartal 2020 3


Kombinieren

Sie familiären

Beratungskomfort

mit innovativen

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Das Verständnis der Bedürfnisse unserer

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EDITORIAL

RENAISSANCE

DES STANDORTS EUROPA?

Eine Automation der Produktion hilft nicht nur, den Fertigungs-Output und die Produktqualität

zu erhöhen, sondern macht auch unabhängiger von Krankheitsausfällen.

Durch eine sehr hohe Automatisierung der eigenen Fertigung kann die Produktion

rund um die Uhr laufen. Im weitesten Sinn bauen dann Roboter buchstäblich Roboter.

Sybille Amstutz

Redaktionsleiterin

Claudia Moerker

Chefredaktorin swiss export Journal

Geschäftsleiterin Verband swiss export

Aufgrund der Corona-Krise und der damit einhergehenden Behinderung des Waren- und

Lieferverkehrs – vor allem aus Asien, und hier speziell aus China – könnte es eine Rückbesinnung

auf die Vorteile einer lokalen Produktion geben. Davon würden die Robotik

und Automation profitieren, weil Produktionsanlagen in Europa und insbesondere in der

Schweiz deutlich stärker automatisiert werden müssen als in vielen anderen Ländern. Aufgrund

der damit verbundenen hohen Investitionskosten ist davon auszugehen, dass es

noch Zeit braucht, bis wieder ein neuer Alltag einkehrt. Viele Unternehmen werden sich

Gedanken darüber machen, wie sie durch die Krise gekommen sind und was nicht optimal

gelaufen ist. Es ist auch davon auszugehen, dass viele individuelle, kleinere Verbesserungen

umgesetzt, jedoch auch «Big Shifts» angepackt werden. Bei der Wahl von Lieferketten

oder Standortentscheidungen werden die Erkenntnisse aus der Corona-Krise mit grosser

Bestimmtheit eine wichtige Rolle spielen und kurze Wege an Bedeutung gewinnen.

Durch Corona wurde das Arbeiten und Agieren über das Internet in vielen Unternehmen

schlagartig unverzichtbar für die Fortführung der Geschäftstätigkeiten im Sinne der

Business Continuity. Die drastischen Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens erzwingen

zudem ein radikales Umdenken in der Kultur. Denn digitale Technologien sind

der Schlüssel, wenn es darum geht, die Arbeitsfähigkeit von Wirtschaft und öffentlichen

Einrichtungen in der gegenwärtigen Situation zu gewährleisten. Die Potenziale, die digitale

Technologien bieten, sind jetzt sichtbar, und diese nutzen ja nicht nur im Kampf

gegen das Virus, sondern etwa auch bei der Reduzierung des Berufsverkehrs und der

damit verbundenen Emissionen. Zudem schätzen Mitarbeitende virtuelle und dezentrale

Formen der Zusammenarbeit, wie die kürzlich durchgeführte «swiss export»-Mitgliederumfrage

zeigte. Die Mehrheit der Befragten gab an, dass sie in nächster Zeit vermehrt

mithilfe von Videokonferenzen mit Kunden und Kollegen kommunizieren werden.

Ebenso sollen mehr Tools zur Online-Projektarbeit im Team sowie auch digitale Weiterbildungsangebote

genutzt werden.

Innovative und digitale Trends, smarte Features für den Sprung in die Zukunft – lesen

Sie in der aktuellen Ausgabe, was die Aussenwirtschaft von Start-ups bis zu Konzernen

aus der Krise mitnimmt. Wie entwickelt sich die Reisetätigkeit der Unternehmen?

Welche virtuellen Hilfsmittel werden sich durchsetzen und wo sind ihre Limiten?

Digitale Angebote und frischen Wind gibt es auch bei swiss export. Wir begrüssen Sybille

Amstutz bei uns im Team. Sie hat die Redaktionsleitung des Fachmagazins übernommen.

Wir wünschen Ihnen eine gute Lektüre!

Claudia Moerker

Sybille Amstutz

Geschäftsleiterin

Redaktionsleiterin

SWISS EXPORT JOURNAL | 3. Quartal 2020 5


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STATEMENT

GEMEINSAM UND DIGITAL

GERÜSTET

FÜR STARKE SCHWEIZER EXPORTE

Der internationale Handel steuert rund 40 Prozent

zum Bruttoinlandprodukt der Schweiz

bei und ist ein zentraler Faktor für das Wachstum,

die wirtschaftliche Entwicklung und letztlich auch

den Wohlstand unseres Landes.

Die Covid-Krise hat markante Einschnitte für sämtliche

Bereiche unserer Wirtschaft zur Folge, auch

unsere Exportwirtschaftist stark betroffen. Für 2020

rechnet der Bund mit einem Exportrückgang von

über 10 Prozent. Neben dem weltweiten Nachfrageeinbruch

haben unsere Exporteure unter anderem

mit gestörten Lieferketten, Einschränkungen

bei Personen- und Warenverkehr oder dem Risiko

von Zahlungsausfällen zu kämpfen. Mit der erwarteten

Wiederbelebung des internationalen Wirtschaftsumfelds

dürften die positiven Aussichten für das kommende Jahr zwar

steigen, bis zu einer vollständigen Normalisierung werden wir

aber weiter stark gefordert bleiben.

Guy Parmelin

Vorsteher des Eidgenössischen

Departements

für Wirtschaft, Bildung und

Forschung (WBF)

Angesichts der Bedeutung des Aussenhandels für unser Land ist

es umso wichtiger, den exportorientierten KMU für die kommende

Zeit bestmögliche Voraussetzungen mitzugeben. Wie bis

anhin wird sich der Bund für einen hindernisfreien Zugang zu

ausländischen Märkten einsetzen. Besondere Situationen erfordern

aber eben auch besondere Massnahmen. Bereits im März

hat der Bundesrat ein Massnahmenpaket zur Abfederung der

wirtschaftlichen Folgen verabschiedet. Um unter erschwerten

Umständen vorhandene Exportpotentiale effizient nutzen und

neue schaffen zu können, ist ein gemeinsames Wirken von zusätzlicher

Wichtigkeit. Die Exportförderinstrumente des Bundes

haben bereits erste praxisorientierte Unterstützungsmassnahmen

umgesetzt, auch zahlreiche Verbände bieten ihren Mitgliedern

zielgerichtete Beratungs- und Informationsdienstleistungen

an. Schliesslich zeigen sich auch unsere Exporteure selbst

äusserst agil.

Um in einem verschärften internationalen Wettbewerb

erfolgreich zu bleiben, müssen wir alles daransetzen,

das Qualitätslabel «Swiss Made» imAusland nochschlagkräftiger

und sichtbarer zu vermarkten. Bund und

Wirtschaft können hier durch eine verstärkte Nutzung

von Synergien und gemeinsame Auftritte zusätzliche

Wirkung erzielen.

Die letzten Monate haben deutlich gezeigt, dass die

Digitalisierung bei eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten

von Personen und Waren effiziente Alternativen

bietet. Unsere Exportwirtschaft verfügt über ein

ausgezeichnetes technisches Rüstzeug, um mit digitalen

Lösungen neue Marktchancen zu erschliessen

und das Potential der Industrie 4.0 erfolgreich zu nutzen.

Der Bund seinerseits ist bestrebt, möglichst gute Rahmenbedingung

für einen digitalen Schweizer Wirtschaftsstandort zu

schaffen.

Von uns allen ist grosser Einsatz gefordert, um die Prosperität der

Schweiz auch für die Zukunft sicherzustellen. Ich bin aber mehr

als zuversichtlich, dass wir diesen Weg gemeinsam erfolgreich

beschreiten können und dass sich uns dabei gar Chancen eröffnen,

die wir als Innovationsweltmeister zu nutzen wissen

werden. Ich danke der Schweizer Exportwirtschaft für ihre

unentbehrliche und flexible Handlungsbereitschaft in dieser herausfordernden

Zeit. Gleichzeitig möchte ich versichern, dass sich

der Bundesrat weiterhin für wirkungsvolle Massnahmen zugunsten

unserer KMU einsetzen wird. ■

SWISS EXPORT JOURNAL | 3. Quartal 2020 7


WIE INDUSTRIE UND

KONSUMENTEN

MITEINANDER VERSCHMELZEN

Wir schreiben das Jahr 2020 – Grund genug, abseits

der aktuellen Verwerfungen durch die

Corona-Pandemie innezuhalten, zu reflektieren und

nach vorn zu blicken. Welch ein Jahrzehnt liegt hinter

uns! Von künstlicher Intelligenz sprachen 2010

allemal einige Nerds. Smartphones gab es erst seit

zwei Jahren. UBER und AirBnB waren gerade erst gegründet

worden. Spotify gab es in einer kleinen

Nische in Europa. Netflix verschickte noch DVDs.

Der Bitcoin war ein Jahr alt. Die NASA gab bemannte

Raumtransporte auf und musste neun Jahre warten,

bis ein privater US-Anbieter wieder Astronauten in

den Erdorbit schickt. Hätten wir 2010 einem Menschen

von der Welt, in der wir heute leben, erzählt,

hätte er uns womöglich für verrückt gehalten. Hätten

wir noch letztes Jahr gesagt, dass Zoom und Teams 2020 die

populärsten Arbeitswerkzeuge sein werden, wäre uns das Gleiche

passiert.

Was wird in zehn Jahren normal sein?

Wagen wir also einen Blick ins Jahr 2030. Spazieren wir dann

durch die Zürcher Innenstadt, wird über die Hälfte aller Automobile

elektrisch angetrieben. Nicht nur das. Es wird völlig normal

sein, dass Fahrzeuge sich selbst fahren, aufladen und sogar Handel

miteinander treiben. Kommunen werden ihre teuren fixen Buslinien

durch Flotten von Robotaxis ersetzen, deren Nutzung im

monatlichen Nahverkehrsabo inbegriffen ist.

Additive Verfahren werden in der Industrie die Norm sein – egal

ob es sich dabei um 3-D-gedrucktes Metall oder Häuser handelt.

Jan Berger

CEO 2b AHEAD

ThinkTank

Auch Lebensmittel wie Fleisch und Käse werden aus

Proteinen hergestellt, die gewonnen werden, indem

Maschinen biologische Vorgänge nachahmen. Die

Grundlagen für ein Zurückfahren der Massentierhaltung

werden gelegt sein. Unser Gesundheitssystem

befindet sich dann in einem radikalen Wandel, dessen

Ergebnis sein wird, dass Krankenversicherungen

nicht mehr das Gros ihrer Mittel für die Behandlung

von Krankheiten ausgeben, sondern für deren Vermeidung.

Das Zeitalter des Quantencomputers wird angebrochen

sein. Diese Maschinen können mit heute noch

unvorstellbarer Geschwindigkeit Zustände simulieren,

die uns in Echtzeit eine noch viel genauere Klimaund

Verkehrsprognostik liefern werden. Oder die Entwicklungszeiten

von Medikamenten um Jahre verkürzen. Sie werden noch

mehr Datensicherheit liefern können und abhörsichere Kommunikation.

Inmitten all dieser Technologien stehen wir Menschen. Keiner

von uns kann heute schon mit der Masse an Information umgehen,

die täglich auf uns einprasselt. Also verlagern wir Teile unseres

Ichs auf digitale Zwillinge. Das sind Bots, die uns in Form

von Smartphones und Alexas ständig begleiten. Sie lernen, was

wir mögen, was nicht, welche Entscheidungen wir immer gleich

treffen, und mit der Zeit nehmen sie uns Entscheidungen ab, die

uns heute noch viel Zeit kosten. Das fühlt sich heute noch komisch

und unvorstellbar an. Aber Hand aufs Herz: Hätten Sie vor

15 Jahren eher einer Maschine oder einem Beifahrer mit Stadtplan

8 SWISS EXPORT JOURNAL | 3. Quartal 2020


SCHWERPUNKT

Genauso wichtig wird Konsumenten sein, dass die Produkte, die

sie erwerben, im Einklang mit ihren eigenen Werten und Vorstellungen

stehen. Und Unternehmen passen sich daran an, indem

sie in Werte-Nischen agieren und im Einklang mit den eigenen

Werten politisch für ihre Konsumenten handeln. Global verantwortliches

Handeln wird vorausgesetzt. Und die globale Datendichte

offenbart jeden Verstoss.

vertraut, wenn Sie das erste Mal in eine Ihnen nicht bekannte

Grossstadt fahren?

Zukunft ist, was Sie aus ihr machen

Diese Entwicklungen stellen produzierende Unternehmen vor

grosse, aber auch angenehme Herausforderungen. Der notwendige

Wandel ist nicht in erster Linie ein technologischer. Er ist ein

kultureller. Wie gelingt uns der Übergang vom Industrie- ins Informationszeitalter?

Die Antwort liegt nicht in den notwendigen

Hausaufgaben, die in Strategieprojekten alle zwei bis drei Jahre

gemacht werden. Blicken Sie weiter voraus! Verstehen Sie Zukunft

als etwas, das Sie selbst gestalten können im Einklang mit ihren

Traditionen und Werten. In meinem Erleben sind Unternehmen,

die in Familienhand geführt werden, sehr gut positioniert, diesen

Wandel zu bewältigen, weil häufig die Visionskraft ihrer Gründer

noch immer fest in der DNA des Unternehmens verankert ist. Ich

wünsche Ihnen eine grosse Zukunft! ■

Konsumenten entscheiden, was produziert wird

Wir sehen ja heute schon den Beginn dieser Entwicklung. Gehen

Sie heute noch regelmässig in ein Geschäft, um sich in unterschiedliche

Musik hineinzuhören und sich zu entscheiden, ein,

zwei Alben zu kaufen oder vertrauen Sie Spotify oder Siri, dass

das nächste Stück Ihnen gefällt?

In einer grossen Zukunftsstudie analysierte GS1 das Shopperverhalten

2025. Die Bequemlichkeit, die zu den meisten Kaufentscheidungen

führt, definiert sich dann an einer Konsumentenhaltung

von: immer, alles, sofort, bequem, preiswert und

state of the art. Konsumenten unterscheiden nicht mehr zwischen

online und offline. Die Güter, die sie erwerben, müssen in

beiden Welten vorhanden sein. Unternehmen, die diese Einstellung

nicht bedienen können, werden wahrscheinlich lebenslang

abgestraft.

Schauen wir noch fünf Jahre weiter, sehen wir einen Zustand, in

dem sich die Machtverhältnisse zwischen Produzenten und Konsumenten

komplett verkehrt haben. Die beliebige Austauschbarkeit

von Produkten führt dazu, dass Konsumenten die Ausrichtung

der Produkte bestimmen. Zeit ist ihr höchstes Gut, und «Convenience»

wird in Zeit gemessen. Die Kommunikation mit

Konsumenten oder deren digitalen Zwillingen verläuft in Echtzeit.

Erfolgreiche Unternehmen richten ihre gesamte Wertschöpfungskette

nach innen und aussen nach dem Zeitbedürfnis ihrer

Kunden aus.

SWISS EXPORT JOURNAL | 3. Quartal 2020 9


DANK DIGITALISIERUNG

GERÜSTET FÜR SÄMTLICHE EVENTUALITÄTEN

Es ist davon auszugehen, dass die Corona-Pandemie

nicht die letzte weltweite Infektionswelle sein

wird. Umso wichtiger ist es nun, dass sich Unternehmen

rüsten, um in jeder Situation bestens vorbereitet

zu sein. Dabei spielt die Digitalisierung eine entscheidende

Rolle. Aber was kann Industrie 4.0 wirklich und

welche Bedeutung hat der digitale Zwilling?

Während einzelne Bereiche Schritt für Schritt wieder

zur Normalität zurückkehren, wird die Industrie noch

länger an den wirtschaftlichen Folgen von Covid-19 zu

nagen haben. Die Produktionsunternehmen kämpfen

mit Umsatzeinbrüchen, gestörten Lieferketten und

Kurzarbeit gegen die Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Längerfristig müssen nun also Lösungen her, um

solche Szenarien künftig besser zu meistern. Dazu gehört eine

umfassende Digitalisierungsstrategie, um sich auch während solcher

Krisen behaupten zu können. Ein wichtiger Teil der Digitalisierung

ist der digitale Zwilling. Dieser bewirkt, dass Unternehmen

strategisch und operativ agiler werden. Auch neue Business-

Modelle können schneller validiert werden, da der digitale

Zwilling Tests, Simulationen, Auswertungen und komplexe Risikoanalysen

ermöglicht.

Der digitale Zwilling ist das exakte Ebenbild von Produkten, Maschinen

und Prozessen oder gar von ganzen Produktionsanlagen.

Dabei werden komplexeste Fabrikate und Prozesse 1:1 virtuell dargestellt

und bearbeitet und ermöglichen somit nicht nur schnelleres

Entwerfen, Simulieren und Herstellen, sondern auch eine

günstige, leistungsstarke, robuste oder umweltfreundliche Produktion.

Der virtuelle Doppelgänger begleitet ein Produkt wie ein

digitaler Schatten durch sämtliche Stufen der Wertschöpfungskette

und sorgt so für durchgängige Transparenz. Idealerweise

findet dabei eine nahtlose Verknüpfung des Produkts mit der Produktion

und der Performance statt.

Der digitale Produktzwilling für

effiziente Konstruktion

Egal ob der digitale Zwilling in der realen Welt bereits

existiert oder das Produkt anfangs nur ein Prototyp

ist: Das virtuelle Abbild enthält sämtliche Produktdaten

und ist das exakte Gegenstück der realen

Welt. Es ermöglicht also Konstrukteuren bereits in

der Designphase zu analysieren, wie sich das Produkt

unter gewissen Bedingungen verhalten wird.

Einstellungen und Anpassungen an Design und Material

sowie neue Konzepte und Ideen können laufend

vor der Produktion vorgenommen werden und

ersparen teure Prototypen. Dank der virtuellen Inbetriebnahme,

welche der digitale Zwilling ermöglicht,

können ausserdem alle Funktionen ortsungebunden

bereits vor der Auslieferung getestet werden, um so

lange Ausfallzeiten zu vermeiden. Dadurch wird nebst der gesamten

Entwicklungszeit auch der Inbetriebnahme-Aufwand reduziert

und die Produktqualität verbessert.

Fernando Granados

Head of Business

Development and Marketing

Digital Industries

Siemens Schweiz AG

Der digitale Produktionszwilling für

wirtschaftliche Fertigungsplanung

Der Produktionszwilling ist das digitale Abbild einer ganzen Fertigung

inklusive sämtlicher Montage- und Prüfprozesse. Durch

die Simulation der Prozesse können Unternehmen Produktionsabläufe

analysieren und verbessern und somit den Output steigern.

Die gewonnenen Daten dieses digitalen Zwillings können

genutzt werden, um anstehende Wartungen vorherzusagen. Präventive

Massnahmen verhindern so kostspielige Ausfallzeiten

und ermöglichen eine zuverlässige Produktionslinie. Die konstante

Erfassung und Auswertung von Daten ist dabei der digitale

rote Faden der modernen Fertigung: Der Produkt- und Produktionslebenszyklus

werden zusammengeführt und miteinander

verstrickt.

10 SWISS EXPORT JOURNAL | 3. Quartal 2020


SCHWERPUNKT

Dokumentation von Fertigungsprozessen und Produktionsparametern

weiss der Produzent genau, welches Bauteil mit welchen

Eigenschaften in welchem seiner Produkte verbaut worden ist.

So kann er direkt auf auftretende Probleme reagieren, und das

Fehlerniveau in der Fertigung sinkt markant.

Der Umwelt zuliebe

Der digitale Zwilling ist auch ökologisch wertvoll: Dank dem Simulieren

von Produkten wird die Herstellung von Prototypen

hinfällig. Es kann so nebst Zeit vor allem viel Material gespart und

Müll vermieden werden. Ausserdem werden dank der einfachen

Analysenmöglichkeit von Produktionsprozessen Ressourceneinsparungen

bei Wasser und Energie sichtbar. Dank den umfassenden

Simulationsmöglichkeiten wird der CO 2 -Ausstoss in der Produktentwicklung

deutlich reduziert – für eine flexible und vor

allem umwelteffiziente Produktion.

Der digitale Performancezwilling für

fundierte Datenanalyse

Während die digitalen Zwillinge des Produkts und der Produktion

virtuelle Modelle sind, stellt der digitale Performancezwilling

das Ergebnis aus dem realen Produkt und dem Produkt im

Einsatz dar. Das heisst, dass der Anwender ein Modell erhält, wie

das Produkt und die Produktion in der realen Welt tatsächlich

performen. Zeigt der Datenabgleich beispielsweise eine hohe Ausfallquote

eines bestimmten Bauteils, kann das Produkt an genau

diesem Punkt verbessert werden oder kann die Fertigungsmaschine

entsprechend eingestellt werden. Durch die lückenlose

Die Zukunft der Industrie

Nun bedeutet Digitalisierung aber nicht nur die nächste Stufe der

Automatisierung in den Produktionshallen, sondern insbesondere

den Einzug des Internets in die Geschäftsprozesse und Geschäftsmodelle.

Dabei werden nicht nur die technischen Aspekte

beachtet, sondern auch neue Arten zu arbeiten: Es braucht eine

mutige Evaluation unbekannter Geschäftsmodelle. Die Digitalisierung

verlangt also, sich unvoreingenommen mit internen Prozessen

und neuen Arbeitsweisen auseinanderzusetzen. Durch die

damit gewonnene Flexibilität und agilen Arbeitsmethoden wird

das Unternehmen attraktiver und global wettbewerbsfähig – auch

in Krisenzeiten. ■

SWISS EXPORT JOURNAL | 3. Quartal 2020 11


SCHWERPUNKT

ERSCHAFFEN,

WAS ES SO NOCH NICHT GIBT

Atemberaubend schön blickt die Dinosauriertrophäe

in die Ferne. Nie hat ein solches Fantasiewesen

gelebt, und doch sieht sein Blick so lebendig

aus.

Dieser Dinosaurierkopf wurde von den Designern der

Faigle 3D am PC virtuell modelliert, dank dem 3-D-

Druckverfahren der SLA (Stereolithographie) konnte

diese imaginäre Jagdtrophäe in Kunststoff gedruckt

und im Anschluss von Hand bemalt werden. Dieses

Objekt zeigt die enorme Entwicklungspower, welche

im 3-D steckt Faigle 3D ist mit seinen Spezialisten

der marktführende Anbieter von 3-D-Dienstleistung.

Dabei kommen verschiedene 3-D-Technologien zum

Einsatz:

Dank 3-D-Scanning können Objekte erfasst werden, sei es zum

Beispiel ein defektes Zahnrad, welches als Ersatzteil nachgedruckt

werden soll, sei es ein historisches Kunstobjekt, welches

detailgetreu kopiert werden soll, oder sei es ein Sammlerstück,

welches archiviert werden soll. Dank 3-D-Scanning finden physische

Objekte den Weg in die virtuelle Welt, wo sie dann digital

weiterverarbeitet werden können.

Im 3-D-CAD können Teile konstruiert, Produkte oder Verpackungen

erschaffen und Ideen in eine Form gebracht werden. Die Konstruktionen

können technisch geometrischer Natur sein, wie beispielsweise

ein Gehäuse, oder auch von ergonomisch ästhetischer

Form, wie der abgebildete Dinosaurier. Ganz egal, ob Ihre Ideen

erst in Ihrer Vorstellung existieren oder ob Sie genaue massliche

Vorstellungen von Ihrem Objekt haben – wir konstruieren für Sie

am PC.

Verschiedenste 3-D-Druck-Verfahren lassen die konstruierten

Teile entstehen. Je nach Anforderungen an das gedruckte Teil

wird auf die passende 3-D-Drucktechnologie zurückgegriffen.

Einfachere Prototypen werden in kostengünstigen Verfahren hergestellt,

Teile, die langlebig sein müssen und z. B. in einer 7-mal-

Niklaus Schulz

Business Unit-Leiter 3D

Msc. Mikrotechnik ETH

24-Stunden Produktion zum Einsatz kommen, sind

heute aus beständigen Kunststoffen oder auch Metallen

gefertigt. Ob Prototypen, Ersatzteile für Maschinen

oder Fahrzeuge, Hilfsmittel für die Produktion,

Modelle von Maschinen oder Gebäuden oder auch

Kunstobjekte – wir fertigen die Teile und bringen

diese nach Bedarf in die finale Form und Farbe. Oftmals

werden Teile lackiert oder auch verchromt, lasergraviert

oder bemalen. Lernen Sie uns als One-Stop-

Shop kennen und überlassen Sie uns die Umsetzung

bis zum fertigen Endprodukt.

Die grosse Eleganz des 3-D-Drucks besteht darin, dass

direkt ab dem CAD ein Objekt gedruckt werden kann.

Man benötigt weder teure Werkzeuge noch müssen

komplexe CNC-Maschinen programmiert werden. Die

Weg von der Idee zum fertigen Prototyp ist wesentlich verkürzt;

es können wesentlich schneller Innovationszyklen gefahren und

somit Verbesserungszyklen durchlaufen werden. Die Qualität des

Endprodukts ist dank 3-D-Technologie schneller gesteigert und

optimiert.

Die Faigle 3D bietet ihr Know-how in Form von Dienstleistung an,

sie begleitet aber auch den Aufbau von 3-D-Know-how bei Firmen

intern. Faigle 3D vertreibt viele namhafte Hersteller von 3-D-

Druckern; Schulung zu den Geräten kann optional dazubestellt

werden.

Die 3-D-Druckwelt ist eine hoch innovative Industrie, welche sich

ständig verbessert und weiterentwickelt. In Kombination mit der

3-D-Konstruktion sind die Möglichkeiten heute enorm gross; die

meisten Kundenbedürfnisse können heute dank der 3-D-Drucktechnologie

erfüllt werden. ■

12 SWISS EXPORT JOURNAL | 3. Quartal 2020


Erfolg im Ausland

Mit UBS für Ihr Unternehmen die besten

Bedingungen im Aussenhandel schaffen

Ob Sie exportieren oder mit Niederlassungen im Ausland vertreten sind:

Wir bieten Ihrem Unternehmen, was Ihre internationalen Geschäfte

erfolgreich unterstützt. Sie profitieren von individuellen Lösungen für

Finanzierungen und Risikoabsicherungen sowie von gezielten Angeboten

zu Devisen, Zahlungsverkehr und Cash Management. Dank aktuellen und

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© UBS 2020. Alle Rechte vorbehalten.


DIGITALE TECHNOLOGIEN

BEFEUERN DAS EXPORTGESCHÄFT

Die Firma Durrer Spezialmaschinen AG ist ein

Familienunternehmen aus der Zentralschweiz.

Die Anlagen werden in die ganze Welt geliefert –

insbesondere in die EU und nach Asien. Der Exportanteil

am Umsatz hat in den letzten Jahren stark zugenommen.

Die Geschichte des Unternehmens mit Sitz in Immensee

SZ geht auf das Jahr 1949 zurück. Neben dem ursprünglichen

Spezialgebiet Grafische Maschinen

liegt der Fokus auf hoch entwickelter Vakuumtechnologie,

unter anderem für die Bäckerei- und die

Medizinaltechnikbranche. Innovationsfreude und

das Interesse für die neusten technologischen Entwicklungen

sind Teil der Unternehmens-DNA. Die

Digitalisierung war bei Durrer also schon Thema, bevor

sie unseren Alltag eroberte.

Digitalisierung – ohne geht nichts mehr

Die Digitalisierung hat die Maschinenindustrie in den letzten

zwei Jahrzehnten grundlegend verändert. Die Erwartungen der

Kunden betreffen nicht nur Qualität und Performance. Wichtig

sind auch Möglichkeiten zur Abfrage, Einbindung und systematischen

Nutzung von Daten – unabhängig davon, wo auf der Welt

die Maschine steht. Viele Kunden sourcen die Datenanalyse an

Durrer aus, beziehen im Rahmen von Servicepaketen die fertigen

Auswertungen. Die Daten helfen, die Planung und Überwachung

der Produktion, aber auch die Angebotsgestaltung zu optimieren.

Hier zeigen wir drei Beispiele, wie Durrer die Digitalisierung einsetzt.

MatthiasP. Weibel

Geschäftsführer des

Raiffeisen Unternehmerzentrums

und Vorstandsmitglied

Swissmem

Medtech – Rückverfolgbarkeit garantiert

Für Anlagen in der Medizinaltechnik sind nachverfolgbare

Produktionsdaten ein Muss. Während der Produktion

werden zahlreiche Datenpunkte cloudbasiert

erfasst und ausgewertet. Die Daten werden sicher auf

einem zentralen Server gesammelt. Weitere Produktionsanlagen

können problemlos ins bestehende Netzwerk

eingebunden werden. Verlangt der Markt nach

einer Erweiterung der Produktionskapazitäten,

schliesst man die neue Anlage ans Netzwerk an, und

die Daten stehen innert kürzester Zeit zur Verfügung.

Ein weiterer Vorteil: Die validierten Rezepturen können

zentral verwaltet und bearbeitet werden, ebenso

die Chargenberichte. Um das System ausfallsicher zu

machen, sind die systemrelevanten Rechner redundant

aufgebaut.

Reisepässe – Integration von RFID-Chip

Die Herstellung von maschinenlesbaren Reisepässen ist ohne

hohen Digitalisierungsgrad undenkbar. Solche Pässe enthalten

einen RFID-Chip mit Antenne. Durrer hat eine Maschine entwickelt,

die diesen Chip hochpräzise und dauerhaft mit dem Umschlag

des Passes verklebt. Während des Produktionsprozesses

werden die Chipdaten lückenlos erfasst, sämtliche Chipnummern

werden im Steuerungssystem archiviert. Der Kunde weiss

jederzeit, wo sich welcher Chip befindet. Die Datenpakete werden

danach vom Kunden auf der MES-Ebene weiterverarbeitet. Besonders

in Asien war Durrer mit diesem Maschinentyp in den letzten

Jahren sehr erfolgreich – Das Unternehmen versteht die spezifischen

Ansprüche der dortigen Kunden sehr genau.

14 SWISS EXPORT JOURNAL | 3. Quartal 2020


SCHWERPUNKT

Bindemaschine – Komplexes System, zentral gesteuert

Die Produktionslinie WIRO 4 verarbeitet Kalenderdruckbögen

zu fixfertigen Produkten mit Drahtkammbindung. Sie besteht aus

mehreren miteinander verbundenen Maschinen: Sie tragen zusammen,

schneiden, stanzen und binden – vollautomatisch. Insgesamt

stecken über 100 Funktionen in der Anlage. Gesteuert

wird sie von einer durchgängigen, computerbasierten Steuerungs-

und Antriebstechnik. Sie kontrolliert die Leistung, Maschinenzustände

und alle relevanten Sicherheitsfunktionen. Sie ist

ausbau- und erweiterungsfähig, ganz im Sinne von Industrie 4.0.

Die Digitalisierung sorgt also nicht nur für eine hohe Produktionsleistung,

sondern auch für die Zukunftsfähigkeit der Anlage:

ein wichtiges Argument auf dem heutigen Markt.

Es ist klar: Wer im internationalen Maschinenbau bestehen will,

muss vorausdenken und neue Technologien nutzen können. Bei

Durrer gehören diese Eigenschaften seit jeher zur Firmenphilosophie.

Und da in Asien vielerorts wieder auf Vorkrisen-Niveau

produziert wird, sind die Perspektiven durchaus positiv. ■

SWISS EXPORT JOURNAL | 3. Quartal 2020 15


KRISE ALS CHANCE

DIGITALISIERUNG DES SUPPLY-CHAIN-MANAGEMENTS

MIT MEHR FOKUS?

Prof. Dr. Wolfgang Stölzle

Geschäftsführender Direktor

des Instituts für Supply-

Chain-Management an der

Universität St. Gallen und

Geschäftsführer der

Logistics Advisory Experts

GmbH, einem Spin-off

der Universität St. Gallen.

Die Schweizer Wirtschaft ist in den vergangenen

gut 10 Jahren zweifelsohne stark strapaziert

worden. Die Meilensteine der Herausforderungen

sind indessen nicht systemimmanent, sondern wurden

jeweils von aussen aufgetürmt: die Finanz- und

Wirtschaftskrise 2008 – 2009, die Euro-Schwäche mit

ihrem Tiefpunkt 2015 und natürlich die Covid-19-

Pandemie 2020. Eine weitere Parallele: Die Stärke der

Schweiz – der Aussenhandel im Import und Export –

basiert u. a. auf leistungsfähigen Supply Chains, die

teilweise Ad-hoc-Veränderungen stemmen mussten

bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Performance.

So waren 2008 bis 2009 kurzfristig massive

Volumenrückgänge zu verkraften, die EURO-Schwäche

2015 ging mit schnellen Veränderungen der

Wertschöpfungsstrukturen, etwa Produktionsverlagerungen,

einher. Und die Politik reagierte auf die

Pandemie 2020 in einem bisher nicht bekannten Ausmass:

Die Restriktionen in der Schweiz und in vielen Import- sowie

Exportländern führten zum verbreiteten Abriss von Lieferketten

und zugleich stark erschwerten Produktionsbedingungen.

Infolge der quasi explodierenden Kurzarbeits- und Arbeitslosenzahlen

und der starken persönlichen Beschränkungen

aufgrund der Bundesratsbeschlüsse wurde so ein

Klima der Angst geschaffen, das durch die starken

wiederkehrenden medialen Warnungen vor der sogenannten

zweite Welle permanent hochgehalten

wird. Die Konsumenten reagierten schnell mit einer

starken Kaufzurückhaltung. Das gleichzeitige Auftreten

von Angebots- und Nachfrageschock ist wohl

in der jüngeren Schweizer Wirtschaftsgeschichte

einmalig. Die Zeichen für die kurzfristige wirtschaftliche

Entwicklung stehen deshalb schlecht wie nie.

Doch wo kann man jenseits der Politik anpacken?

Lässt der Vorkrisen-Hype Digitalisierung auf Auswege

aus der Krise hoffen – auch im Aussenhandel?

Zunächst ist festzuhalten: Möchte man das Wohlstandsniveau

in der Schweiz nur annähernd aufrechterhalten,

müssen Schweizer Wertschöpfungsnetzwerke

mit dem Ausland auf Import- ebenso wie Exportseite verwoben

bleiben. Globalisierung und arbeitsteilige Spezialisierung

werden auch in Zukunft über wirtschaftliche Prosperität bestimmen,

selbst wenn das Wirtschaften um den eigenen Kirchturm

16 SWISS EXPORT JOURNAL | 3. Quartal 2020


EXPERTENWISSEN

einbezogenen Akteure voraus – im Import ebenso wie im Export.

Ein systematisches Screening von Risiken in der Supply Chain,

gestützt auf digitale Tools, könnte ein Hauptpfeiler der Digitalisierung

nach dem Ramp-up werden. Dabei wurden bereits vor der

so genannten Corona-Krise solche Tools, oftmals von Start-ups

entwickelt und getestet. Es handelt sich dabei nicht um hochkomplexe

Systeme, die sich nur für Grosskonzerne eignen. Vielmehr

lassen sich viele Anwendungen modular dazuschalten, wenn bereits

erste Erfahrungen gesammelt wurden. Die Zielrichtung

muss also sein: nicht Digitalisierung um jeden Preis, sondern gezielt

für die Risikoidentifikation und das Risikomanagement für

Supply Chains einsetzen, auf denen der Aussenhandel aufsetzt.

Auf einer solchen soliden Basis lassen sich ergänzende Massnahmen

des Risikomanagements aufbauen. Dazu gehören beispielsweise

Notfallpläne, die zusammen mit den wichtigen Akteuren

in der Supply Chain entwickelt werden. Mit intelligenten Whatif-Abfragen,

welche den Eintritt möglicher Risiken in der Supply

Chain simulieren, können geeignete Massnahmen bereits in einer

«Trockenübung» im Hinblick auf ihre Wirkungen durchgespielt

werden. Dies mündet in den Anspruch eines antizipativen

Supply-Chain-Risk-Managements, das im Lichte der noch sehr jungen

Erinnerung an die teilweise verheerenden Effekte der Massnahmen

der so genannten Covid-19-Pandemie auch für den exportorientierten

Mittelstand grossen Sinn macht. Digitalisierung

und damit Intelligenz vermögen die Resilienz von Supply Chains

zu stärken, angelehnt an das traditionelle Motto der Logistik:

«Informationen ersetzen Bestände».

herum auf den ersten Blick einen gewissen Charme haben mag.

Grenzen setzt die Politik, indem sie Handelshemmnisse aufbaut.

In diesem Sinn sind auch die politischen Reaktionen auf die

so genannte COVID-19-Pandemie wie pauschal erlassene, kurzfristige

Grenzschliessungen, Quarantaineanordnungen, Ladenschliessungen

und De-facto-Ausgangssperren als Handelshemmnisse

zu qualifizieren. Der oftmals zitierte Abriss von Lieferketten

ist die Folge, insbesondere wenn die Restriktionen ohne längere

Vorankündigung erlassen werden. Dann helfen übrigens auch

aufgefüllte Lager nicht weiter. Der Ausweg kann nicht in eine Renaissance

von Beständen münden.

Es gibt also viel zu tun – und darüber hinaus bietet die Digitalisierung

weitere Potenziale für die Supply Chains der Zukunft,

gerade mit Blick auf den Export: Stresstests auf digitaler Basis,

intelligente Prognosen und daraus resultierend Agilität von Organisationen

und Supply Chains! Die Reise kann beginnen! ■

Vielmehr ist deutlich mehr Transparenz in Supply Chains zu fordern,

um beispielsweise möglichst früh sich abzeichnende Lieferengpässe

oder auch einbrechende Nachfrage zu identifizieren

und somit zumindest Reaktionszeit zu gewinnen. Sofern Nachfrageverläufe,

Bestände, verfügbare Kapazitäten und Nachschubverläufe

bei Lieferanten, Vorlieferanten, Kunden und deren Kunden

sowie die aktuelle Leistungsfähigkeit der zwischengeschalteten

Logistikdienstleister tagesgenau bekannt sind, werden Risiken

durch Fakten ersetzt. Das Hochrüsten einer solchen Supply-

Chain-Transparenz setzt einen hohen digitalen Reifegrad aller

SWISS EXPORT JOURNAL | 3. Quartal 2020 17


SCHWERPUNKT

NEUSORTIERUNG IN ZEITEN

VON CORONA

EIN ERFAHRUNGSBERICHT

ch bin mir ziemlich sicher, dass nach der Pan-

business as usual eintreten wird. Verän-

«Idemie

derungen sehe ich eher im Arbeitsleben. Videokonferenzen

werden zum Umdenken führen. Man wird

viele unnötige Reisen nicht mehr unternehmen.»

So lautete die Antwort von Neuropsychologe Lutz

Jäncke, Professor an der Universität Zürich, auf die

Frage im Tagesanzeiger (27.5.20) «Wir sind zu faul?».

Auf einmal ging es schnell im Arbeitsleben: das Homeoffice

funktioniert. Zwar dauerte es einen Moment,

das richtige Tool für die Onlinekonferenz zu installieren,

und auch die Kamera und der Ton spielten nicht

gleich mit. Geht nicht, gibts nicht.

Die äusseren Umstände zwangen uns zur Veränderung.

Mehr zu Hause, fast ohne physische Sitzungen,

wenig bis gar keine Pendelei. Vieles, was zum Arbeitsleben

dazugehört – einfach weg!

Ich reibe mir verwundert die Augen, denn meine Arbeit besteht

zum grössten Teil aus der Leitung virtueller Teams. Und das seit

vielen Jahren. Die Softwareentwicklung findet in Dänemark statt,

die Spezialistinnen und Spezialisten für Berechtigungssysteme

sitzen in Spanien und der 2nd Level Support erledigt seine Arbeit

von Polen aus. In einem weiteren Projekt, in dem es um Kulturwandel

geht – und hier meine ich, wie die Zusammenarbeit in

Teams gestaltet wird –, wird das Projekt Kick-off mit einer Onlineveranstaltung

eröffnet. Business as usual.

Wurde durch die Corona-Krise mein Arbeitsleben beeinflusst? Definitiv,

mit mehr Onlinesitzungen, mehr E-Mails, mehr Anrufen

auf meinem Handy.

Ich sah mich mit einer Informationsflut aus verschiedenen

Kanälen konfrontiert, die nicht enden wollte.

Und ja, ich musste mich neu sortieren, nach ein paar Wochen

hatte ich den Dreh raus. Das Mobiltelefon z. B. benutze ich für

Zweiergespräche – bitte keine Onlineplattform. Onlinesitzungen

werden auf max. eine Stunde beschränkt, falls es mal länger

dauert, gibt es eine kurze Pause.

Kathrin Puhan

Geschäftsführerin

you advance GmbH

Initiantin #meinemaske

Die Umstände der Pandemie eröffneten Möglichkeiten,

die Digitalisierung von Abläufen zu beschleunigen

sowie neue Produkte anzubieten.

Die Initiative #meinemaske wäre nicht ins Leben gerufen

worden und zeigt mir auf, was in einem virtuellem

Netzwerk möglich ist. Es bedurfte einer grossen

Portion Enthusiasmus, Flexibilität und Struktur, dieses

Projekt auf die Beine zu stellen. Nach drei Wochen

startete die Produktion handgenähter, textiler Community-Masken

mithilfe von über 100 schweizerischen

Nähateliers. Die Beschaffung wurde aus der

Schweiz erledigt. Das Ergebnis sind hochwertig gefertigte

Masken für den alltäglich Gebrauch, wenn die

Abstandsregeln, z. B. im öffentlichen Verkehr, nicht

eingehalten werden können.

Ein weiteres Projektziel ist die Auslastung der Nähateliers

und deren faire Bezahlung für die Maskenherstellung.

Mich hat am meisten die Power beeindruckt,

die es ermöglicht, innerhalb von zwei Wochen

knapp 3000 Masken zu nähen. Der Netzwerkgedanke lebt,

auch der Vertrieb wurde via bestehende Onlineshops organisiert.

Stellen wir uns also vor, welche Chancen die Neusortierung eröffnet.

Kürzlich erlebte ich diese Situation: Ich war im Begriff, ein Vorbereitungspaket

mit Übungen für das anstehende Training zum

Thema Kulturwandel per traditionelle Post (!) an die Teilnehmenden

zu versenden, als der Kunde antwortete: «Danke, aber wir

haben entschieden, alles digital durchzuführen. Jetzt müssen wir

konsequent bleiben.» ■

18 SWISS EXPORT JOURNAL | 3. Quartal 2020


SCHWERPUNKT

TRANSPARENTE LIEFERKETTEN

VOM ROHSTOFF ZUM ENDPRODUKT

In den vergangenen Wochen hat uns Covid-19 nochmals

schmerzhaft vor Augen geführt, wie wichtig

eine transparente Lieferkette über Tiers 1 hinaus ist,

um Schwachstellen und mögliche Risiken zu kennen

und minimieren zu können. Wenn es in der Zukunft

noch mehr Zulieferer geben wird, um durch eine

breitere Streuung das Risiko von Ausfällen kleinzuhalten

und um bei Bedarf auf alternative Anbieter

zurückgreifen zu können, wird sich auch die Komplexität

der Lieferkette nochmals erhöhen. Diese erhöhte

Komplexität gilt es dann mit dem gewachsenen

Transparenzanspruch und dem immer lauter

werdenden Ruf nach Nachhaltigkeit in Einklang zu

bringen.

Im Textilbereich hat Covid-19 die Diskussion um den

Restart einer ganzen Industrie nochmals weiter befeuert:

Mode muss unter Berücksichtigung von Sozial- und Umweltstandards

durch die gesamte Lieferkette nachhaltiger werden.

Gerade wenn es um Ansprüche in Bezug auf Nachhaltigkeit

oder Qualität geht, ist es wichtig, den Ursprung eines Produkts

und den Produktionsweg, den es bis zum fertigen Produkt durchläuft,

nachweisen zu können. Die Dokumentation über Zertifikate,

Beweismittelkette oder Blockchain ist eine Möglichkeit.

Dennoch gibt es eine sicherere Lösung, die das Produkt selbst zum

Träger der Information über seine Herkunft und den Produktionsweg

macht:

Tanja Schlager

Leiterin Marketing

Haelixa AG

Haelixa hat eine innovative Technologie entwickelt, die es erlaubt,

Rohstoffe oder Zwischenprodukte individuell zu markieren

und so über die gesamte Lieferkette bis zum fertigen Produkt

nach- und rückverfolgbar zu machen. Jeder Haelixa-Marker ist

einzigartig wie ein individueller Fingerabdruck. Er kann eingesetzt

werden, um z. B. die Baumwolle eines spezifischen

Farmers bis zum Endprodukt nachzuverfolgen.

Es können auch verschiedene Marker entlang der

Lieferkette eingesetzt werden, z. B. beim Garn- oder

Stoffproduzenten, um maximale Transparenz zu erreichen.

Durch die Markierung können die Produzenten

nicht nur den Ursprung des Produkts, sondern

auch damit zusammenhängend ihre Standards in Bezug

auf Qualität oder Nachhaltigkeit glaubhaft gegenüber

ihren Kunden vermitteln. Dies stärkt die Position

der Produzenten und vermittelt einen klaren Mehrwert

gegenüber ihren Kunden und dann letztlich

auch gegenüber dem Endkonsumenten.

Einzigartig ist, dass der Haelixa-Marker mit blossem

Auge nicht zu erkennen ist und die Eigenschaften

oder die Qualität des Produkts in keinster Weise beeinträchtigt.

Er wird in Wasser gelöst und auf das Produkt aufgesprüht.

Dieses Verfahren lässt sich auch mühelos in einen bestehenden

automatisierten Prozess integrieren. Die Konzentration

des Markers ist sehr gering, je nach Material reichen 1 Gramm pro

Tonne.

Mithilfe eines «Vaterschaftstests» kann dann im Zwischen- oder

Endprodukt nachgewiesen werden, ob das markierte Material

verwendet worden ist oder nicht und ob dieses z. B. mit nicht

zertifiziertem oder qualitativ weniger hochwertigem Material

gemischt worden ist. Die forensischen Ergebnisse können dann

in die Blockchain oder ein existierendes ERP-System geladen und

mit dem Ingredient Label «Marked and Traced by Haelixa» gegenüber

dem B2B-Kunden oder Endkonsumenten kommuniziert

werden. Mit Haelixa gehen Transparenz und Rückverfolgbarkeit

Hand in Hand. ■

SWISS EXPORT JOURNAL | 3. Quartal 2020 19


SCHWERPUNKT

GUT GERÜSTET

DURCH DIE CORONA-KRISE

Die Corona-Pandemie hat auch die Schweizer Industrie

getroffen. Für die Griesser AG aus dem

thurgauischen Aadorf war es wie für viele Unternehmen

eine grosse Herausforderung, der Corona-Zeit

mit adäquaten Massnahmen zu begegnen und wirtschaftlich

erfolgreich zu bleiben.

Bisher stabile Auftragslage

Die Auftragslage sei nach wie vor gut und war auch

während des Lockdowns grösstenteils stabil, wie Urs

Neuhauser, CEO von Griesser, erklärt. Punktuell sei

der Auftragseingang zurückgegangen – zum Beispiel

im schwer betroffenen Italien. Es war wichtig, dass

Griesser dort schnell und klar reagieren konnte, sodass

es dort keinen einzigen Infektionsfall gab. Neben

Italien ist Griesser auch in Frankreich, Österreich und

Spanien mit Niederlassungen vertreten. Wichtig für die stabile

Auftragslage war, dass Kundenanfragen durchgehend entgegengenommen

und bearbeitet werden konnten, wie Neuhauser ergänzt.

Stefan Grob

Kommunikationsverantwortlicher

Griesser AG

Chancen aus der Krise

Die Krise hat auch ihre gute Seite: Sie bewegt – und

verstärkte auch innerhalb Griesser die allgemeine

Stossrichtung, zusehends auf die Digitalisierung zu

setzen. Homeoffice hat gezeigt, dass Mitarbeitende

auch gut von zu Hause aus arbeiten, und Videokonferenzen

konnten gewisse Meetings in einem Sitzungszimmer

problemlos ersetzen, weshalb man in Zukunft

Reisetätigkeiten einsparen wird. Durch die verstärkte

Digitalisierung werden die internen Prozesse

optimiert und die Zusammenarbeit verbessert. Es entsteht

eine neue Führungskultur mit kürzeren Wegen

und schnelleren Reaktionszeiten.

Die Corona-Krise beschleunigt damit die Schritte in

Richtung «Industrie 4.0», bei der es um eine komplett

neue Dimension der Organisation von Arbeit und Produktion geht

und bei der die Digitalisierung eine zentrale Rolle spielt. Griesser

ist auf einem guten Weg, was die digitale Transformation anbelangt

und hat diesen Wandel bereits vor Corona angepackt.

Geschäftstätigkeit erhalten

Griesser verfolgte bezüglich Corona zwei Hauptziele: erstens den

Schutz der Mitarbeitenden und Kunden, zweitens die Erhaltung

der Geschäftstätigkeit. Auch war man bei den Massnahmen darauf

bedacht, den staatlichen Empfehlungen in den jeweiligen Ländern

zu folgen. So sind die Mitarbeitenden präventiv mit Atemschutzmasken

ausgerüstet worden, und Mitarbeitende mit Kundenkontakt

erhielten ihr persönliches Desinfektionsmittel. Um

die Ausfallsicherheit zu erhöhen, haben die Teams in verschiedenen

Schichten gearbeitet.

In den europäischen Ländern der Griesser-Gruppe gestaltete sich

die Situation unterschiedlich. Während die Werke in der Schweiz,

in Österreich, Südfrankreich und Deutschland aktiv blieben und

mit entsprechendem Schutzkonzept weiterarbeiten konnten,

musste das Werk im Elsass vorübergehend vorsorglich geschlossen

werden. Da es sich hierbei um die kleinste Niederlassung

handelt, war diese temporäre Schliessung gut zu verkraften.

Eine Verbesserung wird es auch in der Kommunikation geben, sei

es intern oder extern. Die Kontaktpflege mit den Kunden hat sich

bereits merklich verändert und ist vielseitiger geworden. Neben

dem persönlichen Kontakt werden bei Griesser nun häufiger digitale

Medien eingesetzt sowie das firmeninterne Webportal. Ausgerüstet

mit einem Webshop, steht es Kunden und Partnern rund

um die Uhr zur Verfügung und ermöglicht die bequeme Bestellmöglichkeit

auch ausserhalb der Bürozeiten.

Griesser hat während seiner fast 150-jährigen Geschichte schon

viele Krisen überstanden. Dazu gehören zum Beispiel zwei Weltkriege,

die Weltwirtschaftskrise, die Spanische Grippe oder

die Ölkrise. CEO Neuhauser blickt optimistisch in die Zukunft

und meint, man werde auch aus dieser Krise gestärkt hervorgehen.


20 SWISS EXPORT JOURNAL | 3. Quartal 2020


Die Corona-Krise dürfte unser Wirtschaften gleichermassen

nachhaltig beeinflussen wie die Veränderungen

im Zusammenhang mit der vierten industriellen

Revolution. Die beiden Einflussfaktoren

sind unseres Erachtens sogar sehr eng verknüpft.

Während der Lockdown veränderte Umweltbedingungen

bedeutet, eröffnen die neuen Technologien

Möglichkeiten für die Industrie.

CORONA, INDUSTRIE 4.0

UND WÄHRUNGEN

Änderung der Geldnachfrage

Die Währungen entwickeln sich wahrscheinlich

nicht völlig losgelöst von diesen Tendenzen. Die zunehmende

Effizienz im Produktionsprozess, die rückläufige

Globalisierung und der steigende Sicherheitsbedarf

sowie eine expansive Geldpolitik verändern

die Motive der Geldhaltung für Unternehmen. Die

Transaktionskasse verliert an Bedeutung gegenüber der Vorsichtskasse.

Das spricht für Frankenstärke und könnte auch den

US-Dollar und den Yen gegenüber anderen exportorientierten

Währungen unterstützen. Die hohen Cash-Bestände, welche viele

Unternehmen halten, werden nicht so schnell aus dem Umlauf

genommen werden.

ThomasFlury

CIO, Leiter Devisenstrategie,

UBS Switzerland AG

WÄHRUNGSSITUATION

Chance auf Neuorientierung

Die Erfahrung mit Corona zeigt Risiken auf, die in der

Vergangenheit wenig Beachtung gefunden haben.

War beispielsweise irgendeine Fluggesellschaft darauf

vorbereitet, dass ihre Umsätze von einem Tag auf

den anderen komplett einbrechen? Solche Szenarien

müssen in Zukunft vermehrt diskutiert werden und

haben diverse Auswirkungen – nicht zuletzt auf die

Finanzplanung. Wer beispielsweise letztes Jahr die

Treibstoffversorgung mit fixen Terminkontrakten abgesichert

hatte, stand plötzlich viel schlechter da als

ein Unternehmen mit Optionskontrakten.

Die Industrie 4.0 hingegen ist eine technische Innovation.

Je nach Umweltbedingungen gestaltet sich die

optimale Ausrichtung der Innovation leicht anders.

Auf die Corona-bedingte Rezession folgt fast zwangsläufig ein Investitionsschub;

und hier liegt die Chance für jedes einzelne Unternehmen.

Die Krise hat die Vorteile einer stark ausgebauten

Technologie aufgezeigt. Kommunikation, Informationsbeschaffung,

Koordination oder Finanztransaktionen wären mit einer

schlechteren Vernetzung ungemein viel schwerer gewesen.

Andererseits verspricht die Industrie 4.0 auch vermehrt die Einbindung

von exotischen Produktionsorten. Das legt nahe, dass

innerhalb der Transaktionskasse die Schwellenländer eine noch

grössere Bedeutung erlangen als heute. Inwiefern das den einzelnen

Treasurer betrifft, ist schlecht vorhersehbar. Auf jeden Fall

steigt sein Anforderungsprofil, weil er auf ein breiteres Währungsengagement

vorbereitet sein muss.

Was bedeutet das für die Währungen? Der nächste Wachstumsschub

ist ein Investitionsschub, und die Finanzmärkte werden

Währungen bevorzugen, wo viele produktive Investments getan

werden. Denn die Jagd nach Realrendite wird der wahrscheinlich

wichtigste Treiber für Währungen sein und erfolgreiche Technologie-Standorte

unterstützen. Der Euro und das Pfund haben

diesbezüglich Aufholpotenzial, das sie in den nächsten ein bis

zwei Jahren unterstützen sollten. ■

BRIDGING EUROPE AND ASIA.

Ihr Tor zur Seidenstrasse.

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SWISS EXPORT JOURNAL | 3. Quartal 2020 21


DATEN PER JUNI 2020

NEUE DATEN ZUR AUSSENWIRTSCHAFT

Aussenhandel Übersicht (Total 1)¹ , 2

Datenquelle EZV/OZD

Total 1²

2016 2017 2018 2019 02/2019 03/2019 04/2019 01/2020

Export in Mio. Fr. 210’472,9 220’582,4 233’224,2 242’337,7 61’417,0 59’848,0 60’409,2 61’445,9 21’366,7 16’303,9 15’953,2 93’702,9

Vorjahresveränderung in %, nominal 3,7 4,8 5,7 3,9 2,4 9,1 –0,7 1,3 1,3 –16,2 –25,8 –7,8

Real –0,9 1,9 1,7 –0,5 –0,9 2,6 –6,2 –6,0 –7,3 –22,3 –29,2 –14,0

Mittelwertindex³ 4,6 2,8 3,9 4,5 3,3 6,3 5,9 7,8 9,2 7,8 4,8 7,3

Import in Mio. Fr. 173’542,1 185’773,8 201’848,8 205’119,5 51’966,8 50’516,2 51’008,3 49’220,4 17’422,4 12’313,8 13’151,9 74’686,1

Vorjahresveränderung in %, nominal 4,3 7,0 8,7 1,6 –0,8 5,0 0,8 –4,7 –2,9 –28,3 –28,2 –14,3

Real 1,4 4,2 6,2 6,2 –4,4 2,4 –1,7 –7,6 –6,3 –27,7 –25,7 –15,3

Mittelwertindex³ 2,8 2,8 2,3 2,3 3,7 2,6 2,6 3,1 3,6 –0,8 –3,4 1,2

Handelsbilanzsaldo 36’930,8 34’808,6 31’375,4 37’218,3 9450,2 9331,8 9400,9 12’225,5 3944,3 3990,1 2801,3 19’016,8

Total 2 (gesamter Warenverkehr) 4)

Export in Mio. Fr. 298’408,0 294’893,9 303’890,8 312’198,0 77’550,9 82’709,6 78’086,5 76’456,0 27’109,0 23’550,7 24’227,2 124’233,9

Vorjahresveränderung in %, nominal 6,9 –1,2 3,1 2,7 –1,0 11,5 3,9 3,8 3,8 –11,4 –11,1 –2,5

Import in Mio. Fr. 266’137,2 265’571,5 273’284,5 275’854,5 70’451,3 72’982,2 68’038,4 66’239,5 23’295,7 23’704,8 22’508,6 112’452,8

Vorjahresveränderung in %, nominal 9,2 –0,2 2,9 0,9 0,0 5,7 2,2 2,6 6,6 5,5 –6,1 1,3

Handelsbilanzsaldo 32’270,8 29’322,3 30’606,3 36’343,6 7099,6 9727,3 10’048,0 10’216,5 3813,3 –154,1 1718,6 11’781,1

Exporte in % des Einfuhrwertes (Total 2) 112,8 114,2 111,2 117,8 110,1 113,3 114,8 115,4 116,4 99,4 107,6 110,5

Terms of trade in % (Total 1) 96,8 99,6 98,7 99,6 99,6 103,6 103,2 104,6 105,4 108,7 108,5 106,0

März

2020

April

2020

Mai

2020

Jan.–Mai

2020

Aussenhandel nach Warenarten (Total 1)¹ , ²

Datenquelle EZV/OZD

Warengruppen

in Mio. Fr.

2016 2017 2018 2019

%-Anteil am

Total 2019

in Mio. Fr.

02/2019 03/2019 04/2019 01/2020

März

2020

April

2020

Mai

2020

Jan.–Mai

2020

Export total 210’472,9 220’582,4 233’230,3 242’337,7 100,0 61’417,0 59’848,0 60’409,2 61’445,9 21’366,7 16’303,9 15’953,2 93’702,9

Land- u. Forstwirtschaft, Fischerei 9296,7 9650,4 10’028,6 10’057,5 4,2 2469,5 2459,9 2632,0 2391,6 835,2 710,9 677,8 3780,3

Energieträger und Hilfsstoffe 1829,1 2055,5 2817,3 2497,4 1,0 584,0 708,9 624,4 545,6 161,7 170,8 211,8 928,2

Textilien, Bekleidung, Schuhe 3466,5 4200,2 4862,9 4984,9 2,1 1304,3 1189,0 1318,2 1143,3 346,4 284,8 356,1 1784,2

Papier und Papierwaren 1773,0 1751,3 1670,5 1832,4 0,8 408,8 620,6 402,6 367,4 125,8 92,5 89,1 549,0

Leder, Kautschuk, Kunststoffe 4141,6 4285,2 4658,9 4526,2 1,9 1164,6 1104,6 1093,6 1089,8 367,8 296,3 288,9 1675,0

Chemikalien 94’277,4 98’596,2 104’386,7 114’568,9 47,3 28’573,5 28’888,2 28’019,5 32’174,0 11’986,3 10’021,8 9277,9 51’473,7

Steine und Erden 805,8 862,9 906,2 850,2 0,4 213,9 201,1 220,1 196,4 68,7 49,7 47,2 293,3

Metalle 12’114,2 13’645,4 14’401,3 13’585,4 5,6 3493,5 3286,2 3242,3 3252,7 1089,9 845,4 842,3 4940,4

Maschinen 31’080,0 32’054,1 33’522,5 32’063,1 13,2 8061,4 7775,2 8266,8 7232,2 2390,5 2025,4 1991,5 11’249,1

Fahrzeuge 5087,4 5421,8 5019,7 5651,6 2,3 1491,9 1346,5 1469,0 1149,3 296,8 228,5 273,7 1651,5

Präzisionsinstrumente, Uhren u. Bijouterie 45’344,0 46’751,3 49’631,6 50’489,8 20,8 13’354,5 11’971,6 12’793,8 11’634,8 3610,0 1516,3 1828,8 14’979,9

Verschiedene übrige Waren 1257,2 1308,2 1324,1 1230,5 0,5 296,9 296,1 326,9 268,8 87,7 61,5 68,1 398,3

Import total 173’542,1 185’773,8 201’842,0 205’119,5 100,0 51’966,8 50’516,2 51’008,3 49’220,4 17’422,4 12’313,8 13’151,9 74’686,1

Land- u. Forstwirtschaft, Fischerei 13’699,3 14’338,2 14’823,6 14’619,2 7,1 3757,1 3370,1 3744,5 3672,7 1354,7 1219,8 1235,3 6127,9

Energieträger und Hilfsstoffe 6776,1 8126,9 9472,8 9309,9 4,5 2230,0 2129,9 2285,0 2091,9 570,3 386,5 314,1 2792,5

Textilien, Bekleidung, Schuhe 9515,9 10’550,0 11’661,9 11’974,6 5,8 2826,2 3104,1 3030,6 2823,8 858,7 885,7 1150,6 4860,0

Papier und Papierwaren 3780,6 3792,7 3893,6 3960,1 1,9 1153,8 893,8 937,6 898,0 306,6 248,1 245,9 1391,9

Leder, Kautschuk, Kunststoffe 6259,0 6632,5 7240,3 7032,1 3,4 1798,6 1786,7 1676,7 1692,3 582,6 460,7 500,2 2653,2

Chemikalien 43’627,0 46’741,1 50’158,2 52’687,6 25,7 13’761,6 12’837,2 12’929,4 13’826,0 5288,2 4228,8 3893,8 21’948,6

Steine und Erden 2716,4 2850,6 3023,3 2974,6 1,5 787,5 773,3 735,7 652,5 233,5 185,2 225,3 1062,9

Metalle 12’996,6 14’481,1 15’905,9 14’942,0 7,3 3990,8 3601,3 3384,3 3488,6 1205,9 931,4 1001,4 5421,4

Maschinen 28’653,2 30’393,3 32’078,5 32’001,6 15,6 7936,8 7765,5 8225,0 7459,4 2529,7 2125,5 2270,3 11’855,2

Fahrzeuge 19’080,0 19’003,0 19’296,8 19’503,2 9,5 4793,5 4287,1 5506,4 4463,3 1459,7 574,7 875,9 5913,9

Präzisionsinstrumente, Uhrenu. Bijouterie 20’953,1 23’243,7 28’397,8 30’286,8 14,8 7530,8 8543,0 6989,7 6821,3 2602,6 755,6 1035,8 8612,8

Verschiedene übrige Waren 5485,0 5620,7 5889,3 5827,9 2,8 1400,1 1424,1 1563,2 1330,5 430,1 311,8 403,4 2045,8

22 SWISS EXPORT JOURNAL | 3. Quartal 2020


DATEN PER JUNI 2020

Aussenhandel nach Verwendungszweck (Total 1)¹ , ²

Datenquelle EZV/OZD

Warengruppen

in Mio. Fr.

2016 2017 2018 2019

%-Anteil am

Total 2019

in Mio. Fr.

02/2019 03/2019 04/2019 01/2020

März

2020

April

2020

Mai

2020

Jan.–Mai

2020

Export total 210’472,9 220’582,4 233’230,3 242’337,7 100,0 61’417,0 59’848,0 60’409,2 61’445,9 21’366,7 16’303,9 15’953,2 93’702,9

Rohstoffe, Halbfabrikate 33’641,5 35’609,3 38’143,2 38’182,7 15,8 9820,8 9302,2 9216,3 9784,8 3355,9 2729,5 2524,1 15’038,4

Energieträger und Hilfsstoffe 1829,1 2055,5 2817,3 2497,4 1,0 584,0 708,9 624,4 545,6 161,7 170,8 211,8 928,2

Investitionsgüter 48’236,2 50’829,0 52’667,3 51’748,9 21,4 13’157,3 12’467,2 13’201,9 11’651,2 3891,8 3158,1 3113,5 17’922,9

Maschinen und Apparate 43’600,0 45’842,6 48’153,9 46’575,8 19,2 11’766,8 11’226,4 11’877,6 10’639,3 3615,1 2909,3 2848,5 16’397,1

Nutzfahrzeuge 3411,3 3675,8 3105,6 3902,9 1,6 1052,2 925,9 1028,1 720,2 176,1 171,7 185,4 1077,3

Konsumgüter 126’766,1 132’088,6 139’602,6 149’908,7 61,9 37’854,8 37’369,7 37’366,6 39’464,3 13’957,3 10’245,4 10’103,7 59’813,4

Nahrungs- und Genussmittel 8161,1 8494,7 8817,2 8888,0 3,7 2161,1 2179,3 2352,0 2099,4 735,4 621,7 585,3 3306,3

Übrige nicht dauerhafte Waren 85’954,3 90’089,0 95’437,1 105’052,4 43,3 26’021,6 26’666,7 25’872,2 29’311,5 10’886,4 8995,8 8491,1 46’798,5

Dauerhafte Waren 32’650,7 33’504,9 35’348,3 35’968,3 14,8 9672,1 8523,8 9142,4 8053,4 2335,4 627,9 1027,3 9708,6

Import total 173’542,1 185’773,8 201’842,0 205’119,5 100,0 51’966,8 50’516,2 51’008,3 49’220,4 17’422,4 12’313,8 13’151,9 74’686,1

Rohstoffe, Halbfabrikate 37’884,4 39’696,3 44’291,4 44’392,1 21,6 11’472,9 10’990,8 10’170,5 10’254,1 3586,6 2938,3 2947,3 16’139,7

Energieträger und Hilfsstoffe 6776,1 8126,8 9472,8 9309,9 4,5 2230,0 2129,9 2285,0 2091,9 570,3 386,5 314,1 2792,5

Investitionsgüter 42’999,2 44’775,1 46’997,4 46’547,5 22,7 11’471,0 11’068,9 12’389,4 10’710,9 3676,1 2855,5 3058,0 16’624,4

Maschinen und Apparate 31’736,7 33’682,6 35’518,7 35’578,2 17,3 8860,2 8645,1 9141,0 8354,5 2882,5 2361,0 2458,8 13’174,3

Nutzfahrzeuge 7116,2 6766,5 6881,8 6433,4 3,1 1384,8 1250,1 2170,9 1379,5 448,4 213,3 264,8 1857,7

Konsumgüter 85’882,4 93’175,5 101’080,4 104’870,0 51,1 26’792,9 26’326,6 26’163,4 26’163,5 9589,4 6133,4 6832,5 39’129,4

Nahrungs- und Genussmittel 8078,6 8463,3 8742,6 8677,3 4,2 2214,5 1983,7 2311,8 2203,4 827,7 747,9 741,8 3693,1

Übrige nicht dauerhafte Waren 44’860,0 48’622,0 51’252,0 52’766,0 25,7 13’758,1 12’790,9 13’316,2 14’131,9 5242,1 4153,3 4112,4 22’397,6

Dauerhafte Waren 32’943,7 36’090,1 41’085,7 43’426,7 21,2 10’820,3 11’552,0 10’535,3 9828,2 3519,7 1232,2 1978,4 13’038,8

Aussenhandel nach Ländern und Ländergruppen (Total 1) ¹ , ²

Datenquelle EZV/OZD

in Mio. Fr.

2016 2017 2018 2019

%-Anteil am

Total 2019

in Mio. Fr.

02/2019 03/2019 04/2019 01/2020

März

2020

April

2020

Mai

2020

Jan.–Mai

2020

Export total 210’472,9 220’582,4 233’224,2 242’337,7 100,0 61’417,0 59’848,0 60’409,2 61’445,9 21’366,7 16’303,9 15’953,2 93’702,9

Deutschland 39’570,7 41’616,4 43’923,0 44’084,8 18,8 11’337,4 11’115,4 10’421,9 10’846,2 3801,4 2996,8 3156,7 16’999,6

Frankreich 14’009,4 14’014,4 15’211,9 14’311,2 6,6 3867,3 3510,2 3418,6 3357,2 1059,1 769,8 795,4 4922,4

Italien 12’503,8 13’761,8 14’363,0 14’064,8 5,9 3608,1 3408,3 3461,0 3504,9 1209,4 890,6 816,3 5211,7

Niederlande 4949,3 5125,9 5082,9 5828,7 2,3 1483,8 1418,7 1505,5 1459,3 520,4 392,7 444,3 2296,2

USA 31’476,6 33’767,6 37’938,6 41’389,1 13,5 10’574,2 7989,2 8306,8 8306,8 2895,4 3370,4 2535,2 22’203,3

Japan 7273,1 7326,1 7642,5 8001,4 3,5 1903,5 1956,4 1956,4 2025,8 657,6 530,3 494,0 3050,1

Hongkong 4852,5 5345,3 5944,5 5523,7 2,3 1460,8 1349,9 1271,7 945,7 330,6 170,7 218,4 1334,8

Singapur 3410,4 4249,8 4377,1 4962,3 1,6 1387,7 1241,4 1202,5 1391,5 438,3 413,9 293,0 2098,5

Industrieländer 158’300,7 164’763,4 174’399,3 181’767,9 75,2 46’221,1 44’773,2 44’773,2 46’762,8 16’636,7 12’201,8 12’264,9 71’229,5

EU 113’007,6 116’841,8 121’434,5 115’702,0 53,7 29’599,5 28’089,7 28’089,7 29’567,8 10’133,2 7749,3 8071,4 45’388,5

EFTA 729,0 718,7 801,3 732,8 0,3 177,9 173,2 173,2 172,0 57,3 59,4 53,1 284,5

Transformationsländer 13’032,0 14’991,3 16’289,1 18’224,4 6,2 4407,1 4447,8 5196,5 4223,2 1577,1 1412,3 1332,0 6967,5

Entwicklungsländer 17’705,7 16’916,7 17’165,8 17’281,2 8,4 4302,1 4379,7 4379,7 4597,3 1302,2 1094,8 887,6 6579,7

OPEC 8430,0 7220,5 7351,8 7102,6 4,0 1725,1 1801,2 1801,2 1953,7 447,9 372,5 284,9 2611,0

Nicht ölexportierende 8245,6 8643,6 8776,1 9071,0 3,9 2324,7 2231,6 2231,6 2271,9 770,7 659,0 538,9 3469,7

Schwellenländer 21’434,6 23’911,0 25’370,0 25’064,2 10,2 6486,7 6059,8 6059,8 5862,5 1850,8 1595,0 1468,7 8926,2

Import total 173’542,1 185’773,8 201’848,8 205’119,5 100,0 51’966,8 49’220,4 51’008,3 49’220,4 17’422,4 12’313,8 13’151,9 74’686,1

Deutschland 48’603,8 52’328,1 54’670,8 53’811,1 28,0 13’778,8 13’382,4 13’382,4 13’010,0 4441,4 3537,9 3671,3 20’219,2

Frankreich 13’384,6 14’738,0 16’209,3 15’102,9 7,7 3979,2 3601,0 3601,0 4182,7 1379,0 639,6 799,7 5622,1

Italien 16’794,8 18’006,1 18’766,7 18’745,8 9,7 4832,1 4616,0 4616,0 4367,4 1492,3 914,3 1267,5 6549,2

Niederlande 4927,1 5040,2 5381,9 5443,6 2,8 1457,5 1241,6 1241,6 1302,8 471,8 372,5 360,6 2036,0

USA 14’245,2 12’692,5 12’562,6 13’737,3 7,0 3492,2 3098,6 3258,6 3258,6 9963,6 8539,2 9289,7 8569,9

Japan 3116,0 3593,1 3394,8 3356,2 1,8 813,3 844,9 3098,6 844,9 316,7 264,3 276,5 1385,7

Hongkong 1132,1 1193,5 1198,4 1295,9 0,7 405,4 263,8 263,8 615,0 455,3 35,9 53,6 704,5

Singapur 1736,8 1945,6 2533,2 2167,6 1,0 479,4 698,4 698,4 707,6 342,2 297,7 220,4 1225,7

Industrieländer 143’211,1 150’912,3 160’281,7 160’548,6 82,5 41’457,8 38’508,2 40’065,3 38’508,2 13’439,9 9570,4 10’181,3 58’259,9

EU 124’538,3 132’636,0 141’807,8 132’779,6 71,8 34’718,1 32’412,5 32’529,3 32’412,5 11’274,5 8057,5 8841,3 49’311,3

EFTA 333,8 359,2 395,9 354,1 0,2 94,1 88,6 87,1 88,6 33,2 26,4 25,7 140,7

Transformationsländer 13’377,6 14’226,4 15’877,1 16’322,8 7,7 3676,3 4193,9 4193,9 3689,7 1201,4 1369,0 1466,7 6525,4

Entwicklungsländer 7584,6 10’531,9 14’994,4 17’855,2 4,4 4165,3 4024,6 4058,9 4024,6 1438,5 563,5 726,3 5314,4

OPEC 1815,3 4194,3 8269,8 9310,0 1,0 2143,2 2254,7 2214,0 2254,7 842,5 73,6 85,6 2413,9

Nicht ölexportierende 5399,9 5883,0 6302,5 8068,5 3,1 1909,4 1651,5 1710,5 1651,5 551,4 456,2 604,1 2711,8

Schwellenländer 9368,8 10’103,2 10’695,7 10’392,9 5,4 2667,4 2997,9 2690,2 2997,9 1342,8 810,8 777,7 4586,4

¹Zahlen des laufenden Jahres sind provisorisch und werden nicht kontinuierlich revidiert. | ²Ohne Edel- und Schmucksteine sowie Kunstgegenstände und Antiquitäten. | ³Schätzungen der Preisveränderungen im Aussenhandel.

SWISS EXPORT JOURNAL | 3. Quartal 2020 23


SCHWERPUNKT

DEBITOREN

DIE QUALITÄT IST ENTSCHEIDEND

Erst mit dem Zahlungseingang ist ein Geschäft

erfolgreich abgeschlossen

Ein Unternehmen, das erfolgreich sein will, benötigt

ausgezeichnete Produkte oder Dienstleistungen und

dafür einen genügend grossen Markt. Wo immer es

seine Leistungen verkauft, ob regional in der Schweiz

oder weltweit, nicht immer ist es möglich, gegenüber

den Abnehmern Vorauszahlung oder gleichwertige

Sicherheiten durchzusetzen.

Wir alle sind von den Auswirkungen von Covid-19 persönlich

betroffen. Die Spuren und Verwerfungen, welche

diese Pandemie in der Wirtschaft weltweit verursacht

und hinterlassen wird, sind noch nicht im

vollen Umfang abschätzbar. Selbst langjährige und

bewährte Beziehungen mit grundsoliden Geschäftspartnern

können beeinträchtigt werden. Es stellen

sich die folgenden Fragen:

• Wie gut kann die finanzielle Stabilität und damit

die Zahlungsfähigkeit und der Zahlungswille der Abnehmer

eingeschätzt werden?

• Wie wird der Umsatz aufrechterhalten, ohne gleichzeitig das

Zahlungsausfallrisiko zu erhöhen?

• Kann auf Rechnung geliefert werden, ohne die eigene Existenz

zu gefährden?

Die Prävention von Zahlungsausfällen beginnt bereits beim Einholen

von relevanten und aktuellen Informationen zu den Geschäftspartnern

und deren Umfeld. Da einzelne Unternehmen

die notwendigen Daten kaum alleine beschaffen können, liegt die

Zusammenarbeit mit einem weltweit vernetzten und spezialisierten

Dienstleister zur Bonitätsbeurteilung auf der Hand.

Was fliesst in eine Bonitätsauskunft von Unternehmen ein?

Führende Kreditversicherungen, wie Coface, mit einem flächendecken

internationalen Netzwerk prüfen die Bonität von Firmen

weltweit, und das täglich. Ihnen stehen Daten von über 80 Mio.

Unternehmen in 200 Ländern zur Verfügung. Neben klassischen

Quellen wie Bilanzen, Zahlungserfahrungen und Wirtschaftsauskünften

erhebt eine Kreditversicherung auch eine Vielzahl von

Peter Schnorf

Commercial Director

Coface Schweiz

weiteren Informationen und wertet diese aus, bevor

sie in eine umfassende Datenbank fliessen (siehe Abbildung).

Businessinformationen: Nutzung und Arten

Unternehmenswachstum ist in den meisten Fällen

wenig wahrscheinlich, ohne dass ein Unternehmen

neue Partner sucht und findet. Doch bevor ein konkretes

Geschäft abgeschlossen werden kann, muss sichergestellt

sein, dass der zukünftige Käufer auch seinen Verpflichtungen

nachkommen kann. Ebenso ist bei neuen Lieferanten

eine Prüfung ihrer finanziellen Stabilität angebracht, da auch

Störungen zuliefererseits ein Unternehmen schwerwiegend beeinträchtigen

können. In der Akquisitionsphase reicht eine einmalige

Prüfung aus. Sobald sich die Geschäftsbeziehungen etablieren,

empfiehlt sich ein regelmässiges Monitoring.

Je nach Anbieter von Businessinformationen ist der Bezug von

Varianten von Leistungen möglich. Die Spanne reicht von reinen

Businessreports, welche aggregierte Finanzkennzahlen enthalten,

bis hin zu Risikoeinschätzungen, ausgedrückt in einem

Rating und dem maximalen vertretbaren Kreditbetrag bezüglich

des Debitors. Ebenso ist ein Monitoring mit automatischer Meldung

bei Veränderungen während eines Zeitraumes möglich. ■

Business Informationen bei Coface Schweiz

Falls Sie mehr zu den Businessinformationen bei Coface

Schweiz wissen wollen: marketing_ch@coface.com

24 SWISS EXPORT JOURNAL | 3. Quartal 2020


Die Coronakrise erschüttert die Schweizer Exportwirtschaft.

Der Einbruch der globalen industriellen

Produktion, ausgelöst durch SchutzmassnahmenoderdieEinstellungderProduktionsprozesse,

hat zu Unterbrüchen in internationalen Warenketten

geführt und einen Investitionsstau bei den Unternehmen

ausgelöst. Mit etwas Verzögerung hat sich

dann aufgrund von Einkommensausfällen und erhöhter

Arbeitslosigkeit auch die Stimmung der privaten

Konsumenten eingetrübt. Damit ist die ausländische

Nachfrage sowohl nach Konsumgütern als auch

nach Investitionsgütern zu Beginn des zweiten Quartals

2020 eingebrochen.

Im Januar und Februar entwickelten sich die Warenexporte noch

relativ stabil (vgl. Abbildung). Zu dieser Zeit hatte sich die

Coronakrise erst in China und in anderen asiatischen Ländern

manifestiert. Ausfuhren in die wichtigsten Märkte – Europa und

USA – waren kaum beeinträchtigt. Im März vermochte das Plus

der Ausfuhren der Chemie- und Pharmaindustrie, trotz der Verschlechterung

der Situation in Europa, die gesamten Warenexporte

noch zu stützen. Dazu kommt, dass der März noch durch

eine rege Nachfrage seitens der USA, einem der wichtigsten Handelspartner,

geprägt war. Im April hingegen verschlechterte sich

die Stimmung auch dort deutlich. Insgesamt überwog dann der

Abwärtstrend in den anderen Branchen trotz stabiler Entwicklung

der Chemie- und Pharma-Ausfuhren.

Wir gehen indessen davon aus, dass der Tiefpunkt für Exporteure

von Investitionsgütern im April erreicht worden ist. Denn eine

gewisse Aufwärtsbewegung der Exporte der Maschinen-, Elektround

Metallindustrie (MEM-Branche) in den asiatischen Raum ist

bereits im April ersichtlich. Im Vergleich zum Vormonat sind die

saisonbereinigten MEM-Ausfuhren nach Japan, Hongkong und

China allesamt angestiegen (vgl. Abbildung). Dies lässt auch auf

eine baldige Besserung in Europa hoffen. Die Exporte nach Italien

und Frankreich haben zwar erneut abgenommen, jedoch mit

deutlich schwächerer Dynamik als noch im März.

EXPORTBAROMETER

EXPORTINDUSTRIE HAT

TIEFPUNKT HINTER SICH –

DAS WACHSTUMSPOTENTIAL BLEIBT ABER BEGRENZT

Tiziana Hunziker

Economist,

Bereich Swiss

Macro-Analysis & Strategy,

Credit Suisse

In Deutschland, wo der Einbruch der Importe aus der

Schweiz nicht ganz so stark gewesen ist, stimmen Befragungen

zur Industriekonjunktur (Ifo-Index) leicht

zuversichtlich. Die Verzögerung, mit der das Coronavirus

und der Lockdown die USA erreicht haben, lässt

hingegen befürchten, dass sich dort die Nachfrage

nach Schweizer MEM-Exporten im Verlaufe des zweiten

Quartals 2020 noch weiter verringern könnte.

Die Konsumentenstimmung dürfte aufgrund von

Einkommensausfällen und erhöhter Arbeitslosigkeit

noch länger verhalten bleiben. Das trifft insbesondere

die Uhrenbranche, die stark von der Konsumentenstimmung

abhängig ist. Vom Einbruch im April dürften

sich die Uhrenexporte vorerst nicht erholen. Derweil ist der

Einfluss der Coronakrise auf die Pharmaindustrie mannigfaltig.

So haben sich die Pharma-Ausfuhren im April im Vergleich zum

Vormonat zwar verringert. Jedoch gilt es zu beachten, dass das

Niveau im März dank einem starken Anstieg der amerikanischen

Nachfrage extrem hoch war. Patienten hatten sich einen Vorrat

an Medikamenten zugelegt, um Arztbesuche und somit das Corona-Ansteckungsrisiko

zu reduzieren. Ein ähnlicher Effekt war

bereits im Februar in China auszumachen, wo die Nachfrage ungewohnt

stark zunahm. Ängste vor Lieferengpässen dürften dort

auch Arztpraxen und Spitäler zu Vorratskäufen veranlasst haben.

Insgesamt sollte für die Mehrheit der Exportbranchen zumindest

der schlimmste Einbruch vorüber sein. Für die kommenden

Monate erwarten wir eine Stabilisierung der Nachfrage nach

MEM-Exporten und Investitionsgütern in Europa und eine gewisse

Aufwärtsbewegung in Asien. Insgesamt wird das Wachstumspotential

infolge der nach wie vor hohen Unsicherheit und

der Vorsicht, mit der Unternehmen Investitionsentscheide tätigen,

aber begrenzt sein. Eine Verbesserung der Situation für Exporteure

in denjenigen Branchen, die stark von der internationalen

Konsumentenstimmung abhängig sind, wie z. B. der Uhrenindustrie,

dürfte zudem noch etwas länger auf sich warten lassen. ■

Ausmass der Coronakrise zeigt sich in den April-Exporten

Entwicklung Warenexporte gegenüber Dezember 2019 nach Branchen,

saisonbereinigte Warenwerte

MEM-Exporte nach Asien gewinnen wieder an Fahrt

Entwicklung Warenwert MEM-Exporte nach Empfängerland, indexiert

(Dez 2019 = 100) und saisonbereinigt

Chemie

Fahrzeugbau

Lebensmittel

Medizinaltechnik

Pharma

Textil &

Bekleidung

Uhren

Jan 20 8% 24% -1% 0% 8% 1% 6% -1%

Feb 20 14% 3% 0% -1% 0% 3% -3% 3%

MEM

Mär 20 16% -30% -2% -5% 18% -5% -20% -11%

Apr 20 14% -51% -6% -31% 10% -27% -80% -17%

Quelle: Eidgenössische Zollverwaltung, Credit Suisse

Japan Hongkong China USA Deutschland Italien Frankreich

130

120

110

100

90

80

70

60

12.2019 01.2020 02.2020 03.2020 04.2020

SWISS EXPORT JOURNAL | 3. Quartal 2020 25


PREMIUMINSIGHT

LIEFERKETTEN OPTIMIEREN

MIT DATA SCIENCE

Viele Supply-Chain-Manager finden es schwierig,

ihre Distributionsrouten zu optimieren

und dazu die nötigen Leads zu generieren. Doch

genau das ist heute mehr gefordert denn je, denn

Konsumgüter werden immer kurzlebiger und verlangen

nach einer perfekten Lagerung und

schnellen Lieferung. Doch Wachstum und das

Finden von neuen Potenzialen ist möglich. Dazu

braucht es aber nicht nur den NOGA-Code, sondern

den Einsatz von Data Science.

Dazu ein Beispiel: Ein Supply-Chain-Manager möchte

die Distributionskanäle zwischen Deutschland und

Japan optimieren. Dazu sucht er nach potenziellen

Kunden, um Tiefkühl-Frachtraum zu verkaufen. Die

Zielgruppe scheint klar definiert zu sein, nämlich Lebensmittelhersteller

aus Deutschland mit dem Bedürfnis, gefrorene

Ware nach Japan zu exportieren. Er könnte eine Selektion

anhand des NOGA-Codes vornehmen. Das wäre aber zu ungenau,

da er nicht wüsste, welcher Hersteller gefrorene Waren herstellt

und nach Japan liefert.

Doch genau diese Informationen sind auf den Websites

dieser Unternehmen verfügbar. Sucht man gezielt

nach Keywords, dann findet man heraus, ob der

Hersteller einen Bezug zu Tiefkühlwaren und Japan

hat, ob er sich im Wachstum befindet oder im Zielland

Filialen eröffnet.

Höhere Konversionsrate dank Machine

Learning

Patrick Galig

Dieses Verfahren der Lead-Generierung nennt man

Executive Director

Marketing DACH

Smart Data Analytics. Dabei reichert man die Daten

Bisnode D&B Schweiz AG einer Unternehmung mit zusätzlichen Informationen

an und kombiniert sie mit Onlinedaten, die man mit

AI-Techniken gesammelt hat. Daraus entstehen Listen

mit potenziellen Neukunden. Der Sales geht diese

Kontakte an und gibt Feedback, ob sie Interesse hatten

oder nicht. Diese Erkenntnisse fliessen direkt in die Erstellung

der nächsten Liste ein. Das System lernt bei jeder dieser Iterationen

und liefert immer bessere Leads. ■

Optimieren Sie Ihre Warenursprungskalkulation – weltweit

Rund um die Welt gibt es bereits mehr als 400 ratifizierte

Freihandelsabkommen (FTAs), die Unternehmen Einsparungspotenziale

in puncto Zollabgaben und somit Wettbewerbsvorteile bieten.

Doch nur die zwingende Erfüllung einer Anzahl komplexer

Warenursprungsregeln sowie deren detaillierter Dokumentation

ermöglicht Unternehmen, diese Einsparungspotenziale sowie

Wettbewerbsvorteile auch wirklich zu nutzen.

Dazu ist es erforderlich, gesetzeskonforme und revisionssichere Prozesse

zur korrekten Bestimmung des Warenursprungs einzurichten,

um mögliche Strafen und ungeplante Kosten vorab zu vermeiden.

Genau dabei unterstützt Sie MIC OCS!

Es liefert Ihnen die notwendigen Werkzeuge über den gesamten

Prozesszyklus des Warenursprungsmanagements hinweg und

zwar für mehr als 100 FTAs weltweit. MIC OCS sorgt dafür, dass sie

tatsächlich von den Einsparungspotentialen aus FTAs profitieren und

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ZOLLWISSEN KOMPAKT

THE END OF GLOBALIZATION?

OR THE NEW «NORMAL»?

What seemed to be unthinkable only weeks

ago has now become the new “normal”:

Global trade flows are now in a state of crisis due to

the outbreak of the Corona pandemic. Closed borders,

travel bans, paralyzed supply chains, and export

restrictions have prompted many to ponder

whether globalization itself might fall victim to the

coronavirus.

Marc Bernitt

Senior Vice President

Customs Europe

Kühne & Nagel Schweiz AG

However, globalization was already in decline well

before the outbreak, having reached its peak before

the 2008 global financial crisis and having never

recovered since then. The pandemic will certainly

highlight the risks inherent in overdependence on

global supply chains, prompt a re-nationalization of

production, and put stress on the notion of international

interdependence. The likely result is an acceleration of

changes that have long been in motion toward a new, different,

and more limited form of globalization. This will not be the end

of globalization. Rather, the world is likely to see a different, more

limited version of global integration than the one we have known

over the past three decades.

Where is the difference? Whilst recent public debates on “building-walls”

stemming from populist movements, i.e., Brexit, have

already entered into the public debate long before the pandemic,

the risks of dependency form specific countries and what is to be

regarded as a “strategic interest” on domestic supplies have now

fully entered the public consciousness.

Example? For U.S. consumers, the first tangible indication came

when factories in China prompted delays in Apple’s delivery of

iPhones, and continued as other firms reported interruptions.

Adding to this burden was the concerning knowledge that 72 percent

of the facilities producing pharmaceutical ingredients for

U.S. consumption are located abroad—mostly in the

European Union, India and China. The share is reported

to be as high as 97 percent for antibiotics. This again has

fueled populist sentiments wanting to put a brake on

free trade.

Given widespread sentiments such as these, it is easy to

imagine governments around the world broadly rethinking

international travel, migration, supply-chain risk,

export controls, information sharing, and more—in

short, key components of globalization itself. The new

watchword is likely to be risk reduction rather than cost

reduction.

This explains why outsourcing is likely to become, once

again, a key debating point in business. This is not to

say that the answers are obvious, but the questions certainly are:

Do the benefits of outsourcing, namely lower costs, always outweigh

the environmental costs and the risks of having key parts

of your supply chain so far away? Does this make sense for some

supply chains to depend significantly on any part of the globe?

You can expect this question to be at the heart of coming discussions

over the long-term implications of the virus.

Conclusion

However, with every country suddenly fighting for itself, the assessment

of the level of international interdependence on international

supply chains is now on the agenda with countries and

in particular businesses re-assessing their supply chains. As with

every crisis, this may also open opportunities. For Swiss companies

this could further boost automation initiatives so as to

gain productivity, re-open regional markets with the objective to

cater to the needs of customers requesting a more regional footprint.


SWISS EXPORT JOURNAL | 3. Quartal 2020 27


BUSINESS EXCELLENCE

Covid-19 hat unsere Arbeitswelt drastisch verändert.

Viele Arbeitgeber sträubten sich gegen

agilere Arbeitsformen wie Homeoffice und Remote

Work. Dies, obschon Studien belegen, dass dadurch

die Produktivität und Mitarbeiterzufriedenheit erhöht

werden. Die Umstellung zu einer dezentralisierten

Arbeitskultur kam sicherlich nicht ohne Herausforderungen,

jedoch brachte sie auch viele

Chancen und Vorteile für Unternehmen und ihre

Angestellten. Ein günstiger Zeitpunkt, um unsere

aktuellen Arbeitsmodelle zu überdenken.

DIE ARBEITSWELT

DER ZUKUNFT –

DIGITALISIERUNG DANK COVID-19

Vorteile von Remote Work und Homeoffice:

Vorzeigebeispiel Sprachindustrie

Unternehmen, die schon seit Jahren digital und agil

arbeiten, gingen während der Krise mit gutem Beispiel

voran. Dazu zählt auch die SwissGlobal Language

Services AG. Die Schweizer Sprachdienstleisterin ist Vorreiterin,

wenn es um Remote Work und innovatives Arbeiten geht.

Zu den vielen Vorteilen zählen unter anderem:

1. Zugriff auf globale Talente mit einer breiten Palette

von Skills und Sprachkombinationen

2. 24 Stunden Verfügbarkeit dank Mitarbeitern und

Freelancern in unterschiedlichen Zeitzonen

3. Hohe Preisflexibilität und schlanke Arbeitsprozesse

4. Kostensparende Büroräume und umweltfreundliches

Arbeiten ohne Pendeln

Florian Fratzscher

Texter, SwissGlobal

Language Services AG

So führen Sie Remote-Teams erfolgreich:

Die fünf wichtigsten Tipps

Gerade das Führen von Remote-Teams bereitet vielen Arbeitgebern

noch Startschwierigkeiten. Doch mit den, folgenden einfach

umsetzbaren Tipps wird auch Ihnen der Übergang zur dezentralisierten

Arbeit leichter fallen.

1. Ziele und Erwartungen klar definieren

Insbesondere am Anfang ist es wichtig, genau festzulegen, was

bis wann erreicht werden soll. Definieren Sie gemeinsam mit

Ihrem Team Tages-, Wochen- und Monatspläne. Je klarer die Erwartungen

kommuniziert sind, desto besser kann jeder Einzelne

auf deren Erfüllung hinarbeiten.

2. Kommunikation und Verbindung stärken

Klare und offene Kommunikation ist gerade im Homeoffice

wichtiger denn je. Hindernisse können so frühzeitig

erkannt und verhindert werden. Nutzen Sie die

Chance, um vermehrt auf zwischenmenschliche Kontakte

einzugehen.

3. Die richtige technologische Infrastruktur

aufbauen

Finden Sie die passenden Onlinetools und Softwares

für die Koordination von Projekten, Meetings und der

alltäglichen Kommunikation im Team. So erzielen Sie

schlanke Arbeitsprozesse, Transparenz und eine übersichtliche

Organisation.

4. Fokus auf Ergebnisse und nicht

auf Arbeitszeit

Geben Sie Ihren Mitarbeitern Freiheiten und delegieren Sie Verantwortung

innerhalb der vorgegebenen Strukturen. Mikromanagement

ist out – Teamwork ist in. Das erhöht die Zufriedenheit

und vereinfacht Arbeitsabläufe.

5. Gemeinsame Verbindung und Vision aufbauen

Gerade aufgrund der physischen Distanz zum Team ist es empfehlenswert,

regelmässig und proaktiv zu kommunizieren. Regelmässige

Check-in Calls mit dem Team helfen, um immer à jour

zu sein. Führen Sie gerade auch neue Mitarbeiter in die Vision und

Mission des Unternehmens ein, sodass sie gemeinsam mit dem

Rest des Teams mit Überzeugung an deren Umsetzung mitwirken

können.

Remote Work und Homeoffice als Chance verstehen

Die Corona-Krise hat uns alle überrascht, und in vielen Lebensbereichen

mussten schnell neue Lösungen her. Ein matchentscheidender

Erfolgsfaktor dabei ist, wer auf den Zug der Digitalisierung

aufspringen kann und wer den Zug verpasst. Aus Not soll

man bekanntlich eine Tugend machen. Packen Sie die Gelegenheit

beim Schopf und profitieren Sie vom technologischen Fortschritt.


28 SWISS EXPORT JOURNAL | 3. Quartal 2020


Digitalisierung

verstehen

und umsetzen.

Power-Workshop

für KMU.

Kennen Sie die neusten Trends in der Digitalisierung?

Wissen Sie, wie sich diese Trends auf

Ihr Geschäftsmodell auswirken? Nutzen Sie

heute schon Tools aus dem Online Marketing?

In diesem halbtägigen Power­Workshop ist

Digitalisierung nicht nur ein geflügeltes Modewort,

sondern wird live und konkret erlebbar.

Damit Sie Ansatzpunkte für Ihr Unternehmen

mitnehmen können.

Tobi Frei

RUZ Begleiter

und Unternehmer

David Hugi

Leiter Marketing und

Kommunikation RUZ

Christoph Fluri

RUZ Begleiter

und Unternehmer

René Brugger

RUZ Begleiter, Präsident Swiss Technology

Networks & Mitgründer «Industrie 2025»

Power­Workshop praxisnah:

EINSTIEG IN DEN DIGITALEN

WANDEL FÜR GEWERBLICHE

UND INDUSTRIELLE KMU

Dienstag, 08. September

RUZ Baar

Sihlbruggstrasse 3

13.30 – 20.00 Uhr

Anmeldungen und Infos: www.ruz.ch/workshops

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Europaweite Transporte –

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75 Jahre Erfahrung und unsere vollumfänglichen Dienstleistungen

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Strassen kennen wir uns aus. Weltweit und individuell.

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BUSINESS EXCELLENCE

WE.TRADE –

EIN ERSTKLASSIGES VERKAUFSARGUMENT

Wir haben mit Michel Hunkeler, CEO des

gleichnamigen Familienunternehmens, über

die neue digitale Handelsplattform we.trade gesprochen

– und ganz nebenbei herausgefunden,

dass das Unternehmen aus dem luzernischen Wikon

in seinem Markt weltweit die Nummer 1 ist.

«We.trade ist eine super Sache, einfach genial. Das

können Sie genau so schreiben!», sagt Michel Hunkeler

nach knapp 35 Sekunden. Damit wäre das Interview

eigentlich zu Ende. Da er sich für das Gespräch

aber eine Stunde reserviert hat, verbleiben

noch 59:25 Minuten. Die wollen wir nutzen, um

mehr zu erfahren über ein typisch-atypisches

Schweizer KMU und seine Erfahrungen mit der

neuen digitalen Handelsplattform.

Didier Furrer

Produktmanager

Trade & Export Finance,

UBS Switzerland AG

Mit der unverfänglichen Frage «Wofür genau braucht man Ihre

Maschinen?» versuchen wir einen geordneten Neubeginn des Gesprächs.

«Unsere Maschinen kommen im Pre- und Post-Finishing

des Endlos-Digitaldrucks zum Einsatz. Der Digitaldruck auf

Rollen anstatt Einzelbogen eignet sich unter anderem ideal für

personalisierte Werbung. Unsere Maschinen falzen und heften

Prospekte, führen Briefe, Antwortkarten und weitere Unterlagen

zusammen oder produzieren Bücher.»

«Und wo sind Ihre Kunden, in der ganzen Schweiz oder nur in der

Deutschschweiz?» «Auch, aber hauptsächlich exportieren wir in

alle Welt.» «Hunkeler ist also ein typischer Schweizer Nischenanbieter?»

« Nicht nur. In unserem Kerngeschäft sind wir weltweit

führend.» «Sie meinen technologisch führend?» «Das sowieso,

aber auch beim Marktanteil.»

Das sitzt. Wir sprechen also mit einem weltweit führenden Unternehmen

mit Sitz im luzernischen Wikon und einem Namen,

der schweizerischer kaum sein kann. Ein Unternehmen, das hierzulande

unter dem Radar segelt.

«Und wie nutzt Hunkeler we.trade?» «Wir hatten eine Anfrage

von einem Unternehmen, das einen neuen Markt erschliessen

will. Es brauchte dafür sofort eine Maschine, wollte aber erst in

zwei Jahren bezahlen. Das war uns ein bisschen zu riskant. Also

habe ich unseren Berater bei UBS gefragt. ‹Nutzen Sie we.trade!›,

war seine Empfehlung. Und so ist das Geschäft denn auch tatsächlich

zustande gekommen. Die Bank des Kunden hat sich

auf we.trade verpflichtet, in zwei Jahren zu zahlen.»

«Und so lange warten Sie jetzt auf Ihr Geld?» «Von wegen!

Gegen eine kleine Kommission haben wir den

ganzen Betrag sofort bekommen. So bleiben wir liquid,

haben kein Delkredere-Risiko, gewinnen mit einer innovativen

Lösung einen neuen Kunden – und beliefern

in zwei Jahren vielleicht einen komplett neuen Markt.

Und das alles dank we.trade.»

Wir sind beeindruckt. Und verstehen, wie ein Unternehmen

aus Wikon zur Nummer 1 auf der Welt werden

kann – es ist diese ganz besondere Mischung aus Schweizer

Qualitätsdenken, Innovationsfähigkeit, Entscheidungsfreude,

bodenständigem Geschäftssinn und einer

Portion Bauernschläue. Letztere ist mitnichten abschätzig gemeint,

sondern bei vielen Schweizer KMU anzutreffen, die weltweit

ganz vorne mitspielen. Michel Hunkeler hat das Potenzial

von we.trade intuitiv erfasst und genutzt. Sein Beispiel dürfte bald

Schule machen. ■

«Sie sind also weltweit die Nummer 1 – und das mit Schweizer

Fertigung und zu Schweizer Preisen?» «Ja. Unsere Maschinen sind

halt schon sehr gut. Und natürlich muss man den Kunden auch

sonst etwas bieten.» «Zum Beispiel?» «Innovative Produkte zu innovativen

Konditionen.» «Zählen Sie we.trade ebenfalls zu diesen

innovativen Konditionen?» «Unbedingt! We.trade ist so zukunftsorientiert

wie es unsere Maschinen sind!»

Aus einer Initiative europäischer Banken entstand die

digitale Handelsplattform we.trade. Sie ermöglicht es,

B2B-Handelsgeschäfte einfach, schnell, sicher und effizient

abzuwickeln. Die Modalitäten des Geschäfts lassen

sich flexibel definieren, der Prozess ist jederzeit transparent.

Zahlungen lassen sich bei Bedarf durch die Bank

des Käufers absichern; auch kann die Bank des Verkäufers

eine Finanzierungslösung offerieren. UBS ist die bisher

einzige Schweizer Bank im europaweiten we.trade-

Verbund. Weitere Informationen: ubs.com/wetrade

30 SWISS EXPORT JOURNAL | 3. Quartal 2020


BUSINESS EXCELLENCE

SPESENABRECHNUNG

«RELOADED»

Das regelmässig wiederkehrende Prozedere der

Abrechnung von Spesen fristet auch in der heutigen,

zunehmend digitalisierten Welt bei vielen Firmen

noch immer weitverbreitet ein stiefmütterliches

Dasein. Das Thema wird assoziiert mit der fein

säuberlichen Sammlung/Aufbewahrung von Quittungen

und dem periodischen Übertragen in das dafür

vorgesehene – je nach Unternehmen mehr oder

weniger unübersichtliche – Spesenformular. Weiter

geht der Prozess dann mit der Einreichung zur Visierung

an vorgesetzte Stellen und letztlich zur Verbuchung

und Auszahlung an die Finanzabteilung.

Dass hier ein grosses Nachholbedürfnis besteht, hat

das junge Schweizer Start-up-Unternehmen Expense

Robot AG mit Sitz im Zürcher Technopark bereits früh

erkannt. Es entwickelte eine vollautomatisierte und

auf künstlicher Intelligenz basierende Cloud-Anwendung, mit

welcher der vollständige Prozess revolutioniert und in sage und

schreibe lediglich 5 Sekunden erledigt wird. Der Prozessablauf ist

verblüffend einfach! Dabei werden auch Abrechnungen von Firmenkreditkarten

nahtlos ins Finanzsystem eingelesen und automatisch

mit erfassten Belegen abgeglichen/verbucht. Dank Handschrifterkennung

ist jeder Quittungsbeleg sofort lesbar. Neu ist

Daniel Stähli

Head of Sales & Account

Management

bta first travel ag

auch der Kartendienst Google Maps voll integriert,

und Kilometerabrechnungen sind damit im Nu erledigt.

bta first travel, der führende Schweizer Geschäftsreisedienstleister,

ist mit dem Unternehmen Expense

Robot AG eine exklusive Partnerschaft eingegangen

und offeriert den Zugang zu deren Produkt unter

dem Namen btaEXPENSE zu einem unschlagbaren

Preis/Leistungs-Verhältnis. «Die Anwendung lässt sich

ideal ins firmeneigene Travel Management integrieren,

vereinfacht den Prozess nachhaltig und reduziert

Kosten signifikant,» meint Daniel Stähli, Head of

Sales & Account Management bei bta first travel.

btaEXPENSE eignet sich für Firmen unterschiedlicher

Grössen und bietet Schnittstellen zu den meisten Finanzsystemen.

Die Kunden sind begeistert!

Expense Robot sammelte gerade jüngst anlässlich einer von

Swisscom Ventures und SIX FinTech Ventures angeführten Finanzierungsrunde

1,7 Mio. Franken zusätzliches Kapital, um die

Revolution der Spesenabrechnung fortzuführen und weiter zu beschleunigen.

Auf die nächsten Entwicklungen darf man demnach

gespannt sein. ■

Die führende Software für

effiziente Zollabwicklung und eVV.

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Debitoren-Check by Coface

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CH0100869

CH0101051

CH0100898

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32 SWISS EXPORT JOURNAL | 3. Quartal 2020


BUSINESS EXCELLENCE

SPEZIALVERANSTALTUNG FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE IM AUSSENHANDEL

AUSWIRKUNGEN DER PANDEMIE

POLITIK – WIRTSCHAFT – GESELLSCHAFT

Covid-19 und Krisenbekämpfung stehen im Moment

im Mittelpunkt. Wirtschaftliche Erholung

von der schwersten Wirtschaftskrise seit der ersten

Hälfte des 20. Jahrhunderts ist erstes Gebot. Alle Unternehmerinnen

und Unternehmer müssen sich fragen,

welche Veränderungen auf den Märkten stattgefunden

haben. Um dies feststellen zu können, müssen

sie aber deren Hintergrund kennen, den Markt. Die

Politik dort, die Wirtschaft und die Gesellschaft, die

diesen prägen.

Denn eine Pandemie wie Covid-19 ist nur einer von

zahlreichen geopolitischen Faktoren, welche das

Marktumfeld und damit auch die Erholung nach

einem Einbruch beeinflussen können. Ordnungspolitik

spielt eine zentrale Rolle: Haben wir es mit

einem demokratischen, autoritären oder totalitären

politischen System zu tun, welches den Markt regelt?

Liegt ein uns vertrautes oder ein schwieriges (Korruption,

Clanwirtschaft, Embargos, Terrorismus) Wirtschaftsumfeld

vor? Welche gesellschaftspolitischen

Eigenarten(Umweltbewusstsein,Religion,Geschichte

und Tradition) prägen einen bestimmten Marktplatz?

Philippe Welti

Co-Gründer von «Share-an-

Ambassador/Geopolitik von

Experten», ehemaliger

Schweizerischer Botschafter

Daniel Woker

Co-Gründer von «Share-an-

Ambassador/Geopolitik von

Experten», ehemaliger

Schweizerischer Botschafter

Die Verfolgung dieser Rahmenbedingungen und ihrer

Veränderungen obliegt dem privaten Unternehmer

oder Anleger in gleichem Masse wie Rentabilitäts- und

Gewinnüberlegungen.

Datum

Ort

Programm

Dauer

Mittwoch, 1. Juli

Schellenberg Wittmer AG, Zürich

Präsentation Philippe Welti und

Daniel Woker,

Co-Gründer von «Share-an-

Ambassador/Geopolitik von Experten»,

ehemalige Botschafter

Moderierter Erfahrungsaustausch

Effekte der Coronakrise auf unsere

wichtigsten Exportmärkte

10.30 bis 12 Uhr, anschliessend

Lunch

Erfahren Sie aus erster Hand, welche Folgen die Pandemie

vor dem geopolitischen Hintergrund auf die

gesamtwirtschaftliche Entwicklung hat.

Details und Online-Anmeldung: www.swiss-export.com

Die Anzahl Teilnehmer/-innen für diese exklusive

Spezialveranstaltung ist auf 20 Personen beschränkt.

Partner swiss export Academy

Netzwerkpartner

SWISS EXPORT JOURNAL | 3. Quartal 2020 33


UNTERNEHMEN IM FOKUS

AGILITY LOGISTICS AG

IHRE EXPERTEN FÜR INNOVATIVE LOGISTIKLÖSUNGEN

Agility Logistics – driven by people

and powered by technology – ist einer

der weltweit führenden Anbieter

von Speditions- und Kontraktlogistikdienstleistungen.

Wir bieten

See- und Luftfracht, Landverkehr,

Lagerhaltung und Distribution sowie

integrierte Supply-Chain-Lösungen

in über 100 Ländern für unsere

Kernindustrien (Pharma, Nutrition,

Handel, Chemie, Maschinen) an.

Unsere Geschichte vereint unternehmerisches

Denken in Wachstumsmärkten

mit über 170 Jahren

Erfahrung in der Logistikbranche.

Von der Gründung als lokaler Lagerdienstleister

in Kuwait, entwickelte

man sich schnell zum grössten

Logistikunternehmen im Mittleren

Osten und konnte sich, mittels Akquisitionen

von mehr als 40 namhaften

Logistikunternehmen, zu einem

der marktführenden Logistikdienstleister

etablieren.

Unsere Experten im Pharma Competence

Center (PCC) und Nutrition

Competence Center (NCC) in Basel

sind mit den speziellen Anforderungen

ganzheitlicher Kühlkettenlösungen

für die Pharma- und Nahrungsmittelindustrie

bestens vertraut.

Unser Visibilitätstool Agility

Connects ermöglicht unseren Kunden

eine vollständige Transparenz

entlang der Supply Chain vom Lieferanten

bis zur Auslieferung an den

Endkunden.

Unser All-in-One Logistics Set-up

mit spezifischen Logistik- und Zolldienstleistungen

ermöglicht unseren

Kunden Wettbewerbsvorteile in

den Bereichen Handel und E-Commerce

innerhalb der Schweiz und

Europa.

Es ist in unserer DNA integriert, integer

zu handeln und der Gesellschaft

etwas zurückzugeben. Diese

Unternehmenskultur fördert den

schonenden Umgang mit Ressourcen,

ein starkes Gemeinschaftsund

Erfolgsgefühl der Mitarbeiter

und stärkt den vertrauensvollen

Umgang mit Kunden. ■

Agility Logistics AG

St.-Jakobs-Strasse 220, 4002 Basel

T +41 61 316 51 51

switzerland@agility.com

www.agility.com

GLATZ AG

125 JAHRE HOCHWERTIGE SCHATTENSPENDER

Vom Regenschirm zum Grossschirm,

vom Einmannbetrieb

zum Unternehmen mit rund

110 Mitarbeitern – in 125 Jahren

Firmengeschichte hat sich der

Schweizer Schirmbauer Glatz

zu einem der weltweit führenden

Schirmprofis entwickelt. In

diesem Jahr feiert Glatz sein

Firmenjubiläum mit vielen

Jubiläumsangeboten.

Die Story von Glatz ist eine von

Menschen, die an ihre Vision glauben.

Lag die Kreativität von Firmengründer

Albert Glatz bei Regen-

und Sonnenhandschirmen,

avanciert sein Sohn Albert junior

mit Gartenschirmen und dem

Alexo-Zahnkranz-Gelenk zum erfolgreichen

Unternehmer. Später

versteht es Dölf Glatz, mit patentierten

Lösungen den Schattenkomfort

der Garten- und Grossschirme

weiterzuentwickeln. 1988

drückt er seinem Sohn Markus das

Zepter in die Hand.

Heute vertreibt Glatz seine 19

Schattenspender für Haus, Garten,

Terrasse weltweit und ist ausserdem

der grösste Anbieter für Hotellerie

und Gastronomie. 40 %

aller Produkte sind «Swissdesign»,

60 % «swissmade» und in Frauenfeld

produziert.

Glatz steht für Präzision, Zuverlässigkeit

und eine hohe Qualität

mit funktionalem Design. «Der Antrieb,

stets bessere Produkte zu

konzipieren, die zeitlose Eleganz,

Windstabilität, Langlebigkeit und

einfache Handhabung prägen unsere

DNA», erklärt der CEO. Ausschlaggebend

für den Erfolg sind

seine Mitarbeiter: «Obschon das

Know-how in jedes Modell einfliesst,

ist es zuvor in ihren Köpfen

und dank ihrem Engagement entstanden.»

Das Unternehmen stellt sich den

Herausforderungen der Zeit. Bereits

heute produziert Glatz ressourcenschonend,

hält Transportwege

kurz, bezieht Stoffe aus

Nachbarländern und verwendet

langlebige Materalien. ■

Glatz AG

Neuhofstrasse 12, 8500 Frauenfeld

T +41 52 723 64 64

info@glatz.ch

www.glatz.ch

34 SWISS EXPORT JOURNAL | 3. Quartal 2020


UNTERNEHMEN IM FOKUS

TRANS SPED AG

SEIT 30 JAHREN INTERNATIONALE SPEDITIONSLOGISTIK AUF HÖCHSTEM NIVEAU

Seit über 30 Jahren unterstützen

wir unsere Kunden in den verschiedensten

Bereichen des internationalen

Transportgeschäfts mit einer

breiten Palette von Logistikdiensten

auf höchstem Niveau. Im Bestreben,

die jeweils besten Transportlösungen

auszuarbeiten, ist es

uns ein wichtiges Anliegen, dies

tagtäglich mit Kompetenz und

Freundlichkeit zu kombinieren

und unter Beweis zu stellen. Und

dies jederzeit zu fairen und marktgerechten

Preisen. Die Weiterentwicklung

aller Bereiche wird im

Sinne der fortlaufenden Digitalisierung

stetig vorangetrieben.

Wir erreichen dies, indem wir ein

Umfeld schaffen, in welchem alle

MitarbeiterInnen und Partner ernst

genommen und in ihrer Eigenart

respektiert werden, wo sie ihr Potential

voll ausschöpfen können

und in welchem ihre guten Leistungen

gleichermassen geschätzt, gefordert

und honoriert werden.

Wünschen Sie alles aus einer Hand,

egal ob Import- oder Export-, Land-,

Luft- oder Seetransport? Dann sind

Sie bei uns richtig. Bei uns steht

nicht die Automatisierung der Abläufe

im Vordergrund. Wir wollen

Ihre individuellen Bedürfnisse kennen

und für diese die jeweils optimale

Logistiklösung erarbeiten

und kosteneffizient umsetzen.

Als neutrale Zollagentur finden Sie

bei uns kompetente Beratung in

allen Zollbelangen. Dreiecksgeschäfte,

EU-Verzollung wie auch

kurz- und langfristige Lagerung in

unserem offenen Zollfreilager

(OZL) ergänzen die Palette unsere

logistischen Dienste optimal.

Wir sind weltweit bestens vernetzt

und arbeiten mit den renommiertesten

Speditionsunternehmen

zusammen.

TRANS SPED AG

Embraport 7, 8424 Embrach

T +41 44 866 28 28

info@transsped.ch

www.transsped.ch

EnviroFALK AG

WASSERAUFBEREITUNG FÜR MEGAWATT-BRENNSTOFFZELLE

In Mannheim wird Energiegeschichte

geschrieben: Dort läuft

die erste europäische Brennstoffzelle

im Megawatt-Leistungsbereich.

Diese Energielösung ist ein

Meilenstein für die grüne Energiewelt

der Zukunft, denn anders als

konventionelle Erzeugungsanlagen

liefert sie nahezu schadstofffrei

Wärme und Strom. Die innovative

Anlage wurde gemeinsam von

E.ON und FuelCell Energy Solutions

bei dem Unternehmen FRIA-

TEC AG realisiert und feierlich in

Betrieb genommen. In einer DFC®-

Brennstoffzelle reagieren in einem

effizienten elektrochemischen

Verfahren Wasserstoff und Sauerstoff

miteinander, um praktisch

frei von Schadstoffemissionen

Elektrizität, Wärme und Wasser

zu erzeugen. Die dazu erforderliche

Wasseraufbereitungsanlage

wurde von EnviroFALK konzipiert

EnviroFALK Wasseraufbereitungsanlage versorgt Europas

erste industrielle Megawatt-Brennstoffzelle

und gefertigt. «Für die interne Reformierung

von Wasserstoff aus

Methan (Erdgas) muss dem Prozess

hochreines Wasser im Brennstoffzellenstapel

zugeführt werden»,

erklärt Henri Altorfer, Geschäftsführer

der EnviroFALK AG in der

Schweiz. «Unsere Wasseraufbereitungsanlage

versorgt die Brennstoffzelle

mit einer konstant hohen

Wasserqualität und sichert somit

einen reibungslosen Betrieb der

Strom- und Wärmeproduktion.»

Die Aufbereitungstechnik, Wasserbevorratung

und Steuerung befindet

sich in einem Container neben

dem Brennstoffzellen-Modul. «Was

bei EnviroFALK so besonders ist,

dass wir flexibel auf Kundenanforderungen

reagieren und unsere

Wasseraufbereitungsanlagen optimal

auf die Gegebenheiten vor Ort

abstimmen. Unsere Kunden erfahren

hochkompetente Beratung

und erstklassigen Service vor,

während und nach ihrer Entscheidung.»


EnviroFALK AG

Gewerbestrasse 5, 6330 Cham

T +41 41 740 44 14

info@envirofalk-zg.ch

www.envirofalk.ch

SWISS EXPORT JOURNAL | 3. Quartal 2020 35


AKTUELL

47. GENERALVERSAMMLUNG

EHRUNG

SWISS EXPORT MITGLIEDER

Die 47. Generalversammlung von swiss export hat dieses Jahr aufgrund

der Situation durch COVID-19 am 10. Juni erfolgreich auf

schriftlichem Wege stattgefunden. Wir danken allen unseren

Mitgliedern und Partnern ganz herzlich für die zahlreichen Einsendungen

der Stimmkarten. Das Protokoll wird mit dem swiss

exporter Mitgliederbulletin verschickt.

Herzliche Gratulation!

Traditionsgemäss findet die Ehrung der langjährigen Mitglieder

jeweils an der Generalversammlung statt. Diese bildet einen würdigen

und stimmungsvollen Rahmen, den Unternehmerinnen

und Unternehmern für Ihre Treue und Verbundenheit zu unserem

Verband zu danken.

«Der Verband swiss export ist ein engagierter Fachverband. Wir begrüssen

das breite Seminarangebot, die stets interessanten Länderinformationen

und generellen Beiträge zur schweizerischen Aussenwirtschaft. Der Erfahrungsaustausch

an den inspirierenden Veranstaltungen ist immer sehr

willkommen und sicher für alle Mitglieder eine Bereicherung. Die swiss

export unterstützt uns seit 45 Jahren erfolgreich im Exportgeschäft, was

wir sehr schätzen.»

Martin Jeitler CEO, G. BOPP & Co. AG

45

Jahre

Bodmer Küsnacht AG

G. Bopp + Co. AG

Meyer Sintermetall AG

Oetiker Schweiz AG

Rollstar AG

Ziegler (Schweiz) AG

25

Jahre

EBRO Armaturen International

Est. & Co. KG

Elco AG

QIAGEN Instruments AG

«Der Verband swiss export ist für uns weit mehr als eine bereichernde Informationsplattform.

Er ist eine unerschöpfliche Informationsquelle und

ein starker Sparringpartner.»

20

Jahre

BRUGG Rohrsystem AG

Kühne + Nagel AG

John Zöllin COO, Elco AG

15

Jahre

DPD (Schweiz) AG

Fischer Global Services AG

KaBO-Treuhand AG

Lamprecht Transport AG

Medela AG

SERTO AG

TransSoft GmbH

«Wir schätzen seit Jahren das für die Exportwirtschaft konzipierte Seminarprogramm,

wo jeweils die wichtigsten Neuerungen im Exportgeschäft

professionell präsentiert und Tipps für den Praxisalltag vermittelt

werden, sowie die interessante Netzwerkplattform.»

Matthias Wolf Managing Director, Kühne + Nagel AG

36 SWISS EXPORT JOURNAL | 3. Quartal 2020


AKTUELL

BEST PRACTICE CEO/CFO-FORUM

VERANTWORTUNG

ÜBERNEHMEN –

TEIL DER LÖSUNG SEIN

«Der Verband swiss export ist ein sehr engagierter Fachverband und mit

der ‹Stimme der Wirtschaft› immer auf dem aktuellsten Stand.

Wir schätzen das breite Seminarangebot und den Erfahrungsaustausch

an den politisch wie wirtschaftlich inspirierenden Veranstaltungen.»

Wolfgang Koch Geschäftsführer, Fischer Global

Services Ltd.

Leistungsfähige Logistiknetze sichern das Wirtschaftswachstum

und ermöglichen der Exportnation Schweiz am internationalen

Markt teilzunehmen. Die industrielle Produktion wird Schritt für

Schritt digitalisiert und wird sich tiefgreifend verändern. Die externen

Logistikprozesse werden sich diesen Entwicklungen nicht

nur anpassen, sondern auch als Ort eigener Innovationen zu

höherer Effizienz beitragen.

«Als familiengeführtes Speditionsunternehmen in der 4. Generation kennen

wir die speziellen Bedürfnisse der exportorientiertenKMU der Schweiz

bestens – und dies seit 75 Jahren!»

Jenny Vargas-Lamprecht CEO, Lamprecht Transport AG

«Unsere langjährige Zusammenarbeit bei der Gestaltung und Durchführung

von Seminaren im Bereich Zollabwicklung ist geprägt durch Vertrauen

und Innovationskraft.»

Die Corona-Krise hat vieles verändert und die Unsicherheit beträchtlich

erhöht. Sowohl für Firmen als auch für die Mitarbeitenden

bedeutet dies, Eigenverantwortung zu übernehmen und die

Veränderungen durch Führungsstärke und mit Neugier, Mut für

Neues und Sinn für Machbares anzupacken.

Fachveranstaltung

Datum Donnerstag, 17. September 2020

Ort

PLANZER Transport AG, Pratteln

Programm Mobilität im Wandel

Nils Planzer, CEO PLANZER Transport AG

Firmenbesichtigung

Trucker-Snack

Passion for Performance

Panelgespräch mit Nils Planzer und

Überraschungsgast

Dauer 15 bis 18.15 Uhr

Dinner special und Möglichkeit, selbst in den

Führerstand zu treten

Details zum Programm finden Sie auf www.swiss-export.com

Main Partner

Dominique Zihlmann Geschäftsführer, TransSoft GmbH

SWISS EXPORT JOURNAL | 3. Quartal 2020 37


AKTUELL

STARKE TEAMS –

TRENDS UND

NACHHALTIGKEIT

swiss export tag 2020

BEST CHOICE –

RE-THINK – NEW EXPERIENCE

Am Business Family Forum bieten wir Familienunternehmen

Gelegenheit, sich mit aktuellen Informationen und künftigen

Anforderungen auseinanderzusetzen und auszutauschen. Wir

freuen uns ganz besonders, Ihnen neben den Referentinnen und

Referenten starke Teams vorzustellen und mit dem Zukunftsforscher

Jan Berger vorauszudenken.

Nachhaltigkeit, Innovationskraft und Wir-Kultur sind Werte,

die in Familienunternehmen Tradition haben. Um ein stimmiges

Zukunftskonzept gestalten zu können, muss Neues gewagt oder

Bewährtes neu erfunden werden.

Datum Donnerstag, 2. Oktober

Ort

FELFEL, Zürich

Programm Keynote – Familyness als Wettbewerbsvorteil

Dr. Corinne Mühlebach, Unternehmerin

Mühlebach AG und Dozentin FHNW

Unternehmerdialog – spannende Einblicke

in Führungsteams

Daniela Steiner, Food Scout, Co-Owner FELFEL,

Emanuel Steiner, CEO und Founder, Co-Owner

FELFEL, Jürg Schubiger, VRP und Co-Geschäftsführer

Schubiger Möbel, Urs Schubiger,

VR und Co-Geschäftsführer Schubiger Möbel

Gesprächsleitung: Dr. Esther Girsberger

Family Governance

Dr. Balz Hösly und Alexandra Geiger,

Partner MME Legal | Tax | Compliance

Engagement, Herzblut und Teamgeist

Karim Twerenbold, Inhaber und VR-Präsident

Twerenbold Reisen Gruppe

Gesprächsleitung: Dr. Esther Girsberger

Es ist gut vorauszudenken!

Jan Berger, CEO 2b AHEAD ThinkTank

Dauer 16 bis 18.50 Uhr, anschliessend FELFELicious –

Dinner special und Firmenrundgang

Details zum Programm finden Sie auf www.swiss-export.com.

Main Partner

Am swiss export tag 2020 erhalten Sie interessante Einblicke in

die Bystronic Welt. Auf dem Programm stehen in diesem Jahr neben

hochkarätigen Referaten und spannenden Einblicken in die

Bystronic Laser AG zwei Unternehmergespräche mit CEOs aus

dem Oberaargau. Gemeinsam werden wir versuchen, einen informierten

Blick in die Zukunft zu werfen. Dabei wird es nicht nur

um die Welt nach und mit Corona gehen, sondern um viele andere

Themen, die uns seit langem beschäftigen und die die Zukunft

vermutlich ähnlich stark prägen werden wie die Pandemie. Zudem

haben Sie Gelegenheit, das Fahrzeugmuseum sowie die

Aquarien im Tagungshotel Meilenstein zu besichtigen und ein

exklusives Livekonzert von Bastian Baker zu erleben.

Datum

Ort

Dauer

Main Partner

Dienstag, 17. November

Tagungshotel Meilenstein, Langenthal

Bystronic Laser AG, Niederönz

10 bis 17 Uhr Referate, Besichtigungen, Unternehmergespräche,

Infomesse

18 Uhr Livekonzert Bastian Baker

Details und Online-Anmeldung: www.swiss-export.com

38 SWISS EXPORT JOURNAL | 3. Quartal 2020


INTENSIVKURS

EXPORTABWICKLUNG UND -TECHNIK

4-TAGES-KURS MIT ABSCHLUSSZERTIFIKAT

AKTUELL

Dieser Kurs vermittelt praxisgerecht und intensiv das für eine effiziente Versandabwicklung notwendige Fachwissen.

Das erarbeitete fundierte Grundwissen in den Bereichen Exportabwicklung und -technik soll in der täglichen Praxis unmittelbar

umgesetzt werden können. Dadurch sollen Sicherheit und Effizienz bei der Exportabwicklung gewährleistet werden.

Zielgruppe

Der Intensivkurs richtet sich an Personen, die sich in kurzer Zeit mit

den vielfältigen Themen im Exportgeschäft vertraut machen möchten:

Sachbearbeiter/-innen der Bereiche Export, Distribution und

Logistik; Mitarbeiter/-innen internationaler Verkauf. Praktische

Erfahrung in der Exportabwicklung ist von Vorteil.

Kursreferent

Dr. Ralf Ruprecht, Berater für Exportorganisation und Zollwesen,

Dr. Ruprecht & Partner Unternehmensberatung, DE-Heidelberg.

Themenspezifisch ergänzt durch Fachreferenten.

Kurskosten

Mitglieder CHF 2300.– (exkl. MwSt.), Nichtmitglieder CHF 2600.–

(exkl. MwSt.), Abschlussprüfung CHF 200.– (exkl. MwSt.)

Die Preise verstehen sich inklusive Seminarunterlagen, Mittagessen

und Pausenerfrischungen. 5 Prozent Firmenrabatt ab der

zweiten Anmeldung pro Jahr.

Durchführung

21. bis 24. September 2020, Zürich | 9. bis 12. November 2020, Olten

25. bis 28. Januar 2021, Zürich | 8. bis 11. März 2021, Olten

26. bis 29. April 2021, Zürich | 7. bis 10. Juni 2021, Zürich

Teilnahme am Praxisworkshop «Transportrisiken richtig einschätzen

und minimieren» ist in den Kurskosten inbegriffen!

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte unsere Homepage

www.swiss-export.com.

Der umfassende VpCI ® -Korrosionsschutz

für Ihre Produkte.

Corpac AG

Fabrikstrasse 26

CH-9220 Bischofszell

T +41 71 420 02 02

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Cortec VpCI-Importer

Distributor Switzerland


AKTUELL

VORSCHAU

SWISS EXPORT SEMINARE

Messebeteiligung professionell planen

Mit keinem anderen Marketinginstrument lassen

sich so viele unterschiedliche Ziele gleichzeitig

verfolgen wie mit einer sorgfältig geplantenund

professionell durchgeführtenMessebeteiligung.

Doch wie bereiten Sie sich optimal auf

Ihren Messeauftritt vor? Welches sind die Stolpersteine

und wie sichern Sie sich den Erfolg?

Wie können Potenziale genutzt und klassische

Fehler vermieden werden? Dieses Seminar wird

Ihnen neue Möglichkeiten und Wege zum Erfolg

aufzeigen und mithelfen, klassische Fehler der

Messebeteiligung zu vermeiden.

Zielgruppe Geschäftsführer/-innen, Verkaufs-,

Marketing- und Kommunikationsmitarbeiter/-innen,

Produktmanager/-innen

Leitung Charly Suter, Geschäftsführer, KMU

Digitalisierung.Agency

Mittwoch, 26. August 2020, Zürich,

8.30 bis 12 Uhr

Zollgrundlagen kompakt –

Einstieg in die Praxis

Um die Prozesse rund um die Zollabwicklung im

Unternehmen optimal zu gestalten und wirtschaftliche

Risiken zu vermeiden, ist ein solides

Grundwissen für die Mitarbeiter in der Exportund

Zollabteilung unverzichtbar. In diesem Seminar

erhalten die Teilnehmenden einen vertieften

Einblick in die verschiedenen Zollverfahren

und deren Anwendung in der Praxis. Zudem

werden ihnen die wichtigsten Informationen

zum Schweizer Zolltarif, zu den Zollveranlagungen

und zu den Dokumenten im internationalen

Versand vermittelt. Die Anwendung möglicher

Hilfsmittel für Abklärungen zu Ländervorschriften

sowie Praxistipps und Fallbeispiele runden

das Seminar ab.

Zielgruppe Sachbearbeiter/-innen ohne oder

mit geringen Vorkenntnissen der Bereiche Export,

Distribution und Logistik; Mitarbeiter/-innen

internationaler Verkauf

Leitung Nicolas Csermàk, eidg. dipl. Supply-Chain-

Manager, Head of Consulting & Coach4Logistics,

Rhenus Alpina AG

Donnerstag, 3. September 2020, Zürich,

8.30 bis 16 Uhr

Donnerstag, 29. Oktober 2020, Zürich,

8.30 bis 16 Uhr

Warenursprung und Präferenzen –

mit Sicherheit bestimmen

Täglich werden in der Schweiz Ursprungsnachweise

ausgestellt, die einer genaueren Prüfung

durchdieBehördennichtstandhalten.Einfalsch

deklarierter Warenursprung kann mit einer

Bussebestraftwerden, und esdrohenSchadenersatzansprüche

der Warenempfänger hinsichtlich

Zollnachforderungen. Deshalb ist es

wichtig, dass ein Aussteller solcher Nachweise

die Vorschriften nicht nur kennt, sondern in der

täglichen Praxis auch umsetzen kann. In diesem

Seminar erarbeiten Sie anhand konkreter Beispiele

ein solides Basiswissen, damit Sie in Zukunft

Ursprungsnachweise mit Sicherheit erstellen

und behördlichen Nachforschungen gelassen

entgegenblicken können.

Zielgruppe Leitende Mitarbeiter/-innen der

Bereiche Export, F&E, Einkauf und Logistik,

Export- und Verkaufssachbearbeiter/-innen

Leitung Stephan Brugger, eidg. dipl. Exportleiter,

selbstständiger Berater für Exportabwicklungsfragen

Dienstag, 15. September 2020, Zürich,

8.30 bis 16 Uhr

Dienstag, 27. Oktober 2020, Zürich,

8.30 bis 16 Uhr

Export-Know-how –

für die tägliche Praxis

Eine effiziente Auftragsabwicklung im Exportgeschäft

bedingt fundierte Kenntnisse der spezifischen

Anforderungen. Das Seminar geht auf

die wichtigsten Themen ein und vermittelt Export-Know-how

für die tägliche Praxis. Es werden

Zusammenhänge und häufige Fehlerquellen

aufgezeigt, typische Problemstellungen erläutert

und Entscheidungshilfen angeboten.

Das Seminar richtet sich an Mitarbeiter/-innen,

die bereits über Erfahrung in der Exportabwicklung

verfügen.

Zielgruppe Sachbearbeiter/-innen der Bereiche

Export, Distribution und Logistik; Mitarbeiter/-innen

internationaler Verkauf

Leitung Dr. Ralf Ruprecht, Berater für Exportorganisation

und Zollwesen, Dr. Ruprecht & Partner

Unternehmensberatung

Donnerstag, 17. September 2020, Olten,

8.30 bis 16 Uhr

Die neuen Incoterms ® 2020

Inhalt und richtige Anwendung

Wann ist welche Incoterms ® -Klausel gefragt?

Welche Neuerungen bringen die Incoterms ®

2020mit sich? Auf dieseund vieleweitere Fragen

gibt unser Seminar Antworten. Unser zertifizierter

Incoterms ® -2020-Trainer bringt Sie auf

den neusten Stand und zeigt Ihnen, was sich mit

der Einführung der Incoterms ® 2020 verändert

hat.Sie lernennicht nur die Inhalte der einzelnen

Klauseln kennen, sondern üben auch an Praxisbeispielen,

diese für alle Transportarten richtig

einzusetzen.

Zielgruppe Sachbearbeiter/-innen der Bereiche

Export, Distribution, Logistik, Einkauf und Beschaffung,

Mitarbeiter/-innen internationaler Verkauf

Leitung Nicolas Csermàk, zertifizierter Incoterms©-

2020-Trainer (ICC Germany), eidg. dipl. Supply-Chain-

Manager, Head of Consulting & Coach4Logistics,

Rhenus Alpina AG

Dienstag, 22. September 2020, Zürich,

8.30 bis 12 Uhr

Akkreditive – einwandfreie Abwicklung

Die Abwicklung von Akkreditivlieferungen gehört

zu den anspruchsvollsten Aufgaben im

Exportgeschäft. So hängt der erfolgreiche Abschluss

eines Exportauftrags letztlich von der

einwandfreien Abwicklung des Akkreditivgeschäfts

ab, bei dem es viele Faktoren zu berücksichtigen

gilt:Prüfen der Akkreditive und Dokumente,

Erstellen akkreditivkonformer Dokumente

nach den Richtlinien ERA 600 usw. Im

Rahmen dieses Seminars werden die Teilnehmenden

anhand praktischer Beispiele mit der

Abwicklung von Akkreditiven vertraut gemacht.

Zielgruppe Exportsachbearbeiter/-innen;

Mitarbeiter/-innen der Bereiche internationaler Verkauf,

Finanz- und Rechnungswesen

Leitung Dr. Ralf Ruprecht, Berater für Exportorganisation

und Zollwesen, Dr. Ruprecht & Partner Unternehmensberatung

Donnerstag, 22. Oktober 2020, Zürich,

8.30 bis 16 Uhr

40 SWISS EXPORT JOURNAL | 3. Quartal 2020


AKTUELL

EU-Verzollung und deren Vorteile

Die EU-Verzollung ermöglicht eine steuerfreie

innergemeinschaftliche Lieferung für die Exporte

aus der Schweiz in die EU. So können Sie

Ihre Kunden in der EU unter gleichen steuerlichen

Bedingungen wie Ihre Mitbewerber aus

einem EU-Land beliefern. Was versteht man

unter einer EU-Verzollung? Welche Anforderungen

sind zu beachten? In diesem Seminar erhalten

Sie einen Überblick über die EU-Verzollung

und die damit verbundenen Vorteile für

Schweizer Exporteure und deren EU-Kunden.

Zielgruppe Mitarbeiter/-innen der Bereiche internationaler

Verkauf, Finanz- und Rechnungswesen;

Sachbearbeiter/-innen der Bereiche Export,

Distribution, Logistik

Leitung Nicolas Csermàk, eidg. dipl. Supply-Chain-

Manager, Head of Consulting & Coach4Logistics,

Rhenus Alpina AG

Mittwoch, 4. November 2020, Zürich,

13.30 bis 17 Uhr

Einstieg in die Exportabwicklung –

Schwerpunkt: Lieferungen in die EU

Im Exportgeschäft treten bei der Auftragsabwicklung

andere Fragen und Besonderheiten

auf als bei Inlandsgeschäften. Dieses Seminar

vermitteltIhnen die Grundkenntnisse, die Sie für

die praktische Abwicklung von Auslandsgeschäften

mit Schwerpunkt auf den EU-/EFTA-

Staaten benötigen. Von der Angebotsabgabe

bis hin zur Auftragsabwicklung werden Schritt

für Schritt Sinn, Zweck, Hintergründe, Formularesowie

die nötigen Datenfür die Ausfuhrzollanmeldung

erläutert.

Zielgruppe Sachbearbeiter/-innen ohne oder

mit geringen Vorkenntnissen der Bereiche Export,

Distribution und Logistik; Mitarbeiter/-innen

internationaler Verkauf

Leitung Dr. Ralf Ruprecht, Berater für Exportorganisation

und Zollwesen, Dr. Ruprecht & Partner

Unternehmensberatung

Donnerstag, 5. November 2020, Zürich,

8.30 bis 16 Uhr

Der präferenzielle Warenursprung –

Vertiefungsseminar

Mit der steigenden Zahl an Freihandelsabkommen,

die die Schweiz mit verschiedenen Staaten

abschliesst, erhöhen sich auch die Komplexität

und die Fehlerquoteim Zusammenhang mit dem

präferenziellen Ursprung. Anhand von Praxisbeispielen

werden Sie erkennen, dass je nach

Freihandelsabkommen in der Schweiz produzierte

Waren einmal als präferenzberechtigte

und einmal als nicht präferenzberechtigte Ursprungswaren

gelten. In diesem Vertiefungsseminar

werden mögliche Lösungsansätze und

deren Umsetzung in die Praxis diskutiert.

Zielgruppe Leitende Mitarbeiter/-innen der

Bereiche Export, F&E, Einkauf und Logistik, Exportund

Verkaufssachbearbeiter/-innen. Vorkenntnisse

im präferenziellen Ursprung werden vorausgesetzt

Leitung Stephan Brugger, eidg. dipl. Exportleiter,

selbstständiger Berater für Exportabwicklungsfragen

Dienstag, 24. November 2020, Zürich,

8.30 bis 16 Uhr

Versand- und Zollpapiere erstellen –

Praxisworkshop

Das korrekte Erstellen der Versand- und Zollpapiere

erfordert fundiertesHintergrundwissen

über die Exportabwicklung und über Zollvorschriften.

In diesem Seminar erfahren Sie

Schritt für Schritt, wie die einzelnen Dokumente

unter Berücksichtigung der Einfuhrvorschriften

der jeweiligen Bestimmungsländer zu erstellen

sind,umeinereibungsloseVersandabwicklung–

auch aufseiten des Kunden – zu gewährleisten.

Nach einer kurzen Einführung in die Thematik

werden die Dokumente anhand praktischer

Fallbeispiele ausgefüllt und geübt.

Zielgruppe Sachbearbeiter/-innen mit Vorkenntnissen

der Bereiche Export, Distribution und

Logistik; Mitarbeiter/-innen internationaler Verkauf

Leitung Dr. Ralf Ruprecht, Berater für Exportorganisation

und Zollwesen, Dr. Ruprecht & Partner

Unternehmensberatung

Donnerstag, 19. November 2020, Olten,

08.30 bis 16 Uhr

Kosten und Anmeldemöglichkeit

1 Tag

Mitglieder CHF 680.–, Nichtmitglieder CHF 780.–

½ Tag

Mitglieder CHF 320.–, Nichtmitglieder CHF 420.–

Anmelden

Ein Online-Anmeldeformular sowie

detaillierte Informationen finden Sie unter

www.swiss-export.com

SWISS EXPORT JOURNAL | 3. Quartal 2020 41


INNOVATION

CHATBOTS HALTEN MITARBEITER FIT

Titel

swiss export Journal

Ausgabe

3. Quartal 2020, 60. Jahrgang

Erscheinungsweise

4-mal jährlich

Auflage

25’000

Umfang

44 Seiten

ISSN

1661-3295

Für Unternehmen sind gut informierte und geschulte Mitarbeiter ein kritischer Erfolgsfaktor.

Nur wer stets auf dem neusten Stand ist, bleibt dem Wettbewerb einen Schritt

voraus. Damit das gelingt, muss die Wissensvermittlung neu überdacht werden. Die

Schweizer Lösung eggheads.ai ermöglicht es Unternehmen, Wissen kurz, mobil und

interaktiv mit eigenen Chatbots zu vermitteln.

Remote Work war bei den meisten Unternehmen erst mittel- bis langfristig geplant. Das änderte

sich mit dem Lockdown schlagartig: Wer den Betrieb aufrechterhalten konnte, musste über

Nacht die Zusammenarbeit auf Distanz ermöglichen. Inzwischen gefällt gemäss einer Studie

der FHNW 70 Prozent der Angestellten das flexible Arbeiten so sehr, dass sie daran festhalten

möchten. Unternehmen wie Twitter, Facebook & Co. überlassen es fortan ganz ihren Mitarbeitern,

wo sie arbeiten möchten.

Das Risiko: Mitarbeiter abhängen

Um dem Wettbewerb voraus zu sein, brauchen Unternehmen Mitarbeiter, die up to date sind.

Diese Herausforderung ist mit Remote Work nicht kleiner geworden. Erschwerend kommt

hinzu, dass Angestellte heute nur vier Minuten pro Tag fürs Lernen haben. Weiter ist ihre

Aufmerksamkeitsspanne kurz. Einige behaupten, mit acht Sekunden sogar kürzer als die von

Goldfischen. Das bedeutet: Die Wissensvermittlung muss sich anpassen; sie passt erst in die

wenigen verfügbaren Minuten, wenn sie kurz und knackig ist. Sie kann erst dezentral und

unterwegs erfolgen, wenn sie «mobile first» ist. Sie gewinnt und hält Aufmerksamkeit erst,

wenn sie nutzerorientiert und interaktiv ist.

Die Chance: Messaging

Messaging bietet eine einmalige Chance: es erfüllt die genannten Kriterien und ist die beliebteste

Interaktionsform auf Smartphones. Mit Chatbots wird dieses Nutzererlebnis zugänglich.

Chatbots sind Computerprogramme, mit denen Anwender chatten können. Mit der Schweizer

Lösung eggheads.ai können Unternehmen neues Wissen kurz, mobil und interaktiv mit eigenen

Chatbots vermitteln. Mitarbeiter erhalten eine Einladung von ihrem Chatbot per SMS oder

E-Mail und chatten anschliessend im Webbrowser. Somit ist keine neue App nötig. Geplant ist

eine Integration in Microsoft Teams.

Für Onboarding, Sales Trainings, Awareness-Kampagnen und mehr

eggheads.ai erschliesst Messaging für die interne Kommunikation und das betriebliche Lernen.

Kunden, u.a. ein globaler Schweizer Versicherungskonzern, setzen Chatbots für verschiedene

Anwendungsfälle ein: für das Onboarding neuer Mitarbeiter, für Vertriebsschulungen, Awareness-Kampagnen

für Themen wie IT-Security oder Nachhaltigkeit oder die Unterstützung des

Lerntransfers. Auch für die Schulung von externen Vertriebspartnern oder Kunden wird die

Lösung eingesetzt. Die Erfahrungen zeigen: Diese neue Art des Lernens stösst auf sehr grosse

Akzeptanz bei Nutzern.

Herausgeber

swiss export

Verband/Association

Anzeigenverkauf

Dora Lüdi

luedi.dora@ bluewin.ch

Peter Wissmann

peter@peterwissmann.com

Abonnements

Weltweit erhältlich Abonnements für ein Jahr zu

CHF 60.–/EUR 50.–/USD 65.– oder für drei Jahre zu

CHF 150.–/EUR 124.–/USD 162.–

(bei Auslandabonnements zzgl. Porto)

Produktion

Effingermedien AG, 5201 Brugg

www.effingermedien.ch

Redaktion, Konzept, Design

swiss export Journal

Staffelstrasse 8, 8045 Zürich

Telefon 044204 34 84

redaktion@se-journal.com

Sybille Amstutz

Claudia Moerker

Ruth Pfister

Geschäftsstelle, Vorstand

swiss export

Verband/Association

Staffelstrasse 8

8045 Zürich

www.swiss-export.com

Geschäftsleiterin

Claudia Moerker

Die Beiträge geben die Ansichten der jeweiligen

Verfasser wieder und verpflichten nur diese.

Wiedergabe von Artikeln und Bildern nur mit ausdrücklicher

Genehmigung der Redaktion. Für

unverlangte Zusendungen wird keine Haftung

übernommen.

Eggheads GmbH | Hofacker 6 | 8808 Pfäffikon | Tel. +41 44 508 27 08 | www.eggheads.ai

42 SWISS EXPORT JOURNAL | 3. Quartal 2020


Unsere Trade Finance

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Spezialisten in Verbindung mit erstklassigen Korrespondenzbanken und

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