28-06-2020 Bayreuther Sonntagszeitung

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Bayreuther Sonntagszeitung

Aktuell 28. Juni 2020 5

Gedanken zur Woche

„Vor-urteile“ –von Wolfgang Burkholz, langjähriger Pfarrer in der Epiphaniaskirche Laineck

Vor-urteile sind nicht selten etwas

vor-eilig. Man sieht jemanden,

mustert ihn kurz, registriert

sein Verhalten, und schon weiß

man, wasSache ist.

So ging es mir mal auf dem

Männer-Klo. Nach Verrichtung

des „kleinen Geschäfts“ wollteich

mir die Hände waschen. Doch

das Waschbecken war besetzt.

Ein lässig gekleideter jüngerer

Mann stand davor. Er kämmte

sich ausführlich die Haare, schaute

immer wieder in den Spiegel

und fing von neuem an, seine

Haarprachtindie richtige Position

zu bringen. Ich war etwas in Eile,

aber das schien den Waschbeckenblockierer

nicht zustören.

In aller Seelenruhe machte er

weiter. „Arroganter Typ, eitler

Fatzke, selbstverliebter Schönling“,

fiel mir da nur ein.

Ich wollte grade etwas zuihm

sagen, da ging die Türe auf und

ein anderer junger Mann kamherein,

begrüßte den vor mir mit großen

Gesten. GEBÄRDENSPRA-

CHE fiel mir sofort ein! Mensch,

die sind ja beide gehörlos! Der hat

mich einfach nicht gehört, nicht

wahrgenommen, wie er vor dem

Spiegel stand! Sonst hätte er bestimmt

nicht solange gebraucht.

Der dachte,erwäreallein.

Und ich habe gleich ein Bündel

Vorurteile aus dem Hut gezogen.

Schon etwasbeschämend.

Vor-urteile – wir sehen was

von einer Person, was uns nicht

gefällt, und schon haben wir ein

Urteil parat. Soschnell kann das

gehen.

„Urteile nie über einen anderen,

bevor Du nicht einen Mond

lang in seinen Mokassins gelaufen

bist“. Ein weiser Spruch, den

Indianern in Nordamerika zugeschrieben.

Wasweiß ich schon von dem

Menschen, den ich gerade beoder

verurteilen will?

Kenne ich seine Geschichte,

wie er aufgewachsen ist, welches

Leid er zu tragen hat, welche

Schicksalsschläge ihn ereilt haben?Und

müssen alle so sein wie

ich? Die gleichen Lebensgewohnheiten

haben, die gleichen

Ansichten? Sind wir nicht wie ein

großer Tiergarten, mit höchst unterschiedlichen

Lebewesen, eine

bunte Vielfalt? Wenn ich nicht immer

gleich über den anderen

urteile, vielleicht entdecke ich auf

den zweiten oder dritten Blick interessante

Facetten, spannende

Details. Wäre doch nichtschlecht,

oder?

Was haben wir von unseren

Vorurteilen? Tun sie uns gut? Ich

denke nicht. Mag sein, dass sie

uns selbst für den Moment etwas

aufwerten, aber längerfristig

schaden sie mehr, als dass sie

nützen.

Washab ich davon, wenn ich

über andere richten will? Gott sei

Dank wird einmal ein anderer

über unser Leben richten und

über das Leben der anderen. Da

brauchen wir uns nichthervortun.

Zum Schluss eine wirklich starke

Geschichte. Ehrlich gesagt

musste ich sie erst zwei- oder

dreimal lesen, bis ich sie richtig

kapiert habe. Aber sie hatwas!

„Eine ältere Frau kauft sich im

Schnellrestaurant eine Suppe.

Sie trägt den dampfenden Teller

an einen der Stehtische und

hängt ihre Handtasche darunter.

Dann geht sie noch einmal

zur Theke, um einen Löffel zu

holen. Als sie zurückkehrt, sieht

sie am Tisch einen dunkelhaarigen

Mann, der ihre Suppe löffelt.

Typisch Ausländer, was fällt dem

ein, denkt die Frau empört. Sie

drängt sich neben ihn, sieht ihn

wütend an und taucht ihren Löffel

ebenfalls in die Suppe. Sie

sprechen kein Wort, aber nach

dem Essen holt der Mann für sie

beide Kaffee und verabschiedet

sich dann höflich. Erstaunt

bedankt sich die Frau mit einem

Lächeln. Als sie ebenfalls gehen

will, findet sie ihre Handtasche

nicht. Also doch ein hinterhältiger

Betrüger. Das hätte man sich

gleich denken können! Mit rotem

Gesicht schaut sie sich um. Er ist

Pfarrer i.R.Wolfgang Burkholz,

mittlerweile auch musikalisch

unterwegs mit der Gruppe

KARISMA.

verschwunden. Aber am Nachbartisch

sieht sie ihre Handtasche

hängen. Und einen Teller Suppe,

inzwischen kalt geworden. “

Die Hummelstube in Hummeltal: v.l. Bürgermeister Patrick Meyer, MdB SilkeLaunert sowie MariankaReuter-

Hauenstein und Altbürgermeister RichardMüller vomFreundeskreis Museum Hummelstube. Foto: red

Über 70.000 Euro für Museen im Bayreuther Land

Fichtelberg/Goldkronach/

Hummeltal. Fünf Museen aus

dem Bayreuther Landkreis werden

mit zusammen über 70.000

Euro aus dem „Soforthilfeprogramm

Heimatmuseen“ gefördert,

das hat CSU-Bundestagsabgeordnete

Dr. Silke Launert

bekanntgegeben.

12.000 Euro der Fördergelder

gehen an das Goldbergbaumuseum

Goldkronach, 10.215

Euro an das neue Besucherberg-

werk ebenfalls in Goldkronach.

Das Deutsche Fahrzeug- und

Automobilmuseum Fichtelberg

erhält 22.400 Euro, das Besucherbergwerk

„Gleißinger Fels“ in

Fichtelberg 23.249 Euro und das

Museum „Hummelstube“ inHummeltal

4.292Euro.

Durch die Förderung erfahre

die Museumslandschaft im Landkreis

eine enorme Aufwertung,

so Silke Launert. Mit den Zuwendungen

werdenichtnur die Kultur

des Raumes gestärkt, sondern

auch das große Engagement und

die Arbeit der ehrenamtlichen

Helfer gewürdigt.

„Geld, das in die Fortentwicklung

unserer Museen investiert

wird, ist gut angelegtes Geld“, so

die Politikerin, bei der Übergabe

der Bescheide vor Ort. „Mit

seiner reichhaltigen Kultur, der

vielfältigen Natur und der guten

Infrastruktur hatdie Region viel zu

bieten“, so SilkeLaunert. red

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Audi Zentrum Bayreuth, Motor-Nützel Vertriebs-GmbH, Nürnberger Str. 95, 95448 Bayreuth, Tel.: 09 21 /3360-3 79, audi-bayreuth@motor-nuetzel.de, www.audi-zentrum-bayreuth.audi

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