ROTEKREUZ Brennpunkt: Erde - Österreichisches Rotes Kreuz

roteskreuz.at

ROTEKREUZ Brennpunkt: Erde - Österreichisches Rotes Kreuz

P.b.b., Verlagspostamt 1040 Wien, GZ 02Z031122 M Coverfoto: Fotolia.de, picturedesk.com, ÖRK/Hechenberger (Artwork: Ute Jicha); Fotos: Daniela Klemencic, Fotolia.de, picturedesk.com

DAS

ROTE KREUZ

Nr. 3c/AUGUST 2008

NIEDERÖSTERREICH aktuell

PFLEGE DAHEIM STATT ALTERSHEIM

Brennpunkt: Erde

Die Rotkreuz-Familie hilft dort, wo Hilfe gebraucht wird.

Integration

BUDDYS

HELFEN

MIGRANTEN

Seelsorge

DIE Ö3-

KUMMER-

NUMMER

Gesundheit

BESSER

LEBEN IM

ALTER


impRESSUm TiTEl

Das Netzwerk der Helfer

Herausgeber, Medieninhaber und Verleger: Österreichisches

Rotes Kreuz (ÖRK Einkauf und Service

GmbH), Wiedner Hauptstraße 32, A-1041 Wien. ZVR-Zahl:

432857691. Verlagsort: Wien. „Das Rote Kreuz“ ist offizielles

Organ des Österreichischen Roten Kreuzes unter

Mitarbeit der Landesverbände und informiert Mitglieder,

Gönner, Mitarbeiter und Rotkreuz-Interessierte

über Aktionen, Neuerungen, Ereignisse und Hintergründe

des Roten Kreuzes.

Gesamtleitung: Mag. Michael Opriesnig. Chefredaktion:

Mag. Ursula Fraisl, Telefon: 01/589 00-353. Telefax: DW

159. E-Mail: ursula.fraisl@roteskreuz.at. Homepage:

www.roteskreuz.at. Schlussredaktion: Mag. Michael

Achleitner. Für die Landesverbände: Günter Vollmann,

Bernhard Jany (B), Mag. Melanie Reiter (K), Carl-Heinz

Langer, Mag. Hanna Schindl-Sasse (NÖ), Mag. Nina Panholzer

(OÖ), August Bäck, Valentin Krause (Stmk.), Mag.

Janine Gozzi, Dir. Roland Gozzi (V), Christian Listopad (W).

Produktion: Wortbild Medienproduktion, Wien, Tel.:

01/523 69 49. Grafische Gestaltung: Mag. Ute Jicha. Lektorat:

Dr. Simone Kremsberger, Mag. Sabine Wawerda.

Druck/Herstellung: Goldmann Zeitungs-Druck GesmbH,

Königstetterstraße 132, 3430 Tulln. DVR-Nr.:

0416061. Gedruckt auf umweltfreundlichem Papier.

Zugunsten der besseren Lesbarkeit wurde im Text auf

die gleichzeitige Verwendung weiblicher und männlicher

Personenbegriffe (Mitarbeiter, Mitarbeiterin bzw.

MitarbeiterIn) verzichtet und die männliche Form angeführt.

Gemeint und angesprochen sind natürlich immer

beide Geschlechter (siehe auch ÖRK-Satzungen § 23).

ROTKREUZ-SERvicESTEllE

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IFRC

ÖRK/Anna Stöcher

SEElSORGE

hElFER

BUnDESlAnD

GESUnDhEiT

inhAlT nATiOnAl

Wenn Personal und Know-how gebraucht werden, wenn viel

Geld für eine große Hilfsaktion notwendig ist oder wenn

die einheimischen Helfer mit dem Ausmaß einer Katastrophe

überfordert sind, dann springen selbst Tausende Kilometer

entfernte Rotkreuz-Schwesterngesellschaften ein, um

zu helfen. Seite 4

„Ich brauche keinen Seelenklempner!“

Pro Monat sind es im Schnitt 273 Stunden, die sich die Rotkreuz-

Mitarbeiter für die Anrufer der Ö3-Kummernummer Zeit

nehmen. In über 500 Beratungsgesprächen haben

sie ein offenes Ohr für deren kleine und große Sorgen. Seite 6

Gemeinsam in die Zukunft

Buddys helfen Flüchtlingsfamilien beim Start in ihr neues

Leben. Den Familien soll die Möglichkeit gegeben werden,

Kontakte in der fremden Gesellschaft zu knüpfen, damit

die Integration in der neuen Heimat gelingt. Seite 7

Landesverband Niederösterreich

n Pflege daheim statt Altersheim

n Wir lassen Sie nicht im Stich!

n Verstehen Sie Deutsch?

n Partnerschaft der Einsatzorganisationen

Besser leben im Alter

Was wir tun sollen, um im Alter gut leben zu können, und wie

unsere Pflege- und Betreuungslandschaft in einigen Jahrzehnten

aussehen wird, schildert Dr. Pils im Interview. Seite 12

Ihr zuverlässiger Geschäftspartner: Der Opel Antara.

Grenzenlos erfolgreich. Der Opel Antara verbindet Dynamik und Eleganz auf Spitzenniveau. Sein intelligenter, elektronisch gesteuerter

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� DASROTEKREUZ

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August 2008

3


NiEDERöSTERREicH

Fotos: ÖRK/Anna Stöcher

Pflege daheim statt Altersheim

Die Rotkreuz-

Schwester hält die

medizinischen

Werte fest

Es ist 7.30 Uhr morgens. Wie

jeden Tag wird Diplomkrankenschwester

Sabine bei ihrem

Hausbesuch bereits an der Eingangstür

von der schwarz-weiß

gefleckten Katze ihrer Patientin

erwartet. Schwester Sabine

misst der 83-jährigen Anna

Konrad (Name geändert) täglich

den Blutdruck, stellt den

Blutzuckerwert fest und verabreicht

eine Insulinspritze.

Hilfe im Alltag

Kurz bevor Schwester Sabine

ihren Besuch beendet, kommt

schon die Heimhelferin des

Rotkreuz-Hauskrankenpflegedienstes

mit frischen Semmeln

bei Frau Konrad an und beginnt

das Frühstück vorzubereiten

und die Wohnung aufzuräumen.

Nach dem Frühstück, bei

Hauskrankenpflege und Heimhilfe

können wir Ihnen an folgenden Standorten

anbieten:

n Baden (059 144-52000)

n Berndorf (059 144-52400)

n Brunn/Gebirge (059 144-64400)

n Melk (059 144-62000)

n Neunkirchen/Gloggnitz (059 144-65000)

n St. Pölten/Neulengbach (059 144-73000)

n Wiener Neustadt (059 144-74000)

8 DASROTEKREUZ � August 2008

Heimhilfe für betagte und kranke Menschen ermöglicht

ein Leben in den eigenen vier Wänden.

dem die alte Dame ihre Wünsche

für den Einkauf der nächsten

Woche mit der Heimhilfe

bespricht, ist es Zeit für die alltägliche

Körperpflege, die Frau

Konrad wegen ihres altersbedingten

Rheumas nicht mehr

alleine durchführen kann.

Frisch gewaschen und mit neu

eingedrehten Haaren fühlt sie

sich nun wieder so wohl, dass

sie voll Lebensenergie in den

Tag startet.

Hauskrankenpflege

Aufgrund ihres Alters können

viele unserer Mitmenschen den

Alltag nicht mehr alleine bewältigen.

Einige wollen nicht

im Altersheim leben, sondern zu

Hause bleiben. Das ermöglicht

ihnen das Rote Kreuz mit seiner

Hauskrankenpflege. Aber nicht

Die Gesellschaft steht vor einer

großen Herausforderung: Heute ist

jeder Fünfte über 60 Jahre alt, 2030

wird es bereits jeder Dritte sein. Um

dieser Entwicklung Rechnung zu tragen,

bietet das Rote Kreuz Niederösterreich

ab dem 3. November 2008 (Kursdauer

bis Ende November 2010) die

Ausbildung zum Pflegehelfer an. Die

Idee hinter dieser berufsbegleitenden

Ausbildung ist es, interessierten Per-

nur alte Mitmenschen, auch

Personen mit akuten oder chronischen

Erkrankungen können

im eigenen Heim gepflegt werden.

Die diplomierten Gesundheits-

und Krankenpfleger bemühen

sich um eine kompetente,

individuelle Pflege und

Betreuung zu Hause.

Frau Konrad wohnt gleich neben

ihrer Tochter in einem kleinen

Haus. Am Wochenende ist

immer jemand aus der Familie

für sie da, aber unter der Woche,

wenn ihre Angehörigen arbeiten,

braucht die alte Dame Unterstützung,

um in den eigenen

vier Wänden leben zu können.

Gesellschaft hat sie hier auch

rund um die Uhr – von ihrer geliebten

Katze Mirli. Im nahe gelegenen

Altersheim wäre diese

nicht willkommen. n

PflEgEHElfER: AUSBilDUNg BEiM ROTEN KREUZ

sonen den Ein- oder Umstieg in die

Gesundheits- und Krankenpflege zu

ermöglichen. Geprüfte Pflegehelfer

können Menschen aller Altersstufen,

insbesondere jedoch älteren Menschen,

ganzheitliche Unterstützung und Hilfe

anbieten.

Informationen unter

pflegehilfe@n.roteskreuz.at oder

telefonisch unter 02272/604-347


Fotos: ÖRK/LV NÖ Wir

lassen Sie nicht im Stich!

Die Pflegedienste des Österreichischen Roten Kreuzes.

SeNIoreNtreff/

BeSuchSdIeNSt

Einsamkeit und Isolation einfach

„wegreden“ ist mit dem

Besuchsdienst und den Seniorentreffs

des Roten Kreuzes

kein Problem. „Gemeinsam

statt einsam“ lautet hier die

Devise für mehr Lebensfreude.

Information: Tel.: 059 144 241

hauSkraNkeNPfleGe

Die Hauskrankenpflege des

Roten Kreuzes ermöglicht Personen

mit akuten oder chronischen

Erkrankungen beste

Pflege bei gleichzeitigem Verbleiben

im eigenen Zuhause.

Das diplomierte Gesundheits-

und Krankenpflegepersonal des

Roten Kreuzes, bei dem Menschlichkeit

großgeschrieben wird,

leistet fachgerechte Betreuung

für seine Klienten.

Information: Tel.: 059 144 242

hIlfe auf kNoPfdruck

Durch die Rufhilfe des Roten

Kreuzes können hilfsbedürftige,

alleinstehende Menschen bei

Bedarf mit einem einfachen

Knopfdruck Hilfe alarmieren.

Ein kleiner Knopf bietet Sicherheit

und kann Leben retten.

Information: Tel.: 0820 820 144

Zu hauSe eSSeN

Über 120 Gerichte in fünf Kostarten

stehen dem Kunden zur

Auswahl. Wenn es aus gesundheitlichen

oder anderen Gründen

nicht mehr möglich ist, zu

kochen, können Sie sich mit

diesem reichhaltigen Angebot

verwöhnen lassen.

Information: Tel.: 059 144 200

PfleGeBehelfe

Das Rote Kreuz unterstützt pflegende

Angehörige und Betreuungsorganisationen

durch Pflegebehelfe,

die rasch, unbürokratisch

und bedarfsorientiert

zur Verfügung gestellt bzw.

weitervermittelt werden – zur

optimalen Pflege des kranken

Menschen.

Information: Tel.: 059 144 244

Die Gesundheits-

und Sozialen

Dienste des Roten

Kreuzes

DER DiREKTE DRAHT

zum landesverband

NiEDERöSTERREicH

des österreichischen

ROTEN KREUZES

für anfragen und auskünfte

stehen wir Ihnen unter der

telefonnummer

02272/604-0

sowie unter der faxnummer

02272/604-580

und online unter

www.n.roteskreuz.at

gerne zur Verfügung.

August 2008

NiEDERöSTERREicH

� DASROTEKREUZ

9


NiEDERöSTERREicH

Fotos: ÖRK/LV NÖ/Schindl-Sasse

Deutschkurs für

Migranten

Nicht alle Menschen, die in

Österreich leben, verstehen

auch die Landessprache.

Viele Zuwanderer müssen unsere

Sprache noch erlernen –

und „müssen“ ist dabei wörtlich

zu verstehen. Seit Anfang

2003 sind Deutschkurse für all

jene Migranten verpflichtend,

die nach 1998 nach Österreich

gekommen sind.

Tulln (tel.: 059 144-69000)

Ybbs/Donau (tel.: 059 144-74000)

Berndorf/St. Veit (tel.: 059 144-52400)

Wiener Neustadt (tel.: 059 144-74000)

Krems (tel.: 059 144-75000-44)

10 DASROTEKREUZ � August 2008

Verstehen Sie Deutsch?

ÜBUNg fÜR DEN ERNSTfAll

Wir helfen Migranten bei der Integration.

Elf Gruppen, bestehend aus je drei Sanitätern aus

Niederösterreich, und eine Gast-Gruppe aus

Oberösterreich hatten die Chance zu zeigen, was in

Sachen erste Hilfe in ihnen steckt!

Bei diesem jährlich stattfindenden Bewerb werden

realitätsnahe Szenarien wie schwere Verkehrsunfälle

oder ein plötzlich auftretender Herzinfarkt nachgestellt.

Neben den praktischen Übungen müssen

Um ihnen das Erlernen unserer

Sprache zu erleichtern, bietet

das Rote Kreuz Niederöster -

reich Deutschintegrationskurse

an. In einem Einstufungstest

werden die Vorkenntnisse ermittelt.

Mit ausreichenden

Deutschkenntnissen kann die

Kursdauer verkürzt und die

Prüfung rascher abgelegt werden.

Die Kosten für einen Deutschintegrationskurs

in drei Teilmodulen

zu je 100 Unterrichtseinheiten

belaufen sich pro Modul

auf € 527,–. Ein Teil der Kurskosten

wird bei Vorlage eines Gutscheins

des Österreichischen

Integrationsfonds (ÖIF) nach

bestandener Prüfung rückerstattet.

Obwohl gesetzlicher Druck

nicht die beste Ausgangslage

ist, um mit Freude eine neue

Sprache zu lernen, nehmen die

Teilnehmer der Rotkreuz-Kurse

das Angebot gerne an und sehen

auch positive Aspekte darin.

„Ich habe neue Freunde im

Kurs kennengelernt. Dadurch,

dass wir uns in ähnlichen Situationen

befinden, verstehen

wir uns gut und können auch

so manche Hürde des Alltags

gemeinsam meistern“, betont

Kursteilnehmer Amir.

landeskunde

Ganz im Sinne der Grundsätze

des Roten Kreuzes wird nicht

nur die Sprache, sondern auch

die Landeskunde vermittelt und

so zur Völkerverständigung beigetragen.

„Das hat mir Öster -

reich und seine Bevölkerung

näher gebracht. Es war die richtige

Entscheidung, diesen Kurs

zu besuchen, denn es hat Spaß

gemacht, ich habe viel gelernt

und wieder mehr Mut für die

Zukunft!“, freut sich Amir über

seine bestandene Prüfung. n

auch theoretische Fragen zu den Erste-Hilfe-

Maßnahmen beantwortet werden.

In einer spannenden Auseinandersetzung entschied

das Team Gerasdorf I den diesjährigen Landessanitätsbewerb

(Silber-Bewerb) für sich. Den zweiten

Platz belegte die Gruppe Gerasdorf II vor dem Team

Wiener Neustadt. Im Bronze-Bewerb ging der erste

Platz an das Team Gmünd.


Partnerschaft der

Einsatzorganisationen

Niederösterreicher gemeinsam auf dem

richtigen Weg.

Seit Anfang Mai besteht in

Niederösterreich eine Partnerschaft

zwischen dem Roten

Kreuz, dem Land, dem Landesfeuerwehrverband,

dem Militärkommando,

dem Landespolizeikommando,

dem Arbeiter-

Samariter-Bund, dem Zivilschutzverband,

der EVN AG und

dem österreichischen Bergrettungsdienst.

Diese Partnerschaft

soll den Austausch zwischen

den Mitgliedern fördern

und das gegenseitige Vertrauen

weiter stärken.

TEO 08

Gleich am Tag nach der Unterzeichnung

der Partnerschaft

stand TEO 08 – der Tag der Einsatzorganisationen

– auf dem

Welche Vorteile das neue

Funknetz hat, erklärt Ing.

Harry Oberlerchner, zuständig

für den Rettungs- und Krankentransport

sowie den Katastrophenhilfsdienst

beim Roten

Kreuz.

? Wel­che­Vorteile­hat­TETRA?

Oberlerchner: Zum einen ist die

Sprachqualität besser – und das

ist gerade für Hilfseinsätze

enorm wichtig. Außerdem gewährleistet

TETRA eine gesicherte

Netzabdeckung und ein

für alle beteiligten Organisationen

einheitliches Funksystem

im Einsatz- und Katastrophenfall.

Mit TETRA sind die Einsatzkräfte

untereinander vernetzt

und können die Kommunikation

bei Notfällen aufrechterhal-

Programm. Hier wurden den Besuchern

verschiedenste Einsatzmittel

vorgestellt. Man konnte in

jedes Fahrzeug hineinschauen

und auch einmal selber drinnensitzen,

was besonders dem

jungen Publikum Freude bereitete.

Zusätzlich wurden Einsatzübungen

demonstriert, bei denen

die gute Koordination zwischen

den Einsatzorganisationen

deutlich wurde.

Wichtiges Signal

„Die Partnerschaft zwischen den

Einsatzorganisationen ist ein

wichtiges Signal. Die vergangenen

Jahre haben gezeigt, dass

das Zusammenarbeiten immer

wichtiger wird. Denn alleine

das Rote Kreuz Niederöster-

Jetzt funkt’s!

ten. Ein Vorteil, der nicht hoch

genug bewertet werden kann.

? Und­wie­sieht­es­mit­den­Kosten­für­das­Rote­Kreuz­aus?

Die Kosten für den Aufbau und

den laufenden Betrieb des digitalen

Funknetzes in Niederösterreich

werden vom Bund und

vom Land getragen. Ein laufendes

Nutzungsentgelt ist

nicht vorgesehen. Das Funknetz

steht den Hilfsorganisationen

kostenlos zur Verfügung.

Für die Kosten der Endgeräte

müssen die Organisationen jedoch

selbst aufkommen.

? Sind­die­neuen­Funkgeräte­bereits­im­Einsatz?­

In Niederösterreich verwenden

wir derzeit rund 140 Geräte, die

reich hat mit knapp 12.000 Freiwilligen,

760 Hauptberuflichen

und 770 Zivildienern in mehr

als 2,7 Millionen Stunden fast

685.000 Menschen betreut“, betont

Rotkreuz-Präsident Willi

Sauer. n

im Rahmen der Fußball-EM getestet

wurden. Bis zum Jahresende

werden es etwa 1300 Geräte

sein. Das ist ein wichtiger

Schritt, um eine effizientere

Kommunikation zwischen den

Einsatzorganisationen zu gewährleisten

– damit den Niederösterreichern

noch schneller

geholfen werden kann. n

TETRA ist das neue Funknetz der Einsatzorganisationen,

das seit März 2008 in Niederösterreich im Einsatz

ist. Tetrafunk funktioniert ähnlich wie ein Mobiltelefonnetz,

hat jedoch viele zusätzliche Funktionen.

Man kann Gruppenrufe tätigen, mit einer einzelnen

Person funken oder sogar ein SDS (Short Data System),

ähnlich dem SMS, verschicken. Auch Einsatzdaten

können problemlos weitergeleitet werden. 2009 soll

der Aufbau des Tetranetzes in ganz Österreich abgeschlossen

sein.

August 2008

NiEDERöSTERREicH

Neue Partner: Peter Layr, Hans Klupper, Franz Prucher,

Josef Buchta, Landeshauptmann Erwin Pröll, Johann Culik,

Ulrich Stiasny, Franz Lindenberg, Arthur Reis, Willi Sauer

und Landesrat Josef Plank

Das digitale Funknetz TETRA nimmt den Betrieb

in Niederösterreich auf.

TETRA – TERRESTRiAl TRUNKED RADiO

� DASROTEKREUZ

Fotos: ÖRK/LV NÖ

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