nextstep_2020_02

suedwest.presse

NEXT

STEP

Der nächste Schritt ins Studium oder Berufsleben

22. Juli 2020

Die Musikerin LEA singt unter der Bettdecke,

um ihr neues Album „Treppenhaus“ zu vollenden.

Es geht um Liebe, Kindheit und Erinnerungen

Die angehende Ärztin Kiraz Ceylan erlebt den Ausbruch

der Pandemie im Krankenhaus. Sie meldet sich freiwillig

und spürt, was es heißt, systemrelevant zu sein

Christin Buchstab und Martin Heß werden

im Gefängnis zu Justizvollzugsbeamten

ausgebildet


JETZT

BEWERBEN!

In der SÜDWEST PRESSE Hohenlohe GmbH & Co. KG

werden das Haller Tagblatt (Schwäbisch Hall), das Hohenloher

Tagblatt (Crailsheim), die Rundschau (Gaildorf), die

Wochenblätter am Mittwoch Kreiskurier und Wochenpost,

das Anzeigenblatt am Samstag südwest markt, die Wirtschaftszeitung

Regio Business, das Freizeitmagazin Hohenlohe

Trends sowie der Online-Dienst der drei Tageszeitungen

herausgegeben. Darüber hinaus verlegen wir eine Vielzahl

an Buch-, Kalender- und Magazin-Editionen.

Sie sind neugierig, kreativ und kontaktfreudig? Dann sind

Sie bei uns genau richtig! Wir bieten die Chance einer

Ausbildung in interessanten und vielseitigen Medienberufen

in einem modernen und zukunftsorientierten Unternehmen.

Sie sollten zuverlässig und pünktlich sein. Idealerweise

können Sie im Team arbeiten und zeigen eine hohe Einsatzbereitschaft.

BEWERBUNGEN MIT LEBENSLAUF

UND ZEUGNISSEN BITTE AN:

SÜDWEST PRESSE Hohenlohe GmbH & Co. KG

– Geschäftsführung –

Postfach 10 03 50, 74503 Schwäbisch Hall

E-Mail: ausbildung.sho@swp.de

swp.de/hallertagblatt

swp.de/hohenlohertagblatt

swp.de/rundschau

Besuchen Sie uns

auf NextStep!

Sie suchen eine interessante und abwechslungsreiche

Ausbildung? Dann bewerben Sie sich für den

1. September 2020 als

Auszubildender (m/w/d) zum

MEDIENKAUFMANN

DIGITAL UND PRINT

(M/W/D)

Die Ausbildung findet bei uns im Haus, bei der SÜDWEST

PRESSE in Ulm und in der Berufsschule in Stuttgart statt.

Ihre Bewerbung kann nur mit einem Schulabschluss von

mittlerer Reife oder Abitur berücksichtigt werden.

Die Ausbildungsdauer beträgt 3 Jahre.


NEXT STEP |

3

DIE HELDEN

IN DER KRISE

HANNAH

POMPALLA,

REDAKTEURIN

Impressum

Next Step – Der nächste Schritt ins

Studium oder Berufsleben | Juli 2020

Eine Kooperation der Verlagsbetriebe

Haller Tagblatt, Hohenloher Tagblatt

und Rundschau Gaildorf

Verlag | Kontakt

SÜDWEST PRESSE Hohenlohe

GmbH & Co. KG

Haalstraße 5 und 7

74523 Schwäbisch Hall

Telefon: 0791 / 40 40

Redaktion

Heribert Lohr (verantw.),

Alisa Grün, Claudia Linz,

Hannah Pompalla, Eileen Scheiner,

Julia Weise, dpa und weitere

Fotos

Titelfoto: Jens Koch

Fotos wie angegeben: Ufuk Arslan,

Silvia Hoffmann, Hannah Pompalla,

Privatfotos, Shutterstock und weitere

Die Corona-Pandemie hat uns gezeigt,

dass es ganz bestimmte Berufe

sind, die unsere Gesellschaft am Laufen

halten. Zu ihnen zählen Gesundheits-

und Krankenpfleger, Verkäufer,

Lkw-Fahrer oder Elektroniker,

um nur einige Beispiele zu nennen.

Sie alle sind „systemrelevant“, wie es

so schön heißt. Wenn es diese Fachleute

nicht geben würde, hätten wir

weder Strom noch Internet, die Supermarktregale

wären leergefegt und

es gäbe niemanden, der uns hilft,

wenn wir richtig krank sind.

Die neuen Umstände durch das Virus

haben gerade ihnen viel abverlangt.

So war es für die angehende Ärztin Kiraz

Ceylan ziemlich anstrengend,

plötzlich die volle Schutzmontur anlegen

zu müssen. Und auch die Einzelhandelskauffrau

Michelle Schönbrunn

musste sich erst daran

gewöhnen, den ganzen Tag über eine

Maske zu tragen. Zugleich haben sie

aber eine Welle enormer Anerkennung

erlebt. Denn Covid-19 hat deutlich

gemacht, dass unser System ohne

ihre Arbeit nicht funktionieren würde.

Nun gilt es, aus der Situation das Beste

zu machen. Der Auszubildenden

Sophie Grill ist das gelungen: Sie hat

uns erzählt, wie sie ihren gecancelten

Auslandsaufenthalt verschmerzen

konnte. Helen Förstner berichtet wiederum,

wie es war, plötzlich aus Indien

heimreisen zu müssen.

In vielen Bereichen ist jetzt Improvisation

gefragt. Das betrifft auch

Künstler wie die Pop-Sängerin LEA:

Um ihr neues Album „Treppenhaus“

fertig zu bekommen, hat sie ihre Lieder

einfach von Zuhause aus aufgenommen

– unter der Bettdecke, damit

ihre Stimme nicht nachhallt. Das Ergebnis

kann sich hören lassen.

Wenn du deinen Traumjob noch nicht

gefunden hast, solltest du durch diese

Seiten blättern. Vielleicht ist ja ein

systemrelevanter Beruf genau das

Richtige für dich. Einer Sache kannst

du dir jedenfalls sicher sein: In einem

solchen Job wirst du immer gebraucht.

Viel Spaß beim Stöbern wünscht

Anzeigen

Jörg Heiland (verantw.),

Christine Adamietz, Alexandra Gläß,

Bianca Graf, Julia Winterfeldt

Grafik

Friedemann Leipold, Peter Oberndörfer

Druck

Konradin-Druck GmbH

Leinfelden-Echterdingen


4 | INHALT

JOBSTART

MACHER

DIE FLEXIBLE

Sängerin LEA nimmt die Songs für

ihr neues Album „Treppenhaus”

wegen Corona Zuhause auf 6

DIE WORTAKROBATIN

Eileen Scheiner hat sich für ein

Volontariat bei der Südwest

Presse Hohenlohe entschieden 8

DIE WEGBEGLEITERIN

Nadine Deininger macht eine

Ausbildung zur Erzieherin 10

DIE LEBENSRETTERIN

Kiraz Ceylan absolviert ihr

Praktisches Jahr als Ärztin 12

DIE VERLÄSSLICHE

Michelle Schönbrunn wird

Kauffrau im Einzelhandel 14

DER TÜFTLER

Benedikt Köhnlein ergreift

den Beruf des Elektronikers 16

DIE GRATWANDERER

Christin Buchstab und

Martin Heß lernen in der JVA 18

APPS, DIE DIR DAS

LEBEN ERLEICHTERN

20

DER POLITIKVERSTEHER

Maximilian Walz leitet das

Berliner Abgeordnetenbüro

von Christian von Stetten 22

DIE ENGAGIERTE

Helen Förstner unterrichtet

Kinder in Delhi 24

DIE UMDENKERIN

Sophie Grill unterstützt das

Krisenmanagement bei

Ziehl-Abegg 26

WISSEN

GUT ZU WISSEN

„WIR MÜSSEN EINEN ,JAHR-

GANG CORONA‘ VERMEIDEN“

Interview mit

Karin Käppel 29

PSYCHO-TEST: VOLL VERPLANT?

Chaos Queen oder Meister

der To-do-Liste? 30

REGIONALE

HOCHSCHULEN

28

32

NACHGEFRAGT

Sollen sich Eltern in die

Berufswahl einmischen? 34


JOBSTART

AUCH OHNE CAPE IM EINSATZ

Monatelang frei. Keine Schule. Klang das für dich vor einem Jahr

nicht auch noch mega cool? Dass der Alltag ohne Unterricht,

Freunde und Lehrer dann aber doch nicht ganz so toll war wie erhofft,

das konntest du in den letzten Monaten hautnah selbst erfahren.

Denn während des Corona-Shutdowns mussten plötzlich

viele von uns unfreiwillig Zuhause bleiben. Vielleicht hast du dir

in dieser Zeit manchmal die Frage gestellt, was wir in unserer Gesellschaft

denn eigentlich brauchen, um noch zu funktionieren?

Die Berufsfelder, die in diese Sparte fallen, nennt man „systemrelevant“.

Das Next-Step-Team hat junge Menschen besucht, die in

solchen Bereichen arbeiten. Eine davon ist Eileen Scheiner. Als

Volontärin sorgt sie dafür, dass wir uns in den Medien über aktuelle

Ereignisse informieren können. Systemrelevant sind auch die

Erzieherin, die Ärztin, die Kauffrau im Einzelhandel, der Elektroniker

für Energie- und Gebäudetechnik und der Justizvollzugsbeamte.

Die Liste ließe sich noch ewig weiterführen. Keiner von ihnen

hat bei der Arbeit je ein Cape getragen. Als Krisenhelden

gelten sie aber trotzdem. Neugierig geworden? Dann blättere direkt

weiter.

Foto: Alphaspirit/Shutterstock.com


6 | NEXT STEP JOBSTART

Liebeskummer und Nostalgie

sind die großen Themen

auf LEAs neuer Platte.

Foto: Mehran Djojan

Wegen der Corona-Pandemie hat LEA ihr neues Album „Treppenhaus“

von Zuhause aus fertiggestellt. Die Songs erzählen wieder Geschichten aus ihrem Leben.

Not macht erfinderisch,

dieses

Sprichwort gilt

zurzeit in vielen

Branchen. Auch Musiker müssen

improvisieren. Davon

kann LEA ein Lied singen: Da

die 28-Jährige wegen Corona

nicht ins Tonstudio durfte, arbeitete

sie einfach in ihrer

Wohnung in Berlin an ihrer

dritten Platte „Treppenhaus“

weiter: „Ich sitze jetzt in meinem

Zimmer mit Bettdecke

über dem Kopf und nehme das

eben hier auf. Die Bettdecke

deswegen, weil sonst mein

Raum zu sehr hallt“, verriet

das Newcomer-Talent im Interview

mit MDR Jump. Somit

konnte durch ihren ungewöhnlichen

Einsatz trotz widrigster

Umstände am 29. Mai

ihr neues Album erscheinen.

In ihrem Schaffen bleibt sich

die Künstlerin treu: Die insgesamt

13 Tracks handeln weiterhin

von eigenen zwischenmenschlichen

Beziehungen,

von Liebe, Familie, Freundschaft

und Erinnerungen. Also

Themen, die jeden betreffen.

Wie neue Kapitel eines Tagebuchs

erzählen die Lieder auf

ebenso verletzliche wie kraftvolle

Art aus dem Leben der

Dann küss' ich dich

im Treppenhaus –

endlich wieder Gänsehaut.

Musikerin. Der Ton bleibt emotional

und eindringlich. „Durch

meine Songs habe ich das Gefühl,

kleine Momente einzufangen

und in den Texten festzuhalten“,

erklärt LEA.

Im Stück „Treppenhaus“, das

bereits Anfang des Jahres als

Single veröffentlicht wurde,

verarbeitet die gebürtige Kasselerin

einmal mehr eine persönliche

Liebesgeschichte.

„Der Song beschreibt die Beziehung

zu einem Menschen,

von dem man einfach nicht

loskommt, obwohl man weiß,

dass er einem nicht guttut“, erklärt

sie. Das Treppenhaus ste-

(REFRAIN VON „TREPPENHAUS“)


NEXT STEP JOBSTART |

7

ÜBER DIE KÜNSTLERIN

Die Karriere von Lea-Marie Becker hat

mit Youtube begonnen: Bereits mit 15

Jahren lud sie eigene Songs hoch. Dabei

wurde ihre Ballade „Wo ist die Liebe

hin“ zu einem Hit. Bis heute verzeichnet

das selbstgedrehte Video mehr als

2,8 Millionen Klicks (Stand Juni 2020).

Nach dem Abitur reiste die junge Frau

aus Kassel für ein halbes Jahr nach Argentinien,

um sich für ein Kinderprojekt

zu engagieren. Danach studierte sie

Lehramt mit den Schwerpunkten Musik

und Sonderpädagogik in Hannover.

LEAs neues Album „Treppenhaus“

ist am 29. Mai 2020 erschienen.

Foto: Four Music

Doch ihre Leidenschaft ließ sie nie aus

den Augen. So veröffentlichte sie 2016

ihr Debütalbum „Vakuum“. Der Remix

zu „Wohin willst du?“ mit dem DJ-Duo

„Gestört aber Geil“ erreichte ein Jahr

darauf Platz elf der deutschen Single-

Charts. Im selben Jahr wurde der Song

„Leiser“ zu einer Radio-Hymne und bescherte

ihr die erste goldene Schallplatte.

Zu den bekanntesten Songs zählen

außerdem „110“ mit dem Rapper Capital

Bra, „Immer wenn wir uns sehn“ und

„Treppenhaus“. Derzeit lebt die Sängerin

in Berlin.

he dabei für dieses „Dazwischen-Gefühl“,

in dem zwei

Menschen oft feststecken.

Schließlich hat die Deutsch-

Pop-Sängerin selbst erlebt, wie

es ist, nicht loslassen zu können

und plötzlich wieder vor

der Tür des anderen zu stehen.

SOZIALE MEDIEN

ALS HINDERNIS

Vor allem mit „Deine Nummer“

trifft sie einen Nerv der

Zeit. Denn darin macht sie

deutlich, wie schwer es ist,

sich von einem Menschen zu

trennen und einfach dessen

Handy-Nummer zu löschen –

etwas, das durch Social-Media

nicht gerade leichter geworden

ist.

Die Dramatik gipfelt gewissermaßen

im Hit „110“, in dem

„ein Nachbar von oben“ wegen

einem lautstarken Streit die Polizei

ruft. Das Lied war ursprünglich

in Kooperation mit

den Deutschrappern Capital

Bra und Samra als Single-Auskopplung

entstanden. Die Rap-

Parts hat LEA durch eigene

Strophen ersetzt. Auch für

„Treppenhaus“ arbeitete sie

mit Capital Bra wieder zusammen:

In „7 Stunden“ geht es darum,

lange Strecken für eine

kurze gemeinsame Zeit in Kauf

zu nehmen.

Doch einige Lieder versprühen

auch eine große Portion Nostalgie

und Leichtigkeit. So blickt

Lea in „Sylt 98“ auf eine unbeschwerte

Kindheit zurück, insbesondere

mit ihrer Schwester.

Zugleich ist das Werk eine Ode

an die Freundschaft. Mit „Elefant“,

das sie als „kleinen Herzenssong

des Albums“ bezeichnet,

möchte sie ihren

Eltern für alles danken, was sie

ihr mit auf den Weg gegeben

haben.

Der Sound knüpft an LEAs

zweite Platte „Zwischen meinen

Zeilen“ (2018) an. Die teils

sehr melancholischen, aber

auch tiefgründigen und authentischen

Texte von „Treppenhaus“

dürften vielen Hörern

unter die Haut gehen.

„Das Album zeigt neue Seiten

von mir, aber die Leute werden

mich – und vielleicht auch ein

wenig sich selbst – in den Geschichten

wiedererkennen“,

erzählt LEA.

DIE TOURNEE

KOMMT 2021

Von der Welle an abgesagten

Festivals und Konzerten wegen

Corona blieb auch die Hessin

nicht verschont: Ihre große

Deutschlandtournee, mit der

sie ihr neues Album vorstellen

ÄRMELHOCHKREMPLER GESUCHT!

In elektrischen und elektronischen Einbauten kann es leicht zu heiß werden.

Als Spezialist für Schaltschrank-Klimatisierung sorgen wir seit 40 Jahren

für Funktion und Sicherheit rund ums Thema Thermal Management. Das soll

auch in Zukunft so bleiben. Daher suchen wir motivierte Einsteiger wie dich,

die auch mal die Ärmel hochkrempeln, wenn es heiß hergeht.

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Wir freuen

uns auf deine

Bewerbung!

möchte, wurde auf das Jahr

2021 verlegt. Immerhin konnte

die junge Frau aber die Dreharbeiten

in Südafrika für die Vox

TV-Show „Sing meinen Song –

Das Tauschkonzert“ noch

rechtzeitig abschließen. LEA

gibt sich jedoch viel Mühe, um

ihren Fans trotz allem jetzt

schon nahe zu sein. So singt sie

etwa live auf Instagram und beantwortet

dort auch viele Fragen

ihrer Bewunderer. Manche

von ihnen dürfen auch direkt

per Videochat mit ihr sprechen,

womit sie vielen jungen Leuten

in dieser Zeit eine große Freude

bereitet.

hap/pm


8 | NEXT STEP JOBSTART

KEIN TAG IST WIE

DER ANDERE

Eileen Scheiner macht bei der Südwest Presse Hohenlohe ein Volontariat.

Dabei lernt sie das gesamte Handwerkszeug einer Redakteurin.

Wie entsteht eine

Tageszeitung?

Wie

führe ich ein

Interview? Und was bedeutet

eigentlich „redigieren“? All das

– und natürlich noch viel mehr

– lernt man in einem Volontariat.

Wie wichtig die Presse ist,

hat sich gerade auch in der Corona-Zeit

gezeigt. Die Bevölkerung

über aktuelle Themen zu

informieren und Missstände

aufdecken – das sind die Aufgaben

eines Redakteurs und einer

der Gründe, warum dieser

Beruf „systemrelevant“ ist. Ich

heiße Eileen Scheiner, komme

aus Stimpfach und mache seit

September meine Ausbildung

zur Redakteurin bei der Südwest

Presse Hohenlohe. Nach

meinem Abitur habe ich Germanistik

und Politikwissenschaft

an der Universität

Stuttgart studiert

und wusste lange

nicht, was ich später

beruflich machen

will. Erst durch ein

Pflichtpraktikum

für das Studium

Quasi jede

Woche beschäftige

ich mich mit einem

neuen Thema.

bin ich zum Journalismus gekommen.

Das Praktikum habe

ich beim Hohenloher Tagblatt

absolviert. Die Arbeit hat mir

sehr gut gefallen und da ich danach

mit meinem Studium fertig

war, bin ich Teil der Redaktion

Verlagsprodukte geblieben:

Aus den eigentlich angedachten

vier Wochen wurden

drei Monate und aus drei Monaten

wurde eine rund einjährige

Übergangszeit bis eine

Stelle als Volontärin frei wurde.

Die Themengebiete in unserer

Redaktion, die für Verlagsprodukte

wie Magazine, Sonderveröffentlichungen,

Beilagen

aber auch die Wirtschaftsseiten

in der Tageszeitung

zuständig ist, sind

breit gefächert. Von

Wirtschaftsartikeln

über verschiedene

Unternehmen, Ban-

Interviews führen, Fragen

stellen und bloß nicht

schüchtern sein – die Kommunikation

mit anderen ist

das A und O des Berufes.

Fotos: Silvia Hoffmann


Neben dem Schreiben eignen sich

Volontäre während ihrer Ausbildung

auch das Fotografieren an.

ken, Gründungen oder Neubauten,

Veranstaltungsankündigungen

in den Wochenblättern

bis hin zu Sonderveröffentlichungen,

also redaktionellen

Beiträgen bei denen man eng

mit Kunden zusammenarbeiten

muss, ist alles dabei. Zu den

Aufgaben eines Sonderthemenredakteurs

zählen neben dem

Recherchieren und dem Verfassen

eigener Artikel auch das Redigieren

von Nachrichten. Dabei

bearbeite ich bereits vorgefertigte

Pressemitteilungen

von Stadtverwaltungen, Veranstaltern

oder Vereinen und bringe

diese in eine ansprechende

Form.

ABWECHSLUNG

IST ANGESAGT

Meine Arbeit in der Redaktion

ist sehr vielseitig und kaum ein

Tag gleicht dem anderen. Quasi

jede Woche muss ich mich mit

einem anderen Thema beschäftigen

und mich einarbeiten,

was den Beruf umso spannender

macht. So kommt es

vor, dass ich montags einen

Rettungssanitäter bei seiner

Arbeit begleite, dienstags zum

Pressegespräch bei einem großen

Unternehmen der Region

eingeladen bin und mittwochs

über die Neueröffnung eines

Friseurgeschäftes in der Innenstadt

berichte. Besonders

gut gefällt mir daran, dass man

so viele interessante und außergewöhnliche

Menschen

kennenlernt.

Als Volontärin wurde ich vom

ersten Tag an bei allen anfallenden

Aufgaben einbezogen.

Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit,

in der ich die Formalitäten

und Richtlinien kennenlernte,

durfte ich bereits

einige Seiten in den Wochenblättern

bearbeiten. Und dann

folgten auch schon meine ersten

Artikel in der Tageszeitung.

Hierfür führe ich eigenständig

die Interviews, mache Fotos,

recherchiere und schreibe anschließend

den Text. Habe ich

eine Frage, kann ich mich aber

jederzeit an meine Kollegen

wenden. Vor Veröffentlichung

lesen sie auch immer nochmal

meine Texte gegen und geben

mir Verbesserungsvorschläge.

Das Korrekturlesen gehört neben

dem Schreiben, Recherchieren

und Redigieren auch

zu meinem Arbeitsalltag. Immer

gerne gesehen ist es außerdem,

wenn wir als Volontäre eigene

Vorschläge für Artikel,

Titelstories oder Serien anbringen.

Der Kreativität sind da nur

NEXT STEP JOBSTART | 9

wenig Grenzen gesetzt. Insgesamt

dauert mein Volontariat

im Printbereich zwei Jahre. In

dieser Zeit durchlaufe ich verschiedene

Ressorts in der Südwest

Presse Hohenlohe. Mein

theoretisches Wissen zu Themen

wie Presserecht oder den

Grundlagen journalistischen

Schreibens wird in Seminaren,

die in Stuttgart stattfinden, vermittelt.

Zudem treffe ich mich

circa einmal im Monat mit meinen

Volontärskollegen aus dem

gesamten Südwest-Presse-Verbund

zu sogenannten „Volo-Tagen“.

Auch hier bringt uns ein

Experte Grundlagenwissen zu

verschiedenen Themenbereichen,

wie beispielsweise dem

Interview-führen, bei. Neben

meiner Zeit in Crailsheim und

Schwäbisch Hall, wo es um die

lokale Berichterstattung geht,

verbringe ich zusätzlich noch

einen Monat in der Politik-Redaktion

in Berlin sowie zwei

Monate in der Mantel-Redaktion

in Ulm, wo der überregionale

Teil der Tageszeitung entsteht.

Ein Volontariat ist wahnsinnig

abwechslungsreich und interessant

und ich kann es jedem

empfehlen, der sich für das Schreiben

interessiert. Bisher habe

ich meine Entscheidung noch

keinen Tag bereut.

Von Eileen Scheiner

INFO

Bei der Südwest Presse

Hohenlohe entstehen

die Tageszeitungen Haller

Tagblatt, Hohenloher

Tagblatt und Rundschau

Gaildorf, das Wirtschaftsmagazin

RegioBusiness,

das Magazin Hohenlohe

Trends, die Wochenblätter

Wochenpost, Kreiskurier

und „südwest markt“

sowie zahlreiche weitere

Magazine und Beilagen –

darunter natürlich auch

zweimal im Jahr das Azubi-Magazin

Next Step.

Kurzfristig freier Ausbildungsplatz

ab 1. September 2020 zu vergeben:

Steuerfachangestellte/-r (m/w/d)

oder Bachelor of Arts (m/w/d)

(Rechnungswesen / Steuern DH BW in Stuttgart)

Ihr Aufgabengebiet umfasst:

• Erstellung von Steuererklärungen und

Jahresabschlüssen

• Beratungsleistungen

• Finanz- und Lohnbuchführungsarbeiten

Wir bieten Ihnen:

• Fortbildungsmöglichkeiten bis zum Steuerberater

• Arbeiten in angenehmer Atmosphäre

bei guter Bezahlung

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Beck und Hoppe GbR

Dipl.-Finanzwirte (FH) · Steuerberater

Interessiert?

Unter den folgenden Kontaktdaten

freuen wir uns

über Ihre Bewerbung:

Beck und Hoppe

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74564 Crailsheim

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10| NEXT STEP JOBSTART

„DIE NEUGIER DER KINDER

IST ANSTECKEND“

Nadine Deininger absolviert eine praxisintegrierte Ausbildung

zur Erzieherin in der Kita in Bibersfeld.

Die Ausbildung

macht mega Spaß.

Ich kann kreativ

sein, es ist immer

etwas los und die Kinder haben

tolle Ideen“, schwärmt

Nadine Deininger. Für die

23-Jährige ist Erzieherin der

Traumberuf. Dabei absolvierte

sie nach dem Abitur zuerst eine

Ausbildung zur Industriekauffrau.

Doch das war nicht

das Richtige.

„Da ich mir nicht vorstellen

konnte, die nächsten Jahre nur

im Büro zu verbringen, habe

ich mich nach etwas Neuem

umgesehen“, berichtet die

junge Frau. Beim Tag der offenen

Tür in der Evangelischen

Fachschule für Sozialpädagogik

in Schwäbisch Hall erfuhr

sie von der praxisintegrierten

Ausbildung zur Erzieherin.

Das klang spannend. Also vereinbarte

sie zunächst ein Praktikum,

das sie voll und ganz

begeistern sollte. Mir gefällt

besonders gut, dass ich jetzt

viel mit Menschen zu tun habe“,

sagt sie. Die Arbeit sei abwechslungsreich,

die Offenheit

und Neugier der Kinder

ansteckend. Schön sei aber

auch, sie in ihrer Entwicklung

zu begleiten, sagt Nadine, für

die im September das dritte

Ausbildungsjahr bei der Stadt

Schwäbisch Hall in der Tageseinrichtung

für Kinder in Bibersfeld

beginnt.

„Eine unserer Aufgaben besteht

darin, die individuellen

Stärken der Kinder zu fördern

und ihnen Angebote zu machen,

die sie interessieren“,

gibt Nadine einen Einblick in

ihre Arbeit in der Tagesstätte.

Daher hätten die Mitarbeiterinnen

vor kurzem zum Beispiel

die Begeisterung der

Kleinen für Drachen aufgegriffen.

„Wir haben zusammen

mit den Kindern Ideen zu diesem

Thema gesammelt, Bücher

angesehen, Drachen gebaut

und Geschichten

nachgespielt.“

Meist beschäftigt sich Nadine

mit den Drei- bis Sechsjährigen,

manchmal kümmert sie

sich aber auch um die Jüngsten

in der Krippe. Dabei hat sie

auch gelernt, wie man die

Kleinkinder wickelt und versorgt.

„Mit etwas Übung

kommt man da schnell rein“,

erklärt sie. Auch Fremdprakti-


JOBSTART |11

ka in einer anderen Krippe

und im Schulbereich gehören

zur praxisintegrierten Ausbildung.

Außerdem besucht sie

den Unterricht in der Fachschule

für Sozialpädagogik.

Normalerweise! Denn während

der vergangenen

Mit den Eltern legen

wir in der Tageseinrichtung

die Grundbausteine

für das Leben.

Nadine Deininger vor

der Tageseinrichtung

für Kinder in Bibersfeld.

Foto: Ufuk Arslan

Wochen erfolgte der Unterricht

aufgrund der Corona-

Pandemie nur digital. „Ich erhielt

Aufgaben für Zuhause, die

ich erledigen und zurückschicken

musste“, berichtet die junge

Frau. So habe alles

prima geklappt.

Inzwischen ist der

Präsenzunterricht

wieder angelaufen.

Natürlich hat die

Corona-Pandemie

auch den

Alltag in der Kita

erst einmal auf

den Kopf gestellt.

„Anfangs

hatten wir geschlossen,

dann wurde die Einrichtung

schrittweise unter

Einhaltung bestimmter

Hygieneregeln wieder geöffnet.“

Für Groß und Klein sei das

nach wie vor eine neue Herausforderung.

„Beispielsweise halten

wir die Kinder sehr viel öfter

zum Händewaschen an,

was auch gut funktioniert.“

Durch die Corona-Krise ist Nadine

noch bewusster geworden,

wie wichtig ihr Beruf für

die Gesellschaft ist, und dass

man als Erzieherin etwas bewirke.

Mit den Eltern legen wir

in der Tageseinrichtung die

Grundbausteine für das Leben.“

Schön findet Nadine, die

in ihrer Freizeit gerne Sport

treibt und zeichnet, dass die

Kinder viele Fragen stellen.

Nicht alle kann sie sofort beantworten,

sondern muss sich erst

einmal gemeinsam mit den

Wissbegierigen schlau machen.

„So bleibe auch ich selbst durch

die Arbeit mit den Kindern immer

neugierig.“

Von Claudia Linz

DAS IST PIA

Die staatlich anerkannte

Praxisintegrierte Ausbildung

(PiA) richtet sich

vor allem an Bewerber,

die bereits berufliche Erfahrungen

oder das Abitur

beziehungsweise die

Fachhochschulreife mitbringen.

Sie dauert drei

Jahre und findet parallel

an der Evangelischen

Fachschule für Sozialpädagogik

in Schwäbisch Hall

und in der Praxisstelle,

zum Beispiel in einer Kindertagesstätte,

statt.

Für das Ausbildungsjahr 2020 suchen wir

Auszubildende in folgenden Bereichen:

• Kaufmann (m/w/d) im Einzelhandel

im Regionalmarkt Hohenlohe

• Fachverkäufer (m/w/d) im Lebensmittelhandwerk

Schwerpunkt Fleischerei

im Regionalmarkt Hohenlohe

• Hotelfachmann (m/w/d)

im Schloss Kirchberg an der Jagst

und in der Mohrenköpfle Gastronomie

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall

z. Hd. Christian Bühler

Raiffeisenstraße 16 | 74523 Schwäbisch Hall

Telefon (0791)93290-541 | bewerbung@besh.de

www.besh.de


12| NEXT STEP JOBSTART

AM PULS

DER ZEIT

Kiraz Ceylan macht im Caritas-Krankenhaus

Bad Mergentheim ihr Praktisches Jahr. Im Dezember

darf sie sich approbierte Ärztin nennen.

Das dritte Tertial leistet

Kiraz in der Gynäkologie

ab. Fotos: Caritas-Krankenhaus

Bad Mergentheim

Achtung! Und weg!“,

mit einer hektischen

Bewegung

drückt Meredith

dem leblosen Patienten den Defibrillator

auf die Brust. Ein

Ruck geht durch den Körper.

Das Pflegepersonal hält nervös

den Atem an. Dann endlich be-

AZUBIS

ginnt der Herzmonitor im Hintergrund

wieder regelmäßig zu

piepsen … Szenen wie diese

kennt wohl jeder von uns aus

dem abendlichen Fernsehprogramm.

Doch steckt in den Serien

über „junge Ärzte“ wie Meredith

Grey oder Jon Dorian

eigentlich auch ein Funken

gesucht

WIR BILDEN AUS!

Zum 1. September 2021 suchen wir motivierte Azubis

für folgende Ausbildungs-Berufe:

• Kaufmann im Einzelhandel (m/w/d)

• Verkäufer (m/w/d)

• Kaufmann (m/w/d)

im Groß- und Außenhandel

Wir freuen uns über die Zusendung Ihrer Bewerbungsunterlagen.

EBERL Großmarkt für Jedermann GmbH

Personalabteilung

Gaildorfer Straße 10, 74564 Crailsheim, Telefon 0 79 51 / 91 41-0

oder per E-Mail an: personal@eberl-franz.de

Wahrheit? Auf diese Frage weiß

Kiraz Ceylan eine Antwort. Die

30-Jährige aus Schwäbisch

Gmünd befindet sich derzeit in

ihrem Praktischen Jahr (PJ) am

Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim

– und somit in den

letzten Zügen vor ihrer Approbation

als „fertige“ Ärztin. Mit

viel Mut, Ehrgeiz und auch

Hartnäckigkeit hat sie schon so

manche Hürde überwunden.

Und dass sie jetzt bei Operationen

assistieren, Menschenleben

retten und Kinder auf die

Welt holen darf, ist freilich keine

Selbstverständlichkeit.

Kiraz ist gerade einmal 14 Jahre

alt, da steht für sie schon fest:

„Ich möchte Ärztin werden!“

Sie besucht die achte Klasse an

der Realschule, auf dem Stundenplan

steht Bio. Der Lehrer

berichtet dort allerlei Interessantes

über den menschlichen

Körper. Kiraz lauscht gebannt.

Möchte mehr erfahren, vielleicht

sogar ein medizinisches

Berufsfeld kennenlernen. „Über

die Schule habe ich dann ein

Praktikum an einem Krankenhaus

absolviert.“ Die Tätigkeiten

in der Pflege findet sie super

spannend. Der Plan, das Abi in

der dreijährigen Aufbauform

nach der Mittleren Reife nachzuholen

und im Anschluss Medizin

zu studieren, scheint in

Stein gemeißelt.

„Ganz so einfach war es dann

aber doch nicht“, sagt sie. Jährlich

stehen in Deutschland

rund 9150 Studienplätze im

Fachbereich Medizin zur Verfügung.

Auf diese bewerben sich

allerdings gut 44 000 Absolventen.

„Obwohl ich mein Abi mit

recht guten Noten abschließen

konnte, hat es für mich nicht

sofort gereicht.“ Die Absage im

Herbst 2009 kommt für sie einer

Katastrophe gleich. „Denn

ich konnte mir schlichtweg

nichts anderes vorstellen!“

Doch Kiraz bleibt dran. Sie beginnt

eine Lehre zur Gesundheits-

und Krankenpflegerin.

Und bewirbt sich – immer wieder.

„Es war ein harter Weg“, resümiert

sie heute. „Aber es hat

sich gelohnt.“ Kurz vor ihrem

Abschluss erhält sie einen Stu-


NEXT STEP JOBSTART |13

dienplatz an der Universität

Greifswald in Mecklenburg-

Vorpommern und darf endlich

studieren.

HÜRDEN

ÜBERWINDEN

Dass das Medizinstudium mit

seinen zwölf Semestern kein

Zuckerschlecken ist, kann sie

nur bestätigen. „Vor allem die

ersten vier Semester, der sogenannte

vorklinische Teil, ist sehr

hart. In dieser Zeit wird viel Theorie

gelehrt. Es heißt aber, wenn

man diese Hürde gemeistert

hat, dann schafft man auch den

Rest.“ Und tatsächlich ist sie

mit dem PJ jetzt schon ganz nah

dran an ihrem Ziel.

„Im PJ geht es darum, die Theorie

aus dem Studium in die

Praxis zu übertragen“, berichtet

Kiraz. „Natürlich haben wir

auch schon an der Uni gelernt,

wie ein Herz oder eine Lunge

klingen müssen.“ Dann aber

tatsächlich an einem Patienten

zu stehen und ein Herzgeräusch

oder eine Lungenstörung

zu hören, sei nochmal etwas

völlig anderes. „Da muss

man auch erst einmal ein Gefühl

dafür entwickeln.“ Durch

ihre Ausbildung in der Pflege

sei ihr allerdings vieles ein

bisschen leichter gefallen.

Dass die Corona-Pandemie

ausgerechnet mit dem Beginn

ihres zweiten „Tertials“ im PJ in

der Inneren Medizin begann,

hat Kiraz' Berufswunsch nicht

erschüttert. „Obwohl wir Studenten

uns natürlich auch Sorgen

gemacht haben, haben wir

uns alle freiwillig gemeldet, um

zu helfen.“

Ein paar Mal kam Kiraz auch

mit Corona-Infizierten in Berührung.

„Das Arbeiten mit der

vollen Schutzmontur war sehr

anstrengend. Und das, obwohl

ich sie in der Notaufnahme nur

für rund drei Stunden tragen

musste.“ So lange, bis die eingetroffenen

Patienten auf die

Station verlegt werden konnten.

Doch was hat die Arbeit im

Krankenhaus denn nun mit

„Grey's Anatomy“ gemeinsam?

„Der Zusammenhalt in den

Teams ist tatsächlich so stark,

wie in den Serien dargestellt“,

sagt Kiraz und lächelt. „Ganz so

dramatisch wie im Fernsehen

ist die Arbeit als Ärztin dann

aber zum Glück doch nicht.“

Von Julia Weise

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Das PJ wird im letzten Jahr des Medizinstudiums absolviert.

Waren die vorherigen Semester noch überwiegend von der

Theorie geprägt, steht nun der Umgang mit dem Patienten

im Mittelpunkt. Es ist in drei „Tertiale“ untergliedert und

muss in den Fachbereichen Innere Medizin, Chirurgie und

in einem Wahlfach für je vier Monate durchlaufen werden.

Für die Stellen können sich die Studenten über die Webseite

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das PJ sind in Deutschland nicht einheitlich geregelt.

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14| NEXT STEP JOBSTART

Weenn ihr Arbeitstag

um 6

Uhr morgens

beginnt, steht

Michelle Schönbrunn auf, ohne

zu murren. Sie begibt sich zum

Rewe-Markt in der Haller Salinenstraße

und schreitet mit ihren

Kollegen eifrig zur Tat: Es

gilt, die frischen Waren einzuräumen,

die über Nacht von einem

Lkw angeliefert wurden.

Ob Äpfel, Marmelade, Kaffee,

Tiefkühlkost, Konserven oder

Klopapier – das Sortiment muss

jeden Tag aufgefüllt werden.

„Unser Job umfasst aber viel

mehr, als nur Regale einzuräumen“,

betont die 18-Jährige, die

am liebsten in der Obst- und

Gemüseabteilung tätig ist. „Wir

müssen immer danach schauen,

dass die Artikel schön präsentiert

werden und machen

mehrmals am Tag eine Qualitätskontrolle“,

erklärt sie.

BEWERBUNG

NACH DEM

PRAKTIKUM

Die junge Frau hat sich nach

dem Realschulabschluss dafür

entschieden, Kauffrau im Einzelhandel

zu werden. Der Berufswunsch

wurde ihr quasi in

die Wiege gelegt: Auch ihre beiden

Eltern sind Verkäufer, ihr

Vater absolvierte sogar seine

Lehre in derselben Unternehmensgruppe.

„Da lag das für

mich nahe, mich hier zu bewerben“,

sagt Michelle lachend.

Nach einem einwöchigen Praktikum

in dem 2018 neu eröffneten

Rewe-Markt war ihr Entschluss,

im Handel beschäftigt

zu sein, besiegelt.

Als ihre dreijährige Ausbildung

im September 2019 startete,

ahnte sie noch nicht, unter welchen

Umständen sie auf einmal

wegen des Ausbruchs des Coronavirus

arbeiten würde. „Am

Anfang war es schon etwas ungewohnt,

den ganzen Tag mit

Maske herumzulaufen. Jetzt habe

ich mich daran gewöhnt“,

sagt sie. Schwierig habe sie die

Anfangsphase der Pandemie erlebt.

„Es war besonders anstrengend

für uns, da viele Kunden

Hamsterkäufe gemacht haben

und sehr gestresst waren“, erzählt

sie. „Aber da muss man

natürlich einen kühlen Kopf bewahren

und trotzdem gelassen

und freundlich bleiben“, sagt

Michelle.

LOBENDE WORTE

UND KUCHEN

Umgekehrt habe sie aber auch

viel Anerkennung erfahren.

„Manche Leute kamen mit einem

Kuchen vorbei und haben

sich für unsere Arbeit bedankt“,

schildert sie. „Wir haben also

viel Wertschätzung für das bekommen,

was wir leisten.“

Überhaupt findet sie, dass ihre

Tätigkeit oft unterschätzt wird.

„Man kann hier sehr kreativ

sein und hat sehr viel Abwechslung,

ganz anders

als im Büro“,

stellt die

Azubine im ersten

Lehrjahr

klar.

Eine feste Station

der Ausbildung

bildet die

Metzgerei- und

Käsetheke.

„Dort war ich erstmal für drei

Monate. Ich fand es sehr spannend,

mich mit diesen Lebensmitteln

auseinanderzusetzen

und mich im Bereich Feinkost

fortzubilden“, sagt sie. Ihre

Aufgabe war es auch, den Kunden

neue Wurst-Produkte an

einem anschaulich aufgebauten

Stand zum Verkosten anzubieten.

„Ich musste direkt auf

die Menschen zugehen. Das

hat mir viel Spaß gemacht“, so

die Hallerin.

Eine fachkundige Beratung

spiele generell eine große Rolle

in ihrem Alltag. „Am Anfang

kennt man sich natürlich

nicht so gut aus. Aber das ändert

sich, je länger man dabei

ist“, sagt sie. „Es ist ein schönes

Gefühl, den Kunden wei-

In der Obst und

Gemüse-Abteilung

arbeitet Michelle

Schönbrunn am

liebsten.

Fotos: Hannah

Pompalla

ZWISCHEN ÄPFELN

UND BANANEN

Michelle Schönbrunn lässt sich im neuen

Rewe-Markt in Schwäbisch Hall zur

Kauffrau im Einzelhandel ausbilden.

terhelfen zu können und sie

dann richtig dankbar dafür

sind.“ An der Kasse hat sie bisher

noch nicht gesessen. „Das

kommt aber bald auf mich zu“,

freut sich Michelle. „Hierfür

muss ich noch an einem speziellen

Rewe-internen Seminar

teilnehmen. Das Unternehmen

bietet generell sehr viele Kurse

zu verschiedenen Themen an,

in denen wir unser Fachwissen

vertiefen“, erläutert sie.

Normalerweise würde Michelle

auch zweimal die Woche die

hiesige Kaufmännische Schule

besuchen. „Jetzt findet der Unterricht

nur alle 14 Tage mit der

Hälfte der Klasse statt. Vorher war

die Schule drei Monate geschlossen“,

schildert Michelle. Auf dem

Lehrplan stehen etwa BWL,

Deutsch, Informatik und Mathe.

Die Auszubildende werde wie

ein vollwertiges Teammitglied

behandelt. „Der Kollegenzusammenhalt

ist sehr groß. Für

mich ist das hier wie eine Familie“,

sagt sie. Nun rückt ihr zweites

Lehrjahr näher. Dann wird


NEXT STEP JOBSTART |15

Am Anfang war es

etwas ungewohnt,

den ganzen Tag mit

Maske herumzulaufen.

Azubis wie Michelle

lernen auch für ein

halbes Jahr die Tätigkeit

hinter der Metzgereiund

Käsetheke kennen.

sie auch mit einer Art Scanner

durch die Gänge schreiten und

bei Bedarf Waren nachbestellen.

Im dritten Abschnitt ihrer

Ausbildung darf sie mit einer

professionellen Geldwaage die

Abrechnung vornehmen – und

die größte Verantwortung übernehmen:

den Rewe-Markt abschließen.

„Ich freue mich schon sehr auf

das, was noch auf mich zukommt“,

sagt die angehende

Fachkraft strahlend, und betont,

dass sie auf jeden Fall in ihrem

Metier bleiben möchte.

„Diesen Beruf muss man mögen

und wollen. Da gibt es kein

‚entweder oder‘“, stellt Michelle

klar. „Als Kauffrau ist es wichtig,

mit ganzem Herzblut dabei zu

sein“, sagt sie.

Von Hannah Pompalla

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16| NEXT STEP JOBSTART

Die Arbeit mit

Strom ist nicht

immer ungefährlich.

Sie erfordert Verantwortungsbewusstsein.

Einen 20kV Leistungsschalter

wechseln? Auch das gehört zu

Benedikts Aufgaben. Foto: Ufuk Arslan

GESPANNT AUF DAS,

WAS KOMMT

Eine Netflix-Serie

streamen, die Coke

im Kühlschrank auf

Temperatur bringen

oder das Smartphone aufladen

– ohne Strom würde all das

nicht funktionieren. Dass der

auf seinem Weg bis in die Steckdose

schon eine kleine Reise

hinter sich hat, kriegen wir im

Alltag allerdings überhaupt

nicht mit. Ganz im Gegensatz

zu Benedikt Köhnlein. Der angehende

Elektroniker für Energie-

und Gebäudetechnik

kommt während seiner Ausbildung

bei den Crailsheimer

Stadtwerken hautnah mit Trafo-Stationen,

Umspannwerken

Benedikt Köhnlein macht bei den

Crailsheimer Stadtwerken eine

Ausbildung zum Elektroniker für

Energie- und Gebäudetechnik.

und Kabelgräben in Kontakt.

Handwerklich arbeiten, und

das am besten an der frischen

Luft – „genau so habe ich mir

meinen Traumberuf vorgestellt“,

erzählt Benedikt. Der

23-Jährige hat bis zur zehnten

Klasse das Gymnasium in

Crailsheim besucht. Dann beschloss

er, seine Pläne konkret

in die Tat umzusetzen. „Mit

der Mittleren Reife im Gepäck

habe ich mich zunächst für ein

Jahr nach Neuseeland verabschiedet.“

Beim „Work and

Travel“ musste Benedikt das

erste Mal komplett auf eigenen

Beinen stehen. „Diese Erfahrung

war natürlich sehr

prägend für mich.“ Das gesteigerte

Verantwortungsgefühl

kam ihm dann aber auch während

seiner anschließenden

Lehre immer wieder zugute.

„Die Ausbildung zum Elektroniker

für Energie- und Gebäudetechnik

ist grundsätzlich

auf dreieinhalb Jahre ausgelegt“,

weiß er. Das erste Lehrjahr

findet in Vollzeit an der

Berufsfachschule statt. „Dort

lernt man die Basics kennen,

die man später in der Praxis

braucht.“

Ab dem zweiten Jahr startete

Benedikt dann bei den Stadtwerken

in Crailsheim durch.

Seither ist er 39 Stunden in der

Woche in und um die Horaffen-


NEXT STEP JOBSTART |17

stadt unterwegs, um die Energieversorgung

der Region sicherzustellen.

„Zu unseren

Aufgaben gehört es etwa, die

Häuser in Neubaugebieten an

das Stromnetz anzuschließen,

wir kümmern uns darum, dass

die Straßenbeleuchtung funktioniert

und wir bauen Trafo-

Stationen.“ In denen wird die

elektrische Energie für die Nutzung

in den Haushalten umgewandelt.

Gibt es einen Stromausfall,

tritt Benedikt ebenfalls

auf den Plan. „Dann heißt es,

das Problem schnellstmöglich

zu beheben.“

Einen Spannungsprüfer, ein

Messer und einen Schraubenzieher

hat er immer dabei. „Aber

auch ein Helm, passende Arbeitshandschuhe

sowie spannungssichere

Gummistiefel gehören

zur Ausrüstung eines

Elektronikers.“

wir sie brauchen.“ Ende Juli

steht für Benedikt mit der

praktischen Prüfung dann

schon das Ende seiner Ausbildung

an. Die konnte er aufgrund

seiner guten Leistungen

in der Zwischenprüfung und

in der Schule nämlich auf drei

Jahre verkürzen.

Danach möchte er als Monteur

bei den Stadtwerken bleiben.

„Ich bin schon gespannt,

was mich erwarten wird.“ Für

Benedikt steht fest: „‚Fertig'

bin ich dann noch lange nicht.

Es gibt immer etwas, das man

dazulernen kann.“

Von Julia Weise

Bei den Crailsheimer

Stadtwerken ist

Benedikt

für die Energieversorgung

in und um die Horaffenstadt

mitverantwortlich.

twor

tli

Foto: Chones/Shutterstock

INTERESSE AN

MATERIE

Obwohl Benedikt in der Lehre

noch nicht „unter Spannung“

arbeiten darf – „denn das ist

nicht immer ungefährlich und

erfordert daher eine spezielle

Weiterbildung“ – ist er sich sicher,

dass Verantwortungsbewusstsein

in seinem Beruf unerlässlich

ist. „Außerdem sollte

man sich in Problemstellungen

reindenken können und

sich dafür interessieren, wie es

funktioniert, dass die Lampe

brennt oder der Fernseher angeht.“

Weshalb Energieversorger wie

die Stadtwerke in Crailsheim

als „systemrelevant“ gelten, ist

für Benedikt völlig klar. „Gerade

für Krankenhäuser oder Firmen

ist es absolut wichtig, dass

es eine dauerhafte Stromversorgung

gibt. Ohne Energie

würde dort rein gar nichts

mehr funktionieren.“

Und er fügt hinzu: „Das gilt

aber nicht nur für Unternehmen,

sondern für jeden Einzelnen

von uns. Wir wollen ja

schließlich alle, dass Kühlschrank,

Backofen sowie Heizung

daheim angehen, wenn


mit einer Ausbildung bei Nedschroef

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18| NEXT STEP JOBSTART

Haben sich für einen sicheren Beamtenjob

beruflich umorientiert: Christin Buchstab

und Martin Heß. Die beiden Anwärter

schauen nun auf dem Gefängnishof nach

dem Rechten. Fotos: Hannah Pompalla

EIN SPIEL AUS

NÄHE UND DISTANZ

Christin Buchstab und Martin Heß absolvieren in der Haller JVA eine Ausbildung

zu Justizvollzugsbeamten im mittleren Dienst.

Im Gefängnis zu arbeiten,

ist für viele Menschen

schwer vorstellbar. Für

Christin Buchstab und

Martin Heß ist es jedoch Alltag.

Jeden Morgen schlüpfen sie in

ihre blaue Uniform, um Straftäter

in der Justizvollzugsanstalt

(JVA) Schwäbisch Hall zu betreuen

und zu beaufsichtigen.

„Ich wollte schon immer in den

öffentlichen Dienst“, erklärt die

25-Jährige. Schließlich bringe

der Beamtenstatus gewisse Vorzüge

mit sich, wie einen sicheren

Job und ein geregeltes Einkommen.

„Als ich dann in

meinem vorigen Beruf als Zahnarzthelferin

auf eine Stellenanzeige

für eine Ausbildung in der

JVA gestoßen bin, dachte ich

mir, jetzt ist der richtige Moment

gekommen“, sagt sie. Ihrem

38-jährigen Kollegen, einem gelernten

Holzbaumechaniker,

ging es ähnlich. Nun zählen sie

seit Oktober 2019 zu den über

40 Azubis, die gerade in diversen

Bereichen der Einrichtung

ausgebildet werden.

Die Hauptaufgabe von Justizvollzugsbeamten

ist es, die Inhaftierten

auf ein Leben nach dem Gefängnis

vorzubereiten. Der Fokus

liegt also auf der Resozialisierung.

Sie begleiten die Häftlinge beispielsweise

zu den Arbeitswerkstätten,

zum Sportkurs, zu Therapiesitzungen

sowie zu Sucht- und

Schuldnerberatungen. „Wir haben

ein großes Tätigkeitsfeld“,

freut sich Christin.

350 STRAFTÄTER

IN HAFT

Dabei hat es die junge Anwärterin

tagtäglich mit Straftätern

jeder Art zu tun, darunter

Kleinkriminelle ebenso wie

Mörder. Manche müssen nur

einen Tag in Untersuchungshaft

verbringen, andere sitzen

lebenslänglich ein. Derzeit leben

rund 350 Menschen in der

Anstalt. Normalerweise sind es

über 400, doch wegen Corona

gab es vorzeitige Entlassungen

und Verschiebungen von Haftstrafen.

Ab Mitte März wurden

auch Besuche untersagt, die

sonst viermal im Monat gestattet

sind. „Da war schon eine

Anspannung zu spüren“, schildert

Christin. Doch seit Juni

dürfen die Häftlinge wieder

einmal im Monat ihre Angehörigen

treffen, statt nur zu telefonieren

oder zu skypen.

Die Vollzugsbediensteten

überwachen rund um die Uhr

etwa die „Stockwerke“, die Gemeinschafts-

und Besuchsräume

sowie den Hof, auf dem sich

die Insassen für eine Stunde

pro Tag aufhalten dürfen. Zudem

versorgen sie die Gefangenen

mit Essen und Kleidung.

Besteht ein Verdacht, dass jemand

unerlaubte Gegenstände

mit sich führt, dürfen sie auch

eine Leibesvisitation vornehmen

oder eine Zelle durchsuchen.

Die Beamten übernehmen

außerdem Fahrten zu


NEXT STEP JOBSTART |19

„Vorführungen“ vor dem Richter.

„Heute habe ich zum Beispiel

einen Mann zum Landgericht

Heilbronn gefahren und

wieder abgeholt“, berichtet

Martin. Brenzlige Situationen

haben er und Christin noch

keine erlebt.

SOZIALE

KOMPETENZEN

SIND ESSENTIELL

Damit das Zusammenleben in

geordneten Bahnen verläuft,

müssen Justizvollzugsbeamte

ein hohes Maß an sozialen

Kompetenzen mitbringen.

Schließlich haben sie eine wichtige

Vorbildfunktion: Allein mit

ihrem Verhalten wirken sie auf

die Insassen ein. „Es ist sehr

wichtig, respektvoll mit ihnen

umzugehen und keine Angst zu

haben“, sagt Christin. „Denn so

wie du ihnen gegenübertrittst,

so behandeln sie dich auch.“ Es

komme zwar immer wieder zu

verbalen Konflikten. Doch

dann gelte es, das Gespräch zu

suchen und nicht ignorant zu

sein. „Jeder hat seine eigene

Geschichte.

Aber man

darf natürlich

auch

nicht vergessen,

warum

diese Menschen

hier sind“, fügt

Martin hinzu. „Es

ist sozusagen eine Art

Spiel aus Nähe und Distanz“,

sagt er.

In „situativen Handlungstrainings“

bilden die

beiden Nachwuchskräfte

schwierige Situationen nach

und besprechen diese. „So lernen

wir, eine professionelle Beziehung

als Bezugspersonen

aufzubauen“, sagt Christin.

So wie du den

Insassen gegenübertrittst,

so behandeln

sie dich auch.

Die Kurse sind Teil des mehrmonatigen

Blockunterrichts im

Bildungszentrum Justizvollzug

in Stuttgart. Auf dem Unterrichtsplan

stehen

neben der Psychologie

auch Kriminologie,

Staatsbürger- und Rechtskunde

sowie das Dokumentationsund

Berichtswesen. Außerdem

üben die Azubis Kontrollieren,

Fesseln, Selbstverteidigung

und den Umgang mit Waffen.

Zur Eskalation sollte es allerdings

gar nicht erst kommen.

„Wenn mal größere

Streitereien entstehen sollten

und wir unsicher sind,

dürfen wir jederzeit die

erfahreneren Mitarbeiter

um Rat fragen“, sagt

Martin. „Man kann sich

stets auf die anderen

verlassen. Die Kollegialität

ist enorm. Das finde

ich sehr schön“,

sagt er.

Umzuschulen, war

für ihn und Christin

die richtige Entscheidung.

Die Schicht- und Wochenenddienste

hatten sie nicht

abgeschreckt. „Im Gegenteil.

Dadurch haben wir ja gerade so

viel Abwechslung“, sagt Christin

lachend.

Von Hannah Pompalla

DAS MUSS MAN

MITBRINGEN

Um Justizvollzugsbeamter im

mittleren Dienst zu werden,

ist mindestens ein Real- oder

Hauptschulabschluss mit abgeschlossener

Berufsausbildung

notwendig. Es ist von

Vorteil, bereits einen Job erlernt

zu haben – so bringt man

eine gewisse Lebenserfahrung

mit. Ein tadelloses Führungszeugnis,

gute (psychische) Gesundheit

und soziale Kompetenzen

werden vorausgesetzt.

Die duale Ausbildung dauert

zwei Jahre.

Die Fachtheorie wird in einem

Einführungs- und Abschlusslehrgang

am Stuttgarter Bildungszentrum

Justizvollzug

vermittelt. Der erste Abschnitt

dauert drei, der zweite fünf

Monate. In der übrigen Zeit ist

der Nachwuchs in den Anstalten

tätig. Am Ende steht die

„Laufbahnprüfung“ an. Wer

speziell die Weiterbildung der

Inhaftierten und die Gefangenenarbeit

betreuen möchte,

kann sich zum Beamten im

mittleren Werkdienst ausbilden

lassen.

Das Öffnen und

Schließen von Türen

ist nur eine von

vielen Tätigkeiten der

Justizvollzugsbeamten.

Sie begleiten

vielmehr die Insassen

auf ihrem Weg in die

Resozialisierung.


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Was interessiert mich? Und

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Hast du nach deinem Praktikum oder

vielleicht sogar in der Lehre schon einmal

ein Zeugnis bekommen? Dann ist

dir sicherlich aufgefallen, dass es da im

Gegensatz zur Schule keine Noten von

„1“ bis „6“ gibt, sondern ungewohnte

Floskeln wie: „Sie bemühte sich stets“

oder „Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten

war gut“. Klingt doch positiv,

oder? Was sich allerdings tatsächlich

hinter dieser Geheimsprache verbirgt,

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So weißt du im Zweifelsfall,

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MACHER

AUSSICHT AUF MEHR

Foto: Alphaspirit/Shutterstock.com

Du hast den Schulabschluss in der Tasche und deine beruflichen

Ziele ganz fest im Blick? Sehr gut. Dann hast du

mit den Protagonisten der nun folgenden Seiten schon

einmal etwas ganz Wesentliches gemeinsam. Wir haben

junge Menschen getroffen, die ihre Karriere selbst in die

Hand genommen haben. Lass dich inspirieren von unserem

Politikversteher Maximilian Walz. Den 28-Jährigen

hat es als Leiter des Berliner Abgeordnetenbüros von

Christian von Stetten vom Hohenlohekreis in die Hauptstadt

verschlagen. Komme mit auf einen Abstecher nach

Indien, wo es sich Helen Förstner zur Aufgabe gemacht

hat, Schüler aus armen Familien zu unterrichten. Und

erfahre von Sophie Grill, weshalb es auch manchmal gute

Seiten haben kann, wenn berufliche Pläne nicht ganz

so laufen wie vorab gedacht.


22| NEXT STEP MACHER

DER MANN

IM HINTERGRUND

Maximilian Walz ist Leiter des Berliner Abgeordnetenbüros von Christian von Stetten.

Er erlebt das politische Geschehen und seine Protagonisten täglich hautnah.

Eine Frage stellt sich

denen, die von seinem

eher ungewöhnlichen

Job hören,

meist schnell: Wie wird

man eigentlich Mitarbeiter eines

Bundestagsabgeordneten?

„Zunächst mal sollte man sich

natürlich für Politik interessieren“,

lacht Maximilian Walz.

„Meine Großeltern aus Westernhausen

und die ganze Familie

haben zu Hause am Küchentisch

ständig über die

aktuellen politischen Geschehnisse

gesprochen – so habe ich

schon als Kind viel mitbekommen.“

Das Interesse für diese

Themen hielt in seiner Jugend

an. „Zugegeben, nicht jeder

junge Erwachsene findet Bundestags-

oder Kommunalwahlen

spannend. Ich habe das immer

mitverfolgt.“

Als 2012 das Abitur näher rückte,

entschloss sich Maximilian,

in München Politikwissenschaften

zu studieren. „Dabei

habe ich quasi den theoretischen

Rahmen kennengelernt,

in dem sich die Politik bewegt“,

erklärt der 28-Jährige. Zu den

Inhalten gehörten die politischen

Systeme und Theorien,

aber auch überstaatliche Themen,

wie internationale Beziehungen.

„Für jemanden, der

sich für das Zeitgeschehen interessiert,

ist das ein tolles Studium“,

berichtet er. Und auch

im Anschluss sei es möglich, in

vielen Berufsfeldern Fuß zu

fassen. „Mein Glück war es,

dass Christian von Stetten 2013

auf der Suche nach einem Praktikanten

für sein Wahlkreisbüro

Arbeiten im Herzen der Demokratie – Maximilan Walz' Arbeitsalltag spielt sich insbesondere in

den Sitzungswochen auch rund um den Plenarsaal des Deutschen Bundestages ab. Fotos: privat

in Künzelsau war.“ Zeitgleich

zum Start des Studiums, begann

Maximilians Mitarbeit

dort. „Davon bin ich bis zu meinem

Bachelor-Abschluss nicht

losgekommen“, sagt er.

EINMAL ÜBER

DEN TELLER-

RAND HINAUS

Kein Wunder, spielte sich sein

erster Job nach dem Studium

ebenfalls im Künzelsauer Wahlkreis-

sowie dem Berliner Abgeordnetenbüro

von von Stetten

ab. „Rund zwei Jahre lang

war ich dort als persönlicher

Referent tätig, habe den Abgeordneten

begleitet und viele

Teilbereiche seiner Arbeit kennengelernt.“

Dann seien sich

die beiden aber darüber einig

geworden, dass Maximilian

noch woanders Erfahrungen

sammeln sollte. „2017 hat es

mich nach Sindelfingen verschlagen,

wo ich als Sachgebietsleiter

für Koordination

und Bürgerangelegenheiten

den dortigen Oberbürgermeister

unterstützte“, erläutert der

28-Jährige. „Das war auch super

spannend. Aber in diesem

beruflichen Umfeld ist es einfach

wichtig, dass es zwischenmenschlich

passt. Die eine

Hand muss wissen, was die andere

macht – bei Christian von

Stetten und mir war das von

Anfang an der Fall“, erklärt Maximilian.

Nach zwei Jahren in

Sindelfingen hieß es für ihn also

„back to the roots“ und ab

nach Berlin.

Dort ist er nun als Büroleiter

gemeinsam mit zwei weiteren

Mitarbeitern dafür zuständig,

den Bundestagsabgeordneten

der CDU/CSU bei all seinen

politischen Aufgaben zu unter-


MACHER |23

stützen und ihm den Rücken

freizuhalten. „Außerdem sind

wir die ersten Ansprechpartner

für die Bürger aus dem Wahlkreis

– wir sehen uns quasi als

die Hohenloher und Haller

Botschaft in der Hauptstadt.“

Allein in den letzten Wochen

während der Corona-Pandemie

trudelten täglich hunderte

Mails ein. „Meine Aufgabe ist es

dann unter anderem, zu selektieren

welche Anfragen sofort

bei meinem Chef auf dem Tisch

landen und welche nicht ganz

so dringlich sind.“ Eines ist ihm

zufolge aber klar: „In der Politik

sollte nur arbeiten, wer gerne

mit vielen verschiedenen Menschen

zu tun hat.“

GANZ NAH DRAN

AN MERKEL

UND CO.

Bundeskanzlerin Angela Merkel, der Abgeordnete Christian

von Stetten und Maximilian Walz als dessen Begleiter (v. li.).

In den Sitzungswochen des

Deutschen Bundestages begleitet

er Christian von Stetten

zu fast allen Besprechungen,

bereitet diese vor und nach.

Auch Geschäftsessen stehen

immer wieder auf seiner Agenda.

„Ein Highlight war, als ich

Christian von Stetten zu einem

Arbeitsessen mit Angela Merkel

und weiteren Abgeordneten

begleiten durfte – am Tisch mit

der mächtigsten Frau der Welt,

das ist schon der Wahnsinn.“

Ist er in den Gebäuden rund

um den Bundestag unterwegs,

kann es außerdem schon mal

vorkommen, dass die Bundeskanzlerin

oder hochrangige

Minister im Aufzug zusteigen.

Was er dann macht? „Versuchen,

möglichst nicht hinzustarren“,

witzelt der Politikexperte.

Zwar gehe sein Arbeitstag gut

und gerne mal von 9 bis nach

20 Uhr, aber Maximilian erklärt:

„Wenn einem der Job

Spaß macht, macht man das

auch gerne!“ Deshalb habe er

seine berufliche Zukunft auch

an seinen persönlichen Interessen

orientiert. „Das rate ich

übrigens jedem jungen Menschen,

der momentan auf Ausbildungssuche

ist.“

ANGEKOMMEN

IN DER HAUPT-

STADT

Auf die Frage, ob er manchmal

Freunde und Familie in der

Heimat vermisse, antwortet er:

„Ich habe jeden Tag mit den

Menschen und Angelegenheiten

aus Hohenlohe und Hall zu

tun. Auch wenn ich geografisch

weit weg bin, ist die Heimat für

mich doch immer ganz nah.“

In seiner Wohnung im Stadtbezirk

Charlottenburg habe er

sich gut eingelebt. „Im Bundestag

arbeiten viele junge Leute,

da knüpft man wahnsinnig

schnell neue Kontakte – es wird

mir also nie langweilig.“ Selbst

einmal als Politiker in das Geschehen

einzugreifen, kann er

sich übrigens nicht vorstellen:

„Mir liegt es eher, im Hintergrund

zu arbeiten. Deshalb

kann ich auch sagen, dass ich

da, wo ich momentan bin, sehr

glücklich bin.“ Von Alisa Grün

ZUR PERSON:

CHRISTIAN

VON STETTEN

Seit 2002 ist Christian

von Stetten direkt gewählter

Abgeordneter

des Bundestagswahlkreises

Schwäbisch Hall-Hohenlohe.

Er gehört zudem

dem Finanzausschuss

des Deutschen Bundestags

an. Als Vorsitzender

des Parlamentskreis Mittelstand

(PKM) der CDU/

CSU-Bundestagsfraktion

führt er außerdem die

mit 161 Parlamentariern

größte soziologische

Gruppe innerhalb seiner

Fraktion.

Startklar.

Was immer Sie vorhaben, mit einem festen Ziel vor Augen und mit Ihrer Begeisterung

an der Idee werden Sie es erreichen. bott freut sich darauf, Sie dabei mit seinem

jungen Team und in einem innovativen Arbeitsumfeld zu begleiten.

Fahrzeug- und Betriebseinrichtungen

Bott GmbH & Co. KG, Bahnstraße 17, 74405 Gaildorf

Wir bilden aus:

DHBW Wirtschaftsingenieurwesen,

Studienrichtung Produktion-Logistik

DHBW BWL-Industrie

Elektroniker für Betriebstechnik

Industriekaufmann/-frau

Konstruktionsmechaniker /-in

Fachkraft für Lagerlogistik

Aktuell offene Ausbildungsplätze

finden Sie auf unserer Website

Bewerbungsunterlagen an: Ramona Fitz

ausbildung@bott.de, Tel.: 07971 / 251-237.

bott.de


24| NEXT STEP MACHER

„IN INDIEN SCHIEN ES VIEL

SICHERER ALS IN EUROPA“

Helen Förstner unterrichtet Kinder in Delhi. Durch die Corona-Pandemie

muss sie das Freiwilligenjahr schweren Herzens abbrechen.

Jäh endet für Helen Förstner

ihr Aufenthalt in Indien.

Am Montag, 16. März,

erfährt sie, dass Freiwillige

wegen der Corona-Pandemie

schnellstmöglich nach

Deutschland zurückgeholt

werden sollen. Am Mittwoch ist

die 19-Jährige schon auf dem

Weg zum Flughafen in Delhi

und strandet fast in Istanbul.

Die Türkei hat eben die Grenze

zur Europäischen Union dicht

gemacht. Einige Schreckminuten

später die Entwarnung.

Weil sie sich im Transit-Bereich

befindet, wird der Flug fortgesetzt.

Am Donnerstag kommt

sie gesund, aber auch ein wenig

enttäuscht, in ihrem Elternhaus

an.

Gut ein halbes Jahr früher: Helen

hat das Abitur in der Tasche

und freut sich auf ihr erstes

großes Abenteuer, das im

September beginnen soll.

Denn ein Jahr lang wird sie als

Mitarbeiterin von Sakshi, einem

Zentrum für Information,

Bildung und Kommunikation,

Schüler aus armen Familien in

Englisch unterrichten. Möglich

wurde das durch das

„Weltwärts“-Programm, dem

entwicklungspolitischen Freiwilligendienst

des Bundesministeriums

für wirtschaftliche

Zusammenarbeit und Entwicklung,

und die Entsendeorganisation

VIA, die die Tätigkeit

in Indiens Hauptstadt

vermittelte. Zusammen mit

drei anderen Freiwilligen aus

Deutschland, eine arbeitet

ebenfalls im Zentrum, lebt Helen

in einer WG.

Helen Förstner feiert mit den Kindern das indische Farbenfest Holi.

OFFENHEIT UND

HERZLICHKEIT

DER MENSCHEN

BEEINDRUCKEN

„Wir wurden schnell gute

Freunde und haben viel miteinander

unternommen“, erzählt

die Sulzdorferin begeistert.

Der viel zu frühe Abschied

schmerzt. „In Indien schien es

damals viel sicherer als Zuhause“,

erinnert sie sich. „Gut,

beim Holi-Farbenfest Anfang

März trugen bereits einige

Menschen Schutzmasken und

die Grundschulen wurden geschlossen.

Aber so schlimm

wie in Europa war es lange

nicht.“ Doch die junge Frau

hat keine Wahl.

Heute ist Helen froh, dass sie

rechtzeitig zurück zu ihrer Familie

fliegen konnte. Obwohl

Freiwillige, die ihren Aufenthalt

aufgrund der Corona-Pandemie

abbrechen mussten, ausnahmsweise

für ein zweites Jahr

entsandt werden können,

möchte sie das Angebot nicht

Fotos: privat

wahrnehmen. „Es wäre nicht

dasselbe“, ist sie überzeugt, zumal

sich die Freunde aus der

WG auch dagegen entschieden

hätten. Da bewahrt sie sich lieber

die Erinnerung an „coole

sechs Monate“ und die Offenheit

und Herzlichkeit der Menschen,

die sie mehr als das weltberühmte

Taj Mahal oder der

Ausflug zum Himalaya beeindruckt

hat. „Obwohl die Kinder

selbst wenig hatten, haben sie

uns immer von ihrem Essen angeboten.

Manche schenkten


NEXT STEP MACHER |25

Einmal in Indien, durfte ein Ausflug zum

weltberühmten Taj Mahal nicht fehlen.

uns Süßigkeiten, die sie extra

gekauft hatten“, erzählt sie.

„Dafür, dass wir sie unterrichteten,

mit ihnen bastelten und

spielten, wollten uns viele der

Kinder etwas zurückgeben.

Doch wir wollten das eigentlich

gar nicht“, berichtet Helen.

„Schließlich haben wir im Zentrum,

in dem die Schüler auf

Teppichen auf dem Boden sitzen,

erlebt, wie sehr sie sich

schon über ein paar Buntstifte

freuen. Für die indischen Schüler

dort ist das der reine Luxus.“

BASICS VON

FREUNDEN

Auch dem Riksha-Fahrer, der

sie zum Hindi-Unterricht fuhr,

hat Helen lieber etwas mehr gegeben,

als dass sie den Preis zu

weit herunterhandelte. „Wie

man die Kosten vereinbart und

welche Wörter man benutzt,

haben uns unsere indischen

Freunde beigebracht.“ Große

Fortschritte in der Sprache habe

sie während der sechs Monate

nicht gemacht, bedauert Helen.

Das liege an der komplizierten

Grammatik, aber auch an den

fremden Schriftzeichen. Aber

für den Einkauf im Supermarkt

oder um am Streetfood-Stand

ihr Leibgericht „Paneer Butter

Masala“ zu bestellen, hat es gereicht.

Die würzige und sehr

cremige Speise mit Käse wird

traditionell mit Naan-Brot gegessen,

das man in die Sauce

tunkt. „Das ist so lecker“,

schwärmt Helen, die sich jetzt

auf den nächsten großen Schritt

in ihrem Leben vorbereitet. Ab

Herbst möchte sie studieren.

Doch das „Was“ und „Wo“ steht

noch in den Sternen.

Von Claudia Linz

Blick ins Klassenzimmer: Die Schüler sitzen

im Zentrum für Information, Bildung und

Kommunikation in Delhi auf Teppichen auf

dem Boden.

ARBEITERWOHLFAHRT

Soziale Dienste gGmbH, Schwäbisch Hall

Herzlich willkommen bei der AWO Schwäbisch Hall!

Ein Ausflug führte Helen zu den Sehenswürdigkeiten in

Jaipur im indischen Bundesstaat Rajasthan.

Wir suchen engagierte Menschen für ein FSJ (m/w/d)

Wenn du dich einbringen möchtest, Freude an der Arbeit mit Menschen und

Lust auf neue Erfahrungen hast, dann bist du bei uns genau richtig.

Wir bieten dir Einsatzmöglichkeiten in den Bereichen:

• Mobile soziale Dienste durch Essenausfahren, das Übernehmen von

Fahrdiensten und Bürotätigkeiten

• Montessorikindernest

• Schulassistenz an der Grundschule Steinbach

Konkrete Informationen zu den Stellenprofilen, Anforderungen und zu unseren

Leistungen findest du auf unserer Homepage: www.awo-sha.de.

Bei Rückfragen kannst du dich gerne an Frau Dahm telefonisch oder per

E-Mail wenden.

Ilona Dahm · Telefon 07 91 / 9 70 04-39 · E-Mail: ilona.dahm@awo-sha.de

Bitte sende deine aussagekräftige Bewerbung mit dem Stichwort „FSJ“ bis

spätestens 10.07.2020 an:

AWO Soziale Dienste gGmbH

Ilona Dahm · Mohrenstraße 9 · 74523 Schwäbisch Hall

oder per E-Mail in PDF-Format an:

Ilona.dahm@awo-sha.de


26| NEXT STEP MACHER

KRISENSTAB IM

CORONA-HOTSPOT

Sophie Grill muss auf ihren Auslandsaufenthalt in den USA verzichten

und sammelt dafür andere, wertvolle Erfahrungen.

Zweieinhalb Monate

North Carolina inklusive

Appartement und

Mietwagen geplatzt.

Zwei Wochen Sprachurlaub im

spanischen Cadiz abgesagt. Für

Sophie Grill war und ist das „eine

große Enttäuschung“. Schließlich

war es die Auslandserfahrung,

wegen der sie sich 2018 für

die Ausbildung zur Industriekauffrau

mit Zusatzqualifikation

Internationales Wirtschaftsmanagement

bei Ziehl-Abegg in

Künzelsau entschieden hat.

Dabei sei für sie bis Anfang

März „alles noch ziemlich normal

gelaufen“. Lediglich Reisen

nach China seien wegen

des Ausbruchs von Covid-19

verboten worden. Ein paar Wochen

später jedoch ist die Pandemie

in Europa und in den

USA angekommen, der Hohenlohekreis

ist Corona-Hotspot

und 25 Azubis bei Ziehl-Abegg

können ihre Auslandsreisen

knicken. Auch im Unternehmen

gibt es bald die ersten fizierten.

In-

Dass die Stornierung

der

Reise auch etwas

Positives

für sie bringen

kann, hätte Sophie

nicht gedacht.

Trotzdem

ist es so: Als einzige

Auszubildende

wird die

24-Jährige aus

Niedernhall

in

den Corona-Kri-risenstab

des Ventilatorenherstellerrs

berufen. Die fahrungen, die Ersie

dort macht, bezeichnet sie

heute als „einmaliges Highlight“,

auch wenn der Anlass

dafür freilich kein schöner war.

„Nirgendwo sonst hätte ich als

Azubi so viel über das Unternehmen,

die einzelnen Abteilungen

und Verflechtungen gelernt,

wie in diesen Wochen“,

schwärmt Sophie.

GESICHTSVISIERE

PRODUZIERT

Mit dem Vorstandsvorsitzenden

Peter Fenkl, der Betriebsratsvorsitzenden,

dem Werksleiter,

der Ausbildungsleiterin

und einigen mehr saß Sophie

täglich von 7 bis 17 Uhr an einem

Tisch im größten Besprechungsraum,

um Maßnahmen

für eine Situation zu besprechen,

wie sie es vorher noch

nie gegeben hat. „Wir haben

zum Beispiel mit Mitarbeitern

vom Gesundheitsamt Konzepte

entwickelt, um die Ange-

Als einzige

Auszubildende engagiert

sich Sophie Grill im

Corona-Krisenstab beim

Ventilatorenhersteller

Ziehl-Abegg. Foto: privat

stellten zu schützen“, erzählt

Sophie. „Dabei haben wir Betriebsanweisungen

formuliert

und Kontaktlisten erstellt.“ Im

Intranet wurde etwa eine Seite

geschaffen, auf der sich die

Mitarbeiter beispielsweise darüber

informieren konnten,

mit welchen Symptomen sie

Zuhause bleiben sollten. Auch

auf einen möglichen Shutdown

habe sich das Unternehmen

vorbereitet.

Sophie habe sich „immer als

vollwertiges Mitglied des Krisenstabs“

gefühlt. Inzwischen

trifft sich das Gremium nur

noch dreimal wöchentlich für

maximal drei Stunden. Das

ist auch gut so,

denn nun hat nach

dem Homeschooling

der Präsenzunterricht

wieder

begonnen. „Wir

sind höchstens 20

Schüler in einer

Klasse und tragen

bis zu unserem Platz an den

Einzeltischen Masken“, berichtet

Sophie. Sobald der Lehrer

das Pult verlässt, setze auch er

eine Maske auf.

Apropos Schutz: Um das Ansteckungsrisiko

für die Beschäftigten

im Gesundheits- und Pflegewesen

zu minimieren, hat

Ziehl-Abegg 380 Gesichtsschilde

produziert. Sie bestehen aus

einem Trägerelement aus dem

3D-Drucker oder einem gefrästen

Element aus der Lehrwerkstatt,

einer Tageslichtprojektorfolie

und einem Gummiband.

Der Versand in die Region lief

ebenfalls über den Schreibtisch

von Sophie. Die Arbeiten im

Krisenstab haben ihr geholfen,

die Enttäuschung über

Diese einmalige

Chance kommt

nicht wieder.

die

Stornierung

ihrer Reisen zu verschmerzen.

Bitter sei

das nach wie vor, weil

„diese einmalige

Chance nicht wiederkommt“,

sagt die

junge Frau. Denn für

sie stehen demnächst

schon die

Abschlussprüfungen

an, auf die sie

sich vorbereiten

muss – und dann ist

die Ausbildung zu

Ende.

Von Claudia Linz


WISSEN

WER, WIE, WAS?

Foto: ESB Professional/Shutterstock.com

Auf deinem Schreibtisch stapeln sich die Aufgaben

und deine To-Do-Liste wird immer länger.

Und was tust du? Kannst du dich auch dann

noch gut organisieren, wenn es mal brenzlig

wird? Oder gehörst du eher zu der Fraktion, die

den ganzen Papierberg dann am liebsten unberührt

in die Tonne schieben würde? Mit unserem

Psycho-Test findest du heraus, wie du wirklich

tickst. Zudem bekommst du in unserer „Wissens-Sparte“

einen tollen Überblick darüber, an

welchen Hochschulen du in Baden-Württemberg

studieren kannst. Außerdem erfährst du,

wie sinnvoll es wohl ist, wenn sich deine Eltern

in deine Berufswahl einmischen möchten.


28| NEXT STEP WISSEN

GUT ZU WISSEN Systemrelevante

Berufe Von Julia Weise

JOURNALISTEN N

BRAUCHEN

KAFFEE!

Wer hätte das gedacht? Aber in keiner Berufsgruppe wird so

viel von dem koffeinhaltigen Heißgetränk getrunken, wie

bei den Medienschaffenden. Das will die britische Agentur

Pressat mit einer Studie herausgefunden haben. Auf Platz

zwei und drei folgen übrigens Polizisten und Lehrer. Woher

dieser Kaffee-Durst bei den systemrelevant-Arbeitenden

wohl kommt?

Foto: Archiv/Valentyn Volkov

MEHL, NUDELN, SALZ…

Was würden wir nur machen, wenn wir im Laden plötzlich

keine Lebensmittel mehr kaufen könnten? Rund drei Millionen

Menschen sind in Deutschland im Einzelhandel beschäftigt.

Davon arbeiten mehr als eine Million im Lebensmittelbereich.

Sie gelten als systemrelevant. Mit ihrer

Arbeit stellen sie sicher, dass wir uns eben doch nicht zu

„Jägern und Sammlern“ zurückentwickeln müssen, sondern

unser Essen ganz entspannt im Supermarkt um die

Ecke „einfangen“ können.

Foto: Paulista/Shutterstock.com

BIS ZU 1000 EURO

PRÄMIE

bekommen Beschäftigte in

der Altenpflege 2020 als Bonus

für die besonderen Belastungen

während der Krise.

Das hat die Bundesregierungg

festgelegt. Foto: Archiv/Valentyn Volkov

SYSTEMRELEVANTE JOBS

umfassen solche Tätigkeiten, die gebraucht werden, um

unsere Gesellschaft grundlegend am Laufen zu halten. Sie

stellen sicher, dass wir auch in Ausnahmesituationen – etwa

während der Corona-Krise – noch weitestgehend normal

und sicher leben können. Das heißt, der Zugang zu Lebensmitteln,

Geld und Strom wird beispielsweise gewährleistet.

Aber eben auch die medizinische Versorgung, Sicherheit

– etwa durch Polizei und Feuerwehr – und der

Zugang zu unabhängigen Medien bleiben möglichst stabil.

Welche Berufe als systemrelevant gelten, ist von Bundesland

zu Bundesland verschieden.

Foto: Pradeep Thomas/Shutterstock.com

ZEITUNGSPAPIER?

BANANENBLÄTTER?

Oder vielleicht mit dem Waschlappen? Nein, wirklich! Über

fehlendes Klopapier sollte man eigentlich keine Scherze

machen. Etwa 20 Blatt verbraucht jeder von uns davon –

und zwar täglich. Umso erschreckender war es da wohl für

viele, als in den Läden plötzlich ein Mangel an den kostbaren

weißen Rollen herrschte. Wieso? Ganz einfach! Kurzfristig

wurde dreimal so viel Klopapier gekauft wie sonst!

„Hamstern“ nennt man dieses

Phänomen. Wie gut, dass

die Lieferketten trotz

Corona noch los funktionierten. So

war das Defizit schnell

reibungs-

beseitigt. Wir können

jetzt wieder kenlos aufs Örtchen

beden-

gehen…

Foto:

Paulista/

Shutterstock.com


NEXT STEP WISSEN |29

„EINEN ,JAHRGANG CORONA‘

MÜSSEN WIR VERMEIDEN“

Das sollten Schulabgänger jetzt wissen: Interview mit Karin Käppel, Vorsitzende der

Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim.

Frau Käppel, die anhaltende

Corona-Krise betrifft

auch die Ausbildung. Wie ist

die aktuelle Situation für

Schulabgänger?

Karin Käppel: Quer durch alle

Bereiche gibt es noch viele attraktive

Ausbildungsangebote

für 2020. Rein rechnerisch

kommen auf einen Bewerber

zwei Stellen. Trotzdem sollte jeder

einen Plan B haben. Die

Berufsberater helfen dabei,

Ausbildungsalternativen oder

Überbrückungsmöglichkeiten

zu finden. Für einige Abiturienten

platzen die Träume vom

Auslandsaufenthalt oder Übergangsjob.

In dem Bereich gibt

es viele Unsicherheiten, was ab

Herbst geht und was nicht. Ich

rate allen Schulabgängern,

jetzt mit der Berufsberatung

Kontakt aufzunehmen, um realistische

Möglichkeiten auszuloten

und zu realisieren.

Manche machen sich Sorgen,

weil ihre Noten aufgrund

des Unterrichtsausfalls

schlechter sind als sie

es unter normalen Umständen

gewesen wären. Was sagen

Sie diesen Jugendlichen?

Bis jetzt wurden diese Sorgen

nicht an uns herangetragen.

Laut Kultusministerin Susanne

Eisenmann darf kein Schüler

einen Nachteil durch den Unterrichtsausfall

haben. Noten

sind aber auch nicht alles. Ein

großes Augenmerk legen die

Unternehmen bei der Bewerberauswahl

auch auf die Softskills,

wie beispielsweise Lernbereitschaft,

Team- und

Konfliktfähigkeit.

Karin Käppel.

Foto: Archiv

Wie unterstützt die Arbeitsagentur

Ausbildungsplatzsuchende?

Gibt es besondere

Angebote?

Wir beraten und unterstützen

am Telefon, per E-Mail und

nach Terminvereinbarung persönlich.

Inzwischen sind an

vielen Schulen auch wieder

Sprechzeiten möglich. Dabei

zeigen wir die aktuellen Möglichkeiten

auf und wenn notwendig

auch Alternativen.

Sollte es mit einem Ausbildungsplatz

in diesem Jahr

nicht klappen, können wir über

eine Einstiegsqualifizierung

ein Langzeitpraktikum fördern.

Teilweise kann diese Zeit auf eine

spätere Ausbildung angerechnet

werden. Unsere virtuellen

Angebote wie

beispielsweise das Selbsterkundungstool

„Check-U“ sind

sehr gefragt. Außerdem haben

wir Online-Angebote in Planung,

die Bewerber mit Firmen

zusammenbringen sollen. Mit

unserer „AzubiWelt-App“ können

Jugendliche direkt am

Smartphone nach freien Ausbildungsstellen

suchen.

Im Moment machen viele

Betriebe unter erschwerten

Bedingungen weiter, andere

kämpfen um ihre Existenz.

Kann da Ausbildung überhaupt

im bewährten Rahmen

stattfinden?

Die duale Ausbildung ist nach

wie vor ein elementarer

Baustein zur Sicherung des

Fachkräftebedarfes. Ebenso

wichtig ist es, jungen Menschen

Perspektiven zu bieten.

Zahlreiche Unterstützungsangebote

von Bund und Land

sind geplant, die alle ein Ziel

verfolgen: den Ausbildungsmarkt

auch unter Pandemie-

Bedingungen auf möglichst sichere

Beine zu stellen. Wir

müssen einen „Jahrgang Corona“

vermeiden.

Wie hat sich die Ausbildungssituation

in den vergangenen

Monaten verändert?

Wir stellen eine gewisse Zurückhaltung

bei den Unternehmen

fest. Im Juni waren 4,5

Prozent weniger Ausbildungsplätze

gemeldet als vor einem

Jahr. Doch es gibt kaum Stornierungen

von – vor der Krise

zugesagten – Ausbildungsverträgen.

Im Juni waren rund

5000 Berufsausbildungsstellen

gemeldet. Davon knapp die

Hälfte unbesetzt.

Welche Bereiche sind vor

allem betroffen?

Der globale Konjunktureinbruch

zieht sich durch alle Bereiche.

Doch es gibt auch

Gewinner. Das Institut für

Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

der Bundesagentur für

Arbeit erwartet, dass sich die

Branchen Gesundheit, Pflege

und alle Berufe, die in Zusammenhang

mit der Digitalisierung

stehen, am schnellsten erholen.

Von Claudia Linz


30| NEXT STEP WISSEN

VOLL

VERPLANT?

BERUFLICHE ZIELE –

IN DEN NÄCHSTEN MO-

NATEN, DEN KOMMEN-

DEN JAHREN UND AUF

LANGE SICHT? HAST

DU EINEN PLAN?

SCHULE, JOB U

SÄTZLICH VIEL

TES ZU TUN – IM

WAS LOS. KRIE

DAS ALLES IMM

DIE REIHE?

Dir schwirrt der Kopf vor lauter Aufgaben –

nur wo soll man bloß anfangen? Schreibst Du

To-do-Listen oder erledigst Du lieber alles

spontan mit einem Hauch kreativem Chaos?

Hier gibt’s den Selbstcheck. Finde heraus, ob

du Dich gut organisieren kannst!

Ich habe immer viel zu viel zu tun –

deshalb plane ich nicht viel und lebe

lieber von Tag zu Tag

Für nächstes Jahr habe ich mir

schon ein paar Ziele gesteckt – mal

sehen wie es läuft

Ich habe auf jeden Fall eine Prioritätenliste.

Die überprüfe ich auch

regelmäßig

Ich weiß genau was ich in den

nächsten zwei Jahren ereichen will

und habe den nächsten Karriereschritt

auch schon geplant

Geht so – ich sage auc

kurzfristig etwas ab u

auch nicht jede Deadl

könnte wohl besser se

Ich bringe meine Sach

durch, aber manchma

auch etwas länger sitz

bleibt dann auf der St

Geht ganz gut, ich ver

vorzuplanen um alles

und gönne mir dann a

Pause

Alles klappt bestens s

festen Terminkalende

FERIENJOB – DU SITZT

IM BUS ZUR FIRMA.

WEISST DU, WELCHE

AUFGABEN DICH

HEUTE ERWARTEN?

DIE ZEIT RENN

GUT KANNST

SCHÄTZEN, W

ZEIT DU FÜR E

AUFGABEN BEN

DIE AUSWERTUNG

Zähle nun zusammen, welches Zeichen

Du überwiegend angekreuzt hast:

Ich schau einfach mal was so kommt –

mein E-Mail Postfach hat eh meist

eine Überraschung für mich parat

Ich nehme mir jeden Tag eine wichtige

Sache vor, die ich erledigen will

und dann ist noch Zeit für Neues

oder Kurzfristiges

Ich weiß das alles ziemlich genau,

denn ich habe einen Tages- und

einen Wochenplan

Klar! Ich habe To-do-Listen und

weiß genau, was am wichtigsten ist

Es geht. Aufgaben sin

reicher als ich zuerst

das macht für mich d

schwierig

Nur grob – wenn ich

dacht brauche, muss

ger sitzen

Ich plane schon von

nen Puffer ein. Das r

grad so. Dass ich abe

überziehe, passiert s

Ich hab alles im Griff

entsprechend vorber

KREATIVES

CHAOS

Es ist doch so: Du weißt nie wirklich, was Dein Tag

eigentlich bringt. Struktur in Deinem Leben sucht

man vergeblich, Vorausplanen ist ein Fremdwort.

Deswegen bist Du bei Aufgaben oder Arbeiten fast

immer fremdbestimmt und bekommst Schwierigkeiten,

Dinge zu bewältigen. Daran solltest Du arbeiten,

denn wer es schafft, sich zu organisieren,

arbeitet effektiver und mit mehr Spaß.


NEXT STEP WISSEN |31

UND ZU-

PRIVA-

MER IST

GST DU

ER AUF

h mal privat

nd schaffe dann

line. Das Ganze

ein

hen pünktlich

al muss ich

zen und Privates

recke

suche vieles

hinzukriegen

auch mal eine

WENN DU DIR

PRIORITÄTEN SETZT,

SCHAFFST DU ES, SIE

AUCH EINZUHALTEN?

Mein Tag ist meist unstrukturiert

und es kommt immer was dazwischen

Das Wichtigste sollte man ja zuerst

erledigen – aber das schaffe ich leider

trotzdem nicht immer

Ich halte mich in der Regel an meinen

Plan. Wenn etwas dazwischenkommt,

ist es meist etwas Unvorhergesehenes

Ich plane so, dass auch mal Zeit ist,

Kurzfristiges einzuschieben

BIST DU GUT IM NEIN

SAGEN, WENN DU AN

ETWAS WICHTIGEM

DRAN BIST?

Neinsagen fällt mir schwer – immer

kommt noch jemand, der

noch dringend etwas braucht

Ich versuche es, aber oft kommen

Dinge dazwischen. Arbeiten in

Häppchen ist bei mir eher die Regel

Die einzigen, die dazwischenfunken,

sind meine Eltern, und dann

muss ich halt

Ich kann das. Tür zu und Ablenkungen

raus

eit ich einen

r habe

T – WIE

DU EIN-

IE VIEL

INZELNE

ÖTIGST?

nd oft umfanggedacht

habe,

ie Planung

BIST DU EHER DER TYP

MULTITASKER ODER

KONZENTRIERST DU

DICH VOLL AUF EINE

AUFGABE?

Am Ende des Tages stelle ich oft

fest, dass ich zu häufig zwischen

Sachen hin- und hergesprungen

bin. Einerseits abwechslungsreich,

aber nicht immer effizient

Manchmal lasse ich mich ablenken,

gerade wenn jemand um

Hilfe bittet, aber ich will halt

auch niemanden hängen lassen

länger als geich

eben länvornherein

eieicht

meist

r stark

elten

f, weil ich demreite

und plane

MEISTENS GANZ

STRUKTURIERT

Du erkennst schnell, was wichtig ist und was nicht.

Deine Aufgaben bringen Dich nicht aus der Ruhe.

Das liegt daran, dass Du meistens einen Plan hast.

Wenn es doch mal passiert, dass Du in Zeitnot

kommst, hast du das schnell wieder im Griff. Wenn

Du noch ein bisschen mehr in die Vorbereitung

Deiner Aufgaben investieren würdest, hättest Du

noch weniger Stress.

Ich schaffe es eigentlich immer,

an der Aufgabe dran zu bleiben

und mich zu fokussieren

Sachen nacheinander zu erledigen,

hilft bei der Konzentration –

darum geht’s ja beim Priorisieren

EIN BISSCHEN WAS

VON ALLEM

Manchmal fallen Dir Aufgaben leicht, aber oft auch

nicht. An einem Tag stapeln sich Aufgaben nur so

und am anderen hast du voll den Lauf. Will sagen:

Wenn es um Deine Selbstorganisation geht, hängt

sehr viel von Deiner Tagesform ab. Wenn Du versuchen

würdest, Aufgaben stärker zu strukturieren,

kämst Du weniger unter Druck und die Phasen mit

dem guten Lauf wären die Regel.

TOP – DA IST

JEMAND AUF ZACK

An dieser Stelle gibt es nicht mehr viel zu sagen:

Du hast Dein privates und berufliches Leben so

gut im Griff, da kann man nichts verbessern. Du

konzentrierst Dich auf das Wesentliche und

gehst effektiv an die Arbeit. So verliert man auch

an turbulenten Tagen nicht den Überblick.

FOTOS: © NATA BENE, © K.DECOR, 9DREAM STUDIO/SHUTTERSTOCK.COM, KOLLAGE: MEDIASERVICE ULM


32| NEXT STEP WISSEN

STUDIEREN IN

NÄCHSTER NÄHE

Baden-Württemberg

bietet viele

attraktive Hochschulen

LEGENDE

Universitäten

Pädagogische Hochschulen

Kunst- und Musikhochschulen

Akademie für Darstellende Kunst

Filmakademie

Popakademie

Hochschulen für

angewandte Wissenschaften

Hauptsitz

Standort

Duale Hochschule BW

Präsidium

Standort

Campus

Nichtstaatliche Hochschulen

Private Universitäten

Schwetzingen

Mannheim

Bad Mergentheim

Heidelberg

Mosbach

Künzelsau

Karlsruhe

Pforzheim

Bad Liebenzell Hohenheim

Heilbronn

Schwäbisch Hall

Ludwigsburg

Stuttgart

Esslingen

Göppingen

Nürtingen

Kehl

Offenburg

Tübingen

Gengenbach

Rottenburg

Horb Reutlingen

Aalen

Schwäbisch Gmünd

Heidenheim

Geislingen

Ulm

Villingen-Schwenningen

Freiburg

Furtwangen

Albstadt

Trossingen Riedlingen

Biberach

Sigmaringen

Tuttlingen

Weingarten

Ravensburg

Lörrach

Konstanz

Isny im Allgäu

Friedrichshafen

QUELLE: MWK.BADEN-

WUERTTEMBERG.DE/DE/

HOCHSCHULEN-STUDIUM/

ICH WILL

STUDIEREN!

Detaillierte Infos zu allen

Studienangeboten in Baden-Württemberg

und die

interaktive Hochschulkarte

findest du auf der

Internetseite:

www.studieninfobw.de


NEXT STEP WISSEN |33

HS HEILBRONN

Hier treffen sich Tüftler und Mathe-

Fans: An der Hochschule Heilbronn

gibt es Studiengänge in den Bereichen

Technik, Wirtschaft und

Informatik. Zum Beispiel stehen Maschinenbau

oder Mechatronik und

Robotik zur Auswahl.

www.hs-heilbronn.de

DHBW HEILBRONN

Die Studierenden an der Dualen

Hochschule Baden-Württemberg

(DHBW) in Heilbronn pendeln zwischen

Studium und Praxisphase im

Betrieb. BWL mit Food Management,

Handel und Dienstleistungsmanagement

sind Schwerpunkte.

www.heilbronn.dhbw.de

KÜNZELSAU

Mit Technik und Wirtschaft haben die

Studiengänge am Campus Künzelsau

der Hochschule Heilbronn zu tun.

Beispiele sind Energiemanagement,

Elektrotechnik, BWL und Sozialmanagement

oder BWL und Kultur-,

Freizeit-, Sportmanagement.

www.hs-heilbronn.de/campus-kuenzelsau

SCHWÄBISCH HALL

Du möchtest Chef werden? Dann

könnte ein Studium am Campus

Schwäbisch Hall der Hochschule

Heilbronn die richtige Wahl für dich

sein. Zum Angebot gehören Studiengänge

aus den Bereichen Management

und Vertrieb.

www.hs-heilbronn.de/campus-schwaebisch-hall

HEILBRONN

Wenn Wirtschaft und Recht dein Ding

sind, schau dich mal an der German

Graduate School of Management

& Law um. Die Hochschule bietet

Master-Studiengänge zu Wirtschaftswissenschaften

und Wirtschaftsrecht.

www.ggs.de

DHBW MOSBACH

Studiengänge rund um die Digitalisierung,

international ausgelegte

Wirtschaftswissenschaften oder

doch eher ein Ingenieurstudium? Die

DHBW Mosbach und ihr Campus

Bad Mergentheim bieten viele duale

Studienmöglichkeiten.

www.mosbach.dhbw.de

HEILBRONN

Durch die Eröffnung des Campus der

TU München kannst du in Heilbronn

Uni-Luft schnuppern. Wenn du Ambitionen

hast, später in die Führungsetage

aufzusteigen, könntest du mit den

Management-Studiengängen hier

goldrichtig liegen.

www.wi.tum.de

AALEN

Technik, Wirtschaft oder gleich beides

auf einmal? Zu den zahlreichen

Studiengängen an der Hochschule

Aalen gehören unter anderem

Ingenieurpädagogik, Informatik,

IT-Sicherheit, Mechatronik und Wirtschaftspsychologie.

www.hs-aalen.de

SCHWÄBISCH GMÜND

Wenn dich Themen wie Bildung, Gesundheit

und Kulturen interessieren, ist

die Pädagogische Hochschule Schwäbisch

Gmünd das Richtige für dich.

Dort stehen dir Lehramt, Pflegewissenschaft

und Integration zur Wahl.

www.ph-gmuend.de

SCHWÄBISCH GMÜND

Wenn du besonders kreativ bist,

dann solltest du die Hochschule

für Gestaltung im Blick behalten. In

Schwäbisch Gmünd lassen sich Produkt-,

Kommunikations- oder Interaktionsgestaltung

sowie das Internet

der Dinge studieren.

www.hfg-gmuend.de

FOTOS: PR


34| NEXT STEP WISSEN

WENN MAMA SAGT, WO’S

BERUFLICH LANGGEHT

Sehr häufig mischen sich Eltern ganz aktiv in die Jobwahl ihrer Kinder ein.

Was gut gemeint ist, hilft oft nur wenig. Expertin Anita Christ weiß Rat.

Du wirst später einmal

in die Fußstapfen

deines Vaters

treten!“ – ein

Satz, den auch heute noch viele

junge Menschen zu hören bekommen.

Sei es von der eigenen

Mutter, den Lehrern oder

Verwandten. Blöd nur, wenn

der Vater ein klasse Handwerker

ist, das Kinnd aber zwei linke

Hände hat und dafür vielleicht

Programmiersprachen

aus dem Effeff beherrscht.

Dann ergibt die Weissagung

nur wenig Sinn.

Oftmals ist es aber auch ein

zwingender Wunsch der Eltern,

einen Beruf oder Arbeitgeber

für ihren Nachwuchs zu finden,

der ihren Vorstellungen entspricht.

Deshalb mischen sie

sich ganz aktiv in die Suche ein,

besuchen ebenfalls die Ausbildungsmessen

und sind ganz

nah dran am Geschehen. Und

die Kinder? Fühlen sich häufig

überfahren von ihren „Schneepflugeltern“,

die versuchen alle

Probleme durch ihre intensive

Eigeninitiative von den Sprösslingen

wegzuschieben.

Expertin Anita Christ weiß in

solchen Fällen Rat. Die Schwäbisch

Hallerin ist Business

Coach & Trainerin, außerdem

Ausbilderin und IHK-Prüferin

für kaufmännische Berufe –

kennt sich also mit den Problemen

junger Menschen bei der

Jobsuche genauso gut aus, wie

mit den Angelegenheiten, auf

Foto: privat

die Ausbilder und Co. treffen,

sobald sich Eltern quasi „mitbewerben“.

Auf die Frage, inwieweit sich

Mama und Papa einmischen

sollten, rät sie Folgendes: „Eltern

sollten ihre Kinder ermutigen,

ihre individuelle Berufswahl

zu treffen und

Verantwortung für das eigene

Leben zu übernehmen – dies

erfordert manchmal Geduld,

vor allem jedoch Toleranz und

Zurückhaltung.“ Und wenn sie

dann doch mal den Eindruck

haben, der Tochter oder dem

Sohn fällt die Ausbildung

schwer? „In anstrengenden

Phasen können Eltern ihren

Kindern Halt geben und sie ermutigen

dranzubleiben. Die

Ausbildung auch als Teil der

Persönlichkeitsentwicklung zu

betrachten, hilft den jungen

Menschen, manche Klippe sicher

zu umschiffen.“ Der imaginäre

Schneepflug darf dafür

also getrost in der Garage bleiben.

Von Alisa Grün

Tochter oder Sohn bei der Suche nach einer Ausbildung oder einem Studiengang zu kontrollieren,

sorgt meist für schlechte Stimmung auf beiden Seiten. Foto: LightField Studios/Shutterstock.com

ZUR PERSON

Bereits als junge Frau hat

Anita Christ mit der Ausbildung

in kaufmännischen

Berufen begonnen

und dabei ihre Freude

an der Begleitung junger

Menschen entdeckt. Seit

2002 ist sie in der Weiterbildung

und Beratung als

Coach und Trainerin tätig.

Zwei Jahre später eröffnete

sie in Schwäbisch Hall

ihre eigene Coachingpraxis,

in der sie sich unter

anderem auf Business

Coachings und Beratungsprogramme

für Frauen

spezialisiert hat. Zudem

ist sie Trainerin für AE-

VO-Kurse und bildet dabei

beispielsweise Ausbilder

bei der Bundeswehr, der

IHK und in eigenen Kursen

aus.


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