car_03-04_2020
offizielle Zeitschrift von carrosserie suisse
offizielle Zeitschrift von carrosserie suisse
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Nr. 3-4 / Juli <strong>2020</strong><br />
offizielle Zeitschrift<br />
RWX_Titel_Carrossier_06-<strong>2020</strong>.qxp_Layout Aussergewöhnliche Abstimmungen 1 29.06.20 11:34 Aussergewöhnliche Seite 1<br />
Events<br />
Wie die schriftlichen DVs abliefen Kreativität bei den ersten QV-Feiern<br />
Aussergewöhnliche Massnahmen<br />
Autocenter Baschnagel AG, Wettingen<br />
DESINEX<br />
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RWX_Titel_Carrossier_06-<strong>2020</strong>.qxp_Layout 1 29.06.20 11:34 Seite 1<br />
Inhalt<br />
Themen<br />
3-4/<strong>2020</strong><br />
Juli <strong>2020</strong><br />
49. Jahrgang<br />
Offizielle Zeitschrift von <strong>car</strong>rosserie suisse<br />
Organe officiel de <strong>car</strong>rosserie suisse<br />
Erscheint 8-mal jährlich<br />
Paraît 8 fois par an<br />
Druckauflage 2500 Ex.<br />
Tirage 2500 ex.<br />
Abonnemente /Abonnements:<br />
Jahresabonnement CHF 72.–<br />
Lehrlinge / Studenten CHF 36.–<br />
Ausland CHF 99.–<br />
Einzelnummer CHF 12.–<br />
Abonnement annuel CHF 72.–<br />
Apprentis / Étudiants CHF 36.–<br />
étranger CHF 99.–<br />
le numéro CHF 12.–<br />
Bestellungen / Commandes:<br />
T 058 344 95 46<br />
F 058 344 97 83<br />
abo.<strong>car</strong>rossier@galledia.ch<br />
Herausgeber /Éditeur responsable:<br />
<strong>car</strong>rosserie suisse<br />
Forstackerstrasse 2B, 4800 Zofingen<br />
T 062 745 90 80, F 062 745 90 81<br />
info@<strong>car</strong>rosseriesuisse.ch<br />
www.<strong>car</strong>rosseriesuisse.ch<br />
Redaktion / Rédaction:<br />
Galledia Fachmedien AG<br />
Buckhauserstrasse 24, 8<strong>04</strong>8 Zürich<br />
Henrik Petro, Chefredaktor<br />
T 058 344 98 02<br />
henrik.petro@galledia.ch<br />
Herstellung / Production:<br />
Galledia Print AG, 9230 Flawil<br />
www.galledia.ch<br />
Anzeigenverwaltung und Verlag<br />
Régie des annonces et Édition<br />
Galledia Fachmedien AG<br />
Buckhauserstrasse 24, 8<strong>04</strong>8 Zürich<br />
Fabian Simon, Leitung Medienberatung<br />
T 058 344 98 06<br />
fabian.simon@galledia.ch<br />
Uschi Imhof, Support<br />
T 058 344 98 63<br />
uschi.imhof@galledia.ch<br />
Inhalt<br />
Editorial<br />
5 Das etwas andere Verbandsjahr<br />
Verbandsnachrichten<br />
6 Delegiertenversammlung <strong>2020</strong><br />
8 Sektions-DVs kompakt im Überblick<br />
9 Neues zur Automobilsteuer R-68<br />
10 QV-Feiern Bern-Mittelland<br />
12 QV-Feiern Nordwestschweiz<br />
14 Corona-Auswirkungen im Tessin<br />
15 Personalien aus der Geschäftsstelle<br />
16 Regiomeisterschaften der<br />
Fahrzeugschlosser<br />
Technik<br />
18 Englischer Bolide Jaguar F-Pace<br />
Rechtshilfe<br />
21 Jahresendzulage<br />
Aktive Branche<br />
24 Axalta und Pneu Bösiger<br />
24 ESA unterstützt Berufsbildung<br />
25 Cromax und Spies Hecker unter<br />
gemeinsamem Dach<br />
26 Transparenz mit <strong>car</strong>dossier<br />
26 Acoat-Selected-Messestand<br />
26 André Koch AG auditiert im Auftrag<br />
der Renault Suisse SA<br />
Bildung<br />
27 Kursübersicht 2018<br />
Unter der Lupe<br />
32 Autocenter Baschnagel AG, Wettingen<br />
Redaktionsschluss<br />
Bouclage<br />
Nr. 5/<strong>2020</strong><br />
11. August <strong>2020</strong><br />
DESINEX<br />
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<strong>car</strong>rossier Nr. 3-4 / Juli 202<strong>03</strong>
In eigener Sache<br />
Umweltschonende<br />
Verpackungsfolie<br />
aus rezyklierten<br />
Altfolien<br />
Unsere Welt ist voll von Plastik.<br />
Kein Wunder, wird das Thema nicht nur hierzulande<br />
intensiv diskutiert. Auch Zeitschriften erreichen die<br />
Leserinnen und Leser in einer schützenden Folie aus<br />
Kunststoff. Obwohl es die ökologischste Lösung wäre,<br />
keine Folie zu verwenden, ist in den meisten Fällen<br />
eine schützende Folierung der Zeitschriften zwingend<br />
(Versandvorschriften der Post).<br />
Galledia hat sich intensiv mit der Frage beschäftigt,<br />
was man als Dienstleister im Bereich Folierung<br />
optimieren könnte, und nach unbedenklicheren<br />
Materialien gesucht. Deshalb freut es uns, dass Sie<br />
jetzt eine Zeitschrift mit einer umweltschonenden<br />
Eco-Folie erreicht. Die Verpackung besteht zu mindestens<br />
50 Prozent aus rezyklierten Altfolien.<br />
Im Vergleich zu konventionellen Folien verbraucht die<br />
Eco-Folie bereits in der Herstellung weniger fossile<br />
Energieträger und verursacht hierdurch einen geringeren<br />
CO 2<br />
-Ausstoss. Die Eco-Folie der Galledia kann<br />
immer wieder dem Kunststoffkreislauf (z. B. im Gemeindewerkhof)<br />
zugeführt werden. Dadurch werden<br />
weitere Mengen an Plastikabfall reduziert.<br />
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viel Musse beim<br />
Lesen.
Editorial<br />
Thema<br />
Das etwas andere Verbandsjahr<br />
Thomas Rentsch<br />
Termine und Veranstaltungen<br />
05.09.<strong>2020</strong><br />
Regiomeisterschaft Romandie, Moudon<br />
28. – 29.11.<strong>2020</strong><br />
Schweizer Meisterschaften<br />
Carrosserie lackierer und -spengler,<br />
<strong>car</strong>rosserie suisse Academy Bern<br />
28. – 29.11.<strong>2020</strong><br />
Schweizer Meisterschaften Fahrzeugschlosser,<br />
Ausbildungszentrum<br />
<strong>car</strong>rosserie suisse Zentralschweiz,<br />
Ebikon<br />
Bestimmt hätten wir uns bereits im ersten<br />
Semester an diversen Veranstaltungen<br />
getroffen und den Austausch von<br />
Angesicht zu Angesicht gepflegt. Nachdem<br />
bereits die Sektionsgeneralversammlungen<br />
abgesagt werden mussten,<br />
folgten viele andere Anlässe, denen dasselbe<br />
Schicksal blühte. Wir vermissen<br />
den direkten Austausch mit den Mitgliedern<br />
sehr und freuen uns auf den nun<br />
fortschreitenden Exit aus dem Lockdown.<br />
Carrosserie suisse wird sich zusammen<br />
mit den anderen Wirtschaftsverbänden<br />
dafür starkmachen, dass selbst bei einer<br />
zweiten Corona-Welle die Wirtschaft<br />
kein zweites Mal heruntergefahren werden<br />
darf. Die direkten und die späteren<br />
Folgen wären fatal und kaum mehr auffangbar.<br />
Gemäss unserer Umfrage haben<br />
die meisten Betriebe die (erste) Corona-Welle<br />
dank geöffneter Werkstätten<br />
einigermassen gut überstanden. Schwer<br />
getroffen hat es unsere Tessiner Kollegen,<br />
da dort der Betrieb komplett eingestellt<br />
werden musste. Ihnen wünsche ich<br />
ganz speziell alles Gute bei der Rückkehr<br />
zur Normalität!<br />
Die Delegiertenversammlung <strong>2020</strong> hätte<br />
zum grossen Zusammentreffen zwischen<br />
Carrossiers aus der Deutschschweiz und<br />
der Romandie werden sollen. In Biel, inmitten<br />
der Sprachgrenze, wollten eigentlich<br />
beide Verbände am 25. Juni ihre letzte<br />
getrennte Versammlung am selben Ort<br />
durchführen. Corona hat dies leider verhindert,<br />
und so wird der feierliche Verbrüderungsakt<br />
wohl wirklich erst 2021<br />
zelebriert werden können. Immerhin<br />
konnten die Abstimmungen auf dem<br />
schriftlichen Weg korrekt durchgeführt<br />
werden. Überraschungen blieben dabei<br />
aus. In diesem Heft können Sie anstelle<br />
einer reich bebilderten Eventreportage<br />
einen der Situation angepassten Kurzbericht<br />
lesen.<br />
Mehr Wellen als erwartet hat der an der<br />
DV 2019 von den Delegierten einstimmig<br />
beschlossene Anschluss an die AK Mobil<br />
geworfen. Einige Mitglieder, welche bisher<br />
einer kantonalen AHV-Abrechnungsstelle<br />
angeschlossen waren, wurden über den<br />
nun aktuell werdenden gesetzlich obligatorischen<br />
Beitritt überrascht, obwohl die<br />
Vertreter der AK Mobil 2018 und 2019 in<br />
allen Sektionen an Veranstaltungen informiert<br />
und Fragen beantwortet hatten.<br />
Meistens war dies an den Sektionsgeneralversammlungen<br />
geschehen, teilweise<br />
aber auch an anderen Sektionsanlässen.<br />
Die Delegierten waren von Zentralverband<br />
und den Sektionen im Voraus ebenfalls<br />
gut informiert. Carrosserie suisse<br />
ist besorgt darüber, dass die Informationen<br />
dennoch nicht überall bis an die Basis<br />
gelangten und macht sich intensiv Gedanken,<br />
wie dies zu verbessern ist, damit<br />
die Mitglieder vermehrt aktiv an den Entscheiden<br />
teilhaben können. Unser Aussendienstmitarbeiter<br />
Bruno Moser steht<br />
allen Mitgliedern zur Beantwortung von<br />
Fragen zur Verfügung.<br />
In den letzten Wochen wurde eine Mitgliederbefragung<br />
durchgeführt, welche<br />
der Strategieentwicklung des Verbandes<br />
dienen wird. Wir danken allen, die sich<br />
beteiligt haben, für ihre wertvollen Inputs<br />
und werden nach der Auswertung im<br />
Herbst über die Erkenntnisse informieren<br />
sowie Massnahmen einleiten.<br />
Ich wünsche allen schöne und sorgenfreie<br />
Sommertage bei guter Gesundheit!<br />
Thomas Rentsch<br />
Geschäftsführer<br />
<strong>car</strong>rossier Nr. 3-4 / Juli <strong>2020</strong>5
Verbandsnachrichten<br />
Delegiertenversammlung <strong>2020</strong><br />
<strong>car</strong>rosserie suisse<br />
Es soll die Ausnahme bleiben<br />
«Schriftliche Ausnahme-Delegiertenversammlung von <strong>car</strong>rosserie suisse gemäss der Verordnung des<br />
Bundes über die Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus» war oben auf der Traktandenliste zur<br />
DV <strong>2020</strong> zu lesen. Warum das auch eine Ausnahme bleiben soll, erläutern Zentralpräsident Felix Wyss<br />
und Geschäftsführer Thomas Rentsch.<br />
Thomas Rentsch, Geschäftsführer <strong>car</strong>rosserie<br />
suisse, apelliert an die Mitglieder, ihre<br />
demokratischen Rechte stärker wahrzunehmen.<br />
Ursprünglich wäre geplant gewesen, die<br />
Delegiertenversammlung am 25. Juni<br />
<strong>2020</strong> in Biel durchzuführen – parallel zur<br />
DV der Westschweizer, genau an der<br />
Sprachgrenze. Um sich anschliessend<br />
beim gemeinsamen Apéro besser kennenzulernen<br />
und auf die kommende Fusion<br />
anzustossen. Doch Corona machte<br />
dem Vorhaben einen Strich durch die<br />
Rechnung. Weil man da noch nicht wusste,<br />
ob eine Durchführung später im Jahr<br />
überhaupt möglich sein würde, entschied<br />
man sich gemeinsam mit den Westschweizern<br />
gegen eine Verschiebung.<br />
Die DV musste also auf schriftlichem<br />
Wege durchgeführt werden. «Entscheidend<br />
war, dass die Fristen eingehalten<br />
wurden», erklärt Zentralpräsident Felix<br />
Wyss. Das bedeutet, dass einen Monat<br />
vor der nun schriftlichen Delegiertenversammlung<br />
alle Unterlagen an die Delegierten<br />
verschickt sein mussten. Thomas<br />
Rentsch, Geschäftsführer <strong>car</strong>rosserie<br />
suisse, ergänzt: «Wir hatten die Delegierten<br />
rechtzeitig darauf aufmerksam gemacht,<br />
dass sie Anträge einreichen können.<br />
Diese Möglichkeit blieb allerdings<br />
ungenutzt. So konnten wir wie üblich verfahren<br />
und einen Monat vor der DV alle<br />
Beilagen fertigstellen.» Dazu gehörten der<br />
Jahresbericht (siehe Kasten), die Jahresrechnung<br />
(inklusive Revisorenbericht), die<br />
mit einem Plus von CHF 94 780.08 abschloss,<br />
das Budget (mit einem Minus von<br />
CHF 449 244), die Traktandenliste sowie<br />
Abstimmungs- und Wahlunterlagen mit<br />
Erläuterungen.<br />
Nur dringende Traktanden<br />
Die Herausforderung lag unter anderem<br />
darin, die Traktandenliste schriftlich zu<br />
erklären. «Es durfte aber nicht zu viel<br />
Text sein, weil es beispielsweise mit dem<br />
Jahresbericht schon viel zu lesen gab»,<br />
sagt Wyss. «Wir haben auf meinungsbildende<br />
Traktanden verzichtet, weil<br />
diese ohne Diskussionsmöglichkeit keinen<br />
Sinn machten, und uns deshalb darauf<br />
konzentriert, nur die wichtigsten<br />
Dinge zur Abstimmung zu bringen. Wie<br />
Felix Wyss, Zentralpräsident <strong>car</strong>rosserie<br />
suisse, weist darauf hin, dass der Verband<br />
jetzt in die Fusion mit Westschweizer<br />
Sektionen investiert.<br />
etwa das Budget, da wir ja bereits Ausgaben<br />
in diesem Jahr hatten.»<br />
Kein Konzept mit Zukunft<br />
«Wir hatten zwar durch die Absage der<br />
physischen DV kaum finanziellen Schaden<br />
gehabt», meint Wyss, «der tatsächliche<br />
Schaden liegt aber in der Beziehungspflege.<br />
Nur weil man damit Geld sparen kann,<br />
werden wir das in Zukunft nicht so machen<br />
wollen. Wir haben seit zwei Jahren auch<br />
die Mitglieder bewusst an die Delegiertenversammlungen<br />
eingeladen, um die Beziehungen<br />
zu pflegen. Das hat sich übrigens<br />
auch die Basis gewünscht.» Rentsch appelliert<br />
an die Mitglieder: «Es ist auch immer<br />
die Frage, wie viele diese Möglichkeit<br />
der Anwesenheit ohne Stimmrecht nutzen.<br />
Wir müssen feststellen, leider zu wenig.<br />
Dafür glänzen die Delegierten immer mit<br />
hoher Präsenz. So haben nun auch an der<br />
schriftlichen Versammlung 59 von 64<br />
Stimmberechtigten ihre Stimmen abgegeben.»<br />
Wie funktioniert Demokratie?<br />
Für Thomas Rentsch bringen sich bei einer<br />
schriftlichen Durchführung die Delegierten<br />
weniger ein, als wenn sie präsent sein<br />
können. Entsprechend kamen diesmal<br />
keine Anträge herein. Dazu Rentsch: «Man<br />
musste zwar auch früher schon die Anträge<br />
vorgängig eingeben, doch wenn man<br />
sein Anliegen nicht selbst vor Ort vertreten<br />
kann und es ohne Diskussion zur Abstimmung<br />
kommt, sind die Leute schlicht<br />
nicht motiviert. Der Wechsel von der Generalversammlung<br />
mit der Möglichkeit für<br />
alle Mitglieder, sich einzubringen, zur Delegiertenversammlung<br />
hat sich bei uns im<br />
Sinn der Demokratie noch nicht wirklich<br />
etabliert. Zu oft stimmen die Delegierten<br />
nach Vorgaben von Sektionsgremien mit<br />
mangelhaftem Einbezug der einzelnen<br />
Mitgliederbetriebe. Hervorgetreten ist die-<br />
6 <strong>car</strong>rossier Nr. 3-4 / Juli <strong>2020</strong>
Verbandsnachrichten<br />
Delegiertenversammlung <strong>2020</strong><br />
ses Problem nun mit dem an der Delegiertenversammlung<br />
2019 beschlossenen<br />
Beitritt zur AK-Mobil. Vorgängig wurde in<br />
den Sektionen zwar an verschiedenen Anlässen<br />
informiert und es schien, dass alle<br />
darüber informiert seien. Nun kommt dennoch<br />
Widerstand auf und bei uns melden<br />
sich zahlreiche Betriebe mit der Aussage,<br />
sie hätten nichts vom Kassenwechsel gewusst.»<br />
Rentsch zieht Fazit: «Mit den Delegierten<br />
alleine haben wir die Mitglieder<br />
noch nicht abgeholt. Egal, ob physisch<br />
oder schriftlich abgestimmt wird – die politische<br />
Diskussion muss in ganzer Breite<br />
geführt werden. Daher sollten die Sektions-Generalversammlungen,<br />
die jedem<br />
Mitglied offenstehen, die Themen bereits<br />
vorbesprechen. Das führt allerdings zum<br />
Spagat, möglichst früh viele Themen den<br />
Sektionen zukommen zu lassen und zugleich<br />
offen zu bleiben auch für kurzfristige<br />
Anliegen.»<br />
Wyss unterstützt Rentsch: «Wahrscheinlich<br />
müssen die Sektionen die Themen so<br />
besprechen, dass ihre Mitglieder an den<br />
Jubiläumsjahr und Ja zur Fusion<br />
Jahresbericht 2019<br />
Das Jahr 2019 war für den VSCI in vielfacher<br />
Hinsicht ein historisches Jahr. Der Verband<br />
feierte in Luzern in würdigem Umfeld<br />
sein 100-jähriges Bestehen und änderte<br />
gleichzeitig seinen Namen in <strong>car</strong>rosserie<br />
suisse. Gleichentags wurden die Statuten<br />
re vidiert und der Beitritt zur AK-Mobil beschlossen.<br />
Im November fand zudem eine<br />
ausserordentliche Delegiertenversammlung<br />
statt, an welcher beschlossen wurde,<br />
dass die Sektionen der Romandie, welche<br />
den Beitritt zu unserem Verband wünschen,<br />
aufgenommen werden. An den World Skills<br />
im russischen Kazan erzielte Carrosserielackiererin<br />
Aurélie Fawer den tollen 6. Rang<br />
Wahlergebnis<br />
Bestätigt im Amt wurden:<br />
Präsidium: Felix Wyss (bisher)<br />
Vizepräsidium: Marco Flückiger (bisher)<br />
Vizepräsidium: Andi Stalder (bisher)<br />
Diese Schiedsrichter wurden neu resp.<br />
wiedergewählt:<br />
Obmann: Hans Aeschlimann (bisher)<br />
Vizeobmann: Reto Zemp (neu)<br />
Vizeobmann: Pascal Volk (bisher)<br />
Schiedsrichter:<br />
Rolf Rast, Frauenfeld (neu)<br />
Luciano Arnold, Zürich (bisher)<br />
regionalen GVs ihre Meinung bilden und<br />
ihre Delegierten entsprechend beauftragen<br />
können. Auch der Zentralvorstand,<br />
das Gremium der Sektionspräsidenten,<br />
schlägt den Delegierten etwas vor. Es ist<br />
nun an den Delegierten, auf allen Seiten<br />
gut hinzuhören, abzuwägen und sich dann<br />
eine fundierte Meinung zu bilden. Das<br />
führt zu mehr Meinungsvielfalt, vertieften<br />
Diskussionen und allenfalls auch differenzierteren<br />
Abstimmungsergebnissen.»<br />
Hausaufgaben für den Verband<br />
Für Rentsch sind die Hausaufgaben klar:<br />
«Der Verband muss sich Gedanken machen,<br />
wie er die politische Teilnahme der<br />
Basis aktivieren kann, damit es keine<br />
Überraschungen gibt. Immerhin haben wir<br />
60 Delegierte, also zehn Prozent aller<br />
Mitglieder, da hat man das Gefühl, es sei<br />
ziemlich demokratisch. Wir suchen nach<br />
Wegen, um die Meinungsbildung näher an<br />
die Mitglieder zu bringen, damit sie sich<br />
auch in den Abstimmungsresultaten wiedererkennen.<br />
Das Protokoll wurde mit 59<br />
und Carrosseriespengler Sandro Sägesser<br />
eroberte sensationell die Bronzemedaille.<br />
Zusätzlich zu Glastafeln und anderen Tools<br />
zur Umbeschriftung der Betriebe folgte im<br />
Herbst eine nationale Plakatkampagne zum<br />
neuen Namen.<br />
Das Konzept <strong>car</strong>rossier connect wurde<br />
erstmals durchgeführt. Dabei ging es darum,<br />
die Carrossiers in den Regionen anzusprechen,<br />
um sie über die Sektionen mit<br />
dem Zentralverband in Kontakt zu bringen.<br />
Und zu guter Letzt führten die Lohnverhandlungen<br />
mit den Sozialpartnern zum<br />
gewünschten Resultat.<br />
Bruno W. Claus, Chur (bisher)<br />
Marco Flückiger, Lo<strong>car</strong>no (bisher)<br />
Roger Gehrig, Kleinandelfingen (bisher)<br />
Walter Gräub, Oberentfelden (bisher)<br />
Arthur Brem, Oberlunkhofen (neu)<br />
Patrick Bischoff, Wattwil (neu)<br />
Roberto Piechele, Münchenbuchsee (neu)<br />
Peter Sievi, Weinfelden (bisher)<br />
Hans Unternährer, Kerns (bisher)<br />
Rudolf Wenger, Basel (bisher)<br />
Reto Zemp, Schüpfheim (neu)<br />
Ebenfalls bestätigt wurde das Sekretariat<br />
des Schiedsgerichts.<br />
von 59 Stimmen angenommen, die Jahresrechnung<br />
mit 57 von 59 und das Budget<br />
mit 56 von 59. Die einstimmigen Resultate<br />
sind zwar sehr angenehm, sie<br />
beunruhigen aber auch. Denn widerspiegeln<br />
sie wirklich die Meinung der Mitglieder?<br />
Es ist einfacher, mit Abstimmungsergebnissen<br />
klarzukommen, welche die<br />
Meinungsvielfalt der Basis wiedergeben,<br />
wenn ein direkter Einfluss der Mitglieder<br />
auf das Stimmverhalten der Delegierten<br />
möglich ist. Und bei wirklich heiklen Themen<br />
müssten wir vielleicht eine nationale<br />
Roadshow starten, an die jeder kommen<br />
und mitreden darf. Im schlimmsten Fall<br />
müsste man sich überlegen, ob man zum<br />
alten GV-System zurückkehren will, wenn<br />
man nicht zu differenzierteren Abstimmungsresultaten<br />
kommt.»<br />
Terminkalender <strong>2020</strong> beeinflusst<br />
Leider wurden wegen Corona auch viele<br />
Anlässe von <strong>car</strong>rosserie suisse und<br />
TOP-Ausbildungsbetrieb abgesagt, respektive<br />
verschoben. Für fast alles konnten<br />
Ersatzformate gefunden werden:<br />
››<br />
Die Lehrabschlussprüfungen konnten<br />
dank guten Sicherheitskonzepten in<br />
allen Kantonen ordentlich durchgeführt<br />
werden, einzig die schriftlichen Prüfungen<br />
wurden auf Weisung des Bundes in<br />
allen Berufen gestrichen.<br />
››<br />
Die Delegiertenversammlung von <strong>car</strong>rosserie<br />
suisse und die Mitgliederversammlung<br />
des VFCB fanden auf<br />
schriftlichem Weg statt.<br />
››<br />
Der Branchenevent wurde auf das<br />
nächste Jahr verschoben, wobei es zu<br />
einer Konzeptänderung kommen wird.<br />
››<br />
Die Meisterschaften wurden nach der<br />
Absage der SwissSkills und der Verschiebung<br />
des Branchenevents kurzfristig<br />
in die üK-Zentren Ebikon und<br />
Bern vergeben.<br />
››<br />
Abgesagte Kurse werden teilweise im<br />
Herbst neu angeboten, das Angebot<br />
läuft dann auch normal weiter.<br />
Allen an der Lösungsfindung Beteiligten<br />
möchte Thomas Rentsch für die hohe<br />
Lösungsorientierung danken! Die Kontinuität<br />
ist dadurch sichergestellt, wenn<br />
auch der eine oder andere Kompromiss<br />
hingenommen werden muss.<br />
Termin Delegiertenversammlung 2021:<br />
Donnerstag, 27. Mai 2021<br />
●<br />
Text: Henrik Petro<br />
Fotos: Archiv<br />
<strong>car</strong>rossier Nr. 3-4 / Juli <strong>2020</strong>7
Verbandsnachrichten<br />
GVs der Sektionen<br />
Generalversammlungen in Corona-Zeiten<br />
Das ist der aktuelle Stand<br />
Corona hat unsere Welt auf den Kopf gestellt. Vieles ist nicht mehr so, wie es einst angedacht und<br />
aufgegleist worden war. Auch nicht die Termine, Durchführungsorte und Programminhalte der diesjährigen<br />
Generalversammlungen aller <strong>car</strong>rosserie-suisse-Sektionen.<br />
Auch Tessin mit neuem Namen<br />
Ebenfalls per Korrespondenzweg wurden<br />
die Geschäfte im Tessin erledigt – und<br />
zwar schon am 5. Mai <strong>2020</strong>. Sämtliche<br />
Traktanden wurden angenommen, inklusive<br />
Statutenänderung: Sie war nötig, weil<br />
der Name «USIC» durch «<strong>car</strong>rosserie<br />
suisse» ersetzt wurde. Klar, dass diese<br />
Massnahme eine neue E-Mail-Adresse<br />
(segretariato@<strong>car</strong>rosseriesuisse-ti.ch)<br />
bedingt.<br />
Auch in Bern wurden die Unterlagen per<br />
Post verschickt – mit allen nötigen Erläuterungen.<br />
Und inklusive Wahltalon,<br />
der von den Mitgliedern retourniert werden<br />
musste. Zur Erinnerung: Die Stimmberechtigten<br />
wählten Adrian Bringold<br />
zum neuen Präsidenten. Er löst Hans<br />
Aeschbacher ab, der sich nach 14-jähriger<br />
Amtszeit zurückgezogen hat. Vizepräsidentin<br />
ist neu Rahel Howald.<br />
Ist seit Juni <strong>2020</strong> Präsident von <strong>car</strong>rosserie suisse Ostschweiz: Fabian Eugster.<br />
Stattdessen waren von einem Tag auf den<br />
andern entweder Verschiebungen oder<br />
digitale Wahlen und briefliche Abstimmungen<br />
angesagt.<br />
Wie zum Beispiel in der Ostschweiz, wo<br />
anlässlich einer postalisch durchgeführten<br />
GV Fabian Eugster zum Sektionspräsidenten<br />
gewählt wurde. Der 34-Jährige<br />
ist verheiratet, Vater von zwei Töchtern<br />
und leitet in Thal SG seinen eigenen Carrosseriebetrieb<br />
mit Garage (Dodge, RAM,<br />
Cadillac, Corvette, Camaro). Eugster hat<br />
die Lehre als Carrosseriespengler abgeschlossen<br />
und liess sich später noch zum<br />
Autolackierer ausbilden. Zwei Jahre danach<br />
besuchte er die Weiterbildung zum<br />
Carrosseriespengler mit eidgenössischem<br />
Fachausweis. Auf die Wahl zum Präsidenten<br />
angesprochen, sagt Fabian Eugster:<br />
«Als leidenschaftlicher Carrossier und<br />
Unternehmer liegt mir die Förderung unseres<br />
Berufes am Herzen. Und ich tausche<br />
mich gerne mit Berufskollegen aus. Deshalb<br />
freue ich mich auf die Zusammenarbeit<br />
mit ihnen und mit dem Vorstand von<br />
<strong>car</strong>rosserie suisse Ostschweiz.»<br />
Renaissance des guten alten Postwegs<br />
Die Zentralschweizer Carrossiers hatten<br />
bereits im Januar eine ausserordentliche<br />
Generalversammlung durchgeführt,<br />
weshalb im Rahmen der ordentlichen GV<br />
nur noch die statuarischen Geschäfte<br />
schriftlich erledigt werden mussten. Der<br />
Versand der Protokolle erfolgte am<br />
24. Mai <strong>2020</strong>. Fix ist die Generalversammlung<br />
2021: Sie findet am 25. März<br />
in Zug statt.<br />
Keine digitalen Abstimmungen oder Telefonkonferenzen,<br />
sondern herkömmliche<br />
Versammlungen mit physischer<br />
Präsenz soll es in der Südost- und Westschweiz<br />
geben. <strong>car</strong>rosserie suisse Graubünden<br />
legt den Termin auf Freitag,<br />
9. Oktober <strong>2020</strong>, fest, Durchführungsort<br />
und weitere Angaben folgen in den kommenden<br />
Wochen. Die Westschweizer<br />
Sektionen starten ihre Versammlungen<br />
in den kommenden Monaten. Die Daten:<br />
27. August oder 3. September in Neuenburg,<br />
10. September in Fribourg, 8. Okto-<br />
8 <strong>car</strong>rossier Nr. 3-4 / Juli <strong>2020</strong>
Verbandsnachrichten<br />
GVs der Sektionen<br />
Voilà: Die Antworten der Stimmberechtigten der Sektion Bern-Mittelland<br />
sind – mit dem nötigen räumlichen Abstand – ausgezählt und protokolliert.<br />
Schlüsselübergabe: Sektionspräsident Hans Aeschbacher (links) und<br />
sein Nachfolger Adrian Bringold.<br />
ber (Moudon) in der Waadt. Das Wallis<br />
meldet den 17. September als Termin.<br />
Konkrete Pläne hat auch schon <strong>car</strong>rosserie<br />
suisse Aargau: Die Terminverschiebung<br />
auf Donnerstag, 17. September<br />
<strong>2020</strong>, ist bestätigt. Zudem wird die GV mit<br />
der QV-Feier zusammengelegt – das<br />
heisst, beide Anlässe finden nicht nur zur<br />
selben Zeit, sondern auch am selben Ort<br />
statt.<br />
Über die Generalversammlungen von<br />
<strong>car</strong>rosserie suisse Zürich und von <strong>car</strong>rosserie<br />
suisse Nordwestschweiz berichtet<br />
der «<strong>car</strong>rossier» in der nächsten Ausgabe.<br />
●<br />
Text: Heinz Schneider<br />
Bilder: zvg<br />
Fahrzeugbau<br />
Steuerpflicht bei Einfuhr und Herstellung von Automobilen<br />
Seit dem 1.4.<strong>2020</strong> gelten neue Vorschriften und Informationen<br />
zur Automobilsteuer R-68: Es gilt eine<br />
allgemeine Steuerpflicht für Hersteller bei der Einfuhr<br />
von Automobilen. Entsprechend sind auch Nutzfahrzeugaufbauer<br />
im Inland dadurch steuerpflichtig.<br />
In der bisherigen Regelung zur Automobilsteuer R-68<br />
gab es regelmässig Unklarheiten bei der Festlegung<br />
des steuerbaren Wertes und der Bestimmung, wer<br />
als Hersteller gilt. Mit der neuen Regelung gilt nun die<br />
Person als Hersteller, in deren Auftrag ein Automobil<br />
(auf deren Rechnung und Gefahr hin) hergestellt wird.<br />
Das bedeutet, dass Sie als Hersteller gelten und<br />
steuer pflichtig sind, wenn Sie ein steuerpflichtiges<br />
Automobil herstellen, das sich im Zeitpunkt der Herstellung<br />
in Ihrem Eigentum befindet.<br />
Befindet sich jedoch zum Zeitpunkt der Herstellung<br />
ein steuerpflichtiges Automobil nicht in Ihrem Eigentum<br />
(Lohnarbeit auf fremde Rechnung), gilt neu Ihr<br />
Auftraggeber als Hersteller und ist somit steuerpflichtig.<br />
Als Hilfestellung sollten Sie daher bei der Übergabe<br />
des umgebauten oder hergestellten Automobils<br />
den Auftraggeber auf die Steuerpflicht hinweisen.<br />
Weitere Informationen zur Änderung finden Sie auf<br />
der Webseite von <strong>car</strong>rosserie suisse: www.<strong>car</strong>rosseriesuisse.ch/de/markt-wirtschaft-und-technik/nutzfahrzeug<br />
●<br />
Einfuhr von der Steuer nicht unterliegenden Automobilen mit anschliessendem<br />
Umbau im Inland zu einem steuerpflichtigen Automobil:<br />
A) Eigentümer des Automobils: Carrosseriebetrieb, Umbau durch Carrosseriebetrieb<br />
selbst und Weiterverkauf an Kunden<br />
B) Eigentümer des Automobils: Händler, Umbau durch Carrosseriebetrieb und<br />
Weiterverkauf an Kunden<br />
C) Eigentümer des Automobils: Privatperson, Umbau durch Carrosseriebetrieb oder<br />
durch Privatperson selbst<br />
<strong>car</strong>rossier Nr. 3-4 / Juli <strong>2020</strong>9
Lehrabschlussprüfung<br />
<strong>car</strong>rosserie suisse Bern-Mittelland<br />
Berner lassen sich QV-Feier<br />
nicht vermiesen<br />
Die Idee, die genommene Hürde des Qualifikationsverfahrens,<br />
ähnlich wie bei McDonalds, in einen Drive-in-Parcours zu verpacken,<br />
wurde aus dem Team rund um Matthias Meyer von der<br />
<strong>car</strong>rosserie suisse academy heraus geboren, nachdem im Vorfeld<br />
zahlreiche Fragen beantwortet waren. «Welche Möglichkeiten<br />
haben wir für einen feierlichen Anlass in Zeiten von Corona?»<br />
war eine davon. Oder «Wie verträgt sich ein gemeinsames<br />
Abendessen mit den Regeln hinsichtlich Verhaltensmassnahmen?»<br />
eine weitere. So kam das eine zum anderen.<br />
Ein Radarkasten mitten im Drive-in? Nein, das ist die selbst erfundene<br />
und gebaute Fotomaschine von Bruno Trachsel!<br />
Zur Verpflegung im Drive-in gehört diese treffend verpackte Toblerone,<br />
überreicht von Roberto Castro.<br />
Um es vorwegzunehmen: Mit dem Drive-in durchs Gelände der<br />
Mobilcity wurde ein mehr als würdiger Rahmen kreiert. Darüber<br />
waren sich die jungen Berufsleute einig. Rund 80 Absolventinnen<br />
und Absolventen haben die Abschlussprüfung bestanden,<br />
63 davon sind der Einladung ins Berner Ausbildungszentrum<br />
Sektion Bern<br />
Carrossier/-in Lackiererei EFZ<br />
Allemann Sabina, Jost GmbH, Herzogenbuchsee<br />
Amacher Dominic, Orpundgarage AG, Biel<br />
Aubry Kim, Vogelsang AG,<br />
Grenchen5,1<br />
Bartlome Nathan, G&G AG, Niederwangen b. Bern<br />
Baumann Benjamin, Galliker AG, Bellach<br />
Böhlen Larissa, Bernmobil, Bern<br />
Böhm Samantha, Gautschi AG,<br />
Langenthal5,4<br />
Bousetta Nedia, Sägesser AG,<br />
Bützberg5.0<br />
Cornet Elia, Sporting Automobile,<br />
Gwatt5,0<br />
Eggenschwiler Monica, Burkhard AG, Laupersdorf<br />
Etemi Erjon, Muster & Müller AG, Oberbuchsiten<br />
Fankhauser Sandro, Armeelogistikcenter, Thun<br />
Frapolli Silvan, Feller AG, Thun<br />
Frei Sarah, Bringold AG,<br />
Ittigen5,1<br />
Friedli Stefanie, ACG Autohaus AG, Thörigen<br />
Gehri Melina, Carrosseriewerke AG, Nidau<br />
Gosteli Paulo, Auto Bettschen AG, Thun<br />
Guntern Steve, Kiener AG, Urtenen-Schönbühl<br />
Jaggi Rahel Laura, Mercedes-Benz Autom. AG, Bern<br />
Jakob Svenja, Zehnder GmbH, Grosshöchstetten<br />
Kapan Ferdi, Geser Fahrzeugbau AG, Egerkingen<br />
Künzi Ruben Miro, AMAG, Thun<br />
Martin Amandine Chloé, A6 Center Muri GmbH, Muri b. Bern<br />
Nazzaro Marco, Hess AG, Bellach<br />
Neuenschwander Amy, Auto Bettschen AG,<br />
Thun5,3<br />
Perrottet Jan Dominic, AMAG, Bern<br />
Reist Justin, Garage du Jura SA, Biel<br />
Romang Luca, Auto Mark Gstaad AG,<br />
Gstaad5.0<br />
Scheidegger Celine, Car-Painting Schertenleib, Utzenstorf<br />
Siegenthaler Sina Alessandra, AMAG,<br />
Thun5,1<br />
Staubli Patrick, AMAG, Dulliken<br />
Steiner Nina, Carrosserie A. Bühler,<br />
Obergerlafingen5,0<br />
von Ballmoos Danielle, Galliker AG,<br />
Bellach5,0<br />
Wenger Laura Alina, Zentrum Carrosserie Walk, Belp<br />
Wenger Patrick, Bartlome AG, Rüschegg<br />
Wyss Cheyenne, Muster & Müller AG,<br />
Oberbuchsiten5,1<br />
10 <strong>car</strong>rossier Nr. 3-4 / Juli <strong>2020</strong>
en <strong>2020</strong><br />
Verbandsnachrichten<br />
Lehrabschlussprüfungen <strong>2020</strong><br />
gefolgt und brachten den exklusiv für diesen Anlass festgelegten<br />
«Parcours» im eigenen Auto oder in dem von Kolleginnen<br />
und Kollegen hinter sich.<br />
Station 1 zum Beispiel hielt eine Überraschung für die ehemaligen<br />
Lernenden aus der Berufsbranche «Carrosserielackierer/-in<br />
EFZ» bereit: Dort warteten Berufskundelehrer von der<br />
gibb und überreichten ein Klassenfoto aus dem ersten Lehrjahr<br />
durch die offenen Wagenfenster. Ein Highlight war Station 2 –<br />
der Halt vor der von Bruno Trachsel entwickelten und gebauten<br />
Fotoanlage, die selbstständig Erinnerungsfotos schiesst. Und<br />
die konnten, auf Wunsch, auch gleich per E-Mail nach Hause<br />
geschickt werden. Etwas gegen den Durst und kleinen Hunger<br />
bot Station 3 – mit Snacks, Chips, Erdnüssen, Mineralwasser<br />
und Coca-Cola. Kursleiter Roberto Castro offerierte gar eine<br />
grosse Toblerone – verpackt in ein «Geschenkpapier» mit dem<br />
Aufdruck «<strong>car</strong>rosserie suisse». Obendrauf packten die Organisatoren<br />
einen Weiterbildungs-Bon in der Höhe von 200 Franken,<br />
der von den jungen Berufsleuten für jeden Lehrgang in der Mobilcity<br />
eingelöst werden kann. Gesponserte Weiterbildung –<br />
selbst für die kreativen Berner eine Premiere. <br />
●<br />
Text und Fotos: Heinz Schneider<br />
Haben bei den Fahrzeugschlossern die besten Abschlussprüfungen<br />
abgelegt: Jonas Reusser (l.) und Simon Nufer.<br />
Beste Gesamtnoten an der Abschlussprüfung: Carrosseriespengler<br />
Sandro Rota (links) und Jannis Baumann.<br />
Carrossier/-in Spenglerei EFZ<br />
Astashyn Vladyslav, Franz Reinhart AG, Egerkingen<br />
Bär Oliver, Atelier Giorgio Lados, Dulliken<br />
Baumann Jannis, AMAG,<br />
Dulliken5,0<br />
Bürki Patrick, Bolognesi, Unterlangenegg<br />
Caires de Freitas Danilo, Carrosseriewerke AG, Nidau<br />
Etterlin Cedric, AMAG, Thun<br />
Frey Tim, Orpundgarage AG, Biel<br />
Gazic Mehmed, CGAG, Grenchen<br />
Hadorn Michael, Emil Frey AG, Moosseedorf<br />
Kammermann Marco, Schölly AG, Münchenbuchsee<br />
Rota Sandro, Muster & Müller AG,<br />
Oberbuchsiten5,0<br />
Schnyder Nicola, Lötscher, Susten<br />
Süess Fabio, Kunz AG, Gümligen<br />
Vögeli Raphael, G&G AG, Niederwangen b. Bern<br />
Fahrzeugschlosser/-in EFZ<br />
Bigler Kevin, Moser AG, Steffisburg<br />
Boss Frederik, Fabag AG,<br />
Härkingen5,1<br />
Eicher Leo, Hess AG,<br />
Bellach5,0<br />
Gerber Daniel, k. A.<br />
5,1<br />
Lanz Marco, Moser AG,<br />
Steffisburg5,0<br />
Morgenthaler Reto, Gygax AG, Kleindietwil<br />
Nufer Simon, Hess AG,<br />
Bellach5,6<br />
Reusser Jonas, Vogt AG,<br />
Oberdiessbach5,6<br />
Vlahovic Tin, Hess AG, Bellach<br />
War mit der Gesamtnote 5,4<br />
nicht zu schlagen: Carrosserielackiererin<br />
Samantha Böhm.<br />
Verdienter Lohn: Janiv Maytner<br />
mit seiner «Trophäe» für den<br />
besten Lackierassistenten EBA.<br />
Lackierassistent/-in EBA<br />
Gulay Dawit, Carrosserie Adler, Glis<br />
Hailu Habtom, Cartec, Studen<br />
Hoshimi Said Nisar Ahmad, Schüpbach Andreas, Adelboden<br />
Mast Mathias, Carrosserie Sutter, Hasle b. Burgdorf<br />
Maytner Janiv, Baumann AG,<br />
Burgistein5,1<br />
Piskin Oguzhan, Hess AG, Bellach<br />
<strong>car</strong>rossier Nr. 3-4 / Juli <strong>2020</strong>11
Lehrabschlussprüfung<br />
<strong>car</strong>rosserie suisse Nordwestschweiz<br />
Apéro an der «Canapé Bar»<br />
Unter den gegebenen Umständen eine gelungene Lehrabschlussfeier<br />
kreieren und durchführen – das ist wohl eine der<br />
schwierigeren Aufgaben, welche die Sektionen in den letzten<br />
Wochen beschäftigt haben. Die Organisatoren von «<strong>car</strong>rosserie<br />
suisse Nordwestschweiz» lösten die Aufgabe in der Tat hervorragend.<br />
Bei schönstem und superwarmem Wetter kamen 19<br />
Lehrabgängerinnen und Lehrabgänger mit Familien und Freunden<br />
in den Genuss eines abwechslungsreichen «Get Together»<br />
bei der Gastgeberfamilie Falcone in Biel-Benken. Hausherr<br />
Rosario Falcone, seines Zeichens Chef und Eigentümer der<br />
«Falcone Carrosserie + Spritzwerke AG», hatte die Räumlichkeiten<br />
mit seinem Team zuvor so bereitgestellt, dass einer problemlosen<br />
Durchführung nichts mehr im Wege stand.<br />
Beste Stimmung unter den Anwesenden herrschte jedenfalls<br />
bereits nach ihrer Ankunft. Denn die speziell für den Anlass<br />
in Betrieb genommene «Canapé Bar» lud zum gemütlichen<br />
Apéro – und bot die Möglichkeit, sich nach gefühlt endlos langer<br />
Zeit wieder einmal ohne beklemmende Gefühle mit Gleichgesinnten<br />
auszutauschen. Eben halt unter Einhaltung der<br />
Corona-Vorgaben.<br />
Sektionspräsident Erwin Leu, dem man schon von Weitem ansah,<br />
wie fest er sich auf die QV-Feier mit seinen jungen Berufsleuten<br />
freute, übernahm die offizielle Begrüssung. Unter den<br />
Gästen: AGVS-Zentralvorstand René Degen und «<strong>car</strong>rosserie<br />
suisse»-Geschäftsführer Thomas Rentsch. Er hob in seiner kurzen<br />
«Gedankenreise» die vielfältigen Weiterbildungsmöglichkeiten<br />
und damit verbundenen Aufstiegschancen in der Carrosseriebranche<br />
hervor. Und gab den jungen Berufsleuten den Tipp,<br />
sich mit ihren Chefs über die Zukunft zu unterhalten oder sich<br />
auch direkt an die Geschäftsstelle in Zofingen zu wenden.<br />
In den vergangenen Jahren selbstverständlich – heuer eine Seltenheit:<br />
Gruppenbild mit Diplom. Hier die Carrosserielackierer/-innen.<br />
Carrosseriespengler werden künftig gefragter. Hier die drei Absolventen<br />
von <strong>2020</strong> mit Chefexperte Claudio Bronca.<br />
Hatte ganz knapp die Nase vorn: Alessia Bürgin mit<br />
Preis für die beste Gesamtnote. Pascal Volk (l.) und<br />
Erwin Leu amten als «Ehrendamen».<br />
Nimmt die Ehrung für die beste Note im<br />
Beisein von Claudio Bronca (l.) und Erwin<br />
Leu entgegen: Lars Kölliker.<br />
Es war wieder mal genial: Erwin Leu (rechts)<br />
bedankt sich bei Rosario und Familie<br />
Falcone fürs Gastrecht und das feine Essen.<br />
12 <strong>car</strong>rossier Nr. 3-4 / Juli <strong>2020</strong>
en <strong>2020</strong><br />
Verbandsnachrichten<br />
Lehrabschlussprüfungen <strong>2020</strong><br />
Die Chefexperten der Carrosserielackierer und Carrosseriespengler,<br />
Pascal Volk und Claudio Bronca, vermittelten anschliessend<br />
Einblicke in die abgeschlossenen Prüfungsthemen.<br />
Die umfassenden Schilderungen machten deutlich: Das Examen<br />
<strong>2020</strong> war alles andere als eine einfache Sache. Umso bemerkenswerter<br />
deshalb, dass zum Beispiel alle 14 Lackiererinnen<br />
und Lackierer bestanden haben.<br />
Eine Auszeichnung gab es für die Besten. Bei den Lackierern<br />
war das Alessia Bürgin von der Franz Kurz AG in Sissach, zum<br />
besten Carrosseriespengler wurde Lars Kölliker von der Carrosserie<br />
Schneider AG in Zwingen gekürt – und inoffiziell die<br />
Falcones als beste Gastgeberfamilie. Ihr Büffet mit Antipasti,<br />
Pasta und Dessert setzte der Feier die Krone auf. ●<br />
Text und Fotos: Irene Schneider<br />
Sektion Nordwestschweiz<br />
Carrossier/-in Lackiererei EFZ<br />
Bektesi Iljasa, Rhy-Carrosserie AG, Aesch<br />
Bonaduce Marcello, Keigel AG, Frenkendorf<br />
Bürgin Alessia, Franz Kurz AG,<br />
Sissach5,3<br />
Flubacher Amandine, Kestenholz Automobil AG,<br />
Pratteln5,2<br />
Hoffmann Justin, Imhof Carrosserie,<br />
Laufen5,3<br />
Huber Joshua, Gundeli-Carrosserie AG,<br />
Reinach5,0<br />
Khalil Sam, Grosspeter AG, Basel<br />
Krieg Nicola Sandro, Oser AG, Arisdorf<br />
Krüttli Joël, Schneider AG,<br />
Zwingen5,1<br />
Lamotte Yannic, Hoffmann Automobile AG, Aesch<br />
Schneeberger Joe, Heinis AG, Ettingen<br />
Stefanizzi Mattia, Grosspeter AG, Basel<br />
Sulimani Arber, Huggel AG, Münchenstein<br />
Varela Rafael Marco, Gundeli-Carrosserie AG, Reinach<br />
Carrossier/-in Spenglerei EFZ<br />
Amini Gholam Abbas, Remo Schmid AG, Breitenbach<br />
Frick Nico, Gundeli-Carrosserie AG, Reinach<br />
Gervasi Giuliano, Zumbrunn AG, Sissach<br />
Kölliker Lars, Schneider AG, Zwingen<br />
Lopez Diaz Rubén-Darius, Basler Verkehrs-Betriebe, Basel<br />
«Chez Canapé Truck»: Stil- und anlassgerecht im fahrenden Oldtimerstübli<br />
ein kühlendes Getränk bestellen!<br />
Lackierassistent/-in EBA<br />
Bertschinger Ives, Schürch, Sissach<br />
Estifanos George, Pratteln GmbH, Pratteln<br />
Kompetent dank<br />
Weiterbildung<br />
Die gibb wünscht den Studierenden<br />
der Abschlussklasse der Werkstattkoordinatoren<br />
viel Glück und Erfolg<br />
bei ihrem weiteren Werdegang!<br />
Wir bringen auch Ihre Karriere in Schwung, unter www.gibb.ch finden Sie Informationen<br />
zu unseren Kursangeboten.<br />
gibb Berufsfachschule Bern<br />
Lorrainestrasse 1, 3000 Bern 22<br />
Tel +41 31 335 91 45<br />
<strong>car</strong>rossier Nr. 3-4 / Juli <strong>2020</strong>13
Verbandsnachrichten<br />
Thema<br />
Corona im Tessin<br />
Carrozzeria Moderna SA und Carrozzeria Delta<strong>car</strong> Sagl<br />
Der Weg zurück in die Normalität<br />
Während die Deutsch- und Westschweizer Carrosseriebetriebe unter Einhaltung bestimmter Vorschriften<br />
weiterarbeiten durften, traf die Corona-Pandemie die Tessiner Betriebe mit dem kantonal verordneten<br />
Notstand ungleich härter. Einen Monat lang ging nichts mehr.<br />
Ab 14. März <strong>2020</strong> stand die Welt still. Zumindest<br />
im Tessin: Jegliche gewerbliche<br />
Aktivität war untersagt. Nur Supermärkte,<br />
Tankstellen und Spitäler waren geöffnet.<br />
«Am Anfang war es sehr schwierig»,<br />
so Johann Destefani von der Carrozzeria<br />
Delta<strong>car</strong> in Cadro. «Wir wussten nicht,<br />
wie es weitergehen würde.» Die Einhaltung<br />
der Verordnung wurde von der Gemeinde-<br />
sowie Kantonspolizei kontrolliert,<br />
wie Marco Flückiger von der<br />
Carrozzeria Moderna in Lo<strong>car</strong>no erzählt:<br />
«Autos wurden angehalten und kontrolliert.<br />
Wer unberechtigterweise zur Arbeit<br />
wollte, dem drohten Bussen von 500 bis<br />
5000 Franken. Städte wie Lo<strong>car</strong>no, Lugano<br />
und Bellinzona waren wie ausgestorben.»<br />
Die drastischen Massnahmen<br />
wurden vom Kanton Tessin selbst beschlossen<br />
– ohne Absprache mit dem<br />
Bundesrat. «Das politische Bewusstsein<br />
war gestärkt», erzählt Flückiger. «Jeden<br />
Marco Flückiger, Lo<strong>car</strong>no: «Das Tessin stand<br />
als eine Einheit zusammen.»<br />
Abend sassen wir alle gebannt vor dem<br />
Fernseher, um die Pressekonferenzen<br />
mitzuverfolgen. Es war eine intensive und<br />
schwierige Zeit.»<br />
Unvorbereitet in die Schockstarre<br />
«Der Entscheid, alles zu schliessen, kam<br />
sehr plötzlich», so Flückiger weiter. «Unsere<br />
Betriebe waren ausgelastet – und<br />
noch am Sonntag musste sich jeder organisieren,<br />
alles absagen, die Kunden und<br />
Versicherungen anrufen. Es war schon<br />
brutal. Eine Scheibe durfte nur noch repariert<br />
werden, wenn das Auto einem Arzt<br />
oder der Polizei gehörte.» Auch Destefani<br />
war froh, wenigstens die Notfälle abarbeiten<br />
zu dürfen: «Durch den Lockdown<br />
gab es kaum noch Unfälle. Zum Glück<br />
konnten wir zwei LKW für die Feuerwehr<br />
und ein Polizeiauto reparieren. Die Mitarbeiter<br />
waren sehr besorgt. Wir haben<br />
zudem drei Angestellte aus Italien. Sie<br />
wussten zu Beginn der Krise, als wir noch<br />
arbeiten konnten, nie, ob sie am Abend<br />
wieder zu ihren Familien zurückkehren<br />
durften. Und jeder hatte mindestens einen<br />
Verwandten, der im Spital lag.» Als es<br />
nach einem Monat Stillstand wieder losging,<br />
gab es wieder polizeiliche Kontrollen.<br />
Diesmal, um zu überprüfen, ob die<br />
Massnahmen richtig umgesetzt und die<br />
Mitarbeiter informiert wurden. Den Verlust<br />
von bis zu 90 Prozent des Umsatzes<br />
eines Monats werde die Carrozzeria<br />
Moderna nie mehr aufholen können, so<br />
Flückiger.<br />
Tourismus auch gut für Carrosserien<br />
Als die ersten Touristen wieder ins Tessin<br />
kamen, zeigten sie sich überrascht über<br />
die strikten Massnahmen – und die Disziplin<br />
der Tessiner, etwa, was das Maskentragen<br />
anging. «Das muss hier ziemlich<br />
gravierend gewesen sein; man sieht es<br />
den Leuten an, sie haben Angst», hörte<br />
Flückiger. Und er pflichtet dem bei: «Kollegen<br />
aus der Deutschschweiz haben<br />
mich in dieser Zeit angerufen und gefragt,<br />
wie es uns gehe. Sie meinten, wir müssten<br />
die Anordnungen des Kantons nicht befolgen.<br />
Doch das Tessin verhielt sich sehr<br />
eng geschlossen und man zog die Massnahmen<br />
gemeinsam durch. Wenn wir das<br />
nicht getan hätten, hätten wir wohl mehr<br />
Fälle gehabt. Nun braucht es Zeit, bis alles<br />
wieder angelaufen ist. Heute haben<br />
wir fast schon wieder eine normale Situation<br />
– selbst mit den BAG-Massnahmen.<br />
Uns kommt dabei entgegen, dass wir so<br />
extrem wie noch nie von Deutschschweizer<br />
Touristen überschwemmt werden! Je<br />
mehr Touristen, desto mehr Autos zirkulieren<br />
und desto mehr Unfälle gibt es.»<br />
Destefani rechnet mit zwei bis drei Monaten,<br />
bis wieder Normalität eingekehrt sein<br />
wird: «Wir sind heute bei rund 70 Prozent<br />
der Produktivität im Vergleich zum Vorjahresmonat.<br />
Auch wegen der Massnahmen,<br />
die Zeit kosten. Wir hoffen alle nur,<br />
dass keine zweite Welle kommt.» Denn<br />
dann werde es sehr schwierig.<br />
Etwas Positives kann Flückiger aus der<br />
Krise mitnehmen: «Jeden Mittag haben<br />
die Leute in den Gassen von den Balkonen<br />
herab für das Pflegepersonal und die<br />
Patienten applaudiert. Jeden Tag – einen<br />
Monat lang. Das geht einem schon unter<br />
die Haut. Es war eine schwierige Zeit, aber<br />
wir haben sie überstanden. Das Tessin<br />
stand als Einheit zusammen, die Leute<br />
haben zusammengehalten. Dies brachte<br />
Bundesbern dazu, unsere Situation zu<br />
verstehen. Lobenswert ist die rasche und<br />
unkomplizierte Unterstützung mit einem<br />
Notkredit. Zehn Prozent des Jahresumsatzes<br />
nach einer Woche auf dem<br />
Konto – das hat bestimmt vielen das Geschäft<br />
gerettet, selbst wenn dies eine<br />
zusätzliche Last für ein Unternehmen<br />
bedeutet. Fakt ist, dass das nur in der<br />
Schweiz so gut funktioniert hat!» ●<br />
Text: Henrik Petro<br />
14 <strong>car</strong>rossier Nr. 3-4 / Juli <strong>2020</strong>
Verbandsnachrichten<br />
Aus der Geschäftsstelle<br />
Personelle Veränderungen in der Geschäftsstelle<br />
Neue Mitarbeiter in Zofingen<br />
Mit Reto Hehli, Philipp Lendenmann und Isabel Suter begrüssen wir drei neue Mitarbeiter auf der<br />
Geschäftsstelle von <strong>car</strong>rosserie suisse.<br />
Eine kleinere personelle Rochade gab<br />
es im April und Mai auf der Geschäftsstelle<br />
in Zofingen. Der Bereich Markt,<br />
Wirtschaft und Technik wurde mit einer<br />
neu geschaffenen Stelle durch Sacha<br />
Walther als Projektverantwortlicher<br />
verstärkt. Er wechselt somit nach fast<br />
sechs Jahren in der Weiterbildung bei<br />
<strong>car</strong>rosserie suisse das Ressort.<br />
Mit Reto Hehli konnte ein branchenerfahrener<br />
Projektverantwortlicher für<br />
die dadurch frei gewordene Stelle in der<br />
Weiterbildung gefunden werden. Er ist<br />
gelernter Carrosseriespengler und war<br />
die letzten Jahre Regional- und Serviceleiter<br />
in der Auto- und Investitionsgüterbranche.<br />
Zusätzlich ist er als Diplom-<br />
Experte und Dozent tätig.<br />
Berufsbildung und Prüfungen zuständig<br />
und freut sich, sein Know-how nun den<br />
<strong>car</strong>rosserie suisse-Mitgliedern zur Verfügung<br />
zu stellen.<br />
Wechsel im Marketing<br />
Isabel Suter tritt die Nachfolge von Markus<br />
Schenk an und übernimmt die Verantwortung<br />
für das Marketing und die Kommunikation<br />
von <strong>car</strong>rosserie suisse. Sie bringt<br />
einen breiten Erfahrungsschatz im Marketing<br />
mit und ist bestens vertraut mit der<br />
Verbandsarbeit. Zuvor war sie fast zwölf<br />
Jahre für den öffentlichen Auftritt der<br />
Stiftung SwissSkills verantwortlich. ●<br />
Geschäftsstelle<br />
Neue Unterstützung in der Berufsbildung<br />
Joëlle Keller hat sich aus familiären<br />
Gründen entschieden, den Verband zu<br />
verlassen und Philipp Lendenmann übernimmt<br />
neu als Assistent in der Berufsbildung.<br />
Er war zuvor beim AGVS für<br />
Neu in Zofingen (v.l.): Philipp Lendenmann, Assistent Berufsbildung; Isabel Suter, Marketing- und<br />
Kommunikationsverantwortliche, und Reto Hehli, Projektverantwortlicher Weiterbildung<br />
Nachruf Alfred von Aesch<br />
Eine Ikone im Carrosseriegewerbe<br />
Fredy von Aesch (rechts) erhält von Hans<br />
Aeschbacher die Ehrenmitgliedschaft.<br />
(Foto: Heinz Schneider)<br />
Wer im Carrosseriebusiness hat Fredy<br />
nicht gekannt? Der als extremer Familienmensch<br />
bekannte Berner führte zunächst<br />
einen Carrosseriebetrieb gemeinsam<br />
mit seinem Vater und restaurierte<br />
mit ihm zusammen noch lange auch<br />
diverse Oldtimer. Für den Verband war<br />
Fredy über 20 Jahre unter anderem als<br />
Prüfungsexperte tätig. Nachwuchs war<br />
für ihn sehr wichtig. Dazu gehörte, die<br />
Jungen zu fördern und zu unterstützen.<br />
Durch seine letzte Arbeitsstelle als Geschäftsführer<br />
von Glas Trösch, Niederlassung<br />
Münchenbuchsee, bot er im<br />
Berner ÜK-Zentrum diverse Kurse für<br />
Fahrzeugglas und Klebetechnik an.<br />
Dass er weitherum bekannt war, beruhte<br />
auf seiner Leidenschaft für sein Metier<br />
und seiner grossen Hilfsbereitschaft. Er<br />
war da, wenn man Hilfe brauchte, und<br />
wenn mal ein spezielles Problem auftauchte,<br />
fand er bestimmt eine Lösung.<br />
Fredy war immer mit vollem Elan und<br />
Herz dabei; halbe Sachen gab es für ihn<br />
nicht. Seine Hobbys waren – neben dem<br />
Beruf – die Liebe zu alten Autos, die Modellfliegerei<br />
und das Velofahren. Ehrenmitglied<br />
Alfred «Fredy» von Aesch ist<br />
am 8. Mai <strong>2020</strong> von uns gegangen. Die<br />
Erinnerung geht nie verloren, wenn man<br />
ihn im Herzen behält.<br />
●<br />
Hans Aeschbacher und Diana Schlup<br />
<strong>car</strong>rossier Nr. 3-4 / Juli <strong>2020</strong>15
Verbandsnachrichten<br />
Regionalmeisterschaften<br />
<strong>car</strong>rosserie suisse Bern-Mittelland<br />
Beste Fahrzeugschlosser gekürt<br />
Nach langem Warten und Bangen gab es im Mai grünes Licht: Die Regionalmeisterschaften der<br />
Fahrzeugschlosser in Bern konnten definitiv durchgeführt werden.<br />
Für eine junge Berufsfachfrau und acht<br />
Berufsfachmänner eine langersehnte<br />
Nachricht: Sie durften am 3. Juli <strong>2020</strong> in<br />
der <strong>car</strong>rosserie suisse academy in der<br />
Mobilcity zum Wettkampftag antreten.<br />
Und der begann bereits um 07.00 Uhr –<br />
mit dem Einrichten der Arbeitsplätze.<br />
Eine Stunde später – nach einer kurzen<br />
Begrüssung und Erläuterung über den<br />
Ablauf des Wettkampftages und der Klärung<br />
einzelner Fragen durch den Chefexperten<br />
Robin Lang und Martin Eggimann<br />
– erfolgte der Anpfiff zu einem Wettbewerb,<br />
dessen komplexe Aufgabenstellung<br />
die jungen Fahrzeugschlosser noch<br />
fordern sollte.<br />
So hatten die Kandidaten nach Plan eine<br />
Ladebrücke zu erstellen – bestehend aus<br />
verschiedenen Materialien wie Holz oder<br />
auch Metall. Das Ganze in siebeneinhalb<br />
Stunden. Um das zu schaffen, braucht es<br />
nicht nur räumliches Denkvermögen,<br />
sondern auch ein straffes Zeitmanagement<br />
und die wohl wichtigste Voraus-<br />
Das Siegerpodest (von links): der Zweitplatzierte Silvan Bruni, Regionalmeister Leo Eicher und<br />
Bronzegewinner Noah Maillard.<br />
Die einzige Frau im Teilnehmerfeld, Cynthia<br />
Fahrni, ist fasziniert vom Arbeiten mit Metall.<br />
Hatte zum Schluss noch zwanzig Minuten Zeit übrig: Leo Eicher auf dem Weg zum Regionalmeister.<br />
Zuerst Zeitdruck, dann Vollgas: Für Silvan<br />
Bruni ist der Endspurt super gelaufen.<br />
16 <strong>car</strong>rossier Nr. 3-4 / Juli <strong>2020</strong>
Verbandsnachrichten<br />
Regionalmeisterschaften<br />
Hat als Drittplatzierter noch eine Chance, an den Schweizer Meisterschaften<br />
teilzunehmen: Noah Maillard.<br />
Fingerspitzengefühl: Experte Dieter Fräulin prüft zur Sicherheit auch<br />
mit der Hand.<br />
Peter Bucheli (links) und Adrian Bringold sind sich einig: Die Leistungen<br />
der jungen Berufsfachleute sind super.<br />
Mit Leidenschaft zum Erfolg: Die Teilnehmerin und die Teilnehmer der<br />
Regionalmeisterschaft FZS Bern-Mittelland.<br />
setzung: das exakte Beherrschen von<br />
handwerklichen Fähigkeiten wie Schweissen,<br />
Punktschweissen, Schleifen, Bohren<br />
und millimetergenaues Abmessen.<br />
Handwerk gegen die Uhr<br />
Gearbeitet wird in einzelnen Arbeitsschritten.<br />
Ist einer erledigt, trägt dies<br />
jeder Kandidat mit Uhrzeit im Übersichtsplan<br />
ein – für die Experten Dieter Fräulin,<br />
Thomas Bärtschi, Sylvain Robatel, Martin<br />
Eggimann und Robin Lang das jeweilige<br />
Zeichen, eine erste Beurteilung vorzunehmen.<br />
Und danach alle Resultate im<br />
Computer zu erfassen. Wir nehmen es<br />
gleich vorweg: Alle Kandidaten haben<br />
ihre Arbeiten im vorgegebenen Zeitrahmen<br />
abgeschlossen. Zwei von ihnen –<br />
Leo Eicher und Silvan Bruni – sogar in<br />
einer solch guten Qualität, dass sie sich<br />
damit direkt für die Teilnahme an den<br />
Schweizer Berufsmeisterschaften qualifiziert<br />
haben. Diese finden am Samstag,<br />
28. November, und Sonntag, 29. November<br />
<strong>2020</strong>, in Ebikon LU im Ausbildungszentrum<br />
von <strong>car</strong>rosserie suisse Zentralschweiz<br />
statt.<br />
Die Resultate schienen auch den Präsidenten<br />
von <strong>car</strong>rosserie suisse Bern-<br />
Mittelland, Adrian Bringold, tief beeindruckt<br />
zu haben. Wie er in seiner kurzen<br />
Ansprache betonte, hatte jeder Kandidat<br />
an diesem Wettbewerbstag Grossartiges<br />
geleistet. «Ich bin sicher, dass die<br />
FZS Region Bern-Mittelland<br />
Medaillengewinner<br />
1. Leo Eicher, Carrosserie Hess AG<br />
2. Silvan Bruni, Ernst Keller<br />
Fahrzeugbau AG<br />
3. Noah Maillard, BW Utilitaires SA<br />
Leidenschaft für den Beruf des Fahrzeugschlossers<br />
von allen Teilnehmenden,<br />
aber auch von den Chefs, Ausbildnern,<br />
Berufsschullehrern und üK-Leitern<br />
die Grundlage ist für die gezeigten Leistungen»,<br />
hielt er während der Rangverkündung<br />
fest.<br />
●<br />
Text und Fotos: Irene Schneider<br />
<strong>car</strong>rossier Nr. 3-4 / Juli <strong>2020</strong>17
Technik<br />
Carrosseriereparatur<br />
Jaguar F-Pace<br />
Ein leichter englischer Bolide<br />
Nach dem Jaguar XE entschloss sich der britische Hersteller, auf der gleichen Basis ein SUV zu entwickeln<br />
– den Jaguar F-Pace. Der «<strong>car</strong>rossier» zeigt, welche Materialien die Briten wo verbaut haben.<br />
Der Jaguar F-Pace konnte an den Aachener Karosserietagen als Fertigfahrzeug und als<br />
Rohbau<strong>car</strong>rosserie begutachtet werden.<br />
Produktion<br />
Gefertigt in England<br />
Das SUV wird im Werk Solihul in der Nähe<br />
von Birmingham in England gefertigt und<br />
läuft gleichzeitig mit der Sportlimousine<br />
Jaguar XE vom Band. Mit der Aufnahme<br />
der F-Pace-Produktion 2016 entstanden<br />
rund 1300 Arbeitsplätze.<br />
Das aktuelle Design des F-Pace hat Jaguar<br />
auf einer stattlichen Länge von 4731 mm<br />
und einem Radstand von 2874 mm aufgebaut,<br />
mit dem charakteristischen knappen<br />
vorderen Überhang und einem fliessenden<br />
Profil.<br />
Der grosse Frontgrill steht vertikal im<br />
Fahrtwind, was dem Modell zu einer kräftigen<br />
Statur verhilft und zusätzlich den<br />
Luftwiderstand reduziert. Der Kofferraum<br />
fasst 650 Liter. Mit seiner niedrigen Ladekante<br />
und einer Ladebreite von 1255 mm<br />
lässt er sich leicht beladen. Die Carrosserie<br />
ist laut Jaguar sehr verwindungssteif<br />
und verfügt über einen Aluminiumanteil<br />
von 80 Prozent – ohne Anbauteile gerechnet.<br />
Damit nimmt dieses Sport Utility<br />
Vehicle (SUV) eine Spitzenstellung in seinem<br />
Segment ein.<br />
Jaguar Land Rover (JLR) verfügt über<br />
sehr grosse Erfahrung im Bau von Aluminiumchassis.<br />
So war es dem Hersteller<br />
möglich, diese Bauweise erstmals auch<br />
in der SUV-Klasse einzuführen.<br />
Der F-Pace ist das dritte Modell der<br />
neuen, modularen D7a-Plattform, auf der<br />
die Ingenieure bereits die Modelle XE und<br />
XF aufgebaut haben. Entsprechend sind<br />
viele Gleichteile in den Carrosseriestrukturen<br />
zu finden, zum Beispiel in den Carrosseriebereichen<br />
«front end» und «front<br />
floor». Die Konstrukteure setzen auf<br />
einen Materialmix aus Aluminium, hochfesten<br />
Stählen und Magnesium-Bauteilen.<br />
Die Carrosseriestruktur des F-Pace<br />
wiegt ohne Anbauteile nur 298 kg.<br />
Carrosseriematerialien:<br />
Werkstoff Aluminium<br />
Die Carrosserie des F-Pace besteht weitgehend<br />
aus Aluminium. Darüber hinaus<br />
befinden sich in einigen Bereichen noch<br />
Stahlbleche und Magnesium-Bauteile.<br />
Der Hauptlieferant für das Alu-Material ist<br />
das Unternehmen Nolevis. Durch verschiedene<br />
Blechgüten und Festigkeiten<br />
erzielt JLR eine stabile Carrosseriestruktur<br />
des F-Pace. Dazu zählen die hochfesten<br />
Aluminiumlegierungen der AC-300- und<br />
AC-600-Stufen, welche die Ingenieure unter<br />
anderem an den A-Säulen und den vorderen<br />
und hinteren Crashboxen einsetzen.<br />
Die B-Säulen bestehen aus einem besonders<br />
stabilen Verbund aus hochfestem<br />
Aluminium und haben keine ultrahochfeste<br />
Stahlverstärkung – Crashenergie und<br />
Verformungskräfte werden auf die Türen<br />
geleitet und/oder durch diese aufgenommen.<br />
Die Aluminiumbauteile befinden sich<br />
in der Carrosseriestruktur unter anderem<br />
im Vorderbau mit Längsträgern, der Stirnwand,<br />
der Bodengruppe mit Tunnel, der<br />
Motorhaube und den vorderen Kotflügeln.<br />
Werkstoff Stahl<br />
Stähle – darunter hochfeste Stähle und<br />
Dualphasen-Legierungen – setzen die<br />
Briten in den Bereichen des hinteren<br />
Unterbodens und der Türen ein. Die<br />
Stahlmaterialien bringen dabei mehrere<br />
Vorteile: Zum einen erfüllen sie die Jaguar-Festigkeits-<br />
und -Steifigkeitsnormen,<br />
zum anderen alle Anforderungen<br />
für einen einfachen Umform- und Produktionsprozess.<br />
Die Stahlwerkstoffe in<br />
der Carrosserie finden sich in den vier<br />
Türen innen und aussen sowie als Crashverstärkung.<br />
Der Hinterwagen unten ist<br />
aus Stahlblechen gefertigt. Dazu zählen<br />
im Detail das Fersenblech und die Rücksitzmulde<br />
im Innenraum, der Kofferraumboden<br />
mit der Reserveradmulde<br />
sowie das Heckabschlussblech. Auch die<br />
inneren Radhäuser im Heckbereich sind<br />
aus Stahl.<br />
18 <strong>car</strong>rossier Nr. 3-4 / Juli <strong>2020</strong>
Technik<br />
Carrosseriereparatur<br />
Werkstoff Magnesium<br />
Neben Aluminium und Stahlwerkstoffen<br />
wird am F-Pace auch Magnesium eingesetzt.<br />
Die ultraleichten Gussteile finden<br />
wir als Querträger für das Armaturenbrett<br />
im Innenraum und als vorderen<br />
Hilfsrahmen oben (Windfangquerträger)<br />
im Frontend. Dieses Bauteil wird als<br />
Schraubteil im Vorderwagen montiert.<br />
Das Seitenteil hinten<br />
Das geformte Seitenteil hinten fertigt der<br />
Hersteller aus einer Aluminiumplatine –<br />
es spiegelt seine grosse Erfahrung in der<br />
Entwicklung und der Produktion dieses<br />
Leichtmetalls wider. JLR zeigt hier, wie<br />
sich straffe Oberflächen und saubere Linien<br />
in der Aussenhaut darstellen lassen<br />
– genau wie es die Designer vorgeben.<br />
Aufgrund der komplexen Geometrie und<br />
der grossen Ziehtiefe stellt die stark ausgeformte<br />
Hüfte der Carrosserieflanke die<br />
grösste Herausforderung dar. Eine sichtbare<br />
Fuge hätte die Herstellung dieses<br />
Pressteils zwar vereinfacht, stand aber<br />
im Widerspruch zum Qualitätsanspruch<br />
der Carrosseriebauer von Jaguar.<br />
Deshalb wurden Fertigungsprozess und<br />
Presswerkzeuge modifiziert, sodass eine<br />
Form ohne sichtbare Fugen entstand. Die<br />
aus Aluminium-Druckguss gefertigten<br />
Werkstoff Composite<br />
Die Heckklappe des F-Pace wird überwiegend<br />
aus Composite-Werkstoffen gefertigt,<br />
also aus faserverstärkten Kunststoffen.<br />
Zusätzlich kommen kleine metallische<br />
Verstärkungen und Einleger zum Einsatz.<br />
Varianten<br />
Vielfältiges Angebot<br />
Das Jaguar-Modell F-Pace wurde auf der<br />
IAA 2015 in Frankfurt vorgestellt. Es trägt<br />
intern die Bezeichnung X761 und ist das<br />
erste Modell des britischen Premiumherstellers<br />
in der SUV-Klasse.<br />
Mit den Ausstattungsversionen Pure,<br />
Prestige, Portfolio, R-Sport und First Edition<br />
wurde es ab 2016 in Europa ausgeliefert,<br />
optional mit Heck- oder Allradantrieb.<br />
Die Motorisierung umfasst Ottomotoren<br />
mit 2,0 bis 5,0 Liter Hubraum und 184 bis<br />
4<strong>04</strong> kW Leistung sowie Dieselmotoren mit<br />
2,0 bis 3,0 Liter Hubraum und 120 bis<br />
221 kW Leistung.<br />
Auf der New York International Auto Show<br />
2018 präsentierte Jaguar mit dem F-Pace<br />
SVR eine Performance-Variante, angetrieben<br />
vom 405 kW starken Fünfliter-<br />
Ottomotor mit Kompressor des Range<br />
Rover.<br />
Der F-Pace ist nach den Modellen XE und<br />
XF das dritte Jaguar-Modell, das den<br />
grösstmöglichen Vorteil aus der neuen<br />
Leichtbaukonstruktion von Jaguar Land<br />
Rover zieht. Er hat auch den höchsten<br />
Aluminiumanteil des Trios, wobei fast ein<br />
Drittel davon auf Aluminium der Sorte<br />
RC5754 entfällt. Dahinter verbirgt sich<br />
eine zum Grossteil aus Recyclingmate rial<br />
beziehungsweise Verschnitt gewonnene<br />
Legierung, welche die CO₂-Bilanz bei der<br />
Fertigung verbessert und nach Angaben<br />
des Herstellers nur von ihm eingesetzt<br />
wird.<br />
Die Carrosserie des viertürigen SUVs besteht zum Grossteil aus Aluminium; die Türen wiederum<br />
sind aus Stahlblech.<br />
Der hintere Fahrzeuginnenraum ist eine Stahlkonstruktion mit Fersenblech, Sitzmulde, inneren<br />
Radhäusern, Reserveradmulde und Heckabschlussblech.<br />
<strong>car</strong>rossier Nr. 3-4 / Juli <strong>2020</strong>19
Technik<br />
Carrosseriereparatur<br />
Der Vorderwagen in Alu-Profilbauweise ist mit Schrauben gefügt. Die<br />
Federbeindome aus Alu-Druckguss werden genietet. Es fehlt der<br />
Querträger oben im Frontend, der als Magnesium-Druckguss-Bauteil<br />
eingeschraubt wird.<br />
Der Vorderwagen wird aus Alu-Blechen, -Druckgussteilen und<br />
-Strangpressprofilen hergestellt.<br />
Stossdämpferdome vorne haben die Konstrukteure<br />
für die Vorderradaufhängung<br />
des F-Pace so weiterentwickelt, dass sie<br />
die gewünschte Bodenfreiheit und die<br />
längeren Federwege des Allradmodells<br />
ermöglichen.<br />
Fügetechniken<br />
Seit vielen Jahren setzt Jaguar die bewährte<br />
Fügekombination des Stanznietens<br />
mit Strukturkleben ein. Mit dieser<br />
Technik erreichen die Ingenieure ein optimiertes<br />
Fugenbild und eine bessere<br />
Stärke, Steifigkeit und Langlebigkeit der<br />
Fügestelle. Ein weiterer Vorteil liegt in<br />
der Kompatibilität mit unterschiedlichen<br />
Materialien – dem sicheren Fügen von<br />
Stahl- und Aluminiumblechen. Die Carrosserie<br />
des F-Pace wird komplett mit<br />
Anbauteilen durch 2817 Stanznieten,<br />
9<strong>04</strong> Stahl-Schweisspunkte und etwa<br />
182 Meter Klebstoffauftrag gefügt.<br />
Abmessungen<br />
Grosszügiges Raumangebot<br />
Korrosionsschutz<br />
Um das Risiko einer galvanischen Korrosion<br />
zwischen Stahl- und Aluminiumblechen<br />
möglichst<br />
auszuschliessen,<br />
werden zwischen<br />
den beiden Materialien<br />
mehrere<br />
Schutzschichten<br />
aufgetragen. Zunächst<br />
beschichten<br />
die Werker die<br />
Stahlteile mit einer<br />
Schutzschicht<br />
aus Zink, anschliessend<br />
füllen<br />
sie die Fugen mit<br />
dem Strukturkleber<br />
und danach<br />
geben sie die Carrosserie<br />
in die kathodische Tauchlackierung<br />
(KTL und ECoating). Abschliessend<br />
erfolgt der zweischichtige Lackauftrag.<br />
Fussgängerschutz<br />
Weil ein SUV wie der F-Pace schon allein<br />
mit seiner höheren Motorhaube eine<br />
andere Bugpartie als eine Limousine<br />
aufweist, entwickelten die Ingenieure<br />
Das britische SUV, ein vollwertiger Fünfsitzer, hat eine Länge von 4731 mm, eine Breite<br />
von 1936 mm und eine Höhe von 1652 mm. Der Radstand beträgt 2874 mm. Das ermöglicht<br />
unter anderem ein grosszügiges Raumgefühl in der zweiten Sitzreihe. «Dank des langen<br />
Radstandes ist der Ein- und Ausstieg in den Fond des Jaguar F-Pace bequem möglich»,<br />
verspricht der Hersteller. Das Leergewicht des SUVs liegt zwischen 1665 kg – mit<br />
132-kW-Turbodiesel, 6-Gang-Schaltgetriebe und Heckantrieb – und 1995 kg für die Topmotorisierung<br />
mit Allradantrieb.<br />
Optisch nicht zu erkennen, aber aus Stahl blech gefertigt sind das innere<br />
Radhaus, das Fersenblech, die Sitzwanne und der Boden hinten.<br />
Systeme zum Fussgängerschutz. Im<br />
Mittelpunkt stand der vordere Hilfsrahmen.<br />
Er soll einerseits alle funktionalen<br />
Anforderungen und Festigkeitsnormen<br />
für einen Geländeeinsatz erfüllen und<br />
andererseits bei Kontakt mit einem<br />
Fussgänger kontrolliert nachgeben. Dadurch<br />
soll die Energie progressiv aufgezehrt<br />
und das Risiko schwerer Verletzungen<br />
minimiert werden.<br />
Auch die Aluminiummotorhaube wurde<br />
unter dem Aspekt des Fussgängerschutzes<br />
optimiert. Das äussere Blech<br />
der Haube wird dünnwandiger hergestellt,<br />
und durch die Form der Haube<br />
ergibt sich ein grösserer Freiraum zu<br />
darunterliegenden Motorteilen. Darüber<br />
hinaus verschafft das mehr Raum zum<br />
Absorbieren der Aufprallenergie. ●<br />
Text und Bilder: Jürgen Klasing<br />
20 <strong>car</strong>rossier Nr. 3-4 / Juli <strong>2020</strong>
Rechtshilfe<br />
Jahresendzulage<br />
Das Expertenteam der Walder Haas Berner AG, Advokatur & Notariat in Zofingen und Sursee,<br />
Tel. 062 745 00 45, ist für Mitglieder der <strong>car</strong>rosserie suisse da.<br />
Jahresendzulage<br />
Ausgangslage<br />
Der Carosseriesattler und Bio-Bauer<br />
Patrice hat vor Kurzem den Landwirtschaftsbetrieb<br />
seines Vaters übernommen.<br />
Nebenbei ist er seit zwei Monaten<br />
im Stundenlohn in einer Wagengarage<br />
angestellt. Patrice geniesst viele Freiheiten<br />
und er kann sich seine Arbeit – je<br />
nach Auftragslage der Wagengarage –<br />
grundsätzlich frei einteilen. Insgesamt<br />
kommt er in der Wagengarage auf ein<br />
Arbeitspensum von rund 30 Prozent. Da<br />
Patrice für den Umbau seines Landwirtschaftsbetriebes<br />
dringend mehr Liquidität<br />
benötigt, erkundigt er sich bei seinem<br />
Chef danach, ob es nicht möglich wäre,<br />
dass er seinen 13. Monatslohn bereits<br />
Anfang Jahr ausbezahlt bekäme. Sein<br />
Chef stellt sich jedoch auf den Standpunkt,<br />
es sei weder jetzt noch am Jahresende<br />
ein 13. Monatslohn geschuldet,<br />
da ein solcher im Einzelarbeitsvertrag<br />
mit Patrice nicht vereinbart wurde. Wie<br />
ist die Rechtslage?<br />
Expertenrat<br />
Der 13. Monatslohn ist gesetzlich nicht<br />
vorgesehen. Es handelt sich dabei um<br />
eine Sondervergütung, auf die man nur<br />
Anspruch hat, wenn dies vereinbart wurde.<br />
Da im Einzelarbeitsvertrag eine entsprechende<br />
Abrede fehlt, kann Patrice<br />
seinen Anspruch nicht aus dem Einzelarbeitsvertrag<br />
ableiten.<br />
Es ist deshalb nun zu prüfen, ob er seinen<br />
Anspruch allenfalls aus dem Gesamtarbeitsvertrag<br />
für das Carosseriegewerbe<br />
ableiten kann. Eine entsprechende Regelung<br />
befindet sich in Art. 38.1 GAV- VSCI.<br />
Dieser sieht vor, dass der Arbeit geber dem<br />
Arbeitnehmer spätestens im Dezember<br />
eine Jahresendzulage von 100 Prozent<br />
des durchschnittlichen Montaslohnes<br />
auszuzahlen hat. Abschliessend stellt sich<br />
deshalb noch die Frage, ob Patrice als<br />
Carosseriesattler mit einem 30-Prozent-<br />
Arbeitspensum dem vorgenannten Gesamtarbeitsvertrag<br />
unterstellt ist bzw. ob<br />
die entsprechenden Regelungen für ihn<br />
überhaupt zur Anwendung kommen.<br />
Patrice erbringt als Arbeitnehmer der<br />
Wagengarage in der Schweiz Carosseriesattlerarbeiten.<br />
Der Gesamtarbeitsvertrag<br />
für das Carosseriegewerbe kommt<br />
damit gemäss Art. 3.1.1 i.V.m. Art. 3.2.2 lit. b)<br />
GAV-VSCI grundsätzlich zur Anwendung.<br />
In Art. 3.4.1 lit b) GAV-VSCI ist jedoch vorgesehen,<br />
dass Arbeitnehmer mit einem<br />
Beschäftigungsgrad unter 40 Prozent<br />
dem Gesamtarbeitsvertrag nicht unterstellt<br />
sind. Da Patrice lediglich ein Arbeitspensum<br />
von 30 Prozent vorweisen kann,<br />
ist er dem Gesamtarbeitsvertrag nicht<br />
unterstellt und hat deshalb keinen Anspruch<br />
auf die in Art. 38.1 GAV-VSCI vorgesehene<br />
Jahresendzulage. ●<br />
<strong>car</strong>rossier Nr. 3-4 / Juli <strong>2020</strong>21
Verein zur Förderung der Carrosserieberufe<br />
Der Verein bezweckt die Förderung und die Wahrung der Berufsinteressen im Carrosseriegewerbe. Der VFCB<br />
unterstützt mit seinen Mitteln die Berufs- und Weiterbildung der Carrosserieberufe.<br />
Goldpartner<br />
Fahrzeugexpertisen und Wertschätzungen<br />
Zusammen sind wir stark<br />
André Koch AG
Silberpartner<br />
Bronzepartner<br />
GCS Schweiz AG<br />
Zusätzliche Marken<br />
<strong>car</strong>rosserie suisse und der VFCB danken ihren Mitgliedern und Gönnern für die<br />
wertvolle Unterstützung zum Wohle der zukünftigen Carrossiers!
Aktive Branche<br />
Axalta Coating Systems Schweiz / Messe Fahrzeugbau <strong>2020</strong> / ESA<br />
Axalta Coating Systems Schweiz<br />
Partnerschaft mit Pneu Bösiger<br />
UHS 80<br />
Topmodernes UHS Klarlacksystem<br />
Keine Kompromisse<br />
Weniger Materialverbrauch<br />
gyso.ch<br />
Seit April sind Axalta Coating<br />
Systems Schweiz und Pneu<br />
Bösiger AG in Langenthal Partner.<br />
Die Partnerschaft betrifft<br />
vor allem das Schadensmanagement<br />
für die Mietwagenflotte<br />
von Pneu Bösiger, die<br />
in der ganzen Schweiz im Einsatz<br />
ist. Für diese Kooperation<br />
wurden die Betriebe der Plattform<br />
RepScore.net aus dem<br />
Partnerprogramm Five Star<br />
(Cromax) und CUI (Spies Hecker)<br />
ausgewählt. Die Pneu<br />
Bösiger AG in Langenthal bietet<br />
alles rund um den Reifenund<br />
Autoservice mit Klimaservice,<br />
Lenkgeometrie, Bremsen,<br />
Stossdämpfer und Auspuffmontagen<br />
an. Zudem betreibt<br />
das Unternehmen einen Autohandel<br />
und eine Autovermietung,<br />
spezialisiert auf exklusive<br />
Fahrzeuge, sowie den<br />
Businesspark Langenthal. ●<br />
Thomas Nussbaum (Axalta<br />
Schweiz), Bruno Leandro (Pneu<br />
Bösiger) und Volker Wistorf<br />
(Axalta Schweiz, v. l. n. r.) freuen<br />
sich über die neue Partnerschaft.<br />
HIER<br />
ZUM<br />
ANGEBOT<br />
Messe Fahrzeugbau <strong>2020</strong><br />
Ein echtes Branchentreffen – nur ohne Händeschütteln<br />
Die Absage der IAA Nutzfahrzeuge Ende September <strong>2020</strong> in Hannover<br />
war ein schwerer Schlag für die Branche. Der Zentralverband<br />
Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF) und die Bundesfachgruppe<br />
Fahrzeugbau im Bundesverband Metall (BVM) haben sich deshalb<br />
dazu entschlossen, die komplett virtuelle Messe Fahrzeugbau <strong>2020</strong>,<br />
kurz MFB, auf die Beine zu stellen. Zielgruppe auf Ausstellerseite<br />
sind Hersteller von Nutzfahrzeug-Aufbauten, Systemkomponenten<br />
und Anhängern, Firmen für Innenausbau und Spezialfahrzeuge sowie<br />
Händler, Zubehöranbieter, Prüforganisationen und Fachmedien.<br />
Willkommen sind Fachbesucher wie Unternehmen, die sich eigene<br />
Nutzfahrzeuge gemäss ihren Anforderungen bauen lassen. Geöffnet<br />
ist die Messeplattform vom 29. September bis zum 1. Oktober <strong>2020</strong>.<br />
Vorgesehen sind Produktpräsentationen vor internationalem Fachpublikum<br />
und anregende Live-Gespräche unter Expertinnen und<br />
Experten, zwischen Anbietern und Interessenten. Dafür wird eine<br />
breite Palette an digitalen Möglichkeiten zur Verfügung gestellt. Alle<br />
Informationen rund um die MFB sowie Möglichkeiten zur Standbuchung<br />
und Besucheranmeldung unter:<br />
www.messe-fahrzeugbau.de<br />
Checkübergabe virtuell<br />
ESA unterstützt die Berufsbildung<br />
Matthias Krummen, Leiter<br />
Management Services &<br />
Kommunikation bei der ESA,<br />
übergibt symbolisch den Check<br />
zur Förderung der Berufsbildung.<br />
Die ESA (Einkaufsorganisation<br />
der Schweizer Automobilindustrie)<br />
engagierte sich<br />
schon immer stark für die<br />
Berufsbildung und investiert<br />
damit in die Zukunft der gesamten<br />
Branche. Sie setzt<br />
dazu auf langjährige Partnerschaften<br />
bzw. die Zusammenarbeit<br />
mit Verbänden und<br />
Institutionen, die sich für die<br />
Schweizer Auto- und Motorfahrzeugbranche<br />
und insbesondere<br />
die Berufsbildung<br />
einsetzen.<br />
Zu diesen Organisationen<br />
zählt <strong>car</strong>rosserie suisse. Dankend<br />
konnte die Geschäftsstelle<br />
auch dieses Jahr einen<br />
grosszügigen und wertvollen<br />
Betrag für zukünftige Investitionen<br />
zugunsten der Berufsbildung<br />
entgegennehmen.<br />
Ausnahmsweise erfolgte die<br />
Checkübergabe durch die<br />
ESA zwar nicht im Rahmen<br />
des Autosalons. Matthias<br />
Krummen, Leiter Management<br />
Services & Kommunikation<br />
bei der ESA in Burgdorf,<br />
liess es sich aber nicht nehmen,<br />
einen physischen Gutschein<br />
auszustellen und diesen<br />
zumindest virtuell zu<br />
übergeben.<br />
<strong>car</strong>rosserie suisse bedankt<br />
sich bei der ESA für die grosszügige<br />
und wertvolle Unterstützung.<br />
●<br />
24 <strong>car</strong>rossier Nr. 3-4 / Juli <strong>2020</strong>
Aktive Branche<br />
Axalta Schweiz<br />
Axalta Schweiz<br />
Cromax und Spies Hecker unter einem gemeinsamen Dach<br />
Axaltas Premium-Marken Cromax und Spies Hecker sind seit<br />
dem 1. Mai <strong>2020</strong> in der Schweiz unter einem Dach vereint. Thomas<br />
Nussbaum, bisher Geschäftsführer von Cromax Schweiz,<br />
wurde neu Geschäftsführer von Axalta Schweiz für die Marken<br />
Cromax und Spies Hecker. Thomas Wyss, ehemaliger<br />
Geschäftsführer von Spies Hecker Schweiz, hat das<br />
Unternehmen kürzlich ver lassen und kehrt zu seinem<br />
angestammten Fachgebiet, dem Industrielackbereich, zurück.<br />
Im Jahr 2017 übernahm Axalta den Importeur seiner Marke<br />
Spies Hecker, die CH Coatings AG, aus der dann Spies Hecker<br />
Schweiz wurde. Thomas Nussbaum, Managing Director Axalta<br />
Schweiz, freut sich, nun für beide Marken verantwortlich zu<br />
sein: «Unsere Stärke beruht auf unseren langjährigen Mitarbeitern,<br />
die über fundierte Fach- und Produktkenntnisse<br />
verfügen und zudem ausgezeichnete Kundenbeziehungen<br />
pflegen. Diese Änderungen versetzen uns in die Lage, unsere<br />
Ressourcen effizienter und zielgerichteter einzusetzen und<br />
uns an die sich ständig ändernden Markt bedingungen anzupassen.»<br />
Unterstützung erhält Nussbaum von Volker Wistorf<br />
im Produktmanagement und Clint Kaufmann im technischen<br />
Management. Durch den organisatorischen Zusammenschluss<br />
stehen die Techniker von Axalta nun allen Kunden zur Verfügung,<br />
was eine noch bessere Gebietsabdeckung und damit eine<br />
schnellere Einsatzbereitschaft ermögliche.<br />
●<br />
Von links: Volker Wistorf, Thomas Nussbaum und Clint Kaufmann.<br />
DIE ZUKUNFT<br />
BEGINNT BEI SATA MIT EINEM<br />
Die revolutionäre<br />
SATAjet X 5500 PHASER<br />
Das Dream-Team: In Pistole und Düsensatz neu<br />
konzipierte und perfekt synchronisierte Luftleitgeometrie<br />
für eine perfek-te Materialverteilung, optimierte<br />
Zerstäubung und präzise Strahlform. Und all das mit<br />
Materialersparnis, butterweicher und<br />
geräuschreduzierter Applikation.<br />
Zwei Strahlgeometrien sind pro Düsengröße verfügbar<br />
und erlauben wahlweise mehr Kontrolle oder<br />
Geschwindigkeit, Anpassung des Düsensatzes an<br />
Temperatur und Luftfeuchtigkeit.<br />
SATAjet X 5500 Erklärvideo<br />
www.sata.com/x5500io<br />
STRAHLFORMEN<br />
Bisher: Beispiele Strahlformen<br />
1.1 1.2 W 1.3 1.4<br />
Neu mit SATAjet X 5500<br />
Strahlform I-Düse HVLP/RP<br />
1.1 I 1.2 I 1.3 I 1.4 I 1.5 I<br />
(nur HVLP)<br />
Strahlform O-Düse HVLP/RP<br />
1.1 O 1.2 O 1.3 O 1.4 O 1.5 O<br />
(nur HVLP)<br />
Vertrieb durch:<br />
Akzo Nobel Car Refinishes AG,<br />
8344 Bäretswil<br />
AMAG Import AG, 8107 Buchs ZH<br />
André Koch AG, 8902 Urdorf<br />
Axalta Coating Systems GmbH, Cromax © ,<br />
8424 Embrach<br />
Belfa AG, 8152 Glattbrugg<br />
Glas Trösch AG / Carbesa, 4702 Oensingen<br />
CH Coatings AG, 4133 Pratteln<br />
ESA-Einkaufsorganisation, 3401 Burgdorf<br />
Hänni Autoteile GmbH, 3322 Schönbühl<br />
R-M Autoreparaturlacke, 8808 Pfäffikon SZ<br />
SATA Düsenfinder App<br />
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JASA AG<br />
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<strong>car</strong>rossier Nr. 3-4 / Juli <strong>2020</strong>25<br />
www.jasa-ag.ch
Aktive Branche<br />
<strong>car</strong>dossier / Renault Suisse SA / AkzoNobel Car Refinishes AG<br />
<strong>car</strong>dossier<br />
Transparenz ins automobile<br />
Ökosystem<br />
Versteckte Schäden können<br />
später zu erheblichen Verlusten<br />
und viel Ärger führen. Mit<br />
<strong>car</strong>dossier sollen diese nicht mehr<br />
verheimlicht werden können.<br />
Ein Jahr nach der Gründung<br />
nimmt mit <strong>car</strong>dossier das erste<br />
digitale öffentlich-private<br />
Ökosystem der Schweiz und<br />
Liechtenstein seinen Betrieb<br />
auf. Ziel ist die Etablierung<br />
einer für die Schweiz und<br />
Liechtenstein umfassenden<br />
Plattform für die transparente<br />
Abbildung des Lebenslaufs<br />
eines Fahrzeugs, garantiert<br />
durch die Vorteile der Blockchain-Technologie.<br />
Ziel der<br />
Plattform ist, Transparenz in<br />
das automobile Ökosystem zu<br />
bringen und Vertrauen für alle<br />
Handelspartner zu etablieren.<br />
Dank der Blockchain-Technologie<br />
werden die Daten eines<br />
Fahrzeugs nicht mehr an verschiedenen<br />
Orten und in unterschiedlichem Umfang gespeichert,<br />
sondern bei mehreren Marktteilnehmern in derselben<br />
Qualität und immer auf dem aktuellsten Stand. Die Veränderung<br />
eines Datensatzes, ohne dafür autorisiert zu sein, ist auf dieser<br />
Basis nicht mehr möglich. Damit soll künftig die gesamte Historie<br />
eines Fahrzeugs lückenlos dargestellt werden können. Das<br />
ist nicht nur für professionelle und private Händler ein grosser<br />
Vorteil, davon profitieren auch Behördenstellen wie die Strassenverkehrsämter<br />
und das Bundesamt für Strassen (ASTRA),<br />
das ebenfalls Mitglied des Vereins ist. Die ersten elf Millionen<br />
Datensätze wurden in den vergangenen Tagen vom Vereinsmitglied<br />
auto-i-dat ag auf die in Zusammenarbeit mit dem Schweizer<br />
Softwareunternehmen AdNovum entwickelten Plattform<br />
geladen.<br />
●<br />
Renault Suisse SA<br />
André Koch AG auditiert im Auftrag der<br />
Renault Suisse SA<br />
Renault Suisse SA hat die André Koch AG als Kompetenzpartner<br />
gewählt für die Auditierung und Zertifizierung der Carrosserie- und<br />
Lackarbeiten ihrer 224 Re nault-Händler und deren Partner in der<br />
Schweiz. Rund ein Fünftel davon hat eine eigene Carros serie, die übrigen<br />
arbeiten mit externen Carrosserie- und Lackierbetrieben zusammen.<br />
Die Zertifizierung umfasst sowohl die internen wie auch die extern<br />
vergebenen Aufträge. Die Auditierung läuft seit Mitte November<br />
2019 und basiert auf einer eigens dafür entwickelten Online-Applikation,<br />
die bis zu 108 Assessment-Fragen umfasst und für zu künftige<br />
Auditierungs- und Zertifizierungsprojekte indivi dualisiert werden kann.<br />
Ziel ist, alle Händler bis Ende <strong>2020</strong> zu zertifizieren. Quelle: AK<br />
AkzoNobel Car Refinishes AG<br />
Acoat-Selected-Messestand<br />
für Mitarbeitersuche<br />
Ausbildungs- und Jobmessen<br />
bieten eine ideale Plattform,<br />
um als Unternehmen in direkten<br />
Kontakt mit interessanten<br />
Fachkräften zu treten und neue<br />
Mitarbeiter zu gewinnen. Hierfür<br />
bietet AkzoNobel seinen<br />
Partnerbetrieben einen designstarken<br />
Messestand an. Das<br />
dreiteilige System mit Wand,<br />
Tresen und Roll-up besticht in<br />
moderner Optik und sorgt für<br />
einen professionellen Auftritt.<br />
Besonders die offene Gestaltung<br />
wirkt sehr einladend und<br />
regt zu Gesprächen an. Der<br />
Stand eignet sich sowohl für die<br />
allgemeine Personalsuche als<br />
auch für das gezielte Anwerben<br />
von Auszubildenden. Dank<br />
seiner kompakten Grösse kann<br />
er auf Ausbildungsmessen,<br />
Gewerbeschauen, Tagen der<br />
offenen Türe, Hausmessen<br />
oder in Berufsschulen eingesetzt<br />
werden.<br />
●<br />
Der dreiteilige Recruiting-Messestand<br />
von AkzoNobel.<br />
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26 <strong>car</strong>rossier Nr. 3-4 / Juli <strong>2020</strong>
Bildung<br />
Kursübersicht <strong>2020</strong><br />
Kursübersicht <strong>2020</strong><br />
Anmeldungen nehmen wir gerne über unsere Website www.<strong>car</strong>rosseriesuisse.ch entgegen.<br />
Die Kurse finden Sie stets aktualisiert unter www.<strong>car</strong>rosseriesuisse.ch > Kursangebote.<br />
Technik<br />
Kurs Anmeldeschluss Kursdaten Kursort<br />
ABOL Modul II 01.09.20 17.09.20 Wollerau SZ<br />
Fahrassistenzsysteme – TPK 154 22.09.20 29.09.20 Hunzenschwil AG<br />
Klimaanlage (Basis) – TPK 125 06.09.20 06.10.20 Hunzenschwil AG<br />
Anwendung Diagnosegeräte/Carrosseriebereich – TPK 809 16.10.20 23.10.20 Hunzenschwil AG<br />
Beleuchtungstechnik 20.10.20 27.10.20 Hunzenschwil AG<br />
ABOL Abschlussprüfung 16.10.20 05.11.20 Wollerau SZ<br />
Hochvolt-Techniker (Carrosserie/Lackierer) – TPK 816 30.10.20 07.11.20 Hunzenschwil AG<br />
Neuzeitliche Materialien und Verbindungstechniken – TPK 819 10.11.20 17.11.20 Winterthur ZH<br />
Fachbewilligungen<br />
Kurs Anmeldeschluss Kursdaten Kursort<br />
Hochvolt-Sicherheit – TPK 500 18.08.20 25.08.20 Hunzenschwil AG<br />
Hochvolt-Sicherheit – TPK 500 15.09.20 22.09.20 Hunzenschwil AG<br />
Hochvolt-Sicherheit – TPK 500 27.10.20 <strong>03</strong>.11.20 Hunzenschwil AG<br />
TOP-Ausbildungsbetrieb<br />
Kurs Anmeldeschluss Kursdaten Kursort<br />
Integration ins Team 11.08.20 18.08.20 Zofingen AG<br />
Lerndokumentation 11.08.20 18.08.20 Zofingen AG<br />
Entdeckendes Lernen 24.08.20 26.08.20 – 24.09.20 Zofingen AG<br />
Wie schaffe ich gute Rahmenbedingungen? 25.08.20 01.09.20 Zofingen AG<br />
Individuelles Ausbildungsprogramm 09.09.20 15.09.20 Zofingen AG<br />
Ich bin ein attraktiver Ausbildungsbetrieb 16.09.20 22.09.20 Zofingen AG<br />
Die Selektion von Lernenden 16.10.20 23.09.20 Zofingen AG<br />
Einstiegskurs Top-Ausbildungsbetrieb 06.10.20 13.10.20 Zofingen AG<br />
Entdeckendes Lernen 12.10.20 20.10.20 – 25.11.20 Zofingen AG<br />
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Grundkurs für neue Kopas und Mitglieder – 27.08.20 St. Gallen SG<br />
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ERFA F Französisch – <strong>03</strong>.09.20 Bussigny VD<br />
ERFA G Französisch – <strong>03</strong>.09.20 Bussigny VD<br />
ERFA F – 08.09.20 Chur GR<br />
ERFA G – 08.09.20 Chur GR<br />
Grundkurs für neue Kopas und Mitglieder – 15.09.20 Rothenburg LU<br />
ERFA F – 05.10.20 Othmarsingen AG<br />
ERFA G – 05.10.20 Othmarsingen AG<br />
Grundkurs für neue Kopas und Mitglieder – 14.10.20 Ohringen ZH<br />
Grundkurs für neue Kopas und Mitglieder – 28.10.20 Rothenburg LU<br />
Grundkurs für neue Kopas und Mitglieder – 06.11.20 Egerkingen AG<br />
Grundkurs für neue Kopas und Mitglieder – 11.11.20 Wil SG<br />
ERFA F – 16.11.20 Aarburg AG<br />
ERFA G – 16.11.20 Aarburg AG<br />
Grundkurs für neue Kopas und Mitglieder italienisch – 26.11.20 Giubiasco TI<br />
Grundkurs für neue Kopas und Mitglieder – 02.12.20 Othmarsingen AG<br />
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BBK-<strong>car</strong>rosserie suisse <strong>2020</strong>-02 29.09.<strong>2020</strong> 06.10.<strong>2020</strong> – 14.10.<strong>2020</strong> Zofingen AG<br />
BBK-<strong>car</strong>rosserie suisse <strong>2020</strong>-<strong>03</strong> 17.11.<strong>2020</strong> 24.11.<strong>2020</strong> – 09.12.<strong>2020</strong> Zürich ZH<br />
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<strong>car</strong>rossier Nr. 3-4 / Juli 202<strong>03</strong>1
Unter der Lupe<br />
Autocenter Baschnagel AG<br />
Autocenter Baschnagel AG, Wettingen<br />
Erfolg ist Teamarbeit<br />
Die Autocenter Baschnagel AG in Wettingen ist mit 102 Jahren eines der ältesten Autohäuser der<br />
Schweiz. Von den 64 Mitarbeitenden bilden 15 das Team Carrosserie & Lack. Geleitet wird der 1959<br />
gegründete Bereich seit rund einem Jahr von Mitinhaber Mario Widmer.<br />
2016 die Leitung der Carrosserie der J + S<br />
Simon AG in Rupperswil übernahm. 2019<br />
wurde Widmer dann die gesamte Geschäftsführung<br />
übertragen. Doch als er im<br />
selben Jahr durch einen befreundeten<br />
Branchenkollegen vom Verkauf des Autocenters<br />
Baschnagel AG in Wettingen<br />
erfuhr, musste er diese einmalige Chance<br />
ergreifen: «Sieben lehrreiche Jahre bei der<br />
Autocenter Baschnagel AG, die ich in bester<br />
Erinnerung habe, prägten mich zum<br />
Fachmann. Nach weiteren 20 Erfahrungsund<br />
Wanderjahren in mehreren Kader- und<br />
Führungspositionen im In- und Ausland<br />
war ich nun bereit, als Mitinhaber mit der<br />
Kernaufgabe Gesamtleitung des Carrosserie-Centers<br />
zurückzukehren.»<br />
Seit 1972 hat das Unternehmen seinen Hauptsitz an der Landstrasse 151 in Wettingen.<br />
Als der Bundesrat die Lockdown-Öffnung<br />
am 11. Mai für Autohäuser ankündigte,<br />
machte man sich auch bei der Autocenter<br />
Baschnagel AG in Wettingen Gedanken<br />
darüber, wie die Sicherheitsverordnungen<br />
des BAG kostenbewusst umgesetzt werden<br />
könnten. Die zündende Idee kam von<br />
Mario Widmer, Mitinhaber und Leiter der<br />
Carrosserie. «Not macht erfinderisch», so<br />
Widmer. «Paul Hunn von MSB Hunn<br />
GmbH aus Waltenschwil AG baute anlässlich<br />
der Carrosserie-Branchenevents<br />
2012, 2014 und 2016 für die Meisterschaftsplätze<br />
standfeste Plexiglaswände<br />
auf. Da Hunn wegen des Lockdowns keine<br />
Aufträge mehr von Veranstaltern hatte,<br />
kam ich auf die Idee, solche Messewände<br />
als Teil des Sicherheitskonzepts für unsere<br />
Kunden sowie Mitarbeiter/-innen zu<br />
nutzen. Ich sah es als Win-win-Situation<br />
für den Messebauer, dem durch Corona<br />
alle Aufträge weggebrochen waren, wie<br />
auch für das Autohaus. Der Lösungsansatz<br />
lautete: Mieten statt kaufen.»<br />
In der Carrosseriebranche gross<br />
geworden<br />
Mario Widmer ist in der Branche kein Unbekannter.<br />
1989 startete der heute 48-Jährige<br />
seine Lehre zum Carrosserie-Lackierer.<br />
Als zweitbester Aargauer Lehrabgänger<br />
mit der Note 5,3 kam er zum ersten Mal<br />
1992 mit dem Autocenter Baschnagel AG,<br />
Wettingen, zusammen. Als Sprungbrett<br />
bezeichnet er heute seine danach folgende<br />
Anstellung ab 1999 als Lack-Anwendungstechniker<br />
bei der Belfa AG, Glattbrugg, wo<br />
seine Funktion 20<strong>04</strong> zum Jungverkaufsberater<br />
erweitert wurde. 2005 trat er als<br />
Carrosserieleiter bei der Auto Iten AG, Sihlbrugg,<br />
seine erste Führungsfunktion an.<br />
Zwei Jahre später kehrte er als Key Account<br />
Manager zur Belfa zurück und wurde<br />
nochmals zwei Jahre später Key Account<br />
Manager bei der Akzo Nobel AG.<br />
2013 übernahm Widmer schliesslich die<br />
Verkaufsleitung der Jasa AG für die<br />
Schweiz und Österreich, bis es ihn wieder<br />
an die Anwendungsfront zog und er im<br />
Mit Herzblut für den Verband<br />
Während seiner bisherigen Karriere arbeitete<br />
Widmer rund 20 Jahre auch ehrenamtlich<br />
für den Verband: Zunächst<br />
leitete er während sechs Jahren die Regionalmeisterschaften<br />
der Region 4, danach<br />
führte er zusammen mit Patrick<br />
Balmer die Schweizer Berufsmeisterschaften<br />
in den Jahren 2012, 2014 und<br />
2016 zu ihrer heutigen Grösse. Hervorzuheben<br />
ist dabei das erfolgreiche<br />
Einholen von Sponsoringgeldern. 2013<br />
reiste Widmer zudem als Werkstatt-<br />
Supervisor an die World Skills nach Leipzig<br />
(D), an denen Pascal Lehmann Weltmeister<br />
wurde, und zwei Jahre später,<br />
zusammen mit Lehmann, an die World<br />
Skills in São Paulo (BRA) als Medienschaffender.<br />
Seit 2000 bis heute unterstützt<br />
Widmer das Expertenteam der QV<br />
in der Zentralschweiz bei den Lackierern.<br />
Eine Carrosserie mit Tradition<br />
Im Laufe der Geschichte der Autocenter<br />
Baschnagel AG gab es verschiedene Geschäftsübernahmen.<br />
Seit 1972 hat das<br />
Unternehmen seinen Hauptsitz an der<br />
Landstrasse 151 in Wettingen. Der Start-<br />
32 <strong>car</strong>rossier Nr. 3-4 / Juli <strong>2020</strong>
Die Autocenter Baschnagel AG in Wettingen<br />
hat eine 102-jährige Geschichte zu erzählen.<br />
Das Carrosserie-Kader auf einem Bild (v. l.): Christian Curto (Stv. Kundendienstberater K + L), Davide<br />
Rullo (Stv. Werkstattleiter Lackiererei), Metin Kaya (Stv. Werkstattleiter Spenglerei), Mario Widmer<br />
(Inhaber/Leiter K + L), Özcan Özenir (Werkstattleiter Spenglerei), Sauro Girolimetto (Werkstattleiter<br />
Lackiererei), Michael Paletta (Kundendienstberater K + L).<br />
Das Inhaber- und Geschäftsleitungsteam (v. l.):<br />
Mario Widmer, Esmé Rockmann und Andreas<br />
Grossmann (Foto: Mario Borri, A&W Verlag AG)<br />
schuss für die Carrosserieabteilung erfolgte<br />
am 1. November 1959 mit dem ersten<br />
Carrosseriespengler Hans Aregger am<br />
früheren Standort an der Landstrasse 108<br />
in Wettingen (der heutigen City Garage). Ab<br />
1972 waren die beiden Abteilungen Carrosserie<br />
und Lackiererei auf insgesamt 800 m²<br />
im neu erstellten Hauptgebäudekomplex<br />
mit einer PW-Kombi-Lackierkabine gemeinsam<br />
eingebettet. Im Zuge des Wachstums<br />
wurde 1988 ein Neubau der Lackiererei<br />
hinter dem Hauptgebäude realisiert.<br />
Dieser umfasst zwei Kombi-Lackierkabinen<br />
mit acht Vorbereitungsplätzen und<br />
einen klassischen Mischraum mit der Lackmarke<br />
Glasurit von BASF (zertifizierter<br />
ECO-Balance-Partner). Die letzte Investition<br />
der Lackiererei erfolgte 2019 mit der<br />
Erweiterung um 130 m² Spot-Repair- und<br />
Vorbereitungsplätze. Insgesamt beschäftigt<br />
das Autocenter 64 Mitarbeiter, davon<br />
15 im Carrosserie-Center.<br />
Auch Nachwuchsförderung ist ein zentrales<br />
Thema. Im Unternehmen werden<br />
acht Lernende ausgebildet, und zwar in<br />
den Berufen Automobil-Mechatroniker<br />
EFZ (3), Automobil-Fachmann EFZ (2),<br />
Carrosserie-Spengler EFZ (1), Carrosserie-Lackierer<br />
EFZ (1) sowie Detailhandelsfachmann/-frau<br />
Bewirtschaftung (Autoteile-Logistik)<br />
(2).<br />
Untergeschossige Einfahrt zur Lackiererei.<br />
Der Wechsel zum <strong>car</strong>rosserie-suisse-<br />
Erscheinungsbild steht noch bevor.<br />
Neues Kaderteam am Ruder<br />
Respekt, miteinander und zeitgemäss –<br />
so beschreibt Mario Widmer die Baschnagel-Kultur.<br />
Und weiter: «Ich handle<br />
stets im Wir. Mit ‹wir› meine ich zuerst<br />
Esmé Rockmann und Andreas Grossmann,<br />
die mit mir zusammen die Inhaberschaft<br />
und Geschäftsleitung bilden. Wir<br />
haben ein hervorragendes Kaderteam<br />
zusammengestellt, das mit grossem Engagement<br />
zusammenarbeitet. Weiter<br />
folgt der Teamgedanke über die ganze<br />
Belegschaft hinaus. ‹Wir bewegen gemeinsam,<br />
Erfolg ist Teamarbeit› ist unsere<br />
Firmenphilosophie.» Zu seinen grössten<br />
Herausforderungen zählt er, täglich<br />
das Beste aus der Mannschaft herauszuholen,<br />
immer etwas bewegen zu wollen,<br />
und die Work-Life-Balance.<br />
Weitere Schlüsselpersonen in der Carrosserie-Abteilung<br />
sind Christian Curto<br />
und Michael Paletta (beide Kundendienst),<br />
Özcan Özenir (Werkstattleiter<br />
Spenglerei) sowie Sauro Girolimetto<br />
(Werkstattleiter Lackiererei).<br />
«Respekt, zielorientiert, Qualität und<br />
Freude ist mein persönliches Credo», so<br />
Widmer. «Grundsätzlich erachtete ich<br />
meine vergangenen Anstellungsstationen<br />
immer, als wäre es meine eigene<br />
Unternehmung gewesen. Die Verant-<br />
Die Vorbereitungsplätze in der Lackiererei.<br />
Die neuen Spot-Repair-Vorbereitungsplätze.<br />
Blick in die gut ausgelastete Spenglerei<br />
<strong>car</strong>rossier Nr. 3-4 / Juli 202<strong>03</strong>3
Unter der Lupe<br />
Autocenter Baschnagel AG<br />
Empfangsbereich und Service-Annahme<br />
mit den gemieteten Plexiglas-Stellwänden<br />
aus dem Messebau.<br />
Angelo D'Incà, Markenverantwortlicher VW, ist<br />
mit einer einzelnen, einfach mit Kabel bindern<br />
befestigten Wand von den Kunden getrennt.<br />
Autocenter Baschnagel AG<br />
Im Porträt<br />
1918 eröffnet Ernst Baschnagel-Käufeler in<br />
einem Nebengebäude des Restaurants Rebstock<br />
in Wettingen eine kleine Reparaturwerkstatt.<br />
Vier Jahre später baut er das<br />
erste Geschäftshaus. Im Zweiten Weltkrieg<br />
kommt das Automobilgeschäft beinahe zum<br />
Erliegen, dafür floriert der Zweiradhandel.<br />
Nach dem Tod des Firmengründers übernehmen<br />
1945 die Söhne Alfons Baschnagel-<br />
Widmer und Emil Baschnagel-Amrein den<br />
Betrieb. 1965 wird Baschnagel eine Aktiengesellschaft,<br />
1972 bezieht man den Neubau<br />
an der Landstrasse 151 in Wettingen. 2001<br />
übernimmt die 3. Generation die Leitung des<br />
traditionsreichen Familienunternehmens.<br />
2017 wird Geschäftsführer René Fischer<br />
neuer Eigentümer und übergibt 2019 nach<br />
sieben erfolgreichen Jahren die Autocenter<br />
Baschnagel AG an Esmé Rockmann, Andreas<br />
Grossmann und Mario Widmer.<br />
Heute ist das Carrosserie-Center mit einer<br />
Kapazität von 45 bis 50 Reparaturen pro<br />
Woche ISO-9001:2015-zertifiziert, AMAG-<br />
Alu-Stützpunkt und bietet auf rund 1600 m²<br />
Raum für 22 Arbeitsplätze. Zur Ausstattung<br />
gehören sämtliche Schweissanlagen, Miracle-Ausbeulsystem<br />
und Celette-Richtbank.<br />
«Wir bieten die komplette Carrosserie-<br />
Dienstleistungspalette von A bis Z», so Mario<br />
Widmer. «Dazu gehört auch ein Hagel-Drive-in-Center<br />
mit eigenen Hageldrückern<br />
sowie Partnern. Um das Schadenmanagement<br />
kümmern sich drei Carrosserie-Serviceberater.<br />
Auch sind wir der Partner in der<br />
Region bei Versicherern wie Allianz, AXA,<br />
Basler, Vaudoise und Zürich. Mit vier Spezialfahrzeugen<br />
und sieben Panneuren stellen<br />
wir einen 24-Stunden-Pannendienst an<br />
365 Tagen im Jahr sicher.»<br />
Mario Widmer, Mitinhaber und Leiter<br />
Carrosserie & Lack.<br />
Mit Ditec, dem Oberflächenschutz aus<br />
Schweden, wertet Versiegelungstechniker<br />
Mirco Monte jedes Auto auf.<br />
wortung für 64 Existenzen und Familien<br />
ist definitiv anders, erfüllt mich aber<br />
positiv. Es ist motivierend und spannend<br />
zugleich, mit Vorbildfunktion den täglichen<br />
Arbeitstag jeweils neu anzugehen.<br />
Der Name ‹Autocenter Baschnagel AG<br />
Wettingen› ist über die Kantonsgrenze<br />
hinaus ein Begriff. Damit dies so bleibt,<br />
arbeiten wir täglich engagiert mit unserem<br />
Team eng und nah zusammen. Die<br />
unternehmerische Weitsicht nach Kundenerwartungen,<br />
Bedürfnissen und<br />
Trends ist das A und O. Wenn man nicht<br />
mit der Zeit mitgeht, geht man mit der<br />
Zeit.»<br />
●<br />
Text und Bilder: Henrik Petro<br />
Lehrlingsarbeit im Lockdown: Der VW Polo diente zuvor als Übungsobjekt<br />
für Motor- und Getriebeausbauten.<br />
Diesen Bretzel-Käfer von 1948 restaurierte Mario Widmer Mitte der<br />
1990er-Jahre während seiner ersten Anstellung bei Baschnagel.<br />
34 <strong>car</strong>rossier Nr. 3-4 / Juli <strong>2020</strong>
Publireportage<br />
auto-i-dat ag<br />
Kostenvoranschläge<br />
Langes Warten auf Reparaturfreigabe ist Vergangenheit<br />
Für den modernen Carrosseriebetrieb<br />
existieren verschiedene<br />
Lösungen für eine rasche und<br />
unkomplizierte Erstellung von<br />
Kostenvoranschlägen und für<br />
die Kommunikation mit Versicherungen.<br />
In enger Zusammenarbeit<br />
mit <strong>car</strong>rosserie suisse<br />
entwickelt auto-i-dat ag eine<br />
bereits etablierte Lösung.<br />
Nach einem Schadenfall mit<br />
Versicherungen zu kommunizieren<br />
kann eine Herausforderung<br />
sein. Carrossiers und Reparaturbetriebe<br />
können hier ein Lied<br />
davon singen. Um die Kommunikation<br />
effizienter zu gestalten<br />
und damit die Nerven aller am<br />
Fall beteiligten Personen zu<br />
schonen, hat auto-i-dat ag zusammen<br />
mit <strong>car</strong>rosserie suisse<br />
den «e-Service» entwickelt. Umständliche<br />
und zeitfressende<br />
Abklärungen, langes Telefonieren<br />
und Warten auf eine Reparaturfreigabe<br />
gehören damit der<br />
Vergangenheit an.<br />
Und so effizient funktioniert<br />
e-Service4:<br />
››<br />
Der Versicherte meldet der<br />
Versicherung einen Schaden.<br />
Diese eröffnet den Schaden in<br />
ihrem Inhouse-System und<br />
sendet den Reparaturauftrag<br />
via e-Service4 an den Reparaturbetrieb.<br />
Der Reparateur erhält<br />
automatisch eine Mitteilung<br />
– unter anderem mit der<br />
Bitte, mit dem Versicherten in<br />
Kontakt zu treten und die Reparaturkosten<br />
sowie Bilder des<br />
Schadens aufzunehmen und an<br />
die Versicherungsgesellschaft<br />
zu senden. e-Service4 erlaubt<br />
via Chat-Funktion auch eine direkte<br />
Kommunikation mit der<br />
Versicherung.<br />
››<br />
Bringt ein Versicherter sein<br />
beschädigtes Fahrzeug – ohne<br />
die Versicherung vorab zu informieren<br />
– direkt zum Carrossier,<br />
so kann er den Fall gleich<br />
selbst eröffnen – und den Schaden<br />
via e-Service4 der Versicherung<br />
melden. Sobald er die<br />
nötigen Informationen und Dokumente<br />
zum Schadenfall gemeldet<br />
hat, informiert ihn die<br />
Versicherung innerhalb kürzester<br />
Zeit über das weitere Vorgehen.<br />
Die definitive Reparaturfreigabe<br />
oder die Hinweise zum<br />
weiteren Vorgehen erfolgen in<br />
der Regel sehr schnell.<br />
Zurzeit wird e-Service4 von der<br />
Allianz, der Axa, der Baloîse, der<br />
Great-Lakes Neodrive, der Helvetia,<br />
der PostFinance und der<br />
smile.direct verwendet. Weitere<br />
Versicherungsgesellschaften<br />
sind in Vorbereitung.<br />
Im Rahmen der Weiterentwicklung<br />
ist inzwischen auch eine<br />
elektronische Rechnungsübermittlung<br />
an einige Versicherungen<br />
möglich, was den gesamten<br />
Prozess und damit auch die Begleichung<br />
der Rechnung zusätzlich<br />
noch einmal beschleunigt.<br />
Warten auf eine Reparaturfreigabe ist für viele Carrossiers bereits<br />
Vergangenheit.<br />
Neben e-Service4 bietet auto-idat<br />
mit SilverDAT 3 ein neues<br />
Werkzeug für die Erstellung von<br />
Kostenvoranschlägen an: neu<br />
in einer Online-Version, die den<br />
digitalen Wandel im Betrieb optimal<br />
unterstützt. Es beinhaltet<br />
Originalherstellerzeiten und<br />
Arbeitspositionsnummern, Originalersatzteilnummern<br />
und<br />
Ersatzteilpreise der Schweizer<br />
Importeure, die automatische<br />
Berücksichtigung der Verbundzeiten<br />
und weitere Vorgaben, die<br />
für einen betriebswirtschaftlich<br />
abgesicherten Kostenvoranschlag<br />
wichtig sind. Dazu kommt<br />
eine benutzerfreundliche Erfassung<br />
aller Schadenpositionen<br />
in Form einer Explosionsdarstellung<br />
des Fahrzeugs am Bildschirm<br />
durch einfaches Anklicken<br />
der beschädigten Teile.<br />
<br />
●<br />
<strong>car</strong>rossier Nr. 3-4 / Juli 202<strong>03</strong>5
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