21.07.2020 Aufrufe

Golfzeitung Grünland Ausgabe 2/2020

Die Golfzeitung des Münchner Merkur und seiner Heimatzeitungen

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Die Golfzeitung des Münchner Merkur und seiner Heimatzeitungen Ausgabe 14 | Juli/August 2020


EDITORIAL/INHALT 2

Seite 4

Schäfflertanz in Valley

SPORT

Seite 7

DM-Gold für Nicola Rössler

Seite 8

Weitenjäger Martin Borgmeier

IMPRESSUM

Verlag:

Zeitungsverlag Oberbayern GmbH & Co. KG,

Pfaffenrieder Straße 9, 82515 Wolfratshausen

Geschäftsführer: Daniel Schöningh

Verantwortlich für den Inhalt: Stefan Hampel

Seite 10

Die Lindlbauer-Schwestern

MENSCHEN

Seite 15

Interview Hingerl/Weichselgartner

CLUBS & BUNTES

Seite 18

Künstler Andreas Matzner

Anzeigen:

Katja Meindl (verantw.),

Alexander Bauer, Christoph Weinbuch

Redaktionsleiter: Thomas Kirmaier

Texte/Fotos:

Grafik:

Druck:

Thomas Kirmaier, Matthias Lettenbichler,

Connie Bruckner, Bernd Stegmaier,

Stefan Heigl, (u.a. Titelfoto),

Stefan Bluemer, Sebastian Burow,

Peter von Oppen, pixabay

Michael Niedermaier, PMS GmbH, Penzberg

Druckzentrum Penzberg GmbH & Co. KG,

Robert-Koch-Str.1, 82377 Penzberg sowie

Druckhaus Dessauerstraße GmbH & Co. Betriebs KG,

Dessauerstraße 10, 80336 München

Kontakt: Starnberger Merkur, Maximilianstr. 13,

82319 Starnberg, Tel.: 08151 / 26 93 25

Seite 19

Die schönsten Reiseziele

Seite 25

Der Turm, der das Virus killt

Seite 27

Richtig trinken auf der Runde

Anzeigen:

Redaktion:

anzeigen@starnberger-merkur.de

redaktion@gruenland.bayern

Auflage: GrünLand erscheint in einer Auflage von 175.710

(Verlagsangabe)

MEHR MENSCHLICHKEIT!

Worauf kommt es an? Was ist

wirklich wichtig? Was zählt?

Es sind unsichere Zeiten. Aber irgendwie

auch spannende. Die Pandemie

hat die Welt vor neue Herausforderungen

und das Leben hier und

da auf den Kopf gestellt. Prozesse

sind losgetreten worden, die zum

Jahreswechsel noch niemand nur

annähernd für

möglich gehalten

hätte. Auch der Golfsport

steht vor großen, neuen

Aufgaben. Clubs, Verbände, Sportler

müssen reagieren auf eine teils völlig

neue Situation. Bei all den großen

Chancen, die eine Krise so mit sich

bringt, sollten wir trotz beschleunigter

Digitalisierung oder der

medizinischen Entwicklung eines

nicht vergessen: Auf die Menschen

kommt es an.

Sehen und hören wir Kollegen, Freunde,

Verwandte aus Sicherheits- oder

Hygienegründen plötzlich häufiger

durch diverse Chat-Kanäle nur

noch digital, steigt in uns langsam

aber sicher die Sehnsucht nach

Nähe, nach Wärme, nach persönlichem

Kontakt. Und genau da

setzt diese Ausgabe der Golfzeitung

Grünland an: Wir rücken die

Menschen in den Vordergrund. Menschen,

die Schlagzeilen machen. Gewollt

oder ungewollt. Menschen, die

etwas zu sagen haben, etwas ganz

Besonderes leisten.

Wir haben enorm wertvolle Frauen

und Männer getroffen, die einfach

nur gerne helfen. Wie die Schwestern

Stephanie und Susanne Lindlbauer

zum Beispiel. Die eine unterrichtet

Golf im GC Wörthsee und

hat ein wunderbares Projekt für behinderte

Kinder ins Leben gerufen,

die andere coacht, heilt, unterstützt

ihre Klienten. Ein Dienst am Menschen.

Wir haben Martin Borgmeier

getroffen. Der Muskelmann ist nicht

nur eine beeindruckende Erscheinung

(siehe Titelbild), sondern auch

einer der erfolgreichsten Long-Driver

der Welt und hat kürzlich die erste

Staffel der SAT-1-Abenteuershow

„The Mole“ gewonnen.

Wir haben uns mit Dr. Josef Hingerl

und Michael Weichselgartner

zusammengesetzt und mit ihnen

über Chancen und Risiken für Golf

in Deutschland gesprochen. Ja, die

beiden sind ohne Zweifel Charakterköpfe,

die hin und wieder eine klare

und deutliche Meinung äußern. Das

gefällt manchen nicht. Andere wiederum

behaupten, die beiden Betreiber

der Golfanlagen Bergkramerhof

und Valley sind Visionäre. Hingerl wie

Weichselgartner sehen gerade jetzt

eine großartige Möglichkeit für Golf.

Sie fordern aber auch von den Verbänden

mehr Mut und Engagement.

An Engagement mangelt es Jan

Rombach und Christian Lanfermann

auf keinen Fall. Der Eine, Rombach,

hat mit seiner Starnberger Firma

Steripower aktuell so viele Aufträge

wie noch nie. Warum? Rombach

baut und vertreibt Geräte für berührungslose

Handdesinfektion. Vielleicht

sind Sie so einem Teil schon

begegnet, denn im Grünland-Verbreitungsgebiet

sind die Aufsteller

hier und da zu finden. Lanfermann

dagegen ist engagierter Jugendtrainer

aus Hamburg. Er hat in einer entwaffnend

ehrlichen und mutigen Art

eine Kolumne über Helikopter-Eltern

geschrieben.

Dann wäre da noch das Thema Reisen!

In Corona-Zeiten eine durchaus

sensible Angelegenheit. Da wir glauben,

dass viele gerne wieder ein paar

Tage Urlaub machen und mal wieder

auswärts Golf spielen wollen, präsentieren

wir in dieser Ausgabe unsere

schönsten Ziele in Deutschland und

Österreich. Wunderbare Golfanlagen,

Hotels, Resorts, die tolle Päckchen

geschnürt haben, um Golfer zu verwöhnen.

Genau dabei stehen auch die

Menschen wieder im Vordergrund.

Auf dem Platz, im Clubhaus, im Hotel

– Menschen dienen Menschen. Genau

so soll diese Zeitung sein: einfach

nur menschlich. Viel Freude beim Lesen.

Egal, wo Sie spielen – bleiben Sie

gesund und fröhlich!

Sportliche Grüße,

Thomas Kirmaier

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SPORT MENSCHEN

CLUBS & BUNTES 4

Turnierchef Danny Wilde mit den beiden Siegern Pia Babnik und Alexander Knappe. (Fotos: Stefan Heigl)

SO WAR TURNIER EINS NACH DEM LOCKDOWN

Favoritensiege bei Wildes Schäfflertanz im Golfclub München Valley

Gespielt wurde auf der herrlichen Anlage des GC München Valley.

Da haben sich Danny Wilde und

die Verantwortlichen des GC

München Valley nicht lumpen lassen.

Stattliche 80 Zentimeter hoch

ist das Ding, das die Sieger der

Golfsportmanufaktur Schäfflertanz

International Open bekommen sollten.

Was etwas sperrig klingt, war

das erste internationale Spitzenturnier

auf deutschem Boden nach der

Corona-Pause. Dementsprechend

hochkarätig war das Event auf der

Anlage bei Holzkirchen besetzt.

Dass sich mit der erst 16-jährigen

Pia Babnik, LET-Wunderkind aus

Slowenien, und mit Tour-Pro Alexander

Knappe am Ende die Favoriten

durchsetzten – das geriet fast

zur Nebensache. Am wichtigsten für

den deutschen Golfsport insgesamt

war, dass es endlich wieder um etwas

ging. Wettkampfbedingungen,

drei Tage Turniergolf mit allem Drum

und Dran, Livescoring inklusive. Nur

Zuschauer durften eben nicht vor

Ort dabei sein. Dafür war es noch zu

früh in der zarten Phase nach dem

Pandemie-Lockdown.

Und warum musste das Ding ausgerechnet

Schäfflertanz heißen? Eine

Reminiszenz an den Gilden-Tanz

der Schäffler (Fasshersteller), die

mit festen Figuren zur Musik tanzen.

Er stammt ursprünglich aus München.

Im berühmten Glockenspiel

des Münchner Rathauses werden

Schäfflertänzer dargestellt. Es gibt

eine Legende, dass der Tanz 1517

während einer Pestepidemie uraufgeführt

wurde, um die Bevölkerung

zu beruhigen, die es kaum wagte,

wegen der Pest auf die Straße zu

gehen, und um das öffentliche Leben

wieder in Gang zu bringen. „In

Übereinstimmung mit dieser Tradition

und der aktuellen Corona-Pandemie

wollten wir Athleten einladen,

wieder auszugehen, damit sie ihren

Zielen wieder eine hoffnungsvolle

Plattform geben können“, erklärt

Valley-Chef und Clubpräsident Michael

Weichselgartner.

140 Spieler (58 Damen und 82 Herren)

kämpften in einem 54-Löcher-Zählspiel

über drei Tage um

den Sieg. Ohne Zuschauer. Und doch

befanden sich an den Turniertagen

jeweils über 200 Personen auf der

Anlage. Neben den Spielerinnen und

Spielern waren Betreuer, Bundestrainer,

Vertreter der Medien und

natürlich das Orga-Team und die Mitarbeiter

von Valley zugelassen. „Alles

lief reibungslos und sehr unaufgeregt“,

so Danny Wilde, Turnierchef,

Headcoach in Valley und Leiter der

dortigen Golfsportmanufaktur. „Ich

glaube, dass ich tatsächlich noch nie

so ein ruhiges Turnier erlebt habe.“

Wilde und sein Team waren bestens

vorbereitet. Marshalls achteten darauf,

dass der Mindestabstand eingehalten

wurde, Masken standen

ebenso zur Verfügung wie Desinfektionsmittel.

Um stets einen Überblick

darüber zu haben, wo sich wie

viele Personen auf der Golfanlage befinden,

ließ Wilde sogar eine eigene

App entwickeln, die per einfachem

QR-Code-Scan erfasste, wer gerade

auf der Driving Range übte oder auf

dem Putting-Grün, wer im Restaurant

auf der Terrasse saß oder im

Innenbereich, oder welche Spieler

gerade auf dem Platz spielten.

Großen Sport lieferte allen voran

die Favoritin: Pia Babnik aus Slowenien

durchlief die Schleifen B und

C in Valley dreimal mit jeweils 69

Schlägen und siegte souverän mit

gesamt neun unter Par. Challenge-

Tour-Spieler Alexander Knappe

setzte sich am ersten Playoff-Loch

gegen Tiger Christensen vom Hamburger

Golfclub durch. Nach 54 Löchern

hatten beide Rang eins mit 7

unter Par geteilt. „Dieser Sieg fühlt

sich sehr gut an, und er ist sicher

sehr wichtig für mein Selbstvertrauen“,

erklärte Knappe, nachdem ihm

Turnier-Organisator Danny Wilde die

mächtige Siegertrophäe der erstmals

ausgetragenen GSM Schäfflertanz

International Open überreicht

hatte. Sie haben sich eben nicht

lumpen lassen in Valley. ●

Golfsportmanufaktur Schäfflertanz

International Open im GC München Valley

ENDERGEBNIS HERREN

1. Alexander Knappe (Paderborner Land) 69, 69, 71 / -7

2. Tiger Christensen (Hamburger GC) 71, 72, 66 / -7

3. Wolfgang Glawe (GC Mannheim-V.) 68, 71, 71 / -6

4. Paul Ulmrich (GC Mannheim-V.) 71, 71, 69 / -5

5. Timo Vahlenkamp (Berlin Stolper Heide) 71, 71, 71 / -3

6. Lukas Buller (Frankfurter GC) 74, 71, 69 / -2

6. Cedric Otten (GC Hubbelrath) 73, 72, 69 / -2

8. Nico Lang (GC Mannheim-V.) 71, 73, 71 / -1

9. Daniel Schmieding (Münchener GC) 74, 72, 70 / E

9. Philipp Matlari (GC St. Leon-Rot) 74, 71, 71 / E

9. David Li (GC Hubbelrath) 71, 74, 71 / E

ENDERGEBNIS DAMEN

1. Pia Babnik (Slowenien) 69, 69, 69 / -9

2. Helen Tamy Kreuzer (Frankfurter GC) 73, 72, 70 / -1

3. Olivia Bergner (GC St. Leon-Rot) 72, 73, 71 / E

3. Alex. Försterling (Berlin-Wannsee) 69, 72, 75 / E

3. Charlotte Back (GC St. Leon-Rot) 70, 71, 75 / E

6. Viktoria Hund (Hamburger GC) 75, 73, 71 / +3

6. Sydney Harz (Freiburger GC) 74, 70, 75 / +3

6. Emilie v. Finckenstein (Hamburger GC) 74, 67, 78 / +3

9. Marietta Dohrendorf (Hamburger GC) 73, 72, 75 / +4

9. Polly Mack (Berlin Stolper Heide) 76, 69, 75 / +4

Lokalmatadorin Chiara Horder wurde 13.


5

MENSCHEN

CLUBS & BUNTES

SPORT

NEWS IN KÜRZE

Starnberg Open

Mitte August

Gute Nachrichten aus der Pro Golf

Tour-Zentrale: Wie PGT-Geschäftsführer

Peter Zäh mitteilt, wird die

Saison in diesem Jahr auf jeden Fall

fortgesetzt. „Wir sind sehr glücklich

darüber, nun endlich gute Neuigkeiten

zum Verlauf der weiteren Saison

2020 der Pro Golf Tour zu haben“,

so Zäh. So werden in diesem Jahr

voraussichtlich noch mindestens

sieben weitere Ranglistenturniere

stattfinden, womit im Corona-Jahr

letztlich 13 Turniere in den Büchern

stehen werden. Den Anfang der

Fortsetzung der Saison 2020 macht

vom 29. bis 31. Juli die Polish Open

2020 im Gradi Golf Club in Polen.

Vom 4. bis 6. August messen sich

die Spieler dann bei der Raiffeisen

Pro Golf Tour St. Pölten, wo 2019 der

spätere Tour-Gesamtsieger Hurly

Long seinen ersten Turniersieg

feierte. Danach geht es für die Aktiven

weiter zum ersten Turnier der

Saison 2020 in Deutschland: Vom

17. bis 19. August treten die Professionals

auf den schnellen Grüns des

GC Starnberg an. Da die BMW International

Open in Eichenried in diesem

Jahr der Pandemie zum Opfer

fielen und Deutschland kein Challenge-Tour-Event

ausrichtet, ist die

Starnberg Open das hochklassigste

Golfturnier der Republik.

Schmid gewinnt

GTG-Challenge

Zeitgleich zur Schäfflertanz International

Open in Valley fand Ende

Juni die GTG-Challenge im Golfclub

Schwanhof statt, ein Turnier,

das der Deutsche Golf Verband aus

der Taufe gehoben hat, um Profis

und Amateuren aus dem Golf Team

Germany Spielpraxis unter echten

Wettkampfbedingungen zu bieten.

Dabei hat sich einmal mehr der amtierende

Europameister Matthias

Schmid in blendender Form präsentiert.

Der Oberpfälzer sicherte sich

mit fantastischen Leistungen den

Sieg. Der Spieler des GC Herzogenaurach

brachte für seinen Endstand

von 20 unter Par Scorekarten mit

64, 66 und 66 Schlägen ins Clubhaus

des GC Schwanhof. Zweiter wurde

Mannheims Bundesliga-Akteur Marc

Hammer (-16) vor den Tourpros Max

Schmitt (-15), Nicolai von Dellingshausen

(-14), Moritz Lampert (-12)

und Marcel Schneider (-11). Beste

Dame im starken Feld war Sophie

Hausmann. Die Athletin des GC Hubbelrath

kann mit frischem Selbstvertrauen

den Weg in die USA antreten,

um auf der Symetra Tour ihre

Ziele zu verfolgen. Am Schwanhof,

der von allen Spielern vor allem wegen

seiner überragenden Grüns gelobt

wurde, kam Hausmann mit 67,

67 und 71 Schlägen auf den 6. Platz.

Gehört aktuell zu Deutschlands besten Golfern: Nationalspieler Matthias Schmid vom GC Herzogenaurach. (Foto: DGV/stebl)

Münchner Golf Masters:

Startschuss in Valley

Am 5. September steigt das Kick-Off-

Turnier der Münchner Golf Masters.

Auf der Anlage des GC München Valley

fällt der Startschuss für die Saison

2021. Gesucht wird Münchens

bester Golfer. Bei diesem Event

handelt es sich um eine offene Amateur-Golfserie

mit Finalwochenende.

Im Zeitraum Mai bis Ende Juli 2021

sind sechs Qualifikationsturniere auf

ausgewählten Golfplätzen rund um

München sowie ein Finalwochenende

mit Gala-Abend (bis zu 600 Gäste)

geplant. Die Brutto-Siegerin und der

Brutto-Sieger sowie die ersten Netto-Sieger/innen

je Klasse A, B und C

qualifizieren sich direkt für das Finale

der Münchner Golf Master 2021. Zudem

können noch bis 4. September

2020 über die Online-Plattform www.

muenchner-golf-masters.de einzigartige

und limitierte Golfbälle bestellt

werden. Das Besondere: deren Hashtag-Branding

trägt dem Solidaritätsgedanken

positiv Rechnung. So kann

aus #golfheld, #ausliebezumgolf,

#miasangolf sowie #golfsupporter

gewählt und um das eigene (Firmen-)

Logo ergänzt werden. Patrick Albrecht,

Geschäftsführer One-Onehundert

und Veranstalter der Münchner

Golf Masters: „Mit Ausbruch des

Coronavirus ist auch die Nachfrage

bei Events für uns deutlich zurückgegangen

und wir haben aus Sicherheitsgründen

diverse Golf-Veranstaltungen

abgesagt bzw. verschoben.

Gerade deshalb sehen wir es als unsere

Verpflichtung an, hier zu unterstützen.

Wir möchten mit unserer

Golfball-Aktion einen Beitrag in der

Golfgemeinde leisten und zusätzlich

vorfreudig auf die kommende Saison

schauen.“

NICHT MEHR GANZ GRÜN HINTER DEN OHREN:

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SPORT MENSCHEN

CLUBS & BUNTES 6

Corona-Begrüßung: Die Bundestrainer Ulli Eckhardt (l.) und Stephan Morales...

...beobachteten unter anderen auch den Tutzinger Jonas Kölbing

NATIONALTEAM TRAINIERT IN VALLEY

Profis und Spitzenamateure aus dem

Golf Team Germany zu Gast im Münchner Süden

W

ohin man auch blickte: Die

pure Freude, endlich wieder im

Kreise des Golf Team Germany aktiv

sein zu können, stand Athleten, Trainern

und Betreuern ins Gesicht geschrieben.

Man spürte förmlich ein

kollektives Aufatmen und die Vorfreude

auf kommende Wettkämpfe,

vor allem auf den Touren.

Profis und Spitzenamateure haben

sich im GC München Valley zur Vorbereitung

auf diesen, sich immer

deutlicher abzeichnenden Re-Start

der Saison 2020 getroffen. Vor den

Toren der Landeshauptstadt waren

Athleten des Elite- sowie National

Team Germany versammelt, um gemeinsam

zu trainieren und auf dem

Platz Spielpraxis zu sammeln. Betreut

wurden die Athleten durch die

Bundestrainer Ulli Eckhardt, Stephan

Morales und Christian Marysko,

die von Co-Trainern, Mental-Coaches

und Physio-Coaches unterstützt

wurden.

Ein sportliches Highlight gab es am

ersten Tag der Kadermaßnahme:

Jannik de Bruyn, Sportsoldat aus

dem National Team Germany, schoss

aus 140 Metern mit einem Eisen 7 in

den heftigen Gegenwind von Bahn 7

der C-Runde des bestens präparierten

Kurses in Valley ein Hole-in-One.

Obwohl der Athlet des GC Hösel schon

einige Erfolge und Titel verbucht hat,

war dies erst sein zweites Ass.

Bei der Trainingsrunde des zweiten

Tages waren die beiden Profis des

National Team Germany, Nicolai von

Dellingshausen und Moritz Lampert,

besonders gut unterwegs. Während

Lampert sechs Schläge unter Par

spielte, zeigte von Dellingshausen

mit fünf unter Par eine ebenso vielversprechende

Frühform nach der

Corona-Pause wie der amtierende

Europameister Matthias Schmid und

Sebastian Heisele. Der Münchener,

der sich als Mitglied des Elite Team

Germany berechtigte Hoffnung auf

eine Teilnahme an den Olympischen

Spielen von Tokio machen darf, genoss

es, dass es quasi vor seiner

Haustür wieder mit Training und

Spielpraxis zur Sache ging.

„In erster Linie ist es schön, die Gesichter

der Kollegen wieder zu sehen.

Am Ende des Tages sind es doch die

Leute, mit denen man am meisten

unterwegs ist. Einige sind richtig gute

Freunde geworden. Es ist eine gute

Möglichkeit, mit den besten Deutschen

hier gemeinsam zu trainieren

und das Training entsprechend aufzubauen,

bis es zum Re-Start der

Touren kommt. Es sind auch einige

talentierte Spieler hier. Der Druck

von Turnieren lässt sich dadurch zwar

nicht simulieren, aber dennoch ist

das Spiel auf diesem anspruchsvollen

Platz ein guter Test, um zu sehen, wo

man steht und wie weit die Form sich

schon entwickelt hat“, war Sebastian

Heisele dankbar für die Möglichkeiten,

die dieser Lehrgang des Golf

Team Germany ihm bot.

Sarina Schmidt, die im GC München

Valley zu Hause ist, fand es nach

der langen Durststrecke besonders

schön, sich mit so vielen anderen

Athleten auf den Restart vorzubereiten.

„Das war ein gutes Training und

bereitet uns gut auf die Turniere vor,

die hoffentlich bald starten“, strahlte

die Proette, die auf der Ladies European

Tour angekommen ist.

Matthias Schmid, der als amtierender

Europameister schon in den Profibereich

hineinschnuppern durfte,

war beeindruckt, dass so viele Profis

und andere Kaderathleten den Weg

nach München gefunden hatten: „Es

war sehr positiv, dass so gute Leute

wie Sebastian Heisele, Max Kieffer,

Max Schmitt und andere hier waren,

um Spielpraxis zu sammeln. Die Atmosphäre

war cool. Man versteht

sich und mit diesen Spielern zu zocken,

hat mir sehr gut gefallen. Auch

der Platz war in gutem Zustand. Die

Grüns waren toll!“ Drei Trainingsrunden

absolvierte der Spieler, der

in der KRAMSKI Deutschen Golf Liga

für den GC Herzogenaurach antritt,

mit insgesamt 13 unter Par. Für Matthias

Schmid kann die Saison offenbar

beginnen.

Auch Jonas Kölbing nutzte die Gelegenheit,

in diesem Umfeld seine

Form zu testen. „Ich war mit meinem

Spiel zufrieden. Es war cool, dass ich

hier dabei sein konnte. Mein Problem

generell ist, dass wir eigentlich nicht

wirklich wissen, wie es weitergeht.

Darum fehlt irgendwie der Drive und

man trainiert so ein wenig im Leeren.

Das ist schwer, denn es fehlen

in diesem Jahr einfach die Ziele und

Perspektiven.“ Die Bundestrainer

waren überglücklich, ihre Schützlinge

beisammen zu haben. Ulli Eckhardt,

der als Bundestrainer für den

Herrenkader verantwortlich zeichnet,

zog ein überaus positives Fazit

des Lehrgangs in Valley: „Für alle,

die an diesem Lehrgang teilnehmen,

vom Amateur bis zum Profi des Elite

Team Germany, ist das so wichtig,

dabei zu sein. Ich bin total froh, dass

wir das hier hinbekommen. Der Platz

ist gut und die Grüns sind großartig.“

Bis das Turniergeschehen wieder

startet, sind noch weitere Lehrgänge

in Planung, bei denen die Besetzung

ähnlich stark sein wird.

Auch Damen-Bundestrainer Stephan

Morales machte einen rundum glücklichen

Eindruck und fasste den Lehrgang

von Valley entsprechend euphorisch

zusammen: „Erstmal ist es

für uns wirklich schön, dass wir wieder

trainieren dürfen. Wir haben hier

tolle Bedingungen und gutes Wetter.

Natürlich haben das Virus und die

Pandemie nur Schlechtes, aber hier

hat sich eine Chance ergeben, eine

solche Gruppe in ihrer Gesamtheit

zusammenzuführen, gemeinsam zu

arbeiten und eine Entwicklung zu

sehen. Auch dadurch bin ich davon

überzeugt: Es kann nun losgehen.

Wir sind ready!“ Stefan Bluemer ●

Für Sarina Schmidt war der Lehrgang ein Heimspiel...

...auf der Anlage des GC München Valley. (Fotos: DGV/stebl)


MENSCHEN

7 CLUBS & BUNTES

SPORT

GOLD FÜR RÖSSLER, SILBER FÜR KOLLER

Münchner glänzen bei der Deutschen Meisterschaft der Altersklasse 30

Nicola Rössler holt den DM-Pokal. (Foto: DGV/stebl)

s waren die ersten Deutschen

Meisterschaften nach der Corona-Pause.

Der Deutsche Golf Verband

hatte sich mit dem GC Neuhof

(Hessen) viel Arbeit gemacht und

ein Hygienekonzept entwickelt. Die

Maßnahmen haben sich bewährt

und so sah man am Ende nicht nur

bei den Medaillengewinnern glückliche

Gesichter, sondern auch bei den

Organisatoren und Helfern, die diese

nationalen

Titelkämpfe

der Altersklasse

ab 30 Jahren möglich

gemacht hatten. Es waren es die

Münchner, die der DM AK 30 in Hessen

ihren Stempel aufdrückten. Bei

den Damen machte Nicola Rössler

als jüngste Teilnehmerin mit einem

Start-Ziel-Sieg diese Titelkämpfe

zu einer klaren Angelegenheit.

Die Spielerin aus dem Münchener

GC hatte im Endklassement satte

zehn Schläge Vorsprung auf Britta

Schneider vom Gastgeber Neuhof

und Nina Birken vom GC Hösel, die

sich den zweiten Platz teilten. „Ich

hatte mir schon vorgenommen,

aufs Treppchen zu kommen. Ich

wäre enttäuscht gewesen, wenn

ich das nicht geschafft hätte.

Dass es am Ende zum Titel reicht,

ist natürlich super. Ich hatte in

letzter Zeit aber auch etwas mehr

Zeit, zu trainieren. Das hat geholfen

und hat sich jetzt ausgezahlt.

Auch mein defensives Spiel hat

sich ausgezahlt. Ich haben nur ganz

selten den Driver geschlagen, habe

ganz oft vom Tee nur ein Eisen gespielt

und auf den Grüns meist die

großen Flächen angespielt und dafür

die längeren Putts in Kauf genommen.

Der Putter lief super. Das

war das Geheimnis“, strahlte die

neue Deutsche Meisterin.

Ungleich spannender verlief der Finaltag

bei den Herren. Alexander

Koller, Meister des Jahres 2014 und

Mitglied im GC München Eichenried,

zwang Stefan Wiedergrün (Frankfurter

GC) auf das erste Extraloch.

Dabei zog Koller zwar den Kürzeren,

war aber glücklich mit seinem Abschneiden,

auch wenn es im Stechen

nicht ganz zum zweiten Sieg

gereicht hatte: „Bei dem guten Feld

bin ich mit Silber sehr zufrieden.

Nach den Birdies auf den Bahnen

zehn und elf hatte ich angesichts

der schweren Bedingungen ein gutes

Gefühl.“

Hinter Alexander Koller vom GC

München Eichenried kam mit Daniel

Schmieding ein weiterer Münchner

auf das Podium. Der Routinier, der

vom GC Olching zum Münchener GC

gewechselt war, wurde für seine aggressive

Spielweise nicht belohnt,

weil der böige Wind das Spiel auf

dem Parkland Course des GC Neuhof

vor den Toren Frankfurts sehr

DM AK 30 Endergebnisse

anspruchsvoll machte. Nach der

Siegerehrung war Schmieding nicht

ganz zufrieden: „Das ist ein Platz,

der polarisiert. Wenn man aggressiv

spielt, kann man ganz tief schießen,

man kann aber auch hohe Zahlen

spielen.“ Marcus Neumann, Vorstand

Sport im DGV, war am Abend des

Finaltages erleichtert, dass diese

erste Deutsche Meisterschaft so gut

verlaufen war: „Zwischendurch hatte

es sich auf dem Platz ein bisschen

normal angefühlt. Das lässt für die

nächsten Meisterschaften hoffen.“ ●

DAMEN

1. Nicola Rössler (Münchener GC) 71, 74, 75 + 4

T2 Britta Schneider (GC Neuhof) 76, 76, 78 + 14

T2 Nina Birken (GC Hösel) 75, 76, 79 + 14

T5 Sylvia Wilms (Münchener GC) 76, 79, 79 + 18

T11 Dr. Tanja Morant (Münchener GC) 83, 80, 79 + 26

T11 Pia Gassner (Münchener GC) 80, 82, 80 + 26

HERREN

1. Stefan Wiedergrün (Frankfurter GC) 73, 72, 72 + 2

2. Alexander Koller (GC München Eichenried) 73, 72, 72 + 2

3. Daniel Schmieding (Münchener GC) 76, 69, 75 + 4

T12 Tarek Baraka (GC München Valley) 80, 72, 80 + 16

T17 Thomas Weiler (Münchener GC) 79, 76, 80 + 19

22. Tim Holzmüller (GC Feldafing) 80, 78, 80 + 22

Mei – is Urlaub

in Bayern schee!

Die Gsteig

liegtoberhalb von Lechbruck am Seeinmitten der Urlaubslandschaften

Ostallgäu, Auerbergland und dem Paffenwinkel.

Der 18 Loch Golfplatz zeichnet sich durch eine

professionelle Platzpflege aus und überzeugt durch seine

familiäre Atmosphäre. Das atemberaubende Panorama der

Bergketten der Bayerischen, der Allgäuer und der Tiroler

Alpen, der Blick auf den malerisch gelegenen Ferienort

Lechbruck mit dem Lech und dem oberen Lechsee lassen

das Golfspielen zu einem Erlebnis werden.

Auf der gesamten Golfrunde wird man von traumhaften

Ausblicken auf die Alpen begleitet. Auf einer Gesamtfläche

von 93 Hektar liegt die Anlage inmitten von altem

Baum- und Heckenbestand und ist geschickt und sorgsam

in die Landschaft und Natur integriert. Golfern, die das

Panorama ganz ohne Anstrengung genießen möchten,

steht ein Fuhrpark von insgesamt 18 Carts zur Verfügung.

Vier-Sterne-Hotel

Nach der Runde lädt das Hotel mit einer der schönsten

Sonnen-Terrassen Bayerns zum gemütlichen Beisammensein

und zum Genießen ein. Vier Sterne zieren das Haus.

42 komfortable Gästezimmer und Suiten, zwei Tagungsräume

sowie das Restaurant, die Panorama-Wintergärten

und die Stube sind ganzjährig geöffnet. Kulinarisch reicht

das vielfältige Angebot von mediterranen Köstlichkeiten

bis hin zur raffiniert bayerischen Schmankerlküche.

Stilvolle Verwöhn-Atmosphäre erwartet die Gäste im

„Gsteiger Spa“ mit Sauna, Dampf- und Aromabad sowie

ein Indoorpool mit Blick auf die Alpen. Sportlich wird das

Angebot durch einen Fitnessraum ergänzt. Ankommen

und Wohlfühlen.

Füssen

Augsburg

96

Landsberg

B17

Schongau

Auf der Gsteig

Lechbruck

am See

B17

Peiting

Steingaden

München

Starnberg

95

Murnau

Garmisch-P.

Bleiben Sie

das ganze Jahr am Ball

Mitglieder und Gäste können das ganze Jahr über

trainieren –ganz unabhängig vom Wetter.

Mit unserem Golf-Simulator von „Full Swing“ können Sie

weltweites „Golf-Flair“ genießen. Auf weiteren 150 qm²

stehen auch ein Puttinggrün, sowie ein Abschlagsplatz

zur Verfügung. Zusätzlich lädt eine gemütliche Sitzecke

zum Analysieren des Spiels und zum Verweilen ein.

Das Gute liegt so nah:

München –Lechbruck am See: 100 km

„GSTEIGER“ SOMMER-GOLFTAGE ARRANGEMENT2020

-Übernachtung und reichhaltiges Frühstück

2Übernachtungen p.P. DZab € 289,00 /EZab € 319,00

Ein einziges Naturparadies

Behutsam fügt sich der 18 Loch Golfplatz in die Voralpenlandschaft.

Golfer aller Spielstärken finden ihre Herausforderung

und der Platz begeistert immer wieder aufs

Neue. Zahlreiche Biotope, Wasserhindernisse, Bunker und

natürliche Hindernisse fordern die Aufmerksamkeit des

Spielers. Die Golfanlage „Auf der Gsteig“ ist ein Ort zum

Durchatmen und Krafttanken. Die zahlreichen Biotope

und naturbelassenen Ausgleichsflächen haben für eine

überwältigende Pflanzenvielfalt und herrliche Blumenwiesen

gesorgt. Auch das Übungsgelände vor imposanter

Kulisse bietet Einsteigern und erfahrenen Golfern die

komplette Bandbreite an Trainingsmöglichkeiten.

Folgende Trainingseinrichtungen stehen den Mitgliedern

und Gästen zur Verfügung: Driving Range mit überdachten

Abschlägen, großes Panorama-Putting-Green,

2Chipping-Greens mit Bunkern, ein 3-Loch Kurzplatz.

-4Gang-Menü mit 3Hauptgerichten zur Wahl

- Unbegrenztes Golfen während Ihres Aufenthaltes

-Nutzung des Übungsgeländes

-Nutzung des „Gsteiger“ Spa-Bereichs

3Übernachtungen p.P. DZab € 434,00 /EZab € 479,00

4Übernachtungen p.P. DZab € 578,00 /EZab € 638,00

5Übernachtungen p.P. DZab € 723,00 /EZab € 798,00

*Golf-Indoor zubuchbar (kostenpflichtig)

Alle Preise verstehen sich inkl. aller Abgaben und Steuern;

zuzügl. Kurtaxe

www.boeglmueller.com

Nicht in Anspruch genommene Leistungen können nicht verrechnet oder ausbezahlt werden.

Stand 05/2020, Änderungen vorbehalten.

Auf der Gsteig GmbH ·Gsteig 1·86983 Lechbruck am See ·Tel. +49(0)8862-98770 · Fax +49(0)8862-98777 ·info@aufdergsteig.de ·www.aufdergsteig.de/kursangebot.aspx


SPORT MENSCHEN

CLUBS & BUNTES 8

VOLLGAS FÜR 2 MINUTEN 30

Der Weitenjäger Martin Borgmeier

Muskelmann Martin Borgmeier schlägt den Ball so weit wie fast keiner. (Fotos: Stefan Heigl)

W

enn Martin Borgmeier auf

einen Golfball haut, hat man

den Eindruck, dass es was Persönliches

ist. Dann holt er mit dem Driver

so weit hinter seinem Rücken

aus, dass der gesamte muskelbepackte

Körper zu einer einzigen

angespannten Hochleistungsfeder

wird. Diese Feder zieht er bis zum

Anschlag auf – und lässt sie schnalzen.

Sekundenbruchteile später

kracht der Schlägerkopf seines

Drivers mit über 150 Sachen gegen

den Ball und schickt diesen mit so

brachialer Geschwindigkeit in Richtung

Horizont, dass er mit bloßem

Auge nicht zu verfolgen ist. 225

mph. 225 Meilen pro Stunde. „Den

nehme ich!“, sagt er nach so einem

gelungenen Schlag, der die weiße

Kugel mal wieder weit jenseits der

400-Yards-Marke landen lässt. Gestatten:

Borgmeier, Martin. 29. Verheiratet.

Weltrekord-Halter in Sachen

Golfball-Geschwindigkeit.

Mit federndem Schritt bewegt er

sich auf die Driving Range zu, seinen

Arbeitsplatz. Ganz links außen

stellt er das Tourbag ab und den Eimer

Bälle, wirft eine Handvoll Tees

daneben. Vier Zoll lang, exakt 10,16

Zentimeter. Das Maximum des Erlaubten.

Aus Bambusholz. „HIT IT

HARD!“ steht drauf, und die Weiten

„300 Yards“, „350 Yards“, „400 Yards“.

Martin Borgmeier hat sie selbst designt

und lässt die Spezialtees produzieren.

„Andere sind immer so

schnell zersplittert“, sagt er. Je nach

Einstecktiefe geht es mehr oder weniger

weit hinaus mit dem Ball, und

auch das lernt man schnell: Im Geschäft

der Longhitter im Golfsport,

der Weitenjäger, wird alles in Yards

und Meilen gemessen. Denn der

Sport hat seine Heimat in den USA,

und außerdem klingt 400 Yards auch

ein bisschen besser als 365 Meter.

400 Yards, das ist das Maß der Dinge.

Wer den Ball recht viel kürzer

haut, hat bei den Longdrivern nichts

verloren. Und 45 Yards sind auch

noch wichtig, so schmal ist zuweilen

der „Grid“, der Korridor, in dem

der Ball zur Ruhe kommen muss im

Wettbewerb. So weit und weit darüber

hinaus und so präzise schlagen

die Männer, die Longdriving zu ihrem

Beruf gemacht haben. Deren Ziel es

ist, den knapp 46 Gramm schweren

Golfball ganz besonders weit zu hauen.

So weit wie möglich und dabei

ziemlich gerade.

Martin Borgmeier, 29 Jahre alt, verheiratet,

ist Deutschlands Nummer

eins in der Gilde der Longdriver, und

auch weltweit gibt es kaum einen,

den er nicht schon geschlagen hat.

Sein Ziel: Weltmeister werden. Dem

ordnet er seit drei Jahren alles unter,

darauf konzentriert er sich, seit

der gelernte Betriebswirt die schon

eingeschlagene Karriere in einem

Martin Borgmeier beim Ansprechen, beim Auf- und beim Durchschwung.

IT-Konzern an den Nagel gehängt

und sich im zweiten Anlauf doch

noch dem Golfsport verschrieben

hat. Nur eben nicht dem Zählspiel

und dem Turniergolf wie in der Jugend,

sondern dem professionellen

Longdrive. „Ich will unseren Sport in

Europa und Deutschland in der Gesellschaft

bekannter machen. Und

zwar sowohl das Longdriving, als

auch Golf an sich! Denn beides sind

fantastische Sportarten!“

Dabei hilft ihm neben der sportlichen

Spitzenleistung auch das Äußere.

Austrainierte 108 Kilo verteilen

sich ideal auf 1,95 Meter. Blondes

Haar, blaue Augen. Sein Markenzeichen

ist der leicht rötliche Rauschebart,

mit dem er schon von weitem

zu erkennen ist. So wie letztes Jahr

bei der BMW International Open im

GC München Eichenried, als er den

deutschen Tourspieler Max Schmitt

am Fairwayrand begleitete. Nach

einem gelungenen Abschlag rief der

ihm zu: „Hey Martin, das war doch

ein ganz guter Drive, oder?“ War es,

und Martin Borgmeier reckte grinsend

den Daumen nach oben. Die

Tourspieler kennen ihn. Und haben

Respekt vor seiner Leistung. Auch,

weil er die Kugel mehr als ordentlich

trifft, und nicht nur mit dem Driver.

Mit Challenge-Tour-Profi Alexander

Knappe ist Borgmeier im GC Paderborner

Land groß geworden. Beide

haben dort mit dem Golfspiel begonnen,

in der Jugend zusammen in

der Mannschaft gespielt und später

gemeinsam im NRW-Kader. Martin

Borgmeier hat mit neun Jahren angefangen

zu spielen, und er ist immer

noch ein exzellenter Golfer. So

Handicap -3 etwa würde er aktuell

wohl auf den Platz bringen, und mit

ein bisschen üben auch Runden mit

Par absolvieren. Aber darum geht es

in Borgmeiers Sport nicht. Was da

zählt, ist die pure Weite. Und damit

die Energie, die er mit dem Schläger

auf den Golfball überträgt.

Lange Drives liegen derzeit voll im

Trend. Der US-Amerikaner Bryson

DeChambeau hat die Coronapause

genutzt und mächtig Muskelmasse

zugelegt – und Tempo beim Abschlag.

Anfang Juli gewann er mit

diesem neuen Rezept die Rocket

Mortgage Classic mit sechs Schlägen

Vorsprung. „Er hat jetzt eine

Ballgeschwindigkeit von über 200

Meilen pro Stunde und sicher auch

viel an seiner Technik gearbeitet“,

schätzt Borgmeier. „Longdrive ist

immer ein Zusammenspiel aus

Technik und Kraft.“ Und ein Ergebnis

von drei wesentlichen Faktoren, die

die Weite beeinflussen: „Die Abfluggeschwindigkeit

des Balles, der Abflugwinkel

und die Eigenrotation des

Balles bestimmen letztlich, wie weit

der Ball fliegt“, erklärt Borgmeier.

Ideale Werte, um die Kugel außergewöhnlich

weit zu hauen, sind eine

Ballgeschwindigkeit von 220 bis 230

Meilen pro Stunde, ein Abflugwinkel,

der Launch Angle, von 14 bis 16

Grad und eine Ballrotation von 1500

bis 1900 Umdrehungen pro Minute.

Dann mischt der Athlet ganz vorne

mit in der Weltspitze der Longdriver.

Und genau das ist das Ziel von Martin

Borgmeier.

Nachdem er mit 16 Jahren erst mal

genug vom Golf hatte und mehr eine

Freundin, Basketball und das Motorradfahren

im Sinn, brachten ihn

nach dem Studium Kollegen wieder

zum Golfsport. Und schnell war

klar: Martin haut die Kugel weiter

als jeder andere. So weit, dass ihn

Freunde 2017 in Köln bei der ersten

Deutschen Longdrive-Meisterschaft

anmeldeten. Dort verlor er zwar im

Finale gegen PGA Golfprofessional

Anton Kirstein, doch nur, weil der einen

taktisch klugen 273-Meter-Drive

soeben in den Grid juckelte, während

Borgmeiers 330-Meter-Geschoss

knapp außerhalb landete.

Borgmeier ist keiner, der vorlegt. Er

gibt immer Vollgas. Und entdeckt

in Köln seine Begeisterung für den

neuen Sport: Das Longdrive-Fieber

hat ihn gepackt. Immer mehr Zeit

verbringt er nun wieder auf dem

Golfplatz, vor allem auf der Driving

Range. Und bald holt er sich professionelle

Unterstützung in Person

des Engländers Lee Cox. Der Golfprofessional

gilt als Trainer-Guru der

Longdriver und als Coach, der für

Tempo sorgt. „Ohne Speed brauchst

Du in der Longdrive-Szene gar nicht

antreten“, weiß Borgmeier. Weil er

den Schlägerkopf mit atemberaubenden

145 Meilen pro Stunde bewegt

– sehr gute Tourprofis schaffen

110 bis 120 Meilen – schickt er seine

Trackman-Daten kurzerhand an Cox.

„Der hat mir diese Werte nicht geglaubt,

deshalb bin ich nach London

gefahren und habe es ihm gezeigt.“

Nach fünf Schwüngen reicht ihm

Cox die Hand und sagt: „Wir können

anfangen zu trainieren!“

Innerhalb einer Woche steigert Cox

Borgmeiers Tempo von 145 auf 150

Meilen pro Stunde. Absolute Weltspitze.

Seither arbeiten sie gemeinsam

daran, diese Energie möglichst

optimal auf den Ball zu übertragen.

Denn eine Schwunggeschwindigkeit

von 150 Meilen pro Stunde erlaubt

beim maximal genehmigten

Smash-Faktor des Drivers von 1,5 ein

Balltempo von 225 Meilen pro Stunde.

Borgmeier: „Die Schlägerkopfgeschwindigkeit

ist das Potenzial.

Die Ballgeschwindigkeit ist das, was

man daraus macht. Es geht darum,

die PS auf die Straße zu bringen.“


MENSCHEN

9 CLUBS & BUNTES

SPORT

Martin Borgmeier

Training in der Golf Cave

Damit ihm das gelingt, steht beim

Wahlmünchner fünfmal die Woche

Krafttraining auf dem Programm,

Schwungtraining täglich. Wenn es

an die Arbeit mit Ball und Driver

geht, fährt er hinüber auf die gigantische,

380 Meter lange Driving Range

des Münchener GC oder in seine

„Golf Cave“ im Gewerbegebiet von

Baierbrunn. In der Isartalgemeinde

hat er sich eine Indoor-Anlage

aufgebaut, und sein Foresight-System

liefert die wichtigsten Werte:

Ballgeschwindigkeit, Abflugwinkel

des Balles, Spinrate, Länge. Abwechselnd

schlägt er Bälle, probiert

Schlägerköpfe aus und testet

Schäfte. Derzeit heißester Kopf im

Bag: ein Callaway Epic Flash mit 184

Gramm. Loft: 3,7 Grad. Mit diesem

Gerät gelang ihm im Frühjahr der

Weltrekord. 231,9 Meilen pro Stunde

war sein Ball in West Palm Beach in

Florida schnell nach dem Treffmoment,

als er mit Longdrive-Kollegen

eine Session am Simulator spielte.

Auf geeichtem Gerät und live übertragen

auf Instagram. 231,9! Ein solches

Tempo hat noch nie zuvor jemand

einem Golfball verliehen. Das

sind 373,2 km/h. Damit ist der Deutsche

Weltrekordhalter.

Borgmeier lebt seinen Sport. Er

ist nicht nur selbst Europas bester

Athlet, sondern auch der Motor der

Szene. Mit seiner Firma „D.I.E. Golf

Management GmbH“ organisiert er

Wettbewerbe und Longdrive-Shows

in ganz Europa, aktuell nur von Corona

zur Zwangspause verdammt. Er

gibt Longdrive-Clinics und Schulungen,

er konzipiert TV-Formate und

sucht nach immer neuen Bühnen,

um seinen Sport zu präsentieren.

„Longdrive ist mein Baby. Ideal wäre

es zum Beispiel, im Vorfeld einer

Darts-WM in einem Käfig zu spielen.

Das wäre eine grandiose Show!“

Denn Long Drive ist immer auch

Show. Aushängeschilder wie der

US-Amerikaner Kyle Berkshire treten

auf wie Gladiatoren. Zu lauter Musik

markieren sie den starken Mann.

Auch Martin Borgmeier ist gerne mal

Showman. Beim Fotoshooting für

Grünland auf der Driving Range des

Münchener GC hat er sichtlich Spaß

am Posen. Zum Scherz beißt er in

den Driver, schneidet Grimassen,

biegt den Schaft hinter dem Rücken

durch. Wer hätte das gedacht: Regular

Flex! Damit der Kick dem Ball

im letzten Moment noch eine Extra-Portion

Power mit auf die Reise

gibt. Kamerascheu ist er spätestens

seit seiner Rolle in „The Mole“ nicht

mehr, einer TV-Sendung von Sat 1,

die ihn und seinen Sport im Frühjahr

2020 auch bei Nicht-Golfern bekannt

gemacht hat. Und genau das

war sein Ziel: „Ich verstehe mich als

Botschafter des Longdrive-Sports“,

sagt Martin Borgmeier. Dass er die

TV-Show am Ende gewonnen hat,

schadet da ganz bestimmt nicht.

Gladiatoren und eine

Viertelmillion Preisgeld

Während Longdrive in den USA bis

zu 5000 Zuschauer auf die Anlagen

lockt und die Gladiatoren bei der

Weltmeisterschaft live im TV um

immerhin eine Viertelmillion Dollar

Preisgeld spielen, ist der Sport in

Europa noch ein Nischenprodukt.

Rund 100 Aktive betreiben Longdrive

in Europa auf professionellem

Niveau. Im Wettbewerb geht es darum,

bei sechs Versuchen innerhalb

von 2:30 Minuten den weitesten Drive

zu schlagen. Martin Borgmeier

liebt diese Herausforderung, binnen

150 Sekunden einen richtigen Hammer

rauszuhauen. „Wenn Du den Grid

mit einem gewaltigen Schlag triffst,

dann ist das ein unbeschreibliches

Glücksgefühl!“ Dann schreit er seine

Anspannung und Freude hinaus,

ballt die Faust und gebiert sich wie

ein Boxer, der in Runde 8 den finalen

Punch platziert hat. Emotion pur.

Bevor sie in ihren Ring steigen, in

die Teebox, pushen sich die Weitenjäger,

pumpen das Ego und den

Körper auf. „Man muss jede mögliche

Emotion nutzen, um das letzte

Quäntchen Power rauszukitzeln“,

weiß Borgmeier. Nicht von ungefähr

erhält der Weltmeister der Longdriver

einen breiten Gürtel, so wie ihn

Box-Champions umschnallen, wenn

sie den Titel holen.

Um diesen Gürtel und diesen Titel

geht es für Martin Borgmeier, der ist

sein Ziel. Corona bedingt nicht 2020,

Martin Borgmeier

als er sich perfekt auf die Saison vorbereitet

hatte, aber dann eben 2021.

„Mein Weltrekord in Florida, den ich

gespielt habe, als ohne Corona der

erste US-Wettbewerb stattgefunden

hätte, hat mir gezeigt, dass ich

gut vorbereitet war. Da hat alles zusammengepasst.

Der Schläger war

perfekt, der Körper auch – und dann

hat es geknallt! Das wiederhole ich

jetzt eben nächstes Jahr!“

Denn Weltmeister zu werden, das

ist ihm „wichtiger als Millionär“. Sagt

er, teet den Ball auf, knallt ihn weit

über das Ende der Driving Range des

Münchener GC hinaus und sagt zufrieden:

„Den nehme ich!“

Matthias Lettenbichler ●

Geburtstag: 25. Mai 1991

Geburtsort: Paderborn

Größe: 1,95 Meter

Gewicht: 108 kg (durchtrainiert)

Schuhgröße: 48 (US 13)

Familienstand: verheiratet

Beruf: Longdriver

Rekordtempo (Ballspeed): 231,9 mph (373,2 Km/h)

Rekordweite in einem Wettbewerb: 436 Yards (2018)

Länge mit Standard-Driver: 380 Yards

5er Eisen 255

7er Eisen 220

Pitching Wedge 165

Sand Wedge 140

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MENSCHEN

CLUBS & BUNTES

SPORT 101

Schwesterntreffen: Stephanie (l.) und Susanne Lindlbauer zu Hause in Bad Griesbach.

ZWEI SCHWESTERN, EIN THEMA:

ANDEREN MENSCHEN HELFEN

Zu Besuch bei Personal Trainerin Susanne (44)

und Golflehrerin Stephanie Lindlbauer (33)

Die Jüngere der beiden Schwestern ist Golf-Professional im GC Wörthsee.

Helfen, füreinander da sein, anderen

etwas erklären, was ihnen

im Leben weiterhilft – für diese

beiden Frauen sind das Selbstverständlichkeiten.

Die eine unterrichtet

Golf im GC Wörthsee, vermittelt

dort Erwachsenen, aber als Jugendkoordinatorin

vor allem Buben und

Mädchen den Spaß am Golf, Sport

und der Bewegung. Die andere ist

Personal Trainerin, Ernährungsberaterin

und mit ihrem Programm

Fit for Golf auf diversen Anlagen

unterwegs. Grünland hat die beiden

Schwestern Stephanie und Susanne

Lindlbauer in ihrer Heimat Bad

Griesbach besucht – und eine Menge

Energie gespürt.

Wir sitzen zwischen herrlich duftenden

und sattgrünen Blumenwiesen

sowie mächtigen Bäumen auf einer

großzügigen Holzterrasse im Kurort

Bad Griesbach. Zu Besuch bei

der Familie Lindlbauer, Heimat der

Schwestern Susanne und Stephanie.

Beide sportlich, klug und topfit.

Beide brennen für das, was sie tun.

Die Jüngere, Stephanie, feierte vor

wenigen Tagen ihren 33. Geburtstag.

Sie ist Fully Qualified Golfprofessional

der PGA of Germany und A-Trainerin

des DOSB. Was nach einer

intensiven und qualitativ hochwertigen

Ausbildung klingt, ist bei ihr vor

allem eines: Herzenssache.

„Ich liebe es einfach, mit Menschen

zu arbeiten. Ihnen die komplexe Golfbewegung

näherzubringen, die sie

verstehen wollen. Sie zu unterstützen,

besser zu werden, beim Golf und

auch mental“, sagt sie. Die Jüngste

der drei Lindlbauer-Schwestern –

neben Stephanie und Susanne gibt

es noch eine älteste Schwester – ist

eine lustige, liebenswerte, aber doch

recht selbstbewusste Geschäftsfrau

mit Sonnenbrille und weißen Sneakers.

„Natürlich war die Corona-Pause

wie für alle Golf-Lehrer eine

schwierige Zeit, aber alles Meckern

hilft nichts. Jetzt gilt es wieder, voll

Power zu geben.“ Im Lindlbauer-Clan

sieht sie sich eher als die „Business-Lady“,

wie auch ihre Schwester

Susanne sagt. Sie lebt seit längerer

Zeit im Großraum München, ist aktuell

auf der Suche nach einer Wohnung,

die noch etwas zentraler liegt.

Was ihr vor allem am Herzen liegt, ist

die Arbeit mit den Kleinsten, die für

Steffi Lindlbauer meist die Größten

sind. Es ist wunderbar zu sehen, wie

viel Geduld und Liebe sie in ihre Arbeit

steckt. Wie schnell und selbstverständlich

ihr die Kinder vertrauen.

„Das ist die beste Bestätigung

meiner Arbeit. Wenn ich sehe, wie

die Kids mit Feuereifer bei der Sache

sind und Freude und Leidenschaft

versprühen. Da denke ich mir jedes

Mal, dass ein Kinderlachen mehr wert

ist als jedes Gehalt.“ Natürlich muss

auch sie Geld verdienen. Ein Leben in

Bayerns Hauptstadt ist ganz und gar

nicht billig. Aber in erster Linie macht

Stephanie Lindlbauer ihren Job, weil

er ihr Spaß macht. Stichwort helfen.

Mitmenschen unterstützen.

Der Job verlangt ihr einiges ab. Aber

sie ist mit Leib und Seele Golf-Trainerin.

Seit Anfang der Saison 2017

betreut Stephanie Lindlbauer acht

Kinder mit körperlichen und geistigen

Einschränkungen. „Gestartet

habe ich das Projekt, weil ich schon

vor einigen Jahren Kinder mit Einschränkungen

trainiert und gesehen

habe, wie sehr sich das spezielle

Training auch auf weitere Lebensbereiche

auswirkt. Es ist mir eine

Herzensangelegenheit, Kinder, die

nicht so viel Glück im Leben hatten,

zu unterstützen.“ Das Ziel: Koordinative

Fähigkeiten zu fördern und den

Kindern das Gefühl vermitteln, egal

wie talentiert oder sportlich sie sind

oder welche Einschränkungen sie

haben, sie gehören dazu und können

wie jeder andere diese Sportart

ausüben. „Vor zwei Jahren haben wir

unser erstes Inklusionsturnier der

Aktion Sonnenschein ins Leben gerufen

und so konnten in der letzten

Saison 20.000 Euro für die Kinder

gesammelt werden.“

Wenn dann doch mal wieder ein paar

Tage Erholung nötig sind, dann ist da

ja noch Griesbach. Dann setzt sich

Stephanie Lindlbauer in ihren Mini

Cooper, steuert Richtung Niederbayern

und besucht ihr Elternhaus.

Ein Idyll im Grünen, wo Familie und

Stephanie Sophia Lindlbauer

Mischling Luigi leben. Dann gibt es

auch wieder intensive Gespräche

mit Schwester Susanne. Der Altersunterschied

von zwölf Jahren war

mal riesig. Inzwischen hat sich das

alles etwas relativiert. Beide sind erfolgreiche,

erwachsene Frauen, die

ihre Wege gegangen sind. „Früher

hat es schon mal ein paar Meinungsverschiedenheiten

gegeben. Das ist

doch normal unter Geschwistern.

Aber heute verstehen wir uns richtig

gut“, sagt Susanne. Sie ist Personal

Trainerin und – wenn man so will –

Lebensberaterin. Auf der Homepage

der 44-Jährigen steht: „Was hinter

Dir liegt und was vor Dir liegt, sind

Kleinigkeiten im Vergleich zu dem,

was in Dir liegt“. Für sie ist es das

größte Geschenk, ihren Klienten zu

mehr Selbstvertrauen, Gesundheit

und Leichtigkeit zu verhelfen. Helfen

– das ist das Stichwort.

geboren am/in: 09.07.1987 in Rotthalmünster

Beruf: Golflehrerin

(Fully qualified Golfprofessional PGA of Germany)

Hobbys: Golf, Skifahren, wandern, kochen

Golf ist für mich... meine Leidenschaft,

da es immer eine neue Herausforderungen gibt

Heimatclub: Golfclub Wörthsee

Heimat ist für mich... wo die Menschen sind,

die ich am meisten liebe

Das mag ich gar nicht: negative Menschen

Musik: alles, was gute Laune macht

Leibspeise: Rahmschnitzel von zu Hause

Eine Runde Golf am liebsten mit: Justin Rose


CLUBS & BUNTES

1 SPORT

MENSCHEN

Die Lindlbauer-Schwestern schwingen gerne die Golfschläger.

Nach einigen Jahren in ihrem Beruf

wollte sie aber doch lieber „im sportlichen

Bereich Fuß fassen“. Nach

Stationen im Bayerischen Wald und

in Österreich in den verschiedensten

Bereichen führte sie der Weg wieder

zurück nach Griesbach, wo sie

heute arbeitet und inzwischen eine

Kunst für sich wiederentdeckt hat:

„Yoga sorgt für mehr Beweglichkeit,

entgiftet, fördert richtiges Atmen,

kräftigt, strafft und lindert Schmerzen

– es ist einfach ganzheitlich und

darum so toll“, sagt sie.

Lindlbauer-Schwestern lachen gemeinsam,

schwelgen in Erinnerungen.

Eine Banalität zeigt, was in

dieser Familie zählt: Papa Lindlbauer

fährt Mama Lindlbauer zum Einkaufen,

weil die keinen Führerschein

hat. Das macht er immer so. Darüber

wird gar nicht diskutiert. Warum?

Weil man anderen hilft, ist doch ganz

logisch. Selbstlosigkeit nennt sich

das. Das Lexikon beschreibt das

als „Fähigkeit für andere da zu sein,

ohne etwas von ihnen zu wollen“. So

sind Susanne und Stephanie Lindlbauer

groß geworden – und beherzigen

das noch heute.

Susanne Lindlbauer ist Personal Trainerin und...

...Expertin in Sachen Fitness und Yoga.

Woher dieses „Helfersyndrom“

kommt? Den Anfang hat sie im Jahr

1998 mit dem Aerobic-Diplom gemacht

– da arbeitete sie noch als

Arzthelferin. Ein wenig ihren Eltern

zuliebe hat sie sich damals für diese

Ausbildung entschieden, obwohl

sie die Themen Kosmetik und Fotografie

eigentlich mehr interessiert

hätten. „Das war aber eine gute

Grundausbildung. Ich habe viel über

körperliche Beschwerden und den

Umgang mit Menschen gelernt“,

sagt Susanne Lindlbauer heute und

fügt hinzu: „Es hat alles seinen Sinn.“

Eine starke Frau, die mit sich im Reinen

und eine Sportskanone ist, die

Abwechslung liebt und im Lauf der

Jahre vor allem eine wichtige Erfahrung

gemacht hat: „Loslassen ist der

Schlüssel zum Erfolg, egal ob das

die Ernährung oder den Partner betrifft.“

Sie selbst mistet ihre Schränke

gern aus, hat wenig Kleidung,

wenig Schuhe, ist kaum an Dinge

gebunden. Das versucht Susanne

Lindlbauer auch ihren Klienten zu

vermitteln. „Ich hole die Menschen

da ab, wo sie stehen. Die Ursache

ist absolut wichtig, warum jemand

da steht, wo er steht.“ Und wo steht

sie selbst? Mitten im Leben, dankbar

für schöne Momente, erfahren und

humorvoll.

Das Vertrauen und die Herzen ihrer

Klienten gewinnt Susanne Lindlbauer

vor allem durch ihre Energie.

Nicht umsonst sagt Stephanie

Lindlbauer über ihre Schwester:

„Ich habe selten einen so positiven

Menschen getroffen wie sie.“ Es ist

ein guter Abend, ein herrlicher Sonnenuntergang

lässt die Zeit einfach

so verstreichen. Keine Termine. Die

Susanne Lindlbauer

geboren am/in: 16.10.1975

Beruf: Dipl. Personal Trainer, Mental Trainer,

Intensive Yoga A-Trainer, Food Coach

Hobbys: Yoga, Golf, mit meinem Leih-Hund

Spaß haben, lesen, wandern, Skifahren, tanzen,

singen und neue Sportarten testen

Golf ist für mich... zur Ruhe kommen und

an der frischen Luft die Natur genießen

Heimatclub: Golfresort Bad Griesbach

und Golfclub Sagmühle

Heimat ist für mich... der Ort, an dem ich mich

zu Hause fühle - egal wo ich lebe

Mein größter Traum: einige Wochen Indien

Das mag ich gar nicht: Falschheit

Musik: hat für mich ein großes Motivationspotenzial

für meine Kurse, aber auch wenn ich die Fenster

putzen darf

Leibspeise: Saure Suppe - Dickmilch-Suppe mit

Kartoffeln (ein absolutes Schmankerl aus Bayern)

Eine Runde Golf am Liebsten mit:

meinen Freunden

Golfgenuss – Naturerlebnis –

Gaumenfreuden!

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Aufenthalt.

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MENSCHEN

CLUBS & BUNTES

SPORT141

SO WIRD MAN GOLFLEHRER

Marcel Krebs schreibt Tagebuch über seine Ausbildung

U

m Golflehrer zu werden und somit

die Ausbildung zum Fully

Qualified PGA Professional zu absolvieren,

muss man folgende Voraussetzungen

erfüllen: ein Handicap

von maximal 18,4, ein sportärztliches

Attest abgeben, einen aktuellen

Nachweis über einen Erste-Hilfe-Kurs

aufweisen und das 17.

Lebensjahr vollendet haben. Damit

sind die Voraussetzungen gegeben,

um mit der Aufnahmeprüfung, dem

PGA PreCourse, zu starten. Marcel

Krebs hat dieses Projekt gestartet.

Der Weilheimer möchte Golflehrer

werden. Der PreCourse der PGA of

Germany ist die Eintrittskarte für die

Ausbildung zum Fully Qualified Golf

Professional. Marcel Krebs schildert

in einer Art Tagebuch exklusiv für

GrünLand, wie es war.

Der Ausbilder und der Schüler (v.l.): Oliver Neumann und Marcel Krebs.

Nachdem das erste Seminar in Bad

Blankenburg noch wie gewohnt

stattfinden konnte, brachte plötzlich

das Corona-Virus alles zum Erliegen.

Ab diesem Zeitpunkt war niemandem

mehr klar, wie es nun weitergeht

und ob das zweite Seminar

überhaupt stattfinden könne. Dieses

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war im Teutoburger Wald geplant.

Die Ereignisse überschlugen sich

und es kam der Lockdown, welcher

natürlich nicht nur die Ausbildung

der PGA of Germany, sondern auch

jegliche Art von Großveranstaltungen

und Unterricht lahmlegte.

Die anzufertigende Hausarbeit haben

wir per E-Mail an unsere Ausbilder

geschickt. Dabei ging es darum,

den von der PGA of Germany

vorgegebenen Leitplan für Einzelunterricht

aus Trainer- und/oder

Spielersicht zu erörtern und zusammenzufassen.

Für die Hausarbeit

habe ich für Form, Inhalt und gesamt

die Note 2 bekommen.

Seminar II /

Online-Zoom-Konferenz

Das zweite Seminar wurde dann

über eine Zoom-Konferenz an zwei

Tagen abgehalten. Wir wurden in

zwei Gruppen aufgeteilt. Am ersten

Tag sind wir auf den Ablauf der Prüfung

für den Einzelunterricht eingegangen.

Folgende Punkte mussten

eingehalten werden: Einschätzen

der Persönlichkeit, Überprüfung der

Spielanlage, WDR (Wiederholbarkeit,

Distanz, Richtung), BISK-Analyse

(Rückschlüsse vom Ballflug auf

den Treffmoment, Bewegung des

Schlägers und zum Schluss des Körpers).

Dabei wurde uns vermittelt,

dass man niemals die Basics vergessen

sollte.

Am zweiten Tag haben wir viele

Videos mit Einzelunterricht angesehen.

Hierbei ging es darum, zu

lernen, wie man die einzelnen Situationen

erkennen kann. Das können

z.B. folgende sein: Wann ist ein

Schläger steil oder flach? Sind die

Hände vor oder hinter der Ebene?

Wie ist die Schlagfläche im oberen

Totpunkt der Ausholbewegung (offen,

geschlossen, square)? Zum Abschluss

des zweiten Tages haben

wir uns noch mit Trainingslehre beschäftigt.

In diesem Teil ging es um

Inhalte, Aufgaben, Methoden und

Ziele der Trainingslehre, leistungsbestimmende

Faktoren im Golf und

das Grundmodul der Anpassung

durch Training.

Seminar II (Teil II)

im Quellness & Golf Resort

Bad Griesbach

Der Lockdown war vorbei. Es ging

weiter, und die Vorfreude war riesengroß.

Die Koffer wurden gepackt

und so ging es in Richtung

Bad Griesbach zum Seminar der PGA

of Germany. Am ersten Tag stand

zunächst die Lernzielkontrolle im

Bereich Golftechnik auf dem Programm.

Ein bisschen nervös war ich

ja schon - trotz sehr guter Vorbereitung

in der Corona-Pause. Der Test

war anspruchsvoll, aber dennoch

fair und für jeden machbar. Ich war

als erster fertig und hatte ein sehr

gutes Gefühl. Nachdem die anderen

auch fertig waren, wurde mir mitgeteilt,

dass ich eine komplette Seite

wohl übersehen hatte. Mist. Aber dadurch,

dass alles andere richtig war,

habe ich den Test bestanden. Trotzdem

sehr ärgerlich, denn da wäre

mindestens eine Note besser drin

gewesen.

Danach ging es auch schon direkt

rauf zum Golfodrom, wo wir die restlichen

Tage verbrachten. An den

letzten beiden Tagen ging es dann

in die Vollen. Das Team um Martin

Hasenbein und Oliver Neumann hat

„echte“ Spieler organisiert, welche

wir in Einzelstunden unterrichten

durften. Der Schweiß und die Nervosität

standen mir ins Gesicht geschrieben.

Aber alles in allem habe

ich eine gute Leistung erbracht und

der Spieler hat sich sehr wohl gefühlt.

Praktikum in der Golfakademie

Andy Gall in

Gut Häusern und Eschenried

Nachdem auch im Bereich Golfunterricht

der Lockdown jegliche

Form lahm gelegt hatte, ging es Anfang

Mai auch endlich mit meinem

berufsbegleitenden Praktikum los.

Grundsätzlich ist die Vorgabe der

PGA of Germany, ein Praktikum von

30 Tagen zu absolvieren. Da allerdings

meine Kollegen in der Vollzeit-Ausbildung

deutlich mehr Vorsprung

haben, beschloss ich, das

Praktikum auf die komplette Saison

zu verlängern. So bin ich nun jedes

Wochenende Samstag und Sonntag

bei Andy Gall in der Golfakademie.

Hier wurde ich gleich von Anfang

an sehr offen aufgenommen und in

den Ablauf des Tages mit eingeteilt.

Samstags sind wir immer in Gut Häusern,

wo ich mit meinem Kollegen

aus dem Modul II immer von 10 bis 12

Uhr das Jugendtraining durchführen

darf. Ansonsten hospitiere ich abwechselnd

bei unserem Head-Pro

Andy Gall und meinem Kollegen Tassilo

Hahn. Zwischendurch bekomme

ich ausreichend Zeit, an meinem

eigenen Spiel zu arbeiten, um mich

zu verbessern.

Die nächsten Monate

Ende Juli steht der Playability-Test

im Golf Resort Bad Griesbach an. Da

bin ich schon sehr gespannt, was

mich dort erwartet. Es gilt, an zwei

aufeinanderfolgenden Tagen maximal

einen Score von zwölf über Par

ins Clubhaus zu bringen. Mein Spiel

fühlt sich im Moment sehr gut an und

ich hoffe, dass ich mir zumindest

eine Karte sichern kann. Das nächste

Seminar und somit der Nachholtermin

für das verpasste Seminar

im April findet vom 10. bis 13. August

am Jakobsberg bei Mike McFadden

statt. Im Anschluss heißt es Vorbereitung

auf die Prüfungen zum

PGA-Assistent im Oktober. Drückt

mir die Daumen!


CLUBS & BUNTES

5SPORT

MENSCHEN

„GERADE JETZT MUSS GOLF MUTIG SEIN!“

GrünLand im Gespräch mit Dr. Josef Hingerl und Michael Weichselgartner

gut ist, seitdem die Grüns neu sind.

Das ist ein Golfplatz, auf dem jeder

glücklich sein kann.

Hingerl: Wow, vielen Dank. Das ist

ein Ritterschlag für uns.

positiv. Anhand derer musste man

zu dem Ergebnis kommen, dass es

doch eine sehr gute und mutige Entscheidung

gewesen ist.

Sind sie mutig, Herr Dr. Hingerl?

Gemeinsam auf der Runde: Dr. Josef Hingerl (l.) und Michael Weichselgartner. (Foto: Grazyna Wislocka)

iese beiden Herren haben immer

etwas zu sagen. Wenn Dr. Josef

Hingerl (72) und Michael Weichselgartner

(68) auf Veranstaltungen

auftauchen, heißt es nicht selten:

„Oh je, die schon wieder!“ Manchmal

sehen sich die beiden Betreiber

der Golfanlagen Bergkramerhof und

Valley dem Vorwurf gegenüber, sie

seien Selbstdarsteller. Nicht selten

allerdings heißt es auch, Dr. Hingerl

und Weichselgartner sprechen unangenehme

Wahrheiten an, die sich

aus falsch verstandener Diplomatie

keiner sonst aufs Tapet zu bringen

traut. Fest steht: Die beiden Herren

aus dem Süden haben eine klare

Meinung, und eine solche zu haben,

das lassen sie sich nicht verbieten.

Sie mögen es, wenn der bayerische

Löwe auch mal brüllt. Grünland hat

Dr. Josef Hingerl und Michael Weichselgartner

zum Doppel-Interview an

einen Tisch gebeten und mit ihnen

über Chancen und Risiken des deutschen

Golfsports gesprochen. Ein

intensives Gespräch – mit Meinungsverschiedenheiten

und Unterschieden,

aber auch mit Gemeinsamkeiten

und Happy End.

Herr Dr. Hingerl, was ist das Beste

an der Golfanlage Valley

von Michael Weichselgartner?

Hingerl: Da ist eine Anlage kreiert

worden, die ein Alleinstellungsmerkmal

in Bayern ist. Ein einzigartiger,

ganz besonderer Golfkurs.

Herr Weichselgartner, was ist

das Beste an der Golfanlage

Bergkramerhof von Dr. Hingerl?

Weichselgartner: Dass sie sehr gut

gelegen ist und dass der Platz sehr

Weichselgartner: Eigentlich ist das

aber auch ein Schmarrn. Schön, gut,

das ist doch alles viel zu subjektiv.

Ich gebe gar nichts mehr auf solche

Bewertungen wie fünf Sterne und so

und so viele Punkte. Das bringt doch

niemandem was. Ich möchte keine

Golfplätze persönlich bewerten. Wir

haben gute Golfplätze in unserer Region.

Herr Weichselgartner, der Bergkramerhof

hat sich während des

Corona-Lockdowns den Anordnungen

der Staatsregierung widersetzt

und den Golfplatz geöffnet. Waren

das gute oder schlechte Schlagzeilen?

Weichselgartner: Es waren wenigstens

mal Schlagzeilen. Ich war

ja über die Aktion informiert und

hatte anfangs schon Bauchschmerzen,

dass das nach hinten losgehen

könnte. Umso mehr war ich überrascht,

als ich um 23 Uhr bei Spiegel

Online die Reaktionen gelesen habe.

Die waren zum allergrößten Teil sehr

Hingerl: Das Wort „mutig“ möchte

ich diesbezüglich nicht für mich

beanspruchen. Klar, als 35-jähriger

Anwalt hätte ich so wahrscheinlich

nicht gehandelt, weil man vermuten

hätte müssen, dass es geschäftsschädigend

hätte sein können. Es

war weniger mutig, sondern mehr

Ausdruck meiner Persönlichkeit und

meiner Ausbildung. Für mich war

klar, dass die Schließung der Golfplätze

von vornherein verfassungswidrig

war. Von Anfang an. Gut, von

Anfang an dagegen vorzugehen,

hätte womöglich wieder das negative

Image des Golfsports verstärkt.

Viele hätten wieder gesagt, die Golfer

halten sich wieder für etwas Besonderes.

Nachdem aber schon in

anderen Bundesländern Golfplätze

wieder aufgemacht wurden, war für

mich klar, dass ein Zeichen gesetzt

werden muss. Es gab nach unserer

Öffnung viele Reaktionen nicht nur

von Golfern, sondern auch und vor

allem von kleinen und mittelständischen

Unternehmern, die gesagt haben,

endlich macht mal jemand was.

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MENSCHEN

CLUBS & BUNTES

SPORT161

Dr. Josef Hingerl spricht, GrünLand-Chef Thomas Kirmaier schreibt mit. (Fotos: Grazyna Wislocka)

Was hat sich durch Corona für Golf

verändert? Was ist neu und was

wird bleiben?

Weichselgartner: Da sind mehrere

Dinge. Unser Hauptproblem ist aber

der irre Personalaufwand. Wir müssen

zahlreiche neue Bestimmungen

einhalten, vor allem was die Themen

Hygiene und Sicherheit betrifft.

Manchmal stößt man da bei Golfern

auch auf Unverständnis. Wir müssen

zu bestimmten Zeiten öffnen und

schließen, die vorgegebenen Auflagen

lassen sich bisweilen überhaupt

nicht kontrollieren. Der enorme Personalaufwand

hat bei uns zu einer

Kostensteigerung von rund 30 Prozent

geführt.

Hingerl: Die Zeit mit Corona wird

zu Ende sein. An eine zweite Welle

glaube ich nicht. Die Verhältnisse

werden sich normalisieren. Ich sehe

in dieser Zeit eher sogar eine unglaubliche

Chance. Wir müssen den

Leuten, der Öffentlichkeit jetzt klar

machen, dass Golf das gesündeste

an Freizeitbeschäftigung und Sport

ist, was es überhaupt gibt. Corona

hat uns eine unglaubliche Chance

gegeben. Die zwei großen Themen

Umweltschutz und Gesundheit lassen

sich mit Golfen wie sonst nirgendwo

besser darstellen. Golfer

sind Umweltschützer. Genau das

beweisen wir am Bergkramerhof

immer und immer wieder. Aber als

Golf-Community sind wir da viel zu

defensiv. Umwelt und Gesundheit

schreiben wir uns gerne auf die Fahne.

Wir haben die Alleinstellungsmerkmale

in ganz Deutschland, dass

wir pestizidfrei sind und bei uns die

Roughflächen nicht bespielt werden.

Das ist der Raum für die Natur.

Und so soll es auch bleiben.

Tun die Verbände also zu wenig,

um Golf mehr in die öffentliche

Diskussion zu bringen?

Weichselgartner: Das ist definitiv

richtig. Woher sollten es die Funktionäre

auch wissen. Es fehlt in der

Regel an fachlichem Wissen und Management-Know-How.

Es ist wichtig,

Trends rechtzeitig zu erkennen.

Das Auswerten von Statistiken und

dadurch gewonnene Erkenntnisse

in erfolgreiche Strategien umzusetzen.

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keine Vorwürfe. Ein Verbandsfunktionär

ist in der Regel kein Geschäftsmann-

und Marketingstratege. Ein

Präsident sollte aber die geeignete

Mannschaft mit entsprechenden Erfahrungen

haben und sie sollten ihre

mächtige Position für Netzwerke

nutzen. Funktionäre brauchen aber

nicht nur Kritik, sondern auch positive

Unterstützung. Dass Golf nicht

optimal dasteht, liegt sicherlich in

der bescheidenen Außenwirkung,

und dagegen kann man was unternehmen.

Golfplätze sind Glyphosat

frei und die Öffentlichkeit bekommt

es nicht mit. Golf ist mit Abstand die

nachhaltigste Sportart überhaupt –

nur keiner bekommt es mit. Nimmt

man den Gesundheitsaspekt, den

Herr Hingerl hervorhebt, dann sollte

man sich um Golf in der Zukunft keine

Sorgen machen. Die Frage stellt

sich, wie kann man dies ändern?

Wenn öffentlich-rechtliche Medien

nur Fußball senden und für läppische

90-minütige Berichterstattung

300 Millionen Euro pro Jahr an

die DFL zahlen, wird für die anderen

Sportarten nichts übrigbleiben. Aufgabe

und Pflicht von ARD und ZDF

ist es, über alle Sportarten zu berichten

und nicht nur über Fußball.

Die DFL kann ihre Gelder behalten,

aber die anderen Sportarten dürfen

nicht vernachlässigt werden.

Es ist auch völlig ungerecht, dass

die Leistungen von Athleten anderer

Sportarten nicht entsprechend

dargestellt und gewürdigt werden.

Ich hoffe, dass durch die geplante

Gebührenerhöhung 2021 auch für

Golf, Tennis, Reiten, Leichtathletik,

Schwimmen und andere Sportarten

Gelder freiwerden. Hier könnten die

DOSB-Präsidenten mit gemeinsamer

Strategie und Forderungen was

bewirken.

Hingerl: Mit dem Thema Gesundheit

haben wir gerade jetzt eine tolle

Möglichkeit. Elf Millionen Menschen

rennen in Deutschland in die Fitness-Studios.

Das ist doch Wahnsinn.

Sport wird heute ganz anders

definiert. Und mit Corona haben die

doch ein Riesenproblem in diesen

Studios. Da gibt es tatsächlich ein

sehr großes Potenzial. Da stimme

ich vollends zu. Wir müssen nur den

Leuten endlich beibringen, wie gesundheitsfördernd

Golf ist. Und genau

da ist sicher noch sehr viel Luft

nach oben.

Also ist weniger der Sport das

große Thema von Golf in Zukunft,

sondern die Bereiche Gesundheit

und Natur? Oder alles zusammen?

Weichselgartner: Da muss ich widersprechen.

Mit Gesundheit und

Umwelt werden wir zwar ein besseres

Image bekommen, das wird aber

keinen einzigen Golfer zusätzlich

bringen. Davon bin ich überzeugt.

Seitdem wir in Valley unsere sportliche

Ausrichtung intensiviert haben,

ist deutlich mehr Leben auf der Anlage.

Wir haben 120 Kinder regelmäßig

im Training, da wird im Clubhaus

gemeinsam Pizza oder Nudeln gegessen.

Da ist Leben drin. Da hängen

die Eltern auch mit dran. Die wollen,

dass ihre Kinder Golf vernünftig lernen.

Okay, ein Volkssport wird Golf

in Deutschland nie werden. Das ist

im Ausland anders. In Amerika, in

Skandinavien. Da betreiben Kommunen

Golfanlagen. Das ist ein ganz

anderer Ansatz. Würde die Stadt

München drei Golfplätze bauen und

Schulen darauf spielen lassen, stünden

wir auch anders da. Golf ist in

Deutschland in vielen Bereichen kaputt

gemacht worden, da haben wir

in den vergangenen Jahren viel an

Wertigkeit verloren.

Hingerl: Klar, das ist super, was

Valley im Bereich Leistungssport

auf die Beine gestellt hat. Aber die

Menschen müssen auch verstehen,

dass ein Beitrag in einem Golfclub

ein Beitrag zum Umweltschutz ist.

Damit müssen wir deutlich stärker in

die Öffentlichkeit. Das Thema Natur

müssen wir rauf und runter spielen.

Da brauchen wir keine Sendezeiten

im deutschen Fernsehen. Eine Golfanlage

muss doch in ihrem Umkreis

die Leute gewinnen und ihnen den

Golfplatz als Rückzugsort in wunderschöner

Natur näherbringen. Und

wenn Sie fragen, ob eine Golfanlage

alles anbieten muss, sage ich nein.

Da bin ich dagegen. Das ist ein Leipziger

Allerlei. Wir sprechen doch

die ganze Zeit von Alleinstellungsmerkmalen.

Das ist es doch, was uns

ausmacht. Es gibt elitäre Anlagen

wie den Riedhof oder die Anlage in

Beuerberg, wo die Kinder auch keine

so große Rolle spielen. Im Münchner

Golf Club oder in Valley wird eben

eher die sportliche Schiene gefahren

mit erfolgreicher Nachwuchsarbeit.

Ich bin dagegen, dass man

überall ein bisserl was haben muss.

Ist Golf in Deutschland vielleicht

weniger Sport als vielmehr Spazierengehen

in der Natur mit Ball?

Weichselgartner: Das halte ich für

fatal. Wir brauchen jüngere und ältere

Leute gleichermaßen. Eine Golfanlage

funktioniert nur mit Eltern

und Kindern. Wer keine Eltern und

keine Kinder mehr hat, wird demnächst

zumachen. Definitiv. Ohne

Jugendarbeit und Teamsport wird

es nicht funktionieren. Wir haben

letztes Jahr 250 Neumitglieder gewonnen.

Davon sind etwa 80 Prozent

wegen dem breitensportlichen

Ansatz gekommen. Nicht wegen

Leistungssport. Wir haben in Valley

entgegen dem bundesweiten Trend

eine Verdreifachung der Kinder. Die

kommen doch nicht wegen den Themen

Umwelt und Natur.

Wird es in absehbarer Zeit

also weniger Golfanlagen

in Bayern geben?

„Mehr Mut“ fordert Michael Weichselgartner von den Verbänden.

Hingerl: Kann ich mir nicht vorstellen.

Nochmal: Wir müssen Golf neu

definieren. Nur 20 Prozent der deutschen

Golfer spielen Turniere. Ein

Projekt wie die Golf-Helden bringt

doch nichts. Da werden jene 80 Prozent

vergessen, die Golf wegen des

Erlebnisses in freier Natur, in geschützter

Umwelt und wegen ihrer

Gesundheit spielen. Verbände müssen

mit Krankenkassen verhandeln,

dass Leute, die eine gewisse Anzahl

an Golfrunden nachweisen, einen

geringeren Beitrag zahlen. Das predige

ich schon seit langer Zeit und

verlange da Aktionen der Verbände.

Es geht darum, Sport neu und das

Produkt Golf endlich konkret zu definieren.

Gerade jetzt in dieser spannenden

Zeit des Wandels. Wir müssen

uns vor allem um die Best-Ager

kümmern. Das sind die solventen

Kunden und die, die uns bleiben. Die

können wir doch zugunsten der Jugendarbeit,

die ohne Zweifel löblich

ist, nicht einfach vergessen.

Weichselgartner: Übrigens zum

Thema Natur: Die Leute denken doch

immer noch, dass Golf die Natur zerstört.

Das höre ich immer wieder. Ich

kann nur offensiv nach außen gehen

und den Leuten meine Blumenwiesen

und meine Tierwelt zeigen. Das

ist ein Prozess. So kommen die Menschen

auf die Anlage, erkennen die

Vorteile. So kommt das eine zum anderen.

Und übrigens, eine sportliche

Prägung ist auch am Bergkramerhof

möglich. Hier sind alle Voraussetzungen

gegeben, mit toller Indooranlage

und einem sehr guten Platz.


CLUBS & BUNTES

7SPORT

MENSCHEN

Wir brauchen 50 Prozent mehr Golfer.

Aber die kommen nicht von allein.

Da müssen wir uns schon neu

aufstellen. Da darf Golf gerade jetzt

schon mutiger sein.

Dr. Josef Hingerl und Michael Weichselgartner...

Herr Hingerl, ist das Engagement

von Bundestrainer Uli Zilg auf Ihrer

Anlage ein Signal, dass der

Bergkramerhof künftig auch

mehr die sportliche Richtung

einschlagen will?

Hingerl: Das war uns anfangs gar

nicht bewusst. Natürlich sind wir

froh, dass wir ihn bei uns haben. Uli

Zilg ist nicht zuletzt wegen der Kombination

aus Sport und Gesundheit

zu uns gekommen. Aber der wesentliche

Punkt bei uns bleibt das Thema

Umweltschutz. Ohne Wenn und

Aber. Wenn wir endlich kommunizieren,

dass Golfanlagen auf Pestizide

verzichten, wäre das eine enorm

wichtige Botschaft. Ich glaube nicht,

dass wir Golfer gewinnen durch Figuren,

die international erfolgreich

sind. Die Schwerpunkte Natur und

Gesundheitsprävention sind da aus

meiner Sicht deutlich nachhaltiger.

Weichselgartner: Für mich ist und

bleibt der Sport der Schlüssel. Okay,

ich muss zugeben, dass die ganzen

Jugendmeisterschaften AK 12, 14,

16 und so weiter - das ist völlig übertrieben

und zu viel. Das belastet die

Anlagen finanziell. Die sportlich ambitionierten

Golfer spielen heute so

viele Turniere, dass sie schon gar

kein Clubturnier mehr spielen wollen.

Aber nochmal: Ohne Sport wird

es kein Golf mehr geben.

Sie beide haben auf Tagungen in

Deutschland einen gewissen Ruf.

Gefällt Ihnen das Image?

Weichselgartner: Seit fünf Jahren

halte ich mich sehr zurück. Wir

haben doch vor fünf, sechs Jahren

Probleme offen angesprochen, die

keiner hören wollte. Und wenn ich

mal was gesagt und kritisiert habe,

hat es mir meistens nur geschadet.

Natürlich war das vielen vor allem in

den Verbänden unangenehm. Aber

es ist alles eingetreten, was wir vorausgesagt

hatten. Und jetzt stehen

wir da mit diesen Problemen. Ich

habe gelernt, dass es nichts bringt,

sich mit Verbänden anzulegen. Seitdem

ich mich heraushalte, werde ich

auch nicht mehr als „komischer Typ“

bezeichnet und meine Meinung ist

gefragt.

Hingerl: Es ist doch so, dass wir eine

völlig undemokratische Struktur im

Deutschen Golf-Verband mit den

Sonderstimmen der Landesgolfverbände

haben. Hier geht es darum,

Mehrheiten zu sichern. Das werde

ich immer kritisieren, weil es auch

schlecht für die Gesellschaft ist.

Das ist schlecht und nicht unbedingt

vorbildlich für die Jugend. Genauso

werde ich kritisieren, dass die VcG

uns Dumpingpreise gebracht hat. Da

ist zu viel Machtpolitik und zu wenig

Sachpolitik. Wenn ich Dinge sehe,

die nicht richtig sind, gehe ich dagegen

vor.

Weichselgartner: Wir haben die VcG

nun mal. Die sehe ich sogar noch als

das geringste Übel. Da müssen wir

eben das Beste draus machen. Wir

müssen uns einfach eingestehen und

bekennen, dass wir auf einem selbstverschuldet

rückläufigen Markt tätig

sind. Das lässt sich ja mit Fakten und

Statistiken belegen. Den Golfclubs

fehlen seit 2010 jedes Jahr rund

300.000 Euro Einnahmen, obwohl es

deutlich mehr Mitglieder als noch vor

zehn Jahren gibt. Der Knick hat begonnen,

als der Ausweishandel ungehindert

begonnen hat. Damit wurde

uns ein wesentliches Werkzeug für

die Mitgliedergewinnung genommen.

Heißt, wir steuern noch

schwierigeren Zeiten entgegen?

Hingerl: Ich bleibe trotz aller Zahlen

positiv gestimmt. Die Chance, die

wir jetzt haben, müssen wir nutzen.

Weichselgartner: Oder vielleicht

besser zahlende Golfer. Es gab ja bis

2010 eine Steigerung um drei Prozent

bei der Zahl der Neugolfer. Auch

die Umsätze und Einnahmen sind gestiegen.

Und plötzlich, vor fünf Jahren,

kam die Stagnation und dies besonders

bei den Mitgliedsbeiträgen.

Wenn wir 2012 oder 2013 Platzreifekurse

angeboten haben, sind uns

viele Neu-Golfer geblieben. Heute interessiert

sich keiner mehr für diese

Kurse, weil die Interessenten schon

mit einem Fernmitgliedschaftsausweis

daherkommen. Denen ist eine

Mitgliedschaft aus Unerfahrenheit zu

teuer. Viele sagen, sie kämen wieder,

wenn sie das Golfspielen können.

Ein Anfänger in einer Fernmitgliedschaft

wird nie ein Golfer werden,

weil man es ohne richtigen Club und

ohne Trainer nie richtig lernen wird.

Es muss aufhören, dass Golfer Platzreife

machen und anschließend in

einer Fernmitgliedschaft landen.

Hingerl: Vollkommen richtig. Wir haben

die gleiche Erfahrung gemacht.

Die Leute schauen ins Internet und

haben die Wahl: 2000 Euro für eine

ordentliche oder 200 für eine Fernmitgliedschaft.

Dazu gibt es immer

noch wahnsinnige Hemmschwellen.

Wieso überhaupt? Wir müssen den

Leuten beibringen, den Nutzen und

den Mehrwert dieses höheren Beitrags

zu erkennen. Sport hat sich gewandelt.

Die Leute wollen raus, sich

bewegen, in die Natur. Wir erleben

eine Renaissance des Themas Gesundheit.

Und das ist die riesengroße

Chance des Golfsports.

Es braucht also mehr Mut –

in allen Belangen?

Hingerl: Exakt. Wir können viel offensiver

arbeiten und halten einen

Trumpf in der Hand. Wir müssen ihn

nur endlich einmal spielen.

Weichselgartner: Skifahren nicht

nur in Gletschergebieten, Wandern

in geschützten Bergregionen, besser

gesagt, der ungebremste und

ungehinderte Massentourismus wird

irgendwann aufhören, weil das tatsächlich

die Natur und Artenvielfalt

zerstört. Aber Golf ist Naherholung,

ist gesund, schützt die Natur und ist

obendrein ein wunderbarer Sport für

Junge und Junggebliebene. Trends

ändern sich und Golf wird bald wieder

eine Trendsportart werden.

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Hingerl: Bei allen Schwierigkeiten,

vielleicht ist jetzt unsere Zeit, das

Image von Golf in Deutschland endlich

zu wandeln. Ich weiß, dass ich

mich da wiederhole, aber man kann

das gar nicht oft genug sagen. Da ist

auch und vor allem die Öffentlichkeitsarbeit

gefragt. Ob Sport, Naturerlebnis

oder Umweltschutz. Unsere

Botschaft muss sein, dass Golf einfach

nur großartig ist: Gesundheitsprävention,

Wohlbefinden und Lebensqualität.

Weichselgartner: Und eine wunderbare

Sportart obendrein.

Vielen Dank für Ihre Zeit

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MENSCHEN

CLUBS & BUNTES

SPORT18

Herrliche Lage: Das Clubhaus des GC Starnberg im beschaulichen Dörfchen Hadorf.

GOLF IST KUNST

Headgreenkeeper Andreas Matzner und Architekt

Tony Ristola bauen Kurs des GC Starnberg um

Starnbergs Headgreenkeeper Andreas Matzner.

Golf ist Sport. Aber irgendwie

auch ein Erlebnis in toller Natur.

Klar. Manchmal ist Golf sogar

Kunst. Okay, nicht unbedingt, wenn

Onkel Rudi die Kugel auf dem Par 4

mal wieder aus dem Gemüse zwirbelt

und mit Ach und Krach zur Acht

locht. Sicher aber, wenn die Stars

auf der Tour ihre Trickshots aus dem

Ärmel zaubern und Schläge zeigen,

die Otto Normalgolfer eben nicht zu

leisten im Stande ist. Solche tollen

Leistungen könnten aber gar nicht

erst gezeigt werden, wenn es nicht

so hübsche Golfplätze gäbe. Und die

müssen von Architekten erst einmal

geschaffen und vom Greenkeepingteam

gepflegt werden.

Im Golfclub Starnberg haben sie eine

ganz besondere Wiese. Die 18-Löcher-Anlage

an der Uneringer Straße

im beschaulichen Dörfchen Hadorf

ist nicht nur eine der schönsten

in ganz Bayern. Sie hat sich in den

vergangenen Wochen auch nochmal

hier und da verändert. Der Club

wollte in der Corona-Pause nicht

faul herumsitzen, sondern handeln

– und investieren. Headgreenkeeper

Andreas Matzner hat Grünland eine

Sondertour über die Anlage angeboten,

um aufzuzeigen, was sich verändert

hat. Vor allem aber: Wie viel

Arbeit gute Platzpflege und kreati-

ves Platzdesign

bedeuten.

„Du brauchst

vor allem eines: Zeit. Nur

wenn du dir sie nimmst und dich

intensiv mit der Materie beschäftigst,

kann etwas Großes entstehen“,

sagt Andreas Matzner. Der Mann

weiß, wovon er spricht. Auf den ganz

großen Anlagen dieser Welt hat er

gelernt, gearbeitet, sich Tipps und

Tricks geholt. Matzner ist unter den

Greenkeepern so etwas wie der da

Vinci seiner Zunft. Ein Künstler, ein

Diplom-Course-Manager, manchmal

vielleicht sogar ein Besessener. Talente

hat er viele. Golfplatzarchitekt

ist er nun aber eben nicht. Daher hat

der Club für einige Wochen während

des Lockdowns den Designer Tony

Ristola engagiert. Der Kanadier mit

finnischen Wurzeln ist bekannt in

der Szene und fühlte sich bei seiner

jüngsten Arbeit in Starnberg erst

einmal tief in den Kurs hinein.

Wenn Golfer am Tee stehen und sich

auf den Drive vorbereiten, sehen sie

vor allem? Genau: Fairway, Fahne

und Hindernisse. Welche mühevolle

Kleinarbeit hinter der Gestaltung nur

einer einzigen Bahn steckt, das sieht

niemand. Ristola und Matzner hatten

sich im GC Starnberg vor allem

die Bahnen neun und 17 vorgenommen.

Beides Par-3-Löcher. Da kam

es schon mal vor, dass die beiden

Künstler stundenlang am Abschlag

saßen und überlegten. „Mit Pizza aus

dem Karton und Kaltgetränk“, erzählt

Matzner. Man muss spinnen dürfen,

Gedanken spielen lassen. Ristola

war beeindruckt von der Anlage:

„Eine tolle Topografie, superschöne

Landschaft. Der Platz hat definitiv

viel Potenzial.“

Der Club möchte gerne einen Platz

gestalten wie in den 1920er-Jahren,

aber mit modernen Spieleigenschaften

und Kriterien. Damit

will der GC Starnberg der erste Club

im Münchner Raum sein, der diese

Design-Philosophie umsetzt. Matzner:

„Der weltweite Trend geht definitiv

in diese Richtung von vielen renommierten

Clubs und schafft damit

eine Diversität in der Golflandschaft.“

Die erste Phase mit sechs Löchern

ist geplant. Weitere bestehen schon

mit vielen neuen abwechslungsreichen

Ideen, die nur noch auf Papier

gebracht werden müssen.

Für Ristola war die Anreise nicht ganz

so weit. Der 56-Jährige, der in den

späten 80er-Jahren auf der Swedish

Tour als Pro unterwegs war, lebt im

Chiemgau. Der Vorteil in Starnberg

sei, dass es keine Fairwaybewässerung

gibt. „Da ist man flexibler bei

der Gestaltung“, sagt er. Er hat Vorher-Nachher-Bilder

angefertigt und

zeichnet seine Pläne stets mit dem

Bleistift. „Golfplatz-Architekten sind

Visionäre“, sagt er. Dazu braucht

es bei einer Anlage wie der des GC

Starnberg ein gutes Baummanagement.

Matzner: „Da darfst du auch

mal den einen oder anderen Baum

opfern, um andere besser herauszubringen.“

Gesagt, getan: Auf Bahn

neun sind hinter dem Grün ein paar

Bäume gefällt worden. So bekommt

der Golfer vom Tee nun einen hübschen

Blick aufs Clubhaus. Matzner:

„Du kannst durch Kleinigkeiten die

ganze Optik ändern. Da ändert sich

plötzlich die gesamte Spielsituation.“

Auf der Neun und der 17 sind vor allem

auch die Bunker verändert worden.

Schroffere Kanten, die sich natürlicher

als zuvor ins Gelände fressen,

verleihen den Bahnen ein wenig

Links-Course-Flair und Charakter

nach britischem Vorbild. Ristola:

„Zudem sind sie dann leichter und

günstiger zu pflegen.“ Ohnehin gehe

die Tendenz weg von geraden Linien

Die neue Optik mit den überarbeiteten Bunkern der 17. Bahn im GC Starnberg.

und sauberen Kanten. Die Kunst ist

es, den richtigen Mix zu finden. Den

Golfer vor eine Herausforderung zu

stellen, ihm eine Taktik abzuverlangen,

aber eben nicht zu überfordern.

Und wie geht es jetzt in Starnberg

weiter? Zwei Bahnen wurden neu

gestaltet. Ristola: „Wir haben sechs

weitere in der Planung.“ Ob es soweit

kommt, wird sich zeigen. Die Corona-Pause

hat die Planungen ohnehin

stark durcheinandergewirbelt.

Im GC Starnberg haben sie die Zeit

sinnvoll genutzt und investiert. Die

Idee: Der Platz soll ein klassischer

Parkland-Kurs werden. Die Voraussetzungen

sind gegeben, und mit

dem Team Matzner-Ristola hat der

Club ein kompetentes und schlagkräftiges

Duo an der Hand. Zwei Visionäre,

die sich verstehen – nicht

nur auf dem Golfplatz.


Kitzbühel

GOLF

Golfplatz Kitzbühel-

Schwarzsee-Reith

18 Loch |PAR 72

Golfplatz Eichenheim

Kitzbühel-Aurach

18 Loch |PAR 71

Golfplatz

Kitzbühel-Kaps

9Loch |PAR 70

Golfplatz

Rasmushof

9Loch |PAR 54

4 PLÄTZE4SCHÄTZE

Weite Abschläge passieren massive Felsen, Annäherungen überbrücken Schluchten und Putts rollen über perfekte Grüns -willkommen

zu einer Golfrunde in Kitzbühel. WennSie die legendärste Sportstadt der Alpen besuchen, soll natürlichauch die Abwechslung nicht zu

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CLUBS & BUNTES SPORT

MENSCHEN20

Der älteste Golfplatz in Kitzbühel ist die mitten im Ort gelegene Neun-Loch-Anlage Kaps. (Foto: Peter von Oppen)

KITZBÜHEL – GOLFPARADIES IM HERZEN DER ALPEN

Kitzbühel gilt als südlichster

„Vorort“ von München – nicht

nur für die unzähligen Skifahrer im

Winter – mittlerweile auch im Sommer

für die Golfspieler. Das malerische

Städtchen ist mit insgesamt

vier prämierten Golfplätzen, zwei

davon nahe dem Ortskern, geradezu

ein Golf-Eldorado. Jeder Platz

ist auf seine Weise einzigartig und

abwechslungsreich. Und wem das

nicht reicht, für den gibt es im Umkreis

von 30 Minuten noch viele weitere

schöne Golfanlagen. Mit der

Kitzbühel Golfcard (Golf Alpin Card)

spielt man zudem auch zu vergünstigten

Greenfees.

Der wohl beliebteste Platz ist die

18-Loch-Anlage Kitzbühel-Schwarzsee

– zwischen Hahnenkamm,

Schwarzsee und Wildem Kaiser

gelegen, bietet er abwechslungsreiche

Fairways, anspruchsvolle

Wasserhindernisse sowie ein beeindruckendes

Panorama. Die ersten

neun Löcher liegen im Tal, während

die zweiten Neun leicht hügelig

sind, ohne dass man aber allzu sehr

ins Schwitzen kommt. Abkühlung

kann man sich gleich nebenan im

Schwarzsee holen, dem wärmsten

Moorsee der Alpen.

Geradezu ein „Muss“ für jeden Golfer

ist der 18-Loch-Golfplatz Eichenheim.

Vom renommierten amerikanischen

Designer Kyle Phillips entworfen

und im Jahr 2000 erbaut,

zählt Eichenheim zu den reizvollsten

Golfplätzen Europas. Imposante

Felswände und dichte Laubwälder

charakterisieren das Layout des

großzügig angelegten Championship-Parcours.

Der Golfplatz Eichenheim,

der bereits PGA-Austragungsort

war, bietet ein hohes sportliches

Niveau – für Senioren ist hier allerdings

ein Cart empfehlenswert.

Der älteste Golfplatz in Kitzbühel

ist der mitten im Ort gelegene

9-Loch-Golfplatz Kaps; er wurde

bereits im Jahr 1955 eröffnet. Mehrfach

ausgezeichnet als „schönster

9-Loch-Platz Österreichs“, liegt diese

beeindruckende Golfanlage auf

dem Gelände rund um Schloss Kaps

und dem A-ROSA Hotel. Dieser fantastische

Golfplatz mit zwei Inselgrüns

macht das Golfspiel zu einem

besonderen Erlebnis. Der Club zählt

übrigens die meisten Single-Handicapper

Österreichs.

Als erster privater Golfplatz Kitzbühels

liegt der ebenfalls traditionsreiche

9-Loch-Golfplatz Rasmushof

neben dem gleichnamigen Hotel und

direkt im Zielgelände der legendären

Streif-Abfahrt – nur fünf Geh-Minuten

vom Stadtzentrum entfernt.

Das Gelände ist ideal für Einsteiger,

bietet aber auch geübten Spielern

immer wieder eine sportliche Abwechslung.

Im Rahmen einer Umfrage bekam

Kitzbühel 2018 den Titel „Beliebteste

Golfregion“. Der Golfplatz Kitzbühel-

Schwarzsee-Reith wurde bereits

im Jahr 2016 zum österreichischen

Golfclub des Jahres gewählt. Die

Auszeichnung „Austria’s Best Golf

Resort“ erhielt 2015 der Golfplatz

Eichenheim und in den Jahren 2017,

2018 sowie 2019 jeweils der Golfplatz

Kitzbühel. Alle vier Golfplätze sind

auch 2020 wieder für den World Golf

Award nominiert. Nur rund 13 km

entfernt befindet sich der einzige

27-Loch-Platz im Großraum Kitzbühel,

und zwar der Golfclub „Wilder

Kaiser“ in Ellmau. Die Spielbahnen

liegen vorwiegend in der Talebene

und sind somit angenehm zu spielen.

Und von fast allen Abschlägen

hat man einen herrlichen Rundblick

auf das imposante Felsmassiv des

Kaisergebirges. Aber der Platz ist

nicht nur für sein Panorama, sondern

auch für seine topp gepflegten,

schnellen Grüns bekannt.

Ein weiterer schöner Golfclub befindet

sich in Westendorf. Es ist der

„jüngste“ Platz im Großraum Kitzbühel,

da er erst 2015 eröffnet wurde.

Da viele Spielbahnen mit großzügigem

Abstand in den Wald gebaut

wurden, sieht man auf der Runde

wenig von den anderen Flights. Wer

also eine Woche Urlaub in Kitzbühel

macht, braucht somit keinen Platz

zweimal spielen. Peter von Oppen ●

Der 18-Loch-Golfplatz Eichenheim

Der Golfclub Wilder Kaiser in Ellmau


SPORT

21MENSCHEN

CLUBS & BUNTES

GOLF-URLAUB ZU HAUSE

Das sind die beliebtesten Reiseziele der Deutschen

eutschland hat den Corona-Lockdown

überstanden.

Golfanlagen, Hotels und Ferienunterkünfte

müssen mit der etwas

anderen Situation im Jahr 2020

umgehen lernen. Viele fragen sich:

Wohin kann ich nach der Krise trotz

strenger Infektionsschutz-Regelungen

überhaupt noch fahren? Das

Auswärtige Amt warnt nach wie

vor vor „nicht notwendigen, touristischen

Reisen ins Ausland - ausgenommen

sind die meisten Länder

der EU, Schengen-assoziierte

Staaten (Schweiz, Norwegen, Island

und Liechtenstein) und Großbritannien“.

Immer noch müsse weltweit

mit Quarantäne-Maßnahmen und

drastischen Einschränkungen des

öffentlichen Lebens wie auch des

Luft- und Reiseverkehrs gerechnet

werden.

Vielleicht also doch lieber den Urlaub

2020 in Deutschland verbringen?

Warum eigentlich nicht? Neu scheint

diese Idee ohnehin nicht zu sein.

Denn weder Italien, Spanien oder

Griechenland sind unsere beliebtesten

Reiseziele. Wie der Deutsche

Tourismus-Verband (DTV) in seiner

Studie „Das Tourismusjahr 2019 im

Überblick“ zeigt, urlauben Deutsche

am liebsten? Genau: in Deutschland.

„2020 steht für ein Jahr, das unsere

gesamte Welt aus den Angeln hebt.

Eine ganze Dekade lang war der

Deutschland-Tourismus eine große

Erfolgsgeschichte. Die Corona-Krise

hat uns jetzt alle vor enorme Herausforderungen

gestellt und wird

die Zukunft neu schreiben – zumindest,

wenn es um Zahlen geht“, erklärt

DTV-Präsident Reinhard Meyer.

Die Zahlen für die hochgerechneten

Umsatzeinbußen in den Monaten

März und April durch den Lockdown

zeigen, wie stark die Branche betroffen

ist: 15 Milliarden Euro fehlende

Umsätze durch Tagesreisen

(Gastro, Sport, Freizeit, Unterhaltung,

Kultur etc.) sowie neun Milliarden

fehlende Umsätze durch

Übernachtungsreisen. Wie schnell

sich die einzelnen Segmente erholen,

kann derzeit niemand sagen. Zu

ungewiss ist die Lage nach wie vor.

Golf im Freistaat Bayern - das lohnt sich immer.

2,92 Millionen Erwerbstätige sind in

Deutschland direkt in der Tourismuswirtschaft

beschäftigt. Das sind 6,8

Prozent aller Erwerbstätigen. In den

vergangenen zehn Jahren ist die Zahl

der Übernachtungen in Deutschland

stetig gestiegen. Die beliebtesten

Großstädte sind Berlin (34,1 Mio.

Übernachtungen), München (18,3)

und Hamburg (15,4) samt deren Umland.

Warum also nicht die Golf-Reise

2020 in Deutschland planen?

Wie die DTV-Statistik verrät, beginnt

der Deutschland-Urlaub in den

meisten Fällen (72,4 %) ohnehin mit

dem Auto. Und mit diesem - aber

auch mit dem Zug oder Flugzeug

- kann man, egal wo man wohnt,

Top-Golfdestinationen bereisen. Die

beliebtesten Regionen waren auch

2019 Bayern (13,3 Mio. Urlaubs- und

Kurzurlaubsreisen) sowie Mecklenburg-Vorpommern

(7,9 Mio.). Gerade

hier in Bayern finden sich in allen

sieben Regierungsbezirken tolle Hotels,

zahlreiche Ferienunterkünfte –

und das alles sehr häufig in der Nähe

wunderbarer Golfanlagen.

Bayern vereint viele Facetten: pulsierende

Städte und einzigartige

Naturlandschaften. Tief verwurzeltes

Brauchtum und moderne

Lebensweise stehen hier gleichberechtigt

nebeneinander. Junge Wilde

interpretieren Traditionen neu,

altes Handwerk trifft auf frische

Ideen. Die Einheimischen sorgen auf

individuelle und außergewöhnliche

Art dafür, dass die bayerische Identität

erhalten bleibt – einzigartig und

traditionell anders. Bayern ist immer

eine Reise wert. Auch und vor allem

für Golfer.

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CLUBS & BUNTES SPORT

MENSCHEN 22

Der GC Tuniberg-Munzingen

Das Freiburger Münster ist das Wahrzeichen der Stadt Freiburg.

Der Golf du Rhin

BADISCHES DREIERLEI MIT HOLE-IN-ONE IM SCHLOSS

S

üdbaden und im Besonderen

die Region Kaiserstuhl und Tuniberg

zählen mit reichlich 2.000

Sonnenstunden im Jahr zu den

wärmsten Gegenden Deutschlands.

Hier beginnt der Frühling einfach ein

paar Wochen früher, die Sonne hat

dann schon etwas mehr Energie. Das

„Ländle“ lockt mit traumhaften Golfrunden,

wo andernorts noch nicht

oder nicht mehr an Sommergrüns

und ordentliche Spielbedingungen

zu denken ist.

Wir legen Ihnen einen Abstecher

ins Golfhotel Schloss Reinach und

das Badische Dreierlei (eigentlich:

Wurstsalat, Brägele und Bibiliskäs)

mit Runden im gerade mal 800 Meter

entfernten GC Tuniberg sowie

Freiburger GC Kirchzarten und Golf

du Rhin Chalampé auf einer malerischen

Rheininsel wärmstens ans

Herz. Durch die Übernachtung erhalten

Sie einmal Rabatt aufs Greenfee,

der andere Club wurde jüngst 50

und der dritte Platz wird zu seinem

50. Geburtstag ein Redesign von

Son-Gual-Architekt Thomas Himmel

erhalten. (Übrigens zeichnet er auch

verantwortlich für den Umbau im GC

Markgräflerland Kandern.)

Weinberg-Wucht:

Golfclub Tuniberg

Der Golfclub Tuniberg (GF: 70/85

Euro, Infos: golfclub-tuniberg.de)

stellt sich vor: Golfen in der sonnenreichsten

Region Deutschlands, vor

der beeindruckenden Kulisse des

Schwarzwalds, mit Blick auf die Gipfel

der Vogesen. Ein großer Teil des

fast 90 Hektar großen Geländes sind

unberührte Biotope und Rough mit

einer erstaunlichen Vielfalt an Flora

und Fauna. Die dominierenden

Elemente des 18-Löcher-Meisterschaftsplatzes

sind Wind und Rough.

Freizeitspieler und sportlich ambitionierte

Golfer kommen auf dem bestens

gepflegten Platz auf ihre Kosten,

die gemütliche Clubterrasse des

Restaurants tunigarden lädt nach der

Runde zum Verweilen ein.

Insel-Idyll: Golf du Rhin

Der Golf du Rhin (GF: 80/95 Euro,

Infos: golfdurhin.com/de) feierte

2019 sein 50-jähriges Bestehen und

besticht mit einem der schönsten

Plätze im Dreiländereck Deutschland,

Schweiz und Frankreich. Der

von David Harradine entworfene und

2003 von Reinhold Weishaupt überarbeitete

Platz befindet sich mitten

in einem herrlichen Naturschutzgebiet

auf der Insel zwischen Rhein

und Rheinseitenkanal und spielt sich

aufgrund des Kiesuntergrunds fast

immer im optimalen Zustand. Das

besondere Mikroklima lässt ganzjährige

Sommergrüns zu. Von Weiß

(6.278 Meter) werden die Winkel

um die alten, schattenspendenden

Bäume (noch) schwerer - man sollte

Draws und Fades gut beherrschen.

lein vorgelegt werden - und nur allzu

oft stehen über 250 Jahre alte

Schwarzwaldbäume, meist Eichen

und Linden, mitten im Weg. Bereits

vor zehn Jahren wurden die Bahnen

12, 13, 14, 15 und 17 nach den Plänen

von Thomas Himmel verändert, ein

weiteres Redesign ist so gut wie abgeschlossen.

Hole-in-One im Golfhotel

Schloss Reinach

Das Golfhotel Schloss Reinach

(Infos: schlossreinach.de) verfügt

über 98 Zimmer und Suiten in einem

historischen Gutshaus aus dem

17. Jahrhundert. Mit dem Sternerestaurant

s‘Herrehus, s‘Badische

Wirtshus und der Vivothek Limoncello

werden Sie gleich in drei Spezialitätenrestaurants

kulinarisch verwöhnt.

Alle Restaurants verfügen

über großzügige Außenterrassen

und im urigen Zehntkeller finden regelmäßige

Weinverkostungen statt.

Zudem werden im großen Innenhof

mit Marktplatz-Flair regelmäßig

Konzerte, Open-Airs und andere

kulturelle Events veranstaltet. Kraft

tanken können Sie in der Fitness- &

Vitaloase. Es erwarten Sie ein Bereich

mit verschiedenen Saunen,

Dampfbad, Salz-Sole und Ruhebereiche

plus 25 Meter langer Outdoor-Edelstahl-Pool,

Fitness- und

Behandlungsräume.

Das Golf-Angebot Hole-in-One (ab

257,50 Euro p.P.) beinhaltet: 2 Ü/

DZ/F, ein 3-Gänge-Menü einschließlich

Aperitif in einem der drei Restaurants,

1 Greenfee im GC Tuniberg,

20 Prozent Ermäßigung auf weitere

Greenfees, kostenfreie Nutzung der

Fitness- und Vitaloase sowie Parkplätze

und WLAN.

Sebastian Burow ●

Mehr Infos

Parkland-Perle:

Freiburger Golfclub

In klassischem Parkland-Stil und auf

engem Raum wurde der Freiburger

Golfclub (GF: 65/75 Euro, Infos: frgc.de)

vor 50 Jahren von Bernhard

von Limburger nur wenige Kilometer

östlich von Freiburg auf der Gemarkung

der Gemeinde Kirchzarten

in ein Wasserschutzgebiet gelegt.

Zwischen den Gewässern Krummbach

und Dreisam, mit Blick in den

Schwarzwald und in das Kappeler

Tal, sind viele der ebenen Löcher

von kleinen Bächlein durchzogen.

Längenprobleme hat man auf den

Bahnen eher selten, oftmals sollte

dafür klug vor eines der vielen Bäch-

Freies Spiel im Golf Campus Schlatt

Zwischen Schlatt und Bremgarten bietet Besitzer

Georg Rhino mit dem Golf Campus Schlatt (Range-Fee:

13, bzw. 26 Euro mit Platz) Spielern aller

Klassen seit 2001 ein stressfreies Üben unter optimalen

Bedingungen. Sechs club- und platzreifefreie

Löcher verlaufen, angrenzend an Spargelfelder,

um die gut gepflegte Range-Anlage herum. Es gibt

Gras- sowie Mattenabschläge und vier Übungsgrüns

auf repräsentativem Niveau gepflegt. Durch den

altenglischen Gründerhausstil der Campus-Lounge

und den „Bänkle“ mit ihrer Poesie entsteht die Atmosphäre

eines Privatclubs. Drei Generationen der

Rhinos sorgen für das Wohl der Gäste, das Ambiente

ist gemütlich. Mehr Infos unter golfcampus.de.


SPORT

23MENSCHEN

CLUBS & BUNTES

GOLFEN IM CHIEMGAU

Das Golf Resort Achental wartet nach der Pause mit neuer Driving-Range auf

...und der Wellnessbereich bei Abendstimmung.

Das Golf Resort Achental aus der Luft...

er Corona-Lockdown ist vorbei

- das Golf Resort Achental ist

wieder geöffnet. Die Pause nutzte

das Vier-Sterne-Hotel im Herzen

des bayerischen Chiemgaus, um vor

allem die Golfer-Herzen höher schlagen

zu lassen.

Die neu gestaltete Driving-Range

verfügt nun über einen beheizten

TrackMan-Indoor-Simulator mit integrierter

Bar. Das heißt: Selbst bei

Wind und Wetter können Gäste an

ihrer Technik feilen. Darüber hinaus

ermöglichen nicht weniger als zehn

angeschrägte Grüns in bester Qualität

das Training des Lande- und

Rollverhaltens. Das Fairway wird

durch optimales Mähen optisch

hervorgehoben und eignet sich ideal

für das Training der Richtungskontrolle.

Ebenfalls verfügbar sind nun ein

Bunker für das Training von Fairwaybunkerschlägern

sowie eine

Schräglagenpyramide zur Simulation

von Hanglagen auf dem Platz. Die

Trainingsmöglichkeiten der Driving

Range werden abgerundet von einer

Auswahl verschiedener Gras-Settings

zum realistischen Training

diverser Schnitthöhen und Wuchsrichtungen.

Die PGA-Golfakademie verfügt über

Scope-Hochgeschwindigkeitskameras,

TrackMan, Boditrak Druckmessmatten

und Hackmotion-Handgelenkssensoren.

Darüber hinaus

wurde ein Fitting-Center in Kooperation

mit HiO-Fitting (markenunabhängiges

Sortiment) eingerichtet.

Mehr unter

www.golf-resort-achental.com

1111 EURO FÜR

HOLLEDAUER JUGEND

GauPros & Friends

sammeln für Nachwuchs

6Grad, Sonne pur und beste

Laune bei den 63 Teilnehmern

des GauPros & Friends-Turniers

Anfang Juli auf der Golfanlage

Holledau. Am Ende des Tages durfte

sich der Holledauer Nachwuchs

über eine großzügige Spende freuen,

denn pro Teilnehmer gingen

zehn Euro der Turniergebühr an

die Golfjugend. Die GauPros übten

sich jedoch nicht in Zurückhaltung

und rundeten die Summe zu einer

Schnapszahl auf. Somit standen am

Ende 1111 Euro auf dem Spendenscheck,

den Jugendwartin Sabine

Hess bei der Siegerehrung entgegennehmen

durfte. „Wir sind wirklich

sehr dankbar und freuen uns

über die großzügige Spende“, sagte

die ehrenamtliche Jugendwartin.

Das Geld wird für Trainingsequipment

und das geplante Jugend-Trainingslager

eingesetzt. Den Brutto-Gesamtsieg

Herren sicherte sich

Johannes Gerlspeck mit 32 Punkten.

Bei den Damen stand Sabine Hess

mit 24 Punkten ganz oben auf dem

Leaderboard.

2FOR 1

GREENFEE

Für alle, die eine schöne Runde Golf mehr schätzen als

einen überteuerten Cocktail. Sommerferien Greenfee

Voucher „2 for 1“imGolfpark München Aschheim über 18-

Loch (Montag-Mittwoch). Einfach ausschneiden und an

der Rezeption einlösen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Hinweis: Voucher ist nicht bar auszahlbar; Fixpreis von 80 €für ein Greenfee, mit dem 2Personen berechtigt sind, zusammen in einem Flight 18-Loch zu spielen;

Aktionszeitraum 27.7.-7.9.2020; nichtanFeiertagenund nichtfür Turniere gültig;pro Person ist nur eine einmaligeNutzung des Vouchers im Aktionszeitraummöglich.

SIMPLY GOOD. SIMPLY GOLF.

Fasanenallee 10 | 85609 Aschheim | Tel.: 089/9902420 | gp-ma.de

Scheckübergabe auf der Golfanlage Holledau. (Foto: Tobias Hennecke)


CLUBS & BUNTES SPORT

MENSCHEN 24

SO KLAPPT‘S AUCH

AUF DEM GRÜN

Putt-Drills: Wer lesen kann,

ist klar im Vorteil

Wir haben Ihnen einige Tipps

zusammengetragen, wie Sie

jedes Grün besser lesen und Ihre

Putts verlässlicher einschätzen und

schließlich einlochen können.

„Gute Nerven und Vertrauen machen

einen guten Putter aus“, sagt Golflegende

Gary Player, der mit seinen

Mitte 80 kaum mehr Putts pro Runde

benötigt als die besten auf den großen

Touren. „Schauen Sie sich auf

jedem Grün immer zuallererst die

Lochkanten an und achten Sie auf

eine beherzte Ballgeschwindigkeit“,

fügt der neunmalige Major-Sieger

aus Südafrika an und weist darauf

hin, dass man von Youngsters sehr

gut abschauen kann, wie sie mutig

und ohne zu zögern jedes Loch attackieren.

Es gibt aber noch ein paar

weitere Anhaltspunkte, wie Sie sich

im Lesen der Grüns verbessern und

das Gefühl für Break und Roll verfeinern

können.

- „Rollen Sie auf Übungsgrüns öfters

Bälle mit der Hand“, rät Bernhard

Langer. Dadurch bekommen Sie

mehr Gefühl für die ideale Linie und

das Gefälle.

- „Achten Sie darauf, ob Sie mit oder

gegen den ‚Grain‘, also die Graswuchsrichtung,

putten“, sagt Kurzspiel-Magier

Phil Mickelson. Mit

wird der Ball mehr Break annehmen

als gegen.

- Gary Players Pre-Putt-Routine:

Stellen Sie sich zum Probeschwung

hin, schauen Sie erst zum Ziel und

dann zum Ball. Dann schauen Sie

wieder zum Ziel und machen mit

Blick auf das Loch Probeschwünge,

wobei Sie sich den bevorstehenden

Putt vorstellen und antizipieren,

wie stark Sie ihn spielen

wollen. Nun sprechen Sie den Ball

ohne Zeit zu verlieren an, schauen

noch ein Mal kurz zum Loch, wieder

zurück zum Ball und putten ihn

dann mit vollem Vertrauen auf Ihr

Gefühl.

- „Vergessen Sie das Loch“, lautet

die oberste Prämisse von Tour-Legende

Miguel Angel Jiménez. „Wir

wissen doch alle, wie weit es weg

ist und haben automatisch die richtige

Geschwindigkeit. Es geht dann

nur um die Linie. Also bestimmen

wir diese und spielen dann über

einen Punkt auf ihr, der nahe beim

Ball ist.“

- Der achtmalige Gewinner der European-Tour-Saisonwertung

Colin

Montgomerie rät, 100 Putts in Folge

aus unter einem Meter zu lochen

- jeden Tag. Geht einer daneben,

müssen Sie von Neuem beginnen.

Nach eigenen Worten ist das das

ganze Geheimnis seines Erfolgs

auf den kurzgemähten Rasenflächen.

- AimPoint-Instructor Rolf Kinkel

rät, ein Zwischenziel auf der Ziellinie

und ihrer Verlängerung anzupeilen.

Das kann nahe beim Ball

(30 cm), auf Höhe des Lochs (Zielpunkt)

oder gar ein Baum hinter

dem Grün sein, wobei bei Letzterem

das Drehen des Kopfs das Zielen

erschweren kann. „Schauen Sie

unmittelbar vor dem Putt nur noch

zum Zwischenziel und/oder Zielpunkt

und nicht mehr zum Loch.“

- Mental-Experte Walter Rotter

sagt: „Sie treffen den Ball dann

am besten und lochen ihn am häufigsten

ein, wenn Sie nur an Ihr Ziel

denken. Je kleiner Ihr Ziel ist, desto

besser arbeiten Körper und Geist

zusammen, um genau dorthin den

Ball rollen zu lassen.“

- „Seien Sie stolz auf Ihre Putt-Technik.“

(Annika Sörenstam, zehnmalige

Major-Siegerin)

- „Die Umgebung eines Grüns ist entscheidend

für die Geschwindigkeit“,

sagt PGA-Pro Christian Neumaier.

Merkmale für schnelle Grüns sind:

helle Oberfläche, exponierte Lage

mit Wind und Sonne, hohe Temperaturen

sowie die Tageszeit, da

sie meist in der Frühe geschnitten

werden. Merkmale eher langsamer

Grüns: dunkles Gras, viel Schatten,

Nässe und die Tageszeit - Gras

wächst am Nachmittag.

- Stefan Quirmbach, 5-Sterne-Professional

der PGA of Europe und

Präsident der PGA of Germany,

sagt: „Es macht viel mehr Sinn,

lange Putts zu trainieren.“ Aus der

Distanz von einem Meter lochen die

weltbesten Spieler 97 Prozent aller

Putts, bei zwei Metern verringert

sich dieser Anteil schon drastisch

auf 55 Prozent und aus vier Metern

gelingt es ihnen nur noch, 22 Prozent

ihrer Putts einzulochen. Für

lange Putts sollten Sie üben, den

Ball immer mittig zu treffen. Und

für kurze Putts sollten Sie seiner

Meinung nach ein paar Anpassungen

vornehmen: „Stellen Sie den

Putter deutlich steiler, greifen Sie

mit den Händen kürzer, drehen Sie

die Hände nach außen und erhöhen

Sie den Griffdruck der linken Hand,

damit dann im Pendeln die linke

Hand verhindert, dass sich der Putterkopf

verdreht.“

- Ideal dosiert ist ein Ball, der am

Loch noch eine Geschwindigkeit

hat, die ihn bis rund 30 Zentimeter

über das Loch hinauslaufen lassen

würde. Ein Ball, der so schnell rollt,

dass er 1,20 Meter über das Loch

hinauslaufen würde, verengt den

Eintrittskorridor ins Loch auf 2,5

Zentimeter.

- Circle-Putting: Stecken Sie acht

Tees im Kreis um ein Loch mit

Break und Putten Sie nacheinander

je einen Ball von jeder Position - Sie

lernen das Gefälle und Rollverhalten

des Balls ganz neu kennen.

cken Sie vier Mal fünf Tees im Abstand

um das Loch herum. Spielen Sie

je einen Ball vom kürzesten Tee

jeder Linie und arbeiten Sie sich

so nach außen zu den längsten

Putts vor - jeder gelochte Putt gibt

einen Punkt und Sie wollen die volle

Punktzahl erreichen. Viel Spaß

Sebastian Burow ●

- Nord-Ost-Süd-West-Prinzip: Stemelsrichtungen

von etwa 50 cm in alle Him-

auf vier Linien

beim Trainieren!


SPORT

25MENSCHEN

CLUBS & BUNTES

DER TURM, DER DAS VIRUS KILLT

Berührungslose Handdesinfektion der Starnberger Firma Steripower

ie Monate mit der Corona-Pandemie

haben schmerzlich in Erinnerung

gerufen, wie wichtig saubere

Hände sind. Dabei ist kaum ein Ort

so denkbar ungeeignet, sich die Hände

zu waschen, wie ein Golfplatz. Ein

Handtuch hängt zwar am Bag, das

aber ist für die schmutzigen Schlägerköpfe

da. Wasser vielleicht noch

in der Trinkflasche, aber Seife? Händewaschen

ist in Zeiten von Corona

doppelt wichtig. Vor allem, wenn es

wieder zurück ins Clubhaus geht.

In Kürze stehen wohl vor vielen Clubs

weiße Säulen, die genau diesen

Service anbieten: Desinfektion der

Hände - und das berührungslos. Der

„SteriTower“, so nennt die Firma Steripower

das patente Ding, ist ein Gewächs

aus der Stadt Starnberg und

tritt jetzt seinen Siegeszug in alle

Welt an. Der Chef, selbst passionierter

Golfer, findet derzeit aber keine

Zeit, den Schläger zu schwingen.

GrünLand-Mitarbeiter Bernd Stegmaier

unterhielt sich mit Firmenchef

Jan Rombach.

Herr Rombach, wie kam es

zu der Idee, wie begann das

mit Steripower?

Jan Rombach: Es war eigentlich der

Klassiker, Erfinder kommt zu Investor

und sucht Partner für seine Idee.

Und dann habe ich zugegriffen, weil

ich von dem Konzept überzeugt war.

Was war das erste Gerät

im Gründungsjahr 2003?

Unser Steripower aus Kunststoff,

wir nennen es „das Original“, war das

erste berührungslose Händedesinfektionsgerät

weltweit. Das Gerät ist

noch heute unser meistverkauftes

Gerät – natürlich technisch vollkommen

überholt, aber dennoch seit

2003 unser Aushängeschild.

In welchem Prozentsatz sind denn

Hände an der Übertragung von

Infektionen beteiligt?

Hier gibt es unterschiedliche wissenschaftliche

Erkenntnisse und es

kommt auf die Art des Virus oder der

Bakterien an. Allgemein sagt man,

dass ca. 85% der Infektionen über

die Hände gehen. Die Ratschläge in

der aktuellen Corona-Krise beginnen

immer mit Händewaschen.

Wie sehr hat die aktuelle Krise

Ihr Geschäft befeuert?

Es war unfassbar, wir sind von den

Ereignissen überrannt worden. Wir

sprechen fast von einer Verzehnfachung

des Geschäfts.

Wie viele Geräte umfasst

Ihr Portfolio?

Im Grundsatz sind es fünf unterschiedliche

Geräte. Mit den diversen

Ausstattungsvarianten jedoch summiert

sich das auf über 100 verschiedene

Modelle.

Wo sind Ihre Geräte anzutreffen?

Steripower findet sich natürlich im

medizinischen Umfeld und in öffentlichen

Einrichtungen, vom Einzelhandel

bis in die Großindustrie und hin

zu Flughäfen usw. Unser Unternehmensziel

ist es, die Hygiene in allen

Lebensbereichen entscheidend zu

verbessern. Händehygiene in Zusammenhang

mit Steripower-Geräten

findet immer mehr Einzug in öffentliche

Bereiche, z.B. in Unternehmen,

auf Kreuzfahrtschiffen, in Supermärkten,

auf Großveranstaltungen

oder öffentlichen WC-Anlagen.

Wir haben gehört, Ihre Geräte

werden demnächst auch in den

deutschen Golfclubs stehen?

Hoffentlich werden es viele, entsprechende

Gespräche mit dem

Golfmanagement-Verband laufen

jedenfalls.

Wie viele Mitarbeiter

haben sie derzeit?

Wir haben derzeit 18 Mitarbeiter am

Hauptsitz in Starnberg. Wir produzieren

unsere Geräte ausschließlich

in Deutschland. Dies hat sich vor allem

in den Boomzeiten, die wir derzeit

erleben, bestens bewährt.

Sie sind selbst Golfer,

wo spielen Sie denn?

Mein Heimatclub ist der GC München-Straßlach.

Leider habe ich dieses

Jahr nur neun Löcher gespielt,

dies aber unglaublich genossen.

Und wenn irgendwann der Corona-

Hype vorbei ist, was dann?

Dann werde ich wieder Zeit zum Golfen

haben!

Vielen Dank für das Gespräch! ●

Jan Rombach ist Golfer und Chef der Starnberger Firma Steripower.

Ryder Cup verschoben

s ist offiziell: Der Ryder Cup, der

eigentlich in diesem Jahr hätte

stattfinden sollen, fällt aus und wird

auf 2021 verschoben. Die PGA of

America, die Organisation von Ryder

Cup Europe und die PGA Tour haben

gemeinsam bekannt gegeben, dass

sowohl der Ryder Cup als auch der

Presidents Cup nun jeweils ein Jahr

später als ursprünglich geplant gespielt

werden. Der 43. Ryder Cup, der

für die Woche vom 22. bis 27. September

in Whistling Straits in Kohler/

Wisconsin (USA) geplant war, wurde

wegen der anhaltenden Pandemie

und der damit verbundenen unsicheren

Lage neu terminiert – und zwar

für die Woche vom 21. bis 26. September

2021. Ebenso wird der Presidents

Cup, der ursprünglich für den

30. September bis 3. Oktober 2021 im

Quail Hollow Club in Charlotte, North

Carolina, geplant war, nun vom 19.

bis 25. September 2022 ausgetragen.

Auch der 44. Ryder Cup in Rom,

der für das Jahr 2022 terminiert war,

rutscht somit ins Jahr 2023. Damit

weichen die Organisatoren wieder

auf die ungeraden Jahre aus, so wie

es seit der ersten Auflage im Jahr

1927 bis 1999 war. Die Terroranschläge

am 11. September 2001 hatten

eine erste Verlegung in die geraden

Jahre nötig gemacht.

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CLUBS & BUNTES SPORT

MENSCHEN26

DER MAIBAUM DER ZONDLERS IN BEUERBERG

D

er Maibaum auf dem Golfplatz

des GC Beuerberg steht fast

majestätisch da. Eingerahmt zwischen

hohen Bäumen im Süden und

dem Putting-Green, dem Clubrestaurant

und den Anlagen im Norden.

Manche fragen sich, was denn die

Schilder am Beuerberger Maibaum

zu bedeuten haben. Üblicherweise

stellen die Plaketten die jeweiligen

Zünfte dar, manchmal noch ergänzt

um Gewerbetreibende. Doch die Botschaft

des Beuerberger Maibaums

ist eine andere.

Anlass und Idee

Es ist heuer genau 30 Jahre her, dass

am Beuerberger Golfplatz ein Maibaum

aufgestellt wurde. Anlass hierfür

war die Idee von Isolde Zondler,

ihrem Mann Urs einen Maibaum zu

seinem 51. Geburtstag zu schenken.

Er hatte seit Bestehen des Golfplatzes

ihr gegenüber immer wieder erwähnt,

dass er diesen bayerischen

Brauch so schön findet und er irgendwann

auf dem Golfplatz auch

einen Baum aufstellen lassen will.

Isolde Zondler setzte diesen Wunsch

als Geburtstagsgeschenk um und

ergänzte ihn um eine ganz persönliche

Note: die Schilder des Maibaums

sollten sein Leben darstellen.

Darüber hinaus musste der Maibaum

in den Tagen vom 29. Mai bis

2. Juni aufgestellt werden. Das sind

die Tage, in denen Isolde und Urs

seit 35 Jahren verreist sind, um ihre

jeweiligen Geburtstage am 30. bzw.

am 31. Mai zu feiern. Üblicherweise

kamen die beiden des Nachts von

ihrem Kurzurlaub zurück. Urs Zondler,

der jeden Morgen die Läden öffnet,

sollte seinen Maibaum dann zum

ersten Mal sehen: was für eine Überraschung!

Praktisch-traditionelle Umsetzung

Die Idee war geboren, doch wie nun

das Ganze umsetzen? Nach einiger

Überlegung bat Isolde Zondler

einen befreundeten Kunstschmied

aus Beuerberg, Toni Pohl, um Hilfe

und tatkräftige Unterstützung. Der

hat sich sofort bereit erklärt, nicht

nur den Baum zu besorgen, sondern

auch bei sich in seiner Werkstatt

zu lagern, die Einfassungen für die

Schilder anzufertigen und die Aufstellung

zu organisieren. Doch dies

klingt einfacher als es war. Bei der

Farbe hatte Isolde Zondler einen

besonderen Wunsch: nicht das traditionelle,

bayerische Rauten-Blau

sollte es sein, sondern ein dezenteres,

leichtes Grau-Blau.

Künstlerisch-individuelle

Umsetzung

Die nächste Aufgabe bestand darin,

die wichtigsten Stationen im Leben

von Urs Zondler darzustellen. Auch

hier konnte Toni Pohl helfen. Er kannte

einen Kunstmaler in Beuerberg,

den er fragen wollte. Zum großen

Glück war dieser nicht nur spontan

bereit, die Schilder zu bemalen, er

kannte Urs Zondler sogar noch persönlich

aus seiner Handballzeit und

bewunderte seine schillernde Persönlichkeit.

Bei der Umsetzung ließ

Isolde ihm völlig freie Hand. Im Folgenden

die Bedeutung der Schilder.

Der Schweizer: Urs Zondler ist

1939 in Zürich geboren und nach

einer wunderbaren Jugendzeit nach

Deutschland gezogen. Er hat immer

noch den Schweizer Pass, ist seiner

Heimat nach wie vor tief verbunden

und pflegt die alten Freundschaften.

„Der Grund, warum ich nie in die

Schweiz zurückgekehrt bin, liegt in

der ausgeprägten gesellschaftlichen

Intoleranz der Schweizer gegenüber

Andersdenkenden. In Deutschland

herrscht demgegenüber eine geradezu

wohltuende Offenheit.“

Das Brautpaar: Urs Zondler ist nach

drei Ehen in vierter Ehe glücklich mit

Isolde Zondler verheiratet. Sein Ratschlag

für eine glückliche Ehe: „Heirate

eine Frau wie Isolde, sie ist das

Größte, was mir in meinem Leben

passiert ist“.

Die Spielkarte: Urs Zondler ist ein

erblich vorbelasteter Zocker. Sein

Vater hat ihn bereits im Alter von

acht Jahren das Pokern und Schach

gelehrt. Später wurde er sogar ein

nahezu professioneller Backgammon-Spieler.

„Zocken bedeutet für

mich vor allem die rationale Analyse

von schwierigen Situationen, der

Reiz der strategischen Planung und

nicht zuletzt die zusätzliche Spannung

und Anstrengung“.

Die Seifenkiste: Urs Zondler ist von

1971 bis 1974 auf der sogenannten

Europa-Tour Autorennen gefahren.

Bei diesen hochprofessionellen

Rennen fuhren nicht nur Formel-

1-Ikonen wie Jackie Ickx und Ronnie

Peterson mit. Urs Zondler hatte

auch die Ehre, gemeinsam mit Vittorio

Brambilla auf dessen Heimatkurs

in Monza ein Vier-Stunden-Rennen

zu fahren, wobei jeder von beiden

abwechselnd eine Stunde lang fuhr.

„Um ein erfolgreicher Rennfahrer

zu sein, braucht man – neben einer

guten Reaktion, einer hohen Risikobereitschaft

- vor allem ein dickes

Bankkonto“.

MTSV Schwabing: Dies ist der

Schwabinger Handballverein, den er

jahrelang gesponsert und in die Bundesliga

gebracht hat. Befragt nach

dem schönsten Erlebnis aus dieser

Zeit antwortete Urs Zondler einmal:

„Dies ist zweifellos die Verpflichtung

des damaligen jugoslawischen Weltklassespielers

Hrvoje Horvat. Ein

wunderbarer und beeindruckender

Mensch, der mich gelehrt hat, ein

wahrer Sportsmann zu sein“.

SC Riessersee: Urs Zondler stieg

– nach seiner Zeit beim MTSV - als

Sponsor beim SCR ein, als dieser

gerade aus der Bundesliga abgestiegen

war. Der SCR befand sich zu der

Zeit in einer schwierigen finanziellen

und steuerlichen Situation. „Es war

ein von vielen gegensätzlichen Interessen

und Strömungen geprägtes

Umfeld, in dem es mir leider nie gelang,

eine wirklich positive und konstruktive

Beziehung zu den Sportlern

und Verantwortlichen aufzubauen.

Der Maibaum von Isolde und Urs Zondler in Beuerberg

So war es nach zwei Jahren Engagement

vernünftig, wieder getrennte

Wege zu gehen“.

Die Kanne: Urs Zondler hatte als Gastronom

sechs Lokale und eine Disco

in München, vier Restaurants und

einen Jazzkeller in Stuttgart. Den

„Ochs‘n Willi“ am kleinen Schlossplatz

betreibt er seit 46 Jahren. „Da ich

kein gelernter Gastronom bin, bedeutet

Gastronomie für mich zunächst

die Möglichkeit – ein stimmiges Konzept,

tüchtige Küchenchefs und harte

Arbeit vorausgesetzt – ohne großen

finanziellen Aufwand bzw. Risiko

sehr viel Geld zu verdienen.“

Der Schläger: Urs Zondler hat immer

sehr gerne Squash gespielt.

„Aber zur damaligen Zeit waren die

Squash-Plätze oft nur in versifften

Hinterhöfen zu finden. So ergriff ich

die Gelegenheit, als mir eine geeignete

Halle in München angeboten

wurde, mit dem Bavaria Squash Club

den damals größten Squash-Club

Europas aufzubauen. Als ich für das

Management tatkräftige Unterstützung

brauchte, hat Isolde von 1978

bis 1984 überaus erfolgreich die Geschäftsführung

übernommen. So

haben wir uns kennengelernt.“

Der Golfer: Urs Zondler hat den Golfplatz

in Beuerberg 1982 gebaut und

spielt seither leidenschaftlich. „Zum

Golf bin ich im Prinzip durch meinen

Vater gekommen. Er hat sich in der

Schweiz von ganz unten nach oben

hochgearbeitet. Während dieser Zeit

nahm er sich vor, wenn er es einmal

geschafft hat, dann wird er Mitglied

im vornehmen Züricher Golfclub Zumikon.

Diese Vision hat ihn als Symbol

für gesellschaftlichen Aufstieg

immer motiviert. Was soll ich dazu

noch sagen: Er hat es geschafft!“

Der Regelpapst: Urs Zondler hat

das Buch „Golfregeln kapiert“ geschrieben.

Die Karikaturen sind von

Erik Liebermann. „Wenn ich einen

Wunsch frei hätte, würde ich die

alten Regeln wieder einführen. Für

mich sind die neuen Regeln überflüssig,

denn sie verändern im Grunde

nichts. Aber auch hier gilt: Regelkenntnis

ist wie Mundgeruch: Wer

sie hat, macht sich nicht gerade beliebt!“

Auf der Rückseite der Schilder

sind nur noch die beiden Geburtstage

von Isolde und Urs eindeutig zu

bestimmen. Die restlichen Motive

der Rückseiten sind unserer Phantasie

überlassen, da der Kunstmaler

mittlerweile unbekannt verzogen ist.

Die Geschichte

des Beuerberger Maibaums

Auf der Spitze des ersten Maibaums

war aus Metall ein Schweizer Bär mit

einem Golfball auf der Nase. Den

hat bei erster Gelegenheit ein Blitz

heruntergefegt. Nachdem der Blitz

nicht nur die Spitze getroffen, sondern

auch den Baum eingerissen

hatte, musste ein neuer her. Toni

Pohl war auch hier wieder im Spiel.

Die Bewachung des ersten Baumes

war noch unkompliziert, weil Toni

den 30 Meter langen Baum in seiner

Werkstatt gelagert hatte und noch

so gut wie niemand von dem ganzen

Projekt wusste.

Diesmal war die Bewachung etwas

schwieriger, weil das ganze Dorf

mittlerweile wusste, dass er bereits

den ersten Baum aufgestellt hatte.

Wie zu erwarten, wurde der Baum

geklaut, dann - nach der üblichen

Auslöse (Bier und Brotzeit für den

Burschenverein) - wieder zurückgegeben.

Leider hat einer der Diebe

– entgegen aller guten bayerischen

Tradition! - den Baum in Tonis Werkstatt

mutwillig angesägt, sodass

der Baum unbrauchbar war und ein

neuer geschlagen werden musste.

Toni Pohl hat öffentlich in dem entsprechenden

Zeitungsartikel dem

Kerl eine bayerische „Bockfotzn“

versprochen.

Später musste ein Haltegerüst her

und der Baum alle fünf Jahre erneuert

werden. Bei der Gelegenheit

hat die Künstlerin Halla Priemer die

Schilder aufgefrischt, denn die Originalfarbe

war schon etwas verblasst.

Der letzte Baum wurde vorzeitig

morsch, sodass er aus Sicherheitsgründen

noch vor der Golfwoche entfernt

werden musste. Da deshalb viel

Zeit bis zur Aufstellung des neuen

Baums geblieben ist, wurde Mitglied

Heidi Welther gebeten, die Schilder

abermals aufzufrischen. Auch sie hat

das wunderbar umgesetzt.

Der Baum war inzwischen in Westernberg

in einer Scheune gelagert

und sollte in den nächsten Tagen

aufgestellt werden. Nachdem Isolde

ihn begutachtet hatte, musste er

erneut gestrichen werden, weil das

Blau ein bayerisches Rauten-Blau

war und nicht das von ihr gewünschte.

Das Aufstellen musste verschoben

werden, weil Isolde sich nicht 5

Jahre über die falsche Farbe ärgern

wollte. Eine Woche später kam der

Anruf der Kidnapper, der Baum war

gestohlen und konnte mit Brotzeit

und Bier für die Burschenschaft ausgelöst

werden. Isolde hat sich sofort

auf den Weg gemacht und den Baum

zurückgeholt. Schließlich steht er

jetzt wieder da, wo er seit 30 Jahren

hingehört.

Und so verbindet ein ganz besonderer

Baum jahrhundertealtes bayerisches

Brauchtum mit einer ganz

persönlichen Hommage an einen

ganz besonderen Menschen. Aus

einer bezaubernden Idee wurde ein

außergewöhnliches Dankeschön für

eine ganz besondere Beziehung.

Toni Widmann ●


SPORT

27 MENSCHEN

CLUBS & BUNTES

WASSER MARSCH!

Wenn Sie Durst haben, ist es zu spät

ormittags halb zehn in Deutschland.

Sie sitzen im Büro, die

Besprechung plätschert dahin, ein

Ende ist in Sicht. Dann eine Whats-

App-Nachricht: Die Kumpels treffen

sich zur Revanche-Runde um

14 Uhr am Golfplatz. Bin dabei! Die

Golfklamotten sind im Club-Spind,

die Schläger ebenfalls. Also auf

zum Golf. Doch halt! Wie steht‘s um

die Vorbereitung? Nein, die Rede ist

nicht vom Aufwärmen vor dem ersten

Abschlag, sondern vom Trinken?

Eine Golfrunde dauert vier, je nach

individueller Spielgeschwindigkeit

schon mal fünf Stunden. Im Sommer

heißt das bis zu 300 Minuten in der

prallen Hitze. Ausreichend Wasser

ist dabei die richtige Medizin. Dabei

ist weniger die absolute Menge ausschlaggebend,

sondern das Wann.

„Wer rechtzeitig trinkt, tut dem Körper

was Gutes. Viel zu trinken, wenn

sich der Durst bereits eingestellt

hat, hilft nicht“, warnt Prof. Dr. Ingo

Froböse von der Deutschen Sporthochschule

Köln.

Prof. Froböse: „Erst zu trinken, wenn

man durstig ist, ist eindeutig zu

spät.“ Einen Großteil der Flüssigkeit

sollten wir bereits am Morgen aufnehmen.

Zu diesem Zeitpunkt hat

der Biorhythmus des Körpers den

größten Bedarf und kann am meisten

aufnehmen. Es ist aber auch wichtig,

Was der Deutsche trinkt

den Flüssigkeitshaushalt konstant

zu halten, das heißt, dass man regelmäßig

trinken sollte. Idealerweise

trinkt man mindestens ein großes

Glas Wasser pro Stunde. Mehr als 0,8

bis einen Liter kann der Organismus

ohnehin nicht verarbeiten.

Am besten sollte man sich die

Pre-Shot-Routine der Profis anschauen.

Zum Ritual wie Handschuh

anziehen, ausrichten am Ball

und Probeschwung gehört vor dem

Schlag auch der Griff zur Trinkflasche.

Dabei sind es keine großen

Mengen, aber ein Schluck von rund

100 Milliliter sollten es schon sein.

Wenn der Körper die ersten Durstsignale

schickt, ist es zu spät. Konzentration

und Kondition sind enge

Verwandte! Nach 18 Löchern sollten

es drei Liter Flüssigkeit sein, die der

Spieler getrunken haben sollte.

Prof. Froböse: „Es gibt eine gute

Faustformel: Täglich sollten pro Kilogramm

Körpergewicht 30 Milliliter

Flüssigkeit aufgenommen werden.“

Als Berechnungsgrundlage solle man

das Normalgewicht zugrunde legen.

Dieses ergibt sich aus der Körpergröße

minus 100. Wenn sie 1,70 Meter

groß sind, beträgt Ihr Normalgewicht

also 70 kg und sie sollten also

mindestens 2,1 Liter pro Tag trinken.

Wohl gemerkt ohne Sport! Da erhöht

sich dann der Wasserbedarf deutlich.

Gerade in den vergangenen Jahren ist der Konsum

von Limonade, Brause, Schorle und Fruchtsaftgetränken

rasant angestiegen, die meist viel Zucker

enthalten. Ein leichtes Wachstum verzeichneten

auch die kalorien- und zuckerarmen Getränke. Beim

Alkohol sind wir gar Europameister. Die Deutschen

trinken dabei vor allem Bier und Wein. Das Lieblingsgetränk

der Deutschen aber ist Kaffee. 162 Liter

davon trinken wir pro Jahr; meist mit Milch und

oft auch mit Zucker oder süßem Sirup.

Gibt es Menschen, die besonders

auf ihren Flüssigkeitshaushalt achten

müssen? Prof. Froböse: „Ja,

besonders ältere Personen trinken

häufig zu wenig. Über den

Tag verteilt verlieren wir schon

im Ruhezustand mindestens 1,5

bis 2,5 Liter Flüssigkeit, die über

Schweiß und Urin ausgeschieden

werden. Halten wir also das Mindestmaß

an Flüssigkeitsaufnahme

nicht ein, können die Stoffwechselvorgänge

nicht reibungslos ablaufen.“

Und wie sieht das mit gezuckerten

Getränken aus? Prof. Froböse: „Verzichten

sollte man auf zuckerhaltige

Fruchtsäfte und Limonaden, ebenso

auf Softdrinks und alkoholische Getränke.

Denn diese müssen aufgrund

ihres hohen Kaloriengehalts eher als

Nahrungsmittel betrachtet werden.

Wenn Sie auf diese Getränke nicht

verzichten wollen, dann genießen

Sie den Orangensaft zum Frühstück

oder die Cola und Limo zum Mittagessen

so, dass sie den Insulinspiegel

nicht unnötig in Form einer Zwischenmahlzeit

in die Höhe treiben.“

Wer dem Körper noch etwas Gutes

tun will, kann dem Wasser Elektrolyte

zusetzen oder gleich isotonische

Getränke kaufen, die im Handel erhältlich

sind. Allerdings gilt es hier

aufzupassen, wie viel Zucker den

Getränken zugesetzt ist. Besser ist

es, sich selbst schon zu Hause aus

Fruchtsaft und Mineralwasser eine

Fruchtschorle anzumischen. Aber

Vorsicht: Auch zu viel Wasser kann

schaden. Wer gierig nach der Runde

ein bis zwei Liter in sich hineinschüttet,

erreicht sogar das Gegenteil.

Das zusätzliche Wasser spült

die restlichen Salze und Nährstoffe

auch noch aus.

Prof. Dr. Ingo Froböse

Warum trinken wir? Wir brauchen

Wasser, damit der Körper Stoffe darin

lösen und dann transportieren kann.

Der Organismus reinigt und kühlt

sich auch damit. Wasser ist nahezu

überall im Körper zu finden. Tatsächlich

bestehen wir zu etwa 60 Prozent

aus Wasser. Sogar die Knochen enthalten

zu

einem Fünftel

Wasser, Fettgewebe

zu einem Viertel. Besonders

für die Versorgung der

einzelnen Körperzellen, der inneren

Organe und des Gehirns mit Sauerstoff

und Nährstoffen ist Wasser

verglichen mit Blut die wichtigere

Flüssigkeit, weil es auch durch

Membranen dringt und überall hingelangt.

Wie wichtig Wasser ist, merken wir,

wenn wir zu wenig getrunken haben:

Füllen wir nicht genug Wasser nach,

wenn wir zum Beispiel durch Verdunstung

oder Schweiß Flüssigkeit

verloren haben, entstehen relativ

Zur Person

schnell Missempfindungen wie

Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen.

Bei einem Wasserverlust

von nur 4 Prozent kommt es

schon bald zu deutlichen Reaktionsverlusten

und damit zur Verkehrsuntauglichkeit

– vergleichbar mit

einem Alkoholspiegel von 0,8 Promille.

Wasser ist viel wichtiger als

Essen für die Funktionen des Körpers,

und deswegen überleben wir,

ohne zu trinken, nur wenige Tage,

ohne feste Nahrung dagegen einige

Wochen. Bernd Stegmaier ●

Dr. Ingo Froböse ist Universitätsprofessor für Prävention

und Rehabilitation an der Deutschen Sporthochschule

in Köln. Er ist dort Leiter des Instituts

für Bewegungstherapie und bewegungsorientierte

Prävention und Rehabilitation. Ingo Froböse besitzt

seit den 80er-Jahren die Platzreife, ist ein- bis zweimal

pro Jahr auf seinem Lieblingsplatz, dem GC Gut

Lärchenhof in Pulheim. Wenn er sich in knapp drei

Jahren von der Sporthochschule verabschiedet, hat

er vor, golferisch durchzustarten.


CLUBS & BUNTES SPORT

MENSCHEN 28

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GRÜNLAND-FOTOWETTBEWERB

Reisen ins Golf Resort Bad Griesbach

und in den Wittelsbacher GC zu gewinnen

Die Golfanlage in Brunnwies

Da kann man schreiben, was man

will - Bilder sagen manchmal

mehr als tausend Worte. Das behaupten

wir schon seit zwei Jahren

mit unserem GrünLand-Fotowettbewerb.

Und was gut läuft, soll man

beibehalten, oder? Daher starten wir

auch zu Beginn der Saison 2020 wieder

mit einem tollen Gewinnspiel, bei

dem jeder mitmachen kann:

Schicken Sie uns Ihr schönstes Golfmotiv

und gewinnen Sie eine Reise

im Wert von 800 Euro ins Quellness

Golf Resort Bad Griesbach. Wie‘s

funktioniert? Eigentlich ganz einfach.

Das Wichtigste vorneweg: Sie

haben Zeit, denn diese Aktion wollen

wir bis in den Herbst hinein laufen

lassen. So gut wie jeder hat im

Golfbag sein Handy dabei – und die

meisten dieser Smartphones sind

in der Lage, hervorragende Bilder

zu schießen. Ein bisschen kommt es

jedoch auch auf Ihre künstlerische

Ader an. Natürlich liefern unsere

wunderschönen Golfanlagen in Bayern

herrliche Motive. Jedoch können

auch eine besondere Perspektive

oder ein ganz besonderer Moment

Sie zum Gewinner machen.

Senden Sie uns Ihr schönstes Golffoto

des Jahres 2020 bis spätestens

10. September an folgende

E-Mail-Adresse: fotowettbewerb@

gruenland.bayern. Unsere Redaktion

wird dann die schönsten Fotos

aus allen Einsendungen auswählen

und die Gewinner bekanntgeben.

Es lohnt sich mitzumachen, denn:

Den Knipser des schönsten Fotos

schicken wir nach Niederbayern,

ins Quellness Golf Resort Bad Griesbach.

Es ist das größte Golf Resort in

Europa. Zehn abwechslungsreiche

Golfplätze, drei luxuriöse Golfhotels

und vier idyllische Gutshöfe machen

Ihren Aufenthalt zu einem einzigartigen

Erlebnis. Der Sieger erhält zwei

Übernachtungen inkl. Halbpension

Die Lobby des Hotels Maximilian

für zwei Personen im 5-Sterne Quellness-

und Golfhotel MAXIMILIAN sowie

zwei Greenfees pro Person auf

den Plätzen der Wahl im Golf Resort

Bad Griesbach. In der neuen hauseigenen

MAX-Therme mit Sportaußen-

und Thermal-Innenbecken

wartet das wohltuende Bad Griesbacher

Thermal-Mineralwasser auf

Sie. Verspannungen vom Alltag lösen

Sie am besten im türkischen

Aromadampfbad oder mit einem

Besuch der Saunalandschaft. Natürlich

kann der Wert der Greenfees auf

Wunsch auch Indoor auf dem Golfsimulator

„abgespielt“ werden (nach

Verfügbarkeit). Der Gesamtwert dieses

Preises liegt bei 800 Euro.

Und auch die Zweit- und Drittplatzierten

sollen nicht leer ausgehen.

Für das zweitbeste Foto gibt es

ebenfalls einen tollen Preis. Wir

schicken den Silberplatzierten in

den Wittelsbacher Golfclub & Hotel

für eine Übernachtung für zwei

Personen inklusive Frühstück sowie

zwei Greenfees für 18 Loch (gültig

an allen Tagen, Reservierung notwendig,

je nach Verfügbarkeit). Und

auch Rang drei bei unserem Fotowettbewerb

geht nicht leer aus. Für

Bronze erhalten Sie zwei Greenfees

im Golfclub Olching. Spielen Sie den

Leading Course im Münchner Westen!

Also: Schicken Sie uns Ihr schönstes

Golffoto der Saison 2020 bis spätestens

10. September an fotowettbewerb@gruenland.bayern.

Viel Spaß

beim Knipsen und viel Erfolg! ●

Der Gutshof Penning

CASETAGS: STYLISCHE MULTITALENTE

FÜR SMARTPHONES

Tutzing, Juni 2020. Unser Smartphone

ist unser ständiger Begleiter.

Auch in der Freizeit und beim

Sport muss es ständig griffbereit

sein – zum Navigieren, Fotos machen

oder auch zur Kommunikation

im Notfall. Doch wohin damit, wenn

man die Hände frei haben möchte?

Beim Radfahren, Klettern oder Running

sind Smartphone oder auch

Schlüssel etc. lästige Anhängsel, die

im Weg umgehen.

Einfach praktisch, stylisch, smart

Eine praktische Lösung für dieses

Problem bieten die neuen Casetags:

Die kleinen Multitalente aus hauchdünnem

reißfestem Segeltuch in

T-Form werden einfach in die Handyhülle

gesteckt. Der obere Teil des

“T” bleibt in der Hülle, der untere Teil

mit einem metallverstärkten Loch

steht heraus. In dieser ausrissfesten

Öse können nun Gegenstände befestigt

werden und gleichzeitig lässt

sich das Handy überall anbringen.

Fast alle aktuellen Handyhüllen lassen

sich so ganz unkompliziert erweitern

und bieten smarte Möglichkeiten

zur sicheren Aufbewahrung

und Ordnung von Smartphones und

anderen Wertgegenständen.

Und so einfach geht’s: Handy aus der

Hülle nehmen und Casetag so einlegen,

dass der “Tag” unten herausschaut.

Das Handy wieder einpacken

und fertig. Jetzt kann das Smartphone

an Rucksack, Kinderwagen,

Klettergurt etc. ang’tagt’ werden

oder es lassen sich Schlüssel und

andere lose Gegenstände daran befestigen.

Das Handy kann nun mehr,

als nur technische Dienste anbieten:

Es wird zur zentralen Insel für Ordnung

und Sicherheit.

Qualität handmade in Germany

Die Köpfe hinter dem Produkt sind

die Tutzinger Paul Friedrich und sein

Vater Peter. Sie haben Casetags erfunden

und managen das junge Label

gemeinsam als Familienbetrieb:

Paul ist der Denker und Mann der

Zahlen, Peter kümmert sich hauptsächlich

um den Vertrieb. Beide haben

sich bei Produktion und Vertrieb

der Nachhaltigkeit verschrieben. Casetags

werden in Tutzing am Starnberger

See handgemacht, um die

ökologische und soziale Qualität der

Herstellung zu sichern. Dazu kommen

eine vegane Verpackung aus

recyclebarer Pappe und kurze Wege

mit ausgesuchten Logistikpartnern

für eine positive Klimabilanz.

Casetags gibt es online und im ausgesuchten

Einzelhandel in sechs

verschiedenen Farben. Praktische

Ergänzungen wie ein stabiler Karabiner

oder stylische Accessoires wie

eine Kordel ergänzen die aktuelle

Produktpalette.

Visit us on www.casetags.com

Follow us on Instagram

and Facebook

Kontakt für Rückfragen

Peter Friedrich

Hauptstraße 35

82327 Tutzing

peter.friedrich@casetags.com

www.casetags.com


SPORT

29MENSCHEN

CLUBS & BUNTES

NEWS AUS DEN CLUBS

GP Aschheim

Golfer spenden für guten Zweck

„Solidarität in Zeiten von Corona“ - so

lautete das Motto der von Mitgliedern

initiierten Spendenaktion im Golfpark

München Aschheim. Beirat und Geschäftsführung

des Golfparks übergaben

im Beisein der Bürgermeister

Thomas Glashauser (Gemeinde Aschheim)

und Maximilian Böltl (Gemeinde

Kirchheim) eine Spende in Höhe von

11.700 Euro an gemeinnützige Organisationen

im Landkreis München.

Für den Beirat und die Geschäftsführung

war die Aktion eine Herzensangelegenheit:

„Wir möchten als Golfer

in diesen heraufordernden Zeiten

auch unseren gesellschaftlichen

Beitrag leisten und mit den Spenden

regionale Einrichtungen und Hilfsbedürftige

unterstützen, die erst recht

Scheckübergabe im GP Aschheim

während der Corona-Pandemie vor

großen Herausforderungen stehen“,

heißt es in einer Presseerklärung des

GP Aschheim. Von der Gesamtsumme

erhielt die Tafel Kirchheim-Heimstetten

8.000. Die Unterstützung

wurde von der 2. Vorsitzenden Marianne

Eichinger dankbar in Empfang

genommen. Nach dem Motto „Lebensmittel

verteilen statt zu vernichten“

gibt die Tafel diese weiter

– an sozial Schwache, an Menschen

in Krisensituationen, an kurzfristig in

Not geratene Mitbürger. Da die Spendensumme

deutlich über den Erwartungen

lag, konnte mit der Nachbarschaftshilfe

Aschheim/Dornach,

vertreten durch ihre Vorsitzende

Claudia Dustmann, eine weitere gemeinnützige

Organisation mit einer

Summe von 3700 Euro bedacht werden.

GC Schloss Egmating

Wechsel in der Geschäftsführung

Hubert Oswald hat den GC Schloss

Egmating verlassen und ist nicht

mehr Geschäftsführer der Bavaria

Golfanlagen GmbH & Co.

Schloss Egmating KG. „Ich hatte

als Clubmanager und Geschäftsführer

in Egmating und für die weiteren

Golfaktivitäten innerhalb der

Schörghuber-Unternehmensgruppe

in den letzten 14 Jahren eine fantastische

Zeit mit einem tollen Team“,

so Oswald. Die Führungskraft aus

Garmisch-Partenkirchen möchte

auch in Zukunft dem Golfmarkt treu

bleiben und ist auf der Suche nach

einer neuen Herausforderung. „Aufgrund

meiner über 20-jährigen Erfahrung

als Führungskraft im Golfbereich

möchte ich gerne mein Wissen

und meine Kenntnisse an andere

Golfanlagen weitergeben, damit sie

sich weiterentwickeln können.“ Alexandra

Schörghuber, Eigentümerin

der Golfanlage in Egmating, bedankte

sich beim 52-Jährigen für das

stets loyale, hoch engagierte Verhalten

sowie dafür, dass der Golfplatz

Schloss Egmating allgemein als eine

der professionellsten und sympathischsten

Golfanlagen in Deutschland

angesehen wird und wünscht

ihm weiterhin eine erfolgreiche Karriere.

In Egmating übernimmt alle

Clubangelegenheiten nun Clubmanager

Felix Leib, der die vergange-

Hubert Oswald hat Egmating verlassen.

nen drei Jahre als

Stellvertreter Oswalds in

diesen Bereich voll integriert war.

GC Starnberg

Golf meets Klassik

mit Picknick-Konzert

Der Golfclub Starnberg richtet am

Samstag, 25. Juli, zum vierten Mal

das Benefiz-Turnier „Golf meets Klassik“

in Zusammenarbeit mit der Bayerischen

Philharmonie aus. Tagsüber

beim Golfen – ob beim Abschlag oder

an Loch 15 beim Teich unterm Baum –

können sich die Teilnehmer bei jedem

Schlag musikalisch beflügeln lassen.

Am Abend wird es aufgrund der aktu-

ellen Situation keine klassische Gala

geben, dafür lädt der GC Starnberg

erstmals zu einem Benefiz-Picknick-Konzert

auf der Driving Range

mit dem amtierenden Beatbox-Europameister

Robeat und Musikern der

Bayerischen Philharmonie ein. Auch

Nicht-Golfer sind abends willkommen,

das Picknick-Konzert mit der ganzen

Familie zu besuchen. Vor Ort kann

man Picknick-Körbe sowie Getränke

kaufen. Eine Tombola findet ganztägig

statt. Durch den Tag begleitet der

Intendant und Chefdirigent der Bayerischen

Philharmonie, Mark Mast. ●

KAPITALANLEGER AUFGEPASST:

TRAUMOBJEKTE DER CONCEPT BAUGMBH

GLÜCKSGEFÜHL GERMERING

z. B.: 3-Zimmer-Wohnung,

6.OG, ca. 125,13 m² Wfl., Dachterrasse mit Alpenblick

und Westbalkon €999.000,–

Noch 4traumhafte Terrassenwohnungen

für Käufer mit Weitblick

Germering hat eine besonders interessante Lage, direkt an Münchens

Stadtgrenze. Es ist verkehrstechnisch gut an München angebunden und

ein moderner Hightech-Unternehmensstandort. Für viele, die hier wohnen

und arbeiten wird das tägliche Pendeln in die Münchner City damit überflüssig.

Trotzdem ist man von hier in nur 24 Minuten mit der S-Bahn in der

Münchner Innenstadt.

„Der Standort Germering bietet nach unserer Einschätzung enormes

Wachstums- und Wertsteigerungspotenzial für Eigennutzer und Investoren“,

so Emmanuel Thomas, Geschäftsführer der CONCEPT BAU GmbH in

München. Es heißt nicht umsonst: „Münchens Zukunft liegt im Umland.“

Von den 126 Wohnungen sind bereits 122 verkauft. Nur noch 4Terrassenwohnungen

mit Alpenblick sind noch zu haben. Von der 2-Zimmer-Wohnung

mit ca. 85 qm Wohnfläche bis zur 4-Zimmer-Wohnung mit ca. 116,57 m²

ist für jedenwas dabei. Ein Argument fürKurzentschlossene istder baldige

Einzugstermin: die Wohnungen werden alle innerhalb der nächsten

3 Monate bezugsfertig sein.

„Mit den noch verbliebenen 2- bis 4-Zimmer-Wohnungen, erfüllen wir die

hohen Ansprüche unserer großstädtischen Kunden an Wohnqualität und

das bei durchaus attraktiven Preisen.“

Besichtigungstermine finden direkt vor Ort statt und können unter der

Nummer 089-710 409-101 vereinbart werden.

QUARTIER NEUHAUSEN

z. B.: 2-Zimmer-Wohnung,

EG, ca. 57,59 m² Wfl., Süd-Loggia, € 549.000,–

z. B.: 3-Zimmer-Dachterrassen-Wohnung,

6. OG, ca.74,06 m² Wfl., € 989.000,–

129 neue Eigentumswohnungen im Herzen der Stadt

Unweit vom neuen Google Konzernstandort in der Münchner Innenstadt,

an dem in den nächsten Jahren 1.500 neue Arbeitsplätze entstehenwerden,

konnte sich auch die Concept Bau GmbH ein Immobilien-Filetstück

für ihr neuestes Wohnbauprojekt sichern: „Quartier Neuhausen“ in der

Arnulfstraße 150.

Geplant sind 129 neue 1-4-Zimmer-Eigentumswohnungen in den Größen

von ca. 32 bis ca. 116 Quadratmetern in drei Häusern. Der Standort ist

für Selbstbezieher und Investoren besonders interessant, weil aufgrund

der Flächenknappheit in dieser Lage kaum Neubauwohnungen angeboten

werden.

Neuhausen bedeutet Urbanität mit einer Vielzahl von Restaurants, Biergärten,

Cafés, Kunstgalerien und mit einer langen Stadtteilgeschichte, die

bis ins Jahr 1170 zurückreicht. Bereits zum zehnten Mal wird im Bezirk an

60 Locations an einem Tagim Jahr die Neuhauser Musiknacht gefeiert.Der

Olympiapark und das Schloss Nymphenburg sind fußläufig zu erreichen,

ebenso wie das Münchner Zentrum. Aber auch viel Grün und eine schnelle

Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz und an Autobahnen in alle

Richtungen machen die Lage besonders attraktiv.

Mit über 35 Jahren Erfahrung auf dem Münchner Immobilienmarkt und mit

mehr als 6.500 Wohneinheiten hat Concept Bau das Bild der Stadt und des

Umlandes mitgeprägt. Mit durchschnittlich 100 fertiggestellten Wohnungen

im Jahr gehört Concept Bau zu den aktivsten Bauträgern im Großraum

München.

Lassen Sie sich in der City-Lounge in München, Reichenbachstraße 43,

beraten: Termine unter 089/710 409-111.

DETAILSAUF WWW.CONCEPTBAU.DE


CLUBS & BUNTES SPORT

MENSCHEN30

„NUR WER HINFÄLLT, KANN LERNEN,

WIEDER AUFZUSTEHEN“

Eine Kolumne von Golf-Lehrer Christian Lanfermann

Christian Lanfermann hat...

Okay, der Mann ist Westfale und

gibt Unterricht in Hamburg.

Aber dieses Thema war uns einfach

zu wichtig, um es zu ignorieren. Die

Rolle der Eltern im Jugendleistungssport

wird nämlich überall kontrovers

diskutiert – auch und vielleicht

vor allem in Bayern. Meistens klappt

es gut, manchmal aber auch nicht.

Vieles ist aber auch eine Frage der

Perspektive. Christian Lanfermann

hat das veranlasst, eine Kolumne zu

schreiben, mit der er sich direkt an

die Eltern richtet.

Darin schildert der Trainer und Koordinator

Leistungssport des Hamburger

GC Falkenstein seine Eindrücke

und Erlebnisse und ruft vor

allem zu mehr Gelassenheit auf.

Kinder müssten lernen, Entscheidungen

zu treffen und Aufgaben zu

übernehmen, sagt Lanfermann. Als

Familienvater und Coach ist er in einer

Art Doppelrolle. Die PGA of Germany

hat ihn zum Jugendtrainer des

Jahres 2017 und Trainer des Jahres

2018 gekürt. Der 40-Jährige berichtet

in seinem Fairwaykids-Golfblog

über seine Projekte und Aktionen.

Im Folgenden seine Kolumne:

Liebe Eltern,

dieser Beitrag ist ausschließlich für

euch. Und nur für euch. Bitte nehmt

euch fünf bis zehn Minuten Zeit, diesen

Beitrag zu lesen. Das einzige

Ziel, was ich mit diesem Beitrag verfolgen

möchte, ist eine bessere Welt

auf dem Golfplatz für eure und meine

Kinder. Auch bin ich mir bewusst,

dass nicht jeder von euch die Message

genauso verstehen und sehen

wird. Dennoch hoffe ich, möglichst

viele von euch zu erreichen und wir

anfangen, an uns zu arbeiten.

Aufgrund meiner Tätigkeit als Trainer

im Leistungssport begleite ich

sehr viele Turniere von ambitionierten

und motivierten Mädchen in

verschiedensten Altersklassen. An

dieser Stelle ist anzumerken, dass

unser Golfclub (Hamburg Falken-

stein) die Möglichkeit

hat, bei den meisten

Turnieren einen Trainer für die

Betreuung vor Ort bereit zu stellen.

Natürlich ist mir bewusst, dass das

eher die Ausnahme ist und nur wenige

Golfclubs eine solche Betreuung

gewährleisten können oder wollen.

Die meisten Kinder und Jugendlichen

sind von eurem Eltern-Engagement

abhängig. Wenn man

mal ehrlich ist, ist es ja auch was

Schönes, wenn man Zeit mit seinem

Kind verbringen kann. Die Kindheit

ist meistens so schnell vorbei und

wenn man dadurch mehr Zeit mit

seinem Kind verbringen kann, umso

besser.

Emotionen verbinden ja auch ungemein.

Zusammen trauern, wenn es

mal nicht so gut gelaufen ist, lässt

sich manchmal leichter verarbeiten

als alleine. Nicht umsonst heißt es

ja: Geteiltes Leid ist halbes Leid!

Auch ein Erfolg will zusammen gefeiert

werden und jeder möchte teilnehmen

an einem tollen Ereignis wie

beispielsweise ein Turniergewinn,

eine Handicap-Verbesserung oder

einfach nur ein toller Schlag! Aus

Erfahrung weiß ich, dass man noch

Jahre später über solche Erlebnisse

mit den Eltern gerne redet.

Doch die Art und Weise, wie die Kids

von euch zum Teil „betreut“ werden,

macht mir Angst. Bei einem großen

Jugendturnier in Deutschland war

es morgens auf der Driving Range

mein Job, die Kids auf die Runde

bestmöglich einzustimmen und

nach der Runde sowohl inhaltlich als

auch emotional abzuholen. Also verbringt

man gut und gerne mehr als

zehn Stunden pro Tag auf der Anlage.

Kinder können

Verantwortung übernehmen

Doch immer häufiger frage ich mich,

ob ich wirklich auf einem Golfplatz

bin, wo gerade ein Golfturnier stattfindet.

Manchmal fühle ich mich

eher wie in einem Irrenhaus. Häufig

sehe ich Eltern, die zum Teil motivierter

als die eigenen Kinder

sind. Ihr putzt euren Kindern die

Golfschläger vor der Runde. Und

meistens nur, damit das Kind ja

etwas mehr Zeit vor der Runde für

andere Dinge hat. Meine Lösung

wäre vielmehr, einfach mal früher

auf den Golfplatz fahren.

Ihr markiert die Bälle für euer Kind.

Es sollte eher anderes herum sein.

Euer Kind sollte euch ein Bild zum

Mutter- oder Vatertag malen. Ihr

kontrolliert, ob euer Kind alles im

Bag hat. Regenschirm, Regenjacke,

genug zu essen etc. Natürlich sollte

man das bis zu einem gewissen Alter

machen. Manchmal sind die Kids

ja auch dankbar. Gerade, wenn eine

gewisse Nervosität dabei ist. Aber

spätestens in der Altersklasse 16/18

sollte man das doch mal darauf ankommen

lassen. Wo bleibt sonst der

Lerneffekt?

Ihr rennt über das Fairway, wenn

euer Kind einen Ball ins Rough geschlagen

hat, nur aus Angst, es

könnte ein Doppel-Bogey spielen.

Wie soll denn euer Kind mit einer

solchen Situation umgehen, wenn

ihr nicht als Vorcaddy dabei seid.

Dann muss es auch lernen, einen

Ball selber zu suchen. Ich habe selber

zum Teil schon erlebt, wie ihr

zum Fairwaysprint ansetzt, obwohl

der Flight noch nicht komplett abgeschlagen

hat. Das stört natürlich

auch die anderen zwei Spieler, die

eine faire Chance verdienen, ihren

Ball ins Spiel zu bringen.

Ihr macht zum Teil Videoaufnahmen

auf der Range von Golfschwüngen,

um im Anschluss noch zu coachen!

Ich meine, wenn ich Zahnschmerzen

habe, schicke ich doch mein

Kind nicht zum Bäcker. Oder, nur

weil der Eine oder Andere schon

mal eine Trainerstunde bei einem

Golfpro hatte, ist man doch nicht

gleich selber ein Golfpro. Ich würde

mich auch nie wagen, meinen

Kindern etwas über Versicherungen

Christian Lanfermann mit seiner Mannschaft.

oder Sonstiges zu erzählen, wo ich

nicht wirklich geschult bin. Dafür

gibt es eine Ausbildung über drei

Jahre bei der PGA of Germany.

Wenn es regnet, dann halten einige

von euch sogar beim Training

einen Regenschirm über den Kopf.

Hallo?! Golf ist eine Outdoorsportart.

Und wenn ich nicht lerne, damit

klar zu kommen, dann sollte ich

eher Schach (und das meine ich

nicht böse! Ich spiele selber gerne

Schach) oder Hallen-Halma spielen.

Auch wenn dieser Beitrag über Sport

und Turniere handelt, so können wir

das auch auf das Leben spiegeln.

Jeder von Euch hat den Wunsch,

einmal selbstständige Kinder zu

haben, die in dieser Welt bestehen

können. Die in Krisensituationen

einen kühlen Kopf bewahren und

nach einer passenden und positiven

Lösung suchen. Auch sollen unsere

Kinder in der Zukunft mit Rückschlägen

umgehen können, wenn wir mal

nicht (mehr) da sind. Aufstehen nach

Rückschlägen muss man früh üben

und nicht erst mit 40 oder 50 Lebensjahren.

Als zweifacher Vater weiß ich selber,

wie schwer das ist, seine

innere Mitte zu finden,

wenn das eigene

...viel Spaß auf Golfplätzen.

Kind ein Turnier spielt. Auch ich leide

immer mit meinen eigenen und „adoptierten“

Kids - die Kinder welche

ich seit Jahren betreuen darf - mit.

Es gab viele Momente, in denen ich

gerade auch bei meinen „adoptieren“

Sportkids einfach mal weggehen

musste, um nicht zu nervös zu sein.

Kids merken das und beobachten

viel. Ein hektisches und nervöses

Umfeld während eines Turniers hilft

gar nicht. Auch nicht, wenn es nur

gut gemeint ist.

Traut euren Kindern mehr zu und

versucht, sie nicht vor Unheil auf

dem Golfplatz zu bewahren. Bei meinen

Kindern lenke ich mich mit der

Fotografie ab. Und lese immer häufiger

ein Buch auf der Terrasse. Nur

wer hinfällt, kann lernen, selber wieder

aufzustehen.

Euer Christian

(, der es einfach nur gut meint)

P.S.: Bitte nehmt diesen Beitrag

nicht persönlich. Auch wenn ich

manchmal die eine oder andere provokante

Art habe, dieses Thema zu

behandeln. Jene, die mich kennen,

wissen, dass ich versuche, die Golfwelt

ein wenig anders zu machen. ●


SPORT

31MENSCHEN

CLUBS & BUNTES

BLÜHENDE GOLFPLÄTZE

Sport und Politik schaffen Allianz für Umweltschutz

er Startschuss für die Blühpakt-Allianz

ist gefallen - und

die Golfer sind mittendrin. Bei der

Unterzeichnung der gemeinsamen

Erklärung des Umweltministeriums

und des Bayerischen Golfverbandes

zur Förderung der Artenvielfalt und

zum Schutz der Insekten betonte

Umweltminister Thorsten Glauber in

Herzogenaurach: „Arten- und Insektenschutz

betrifft die gesamte Gesellschaft

und braucht viele Partner.

Mit dem Blühpakt Bayern haben wir

bereits viel erreicht. Die neue Blühpakt-Allianz

ist der nächste Schritt,

mit dem wir dazu aufrufen, sich für

den Schutz der Insekten einzusetzen.

Insekten sind Schlüsselfiguren

des Ökosystems. Die bayerischen

Golfplätze verfügen über mehr als

10.000 Hektar Flächen. Rund drei

Viertel davon werden nicht für den

Spielbetrieb verwendet. Dieses große

Potenzial wollen wir nutzen, um

neue Lebensräume für Pflanzen und

Insekten zu schaffen.“

„Die Teilnahme als Allianzpartner im

Rahmen des Blühpakts motiviert

die bayerischen Golfclubs, ihre Flächen

noch naturnaher und insektenfreundlicher

zu gestalten“, ergänzte

Arno Malte Uhlig, Präsident des Bayerischen

Golfverbandes. Der Golf-

Herrliche Blumenwiesen wie hier im GC Olching.

Wo Golf gespielt wird, wachsen meist wunderschöne Blumen.

Club Herzogenaurach geht dabei mit

bestem Beispiel voran. Auf der Golfanlage

in Mittelfranken sind nicht

nur zahlreiche geschützte Pflanzenarten

wie Fieberklee und Gelbe

Gauklerblume zu finden. Auch viele

verschiedene Vögel, Amphibien sowie

Libellen und andere Insektenarten

sind hier heimisch geworden.

Ziel der neuen Blühpakt-Allianz ist es,

möglichst viele Partner zu gewinnen,

die sich aktiv für mehr Arten- und Insektenvielfalt

engagieren. Dazu gehört

insbesondere das Anlegen von

naturnahen und insektenfreundlichen

Flächen, der Verzicht von Pflanzenschutzmitteln

auf diesen Flächen

und die Vermittlung und Weiterverbreitung

von Umweltwissen und -bewusstsein

bei den Mitgliedern. Beispielsweise

können Areale durch das

Anlegen von Blühflächen und Biotopen,

die Verwendung heimischer

Pflanzen oder das Bereitstellen von

Insektenhäusern und Totholz ökologisch

aufgewertet werden.

Golfanlagen können sich ab sofort

für die neue staatliche Auszeichnung

„Blühender Golfplatz“ bewerben.

Für eine Auszeichnung müssen

bestimmte Kriterien zur Förderung

der Insektenfauna erfüllt werden.

Dazu gehört die naturnahe Gestaltung

von mindestens 30 Prozent der

Freiflächen, keine flächige Verwendung

chemischer Pflanzenschutzmittel,

der Verzicht torfhaltiger

Substrate und der Erhalt von Überwinterungsstrukturen

für Insekten.

Golfclubs, die sich für die Auszeichnung

bewerben möchten, können

eine kostenlose Beratung mit Empfehlungen

zur Pflanzenauswahl,

Bodenvorbereitung und Pflege für

insektenfreundliche Areale erhalten.

Das Umweltministerium und der

BGV stellen dafür zusammen insgesamt

20.000 Euro bereit. Mehr unter

www.bluehpakt.bayern.de. ●

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