40plus

gerhard.kroell

Für alle Menschen, denen das Leben ohne Höhepunkte zu öd erscheint. Die Überraschungen nicht als Stress empfinden. Und die immer wieder das Leben neu ausprobieren wollen.

PERIODIKUM TROTZ CORONA

AUSGABE SOMMER 2020

40plus ist das Magazin für

jeden, der aus dem immerwährenden

Kreis ausbrechen möchte und mit

einem lauten „JA!“ seiner Zukunft

entgegenläuft. Don’t wish it, do it!

/ 04 jetzt laufen durch die zeit / 06 jetzt erst recht steirisch

/ 08 jetzt holidays die pools sind da / 12 jetzt oder nie kunst

/ 13 jetzt im test gastro / 14 jetzt sind sie queen nur mit gin

/ 16 jetzt ins vulkanland am besten ins genussgut krispel / 18 jetzt

geht's los machen sie ihr start-up / 21 jetzt neue hoffnung mit dem

kinderwunsch institut / u.v.m. …

SOMMER 2020

Win

the Gin!

mehr auf S. 14


entgeltliche Einschaltung

Freude schenken

leichtgemacht

IM WEIKHARD ONLINE-SHOP

/ 06

© FLORIAN LIERZER

Wirklich wichtige

Wunder.

/ 10

© CHRISTOPHER MAVRIC

Ich glaube, wir sollten an die letzten Momente denken, bevor uns

10 %

auf das

Sortiment

Trotz Corona -

mit aller Kraft

steirisch

/ 08

© POLYFASER

Der Pool - für

immer Urlaub

die allumfassende Lebensveränderung heimsuchte. Es war die

Zeit der verspielten Unschuld eines Kindes, in der wir gedankenlos

unserem gewohnten Leben frönten. Es war alles erlaubt.

Aber: Jeder hat hier etwas getan, wo er rückblickend denkt:

„Autsch!“ Gefühlt sind wir in den letzten Jahren einen Schritt zu

weit gegangen. Wer nicht, sollte bitte in der 40plus-Redaktion

vorstellig werden, wir werden ihn feiern, umarmen geht nicht

mehr, dafür in 1,5 m Entfernung einrahmen. Das Virus ist nur

eine austauschbare Variable. Unsere Taten nicht. Es hätte noch

ganz anders wo der Welt-Kelomat platzen können. Und es

hätte auch viel schlimmer kommen können.

In der Krise, in der Zeit der Abkühlung, kamen uns dann die

wirklich wichtigen Momente in den Sinn, nämlich die Bedürfnisse,

die uns Mensch sein lassen. Die Erinnerungen an ein

gutes Essen, an eine Runde Sport, auf ein Glas schnell um die

Ecke, an den Geruch von frischem Schnee, an das Geräusch wirbelnder

Zikaden in der Nacht, der Moment wo wir unseren Partner

kennengelernt haben - ganz ohne Maske. Aber auch Konzerte,

Fußballspiele und Kinobesuche. Ich kann Sie beruhigen, diese

Momente kommen wieder, die Gesichtsmaske verschwindet bereits

sukzessive. Sie wird uns aber in ewiger Erinnerung bleiben.

Die Wochen mit der Maske. Vielleicht kommt die Zeit auch wieder.

Also nicht zu schnell alles wegschaffen, aber zumindest beiseitelegen.

Na eben! Ich sehe, so ganz ohne Maske lachen Sie bereits

wieder, zumindest ansatzweise. Mit diesem Lachen gehen Sie nun

in den Tag und schließen dort an, womit sie vor der sonderbaren

Zeit aufgehört haben.

MARTIN G. WANKO

Ohne Gin

bist hin.

/ 22

©KANIZAJ

Steirische

Startups

rocken.

„Not for all“

/ 04

/ 11

/ 12

/ 13

Weikhard

Das erste Haus. Seit 1680.

www.weikhard.at

Online-Code

40plus

BIS 12. JULI 2020

Vom Marlboro Mann

zum Marathon Mann

/ 16

Genussgut Krispel:

Wein und Vision

Am Schlossberg

lachen wieder

die Kinder

/ 20

Immola: Silent Living

in Mariagrün

Die Kunst

braucht uns - jetzt!

Gastkommentare

/ 21

Kinderwunsch

Institut: Entspannt

schwanger werden

Grazer Gastro:

Geht da noch was?

/ 22

Dr. Inzinger: Jetzt zur

besseren Haut

Create- and Grateful

Medieninhaber und Herausgeber: Madison Werbeagentur Marketing- und Werbeberatungs-GmbH, Stiftingtalstraße 60, 8010 Graz, www.madison.at Herausgeber: Martin G. Wanko und Gerhard Kroell. Herstellungsort:

Walstead Leykam Druck GmbH & Co KG, Bickfordstraße 21, 7201 Neudörfl, walstead-leykamdruck.com. Entwicklung und Konzept: Madison Werbeagentur GmbH und Martin G. Wanko. Editorial Design: Tomislav Bobinec,

Anna Haury. Chefredaktion: Martin G. Wanko. Redaktion: Susanne Geber, Wolfgang Kühnelt, Martin G. Wanko, Georg Wallnöfer Cover: Anna Haury. Fotos: Die Bildhinweise befinden sich direkt beim jeweilig verwendeten

Foto. Fotos Seite 13: Bild Hummer iStock.com/AlexRaths, Bild Tape iStock.com/xxmmxx. Entgeltliche Beiträge sind gem. § 26 MedienG als „entgeltliche Einschaltung“ gekennzeichnet. Ein Hinweis vorab: Aus Gründen der

besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachform verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für beiderlei Geschlechter.

3


TEXT VON MARTIN G. WANKO

würde ich hier nicht mehr sitzen. Ach, Liliana! Ich kippte

noch zwei runter und beobachtete dabei Lilianas vibrierende

Bewegungen. Liliana tanzt mir gerne auf der Nase

herum, wie nur selten jemand, doch soweit wollte ich es

dieses Mal nicht kommen lassen. Ich verscheuchte sie,

ging zahlen und und war dann alsbald im Bett.

The

return

of the

Marlboro

Mann

Wer nicht mehr raucht ist länger froh: Dies ist der 5. Teil von

unserer Serie Vom Marlboro Mann zum Marathon Mann.

Mehr unter www.40plus-magazin.com

Irgendwie war es nur ein Anruf,

aber der bedeutete, die nächsten

drei Monate sollte ich ein Buch

fertigschreiben, aber nicht eines

aus eigenem Antrieb. So etwas

nennt man Gastautor. Dazu kam

dann auch noch die Corona-

Plage und da meine ich jetzt nicht

das Bier. Aber alles von Anfang an.

Der Sommerurlaub ist finanziert

Wenn ein Autor nur mehr „ja“ und „ja, gerne“ und „ja eh“,

dann vielleicht noch ein „selbstverständlich!“ oder ein „ja

freilich und wird erledigt!“ in das Mobiltelefon spricht und

einige Notizen macht, hat er einen Auftrag bekommen, der

nicht so schlecht besoldet wird. Meines Zeichens ein kleines

Buch über Wunderkerzen und andere Leuchtkörper.

Die Geschichte von damals bis heute. Das sollte mir den

Sommerurlaub und einiges mehr finanzieren. Darum ließ

ich einmal meine Gedanken an der Luftverschmutzung und

an der Lärmbelästigung vorbeigleiten und plünderte das

Netz nach brauchbarem Material.

Nach erledigter Arbeit machte ich auch noch einen

Spaziergang durch den Stadtpark - nahe meinem Zuhause

und da wartete sie schon, die Cohibar. In ihr Liliana, eine

gute, alte Bekannte. Sie meinte, ich soll doch noch eine

Zeit bleiben und ihr Gesellschaft leisten, so ist es ihr gleich

weniger fad und mir auch. Ich schwang mich also auf

einen Barhocker und bestellte mir einen Tequila Sunrise,

das Lieblingsgetränk eines gewissen Mick Jagger im Jahre

1974, als das Leben noch Spaß machen durfte, so wurde es

mir zumindest erzählt. Liliana machte mir schöne Augen,

vor allem sehr große, um nicht zusagen übergroße und

tanzte vor Glück, als ich mir noch einen genehmigte. Das

kann sie wirklich perfekt, mich in einer Welt zwischen

Fantasie, Blödheit und Glückseligkeit fangen.

Die Freundin mit dem Saugnapf

Ach ja, jetzt habe ich Ihnen ganz und gar vergessen,

Liliana vorzustellen. Es ist meine Stubenfliege. Sie hält

sich gerne in meiner Bude auf und wenn es ihr fad wird,

verzieht sie sich in diverse Cafés, Bars und wird dort oft

sehr schnöde Barfly genannt. Gleich wie so manch eine

Person. Sie hat sich noch nie daran gestoßen, dass ich

ihre Vorgängerinnen beim gleichen Namen nannte. Die

aktuelle Generation ist aber besonders hübsch, alleine

wie sie mit der schwarzen Saugnapfzunge die orangen

Reste meines Tequila Sunrise in sich hineinzieht und

dabei ihren Rumpf kreisen lässt. Wow, könnte ich das,

Die Nacht war kurz und ich wachte auf, noch bevor meine

Frau das traute Heim verließ. Ich blätterte kurz durch

die Zeitung und fand ein Inserat. Graz Marathon. Das

wäre es jetzt eigentlich. Jetzt nicht der Ganze, aber zumindest

der Halbe. Nachdem der Marathon in Wien im

April abgesagt wurde, findet zumindest der im Oktober

in Graz statt. Ich schlüpfte in die Hose, zog meine altvertrauten

Laufschuhe an, als ich zufällig über meine Frau

stolperte und meinte, dass ich beim nächsten Marathon

mitmachen werde. Sie meinte, dass ihr schon die 17-jährige

Tochter reicht, wenigstens ich sollte in meinem Kopf

18 werden - aber das ist wieder eine andere Geschichte.

Ich holte also meine vergammelten Laufschuhe aus dem

Schuhkasten hervor und welch Wunder, sie passten noch.

Ich hielt die Luft an und nahm mir vor, in sechs Monaten

Marathon zu machen.

Das Laufen ist ein Genuss, saufen auch

Ich hatte großes Glück. Während viele von uns plötzlich

nicht wussten, was sie in der Corona-Zeit machen sollten,

ging ich laufen, schreiben und Nachrichten schauen. Zur

Freude meiner Umgebung, außer Liliane natürlich, waren

sämtliche Kaffeehäuser und Bars geschlossen. „Endlich

keine Rauschkugel mehr!“, hörte ich meine Familie

singen, die dabei auf meine Wampe schaute, die eben wie

die eines mitteleuropäischen Hängebauchschweins aussieht.

Auch nicht unwichtig, der Körper freute sich auf die

Bewegung und Liliane meinte, auch ihr würden einige

Tage in Bewegung guttun. Aber da wusste noch niemand

wie gut der Webshop beim Krispel funktioniert und auch

wurde ich zu einem kleinen Gin-Experten, Schneeberger,

GIN 1404, Manufaktur Müller oder der Blue Frog vom Selinschek

- die Auswahl ist groß, Österreich war ja auch in

der Quarantäne ein Garant für das hochprozentig Gute.

Aber trotzdem: „Wer viel läuft, der wenig säuft!“, alte

Säufer- äh Läuferweisheit!

Ich ging also laufen und schrieb mir die Finger wund.

Das passiert mir öfters, aber in dieser ruhigen Atmosphäre

war es wirklich genial. Als niemand raus wollte

und sich niemand raus traute, hö, hö. Diese fast schon

winterliche Stille im Frühling. Und plötzlich ging wieder

ganz Österreich spazieren und laufen. Dementsprechend

machten ihre Körper auch eher ungelenke Bewegungen,

aber das war nicht mehr mein Problem. Meine Mozartkugel

wurde kleiner, der Feuerwerkskörperfabrikant

wurde kapitelweise beliefert und zahlte mich nach wie

vor. So ging es mir eigentlich die Monate ganz gut.

Das Buch „Bunte Lichter am schwarzen Himmel“ ist nun

fertig und ich bin top in Form. So ganz unösterreichisch:

Das Virus hat mich stark gemacht. Liliana ist leider

gestorben. Aber sie hat einige Nachkommen hinterlassen.

Zum Glück weiß ich noch immer was ich machen soll:

Laufen, schöpfen und ein bisserl sündigen. In der Sünde

simma halt auch zu Haus’, sonst wäre das Leben ein

Graus. Beim Sommerurlaub einmal abwarten, gebucht

kann noch immer werden. Im Herbst, am 11. Oktober,

nehme ich jedoch den Graz Marathon in Angriff. Zumindest

den Halbmarathon und das ist ja auch schon was.

4

40PLUS | AUSGABE SOMMER 2020

40PLUS | AUSGABE SOMMER 2020

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entgeltliche Einschaltung

LH Hermann Schützenhöfer:

DEN

entgeltliche Einschaltung

INNOVATIONS-

UND PIONIER-

GEIST

BEI-

BEHALTEN!

Die Zeiten als

Landesvater kann

man sich nicht aussuchen.

Die kommen

wie sie sind. Auch

ein Virus sagt selten

hallo. Ein Gespräch

mit dem Landeshauptmann

in einer

Zeit, wo wieder

vorsichtig an Entspannung

gedacht

werden darf.

Erlaubt eine Zeit ohne viele Abendtermine eher

zum Reflektieren?

Das war schon etwas ungewohnt, dass man jetzt die Abende

zu Hause verbringt und nicht mehr im ganzen Land

unterwegs ist. Aber Zeit zum Reflektieren habe ich mir

auch sonst immer genommen.

Wann wird für Sie das unsichtbare Virus

sichtbar/spürbar?

Am Anfang war das Virus aufgrund der leeren Straßen

sichtbarer als heute. Aber genau das ist das Heimtückische,

dass wir uns zu früh in Sicherheit wähnen. Wir dürfen uns

jetzt nicht darauf verlassen, dass das Virus bekämpft ist.

Es ist leider noch immer da. Aber wenn wir uns weiterhin

regelmäßig die Hände waschen und die Abstände konsequent

einhalten, werden wir diesen unsichtbaren Feind mit

Sicherheit besiegen.

Die Sehnsucht nach „Normalität“ wird zu einem neuen

Inbegriff des Landes, oder?

Das ist richtig, die Sehnsucht der Bürgerinnen und Bürger

nach dem Leben, wie wir es gewohnt waren, war groß. Das

ist auch völlig verständlich und menschlich, nach diesen

Monaten, in denen wir Einschränkungen hinnehmen

mussten.

Mittlerweile haben wir in Österreich über acht

Millionen Corona-Spezialisten. Auf wen hören Sie?

Ich sage immer, ich bin weder Arzt, noch Virologe.

Deshalb muss ich mich darauf verlassen, was die Expertinnen

und Experten uns raten. Da muss man als Politiker

immer abwägen: Welche ist die richtige Meinung? Wie soll

man letztlich entscheiden? Die Bundesregierung hat offensichtlich

auf die richtigen Fachleute gesetzt – das zeigen

uns die guten Zahlen.

Unsere Mitbürger sind teilweise in Kurzarbeit oder

arbeitslos. Wie kann man den Menschen die Existenzängste

nehmen?

Wir müssen so schnell wie möglich, so viele Menschen wie

möglich zurück in Beschäftigung bekommen. Hier werden

wir geeignete Rahmenbedingungen setzen, damit das der

heimischen Wirtschaft gemeinsam mit dem Bund und dem

Land gelingt.

Gibt es in der Forschung einen steirischen Beitrag gegen

die Viruserkrankung COVID-19?

Ja, hier gibt es wichtige Produkte und Innovationen aus der

Steiermark, die uns vor allem im Bereich der Schutzausrüstung

zukünftig vom Weltmarkt unabhängiger machen.

Dazu zählen etwa Schutzschilder aus dem 3D-Drucker,

Beatmungsgeräte oder Desinfektionsmittel. Großartig, was

hier auch für die Zukunft gelingt! Ich bin überzeugt davon,

dass wir diesen Innovations- und Pioniergeist auch nach der

Krise beibehalten und auch dringend brauchen werden.

Wenn Sie vor der Wahl 2019 gewusst hätten, dass „das

Virus“ kommt, hätten Sie sich das „angetan“?

Ich gebe zu, die Corona-Zeit ist eine Herausforderung.

Höhen und Tiefen sind Teil des (Politiker-)Lebens. Aber

auch ein Kapitän verlässt nie das Schiff, auch wenn die

See noch so rau ist.

Meine Großmutter hätte jedoch alle zum Teufel

geschickt, die die letzten Monate (in Österreich) mit

einem Krieg verglichen hätten. Wie sehen Sie das?

Ich sehe das auch so und habe auch immer gesagt, dass

wir derzeit zwar eine Krise aber keine Notsituation wie

unsere Eltern und Großeltern das im Krieg erlebt haben.

Was diese heutige Situation aber dennoch mit der

Nachkriegszeit vergleichbar macht: Alle Steirerinnen

und Steirer, wir alle, müssen zusammenhalten, um unser

Land wieder nach vorne zu bringen und zu stärken!

Wann waren Sie das letzte Mal in einem

Wirtshaus/Buschenschank?

Am vergangenen Wochenende haben meine Frau und ich

uns seit langem wieder mit Freunden bei einem Buschenschank

getroffen.

Wir erlebten die Zeit der Reduktion an

Freizeitmöglichkeiten. Geht Ihnen etwas ab?

Ich muss gestehen, dass mir weniger die Freizeitmöglichkeiten

als viel mehr mein beruflicher Alltag fehlt. Die

Termine, bei denen ich im ganzen Land unterwegs bin und

mich mit den Steirerinnen und Steirern unterhalten kann,

das geht mir wirklich sehr ab!

Fußballspiele ohne Zuschauer, wie schaut das

für Sie aus?

Ja, das ist natürlich ungewohnt. Aber das ist halt jetzt nun

mal so, diese Zeit werden wir auch überstehen. Ich gebe

zu, dass ich mich aber schon sehr darauf freue, wenn ich

wieder ein SK Sturm Spiel im Stadion mitverfolgen kann.

Die Sport- und Kulturvereine haben Angst

vor der Zukunft, gell?

Auch hier müssen wir versuchen, dass die Vereine

als wichtige Sport- und Kulturträger gut aus dieser

Krise kommen.

Wie läuft die Aktion „Steirerband“?

Zahlreiche Menschen sind jetzt in ihrer wirtschaftlichen

Existenz bedroht. Ihnen gilt es rasch zu helfen. Das Steirerband,

unser weiß-grünes Freundschaftsband, soll für die

Zusammengehörigkeit der Steirerinnen und Steirer stehen.

Mit der Aktion konnten über 100.000 € für bedürftige Steirerinnen

und Steirer eingenommen werden. Ich bedanke

mich bei allen, die uns dabei unterstützt haben, für ihre

Unterstützung!

Wie geht’s Ihrer Enkelin?

Danke, sehr gut. Natürlich war auch für sie diese Zeit sehr

ungewohnt. Wir haben sehr viel über Video telefoniert. Vor

allem hat sie aber darunter gelitten, dass sie zwischenzeitlich

nicht auf den Spielplatz konnte. Da hat sie uns dann ein

paar Mal gefragt, ob wir einen Schlüssel haben.

Schon eine SK Sturm Graz Maske?

Nein, die meiste Zeit hatte ich eine meiner Mund-Nasen

-Schutz Masken vom steirischen Heimatwerk in Gebrauch.

Herr Landeshauptmann,

40plus dankt für das Gespräch.

DAS GESPRÄCH FÜHRTE MARTIN G. WANKO

© FLORIAN LIERZER

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entgeltliche Einschaltung

entgeltliche Einschaltung

So Pool

Elvis hatte auf Graceland seinen Swimmingpool in Form

einer Gitarre errichten lassen, oder Frank Sinatras Pool auf

Twin Palm Estate gleicht einem Piano. Ein Pool ist immer

ein Statement. Im Grunde immer das eine Statement: „Mit

dem Pool bist du die Königin, oder der König. Für immer.“

TEXT VON MARTIN G. WANKO

wie

noch

Der Swimmingpool - es gibt keinen anderen architektonischen

Luxus, der sich in dem Moment wo man ihn benutzt,

zu einem Ereignis verwandelt, welches man nie mehr

missen möchte: Am Morgen schwimmt man einige Längen,

am Nachmittag toben sich die Kids aus, am Abend wartet

die Poolparty und wichtige Geschäfte lassen sich am Pool

oft entspannter abschließen. Alle Gäste werden den kurzen

Moment durchleben, in dem sie sich in den Pool verlieben.

Wahrscheinlich, weil Wasser Leben bedeutet, mehr Wasser

eben mehr Leben. Und schon ist man dem Pool ausgeliefert.

Das ist wie Liebe auf den ersten Blick.

„We feel Pool“

Polyfaser, Qualität seit 1968

Aber noch bevor Sie wie Grace Kelly und Frank Sinatra am

Swimmingpool bei einem Glas Champagner im Film „High

Society“ Ihre Party genießen, muss der Pool einmal stehen.

Seit 1968 sammelt das Südtiroler Familienunternehmen

Polyfaser Erfahrungen im Bereich der Poolfertigung aus

glasfaserverstärktem Kunststoff (GfK) und wurde durch

hohe Qualitätsansprüche zur Numero Uno in Europa.

Natürlich alles Handarbeit und unter uns: Für die Italiener

war im letzten Jahrhundert der Swimmingpool am Bungalow

bereits eine naheliegende Anschaffung, da ging der

Österreicher noch ins örtliche Freibad.

Der Pool muss her, um täglich Urlaub zu genießen. Beim

Pool stehen, kurz die Spiegelungen wahrnehmen und hinein

ins kühle Nass. Man fühlt sich ruhiger, wird befreiter.

Da die Geschmäcker jedoch verschieden sind, spielen bei

Polyfaser die Pools - mit über 25 Beckenformen in den

verschiedensten Farben - alle erdenklichen Möglichkeiten

durch, wie es sonst nur das Meer kann. Absolut robust,

winterfest und trotzdem graziös. Und das in der Pool-Länge,

die man bevorzugt. Wo gibt’s das sonst noch?

nie

© FOTOS VON POLYFASER

Gegründet 1968 von Elda und Josef Wagmeister

Firmensitz: Prad am Silfserjoch - Südtirol

Heute führender Poolbauer GfK-Bereich

Jährliche Fertigung von 800 Einzelbereiche

www.polyfaser.com

E. info@polyfaser.it

Florian Schenk

E. f.schenk@polyfaser.at

T. +43(0)676 645 7747

Nun sind wir bereits bei den wichtigsten Kleinigkeiten:

Ein Pool mit oder ohne Überlaufrinne? Mit einer Überdachung

oder ganz sexy ohne? Gönne ich mir einen Poolboy,

so einen echten, oder doch den entspannten Poolroboter?

Unterwasserscheinwerfer und eine Schwalldusche?

Das sind Fragen die Freude bereiten und über die sich

die Polyfaser-Mitarbeiter in der Steiermark, Kärnten und

Burgenland gerne mit Ihnen unterhalten würden.

40PLUS | AUSGABE SOMMER 2020

40PLUS | AUSGABE SOMMER 2020

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#wellbeback

Auf dem

Schloßberg

gibt‘s viel zu

bestaunen!

TEXT VON GEORG WALLNÖFER

Dem Grazer Schloßberg fehlt etwas. Ein Schloss. Über

den Dächern von Graz angelangt, weinten hier schon

Mädchen, weil es am Schloßberg kein urtümliches Schloss

zum Anschauen gibt. Jetzt entsteht jedoch ein sehr reizvolles,

begehbares Museumszentrum und so, der aktuellste

Museumsneubau in Österreich.

© STUDIO WG3

Mit dem wiedereröffneten Standort des GrazMuseums

am Schloßberg entsteht ein neuer Ort des Ankommens

und Verweilens. Auf einem Areal mit Geschichte – der

ehemaligen Kanonenbastei – verbinden sich vergangene

Ereignisse und gegenwärtige Einsichten zu einem

besonderen Erlebnis.

Wie immer, nur schöner:

Der Schloßberg für alt und jung.

Im Wundergarten können die Besucher * innen in Ruhe

Mit

Zeit zum

Genießen

Mut für morgen.

www.news.steiermark.at

BEZAHLTE ANZEIGE DES LANDES STEIERMARK. Design: Rubikon Werbeagentur; Fotos: Christian Jungwirth

verweilen. Kinder gehen auf Entdeckungsreise. Die

Kanonenhalle bietet den schönsten Graz-Blick auf die

Stadt. Nicht umsonst standen hier die „Vier Evangelisten“

– Kanonen, mit deren Hilfe die Bevölkerung vor Gefahr

gewarnt wurde. Auch im neuen Museum sind wieder vier

Kanonen zu sehen. Ein Geschichtsparcours lädt ein zum

Flanieren durch spannende Geschichten, vorbei an faszinierenden

Objekten und Monumenten, vom Uhrturm bis

zum Hackher-Löwen.

Die Kasematte unter dem Areal – ein gigantischer Raum,

geschützt durch meterdicke Mauern – ist erstmals für das

Publikum offen. Dort veranschaulicht ein multimediales

Modell nicht nur die Geschichte des Schloßbergs, sondern

gibt auch Einblick in das Innere des Berges mit seinem

Stollensystem. Die Mädchen müssen also nicht mehr

weinen und Buben auch nicht.

Werden Sie

Objektpatein

des Graz

Museums

Das neue Schloßbergmodell in der Stallbastei.

Ein Museum für alle, die sich mit dem Herzen der Stadt

auseinandersetzen wollen. Dazu spielt auch der Umweltschutz

eine wesentliche Rolle: „Das GrazMuseum Schloßberg

ist auch eine praktische Antwort auf die Klimakrise,

indem es die bestehende Asphalt-Versiegelung durch

entsprechende wassergebundene, teilweise sickerfähige

Bodenbeläge ersetzt und mehr Bäume gepflanzt als gefällt

hat. Schattenspendende Hainbuchen bilden das Zentrum

des neuen Museumsareals“, so Otto Hochreiter, Leiter des

GrazMuseums und Mitkurator.

ERÖFFNUNG

12. und 13. September 2020

www.grazmuseum.at

mehr erfahren


Isst ja

alles

einerlei.

TEXT VON WOLFGANG KÜHNELT

Zu viele Köche verderben bekanntlich den Brei. Und zu

wenige Wirte? Sorgen für Einheitsbrei. Ein Rundgang durch

die Grazer Gastro-Szene.

201 Restaurants listet Graz Tourismus auf der Website auf.

Die Aufstellung startet mit aiola im Schloss und aiola upstairs.

Und da beginnt für manche Beobachter auch schon das Problem.

Zwei Unternehmensgruppen diktieren das Geschehen.

Die Grossauers mit Gösser Bräu, Gaucho, Pescador, Schlossbergrestaurant,

Glöckl Bräu und der Genießerei am Kaiser-

Josef-Platz. Judith und Gerald Schwarz wiederum haben mit

den beiden aiolas, dem Promenade, dem Landhauskeller

samt Asia-Restaurant Miss Cho und

dem Club Katze Katze, dem Foodtruck

Oh my dog am Eisernen Tor und dem

Boutique-Hotel aiola living auch ein

kleines Imperium aufgebaut.

Was macht dieser Konzentrationsprozess

mit einer selbst ernannten

„Genusshauptstadt“? Um dieser Frage

nachzugehen, waren wir erst einmal essen.

Im Pescador und im Miss Cho verwendet man

dieselbe Online-Reservierungsplattform. Sehr praktisch, alles

schön eingetaktet. Man erhält seinen „Slot“, zeitlich und räumlich

eingeengt. Beiden Gastro-Konzernen ist eines gemein: Sie

verdienen gutes Geld. Der Umsatz pro Quadratmeter dürfte

sehr zufriedenstellend sein. Damit wir uns nicht falsch verstehen:

Dagegen gibt es nichts zu sagen. Leere Lokale hat Graz

genug.

Trotzdem hat man schon bei der Fischsuppe und den Sashimi

im Pescador den Eindruck, es müsse schnell gehen, damit der

Platz bald wieder frei wird. Dass am Nebentisch „eine schöne

Flasche Malvazija“ bestellt wird, verwundert da fast ein wenig.

Um es kurz zu machen: Essen und Service im Pescador sind

voll okay. Nicht mehr und nicht weniger.

Wenige Tage später im asiatischen Miss Cho fällt die Rechnung

ohnehin deutlich höher aus. Geboten wird ein Menü um

60 Euro pro Person, das nicht uninteressant ist, aber auch

nicht so spannend, wie es die Anmoderation des Personals

Die Grazer

Gastronomie

und ihr

Oligopol.

vermuten ließe. Da haucht der Kellner am Nebentisch etwas

von einer Soja-Sauce, die in Berlin von einem Japaner produziert

wird und gleich fällt auch der magische Name „Tim

Raue“. Unsere Bedienung erzählt, dass die Sauce ein Jahr im

Bourbon-Fass gelegen hat. Schön für die Sauce, man würde es

ihr aber nicht anmerken. Die Miso-Suppe, die California-

Maki, alles ganz in Ordnung, aber das theatralische Brimborium

hätte am ehesten der hauchdünn geschnittene Schweinebauch

verdient. Ein Tipp: Bestellen Sie den Espresso eher nicht

bei Miss Cho. Es sei denn, Sie mögen ihn gut gekühlt.

Essen ist immer Geschmackssache. Die

Einrichtung auch. Man könnte sagen, dass Miss

Cho aussieht wie eine Dorf-Disco in den 80er

Jahren. Man könnte das aber auch für voll

hip halten. Ein Problem ist all das ja auch

nur, weil Graz generell ein schwieriger

Boden für gute Wirtshauskultur und

zugleich für gehobene Küche ist. Pizza,

Pasta, Käsekrainer, dazu drei Vietnamesen,

es gibt in der gesamten Stadt keinen

Platz für Experimente. Sind wir ungerecht? Wir

fragen daher zum Abschluss jemanden, der seit Jahrzehnten

Lokale testet und als Wiener neutral ist.

Falter-Kritiker Florian Holzer meint: „Graz ist mediterran,

sinnlich und offen, beste Voraussetzungen für urbane Gastronomie.

Vieles begann hier, wenn man an die Small-Roast-

Pioniere Tribeka denkt oder an das Santa Clara. Klar gibt es

Mankos. Etwa eine beharrliche Beschränkung auf die fünf

Lieblingsküchen – Steirisch (Rang 1-4) und Italienisch – sowie

eine Scheu davor, gastronomische Angelegenheiten von jemandem

erledigen zu lassen, der nicht zum Gastro-Establishment

gehört. Nichtsdestotrotz: Als genießender Wiener fahr ich

sehr viel lieber nach Graz als nach Linz oder Klagenfurt.

Okay, der Vergleich ist unfair.“

„In Zeiten wie diesen“ hören wir derzeit allerorts:

In Zeiten wie diesen sei alles anders, in Zeiten wie diesen

ist möglich, was bisher unvorstellbar war (man denke

an verbesserte CO 2

-Werte oder Menschen an Fenstern,

die gemeinsam musizieren). In Zeiten wie dieser

Corona-Krise rücken wir näher zusammen, werden sozial

aktiv, lesen mehr Bücher, sehen mehr Filme und …

sind schmerzvoll gezwungen auf Kunst und Kultur als

Live-Erlebnis zu verzichten.

WAS IST

KUNST

(für Österreich)?

© MARIJA KANIZAJ

Die Corona-Krise hat unsere Gesellschaft unausweichlich

hart getroffen. Seit Mitte März ist nichts mehr wie

es zuvor war. Die gesamte Veranstaltungswirtschaft ist

vom geltenden Veranstaltungsverbot existenziell betroffen.

Wir sprechen hier nicht nur von großen Locations,

wie sie die MCG mit Stadthalle Graz & Co betreibt. Jeder

Techniker, Künstler, Veranstalter ist betroffen – angefangen

beim selbstständigen Einzelunternehmer bis hin zu

großen Firmen mit hunderten Angestellten.

Unser gesamtes Team ist seit Beginn des Lockdowns in

Kurzarbeit und hält unser System Großteils aus dem

Homeoffice heraus am Laufen. Mit einem weinenden Auge

sehen wir unseren Eventkalender 2020 schrumpfen und

unsere Hallen und Säle leer bleiben. Orte, an denen sonst

tausende Augen strahlen und Besucher wie auch Veranstalter

das unverkennbare, einzigartige Eventerlebnis genießen.

Mit dem anderen lächelnden Auge blicken wir trotzdem

zuversichtlich in die Zeit nach der Krise, und arbeiten

hinter den Kulissen an kommenden Eigenformaten sowie

an der Terminfindung verschobener Veranstaltungen.

Dazu kommt eine gewisse Planungsunsicherheit. Nach der

ersten Verordnung des Veranstaltungsverbots wurden Termine

bis 3. April abgesagt oder verschoben. Dieses Vorgehen

wurde dann bis 13. April und nochmals bis 31. August

verlängert. Wenn man bedenkt, dass zahlreiche Konzerte

oder Kongresse Vorlauf- und Planungszeiten von bis zu drei

Die letzten Monate bedeuteten für die Opern- und Theaterhäuser,

Konzertsäle, Veranstaltungszentren, schlicht für

alle großen und kleinen Bühnen dieses Landes eine Durststrecke

wie man sie seit Beginn der Zweiten Republik noch

nie erlebt hat – ohne zu wissen, wie und wann es weitergehen

sollte.

Die Gastronomie und die Hotels haben wieder geöffnet.

Doch was zieht Touristen, ganz grundsätzlich, nach Wien,

Salzburg oder Graz? Ein Anteil am Bruttoinlandsprodukt,

der größer ist als jener der Landwirtschaft macht es

deutlich: Die Kunst und die Kultur! Niavarani beliebt zu

scherzen, wenn er meint, er werde sich nach Corona mal

ein paar ruhige Tage zuhause gönnen. Was wir nämlich in

Wahrheit wollen, ist hinaus – hinaus, um uns gut zu unterhalten,

uns zu amüsieren, um in Diskurs und Diskussion

zu gehen, und zwar hautnah und ganz echt.

Die Kulturinstitutionen unseres Landes ziehen Menschen

aus aller Welt an und sind damit auch für unsere Wirtschaft

von größtem Wert. Hoffen wir also fest, dass unsere Bühnen

und Museen diese schwere Zeit überstehen und wir es in

den kommenden Monaten mit Torberg halten können, der

sagte: „Es könnte besser sein. Es könnte schlimmer sein.

Und so, wenn mich nicht alles täuscht, ist das Leben.“ –

derzeit auch jenes der Kunst in und für Österreich.

TEXT VON BERNHARD RINNER

GESCHÄFTSFÜHRER DER BÜHNEN GRAZ

Wir wollen die

„neue Normalität“ bald

erreichen können.

Jahren benötigen, wird auch klar, welche Herausforderung

es mit sich bringt, zum Beispiel große weltweite Tourneen

zu verschieben und neu zu routen. An solchen Projekten

hängen meist hunderte Jobs und Existenzen.

Gemeinsam mit der IG Österreichische Veranstaltungswirtschaft,

Messen Austria und Ohne Uns hoffen wir, Schritt

für Schritt auch für die Eventbranche die vielzitierte „neue

Normalität“ bald erreichen zu können. Hoffen wir, dass die

MCG ihre Pforten so bald wie möglich wieder öffnen darf!

TEXT VON MAG. CHRISTOF STRIMITZER,

LEITUNG MARKETING UND KOMMUNIKATION,

MESSE CONGRESS GRAZ

© FOTO JÖRGLER

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40PLUS | AUSGABE SOMMER 2020

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entgeltliche Einschaltung

entgeltliche Einschaltung

You are

my gin,

© NIKI SCHREINLECHNER

© MANUFAKTUR MÜLLER

© BLUEFROG

baby!

TEXT VON MARTIN G. WANKO

James Bond trinkt seit Anbeginn

Martini Dry, die Queen Mum feierte

mit Gin bis zum Umfallen. Dennoch war

das Destillat bis vor einigen Jahren

angestaubt und keiner der Multis hatte

es auf der Rechnung, als Gin-Hexen in

ihre Kräutergärten gingen und zu

experimentieren begannen.

© CHRISTOPHER MAVRIC

Schneeberger Gin

Das Bollwerk im Süden: Beim Dry Gin verwendet

Winzer und Gin-Hexer Hans Schneeberger 27 fein

abgestimmte Botanicals. Ein Gin mit Maß und Ziel.

Und natürlich der Oak Gin aus der französischen

Eiche. Bis nach Australien sind der Hansi und

sein Gin schon bekannt.

www.schneeberger-destillate.at

Heute vergehen keine drei Tage, in denen kein neuer Gin auf

den Markt drängt. Mittlerweile soll es weltweit 6500 Gins

geben. Das sind übertrieben viele, „denn man sollte nicht

vergessen, wie schwer es ist, ein Produkt zu platzieren“, weiß

Gernot Salomon, Barmann der Cohibar in Graz, zu berichten,

„der Platz im Regal hinter der Theke ist hart umworben.“

Warum Gin und nicht Whisky oder Cognac in aller

Munde ist, sieht Alexander Krauser, Mitbesitzer der

Grazer Destillerie 1404 Gin, pragmatisch: „Whisky muss

gesetzlich drei Jahre in Eichenfässern lagern - das heißt

warten, dazu ist der Ausgang ungewiss. Drei Jahre

umsonst warten ist auch hart. Bei Gin beginnt das

Abenteuer gleich nach dem Brennen.“

Das Gin-Laben ist ein Experiment

Aber wie wird man als Österreicher zum Gin-Brenner?

Der anerkannte Winzer Hansi Schneeberger ist zum

Beispiel zu Silvester in einem Pub in Australien auf den

Gin gekommen. Herbert Müller aus der Manufaktur Müller

im Lavanttal wollte nicht, „dass der Gin ‚um die halbe Welt‘

reisen muss, bevor er zu uns kommt.“ Auffällig ist, dass in

Österreich gerade die „junge Generation“ an Winzern sich

dem Getränk sehr stark widmet. Als ob das ein Identifikationsmerkmal

ist, etwas „Eigenes“ hervorzubringen. Vom

Weinviertel bis in die Südsteiermark ist die Spur sichtbar.

Dazu kommt, dass Gin ein relativ breites Spektrum zum

Experimentieren anbietet. Hansi Schneeberger sieht dies

als Herausforderung:

Win

the Gin!

www.40plus-magazin.com/win-the-gin

„Den Kräuterhexen-Grundkurs

braucht man schon und dann habe

ich auch ein gutes Jahr getüftelt, bis

ich meine spezielle Kräutermischung

zusammengehabt habe.“

Aber man hat auch Möglichkeiten, weiß Bettina vom

1404er Gin zu berichten. „Wir haben zum Beispiel mit

Pfirsich experimentiert. Das Aroma hat uns dann aber nicht

zufrieden gestellt, weil der Pfirsich viele flüchtige Stoffe

beinhaltet, die im wahrsten Sinne des Wortes verduften.

Das Experimentieren erweitert aber das Spektrum.“

1404 GIN

Der moderne Metropolen-Gin aus Graz.

Im Areal der Leder & Schuh AG ist der

1404 Gin beheimatet. Benannt nach dem

Geburtstag des Destillats fabrizieren

die Jungs und Mädels u.a. einen glatten

London Dry und versuchen das Gesamtkunstwerk,

nämlich auch gleich das

Tonic und das Ginger Ale (nicht zu süß!),

im gleichen Haus zu erstellen.

www.GIN1404.at

Kein Gin ohne Hexe

Die Sache fängt eigentlich schon beim Brennen an, weiß

Robert Selinschek vom Blue Frog Gin zu berichten: „Das

hochwertige Wasser kommt aus unserem hauseigenen

Brunnen. Dazu wird die Brennerei mit unserem Holz

befeuert, die Räumlichkeiten mit Hackgut beheizt und

der Strom größtenteils aus einer betriebseigenen

Photovoltaik erzeugt.“ Ja, so geht Nachhaltigkeit!

Die Hexen und Hexer kommen ans Werk, wenn’s

um die Zugabe der Kräuter geht. Alexander Krauser

vom 1404er bezeichnet die Blenderin Bettina als

Miraculix und liegt damit nicht falsch. Es ist so etwas

wie die Seele in der Flasche, der Flaschengeist, die

Signatur des Gin-Blenders. Für den Herzbergland Dry

Gin gehen die 1404er-Mädels und Buben eigens auf die

Berge Kräuter sammeln, die ansonsten Fulltime-Jobs

nachgehen. Da ist also viel Herz dabei, wenn man sich in

der knappen Freizeit dem Brennen hingibt.

Botanicals aus der Umgebung, sehr reizend!

„Aber man muss da jetzt bezüglich der Botanicals nicht

große Geheimnisse machen“, meint Bettina, „es gibt

unzählige Details, die nicht verraten werden, wie die

unterschiedlichen Mischverhältnisse.“ Sehr spannend ist

auch der Coffee-Cherry-Gin mit Kaffeekirschen aus

Nicaragua, in Eichenfässern gelagert. Oida! Olé!

Schneeberger ist als Weinbauer sensorisch geschult, so

entwickelte er Ideen, welche Botanicals für ihn in Frage

kommt. Schneeberger Oak Gin, 18 Monate im französischen

Eichenfass gereift, beinhaltet beispielsweise Hopfen,

Lavendel und Holunder.

Manufaktur Müller

Das Lavanttal hat viele Helden, einer

ist der Herbert Müller. Alles ohne

künstliche Aromen und Farbstoffe.

Der Lavanttaler Gin sollte laut Herbert

Müller auch einmal pur getrunken

werden. Er ist ein Spiegel des

Lavanttalers: Hart, aber herzlich.

www.manufaktur-mueller.at

Seit 2010 brennt Robert Selinschek professionel. Sein

jüngstes Baby ist sein Blue Frog Gin in drei Variationen.

Neben dem klassischen London Dry, kommt der in Eiche

gereifte Gin dazu. Der Chokeberry Style Gin beinhaltet

die in der Südsteiermark angepflanzten Apfelbeeren.

Robert Selinschek geht beim Brennen an seine Grenzen:

„Wenn gebrannt wird, dauert der Tag

schon mal 18 Stunden.“

Das schmeckt man, ein Gin mit Seele aus der wilden

Steiermark. Blick über die Pack gefällig? Des Müllers Gin

kommt aus der Manufaktur Müller im Lavanttal.

Mit Bränden und Essig erwarb sich die Manufaktur schon

einen guten Ruf, weit über die Grenzen des Tals hinaus.

„Schwarzbeere und Preiselbeere sorgen für den bodenständigen

Charakter. Als echter Lavanttaler darf natürlich der

Apfel nicht fehlen. Bei uns kommen alle Botanicals aus dem

Lavanttal. Sogar den Koriander und den Lavendel bauen

wir im Hausgarten an. Unser Gin ist eben ein Kind der

Region“, so Herbert Müller.

Die Zeit danach und das Tonic

Natürlich kommt es auch auf die Zeit danach an, so

Schneeberger: „Nach dem Brennen braucht unser Gin die

Zeit in Steingutfässer, um zur Ruhe zu kommen und so kann

er dann sein ganzes Potenzial entfalten. Erst danach wird

er in Flaschen gefüllt.“

Von den Gin-Gurus ist zu hören, ohne das passende

Tonic geht gar nix, und damit liegen sie nicht so falsch.

Die 1404er kreierten dazu noch ein eigenes Ginger Ale, ein

eigenes Tonic und eine eigene Abfüllanlage für ihre Mixgetränke.

Vor Ort ist es spannend, ihnen zuzuschauen, wie

intensiv sie am Werken sind. Dazu erinnert die „ehemalige“

Industriezone in Graz auch an das viktorianische London.

„Nein, der Gin-Boom hält weiterhin

an und erfreut sich hoher Beliebtheit

und ich glaube, dass die Beliebtheit

sich eher noch steigern wird“,

schätzt Schneeberger die Lage ein.

Robert Selinschek

Blaue Frösche kann man schon mal

sehen, wenn man zu viel erwischt

hat, oder man stößt auf einen Brenner

aus Leidenschaft: Robert Selinschek:

In seinem Blue Frog Gin kommen 15

Botanicals und mehr, dazu Wasser aus

seinem eigenen Brunnen.

www.bluefrog.at

Klar, den einen oder anderen Gin Tonic sollte man auf die

Queen Mum trinken. Die Queen Mum wurde damit 101

Jahre alt, hat den Gin bereits im letzten Jahrtausend bei

Regenwetter neben Winston Churchill und kaltem Tabakrauch

getrunken, als andere noch bei Sonnenschein mit

großen Sonnenbrillen und bunten Gewändern einen

Campari Orange auf Capri tranken und das aufregend

fanden. Ah ja, zum Gin Tonic die Gurke nicht vergessen,

und wenn Sie Ihre Hand noch am Mobiltelefon haben, eine

Wette auf die Pferde oder die Hunde machen.

14

40PLUS | AUSGABE SOMMER 2020

40PLUS | AUSGABE SOMMER 2020

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entgeltliche Einschaltung

Es ist noch nichts überstanden, aber wir sind nun

wieder alle aus der Schockstarre erwacht, die der

COVID-19 Virus mit sich brachte. Ein Unternehmen, das

durch einen regen Kundenkontakt immer die Zeit spürt

und auch die letzten Wochen ihre Kunden nicht aus den

Augen verlor, ist das Genussgut Krispel, welches durch

„Wein und Schwein“ über die Grenzen hinaus bekannt

ist - 40plus im Talk mit Stefan Krispel.

DAS GESPRÄCH FÜHRTE MARTIN G. WANKO

URLAUBS-

FLIRT

achtzigzehn | Foto: Lex Karelly | ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

© JEAN VON LUELIK

Vision

und

Umsetzung

Ausgezeichneter

Sauvignon Blanc aus

dem Vulkanland.

Erhältlich im Webshop

www.krispel.at.

Stefan, wie war das für euch, als ihr quasi von einem

Tag auf den anderen das gesamte Genussgut (Wein,

Schwein, Gutsheuriger) neu organisieren habt müssen?

Diese Zeit war auch für uns nicht einfach. Leider mussten

wir unseren Gutsheurigen und die Gästezimmer bereits

einen Tag nach der Saisoneröffnung wieder schließen. Den

Ab-Hof-Verkauf durften wir zwar geöffnet halten, aber es

traute sich ja niemand raus. Wir haben unseren Fokus in

diesen Wochen stark auf unseren Onlineshop gerichtet.

Der Kundenkontakt ging nicht verloren.

Woran liegt das?

Unsere Newsletter und Social Media haben wir bewusst

privat und intim gestaltet. Fotos von unserer Familie,

Rezepte von meiner Schwester, Fotos vom Verpacken der

Postpakete; all das teilten wir mit unseren Kunden. Wir

haben viele Rückmeldungen auf die Rezepte bekommen.

Wie war diese Zeit logistisch zu meistern?

Mit diesem explosionsartigen Anstieg der Bestellungen im

Onlineshop haben wir nicht gerechnet. Das war eine völlig

neue Situation. Aber alle haben zusammengegriffen, die

Mitarbeiter, die eigentlich andere Tätigkeiten haben, aber

auch die Familie. Sogar der Verkaufsraum wurde zum Logistikcenter

umfunktioniert. So ging es ganz gut und jedes

Paket verließ rechtzeitig unser Haus.

Aber wir sind jetzt in der „neuen Normalität“

gelandet. Der Gutsheurige hat wieder geöffnet.

Wie nehmen das die Leute an?

Die Leute wollen wieder raus, essen gehen, es sich gut gehen

lassen und das Leben wieder genießen. Der Gutsheurige

läuft sehr gut. Das ist sicherlich auch der Politik geschuldet,

hier wird intensives Marketing für Urlaub in Österreich

betrieben und das spüren wir. Auch unsere Zimmer sind

bereits für die ganze Saison sehr gut gebucht.

Aber ihr habt die letzten Monate auch nicht geschlafen.

Was ist bei euch sonst neu?

Wir haben unsere komplette Werbelinie neu gestaltet.

Unsere neuen Broschüren gibt es bereits für unsere

Kunden und Weinliebhaber. Etiketten und weitere Gestaltungen

im neuen Design werden in den nächsten Monaten

kommen und wir freuen uns schon sehr darauf.

Es gibt Gründe zu feiern. In der Falstaff Sauvignon Blanc

Trophy für die Steiermark habt ihr mit eurem Sauvignon

Blanc Ried Neusetzberg den 2. Platz errungen.

Das freut uns besonders. Die sehr gute Platzierung spiegelt

unsere konsequente Arbeit der letzten Jahre wider.

Welche Vorhaben gibt es?

Die Krise haben wir gut genutzt, um neue Ideen zu sammeln

und diese auch umzusetzen, um alles im Betrieb zu

überdenken und in Frage zu stellen. Und da ist so einiges

Positives fürs nächste Jahr rausgekommen. Wir freuen

uns auf die Erneuerungen bzw. auf die Fokussierung im

eigenen Betrieb!

Welche Vision hat „der Krispel“?

Besser zu werden, in jeglichen Bereichen! Ob in den Weingärten

oder im Keller, es ist überall noch Potential nach

oben, auch wenn es nur ein paar Prozent sind. Sich stetig

zu steigern, um großartigen Wein zu produzieren – das ist

unser größtes Ziel!

Weingut Krispel GmbH

Neusetz 29

8345 Hof bei Straden

T. +43 (0) 3473 7862

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Graz bietet eine riesige Auswahl fürs entspannte Einkaufen.

Summer

in the City

i

16

40PLUS | AUSGABE SOMMER 2020

graz.at/summerinthecity


you start me up

FOTO © KANIZAJ

entgeltliche Einschaltung


Start-ups sind mittlerweile in Österreich angekommen.

Hurra! Auch traut sich die Steiermark immer mehr zu. Gut!

Und das Innovations-Gen liegt auf der Steirer-DNA. Bestens!

Passend dazu ein Gespräch mit Christoph Ludwig, Geschäftsführer

der Steirischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft

SFG - damit der Sprit zum Spirit kommt.

40plus-Menschen fühlen sich gerne zu alt, um Neues zu machen

und Start-ups klingen gerne sehr jung und ein bisserl zu

männlich. Aber das ist ein Vorurteil, meint Christoph Ludwig,

denn „ein Drittel aller Gründer ist 40plus und die Hälfte aller

Gründer sind Frauen.“

Auch gibt es kein ominöses „Gründer-Gen“, sondern klare

Argumente, die für oder gegen die Gründung eines Unternehmens

sprechen: „Man muss sich fragen, ob die Gründung nur

eine schöne Idee ist, oder ob das Start-up wirklich Hand und

Fuß hat und funktionieren kann.“

Von Gründertrainings bis Impulszentren

Das alles klingt gut und lässt sich durchchecken. Aber nun mal

ehrlich, will ich mein Start-up so ganz, ganz alleine durchziehen?

Christoph Ludwig beruhigt: „.Erfinder sind in der Regel

keine Designer oder Verkäufer. Ein Team ist hier oft erfolgsversprechender.“

Zum Spirit fehlt jetzt nur noch der nötige Sprit. „Die SFG hilft

monetär und nicht monetär. Wir bieten Gründertrainings an

aber auch Zuschüsse für externe Beratungen, die Gründer mit

ihren Start-ups weiterhelfen. Außerdem haben wir 14 Gründungs-

und Impulszentren über die ganze Steiermark verteilt.“

Hier können die Gründer einmal andocken und auf andere

Gründer treffen. Im Grunde eine gute Sache.

Christoph Ludwig nützt die SFG als Initialzünder für die Wirtschaft:

„Letztens hatten wir zum Beispiel Investoren-Pitches,

um Investoren mit Start-ups zusammenzubringen: 86 Startups

stellten sich 30 Investoren, das war spannend!“

Dazu startet die SFG eine Risikokapital-Offensive: „Wir vergeben

als Investment Risikokapital. Das sind 1,5 Millionen €

für vielversprechende 15 Start-ups, die wir so in den nächsten

Jahren unterstützen können.“ Die 100.000 € pro Start-up werden

durch private Investoren verdoppelt. Mit solchen Initiativen

ist die Steiermark im Bundesländervergleich

ganz weit vorne.

75%

ALLER

STARTUPS

ÜBERLEBEN

DURCH

INNOVATION

UND

HARD WORK

In der Steiermark gibt es Startups, die das Potential für 50

oder 100 Arbeitsplätze haben. Ziel ist es, „dass der Wirtschaftsstandort

sich entwickelt, dass die Wertschöpfung steigt

und viele hochwertige Arbeitsplätze entstehen. Gerade deshalb

unterstützen wir die Gründung von Start-ups“, so Christoph

Ludwig.

Die Rechnung scheint aufzugehen: „Die ersten drei Jahren

schaffen es 75 % aller Start-ups, nach fünf Jahren sind es noch

70 %. Wer die ersten 5 Jahre überlebt, den gibt es aller Voraussicht

nach wirklich lange.“ In diesem Zusammenhang darf

man nicht vergessen, auch Unternehmen wie die AVL oder Anton

Paar begannen als Startup. Und das macht wirklich Mut.


CHRISTOPH

LUDWIGS

LEITFADEN

ZUM START-UP!

EINE AUSSERGEWÖHNLICHE IDEE

IST DIE INITIALZÜNDUNG EIN

UNTERNEHMEN ZU GRÜNDEN.

MIT 40PLUS WÄRE ES VERNÜNFTIG

EIN STARTKAPITAL ZU HABEN.

EINE VISION UND DER FESTE GLAUBE

AN DIE SACHE SCHÜTZEN VOR GEGENWIND.

START—–––– UPS

© ROBOTICEYES © RFID2GO

DER

Robotic Eyes

erzeugt hochinnovative Augmented Reality

Software für Großunternehmen in den Bereichen

Bau, Bergbau und Industrie. Unsere

Apps für Smartphones machen die Arbeit

vor Ort einfacher, effizienter und sicherer.

Gründer und Geschäftsführer Wolfgang

Walcher im Gespräch.

Herr Walcher, haben Sie einen

Ratschlag für alle, die vor dieser

Entscheidung stehen?

Die besten Ratschläge und oft auch wertvolle

Hilfe bekommt man nicht von „Beratern“,

sondern von anderen (erfolgreichen) Unternehmern.

Was macht einen Unternehmer aus?

Fleiß und Hartnäckigkeit gepaart mit

dem Drang die Welt verändern zu wollen,

statt die Dinge einfach zu akzeptieren

wie sie sind.

FINDE HERAUS OB DEINE IDEE FUNKTIONIERT.

BEANTWORTE ZUGLEICH, WARUM SIE BIS JETZT

NOCH NICHT UMGESETZT WURDE.

FREUDE AN DER ARBEIT IST DIE

VORAUSSETZUNG FÜR DEN ERFOLG.

KNACKE DEN JACKPOT: LEIDENSCHAFT,

BEGEISTERUNG, MENTALE STÄRKE UND AUSDAUER

SIND ÜBERLEBENSWICHTIG.

NICHTS SCHLÄGT EIN GUTES NERVENKOSTÜM

HABE EINEN PLAN! NICHT NUR EINEN BUSINESSPLAN,

SONDERN AUCH EINEN UMSETZUNGSPLAN.

LASS DICH VON ALLEN SEITEN UNTERSTÜTZEN:

FAMILIE, KINDER, FREUNDE, UND DIE ÖFFENTLICHE

HAND, BEISPIELSWEISE DIE SFG.

01 / 02 / 03 / 04 / 05 / 06 / 07 / 08 / 09 / 10

Harald Unterberger

ist Inhaber des Startups RFID2GO. Er entwickelte

eine App, auf der der App-User

IN

DEIN KONZEPT MUSS AUCH DEINE

SKEPTIKER ÜBERZEUGEN.

STEIERMARK

nur die Daten zum Unfallhergang auf dem

Handy eingeben müssen – und schon werden

Versicherung und Versicherungsmakler

automatisch informiert und der Schaden

kann schnellstmöglich abgewickelt werden.

Das lästige Drumherum fällt also weg.

Herr Unterberger, würden

Sie wieder ein Startup gründen?

Ja! Auf alle Fälle. Wichtig ist es ein gutes

Gründerteam zu finden.

Haben Sie einen Ratschlag für alle,

die vor dieser Entscheidung stehen?

Jeder sollte versuchen Spaß am Leben zu

haben, Unternehmungen machen, die einem

auch wirklich gefallen. Mein Leitspruch

-SMART – spezifisch, messbar, angemessen,

realistisch und terminisiert.

© ZWEIKAINZ

Zweikainz

erzeugen Lichtwerbeobjekte, Lichtobjekte

für Künstler aber auch Lichtsteuerungen

gegen Lichtverschmutzung und sorgen für

eine normgerechte Ausleuchtung von

Werbeobjekten.

Würdet ihr den Schritt von einem

Angestelltenverhältnis in einem großen

Unternehmen in die Selbstständigkeit

erneut wagen?

Ja, weil es spannender ist die

Auswirkungen von Einsatz, eigenen

Ideen und auch Risiko direkt und

unmittelbar wahrzunehmen.

Was macht einen Unternehmer aus?

Einsatz und die beharrliche Umsetzung neuer

Ideen, welche die Möglichkeit bieten sich

vom Markt abzuheben.

entgeltliche Einschaltung

DEIN VERKÄUFER IST DEIN BESTER FREUND.

40PLUS DANKT FÜR DIE INTERVIEWS.

TEXT UND GESPRÄCHE: MARTIN G. WANKO

40PLUS | AUSGABE SOMMER 2020

40PLUS | AUSGABE SOMMER 2020

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entgeltliche Einschaltung

entgeltliche Einschaltung

Das

räumliche

Das Lächeln eines Arztes kann

vieles bei uns auslösen: Beruhigen,

Vertrauen schenken, erste Sympathie

aufbauen. Aber vor allem nimmt

es uns die Angst.

Glück

„Silent Living“ – so nobel kann

Mariatrost sein. Die Immola

schaffte mit viel Licht und Raum

ein architektonisches Kleinod.

TEXT VON SUSANNE GEBER

Ein

Lächeln zu

verschenken

© KINDERWUNSCH INSTITUT

IMMOLA Home & Living

Gleispachgasse 1

8045 Graz

T. +43 (0)316 26 92 60-16

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S LENT

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Fortuna Immobilien

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Wenn es einen Wohnbezirk in höchster Qualität in Graz

gibt, der die beiden Aspekte Wohnen im Grünen und doch

die Stadt vor der Haustüre zu haben vereint, dann sprechen

wir vom trendigen Grazer Bezirk Mariatrost, der sich

vom Leechwald bis hinaus in die ländliche Gegend von

Graz erstreckt. Natürlich wird hier Erholung großgeschrieben.

Im Fokus betrachtet, befindet sich „Silent

Living“ – in einer ruhigen Seitenstraße, in

sonniger Hanglage. Die öffentliche Verkehrsanbindung

ist durch die nahegelegene

Straßenbahnhaltestelle der Linie 1

ausgezeichnet.

Filigranes Schmuckstück.

Hier gibt es schön angelegte Laufstrecken

und Fitnessparcours, sowie Eislaufen im

Winter, im Gegensatz dazu klassische Landgasthäuser

wie den Wienerwirt, das Häuserl im Wald oder den

Griesbauer auf der anderen Seite des Hügels. Aber man ist

auch gleich in der Stadt, mit dem LKH in der Nähe, oder

dem altehrwürdigen Seebacher Gymnasium, sowie den drei

Grazer Universitäten. Zahlreiche Nahversorger, Kindergärten,

Schulen und Ärzte sind fußläufig erreichbar.

Lichtdurchflutet.

„Silent Living“ schmiegt sich in die Landschaft. Die exzellente

Ausführung als terrassierter ineinander verstrickte

Baukörper schafft eine harmonische Komposition aus privaten

Bereichen und beeindruckenden Aussichtspunkten.

Die spannende Anordnung der beiden Baukörper schafft

einen außerordentlichen Wohnungsmix. Die sonnige

Hügellage bereitet den Nutzern möglichst viel lichtdurchfluteten

Wohnraum, der insbesondere auch durch die großzügigen

Frei- und Grünflächen keine Wünsche offenlässt.

Die ästhetische Architektur und traumhafte Lage verleihen

dem Projekt einen einzigartigen Charme und bieten eine

ausgezeichnete Möglichkeit für Ihre Investition in die Zukunft.

Selten ist man in Graz dem Ansinnen des Stararchitekten

Oscar Niemeyer näher gekommen, der meinte:

„Die Architektur besteht aus Traum, Phantasie, Kurven und

leeren Räumen.“ Dem ist nichts hinzuzufügen.

Nur

noch 5

Einheiten

frei

Mariatroster Straße 71 & 71a, 8043 Graz

_ 11 Wohneinheiten von 45 bis 160 m 2

_ 2 bis 4 Zimmerwohnungen

_ 2 bis 3 Geschosse + Penthouse

_ HWB: 45,0 kwh/m 2 a

_ Je nach Wohneinheit mit Garten,

Terrasse oder Balkon

_ 18 PKW Abstellplätze

© RENDERINGS: VIZIBLE - BIRGIT GETHER

Denn wenn es um die „natürlichste Sache der Welt“ geht

und das Wunschkind trotz vieler Versuche auf sich warten

lässt, braucht es oft nur eine kleine medizinische Hilfestellung

zum vollständigen Familienglück. Und jemanden, der

einem schon bei der ersten Kontaktaufnahme die Angst mit

einem Lächeln nimmt.

Die moderne Medizin verfügt heute zum Glück schon über

viele Möglichkeiten, die einem den Kinderwunsch erfüllen.

Man könnte von einem ganzen Portfolio an Behandlungsmethoden

sprechen, aus denen heutzutage gewählt werden

kann. Dennoch ist es wichtig, die für einen persönlich

passende Methode zu finden, die neben der medizinischen

Diagnose auch zu den eigenen Lebensumständen passt.

Der Weg zum Kinderglück

Zu den häufigsten „unromantischen Befruchtungen“ zählen

die In-vitro Fertilisation (IVF), also die Befruchtung der

Eizelle im Reagenzglas und die Intrazytoplasmatische

Spermieninjektion (ICSI), die Beimpfung der Eizelle mit der

Samenzelle. Weil jeder aber anders auf eine Kinderwunsch

Behandlung reagiert, erhalten PatientInnen im Falle einer

kontrollierten Stimulation der Eierstöcke im Kinderwunsch

Institut einen Notfallausweis. Mit diesem können sie bei

ersten Anzeichen von Nebenwirkungen eine eigens dafür

eingerichtete 24-Stunden Hotline erreichen. Oft reicht es

aber bereits, kleine Schritte in Richtung Wunschkind

zu tun und mit alternativen Behandlungsmethoden wie

Akupunktur und Kräutertherapie eine Pause vom Stress

schwanger zu werden einzulegen. Sich in die Hände eines

Experten zu begeben gibt einem aber vor allem Sicherheit.

Mehr noch, wenn der Arzt selbst weiß wie es ist, wenn das

Wunschkind auf sich warten lässt. Dr. Schenk und seine

Frau Claudia waren damals in der gleichen Situation und

haben in der modernen Medizin Hilfe gefunden. Heute sind

sie selbst glückliche Eltern.

Ein Lächeln hinter der Maske

Das Wesentliche bei der Kinderwunsch-Behandlung ist

neben der Wahl zwischen den unterschiedlichen medizinischen

Möglichkeiten aber die persönliche Ebene zwischen

Arzt und PatientIn. Seit die „neue Normalität“ aufgrund

von Covid-19 bei uns Einzug erhalten hat, ist diese aber nur

eingeschränkt möglich. Der Mund-Nasen-Schutz verbirgt

das Lächeln schon bei der ersten Begegnung. Und auch

der größte Teil des Gesichtes und der Mimik sind davon

verdeckt. Bei den digitalen Möglichkeiten, die heute zu

unserem Alltag gehören, wäre es allerdings gelacht, wenn

wir die neuen Technologien

nicht dazu nutzen

würden, menschliche Nähe

zu erzeugen. So greift das

Kinderwunsch Institut

auf eine Kombination aus

Website-Tool und altbewährtem

Namensschild

zurück. „Mit einem Lächeln

für Sie“ trägt das ganze

Team sein Lächeln als Foto

einfach um den Hals. Und

auch für PatientInnen gibt

es die Möglichkeit vorab ihr

personalisiertes Namensschild zu erstellen, wenn sie in

das Kinderwunsch Institut kommen und so das versteckte

Lächeln auf Papier zutage bringen.

„Wenn auch Ihr Kinderwunsch noch

unerfüllt geblieben ist, freue ich mich

Sie mit einem Lächeln bei uns im Kinderwunsch

Institut oder bei einem digitalen

Hausbesuch begrüßen zu dürfen!“

Dr. Schenk, Leiter des Kinderwunsch Institutes in Dobl

Medizin per Video

Um eine weite Anreise zu vermeiden und die Erstberatung

auch außerhalb der Öffnungszeiten zu ermöglichen, wird

im Kinderwunsch Institut auf Telemedizin zurückgegriffen.

Gespräche mit allen gängigen Telefonkonferenz-Systemen

sind möglich und bringen die medizinische Beratung zur

Erfüllung des Kinderwunsches auch in die Wohnzimmer

nach Hause.

Das Kinderwunsch Institut

Schenk GmbH

Am Sendergrund 11,

8143 Dobl

T. +43 (0) 3136 55 111

E. office@kinderwunsch-institut.at

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40PLUS | AUSGABE SOMMER 2020

40PLUS | AUSGABE SOMMER 2020

20 21


WIEDER RAUS!

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Endlich ist der Sommer da. Wenn wir die warmen

Sonnenstrahlen auf der Haut spüren, kann uns das

nicht nur zum Strahlen bringen. Die Haut braucht

professionellen Schutz.

Meistens merken wir es gar nicht und später folgt das

böse Erwachen, wenn das eigene tomatenrote

Gesicht aus dem Spiegel lächelt. Aber da ist es

schon zu spät, die Haut strahlt nur noch

in der Warnfarbe rot. Das nicht ohne

Grund, denn zu viel Sonne führt

zu Fältchen, Pigmentflecken

und im schlimmsten Fall

sogar zu Hautkrebs.

Sonne auf der Haut

Schützen wir uns also mit

ausreichendem Lichtschutzfaktor,

der mindestens

eine Stunde vor

dem Sonnenbaden aufgetragen

wird. Denn nur

das rechtzeitige Eincremen

und eine ausreichende Einwirkzeit

schützt die Barriere,

die zwischen Haut und Sonne

entsteht, erst richtig. Das „Pickerl“

für die Haut kann als Haut- Check zu

Beginn und am Ende des Sommers eingesetzt

werden, um mögliche Schäden festzustellen.

Bereits entstandene Pigment- und Sonnenflecken sagen

wir mit Peelings und Laserbehandlungen den Kampf an.

Für Vorstadien von oberflächlichem Hautkrebs verhilft

uns die photodynamische Therapie (PDT) zu kosmetisch

und medizinisch hervorragenden Ergebnisen an Stellen,

die besonders von der Sonne betroffen sind, wie Stirn und

Nase. Der schöne Nebeneffekt: Kleine Fältchen verschwinden

gleich mit. Gemeinsam mit Frau Dr. Hemma Tilz

bringt Dr. Martin Inzinger, Facharzt für Dermatologie die

Kompetenz für Hautangelegenheiten nach Steiermark

und Kärnten.

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Schloss Kölnhof

Kölnhofallee 17

9300 St. Veit/Glan

E. praxis@martin-inzinger.at

www.martin-inzinger.at

TEXT VON SUSANNE GEBER

Hallo Sommerhitze

Dann wäre hier noch eine nicht attraktive Nebenwirkung

des Sommers: das Schwitzen. Das kann unangenehm

werden, wenn das hellblaue Hemd die nassen

Flecken unter den Achseln zu Tage trägt. Man noch schnell

versucht die Schweißflecken auf der Toilette mit dem

Föhn zu trocknen, damit es bei der Begrüßung der Freunde

nur dank dem guten Sauvignon feucht-fröhlich

wird. Denn man will sich in der eigenen

Haut wohlfühlen.

Mira Dry - Schweiß egal

Für das häufige Problem,

gibt es eine dauerhafte

Lösung. Das MiraDry

System stoppt das

Schwitzen ohne operativen

Eingriff, in nur

wenigen Sitzungen.

Schweißgeruch wird

dadurch schon bei seinem

Ursprung durch die

Verödung der Schweißdrüsen

gestoppt. Aber

wie funktioniert’s? MiraDry

leitet präzise, elektromagnetische

Energie in den Achselbereich

und reduziert so die Schweißproduktion.

Achselnässe gehört nach der Behandlung der Vergangenheit

an. Denn Schweißdrüsen können sich nicht regenerieren.

Dank der lokalen Betäubung der Achselhöhlen

muss man in der Regel auch mit keinen Schmerzen rechnen.

Im Durchschnitt senkt die MiraDry Behandlung den

Achselschweiß um 82% und macht sogar die Verwendung

eines Deodorants überflüssig. Das alles ohne Chemie und

Giftstoffe. Wer kann da noch widerstehen?

„Ich berate Sie gerne zu den unterschiedlichen

Behandlungsmethoden in meiner Praxis in

St. Veit an der Glan und in Graz.“

Priv.-Doz. Dr. Martin Inzinger

und Dr. Hemma Tilz

Hautfachärzte

Liebenauer Hauptstraße 141, 8041 Graz

E. praxis@martin-inzinger.at

www.martin-inzinger.at

* Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke

(Bilanzierte Diät).

40PLUS | AUSGABE SOMMER 2020

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© SONNENBLUME: UNSPLASH, FRAU: ISTOCKPHOTO.COM/SVETIKD, MIRADRY ® & ISTOCKPHOTO.COM/DEAGREEZ

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