Download - Quadrat Goslar/Bad Harzburg

quadratgoslar.de

Download - Quadrat Goslar/Bad Harzburg

03 07

2012

MaGazIN Für DaS LEBEN IM Harz � KOSTENLOS � JULI 2012

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Harz aKTUELL � KULTUr � KUNST � POrTrÄT

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... in der Residenz Schwiecheldthaus

Genießen Sie hohe Wohn- und Lebensqualität in

einer der schönsten Residenzen in Südniedersachsen,

nur 100 Schritte vom Goslarer Marktplatz entfernt.

■ Individuell zu möblierende Appartements von 29 - 80 m 2

mit komplett barrierefreien Bädern und Küchen

■ Liebevolle und kompetente „Rund-um-die-Uhr-Betreuung“

durch unseren hauseigenen Pflege- und Betreuungsdienst

■ Viele Angebote für aktive und kreative Freizeit gestaltung:

Kunst, Musik, Sport und Spiel, Ausflüge, Reisen …

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für ein anspruchsvolles

Leben im Alter!

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GDA Residenz Schwiecheldthaus

Schwiecheldtstraße 8 -12

38640 Goslar

Tel.: 05321 312-0

Unsere Veranstaltungs-Highlights

Märchenmonat: Jeden Morgen 9 Uhr – Frühstücksmärchen – 3- oder 5-Minuten-Märchen

Gedächtnistraining – „Sieben auf einen Streich“ thematisch Märchen, Sagen, Legenden

8. Juli, 15-17 Uhr: „Musik zur Kaffeezeit“ mit Lothar Megerle

10. Juli, 16.00 Uhr: Goethe im Harz – Lesung mit Lichtbildern mit Marianne Havelka aus

Braunschweig (Autorin, Mitglied im Verband Deutscher Schriftsteller). Die Lesung wird von

Lichtbildern aus Weimar, von der Wartburg und dem Harzer Land begleitet.

12. Juli, 16.00 Uhr: Sommermärchen-Stunde mit Regina Krenzke. Die Magdeburger Referentin

und Autorin sammelt seit Jahrzehnten Märchen, die sie vor Publikum jeden Alters in

verschiedenster Weise vorträgt, liest, rezitiert, erzählt und darstellt – Sie schaffte es Alt und

Jung mitzunehmen zu unseren kulturellen Schätzen

13. Juli -13.30 Uhr: Große Ausfahrt vom Schwiecheldthaus. „Wir fahren an die Weser!“ – mit

dem Weser Flotte von Polle nach Bodenwerder durch die herrlich, romantische Landschaft –

bei Kaffe und Kuchen, Wein oder Eis… Lassen Sie es sich wohl ergehen. Anmeldung dringend

erforderlich, begrenzte Teilnehmerzahl! Kaffeegedeck – 4,90 € – Schifffahrtskosten: 13,00 €

p.P. (extra) Buskostenanteil: 10,00 € p.P.; Gäste 12,- € p.P.

Schöne Veranstaltung im Hof….. tolle Straßenkünstler:

15. Juli, 15–17 Uhr: Einfach hinreisend – mitreisend – Wie früher auf dem Jahrmarkt! –

Klavier und Stepptanz mit den Straßenkünstlern Monika und Dennis. Dazu Alte Spiele für

jede Generation!

17. Juli, 14–18 Uhr: Ausfahrt zum Käste-Haus an den Kästeklippen. Anmeldung erforder lich!

Rezeption Schwiechledthaus 05321-3120. Fahrtkostenanteil: 10,00 € p.P.; Gäste: 12,00 €

p.P. (Verzehr extra)

18. Juli, 15.30 Uhr: Tanzen im Sitzen mit Ingrid Gechter

19. Juli GOLF-TURNIER um den Schwiecheldt-Cup. Die Golf-Spiele finden ganztägig in Bad

Harzburg statt. Abends im Schwiecheldthaus – Siegerehrung und ein spanischer Abend für

Alle! Mit der Flamenco-Gruppe „Flore de Andalucia“. Für das kulinarische Wohl ist bestens

gesorgt – spanische Weine, spanische Spezialitäten warten auf sie

22. Juli, 15–17 Uhr: „Heißer Sommer“ – ein Nachmittag zum Verträumen.

Der Marinechor Clausthal und die Gruppe Kea-la-hula sind unsere Gäste!

10 x in Deutschland


fotolia.com © javarman; pixelio.de © magicpen

Allgemeine Besonderheiten Juli 2012

Eines muss hier mal in aller Deutlichkeit gestanden wer-

den: Der Mensch liebt Spiele aller Art. Gesellschafts-

spiele wie „Mensch ärgere dich nicht“, Monopoly und Co.

haben einen weltweiten Dauerbrenner-Status in jedem

Spieleregal. Quizsendungen zu fast jedem Thema sprießen

wie Pilze aus dem Boden und jagen jedem nervenaufreibenden

Krimi den angestammten Sendeplatz im

Fernsehen ab. Schon im Alten Rom wusste jeder Feldherr:

Brot und Spiele braucht das Volk! Da wir ja aber,

Gott sei’s gedankt, den Zeiten, wo man den Löwen zum

Fraß vorgeworfen wurde, entwachsen sind, muss halt ein

adäquater Ersatz zur Befriedigung dieses Urtriebs her.

Also spielen wir – im und mit dem Kopf!

So fand ich mich kürzlich im Kurpark inmitten eines hitzigen

Fußballspiels wieder. Auf einer Wiese sitzend und

entspannt in meinem dicken Krimi schmökernd, kegelte

mir plötzlich eine verirrte Lederpille meinen Kaffeebecher

ins grüne Aus. „Mensch Sprotte, gib den Ball doch

mal rechtzeitig an Möwinski oder Adler ab, sonst wird das

in diesem Leben nichts mehr mit Tor“, nölte es von rechts

außen. Diesem männlichen Fußball-Gezicke lauschend,

betrauerte ich zunächst den Verlust meines geliebten

Heißgetränks. Da ich ohne dies nicht zum konzentrierten

Lesen in der Lage bin, machte ich mich auf den Weg,

Nachschub zu organisieren. Auf halber Strecke traf ich

zufällig meinen neuen Nachbarn, Herrn Löwenmaul, versierter

Gärtner unserer Straße. Viele Namen scheinen

nicht zufällig auf den Leib ihrer Träger geschneidert. So

erblühen beispielsweise einige tot geglaubte Pflanzen

unter seiner Hand zu neuem üppigem Leben. Bei einem

sonnigen Pflanzen-Fachgespräch unter Neunachbarn

stellte er sich selbst als „der Jogi“ vor. Nomen est

Omen!

Verblüfft über diese erfolgversprechende Namenskombination

und mit neuem Kaffee bewaffnet, trottete ich

zurück zu Baum und Buch in den Park. In der Hoffnung

auf Ruhe, fand ich Sprotte, Möwinski und Adler immer

noch heftigst diskutierend über Pleiten, Pech und Pannen

bei der Ballabgabe beim Kicken vor. Fehler-Analysen

sind ja richtig und wichtig, aber mancherorts sinnlos. Bei

letzterem sah ich für diese Konstellation schwarz: Vielleicht

gab Sprotte ganz bewusst den heißumkämpften

Wunderball nicht ab an seine Teamkollegen. Immerhin

hören die ja auf die bezeichnenden Namen Möwinski und

Adler – die erinnern den fischigen Einzelkämpfer Sprotte

wahrscheinlich zu sehr an zwei der berühmt-berüchtigten

Fisch-Räuber. Bei dem Lärm konnte ich mich jedenfalls

nicht mehr an meiner Auszeit erfreuen und packte meinen

Kram zusammen. Abschließend gab ich den rüden

Ballerjungs meinen weiblichen Erfolgs-Tipp mit auf den

Weg: weniger diskutieren, Klappe halten und weiter

machen. Erfolgreiche Ballspiele finden in der Praxis,

nicht in der Theorie statt – vom Duschen lernt man

schließlich auch nicht schwimmen.

In diesem Sinne, genießen Sie das Leben und bleiben

Sie versonnen!

spitzmarke kolumne � � quadrat 07/2012 303

Grüne Bälletristik


InhaltsverzeIchnIs

Quadrat nr. 07 / 2012 � ausgabe julI 2012

8 10 12

aktuell

Kurz angetippt 24

InstItutIonen

Drucken mit Leidenschaft 10

100 Jahre Bäcker Wolf 12

Goslarer Kinos 36

Zehn Jahre Hospiz Goslar 38

kulInara

Grillen – keine Wissenschaft 16

freIzeIt

Im Urlaub zu Hause 18

kultur

Odeon Theater präsentiert 27

Zinnfigurenmuseum 34

Kultur Kurzmeldungen 41

sport

Galopprennwoche 08

Kinder-Golfturnier 15

Deutscher Meister U15 Radball 29

profIle

Platz genommen 30

Reiner Langwald 51

18 29 38

standards

inhalt � quadrat 07/2012 5

Kolumne 03

Die vergangenen zwei Monate in 8 Minuten 06

Reingehört 40

Angelesen 44

Hoffmanns Erzählungen 46

Namen, die Geschichte(n) erzählen 49

Marunde 53

Quadratabend 54

Schon was vor? 56

Impressum 58


6 quadrat 07/2012 � zurück geblickt

15. Mai

Goslarer müssen sich nicht ärgern, wenn die Eintrittsgelder

ihrer Kulturinstitutionen drastisch erhöht

werden: Sie und ihre Kinder gehen einfach nicht mehr

hin.

16. Mai

Jetzt versuchen es die Gauner mit Sammlungen an

der Haustür. Angeblich im Auftrag des Rettungsdienstes

Goslar wird um Spenden gebeten. Der Landkreis

empfiehlt, sich den offiziellen Ausweis zeigen zu lassen.

Das schreckt ab.

17. Mai

Nur wenige Störungen vermeldet die Polizei am Vatertag.

Wenig originell demontieren zwei alkoholisierte

Männer das Ortsschild von Vienenburg und ein

Verkehrsschild, um beides auf dem Grundstück des

Mitglieds eines Gartenbauvereins aufzustellen.

18. Mai

Eine Gesetzesänderung, dann sind sie wieder da, die

individuelleren Kraftfahrzeug-Kennzeichen. Schon

heute wird zum Beispiel HZ ungern genommen, stattdessen

WR hartnäckig verteidigt. Für die Zukunft aussichtsreiche

Rückkehrer: BRL, CLZ, GAN.

19. Mai

Die Liebenburger Bockwindmühle, ein historisches,

vollständig aus Holz gebautes Denkmal, wird ein Opfer

der Flammen. 1783 erstmals als Bauauftrag erwähnt,

in Braunschweig gebaut und dann mehrfach

umgesetzt, steht sie seit 1889 bei Liebenburg.

20. Mai

Vandalen im privaten Vorgarten von Wolfgang Düe,

Inhaber eines Gartenbaubetriebes in Bad Harzburg.

In der Nacht wird eine Buddha-Statue, etwa 60 Kilo

schwer, vom Zulauf seines Gartenteichs gestohlen,

Der mAi/Juni

beschädigt – ein halber Kopf bleibt dem Besitzer –

und abtransportiert. Belohnung bei Aufklärung 500,00

Euro.

21. Mai

Erster Spatenstich auf Torfhaus. In knapp einem Jahr

soll hier das Feriendorf „Harzressort“ eröffnet werden.

Hoteldirektor und Buchungsmöglichkeit gibt es

schon.

22. Mai

80 Jahre alt und kein bisschen leise: Mit Riesen-Fanclub

erklimmt „Brocken-“ Benno Schmidt an seinem

Geburtstag zum 6.666. Mal von Schierke aus den

Brocken. Zur Erinnerung schenken ihm Freunde eine

Bank aus Granit.

23. Mai

Räumfahrzeuge werden wohl trotzdem weiterhin

„durchkommen“: Der Verwaltungsausschuss Bad

Harzburgs hat die Rodungsaktion in der Lutherstraße

abgesagt und den Ersatz kranker oder bei den Straßen-Bauarbeiten

beschädigter Bäume verfügt.

24. Mai

Startschuss für Existenzgründer: Im Goslarer Kreishaus

beginnt eine Veranstaltungsreihe mit Steuerberater

und Informationen durch Mitarbeiter der Wirtschaftsfördergesellschaft

Goslar (Wirego).

25. Mai

Skurriler „Wettbewerb“ im Freibad Hohegeiß: Neben

dem Kiosk eines langjährigen Betreibers findet der

Besucher einen Imbiss-Container, den die Stadt

Braunlage hat aufstellen lassen, weil sie mit der bisherigen

Versorgung der Badegäste unzufrieden ist.

26. Mai

Im Kursaal von Bad Harzburg tanzen die Linedancer,

beim dritten Linedance-Meeting des Casino Tanzclubs

Rot Gold. Anfangs tanzte man zu Country musik,

heute gibt es zu jedem Chart-Hit die passende Choreografie.

27. Mai

In Wildemann tanzt der Bär. Oder besser:...regiert die

Kuh. Alljährlich am Pfingstsonntag ist Viehaustrieb

am Bergbauernhof „Klein Tirol“ im Norden der Bergstadt.

Unter Beteiligung hunderter Schaulustiger,

Künstler und Folklore-Gruppen bewegt man sich zum

südlichen Ortseingang.

28. Mai

Bei den Dachdeckern würde auch eine Frauenquote

nicht viel ändern: Unter den in Sankt Andreasberg aus

ganz Norddeutschland angereisten 30 Empfängern

eines Meisterbriefes gibt es keine einzige Frau.

29. Mai

Eckertal in Angst. Zur Versteigerung der Muna-Siedlung,

einer von den Nazis erbauten Wohnanlage für

die Betreiber des Wehrmacht-Munitionslagers, befürchtet

man Interesse rechtsextremer Gruppen.

30. Mai

Eine gewaltige Fliegenplage beklagen die Einwohner

von Langelsheim. Seit Wochen müssen Fenster und

Türen geschlossen bleiben, Gärten und Terrassen

sind nicht zu benutzen. Als Ursache wird das frei stehende

Lager gepresster Abfälle aus „Gelben Säcken“

einer Entsorgungsfirma vermutet.

31. Mai

Dass Krankenkassen einerseits Überschüsse horten

und andererseits überlasteten und zum Teil schwer

kranken Müttern hilfreiche Kuren verweigern, ist hof-


fentlich Vergangenheit. Der Bundesrechnungshof

moniert die Praxis. Nun ist – nach langer Durststrecke

– auch die Klinik des Müttergenesungswerkes,

Haus Daheim, wieder gut ausgelastet.

01. Juni

Für die Theaternacht ist es zu kalt. Acht Grad am Tage

veranlassen zahlreiche potenzielle Besucher, ihre

Eintrittskarten zurück zu geben und auf die Freiluftveranstaltung

in Blankenburg zu verzichten. Die Veranstaltung

wird abgesagt.

02. Juni

Einen heftigen Verlust erleidet eine 56-Jährige in

Clausthal-Zellerfeld. Beim Einkaufsbummel wird ihr

die Handtasche mit mehr als 1000 Euro Inhalt entwendet.

03. Juni

Der Welterbetag wird erstmals gemeinsam organisiert

von den Kreisen Goslar, Osterode und dem Oberharz.

2013 sollten dann auch die Welterbestädte Quedlinburg

und Eisleben zur Zusammenarbeit eingeladen

werden. Die Idee ist von Carola Schmidt, Geschäftsführerin

des Harzer Tourismusverbandes.

04. Juni

Die Gäste der Hotels Tannenhof und Winterberg in

Bad Harzburg haben jetzt einen direkten Zugang zur

Sole-Therme. Gemeinsam mit Kur-, Tourismus- und

Wirtschaftsbetrieben (KTW) haben die Betreiberfamilien

Brabandt und Borchard den Service geschaffen.

05. Juni

172 Werke werden von mehr als 50 Künstlern der

Region zur Aktion „Spurensuche im Welterbe Rammelsberg,

Altstadt Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft“

eingereicht. 72 ausgewählte Werke werden

bis Mitte Juli im Goslarer Museum ausgestellt.

06. Juni

Die „bauleitplanerische Vorbereitung der Fortschreibung

des städtischen Wohnflächenkonzepts“ stellt

der Goslarer Rat vor. Ein Villengrundstück an den

Bergwiesen, das wohl ursprünglich nicht hätte bebaut

werden dürfen, bietet Anlass zu Diskussionen.

07. Juni

Grundsteinlegung für die neue Feuerwehr-Zentrale

in Goslar. Das Bauwerk mit vielfältigen technischen

Aufgaben einschließlich der Wartungen und Prüfungen

der fast sechzig Orts-Feuerwehren soll im nächsten

Frühjahr in Dienst gestellt werden.

08. Juni

Zu hohe Geschwindigkeit wird nicht gern eingestanden,

besonders, wenn bei 48 km/h nach Abzug der

Toleranz ein hohes Bußgeld und Fahrverbot drohen.

Ein hessischer Landwirt hat es geschafft, Zweifel an

der Blitzer-Software aufkommen zu lassen. Amtsrichter

Ralf-Peter Jordan, Goslar, setzt die Verhandlung

aus, um ein weiteres Gutachten einzuholen.

09. Juni

Die Fahrt zur Großübung wird für den ehrenamtlichen

DRK-Mann Stefan Kruse zum Ernstfall. Kruse und

sein elfjähriger Sohn werden in den schweren Unfall

eines Goslarers verwickelt und erleiden zahlreiche

Hautverletzungen – alles, was auf dem Plan der Übung

steht, die sie hatten besuchen wollen.

10. Juni

Teilnehmer eines Spendenlaufs suchen sich einen

Paten, der spendet, je nachdem, wie viele vorgegebene

Runden sein Schützling läuft oder Fahrrad fährt.

27 Konfirmandinnen und Konfirmanden schaffen mit

dem Fahrrad insgesamt 1675 Runden um den Parkplatz

am Harlingeroder Einkaufszentrum. 3.000

zurück geblickt � quadrat 07/ 2012 07

Euro Spenden werden für Freizeiten in der Konfirmandenarbeit

verwendet.

11. Juni

Der geänderten Straßenverkehrsordnung wegen wird

die Goslarer Ampelanlage an der Einmündung Hildesheimer/Heinrich-Piper-Straße

neu geschaltet: Weil

Radfahrer künftig die Fahrbahn mit benutzen dürfen,

werden die Zeiten verlängert.

12. Juni

Ein geladenes Jagdgewehr findet ein Autofahrer auf

der Bundesstraße 248 nahe Hahausen. Eine zufällig

vorbeikommende Polizeistreife übernimmt die Waffe

und sucht jetzt nach dem Besitzer, der mit Ärger

rechnen muss.

13. Juni

Der Bad Harzburger Großparkplatz an der B4 ist Ausgangspunkt

für den heute eröffneten Wildkatzen-Erlebnispfad,

den Kinder aus der Grundschule Westerode

am Vormittag eröffnen. Rund 2,5 Kilometer

geht man über den Schmalenberg und durch das Riefenbachtal,

begleitet von zehn Info-Stationen, die Wissenswertes

über Wildkatzen und ihren Lebensraum

im Harz vermitteln.

14. Juni

Mehr Teilnehmer als im vergangenen Jahr sind jetzt

schon für den 2. Harz Triathlon in Clausthal-Zellerfeld

angemeldet, berichtet die Organisatorin Silvia

Hoheisel von der Glücksburg Consulting AG. Dabei

wird bis Ende der Woche noch mit weiteren Anmeldungen

gerechnet. Das Ereignis findet vom 22. bis

24. Juni statt.

15. Juni

Redaktionsschluss, damit das QUADRAT-Magazin

für das Leben im Harz Anfang Juli erscheint. (tg)


08 8 quadrat 07/2012 � SPiTZmArKe

Im Galopp zu Erfolg

1880: In Melbourne findet die Weltausstellung

statt, in Frankreich wird die Sozialistische Partei

gegründet, in Argentinien tobt der Bürgerkrieg,

Konrad Duden gibt in Leipzig das „Vollständige

Orthographische Wörterbuch der deutschen Sprache“

(erster Duden) heraus, Magdeburg wird zur

Großstadt und in Bad Harzburg wird der „Harzburger

Rennverein e.V.“ gegründet. Ebenfalls seit

1880 gibt es in Bad Harzburg Pferderennen. Die

offizielle Eröffnung des ersten Rennens und auch

alles begann auf der „grossen Wiese“

der Rennbahn auf der „großen Wiese“ bei der

Lutherkirche fand am 10. und 11. Juli 1880 unter

den Augen einer riesigen, begeisterten Zuschauermenge

statt. Doch die Zeiten der Rennbahn auf

dieser Wiese an der damaligen Ilsenburger Chaussee

sind lange vorbei. Schon zu Beginn des 20.

Jahrhunderts zog der Rennverein nach Bündheim

an den „Weißen Stein“. Den Besitz der Naturrennbahn,

auf dem seither die jährliche Galopprennwoche

und viele andere Pferdesport-Veranstaltun-

gen ausgetragen werden, verdankt Bad Harzburg

dem Badekommissär und Kurdirektor Major Ernst

Dommes, der 1904 Vorsitzender des Rennvereins

wurde. Unterbrochen wurden diese Veranstaltungen

nur durch die Weltkriege. 1915 bis 1918 und

1942 bis 1948 fanden keine Rennen statt, wobei

man die Galopprennwoche in den Jahren 1942 bis

1944 ersatzweise nach Dresden verlegt hatte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war ab 1947 ein englisches

Arbeitsbatallion auf dem Gelände unterge-


fotos: uwe epping

bracht. Die Aufräumarbeiten, die danach erforder-

lich waren, nahmen viel Zeit in Anspruch. Erst

1949 fand das erste Rennen nach dem Krieg statt.

Seither ist die Galopprennwoche in Bad Harzburg

ein fester Programmpunkt im Kalender des Deutschen

Pferderennsports, was nicht zuletzt den Verantwortlichen

und den Unterstützern des Harzburger

Rennvereins e.V. zu verdanken ist, die auch in

schlechten Zeiten und für schwierige Situationen

immer eine Lösung fanden. Geradezu katastrophal

zum Beispiel waren die Feuer in den Jahren 1979

und 1980. Nachdem 1979 die alte Haupttribüne

aus Holz einer Brandstiftung zum Opfer fiel,

brannte ein Jahr später der Ponystall. Einige wertvolle

Mutterstuten konnten nicht mehr aus dem

Feuer entkommen, ein schwerlich zu ersetzender

Verlust. Die Tribüne allerdings konnte man, wenn

auch aufgrund der hohen Kosten erst einige Jahre

später, erneuern.

Was gaddafi Wahrscheinlich nicht Wusste

Nachdem die alte Holztribüne nach dem Brand

nicht mehr zu retten war, suchte man nach neuen

Möglichkeiten. Ein Berliner Architekturbüro fertigte

Pläne für eine Rekonstruktion an. Leider war

ein originalgetreuer Nachbau so teuer, dass der

Rennverein nach Alternativen suchen musste. Wie

der Zufall es wollte, hatte bei eben diesem Architekten

der damalige Libysche Staatschef Gaddafi

sechs Exerziertribünen für die Wüste bestellt,

dann aber nur fünf abgenommen. So lag also noch

eine der „Libyschen Tribünen“ in Einzelteile zer-

legt herum. Als klar war, dass diese Stahlkonstruktion

mittels einiger geringfügiger Veränderungen

alle Bau- und Sicherheitsvorschriften erfüllen

würde und bezahlbar war, wurde sie gekauft. Seit

Juli 1982 steht sie auf der Rennbahn am Weißen

Stein.

ein neues Jahrtausend, eine neue rennbahn

Die Bad Harzburger Galopprennbahn und die Rennen,

die hier gelaufen wurden und werden, gehören

zu den traditionsreichsten im Land. Doch die

Gefahren, die die „schönste Naturrennbahn

Deutschlands“ durchaus für Pferd und Reiter barg

und ein allgemeiner Einbruch im deutschen

sport � quadrat 07/2012 9

Galopprennspor erforderten eine Rundumerneue-

rung der Anlage. Am 24. Juli 2005 fand das letzte

Rennen auf der alten Bahn statt. Noch im selben

Jahr begannen der „Harzburger Rennverein e.V.“

und die Kur-, Tourismus- und Wirtschaftsbetriebe

der Stadt Bad Harzburg gemeinsam mit der Verwirklichung

des Projekts „Sportpark an der Rennbahn“.

Der Unterbau und die Raseneinsaat des

Geläufs wurden erneuert, ein gleichmäßiges

Längsgefälle und ein konstantes Quergefälle zur

Schonung der Pferdebeine wurde geschaffen, die

Linienführung verändert, der Zieleinlauf verlängert

und einiges mehr für die Sicherheit aller Teilnehmer

getan.

133 Jahre erfolg

Schon lange ist die Rennwoche in Bad Harzburg

nicht mehr nur ein Ereignis für Sportinteressierte,

sondern ein Familienevent. Auch in diesem Jahr

wird bei dem umfassenden Rahmenprogramm wieder

für alle etwas dabei sein. Vor allem kommen

auch die jüngeren unter den Zuschauern auf ihre

Kosten. An zwei Renntagen wird für den Nachwuchs

ein Ponyrennen stattfinden. Ansonsten gibt

es auf dem ganzen Gelände viel Spiel und Spaß,

wie zum Beispiel Steckenpferdbasteln, Schminken,

Ponyreiten, einen Clown und einen Spielplatz.

Ebenfalls findet auch der Hutwettbewerb

wieder statt, die „Schönheiten des Renntages“

werden gekürt und für das leibliche Wohl sorgt

eine umfangreiche Gastronomie. Mehr erfahren

Sie unter www. harzburger-rennverein.de. (sw)


10

Andere drucken mit Farbe –

Druckerei Quensen/creaktiv

150 Jahre Erfahrung hat das Traditionsunternehmen

im Druckbereich und hat damit alle Veränderungen

bis hin zum heutigen modernen Medienunternehmen

gemeistert. Seit der Übernahme der

Hildesheimer Druck und Verlagsgesellschaft im

Jahre 2003 sind hier zukunftsorientierte Investitionen

erfolgt und haben das Unternehmen zu einem

der leistungsfähigsten der Region gemacht. 50 Mitarbeiter

produzieren in Hildesheim mit modernsten

Druck- und Verarbeitungsmaschinen Bücher, Broschüren,

Kalender, Plakate und vieles mehr.

Mehr als 2000 Quadratmeter prall gefüllt mit neu-

ester Drucktechnik dienen zur Erstellung von hoch-

wertigen Kunstkatalogen und Werbedrucksachen.

Der Clou sind die Inlinelackierungen oder die beduf-

teten Oberflächen, die sehr beliebt sind bei Kosmetikunternehmen

sowie Lebensmittelherstellern, um

ihren Kunden ihre Produkte näher zu bringen.

mit Leidenschaft

Die Entwicklung der letzten Jahre war rasant und

die Beteiligung an einem Kunstverlag in Hamburg

war ein weiterer Schritt, da die Vermarktung von

Kunstdrucken optimal in das Portfolio der Druckerei

Quensen passt. Erfahrung in dem Bereich hatte

man schon reichlich, betrieb doch die Druckerei

bis zum Jahre 2009 eine Werkstatt für künstlerische

Lithographie. Namhafte internationale Künstler

wie zum Beispiel Georg Baselitz, Gerd Winner

und Jörg Immendorf schätzten die Arbeit und

waren häufige und gern gesehene Gäste.

2009 gesellte sich zur Unternehmensgruppe die

Druckerei creaktiv aus Goslar, die auch weiterhin

im Hause der Goslarschen Zeitung tätig ist und

somit auch in der Goslarschen Region fest verankert

bleibt. Eine weitere Druckerei in Alfeld sowie

ein im Jahre 2010 eröffnetes Verkaufsbüro in

Wolfsburg runden die kundennahe Betreuung ab

und bieteten an allen Standorten einen umfangreichen

Service.

durch duftdruck zuM global Player

Schon 2001, als eine der Ersten, beschäftigte sich

die Druckerei Quensen mit dem Duftdruck. Duftöle

werden in Mikrokapseln eingebettet und dann

mit einem Lack auf das Papier gebracht. Wenn

man durch leichtes Reiben die Kapseln zum Platzen

bringt, setzt man den Duft frei. Über 100

Düfte hat das Unternehmen am Lager, individuelle

Kundenwünsche können ebenfalls berücksichtigt

werden. Damit erschloss sich das Unternehmen

Kunden in ganz Europa. Die damit verbundenen

Großaufträge werden mit Kooperationspartnern

aus China realisiert. Die Druckerei Quensen ist

damit zum Global Player mit regionaler Verankerung

geworden.

fotos: bernd schwarz

anzeige


zauberWort digitaldruck

Digitaler Mehrfarbendruck ist heute schon zum

Druckereistandard geworden, nicht aber die 2008

installierte große und qualitativ hochwertige Fünf-

farben-Digitaldruckmaschine, die sich bester Aus-

lastung erfreut. Passend dazu und für kleine Auflagen,

aber große Größen von 1,35 Meter Breite

bis auf etwa fünf Meter Höhe, vermag der Sieben-

Farben-Großdrucker vorgegebene Motive mit

einem Konturmesser auszuschneiden. So entstehen

Fensteraufkleber, Wandtattoos oder Leinwanddrucke

für Kunstbilder.

drei fünffarben-offset-druckMaschinen

24 Druckwerke in verschiedenen Formaten,

bedient von hoch qualifizierten Mitarbeitern, laufen

im Schichtsystem rund um die Uhr, um die

Kundenwünsche zu erfüllen. Drucksachen in

höchster Perfektion hergestellt, um den Kunden

den Erfolg am Markt zu sichern. Das Betreuerteam

in Goslar, Matthias Oppermann, Dennis Semper

und Rainer Golitz, ist jederzeit gern bereit für ein

Beratungsgespräch und sorgt für höchstmögliche

Qualität bei Einhaltung der Termine. (bs)

Für die Region Harz:

creaktiv GmbH & Co. KG

Bäckerstraße 31-35

38640 Goslar

Telefon 05321 333310/-14

www.creaktiv-goslar.de

service@creaktiv-goslar.de

� quadrat 07/2012 11

Übrigens: Wir layouten das quadrat von

Beginn an.


12 quadrat 07/2012 �

100 Jahre Bäcker Wolf

Bäcker Wolf, dieser Name steht für frische

Backwaren, handwerklich gefertigt und von

höchster Qualität – und das seit 100 Jah-

ren. Mitten in der Goslarer Altstadt, Am Troll-

mönch 7, beginnt die Erfolgsgeschichte im Jahr

1912, als Robert Wolf für 28.000 Reichsmark

eine kleine Bäckerei kauft und einen Gesellen

beschäftigt. Heute führt sein Enkel Rüdiger Wolf

das Unternehmen mit insgesamt 14 Filialen und

mehr als 100 Mitarbeitern.

Aus den kleinen Anfängen in der Altstadt hat sich

ein regionaler Bäckereibetrieb entwickelt, der trotz

steter Expansion die eigenen Qualitätsstandards

hochhält, ausgezeichnete Rohstoffe verwendet

und neben dem Einsatz maschineller Techniken

bei der Herstellung von Backwaren noch vieles per

Hand ver- und bearbeitet.

Schon früh setzte Robert Wolf auf den technischen

Fortschritt. Bereits in den 20er-Jahren erfolgte ein

Umbau der Backstube und eine Knetmaschine

wurde angeschafft. Roberts Sohn Karl begann

1929 eine Bäckerlehre im väterlichen Betrieb und

absolvierte anschließend eine Ausbildung zum

Konditor in Wernigerode. In der Zeit seines Wehrdienstes

und während des Einsatzes im Zweiten

Weltkrieg führten Robert Wolf und seine Frau den

Bäckereibetrieb fort. Ihr Sohn Gerhard, der wie

Karl eine Lehre beim Vater machte, ist 1943 gefallen.

Karl Wolf kehrte kurz nach Kriegsende aus


fotos: bernd schwarz

englischer Gefangenschaft nach Goslar zurück.

Zielstrebig betrieben Vater und Sohn die Weiter-

entwicklung des Betriebes. Alte Gebäudeteile wur-

den durch neue ersetzt und 1948 konnte ein neuer

Backofen aufgestellt werden. In den 50er-Jahren

wurden weitere Umbauten vorgenommen und

moderne Maschinen angeschafft. In der Feldstraße

eröffnete 1962 die erste Bäcker-Wolf-Filiale

mit kleinem Café und einem Kaffeegarten.

1971 kam eine zweite Filiale in der Hirschberger

Straße hinzu. Mittlerweile war auch die dritte

Generation, in Person des heutigen Firmenchefs,

im Bäckerhandwerk aktiv. Rüdiger Wolf ging 1966

zur Lehre nach Wolfenbüttel, um Bäcker und Konditor

zu werden. Seiner Zeit als Geselle in Remscheid

folgte ein einjähriger Frankreich-Aufenthalt

zum Erlernen der Sprache und zur fachlichen Qualifizierung

– gute Voraussetzungen für die Führung

des Traditionsbetriebs. Nach dem Tod des Firmengründers

im Jahre firmiert die Bäckerei Wolf 1980

um in die „Wolf`s Backparadies GmbH“ in der

Bergstraße 9. Hier war die Bäckerei Müller ansässig,

deren Übernahme den Grundstein für die weitere

Vergrößerung des Betriebs legte, zumal auch

eine gut gehende Filiale in der Rosentorstraße mit

übernommen wurde. Neben der Eröffnung weiterer

Verkaufsstellen, heute sind es 14, markiert das

Jahr 1994 einen Meilenstein in der Firmengeschichte.

Am Pracherstieg im Gewerbegebiet Baßgeige

geht das neue Backhaus mit einem Verkaufsraum

in Betrieb und in Bad Harzburg der erste

Drive-Inn im Landkreis Goslar.

Von den 120 Mitarbeitern arbeiten zehn, davon

drei Bäckermeister, in der Herstellung von Backwaren.

Ab drei Uhr werden hier jede Nacht Teige

hergestellt, Brote und Brötchen gebacken, Kuchen

dekoriert, Torten gezaubert, alles für die pünktliche

Belieferung der einzelnen Standorte. Mit einer

Ausnahme sind die Filialen mit Backöfen ausgestattet,

sodass die Kunden den ganzen Tag lang

frische Brötchen aus eigenem Wolf-Teig erhalten.

Gekaufte Teige oder fertige Backmischungen kommen

bei Wolf nicht in den Ofen. Das Unternehmen

legt größten Wert auf die Qualität der Rohstoffe

und der Zutaten. So kommt das Mehl aus einer

Mühle in Langelsheim und aus Flechtdorf bei

Wolfsburg, Obst wird überwiegend von regionalen

Anbietern bezogen. In Verbindung mit der Verwen-

dung überlieferter Rezepte entstehen Backwaren,

die den Qualitätsansprüchen der Kunden gerecht

werden. Rüdiger Wolf ist überzeugt, dass letztlich

die Qualität der Produkte entscheidend ist und

sich in Konkurrenz mit den Discountern behaupten

wird.

Vom Gesamtumsatz des „Bäckers Wolf“ werden

jeweils 25 Prozent mit Broten und Brötchen

erzielt, 15 Prozent entfallen auf Feingebäck und

Kuchen. Zu den Rennern zählt die Brotspezialität

„Rammelsberger Fladenbrot“, ein Wolf-Markenbrot

aus Vollkornmehl mit Mandeln und Nüssen,

besonders lecker mit Schmalz und Harzer Käse.

Das beliebte Gersterbrot, ein Roggenmischbrot,

erhält seine unverwechselbare Kruste in einem

aufwändigen eindreiviertel-stündigen Backverfahren.

Neu im Sortiment des Jubiläumsjahres: ein

Jubiläumsbrot, das „100er“. Durch eine Umfrage

ermittelte Wolf die Wünsche und geschmacklichen

Vorlieben der Kunden, um sie in die Rezeptur einfließen

zu lassen. Kreiert wurde daraus ein von

Hand gefertigtes, herzhaftes Roggenmischbrot,

verfeinert durch eine spezielle Gewürzkombination

und die Zugabe von Sonnenblumenkernen.

Bei den Feinbackwaren ist der Lieblingskuchen

von Rüdiger Wolf auch der seiner Kunden. Der Kirmeskuchen

aus einem besonderen Hefeteig und

einer Schichtkäsemasse wird nach einem alten

Familienrezept gebacken, Einzelheiten verrät

Rüdiger Wolf nicht, „ das ist Betriebsgeheimnis“.

Einen steigenden Anteil am Geschäft verbucht der

Gastro-Bereich, der bereits 35 Prozent zum Firmenumsatz

beisteuert. Der Startschuss für den

Verkauf von kalten und warmen Snacks und belegten

Brötchen fiel 1984 mit der Eröffnung der

„Baguetterie“, heute „Wolfs Railway“, im Niedersächsischen

Hof in der Goslarer Klubgartenstraße.

Der Schlager, erinnert sich Wolf, waren damals

Thunfisch-Brötchen. Heute sind in allen Filialen

SB-Cafés integriert, mit einem breiten Angebot an

pikantem Backwerk, Kaffee- und Teespezialitäten

sowie Kaltgetränken. Die Entwicklung von Rezepturen

für neue Snacks mit hauseigenen Brotaufstrichen

dauert, wie beim „Rucoco“, einem

Baguette mit Ruccola-Frischkäse, bis zu zwei

Monate. Dann erst ist die optimale Konsistenz des

� quadrat 07/2012 13

täglich frisch hergestellter teig, handwerklich

weiterverarbeitet.

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14 quadrat 07/2012 �

Teigs und die Abstimmung der Zutaten für den

Belag zu einem geschmacklichen Highlight vollendet.

Für die Umsetzung solcher „Neuentwicklungen“

in der Backstube ist Rüdiger Wolf verantwortlich,

im Büro dagegen führt seine Frau

Angelika die Regie. Sie ist für die gesamte EDV

zuständig und zudem „die Seele des Betriebs“.

Zu den umsatzstärksten Standorten gehört die Filiale

in der Breiten Straße in Goslar mit ihrem Stadtcafé.

Hier gibt es unter anderem Bäcker-Snacks,

pikant oder herzhaft, kalt und warm ein Genuss.

Jüngstes Kind in der Café-Familie und ein Lieblingsobjekt

von Rüdiger Wolf ist das 2009 eröffnete

„Kaffeehaus“ in Bad Harzburg, in unmittelbarer

Nachbarschaft zum Jungbrunnen und einer

Wolf-Filiale mit Stehcafé. Mit „viel Herzblut“ hat

der Firmenchef sich um die Modernisierung der

Räume, den Bau eines Wintergartens sowie eine

ansprechende Ausstattung und Einrichtung

gekümmert, um den Gästen eine ganz besondere

Atmosphäre zu bieten. Für Geschäftstermine oder

Familienfeiern bieten separate Räumlichkeiten

das für jeden Anlass passende Ambiente. Das Herzog-Wilhelm-Zimmer

ist nach grundlegender Renovierung

und Ausstattung mit technischem Equipment

die perfekte Location für Meetings und

Konferenzen.

Selbstverständlich dreht sich in Wolfs Kaffeehaus

alles um das leibliche Wohl der Gäste, ob beim

Frühstück oder bei einer Kaffeespezialität mit

Kuchen am Nachmittag. Eigens für das Bad Harzburger

Haus wurden Tortenkreationen entwickelt,

die jeden Kuchenliebhaber begeistern. Die Jungbrunnen-Torte

zum Beispiel, das sind Bisquitböden

mit Weincreme und einem Schokoladenüberzug

oder die Schokoladen-Sahne-Torte mit

Eierlikörkern, eine Gaumenfreude für „süße“

Gourmets. Diese Leckereien wissen auch die Gäste

zu schätzen, denn die Beliebtheit des Kaffeehauses

drückt sich in einer guten Auslastung und jährlichen

Steigerungsraten aus

Der Bäcker- und Konditormeister Rüdiger Wolf

muss auch Marketing-Experte, Werbestratege und

Marktforscher sein. Das Konzept für jede Filiale

wird regelmäßig überprüft und entsprechend neuer

Markttrends und orientiert an den Kundenwünschen

angepasst. Bei der Kundenstruktur macht

sich auch im Bäckereihandwerk die demografische

Entwicklung bemerkbar. Bei einer zunehmend

älter werdenden Kundschaft setzt Bäcker Wolf mit

neuen Konzepten auf die Jugend, dazu gehört

auch der Betrieb von Caféterien in drei Schulen in

Goslar und Bad Harzburg. Neue Wege will Bäcker

Wolf auch in der geplanten Einkaufsmeile auf dem

ehemaligen Odermarkgelände gehen. Hier soll

eine Filiale entstehen mit einem erweiterten, aber

bäckertypischen Snacksortiment, ganz nach dem

Geschmack junger Leute.

Über die Jugend im eigenen Haus schreibt Karl

Wolf zum 75-jährigen Firmenjubiläum im Jahr

1987 in die Familienchronik: „Im Familienglück

ist durch Christian, das siebente Großkind, vielleicht

in der Tradition des Hauses ein weiterer

Grundstein gelegt.“ Das „vielleicht“ kann zum

100-jährigen Bestehen getrost gestrichen werden,

denn ab August ist die vierte Wolf-Generation am

Start. Christian Wolf ist studierter Betriebswirtschaftler

und schließt gerade eine Bäckerlehre ab.

Am 1. August tritt er in den Familienbetrieb ein

und wird ganz im Sinne seiner Vorfahren das fortführen,

was „Bäcker Wolf“ auszeichnet: qualitätvolle,

handwerkliche Backtradition gepaart mit

innovativer Technologie und zeitgemäßen Angeboten

bester Backwaren. (uju)


foto: bernd schwarz

Großes Kinder-

sport � quadrat 07/2012 15

Golfturnier beim GC Harz

Marshalls, also Ordnungshüter, brauchte

man wahrlich nicht beim diesjährigen

Turnier für die Jüngsten des GC Harz. An

den Leistungen und dem Verhalten der teilnehmenden

21 Aktiven auf dem Platz in Bad Harzburg

gab es nicht das Geringste auszusetzen, wie einer

der beiden Marshalls, Günter Pusch, begeistert

erzählt.

„Die Jugendlichen haben uns hier für ihre Alters-

klasse großartiges Golf gezeigt. Ich habe mit

Freude gesehen, dass sie zum Beispiel, ganz

gemäß der Etikette (Platzvorschriften), die Divots,

nämlich die herausgeschlagenen Grasstücke,

sofort wieder eingesetzt und festgetreten haben,

damit sie wieder anwachsen können. Mancher

erwachsene Spieler „vergisst“ diese einfache

Regel schon mal und überlässt sie den Greenkeepern.“

Eckehard Teetz, sein Kollege und Mitausrichter

des Turniers, bestätigt die guten Leistungen und

verweist auf die sehr erfolgreiche Mannschaft der

Jugendlichen, die teils selber aus dieser Jugendarbeit

entstanden ist.

„Unsere Kleinsten haben heute ein Putt-Turnier

gespielt, haben also lediglich Bälle eingelocht,

während die größeren Kinder bis zu zwölf Jahren

in zwei Gruppen jeweils neun Löcher gespielt

haben. Hierfür wurde, ausgehend vom Damenabschlag,

der Abschlag für die Kinder zweihundert

Meter nach vorn verlegt, um faire und kindgerechte

Bedingungen zu schaffen.

die beiden Marshalls

Günter Pusch links und Eckard teetz

Für die meisten jungen Spieler ein ganz besonderes

Erlebnis, war es doch das erste Mal, dass sie sich,

mit Unterstützung von erfahrenen Erwachsenen,

auf dem richtigen Golfplatz beweisen durften!“

Sogar für die Halfway-Verpflegung war gesorgt worden.

Die Mütter hatten für ihre Sprösslinge Kuchen

gebacken und die stärkten sich begeistert mit großem

Appetit und herrlichem Blick ins Harzvorland

bei angenehm warmem Frühsommer-Wetter am

Abschlag von Loch neun.

Mit der Siegerehrung, bei der jedes Kind einen

Preis bekam, endete ein perfekter Golftag für die

Kleinen, aber auch für die Eltern. Viele der Nachwuchs-Kaymers

oder -Sörenstams, die noch am

Vorabend und den ganzen Tag über mit Lampenfieber

zu kämpfen hatten, saßen müde von der

Anstrengung, aber mit leuchtenden Augen am

Tisch und genossen ihren Erfolg.

Der Erfolg und die Freude an der Veranstaltung

haben die beiden Marshalls, die dieses Fest

gesponsort haben, veranlasst, den Kindern auch

im nächsten Jahr bei der Neuauflage des Turniers

„Schönes Spiel“ zu wünschen. (bs)


16

G

r

o

ß

e

s

G

o

von kleinen Spielern

Die jüngsten Golfer im GC Harz haben

jetzt noch mehr Spaß an Ihrem Sport.

Norman Heyke, Geschäftsführer der

Firma August Lüders Eisenwaren aus

Bad Harzburg, die sich eigentlich als

Spezialist für hochwertige Werkzeuge

und Schließanlagen im Landkreis

einen Namen machte, schenkte den

Jugendspielerinnen und -spielern des

GC Harz 60 Poloshirts.

Norman Heyke, dessen Unternehmen

auch eines der größten Schraubenlager

führt und diese sogar im Einzelverkauf

anbietet, hat, nachdem die

Gelenke den Handballsport nicht

mehr möglich machten, seine neue

sportliche Liebe im Golf gefunden. Da

Tochter Nele ebenfalls begeistert Golf

spielt, lag der Gedanke nah, etwas für

die Jugend zu spenden.

l

f

Mit noch mehr Feuereifer trainiert

jetzt der Nachwuchs einmal wöchentlich

entweder bei den beiden Pros

oder bei den zwei C-Trainerinnen des

Golfclubs. Bei den ganz jungen Aktiven

stehen Spiel und Spaß im Vordergrund,

spielerisch lernen sie die

Grundschläge und entwickeln so das

notwendige Ballgefühl.

Später dann können sie das Kindergolfabzeichen

in Bronze, Silber und

Gold machen und erwerben hiermit

schließlich die Platzreife, das heißt,

sie haben dann die Erlaubnis, auf dem

Platz zu spielen und gehören damit

zu den „Großen“. Mit den schicken,

neuen Poloshirts geht jetzt natürlich

alles viel besser! Tiger Woods kann

kommen…

foto: klaus steves_pixelio

Grillen – keine

Raketen-

wissenschaft

Deutschland hat 50 Millionen Bundestrainer, die

allesamt sehr viel von Fußball verstehen und es bes-

ser können als der Bundesjogi. Ähnlich ist es mit

dem Grillen. In jeder Familie wird gegrillt und in

jeder Familie ist ein Grillmeister. Männer und Frauen,

die das seit vielen Jahren machen, die das schon bei

ihren Eltern gelernt haben und die Ihre Kenntnisse

ständig weiter verfeinern. Herrliche Bratwürste,

Schweinenackensteaks, Bauchfleisch ... Wunderbar,

das kann ich auch nicht besser.

Vielleicht etwas Basiswissen für Anfänger: Wenn Sie normale Steaks und Würste

grillen, so wie bei uns üblich, dann brauchen Sie einen richtig heißen Grill. Die Holz-

kohle muss komplett durchgeglüht sein und von weißer Asche überzogen, es muss

unmöglich sein, die Hand auch nur kurz darüber zu halten. Oft lese ich, man solle

auf einer Aluschale grillen, damit kein Fett in die Kohle tropft und keine Flamme

entsteht. Meine Meinung? Dann können Sie es gleich kochen! Der Grillgeschmack

entsteht doch erst bei Mörderhitze und ein paar Flammen, die am Fleisch hochzüngeln.

Experimentieren Sie: Grillen Sie Entenbrust, Lamm, Rib Eye Steaks vom Rind, grillen

Sie Gemüse, Paprika, Tomaten. Wickeln Sie eine Banane mit Schale in Alufolie

und auf den Grill damit, köstlich! Probieren Sie alles Mögliche aus, behalten das

Gute und vergessen das Schlechte. Ein Grillmeister werden Sie (wie immer im

Leben) durch Übung. Bei fast jedem, dem ich beim Grillen zusah, habe ich noch

etwas gelernt, irgendetwas macht jeder ganz besonders gut, bestimmt auch Sie. Auf

die Feinheiten gehe ich später noch mal ein. Bleiben Sie tapfer und grillen Sie einfach.

Ihr Harald Leiste


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18 quadrat 07/2012 � urlaub

„Manche Menschen reisen hauptsächlich in

den Urlaub, um Ansichtskarten zu kaufen,

obwohl es doch einfacher wäre, sich diese

Karten kommen zu lassen.“

Robert Musil (1880-1942),

österreichischer Erzähler

Auf und davon? Nun ist er da, der Juli. Gerade

eben war doch erst Weihnachten, und

auf einmal ist schon wieder ein halbes Jahr

vorbei, die Sommerferien und der Urlaub stehen

vor der Tür. Für Viele die schönste Zeit des Jahres,

endlich raus aus dem Alltag, weg von Heim und

Herd, Goldes wert ist in dieser Zeit die Ferne.

Andere Länder, fremde Kulturen, Abenteuer oder

auch nicht, exotische Speisen, Sonne, Sand und

Meer. So jedenfalls stellt man es sich doch jedes

Jahr aufs Neue gerne wieder vor. Und dann? Der

Flug hat Verspätung, das Hotel ist überbucht, die

Baustelle gleich am Strand war im Katalog nicht

zu sehen, der Pool ist leider noch nicht fertig und

all inclusive gilt, aber sorry, nicht an der hoteleigenen

Strandbar und nicht nach 20.00 Uhr. Aber

in den meisten Fällen klappt alles, Unterkunft und

Essen sind super, der Strand ist in Sichtweite und

eigentlich möchte man sich ja auch nur erholen

und ausruhen. Also bleibt es bei ein oder zwei

Tagesausflügen, soviel zu „fremden Kulturen“.

Natürlich gibt es auch noch den individuellen

Rucksackurlaub, und für alle, die das Abenteuer

suchen und abseits der touristischen Pfade unterwegs

sein möchten, bietet der Out-door-Markt

diverses Equipment. Da enthält zum Beispiel ein

foto: hartmut weber / archiv

für „daheiMg

Im Urlaub

Genießen inmitten herr licher Natur – m


ebliebene“

zu Hause

urlaub � quadrat 07/2012 19

leichtes „Survival-Notfallpaket“ kein Pflaster und

Wundsalbe, sondern Schnur, Spiegel, Teelicht,

Angelsehne mit Haken, Skalpell, Taschensäge und

Rettungsdecke. Für die Dusche in der Wildnis gibt

es große faltbare Wasserbeutel, die das Wasser per

Sonneneinstrahlung erhitzen und für unsichere

Unterkünfte wird ein Türstopper mit eingebauter

Alarmanlage angeboten. Sicherlich ist das nicht

jedermanns Sache, und doch hören wir alle fasziniert

zu, wenn von solchen Reisen berichtet wird.

Nicht umsonst sind die Bücher von Rüdiger Nehberg

und Andreas Kieling so gefragt. Ein wenig

Abenteuerlust steckt doch in uns allen. Einen der

ersten bekannten Reiseberichte, die wir heute

kennen, schrieb übrigens eine Frau, deren wahren

Namen man nie herausgefunden hat. In der

Geschichte ist sie als Egeria bekannt. Sie pilgerte

im 4. Jahrhundert n. Chr. von Nordspanien nach

Jerusalem und schrieb ihre Erlebnisse während

ihrer Reise von 383 bis 384 n. Chr. auf. Heute

gibt es das Egeria-Projekt, ein ökomenisches Frauenpilgerprojekt,

in dem Frauen seit 2005 den Weg

dieser Pilgerin nachgehen: www.egeria-project.

eu.

Pilgern kann man übrigens am Harz entlang auf

dem bekanntesten aller Pilgerwege, dem Jakobsweg.

Er verläuft am Ostharzrand entlang von Magdeburg

über Huysburg, Halberstadt, Quedlinburg,

Gernrode, Ballenstedt, Hettstedt, Klostermansfeld

und Eisleben.

Café

Goldberg

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die Harzer Natur auf einer unserer geführten

Touren. Lernen Sie Bad Harzburg und Goslar

auf unseren Stadttouren kennen oder fahren

Sie mit uns eine gemütliche Kaffee- oder

Waldtour.

Unsere ganz besonderen Highlights sind:

• Die Brockentour. Fahren Sie mit uns auf den höchsten

Berg in Norddeutschland

• Die Dinnertour nach Ilsenburg

• Besichtigung der Klosterbrennerei Wöltingerode, auf

Wunsch mit Einkehr im „Klosterkrug“

Goslarer Waldgaststättentour – zum „Maltermeister

Turm“ oder zur „Steinberg Alm“

• Altstadttour oder die große Walltour durch Goslar

entdecken Sie die versteckten Schönheiten der alten

Kaiserstadt

Unsere Tourenpreise liegen zwischen 25 und 85 Euro/p.P.

Rufen Sie uns an, wenn Sie ein Firmenevent planen oder

eine größere Gruppe sind. Wir helfen Ihnen gern bei der

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WaruM eigentlich „urlaub“?

Was bedeutet dieses vielversprechende Wort denn

nun eigentlich? Sprachgeschichtlich gesehen hat

der Begriff seine Wurzeln im Alt- und Mittelhochdeutschen.

Wer zu damaliger Zeit um „Urloup“

bat, der ersuchte um die „Erlaubnis“, denn das

bedeutete der Ausdruck, sich für eine Zeit vom

Lehnsherren zu entfernen. Das Wort Ferien hatte

im Mittelalter übrigens noch eine andere Bedeutung

als heute, „feriae“ (lat.) waren Festtage entweder

kirchlicher (feriae sacrae) oder weltlicher

(feriae profanae) Art. Heute ist es uns ziemlich

egal, welchen Begriff wir benutzen, das was dabei

herauskommt ist entscheidend: Erholung, weg

vom Alltag und vom täglichen Trott, raus aus

Anzug, Krawatte und Kostüm, aus Kittel, Helm

und „Blaumann“. Endlich Zeit für die Familie, den

Partner, Freunde und sich selbst. Und am besten

auch einmal etwas anderes sehen und die eigenen

„vier Wände“ hinter sich lassen.

abenteuer vor der haustür

Was aber tun, wenn in diesem Jahr der Urlaub zu

Hause stattfindet? Nun, eigentlich ist das doch gar

keine schlechte Voraussetzung für eine perfekte

Zeit. Entfernen wir uns einfach einmal von dem

Gedanken, dass wir „zu Hause“ bleiben und betreten

wir unsere Wohnung, unser Haus und unseren

Garten so, als beträten wir ein Hotel. „Wie schön!“

können wir da sagen, da hat doch der Inneneinrichter

genau unseren Geschmack getroffen. Die

Küche ist gut ausgestattet, im Bad steht genau

das richtige Shampoo, das Bett ist bequem und

ein paar gute Flaschen Wein sind auch im Keller.

fotos: mev


Die Fahrräder in der Garage sind in gutem Zustand,

die Reifen aufgepumpt, der Grill steht bereit und

überhaupt ist alles, was man braucht, vorhanden.

Allerdings sind natürlich auch all die Dinge immer

noch präsent, die aus dem Alltag eben den Alltag

machen. Also schalten Sie am besten den Computer

ab und vergessen Sie die Waschmaschine, den

Rasenmäher und den Staubsauger, wenn Sie zwei

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urlaub � quadrat 07/2012 21

Wochen weg wären, würden die ja auch nicht

benutzt. Falls Sie im Urlaub grundsätzlich essen

gehen, dann nutzen Sie die Chance, all die Restaurants

auszuprobieren, in die Sie schon immer

einmal gehen wollten. Das wird dann womöglich

internationaler als man es im ersten Moment

denkt. Und was ist mit „`mal etwas Anderes

sehen?“ Seien wir doch ehrlich, wie viele Tagestouren

macht man denn so an den meist eh schon

verplanten Wochenenden. Auf Kreta hat man

schon jedes Kloster gesehen, aber bis Walkenried

hat man es noch nicht geschafft, womöglich war

man schon im Grand Canyon, aber noch nie auf

der Wolfswarte oder hat die Archäologischen Highlights

Ägyptens bewundert aber noch keinen Blick

auf die Himmelsscheibe von Nebra geworfen. Und

wussten Sie schon, das sich der geographische

Mittelpunkt Deutschlands samt der 1991 gepflanzten

Mittelpunktslinde im südwestlichen Harzvorland

bei Niederorla (Unstrut-Hainich-Kreis) befindet?

Übrigens direkt neben einer alten

germanischen Kultstätte. Beschreibungen der

unterschiedlichsten Länder finden sich in Ihrem

Bücherregel, aber keine vom Harz? Dann nichts

nichts alltägliches

wie los, alles was Sie zum Planen eines abenteuerlichen,

kurzweiligen und erholsamen Urlaubs

brauchen und was die Vorfreude darauf umso größer

macht, ist ein Reiseführer und eine gute

Karte.

• Romantisches

Geschirr von Green Gate (Dänemark)

• Individuelle Portemonnaies von déqua (München)

• Wikingerschmuck (Museumsrepliken in Silber und Bronze)

• Hochwertige Papeterieartikel (Grätz Verlag, Krima & Isa)

• Qualitätsstrickwaren wie z.B. Tücher und Stulpen von invero

• Funartikel von sticky jam (Hamburg)

...und jede Menge ausgesuchter Kleinigkeiten, die das Herz erfreuen.

Herzlich willkommen bei


22 quadrat 07/2012 � urlaub

Vieles darf unser redlich verdienter Urlaub für uns

bereit halten, je nach Typ und Einstellung sind wir

da mehr oder weniger tolerant in Bezug auf Über-

raschungen, die uns an unserem meist unbekann-

ten Urlaubsort erwarten, nur langweilig und alltäg-

lich sollte er nicht sein. Nun bleiben Sie aber ja

zu Hause, wo bleibt da das neue überraschende

Element? Ganz einfach: Erstens, seien Sie es

selbst, überraschen Sie sich, tun Sie Dinge, die

sie sonst zu Hause vielleicht nicht tun, aber im

Urlaub in Erwägung ziehen würden. Wann waren

Sie zum Beispiel zuletzt in einer Bar, einer Disco

oder zum Frühstück bei Sonnenaufgang auf einem

Berg? Wollten Sie schon immer mehr für Ihre

Gesundheit tun, also los, Sie haben alle Zeit der

Welt. Eine kleine Jogging- oder Walkingrunde morgens

oder abends, vor dem Frühstück barfuß

durchs taufrische Gras, wieder einmal in die Sauna

oder sogar einen ganzen Tag mit Wellness verbringen,

Massagen genießen, ein wenig Schönheitspflege

betreiben, die Seele baumeln lassen und

sich hinterher einfach gut fühlen. Und zweitens

hält unsere Umgebung, in der wir wohnen, meis-

tens doch noch mehr Überraschungen bereit, als

wir glauben. Der Alltag hält uns einfach nur davon

ab, sie auch zu entdecken und vor allem wahrzunehmen.

Wären Sie im Urlaub in einem Hotel,

dann würden Sie vielleicht einen Surf-, Segeloder

Tauchkurs machen, ein paar Tennis-, Golfoder

Reitstunden nehmen oder einmal Bogenschießen,

Yoga oder Walking ausprobieren. Das

geht auch zu Hause, viele Vereine bieten „Schnupper-Kurse“

an, besonders in der Ferienzeit, nutzen

Sie diese Angebote, denn Sie sind ja im Urlaub.

Ihre Füße sind das übrigens auch, und wenn die

Sie einen ganzen schönen langen aktiven Urlaubstag

hindurch getragen haben, sollten Sie ihnen

etwas Erholung gönnen:

Natur-Kur für die Füße: Nehmen Sie eine halbe

Tasse Olivenöl und vermischen es mit dem Saft

eine halben Zitrone. Machen Sie nun ein Fußbad

in warmen oder lauwarmen Wasser, je nachdem,

was Sie als angenehm empfinden, gern auch im

Wechsel mit einem kalten Guss. Anschließend

massieren Sie Ihre Füße kräftig mit dem Zitronen-

foto: rainer golitz


Olivenöl. Danach können Sie sich nach einem Tag

in Wanderstiefeln auch in Flip-Flops wieder sehen

lassen.

zeit für freunde

Das kennen Sie bestimmt auch: Schon längst

wollte man sich mit ein paar Freunden treffen und

schafft es einfach nicht, weil im Alltag ein Termin

den anderen jagt und man dann am Wochenende

oft auch nicht mehr wirklich „gesellschaftsfähig“

ist. Aber nun haben Sie Zeit und vielleicht auch

einige der Menschen, die Sie gern einmal wieder

einladen würden. Wie wäre es also mit einer Gartenparty.

Verlegen Sie Bar und Buffet nach draußen

und zünden Sie ein paar Fackeln an. Sind Sie

Weinliebhaber und kaufen Wein direkt bei einem

Winzer? Laden Sie doch zu einer Weinprobe ein.

Fragen Sie bei Ihrem Winzer nach einem „Wein-

Proben-Paket“, oft gibt es zu den Weinen auch

noch die passende Beschreibung und Wissenswertes

rund um das Thema Wein mitgeliefert. Kulinarisch

verblüffen Sie Ihre Gäste einfach einmal mit

etwas Natur von den Harzer Bergwiesen:

Harzer-Wildkräuter-Pesto:

Das ist gesund und schmeckt, je nachdem, was

die Jahreszeit bietet, immer anders. Sie können es

zum Beispiel aus Gundelrebe, Giersch, Sauerampfer,

Labkraut, Kerbel, Löwenzahnblättern und

Brennnesseln herstellen. Die Kräuter werden mit

angerösteten Sonnenblumen- oder Pinienkernen,

einem Spritzer Zitronensaft und etwas Olivenöl im

Mixer zu einer dickflüssigen Creme zerkleinert, die

zu Pasta ebenso gut schmeckt wie zu Kartoffeln.

Harzer-Sauerampfer-Sorbet:

Frischen Sauerampfer finden Sie zur Zeit auf fast

jeder Wiese. Wenn Sie ihn kleingehackt unter eine

Mischung aus Dickmilch und Zitroneneins geben,

haben Sie einen erfrischenden Nachtisch, den

man nach Belieben mit Sekt und Wodka „aufpeppen“

kann.

abschalten

Urlaub bedeutet Erholung, ausspannen und einmal

so richtig „abschalten“, wie es so schön heißt.

Also tun Sie es doch, schalten Sie ab, und zwar

Ihre technischen „Verpflichtungen“, den Computer

und das Fernsehgerät. Lassen Sie sich nicht

von den „Zeitfressern“, denen Sie sonst jeden Tag

ausgeliefert sind, Ihren kostbaren Urlaub verkürzen.

Wären Sie auf einer Abenteuerreise in exotischen

Ländern, würden Sie auch nicht über den

„Tatort“ am Sonntagabend nachdenken. Der Harz

kann ganz schön exotisch sein und zeitweise hat

man noch nicht einmal Handy-Empfang. Gute

Erholung und viel Spaß in Ihrem Urlaub zu Hause!

(sw)

Tipps für Familien:

Eine Alternative zu Wandern und Wellness bietet das am östlichen Ortsrand von Westerode gelegene

„Krodoland“. Für die kleineren Besucher gibt es hier eine große Spielscheune mit Außenspiellandschaft

und Indianerdorf und auf Anfrage Ponyreiten. Aber vor allem können Sie hier ein paar ganz

besondere „Sport-Spiel-Arten“ ausprobieren. Neben „Pit-Pat“, einer Kombination aus Billard und

Minigolf, zu spielen im Freien auf 18 Tischen, und „Spiel-Golf“, der Off-Road-Version des Minigolfs

auf verschiedenen Bahnen mit Naturhindernissen, gibt es hier eine „Swin-Golf- Anlage“. Swin-Golf

wird fast wie das traditionelle Golf gespielt. Auch die Regeln sind ähnlich. Allerdings benötigen Sie

keine Vorkenntnisse im Golfsport, um hier auf neun Bahnen einmal den Schläger zu schwingen. Alles,

was Sie dazu brauchen, kann, wie auch beim „Pit-Pat“ und „Spiel-Golf“, ausgeliehen werden. Eine

Restauration auf dem Gelände sorgt für Ihr leibliches Wohl.

Sommerfeste:

Vom 06. bis 08. Juli findet in Alvesrode bei Springe ein großes Musikfest statt, in Esbeck können Sie

am 07. Juli einen historischen Markt zum 1000-jährigen Stadtjubiläum besuchen, am 08. Juli bieten

Ihnen Direktvermarkter der Region auf der Wasserburg Egeln bei einem Kräuterbauernmarkt ihre

Waren an, am 13. und 14. Juli feiert man in Duderstadt den 32. Tag der Niedersachsen und in Laatzen

lädt man Sie am 14. Juli zum „Fest der Sinne“ mit großem Familienprogramm ein.

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24 quadrat 07/2012 � kurz angetippt

kurz-

angetippt

Juli

schützen-

und volksfest

osterfeld, goslar

29. Juni bis 08. Juli

Auf dem Goslarer Osterfeld findet

auch dieses Jahr wieder das größte

Volksfest der Region statt. „Die Sensation

des diesjährigen Schützenfestes

ist die Doppel-Looping Achterbahn,

die sich in diesem Jahr erstmals

in Goslar präsentiert“, freut sich

Sven Schneider vom Goslarer Volksfest

e.V. Auch die 45 Meter hohe Konga-Schaukel

hat Premiere auf dem

Festgelände und bietet den Besuchern

jede Menge Action und Adrenalin.

Natürlich dürfen auch Klassiker wie

die Jaguarbahn, der Auto-Skooter

oder das romantische Riesenrad nicht

fehlen. Bei den Laufgeschäften gibt es

gleich zwei Neuheiten: Freddy`s Company

und die Baustelle „Krumm und

Schief“ überraschen mit ungewöhnlichen

Spaßfaktoren. Zahlreiche Fahrgeschäfte

speziell für Kinder lassen

die Herzen der Kleinen höher schlagen.

Vielfältige Imbiss- und Ausschankbetriebe

sorgen mit leckeren

Kirmes-Klassikern für das leibliche

Wohl: Von gebrannten Mandeln über

Zuckerwatte bis zur Bratwurst bleiben

keine Wünsche offen. Der große Pott-

und Krammarkt lädt täglich zum Stöbern

ein, und in den Zelten der „Sie &

Er“-Messe Goslar findet sich bei mehr

als hundert Ausstellern Schönes und

Nützliches zu den Themenbereichen

Bauen, Wohnen und Energie. Jeweils

am Freitag um 23.00 Uhr bietet traditionell

ein großes Höhenfeuerwerk

über dem Festplatz besondere Atmosphäre.

Aktionstage wie der „Herrenabend“

am Dienstag, der besonders

Firmen, Behörden und Vereine zum

gemeinschaftlichen Schützenfestbummel

einlädt, oder der Familiennachmittag

am Mittwoch mit vergünstigten

Preisen sind beste Voraussetzungen

für wiederholte Festbesuche.

Nähere Informationen zum Schützen-

und Volksfest in Goslar hält die GOS-

LAR marketing gmbh unter Telefon

foto: gmg

05321 / 78 06 53, per E-Mail unter

marketing@goslar.de und über das

Internet unter www.goslar.de bereit.

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01. bis 08. Juli

Mehr als 4000 Teilnehmer aus mehr

als 40 Nationen werden vom 01. bis

08. Juli bei den Weltmeisterschaften

der Senioren im Orientierungslauf

(WMOC) in Bad Harzburg erwartet.

Der MTK Bad Harzburg ist Ausrichter

dieser Titelkämpfe. Starterinnen und

Starter von 35 bis über 90 Jahren

werden dann mit Karte und Kompass

möglichst schnell ihre Zielpunkte anlaufen.

Die Titel werden im Sprint und

auf der Langdistanz vergeben. Die

Wettkämpfe mit Qualifikationen und

Finals werden in Bad Harzburg (1. Juli),

Goslar (2. Juli), Drei Annen Hohne

(4. Juli), Clausthal-Zellerfeld (5.

Juli) und im Huneberg-Steinbruch bei

Bad Harzburg (7. Juli) ausgetragen.

Eventzentrum ist das Rennbahngelände

im Sportpark Bad Harzburg. Dort

wird am 01. Juli um 19.00 Uhr die Eröffnungsfeier,

am 2. Juli ab 20 Uhr ein

Harzer Heimatabend für alle Teilnehmer

und Gäste sowie die Abschlussfeier

am 07. Juli ab 19.00 Uhr stattfinden.

Weitere Informationen sind

unter www.wmoc2012.de zu finden.

foto: ktw

Mauern, Wälle, türMe

– das Wehrhafte

goslar

tourist-info aM MarktPlatz,

goslar 07. Juli, 14.30 uhr

Folgen Sie der ehemaligen Stadtbefestigung

Goslars bis hinein in die früheren

Wachstuben. Bei einer Innenbesichtigung

des Breiten Tores erleben

Sie den Blick auf die Stadt aus original

mittelalterlicher Sicht. Die Führung

dauert etwa zwei Stunden, Erwachsene

zahlen 6,00 Euro,

Kurkarteninhaber Hahnenklee 5,00

Euro und Kinder ab 6 Jahre und Jugendliche

4,00 Euro.

die sonne & die

inneren Planeten

nationalParkhaus, vortragssaal,

erzWäsche 1, sankt

andreasberg (unterstadt)

07. Juli, 17.00 uhr

„Professor“ Leon, 8 Jahre, nimmt

Kinder und Eltern mit auf eine Reise

durch unser Sonnensystem. Wir erleben

die fantastische Welt der Sonne

und der Planeten, die sie umkreisen.

Mit anschaulichen Beispielen, Experimenten

und tollen Filmszenen von

NASA und ESA fällt das Lernen kinderleicht.

Der Eintritt beträgt für Kinder

1,00 Euro, für Erwachsene 2,00

Euro. Weitere Informationen unter

www.sternwarte-sankt-andreasberg.

de oder unter 163- 6141869 bzw.

05139-893219.

die geschichte von

dino „hanna“

treffPunkt:

bündheiMer schloss

14. Juli, 14.00 bis 18.00 uhr


Dieser Ausflug für Kinder von 11 bis

13 Jahren entführt die Teilnehmer in

die Urzeit, als die Dinosaurier die Erde

beherrschten. Wo und wie lebte

Hanna, und was geschah mit ihr und

ihrer Herde. Was uns Steine, Fossilien

und Ablagerungen heute über ein

Leben hier vor rund 150 Millionen

Jahren verraten, kann durch Hören,

Sehen und Anfassen erkundet werden.

Die Teilnahme kostet 13,50 Euro pro

Teilnehmer.

geführte Wanderung

auf den brocken

Wandertreff aM haus der

natur, kurPark bad harzburg

18. Juli, 9.00 uhr

Er hat einfach etwas Magisches und

zieht die Besucher nicht nur an Walpurgis

in Massen an: Der Brocken,

1142 m hoch und damit Norddeutschlands

höchste Erhebung. Aus Bad

Harzburg werden 2012 wieder regelmäßig

geführte Touren auf den Brocken

angeboten. Jeweils an einem

Mittwoch ist um 9 Uhr Start am Wandertreff

am Haus der Natur im Kurpark.

Rund sieben Stunden dauert die

Wanderung mit einem erfahrenen

Wanderführer.

foto: hartmut weber

Etwa 26 Kilometer beträgt die Streckenlänge

bis zur Rückkehr in Bad

Harzburg. Bei der Tour am 18. Juli

wird der Brocken mit Wanderführer

Horst Woick unter dem Thema „Natur

und Geologie“ unter die Lupe genommen.

Die Wanderung beginnt mit der

Busfahrt (Selbstzahler) bis Torfhaus.

Der Aufstieg erfolgt über Goetheweg,

Teufelsmoor und parallel der Harzer

Schmalspurbahn. Nach einem Rundgang

auf dem Brocken-Plateau und einer

Einkehr (etwa 45 Minuten) wird

auf dem Teufelsstieg vorbei an der

Bismarckklippe, der Rangerstation

„Scharfenstein“, weiter zur Staumauer

der Eckertalsperre gewandert. Von

dort geht es durch das tiefe Eckertal

vorbei am Molkenhaus zurück nach

Bad Harzburg. Für Kurkarten-Inhaber

ist die Führung kostenlos. Alle anderen

Teilnehmer zahlen 2,00 Euro. Weitere

Informationen in der Tourist-Information,

Nordhäuser Str. 4, Tel. (0

53 22) 7 53 30, info@bad-harzburg.

de, www.bad-harzburg.de.

forellenfest und

internationaler

bobanschub

ilsenburg

21. Juli

Stadtfest mit abwechslungsreichem

Programm für Jung und Alt. Kunsthandwerkliche

Stände, mittelalterliches

Spektakel, Kinderprogramm, geräucherte

Forellen und Grillspezialitäten

der Ilsenburger Gastronomen.

Weitere Informationen unter www.ilsenburg.de

133. bad harzburger

galoPPrennWoche

21. bis 29. Juli

Ab in die

Weite Welt

In Goslar, direkt an der historischen Kaiserpfalz gelegen, beginnt

die Weite Welt. Das Restaurant – Café – Bistro mit seinem ausgewählten

Angebot an leckeren Speisen und gepflegten Getränken

hat sich im Laufe der Jahre einen hervorragenden Ruf erarbeitet.

Inhaber Mario Guadagnino und seine Frau Kersten mit ihrem

Team sorgen für die lockere familiäre Atmosphäre.

Hochzeit, Geburtstag, Konfirmation, gern richtet die Weite Welt

Familienfeiern individuell für ihre Gäste aus.

Hoher Weg 11 (direkt an der Kaiserpfalz)

38640 Goslar

05321 / 38 35 38 (Telefon)

05321 / 38 35 40 (Telefax)

Tischreservierungen bitte nur per Fax oder Telefon.

E-Mail: weitewelt@hotmail.de

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Donnerstag 11.00 bis 22.00 Uhr

Freitag und Samstag 11.00 bis 23.00 Uhr

Sonntag von 11.00 bis 22.00 Uhr – Montag ist Ruhetag

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Zuschläge, auch zur Luftverkehrssteuer.

Die schnellen Vollblüter geben in Bad

Harzburg im Juli wieder den Ton an.

Die diesjährigen fünf Renntage sind

am Samstag, 21. Juli und Sonntag, 22.

Juli (Beginn jeweils 13.00 Uhr), Donnerstag,

26. Juli (15.00 Uhr), Samstag,

28. Juli sowie Sonntag, 29. Juli

(jeweils 13.00 Uhr).

Wie gewohnt wird in Bad Harzburg ein

„Familienrennfest“ gefeiert. Entsprechend

ist auch das kulinarische Angebot

weit gestreut. Auch ein spezieller

Bereich für Kinder ist vorhanden. Erstmals

unter der Regie des neuen Rennvereinspräsidenten

Stephan Ahrens

werden rund 40-mal die Pferde während

der bereits 133. Bad Harzburger

Galopprennwoche auf die rasante Reise

geschickt. Neben den Flachrennen

über unterschiedliche Distanzen finden

auch Jagd- und Hürdenrennen

statt. Zuschauermagneten sind die

Seejagdrennen an beiden Veranstaltungssonntagen,

bei denen auch der

Bad Harzburger Seekönig ermittelt

wird. Vor den Tribünen müssen Ross

und Reiter dabei einmal den Salzmannsee

durchqueren. Ganz besondere

Wettchancen wird es an beiden

Samstagen mit Viererwetten und Garantieauszahlungen

geben. Rennbahnführungen

und ein spezielles Rahmenprogramm

auch an den rennfreien Tagen

runden das Meeting ab. Weitere

Informationen sind unter www.harzburger-rennverein.de

zu erhalten.

foto: ktw

edelsteinWald

treffPunkt ParkPlatz "hoher

Weg", sankt andreasberg

22. Juli, 15.00 uhr

Heute können Kinder dank der Großzügigkeit

des Zwergenfürsten Ovalrich

wieder „stein-reich" werden. Dazu

treffen sich alle kleinen Schatzsucher

in St. Andreasberg auf dem Parkplatz

„Hoher Weg" und wandern gemeinsam

zum „Edelsteinwald". Natürlich dürfen

die Eltern sie begleiten. Im Anschluss

gibt es ein kleines Rahmenprogramm!

Die Teilnahme ist kostenlos! Weitere

Informationen im Nationalparkhaus

Sankt Andreasberg, Telefon 05582

923074.

Wie Wird Wildnis

Wirklichkeit?

erlebnisführung Mit allen

sinnen für gross und klein

Wandertreff aM nationalParkbesucherzentruM

torfhaus

26. Juli, 14.15 bis 16.15 uhr

Auf dieser Tour durch den wieder entstehenden

Urwald werden wir die Natur

mit allen Sinnen erleben und den

Wald aus einer ungewöhnlichen Perspektive

wahrnehmen. Wollen wir wetten?

Anmeldungen und Informationen

unter 05320-33179-0, Kosten: 2,00

Euro Kinder, 4,00 Euro Erwachsene,

10,00 Euro Familien.

tour auf deM

besinnungsWeg

Wandertreff aM haus der

natur, bad harzburg

28. Juli, 11.00 uhr

Ganz besondere Plätze vom „Heiligen

Antonius von Padua“ über das „Harzer

Urgestein“ und das „Himmelsloch“

bis zum „Reisesegen“ werden am

Samstag, 28. Juli, bei der Führung auf

dem Bad Harzburger Besinnungsweg

aufgesucht. Start ist um 11.00 Uhr am

Wandertreff am Haus der Natur im

Kurpark.

Die Führung leitet wie gewohnt Horst

Woick. Wo einst im Jahr 1073 die

Sachsen die Burg von Kaiser Heinrich

IV. belagerten, befindet sich heute der

Besinnungsweg. Von der Bergbahn-

Bergstation geht es vorbei an der Krodo-Statue,

die in ihrer einmaligen

Symbolik (die vier klassischen Elemente:

Feuer-Erde-Wind-Wasser) bereits

auf die Thematik hinweist, zum

Startpunkt. Mit einer Länge von rund

1,6 Kilometern und einigen leichten

Steigungen führt der Weg zu insgesamt

acht Verweilplätzen. Endstation

ist der Antoniusplatz. In einem Begleitflyer

(erhältlich in der Tourist-Information

und der Talstation der Bergbahn)

wird jeder Standort beschrieben

und auch Hilfe zur Umsetzung der eigenen

Gedanken aufgezeigt. Für die

von den Kur-, Tourismus- und Wirtschaftsbetrieben

der Stadt Bad Harzburg

angebotene Führung auf dem Besinnungsweg

rund um den Sachsenberg,

die rund zwei Stunden dauert,

zahlen Kurkarteninhaber sowie Kinder

bis sechs Jahre nur die Fahrt mit der

Burgberg-Seilbahn. Alle anderen Teilnehmer

haben zusätzlich eine Gebühr

von 2,00 Euro für die Tour zu entrichten.

Weitere Informationen sind bei

der Tourist-Information, Nordhäuser

Straße 4, Tel. (0 53 22) 7 53 30, info@

bad-harzburg, oder unter www.badharzburg.de

zu erhalten.

foto: ktw


Das Odeon Theater präsentiert

Das Musical „Atlantis“ steht im Juli auf dem

Spielplan des Goslarer Odeon Theaters. Es

wird die vorläufig letzte Aufführung einer

Schülerproduktion auf der Bühne des Odeons

sein.

Initiiert vom Verein BühnenReif e.V. spielen Schü-

lerinnen und Schüler mit Begeisterung Theater

und „lernen“, wie der Vorsitzende des Vereins,

Ernst Steinecke betont, „sich kreativ zu betätigen,

im Team zu arbeiten, Toleranz zu üben, und ihre

privaten Anliegen einem gemeinsamen Ganzen

unterzuordnen“.

Die aktuelle Produktion erzählt die Geschichte der

sagenumwobenen Insel Atlantis. In der Tradition

eines Shakespeare-Dramas geht es um politische

Macht, Intrigen, Betrug – und um Liebe. Das

Geschehen endet im Untergang. Atlantis, erschüt-

Das

Musical

Musik: Peter Spies

Text: Thomas Hog und Sune Svanekier

Deutsche Fassung: Daniel Call

Mit Schülern und Studenten aus der Region

Aufführungen: So. 15. Juli 2012 Eintritt: Beginn:

Do. 12. Juli 2012 Mo. 16. Juli 2012 10 – 18 € 19:30 Uhr

Sa. 14. Juli 2012 Di. 17. Juli 2012 (50% Ermäßigung für Schüler / Studenten)

tert durch ein Erdbeben, versinkt auf den Grund des Ozeans – ein Finale

mit Mythenbildung. Die Premiere ist am 12. Juli, gespielt wird mit einem

großen Ensemble. Regie führt der Theaterpädagoge und Dramaturg Axel

Dücker, die Verantwortung für den musikalischen Part liegt bei Wilfried

Nemitz und Benita Rohr ist für die Choreografie zuständig. Insgesamt sind

50 bis 70 Schüler und einige Studenten vor und hinter der Bühne damit

beschäftigt, dass die Inszenierung ein Erfolg wird.

Die jungen Akteure gehen überwiegend in Goslar zur Schule, aber auch

Schülerinnen und Schüler aus der Region sind im Odeon dabei. Sie kommen

aus Seesen oder Clausthal-Zellerfeld und nehmen auch weite Anfahrtswege

für häufige Probentermine in Kauf. Ernst Steinecke sieht in der

theaterpädagogischen Arbeit einen unverzichtbaren Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung

von Jugendlichen: „Viele junge Menschen erleben mit

dem Erfolg auf der Bühne eine ganz persönliche, nachhaltige Motivation,

die über die eigentliche Theaterarbeit hinauswirkt und die Persönlichkeit

der jungen Menschen entwickelt, fördert und stärkt.“ Die theaterpädagogische

Arbeit nach dem Goslarer Modell bezeichnet Steinecke als richtungsweisend,

weil sich die Verzahnung zwischen der Jugend und dem Theater

als kulturellem Fokus seit Jahren bewährt habe und der Erfolg durch

viele Aufführungen unter Beweis gestellt worden sei. Die zahlreichen

erfolgreichen Musical-Produktionen der letzten Jahre zogen im Durchschnitt

2500 Besucher zu den Auftritten ins Odeon-Theater.

Für den Verein BühnenReif sind diese „mit hoher Qualität gespielten Musicals“

eine Verpflichtung für den Erhalt der Förderung von Jugendlichen und

für den Erhalt des Odeons. Ernst Steinecke bringt es auf den Punkt: „Odeon

ohne Theaterpädagogik ist wie Zukunft ohne Zeit“ und abgewandelt: Goslar

ohne Odeon…

Die Termine für die Aufführungen des Schüler-Musicals Atlantis sind am

12. Juli und vom 14. bis zum 17. Juli, jeweils um 19.30 Uhr. (uju)

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foto: bernd schwarz


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10.07., 15.00 Uhr: Diavisionshow

»Zwischen Harz und Kyffhäuser«

von Rittern, Rolanden und Rosen.

Mit dem Fototeam Hercynia, Herrn Sauthoff.

12.07., 16.00 Uhr: »Ein Strauß bunter Melodien«,

Gesang Herr Rudolf Nabert, Sprecherin Frau Dagmar

Nabert.

16.07., 15.00 Uhr: Lichtbildervortrag

»Rund um den Säntis im Appenzeller Land«

Zu allen Veranstaltungen sind Gäste herzlich willkommen!

Bitte merken Sie sich den 11. August 2012 vor.

An diesem Tag findet unser traditionelles Sommer- und

Hoffest statt.

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Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine

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haben, oder einfach eine neue Herausforderung

suchen, freuen wir uns über Ihre aussagefähige

Bewerbung, gern auch per E-Mail an

bad.harzburg@patria-residenzen.de

Berufserfahrung ist zwar von Vorteil, aber auch Berufsanfänger

haben bei uns gute Chancen.


Nach für Akteure und Zuschauer nervenaufreibenden

Spielen im mehr als 500 Kilometer

entfernten Gutach im Schwarzwald

steht fest: Jannis Gatzke und Robin Schiller sind

Deutsche Meister im Radball der U 15. Mit einer

eindrucksvollen Bilanz – sieben Spiele, sieben

Siege – haben die beiden es geschafft, für den

R.C. Germania Hahndorf nach 26 Jahren wieder

einen deutschen Meistertitel zu holen. Der Radballverein

hatte vor sechs Jahren kleine Räder für

die Jüngsten angeschafft,

als Robin und Jannis über

dessen mittlerweile in der

Bundesliga spielenden Bruder

Julian den Einstieg in den

Radballsport starteten. Der

Beginn einer Laufbahn, die

nun mit dem Titelgewinn

belohnt wurde.

Trainer Oliver Waack charakte-

risiert die beiden als „ehrgei-

zig, ausdauernd und diszipliniert.“

„Robin“, so Waack,

„bringt als der größere und kräftigere

Spieler optimale Voraussetzungen

für die Position des

Torwarts mit“. Jannis agiert

„drahtig und flink“, beste Eigenschaften

zum Verteidigen und

zum Tore schießen. Ein perfektes

Team, wie die beiden Freunde

gerade unter Beweis gestellt

haben. Zweimal in der Woche ist

reguläres Training angesagt, dann

werden unter anderem Ecken, Tor-

Jannis gatzke und robin schiller voM r.c. gerMania hahndorf sind

Deutsche Meister im

Radball der U 15

schüsse und Spielkombinationen geübt. Vor wichtigen

Ereignissen wie den Deutschen Meisterschaften

sind selbstverständlich zusätzliche

Trainingseinheiten, auch am Wochenende, notwendig.

Kommt bei den vielen Trainings- und

Spielterminen die Schule nicht zu kurz? Robin

(14) besucht die 8. Klasse am CvD-Gymnasium,

sein bevorzugtes Fach: Sport. Jannis (13) geht in

die 8. Klasse der Realschule Goldene

sport � quadrat 07/2012 29

Aue, zu seinen Lieblingsfächern zählen Sport und

Informatik und er sagt, „die Schule, das klappt

ganz gut“. Neben dem Radball schwimmt Robin

noch beim MTV. Jannis spielt Fußball beim SV

Hahndorf und hat als Eintracht Braunschweig-Fan

in der vergangenen Saison jedes Heimspiel im Stadion

miterlebt. Jetzt ist aber auch für die jungen

Radballer erstmal Sommerpause, bevor sie sich

größeren Herausforderungen stellen.

Im September geht es weiter mit der

Teilnahme am Sichtungslehrgang

des Bundestrainers für den Nationalkader.

So gut, wie es im Moment

läuft bei den Radballsportlern, hat

Trainer Waack auch schon die

nächste Altersklasse U 17 im

Visier „mit der Zielsetzung, auf

Landesebene Platz 1 zu erreichen“,

um dann bei den deutschen

Meisterschaften einen

„Treppchenplatz“ zu erzielen.

Der Vorsitzende des R.C. Germania,

Jürgen Linde, ist mit dem

Titelgewinn der beiden Jungs

überaus zufrieden: „Endlich

geht es aufwärts und wir hoffen,

dass es so weiter geht.“

Für 2015 will sich der Hahndorfer

Verein um die Austragung

der Deutschen Meisterschaften

bewerben. Dann

hätten Jannis Gatzke und

Robin Schiller die Chance,

ihren grandiosen Erfolg vor

heimischem Publikum zu

wiederholen. (uju)

foto: bernd schwarz


Claudia und thomas Schmalz

platz genommen � quadrat 07/2012 31

ganz Privat FOTOS: STEFAN SOBOTTA, FOTOGRAFIERT IM cAFé AM MARKT, GOSLAR

Für die SPd sitzt Claudia Schmalz seit 2006 im Stadtrat von Bad Harzburg. Seit November

2012 ist sie als Kreistagsabgeordnete und stellvertretende Landrätin inner- und

außerhalb des Landkreises unterwegs.

Ehemann thomas Schmalz ist in seiner Stadt besonders als stellvertretender Ortsbrandmeister

der freiwilligen Feuerwehr Bad Harzburg bekannt. als Lagedienstführer bei der

Berufsfeuerwehr Braunschweig gehört er zu den Profis unter den Ehrenamtlichen. Beide

lieben ihre Familie über alles. Sie leben zusammen mit ihren zwei Kindern, Eltern,

Bruder und Hündchen im eigenen Mehrgenerationenhaus.

Sie sind in Bad Harzburg aufgewachsen und

zur Schule gegangen, was bedeutet die Stadt

für Sie?

Claudia Schmalz: Sie ist meine Heimat, das Vertraute,

da wo ich mich immer wohlfühlen werde.

Ich bin der letzte Jahrgang, der in Bad Harzburg

zur Welt gekommen ist, danach wurde die Abteilung

in der Klinik verlegt. Ich fühle mich sehr mit

der Stadt verbunden und muss nicht woanders

hin, es sei denn, in den Urlaub. Aber ich freue

mich dann auch wieder, hier zu sein.

Thomas Schmalz: Mein Elternhaus steht hier. Es

ist eine Stadt im Grünen, die ich sehr mag. Aber

auch andere Städte sind schön.

Kannten Sie sich schon als Kinder?

Claudia Schmalz: Eigentlich hätten wir uns kennen

müssen. Wir sind in die gleiche Schule gegangen

und sind ja nur drei Jahre auseinander.

Thomas Schmalz: „Nur“ ist gut. Das sind Welten.

Claudia Schmalz (lachend): Stimmt, wir waren die

Kleinen, und Thomas gehörte zu den Großen.

Wie haben Sie sich kennengelernt?

Claudia Schmalz: Meine Eltern hatten Bekannte

im Haus meiner heutigen Schwiegereltern. Dort

waren wir manchmal und da war Thomas und

schraubte an seinem Motorrad herum.

Thomas Schmalz: Eine Honda CB 450 S, in Silber

und Rot. Aber an dem Tag war es die Maschine von

meinem Kumpel, die sprang nicht an.

Claudia Schmalz: Ich bin ja auch Motorrad gefahren

mit so einem Joghurtbecher; Honda VFR 750F.

Und ich versuchte, Thomas schlaue Tipps zu

geben.

Thomas Schmalz (lachend): Und ich dachte, ob

sie denn davon Ahnung hat?

Claudia Schmalz: Aber so falsch lag ich gar nicht,

stimmt‘s?

Thomas Schmalz: Stimmt.

Claudia Schmalz: Und dann hat er für mich öfter

eine Rose an die Scheibenwischer meines Autos

geklemmt. So hat es angefangen.

Thomas, waren Sie damals schon bei der Freiwilligen

Feuerwehr?


32 quadrat 07/2012 � platz genommen

Thomas Schmalz: Ja, ich bin mit 15 in die Jugend-

feuerwehr eingetreten. Das war 1979. Es war

schon immer hoch angesehen unter den Jungs.

Deshalb gab es eine Warteliste, weil so viele mit-

machen wollten. Ich bin durch Klassenkameraden

auf die Idee gebracht worden. Wir hatten dort dann

auch eine schöne Zeit.

Wie fing es an mit der Lokalpolitik?

Claudia Schmalz: Ich habe eine Lehre bei der Post

gemacht und war dann bald auch schon aktiv in der

Deutschen Postgewerkschaft. Irgendwann sprach

mich mein Kollege Günther Kasties an, der im Personalrat

tätig und auch Ratsherr war, ob ich nicht

Lust hätte, mich als Kandidatin für den Stadtrat aufstellen

zu lassen. Ich bin auf den Vorschlag eingegangen

und in die SPD eingetreten. Das war 1996.

Der Funke ist sozusagen übergesprungen.

Thomas Schmalz: Ich bin später ebenfalls in die SPD

eingetreten, um meine Freundin, die inzwischen

meine Ehefrau geworden war, zu unterstützen.

Was war Ihr erster Beruf?

Thomas Schmalz: Ich habe Konditor gelernt, war bei

Café Decker in der Ausbildung. Das hat Spaß

gemacht. Ich habe schon immer gern Kuchen gebacken.

Claudia Schmalz: Aber schon da hat die Feuerwehr

dein Leben bestimmt.

Thomas Schmalz (fröhlich): Stimmt. Damals gab es

nur wenige Meldeempfänger, aber ein Kamerad hatte

ein Empfangsgerät mit einer Wurfantenne ausgetüftelt.

Das sollte bei Feueralarm piepsen. Aber das

Ding war empfindlich auf elektromagnetische Reize.

Ich will also gerade den Gasofen in der Backstube

mit so einem Piezozünder anmachen, da piepst der

Meldeempfänger los. Ich warf alles in die Ecke und

raste zum Feuerwehrhaus. Da war aber keiner. Ich

eilte wieder zurück, wollte den Ofen wieder anmachen,

da piepste das Teil wieder los. Es reagierte auf

den Piezozünder …

Wie kamen Sie dann zur Berufsfeuerwehr nach

Braunschweig?

Thomas Schmalz: Man brauchte für die Bewerbung

bei der Berufsfeuerwehr eine handwerkliche Ausbildung.

Und es hieß, ich sei als Konditor für die Feuerwehr

ungeeignet. Doch dann hatte ich Glück, weil

jemand abgesprungen war und ich nachrücken

durfte. Ich machte zunächst eine Ausbildung für den

mittleren Dienst und bin viele Einsätze gefahren und

war auch lange Zeit als Rettungsassistent mit dem

Rettungsdienst unterwegs. Anschließend habe ich

in Braunschweig eine Ausbildung zum Gehobenen

Dienst absolviert. Zudem blieb ich weiterhin bei der

Freiwilligen Feuerwehr in Bad Harzburg. Das alles

wäre ohne die Unterstützung meiner Frau gar nicht

gegangen.

Claudia Schmalz: Das war die Zeit, als die Kinder auf

die Welt gekommen sind. Ich war oft allein mit den

beiden, hatte aber viel Unterstützung durch unsere

Eltern.

Da blieb sicher wenig Zeit für die Lokalpolitik?

Claudia Schmalz: Die politische Arbeit musste erst

einmal pausieren. Ich war weiter im SPD-Ortsverein,

war immer interessiert und informiert. Aber in dieser

Zeit stand die Familie für mich ganz klar im Vordergrund.

Sie tut das auch immer noch. Alles hat seine

Zeit. Meine Eltern sind da mein großes Vorbild. Sie

standen und stehen immer hinter mir und sind

ebenso heimatverbunden, immer freundlich und

hilfsbereit. Die Familie, das sind ihre und auch

meine Wurzeln.

Dennoch engagierten Sie sich weiter ehrenamtlich,

wurden Beiratsvorsitzende der Kita Schle-

wecke, wurden und sind immer noch Elternvertreterin

und im Schulelternrat aktiv, auch im

Stadtelternrat …

Was motiviert Sie?

Claudia Schmalz: Die Möglichkeit, Dinge zu gestalten

und umzusetzen, bereitet mir große Freude. Zum

Beispiel, wenn wir Fahrten für die Kinder in der

Schule organisiert haben – zum Rammelsberg oder

ins Theater nach Braunschweig oder zur Feuerwehr,

oder sei es auch Plätzchenbacken und Kinderrallye

– bei den Kindern strahlten dann die Augen. Dann

weiß man, dass es ihnen Spaß macht. Sie sind so

kleine, ehrliche Menschen, wissensdurstig und

begeisterungsfähig. Da geht einem das Herz auf.

Auch hierbei sind Sie beide als Ehepaar ein

gutes Team …

Thomas Schmalz: Ja, ich war auch in den Schulklassen

meiner Kinder in voller Feuerwehr-Montur zur

Brandschutzerziehung und habe gleichzeitig von

meinen Beruf als Feuerwehrmann erzählt. Die Kinder

waren sehr interessiert, stellten viele Fragen und

viele wollten nun auch Feuerwehrmann werden.

Was reizt Sie an der Arbeit im Stadtrat?

Claudia Schmalz: Ich wollte mich so gern wiederfinden

in der Stadt, ihr so einen ganz kleinen Ministempel

aufdrücken. Wenn jeder Bürger sich ein bisschen

ehrenamtlich engagieren würde, gäbe es viel mehr

Miteinander. Als Kommunalpolitikerin bekommt

man selten gesagt: „das habt ihr toll gemacht“, sondern

meistens nur „so geht es nicht, das könnt ihr

so nicht machen …“

Frustriert Sie das?

Claudia Schmalz: Wenn es mich zu sehr frustrieren

würde, wäre ich sicher nicht so lange dabei. Wir

müssen manche Entscheidungen treffen, mit denen

man Bauchschmerzen hat. Man muss gut abwägen,

was am besten für die Stadt ist, dass trifft dann nicht

immer die Meinung der Bürger. Die Schließung des

Krodobades ist so ein Beispiel. Das war ein sehr

emotionales Thema. Und wenn ich den Bürger dann

gefragt habe, wann sie das Bad das letzte Mal

besucht haben, waren sie oft jahrelang nicht mehr

dort.

Wie war Ihre Anfangszeit im Rat? Muss man da

Lehrgeld zahlen?


Claudia Schmalz: Man hat mir in den Anfangsjahren

oft gesagt, ich solle sachlicher argumentieren, weni-

ger emotional.

Thomas Schmalz: Du bist immer mit dem Herzen

dabei.

Claudia Schmalz: Aber der Ratschlag war gut. Man

lernt, für sich einen Weg zu finden, wo man Dinge

nicht mehr so in sich hineinfrisst. Durch Sachlichkeit

bekommt man einen Gesamteindruck, man

kann die Dinge von allen Seiten betrachten und

abwägen. Wenn man sich aufregt, bekommt man so

einen Tunnelblick. Ja, am Anfang war es schwer

und es hat etwas gedauert, bis ich das umsetzen

konnte. Danach fiel es mir auch leichter, mir Gehör

zu verschaffen. Man möchte das Beste für die Stadt

erarbeiten – mit Weitblick. Und inzwischen habe

ich mich in viele Themen eingearbeitet und kann

dazu etwas sagen. Man wächst mit seinen Aufgaben.

Welche Themen sind Ihnen besonders wichtig?

Claudia Schmalz: Familie, Jugend, Schule, Kultur.

Thomas Schmalz: Die Feuerwehr gleich nach der

Familie. Feuerwehr ist dabei ein Thema, bei dem wir

uns selten einig sind.

Claudia Schmalz: Darüber gibt es immer Diskussionen

bei uns. Ich habe halt die Finanzen der Stadt im

Blick.

Thomas Schmalz: Und ich habe den Fortbestand der

Feuerwehr auf Stadt- und Kreisebene im Blick. Seit

Claudia auch im Kreistag aktiv ist, haben wir darüber

noch mehr Meinungsverschiedenheiten. Bei diesem

Thema sind wir wie Feuer und Wasser (lacht).

Claudia Schmalz: Genau, und jeder bleibt bei seiner

Meinung (lacht ebenfalls).

Sie sind auch im SPD-Arbeitskreis Bildung

sehr aktiv, der ja gemeinsam mit der Stadtbücherei

die Kinder-Uni in Bad Harzburg entwickelt

und zum Leben erweckt hat …

Claudia Schmalz: Das ist ein ganz toller Arbeitskreis,

der macht richtig Spaß. Gemeinsam möchten wir für

noch mehr Bildung in unserer Stadt sorgen. Dann

kommt es darauf an, sich zu vernetzen, Mitstreiter

zu finden, Ideen zu entwickeln und umzusetzen.

Sie haben sich bei den jeweiligen Projekten

ganz konkret eingebracht – zum Beispiel, als

das Mathematikum und das Minimathematikum

in Bad Harzburg gastierten …

Claudia Schmalz: Wir hatten viele ehrenamtliche

Unterstützer. Wir haben mit aufgebaut und mit abgebaut,

haben uns in Gießen schulen lassen und die

Besucher durch die Ausstellung geführt, haben

Kuchen gebacken und verkauft. Da hat jeder mitgeholfen

und es hat gut funktioniert. Alles eine Sache

der Organisation.

Wie war es, als die Anfrage kam, ob Sie stellvertretende

Landrätin werden möchten?

Thomas Schmalz: Für mich gab es da nur eine Antwort:

Ja!

Claudia Schmalz: Wir fragen uns schon jedes Mal:

Schaffen wir das? Aber wenn man es nicht ausprobiert,

dann weiß man es nicht. Und es ist eine große

Ehre für mich, den Landkreis nach außen zu vertreten.

Man lernt ihn dadurch noch besser kennen und

sieht: Wir wohnen hier sehr schön, man trifft viele

nette Menschen, die sich ebenfalls engagieren und

etwas bewegen. Das macht mich sehr stolz. Man

muss manchmal einfach den Mut haben, das gehört

definitiv dazu. Und mittlerweile bekommen wir das

ganz gut unter einen Hut.

Thomas Schmalz: Der gemeinsame Terminkalender

ist sehr wichtig. Wir sind in unseren Ehrenämtern

sehr eingebunden und selten gemeinsam zu Hause.

Da geben wir uns oft die Klinke in die Hand mit einer

platz genommen � quadrat 07/2012 33

kurzen Absprache: Was ist zu tun, welche Hausaufgaben

und Termine haben die Kinder, was muss

besorgt werden …

Claudia Schmalz: Die Familie steht ganz oben.

Würde das nicht funktionieren, würde ich sofort alles

zurückschrauben.

Sich immer abzuwechseln und wenig Zeit miteinander

zu haben: Wie kommt man als Ehepaar

damit zurecht?

Claudia Schmalz: Wichtig ist, dass man sich gemeinsam

in eine Richtung entwickelt. Es geht nicht,

wenn einer sein ganz eigenes Ding machen will.

Thomas Schmalz: Unter Berufsfeuerwehrleuten gibt

es eine hohe Scheidungsrate, weil der Dienst viel

Einsatz erfordert.

Claudia Schmalz: Aber wir können uns beide zurücknehmen

und anpassen. Wir besprechen alles sehr

gründlich.

Thomas Schmalz: Wir haben zusammen schon viele

Höhen und Tiefen überwunden.

Claudia Schmalz: Und wir sind stolz auf unsere

Ehrenämter. Das ist gewachsen. Da geht es gar nicht

um das Streben nach Anerkennung, sondern um das

Gefühl, etwas mit bewirken zu können, da geht es

um das Miteinander und die Hoffnung, die Welt ein

bisschen besser zu machen.

Was machen Sie mit der kostbaren gemeinsamen

Freizeit?

Claudia Schmalz: Wenn wir Freiräume haben, dann

nutzen wir die gemeinschaftlich. Wir unternehmen

ganz viel zusammen mit der Familie. Gern gehen wir

Wandern oder Schwimmen oder treffen Freunde.

Thomas Schmalz: Es ist sehr wichtig, die Zeit mit

den Kindern zu genießen, sie werden so schnell

erwachsen und gehen ihre eigenen Wege.

Was würden Sie machen, wenn Sie jetzt ein

paar Wochen frei hätten und sich einen lang

gehegten Wunsch erfüllen könnten?

Thomas Schmalz: Einmal mit unseren Jungs durch

die Staaten von West nach Ost …

Claudia Schmalz: Nein, wir fliegen nach New York

und fahren dann runter nach Cape Canaveral, wo

gerade eine Rakete gestartet wird … (as)


34

Einzigartig: Das Zinn-

figurenmuseum Goslar

Auf seinem Pferd umkreist der kleine Indianer

den riesigen Büffel. Seinen Bogen hält

er noch aufrecht in der Hand, der Pfeil hat

die Sehne gerade verlassen. Und der Büffel bäumt

sich auf unter dem Licht der Neonröhren, getroffen

auf alle Ewigkeit und festgehalten in einem

Diorama der Sonderausstellung „Indianer“ im

Goslarer Zinnfigurenmuseum an der Lohmühle.

Die lebensnah gestalteten Zinn-Indianer stammen

von privaten Sammlern. Ebenso wie die Exponate

der aktuellen Ausstellung, die sich dem gleichen

Thema von Seiten der Fiktion her nähert. Sie

begann im Juni und heißt „Zwischen Erzgebirge

und Stillem Ozean – Karl Mays Reisephantasien

in Miniaturen“. So kommt es, dass

es im Museum neben der ständigen Goslar-

Ausstellung immer wieder etwas Neues zu

bestaunen gibt. „Wir hatten hier schon Sonderausstellungen

über Troja, über die Varusschlacht,

bis hin zum Thema Fantasy, Science

Fiction und Manga“, erzählt die ehrenamtliche

Museumsleiterin und Vorsitzende des Trägervereins

Antje Baensch, „wir haben 28000 Besucher

im Jahr, das ist unglaublich viel, das gibt es

eigentlich gar nicht.“ Doch wer die fein gearbeiteten

Werke sieht, den wundert so viel Zuspruch

kaum. Das Museum unterhält eigene Künstler, die

unermüdlich an neuen Figuren und Dioramen

arbeiten.

Fest im Team sind derzeit Wolfgang Frank – von Anfang

an dabei, als technischer Leiter zuständig für

den Bau der Schaukästen, doch auch fürs Gießen

und Bemalen der Figuren. Ebenso vielseitig ist der

kaufmännisch ausgebildete Patrick Kruse. Neben Figurenbau

und Organisatorischem betreut er auch

die

Informationscomputer in der Ausstellung, ebenso

die Internetseite des Museums.

Und ein hochbegabter Maler komplettiert das

Team: Andreas Kononov. Er bemalt Figuren und

Hintergründe mit Sachkenntnis und großem Können.

Das ausdrucksstarke Karl-May-Portrait für die

Sonderausstellung stammt von ihm. Künstler wie

er finden in diesem Metier große Anerkennung,

denn „der Wert einer Figur entsteht durch die

Bemalung“, weiß Antje Baensch.

Die kleinen, kunstvoll bemalten Zinnfiguren

stellen Szenen aus Vergangenheit und

Zukunft nach, frieren die Zeit ein, faszinieren

durch ihre Farbenpracht und ihren

Detailreichtum. Die Goslarer Sammlung hat

sich bundesweit einen Namen gemacht,

denn das Konzept dieses Museums ist einzigartig:

Es geht um die Darstellung der

eigenen Stadtgeschichte. Gegründet

Links: Museumsleiterin antje Baensch

mit dem von andreas Kononov gemal-

ten Karl-May-Portrait für die Sonder-

ausstellung.

rechts: Patrick Kruse (links) und

Wolfgang Frank beim Gießen und

Bearbeiten neuer Zinnfiguren.

fotos: anke reimann / zinnfigurenmuseum


Links: Unermüdlich und konzentriert bei der Arbeit ist Kunst-

maler Andreas Kononov.

Mitte: diorama vom Goslarer Marktplatz

rechts: diorama der Sonderausstellung „Indianer“

wurde das Museum vor 27 Jahren von

Joachim Baensch, dem Ehemann der

Museumsleiterin. Der Historiker und

Germanist, Vater auch der Goslarer

Kleinkunsttage, war damals in der

Erwachsenenbildung tätig. „Seine Idee

war, über Zinnfiguren die Geschichte

Goslars anschaulich zu vermitteln“,

erzählt Antje Baensch. Es war eine Idee,

die größer und größer wurde und ansehnliche

Gestalt annahm. Goslar in 3-D-Bil-

obedruck

dern von der Gründung der ersten Siedlung

bis zur Kaiserringverleihung,

farbenprächtig und mitunter erfindungsreich

animiert, wie das Glockenspiel-

Modell, das sich über einer Fahrradkette

dreht. Oder die Stephanikirche, deren

Wände sich auf Knopfdruck verschieben

und den Blick auf ein Brandszenario

freigeben. Dazwischen kleine Figuren,

die vergeblich versuchen, das Feuer zu

löschen, bis die Wände wieder hochfahren

und die intakte Kirche zeigen, wie

sie vor dem Brand im Jahr 1728 ausgesehen

hat.

Es gibt Szenen aus dem 30-jährigen

Krieg. Goslars Kaiser werden gezeigt,

ebenso tanzende, flanierende Menschen

des Mittelalters, die sich auf dem Marktplatz

begegnen. Dem Bergbau im Rammelsberg

ist ein Extraraum gewidmet.

Und bald wird es noch einen weiteren

großen Ausstellungsbereich geben: Der

Themenkomplex „Oberharzer Wasserwirtschaft“,

gegründet auf historisch

fundierten Zeichnungen, nimmt bereits

sichtbare Gestalt an.

Etwa 15.000 Figuren in 80 Dioramen

können im Museum bestaunt werden.

Computerprogramme führen durch die

Geschichten, die zu den Schaubildern

gehören. Seit vergangenem Jahr bietet

das Museum auch liebevoll gestaltete

Audioguides an – über Kopfhörer erfahren

Besucher, was es mit den Schaukästen

auf sich hat. Die Aufnahmen wurden

liebevoll vor allem für Kinder konzipiert.

Viele Helfer und Förderer haben das

Goslarer Zinnfigurenmuseum zu einem

kleinen Schmuckstück im Herzen der

Stadt werden lassen. Eine farbenprächtige

Märchenausstellung mit Märchenquiz,

eine Verkaufsausstellung, sowie

die Angebote des Zinngießens werden

immer wieder gern wahrgenommen.

Antje Baensch sieht viele Besucher des

Öfteren. „Einige Kinder kommen immer

wieder. Wenn Ferien sind und sie in Goslar

Urlaub machen, steht immer das

Zinnfigurenmuseum mit auf dem Programm.“

Unter professioneller Anleitung

beim Gießen, Bemalen und Gestalten

der Hintergründe entstehen

sehenswerte Ergebnisse, die die Kinder

und auch die Erwachsenen glücklich

machen. (ar)

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36

Demnächst im cineplex Goslar

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Peter Parker ist ein Außenseiter, der versucht herauszufinden, wer er ist und wie

er zu der Person geworden ist, die er heute ist. Außerdem findet er seine erste

Liebe, Gwen Stacy. Gemeinsam kämpfen die beiden um Liebe, Hingabe und Geheimnisse.

Als Peter einen mysteriösen Aktenkoffer entdeckt, der einst seinem

Vater gehört hat, fängt er damit an, Nachforschungen anzustellen, weil er verstehen

will, warum seine Eltern damals so plötzlich verschwunden sind. Seine Recherchen

führen ihn direkt zu Oscorp und dem Labor von Dr. Curt Connors ....

ice aGe 4 - voll verschoben 3D

ab 2.7.2012 im kino!

Als eine Katastrophe große Teile ihres Kontinents in Bewegung setzt, beginnt für

Manni, Diego und Sid unfreiwillig ein haarsträubendes Hochsee-Abenteuer. Gestrandet

auf einem dahintreibenden Eisberg, muss sich das Urzeit-Dream-Team,

getrennt vom Rest der Herde, seiner bisher größten Herausforderung stellen. Auf

ihrer Odyssee treffen die Freunde exotische Meereskreaturen, entdecken eine

neue, unbekannte Welt und versuchen, skrupellose Piraten in die Flucht zu schlagen.

Urkomisches, viertes Abenteuer des beliebten, prähistorischen Trios.

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ab 26.7.2012 im kino!

„The Dark Knight Rises“ bildet den epischen Abschluss zu Filmemacher Christopher

Nolans „Batman“-Trilogie. An der Spitze der hochkarätigen internationalen Besetzung

steht Oscar®-Preisträger Christian Bale, der wieder als Bruce Wayne/Batman

zu sehen ist. Weitere Hauptrollen spielen Anne Hathaway als Selina Kyle, Tom Hardy

als Bane, Oscar-Preisträgerin Marion Cotillard („La Vie en Rose“) als Miranda Tate

und Joseph Gordon-Levitt als John Blake. Mit dabei sind wieder Michael Caine

(„Gottes Werk und Teufels Beitrag“) als Alfred, Gary Oldman als Commissioner Gordon

und Oscar-Preisträger Morgan Freeman („Million Dollar Baby“) als Lucius Fox.

meriDa - leGenDe Der hiGhlanDs 3D

ab 2.8.2012 im kino!

Merida wohnt mit ihrer königlichen Familie inmitten der Wildnis der schottischen

Highlands. Ihre Zeit vertreibt sie sich beim Bogenschießen, sehr zum Ärger ihrer

Mutter, die ihre Tochter schnellstmöglich verheiraten möchte. Bei einem Bogenschießwettkampf

sollen die Söhne der wichtigstens Clans um Meridas Hand

kämpfen, doch ausgerechnet die Prinzessin selbst gewinnt das Schießen ...

Packendes Animationsabenteuer.


The Metropolitan Opera

live im Kino

Die Saison 2012/2013

13. Oktober 2012, 19 Uhr

Donizetti: L’ELISIR D’AMORE (ca. 180’)

Mit Anna Netrebko, Matthew Polenzani und Mariusz Kwiecien

Dirigent: Maurizio Benini, Produktion: Bartlett Sher

Gesungen in Italienisch (mit deutschen Untertiteln)

27. Oktober 2012, 19 Uhr

Verdi: OTELLO (ca. 210’)

Mit Renée Fleming, Johan Botha

Dirigent: Semyon Bychkov, Produktion: Elijah Moshinsky

Gesungen in Italienisch (mit deutschen Untertiteln)

08. Dezember 2012, 19 Uhr

Verdi: UN BALLO IN MASCHERA (ca. 235’)

Mit Karita Mattila, Marcelo Álvarez, Dmitri Hvorostovsky und Stephanie Blythe

Dirigent: Fabio Luisi, Produktion: David Alden

Gesungen in Italienisch (mit deutschen Untertiteln)

15. Dezember 2012, 19 Uhr

Verdi: AIDA (ca. 235’)

Mit Liudmyla Monastyrska, Olga Borodina und Roberto Alagna

Dirigent: Fabio Luisi, Produktion: Sonja Frisell

Gesungen in Italienisch (mit deutschen Untertiteln)

19. Januar 2013, 19 Uhr

Donizetti: MARIA STUARDA (ca. 195’)

Mit Joyce DiDonato, Elza van den Heever, Francesco Meli, Joshua Hopkins

und Matthew Rose

Dirigent: Maurizio Benini, Produktion: David McVicar

Gesungen in Italienisch (mit deutschen Untertiteln)

16. Februar 2013, 19 Uhr

Verdi: RIGOLETTO (ca. 210’)

Mit Diana Damrau, Piotr Beczala und Željko Lučić

Dirigent: Michele Mariotti, Produktion: Michael Mayer

Gesungen in Italienisch (mit deutschen Untertiteln)

02. März 2013, 18 Uhr

Wagner: PARSIFAL (ca. 340’)

Mit Katarina Dalayman, Jonas Kaufmann, Peter Mattei und René Pape

Dirigent: Daniele Gatti, Produktion: François Girard

Gesungen in Deutsch (mit deutschen Untertiteln)

27. April 2012, 18 Uhr

Händel: GIULIO CESARE IN EGITTO (ca. 270’)

Mit Natalie Dessay, Alice Coote und David Daniels

Dirigent: Harry Bicket, Produktion: David McVicar

Gesungen in Italienisch (mit deutschen Untertiteln)

weitere inFos unter www.cineplex.De


38 quadrat 07/2012 � institutionen

Christophorus ist der Schutzheilige der Reisen-

den und der Helfer bei unvorbereitetem Tod.

Er gehört deshalb für Gläubige zu den vier-

zehn Nothelfern. Das Hospiz in Goslar trägt seinen

Namen und stellt damit eine Verbindung zu dem

Mann her, der in bildlichen Darstellungen Jesus

Christus über einen Fluss zum anderen Ufer trägt.

Darum geht es auch im Goslarer Christophorus-Haus:

Sterbende und ihre Angehörigen beim Abschied zu

begleiten.

Das Hospiz wird getragen vom Hospizverein christophorus

haus e.V., wäre aber nicht denkbar ohne das

unermüdliche, oft kämpferische Engagement von

Barbara Trumpfheller. Mit 35 Jahren hatte sie als

ausgebildete Krankenpflegehelferin während einer

Nachtwache im Fritz-König-Stift in Bad Harzburg ein

persönliches Erlebnis im Umgang mit dem Tod. Sie

spürte Berührungsängste, Unsicherheiten, auch ausgelöst

durch die Tabuisierung und die gesellschaftliche

Ausgrenzung von Fragen zu den letzten Stunden

im Leben eines Menschen. Ein Buch der bekannten

Sterbeforscherin Dr. Elisabeth Kübler-Ross, „Inter-

Zehn Jahre Hospiz

views mit Sterbenden“, war, wie Barbara Trumpfhel-

ler sagt, „die Initialzündung“. Begleitung beim Ster-

ben, das war und ist ihr Anliegen, das sie mit viel

Unterstützung von ehrenamtlichen Helfer/innen

antreibt. 1981 gründet Barbara Trumpfheller in Gos-

lar den ersten Hospizverein Deutschlands.

Vier Jahre später bildet sie erste Sterbebegleiter/

Innen aus, die sich in der Folge in der ambulanten

Betreuung todkranker Menschen und ihrer Angehörigen

mit viel persönlichem Engagement einsetzen.

Das ist auch heute noch das primäre Anliegen der

Hospizbewegung, Menschen in ihrem gewohnten

häuslichen Umfeld in den letzten Stunden zu begleiten.

Ein längerer USA-Aufenthalt mit Studien und

Praktika, der Besuch bei Cicely Saunders, der Gründerin

des ersten modernen Hospizes in London, und

die ständige Beschäftigung mit der Thematik Sterben

und Tod begründen den Wunsch nach einem

stationären Gästehaus für Sterbende und für die

Menschen, die ihnen nahestehen. Ein Hospiz, ein

Ihr Garten im Sommer –

für traumhafte Momente gemacht!

Einfach mal nach draußen verreisen! Traumhafte Ferien erleben vor

der eigenen Haustür. In einem Garten, den wir individuell

planen, kreativ gestalten und professionell anlegen. Mit Liebe

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Traum – angesichts der hohen Kosten und der gesell-

schaftlichen Inakzeptanz. Barbara Trumpfheller hat

20 Jahre als Leiterin eines Altenheims gearbeitet,

kennt die Situation von Schwerkranken, das Alleingelassen

sein und den Wunsch nach Geborgenheit.

Für eine Integration der Sterbegleitung in Alten- und

Pflegeheimen sowie in Krankenhäusern hat sie sich

immer stark gemacht und dafür geworben, das Leben

in seiner Gesamtheit zu betrachten und den Tod in

dieses Leben einzubeziehen.

Die unerwartete Erbschaft eines Hauses und der

Erlös aus dem Verkauf lassen den Traum Wirklichkeit

werden. „Dann ging es plötzlich“, sagt Barbara

Trumpfheller, und erzählt, wie lang und schwierig

dennoch der Weg bis zur Errichtung des Christophorus-Hauses

in Kramerswinkel verlief. Es wurde

geplant und wieder verworfen, es wurden Finanzierungen

aufgestellt und revidiert, ein von Vorbehalten,

Enttäuschungen und von kritischen Stimmen

begleiteter Prozess. Aber Barbara Trumpfheller ist

„dankbar für die Menschen, die da waren“ und sie

in der anstrengenden Planungsphase und darüber

hinaus unterstützten. Eine Zeitungsanzeige mit der

Werbung für ein Fertighaus führt zu einem Kontakt

mit der Herstellerfirma, die schließlich ein Haus liefert,

das vom Stil und den finanziellen Möglichkeiten

genau den Vorstellungen und Anforderungen entspricht:

ein in Fertigbauweise errichtetes Fachwerkhaus

in Form eines Oktogons. Auf dem Grundstück

in der Robert-Koch-Straße 42 mit einem unvergleichbaren

Blick auf die Stadt und die sie umgebende

Landschaft entsteht das Christophorus-Haus.

Es ist ein Ort der Stille, aber nicht abgeschieden vom

Leben. Das zweigeschossige, ökologische Gebäude

ist in seiner architektonischen Form einer Mühle

nachempfunden. Es bietet viel Raum für die letzten

Tage und manchmal auch Wochen von schwerkranken

Menschen. Für Angehörige stehen Zimmer als

Rückzugsmöglichkeit oder zum Übernachten zur

Verfügung. Herzstück des Hauses ist das Atrium, ein

Kommunikationszentrum, das vielfältig genutzt wird.

Die drei Zimmer für Sterbende sind nach den Farben

der Einrichtung benannt. Ein blaues, ein gelbes und

ein grünes Zimmer vermitteln mit ihrer farblich abgestimmten

Ausstattung eine fast heitere Atmosphäre.

Alle Räume gewähren einen Blick ins Grüne und

haben einen Zugang zum Garten. Gerade für Angehörige

ist das besonders wichtig, erklärt Barbara

Trumpfheller, denn manchmal braucht man Abstand,

institutionen � quadrat 07/2012 39

Christophorus-Haus in Goslar

hat das Bedürfnis, allein zu sein, und dann tut es

gut, „einfach nach draußen gehen zu können“.

In Würde und Geborgenheit sterben und dabei den

Tod nicht als singuläres Ereignis begreifen, sondern

als Bestandteil des Lebens, das ist das Leitmotiv der

Hospizarbeit. Und deshalb wurde im Christophorus-

Haus in den letzten Stunden Sterbender auch schon

mal eine Goldene Hochzeit, ein hoher Geburtstag

oder eine Taufe gefeiert. Dass dies alles möglich ist,

dafür sorgen 20 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer,

die eine Betreuung rund um die Uhr an sieben

Tagen der Woche sicherstellen und die auch

Ansprechpartner für trauernde Angehörige sind.

Unterstützt wird das Team von Fachkräften der ambulanten

Pflege und einem Netzwerk von Ärzten, Krankenschwestern,

Seelsorgern und Sozialarbeitern.

Das zehnjährige Bestehen des Hospizes feiert der

Christophorus-Verein mit einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm

innerhalb von zwei Festwochen

im Juli. Eröffnung ist am 03. Juli mit Oberbürgermeister

Dr. Oliver Junk im Forum der BBS

Baßgeige/Seesen. Bis zum 15. Juli steht in Vorträgen,

Ausstellungen, Gesprächen und Informationsveranstaltungen

das Thema „Tod und Trauer“ mit

sehr unterschiedlichen Aspekten im Mittelpunkt des

Jubiläums. Den Abschluss bildet am Sonntag den

17. Juli von 11.00 bis 18.00 Uhr ein großes Sommerfest

in der Robert-Koch-Straße 42 unter dem

Motto „Begegnungen – Austausch – Spaß und

Spiel“. Bei Führungen durch das Hospiz haben

Besucher die Möglichkeit, das Haus, seine Organisation

und Angebote kennen zu lernen. Der Hospiz-

Verein möchte damit auch seine Arbeit der Öffentlichkeit

vorstellen und, wie Barbara Trumpfheller es

formuliert: „Menschen für die Idee begeistern“.

Neue Mitglieder oder Fördermitgliedschaften sind da

ebenso wichtig wie Spenden für die Arbeit der Hospizbewegung

und den Erhalt des Christophorus-Hauses.

Weitere Informationen und das Programm der Veranstaltungen

zum zehnjährige Jubiläum unter www.

hospiz-goslar.de (uju)

fotos: ursula jung / christophorus haus


58 40 quadrat 07/2012 07-08 / 2012 � reingehört � reingehört

REINGEHÖRT

JULI/AUGUST

NEil YouNG

AmERicANA

REpRisE REcoRds (WARNER)

Neil Young, das wahrscheinlich eigenbrötlerischste

Musikergenie der Welt,

gilt als DIE kritische Stimme der Popkultur

in den USA − und ist gleichzeitig

so amerikanisch wie Coca Cola und Mc­

Donalds. Sein Gesamtwerk und die darin

manifestierten Entwicklungen seines

gesamten Lebens sind von beispielloser

Vielfalt und doch immer typisch Neil

Young. Dieser Mann der Widersprüche,

der mit dünner Stimme und Hammer­

Wortgewalt seit nun mehr fünf Jahrzehnten

seine Vorstellung eines amerikanischen

Künstler­ und Farmerdaseins

lebt, nennt sein aktuelles Werk nach

dem Musikstil, den er maßgeblich mitgeprägt

hat und covert altes amerikanisches

Liedgut. Dabei lässt er seine

legendäre Begleitband „Crazy Horse“

das machen, was sie immer machte:

Zwischen Klängen, die (ganz selten) mal

zart wie Heublumen, (eher) mal rumpelnd

und krachend wie kollabierende

Scheunen sind, wechselnd sein Territo­

rium zwischen Folk und Rock abschreiten.

Derweil bringt Mr. Young seinen Enkeln,

also allen, die nach ihm kamen, noch

einmal nahe, was Land und Leute im Innersten

wie Äußersten zusammenhält −

oder aber zu zerbrechen droht.

micHAEl KiWANuKA

HomE AGAiN

polYdoR (uNivERsAl)

Neo­Retro­Soul aus England, der Erinnerungen

an Marvin Gaye und Tim Hardin

wach ruft und ganz warm und unprätentiös

daher kommt, Adelé und Amy

(in ihren besonnenen Momenten, ja, die

gab es) im Sinn, die Stille der Vorstädte

im Blick und Intellektualität auf den

Lippen. Der Morgen ist grau, wenn sich

die Generationen des Viertels an der

Bushaltestelle auf dem Weg in die

Schule oder zur Fabrik treffen und von

der Liebe oder von Damals sprechen,

von Morgen oder dem Wunsch, das

nichts bleibt, wie es war. Wir Menschen

sehnen uns nach solcher Musik, weil wir

ihr glauben und vertrauen können. Sie

führt uns zurück an bekannte Orte, die

wir dann „Zuhause“ nennen oder „Partnerschaft“.

Beides sollte den gleichen

Platz im Herzen haben.

JoE JAcKsoN

THE duKE

EARmusic

Der britische in Berlin lebende Pianist

und Songwriter Joe Jackson lustwandelt

seit jeher zwischen den Peripherien

von Barmusik, Pop, Klassik und Jazz;

der im Frühwerk noch deutlich herauszuhörende

Rock’n’Roll­Anteil verlor sich

im Laufe der Jahre, seine Filmmusikarbeiten

und Titel wie „Night and Day“

oder „Body & Soul“ machten deutlich,

dass sein eigentliches Interesse ein anderes

ist. Mit „The Duke“ huldigt er Duke

Ellington, − allerdings auf recht skurrile

Art und Weise, − und erfüllt sich damit

den Halt an einer musikalischen Wunschstation,

die man wohl am ehesten noch

als „Ellington­Disneyland“ bezeichnen

könnte. Vielleicht geht es danach weiter

nach Beethovenhausen, denn mit dem

hatte alles angefangen, damals, als

Jackson als 14­Jähriger diesen und

dadurch auch das Piano für sich entdeckte.

pATTi smiTH

BANGA

soNY

Jedes Lebenszeichen dieser in abso luter

Würde gealterten Ausnahme künstlerin

erfreut einfach nur. Als der einzige

Mensch auf Erden, der sowohl in die

Rock’n’Roll­Hall of Fame aufgenommen

wurde als auch den National Book Award

verliehen bekam, ist die Grand Dame

der US­amerikanischen Gegenkultur als

Literatin und Musikerin inzwischen zu

höchsten Ehren gekommen. Auf ihrer

aktuellen Veröffentlichung packt sie in

alter Tradition die Patti­Smith­Sicht der

Dinge des Zeitgeschehens in ihre Songs,

covert in betörender Weise „After the

Goldrush“ von Neil Young und gratuliert

mit einem Song ihrem Kumpel Johnny

Depp gar zum Geburtstag!

slEEpY suN

spiNE HiTs

ATp

Zwischen dem Grunge der 90er und

dem psychedelischen Folkrock der

60er, zwischen Nirvana und den Byrds,

da möchte man Sleepy Sun vermuten.

Die wundervollen Songs der Band aus

San Francisco klingen uralt, ohne dabei

retro zu sein, traditionell, ohne angestaubt

zu wirken. Sie rocken und

sind gleichsam so sanft wie ein morgendlicher

Sommerhauch, stimmen

melancholisch und erhellen dennoch

die Seele, das Sonnengeflecht reibt

sich die staunend geöffneten Augen,

die Generation X ist aufgewacht und

erfreut sich der Bettwärme. Ein kleiner

Edelstein unter all den rollenden Kieseln

konfektionierten Rockmusik heutiger

Tage! (ap)


kulturkurzmeldunden

Juli

hard Work

arbeiterskulPturen 1850 – 1950

die saMMlung Werner bibl des

lWl-industrieMuseuMs

dortMund iM Weltkulturerbe

raMMelsberg

26. aPril bis 28. oktober

Erstmals werden 90 Objekte der weltweit

größten Sammlung von Arbeiterskulpturen

des ehemaligen 3M-

Managers Werner Bibl aus Gelsenkirchen

ausgestellt. Mehr als 200 Exponate

umfasst die gesamte Sammlung

des Mäzens und bewahrt eine einmalige,

zeitlich und geografisch eng umrissene

europäische Kunstrichtung.

Zwischen circa 1850 und 1950 dauerte

die Epoche der „Arbeiterskulpturen“

aus Bronze und Grauguss, die

von der Schwerpunktzeit der westeuropäischen

Industrialisierung erzäh-

len. Die Sonderausstellung zeigt die

in Bronze oder Eisen gegossene

schwere Arbeit am ursprünglichen

Ort derselben. In den Räumen der

ehemaligen Erzaufbereitungsanlage,

den sogenannten Eindickern, sind

Werke von so bekannten Künstlern

wie Constantin Meunier, Henri Louis

Levasseur, Gerhard Arnold Janensch

oder Bernhard Hoetger zu sehen. Die

Motive für ihre Skulpturen holten sich

die Künstler vor allem am Ende des

19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts

aus der Schwerindustrie, der

Land- und der Bauwirtschaft.

Prof. klaus fussMann

bluMen und landschaften –

grafik und Malerei

stubengalerie, goslar

01. Juli bis 17. august

Dem international bekannten Maler

und Professor der Berliner Hochschule

der Künste, Klaus Fußmann, ist dieses

Jahr die Sommer-Ausstellung gewidmet.

Es sind neue Grafiken und

auch einige neue, sehr begehrte Unikate,

die mit ihrer Farbenpracht verzaubern.

Seine unnachahmlichen Blumendarstellungen

und Landschaftsimpressionen

haben ihn über die

Grenzen Deutschlands hinaus be-

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kannt gemacht, wie Ausstellungen

u.a. in Florenz, Paris, Amsterdam

oder New York belegen. Von den unzähligen

Präsentationen seiner Arbeiten

im deutschen Raum seien hier nur

die Ausstellungen auf der Mathildenhöhe

in Darmstadt (1982), in der

Kunsthalle Bremen (1992) und die

Ausstellung „Reisen durch Deutschland,

Skizzen aus 16 Bundesländern“

im Bundeskanzleramt“ (1995/1999)

erwähnt. Klaus Fußmann wurde mit

mehreren Kunstpreisen geehrt, so unter

anderem schon 1972 mit dem

Preis der Villa Romana in Florenz. Seit

1989 ist er Mitglied der Freien Akademie

Hamburg. Zahlreiche Essays von

Klaus Fußmann sind im Laufe seiner

Schaffenszeit erschienen, fast 20

wunderschöne Bücher gestaltete er

mit Bildern, Essays und manchmal

auch einer Auswahl an Gedichten bekannter

Lyriker. Klaus Fußmann sagt,

er versuche, in seinen Bildern das Zufällige

darzustellen, einen Moment

einzufangen: „Meine Malerei gleicht

einem flüchtigen Blick.“ Man wünscht

sich mehr dieser flüchtigen Blicke auf

Häuser, Blumen, Landschaften oder

Stillleben, denn niemand vermag wie

Klaus Fußmann das Gelb eines Rapsfeldes,

das Rot einer voll aufgeblühten

Mohnblume oder das Grau eines

foto: sparkasse goslar

kultur 41

2 � quadrat 07/2012

regnerischen Nachmittages einzufangen.

Zur Eröffnung am 01. Juli um

11.30 Uhr wird Frau Dr. Elfi Krajewski

in die Ausstellung einführen.

Xviii. grauhofer

orgelsoMMer

275 Jahre treutMann-orgel

orgelkonzerte

01. Juli bis 19. august

iMMer sonntags 17.00 uhr

Zum diesjähren 275. Jubiläum der

Grauhofer Treutmann-Orgel spielen

teilweise internationale Organisten

auf dem berühmten Instrument. Ein

Vortrag über Christoph Treutmann

und sein Werk, vorgetragen von Andreas

Kitsche am 01. Juli 16.00 Uhr in

der Grauhofer Klosterkirche, stimmen

in den Orgelsommer ein.

Weitere Informationen unter www.

treutmann-orgel.de

Das Leben ist bezaubernd,

man muss es nur durch die richtige Brille sehen.

Kathrin Kerll Axel Kerll

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„kunst“

koMödie von yaMina reza

kunsthof kofa in

sankt andreasberg,

06. Juli, 20.00 uhr

Im Kunsthof KOFA wird die bissige

Komödie von Yamina Reza aufgeführt.

Die liebevoll ironische Charakterstudie

ist auch eine treffsichere Gesellschaftskritik

zugleich. Sie nimmt

nicht nur die Natur und Dynamik von

(Männer-)Freundschaften genau unter

die Lupe, sondern stellt gleichzeitig

über die Darstellung von Wirkungsmechanismen

und der Philosophie

von Kunst die Frage nach der eigenen

Gestaltung des „Kunstwerk Leben“.

Kartenvorverkauf in der Tourist-Information

St. Andreasberg

Telefon 05582 99994! Eintrittspreise

11,00/ 7,00 Euro ermäßigt!

43. bad harzburger

Musiktage

sechs konzerte in bad harzburg

07. bis 14. Juli

Die Bad Harzburger Musiktage bieten

in diesem Jahr neben Tradition außergewöhnlich

moderne Programmpunkte,

die auch für ein junges Publikum

attraktiv sind. Das Eröffnungskonzert

am Samstag, 07. Juli, findet

ab 17.00 Uhr in der Lutherkirche statt.

Die NDR-Radiophilharmonie spielt

unter Jean-Christophe Spinosi, David

DQ Lee (Countertenor) und Malte Refardt

(Fagott) Werke von Antonio Vivaldi.

Tierisch wird es am Sonntag,

08. Juli. Geschichten aus der Tierwelt

werden ab 17.00 Uhr im Bündheimer

Schloss zu hören sein. Das Blockflötenconsort

„B-Five“ wird gemeinsam

mit Margret Gilgenreiner (Sprecherin)

und Hans Kriss (Regie) die sicherlich

auch zahlreichen jungen Zuhörer verzaubern.

Junge Talente geben am

Dienstag, 10. Juli, ab 17.00 Uhr im

Werner-von-Siemens-Gymnasium

den Ton beim Preisträgerkonzert der

Bundes- und Landessieger „Jugend

musiziert“ an.

„Noten in der Bank“ heißt es am Mittwoch,

11. Juli, 19.30 Uhr. In der Vereinigten

Volksbank wird ein Melodram

für Klavier und einen Sprecher

aufgeführt. Die Musik von Richard

Strauss spielt Milica Vickovic-Reffgen

(Montenegro) am Klavier. Den

Text von Alfred Tennyson spricht der

Schauspieler André Wittlich. „Klassik

in der Disco“ heißt es am Freitag, 13.

Juli, 19.30 Uhr, in der „Fun Factory“.

Percussive Art-Schlagzeugwelten bieten

Jan-Frederick Behrend, Wolfgang

Rummel, Andrej Kauffmann und Stephan

Krause. Das große Abschlusskonzert

ist am Samstag, 14. Juli,

19.30 Uhr, im Bündheimer Schloss.

Bei dem Kammermusikabend spielen

David Geringas (Violoncello) und Jascha

Nemtsov (Klavier) Werke von

Prokofjew, Rachmaninow und Weinberg.

Weitere Informationen sind unter

www.harzburger-musiktage.de zu erhalten.

Jazzbrunch

aM WasserkraftWerk

diXie kings, Präsentiert von

den stadtWerken Wernigerode

08. Juli, 11.00 uhr

Mit guter Musik, leckerem Essen und

einer tollen Stimmung verspricht der

Jazzbrunch auch dieses Jahr wieder

ein ganz besonderes Highlight zu werden.

Dieses Mal werden die „Dixie

foto: harzburger musiktage

Kings“ auf der Bühne stehen. Mit dem

Jazzbrunch auf dem Außengelände

des historischen Wasserkraftwerkes

haben die Stadtwerke eine Möglichkeit

geschaffen, Musik mit kulinarischem

Vergnügen, lockerer Atmosphäre

und Technik zum Anfassen zu

verbinden.

atlantis

- das neue Musical-ProJekt

odeon theater goslar

12. und 14. bis 17. Juli

JeWeils uM 19.30 uhr

Auf Initiative des Vereins „BühnenReif

Goslar“ wird in Kooperation mit den

Schulen der Stadt und des Landkreises

Goslar das Musical Atlantis (Komposition

Peter Spies) im Odeon-Theater

aufgeführt. Mythos und Märchen

verbindend, erzählt das Musical Atlantis

die Geschichte einer Gesellschaft

auf dem Gipfel der Macht, einer

Nation, die vergessen hatte, woher

sie gekommen war, und einer

Welt, in der Betrug und Sinneslust alle

guten Eigenschaften des Menschen

dominiert. Dabei ist das Stück weniger

Märchen oder Fantasiegeschichte

als vielmehr ein modernes Shakespeare-Drama,

in dessen Zentrum neben

der obligatorischen Liebesgeschichte

vor allem die Intrige und der

Kampf um die politische Macht stehen.

Dieses außergewöhnliche Musical

endet im Untergang: Atlantis wird

von einem Erdbeben erfasst und das

gesamte Königreich versinkt auf dem

Meeresgrund des Ozeans – der Mythos

entsteht. Weitere Informationen

unter: www.buehnenreif-goslar.de

„Wie iM hiMMel,

so auf erden“

figurentheater gingganz

kirche st. Matthäus zu bredeleM

13. Juli, 20.30 uhr


Angela und Michael, zwei Engel aus

der Menge der himmlischen Heerscharen,

sind von allerhöchster Stelle

beauftragt, auf der Erde nach Spuren

der menschlichen Sehnsucht

nach dem verlorenen Paradies zu suchen.

Irgendwo ist ja etwas schief gelaufen

nach dem Biss in den Paradiesapfel.

Aber was? Und wann? Und wo?

Das ganze Theater wegen eines Apfels?

Oder steckte da schon der Wurm

drin? Fragen über Fragen und keine

Antworten in Sicht. Bei ihren Begegnungen

mit diversen Heiligen und

Scheinheiligen machen die beiden

überraschende Entdeckungen.

Musikalisch begleitet werden sie bei

ihren Erkundungen quer durch die Geschichte

von Paula Fuchs auf dem

Cello mit Auszügen aus den Cellosuiten

von Johann Sebastian Bach.

Heiter und erfindungsreich beleuchten

Mechthild und Michael Staemmler,

Figurentheater Gingganz, Wege

und Irrwege der Menschen auf der

Suche nach dem verlorenen Paradies.

„die harzschützen“

oPen-air-rocksical –

schloss stollberg

iM schlosshof

13., 14. Juli JeWeils 20.30 uhr,

15. Juli 16.00 uhr

Ein großes Harz-Abenteuer und eine

Liebe in den Wirren des Dreißigjährigen

Krieges, dargestellt in einer spektakulären

Aufführung mit ergreifenden

Rock- und Popsongs.

Karten gibt es ab 35,00 Euro inklusive

einem Begrüßungssekt, einem

Harzschützen-Schmaus, einem Harzschützen-Trunk

und einer Spende

zum Erhalt des Schlosses. Weitere Informationen

unter www.stadt-stollberg.de

und Tickets unter 01805

570070.

blechbläserenseMble

JoachiM schäfer

stiftskirche st. servatii,

Quedlinburg, 14. Juli, 20.00 uhr

Schmetternde Töne der munteren

Trompeten auf acht Piccolotrompeten,

Pauken, Basso continuo und Orgel.

Judit Izsak (Truhenorgel), Doréen

Büring (Violoncello), Yuka Inoue

(Kontrabass), Sunchan Hong (Fagott),

Björn Groth (Kontrafagott), Stefan

Langbein (Posaune) und Frank

Hiesler (Pauken) spielen Werke von

Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich

Händel, Jeremiah Clarke. Es singen

Joachim Schäfer, Arne Lagemann,

Csaba Kelemen, Yume Stock –

Chor I und John Roderick MacDonald,

Maurio Ghisletta, Viktor Spáth, Axel

Stock – Chor II. Eintritt: 12,00 Euro

bis 15,00 Euro; Schüler/Studenten:

5,00 Euro, weitere Informationen unter

Telefon 03946 3738.

Weltklassik aM klavier

lieder ohne Worte und bilder

einer ausstellung!

Mikhail Mordvinov

landhaus „zu den rothen

forellen“, ilsenburg

21. Juli, 17.00 uhr

Das Klavier steht im Mittelpunkt der

Konzertreihe, wenn auch manchmal

im Hintergrund von Sopran, Geige

oder Cello. Alle Epochen von Barock

über Wiener Klassik bis zur Romantik

sind vertreten. Bei der Programmgestaltung

von „Weltklassik am Klavier!”

mitgewirkt haben Professor

Bernd Goetzke, Professor Vladimir

Kraniev und Artur Pacewicz von der

Hochschule für Musik und Theater in

Hannover. Zu „Weltklassik am Klavier!”

eingeladen werden diejenigen

Künstler, die sich durch hohe Virtuosität,

besonderes Gefühl für die Ab-

sicht und den Charakter des Komponisten

und nicht zuletzt eine ansprechende

Persönlichkeit auszeichnen.

„augenblick“

geMäldeausstellung von gisela

von birkhahn

MuseuMsgalerie des

heiMatMuseuMs hornburg

22. Juli bis 16. sePteMber

Die Eröffnung findet am 22. Juli um

16.00 Uhr statt. Die Ausstellung ist

bis zum 16. September 2012 zu den

bekannten Öffnungszeiten des Heimatmuseums

Hornburg zu sehen.

carillonkonzert

stabkirche, hahnenklee

26. Juli, 19.30 uhr

Tin-Shi Tam (Ames, Iowa / USA) spielt

auf dem Hahnenkleer Carillon aus 49

Bronzeglocken Werke u.a. von Johann

Sebastian Bach, Jos d´Hollander,

John Courter, Ronald Barnes und Alice

Gomez. Das Konzert findet unter

freiem Himmel statt, für Unterstellmöglichkeiten

je nach Wetterlage,

wird gesorgt.

harzer orgelsoMMer

internationales orgelfestival

… Wo künste sich begegnen

uhrenMuseuM bad grund,

elisabethstrasse 14

31. Juli, 19.30 uhr

Die Sopranistin Jennifer Roedel

(Hamburg) singt Stücke aus Oper und

Musical, begleitet wird sie von Klaas

Hoek (Niederlande) am Kunstharmonium.

Die Kosten betragen 10,00 Euro,

ermäßigt 8,00 Euro. Weitere Informationen

unter Telefon: 05323

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ANGELESEN

JULI/AUGUST

UNvErkäUfLich:

DiE vöLLiG vErrücktE

GESchichtE voN

BoBBy DEkEySEr

BoBBy DEkEySEr

ANkErhErz vErLAG

Bobby Dekeyser ist fünfzehn, als beschließt,

Fußballprofi zu werden. Vier

Jahre später steht er im Tor des FC Bayern

München. Nachdem ihn ein Gegenspie-

ler schwer verletzt, beginnt ein spektakuläres

Abenteuer: Von einem Bauernhof

in Niedersachsen aus schafft es Dekeyser

ein Unternehmen mit mehreren

tausend Mitarbeitern zu erschaffen. Mit

Verantwortungsbewusstsein, sozialem

Engagement und gegen so ziemlich jede

Regel, die es in der Welt der Wirtschaft

gibt. Geschrieben hat er nun ein

Handbuch der Inspiration, ein Mutmacher

und intimer Blick in die Seele eines

Unternehmers. Es zeigt einen Weg zum

Erfolg, der sich nicht an klassischer

Schulbildung und steifer Karriereplanung

orientiert. Und er berichtet von der

dunklen Seite der Verantwortung, von

Einsamkeit, Zweifeln und Verzweiflung

nach dem tragischen Tod seiner Frau.

Vor allem aber von seinem Willen, trotz

Schicksalsschlägen niemals aufzugeben.

rEx AND thE city

PAUL McGrEEvy

kyNoS

Welche Herausforderungen stellen Alltag

und Umwelt des 21. Jahrhunderts

an die Hunde und Hundehalter? Ist eine

artgerechte Hundehaltung unter den

heutigen Bedingungen überhaupt noch

möglich? Der australische Verhaltensforscher

McGreevy schafft mehr Verständnis

für die wirklichen Bedürfnisse

von Hunden, erklärt, was sie irritiert oder

motiviert und schlägt einen neuen Ansatz

zur Hundehaltung vor, mit dem auch

moderne Hunde und ihre Halter glücklich

sein können. Bei aller wissenschaftlichen

Gründlichkeit kommen praktische

Tipps, Humor und Spaß bei McGreevy

nie zu kurz.

üBEr BorD

iNGriD NoLL

DioGENES

Eine marode Villa, Geldsorgen, eine betagte

Mutter, zwei Töchter mit unpassenden

Freunden, eine schlecht bezahlte,

langweilige Stelle beim Einwohnermeldeamt

– so sieht Ellens trister Alltag aus.

Geschieden und nicht mehr ganz jung,

sieht sie die Zukunft nicht gerade in

rosigem Glanz. Nur ein Märchenprinz

könnte sie retten, Ellen aber mag nicht

an Wunder glauben. Da taucht ein charmanter

Mann auf und behauptet, ihr

Halbbruder zu sein. Dank einiger Gentests

kommen erstaunliche Familiengeheimnisse

ans Licht. Die Einladung zu einer

Mittelmeer-Kreuzfahrt erscheint Ellen als

Höhepunkt ihres Lebens. Doch nicht nur

die Illusion einer letzten großen Liebe

geht über Bord. (Erscheint August 2012.)

riMBAUD UND DiE

DiNGE DES hErzENS

SAMUEL BENchEtrit

AUfBAU

Der zehnjährige Charly ist gewohnt, dass

die Polizei seine Mutter von Zeit zu Zeit

aus ihrer Wohnung in dem heruntergekommenen

Hochhaus holt – immer geht

es um seinen Bruder Henry und dessen

Drogenprobleme. Doch heute hat sie ihn

zum ersten Mal in seinem Leben nicht

angelächelt: Was ist Schlimmes passiert?

Er muss sie einfach finden, auch

wenn er dafür die Schule schwänzen

wird. Mit klopfendem Herzen läuft er

durch das Viertel, erzählt von seinen

Sorgen, von seinen Träumen und von

den zwei Frauen, die er liebt – seine

Mutter und seinen heimlichen Schwarm

Mélanie. Und wenn er gar keine Antworten

mehr findet, sucht er Zuflucht

bei den Versen seines Lieblingsdichters

Rimbaud. Eine moderne Fabel, die

glücklich macht.

wEr SchAttEN

küSSt

MArc LEvy

BLANvALEt

Er stiehlt die Schatten derer, die seinen

Weg kreuzen – Freunde, Feinde und

seine erste Liebe. Und er erhält Einblick

in ihre Träume, Wünsche und Sorgen.

Was soll er aber mit dieser Gabe anfan-

gen, die ihn so verwirrt? Jahre später ist

aus dem Schattendieb ein Arzt geworden.

Hat er immer noch die Fähigkeit, die

Sehnsüchte derer zu erahnen, die ihn

umgeben? Erneut wird er mit der Frage

konfrontiert: Kann er den Menschen dabei

helfen, ihre Träume zu leben, statt

ihr Leben zu träumen, und selbst das

Glück und die Liebe finden? Eine Hymne

auf die Kindheit, die Träume und die

Fantasie.

DAS GEhEiMNiS voN

cAMPoDiMELE

trAcEy LAwSoN

BLooMSBUry

Giovanni isst seit über 100 Jahren regelmäßig

Minestrone zum Mittag, Cor


adino fährt mit 96 noch Fahrrad,

und die 93-jährige Signora backt

regelmäßig ihr eigenes Brot mit Olivenöl

und Rosmarin. Das Dorf Campodimele

in den Aurunci-Bergen

nennen Wissenschaftler den „Ort

der Ewigkeit“. Die Bewohner leben

nicht nur länger, bekommen seltener

Krebs, Herzbeschwerden oder Diabetes,

sondern sie sind auch im

hohen Alter noch aktiv und gesund.

Tracey Lawson dokumentiert ein

Jahr das Leben der Dorfbewohner,

dabei konzentriert sie sich vor allem

auf deren Koch- und Essgewohnheiten,

die offenbar der Schlüssel

zu einem langen Leben sind. Entstanden

sind in dieser Zeit Rezepte

einfacher Gerichte, die dem Jahresrhythmus

der Pflanzen und Tiere

folgen − und auch von vielbeschäftigten

Stadtmenschen nachgekocht

und genossen werden können.

fLUSS DEr wUNDEr

ANN PAtchEtt

BLooMSBUry

Als der Biologe Anders Eckman auf

der Suche nach Dr. Swenson im brasilianischen

Regenwald verschwindet,

soll Swensons ehemalige Studentin

Marina Singh dem Fall nachgehen

und die eigenwillige Forscherin

aufspüren. Marina folgt Eckmans

Spuren und wagt sich auf eine gefährliche

Reise ins dunkle Herz des

Amazonas, um zu klären, was es mit

Swensons geheimnisvollen Studien

über die Fruchtbarkeit der Ureinwohner

auf sich hat. Doch je näher

sie ihrem Ziel auf dem Rio Negro

entgegenreist, desto klarer wird ihr,

dass sie sich nicht nur den Gefahren

des Urwalds, sondern auch ihren

eigenen Ängsten stellen muss. Ein

intelligenter Abenteuerroman über

Wissenschaft und Moral, den Schrecken

der Natur und das Grauen im

Herzen eines jeden, der Grenzen

überschreitet.

MArcoS UND DEr

zAUBEr DES AUGEN-

BLickS

ALBErt ESPiNoSA

LiSt

Wenn die Madrider Polizei Hilfe

braucht, ruft sie Marcos, denn er hat

eine ganz besondere Gabe: Er kann

die zwölf wichtigsten Erinnerungen

eines Menschen sehen – und damit

auch seine Taten. Doch in dieser

Nacht ist alles anders. Marcos hat

keine Macht über den rätselhaften

Jungen, einen attraktiven, aber

schweigsamen Jugendlichen, der

ihm auf dem Polizeipräsidium gegenübersitzt.

Doch der Junge

scheint ihn zu kennen. Er weiß, dass

Marcos in dieser Nacht vom Tod

seiner Mutter erfahren hat, die er

vermisst, und dass er eine schöne

junge Frau gesehen hat, die ihm

nicht mehr aus dem Kopf geht. Gemeinsam

begeben sie sich auf eine

abenteuerliche Reise.

DiE UNwAhrSchEiN-

LichE PiLGErrEiSE

DES hAroLD fry

rAchEL JoycE

krüGEr

Harold Fry will nur kurz einen Brief

einwerfen, an seine frühere Kollegin

Queenie Hennessy, die im Sterben

liegt. Doch dann läuft er am Briefkasten

vorbei und auch am Postamt,

aus der Stadt hinaus und immer

weiter, 87 Tage, 1.000 Kilometer. Zu

Fuß von Südengland bis an die

schottische Grenze zu Queenies

Hospiz. Eine Reise, die er jeden Tag

neu beginnen muss. Für Queenie.

Für seine Frau Maureen. Für seinen

Sohn David. Für sich selbst und für

uns alle. Ein ganz außergewöhnlicher

und tief berührender Roman

über Geheimnisse, besondere Momente

und zufällige Begegnungen,

die uns von Grund auf verändern.

Über Tapferkeit und Betrug, Liebe

und Loyalität und ein ganz unscheinbares

Paar Segelschuhe. (nm)

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Foto: Hansi HoFFmann

46 quadrat 07/2012 � hoffmanns erzählungen

Roy Black: „Das

ganze Showbusiness

ist zum Kotzen!“

Hansi Hoffmann, PR-manageR deR suPeRstaRs, eRinneRt sicH

Nein, nein und nochmals nein! Diesen Scheiß

singe ich nicht!“ Mit einer wütenden Hand-

bewegung fegte Roy Black das Textblatt

mit den Zeilen „Du bist nicht allein“ vom Noten-

ständer am Aufnahmemikrophon. Totenstille im

Polydor-Tonstudio West in der Kölner Innenstadt

an diesem 14. März 1965. Auf einen leisen Wink

des Erfolgskomponisten Henry Arland verzogen wir

uns aus dem Studio. In der Kaffeeküche klärte

mich Arland auf. „Ich kann mir gut vorstellen,

dass der Roy auf die Barrikaden geht. Aber es ist

sein letzter Versuch, den die Plattenfirma akzeptiert.

Nach zwei teueren Flops mit „Sweet Baby

mein“ und „Darling, my love“ verlangen die

Bosse in Hamburg eine neue Richtung, sprich:

Softsongs mit Samtstimme!“

„Dagegen ist doch nichts zu sagen, wenn’s in

die Hitparaden kommt“, war ich der Meinung.

„Schnulzen sind doch immer gefragt. Soll sich

der Junge doch freuen, dass er noch eine dritte

Chance bekommt.“ „Von Freude kann bei ihm

wohl nicht die Rede sein“, erklärte Henry Arland.

„Er will ein Rockstar sein, die Stones sind

seine Vorbilder. Als mich ein Freund der Familie

Höllerich – so heißt der Junge wirklich – vor zwei

Jahren anrief und von einem Riesetalent sprach,

war ich skeptisch. Was kann ein Automatenaufsteller

aus Augsburg schon von einem brauchbaren

Talent wissen. Ich bekomme täglich solche

Angebote. Doch der Mann war hartnäckig, bis ich

im letzten Jahr im Moritzsaal von Augsburg das

Finale eines Schülerband-Wettbewerbs erlebte.

Gewonnen haben „Roy Black and the Cannons“

mit rockigen Coversongs von Presley und den

Beat les, und dieser Zwanzigjährige war wirklich

ein Talent.“

Von meinem Freund Klaus Reimann, Pressechef

der Polydor in Hamburg, bekam ich den zweiten

Teil der Black-Story zu hören. Die Plattenfirma

machte mit dem Augsburger einen 08/15-Vertrag,

erlaubte sogar eigene Songs mit seiner Band, startete

mit einer 20.000er-Pressung die Scheibe

„Sweet Baby mein“, schaltete Anzeigen, Radio-

promotion, Vertreterarbeit in den Plattenläden,

das ganze Programm. Das Ergebnis: 1.376 verkaufte

Platten – und davon hatte sicher schon der

Automatenaufsteller in Augsburg 500 Stück gekauft.

Flop Nummer zwei: wieder ein Eigenwerk

der Augsburger Band, wieder volles Programm der

Hamburger Plattenfirma, erneut 20.000 Singles

im Angebot und gerade mal 1.000 Scheiben verkauft.

Jetzt wollte die Polydor eine andere Schiene

fahren: Großes Orchester mit Streichern und

Schmalz, der Profiproduzent Hans Bertram am

Mischpult, der aus dem glücklosen Horst Nussbaum

schon den erfolgreichen Hitsänger

Jack White gemacht hatte, eine Schlagerkomposition

von einem Hitkomponisten

und einen herzergreifenden Text aus dem

Schnulzenschatz von Bertrams Frau Elisabeth.

Schmusetitel „Du bist nicht allein“

– und wenn auch das nicht hinhauen

sollte, dann wäre der gute Roy Black

selbst ganz schnell allein – ohne Plattenfirma,

ohne Profiproducer, ohne Showbizz.

„Du bist nicht allein“ erschien im Juni

’65, schaffte in zwei Monaten die

500.000er Goldmarke, blieb 28 Wochen

in den Charts und wurde mit 855.000

verkauften Singles der Grundstein für

die unglaubliche Karriere des Roy

Black.

Die Hamburger Plattenbosse beauftragten

mich, den neuen Shootingstar


am bundesdeutschen Platten-

himmel pressemäßig

„medienkompa tibel“ aufzube-

reiten. Erster Schritt: Hausbe-

such plus Foto story bei der Fa-

milie Höllerich in der kleinen

Augsburger Vorortgemeinde

Göggingen. In der guten Stube

des schlichten Einfamilienhauses

hockten erwartungsvoll

Mutter Elisabeth, Vater

Georg und Bruder Walter auf

dem breiten Sofa. Schwäbische

Apfeltorte, das feine

Sonntagsporzellan und bunte

Papierservietten waren sorgfältig

auf dem Tisch deko-

hoffmanns erzählungen � quadrat 07/2012 47

riert. Gerd Höllerich alias

Lieder zur Gitarre. Lange sparte ich

09.03.12 10:12:51 [Motiv '5952555(1-1)/Korrekturanzeigen ohne Auftrag' - Dialog40MHK830 | Medienhaus Krause | Zeitung] von bthom (Color Bogen)

Roy Black öffnete persönlich

mein Taschengeld, wusch Autos, trug

die Haustür, an der Seite den

Zeitungen aus, bis ich von dem sin- HoFFmann

kläffenden Cockerspaniel „Anka“. Wie ein Wesen talk wurde über Wetter, Landleben und über das genden Maurer eine gebrauchte Gitarre kaufen

Hansi

vom anderen Stern wurde ich immer wieder heim- BWL-Studium von Gerd an der Münchener Uni ge- konnte. Gregor brachte mir dann auch die ersten

lich von der Familie gemustert. Im lockeren Smallplaudert. Nach Apfeltorte und kräftigem Obst- Gitarrengriffe bei. Als dann Heintje „Mama“ Foto:

Geben Sie dem besten

Service der Region Ihr

Ja-Wort

Das Auto.

schnaps zog ich mich mit Roy in

seine Dachstube zurück – klein, gemütlich,

schräge Wände und bunte

„Bravo“-Starschnitt-Poster von Elvis

und Mick Jagger über dem schmalen

Bett.

„Meine Sucht nach Musik kam gar

nicht so früh“, erzählte Roy ganz

locker. „Mit acht wollte ich Pries ter,

mit zwölf dann Förster und mit fünfzehn

endlich Rockstar werden. In

dem Dörfchen Strassberg – unweit

von hier – ging ich in die Dorf schule.

Im Wirtshaus „Reichsadler“ sang

zum Wochen ende immer der Maurergeselle

Gregor Weichhuber aktuelle

Das Auto.


48 quadrat 07/2012 � hoffmanns erzählungen

schluchzte, hockte ich mit Kumpels im

Keller und probte Rocksongs, die wir aus

dem amerikanischen Soldatensender

AFN kannten. Unseren ersten Auftritt am

letzten Novemberwochenende ’63 in der

„Tarantel“ vom Augsburger Siedlerhof

werde ich nie vergessen. 30 Minuten

sollten wir spielen, doch erst nach drei

Stunden ließ man uns von der Bühne, jeder

um zwölf Mark reicher.“

Mitte Oktober ’66 – Studio B auf dem NDR-

Fernsehgelände in Hamburg-Lockstedt: Roy

war mit seinem zweiten Song „Ganz in Weiß“ in

den bundesdeutschen Hithimmel geschossen,

Platz drei in allen Hitlisten, nur der Stones-Hit „Satisfaction“

und die Byrds-Ballade „Mr. Tambourine

Man“ noch vor ihm. Mit dem Sänger war ich vom

„Goldenen Schuss“ mit Lou van Burg, dem „Blauen

Bock“ mit Heinz Schenk, bis hin zu Mike Leckebuschs

Bremer „Beat-Club“ mit Uschi Nerke

ge zogen, hatte die neugierige Pressemeute gebändigt.

Zweieinhalbmillionen Platten von „Ganz in

Weiß“ hatten einen neuen Verkaufsrekord festgeschrieben.

Jetzt hockten Roy und ich mit Chris

„Pumpernickel“ Howland in der TV-Kantine zusammen,

um die Ansage für die neue Black-Scheibe

„Leg Dein Herz in meine Hände“ in der erfolgreichen

Schlagersendung „Musik aus Studio B“

abzusprechen. Inzwischen hatte sich aber noch

eine Werbeschiene für die Schlagerindustrie aufgetan:

sogenannte Musikfilme. Zehn Schlagerstars

mit ihren neuesten Hits, dazu eine Klamottenstory

und Schauspieler wie Uschi Glas, Peter Weck,

Theo Lingen oder Willy Millowitsch und Titel wie

„Immer Ärger mit den Paukern“ oder „Hurra, die

Schule brennt“, und Millionen Kinobesucher

klopften sich belus tigt auf die Schenkel. „Ich

hasse diese Schwachsinns-Filme, diesen billigen

Schund, in zwei Wochen runtergedreht und ohne

Sinn und Verstand“, beteuerte Roy immer wieder.

„Aber wo konnte ich besser mit Hits wie „Irgendjemand

liebt auch Dich“, „Das Mädchen Carina“

oder mit der kleinen Anita „Schön ist es auf der

Welt zu sein“ an mein Pub likum kommen als mit

diesen Filmen?“

„du bist nicHt allein“ blieb 28 WocHen in den cHaRts und WuRde

deR gRundstein füR die unglaublicHe KaRRieRe des Roy blacK.

25 Jahre später – Oktober ’91: Roy Black saß mit

mir auf der klobigen Holzbank vor seiner Fischerhütte

nahe dem oberbayerischen Heldenstein, zwischen

uns sein treuer Begleiter, der Golden Retriever

„Inschalla“. Der Sänger, sonst immer gepflegt

und adrett, sah grausig aus: tiefe Augenränder,

schwarze Bartstoppel, Schlabberhose und fleckiger

Sportbluson. Bei der freundschaftlichen Umarmung

zur Begrüßung roch ich einen leichten Alkoholdunst.

„Du weißt, wie sehr ich mein kleines

Refugium hier liebe“, sprudelte es aus ihm heraus.

„Hier kann ich all den Scheiß vergessen, die

Intrigen in den Sendern, diesen täglichen Krampf

um Chartplätze, die Idioten in den Plattenfirmen.

Das ganze Showbusiness ist zum Kotzen. Und jetzt

soll ich auch noch von hier verschwinden, weil der

Bauer das Grundstück für eine Autobahntrasse

verkauft hat, und meine operierte Herzklappe

macht auch Probleme, aber ich hab’ keinen Bock,

mich erneut unters Messer zu legen.“

Bis lange nach Mitternacht diskutierte ich mit

Roy, mit dem ich mich in fast drei Jahr-zehnten

< Gemeinsam vor der Kamera:

Roy Black und Uschi Glas.

durch viele Tourneen und Stories angefreundet

hatte. Wir erinnerten uns an die guten Zeiten, an

die RTL-Serie „Ein Schloss am Wörthersee“, in

der Roy monatelang den Hotel direktor Lenny

Berger neben Klausjürgen Wussow, Pierre Brice

und Uschi Glas spielte, an die Woge der Publikumgunst,

die ihm ein Dutzend Goldener Bravo-Ottos

und Bambis der „Bunten“ einbrachte,

der immerhin mit deutschen Schlagern über 25

Millionen Platten verkauft hatte zu einer Zeit, als

die Blumenkinder in San Francisco entdeckten,

dass es geilere Drogen gab als die Weinbrandbohnen

der Eltern, und die Hippies aus der Londoner

Carnabystreet die Beatles und die Stones

feierten. Aber auch an den Karriereknick, als sich

Roy vom Produzenten Hans Bertram trennte und

es fast ein Dutzend Jahre dauerte, bis er mit „Sand

in Deinen Augen“ wieder einen Mini-Hit landete.

Auf der Rückfahrt nach München hatte ich ein ungutes

Gefühl. Es war dieser leere, traurige Blick

des Freundes, als er mich zum Auto brachte. So

hilflos, so verzweifelt hatte ich ihn noch nie erlebt,

nicht, als sein Vater Georg sich das Leben nahm,

auch nicht, als seine erste Frau, das Gelegenheitsmodel

Silke Vagts, Mutter seines Sohnes Thorsten,

nach zehn Ehejahren freiwillig aus dem Leben

schied.

Drei Tage nach meinem Besuch in der Fischerhütte

rief mich seine neue Lebensgefährtin Carmen

Böhning aus dem westfälischen Herdecke an:

„Roy ist tot. Ich fürchte, er wollte nicht mehr le-

„icH Hasse diese scHWacHsinns-filme, diesen billigen scHund, in zWei WocHen

RunteRgedReHt und oHne sinn und VeRstand“, beteueRte Roy immeR WiedeR.

ben!“ Ich hatte es geahnt, machte mir Vorwürfe,

dass ich nicht die Alarmglocken geläutet hatte.

Über 8.000 Menschen – Familie, Freunde, Wegbegleiter

aus der Musikbranche, Teams der verschieden

Spielfilme und treue Fans nahmen an der

Trauerfeier auf dem Friedhof von Augsburg-

Göggingen teil.


Namen, die

Geschichte(n)

erzählen

alte orts- und flurnaMen unserer region

Es war einmal … so fangen Mär-

chen normalerweise an, und im

Gegensatz zu unseren letzten

beiden Ausflügen in die eher sachbe-

zogene Geschichte der alten Orts-

und Flurnamen möchte ich Sie in die-

ser Ausgabe in die Welt der Sagen

entführen. Um den Harz, seine Wäl-

der, Felsen und Flüsse ranken sich

unzählige Geschichten. So auch um

den Kapellenfleck, der zwischen dem

südwestlichen Ende Braunlages und

dem Oderstausee liegt. Tatsächlich

hat hier vor ungefähr 800 Jahren eine

Kapelle und wahrscheinlich auch

eine dazugehörige Wallanlage zum

Schutz für Reisende gestanden, von

beiden ist heute leider nichts mehr

zu sehen. Allerdings besteht die

Überlegung, den Kapellenfleck aufgrund

zu erwartender archäologischer

Funde zum Bodendenkmal zu erklären.

Machen wir uns also auf den Weg

zu diesem sagenhaften Ort. Unser

Ausgangspunkt ist der Parkplatz

„Lausebuche“ an der Bundesstraße

27 zwischen Braunlage und Oderhaus

(wer mit dem Bus unterwegs ist,

nimmt die Linie 850). Von hier führt

ein rund sechs Kilometer langer

Rundweg am Kapellenfleck vorbei

zurück zu diesem Punkt. Die

ursprüngliche Lausebuche fiel 1949

einem Blitzeinschlag zum Opfer, der

Harzklub-Zweigverein Braunlage

pflanzte ein Jahr später eine neue.

Der Baum, der früher die Grenze zwischen

dem preußischen Kreis Zellerfeld

und dem braunschweigischen

Kreis Blankenburg markierte, hat seinen

Namen einer Überlieferung nach

von den Fuhrleuten. Wenn diese von

der Odertaler Sägemühle heraufkamen,

hatten sie hier den steilsten

und beschwerlichsten Teil der Strecke

nach Braunlage hinter sich

gebracht, machten im Schatten der

ausladenden Buche eine verdiente

Pause und sagten sich: „Was für eine

lausige Strecke!“ Eine andere Annahme

geht davon aus, dass „Lause“ von

„lauschig“ kommt, und die Fuhrleute

sich und ihren Pferden unter dieser

lauschigen Buche eine Rast gönnten.

die sage voM kaPellenfleck

In alten Zeiten, als das Wünschen

noch geholfen hat, stand bei Braunlage

eine Kapelle, die regelmäßig von

fahrenden Händlern, Gauklern und

Glückspielern umlagert wurde. So

wurde aus diesem heiligen Ort ein

Sündenpfuhl, der eines Tages, von

der Heiligen Jungfrau verflucht, im

Boden versank, und nur ab und an

unwissenden Wanderern erschien,

um sie zu versuchen und mit sich in

die Tiefe zu ziehen. So geschah es

So wichtig, wie das Produkt

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50 quadrat 07/2012 � SPiTZmArKe

foto: hartmut weber

eines Tages auch einem Bergmann auf seinem Weg nach Hause. Dieser aber

war ein guter Christ und anstatt den Versuchungen der Marktbuden zu erlie-

gen, ging er schnurstracks zu der kleinen Kirche, legte seine Werkzeuge

davor nieder und betrat das Gotteshaus, um zu beten. Als er nach angemes-

sener Zeit wieder heraustrat, musste er mit Entsetzen feststellen, dass all

seine Habe von den Kirchenstufen verschwunden waren. Da musste der

arme Mann nun seinen bescheidenen Wochenlohn für eine neue Axt, Schlägel,

Eisen und ein Grubenlicht einem der Händler geben. Verzweifelt und

voll Sorge, womit er nun das Essen für seine Familie kaufen sollte, machte

er sich auf den Heimweg. Als er seiner Frau aber das Unheil schildern wollte

und dabei aus seinem Sack die neuen Werkzeuge zog, so waren sie allesamt

aus schwerem blankem Gold und alle Nöte des rechtschaffenden,

gottesfürchtigen Bergmanns hatten ein Ende. (sw)


Was Macht eigentlich reiner langWald?

profile � quadrat 07/2012 51

Wer kennt ihn nicht im

Harz, den Querdenker,

Querkopf und Harzgroller?

Reiner Langwald hat ein buntes Leben hinter

sich. Mit seiner Vita könnten wir ein ganzes

Quadrat-Magazin füllen, daher beschreiben

wir auf den folgenden zwei Seiten das beeindruckende

Leben Langwalds komprimiert als Aufzählung

seines Lebensweges in kurzen Sätzen.

Jahrgang 1940, wuchs er nach der Flucht

aus Ostpreußen in Anhalt bei Bernburg

auf und machte 1958 auf der renommierten

Latina der Franckeschen Stiftungen

sein Abitur. Trotz eines Studienplatzes

auf der Forstakademie musste er den

ungeliebten Maschinenbau studieren,

was er, der sich schon damals keine Vorschriften

machen ließ, 1960 mit der

Flucht aus der DDR quittierte.

Nach einigen Umwegen als Hilfsmonteur,

VW-Arbeiter und Polizeibeamter fand er

1963 seinen Beruf. Er wurde Journalist

und arbeitete für die großen Regionalzeitungen

wie Neue Ruhr-/Neue Rhein-Zeitung

und Rheinische Post in Westdeutschland.

1970 wechselte er ins

Public Relations-Fach und baute die

noch heute renommierte PR-Agentur vom

Hoff mit auf.

Dort betreute er als Chefkontakter große

PR-Etats. Beispielsweise konzipierte er

im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums die

PR-Planung für die Einführung der neuen Straßen-

verkehrsordnung entscheidend mit und setzte

dabei die gesamte umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit

um. Das Angebot, als Gesellschafter in die

Agentur einzutreten, schlug der Individualist aus

und zog stattdessen in die Harzer Heimat seiner

Frau, weil die schlechte Luft des Ruhrpotts ihre

beiden Kinder an Pseudokrupp erkranken ließ.

Er wurde zunächst Sportressortleiter

beim Zeitungsring Südniedersachsen in

Goslar, dann Stellvertretender Kurdirektor

sowie Werbe- und Veranstaltungsleiter

bei der Kurbetriebsgesellschaft Bad

Harzburg, Redaktionsleiter der Harzburger

Zeitung und auch noch nach der

Wende der von ihm aufgebauten Wernigeröder

Allgemeinen, sowie für vier Jahre

Leiter der Zentralredaktion der Hannoverschen

Allgemeinen Zeitung.

Seit 1995 widmete er sich ausschließlich

seiner 1984 gegründeten Agentur

Presse Service Nord und seinem 1986

gegründeten (und 2002 verkauften) Gästemagazin

Harz-Blick. Als ausgewiesener,

engagierter Fachmann beriet er Kommunen

und Verbände in Sachen

Tourismusmarketing, wobei sein Marketingkonzept

für Bad Kösen 2001 mit dem

„Landespreis für Tourismus Sachsen-

Anhalt“ ausgezeichnet wurde. Für die

Internationale Congress- und Eventaka- schwarz

demie Mannheim führte er bundesweit

Seminare zum Thema „Erfolgreiche Pro-

bernd

dukte im Tourismus“ durch. foto:


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Dienstag Ruhetag

Gelegentlich steht er noch heute Inter-

essenten aus dem Tourismusmarketing

mit fachkundigem Rat zur Verfügung,

schreibt immer mal wieder als Ghostwri-

ter Reden für andere und kam als

Redenschreiber sogar in die Endausscheidung

des Redenschreiber-Wettbewerbs

des Deutschen Journalisten Verbandes

(DJV).

In Bad Harzburg hat Langwald natürlich

besonders viele Spuren hinterlassen. Er

führte die Weihnachtsbeleuchtung ein,

gab der Bummelallee ihren Namen und

intervenierte erfolgreich gegen den schon

beschlossenen Abriss der Harzsagenhalle.

Die ersten Holzhacker-Wettbewerbe

am Molkenhaus sind ebenfalls von

ihm ins Leben gerufen worden. Na, und

wer gründete den Verein für Wirtschaft

und Handel (VWH)? Natürlich ebenfalls

der Visionär Reiner Langwald.

Heute widmet er sich mit seiner Frau

neben seinem herrlich bunten Naturgarten

hauptsächlich seinen Buchprojekten

und seinem Blog „Harzer Groller“

www.harzergroller.wordpress.com, in

dem er veröffentlicht „was mal gesagt

werden muss“. Kritisches zur Bundesund

zur Harzer Kommunalpolitik, Neuigkeiten

sowie Hintergründe zur Entwicklung

des Harztourismus, und zwar

in Ost und West! Inzwischen hat er im

Blog mehr als 220 Beiträge veröffentlicht

und kann sich dabei einer wachsenden

Leserschaft erfreuen.

Mit seinem 2007 erschienenen Kochbuch

„Unsere Harz-Küche“ hat er die

im Harz verleugnete Harzer Küche aus

der Vergessenheit zurückgeholt, das

Buch erscheint jetzt in zweiter Auflage

im Europäischen Hochschulverlag Bremen

(ISBN/EAN: 9783867415576).

Vor dem Abschluss steht sein zweites

Buchprojekt, mit dem er die Geschichte

Mittel- und Norddeutschlands vom ers-

ten Auftreten der Sachsen bis zu Kaiser

Otto IV. aus ungewöhnlicher Perspektive

darstellt. Unter dem Arbeitstitel „Herrscher,

Helden, Heilige“ werden im Kontext

der geschilderten geschichtlichen

Entwicklung jene Persönlichkeiten vorgestellt,

die im Mittelalter die

Geschichte zwar erheblich mit beeinflusst

haben, aber in der Literatur meist

im Schatten der Herrscher stehen. Über

dieses Thema wird er in naher Zukunft

auch Vorträge halten. Interessierte Vereine

oder andere Institutionen können

sich bei ihm melden.

In seinem Ilsenburger Revier ist der

passionierte Jäger und langjährige

Hegeringleiter, nachdem er es nach 18

Jahren in jüngere Hände übergeben hat,

nur noch selten unterwegs. Sein sehr

großes Interesse gilt hingegen der kleinen

8-Meter-Motoryacht „Harzhexe“,

die seinem Sohn Henrik und ihm

gehört.

Als begeisterter Sportler verfolgt er auch

intensiv die Entwicklung des Harzer Volleyballs.

Mit der Gründung des ersten

Volleyballvereins hat er nämlich 1972

den ersten ordentlichen Spielbetrieb dieser

Sportart im Harz als GZ-Sportchef

eingeführt. Ganz besonders drückt er

den Harzer Biathleten in jedem Winter

die Daumen, besonders natürlich Daniel

Böhm, für dessen SC Buntenbock er die

immer noch einzige reine Langlaufschule

des Harzes gegründet hat.

Der Skiclub finanzierte mit den Einnahmen

nicht nur eine beleuchtete Strecke

und einen großen Pistenbully, sondern

auch die erfolgreichste Nachwuchsarbeit

im Nordischen Sport des Harzes.

Wir sind gespannt, was Reiner Langwald

in den nächsten Jahren noch veröffentlicht

und freuen uns auf seine „Harzer

Groller“. (bs)


www.wolf-ruediger-marunde.de

marunde � quadrat 07/2012 53


54 quadrat 07/2012 � quadratabend

1

5

9

quadratabend

im »köpi zwanzig 12«

2

6

10 11

12 13 14


Anfang juni luden QUADRAT und das Team des Restaurants „Köpi Zwanzig

12“ zum gemütlichen Umtrunk ein, um die Ausgabe des Magazins willkom-

men zu heißen. Die Gäste freute es, und gemeinsam feierte man die neue Aus-

7

gabe, kam bei Bier und Wein ins Gespräch, knüpfte hier und da neue Kon-

takte und tauschte Wissenswertes aus. Auf ein nächs tes Mal freut sich schon

jetzt Ihre QUADRAT-Redaktion!

FOTOS: SABINE FREES, BERND ScHUBERT

3

8

15

4


16 17 18

19

22 23

24 25

1 Bärbel Straten, Dr Anne Pfitzner | 2 Dr. Christian Frees, Holger Szablewski | 3 Conni Buhl |

4 Sabine Frees, Dieter Lipka | 5 Jürgen Düe, Dr. Wedler | 6 Lars Dörhage | 7 Renate Menzel-

Pusch | 8 Angie | 9 Dr. Anne Pfitzner | 10 Uwe Rademacher | 11 Cornelia Greb | 12 Prof. Dr.

Silvia Haneklaus, Prof. Dr. Dr. Ewald Schnug | 13 Dieter Lipka | 14 Sabine Frees | 15 Kerstin

Beitz, Rainer Golitz | 16 Dr. Schömbs | 17 Irene Jordan, Petra Binnewies | 18 Frau Werner,

Holger Szablewski | 19 Ehepaar Renken | 20 Dr. Wedler, Sabine Frees | 21 Tanja vom Köpi |

22 Peter Jordan, Karl-Heinz Dörhage | 23 Renate Menzel-Pusch und Günter Pusch | 24 Bernd

Schubert | 25 Dr. Wedler, Peter Stüer | 26 Henning Binnewies

26

20

21

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56 quadrat 07/2012 � schon was vor?

SCHOn Was Vor?

Juli 2012

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bIs 08. JulI

SCHÜTZEN- UND VOLKSFEST

OSTERFELD GOSLAR

TÄGLICH AB 14.00 UHR

täglIch bIs oktober

SEGWAYTOUR ZUM BROCKEN

START HERMANN-LÖNS-WEG

SCHIERKE AM BROCKEN

10.30 UHR

bIs anfang august

DER ANDERE BLICK

ALLTAGSWELTEN FOTOGRAFIERT, GOSLAR

MÖNCHEHAUS MUSEUM ROSENTORSTR.

10.30 BIS 17.00 UHR

bIs 04. november

ENTDECKUNGEN

UNBEKANNTE MALEREI DES 19. JAHRH.

SCHLOSS WERNIGERODE

10.00 BIS 18.00 UHR

01. JulI

KLAUS FUSSMANN

BLUMEN UND LANDSCHAFTEN

GOSLAR, STUBENGALERIE

VERNISSAGE 11.00 UHR

01. JulI

JAZZ AM OTTISCHACHT

JAZZCOMBO RIKER – OTTILIAESCHACHT,

CLAUSTHAL-ZELLERFELD

11.00 BIS 14.00 UHR

01. JulI

GRAUHOFER ORGELSOMMER

NAOMI MATSUI, TOKIO

KLOSTERKIRCHE ST. GEORG,

GUT GRAUHOF, 17.00 UHR

01. JulI (bIs 08. JulI)

SENIORENWELTMEISTERSCHAFT

ORIENTIERUNGSLAUF, ERÖFFNUNGSFEIER

RENNBAHN BAD HARZBURG

19.00 BIS 20.30 UHR

02. JulI

FEST IM GRIFF

DREI GROTESKEN VON ANTJE GEBEL

CLAUSTHAL-ZELLERFELD, GROSSER PHY-

SIK HÖRSAAL, LEIBNITZSTR. 4, 19.00 UHR

02. JulI

HARZER ABEND

FOLKLORISTISCHES PROGRAMM

RENNBAHN BAD HARZBURG

20.00 BIS 22.00 UHR

02. JulI

ZAREWITSCH DON KOSAKEN

RUSSISCHE GESÄNGE

KURHAUS HAHNENKLEE

20.00 UHR

05. JulI und Jeden donnerstag

JAZZ-LOUNGE IM HENRYS

KLAUS WITTIG UND DUO PARTNER

GOSLAR, MARKTPLATZ

19.00 UHR BIS 22.00 UHR

06. JulI

WILDER FREITAG

DIE WILDNIS VOR DER HAUSTÜR

CLAUSTHAL ZELLERFELD, TATERNPLATZ

15.30 BIS 18.00 UHR

06. JulI

TANZ UNTER DEM STERNENHIMMEL

DJ UND LIVEMUSIK

CAFé GOLDBERG, BAD HARZBURG

19.00 UHR

06. JulI

ALPINE COASTER

ERÖFFNUNG DER SOMMERRODELBAHN

HAHNENKLEE, BOCKSBERG

07. JulI

FÜHRUNG AUF DEM BURGBERG

MIT HORST WOICK, 3,5 STUNDEN

HAUS DER NATUR, BAD HARZBURG

11.00 UHR

07. JulI

DAS VERSTECK IM ZAUBERWALD

BAD HARZBURGER PUPPENTHEATER

GEWÖLBEKELLER AM BÜNDHEIMER

SCHLOSS, 15.30 UHR

07. JulI

ANTONIO VIVALDI

BAD HARZBURGER MUSIKTAGE

ERÖFFNUNGSKONZERT, LUTHERKIRCHE

17.00 UHR

07. JulI

SOMMERKONZERT DER KREISMUSIK-

SCHULE-STREICHERORCHESTER

ST. STEPHANIEKIRCHE GOSLAR

17.00 BIS 19.00 UHR


07. JulI

SENIORENWELTMEISTERSCHAFT

ORIENTIERUNGSLAUF, ABSCHLUSSFEIER

RENNBAHN BAD HARZBURG

19.30 BIS 22.30 UHR

08. JulI

DER ANDERE BLICK

FÜHRUNG DURCH DIE AUSSTELLUNG

MÖNCHEHAUS MUSEUM GOSLAR

ROSENTORSTRASSE, 11.30 UHR

08. JulI

SOMMERKONZERT MIT WOLFRAM SYRé,

ORGEL UND VIRGINAL

KAPELLE OSTERODE-UEHRDE

17.00 UHR

11. JulI

NOTEN IN DER BANK

BAD HARZBURGER MUSIKTAGE

VEREINIGTE VOLKSBANK

19.30 UHR

11. JulI

EIN SOMMERNACHTSTRAUM

KINO IM PFARRGEMEINDEHAUS

CLAUSTHAL-ZELLERFELD,

BORNHARDTSTR. 4, 20.00 UHR

12. JulI

KLASSIK IST KLASSE

BAD HARZBURGER MUSIKTAGE

PREISTRÄGERKONZERT, WERNER VON

SIEMENS-GYMNASIUM, 18.00 UHR

12. JulI und 14. bIs 17. JulI

ATLANTIS, MUSICAL-PROJEKT

MIT SCHÜLERN UND STUDENTEN

ODEON THEATER GOSLAR

19.30 UHR

13. JulI

PERCUSSIVE ART – KLASSIK IN DER DISCO

BAD HARZBURGER MUSIKTAGE

FUN FACTORY, HARLINGERODE

19.30 UHR

13. JulI

WIE IM HIMMEL SO AUF ERDEN

FIGURENTHEATER GINGGANZ

KIRCHE ST. MATTHÄUS, BREDELEM

20.30 UHR

14. JulI

KINDERKONZERT – KINDER FÜR KINDER

KONZERT MIT INSTRUMENTENBERATUNG

LANDKREIS GOSLAR, KLUBGARTENSTR. 6

15.00 BIS 16.30 UHR

14. JulI

DOYEN DER CELLISTEN,

MUSIKTAGE-ABSCHLUSSKONZERT

BÜNDHEIMER SCHLOSS

19.30 UHR

14. JulI

SANDRA KREISLER MIT TILO AUGSTEN

LIEDER UND CHANSONS

SYMPATEC CLAUSTHAL-ZELLERFELD

PULVERHAUS 1, 20.00 UHR

18. JulI

BROCKENWANDERUNG

MIT HORST WOICK, CA. 7 STUNDEN

HAUS DER NATUR, BAD HARZBURG

09.00 UHR

20. JulI

HARZER ORGELSOMMER

INTERNATIONALES ORGELFESTIVAL

KATH. KIRCHE ST. NICOLAUS

CLAUSTHAL-ZELLERFELD, 19.30 UHR

schon was vor? � quadrat 07/2012 57

21. JulI (bIs 29. JulI)

BAD HARZBURGER GALOPPRENNWOCHE

SPORTPARK AN DER RENNBAHN

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22. JulI

RENNBAHNGOTTESDIENST ANL.

BAD HARZBURGER GALOPPRENNWOCHE

FESTZELT AN DER RENNBAHN

11.00 UHR

23. JulI (bIs 05. september)

EINSTEIGEN ERLAUBT, KINDERFÜHRUNG

IM MUSEUM FÜR LUFT- UND RAUMFAHRT

WERNIGERODE, MONTAG BIS FREITAG

10.00 UND 14.00 UHR

25. JulI

BAU EINER SCHLUCHTÜBERQUERUNG

AWO JUNIORUNI FÜR 5 BIS 13-JÄHRIGE

AM FALKENHEIM, GROSS DENKTE BEI

WOLFENBÜTTEL 10.00 BIS 15.00 UHR

25. JulI

TRADITIONELLES FUSSBALLSPIEL

RENNSPORTLER GEGEN TSG-AUSWAHL

SPORTPARK AN DER RENNBAHN

18.30 UHR

28. JulI

HAHNENKLEER SOMMERFEST

KURPARK

AB 11.00 UHR

28. JulI

RUND UM DEN SACHSENBERG

DER BESINNUNGSWEG MIT HORST WOICK

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11.00 UHR (TG)


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herausgeber

Quadrat Verlag

Goslar-Bad Harzburg

Ltd. & co. KG

Am Breitenberg 111

38667 Bad Harzburg

Tel. 05322 3949

Fax 05322 51849

www.quadratdeutschland.de

verleger

Bernd Schwarz (v.i.S.d.P.)

schwarz@quadratgoslar.de

redaktIon

tilman görres (tg)

Ursula Jung (uju)

Bernd Schwarz (bs)

Stefan Sobotta (sts)

Sonja Weber (sw)

anke reimann (ar)

Gastautoren

natascha Mester (nm)

andré Pluskwa (ap)

Emma Piehl (ep)

Lektorat

tilman görres

gestaltung

rainer golitz

creaktiv GmbH & co. KG, Goslar

fotos

Bernd Schubert, Stefan Sobotta,

Bernd Schwarz, Hartmut Weber,

rainer Golitz, ursula Jung,

Sabine Frees

anzeIgen/vertrIeb

Bernd Schwarz

schwarz@quadratgoslar.de

Bärbel Straten

druck

Druckerei Wulf, Lüneburg

www.druckereiwulf.de

erscheInungsWeIse

Quadrat ist monatlich und kostenlos

im Harz erhältlich.

anzeIgenpreIse

Es gilt die Anzeigenpreisliste

Nr. 1/2011 vom 01.01.2011

Download: www.quadratgoslar.de

copyright für eigens gestaltete Anzeigen und Texte

beim Verlag. Nachdruck und Vervielfältigungen

(auch auszugsweise), Wiedergabe durch Film, Fernsehen,

Rundfunk sowie Speicherung auf elektronischen

Medien nur mit schriftlicher Genehmigung

des Verlages. — Für unverlangt eingesandte Manuskripte

oder Fotos übernimmt der Verlag keine Haftung.

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete

Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung des

Heraus gebers wieder.

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01

2012

03 04

2012

MaGazIN FÜr DaS LEbEN IM harz � KOSTENLOS � JaNUar 2012

CaFÉ PETErS: SÜSSES vON MEISTErhaND

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MaGazIN Für DaS LEbEN IM Harz � KOSTENLOS � aPrIL 2012

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03 05

2012 2012

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2012 2012

MaGazIN Für DaS LEBEN IM Harz � KOSTENLOS � JULI 2012

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Plumbohm´s, RA Dr. Frees, Rae Pommer & Piontek, Rathaus, Restaurant Brauhaus, Restaurant Filos, Restaurant Herzog-Wilhelm 29, Romantik Hotel Braunschweiger

Hof, Segway Point, Siegfried W. Kartmann, Top Parfümerie Surmann, Tourist Info, Vereinigte Volksbank Bad Harzburg/Wernigerode, Vitalhotel am

Stadtpark, VW Autohaus Scholl-Mrozek, Waldgaststätte Rabenklippe, Zahnarzt Clemens Hoppe, Zahnarzt Dr. Dürkopp, Zahnarzt Dr. Ellmer, Zahnarzt Lennart

Redeker Goslar Asklepios Klinik, Autopark Bolluck, AXA Versicherungen Ralf Bogisch, Bäcker Wolf, BBS Goslar, Bierbrunnen, Boutique am Schuhhof, Brauhaus,

Butterhanne, Cafe am Markt, Christian-von-Dohm Gymnasium, Cineplex, Der Achtermann, Down Under, Dr. Tessen, Friseur Wolf, Goslarer Museum,

Henry´s, Jack Wolfskin, Köpi 2012, Leder Goslar, Lombardi´s, Maltermeister Turm, Mönchehaus Museum, Nouvelle, Odeon Theater, Odermark Fashion Outlet,

Ramada Hotel, Rammelsberg Museum, Renault Hermann, Scheibendoktor, Schwiecheldthaus, Sportina, Stadtverwaltung, Stecher´s Landgenuß, Stella

nordica, Store 100, Vitawell, Zinnfiguren Museum Ilsenburg Pavillione, Hotel Zu Den Rothen Forellen, Berghotel Wernigerode Cafe Wiecker, Museum für Luftfahrt

und Technik Wernigerode, The Earth Collection, Schaubergwerk Büchenberg Braunlage 4-Weiber Laden/Bella Cosa, Hotel Tanne, Maritim, Puppe´s Spezialitäten,

Relexa Hotel, Spielkiste Clausthal-Zellerfeld Universitätsbibliothek Clausthal


WIr uBEr uNS59

Wir schreiben das 21. Jahrhundert. Ganz Deutschland ist besetzt von

bösen Supermarktketten und Geschmacksdiscountern.

Ganz Deutschland?

Nein, eine kleine Firma am schönen Harz leistet entschlossenen

Widerstand. Mit Ihren tollen Mitarbeitern produziert sie Produkte voller

Geschmack und Anmut.

Produkte, in deren Genuß auch Sie gelangen können. Besuchen Sie das

schöne Bad Harzburg und kommen Sie in die Harzer Landschlachterei

Leiste.

Dort haben wir für Sie bestes Fleisch, Wurstspezialitäten, die süchtig

machen können (Vorsicht!), Harzer Spezialitäten, täglich frisch und mit

Liebe gekochtes Essen, und Läden, die gute Laune machen.

Noch eine gute Nachricht (es hört nicht auf): All diese Produkte

verschicken wir Ihnen auch per Post, ok, vielleicht nicht das warme

Essen.

Herzlich Willkommen in unseren Geschäften in Bettingerode,

Bad Harzburg und auf den Wochenmärkten!

Wir freuen uns über Ihren Besuch.

Ihre Familie Harald Leiste und Mitarbeiter

OT Bettingerode, Hauptstraße 7, Tel. 05322 83628

Bad Harzburg, Herzog-Wilhelm-Straße 63, Tel. 05322 50256


60

„G’day“ und herzlich willkommen

in Crocodile Dundee’s World!

Down Under, das Restaurant mit australischem Flair

im CINEPLEX

�Mehr als 150 alkoholische und nichtalkoholische Cocktails sowie

Spiri tuosen aus aller Welt stehen auf unsere Karte. Whiskys, Whiskeys,

Wodka und Rum aus aller Herren Länder – natürlich auch aus Down Under.

Wir sind eine der größten Cocktailbars in Goslar und Umgebung.

Unsere Küchencrew produziert keine Fastfood, sondern „Aussie-Food“, täglich

frisch und auf Bestellung. Bitte planen Sie daher Wartezeiten ein, gerade wenn

Sie anschließend ins Kino gehen möchten.

�Neu � Neu � Neu�

Verbringen Sie doch einmal Ihre Mittagspause bei uns, wir bieten Ihnen

wöchentlich wechselnde Tagesgerichte zu super Preisen.

Die aktuellen Wochenspeisekarten mit den Mittagsgerichten erhalten Sie immer

auf Wunsch per E-Mail mit dem Betreff: „Mittagstisch“

unter downunder.goslar@cineplex.de oder per Fax unter 05321 377399.

Oder kommen sie doch einmal zu unserem Brunch!

Von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr bietet das „Down Under“ jeden Sonntag ein Brunch

für Sie an, Kaffee, Tee, Milch, Kakao, heiße Schokolade, diversem Aufschnitt,

Käse, Fisch, Obst, Brot, Brötchen und Croissants für gerade mal 12 € pro Person

(Kinder bis einschließlich 12 Jahren bezahlen 0,50 € pro Lebens alter).

Eine kleine Salatbar für „Veggies“ ist ebenfalls vorhanden.

„See ya“ in Down Under!

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