advantage eMagazin 2020 Nr. 4

advantage.online

08 - Im Dialog ein gutes Morgen gestalten, Führungskräfte treffen sich zum Meinungsaustausch.
13 - Wohnen am Wasser, Kärntner See ist der Lebenstraum vieler.
16 - Wir machen weiter, Lockdown undurchschaubare Regelungen.
23 - Steinfeld, die Wirtschaft floriert.
36 - Neues in die Welt bringen, Wirtschaft fördert Kunst.
54 - Minister Anschober im Interview, wir müssen verantwortungsvoll bleiben.
56 - Pflege in Zeiten von Corona, Achtsamkeit für ein sicheres Miteinander.

Nr. 4 August/September 2020 € 5,90

Österreichische Post AG

MZ 18Z041474 M

advantage Media GmbH,

9020 Klagenfurt am Wörthersee

www.advantage.at

WIRTSCHAFTS-

STANDORT

GEMEINDE

STEINFELD

AUF SEITE 23

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Das Gute

liegt so nah

Der Ruf nach mehr

Regionalität

Das neue

WIFI-

Kursbuch

ist da!

Über 55 neue

Kursangebote

am WIFI Kärnten

Wohnen

am

Wasser

Kärntens

schönste Seen

Neues

in die Welt

bringen

Wirtschaft fördert

Kunst

Ein gutes

Morgen

gestalten

VZ Thementag 2020

im Fokus


——— #thinkabout ———

advantage-Gastautorin Dr. Iris Straßer gewährt uns

Einblicke in ihre Gedankenwelt und Herzensprojekte.

Foto: KK

ALLES KANN

BESSER WERDEN

von Dr. Iris Straßer

Eines ist sicher. Die vergangenen Monate

regen zum Denken an. Macht das

alles Sinn, was wir getan haben? Und

macht es Sinn, dem Wirtschaftsmotor

einfach wieder mit Unmengen an Geld

anzukurbeln, damit alles möglichst

bald so ist, wie es vor dem 15. März

war? Sicherlich braucht die Wirtschaft

Umsatz. Aber um welchen Preis? Um

den Preis überhitzter Kreisläufe,

überdrehter Geschwindigkeiten? Auf

Kosten jener Natur, die uns schon

innerhalb weniger Wochen wieder

gezeigt hat, wie blau der Himmel sein

kann und wie schnell sich Tiere Lebensräume

zurückerobern, wenn sie nur

dürfen – und wie schön das alles ist?

Viele haben in der Zeit des Lockdowns

Entlastung gespürt. Physisch gefühlt,

wie Steine von den Schultern fielen,

weil Terminkalender plötzlich leer

waren und sich die Wahrnehmung der

Welt und der Umgebung geändert hat.

Schönheit, Ruhe, das Leben im

Moment trotz aller Unsicherheit, die

angesichts einer ungewissen Zukunft

spürbar war. Alles kann besser werden,

singt Xavier Naidoo.

Wie die Zukunft nach der Pandemie

aussehen wird, wissen wir noch nicht.

Aber es gibt erste Erfahrungen und

viele Gedanken, die sich Menschen

gemacht haben und weiterhin machen.

Wie wollen wir Arbeit in Zukunft be ­

werten und wie Zusammenarbeit in

unseren Unternehmen künftig

gestalten? Wie viel Homeoffice ist

gewünscht und gebraucht, wie werden

Büros in zehn Jahren aussehen? Wie

verändern sich Märkte und Branchen,

sollte die Zeit der gehemmten

Globalisierung andauern?

Bald wieder wachsen, aber anders

Es gibt viele, die sich Gedanken

machen, wie die Zukunft aussehen

wird. Alljährlich treffen sich im Sommer

Führungskräfte aus Unternehmen,

Organisationen und Institutionen im

Rahmen des Verantwortung zeigen!­

Netzwerks, um sich einen Tag lang

strategisch auszutauschen und große

Themen zu erarbeiten, die die

Wirtschaft zur jeweiligen Zeit beschäftigen.

In diesem Jahr war dieser Tag den

Chancen qualitativen Wachstums

gewidmet. Was das bedeutet? Einfach

gesagt, besser zu werden anstatt nur

monetär zu wachsen. Noch mehr

Qualität und Herzblut in das zu legen,

was man tut, um am Markt Erfolg zu

haben. Prozesse konsequent zu verbessern

und viel Kraft in die Verbesserung

der Führungs- und Arbeits qualität

zu legen. Wer sein Angebot schärft, wer

aus einen Produkten und Dienstleistungen

eine Marke bilden kann, seinen

Kunden ein Versprechen geben und es

einhalten kann, wer Mitarbeiter hat,

die stolz auf das Unternehmen und ihre

Arbeit sind und das auch artikulieren,

der hat Vorteile gegenüber der

Konkurrenz. Und das gibt auch die

Möglichkeit für höhere Preise, höhere


Foto: Privat

Umsätze und schlussendlich für

bessere Erträge. Das weist auch das

Forschungsprojekt Impuls Q nach, das

von Alpen­ Adria-Universität Klagenfurt

und Fachhochschule Kärnten durchgeführt

wurde. Wir wissen also, dass es

auch anders geht.

Aber wie schaffen wir es, auch die

Zukunft danach zu gestalten und nicht

gleich wieder weiterzumachen wie

vorher? Schwer geht das, das spüren

wir alle.

Qualität sucht eine neue Kultur

Wer den Fokus von der Quantität hin

zur Qualität lenken will, muss einer

Veränderung der Unternehmenskultur

und einer bewussten Werteorientierung

Priorität geben. „Die Kultur verspeist

die Strategie zum Frühstück“, so hat es

Peter Drucker formuliert. Das bedeutet,

das Mindset des Wirtschaftens intern

zu ändern und die Richtung des

bewussten „Besser Werdens“ einzuschlagen.

Mit der nicht zu unterschätzenden

Gefahr, doch wieder in

alte Muster des Shareholder value

zurückfallen. Dazu hilft es, sich mit

ähnlich denkenden Menschen zu

vernetzen und einander unternehmensübergreifend

Rückendeckung zu

geben im Bestreben um ein qualitätsvolleres

und mehrdimensional

besseres Wirtschaften. Es braucht mehr

Führungskräfte, die den Mut haben,

als Vorbilder einen derartigen Wunsch

zu formulieren. Sie sind ein solcher

Mensch? Dann sind Sie zum Kaffee

jederzeit eingeladen.

Information zur Person

Dr. Iris Straßer leitet das südösterreichische

Unternehmensnetzwerk Verantwortung

zeigen!. Eine gute Zukunft

für Wirtschaft und Gesellschaft im

Land ist gemeinsames Anliegen der

aktuell 80 namhaften Partnerunternehmen,

Wachstum erwünscht. Mehr:

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Den Menschen verbunden.


advantage 3

Vorwort

Inhalt

In Zukunft werden wir

neue Wege beschreiten,

meint advantage-Herausgeber

Walter

Rumpler . Foto: Bernhard Horst

Die Zukunft beginnt jetzt!

4 Das Gute

liegt so nah,

zurück zur

Regionalität.

© pixabay

Nach den Wochen des Lockdowns und den

ersten Erfahrungen mit dem Hochfahren

stellt sich die Erkenntnis ein, dass wir uns

nun in einer Phase befinden, die uns alle vor

große und verschiedenste Herausforderungen

stellt. Wir müssen zur Kenntnis

nehmen, dass das Virus nicht so rasch

wieder verschwinden wird, wie es aufgetaucht

ist. Wir merken, dass das wirtschaftliche

Leben und unser Alltag nicht ohne

weiteres wieder so laufen, wie das vor der

Krise der Fall war. Trotzdem sollten wir

nicht einfach stehen bleiben und die

weiteren Entwicklungen abwarten. So

schwierig die Situation für manche auch

sein mag, es gibt zahlreiche positive

Beispiele, wie Menschen und Unternehmen

mit den aktuellen Herausforderungen

umgehen. Wir haben nachgefragt, wie

Entscheidungsträger in Wirtschaft und

Gesellschaft die Corona-Krise und ihre

Folgen erlebt haben und die weitere

Entwicklung einschätzen und wir haben uns

informiert, welche Vorteile die Regionalität

für Umwelt, Klima und die Versorgungssicherheit

in Krisenzeiten hat. Wir präsentieren

Menschen, die den Unwägbarkeiten

und Unsicherheiten zum Trotz mit Mut,

Kreativität und Zuversicht in die Zukunft

blicken und neue Wege beschreiten. Dazu

zählen junge innovative Jungunternehmer

und Start Ups ebenso wie Projekte und

Vorhaben auf Gemeindeebene zur Stärkung

des Wirtschaftsstandortes oder die

Verbindung von Kunst und Wirtschaft.

Erfolgreiche Künstler und erfolgreiche

Unternehmen zeichnet aus, dass sie mit

Dynamik, Offenheit und kreativen

Lösungen neue Wege beschreiten. Was

immer auch die Zukunft bringen mag, die

Zukunft beginnt jetzt! Auch wir von

advantage gehen diesen Weg ins Morgen

und orientieren uns in einer Zeit, in der

manches ungewiss und verwirrend ist, an

unserem Grundsatz, mit Achtsamkeit,

Nachhaltigkeit und Verantwortung auch

weiterhin über Entwicklungen und

Neuigkeiten aus Wirtschaft und Gesellschaft

zu berichten. Das Ergebnis unserer

Bemühungen halten Sie nun in Händen

und wir wünschen Ihnen viel Vergnügen

beim Lesen.

Ihr Walter Rumpler

8 Im Dialog ein gutes

Morgen gestalten:

Führungskräfte treffen sich

zum Meinungsaustausch.

13 Wohnen am Wasser.

Kärntner See ist der

Lebenstraum vieler.

16 Wir machen weiter!

Lockdown undurchschaubare

Regelungen.

23 Steinfeld:

Die Wirtschaft floriert.

36 Neues in die Welt

bringen.

Wirtschaft fördert Kunst.

54 Minister Anschober

im Interview.

Wir müssen

verantwortungsvoll bleiben.

COVER Foto: © Helge Bauer

IMPRESSUM: Herausgeber: Walter Rumpler, w.rumpler@advantage.at. Verlag & Medieninhaber:

advantage Media GmbH. Geschäftsführer: Walter Rumpler, w.rumpler@advantage.at. Redaktion:

Günter M. Pinter, g.pinter@advantage.at, Manuela Mark, Bakk.phil., mail@manumarkant.at; Monika Unegg,

monika@unegg.or.at. Medien- & Anzeigenleitung: Oliver Zussner, o.zussner@ advantage.at. Medienberatung:

Burgi Hämmerle, b.haemmerle@advantage.at. Koordination und Onlineverkauf: Jasmine

Ebner. Fotos: advantage, pixelio.de, sxc.hu, fotolia, bzw. beigestellt lt. FN. Büro anschrift: advantage

Media GmbH, Bahnhofplatz 5/Top 9, 9020 Klagenfurt am Wörthersee, T: +43 (0)650 7303400.

Die Meinungen von Gastkommentatoren müssen sich nicht mit der Meinung der advantage- Redaktion

decken. Alle Rechte, auch Übernahme von Beiträgen gem. §44 Abs. 1 Urheberrechts gesetz, vorbehalten.

AGB/Haftungs ausschluss/rechtlicher Hinweis: www.advantage.at

56 Pflege in Zeiten von

Corona.

Achtsamkeit für ein sicheres

Miteinander.


4 advantage Wirtschaft


Wirtschaft | advantage 5

Das Gute

liegt so nah

Noch nie war der Schrei nach Regionalität

lauter zu hören: Spätestens die Corona-

Krise hat gezeigt, wie wichtig heimische

Versorgungssicherheit ohne den bitteren

Beigeschmack der Globalisierung ist.

Regionale Wertschöpfung

ist nicht erst seit

der Coronakrise ein

wichtiges Thema im

Alltag vieler Menschen.

Foto: pixabay

Bewusstes Einkaufen geht heute weit

über Biosiegel & Co. hinaus. Wir wollen

genauer hinschauen, nachfragen

und lokale Händler unterstützen. Damit

gehen wir nicht nur auf Nummer sicher, wo

die gekauften Produkte und Lebensmittel

herkommen, sondern schonen auch gleichzeitig

die Umwelt.

Vorteil 1: Kurze Transportwege

Obst und Gemüse, das einen langen Transportweg

hinter sich hat, wurde unreif geerntet

und teilweise mit Chemikalien behandelt,

um eine optimale Reife bei Ankunft am

Bestimmungsort zu garantieren. Während

des Transportes gehen zunehmend Vitamine

verloren. Ebenso ist es mit Milchprodukten

und Fleisch. Lange Wege mit LKW, Schiff

und Flugzeug schaden nicht nur der

Umwelt enorm, sondern machen sich auch

in der Qualität bemerkbar.

Vorteil 2: Gesetzeslage

Viele Großkonzerne der Welt sind nicht auf

das Wohl von Mensch und Tier aus, sondern

ausschließlich auf Profit. Wird jedoch

in Österreich produziert, wissen wir, dass

unsere österreichischen Gesetzte zum Arbeitsund

Umweltschutz eingehalten werden müssen,

und sind somit auf der sicheren Seite.

Selbstverständlich kann man sich auch über

die Gesetzeslage in anderen Ländern informieren

– mitteleuropäische Länder zählen

hier wahrscheinlich zu den Spitzenreitern.

Vorteil 3: Wir stärken

die heimische Wirtschaft

COVID-19 hat uns diesbezüglich wohl in

vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet. Der

Produktionsstandort hat starke Auswirkungen

auf die Wirtschaft im Land. Denn durch

die Produktion in diesem Land werden auch

Arbeitsplätze geschaffen – sehr oft bleibt

auch ein Großteil der Wertschöpfungskette

in dem Produktionsland. Auch die Steuern,

von denen alle profitieren (sei es für Straßen,

Gesundheitsversorgung oder Pension),

bleiben im Produktionsland.

Ein Beispiel: Frutura Obst & Gemüse

Bananen im Winter? Gibt’s auch aus Österreich:

Mit „Frutura“ haben drei Landwirte

aus der Oststeiermark den wohl größten

„Obstgarten“ der Republik erreichtet. Ein Packhaus

inklusive einer der modernsten Bananenreifeanlagen

Europas, eine Frischelogistikfirma

und sogar eine eigene Überseelogistik -

1.200 Landwirte und Produzentengruppen

aus 40 Ländern zählen heute zu den Partnern

von Frutura. Bestmögliche Transparenz

und Rückverfolgbarkeit bei der Herkunft

und der Erzeugung von Obst und Gemüse,

höchste Ansprüche bei der Produktqualität

(IFS-Food zertifiziert auf höherem Niveau)

und moderne Sicherheitsmaßnahmen bei der

Lagerung und Hygiene werden täglich von

den Mitarbeitern gelebt. Durch die Geothermie-Wärme

kann das Fruchtgemüse erstmalig

auch in den kälteren Monaten Oktober

bis Mai in neuen, modernen Gewächshäusern

erzeugt werden, ohne von fossilen Energieträgern

abhängig zu sein.


6 advantage | Wirtschaft

Würdest du nach Polen fahren, um

dort Eiswürfel zu kaufen? Oder zehn

Stunden um weniger als einen Euro

pro Tag Kleidung nähen? Warum

findet man dann solche Produkte bei

uns im Handel? Warum kaufen wir

Dinge, die unter menschenunwürdigen

Bedingungen hergestellt werden

oder tausende Kilometer quer durch

Europa transportiert werden müssen?

Ist die Kuh vom Bauern nebenan

nicht hübsch genug? Das Thema

Nachhaltigkeit ist derzeit in aller

Munde. Doch was heißt nachhaltig

leben, arbeiten und wirtschaften? Es

heißt, sich Gedanken zu machen -

über die globalen Zusammenhänge

des Konsums, über die Auswirkungen

auf die Umwelt, die heimische

Wirtschaft und Arbeitsplätze in der

Region. Es heißt, bewusst einzukaufen

und vielleicht auch mal auf etwas

zu verzichten. Für uns, unsere

Umwelt und um unseren Kindern

eine Welt zu hinterlassen, die

lebenswert ist. Die Nachfrage

bestimmt das Angebot. #letsmaketheworldabetterplace!

- together!

VERENA OGRIS

www.gaiana.eu

„Wir sehen es als Aufgabe jedes

Einzelnen, auf seinen ökologischen

Fußabdruck zu achten. Vor

allem in der Modeindustrie ist

das nicht immer leicht, deshalb

wollen wir unseren Beitrag leisten.

Jeder kann helfen, die Welt zu

einem lebenswerteren Ort zu

machen, unabhängig vom Alter

- in der jungen Generation liegt

die Chance, nachhaltiges Denken

und Handeln in die Zukunft

weiterzutragen und in den Alltag

zu integrieren.“

FLORA SCHOBER UND

KATHARINA RÖTTL,

Gründerinnen von „Lockstoff“

www.lockstoffstore.com

Unter

slowfood-kaernten.at

sind tolle Hofläden,

Greißler und Genussshops

aus Kärnten zu finden.

Regionalität war für uns immer schon

vorrangig. Sie bildet die Grundlage für

Sicherheit und Gesundheit sowie für die

Wertschöpfung und Lebensqualität in

unserem Land. Regionale Produktion

garantiert die flächendeckende Versorgung

von gesunden, hochwertigen Lebensmitteln

und sorgt letztendlich für die Aufrechterhaltung

der kleinstrukturierten Landwirtschaft

und der Kulturlandschaft. Die Qualität ist

die wichtigste Zutat der weltbesten

Rohmilch der Kärntnermilch. Diese Qualität

kommt aus der kleinstrukturierten

regionalen Landwirtschaft der Kärntner

Bergbäuerinnen und Bergbauern. Die

weltweit strengsten Qualitätskriterien und

Kontrollen, unser hauseigenes Labor, längere

Weidehaltung und dementsprechende

Tiergesundheit sowie nachhaltige Maßnahmen

für die Region sind für uns selbstverständlich.

Die Wertschöpfung in der Region

sorgt letztendlich für die Aufrechterhaltung

der Lebensqualität und die Sicherung von

Arbeitsplätzen. Deshalb ist es uns ein

besonderes Anliegen, dass die Menschen die

Bedeutung und den Nutzen regionaler

Produkte verstehen und schätzen. Schließlich

stärkt uns gegenseitige Wertschätzung alle

und sichert nicht zuletzt die regionale

Lebensmittelversorgung und den Fortbestand

der Kärntner Landwirtschaft und die

Zukunft der Bäuerinnen und Bauern.

HELMUT PETSCHAR,

Direktor der Kärntnermilch

www.kaerntnermilch.at

Fotos: KK/Gaiana; Sissi Furgler; Privat/KK


Krisenbewältigung

#schaffenwir

24,5 Mio.

Euro ausgezahlt

225.000

Beratungsgespräche geführt

17.700

Anträge bearbeitet

Informieren Sie sich zu allen Corona-

Fragen und beantragen Sie den Härtefallfonds

und Comebackbonus unter

wko.at/corona.

Wir beraten Sie auch

gerne telefonisch unter

05 90 904 - 808

Die WKK ist der verlässliche Partner aller Kärntner Unternehmen in der Bewältigung

der Coronakrise und hilft mit Rat, Tat und Leidenschaft: Eine eigene Corona-

Task-Force aus bis zu 50 Mitarbeitern der WKK hat nicht nur Online-Anträge abgearbeitet,

sondern begleitet alle Anrufer bei der Antragstellung und weist Mitglieder

proaktiv auf diverse Unterstützungsinstrumente bzw. einzuhaltende Fristen hin.

Jürgen Mandl, MBA

Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten


8 advantage | Wirtschaft

Führungskräfte treffen sich zum VZ Thementag 2020 im Bischofspalais.

Im Dialog ein gutes

Morgen gestalten

Um neue Strategien zu entwickeln, schlossen sich beim VZ Thementag

2020 rund 40 Führungskräfte zum Meinungsaustausch auf hohem Niveau

zusammen.

Nach einem kleinen Frühstück begrüßte der Hausherr und

Gastgeber Bischof Josef Marketz die Teilnehmenden im

Festsaal der Residenz mit dem Gedanken, dass „das Wichtigste

für die Zukunft der Augenblick ist, in dem ich gerade bin“.

Verantwortung zeigen, das sei ein aussagekräftiges Motto für jenes

Netzwerk, in dem er auch schon lange selbst dabei ist. Als Gedanken

hinein in den Tag las Marketz dann die „10 Gebote der Gelassenheit“,

die Papst Johannes XXIII zugeschrieben werden. „Nur für

heute werde ich…“ heißt es da.

So begann der von der Geschäftsführerin des Verantwortung zeigen!

Netzwerks Iris Straßer geleitete Tag fachlich mit einem Impulsvortrag

von Gernot Mödritscher (Universität Klagenfurt) und Dietmar Sternad

(Fachhochschule Kärnten), die ihr Konzept des qualitativen

Wachstums als neuen Entwicklungsansatz für Unternehmen vorstellten.

Beim qualitativen Wachstum geht es darum, das unternehmerische

Handeln darauf auszurichten, hochwertigere und nachhaltigere

Produkte und Dienstleistungen für die Kunden und gleichzeitig hohe

Arbeits- und Lebensqualität für alle, die am Wertschöpfungsprozess

beteiligt sind, zu erreichen. Dazu zählen zum Beispiel eine Führung,

die Freiräume und eine positive Fehlerkultur schafft, gleichzeitig aber

auch eine kompromisslose Qualitätsorientierung verfolgt, eine sorgfältige

Auswahl und Weiter ent wicklung von Mitarbeitern oder das

Eingehen langfristiger Qualitätspartnerschaften mit Schlüsselpartnern

entlang der Wertschöpfungskette.

Fotos: Privat


Wirtschaft | advantage 9

Nach offenen Diskussionen und vielen Praxisbeiträgen der Teilnehmenden

rief das Mittagessen zur Stärkung. Nach einer Führung

durch die Residenz begannen die Themengruppen an verschiedenen

Orten im Haus mit ihrer Arbeit. In regen Diskussionen wurden Leitlinien

für zukunftsfähiges Wirtschaften erarbeitet, Forderungen an

entsprechende Rahmenbedingungen formuliert und kreative Kooperationen

entwickelt. Diese wurden zum Abschluss des Tages im Festsaal

wiederum im Plenum vorgestellt und Vereinbarungen über die

weitere gemeinsame Arbeit getroffen.

Das Resümee der TeilnehmerInnen lautete: „Ein toller Tag mit vielen

wertvollen Impulsen in einer Runde von Menschen, die etwas bewegen

wollen.“ |


10 advantage | Wirtschaft


advantage 11

——— I n t e r v i e w ———

mit Mag. Andreas Görgei, dem Leiter des Wirtschaftsförderungsinstitut

in der Kärntner Wirtschaftskammer (WIFI)

Der größte Online-Anbieter

im Bildungsbereich

„Blended Learning“ heißt die Erfolgsformel in Sachen Ausbildung

und wird vom WIFI konsequent umgesetzt. Skripten werden

künftig auch über die App MyWIFI abrufbar sein.

Was bedeutet „Blended Learning“?

Das ist eine ausgewogene Mischung aus

digitalem und Präsenzunterricht. Denn eine

Befragung bei unseren Lehrenden und Kunden

und Kundinnen hat ergeben, dass

Online-Unterricht akzeptiert wird, wenn es

keine andere Möglichkeit gibt. Doch dem

Präsenzunterricht wird von beiden Seiten

eindeutig der Vorzug gegeben. Daher bieten

wir nun verstärkt „Blended Learning“, mit

einem starken Anteil an Präsenzunterricht,

verknüpft mit digitalen Elementen, an.

Wie stark war das WIFI vom

Lockdown betroffen?

Wir waren in der Lage, mehr als 90 Prozent

unserer Bildungsangebote digital weiterzuführen.

Wir sind nach Stunden und Teilnehmern

und Teilnehmerinnen gerechnet,

im Bildungsbereich der größte Online-Anbieter

Österreichs. Die COVID-19-Präventionsmaßnahmen

haben sicher einen großen

Sprung im digitalen Bereich gebracht, aber

wir sind dennoch froh, wenn wir im Herbst

mit dem neuen Kursangebot wieder in den

Normalbetrieb starten können.

In welchen Bereichen gibt es die

Online-Angebote?

Online-Angebote gab es in Ansätzen schon

bisher im Rechnungswesen und in der

Informatik. Das wird nun ausgeweitet auf

die Bereiche Technik, Sprachen und

Management sowie auf Vorbereitungskurse

für Lehrabschluss- und Meisterprüfungen.

Dabei gehen wir noch einen Schritt weiter.

Mag. Andreas Görgei mit dem

neuen WIFI-Kursbuch.

Foto: Helge Bauer

So werden Vorträge aufgezeichnet und können

den Kursteilnehmern als Videokonserven

zur Verfügung gestellt werden. Wir

investieren auch in ein Videostudio mit

eigenen Mitarbeitern, Videoprofis, die für

unsere Ausbildungsangebote Lernvideos

produzieren. Darüber hinaus können wir

damit auch die Ausbildungsschiene Videoproduzent

anbieten, weil dieses Studio die

perfekten Voraussetzungen dafür bietet.

Wie funktioniert das neue Lernen?

Die Basis dafür ist unsere Lernplattform.

Darauf wird für jeden Kurs ein Bereich

eröffnet, in dem sich die Kundinnen und

Kunden austauschen können, wo sie ihre

Unterlagen finden und wo auch die Trainerinnen

und Trainer ihre Informationen abrufen

können. Ab Herbst wird diese Plattform

auch über eine eigene App „MyWIFI“

zugänglich sein. Darin werden alle Skripten

gespeichert sein, man braucht sie zum Kurs

also nicht mehr mitzunehmen. Wer es

wünscht, bekommt sie natürlich auch in

gedruckter Form. Wir arbeiten mit einem

Verlag zusammen, der für größere Lehrgänge

Bücher im WIFI-Format produziert. Sie

werden von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern

sehr geschätzt.

Sie haben kürzlich das neue

Kursbuch präsentiert. Was sind die

augenscheinlichsten Neuerungen?

Insgesamt gibt rund 1000 Angebote, 60

davon sind neu. Dabei drängt sich die Digitalisierung

stark in den Vordergrund, doch

auch die Nachfrage nach den klassischen

Angeboten wie beispielsweise Fremdenführer

ist ungebrochen. Neu im Feld der Touristik

ist die Ausbildung zum Saunameister oder

zum Lauftrainer. Auch zwei akademische

Ausbildungen sind neu im Programm: ein

MSc in Tourismusmanagement in Zusammenarbeit

mit der Uni Klagenfurt und ein

MSc in Real Estate Management in Kooperation

mit der FH Wien. |


12 advantage Immobilien

Der Wörthersee ist

der wohl beliebteste

See Österreichs.

Foto: Franz Gerdl

Der Faaker See überzeugt

mit bester Wasserqualität

und herrlichem Panorama .

Foto: Franz Gerdl


Immobilien | advantage 13

Wohnen

am Wasser

Der Ossiacher See wird als Wohnort immer beliebter (oben).

Der Weissensee garantiert paradiesisches Flair das ganze Jahr über (unten).

Begrenzt und begehrt: Ein Plätzchen an

einem Kärntner See ist der Lebenstraum

Vieler – doch die Wohnmöglichkeiten am

Wasser werden immer seltener und teurer.

Ganz oben auf der Wunschliste stehen

nämlich Seegründe, an denen man ohne

Wenn und Aber am Wasser wohnt und

von der eigenen Terrasse aus ins Wasser

hüpfen kann. Manuela Mark

Der Wörthersee, der Faaker See,

Ossiacher See und Weissensee gehören

nicht nur zu den beliebtesten

Urlaubsorten, sondern sind auch echte Hotspots

für Grundstücke, Häuser und Wohnungen.

Und die sind dieser Tage schwer zu

bekommen: Viele Immobilien sind in Familienbesitz

und werden weitervererbt – ein

solches Fleckchen Erde bereitet nämlich

Freude über Generationen. Und so hat jeder

See seinen ganz eigenen Charme, den am

eigenen Grund noch besser spürbar wird, als

in überfüllten Touristenorten.

Der Wörthersee

Ein hochgelobtes Seejuwel in Kärnten – und

das zurecht! Das türkise Wasser, die Nähe

zur Stadt Klagenfurt und nicht zuletzt seine

Größe und Lage machen den Wörthersee zu

einem der beliebtesten Wohnorte überhaupt.

Der Preis für eine Immobilie am Wörthersee

ist dabei stark abhängig von der umliegenden

Infrastruktur: Grenzt der See direkt ans

Grundstück oder ist er über eine Brücke

oder das bloße Überqueren einer Straße

erreichbar, steigt der Preis. Ist der See nur

mit dem Auto zu erreichen, sinkt er. „Der

Neubaupreis pro Quadratmeter mit direktem

Seezugang liegt am Wörthersee derzeit

zwischen 18.000 und 20.000 Euro“, weiß

Seeimmobilien-Experte Alexander Tischler.

Faaker See

Der schimmernde Faaker See und seine

berühmte Insel sind nicht nur ein toller

Fleck, um den Familienurlaub zu verbringen:

Er hat sich auch als äußerst begehrenswerter

Wohnort entpuppt, nicht zuletzt

wegen der wunderbaren Berglandschaft und

der unmittelbaren Nähe zur Stadt Villach,

die sich bequem mittels S-Bahn binnen 15

Minuten erreichen lässt.

Ossiacher See

„Nachdem die Wasserqualität des Ossiacher

Sees in den letzten Jahren massiv aufgewertet

wurde, ist er zu einem immer beliebteren

Wohnort geworden“, erzählt Alexander

Tischler. Als drittgrößter See in Kärnten bietet

er Aktiven und Ruhesuchenden alles, was

das Herz begehrt. Derzeit noch erschwinglich,

lohnt sich eine baldige Investition in

einen Lebensplatz am Ossiacher See, weiß

auch Tischler: „Ein solcher Platz am See ist

eine Investition in wahre Lebensqualität und

bringt das ganze Jahr über Urlaubsstimmung.

Die Möglichkeiten sind rar.“

Weissensee

Hier ticken die Uhren noch etwas langsamer.

Wer also auf der Suche nach ganzjähriger

Erholung in einzigartigem Ambiente ist, ist

hier genau richtig. Fast wie im Paradies lebt

es sich hier, am wohl allerschönsten und saubersten

See des Südens. Wer das Besondere

will, kommt hier auf seine Kosten. Karibisch

präsentiert sich der Weissensee im Sommer,

still und idyllisch im Winter – ein Allwetter-Spot

für alle, die der Natur am liebsten

ganz nahe sind. |


14 advantage

——— I n t e r v i e w ———

Lebenslanger Luxus

Sommer, Sonne und mehr: Dass das Leben am See

neben seiner einzigartigen Kostbarkeit auch noch eine

Investition über Generationen ist, weiß Alexander

Tischler – er ist der Experte, wenn es um Immobilien

an Kärntner Seen geht.

advantage: Was darf man sich als

Käufer einer Seeimmobilie erwarten?

Alexander Tischler: Es geht um besondere

Momente, bleibende Erlebnisse und Lebensqualität.

Mir liegt viel daran, unseren Kunden

die Möglichkeit zu geben, sich auf die

wichtigen Dinge im Leben zu konzentrieren.

Ich möchte ihnen zu Immobilien verhelfen,

Immo-Experte Alexander Tischler kennt

die Vorteile einer Immobilie am See.

die zum persönlichen Kraftplatz werden.

Umgeben von der sauberen Luft Kärntens

und dem glasklaren Wasser findet man

unvergleichliche Ruhe und Erholung.

Warum sollte ich stundenlang im Auto sitzen

und ans Meer fahren, wenn sich vor

meiner Haustür ein Naturschauspiel

abspielt? Kärnten liegt an der südlichen

Seite des Alpenbogens, wodurch unsere Seen

im Sommer die volle Ladung an Sommerstrahlen

abbekommen. Alle unsere Seen bieten

im Sommer angenehme Temperaturen

und perfekte Bedingungen für unzählige

Momente des Glücks.

IMMER

UP TO DATE:

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SEELAGE.AT

Was sind die beliebtesten Hotspots?

Der Zentralraum Kärnten mit dem Wörthersee,

Faaker See und Ossiacher See gehört

sicherlich zu den begehrtesten Wohnorten.

Unsere Projekte fokussieren sich derzeit sehr

stark auf den Ossiacher See und Faaker See

– am Ossiacher See ist es unser exklusives

Wohnprojekt „The Lakes“, wo noch ein paar

Seewohnungen auf ihre glücklichen Käufer

warten. Aber auch am Faaker See haben wir

derzeit viele Pläne. Gerade die Corona-Krise

hat die Nachfrage nach Immobilien am See

oder in Seeblicklage massiv vorangetrieben.

Wie entwickelt sich der Markt derzeit?

Fest steht auf jeden Fall, dass die Immobilien

und Grundstücke in den nächsten Jahren

nicht günstiger werden. Außerdem sind

die verfügbaren Objekte auch mittlerweile

rar – die Nachfrage ist derzeit so hoch, dass

das Angebot immer dünner wird. Kaum

jemand möchte heutzutage seine Seeimmobilie

noch verkaufen – der Trend geht eher

in Richtung des Weitervererbens. Ein solcher

Fleck Erde hat nicht nur finanziell

einen sehr großen Wert.

Was bietet Kärnten als Wohnort?

Der Aufenthalt an den Seen unseres Landes

ist Wellness für die Seele. Am See zu frühstücken,

den Blick über das glitzernde Wasser

streifen zu lassen, ist unvergleichlich

schön und gibt Kraft. Nach dem Sprung ins

erfrischende Nass lässt man das Wasser auf

der Haut trockenen und genießt die Sonne.

Kärnten lädt auch im Winter zum Träumen

und Genießen ein. Skifahren, der gefrorene

See und die Stille. Kärnten ist kurz gesagt

ein Wohlfühlort zu jeder Jahreszeit. |

Fotos: Daniel Waschnig / ANZEIGE


16 advantage Durchstarter

Wir

machen

weiter!

Lockdown, undurchschaubare Regelungen, fehlende Fördergelder,

Umsatzeinbußen & Co.: Unsere Unternehmerinnen und Unternehmer haben

es derzeit nicht leicht. Die weltweit andauernde Corona-Krise macht vor

nichts und niemandem halt. In solchen Zeiten sind Mut und Ideenreichtum

gefragt – wir haben uns umgesehen, wie sich unsere innovativen Youngsters

durchboxen und den positiven Blick nach vorne wahren. Manuela Mark

Foto: Stadtmarketing Klagenfurt/Arnold Pöschl


Durchstarter | advantage 17

…weil

Stillstand

keine

Option ist

Mit ihrer Agentur UNIKAT Events hat sich Nika Basic

in den letzten Jahren einen Namen gemacht. Seit der

Gründung ist sie Unternehmerin mit Leib und Seele –

die Auswirkungen der Corona-Krise waren in ihrer

Branche besonders deutlich zu spüren. Im Interview hat

sie uns erzählt, wie sie mit diesen Rückschlägen umgeht

und ihren positiven Spirit weiterleben lässt.

Foto: Daniel Waschnig

advantage: Wie hat sich die

Corona-Krise auf die Eventbranche

ausgewirkt?

Nika Basic: COVID-19 hat meine Branche

zum kompletten Stillstand gebracht. Nach

wie vor ist es so, dass Veranstaltungen, die

für Herbst oder Winter 2020 angesetzt

waren, abgesagt oder verschoben werden. Es

ist bis zum heutigen Tag unklar, welche

„COVID-Konzepte“ es geben wird und wie

diese umgesetzt werden müssen. Generell

gibt es in der Eventszene zahlreiche offene

Fragen und Rat- und Ahnungslosigkeit, wie

es weitergehen soll.

Was hat Sie motiviert,

weiter zu machen?

Ehrlich gesagt: Es ist nicht immer leicht.

Mein Partner und ich haben die Zeit

genutzt, uns im Onlinebereich weiterzubilden

– dadurch hatten wir täglich neuen

Input und konnten neue Ideen kreieren –

die haben wir meistens gleich selbst ausprobiert

und umgesetzt.

Welche neuen Vertriebsideen

wurden umgesetzt?

Ich versuche den Handel bzw. Vertrieb

meiner Kunden voranzutreiben. Viele haben

keinen oder einen unzureichenden Onlineauftritt

oder Onlineshop. Für diese Kunden

haben wir das Konzept „Live-Shopping“

entwickelt: Ich moderiere direkt im Laden

und die Endkunden können im Livechat

mitbestimmen, was gezeigt wird und direkt

Kaufanfragen schicken. Hier setzen wir stark

auf Interaktion und das kommt wirklich gut

an. Dann gibt es noch unsere „Online Fashionshows“

– statt langweiligen Produktfotos

produzieren wir Kurzclips, in denen die

Models meiner Agentur die Mode oder

Ware des jeweiligen Ausstatters in Szene

setzen.

—————————————

„Man darf nicht

vor Veränderung

zurückschrecken!“

Nika Basic

—————————————

Welche digitalen Möglichkeiten

haben Sie genutzt?

Social Media. Wir haben auf unseren Kanälen

und auf den Kanälen unserer Kunden

unsere Online-Veranstaltungen beworben

und dann über Livestream oder Postings

Kunden angesprochen. Weiters haben wir

Newsletter an bestehende Kunden geschickt,

um sie auf unsere innovativen Konzepte aufmerksam

zu machen.

Wer hat Sie unterstützt?

Vor allem mein Partner hat sich in den technischen

Bereich eingearbeitet, dadurch

konnten wir das optimal umsetzen. Ich habe

auch wirklich viel Unterstützung von meinem

Netzwerk bekommen: Fotograf

Daniel Waschnig und Florian Semmler

von Mediapool sind uns stets bei Fragen

zur Seite gestanden.

Was haben Sie daraus gelernt?

Man darf nicht vor Veränderung zurückschrecken.

Vieles scheitert an einem

selbst, weil man sich nicht traut. Mehr Mut

ist gefragt – offen sein für Neues und

manchmal muss man dafür eben ein bisschen

Geld und Zeit in die Hand nehmen.

Was sind Ihre Pläne für die Zukunft?

Ich möchte Live-Shopping für Großkunden

im deutschsprachigen Raum anbieten. Ich

denke, dass Online-Produktpräsentationen

am Puls der Zeit sind und dass der Handel

nur durch individuelle

und innovative Ideen

neben Zalando und

anderen großen

Onlineshops

bestehen kann.

Wichtig ist eine

Mischung aus

persönlicher

Betreuung und

Onlinepräsenz! |


18 advantage | Durchstarter

Mindestens

sieben Leben

Verena Kulterer betreibt seit einigen Jahren eines der

beliebtesten Cafés in Klagenfurt: Das Cat’n’Coffee ist

der place to be für Kaffeegenießer und Katzenliebhaber

– der Corona-Lockdown hat gezeigt, dass die

junge Unternehmerin den Mythos um die sieben

Leben der Katze auch wirtschaftlich lebt: Wir haben

sie zum Interview getroffen.

advantage: Wie sind Sie mit

der Situation des Lockdowns

umgegangen?

Verena Kulterer: Die Krise hat sich auf die

Gastronomie in der schlimmsten Form ausgewirkt:

Totale Schließung der Betriebe. Das

bedeutete für uns nicht nur den Verlust des

Tagesgeschäftes und somit fehlende

Umsätze, sondern auch, dass uns keine

Gäste mehr besuchen konnten, die sich mit

den Katzen beschäftigen. Der nächste

Schritt war für mich klar: Fixkosten so

schnell wie möglich senken und Strategien

entwickeln, wie man weiterhin ein wenig

Geld verdienen kann, auch ohne dass der

Gast das Lokal betreten darf.

Welche Strategien

haben Sie umgesetzt?

Bereits am ersten Tag der totalen Schließung

begann ich mit dem Lieferservice. Aufgrund

der Entwicklungen in den Tagen davor habe

ich mir bereits vorab Gedanken gemacht,

wie ich im Falle eines kompletten Lockdowns

weiterhin Umsatz genieren kann, um

meine Fixkosten zu decken. Beim Lieferservice

habe ich mich für das Liefern über eine

externe Firma entschieden, da ich kein

Risiko eingehen wollte. Der Lieferservice

war für mich komplettes Neuland: Ich

wusste nicht, mit wie vielen Bestellungen ich

pro Tag rechnen konnte, wie lange ich für

die Zubereitung brauche und in welchen

Abständen die Bestellungen kommen. Ich

war die gesamte Zeit alleine im Café und

—————————————

„Stillstand hat noch

niemanden

weitergebracht.“

Verena Kulterer

—————————————

hätte sonst einen Fahrer einstellen müssen –

diese Kosten wären nicht tragbar gewesen.

Der Lieferservice lief schleppend an, deshalb

habe ich zu Ostern eine „Reindling-Aktion“

gestartet, die gut funktioniert hat. Leider

reichte das trotzdem vorne und hinten nicht

aus! Somit war eine neue Idee geboren: Ein

Patenschaftenprogramm für meine Katzen.

Ich entwickelte ein Programm, wo es je nach

Höhe des monatlichen Betrages ein Goodie

für die Unterstützung gab.

Welche Kanäle haben Sie genutzt?

Alle neuen Ideen wurden von mir über

Social Media beworben. Sogar der ORF

wurde auf die Patenschaft-Aktion aufmerksam!

Was für uns nämlich als zusätzliche

Herausforderung dazukam, war das Impfen

der Katzen. Ich war aus tiefstem Herzen

dankbar, dass mein Aufruf für Unterstützung

so weit hinausgetragen wurde – ich war

überwältigt von der Resonanz. Das gab mir

einen mentalen Stoß nach vorne.

Wie haben Sie es geschafft,

positiv zu bleiben?

Der Kontakt zu so vielen Menschen, die mir

helfen wollten. Ich habe durchwegs versucht,

alles positiv zu sehen. Die leise

Stimme der Angst im Hinterkopf war aber

immer da. Ich begann bereits zu Beginn der

Krise in regelmäßigen Abständen Videos für

meine Gäste zu machen, um sie zu informieren,

wie es den Katzen geht und welche

Neuigkeiten es gibt. Ich hatte die Möglichkeit,

meine Stimmung mit den Zuhörern zu

teilen und freute mich, dass trotz geschlossener

Türen, alle wissen konnten, was im Katzencafé

vor sich ging. Außerdem nutzte ich

die Zeit, um Liegengebliebenes abzuarbeiten,

das Lager aufzuräumen und alles von

Grund auf zu putzen. Ich hatte keine

Sekunde das Bedürfnis, meinen Kopf in den

Sand zu stecken. Diese nie da gewesene

Challenge motivierte mich umso mehr,

meine Wege des Geldverdienes zu verändern.

Darum mein Rat an jeden Unternehmer:

Lebt in ständiger Veränderung! Stillstand

hat noch niemanden weitergebracht.

Haben Sie neue Pläne

für die Zukunft?

Meine Zukunftsplanung ist nach wie vor

abhängig vom weiteren Verlauf des Virus.

Wir versuchen, langsam zu starten und hoffen,

bald wieder in der endgültigen Normalität

anzukommen. Außerdem beginnen wir

gerade, unser Kuchensortiment mit veganen

Kuchen aufzuwerten, außerdem gibt’s

jetzt glutenfreien Kuchen und glutenfreies

Gebäck. |

Foto: Stadtmarketing Klagenfurt/Arnold Pöschl


advantage 19

——— I n t e r v i e w ———

Ein außergewöhnlich

verlässlicher Partner vor Ort

Interview mit Gert Spanz, Vorstandsdirektor

der Raiffeisen Landesbank Kärnten (RLB Kärnten)

Foto: RLB Kärnten

Wie hat sich die Corona-Pandemie auf

Ihr berufliches und privates Leben

ausgewirkt?

Mich hat beeindruckt, dass es uns in der

RLB Kärnten sehr gut gelungen ist, uns

kurzfristig auf die neue Situation einzustellen.

Es hat mich positiv überrascht, wie gut

der Umstieg auf Home-Office gelungen ist.

Privat ist mir bewusst geworden, wie schnell

sich Dinge grundlegend ändern können und

sich Prioritäten verschieben.

Welche besonderen Anforderungen

stellt die Corona-Krise an Ihr

Institut?

Ein funktionierendes Business-Continuity-Management

System ist in einer Bank

besonders wichtig, um sicherzustellen, dass

alles reibungslos läuft. 50 % der Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter der RLB Kärnten

haben während der Corona-Pandemie im

Home-Office gearbeitet. Viele Sicherheitsthemen

waren kurzfristig zu regeln.

Wie unterstützen Sie ihre Kunden im

Hinblick auf die Herausforderungen

der Corona-Krise?

Die RLB Kärnten und die Kärntner Raiffeisenbanken

leisten einen wichtigen Beitrag

zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen

der Corona-Pandemie. Um Anfragen zu

Stundungen, Überschreitungen oder Überbrückungskrediten

schnell entscheiden zu

können, haben wir unsere internen Abläufe

vereinfacht sowie verkürzt. Es ist uns gut

gelungen die Unternehmen rasch zu unterstützen

und ihre Liquidität sicherzustellen.

Das galt auch für unsere Privat- und

Geschäftskunden.

Als führende Bankengruppe in Kärnten ist

es uns auch ein Bedürfnis, die Initiative

#regionalkaufen.at zu unterstützen, die

regionalen Unternehmern die Möglichkeit

bietet, ihre Produkte online anzubieten.

Was antworten Sie jenen, die meinen,

dass die Banken zu wenig tun

Bei der Umsetzung der Maßnahmen für die

Wirtschaft hat es seitens der Regierung zu

Beginn Verzögerungen gegeben. Da die Banken

immer die Schnittstelle zu den Kunden

sind, wurde der Unmut der Kunden teilweise

in den Banken abgeladen.

Wie schätzen Sie den Einfluss von

Corona auf die Banken und Ihr

Unternehmen ein?

Die Corona-Pandemie ist eine große Herausforderung

und die Banken spielen bei der

Bewältigung der Krise eine wichtige Rolle.

Was ganz sicher bleiben wird, ist ein zusätzlicher

Impuls für das Thema Digitalisierung.

Nachhaltigkeit & Regionalität waren

der RLB Kärnten immer schon ein

Anliegen. Welche Schritte wollen Sie

in Zukunft in diese Richtung noch

setzen?

Wir haben vor dem Hintergrund der globalen

Herausforderungen bereits vor Jahren

unseren Fokus auf Nachhaltigkeit und Regionalität

gelegt.

Wir bieten unseren Kunden, die mit ihren

Geldanlagen auch einen nachhaltigen Beitrag

z. B. zum Klima- und Umweltschutz leisten

wollen, entsprechende Anlageformen. Das

Thema Nachhaltigkeit bei Veranlagungen hat

sich in den vergangenen Jahren von einer

Nische zu einem der am stärksten waschsenden

Anlagethemen entwickelt. Durch entsprechende

digitale Angebote möchten wir

einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Veranstaltungen

oder interne Meetings möchten

wir möglichst klimaneutral organisieren.

Worauf führen sie das gute Ergebnis

2019 der Raiffeisen Bankengruppe

Kärnten zurück?

Wir haben 2019 aufgrund starker Vertriebserfolge

ein erfreuliches Ergebnis verzeichnen

können. Die Finanzierungsleistung konnten

wir um plus 4,5 Prozent auf 5,2 Milliarden

Euro steigern. Die Steigerung bei Finanzierungen

an Unternehmen betrug plus 7,5

Prozent und bei Finanzierungen an Privatkunden

plus 6,2 Prozent. Das Gesamtmittelaufkommen

ist um plus 7,6 Prozent auf 7,8

Milliarden Euro gestiegen. Das ist ein klares

Zeichen dafür, dass die Kunden den Kärntner

Raiffeisenbanken vertrauen.

Was zeichnet aus Ihrer Sicht

die RLB Kärnten und die

Kärntner Raiffeisenbanken aus?

Aufgrund der genossenschaftlichen Eigentümerstruktur

können wir wirtschaftlichen

Erfolg mit sozialer und gesellschaftlicher

Verantwortung sehr gut verbinden. Dies

umso mehr, da sich die Kärntner Raiffeisenbanken

zu 100 % in Kärntner Eigentum

befinden. Wir sind vor Ort direkt bei den

Menschen in der Region. |

Kontakt

Mehr Informationen: rlb-bank.at


20 advantage

——— kurz & gut ———

Erich Dörflinger, Sabrina Süssenbacher

und Robert Klinglmair. Foto: IV

Kärntner Industrie steht

zur Lehrlingsausbildung

Mitten in der Corona-Krise kooperieren

Industriellenvereinigung Kärnten

und Bildungsdirektion in der Berufsorientierung:

31 Betriebe an 36 Standorten

bieten im kommenden Schuljahr

11.660 Schnuppertage für

Schülerinnen und Schüler von Neuen

Mittelschulen und Polytechnischen

Schulen. „Die Ausbildungsbereitschaft

der Kärntner Industrie ist auch in

Coronazeiten ungebrochen“, betont

Erich Dörflinger.

Dr. Johanna Kanzian in der Natur.

Foto: Mentalatelier feel-good

Waldbaden und heilsames

Singen: Waldsingen

In der Natur ist man in der Lage gute

Entscheidungen zu treffen. Die auf

1500m Seehöhe gelegene „Obere Rona

Kasa“ gibt beste Voraussetzungen für

Aktivitäten wie Waldbaden, heilsames

Singen, Mentaltraining, Visionssuche

und Gesundheitsmanagement. Dr.

Johanna Kanzian und Mag. Hartmut

Sedelmaier bieten zudem jeden 1.

Sonntag des Monats in Golling, sowie

jeden 3. Sonntag in Greifenburg

achtsame Waldspaziergänge an. Bei

diesen Aktivitäten zählt nicht die

Kilometerleistung, sondern die

gesundheitsfördernde Wirkung des

Waldes.

Wechsel in der Geschäftsführung

bei Flex Althofen

Erich Dörflinger war über 46 Jahre für

den Standort in Althofen erfolgreich

tätig. Seit 2008 war er nun Geschäftsführer

von Althofen und Vorstandsvorsitzender

von Flex Europa. Zukünftig

wird er als Aufsichtsratsvorsitzender

von Flex Europa weiterhin mit dem

Unternehmen verbunden sein. Seit Juli

übernimmt seine Agenden nun Martin

Reiner, ein bereits bestehendes Mitglied

der Flex-Familie. Er ist bereits seit über

15 Jahren für Flex tätig und konnte in

den unterschiedlichsten Bereichen des

Unternehmens sowie im Rahmen eines

Auslandsaufenthaltes wertvolle

Erfahrungen sammeln.

Foto: Flex Althofen

Bertram Ziegenfuß wird Eigentümervertreter

und ergänzt den Aufsichtsrat der Wietersdorfer

Holding. Foto: WIG Holding

Generationenwechsel

bei Wietersdorfer

Seit Anfang Juni ist Bertram Ziegenfuß

(41) Eigentümervertreter und

ergänzt den Aufsichtsrat des Kärntner

Familienunternehmens Wietersdorfer

Holding GmbH. Er tritt an die Stelle

von Michael Kern, der nach 16 Jahren

in leitenden Funktionen in den wohlverdienten

Ruhestand wechselt.

Nachhaltiges Wirtschaften durch

Emissionsreduktion und Ressourcenschonung

ist Ziegenfuß ein besonders

großes Anliegen.

Gründerservice bietet starkes Programm für starke Ideen

Mit dem DurchSTARTer-Programm

zündet das Gründerservice der Wirtschaftskammer

Kärnten den Turbo für innovative

Geschäftsideen: Praxisnahe Workshops,

intensives Hands-On- Coaching und

branchenübergreifendes Mentoring helfen,

besondere Träume wahr werden zu lassen.

Zum Unternehmerleben gehören Mut,

Willenskraft und Innovationsgeist gepaart

mit betriebswirtschaftlichen Know-How

und einer Portion Finanzwissen - die Idee

im Kopf macht noch kein lukratives

Business. Deshalb richtet sich das exklusive

DurchSTARTer-Programm an Gründer

und Jungunternehmer, die eine innovative

Geschäftsidee mit Alleinstellungsmerkmal

umsetzen wollen und unternehmerisch

wachsen möchten. Drei Programm-Schwerpunkte

mit geballtem Expertenwissen im

Wert pro Projekt von 5.000 Euro erwarten

die Teilnehmer. Der nächste Durchgang

startet am 11. September, Ende der

Bewerbungsfrist ist am 31. August.


advantage 21

——— kurz & gut ———

Neue Studie: Wohnen

in Zeiten der Krise

Die Corona-Krise hält die Welt in Atem

– und das auch in den eigenen vier

Wänden. Die vermehrte Zeit zu Hause

hat gezeigt, dass sich auch die Ansprüche

an unser Heim verändert haben.

Eine Studie des Gallup-Instituts macht

deutlich: Mehr Platz, wohnen am Land

und Home-Office sind die großen

Themen beim zukünftigen Wohnen.

Getreu dem Unternehmensmotto

„Ganz bei Ihnen“ hat Raiffeisen

Immobilien, die Immobilienmakler-

Organisation der Raiffeisen Bankengruppe,

in einer repräsentativen

Befragung die Auswirkungen der

Corona-Krise auf die Wohnsituation

der Österreicherinnen und Österreicher

erhoben. Home-Office, Sport zu Hause,

ländliche Umgebung und mehr Platz:

Der mehrwöchige Lockdown zu Beginn

des Jahres hat bei acht Prozent der

österreichischen Bevölkerung Defizite

bei der eigenen Wohnsituation

aufgezeigt. „Deutlich auf die Wohnzufriedenheit

drückt die Krise vor allem

bei Bewohnerinnen und Bewohnern

von kleinen Einheiten bis ca. 60

Quadratmeter Wohnfläche. Hier ist

jeder Fünfte unzufriedener als vor der

Pandemie“, erklärt Thomas Kircher,

Geschäftsführer der Raiffeisen Immobilien

Kärnten GmbH. 45 Prozent der

Berufstätigen arbeiteten in den letzten

Wochen im Home-Office. 28 Prozent

hatten Schwierigkeiten, für diese

Tätigkeit zu Hause Platz zu schaffen.

„Trotzdem hat sich gezeigt, dass viele der

Befragten auch in Zukunft gerne

vermehrt zu Hause arbeiten möchten“,

so Kircher.

Foto: pixabay

AIRBORNE Motion

Pictures unter neuer

Führung

Das preisgekrönte Filmproduktionsunternehmen

AIRBORNE Motion

Pictures mit Sitz in Klagenfurt und

Wien hat aufgestockt. Mit Simone

Stenitzer und Christoph Grün, geht das

national und international bekannte

Unternehmen höchst progressiv mit

einer Geschäftsführer-Doppelspitze in

die Zukunft.

Mag. Simone Stenitzer verfügt über eine

langjährige Expertise als Unternehmensberaterin

und Marketingexpertin. Die

gebürtige Kärntnerin war über 15 Jahre

in leitender Position eines erfolgreichen

Marketingunternehmens tätig. Als

Organisationstalent und Netzwerkerin

wird die 44-jährige Betriebswirtin das

nationale und internationale Geschäft

verstärken und weiter ausbauen.

Der studierte Informationsdesigner

Christoph Grün, BA aac bringt seine

Expertise als langjähriger Werbefilmproduzent

und seinen großen Erfahrungsschatz

als Mitglied des Austrian

Association of Cinematographers in

der Filmproduktion und in der Kreation

von Motion Design Projekten ein.

Foto: AIRBORNE Motion Pictures | TINEFOTO

Parkhotel Pörtschach

zeichnet 32

MitarbeiterInnen aus

Das Parkhotel Pörtschach ist nicht nur

ein begehrtes Urlaubsziel, sondern auch

ein attraktiver Arbeitergeber in der

Region. Der Traditionsbetrieb weiß

auch, wie wichtig die enge und gute

Zusammenarbeit im gesamten Team für

den Geschäftserfolg ist. Daher zeichnet

das Kärntner Unternehmen jedes Jahr

MitarbeiterInnen für ihre Treue,

Motivation und ihr Engagement aus:

In feierlichem Rahmen wurden gestern

32 MitarbeiterInnen – darunter auch

12 Lehrlinge – geehrt. Zusammenhalt

und nachhaltiges MitarbeiterInnenwachstum

zählen beim Familienbetrieb

Parkhotel Pörtschach zu den zentralen

Unternehmenswerten. So wird das

Erhalten von sicheren, langfristigen

Arbeitsplätzen und eine fundierte

Ausbildung hoch geschrieben. Viele

langjährige MitarbeiterInnen und

mehrfach ausgezeichnete Lehrlinge

bestätigen diese Grundhaltung.

Foto: KK


22 advantage | Wirtschaft

Echte Hilfe für

UnternehmerInnen – jetzt!

Viele Selbstständige und EPU haben wegen der Corona-Krise

kein Einkommen und fürchten um ihre Existenz. Von der

Regierung gibt es lediglich überschießende Bürokratie und

Almosen, die für UnternehmerInnen keine Unterstützung sind.

Selbstständige und

kleine Unternehmen

sollen die volle Entschädigung

nach dem

Epidemiegesetz

erhalten. Alfred „Fredy“

Trey, Präsident des

Sozialdemokra-tischen

Wirtschaftsverbandes

(SWV) Kärnten.

Foto: SPÖ

Von den rund 540.000 Unternehmen in Österreich sind

500.000 Kleinstunternehmen, davon 250.000 Ein-

Personen-Unternehmen. Sehr viele von ihnen haben ihre

Betriebe schließen müssen und ihre Umsätze verloren. Ihnen hat die

Regierung die (seit 1913! im Epidemie gesetz) garantierte Entschädigung

weg genommen – sie haben den Rechtsanspruch darauf

verloren und müssen sich jetzt um Almosen bei der Wirtschaftskammer

anstellen. Und: Nicht einmal die Almosen kommen an!

Die von der Regierung eingesetzte WKO hat von den versprochenen

2 Milliarden Hilfen aus dem Härtefallfonds, nicht einmal 200 Millionen

genehmigt.

Der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband Kärnten unterstreicht

nochmals die Forderungen der Bundes-SPÖ: Selbstständige und

kleine Unternehmen sollen die volle Entschädigung nach dem

Epidemiegesetz erhalten.

Diese Entschädigung soll rückwirkend für Unternehmen mit weniger

als 25 MitarbeiterInnen wieder in Kraft gesetzt werden. Das Epidemiegesetz

hat eigentlich UnternehmerInnen im Fall einer

seuchenpolitisch notwendigen Schließung ihres Betriebs, volle

Entschädigung durch den Staat garantiert. Leider wurde der entsprechende

Paragraph von ÖVP und Grünen außer Kraft gesetzt.

Umso vehementer werden wir, als Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband,

Gerechtigkeit für UnternehmerInnen einfordern!

Je mehr Wirtschaftstreibende Seite an Seite ihre Stimme erheben,

desto lauter werden wir gehört. |

Mitglied werden

www.wirtschaftsverband.at/mitglied-werden.html

Fredy Trey, Präsident des Sozialdemo kratischen

Wirtschaftsverbandes Kärnten

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Sonderthema Steinfeld advantage 23

WIRTSCHAFTSSTANDORT

Steinfeld

Die

Ansiedlung eines osttiroler

Holzunternehmers ist der jüngste

Erfolg der Gemeinde.


24 advantage | Sonderthema Steinfeld

STEINFELD

Die Wirtschaft floriert

Ein neues Unternehmen und ein einzigartiges Wohnprojekt – die Marktgemeinde

Steinfeld im Drautal entwickelt sich zu einem immer attraktiveren Wirtschaftsstandort.

Die Ansiedelung eines Osttiroler

Holzbauunternehmens ist der

jüngste Erfolg der Gemeinde

Steinfeld und des Bürgermeisters Ewald

Tschabitscher. Als das Gemeindeoberhaupt

von den Expansionsplänen der Firma Theurl

erfuhr, wurde er sofort aktiv. Aber allein

könne man nichts erreichen, meint er. „Es

müssen alle zusammenspielen.“

Für den neuen Produktionsbetrieb wurde

zusätzliche Gewerbefläche benötigt und die

entsprechenden Grundbesitzer waren zum

notwendigen Verkauf der Gründe bereit.

Und so ist auf einer Fläche von 12,5 Hektar

der Probebetrieb für die Erzeugung modernster

CLT-Platten, kreuzweise verleimter Brett-

lagen aus Nadelschnittholz, bereits angelaufen.

Der Roh- und Werkstoff Holz spielt im

Oberen Drautal eine große Rolle. Das Tiroler

Holzbauunternehmen passt gut ins Profil.

Die logistischen Vorteile aufgrund der Nähe

zu internationalen Verkehrswegen waren bei

den Tirolern ebenso ein Grund, sich für den

Standort Steinfeld zu entscheiden, wie das

große Einzugsgebiet. Immerhin werden für

die Produktion Arbeitsplätze für 100 Personen

geschaffen, wovon die ganze Region

profitiert.

Für einige von ihnen könnte das Projekt

„Wohnen am Park Neusteinhof“ interessant

sein. Denn auch beim Thema Wohnen hat

die Gemeinde die Zeichen der Zeit erkannt.

Sie hat ein 2,4 Hektar großes Grundstück in

bester Lage erworben, um darauf ein Projekt

mit 36 Wohneinheiten in Einfamilienhäusern,

Reihenhäusern und Eigentumswohnungen

in Form von mehrgeschoßigen

Bauten zu realisieren. In dem Komplex ist

auch ein Bereich für Büros und Geschäfte

eingeplant. Lebensmittelhändler, eine Arztpraxis,

Kindergarten und Volksschule sind in

fünf Gehminuten erreichbar.

Die Planung erfolgte in einem kärntenweit

bisher einmaligen Bürgerbeteiligungsprozess

unter fachlicher Anleitung eines Raumplaners

und einer Architektin. Das durchdachte

Grundkonzept basiert auf verdichteter

Bauweise, um platzsparend und


Sonderthema Steinfeld | advantage 25

——— I n t e r v i e w ———

Mitten in Steinfeld entsteht eine attraktive

Wohnanlage (links). Die Freiwillige Feuerwehr

bekam Räumlichkeiten auf dem ehemaligen

Kelag-Gelände (unten).

Fotos: Marktgemeinde Steinfeld / ANZEIGE

ressourcenschonend, aber auch kostengünstig

bauen zu können.

Feuerwehr statt Kelag

Das alte Kelag-Areal wurde ebenfalls erfolgreich

belebt. Bis zu 60 Personen hatte der

Kärntner Stromversorger einst in Steinfeld

beschäftigt. Aufgrund von Automatisierung,

Digitalisierung und Zentralisierung

schrumpfte diese Zahl auf null und die

Betriebsstätte stand leer. Die Marktgemeinde

Steinfeld kaufte das gesamte Areal und entwickelte

daraus das Kommunale Einsatzzentrum.

Rund eine Million Euro wurde in die

Umbau- und Adaptierungsmaßnahmen

investiert.

Die Freiwillige Feuerwehr bekam Garagen

und Räumlichkeiten, die Bergrettung

Oberes Drautal verlegte seine Zentrale dorthin.

Auch der Wirtschaftshof befindet sich

jetzt auf diesem Areal. Aufgrund des großzügigen

Platzangebots wurde ein Schulungsraum

eingerichtet, der als Koordinationsstelle

für größere Einsätze von Feuerwehr

und Bergrettung und bei überörtlichen Katastrophenereignissen

genutzt werden kann. In

das alte Feuerwehrgebäude zog der Elektrohändler

des Ortes mit Postannahmestelle

ein und im alten Gewerkehaus der Bergrettung,

einem historischen Gebäude, probt

nun die Theatergruppe. „So ist nichts leer

geblieben“, sagt der Bürgermeister. |

„Chancen erkennen

und ergreifen“

Interview mit Ewald Tschabitscher, Bürgermeister

der Gemeinde Steinfeld im Drautal

Was ist Ihrer Ansicht nach die Aufgabe von Politik?

Die Politik muss Rahmenbedingungen schaffen, die es den

Unternehmen ermöglichen, an diesem Standort erfolgreich

zu sein. Man kann Betriebe und Menschen nicht zwingen,

sich irgendwo anzusiedeln. Man kann ihnen nur attraktive

Angebote machen und das tun wir. Man muss Chancen

erkennen, wenn sie sich auftun und schnell reagieren.

Welche Rahmenbedingungen meinen Sie konkret?

Wesentlich sind hier die notwendigen Flächen, die auch

Expansionen zulassen. So dachten wir bei der Entwicklung

des ehemaligen AVE-Areals vor 17 Jahren an Betriebsansiedelungen

und dann stellte sich heraus, dass bestehende kleinere

heimische Betriebe wuchsen und erfolgreicher wurden. Ein höchst

erfreulicher Aspekt. Die Ansiedelung des Tiroler Unternehmens ist die erste

große Ansiedelung eines Betriebs außerhalb der Region.

Wie sieht es mit den Verkehrsverbindungen aus?

Als 2006 die Umfahrung Steinfeld gebaut wurde, haben wir darauf geachtet,

dass für das Gewerbegebiet eine eigene Auffahrt eingeplant wurde, denn

produzierende Unternehmen brauchen gute Verkehrsanbindungen.

Sie waren es, der zum Osttiroler Holzbauunternehmen,

das sich in Steinfeld angesiedelt hat, die ersten Kontakte

knüpfte. Welche anderen Chancen haben Sie noch ergriffen?

Es war beispielsweise, das ehemalige Kelag-Areal zu kaufen und zu revitalisieren.

Die getroffenen Maßnahmen müssen zweckmäßig sein und die

Bedürfnisse berücksichtigen. Dabei gilt, nicht nur auf die eigene Gemeinde

zu schauen, sondern darüber hinaus. Wenn wir es schaffen, die jungen Leute

hier zu halten oder sogar erreichen, dass sie sich hier ansiedeln, hat das positive

Auswirkungen auf die gesamte Region.

Welche Maßnahmen sind dazu notwendig?

Zu qualitativ hochwertigen Arbeitsplätzen braucht man attraktiven Wohnraum

und ausreichend Kinderbetreuungsplätze. So hatten wir als erste

Gemeinde des Oberen Drautals einen Ganztageskindergarten. Jetzt erweitern

wir das Angebot auf eine Kleinkindbetreuung für Kinder bis zum Alter

von drei Jahren. Für unser neues Wohnbauprojekt haben wir unter breiter

Beteiligung der Bevölkerung den städtischen Wohnbau auf die ländliche

Ebene heruntergebrochen und ressourcenschonend geplant. Es war ein spannendes

Erlebnis. |


26 advantage | Sonderthema Steinfeld

Foto: Holzbau Tschabitscher

Die Zukunft ist Holz

Wenn ein nachhaltiger Baustoff auf menschliche Expertise trifft, werden

konstruktive Pläne geschmiedet und innovative Projekte realisiert.

Das Familienunternehmen HOLZ-

BAU TSCHABITSCHER GmbH

hat sich in seinen 25 Bestandsjahren

zu einem der führenden Holzbauanbieter

der Region etabliert. Angeboten werden

neben klassischen Wohn- und Einfamilienhäusern

auch Zubauten, Aufstockungen,

Wintergärten, Carports und Bootshäuser.

Zu den privaten und gewerblichen Bauvorhaben

kommen zunehmend Sonderprojekte

für die öffentliche Hand. Dieses Frühjahr

wurde für das Land Kärnten im Rahmen der

Kulturinitiative CARINTHIja2020 eine

mobile Ausstellung realisiert, welche im

Sommer in ganz Kärnten auf Tournee geht.

Die 40 Meter lange Holzkonstruktion bietet

Interessierten die Möglichkeit, unter dem

Motto „Zeitreisen und Perspektiven“ 100

Jahre Kärntner Geschichte zu erleben.

Geschäftsführer Reinhold Tschabitscher

konnte mit seinem 25-köpfigen Team in

den letzten Jahren 5x den Kärntner Holzbaupreis

sowie 2x den Kärntner Landesbaupreis

entgegennehmen. Dazu kommen viele

weitere Auszeichnungen und Anerkennungen

für innovativen Holzbau.

Menschliches Fachwissen und technische

Innovation vereinen sich in der 2.400 Quadratmeter

großen Fertigungshalle. Neben

der fundierten, fachlichen Ausbildung der

Mitarbeiter setzt das Unternehmen auf

moderne Maschinen, um reibungslose

Abläufe zu gewährleisten und Produktionszeiten

zu verkürzen. „Alles aus einer Hand“

ist bei Holzbau Tschabitscher keine leere

Floskel. Während des gesamten Projektzeitraumes

übernimmt Holzbau Tschabitscher

die Bauleitung, vom ersten Entwurf bis zum

Detail- und Einreichplan, von der Fertigung

bis zur Montage. Das Angebot geht über das

eines klassischen Holzbaubetriebes weit hinaus,

denn zusätzlich werden noch sämtliche

Spengler- und Dachdeckerarbeiten ausgeführt.

Nachhaltiger Service und effizientes

Projektmanagement in sämtlichen Bauphasen

werden großgeschrieben, und tragen

zusätzlich zur Kundenzufriedenheit bei.

Neben seinem Holzbauunternehmen

zeigt sich Reinhold Tschabitscher auch

für die positive Entwicklung des Gewerbeparks

Steinfeld mitverantwortlich. In den

vergangenen Jahren siedelten sich mehr als

20 Betriebe an, zuletzt das Osttiroler Unternehmen

THEURL. Tschabitscher selbst

betreibt das ebenfalls im Gewerbepark

liegende Fitnessstudio „Fitness Steinfeld“

und den Friseursalon „Frisuren[K]iste“ im

Ortskern Steinfelds. Des Weiteren leitet er

gemeinsam mit GF Hermann Haßler die

Biowärme Steinfeld GmbH.

Um die Zukunft des Unternehmens muss

sich der Eigentümer keine Sorgen machen.

Sohn André steht mitten in der Ausbildung

zum Holzbaumeister und hat bereits 20%

der Geschäftsanteile übernommen. Als weiteres

Familienmitglied ist Armin Künnert

als Techniker und Projektleiter in der

Planung beschäftigt. Auch Tochter Anna hat

sich im Betrieb bestens integriert und ist in

der allgemeinen Verwaltung und der Buchhaltung

tätig. Gemeinsam sind sie davon

überzeugt, dass der Holzbau in naher

Zukunft noch viel mehr an Bedeutung

gewinnen wird. |

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Sonderthema Steinfeld | advantage 27

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„Übersetzer gesucht?“ – (Steuer)-

BERATUNG auf Augenhöhe ...

Warum es einen Steuerberater auch in

Zeiten der Digitalisierung braucht!

Team WT-Trampitsch

Foto: Stefan Peternell – Fotografie

Das Team der Steuerberatungskanzlei

Trampitsch steht seinen Kunden seit nunmehr

fast 50 Jahren und mehreren Generationen

mit reichem Erfahrungsschatz zur

Seite. Die als Familienunternehmen geführte

Kanzlei nutzt den Wandel der Zeit und sieht

in der rasanten Entwicklung hin zu Digitalisierung

eine neue Chance.

Die Art zu Arbeiten hat sich verändert. Es

gilt flexibel zu bleiben! Mit Blick in die

Zukunft kann das WT-Team auf einer

soliden Basis die Perspektiven und Visionen

aller Generationen in Balance bringen.

Damit kann ein Service geboten werden, der

auf die individuellen Wünsche und Anforderungen

der Klienten abgestimmt ist – egal

ob ein persönlicher Beratungstermin, eine

Besprechung mittels Videokonferenz oder

digitale Belegverarbeitung – die „Needs and

Wants“ des Einzelnen werden hier so gut als

möglich berücksichtigt.

Der immer dichter werdende Dschungel an

Vorschriften und Regelungen verlangt inzwischen

nach einem guten Übersetzer und

Navigator durch die Wirren des Systems.

Individuelle und umfangreiche Beratung

sind trotz Digitalisierung (oder genau

deshalb?) unverzichtbar geworden.

Genau das liegt dem Team der Kanzlei am

Herzen – egal ob im Home-Office, digital

oder direkt vor Ort – die Aufgabe des Teams

einer Steuerberatungskanzlei ist es, ein

Unternehmen und vor allem die Menschen,

die dahinter stehen, in allen Phasen ihrer

Entwicklung bestmöglich zu unterstützen

und im richtigen Moment eine helfende

Hand zu reichen. |

Kontakt

www.wt-trampitsch.eu

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30 advantage | Wirtschaft

Feuertrunken

Neues entdecken

Es ist ein Jahr mit viel Neuem für den Carinthischen Sommer.

Eine Kirchen-Filmoper, international einzigartig, wurde

kreiert, das Festival-Büro etablierte sich ganzjährig

in Kärnten und dann kam SARS-CoV-2.

Aufgrund der Pandemie wurden in

diesem Sommer viele Kulturveranstaltungen

abgesagt. Auch beim

Carinthischen Sommer wusste man lange

nicht, ob und welche Veranstaltungen stattfinden

können. „Wir konnten nur abwarten,

bis die Bundesregierung ihre Vorschriften

bekanntgab“, erzählt Intendant Holger Bleck.

Eine Absage war für ihn die letzte aller Möglichkeiten.

„Denn wir fühlen sowohl unserem

Publikum als auch den Künstlerinnen

und Künstlern verpflichtet, denen wir die

Möglichkeit geben wollten, ihrem Beruf und

ihrer Berufung nachzugehen“, erklärt er.

„Gerade in diesen Zeiten sind Kunst und Kultur

essentiell. Unser Festival erfüllt diese

wichtige Aufgabe in Kärnten“, sagt auch Klemens

Fheodoroff, Obmann des Vereins

Carinthischer Sommer.

Ende Mai standen die Rahmenbedingungen

für diesen Kultursommer schließlich fest.

Im Juli dürfen sich maximal 250 Personen

in einem geschlossenen Raum aufhalten, im

August 500, unter bestimmten Auflagen und

mit Sondergenehmigung 1000. Strengste

Sicherheitsbestimmungen müssen eingehalten

werden, auf Abstandsregelungen geachtet

und Besucherströme gelenkt werden.

„Wir müssen und wollen sicherstellen, dass

das Publikum sicher und entspannt die

Konzerte genießen kann“, sagt Bleck.

—————————————

„Der Carinthische

Sommer gehört

zur Identität dieses

Bundeslandes“

Klemens Fheodoroff,

Obmann des Vereins

Carinthischer Sommer

—————————————

Damit Plätze im Schachbrettmuster vergeben

werden und auch die Musiker den

geforderten Abstand zueinander halten können,

braucht man Platz. Und den fand man

in zwei Eishallen, der Stadthalle Villach und

der Ossiacher See Halle in Steindorf.

Neukalkulation

Das Budget blieb das gleiche. Für die Festivalleitung

bedeutete dies eine Neukalkulation

aufgrund des deutlich erhöhten Personalaufwandes

und der geringeren Anzahl an

Karten, die wegen der Besucherobergrenzen

verkauft werden können. Daher musste die

Anzahl der Veranstaltungen halbiert werden.

Konzerte, die in diesem Jahr nicht stattfinden

können, wurden in Absprache mit den

Künstlerinnen und Künstlern auf die Saison

2021 verschoben.

Bereits verkaufte Tickets wurden in Gutscheine

umgewandelt, und der Kartenverkauf

begann von Neuem. „Wir sind sehr

froh und dankbar, dass unsere Subventionsgeber

und Sponsoren uns treu geblieben

sind und das neue Programm mittragen“,

sagt Bleck.

Auch nach der Umplanung blieb die Umsetzung

das Motto „feuertrunken“ aus der 9.

Sinfonie Ludwig van Beethovens erhalten.

So ist das Beethovenjahr unter anderem mit

zwei Orchesterkonzerten und einem Abend

mit dem legendären Pianisten Rudolf Buchbinder,

der drei der beliebtesten Beethovensonaten

spielen wird, prominent umgesetzt.

Auch der Veranstaltungsreigen „Kärnten

und Slowenien 2020“ anlässlich des

100-Jahr-Jubiläums der Kärntner Volksabstimmung

findet statt. Dazu zählen die


Wirtschaft | advantage 31

Prisma Wien wird beim Schlusskonzert

des Carinthischen Sommers Beethovens

Neunte sowie die Chor-Ode „Meeresstille

und glückliche Fahrt“ spielen.

Foto: Stefan Schweiger

Foto: Ferdinand Neumüller

„Lebenszeichen“, ein Klassik-Jazz-Liederabend

mit neuen Kompositionen, traditionellen

slowenischen Volksliedern und Kärntnerliedern

in eigenen Arrangements sowie

eine Sonntagsmesse mit Musik von Johann

Sebastian Bach und dem slowenischen Komponisten

Tomaž Svete, in deutscher und slowenischer

Sprache gelesen vom Kärntner

Diözesanbischof Josef Marketz.

Eine Kirchen-Filmoper

Das Markenzeichen des Carinthischen Sommers

ist die Kirchenoper. Und hier wagte

sich Bleck in diesem Jahr an etwas völlig

Neues. „Jean d’Arc“ ist eine Kirchen-Filmoper,

bei der „La passion de Jeanne d’Arc“,

ein aus dem Jahr 1928 stammender Stummfilm

des Dänen Carl Theodor Dreyer, mit

Szenenintermezzi und der Musik von Johannes

Kalitzke ergänzt wird. „Die Symbiose

von Stummfilm, Musik und Handlung ist in

dieser Form international einzigartig“, sagt

der Intendant.

—————————————

„Wir fühlen uns unserem

Publikum und den

Künstlerinnen und

Künstlern verpflichtet“

Holger Bleck,

Intendant des

Carinthischen Sommers

—————————————

Die Uraufführung findet konzertant statt.

Die szenische Umsetzung wird einer der

Höhepunkte der Festivalsaison 2021 und in

einer Kirche stattfinden.

Im Mai hat ist der Carinthische Sommer

auch ganz kärntnerisch geworden. Das

Organisationsbüro in Wien und das Sommerbüro

in Ossiach wurden aufgelassen.

Die neue und Heimstätte des Festivals befindet

sich nun inklusive Kartenbüro in der

Lederergasse in Villach.

„Als Vereinsobmann freue ich mich ganz

besonders, dass dieses Musikfestival nun

noch stärker in Kärnten verankert ist“, sagt

Fheodoroff. „Der Carinthische Sommer

gehört zur Identität dieses Bundeslandes

und wird dessen Kultur in Zukunft noch

stärker prägen.“ |

Infos

www.carinthischersommer.at


32 advantage | Wirtschaft

Ohne Transport

keine Wirtschaft

Logistik und Transport sind

wesentliche Elemente einer

funktionierenden Wirtschaft.

Fotos: Firma Weiss

Die Spediteure sind der zentrale Dreh- und Angelpunkt im

Wirtschaftskreislauf. Sie sorgen für den weltweiten Transport

von Gütern und wickeln alle notwendigen Behördenwege ab.

Die Spediteure sorgen dafür, dass

Import und Export funktionieren

und die Regale immer gut gefüllt

sind. Gerade in der Lockdown-Phase wurde

der Bevölkerung bewusst, wie wichtig die

Transport- und Logistikdienstleister sind.

Während die Menschen in ihren Wohnungen

blieben und bleiben mussten, waren die

Kärntner Frächter und Spediteure unermüdlich

unterwegs, um die Versorgung sicherzustellen,

und haben in dieser Zeit auch Quarantäne-

und Krisengebiete versorgt. So

wurden beispielswiese unglaubliche Mengen

italienischer Nudelprodukte unter schwierigsten

Bedingungen und schärfsten Sicherheitsmaßnahmen

in die Geschäfte gebracht.

Auch die dringend benötigten Schutzausrüstungen

und Masken wurden aus allen Teilen

der Welt mit dem Flugzeug importiert, den

Institutionen in Österreich geliefert und alle

notwendigen Zollformalitäten erledigt. Dabei

gab es viel Hürden zu überbrücken, wie unkoordinierte

Grenzschließungen und stundenlange

Kontrollen der Fahrer. Doch die Spediteure,

Frächter und Fahrer trotzten den

Schwierigkeiten und trugen mit großem

Einsatz und viel Herzblut dazu bei, die Versorgung

des öffentlichen Lebens aufrecht zu

erhalten.

Spediteure sind verkehrsträgerneutral, das

heißt, sie nutzen alle zur Verfügung stehenden

Verkehrsmittel, von der Bahn über Lkw

und Schiffe bis hin zum Transport mittels

Frachtflug. So geht es beispielsweise mit der

Bahn vom Produktionswerk in China zum

Hafen – mit dem Schiff nach Europa – von

dort wieder mit der Bahn zum Logistikterminal

in Fürnitz. Die letzte Meile bis

zum Empfänger wird mit dem Lkw abgewickelt

– all dies organisiert der Spediteur.

Damit auch weiterhin Spezialisten und

Fachkräfte für den Transport zur Verfügung

stehen, bilden die Spediteure ihren Nachwuchs

selbst aus. Die Ausbildung zum Speditionskaufmann

umfasst drei Jahre, ebenso

jene zum Betriebslogistikkaufmann. Besonders

Talentierte können eine Doppellehre

zum Speditionslogistiker anhängen. Den ausgebildeten

Fachkräften steht die Welt offen

– nicht nur in den Speditionen, sondern

auch in Industrie- und Handelsbetrieben.

Denn jedes Unternehmen, das Güter produziert

oder mit ihnen handelt, hat wichtige

interne Logistikprozesse zu gestalten. Und

das können die Spediteure ausgezeichnet.

„Wir wünschen uns, dass wir und unsere

Leistungen von der Bevölkerung auch weiterhin

positiv wahrgenommen werden und

die Politik unser Tun unterstützt“, sagt Markus

Ebner, Fachgruppenobmann „Spedition

& Logistik“ in der Kärntner Wirtschaftskammer.

Dass Verständnis dafür erzeugt werde,

wie wichtig Transport und Logistik mit der

permanenten Verfügbarkeit von Produkten

des täglichen Bedarfs seien. „Und Jeder Fahrer

freut sich über ein Lächeln, wenn er dem

Empfänger die heiß ersehnte Bestellung

übergibt“, so der Fachgruppenobmann. |


Wirtschaft | advantage 33

Das Beste aus zwei Welten

Mit dem neuen Kundenportal myGW und ETA folgt das

Speditionsunternehmen Gebrüder Weiss ihrer

Digitalisierungsstrategie „Best of Both Worlds“.

Markus Ebner, MSc

Niederlassungsleiter

Gebrüder Weiss Maria Saal

Foto: Firma Weiss

Die Gebrüder Weiss GmbH hat in den vergangenen Jahren viel in Bewegung

gebracht, um ihr digitales Know-how weiter auszubauen. Das

strategische Ziel ist eine optimale Kombination aus physischer Leistungsfähigkeit

und digitalen Tools, das Beste aus beiden Welten eben. Damit grenzt

sich das Unternehmen von rein digitalen Newcomern am Markt ab. „Wir verknüpfen

exzellente physische Logistikleistung mit digitaler Kompetenz und

bieten Transparenz und Kommunikation sowie Information in Echtzeit“, erklärt

Markus Ebner, MSc Niederlassungsleiter der Gebrüder Weiss in Maria Saal.

So wissen die Kunden auf zwei Stunden genau, wann Ihr Auftrag beim Empfänger

eintrifft. Diese Information kann auch rasch und einfach mit dem Empfänger

geteilt werden. „Gerade im e-commerce und der Last-Mile-Planung ist dies ein

wichtiger Entwicklungsschritt“, so Geschäftsführer Ebner. |

Estimated Time of Arrival.

Wissen, wann die Ware

ankommt.

!

?

We move smarter.

gw-world.com/eta


34 advantage

——— Fachkommentar ———

von SPÖ Kärnten Landesgeschäftsführer Andreas Sucher DI (FH)

Social MonTalks-Diskussion:

Wie gelingt Klimaschutz?

Zwischen Leistbarkeit und

Machbarkeit

Ende Juni, nach drei Monaten der Live-Stream Übertragungen, fanden die Social MonTalks-

Diskussionen des Renner-Institutes-Kärnten, endlich wieder mit Gästen vor Ort statt.

Aus Anlass des Klimavolksbegehrens stellten wir uns, erneut, die Frage: Wie gelingt

Klimaschutz?

Wie es geht, wissen wir schon seit dreißig Jahren, hielt Katharina Rogenhofer, Mitinitiatorin

der Fridays for Future-Bewegung und Sprecherin des Klimavolksbegehrens in ihrer Keynote

fest. Alleine, es fehlt noch immer der Wille zur politischen Umsetzung.

Wir, als SPÖ, haben schlicht und einfach die Notwendigkeit, die Dringlichkeit erkannt, sich

mit dem Klimaschutz auseinanderzusetzen. Das sind wir unserem Planeten und unseren

Enkelkindern schuldig.

Selbstverständlich beschäftigen wir uns mit diesem Thema aus unserer Tradition

heraus, letztlich kämpfen wir seit über 130 Jahren für die Vielen, die kein

Wochenendhaus am Land haben, in das sie vor der Hitze flüchten können.

Wir vertreten daher auch eine ganz klare Linie: Klimaschutz muss leistbar

sein. Die Klimakrise darf nicht zu einer sozialen Krise werden. Nachhaltige

Lebensführung muss die Norm sein – unsere politische Aufgabe besteht darin,

dass möglich zu machen und vor allem leistbar zu gestalten.

Unsere Aufgabe muss es auch sein, Chancen des Klimaschutzes zu erkennen –

wir können tatsächlich durch die richtige Politik einiges gewinnen. Wussten Sie

etwa, dass sich in Österreich 136.000 Jobs durch die Sanierung von Altgebäuden

generieren lassen könnten, 200.000 durch den Ausbau

von Photovoltaik?

Eigentlich dürfen wir uns längst nicht mehr fragen, ob wir

uns Klimaschutz leisten können, sondern müssen uns die

Frage stellen: Was wird es uns kosten, nichts zu tun? |

Die vollständige Diskussion ist unter:

vimeo.com/434273995 abrufbar.

Foto: SPÖ


——— I n t e r v i e w ———

„Wir arbeiten im Hintergrund

rund um die Uhr“

Wirtschaft | advantage 35

Interview mit MMag. Dr. Meinrad Höfferer, Leiter der Abteilung Außenwirtschaft und EU

und stellvertretender Kammerdirektor in der Wirtschaftskammer Kärnten

Foto: WK Kärnten

Wie ist die Situation der

Außenwirtschaft in Kärnten?

Wir hatten 2019 mit einem Handelsbilanzüberschuss

von 644 Millionen Euro das

drittbeste Ergebnis seit der Aufzeichnungen,

beginnend mit 1999. Allerdings betrug der

Rückgang bei den Exporten gegenüber 2018

acht Prozent auf 7,44 Mrd. Euro, was auf

das planmäßige Auslaufen zweier Großaufträge

mit Amerika zurückzuführen ist. Also

kein Grund zur Sorge.

Bereitet das Jahr 2020 Sorgen?

Eine Konjunktur- und Investitionsumfrage

im Mai hat ergeben, dass 50 Prozent der

Unternehmen weniger investieren wollen.

Die Hälfte beurteilt auch Gesamtumsatz

und Auftragslage als negativ. Drei Viertel der

Kärntner Betriebe rechnen mit Exportrückgängen.

Daher hoffen wir neben Unterstützung

auf Bundes- und Landesebene auf eine

Einigung beim Corona-Fonds der EU-Staaten.

Denn den Kärntner Unternehmern

kann nicht egal sein, was beispielsweise in

Italien passiert. Man muss einen Weg finden,

die Konjunktur zu beleben, ohne dass

unkontrolliert Gelder fließen.

Was kann man im Land tun, um

Unternehmen zu helfen?

Wir haben in den vergangenen Wochen zwei

Themen forciert. Das sind die Ausfallsversicherung

und der Käuferkredit im Export.

Generell dürfen sogenannte kurzfristige

marktfähige Export-Risiken (für Geschäfte

unter 2 Jahren) nur von privaten Kreditversicherern

besichert werden. Diese Regelung

wurde in Corona-Zeiten von der EU einmal

bis Jahresende ausgesetzt und es können

diese Ausfallshaftungen nun wieder über die

österreichische Kontrollbank laufen.

Was kann man sich unter einem

Export-Käuferkredit vorstellen?

Das ist nichts Neues, aber wir forcieren es

zurzeit. Der Lieferant bietet seinem Kunden

im Ausland im Zusammenhang mit einem

Auftrag einen Kredit an, der von der österreichischen

Kontrollbank besichert ist und

über die Hausbank des Lieferanten abgewickelt

wird. Der Kunde leistet eine Anzahlung

und die vereinbarten Raten. So kann

ein Lieferant seinem Kunden, den er gut

kennt und dem er vertraut, helfen und

gleichzeitig seinem Unternehmen einen Auftrag

verschaffen. Und bei dem Geschäft

muss sichergestellt sein, dass dadurch die

Wertschöpfung in Österreich gestärkt wird.

Was sind derzeit die wesentlichen

Aufgaben der Wirtschaftskammer?

Wir haben am 24. Februar, also bereits drei

Wochen vor dem Lockdown, eine Taskforce

gegründet und die Situation genau beobachtet.

Wir haben seither quasi rund um die

Uhr neben direkten Firmenberatungen auch

interessenspolitisch sehr viel im Hintergrund

gearbeitet und final zielgenaue Unterstützungen

für unsere Unternehmen erreicht.

Seither haben wir mehr als 230.000 Beratungen

durchgeführt. Wir haben alle Verordnungen,

zum Beispiel Schutzbestimmungen

und Regeln zum Wiederhochfahren,

komprimiert und verständlich weiterkommuniziert,

damit sie von den Unternehmen

möglichst rasch und gesetzeskonform umgesetzt

werden konnten.

Was hat die Wirtschaftskammer

erreicht?

Wir haben gemeinsam mit der Sozialpartnerschaft

die jetzige Form der Kurzarbeit erarbeitet

und uns auch wesentlich praktikable

Regelungen beim Fixkostenzuschuss eingebracht.

Wir wickeln im Auftrag der Republik

den kompletten Härtefallfonds ab. Bisher

wurden alleine in Kärnten rund 20.000

Anträge bearbeitet und mehr als 27 Millionen

Euro an UnternehmerInnen ausbezahlt.

Die Tourismus- und Gastronomieregelungen

haben wir ebenfalls wesentlich mitgestaltet,

vieles davon wurde 1:1 von der Regierung

übernommen.

Aber die Arbeit ist noch nicht zu

Ende?

Nein. Es gibt Unternehmen, die derzeit

noch keine Einbrüche hatten, weil Aufträge

aus dem Vorjahr abgewickelt werden, die

aber mit Herbst oder im nächsten Jahr Probleme

bekommen könnten. Und es gibt

Branchen, die ein Jahr lang keinen Umsatz

haben werden, wie Marktfieranten oder

Schausteller. Hier müssen wir ganz genau

beobachten, was noch auf uns zukommt,

und gegebenenfalls flexibel reagieren und

unterstützen. |


36 advantage | Wirtschaft

Der Künstler Oliver Welter und

Werner Sattlegger CEO von

„Art of Life“ verknüpfen

künstlerische Originalität mit

wirtschaftlicher Kompetenz.

Foto: Johannes Puch


Wirtschaft | advantage 37

Neues in die

Welt bringen

Die Begegnung zwischen Wirtschaft und Kunst ist weit mehr als das

Sponsoring einer Vernissage. Das Beispiel zweier Kärntner zeigt,

warum es für Unternehmen Sinn macht, auf die Talente und

Fähigkeiten von Künstlern zurückzugreifen.

Das Verhältnis zwischen Kunst und

Wirtschaft scheint ausgemacht: Die

Wirtschaft sponsert gönnerhaft, die

Kultur empfängt. Der Sponsor darf sich

über einen Imagegewinn bei bestimmten

Zielgruppen freuen, der Künstler ein Projekt

umsetzen. Beide Seiten profitieren.

Wirtschaft fördert Kunst

Auch die klassische Rollenverteilung scheint

ausgemacht zu sein: Die Kunst ist kreativ

und unterhaltsam, die Wirtschaft produziert

und möchte ihren Umsatz steigern. Künstler

und Kulturschaffende führen ein Leben als

Bohemien, sind zu Lebzeiten arm und werden

erst nach ihrem Tod berühmt. Der

Unternehmer ist ausschließlich am Gewinn

interessiert, bereichert sich auf Kosten anderer

und lebt in Reichtum und Luxus. Diese

Liste an Vorurteilen und Rollenklischees

ließe sich noch weiter fortsetzen, die nur

dazu dienen, zu bestätigen, dass Wirtschaft

und Kunst zwei unterschiedliche Welten

sind, die nichts miteinander zu tun haben.

Auch das ist ein Klischee, das nicht stimmt

und eigentlich noch nie gestimmt hat.

Kunst und Wirtschaft haben weit mehr

Berührungspunkte als das klassische Kunstsponsoring,

das unbestritten seine Berechtigung

hat. Ein Blick in andere Länder wie

Deutschland und in den angelsächsischen

und skandinavischen Raum zeigt, dass sich

neben dem Sponsoring auch die Form der

künstlerischen Intervention, der „arts based

intervention“, etabliert hat.

Kunst fördert Wirtschaft

Dort wurde erkannt, dass sich künstlerische

Kompetenzen sehr gut eignen, um Problemstellungen

in den Bereichen Organisationsentwicklung,

interner Kommunikation

und – was nahe liegt – der Unternehmenskultur

zu lösen. Der Künstler nimmt dabei

die Aufgabe einer klassischen Unternehmensberatung

wahr, indem er für ein

konkretes Problem eines Unternehmens eine

künstlerische Intervention kreiert, wie z.B.

einen Workshop oder ein künstlerisches Projekt

mit Mitarbeitern. Was dabei als Ergebnis

herauskommen kann, reicht von der

Verbesserung der Gesprächs- und Dialogkultur,

über verstärkte Selbstreflexion der

Teams bis hin zum Aufbrechen und Hinterfragen

von Routineabläufen. Generell

fördert eine Kunstintervention eine positivere

und offenere Unternehmenskultur,

berichten Teilnehmer solcher kunstbasierten

Interventionen.

Kunst und Wirtschaft

Ein schönes Beispiel, wie sich im Zusammenwirken

von Kunst und Wirtschaft

Synergieeffekte ergeben, sind der CEO und

Founder der Art of Life Werner Sattlegger

und der Künstler Oliver Welter. Beide kennen

sich aus ihrer Schulzeit in Klagenfurt.

Nach der Matura haben sie unterschiedliche

Wege eingeschlagen. Oliver Welter hat sich

als Sänger, Songautor und Komponist einen

Namen gemacht und ist seit Jahren als

Schauspieler, freier Autor und Theaterregisseur

erfolgreich. Als Frontman war er

mit seiner Band Naked Lunch auf Tour

durch Europa, Nordamerika und Asien und

veröffentlichte zahlreiche Tonträger, die von

der internationalen Presse in hohen Tönen

gelobt wurden. Als Komponist arbeitet er

für Kino- und Fernsehfilme sowie für Theater

wie das Volkstheater Wien oder das

Schauspielhaus Düsseldorf. Werner Sattlegger

war nach seinem Jus-Studium Mitarbeiter

im EU-Parlament in Brüssel, danach

Geschäftsführer der Industriellenvereinigung

und sammelte nach seinem Wechsel in

die Wirtschaft langjährige Erfahrung im

Management großer Unternehmen sowie als

Universitätslektor, Buchautor und Leiter

von Lehrgängen für Führungskräfte.


38 advantage | Wirtschaft

Vor einigen Jahren gründete er „Art of Life“,

ein Lernnetzwerk von Unternehmen mit

Schwerpunkt auf Veränderungsprozesse und

Unternehmenskultur. Mit verschiedenen

Formaten wie Masterclasses, Lehrgängen,

Summerschools oder Learning Journeys im

Silicon Valley werden Führungskräfte bei

der Bewältigung unternehmerischen Heraus -

forderungen und bei der Suche nach technologischen

Lösungen unterstützt. Als Leadership-Experte

weiß Sattlegger, dass neue

Methoden, Techniken und Prozesse aber

nicht von allein zum Erfolg führen, sondern,

dass es dafür vor allem die Menschen

braucht. Wenn es um Menschen geht, vor

allem was die Führung von Teams betrifft,

kommt die Kunst ins Spiel. Denn: „Leadership

ist eine Kunst und nicht Wissenschaft“,

ist Sattlegger überzeugt.

Art of Leadership

Nach einem Konzert von Welters Band in

Klagenfurt kamen die beiden Schulfreunde

ins Gespräch über die Gemeinsamkeiten

und Unterschiede von Kunst und Wirtschaft.

Daraus entwickelte sich eine erfolgreiche

Zusammenarbeit. So leiten Welter

und Sattlegger unter anderem online die

Masterclass „The Art of Conducting“. Welter

gibt dabei seine Erfahrungen als Leiter

von künstlerischen Teams an Führungskräfte

weiter. „Es gibt kaum ein Team, das schwieriger

zu leiten ist als ein künstlerisches“, so

Welter. Wie in der Wirtschaft ist der Erfolg

auch im Kulturbereich nur durch konsequente

und harte Arbeit zu erreichen. Finanzierung,

Kalkulation und ein klarer Plan,

„Es gibt kaum ein Team,

das schwieriger zu leiten

ist als ein künstlerisches“

Oliver Welter

der eingehalten werden muss, sind für

erfolgreiche Kunstprojekte ebenso unerlässlich

wie für ein erfolgreiches Unternehmen.

Weiters bieten Welter und Sattlegger mit

dem Projekt „On Stage“ Führungskräften

die Möglichkeit, sich mit der transformierenden

Kraft der Bühne persönlich weiterzuentwickeln.

Künstler als „Trendsetter“

Kulturschaffende sind ebenso Teil eines

Marktes, ob sie das wollen oder nicht. Bei

der „Marktbeobachtung“ und dem frühzeitigen

Erkennen von Trends sind Künstler

der Wirtschaft oft einen entscheidenden

Schritt voraus. Künstler verfügen offenbar

über ein besonderes Sensorium für gesellschaftliche

Veränderungen und verarbeiten

diese in ihren künstlerischen Projekten. Ein

Kunstprojekt umzusetzen, an dem viele

unterschiedliche Künstler beteiligt sind,

erfordert ein hohes Maß an Leadership und

Teamführung, weiß Welter aufgrund seiner

jahrelangen Erfahrung. In der Wirtschaft

gehören Begriffe wie Kreativität, Innovation

und „soft skills“ schon längst zum Wortschatz

des Managements, ergänzt Sattlegger.

Dynamik und Offenheit

Es brauche nicht den Hinweis auf die Kreativwirtschaft,

um zu zeigen, dass die Verknüpfung

zwischen künstlerischen Fähigkeiten

wie Sensibilität und Originalität mit

wirtschaftlichen Kompetenzen neue,

zukunftsweisende Tätigkeitsfelder ermögliche,

führt Sattlegger weiter aus. Die aktuelle

Krise zeige, dass herkömmliche Methoden

schnell in eine Sackgasse führen können.

„Kulturschaffende haben auf Veränderungen

immer schon mit Dynamik, Offenheit und

kreativen Lösungen reagiert.“ Eine Vorgehensweise,

die auch erfolgreiche Unternehmen

auszeichnet, sind sich Welter und Sattlegger

einig. „Für Künstler wie für Unternehmer

besteht die Kunst nach wie vor

darin, Neues in die Welt zu bringen und

sich mit Neugierde, Kreativität und Konsequenz

auf neue Herausforderungen einzulassen“,

sind die beiden überzeugt. |

Foto: WILLI PLESCHBERGER

Art of Life

„Leadership ist eine

Kunst und nicht

Wissenschaft“

Werner Sattlegger

Art of Life Angebote mit

Oliver Welter und Werner

Sattlegger:

Masterclass „The Art of Conducting“

in 3 Modulen, Beginn am 31.

August 2020 sowie „On Stage“

Bühnenarbeit für Führungskräfte,

auf Anfrage.

Infos: www.the-art-of-life.at


Wirtschaft | advantage 39

Fotos: Holzwelt Murau/Tom Lamm / ANZEIGE

Murau –

Wirtschaftsstandort

mit Urlaubsqualität

Im Projekt „interkommunale Standortentwicklung“,

koordiniert durch die Holzwelt

Murau, stärken die Gemeinden des Bezirks

den Wirtschaftsraum Murau. Natalie Hoffmann

Schon heute ist der Bezirk Murau

Standort einiger Weltmarktführer.

Um das Potenzial der Region noch

stärker sichtbar zu machen, haben die

Gemeinden des Bezirks ein gemeinsames

Projekt ins Leben gerufen: die „interkommunale

Standortentwicklung Murau“.

Diese bietet eine gemeinsame Plattform auf

der freie Gewerbeflächen und Grundstücke

dargestellt und beworben werden. Auswärtige

Unternehmen können auf der Website

www.wirtschaftsregionmurau.at die Region

kennenlernen und potenzielle Betriebsstandorte

finden. Ansässige Unternehmen können

kostenlos Jobs inserieren und sich als Arbeitgeber

vorstellen. Damit bündeln die

Gemeinden ihre Ressourcen und fördern die

heimische Wirtschaft. „Wenn wir jetzt nicht

handeln, wandern die Menschen aus der

Region ab bevor die Unternehmen die

Chancen hier erkennen. Mit diesem gemeinsamen

Vorhaben starten wir eine positive

Aufwärtsspirale!“, betont der Gemeindebundobmann

des Bezirks Bgm. Thomas Kalcher.

Deshalb wurden Raum- und Verkehrsplanung

sowie ein Strategieprozess mit dem

Der Bezirk Murau setzt auf Energiesouveränität

und ist im Fall eines Blackouts inselbetriebsfähig.

Architekturbüro nonconform gestartet: „verborgene

Schätze“ in den Ortskernen werden

aufgespürt und untersucht. Bei einer Analysereise

sammelte das Team bereits Ideen für

Projekte, die das Standortmanagement auf

ihre Machbarkeit prüft. Zusammen mit den

raum- und verkehrsplanerischen Konzepten

entsteht so eine Win-Win-Situation für

Unternehmen und Bevölkerung. |

Der ideale

Standort für

Ihre Erfolgsgeschichte

Nur auf bestem Boden wächst man über sich hinaus.

Die Region Murau ist die Heimat vieler Weltmarktführer. Finden Sie

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40 advantage | Wirtschaft

Flachdächer werden für die Installation von Photovoltaik-Anlagen genutzt. Foto: Waschnig

Ein guter Mix macht’s aus

In der Stromproduktion setzt die Kelag auf einen Mix aus verschiedenen erneuerbaren

Energieträgern und steigt auch immer stärker in die Photovoltaik ein.

Mit ihren Photovoltaik-Anlagen

erzeugt die Kelag in Kärnten

mehr als 2,5 Millionen Kilowattstunden

Strom pro Jahr. Dazu kommen die

PV-Anlagen mit Jahresproduktion von 3

Millionen Kilowattstunden außerhalb des

Landes, hauptsächlich in Slowenien. „Aber

um es gleich vorweg zu nehmen: Photovoltaik

kann nur ein Teil der Stromerzeugung

aus erneuerbaren Energieträgern sein“, sagt

Kelag-Vorstand DI Manfred Freitag. „Weitere

wichtige Energiequellen sind Wasserkraft

und Wind. Und ganz wesentlich ist

zusätzlich der Netzausbau.“

„Rund 1000 Stunden scheint die Sonne pro

Jahr, rund 2000 Stunden können wir den

Wind nutzen, unsere Kunden wollen aber

8760 Stunden im Jahr mit ausreichend elektrischer

Energie versorgt werden“, bringt es

der Kelag-Vorstandsdirektor auf den Punkt.

Daher setzt der heimische Energieversorger

auf einen ausgewogenen Mix. So werden die

bestehenden Wasserkraftwerke permanent

optimiert und jede Gelegenheit zum Bau

und zum Betreiben von Wind- oder Sonnenkraftwerken

wird ergriffen.

Die Kelag hat ihre eigenen Gebäude bereits

mit PV-Anlagen ausgestattet, weitere Projekte

sind in Planung. Dabei kommen mehrere

Modelle in Frage. Im Pachtmodell werden

die Dächer großer Industrie- und Gewerbeanlagen

für Sonnenkraftwerke gepachtet. Im

Mieterstrommodell fungiert die Kelag als

Errichter und Betreiber und eine definierte

Gruppe partizipiert an der Anlage. Auch auf

Freiflächen werden weitere Sonnenkraftwerke

gebaut werden, wofür aber nur „technisch

beeinflusste“ Grundstücke genutzt werden

dürfen. Das heißt, landwirtschaftliche und

unberührte Gebiete kommen nicht in Frage.

Derzeit sind in Kärnten knapp 7.600 PV-

Anlagen installiert, die den erzeugten Strom

in das KNG-Kärnten Netz einspeisen. Dazu

kommen noch die Anlagen im Netz der Stadtwerke,

das macht in Summe etwa 10.000

PV-Anlagen. PV-Anlagen auf Privathäusern

sollten so dimensioniert werden, dass sie den

Eigenbedarf gut abdecken aber darüber hinaus

nicht viel mehr erzeugen, erklärt DI

Freitag. „Eigenverbrauchsoptimierte Anlage“

nennt sich das. Für Überkapazitäten wird das

Kelag-Netz als „virtueller Speicher“ benutzt,

was bei den vielen kleinen Anlagen ein Riesenaufwand

an Netzmanagement bedeutet.

Aufgrund der Volatilität, sprich: Wetterabhängigkeit

der alternativen Stromerzeugung

kommt einem guten Netzausbau und dem

Netzmanagement daher eine große Bedeutung

zu. Die erzeugte Energie kann nicht

gespeichert werden, sondern muss über weitverzweigte

Netze sofort dorthin geleitet werden

können, wo sie gebraucht wird. Und bei

einer „Dunkelflaute“ – also keine Sonne,

kein Wind – liegt es ebenfalls am Netzmanagement,

eine ausgewogene Versorgung zu

garantieren. Denn der Kunde soll von all

dem nichts mitbekommen, sondern einfach

mit ausreichend Energie versorgt werden. |


Wirtschaft | advantage 41

——— I n t e r v i e w ———

Nachhaltigkeit und Regionalität

Interview mit Mag. Dr. Herta Stockbauer,

Vorstandsvorsitzende BKS Bank

Foto: Arnold Pöschl

Die Regionalität scheint

durch die Corona-Krise

einen Schub bekommen zu

haben, wie die zahlreichen

regionalen Einkaufsplattformen

zeigen. Welche

Aktivitäten setzt die BKS Bank in den

Bereichen Nachhaltigkeit und Regionalität?

Verantwortungsbewusstsein und regionale Verbundenheit

zählen zu den Markenkernwerten der

BKS Bank. Auch in Zeiten der Digitalisierung setzen

wir auf unsere Filialen vor Ort und leisten

damit einen Beitrag zur Nahversorgung. Im

Bereich Nachhaltigkeit bieten wir unseren Kunden

nachhaltige Geldanlagemöglichkeiten und Finanzierungen.

Ein neues, nachhaltiges Konto steht

kurz vor der Produkteinführung. Für unsere Mitarbeiter

sind wir ein familienfreundlicher Arbeitgeber.

Um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten,

erzeugen wir einen Teil unseres Strombedarfs

mit Photovoltaikanlagen, setzen auf Videokonferenzen

statt Dienstreisen und belohnen Mitarbeiter,

die ihren Arbeitsweg nachhaltig zurücklegen.

Dies sind nur einige von vielen Faktoren, die dazu

beigetragen haben, dass wir Ende Juni als „Green

Brand“ ausgezeichnet wurden.

Was bedeutet diese Auszeichnung?

„Green Brand“ ist ähnlich dem Fairtrade-Gütesiegel

eine EU-Gewährleistungsmarke. „Green

Brand“ steht für besonders hohe ökologische

Nachhaltigkeit. Um dieses Gütesiegel zu erhalten

ist eine Nominierung durch anerkannte Umweltexperten

nötig, der ein umfangreicher Zertifizierungsprozess

folgt. Wir freuen uns, dass wir als

erste Bank in Österreich diese Auszeichnung

tragen dürfen.

Es gab im Vorfeld

des Lockdowns Befürchtungen

hinsichtlich

der Versorgungssicherheit

mit Bargeld. Dies hat sich

ebenso wenig bewahrheitet

wie Liquiditätsengpässe bei Unternehmen.

Ist das auch ein Verdienst der

Banken?

Ja, auf alle Fälle. Die Banken haben unter anderem

mit Überbrückungsfinanzierungen, Ratenstundungen

und der Vorfinanzierung der AMS-Gelder

bei Kurzarbeit einen wichtigen Beitrag geleistet.

Besonders hervorzuheben sind auch die vielen

Beratungsgespräche, die unsere Förderexperten

mit Kunden geführt haben. Es gibt von der Regierung

und der EU viele Programme, die die ärgsten

Auswirkungen von COVID-19 abfedern und den

Wirtschaftsstandort Österreich wieder stärken sollen,

aber von einem Laien fast nicht überblickbar

sind. Wir empfehlen daher nach wie vor, unsere

Experten zu Rate zu ziehen.

Wie ist die BKS Bank selbst durch die

Corona-Krise gekommen?

Ich würde sagen gut. Die Krise hat uns sehr gefordert

und wird uns auch noch weiterbeschäftigten.

Viele unserer Kunden haben es uns hoch angerechnet,

dass wir alle Filialen immer geöffnet hatten

und alle Finanzierungs- und Förderanfragen so

rasch wie möglich bearbeitet haben. Sehr hilfreich

war für uns, dass wir 2019 unser digitales Angebot

stark ausgebaut haben. So konnten unsere Kunden

ihr tagtägliches Bankgeschäft bequem von zu

Hause aus erledigen. |


42 advantage

——— Fachkommentar ———

Steuerermäßigung bei

außergewöhnlicher Belastung

Aufwendungen eines Steuerpflichtigen, die weder Betriebsausgaben,

Werbungskosten noch Sonderausgaben darstellen, können unter bestimmten

Voraussetzungen zu einer Einkommensteuerermäßigung führen.

Dies ist immer dann der Fall, wenn

diese Aufwendungen außergewöhnlich

sind, dem Steuerpflichtigen

zwangsläufig erwachsen und seine wirtschaftliche

Leistungsfähigkeit wesentlich beeinträchtigen.

Diese sogenannten außergewöhnlichen Belastungen

lassen sich grob in zwei Gruppen

unterteilen. Zum einen gibt es solche, die

ohne Selbstbehalt in Abzug gebracht werden

können und zum anderen jene, die erst dann

Wirkung zeigen, sofern Sie einen Selbstbehalt

übersteigen.

Ohne Selbstbehalt können folgende außerordentliche

Belastungen berücksichtigt

werden:

• Aufwendungen zur Beseitigung von

Katastrophenschäden, insbesondere

Hochwasser-, Erdrutsch-, Vermurungsund

Lawinenschäden im Ausmaß der

erforderlichen Ersatzbeschaffungskosten

• Kosten der auswärtigen Berufsausbildung

für Kinder (monatlich € 110,00 je Kind)

• Mehraufwendungen für ein erheblich

behindertes Kind, für das erhöhte

Familien beihilfe gewährt wird

(monatlich € 262,00)

• Aufwendungen für eigene körperliche

oder geistige Behinderung oder die des

Ehepartners bei Anspruch auf den

Alleinverdienerabsetz betrag bzw. ohne

Anspruch auf den Alleinverdienerabsetzbetrag,

wenn der Ehepartner Einkünfte

von nicht mehr als € 6.000,00 jährlich

erzielt.

Mit Selbstbehalt können nachfolgende außergewöhnliche

Belastungen geltend gemacht

werden:

• Krankheits- und Kurkosten

• Kosten für ein Alten- oder Pflegeheim,

für häusliche Pflege oder Betreuung von

Angehörigen

• Begräbniskosten, sofern diese nicht durch

den Nachlass gedeckt sind

• Adoptionskosten und Kosten für eine

künstliche Befruchtung

Der Selbstbehalt bemisst sich dabei nach

der Höhe des Einkommens und dem

Familien stand des Steuerpflichtigen und

kann zwischen 6 Prozent (Einkommen bis

€ 7.300,00) und 12 Prozent (Einkommen

über € 36.400,00) des jeweiligen Einkommens

betragen. Je nach Anzahl der Kinder

des Steuerpflichtigen vermindert sich auch

der Selbstbehalt nochmals. Erst bei Überschreiten

des Selbstbehaltes haben die außergewöhnlichen

Belastungen eine einkommensteuersenkende

Wirkung.

Weiters ist zu beachten, dass nur endgültige

Vermögensminderungen als außergewöhnliche

Belastung abzugsfähig sind. Ersatzleistungen

durch Dritte kürzen daher die

abzugsfähigen Aufwendungen, auch wenn

diese erst in einem späteren Jahr zufließen

(z. B. Ersätze aus einer Kranken- oder Unfallversicherung).

Die Ausgaben sind immer in

dem Jahr absetzbar, in dem sie geleistet

werden und können in der Einkommensteuererklärung

bzw. in der Erklärung zur Durchführung

der Arbeitnehmerveranlagung

berücksichtigt werden. |

Mag. Michael Singer

Aicher & Partner Steuerberater OG

T: 04212/2211

E: m.singer@aicher.biz

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advantage 43

——— I n t e r v i e w ———

„Zwischen Sorgenkindern

und Hoffnungsfeldern“

Neustart und Lerneffekte: Kärntens Wirtschaftskammerpräsident

Jürgen Mandl spricht im Interview über die Auswirkungen des Lockdown

und die notwendigen Maßnahmen, um unser Bundesland zu stabilisieren.

Foto: WKK/Helge Bauer

Ein winziges Virus hat die

Weltwirtschaft zum

Stillstand gebracht. Wie

schätzen Sie die aktuelle

Lage ein?

Welche enormen Schwierigkeiten

es bereitet, die Wirtschaft

mit ihrem hochkomplexen, fein

verzahnten Mechanismus wieder in

Gang zu setzen, erleben wir derzeit täglich.

Dieses Hochfahren wird noch lange

Zeit in Anspruch nehmen. Und es wird noch viele

Diskussionen verursachen. Jetzt ist rasches Entscheiden

aus der Bewegung gefragt. Mit den richtigen

Gegenmaßnahmen hoffe ich, dass wir deutlich

schneller, deutlich besser und ein Quäntchen vor

den anderen wieder auf die Beine kommen.

Die Bundesregierung hat bereits einige

Maßnahmen ergriffen. Was sagen Sie

zu den kürzlich beschlossenen

Erleichterungen?

Das sind die richtigen Schritte zur richtigen Zeit.

Die zeitlich befristete Senkung der Umsatzsteuer

konnte durch das Engagement der Wirtschaftskammer

auf deutlich mehr Branchen ausgeweitet werden.

Neben Restaurants profitieren nun auch

Gewerbebetriebe wie Bäcker, Fleischer und Konditoren,

die Speisen und Getränke auf Grund ihrer

gastronomischen Nebenrechte verkaufen dürfen,

sowie die Hotellerie, Zirkusse, Schausteller und

Medien von der Reduktion auf fünf Prozent.

Außerdem ist erfreulich, dass beim Investitionsprämiengesetz

bereits Investitionen ab 1. August

2020 berücksichtigt werden. Die rasche Einführung

verhindert so eine Investitionsbremse.

Wie sieht es in Kärnten aus?

Wo liegen unsere Chancen?

Wir befinden uns klar zwischen

Hoffnungsfeldern

und Sorgenkindern. Das

Prognosemodell „Recovery

Watch“ zeigt deutlich, dass

die österreichischen Unternehmen

zwar aus dem tiefen

Tal des Lockdown rasch

herausgekommen sind, sich

aber der ersehnte rasche Aufschwung

nur gebremst einstellen will.

Es fehlt an Umsätzen und Investitionen, die in der

Krise zerbrochenen Lieferketten und weiter vorhandene

Beschränkungen (Reisefreiheit, Veranstaltungen)

behindern das Comeback. Aus meiner Sicht

sind Infrastruktur, Bildung und Digitalisierung die

Hoffnungsfelder, mit denen sich Kärnten an den

eigenen Haaren aus dem Sumpf der Rezession ziehen

kann. Das heißt: leistbare Wohnungen, attraktive

Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Breitband-Internet

im gesamten Bundesland und Qualitätstourismus.

Außerdem bin ich davon überzeugt,

dass wir mit der Adaptierung der Exportoffensive

die Kärntner Exporteure in neu entstehende Lieferketten

integrieren und sie so beim Wiedereinstieg

in internationale Märkte unterstützen können.

Gibt es einen Lerneffekt in Bezug

auf die Wirtschaft?

Jetzt zeigt sich in voller Deutlichkeit, was für eine

ursächliche Funktion die oft in politischen oder

gesellschaftlichen Debatten zu wenig beachtete

Wirtschaft erfüllt: Ohne funktionierende Unternehmen

und ohne lebendigen Arbeitsmarkt läuft auf

lange Sicht gar nichts: kein öffentlicher Haushalt,

kein AMS, keine Bildung, nicht einmal die Intensivbetten

der Kabeg. Es gibt daher derzeit keine

wichtigere Aufgabe, als das Wirtschaftssystem wieder

in Gang zu bringen. |


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Pörtschach gemeinsam mit Gesundheitsexperten und einem umfangreichen,

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Ausgangspunkt, um Erholung, Natur und Spaß miteinander zu verbinden.

Das Parkhotel Pörtschach ist mit seiner einmaligen Architektur der 60er Jahre,

seinem gastronomischen Angebot, den umfangreichen Freizeitaktivitäten und

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Unser Hotel verfügt über die notwendige Infrastruktur - 40.000 m² großen

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– um auch in Zeiten von Social Distancing Seminare, Workshops und

Veranstaltungen abhalten zu können. |


Wirtschaft | advantage 45

Stadtwerke Klagenfurt schnüren

Wärmepaket für „Eggerheim“

Die Stadtwerke Klagenfurt AG unterstützt die Wohnungslosentagesstätte „Eggerheim“

der Caritas Kärnten mit Fernwärme. Die Hilfsorganisation sagt Danke!

Caritasdirektor Mag.

Ernst Sandriesser und

STW-Vorstand Dipl.-Ing.

Erwin Smole (von links).

Foto: Caritas/KK

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Soziales Engagement ist für die Stadtwerke Klagenfurt AG

nicht nur ein Schlagwort. Die Stadtwerke Klagenfurt sind ein

kommunaler Dienstleister, der auch sozial Schwächere in

Klagenfurt unterstützt. Dieses Jahr unterstützen die STW die Caritas

Kärnten mit Fernwärme für deren „Eggerheim“ in Klagenfurt. „Die

Caritas hilft obdach- und wohnungslosen Menschen professionell

und mit Herz und leistet so einen wichtigen sozialen Beitrag für

unsere Stadt und unsere Region“, begründet Stadtwerke-Vorstand

Dipl.-Ing. Erwin Smole, MBA, die Unterstützung mit Fernwärme.

Zufluchtsort „Eggerheim“

Caritas-Bereichsleiter Christian Eile M.S.M. BSc ist für das Wärmepaket

dankbar. „Es ist eine wichtige Unterstützung für unsere Arbeit

mit Menschen am Rande der Gesellschaft.“ Das „Eggerheim“ ist für

Menschen, die kein Dach über dem Kopf haben, ein wichtiger

Begegnungsraum. In der Wohnungslosentagesstätte bekommen sie

warme Mahlzeiten, Lebensmittel und Bekleidungsgutscheine. Sie

können sich duschen und ihre Wäsche waschen. Hier treffen sie sich

mit anderen Menschen und erfahren Beratung. Damit obdachlose

Männer und Frauen wieder Fuß fassen können, bietet das „Eggerheim“

ihnen vorübergehend eine Postadresse und hilft bei der Inanspruchnahme

von Fördermaßnahmen.

„Für ein soziales und lebenswertes Klagenfurt“

Dipl.-Ing. Erwin Smole betont, wie wichtig Energie – in diesem Fall

Wärme – zur Unterstützung für Menschen am Rande der Gesellschaft

ist. „Deshalb wollen wir uns sozial engagieren. Mit unserer

Unterstützung für die Caritas hoffen wir, eine kleinen Beitrag zur

Verbesserung der Lebenssituation beizutragen“, so Smole.

Caritasdirektor Mag. Ernst Sandriesser dankt den Stadtwerken für

die langjährige gute Zusammenarbeit. Jahr für Jahr unterstützen sie

das youngCaritas-LaufWunder, einen Benefizlauf für Menschen in

Not. Sandriesser: „Die Caritas braucht Partner wie die Stadtwerke

Klagenfurt. Nur so ist es uns möglich, allen in Not geratenen

Menschen die Hilfe angedeihen zu lassen, die sie benötigen.“ |


46 advantage | Wirtschaft

Hoamat*It’s my life*

2020 ist ein besonderes Jahr. Historisch gesehen ist es für Kärnten

ein Gedenk- und Jubiläumsjahr, global betrachtet ist es durch

Covid-19 ein herausforderndes Jahr für die Menschheit.

Da viele Wochen des „Lockdowns“

die Arbeit an meinem Album

beeinflussten, habe ich mich in

meinen Liedern mit der besonderen Frage

„Wo’s hingeht“ auseinandergesetzt. Unter

diesem Albumtitel wird dieses Jahr mein

neues Album erscheinen und unter den 9

Songs sticht ganz besonders ein Lied hervor,

das sich als „Hommage“ an unser Land und

unsere Heimat/Hoamat versteht. Es ist mein

Leben und es ist unser Gemeinwohl, das

hier stattfindet.

Hoamat*It’s my life* ist eine Liebeserklärung

an unsere Heimat. Es soll für alle Menschen

eine alternative Hymne sein, die den Blick

und unser Bewusstsein auf die Schönheit des

Landes schärft. Das Lied beschreibt große

Gefühle.

„… Wie schön dass es Dich gibt,

dei Wossa is‘ mei Bluat

gspia jedn Atemzug

Du tuast ma anfoch guat

Niemand is‘ wie Du …“

Schon bald wird Hoamat*It’s my life* aus

dem Radio erklingen. Ich bin überzeugt,

dass dieses Lied die Menschen in der Seele

erreichen wird. Vielleicht wird es sich so

im Gemüt der Menschen manifestieren,

wie es einst „I am from Austria“ von Reinhard

Fendrich tat. Mir ist es wichtig, dass

mit meiner Musik die Menschen in unserem

Lande eine positive Stimmung und an

meinen Liedern Freude verspüren. Wenn

auch sprichwörtlich oftmals der „Schuh

drückt“, dann hat Musik oft eine befreiende

Wirkung. Daher stehe ich zu meinem

Foto: www.fotografie-und-film-zaunschirm.at

Leitspruch, „ein Leben ohne Musik ist

zwar möglich, aber sinnlos“.

Das größte Gut ist aber die Gesundheit der

Familie und die eigene und das Glück ein

sicheres zuhause in einer wunderschönen

und sicheren „Hoamat“ zu haben. |

Meine Donau

ist auf meiner

Wellenlänge.

Was mir an meiner Donau so gefällt? Meine Donau weiß worauf es mir ankommt und dass ich für meine Gesundheit nur

das Beste will. Mit der Donau Krankenversicherung werden mir Spitalsaufenthalte so angenehm wie möglich gemacht.

Bei ambulanten Behandlungen kann ich den Arzt frei wählen und die beste Hilfe in Anspruch nehmen.

Mehr Infos gibt es in der Landesdirektion Kärnten und Osttirol, 9020 Klagenfurt, St. Veiter Ring 13

Telefon: 050 330 - 70150 | E-Mail: ktn@donauversicherung.at | donauversicherung.at


Wirtschaft | advantage 47

Die geplanten Werkstätten fügen

sich optimal in die bestehende

Struktur der EURO NOVA ein.

EURO NOVA –

erweitert ihr Ansiedlungsangebot

Foto: Ing. Eric Gotschier

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Im Zuge der Standortentwicklung, weg

von einer von einem Unternehmen dominierten

Monostruktur, hin zu einem

vernetzten Industriepark mit aktuell 40 Unternehmen

und mehr als 700 Mitarbeitern hat

EURO NOVA zwar zahlreiche Unternehmen

angesiedelt, die ihre für die jeweilige

Tätigkeit erforderlichen Objekte selbst er -

richtet haben, hat aber bisher im Wesentlichen

dafür gesorgt, dass die bestehenden

Gebäude entsprechend ausgelastet sind.

Nachdem nun keine freien Hallen mehr

angeboten werden können, das heißt, die

Auslastung der bestehenden Hallen bei

100% liegt und die Nachfrage aber weiterhin

ungebrochen ist, wird EURO NOVA

noch im Jahr 2020 südlich des Bürogebäudes

ein Werkstättenobjekt mit variabel

abtrennbaren Werkstätten errichten, das mit

dem Bürogebäude der EURO NOVA verbunden

sein wird.

Die Gesamtfläche des Bauwerks wird ca.

1.500 m 2 betragen, die je nach Bedarf in ca.

100 m 2 Schritten abgetrennt und vermietet

werden sollen. Damit haben die Mieter dieser

Werkstätten die Möglichkeit, sich auch

über die Jahre weiterzuentwickeln und den

Platzbedarf der jeweiligen Unternehmensentwicklung

anzupassen. Bei Bedarf können

auch in Ergänzung der Werkstätte im

Bürogebäude Büros angemietet werden.

Sollte dieses Objekt nach Jahren des Wachstums

doch zu klein werden, können die

Mieter auf den Grundstücken der EURO

NOVA auch ihre eigenen Objekte errichten

und müssen ihr gewohntes Arbeitsumfeld

nicht verlassen.

An Infrastruktur fehlt es im Industriepark

der EURO NOVA ohnehin nicht, auch

Kooperationen mit den hiesigen Unternehmen

werden unterstützt und gefördert.

Für die Sicherheit der Unternehmen wurde

die Kernzone, in der auch das neue Werkstättenobjekt

errichtet wird, umzäunt und

mit einem Sicherheitssystem ausgestattet,

das mittels Pförtner und entsprechender

elektronischer Unterstützung dafür sorgt,

dass innerhalb der Einfriedung vollkommen

ungestört produziert werden kann.

Direkte Wohnanrainer gibt es bei EURO

NOVA nicht, da das Industriegebiet mittels

eines bewaldeten Schutzstreifens großräumig

von dem im Osten befindlichen Wohnbereich

getrennt wurde.

So ist sichergestellt, dass im Industriepark

ohne äußere Beeinflussung gearbeitet werden

kann, die Wege zum nächsten Wohngebiet

oder in die zahlreichen Freizeiteinrichtungen

nach der Arbeit aber trotzdem nicht

weit sind. |

Kontakt

EURO NOVA Industrie- und

Gewerbepark

Dreiländereck GmbH & Co KG

Industriestraße 15

9601 Arnoldstein

eric.gotschier@euronova.at

www.euronova.at


48 advantage | Wirtschaft

MANFRED DEIX trifft WERNER BERG

Manfred Deix, der Spötter, der schonungslos die Schwächen seiner Mitmenschen

aufzeigt und Werner Berg, der mitfühlende Chronist der Kärntner Slowenen –

wie passt das zusammen? Warum findet die in Zusammenarbeit mit Marietta

Deix, sowie dem Karikaturmuseum Krems konzipierte Ausstellung im Rahmen

der Kärntner Landesausstellung „CARINTHIja 2020 – 100 Jahre Kärntner

Volksabstimmung, Zeitreisen und Perspektiven“ statt?

Die beiden Künstler mit genialem

Blick für Eigenheiten

und Besonderheiten ihrer Mitmenschen

haben sich an ihrer

Heimat – ob satirisch oder mitfühlend

– lebenslang abgearbeitet

und mit jeweils unverwechselbaren

Menschenbildern

unsere Vorstellung geprägt. Die

schrille Gegenüberstellung ihrer so unterschiedlichen

wie zuweilen erstaunlich verwandten

Werke zeigt, welch begnadeter Künstler

Manfred Deix war und eröffnet eine

verblüffend neue Sichtweise auf den tiefgründigen,

kaum bekannten Humor Werner

Bergs.

Der pointierte posthume Dialog

der beiden offenbart, wie Eigentüm -

lichkeiten und Besonderheiten

eines Menschenschlages einer

bestimmten Region ihren künstlerischen

Niederschlag finden, wie es

aber auch möglich ist, nationalistischer

Selbstherrlichkeit, bösartigen

Chauvinismus und bornierter

Verklemmtheit durch überspitzte Darstellung

eine klare Absage zu erteilen.

Großflächige Fassadengestaltungen in der

Innenstadt von Bleiburg mit Motiven von

Manfred Deix und Werner Berg erweitern

die Ausstellung in den öffentlichen Raum.

Das Thema und die Bildauswahl für die

Fassadenaktion wurde aus gegebenem

Anlass adaptiert und steht diese nun unter

dem Motto „Lachen ist gesund“. Mit dieser

Kunstaktion soll ein positiver Impuls zur

Bewäl tigung der durch die herrschende

Corona- Pandemie bedingten Herausforderungen

ge liefert werden.

Der Skulpturengarten des Museums zeigt

„Sprachbilder“ von Werner Hofmeister.

Dieser setzt sich seit Jahren mit dem Wechselverhältnis

von Bild und Text auseinander. |

Infos

Manfred Deix trifft Werner Berg

Werner Berg Museum Bleiburg/Pliberk

Geöffnet: 20. Mai bis 31. Oktober 2020

Di – So: 10 – 18 Uhr

Werner Berg Museum

Bleiburg | Pliberk

10.-Oktober-Platz 4, A-9150 Bleiburg

T: +43 (0)4235 / 2110-27

bleiburg.museum@ktn.gde.at

www.wernerberg.museum

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Echte Hilfe

für UnternehmerInnen

www.wirtschaftsverband-ktn.at


Wirtschaft | advantage 49

Interreg Projekt Start Circles

lädt zum Netzwerktreffen

Am 03. und 04. Juli, anlässlich des Sommer Openings in Feldkirchen, gab es

neben dem Shopping-Erlebnis bei perfektem Wetter auch den Start eines

neuartigen Netzwerktreffens. Das nächste ist wieder Ende Juli geplant.

Ideen, Projekte und Produkte zu den

Themen Nachhaltigkeit, nachwachsende

Rohstoffe, Kreislaufwirtschaft und

Kunst werden bei einem Hanf-Bier oder

einer Flora-Cola und mit Hanfbrot, alles

regionale Produkte, ausgetauscht und es

wird über Möglichkeiten von Kooperationen

diskutiert.

Fotos: W3C / ANZEIGE

Dabei stellte Klaus Hanke von Wood K plus

das Forschungsinstitut aus St. Veit an der

Glan mit einigen Projekten vor. So wurden

bei dem NoWaste-Projekt Partner gefunden

und vernetzt, die auf Biodiversität, Nachhaltigkeit

und Abfallvermeidung setzen, anstelle

von Plastik nachwachsende Rohstoffe

verwenden oder alte Kulturpflanzen wie z.B.

Hanf anbauen, daraus nachhaltige Produkte

entwickeln und verkaufen. Lebensmittel

oder Faserverbundwerkstoffe für die Automobil-,

Bau- oder Möbelindustrie sind

ebenso ein Thema wie alternative Energie-

Projekte für Klimaschutz und nachhaltige

Wirtschaftsförderung.

Im Netzwerk lassen sich Herausforderungen

und Visionen leichter abstimmen und umsetzen,

sind sich viele Besucher der Plattform

schnell einig. Auch bei der Ausarbeitung

und Strukturierung von Projektideen,

insbesondere von Kreislaufwirtschaftskonzepten

kann Wood K plus die Projektpartner

mit Rat und Tat unterstützen. Im Kontext

der Kreislaufwirtschaft setzt das Projekt

Start Circles seinen Schwerpunkt auf die

Klaus Hanke von Wood K plus stellte einige Projekte vor und Netzwerken.

Holz- und Polymerwirtschaft im Programmgebiet

Slowenien – Österreich. Wie in der

Natur ist es auch in der Wirtschaft sinnvoll

und notwendig, statt der linearen Wertschöpfungsketten

zirkuläre Innovationsentwicklung,

gerade für klein- und mittelständische

Unternehmen (KMU) zu installieren.

Offener Aufruf an KMUs für die Teilnahme

an dem Start Circles F&E-

Projekt. Call ist noch immer offen!

KMUs mit spezifischen Forschungs- und

Entwicklungszielen werden mit F&E-Partnern

und passenden Forschungsorganisationen

in Slowenien und Österreich vernetzt,

um eine gemeinsame Entwicklung ihrer

Innovationsidee(n) zu erreichen. Das Ziel

des Start Circles-Projekts ist es, mindestens

sechs KMUs bei der Entwicklung innovativer

Produkte oder Prozesse auf der Grundlage

von Kreislaufwirtschafts-Konzepten zu

unterstützen. Im Rahmen des Aufrufs sollen

18 KMU ausgewählt werden, um die teilnehmenden

KMU mit dem Projektnetzwerk

von Start Circles zu unterstützen und zu

beraten. |

Infos

Weitere Informationen entnehmen

Sie bitte unter:

https://www.wood-kplus.at/de/

partner/foerderprojekte/projekt-startcircles---unterstuetzung-fuer-denuebergang-von-linearen-zukreislauforientierten-wertschoepfungskettenoder

kontaktieren Sie:

Wood K plus

Kompetenzzentrum Holz GmbH,

Klagenfurter Straße 87–89

9300 St. Veit an der Glan

h.lammer@wood-kplus.at


50 advantage Bildung

Erinnernd in die

Zukunft blicken

Mit dem Mehrwert von Mehrsprachigkeit einerseits und mit Erinnerungskultur

zwischen den Nachbarländern Kärnten und Slowenien andererseits

beschäftigt sich die Pädagogische Hochschule im Rahmen von

CARINTHIja 2020.

Wie sehen slowenische SchülerInnen

das Jahr 1920 und

die Volksabstimmung? Was

wissen Kärntner Jugendliche über die

Ereignisse dieser Zeit beim südlichen

Nachbarn? Und ist die Entwicklung

einer gemeinsamen Erinnerungskultur

möglich?

Diesen Fragen sind im vergangenen

Jahr elf LehrerInnen aus Kärnten und

acht LehrerInnen aus Slowenien nachgegangen.

Unter der Leitung von Dr.

Daniel Wutti und Dr. Nadja Danglmaier

setzten sie sich im Rahmen des

Workshops „Erinnerungskulturen im

Grenzraum/Spominske kulture v obmejnem območju“

mit den gegenwärtigen gesellschaftlichen Veränderungen

auseinander und wagten einen Ausblick in eine inklusivere

Zukunft.

„In diesem Zusammenhang wurde klar, dass die Themen

Erinnerung und Gedenken auf beiden Seiten der Grenze

überwiegend von der jeweils eigenen, nationalen Sichtweise

geprägt sind“, sagt Prof. Mag. a Magdalena Angerer-Pitschko,

Leiterin des Instituts für Mehrsprachigkeit

und Transkulturelle Bildung der Pädagogischen Hochschule

Kärnten, Viktor Frankl Hochschule.

Die Jugendlichen im südlichen Nachbarland fragen sich,

warum sich die slowenische Volksgruppe in Südkärnten

damals für den Verbleib bei der jungen Republik

Deutsch-Österreich entschieden hat. Sie stehen dem 10.

Oktober, an dem die Volksabstimmung stattfand, mit

gemischten Gefühlen gegenüber. Im Gegenzug weiß

man hierzulande gar nichts bis kaum etwas über General

Maister. Rudolf Maister, slowenischer Offizier, Dichter

und politischer Aktivist, sicherte dem Staat der Slowenen

Kroaten und Serben (SHS) nach dem ersten Weltkrieg

Prof. Mag. a Magdalena

Angerer-Pitschko, Leiterin des

Instituts für Mehrsprachigkeit

und Transkulturelle Bildung der

Pädagogischen Hochschule Kärnten,

Viktor Frankl Hochschule.

das Mießtal und die Untersteiermark.

Der 23. November ist in Slowenien

seit 2005 der entsprechende Gedenktag.

„Eine Überwindung nationaler Sichtweisen

würde bedeuten, dass beide

Feiertage inhaltlich um den jeweils

anderen ergänzt werden könnten.

SchülerInnen würden so von klein auf

eine breitere Sichtweise auf regionalgeschichtliche

Ereignisse erhalten“, nennt

Prof. Angerer-Pitschko ein Ergebnis

aus diesem Workshop und führt weiter

aus: „Die Vergangenheit im Grenzraum

könnte auf diese Weise als

gemeinsame Geschichtserfahrung vermittelt werden und

Menschen auf beiden Seiten der ,Grenze‘ und unabhängig

von ihrer Sprache verbinden.“ Dieser Workshop war

auch der Start zur Entwicklung zweisprachiger Unterrichtsmaterialien

zum Thema Erinnerungskultur, die

künftig in beiden Ländern verwendet werden sollen.

Ein weiterer Beitrag der Pädagogischen Hochschule zu

CARINTHIja 2020 ist die Durchführung der internationalen

Tagung „Mehrsprachigkeit als Chance: Mehrsprachigkeit

Identität und Bildung“, die zeitnah zum

26. September, dem „Europäischen Tag der Sprachen“

stattfindet. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung

mit gelebter Mehrsprachigkeit von Menschen in mehrsprachigen

Regionen und Ländern aus theoretischer,

didaktischer und praktischer Perspektive. Es soll erörtert

werden, wie in mehrsprachigen Regionen Europas mit

sprachlichen Anforderungen im elementarpädagogischen,

schulischen, hochschulischen und universitären Kontexten

umgegangen wird und welchen Stellenwert Sprache

als Teil von Identität in Bildungseinrichtungen einnimmt.

Dies betrifft auch Herkunftssprachen, die aufgrund von

Migrationsbewegungen neu hinzukommen. |

Foto: Pädagogische Hochschule Kärnten


51

Beruf und Studium

perfekt verbinden

Der FH-Campus Villach

und das Betriebsgelände

der PMS in St. Stefan im

Lavanttal sind gleichermaßen

Unterrichtsort der

FH Kärnten-Extended.

Fotos: FH Kärnten

Das österreichweit einzigartige Modell„FH Kärnten–Extended“ im

Lavanttal wird ausgebaut. Ab Herbst 2020 kommen die berufsbegleitenden

Bachelorstudien Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen hinzu.

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Bereits im Wintersemester 2019/20

startete der Studienbetrieb Systems

Engineering–Extended in Kooperation

mit der PMS Elektro- und Automationstechnik

GmbH im Lavanttal. Zwölf

Mitarbeiter*innen aus acht Lavanttaler Firmen

studieren seither berufsbegleitend interaktiv

von St. Stefan/Lavanttal aus am 100

Kilometer entfernten FH-Campus Villach.

Mittels moderner Live-Videoübertragungen

können Studierende aus dem Lavanttal in

gleicher Form wie ihre Studienkolleg*innen

an den Lehrveranstaltungen auf dem Campus

in Villach teilnehmen. Ausgewählte

Lehrveranstaltungen werden dabei entweder

parallel auf dem FH-Campus Villach und in

den Räumlichkeiten der PMS in St. Stefan

gehalten oder per Videostream vom Campus

Villach übertragen. Samstags finden auf dem

Campus Villach gemeinsame Lehrveranstaltungen

mit den regulär Studierenden statt.

„Die Resonanz in der Region war bisher sehr

positiv, daher bieten wird ab dem nächsten

Wintersemester zwei weitere Studiengänge

an, Maschinenbau–Extended und Wirtschaftsingenieurwesen–Extended,

erklärt FH-Prof.

Dipl.-Ing. Dr. techn. Christian Menard,

Studienbereichsleiter von Engineering & IT.

Diese Maßnahme, deren Infrastruktur vom

Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds im

Rahmen des Programmes „Regionale Impulsförderung“

gefördert wird, soll auch der

Abwanderung entgegenwirken.

„Mit dem FH-Extended-Modell lassen sich

Studium und Beruf für junge Talente gut

verbinden. Wir freuen uns sehr, dass auch

die regionalen Betriebe diese Chance erkennen

und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

eine Teilnahme ermöglichen“, erklären

Ing. Franz Grünwald und Alfred Krobath,

Eigentümer und Geschäftsführer von

PMS, die auch das „Study & Work“-Modell

unterstützen, das mit neun Unternehmen als

Partner der FH- Kärnten in das Studienjahr

2020/21 startet. PMS bietet seinen studierenden

Mitarbeiter*innen dabei eine fixe

Zusage für eine Teilzeitstelle für die Dauer

von drei Jahren und ein Beschäftigungsverhältnis

mindestens 20 Wochenstunden.

„Das sind Modelle der Zukunft. Österreichweit

ist dieses didaktische Konzept der FH

Kärnten einzigartig“, so der Studienbereichsleiter

von Engineering & IT. „Das Study &

Work-Verhältnis wird sich in den kommenden

Jahren stark in diese Richtung verändern

und wird individuell zwischen Mitarbeitern

und Unternehmen vereinbart

werden“, so FH-Prof. Menard.

Berufsbegleitend verankert ist das „Study &

Work“- Programm bereits in den FH-Bachelorstudiengängen

Bauingenieurwesen, Business

Management, Digital Business Management

und Systems Engineering. Ab Herbst

2020 kommen die Studiengänge Maschinenbau,

Wirtschaftsingenieurwesen sowie

IT-Medizintechnik hinzu. |

Kontakt

FH Kärnten

FH-Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn.

Christian Menard

Studienbereichsleitung

Engineering & IT

T: +43 (0)5 90500-3200

E: c.menard@fh-kaernten.at

www.fh-kaernten.at/extended


52 advantage KOPF FREI

2

5 Mal

„KULTUR FÜR

JEDERMANN“

von Manuela Mark

Ein Festival am Puls der Zeit

Das Klagenfurter Ensemble lädt von Juni bis September

– direkt vor dem Eingang der Theaterhalle 11 – zum

Kulturgenuss unter freiem Himmel: Nämlich zum ersten

Pandemie Festival der Stadt. Und hier ist der Name

Programm, denn die Berücksichtigung aller behördlichen

Auflagen führte zu einem außergewöhnlichen

Line-up aus Lesungen, Monologen oder Theater(ur)

aufführungen, die maximal drei Schauspieler auf der

Bühne zeigen. So lässt sich Festival-Flair erleben –

auch in Zeiten wie diesen.

1Von Donnerstagen

und Szenen

Die charmante Klagerfurter Innenstadt

lockt Kulturbegeisterte an den

Donnerstagen des Sommers in seine

romantischsten Winkel: Denn wer nach

hochkarätigem Programm aus Musik,

Theater und Literatur sucht, findet es

– bei freiem Eintritt – in den Innenhöfen

der Hauptstadt. Und nicht nur der Inhalt

der Donnerszenen begeistert, auch die

ausgewählten privaten Innenhöfe, die

der Öffentlichkeit sonst verborgen

bleiben, verzaubern ihre Besucher.

Jetzt braucht´s nur noch laue

Donnerstag-Abende – obwohl sich auch

die Regenlocations sehen lassen

können.

handmade aus

der Künstlerstadt

3

Wer sich an einem kunstvollen Handwerksmarkt

erfreuen will, wird der

Sommerausstellung des Kreativ-Kreises

in Gmünd gerade zu verfallen. Denn

hier warten – übrigens schon zum 32.

Mal – altbewährte und zeitlose

Kunst-Handwerksstücke auf staunende

Augen. Und zwar in den beeindruckenden

Sälen des Schlosses Lodron.

Erlebnis: wertvoll, Eintritt: frei! Täglich,

vom 24.07.2020 bis zum 16.08.2020.

Treffpunkt Kunst

Das private Museum Liaunig zieht seit

jeher Kunstbegeisterte von Nah und

Fern an. Ob die Faszination in der

spektakulären Inszenierung des

Museumsbaus oder in der Weitläufigkeit

des Skulpturenparks liegt? Auf jeden

Fall begeistert das Austellungsprogramm

auch 2020: Neben der

Hauptausstellung „o.T.“ setzt sich auch

die Sonderausstellungsreihe „ Alte

Freunde“ fort. Dieses Jahr mit wechselnden

Retrospektiven von Martha

Jungwirth und Alfred Klinkan.

4 5

Kärntens

Straßentheater on tour

Der Theaterwagen Porcia ist voll

bepackt mit allem, was es für das

Minifestival Coromödie 2020 braucht:

Dem für heuer geplanten Stück des

ensembles porcia „Dame Kobold“ und

dem ensemble-eigenen Kinderstück

„Herr Dommeldidot“. So verschenkt das

Theaters seinen Zauber, auch wenn es

dieses Jahr um die Gemäuer des

Schlosses Porcia still bleiben muss.

Fotos: Klagenfurt am Wörthersee Marketing; Marco Riebler; klagenfurter ensemble; Tourismusverband Lieser-Maltatal; Museum Liaunig


VERANSTALTUNGS- UND KULTURKALENDER advantage 53

AUGUST

08.08.2020

Caterina

Sommeroper Amthof

08.08.2020

Matakustix

Burgarena Finkenstein

08.08.2020

Albecker Sommertheater

Schloss Albeck

10.08.2020

Mani Obeya „Tap Dance“

Donauinsel Wien

bis 30.08.2020

Kultursommer

Krumpendorf

Waldarena Krumpendorf

bis 29.08.2020

Carinthischer Sommer

Ossiacher See Halle

SEPTEMBER

04.09.2020

Kudlich in Amerika

Theaterhalle 11

05.09.2020

1. Klagenfurter Pandemie-Festival

bis

Theaterhalle 11

06.09.2020

Villacher Stadtflohmarkt

Villach

07.09.2020

Literaturmontag

Eboard-Museum

11.09.2020

Klaus Eckel

Globe Wien

11.09.2020

Voodoo Jürgens

Kunst im Keller

17.09.2020

Stermann & Grissemann

Spielboden

15.09.2020

Manuel Rubey

Stadtsaal Wien

21.09.2020

Alfred Dorfer

Kulisse

bis 26.09.2020

Pelzverkehr Festival

Klagenfurt

OKTOBER

01.10.2020

Elisabeth Leonskaja

Burg Taggenbrunn

03.10.2020

Network

Landestheater Salzburg

bis 04.10.2020

Musikwochen Millstatt

Stift Millstatt

Extra:

Messekalender

11. – 20.09.2020

Gaudepark

Herbstmesse Klagenfurt

16. – 20.09.2020

Herbstmesse

Messe Klagenfurt

01. – 03.10.2020

BEST*

Messe Klagenfurt

14. – 17.10.2020

Holzmesee

Messe Klagenfurt

24. – 26.10.2020

Ursulamarkt

Messe Klagenfurt

13. – 15.11.2020

Familien- &

Brauchtumsmesse

Messe Klagenfurt

13. – 15.11.2020

Gesund Leben Messe

Messe Klagenfurt

Die schnelle

Hilfe am

Telefon.

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Mitten am schönsten Nachmittag kommt

Ihr Kind auf Sie zugelaufen, zeigt Ihnen

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des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit,

Pflege und Konsumentenschutz.

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54 advantage Gesundheit

——— I n t e r v i e w ———

mit Bundesminister für Soziales,

Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz

Wir müssen wachsam, vorsichtig

und verantwortungsvoll bleiben!

Gesundheitsminister Anschober über die aktuelle und zukünftige

Vorgangsweise in der Corona-Krise, die Absicherung des

Gesundheitssystem, Pflegelehre und wo er seinen Urlaub verbringt.

Was antworten Sie den kritischen

Stimmen, die monieren, dass das

Hochfahren zu unkoordiniert

und widersprüchlich passiert?

Wir haben in Österreich ganz bewusst die

Strategie einer schrittweisen, kontrollierten

Öffnung verwirklicht. Diese Phase 2 unserer

Arbeit gegen die Pandemie wurde am

14. April gestartet und alle 14 Tage weiter

umgesetzt. Damit konnten wir jeweils evaluieren,

ob der vorherige Öffnungsschritt

negative Auswirkungen in Form zusätzlicher

Infektionsherde im betroffenen Bereich

hatte. Bei allen Öffnungsschritten hat sich

gezeigt, dass dies nicht der Fall war. Als

Begleitung hat Österreich mittlerweile eines

der international professionellsten Systeme

an Clusteranalysen und seit kurzem auch ein

zusätzliches Programm an Screening-Testungen

und damit einen Testungsschwerpunkt

in Risikobereichen, aber ohne dem Vorliegen

von Symptomen. Das ist international

beispielhaft.

Besteht die Gefahr, dass sich die

Menschen durch das Hochfahren und

die Grenzöffnungen in falscher

Sicherheit wiegen und jetzt wieder

unvorsichtiger und leichtsinniger

werden?

Das Risikobewusstsein hat tatsächlich

bei einem Teil der Bevölkerung deutlich

abgenommen. Der Mindestabstand, die

Hygiener egeln und das Tragen des Mund-

Nasen-Schutzes – dort wo er vorgeschrieben

ist aber auch dort, wo es zu eng werden

kann – sind weiterhin unsere Grundregeln.

Wir brauchen wieder mehr Achtsamkeit,

damit das Virus nicht erneut flächendeckend

ausbricht. Ich hoffe sehr, dass die

aktuellen regionalen Ausbrüche auch ein

genereller Weckruf für diesen Teil der Bevölkerung

sind. Wir müssen wachsam, vorsichtig

und verantwortungsvoll bleiben, denn

das Virus ist weiterhin unter uns, es kann

bei Sorglosigkeit jederzeit wieder ausbrechen

und es ist weiterhin gefährlich.

Wie sehr beunruhigen Sie die

aktuellen Infektionszahlen und neuen

Cluster? Besteht nicht doch noch die

Gefahr einer 2. Welle. Sollte diese

tatsächlich kommen – mit welchen

Maßnahmen will die Bundesregierung

darauf reagieren?

In dieser Phase 3, nach zehn Öffnungsschritten,

war zu erwarten, dass es in einzelnen

Regionen auch immer wieder zu regionalen

Ausbrüchen kommen kann. Diese müssen

aber jeweils sehr schnell eingegrenzt werden,

damit weitere Ausbreitungen aus diesen

Clustern konsequent verhindert werden

können.

Unser Aktionsplan gegen eine zweite Covid-

Welle, der auch die Corona-Ampel inkludiert,

wird für einen einheitlichen, transparenten

und nachvollziehbaren Umgang mit

regionalen Clustern sorgen. Er wird Ende

Juli im Ministerrat beschlossen.

Welche Anstrengungen wurden von

der Bundesregierung zur Erforschung

von Covid19 unternommen? Gibt es

schon erste Ergebnisse?

Gleich im März wurde als Sofortmaßnahme

zur Bekämpfung des Corona-Virus der

Corona gemeinsam mit der FFG von

der Bundesregierung Emergency Forschungs-

Call mit einem beschleunigten Verfahren

gestartet. Insgesamt wurden bis Ende Mai

45 Projekte vom FFG-Beirat für Basisprogramme

zur Förderung empfohlen. Den

vielversprechenden Projekten stehen rund 26

Millionen Euro Fördergeld zur Verfügung.

Sie haben sich bereits gegen eine

Impfplicht ausgesprochen. Können

Sie einschätzen ab wann es eine

Impfung gegen Corona bzw. ein

Medikament geben wird?

Bei der Suche nach einem Corona-Impfstoff

wird es keinen Alleingang einzelner

EU-Staaten geben. Die EU hat eine gemeinsame

Steuerungsgruppe zur Beschaffung

eines Impfstoffes eingerichtet, um bei allen

potenziellen Großproduzenten gemeinsame

Vorreservierungen abzugeben. Wir rechnen

mit einem Impfstoff gegen Corona frühestens

im zweiten Quartal 2021. Gegen die

Grippe haben wir aber bereits wirksame

Impfstoffe. Das Zusammentreffen von

Grippe und Corona wird herausfordernd im

Herbst. Wir begegnen dieser Herausforderung

mit einem engmaschigen Monitoring

und vorbeugenden Maßnahmen. Neben den

Hygieneregeln gehört dazu auch die Grippe-Impfung

als Präventionsmaßnahme.

Die Österreichische Gesundheitskasse

beklagt Einnahmeausfälle

durch Kurzarbeit und Arbeits-


Gesundheit | advantage 55

Gesundheitsminister Anschober: „Politik ist

weder ein Pferderennen noch ein Schönheitswettbewerb,

sondern ein beinharter Job, bei

dem es um die Lösung von Problemen geht.“

Foto: BKA/Christopher Dunker

losigkeit. Wird der Bund diese Ausfälle

übernehmen und können Sie

ausschließen, dass es zu Leistungskürzungen

oder Selbstbehalten

kommen wird?

Das Ministerium steht laufend im Austausch

mit ÖGK und der SV. Die Einschätzung

des Ministeriums richtet sich nach den

vorgelegten Zahlen der Selbstverwaltung,

alles andere wäre nicht seriös. Ich bekenne

mich nach wie vor, wie im Regierungsübereinkommen

dargelegt, zur nachhaltigen

finanziellen Absicherung der hohen Qualität

unseres Gesundheitssystems. Gerade die

Corona-Krise hat uns gezeigt, wie notwendig

das ist. Leistungsreduktionen wird es

daher nicht geben.

Die Einführung einer Pflegelehre

wurde bereits angekündigt. Können

Sie schon sagen, wie und ab wann das

konkret umgesetzt wird?

Wir haben in den Regierungsverhandlungen

mit dem Koalitionspartner vereinbart, dass

eine Pflegelehre zur „Pflegefachassistenz“

eingeführt werden soll. Dabei wird es sich

jedoch nicht um eine Lehre im klassischen

Sinn handeln, sondern eine völlig neue und

eigene Form der Ausbildung. Der erste

Lehrgang könnte im Herbst 2021 starten,

dann würde die Pflegelehre als eine von vielen

Ausbildungsmöglichkeiten bestehen, wie

Interessierte in den Pflegeberuf einsteigen

können.

Welche Rolle spielen Nachhaltigkeit,

Achtsamkeit und gesellschaftliche

Verantwortung in Ihrem Berufsund

Privatleben?

Nachhaltigkeit spielt eine sehr große Rolle

für mich, sowohl privat als auch beruflich.

Wir müssen mit aller Kraft verhindern, dass

aus der Gesundheitskrise eine soziale Krise

wird. Wir müssen aus der Krise heraus die

Strukturen neu aufbauen. Die wirtschaftliche

Zukunftssicherung müssen wir mit der

Existenzsicherung für unsere Kinder zusammenführen.

Es braucht einen Green New

Deal für ganz Europa für den Wiederaufbau.

Das schafft Zukunftssicherung, Wohlstand

und Jobs.

Wie sehen Ihre langfristigen Zukunftspläne

aus? Sie sagten bereits, dass sie

über eine Kandidatur als Bundespräsident

nicht spekulieren,

ausgeschlossen haben Sie es aber

auch nicht?

Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich solche

Pläne nicht habe. Ich schätze unseren Bundespräsidenten

sehr und wäre sehr glücklich,

wenn er wieder kandidiert. Er ist der beste

Bundespräsident, den man sich vorstellen

kann. Und zu den Umfragen: natürlich freut

mich Zustimmung und sie gibt mir Kraft.

Aber die Politik ist weder ein Pferderennen

noch ein Schönheitswettbewerb, sondern

ein beinharter Job, bei dem es um die

Lösung von Problemen geht. Und das haben

wir bislang in der Bundesregierung gemeinsam

ganz gut gemacht.

Wann werden Sie wieder Urlaub

machen und wo würden Sie ihn

verbringen?

Ich werde heuer im Salzkammergut ein paar

Tage Urlaub verbringen. |

Das ganze Interview können Sie auf

www.advantage.at nachlesen.


56 advantage | Gesundheit

Pflege in Zeiten

von Corona

Vollbremsung, Beschleunigung,

Alarmbereitschaft…

Tägliche Corona-Tests

sorgen für ein sicheres

Umfeld in Pflegeeinrichtungen.

Foto: Adobe Stock/Robert Kneschke

Kärnten ist das einzige Bundesland ohne einen

einzigen Coronafall in einem Pflegeheim. Jetzt heißt es,

wieder die Normalität zu leben – und dabei in Alarmbereitschaft

zu bleiben.

Seit Anfang Mai wird Österreich und damit

Kärnten wieder langsam hochgefahren: „Wir

haben Mitte März eine Vollbremsung von 100

auf 0 hingelegt. Die Wiederbeschleunigung konnte

aber nicht von 0 auf 100 erfolgen. Denn mit der

Vollbremsung ist es uns zwar gelungen, die exponentielle

Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen,

wir konnten sie aber nicht auslöschen.

Das Virus ist noch da und wir müssen damit

zu leben lernen“, erklären der Vorsitzende

des Kärntner Corona-Koordinationsgremiums,

Günther Wurzer, und Gesundheitsreferentin

Beate Prettner. „Das

Wiederhochfahren musste vorsichtig

und besonnen erfolgen - vor allem

in den sensibelsten Bereichen wie

Krankenanstalten und Pflegeeinrichtungen.

Denn genau hier

haben wir es mit der höchsten

Risikogruppe zu tun: ältere und

immungeschwächte Menschen.“


Gesundheit | advantage 57

Aus diesem Grund ging man die Rückkehr in die Normalität schrittweise

an: Seit 4. Mai wurde das Hochfahren der Spitäler und die

Öffnung der Pflegeeinrichtungen schrittweise vollzogen. „Als zusätzliche

Sicherheitsmaßnahme werden täglich Coronatests durchgeführt,

so genannte Screenings. Das heißt, man testet sämtliche Heimbewohner

und alle Mitarbeiter, von der Pflegekraft über das Küchenpersonal

und Reinigungspersonal bis zu den Mitarbeitern in der

Verwaltung. Gott sei Dank waren bisher alle Tests negativ – vier vermeintlich

positive Tests haben sich letztlich als Fehlalarm herausgestellt“,

berichtet Prettner. Damit ist Kärnten das einzige Bundesland

ohne einen Coronafall, geschweige denn ohne ein Corona-Todesopfer.

Europaweit sind die meisten Corona-Toten in Pflegeheimen zu

beklagen…

Wie Günther Wurzer betont, haben sich die rigorosen Auflagen in

den Pflegeheimen und Gesundheitseinrichtungen mehr als gelohnt:

„Auch wenn es noch so schwergefallen ist: Besuche und später Händestreicheln

oder Umarmungen waren lange Zeit zu vermeiden. Das

war keine Schikane, sondern Notwendigkeit, um Menschenleben zu

retten.“

—————————————

„Wir müssen in

Alarmbereitschaft bleiben!

Kärnten ist auf eine eventuelle zweite

Welle sehr gut vorbereitet.“

Gesundheitsreferentin Beate Prettner

—————————————

Wie geht es nun weiter? „Wir müssen in Alarmbereitschaft bleiben“,

mahnt Prettner. Und sie fügt hinzu: „Kärnten ist auf eine eventuelle

zweite Welle sehr gut vorbereitet.“ Warum? „Wir haben quasi schon

mit dem Abflauen der Coronawelle begonnen, uns auf einen zweiten

Ausbruch vorzubereiten. So tagt beispielsweise unser Koordinationsgremium

nachwievor; wir haben unsere Lager gut mit Schutzausrüstungen

wie Masken, Handschuhe, Schutzanzüge aufgefüllt; die

Logistik zur Verteilung ist bestens vorbereitet; wir können auch in

unseren Spitälern die Isolierstationen und die Intensivbetten

schnellstmöglich wieder hochfahren; das gesamte Krisenteam steht

auf Abruf bereit: Es ist hervorragend eingespielt, wenn es um die

Kontaktpersonen-Findung, das so genannte Contact Tracing geht,

oder um das Containment, also die Absonderung von positiven Fällen.“

Prettner und Wurzer sind jedoch überzeugt: „Am meisten können

uns die Kärntner selbst helfen: Indem sie Abstand halten, die

Hygienevorschriften beachten und – auch wenn es niemand mehr

hören kann – den Babyelefanten nicht vergessen.“ |

Kurzzeitpflege –

Erfolgsmodell entlastet

pflegende Angehörige

Kärnten hat ein ganzes Bündel geschnürt,

um pflegende Angehörige zu entlasten: Dazu

zählt die Kurzzeitpflege in einem Pflegeheim.

28 Tage pro Jahr können - am Stück oder

aufgeteilt in mehrere Aufenthalte – kostenlos

genutzt werden.

In Kärnten gibt es die Möglichkeit, ein Pflegeheim in der

so genannten Kurzzeitpflege in Anspruch zu nehmen. Das

bedeutet: Um pflegende Angehörige zu entlasten, können

die zu pflegenden Personen pro Jahr für 28 Tage in einem Pflegeheim

betreut werden. „Dabei übernimmt das Land Kärnten

die Kosten für den Heimaufenthalt. Der zu Pflegende muss

lediglich sein Pflegegeld aliquot einsetzen“, erklärt die

zuständige Gesundheitsreferentin Beate Prettner. „Mit diesem

Kurzzeitpflege-Modell tragen wir wesentlich zur Entlastung

von pflegenden Angehörigen bei“, sagt sie. Tatsächlich können

diese 28 Tage entweder am Stück oder verteilt auf mehrere

Aufenthalte genutzt werden. „In diesen Tagen kann der

pflegende Angehörige selbst Urlaub machen, sich entspannen

oder einer anderen wichtigen Tätigkeit nachkommen.“

Damit in den Kärntner Pflegeheimen auch immer genügend

Kurzzeitpflegeplätze vorhanden sind und es zu keinen Engpässen

kommt, hat das Land das Kurzzeit-Modell umgestellt.

Ab 1. September hält das Land 50 Plätze – verteilt auf ganz

Kärnten – reserviert. „Damit verhindern wir, dass uns für diese

Form der Pflege zu wenig Betten zur Verfügung stehen.“ Mit

der Neuregelung bezahlt das Land den Heimen den Pflegeplatz,

unabhängig davon, ob der Platz tatsächlich belegt ist

oder nicht – „die Heime sind damit verpflichtet, den Platz

freizuhalten und ihn nicht an eine Langzeitpflege zu vergeben.“

Prettner appelliert an die Betroffenen, sich frühzeitig für

einen Kurzzeitplatz zu melden – und nicht erst unmittelbar

vor dem tatsächlichen Bedarf.

Von der Kurzzeitpflege abgesehen,

gibt es auch das Modell der Übergangspflege:

Diese dient vorwiegend dazu, eine vorübergehende Pflegebedürftigkeit

nach einem Krankenhausaufenthalt zu überbrücken.

„Das heißt, wenn ein zu Pflegender aus dem

Krankenhaus entlassen wird, eine Betreuung zu Hause aber

nicht möglich ist, dann kann die Übergangspflege in einem

Pflegeheim erfolgen“, informiert Prettner. Die Kosten für

diese 50 Kurzzeit- und Übergangsbetten belaufen sich auf

rund 1,2 Millionen Euro pro Jahr. |


58 advantage | Gesundheit

MRT-Untersuchungen werden auch ambulant angeboten. Die Tagesklinik wurde von Beginn an sehr gut angenommen.

Tagesklinik mit

Sanatoriumscharakter

Im Herbst wird die Tagesklinik im Krankenhaus des Deutschen Ordens

in Friesach ein Jahr alt. Sie war von Anfang an eine Erfolgsgeschichte,

ebenso wie das Angebot der ambulanten MRT-Untersuchungen.

Die Friesacher Tagesklinik nimmt

einen eigenen Bereich auf dem

Krankenhausgelände ein und ist

vom stationären Spitalsbereich räumlich

getrennt. Das schafft einen Sanatoriumscharakter,

der von den Patientinnen und Patienten

zusätzlich zu den medizinischen Leistungen

sehr geschätzt wird.

Die allgemeinchirurgischen Leistungen in

der Tagesklinik umfassen kleinere Eingriffe,

bei denen kein Krankenhausaufenthalt notwendig

ist, wie zum Beispiel Venen- oder

Bruchoperationen. Im unfallchirurgischen

Feld werden vor allem Kniearthroskopien,

Metallentfernungen und Karpaltunneloperationen

durchgeführt.

Bis zum SARS-CoV-2-bedingten Lockdown

im März waren die Leistungen der Tagesklinik

stark nachgefragt. „Mit Mai haben

wir sie langsam wieder hochgefahren, bis

Ende August sollte der durch den Lockdown

entstandene Rückstau aufgeholt sein“, meint

Dr. Ernst Benischke, ärztlicher Leiter und

Geschäftsführer des Krankenhauses. Dabei

wurden dringende Fälle, vor allem Patienten

mit starken Schmerzen, vorgezogen. Durch

eine gute und flexible Organisation hatte

man die Lage recht schnell im Griff.

Eine weitere Leistung im Krankenhaus

Friesach erfreut sich steigender Beliebtheit:

der ambulante Magnetresonanztomograph

(MRT). Seit Jänner werden nach Überweisung

durch den behandelnden Arzt Patientinnen

und Patienten, die bei der Österreichischen

Gesundheitskasse (ÖGK) versichert

sind, erhalten in der Radiologie des

Deutschordensspitals eine MRT-Untersuchung.

Während man in anderen Einrichtungen

häufig wochenlang auf einen Termin

warten muss, kommt man in Friesach relativ

schnell dran. „Die Akutversorgung hat

natürlich Vorrang“, sagt Dr. Benischke. Aber

man sei bemüht, so viele Termine wie möglich

zu vergeben. Daher sei die Wartezeit im

Normalfall sehr kurz.

Dieses Angebot soll in Zukunft auch für

Versicherte anderer Krankenkassen geöffnet

werden. Die Verhandlungen dazu laufen.

„Wir rechnen damit, dass es im nächsten Jahr

soweit sein wird“, erklärt Dr. Benischke.

Umgebaut wird der Ambulanzbereich.

Damit möchte man – eine Erfahrung aus

der Pandemie – die notwendigen baulichen

Strukturen schaffen, um die infektiösen und

nichtinfektiösen Patienten gleich am Anfang

zu trennen. „Dabei geht es nicht oder nicht

nur um Sars-Cov-2, sondern um alle isolierpflichtigen

Infektionskrankheiten“, erklärt

der ärztliche Leiter. So treten immer wieder

schwere Magen-Darm-Erkrankungen auf,

die häufig von Noro- oder Rota-Viren verursacht

werden und hochansteckend sind.

Die notwendigen Tests zur Abklärung des

Erregers können im Krankenhaus selbst

durchgeführt werden, denn im Zuge der

Vorbereitungen für die Pandemie wurde ein

entsprechendes Analysegerät angeschafft.

Binnen einer Stunde ist das Ergebnis da. |

Fotos: Deutschordenskrankenhaus Friesach


Gesundheit | advantage 59

——— I n t e r v i e w ———

„Wir sind Partner der Region“

Interview mit Dr. Ernst Benischke, MBA, dem Geschäftsführer

und ärztlichen Leiter des Deutschordenskrankenhauses Friesach

Foto: Deutschordenskrankenhaus Friesach

Worin sehen sie die

wichtigsten Aufgaben

des Krankenhauses

Friesach?

Wir sind ein wichtiger Gesundheitspartner

für die Menschen in

der Region. Unser Einzugsgebiet

reicht aber auch in den Raum Feldkirchen

und weit ins steirische Murtal, wo die

Krankenhauslandschaft ausgedünt wurde. Damit

bieten wir nicht nur Kärntner, sondern auch steirischen

Patientinnen und Patienten eine wichtige

medizinische Versorgung.

Ihr Haus hat neben der medizinischen

Versorgung auch eine wirtschaftliche

Komponente.

Wir sind einer der größten Arbeitgeber der Region

und beschäftigen aktuell 380 Menschen. Wir achten

auch darauf, möglichst viele Unternehmen der

Region, etwa bei notwendigen Umbauarbeiten, zu

beschäftigen. Damit stärken wir die regionale

Wirtschaft.

Sehr geschätzt werden von ihren

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die

Möglichkeiten der Fort- und Weiterbildung.

Je nach Arbeitsaufkommen – im Frühjahr und

Herbst herrscht meist mehr Betrieb – bieten wir

ihnen die Möglichkeit, sich weiterzuqualifizieren

und das nächste Level zu erreichen. Das ist fixer

Bestandteil unseres Personalmanagements. Wir

bemühen uns auch stets um neue, qualifizierte Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter. So kooperieren wir

unter anderem mit den medizinischen Fakultäten

Prag und Bratislava. Im nächsten Jahr kommt eine

Gruppe von Medizinstudenten aus Bratislava eine

Woche lang an unser Haus, um die einzelnen Abteilungen,

aber auch die Region kennenzulernen.

Wo sehen sie die Zukunft

Ihres Hauses?

Wir sind ein kleines Haus,

das nicht alles bieten kann

und will, aber sehr wohl

Schwerpunktthemen setzen

möchte. Das ist zum Beispiel neben

Innerer Medizin, Allgemein- und

Unfallchirurgie unsere Radiologie als wichtiges

Angebot in der Region. Und das ist – auch aufgrund

der demographischen Entwicklung – die umfassende

wohnortnahe geriatrische Versorgung, die wir weiter

ausbauen möchten. Denn, was uns die Pandemie mit

den Grenzschließungen gezeigt hat, ist, dass wir

nicht in der Lage sind, die alten Menschen selbst zu

versorgen. Das sollte sich entscheidend verbessern.

Wie könnte das geschehen?

Wir wollen die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger

in allen Disziplinen und im Rahmen einer abgestuften

Versorgung umfassend betreuen können. Mit

der Akutgeriatrie und der ambulanten geriatrische

Remobilisation sowie ab 2023 mit einer geriatrischen

Tagesklinik bieten wir ein breites Spektrum und

arbeiten auch mit Pflegeheimen zusammen. Alle

diese Maßnahmen sollen die Pflegeheime und Pflegende

entlasten und die Menschen in die Lage versetzen,

möglichst lang selbstständig und selbstbestimmt

leben zu können. Unsere Pläne mit dem Pflegeheim

Suavitas umfassen aber auch eine Tages-und Wochenpflege

zur Entlastung von pflegenden Angehörigen.

Was sind die nächsten Pläne für Ihr Haus?

Die Sonderklasse wird umgebaut und der OP- Bereich

soll modernisiert werden. Wir beginnen die Adaptierung

von Räumen für die Installierung einer Tageskinderstätte.

Außerdem arbeiten wir an Konzepten

zur Zertifizierung einzelner Betriebsbereiche des Hauses,

um dem modernen QM Rechnung zu tragen. |


60 advantage | Gesundheit

Ein Brustzentrum

mit Herz und Kompetenz

Im Brustzentrum Kärnten am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan wird bei

einer Brustkrebserkrankung der ganzheitliche Therapieansatz großgeschrieben. Patientinnen

profitieren von kurzen diagnostischen Wegen und einem fachübergreifenden medizinischen

Know-how in nahezu familiärer Atmosphäre.

Maßgeschneiderte

Krebstherapie und

breite Behandlungspalette:

Das Team des

„Brustzentrums

Kärnten“ am Krankenhaus

der Barmherzigen

Brüder St. Veit/Glan

setzt auf die personalisierte

Krebstherapie.

Foto: HF Pictures

Jede achte Frau in Österreich erkrankt

im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs!

Allein in Kärnten sind bis zu 400 im

Jahr betroffen. Fast 90 Prozent der Betroffenen

können geheilt werden. Rund 1.500

Brusterkrankungen wurden seit dem Aufbau

des Brustzentrums Kärnten am Krankenhaus

der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan

vor über zehn Jahren erfolgreich behandelt.

Bestmögliche Betreuung

für Brustkrebspatientinnen

Damit ist das Brustzentrum Kärnten die

erste Anlaufstelle für Beratung, Behandlung

und Nachsorge bei Brusterkrankungen im

Süden Österreichs. Gegründet wurde das

Brustzentrum Kärnten durch eine Zentrumsbildung

im Krankenhaus der Barmherzigen

Brüder St. Veit/Glan, unter Einbeziehung

der niedergelassenen Fachärzte.

Alles unter einem Dach

Die Patientinnen profitieren dabei von

kurzen diagnostischen Wegen und einem

fachübergreifenden medizinischen Knowhow

aller an der Diagnostik und Behandlung

von Brustkrebs beteiligten Experten

aus den Bereichen Chirurgie, Radiologie,

Radio-Onkologie, Innere Medizin, Pathologie,

Anästhesiologie, dem psychologischen

Dienst, der Physiotherapie, dem Sozialdienst

und der Seelsorge. Als Teil des interdisziplinären

Teams im Brustzentrum Kärnten unterstützen

die „Breast Care Nurses“ (Pflegeexpertinnen

für Brusterkrankungen) die an

Brustkrebs erkrankten Patientinnen und

deren Angehörige. DGKP BCN Nadine

Fuchs und ihre Breast Care Nurse-Kollegin

betreuen und begleiten die Betroffenen von

der Diagnosestellung über den gesamten

Krankheitsprozess hinweg bis hin zu den

Nachsorgeuntersuchungen.

Früh erkennen, individuell behandeln

Die Brustkrebs-Früherkennung ist und

bleibt die wichtigste Säule im Kampf gegen

den Krebs. Im Österreichischen Screening-

Programm werden alle Frauen zwischen

45 und 70 Jahren alle zwei Jahre mittels

Brief zur Brustuntersuchung eingeladen. Bei

Auffälligkeiten veranlasst der Vertrauensarzt

eine Röntgenuntersuchung der Brust, die

Mammographie, zusätzlich wird immer eine

Ultraschalluntersuchung der Brust durchgeführt.

„Sollten diese beiden Untersuchungen

kein eindeutiges Ergebnis bringen, bzw gibt

es evtl. noch weitere Fragestellungen, wird

gegebenenfalls eine Magnetresonanz-Tomographie-Untersuchung

der Brust angeschlossen.

„Diese wird direkt in unserem modernen

Schnittbildzentrum durchgeführt“, beschreibt

der Leiter des Brustzentrums Kärnten, Prim.

Univ.-Prof. Dr. Jörg Tschmelitsch, FACS.

Tumorkonferenz ist

das Herzstück der Onkologie

Ein zentrales Merkmal für die Behandlungsqualität

sind daher interdisziplinäre wöchentliche

Tumorkonferenzen, in denen hochqualifizierte

Fachärzte verschiedener Fachrichtungen

gemeinsam entscheiden, welche

Therapie die beste für die jeweilige Patientin

ist. Eine individuelle Krebsbehandlung

erfordert Expertise. Diese wird dem „Brustzentrum

Kärnten“ durch die mehrfache Zertifizierung

durch die Deutsche Krebsgesellschaft

und Fachgesellschaften bescheinigt.

Mit der erfolgreichen Re-Zertifizierung im

Frühling 2020 hat das Brustzentrum Kärnten

seine Vorreiterrolle in der Diagnose und

Therapie von Brustkrebs erneut bestätigt. |

Kontakt

Brustzentrum Kärnten

A.ö. Krankenhaus der

Barmherzigen Brüder

Spitalgasse 26

9300 St. Veit an der Glan

T: +43 (0)4212 499-0

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Gesundheit | advantage 61

——— I n t e r v i e w ———

Gleiche Leistungen

für alle Versicherten

Interview mit Matthias Krenn, Obmann der Österreichischen

Gesundheitskasse (ÖGK) und Bürgermeister von Bad Kleinkirchheim

Foto: M. Kurzweil

Wie haben sie persönlich die

Corona-Pandemie erlebt?

Während des Lockdowns ist die Sitzungsintensität

innerhalb der ÖGK höher geworden,

auch wenn es meist über Videokonferenzen

erfolgt ist. Viel konnte auch im Homeoffice

abgearbeitet werden. Ich hatte aber doch

Zeit im Büro einiges aufzuarbeiten, für den

Betrieb und vor allem für die Gemeinde.

Wie schätzen Sie als Hotelier und

Bürgermeister die Auswirkungen

von Corona auf Tourismus und die

Gemeinden ein?

Wie der Tourismus sind auch die Gemeinden

schwer betroffen, vor allem Tourismusgemeinden

wie Bad Kleinkirchheim. Es ist

derzeit kaum möglich, zu sagen, wie sich das

weiter entwickeln wird.

Wie hat sich das konkret auf ihre

Gemeinde Bad Kleinkirchheim

ausgewirkt?

Corona hat uns massiv getroffen. Bereits vor

dem Lockdown hat ein falscher Alarm zu

einer massiven Stornowelle und urplötzlichen

Abreisen geführt. Für die Sommersaison

sind die Auswirkungen bereits spürbar,

es gibt zahlreichen Stornos und viele

Buchungen bleiben aus. Die Kärntner Seengebiete

haben hier einen riesigen Vorteil,

den Landgemeinden nicht haben.

Was muss jetzt getan werden?

Die Gemeinden befinden sich jetzt in einer

schwierigen Situation. Schön, wenn es

finanzielle Unterstützung vom Bund gibt,

letztendlich sind es aber die aber die Vergabekriterien

– also wieviel die Gemeinden im

Zuge des Finanzausgleiches erhalten werden.

Den Worten müssen auch Taten folgen.

War der Lockdown notwendig?

Der Lockdown war richtig! Das Hochfahren

muss aber differenzierter betrachtet werden.

Der Versuch, alle Branchen einzeln zu regeln,

hat eher dazu geführt, dass sich kaum

jemand noch auskennt. Einige Regeln gelten

aber nach wie vor für alle Bereiche: Abstand

halten, Hygiene und Selbstverantwortung!

Kann bereits abgeschätzt werden, wie

sich die Corona-Krise auf die ÖGK

auswirken werden?

Im Moment lässt sich dazu keine valide Prognose

abgeben. Die Rückgänge resultieren

aus höherer Arbeitslosigkeit und aus der

Kurzarbeit. Zur Bewältigung der Corona-Folgen

wurden auch Sozialversicherungsbeiträge

gestundet. Eine wichtige Maßnahme,

um die Betriebe am Leben zu erhalten.

Wie sich das auf die Einnahmen auswirkt,

wird sich bis Herbst zeigen. Wenn

valide Zahlen vorliegen, werden wir daher

mit den politischen Verantwortungsträgern

Gespräche aufnehmen, um das „Corona-Minus“

auszugleichen. Unser Ziel ist es nach

wie vor, weder eine Beitragserhöhung oder

Selbstbehalte einzuführen noch Leistungen

zu reduzieren.

Wie gut ist die Zusammenlegung

der neun Landeskassen zur neuen

Österreichischen Gesundheitskasse

gelungen?

Es war eine große Herausforderung, die

komplexe Sozialversicherungsstruktur aus

neun Gebietskrankenkassen, die sich über

Jahrzehnte teils unterschiedlich entwickelt

haben, in eine Gesundheitskasse zusammenzuführen.

Unser Ziel ist, dass alle Versicherten

vom Bodensee bis zum Neusiedlersee die

gleichen Leistungen erhalten. Dass der Start

so reibungslos vor sich gegangen ist, ist ein

Verdienst der großartigen Mitarbeiter, die

österreichweit in allen Bundesländern an der

Überleitung mitgewirkt haben. Sie haben

sensationelle Arbeit geleistet, und das neben

dem normalen Tagesgeschäft!

Schon vor Corona wurde der

ÖGK Verluste in Höhe 175 Millionen

für heuer vorausgesagt, wie erklären

sie das?

Die Zahlen basieren auf Zusammenrechnung

der Voranschläge der ehemaligen neun

Gebietskrankenkassen. Erst 2021 kann ein

Voranschlag aufgrund eigener Zahlen erfolgen.

Die ÖGK hat ein Gesamtbudget von

rund 15 Milliarden Euro zu verwalten. Wir

haben bewusst sehr vorsichtig kalkuliert und

die zu erwartenden Einnahmen entsprechend

niedrig angesetzt und damit auf dem

Papier prognostizierte „Verluste“ in Kauf

genommen, die so nicht eingetreten wären.

Jetzt kommen die Folgen der Corona-Krise

dazu, die sich im Moment noch nicht

abschätzen lassen. |

Das gesamtes Interview finden Sie unter

www.advantage.at.


62 advantage | Gesundheit

Sicher in die Zukunft

Die Generali nimmt ihre Verantwortung wahr

und achtet auf sorgsamen Umgang mit der

Umwelt und die Schonung von Ressourcen.

Weil die Zukunft nicht egal ist, hat

die Generali Versicherung schon

sehr früh die Notwendigkeit von

nachhaltigem Handeln erkannt und als

wesentlichen Punkt in ihre Unternehmensstrategie

aufgenommen. So achtet die Generali

auf sorgsamen Umgang mit der Umwelt,

die Schonung von Ressourcen und setzt auf

Digitalisierung.

„Wir nehmen den Klimawandel sehr ernst,

schließlich sind seine Auswirkungen im Versicherungsgeschäft

spürbar. Er begünstigt

extreme Wetterereignisse wie Hagel, Stürme

und Starkregen. Naturkatastrophen machen

einen großen Teil der Schäden aus“, erklärt

Wolfgang Gratzer, Generali Regionaldirektor

für Steiermark und Kärnten-Osttirol.

Um die Umweltperformance zu verbessern

Wolfgang Gratzer,

Generali Regionaldirektor

für Steiermark

und Kärnten-Osttirol.

Foto: Generali

wurde im Versicherungsunternehmen das

„Environmental Management System“ etabliert.

Damit wird der Verbrauch von Energie,

Papier und Wasser und Treibhausgasemissionen

reduziert und Abfall vermieden. Digitalisierung

hilft nicht nur dabei Prozesse zu

vereinfachen, sondern auch Dienstreisen zu

vermeiden, etwa durch den Ausbau von

Videokonferenzsystemen, E-Trainings und

Webinaren.

Auch mit ihrer Finanzkraft setzt die Generali

ein Zeichen und investiert nur in Unternehmen,

die die ESG-Kriterien erfüllen. Als

erste Versicherungsgesellschaft in Europa hat

sie eine „Grüne Anleihe“ zur Finanzierung

umweltfreundlicher Gebäude und sauberer

Transportmittel emittiert.

„So können wir sicherstellen, dass wir für

unsere Kundinnen und Kunden, sowie unserer

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein

attraktiver und lebenslanger Partner bleiben“,

betont Gratzer. |

WIR

TRAUEN

UNS

VERTRAUEN.

Wir suchen für unsere Standorte in

Kärnten-Osttirol zur Unterstützung

Kundenbetreuer_innen für den

Außendienst!

Info & Bewerbung:

Mag. Gundula Tamnig

M +43 676 8259 1300,

T +43 316 8056 80350

gundula.tamnig@generali.com


SPIRITUALITÄT advantage 63

Sommerferien in Zeiten der Corona-Pandemie

Wie ist es Ihnen und Ihrer Familie in der

Zeit des Lockdowns ergangen? Keine Frage,

diese Zeit hat durchaus einige positive

Effekte wie Entschleunigung und mehr Zeit

für die Familie mit sich gebracht, Autos und

Flugzeuge standen weitgehend still, die

Natur konnte sich etwas regenerieren ...

Eine wirkliche Erholung war es für die meisten

Menschen aber wohl nicht. Zu groß

waren die Ungewissheiten bezüglich der

Krankheit selbst und vor allem auch der aus

ihr resultierenden gesellschaftlichen und

wirtschaftlichen Folgen. Für untergründig

bereits bestehende Probleme wurde die

Krise oftmals zum Verstärker.

Der Start in die Sommerferien war für viele

heuer daher nicht so unbeschwert wie sonst.

Alle im selben Boot. Aus der Zeit des

Lockdowns ist mir das Corona-Gebet von

Papst Franziskus auf dem beinahe menschenleeren

dunklen und regennassen Petersplatz

noch gut in Erinnerung, und seine Worte

klingen noch immer prophetisch: „Wir sitzen

alle im selben Boot und müssen gemeinsam

rudern. Wie die Jünger beim Sturm auf dem

See haben auch wir erkannt, dass wir nicht

jeder für sich, sondern nur gemeinsam

vorankommen.“ Bestärkt durch diese Worte

des Papstes und durch Bischof Marketz, für

den es „ein Herzensanliegen ist, dass Kirche

sich für Kinder und deren Eltern engagiert,

da diese zu jenen in unserer Gesellschaft gehören,

die in besonderer Weise Achtsamkeit

und Unterstützung brauchen“, hat die Katholische

Kirche Kärnten ihren Einsatz und ihr

Engagement für Familien, die unter der

Corona-Pandemie und deren Folgen in

besonderer Weise leiden, verstärkt. Daraus

Mag. Georg Haab

leitet den Bereich

„Familie und Lebensbegleitung“

im Bischöflichen

Seelsorgeamt

der Diözese Gurk.

georg.haab@kathkirche-kaernten.at

entstanden sind gleichsam „Beziehungstankstellen“

für Paare, etwa in Form von Vorträgen

und Einkehrtagen mit Kinderbetreu

ung, und ein breit gefächertes Kinderbetreuungsangebot

für Familien, die in

diesem Sommer dringend Erholung brauchen,

aber aufgrund der beruflichen oder wirtschaftlichen

Situation keinen Urlaub

machen können. |

Omadienst, Ferienwochen in

Pfarren und Sommerschulen

Betreuungsangebote der Katholischen Kirche Kärnten

von Kindern und Jugendlichen in den Sommerferien

Mit einem vielfältigen Betreuungs- und Programmangebot

für Kinder und Jugendliche

setzt die Katholische Kirche Kärnten heuer

vor allem auch mit Blick auf die Herausforderungen,

vor denen viele Familien aufgrund

der Corona-Pandemie stehen, einen besonderen

Schwerpunkt und bietet erstmals auch

auf Pfarrebene Betreuungsmöglichkeiten an.

Betreute Ferienwochen finden u. a. in den

Klagenfurter Stadtpfarren St. Josef/Siebenhügel

(5. bis 9. August), St. Hemma (10. bis

14. August und 17. bis 21. August) und

St. Martin (24. bis 28. August), in der Stadtpfarre

Feldkirchen (31. August bis 4. September)

sowie in der Klagenfurter Dompfarre

(7. bis 11. September) statt. Die Pfarre

Krumpendorf lädt im Sommer zu „Jungscharnachmittagen“

im Parkbad ein.

Inklusion, Familienpicknick und Omadienst.

Eine weitere Premiere gibt es im

Klagenfurter Diözesanhaus: Das Referat für

Menschen mit Behinderung führt hier in

Kooperation mit der „jungenKirche“ und

der Caritas zwei „Inklusive Sommerwochen“

(27. – 31. Juli; 3. – 7. August) durch, bei

denen Kinder mit und ohne Behinderung

voneinander lernen und miteinander Spaß

haben können. Unter dem Motto „Heißer

Sommer, coole Kirche!“ laden das Katholische

Familienwerk und die „jungeKirche“

am 21. August zum Familienpicknick im

Bischofsgarten ein. Als Unterstützung für

Familien bietet der Katholische Familienverband

stundenweise Kinderbetreuung in

Form des „Omadienstes“ an.

Weitere Initiativen und Veranstaltungen.

Weiters finden vom 27. Juli bis

1. August sowie von 2. bis 8. August die

„Wochen für junge Künstler/Teden mladih

umetnikov“ der slowenischen Katholischen

Jungschar/Katoliška otroška mladina in

Kooperation mit dem Christlichen Kulturverband

im Jugendzentrum Rechberg/Rebrca

statt. Der „Zirkus Dimitri“ schlägt von

8. bis 23. August auf Einladung des Katholischen

Familienwerkes auf der Wiese hinter

Die Katholische Kirche Kärnten bietet ein

umfangreiches Betreuungsangebot für Kinder

und Jugendliche an. Foto: KFW

dem Diözesanhaus seine Zelte auf und lädt

jeweils Donnerstag bis Samstag um 18 Uhr

sowie Sonntag um 11 Uhr zur Aufführung

ein. Auch verschiedene Sommerschulen

werden angeboten: „Be cool, summer school!”

lautet das Motto der Sommerbildungsangebote

für Kinder und Jugendliche im

Bildungshaus Sodalitas in Tainach/Tinj

(25. bis 31. Juli: Mathematik, Slowenisch

und EDV; 2. bis 7. August: Englisch). In

den letzten beiden Ferienwochen bietet die

Caritas Kärnten eine vierzehntägige Sommerschule

für die Besucher der Lerncafés

in Villach, Klagenfurt-Siebenhügel und

St. Gertraud im Lavanttal an. |

Betreuungsangebote der Katholischen Kirche

Kärnten für Kinder und Jugendliche im Sommer

2020 unter www.kath-kirche-kaernten.at/familie


64 advantage

——— Fachkommentar ———

von Dr. Bernd Peck, Rechtsanwalt

Rechtliche Rahmenbedingungen

für Photovoltaikanlagen in

Mehrparteienwohnhäusern

Österreich hat sich das ehrgeizige

Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030

Strom zu 100 % mit Öko-Strom

abzudecken. Damit dieses Ziel erreicht werden

kann, muss auch in Photovoltaikanlagen

(Abkürzung: PV-Anlagen) investiert werden.

Durch eine Novelle des ElWOG ist es nunmehr

möglich, dass auch Mehrparteienwohnhäuser

in PV-Anlagen investieren. Bisher

durfte man nämlich selbst produzierten

Strom nicht an Dritte verkaufen. Das hatte

zur Folge, dass es bei Mehrparteienwohnhäuser

kaum PV-Anlagen gab. In § 16a ElWOG

2010 sind nunmehr Regelungen für sogenannte

„Gemeinschaftliche Erzeugungsanlagen“

enthalten, die für PV-Anlangen bei

Mehrparteienwohnhäusern geeignet sind.

Die Gemeinschaftsanlagen können von einer

Personengemeinschaft betrieben werden. Dies

wäre in der Rechtsform einer GesbR oder

eines Vereines möglich. Es ist aber auch möglich,

dass ein Investor die Anlage für eine

Gemeinschaft (vor)finanziert. Dabei handelt

es sich um sogenannte Contracting-Modelle.

Beim Anlagen-Contracting betreibt der

„Contractor“ (Investor) auf eigene Rechnung

eine Energieerzeugungsanlage und

stellt dem Kunden die Energie zur Verfügung.

Abgerechnet wird die gelieferte Nutzenergie,

wobei sich der Preis aus den Energiekosten,

den Rückzahlungsraten und

Serviceleistungskosten (Wartung, Instandhaltung

und Betriebsmitteleinkauf) zusammensetzt.

Das Contracting kann durch eine

Bank oder durch den Contractor selbst vorfinanziert

werden. Wesentliches Element

aller Contracting-Verträge ist eine mehrjährige

Laufzeit.

Damit ein Contracting-Modell umgesetzt

werden kann, müssen verschiedene Verträge

gleichzeitig miteinander abgeschlossen werden.

Der Contractor benötigt zunächst einen

Vertrag, der es ihm erlaubt auf dem Mehrparteienwohnhaus

seiner Kunden eine

„Gemeinschaftliche Erzeugungsanlagen“ zu

errichten. In weiterer Folge schließt der

Contractor mit seinen Kunden einen

Energielieferungsvertrag ab. Darüber hinaus

muss der Contractor sicherstellen, dass er mit

dem Netzbetreiber und dem Energieversorger

entsprechende Verträge abschließt, damit

er überschüssige Energie abgeben kann.

Durch die Überschusseinspeisung kann eine

Tarifförderung nach dem Ökostromgesetz

kassiert werden, durch die sich der Contractor

refinanzieren kann.

Eine „Gemeinschaftliche Erzeugungsanlage“

bedarf in Kärnten keiner anlagenrechtlichen

Genehmigung, wenn die „PV-Anlange in die

Gebäudehülle integriert oder unmittelbar

daran befestigt“ ist (§ 6 K-ELWOG). Nach

der Bauordnung ist nur eine Mitteilung zu

machen, sofern eine Fläche von 40 m² nicht

überschritten wird (§ 7 K-BO). Die Rechtslage

in Kärnten ist für (kleine) Photovoltaikanlagen

unbürokratisch.

Fazit: Durch eine Gesetzesnovelle im

K-ElWOG 2010 wurde die Errichtung

von (gemeinschaftlichen) Anlagen in Mehrparteienwohnhäuser

erleichtert. Dadurch

können Liegenschaftseigentümer oder auch

Investoren (Energiecontracting) PV-Anlagen

für mehrere Personen betreiben.

Es bleibt zu hoffen, dass durch diese neue

gesetzliche Möglichkeit auch Bewohner

von Mehrparteienwohnhäusern günstigeren

Ökostrom aus der eigenen Gemeinschaftsanlage

beziehen werden. |

Fink • Bernhart • Haslinglehner • Peck

Kaltenhauser • Lassnig Rechtsanwälte

Bahnhofstraße 5

9020 Klagenfurt am Wörthersee

T: (+43) 463 54 146

E: office@f-b-h.at

www.f-b-h.at

© HORST Bernhard/STUDIOHORST


3x in Kärnten | 3x in der Steiermark | 5x in Wien

Wir haben

wieder geöffnet!

Ab 1. August

Bei Bedarf

günstiger

Hol- und

Bringdienst

„Wie daham...“ öffnet ab 1. August wieder seine zwei geförderten

Seniorentagesstätten

Besuchen Sie

uns auch auf

Abwechslungsreicher Alltag

Die zwei Klagenfurter Seniorentagesstätten, im „Wie daham…“

Generationenpark Welzenegg in der Steingasse und im „Wie

daham…“ Generationenpark Waidmannsdorf in der Frodlgasse,

können ab 1. August 2020 nach der durch COVID-19 bedingten

Pause, von Montag bis Freitag von 8:00 bis 17:00 Uhr wieder

Gäste willkommen heißen – selbstverständlich unter Einhaltung

strengster Sicherheits- und Hygienemaßnahmen.

www.wiedaham.at |

Vereinbaren Sie einen Besuchstermin:

Wir freuen uns auf Sie!

„Wie daham...“ Generationenpark

Welzenegg

Steingasse 180 | 9020 Klgft. a. W. | T 0463 / 311 82

„Wie daham...“ Generationenpark

Waidmannsdorf

Frodlgasse 6 | 9020 Klgft. a. W. | T 0463 / 210 990

Geförderte Plätze

Die insgesamt 36 Plätze der „Wie daham...“ Seniorentagesstätten,

die auch zur Entlastung pflegender Angehöriger beitragen, werden

vom Land Kärnten gefördert. Von den Besuchern ist ein Selbstbehalt

zu bezahlen – mit vom Land festgelegten Tagessätzen.

Hol- und Bringservice

Der Weg in die Seniorentagesstätte könnte unkomplizierter

nicht sein, denn bei Bedarf stellt „Wie daham...“ einen kostengünstigen

und bequemen Hol- und Bringdienst von Haustür zu

Haustür zur Verfügung.


66 advantage

——— NEW MINDS ———

Es tut sich was: Die Welt ist in Bewegung – das zeigt sich auch in Wirtschaft,

Politik und Tourismus. Wir haben uns nach Neuigkeiten umgesehen.

Stilvolle Neueröffnung

Als bekanntes Gesicht aus der

Klagenfurter Paradeisergasse setzt

Jung unternehmerin Chiara Ambrusch

seit Juni neue Maßstäbe in Sachen

Fashion und Homeaccessoires.

Mit der eröffneten Boutique

„lil’fame“ begeistert sie jetzt auf

größerer Verkaufsfläche Fashionlover

und Detailverliebte. Foto: Anja Koppitsch

Erfolgreich zurück

in die Heimat

Nach mehr als 17 Jahren hat Co-Geschäftsführer

Christian Leeb die Salzburg Milch

Ende des letzten Jahres verlassen. Auch in

Zeiten der Corona-Krise blickt er als neuer

Geschäftsführer der GOLDECK Textil

GmbH positiv in die Zukunft: „Die Firma

Goldeck Textil ist ein Leitbetrieb Oberkärntens.

Mit den Marken „CARINTHIA“,

„GOLDECK AUSTRIA“, „BLU TIMES“

und „G-LOFT“ sind wir sehr breit aufgestellt.

Der Trend zeigt in allen Bereichen

nach oben, daher wurde unser Team

laufend verstärkt und Produktionskapazitäten

erweitert. Wir sind bis jetzt sehr gut

durch diese Krise gekommen und werden

dies Dank hervorragender Mitarbeiter auch

weiterhin bestmöglich machen – der Blick

ist positiv nach vorne gerichtet und die

Zeichen stehen auf Wachstum!“ Foto: Goldeck Textil

Präsidentenwechsel im

Kärntner Gemeindebund

Der neue Präsident des Kärntner

Gemeindebundes heißt Günther Vallant.

Der Bürgermeister von Frantschach-

St. Gertraud und bisherige Vizepräsident

folgt in dieser Funktion

Peter Stauber nach. Foto: Kärntner Gemeindebund

Trotz Krise strahlend

ins zehnte Firmenjahr

Mit dem Aufbereiten von Gondeln,

Booten, Wintergärten und Pools poliert

Thomas Kothmiller-Uhl mit seinem

Team von „Sunshine Polishing“ alles,

was über die Jahre an Glanz verloren hat.

Die Themen Sauberkeit und Hygiene

sind sowohl bei Unternehmen als auch

bei Privatpersonen heuer sicherlich

präsenter denn je – Thomas Kothmiller-

Uhl sieht darin eine große Chance für

sein Unternehmen und setzt dabei auf

eine mittlerweile zehnjährige Expertise:

„Wir arbeiten weiter und starten auch

neue Projekte, weil wir an die Zukunft

glauben. Gerade im Tourismus ist es

jetzt besonders wichtig, sich

herauszuputzen.“

Foto: Joahnnes Felsch

Rita Faullant neue

Leiterin der M/O/T

Im Jänner 2020 hat Assoc. Prof. Dr.

Rita Faullant die Leitung der M/O/T

School of Management, Organizational

Development and Technology® der

Universität Klagenfurt übernommen.

Sie kehrt damit nach fünfjähriger

Tätigkeit als Professorin für Innovationsmanagement

in Dänemark wieder an

ihre Alma Mater zurück und möchte die

M/O/T® zur ersten Adresse für

postgraduale Weiterbildung in der

Region entwickeln, Kooperationen

ausbauen und Netzwerke stärken.

Foto: M/O/T, Alpen Adria Universität Kärnten

Das Ende einer Ära

Nach 31 Jahren mit Bürgermeister

Gerhard Mock hat St. Veit an der Glan

Vizebürgermeister Martin Kulmer zum

neuen Bürgermeister gewählt. „ Jeder,

der mich kennt, weiß, dass mir Kooperation

und Transparenz über Parteigrenzen

hinweg sehr wichtig sind. Diesen

Weg werde ich auch weiterhin konsequent

weitergehen“, so der 42-Jährige.

Fotocredit: Stadt St. Veit


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