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Thema: Wohnort- und haushaltsnahe Dienstleistungen ... - LEG

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Magazin<br />

AUSGABE 2/2009<br />

<strong>Thema</strong>: <strong>Wohnort</strong>- <strong>und</strong> <strong>haushaltsnahe</strong> <strong>Dienstleistungen</strong>:<br />

Netzwerke entwickeln – Nachbarschaften stärken ......10<br />

Immobilienmarkt Köln: Nachhaltige Projekte auf dem Vormarsch ......20


INHALT 2/2009<br />

NACHRICHTEN<br />

Düsseldorf:<br />

Richtfest für den neuen ‚Lichtblick’ . . . . . 4<br />

Ratingen:<br />

Der Tipp für Pfingsten 2009:<br />

ZeltZeit am Grünen See . . . . . . . . . . . . . . . 5<br />

Bonn-Plittersdorf:<br />

Generationen-verbindendes Wohnen<br />

an der Rheinaue . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6<br />

Düsseldorf:<br />

Eckhard Schultz wird neuer<br />

Geschäftsführer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7<br />

Gelsenkirchen:<br />

Resser Mark: Neue ‚Auszeit-Wohnung’<br />

eingerichtet . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8<br />

Düsseldorf:<br />

Sozial in Bilk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9<br />

10<br />

TITELTHEMA<br />

<strong>Wohnort</strong>- <strong>und</strong> <strong>haushaltsnahe</strong><br />

<strong>Dienstleistungen</strong>:<br />

Netzwerke entwickeln –<br />

Nachbarschaften stärken . . . . . . . . . . . . . 10<br />

Interview mit Andrea Müller,<br />

Verbraucherzentrale NRW:<br />

Ein Markt mit hohem Wachstumspotenzial<br />

– die Kunst liegt in der<br />

Vermittlung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17<br />

Titelbild:<br />

Wäschedienste gehören zu den bevorzugten wohnort-<br />

<strong>und</strong> <strong>haushaltsnahe</strong>n <strong>Dienstleistungen</strong>, die alle<br />

Generationen gerne in Anspruch nehmen.<br />

27<br />

IMMOBILIENMARKT NRW<br />

Interview mit dem Kölner<br />

Oberbürgermeister Fritz Schramma:<br />

„Die aktuelle Finanzkrise bestätigt<br />

die Rückkehr von der virtuellen zur<br />

Realwirtschaft“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20<br />

Köln:<br />

Nachhaltige Projekte auf<br />

dem Vormarsch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21<br />

Tacitus Carree, Volksgarten Plus,<br />

Rheinrefugium:<br />

Drei mal zehn ist über tausend . . . . . . . 22<br />

Rheinauhafen:<br />

Das zweite Leben eines<br />

Getreidespeichers . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24<br />

Zollstock:<br />

Peugeot-Autohaus Nummer Acht . . . . 25<br />

Bocklemünd:<br />

‚Weiße Siedlung’: Durch innovative<br />

Modernisierung zum Juwel . . . . . . . . . . . 25<br />

Fordsiedlung der <strong>LEG</strong>:<br />

Ein Platz an der Sonne in<br />

der Domstadt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26<br />

Mieterzentrum Köln:<br />

Immer im Einsatz für die K<strong>und</strong>en –<br />

Vollvermietung im Stadtgebiet . . . . . . . . 26<br />

DIE BESONDERE IMMOBILIE<br />

Düsseldorf-Itter:<br />

Ein Haus wie ein Baum . . . . . . . . . . . . . . . 27<br />

IMPRESSUM<br />

Herausgeber:<br />

<strong>LEG</strong> Landesentwicklungsgesellschaft NRW GmbH<br />

Roßstraße 120, 40476 Düsseldorf<br />

Tel. 0211/45 68-325, Fax 0211/45 68-300<br />

www.leg-nrw.de, astrid.mendolia@leg-nrw.de<br />

ina.siebert@leg-nrw.de<br />

Leitung:<br />

Jens Schönhorst<br />

Redaktion:<br />

Miriam M. Beul, Mischa Blum, Thomas Börtz,<br />

Astrid Mendolia (verantwortliche Redakteurin),<br />

Ina Siebert, Mark Tittes u. a.<br />

38<br />

WOHNEN<br />

Interview mit Bärbel Schomberg,<br />

Vorsitzende des Vorstandes Initiative<br />

Corporate Governance der deutschen<br />

Immobilienwirtschaft e.V.:<br />

Corporate Governance gewinnt in<br />

der Branche an Bedeutung . . . . . . . . . . . . 30<br />

Münster:<br />

Energie sparen: Mieter wetten<br />

mit der Stadt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32<br />

PORTRÄT<br />

Hannover Leasing, Sebastian Rössel:<br />

Das CityPalais ist ein renditestarkes<br />

Anlageobjekt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34<br />

PROJEKTE<br />

Essen, Weststadt:<br />

Boarding-Appartements: Beste Belegungsquote<br />

im vergangenen Jahr . . . . . 36<br />

Meerbusch:<br />

Ökologisches Gütesiegel für<br />

‚dependance M’ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37<br />

Bielefeld:<br />

Stadtsanierung: 30 Jahre erfolgreiche<br />

Zusammenarbeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38<br />

DAS PERSÖNLICHE INTERVIEW<br />

Jutta Nuxoll:<br />

Dekonstruktivismus <strong>und</strong><br />

Bauhaus faszinieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40<br />

Fotos/Animationen:<br />

avpgroup, Heleen Berkemeyer, Bielefeld Marketing GmbH,<br />

Hans Blossey, DGNB, Döring Dahmen Joeressen Architekten,<br />

GdW/Dokumentation Preis Soziale Stadt 2008, Max Hampel,<br />

hh-vision, Stadt Bielefeld, Matthias Schrumpf (Bahnhofsviertel<br />

Bielefeld), Willi Schulz (Mieterzentrum Gelsenkirchen),<br />

Ina Siebert, studio Berk<br />

Gestaltung:<br />

GornigDesign, Friedrichstraße 54, 45468 Mülheim an der Ruhr<br />

Druck:<br />

J. L. Romen GmbH & Co. KG, Windmühlenweg 13, 46446 Emmerich<br />

Auflage:<br />

10.400 Exemplare


Liebe Leserinnen, liebe Leser,<br />

im Jahr 2050 werden in Deutschland doppelt<br />

so viele 60-Jährige wie Neugeborene<br />

leben. Knapp ein Fünftel der Bevölkerung<br />

wird über 65 Jahre alt sein. Dies zeigt die<br />

letzte Bevölkerungsvorausberechnung des<br />

Statistischen B<strong>und</strong>esamtes (Destatis). Mit<br />

zunehmendem Alter verlagert sich der<br />

Lebensmittelpunkt auf die eigenen vier<br />

Wände, so die Expertenmeinung. Und der<br />

Bedarf an wohnort- <strong>und</strong> <strong>haushaltsnahe</strong>n<br />

<strong>Dienstleistungen</strong> steigt. Der Markt stellt sich<br />

zunehmend auf die erhöhte Nachfrage ein.<br />

Deshalb bieten immer mehr Wohnungsunternehmen<br />

im Rahmen ihres Quartiersmanagements<br />

wohnort- <strong>und</strong> <strong>haushaltsnahe</strong><br />

<strong>Dienstleistungen</strong> an – gemeinsam mit qualifizierten<br />

Kooperationspartnern. Die Beteiligten<br />

stellen ein breit gefächertes Angebot<br />

zusammen: Von der Reinigung der Wohnung<br />

über den Wäschedienst mit Hol- <strong>und</strong><br />

Bring-Service bis zur häusliche Pflege.<br />

Neben den Senioren profitieren auch andere<br />

Zielgruppen von dem Angebot, beispielsweise<br />

Berufstätige, die wenig Zeit haben,<br />

sich um Wohnung <strong>und</strong> Umfeld zu kümmern.<br />

Services richten sich darüber hinaus an Kinder<br />

<strong>und</strong> Jugendliche – vom Computerkurs<br />

bis zur Ferienveranstaltung. All diese <strong>Dienstleistungen</strong><br />

werden erfahrungsgemäß gut<br />

angenommen. Gr<strong>und</strong> genug, im Titelthema<br />

dieser Ausgabe des <strong>LEG</strong>-Magazins darüber<br />

zu berichten. Im Experteninterview schildert<br />

zudem Andrea Müller die Aufgaben <strong>und</strong><br />

Ziele der Verbraucherzentrale Nordrhein-<br />

Westfalen in diesem Bereich.<br />

Immobilienjournalistin Miriam M. Beul wirft<br />

im ‚Immobilienmarkt NRW’ einen Blick auf<br />

Thomas Hegel<br />

Sprecher der Geschäftsführung<br />

Köln. In der Domstadt entwickelt die <strong>LEG</strong><br />

zurzeit zahlreiche Projekte, darunter die<br />

neuen Wohnquartiere Tacitus Carree, Volksgarten<br />

Plus <strong>und</strong> Rheinrefugium. Im Rheinauhafen<br />

revitalisierte das Unternehmen das<br />

historische Silo <strong>und</strong> das benachbarte Event<br />

Center Rheinauhafen (ECR). Innovative Projekte<br />

gibt es auch im Bereich Mietwohnungen:<br />

Das Mieterzentrum Köln betreut allein<br />

zwei Solarsiedlungen in Bocklemünd <strong>und</strong><br />

Niehl.<br />

Weitere Themen dieser Ausgabe: Die Boarding-Appartements<br />

in der Essener Weststadt,<br />

die im vergangenen Jahr die beste Belegungsquote<br />

seit ihrer Fertigstellung 2001<br />

verbuchten. Das Großprojekt ‚Nördliche<br />

Innenstadt Bielefeld’ <strong>und</strong> das neue Bahnhofsviertel,<br />

Beispiele für erfolgreiche Stadtsanierung<br />

<strong>und</strong> gute Zusammenarbeit mit<br />

zahlreichen Beteiligten über einen Zeitraum<br />

von 30 Jahren hinweg. Die Energiesparer aus<br />

Münster, drei Nachbarschaften, die sich an<br />

einer Energiewette mit der Stadt beteiligen.<br />

Im Interview berichtet Bärbel Schomberg,<br />

Vorsitzende des Vorstandes Initiative Corporate<br />

Governance der deutschen Immobilienwirtschaft<br />

e.V., über verantwortungsvolle<br />

Unternehmensführung. Darüber hinaus stellen<br />

wir Ihnen die Hannover Leasing GmbH &<br />

Co. KG <strong>und</strong> ihren Asset Manager für das<br />

Duisburger CityPalais vor. Das Pullacher<br />

Unternehmen erwarb die Multifunktionsimmobilie<br />

noch während der Bauphase als<br />

renditestarke Anlage für einen geschlossenen<br />

Immobilienfonds.<br />

Ich wünsche Ihnen gute <strong>und</strong> anregende<br />

Unterhaltung bei der Lektüre Ihres <strong>LEG</strong>-<br />

Magazins.<br />

EDITORIAL<br />

Neuer Geschäftsführer an Bord<br />

Eckhard Schultz wurde Anfang Mai als<br />

weiterer Geschäftsführer der <strong>LEG</strong><br />

NRW GmbH bestellt. Als Chief<br />

Financial Officer (CFO) ist er für die<br />

Bereiche Finanzen, Rechnungswesen,<br />

Controlling <strong>und</strong> Reporting verantwortlich.<br />

Thomas Hegel wurde zum<br />

Sprecher der Geschäftsführung (CEO)<br />

bestellt. Weitere Informationen auf<br />

Seite 7.<br />

<strong>LEG</strong> MAGAZIN 2/2009 3


DÜSSELDORF<br />

Richtfest für den neuen ‚Lichtblick’<br />

Mit einem Richtfest Anfang März feierte die <strong>LEG</strong> Bauträger GmbH den Stand der<br />

Arbeiten für das Projekt LUX Derendorf <strong>und</strong> bedankte sich bei der gesamten<br />

Baumannschaft. R<strong>und</strong> 200 Gäste nutzten besonders die Führungen, bei denen sie<br />

eines der Häuser von der Technik in der Tiefgarage bis zum Dachgeschoss erk<strong>und</strong>en<br />

konnten.<br />

Bis zum Ende dieses Jahres entstehen im<br />

‚Tannenviertel’ 86 Eigentumswohnungen<br />

nach dem Entwurf des Düsseldorfer Architekturbüros<br />

Döring Dahmen Joeressen. 60<br />

Prozent der Wohnungen sind bereits verkauft<br />

oder reserviert. „Das Interesse ist sehr<br />

groß“, freut sich Andreas Mauska, Geschäftsführer<br />

der <strong>LEG</strong> Bauträger GmbH.<br />

4 <strong>LEG</strong> MAGAZIN 2/2009<br />

Zimmermann Daniel Hohmann <strong>und</strong> Andreas Mauska, Geschäftsführer der <strong>LEG</strong> Bauträger GmbH, in Aktion<br />

„Die Wohnungen bieten gehobenen Wohnkomfort<br />

<strong>und</strong> ein luxuriöses Raumgefühl in<br />

einem lebendigen Viertel.“ Derendorf hat<br />

sich mit seinem gewachsenen Gastronomieangebot<br />

<strong>und</strong> der Nähe zur Stadtmitte<br />

zu einem der beliebtesten Stadtteile in Düsseldorf<br />

entwickelt.<br />

‚LUXus’ pur<br />

LUX Derendorf besteht aus vier Gebäuden,<br />

die im Quadrat um einen privaten Lichthof<br />

angeordnet sind. Die Wohnungen sind konsequent<br />

zum Licht ausgerichtet <strong>und</strong> verfügen<br />

über Deckenhöhen von bis zu 2,60 Metern<br />

bzw. bis zu 3,90 Metern in den Dachterrassenwohnungen.<br />

Die Wohnflächen liegen<br />

zwischen 61 <strong>und</strong> 159 Quadratmetern. „Wir<br />

bieten sozusagen ‚LUXus’ zu einem sehr<br />

guten Preis-Leistungs-Verhältnis“, so Andreas<br />

Mauska. Sämtliche Wohnungen verfügen<br />

über große Loggien mit Süd- oder<br />

Westausrichtung, im Erdgeschoss über einen<br />

Garten. Die Ausstattung entspricht hohen<br />

Ansprüchen: Parkett, Holzfenster, Fußbodenheizung,<br />

Bäder von führenden Sanitärausstattern,<br />

Glattputzwände <strong>und</strong> Holzböden<br />

auf den Terrassen.<br />

i<br />

Andreas Mauska<br />

Geschäftsführer<br />

<strong>LEG</strong> Bauträger GmbH<br />

Tel. 02 11 / 45 68-585<br />

andreas.mauska@leg-nrw.de<br />

www.lux-derendorf.de


RATINGEN<br />

Der Tipp für Pfingsten 2009:<br />

ZeltZeit am Grünen See<br />

Die ZeltZeit in Ratingen gehört zum Pfingstfest wie der Hase zu Ostern. Jedes<br />

Jahr zieht sie zehntausende Besucher von nah <strong>und</strong> fern an den Grünen See.<br />

Gr<strong>und</strong> dafür ist die gelungene Mischung aus malerischem Veranstaltungsort,<br />

lokaler Kultur, zeitgemäßem Kabarett, Party <strong>und</strong> Familienprogramm.<br />

Den Auftakt macht am Donnerstag,<br />

28. Mai, das dritte Schülerkabarett-Festival<br />

in NRW ‚Schulscharfes Kabarett’. Hier präsentieren<br />

drei Nachwuchs-Kabarett-Gruppen<br />

Höhepunkte aus ihren aktuellen Programmen.<br />

Wie bereits in den Vorjahren<br />

sind die ‚Westhäkchen’ aus Ratingen West<br />

mit dabei. Am Freitag, 29. Mai, eröffnet<br />

Kabarettist Doktor Stratmann mit seinem<br />

Programm ‚Kunstfehler’ die ZeltZeit 2009<br />

offiziell.<br />

Stars am Grünen See<br />

Prominente Highlights der ZeltZeit 2009<br />

sind die Auftritte der Comedians Doktor<br />

Stratmann, der Väter der Popmusik ‚The<br />

Pops’ <strong>und</strong> von Herbert Knebels Affentheater.<br />

Während Stratmann mit seinen medizinisch<br />

geprägten Anekdoten dafür sorgt,<br />

dass sich die Zuschauer krank lachen, setzen<br />

die Pops mit ‚Der Popolski Show’ auf<br />

unglaubliche Geschichten aus der Welt der<br />

Popmusik, denen sie mit viel Live-Musik<br />

eingängigen Nachdruck verleihen.<br />

Pfingstsonntag ist <strong>LEG</strong>-Familientag<br />

Der ZeltZeit-Sonntag ist traditionell <strong>LEG</strong>-<br />

Familientag. Neben zahlreichen Überra-<br />

schungen wird es erneut ein Drachenbootrennen<br />

auf dem Grünen See geben. Weitere<br />

Attraktionen sind ein Streichelzoo, ein<br />

Trödelmarkt <strong>und</strong> Live-Musik. Karten für<br />

alle Veranstaltungen gibt es bereits im Ratinger<br />

Reisebüro Tonnaer, bei ‚Johann <strong>und</strong><br />

Wittmer’ in Ratingen West <strong>und</strong> im Kulturbüro<br />

Niederrhein.<br />

Zehnter ZeltZeit-Lauf<br />

Das zehnte ZeltZeit-Rennen am <strong>LEG</strong>-Familientag,<br />

das der Allgemeine Sportclub<br />

Ratingen (ASC) mit der <strong>LEG</strong> organisiert,<br />

beginnt um 11.00 Uhr: Dann starten die<br />

Dreierstaffeln r<strong>und</strong> um den See. Neben<br />

der Schnelligkeit geht es um Spaß <strong>und</strong><br />

Kreativität: Sowohl der spaßigste Name als<br />

auch das kreativste Kostüm werden ausgezeichnet.<br />

Die Anmeldeunterlagen <strong>und</strong> weitere<br />

Informationen erhalten Sie beim ASC<br />

unter 0 21 02 / 47 44 55.<br />

i<br />

Mischa Blum<br />

<strong>LEG</strong> Management GmbH<br />

Stabsbereich<br />

Unternehmenskommunikation<br />

Tel. 02 11 / 45 68-117<br />

mischa.blum@leg-nrw.de<br />

NACHRICHTEN<br />

BUCHTIPP<br />

Die 100 wichtigsten<br />

Kennzahlen zur<br />

Immobilienbranche<br />

im Pocket-Format<br />

Ob Büroimmobilien, Logistikgebäude<br />

oder Gewerbeflächen: Das seit<br />

Anfang März erhältliche Buch ‚100<br />

Immobilienkennzahlen’ informiert<br />

über die Verwendung <strong>und</strong> Interpretation<br />

von Kennziffern aus dem<br />

Immobilienbereich.<br />

Im handlichen DIN A6 Pocket-Format<br />

werden alle Themen im Lebenszyklus<br />

einer Immobilie kapitelweise abgedeckt<br />

– von der Projektentwicklung, Vermietung,<br />

Bewirtschaftung, Finanzierung bis<br />

zur Bewertung. Dazu zählen auch Kennzahlen<br />

wie die Leerstandsquote, Loanto-Value,<br />

Bruttomultiplikator oder der<br />

Reinertrag einer Immobilie. Zusätzlich<br />

enthält das Buch des Immobilienexperten<br />

Tobias Schultheiß die wichtigsten<br />

Kennzahlen für börsennotierte Unternehmen,<br />

beispielsweise Net Asset Value<br />

(NAV), EBIT oder Verschuldungskoeffizient.<br />

Die Beschreibungen folgen stets<br />

dem gleichen Schema. Zuerst wird die Formel<br />

dargestellt <strong>und</strong> anschließend mittels<br />

eines prägnanten Rechenbeispiels veranschaulicht.<br />

In der Erläuterung steht zusammengefasst,<br />

wofür die Kennziffer in<br />

der Praxis eingesetzt wird. Zum Schluss<br />

werden außerdem die Vor- <strong>und</strong> Nachteile<br />

jeder Kennzahl<br />

aufgezeigt. Dies<br />

alles macht das<br />

Buch zum perfekten<br />

Begleiter<br />

in der täglichen<br />

Arbeit.<br />

Das Buch kann<br />

auf der Verlags-<br />

Webseite unter<br />

www.cometispublishing.de<br />

sowie in Buchhandlungen <strong>und</strong> Online-<br />

Bookshops zu einem Preis von 14,90<br />

Euro bestellt werden. Die ISBN-Nummer<br />

lautet 978-3-940828-29-3.<br />

i<br />

Ulrich Wiehle<br />

cometis publishing GmbH & Co. KG<br />

Tel. 06 11 / 20 58 55 18<br />

wiehle@cometis.de<br />

www.cometis-publishing.de<br />

<strong>LEG</strong> MAGAZIN 2/2009 5


+ + + K U R Z N O T I E R T + + +<br />

M O N T Y P Y T H O N S ‚ S P A M A L O T ’ :<br />

T R A I N I N G F Ü R D I E L A C H M U S K E L N<br />

6 <strong>LEG</strong> MAGAZIN 2/2009<br />

BONN-PLITTERSDORF<br />

Generationen-verbindendes Wohnen<br />

an der Rheinaue<br />

Im Februar 2009 erhielt der Verein ‚Wahlverwandtschaften e.V.’ die Baugenehmigung<br />

für sein neuestes Mehrgenerationen-Projekt in Bonn-Plittersdorf.<br />

„Uns geht es um eine solidarische Nachbar<strong>und</strong><br />

Hausgemeinschaft, in der sich jeder<br />

kennt <strong>und</strong> jeder seine eigene Wohnung hat“,<br />

erklärt Eva Hüttenhain, die Vorsitzende der<br />

Wahlverwandtschaften, das Konzept.<br />

„Vorbildvorhaben”<br />

Der Standort in der früheren amerikanischen<br />

Siedlung an der Kennedyallee ist für<br />

den Verein ideal – hier soll laut Verein das<br />

„Vorbildvorhaben“ entstehen. Drei Häuser<br />

mit 32 Wohnungen <strong>und</strong> Gemeinschaftsbereichen<br />

werden es sein, in direkter Nähe zum<br />

Rheinauenpark <strong>und</strong> später auch zu fußläufig<br />

entfernten Nahversorgungseinrichtungen.<br />

Projektentwickler des zukunftsweisenden<br />

Vorhabens sind die <strong>LEG</strong>-Tochter Modernes<br />

Bonn GmbH <strong>und</strong> die RheinHaus GmbH. Gemeinsam<br />

mit dem Architekten Wilfried Pil-<br />

Großer Prominenten-Auftritt Ende Januar 2009: Über 1.700 Stars <strong>und</strong> Sternchen<br />

feierten die deutsche Erstaufführung des Musicals ‚Spamalot’. Im Kölner Musical<br />

Dome nahmen die Premierengäste das Stück mit Ovationen auf.<br />

Fliegende Kühe, niederträchtige<br />

Franzosen<br />

<strong>und</strong> komische Edelleute<br />

– es geht hoch<br />

her in ‚Spamalot’. Dem<br />

Zuschauer bietet sich<br />

eine überdrehte <strong>und</strong><br />

vergnügliche Mittelalter-Posse.<br />

Das Musical<br />

schafft es, den verschrobenen<br />

Humor<br />

aus der englischen Sprache in eine deutsche<br />

Version zu übertragen. Das Highlight: Neben<br />

zahlreichen bekannten Melodien begeistert<br />

der Ohrwurm ‚Always look on the bright side<br />

of life’ das Publikum.<br />

Anlehnung an ‚Ritter der Kokosnuss’<br />

Wir befinden uns in Britannien im Jahre 932<br />

nach Christus: Spamalot erzählt – künstlerisch<br />

frei – Monty Pythons Spielfilm ‚Ritter<br />

der Kokosnuss’ nach. Im Fokus steht die<br />

legendäre Geschichte von König Arthur, der<br />

sich auf die Suche nach dem Heiligen Gral<br />

macht. Unterstützung erhält er von seinem<br />

treuen Diener Patsy <strong>und</strong> den Rittern der<br />

Tafelr<strong>und</strong>e. Die Reise durch das Königreich<br />

gerät zu einem höchst heiteren Unterfangen:<br />

Showgirls mischen die Truppen auf, die<br />

Tafelr<strong>und</strong>e tagt in einem glitzernden Las<br />

Vegas-Casino, <strong>und</strong> Ritter Lancelot entpuppt<br />

sich als leidenschaftlicher Copacabana-<br />

Tänzer.<br />

Internationale Anerkennung<br />

Direkt nach der Uraufführung Mitte März<br />

2005 am Broadway in New York wurde<br />

‚Spamalot’ für 14 Musical-Oscars (Tony<br />

Awards) nominiert <strong>und</strong> unter anderem als<br />

‚Bestes Musical 2005’ ausgezeichnet.<br />

Gewinnen Sie einmal zwei Eintrittskarten<br />

<strong>und</strong> beantworten Sie folgende Frage: Wo findet<br />

das Musical ‚Spamalot’ statt? Und wie<br />

heißt der Diener von König Arthur? Senden Sie<br />

Ihre Antwort bis zum 30. Mai 2009 an folgende<br />

E-Mail-Adresse: astrid.mendolia@legnrw.de.<br />

Viel Glück!<br />

hatsch <strong>und</strong> den späteren Bewohnern planten<br />

sie das Vorhaben bis in die kleinsten Details.<br />

Gemeinschaftliche Vielfalt<br />

Heraus gekommen sind ein größeres Haus<br />

mit 18 Wohnungen <strong>und</strong> Gemeinschaftseinrichtungen<br />

sowie zwei Stadtvillen, die sogenannten<br />

‚Balkonhäuser’, mit je sieben Wohnungen.<br />

Laubengänge <strong>und</strong> ein gemeinsamer<br />

Garten schaffen Verbindungen. Sowohl von<br />

der Größe als auch vom Preis her werden<br />

alle Bevölkerungsgruppen einbezogen: In<br />

den Balkonhäusern entstehen 14 Eigentumswohnungen,<br />

im großen Haus 18 Mietwohnungen.<br />

Vier Wohnungen sind öffentlich gefördert.<br />

Die individuell zugeschnittenen<br />

Gr<strong>und</strong>risse reichen vom Appartement mit<br />

48 Quadratmetern bis zur Vier-Zimmer-<br />

Wohnung mit 120 Quadratmetern. Ab Som-<br />

Informationen <strong>und</strong> um zehn Prozent ermäßigte<br />

Musicalkarten gibt es bei Angabe der<br />

K<strong>und</strong>en-PIN 5779 unter der Telefonnummer<br />

02 11 / 73 44 120.<br />

i<br />

www.spamalot.de<br />

www.kartenkaufen.de


mer 2010 sollen sie von Vereinsmitgliedern<br />

bezogen werden. R<strong>und</strong> 140 sind es derzeit,<br />

die sich in dem seit über drei Jahren bestehenden<br />

Verein für die Idee des Generationen-verbindenden<br />

Wohnens stark machen.<br />

i<br />

i<br />

Andreas Röhrig<br />

Geschäftsführer<br />

Modernes Bonn GmbH<br />

Tel. 02 21 / 94 97 25-25<br />

andreas.roehrig@leg-nrw.de<br />

Eva Hüttenhain<br />

Vorsitzende Wahlverwandtschaften<br />

Bonn e. V.<br />

Tel. 02 28 / 97 64 95 47<br />

ehuehain@web.de<br />

DÜSSELDORF<br />

Eckhard Schultz:<br />

Neuer Geschäftsführer an Bord<br />

der <strong>LEG</strong>-Gruppe<br />

Eckhard Schultz ist seit Anfang<br />

Mai als weiterer Geschäftsführer<br />

der <strong>LEG</strong> NRW GmbH tätig. Neben<br />

Thomas Hegel, der zum Sprecher<br />

der Geschäftsführung (Chief Executive<br />

Officer) bestellt wurde, ist<br />

Eckhard Schultz als Chief Financial<br />

Officer für die Bereiche Finanzen,<br />

Rechnungswesen, Controlling <strong>und</strong><br />

Reporting verantwortlich.<br />

Der 44-jährige Bankkaufmann <strong>und</strong> studierte<br />

Wirtschaftswissenschaftler<br />

Schultz hat langjährige Erfahrungen in<br />

der Immobilienbranche: Bis Ende April<br />

2009 leitete er die Bayerische Bau <strong>und</strong><br />

Immobilien Gruppe als kaufmännischer<br />

Geschäftsführer. Das Unternehmen bündelt<br />

sämtliche Bauträger- <strong>und</strong> Bestandsimmobilienaktivitäten<br />

der Münchner<br />

Schörghuber Unternehmensgruppe.<br />

Zuvor war der Immobilienökonom<br />

(ebs), der auch Mitglied der Royal Institution<br />

of Chartered Surveyors (MRICS)<br />

ist, in verschiedenen leitenden Positionen<br />

bei der Bayerischen Bau <strong>und</strong> Immobilien<br />

Gruppe tätig. Mehrere Jahre arbeitete<br />

er im Kredit- <strong>und</strong> Firmenk<strong>und</strong>engeschäft<br />

einer deutschen Großbank<br />

sowie bei Roland Berger Strategy Consultants.<br />

„Wir freuen uns, dass wir mit<br />

Eckhard Schultz einen ausgewiesenen Finanz-<br />

<strong>und</strong> Immobilienexperten gewonnen<br />

haben, der seine Erfahrungen hervorragend<br />

in die anstehenden Prozesse<br />

einbringen wird“, so CEO Thomas<br />

Hegel. Eckhard Schultz freut sich auf die<br />

neue Herausforderung: „Im derzeitigen<br />

finanziellen <strong>und</strong> wirtschaftlichen Umfeld<br />

<strong>und</strong> auch vor dem Hintergr<strong>und</strong> der<br />

neuen Gesellschafterstruktur sind ein<br />

aktives Finanzmanagement <strong>und</strong> die Optimierung<br />

der Steuerungs- <strong>und</strong> Reportingsysteme<br />

wichtiger denn je.“<br />

Konzentration auf das Kerngeschäft<br />

Die Gesellschafter der <strong>LEG</strong>-Gruppe<br />

haben beschlossen, sich künftig auf das<br />

Geschäftsfeld Wohnungsbewirtschaftung<br />

zu konzentrieren – anlässlich der<br />

geplanten Herstellung der einheitlichen<br />

Steuerbarkeit des gesamten <strong>LEG</strong>-Kon-<br />

i<br />

EDITORIAL<br />

zerns auch <strong>und</strong> gerade mit den fünf<br />

zur <strong>LEG</strong> gehörenden Wohnungsgesellschaften<br />

(GeWo Castrop Rauxel, GWN<br />

Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft<br />

Nordwestdeutschland, Ravensberger<br />

Heimstättengesellschaft, Ruhr-Lippe<br />

Wohnungsgesellschaft <strong>und</strong> Wohnungsgesellschaft<br />

Münsterland). Die Sparte<br />

Development wird, unter Beachtung<br />

aller Vorgaben der Sozialcharta, ganz<br />

oder in Teilen veräußert. Ulrich Tappe,<br />

der bisher für die Sparte verantwortliche<br />

Geschäftsführer, hat zum Ende des Jahres<br />

gekündigt <strong>und</strong> begleitet den anstehenden<br />

Verkaufsprozess. Thomas Hegel:<br />

„Ulrich Tappe ist es zu verdanken, dass<br />

sich die <strong>LEG</strong> in den vergangenen Jahren<br />

zu einem professionellen Immobilienunternehmen<br />

mit einem hohen Bekanntheitsgrad<br />

<strong>und</strong> stabiler Vertrauensbasis<br />

entwickelt hat. Nach über drei Jahren<br />

guter Zusammenarbeit bedaure ich als<br />

Kollege seine Entscheidung sehr.“<br />

Jens Schönhorst<br />

Stabsbereichsleiter<br />

Unternehmenskommunikation<br />

<strong>LEG</strong> Management GmbH<br />

Tel. 02 11 / 45 68-329<br />

jens.schoenhorst@leg-nrw.de<br />

<strong>LEG</strong> MAGAZIN 2/2009 7


GELSENKIRCHEN<br />

Resser Mark: Neue ‚Auszeit-Wohnung’<br />

wird eingerichtet<br />

Konflikte mit dem Ehepartner oder mit den Eltern? Eine längere räumliche<br />

Trennung führt oft zur Lösung von Familienproblemen. Deshalb bietet das<br />

Mieterzentrum Gelsenkirchen seinen K<strong>und</strong>en eine Auszeit-Wohnung in der<br />

Siedlung Resser Mark.<br />

Es ist oft schon eine Erleichterung, in angenehmer<br />

Atmosphäre über die Zukunft<br />

nachzudenken, wenn Zuhause die Emotionen<br />

hoch kochen. Eine Weile in der Auszeit-<br />

Wohnung zu verbringen, entspannt die<br />

Lage. „So haben alle die Chance, in Ruhe<br />

über die Zukunft nachzudenken“, erläutert<br />

Sonja Herbrand, Mieterzentrumsleiterin<br />

Gelsenkirchen. Die 2,5-Zimmer-Wohnung<br />

ist 38 Quadratmeter groß <strong>und</strong> verfügt über<br />

eine Wohnküche – inklusive Kochutensilien<br />

<strong>und</strong> Geschirr – sowie ein Wohnschlafzimmer.<br />

Die Räume werden nach den neuesten<br />

Erkenntnissen der Farbpsychologie im<br />

Launch-Stil eingerichtet. Die Miete beinhaltet<br />

Heiz- <strong>und</strong> Nebenkosten.<br />

Auch für Gäste<br />

Egal ob Hochzeitsfeier, Geburtstag oder Besuch<br />

der Schwiegermutter. Es gibt zahlreiche<br />

Anlässe, bei denen Fre<strong>und</strong>e, Verwandte<br />

<strong>und</strong> Bekannte untergebracht werden müssen.<br />

Doch manchmal fehlt der Platz in den<br />

eigenen vier Wänden. Daher nutzen künftig<br />

auch Gäste der <strong>LEG</strong>-Mieter die Auszeit-<br />

Wohnung.<br />

Neue Homepage<br />

Seit Jahresbeginn informiert die Homepage<br />

www.ressermark.de über die <strong>LEG</strong>-Siedlung.<br />

Besonders komfortabel: Die schnelle Wohnungssuche<br />

über eine Datenbank. Geben Sie<br />

die Anzahl der Zimmer, die Wohnfläche <strong>und</strong><br />

Kaltmiete ein. Ein Klick, <strong>und</strong> Ihre Wunschwohnung<br />

erscheint. Zudem informiert das<br />

Unternehmen über die Infrastruktur der<br />

Resser Mark sowie Institutionen im Stadtteil:<br />

von der Bushaltestelle über Kindergarten<br />

<strong>und</strong> Schulen bis zu Seniorenwohnungen. Die<br />

Siedlung Resser Mark wurde in den 50er<br />

Jahren errichtet <strong>und</strong> verfügt daher überwie-<br />

8 <strong>LEG</strong> MAGAZIN 2/2009<br />

gend über kleinere Wohnungen. „Optimal<br />

für Singles <strong>und</strong> Paare“, erklärt Sonja Herbrand.<br />

„Wir vermieten ebenfalls viel an getrennt<br />

Lebende <strong>und</strong> allein Erziehende.“ Die<br />

größte Wohnung bietet r<strong>und</strong> 50 Quadratmeter.<br />

„Das Angebot ist zeitgemäß <strong>und</strong> zielgruppenorientiert.<br />

In diesem Segment suchen<br />

zahlreiche K<strong>und</strong>en zurzeit nach kleinen<br />

Appartements“, bemerkt die Mieterzentrumsleiterin.<br />

i<br />

Sonja Herbrand<br />

Mieterzentrumsleiterin Gelsenkirchen<br />

<strong>LEG</strong> Wohnen Dortm<strong>und</strong> GmbH<br />

Tel. 02 01 / 8 10 10-55<br />

www.ressermark.de<br />

+ + + K U R Z N O T I E R T + + +<br />

G E L S E N K I R C H E N : N E U E S L O G O F Ü R D I E Z O O S I E D L U N G<br />

Giraffe <strong>und</strong> Eisbär stehen sich gegenüber<br />

– im neuen Logo der Zoosiedlung. Die Kooperation<br />

zwischen dem Mieterzentrum<br />

Gelsenkirchen, das die Zoosiedlung betreut,<br />

<strong>und</strong> der ‚Zoom Erlebniswelt’ findet<br />

damit ihren Höhepunkt. „Die Tiere haben<br />

im Logo wie auch in natura keine Eingrenzungen.<br />

Sie stehen frei im Raum“, sagt Mieterzentrumsleiterin<br />

Sonja Herbrand. „Zu-<br />

dem nimmt das Logo die typischen Farben<br />

der Zoom Erlebniswelt auf.“ Die <strong>LEG</strong> lässt<br />

das neue Markenzeichen zurzeit auf Emaille-<br />

Schilder projizieren, die an den Hauseingängen<br />

der Zoosiedlung installiert werden.<br />

Vor vier Jahren übernahm das Wohnungsunternehmen<br />

eine Eisbär-Patenschaft <strong>und</strong><br />

damit einen Teil der Kosten für Haltung<br />

<strong>und</strong> Pflege. Dafür nehmen die <strong>LEG</strong>-Mieter


eispielsweise vergünstigt an Veranstaltungen<br />

der Zoom Erlebniswelt teil.<br />

Familienfre<strong>und</strong>lich wohnen<br />

Die 1960 errichtete Zoosiedlung ist bei Familien<br />

beliebt. Zahlreiche Wohnungen bieten<br />

dreieinhalb Zimmer, bis zu 80 Quadratmeter,<br />

mit Balkon. Im Frühjahr 2008 erhielten<br />

drei Häuser außergewöhnliche Fassaden<br />

mit Tier-Motiven aus der gegenüber liegenden<br />

Zoom Erlebniswelt. In dem Quartier<br />

mit ausgedehnten Grünflächen leben r<strong>und</strong><br />

850 Mieter in 370 bereits Anfang der 90er<br />

Jahre modernisierten Wohnungen.<br />

i<br />

Sonja Herbrand<br />

Mieterzentrumsleiterin Gelsenkirchen<br />

<strong>LEG</strong> Wohnen Dortm<strong>und</strong> GmbH<br />

Tel. 02 01 / 8 10 10-55<br />

sonja.herbrand@leg-nrw.de<br />

DÜSSELDORF<br />

Sozial in Bilk<br />

„Düsseldorf ist eine soziale Stadt. Wir unternehmen<br />

vielfältige Anstrengungen, den<br />

sozialen Frieden dauerhaft zu sichern. Dass<br />

dies auch andere so sehen, beweist die Auszeichnung<br />

mit dem Preis ‚Soziale Stadt’“,<br />

erklärte Oberbürgermeister Dirk Elbers.<br />

Schwerpunkt Sprachförderung<br />

Auf dem Jagenberggelände in Bilk leben<br />

r<strong>und</strong> 2.000 Bewohner aus mehr als zwanzig<br />

Herkunftsländern. Um den sozialen <strong>und</strong><br />

sprachlichen Benachteiligungen entgegenzuwirken,<br />

gründeten die WohnungsunternehmenBeamten-Wohnungs-Baugenossenschaft<br />

eG, <strong>LEG</strong> Wohnen Düsseldorf<br />

GmbH, Rheinwohnungsbau GmbH <strong>und</strong><br />

Städtische Wohnungsgesellschaft AG im<br />

Jahr 1999 gemeinsam mit Vertretern städtischer<br />

Ämter einen Arbeitskreis. Besonders<br />

stolz sind die Beteiligten auf die Erfolge in<br />

der Sprachförderung der Kinder, die in Zusammenarbeit<br />

mit der Martin-Luther-<br />

Gr<strong>und</strong>schule entwickelt wurde. Alle Schüler<br />

der vierten Klasse, die daran teilnahmen,<br />

haben die Gr<strong>und</strong>schule erfolgreich abgeschlossen.<br />

Einige von ihnen erreichten sogar<br />

eine Realschulempfehlung. Auch die<br />

Mütter werden einbezogen – mit dem informellen<br />

Sprach-Café ‚Mama lernt Deutsch’.<br />

Daneben gibt es Angebote zur Berufsvorbereitung<br />

<strong>und</strong> Ausbildungsbegleitung, kulturelle<br />

Veranstaltungen für Kinder <strong>und</strong> Familien<br />

sowie Sozialberatung. Träger sind die<br />

AGB <strong>und</strong> das Bürgerhaus Bilk.<br />

Vorbildcharakter<br />

Aus der Laudatio der Jury des preisverleihenden<br />

B<strong>und</strong>esverbandes für Wohnungseigentum<br />

<strong>und</strong> Stadtentwicklung e. V. heißt es:<br />

„Die Mischform des Projektes aus Schul<strong>und</strong><br />

Quartiersentwicklung, Bewohneraktivierung<br />

<strong>und</strong> Bildung ist beispielhaft. Der<br />

von langem Atem getragene Ansatz in Düsseldorf<br />

<strong>und</strong> die damit erreichten Integrationserfolge<br />

können andere Städte <strong>und</strong> beteiligte<br />

Akteure ermutigen, Vergleichbares<br />

in Gang zu setzen.“ Brigitte Unverferth,<br />

Mieterzentrumsleiterin der <strong>LEG</strong>, freut sich<br />

neben dem sozialen Erfolg auch über den<br />

wirtschaftlichen: „Durch die intensive Kooperation<br />

im Stadtteil <strong>und</strong> die zahlreichen<br />

Angebote hat sich das Quartier stabilisiert.<br />

Die Zufriedenheit unserer Mieter ist gestiegen.“<br />

Die <strong>LEG</strong> vermietet im ehemaligen<br />

i<br />

NACHRICHTEN<br />

Das Projekt ‚Leben <strong>und</strong> Wohnen im Jagenberggelände’ erhielt im Januar 2009<br />

den Preis ‚Soziale Stadt’. Ausgezeichnet wurden die Aktion Gemeinwesen <strong>und</strong><br />

Beratung e.V. (AGB), die Stadt Düsseldorf <strong>und</strong> die örtlichen Wohnungsbaugesellschaften<br />

– darunter auch die <strong>LEG</strong> – für ihre erfolgreiche Zusammenarbeit zur<br />

Förderung von Kindern, Jugendlichen <strong>und</strong> Familien mit Zuwanderungsgeschichte.<br />

Hauptgebäude der Firma Jagenberg, dem<br />

Salzmannbau, seit dem Umbau in den<br />

1990er Jahren 120 Wohnungen. Neben<br />

Wohnungen für ältere <strong>und</strong> behinderte<br />

Menschen gibt es 30 Ateliers mit Wohnungen<br />

für Künstler sowie Räume für Selbsthilfegruppen<br />

<strong>und</strong> Vereine. Integriert ist auch<br />

das Bürgerhaus Bilk, das Freizeit- <strong>und</strong> Kulturzentrum<br />

des Jugendamtes.<br />

Lob vom B<strong>und</strong>esminister<br />

Der <strong>und</strong>otierte Preis wurde 2008 zum fünften<br />

Mal ausgelobt <strong>und</strong> zeichnet Menschen<br />

aus, die sich mit hervorragenden Projekten<br />

für den sozialen Zusammenhalt in ihrer<br />

Stadt einsetzen. Das B<strong>und</strong>esministerium für<br />

Verkehr, Bau <strong>und</strong> Stadtentwicklung fördert<br />

ihn im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms<br />

Soziale Stadt.<br />

B<strong>und</strong>esminister Wolfgang Tiefensee lobte<br />

bei der Verleihung von zehn Preisen <strong>und</strong> elf<br />

Anerkennungen in Berlin: „Diese Initiativen<br />

zeigen, dass ein gutes soziales Zusammenleben<br />

auch unter schwierigen Rahmenbedingungen<br />

gelingen <strong>und</strong> immer weiter verbessert<br />

werden kann.“<br />

Brigitte Unverferth<br />

Mieterzentrumsleiterin Düsseldorf<br />

<strong>LEG</strong> Wohnen Düsseldorf GmbH<br />

Tel. 0 21 02 / 94 52-41<br />

brigitte.unverferth@leg-nrw.de<br />

<strong>LEG</strong> MAGAZIN 2/2009 9


WOHNORT- UND HAUSHALTS<br />

Netzwerke entwickeln –<br />

10 <strong>LEG</strong> MAGAZIN 2/2009


TITELTHEMA<br />

NAHE DIENSTLEISTUNGEN<br />

Nachbarschaften stärken<br />

Wäscheservice <strong>und</strong> Reinigungsdienst, Pflege in der Wohnung, Babysitter <strong>und</strong> Catering bei Familienfesten<br />

– Wohnen mit Service liegt im Trend. Wohnungsunternehmen setzen auf das Angebot<br />

wohnort- <strong>und</strong> <strong>haushaltsnahe</strong>r <strong>Dienstleistungen</strong> als Bestandteil des Quartiersmanagements. Das<br />

Interesse bei den Mietern ist groß. Das Angebot muss jedoch maßgeschneidert sein.<br />

� Immer mehr Wohnungsunternehmen<br />

entwickeln wertsteigernde Konzepte zu<br />

wohnort- <strong>und</strong> <strong>haushaltsnahe</strong>n <strong>Dienstleistungen</strong>,<br />

um sich auf dem Markt zu behaupten,<br />

aktive K<strong>und</strong>enbindung zu betreiben <strong>und</strong> das<br />

mit Leerstands- <strong>und</strong> Mieterwechsel einhergehende<br />

Kostenrisiko zu reduzieren. <strong>Dienstleistungen</strong><br />

für Mieter tragen zudem zur<br />

Neuk<strong>und</strong>en-Akquise bei: Auch wenn das Angebot<br />

nicht sofort in Anspruch genommen<br />

wird. „Wichtig für Mietinteressenten ist, dass<br />

es bei Bedarf abgerufen werden kann“, erläutert<br />

Monika Rösener aus dem Zentralbereich<br />

Modernisierung <strong>und</strong> Instandhaltung<br />

der <strong>LEG</strong> Management GmbH. „Dies ist ein<br />

interessanter Markt mit Zukunft, insbesondere<br />

im Hinblick auf die demografische Entwicklung<br />

<strong>und</strong> für die Mieter, die möglichst<br />

lange selbstbestimmt in ihrer Wohnung<br />

leben möchten.“ Zielgruppen sind zurzeit in<br />

erster Linie Senioren. Doch viele <strong>Dienstleistungen</strong><br />

sprechen auch Familien, Singles, Migranten,<br />

Kinder <strong>und</strong> Jugendliche an. Die Angebotspalette<br />

ist breit gefächert. „Der Begriff<br />

wohnort- <strong>und</strong> <strong>haushaltsnahe</strong> <strong>Dienstleistungen</strong><br />

ist nicht definiert“, so die Immobilien-Expertin.<br />

„Es gibt wohnungs- <strong>und</strong> personenbezogene<br />

Services, hauswirtschaftliche<br />

<strong>und</strong> pflegerische Unterstützung sowie technische<br />

Aspekte.“ Ob Krabbelgruppe im Familienzentrum,<br />

Umzugsmanagement, Sicherheit,<br />

Reparaturen, betreutes Wohnen,<br />

Notrufsysteme, Gemeinschaftsräume, Veranstaltungen,<br />

Schuldner-Beratung, Qualifizierung<br />

von Jugendlichen, Bewegungs- <strong>und</strong><br />

Rauchmelder, Sportangebote oder Mietergärten.<br />

All diese Angebote fassen Wohnungsunternehmen<br />

unter dem Stichwort zusammen.<br />

„Als Vermieter geht es uns in erster<br />

Linie darum, Kontakte herzustellen <strong>und</strong><br />

Netzwerke zu schaffen“, stellt Monika Rösener<br />

fest. „Denn in einer Gemeinschaft mit<br />

mehreren Akteuren, seien es Institutionen,<br />

Vereine oder Nachbarschaften, lässt sich viel<br />

bewegen.“ Dabei müssen die <strong>Dienstleistungen</strong><br />

nicht immer etwas kosten. Auch auf ehrenamtlicher<br />

Basis lassen sich erfolgreiche<br />

Projekte realisieren. Wichtig ist dabei die<br />

gründliche Analyse des Quartiers <strong>und</strong> der<br />

Mieter-Bedürfnisse. Deshalb führt die <strong>LEG</strong><br />

regelmäßige K<strong>und</strong>en-Befragungen durch.<br />

„Wenn wir einen Bedarf feststellen, geben<br />

wir unseren Mietern zusätzlich Gestaltungs<strong>und</strong><br />

Entscheidungsspielräume“, so Rösener.<br />

Denn nur maßgeschneiderte Lösungen finden<br />

Anklang.<br />

Demografische Entwicklung:<br />

Senioren als Zielgruppe<br />

Nach den Ergebnissen der Bevölkerungsvorausberechnung<br />

des Statistischen B<strong>und</strong>esamtes<br />

(Destatis) wird die Zahl der 60-Jährigen<br />

<strong>und</strong> Älteren bis 2030 um r<strong>und</strong> 38 Prozent<br />

von 20,5 Millionen auf voraussichtlich<br />

28,4 Millionen Einwohner <strong>und</strong> die der über<br />

80-Jährigen vermutlich sogar um 73 Prozent<br />

von 3,6 Millionen auf 6,3 Millionen steigen.<br />

Die veränderte Bevölkerungsstruktur führt<br />

zu einem deutlich höheren Anteil älterer<br />

Pflegebedürftiger: Während heute r<strong>und</strong> 53<br />

Prozent der Pflegebedürftigen 80 Jahre <strong>und</strong><br />

älter sind, könnten es im Jahr 2030 r<strong>und</strong> 65<br />

Prozent sein. Die Zahl der Pflegebedürftigen<br />

in diesem Alter nimmt dabei von 1,1 Millionen<br />

auf etwa 2,2 Millionen im Jahr 2030 zu.<br />

Die Zahl der älteren <strong>und</strong> pflegebedürftigen<br />

Menschen wächst in den kommenden Jahren<br />

also stetig. Und der Anteil der Senioren<br />

steigt, die ohne Angehörige leben <strong>und</strong><br />

früher oder später auf Unterstützung angewiesen<br />

sind. Ralf Zimmer-Hegmann, Leiter<br />

Forschungsfeld 4 ‚Sozialraum Stadt’ im ILS -<br />

Institut für Landes- <strong>und</strong> Stadtentwicklungsforschung<br />

gGmbH: „In einigen Siedlungen<br />

des Ruhrgebiets sind bereits heute über 50<br />

Prozent der Bewohner über 60 Jahre alt.<br />

Dennoch sind Versorgungs- <strong>und</strong> Wohnkonzepte<br />

verb<strong>und</strong>en mit wohnortnahen <strong>Dienstleistungen</strong><br />

für ältere Menschen immer noch<br />

rar.“ Der steigende Anteil älterer Menschen<br />

an der Bevölkerung <strong>und</strong> in den Quartieren<br />

erfordere den Aufbau wohnortnaher Angebote.<br />

Erstes Projekt 2000:<br />

Seniorenwohnungen in Hamm<br />

Seit der Jahrtausendwende beschäftigt sich<br />

die <strong>LEG</strong> mit dem <strong>Thema</strong>. Im ersten Projekt<br />

trägt das Wohnungsunternehmen der<br />

Altersstruktur in der Siedlung Hamm-Süd<br />

Rechnung. Die Nachfrage nach seniorengerechten<br />

Wohnungen war groß. Auf einer<br />

Grünfläche mitten im Quartier errichtete die<br />

<strong>LEG</strong> als Investor 24 neue Wohnungen für<br />

Senioren. Zwei Wohnungen im Erdgeschoss<br />

<strong>LEG</strong> MAGAZIN 2/2009 11


sind auf die speziellen Bedürfnisse von<br />

Schwerbehinderten ausgerichtet. Das Mieterzentrum<br />

Hamm übernahm das Gebäudemanagement.<br />

„Für die Betreuung der<br />

Mieter schlossen wir einen Wohn-Service-<br />

Vertrag mit dem DRK Kreisverband Hamm<br />

e.V. ab“, sagt Mieterzentrumsleiter Alfred<br />

Pinter. Ein erfolgreiches Projekt: Die Wohnungen<br />

waren von Anfang an voll vermietet,<br />

die Liste der Interessenten lang. Daraufhin<br />

entwickelte Monika Rösener 2001 mit Unterstützung<br />

des Arbeitskreises ‚Lebenslaufstandard’<br />

ein Handbuch für die Wohnungsausstattung.<br />

In erster Linie ging es darum, im<br />

Alter unabhängig <strong>und</strong> selbstständig zu bleiben.<br />

Positiver ‚Nebeneffekt’: Zahlreiche<br />

Maßnahmen wie barrierefreie Gestaltung<br />

oder bodentiefer Duscheinstieg erleichtern<br />

auch Familien mit Kindern den Alltag. Bei<br />

Modernisierungen werden seitdem die Leitlinien<br />

des Handbuchs umgesetzt.<br />

Mit 55 Jahren steigen die Wohnwünsche:<br />

12 <strong>LEG</strong> MAGAZIN 2/2009<br />

Vielfältiges Angebot:<br />

Servicehaus <strong>und</strong> Demenz-WGs<br />

Wie in Hamm war auch in Euskirchen die<br />

Nachfrage nach Domizilen für Senioren <strong>und</strong><br />

Behinderte bereits während der Bauphase so<br />

groß, dass eine Warteliste für weitere Interessenten<br />

eingerichtet wurde. Auf gegenseitige<br />

Unterstützung setzt das ‚Servicehaus<br />

Euskirchen’, das die <strong>LEG</strong> errichtete – mit 28<br />

barrierefreien Wohnungen unter einem<br />

Dach. Die Mieter dort helfen einander, lassen<br />

sich von Familienangehörigen betreuen<br />

oder beauftragen eine Sozialstation. Zum<br />

Service gehört beispielsweise auch die Telefonkopplung<br />

an die örtliche DRK-Notrufannahme.<br />

Bewirtschaftet wird das Haus von<br />

einem eigens gegründeten ‚Servicehaus Verein’,<br />

einem Zusammenschluss von Initiatoren<br />

<strong>und</strong> Bewohnern. Darüber hinaus eröffnete<br />

die <strong>LEG</strong> im Jahr 2004 ihre erste Wohngemeinschaft<br />

für Demenzkranke in Wup-<br />

Gute Nachbarschaft 58 73<br />

Sichere Wohngegend 61 71<br />

Ruhiges Wohnumfeld 43 58<br />

Guter ÖPNV 41 58<br />

Einkaufsmöglichkeiten 39 53<br />

Medizinische Versorgung 34 50<br />

Verkehrsanbindung PKW 38 44<br />

Image des Viertels 27 35<br />

Freizeitangebot 22 26<br />

Gastronomie 12 22<br />

Kultur 12 21<br />

Quelle: LBS West<br />

Angaben in %<br />

Gesamtbevölkerung<br />

55 Plus<br />

pertal. Dafür legte sie mehrere kleinere<br />

Wohnungen zu einer großen zusammen <strong>und</strong><br />

passte sie an die Bedürfnisse der Erkrankten<br />

an. Weitere Wohnungen folgten. Kooperationspartner<br />

sind mehrere Pflegefirmen. Die<br />

Idee: Das speziell geschulte Personal integriert<br />

alle Bewohner der Demenz-WGs in<br />

den Alltag. Weitere Vorteile: Die Erkrankten<br />

bleiben in ihrem bekannten Umfeld. Sie<br />

haben Anschluss an eine Wohngemeinschaft<br />

<strong>und</strong> R<strong>und</strong>-um-die-Uhr-Betreuung.<br />

‚Alt sein will keiner’<br />

Eine LBS-Studie Anfang 2009 verdeutlicht:<br />

Ab 55 Jahren steigen die<br />

Wohnwünsche. Diese Altersgruppe<br />

ist schon heute mit<br />

einem Drittel Anteil die<br />

größte im Wohnungsmarkt.<br />

LBS-Sprecher<br />

Dr. Christian Schröder


„ALT SEIN WILL KEINER.“<br />

UND...<br />

„FÜR DIE MEISTEN MIETER STEHT FEST:<br />

SIE WOLLEN IN DEN EIGENEN<br />

VIER WÄNDEN BLEIBEN.“<br />

TITELTHEMA<br />

Auch im Alter beweglich bleiben:<br />

Einmal wöchentlich treffen<br />

sich die ‚Unentwegten’ am<br />

Kinder- <strong>und</strong> Jugendzentrum<br />

Remscheid-Lüttringhausen<br />

zum Spaziergang. Dabei werden<br />

Kontakte geknüpft <strong>und</strong><br />

Nachbarschaften gestärkt.<br />

Diesmal mit dabei: <strong>LEG</strong>-<br />

Mieterzentrumsleiter David<br />

Strack (Mitte hinten), Mieterbetreuerin<br />

Kordula Engels<br />

(hinten links) <strong>und</strong> Hauswart<br />

Hubertus Miklausch<br />

(rechts außen).<br />

<strong>LEG</strong> MAGAZIN 2/2009 13


Zu den wohnortnahen<br />

<strong>Dienstleistungen</strong> der <strong>LEG</strong> in<br />

Remscheid-Lüttringhausen<br />

gehören unter anderem<br />

der Wäschedienst <strong>und</strong> der<br />

Bring- <strong>und</strong> Holdienst der<br />

örtlichen Apotheke.<br />

14 <strong>LEG</strong> MAGAZIN 2/2009<br />

„ALLE MASSNAHMEN VERBESSERN DAS<br />

NACHBARSCHAFTLICHE VERHÄLTNIS UND DAS IMAGE<br />

DES WOHNQUARTIERS, VERRINGERN LEERSTAND<br />

UND FLUKTUATION.“


erläutert: „Fre<strong>und</strong>liche Nachbarn, ein ruhiges,<br />

sicheres Umfeld <strong>und</strong> Mobilität – das<br />

sind die wichtigsten Wohnwünsche der<br />

Bürger in NRW über 55 Jahre.“ Mit zunehmendem<br />

Alter werde das Zuhause wieder<br />

zum intensiveren Lebensmittelpunkt. Deshalb<br />

achtet diese Gruppe am meisten auf<br />

das Image des Wohnviertels. „Zum positiven<br />

Bild tragen auch haushalts- <strong>und</strong> wohnortnahe<br />

<strong>Dienstleistungen</strong> bei“, so <strong>LEG</strong>-<br />

Fachfrau Monika Rösener. Was die Studie<br />

noch offenbart: Niemand stuft sich gern als<br />

alt ein. Das Interesse an speziellen <strong>Dienstleistungen</strong><br />

steigt mit zunehmendem Alter.<br />

Für Pflegedienstleistungen interessieren<br />

sich 18 Prozent, 15 Prozent wollen Einkaufs-<br />

<strong>und</strong> Haushaltshilfen, gefolgt von<br />

Essen auf Rädern <strong>und</strong> 24-St<strong>und</strong>en-Notruf<br />

mit 14 <strong>und</strong> elf Prozent. Diese Werte nähern<br />

sich erst jenseits der 75 Jahre der 25 Prozent-Marke.<br />

„Alt sein will keiner; diese Erfahrung<br />

machen wir auch in unserem K<strong>und</strong>enkreis“,<br />

bestätigt Monika Rösener. „Aber<br />

für die meisten Mieter steht fest: Sie wollen<br />

in den eigenen vier Wänden bleiben.“ Deshalb<br />

ist es die Aufgabe von Wohnungsunternehmen,<br />

ein Bewusstsein für die Herausforderungen<br />

des Alters zu schaffen, entsprechende<br />

Wohnungen <strong>und</strong> <strong>Dienstleistungen</strong><br />

anzubieten.<br />

Integriertes Konzept<br />

für alle Zielgruppen<br />

Vor zwei Jahren startete das Projekt<br />

‚<strong>Wohnort</strong>- <strong>und</strong> <strong>haushaltsnahe</strong> <strong>Dienstleistungen</strong>’<br />

in Remscheid-Lüttringhausen. Sehr<br />

viele Mieter in den r<strong>und</strong> 950 Wohnungen<br />

sind älter als 65 Jahre. Ihre Bindung an den<br />

Standort ist sehr hoch. Für sie, aber auch<br />

für alle anderen Zielgruppen, bietet das<br />

Wohnungsunternehmen eine Mischung aus<br />

ehrenamtlichen <strong>und</strong> professionellen Angeboten,<br />

die das Leben im Stadtteil attraktiver<br />

machen. Zudem wurden im Rahmen des<br />

Projekts Langzeitarbeitslose qualifiziert <strong>und</strong><br />

neue Arbeitsplätze geschaffen. Initiatorin<br />

war die <strong>LEG</strong> Arbeitsmarkt- <strong>und</strong> Strukturentwicklung<br />

GmbH (<strong>LEG</strong> AS), die mit der<br />

Privatisierung der <strong>LEG</strong> 2008 zum Land<br />

NRW wechselte. Zum Service gehört beispielsweise<br />

der Wäschedienst des Hauses<br />

Clarenberg. Das Seniorenheim reinigt die<br />

Wäsche von Bewohnern <strong>und</strong> von K<strong>und</strong>en<br />

aus dem Stadtteil in der eigenen Wäscherei<br />

– preiswert <strong>und</strong> inklusive Hol- <strong>und</strong> Bringdienst.<br />

Aufgr<strong>und</strong> der großen Nachfrage<br />

stellte Haus Clarenberg dafür sogar eine<br />

neue Mitarbeiterin ein. Ein weiterer Kooperationspartner<br />

im Stadtteil ist die Kreuz<br />

Apotheke, die einen teilweise kostenlosen<br />

Hol- <strong>und</strong> Bringdienst für Medikamente offeriert.<br />

Zu den Teilnehmern gehören darüber<br />

hinaus ‚Die Schlawiner’, eine gemeinnützige<br />

GmbH, die sich seit über 25 Jahren<br />

im Stadtteil Lüttringhausen-Klausen<br />

engagiert. Haupt- <strong>und</strong> ehrenamtliche Mitarbeiter<br />

bieten Hausaufgabenhilfe, Koch<strong>und</strong><br />

Sprachkurse, Betreuung von Bewohnergruppen<br />

<strong>und</strong> Hilfe bei der Ausbildungsplatzsuche.<br />

Alles kostenlos. Auch die Integration<br />

von ausländischen Bewohnern<br />

steht dabei auf dem Programm. ‚Die Schlawiner’<br />

betreiben das Kinder- <strong>und</strong> Jugendzentrum,<br />

das allen Stadtteilbewohnern zur<br />

Verfügung steht. Dort treffen sich auch<br />

einmal wöchentlich die Damen der Kooperation<br />

‚Et Koffe Pöttschen’ (das Kaffeepöttchen),<br />

um gemeinsame Nachmittage<br />

zu verbringen. Zum Team gehören eine<br />

hauptamtliche Mitarbeiterin der ‚Schlawiner’<br />

sowie zwei ehrenamtlich tätige Frauen<br />

aus dem Stadtteil. Sie initiieren auch Vorträge<br />

für die Damen. Einmal monatlich<br />

nimmt ein <strong>LEG</strong>-Mitarbeiter an den Treffen<br />

teil – eine schöne Gelegenheit zur Kontaktpflege<br />

mit den Mietern in angenehmer<br />

Atmosphäre.<br />

Projekt ‚Sterntaler’<br />

gewinnt Zukunftspreis<br />

Dass wohnort- <strong>und</strong> <strong>haushaltsnahe</strong> <strong>Dienstleistungen</strong><br />

ein <strong>Thema</strong> für alle Mieter sind,<br />

zeigt auch das <strong>LEG</strong>-Projekt ‚Sterntaler’ in<br />

Wuppertal. Im Jahr 2007 gewann es den<br />

Zukunftspreis der Immobilienwirtschaft in<br />

der Kategorie K<strong>und</strong>enorientierung. Der<br />

Preis wird jährlich von der Fachzeitschrift<br />

‚DW Die Wohnungswirtschaft’ <strong>und</strong> der<br />

Aareon AG ausgelobt. Bewohner <strong>und</strong> <strong>LEG</strong><br />

entwickelten gemeinsam den Namen ‚Sterntaler’<br />

– in Anlehnung an den Stadtteil Sternenberg<br />

<strong>und</strong> das Märchen der Brüder<br />

Grimm. Die <strong>LEG</strong> modernisierte die Gebäude<br />

<strong>und</strong> gestaltete zeitgleich das Logo der<br />

Siedlung <strong>und</strong> des Nachbarschaftszentrums<br />

‚Sternentreff’ in Abstimmung mit den Bewohnern.<br />

Im ‚Sternentreff’ befindet sich ein<br />

Café, betreut von r<strong>und</strong> zehn ehrenamtlich<br />

tätigen Bewohnern, dem Team ‚Sterntaler’.<br />

Im Internetcafé erlernen Kinder <strong>und</strong> Jugendliche<br />

den Umgang mit dem Medium.<br />

Im Bewohnercafé werden Computer- <strong>und</strong><br />

Internetkurse angeboten. Einmal in der<br />

Woche gibt es den ‚Frühstückstreff’, in dem<br />

Mütter mit ihren Kindern <strong>und</strong> Frauen in<br />

gemütlicher R<strong>und</strong>e Erfahrungen austauschen<br />

<strong>und</strong> Erziehungsfragen besprechen.<br />

Die fachk<strong>und</strong>ige Betreuung erfolgt durch<br />

TITELTHEMA<br />

eine Mitarbeiterin des Bezirksdienstes der<br />

Stadt Wuppertal. Darüber hinaus freuen<br />

sich die Kinder der Siedlung über ein umfangreiches<br />

Freizeit- <strong>und</strong> Spielangebot, das<br />

in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich<br />

Jugend & Freizeit der Stadt Wuppertal <strong>und</strong><br />

dem Freizeitgelände Sternenberg e.V. organisiert<br />

wird. Die Kids können beispielsweise<br />

einen Keyboardkurs belegen, der mit Begeisterung<br />

angenommen wird. Wöchentliche<br />

Beratungssprechst<strong>und</strong>en für russische Bewohner<br />

r<strong>und</strong>en das Programm ab. Die Angebote<br />

<strong>und</strong> künftigen Veranstaltungen im<br />

‚Sternentreff’ bespricht die <strong>LEG</strong> mit den<br />

Kooperationspartnern, der Stadt Wuppertal,<br />

dem Bezirkssozialdienst sowie mit den<br />

ehrenamtlichen Betreuern des Bewohnercafés.<br />

In dieser Siedlung legte die <strong>LEG</strong><br />

gleich drei große Wohnungen für Demenzerkrankte<br />

zusammen, die durch ‚Das Pflegeteam’<br />

<strong>und</strong> weitere Pflegefirmen betreut<br />

werden. „Als Anreiz zur Mitarbeit in den<br />

Einrichtungen des Quartiers erhalten die<br />

ehrenamtlichen Helfer sogenannte ‚Sterntaler’,<br />

die sie gegen Gutscheine <strong>und</strong> Reisen<br />

einlösen können“, sagt David Strack, Mieterzentrumsleiter<br />

Bergisches Land. „Alle<br />

Maßnahmen verbessern das nachbarschaftliche<br />

Verhältnis <strong>und</strong> das Image des Wohnquartiers<br />

mit dem Ziel, Leerstand <strong>und</strong> Fluktuation<br />

zu verringern.“<br />

Bonusprogramm:<br />

Alle Beteiligte profitieren<br />

Neben dem Bonusprogramm ‚Sterntaler’<br />

startete die <strong>LEG</strong> im vergangenen Jahr in Solingen<br />

<strong>und</strong> Remscheid-Lüttringhausen das<br />

Projekt ‚<strong>LEG</strong>plus – Mehr als gewohnt’. In regelmäßigen<br />

Abständen erhalten Mieter in<br />

den Testgebieten ein <strong>LEG</strong>plus-Bonusheft<br />

mit Vergütungs-Coupons. Partner aus dem<br />

lokalen Einzelhandel <strong>und</strong> überregionale<br />

Freizeiteinrichtungen bieten ihre <strong>Dienstleistungen</strong><br />

<strong>und</strong> Produkte als Kooperationspartner<br />

des Wohnungsunternehmens zu einem<br />

Vorzugspreis an. Davon profitieren Mieter,<br />

Geschäftsleute <strong>und</strong> Vermieter. Bei den <strong>LEG</strong>-<br />

Mietern ist das Bonusheft sehr beliebt; die<br />

begehrten Coupons werden sogar untereinander<br />

getauscht. Ein weiterer Baustein des<br />

Programms <strong>LEG</strong>plus: Neumieter erhalten<br />

fünf Jahre lang einen Teil ihrer Jahresnettomiete<br />

zurück, nach einem Jahr ein Prozent,<br />

<strong>LEG</strong> MAGAZIN 2/2009 15


nach zwei Jahren zwei Prozent – bis zu fünf<br />

Prozent nach fünf Jahren.<br />

Zusammenarbeit schafft<br />

Win-Win-Situationen<br />

Damit sich Mieter in ihrer Siedlung wohl<br />

fühlen, stellt die <strong>LEG</strong> an zahlreichen Standorten<br />

Räume für soziale Dienste, Einrichtungen<br />

<strong>und</strong> Vereine zur Verfügung. Beispielsweise<br />

in Kerpen-Horrem: Dort nutzen Sozialarbeiter<br />

der Stadt <strong>und</strong> andere Institutionen<br />

– etwa der Kinderschutzb<strong>und</strong> – eine Wohnung<br />

mietfrei. Im Essener Stadtteil Bergmannsfeld<br />

richtete die <strong>LEG</strong> die ‚Bergmannshütte’<br />

ein: Im oberen Bereich befindet sich<br />

das Mieterzentrum, im unteren der Mietertreff,<br />

dessen Räume auch für Feiern genutzt<br />

werden. Das Wohnungsunternehmen unterstützt<br />

Schuldnerberatungen, beispielsweise<br />

in Essen-Bergmannsfeld <strong>und</strong> Dorsten. Laut<br />

Schulden-Kompass der Schufa 2008 bewegt<br />

sich die Anzahl der überschuldeten Privathaushalte<br />

auf einem konstanten Niveau von<br />

2,8 Millionen. Es kann jeden treffen: Arbeitslosigkeit,<br />

Krankheit, Scheidung, Bürgschaf-<br />

Das <strong>LEG</strong>-Veranstaltungsprogramm<br />

macht Spaß.<br />

Im vergangenen Jahr organisierte<br />

das Unternehmen<br />

zahlreiche Events für kleine<br />

<strong>und</strong> große Mieter.<br />

16 <strong>LEG</strong> MAGAZIN 2/2009<br />

ten, aber auch unverhältnismäßig hohe Ausgaben<br />

für Konsumgüter sind Ursachen.<br />

Damit Mieter in ihrer finanziellen Notlage<br />

nicht auch noch ihre Wohnung verlieren,<br />

vermittelt die <strong>LEG</strong> Kontakte zu Experten. In<br />

Dortm<strong>und</strong>-Scharnhorst kooperiert die <strong>LEG</strong><br />

mit weiteren Wohnungsunternehmen <strong>und</strong><br />

der Stadt. Gemeinsam werden lokale Projekte<br />

im Rahmen des wohnungswirtschaftlichen<br />

Quartiersmanagements realisiert. Auch<br />

wohnortnahe <strong>Dienstleistungen</strong> gehören dazu.<br />

Kooperation in der Nachbarschaft <strong>und</strong><br />

zwischen Mietern <strong>und</strong> Wohnungsunternehmen<br />

wird auch bei Veranstaltungen vor<br />

Ort gestärkt. Im vergangenen Jahr führte<br />

die <strong>LEG</strong> über h<strong>und</strong>ert Events in ganz NRW<br />

durch. Ob Kinder-Ferienprogramm, Mitmach-Zirkus,<br />

Beach-Volleyball-Turnier, Tanzkurs<br />

oder Grillfest – die <strong>LEG</strong> bringt viele<br />

Menschen zusammen.<br />

Vertrauen ist der ‚Türöffner’<br />

zum K<strong>und</strong>en<br />

Der Aufbau von Netzwerken <strong>und</strong> Kooperationen<br />

kostet Zeit, Arbeitskraft <strong>und</strong> Geld.<br />

Doch die Mühe lohnt sich. Gemeinsam können<br />

Wohnungsunternehmen <strong>und</strong> Kooperationspartner<br />

wohnort- <strong>und</strong> <strong>haushaltsnahe</strong><br />

<strong>Dienstleistungen</strong> anbieten, die zur K<strong>und</strong>enbindung<br />

<strong>und</strong> Aufwertung der Bestände <strong>und</strong><br />

Quartiere beitragen. „Unser vielfältiges<br />

Angebot in den Siedlungen wird sehr geschätzt“,<br />

erläutert Monika Rösener ab-<br />

schließend. „Natürlich muss es preiswert <strong>und</strong><br />

individuell vereinbar sein.“ Vertrauen ist<br />

ihrer Meinung nach der notwendige Türöffner<br />

zum K<strong>und</strong>en. Daher ist die Steuerung<br />

<strong>und</strong> Kontrolle durch das Wohnungsunternehmen<br />

wichtig. Die Immobilien-Expertin ist<br />

sich sicher: „<strong>Wohnort</strong>- <strong>und</strong> <strong>haushaltsnahe</strong><br />

<strong>Dienstleistungen</strong> werden in Zukunft vermehrt<br />

nachgefragt.“ Wettbewerbsvorteile<br />

haben dann die Unternehmen, die in diesem<br />

Bereich gut aufgestellt sind.<br />

i<br />

i<br />

i<br />

Monika Rösener<br />

Zentralbereich Modernisierung<br />

<strong>und</strong> Instandhaltung<br />

<strong>LEG</strong> Management GmbH<br />

Tel. 02 11 / 45 68-351<br />

monika.roesener@leg-nrw.de<br />

www.legplus.de<br />

www.leg-as.de


INTERVIEW MIT ANDREA MÜLLER,<br />

VERBRAUCHERZENTRALE NRW<br />

Welche Aufgaben stellen sich der<br />

Verbraucherzentrale NRW im Bereich<br />

‚wohnort- <strong>und</strong> <strong>haushaltsnahe</strong><br />

<strong>Dienstleistungen</strong>’?<br />

Die Mehrzahl der älteren Menschen möchte<br />

so lange wie möglich in der eigenen<br />

Wohnung leben. Damit das funktioniert,<br />

DIE MEHRZAHL DER ÄLTE-<br />

REN MENSCHEN MÖCHTE<br />

SO LANGE WIE MÖGLICH IN<br />

DER EIGENEN WOHNUNG<br />

LEBEN. DAMIT DAS FUNK-<br />

TIONIERT, MÜSSEN GEEIG-<br />

NETE WOHNFORMEN UND<br />

UNTERSTÜTZENDE HILFEN<br />

ZUR VERFÜGUNG GESTELLT<br />

WERDEN.<br />

müssen geeignete Wohnformen <strong>und</strong> unterstützende<br />

Hilfen zur Verfügung gestellt<br />

werden. So kann auch der Umzug in ein Seniorenheim<br />

vermieden werden. Mit dem<br />

Projekt ‚Haushaltsnahe <strong>Dienstleistungen</strong><br />

für ältere Menschen in NRW’ wollen wir<br />

die Transparenz <strong>und</strong> Qualität in diesem<br />

Sektor stärken. Vorhandene Angebote treffen<br />

oftmals nicht die Wünsche der K<strong>und</strong>en.<br />

Die K<strong>und</strong>en sind aufgr<strong>und</strong> der Vielzahl <strong>und</strong><br />

der fehlenden Übersicht sehr zurückhaltend<br />

in der Nachfrage. Daher sehen wir es<br />

als unsere Aufgabe, den Verbrauchern die<br />

Wege zu einem seriösen Anbieter zu erleichtern<br />

<strong>und</strong> die Qualität der Dienstleister<br />

zu stärken.<br />

Seit wann beschäftigt sich die<br />

Verbraucherzentrale mit dem<br />

<strong>Thema</strong>?<br />

Seit August 2006 läuft das Projekt ‚Haushaltsnahe<br />

<strong>Dienstleistungen</strong> für ältere Menschen’.<br />

Schon in den Jahren 2002 bis 2004<br />

haben wir im Auftrag des B<strong>und</strong>esministeriums<br />

für Verbraucherschutz gemeinsam mit<br />

der B<strong>und</strong>esarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen<br />

(BAGSO) <strong>und</strong> den Verbraucherzentralen<br />

aus Rheinland-Pfalz <strong>und</strong><br />

Brandenburg das Projekt ‚Zielgruppenorien-<br />

INTERVIEW<br />

HAUSHALTSNAHE DIENSTLEISTUNGEN<br />

Ein Markt mit hohem<br />

Wachstumspotenzial –<br />

die Kunst liegt in der<br />

Vermittlung<br />

tierte Verbraucherarbeit für <strong>und</strong> mit Senioren’<br />

durchgeführt. Wichtige Themen waren<br />

dabei Wohnen im Alter <strong>und</strong> <strong>haushaltsnahe</strong><br />

<strong>Dienstleistungen</strong>. Näheres finden Sie unter<br />

www.vz-nrw.de/senioren. Darüber hinaus<br />

betreibt die Verbraucherzentrale NRW seit<br />

über zehn Jahren Pflege- <strong>und</strong> Wohnberatungsstellen<br />

im Auftrag der Kreise Aachen,<br />

Lippe <strong>und</strong> Unna. Da spielen Unterstützungsleistungen<br />

im Alltag eine wichtige<br />

Rolle.<br />

<strong>LEG</strong> MAGAZIN 2/2009 17


Welche Ziele verfolgen Sie in der<br />

Gruppe ‚Wohnen & Pflege’?<br />

Wir wollen Verbraucher über relevante Themen<br />

im Kontext Wohnen im Alter – auch bei<br />

Pflegebedarf – informieren, aufklären <strong>und</strong><br />

beraten. Wichtige Bausteine dabei sind<br />

neben dem Projekt zu den <strong>haushaltsnahe</strong>n<br />

<strong>Dienstleistungen</strong> unsere Pflege- <strong>und</strong> Wohnberatungsstellen<br />

<strong>und</strong> das Demenz-Servicezentrum<br />

für die Region Aachen/Eifel. Ein<br />

weiteres Ziel ist die Vernetzung <strong>und</strong> Weiterentwicklung<br />

bestehender Angebote <strong>und</strong> die<br />

Sicherung von Qualität in diesem Sektor.<br />

Schließlich wollen wir auch die Interessen<br />

der Verbraucher in kommunale, Landes- <strong>und</strong><br />

B<strong>und</strong>esgremien einbringen. Dort vertreten<br />

wir deren Interessen beispielsweise bei der<br />

Diskussion um die Einführung von Pflegestützpunkten<br />

in NRW oder zum Wohn- <strong>und</strong><br />

Teilhabegesetz NRW.<br />

Mit welchen Kooperationspartnern<br />

arbeiten Sie zusammen?<br />

Das Projekt ‚Haushaltsnahe <strong>Dienstleistungen</strong>’<br />

wird vom Ministerium für Generationen,<br />

Familie, Frauen <strong>und</strong> Integration des<br />

Landes NRW finanziert. In drei Kommunen<br />

(Gelsenkirchen, Mülheim <strong>und</strong> Duisburg)<br />

wurden ‚R<strong>und</strong>e Tische’ initiiert, an denen Senioren,<br />

Wohlfahrtsverbände, private Dienstleister,<br />

Handwerker <strong>und</strong> die Stadtverwaltung<br />

teilnahmen. Hierzu waren auch Vertreter der<br />

Wohnungswirtschaft eingeladen, die sich jedoch<br />

leider sehr zurückgehalten haben.<br />

Darüber hinaus sind in Gesprächen auf Landesebene<br />

wichtige Akteure aus NRW, z. B.<br />

die Landesseniorenvertretung, IHK, Handwerkskammern<br />

<strong>und</strong> die Landesarbeitsgemeinschaft<br />

(LAG) der Wohlfahrtspflege beteiligt.<br />

Ein guter Kontakt besteht auch zur<br />

<strong>LEG</strong> Arbeitsmarkt- <strong>und</strong> Strukturentwicklung<br />

(<strong>LEG</strong> AS), der sich u. a. im Rahmen des Projekts<br />

‚Silberdienste’ entwickelt hat.<br />

Sind wohnort- <strong>und</strong> <strong>haushaltsnahe</strong><br />

<strong>Dienstleistungen</strong> ein Markt mit<br />

Zukunft?<br />

Es gibt künftig einen steigenden Anteil älterer<br />

Menschen, <strong>und</strong> es ist zu erwarten, dass<br />

sich Familien noch mehr ‚zersplitten’, sodass<br />

eine generationenübergreifende gegenseitige<br />

Hilfe oft nicht mehr möglich ist.<br />

Daher werden die <strong>haushaltsnahe</strong>n <strong>Dienstleistungen</strong><br />

in den nächsten Jahren ein Markt<br />

mit hohem Wachstumspotenzial sein. Die<br />

Kunst wird sein, einer Generation, die bei<br />

der Vergabe von Haushaltstätigkeiten an<br />

Dienstleister eher zurückhaltend ist, solche<br />

Angebote als hilfreich <strong>und</strong> sinnvoll zu vermitteln.<br />

Es bleibt jedoch abzuwarten, wie<br />

sich die Situation in 15 bis 20 Jahren darstellt.<br />

Dann kommt eine neue Generation<br />

älterer Menschen, die zwar durchaus gewillt<br />

sind, Dienste in Anspruch zu nehmen, die<br />

jedoch aufgr<strong>und</strong> von Unterbrechungen im<br />

18 <strong>LEG</strong> MAGAZIN 2/2009<br />

Berufsleben mit weniger Rente auskommen<br />

müssen <strong>und</strong> die auch nur wenig Rücklagen<br />

haben. Die Auswirkungen der heutigen<br />

Wirtschaftskrise sind da in ihrem Ausmaß<br />

noch nicht abzuschätzen.<br />

DIE KUNST WIRD SEIN,<br />

EINER GENERATION, DIE<br />

BEI DER VERGABE VON<br />

HAUSHALTSTÄTIGKEITEN<br />

AN DIENSTLEISTER EHER<br />

ZURÜCKHALTEND IST, SOL-<br />

CHE ANGEBOTE ALS HILF-<br />

REICH UND SINNVOLL ZU<br />

VERMITTELN.<br />

Wer kann sich diesen Service<br />

leisten?<br />

Die <strong>Dienstleistungen</strong> müssen in der Regel<br />

privat finanziert werden. In Ausnahmefällen<br />

– je nach Einkommen <strong>und</strong> Vermögen –<br />

übernimmt der Sozialhilfeträger die Kosten<br />

für die notwendigen Leistungen. Wenn<br />

man die Hilfen allerdings nicht täglich über<br />

mehrere St<strong>und</strong>en benötigt, ist die Dienstleistung<br />

für viele Menschen erschwinglich.<br />

Zusätzlich kann man 20 Prozent der jährlichen<br />

Ausgaben, maximal jedoch 4.000<br />

Euro, steuerlich geltend machen.<br />

Oder beschränken sich die <strong>Dienstleistungen</strong><br />

auf gegenseitige Unterstützung<br />

bzw. Hilfe, die nichts<br />

kosten darf?<br />

Haushaltsnahe Dienstleister, wie wir sie im<br />

Projekt betrachten, sind professionelle Anbieter,<br />

für die wir qualitative Mindeststandards<br />

beschreiben wollen. Dies ist für informelle<br />

<strong>und</strong> ehrenamtliche Hilfen weder<br />

möglich noch gewollt. Dennoch sind gegenseitige<br />

Hilfen eine wichtige Aufgabe unserer<br />

Gesellschaft. Wir müssen uns daran gewöhnen,<br />

dass wir Unterstützungsleistungen<br />

immer weniger aus dem klassischen<br />

familiären Umfeld bekommen. Diesen Hilfebedarf<br />

komplett auf Profis zu verlagern,<br />

geht an der Realität vorbei. Das werden sich<br />

viele Menschen gar nicht leisten können.<br />

Hinzu kommt aber die Komponente der<br />

Gemeinsamkeit <strong>und</strong> Teilhabe an der Gesellschaft.<br />

Gerade die informellen Hilfen unter<br />

Nachbarn <strong>und</strong> Fre<strong>und</strong>en sind es, die Einsamkeit<br />

vorbeugen, Kontakte <strong>und</strong> Bindungen<br />

schaffen.<br />

Wie müssen die Angebote beschaffen<br />

sein, dass sie angenommen<br />

werden?<br />

Der Dienstleister sollte auf jeden Fall ein<br />

kostenloses Erstgespräch anbieten, in dem<br />

alle Wünsche <strong>und</strong> Vorstellungen geklärt<br />

<strong>und</strong> die Preise offen dargelegt werden. Wünschenswert<br />

sind schriftliche Informationsmaterialien.<br />

Der Anbieter soll vertrauenswürdig<br />

sein <strong>und</strong> den K<strong>und</strong>en nicht zum<br />

Vertragsabschluss oder zu nicht gewollten<br />

<strong>Dienstleistungen</strong> drängen. Ein häufiger<br />

Personalwechsel ist zu vermeiden, <strong>und</strong> bei<br />

Ausfall der betreuenden Person muss für<br />

Ersatz gesorgt werden. Die Mitarbeiter<br />

sollten qualifiziert <strong>und</strong> im k<strong>und</strong>enorientierten<br />

Umgang mit älteren Menschen geschult<br />

sein. Flexibilität vor Ort spielt auch<br />

eine wichtige Rolle. Sprachkenntnisse der<br />

einzelnen Mitarbeiter nehmen an Bedeutung<br />

zu, da auch die Menschen mit Migrationshintergr<strong>und</strong><br />

erreicht werden sollen.<br />

Die Finanzierung <strong>und</strong> Preisgestaltung ist<br />

ein sensibles <strong>Thema</strong> <strong>und</strong> sollte daher offengelegt<br />

werden <strong>und</strong> schriftlich verankert<br />

sein. In einem schriftlichen Vertrag sollen<br />

alle wesentlichen Punkte übersichtlich <strong>und</strong><br />

verständlich festgehalten werden.<br />

GERADE DIE INFORMELLEN<br />

HILFEN UNTER NACHBARN<br />

UND FREUNDEN SIND ES,<br />

DIE EINSAMKEIT VORBEU-<br />

GEN, KONTAKTE UND BIN-<br />

DUNGEN SCHAFFEN.<br />

Wirkt sich der demografische<br />

Wandel auf die Angebote aus?<br />

Mit einem wachsenden Anteil älterer Menschen<br />

ist zu vermuten, dass auch die Nachfrage<br />

nach entlastenden Hilfen steigt. Allerdings<br />

werden vor allem die gesellschaftlichen<br />

Veränderungen Auswirkungen auf die<br />

Inanspruchnahme solcher <strong>Dienstleistungen</strong><br />

haben. Je mehr die familiären Bindungen<br />

wegfallen, desto größer wird der Bedarf<br />

nach Hilfen durch Dritte. Das gilt aber nicht<br />

nur für Ältere, sondern auch für jüngere<br />

Menschen, beispielsweise Doppelverdiener<br />

mit Kindern.<br />

Wenn über <strong>haushaltsnahe</strong> <strong>Dienstleistungen</strong><br />

gesprochen wird, sind meist<br />

Senioren die Adressaten. Gibt es<br />

darüber hinaus Zielgruppen, für die<br />

der Service interessant sein könnte?<br />

K<strong>und</strong>en sind nicht mehr nur ältere <strong>und</strong> kranke<br />

Menschen. Durch die steigenden Anfor-


derungen im Beruf bietet der Service gerade<br />

für Berufstätige eine enorme zeitliche Entlastung.<br />

Auch Familien mit Kindern profitieren<br />

von Haushaltsdiensten. Ebenso bieten die<br />

<strong>Dienstleistungen</strong> für behinderte Menschen<br />

mehr Sicherheit <strong>und</strong> Lebensqualität.<br />

Wie gehen Sie auf diese Zielgruppen<br />

ein?<br />

Bei unserem Projekt haben wir zunächst<br />

den Fokus auf die älteren Menschen gelegt.<br />

Denn obwohl sie besonders von <strong>haushaltsnahe</strong>n<br />

<strong>Dienstleistungen</strong> profitieren könnten,<br />

sind sie bei der Nutzung besonders<br />

zurückhaltend. Daher haben wir die Qualitätskriterien<br />

vor allem mit Blick darauf<br />

entwickelt, welche Anforderungen insbesondere<br />

Ältere an Dienstleister in Haus <strong>und</strong><br />

Garten haben. Da ältere Menschen jedoch<br />

sehr ähnliche Bedürfnisse haben wie jüngere,<br />

sind unsere Qualitätskriterien auch für<br />

viele andere Zielgruppen nützlich.<br />

Wie werden Migranten erreicht?<br />

Die Gruppe der Menschen mit Migrationshintergr<strong>und</strong><br />

sind ebenfalls eine Zielgruppe<br />

für die <strong>haushaltsnahe</strong>n <strong>Dienstleistungen</strong>.<br />

Auch dort sind ältere Menschen zunehmend<br />

auf fremde Hilfe angewiesen, da Fa-<br />

KUNDEN SIND NICHT MEHR<br />

NUR ÄLTERE UND KRANKE<br />

MENSCHEN. DURCH DIE STEI-<br />

GENDEN ANFORDERUNGEN<br />

IM BERUF BIETET DER SER-<br />

VICE GERADE FÜR BERUFS-<br />

TÄTIGE EINE ENORME ZEIT-<br />

LICHE ENTLASTUNG. AUCH<br />

FAMILIEN MIT KINDERN<br />

PROFITIEREN VON HAUS-<br />

HALTSDIENSTLEISTUNGEN.<br />

milienangehörige berufstätig sind <strong>und</strong> sich<br />

nicht ausreichend um die Senioren kümmern<br />

können. Die Erreichbarkeit dieser<br />

Zielgruppe ist eine Herausforderung <strong>und</strong><br />

INTERVIEW<br />

beschäftigt uns ganz aktuell. Mit der Landesarbeitsgemeinschaft<br />

der kommunalen<br />

Migrantenvertretungen NRW (LAGA) suchen<br />

wir geeignete Wege, um diese Zielgruppe<br />

zu erreichen.<br />

Welche Aufgaben haben Wohnungsunternehmen<br />

Ihrer Ansicht nach in<br />

diesem Bereich?<br />

Wohnungsunternehmen tragen Verantwortung<br />

für ihre Mieter. Dies ist nicht nur ein<br />

gesellschaftlicher Anspruch. Es sollte auch<br />

im wirtschaftlichen Interesse eines Wohnungsunternehmens<br />

sein, langjährige <strong>und</strong><br />

zuverlässige Mieter zu halten bzw. neue anzuwerben.<br />

Dazu sind zwei Aspekte wichtig.<br />

Das ‚barrierefreie Wohnen’ sollte bei den<br />

Eigentümern mehr ins Bewusstsein treten.<br />

Wer schon bei Neubauten darauf achtet,<br />

kann Kosten für einen eventuellen späteren<br />

Umbau vermeiden <strong>und</strong> die Wohnungen attraktiver<br />

machen. Wohnungen im Bestand<br />

können bei ohnehin anstehenden Sanierungsmaßnahmen<br />

barrierearm gestaltet<br />

werden. Daneben machen ergänzende<br />

Dienstleistungsangebote die Wohnungen<br />

<strong>und</strong> das Umfeld attraktiv.<br />

Vielen Dank für das Gespräch!


„DIE AKTUELLE FINANZKRISE BESTÄTIGT DIE RÜCKKEHR<br />

VON DER VIRTUELLEN ZUR REALWIRTSCHAFT“<br />

Was bietet die Stadt<br />

ihren Unternehmen?<br />

Köln ist zweifellos<br />

heute einer der attraktivstenWirtschaftsstandorte<br />

in Europa.<br />

Und das aus vielerlei<br />

Gründen: Köln bietet<br />

ein einmaliges Marktpotenzial.<br />

So leben im<br />

Umkreis von h<strong>und</strong>ert<br />

Kilometern um den<br />

Kölner Dom r<strong>und</strong> 17<br />

Millionen Menschen<br />

<strong>und</strong> damit deutlich<br />

mehr als in allen anderen<br />

europäischen Metropolen<br />

mit Ausnahme Londons (18 Millionen). Gleichzeitig<br />

verfügt Köln über die besten Verkehrsverbindungen<br />

in Europa. So sind drei internationale Flughäfen (Düsseldorf,<br />

Frankfurt <strong>und</strong> der Köln Bonn Airport als Drehkreuz<br />

der Low-Cost-Airlines) in weniger als einer St<strong>und</strong>e vom<br />

Stadtzentrum aus erreichbar. Mit den Hochgeschwindigkeitszügen<br />

gelangt man in kürzester Zeit nicht nur in die<br />

deutschen Metropolen, sondern auch nach Amsterdam,<br />

Brüssel, London <strong>und</strong> Paris. Der fast komplett ausgebaute<br />

Kölner Autobahnring <strong>und</strong> die zweitgrößten Binnenhafenkapazitäten<br />

Deutschlands r<strong>und</strong>en das Angebot hier ab.<br />

Eine aktuelle Befragung von internationalen Führungskräften<br />

hat darüber hinaus gezeigt, dass für eine Ansiedlungsentscheidung<br />

von Unternehmen der Zugang zu den<br />

örtlichen Behörden an erster Stelle steht. Und gerade<br />

wegen der Servicequalität der Stadtverwaltung – hier<br />

möchte ich auch unseren Unternehmens-Service erwähnen<br />

– belegte Köln bei den auf Unternehmensbefragungen<br />

beruhenden Studien von Ernst & Young in den Jahren<br />

2007 <strong>und</strong> 2008 Platz Eins in Sachen Wirtschaftsfre<strong>und</strong>lichkeit.<br />

Für welche Branchen ist Köln besonders interessant?<br />

Eine der Stärken Kölns ist die breit gefächerte, ausgewogene<br />

Wirtschaftsstruktur der Stadt, die sie robuster für<br />

Krisen werden lässt. Wie die letzten zehn Jahre anschaulich<br />

belegen, konnten so beispielsweise auf dem Büroimmobilienmarkt<br />

Nachfragerückgänge einzelner Branchen<br />

immer wieder durch positive Entwicklungen bei anderen<br />

zum Teil mehr als kompensiert werden. Wir haben darüber<br />

hinaus seit langem auf den Erhalt <strong>und</strong> die Stärkung<br />

unseres industriellen Kerns gesetzt, weil die gerade in<br />

der jüngeren Vergangenheit stark zunehmenden unternehmensbezogenen<br />

<strong>Dienstleistungen</strong> diese Auftraggeber<br />

dringend brauchen. Die aktuelle Finanzkrise bestätigt<br />

ja die Rückkehr von der virtuellen zur Realwirtschaft.<br />

Allen Unkenrufen im Rahmen der Allianz-Umstrukturierung<br />

<strong>und</strong> der Fusion von HDI-Gerling zum Trotz hat sich<br />

gerade der Versicherungsstandort Köln in den letzten<br />

beiden Jahren mehr als behaupten können. Neuansiedlungen<br />

wie Admiral, AMB Generali, Mapfre Empresas,<br />

20 <strong>LEG</strong> MAGAZIN 2/2009<br />

Interview mit Oberbürgermeister Fritz Schramma<br />

Mitsui Sumitomo oder Scor belegen dies eindrucksvoll.<br />

Mit der Entscheidung von Microsoft, seine NRW-Zentrale<br />

von Neuss in den Kölner Rheinauhafen zu verlagern,<br />

<strong>und</strong> den Ansiedlungen indischer IT-Spezialisten<br />

wie Wipro <strong>und</strong> Mindtree hat die Domstadt darüber hinaus<br />

ihre Attraktivität für diese Zukunftsbranche unter<br />

Beweis gestellt. Köln steht für die positiven Tugenden<br />

im Sinne des ‚Made in Germany’ wie Qualität, Zuverlässigkeit,<br />

Leistungsstärke <strong>und</strong> Ähnliches bei gleichzeitiger<br />

– gerade für die zunehmend begehrten Fachkräfte wichtiger<br />

werdender – hoher Lebensqualität <strong>und</strong> ein kreatives<br />

Umfeld. Und hier liegen die Gründe für Entscheidungen<br />

von Firmen wie Lanxess <strong>und</strong> Sany, einem der<br />

weltweit größten chinesischen Baumaschinenhersteller,<br />

ihre Zentralen in Europa nach Köln zu legen. Die Standortentscheidung<br />

des Lübbe-Verlages ist ein weiteres,<br />

ganz aktuelles Beispiel.<br />

Welche aktuellen Entwicklungen <strong>und</strong> Trends gibt es auf<br />

dem Immobilienmarkt?<br />

Die Entwicklung des Kölner Immobilienmarktes hat sich<br />

nicht zuletzt bedingt durch die ges<strong>und</strong>e Branchenvielfalt<br />

in den letzten zehn Jahren deutlich vom allgemeinen<br />

Trend abgehoben <strong>und</strong> ist von Stabilität auf hohem Niveau<br />

<strong>und</strong> zum Teil neuen Rekordergebnissen geprägt. Auch im<br />

vergangenen Jahr war Köln der einzige Standort der<br />

sogenannten ‚Big Six’-Immobilienstandorte, der mit<br />

290.000 Quadratmetern Gesamtvermietungsleistung<br />

einen Zuwachs vermelden konnte, das zweitbeste Ergebnis<br />

seiner Geschichte überhaupt. Auch der Einbruch auf<br />

dem Investmentmarkt fiel deutlich moderater aus als in<br />

den Wettbewerbs-Städten. Eine stabile Entwicklung können<br />

wir schließlich auch beim Wohnungsmarkt vermelden.<br />

Dies haben wir nicht zuletzt der positiven Bevölkerungsentwicklung<br />

zu verdanken. So bleibt Köln nicht<br />

nur Millionenstadt, sondern wird auch noch bis ins übernächste<br />

Jahrzehnt weiter wachsen.<br />

Welche Maßnahmen ergreift die Stadt auf dem Immobilienmarkt,<br />

um die Position als Wirtschafts-, Handels<strong>und</strong><br />

Dienstleistungsmetropole auszubauen?<br />

Es geht darum, den Standort Köln für Unternehmen aus<br />

dem In- <strong>und</strong> Ausland weiter attraktiv zu erhalten. Dazu<br />

bauen wir die Service-Qualität der Verwaltung weiter<br />

aus; gleichzeitig intensivieren wir aber auch unsere Akquisitionsbemühungen.<br />

Unsere China-Offensive <strong>und</strong> die<br />

Indien- <strong>und</strong> Türkei-Initiativen haben hier ja schon schöne<br />

Erfolge gezeigt. Wir werden sie deshalb weiter ausbauen,<br />

aber auch die traditionellen westeuropäischen <strong>und</strong> nordamerikanischen<br />

Märkte nicht vergessen. Und schließlich<br />

kommt es darauf an, auch den entsprechenden Platz für<br />

Erfolge zu schaffen. Für die Erfolgsstory ‚Rheinauhafen’<br />

wird derzeit das Abschlusskapitel geschrieben. Da sorgen<br />

wir mit den entsprechenden Projektplanungen für neue<br />

Perspektiven. Die ‚MesseCity’ ist sicherlich von der Dimension<br />

<strong>und</strong> Qualität der Planungen her ein würdiges<br />

Nachfolge-Projekt. Ich persönlich sehe aber auch gerade<br />

mit dem Deutzer Hafen perspektivisch noch ein hochattraktives<br />

Potenzial, das wir nutzen müssen.<br />

KÖLN<br />

NAC<br />

AUF


IMMOBILIENMARKT NRW<br />

HHALTIGE PROJEKTE<br />

DEM VORMARSCH<br />

Von Miriam M. Beul,<br />

freie Immobilienjournalistin<br />

Die Dommetropole leidet weniger<br />

unter den Auswirkungen<br />

der Krise als typische Bürostädte<br />

wie Frankfurt am Main oder<br />

München. Der Mietmarkt brach<br />

2008 (noch) nicht ein, <strong>und</strong> heimische<br />

Käufer eroberten den<br />

Markt zurück. Erste Öko-Immobilien<br />

machen von sich reden.<br />

� Auch Köln leidet unter der Finanzkrise<br />

– die Zahlen des vergangenen Jahres sprechen<br />

Bände. Immobilien im Wert von 1,2<br />

Milliarden Euro wechselten 2008 den Besitzer.<br />

Damit lag das Transaktionsvolumen in<br />

der Domstadt 34 Prozent unter dem vom<br />

Boomjahr 2007. „Dennoch fiel der Rückgang<br />

am Rhein viel schwächer aus als in den<br />

großen Hochburgen wie Frankfurt am Main<br />

oder München“, betont Jens Hoppe, Geschäftsführer<br />

der Atisreal GmbH <strong>und</strong> Kölner<br />

Niederlassungsleiter. Köln sei der einzige<br />

Standort, an dem mit einer Zunahme<br />

von gut sieben Prozent ein höherer Umsatz<br />

mit Einzeldeals erzielt werden konnte als<br />

noch im Vorjahr. Auch der Einbruch bei den<br />

Portfoliotransaktionen war nicht ganz so<br />

stark wie an anderen Standorten. Die Struktur<br />

der Verkäufe änderte sich aber spürbar:<br />

Während 2007 noch 141 Immobilien einen<br />

neuen Besitzer fanden, waren es im vergangenen<br />

Jahr nur 74. Das durchschnittliche<br />

Volumen pro Deal lag mit 16 Millionen<br />

Euro aber über dem Vorjahreswert von 13<br />

Millionen Euro. „Den größten Anteil am<br />

Jahresumsatz hatten Transaktionen zwischen<br />

25 <strong>und</strong> 50 Millionen Euro“, sagt<br />

Hoppe. Mit einem Anteil von 44 Prozent<br />

standen Büroimmobilien in der Käufergunst<br />

weit oben, wenn auch nicht mehr<br />

<strong>LEG</strong> MAGAZIN 2/2009 21


DREI MAL ZEHN<br />

IST ÜBER TAUSEND<br />

Über 1.200 Wohnungen entwickelt die<br />

<strong>LEG</strong> Standort- <strong>und</strong> Projektentwicklung<br />

Köln GmbH seit 2002 in drei<br />

großen Projekten bis 2011. Sie liegen<br />

am Rhein (Rheinrefugium), am Volksgarten<br />

(Volksgarten Plus) <strong>und</strong> in Bayenthal<br />

(Tacitus Carree).<br />

Das entspricht gut 120 fertig gestellten<br />

Wohnungen pro Jahr. Zum Vergleich: Durchschnittlich<br />

2.650 neue Wohnungen pro Jahr<br />

errechnen sich für ganz Köln im Zeitraum<br />

von 2002 bis 2007 aus den Angaben des<br />

Amtes für Stadtentwicklung <strong>und</strong> Statistik.<br />

Damit errichtet die <strong>LEG</strong> also – rein statistisch<br />

betrachtet – über einen Zeitraum von zehn<br />

Jahren hinweg jedes Jahr 4,5 Prozent der<br />

Kölner Neubauwohnungen. „Unsere Neubauprojekte<br />

leisten damit einen bedeutenden<br />

Anteil zur Versorgung der Bürger mit<br />

modernen Wohnungen“, so Edgar Mungen,<br />

Geschäftsführer der <strong>LEG</strong> Standort- <strong>und</strong> Projektentwicklung<br />

Köln GmbH (<strong>LEG</strong> S Köln).<br />

„Darüber hinaus handelt es sich um Quartiersentwicklungen<br />

von hoher städtebaulicher<br />

<strong>und</strong> architektonischer Qualität, mit<br />

Tacitus Carree<br />

ganz so dominant wie 2007 (über 65 Prozent).<br />

Knapp 29 Prozent entfielen auf Einzelhandelsimmobilien,<br />

die beliebter waren<br />

als zuvor <strong>und</strong> um 15 Prozentpunkte zulegten.<br />

Mit r<strong>und</strong> 16 Prozent hatten sonstige<br />

Immobilien wieder einen relativ hohen Anteil.<br />

Verkäufe von Logistikimmobilien trugen<br />

mit r<strong>und</strong> sieben Prozent zum Transaktionsvolumen<br />

bei. Mehr als die Hälfte des<br />

Transaktionsvolumens (gut 55 Prozent)<br />

wurde in der City registriert. „Die Kölner<br />

Innenstadt blieb damit die bevorzugte Investitionslage,<br />

verlor aber gegenüber dem<br />

Vorjahr r<strong>und</strong> fünf Prozentpunkte. Auch der<br />

Cityrand erreichte mit knapp 17 Prozent<br />

r<strong>und</strong> zehn Prozentpunkte weniger als<br />

2007“, sagt Atisreal-Mann Hoppe weiter.<br />

22 <strong>LEG</strong> MAGAZIN 2/2009<br />

denen Brachflächen revitalisiert <strong>und</strong> in die<br />

Stadtviertel integriert werden.“<br />

Tacitus Carree<br />

In Bayenthal, nahe am Rhein, hat die <strong>LEG</strong> inmitten<br />

eines typischen ‚Kölschen Veedels’<br />

ein Quartier mit fast 160 Eigentumswohnungen<br />

sowie 5.400 Quadratmeter Büro<strong>und</strong><br />

Einzelhandelsflächen errichtet. „Wohnen<br />

in Innenstadtnähe <strong>und</strong> die Vorteile einer<br />

gewachsenen Struktur sind hier harmonisch<br />

miteinander verb<strong>und</strong>en“, beschreibt die Projektleiterin<br />

Ingrid Thurm. Entworfen hat die<br />

Anlage mit ihren abwechslungsreichen Fassaden<br />

<strong>und</strong> dem grünen, autofreien Innenhof<br />

der Kölner Architekt Prof. Ulrich Coersmeier.<br />

Fast alle der Ein- bis Fünf-Zimmer-Eigentumswohnungen<br />

sind verkauft <strong>und</strong> bereits<br />

bezogen. Die Büro- <strong>und</strong> Einzelhandelsflächen<br />

sind zu r<strong>und</strong> 75 Prozent vermietet.<br />

Volksgarten Plus<br />

Auch das neue Wohnquartier ‚Volksgarten<br />

Plus’ am Eifelplatz liegt in einem lebendigen<br />

Stadtteil, der Neustadt-Süd. Die künftigen<br />

Mieter <strong>und</strong> Eigentümer, die ab Herbst 2009<br />

die ersten Gebäude beziehen, leben einerseits<br />

direkt am Volksgarten <strong>und</strong> sind andererseits<br />

in wenigen Minuten zu Fuß, mit dem<br />

Rad oder dem ÖPNV in der Innenstadt. „Für<br />

den kleinen Einkauf oder den gemütlichen<br />

Ein Viertel des Umsatzes entfiel dagegen<br />

auf die dezentralen Lagen. Auffällig: Der<br />

Kölner Gewerbeimmobilienmarkt wurde<br />

2008 wieder von einheimischen Investoren<br />

dominiert. Ausländische Käufer lagen mit<br />

einem Anteil von knapp 29 Prozent deutlich<br />

unter dem Vorjahreswert (r<strong>und</strong> 68 Prozent)<br />

<strong>und</strong> haben in keiner anderen Stadt relativ<br />

betrachtet weniger investiert als hier.<br />

Kurz: Man ist in Kölle wieder unter sich. Die<br />

nachlassende Kauffreude heißt aber auch,<br />

dass sich die heimischen Player in diesem<br />

Jahr mit weiter steigenden Renditen arrangieren<br />

müssen. Für moderne, voll vermietete<br />

Büroobjekte lagen die Netto-Spitzenrenditen<br />

Ende 2008 bei 5,40 Prozent <strong>und</strong><br />

damit fast wieder auf dem Niveau für Pre-<br />

Volksgarten Plus<br />

Abend im Restaurant brauchen sie ihr Viertel<br />

erst gar nicht zu verlassen“, sagt Projektleiterin<br />

Simone Demmer. „Ein solch integrierter,<br />

urbaner Standort für den Neubau von mehreren<br />

h<strong>und</strong>ert Wohnungen ist selten.“ R<strong>und</strong><br />

280 Miet- <strong>und</strong> Eigentumswohnungen sowie<br />

r<strong>und</strong> 190 Studentenappartements sind hier<br />

insgesamt geplant. Das Bebauungskonzept<br />

basiert auf dem in einem städtebaulichen<br />

Wettbewerb 2003 prämierten Entwurf des<br />

Architekturbüros Schommer aus Bonn. Das<br />

neue Wohngebiet ist als geöffneter Raum<br />

konzipiert, dessen parkähnlicher Innenbereich<br />

Bewohnern <strong>und</strong> Gästen Ruhe, Begegnung<br />

<strong>und</strong> Kommunikation offeriert.<br />

Rheinrefugium<br />

Das Rheinrefugium in Mülheim bietet großstädtische<br />

Wohn- <strong>und</strong> Lebensqualität mit<br />

weitläufigem Blick über den Rhein bis hin<br />

zum Dom. Es ist das größte der drei Projek-<br />

miumlagen vom Jahresende 2006. Innerhalb<br />

der vergangenen zwölf Monate sind<br />

sie um 35 Basispunkte angestiegen. „Wir erwarten<br />

auch für 2009 einen weiteren Anstieg<br />

der Renditen“, so Analyst Hoppe.<br />

Lebhafte Nachfrage stützt den Markt<br />

Ganz anders präsentierte sich in den vergangenen<br />

Monaten der Kölner Mietmarkt.<br />

Hier wirkte sich die Krise (noch) nicht aus.<br />

Mit 290.000 Quadratmetern wurden sogar<br />

vier Prozent mehr Bürofläche neu vermietet<br />

als im Jahr zuvor. Damit liegt die Domstadt<br />

nur knapp unterhalb des Rekordwerts<br />

von 2006 in Höhe von 295.000 Quadratmetern<br />

<strong>und</strong> gehört zu den wenigen Standorten,<br />

die ihr Umsatzergebnis von 2007 in


Rheinrefugium<br />

te: R<strong>und</strong> 600 Wohnungen, eine Kindertagesstätte<br />

<strong>und</strong> Gewerbeeinheiten wird es dort<br />

nach der Fertigstellung im Jahr 2011 geben.<br />

Es ist vielleicht auch das überregional bekannteste,<br />

hat sich doch Schauspieler Bernd<br />

Römer in der Sendung ‚Mieten, Kaufen,<br />

Wohnen’ auf VOX im März 2009 eine der<br />

neuesten Eigentumswohnungen angesehen.<br />

Zwei weitere Häuser direkt am Fluss mit jeweils<br />

14 Eigentumswohnungen sind im Frühjahr<br />

bezugsfertig geworden. „Besonderer<br />

Clou sind die beiden Penthouse- <strong>und</strong> die<br />

Staffelgeschosswohnungen mit ihrem fantastischen<br />

Rheinblick“, so Edgar Mungen. Die<br />

Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen in den<br />

Häusern sind r<strong>und</strong> 65 bis 120 Quadratmeter<br />

groß <strong>und</strong> damit sowohl ideal für Singles <strong>und</strong><br />

Paare wie auch für Familien. Die ersten Mieter<br />

<strong>und</strong> Eigentümer zogen bereits 2004 ins<br />

Rheinrefugium. Entworfen hat es ebenfalls<br />

Prof. Ulrich Coersmeier. Neben der Lage<br />

Höhe von 277.000 Quadratmetern sogar<br />

noch übertreffen konnten. „Zu diesem hervorragenden<br />

Resultat hat insbesondere die<br />

lebhafte Nachfrage in der Innenstadt beigetragen,<br />

auf die ein Großteil des Umsatzes<br />

entfiel“, erklärt Jens Hoppe weiter. Das<br />

große Mietinteresse ließ hier auch die Spitzenmieten<br />

weiter steigen. Mit Preisen von<br />

bis zu 21,50 Euro pro Quadratmeter verlangen<br />

die Eigentümer jetzt zwei Prozent<br />

mehr als Anfang 2008. „Spitzenpreise für<br />

Topobjekte können aber nur in Kölns City<br />

erreicht werden.“ In den übrigen Teilmärkten<br />

gaben die Höchstmieten im Jahresverlauf<br />

2008 überwiegend leicht nach. Lediglich<br />

in Sülz/Lindenthal <strong>und</strong> den westlichen<br />

Nebenlagen haben sie angezogen. Die<br />

einen Steinwurf vom Rhein entfernt zeichnet<br />

sich das Gesamtensemble auch durch seinen<br />

parkähnlichen Charakter aus: Den Mittelpunkt<br />

bildet ein zentraler Platz, der nach Abschluss<br />

aller Baumaßnahmen das Flussufer<br />

über einen vorhandenen Grünzug mit dem<br />

Böcking-Park verbinden soll.<br />

Vorgängerprojekt<br />

Auch das im ausgehenden 20. Jahrh<strong>und</strong>ert<br />

größte Wohnungsbauprojekt in Köln, der<br />

Ossendorfpark auf dem Gelände der ehemaligen<br />

Kaserne Klerken, wurde von der<br />

<strong>LEG</strong> eigenwirtschaftlich entwickelt. Auf dem<br />

Areal entstanden zwischen 1997 <strong>und</strong> 2005<br />

insgesamt r<strong>und</strong> 1.400 Wohnungen. Bauherren<br />

waren neben der <strong>LEG</strong> mehrere Kölner<br />

Wohnungsunternehmen <strong>und</strong> private Investoren.<br />

In dem stark durchgrünten Wohngebiet<br />

ergänzen sich denkmalgeschützte Kasernenbauten,<br />

Mehr- <strong>und</strong> Einfamilienhäuser<br />

sowie Kindertagesstätten <strong>und</strong> Spielplätze.<br />

i<br />

i<br />

i<br />

i<br />

i<br />

Edgar Mungen<br />

Geschäftsführer<br />

<strong>LEG</strong> Standort- <strong>und</strong> Projektentwicklungsgesellschaft<br />

Köln GmbH<br />

Tel. 02 21 / 94 97 25-56<br />

edgar.mungen@leg-nrw.de<br />

Simone Demmer<br />

<strong>LEG</strong> Standort- <strong>und</strong> Projektentwicklungsgesellschaft<br />

Köln GmbH<br />

Tel. 02 21 / 94 97 25-39<br />

simone.demmer@leg-nrw.de<br />

Ingrid Thurm<br />

<strong>LEG</strong> Standort- <strong>und</strong> Projektentwicklungsgesellschaft<br />

Köln GmbH<br />

Tel. 02 21 / 94 97 25-21<br />

ingrid.thurm@leg-nrw.de<br />

www.rheinrefugium.de<br />

www.volksgarten-plus.de<br />

Durchschnittsmieten konnten dagegen in<br />

allen Teilmärkten der City- <strong>und</strong> Cityrandlagen<br />

zulegen. In den Nebenlagen gingen sie<br />

jedoch leicht zurück.<br />

Zahlreiche Projekte in der Planung<br />

Ungeachtet der Krisensymptome drehen<br />

sich in Köln die Kräne. Die Vielzahl der geplanten<br />

Projekte w<strong>und</strong>ert in Anbetracht<br />

der schlechten Stimmung. Doch gibt es<br />

immer Unternehmer, die Nischen sehen<br />

oder das Glück haben, antizyklisch (re-)<br />

agieren zu können. Ein Beispiel dafür bietet<br />

auch die Wiederbelebung des Färberviertels.<br />

Denn wenn es nach der Frankfurter Fay<br />

Waidmarkt GmbH & Co. KG geht, wird<br />

man diesen Abschnitt der Kölner Severin-<br />

IMMOBILIENMARKT NRW<br />

straße im Herbst 2011 kaum wieder erkennen.<br />

Schon diesen Sommer sollen erste<br />

Bagger auf das Gelände des ehemaligen Polizeipräsidiums<br />

rollen. Die Frankfurter Projektgruppe<br />

wird alle Gebäude bis auf das<br />

Hochhaus abreißen <strong>und</strong> auf der Fläche zwischen<br />

Tel-Aviv-Straße, Blaubach, Waidmarkt<br />

<strong>und</strong> dem angrenzenden Schulgelände<br />

Bauten für Büros, Wohnungen, Einzelhandel<br />

<strong>und</strong> – sofern die Stadtspitze zustimmt<br />

– die Schule errichten. Insgesamt<br />

42.000 Quadratmeter Nutzfläche sollen<br />

am Waidmarkt entstehen, davon 18.000<br />

Quadratmeter für Büros. „Wir wollen mit<br />

diesem Mix den Charakter des alten Färberviertels<br />

erhalten“, sagt Fay-Geschäftsführer<br />

Günter Berlo. Der Waidmarkt selbst<br />

soll wieder, wie schon in früheren Jahrh<strong>und</strong>erten,<br />

ein kleiner Platz werden. Nach Aussage<br />

von Berlo käme so auch die romanische<br />

Basilika St. Georg wieder mehr zur<br />

Geltung. Doch nicht nur dem historischen<br />

Erbe soll diese Quartiersentwicklung Rechnung<br />

tragen. Auch umweltfre<strong>und</strong>lich soll<br />

sie sein. Fay Waidmarkt strebt für das Projekt<br />

eine Green Buildung-Zertifizierung an.<br />

So soll für die Bürogebäude Erdwärme genutzt<br />

werden. Die Begrünung der Flachdächer<br />

dagegen ist ein Wunsch der Stadt.<br />

Die Gesamtkosten für das Projekt beziffert<br />

der Entwickler auf h<strong>und</strong>ert Millionen Euro.<br />

Erstes Passiv-Bürohaus<br />

Eine andere umweltfre<strong>und</strong>liche Immobilie<br />

wurde im vergangenen Dezember eingeweiht.<br />

Es handelt sich um Kölns erstes Passiv-Bürohaus,<br />

das ‚Etrium’ im Stadtteil Vogelsang,<br />

ein Projekt des Projektentwicklers<br />

Friedrich Wassermann GmbH. Das Gebäude<br />

benötigt für seine 3.800 Quadratmeter<br />

Nutzfläche 70 Prozent weniger Primärenergie<br />

als ein konventioneller Neubau. Der<br />

Wert liegt nach Angaben der Bauherren bei<br />

120 Kilowattst<strong>und</strong>en pro Quadratmeter,<br />

der Heizenergiebedarf beträgt 15 Kilowattst<strong>und</strong>en<br />

pro Quadratmeter. Der Öko-Neubau<br />

ist komplett an das niederländische<br />

Unternehmen Econcern mit 150 Mitarbeitern<br />

vermietet, dessen Tochter Ecofys das<br />

Energiekonzept entwickelt hat. Nach Aussage<br />

von Wassermann-Chef Anton Bausinger<br />

lagen die Planungs- <strong>und</strong> Baukosten der<br />

Öko-Immobilien bei r<strong>und</strong> 6,5 Millionen<br />

Euro <strong>und</strong> damit um knapp zehn Prozent<br />

höher als bei einem konventionellen Gebäude.<br />

Durch eine höhere Kaltmiete werde<br />

dieser Mehrpreis aber aufgefangen. Das<br />

dreistöckige Gebäude ist mit einer effizienten<br />

Wärmedämmung ausgestattet: Alle<br />

Fensterflächen <strong>und</strong> das verglaste Atriumdach<br />

erhielten Dreifach-Scheiben. Außerdem<br />

wurde die Fassade 28 Zentimeter dick<br />

gedämmt. Den Wärme- <strong>und</strong> Kältebedarf<br />

bezieht das ‚Etrium’ größtenteils aus dem<br />

Gr<strong>und</strong>wasser. Die Lüftungsanlage mit Wär-<br />

<strong>LEG</strong> MAGAZIN 2/2009 23


merückgewinnung erreicht einen Wirkungsgrad<br />

von 95 Prozent. Auf dem Dach<br />

wurde eine Fotovoltaik-Anlage installiert.<br />

Die Toilettenspülung speist sich aus einer<br />

Regenwasser-Zisterne.<br />

Grüne Oval Offices<br />

In Bau ist derzeit eine weitere Immobilie,<br />

die energieeffizient <strong>und</strong> nachhaltig ist <strong>und</strong><br />

darum ein Umwelt-Gütesiegel trägt. Für<br />

eine Zertifizierung mit dem sogenannten<br />

‚EU-Green-Building-Standard’ hat sich die<br />

Münchner MEAG für das Büroensemble<br />

‚Cologne Oval Offices’ am Kölner Gustav-<br />

Heinemann-Ufer entschieden. Dafür hat sie<br />

das Projekt bei der EU-Kommission in Brüssel<br />

eingereicht, die es in die Liste der offiziellen<br />

Partner im Green-Building-Programm<br />

aufgenommen hat. Als Begründung zählte<br />

unter anderem, dass der Bauherr MEAG bei<br />

der Klimatisierung des 80 Millionen Euro<br />

teuren Neubaus fast ausschließlich auf regenerative<br />

Energien setzt. So wird Uferfiltrat<br />

des Rheins als natürliche, regenerative<br />

Kühlquelle für die Wärmeregulierung der<br />

Gebäude genutzt. Funktional <strong>und</strong> effizient<br />

ist auch die Flächenausnutzung: 90 Prozent<br />

der oberirdischen Bruttogeschossfläche<br />

wird Mietfläche sein; die Nutzflächen sind<br />

mit hoher Flexibilität in variable Einheiten<br />

aufteilbar. Die beiden Bürogebäude mit insgesamt<br />

30.000 Quadratmetern Mietfläche<br />

sind damit die ersten Objekte im Kölner<br />

Raum, die einen Eintrag in die Liste des<br />

Green-Building-Programms erreicht haben.<br />

Der neue Sitz der DKV AG soll Mitte dieses<br />

Jahres fertig gestellt sein.<br />

Alte Wagenfabrik: Raum für Kreative<br />

Auf Nachhaltigkeit setzen auch die Macher<br />

der Alten Wagenfabrik in Köln-Ehrenfeld.<br />

Ecke Maarweg/Vogelsanger Straße gehen<br />

die Umbauarbeiten in der ehemaligen Fabrikhalle<br />

zügig voran. Vergangenen Sommer<br />

wurde das Dach geöffnet, sodass künftig viel<br />

Licht ins Gebäudeinnere gelangt. Loft-Büros<br />

ab 400 Quadratmeter Fläche werden in der<br />

Alten Wagenfabrik entstehen, verteilt auf<br />

mehrere Gebäude: der ehemaligen Halle,<br />

der Fabrikantenvilla sowie einem Neubau.<br />

6.000 Quadratmeter Bürofläche bietet die<br />

Deutsche Immobilien Development GmbH<br />

(DID) am Standort Köln-Ehrenfeld insgesamt<br />

an. Mit der Nachfrage zeigt sich Projektleiterin<br />

Claudia Backhaus zufrieden. „Wir<br />

hatten uns vorgenommen, vor allem Nutzer<br />

aus kreativen Branchen für den Standort zu<br />

gewinnen. Und das funktioniert. Vor allem<br />

Architekten <strong>und</strong> Designer wollen Flächen in<br />

der Alten Wagenfabrik mieten“, sagt sie.<br />

Kein W<strong>und</strong>er. Das Konzept für das künftige<br />

Gesamt-Ensemble erstellte das Kölner Architekturbüro<br />

S.U.R. Es sieht für die denkmalgeschützten<br />

Gebäudeteile großzügige Atrien<br />

<strong>und</strong> repräsentative Eingangssituationen vor.<br />

Wert gelegt wird dem Trend entsprechend<br />

24 <strong>LEG</strong> MAGAZIN 2/2009<br />

RHEINAUHAFEN<br />

DAS ZWEITE LEBEN EINES GETREIDESPEICHERS<br />

Der Rheinauhafen beeindruckt. Köln hat ein neues ‚Veedel’ <strong>und</strong> eine neue Ansicht<br />

mit einer spannenden Mischung aus Baudenkmälern <strong>und</strong> Neubauten<br />

berühmter Architekten, aus Wohnen <strong>und</strong> Arbeiten in direkter Rheinlage.<br />

Auch die Zahlen imponieren: Fast h<strong>und</strong>ert<br />

Jahre lang diente der Rheinauhafen zur Be<strong>und</strong><br />

Entladung von Binnenschiffen. Zwei Kilometer<br />

lang <strong>und</strong> 200 Meter breit ist er, erstreckt<br />

sich zwischen Severins- <strong>und</strong> Südbrücke.<br />

1992 wurde ein Ideenwettbewerb<br />

ausgelobt, zehn Jahre später begann der<br />

Ausbau von 30 Baufeldern mit 154.000 Quadratmetern.<br />

Im wahrsten Sinne des Wortes<br />

‚mitten drin’ sind auch zwei Projekte der<br />

<strong>LEG</strong> Standort- <strong>und</strong> Projektentwicklung Köln<br />

GmbH (<strong>LEG</strong> S Köln): das Silo 23 <strong>und</strong> das<br />

ECR, fertig gestellt 2007 bzw. 2006.<br />

Büros statt Getreide<br />

Das Silo war einmal ein Notfallspeicher für<br />

die Getreideversorgung. 1998 wurde er aufgegeben,<br />

danach galt er als nicht umnutzungsfähig.<br />

Der gut 45 Meter hohe, turmartige<br />

Bau hatte weder Fenster noch Zwischendecken,<br />

dafür aber meterhohe<br />

Betontrichter. Vor dem Abriss retteten das<br />

Denkmal die Architekten kister scheithauer<br />

gross <strong>und</strong> die drei Projektpartner Kreissparkasse<br />

Köln, <strong>LEG</strong> S Köln <strong>und</strong> Development<br />

Partner AG. Sie entkernten das Gebäude,<br />

zogen Zwischendecken ein, schnitten Öffnungen<br />

in die Fassade <strong>und</strong> setzten die energetisch<br />

optimalen ‚Bay Windows’ ein. Heute<br />

ist das siebzig Jahre alte Silo ein modernes<br />

Bürogebäude mit elf Etagen à 425 Quadrat-<br />

metern <strong>und</strong> Gastronomie im Erdgeschoss.<br />

Ab dem fünften Geschoss ist das Gebäude<br />

dreiseitig belichtet <strong>und</strong> bietet auch einen<br />

Blick auf die Altstadt mit dem Dom. Unter<br />

den Mietern sind Ingenieure, Werbe- <strong>und</strong><br />

Marketing-Dienstleister sowie Büromöbel-<br />

Systemhersteller.<br />

Büros statt Stückgut<br />

Das benachbarte ECR (Event Center Rheinauhafen),<br />

1961 als Stückguthalle erbaut,<br />

wurde vom gleichen Projektentwickler-Trio<br />

revitalisiert. Hier blieb der Rohbau nahezu<br />

unverändert; die Fassade <strong>und</strong> die Erschließung<br />

wurden nach dem Konzept des Kölner<br />

Architekturbüros Felder erneuert. Das ECR<br />

hat fünf Geschosse <strong>und</strong> eine Gesamtmietfläche<br />

von 4.000 Quadratmetern. Im Erdgeschoss<br />

unterhält ein türkischer Badhersteller<br />

einen Showroom, in den oberen Geschossen<br />

sitzen unter anderem eine Praxisgemeinschaft<br />

von Zahnärzten <strong>und</strong> eine Anwaltskanzlei.<br />

„Die Nutzer im Silo <strong>und</strong> im ECR<br />

schätzen die repräsentative Lage mit der Mischung<br />

aus Tradition <strong>und</strong> Moderne – <strong>und</strong><br />

das gute Gefühl, im angesagtesten Quartier<br />

von Köln zu sein“, so Andreas Röhrig, Geschäftsführer<br />

der <strong>LEG</strong> S Köln. Auch für ihn<br />

sind die beiden Gebäude etwas Besonderes:<br />

„Die Revitalisierung von Gebäuden ist die<br />

spannendste, oft mit großen Überraschungen<br />

verb<strong>und</strong>ene Aufgabe eines Projektentwicklers.<br />

Zudem erhält man den Geist der<br />

Geschichte <strong>und</strong> schafft zugleich eine neue<br />

Zukunft.“<br />

i<br />

Andreas Röhrig<br />

Geschäftsführer<br />

<strong>LEG</strong> Standort- <strong>und</strong> Projektentwicklung<br />

Köln GmbH<br />

Tel. 02 21 / 94 97 25-25<br />

andreas.roehrig@leg-nrw.de


auch auf die Nachhaltigkeit. Begrünte Innenhöfe<br />

<strong>und</strong> lang gezogene Glasdächer, die für<br />

viel Tageslicht sorgen, erwarten die künftigen<br />

Nutzer. „Für einen Passivhaus-Standard<br />

reicht es zwar nicht, dennoch konnten wir<br />

beim Denkmalschutz Einiges durchsetzen, so<br />

etwa Fenster mit Isolierverglasung“, berichtet<br />

Backhaus. Auch im Innenhof achte man<br />

auf eine besonders gute Dämmung. Das<br />

sähen die Denkmalshüter zwar nicht gern,<br />

sei aber eine Konzession an die Mieter, die<br />

dadurch Nebenkosten sparen könnten. Auch<br />

Energieausweise wird die DID ausstellen,<br />

„das ist ja dann sowieso Pflicht“, so die Projektleiterin.<br />

15 Millionen Euro kostet die Verwandlung<br />

vom hässlichen Entlein zum<br />

Schwan. Sobald die Gebäude vermietet sind,<br />

will die DID sie Gewinn bringend verkaufen.<br />

Wohnraum ist ein knappes Gut<br />

Familien <strong>und</strong> vor allem junge Menschen sind<br />

in Köln auf Wohnungssuche. Das Angebot<br />

ZOLLSTOCK<br />

PEUGEOT-AUTOHAUS NUMMER ACHT<br />

In Düsseldorf <strong>und</strong> sechs weiteren großen deutschen Städten hatte die <strong>LEG</strong> bereits<br />

neue Autohäuser für Peugeot errichtet – das achte <strong>und</strong> vorerst letzte<br />

dann schließlich in Köln.<br />

Die Zusammenarbeit zwischen der <strong>LEG</strong><br />

Standort- <strong>und</strong> Projektentwicklung Essen<br />

GmbH (<strong>LEG</strong> S Essen) <strong>und</strong> dem PSA-Konzern<br />

begann auf der Automeile Höherweg in<br />

Düsseldorf, die die <strong>LEG</strong> auf einem ehemaligen<br />

Gr<strong>und</strong>stück der Stadtwerke entwickelte.<br />

Dabei trat das Unternehmen auch als Investor<br />

für den Neubau des Peugeot-Autohauses<br />

auf. „Daraus entwickelte sich ganz schnell<br />

eine Erfolgsgeschichte“, berichtet der heutige<br />

Projektleiter Kai Brunne. „Es folgten, teilweise<br />

parallel, neue Niederlassungen in<br />

Mannheim, Dresden, Neu-Isenburg bei<br />

Frankfurt am Main, Bremen, Ratingen, Freiburg<br />

<strong>und</strong> Köln.“<br />

‚Blue Box’ <strong>und</strong> Zollstock<br />

Der PSA-Konzern gab die gewünschten<br />

Städte vor, <strong>und</strong> die <strong>LEG</strong> kümmerte sich in<br />

Zusammenarbeit mit Maklern um geeignete<br />

Gr<strong>und</strong>stücke. In Köln war es ein altes Bahngelände<br />

im Stadtteil Zollstock, das die <strong>LEG</strong><br />

nach der Zustimmung des Auftraggebers<br />

zügig erwarb <strong>und</strong> baureif machte. In neunmonatiger<br />

Bauzeit errichtete sie anschließend<br />

die neue Niederlassung. Das Autohaus<br />

im weltweit einheitlichen ‚Blue Box System’<br />

ist r<strong>und</strong> 4.800 Quadratmeter groß <strong>und</strong> in die<br />

Bereiche Neu- <strong>und</strong> Gebrauchtwagen, Teile<strong>und</strong><br />

Zubehörverkauf, Werkstatt sowie den<br />

Schnellservice ‚Peugeot Rapide’ gegliedert.<br />

Das Investitionsvolumen betrug r<strong>und</strong> neun<br />

Millionen Euro.<br />

Peugeot als Mieter<br />

Noch vor der Fertigstellung hat die Unternehmensgruppe<br />

Hannover Leasing das Autohaus<br />

erworben <strong>und</strong> in ihr Immobilienportfolio<br />

übernommen. Peugeot ist für zunächst<br />

zehn Jahre Mieter, mit der Option auf Verlängerung.<br />

Nummer Neun für Citroën<br />

Die bewährte Kooperation zwischen <strong>LEG</strong><br />

<strong>und</strong> PSA-Konzern setzte sich nach Errichtung<br />

der Kölner Niederlassung in Berlin fort:<br />

Hier wurde 2008 ein Citroën-Autohaus als<br />

neunte ‚gemeinsame’ Immobilie eröffnet.<br />

i<br />

ist nicht gerade üppig. Wer in Köln ein Dach<br />

über dem Kopf sucht, braucht Geduld <strong>und</strong><br />

starke Nerven. Nach Angaben der Stadt<br />

Köln verfügt die Dommetropole derzeit<br />

über 532.900 Wohneinheiten. Doch davon<br />

stehen laut dem Techem-Empirica-Leerstandsindex<br />

nur 1,7 Prozent leer. Einzige<br />

Ausnahme bildet Ehrenfeld, ein von Arbeitervierteln<br />

geprägter Bezirk. Hier liegt die<br />

Quote mit 4,8 Prozent deutlich höher. Doch<br />

insgesamt entspricht dies eher dem berühmten<br />

Tropfen auf den heißen Stein, denn im<br />

vergangenen Jahr hat sich der Bestand an<br />

Wohnungen, der kurzfristig angemietet werden<br />

kann, in allen Stadtbezirken weiter reduziert<br />

oder ist gleich geblieben. Und das, obwohl<br />

in den Jahren 2003 bis 2007 r<strong>und</strong><br />

9.000 Wohnungen neu an den Markt gekommen<br />

sind. Nach Recherchen von Jones<br />

Lang LaSalle (JLL) sind allein im Jahr 2007<br />

r<strong>und</strong> 2.540 neue Wohnungen entstanden.<br />

Da gleichzeitig ältere Gebäude abgerissen<br />

Kai Brunne<br />

<strong>LEG</strong> Standort- <strong>und</strong> Projektentwicklung<br />

Essen GmbH<br />

Tel. 02 01 / 8 27 18-22<br />

kai.brunne@leg-nrw.de<br />

DIE BESONDERE IMMOBILIE<br />

BOCKLEMÜND<br />

‚WEIßE SIEDLUNG’:<br />

DURCH INNOVATIVE<br />

MODERNISIERUNG<br />

ZUM JUWEL<br />

Beispielgebend modernisierte die <strong>LEG</strong><br />

548 Wohnungen mit insgesamt 39.000<br />

Quadratmetern Wohnfläche in der<br />

‚Weißen Siedlung’ im Stadtteil Bocklemünd.<br />

Dort ließ das Wohnungsunternehmen<br />

die mit 1.500 Quadratmetern<br />

größte Fotovoltaik-Anlage im<br />

Wohnungsbestand NRW installieren.<br />

Die 33 Gebäude mit zwei bis acht Stockwerken<br />

wurden in den Jahren 1965 bis<br />

1969 errichtet. Im April 2001 schloss die<br />

<strong>LEG</strong> die Umbaumaßnahme zur Solarsiedlung<br />

ab. Die großflächigen Fotovoltaikmodule<br />

sind oberhalb der dritten Stockwerke<br />

in Fassadenflächen integriert <strong>und</strong> an Balkonbrüstungen<br />

angebracht. Weitere Module<br />

befinden sich auf den Dächern. Durch die<br />

Fotovoltaikmodule wird Sonnenenergie für<br />

die Stromerzeugung genutzt. Diese erneuerbare<br />

Energie hilft dabei, die Abhängigkeit<br />

von fossilen Brennstoffen <strong>und</strong> ständig steigenden<br />

Energiekosten zu verringern.<br />

Klimaschutz <strong>und</strong> K<strong>und</strong>enbindung<br />

Auch durch die neue Vorhangfassade mit<br />

zehn Zentimeter starker Wärmedämmung<br />

aus Mineralfasern trägt die ‚weiße Siedlung’<br />

zum Klimaschutz bei. Aufgr<strong>und</strong> der umfassenden<br />

energetischen Modernisierung wird<br />

pro Wohnung <strong>und</strong> Jahr r<strong>und</strong> eine Tonne<br />

CO 2 eingespart. Die Mieter freuten sich:<br />

Der Heizbedarf reduzierte sich bereits im<br />

ersten Jahr nach der Modernisierung um<br />

57 Prozent. Das Land NRW förderte die<br />

Solarsiedlung im Rahmen des Projekts ‚50<br />

Solarsiedlungen in NRW’.<br />

i<br />

Monika Rösener<br />

Zentralbereich Modernisierung <strong>und</strong><br />

Instandhaltung<br />

<strong>LEG</strong> Management GmbH<br />

Tel. 02 11 / 45 68-127<br />

monika.roesener@leg-nrw.de<br />

<strong>LEG</strong> MAGAZIN 2/2009 25


wurden, wuchs der Bestand also nur um<br />

1.940 Einheiten – nach Meinung von<br />

Andrew M. Groom, Leiter Immobilienbewertung<br />

Europa bei JLL, ist das zu wenig.<br />

„Das Bestandswachstum bleibt weit hinter<br />

dem Bedarf zurück“, sagt er. Obwohl die<br />

Nachfrage vor allem von jüngeren Bevölke-<br />

Der erste Bauabschnitt der Fordsiedlung der <strong>LEG</strong> in Köln-Niehl befindet sich auf<br />

der Zielgeraden: Nach der Revitalisierung freuen sich die Mieter auf einen zeitgemäßen<br />

Wohnstandard. Ab Mitte 2009 zeigt die 1950/51 errichtete Siedlung<br />

ihr neues Gesicht. Schon jetzt bewerben sich viele neue Mietinteressenten um<br />

eine Wohnung. Mit einer sehr guten Infrastruktur <strong>und</strong> großzügigen Freiflächen<br />

ist die Siedlung schon heute attraktiv – trotz der laufenden Bauarbeiten.<br />

Voraussichtlich bis Frühjahr 2010 werden insgesamt 345 Wohnungen modernisiert<br />

bzw. durch Aufstockung neu geschaffen.<br />

Die Mieter wählten noch unter der Gesellschaft<br />

‚Neue Heimat’ ihre Heizungsform<br />

selbst aus. Seit etwa einem Jahr wird Haus<br />

um Haus der bunten Mischung aus Kohleöfen,<br />

Elektrospeicher-, Gas- <strong>und</strong> Ölheizungen<br />

ein Ende gesetzt. Neue Wohnungszuschnitte<br />

mit familiengerechten Wohnungen führen<br />

zwar zu einer Reduktion der bisherigen<br />

Wohnungszahl. Doch das mit der Modernisierung<br />

beauftragte Planungsbüro Archplan<br />

entwickelte ein Konzept zur Aufstockung<br />

der Gebäude um ein Vollgeschoss in vorgefertigter<br />

Holzbauweise. Dadurch erreichen<br />

die Planer einen Wohnflächenzuwachs von<br />

r<strong>und</strong> 6.350 Quadratmetern in 81 neuen<br />

Wohnungen mit flexiblen Gr<strong>und</strong>rissen, großen<br />

Balkonen <strong>und</strong> bodentiefen Fenstern. Im<br />

neuen Geschoss wird der Drei-Liter-Haus-<br />

Standard erreicht. Auf den neuen Dächern<br />

glänzen Solarpanels in der Sonne.<br />

Umweltfre<strong>und</strong>liche Technik<br />

Ein Nahwärmenetz mit Gasbrennwertkesseln,<br />

Lüftungsanlagen mit kontrollierter<br />

Zu- <strong>und</strong> Abluft <strong>und</strong> im aufgestockten Geschoss<br />

auch mit Wärmerückgewinnung, Solarthermie<br />

zur Warmwasserbereitung <strong>und</strong><br />

Heizungsunterstützung sowie eine neue<br />

Wärmedämmung der Gebäudehülle <strong>und</strong><br />

Fenster stehen auf dem Programm. Dies ermöglicht<br />

eine Reduktion des Ausstoßes von<br />

26 <strong>LEG</strong> MAGAZIN 2/2009<br />

rungsgruppen <strong>und</strong> Familien steigt, entwickelten<br />

sich die Mieten 2008 weitgehend<br />

stabil. Im Schnitt zahlen die Kölner für einen<br />

Quadratmeter im Monat 8,45 Euro Miete,<br />

wobei die linksrheinischen Gebiete teurer<br />

sind als die rechtsrheinischen. In Neubauten<br />

<strong>und</strong> renovierten Altbauten werden bis zu<br />

FORDSIEDLUNG DER <strong>LEG</strong><br />

EIN PLATZ AN DER SONNE IN DER DOMSTADT<br />

zehn Tonnen Kohlenstoffdioxid (CO 2 ) auf<br />

0,7 Tonnen pro Wohnung. Darüber hinaus<br />

lässt die <strong>LEG</strong> die gesamte Hausinstallation<br />

erneuern, einschließlich der Bäder. Alle<br />

Wohnungen erhalten erstmalig einen Balkon.<br />

Fassaden <strong>und</strong> Hauseingänge werden<br />

neu gestaltet. Des Weiteren wird jede Wohnung,<br />

soweit möglich, barrierefrei modernisiert.<br />

Mietergärten, Spiel- <strong>und</strong> Treffpunkte<br />

im weitläufigen Grün unterstreichen das<br />

moderne Gestaltungskonzept.<br />

NRW fördert Solarsiedlungen<br />

Im Rahmen des Projekts ‚50 Solarsiedlungen<br />

in NRW’ fördert das Land die Installation<br />

von Solarthermie, den Drei-Liter-Haus-<br />

Standard <strong>und</strong> die Lüftung mit Wärmerückgewinnung<br />

im aufgestockten Geschoss.<br />

Weitere Mittel für die Aufstockung fließen<br />

aus dem Programm ‚Ökologisch Bauen’, die<br />

für die energetische Modernisierung aus<br />

dem ‚CO 2-Gebäudesanierungsprogramm’<br />

der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).<br />

i<br />

Monika Rösener<br />

Zentralbereich Modernisierung <strong>und</strong><br />

Instandhaltung<br />

<strong>LEG</strong> Management GmbH<br />

Tel. 02 11 / 45 68-127<br />

monika.roesener@leg-nrw.de<br />

11,90 Euro Miete verlangt. Sparfüchse werden<br />

in Chorweiler oder Porz auch schon für<br />

sechs Euro pro Quadratmeter fündig. Auch<br />

bei Eigentumswohnungen zeigen sich große<br />

Preisunterschiede zwischen West <strong>und</strong> Ost. In<br />

Kalk zahlt man laut JLL im Schnitt 900 Euro<br />

weniger pro Quadratmeter als in der Kölner<br />

City, wo Höchstpreise von bis zu 2.780 Euro<br />

möglich sind. Am Stadtwald <strong>und</strong> in Lindenthal<br />

sowie am Rheinauhafen werden für Luxusobjekte<br />

bis zu 7.000 Euro pro Quadratmeter<br />

verlangt <strong>und</strong> offenbar auch gezahlt.<br />

i<br />

i<br />

Andreas Röhrig<br />

Geschäftsführer<br />

<strong>LEG</strong> Standort- <strong>und</strong> Projektentwicklung<br />

Köln GmbH<br />

Tel. 02 21 / 94 97 25-25<br />

andreas.roehrig@leg-nrw.de<br />

MIETERZENTRUM KÖLN<br />

IMMER IM EINSATZ<br />

FÜR DIE KUNDEN –<br />

VOLLVERMIETUNG IM<br />

STADTGEBIET<br />

Über 3.500 Wohnungen im gesamten<br />

Stadtgebiet betreuen die Mitarbeiter<br />

des Mieterzentrums Köln. Ihr Büro<br />

haben sie zentral am ‚Großen Griechenmarkt<br />

2’ in der Altstadt-Süd.<br />

„Der Mietwohnungsmarkt in Köln ist nach<br />

wir vor gut, die Nachfrage hoch“, freut sich<br />

Claus Ebert, Geschäftsführer der <strong>LEG</strong> Wohnen<br />

Köln GmbH. Die Herausforderung liegt<br />

in der ‚Peripherie’. Deshalb stellt das Unternehmen<br />

zurzeit die Randgebiete in den<br />

Fokus, beispielsweise in einem neuen Konzept<br />

für den Erftkreis. Es beinhaltet unter anderem<br />

Marketingmaßnahmen <strong>und</strong> technische<br />

Neuerungen. Ein Baustein für die Zukunft:<br />

In Kerpen-Horrem sorgen zahlreiche<br />

Aktionen des neuen Quartiersmanagements<br />

dafür, dass sich die Mieter wohl fühlen.<br />

Dezentrale Betreuung der Mieter<br />

Das Mieterzentrum Köln gehört zur <strong>LEG</strong><br />

Wohnen Köln GmbH. Die Gesellschaft hat<br />

weitere Mieterzentren in Monheim, Bonn,<br />

Aachen <strong>und</strong> im Bergischen Land. Sie betreut<br />

insgesamt über 18.600 Wohnungen. Durch<br />

zahlreiche dezentrale Mieterbüros haben die<br />

K<strong>und</strong>en direkt in ihren Siedlungen Ansprechpartner.<br />

i<br />

Claus Ebert<br />

Geschäftsführer<br />

<strong>LEG</strong> Wohnen Köln GmbH<br />

Tel. 02 21 / 2 09 05-10<br />

claus.ebert@leg-nrw.de


Düsseldorf-Itter<br />

Ein Haus wie ein Baum<br />

Haus Pappel, Haus Erle, Haus Weide, Haus Ulme –<br />

so klanghafte Namen haben die zehn Doppelhaushälften,<br />

die die <strong>LEG</strong> Bauträger GmbH<br />

in Düsseldorf-Itter errichtet. Das letzte Domizil<br />

‚Haus Ulme’ stellte das Unternehmen Anfang<br />

März 2009 fertig.<br />

� Bäume sind stark, schön <strong>und</strong> stabil. Diese<br />

Eigenschaften wünschen sich Käufer auch<br />

für ihr Eigenheim. Die umliegende Landschaft<br />

mit ihren Laubbäumen diente als<br />

Vorbild für die unterschiedlichen Gebäudetypen<br />

im Süden der Landeshauptstadt.<br />

Haus Pappel ragt hoch auf. Haus Weide ist<br />

stämmig <strong>und</strong> kräftig, Haus Ulme großzügig<br />

einladend <strong>und</strong> Haus Erle kompakt. „Zusam-<br />

men bilden sie das 'Rhein-Haus-Ensemble',<br />

das sich harmonisch in die dörfliche Umgebung<br />

des Rheinbogens einfügt“, erläutert<br />

Andreas Mauska, Geschäftsführer der <strong>LEG</strong><br />

Bauträger GmbH. Die vier Hausvarianten<br />

wechseln sich im unregelmäßigen Rhythmus<br />

ab. Unterschiedliche Gebäudehöhen <strong>und</strong><br />

variierende Gebäudefluchten sorgen für ein<br />

interessantes Bild. Daher ist der Gesamtein-<br />

BESONDERE IMMOBILIE<br />

Nummer 6 <strong>und</strong> 9: Haus Ulme<br />

druck des kleinen Quartiers sehr lebendig,<br />

organisch <strong>und</strong> trotzdem homogen. „Die Architektur<br />

im Neubaugebiet ‚Auf'm Wettsche’<br />

überwindet scheinbare Gegensätze:<br />

Wohnen auf dem Land – nah am Großstadtleben“,<br />

so Andreas Mauska.<br />

Moderne Architektur – helle Räume<br />

Bei aller Unterschiedlichkeit, eines haben<br />

<strong>LEG</strong> MAGAZIN 2/2009 27


alle Haustypen gemeinsam: den offenen<br />

Gr<strong>und</strong>riss im Erdgeschoss. Wohn- <strong>und</strong> Esszimmer<br />

sind zu einem großen Raum verb<strong>und</strong>en.<br />

„Dadurch entsteht ein großzügiger<br />

Raumeindruck, der sich im Obergeschoss<br />

durch die Pultdachform verstärkt“, beschreibt<br />

der Geschäftsführer. Die Pultdächer<br />

geben dem Wohnquartier zudem<br />

einen ‚futuristischen Touch’. Die meisten<br />

Aufenthaltsräume öffnen sich nach Süden;<br />

die Zimmer sind lichtdurchflutet <strong>und</strong><br />

fre<strong>und</strong>lich. Die Eigentümer freuen sich über<br />

eine gehobene Ausstattung mit Parkett <strong>und</strong><br />

Fußbodenheizung. Ein weiterer Vorteil: Die<br />

Häuser sind so groß, dass die Käufer auch<br />

von der Norm abweichende Gr<strong>und</strong>risse<br />

28 <strong>LEG</strong> MAGAZIN 2/2009<br />

wählen konnten. Die Gärten befinden sich<br />

auf der Südseite der Eigenheime – direkt<br />

angrenzend an eine öffentliche Grünfläche.<br />

Die Gr<strong>und</strong>stücksgrößen variieren zwischen<br />

230 <strong>und</strong> 300 Quadratmetern.<br />

Jeder Haustyp hat eigenen Charakter<br />

Ideal für große Familien: Haus Pappel bietet<br />

auf über 160 Quadratmetern fünf bis sechs<br />

Zimmer, Küche, zwei Bäder <strong>und</strong> Gäste-WC.<br />

Der Clou: In einem separaten ‚Turmgeschoss’<br />

liegt ein Studio mit eigenem Duschbad.<br />

„Unsere K<strong>und</strong>en nutzen dies beispielsweise<br />

als Kinder- <strong>und</strong> Jugend-Etage oder als<br />

Büro“, so Andreas Mauska. Ein weiterer<br />

Vorteil: Von der Garage aus, die halb ins<br />

Gebäude eingeschoben ist, gelangen die<br />

Bewohner über den Windfang direkt ins<br />

Haus. Beim Haus Ulme mit fünf Zimmern,<br />

Küche, Bad <strong>und</strong> Gäste-WC auf zirka 142<br />

Quadratmetern ist die Garage als Teil des<br />

Hauses überbaut. „Auch hier wohnen<br />

größere Familien auf zwei komfortablen<br />

Etagen“, stellt der Immobilien-Experte fest.<br />

Mit r<strong>und</strong> 128 Quadratmetern, verteilt auf<br />

vier Zimmer, Küche, Bad <strong>und</strong> Gäste-WC,<br />

hat Haus Erle sozusagen Standardmaße für<br />

junge Familien <strong>und</strong> kleinere Lebensgemeinschaften.<br />

Die Garage liegt klassisch neben<br />

dem Haus. Vier Zimmer, Küche, Bad <strong>und</strong><br />

Gäste-WC hat auch Haus Weide, allerdings<br />

auf über 130 Quadratmetern Wohnfläche.<br />

Bei diesem Eigenheim ist – wie bei Haus<br />

Pappel – die Garage halb ins Gebäude eingeschoben<br />

<strong>und</strong> über einen Windfang mit<br />

dem Haus verb<strong>und</strong>en. Alle Haustypen sind<br />

voll unterkellert.<br />

Gute Lage – großes Interesse<br />

Die Nachfrage überstieg das Angebot. Innerhalb<br />

kürzester Zeit veräußerte die <strong>LEG</strong><br />

Bauträger GmbH die Eigenheime in Itter.<br />

Kein W<strong>und</strong>er: Die Häuser sind genau auf<br />

die Zielgruppen zugeschnitten. Die Lage ist


Erdgeschoss ‚Haus Ulme’, 61,67 m 2<br />

Obergeschoss ‚Haus Ulme’, 76,60 m 2<br />

optimal. Der Stadtteil am Rhein hat einen<br />

hohen Naherholungswert. Direkt vor der<br />

Haustür sind Wanderungen <strong>und</strong> naturk<strong>und</strong>liche<br />

Exkursionen in der schönen<br />

Rheinauen-Landschaft möglich. Bauernhöfe<br />

<strong>und</strong> Eigenheime bilden die typische Bebauung.<br />

Im Ort sind Einkaufsmöglichkeiten für<br />

den täglichen Bedarf, eine Schule sowie ein<br />

Kindergarten vorhanden. Zudem verfügt<br />

Itter über ein lebendiges Gemeindeleben.<br />

Die Anbindungen an die Innenstadt sind<br />

A K T U E L L E L E G - B A U T R Ä G E R P R O J E K T E<br />

Eigentumswohnungen<br />

i<br />

DIE BESONDERE IMMOBILIE<br />

Ort Projekt Wohnfläche in m 2<br />

Bonn-Plittersdorf Rheinauer Gärten 48 - 125<br />

Düsseldorf-Derendorf LUX Derendorf 62 - 168<br />

Köln-Neustadt Süd Volksgarten Plus 60 - 120<br />

Köln-Mülheim Rheinrefugium 65 - 127<br />

Mettmann Schellenberger Höhe 62 - 130<br />

Reihen- <strong>und</strong> Doppelhäuser<br />

gut – u.a. durch die Rheinbahn-Busse.<br />

„Auch in Zukunft ist Düsseldorf für das<br />

Bauträgergeschäft ein interessanter Markt“,<br />

bemerkt Andreas Mauska abschließend.<br />

Andreas Mauska<br />

Geschäftsführer<br />

<strong>LEG</strong> Bauträger GmbH<br />

Tel. 02 11 / 45 68-585<br />

andreas.mauska@leg-nrw.de<br />

www.leg-itter.de<br />

Ort Projekt Wohnfläche in m 2<br />

Bielefeld-Schildesche Am Obersee 120 - 185<br />

Eschweiler Am Florianweg 109 - 131<br />

Frechen Königsdorf Wohnen im Atrium 120 - 124<br />

Neuss-Allerheiligen 90 - 136<br />

‚Haus Ulme’<br />

<strong>LEG</strong> MAGAZIN 2/2009 29


Frau Schomberg, was genau ist eigentlich<br />

Corporate Governance?<br />

Corporate Governance steht für eine verantwortungsvolle<br />

Unternehmensführung<br />

nach verbindlichen <strong>und</strong> kontrollierbaren<br />

Regeln. Es geht dabei um ein möglichst<br />

hohes Maß an Transparenz, <strong>und</strong> vor allem<br />

auch um das Vermeiden von Interessenkonflikten<br />

<strong>und</strong> die Vermeidung bzw. Bekämpfung<br />

von Korruption. Unternehmen sollten<br />

dabei nicht nur rechtliche Mindeststandards<br />

erfüllen, sondern sich an den Interessen<br />

<strong>und</strong> Informationsbedürfnissen ihrer<br />

Aktionäre, Anleger, K<strong>und</strong>en, Mitarbeiter,<br />

Gläubiger oder anderer Anspruchsgruppen<br />

orientieren.<br />

Warum sollten sich gerade Unternehmen<br />

aus der Immobilienbranche mit<br />

Corporate Governance beschäftigen?<br />

Leider haben deutsche Immobiliengesellschaften<br />

diesem <strong>Thema</strong> noch bis vor wenigen<br />

Jahren keine große Aufmerksamkeit<br />

geschenkt. Korruptionsskandale, Intransparenz<br />

<strong>und</strong> mangelnde Kontrolle haben in einigen<br />

Fällen großen volkswirtschaftlichen<br />

Schaden angerichtet <strong>und</strong> teilweise den Ruf<br />

30 <strong>LEG</strong> MAGAZIN 2/2009<br />

IMMOBILIENWIR<br />

CORPORATE GO<br />

IN DER BRANCH<br />

INTERVIEW MIT BÄRBEL SCHOMBERG, VORSITZENDE DES VOR<br />

Langfristige Wertschöpfung durch transparente <strong>und</strong> verantwortungsbewusste Unterneh-<br />

mensführung, kurz ‚Corporate Governance’, erhoffen sich zahlreiche Unternehmen auch<br />

in der Immobilienwirtschaft. Wie Manager, Eigentümer <strong>und</strong> Mitarbeiter das richtige Ver-<br />

hältnis zwischen Vertrauen <strong>und</strong> Kontrolle finden, lesen Sie im Interview mit Bärbel Schom-<br />

berg, Vorsitzende des Vorstandes Initiative Corporate Governance der deutschen Immobi-<br />

lienwirtschaft e.V. (ICG).<br />

der gesamten Branche in Mitleidenschaft<br />

gezogen. Gerade in einer Zeit zunehmender<br />

Internationalisierung, die vom Zusammenwachsen<br />

von Immobilienwirtschaft<br />

<strong>und</strong> Kapitalmarkt geprägt ist, kann das zu<br />

einer echten Gefahr für die internationale<br />

Wettbewerbsfähigkeit werden. International<br />

aktive Investoren erwarten heute ganz<br />

selbstverständlich, dass Unternehmen die<br />

Gr<strong>und</strong>sätze der Corporate Governance beachten.<br />

Alles andere wird als klarer Mangel<br />

an Professionalität betrachtet.<br />

Seit dem Jahr 2002 setzt sich die<br />

Initiative Corporate Governance der<br />

deutschen Immobilienwirtschaft e.V.<br />

(ICG) für eine Professionalisierung der<br />

Branche <strong>und</strong> die Schaffung <strong>und</strong> Umsetzung<br />

branchenweiter Corporate-Governance-Standards<br />

ein. Welche Ergebnisse<br />

können Sie bis heute vorweisen?<br />

Die Initiative Corporate Governance wurde<br />

2002 gegründet, um das Ansehen <strong>und</strong> die<br />

Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Immobilienwirtschaft<br />

zu stärken. Die Branche<br />

sollte innerhalb Deutschlands zu einem<br />

Vorreiter in Sachen Transparenz <strong>und</strong> pro-<br />

fessionelles Management werden. Als erstes<br />

haben wir damals den 2002 von der<br />

Regierungskommission um Dr. Gerhard<br />

Cromme entwickelten Deutschen Corporate-Governance-Kodex<br />

für Kapitalgesellschaften<br />

weiterentwickelt. Dessen Regelungen<br />

waren sehr allgemein gehalten <strong>und</strong><br />

sollten für Unternehmen aus den unterschiedlichsten<br />

Branchen gelten. Wir haben<br />

sie um spezifische Vorschriften für die Immobilienwirtschaft<br />

ergänzt. Darüber hinaus<br />

hat die ICG die ‚Gr<strong>und</strong>sätze ordnungsgemäßer<br />

<strong>und</strong> lauterer Geschäftsführung<br />

der Immobilienwirtschaft’ verabschiedet.<br />

Die auch als ‚Zehn Gebote’ bezeichneten<br />

Leitlinien sind für alle Mitglieder der Initiative<br />

verbindlich, unabhängig davon, ob es<br />

börsennotierte Gesellschaften sind oder<br />

nicht. Sie sollen einen professionellen, fairen<br />

<strong>und</strong> nachvollziehbaren Umgang der<br />

Unternehmen gegenüber Anlegern, Marktpartnern,<br />

Mitarbeitern <strong>und</strong> der Öffentlichkeit<br />

gewährleisten. Eine weitere wichtige<br />

Regelung ist der 2005 verabschiedete<br />

‚Kodex für Treuhandvermögen’, der vor<br />

allem den Besonderheiten von geschlossenen<br />

Fonds Rechnung tragen soll. Dass unser


TSCHAFT<br />

VERNANCE GEWINNT<br />

E AN BEDEUTUNG<br />

den alle Prinzipien <strong>und</strong> Werte definiert, die<br />

das Handeln <strong>und</strong> Verhalten im Unternehmen<br />

bestimmen sollen. In jedem Unternehmen<br />

sollte es eine solche Gr<strong>und</strong>werteerklärung<br />

geben, die für alle Mitarbeiter gilt.<br />

Das Ganze hat natürlich nur dann einen<br />

Sinn, wenn die festgelegten Gr<strong>und</strong>werte<br />

auch wirklich in praktikable Verhaltensstandards<br />

umgesetzt werden. Erst wenn diese<br />

dann auch von allen beteiligten Mitarbeitern<br />

<strong>und</strong> Organen im Unternehmen als verbindlich<br />

wahrgenommen werden, kommen<br />

wir dem Ziel wirklich näher. Deshalb müssen<br />

die festgelegten Werte <strong>und</strong> Verhaltensstandards<br />

immer wieder kommuniziert werden,<br />

<strong>und</strong> zwar nach innen <strong>und</strong> nach außen.<br />

Dabei sollte man auch ganz bewusst auf positive<br />

Anreize setzen. Zielvereinbarungen,<br />

Bonusregelungen oder die Einbeziehung<br />

dieser Themen in die Karriereplanung sind<br />

dabei wirksame Instrumente. Nicht zuletzt<br />

müssen natürlich auch geeignete Kontrollmechanismen<br />

installiert werden.<br />

Um die Prinzipien des Wertemanagements<br />

in der täglichen Praxis der Unternehmen zu<br />

verankern, hat die ICG im vergangenen Jahr<br />

ein Pflichtenheft erarbeitet. Darin werden<br />

die im ‚Leitfaden zum Wertemanagement’<br />

aufgestellten Gr<strong>und</strong>anforderungen um konkrete<br />

Handlungsempfehlungen ergänzt.<br />

Damit wollen wir den Unternehmen in der<br />

Immobilienwirtschaft Referenzstandards für<br />

die Etablierung eines angemessenen Compliance-Managements<br />

an die Hand geben.<br />

Wie wollen Sie sicherstellen, dass diese<br />

Verhaltensstandards im Geschäftsalltag<br />

auch wirklich gelebt werden? Glauben<br />

Sie, dass eine interne Compliance-<br />

Organisation ausreicht, die Marktteilnehmer<br />

von der Seriosität <strong>und</strong> Pro-<br />

WOHNEN<br />

STANDES INITIATIVE CORPORATE GOVERNANCE DER DEUTSCHEN IMMOBILIENWIRTSCHAFT E.V.<br />

Anliegen auf eine immer breitere Akzeptanz<br />

trifft, zeigt unsere Mitgliederentwicklung.<br />

Heute gehören der Initiative mehr als<br />

60 Unternehmen als Firmenmitglieder an.<br />

Außerdem sind viele prominente Vertreter<br />

der Branche persönliche Mitglieder. Ein<br />

weiterer wichtiger Meilenstein für uns war<br />

die Integration der Initiative unter dem<br />

Dach des Zentralen Immobilien Ausschusses<br />

im Juli 2007.<br />

Haben die Integrität von Managern<br />

<strong>und</strong> die Wahrnehmung gesellschaftlicher<br />

Verantwortung einen Einfluss auf<br />

den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen?<br />

Mit Sicherheit, denn ohne diese beiden<br />

Dinge drohen mitunter sogar handfeste<br />

wirtschaftliche Schäden. Die Immobilienwirtschaft<br />

unterscheidet sich von anderen<br />

Branchen durch ihre Kapitalintensität, <strong>und</strong><br />

das bedeutet, es geht oft um große Summen.<br />

Preisfindung <strong>und</strong> Auftragsvergaben<br />

sind oft langwierig, kompliziert <strong>und</strong> mit<br />

großen Unsicherheiten verb<strong>und</strong>en. Interessenkonflikte<br />

<strong>und</strong> die Versuchung zu illegalen<br />

Handlungen sind da fast unvermeidlich.<br />

Wie wollen Sie Ihre Ziele in der Praxis<br />

umsetzen?<br />

Wir legen der Branche ein Regelwerk vor,<br />

das Unternehmen konkret zeigt, was zur<br />

ordnungsgemäßen <strong>und</strong> lauteren Unternehmensführung<br />

gehört. Dafür haben wir einen<br />

‚Leitfaden zum Wertemanagement in der<br />

Immobilienwirtschaft’ entwickelt, in dem<br />

wir unsere Erwartungen an die Ausgestaltung<br />

eines Werte-Managementsystems definiert<br />

haben. Kernstück ist dabei eine<br />

Gr<strong>und</strong>werteerklärung der Unternehmen,<br />

gewissermaßen ein Ehrenkodex. Darin wer-<br />

fessionalität der Gesellschaft zu überzeugen?<br />

Alleine vielleicht nicht, aber sehr wohl in<br />

Kombination mit einer Zertifizierung des<br />

Wertemanagementsystems durch externe<br />

Sachverständige. Gemeinsam mit führenden<br />

Wirtschaftsprüfungsgesellschaften hat der<br />

Arbeitskreis Wertemanagement <strong>und</strong> Compliance<br />

der Initiative Corporate Governance<br />

unter Leitung von Professor Josef Wieland<br />

ein Zertifizierungssystem für das Compliance-<br />

Management auf den Weg gebracht, mit<br />

dem Unternehmen ihr Wertemanagementsystem<br />

einer externen Überprüfung unterziehen<br />

können. Dabei stellen die Wirtschaftsprüfer<br />

fest, ob das jeweilige Unternehmen<br />

die Werterichtlinien der Initiative<br />

Corporate Governance einhält. Eine Gesellschaft,<br />

die sich auf eine externe Überprüfung<br />

einlässt, setzt damit ein Zeichen. Sie<br />

macht deutlich, dass sie freiwillig die Professionalität<br />

<strong>und</strong> Transparenz im eigenen Haus<br />

erhöhen will. Das schafft Vertrauen bei Mitarbeitern,<br />

K<strong>und</strong>en <strong>und</strong> Investoren. Und in<br />

dem Maße, wie Corporate Governance im<br />

Bewusstsein der Branche <strong>und</strong> der Öffentlichkeit<br />

an Bedeutung gewinnt, wird ein entsprechendes<br />

Zertifikat natürlich auch zu<br />

einem positiven Differenzierungsmerkmal<br />

im Wettbewerb. Damit gibt es für Unternehmen<br />

auch eine ganz handfeste wirtschaftliche<br />

Motivation, das <strong>Thema</strong> Corporate-Governance-Gr<strong>und</strong>sätze<br />

im Geschäftsalltag<br />

ernst zu nehmen <strong>und</strong> es nicht bei<br />

Lip- penbekenntnissen zu belassen.<br />

Vielen Dank für das Interview.<br />

i<br />

i<br />

www.immo-initiative.de<br />

www.zia-deutschland.de<br />

<strong>LEG</strong> MAGAZIN 2/2009 31


MÜNSTER<br />

Energie sparen: Mieter<br />

Wetten, dass …Thomas Gottschalk hätte seine helle Freude daran. Die Kommunen Düssel-<br />

dorf, Münster <strong>und</strong> Wuppertal forderten ihre Bürger mit einer Energiespar-Wette heraus:<br />

Schaffen sie es, ihren Energieverbrauch in sechs Monaten um mindestens acht Prozent zu<br />

reduzieren?<br />

Anfang November 2008 fiel der Startschuss<br />

zu der Energiespar-Wette zwischen den<br />

Städten <strong>und</strong> ihren Bürgern. Inzwischen entwickelten<br />

sich aus Fre<strong>und</strong>en, Nachbarn<br />

oder Arbeitskollegen ‚Energienachbarschaften’,<br />

um im Vergleich zum Vorjahr mindestens<br />

acht Prozent Energie einzusparen. In<br />

Münster nehmen insgesamt zwanzig Haushalte<br />

teil, die sich auf drei Energienachbarschaften<br />

verteilen. Zwei dieser Teams setzen<br />

sich aus Bewohnern der autofreien<br />

Gartensiedlung Weißenburg der Wohnungsgesellschaft<br />

Münsterland (WGM) zusammen.<br />

„Eine hervorragende Idee, die wir<br />

gerne unterstützen. So wie in diesem Fall<br />

zum Beispiel mit der Ausstattung der Teilnehmer<br />

mit Energiesparlampen. Denn bei<br />

der Reduzierung der Energiekosten zählen<br />

nicht nur die energiesparenden Modernisierungsmaßnahmen,<br />

die wir als Unternehmen<br />

durchführen. Ebenso wichtig ist die<br />

Eigeninitiative unserer Mieter, ihr Verbrauchsverhalten<br />

zu hinterfragen“, erläutert<br />

Josef Rehring, Geschäftsführer der WGM.<br />

Europaweiter Wettbewerb<br />

Projektleiterin Anja Karner (Amt für Grünflächen<br />

<strong>und</strong> Umweltschutz, Stadt Münster)<br />

sowie Energie-Coach <strong>und</strong> WGM-Mieter<br />

Georg Heinrichs betreuen die Teilnehmer in<br />

Münster. Heinrichs gibt Ratschläge, moti-<br />

32 <strong>LEG</strong> MAGAZIN 2/2009<br />

viert <strong>und</strong> protokolliert den Energieverbrauch<br />

der beteiligten Haushalte. „Alles<br />

muss vollkommen korrekt verlaufen“, so<br />

Heinrichs. Schließlich stehen die einzelnen<br />

Energienachbarschaften nicht nur im nationalen<br />

Wettbewerb miteinander, sondern<br />

sind Teil einer europaweiten Aktion. So<br />

kommen die teilnehmenden Haushalte aus<br />

neun europäischen Ländern. Gefördert<br />

wird der Energiespar-Wettbewerb von der<br />

Europäischen Kommission (Intelligent<br />

Energy Europe Program) <strong>und</strong> dem Ministerium<br />

für Wirtschaft, Mittelstand <strong>und</strong> Energie<br />

des Landes Nordrhein-Westfalen.<br />

Kleine Maßnahmen – große Wirkung<br />

Um sich am Ende als wahrer ‚Europameister<br />

der Energiesparer’ zu fühlen, müssen<br />

die Energienachbarschaften einiges hinzulernen.<br />

„Schon allein der Hinweis, nur in<br />

den Räumen das Licht einzuschalten, in<br />

denen man sich auch tatsächlich aufhält,<br />

führt über einen längeren Zeitraum betrachtet<br />

zu spürbaren Einsparungen“, so<br />

Heinrichs. Weitere Tipps <strong>und</strong> Hintergr<strong>und</strong>informationen<br />

vermittelt der Energie-Coach<br />

mit Unterstützung von Hartmut<br />

Weissler von der Verbraucherzentrale in regelmäßig<br />

stattfindenden Informationsveranstaltungen.<br />

Die Themenpalette reicht<br />

von der Frage nach dem optimierten<br />

Warmwasseranschluss für die Waschmaschine<br />

bis zum einfachen, aber wirkungsvollen<br />

Hinweis, den ‚Stand-by-Modus’ bei<br />

Elektrogeräten zu vermeiden.<br />

Erste Ergebnisse im Mai<br />

„Man kann natürlich auch alleine Energie<br />

sparen, aber in der Gruppe <strong>und</strong> in Verbindung<br />

mit einer Wette macht es einfach<br />

mehr Spaß. Die Teilnehmer der Energienachbarschaften<br />

können ihre Ergebnisse<br />

vergleichen, Erfahrungen austauschen,<br />

Tipps <strong>und</strong> Ratschläge zum Energie sparen<br />

erhalten”, so Projektleiterin Anja Karner.<br />

Ende April 2009 wurden die letzten Messungen<br />

vorgenommen. Die ersten Ergebnisse<br />

liegen voraussichtlich im Mai 2009 vor.<br />

Energie-Coach Georg Heinrichs ist sich sicher:<br />

„Unabhängig davon, wie die Resultate<br />

im Einzelnen ausfallen: Alle Teilnehmer<br />

übernehmen vieles von dem, was im vergangenen<br />

halben Jahr vermittelt wurde, in<br />

ihren Alltag. Und allein das ist schon ein<br />

großer Erfolg.”<br />

i<br />

Thomas Börtz<br />

Pressesprecher<br />

Wohnungsgesellschaft Münsterland (WGM)<br />

Tel. 02 51 / 70 42 20<br />

t.boertz@wgm.de<br />

www.wgm.de


Energie sparen, leicht gemacht<br />

ZEHN GEBOTE<br />

Tauschen Sie Ihre Glühlampen gegen Energiesparlampen<br />

aus; dabei aber auf Qualität achten <strong>und</strong> nur Markenlampen<br />

verwenden.<br />

In Bad <strong>und</strong> Küche reduzieren Perlatoren <strong>und</strong> Wasserdurchflussbegrenzer<br />

etwa die Hälfte Ihres Wasserverbrauchs.<br />

Stellen Sie Ihren Computer über die Energieverwaltung auf<br />

Energiesparmodus ein <strong>und</strong> lassen ihn schon nach zirka<br />

15 Minuten in den Ruhezustand herunterfahren.<br />

Vermeiden Sie den ‚Stand-by-Modus’ bei elektrischen<br />

Geräten. Schalten Sie sie am Netzschalter aus.<br />

Benutzen Sie Energie sparende Geräte. Erk<strong>und</strong>igen Sie<br />

sich vor der Anschaffung neuer Geräte über deren Stromverbrauch.<br />

Infos geben Verbraucherzentralen oder<br />

kommunale Umweltämter.<br />

Wäschetrockner verbrauchen viel Strom. Kostenlos dagegen<br />

ist das Trocknen auf der Wäscheleine.<br />

WOHNEN<br />

Lassen Sie beim Kochen den Deckel auf dem Topf; das<br />

spart immerhin 40 Prozent Energie ein. Die Topfgröße<br />

sollte am besten genau der Herdplattengröße entsprechen.<br />

Kurzes, intensives Stoßlüften (fünf Minuten) insbesondere<br />

bei kalten Außentemperaturen ist für den Luftaustausch<br />

vollkommen ausreichend. Vermeiden Sie die Dauerlüftung<br />

durch gekippte Fenster – die Heizung darunter könnten Sie<br />

ansonsten gleich außen montieren.<br />

Sind Ihre Heizkörper richtig eingestellt? Als Faustregel gilt<br />

eine Wohnungstemperatur von zirka 20°C. Jedes Grad<br />

darüber verursacht einen Energiemehrverbrauch von sechs<br />

Prozent.<br />

Ihre Heizkörper sollten ungehindert ihre Wärme in den<br />

Raum abgeben können. Heizkörperverkleidungen oder<br />

Vorhänge erhöhen Ihre Heizkostenrechnung.<br />

wetten mit der Stadt<br />

Die Energiesparer: Begleitet von Energie-Coach Georg Heinrichs (Mitte, knieend) haben sich drei Nachbarschaften aus Münster der Energiesparwette gestellt.<br />

<strong>LEG</strong> MAGAZIN 2/2009 33


Das CityPALAIS<br />

ist ein renditestarkes<br />

Anlageprojekt


PORTRÄT<br />

Alle zwei Monate trifft sich Sebastian Rössel mit den Center Managern des CityPalais in Duis-<br />

burg. Dann bespricht der Mitarbeiter der Hannover Leasing GmbH & Co. KG die Aufgaben,<br />

die in der Multifunktionsimmobilie anfallen, mit dem <strong>LEG</strong> Facility Management. Nachdem die<br />

Hannover Leasing das CityPalais 2006 von der <strong>LEG</strong> für einen geschlossenen Immobilienfonds<br />

erworben hatte, beauftragte sie die <strong>LEG</strong> als Dienstleister für das Gebäude.<br />

� Aus Pullach bei München reist der<br />

37-jährige Immobilien-Experte an. Dort ist<br />

die Zentrale der Hannover Leasing GmbH<br />

& Co. KG, einem Konzernunternehmen der<br />

Landesbank Hessen Thüringen. Sie initiiert<br />

geschlossene Fonds – als eine der führenden<br />

Leasinggesellschaften in Deutschland<br />

mit einem verwalteten Vermögen von zirka<br />

8,4 Milliarden Euro. Sie verwirklicht Investitionsprojekte<br />

– von Immobilien im In- <strong>und</strong><br />

Ausland über Flugzeuge, Schienenfahrzeuge,<br />

Produktionsanlagen, Schiffe, Anlagen<br />

für regenerative Energien bis zu kommunalen<br />

Infrastruktureinrichtungen. Das Unternehmen<br />

wurde 1981 gegründet <strong>und</strong> hat<br />

mehr als 300 Mitarbeiter, allein 40 im Asset<br />

Management, in dem Sebastian Rössel seit<br />

Anfang 2006 arbeitet. Er ist tätig im Bereich<br />

Immobilien-Inland, betreut geschlossene<br />

Immobilienfonds sowie nationale <strong>und</strong><br />

internationale Leasingprojekte. Zu seinen<br />

Aufgaben gehören die Fondsverwaltung,<br />

Reporting an Investoren, Steuerung der externen<br />

<strong>und</strong> internen Dienstleister sowie<br />

kaufmännische <strong>und</strong> technische Betreuung<br />

der Objekte. Was ihm bei seiner Arbeit<br />

wichtig ist: Er hat ein umfangreiches Aufgaben-<br />

<strong>und</strong> Themengebiet, handelt weitgehend<br />

selbstständig <strong>und</strong> ist verantwortlich<br />

für die ihm übertragenen Projekte. Vom<br />

CityPalais waren er <strong>und</strong> die Investoren der<br />

Hannover Leasing von Anfang an überzeugt:<br />

Sowohl der Standort als auch das<br />

Gesamtkonzept sprechen für ein renditestarkes<br />

Anlageobjekt. Deshalb entschied<br />

sich das Unternehmen noch während der<br />

Bauphase zum Kauf. Die <strong>LEG</strong> Facility Management<br />

GmbH beauftragte sie mit dem kaufmännischen<br />

<strong>und</strong> technischen Gebäudemanagement.<br />

Ein besonderes Projekt<br />

Sebastian Rössel betreut das CityPalais seit<br />

Herbst 2006. Auch für den Diplom-Kaufmann<br />

ist das Projekt etwas Besonderes: „Es<br />

kommt selten vor, dass man ein Gebäude<br />

von Anfang an begleitet.“ Schon während<br />

der Ankaufs- <strong>und</strong> Eröffnungsphase war er<br />

dabei. Er wirkte mit an der Schaffung von<br />

Strukturen zur Verwaltung des Objekts.<br />

Nicht allzu oft betreuen Asset Manager<br />

laut Rössel neu errichtete Multifunktionsimmobilien<br />

dieser Größenordnung. „Das<br />

CityPalais hat zudem eine sehr gute Mieterstruktur:<br />

Das Spielcasino, die Mercatorhalle,<br />

das Kongresszentrum in Verbindung mit<br />

dem Delikatessa- <strong>und</strong> Shopping-Bereich ist<br />

eine einzigartige <strong>und</strong> interessante Mischung,<br />

die Synergien ermöglicht“, erläutert<br />

er. „Natürlich ist die Abstimmung hier<br />

nicht ganz einfach. Aber dafür haben wir ja<br />

das sehr aktive Center Management vor<br />

Ort.“ Regelmäßig tauschen sich Asset <strong>und</strong><br />

Facility Manager per Telefon <strong>und</strong> Mail aus,<br />

wenn nicht gerade ein Jour Fix vor Ort ansteht.<br />

„Wir pflegen eine sehr gute <strong>und</strong> konstruktive<br />

Zusammenarbeit“, lobt Sebastian<br />

Rössel die <strong>LEG</strong>-Mitarbeiter. Für die Zukunft<br />

des CityPalais wünscht er sich eine anhaltende<br />

Entwicklung des Standorts zum<br />

neuen Zentrum der Stadt. Und ergänzt:<br />

„Ich erwarte, dass künftig die Delikatessa<strong>und</strong><br />

Gastronomiebereiche von den Besuchern<br />

noch besser angenommen werden.“<br />

Eine Stadt mit Potenzial<br />

Duisburg hält Sebastian Rössel für einen<br />

wichtigen Standort in der Metropolregion<br />

Rhein-Ruhr. „Besucher bemerken den anhaltenden<br />

Strukturwandel vom Industriestandort<br />

zum Dienstleistungszentrum mit<br />

industriellen Ansiedlungen. Die hervorra-<br />

gende Infrastruktur <strong>und</strong> sehr gute Verkehrsanbindungen<br />

machen die Stadt interessant.“<br />

Insbesondere die City hat sich in<br />

den vergangenen Jahren positiv verändert.<br />

Sowohl das CityPalais mit Sichtachse zur<br />

Deutschen Oper am Rhein als auch das<br />

Forum vis-a-vis sind Highlights im urbanen<br />

Zentrum. Weil die Stadt Potenziale birgt,<br />

investierte Hannover Leasing neben dem<br />

CityPalais noch in zwei weitere Projekte am<br />

Innenhafen.<br />

i<br />

i<br />

i<br />

<strong>LEG</strong> als Bauherr <strong>und</strong> Investor<br />

Die <strong>LEG</strong> Standort- <strong>und</strong> Projektentwicklung<br />

Essen GmbH war Bauherr <strong>und</strong> Investor des<br />

CityPalais. Planer der Düsseldorfer Dependance<br />

des Londoner Architektenbüros<br />

Chapman Taylor entwarfen die Multifunktionsimmobilie,<br />

die eine Mietfläche von<br />

insgesamt 38.400 Quadratmetern sowie<br />

eine Tiefgarage mit 670 Stellplätzen bietet.<br />

Das Investitionsvolumen betrug r<strong>und</strong> 90<br />

Millionen Euro; hinzu kam ein identischer<br />

Betrag für den Innenausbau.<br />

Sebastian Rössel<br />

Asset Management Immobilien Inland<br />

Hannover Leasing GmbH & Co. KG<br />

Tel. 089 / 211 04 291<br />

sebastian.roessel@hannover-leasing.de<br />

www.hannover-leasing.de<br />

Ulrich Gazon<br />

Geschäftsführer<br />

<strong>LEG</strong> Facility Management GmbH<br />

Tel. 02 11 / 45 68-189<br />

ulrich.gazon@leg-nrw.de<br />

www.citypalais.de<br />

<strong>LEG</strong> MAGAZIN 2/2009 35


Essen, Weststadt<br />

Boarding-Appartements:<br />

Beste Belegungsquote<br />

im vergangenen Jahr<br />

Seit 2004 freut sich Birgit Gerdes über stetig steigende Gästezahlen in den Boarding-Appartements<br />

der Essener Weststadt. Doch die Belegungsquote 2008<br />

überbot die Erwartungen der Mitarbeiterin der <strong>LEG</strong> Standort- <strong>und</strong> Projektentwicklung<br />

Essen GmbH um einiges: Mit 95,4 Prozent Auslastung waren die Wohnungen<br />

beinahe voll vermietet.<br />

� „Das bisher beste Ergebnis in 2008<br />

haben wir erreicht, weil sich die Vorteile der<br />

Boarding-Appartements bei zahlreichen<br />

potenziellen K<strong>und</strong>en herumgesprochen<br />

haben“, erklärt Birgit Gerdes, die für das<br />

Management <strong>und</strong> die Vermietung verantwortlich<br />

ist. „Die Wohnungen sind optimal<br />

auf die Bedürfnisse von Langzeitgästen ausgerichtet.<br />

Den Mietern bieten sie eine ruhige<br />

Lage, mit Blick auf einen kleinen Park,<br />

<strong>und</strong> trotzdem nahe der Fußgängerzone mit<br />

dem neuen Einkaufszentrum Limbecker<br />

Platz, direkt am Musicaltheater ‚Colosseum’<br />

<strong>und</strong> am Multiplexkino Cinemaxx.“ Die<br />

Appartements im Penthousestil befinden<br />

sich im Staffelgeschoss über dem Hotel Express<br />

by Holiday Inn. Ein weiterer Vorteil:<br />

Bei Bedarf greifen die Mieter auf dessen<br />

Service zurück. Im Vergleich zum Hotel sind<br />

die Appartements aber bei langen Aufenthalten<br />

bis zu 60 Prozent preiswerter. „Internationale<br />

Geschäftsleute größerer Unternehmen<br />

<strong>und</strong> Banken logieren hier“, so Birgit<br />

Gerdes. Und Potenzial ist vorhanden: Im<br />

Rahmen der Globalisierung gibt es immer<br />

mehr mobile Mitarbeiter, die während ihrer<br />

Auslandsaufenthalte kostengünstig <strong>und</strong><br />

komfortabel wohnen wollen. Auch Künstler<br />

36 <strong>LEG</strong> MAGAZIN 2/2009<br />

der Musicalproduktionen im Revier leben<br />

gern im Boardinghouse. „Sogar Patienten<br />

der Universitätsklinik Essen unter anderem<br />

aus Russland <strong>und</strong> Dubai durften wir bei uns<br />

begrüßen“, so Birgit Gerdes.<br />

‚Eins A’ - Ausstattung<br />

Die Gäste mieten Appartements auf dem<br />

Niveau eines First-Class-Hotels: Alle 22<br />

Wohnungen verfügen über eine Pantryküche<br />

mit Mikrowelle, Glas-Keramik-Kochfeld,<br />

Kühlschrank, Gefrierfach <strong>und</strong> Dunstabzugshaube.<br />

Das Wohnzimmer mit großem<br />

Schreibtisch nutzen die Mieter auch<br />

als Arbeitsraum: Dort stehen Telefon <strong>und</strong><br />

Fax mit eigenen Nummern, Internetzugang<br />

<strong>und</strong> Kabelfernsehen zur Verfügung. Die<br />

Wohnzimmer sind vollständig möbliert mit<br />

Couch- <strong>und</strong> Esstisch-Garnitur. Ein persönlicher<br />

Briefkasten gehört zu jedem Appartement.<br />

Hochwertig ausgestattete Badezimmer<br />

mit Keramikfliesen komplettieren die<br />

Wohlfühl-Atmosphäre. Es gibt eine Waschmaschine<br />

<strong>und</strong> einen Trockner zur gemeinsamen<br />

Nutzung. Der Wohn- <strong>und</strong> Schlafbereich<br />

ist mit Teppichboden ausgelegt; die<br />

Küche wirkt fre<strong>und</strong>lich durch den hellen<br />

Natursteinboden. Auf der Dachterrasse<br />

entspannen die Besucher nach einem anstrengenden<br />

Arbeitstag. Ihre Autos parken<br />

in der angeschlossenen Tiefgarage. Der<br />

Mindestaufenthalt im 2001 fertig gestellten<br />

Boardinghouse liegt bei 14 Tagen.<br />

Maßgeschneidertes<br />

Facility Management<br />

Seit 2002 ist die <strong>LEG</strong> Facility Management<br />

GmbH (FM) für das Boardinghouse verantwortlich.<br />

Das Unternehmen erfüllt alle<br />

<strong>Dienstleistungen</strong> des klassischen Facility<br />

Managements im kaufmännischen, technischen<br />

<strong>und</strong> infrastrukturellen Bereich. „Wir<br />

betrachten die Lebenszyklen von Immobilien“,<br />

so Geschäftsführer Ulrich Gazon. „So<br />

bieten wir unseren K<strong>und</strong>en maßgeschneiderte<br />

Lösungen für ihre Objekte.“<br />

i<br />

i<br />

Boarding-Appartement Weststadt<br />

Thea-Leymann-Str. 11-13<br />

45127 Essen<br />

Birgit Gerdes<br />

<strong>LEG</strong> Standort- <strong>und</strong> Projektentwicklung<br />

Essen GmbH<br />

Tel. 02 01 / 8 27 18-11<br />

birgit.gerdes@leg-nrw.de<br />

www.weststadt-appartement.de


Meerbusch<br />

Ökologisches Gütesiegel<br />

für ‚dependance M’<br />

Fast 500 Mitglieder zählt die Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen<br />

(DGNB) aktuell. Ein im wahrsten Sinne des Wortes ausgezeichnetes Mitglied ist<br />

die <strong>LEG</strong> Standort- <strong>und</strong> Projektentwicklung Düsseldorf GmbH: Ihre ‚dependance M’<br />

in Meerbusch trägt das Vorzertifikat des neuen DGNB Gütesiegels in Bronze.<br />

� „Wir gehören zu den ersten, denen die<br />

Fachreferenten <strong>und</strong> Experten der DGNB<br />

die Inhalte des Zertifizierungssystems vermittelt<br />

haben“, freut sich Projektleiter Hermann<br />

Ulrich. Im letzten Jahr arbeitete die<br />

<strong>LEG</strong> in der Planungsphase des Bürogebäudes<br />

mit einem Auditor zusammen, um den<br />

Bau auf Nachhaltigkeit hin zu optimieren.<br />

Dafür erhielten sie bei der ersten Verleihung<br />

des Gütesiegels im Januar dieses Jahr<br />

das Vorzertifikat in Bronze. Wolfgang Tiefensee,<br />

B<strong>und</strong>esminister für Verkehr, Bau<br />

<strong>und</strong> Stadtentwicklung, <strong>und</strong> Professor Werner<br />

Sobek, Präsident der DGNB, zeichneten<br />

16 Projekte der Pilotphase mit dem Zertifikat<br />

sowie zwölf Planungsprojekte mit dem<br />

Vorzertifikat aus.<br />

Das Zertifikat<br />

Die DGNB wurde im Jahr 2007 von Architekten,<br />

Ingenieuren, Wissenschaftlern, der<br />

Bauindustrie <strong>und</strong> Investoren gegründet. Die<br />

Expertise der Mitglieder fließt vor allem in<br />

die Weiterentwicklung <strong>und</strong> Vergabe des<br />

‚Deutschen Gütesiegels Nachhaltiges Bauen’,<br />

das die DGNB gemeinsam mit dem<br />

B<strong>und</strong>esbauministerium entwickelt hat. Es<br />

wird für neue Büro- <strong>und</strong> Verwaltungsbauten<br />

vergeben. Die Zertifizierung von Wohn<strong>und</strong><br />

anderen Gebäuden sowie Bestandsbauten<br />

ist in Vorbereitung. Das Gütesiegel<br />

basiert auf dem Lebenszyklusgedanken<br />

eines Gebäudes <strong>und</strong> beinhaltet auch soziokulturelle<br />

Aspekte, womit es umfassender<br />

ist als die existierenden internationalen<br />

Zertifizierungssysteme. 49 Kriterien aus<br />

den Bereichen ökologische, ökonomische<br />

Qualität, soziokulturelle/funktionale <strong>und</strong><br />

technische Qualität sowie Prozess- <strong>und</strong><br />

Standortqualität werden untersucht.<br />

Das Verfahren<br />

Bereits in der Planungsphase kann ein Projekt<br />

geprüft werden <strong>und</strong> bei Erfüllung der<br />

Kriterien ein Vorzertifikat erhalten. Damit ist<br />

das Gütesiegel auch ein Planungsinstrument.<br />

Das Verfahren ist von der DGNB klar geregelt<br />

<strong>und</strong> sieht die Begleitung durch einen Architekten<br />

oder Planer vor, der durch eine Zusatzausbildung<br />

mit den besonderen Anforderungen<br />

vertraut ist. „Unser Planungsteam<br />

aus Bauherr, Planer, Generalunternehmer<br />

sowie unserem Auditor traf sich über einen<br />

Zeitraum von nicht einmal vier Monaten zu<br />

regelmäßigen Projektr<strong>und</strong>en“, sagt Projektleiter<br />

Klaus Eistert. „Dabei hat der Auditor<br />

die einzelnen Steckbriefe der DGNB erklärt,<br />

die wir anschließend gemeinsam bearbeitet<br />

haben. Hierdurch haben wir unser geplantes<br />

Gebäude gleichermaßen in ökonomischer,<br />

ökologischer <strong>und</strong> soziokultureller Hinsicht<br />

optimiert – <strong>und</strong> das für den gesamten Lebenszyklus.“<br />

Die vereinbarten Ziele für das<br />

Gebäude wurden in einem objektspezifi-<br />

schen Pflichtenheft zusammengefasst, das<br />

anschließend bei der DGNB zur Zertifizierung<br />

eingereicht worden ist. Erfolgt der Bau<br />

nach den darin festgelegten Anforderungen<br />

<strong>und</strong> werden alle Kriterien erfüllt, erhält der<br />

Bauherr das Zertifikat <strong>und</strong> eine Plakette.<br />

„Wir wollen jetzt optimieren <strong>und</strong> für den<br />

Bau Silber erhalten“, so Hermann Ulrich. Die<br />

mit der Vorzertifizierung gemachten Erfahrungen<br />

sollen außerdem bei weiteren Projekten<br />

einfließen.<br />

i<br />

i<br />

Hermann Ulrich<br />

<strong>LEG</strong> Standort- <strong>und</strong> Projektentwicklung<br />

Düsseldorf GmbH<br />

Tel. 02 11 / 45 68-543<br />

hermann.ulrich@leg-nrw.de<br />

Klaus Eistert<br />

<strong>LEG</strong> Standort- <strong>und</strong> Projektentwicklung<br />

Düsseldorf GmbH<br />

Tel. 02 11 / 45 68-526<br />

klaus.eistert@leg-nrw.de<br />

<strong>LEG</strong> MAGAZIN 2/2009 37


Bielefeld<br />

Stadtsanierung: 30 Jahre erfolgreiche Zu<br />

Ein Mammut-Projekt realisierte die<br />

Stadt Bielefeld drei Jahrzehnte lang<br />

gemeinsam mit der <strong>LEG</strong>. Von 1972 bis<br />

2002 sanierte das Unternehmen die<br />

nördliche Innenstadt als Treuhänderin.<br />

Ein Teilprojekt war das ‚Neue Bahnhofsviertel’<br />

mit dem größten Kino<br />

Ostwestfalens (Cinemaxx), Einrichtungen<br />

für Fitness <strong>und</strong> Wellness, Gastronomie,<br />

Shopping <strong>und</strong> Büroflächen inklusive.<br />

38 <strong>LEG</strong> MAGAZIN 2/2009<br />

� „Als Ergänzung des Sanierungsgebietes<br />

nördliche Innenstadt entwickelte die <strong>LEG</strong><br />

bis 2004 das neue Bahnhofsviertel – auf<br />

dem zehn Hektar großen Gelände des ehemaligen<br />

Güterbahnhofs“, erläutert Andreas<br />

Lange, Prokurist der <strong>LEG</strong> Standort- <strong>und</strong><br />

Projektentwicklung Bielefeld GmbH. Das<br />

neue Quartier r<strong>und</strong> um den Bahnhof ist<br />

heute ein lebendiges Freizeit- <strong>und</strong> Entertainment-Viertel<br />

im Herzen von Bielefeld.<br />

Der Vorteil: Durch die direkte Anbindung<br />

an die Gleise machen auch zahlreiche Besucher<br />

von außerhalb einen Abstecher auf<br />

den sogenannten ‚Boulevard’, wo Restaurants,<br />

Bistros, Cafés, Kino, Bowling <strong>und</strong> Diskotheken<br />

locken. Tagsüber ‚Business, Shopping<br />

and more’, abends ‚Party <strong>und</strong> Lifestyle’.<br />

Dabei unterstützen sich Bahnhofsviertel<br />

<strong>und</strong> Bahnhof in jeder Beziehung gegenseitig:<br />

Beispielsweise nutzen die Reisenden<br />

auch das Parkhaus des neuen Quartiers.<br />

Alle Leistungen aus einer Hand<br />

Nach dem Ankauf der Fläche 1997 von der<br />

Deutschen Bahn AG gestaltete die <strong>LEG</strong> das<br />

Areal konsequent um. Eine ambitionierte<br />

Aufgabe: Allein der Abbruch der alten Bausubstanz<br />

<strong>und</strong> die Geländesanierung nahmen<br />

zwei Jahre in Anspruch. Die Jahrtausendwende<br />

brachte auch die Wende für das<br />

Projekt: Die ersten Kräne standen zum Aufbau<br />

des neuen Viertels bereit. Bis 2002 erschufen<br />

sie Flächen für Freizeit, Sport, Unterhaltung,<br />

Gastronomie, Boulevard <strong>und</strong><br />

den Bahnhofstunnel. 2003 entstand das<br />

Dienstleistungszentrum. „Neben den kauf-


sammenarbeit<br />

männischen Leistungen als Sanierungstreuhänderin<br />

übernahm die <strong>LEG</strong> auch die<br />

technische Fachplanung, Bauleitung <strong>und</strong><br />

Projektkoordination für die öffentlichen<br />

Verkehrsanlagen“, so Andreas Lange. Viele<br />

Herausforderungen meisterten die Experten,<br />

bis das Bahnhofsviertel in neuem Glanz<br />

erstrahlte. So verlegten sie zahlreiche Versorgungsleitungen<br />

<strong>und</strong> bauten Fahrleitungen<br />

der ehemaligen Hauptstrecke Berlin-<br />

Hannover-Ruhrgebiet ab. Auch die äußere<br />

Erschließung des Geländes war aufwändig:<br />

Zwei Straßen mit drei Kreisverkehrsplätzen<br />

wurden neu gebaut <strong>und</strong> an das überörtliche<br />

Verkehrsnetz angeb<strong>und</strong>en. Die innere Erschließung<br />

erfolgte über die Erlebnismeile<br />

‚Boulevard’. „Ein gestalterisches Highlight<br />

ist der Treppenplatz, der zum DB-Tunnel<br />

führt – mit modernem Fahrstuhl, großer Informations-Videowand<br />

<strong>und</strong> Wasseranimation“,<br />

stellt der Developer <strong>und</strong> Prokurist<br />

fest. „Zudem trägt die künstlerische Gestaltung<br />

von Wandflächen, beispielsweise die<br />

‚Wasserwand’, zur lebendigen Atmosphäre<br />

bei.“<br />

Sanierung Nördliche Innenstadt<br />

Bielefeld<br />

In acht Teil-Bebauungsplänen entwickelte<br />

sich das vorangegangene Großprojekt<br />

‚Nördliche Innenstadt’. Die <strong>LEG</strong> begleitete<br />

die Stadt Bielefeld dabei ebenfalls von Anfang<br />

an als Treuhänderin. Auch bei dieser<br />

Sanierung waren zahlreiche Vorarbeiten zu<br />

leisten. Von 1972 bis 2000 dauerte der Erwerb<br />

der Gr<strong>und</strong>stücke. „In mühevoller<br />

Kleinarbeit, nach vielen Gesprächen <strong>und</strong><br />

Verhandlungen, gelang es den Beteiligten,<br />

mehrere Großbetriebe des produzierenden<br />

Gewerbes zu verlagern, um das Wohnungsangebot<br />

im Quartier zu erweitern“, erinnert<br />

sich Andreas Lange. Ein weiteres Ziel:<br />

die Innenstadt in Richtung Hauptbahnhof<br />

<strong>und</strong> Bahnhofsumfeld erweitern. „Dabei<br />

blieben historisch gewachsene Straßenräume<br />

<strong>und</strong> wertvolle Bausubstanz, <strong>Dienstleistungen</strong>,<br />

Wohnen sowie Kleingewerbe erhalten.“<br />

Straßen- <strong>und</strong> Schienennetz wurden<br />

verbessert.<br />

Für Veranstaltungen<br />

der besonderen Art<br />

Eine weitere Attraktion im Sanierungsgebiet:<br />

Die Stadthalle Bielefeld, ein multifunktionales<br />

Kongresszentrum mit angeschlossenem<br />

Hotel, bietet mit 11.500 Quadratmetern<br />

Nutzfläche den passenden Rahmen<br />

für jede Veranstaltung. Zirka 3.200 Quadratmeter<br />

Ausstellungsfläche, ein Großer<br />

<strong>und</strong> ein Kleiner Saal, zehn Konferenzräume<br />

<strong>und</strong> modernste Veranstaltungstechnik befinden<br />

sich in dem markanten ‚Dampfer’-<br />

Gebäude des Hamburger Architekten<br />

Meinhard von Gerkan. Bis zu 4.500 Personen<br />

finden dort bei Großveranstaltungen<br />

Platz. Für kurze Wege sorgen die hufeisenförmig<br />

verlaufenden lichtdurchfluteten Galerien<br />

mit Panoramablick auf die Stadt. Angeschlossen<br />

ist ein Parkhaus mit 450 Plätzen.<br />

Andreas Lange äußert sich abschließend<br />

zum Projekt: „Ich freue mich, dass das<br />

neu entstandene Stadtviertel lebt <strong>und</strong> gut<br />

angenommen wird. Zusammen mit der<br />

Stadt Bielefeld <strong>und</strong> den privaten Investoren<br />

haben wir zur richtigen Zeit den brachliegenden<br />

Güterbahnhof zu einem neuen attraktiven<br />

Stadtviertel revitalisiert <strong>und</strong> so die<br />

PROJEKT<br />

Attraktivität der Stadt Bielefeld als ostwestfälisches<br />

Oberzentrum deutlich gesteigert.<br />

Es ist nicht selbstverständlich, dass in der<br />

Kürze der Zeit eine städtebauliche Maßnahme<br />

in dieser Größenordnung umgesetzt<br />

werden kann. In diesem Zusammenhang<br />

gilt mein Dank allen am Projekt Beteiligten<br />

für die ausgesprochen gute <strong>und</strong> konstruktive<br />

Zusammenarbeit!"<br />

i<br />

Andreas Lange<br />

Prokurist<br />

<strong>LEG</strong> Standort <strong>und</strong> Projektentwicklung<br />

Bielefeld GmbH<br />

Tel. 05 21 / 9 24 47-63<br />

andreas.lange@leg-nrw.de<br />

<strong>LEG</strong> MAGAZIN 2/2009 39


JUTTA NUXOLL<br />

Seit 2007 ist Jutta Nuxoll aktives<br />

Mitglied bei den Frauen in der Immobilienwirtschaft<br />

e.V.. Im März<br />

2008 wurde sie einstimmig zur<br />

ersten Vorsitzenden der Region<br />

Rheinland gewählt. Die Juristin ist<br />

bereits seit zwölf Jahren in der<br />

Immobilienbranche tätig. Ende<br />

2000 gründete sie mit dem Immobilienökonom<br />

(ebs) Carsten<br />

Fritsch die Fritsch & Nuxoll<br />

GmbH, ein Immobilienbewertungs-<br />

<strong>und</strong> -beratungsunternehmen<br />

mit Sitz in Frankfurt am<br />

Main <strong>und</strong> einer Niederlassung in<br />

Düsseldorf.<br />

Beschreiben Sie uns Ihre Lieblingsimmobilie.<br />

Ich habe nicht ‚die’ Lieblingsimmobilie (außer<br />

dem Haus, in dem wir wohnen). Als patriotische<br />

Düsseldorferin verweise ich jedoch gerne<br />

auf die ‚Gehry-Bauten’ im Düsseldorfer Medienhafen,<br />

<strong>und</strong> zwar insbesondere auf das<br />

mittlere Gebäude, dessen Fassade mit Edelstahlblechen<br />

verkleidet ist.<br />

Was gefällt Ihnen besonders an<br />

dieser Immobilie?<br />

An allen drei Gebäuden gefallen mir die<br />

Asymmetrie <strong>und</strong> die unterschiedlich gewählte<br />

Fassadengestaltung <strong>und</strong> damit einhergehenden<br />

Gebäudefarben, die das Ensemble<br />

wie eine große Skulptur wirken lassen<br />

<strong>und</strong> doch jedes Gebäude für sich wieder<br />

einzigartig machen. Die reflektierende mittlere<br />

Fassadengestaltung fasziniert mich besonders,<br />

da durch die Spiegelung, je nach<br />

Wetterlage <strong>und</strong> Lichteinfall, immer wieder<br />

andere optische Wahrnehmungen beim Betrachter<br />

hervorgerufen werden.<br />

Wie wohnen Sie?<br />

Ich wohne mit meinem Mann in Düsseldorf<br />

in einem Einfamilienhaus aus den 1930er<br />

Jahren, das wir in Anlehnung an die Ursprungsplanung<br />

kernsaniert <strong>und</strong> bei dem<br />

wir die ‚Bau- <strong>und</strong> Materialsünden’ aus den<br />

60er <strong>und</strong> 70er Jahren behoben haben. Herausgekommen<br />

ist ein schöner Mix aus Alt<br />

<strong>und</strong> Neu. Als sehr angenehm empfinde ich,<br />

dass mein Büro im Souterrain gelegen ist,<br />

mit direktem Zugang auf ein Sonnendeck.<br />

Dadurch habe ich im Sommer die Möglichkeit,<br />

unter freiem Himmel ‚Büroarbeit’ zu<br />

verrichten.<br />

Und wie würden Sie gern wohnen,<br />

wenn Sie es sich ganz frei<br />

aussuchen könnten?<br />

Da wir das Haus nach unseren Vorstellungen<br />

umgebaut <strong>und</strong> eingerichtet haben, bin<br />

ich mit meiner derzeitigen Wohnsituation<br />

wunschlos glücklich.<br />

Welchen Architekten schätzen<br />

Sie am meisten?<br />

Einen Lieblingsarchitekten habe ich nicht.<br />

Im Segment der Wohnimmobilien bin ich<br />

von den Werken des verstorbenen Frank<br />

Lloyd Wright beeindruckt, der seine Gebäude<br />

im Einklang mit der Natur geplant<br />

<strong>und</strong> den Menschen <strong>und</strong> seine natürliche<br />

Umwelt in den Mittelpunkt gestellt hat.<br />

Im Übrigen faszinieren mich sowohl Archi-<br />

DAS PERSÖNLICHE INTERVIEW<br />

Dekonstruktivismus<br />

<strong>und</strong> Bauhaus faszinieren<br />

tekten, die den dekonstruktivistischen Stil<br />

verfolgen, z. B. Frank O. Gehry, Daniel<br />

Libeskind <strong>und</strong> Zaha Hadid, als auch Architekten<br />

mit klarer Linienführung à la Bauhaus-Architektur,<br />

wie Mies van der Rohe<br />

oder der Düsseldorfer Architekt Paul<br />

Schneider-Esleben.<br />

Welche Baumaterialien bevorzugen<br />

Sie?<br />

Ich bevorzuge Baumaterialien, die die jeweilige<br />

Architektursprache logisch unterstützen.<br />

Das kann ein knorriger Holzbalken<br />

in einer Skihütte sein oder ein Stahlbetontisch<br />

in einem entsprechenden Ambiente.<br />

Welche Stadt gefällt Ihnen aufgr<strong>und</strong><br />

der Architektur am besten?<br />

Hier geht es mir so wie mit den Architekten<br />

<strong>und</strong> der Lieblingsimmobilie; es gibt so viele<br />

tolle Städte mit architektonischen Highlights,<br />

da fällt die Auswahl schwer. Als eine<br />

meiner absoluten Lieblingsstädte möchte ich<br />

jedoch London hervorheben. Stadthäuser im<br />

Viktorianischen Stil, historische Bauten wie<br />

‚St. Paul’s Cathedral’ <strong>und</strong> ‚Palace of Westminster’<br />

sowie moderne Architektur, beispielsweise<br />

die ‚Essiggurke’, das Gebäude<br />

der Swiss Re von Sir Norman Foster, stellen<br />

in meinen Augen ein lebendiges <strong>und</strong> abwechslungsreiches<br />

Stadtbild dar, in dem es<br />

immer wieder Neues zu erk<strong>und</strong>en gibt.<br />

Beschreiben Sie Ihre erste eigene<br />

Wohnung.<br />

Während des Studiums habe ich in Münster<br />

auf zirka 35 Quadratmetern gewohnt, in<br />

einem Ein-Zimmer-Appartment mit Kochnische<br />

<strong>und</strong> kleinem Süd-West-Balkon.<br />

Wie möchten Sie im Alter wohnen?<br />

Darüber habe ich noch nicht so viel nachgedacht.<br />

Ich möchte so lange wie möglich so<br />

wie heute wohnen. Sympathisch finde ich<br />

den Gedanken, mit unseren besten Fre<strong>und</strong>en<br />

eine ‚Alten-WG’ innerhalb eines Hauses zu<br />

gründen.

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