Taxi Times München - 2. Quartal 2020

taxitimes

2. QUARTAL 2020

www.taxi-times.taxi

MÜNCHEN

VERKEHRSMINISTERIUM BRÜSKIERT TAXIGEWERBE

AUFREGUNG IN MÜNCHEN

Lockdown für

Taxiverband München

ALLES AUF NULL

Aktion für

Ärzte und Pfleger

KOSTENLOS INS KRANKENHAUS

Förderung für

Rollitaxis

GELD VON DER STADT


RUBRIK

INHALT

AUFREGUNG IN MÜNCHEN

4 Verkehrsministerium brüskiert

das Taxigewerbe

TAXIVERBAND MÜNCHEN INFORMIERT

6 Verbandsarbeit ohne Einnahmen

ISARFUNK TAXIZENTRALE INFORMIERT

7 mywirt: Essensfahrten zu Corona-Zeiten

IMAGEWERBUNG

8 Kostenlose Taxifahrten für Ärzte

FÖRDERMASSNAHME ROLLITAXIS

10 Stadt und Landkreis München

bezuschussen Umrüstung

von Inklusionstaxis

MÜNCHNER CORONA-AKTIONEN

12 Blumenlieferungen und London Taxi

Stadt und Landkreis

München fördern

Inklusionstaxis mit

einem Zuschuss über

10.000 Euro pro Fahrzeug.

Mehr dazu auf

Seite 10.

VERKEHRSPOLITIKER DENKEN FALSCH

Ein gefährliches Virus droht das gesamte Gesundheitssystem kollabieren

zu lassen. Um das zu verhindern, reagiert die Politik mit

Notstandsmaßnahmen und fährt das komplette öffentliche Leben

runter. Nur wer zu Hause ist, kann niemanden anstecken.

Doch wer zu Hause bleibt, benötigt auch kein Taxi, und so traf

der plötzliche Lockdown die Münchner Taxifahrer/innen völlig

unvorbereitet. Das Nachtgeschäft brach völlig zusammen, tagsüber

fielen sämtliche Geschäftsfahrten aus, was sich vor allen Dingen

am Flughafen desaströs auswirkte.

Während also die Taxiunternehmen tagtäglich um ihr wirtschaftliches

Überleben kämpften, setzte der Taxiverband München

trotz weggefallener Schulungseinnahmen seine gewerbepolitische

Arbeit fort (Seite 6) und schufen Taxizentralen neue Geschäftsfelder

wie beispielsweise „mywirt“ (Seite 7).

Doch nicht nur das: 500 Münchner Taxifahrer/innen fuhren

Ärzte, Pfleger und Krankenschwestern sogar kostenlos in die

Münchner Kliniken bzw. von dort nach Hause (Seite 8). Münchner

Taxifahrer/innen haben so eindrucksvoll die individuelle Mobilität

auch in Krisenzeiten aufrechterhalten. Nicht nur aus wirtschaftlichem

Eigennutz, sondern weil sie gesetzlich dazu

verpflichtet sind. Das ist der Unterschied zu den taxiähnlichen

Fahrtenvermittlern wie Uber, CleverShuttle oder Free Now und

hätte allein schon deshalb eine staatliche Unterstützung verdient

gehabt. Dass die Bitte um eine Subvention dieser Fahrten unerhört

geblieben ist, ist traurig.

Dass man die Branche im Gegenzug aber auch noch auf eine

Stufe mit privaten Fahrtenvermittlern stellt, ist schlicht und ergreifend

verantwortungslos. Anstatt Uber und Free Now eine Vermittlung

während Corona-Zeiten zu verbieten, weil sie Fahrten unter

Missachtung der Abstandsregeln an Mietwagen vermitteln und

vor Gerichten ein Verbot nach dem anderen kassieren, hat das

Bayerische Verkehrsministerium diese Unternehmen ganz offiziell

auf eine Stufe mit dem Taxigewerbe gestellt (Seite 4).

Die eigentliche gut gemeinte Aktion zeigt: In den Köpfen der

wichtigen politischen Entscheidungsträger werden die privaten

Fahrtenvermittler inzwischen als gleichberechtigt zum Taxigewerbe

gesehen. Das ist falsch und eine Gefahr, die langfristig die

Existenz der Taxibranche nachhaltiger gefährdet als der kurzfristige

Lockdown aufgrund einer Virus-Pandemie. Die politische

Aufklärungsarbeit muss also mit aller Entschlossenheit weitergehen.

Herzlichst

- die Redaktion -

IMPRESSUM

Verlag

taxi-times Verlags GmbH

Persiusstr. 7

10245 Berlin, Deutschland

Telefon: +49 (0)30 / 55 57 92 67-0

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Internet: www.taxi-times.com

Geschäftsführer und V. i. S. d. P.

Jürgen Hartmann (jh)

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Handelsregister: Amtsgericht München

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Redaktion (tt)

Jürgen Hartmann (jh), Simon Günnewig (sg)

E-Mail: tt-muenchen@taxi-times.taxi

Mitarbeiter dieser Ausgabe

Hayrettin Simsek (hs)

Grafik & Layout

Katja Stellert (Artdirektion),

Ivan Cottrell

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10999 Berlin

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Erscheinungsweise: 4 x pro Jahr

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FOTO: TITEL: Much Name Name FOTO: Brodit

2 2. QUARTAL 2020 TAXI – Regionalausgabe München


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Wie kann es sein, dass ein demokratisch gewählter Staatssekretär mit einem

Unternehmen gemeinsame Sache macht, das juristisch bewiesen illegal agiert?

EIN STAATSMINISTERIUM

BRÜSKIERT DAS

TAXIGEWERBE

Eigentlich wollte das Bayerische Verkehrsministerium eine »transparente

Information zu Verhalten und Maßnahmen aller Fahrgäste im Taxi- und

Mietwagenverkehr« erreichen. Doch der Schuss ging gehörig nach hinten los.

Es war ein Gemeinschaftsfoto, das

mächtig Wellen schlug. Rund um

ein Taxi hatten sich – in gebührendem

Abstand zueinander und mit Schutzmasken

getarnt – Vertreter des Münchner

Taxigewerbes sowie je ein Vertreter von

Free Now und von Uber versammelt. Mittendrin

als Initiator auch der Staatssekretär

des Bayerischen Verkehrsministeriums,

Klaus Holetschek (CSU).

Dieses Foto wurde gemeinsam mit einer

Pressemitteilung am 24. April veröffentlicht,

die laut Verkehrsministerium von

„Vertretern der bayerischen Taxi-, Mietwagen-

und Fahrtvermittlungsbranche“ abgegeben

wurde. „Die Corona-Krise bestimmt

in weiten Bereichen das derzeitige Leben“,

verkündete das Ministerium. Die Branche

wolle einen wirksamen Beitrag zur Eindämmung

des Infektionsgeschehens leisten.

Sie stehe in dieser Krise als zuverlässiger

Mobilitätspartner zur Seite.

Anschließend wird an den Fahrgast

appelliert, zur Unterstützung bei der Eindämmung

des Corona-Virus bei Taxi- und

Mietwagenfahrten einige Dinge zu beachten.

So solle man beispielsweise immer

hinten einsteigen, um den Abstand zu den

Fahrerinnen und Fahrern zu halten, bereits

ab drei Personen ein Großraumfahrzeug

rufen, die Möglichkeiten der bargeldlosen

Bezahlung nutzen, Hygienemaßnahmen

einhalten und eine Mund-Nasen-Bedeckung

tragen.

Im Gegenzug verspricht die Branche,

die Fahrzeuge mit Trennschutz auszustatten,

(vermehrt) die bargeldlose Zahlung zur

Verfügung zu stellen sowie Fahrer einzusetzen,

die spätestens ab 27. April eine Mund-

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FOTO: Bayerisches Verkehrsministerium

4 2. QUARTAL 2020 TAXI – Regionalausgabe München


AUFREGUNG IN MÜNCHEN

Nasen-Bedeckung tragen. Zudem habe man

die Reinigungsmaßnahmen in Bezug auf

die Fahrzeuge intensiviert, um das Infektionsrisiko

zu senken.

So weit, so gut, doch nun kommt der

große Haken an dieser Geschichte: Auf dem

Foto waren auch je ein Vertreter der beiden

privaten Fahrtenvermittler Uber und Free

Now zu sehen, und deren Logos fanden sich

auch auf der vom Verkehrsministerium veröffentlichten

gemeinsamen Information –

neben den Logos des Landesverbands

Bayerischer Taxi- und Mietwagenunternehmer

sowie der beiden Münchner Taxizentralen

IsarFunk und Taxi-München eG.

Das Taxigewerbe wurde also von der

bayerischen Politik auf eine Stufe mit privaten

Vermittlungsanbietern gestellt, und

genau das führte sofort nach der Veröffentlichung

zu einem wahren Shitstorm in

den sozialen Medien. Allerdings richtete

sich der Zorn der Taxifahrer und Unternehmer

nicht nur gegen das Ministerium,

sondern gegen die eigenen Gewerbevertreter,

denen man unterstellte, gemeinsame

Sache mit Uber und Free Now zu machen –

nicht zuletzt deshalb, weil diese Aktion von

Online-Plattformen als „Schulterschluss“

des Taxigewerbes mit Uber und Free Now

bezeichnet wurde.

GUTE MIENE ZUM BÖSEN SPIEL

Diese Gleichstellung der beiden Privatanbieter

mit dem Taxigewerbe wurde allerdings

nicht von den Vertretern des

Taxigewerbes eingefädelt, wie diese auf

Nachfrage gegenüber der Münchner

Taxi Times-Redaktion bestätigten. Vielmehr

seien sowohl Uber als auch Free Now

von Beginn an bei allen Telefonkonferenzen

vom Verkehrsministerium einbezogen

worden.

Thomas Kroker, Vorstand der Taxi-München

eG, kann darüber nur den Kopf schütteln:

„Die Taxi-München eG möchte klar

hervorheben, dass es weder einen ‚Schulterschluss‘

oder eine Annäherung an die

PURE IGNORANZ

Im Nachgang zu dieser Meldung hat die Taxi Times-Redaktion bei der

Pressestelle des Bayerischen Verkehrsministeriums u. a. nachgefragt, ob dem

Ministerium die bisherigen Urteile zum Verbot der Applikation UberX durch die

Landgerichte Frankfurt und München bekannt seien und wie man in Anbetracht

dieser Urteile rechtfertigt, dass man Uber nun sogar bei der angesprochenen

Aktion gleichberechtigt mit dem Taxigewerbe hat teilnehmen lassen. Diese Anfrage

wurde nicht konkret beantwortet, stattdessen teilte das Ministerium mit: „Das

Ziel aller Beteiligter war es, mit einem gemeinsamen und einheitlichen Vorgehen

eine transparente Information aller Fahrgäste im Taxi- und Mietwagenverkehr

zu erreichen und damit Vertrauen angesichts der Corona-Krise herzustellen. Der

gemeinsame Pressetermin diente damit ausschließlich der Information über die

Maßnahmen zum Infektionsschutz.“

beiden Mietwagen-Vermittlungsplattformen

gegeben hat bzw. auch keine geben

wird“, stellt er klar. „Wir bewerten diese

Organisationen nach wie vor als existenzbedrohende,

illegal agierende Mitbewerber

im Markt, die ihr Geschäftsmodell nur

durch systematische Umgehung von Gesetzen

und Verordnungen am Leben erhalten.“

Christian Hess, Geschäftsführer von

IsarFunk, hebt die wesentlichen Unterschiede

zwischen dem Taxi und privaten

Anbietern hervor: „Einzig und alleine das

Taxigewerbe hat eine Betriebs- und Beförderungspflicht.

Damit stellen wir gerade

während der Corona-Krise sicher, dass

nach wie vor kranke Menschen zum Arzt

gefahren werden und Patienten dreimal pro

Woche zur lebenserhaltenden Dialyse. Um

das sicherzustellen, setzten sich die Fahrer

seit Wochen dem Risiko einer Ansteckungsgefahr

aus. Und weil gerade solche

Fahrgäste sogenannte Hochrisikopatienten

sind, wurden bereits über 3.000 Taxis in

Deutschland mit einem Infektionsschutz

versehen. Die Politik darf unsere Branche

nicht mit shareholdergetriebenen Privatanbietern

gleichsetzen, die mit marktvernichtendem

Preisdumping jenen Teil des ÖPNV

zerstören, der die mobile Daseinsvorsorge

der Gesellschaft sichert.“

Hess und Jörg Wohlfahrt, Vorstand der

Taxi München eG, hatten wie auch der Taxifahrer

Donald Huber beim Fototermin gute

Miene zum bösen Spiel gemacht. Immerhin

ging es darum, den privaten Anbietern keinesfalls

den öffentlichen Raum zu überlassen

und die vertrauensbildende Maßnahme

für die Bevölkerung nicht zu gefährden.

Und man konnte im Vorfeld wenigstens

noch erreichen, dass ein Taxi in Hellelfenbein

auf dem Foto erscheint. Hätte man sich

der Aktion verweigert, „wäre im Rahmen

dieser gemeinsamen Mitteilung das Taxigewerbe

überhaupt nicht in Erscheinung

getreten“, mutmaßt Wohlfahrt.

Der Schwarze Peter ist also allein dem

Bayerischen Verkehrsministerium zuzuschieben,

findet Kroker: „Es ist für die

Taxi-München eG nicht nachvollziehbar,

aus welchen Gründen ein Staatsministerium

Organisationen und Strukturen, deren

Geschäftsmodell ausschließlich auf Hinterwanderung,

Aushebelung und Umgehung

rechtsstaatlicher Prinzipien aufbaut, die

Teilnahme an offiziellen Terminen und

Telefonkonferenzen ermöglicht. Die Präferenz

hätte in diesem Rahmen ausschließlich

beim seriösen Taxigewerbe als fixer,

zuverlässiger Bestandteil des ÖPNV liegen

dürfen.“ jh

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TAXI – Regionalausgabe München 2. QUARTAL 2020

5


TVM

VERBANDSARBEIT OHNE

EINNAHMEN

Finanziell traf die Corona-Pandemie den TVM

ebenso stark wie seine Mitglieder. Erschwerend

kam hinzu, dass Berufsverbände aus allen

Sofortprogrammen fielen. Die Arbeit musste

trotzdem weitergehen.

Der Taxiverband München (TVM)

finanziert sich im Wesentlichen

aus Schulungen und Vorbereitungskursen

für die Ortskundeprüfung

sowie der Unternehmerprüfung „Taxi

Mietwagen“ bei der IHK. Nur ein kleiner

Teil der Gesamteinnahmen kommt aus den

Mietgliedsbeiträgen. Die Schulschließungen

haben natürlich auch die Kurse des

Taxiverbands betroffen – mit der bitteren

Folge, dass in den vergangenen Monaten

auch keine Einnahmen erzielt werden

konnten. Klar, wenn keine Kurse stattfinden,

dann bekommen auch die Dozenten

TAXIVERBAND MÜNCHEN E. V. (TVM)

Rosenheimer Straße 139

81671 München

Tel. / Verband: 089 / 45 05 41 13

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Presserechtlich verantwortlich für

die TVM-Seiten: Florian Bachmann

Redaktion: Florian Bachmann (fb)

keinen Aufwand, und auch sonst wurde der

Betrieb so weit wie möglich eingeschränkt.

Das Büro war nur an zwei Tagen besetzt,

telefonisch konnte man den Verband aber

relativ gut erreichen. Dennoch bedeuten

zwei Monate ohne Einnahmen auch für den

TVM einen erheblichen Verlust. Und bis

die Schulungen auf altem Niveau laufen

können, werden noch einige Monate vergehen.

Hier geht es dem Verband genauso wie

jedem einzelnen Taxiunternehmer

DIGITALE SCHULUNGEN SIND

KEIN ERSATZ

Alternativ hat der TVM versucht, seine

Schulungen zu digitalisieren. Doch die

Vermittlung einer Ortskunde kann ebenso

wie das Erklären betriebswirtschaftlicher

Formeln zur Berechnung der Fahrzeugkosten

nur durch gemeinsames Erarbeiten zu

einer erfolgreichen Prüfung führen. Immerhin

wurden einige digitale Ideen entwickelt,

deren Umsetzung in den nächsten

Monaten erfolgen wird. Ein Berufsverband

hat aber auch ganz andere Aufgaben, und

die wurden weiterhin erfüllt. Alle verfügbaren

aktuellen Informationen zu Themen

wie Kurzarbeit, Fahrzeughygiene, Trennschutz

etc. wurden gesammelt, ausgewertet

und an die Mitglieder weitergegeben.

Wie hier beim Taxiverband München

mussten während des Lockdowns viele

Vorbereitungskurse zur Ortskunde oder

Fachkundeprüfung ausfallen.

Dabei kam es nicht nur zum regelmäßigen

Austausch mit den Münchener Taxizentralen,

sondern wurde auch der Kontakt zur

Genehmigungsbehörde KVR gehalten. Parallel

dazu gab es Gespräche mit den bayerischen

Ministerien sowie den jeweiligen

zuständigen Bundesministerien, in denen

der TVM seine Ideen in die Weiterentwicklung

von Hilfsprogrammen eingebracht hat.

Vor allem aber wurde viel unternommen,

um die Auftragslage durch die Gewinnung

neuer Kundenkreise zu verbessern.

Festhalten lässt sich jedenfalls heute

schon, dass der Verband trotz des finanziellen

Desasters durch seine Aktivitäten

zur Bewältigung der Krise bei der Politik

und den Behörden ein hohes Maß an Aufmerksamkeit

und Akzeptanz erzielen konnte

und an Reputation gewonnen hat. fb

Florian Bachmann ist Vorstand des

Taxiverbands München e. V. Er und seine

Vorstandsmitglieder haben während

der Pandemie auf ihre sonst üblichen

Aufwands entschädigungen verzichtet.

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FOTO: Pixabay

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6 2. QUARTAL 2020 TAXI – Regionalausgabe München


ISARFUNK TAXIZENTRALE

WARMES ESSEN

DANK »MYWIRT«

Reduzierte Business- und Gastrobestellungen machten die Erschließung

neuer Geschäftsfelder nötig. IsarFunk hatte deshalb bereits im März erste

Vereinbarungen mit Münchner Restaurant-Besitzern getroffen.

Seit Ende März war es Münchner

Lokalen nicht mehr gestattet, nach

15 Uhr Kunden im Lokal zu bedienen.

Nach wie vor erlaubt waren allerdings

die so genannten Drive-ins, Essen zum Mitnehmen,

oder eben Lieferungen. Damit das

Geschäft mit den Essenslieferungen zu

einer sicheren Einnahmequelle für die

Lokale werden konnte, hatte IsarFunk Lieferfahrten

zum Pauschalpreis unterstützt.

Unter dem eingängigen Namen

„MyWirt“ können Münchner Wirte ihre

Essensbestellungen durch das Taxi ausliefern

lassen. Dafür werden dem jeweiligen

Wirt pro Botenfahrt pauschal zehn Euro in

Rechnung gestellt. Damit der Service reibungslos

abläuft, rechnen die Taxifahrer

bzw. deren Unternehmer über die Taxizentrale

ab, die Gastrobetriebe erhalten eine

Sammelrechnung. Für den sicheren Transport

und damit das Essen auch warm beim

Kunden ankommt, setzen die Restaurants

auf geeignete Take-away-Verpackungen.

Das Angebot ist aktuell nicht im kompletten

Stadtgebiet verfügbar, sondern

beschränkt sich auf das Gebiet innerhalb

des Mittleren Rings, schließt aber zusätzlich

im Münchner Norden Moosach und die

Parkstadt Schwabing mit ein.

Derzeit setzen 13 namhafte Münchner

Lokale auf diesen exklusiven Service.

„MyWirt“ entwickelte sich zwar langsam,

aber stetig und könnte auch nach der Krise

eine Option bleiben. Waren es im April insgesamt

500 Fahrten, konnten in der ersten

Mai-Hälfte bereits 280 Bestellungen verbucht

werden. Wie Jürgen Dinter, Leiter der

Kundenbetreuung und des Vertriebs bei

IsarFunk, gegenüber Taxi Times bemerkte,

verfügen aktuell über 100 Taxis das Bestellmerkmal

„MyWirt“ , rund 170 Fahrer beteiligen

sich an dem Projekt. Für Dinter sind

„neue Fahrer und Unternehmer jederzeit

herzlich willkommen“, denn je mehr Fahrer

sich anschließen würden, desto flexibler

könnten die Wirte den Lieferservice nutzen.

Fahrer, die befürchten, dass ihre Zehn-

Euro-Lieferfahrten quer durch die Stadt

gehen, kann Dinter beruhigen: „Wir haben

festgestellt, dass die Fahrtstrecke im Durchschnitt

knapp unter drei Kilometern liegt.“

PRO TOUR IM SCHNITT 11,90 EURO

Rein rechnerisch gesehen würde so eine ISARFUNK TAXIZENTRALE GMBH & CO. KG

Tour 11,90 Euro Umsatz bringen. Damit die

Differenz zu der Lieferpauschale von zehn Rosenheimer Straße 139, 81671 München

Euro keine zu große Lücke hinterlässt, subventioniert

Telefon / Taxiruf: 089 / 450 540

IsarFunk die Fahrten mit wei-

Telefon / Verwaltung: 089 / 450 54-100

teren 1,20 Euro und lässt damit im E-Mail: verwaltung@isarfunk.de

Endeffekt die Differenz auf 70 Cent www.isarfunk.de,

schrumpfen. Auch muss sich der Fahrer www.facebook.com/isarfunk450540

nicht um die Abrechnung der gelieferten Redaktion und presserechtlich

Speisen kümmern, das geschieht in der verant wortlich für die

Regel bereits im Vorfeld. Dies ist auch mit IsarFunk-Seiten: Christian Hess

ein Grund dafür, warum die Fahrten im

Schnitt innerhalb von neun Minuten erle-

Euro-Taxi-2_01-2016.qxp_Layout 1 29.01.16 10:28 Seite 1

digt sind. Für Dinter steht bereits jetzt fest,

dass die Liefer- Kurierfahrten grundsätzlich

auch nach der Corona-Krise für Isar-

Funk eine Zukunft haben werden. sg

Auch wenn davon auszugehen ist, dass nach

der Wiedereröffnung weniger Essen ausgeliefert

werden, bleibt das von einer Taxizentrale

organisierte Kuriergeschäft interessant.

FOTO: Pixabay

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KOSTENLOSE HILFE

FÜR DIE HELFER

Nach dem Vorbild der Schweiz und Frankreichs unterstützte das Münchner

Taxigewerbe mit kostenlosen Arzt-Fahrten den Kampf gegen das Corona-Virus.

Doch die erhoffte politische Unterstützung blieb bis zuletzt aus.

Seit dem 1. April konnte in

München medizinisches

Personal, wie Ärzte, Pfleger

und Schwestern, den kostenlosen

Fahrservice der Münchner Taxiunternehmer

nutzen. „Die Mitarbeiter

von Kliniken und Krankenhäusern

leisten in der Corona-Krise Übermenschliches“,

teilte Gregor Beiner,

Vorstand des Taxiverbands

München, zum Aktionsstart mit.

„Wir, das Taxigewerbe, wollen helfen,

dass Sie nach Schichten und

Überstunden schnell nach Hause

kommen.“ Wer diesen Service in

Anspruch nehmen wollte, konnte

über die beiden Münchner Taxizentralen

IsarFunk und die Taxi München e.G. eine Fahrt buchen.

Voraussetzung war der Nachweis einer Tätigkeit in der Gesundheitsbranche.

Vom ersten Tag an lebte das Angebot von der freiwilligen Unterstützung

der teilnehmenden Taxiunternehmer, welche die Kosten

für die Fahrzeuge tragen, und den Taxifahrern, welche die Fahrten

kostenlos durchführten. Die Bilanz nach rund einem Monat

konnte sich sehen lassen: „Seit Beginn der Aktion unterstützte

das Taxigewerbe das Münchner Gesundheitswesen mit insgesamt

über 1.000 Freifahrten. Dabei muss man unbedingt das Engagement

der rund 500 Taxifahrer hervorheben, die sich bereit erklärt

haben, die Fahrten kostenlos durchzuführen“, bilanziert Beiner

gegenüber Taxi Times.

Die Aktion, die als Vorbild für viele ähnlich gelagerte Initiativen

diente, stieß auch in den Medien auf ein großes Interesse. So hat,

neben vielen Print-Magazinen, auch das „heute Journal“ von der

Mit diesem professionellen Plakat warb das Münchner Taxigewerbe

für seinen humanitären Service.

freiwilligen Aktion berichtet. Unter

anderem auf dem Onlineportal themayor.eu

fanden die Münchner Kollegen

auch international Beachtung

und Wertschätzung.

Das Münchner Taxigewerbe

zeigte sich bei dem Projekt als eine

Einheit, denn neben dem Taxiverband

München (TVM) waren auch

die beiden Münchner Taxizentralen

IsarFunk und Taxi München

eG involviert und unterstützten das

Projekt unter anderem mit einer

kleinen Aufwandsentschädigung

für die Taxifahrer.

Damit die Münchner Helfer so

lange wie möglich und nötig gratis

mit dem Taxi gefahren werden können, führte der Taxiverband

München in Abstimmung mit dem Bundesverband Gespräche

mit der Politik. Letztlich war eine Entscheidung darüber, ob das

Taxigewerbe mit einer staatlichen Unterstützung für die Freifahrten

rechnen kann, eine Entscheidung des Bundes. Von dort gab

es leider keinerlei Signale. Da half es dann auch nichts, dass der

Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter und die bayrische

Verkehrsministerin Kerstin Schreyer bereits ihre Unterstützung

zugesagt hatten. Im Mai wurde das Projekt wieder eingestellt.

Trotzdem hat es bei den Kliniken einen bleibenden Eindruck

hinterlassen. „Dass unsere Mitarbeiter die Möglichkeit haben,

mit dem Taxi kostenlos in die Klinik und wieder nach Hause zu

kommen, ist eine herausragende Geste jedes einzelnen Fahrers

der Münchner Taxizentralen, die uns sehr viel bedeutet“, sagte

beispeisweise Timo Sonntag, Verwaltungsleiter der Helios Klinik

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500 Münchner Taxifahrerinnen und Taxifahrer fuhren während der Corona-Pandemie kostenlos Ärzte,

Schwestern und Pfleger von Münchner Krankenhäusern nach Hause und umgekehrt. Das war ein

starkes Zeichen der Solidarität mit denen, die täglich dafür sorgten, dass Corona-Patienten geholfen

wird und ein beeindruckender Beweis dafür, dass Taxi auch in schwierigen Situationen immer da ist.

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Markus Martin Max Mehdi Michael Moayd Muharem Murat

Mustafa Nicolas Nikolaos Ömer Ömür Ozan Özkan

Pavlos Peter Petra Phuc Ralf Ramadan Ramin

Reinhold Renate Rene Ricardo Richard Riza

Robert Rolf Ruben Sabine Sami Sandor

Serkan Simon Soran Steffen Stoja

Suud Thilo Thomas Tino Ulrich

Üstün Uwe Valentin Vel

Viktor Volkan Volker

Werner Wolfgang

Yusuf

Vielen Dank!

Zoltan

Taxi Verband München

Rosenheimer Str. 139/XII

81671 München

089 450 54-113

www.taxiverband-muenchen.de

IsarFunk Taxizentrale GmbH & Co. KG

Rosenheimer Str. 139 /XII

81671 München

089 450 54-110

www.isarfunk.de

TAXI-MÜNCHEN eG

Engelhardstraße 6

81369 München

089 77 30 77

www.taxi-muenchen.de


FÖRDERUNG IN MÜNCHEN

ANREIZ ZUR

ROLLI-

UMRÜSTUNG

Rollstuhlfahrer sollen künftig auch

spontan ein Taxi rufen können. Stadt

und Landkreis haben deshalb eine

Anreizförderung aufgelegt.

Es war ein langer Prozess, der jetzt endlich seine

Früchte trägt. Die Stadt München sowie der Münchner

Landkreis haben die notwendigen Finanzmittel für

eine Inklusionstaxi-Förderung freigegeben.

Bereits seit zwei Jahren haben sich

der Taxiverband München und

die IsarFunk Taxizentrale für

die Umsetzung einer Inklusionstaxi-Förderung

eingesetzt. Inzwischen hat diese

Arbeit Früchte getragen, denn Anfang April

hat die Stadt München den ersten Schritt

gemacht und die Richtlinien für den finanziellen

Zuschuss veröffentlicht. Nur vier

Wochen später hat der Münchner Landkreis

gleichgezogen und ist mit seiner Fördermaßnahme

an die Öffentlichkeit gegangen.

Beide Parteien haben sich untereinander

ausgetauscht, was jetzt in einem sehr

ähnlichen Grundgerüst für die Förderrichtlinien

resultiert. So herrscht beispielsweise

Einigkeit beim maximalen Unterstützungsbetrag,

der bei 10.000 Euro pro Fahrzeug

und Umbau liegt. Pro Taxiunternehmen

können maximal fünf Fahrzeuge im Jahr

gefördert werden.

KEINE RÜCKZAHLUNG

Die auf eine Laufzeit von drei Jahren (von

2020 bis 2022) angelegte Maßnahme der

Stadt sieht vor, dass pro Jahr maximal zehn

Anträge, beziehungsweise eine Fördersumme

von 100.000 Euro bewilligt werden können.

Insgesamt sollen so in München 30

neu umgerüstete Rollstuhltaxis auf die

Straße kommen. Beim Landkreis verfolgt

man das gleiche Ziel, der Fördertopf ist mit

250.000 Euro allerdings etwas schmaler

angesetzt. Die Münchner Förderung baut

auf dem bereits 2015 erstellten 2. Aktionsplan

zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

in München auf. Wichtig

zu wissen: Bei dieser finanziellen Unterstützung

handelt es sich um ein einmaliges

Projekt. Eine Rückzahlung ist nicht vorgesehen

und Fahrzeuge, die mithilfe der Subventionierung

umgebaut wurden, müssen

zukünftig an einem gut sichtbaren Aufkleber

mit der Aufschrift ‚Inklusionstaxi‘ auf

der Heckklappe zu erkennen sein.

UNTER

STÜTZER

DES TAXI

GEWERBES

KONTAKT UND WEITERFÜHRENDE LINKS

München Stadt

inklusion.soz@muenchen.de

www.muenchen-wird-inklusiv.de/

München Land

chancengleichheit@lra-m.bayern.de

www.landkreis-muenchen.de/inklusionstaxi

www.tinyurl.com/TTMue2

FOTOS: Taxi Times, Pixabay

10 2. QUARTAL 2020 TAXI – Regionalausgabe München


FÖRDERUNG IN MÜNCHEN

DOPPELFÖRDERUNG ROLLI- UND E-TAXI

Mit dem Nissan e-NV200 gibt es bereits ein E-Taxi, das

sich zu einem Inklusions-Fahrzeug umrüsten lässt. Da

die Stadt München ausdrücklich eine Doppelförderung

erlaubt, wollen wir an dieser Stelle auch noch mal kurz

die Voraussetzungen und Infos des E-Taxi-Programms

aufführen:

Taxiunternehmen mit Genehmigung nach § 47 PBefG mit

Sitz oder Niederlassung im Münchner Stadtgebiet

• 36 Monate Haltefrist der E-Taxis

• Fiskaltaxameter mit INSIKA

• Neufahrzeug mit Erstzulassung nach dem 01.01.2017

• Beklebung des E-Taxis mit Motiv der E-Taxi-Förderung

• Förderungshöhe: 0,20 Euro pro Besetztkilometer, maximal

40 % der Anschaffungskosten des E-Taxis

• quartalsweise Abrechnung durch Übermittlung der Daten

des Fiskaltaxameters

• Weitergabe der Daten für eine wissenschaftliche Auswertung

• Optional kann auf der gleichen Taxikonzession weiterhin

ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor genutzt werden.

Allerdings darf immer nur ein Auto auf der Straße sein.

Informationen im Netz: www.tinyurl.com/TTMue1

Speziell das städtische Programm hat

eine weitere Besonderheit: Es ist mit der

seit Jahren laufenden E-Taxi-Förderung

kombinierbar (siehe Kasten), was durchaus

bemerkenswert ist, da Doppelförderungen

meist von vornherein ausgeschlossen sind.

Wer die Rückerstattung der Umbaukosten

geltend machen möchte, muss

ein paar grundlegende Dinge beachten.

So muss beispielsweise die Umrüstung

in einer vom Autohersteller zertifizierten

Fachwerkstatt durchgeführt werden

und die gesetzlichen Anforderungen nach

§ 35a Absätze 4a und 4b Straßenverkehrs-

Zulassungs-Ordnung (StVZO) erfüllen.

Die Fahrzeuge müssen zudem mindestens

der Abgasnorm Euro 6 und nach dem

Umbau der DIN-Norm 75078, Teil1 und

Teil 2 entsprechen (Teil 1 = „Kraftfahrzeuge

zur Beförderung mobilitätsbehinderter

Personen – Begriffe, Anforderungen,

Prüfungen“, Teil 2 „Kraftfahrzeuge zur

Beförderung mobilitätsbehinderter Personen

– Rückhaltesysteme – Begriffe, Anforderungen,

Prüfungen“). Zusätzlich fordert

der Landkreis für jeden Rollstuhlplatz den

Einbau einer geeigneten fahrzeuggebundenen

Kopf-Rückenstütze. Weiterhin erwarten

die Behörden einen Nachweis über die

Betriebshaftpflichtversicherung für die

gewerbliche Personenbeförderung. Sofern

weitere technische Umrüstungen am Fahrzeug

erforderlich sind, können deren Kosten

ebenfalls zurückerstattet werden. Die

Einhaltung der geltenden Bestimmungen

des Arbeits- und Gesundheitsschutzes werden

vorausgesetzt.

VIER JAHRE HALTEFRIST

Bei der Wahl des Basisfahrzeugs wird von

München Stadt verlangt, dass neben dem

besetzten Rollstuhl noch Platz für zwei weitere

Fahrgäste vorhanden ist. Der Landkreis

erhöht diese Anforderung um einen

zusätzlichen Platz für eine dritte Person.

Alle umgerüsteten Taxis müssen auch Personen

in elektrisch betriebenen Rollstühlen

transportieren können. Hier reichen dann

Sitzplätze für zwei weitere Fahrgäste.

Weiterhin schreiben die LH München,

sowie das Münchner Landratsamt eine

sogenannte Haltefrist vor. Sie erlaubt den

Weiterverkauf des Inklusionstaxis frühestens

nach vier Jahren oder 250.000 Kilometern.

Wird das Fahrzeug vorher veräußert,

muss die Förderung anteilig in die Stadtkasse

zurückfließen. Von dieser Regel gibt

es allerdings auch eine Ausnahme. Wenn

das Taxi nachweislich einen wirtschaftlichen

Totalschaden erlitten hat, wird keine

Rückerstattung erwartet.

Damit der regelmäßige Einsatz der

Inklusionstaxis sichergestellt wird, sehen

die Förderrichtlinien eine Mindesteinsatzzeit

an drei Tagen pro Woche, Montag

bis Freitag zwischen 18 Uhr und 24 Uhr,

vor. In der Landeshauptstadt sollen rund

500 Einsatzstunden pro Jahr an Samstagen,

Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen

nachgewiesen werden. München Land

fordert sogar noch 100 Stunden mehr.

Die Förderrichtlinien sind bereits in

Kraft getreten. Die Anträge können bei

der Landeshauptstadt München bis zum

31. August 2022 eingereicht werden, beim

Münchner Landratsamt ist das bis zum

31. Dezember 2022 möglich. Etwaige Interessenten

sollten sich aber nicht zu viel

Zeit lassen, denn übersteigt die Anzahl der

Förderanträge die bereitgestellten Mittel,

gilt das „First-in-first-out-Prinzip“. sg

Verkehrsmedizinisches Untersuchungszentrum

Medex Plus GmbH – Betriebsärztlicher Dienst

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TAXI – Regionalausgabe München 2. QUARTAL 2020

11


AKTIONEN

Ein Zeichen der Wertschätzung und Dank für

die fleißigen Fahrer.

LIEFERFAHRTEN FÜR

EIN BUNTES OSTERFEST

Wer das Osterfest in einem gepflegten Garten

verbringen oder auch einfach nur den

Ostertisch mit einem frischen Blumenstrauß

schmücken wollte, der hatte es coronabedingt

nicht leicht, denn die Münchner

Gartencenter und Baumärkte waren für

Kunden gesperrt. Das Gartencenter Seebauer

bekam aber tatkräftige Unterstützung

des Münchner Taxi Zentrums mtz

und seiner Fahrer. Rund um Ostern halfen

sie dem Gartencenter dabei, Waren an Kunden

auszuliefern. Mit fünf bis zehn Fahrzeugen

waren die Fahrer zum Pauschalpreis

unterwegs und lieferten Blumenerde, Gartenutensilien

oder einfach nur Blumen an

die Kunden aus. Der Service ging sogar so

weit, dass bis an die Haustür geliefert

wurde. Dabei wurde jederzeit darauf

geachtet, gemäß der hygienischen Schutzmaßnahmen,

die Waren kontaktlos zu

übergeben. Um die Fahrten möglichst effizient

zu gestalten wurden pro Tour gleich

mehrere Kunden angefahren. Als Dankeschön

für die tolle Unterstützung erhielten

die Fahrer vom Gartencenter einen Korb

voller Blumen. sg

LONDON TAXI MIT TRENNSCHEIBE

Bereits seit Ende März ist in München

beim Taxi Center Ostbahnhof das erste

elektrische London Taxi auf der Straße.

Aus Unternehmersicht hätte der Zeitpunkt

nicht besser sein können, denn der Wagen

ist bereits ab Werk mit einer Trennwand

ausgestattet.

Die Neuauflage des britischen Klassikers

dürfte derzeit das Wunschauto vieler

Taxifahrer und Taxiunternehmer sein,

denn bei keinem anderen Fahrzeug ist der

Fahrer ab Werk besser vom Fahrgast separiert.

Das liegt einerseits an der serienmäßig

verbauten Trennwand, aber auch

daran, dass das Taxi über keinen Beifahrersitz

verfügt, weil stattdessen dort das

Gepäck untergebracht wird. So kommt man

erst gar nicht in die Verlegenheit, den Fahrgast

direkt neben sich zu befördern. Der

TX, so lautet die exakte Bezeichnung des

Herstellers LEVC, wurde vom Münchner

Unternehmer Ünal Kücüksahin vom Taxi

Center Ostbahnhof in seine Fahrzeug-Flotte

aufgenommen. Die notwendige Eichung

und den gesamten Zulassungsvorgang,

damit der Brite als Taxi eigesetzt werden

konnte, bezeichnet der Unternehmer als

‚Kraftakt‘, denn aufgrund der Corona-Krise

arbeiteten die zuständigen Behörden in

der Regel auch vom Homeoffice aus, was

neue Behördenabläufe notwendig machte.

Für Kücüksahin, der den Wagen bereits

vor der Corona-Krise gekauft hatte, war

das Gesamtkonzept ausschlaggebend für

die Kaufentscheidung. „Einerseits lege ich

Wert auf einen emissionsarmen E-Antrieb,

andererseits kann ich mit dem TX auch den

Rollstuhltransport anbieten.“ sg

Mehr Abgrenzung zwischen Fahrer und

Fahrgast als im TX ist fast nicht möglich.

Dr. Hans Bake v. Bakin

Erst- und Verlängerungsuntersuchung Taxi-Mietwagen-Lkw-Bus – G25

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Arbeits- und Verkehrsmedizin

Termine nach Vereinbarung

FOTOS: MTZ, _Taxi Center Ostbahnhof

12 2. QUARTAL 2020 TAXI – Regionalausgabe München


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