Mittendrin_Juli_2020

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Unsere mittendrin aus der Bremer City im neuen Design

DIE BREMER CITY

SOMMER

2020

Urlauben in der City |

Verkehr und Mobilität |

30 Jahre LLOYD PASSAGE |

Sommer-Shopping | Aktionstage

MITTEN

SHOPPEN

SCHLEMMEN

ERLEBEN

DRIN

CITY INITIATIVE

BREMEN


Termine

Tag des Kaffees

9. Juli, 11 bis 18 Uhr

verschiedene Orte

Zauberhafte City

10. Juli, 13 bis 18 Uhr

verschiedene Orte

Frühshoppen-Konzert

Luka & Kai

11. Juli, 12 bis 14 Uhr

auf dem Ansgarikirchhof

Kinder-Spaß-Tag

17. Juli, 11, 13, 15 und 17 Uhr

auf dem Domshof,

in Kooperation mit Open Space

Oldtimer Day

18. Juli, 10 bis 19 Uhr

verschiedene Orte

Zauberhafte City

24. Juli, 13 bis 18 Uhr

verschiedene Orte

Frühshoppen-Konzert

Only Romeo

25. Juli, 12 bis 14 Uhr

auf dem Ansgarikirchhof

Kinder-Theater

31. Juli, 15 bis 17 Uhr

im Schnoor

Kinder-Sport-Spaß

7. August, 11 bis 18 Uhr

Hanseatenhof, Ansgarikirchhof

Frühshoppen-Konzert

Drunken Hearted Men

8. August, 12 bis 14 Uhr

auf dem Ansgarikirchhof

Kindertheater

14. August, 15 bis 17 Uhr

im Schnoor

Eisfest

14./15. August, 10 bis 19 Uhr

Hanseatenhof und Ansgarikirchhof

Frühshoppen-Konzert

Paloma & The Matches

22. August, 12 bis 14 Uhr

auf dem Ansgarikirchhof

... und vieles mehr ...

AKTUELL

FRISCHER WIND IN DER CITY

Frau Reuther, seit Mitte März

sind Sie neue Geschäftsführerin

der CityInitiative.

Gleich zu Anfang waren Sie

durch die Corona-Krise gefordert,

alles andere als ein

gewöhnlicher Einstand. Mit

welchen Herausforderungen

waren Sie die vergangenen

Wochen konfrontiert?

Carolin Reuther: Ich denke, mir

ging es ähnlich wie den meisten

in dieser Zeit: Vor allem die

sich täglich ändernden Rahmenbedingungen

waren eine

große Herausforderung. Zudem

hatte ich mich noch in das

Alltagsgeschäft einzuarbeiten.

Trotz Corona liefen viele Projekte

wie etwa die Planungen

für den neuen City Guide oder

die Begrünung der Innenstadt

weiter, während andere Themen

wie unsere Veranstaltungen

oder Werbemaßnahmen

komplett abgesagt oder umgeplant

werden mussten. Aber

besonders wichtig für mich

und die CityInitiative war es,

gerade in der ersten Zeit nach

dem Lockdown, das Bestmögliche

an Service und Unterstützung

für unsere Mitglieder

und die Innenstadtwirtschaft

zu bieten. Wir sind stets eng

an den Entscheidungsträgern

drangeblieben, haben unseren

Mitgliedern praktische Hilfestellungen

gegeben und entsprechende

Maßnahmen ergriffen.

Der Sommer liegt in der Luft –

auf was dürfen sich die

Bremer in den kommenden

Monaten freuen? Welche

Highlights erwarten sie?

Sich auf Erlebnis- und Shoppingtour

zu begeben, in der

Bremer City zu urlauben, dazu

lade ich alle ein. Neben den Geschäften

mit ihrer tollen Sommermode,

Accessoires, Möbeln

und vielem mehr, kann man

an der Schlachte, am Marktplatz

oder im Schnoor bestens

draußen essen und die Seele

baumeln lassen. Dabei ist

die Innenstadt mit ihren

eigenständigen Quartieren

manchmal selbst das Highlight:

Denn auch für Binnen-

BremerInnen ist es ein Erlebnis,

das historische Ambiente

rund um den Marktplatz

zu erleben oder die

Museen zu besuchen, einen

Spaziergang über den Wall und

den Fedelhören zu genießen

oder vom Marktplatz aus auf

den alten Pfaden der Stadt in

den Schnoor zu spazieren.

Ferner haben wir als City-

Initiative und mit Partnern wie

der LLOYD PASSAGE, der Hochschule

für Künste Bremen

und den Anliegern in den BIDs

Ansgarikirchhof sowie Sögestraße

etliche Aktionstage geplant,

die Urlaubs feeling trotz

Corona-Maßnahmen versprechen

– ob Musik, Kindertheater

oder Zauberer, es ist für Groß

und Klein etwas dabei.

Der Einzelhandel hat wieder

geöffnet, und vielerorts

herrscht Aufbruchstimmung

in der Stadt. Welche Themen,

die die Bremer City betreffen,

möchten Sie nun anpacken?

Die großen Projekte nehmen

nun wieder Fahrt auf: die anstehenden

Bauprojekte oder

die Fortschreibung des Verkehrsentwicklungskonzepts

sowie die Entwicklung neuer

Mobilitätskonzepte für die Innenstadt.

Da müssen wir dranbleiben.

Wichtige Themen, die

darüber hinaus auf der Agenda

stehen, sind die weitere

Erhöhung der Aufenthaltsqualität

durch mehr Sauberkeit

sowie verschiedene Aktionen

und Veranstaltungen.

Außerdem arbeiten wir an digitalen

Konzepten und starten

zunächst mit der Konzeptionierung

einer neuen Homepage,

die eine bessere Präsentationsmöglichkeit

für die

Unternehmen der City bietet,

mehr mobile Features für Besucher

enthält – und damit

auch mehr Spaß verspricht –

sowie den Netzwerkgedanken

weiterspinnt. Zudem möchten

wir das Zwischennutzungsmanagement

ausbauen. Man

darf also gespannt sein.

FOTO: GABY AHNERT

Für alle Veranstaltungen gilt:

Änderungen aufgrund behördlicher

Auflagen zur Eindämmung

des Coronavirus vorbehalten.

Weitere Infos zu den Terminen

unter www.bremen-city.de.

IMPRESSUM

MITTENDRIN

4. Juli 2020

Herausgeber:

CityInitiative Bremen Werbung e.V.

Carolin Reuther (V.i.S.d.P.)

Hutfilterstraße 16–18, 28195 Bremen

Tel. 0421-165 55 51, www.bremen-city.de

Fotos, soweit nicht anders angegeben: CityInitiative Bremen

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Verlag:

Bremer

Tageszeitungen AG

Martinistraße 43

28195 Bremen

Druck:

Girzig + Gottschalk GmbH

Hannoversche Straße 64

28309 Bremen


ERLEBNIS

URLAUBEN IN DER

BREMER CITY

Die Ferien stehen vor der Tür, und es fehlt noch das richtige

Outfit für laue Sommerabende im Freien oder den Urlaub? Die

zahlreichen Geschäfte in der Bremer City haben sich auf die warmen

Temperaturen eingestellt und bieten die Gelegenheit, sich

mit angesagten Must-haves einzudecken. Es gibt noch weitere

Gründe, sich auf den Weg in die Innenstadt zu machen, denn

dort warten gleich mehrere Highlights. Binnen- und Butenbremer

können also gespannt sein und sich freuen: In der City

kommt Urlaubsfeeling auf.

Den Auftakt macht am 10. und 24. Juli die „Zauberhafte City“, mit

einem abwechslungsreichen Familienprogramm. Die Besucher

dürfen sich unter anderem auf den Walking Act Alexander Treville

freuen, der Zauberei auf höchstem Niveau präsentiert. Seifenblasenkünstler

sorgen für erstaunliche Effekte. Den 14. und

15. August sollten sich Eisliebhaber im Kalender anstreichen,

denn auf dem Hanseatenhof und Ansgarikirchhof gibt es Eiscreme

in zahlreichen Kreationen. Überhaupt stehen die Zeichen

auf Sommer: Ob Eis, Kuchen, Snacks oder Kaffeespezialitäten –

für eine Stärkung während des Bummels ist gesorgt. Dank der

GENUSS

NEUES FÜR KAFFEEFANS

Für Kaffeeliebhaber gibt es

eine neue Topadresse: das

Johann Jacobs Haus in der

Obernstraße. Im Jahr 1914

eröffnete Johann Jacobs an

dieser Stelle das Stammhaus

im Herzen von Bremen. Sein

Urgroßneffe Johann Christian

Jacobs möchte den ehemaligen

Sitz der Rösterei wieder

zum Leben erwecken und dort

Kaffee in all seinen Facetten

zeigen. Das Haus ist in mehrere

Einheiten aufgeteilt. Im

Erdgeschoss befindet sich mit

dem Heritage Store das Herzstück:

Neben dem Kaffeeausschank bekommen die Gäste von

der Bohne bis zum Zubehör alles, was man für einen guten Kaffee

zu Hause braucht. Vor dem Laden lädt eine große Sonnenterrasse

zum Verweilen ein. In die Tasse kommt mit Jacobs Kaffee

ein echter Specialty Coffee aus der hauseigenen Rösterei.

FOTO:JOHANN JACOBS HAUS GMBH

In den oberen Stockwerken sollen künftig Seminare für Kaffeeliebhaber

sowie Schulungen für Baristi und Gastronomen stattfinden.

Zudem beherbergt das neue Gebäude Veranstaltungsflächen

für Privat- und Geschäftskunden – mit einmaligem Ausblick

auf die Stadt, denn auch eine Dachterrasse gehört dazu. Das Johann

Jacobs Haus ist eines von mehreren Projekten, das der Urgroßneffe

des Firmengründers in der Bremer Innenstadt plant:

Neben dem Stammhaus sollen zwischen Innenstadt und Weser

in den kommenden Jahren unter anderem das Kontorhaus und

die Stadtwaage umgebaut werden.

ansprechenden Begrünung fühlt man sich in der Innenstadt besonders

wohl und verweilt gern unter Palmen oder an den Sandkästen.

Diese stehen bis Ende August auf dem Ansgarikirchhof

und laden zum Buddeln ein. Die Hochbeete auf dem Hanseatenhof

sorgen indes für grüne Farbtupfen.

Wer die City einmal anders erleben möchte, kann mit Stattreisen

Bremen e. V. eine besondere Stadtführung zu bestimmten Themenschwerpunkten

unternehmen. Den Abschluss des Bremer

Sommers bildet der Auftritt der Band Paloma & The Matches am

22. August auf dem Ansgarikirchhof, der zugleich die dort stattfindende

vierteilige Open-Air-Konzertreihe vervollständigt.

SHOPPING

FAIRE BREMENSIEN

Nur einen Katzensprung entfernt

von den Bremer Stadtmusikanten

und der Kirche

Unser Lieben Frauen finden

Liebhaber des Kunsthandwerks

ein großes Sortiment aus

aller Welt. Ob Hängematten,

hochwertige Lederwaren und

Designertaschen, Schmuck,

handbemalte Kerzen, Tischkeramik

oder handgeflochtene

Wäschekörbe: Alle Produkte

bei Contigo stammen aus fairem

Handel. Seit mehr als

20 Jahren macht sich das Geschäft

in der Katharinenstraße

für faire Preise, langfristige Partnerschaften und menschenwürdige

Arbeitsplätze in Entwicklungsländern stark. Längst hat der

faire Handel sein einst verstaubtes Image hinter sich gelassen:

„Fairtrade kann auch modern sein“, sagt Birgitta Neumann (Foto).

Von witzigen Recyclingideen bis hin zu kreativen Grußkarten finden

die Kunden bei Contigo eine liebevoll zusammengestellte

Auswahl an originellen Geschenken und Mitbringseln. „Für jeden

Geschmack und Geldbeutel ist etwas dabei“, verspricht

die Filialleiterin. Mittelpunkt des Geschäfts ist der hauseigene

Kaffeeröster, in dem der Rohkaffee bei niedriger Temperatur

im Trommelröstverfahren verarbeitet wird. „Dadurch kann man

besonders viele Aromen rauskitzeln“, sagt Neumann. „Kaffee

ist das Herzstück unseres Ladens.“ Besonders beliebt sei die

Bremer Mischung, die sich perfekt mit den Schokikanten, der

Bremer Stadtschokolade, kombinieren lasse.

FOTO: INSA LOHMANN

FOTO: BUBBLES FOR FUN

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JUBILÄUM

FOTO: HANS-H. HASSELBERG

Aus der Großen Hundestraße wird die LLOYD PASSAGE: Bereits in der Bauphase

stieß die überdachte Bummelmeile auf reges Interesse.

Heino Vespermann, Dorothee Uhle und Erika Becker (v.l.) vom Vorstand

der LLOYD PASSAGE freuen sich über den 30. Geburtstag.

DIE LLOYD PASSAGE WIRD 30 –

EINE ERFOLGSGESCHICHTE

Eigentlich sollte das Kaufhaus Horten, heute Galeria

Kaufhof, nur eine Überdachung bekommen. Doch daraus

entwickelte sich schließlich der wegweisende Plan, eine

überdachte Einkaufspassage in zentraler Lage zu bauen.

Bremens Vorhaben wurde zum Vorreiter-Projekt für andere

Städte und ist bis heute eine Erfolgsgeschichte für die

Stadt. Nun ist die LLOYD PASSAGE 30 geworden und lädt

im Herbst zum Mitfeiern ein.

Eingerahmt von Obern-, Söge-, Knochenhauerstraße und dem

Hanseatenhof erstreckt sich auf 65.000 Quadratmetern Verkaufsfläche

die LLOYD PASSAGE. 27 Geschäfte aus Einzelhandel

und Gastronomie sorgen hier seit 30 Jahren für einen bunten

Mix in der Bremer Innenstadt. Die zentrale Lage und die

unmittelbare Anbindung an das Parkhaus Mitte der BREPARK

sorgen dafür, dass die Einkaufspassage sowohl

für Buten- als auch für Binnenbremer bequem

zu erreichen ist. Die beiden Warenhäuser Galeria

Kaufhof und Karstadt, die sozusagen die Tore der

LLOYD PASSAGE bilden, gehörten 1984 zu den

Initiatoren der überdachten Shoppingmeile. Aus

der eigentlich geplanten Überdachung für das

Kaufhaus Horten, heute Galeria Kaufhof, entwickelte

sich die Vision der LLOYD PASSAGE.

„Es herrschte damals eine Aufbruchstimmung in

der Bremer Innenstadt“, erinnert sich Dorothee

Uhle, Geschäftsführerin der Galeria Kaufhof

und Vorstand der Interessengemeinschaft

LLOYD PASSAGE. „Die Überdachung war etwas

Besonderes. Ziel war es, dem Kunden auch bei

schlechtem Wetter eine Verweilmöglichkeit zu

bieten.“ 12 Millionen Mark wurden seinerzeit

aus privaten Mitteln der Einlieger gesammelt,

um den Bau zu finanzieren. Damals

gab es keinerlei vergleichbare Projekte, die

Am 30. November 1989 fand das Richtfest

der LLOYD PASSAGE statt.

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rein aus Eigenmitteln finanziert wurden – für die Initiatoren also

echte Pionierarbeit. So bezeichnete das Bremen Magazin das

Bauvorhaben in der City einst als „Jahrhundertwerk“.

Nach viel Mühe, Fleiß und Arbeit wurde die 250 Meter lange

LLOYD PASSAGE am 30. Mai 1990 schließlich offiziell eröffnet.

Mit Rockstar Peter Maffay wurde am 21. November 2003 der

Grundstein für die Mall of Fame gelegt, Bremens eigene kleine

Hollywood-Straße. 25 Prominente haben sich bisher mit einem

Handabdruck verewigt.

Seit 2015 steht den Kunden in der Passage freies WLAN zur Verfügung.

Erlebnisse und Selfies mit den Promis sind so schnell

über die Sozialen Medien geteilt, ein Foto gepostet. Zahlreiche

Veranstaltungen, Aktionen und ein eigener Weihnachtsmarkt

sorgen regelmäßig für besondere Stimmung und neue Impulse

in der Bremer Bummelmeile. „Wir versuchen, den Besuchern

immer wieder einen interessanten Mix zu präsentieren“, sagt

Uhle, für die die Lebendigkeit der Passage einen wichtigen Teil

des Erfolges ausmacht.

FOTO: ROSEMARIE ROSPEK

Die Begeisterung für die LLOYD PASSAGE ist

mittlerweile bis nach Japan vorgedrungen:

Seit 1995 besteht eine Partnerschaft mit der

Moto-Sumi-Bremen-Straße, einer Einkaufsmeile

in Kawasaki. Ihre Zuneigung zu der

Stadt Bremen zeigt diese mit ihrem Logo.

Dort grüßen nämlich die Bremer Stadtmusikanten

die Besucher der Shopping-Meile.

Die LLOYD PASSAGE blickt also nicht nur in

der Hansestadt auf eine echte Erfolgsgeschichte

zurück – und das soll natürlich gefeiert

werden. Nachdem die bereits geplante

Feier im Frühjahr coronabedingt ausfallen

musste, möchten die Initiatoren das Event anlässlich

des 30. Geburtstags im Herbst nachholen

– die Besucher dürfen sich auf ein buntes

Programm freuen. Nähere Infos und das Datum

werden noch bekannt gegeben.


SHOPPING

GUT GERÜSTET

FÜR DEN SOMMER

FOTOS: INSA LOHMANN

Ob ein komplettes Laufoutfit, um die besten Strecken in der

näheren Umgebung zu erkunden, oder eine neue Kamera, um

die schönsten Momente mit den Liebsten festzuhalten –

die Geschäfte in der LLOYD PASSAGE bieten jede Menge

Auswahl für den Sommer.

DIE FREUDE AM LAUFEN

Es hält fit, man kann für einen Moment dem Alltagsstress entfliehen

und bewegt sich dazu noch an der frischen Luft: Die

Bremer hat das Lauffieber gepackt. „Laufen ist schon immer

ein Trend in Sachen Sport gewesen, der jetzt noch mal verstärkt

wurde“, sagt Michael Fortino (Foto oben). Und noch eine Beobachtung

hat der Filialleiter von Karstadt Sports gemacht: „Der

Anteil der Frauen ist dabei extrem nach oben gegangen.“ Dass

sich das Running so großer Beliebtheit erfreut, versteht der Experte

gut: „Man ist an keinerlei Zeiten gebunden und kann mit

geringem Aufwand starten.“

Neben atmungsaktiver Funktionskleidung, die die Feuchtigkeit

von innen nach außen transportiert, ist der richtige Schuh das A

und O beim Laufen – und der muss sitzen. „Jeder Fuß ist anders“,

sagt Fortino. Zudem sei entscheidend, ob man beispielsweise

überwiegend auf Asphalt oder im Wald unterwegs ist. Das Expertenteam

von Karstadt Sports, von dem einige Mitarbeiter bereits

selbst einen Marathon gelaufen sind, machen mit jedem Kunden

eine individuelle Analyse, um den perfekten Schuh zu finden –

und dann steht einem ausgiebigen Lauf nichts mehr im Weg.

DAS PERFEKTE BILD

Ob im Urlaub oder zu Hause: Manche Momente, Landschaften

und Anlässe verdienen es gerade jetzt im Sommer, festgehalten

zu werden. Bei Saturn in der LLOYD PASSAGE finden die Bremer

von praktischen Sofortbildkameras über Mini-Fotodrucker bis

hin zu hochwertigen Systemkameras eine große Bandbreite im

Bereich Fotografie.

Sofortbildkameras, die es in stylischen Farben oder im Retro-Look

gibt, erfreuen sich seit einiger Zeit großer Beliebtheit: „Das Erlebnis,

das man hat, wenn das Bild sofort rauskommt, ist einfach da“,

sagt Foto-Experte Ralf Seebeck (Foto unten). Auch für Hobby- und

Profifotografen mit höherem Anspruch bietet der Saturn-Markt in

der Bremer Innenstadt ein umfangreiches Sortiment an System -

kameras von Canon über Sony bis Panasonic – bereits ab

500 Euro. „Systemkameras sind kompakter und kleiner, stehen

den Spiegelreflexkameras in Sachen Bildqualität aber in nichts

nach“, sagt Seebeck. Je nach Vorliebe können Systemkameras

mit den passenden Objektiven weiter aufgerüstet werden.

NEWS

DM WIRD NEUER MIETER IN DER LLOYD PASSAGE

Seit das alteingesessene Modehaus

Roland Fashion Ende

2018 seine Türen geschlossen

hat, ist es an der Ecke von der

LLOYD PASSAGE zur Sögestraße

ruhiger geworden.

Eigentümer der Immobilie

ist die Familie Brinkmann

aus dem ostwestfälischen

Herford, die unter anderem

mit der Bekleidungsmarke

Bugatti bekannt geworden

ist. Doch nun tut sich endlich

etwas am Eingang der LLOYD PASSAGE: Das Unternehmen dm,

das mit rund 3.700 Filialen und 62.000 Mitarbeitern der größte

Drogeriekonzern Europas ist, eröffnet in den ehemaligen Räumen

des Bekleidungsgeschäfts eine Filiale.

„Wir möchten das Haus wieder dahinführen, wo es mal war“,

erläutert Bauleiter Wilhelm Castrup. So setzen die Eigentümer

beim neuen Erscheinungsbild neben einer großflächigen

Verglasung vor allem auf Natursteinoptik. Die Drogerie kette

dm wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2021 auf einer

rund 600 Quadratmeter großen Fläche im Erdgeschoss des

Hauses eröffnen. Die Filiale ist dann der dritte dm-Markt in der

Bremer Innenstadt.

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VERKEHR & MOBILITÄT

NEUES VERKEHRSKONZEPT

UND AUTOARME INNENSTADT

In der Bremer City herrscht Aufbruchstimmung: Neben mehreren großen Bauprojekten, die künftig das Stadtbild prägen

werden, spielt auch das Thema Verkehr eine große Rolle. Ein Aspekt dabei ist die autoarme Innenstadt, oft auch autofreie

Innenstadt genannt – doch was halten die Bremer Geschäftsleute davon?

sich dieser andere Einkaufsmöglichkeiten suche. „Wenn wir den

Kunden zum Umdenken bewegen wollen, müssen wir ihn mitnehmen

und ihm die Vorteile eines veränderten Verhaltens aufzeigen,

anstatt ihn mit Verboten abzuschrecken“, sagt Caesar.

Norbert Caesar, Vorstand der Interessengemeinschaft Das Viertel.

„WIR MÜSSEN VOM

KUNDEN HER DENKEN.“

Norbert Caesar, der seit 1996 das gleichnamige Haushaltswarengeschäft

im Ostertorsteinweg 13 führt, wünscht sich einen

reflektierten Umgang mit dem Thema autoarme Innenstadt,

bei dem vor allem die Stärken der City in den Vordergrund gestellt

werden. Denn eine attraktive Innenstadt zeichnet sich für

ihn vor allem durch eine hohe Aufenthaltsqualität und ein abwechslungsreiches

Angebot aus. Dazu kommt die problemlose

Erreichbarkeit für alle Verkehrsträger sowie einfach auszumachende

Parkmöglichkeiten in akzeptabler Nähe zum Einkaufsziel.

„Die Leute müssen nicht bis zur Käsetheke fahren“, betont

der Einzelhändler.

Denkbar sei beispielsweise ein Ringverkehr, der die Kunden vom

Bahnhof ins Viertel und die Innenstadt bringt – das Auto könnte

solange an der Bürgerweide parken. Rund 30 bis 40 Prozent seiner

Kunden kämen aus dem Bremer Umland oder von weiter her.

„Viele kommen gerade hierher, weil sie die Kombination aus Viertel

und Innenstadt mögen", sagt Caesar. Seine Forderung: Mehr

Geld in den Ausbau des Nahverkehrs investieren und Kombi-

Angebote wie das Parkticket PLUS stärker vermarkten.

„Der Begriff autofrei, der die Diskussion gegenwärtig dominiert,

ist für mich schon an sich negativ besetzt. Er signalisiert dem

Pkw-Fahrer: Du bist unerwünscht, denn autofrei bedeutet nicht

notwendigerweise attraktiv für den Kunden oder Besucher“, erläutert

der Geschäftsmann. Er ist überzeugt: „Wir denken zu wenig

vom Kunden aus.“ Daher schlägt er gezielte Befragungen vor,

um Kundenwünsche und -bedürfnisse abzufragen. Eine Entscheidung

für die autoarme Innenstadt, ohne den Kunden einzubeziehen

und ihm ein attraktives Ziel zu bieten, führe nur dazu, dass

FOTO: INSA LOHMANN

„SIND E-SCOOTER EINE

SINNVOLLE ERGÄNZUNG?“

Jutta Gaeth ist mit ihrem Teestübchen seit mehr als 20 Jahren

im Schnoor ansässig und kann sich eine autoarme Innenstadt gut

vorstellen. „Allerdings muss die Versorgung der Geschäftsleute

und Anlieger gewährleistet sein“, betont sie. Rund 60 Prozent ihrer

Gäste sind Touristen, die mit Reisebussen nach Bremen kommen

und die Stadt überwiegend zu Fuß erkunden. „Die Besucher wollen

so viel wie möglich von den Sehenswürdigkeiten sehen“, sagt

die Geschäftsinhaberin. Aber auch Buten- und Binnenbremer

gehören zu ihren Stammkunden. Diese kommen häufig mit dem

Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln in den Schnoor, das

Auto spiele eine eher untergeordnete Rolle bei der Anreise.

Jutta Gaeth, Inhaberin des Teestübchens im Schnoor.

„Ich würde mir einen verbesserten Personennahverkehr mit

einer höheren Taktung und sauberen Wagen wünschen“, sagt

sie. Auch ein Ausbau der Straßenbahn- und Buslinien nach

Niedersachsen würde die Attraktivität für ihre Gäste erhöhen –

ebenso spricht sich die Inhaberin des Teestübchens für einen

Nulltarif der öffentlichen Verkehrsmittel im Innenstadtbereich

aus. „Es gibt viele, die sich mit dem Auto nicht nach Bremen

trauen“, erläutert Gaeth. Für dieses Klientel wäre ein Ausbau

des ÖPNV ein großer Zugewinn. Bei einem gut ausgebauten

Nahverkehr könnten auch die Parkhäuser stärker an den Rand

der Bremer Altstadt wandern.

FOTO: INSA LOHMANN

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E-Scooter empfindet Gaeth in Sachen Verkehrsmittelalternativen

eher als Ärgernis – zu häufig sieht sie Fahrer, die auf Gehwegen

damit unterwegs sind. „Alle müssen miteinander klarkommen,

das geht nur unter Einhaltung von Regeln“, sagt sie.

Bei der Anbindung des Schnoorviertels an die Fußgängerzone

ist ihrer Meinung nach noch Luft nach oben. „Durch die Schriftzüge

über den Schnoor-Eingängen ist es schon besser geworden“,

sagt sie. „Aber die Domsheide schneidet viel ab.“ Von dem Umbau

des Knotenpunkts, der für das Jahr 2022 geplant ist, erhofft sich

Gaeth attraktivere Wege in den Schnoor.

Kunden sehr gemischt: Neben Touristen und Auswärtigen habe

man ein treues Stammpublikum an Bremern. „Die Einzigartigkeit

muss unser Pfund in der Innenstadt werden“, sagt die Geschäftsführerin.

„Dann spielt auch das Verkehrsmittel bald

keine Rolle mehr.“

„DAS AUTO SPIELT EINE GROSSE

ROLLE FÜR DEN KUNDEN.“

„IN DER STADT GEHT ES UM

EINZIGARTIGKEIT.“

„Im Prinzip finde ich eine autofreie Innenstadt gut“, erläutert

Susanne Gerlach, Geschäftsführerin der Böttcherstraße

GmbH. „Aber mir fehlt ein richtiges Konzept. Es ist nicht zu

Ende gedacht.“ Vor allem bei Auswärtigen aus dem Bremer

Umland komme der Begriff autofreie Innenstadt nicht gut an.

„Diese Zielgruppe bekommt man derzeit nur mit dem Auto“, ist

Gerlach überzeugt. Sie wünscht sich gut gelegene, große Parkhäuser,

von denen aus die Besucher die Innenstadt leicht und

schnell erreichen können. „Man kann nicht einfach die Parkhäuser

schließen und dann keine Alternative bieten.“

Sie hält eine höhere Taktung und mehr Sauberkeit im öffentlichen

Nahverkehr sowie den Ausbau der Fahrradparkhäuser

für essenzielle Bestandteile, damit das Projekt autofreie Innenstadt

gelingen kann. Zudem würden weitere Buslinien ins

Bremer Umland für attraktive Alternativen bei der Wahl des

Verkehrsmittels sorgen. „Das wäre eine positive Wirkung der

autofreien Innenstadt“, sagt Gerlach und denkt dabei an einen

langfristigen Wandel bei der Mobilität der Citybesucher: „Irgendwann

sollte es so sein, dass sie lieber oder genauso gern

mit dem ÖPNV fahren wie mit dem eigenen Pkw.“ Dafür müsse

der öffentliche Nahverkehr allerdings günstiger werden. „Das

würde sich langfristig auszahlen.“

Doch Gerlach geht es bei der Diskussion um die Attraktivität

der Bremer Innenstadt nicht nur um den Aspekt der Mobilität:

„In der Stadt geht es um Einzigartigkeit, Vielfalt und Wohlfühlatmosphäre“,

sagt sie. „Die autofreie Innenstadt könnte ein

kleiner Teil davon sein.“ Die Böttcherstraße besticht aus ihrer

Sicht durch das ausgewählte Angebot an Geschäften, Gastronomie,

Handwerk und Hotels. Entsprechend seien auch die

„Im Kern ist eine autofreie Innenstadt reizvoll“, findet Gerald

Elfers, Inhaber des Geschäfts Heinrich Gleue Perser-Teppiche

im Fedelhören. Rund um den Marktplatz, die Domsheide, den

Schnoor und die Böttcherstraße – „da brauchen wir keinen Autoverkehr“,

sagt er. „Das muss ein Ort mit Aufenthaltsqualität sein.

Da stören Fahrzeuge, aber auch Fahrräder.“

Gerald Elfers, Inhaber von Heinrich Gleue Perser-Teppiche im Fedelhören.

Das beschränke sich jedoch auf den tatsächlichen Kern der

Stadt: „Was nicht sein muss, ist die Erweiterung des Gebiets“, betont

der Geschäftsmann. Hierzu zählen für ihn die vielen Einzelhändler,

die nicht in direkter zentraler Lage der Bremer Altstadt

liegen – darunter auch das Fedelhören, wo sich auf 150 Metern

ein bunter Mix an Einzelhändlern verteilt. Und dabei denkt Elfers

vor allem an ältere, wenig mobile Menschen und Kunden,

die zum Teil größere Einkäufe nach Hause bringen wollen. „Fahrradmobilität

ist toll, wenn man nichts transportieren muss oder

keine körperlichen Einschränkungen hat“, sagt er. Für den Geschäftsinhaber

ist auch die Kundenstruktur ein entscheidender

Faktor: „Wir haben hier hauptsächlich Bremer Kunden und solche

aus dem Umland“, erläutert Elfers. „Und die kommen nicht

mit dem ÖPNV zu uns.“ Die Anreise mit dem Pkw sei nach wie vor

das bevorzugte Verkehrsmittel seiner Besucher: „Das Auto spielt

eine große Rolle für den Kunden.“

FOTO: INSA LOHMANN

Susanne Gerlach, Geschäftsführerin der Böttcherstraße GmbH.

FOTO: INSA LOHMANN

Eine Verbesserung der Anbindung des öffentlichen Nahverkehrs

an die Einkaufsstraße Fedelhören hält er für nicht realisierbar.

Wohl aber eine attraktivere Anbindung an die Bremer Altstadt:

„Ich sehe den Wall als grüne Barriere.“ Die einzige Querung der

beiden Gebiete sei derzeit die Bischofsnadel, die für Auswärtige

nicht immer leicht zu finden sei. „Man muss sich schon auskennen“,

ist der Geschäftsinhaber überzeugt. Er wünscht sich daher

eine Umgestaltung der Wallanlagen, beispielsweise mit einer

Terrasse auf dem Wasser. „Um lange Strecken zu unterbrechen“,

sagt Elfers, „und mehr Erlebnis auf dem Weg ins Fedelhören zu

bieten.“

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VERKEHR & MOBILITÄT

EINKAUFEN

ALS ERLEBNIS

IN DER AUTOARMEN CITY

DER ZUKUNFT

Sie sitzen an der Schlachte und genießen eine Tasse Kaffee.

„Habe ich etwas vergessen? Sommerjacke ist gekauft. Der neue

Drucker auch. Die Lebensmittel sind ebenfalls komplett. Und alles

wird heute gegen 18.30 Uhr zu Hause angeliefert. Da habe ich

ja noch viel Zeit, um hier an der Weser zu entspannen . . .“

So könnte das Einkaufen in der Bremer City im Jahr 2025 aussehen.

Bummeln und shoppen, ohne alle erworbenen Artikel

selbst hin- und herschleppen zu müssen. Keine lange Parkplatzsuche

mehr. Kein „bloß nach Hause mit all den Tüten“. Weniger

Stress und damit viel mehr Zeit, um den Einkauf zu einem entspannten

Erlebnis werden zu lassen. Diese Vision kann in der

Hansestadt sehr schnell Realität werden. Die Einzelhändler

arbeiten intensiv an der Weiterentwicklung von Bremens guter

Stube. Dazu gehören unter anderem Showroomkonzepte.

Die funktionieren vereinfacht so: Im Geschäft kann ich zukünftig

das gewünschte Produkt an- oder ausprobieren. Bei der Auswahl

werde ich gewohnt fachmännisch beraten. Und im Preis inbegriffen

ist die schnelle, umweltschonende Anlieferung meines Einkaufs

mittels eines Fahrradkuriers oder mit einem E-Van-Dienst.

Statt also selbst beim Bummeln zum „Packesel“ zu mutieren,

behält man die Hände frei für die schönen Dinge – zum Beispiel

die Tasse Kaffee an der Schlachte. Die erreicht man in der Bremer

Innenstadt der Zukunft fußläufig, ohne wie heute stark befahrene

Straßen wie die Martinistraße überqueren zu müssen.

Weite Bereiche der Altstadt sind nämlich autoarm. Stattdessen

gibt es rund um die Altstadt genügend Pkw-Parkhäuser, in denen

alle, die mit dem eigenen Auto anreisen, eben dieses abstellen

können. Die Mobilitätslücke schließt ein starkes ÖPNV-Angebot.

Wer möchte, kann in der City alles zu Fuß erreichen. Wer dies

nicht kann oder möchte, nutzt die Mobilitätsangebote der Bremer

Straßenbahn AG (BSAG). So einfach ist das im Jahr 2025 in unserer

Stadt. So die Vision.

Damit solche Visionen zur Realität werden können, arbeiten die

CityInitiative, die Bremer Verwaltung und die BSAG schon lange

sehr eng zusammen. Auch wenn die Teilnehmenden am „runden

Tisch“ nicht immer einer Meinung sind, verfolgen sie doch ein

Ziel: Die City muss noch attraktiver werden. Sie muss sich an den

Ansprüchen der Kunden messen lassen, sich neu orientieren und

wandeln. Sie soll ihre Rolle als Oberzentrum stärken und natürlich

auch die vielen Arbeitsplätze sichern.

Im Zentrum all dieser Überlegungen und Ziele steht der Begriff

Aufenthaltsqualität. Nicht kaufen und (schnell wieder weg) laufen

ist das Ziel. Vielmehr soll Einkaufen zum Erlebnis werden. Bummeln

und entspannen – das ist das Motto der Zukunft. Wenn Einzelhandel

und Gastronomie als Gesamtpaket funktionieren und erlebt

werden, dann ist der Erfolg dieses Konzepts sicher. Und wenn

zudem die umgebende Infrastruktur stimmt, zu der maßgeblich

der Öffentliche Personennahverkehr gehört, wird es das viel zitierte

Einkaufserlebnis. Die BSAG unterstützt diese Entwicklung und

den Wandel aus Überzeugung, indem sie sich mit ihren Kenntnissen

und ihrer Fachlichkeit als Partnerin der City Initiative und der

Handelskammer Bremen aktiv einbringt. Jens-Christian Meyer, BSAG

REISEN

READY FOR TAKE-OFF AB AIRPORT BREMEN

FOTO: SAMOA TOURISM/DPA/TMN

Der Sommer steht vor der Tür. Mit ihm kehren

Fernweh, Reiselust und Urlaubsfeeling zurück

in den Alltag – und an den Bremen Airport.

Langsam nehmen die Airlines ihren Betrieb

wieder auf, und pünktlich zu den Sommerferien

stehen sonnige Urlaubsziele im Flugplan.

Wer sehnt sich nach den Wochen des Zuhausebleibens

nicht danach, barfuß durch warmen

Sand zu laufen, die Sonne auf der Haut

zu spüren und ins erfrischende Meer einzutauchen?

Damit die Reise sicher ist, hat der

Bremen Airport zahlreiche Vorkehrungen zum

Infektionsschutz von Passagieren und Beschäftigten

getroffen. So gilt etwa in den Terminals

eine Mund-Nasen-Schutz-Pflicht. Bodenmarkierungen,

Hinweisschilder und Durch sagen

erinnern an die Abstandsregelung und Hygienemaßnahmen.

Die Check-in-Schalter, die

Boardinggates und die Information sind mit

schützenden Kunststoffscheiben ausgestattet.

Wo sich ein unmittelbarer Kontakt zwischen

Beschäftigten und Passagieren nicht

vermeiden lässt, wie an der Sicherheitskontrolle,

tragen die Kontrollkräfte einen Mund-

Nasen-Schutz und Handschuhe.

Weitere Infos zu den aktuellen Reisezielen gibt

es unter www.bremen-airport.com.

8


GASTRO

WIR SIND WIEDER DA

SOMMERFEELING AN DER WESER

Nach zwei Monaten Pause durften die Gastronomen an der

Schlachte endlich wieder durchstarten. Für die Besucher

heißt das: Die Biergartensaison ist eröffnet – und auf den

Schiffen hört man wieder „Leinen los“.

Kaum war das letzte Laub weggeharkt, die Blumenkübel aus

dem Winterschlaf geweckt und die Ausschankbuden für den Saisonstart

aufgefüllt, bekamen die Gastronomen Mitte März die Order,

alles wieder zu schließen – Corona-Zwangspause. Umsonst

hatten sie die rund 2700 Stühle mit den dazugehörigen Tischen

rausgestellt, um den wettererprobten Bremern vor der Weserkulisse

ein erfrischendes Bier oder einen Wein zu servieren.

Stattdessen musste umdisponiert werden. Kühlräume wurden

abgetaut und stillgelegt, Lager geräumt und Stühle und Tische

zurück ins Lager gebracht. Danach waren die Innenbereiche der

Restaurants, Bars und Bistros dran, und so mancher nutzte die

Zeit, seinem Lokal einen neuen Anstrich zu geben. Als Mitte Mai

die erlösende Nachricht kam, dass die Bremer Gastronomie wieder

ihre Türen öffnen darf, war bei allen die Freude groß. Seitdem

waren die Schlachte-Gastronomen fleißig dabei, Hygienekonzepte

zu entwerfen und die Biergärten so umzubauen, dass sie den

neuen Anforderungen und Abstandsregeln entsprechen.

Die Mitarbeiter des Paulaner's freuen sich besonders, da sie

den Besuchern nun endlich ihre Arbeit der vergangenen Monate

präsentieren dürfen. Dort wurde bereit Ende letzten Jahres kräftig

gebuddelt und der komplette Biergarten erneuert, der seit

dem Umbau übrigens barrierefrei ist.

Guido Meinke freut sich, dass der Betrieb auf seinen Gastroschiffen

endlich starten kann.

Auch wenn es an Bremens Gastro-Meile aufgrund der bisherigen

Lockerungen inzwischen fast aussieht wie früher, wird Sicherheit

in den Betrieben und auf den Schiffen weiterhin groß geschrieben.

Zudem werden Vorkehrungen wie Desinfektionsstationen,

Masken- und Abstandsregeln sowie die Bereitstellung eines Sicherheitsdiensts

konsequent umgesetzt, um den Gästen an der

Schlachte eine entspannte und genussvolle Zeit zu schenken

Nicht stattfinden können bis auf Weiteres die beliebten Veranstaltungen

an der Schlachte, beispielsweise die Summer Lounge.

Dennoch sind die Unternehmer optimistisch, dass es auch in diesem

Jahr einen Schlachte-Zauber geben wird – bis dahin freuen

sie sich auf viele Besucherinnen und Besucher.

Auch auf den zahlreichen Schiffen an der unteren Weserpromenade

herrscht wieder geschäftiges Treiben. Endlich kann

es auf den frisch geschrubbten Decks und geölten Planken

von Bremens bekanntesten Schiffen – der Alex und dem

Pannekoekschip Admiral Nelson – wieder richtig losgehen.

Auch die Reederei Hal över lädt wieder zu spannenden und

erholsamen, kleinen oder großen Reisen auf der Weser

ein. Aktuell starten die Weser- und Hafenrundfahrten samstags

und sonntags um 11.45 und 15.15 Uhr. Los geht es

vom Martinianleger. Ebenfalls wieder täglich unterwegs

ist die Sielwallfähre zwischen Osterdeich und dem Café

Sand. Die Weserfähre verkehrt samstags und sonntags von

11 bis 19 Uhr zwischen Pier2/Waterfront und dem Lankenauer

Höft. Weitere Infos gibt es unter www.hal-oever.de.

Der Schlachte Marketing und Service Verband e.V. freut sich

außerdem über ein neues Mitglied: Der Bremer Kaffee röster

Azul hat im Herbst am Deich in der Neustadt gleich neben dem

Besucherzentrum der Brauerei Beck & Co. eine gläserne Rösterei

eröffnet. Dort können Besucher sehen, wie Kaffee im

Kleinen geröstet wird, einzelne Sorten verkosten und erstmals

auch Kaffee für zu Hause kaufen. Der Werksverkauf hat montags

bis donnerstags von 11 bis 15 Uhr und freitags von 11 bis

13 Uhr geöffnet. „Wir sind stolz auf unseren Standort und begeistert

von der außergewöhnlichen Situation an der Schlachte,

wo Tourismus und Gastronomie so nah an Nahrungsmittel- und

Genussunternehmen liegen“, sagt Gunnar Willipinski von Azul.

„Wir möchten mit unserer Mitgliedschaft die Gäste der Schlachte

auf den möglichen Besuch unserer Rösterei und das damit

verbundene Erlebnis hinweisen.“

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KULTUR

ROCK UND POP

IM ANSGARI QUARTIER

Es wird musikalisch im Ansgari Quartier: In den

Sommermonaten erwartet die Besucher der Bremer

Innenstadt jede Menge Livemusik, denn der Platz mit

den großen Gärten verwandelt sich in einen Konzertsaal

unter freiem Himmel. Vor der historischen Kulisse der

Handwerkskammer gibt es im Juli und August gleich vier

kostenlose Open-Air-Konzerte – organisiert von der

Standortgemeinschaft BID Ansgari und finanziert von den

umliegenden Hauseigentümern.

Paloma & The Matches

FOTO: MAX HARTMANN

Samstag, 11. Juli, 12 Uhr: Luka & Kai

Zweistimmiger Gesang, Gitarre, Klavier und Melodica – das Folk-

Duo Luka & Kai unternimmt hin und wieder auch einen Abstecher

in die Bereiche Pop oder Blues, bleibt seinem unverkennbaren

Stil dabei aber stets treu. Mit ihrer bunten Mischung aus

alten und neuen Lieblingssongs gewinnen die beiden sowohl

Kenner als auch Neu-Fans für ihre Musik.

Samstag, 25. Juli, 12 Uhr: Only Romeo

Das Singer-Songwriter-Duo Only Romeo, bestehend aus Franko

Troka und Lysandro Romeo, lernte sich in Bremen kennen.

Schnell stellten die beiden Künstler aus Italien fest, dass sie die

gleichen musikalischen Interessen hegen. Seit Sommer 2018

starten sie gemeinsam durch und präsentieren mit nur zwei

Gitarren und Gesang neben ihrem Repertoire aus Coversongs inzwischen

auch eigene Songs. Aufgetreten sind sie mittlerweile

unter anderem auf dem Weihnachtsmarkt Santa Pauli, im Hard

Rock Café Hamburg – und waren Teil des Kneipenfestivals „Hut

ab!“ im Bremer Viertel.

Samstag, 8. August, 12 Uhr: Drunken Hearted Men

Man könnte meinen, die beiden Viertelkinder von Drunken Hearted

Drunken Hearted Men

Men wären zur falschen Zeit geboren – denn ihre Mischung aus

Rhythm and Blues, Rock ’n’ Roll und Boogie verortet man eher in

frühere Jahrzehnte. Ihre groovy Drums und schmutzigen Gitarren

bringen den Platz förmlich zum Beben, Herzen zum Brechen und

laden zum Rocken sowie Verweilen auf den Ansgarikirchhof ein.

Samstag, 22. August, 12 Uhr: Paloma & The Matches

Zum Abschluss der Frühshoppen-Reihe stellt die Bremer

Band Paloma & The Matches ihr musikalisches Talent auf dem

Ansgari kirchhof unter Beweis. Und die hat es in sich: Hört man

die Combo, könnte man denken, dass sie sich für den Soundtrack

des nächsten Quentin-Tarantino-Films bewerben möchte:

Psyche delisch-folkiger Surfpop mit einer großen Portion Retro-

Charme und der an Amy Winehouse erinnernden Stimme von

Sängerin Bianca Paloma Marstaller. Dazu streuen die vier allerlei

Anleihen aus Funk, Soul und Rockabilly ein.

FOTO: KAI KAMPF

ERLEBNIS

KLEINE OASE IN DER STADT

Wer hat es nicht als Kind geliebt, im Sand zu sitzen und Sandburgen zu

bauen? Kleine Sandkuchenbäcker dürfen sich auf den Sommer in der

Bremer Innenstadt freuen, denn der Sand ist wieder in der Stadt: Seit Anfang

Juli gibt es mit den City-Sandkästen auf dem Ansgarikirchhof ein

kleines Paradies für Minibaumeister. Während sich die Kleinsten im Sand

vergnügen, gönnen sich die Eltern drumherum eine wohlverdiente Pause –

stets mit Blick auf die Sprösslinge. Den Besuchern steht zudem kostenfreies

WLAN zur Verfügung.

Die Mitarbeiter der CityInitiative sorgen dafür, dass immer ausreichend

Schippen und Utensilien vor Ort sind. So braucht niemand Spielzeug zu

schleppen. Mit den beliebten Sommersandkästen, die bis einschließlich

31. August montags bis samstags von 11 bis 18 Uhr geöffnet sind, schafft

die CityInitiative eine Oase der Entspannung mitten in der Innenstadt.

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GESCHICHTE

EINKAUFSMEILE

MIT HISTORIE

Soll der Autoverkehr raus aus der Innenstadt? Was in Bremen

heute heftig diskutiert wird, war auch in früheren Zeiten bereits

ein Thema. So wurden etwa in den 1970er-Jahren die Autos, abgesehen

vom Lieferverkehr, aus der Sögestraße verbannt – die

erste Fußgängerzone der Hansestadt war geboren. Sie gehörte

im mittelalterlichen Bremen zu den ersten Hauptstraßen. Erstmals

erwähnt wurde sie im Jahr 1261 unter dem Namen „platea

porcorum“, was 1306 mit „Soghestrate“, also „Saustraße“ beziehungsweise

„Schweinestraße“ übersetzt wurde. Denn durch

die heutige Einkaufsmeile wurden einst die Schweine der Bremer

Bauern zur Bürgerweide getrieben. In der benachbarten

Knochenhauerstraße waren seinerzeit die Schlachter ansässig.

Mit der Industrialisierung entwickelte sich die Sögestraße zur

Verbindung von Altstadt und Bahnhof. Nun drängten sich Droschken

und Pferdekutschen durch den Straßenzug, bis dieser Ende

des 19. Jahrhunderts umgestaltet und zur Geschäftsstraße

wurde. Seitdem werden die Erdgeschosse der Häuser für Handel

und Gastronomie genutzt, die oberen Etagen vorwiegend als

Büros, Kanzleien und Praxen. 1974 erhielt die Straße ihre charakteristische

Wabenpflasterung. Im selben Jahr wurden die

Bronzeschweine des Bildhauers Peter Lehmann am Eingang zur

Sögestraße aufgestellt – finanziert von den anliegenden Hauseigentümern.

Heute sind die Schweine ein beliebtes Fotomotiv.

FOTO: FR

Die Sögestraße im Wandel

der Zeit: Wo heute Fußgänger

entspannt shoppen, fuhren in

den 1950er-Jahren noch Autos

(Foto links).

SHOPPING

TRENDIGE YOGATASCHEN

Yoga gehört zu einer der beliebtesten

Sportarten. Wer

sich gern außerhalb der

heimischen vier Wände ein

entspanntes Plätzchen für

die persönliche Meditation

sucht, für den hat das Traditionsgeschäft

Dittfeld in

der Sögestraße 30–32 ein

praktisches Accessoires: Der

Taschenhersteller Zwei hat

sein Sortiment um Yogamattentaschen

in drei verschiedenen

Farben ergänzt, mit denen

die Matte nicht nur hübsch

verpackt, sondern auch vor

Schmutz geschützt ist. Die

Tasche lässt sich bequem über die Schulter hängen oder dank

der längenverstellbaren Gurte als Rucksack tragen.

FOTO: INSA LOHMANN

„Das Besondere ist, dass die Taschen komplett CO₂-neutral hergestellt

werden“, sagt Janina Flocke (Foto). Ein ebenso funktionales

wie schickes Design hat die Marke Cobags mit ihren innovativen

Fahrradtaschen auf den Markt gebracht: Diese lassen

sich einfach am Drahtesel befestigen und bieten viel Stauraum

für Einkäufe. Auch der Rucksackhersteller Fjällräven hat sein

Sortiment passend zum Sommer um neue Farben ergänzt – bei

Dittfeld sind mehr als 40 Varianten erhältlich.

SCHICKE SOMMERLOOKS

Im Traditionsgeschäft Stiesing

in der Sögestraße 35, das seit

1895 für exklusive Mode steht,

sind die neuen Kollektionen eingezogen

– und machen richtig

Lust auf warme Temperaturen.

Doch welche Formen, Farben

und Trends erwarten uns im

Sommer in Sachen Mode? „Es

gibt nicht mehr so ein ‚Modediktat‘

wie früher“, sagt Geschäftsführer

Cord Hesterberg.

Und doch lassen vor allem die

Nuancen der neuen Sommerkollektionen

erkennen, wohin

die Reise geht: „Bei den Damen

sind es helle, pastellige Farben“,

verrät der Modeexperte.

Bei den Herren halten in diesem

Jahr bedruckte Jerseys

Einzug in den Kleiderschrank – „die Stoffe sorgen für einen

einmaligen Tragekomfort“, schwärmt Hesterberg. Auch Businesshemden

und klassische Schuhe seien wieder auf dem Vormarsch.

Generell seien die Norddeutschen bei den Farben eher

etwas zurückhaltend, sagt der Stiesing-Geschäftsführer, der das

Familienunternehmen in vierter Generation leitet. „Nach wie vor

sind Anthrazit und Marina-Blau sehr stark gefragt.“

FOTO: ESTHER HAASE

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ERLEBNIS

VORSCHAU: AKTIONSTAGE

FOTO: BREMER STRASSENCAFÉ

FOTO: KRIS IPANAQUE

Am 9. Juli steht Bremen im Zeichen der

braunen Bohne: Verschiedene Baristi

und Röstereien stellen ihr Handwerk und

die Welt der Kaffeekunst beim Tag des

Kaffees vor.

Die Zauberhafte City lädt zum Bremer

Sommer ein. Am 10. und 24. Juli dürfen

sich kleine und große Besucher auf

Zauberer, Luftballon- und Seifenblasenkünstler

in der Innenstadt freuen.

Zweistimmiger Gesang, Gitarre, Klavier

und Melodica: Den Auftakt zum Frühshoppen

auf dem Ansgarikirchhof

macht das Folk-Duo Luka & Kai mit seinem

Konzert am 11. Juli.

Beim Oldtimer Day am 18. Juli kommt

echtes Retrofeeling auf. Dann wird die

Stadt zur Ausstellungsfläche, und die

Besucher können Klassiker aus verschiedenen

Jahrzehnten bewundern.

Am 17. Juli findet in Kooperation mit

Open Space ein Tag voller Spiel und

Spaß auf dem Domshof statt – mit Themen

aus Kunst, Musik, Literatur, Lehre,

Forschung, Wirtschaft und Wissenschaft.

FOTO: BREMER EISFEST FOTO: MICHAEL MATTHEY

Versteckte Bunker, verschwundene Flüsse,

seltsame Straßennamen: Stattreisen

Bremen bietet samstags im Juli und August

eine etwas andere Stadtführung.

Anmeldung: www.stattreisen-bremen.de.

Zwei Tage lang hemmungslos schlemmen:

Beim Eisfest am 14. und 15. August

können sich Naschkatzen auf dem

Hanseaten- und Ansgarikirchhof durch

die besten Eiskreationen probieren.

FOTO: HAFENREVUETHEATER

Am 31. Juli und am 14. August erwartet

kleine und große Zuschauer jede Menge

Theater im Schnoor. Unter anderem mit

dabei: das Bremer Geschichtenhaus und

die bremer shakespeare company.

FOTO: MAX HARTMANN

Den krönenden Abschluss der Frühshoppen-Reihe

bilden Paloma & The

Matches am 22. August. Die Band gibt

ihre Mischung aus folkigem Surfpop mit

einer Portion Retro-Charme zum Besten.

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