Bericht 2011 als PDF - in der Berndorf AG

berndorf

Bericht 2011 als PDF - in der Berndorf AG

GESCHÄFTSBERICHT 2010

GESCHÄFTSBERICHT 2011


facts & figures

in Mio. euro 2011 2010 2009 2008

Umsatz 528,5 374,6 337,0 446,0

Betriebsleistung 549,5 384,7 330,7 453,1

EGT 58,3 29,0 17,3 35,3

Jahresüberschuss 40,4 25,1 0,3 16,1

Brutto-Cashflow 82,8 41,6 32,7 48,6

Eigenmittel 165,3 125,7 106,6 113,1

Verzinsliches Fremdkapital* 77,4 13,4 18,3 10,3

Anlagevermögen 171,6 111,4 115,8 117,8

Working Capital** 149,0 139,5 126,6 139,4

Gesamtkapital* 405,0 286,6 262,2 304,5

Ergebnisrendite 10,6% 7,5% 5,2% 7,8%

Brutto-Cashflow-Rendite 15,1% 10,8% 9,9% 10,7%

Eigenmittelquote* 40,8% 43,9% 40,7% 37,1%

Langfristiger Kapitalanteil** 71,9% 68,2% 70,7% 60,4%

MitarbeiterInnen 2.364 1.926 2.136 2.383

Betriebsleistung pro MitarbeiterIn 0,23 0,20 0,15 0,19

* um freie Liquidität gekürzt

** gemäß Konzernrichtlinie


INHALT

Vorwort

Mitglieder Vorstand, Aufsichtsrat

Organigramm

Die Unternehmen der Berndorf AG

Geschichte

Strategie & Positionierung

Bereiche

Meilensteine

Lagebericht

Umfeld

Umsatz

Ertrag

Finanzlage

Investitionen

Forschung & Entwicklung

Mitarbeiterinnen & Mitarbeiter

Chancen & Risikomanagement

Ausblick

Interview Norbert Zimmermann

Finanzteil

Bilanz

Gewinn- & Verlustrechnung

Kapitalflussrechnung

Bericht des Aufsichtsrates

Bestätigungsvermerk

Adressen

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Seite 8

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VORWORT DES VORSTANDES

v.l.n.r.: Dietmar Müller – CFO, Peter Pichler – CEO, Franz Viehböck – CTO

Liebe Freundinnen und Freunde des

Hauses Berndorf!

Der Rückblick auf das Geschäfts-

jahr 2011 der Berndorf Gruppe gibt

in mehrfacher Hinsicht – Anlass

zur Freude. Der Gesamtumsatz von

530 Millionen Euro bedeutet nicht

nur gruppenweit einen historischen

Unternehmensrekord; auch in

der Detailbetrachtung der einzel-

nen Bereiche haben die meisten

Berndorf-Unternehmen Rekorder-

gebnisse erzielt. Diese erfreulichen

Zahlen wurzeln in einem positiv

gestimmten konjunkturellen Um-

feld, aber auch in der geglückten

Flexibilisierung der Produktion, die

während der letzten Krise an vielen

internationalen Berndorf-Standorten

eingeleitet wurde.

Die aktuelle politische und wirt-

schaftliche Entwicklung in Europa

zeigt jedoch, dass es gefährlich

wäre, sich angesichts dieser Zahlen

in Sicherheit zu wiegen. Stillstand

bedeutet immer noch Rückschritt.

Wir haben daher – unter dem Titel

„best in class“ – bereits Ende

2010 mit allen Gesellschaften der

Berndorf Gruppe eine Initiative ge-

startet, die sich zum Ziel setzt, im

jeweils eigenen Marktsegment das

beste Unternehmen im Vergleich

zum Wettbewerb zu werden. Der

Ansporn, diese Vision auch zu errei-

chen, greift bereits und unterstützt

zusätzlich die positive Entwicklung

der Gruppe auf vielen sehr eigen-

ständigen Wegen.

Dieses Verbesserungsprogramm ba-

siert auf professionellem, aber auch

auf sportlichem Ehrgeiz, wobei wir

unsere Spielräume so nutzen, dass

wir unserer Unternehmenskultur

treu bleiben. Vertrauen ist dabei

ein ganz wesentlicher Wert. Das gilt

im Hinblick auf MitarbeiterInnen

und Kunden, aber auch, wenn es

um das (Selbst-)Vertrauen in die

eigenen Stärken geht. Um „best

in class“ zu werden oder es zu

bleiben, setzen wir auf Innovation

und Investitionen, Prozessverbesse-

rung und Effi zienzsteigerung sowie

auf Personalentwicklung. Heute

können wir sagen, dass einige un-

serer Unternehmen ihrem „best in

class“-Ziel bereits sehr nahe sind.

Bei übernommenen Sanierungsfäl-

len haben wir naturgemäß noch den

weitesten Weg vor uns. Doch gerade

an diesen Herausforderungen ler-

nen wir am meisten.

Wir werden in der Zukunft mehr

denn je mit schnell wechseln-

den Szenarien leben müssen. In

der Berndorf Gruppe können wir

dafür auf unschätzbar wertvolle

Erfahrungen bauen. Seit der vor

einem knappen Vierteljahrhundert

begonnenen Restrukturierung und

Privatisierung der Berndorf Gruppe

blicken wir auf verschiedene Kri-

senszenarien zurück, aus denen das

Unternehmen gestärkt hervorgegan-

gen ist. Auch auf die Bewältigung

der Krise 2008/09 trifft das zu. Die

Berndorf Gruppe (ohne stoba) hat

beim Umsatz 2011 das Niveau von

2008 noch nicht erreicht, das Er-

gebnis liegt erfreulicherweise sogar

bereits deutlich über den Werten

von 2008.

Lernbereitschaft und Kraft sowie

die damit verbundene fi nanzielle

Unabhängigkeit der Unternehmens-

gruppe bei gleichzeitig stabiler

Eigentümerstruktur werden uns im

Jahr 2012 die notwendige Sicher-

heit für die Weiterentwicklung

dieses Weges geben. Davon werden

wir im zunehmend unsicherer wer-

denden politisch-wirtschaftlichen

Umfeld profi tieren. Waren es vor 3

Jahren hochriskante Geschäfte ge-


wisser Banken, so sind es diesmal

eine Reihe von Staaten, die durch

hochdefi zitäre Staatshaushalte und

der daraus resultierenden Über-

schuldung das gesamte Finanz-

system gefährden. Der zögerliche

Umgang der Politiker erschwert

die Situation. Nicht nur in den

Mittelmeerländern, sondern auch

in Österreich lauten die dringenden

Themen Verwaltungs-, Ausgaben-

, Pensions- und Bildungsreform.

Populistische Politiker und gefü-

gige Medien lenken leider ab und

machen Stimmung gegen Industrie

und Unternehmer.

Wir werden uns davon nicht beirren

lassen und die eigene Unterneh-

menskultur weiterleben. Partner-

schaft und ein offener Umgang

zwischen Führungskräften und

MitarbeiterInnen sowie gelebte

„Fehlerkultur“ versetzen uns in die

Lage, Führungsaufgaben als Dienst-

leistung zu erbringen.

So entsteht die eigenverantwort-

liche Zusammenarbeit der Mitar-

beiterInnen über Unternehmens-

einheiten und Ländergrenzen

hinaus, die unser Unternehmen

auszeichnet.

Wir freuen uns sehr, dass wir diese

Kultur seit dem zweiten Quartal

2011 wieder in einer größer gewor-

denen Unternehmensfamilie leben

dürfen. Menschlich überzeugende

und fachlich exzellente Leute sind

neu an Bord. Durch den Zukauf von

stoba, einem Spezialisten in der

Komponentenfertigung für Diesel-

Fahrzeugmotoren, fußt die Berndorf

Gruppe nun auf sechs Bereichen,

die allesamt Potenzial für selbst-

ständiges, vielversprechendes

Wachstum aufweisen.

Die Vielfalt der Branchen, in denen

Berndorf heute als Maßstab für

Qualität und Effi zienz steht, erlaubt

es, mögliche Risiken gut aufzu-

fangen. Dass alle Unternehmens-

bereiche ihren Kunden-Fokus in

den Wachstumsmärkten – vorallem

China und Indien – stark verankern

und dort einen erheblichen Teil des

gesamten Umsatzes erwirtschaften,

unterstützt die strategische Position

der Gruppe noch zusätzlich. Die

dezentrale Organisation der Gruppe

sowie das unternehmerische

Commitment der MitarbeiterInnen

machen Berndorf heute zu einem

Unternehmen mit globaler Auffas-

sung. Der Aufsichtsrat unterstützt

als starker und visionärer Eigentü-

mer unsere Weiterentwicklung.

Wir danken allen MitarbeiterInnen

und den Mitgliedern des Aufsichts-

rates, mit Vorsitzendem Norbert

Zimmermann an der Spitze, für die

gute Zusammenarbeit. Nicht ver-

gessen möchten wir den positiven

Beitrag der Arbeitnehmervertreter

im Aufsichtsrat, der wesentlich für

den Erfolg des Gesamtunterneh-

mens ist. Ganz speziell möchten

wir uns bei unserem langjährigen

Aufsichtsratsmitglied DDr. Robert

Ehrlich bedanken, der im ver-

gangenen Jahr aus seiner Funktion

ausgeschieden ist. Er verfolgt den

weiteren Weg der Berndorf Gruppe

mit Wohlwollen. Mit Blick auf die

nach wie vor stabile Entwicklung

der Auftragsstände unserer Toch-

terunternehmen auf sehr hohem

Niveau dürfen wir – auch in unsi-

cheren Zeiten – zuversichtlich auf

das Jahr 2012 blicken.

Ihre Mitglieder des Vorstandes

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4

DIE MITGLIEDER DES

VORSTANDES & AUFSICHTSRATES

Peter Pichler

Vorsitzender des Vorstandes

1976 Matura, Gymnasium BEA Graz-Liebenau

1981 Mag. rer. soc. oec., Universität Graz

1983 Dr. rer. soc. oec., Universität Wien

1979 Banktrainee – Caisse Nationale de Credit

Agricole, Paris, London & Continental Bankers,

London – Banca Nazionale dell‘Agricoltura, Rom

1983 Relationship Management – Corporate Finance

– M&A, Chase Manhattan Bank (Austria)

1990 Mitglied des Vorstandes der Berndorf AG

2008 Vorsitzender des Vorstandes der Berndorf AG

Franz Viehböck

Mitglied des Vorstandes

1978 Matura, Gymnasium Keimgasse, Mödling

1985 Dipl.-Ing., Technische Universität Wien

1986 Universitätsassistent, Institut für Elektronische

Messtechnik, Technische Universität Wien

1990 Kosmonauten-Ausbildung am Juri Gagarin

Trainingscenter

1991 Raumfl ug (9-tägig zur Raumstation Mir)

1992 Informations- und Vortragstätigkeit im Auftrag

der österreichischen Bundesregierung

1994 Program Development Manager

(Space-Systems-Division), Rockwell, USA

1996 Director for International Business Development

(Space Systems Group), Boeing, USA

1999 Europaverantwortlicher (Bereich Space &

Communications) und Country Manager

Boeing Österreich, Boeing

2000 Technologieverantwortlicher des Landes

Niederösterreich (zusätzlich zu Boeing)

2002 Geschäftsführer, Berndorf Band

Norbert Zimmermann

Aufsichtsratsvorsitzender

Kapitalvertreter

2008 Mitglied des Vorstandes der Berndorf AG


Sonja Zimmermann

Kapitalvertreterin

Dietmar Müller

Mitglied des Vorstandes

Volksschule in New Delhi, Indien

1983 Matura, Gymnasium Keimgasse, Mödling

1990 Mag. rer. soc. oec., Wirtschaftsuniversität Wien

1990 Assistent der Geschäftsführung, Berndorf Band

1992 Leiter Controlling, Berndorf Band

1996 Geschäftsführer, Berndorf ICB und Berndorf

Belt Systems, Chicago, USA

1999 Geschäftsführer, Hueck Engraving, York, USA

2001 Geschäftsführer, Hueck Engraving, Deutschland

2004 Geschäftsführer, Berndorf Hueck Band- und

Pressblechtechnik

Wilfried Zimmermann

Kapitalvertreter

2008 Mitglied des Vorstandes der Berndorf AG

Thomas Riecker

Kapitalvertreter

Josef Herzog

Arbeitnehmervertreter

Rainer Koller

Arbeitnehmervertreter

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DIE UNTERNEHMEN DER BERNDORF AG

Werkzeugbau

HASCO Hasenclever GmbH & Co KG

HASCO Austria GmbH

HASCO Suisse AG

HASCO form service AB

HASCO INTERNORM Ltd

HASCO India Pvt Ltd.

HASCO Encounter Ltd.

HASCO Trading (Shenzen) Co., Ltd.

HASCO America Inc.

Automotive

stoba Präzisionstechnik GmbH & Co KG

Joh. Pengg AG

Prozess- & Oberfl ächentechnik

Berndorf Band GmbH

Berndorf Band Engineering GmbH

Berndorf Belt Technology, Inc.

Beijing Baidefu

Technology Developement Co., Ltd.

Hueck Rheinische GmbH

Hueck Engraving GmbH & Co. KG

Nippon Belting Co., Ltd.

Berndorf Steel Belt Systems Ltd. Co.

SBS Steel Belt Systems s.r.l.

SBS Steel Belt Systems USA, Inc.

OOO Rheinische Technology


Wärmebehandlung

Aichelin GmbH

Aichelin Service GmbH

EMA Indutec GmbH

NOXMAT GmbH

Aichelin Heat Treatment Systems

(Beijing) Co., Ltd.

SAFED Suisse SA

SAFED France S.A.S.

SAFED Industrieöfen GmbH

Aichelin

Heat Treatment Systems Inc. Ltd.

EMA

Induction Technology Beijing Co., Ltd.

NOXMAT Energy Technique

Beijing Co., Ltd.

Aichelin Unitherm

Heat Treatment Systems India Pvt. Ltd.

Aichelin Brasil Ltda.

derbau

Berndorf Metall- und Bäderbau GmbH

Berndorf Metallwaren GmbH

Berndorf Metall- und Bäderbau AG

Berndorfderbau s.r.o.

Berndorf Pool GmbH

Berndorfderbau Polen sp. z o.o.

Berndorfderbau SK s.r.o.

Berndorfderbau Hungária Kft.

Berndorfderbau Rumänien s.r.l.

Verfahrenstechnik

Silica Verfahrenstechnik GmbH

Silica Anlagenbau GmbH & Co KG

Berndorf Sondermaschinenbau GmbH

Joint Ventures

PC Electric GmbH

Lumpi-Berndorf Draht- und

Seilwerk GmbH

Imagination Computer Services GmbH

Online Media Communications

Design GmbH

Easyfocus GmbH

FerRobotics GmbH

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DIE BERNDORF AG IM LAUF

DER GESCHICHTE

1843

Alfred Krupp und Alexander

Schoeller gründen die

Berndorfer Metallwerke

1856

1870

Über 1.000 MitarbeiterInnen

1874

Das Unternehmen beginnt

profi tabel zu arbeiten

1900

Erstes Unternehmen in

Weltmarktführer

für Tafelkultur, ca.

3.000 MitarbeiterInnen

1924

Österreich mit elektrischem Strom

Ca. 6.000

MitarbeiterInnen

1932

Die Creditanstalt wird Eigentümer, infolge

der Weltwirtschaftskrise kommt es zu

Schließungen, Entlassungen und Kurzar-

beit, 800 MitarbeiterInnen

1938

1957

Zusammenführung mit

den Aluminiumwerken

Ranshofen zu den

Vereinigten Metallwerken

Ranshofen-Berndorf

1945

Eingliederung in den

Krupp-Konzern,

USIA-Betrieb

Rüstungsproduktion

unter sowjetischer

Verwaltung, Demontage

aller Maschinen


1986

Restrukturierung und Sanierung unter

der Leitung von Norbert Zimmermann

1988

Management-

1991

Buy-out durch

das neunköpfi ge

Führungsteam

Beteiligung

an Silica

Verfahrenstechnik

1994

1995

Akquisition der Schoeller-

Bleckmann Oilfi eld

Equipment (SBO)

1997

1999

Kooperation von

Akquisition Aichelin

Börsengang der SBO an der

EASDAQ in Brüssel

Beteiligung an Joh. Pengg

Beteiligung an PC Electric

Berndorf Band und

Hueck Engraving

2001

Verkauf der

Bestecksparte

an Guy Degrenne

2005

Kapitalerhöhung der SBO und

Reduktion der Anteile auf 31%,

Start eines Investitionsprogrammes

von über 150 Mio. Euro bei SBO

2006

2007

Akquisitionen HASCO,

SAFED und Rheinische

Press Pad

2008

Joint Venture Lumpi-

2011

Vorstandswechsel

in der Berndorf AG

Berndorf Draht- und Seilwerk

Abspaltung der SBO-Anteile

Akquisition stoba

Präszisionstechnik

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0

STRATEGIE & POSITIONIERUNG

Mittelständisch organisiert

und dezentral geleitet

Die Berndorf Gruppe besteht aus

global agierenden und sehr gut

positionierten Unternehmen, die

in Nischenmärkten tätig sind. Die

Unternehmen sind mittelständisch

organisiert und werden dezentral

von unternehmerischen Geschäfts-

führern geleitet. Die Geschäftsfüh-

rer können in Eigenverantwortung

rasch entscheiden. Diese Struktur

ermöglicht es, schnell und fl exibel

auf die Anforderungen der Kunden

und der Märkte einzugehen. Die

Unternehmenskultur ist stark von

Vertrauen und Offenheit geprägt.

Die Beteiligung der Geschäftsführer

und MitarbeiterInnen am jeweiligen

Leitunternehmen mittels Anteilen

und Genussrechten trägt wesentlich

zum Erfolg der Berndorf Gruppe

bei und führt zu einer unternehme-

rischen Motivation aller Mitarbeite-

rInnen. Dieses Beteiligungsmodell

wurde 2004 überarbeitet und mit

großem Erfolg angenommen. Die

direkte Beteiligung am Unterneh-

menserfolg stärkt die langfristig

verantwortungsvolle Zugehörigkeit

zum Unternehmen.

„Hidden Champions“

Die strategische Positionierung

in Nischenmärkten ermöglicht es

den Unternehmen, eine starke

Marktposition zu besetzen und

zu den „Hidden Champions“ der

österreichischen und deutschen

Exportwirtschaft zu zählen. Durch

ein fokussiertes Produktprogramm

und das Wissen um die eigenen

Stärken können entscheidende

Wettbewerbsvorteile erzielt werden.

Effektive Innovationsprozesse und

die weltweite Vermarktung der

Produkte, Lösungen und Services

sollen auch in Zukunft eine führen-

de Stellung am Markt sichern und

weiteres Wachstum der Berndorf

Gruppe ermöglichen.

Langfristige Perspektiven

Zu den Kernkompetenzen der

Berndorf Gruppe zählen Akquisiti-

onen und Sanierungen. Wir haben

in mehreren Situationen bewiesen,

dass wir schnelle Entscheidungen

treffen können und dadurch Unter-

nehmerpersönlichkeiten,Mitarbei- tern, Lieferanten und Kunden eine

langfristige Perspektive der Zusam-

menarbeit bieten. Dabei legen wir

großen Wert auf eine Kultur des

Vertrauens und des Respekts, um

gemeinsam die besten Lösungen

entwickeln zu können.

Durch unsere langjährige Erfahrung

mit Akquisitionen haben wir Ver-

ständnis für die Charakteristika von

internationalen Konzernen, aber

auch von traditionellen Familienun-

ternehmen entwickelt.

Nach dem Management-Buy-out

1988 hat sich die Berndorf Gruppe

zu einem international ausgerich-

teten Unternehmen gewandelt.

Während 1988 nur 2% der Mitar-

beiterInnen im Ausland arbeiteten,

so waren es 2010 rund zwei Drittel;

die Auslands- und Exportumsätze

betragen mehr als 90% des Gesam-

tumsatzes.


Werkzeug- und Anlagenbau

Metallbearbeitung

Die Unternehmen der Berndorf

Gruppe sind schwerpunktmäßig

im Bereich des Werkzeugbaus im

High-Tech-Segment, des Anlagen-

baus und der Metallbearbeitung

tätig. Zu den Kompetenzen unserer

MitarbeiterInnen zählen all jene

Arbeitsschritte, die zur Fertigung

unserer hochtechnologischen

Nischenprodukte notwendig sind:

Schmieden, Bohren und Fräsen

unter Einsatz hochentwickelter,

modernster Maschinen sowie Rich-

ten, Schleifen, Polieren, Schweißen

und Strukturieren mit höchster

Genauigkeit und geringsten Tole-

ranzen. Ferner entwickeln wir Ma-

schinen und Anlagen für innovative

Prozesstechnologien.

Global agierend

Als internationaler Konzern verfü-

gen die über 60 Unternehmen der

Berndorf Gruppe über Produktions-

und Servicegesellschaften in über

20 Ländern, vor allem in Europa,

den USA, China, Indien und Bra-

silien.

Die Berndorf Gruppe ist in den letz-

ten Jahren zu einem international

erfolgreichen Konzern geworden.

Dies soll die Basis für ein weiteres

Wachstum sein, das getrieben wird

von Innovationen und der Freude,

die Zukunft zu gestalten.


2

DIE UNTERNEHMEN DER BERNDORF AG

WERKZEUGBAU

HASCO mit Stammsitz in Lüden-

scheid im nordrhein-westfälischen

Sauerland gilt mit über 20 Stand-

orten weltweit als einer der lei-

stungsfähigsten Partner des Werk-

zeug- und Formenbaus.

Das Produktionsprogramm umfasst

Normalien, Heißkanallösungen und

Sonderanfertigungen sowie ein

umfassendes Serviceangebot in der

technischen Beratung der Kunden.

Normalien sind der Grundbestand-

teil für Werkzeuge im Spritzguss

und bei Stanzbearbeitungen.

Das Unternehmen wurde 1924

gegründet und entwickelte sich vom

Handwerksbetrieb zum weltweit

aktiven Industrieunternehmen.

Durch die Erfi ndung des ersten

Normalien-Baukastensystems zur

Herstellung von Formen für die

Metall- und Kunststoffverarbeitung

durch Rolf Hasenclever im Jahre

1959 begann eine sehr erfolgreiche

Ära. Dieses System, seinerzeit

weltweit patentiert, ist heute Stand

der Technik.

HASCO war die bisher größte

Beteiligung der Berndorf Gruppe

nach dem Management-Buy-out im

Jahr 1988 und passt in mehrfacher

Hinsicht perfekt zu den anderen

Unternehmen im Portfolio. HASCO

ist im Business-to-business-Be-

reich tätig und ein erfolgreicher

Nischenanbieter in der metallverar-


UMSATZ: 105 Mio. Euro

MITARBEITER: 447

PRODUKTE: Werkzeug- & Formenbau, Normalien, Heißkanallösungen

MÄRKTE: Deutschland, Schweden, Dänemark, Portugal, Spanien

beitenden Branche. Darüber hinaus

ist das Unternehmen international

tätig und hat in seinem Markt eine

starke Stellung unter den Top-3-An-

bietern der Branche. HASCO ist für

die außergewöhnlich hohe Qualität

seiner Produkte bekannt und hat

durch ständige Innovationen einen

ausgezeichneten Ruf in Kunden-

kreisen.

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4

DIE UNTERNEHMEN DER BERNDORF AG

AUTOMOTIVE

stoba Präzisionstechnik

Mit dem mehrheitlichen Erwerb

von Anteilen der stoba Präzisions-

technik aus Backnang/Deutschland

nahe Stuttgart erweiterte die Bern-

dorf Gruppe 2011 ihr weltweites

Engagement im Automotive-Sek-

tor. stoba produziert hochwertige

Komponenten im Einspritzsystem

von Verbrennungsmotoren für

Personen-, Lastkraftwagen und

Nutzfahrzeuge und bildet nunmehr

das sechste Hauptgeschäftsfeld der

Berndorf Gruppe. Die strategischen

Aktivitäten des Unternehmens sind

auf starkes Wachstum in Richtung

steigender Effi zienz und Umwelt-

freundlichkeit von Verbrennungs-

motoren ausgerichtet.

Der Grundstein für das heutige

Unternehmen wurde 1961 gelegt,

als der Unternehmer Kurt Sto-

ckenburger mit dem Handel von

Präzisionsteilen begann. Aus dem

Nachnamen des Gründers und dem

Namen des Unternehmensstandorts

Backnang entstand der Firmenna-

me stoba. Nachdem der Betrieb

gemeinsam mit wichtigen Kunden

wie Bosch oder Delphi in den

1980er-Jahren stark expandierte,

folgte Mitte der 1990er-Jahre eine

fundamentale Neuausrichtung des

Unternehmens. stoba beschritt

den Weg vom „Supermarkt für

Einzelteile“ zum spezialisierten

Produzenten von hochpräzisen

Einspritzkomponenten für Ver-


UMSATZ: 114 Mio. Euro

MITARBEITER: 484

PRODUKTE: Injektoren für Dieselmotoren, Drähte

MÄRKTE: Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Tschechien,

Rumänien, Indien

brennungsmotoren. Aufgrund der

Verdreifachung des Dieselanteils

am europäischen Fahrzeugmarkt

in den folgenden Jahren gelang es

der stoba, die eigene Position in

der Automotive-Branche nachhaltig

abzusichern.

stoba Präzisionstechnik hat sich

heute zu einem der weltweit

wichtigsten Lieferanten in seinen

Märkten entwickelt und gilt als fi xe

Größe am Sektor der hochspeziali-

sierten Automobil-Zulieferindustrie.

Mit dem 2011 erweiterten Invest-

itionsprogramm am Standort Back-

nang wurde eine sehr gute Basis für

eine zukünftige und langfristige Po-

sitionierung der Firma geschaffen.

Joh. Pengg hat sich auf die Her-

stellung von Drahtprodukten mit

höchsten Anforderungen für Federn

und federnde Elemente speziali-

siert. Die Produktionsstandorte in

Österreich, Tschechien und Indien

erfüllen mit ihren hochentwickelten

technischen Spezialdrahtprodukten

die individuellen Anforderungen der

Automobil-, Elektro- und Maschi-

nenbauindustrie in höchster Quali-

tät. Produziert werden gezogene, öl-

schlussvergütete oder beschichtete

Federstahldrähte und Profi ldrähte.

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DIE UNTERNEHMEN DER BERNDORF AG

PROZESS- & OBERFLÄCHENTECHNIK

Berndorf Band

Berndorf Band erzeugt Bänder und

Pressbleche, die vor allem in der

Holzindustrie, der Chemieindustrie

und der Lebensmittelindustrie

eingesetzt werden. Diese Bänder

werden in Form von Maschinen-

teilen größerer Maschinen und

Anlagen als Prozessbänder oder als

Transportbänder für Förderzwecke

eingesetzt. Die Ausgangsmaterialien

für die Bänder sind Edelstahl, Koh-

lenstoffstahl oder Titan. Die Bänder

mit einer Länge von bis zu 200 Me-

tern und mit wenigen Millimetern

Dicke müssen in den Produktions-

prozessen resistent gegen Druck-

und Temperaturschwankungen sein.

Entscheidend für die Güte des

Bandes ist die Oberfl ächenbehand-

lung, wobei auch nach Schweißpro-

zessen eine spiegelglatte Oberfl äche

erzielt werden kann. Diese hoch-

glanzpolierten Bänder werden z.B.

für die Erzeugung von Folien für

LCD-Flachbildschirme verwendet.

Berndorf Band Engineering

Berndorf Band Engineering ist der

weltweite Spezialist zur Optimie-

rung von kontinuierlichen Produkti-

onsprozessen, bei denen vorwiegend

Stahlbänder eingesetzt werden. Pro-

zesse in den Sektoren Kunststoff-,

Papier- und Lebensmittelindustrie

werden mitgestaltet und optimiert.

Hueck Rheinische

Die Unternehmensgruppe Hueck

Rheinische mit Sitz in Viersen/


UMSATZ: 111 Mio. Euro

MITARBEITER: 488

PRODUKTE: Bänder, Pressbleche

MÄRKTE: Deutschland, Spanien, Türkei, Großbritannien, Frankreich,

Belgien, Polen, Brasilien, USA

Deutschland ist der am Weltmarkt

führende Spezialist für oberfl ä-

chenstrukturierte Pressbleche und

neueste Entwicklungen im Druck-

dekor für HPL- und KT-Bleche

sowie Presspolster. Die Produkte

der Hueck Rheinischen werden in

der Holz- und Laminatindustrie

verwendet, in der das Unternehmen

aufgrund der technologischen Inno-

vationen großes Ansehen genießt.

Durch den Einsatz der Pressbleche

können in der Herstellung von

beschichteten Holzwerkstoffen

verschiedene Oberfl ächenstrukturen

erzielt werden, wie sie bei Möbeln

und Fußböden bekannt sind.

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DIE UNTERNEHMEN DER BERNDORF AG

WÄRMEBEHANDLUNG

Aichelin ist ein weltweit führender

Hersteller von Industrieanlagen für

die Wärmebehandlung von bear-

beiteten Metallteilen. Die Anla-

gen werden hauptsächlich in der

Automobil- und Zulieferindustrie, in

Lohnhärtereien, in der Schrauben-

und Wälzlagerindustrie sowie in der

Industrie für Präzisions- und Mas-

senkleinteile eingesetzt. Im Bereich

der Industrieöfen werden elektrisch-

oder gasbeheizte Anlagen wie z.B.

Mehrzweckkammer-, Durchstoß-,

Förderband-, Ringherd-, Dreh-

herd- oder Rollenherd-Ofenanlagen

erzeugt.

Das Tochterunternehmen EMA Indu-

tec bildet das Kompetenzzentrum

für Induktions-Erwärmungsanlagen

und Frequenzumrichter.

NOXMAT ist ein Spezialist für Indus-

triegasbrenner und Steuergeräte.

Diese fi nden in Ofenanlagen zur

Wärmebehandlung und Erwärmung

von Metallen und NE-Metallen ihre

Verwendung.

SAFED mit Sitz in der Schweiz er-

gänzt seit 2007 die Produktpalette

der Aichelin Gruppe. Die Unterneh-

mensgruppe SAFED mit jahrzehnte-

langer Erfahrung in der Herstellung

von Wärmebehandlungsanlagen für

Serienteile aus Stahl- und NE-Me-

tallen hat sich vor allem auf die

Produktion von Förderband-Ofen-

anlagen spezialisiert.


UMSATZ: 138 Mio. Euro

MITARBEITER: 640

PRODUKTE: Industrieanlagen zur Wärmebehandlung

MÄRKTE: Deutschland, Italien, Niederlande, Schweiz, Frankreich, China

Entscheidend für die Zukunft der

Wärmebehandlung ist – wie in vie-

len anderen Bereichen auch – der

energieeffi ziente Einsatz neuer

Technologien. Durch verschiedene

Maßnahmen und neue Techno-

logien bieten die Wärmebehand-

lungsanlagen von Aichelin nicht

nur Kosteneinsparungen durch die

Reduktion des Energieverbrauches,

sondern tragen auch zur Schonung

der Umwelt und der Ressourcen

bei. Insbesondere bei Anlagen,

die einen hohen Energieverbrauch

haben, ist dieser Beitrag zur Ener-

gieeinsparung ein wesentlicher

technologischer Vorteil.

Zur Aichelin Gruppe gehören Unter-

nehmen in Österreich, der Schweiz,

Deutschland, Frankreich und

Italien, aber auch internationale

Niederlassungen in China, Indien,

den USA und Brasilien.

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DIE UNTERNEHMEN DER BERNDORF AG

BÄDERBAU

Berndorfderbau fertigt Gesamtlö-

sungen rund um das Schwimmbad:

Ausgehend von Schwimmbecken

aus Edelstahl tritt Berndorfder-

bau auch als Generalunternehmer

für Ganzjahresbäder auf und bietet

von der Planung bis zur schlüssel-

fertigen Badeanlage maßgeschnei-

derte Lösungen für die unterschied-

lichsten Anwendungen. Die Becken

aus Edelstahl werden bei privaten

Schwimmbecken, in Hotels und

Wellnessbetrieben, aber auch in

kommunalen Bädern eingesetzt.

Gefertigt werden die Schwimmbä-

der am Standort in Berndorf und

auch in einer modernen Ferti-

gungsanlage in der Tschechischen

Republik.

Mit Niederlassungen in Deutsch-

land, der Schweiz, der Tsche-

chischen Republik, der Slowakei,

Polen, Ungarn und Rumänien

ist Berndorfderbau führender

Anbieter von Edelstahlbecken in

Mitteleuropa.

Neben dem Standort in Österreich

wird der Zugewinn weiterer Markt-

anteile in Osteuropa von eigenen

Produktionsstandorten in Tsche-

chien, in der Slowakei und in Polen

forciert.

Im tschechischen Bystrice wurde

die Produktion vor zehn Jahren als

1-Mann Betrieb gestartet, heute

umfasst das Team von Berndorf

derbau Tschechien bereits 80

Mitarbeiter und produziert Privatbe-

cken sowie Attraktionseinrichtungen


UMSATZ: 37 Mio. Euro

MITARBEITER: 242

PRODUKTE: Badeanlagen, Edelstahlpools, Betreiberprojekte

MÄRKTE: Deutschland, Tschechien, Polen, Slowakei

– wie Schwallduschen, Wasser-

kanonen, Sitzbänke oder Liegen

und Whirlpools – für die gesamte

Berndorfderbau-Gruppe.

Mit der im steirischen Graz gegrün-

deten Berndorf Pool GmbH soll der

Markt für Privatbecken und After

Sales Service forciert angesprochen

werden.

Vertriebspartner in Europa und

Russland unterstützen die Projekte,

die mittlerweile in rund 20 Ländern

umgesetzt wurden.

2


22

DIE UNTERNEHMEN DER BERNDORF AG

VERFAHRENSTECHNIK

Silica Verfahrenstechnik

Silica Verfahrenstechnik mit Sitz

in Berlin liefert Adsorptionstechnik

vom Design bis zur schlüsselfer-

tigen Anlage. Silica plant und

fertigt komplette Adsorptionsanla-

gen für Erdgasspeicher und andere

Einsatzgebiete wie Trocknung und

Reinigung von Luft und Gasen,

Prozessgasreinigung, Abluftrei-

nigung und Rückgewinnung von

Lösemitteln sowie für die Erdgas-

aufbereitung.

Berndorf Sondermaschinenbau

Berndorf Sondermaschinenbau

mit Sitz in Berndorf hat sich

auf die rasche Anfertigung und

Instandsetzung von Maschinen-

teilen spezialisiert. Aufgrund des

modernen Maschinenparks ist das

Unternehmen für die Produktion

von Einzelstücken und Prototypen,

aber auch von Serienteilen bestens

gerüstet. Die Konstruktion, Ferti-

gung und Montage von kompletten

Produktionsanlagen wird im Hause

realisiert. Der entscheidende Vorteil

für den Kunden liegt darin, dass

Engineering, Einzelteilfertigung,

Schaltschrankbau sowie Steue-

rungs- und Regelungstechnik unter

einem Dach passieren.


UMSATZ: 21 Mio. Euro

MITARBEITER: 40

PRODUKTE: Adsorptionsanlagen, Sondermaschinen

MÄRKTE: Deutschland, Kroatien, Slowakei, Japan

23


24

DIE UNTERNEHMEN DER BERNDORF AG

JOINT VENTURES

Zu den Joint Ventures der Berndorf

Gruppe zählen PC Electric, Lumpi-

Berndorf, Imagination Computer

Services, FerRobotics Compliant

Robot Technology sowie einige

Unternehmen im Dienstleistungs-

bereich.

PC Electric produziert Industrieste-

cker,Schutzkontaktsteckvorrich- tungen, Schalter und Kunststoffver-

teiler. Das Unternehmen zählt zu

den weltweit führenden Anbietern

von CEE-Steckvorrichtungen und

hat einen Exportanteil von 80%.

Mit Niederlassungen und Tochter-

gesellschaften in Polen, Deutsch-

land und Sri Lanka können lokale

Märkte schnell und fl exibel beliefert

werden.

Lumpi-Berndorf Draht- und Seilwerk

ist ein führender Hersteller von Sei-

len und Freileitungen in Europa. An

den Standorten Linz und Berndorf

werden Stalumdrähte und Spezi-

alseile für die elektrische Energieü-

bertragung gefertigt.

Imagination Computer Services bietet

Virtual Reality-Dienstleistungen für

Kultur und Wissenschaft, für Mar-

keting und Sales und auch für den

Industriellen Planungsprozess an.

Von Multimedia- und Virtual Reality

Lösungen in Form von interaktiven

3D-Kinos, über Showrooms, bis hin

zu Großprojektionen für virtuelle

Produktionszyklen in der Industrie


eicht das Spektrum der von Ima-

gination Computer Services bereit

gestellten Produkte und Lösungen.

Das Unternehmen mit Sitz in Wien

ist mehrfacher österreichischer

Multimedia- und E-Business-

Staatspreisträger.

FerRobotics Compliant Robot

Technology hat seinen Sitz in der

oberösterreichischen Hauptstadt

Linz. Das Hightech Unternehmen

verfügt über einzigartiges Know-

how in der Serienfertigung von

innovativen Roboterarmen und ist

weltweit führend in der Herstellung

von pneumatischen, nachgiebigen

Robotern. Die Hauptanwendungs-

gebiete der FerRobotics-Roboter-

Technologie sind im Bereich der

Automobil-Industrie aber auch in

der therapeutischen Medizintechnik

zu fi nden.

25


26

MEILENSTEINE 2011

HASCO:

Wachstum

Der Werkzeug- und Formenbau-

spezialist in der Berndorf Gruppe

schaffte 2011 das beste Unterneh-

mensergebnis seit der Sanierung.

Um den steigenden technolgischen

Ansprüchen und der guten Auf-

tragslage gerecht zu werden, inve-

stiert HASCO in die Erweiterung

des Produktionsareals am Standort

Lüdenscheid sowie in neue Techno-

logien. Der 2011 begonnene Bau

einer neuen Produktionshalle wird

im Sommer 2012 abgeschlossen.

stoba:

Neuzugang verstärkt Berndorf

Mit dem mehrheitlichen Erwerb von

Unternehmensanteilen der stoba

Präzisionstechnik GmbH & Co KG

erweitert die Berndorf Gruppe ihre

Aktivitäten im Automotive-Sek-

tor. Das Unternehmen mit Sitz in

Backnang/Deutschland produziert

hochwertige Komponenten im

Einspritzsystem von Verbrennungs-

kraftmaschinen für Personen-,

Lastkraftwagen und Nutzfahrzeuge.

Das 2011 von stoba gestartete

Investitionsprogramm modernisiert

die Produktionsanlagen in Back-

nang und schafft die Basis für die

Erschließung internationaler Märkte

in strategisch starker Position.

Joh. Pengg:

Verankerung in Indien

Mit der 2008 in Ranchi gestarteten

Produktion konnte sich das Bern-

dorf Joint Venture endgültig erfolg-

reich am indischen Subkontinent

verankern. Die gemeinsam mit dem

Partner Usha Martin betriebene

Stahldrahtfertigung beschäftigt be-

reits mehr als 50 Mitarbeiter. Seit

2011 investiert Joh. Pengg in der

Region Ranchi auch in ein erfolg-

reiches Sozialprojekt zur Verbesse-

rung von Gesundheits-Services und

Trinkwasser-Versorgung sowie zur

Unterstützung des Reisanbaus.

Berndorf Band:

Effizienzsteigerung durch Neubau

Die Dynamik des Wirtschaftsjahres

2011 nützt das Unternehmen für

eine Know-how-Konzentration am

Standort Berndorf. Die bereits

laufende Errichtung eines neuen

Bürogebäudes wird ab 2013

erstmals alle Bereiche von Bern-

dorf Band, die bisher am Standort

verteilt untergebracht waren, unter

einem Dach vereinen. Der schnel-

lere Informationsaustausch wird die

Innovationskraft weiter stärken.

Neues Schweißverfahren

In einem neuen Längs-Schweiß-

verfahren kann Berndorf Band

erstmals polierte Endlos-Bänder mit

mehr als 2 Meter Breite herstellen.

Die Bänder mit nano-polierten

Oberflächen kommen in der LCD-

Industrie zum Einsatz und sind

bis zu einer Tiefe von unter 100

Nanometer frei von Kratzern.

Hueck Rheinische:

Erfolg mit Produkt-Innovation

2011 war ein starkes Messejahr

für Hueck Rheinische. Die vom

Unternehmen neu entwickelten

Oberflächen-Vergütungsverfahren,

die in der sogenannten „Heliofami-

lie“ zusammengefasst sind, fanden

positive Resonanz bei Kunden aus

der Holzwerkstoff-Industrie. Holz-

oberflächen in zwei bis vier Glanz-

graden werden damit täuschend

echt simulierbar. Anlageinvestiti-

onen in der Höhe von 2,5 Millionen

Euro sichern die technologische

Spitzenposition des Unternehmens

am Markt ab.


Hueck Engraving:

Geglückte Mitarbeiter-Beteiligung

Mitarbeiter der Hueck Engraving

zeichneten 2011 Genussscheine

am eigenen Unternehmen. Damit

sind nun bereits Mitarbeiter aus

acht Unternehmen der Berndorf

Gruppe am Erfolg ihres Unterneh-

mens beteiligt. Schon um einen

Mindestbetrag von 500 Euro

können aktive Mitarbeiter Genuss-

scheine an den jeweiligen Berndorf-

Betrieben zeichnen. In den ersten

beiden Jahren ist der Kapitalerhalt

garantiert.

Aichelin:

Erfolge in Europa

Am Standort Mödling gelang

Aichelin 2011 der Anschluss an

die erfolgreiche Vergangenheit. Auf-

träge für Kunden wie BMW, Daimler

oder Mannesmann bescherten

Aichelin in Europa eine Auslastung,

die nahezu die Rekordzahlen von

2008 erreichte. Die in den Krisen-

jahren stark flexibilisierte Produk-

tionsstruktur an den europäischen

Aichelin-Standorten bestand ihre

Bewährungsprobe.

Mit Innovationskraft wusste die

schweizerische Aichelin-Tochter

SAFED zu überzeugen. Das vom

Unternehmen entwickelte Recy-

clingverfahren für carbonfaser-

verstärkte Kunststoffe errang im

Rahmen des 2011 erstmals ausge-

tragenen gruppenweiten

Innovationswettbewerbs der Bern-

dorf Gruppe den ersten Preis.

Dynamik aus Asien

Die Entwicklung der Aichelin in

China bleibt auch 2011 eine Er-

folgsgeschichte. Die aktuell größte

– von Aichelin jedoch erfolgreich

angenommene – Herausforderung

in Asien ist der Wettbewerb um

qualifizierte Mitarbeiter. In China

erzielte Aichelin 2011 Jahres-Um-

sätze und Erträge, die zwanzig Mal

höher lagen als noch vor 10 Jahren.

Damit trugen die Aktivitäten in Chi-

na essenziell zum Gesamt-Ergebnis

der Aichelin-Gruppe bei.

Berndorfderbau:

Neue Unternehmensspitze

Im Herbst 2011 wurde die Führung

des Unternehmens neu formiert.

Karl Narbeshuber folgte als neuer

Geschäftsführer dem Duo Karl

Angerer und Florian Schram nach.

Die Marktsituation im Schwimm-

badbau hatte sich – aufgrund der

angespannten Finanzlage vieler

mitteleuropäischer Kommunen

– drastisch verändert. Die im Un-

ternehmen nunmehr eingeleiteten

Restrukturierungsmaßnahmen

verfolgen das Ziel, die künftige

Expansion von Berndorfderbau

in der EU sowie in den entfernteren

Märkten Osteuropas wie Ukraine

oder Russland voranzutreiben.

Neue Tochter für Privatkunden

Mit der Berndorf Pool GmbH wird

der wachsende Markt für Privat-

Schwimmbecken forciert angespro-

chen. Die im April 2011 gegrün-

dete Gesellschaft ist bereits das

achte Unternehmen der Berndorf

derbau Gruppe. Neben dem

Poolbau kommt im Geschäftsmo-

dell der Berndorf Pool GmbH auch

dem After-Sales-Service – von der

Einwinterung über die Reparatur

bis zum Zubehörverkauf – große

Bedeutung zu.

Silica:

Energiespeicher-Anlagen

Anlagen zur Trocknung und Rei-

nigung von Erdgas, die von der

Berliner Berndorf-Tochter Silica

Verfahrenstechnik konstruiert

wurden, sind Bestandteil von zwei

der wichtigsten mitteleuropäischen

Erdgas-Speicheranlagen, die 2011

ihren Betrieb aufnahmen. Die Pro-

jekte Haidach II wie auch 7-Fields

in Oberösterreich nutzen ehemalige

Naturgaslagerstätten zur Vorratshal-

tung des wichtigen Energieträgers.

Darüber hinaus konnte Silica auch

das Erdgasspeicher-Projekt Nafta in

Tschechien abschließen.

Neue Anwendungsgebiete für

Wasserstoff-Reinigung

Einen Nachfrageanstieg verzeich-

net Silica für das Verfahren zur

Reinigung von Wasserstoff. Die

Anzahl der verkauften Anlagen

verdoppelte sich zwischen 2009

und 2011. Dafür ist vor allem der

Fotovoltaik-Boom verantwortlich.

Silica-Reinigungsverfahren schaf-

fen die Möglichkeit, verunreinigten

Wasserstoff, der bei der Fotovoltaik-

produktion entsteht, wiederverwert-

bar zu machen.

Berndorf Sondermaschinenbau:

Wechsel in der Geschäftsführung

Zum Jahresende 2011 übernahm

Otto Stadler die Geschäftsführung

von Martin Barger. Barger bereitet

sich auf neue Aufgaben außerhalb

der Berndorf Gruppe vor. Die stabile

Auslastung des Jahres 2011 eröff-

net Berndorf Sondermaschinenbau

neue Chancen bei der Akquisition

von Projektgeschäften.

27


28

LAGEBERICHT

UMFELD, UMSATZ, ERTRAG

Starkes Wachstum

mit nachlassender Dynamik

Die österreichische Wirtschaft

konnte im Jahr 2011 kräftig expan-

dieren. Die Österreichische Nati-

onalbank (OeNB) erwartet für das

Jahr 2011 für Österreich ein reales

BIP-Wachstum von 3,3%. Das ist

ein deutlich besseres Ergebnis, als

noch vor einem Jahr erwartet wor-

den war, stellt allerdings nicht den

Beginn eines länger anhaltenden,

kräftigen Wirtschaftsaufschwungs

dar. Schon während des Jahres

2011 deuteten Umfragen unter Un-

ternehmern im In- und Ausland auf

eine bevorstehende Abschwächung

der Wachstumsdynamik hin.

Weltwirtschaftliche Perspektive

schwächer

Die Perspektiven für die Welt-

wirtschaft trübten sich seit dem

Sommer 2011 deutlich ein. Vor

allem die Impulse aus dem Ausland

hätten gefehlt, analysiert die OeNB

weiter. Der erst 2010 in Schwung

gekommene Investitionszyklus gab

zur Jahresmitte 2011 bereits wie-

der nach. Das Exportwachstum hat

sich nach einem sehr guten ersten

Quartal 2011 spürbar abgekühlt.

Die größte Herausforderung für eine

positive Entwicklung des privaten

Konsums sah die OeNB in der stark

gestiegenen Inflationsrate. Trotz

kräftigen Beschäftigungswachs-

tums ging die Arbeitslosenrate in

Österreich im Jahr 2011 nur leicht

zurück.

Dynamik und Erweiterung bringen

Unternehmensrekorde

Auf das erfolgreiche Wirtschaftsjahr

2010 konnte die Berndorf Grup-

pe ein noch stärkeres Jahr 2011

folgen lassen. Selbst ohne Unter-

nehmens-Neuzugänge wurde annä-

hernd wieder das Umsatzniveau des

letzten Hochkonjunkturjahres 2008

erreicht, beim Ergebnis gelang ein

neuer historischer Spitzenwert. Der

Beitrag der 2011 neu erworbenen

stoba Präzisionstechnik erhöhte den

Gesamtumsatz der Berndorf Gruppe

schließlich auf 529 Millionen Euro.

Wie schon in den Vorjahren gewan-

nen die Aktivitäten der Berndorf

Gruppe in den asiatischen Wachs-

tumsmärkten 2011 erneut an

Bedeutung.

Die globale politische und wirt-

schaftliche Entwicklung zeigt

jedoch, dass es gefährlich wäre,

sich angesichts dieser Zahlen in

Sicherheit zu wiegen. Die Bern-

dorf Gruppe startete daher bereits

Ende 2010 unter dem Titel „best

in class“ eine Initiative, in der

sich jedes Gruppenunternehmen

das Ziel setzt, im jeweils eigenen

Marktsegment das beste Unterneh-

men im Vergleich zum Wettbewerb

zu werden.

Der Ansporn, diese Vision auch

umzusetzen, zeigte bereits 2011

positive Resultate. Damit wird die

positive Gesamtentwicklung der

Gruppe weiter unterstützt. Für

erforderliche Zukunftsinvestitionen,

die sich aus diesem Prozess erge-

ben, eröffnet die freie Liquidität

der Berndorf Gruppe den entspre-

chenden Handlungsspielraum.

Anhaltend hohe Auftragsstände

Trotz abgeschwächter gesamtwirt-

schaftlicher Dynamik in der zweiten

Jahreshälfte verzeichnen nahezu

alle Unternehmen der Berndorf

Gruppe Auftragsstände auf ähn-

lich hohem Niveau wie im Vorjahr.

Dazu trug - neben einem positiv

gestimmten konjunkturellen Umfeld

- die geglückte Flexibilisierung der

Produktion bei, die während der

letzten Krise an vielen internationa-


in Prozent GESAMTKAPITALRENDITE

15%

12%

9%

6%

3%

len Berndorf-Standorten eingeleitet

wurde.

Die aufkeimende Verunsicherung

über die weitere wirtschaftliche

Entwicklung blieb vorerst auf die

Bankwirtschaft beschränkt. Weit

greifende krisenhafte Entwick-

lungen konnten jedenfalls bis zum

Jahresende 2011 außerhalb des

realwirtschaftlichen Prozesses

gehalten werden. Gestützt durch

ihre finanzielle Unabhängigkeit

und Eigenständigkeit erwartet die

Berndorf Gruppe mögliche Aus-

wirkungen der Finanzkrise auf die

eigenen Unternehmen mittelfristig

abwehren zu können.

Eine Sondersituation zeigte die

Marktentwicklung im Schwimmbad-

bau. Aufgrund der angespannten

Finanzlage vieler mitteleuropäischer

Kommunen durchlebt dieser Markt

ein Umbruchsszenario. Berndorf

derbau leitete daher unter neuer

Führung ein Restrukturierungs-

programm ein, das neue Ge-

schäftsfelder für das Unternehmen

erschließt. Der Fokus richtete sich

auf Schwimmbad-Betreibermodel-

le, europäische Fernmärkte in der

Ukraine oder Russland sowie die

0%

2007 2008 2009 2010 2011

in Prozent

Forcierung des Privatkundenge-

schäftes.

Emerging Markets

Nahezu alle sechs großen Unter-

nehmensbereiche der Berndorf

Gruppe sind bereits mit Produkti-

11%

22%

Wärmebehandlung

Werkzeugbau

Automotive

onsstandorten in China oder Indien

vertreten. Das spiegelt sich in

einem weiterhin steigenden Beitrag

der in Asien ansässigen Gesell-

schaften zur Gesamtentwicklung

der Berndorf Gruppe wider.

Respektables Ergebnis

Das Ergebnis der gewöhnlichen

Geschäftstätigkeit betrug im Jahr

2011 58,3 Mio. Euro und stellt das

höchste Ergebnis in der Geschich-

te Berndorfs dar. Verglichen mit

dem Vorjahr konnte das Ergebnis

der gewöhnlichen Geschäftstätig-

keit um 101% gesteigert werden.

Diese Entwicklung spiegelt die gute

Positionierung der Berndorf Gruppe

sowie die Wirksamkeit der Quali-

täts- und Effizienzverbesserungen,

die in den von der Krise geprägten

Jahren in allen Unternehmensbe-

reichen stattgefunden haben, wider.

Das außerordentliche Ergebnis des

Jahres 2011 besteht aus Rückstel-

21%

ANTEIL DER BEREICHE

AM GESAMTUMSATZ

22%

26%

Prozess- & Oberflächentechnik

derbau, Verfahrenstechnik

lungen für noch bevorstehende Sa-

nierungen sowie sonstige Restruk-

turierungsmaßnahmen im Bereich

derbau und Aufwendungen für

Refinanzierungen in der stoba

Gruppe. Der Jahresüberschuss

beträgt 40,4 Mio. Euro.

29


30

LAGEBERICHT

FINANZLAGE, INVESTITIONEN

Das Gesamtvermögen der Berndorf

Gruppe stieg per 31. Dezember

2011 gegenüber dem Vorjahr um

96,4 Mio. Euro auf 473,9 Mio.

Euro. Erfreulicherweise stieg das

Eigenkapital um fast 40 Mio. Euro

auf 161,4 Mio. Euro.

Hohe Eigenkapitalquote

Die Eigenmittelquote hat sich ge-

ringfügig von 33,3% im Jahr 2010

auf 34,9% im Jahr 2011 verbes-

sert. Die gekürzte Eigenmittelquote

hat sich gegenüber dem Vorjahr

(43,9%) vor allem aufgrund des Er-

werbes der stoba Präzisionstechnik

verringert und beträgt 40,8%.

Der Brutto-Cashflow aus dem

operativen Bereich belief sich im

Geschäftsjahr 2011 auf 84,3 Mio.

Euro (nach 41,6 Mio. Euro im

Vorjahr).

Flexibilität durch Liquidität

Der Berndorf Gruppe steht auch

nach dem Erwerb der stoba noch

freie Liquidität in Höhe von 69 Mio.

Euro (Vorjahr: 91 Mio. Euro) zur

Verfügung, die jederzeit für weitere

Investitionen eingesetzt werden

kann. Die immer noch vorhandene

freie Liquidität bedeutet eine große

Flexibilität, um in wirtschaftlich

anspruchsvolleren Zeiten adäquat

und schnell reagieren und die

Tochtergesellschaften bei ihrem

Wachstumskurs im Sinne der Un-

ternehmensgruppe unterstützen zu

können.

Mit der oben beschriebenen Finanz-

lage ist die Berndorf Gruppe auch

in volatilen Zeiten immer noch gut

positioniert. Die Nettoverschuldung

stieg auf 77,4 Mio. Euro (Vorjahr:

13,4 Mio. Euro).

Langfristige Finanzierung

Die Übernahme der stoba Präzi-

sionstechnik sowie die Einleitung

eines engagierten Investitionspro-

grammes in diesem neuen Ge-

schäftsfeld konnte im Vorjahr zur

Gänze aus eigener Kraft getragen

werden. Zusätzlich konnten die

Reserven durch die erfreuliche Ent-

wicklung im Jahr 2011 wieder auf-

gestockt werden. Die mittelfristige

Finanzierung ist auch durch die

Anleihe gut gesichert. Es besteht

weiterhin keine Notwendigkeit,

Bankenlinien nach zu verhandeln.

Die exakte und vorausschauende

Liquiditätsplanung gibt uns die

Möglichkeit, auch in Zukunft lang-

fristig unabhängig zu disponieren.

Es wird zum jetzigen Zeitpunkt von

der Möglichkeit eines Forderungs-

factorings nur in geringfügigem

Ausmaß Gebrauch gemacht. Au-

ßerdem wurden keine Forderungen

verbrieft (asset backed securities).

Die Berndorf Gruppe favorisiert

– wie auch in der Vergangenheit

– eine überaus vorsichtige Bilan-

zierung ohne das Ausnützen von

Bewertungsspielräumen.

Investitionen

In Berndorf erfolgte der Projektstart

für die Errichtung eines neuen

Hauptbürogebäudes der Berndorf

Band Gruppe. Das Bauprojekt am

Standort Berndorf wird planmä-

ßig im Jahr 2013 abgeschlossen

werden und erstmals alle Ar-

beitsbereiche des Unternehmens

am Standort unter einem Dach

vereinen.

Die kontinuierliche Verbesserung

der energetischen Situation im Im-

mobilienbestand der Berndorf Grup-

pe am Standort Berndorf wurde mit


der Sanierung des Hallen-Objekts

115 erfolgreich fortgesetzt.

Der mehrheitliche Erwerb von

Unternehmensanteilen der stoba

Präzisionstechnik GmbH & Co

KG ergänzte die wirtschaftlichen

Schwerpunkte der Berndorf Gruppe

um ein sechstes, großes Geschäfts-

feld. Das Unternehmen mit Sitz in

Backnang/ Deutschland produziert

hochwertige Komponenten im

Einspritzsystem von Verbrennungs-

kraftmaschinen für Personen-,

Lastkraftwagen und Nutzfahrzeuge.

Im 4. Quartal wurde in Backnang

ein nachhaltiges Investitionspro-

gramm zur Modernisierung und

Erweiterung der Produktionsanlagen

gestartet, das Grundlage für die

kommende Internationalisierungs-

kampagne der stoba ist.

Die Modernisierungs- und Technolo-

gieinvestitionen bei Hueck Engra-

ving in Viersen konnten erfolgreich

abgeschlossen werden. Die mit den

neuen technischen Möglichkeiten

erzielbaren Qualitäten in der Ober-

flächenvergütung von Endlosbän-

dern stießen auf positive Resonanz

am Markt. Das Investitionsvolumen

in Mio. Euro EGT

75

60

45

30

15

0

2007 2008 2009 2010 2011

belief sich auf insgesamt 2,5 Milli-

onen Euro.

HASCO investiert in die Erweiterung

des Produktionsareals am Standort

Lüdenscheid sowie in neue Techno-

logien. Die gute Auftragslage nach

dem bisher besten Jahr seit der

Sanierung des Unternehmens soll

damit erfolgreich bewältigt werden

können. Der 2011 begonnene Bau

einer neuen Produktionshalle wird

im Sommer 2012 abgeschlossen.

Darüber hinaus wurden laufend

Ersatzinvestitionen vorgenommen,

um den Maschinenpark aller Unter-

nehmen auf gewohnt hohem und

modernem Niveau zu halten und

die Innovationskraft der Unterneh-

mensgruppe zu stärken.

Die Investitionstätigkeit der

Berndorf Gruppe entsprach mit 52

Mio. Euro rund 61% des Brutto-

Cashflows; gegenüber dem Vorjahr

sind die Investitionen um das

Zweieinhalbfache (Vorjahr: 15 Mio.

Euro) gestiegen. Die Unternehmen

finanzierten ihre Investitionen

größtenteils aus dem operativen

Cashflow.

in Prozent EIGENKAPITALQUOTE netto

50%

40%

30%

20%

10%

0%

2007 2008 2009 2010 2011

Den Investitionen in das immateri-

elle und das Sachanlagevermögen

von 40,8 Mio. Euro stehen Ab-

schreibungen von 24,9 Mio. Euro

gegenüber. In Finanzanlagen wur-

den rund 11,1 Mio. Euro investiert.

in Prozent* BILANZSTRUKTUR

59%

41%

58%

42%

56%

44%

2011 2010

Eigenkapital

Fremdkapital

* gekürzt um die freie Liquidität

61%

39%

Anlagevermögen

Umlaufvermögen

3


32

LAGEBERICHT

FORSCHUNG & ENTWICKLUNG,

MITARBEITERINNEN & MITARBEITER,

CHANCEN & RISIKOMANAGEMENT

Forschung & Entwicklung

Schon seit fast 170 Jahren treiben

Innovationen – als Produkt von

Forschung und Entwicklung – die

Geschichte Berndorfs voran. Stand

einst revolutionäre Technik zur

maschinellen Fertigung von Besteck

im Mittelpunkt, so dominieren

heute hochspezifische Verfahren

und Entwicklungen im Bereich der

metallischen Oberflächenbearbei-

tung oder des Anlagenbaues.

Im 2011 erstmals ausgetragenen

Berndorf-Innovationswettbewerb

wurde deutlich, wie umfassend und

vielfältig heute die Innovationstä-

tigkeit der einzelnen Unternehmen

der Berndorf Gruppe im Rahmen

der engen und kontinuierlichen

Zusammenarbeit mit Kunden ist.

Der jährlich ausgeschriebene Wett-

bewerb soll das Bewusstsein für die

Bedeutung von Innovation in der

Berndorf Gruppe nachhaltig und

unabhängig von kurzfristiger ökono-

mischer Dynamik stärken, sowie die

Leistungen der Entwicklungsteams

aus den Unternehmen würdigen.

Mitarbeiterinnen & Mitarbeiter

Im Jahr 2011 beschäftigte die

Berndorf Gruppe in den voll kon-

solidierten Unternehmen durch-

schnittlich 2.363 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter, davon 1.226

Arbeiter und 1.137 Angestellte.

Die Berndorf Gruppe versteht sich

als globales Unternehmen mit euro-

päischer Prägung. Obwohl ca. 90 %

aller Umsätze im Ausland bzw. für

ausländische Kunden erwirtschaf-

tet werden, ist in Österreich – als

historischem Kernland des Unter-

nehmens – noch immer rund ein

Viertel der Belegschaft der Gruppe

beschäftigt. Daraus ist ein klares

Bekenntnis zum Standort Öster-

reich – insbesondere Niederösterrei-

ch (Berndorf, Mödling, Guntrams-

dorf) – ersichtlich. Knapp mehr

als jeder zweite Arbeitnehmer der

Berndorf Gruppe ist in Deutschland

tätig.

Chancen & Risikomanagement

Das Risikobewusstsein aller

Mitarbeiter und die Wachsamkeit

gegenüber Risiken aus dem Bereich

Beschaffung, Vertrieb und Kunden-

bindung sowie aus der technolo-

gischen Entwicklung der Produkte

sind im Konzern stark ausgeprägt

und gut verwurzelt.

In nahezu allen Unternehmens-

bereichen besteht ein Internes

Kontrollsystem (IKS) als Teil des

Enterprise Risk Management

Systems, um dieses Bewusstsein

auch formal festzuhalten und für

alle nachvollziehbar zu gestalten.

Dieses Thema ist auch in den

Geschäftsordnungen der einzelnen

Geschäftsführer präsent. Im Sinne

der weiteren Fokussierung auf die

flexible Bereitstellung von Working

Capital wurde 2011 eine neue,

gruppenweit gültige, Finanzrah-

menrichtlinie entwickelt. Auf dieser

Basis folgt in weiteren Schritten ab

dem Jahr 2012 die Einführung von

insgesamt vier Detailrichtlinien, die

von einer Vielzahl der Tochtergesell-

schaften umgesetzt werden.


Das heterogene Produktionsportfolio

federt teilweise zyklische Schwan-

kungen ab; die breite Kundenbasis

lässt keine umfangreichen punktu-

ellen Ausfälle befürchten.

Finanzielle Risiken werden durch

Zinssatzfixierungen gesteuert,

Währungsrisiken werden – soweit

sinnvoll – durch Devisenterminge-

schäfte und Fertigung vor Ort aus-

geglichen. Schwankungen bei den

Preisen und Vormaterialien können

Großteils entsprechend flexibel an

die Kunden weitergegeben werden.

Liquiditätsrisiken sind durch das

ausreichende Eigenkapital (Eigen-

mittelquote brutto 34,9%, netto

40,8 %) und die frei verfügbare

Liquidität von 69 Mio. Euro nicht

zu befürchten. Ausfallsrisiken sind

durch Versicherungen und den

breiten Kundenstock der Berndorf

Gesellschaften auf ein Minimum

reduziert.

Die Risiken in der Berndorf Gruppe

bleiben überschaubar, sodass keine

Gefährdung des erfolgreichen Fort-

bestandes des Unternehmens zu

befürchten ist.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine

besonderen, die Aussagen über das

Jahr 2011 verändernde, Ereignisse

eingetreten.

2.500

2.000

1.500

1.000

500

0

MITARBEITERSTAND

2007 2008 2009 2010 2011

33


34

LAGEBERICHT

AUSBLICK

Ausblick auf das Jahr 2012

Eine mögliche Ausweitung der aktu-

ellen Staatsschuldenkrise zu einer

realwirtschaftlichen Krise wird von

den Wirtschaftsforschern innerhalb

der kommenden beiden Jahre für

wahrscheinlich gehalten. Wobei die

Effekte doch soweit abgedämpft

bzw. verzögert eintreten sollen, dass

eine ähnlich krisenhafte Entwick-

lung wie 2008 nicht wahrscheinlich

ist.

Das WIFO erwartet für Österreich

ein Wachstum von nur rund 0,4%

im Jahr 2012, sowie 1,6% im

Jahr 2013. Auch danach ist im

Durchschnittswert kein allgemeiner

Wirtschafts-Boom in Sicht. In der

Mittelfrist-Prognose des WIFO für

die weitere Entwicklung Österrei-

chs bis 2016 bleibt es bei einem

verhaltenen Wirtschaftsaufschwung

mit durchschnittlichen Wachstums-

raten von 1,6% pro Jahr. Weiterhin

wird die österreichische Wirtschaft

jedoch von der günstigen Entwick-

lung des internationalen Handels

profitieren. Das WIFO rechnet im

Durchschnitt der Jahre 2012 -

2016 mit einem jährlichen Ausfuhr-

Zuwachs von 5,5%.

Wir gehen davon aus, dass sich

die durchwegs exportorientierten

Bereiche der Berndorf Gruppe auf

Basis dieser ökonomische Rah-

menbedingungen und ihres breit

aufgestellten Produktportfolios gut

behaupten werden.

Strategien für einen aktiven Umgang

mit aktuellen Herausforderungen

Die öffentliche Debatte im Zuge der

Herabstufungen der Ratings vieler

europäischer Volkswirtschaften

birgt zwar die Chance für wirkungs-

volle Reformen in den EU-Staaten,

führt jedoch gleichzeitig auch zur

Verunsicherung über den zukünf-

tigen Weg der Währungsunion. Die

marktpsychologische Konsequenz

dieser Situation führt dazu, dass

sich derzeit mittel- bis langfristig

keine sicheren Prognosen abgeben

lassen.

Die Berndorf Gruppe operiert daher

konsequent mit verschiedenen,

situativ angepassten Szenarien. Auf

diesem Weg kann das Unternehmen

zuversichtlich und mit Vertrauen in

die eigenen Stärken in das heraus-

fordernde Jahr 2012 gehen. Die

konsequente Umsetzung der Risiko-

politik, die gute Liquiditätssituation

so wie die pro-aktive Rolle des

Managements bei der Steuerung der

Gesellschaften der Berndorf Gruppe

sind Garanten dafür. Das Erreichen

eines nachhaltig positiven Ergeb-

nisses scheint auch im nächsten

Jahr realistisch. Die Fortführung

dieses Weges aus eigener Organi-

sations- und Finanzkraft wird die

unabhängige, wachstumsorientierte

Marktposition der Berndorf Gruppe

weiter stärken.

Wir arbeiten dafür, dass diese

Prognosen erreichbar bleiben. Die

breite Unterstützung innovativer

Prozesse sowie die Motivation

der Gruppen-Unternehmen, aus

dem „best-in-class“-Programm im

jeweils eigenen Segment „Gewin-

nermentalität“ zu schöpfen und

die Verstärkung der Internationa-

lisierungs-Anstrengungen in den

angestammten wie in den neuen

Unternehmensbereichen wird uns

dabei unterstützen.

Wachstum durch Internationalisierung

China und Indien werden – lt.

WIFO – weiterhin mit +8,6% bzw.

+8,4% das höchste Wirtschafts-

wachstum pro Jahr verzeichnen.


Für die anderen Entwicklungs- und

Schwellenländer werden jeweils

noch Wachstumsraten jenseits der

4 Prozent erwartet.

Auf der Welle dieser Entwicklung

sind Unternehmen der Berndorf

Gruppe schon seit einigen Jahren in

diesen aufstrebenden Märkten tätig.

Die zu erwartende – noch stärkere

– Verankerung des Kunden-Fokus

in den Wachstumsmärkten China,

Indien und Brasilien wird die Unter-

nehmen in die Lage versetzen, noch

erheblichere Anteile ihres gesamten

Umsatzes in diesen Regionen zu

erwirtschaften.

Individuelles Wachstum der nun-

mehr sechs großen, nach Branchen

differenzierten, Unternehmensbe-

reiche ist unser erklärtes Wachs-

tumsziel. Die Erreichung dieses

Ziels wird die strategisch unabhän-

gige Position der Berndorf Gruppe

für die Jahre 2012 - 2016 noch

zusätzlich stärken. Die dezentrale

Organisation der Gruppe sowie das

unternehmerische Commitment der

MitarbeiterInnen machen Berndorf

heute zu einem Unternehmen mit

globaler Auffassung.

Wir bedanken uns auch an dieser

Stelle bei allen Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern für die Zusam-

menarbeit in den vergangenen Jah-

ren und sind zuversichtlich, dass

wir durch unsere gute Vorbereitung

gemeinsam die Herausforderungen

der nächsten Jahre meistern wer-

den.

Berndorf, am 29. März 2012

Franz Viehböck Peter Pichler Dietmar Müller

seit 10 Jahren bei Berndorf seit 22 Jahren bei Berndorf seit 23 Jahren bei Berndorf

35


36

„Konzentration aufs Wesentliche eröffnet

Handlungsspielräume und bringt Sicherheit.“

NORBERT ZIMMERMANN IM INTERVIEW

Das Jahr 2011 bleibt vielen Beobach-

tern zwiespältig in Erinnerung. Natur-

katastrophen und politische Krisen

dominierten lange Zeit die Schlag-

zeilen; in der zweiten Jahreshälfte

verdüsterte sich der wirtschaftliche

Ausblick. Was nimmt die Berndorf AG

aus diesem Jahr mit?

Aus der Sicht des Aufsichtsrates

und Eigentümervertreters war 2011

in Berndorf ein sehr gutes Jahr.

Der Vorstand hat mit den Mitar-

beiterInnen ein Rekordergebnis

eingefahren. Es ist eine Freude, wie

die ganze Gruppe dasteht. Aus den

Zahlen, die wir zur Verfügung ha-

ben, lässt sich bis jetzt keine große

Krise erkennen, obwohl die Dyna-

mik der Auftragslage nachlässt.

Was passiert an der Spitze des Unter-

nehmens, um diesen Kurs zu halten?

Die Strukturen sind gut einge-

spielt. Die Organe des Unter-

nehmens – im Vorstand und im

Aufsichtsrat – können sich auf ihre

Aufgaben konzentrieren und pfl egen

im Zusammenspiel der Generati-

onen und mit den MitarbeiterInnen

gutes Teamwork. Das ist wichtig,

denn das gibt auch ausreichend

Zeit, uns auf unterschiedliche Sze-

narien vorzubereiten. Ich versuche

meine Rolle als Aufsichtsratsvorsit-

zender so wahrzunehmen, dass ich

feinfühliger Seismograf für künftige

Entwicklungen sein kann.

Welche Erwartungen haben Sie

an 2012 und die folgenden Jahre?

Sehen Sie mehr Gefahren oder mehr

Chancen?

Im Moment lässt sich keine sichere

mittel- bis längerfristige Prognose

abgeben. Alles ist möglich, selbst

auf langjährig bewährte Indikatoren

ist nicht immer Verlass. Im Jahr

2008 hatte die sogenannte Real-

wirtschaft sehr lange keinen ökono-

mischen Rückgang wahrgenommen.

Dieser vermeintlichen Ruhe folgte

damals aber der größte Einbruch,

den wir jemals erlebten. Trotzdem

glaube ich, dass die Situation heute

mit jener von damals nicht ver-

gleichbar ist.

Warum – was sind die Unterschiede?

Der wichtigste Unterschied ist

meines Erachtens, dass wir heute

ganz einfach besser auf unsichere

Situationen vorbereitet sind. Der

Absturz 2008/2009 ist nach sechs

ununterbrochenen Wachstumsjah-

ren aus heiterem Himmel gekom-

men. Das war ein Schock. Aber aus

dieser Krise sind viele gut geführte

Unternehmen, auch Berndorf,

schlank und athletisch zurückge-

kommen und bis heute in dieser

Verfassung geblieben. Es war noch

gar keine Zeit, neuerlich „verwöhnt“

und „übergewichtig“ zu sein.

Wer nicht verwöhnt ist, kommt besser

durch unsichere Zeiten?

Das allein wäre zu wenig. Die

Betriebe haben auch das Selbst-

bewusstsein gewonnen, für das

Ärgste gerüstet zu sein. Das richtige

Training, die gute Vorbereitung auf

verschiedene Szenarien machen

es aus. Gutes Management trifft

– selbst bei Unsicherheit – die

richtigen Entscheidungen.

Nehmen wir die Zukunft des Euro

als aktuelles Beispiel: Mit einer 20-

Prozent-Wahrscheinlichkeit bricht

die Währung auseinander, mit einer

50-Prozent-Wahrscheinlichkeit

bricht sie teilweise auseinander und

so weiter. Was rund um uns herum

passiert, können wir nicht beein-

fl ussen. Aber je besser wir vorher

verschiedene Szenarien durchden-

ken, desto höher wird unsere Tref-

ferquote sein, das Richtige zu tun.

Stichwort „Trefferquote“: Mit dem

2011 vergebenen „Innovationskaiser“

wurden erstmals jene Unternehmen

und MitarbeiterInnen ausgezeichnet,


die in der Berndorf Gruppe besonders

zukunftsorientiert agieren. Welchen

Stellenwert hat die Innovationskraft

als Wachstumstreiber in Berndorf?

Innovation ist die wesentliche Ener-

gie, die ein Unternehmen voran-

treibt. Sie braucht Raum und Zeit,

aber auch Würdigung. Effi ziente

Strukturen erlauben den Mitarbei-

terInnen in einer Organisation die

Konzentration aufs Wesentliche

und lassen es daher zu, dass sich

Innovation voll entfalten kann.

Der Innovationspreis in Berndorf

hat erfreuliche Projekte zutage

gefördert und gezeigt, wie groß die

Fantasie in den Unternehmen ist.

Dass der Weg von der visionären

Idee zur praxisorientierten Umset-

zung häufi g noch sehr steinig ist,

hat unsere Betriebe nicht davon

abgehalten, ihn dennoch zu gehen.

Alle nominierten Projekte werden

bereits von Kunden eingesetzt.

So wird Innovation zur nachhaltig

wirksamen Kraft.

Sie sprechen von effi zienten Struk-

turen, die Innovation erst ermögli-

chen. Der Innovationspreis wurde vom

Berndorf AG-Vorstand entwickelt und

von den Eigentümern über die SAX-

Stiftung fi nanziert. Ist das in diesem

Zusammenhang ein Modellfall?

Aus meiner Sicht ist es jedenfalls

ein Beleg dafür, wie verzahnt die

Organe der Berndorf AG zusam-

menarbeiten. Ich spüre kaum

Reibungsverluste. Das gilt sowohl

für Vorstand und Aufsichtsrat als

auch für die Eigentümerseite und

die Belegschaftsvertretung im Auf-

sichtsrat. Wir vergeuden keine Zeit

auf Nebenschauplätzen, sondern

können Energie für die wirklich

wesentlichen Dinge aufwenden.

Dazu zählten vor allem die Ein-

richtung einer eventorientierten

Finanzplanung sowie die erfolg-

reiche Akquisition und Integration

von stoba. Beides gelang in guter

Kooperation zwischen Vorstand und

Aufsichtsrat. Die Berndorf-Gruppe

steht damit jetzt auf sechs Säulen

und kann aus eigener Kraft unab-

hängig weiterwachsen.

Welche wachstumsorientierten

Entwicklungsschritte sehen Sie aus

der Warte der Eigentümer bzw. des

Aufsichtsrates auf die Berndorf AG

zukommen?

Nach der großen Erweiterung um

stoba und der damit verstärkten

Verankerung in der Automobil-Zulie-

ferindustrie haben die Berndorf-Un-

ternehmen in ihrer Gesamtheit eine

große Breite erreicht. Mit Berndorf

Band & Hueck, stoba, Aichelin,

HASCO, Berndorfderbau sowie

Silica und den Berndorf Joint

Ventures gibt es sechs spannende

Zentren, um die herum sechs Mal

neues, individuelles Wachstum

entsteht. Die Erweiterung um ein

weiteres, siebentes Zentrum sehe

ich derzeit nicht.

Die rund 2.000 Mitarbeiter an den

Standorten im deutschsprachigen

Raum geben unseren Unternehmen

ein sehr starkes Fundament im

Kern Europas. Die Branchen-Vielfalt

gibt uns Krisenfestigkeit und eröff-

net Handlungsspielräume, die es zu

nutzen gilt. Dafür haben wir nicht

nur innerhalb, sondern vor allem

außerhalb Europas noch genug zu

tun. Insgesamt warten acht Milli-

arden Menschen mit Bedürfnissen

und Wünschen, die erfüllt werden

wollen. Wenn wir erfi nderisch genug

und dazu bereit sind, auf diese

Menschen – von Europa über Asien

bis nach Nord- und Südamerika

oder Afrika – zuzugehen, werden wir

weiterhin Erfolg haben.

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38

FINANZTEIL

BILANZ (AKTIVA)

IN TEUR 2011 2010

A. Anlagevermögen 171.577 111.387

I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.690 2.089

1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 1.193 999

2. Firmenwerte 1.429 1.090

3. Geleistete Anzahlungen 68 0

II. Sachanlagen 130.571 76.857

1. Grundstücke und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremdem Grund 36.090 37.875

2. Technische Anlagen und Maschinen 56.972 26.724

3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.993 8.657

4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 16.517 3.601

III. Finanzanlagen 38.316 32.441

1. Anteile an verbundenen Unternehmen (nicht konsolidiert) 6.610 7.476

2. Beteiligungen 11.793 12.525

a) Beteiligungen an assoziierten Unternehmen (konsolidiert) 7.733 7.440

b) Beteiligungen an assoziierten Unternehmen (nicht konsolidiert) 3.740 4.755

c) Sonstige Beteiligungen 319 330

3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen (nicht konsolidiert) 218 218

4. Wertpapiere und Wertrechte des Anlagevermögens 18.591 11.000

5. Sonstige Ausleihungen 1.104 1.222

B. Umlaufvermögen 300.268 264.476

I. Vorräte 85.846 60.737

1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 32.987 22.426

2. Unfertige Erzeugnisse abzgl. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 27.175 19.214

3. Fertige Erzeugnisse und Waren abzgl. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 16.401 10.602

4. Noch nicht abrechenbare Leistungen abzgl. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.636 3.190

5. Geleistete Anzahlungen abzgl. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 5.647 5.305

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 145.509 112.784

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 96.587 68.743

2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (nicht konsolidiert) 7.601 9.829

3. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 6.192 2.442

4. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 35.130 31.770

III. Wertpapiere und Anteile 16.863 45.463

IV. Kassenbestand, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten 52.050 45.492

C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.062 1.669

(davon aktivische Abgrenzung für latente Steuern TEUR 1.055; i. Vj. TEUR 602)

SUMME AKTIVA 473.906 377.532


BILANZ (PASSIVA)

IN TEUR 2011 2010

A. Eigenkapital 161.437 121.492

I. Grundkapital 11.000 11.000

II. Substanzgenussrechte 1.222 1.222

III. Kapitalrücklagen 1.778 1.778

IV. Gewinnrücklagen 21.914 19.977

V. Ausgleichsposten aus Währungsumrechnung 3.107 2.160

VI. Fremdanteile 33.347 14.866

VII. Bilanzgewinn 89.069 70.489

(davon Gewinnvortrag TEUR 62.359; i. Vj. TEUR 51.663)

B. Unversteuerte Rücklagen 3.907 4.196

1. Bewertungsreserve auf Grund von Sonderabschreibungen 3.444 3.746

2. Sonstige unversteuerte Rücklagen 464 450

C. Öffentliche Förderungen 674 837

Subventionen gemäß § 3 Abs 1 Z 6 EStG

D. Rückstellungen 87.342 75.011

1. Rückstellungen für Abfertigungen 7.683 7.343

2. Rückstellungen für Pensionen 18.501 17.644

3. Steuerrückstellungen 9.720 5.017

4. Sonstige Rückstellungen 51.438 45.007

E. Verbindlichkeiten 219.440 173.592

1. Anleihen 45.000 45.000

2. ERP-Kredite 4.014 5.689

3. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 97.259 53.701

4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 22.351 33.591

5. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 25.784 17.334

6. Verbindlichkeiten a. d. Annahme gez. Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel 0 51

7. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (nicht konsolidiert) 1.936 210

8. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.187 6.822

9. Sonstige Verbindlichkeiten 21.909 11.194

F. Rechnungsabgrenzungsposten 1.106 2.404

SUMME PASSIVA 473.906 377.532

Haftungsverhältnisse 39.190 17.352

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40

FINANZTEIL

GEWINN- & VERLUSTRECHNUNG

IN TEUR 2011 2010

1. Umsatzerlöse 528.532 374.602

2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie an noch

nicht abrechenbaren Leistungen 12.384 7.454

3. Andere aktivierte Eigenleistungen 8.607 2.656

4. Sonstige betriebliche Erträge 11.648 9.243

a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen 415 917

b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 2.745 1.546

c) Übrige 8.488 6.780

5. Aufwendungen für Material und bezogene Herstellungsleistungen -250.167 -185.009

a) Materialaufwand -213.740 -154.249

b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -36.427 -30.760

6. Personalaufwand -138.757 -98.529

a) Löhne -40.824 -21.382

b) Gehälter -69.744 -56.797

c) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebl. Mitarbeitervorsorgekassen -1.993 -1.309

d) Aufwendungen für Altersversorgung -1.886 -1.409

e) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom

Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge -22.667 -16.919

f) Sonstige Sozialaufwendungen -1.643 -713

7. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -24.444 -12.607

8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -84.170 -66.214

a) Steuern, soweit sie nicht unter Z 21 fallen -800 -588

b) Übrige -83.370 -65.626

9. BETRIEBSERGEBNIS 63.633 31.596


IN TEUR 2011 2010

10. Erträge aus sonstigen Beteiligungen 2.348 1.663

a) aus assoziierten Unternehmen 2.348 1.663

b) Sonstige 0 0

11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 288 143

12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.911 1.622

(davon von verbundenen Unternehmen: TEUR 279; i. Vj.: TEUR 263)

13. Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens 1.581 163

14. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens -1.734 -465

a) Abschreibungen -1.509 -321

b) Sonstige -225 -144

15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -9.693 -5.768

(davon betreffend verbundene Unternehmen: TEUR 6; i. Vj.: TEUR 4)

16. FINANZERGEBNIS -5.298 -2.642

17. ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 58.335 28.954

18. Außerordentliche Erträge 541 6.001

19. Außerordentliche Aufwendungen -7.919 -4.356

20. AUSSERORDENTLICHES ERGEBNIS -7.378 1.645

21. Steuern vom Einkommen -10.526 -5.508

22. JAHRESÜBERSCHUSS 40.430 25.091

23. Auflösung unversteuerter Rücklagen 346 868

24. Fremdanteile am Jahresergebnis -14.067 -6.872

25. Zuweisung zu unversteuerten Rücklagen 0 -261

26. Gewinnvortrag 62.359 51.663

27. BILANZGEWINN 89.069 62.359

4


42

FINANZTEIL

KAPITALFLUSSRECHNUNG

IN TEUR 2011 2010

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 58.335 28.954

Überleitung auf den Nettogeldfluss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit:

Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Investitionsbereichs 25.733 12.926

Zuschreibungen auf Vermögensgegenstände des Investitionsbereichs 0 -1

Verluste/Gewinne aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Investitionsbereichs -1.890 -1.079

Auflösung von Investitionszuschüssen -163 -218

Sonstige zahlungsunwirksame Erträge 1.030 0

Veränderung der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -22.514 -26.856

Veränderung der Rückstellungen, ausgenommen für Ertragssteuern 3.859 462

Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva -6.336 10.114

Netto-Geldfluss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 58.054 24.302

Netto-Geldfluss aus außerordentlichen Posten -4.069 -4.822

Zahlungen für Ertragssteuern -6.395 -3.710

Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 47.590 15.770

Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen) 33.476 6.938

Einzahlungen aus Finanzanlagenabgang und sonstigen Finanzinvestitionen 3.691 2.297

Auszahlungen für den Erwerb von erstmals in den Konzernabschluss einbezogenen

Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen und den Erwerb weiterer Anteile -1.515 11

Auszahlungen aufgrund der Entkonsolidierung von Tochterunternehmen 0 0

Auszahlungen für Anlagenzugang (ohne Finanzanlagen) -39.956 -11.383

Auszahlungen für Finanzanlagenzugang und sonstige Finanzinvestitionen -11.131 -4.830

Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit -15.435 -6.967

Auszahlungen aus der Bedienung des Eigenkapitals -9.641 -4.519

Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten -46.906 -27.148

Einzahlungen aus der Ausgabe von Genussrechten 468 189

Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit -56.079 -31.478

Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes -23.924 -22.675

Wechselkursbedingte und sonstige Veränderungen 623 812

Erstkonsolidierung verbundene Unternehmen nicht konsolidiert 1.260 0

Finanzmittelbestand am Beginn der Periode 90.954 112.817

Finanzmittelbestand am Ende der Periode 68.913 90.954

Cash-Bestand (+) Erhöhung/(-) Reduktion -22.041 -21.862

Zusammensetzung des Finanzmittelbestandes

Kassenbestand, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten 52.050 45.492

Wertpapiere des Umlaufvermögens 16.863 45.462


BERICHT DES AUFSICHTSRATES

Im Geschäftsjahr 2011 hat der Aufsichtsrat in sechs

Sitzungen die ihm nach Gesetz und Satzung zukom-

menden Aufgaben wahrgenommen.

Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat regelmäßig schrift-

lich und mündlich über den Gang der Geschäfte und

die Lage der Gesellschaft Auskunft gegeben und dabei

auch über die Lage der Konzerngesellschaften berich-

tet. Alle Maßnahmen, die der Zustimmung des Auf-

sichtsrates bedürfen, wurden eingehend beraten.

Erörtert im Aufsichtsrat wurden insbesondere Akquisi-

tionen, die wirtschaftliche Lage und die Perspektiven

der Konzerngesellschaften, Maßnahmen zur Stärkung

der Wettbewerbsfähigkeit und Marktposition sowie die

Investitions- und Finanzplanung des Konzerns.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und

Konzernabschluss der Berndorf AG sowie der mit dem

Lagebericht zusammengefasste Konzernlagebericht für

das Geschäftsjahr 2011 sind von der Deloitte Wirt-

schaftsprüfungs GmbH geprüft. Der Jahresabschluss

und der Konzernabschluss haben zu keinen Beanstan-

dungen Anlass gegeben und wurden mit dem uneinge-

schränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der

Prüfung an, erklärt sich mit dem vom Vorstand vorge-

legten Jahresabschluss samt Lagebericht einschließlich

Gewinnverwendungsvorschlag einverstanden und billigt

den Jahresabschluss gemäß § 125 Absatz 3 Aktienge-

setz, wodurch er festgestellt ist.

Außerdem erklärt er sich mit dem gemäß § 246 UGB

aufgestellten Konzernabschluss einverstanden.

Besonderer Dank gebührt den Vorständen sowie allen

MitarbeiterInnen für ihren Einsatz und die geleistete

Arbeit.

Berndorf, März 2012

Norbert Zimmermann, Aufsichtsratsvorsitzender

43


44

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Wir haben den Konzernabschluss der Berndorf Aktien-

gesellschaft, Berndorf, für das Geschäftsjahr vom 1.

Jänner bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung

und der Inhalt dieses Konzernabschlusses sowie des

Konzernlageberichtes in Übereinstimmung mit den

österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften

liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter

der Gesellschaft. Unsere Verantwortung besteht in der

Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernab-

schluss auf der Grundlage unserer Prüfung und einer

Aussage, ob der Konzernlagebericht in Einklang mit

dem Konzernabschluss steht.

Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in

Österreich geltenden gesetz- lichen Vorschriften und

Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung

durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, die Prüfung

so zu planen und durchzuführen, dass ein hinreichend

sicheres Urteil darüber abgegeben werden kann, ob der

Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstel-

lungen ist und eine Aussage getroffen werden kann, ob

der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in

Einklang steht. Bei der Festlegung der Prüfungshand-

lungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätig-

keit und über das wirtschaftliche und rechtliche Um-

feld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche

Fehler berücksichtigt.

Im Rahmen der Prüfung werden die Nachweise für

Beträge und sonstige Angaben im Konzernabschluss

überwiegend auf Basis von Stichproben beurteilt. Die

Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der ange-

wandten Rechnungslegungsgrundsätze und der von den

gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen

Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage

des Konzernabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass

unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für

unser Prüfungsurteil darstellt.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der Konzernabschluss der Berndorf Aktien-

gesellschaft nach unserer Beurteilung den gesetzlichen

Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild

der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.

Dezember 2011 sowie der Ertragslage und der Zah-

lungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom

1. Jänner bis 31. Dezember 2011 in Übereinstimmung

mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger

Buchführung. Der Konzernlagebericht steht in Einklang

mit dem Konzernabschluss.

Wien, März 2012

Deloitte Wirtschaftsprüfungs GmbH

Michael Heller

Gudrun Dorner

Wirtschaftsprüfer

Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer

von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor

unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk

zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird.


ADRESSEN

Berndorf AG

Leobersdorfer Str. 26

A-2560 Berndorf – Austria

T: +43 / 2672 / 829 00

F: +43 / 2672 / 834 26

www.berndorf.at

HASCO Hasenclever GmbH + Co KG

Im Wiesental 77

D-58513 Lüdenscheid – Germany

T: +49 / 2351 957 / 0

F: +49 / 2351 957 / 237

www.hasco.de

stoba Präzisionstechnik GmbH + Co KG

Lange Äcker 8

D-71522 Backnang – Germany

T: +49 / 7191 806 / 115

F: +49 / 7191 806 / 169

Aichelin GmbH

Fabrikgasse 3

A-2340 Mödling – Austria

T: +43 / 2236 / 236 46-200

F: +43 / 2236 / 222 291

www.aichelin.at

Berndorf Band GmbH

Leobersdorfer Str. 26

A-2560 Berndorf – Austria

T: +43 / 2672 / 800

F: +43 / 2672 / 84 176

www.berndorf-band.at

HUECK Rheinische GmbH

Helmholtzstr. 9

D-41747 Viersen - Germany

T: +49 / 2162 / 94694-0

F: +49 / 2162 / 94694-51

www.hueck-rheinische.com

Berndorf Metall- und Bäderbau GmbH

Leobersdorfer Str. 26

A-2560 Berndorf – Austria

T: +43 / 2672 / 836 40

F: +43 / 2672 / 836 40-49

www.berndorf-baederbau.com

Silica Verfahrenstechnik GmbH

Wittestr. 24

D-13509 Berlin – Germany

T: +49 / 30 / 435 73 5

F: +49 / 30 / 435 73 300

www.silica.de

Joh. Pengg AG

A-8621 Thörl – Austria

T: +43 / 3861 / 5090

F: +43 / 3861 / 2318

www.wire-pengg.com

PC Electric GmbH

Diesseits 145

A-4973 St. Martin – Austria

T: +43 / 7751 / 61 220

F: +43 / 7751 / 69 69

www.pcelectric.at

Lumpi-Berndorf Draht- und

Seilwerk GmbH

Binderlandweg 7

A-4030 Linz – Austria

T: +43 / 732 / 381 271-0

F: +43 / 732 / 383 848-20

www.lumpi-berndorf.at


Herausgeber

Berndorf AG

Leobersdorfer Straße 26

A-2560 Berndorf, Austria

Firmenbuchnummer: FN117391i

Firmenbuchgericht: LG als HG Wr. Neustadt

UID-Nr.: ATU14689005

Layout und Umsetzung

chilidesign, P. Hötzl - Grafik, Putz & Stingl - Textchronik

Fotos & Illustrationen

chilidesign, Archiv Berndorf AG

Druck

Art & Designhouse, Armin Jölly

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