AKT ELL5/11 - Volkssolidarität Bundesverband e.V.

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AKT ELL5/11 - Volkssolidarität Bundesverband e.V.

Miteinander • Füreinander

AKT ELL 5/11

IM BARNIM

Titelthema:

FÜR VIELE

ETWAS DABEI

Ortsgruppe 5

außerdem:

Einmal im Monat Vorstanssitzung

Thomas Schulz im Porträt

Berichte aus den Ortsgruppen


Ausgabe 5

INHALT

Titelthema

Porträt

Bericht

Bericht

Bericht

Bericht

Bericht

Bericht

Service

Geburtstage

Bericht

Bericht

Bericht

Zeitzeugen

Gesundheit

Bericht

IMPRESSUM:

JAHRGANG 3 / AUSGABE 5

Ortsgruppe 5 Eberswalde .................................................................... 4

Thomas Schulz ........................................................................................... 7

Ortsgruppe 20 Eberswalde ...............................................................10

Ortsgruppe 36 Melchow ....................................................................13

SHG „Zwischen Beruf und Alter“ .....................................................14

Ortsgruppe 23 Nordend Eberswalde...........................................16

Ortsgruppe Bernau-Waldfrieden/Waldsiedlung ....................18

Ortsgruppe Basdorf ...............................................................................22

Bereiche und Kontakte.........................................................................24

September und Oktober 2011 .........................................................25

Ortsgruppe Bernau-Blumenhag .....................................................27

Ortsgruppe Sommerfelde .................................................................28

Waldwanderung mit Forststudenten ..........................................30

Lydia Behme ..............................................................................................33

Gewürzapotheke ....................................................................................40

Kohlmeise auf Frühstückstisch .........................................................45

Herausgeber: Volkssolidarität Barnim e.V. · Schneiderstraße 19 · 16225 Eberswalde

V.i.S.d.P.: Annette Seeger, Kerstin Maier

Redaktion: Andrea Hoehne (AH, verantwortliche Redakteurin), Edda Blaetter (EB), Gerhard Falckenberg (GF),

Dr. Ursula Ehlert (UE), Fritz Guddat (FG), Renate Höing (RH), Dieter Janke (DJ), Ehrenfried Keil (EK),

Alexander Kirsch (AK, Satz & Layout), Enrico Parchert (EP, CMS-Redakteur Kreisverband Barnim e.V.),

Rainer Pluskat (RP), Karin Stahl (KS), Joachim Stennert (JS)), Gerd Wiesner (GW)

Kontakt: Andrea Hoehne, Tel. 03334/6398816, andrea.hoehne@volkssolidaritaet.de

Layout &Satz: Alexander Kirsch (AK)

Auflage: 5000 Expl. Vertrieb: kostenlos über die Ortsgruppen der Volkssolidarität

Titelfoto: Annette Seeger (..) und Kerstin Meier haben kommissarisch die Geschäftsführung der Volkssolidarität

Barnim e.V. übernommen. Sie üben diese Tätigkeit bis zur Bestellung eines neuen

Geschäftsführers bzw. einer Geschäftsführerin durch den geschäftsführenden Vorstand aus.

Foto: EK

Redaktionsschluss für Ausgabe 6/11 ist der 25.10.2011 Die Volkssolidarität im Barnim Aktuell wird in den

Stephanus-Werkstätten in Bad Freienwalde auf holzfreiem Papier mit mineralölfreien Farben gedruckt.

Die Redaktion bittet um Verständnis, dass aus Platzgründen nicht alle eingesandten Beiträge veröffentlicht

werden können.

2


EINE ECHTE FUNDGRUBE

Sehr geehrte

Mitglieder und

Freunde der

Volkssolidarität

Barnim,

beim Durchblättern dieses Journals

wird Ihnen ganz bestimmt auffallen,

dass diesmal in besonders vielen

Beiträgen über die Aktivitäten

in unseren Ortsgruppen berichtet

wird. Mehr noch: die meisten

dieser Berichte sind nicht von den

Mitgliedern des Redaktionsteams

verfasst worden, sondern stammen

aus der Feder von Ortsgruppenmitgliedern.

Da ist von erlebnisreichen

Fahrten, Ausflügen

und Veranstaltungen die Rede, die

organisiert worden sind, um den

Mitgliedern abwechslungsreiche

Stunden zu bieten. Und da wird

auch ein Dankeschön an die Organisatoren

gerichtet. Aber nicht nur

an die Helfer aus den eigenen Reihen.

Worte des Dankes gehen auch

an Personen und Einrichtungen,

die die Ortsgruppen in ihrer Arbeit

unterstützen.

Besonders wichtig erscheint mir

aber in diesem Zusammenhang

3

zu sein, dass man erfährt, was

der Nachbar im Laufe des Jahres

so alles macht. Und das könnte

hier und dort eine Anregung zum

Nachmachen sein. Vor allem bei

der Planung von Vorhaben, für

deren Teilnahme sich noch möglichst

viele Mitglieder körperlich

gewachsen fühlen. So wie in der

Eberswalder Ortsgruppe 20, die

unter anderem auf Halbtagesausflüge

in die nähere Umgebung

setzt. Zur Nachahmung empfohlen

werden könnte möglicherweise

auch die Verfahrensweise in der

Ortsgruppe 5 in Eberswalde, die

keinen Jahresplan mehr erstellt,

sondern entsprechend dem Fitness-Zustand

der Mitglieder von

Monat zu Monat Veranstaltungen

plant. Unter diesem Aspekt bietet

dieses Journal nicht nur viel lesenswerten

Stoff, sondern ist zugleich

eine Fundgrube für neue

Ideen.

Ihnen, liebe Mitglieder und

Freunde der Volkssolidarität,

wünsche ich nach den Wetterkapriolen

des Sommers noch einige

goldene Herbsttage.

Ihre Annette Seeger

Volkssolidarität im Barnim 5|11


Titelthema Ortsgruppe 5

FÜR VIELE ETWAS DABEI

In der Ortsgruppe 5 Eberswalde werden die Vorhaben kurzfristig geplant

Die Ortsgruppe 5 Eberswalde hat

derzeit 213 Mitglieder. Die meisten

von ihnen sind über 70 Jahre

alt. Sie wohnen in einem recht

großen Areal, das sich von der

Eisenbahnbrücke am Bahnhof bis

zum Penny-Markt in der Nähe

des Familiengartens der Kreisstadt

erstreckt. Dem Vorstand der

Ortsgruppe gehören 11 Mitglieder

an, neun von ihnen sind Kassiererinnen.

Einen Vorsitzenden hat die Ortsgruppe

bereits seit Juli 2007 nicht

mehr. Seitdem erledigt die Hauptkassiererin

Sabine Geelhaar nicht

nur die umfangreichen Aufgaben

in ihrer Wahlfunktion, sondern

sie macht auch noch das, was eigentlich

vom Ortsgruppenvorsitzenden

erledigt werden müsste.

„Das ist zwar ziemlich anstrengend,

aber wir sind damit bisher

gut über die Runden gekommen“,

kommentiert Sabine Geelhaar

diese Arbeitsweise. Da alle neun

Kassiererinnen dem Vorstand angehören,

habe man einen guten

und vor allem aktuellen Überblick,

wie es den Mitgliedern

gesundheitlich geht. Das sei vor

allem für die Planung der Vorhaben

von großer Bedeutung. Es

mache wenig Sinn, zu Jahresbeginn

einen Arbeitsplan für zwölf

Monate zu erarbeiten. Angesichts

der Altersstruktur müsse man damit

rechnen, dass aus gesundheitlichen

Gründen beispielsweise im

Oktober nicht mehr machbar ist,

was im Januar festgelegt wurde.

„Wir planen deshalb von einem

Monat zum anderen“, verweist

Sabine Geelhaar auf die Besonderheit

der Arbeitsweise ihrer

Gruppe. Und das auf der Grundlage

der Einschätzung der Kassierer

über den gesundheitlichen

Zustand der Mitglieder. „Wenn

die Kassiererinnen die Mitglieder

besuchen, wird doch nicht nur

der Beitrag kassiert, sondern auch

miteinander gesprochen. Da erfahren

die Kassiererinnen auch,

wie es dem einzelnen geht und

an welchen Veranstaltungen er

noch teilnehmen kann.“ Auf der

4


Beim Blättern in der Chronik der Ortsgruppe: Hauptkassiererin Sabine Geelhaar,

Katharina Michaelis und Gitta Gothan (von links). Foto: E. Keil

Grundlage dieser aussagekräftigen

Übersicht habe man sich

entschlossen, keine Tagesfahrten

mehr zu unternehmen. Vorstandsmitglied

Gitta Gothan sagt

dazu: „Unsere Mitglieder haben

sich darauf eingestellt, dass es in

jedem Jahr ein Frühlingsfest, ein

Herbstfest und eine Weihnachtsfeier

gibt. Das sind feste Säulen

unserer Arbeit, und da treffen

wir uns im großen Rahmen.“ Die

Durchführung dieser Veranstaltungen

sei aber auch ziemlich

kompliziert, weil es schwer ist,

5

einen geeigneten Raum zu finden.

Das stelle den Vorstand immer

wieder vor große Probleme.

Eifrig bei der Sache sind die Mitglieder,

die sich wöchentlich zum

Sport oder zum Spielen treffen.

„Da ist immer etwas los“, versichert

Katharina Michaelis. Die

Teilnehmer freuen sich nicht nur

auf Sport und gute Karten beim

Spiel, sondern auch auf die Begegnung

mit den Leuten, mit denen

sie Sport treiben beziehungsweise

Rommé spielen. Auch die

Volkssolidarität im Barnim 5|11


Porträt Thomas Schulz

Teilnahme ist gut, inzwischen hat

sich ein fester Stamm herausgebildet.

Fester Bestandteil der Ortsgruppenarbeit

sind auch die persönlichen

Besuche von Vorstandsmitgliedern

zu runden Geburtstagen

und zu Jubiläen. Ab dem 70. und

den weiteren runden Geburtstagen

erhalten die Mitglieder ein

Präsent.

Die Glückwunschkarten sind übrigens

etwas ganz Besonderes.

Die ehemalige, langjährige Ortsgruppenvorsitzende

Adelgunde

Streiter fertigt sie an, und so sind

es liebevoll gestaltete Unikate, die

Einladung an alle!

die Jubilare an ihren Ehrentagen

in den Händen halten können.

Und noch etwas fällt auf in der

Ortsgruppe: Katharina Michaelis

hat immer ihren Fotoapparat dabei.

Dazu auch noch Stift und Notizblock.

In Bild und Wort hat sie

schon vieles aus dem Gruppenleben

festgehalten. Mehrere große

Hefter sind mittlerweile entstanden.

Bei den Zusammenkünften

werfen die Mitglieder gern einen

Blick hinein, um noch einmal

nachzuvollziehen, was sie erlebt

haben und ihnen Spaß gemacht

hat. Aber auch für den Außenstehenden

dürfte diese lebendige

Chronik von Interesse sein.

24.10.2011, 11.00 – 16.00 Tag der Offenen Tür zum 66. Jahrestag der Volkssolidarität

16225 Eberswalde, Mauerstr. 17, Für Rückfragen: 03334-639880

Mit buntem Programm für Jung und Alt:

- Vorstellung der Bereiche der Volkssolidarität von der Sozialstation

bis zu den Kitas

- Mittagstisch & Kuchenbasar

- Trödelmarkt

- Glückslose und Glücksrad

- Modenschau und Schaufrisieren

- Verkauf von eigenen Produkten

- Fachberatung durch Sanitätshaus

- Musikprogramme u.a.

Liebe Mitglieder, bringen Sie ihre Familie, Freunde und Bekannte mit!

6

EK


EIN MANN FÜR ALLE FÄLLE

Der Thomas wird´s schon richten

Zur Person

„Eigentlich bin ich so etwas wie ein

Mädchen für alles“, sagt Thomas

zu Beginn unseres Gesprächs, als

ich ihn nach seiner Tätigkeit frage.

Thomas oder auch Herr Thomas,

so nennen ihn hier nämlich alle,

obwohl Thomas nur sein Vorname

ist. Also werde auch ich ihn so

nennen. Thomas heißt eigentlich

Thomas Schulz, ist waschechter

Finowfurter, von Geburt und bis

heute. Er ist Jahrgang 1967, verheiratet

und Vater einer 20jährigen

Tochter. Er ging in Finowfurt 10

Jahre lang zur Schule. Von 1984 bis

1986 absolvierte eine Berufsausbildung

zum Zerspanungsfacharbeiter,

allerdings nicht in Finowfurt,

sondern in Finow im Schiffsarmaturen-

und Leuchtenbau. Nach der

Lehre hielt es ihn noch ein halbes

Jahr im Betrieb, um dann aber eine

Stelle als Dreher im Imprägnierwerk

Schorfheide in Finowfurt zu

übernehmen.

Glück gehabt

Es näherte sich langsam die Zeit,

da Thomas hätte den Blaumann

7

Thomas Schulz

mit der Armeeuniform tauschen

müssen. „Davon habe ich aber nicht

viel gehalten. Die Wende kam mir

da wie gerufen“, sagt er mit einem

verschmitzten Lächeln. Thomas

hatte Glück und wurde Zivi. Und

er hatte noch mal Glück: Seinen

Zivildienst leistete er nämlich bei

der Volkssolidarität ab. Zunächst

im Seniorenclub in der Finower

Dorfstraße. Essenausgabe für ältere

und auch hilfsbedürftige

Menschen. Und auch Kaffee und

Kuchen hat er serviert. „Am Anfang

habe ich gar nicht geahnt, dass mir das

so liegen würde.“ Da er aber in sei-

Volkssolidarität im Barnim 5|11


Porträt Thomas Schulz

ner Kindheit und frühen Jugend

viel Zeit bei seiner Großmutter verbrachte

und mit anpacken musste,

hatte er schon einen Vorgeschmack

auf das Zivi-Leben. Im zweiten

Zivi-Halbjahr hatte man ihm noch

ein wenig mehr Verantwortung

übertragen. Thomas brachte fortan

das Essen auf Rädern. „… ach,

der Thomas“ werden sicher damals

schon die älteren Leutchen gesagt

haben, wenn er ihnen die frisch geschmorten

Rouladen mit Rotkohl,

die Bratwurst mit Sauerkraut oder

den Grüne-Bohnen-Eintopf ins

Haus brachte.

Übernahme auf Raten

Offensichtlich müssen VS-Geschäftsführerin

Renate Höing und

ihre Mitarbeiter von Thomas überzeugt

gewesen sein. Von seinem

Umgang mit den Menschen und

von seiner Zuverlässigkeit. „… ach,

der Thomas“, das sollten von nun

an noch viele Leute sagen. Thomas

wollte dabei bleiben. Eine Festeinstellung

war nicht gleich möglich.

So ging es erst einmal über verschiedene

Etappen der Arbeitsförderung

weiter. ABM und Förderung

nach § 249 h. „Aber eben bei

der Volkssolidarität und schon mit ein

paar mehr Aufgaben, die man ganz

einfach mit Hausmeistertätigkeit umschreiben

könnte“, erinnert sich Thomas.

„Und das war mir sehr wichtig!“

Dabei gingen rund drei Jahre ins

Land, doch Ende 1996 kam die ersehnte

Festeinstellung.

Thomas und sein Caddy

Heute sind Thomas und sein VW-

Caddy so etwas wie ein Markenzeichen

der Volkssolidarität Barnim.

„… ach, der Thomas!“ Wenn’s

irgendwo in den Einrichtungen der

Volkssolidarität Barnim klemmt –

Anruf genügt und Thomas eilt mit

seinem Caddy und den benötigten

Gerätschaften herbei. Auch nach

Feierabend. Auch nachts. Auch

sonntags. „Sicher freue ich mich auch

auf den Feierabend, aber wenn Hilfe

gebraucht wird, dann fahre ich eben

hin. Ganz egal, wie spät es ist“, sagt

Thomas so als sei es eine Selbstverständlichkeit.

„Da helfen, wo es sein

muss, das habe ich schon von zu Hause

mitbekommen und auch schon als Zivi

war ich stolz, für andere da zu sein. So

etwas bleibt hängen!“

Ein gutes Verhältnis zu allem

Eigentlich gibt es bei der Volkssolidarität

Barnim kaum etwas,

wo Thomas nicht seine Finger im

Spiel hat. Jedenfalls trifft das auf

8


den gesamten technischen Bereich

zu. „Instandhaltung und Wartung der

Gebäude und Gerätschaften gehören

ebenso dazu, wie alle handwerklichen

Arbeiten, Reparaturen, eben das gesamte

technische Knowhow. Und die

Mitarbeit in der Marketinggruppe“,

erzählt Thomas.

Die Arbeit erstreckt sich auf alle

Gebäude der Volkssolidarität Barnim:

In Eberswalde am Richterplatz,

in der Danckelmannstraße,

in den Kitas, in den Seniorentreffs,

in der Tagesstätte, in der Bahnhofstraße

und im Kulturbahnhof,

beim betreuten Wohnen, in der

Sozialstation in Oderberg, in Biesenthal,

Bernau und wo die VS

Barnim sonst noch überall zu Hause

ist. „Das macht mir sehr viel Spaß

und ich habe ein sehr gutes Verhältnis

zu allen. Vor allem kennen mich alle -

… ach, der Thomas!“

Doch damit nicht genug

Erst gerade wurde Thomas wiedergewählt.

Er ist Vorsitzender

der Ortsgruppe 35 in Finowfurt.

Und das schon seit 2007. Rund 125

Mitglieder gehören zu seiner Ortsgruppe.

„Wir passen recht gut zueinander“,

sagt Thomas. „Das zeigt

sich immer wieder bei den Veranstal-

9

tungen, die wir im Treff durchführen.

Oder auch bei den Tagesfahrten, die bei

uns nicht zu kurz kommen.“ Sichtbar

wird sein Engagement auch bei

den Jahreshöhepunkten seiner Finowfurter

Ortsgruppe.

Für das traditionelle Sommerfest

stellt er seinen Garten zur Verfügung.

Da wurden Zelte aufgestellt,

um dem Wetter zu trotzen. Schließlich

liebt er es gemütlich und ist

erst zufrieden, wenn sich alle bei

ihm wohl fühlen.

Und wer Stammgast beim Flößerfest

in der Schorfheidegemeinde

ist, der weiß auch, dass am Stand

der Volkssolidarität immer etwas

los ist. Bleibt da neben Beruf und

Ehrenamt noch Zeit für Privates?

„Na klar, das muss schon sein. Zeit

für die Familie, das ist ganz wichtig.“

Und auch das Hobby hat seinen

Platz: Haus und Garten zu Hause

in Finowfurt. „Es ist zwar kein vornehmer

englischer Rasen, aber gepflegt

muss er sein. Und auch meine vielen

Blumen brauchen ihre Zuwendung.

Schöne Musik, die gehört auch dazu.“

Gemüseanbau? „Nein, damit will ich

mir noch Zeit lassen.“

Joachim Stennert/Foto: EK

Volkssolidarität im Barnim 5|11


Bericht Ortsgruppe 20

WARUM DENN IN DIE

FERNE SCHAUEN ?

Ortsgruppe 20 Eberswalde schwört auf die nähere Umgebung

Auch in der Ortsgruppe 20 Eberswalde

wird bei der Planung der

Vorhaben darauf geachtet, dass „für

jeden etwas dabei ist“. Die Altersstruktur

gebietet, solche Veranstaltungen

zu planen, an denen auch

Mitglieder teilnehmen können, die

gesundheitlich nicht mehr voll auf

der Höhe sind. Ausflugsfahrten

sind deshalb in der Regel auf einen

halben Tag beschränkt. „Wichtig

sind auch die Zusammenkünfte

ganz in der Nähe, bei denen man

sich nach einem Vortrag zwanglos

unterhalten kann“, unterstreicht

Ortsgruppenvorsitzende Roswitha

Markert. Das werde mit der traditionellen

Kaffeetafel zum Frauentag,

beim Grillnachmittag, dem

vorweihnachtlichen Basteln und

der alljährlichen Weihnachtsfeier

abgesichert.

Bei den halbtägigen Ausflugsfahrten

wird angestrebt, den Teilnehmern

die Naturschönheiten

unserer näheren Umgebung zu

zeigen und Wissenswertes zu vermitteln.

Für 2011 waren dazu unter

anderem die Besichtigung des

Ökohofes Brodowin, eine historische

Floßfahrt mit der „Schippelschute“,

eine Schifffahrt auf dem

Werbellinsee von Altenhof bis Rosenbeck

und ein Ausflug nach Reichenow

organisiert worden.

Im Choriner Ortsteil Brodowin

lernten die Teilnehmer bei einem

Rundgang einen modernen landwirtschaftlichen

Betrieb mit 1200

Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche

sowie moderner Tierhaltung

und Milchproduktion kennen. Im

Unterschied zur herkömmlichen

Landwirtschaft ist die ökologische

10

Kontaktaufnahme mit einem Kalb im

Ökodorf Brodowin. Foto: EK


oder biologische Landwirtschaft

rechtlich verpflichtet, im Ackerbau

unter anderem auf chemische

Pflanzenschutzmittel, Mineraldünger

und Grüne Gentechnik zu verzichten.

Die ökologische Viehzucht

unterliegt strengeren Auflagen als

die konventionelle, wie dem Verbot

einzelner Futtermittel und höheren

Mindestanforderungen im Platzangebot

für Tiere. Zu erfahren war

auch, dass in Brodowin über 400

Einwohner leben und der Ort entgegen

dem allgemeinen Trend seit

der Wende um 10 Prozent gewachsen

ist. Die Gemarkung des Dorfes

grenzt an das Westufer des Parstei-

11

ner Sees, an dem die meisten Betriebsflächen

liegen. Bedeutendster

Aussichtspunkt im Brodowiner

Landschaftsraum ist der Kleine

Rummelsberg, der mit seinem seltenen

Trockenrasen unter Naturschutz

steht.

Viel Wissenswertes war auch beim

Ausflug mit einem Fahrgastschiff

auf dem Werbellinsee von Altenhof

nach Rosenbeck und zurück

zu erfahren. Durch den Werbellin-

und den Oder-Havel-Kanal hat der

Werbellinsee eine schiffbare Verbindung

zu Nord- und Ostsee und

ist so für die Freizeitschifffahrt auf

dem Wasserweg erreichbar.

Altenhof war Ausgangs– und Endpunkt der Fahrt über den Werbellinsee

und den Werbellinkanal bis zum Rosenbecker See. Foto: EK

Volkssolidarität im Barnim 5|11


Bericht Ortsgruppe Melchow

Aufgrund der Hänge mit Bewaldung

und der langgestreckten

Form ist der Werbellinsee ein anspruchsvolles

Segelrevier.

Bei der Fahrt mit dem Schiff lohnt

sich aber auch ein Blick auf die

Uferzonen des Werbellinkanals. So

zum Beispiel in Eichhorst. Zu den

bekanntesten Sehenswürdigkeiten

zählt hier der Askanierturm. Bei

Grabungsarbeiten im 18. Jahrhundert

fand man dort Mauerreste

und Waffen, die der schriftlich

bezeugten Burg des 13./14. Jahrhunderts

zugeordnet wurden.

Der Joachimsthaler Heimatdichter

Friedrich Brunhold schlug vor,

an diesem historischen Ort einen

Turm zu errichten. Diese Idee griff

Prinz Carl von Preußen auf und

beauftragte den Eberswalder Baumeister

Oskar Büschner mit der

Ausführung. Dieser entwarf den

Rundturm aus Feldstein, Balkon

und backsteinernem Zinnenkranz.

Im Jahre 1879 wurde der Turm

eingeweiht. In den 1970er Jahren

musste er wegen Baufälligkeit geschlossen

werden. Zu Beginn des

neuen Jahrtausends wurde der

Turm für die Besucher wieder zugänglich

gemacht. Eine weitere Sehenswürdigkeit

von Eichhorst ist

eine auf über 700 Jahre geschätzte

und unter Naturschutz stehende

Eiche im Ortskern. Interessant und

erholsam war auch die Fahrt mit

der „Schippelschute“ auf dem Finowkanal.

Da ist vor allem unterwegs

die teilweise fast unberührte

Natur beiderseits des schmalen

Finowkanals. Sie erinnert an die

Spreewaldfließe und ist doch ganz

anders. Dann die Schleusung in

der Grafenbrücker Schleuse, das

Heben um 3,6 Meter. Fast scheint

die Schute zu groß für die 5,25 m

schmale Einfahrt in die 41 m lange

und 9,4 m breite Schleusenkammer.

Dann schießen nach dem Schließen

der Tore 1400 m 3 Wasser mit

Brausen schäumend in die Kammer

und heben die Schute schnell

an. Das Öffnen und Schließen der

Schützen und der Schleusentore

erfolgt noch mit Muskelkraft. Das

handwerkliche Können und die

die Beherrschung der Technik

durch die Flößerbesatzung dabei

ist beachtlich.

Sehr schön, dass die Flößerfrau die

Geschichte des Finowkanals den

Gästen kurz und einprägsam zu

erzählen weiß, eine schmackhafte

Kartoffelsuppe aus dem Flößertopf

anbietet und auch noch musikalisch

für Kurzweil sorgt.

12

EK/GF


VORSTAND TRIFFT SICH

EINMAL IM MONAT

Dabei werden die nächsten Vorhaben ausführlich beraten

Jeden Monat treffen sich die Mitglieder

des Vorstandes der Ortsgruppe

36 Melchow zu einer

Arbeitsberatung. Dabei wird die

für den nächsten Monat geplante

Veranstaltung ausführlich besprochen.

Zugleich geht es um die Organisierung

und Absicherung der

Präsente für Geburtstage und Jubiläen

der Mitglieder. Bei jeder Zusammenkunft

spielt auch die Gewinnung

neuer Mitglieder für die

Ortsgruppe eine wichtige Rolle.

An größeren Veranstaltungen enthält

der Plan für das Jahr 2011 die

Feier zum Frauentag im März, das

Dorffest am 27. August und die

Weihnachtsfeier im Dezember. In

der generationsübergreifenden

Tätigkeit mit der Kindertagesstätte

sind das 10-jährige Jubiläum der

Einrichtung, die Einweihung des

Kinderspielplatzes, das Kinderfest

im Juni und die Weihnachtsfeier

als Schwerpunkte genannt. Zu

den thematischen Veranstaltungen

zählen Vorträge zu Gesundheit,

Pflege und Vorsorge sowie zur

Rente und zum Sozialwesen. Rei-

13

seinformationen, Tagesfahrten und

der Besuch von Ausstellungen sind

ein weiterer Schwerpunkt.

Großes Augenmerk wird auch

auf die aktive Mitarbeit in den

Sportgruppen und die Unterstützung

dieser Aktivitäten gelegt. Als

Schwerpunkte sind im Arbeitsplan

Rückengymnastik, Tischtennis

und Rehasport genannt. Weitere

Schwerpunkte des Arbeitsplanes

sind die Unterstützung der Nachbarschaftshilfe,

die Bildung von

Bastelgruppen in der Adventszeit

und die Interessengruppe Kartenspiel.

Red.

Wieder Leben in der

Begegnungsstätte Oderberg

Die Begegnungsstätte der Volkssolidarität

in Oderberg ist wieder ein Anlaufpunkt

für Oderberger geworden.

Seit dem Frühjahr 2011 trifft sich dort

jeden Montag von 13.00 bis 15.30 Uhr

eine Gruppe von derzeit 11 Spielern,

die in gemütlicher Runde bei anschließendem

Kaffeekränzchen Karten

klopfen. Mitspieler und neue Ideen

für die schönen Räumlichkeiten sind

herzlich willkommen! Rückfragen unter:

033369-241 AH

Volkssolidarität im Barnim 5|11


Bericht Selbsthilfegruppe

ZUM JUBILÄUM EINE

FAHRT AN DIE OSTSEE

SHG „Zwischen Beruf und Alter“ feierte 20jähriges Bestehen

20 Jahre ist unsere Gruppe nun

schon alt, und einige Mitglieder

sind noch immer dabei: Helga Baaz

(83), Marianne Hornig (79), Hannelore

Dürsch (79), Helga Pringal

(78), Monika Heinrich (74), Helga

Müller (75), Gertrud Ollnow (80),

Rita Wegener (80), Günter Raack

(75) und Ingrid Welke (75). Von

unserem ersten Domizil am Kupferhammerweg

1 sind wir schon

lange, nämlich seit 2004, weg. Der

Grund dafür war der Neubau der

Eisenbahnbrücke. Einige Eberswalder

traten aus, weil ihnen trotz

einer guten Busverbindung der

Weg zur Begegnungsstätte zu weit

war.

Anlässlich des Jubiläums beschlossen

wir, eine Tagesfahrt zu machen

und guckten uns dafür Heringsdorf

und Ahlbeck auf der Insel

Usedom aus. Mit 30 Leuten fuh-

Die Seebrücke ist ein beliebter Anziehungspunkt

14

im Ostseebad Heringsdorf. Foto: EK


en wir los, zwei weniger als geplant.

Die Sommerfelds hatten den

Termin wohl vergessen. Mit Taxis

wurden wir von Zuhause abgeholt

und zum Busbahnhof gefahren.

Dort stand schon der Bus bereit.

Ohne Gedränge fand jeder seinen

Sitzplatz, denn dieser war für jeden

einzelnen mit einem Namensschild

versehen.

Bei bestem Ostseewetter kamen

wir in Heringsdorf an. An der

Seebrücke fanden wir sogar eine

spiegelglatte See vor. „Da essen wir

erst einmal ein Eis“, sagte einer aus

unserer Gruppe, und wir setzten

uns in das Eiscafé. Die Tische waren

sehr hoch und die Eisbecher

auch. Adelheid nahm deshalb ihren

Eisbecher gleich auf den Schoß.

Ihr Nusseisbecher sei ein Genuss,

sagte sie.

Danach teilte sich unsere Gruppe.

Zwei gingen baden, die anderen

liefen am Strand nach Bansin oder

Ahlbeck. Die Fußlahmen verbrachten

die Zeit auf der Seebrücke

und in Heringsdorf. Annemarie

fuhr mit ihrem Mann per Fahrrad

nach Swinemünde. So kam jeder,

bis wie uns um 17 Uhr wieder am

Heringsdorfer Bahnhof trafen, auf

15

seine Kosten. Von hier aus brachte

uns der Bus wieder nach Hause.

Zwischendurch gab es noch eine

Pause. Da gab es eine Bockwurst

und etwas zu trinken. In Finowfurt

warteten dann schon die Taxis auf

uns, um uns bis vor die eigenen

Haustüren zu fahren. Es war ein

schöner Tag, alle waren zufrieden.

Ein Dankeschön an das Busunternehmen

Wutskowsky.

Ingrid Welke, OG 21

RICHTIGSTELLUNG

Aufgrund eines technischen

Fehlers wurde im Beitrag über

die Kreisdelegiertenkonferenz

im Journal 4/11 ein falsches

Foto veröffentlicht.

Wir stellen dieses

Versehen hiermit

richtig und bitten

um Entschuldigung.

Frank Gaethke vom Landesvorstand

untermauerte die Forderung

des Präsidenten mit

Zahlen. Das Durchschnittsalter

unserer Mitglieder liegt im

Landesverband bei 73,8 Jahren,

und nur 10,5 Prozent der Mitglieder

sind jünger als 80 Jahre.

Volkssolidarität im Barnim 5|11


Bericht Ortsgruppe 23

ORTSGRUPPE 23 WAR ZU

GAST BEI KÄPT´N NEMO

Mehrtagesfahrt zur Insel Rügen mit vielen Überraschungen

Die Ortsgruppe 23, Nordend

Eberswalde, war zu Gast bei Käpt‘n

Nemo. Ein Erlebnis wollen wir den

Ausführungen über diesen Ausflug

voranstellen. Wir gratulierten

einem guten Bekannten zu seinem

90. Geburtstag und fragten, wie er

es geschafft habe, so vital, so mobil

und so schön alt zu werden.

Die Antwort kam ohne langes

Nachdenken mit Schalk in den

Augen und Spaß auf den Lippen:

„Man muss immer etwas haben, auf

das man sich freut. Dann hat man keine

Zeit, lange krank zu sein.“

Nun aber zu unserer Fahrt: Für

etwas, auf das wir uns schon lange

gefreut haben, hat wieder Frau

Maeß von unserer Ortsgruppe gesorgt.

Die erste Freude war, ganz

viele Leute zu treffen, mit denen

uns schon viele schöne Erlebnisse

verbinden. Die zweite Freude war

dann auf eine schöne Fahrt und auf

das tolle Frühstück unterwegs mit

leckeren Apfelschmalzstüllchen,

belegten Häppchen und einen

selbstgebackenen Kuchen. Auch an

Getränken wird es nicht mangeln.

Also Freude Nummer drei darauf!

Eine froh gelaunte Seniorengruppe

samt Hündchen Susi startete

also erwartungsvoll in Richtung

Rügen, um bei Käpt‘n Nemo in seinem

U-Boot „Nautilus“ erlebnisreiche

Tage zu verbringen.

Unser Lieblingsbusfahrer Jürgen,

genannt Caesar, der wie immer

seinen Bus prima in Schuss hatte,

mittels Klimaanlage für angenehme

Temperaturen ohne Zugluft

sorgte, brachte uns sicher an

jedes Ziel. Mit dabei zu unserer

Freude auch unser rühriger Mundschenk,

Frau Brandt. Ein erstes

Erlebnis waren die imposante Rügenbrücke

und die landschaftliche

Vielfalt der Insel. Mittagessen war

dann im Jagdschloss Granitz vorbereitet,

es wurde leckeres Eisbein

serviert. Wer wollte, konnte dann

hinterher auf den Turm klettern,

um das Eisbein zu verdauen und

die Aussicht zu genießen, bevor

16


wir dann gegen 16 Uhr das Hotel

„Nautilus“ erreichten und sehr

schöne Zimmer bezogen. Bald gab

es wieder etwas zu essen, leckeren

Entenbraten nämlich. Wer kann

dabei schon das Gewicht halten?

Nach einer erholsamen Nacht und

einem ausgiebigen Frühstück fuhren

wir dann nach Putbus, um von

dort mit dem „Rasenden Roland“

bis nach Göhren zu fahren. Es war

eine kurzweilige und dank „Bessen

Genever von Aldi“ auch keine trockene

Fahrt. In Göhren erwartete

uns Caesar mit dem Mittagessen.

Was gehört zur zünftigen Mehrtagesbusfahrt?

Klar, das 4-Gänge-

Menü— Würstchen mit Brot und

Senf an Pappe.

Der Nachmittag war für Binz eingeplant.

Zeit für Strandpromenade,

Geschäftsbummel und die Konditorei.

Wieder ging ein schöner Tag

zu Ende.

Der Dienstag war für Saßnitz vorgesehen.

Wir hatten dort Zeit,

Fischkonserven günstig einzukaufen,

durch das Hafenviertel zu

bummeln oder heiße, russische

Schokolade zu genießen. Petrus

wartete noch mit dem angekündigten

Sturm, so konnten wir

17

am Nachmittag mit dem Schiff

entlang der Kreideküste fahren.

Viele von uns hatten die Kreideküste

vom Wasser aus noch nie

gesehen. Es war beeindruckend.

Auf der Rückfahrt zum Hotel war

Gelegenheit zum Ausruhen, denn

Senioren wollen wenigstens einmal

das Tanzbein schwingen. Es

klappte, denn die Musik dafür

hatte Frau Maeß auch organisiert.

Am Mittwoch hieß es Abschied

nehmen. Da weinte auch der Himmel.

Trotzdem machten wir noch

eine Inselrundfahrt, fuhren sogar

per Bus mit der Fähre. Die Kosten

dafür hatte Frau Maeß gesponsert.

Ja, unsere Frau Maeß, in Rügen

aufgewachsen, kennt die Insel wie

ihre Westentasche und liebt jedes

Fleckchen! Das kann sie auch gut

vermitteln. Mittags wurden wir

von Bauer Lange mit Pellkartoffeln

und Butter erwartet. Da klarte auch

der Himmel auf. So war dann die

Heimfahrt nicht so anstrengend

für unseren Caesar und auch für

uns. Wie sagte der 90-jährige? Man

muss immer etwas haben, auf das

man sich freut. Wir freuen uns deshalb

schon auf die nächste Fahrt

mit Frau Maeß, dem Caesar und

unserer OG 23 in Nordend.

Marlit und Jürgen Schmehl

Volkssolidarität im Barnim 5|11


Bericht OG Bernau-Waldfrieden/Waldsiedlung

WANDERN IST TEIL

DES GRUPPENLEBENS

Ortsgruppe Bernau-Waldfrieden/Waldsiedlung ist viel auf Achse

Schon mehrmals wurde von Aktivitäten

der Ortsgruppe Bernau–Waldfrieden/Waldsiedlung

berichtet. Der Leser hat erfahren,

dass monatlich Spielnachmittage

und Tagesfahrten stattfinden

und auch der Besuch der Sommerkonzerte

im Kloster Chorin

ermöglicht wird. Zur Gestaltung

unseres Gruppenlebens gehören

auch gemeinsame Wanderungen.

Bei vielen Wanderungen in den

Blick in die idyllische

Schmelzwasserrinne

letzten Jahren erlebten wir die

wunderschöne Landschaft des

Barnimer Landes, die nach der

letzten Eiszeit geformt worden

ist. Gestern wanderten 12 Wanderfreunde

etwa 8,5 km entlang

der Wuhle, einer idyllischen

Schmelzwasserrinne, die zur

gleichen Zeit entstanden und

Teil des Berliner Landschaftsreliefs

ist. Ausgangspunkt der

Wanderung war der S–Bahnhof

„Wuhletal“ und Endpunkt der

traditionsreiche, europaweit bekannte

schöne „Freizeit– und Erholungspark

Wuhlheide“.

Während der zweistündigen

Wanderung konnten wir nachvollziehen,

wie vor tausenden

Jahren das abschmelzende Gletschereis

diese Rinne mit den

Ablagerungen von Kiesen und

Sanden an den Rändern schuf

und das Wuhletal entstehen ließ.

Wir wanderten mal rechts und

mal links der Wuhle entlang

und genossen eine wunderschön

gestaltete Natur, erfreuten uns

an blühenden Pflanzen und an

18


Bei der Fahrt mit der „Pioniereisenbahn“ wurden Erinnerungen wach. Viele sind

vielartigen Bäumen. Der „Oberförster

Klaus“, der unserer Wandergruppe

angehört, erklärte uns

dieses Wunder der Natur und

bereicherte unsere naturwissenschaftlichen

Kenntnisse. Der

Uferweg ist gut begehbar, teils

asphaltiert oder mit Kies belegt.

In kurzen Abständen findet man

Bänke zum ausruhen, aber auch

Sportanlagen und Kinderspielplätze.

Wir entdeckten am Wegesrand

Mirabellenbäume und

Brombeersträucher mit reifen

Früchten, die uns gut schmeckten.

Dieser Wuhleweg führt

schon vor 50 Jahren mit ihr gefahren. Fotos: Alfred Förster

19

durch die Berliner Stadtteile

Kaulsdorf, Hellersdorf, Marzahn-

Biesdorf bis nach Köpenick, wo

die Wuhle in die Spree mündet.

Aber von dem städtischen Leben

spürt man nichts, sah auch keine

großen Häuserkomplexe. Die erholsame

Ruhe der Natur ist bestimmend.

Vorbei am künstlich angelegten

Wuhlesee erreichten wir die

Wuhlheide. Am Bahnhof stiegen

wir in die Parkeisenbahn und

erlebten von da aus die Größe

und Vielfalt dieses Freizeit- und

Erholungsparks. Einige Wander-

Volkssolidarität im Barnim 5|11


Bericht Kulturbahnhof

freunde erinnerten sich, dass sie

vor rund 50 Jahren bereits mit dieser

„Pioniereisenbahn“ gefahren,

im dortigen Badesee geschwommen,

kulturelle Einrichtungen,

das Raumfahrtzentrum und anderes

besucht hatten. Erfreulich

für uns, das dies alles erhalten

57 Mitglieder der Ortsgruppe Bernau-Waldfrieden/Waldsiedlung

der Volkssolidarität befanden sich

unter den Pilgern, die sich im Juli

in der Zisterzienser-Klosterruine

zum Choriner Musiksommer versammelten.

Sonnenschein, blauer

Himmel und weiße Wolken

sorgten für gute Laune. Bei einem

Bummel durch das Kloster konnte

man sich an dem bunten Treiben

erfreuen, das sich auf der Wiese abspielte.

Auf mitgebrachten Sitzgelegenheiten

lagerte die Menge, lange

vor dem Konzert, im voll besetzten

Klosterhof und genoss bei herrlichem

Sommerwetter erwartungsvoll

den mitgebrachten Kaffee und

Kuchen oder ließ sich durch Marketenderinnen

verwöhnen.

Das auserwählte Programm begannen

die Dresdner Kapellsolisten

mit Johann Wilhelm Hertels

blieb und ausgebaut wurde und

so eine Erholungs- und Erlebnisstätte

für die ganze Familie, für

jung und alt geblieben ist.

Sicher wird uns die nächste Wanderung,

die uns ins Briesetal

führt, wieder mit neuen Eindrücken

erfreuen. Alfred Förster

BEIM CHORINER MUSIKSOMMER

Sinfonie C-Dur mit acht obligaten

Pauken. Der von Solopauker Thomas

Käppler virtuos vorgetragene

Paukenwirbel auf den unterschiedlich

gestimmten Kesselpauken

ordnete sich als Melodieinstrument

harmonisch in das Spiel des

Orchesters ein. Nachdem Wolfgang

Amadeus Mozarts Sinfonie

Nr. 38, genannt die „Prager Sinfonie“,

verklungen war, konnten die

Zuhörer in der Pause vom Angebot

der Marketenderinnen Gebrauch

machen.

Den zweiten Teil leitete Joseph Hadyns

Trompetenkonzert in Es-Dur

ein. Die Sinfonie „Mit dem Paukenschlag“

beendete das sommerliche

Konzert. Für die Teilnehmer aus

unserer Gruppe ging ein schöner,

gemeinsamer Sommernachmittag

zu Ende.

20

Herbert Welack


TOLLE STIMMUNG IM SAAL

Traumschiff legte im Kulturbahnhof Eberswalde an

Am 15. September hieß es im Finower

Kulturbahnhof „Leinen

los“ zu großer Fahrt für das Schlagertraumschiff.

Mit einer riesigen

Palette beliebter maritimer Melodien

unterhielt der charmante

Kapitän Peer Reppert die zahlreichen

Passagiere an Bord, die

durch ihn zum Mitsingen und

Schunkeln animiert wurden und

ihre Sorgen für rund 60 Minuten

an Land lassen konnten.

Gewürzt wurde der unterhaltsame

und kurzweilige Nachmittag

durch seine humorvollen

Einlagen und sein hervorragend

21

gesponnenes Seemannsgarn.

Gedankt haben die Bordgäste es

dem Skipper Reppert mit reichlichem

von Herzen kommenden

Beifall und rundum fröhlichen

Gesichtern.

Einen Bonus hielt Peer Reppert

für den angebrochenen Nachmittag

noch bereit. Er spielte für die

gesamte Crew im Saal zum Tanz

auf und begleitete die tanzbaren

Titel mit eigenem Gesang. Einhellige

Meinung der Gäste. Es war

ein gelungener Nachmittag.

Text und Foto: Gerd Wiesner

Peer Reppert sorgte mit bekannten Seemannsliedern für Stimmung im Saal.

Volkssolidarität im Barnim 5|11


Information Bedarfsermittlung

FAHRT ZUR KARLSBURG

Mitglieder der Ortsgruppe Basdorf treffen sich jeden Mittwoch

Es ist schon einige Zeit vergangen,

seitdem wir im VS-Journal einmal

einen kleinen Bericht über die Arbeit

in unserer Gruppe gaben.

Leider ist es so, dass unsere Gruppe,

die sich jeden Mittwoch trifft,

aus Altersgründen immer kleiner

wird, und die restlichen Mitglieder

noch im Arbeitsverhältnis stehen

oder kein Interesse an unseren

Zusammenkünften haben. Aber

trotzdem haben wir auch dieses

Jahr wieder eine Sommerfahrt

unternommen. Unser Ziel war die

Karlsburg, wo wir bei herrlichem

Sonnenschein auf der Terrasse bei

Kaffee und Kuchen die schöne

Aussicht genossen haben. Um den

ganzen Tag gut abzurunden, fuhren

wir nach Steinbeck, um dort im

Restaurant Abendbrot zu essen. Es

war für alle ein erlebnisreicher Tag.

Aber das soll dieses Jahr noch nicht

alles gewesen sein, denn im August

planen wir noch ein Kaffeetrinken

im Garten eines unserer Mitglieder

mit anschließendem Grillabend,

und Weihnachten ist dann nicht

mehr weit, aber dafür haben wir

auch schon etwas geplant.

22

Christine Rechow, OG Basdorf

Kaffeetrinken auf der Karlsburg bei herrlichem Sonnenschein. Foto: privat


Bedarfsermittlung

für Angebote der Volkssolidarität Barnim e.V.

Haushaltsnahe Dienstleistungen in Bernau

Die Volkssolidarität Barnim e.V. möchte zukünftig in Bernau hauswirtschaftliche

Dienstleistungen anbieten, d. h. die professionelle

Unterstützung bei der selbstständigen Wirtschaftsführung eines

Privathaushaltes.

Zielgruppe unserer Angebote sind unterstützungsbedürftige

Senioren, Behinderte, Kranke, Pflegebedürftige, Alleinstehende

und andere hilfebedürftige Menschen, die aus gesundheitlichen

oder altersbedingten Gründen nicht mehr in der Lage sind, ihren

Haushalt, Garten etc. zu bewältigen.

Die Dienstleistungen umfassen die Bereiche:

- Ernährung und Verpflegung in Privathaushalten wie

z. B. Zubreitung von Mahlzeiten, Einkauf, Lagerung von

Lebensmitteln, Unterstützung beim Essen

- Reinigung und Hygiene in Privathaushalten wie

z. B. Unterhaltsreinigung der Wohnung, Fenster putzen und

Gardinen waschen, Treppenreinigung, Gartenarbeiten

- Kleidung und Wäsche in Privathaushalten wie

z. B. Wäsche waschen und bügeln, Einkauf von Bekleidung

- Begleitdienste zu Ärzten, Behörden etc.

Bitte melden Sie Ihren konkreten Bedarf über Ihre

Ortsgruppe an.

Für Rückfragen: 03334 – 639880

23

Volkssolidarität im Barnim 5|11


Service Geburtstage

SERVICEBEREICHE

im Kreisverband Barnim e.V.

Schneiderstraße 19 · 16225 Eberswalde

Telefon: 03334 639880 · Fax: 03334 639885

E-Mail: barnim@volkssolidaritaet.de

Ambulante Pflegedienste | Hauswirtschaftspflege | Hausnotruf:

Bereich Eberswalde: Frau Dana von Wilucki · 03334 22468

Bereich Oderberg: Frau Nicole Hermoneit · 033369 241

Tagespflege-Einrichtungen Eberswalde: Frau Elke Schulze · 03334 818029

Stationäre Pflegeeinrichtung Biesenthal: Frau Kornelia Kögler · 03337 4502-0

Mahlzeitendienst: Herr Thomas Köpke · 03334 279106

Betreutes Wohnen – Wohnungen am Richterplatz:

Frau Kerstin Maier · Mauerstr. 17 · 16225 Eberswalde · 03334 6398831

Tagesstätte für chronisch psychisch Kranke:

Herr Kai-Uwe Timm · 03334 288649

Gesundheitssport und Sporttherapie:

Herr Werner Schwarzlose · 03334 6398816

Wassergymnastik: 03334 6398816

Ambulante Behinderten-Betreuung: Herr Rainer Marschall · 03334 212661

Kinderheimverbund: Frau Veronika Arndt · 03334 23161

Jugendtreff und -Club – STINO: · Frau Martin Falk · 03334 279360

Jugendkoordination:

Bereich Schorfheide: Herr Matthias Barsch · 03334 278286

Bereich Biesenthal: Frau Renate Schwieger · 03337 41770

Soziale Fragen:

Frau Roswitha Markert · Mauerstr.17 · 16225 Eberswalde · 03334 22468

Frau Monika Chalati · Angermüder Str.23 · 16248 Oderberg · 033369 241

Rentensprechstunde:

Herr Frank Gaethke · Schneiderstr. 19 · 16225 Eberswalde · 03334 63988-0

BGST der Volkssolidarität · Sonnenallee 2 · 16321 Bernau · 03338 907883

Mobile med. Fußbehandlung:

Frau Sandra Kulicke · Büro Leibnizstr. 33 · 16225 Eberswalde · 0160 6221061

Die aktuellen Kontaktdaten unserer Kindertages- und Begegnungsstätten

erfragen Sie bitte unter der Telefonnummer 03334 639880.

24


GEBURTSTAGE IM SEPTEMBER UND OKTOBER 2011

Wir gratulieren allen Mitgliedern, die in den Monaten September und Oktober

2011 ihren Geburtstag begingen, sehr herzlich!

Stellvertretend für alle Jubilare nennen wir in diesem Rahmen die Geburtstagskinder

ab 60 Jahre, die ein rundes Jubiläum feiern durften.

60 Jahre alt wurden:

Maria Ehrhardt (Bernau), Günter Balke, Margrit Schmidt, Hannelore Heck

(alle Eberswalde), Roswitha Puhl (Herzfelde), Karin Feiberger (Blumberg)

Ihren 70. Geburtstag feierten:

Karin Spannuth, Brigitte Muntau, Brunow Pospischil, Karl-Heinz Hahn,

Margot Krichbaum, Margarete Sowinsky, Hans-Jürgen Haube, Heidemarie

Bühnert, Jürgen Bollnow, Hilmar Lehnert, Gerda Reif (alle Rüdersdorf), Elke

Huhn, Renate Dornburg, Manfred Tews, Sigrid Warsinke (alle Bernau), Renate

Beuster, Erhard Bengelsdorf, Maria Brandenburg, Helmut Adams, Doris

Haß, Rosemarie Mischka, Brigitte Dornemann (alle Eberswalde), Brigitte Riedel

(Oderberg), Marianne Jurkuhn (Klosterfelde), Karin Beck (Ladeburg), Jutta

Schmöckel (Ruhlsdorf), Dorit Knöbel (Beiersdorf), Brigitte Trettin (Finowfurt),

Brigitte Achterberg (Eichhorst), Renate Waschkowski, Wolfgang Böhmer

(Melchow), Astrid Höft (Blumberg), Dorothea Dietloff, Hilde Maluck, Rosemarie

Pardemann (Biesenthal), Franziska Krehl (Zerpenschleuse), Barbara

Prey (Prenden), Herbert Reichelt zum 75. Geburtstag (Sommerfelde),

Irene Jautzus im August 2011 nachträglich (Melchow)

Auf 80 Jahre blicken zurück:

Charlotte Nowatzki, Gerda Manczak, Janda Labohm, Gertrud Wendzinski,

Marianne Seifert (alle Rüdersdorf), Ruth Jenert, Horst Hochmuth, Helga

Miethke, Adolf Grosnick, Anita Müller (alle Bernau), Ruth Schwarz, Irmtraut

Jänicke, Otto Salzer, Heinz Dimter, Christa Jarck, Charlotte Marschner (alle

Eberswalde), Horst Pribbenow (Ahrensfelde), Irene Krenske (Lanke), Ilse Look

(Klosterfelde), Rita Sägebart (Finowfurt), Fred Drescher (Groß Schönebeck),

Christel Zunke (Ahrensfelde), Johanna Pooch (Blumberg)

Stolze 90 Lenze begingen:

Erna Gersdorf, Ilse Conrad (Eberswalde)

Herzlichen Glückwunsch!!!

25

Volkssolidarität im Barnim 5|11


Bericht Ortsgruppe Bernau-Blumenhag

SEIT JAHRZEHNTEN IM DIENST AM MENSCHEN

Etwa 200 hauptamtlich Beschäftigte hat unser Kreisverband der

Volkssolidarität Barnim. Einige unter ihnen feiern in diesen Tagen

Jubiläen ihrer Tätigkeit in der Volkssolidarität:

10 Jahre Betriebszugehörigkeit: Michaela Welzel (Bereich Küche)

15 Jahre Betriebszugehörigkeit: Monika Sander (Betreutes Wohnen)

20 Jahre Betriebszugehörigkeit: Thomas Schulz (Hausmeister)

MITARBEITER DER VOLKSSOLIDARITÄT BARNIM

FEIERTEN RUNDE GEBURTSTAGE:

September 2011 Michaela Welzel (Bereich Küche) 50. Geburtstag

Oktober 2011 Undine Rutz (Kita „Regenbogen“) 40. Geburtstag

WIR GRATULIEREN ZU BESONDEREN

EREIGNISSEN IN DEN ORTSGRUPPEN!

Die Ortsgruppen informieren uns über ganz besondere Höhepunkte

ihrer Mitglieder. So feierten folgende Eheleute hohe Jubiläen ihrer

Zweisamkeit:

Silberne Hochzeit:

26.07.2011 Gertraude und Manfred Herzog (OG 25 Blumberg)

04.10.2011 Ilona und Günter Eichler (OG 69 Marienwerder)

Goldene Hochzeit:

23.09.2011 Franziska und Bernhard Krehl (OG 69 Marienwerder)

Diamantene Hochzeit:

27.10.2011 Era und Arnold Sasse (OG 39 Eichhorst)

Bitte melden Sie uns diese Höhepunkte

Ihrer Mitglieder rechtzeitig an!

26


Beim Spaziergang durch den Kurpark am Scharmützelsee. Foto: privat

ZIEL WAR BAD SAAROW

Tagestour mit dem Kleinbus zum Scharmützelsee

An einem herrlichen Sommertag

starteten einige Mitglieder der

Ortsgruppe Bernau-Blumenhag

mit einem Kleinbus zu einer Tagestour

in das Erholungsgebiet

Bad Saarow am Scharmützelsee.

Busfahrer Thomas Jädicke hatte

für diesen Ausflug alles bestens

vorbereitet. Bei einer Rundfahrt

durch Bad Saarow zeigte er uns

viele Sehenswürdigkeiten des sehr

hübschen Ortes. Auch der geführte

Spaziergang durch den gepflegten

Kurpark am Scharmützelsee

war entspannend und erholsam.

Mittagessen gab es im Restaurant

„Drei Stuben“, welches direkt am

27

Ostufer des Scharmützelsees liegt.

Das freundliche Personal des Fahrgastschiffes

„Fürstenwalde“ hatte

bereits für uns Gäste die Kaffeetafel

gedeckt, und so konnten wir

eine zweistündige Rundfahrt auf

dem Scharmützelsee bei strahlendem

Sonnenschein auf dem

Sonnendeck genießen. Der wunderschöne

Tag verging wie im

Fluge und mit vielen schönen Eindrücken

kehrten wir mit dem Bus

nach Bernau zurück. Wir alle sind

von dieser wunderschönen Fahrt

so begeistert und möchten uns

nochmals ganz herzlich bei Thomas

Jädicke bedanken. Helga Bolle

Volkssolidarität im Barnim 5|11


Bericht Ortsgruppe Sommerfelde

ORTSGRUPPE PFLANZTE

DEN BAUM DES JAHRES

Traditionelle Waldwanderung hatte einen besonderen Höhepunkt

Im Jahr der „Elsbeere“ nahmen

25 Mitglieder der Volkssolidaritäts-Ortsgruppe

Sommerfelde

an der traditionellen Waldwanderung

im Forstrevier Tornow

teil. Geleitet wurde diese von

unserem Revierförster Martin

Meinke. Bei seiner Begrüßung

teilte er uns mit seiner humorvollen

Art mit, dass uns am Ziel

unserer Wanderung Überraschungen

erwarten. Während

der Wanderung, die unter dem

Motto „Jahr des Waldes“ stand,

erläuterte er uns die Bedeutung

des Waldes in der heutigen Zeit,

z.B. die Bewirtschaftung, Natur-

und Umweltschutz und Maßnahmen

für die Gesundung der Wälder.

Viele Fragen der Mitglieder

an den Revierförster waren Beweis

für das große Interesse an

den Ausführungen zu Wald und

Natur.

Ortsgruppenvorsitzende Karin Grull mit Revierförster Martin Meinke (li.) und

Hermann Marzahn beim Pflanzen der Elsbeere. Foto: privat

28


Dann kam für alle Wanderfreudigen

die erste Überraschung.

Auf einer Waldlichtung hatten

Michaela Meinke und Rosemarie

Papst, Mitglieder unserer Ortsgruppe,

ein tolles Picknick vorbereitet.

Etwas erschöpft, aber

glücklich, ließen wir uns auf den

Holzbänken nieder und genossen

Kaffee und Kuchen.

Während der gemütlichen Kaffeerunde

gab der Revierförster

den Höhepunkt unserer Wanderung

bekannt. Unsere Ortsgruppe

darf den Baum des Jahres

2011, die „Elsbeere“, auf einen

vorgegebenen Platz pflanzen.

Dieser Baum wurde uns von

der Oberförsterei Eberswalde-

Finowtal zur Verfügung gestellt.

Anhand von Anschauungsmaterial

erfuhren wir Wissenswertes

über die noch relativ unbekannte

„Elsbeere“. Beim Pflanzen des

Baumes hatte unser Revierförster

Unterstützung durch eines der

ältesten Mitglieder, Hermann

Marzahn ( 86 Jahre ) und die Vorsitzende

der Ortsgruppe, Karin

Grull. Eine zur „Elsbeere“ gehörende

Schrifttafel wurde von

Herrn Meinke angefertigt und

befestigt.

29

Leider mussten wir den Wald

ganz plötzlich verlassen, denn

es zog ein Gewitter heran. Beim

Verabschieden waren wir uns

einig, es war wieder eine interessante

und fröhliche Wanderung.

Ein herzliches Dankeschön an

Revierförster Martin Meinke,

und wir freuen uns schon auf die

nächste Wanderung im Jahr 2012.

Ebenfalls bedanken möchten wir

uns bei der Firma Dietmar Pape,

die den Transport der Bänke und

Tische übernommen hat.

Karin Grull

GLÜHWÜRMCHEN-

PARADE IN DER KITA

„REGENBOGEN“

Wir, das Team der Kindertagesstätte

„Regenbogen“ in

Eberswalde, freuen uns auch in

diesem Jahr auf die Glühwürmchen-Parade

am 4. November.

Alle Kinder, Eltern, Omas und

Opas, Onkel und Tanten sind

ganz herzlich eingeladen. Mit

Tee und Glühwein können sich

alle Umzugslustigen aufwärmen.

Wir hoffen auf ein Riesen-

Glühwürmchen, das durch die

Straßen zieht. Treffpunkt ist um

17 Uhr vor der Kita.

Volkssolidarität im Barnim 5|11


Bericht Ortsgruppe Sommerfelde

WALDWANDERUNG

MIT STUDENTEN

Wissenswertes und Neues für Laien

Zwei Studenten und eine Studentin

unserer Hochschule für Nachhaltige

Entwicklung Eberswalde

suchten Interessenten zur Beteiligung

an einer Waldwanderung. Im

Rahmen der Abschlussprüfungen

am Ende des sechsten Semesters

ihres Studiums der Forstwirtschaft

hatten sie die Aufgabe, mit einer

Gruppe älterer Bürger eine kurze

Waldwanderung mit zwanglosem

Gespräch und Informationsaustausch

zu unternehmen. Dazu

hatten sie sich u. a. Hilfe zur Beteiligung

in der Geschäftsstelle der

Volkssolidarität geholt. Auf diesem

Wege gelangten wir zu Dritt

aus unserer Ortsgruppe 71 in den

Kreis der Teilnehmer.

Am Waldsolarheim trafen sich die

Teilnehmer (achtzehn Personen

und zwei Hunde) und setzten

sich nach kurzer Begrüßung in

Marsch. Bergauf ging es zum Unigelände

in der Müllerstraße und

durch den hinteren Ausgang in

den Hochwald. Dort begrüßte der

Student Robert Wilke alle, stellte

seine Kommilitonen vor und gab

eine freundliche Einleitung und

Begründung für den etwas ungewöhnlichen

Spaziergang. Dabei

hörten wir, dass auch ihre Dozen-

Die Forststudenten mit ihren Wanderern und den zwei Hunden. Foto: privat

30


tin als stille Teilnehmerin dabei

war. Und schon ging es los.

Bald gab es den ersten Halt unter

Buchen und wir gruppierten uns

im Halbkreis um unsere Führer.

André Köppen berichtete in lockerer

Form vom Studium der

Forstwirtschaft, vom Wald als

Grundlage der Holzwirtschaft, von

Aufzucht und Pflege der Gehölze.

Er zog Vergleiche zu früheren

Zeiten, als ein Revierförster noch

etwa 700 ha Forsten bewirtschaftete,

alle Arbeiten noch in schwerer

körperlicher Anstrengung bewältigt

werden mussten, ein Förster

heute aber für bis zu 4000 ha Wald

verantwortlich ist, und inzwischen

(fast) alle Arbeiten mechanisiert

wurden. Mit der Gruppe kamen

Student André erklärte ausführlich den Waldanbau.

31

im Gespräch mehrere Meinungen

und Anfragen, die beantwortet

wurden.

Dann ging es weiter bis zum nächsten

Halt, wo es einen Trimm-dich-

Pfad gibt, und damit auch Sitzplätze

für uns älteren Herrschaften.

Die Studentin sprach über die

vielfältigen Gelegenheiten, den

Wald zum Wandern, für Sport

und Erholung zu nutzen. Danach

ging es weiter auf einem schmalen

Weg bergan und wir kamen bald

an einen älteren Rastplatz zwischen

den Bäumen. Hier standen

im Kreis rohhölzerne Tische und

Bänke und wir konnten Platz nehmen.

Die Studenten überraschten

uns mit ihrer Vorbereitung auf

diese Wanderung. André Köppen

Volkssolidarität im Barnim 5|11


Zeitzeugen Lydia Behme

holte aus einem Gebüsch einige

Packungen mit Seltersflaschen und

von irgendwo her tauchten plötzlich

ein Student und eine weitere

Kommilitonin auf und stellten ein

Blech mit frischem Kuchen, Teller

und Becher auf den Tisch. Dieser

Einladung zu einer unerwarteten

Frühstücksrunde konnten wir uns

nicht verschließen.

Herr Wilke berichtete über die

Notwendigkeit der Jagd als Regulierung,

aber auch der Hege des

Wildbestandes und als Schutz für

den Aufwuchs der Gehölze, als

Teil des Studiums der angehenden

Förster. Aber sie hatten auch ihre

Jagdhörner mitgebracht. Zwei Studenten

und ihre Kommilitonin gaben

uns eine Probe ihres Könnens

und bliesen bekannte Jagdsignale.

Dann ging’s auf einem schmalen

Pfad bergan bis zum Halt an ei-

ner Wegkreuzung. Herr Köppen

sprach über den Holzeinschlag

und die dabei anfallenden Aufgaben

des Försters. Er erklärte und

demonstrierte, wie der Durchmesser

eines Baumes und seine

Höhe festgestellt und daraus die

Festmeter ermittelt werden, und

was der Unterschied zwischen

Raummeter und Festmeter ist. Verständlich

ist, dass wir Laien bei der

Schätzung von Höhe und Festmetergehalt

eines Baumes weit über

der realen Zahl lagen. Damit ging

unsere interessante und kurzweilige

Wanderung zu Ende und wir

wanderten bergab zum Ausgangspunkt.

Dort gab es noch eine kurze

Auswertung durch die Studenten,

auch unsere Anerkennung für ihre

Bemühungen und ihr Dank für

unsere Teilnahme.

32

Gerhard Falckenberg


„ICH HABE OFT ANGST“

Lydia Behme - Episoden aus einem bewegten Leben

Lydia Behme

Frau Behme wandte sich mit folgenden

Worten an die Redaktion

von „VS aktuell“: „Den Schreiber

Gerd Wiesner […..] möchte ich bitten,

auch meine Geschichte bald

aufzuschreiben“. Ich nahm das

Angebot der Redaktion an und

suchte Frau Behme auf, läutete an

der Haustür, jedoch ohne Erfolg. Es

meldete sich niemand. Ich warf einen

Zettel mit meinem Namen und

meiner Telefonnummer in ihren

Briefkasten und wartete mehrere

Tage auf ihren Anruf. Es passierte

nichts. Also startete ich einen 2.

Versuch, leider mit dem gleichen

Ergebnis. Nun wieder einen Zettel

in den Briefkasten. Am gleichen

33

Tag dann meldete sich Frau Behme

telefonisch bei mir und sagte mir,

dass sie sich nicht gemeldet hätte,

weil sie ja nicht wüsste, wer da

klingelt, und man müsste ja so vorsichtig

sein und ich habe Angst. Ich

antwortete, dass sie ja nie erfahren

würde, wer an der Haustür steht,

wenn sie nicht an die Wechselsprechanlage

gehe. Wir vereinbarten

einen Termin. Wieder stand ich

an der Haustür und klingelte. Kurze

Zeit später surrte der Türöffner,

ohne dass ich angesprochen wurde.

Verwundert wollte ich dann

wissen, warum sie ohne zu fragen

sofort die Tür öffnete, meinte sie

nur, sie wüsste ja, dass ich käme.

Frau Lydia Behme ist 77 Jahre alt

und hat in ihrem Leben viel erlebt,

hat viel stürmische Zeiten während

des Krieges durchlebt. Sie wurde

in Polen in einem kleinen Dorf in

der Wojewodschaft Lublin geboren

und war eine von 5 Töchtern.

Ihre in der Landwirtschaft tätigen

Eltern waren gläubige und bescheidene

Leute, die mit dem Wenigen,

das sie besaßen, zufrieden waren.

Später zog die Familie nach Gnesen,

wo Lydia Pusch (Behme) auch

Volkssolidarität im Barnim 5|11


Zeitzeugen Lydia Behme

eingeschult wurde. Bis Ende 1944

wohnten sie auf einem Gutshof,

auf dem ihre Eltern auch arbeiteten.

Teilweise mussten die größeren

Kinder, Frau Behme war die

zweite von fünf Töchtern, auch mit

zufassen. Im Januar 1945 wurden

sie ausgewiesen und verließen auf

einem zweispännigen Pferdewagen

das Gehöft, und es ging im

Treck in Richtung Deutschland.

Wenige Tage zuvor wurde ihr Vater

noch zum Volkssturm eingezogen,

und er kam nie wieder.

Auf der Flucht sind viele Kinder

und ältere Menschen verhungert

und erfroren. Die Leichen wurden

einfach nur in den Straßengraben

gelegt. Auch die verendeten Pferde

säumten den Straßenrand. All

das musste die damals 12jährige

Lydia mit ansehen und es prägte

sich ein in ihr Gedächtnis. Es ging

über viele Stationen, in denen sie

auch immer etwas zu essen bekamen,

übernachten durften, mal im

Freien, mal in einer Scheune oder

aber nur auf dem Pferdewagen, bis

sie dann schließlich in Brodowin

vorerst eine neue Heimat fanden.

Sie wohnten am Weißen See in der

Nähe des Waldes. Nach drei verlorenen

Schuljahren konnte Lydia B.

wieder die Schule besuchen. Aber

die Kinder mussten auch für ihren

Lebensunterhalt und die große Familie

mitarbeiten, sie sammelten

im Wald Holz für den Winter, auf

den abgeernteten Getreidefeldern

wurden Ähren gesammelt und auf

den Äckern Kartoffeln gestoppelt.

Die Mutter durfte sich eine Ziege

und ein paar Hühner halten. Damit

hatten sie stets frische Milch und

Eier. „Endlich konnten wir uns wieder

satt essen“, sagte Frau Behme.

Aufgrund der durch die Wirren

des Krieges und die lange strapaziöse

Flucht verloren gegangene

Schulzeit wurde Lydia Behme

schon aus der 5. Klasse entlassen.

Das war auch ein Grund dafür,

dass sie keinen Beruf erlernen

konnte. 1954 hat sie aber in Berlin

in einem Missionshaus Arbeit gefunden,

sie führte dort Tätigkeiten

in der Hauswirtschaft sowie im

Garten aus. Das hat ihr richtig Spaß

gemacht und sie war mit Begeisterung

dabei.

Als ihre Mutter im Alter von 56

Jahren an Krebs verstarb, wurde

Lydia Behme 1959 von ihrer in Gifhorn

lebenden Cousine aufgenommen.

Dort arbeitete sie wieder in

34


der Landwirtschaft. Nebenher betreute

sie auch noch eine geraume

Zeit eine ältere hilfsbedürftige, unselbständige

Frau.

1964 heiratete Lydia in Watenbüttel

den Bauern Helmut Behme. Ihre

angehende Schwiegermutter kaufte

ihr aus zweiter Hand ein weißes

Brautkleid mit langem Schleier.

Die Tochter ihrer Cousine und

zwei weitere kleine Blumenmädchen

trugen voller Stolz den Schleier.

Vor der Kirche hatten sich viele

Leute eingefunden, die ein Spalier

bildeten, und ein Posaunenchor

blies einen Hochzeitsmarsch.

Nach dem Tod der Schwiegereltern

mussten sie jedoch den Hof aufgeben

und beide nahmen dann eine

andere Tätigkeit an. Nach 14 Jahren

durfte sie 1973 das erste Mal wieder

in die DDR zu ihren Geschwistern

reisen. Diese waren inzwischen

auch alle verheiratet und hatten

Kinder. Wie damals üblich, konnte

auch sie ihren Geschwistern hin

und wieder kleine Pakete schicken,

die immer etwas Besonderes vor

allem für ihre Nichten und Neffen

darstellten, da neben praktischen

Dingen des täglichen Lebens auch

Süßigkeiten mit geschickt wurden.

35

Im Jahr 2000 ist plötzlich ihr Mann

verstorben. Da ihre Geschwister

in der Nähe von Eberswalde

wohnten, zog es sie auch wieder

zurück in ihre Wahlheimat. Jedoch

nicht nach Brodowin, sondern sie

zog nach Eberswalde in eine kleine,

gemütlich eingerichtete Wohnung

im Brandenburgischen Viertel.

Hier wohnt sie als Rentnerin

auch heute noch mit ihrem inzwischen

erblindeten Hund.

Diese kurze Geschichte kann

nicht alles wiedergeben, was Frau

Behme in ihrem Leben, vor allem

aber als Heranwachsende, an

Freud und Leid erfahren musste.

All die grausamen Bilder, die während

der langen Flucht auf sie einwirkten,

hat sie bis heute nicht aus

ihrem Gedächtnis löschen können.

Nachts träumt sie noch häufig von

den furchtbaren Fluchterlebnissen.

Daraus ergeben sich sicherlich

auch ihre fortwährenden Ängstlichkeiten

gegenüber fremden

Menschen. Frau Behme wünscht

sich nun nur noch „ein bisschen Frieden,

ein bisschen Liebe und ein bisschen

Wärme.“

Text und Foto: Gerd Wiesner

Volkssolidarität im Barnim 5|11


Handwerk Möbeltischlerei

HANDWERKSBETRIEB

MIT TRADITION

Bau– und Möbeltischlerei Menzel seit 1906 in Eberswalde

In der Viktoriastraße 31 (heute

August-Bebel-Straße) in Eberswalde

mieteten Karl Menzel und

sein Bruder Richard im Hintergebäude

1905 eine Tischlerei.

Das war das Gründungsjahr des

heutigen Handwerksbetriebes in

der Wilhelmstraße 12. Aber Karl

und Richard Menzel waren keine

Eberswalder Jungen. Der Vater

Heinrich Menzel, der Urgroßvater

des heutigen Meisters Menzel, lebte

mit seiner Familie in Alt Schadow

bei Beeskow und war Fischer. Dort

wurde Karl Menzel 1875 geboren.

Er und sein Bruder waren die ältesten

von elf Kindern. Sein Vater

verlor seine Arbeit als Fischer und

zog 1885 mit Frau und vier Kindern

nach Eberswalde und fand Arbeit

als Wärter für die Zugbrücke an

der Eisenspalterei. Einige Jahre

später wurde er Schleusenmeister

der Drahthammerschleuse. Karl

lernte nach dem Schulbesuch das

Tischlerhandwerk in Eberswalde

und erhielt 1893 den Gesellenbrief.

Mit seinem Bruder betrieb er die

Karl Menzel Herbert Menzel

36


Über der Toreinfahrt in der

Eberswalder Wilhelmstraße

informiert ein Schild, dass sich

hier die Bau– und Möbeltischlerei

Menzel befindet

Tischlerei. Das Geschäft ging gut.

In jenen Jahren wurde überall in

Eberswalde gebaut. Fußböden, Türen,

Fenster und Treppengeländer

für neue Häuser (u. a. in der Schöpfurter

Straße) wurden mit fünfzehn

Arbeitern hergestellt und eingebaut.

Ein Branchenverzeichnis

jener Zeit sagt, dass es in Eberswalde

29 Tischlereien und Holzhandlungen,

sowie sieben Stellmacher

und Wagenbauer gab.

Karl heiratete und erlangte 1908

den Meistertitel. Im gleichen Jahr

kaufte er mit seiner Frau Marie das

Grundstück in der Wilhelmstraße

12 mit einem Haus im Garten und

37

sie bauten an der Straße, die damals

noch gar nicht gepflastert war, das

Mietshaus und im Hof ein großes

Werkstattgebäude. Schon im Folgejahr

konnten die beiden Brüder mit

der Tischlerei dort einziehen. Dem

neu eröffneten Meisterbetrieb fehlte

es nicht an Aufträgen.

Nach einer Tochter wurde 1913

sein Sohn Herbert geboren. Aber

es begann der erste Weltkrieg. Karl

Volkssolidarität im Barnim 5|11


Handwerk Möbeltischlerei

wurde zum Kriegsdienst eingezogen,

musste schwere Kriegsverletzung

und Gefangenschaft überstehen.

Sein Bruder Richard hat die

Tischlerei solange allein weiter geführt.

Nun arbeiteten wieder zwei

Menzels an der Spitze des Tischlereibetriebes.

Die Brüder trennten sich 1934, teilten

Maschinen, Werkzeuge und

Material. Richard richtete sich in

der Kirchstraße eine Werkstatt

ein, die 1945 am Kriegsende ausbrannte.

Richard verstarb kurz

darauf. Karl war nun allein Eigentümer

der Tischlerei in der

Wilhelmstraße mit seinem Sohn

Herbert, der natürlich Vaters Beruf

erlernt hatte.

1939 aber starb Karl Menzel

plötzlich und Herbert erhielt fast

gleichzeitig die Einberufung zum

Kriegsdienst. Der Zweite Weltkrieg

hatte begonnen und die Tischlerei

wurde stillgelegt. Im Kriege konnte

Herbert noch die Meisterprüfung

absolvieren und auch heiraten,

eine Kriegsheirat 1944 ohne

Urlaub in aller Eile.

Nach Kriegsende 1945 wurde die

Werkstatt mit allen Maschinen

und der ganzen Einrichtung von

der Roten Armee beschlagnahmt

und durch die Stadtverwaltung

ein volkseigener Betrieb eingerichtet,

der vornehmlich für die Besatzungsmacht

arbeitete.

Herbert Menzel kehrte 1947 schwer

erkrankt aus russischer Gefangenschaft

zurück. Bis 1950 lag er im

Krankenhaus, bis er wieder an Arbeiten

denken konnte. Jahrelang

bemühte er sich, die Beschlagnahme

seiner Tischlerei aufheben zu

lassen, sein Eigentum zurück zu

erhalten. Das gelang endlich 1953

und er erhielt die Gewerbeerlaubnis

mit der Auflage, vorerst nur für

die Besatzungsmacht zu arbeiten.

Am 15. Oktober wurde er endlich

in die Handwerkerrolle des Bezirks

Frankfurt/ O. eingetragen.

Zwölf Jahre seines Lebens hatte

ihm dieser unselige Krieg genommen.

Nun aber ging es wieder

vorwärts. 1955 wurde sein Sohn

Herbert jun. geboren, der schon als

Schuljunge nachmittags bei seinem

Vater in der Werkstatt werkelte und

ab 1972 bei ihm das Tischlerhandwerk

erlernte. Daneben lernte er

auch Betriebsführung, Planung,

Abrechnung. Er sollte doch später

einmal das väterliche Erbe antreten.

Gesellenbrief 1974 und Meisterprüfung

1978 waren weitere

Meilensteine. Der Vater und sein

38


Sohn arbeiteten gemeinsam. Gearbeitet

wurde nach Bestellung.

Betriebe brauchten für ihre Verwaltung

Schreibtische, Schränke,

Türen nach Maß. Daneben für

Kunden aus der Stadt Kleinmöbel,

auch Möbelreparaturen und Fußböden

verlegen.

In den 60er Jahren kam von staatlichen

Stellen mit Nachdruck die

Aufforderung, der Produktionsgenossenschaft

(PGH) beizutreten.

Aber irgendwie konnte Herbert

Menzel sen. das „abbiegen“, blieb

sein eigener Meister. Als die Zeit

gekommen war, hat der Sohn das

Ruder übernommen. Vater Her-

Neben modernen Maschinen leistet auch noch

die gute, alte Kreissäge ihren Dienst. Fotos: GF

39

bert Menzel starb 1995, hat aber bis

zuletzt noch in der Tischlerei nach

Kräften mitgearbeitet. Die Tischlerei

ist mit allen notwendigen Bearbeitungsmaschinen

ausgerüstet,

mit alten und moderneren, aber

auch mit der guten, alten traditionellen

Kreissäge. „Mit dieser Kreissäge

hat schon mein Großvater Holz

geschnitten. Die stand schon 1910 hier.

Und ich arbeite heute noch damit.“

sagt Herbert Menzel. Er ist weiter

offen für alle Bestellungen und

Wünsche seiner Kunden, die er

mit gewohnter Qualität zufrieden

stellt.

Gerhard Falckenberg

Volkssolidarität im Barnim 5|11


Gesundheit Gewürzapotheke

DIE PRAKTISCHE

GEWÜRZAPOTHEKE

Viele der würzigen Kräuter wachsen im Hausgarten

Als auf der „Pinta“ im Jahre l492

der Ruf „Land in Sicht“ zu hören

war, hatte Christoph Columbus

nicht - wie wir alle wissen - den

westlichen Seeweg nach Indien

zu den Gewürzinseln gefunden.

Zwar schrieb er mit dieser Fahrt

Geschichte, aber den heiß umkämpften

Gewürzrouten damaliger

Zeit konnte er keine Alternative

hinzufügen. Es ist paradox, in

der Vergangenheit gab es Kriege

um die Aroma-Pflanzen und heute

- wo sie einfach zu erwerben sind

- werden sie vom Durchschnittsesser

viel zu wenig genutzt. Dabei

könnte ihr Verzehr den Menschen

zahlreiche gesundheitliche Probleme

ersparen.

Jede Gewürzpflanze beeinflusst

eine bunte Palette unserer Wehwehchen.

Beispielsweise tötet der

Thymian Bakterien ab und bessert

bzw. heilt Bronchitis, Husten,

Halsentzündung sowie fieberhafte

Infekte. Er regt weiterhin das Verdauungssystem

an und verhindert

Mundgeruch, kann als harn-

treibendes Mittel bei Arthritis,

Rheuma und Gicht Erleichterung

schaffen. Kindern gibt man ihn als

Wurmmittel. In Verbindung mit

Öl können mit Thymian Wunden

gereinigt und desinfiziert werden.

Spülungen mit Thymiantee kräftigen

das Zahnfleisch. Als Lotion

finden wir ihn gegen Akne im Einsatz.

Worauf beruhen eigentlich die

gesundheitlichen Wirkungen, beruht

der Zauber vieler Gewürze.

Es sind die Duftstoffe, die ätherischen

Öle, die heilend eingreifen

und darüber hinaus die Sinne verwirren

können. Sinnverwirrung

in doppelter Bedeutung, einmal

als Erzeugung eines belebenden,

angenehmen oder Gefühls, das

der Duft auslöst, zum anderen

aber auch als ein bis zur Bewusstlosigkeit

führender Rauschzustand.

Letzterer tritt allerdings

nur bei heftiger Überdosierung in

Erscheinung (beispielsweise Majoran).

Essen von Gewürzen ähnelt

so gesehen einer Aromatherapie.

40


Gegenwärtig sind aus meiner Sicht

vor allem drei Gruppen von Gewürzen

interessant:

Erstens die natürlichen Antibiotika,

zweitens die Herz-Kreislauf-

Trainer und drittens die Verdauungshilfen.

Natürliche Antibiotika

gewinnen zurzeit an Bedeutung,

weil Bakterien gegen schulmedizinische

Medikamente immer resistenter

werden. Hier bieten sich

aus der Gewürzküche vor allem

Majoran, Thymian, Oregano, Gewürznelken

und Bergbohnen-

41

kraut sowie Meerrettich als natürliche

Alternativen an.

Für Atemwegserkrankungen mit

geschwächtem Allgemeinbefinden

ist Thymiankraut vor allem im

Verbund mit der Alantwurzel sehr

zu empfehlen (krampf-, schleimlösend,

kräftigend). Als Aufguss mit

ein bis zwei Teelöffeln zu gleichen

Teilen sollte dreimal täglich eine

Tasse voll getrunken werden.

Gegen Asthma, Keuchhusten

und Krampfhusten hält die Natur

eine Mischung aus Thymian-

Volkssolidarität im Barnim 5|11


Gesundheit Gewürzapotheke

und Sonnentaukraut bereit (Teezubereitung

wie oben).

Oregano, das typische Pizzagewürz,

besitzt eine starke antioxidative

Wirkung. Es übertrifft

jene von Äpfeln um das 42-fache,

Kartoffeln um das 30-fache und

Blaubeeren um das Vierfache.

Allerdings sind dabei die verzehrsüblichen

Mengen zu berücksichtigen.

Ein Esslöffel Oregano

entspricht in Bezug auf das antioxidative

Potential ungefähr einem

mittelgroßen Apfel (Norbert Messing:

Natur & Heilen 03/2009).

Wir sollten also sehr viel kräftiger

würzen, als wir es bislang tun.

Als Verdauungshilfen sind eigentlich

alle Gewürze relevant.

Einige wirken magenstärkend

wie Zimt, Oregano, Thymian,

andere regen den Appetit an wie

Estragon, Fenchel, Ingwer, Kamille,

Knoblauch und Koriander.

Gegen Blähungen verwendet man

beispielsweise Anis, Basilikum,

Bergbohnenkraut, Thymian, Salbei,

Kümmel, Fenchel, Ingwer,

Koriander. Bakterien bekämpfen

die Antibiotika (siehe oben). Magenkrämpfe

heilen Kamille, Pfeffermine

sowie Kümmel.

Ingwer nimmt Übelkeit und

Brechreiz (Zintona-Kapseln aus

der Apotheke oder Aufguss von

frischem zerkleinerten Ingwer

trinken). Fenchelöl oder –tee entspannt

den Magen und wirkt antibakteriell.

Aber Vorsicht, nicht

jeder verträgt Öle, auch wenn nur

wenige Tropfen einzunehmen

sind.

42


Sodbrennen lindern Kamille, Melisse

und Fenchel. Gegen Magenübersäuerung

sollte Pfefferminztee

oder verdünnter Zitronensaft

(möglichst ohne Zucker) getrunken

werden. Hierzu muss man

wissen, dass die saure Zitrone basisch

verstoffwechselt wird.

Da wir bei der Speisenzubereitung

Gewürze in zu geringen

Mengen verwenden, sind sie hier

kaum heilkräftig. Werden sie der

Nahrung hinzugefügt, liegt ihre

Stärke in der Gesundheitsvorsorge,

in der Verdauungsförderung

und nicht zuletzt in der Geschmacksverbesserung.

Deshalb

muss bei gesundheitlichen Problemen

der Tee zubereitet oder

auf das Aromaöl zurückgegriffen

werden. Bei unklaren Beschwerden

oder - wenn kurzfristig keine

Besserung durch Gewürztees

oder Öle eintritt – sind in jedem

Falle sofort ein Arzt oder Heilpraktiker

zu konsultieren.

Einige wie ich denke allgemein

interessierende Tipps:

Mücken vertreibt man mit einer

Zitrone, die mit Nelken bespickt

wurde. Sieht auf dem Tisch auch

ganz nett aus. Bis zum Wirkungs-

43

eintritt dauert es einige Zeit, da

der Duft sich erst verbreiten muss.

Um Ansteckungen zu verhindern,

sollten Sie bei der Erkrankung

eines Familienmitgliedes

die Raumluft mit Eukalyptus-, Lavendel-,

Wacholder oder Pfefferminzduft

versehen. Einige Tropfen

einer Essenz in heißes Wasser

geben und dieses beispielsweise

auf die Heizung stellen. Am besten

eignen sich Aromalampen

für diesen Zweck.

Gelbwurz, bekannter unter dem

Namen Curcuma, sorgt für einen

klaren Kopf oder erhöht zumindest

die Chance dazu. „Essen gegen

das Vergessen“ titelt die Veröffentlichung

einer Universität in

Singapur.

Jean Valnet, ein weltweit bekannter

Aromatherapeut, schrieb über

eine Heilung durch Duftstoffe,

die sogar für ihn bemerkenswert

war. Er behandelte eine Patientin

mit Hautausschlag auf einem Arm

über längere Zeit erfolglos. Eines

Tages erschien die Frau in seiner

Praxis und zeigte ihm ihren Arm,

der keinerlei Hauterkrankung

mehr zu erkennen gab. „Entschul-

Volkssolidarität im Barnim 5|11


Bericht Kohlmeise

digen Sie bitte, wenn ich Ihnen

untreu war und Ihnen das auch

noch gestehe, doch ich möchte Ihnen

unbedingt erzählen, wie ich

geheilt wurde... Vor langer Zeit bereits

hat man mich auf einen alten

Mann hingewiesen, der in einem

abseits gelegenen Dort lebt und

anscheinend Ausschläge heilen

kann. Ich bin zu ihm gefahren.

Jetzt lachen Sie bitte nicht: Er hat

mich auf seinen Rücken genommen,

ist einmal mit mir durch seinen

nach Blumen und Kräutern

duftenden Garten gegangen und

mich anschließend nach Hause

gebracht. Madame, das ist alles,

war der einzige Kommentar des

Mannes, morgen oder übermorgen

ist alles vorbei.“ Das hat sich

vor drei Tagen abgespielt. (Valnet:

Aromatherapie). Jean Valnet

beschrieb diese Heilung mit dem

Kommentar, dass es nicht sein Ziel

sei, derartige Phänomene, die unser

Verständnis übersteigen, erklären

zu wollen. Trotzdem würde es

die Verwendung von Pflanzen und

Essenzen dem Wissenden möglich

machen, Wunder zu vollbringen.

Ein Gewürzstrauß, von dem gepflückt werden darf. Foto: EK

44

Dr. oec. Ursula Ehlert


DIE KOHLMEISE AUF

DEM FRÜHSTÜCKSTISCH

Besuch der gefiederten Gäste auch im Sommer

In den Wintermonaten ist es üblich

und macht uns Freude, den Vögeln

durch regelmäßiges Füttern

über die kalte Jahreszeit hinweg

zu helfen. Wer eigenes Haus und

Garten hat, stellt ein Futterhaus in

den Vorgarten oder hängt es im

Gebüsch auf oder Meisenringe an

die Zweige. Möglichkeiten zu Füttern

gibt es so viele wie Futterangebote.

Wir haben eine Terrasse

in der vierten Etage. Mein kleines

Futterhaus kann ich gar nicht am

Geländer befestigen, weil die vielen

Sonnenblumenhülsen dann bei

der Dame in der Etage unter uns

auf dem Balkon liegen. Also habe

ich unser Futterangebot dicht vor

die Balkontür gestellt. Auch dort

mussten wir nicht lange auf Besuch

warten. Neben zahlreichen

Meisen, Finken und Spatzen kam

manchmal auch ein Kernbeißer als

scheuer Einzelgänger und räumte

mit dem Futterangebot auf, oder

auch eine muntere Schar Erlenzeisige.

Zwölf verschiedene gefiederte

Besucher haben wir gezählt.

Mit Ende des Winters und Früh-

45

lingsbeginn haben wir mit dem

Füttern aufgehört. Nun können sie

sich ihren Unterhalt in der Natur

selbst suchen. Insekten und Samen

gibt’s ja genug. Dachten wir!

Vor einiger Zeit kam eine ganz

zutrauliche Kohlmeise zu uns

und pickte auf dem Boden herum,

besonders nachdem ich unsere

Frühstücksbrettchen auf dem Balkon

ausgeklopft und die Tischdecke

ausgeschüttelt hatte. Und

ich machte die Entdeckung, dass

sie mit größeren Brotkrumen im

Schnabel davonflog und Augenblicke

später wieder da war. Also

waren Junge im Nest und wurden

gefüttert. Ich machte mir keine

Gedanken, ob etwa das Salz,

welches der Bäcker in Brot- und

Brötchenteig mischt, den Meisenkindern

schadet, denn Frau (oder

Herr?) Meise störte es auch nicht.

Nun kam sie regelmäßig, meldete

sich mit ihrem Meisenruf an und

wenn sie draußen nichts fand,

machte sie auch schon mal ein paar

Hüpfer bei offener Tür ins Zimmer,

war aber schnell fort, wenn

Volkssolidarität im Barnim 5|11


Tipps Sicherheit

sich was bewegte. Eines Morgens

war sie sogar am Brotkorb auf dem

Frühstückstisch.

Dann blieb sie weg. Aha, jetzt sind

die Jungen ausgeflogen, werden

noch von den Alten betreut und

suchen sich dann selber was. Dachten

wir!

Aber jetzt (Anfang Juli) ist sie

wieder da, sucht auf dem Boden

nach Krümeln und wird immer

dreister. Gibt es denn so wenig

Insekten? Wenn wir uns nicht bewegen,

hüpft sie unter dem Tisch

neben unseren Füßen und hinter

dem Stuhl herum. Weil sie dort

nichts findet, kommt sie nun schon

mal auf den Tisch. Da wir jetzt

draußen frühstücken und auch

unser Abendbrot auf der Terrasse

einnehmen, sitzt sie plötzlich auf

dem Balkongeländer, kommt von

dort auf die Stuhllehne und auf

den Brotkorb. Pickt am Brot und

hüpft auf den Löffel in meinem

Joghurtschüsselchen und möchte

auch mal an die Butter, wenn wir

es ihr erlauben. Auf laute oder leise

Stimme reagiert sie nicht, aber bei

einer kleinen Bewegung fliegt sie

sofort zurück, ist aber auch gleich

wieder da. Die Verlockung der leckeren

Sachen ist einfach zu groß.

So haben wir unsern Spaß an der

zutraulichen Kohlmeise und erfahren

im Gespräch hier im Hause,

dass sie (oder ihr Mann?) auch zu

Nachbarn auf den Balkon kommt

und sich Futter sucht.

46

Gerhard Falckenberg

Erst war die Kohlmeise scheu und zaghaft, doch dann wurde sie immer zutrau-

licher und ließ sich sogar die Butter schmecken. Fotos: G. Falckenberg


TIPPS FÜR IHRE SICHERHEIT

Hinweise der Polizei zum richtigen Verhalten

► Jeden, auch noch so kleinen Diebstahl bei der Polizei melden

► Am Geldautomaten PIN-Eingabe mit Hand abdecken

► Handtasche nicht im Einkaufskorb lassen

► Handtasche beim Spazieren gehen rechts tragen, da auf rechter

Körperseite die Geschäfte sind und Schutz bieten

► Brusttasche ist im Urlaub immer noch die sicherste

Aufbewahrungsart für Geld und Wertpapiere

► Bei Fahrrädern sind die teueren Bügelschlösser am sichersten

► Bei Haustürgeschäften wegen 14-tägigen Rücktrittsrechtes

unbedingt selbst Datum bei Vertragsabschluss eintragen

► Unbedingt von wichtigen Dokumenten wie Ausweisen und

Führerschein eine Kopie machen

► Von Wertsachen wie Schmuck Fotos anfertigen

► Bei Polizeikontrolle immer Dienstplakette und Dienstausweis

zusammen zeigen lassen, da Plakette gefälscht sein könnte

► Bei Tätern unbedingt auf Gesicht und Schuhe achten

► Immer wieder richtig: „Leute, Lärm und Licht mag der Täter nicht“

Aus dem Präventionsvortrag von Polizeiobermeister Jörg Rebbin. Kontaktaufnahme

durch die Ortsgruppen ist unter der Rufnummer 03338/361-450

oder /361-0 oder /361-9 (Anrufbeantworter) möglich.

47

Volkssolidarität im Barnim 5|11


UNSERE HEIMAT IN BILDERN

Warum denn in die Ferne schweifen? Immer mehr Ortsgruppen schwören

bei der Planung ihrer Vorhaben auf die nähere Umgebung. Auch

die hat ihre Reize. So kann man beispielsweise im Forstbotanischen

Garten in Eberswalde viel Interessantes entdecken. Zu den zahlreichen

gepflegten Anlagen zählt auch dieser Seerosenteich, der zugleich einen

idealen Lebensraum für Frösche bietet. Foto: Ehrenfried Keil

48

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