Zoar Aktuell Ausgabe 07 2020

evangelischesdiakoniewerkzoar

Informationsbroschüre für Mitarbeiter und Bewohner des Evangelischen Diakoniewerks Zoar mit RBG, der Seniorenresidenz Kirchheimbolanden und der Ökumenischen Sozialstation Brücken

Informationsbroschüre des Evangelischen

Diakoniewerks Zoar und der Tochtergesellschaften

RBG, Seniorenresidenz Kirchheimbolanden

und Ökumenische Sozialstation Brücken

Ausgabe 7 | 2020

BLEIBT GESUND!

R EIST M

IT V E R N U N F T!

Geburtstage

Gottesdienste

Nachrichten

Gemeinsam

viel bewegen


INHALT

INHALTSVERZEICHNIS

GEISTLICHES WORT 4

GOTTESDIENSTE 6

AUS AKTUELLEM ANLASS 9

JOBFIT 14

ANKÜNDIGUNG 15

NACHRICHTEN 16

Alte Zoar-Kapelle auf dem Inkelthalerhof in Rockenhausen

Die alte Zoar-Kapelle in Rockenhausen wurde 1934 gebaut und ihrer Bestimmung übergeben.

Die Einraum-Kapelle, errichtet aus Sandsteinen, diente lange Jahre als Friedhofskapelle.

Sie wird geziert von einem hübschen Glockenturm, der mit Schieferplatten verkleidet ist. Der

Fußboden im Inneren ist mit Sandsteinplatten ausgelegt. Das nunmehr fast 100-jährige Gebäude

sieht immer noch gut erhalten aus, hat aber im Zuge der Zeit selbstverständlich Schäden

genommen, zum Beispiel Risse im Mauerwerk. Nun gilt es zu überlegen, wie verfahren

werden soll. Im Raum stehen zwei Vorschläge: entweder notwendige Reparaturen, um den

Erhalt zu sichern, oder eine aufwendige Sanierung, nach deren Abschluss in der Kapelle eine

Tafel mit Informationen zu diesem besonderen Ort angebracht werden könnte.

1967 wurde die neue Zoar-Kapelle im Falkhauspark errichtet; ganz modern mit bodentiefen

Fenstern und Platz für rund 150 Besucher. Dort werden heute noch regelmäßig Andachten

abgehalten. Auch Festgottesdienste zu unterschiedlichsten Anlässen finden dort statt.

Alexandra Koch

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Zoar aktuell 7 | 2020


INHALT

NACHRICHTEN IM JULI

Care-Pakete an Mitarbeitende der Zoar-Werkstätten mit Grüßen

von Zoar-Pfarrer Jochen Walker 16

Alles Gute zum 100. Geburtstag! Anna Grogro, Bewohnerin

der Wohnanlage am Uferweg in Alsenz, feierte ihren großen Tag 20

Kreatives Bildungsangebot des Berufsbildungs- und Integrationsservice

(BIS) in Kaiserslautern während der Corona-Zeit 23

Zoar – Werkhaus Alzey: Alltagsmasken und Bio-Pilze aus dem Werkhaus

für die zahlreichen Kunden 26

Live-Musik für die Bewohner und Mitarbeiter des Bürgerhospitals

Kaiserslautern − unterstützt vom LIONS Club 28

Alltagsmasken-Spende: Elsbeth und Sandra Meier nähten

4 bis 6 Stunden Masken am Tag 31

Spendenübergabe Stationäres Hospiz Nordpfalz in Rockenhausen

Bunte Pflanz- und Blühaktion auf der Hospiz-Terrasse 35

Alltagsmasken-Spendenübergabe im KiboBad win Kirchheimbolanden

an Mitarbeiter der Seniorenresidenz 39

Stationäres Hospiz Nordpfalz | Megumed Diagnostik GmbH:

Verkauf von Schutzmasken für den guten Zweck 42

500 Euro Spendenübergabe an das Stationäre Hospiz Nordpfalz:

Ehepaar Neubrech und deren Einsatz zum Vorteil des Hospizes 44

Zoar – Geschichte: Alte Zoar-Kapelle auf dem Inkelthalerhof

in Rockenhausen 48

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GEISTLICHES WORT

„Der Engel des HERRN rührte Elia an und sprach:

Steh auf und iss! Denn Du hast einen weiten Weg vor Dir.“

(1. Könige 19,7, Monatsspruch Juli 2020)

Liebe Leserinnen und Leser!

Die Geschichte von Elia ist die Geschichte eines Menschen, der bereit

war, alles zu geben. Es ist die Geschichte eines Menschen, der über

die Grenzen seiner Kraft hinausgegangen ist und dann zusammenbrach.

Und es ist die Geschichte eines Menschen, der, Gott sei Dank,

wieder aus seiner Krise herauskam.

Das interessiert uns besonders: Wie er wieder herauskam. Wie er

Kraft bekam.

Die Vorgeschichte kann man im 1. Buch der Könige nachlesen: Elia

hat schlimme Konflikte. Sein Leben ist bedroht. Angst überfällt ihn.

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GEISTLICHES WORT

Er kann nichts mehr tun. Er rennt weg. Mit letzter Kraft findet er in

der Wüste ein Versteck unter einem Wacholderbusch. Dort bricht er

körperlich und seelisch zusammen. Endstation. BURNOUT

(gesprochen: Börn-Aut).

Das einzig Gute ist: Elia ist weg von den schlimmen Konflikten. Das

war gut von ihm, erst einmal weg zu gehen in eine ganz andere Gegend,

wo keine Feinde waren. Das hat ihm das Leben gerettet.

Elia fällt nun in einen tiefen, wohltuenden Schlaf. Wahrscheinlich

hatte er lange nicht mehr richtig geschlafen. Der Schlaf holt uns noch

weiter heraus aus dem Alltag. Im Schlaf verdaut die Seele manches,

was uns – im übertragenen Sinne − schwer auf dem Magen liegt.

Dann wacht Elia kurz auf. Nun kommt Gott ins Spiel. Gott gibt Elia

durch eine rätselhafte Person (Engel) was er braucht: Essen und

Trinken (frisch gebackenes Brot und Wasser). Danach schläft er wieder

ein und wacht wieder auf. Isst und trinkt nochmal. Elia spürt sich

langsam wieder. Die Kraft kehrt zurück. Er hat wieder Lust zu leben.

Elia wird wieder neugierig auf Gott.

Für Gott nimmt er sich jetzt Urlaub: 40 Tage. Er wandert, von diesem

Brot und Wasser gestärkt, zum Berg Horeb in der Wüste Sinai.

Dort begegnet ihm Gott persönlich. Eine ganz besondere Erfahrung.

Eine wunderbare Geschichte. Gerade, wenn wir schwach und am

Ende unserer Kräfte sind, kommt Gott und stärkt uns.

Ich wünsche Ihnen diese Erfahrung – besonders jetzt,

wo uns die Corona-Zeit stresst.

Ihr Pfarrer Jochen Walker

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GOTTESDIENSTE

GOTTESDIENSTE IM JULI

Erste Gottesdienste und Andachten in der Corona-Zeit sind jetzt

wieder möglich. Allerdings vorerst nur in unseren Kirchengebäuden

in Rockenhausen und Heidesheim. Für die Sonntagsgottesdienste in

Heidesheim beachten Sie bitte die Veröffentlichungen der Kirchengemeinden

in Heidesheim.

Folgende Schutzvorkehrungen müssen erfüllt sein:

• Es dürfen circa zwölf Personen in die Andacht oder den

Gottesdienst kommen.

• Die Personen müssen zuvor namentlich bei Zoar-Pfarrer

Jochen Walker angemeldet werden; telefonisch ist er

erreichbar unter 06361/452-360.

• Beim Eintreten in die Kirche, während der Andacht und

beim Verlassen der Kirche sind die Abstandsregeln (mindestens

1,50 Meter) einzuhalten.

• Alle Gottesdienstbesucher haben vor dem Betreten der

Kirche einen Mund-Nasen-Schutz anzuziehen.

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GOTTESDIENSTE

• Im Eingangsbereich sind vor dem Betreten und beim

Verlassen der Kirche die Hände zu desinfizieren.

• Gesangbücher oder Liedblätter werden nicht ausgeteilt.

• Jede Person sitzt auf einer gekennzeichneten Bank oder

einem freien Stuhl.

• Bei Personen, die die Abstandsregeln nicht von sich aus

einhalten können, muss eine Begleitperson namentlich

angemeldet werden und anwesend sein.

• Zur Nachvollziehbarkeit von Infektionsketten wird eine

Teilnehmerliste geführt, auf der jeder Teilnehmer erfasst

wird oder sich selbst einträgt.

Wir bitten darum, in den Häusern und Wohnanlagen die Möglichkeit

des Gottesdienstbesuches bekannt zu machen und gegebenenfalls

Personen zur Andacht anzumelden, beziehungsweise zu begleiten.

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GOTTESDIENSTE

GOTTESDIENSTPLAN

Zoar – Pfälzisches Diakonie-Zentrum Rockenhausen

EVANGELISCHE GOTTESDIENSTE, Zoar-Kapelle Inkelthalerhof

sonntags, 10.00 Uhr

05. Juli Pfarrer Walker

12. Juli Pfarrer Walker

19. Juli N.N.

26. Juli N.N.

MORGENANDACHTEN, Zoar-Kapelle Inkelthalerhof

montags, 8.00 Uhr

06. Juli Pfarrer Walker

13. Juli Pfarrer Walker

20. Juli N.N.

27. Juli N.N.

Zoar – Rheinhessisches Diakonie-Zentrum Heidesheim

Für die Sonntagsgottesdienste in Heidesheim beachten Sie bitte die Veröffentlichungen

der Kirchengemeinden in Heidesheim. Im Juli finden keine Sonntagsgottesdienste

in der Zoar-Kapelle statt. Gerne können aber die Gottesdienste

der Evangelischen Kirchengemeinde im Martin-Niemöller-Haus und an den

bekannten Außenorten besucht werden. Bitte beachten Sie auch hier die Corona

bedingten Gottesdienst-Regeln der Kirchengemeinde.

MORGENANDACHTEN, Zoar-Kapelle

dienstags, 8.00 Uhr

07. Juli Frau Schmitz

14. Juli Pfarrer Walker

21. Juli Frau Schmitz

28. Juli N.N.

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AUS AKTUELLEM ANLASS

Corona-Hilfe am Telefon

WIR

ZUKUNFT

Das ist Corona:

Auf der ganzen Welt gibt es ein neues Virus:

Corona-Virus.

Man spricht es aus: Ko-ro-na-wi-rus.

Durch dieses Virus kann man eine Lungen-Krankheit

bekommen:

Covid-19.

Diese Krankheit überträgt sich von Mensch zu Mensch.

Das geht sehr schnell.

Denn die Krankheit ist sehr ansteckend.

In Deutschland haben schon viele Menschen diese

Krankheit.

Sie haben Fragen zu Corona?

Dann rufen Sie diese Nummer an:

0800 9 600 900

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AUS AKTUELLEM ANLASS

Diese Nummer ist vom

Evangelischen Diakoniewerk Zoar.

Dort beraten sie Fach-Leute zum Thema Corona.

Oder Sie helfen Ihnen:

• Wenn Sie Angst haben.

• Wenn Sie sich Sorgen machen.

• Wenn Sie allein sind.

Diese Nummer ist für:

• Menschen mit Lern-Schwierigkeiten.

• Menschen mit Behinderungen.

• Familien-Mitglieder von Menschen mit

Behinderungen.

• Betreuer und Betreuerinnen.

• Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Ämtern.

Zu diesen Zeiten können Sie dort anrufen:

Montag bis Freitag: 8:00 – 18:00 Uhr.

Der Anruf ist kostenlos.

Sie müssen nichts bezahlen.

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AUS AKTUELLEM ANLASS

Sie können auch eine E-Mail schreiben:

Corona-Hotline@zoar.de

Sie können uns auch über Chat erreichen.

Dafür gehen Sie auf unsere Internet-Seite:

www.zoar.de

Das geht zu diesen Zeiten:

Montag bis Freitag: 8:00 – 18:00 Uhr.

Sie können uns auch erreichen über:

• Video-Telefon.

• Gebärden-Telefon.

Dafür benutzen Sie bitte diese Nummer:

0800 9 600 900

Achtung: Bitte melden Sie Telefon-Gespräche in

Gebärden-Sprache vorher an.

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AUS AKTUELLEM ANLASS

UNSERE CORONA-HOTLINE

Corona-Hotline für Ihre Fragen zum Thema

Wir bleiben in Kontakt und stehen Ihnen zur Seite!

Das Evangelische Diakoniewerk Zoar hat ab sofort eine Corona-

Hotline für Menschen mit Beeinträchtigung, ihre Angehörigen, Betreuer

und die zuständigen Fachbehörden. Unter der kostenfreien

Rufnummer 0800 9 600 900 sind wir montags bis freitags von 8.00

bis 18.00 Uhr für Ihre Fragen telefonisch erreichbar. Sie erreichen

uns auch per E-Mail: Corona-Hotline@zoar.de – und auch Folgendes

soll die barrierefreie Nutzung unterstützen: Videotelefonie, und,

nach entsprechender Voranmeldung, Gebärdensprache.

„In dieser Zeit wächst die Unsicherheit. Viele Fragen tauchen auf und

wollen beantwortet werden“, sagt Zoar-Direktor Peter Kaiser. Dies

führte zu der Überlegung, kurzfristig eine Corona-Hotline einzurichten.

„Wir bei Zoar habe viele Fachleute zu Sozialthemen, die geschult

sind in der Vermittlung von schwierigen, sozialen Themen in leichter

Sprache. Dieses Expertenwissen möchten wir nun zur Verfügung stellen.“

Auch in der Corona-Krise möchte Zoar präsent sein und sich als

kompetenter Unterstützer anbieten.

Die Corona-Hotline des Evangelischen Diakoniewerks Zoar wird

unterstützt vom Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung in

Mainz, vom Landesbeauftragten für Belange behinderter Menschen,

Matthias Rösch, und von der Stadtverwaltung Kaiserslautern. Das Ziel

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AUS AKTUELLEM ANLASS

ist die vor allem niederschwellige und barrierefreie Nutzung dieser

Hotline, die schnell und unbürokratisch helfen soll.

„Unser Angebot der Hotline richtet sich an Menschen, die in

dieser schwierigen Zeit Fragen haben“, sagt Zoar-Mitarbeiterin

Anja Seepe, Leitung „WIR gestalten ZUKUNFT“. „Fragen zu Unterstützungsangeboten,

zur Versorgung, zur Selbstfürsorge.“

Das geschulte Fachpersonal am anderen Ende der Leitung wird

Lösungen und gegebenenfalls Alternativen dazu anbieten.

„Auch, wenn vielleicht nicht jede Frage sofort beantwortet werden

kann, werden sich unsere Fachleute an der Hotline für den Anrufer

schlau machen und ihn informieren. Wir haben ein offenes Ohr,

auch wenn wir vielleicht das ein oder andere Mal an eine andere

fachspezifische Stelle weiterempfehlen werden.“

Alexandra Koch

Zoar aktuell 7 | 2020

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JOBFIT

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ANKÜNDIGUNG

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NACHRICHTEN

NACHRICHTEN AUS DER

ZOAR-GEMEINSCHAFT

Care-Pakete an Mitarbeitende der Zoar-Werkstätten

mit Grüßen von Zoar-Pfarrer Jochen Walker

Aufgrund der aktuellen Corona-

Lage können weder Gottesdienste

noch Gesprächskreise in den

Werkstätten stattfinden. Das ist sehr

schade. Daher entstand die Idee, den

Mitarbeitern mit Beeinträchtigung

ein kleines Care-Paket zukommen zu

lassen. Zoar-Pfarrer Jochen Walker

gestaltete eine Grußkarte zum Thema

„Du bist wertvoll“, um den Menschen

zu demonstrieren, dass jeder auf

seine Art und Weise einzigartig und

besonders ist.

Die Care-Pakete wurden mit bunten

Farben und tollen Motiven versehen.

Die Care-Pakete wurden ganz unterschiedlich befüllt, zum Beispiel

mit Gummibärchen, Salzbrezeln, Kugelschreibern und Einkaufswagen-Chips.

Die Tüten wurden von außen mit bunten Farben

bemalt und mit Mandalas versehen, was ein schönes Gesamtbild

ergab. Mitarbeiter mit und ohne Unterstützungsbedarf des Kunstgewerbes,

der Tagesstruktur Rockenhausen und Mitarbeiter im

„Home Office“ bemalten und befüllten die Tüten für die Care-Pakete.

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NACHRICHTEN

Viele hübsche Geschenke wurden verpackt.

Zoar-Mitarbeiterin Jutta Theis vom Begleitenden

Dienst koordinierte diese Arbeiten und Michael Müller, Leiter der

Rockenhausener Beschäftigungsgesellschaft (RBG), sowie seine

Mitarbeiter unterstützten bei der Logistik, das heißt beim Versand

der Care-Pakete.

Danke für eine tolle Leistung

„Alle haben super zusammengearbeitet, um den Mitarbeitenden

in den Zoar-Werkstätten eine kleine Freude zu machen“, sagt Jutta

Theis. Viele haben unter der Corona-Zeit gelitten, weil sie ihre Arbeit

vermisst haben und ihnen das Virus auch Angst gemacht hat.

Das schöne Geschenkpaket soll alle ein wenig aufheitern und zum

Durchhalten animieren. Beim Befüllen der Päckchen war auch

Heimarbeit möglich. Das war praktisch. So wurde Eleonore Steil

und Stefanie Moder und auch Bewohnern aus den Wohnbereichen

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NACHRICHTEN

Überall gab es tolle Unterstützung: Christa

Unckrich bei der Gestaltung der Care-Pakete im

Bereich Kunstgewerbe auf dem Inkelthalerhof in

Rockenhausen.

des Inkelthalerhofs,

wie zum Beispiel

Thomas Rasse, die Arbeit nach Hause gebracht. „Die Arbeiten

wurden sehr ordentlich und selbstständig nach einer Vorlage

ausgeführt“, berichtet Jutta Theis. Alle hoffen nun, dass sie mit der

Care-Pakete-Aktion Freude bereiten konnten. Vielen Dank an Kim

Wendland, Susanne Fusch, Stefanie Ernst, Rene Panke, Karin Merkel,

Wilhelm Reinery, Franco Rummel, Hans-Jürgen Axel, Ralf Bommes,

Konstantin Schiffer, Christiane Reithmann, Bernhard Hermle, Ulrich

Lehnert, Walter Juhn, Heike Helfenstein, Adelheid Schaum, Necmiye

Demircioglu, Thomas Rasse, Eleonore Steil, Stefanie Moder, Christa

Unckrich und Edy Serratore, die aktiv bei der Erstellung der Care-

Pakete (Geschenketüten bemalen und Päckchen füllen) mitgeholfen

haben. Das war eine große Unterstützung und ganz tolle Leistung!

Ihr seid großartig!

Annika Preuß, Auszubildende

zur Kauffrau für Büromanagement

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NACHRICHTEN

Edy Serratore beim fleißigen Zusammenstellen

der Care-Pakete. Auch sie half im Bereich

Kunstgewerbe auf dem Inkelthalerhof in

Rockenhausen mit, um alle Mitarbeitenden

der Zoar-Werkstätten an vier Standorten mit

Geschenkepäckchen zu erfreuen.

Viele helfende Hände: Eleonore Steil

(links) und Stefanie Moder leisteten

tolle Arbeit bei der Verpackung der

Care-Pakete – und das im „Home

Office“.

Die Anleitung zum Erstellen der Care-Pakete

(Geschenketüten bemalen und Päckchen füllen)

zeigte jeden einzelnen Arbeitsschritt per Foto

und mit einfachen Stichworten.

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NACHRICHTEN

Alles Gute zum 100. Geburtstag!

Anna Grogro, Bewohnerin der Wohnanlage am

Uferweg in Alsenz, feierte ihren großen Tag

In der Wohnanlage am Uferweg in

Alsenz gab es ein schönes Fest zu

feiern. Mitarbeiter und Einrichtungsleitung

begingen zusammen mit Anna

Grogro deren 100. Geburtstag.

Die Gratulanten waren erfreut, dem

frohen und munteren Geburtstagskind,

herzliche Glückwünsche zu diesem

besonderen Jubiläum zu überbringen.

Zur Feier ihres Ehrentags:

Anna Grogro mit Krönchen

und Luftballons

Anna Grogro kam in den „Goldenen Zwanzigern“ zur Welt. Sie wurde

in einer Zeit geboren, in der im rückblickenden Ablauf die Weimarer

Republik, die Reichsmark, Adolf Hitler, die DDR und die Wiedervereinigung

allgegenwärtig waren. Ein ganzes Jahrhundert Lebenszeit;

eine für uns heute fast nicht umfassend greifbare Zeit – außer mit

dem Blick ins Geschichtsbuch. Die 100-Jährige wuchs in einem Zeitalter

ohne Handy und Computer auf; daran war 1920 noch nicht zu

denken. Sie erlebte den 2. Weltkrieg als junge Frau, die Kapitulation

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Zoar aktuell 7 | 2020


NACHRICHTEN

Alles Gute für die 100-jährige

Jubilarin: (v.l.n.r.) Edelgard

Schmitt, Angelika Gehring,

Vera Engelhard, Katharina Rau,

Desiree Hirschfeld und Melanie

Wolf haben anlässlich des

100. Geburtstags von Anna

Grogro (vorne) feierlich mit

Sekt angestoßen.

Ganz vertraut: Geburtstagskind Anna

Grogro mit Pflegekraft Melanie Wolf

und die Gründung der BRD mit

der Einführung der Grundgesetze.

Genauso war und ist sie Zeitzeugin

der Globalisierung sowie aller

finanztechnischen Begleiterscheinungen, wie zum Beispiel die

Umstellung von der Deutschen Mark auf den Euro.

Glückwünsche mit Orchideen

Das Team der Zoar − Wohnanlage am Uferweg in Alsenz stieß mit

einem Gläschen Sekt an. Einrichtungsleiterin Angelika Gehring und

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NACHRICHTEN

Hausleiterin Manuela Lanzer überreichten

Anna Grogro Orchideen, die

die herzlichen Glückwünsche symbolisieren

sollten. „Viele unserer Mitarbeiter

sind überwältig, eine Bewohnerin

zu beglückwünschen, die ein stolzes

Alter von hundert Jahren erreicht hat“,

sagte Angelika Gehring und wünschte

der Jubilarin noch zahlreiche weitere

Lebensjahre in Glück und Gesundheit.

Anna Grogro schwelgte an ihrem

Ehrentag in Erinnerungen und berichtete von ihrem früheren Ehemann,

ihrer Mutter und über lange zurückliegende Erlebnisse, die

ihr Leben geprägt haben. In hundert Jahren Lebenszeit hat man eine

Vielzahl von erlebten Momenten und besitzt eine große Lebenserfahrung

– an der freundlichen 100-Jährigen ist das deutlich zu

erkennen. Mittags bekam Anna Grogro noch

familiären Besuch. Ihre Tochter besuchte

die Wohnanlage am Uferweg in Alsenz,

um den Jubeltag ihrer Mutter zu feiern.

Wir wünschen nachträglich alles

erdenklich Gute und Gesundheit für

das neue Lebensjahr.

Annika Preuß, Auszubildende zur Kauffrau

für Büromanagement

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NACHRICHTEN

Kreatives Bildungsangebot des Berufsbildungsund

Integrationsservice (BIS) in Kaiserslautern

während der Corona-Zeit

Viele unterschiedliche Hände sollen den Zusammenhalt

symbolisieren. Der Spruch „Ihr seid mit Abstand die

Besten“ ist nicht nur an die BIS-Teilnehmer gerichtet,

sondern an alle Mitarbeiter. Schön, dass es Euch gibt!

Es herrschen

herausfordernde

Zeiten während der

Corona-Krise, die mit

viel Kreativität und

Feingefühl souverän

gemeistert werden;

so zum Beispiel von

unserem Berufsbildungs-

und Integrationsservice

(BIS) in

Kaiserslautern. Dort

sind zwanzig Teilnehmer

beschäftigt, die

nun nach Lockerung

der Corona-Beschränkungen

wieder teilweise arbeiten oder in ihrem häuslichen Umfeld

begleitet werden. Das sind unter anderem Teilnehmer, die zu einer

Risikogruppe gehören oder die sich (noch) nicht sicher genug fühlen,

um in der Zoar-Werkstatt zu arbeiten. Sie werden vom ambulanten

Mitarbeiter-Team in Kaiserslautern unter den geltenden Hygienevorschriften

zu Hause besucht, so dass sie neben dem telefonischen

Kontakt auch den persönlichen Austausch zu ihren Ansprechpartnern

halten können. Es ist wichtig, in dieser Zeit füreinander da zu sein.

Zoar aktuell 7 | 2020

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NACHRICHTEN

Sinnvolle, kreative und fördernde

Aufgaben

Die Teilnehmer, die wieder an ihren Arbeitsplatz

in der Werkstatt zurückgekehrt sind,

arbeiten unter den geltenden Hygieneregeln

und mit dem nötigen Abstand zu ihren

Kollegen oder sie werden im Berufsbildungsbereich

betreut. Auch das „virtuelle

Klassenzimmer“ wird von allen gut angenommen.

Das bedeutet, dass die BIS-

Teilnehmer wöchentlich schriftlich ausgearbeitete,

individuell angepasste Aufgaben

zu den verschiedensten Themen erhalten.

Sie reichen von Arbeitssicherheit, über

Berufe und Ernährung bis hin zu kreativen

Bildungsangeboten. So hat jeder BIS-Teilnehmer

eine sinnvolle, kreative und

fördernde Aufgabe. Ziel ist es, dass sich die

Teilnehmer trotz der Corona-bedingten

Distanz zusammengehörig fühlen. Sie sollen

wissen, dass sie nicht alleine sind und dass wir

alle zusammenhalten.

Herzliche Grüße an alle, die noch zu Hause sind und willkommen an

alle, die nach dem „Shutdown“ zurück an ihrem Arbeitsplatz in den

Werkstätten sind.

Passt auf Euch auf und bleibt gesund!

Annika Preuß, Auszubildende

zur Kauffrau für Büromanagement

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Zoar aktuell 7 | 2020


NACHRICHTEN

WIR: Sandra Heth und Joachim Fuchs

FREUEN: Matthias Neger und Sarah Schneller

UNS: Peter Christmann und Bernd Walzer

EUCH: Erik Bauer und Horst Miller

BALD: Marc Heyeck und Marvin Mittelstädt

ALLE: Max Mohring und Oliver Stucky

GESUND: Andrea Dieffenthaler und Ulrike Lang

UND: Sabrina Rudolph und Louis Schneeberger

MUNTER: Andreas Mann-Langen und Tanja Salfemoser

WIEDERZUSEHEN: Friedemann Reyer und Sybille Prinzkosky

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NACHRICHTEN

Zoar – Werkhaus Alzey

Alltagsmasken und Bio-Pilze aus dem Werkhaus

für die zahlreichen Kunden

Mit Corona kam die Maskenpflicht.

Und mit einem Mal

brauchten ganz viele Menschen Alltagsmasken,

um sich und andere vor

dem Virus zu schützen. Der Bedarf war

und ist demnach hoch. Diese Realität

ließ auch das Zoar − Werkhaus-Team

in ihre Verkaufsideen und -planungen

einfließen. Denn das, was der Kunde

benötigt, wird auch gut verkauft. Und

so entstanden viele schicke und kreativ gestaltete Alltagsmasken.

Der Werbespruch der kunstgewerblichen Mitarbeiter des Werkhauses

lautet so: Wir möchten Ihren „Alltag“ verschönern – bunt

und farbenfroh gestalten! Betrachtet man die wirklich einzigartigen

Masken (jede ist ein Unikat), ist man

sofort überzeugt von der Richtigkeit

des Slogans. Viele verschiedene Designs

werden angeboten, und auch größenmäßig

ist für jeden etwas dabei – für

Erwachsene und auch für kleinere

Personen und Kinder. Denn Masken,

die im Gesicht getragen werden, sollten

sich der Körpergröße einer Person

anpassen und nicht einheitlich sein.

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Zoar aktuell 7 | 2020


NACHRICHTEN

Die Werbung der letzten

Tage hob auch die Zoar-Pilze

hervor. Denn im Zuge der

gelockerten Corona-Beschränkungen

ist nun auch

der Pilzverkauf aus eigenem

Bio-Anbau wieder geöffnet.

Zu unserem Sortiment gehören

nach wie vor Shiitake, Austernpilze und

Kräuterseitlinge. Was für ein Glück! Zahlreiche

Kunden hatten die leckeren Bio-Pilze schon auf

ihrem Speiseplan vermisst. Nun ist es wieder

möglich zu bestellen, zu kaufen und abzuholen.

Gerne können Sie vorab Ihre gewünschte

Pilzmenge und -sorte bestellen. Sie können aber

auch ganz einfach spontan vorbeikommen und

unsere Pilzzucht besuchen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Ihr Zoar − Werkhaus Team!

Alexandra Koch

Zoar – Werkhaus Alzey

Spießgasse 97, Alzey

Tel.: 06731/9977332

Öffnungszeiten:

Montag bis Donnerstag:

9.00 bis 15.00 Uhr

Freitag: 9.00 bis 12.00 Uhr

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NACHRICHTEN

Live-Musik für die Mitarbeiter

und Bewohner des Bürgerhospitals

Kaiserslautern − unterstützt vom

LIONS Club

Stephan Flesch und Elmar Federkeil spielten

kürzlich vor dem Bürgerhospital Kaiserslautern

Live-Musik. Den Bewohnern und

dem Personal gefiel das sehr

gut. Die Corona-Pandemie hält

uns alle in Atem und schränkt

unser alltägliches Leben ein.

Wir alle müssen jeden Tag

Zwei Vollblut-Musiker

aufs Neue versuchen, das

mit Herz und Seele:

Beste aus der Situation zu

Stephan Flesch (links)

machen. Mit dem Musik-Ständchen

und Elmar Federkeil

vor dem Bürgerhospital in Kaiserslautern ist das sicher

gelungen. Bewohner und Mitarbeiter kamen durch die Musik auf

andere Gedanken.

Die zwei Vollblut-Profimusiker Stephan Flesch und Elmar Federkeil

machten sich auf den Weg nach Kaiserslautern, um den Mitarbeitern

und Bewohnern des Bürgerhospitals ein kleines Konzert zu präsentieren.

Unterstützt und gesponsert wurde die musikalische

Darbietung vom LIONS Club Kaiserslautern. Unter dem Motto

„Wir dienen“ versuchen die LIONS generell überall dort zu helfen,

wo Hilfe benötigt wird. Das reicht von der Jugendarbeit im Umkreis

bis hin zu Gesundheitsprojekten in aller Welt.

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Zoar aktuell 7 | 2020


NACHRICHTEN

Es gab viele Zuhörer auf

den „oberen Rängen“ des

Bürgerhospitals. Sie genossen

die Live-Musik mit dem

momentan richtigen Abstand.

Stephan Flesch (links) und

Elmar Federkeil brachten gute

Stimmung zu den Bewohnern

des Bürgerhospitals in

Kaiserslautern.

Die zwei Musiker spielten vor dem Haupteingang des Bürgerhospitals,

so dass die Mitarbeiter und Bewohner dem Konzert

gut lauschen konnten – natürlich unter Einhaltung der geltenden

Abstands- und Hygieneregeln. Jeder kam in den Genuss der gefühlvollen

und faszinierenden Stimme von Stephan Flesch, die von den

Rhythmen des Ausnahmetrommlers Elmar Federkeil präzise untermalt

wurden. Mit einer großen Bandbreite an modernen englischen

und deutschen Liedern, wie zum Beispiel „Über sieben Brücken

musst Du gehen“, begeisterten sie die Zuhörer. Die gute Stimmung

animierte zum Mitsingen, Klatschen und Tanzen. Anschließend gab

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NACHRICHTEN

Ein gelungener Live-Auftritt: (v.l.n.r.) Stephan Flesch, Zoar-Mitarbeiterin

Svenja Michel, Elmar Federkeil, Karl-Heinz Reidenbach, Präsident der

LIONS Kaiserslautern, und Michael Kasper, Verantwortliche Pflegefachkraft

des Bürgerhospitals Kaiserslautern

es sogar eine Zugabe. Alle waren begeistert und dankbar für diesen

musikalischen Beitrag in der anstrengenden Corona-Zeit. Musik tut

allen Menschen gut; und wenn sie als Abwechslung in einer Krise

dienen kann, umso besser.

Das Konzert war nicht nur für die Bewohner; ebenso wollten die

Musiker den vor allem in der Corona-Pandemie hart arbeitenden

Mitarbeitern danken und ihnen Anerkennung zollen.

Wir bedanken uns herzlich für die tolle musikalische Darbietung

von Stephan Flesch und Elmar Federkeil und für die großartige

Unterstützung der LIONS.

Annika Preuß,

Auszubildende zur Kauffrau für Büromanagement

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Zoar aktuell 7 | 2020


NACHRICHTEN

Alltagsmasken-Spende

Elsbeth und Sandra Meier: 4 bis 6 Stunden Masken nähen am Tag

Elsbeth Meier (75) ist

gelernte Näherin. In

diesem Beruf hat sie viele

Jahre gearbeitet, bis ihr

erstes Kind unterwegs war.

Die rüstige Rentnerin hat

heute zwei erwachsene

Söhne, die ebenfalls Familien

gegründet haben. Bei

einem ihrer Söhne wohnt

sie im Haus und hat ein

enges und vertrauensvolles

Verhältnis zu

ihrer Schwiegertochter

Sandra (links) und Elsbeth Meier: voller Stolz

zeigen sie einen Teil ihrer bunten Arbeitsergebnisse,

die als Mund-Nasen-Schutz dienen.

Sandra Meier. Sie ist Gesundheitsassistentin beim Evangelischen

Diakoniewerk Zoar und hat ihren Arbeitsplatz in Rockenhausen, wo

sie unter anderem Betriebsarzt Dr. Michael Klöckner unterstützt.

„Mit Beginn der Corona-Krise gab es bei Zoar den Aufruf, Alltagsmasken

zu nähen“, berichtet Sandra Meier im Interview. „Das habe

ich zuhause meiner Schwiegermutter erzählt und schnell war für

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NACHRICHTEN

uns beide klar, da wollen wir helfen.“ So sind etliche private Arbeitsstunden

zusammengekommen. Mittlerweile sind fast alle Stoffreste,

die sich noch im Schrank befanden,

aufgebraucht. Auch Freundinnen haben

Stoffreste vorbeigebracht. „Unsere

Arbeitsteilung hat sich rasch ergeben“,

beschreibt Sandra Meier die Näharbeiten

mit ihrer Schwiegermutter am Küchentisch.

„Sie hat genäht, und ich habe

den Zuschnitt gemacht, gefaltet und

gesteckt. Auch für die Bänder war ich

zuständig.“ Im Verlaufe der Wochen, in

denen die Nähmaschine im Hause

Elsbeth Meier (75) ist Meier nur so ratterte, hat sich die

gelernte Näherin und

handwerkliche Fertigungstechnik der

beim Nähen voll in

ihrem Element. beiden Frauen immer weiter verbessert.

„Zum Schluss schafften wir

circa 40 Alltagsmasken am Tag“, informiert Sandra

Meier. Diesem Fleiß gebührt großes Lob, allein

schon für die Steigerung

der Stückzahlen

im „Home Office“.

Beim Zuschnitt der Stoffe

ist Genauigkeit gefragt.

Das Nähen der Bänder ist aufwendig.

Eine ruhige Hand und

ein gutes Auge sind hier gefragt.

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NACHRICHTEN

Alltagsmasken und

Glitzerkostüme

Elsbeth Meier ist ein

Näh-Profi. Gelernt hat sie

damals bei Otto Kern sen.

in Kaiserslautern. Während

der Corona-Krise

hat sie sich auf Alltagsmasken

spezialisiert,

um angesichts der

Engpässe bei der Schutzbekleidung aktiv zu helfen.

Normalerweise näht sie privat Tischdecken und Kissenbezüge; auch

Faschings- und Tanzkostüme sind der große Renner und werden

nicht nur von den Enkeln gern genommen. Da die Enkelin in einer

Tanzgruppe mittanzt, sind mit Blick auf die aufwendigen Glitzerkostüme

gute Nähkenntnisse gefragt, zum Beispiel beim Ändern

und Anpassen der Kostüme. Elsbeth Meier steht als Fachfrau daher

hoch im Kurs und hilft, wo es geht, gerne. Auch Änderungsarbeiten

gehen ihr leicht von der Hand. „Das ist bekannt, und so werden hier

gern auch mal Hosen zum Kürzen und Hemden zum Flicken abgegeben“,

erzählt Sandra Meier. Und wenn ihre Schwiegermutter

mal nicht an der Nähmaschine sitzt, dann ist sie in ihrem geliebten

Garten oder trifft sich mit Freundinnen zum Kaffeekränzchen.

Die gemeinsamen Näharbeiten haben die beiden Frauen noch enger

zusammengeschweißt. Immer, wenn eine neue Ladung Masken

fertig war, brachte sie Sandra Meier mit zu Zoar. Auch in der Verwaltung

wurden regelmäßig Alltagsmasken aus bunten Stoffen mit langen

Bändern zum variablen Binden ausgelegt. So konnte sich jeder,

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NACHRICHTEN

Die Alltagsmasken wurden bei

Zoar, wie zum Beispiel hier in

der Teeküche der Verwaltung I,

kostenfrei zu Verfügung gestellt.

Jeder, der Bedarf hatte, konnte

sich davon welche nehmen.

der noch Alltagsmasken benötigte, kostenfrei bedienen. „Das kam

gut an“, so die Gesundheitsassistentin. „Den Zuspruch der Kollegen

und den dringenden Bedarf habe ich zuhause immer auch meiner

Schwiegermutter mitgeteilt.“ So war für beide klar: „Wir machen

weiter, so lange unsere Hilfe gebraucht wird“. Kurz vor Redaktionsschluss

erreicht uns die Nachricht, dass das fleißige Meier-Duo 1.020

Alltagsmasken produziert hat. 600 davon gingen ans Zoar-Nähzimmer

in Rockenhausen und circa 100 an Kollegen; der Rest an

Freunde, Verwandte und Familie der Meiers.

Danke für diese aktive Unterstützung! Das war für die

Einrichtung eine große Hilfe!

Alexandra Koch

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NACHRICHTEN

Spendenübergabe Stationäres Hospiz Nordpfalz in Rockenhausen

Bunte Pflanz- und Blühaktion auf der Hospiz-Terrasse

Junge Menschen im sozialen Einsatz – das ist immer besonders

bewegend; vor allem, wenn sich deren Engagement auf das Wohl

älterer und kranker Menschen richtet. So fand zum Beispiel vor

einem Jahr die tolle 72-Stunden-Aktion zugunsten des Stationären

Hospizes Nordpfalz im Schlosspark Rockenhausen statt, über die

wir damals ausführlich

berichtet haben.

Das Motto der

72-Stunden-Aktion

lautete „Uns schickt

der Himmel.“ Junge

Menschen sind mit

ihrem freiwilligen,

sozialen Einsatz wirklich

ein Geschenk

des Himmels; in

mehrfacher Hinsicht,

auch monetär. Denn Junge Menschen im sozialen Einsatz. Das Gruppenfoto

entstand im Rahmen der 72-Stunden-Aktion zugunsten des

für das Stationäre

Stationären Hospizes Nordpfalz, die im Mai 2019 stattfand.

Hospiz Nordpfalz Nun endlich, nach Corona bedingter Verzögerung, fand die

kamen im Rahmen offizielle Spendenübergabe statt.

dieser sozialen

Aktion innerhalb von 72 Stunden 1.392,10 Euro zusammen. Das

Geld war von Anfang an für eine bunte Pflanz- und Blühaktion am

Hospiz gedacht. „Unsere Gäste lieben es, schöne Dinge mit den

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NACHRICHTEN

Augen zu erfassen und sich an

bunten Farben zu erfreuen“,

kommentierte Hospizleiterin

Birgit Edinger die Aktion, und

Phillip Lichtenberger von der

Evangelischen Jugend Rockenhausen

drückte in Vertretung

seines jungen Teams die Freude

darüber aus, dass ihre Pflanzund

Blühaktion wirklich so gut

ankommt.

Bunt und bienenfreundlich

Nach einer Corona bedingten

Verzögerung war es nun endlich

soweit. Es konnte gepflanzt

werden, und die Spende wurde

offiziell übergeben. So werden

die Hospiz-Gäste noch den

ganzen restlichen Sommer und

Herbst (so lange die Terrasse bei warmen Temperaturen nutzbar ist)

etwas davon haben. Dank der vielen Pflanzkübel in unterschiedlichen

Größen entstanden auf der Terrasse des Stationären Hospizes

Nordpfalz drei blühende Inseln in hohen, grauen Glasfiebertöpfen,

die rein optisch aussehen, als seien sie aus Stein. „Sie sind weitaus

leichter und können somit auch besser bewegt beziehungsweise

umgestellt werden“, erklärte Julia Karlin von der Gärtnerei Karlin aus

Steinbach. Und weiter: „Die Pflanzgruppen wurden zum einen für

den Halbschatten und zum anderen für volle Sonnenbestrahlung

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NACHRICHTEN

Bunte und bienenfreundliche Pflanz- und Blühaktion auf der

Hospiz-Terrasse; ein Augenschmaus für die Gäste des Hospizes.

Beim Fototermin mit dabei waren: (v.l.n.r.) Hospizleiterin

Birgit Edinger, Karla Mendez, Cai Christmann, Emily Wieser,

Ruben Wolf und Phillip Lichtenberger von der Evangelischen

Jugend Rockenhausen.

zusammengestellt“. Bei der Auswahl der Gewächse für die Kübelbepflanzung

habe sie sich voll und ganz auf das Fachwissen der

Gärtnerei verlassen, sagte Hospizleiterin Edinger. Und dieser fachliche

Rat war nicht nur gut, sondern hat ein sehr ansprechendes

Ergebnis erzielt, das jedem Besucher sofort angenehm ins Auge fällt.

Julia Karlin ergänzte zudem das Stichwort „Bienenfreundlichkeit“.

Auch danach sind die Pflanzen ausgewählt worden, und so gibt es

beim optischen Genuss der Pflanzen auch noch jede Menge summende

Tierchen zu beobachten.

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NACHRICHTEN

Im Rahmen der

72-Stunden-Aktion des

Bundes der Deutschen

Katholischen Jugend

(BDKJ), die im Dekanat

Donnersberg 2019 zum

vierten Mal stattfand,

machten sich jungen

Menschen Gedanken

zum Thema „Hospiz“. Ihre Ideen sammelten sie auf einer kreativ

gestalteten Leinwand und präsentierten sie der Öffentlichkeit.

Ganzjährige Bepflanzung in winterharten Töpfen

„Für unsere Gäste sind diese blühenden Pflanzeninseln etwas ganz

besonderes“, berichtete Birgit Edinger beim Interview zusammen mit

den Jugendlichen, die vor einem Jahr im Rahmen der 72-Stunden-

Aktion mithalfen, das Geld für die Bepflanzung der Töpfe zu sammeln.

Gemeinsam entstand ein Erinnerungsfoto vor den Kübelbepflanzungen.

Die Bepflanzung wurde in einer Kombination von Saisonpflanzen

und dauerhaften Pflanzen gewählt, „damit ganzjährig etwas in den

Kübeln ist und sie nicht über die Winterzeit leer stehen“, erklärte Julia

Karlin von der gleichnamigen Gärtnerei. „Das nächste Mal helfen wir

auf jeden Fall bei der Bepflanzung mit“, so Phillip Lichtenberger. Das

war diesmal wegen Corona leider nicht möglich.

Vielen Dank an alle, die mithalfen, dass es auf der Terrasse des Hospizes

nun grünt und blüht und dass auch Bienen dort Nahrung finden.

Alexandra Koch

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NACHRICHTEN

Alltagsmasken-Spendenübergabe im KiboBad

in Kirchheimbolanden an Mitarbeiter der Seniorenresidenz

Das Corona-Virus schränkt das öffentliche Leben weitestgehend

ein. Viele Freizeitaktivitäten bleiben momentan auf

der Strecke und viele Betriebe stehen still. Auch das KiboBad

wurde in die Zwangspause geschickt. Einige Mitarbeiterinnen des

KiboBad-Bistros hatten jedoch eine tolle Idee, um sich Beschäftigung

zu verschaffen. Neben Revisionsarbeiten wurde die Fertigung

von Alltagsmasken realisiert. Damit angefangen haben vier

Mitarbeiterinnen, die im Laufe der Zeit noch eine ehrenamtliche

Helferin dazu gewannen. Mit Nähmaschinen

und Stoffen machten sich die fleißigen Frauen ans

Werk. Es wurde zugeschnitten und genäht, so dass die

Maschinen nur so ratterten.

Gute Idee zum Wohle anderer

Zusätzlich zur Arbeitszeit wurden von den sozialengagierten Frauen

auch die verschiedenen Stoffe und Nähmaterialien gespendet. Eine

weitere helfende Hand kam später auch noch aus dem KiboBad-

Reinigungsteam hinzu. Kurz nach Beginn der Näharbeiten gingen

schon die ersten Aufträge ein, die das Näh-Team fleißig abarbeitete.

So wurden 300 Alltagsmasken für die Feuerwehren in der

Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden zur Aufrechterhaltung

des Übungsbetriebs gefertigt, weitere 200

Stück gingen an Verwaltungen und Einrichtungen,

wie zum Beispiel die Stadtbibliothek. Es war der

Wunsch der Näherinnen, dass noch mehr Einrichtungen

von dieser freiwilligen Aktion profitieren. Und so

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NACHRICHTEN

gingen weitere 170 Alltagsmasken an das Zentrum für Kinder- und

Jugendmedizin und an die Kinderonkologie der Universitätsmedizin

Mainz. Im Zuge des vorbildlichen sozialen Engagements wurde auch

an die älteren Menschen gedacht, und so erhielten die Alten- und

Pflegeheime in Kirchheimbolanden je 50 Alltagsmasken; davon

profitierten zum Beispiel die Seniorenresidenz Kirchheimbolanden

und das Seniorenzentrum Wolffstift.

Dankend in Empfang genommen wurde der

Mund-Nasen-Schutz von Einrichtungsleiterin

Martina Degen und Angelika Kraut, Verantwortliche

Pflegefachkraft, (beide Seniorenresidenz

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NACHRICHTEN

Alltagsmasken-Spendenübergabe im KiboBad

in Kirchheimbolanden: (v.l.n.r.) Angelika Kraut,

verantwortliche Pflegefachkraft der Seniorenresidenz,

Simone Kollodzieyski (KiboBad-Bistro), Martina Deubel

(KiboBad-Bistro), Denise Kurz (ehrenamtliche Helferin),

Beate Krosse (KiboBad-Bistro), Karin Krajewski (KiboBad-

Bistro) und Martina Degen, Einrichtungsleiterin der

Seniorenresidenz. Auf dem Bild fehlt leider Simone Haas

vom KiboBad-Reinigungsteam.

Kirchheimbolanden) sowie Pflegedienstleiter Thomas Dittrich

(Seniorenzentrum Wolffstift). Der Dank an die fleißigen Näherinnen

war riesig, denn die Alltagsmasken wurden während der Corona-

Pandemie sehr stark benötigt. Daher waren Einrichtungsleiterin

Martina Degen und Pflegedienstleiterin Angelika Kraut von dieser

sozialen Aktion zum Wohle anderer überaus begeistert und sparten

nicht mit Lob.

Ein herzliches Dankeschön für den fleißigen Einsatz und die Spende

der Alltagsmasken.

Annika Preuß,

Auszubildende zur Kauffrau für Büromanagement

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NACHRICHTEN

Spende für das Stationäre Hospiz Nordpfalz

Megumed Diagnostik GmbH:

Verkauf von Schutzmasken für den guten Zweck

Eine spontane Aktion vor dem Edeka Strese in Rockenhausen

zugunsten des guten Zwecks führte zu einem Spendenerlös von

500 Euro. Das ist toll! Spontane Aktionen dieser Art würde Birgit

Edinger, Leiterin des Stationären Hospizes Nordpfalz in Rockenhausen,

gern öfters in Anspruch nehmen. Umso herzlicher war ihr Dank im

Namen des Hospiz-Teams an Dominik Stange, Betriebsleiter der

„Megumed Diagnostik“ in Grünstadt, der die Spende vor Kurzem

offiziell übergab. „Wir wollten etwas Gutes tun“, sagt er. „Dieser Krise

durch Corona kann man am ehesten durch positive Geschehnisse

entgegenwirken.“ Das ist richtig! Und so rundete das Unternehmen

den eingenommenen Betrag auf 500 Euro auf.

Wir blicken zurück! Am Montag,

27. April 2020, wurde in Rheinland-Pfalz

die Maskenpflicht

eingeführt, um sich selbst und

andere zu schützen. In diesem

Zusammenhang kam Dominik

Stange die zündende Idee. Ein

Verkauf von Alltagsmasken, und

das an einem Ort, wo am ersten

Tag der eingeführten Maskenpflicht

sicher viele Menschen

noch keinen Mund-Nasen-Schutz

besitzen. Gesagt, getan!

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Zoar aktuell 7 | 2020


NACHRICHTEN

Aus einer Holzhütte heraus, wo sonst Spargel und Erdbeeren verkauft

werden, wurden an zwei Tagen der Corona-Pandemie zahlreiche

Alltagsmasken im 10er-Pack und einige FFP2-Masken zum

Verkauf angeboten. „Viele Menschen waren dankbar für dieses

Angebot“, berichtet Dominik Stange, denn aufgrund des Engpasses

seien sie noch nicht im Besitz einer Maske gewesen. „Einige haben

den zu zahlenden Betrag aufgerundet, so dass unser Spendenbetrag

unaufhörlich stieg.“ Der spontan organisierte Maskenverkauf vor

dem EDEKA Strese in Rockenhausen war somit ein voller Erfolg.

Ein Dank geht auch an Viktor Strese, Chef der Firma Edeka Strese,

der die Spendenaktion dadurch unterstützte,

dass er Holzhütte und Platz für

500 Euro Spende für das

Stationäre Hospiz Nordpfalz

die Verkaufsstelle spontan und unentgeltlich

zur Verfügung stellte. Ein Teil des

von der Firma „Megumed

Diagnostik“ GmbH durch den

Verkauf von Alltagsmasken zum Verkaufserlöses ging an das Stationäre

Schutz während der Corona- Hospiz Nordpfalz. „Wir freuen uns über

Pandemie. Das Foto zeigt

diese spontane Spendenaktion, durch die

(v.l.n.r.) Angelina Bolten,

außerdem die in dieser Zeit notwendigen

Dominik Stange mit symbolischem

Scheck und Birgit Edinger. Schutzmaßnahmen unterstützt wurden“,

sagte Birgit Edinger.

Das Unternehmen „Megumed Diagnostik“ GmbH aus Grünstadt

ist ein Spezialist für Mikrobiologie, Diagnostik, Inkontinenzhilfsmittel

und Praxisbedarf und auch Händler von

OP- und Schutzmasken.

Wir sagen danke für die Spende von 500 Euro an das

Stationäre Hospiz Nordpfalz!

Alexandra Koch

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NACHRICHTEN

500 Euro Spendenübergabe an das

Stationäre Hospiz Nordpfalz

Ehepaar Neubrech und deren Einsatz zum Vorteil des Hospizes

Eine Spende in Höhe von 500 Euro

wurde kürzlich dem Stationären

Hospiz Nordpfalz in Rockenhausen

übergeben. Die Spende kam von der

Firma „proWIN“, die symbiontische Reinigungsmittel, Wellnessartikel

und Tierprodukte vertreibt und ihren Sitz im Saarland hat.

Für Verkaufsberaterin Liane Neubrech, die ein Team von 18 Mitarbeiterinnen

führt, ist das Hospiz in Rockenhausen ein Begriff, weil

ein Mensch aus dem nahen Bekanntenkreis dort in Würde sterben

durfte. „Mein Mann und ich mussten nicht lange überlegen, welche

soziale Einrichtung wir unterstützen. Im Hospiz wird herausragende

Arbeit geleistet. Wir finden es gut, dass es eine solche Einrichtung

gibt“, sagt die aktive und lebensbejahende Frau, die seit 2016

nebenberuflich als „proWIN“-Verkaufsberaterin arbeitet und in

Becherbach wohnt.

„Diese Arbeit macht mir großen Spaß“, sagt sie. „Für mich ist das

wie Freizeit, so wie andere Menschen Rad fahren oder schwimmen

gehen.“ Auch ihr Mann zieht voll mit und unterstützt seine Frau, wie

und wo er kann. „Wir sind von den Produkten überzeugt“, so Liane

Neubrech, und ihr Mann Harry Neubrech bestätigt das. „Ansonsten

würden wir uns nicht so einsetzen und könnten die Produkte auch

nicht so authentisch präsentieren und empfehlen.“ Im Hauptberuf

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Zoar aktuell 7 | 2020


NACHRICHTEN

ist Liane Neubrech Textillaborantin und arbeitet in Teilzeit bei der

„KOB Medical Devices GmbH“ in Wolfstein, einem Hersteller medizinischer

Verbandsstoffe.

Schmerzfrei und

umsorgt

Authentizität, positive

Energie und Vertrauen

zum Produkt – das sind

die Erfolgsgaranten, die

Liane Neubrechs Umsätze

als „proWIN“-Verkaufsberaterin

von Jahr zu Jahr

steigen ließen. Aufgrund

dessen wurde sie

zusammen mit anderen

erfolgreichen „proWIN“-

Verkaufsberaterinnen

ausgewählt, ein soziales

Projekt ihrer Wahl

500 Euro für das Stationäre Hospiz Nordpfalz! Die Spende kam

von der Firma „proWIN“. Ideengeberin war Verkaufsberaterin

Liane Neubrech (links), die den symbolischen Spendenscheck

zusammen mit ihrem Ehemann Harry Neubrech offiziell an

Hospizleiterin Birgit Edinger (rechts) überreichte. Für „proWIN“-

Verkaufsberaterin Liane Neubrech war die Spende an das Hospiz

in Rockenhausen eine Herzensangelegenheit.

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NACHRICHTEN

finanziell zu unterstützen. Ganz nach dem Motto: „proWIN“ hat

die Lösung. „Meine Wahl fiel sofort auf das Hospiz für die Nordpfalz.

Das ist mir eine Herzensangelegenheit“, sagt sie und freut sich zusammen

mit ihrem Mann darüber, dass die Spende dort so dankbar

entgegengenommen wurde, denn 5 Prozent der laufenden Betriebskosten

müssen jährlich über Spenden generiert werden. „Wir freuen

uns über jede Spende“, so Hospizleiterin Birgit Edinger, „egal, welcher

Betrag es ist“. Auch eine Mitgliedschaft im Förderverein Zoar

sei möglich, „denn auch dadurch werden wir unterstützt“.

Fast eine Million Euro für den guten Zweck

Viele soziale Projekte erhielten Unterstützung

Die Philosophie der „proWIN“ Winter GmbH ist eng mit karitativem

Einsatz verknüpft. Im Sinne des Unternehmensleitsatzes

„Zuerst der Mensch“ leistet der Direktvertrieb einen hohen

gesellschaftlichen Einsatz – und das seit nunmehr 25 Jahren.

Über einen groß angelegten Wettbewerb wurden anlässlich

des Jubiläums Spenden generiert. Vertriebspartner wie Liane

Neubrech konnten sich über das Erreichen eines vordefinierten

Umsatzes für die Unterstützung eines ihnen am Herzen liegendes

Projekts qualifizieren. Den Gewinnern winkte ein 500 Euro-Scheck

für eine zweckgebundene Spende an ein Projekt ihrer Wahl. Diese

fiel bei Liane Neubrech auf das Stationäre Hospiz Nordpfalz. Sie

reichte das Projekt bei „proWIN“ ein und war erfolgreich – ebenso

wie rund 1.600 eingereichte Projekte von 1.533 Vertriebspartnern.

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Zoar aktuell 7 | 2020


NACHRICHTEN

„Unsere verstorbene Freundin Helga hat sich hier im Hospiz in

Rockenhausen wohl gefühlt. Das hat sie ihrem Mann, der es uns erzählt

hat, immer wieder gesagt. Hier im Hospiz ist sie in Würde verstorben“.

Harry Neubrech drückt damit aus, was viele denken: „Gut, dass es

das Hospiz gibt!“. Es bedeutet, schmerzfrei und umsorgt zu sterben.

Vielen Dank für die 500 Euro-Spende der Firma „ProWIN“ und ein

großes Dankeschön an die Ideengeberin Liane Neubrech.

Alexandra Koch

Auf diese Weise wurde eine Gesamtspendensumme in Höhe von

946.500 Euro zugunsten sozialer Projekte zum Wohle von alten,

kranken und bedürftigen Menschen sowie zur Unterstützung

von Kindern und Jugendlichen und im Bereich Umwelt-, Naturund

Artenschutz aufgeteilt. Eine der Gewinnerinnen der

Förderung war Liane Neubrech aus Becherbach, die den Spendenscheck

wiederum an ihr soziales Wunschprojekt weiterreichte.

Mit dieser Spendenaktion stellt „proWIN“ erneut unter Beweis,

so der Unternehmenstext, dass gemeinschaftliches Engagement

ganz viel bewirken kann – in diesem Fall das von Unternehmen,

Vertriebspartnern und Kunden.

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NACHRICHTEN

Zoar – Geschichte

Alte Zoar-Kapelle auf dem Inkelthalerhof in Rockenhausen

Die alte Zoar-Kapelle in Rockenhausen hoch oben auf dem Berg

steht auf einem idyllischen und beschaulichen Fleckchen Erde.

Sie wurde 1934 gebaut und ihrer Bestimmung übergeben. Ein Jahr

zuvor war der Friedhof eingeweiht worden. Die Einraum-Kapelle,

errichtet aus Sandsteinen, diente deshalb lange Jahre als Friedhofskapelle.

Der umliegende Friedhof ist terrassenförmig angelegt und

erhält seine naturbelassene

Erscheinung durch alten Baumbestand.

Ein schlichtes, großes

Holzkreuz überragt das Gelände,

und manche Grabsteine und

-platten, von Pflanzen natürlich

begrünt, sind sichtbar und deren

Inschrift zu lesen.

Schlichte Friedhofskapelle

aus Sandsteinen

Im Zoar-Jahresbericht 1934 ist

Folgendes nachzulesen: „Das Jahr

1934 brachte keine Erweiterung

der Gebäude, lediglich die Erstellung

der Friedhofskapelle wurde

durchgeführt. Die Beerdigungen

werden nun in diesem kleinen,

schlichten Raum abgehalten, der

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NACHRICHTEN

Herrlicher Ausblick von

der Anhöhe, wo die alte

Zoar-Kapelle steht, über die

nordpfälzische Mittelgebirgslandschaft.

Im Vordergrund

ragt das Oberlinhaus

aus dem Baumbestand

hervor, und folgt das Auge

der Baumallee hoch auf

den gegenüberliegenden

Berg sehen wir die neue

Zoar-Straße, die zum

Inkelthalerhof führt.

bei Kälte, Hitze, Regen oder Sturm einen erfreulichen Schutz bietet“.

Jahre später (1967) wurde dann die neue Zoar-Kapelle im Falkhauspark

errichtet; ganz modern mit bodentiefen Fenstern und Platz für

rund 150 Besucher. Dort werden heute noch regelmäßig Andachten

abgehalten. Auch Festgottesdienste zu unterschiedlichsten Anlässen

finden dort statt.

Restaurierung der alten Kapelle?

Die alte Zoar-Kapelle, oberhalb der neuen Kapelle im Wald, wird

von einem hübschen Glockenturm geziert, der mit Schieferplatten

verkleidet ist. Der Fußboden im Inneren ist mit Sandsteinplatten

ausgelegt. Das nunmehr fast 100-jährige Gebäude sieht immer noch

gut erhalten aus, hat aber im Zuge der Zeit selbstverständlich Schäden

genommen, zum Beispiel Risse im Mauerwerk. „Der bauliche

Zustand der Kapelle lässt grundsätzlich eine umfassende Restaurierung

zu“, schreibt Werner Dietz von CDi-Baumanagement in einer

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NACHRICHTEN

Gebäudebeschreibung. Fest steht, dass eine Restaurierung aufgrund

der topographisch ungünstigen Lage mit einem großen Aufwand

verbunden wäre. „Allein das Gerüst und sämtliche Baumaterialien

dorthin zu transportieren, würde eine logistische Herausforderung

sein“, so Werner Dietz. Nun gilt es zu überlegen, wie verfahren

werden soll. Im Raum stehen zwei Vorschläge des Ingenieurbüros

für Bauwesen: entweder notwendige Reparaturen, um den Erhalt zu

sichern, oder eine aufwendige Sanierung, nach deren Abschluss in

der Kapelle eine Tafel mit Informationen zu diesem besonderen Ort

angebracht werden könnte.

Alexandra Koch

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Zoar aktuell 7 | 2020


AKTUELL

Stella empfiehlt:

Wir kühlen uns ab!

Das geht auch ohne Reisen

in ferne Länder.

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Impressum

Herausgeber:

Evangelisches Diakoniewerk Zoar

Inkelthalerhof

67806 Rockenhausen

Verantwortlich:

Peter Kaiser, Vorstandssprecher

Martina Leib-Herr, Vorstand

Redaktion:

Alexandra Koch, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit,

Marketing und Fundraising

Layout und Satz:

Andrea Adler & Alice Hubert

hauptsache:design, Mainz

Druck:

Volkhardt Caruna Medien

GmbH & Co. KG, Amorbach

Auflage: 1.250

Fotos:

Alexandra Koch, Zoar-Mitarbeiter; S. 36+37 Fotowerkstatt

Patric Dressel; stock.adobe.com ©:

Titel: Strichfiguren.de, S. 14 jpfoto66, S. 16+17

Pugun & Photo Studio, S. 18+19 tukkata88, S. 20+21

orangeberry, S. 22+23 kid_a, S. 24+25 garalia,

S. 29 krissikunterbunt, S. 30-32 Tobrono, S. 41+ 44

Fiedels, S. 45-48 Thaut Images, S. 53 Svitlana,

S. 61 baksiabat, S. 62 L. Klauser, S. 63 demianvs

Der Inhalt dieses Heftes wurde sorgfältig geprüft, aber

dennoch übernimmt die Redaktion keine Haftung für die

Richtigkeit aller Angaben.

In dieser Publikation wird auf eine geschlechtsneutrale

Schreibweise geachtet. Wo dies nicht möglich ist, wird

zugunsten der besseren Lesbarkeit das ursprüngliche

grammatische Geschlecht verwendet. Es wird hier

ausdrücklich darauf hingewiesen, dass damit auch

jeweils das andere Geschlecht angesprochen ist.

Zertifikat der Bundesagentur für Arbeit

Mainz für erfolgreiche Inklusion

Zoar in Kooperation mit:

Zoar-Werkstätten sind nach

folgenden Systemen zertifiziert:

Qualitätsmanagement DIN EN ISO 9001,

Umweltmanagement DIN EN ISO 14001

und nach AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung

Arbeitsförderung)

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