Schmitten Aktuell Ausgabe 2

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Schmitten Aktuell Ausgabe 2 - Juli 2020

Schmitten Aktuell

Ausgabe 2 - Juli 2020

Das ist viel Unterstützung für

Sie?

Ja. Von diesen drei Parteien

bzw. Wählergruppen sowie von

der gesamten CDU konsequent

unterstützt zu werden, bedeutet

mir viel. Ich denke, das ist ein

Zeichen, dass wir gemeinsam

in die Zukunft schauen und mit

vereinten Kräften für Schmitten

arbeiten möchten. Ich werde als

Bürgermeisterin aber auch auf

die anderen Parteien und die

Fachleute in der Bürgerschaft

zugehen, denn wir müssen alle

Kompetenzen und Kräfte bündeln.

Was mir wichtig ist, sind

die Themen und der Wille zur

positiven Veränderung. Es

braucht die Erfahrung der alteingesessenen

Bürgerinnen

und Bürger und neue Impulse

der Zugezogenen. Wir alle sind

Schmitten.

Frau Krügers, der Wahltermin

steht nun mit dem 1. November

2020 fest. Wie läuft

der Wahlkampf?

Gut, auch wenn Wahlkampf-

Veranstaltungen wie meine geplante

„Zuhör-Tour“, auf der

ich transparent informieren und

vor allen Dingen zuhören will,

derzeit immer noch schwierig

sind. Die Umweltpaten Schmitten

(UMPAS) haben am 3. Juli

um 18 Uhr zu einer Open-Air

Kandidatenrunde eingeladen

rund um das Thema Umweltschutz

in Schmitten. Darauf

freue ich mich schon sehr, denn

Umweltschutz, unser Wald und

unsere Natur sind Themen, die

mir sehr am Herzen liegen. Ich

hoffe, der Wettergott spielt mit.

UBB spricht sich klar für Julia Krügers aus.

Können Sie die Bürger auch

persönlich erleben?

Ja, es werden weiterhin eher

„Gespräche am Gartenzaun“

sein. Mit Abstand, an der frischen

Luft, Telefonate und viele

E-Mails. Denn es gibt natürlich

Themen, die „unter den Nägeln

brennen“, wie Wald, Familienförderung,

Verkehr, Trinkwasser

und vieles mehr. Hier freue

ich mich über alle Anregungen

und Fragen. Für alle aktuellen

Termine und Informationen

empfehle ich meine Seite www.

julia-kruegers.de.

Frau Krügers, manche befürchten,

dass Sie bei Ihrer

Kompetenz eines Tages ein

höheres Amt anstreben?

Das kann ich ausschließen. Bürgermeisterin

von Schmitten zu

sein, ist für mich in meiner Lebensplanung

das höchste politische

Amt, was ich erreichen

Foto: René Plantade

möchte. Und ich werde ja auch

die „höchste“ Bürgermeisterin

sein. (lacht) Mit mehr als 880

Metern in unserer Gemarkung

gibt es kein „höheres“ Amt, was

man in Hessen anstreben kann.

Ich bin in Schmitten verheimatet

und das wird so bleiben.

Ein letzter Satz?

Ja. Ich wünsche allen schöne

Ferien: Den Kindern, die an

den Ferienspielen 2020 der Gemeinde

mitmachen, viel Freude.

Und allen Bürgerinnen und

Bürgern eine gute Zeit. Bleiben

Sie gesund!

Das Interview führte Thorsten

Weber vom Informations-,

Bildungs- und Beratungswerk

der Kommunalpolitischen

Vereinigung e. V.

Interview mit Julia Krügers – Bürgermeisterkandidatin für Schmitten

Frau Krügers, wie geht es Ihnen

in Zeiten von Corona?

Wie schätzen Sie die aktuelle

Situation ein?

Also, erst einmal freue ich mich

mit allen über die Lockerungen.

Besonders die Familien, die

Kinder sind erleichtert, dass es

– mit Einschränkungen – aufwärts

geht. Die Mütter und Väter

haben in den letzten Wochen

so viel geleistet. Aber auch unsere

Gewerbetreibenden freuen

sich, dass sie den Betrieb, im

Rahmen des Möglichen, wieder

aufnehmen können. Das haben

wir uns verdient, denn im Großen

und Ganzen haben sich alle

gut an die Auflagen gehalten.

Die Schmittener waren besonnen

und solidarisch. Ich denke,

wir haben gelernt, wie wichtig

das soziale und kulturelle Miteinander

ist und wie sehr wir uns

gegenseitig brauchen. Und wie

wichtig unser ortsansässiges

Gewerbe und die Gastronomie

sind. Wir sollten künftig weiter

lokal einkaufen. Das ist obendrein

auch nachhaltig.

Wie können Sie die lokale

Wirtschaft derzeit unterstützen?

Ich arbeite derzeit zusammen

mit Vertretern aus Gastronomie,

Hotellerie, sonstigen touristischen

Angeboten sowie einigen

kreativen Köpfen an einer

Kampagne „Ferien in Schmitten

2020“. Diese Branche ist

besonders von den Folgen der

Pandemie betroffen. Ein Beispiel

von vielen ist die Jugendherberge

Oberreifenberg.

Julia Krügers: „Die große Unterstützung bedeutet mir viel.“

Nach Gesprächen mit der Herberge

sowie einigen anderen

Akteuren war schnell klar: Gemeinsam

müssen wir die Saison

2020 so gut wie möglich

nutzen. Viele Deutsche werden

in diesem Jahr verstärkt Urlaub

im eigenen Land, ja sogar in der

eignen Region, machen. Auch

viele Schmittener werden die

Ferien vor der eigenen Haustür

verbringen. Darin liegt auch

eine Chance.

Können Sie hier etwas konkreter

werden?

Foto: René Plantade

Gern. Wir planen eine Online-

Kampagne (www.schmitten-ferien.de),

um mit vereinten Kräften

Feriengäste und Kurzurlauber

aus Deutschland und der

Region für Schmitten zu gewinnen.

Es geht darum, das Angebot

an Gastronomie und Infrastruktur

vor Ort auch für uns Schmittener

zu sichern. Wir müssen jetzt

gemeinsam handeln, daher hat

sich die Arbeitsgruppe gefreut,

dass Bürgermeister Kinkel und

der Tourismus- und Kulturverein

die Initiative unterstützen.

V. i. S. d. P.: Julia Krügers, Am Bornfeld 16, 61389 Schmitten


Schmitten Aktuell Ausgabe 2 - Juli 2020 Schmitten Aktuell Ausgabe 2 - Juli 2020

Zum Freizeitangebot für die

Schmittener gehört auch das

Schwimmbad?

Ja. Wir alle gehen gern Schwimmen.

Für unsere Familien, Kinder

und Jugendliche, für Hobbyschwimmer

und Vereine ist

das Schwimmbad ein Teil unserer

Lebensqualität. Nachdem

die Landesregierung jüngst die

Öffnung unter strengen Auflagen

wieder generell erlaubt

hat, wird die Freibadöffnung in

Schmitten ab 1. Juli erfolgen.

„Schwimmen ist

ein Teil der

Lebensqualität.“

Notwendige Hygiene- und Infektionsschutzregeln

sind dabei

zu beachten, denn wir alle

wollen sichergehen, dass es zu

keinen Infektionen kommt. Was

zählt, sind ein überzeugendes

Hygienekonzept, die Sicherstellung

des laufenden Betriebes

sowie das Verständnis und die

Mitwirkung der Badegäste. Ich

begrüße alle Anstrengungen,

die Situation gemeinsam zu lösen.

Wie sehen Sie die wirtschaftliche

Zukunft? Und was bedeutet

das für Schmitten?

Wir werden in Deutschland

kurz- und mittelfristig eine herausfordernde

Situation haben.

Aufgrund der Pandemie und

deren Folgen wird die Wirtschaftsleistung

in Deutschland

Schätzungen zufolge um 7 Prozent

schrumpfen. Dies werden

wir auch in Schmitten spüren,

das ist klar. Wir müssen sparen,

besonnen haushalten und

für Realisierung von Projekten

in der Zwischenzeit kreative

Lösungen finden. Und unseren

Anteil aus dem 12 Mrd. Euro

schweren „Gute-Zukunft-Sicherungsgesetz“

des Landes

Hessen einfordern. Ab 2021

und 2022 rechnet die Bundesbank

derzeit wieder mit einer

Steigerung des Bruttoinlandsprodukts

um jeweils 3 bis 4

Prozent. Ich bin für Schmitten

daher langfristig vorsichtig optimistisch.

Ich denke, das sollte

ich als mögliche angehende

Bürgermeisterin auch sein.

Schmitten soll bezahlbar bleiben.

Was ist die Perspektive?

Es geht darum, aktiv und so

rasch wie möglich das richtige

Gewerbe anzuziehen und damit

die Einnahmenseite nachhaltig

zu verbessern. Wie ich schon

in meinem Programm aufgezeigt

habe, müssen wir dabei

sehr gezielt vorgehen. Was wir

in Schmitten brauchen, ist vor

allem ein zukunftssicheres und

innovatives Gewerbe, wie IT-

Firmen, Technologie-Unternehmen

und Firmen aus der

Gesundheitsbranche. Ich habe

bereits damit begonnen, hier

Gespräche mit Investoren zu

führen.

Ihr besonderes Anliegen gilt

der Situation der Kinderbetreuung

in der Gemeinde?

Ja. Gemeinsam haben wir in

Schmitten in den letzten Jahren

bereits einiges erreicht: Erweiterte

Öffnungszeiten, Beitragsfrei

bis zu 6 Stunden für Kinder

ab 3 Jahren durch Teilnahme am

Landesförderprogramm, Ausbau

der Betreuungsplätze durch

eine neue Kooperation mit

Montessori. Fakt bleibt aber:

„Es gilt, die

Kinderbetreuung

zu sichern.“

Uns fehlen trotz aller Bemühungen

nach wie vor Kindergartenplätze.

Laut aktueller Warteliste

werden wir für 20 Kinder U3 1

und gut 30 Kinder Ü3 2 im Juli

2021 keinen Platz anbieten können.

Hier muss etwas passieren.

Und dieses Thema steht bei mir

ganz oben auf der Agenda.

Wie kann die Lösung aussehen?

Die Gemeinde Schmitten befindet

sich aktuell in Verhandlung

mit einem freien Träger

accadis, der in der Gemeinde

eine neue Kindertageseinrichtung

mit Ganztagsbetreuung

in Oberreifenberg bauen und

betreiben möchte. Als Bürgermeisterin

will ich dieses Projekt

mit aller Kraft unterstützen und

dafür sorgen, dass wir hier Fahrt

aufnehmen, um die benötigten

Betreuungsplätze für unsere

Kinder so schnell wie möglich

zu schaffen. Es gilt also, die

Klare Konzepte für eine familienfreundliche Gemeinde

Kinderbetreuung zu sichern und

gleichzeitig die Kosten im Griff

zu behalten.

Verbesserung der Kinderbetreuung?

Eine Schnittmenge

mit der b-now 3 , die nach

Bündnis 90/Die Grünen inzwischen

ihre Unterstützung

zugesagt hat?

Ja, genau. Die Kinderbetreuung

in Schmitten ist ganz klar ein

großes, gemeinsames Anliegen.

Darüber hinaus begrüßt die b-

now meine Pläne, aktiv neues,

zukunftssicheres Gewerbe anzuziehen

und damit die Einnahmenseite

der Gemeinde zu erhöhen.

Schmitten soll bezahlbar

bleiben. Gleichzeitig müssen

wir uns gestalterische Spielräume

herausarbeiten. Aber auch

Themen wie die Mobilität und

Verbesserung der Anbindung an

den ÖPNV liegen uns am Herzen.

Jüngst hat auch der UBB 4 erklärt,

dass Sie die richtige

Kandidatin für das Bürgermeisteramt

in Schmitten sind.

Warum?

Neben inhaltlichen Übereinstimmungen

hat der UBB sehr

genau analysiert, was Schmitten

an Kandidatenprofil und

Kompetenz für die Zukunft

braucht. Klar ist: Verwaltungskompetenz

und Erfahrung mit

den hessischen Gegebenheiten

haben wir im Schmittener Rathaus.

Da brauchen wir keinen

Nachhilfeunterricht. Entscheidend

für die Zukunft Schmittens

ist es, eine Person an der

Verwaltungsspitze zu haben, die

auf der einen Seite neue Ideen

einbringt, aber auch die nötige

Energie und Durchsetzungskraft

besitzt, diese gemeinsam

mit den politischen Gremien

und der Bürgerschaft umzusetzen.

Diese Kompetenz schreibt

der UBB mir als Betriebswirtin

und Führungskraft mit über

20-jähriger Management-Erfahrung

zu. Über das Vertrauen

freue ich mich sehr.

Julia Krügers wird von der b-now unterstützt.

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Unter 3 Jahre 2 Über 3 Jahre 3 Bürgerliste Neue offene Wählergemeinschaft Schmitten 4 Unabhängiger Bürgerblock Schmitten

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