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Musiker Magazin 2/2020

Deutscher Rock & Pop Preis 2020 – Konzept; Deutscher Rock & Pop Preis 2020 – Anmeldung; STORIES: Volkwin Müller – »Musik wie ein guter Freund«; KANDA – Die Kinder von gestern mit dem Spielzeug von morgen; the brothers – More than a family affair; Samira Saygili & Peter Autschbach – Ein musikalischer Dialog der Extraklasse, bei dem Gitarre und Gesang zu einer Einheit verschmelzen; ​ROCKTAIL – Soul, Funk und Rock aus Kassel; Guitar Scale Colours – Die Dominant-Methode: Mit drei Skalen durch die Tonleitersysteme! Die Singleschallplatten der 60er-Jahre – Eine Enzyklopädie der Musikgeschichte für Sammler; 3PLUS – Handgemachter deutscher Pop/Soul mit Rockeinflüssen aus Siegen; Jeff Beck – Who Else? – Einer der drei stilbildenden Gitarristen der British Invasion der 1960er-Jahre; Shure – feiert 95-jähriges Firmenjubiläum; Darkness Light – »The melodic hard rock band from Königsbrunn«; MUSIK & RECHT: Urteil im Fall Julia Neigel gegen Axel S.; RUBRIKEN: Musiker-News; Produkt-News; CD-Rezensionen; Titelschutzanzeigen; Kleinanzeigen; Impressum

Deutscher Rock & Pop Preis 2020 – Konzept; Deutscher Rock & Pop Preis 2020 – Anmeldung; STORIES: Volkwin Müller – »Musik wie ein guter Freund«; KANDA – Die Kinder von gestern mit dem Spielzeug von morgen; the brothers – More than a family affair; Samira Saygili & Peter Autschbach – Ein musikalischer Dialog der Extraklasse, bei dem Gitarre und Gesang zu einer Einheit verschmelzen; ​ROCKTAIL – Soul, Funk und Rock aus Kassel; Guitar Scale Colours – Die Dominant-Methode: Mit drei Skalen durch die Tonleitersysteme! Die Singleschallplatten der 60er-Jahre – Eine Enzyklopädie der Musikgeschichte für Sammler; 3PLUS – Handgemachter deutscher Pop/Soul mit Rockeinflüssen aus Siegen; Jeff Beck – Who Else? – Einer der drei stilbildenden Gitarristen der British Invasion der 1960er-Jahre; Shure – feiert 95-jähriges Firmenjubiläum; Darkness Light – »The melodic hard rock band from Königsbrunn«; MUSIK & RECHT: Urteil im Fall Julia Neigel gegen Axel S.; RUBRIKEN: Musiker-News; Produkt-News; CD-Rezensionen; Titelschutzanzeigen; Kleinanzeigen; Impressum

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ROCKTAIL

Soul, Funk und Rock

aus Kassel

KANDA

Die Kinder von

gestern

mit dem Spielzeug

von morgen

38. Deutscher

Rock & Pop Preis

am 12. Dezember 2020

in der Siegerlandhalle, Siegen

Die Historie

der Rock- & Popmusik:

JEFF

Samira Saygili &

Peter Autschbach

Ein musikalischer Dialog

der Extraklasse

3PLUS

Handgemachter deutscher

Pop/Soul mit Rockeinflüssen

aus Siegen

BECK

Who Else?

Einer der

drei stilbildenden

Gitarristen

der British Invasion

der 1960er-Jahre


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Zur CD-Veröffentlichung oder einfach so – wir

produzieren mit euch eine komplette Studiosendung

wie in den goldenen Zeiten des Musik -

fernsehens. Mit Auftritt zu Playback (unplugged

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• aufgezeichnet wird mit bis zu vier professionellen Kameras

• ihr bestimmt die Inhalte, wir setzen sie in Szene

• bei Bedarf inklusive Visagistin, die dafür sorgt, dass ihr gut ausseht

• Interview mit professioneller Moderatorin (Angebot 1 + 2)

• Konzertbühne (8 m x 4 m) mit Licht, PA und Backline vorhanden*

• ein großer Bildschirm (2 m x 1 m) im Studio steht euch als eure persönliche Werbefläche zur Verfügung

– hier können wir euer Logo, das Albumcover, Werbung von Firmen oder sonstige Grafiken einbauen

• ein gut eingespieltes Team vor Ort kümmert sich um alle Belange

• ihr bekommt eine geschnittene Sendung von RockTV inklusive Intro, animierten Bauchbinden und

Abspann

• auf Wunsch stellen wir das Video on-demand auf unserem YouTube-Kanal und sozialen Netzwerken

zur Verfügung für noch mehr Reichweite

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auch Unplugged-Auftritte sind aber möglich und der Ton kann gegen einen geringen Aufpreis

nachträglich von uns abgemischt werden).

Kulturelles Jugendbildungswerk e.V. – RockTV | Kolberger Str. 30 | 21339 Lüneburg

Web. www.musiker-online.tv | Mail. info@musikermagazin.de | Fon. +49(0)4131-233030 | Fax. +49(0)4131-2330315


EDITORIAL 03

am 12. Dezember 2020,

im Kongresszentrum Siegerlandhalle, Siegen

CORONA? WIR MACHEN WEITER ...!

ir gehen davon aus, dass wir die Preisverleihungsgala des

W 38. Deutschen Rock & Pop Preises 2020 am 12. Dezember

in der Siegerlandhalle in Siegen durchführen werden.

Die ca. achtstündigen Liveauftritte der ausgewählten Teilnehmer der

Hauptkategorien finden allerdings ausdrücklich wegen der einschränkenden

Corona-Regeln in diesem Jahr nicht statt. Somit können wir die fast

zehnstündige Gesamtveranstaltung auf ca. drei Stunden reduzieren.

Wenn das Land NRW so die dreistündige Preisverleihungsgala ge -

neh migt, werden wir sie am 12. Dezember in der Siegerlandhalle in Siegen

abends zwischen 20:00 und 23:00 Uhr durchführen. Ein Kom pro miss,

den wir leider eingehen müssen.

Den 24 Juroren der Bundesjury werden dann im Oktober/November

die durch eine Vorauswahl-Jury ermittelten Songs der Finalteilnehmer

(Hauptkategorien 1 – 8) zugesandt. Die Bewerber können vorher einen

Song festlegen, der gewertet werden soll. Jeder der Juroren erhält dann

einen detaillierten Bewertungsbogen (Punktierung 1 – 6) und schickt

diesen ausgefüllt an den DRMV/Deutsche PopStiftung zur additiven

Gesamtauswertung zurück.

Ergibt die Addition aller Wertungen durch die Juroren in einzelnen

Sparten ein gleiches Wertungsergebnis, werden in diesem Bereich ge -

rechterweise diese gleichwertig ermittelten Preisträger gleichermaßen

ausgezeichnet, da sich die Jury zu einem Gesamtbewertungshearing

nicht treffen kann, sondern jeder Juror eine Einzelauswertung vornimmt.

Alle ermittelten Preisträger erhalten anschließend – wenn eine Geneh -

mi gung vorliegt – eine Einladung zur Preisverleihungsgala für den

12. Dezember in der Siegerlandhalle in Siegen.

Sollte dieser musikereigene Musikwettbewerb am 12. Dezember 2020

in der Siegerlandhalle durch das Land NRW gänzlich verboten werden,

wird die Bundesjury zuvor die Preisträger anhand des eingereichten

Bewerbungsmaterials (CDs etc.) auswählen und alle Preise der Preis -

träger (Haupt- und Sonderkategorien) öffentlichkeitswirksam online verleihen.

Die DIN-A3-Urkunden werden in diesem Fall an alle Preis träger

postalisch verschickt.

GEWINNER*INNEN DER

DEUTSCHEN ROCK & POP PREISE:

PUR (1986), Lars Niedereichholz (MUNDSTUHL / THE AUTOMANIC –

1994), JULI (SUNNYGLADE – 2000), KLIMA (2004), Pasquale Aleardi (BIG

GEE – 2005), LUXUSLÄRM (2008), Carlotta Truman (2011 – Gewinnerin der

deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest mit dem Duo

„S!Sters“).

37. DEUTSCHER ROCK & POP PREIS 2019 –

PRESSERESONANZ:

Gesamtzahl aller bundesweit veröffentlichten Tageszeitungen, die über

die Preisträgermusikgruppen und die Preisträger des „37. Deutschen

Rock & Pop Preises 2019“ berichteten: 7.064.165 Millionen.

Pressedokumentation 2019: WWW.YUMPU.COM/DE/DOCUMENT/

READ/63397666/37-DEUTSCHER-ROCK-POP-PREIS-2019-PRESSE-

DOKUMENTATION

Weitere informationen: WWW.DEUTSCHERROCKPREIS.DE

text: OLE SEELENMEYER

2/2020 musiker Magazin


04 MUSIKER-NEWS

FESTIVAL

09 Deutscher Rock & Pop Preis 2020

Konzept

13 Deutscher Rock & Pop Preis 2020

Anmeldung

STORIES

15 Volkwin Müller –

»Musik wie ein guter Freund«

16 KANDA – Die Kinder von gestern

mit dem Spielzeug von morgen

18 the bRotheRS –

More than a family affair

22 Samira Saygili & Peter Autschbach –

ein musikalischer Dialog der

extraklasse, bei dem Gitarre und

Gesang zu einer einheit verschmelzen

26 RoCKtAIl –

Soul, Funk und Rock aus Kassel

Foto: © master1305 / Adobe Stock

30 Guitar Scale Colours –

Die Dominant-Methode: Mit drei

Skalen durch die tonleitersysteme!

33 Die Singleschallplatten der

60er-Jahre – eine enzyklopädie der

Musikgeschichte für Sammler

35 3PluS – handgemachter deutscher

Pop/Soul mit Rockeinflüssen

aus Siegen

37 Jeff beck – Who else? – einer der

drei stilbildenden Gitarristen der

british Invasion der 1960er-Jahre

44 ShuRe – feiert 95-jähriges

Firmenjubiläum

46 DARKNeSS lIGht –

»the melodic hard rock band from

Königsbrunn«

MUSIK & RECHT

48 urteil im Fall Julia Neigel gegen Axel S.

RUBRIKEN

04 Musiker-News

49 Produkt-News

58 CD-Rezensionen

64 titelschutzanzeigen

65 Kleinanzeigen

66 Impressum

KEINE „URBAN MUSIC“ MEHR

Führungskräfte der Musikindustrie fordern weitere Schritte

zur Rassismus-Bekämpfung

In einem offenen brief rufen Mitar beiter*innen

der Musikbranche die großen labels dazu auf,

den begriff „urban music“ durch „black music“

zu ersetzen.

Wie der Musikexpress berichtete, hat die

universal Music Group eine task Force und einen

„Change Funds“ ins leben gerufen, um Ras sis -

mus innerhalb und außerhalb des unternehmens

zu bekämpfen. Nun haben sich viele Führungs -

kräfte und Mitarbeiter*innen der Musikindustrie in

einem offenen brief an die leiter*innen von Platten -

labels gewandt, um weitere Forderungen zur be -

kämpfung von Rassismus an die branche zu stellen.

Insbesondere die Verwendung des Wortes

„urban“ als Musikgenre-beschreibung soll gestrichen

werden, verlangen die unterzeichner*innen

des briefes.

Das Schreiben bezieht sich auf den blackout

tuesday, der am vergangenen Dienstag aus Soli -

darität mit der „black lives Matter“-be wegung

stattfand und bei dem viele Musiklabels und weitere

Akteur*innen der branche teilnahmen. In

dem brief fordern die teilnehmenden nun weitere

Aktionen von den labels. So heißt es in dem

text: „Die Musikindustrie profitiert seit vielen Ge -

nerationen von der reichen und vielfältigen Kultur

der Schwarzen, aber hat es versäumt, den strukturellen

und systematischen Ras sismus anzuerkennen,

der genau dieselbe schwarze Gemein -

schaft betrifft – so hat sie ef fektiv den Rhythmus

genossen und den blues ignoriert“ (im englischen:

„enjoying the rhythm and ignoring the blues“, also

eine Anspielung auf das Genre R&b).

Der brief wurde von der „black Music Coalition“,

„the Show Must be Paused uK“ sowie von

Mitarbeiter*innen u. a. von Warner, universal,

Atlantic, Columbia, Sony und Ministry of Sound

unterzeichnet. Insgesamt haben die unter zeich -

ner*innen fünf Forderungen gestellt: es soll obligatorische

Antirassismusprogramme und Schulun -

gen gegen unbewusste Voreingenommenheit für

alle weißen Mitarbeiter*innen geben. berufliche

entwicklungsmöglichkeiten für schwarze Mit -

arbeiter*innen sollen geschaffen und der Anteil

an schwarzen Menschen in Führungspositionen

verstärkt werden. Zur bekämpfung von Rassis -

mus sollen jährliche Geldbeträge an organisa -

tionen und Projekte überwiesen werden. Zudem

fordern die unterzeichner*innen, dass der begriff

„urban music“ durch „black music“ ersetzt wird

und eine task Force eingerichtet wird, die die

Ziele des unternehmens in bezug auf Diversität

und Gerechtigkeit überprüft.

TITELFOTO: JEFFBECK.COM

Quelle: www.musikexpress.de/keine-urban-music-mehr-fuehrungskraefte-der-musikindustrie-fordern-weitere-schritte-zur-rassismusbekaempfung-1566675/

musiker Magazin 2/2020


MUSIKER-NEWS 05

Sammy hagar scheint genug von den ein -

schränkungen durch die Corona-Krise zu haben.

Wenn es nach dem Musiker ginge, könnten schon

bald wieder Konzerte stattfinden, um damit der

Musikindustrie und der Wirtschaft des landes zu

helfen – auch wenn diese entscheidung Men -

schenleben kosten würde.

SAMMY HAGAR IST

„BEREIT, KRANK ZU WERDEN UND ZU STERBEN“,

WENN ES DER MUSIKINDUSTRIE HILFT

Der uS-amerikanische RollING StoNe hat

mehrere Künstler dazu befragt, wie sie dazu stehen,

während der Corona-Krise Konzerte zu spielen.

Die meisten waren sich einig, dass es keine

gute Idee sei, voreilig auf die bühne zurückzukehren

und damit das eigene leben und das der Fans

zu riskieren. Sammy hagar hat diesbezüglich aber

eine ganz eigene Auffassung – und er ist sich im

Klaren darüber, dass sie sehr umstritten ist.

Der einstige Sänger von Van halen erklärte

hierzu: „Ich habe kein Problem damit, eine Show

zu spielen, wenn es noch keinen Impfstoff gibt,

sofern die Fälle zurückgehen. Ich gebe hier mal

ein radikales Statement ab. Das ist schwer zu

for mulieren, ohne anderen auf den Schlips zu

treten, aber ehrlich gesagt, würde ich lieber krank

werden und sterben, wenn dieses opfer zu bringen

ist.“

Sammy Hagar: „Wir werden alle mal sterben,

Mann“.

Welches opfer gemeint ist, führte der Musiker

im Folgenden aus: „Wir müssen die Welt und dieses

land schützen – vor dieser wirtschaftlichen

Sache, die auf lange Sicht mehr Menschen töten

wird. Ich würde es lieber sehen, wenn jeder wieder

an die Arbeit geht. Wenn sich dafür ein paar

von uns opfern müssten, oK. Ich werde für meine

Kinder und meine enkel sterben, damit sie in

etwa so ein leben führen können, wie ich es in

diesem tollen land hatte. So fühle ich halt. Ich

werde nicht rumlaufen und die Krankheit verbreiten.

Aber es gibt vielleicht eine Zeit, in der wir

opfer bringen müssen. Wie viele Menschen sterben

täglich auf der erde? Keine Ahnung. es tut

mir leid, das zu sagen, aber wir werden alle mal

sterben, Mann.“

eine andere Meinung vertritt dagegen beispielsweise

John Fogerty: „Ich glaube, dass

niemand von uns bereit sein wird, bis wir einen

Impfstoff gefunden haben und sich die Men -

schen wieder sicher fühlen. Ich gehöre zum älteren

Personenkreis und viele Menschen in meinem

Alter sind gestorben. Vielleicht denkt da so

ein typ, dass es eine gute Idee ist, aber ich sterbe

nicht für Donald trump. Ich sterbe nicht für

die Wirtschaft.“

Quelle: rollingstone.de/sammy-hagar-musikindustrie-1998643

BRITISCHE SÄNGERIN

SPRICHT ÜBER

RASSISMUS

IN MUSIKINDUSTRIE

Die britische Sängerin Alexandra burke hat in

einem Video auf Instagram über ihre er fah run -

gen mit Rassismus in der Musikindustrie gesprochen.

Nach ihrem Gewinn der Casting show

„the X Factor“ vor zwölf Jahren sei sie unter

anderem gebeten worden, ihre haut zu bleichen

bzw. aufzuhellen, „um weißer auszusehen“.

Ihr wurde auch gesagt, dass sie „wegen der

hautfarbe zehnmal härter arbeiten“ müsse als

eine weiße Künstlerin. In dem Video erinnerte

sie sich auch daran: „Man kann keine Zöpfe

haben, man kann keinen Afro haben. Man

braucht haare, die Weiße ansprechen.“

burke sagte, sie hätte viel früher über den

Ras sismus sprechen können. Sie sei aber zu

ängstlich gewesen. eine Kollegin, die selbst kürz -

lich über ihre eigenen Rassismus erfah run gen

berichtet hatte, und die „black lives Matter“-

be we gung hätten sie zum Schritt ermutigt.

Quelle: orf.at/stories/3170408

Fotoquelle: alexandraburkeofficial.com

2/2020 musiker Magazin


06 MUSIKER-NEWS

Foto: © meenkulathiamma / Adobe Stock

Börsengang Warner Music:

SO FEIERT DIE EINST KRISELNDE MUSIKINDUSTRIE

IHREN COMEBACK

Für die Musikindustrie war es ein Albtraum:

Massenhaft saugten Konsumenten über illegale

Adressen lieder und komplette Alben aus dem

Internet, ohne dafür zu bezahlen. Innerhalb eines

Jahrzehnts verlor die branche mehr als ein Drittel

ihres umsatzes.

len blavatnik, ein amerikanischer Geschäfts -

mann mit ukrainischen Wurzeln, investierte trotzdem:

Für 3,3 Milliarden Dollar kaufte er im Jahr

2011 Warner Music, den drittgrößten Musik kon -

zern der Welt. Was damals nur wenige realisierten:

Die branche stand am beginn einer neuen

Re vo lution – und eines spektakulären Comebacks.

In jenem Jahr, in dem blavatnik kaufte, setzte

die Musikindustrie weltweit knapp 15 Milliarden

Dollar um, im letzten Jahr waren es mehr als 20

Milliarden. Über die vergangenen fünf Jahre ist

der umsatz um durchschnittlich neun Prozent im

Jahr gewachsen – deutlich stärker als die Welt -

wirt schaft.

Auch Warner Music profitiert von dem boom:

Seit 2015 hat der Konzern seinen umsatz um 50

Prozent gesteigert. Geholfen haben Stars wie

der britische Popsänger ed Sheeran, uS-Rap -

perin Cardi b und R&b-Künstler bruno Mars.

blavatnik nutzt den erfolg: In der vergangenen

Woche platzierte er einen teil seiner Aktien an der

börse. Jetzt wird Warner Music dort auf mehr als

15 Milliarden Dollar taxiert. blavatnik hat sein

Investment also mehr als vervierfacht.

Musik ist plötzlich wieder ein hit: Das Internet,

zunächst der Zerstörer, ist zum erlöser geworden.

Auch die rasant wachsende Verbreitung von

Smart phones kurbelt das Geschäft an, weil Geräte

wie das iPhone auch mobile Musikspieler sind.

Fast zwei Drittel ihrer umsätze erzielt die branche

inzwischen digital. Vor allem Streaming bringt

Geld in die Kasse. Dienste wie Spotify, Apple,

Amazon oder auch tencent bieten Musik als

Abo. Kunden kaufen nicht mehr einzelne lieder

oder Alben, sondern bekommen gegen Gebühr

Zugang zur gesamten bibliothek des An bieters.

bezahlt wird entweder ein Monats beitrag, der in

etwa so viel kostet wie ein Album, oder man lässt

Werbespots über sich ergehen. Im April hat

Warner einen neuen lizenzvertrag mit Spotify

geschlossen. Die Plattform ist inzwischen der

wichtigste Kunde des Konzerns. Im vergangenen

Geschäftsjahr steuerte Spotify 14 Prozent

des Gesamtumsatzes von Warner bei. Apple folgt

mit einem umsatzanteil von 13 Pro zent knapp

dahinter.

Das Geschäft mit physischen tonträgern

schrumpft nur noch leicht: enthusiasten kaufen

Alben in Vinyl; diejenigen, die noch einen CD-

Player besitzen, schaffen Nachfrage nach den

Silberscheiben. Das Wachstum aber wird auch

künftig aus dem Internet kommen. Der branchen -

verband IFPI kalkuliert, dass die Zahl der Abon -

nenten bei Streamingdiensten im vergangenen

Jahr um 34 Prozent auf 341 Millionen gestiegen

ist. Der Finanzdienst bloomberg kalkuliert, dass

sich die einnahmen aus diesem Geschäfts be -

reich bis zum Jahr 2025 verdoppeln können.

Analysten sehen weiter Wachstumspotenzial

vor allem in China. Dort hatten im vorvergangenen

Jahr erst zwei Prozent der bevölkerung ein

Abo bei einem Musikdienst, argumentiert Warner.

Die Analysten der Schweizer bank ubS sehen

Musik als eine langfristige, strukturelle Wachs -

tumsstory.

WIE SOCIAL MEDIA

WIE TIKTOK

DIE MUSIKINDUSTRIE

VERÄNDERT

Der einfluss der Video-App tiktok auf die Mu -

sik industrie wird immer größer – mit teilweise

erheblichen Folgen für Musikerinnen und Musiker,

Plattenlabels, die Charts, Verwertungs modelle und

sogar die Art, wie Popsongs geschrieben und

produziert werden.

Momentan liegt Instagram mit einer Milliarde

Nutzerinnen und Nutzer auf Platz 6 der größten

sozialen Netzwerke weltweit, könnte diesen Platz

aber schon bald an tiktok verlieren. Die Video-

App des chinesischen Konzerns byteDance hat

bislang 800 Millionen userinnen und user weltweit

– tendenz steigend, und das trotz Kritik am

Datenschutz von tiktok und Vorwürfen, dass dort

homosexuelle Nutzerinnen und Nutzer und Men -

schen mit behinderung diskriminiert werden.

Doch die Nutzungszahlen steigen, wohl auch

wegen der aktuellen Weltlage, denn die Inhalte

von tiktok sind wie gemacht für unkomplizierte

unterhaltung in langweiliger Quarantäne: userinnen

und user performen lippensynchron zu Schnipseln

ihrer lieblingssongs, unterlegen kleine Sketche

mit Musik oder machen bei tanzchallenges zu

bestimmten liedern mit. Musik spielt auf tiktok

eine extrem große Rolle.

Auf diese Art hat sich tiktok zu einem neuen

Player auf dem Musikmarkt entwickelt, der aktuell

dabei ist, die Musikindustrie zu verändern. „Der

einfluss von tiktok auf die Charts wächst seit

einigen Jahren und wird immer deutlicher. Das

offensichtlichste beispiel dafür ist lil Nas X – er

hat dank eines Songs auf tiktok den Durch bruch

geschafft“, so Chaz Jenkins vom unternehmen

Chart Metric, das die Charts von Streaming -

diensten analysiert.

Foto: © MclittleStock / Adobe Stock

Quelle: www.boerse-online.de/nachrichten/aktien/boersengang-warner-music-so-feiert-die-einst-kriselnde-musikindustrie-ihrencomeback-1029297443

Quelle: www.deutschlandfunk.de/social-media-wie-tiktok-diemusikindustrie-veraendert.807.de.html?dram:article_id=477229

musiker Magazin 2/2020


MUSIKER-NEWS 07

DIE MUSIKINDUSTRIE KOMMT ZUSAMMEN

IM KAMPF GEGEN COVID-19

Foto: © Masson / Adobe Stock

CoVID-19 hat die globale Musikindustrie hart

getroffen. Auf der ganzen Welt wurden Konzerte

und Musikfestivals abgesagt, um die Aus brei tung

des Virus zu stoppen, und viele unternehmen

mussten vorübergehend Personal entlassen und

budgets kürzen.

Doch während die branche sich mit den vor

ihr liegenden herausforderungen abfindet, war

die bedeutung, die Musik für die Zusammen füh -

rung von Gemeinschaften hat, noch nie so groß

wie heute. eine Reihe von Initiativen auf globaler

und sehr lokaler ebene nutzen Musik, um Gemein -

schaften zusammenzubringen und unser aller

Gesundheit und Wohlbefinden zu stärken.

Zum beispiel hat die Weltgesundheits organi -

sation (Who) zusammen mit Global Citizen die

„together At home“ live-Streaming-Initiative ge -

startet, die von lady Gaga kuratiert wird und die

Mitarbeiter*innen des Gesundheitswesens, die an

vorderster Front arbeiten, feiert. Die Initiative ist

teil einer größeren Kampagne, welche schon zig

Millionen Dollar für den Kampf gegen CoVID-19

mobilisiert hat.

Auch die berliner Club Commission bringt im

Rahmen des „united We Stream“-Programms

DJs aus der ganzen Welt zusammen, um neue

Musik und Kooperationen für jedermann zugäng -

lich zu machen.

In Afrika singen bekannte Musiker über Vor -

sichts maßnahmen wie das händewaschen zum

Schutz vor CoVID-19. In den Vereinigten Staaten

hat das Musikunternehmen the orchard das

Stay At home Festival auf Instagram live gestartet,

während das Quarantäne-Fest in Spanien 30

Künstler online zusammenbrachte.

Das berühmte belgische Musikfestival tomor row -

land hat damit begonnen, Millionen von Anhän gern

auf Facebook und Youtube kostenlose live-

Streaming-DJ-Sets der wichtigsten nationalen

und internationalen DJs anzubieten. Sechzig

Künstler*innen in belgien haben beschlossen,

das lied „We Are the World“ zu covern, um die

opfer von CoVID-19 und auch das medizinische

Personal zu ehren. einhundert niederländische

Künstler und einflussnehmer veröffentlichten den

Song „Sunshine“.

es gibt zu viele beispiele, um sie alle aufzuzählen.

Von Italienern, die auf balkonen singen,

bis hin zu Yo-Yo Ma, der ein lieblingslied der hei -

lung teilt. Musik ist wichtiger denn je.

Musik vereint Menschen. Sie ist unsere universelle

Sprache. und so hat Musik auch einen

einfluss auf die Verwirklichung der Ziele der

nachhaltigen entwicklung (SDGs) und der

Aktionsdekade. Sie kann die Gleichstellung der

Geschlechter fördern, wie die Keychange-be -

wegung in ganz europa gezeigt hat. Sie erarbeitet

lösungen zur bekämpfung der Klimakrise,

durch Null-Abfall-Festivals und Initiativen für grüne

energie. Aber die Pandemie hat ernsthafte Aus -

wirkungen auf die Musikindustrie. Die Absage

des SXSW-Festivals in Austin, texas, verursachte

der Stadt einen geschätzten Verlust von 350

Millionen Dollar. ein Großteil davon betraf Arbeits -

plätze außerhalb der Musikbranche, von lebens -

mittelgeschäften bis zu hotels, von taxifahrern

bis zu Reinigungskräften – wenn Musik verschwindet,

werden wir alle ärmer.

Wenn wir das Potenzial von Musik jetzt erkennen,

während wir durch diese Krise gehen, werden

wir sie in Zukunft besser schützen, erhalten

und feiern können. Sie kann uns helfen, die

SDGs zu verwirklichen und die Welt zu einem

gerechteren, ausgewogeneren ort zu machen.

Jetzt ist es an der Zeit, dies zu erkennen, und

um Musik zu hören.

Lady Gaga:

KEINE WEIBLICHE

HILFE IN DER

MUSIKINDUSTRIE

Lady Gaga will nicht dieselben Fehler

machen, wie es die Frauen in der Musik in -

dus trie bei ihr getan haben.

Deswegen hat die Sängerin ihren jüngeren

Kolleginnen wie Billie Eilish ihre Unter -

stüt zung zugesprochen. Gegenüber „Apple“

meinte die 34-Jährige: „Die Wahrheit ist, dass

ich mit älteren Frauen eine harte Zeit hatte,

abgesehen von Céline Dion. Im Sinne von,

dass ich eine weibliche Mentorin hatte, die

mir sagte: ,So wird es gemacht‘. Es hat sich

als schwierig für mich herausgestellt, jemanden

in meinem Leben zu haben, der mir den

Weg zeigte.“

Lady Gaga zeigt sich nicht nur ihren jüngeren

Kolleginnen gegenüber unterstützend

und großzügig, sondern auch gegenüber

Fans, die sie im Supermarkt trifft.

Quelle: www.fan-lexikon.de/musik/news/lady-gaga-keineweibliche-hilfe-in-der-musikindustrie.247729.html

Foto: © Norbert Schoerner / Universal Music

Quelle: unric.org/de/14042020-musikindustrie-gegen-covid-19

2/2020 musiker Magazin


08 MUSIKER-NEWS

„Women In Music Pt. III“ von HAIM

ist bei Universal erschienen.

Foto: © Reto Schmid / Universal Music

HAIM TRETEN GEGEN DIE ALTHERREN-ATMOSPHÄRE

DER MUSIKINDUSTRIE AN

Die drei Schwestern von hAIM haben sich vom

Indie-Rock-Geheimtipp zu einer großen band en t -

wickelt: mit klarer politischer haltung und ur-ameri -

kanischem Sound. Ihr neues Album „Women in

Music Pt. III“ hat auch eine feministische bot schaft.

„Women In Music Pt. III“ heißt das neue Album

der kalifornischen band hAIM, das nun erschienen

ist. hAIM sind eine band, die aus drei Schwestern

besteht. Die erste Single des Albums erschien

bereits vor einem Jahr, die Platte selbst wurde von

den Fans sehnlich erwartet und hätte im April

erscheinen sollen – die Veröffentlichung wurde

aber wegen der Corona-Pandemie verschoben.

„Ziehst du im bett dieselben Gesichter wie auf

der bühne?" Sexistische Fragen wie diese stellen

Journalisten den Mitgliedern von hAIM seit

Anfang ihrer Karriere. Als drei junge Frauen, die

Musik machen, haben Danielle, este und Alana

haim hunderte Kommentare zu ihrem Aussehen

und ihren musikalischen Fähigkeiten bekommen.

Kein Wunder, dass sie langsam die Nase voll

davon haben. Die ersten Zeilen im Song „Man

From the Magazine“ sind direkt an Journalisten

gerichtet, die hAIM auf ihr Aussehen reduzieren:

„Was ist das denn für ne Frage, Mann?“

Der Albumtitel „Women In Music Pt. III“ ist eine

direkte Anspielung auf die Altherren-Atmosphäre

der Musikindustrie. hAIM sind eine gestandene,

Grammy-nominierte band mit knapp drei Millionen

Followern in den sozialen Netzwerken – und trotz -

dem, erzählen sie in Interviews, wollen ihnen männliche

Angestellte in Gitarrenläden immer noch

Akkor de erklären. hAIM können es mittlerweile mit

humor nehmen. und ihr neues Album sollte alle

Zweifel an ihren Fähigkeiten und ihrem Status als

momentan größte band der Welt ausräumen.

Die britische Musikzeitschrift NMe hat in ihrer

Rezension von „Women In Music Pt. III“ die

höchstwertung vergeben: fünf von fünf Sternen.

und tatsächlich ist dieses Album hAIMs bisher

bestes. Die Songs entstanden während einer für

die Schwestern schwierigen Zeit. bei Sängerin

Danielles Partner und gleichzeitig dem Produ zenten

des Albums, Ariel Rechtshaid, wurde hoden krebs

diagnostiziert. und Alana haim traue rte um eine

enge Freundin, die bei einem Auto unfall ums leben

gekommen war.

Die Songs auf „Women In Music Pt. III“ sind

vielleicht auch deswegen insgesamt eher ruhig:

Das tempo ist bedächtig, der Fokus liegt auf den

texten und den Melodien. Musikalisch passiert

aber innerhalb dieser Grundausrichtung sehr viel.

Folk-legende Joni Mitchells einfluss ist schnell

er kennbar, genauso wie hAIMs Faible für den

sonnen geküssten Rock-Sound von Fleetwood

Mac. Aber auch hAIMs andere große leiden schaft

dringt zum ersten Mal richtig durch: der poppige

R&b-Sound der späten 90er- und frühen Nuller -

jahre.

Dieses selbstverständliche und natürlich wirkende

Genre-hopping ist vielen bands, die von

hAIMs Musik beeinflusst sind, in Fleisch und blut

übergegangen. eine neue Generation von Mu -

sikerinnen und bands, in den uSA und auch in

Deutschland, positionieren sich wie hAIM auch

klar gegen Sexismus und Rassismus und lassen

ihre Musik zwischen Rock, R&b und hip-hop hin

und her tänzeln. hAIMs Ästhetik, einstellung und

Sound haben also schon in den letzten paar

Jahren bereits deutliche Spuren hinterlassen.

und mit „Women In Music Pt. III“ haben sie ein

Album gemacht, das auch 2040 noch höre -

rinnen und hörer neu für sich entdecken werden:

einen modernen Klassiker.

www.br.de/nachrichten/kultur/haim-treten-gegen-die-altherren-atmosphaere-der-musikindustrie-an,S3DJ2Qm

musiker Magazin 2/2020


DEuTSCHER RoCK & PoP MuSIKERVERBAND E.V.

DEuTSCHE PoPSTIFTuNG uND MuSIKER MAGAzIN

PRäSENTIEREN

Die verschiedenen Deutschen Rock- und Pop-Preise werden in folgenden Sparten verliehen:

8 Hauptkategorien:

Rock, Pop, Hard Rock, Funk & Soul,

Alternative/Independent, Singer-Songwriter, Singer, Country

119 Sonderkategorien:

Rock, Pop, Funk & Soul, Hard Rock, Alternative, Metal, Jazz-Rock, Rhythm & Blues, New Age,

Reggae, Latin-Pop, Folkrock, Country, Gospel, Musical, Punk, Fusion-Jazz-Rock,

Gothic/Wave, Weltmusik, Hip-Hop, Schlager, Filmmusik, Kinderlieder,

Experimental, Fusion, Hardcore, Industrial, Progressiv, Ska, New Metal, Trance, Elektronik, Dancehall, Elektropop,

Blues, Rock’n’Roll/Rockabilly, Cover/Revival, A Capella, Tonstudio,

Independent-Label, Independent-Musikverlag, Booking-Agentur, Musikmanager, Musikproduzent,

Förderung der Rock- & Popmusik, Lebenswerk, neuer Rock- & Popkünstler, CD-Album (deutschsprachig),

CD-Album (englischsprachig), Studioaufnahme, Single, Song (deutschsprachig), Song (englischsprachig),

Musikvideo, beste Komposition, deutscher Text, Booklet und Inlaycard,

Instrumentalband, Instrumentalsolist, Instrumentalalbum, bester Gitarrist, bester Keyboarder, bester Schlagzeuger,

bester Bassist, bester Percussionist, bestes Arrangement, bestes Blasinstrument

an Nachwuchsmusikgruppen, Einzelmusiker & Sänger*innen sowie an Profimusiker

Anmeldegebühren pro Kategorie: € 20,– DRMV-Mitglieder / € 30,– DRMV-Nichtmitglieder (Bitte den Bewerbungsunterlagen beilegen.)

Teilnahmegebühr: € 150,– je Sparte bei Auswahl durch die Bundesjury

(Kostenlos: 50 Festival-Eintrittskarten im Wert von € 1000,– für eigene Gäste/Fans)

INFOS: Deutsche Pop Stiftung • Kolberger Straße 30 • 21339 Lüneburg

Telefon: 0 41 31/ 23 30 30 • E-Mail: info@drmv.de / info@deutschepopstiftung.de

ANMELDEFORMuLAR: www.musiker-online.com/festival-konzept/anmeldung

Gefördert aus Mitteln der Deutschen Popstiftung,

des Deutschen Rock & Pop Musikerverbandes e.V., des Kulturellen Jugendbildungswerkes e.V.

Bisher publiziert und gesendet vom ZDF (Heute Journal, Aspekte, 3SAT), der ARD (BR, SWF, SR, WDR, NDR, HR) sowie VH-1 und SAT1.

Jährlich publiziert über dpa in über 2.000 Tageszeitungen und Musikzeitschriften.

12. Dezember 2020 – Siegen

Kongresszentrum Siegerlandhalle


10 FESTIVAL

38. DEUTSCHER

ROCK & POP PREIS 2020

am 12. Dezember 2020

Kongresszentrum Siegerlandhalle – Siegen

ZIEL/KONZEPT

2020 werden zum 38. Mal insgesamt über

In

125 „Deutsche Rock & Pop Preise“ der verschiedensten

musikalischen Bereiche an herausragende

Nachwuchsmusikgruppen, Nach -

wuchs einzelkünstler*innen sowie durch eine

Fachjury ausgewählte professionelle Musik grup -

pen und Einzelkünstler*innen mit Ton träger ver -

trag verliehen. So sollen auch in diesem Jahr

Künstler so unterschiedlicher musikstilistischer

Bereiche wie Rock, Pop, Country, Hard & Heavy,

Alternative, Weltmusik, Reggae, Funk & Soul

u.v.a.m. geehrt werden. Einziges Kriterium ist

dabei der künstlerische Anspruch. In ihrer kulturellen

und künstlerischen Ausrichtung steht

diese Kulturveranstaltung damit im be wussten

Gegensatz zu bisherigen Veranstaltungs zere mo -

nien von Industriepreisen und TV-Anstalten.

Durch die Auszeichnung in über 125 verschiedenen

Musikgenres wird der heutigen musikalischen

Vielfalt im Bereich der Rock- & Pop musik

Rechnung getragen. Damit soll erreicht werden,

dass sich möglichst viele Musikgruppen, Einzel -

künstlerinnen und -künstler in ihrer Stilistik wiederfinden.

Diese Kulturveranstaltung soll wie bisher als

Plattform des kreativen Nachwuchses, aber

auch als Treffpunkt einzelner etablierter Künst -

ler*innen und Persönlichkeiten des musikalischwirtschaftlichen

Umfeldes dienen.

FINANZIERUNG

Kulturveranstaltung wird im Wesent -

Diese

lichen – wie in den vergangenen Jahren

auch – durch die Deutsche Popstiftung, den

Deutschen Rock & Pop Musikerverband e.V. und

die am Wettbewerb beteiligten Musikgruppen

und Künstler*innen finanziert. Von allen Be wer -

bern dieses bundesweiten kulturellen Wett be -

werbs wird – ebenfalls wie in den Jahren zuvor –


11

ein Solidarbeitrag in Form einer geringen An -

meldegebühr verlangt. Alle durch die Bundes -

jury ausgewählten Finalteilnehmer sowie durch

die Bundesjury nominierten Preisträger der

Neben- und Sonderkategorien zahlen außerdem

einen Teilnahmebetrag pro Musiksparte,

um die Selbst finanzierung dieses musikereigenen

Kulturfesti vals auf Bundesebene zu ge -

währleisten. Diese solidarische Gemeinschafts -

finanzierung ist in Deutschland einmalig: Damit

wird auch der 38. Deutsche Rock & Pop Preis

wieder gemeinschaftlich finanziert durch die

Stiftungs- und Verbandsträger, die ca. 3000

Musikgruppen, Musikerinnen und Musiker im

Deutschen Rock & Pop Musikerverband e.V.

sowie durch die über 1000 Teilnehmer dieses

Festivals.

KATEGORIEN

können an herausragende etablierte Musik -

gruppen, Musikerinnen und Musiker sowie in den

Sonderkategorien „Bester Gitarrist”, „Bester

Keyboarder”, „Bester Schlagzeuger”, „Bester

Bassist”, „Beste Komposition” etc. verliehen werden.

Hierfür kann man sich direkt bewerben. Die

Bundesjury entscheidet, ob besondere Leis tun -

gen in diesen Bereichen vorliegen.

FOLGENDE

EINZELKATEGORIEN

WERDEN AUSGESCHRIEBEN:

8 Hauptkategorien

119 Sonderkategorien

bedeutenden, aber bisher bei Preisverlei hun -

gen vernachlässigten Musikrichtungen ebenfalls

gewürdigt werden können. In den acht

Hauptkategorien werden die Finalaus schei -

dun gen (und/oder Halbfinalvorentscheide) tags -

über live am Festivalort auf der Bühne erfolgen.

In den übrigen Kategorien entscheidet die

Bundesjury allein aufgrund des eingeschickten

Materials über eine Nominierung bzw. Aus -

zeichnung bei der Preisverleihung.

Mit der Aufnahme von Kategorien, die sich

mit dem künstlerischen und technischen Um -

feld einer CD-Produktion und des Musikmana -

ge ments auseinandersetzen (Studiopro duktion,

CD-Design, Independent-Label, Künstler agentur

etc.), sollen – wie im Vorjahr – auch diese

ansonsten im Schatten von künstlerischen

Auszeichnungen stehenden Firmen und Per so -

nen geehrt werden.

Gegensatz zu anderen deutschen Musik -

Im

preisen werden die Deutschen Rock & Pop

Preise 2020 in über 125 verschiedenen musikstilistischen

Bereichen verliehen. Weitere Preise

Durch die differenzierte Auswahl an Sonder -

kategorien wird gewährleistet, dass eine große

Anzahl vielversprechender Musikgruppen, In -

terpreten und Künstler*innen in musikhistorisch

Jede Band/jeder Künstler kann sich mit

einer CD/einem Musikvideo pro Kategorie

(möglichst eine Liveaufnahme) bei der

Deutschen Pop stiftung für die verschiedenen

Kategorien bewerben.

8


12 FESTIVAL

BEWERBUNGSGEBÜHR

20 Euro

drMV-Mitglieder

30 Euro

drMV-nicHtMitglieder

Nach dem Bewerbungsschluss ermitteln

unabhängige Expertenjuroren, die von der

Deutschen Popstiftung eingesetzt werden, die

Teilnehmer am Finale und die Preisträger der

Neben- und Sonder kategorien des 38.

Deutschen Rock & Pop Preises 2020. Mithilfe

eines detaillierten Be wer tungsbogens (Arran-

ge ment, Instrumen tierung, Gesang, Text, Kom -

position, Originalität, Kreativität etc.) ermittelt

die Festivaljury die live im Finale des 38.

Deutschen Rock & Pop Preises 2020 auftretenden

Musik gruppen und Einzelinterpreten

der Hauptkategorien. Um eine gerechte Preis -

verleihung zu gewährleisten, kann die Bundes -

jury, wenn die Einordnung den Juroren passend

erscheint, Preise auch in anderen als den

durch die Künstler ursprünglich beworbenen

Kategorien zuerkennen.

TEILNAHME

Teilnehmer am Finale des 38. Deut -

Die

schen Rock & Pop Preises 2020 erhalten

durch die Deutsche Popstiftung eine Ein -

ladung nebst Teilnahmeformular. Die in allen

Sparten und Bereichen nominierten Bands und

Künstler*innen werden persönlich eingeladen.

Erst die Rücksendung des ausgefüllten Teil -

nahme formulars und die Entrichtung der Teil -

nahmegebühr in Höhe von 150 Euro je Haupt -

kategorie und je erste Sonderkategorie (alle

weiteren 100 Euro) garantieren die Teilnahme

am 38. Deutschen Rock & Pop Preis 2020.

Die Finalisten (Einzelkünstler*innen und Musik -

gruppen) der Hauptkategorien und die ausgezeichneten

Preisträger der Sonderkategorien

erhalten im Gegenzug je 50 Eintrittskarten (mit

Publikumsabstimmung) im Gesamtwert von

1000 Euro für den eigenen Gäste-/Fankreis.

Mit der Nichtrücksendung des Anmelde for -

mulars und der Nichtentrichtung der Teilnah me -

gebühr verfallen die Teilnahme und Preis zuer -

kennung.

Die Ergebnisse der Wahl und Auszeichnung

durch die Festivaljury werden auf der Website

des DRMV www.musiker-online.tv und durch

die Kulturzeitschrift Musiker Magazin nach dem

Festival veröffentlicht.

PREISVERLEIHUNG

gehen davon aus, dass wir die Preis -

Wir

verleihungsgala des 38. Deutschen

Rock & Pop Preises 2020 am 12. Dezember in

der Siegerlandhalle in Siegen durchführen werden.

Die circa achtstündigen Liveauftritte der aus -

gewählten Teilnehmer der Hauptkategorien finden

allerdings ausdrücklich wegen der einschränkenden

Corona-Regeln in diesem Jahr

nicht statt. Somit müssen wir die fast zehnstündige

Gesamtveranstaltung auf ca. drei Stun den

reduzieren.

Wenn das Land NRW so diese dreistündige

Preisverleihungsgala genehmigt, werden wir

diese am 12. Dezember in der Sieger land -

halle in Siegen abends zwischen 20:00 und

23:00 Uhr durchführen. Ein Kom pro miss, den

wir leider eingehen müssen.

Den 24 Juroren der Bundesjury werden dann

im Oktober/November die durch eine Voraus -

wahl-Jury ermittelten Songs der Finalteilnehmer

(Hauptkategorien 1 – 8) zugesandt. Die Bewerber

können vorher einen Song festlegen, der gewertet

werden soll. Jeder der Juroren erhält dann

einen detaillierten Bewertungsbogen (Punktie-

rung 1 – 6) und schickt diesen ausgefüllt an den

DRMV/Deutsche PopStiftung zur additiven Ge -

samtauswertung zurück.

Ergibt die Addition aller Wertungen durch

die Juroren in einzelnen Sparten ein gleiches

Wertungsergebnis, werden in diesem Bereich

gerechterweise diese gleichwertig ermittelten

Preisträger gleichermaßen ausgezeichnet, da

sich die Jury zu einem Gesamtbewer tungs -

hearing nicht treffen kann, sondern jeder Juror

eine Einzelauswertung vornimmt. Alle ermittelten

Preisträger erhalten anschließend – wenn

eine Geneh mi gung vorliegt – eine Einladung

zur Preisverleihungsgala für den 12. Dezember

in der Siegerlandhalle in Siegen.

Sollte dieser musikereigene Musikwett be werb

am 12. Dezember 2020 in der Sieger land halle

durch das Land NRW gänzlich verboten werden,

wird die Bundesjury zuvor die Preisträger

anhand des eingereichten Bewer bungs ma -

terials (CDs etc.) auswählen und alle Preise der

Preisträger (Haupt- und Sonderkategorien)

öffentlichkeitswirksam online verleihen. Die

DIN-A3-Urkunden werden in diesem Fall an alle

Preisträger postalisch verschickt.

Die umfassende Preisverleihung aller Preis -

träger findet, falls sie genehmigt wird, am 12.

Dezember 2020 zum Schluss des 38. Deutschen

Rock & Pop Preises 2020 in der Sieger land -

halle in Siegen statt. Dafür werden zuerst alle

Preis träger der Sonderkategorien auf die Bühne

gerufen und dann der Reihe nach ausgezeichnet.

Dann werden alle Preisträger der Haupt -

kate go rien auf die Bühne ge rufen und ebenfalls

feierlich ausgezeichnet. Zum Schluss beider

Preis ver lei hungen werden alle Preisträger für

die anwesenden Journalisten, Fotografen und

Video ka meras unter Einspielung der Festival -

hymne im Halb kreis gruppiert, um für die zahlreichen

Be richt erstattungen der bundesweiten

Tages zei tungen geeignete Medienfotos zur Ver -

fü gung zu haben.

Web: WWW.MUSIKER-ONLINE.TV

Pressedokumentation 2019:

WWW.YUMPU.COM/DE/DOCUMENT/READ

/63397666/37-DEUTSCHER-ROCK-POP-

PREIS-2019-PRESSEDOKUMENTATION

text: OLE SEELENMEYER

Fotos: LUDWIG CZAPLA


ANMELDUNG

Hiermit melde ich mich/uns für den Deutschen Rock & Pop Preis 2020 an.

FESTIVAL 13

38. DEUTSCHER ROCK & POP PREIS 2020

Band/Künstler*in: .........................................................

Ansprechpartner*in: ......................................................

Straße: ..........................................................................

PLZ Ort: ........................................................................

Bundesland: ..................................................................

Tel.: ...............................................................................

Mobil: ............................................................................

Fax: ....................................................................................

E-Mail: ................................................................................

Internet: ..............................................................................

DRMV-Mitgl.-Nr.: ................................................................

GEMA-Mitglied?: q nein q ja:

q angeschl. q außerord. q ordentlich

Anmeldungen in mehreren Sparten sind möglich.

Bewerbungsgebühr pro Musiksparte: 20,– Euro DRMV-Mitglieder /30,– Euro DRMV-Nichtmitglieder

Die Bewerbungsgebühren in Höhe von Euro ........... q in bar beigelegt q als Scheck beigelegt q per Überweisung

Bankverbindung: Deutsche Popstiftung, Postbank Hamburg, IBAN: DE08 2001 0020 0964 2792 08, BIC: PBNKDEFF

Dieses Anmeldeformular, CD und Bewerbungsgebühr bitte spätestens bis 1. September 2020 an:

Deutsche Popstiftung, Bewerbung 2020, Kolberger Str. 30, 21339 Lüneburg

Teilnahmegebühr: 150,– Euro je Hauptkategorie und je erste Sonder ka te gorie (alle weiteren 100,– Euro) – Diese Gebühr fällt erst

nach Auswahl durch die Bundesjury an. (Kostenlos: 50 Festival-Eintrittskarten im Wert von 1.000,– Euro für eigene Gäste/Fans)

38. DEuTSCHER RoCK & PoP PREiS 2020: HAuPTKATEgoRiEN

Bitte gewünschte Musiksparte(n) ankreuzen und CD (pro Sparte eine CD!) beilegen! Der jeweils 1. Song wird gewertet!

q 1

q 2

q 3

q 4

q 5

q 6

q 7

q 8

Deutscher Rock Preis (beste Rock-Band)

Deutscher Pop Preis (beste Pop-Band)

Deutscher Hard Rock Preis (beste Hard’n’Heavy-Band)

Deutscher Funk & Soul Preis (beste Funk/Soul-Band)

Deutscher Alternative Preis (beste Alternative-Band)

Deutscher Singer-Songwriter Preis (beste*r Solosänger*in – Wertung: Eigenkomposition und Stimme)

Deutscher Singer Preis (beste*r Solosänger*in – Wertung: Stimme)

Deutscher Country Preis (beste Country-Band)

Die durch die Jury ausgewählten Teilnehmer der Hauptkategorien präsentieren sich am 12. Dezember 2020

im Finale auf der Hauptbühne der Siegerlandhalle in Siegen mit jeweils einem Song (maximale Länge: 4 Minuten).

38. DEuTSCHER RoCK & PoP PREiS 2020: SoNDERKATEgoRiEN

q 9

Beste Filmmusik

q 18

Bestes Trancealbum

q 26

Beste A-Capella-Band

q 10 Bestes Kinderlieder-Album

q 11 Beste Experimentalband

q 12 Beste Crossoverband

q 13 Beste Hardcoreband

q 14 Beste Industrialband

q 15 Beste Progressiveband

q 16 Beste Skaband

q 19

q 20

q 21

q 22

q 23

q 24

Beste(r) Mundart-Interpret*in

Beste(r) Electronic-Interpret*in

Bestes Dancehall-Album

Beste Elektropopband

Bestes traditionelles Blues-Album

Beste Rock’n’Roll/Rockabillyband

q 27

q 28

q 29

q 30

q 31

q 32

Bestes Chanson-Album

Beste Punkband

Beste Gothic/Wave-Band

Beste(r) Gospel-Interpret*in

Beste Gospelgruppe

Bestes Weltmusikalbum

q 17

Beste Nu-Metal-Band

q 25

Beste Cover/Revivalband

q 33

Bestes Hip-Hop-Album

EINSENDESCHLUSS: 1. SEPTEMBER 2020


14 FESTIVAL

Bitte gewünschte Musiksparte(n) ankreuzen und CD (pro Sparte eine CD!) beilegen! Der jeweils 1. Song wird gewertet!

BEREICH RoCK:

q 34 Beste Rocksängerin

q 35 Bester Rocksänger

q 36 Bester Rocksong

q 37 Bestes Rockalbum

BEREICH PoP:

q 38 Beste Popsängerin

q 39 Bester Popsänger

q 40 Bester Popsong

q 41 Bestes Popalbum

BEREICH FuNK:

q 42 Beste Funk-Sängerin

q 43 Bester Funk-Sänger

q 44 Bester Funk-Song

q 45 Bestes Funk-Album

BEREICH HARD RoCK:

q 46 Beste Hard-Rock-Sängerin

q 47 Bester Hard-Rock-Sänger

q 48 Bester Hard-Rock-Song

q 49 Bestes Hard-Rock-Album

BEREICH METAl:

q 50 Beste Metal-Sängerin

q 51 Bester Metal-Sänger

q 52 Beste Metal-Band

q 53 Bester Metal-Song

q 54 Bestes Metal-Album

BEREICH FuSIoN-JAzz-RoCK:

q 55 Beste Fusion-Jazz-Rock-Sängerin

q 56 Bester Fusion-Jazz-Rock-Sänger

q 57 Beste Fusion-Jazz-Rock-Band

q 58 Bester Fusion-Jazz-Rock-Song

q 59 Bestes Fusion-Jazz-Rock-Album

BEREICH AlTERNATIvE:

q 60 Beste Alternative-Sängerin

q 61 Bester Alternative-Sänger

q 62 Bester Alternative-Song

q 63 Bestes Alternative-Album

BEREICH NEW AGE:

q 64 Beste New-Age-Band

q 65 Bester New-Age-Song

q 66 Bestes New-Age-Album

BEREICH R’N’B/Soul:

q 67 Beste R’n’B/Soul-Sängerin

q 68 Bester R’n’B/Soul-Sänger

q 69 Beste R’n’B/Soul-Band

q 70 Bester R’n’B/Soul-Song

q 71 Bestes R’n’B/Soul-Album

BEREICH REGGAE:

q 72 Beste Reggae-Sängerin

q 73 Bester Reggae-Sänger

q 74 Beste Reggae-Band

q 75 Bestes Reggae-Album

BEREICH lATIN-PoP:

q 76 Beste Latin-Pop-Sängerin

q 77 Bester Latin-Pop-Sänger

q 78 Beste Latin-Pop-Band

q 79 Bester Latin-Pop-Song

q 80 Bestes Latin-Pop-Album

BEREICH FolKRoCK:

q 81 Beste Folkrocksängerin

q 82 Bester Folkrocksänger

q 83 Beste Folkrockband

q 84 Bester Folkrocksong

q 85 Bestes Folkrockalbum

BEREICH CouNTRy:

q 86 Beste Country-Sängerin

q 87 Bester Country-Sänger

q 88 Bester Country-Song

q 89 Bestes Country-Album

BEREICH SCHlAGER:

q 90 Beste Schlager-Sängerin

q 91 Bester Schlager-Sänger

q 92 Beste Schlager-Band

q 93 Bester Schlager-Song

q 94 Bestes Schlager-Album

BEREICH MuSICAl:

q 95 Beste Musicalsängerin

q 96 Bester Musicalsänger

q 97 Bestes Musicalalbum

Die durch die Jury nominierten Preisträger aller Sonderkategorien werden am 12. Dezember 2020

auf der Hauptbühne der Siegerlandhalle in Siegen bekanntgegeben.

Die Anmeldeformulare können auch unter www.musiker-online.tv heruntergeladen werden.

MuSIKBuSINESS:

q 98 Bestes Rock-/Pop-Tonstudio (Preis-Leistungs-Verhältnis)

(Bew.: CD, Studioausstattung, Mietpreis etc.)

q 99 Bestes kreatives Independent-label (Rock & Pop)

(Bew.: Produktionsübersicht (CD), Vertriebswege etc.)

q 100 Bester Independent Musikverlag (Rock & Pop)

(Bew.: Künstlerübersicht, Vermarktungsstrategie etc.)

q 101 Beste Booking-Agentur (Rock & Pop)

(Bew.: Künstler-, Konzert- und Tourneeübersicht)

q 102 Erfolgreiche*r Musikmanager*in (Rock & Pop)

(Bew.: Künstler- und Vermarktungsunterlagen)

q 103 Erfolgreiche*r Musikproduzent*in (Rock & Pop)

(Bew.: Künstler- und Produktionsangaben, CD)

q 104 Kulturpreis für die Förderung der Rock- & Popmusik in

Deutschland (Bew.: Auf Empfehlung – keine Gebühren fällig!)

q 105 lebenswerk (Bew.: Beschreibung des Lebenswerks)

MuSIKPRoDuKTIoN:

q 106 Beste*r neue*r Rock- und Popkünstler*in des Jahres

q 107 Bestes CD-Album des Jahres (deutschsprachig)

q 108 Bestes CD-Album des Jahres (englischsprachig)

q 109 Bester Song des Jahres (deutschsprachig)

q 110 Bester Song des Jahres (englischsprachig)

q 111 Beste Studioaufnahme des Jahres

q 112 Beste Single des Jahres

q 113 Bestes Musikvideo

q 114 Beste Komposition

q 115 Bester deutscher Text

q 116 Bestes Booklet und Inlaycard

q 117 Beste Instrumentalband

q 118 Bestes Instrumentalalbum

q 119 Beste*r Barpiano-Interpret*in

INSTRuMENTAlISTEN:

q 120 Beste*r Instrumentalsolist*in

q 121 Beste*r Gitarrist*in

q 122 Beste*r Keyboarder*in

q 123 Beste*r Schlagzeuger*in

q 124 Beste*r Bassist*in

q 125 Beste*r Percussionist*in

q 126 Bestes Arrangement

q 127 Bestes Blasinstrument

EINSENDESCHLUSS: 1. SEPTEMBER 2020


ie große Stärke von Volkwin Müller ist die

D Empathie. Der Detmolder Singer-Song -

writer spürt den Gefühlen seiner Umwelt nach, als

hätte er eine besonders empfindliche Antenne im

Herzen. Vielleicht hatte diese Antenne aber auch

jemand in der Nadel seines Plattenspielers versteckt.

Kein allzu ferner Gedanke, denn das, was

Volkwin fühlt, bricht sich Bahn in Musik. Das war

insbesondere 2012 evident, als er dem Men schen

und Musiker John Lennon mit einem Cover album

Tribut zollte. „All you need is love“ bestätigte ni -

ckend das Magazin Akustik Gitarre. Und hätte sich

Beatles-Freund Klaus Voormann dazu hinreißen

lassen, für Volkwin ein exklusives Lennon-Portrait

zu zeichnen, wenn da nicht diese Extraportion

Herz blut an den Gitarrensaiten geklebt hätte?

Dieser Tage macht sich Volkwin nun wieder auf

den Weg, auf eine Reise zu sich selbst, weiter auf

die Straße, das Autoradio an, immer ein Ohr für

die Person, die da neben ihm sitzt, im Auto, vor

der Bühne oder neben dem Radiolautsprecher.

Volkwin Müller

»MUSIK

WIE EIN GUTER

FREUND«

STORIES 15

Musikalisch bewegt sich Volkwin in einem in -

ternationalen Rock-/Pop-Universum, kennt seinen

Tom Petty, seine Dire Straits und natürlich seine

Beatles. Und er kennt seine Gitarre, kreiert nach

25 Jahren als Musiker deutschsprachige Lieder,

die sich hinter angloamerikanischen Produk tionen

nicht verstecken müssen. Seine Themen findet er

jedoch nicht in Hollywood-Welten, sondern in

inneren Gefühlswelten. Er singt von Mut, Zweifeln,

vom Loslassen, vom Verlust, aber auch vom Zu -

trauen in das eigene Ich. Volkwins Musik wirkt

fast schon wie der gute Freund, den man sich

manch mal wünschen würde.

Das Album wurde unter Mithilfe des Hamburger

Gitarristen und Produzenten Uli Kringler „in perfekter

Weise in Szene gesetzt“, schwärmt Volkwin,

der sich auch mit dessen „glücklicher Hand bei

der Zusammenstellung der richtigen Begleit mu -

siker“ zufrieden zeigt. Mit Bassist Jens Wrede und

Schlagzeuger Heinz Lichius haben sie das Album in

Hamburg-Finkenwerder zusammen aufgenom -

men. Gäste sind der Reutlinger Pianist Samuel

Jersak („Straßensong“ und „In all den Jahren“)

sowie die aus Holland stammende Sängerin

Nyassa Alberta („Straßensong“, „Ich muss Dir was

sagen“ & „Kannst Du es hören“).

CD-BESTELLUNG: WWW.VOLKWIN.DE

TExT: CHRISTIAN BIADACZ

FOTOqUELLE: VOLKWIN MÜLLER

»Er singt von Mut,

Zweifeln,

vom Loslassen, vom

Verlust, aber

auch vom Zutrauen

in das eigene Ich.«

VOLKWIN MÜLLER

„Auf dem Weg“

VÖ: 03. JANUAR 2020

WWW.VOLKWIN-MUELLER.DE

WWW.INSTAGRAM.COM/VOLKWIN.MUELLER

WWW.FACEBOOK.COM/VOLKWIN.MULLER

2/2020 musiker Magazin


16 STORIES

Die Kinder von gestern

mit dem Spielzeug

von morgen

KANDA SIND KATRIN MEDDE

UND ALEX MENICHINI.

KANDA

„Kanda“

VÖ: 03 JANUAR 2020

WWW.KANDALAND.DE

WWW.FACEBOOK.COM/

KANDAMUSIK

ie feiern in ihrer Musik die großen und

S kleinen Schritte, suchen und finden den

Glanz im Einmaligen und die Wunder im All -

täglichen. Kanda vereinen Pop, Rock, Punk &

Drama mit greifbarer Spielliebe und starten

eine mitreißende Expedition durch den Mo ment

– ganz nach der Parole: Mach dir deine Welt,

wie sie dir gefällt!

„Kanda“ sind also da und haben ein neues

Album aufgenommen, das keinem vorenthalten

werden sollte.

Produziert wurde das Album in Ludwigsburg

im Jamusic Studio. Zusammen mit Jörg

Orlamünder haben wir in unglaublicher Atmo -

sphäre und super Workflow ein großartiges

Album aufgenommen. Man kann es überall

online hören und auf Bandcamp oder bei uns

direkt natürlich auch bestellen. 15 Titel sind

drauf. Ein Musikvideo wurde natürlich auch pro -

duziert (gedreht von Steffen Hacker)!

Musikvideo:

(www.youtube.com/watch?v=K1RC6zQHFIE&lis

t=PL3LnciWllH5uydT3x1O21yFCqw1SVygm0)

musiker Magazin 2/2020


STORIES 17

»Mal klassisch, mal

fantastisch, mal über alle

Berge, mal mit

allerlei Pipapo und immer

nach vorne:

Der Puls im Beat –

das Herz im Sound.«

WORUM GEHT ES IN DEM ALBUM?

Da wir sehr großen Wert auf Musik und auch

Texte legen, haben wir uns gedacht, dass kurze

Teaser zu den einzelnen Songs den Einstieg in

die Welt von Kanda erleichtern könnten. Hier ein

paar Beispiele:

ANIKA NILLES

PAD BOOK

Anika Nilles

Buch

€21,95

NEW

NEUERSCHEINUNG

ISBN 978-3-943638-17-3

Alfred’s KLAVIERSCHULE

FÜR ERWACHSENE

Jetzt mit CD!


NEW

BOOKS

GUITAR SCALE

COLOURS

Wieland Harms

Buch&CD

€ 21,95

NEUERSCHEINUNG

ISBN 978-3-947998-13-5

POP PIANO

SCHOOL

Florian Tekale

NEW

Wir haben die letzten Wochen und Monate

fleißig an verschiedenen Livesetups gearbeitet,

um einen möglichst breiten Bereich ab -

decken zu können, sei es ein winziges Wohn -

zimmer konzert oder auf der großen Bühne in

der Sieger landhalle … :) Egal in welchem

Setup, wir spielen im Duo und haben unsere

eigene Tech nik dabei und sind startklar.

RÜCKENWIND

Das Ende einer Beziehung aus unterschiedlichen

Perspektiven und die Freiheit, eben

genau damit umgehen zu dürfen!

REPARIEREN

Wie oft lässt sich etwas reparieren, das

von Anfang an aus zwei unterschiedlichen

Teilen besteht? Der Kampf ums Gleich ge -

wicht in einer Beziehung!

HANGOVER

Auf alle Wege, die entstehen! Auch wenn

diese Wege sich manchmal voneinander

trennen müssen!

ALLES WIEDER GUT

Ein Lied über das Glück, die tollsten und

auch seltsamsten Dinge teilen zu können!

ÜBER ALLE BERGE

Manchmal liegt, was wir uns wünschen,

nicht auf dem Weg, der sich vor uns er -

streckt … das bedeutet nicht, dass dieser

Weg nicht der richtige ist …

MELODIE

Leben ist Tanzen! Wir treffen, drehen, trennen

uns und geben so immer ein kleines bisschen

unserer eigenen Melodie weiter …

POLAROID

Wir sind Kinder von gestern mit dem Spiel -

zeug von morgen … machen wir was draus!

TexT und FoToquelle: KANDA

Web: WWW.KANDALAND.DE

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alfredmusic.de


18 STORIES

Seelenmeyer sprach mit Tilo Buchholz

Ole

(51), Drummer, Sänger, Texter und „Halb-

tagsverwalter“ der Band.

MM: Aus welchen Mitgliedern wird eure Band

gebildet?

THe BroTHerS: The Brothers waren ursprünglich

vier leibliche Brüder. Der älteste Bruder, Bassist

Andres, hat die Band bereits 1995 verlassen.

Coco (53) singt, spielt Gitarre und Keyboards,

Zwilling Lorenz (51) singt und spielt Gitarre, und

ich, Zwilling Tilo (51) singe und spiele Schlag -

zeug. Seit 2011 ist als jüngster Bruder roby (45)

„adoptiert“. er spielt Bass und singt.

MM: Wie seid ihr als Band organisiert? Als

Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) oder

als Honorarunternehmen, das von einer einzelnen

Person geleitet wird?

THe BroTHerS: Wir haben als Brüder mit einem

Freund 1992 zwei Gbrs eingetragen. Über die

eine wickeln wir die künstlerischen Dinge ab wie

Konzertgagen, über die andere steuern wir unsere

Produktionen und das eigene kleine Label.

Musikalische Gäste auf der Bühne oder im Studio

laufen dann über Honorarverträge.

THe BroTHerS: Das hat sich über die Jahr -

zehnte nach Neigungen und Verfügbarkeiten ent -

wickelt. Der kreative Teil wird von allen vier Band -

mitgliedern getragen, jeder entwickelt seinen Part in

den Songs selber. Das Songwriting liegt zumeist

in den Händen der Gitarristen Coco und Lorenz,

die Texte steuere zum größten Teil ich bei. Coco

ist unser „musical mastermind“, er schreibt die

Arrangements für unsere Gesangssätze und hat

auch im Studio den Hut auf. Außerdem ist er für

die Wartung der Anlage zuständig, repariert Kabel

und Speaker oder stellt neue racks für das Inear-Monitoring

zusammen.

Lorenz und ich teilen uns das Büro, in dem wir

unsere Konzerte organisieren und die Veröffent -

lichungen von Tonträgern begleiten. Von hier aus

pflegen wir die Kontakte zu Veranstaltern und

Medien. Buchhaltung und die IT-Wartung konnten

wir glücklicherweise in befreundete Hände

auslagern. Zu erwähnen ist noch unser Tech niker

Wolfgang, quasi unser fünftes Bandmitglied. er

fährt seit 1992 unseren Live-Sound und mischt

und mastert inzwischen auch die Studio pro duk -

tionen. Außerdem betreut er unseren Webauf -

tritt – eine wirklich großartige Hilfe.

MM: Wieviel Jahre insgesamt spielt ihr schon

zusammen?

THe BroTHerS: Coco, Lorenz und ich haben

1978 im elterlichen Keller begonnen, zusammen

Beatles-Songs nachzuspielen. Unsere ersten Auf -

tritte als Schülerband, die pressemäßig verbrieft

sind, stammen aus dem Jahr 1979. Daher haben

wir offiziell im letzten Jahr unser 40-jähriges

Bühnen jubiläum gefeiert.

MM: Bitte beschreibe mir eure fünf verschiedenen

Musikprogramme etwas ausführlicher

im Einzelnen …

THe BroTHerS: Auch wenn wir als Jugendliche

mit Coverversionen begonnen haben, liegt seit

unserem professionellen „Antritt“ 1991 der

Schwer punkt auf unseren eigenen Kompo sitio -

MM: Wie verteilt ihr innerhalb dieser Musik -

gruppe die verschiedenen Aufgaben: Pro -

duk tion, Songbearbeitung, Instrumentation,

Gesang, Technik, Management, Booking,

Pres searbeit, Promotion, Merchandising,

Label, Verlag etc.?

Vier Fünftel ihres Lebens

stehen sie schon gemeinsam auf der Bühne,

die Gebrüder Buchholz aus Freiburg.

Wie könnte die Band da anders heißen als „The Brothers“?

Eine echte independent Band

mit eigenem Label, diversen CD-Veröffentlichungen und

unzähligen Konzerten in vielen Ländern.

musiker Magazin 2/2020


STORIES 19

»Uns geht es einfach so gut

hier im gesättigten

Deutschland, dass ich als

Texter nicht umhinkomme,

Missstände zu benennen

und zu überlegen,

was es zu ändern gilt.«

THE BROTHERS

„Grounded“

VÖ: 5. DEZEMBER 2019

WWW.THEBROTHERS.DE

BNB-NET.DE/PRODUKT/THE-BROTHERS-GROUNDE

WWW.FACEBOOK.COM/THEBROTHERSFREIBURG

nen. Bis 2000 haben wir fünf CDs mit eigenen

Songs veröffentlicht. Beim Jahrhundertwechsel

spürte man aber schon, dass die CD-Verkäufe

insgesamt rückläufig waren. Da wir unbedingt

weiter vom Musikmachen leben können wollten,

haben wir 1999 begonnen, in gleicher Beset zung

mit dem „Acoustic Fun orchestra“ humorvolle

Coverversionen von rock- und Pop klassi kern für

Partys und MusiComedybühnen zu entwickeln.

Das hat sich live sehr gut bewährt, wir spielen

jedes Jahr viel auf Messen, Stadtfesten, Theater -

bühnen oder etwas anderen Betriebsfeiern.

Im Jahr 2008 haben wir mit einem befreundeten

Sänger ein weiteres Programm aus der Taufe

gehoben. oli Meier hat eine begnadete Stimme,

mit ihm kümmern wir uns um nicht nur gesanglich

anspruchsvolle Werke von Deep Purple, Queen,

Led Zeppelin, Boston, Journey und vielen anderen

Acts des Classic rock. Das Programm heißt

„Fireworks of rock“ und kommt beim feierwütigen

Publikum bombastisch an, speziell weil oli

vorne eine echte rampensau ist.

eher selten frönen wir unserer ersten Leiden -

schaft, den Beatles. Wir haben das Format

„Special Beatles Night“ entwickelt, bei dem wir

mit Gastsängerinnen und -sängern einen Abend

lang Klassiker der Fab Four interpretieren. Da

standen schon tolle Künstler wie Julia Neigel,

Fools Garden, Tokunbo, Anne Haigis oder auch

Tony Sheridan mit uns auf der Bühne. Das ist

aber produktionstechnisch recht aufwendig,

weshalb wir das nur auf spezielle Nachfrage oder

zu besonderen Momenten aufgreifen. Bei all diesen

Programmen sind wir zu viert, also mit unserem

Basser roby unterwegs.

Auf ganz kleinen Bühnen oder wenn es mal ganz

kurzfristig kommt, spielen wir als reines Brüder-Trio

akustische Konzerte in Singer-Songwriter-Tradition.

eine Menge Spaß machen aber alle diese fünf

völlig verschiedenen Programme!

8

the

brothers

more than a family affair

2/2020 musiker Magazin


20 STORIES

MM: Wie viele Konzerte insgesamt habt

ihr schon absolviert? Wo habt ihr überall

ge spielt?

THe BroTHerS: es werden inzwischen weit über

2 000 sein! Ich müsste das mal anhand der alten

Tourpläne recherchieren. Die meisten davon na -

türlich in Deutschland, aber immer wieder spielen

wir auch im Ausland. Das nördlichste Konzert

war in Lappland, südlich sind wir bis nach Bari in

Italien vorgedrungen. Auch in Frankreich und

Luxembourg sind wir immer wieder zu Gast.

In den Nullerjahren waren wir ab und zu als

Guest entertainer für Special events an Bord der

AIDA-Flotte und haben so zum Beispiel eine X-

mas-Show bei Windstärke zwölf in der karibischen

See vor Costa rica gespielt. Auch ein

paar tolle Festivals waren in all den Jahren dabei.

So spielten wir mit unserer Debüt-CD 1993 auf

der off-Bühne des Montreux-Jazzfestivals und

waren regelmäßig beim Zeltmusik-Festival in

Freiburg oder bei der Kieler Woche. In guter erin -

nerung bleiben auch das Münchener Tollwood,

das Nürnberger Barden-Treffen oder das Jübeker

openAir …

MM: Wo und in welchem Tonstudio produziert

ihr eure CDs? Wer ist der Produzent?

THe BroTHerS: Unsere ersten drei CDs haben

wir in unserer ehemaligen Heimatstadt Hagen im

Woodhouse-Studio aufgenommen, produziert vom

ehemaligen Grobschnitt-Drummer eroc, der uns

seit Kindertagen freundschaftlich unterstützt hat.

er hat auch später noch CDs für uns gemastert.

Seit der Produktion von „Bluu Tambourine“ (1997)

haben wir dann die Basis-Tracks in unserem

Proberaum in Freiburg aufgenommen und das

Mischen „outgesourct“.

Unser jetziger Proberaum ist so groß, dass wir

einen regieraum abteilen konnten und somit völlig

autark arbeiten können. Mischen und Mastern

lagern wir trotzdem meistens aus, um auch noch

andere ohren an der Produktion zu beteiligen.

MM: Unter welchem Label veröffentlicht ihr

die CDs und die digitalen Produktionen?

THe BroTHerS: 1994 haben wir das Label „True

Color records“ gegründet, über das all unsere

Produktionen und auch Veröffent lichungen be -

freundeter Künstler laufen. es gab zwar immer

wieder mal Gespräche mit Majorlabels, aber die

Bedingungen dort waren zumeist für uns nicht

zufriedenstellend.

MM: Wie viele CDs habt ihr schon produziert?

THe BroTHerS: „Grounded“ ist unsere neunte

CD mit ausschließlich eigenen Kompositionen.

Außerdem gibt es eine Live-DVD zum 30. Büh -

nenjubiläum, drei CDs mit MusiComedy vom

Acoustic Fun orchestra, ein Live-Album mit „Fire-

works of rock“ und einen Mitschnitt von einer

„Special Beatles Night“ von 2002 in Kooperation

mit dem SWr.

MM: Bitte erkläre uns und den Lesern euer

politisches Engagement in der Aussage eurer

Texte.

THe BroTHerS: Groß geworden in den frühen

80ern hat uns die Friedensbewegung sozialisiert.

»Groß geworden in den frühen 80ern hat uns

die Friedensbewegung sozialisiert

und seit jeher sind wir politisch-denkend

und lassen unsere Mei nung

immer wieder auch in unsere Texte einfließen.«

musiker Magazin 2/2020


STORIES 21

Nato-Doppelbeschluss, Pershings in Deut sch -

land usw. Später kamen Straßenmusik-Tour -

neen durch ganz europa dazu, was zu vielen

schönen Kontakten und bleibenden Freund -

schaf ten geführt hat, erleichtert durch die offenen

Grenzen. Dadurch sind wir zu glühenden

Verfechtern europas geworden. Seit jeher sind

wir politisch denkend und lassen unsere Mei -

nung immer wieder auch in unsere Texte einfließen.

Unser 94er-Album hieß „Winter Has

Gone“ und beschäftigte sich damals schon mit

dem drohenden Klimawandel. Songs gegen

Walfang oder über die ungerechte Be hand -

lung der indigenen Völker Süd ameri kas entstanden

aus dieser einstellung.

Der opener auf dem neuen Album „Groun-

ded“ heißt „Let Them Drown“ und prangert

an, dass ein Marktplatz voller Menschen „Ab-

saufen“ skandiert und die Politik das ret ten

vom ertrinken bedrohter Flüchtlinge als Ver -

brechen darstellt.

Uns geht es einfach so gut hier im gesättigten

Deutschland, dass ich als Texter nicht um -

hinkomme, Missstände zu benennen und zu

überlegen, was es zu ändern gilt.

WeB: WWW.THEBROTHERS.DE

INTerVIeW: OLE SEELENMEYER

FoToQUeLLe: THE BROTHERS


22 STORIES

SAMIRA SAYGILI &

PETER AUTSCHBACH

„Sweeter Than Honey“

VÖ: 19. NOVEMBER 2018

WWW.SAYGILI-AUTSCHBACH.DE

MM: Seit wann arbeitet ihr als Duo zusammen?

Wie habt ihr euch kennengelernt?

PeTer: Bei einem Dating-Portal (Gelächter). Nein,

ich habe schon immer gern Sängerinnen begleitet,

weil für meine Ohren weiblicher Gesang besonders

gut zur Gitarre passt. Mit Samira arbeite ich

seit 2009 zusammen.

SAMIrA: Alle Duopartnerinnen, mit denen Peter

damals gespielt hat, waren schwanger, als er

ihnen ein Konzertangebot machte. Da empfahl

die tolle, damals schwangere Sabine Kühlich ihre

ehemalige Gesangsschülerin Samira. Wir hatten

dann drei Konzerte zusammen. Ich war sehr aufgeregt,

meine Lehrerin zu vertreten. Als Peter dann

meinte: „Hey, das passt, sollen wir öfter?“, habe

ich mich sehr gefreut. Natürlich! Und seitdem ent -

wickeln wir uns auf wundervolle Art und Weise

zusammen weiter.

MM: Wie oft übt ihr im Monat eure Pro gram -

me ein?

SAMIrA: es kommt immer darauf an, was an -

steht. Je mehr Konzerte wir haben, desto weniger

üben wir, da wir ja immer spielen und dadurch

nichts vergessen, uns aber trotzdem weiterentwickeln.

Da wir beide neugierig sind und penible

routine nicht unser Ding ist, überraschen wir uns

gerne gegenseitig bei Konzerten. Das ist ein

schönes musikalisches Zusammenspiel und so

entsteht viel Neues. So kam zum Beispiel unser

„Girl from Ipanema/I’m not in Love“-Medley zu -

stande. Peter improvisiert auf Deutsch über das

Girl-from-Ipanema-Thema. Immer wieder lustig.

PeTer: Ich probe gern mit Samira, weil dabei hinterher

noch bessere Musik herauskommt. es gibt

in unseren Songs überraschende Momente, die

aber auch Fallen sein können. Wenn wir die immer

wieder gemeinsam durchgehen, werden aus den

Fallen interessante Höhepunkte. Die Spon ta neität

ist aber genauso wichtig. Das kann man zwar

nicht proben, aber die erprobten klaren Struk tu -

ren sind unsere Spielwiese für spontane einfälle.

Wir planen gerade ein neues Album, da steht

natürlich auch viel Arbeit an.

musiker Magazin 2/2020


SAMIRA SAYGILI&

STORIES 23

PETER AUTSCHBACH

Das Duo Samira Saygili & Peter Autschbach agiert gleichermaßen

mitreißend wie gefühlvoll und bleibt dabei stets äußerst

unterhaltsam. Die beiden bieten einen musikalischen Dialog der

Extraklasse, bei dem Gitarre und Gesang

zu einer Einheit verschmelzen, die ihresgleichen sucht.

SAMIrA: Ich war in einer Ausstellung zu diesem

Thema in Kiel und unendlich fasziniert darüber,

dass wir alle Holobionten sind, also eine Kom bi -

nation aus Mensch und jeder Menge Mikroben.

es sind weit über 30 Billionen ...

MM: Ihr habt am 14. Dezember 2019 in der

Siegerlandhalle in Siegen Deutsche Rock

und Pop Preise gewonnen. Welche Be deu -

tung hat für euch diese Preise? Erleichtern

sie eure Öffentlichkeitsarbeit? En gage ments

bei Konzertveranstaltern?

MM: Welche besondere Geschichte steht

hinter den Songs „Unhappy Triad“ und „Holo-

biont“ ?

PeTer: Samira bewegt sich gerne. So still wie bei

unseren Konzerten sitzt sie im Grunde nie. Sie

war türkische Vizemeisterin im Bouldern, ist also

sehr sportlich. Als die CD-Aufnahmen zu „Sweeter

Than Honey“ bei mir im Studio anstanden, ist sie

einige Tage vorher aus nur einem Meter Höhe so

unglücklich auf die Matte gefallen, dass sie sich

die schlimmste Knieverletzung (Unhappy Triad

genannt, das ist so was wie der Atomschlag im

Knie) zugezogen hat. Als Samira zu der Auf nah -

mesession bei mir zu Hause ankam, mit Orthese

und Krücken und deutlich geknickter Stimmung,

meinte ich: Aus dieser Stimmung müssen wir

unbedingt einen Song machen! Gesagt, getan –

so enstand „Unhappy Triad“.

Als Samira mir später den Text zu „Holobiont“

gab, erklärte ich sie zunächst für verrückt. ein

Song über Bakterien?

Sie erklärte mir dann, dass der Mensch zu

mehr aus der Hälfte seiner Zellen aus Mikroben

besteht und dass wir mit denen in einer engen

Symbiose leben. Ohne die Mikroben können wir

nicht überleben und umgekehrt ist es genauso.

Dann dachte ich: Wenn das so ist, dann muss

der Song eine richtige Hymne werden, groß und

mit Pathos. Und genau das ist es geworden:

Unsere Ode an die Mikrobe :-)

PeTer: Ich habe mich eigentlich nie für Wett -

bewerbe interessiert, weil Musik für mich das

Gegenteil von einem Sportwettkampf ist. Aber

viele Kollegen haben gewonnene Wettbewerbe in

ihrer Vita stehen. Als dann Anfang 2019 eine e-

Mail kam, dass man sich noch für die Interna tional

Jazz Competition Bucharest anmelden kann, habe

ich gedacht: Warum nicht? Nun bin ich ja nicht

mehr der Jüngste, falle damit durch das raster der

Nachwuchsförderung und komme natürlich nicht

mehr für Wettbewerbe infrage, weil ich die zu -

lässige Altershöchstgrenze überschritten habe. In

Bukarest habe ich mich in der Funktion „Band-

leader unseres Duos“ angemeldet, der Band leader

darf dort älter sein. Wir waren dann plötzlich im

Halbfinale, sind nach Bukarest geflogen und

haben das Finale erreicht und im ehrwürdigen

Odeon Theater unsere Musik präsentieren dürfen.

Das gab rückenwind für mehr: Wir haben dann im

Dezember 2019 beim Deut schen rock und Pop

Preis zwei Preise ge wonnen: den ersten Preis in

der Haupt kate gorie „Deutscher Singer Preis“

und eine Auszeichnung in der Sonder ka tegorie

„Bester Gitarrist“. Wir hatten nur fünf Mi nu ten

Bühnenzeit – da galt es, alles rauszulassen. 8

2/2020 musiker Magazin


24 STORIES

Das haben wir getan und wir haben gewonnen.

Ich glaube, dass der Preis vor allem für Samira

wichtig ist. Vor allem sie kann diese Aus zeich -

nung für ihren weiteren Weg gut gebrauchen. Ich

freue mich natürlich auch sehr über den Preis –

die Oskar-förmige Trophäe sieht fantastisch aus in

meinem Studio. Ich selbst konnte mir allerdings

über die letzten 30 Jahre einen Namen als Gitarrist

und Kom po nist machen. Man kennt mich auch

als äußerst aktiven Workshop-Dozenten; deswegen

ist die Trophäe für mich eher eine wunderbare

Be stä tigung, dass ich mit Samira auf dem richtigen

Weg bin. Fest steht: Wir sind beide sehr stolz

auf die Auszeichnungen und würden jederzeit wieder

an diesem Wettbewerb teilnehmen! Wir hatten

eine tolle Presseresonanz im Vorfeld und nach der

Veranstaltung, auch dafür hat sich unsere Teil nah -

me gelohnt. Ob der Deutsche rock und Pop Preis

uns zusätzlich mehr Chancen auf en ga gements

eröffnet, kann man nicht so genau sagen, denn wir

wissen ja nicht genau, warum ein be stimmter Ver -

anstalter für uns offen ist oder nicht.

SAMIrA: Die Teilnahme am Deutschen rock &

Pop Preis war (und ist) eine tolle erfahrung. Dieser

Preis bestätigt mich nicht nur als Sängerin, mit all

der Arbeit, die ich in meine Stimmbildung gesteckt

habe, sondern auch Peters Wahl mit mir als Sän -

»Ich möchte, dass sich Samira sicher fühlen kann,

wenn ich sie begleite.

Ich möchte dafür sorgen, dass sie gut klingt, denn

wenn sie gut klingt, klingen wir beide gut.

Ich lege Wert darauf, dass Gesang und Gitarre gleich

laut sind, nur so entsteht unsere Duo-Atmosphäre.«

gerin an seiner Seite. Was aber für mich wichtig

war: Wir haben und hatten immer großen respekt

vor dem Können des anderen mit und ohne Preis,

wir haben uns immer gegenseitig in spiriert – mit

ein Grund, weshalb wir gerne zusammen proben

und live auftreten.

MM: Worauf legst du in der Zusam men ar beit

mit Samira den größten Wert? Was ist dabei

von besonderer Bedeutung?

PeTer: Ich möchte, dass sich Samira sicher fühlen

kann, wenn ich sie begleite. Ich möchte dafür

sorgen, dass sie gut klingt, denn wenn sie gut

klingt, klingen wir beide gut. Ich lege Wert darauf,

dass Gesang und Gitarre gleich laut sind, nur so

entsteht unsere Duo-Atmosphäre. Die meisten

Ton techniker würden den Gesang bei unserem

Duo lauter einstellen, weil das meist so ge wünscht

ist. Ich mag ein gleichberechtigtes Klangbild;

darum spielen wir, wenn’s irgendwie möglich ist,

über unser eigenes Mischpult. Da haben wir die

Verhältnisse auch live im Griff. Wir schreiben

unsere Songs gemeinsam und entwickeln ge -

meinsam unsere Ideen. Das macht Spaß, und

hinterher kommt etwas dabei heraus, hinter dem

wir gleichermaßen stehen können. Live hören wir

uns intensiv zu und reagieren aufeinander, darum

ist bei uns keine Version eines Songs wie die

andere. Das ist immer sehr spontan und frisch.

SAMIrA: Ja, ich lege auch großen Wert darauf,

Nuancen, Frequenzen und bestimmte Schwin -

gungen der Gitarre mit in meine Stimme zu inte-

musiker Magazin 2/2020


STORIES 25

»Wenn Peter Autschbach zur Gitarre greift, ist Genuss

garantiert. Seine internationalen Workshops sind

ausgebucht, seine Lehrbücher sind überaus erfolgreich

und seine brillanten Kompositionen (u. a. zu hören

auf seiner neuen, in Japan erschienenen Solo-CD

„Begin At The End”) bereichern die Gitarren-Szene.«

allein stemmen musste, aber es ist ganz allmählich

immer erfolgreicher geworden und heute habe

ich einen festen Platz in meiner Nischenmusik. In

dieser Nische fühle ich mich pudelwohl, denn ich

kann authentisch sein und ich kann endlich auch

gut davon leben. es hat verdammt lange gedauert,

damit hätte ich nie gerechnet. Manchmal ist

es gut, wenn man so was nicht weiß und dann

einfach immer weitermacht ...

grieren. Die Stimme und ihre Physiologie sind ein

spannendes Gebilde. Ich glaube, dass Klang -

wellen sich verbinden können, ich und meine

Stimme nicht nur Sender, sondern auch emp -

fänger sind – so können unsere Klänge verschmelzen.

Wären wir ungleich gemischt, könnten wir

das nicht so rüberbringen. Wir sind beide sehr

detailverliebt, was unseren Sound angeht.

MM: Ihr habt in Zukunft besondere Kon zert -

aktivitäten vor: Konzert und Guitar-Master -

class in Singapur, eine Konzerttour durch

Rumänien, eine TV Sendung bei „Kaffee oder

Tee“ und anderes. Bitte beschreibe all diese

Aktivitäten etwas näher.

SAMIrA: Letztes Jahr haben wir in Singapur

gespielt und Peter lehrte vor dem an stehenden

Konzert Tipps und Tricks auf der Gi tarre. Die

Teilnehmer (inklusive mir) waren begeistert. Wir konzertierten

mit einem lokalen Star als Gast in

einem Club namens 1880. Da spielten wir neben

der Bar. Leider waren einige Gäste nicht wegen

der Musik da und unterhielten sich lauthals, ganz

zum Ärgernis der Leute, die zuhören wollten. Der

Club entschuldigte sich und bot uns ein Kon zert in

einem abgetrennten Konzertraum für 2020 an. Da

haben wir uns natürlich gefreut und angenommen.

Der rumänientrip ist eine Folgeveranstaltung

der International Jazz Competition Bucharest, für

den Peter plante – das eröffnete er mir erst nach

dem Wett bewerb –, dass ich den Preis als beste

Vokalistin bekomme, der war nämlich ausgeschrieben.

es waren 9 Tage voller toller Musik und

Musi ker*innen aus fünf Kontinenten, Span nung,

etwas Alkohol und wenig Schlaf. Am ende war

ich tatsächlich die einzige Vokalistin im Finale.

Den Preis bekam ich trotzdem nicht – der wurde

sehr spontan in einen Preis für eine be zau bernde

Band bestehend aus zuckersüßen Kindern um -

gewandelt. Die Kinder-Band war noch nicht einmal

ins Finale gekommen. Der Schirm herr fand

uns aber überragend (er hatte wohl keinen ein -

fluss auf die Sonderpreisvergabe). er schrieb

mir ein außerordentlich positives Zertifikat und

lud uns für 2020 für drei Konzerte nach Bukarest

ein. Und diesmal lassen wir uns nicht mehr von

Taxi fahrern über’s Ohr hauen. Ich sage nur: 150 €

vom Flughafen in die Stadt und 15 € von der Stadt

zum Flughafen. Da kommt Freude auf ...

Ich bin gebürtige Karlsruherin und freue mich

riesig darüber, dass wir im SWr-Fernsehen am

Valentinstag in der Sendung „Kaffee oder Tee“ zu

sehen waren.

MM: Peter, dein vergangenes Berufsfeld hat

sich in den letzten Jahren unübersehbar ge -

wandelt: vom musikalischen Dienst leister

für Musicals, Rockopern und Orchester zum

Interpreten deiner eigenen Kompositionen.

Wie kam es dazu?

PeTer: Ich habe 2008 meine letzte Dienstleistung

als Musiker erbracht, als Gitarrist in der queen-

Show „We Will rock You“. Seitdem verlasse ich

mich ausschließlich auf eigene Projekte und spiele

meine Kompositionen. es gibt keine musikalischen

Leiter mehr, die mir sagen dürfen, wie ich zu klingen

habe. Das ist das resultat jahrzehntelanger

Doppelbelastung: Ich habe neben den vielen

Musicals, Theaterproduktionen und Künstlerbe -

gleitungen nie vernachlässigt, weiter intensiv an

den eigenen Kompositionen zu arbeiten. es war

ein finanzielles schwarzes Loch, weil ich das alles

MM: Wie viele Gitarrenworkshops führst du

jährlich live durch?

PeTer: es sind mittlerweile über 20 Workshops

jährlich, deren Dauer zwischen drei Tagen und

einer Woche variiert. Vieles in Deutschland, aber

auch darüber hinaus. Ich habe Kurse in Italien,

Frankreich, Singapur und Japan geleitet. Im Gäste -

buch meiner Homepage kann man lesen, was

die Teilnehmer zu meinen Kursen sagen. Dann

gibt es eine Workshop-Urlaubsveranstaltung,

deren Ort immer variiert, da liegt der Fokus auf

dem gemeinsamen Urlaub. Das habe ich bisher

auf den Malediven, den Seychellen, auf Mauritius,

La réunion und rodrigues angeboten. Ich reise

gern und hier kann ich meine Leidenschaften

Musik und reisen perfekt miteinander verbinden.

Im Oktober reisen wir wieder für Konzerte und

einen Gitarrenworkshop nach Japan, darauf freue

ich mich schon jetzt.

SAMIrA: Peter ist ein großartiger Pädagoge,

manch mal gönne ich mir auch einen Workshop

bei ihm!

MM: Samira, bietest du auch Workshops

an? In welchen Bereichen?

SAMIrA: Ja! Schaut gerne mal auf meiner Home -

page und tragt euch in meinen Newsletter ein.

Ich gebe Workshops rund um die Stimme und

ihre Ausdrucksmöglichkeiten. Das muss nicht

nur die Singstimme umfassen, da ich mich zum

Beispiel auch auf Aussprache spezialisiert habe. Ich

gebe gerade auch mein Bestes, im Bereich Aus -

sprache im Fremdsprachenerwerb zu promovieren,

ich bin an der Uni Oldenburg eingeschrieben.

Die Stimme ist unendlich faszinierend und so vielschichtig

mit unserer Psyche und unserem

Körper verbunden. Das lasse ich alles in meine

Workshops einfließen. Da möchte ich direkt das

Buch meines großartigen Doktorvaters – „Warum

Singen glücklich macht!“ verweisen. Der Meinung

bin ich nämlich definitiv.

WeB: WWW.SAYGILI-AUTSCHBACH.DE

INTerVIeW: OLE SEELENMEYER

FOTOqUeLLe: SAYGILI / AUTSCHBACH

2/2020 musiker Magazin


26 STORIES

Mit verfeinerten

Arrangements und neuen

Songs erobern Rocktail

wieder die Bühnen.

Hoher Mitgroovefaktor ist

garantiert!

Soul, Funk und Rock aus Kassel

MM: Bitte stellt eure Musikgruppe Rocktail

kurz vor.

ROCKTAIL: Wir sind die Band Rocktail aus

Kassel. Seit vielen Jahren am Start mit unterschiedlichen

musikalischen Ausrichtungen setzen

wir seit einiger Zeit schwerpunktmäßig auf

Elemente aus Funkrock und Soul in unseren

Songs.

MM: Was für einen Musikstil spielt diese

Band?

ROCKTAIL: Die Klammer ist sicherlich noch

Rockmusik, wie auch der Bandname besagt.

Jedoch ist dieses Genre keine starres System.

Im Laufe der Zeit haben wir viele Ent wick -

lun gen beobachtet und das, was uns gefallen

hat, auch mit Augenmaß in unser Programm

in tegriert. Es macht Spaß, uns mit neuen musikalischen

Facetten zu beschäftigen und die

Songs immer wieder aus einem neuen Blick -

winkel zu betrachten. Daher klingen einige unserer

Titel heute völlig anders als noch vor drei

Jahren.

Seit Längerem denken wir beim Kom po nie ren

und beim Arrangieren viel über die Rhyth mik

unserer Titel nach, was eben auf die derzeit

starken Einflüsse aus Soul und Funk zurückzuführen

ist. Dabei räumen wir auch dem Gesang

mehr Freiräume ein.

MM: Welche musikalischen Einflüsse und

Vorbilder habt ihr?

ROCKTAIL: Das ist keine so leichte Frage, da

jeder von uns musikalisch sehr unterschiedlich

musiker Magazin 2/2020


STORIES 27

sozialisiert wurde. Unser Sänger Jörn wurde

sehr stark vom klassischen Soul der 60er ge -

prägt; Markus, unser Bassist, wohl eher vom

Hard Rock. Albert, Peter oder Bea haben eine

musikalische Ausbildung absolviert und sind

dabei sicherlich auch von der Klassik oder dem

Jazz beeinflusst worden. Ich hingegen bin reiner

Autodidakt. Wenn mir eine Schallplatte gefiel,

habe ich versucht, die Songs auf der Gitarre

mitzuspielen. Insofern nutzt jeder von uns

unterschiedliche Einflüsse, um sich in unseren

Sound einzubringen. Das macht es jedoch

absolut spannend – gerade wenn es darum

geht, einen neuen Song zu arrangieren.

der Groschen war gefallen! Unserem Sänger,

der 2013 in die Band kam, ist es anfangs schwer

gefallen, deutsch zu singen, da er viele Jahre in

Soul-Tributebands ausschließlich mit englischen

Titeln unterwegs war. Aber offenbar sagen ihm

die Inhalte unserer Texte und die Möglichkeit,

nun in seiner Muttersprache zu singen, zu. Von

unserem Publikum bekommen wir ebenfalls viele

positive Rückmeldungen, weil die Texte verständlich

sind und auch Sprachmittel wie Ironie,

Redewendungen oder Zitate meist besser wahr -

genommen werden können.

MM: Bitte stelle hier eure Bandmitglieder

vor …

ROCKTAIL: Jörn Birkenstock ist unser Sänger.

Er liebt Soulmusik und hat natürlich bei entsprechenden

Nummern die Sonne in seinem Herzen.

Imponierend finde ich es jedoch immer wieder,

wie er sich auch unserer klassischen Rocktitel

annimmt, die wir auch noch im Pro gramm haben.

„Er schmachtet, rotzt, tänzelt mit einer Stimme

voller Kraft und Emotionen.“ So hat es mal unsere

Tageszeitung in Kassel nach einem Auftritt be -

schrieben. Das trifft’s! Darüber hinaus spielt Jörn

bei uns Congas und Mundharmonika.

MM: Warum spielt ihr ausschließlich nur eigene

Titel statt Coversongs?

ROCKTAIL: Ich habe mit zwölf Jahren meine

ersten Auftritte mit einer Band gehabt. Damals

haben wir uns die ersten Sporen mit Cover -

titeln verdient. Ich fing jedoch bereits parallel

damit an, eigene Titel zu schreiben. Ich habe in

dieser Zeit Udo Lindenberg, Marius Müller-

Westernhagen oder auch Wolfgang Ambros für

mich entdeckt, die mir mit vielen ihrer Songs aus

dem Herzen sprachen.

Es hat mich gereizt, meine eigenen Ge danken

aufs Papier zu bringen und zu vertonen. Die

fertigen Songs habe ich dann immer wieder im

Freundeskreis zur akustischen Gitarre präsentiert.

Das kam oft gut an. Häufig bekam ich Be -

such von Kumpels, die mich direkt fragten, ob

ich denn nicht wieder einen neuen Song hätte.

Das hat mich natürlich motiviert, am Ball zu

bleiben. Bis heute! Beim Arrangieren hat jeder

in der Band ein hohes Maß an künstlerischer

Freiheit, da wir nicht an die Vor gaben eines

Originals gebunden sind.

MM: Warum habt ihr für eure Songs deutsche

Texte gewählt?

ROCKTAIL: Meine ersten Gehversuche beim

Texten waren auf Englisch, wie bei sehr vielen

anderen Musikern hierzulande wohl auch. Ich

hatte dann aber sehr schnell festgestellt, dass

ich mit meinem Schulenglisch nicht annähernd

in der Lage war, detailliert und auch in einer

akzeptablen lyrischen Art und Weise meine

Gedanken und Gefühle darzustellen. Ich empfand

meine Texte oberflächlich und steif. Hat mir

bei genauer Betrachtung überhaupt nicht ge -

fallen. Dann habe ich Udo Lindeberg gehört und

»Es macht Spaß,

die Songs immer wieder

aus einem

neuen Blick winkel zu

betrachten.

Daher klingen einige

unserer Titel heute

völlig anders als noch

vor drei Jahren.«

Bea Przybilla ist Jörns kongeniale Partnerin

an den Mikros. Sie ist sanfter, von der Klassik

geprägt, aber sicherlich auch vom Chanson. Sie

gibt Jörn Raum und den Songs mit ihrem warmen

Timbre genau das, was sie noch brauchen.

Am Bass haben wir Markus Lebensieg. Er

kommt, wie bereits gesagt, aus dem Hardrock.

Vor einiger Zeit suchte er eine Band und spiete

bei uns vor. Unsere Musik hat ihm auf Anhieb

sehr gut gefallen. Ich finde es großartig, wie er

sich in kürzester Zeit mit diesem für ihn neuen

Genre vertraut gemacht hat und völlig darin

aufgeht.

albert Esipovic ist unser Drummer. Er hat

unter anderem Schlagzeug studiert und ist

musikalisch natürlich auf breiter Ebene bewandert.

Seine Ideen beim Arrangieren neuer Titel

oder des Umbaus vorhandenen Materials sind

elementarer Bestandteil unserer Arbeit.

Peter zingrebe, unser Saxophonist, kommt

vom Jazz. Es ist immer wieder toll zu hören,

wie gut sich seine Läufe mit unseren Songs

vertragen. Peter kann super improvisieren, was

sich natürlich bei unseren Gigs immer positiv

auf die Stimmung auswirkt.

Bleibe noch ich selbst (Toby Hartmann). Ich

spreche nicht so gerne über mich. Daher in Kürze:

Bandgründer, Gitarrist und verantwortlich für

Kompositionen und Texte etlicher Titel.

MM: Wie erarbeitet und entwickelt ihr eure

neuen Songs?

ROCKTAIL: Wie gesagt, komponiere ich die

Mehr zahl unserer Titel und schreibe auch die

Texte dazu. Das hat sich wohl über die Jahre

8

2/2020 musiker Magazin


28 STORIES

so eingebürgert. Nichtsdestotrotz appelliere ich

auch immer wieder an die anderen Band mit -

glieder, in dieser Hinsicht kreativ zu sein. Ich

denke, dass ein Programm die Chance hat, noch

vielseitiger und spannender zu werden, wenn

es auf der Arbeit verschiedener Songwriter

beruht. In der jüngeren Vergangenheit gab es

hier einige vielversprechende Ansätze. Texte oder

Kompositionen kamen von anderen Band mit -

glie dern, die eine klar eigene Ausrichtung hatten

und sich somit von meiner Art zu arbeiten

deutlich unterschieden. Aus meiner Sicht stets

eine große Bereicherung.

Neue Songs werden der Band in der Regel

mit akustischer Gitarre präsentiert. Dann gehen

die Daumen entweder hoch oder runter. Grund -

sätzlich finden wir diesbezüglich immer sehr

schnell Einigung. Danach wird der Song von allen

gemeinsam arrangiert und eingeübt. Ins be son -

dere Albert bringt sich dabei immer wieder mit

tollen Ideen ein. Insgesamt macht diese Art zu

arrangieren großen Spaß, weil die Titel dann

Ergebnisse gemeinschaftlichen Arbeitens sind.

Jeder trägt seinen Teil bei, was für die Iden -

tifikation mit dem Song wichtig ist und sehr

dem Zusammenhalt in der Band dient.

MM: Bitte stelle hier kurz eure neue Single

„Vulkan“ vor.

ROCKTAIL: Jörn ist seit 2013 in der Band.

Damals war das Programm noch sehr klassikrocklastig.

Ich musste ihm immer wieder versprechen,

mehr Titel mit Souleinflüssen für ihn

zu schreiben. Toll war, dass unser Bandfoto -

graf und Webdesigner Heiko Musiatowski

einen wunderbaren Text zur Verfügung stellen

konnte, der mich durch dessen aufwühlende

Gefühlsbeschreibung sofort fasziniert hat. Ich

musste nur noch die dazu passende Kom po -

sition scheiben. Scheinbar hat dies gut ge -

klappt. Mit diesem Titel sind wir für das Finale

des Deutschen Rock & Pop Preises 2019

nominiert worden und haben dort den 2. Platz

in der Kategorie „Beste Soul-/Funkband“ und

ebenfalls den 2. Platz in der Kategorie „Bester

R’n’B-/Soulsänger“ belegt. Wir haben daraufhin

„Vulkan“ als Single veröffentlicht. Sie steht

auf allen gängigen Plattformen zum Down loaden

oder Streamen zur Verfügung.

MM: Welche Ziele verfolgt ihr?

ROCKTAIL: Wir wollen von Jahr zu Jahr mehr

Menschen mit unserer Musik erreichen. Die Teil -

nahme im Finale des Deutschen Rock & Pop

Preises war dabei ein wichtiger Schritt.

MM: Wie vermarktet ihr euch? Wer ist bei

euch für Konzertveranstaltungen zuständig?

Wie macht ihr das?

ROCKTAIL: Wir vermarkten uns selbst. Auch

das Booking erledigen wir in Eigenregie, was

mir zufällt. Ohne Agentur ist das natürlich nicht

so einfach. Man muss kreativ arbeiten und sehr

viel Recherche betreiben, wer überhaupt wo

Konzerte veranstaltet. Man braucht eine gute

Webpräsenz und viel, viel Geduld. Ich habe mal

musiker Magazin 2/2020


STORIES 29

ROCKTAIL

„VULKAN“ – Single

VÖ: 21. FEBRUAR 2020

ROCKTAIL-KS.COM

WWW.FACEBOOK.COM/

ROCKTAIL.KS

Besonders weiche,

instrumentenschonende


»Im Laufe der Zeit haben wir

viele Entwicklungen

beobachtet und das, was uns

gefallen hat,

auch mit Augenmaß in unser

Programm in tegriert.«

27 Anrufe gebraucht, um die Zusage für einen Gig in

Braunschweig zu bekommen. Bedauerlicher weise ist der

Club dann eine Woche vor unserem Auftritt abgebrannt.

Ein dickes Fell ist oftmals schon nötig.

In unserer Region haben wir uns jedoch inzwischen eine

gute Fanbase und auch Akzeptanz bei den Veran staltern

aufgebaut. Darüber sind wir schon glücklich. Die nächsten

Schritte sollten allerdings darauf hinzielen, auch überregional

etwas stärker präsent zu sein.

Web: WWW.ROCKTAIL-KS.COM

IntervIeW: OLE SEELENMEYER

Fotoquelle: ROCKTAIL

Auch als transluzente

Version erhältlich

Sicher und platzsparend –

Die »Guardian« Gitarrenständer

· Schafft Platz im Studio oder Zuhause

· Flexible Schutzbügel zwischen den Gitarren

· In verschiedenen Ausführungen für 3, 4 oder 5 Gitarren

erhältlich (E-Gitarren / Akustikgitarren)

· Rollensatz (4 Lenkrollen) optional erhältlich

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bei Nitrolacken

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5 Jahre Garantie

www.k-m.de


30 STORIES

Gut Ding will Weile haben.

Nach elf Jahren

Veröffentlichungspause hat ein

neues Gitarrenbuch des

stellvertretenden SMTT-Leiters

Wieland Harms das Licht

der Welt erblickt.

Zum 168 Seiten umfangreichen

Werk „Guitar Scale Colours“

gehören eine von Wieland Harms

mit teils atemberaubenden

Beispielen eingespielte CD und

umfangreiches Videomaterial

im Netz. Im Interview erzählt er

über Entstehung und Idee

seines Großwerkes, das durchaus

als langjähriger Begleiter

für Gitarrenfans gedacht ist.

»THINK DOMINANT!«

– Guitar Scale Colours –

Die Dominant-Methode: Mit drei Skalen durch die Tonleitersysteme!

Skalen und ihre Klangfarben sinnvoll einsetzen!

MM: Dein neues Gitarrenbuch sollte bei der

Frankfurter Musikmesse Anfang April vorge -

stellt werden. Die Corona-Pandemie hat das

vereitelt. Schlimm?

Wieland Harms: das kann ich verschmerzen.

mich stört mehr, dass ich einige Gitarren-Work -

shops, für die ich als dozent angefragt war,

wegen Corona nicht machen kann. dort wollte ich

eigent lich mein Buch zur Workshop-Unter stüt zung

einbringen.

MM: Du hast schon eine ganze Menge Gi -

tar ren literatur veröffentlicht, allerdings nur

bis 2009. Warum hat es elf Jahre gedauert,

bis wieder was von dir erschienen ist?

Wieland Harms: Zum einen hat mich mein

damals neuer Job als stellvertretender smTT-leiter

doch mehr beansprucht, als ich gedacht habe.

Zum anderen hatte ich das Gefühl, dass die Pro -

jekte, die mich interessieren würden, für meinen

damaligen Verlag aus kommerziellen Gründen

nicht so interessant waren. ich hatte bis dato nur

Projekte gemacht, für die ich auch einen Vertrag

mit dem Verlag hatte. das jetzige in meinem neuen

Verlag erschienene Buch ist das erste, das ich

quasi auf eigene Faust angefangen habe.

MM: Ich dachte du hättest die Zeit ge -

braucht, um dich in die Relativitätstheorie

einzuarbeiten. So zitierst du im Vorwort

Albert Einstein mit dessen Maxime: „So einfach

er klären wie möglich, aber auch nicht

einfacher.“ Was ist in der Gitarrengalaxie so

kompliziert?

Wieland Harms: das Komplizierte ist nicht das

Gitarrenspezifische, sondern entsteht mit dem

im provisieren. etwas vereinfacht gesagt, muss

man sich dabei Tonleitern oder skalen aussuchen,

die zu einem gegebenen akkord passen. Wer sich

allein auf den eher klassisch-harmonischen rah -

musiker Magazin 2/2020


STORIES 31

WIELAND HARMS

„Guitar Scale Colours“

in Standardnotation | mit Tabulatur | DIN A4 | 168 Seiten

inkl. CD mit Demoversionen | plus Online-Videos

ISBN 9783947998135 | ARTIKELNUMMER 20280G | WWW.ALFREDMUSIC.DE

men beschränkt, hat in dur und moll 21 skalen zur

auswahl. das ist selbst in dieser reduzierten Form

noch ganz schön viel und in der Praxis kaum überschaubar.

die Kunst besteht also darin, ein system

zu finden, das die sache beherrschbar macht. so

einfach wie möglich machen, aber dabei alle

möglich keiten erhalten, so lautete mein motto.

mein ansatz war, das Ganze auf drei (miteinander

verwandte) Hauptskalen zu reduzieren.

akkorde den leit- und Gleitton haben, der sie mit

dem nachfolgenden akkord verbindet. Frei nach

einstein: Wer dominanten beherrscht, beherrscht

das Gesamtsystem.

MM: Ist dein Dominant-Kniff Ergebnis deiner

langjährigen Unterrichtspraxis oder stammt

das eher aus deiner eigenen Erfahrung als

Spieler?

MM: Du brütest also schon ziemlich lange

über deinem Konzept?

Wieland Harms: das Buch ist tatsächlich ge -

wachsen. in der Grundform lag es bei mir schon

vor 30 Jahren in der schublade, mit stücken und

eingespieltem demomaterial. Vor ungefähr fünf

Jahren habe ich dann wieder angefangen, kontinuierlich

dran zu arbeiten.

MM: Du pickst dir jetzt im Buch die sogenannte

Dominant-Skala raus und jagst die

in drei Typen – in Dur und zwei Moll varianten

– durchs Tonuniversum. Warum gerade die

Dominant-Skala?

Wieland Harms: die ist in der traditionellen Har -

monik der dreh- und angelpunkt, weil dominant -

Wieland Harms: im Grunde ist man ja immer

auch sein eigener lehrer. mich hat einst unheimlich

der berühmte Jazzgitarrist Pat martino in -

spiriert, der selbst so ein skalensystem entwickelt

hat. er hat aber alles auf mollskalen reduziert. in

seinem system gehen ein paar differenzierungen

verloren, die ich wichtig finde, zum Beispiel charakteristische

Klangfarben.

MM: Es gibt eine Flut von Gitarrenliteratur,

von den vielen Videos im Internet ganz zu

schweigen. Was kann inmitten dieser Fülle

dein Buch leisten?

Wieland Harms: die masse an literatur auf dem

markt ist tatsächlich enorm. Wenn ich nicht das

Gefühl gehabt hätte, etwas neues beitragen zu 8

2/2020 musiker Magazin


32 STORIES

»Das Komplizierte ist nicht das

Gi tarren-Spezifische, sondern entsteht

mit dem Im provisieren. Die Kunst

besteht also darin, ein System

zu finden, das die Sache beherrschbar

macht.

So einfach wie möglich

machen, aber dabei

alle Möglich keiten

erhalten, so lautete mein

Motto. Mein Ansatz war,

das Ganze auf drei

(miteinander

verwandte) Hauptskalen

zu reduzieren.«

können, hätte ich das Buch nicht gemacht. Was

ich bislang nicht gesehen habe, ist ein Gesamt -

konzept, das zeigt, wie man vom harmonisch relativ

einfachen kontinuierlich zu Komplizierterem

kommt.

MM: Zum Buch gehört nicht nur eine CD mit

Beispielen und zum Mitspielen. Du hast

gleich zeitig viele Beispielvideos ins Netz ge -

stellt. Wie lief das Einspielen: erst komponiert

und dann gespielt oder improvisiert und

danach aufgeschrieben?

Wieland Harms: eine mischung aus beidem.

im Prinzip hatte ich die stücke und habe sie dann

im sWr-studio in Tübingen eingespielt. ich habe

dann beim spielen ad hoc manchmal ein paar

sachen verändert. das habe ich nachträglich im

Text korrigiert beziehungsweise am ende (der

arme Verlag – so kurz vor der Veröffentlichung!).

Videoaufnahmen hatte ich ursprünglich gar nicht

vor. aber Jörg Heinkel vom sWr-studio, selbst

Gitarrist, hat darauf bestanden, um die eine oder

andere spezielle spieltechnik, die ich einsetze,

ganz deutlich zu machen.

Wieland Harms: es ist kein anfängerbuch, aber

ich habe da schon auch meine schüler im sinn.

einer von ihnen, roman länge, hat mich auch

über die Jahre bei der entstehung begleitet, manu -

skripte Korrektur gelesen und Verbes se rungs -

vorschläge gemacht.

MM: Und wie lange kann man sich mit deinem

Buch beschäftigen?

Wieland Harms: das kann lange gehen. ich

hab’ mich ja auch 30 Jahre damit beschäftigt.

aber spaß beiseite. ich hoffe, das Buch ist so

ergiebig, dass man es immer wieder rausziehen

kann.

MM: Wenn man es durch und drauf hat, dann

braucht man aber nicht weiter üben, oder?

Wieland Harms: da muss ich leider enttäuschen.

ich selbst übe auch noch. aber das ist ja

das schöne an der Gitarre. mit dem instrument

kann man alt werden und immer noch neues

entdecken.

MM: Du erklärst und spielst vor, wie sich

dein Dominant-System in unterschiedlichsten

Stilistiken von Country, Western und Soul

über Rock und Blues bis Jazz einsetzen lässt.

Vieles auf deiner Demo-CD ist dabei knackigvirtuos.

An wen richtet sich das Buch?

WeB: WWW.WIELAND-HARMS.DE

WWW.ALFREDMUSIC.DE

inTerVieW: MUSIKER MAGAZIN

FoToqUelle: WIELAND HARMS

GraFiKen: © WATERCOLOR_CONCEPT /

ADOBE STOCK

musiker Magazin 2/2020


DIE SINGLESCHALLPLATTEN

DER 60ER-JAHRE

Eine Enzyklopädie der Musikgeschichte für Sammler

STORIES 33

MM: Warum hast du diese drei großen und

sehr umfangreichen Bücher/Kompendien ge -

schrieben?

REINHOLD DEBUS: Wenn man, wie ich, als

Samm l er von Singles schon jahrelang auf der

Suche nach Platten für seine Sammlung ist, stellt

sich oft der Wunsch nach einem Buch ein, in dem

diese Singles mit allen Daten, die für einen Sammler

wichtig sind, aufgelistet werden. Nach mehr als

zwanzigjähriger (!) Arbeit ist dieser Mangel mit den

von mir herausgebrachten Büchern für die 60er-

Jahre behoben. Die vorliegenden Bände umfassen

den Zeitraum Januar 1960 – Dezember 1969. Am

Anfang war es nur eine Idee, aber dann wurde mir

klar und bewusst, wie wichtig das ist und dass dieses

Buch, geboren aus einer Idee, ein Muss werden

muss. Jeder, der die 60er-Jahre musikalisch

erlebt hat und nicht mein Buch besitzt, dem geht

ein Schatz verloren. Ein Schatz an Information und

Rückgewinnung von verlorenem Wissen. Diese drei

Bände bleiben für immer einmalig! Für jeden Single -

sammler und Oldie-Orientierten un ent behr lich.

MM: Diese drei großen und umfangreichen

Bücher weisen einen außergewöhnlich in for -

mativen und enorm umfangreichen Inhalt von

veröffentlichten Schallplatten/Ton trä gern

aus. Warum hast du dir diese Mühe gemacht?

REINHOLD DEBUS: Die Bücher sind nicht nur

Nachschlagwerke für den Single-Platten sammler,

sie sind aufgrund ihrer Informationsfülle für jeden

Oldie- und Musikliebhaber interessant und werden

sicher auch für ihn mit der Zeit unentbehrlich.

Diese Bücher bieten mehr als nur die reinen

Daten, sie bringen zusätzlich noch Information,

Wissen, Unterhaltung und farbiges An schau ungs -

material.

MM: Warum hast du in diesem Buch alle Ton -

trägerhüllen oder das Lochcover der Singles

aufgelistet? Warum war dir dies so wichtig?

REINHOLD DEBUS: Das ist für jeden Platten -

sammler essenziell und absolut wichtig, und es

hat auch eine finanzielle Seite, das zu wissen.

Viele neu erschienene Singles wurden vorab in

den damals in fast allen Gaststätten aufgestellten

»Ich widme diese Bücher den Künstlern

und Musikern, deren Plattenveröffentlichungen

unbekannt blieben und denen

ein Erfolg versagt war. Wieviel Arbeit, Ängste

und Hoffnung steckt in den Aufnahmen.

Wieviel Erwartungen wurden nicht erfüllt.

Wieviel Fleiss wurde nicht belohnt.

Wieviel Schicksal hing von Erfolg oder

Misserfolg ab. Wieviel Kunst wurde nicht

erkannt oder blieb vergessen. Mit diesen

Bänden bleiben sie in unserer Erinnerung, denn

ihre Namen sind nicht vergessen.«

Musikboxen ein- und vorgestellt. Der Musikbox-

Aufsteller selbst konnte mit den Plattenhüllen

nichts anfangen. Sie wurden vernichtet, entsorgt

oder zerstört (oder es wurde ein sinnloses Loch

in die wertvolle Hülle geschnitten). Damit kam für

den späteren Plattenmarkt (Plattenauktionen) oft

die Frage auf: Gibt es eine oder gibt es keine

Plattenhülle zu dieser oder jener Single? In meinen

drei Bänden wird diese Frage beantwortet.

Ich führe gerne das Beispiel mit den Rolling

Stones an. Die Platte erzielt einen Preis von 5 Euro,

die Hülle (Fünf-Kopf-Cover) 100 Euro – nur die

Hülle allein.

MM: Warum hast du in deinem Buch alle An -

gaben für die deutsche, die englische und

die amerikanische Hitparade veröffentlicht?

REINHOLD DEBUS: Auch etwas ganz Wichtiges.

In den rechtlich-öffentlichen Rundfunkanstalten

wurden Singles, die in den englischen und amerikanischen

Charts große Hits waren, selten, um

nicht zu sagen sehr wenig gespielt.

Man musste bei solchen „Hits“, die in den

Discotheken selbst (heute heißt so etwas Club)

rauf und runter gespielt wurden, den richtigen

Sender finden. Ich nenne hier als Stichwort

Piraten sender (auch RTL hat anfangs damit sein

Geld gemacht), oder im Westen stationierte Pro -

pa gan da sender haben sich damit über den

Eisernen Vorhang hinweg im Osten Gehör verschafft.

In Deutschland waren sie auch zu hören;

man hat kein Wort verstanden, aber sie spielten

die amerikanischen und englischen Charthits

rauf und runter. Diese Erfolgstitel sind auch heute

noch jedem geläufig und in meinen drei Bänden

sind sie alle aufgelistet. Deswegen die Angaben

„am.“ und/oder „eng.“ Hitparade.

Das beantwortet auch die Frage, wieso so

viele Singles in Deutschland von Interpreten veröffentlicht

wurden, die hier doch fast keiner kennt.

Meine Bücher rufen sie mit den Angaben der

englischen und amerikanischen Hitparaden -

platzierung vielen ins Gedächtnis zurück.

MM: Wieso hast du dieses außergewöhnliche

Buchformat ausgewählt?

REINHOLD DEBUS: Das ungewöhnliche Buch -

format ergab sich aus dem Bestreben, die vollständige

Information über jede einzelne Single in

einer Zeile unterzubringen (mit der B-Seite in zwei

Zeilen).

8

2/2020 musiker Magazin


34 STORIES

REINHOLD DEBUS

„Die Singleschallplatten der 60er Jahre“

HTTP://SINGLESCHALLPLATTEN-DER-60ER.DE

Interpreten-Lochcover

Firmen-Lochcover

Buchseite Kinks

Buchseite Rolling Stones

Schallplatten sind Zeugnisse ihrer Zeit. Sie zu

hören oder zu besitzen, bringt das Gefühl dieser

Zeit, in der sie erschienen sind, wieder zurück,

denn dieses Gefühl (Musik) wurde ja in ihren ge -

pressten Rillen konserviert und Plattencover sind

Fotografien (Bilder) aus dieser Zeit. Platten zu be -

sitzen bedeutet, ein Stück Zeitgeschichte in den

Händen zu haben.

Um diese Musik seiner Zeit zuordnen zu

können, muss man natürlich wissen, wann die

jeweilige Single veröffentlicht worden ist. Diesen

Zeitpunkt zu kennen, war für mich einer der ausschlaggebenden,

wenn nicht sogar der wichtigs -

te Grund, es herauszufinden, zu dokumentieren

und mit diesen Bänden allen Interessierten

zugänglich zu machen. Deshalb habe ich zu den

Singles den Erscheinungsmonat und das -jahr

mit angegeben.

MM: Wieso sind in diesem Buch so erstaunlich

viele italienische, französische und englische

Singles aufgelistet?

REINHOLD DEBUS: Das ergab sich zuerst nicht

bei meinen Recherchen, nur die Feststellung, dass

aufgrund der ersten italienischen Gastarbeiter

1962 in Deutschland auch italienische Singles (auf

italienischen Plattenlabels) veröffentlicht wurden.

Bei meinen Recherchen in der Bayerischen

Staatsbibliothek wurde mir dann klar, dass für diese

Zeit zu vieles weggelassen wurde. Diese Lücke

habe ich geschlossen. Deshalb wurden sehr viele

Singles aufgelistet, die nie in Deutschland so er -

schienen sind. Diese Zeit ist und war viel zu wichtig

und wird mit den Zusätzen „nicht Dt“, „nur It“,

nur Fr“ etc. ihrer Wichtigkeit gerecht.

MM: Was ist für den passionierten Sammler

besonders wichtig?

REINHOLD DEBUS: Diese Frage ist anhand der

Statistik zu den Büchern leicht zu beantworten:

Gesamtzahl der offiziell veröffentlichten Singles

der 60er-Jahre in Deutschland (nach Angaben

der Plattenindustrie): 21 105. Gesamtzahl der in

meinen Büchern aufgelisteten Singles: 22 813 =

ca. 95 %. Wenn man für inländische Plattenlabels

eine fortlaufende Nummerierung annimmt und

davon ausgeht, dass nicht alle Nummern veröffentlicht

wurden, kommt man auf ca. 24 000.

Gesamtzahl der aufgelisteten Interpreten: 7 866.

Anzahl der abgebildeten farbigen Plattenhüllen:

mehr als 18 000. Alle in den 60er-Jahren er schienen

Singles werden in den drei Bänden aufgelistet,

unabhängig von ihrem Genre.

MM: Gibt es wirklich so viel zu entdecken und

zu berichten? Welche außergewöhnlichen,

interessanten, informativen und skurrilen

Dinge hast du auch veröffentlicht?

REINHOLD DEBUS: Auch ich wurde von den

außergewöhnlichen, interessanten, informativen

und skurrilen Dingen bei meinen Recherchen

überrascht. Es standen doch so viele menschliche

Schicksale hinter manch einer Single, mit der

ein Künstler an die Öffentlichkeit trat. Aber meine

Bücher beinhalten auch, und wurden deswegen

auch von mir geschrieben, dass Inte res santes,

Informatives und Skurriles nicht verloren gehen

darf. In meinen Büchern ist auch der zeitliche

Zusammenhang darüber zu finden. Die 60er-Jahre

waren musikalisch viel zu wichtig und einmalig.

Und wie ich es auch in meiner Wid mung ge schrie -

ben habe: „Ihre Namen sind nicht vergessen.“

Bestellen kann man die Bücher übrigens über

meine Website: singleschallplatten-der-60er.de

INTERVIEW: OLE SEELENMEYER

FOTOqUELLE: REINHOLD DEBUS

GRAFIKEN: ADOBE STOCK

musiker Magazin 2/2020


STORIES 35

3PLUS SIND:

• ARIANE FEy – GESANG

• CLAUS BüSCHER – GITARRE

• WINDFRIED KOBLENZER – SCHLAGZEUG

• THOMAS BRUSE – BASS

• MARTIN DECKER – KEyBOARD

ANFRAGEN UNTER: 3PLUS@ONLINE.DE

3 PLUS

Handgemachter

deutscher Pop/Soul

mit Rockeinflüssen

aus Siegen

MM: Wann wurde eure Musikgruppe ge -

grün det? Welche Personen waren damals

die Gründungsmitglieder?

3 PLUS: Meine Freundin Nadine (Gesang) und ich

(Ariane/Gesang) wollten uns im Sommer 2015

einen Traum erfüllen und eine Band gründen.

Bei einem Festival lernte ich Carlo kennen, der

Schlagzeug spielte und sofort von der Idee be -

geistert war. Wir starteten zur Untermiete im Probe -

raum meines Schwagers Patrick, der uns als

„Leihgitarrist“ unterstützte, bis wir unsere eigenen

Musiker zusammen hatten.

MM: Wie seid ihr auf euren Bandnamen ge -

kommen?

3 PLUS: Tja, auf uns lastete der Fluch „Jedes Jahr

im Dezember verlässt uns einer“. So verloren wir

mal den Keyboarder, mal den Bassisten, Nadine

musste leider aufhören und Carlo kehrte Deutsch -

land den Rücken. Aber – es blieben immer drei

Musiker als harter Kern übrig und ließen sich

nicht entmutigen!

Seit Anfang 2018 sind wir nun komplett – 3 Plus

eben! – Ariane/Gesang, Claus/Gitarre, Martin/

Keyboard, Thomas/Bass, Winni/Schlagzeug.

Wir haben uns als Team gut eingegroovt und

beim Rock und Pop Preis auf’s Treppchen ge -

schafft … läuft :-)

MM: Wie oft probt ihr im Monat/pro Woche?

3 PLUS: Wir haben jeden Dienstag unseren

festen Probetermin. Wenn von uns fünfen dann

3 plus auch da sind, macht es auch (fast) immer

viel Spaß. Wir sind kein großes Orchester – und

jeder, der fehlt, fehlt natürlich spürbar. Um 19:19

Uhr soll es losgehen. Nun ja, die gute deutsche

Pünkt lich keit handhaben wir recht locker.

Außer Instru men ten gibt es auch gemütliche

Sitz gelegen heiten im Raum, immer gut gefüllte

Süßigkeitenvorräte und unseren heiß geliebten

Kühlschrank. Da kann man auch mal gerne aufeinander

warten.

MM: Wie würdet ihr euren Musikstil einordnen?

3 PLUS: Wir sind auch ohne Stil glücklich. :-)

Es gibt so viele verschiedene Stilrichtungen,

die in unsere Musik einfließen. Schwer punkt mäßig

eher Old-School-Einflüsse. Eher Black Music. Aber

nichts in Reinkultur. Wir machen soulige, meist

deutschsprachige Popmusik. Mal klingt der Soul -

pop dann etwas funkiger, mal rockiger, mal nach

Rastalocken, mal ... Nie nach Florian. Nie nach

Helene.

MM: Wie sieht euer Musikprogramm aus?

Eigenkompositionen und Coversongs?

3 PLUS: Unsere aktuelle Setlist beinhaltet überwiegend

Eigenkompositionen, aber auch einige

Coverstücke, zum Beispiel von Mel C, Sheryl

Crow, Johannes Oerding oder Alice Merton.

MM: Wie entstehen eure eigenen Songs/

Eigenkompositionen?

3 PLUS: Die Texte stammen entweder von unserer

Sängerin oder von unserem Schlagzeuger und

basieren häufig auf alltäglichen Beobach tungen

oder persönlichen Situationen und Erfahrungen.

8

2/2020 musiker Magazin


36 STORIES

»Wir versuchen

einfach, ohne Vorbehalte

und mit einem

Augenzwinkern auf’s Leben

zu schauen, und daraus

ergeben sich

dann spontan Ideen«

Manche Texte entstehen auch spontan aus völlig

sinnfreiem Probengelaber :-)

Meistens bringt einer dann einen Vorschlag für

die Musik mit, der von allen gemeinsam weiterentwickelt

und arrangiert wird. Manchmal entsteht

die Musik auch durch gemeinsame Sessions, wo

wir einfach drauflos „brainstormen“.

MM: Welche Themen beinhalten eure eigenen

Songs?

3 PLUS: Eigentlich gibt es in unseren Themen

keine vorgegebene Richtung oder bestimmte

Schwerpunkte. Wir versuchen einfach, ohne Vor -

behalte und mit einem Augenzwinkern auf’s Leben

zu schauen, und daraus ergeben sich dann spontan

Ideen, die in manchen Fällen zum Beispiel

erlebte Anekdoten sind oder aus dem Umfeld

aufgeschnappte Themen eines Freundes, Zu -

stände, emotionale Befindlichkeiten – uns interessiert

einfach alles!

Wir arbeiten auch Themen und Ideen auf, die

den einzelnen Bandmitgliedern im Kopf rumgeis -

tern (manchmal jahrelang), um sie dann teils ironisch,

teils ernsthaft reflektierend umzusetzen.

Gelegentlich ist auch plötzlich nur eine Melodie

da während der Probe, die für ein bestimmtes

Thema wie geschaffen ist, und dann machen wir

uns auf die Suche. Natürlich kommen dann schon

mal so Sachen wie Liebe, Sehnsucht, Trallala auf

den Tisch, was wir dann musikalisch verarbeiten,

trotzdem aber versuchen, den Mainstream nicht

zu sehr zu bedienen und unserer selbstbestimmten

Art, mit Musik umzugehen, treu und der

Band gegenüber dabei demokratisch zu bleiben.

Wir versuchen, die Zuhörer auf eine Reise mitzunehmen,

in der sie sich selbst wiedererkennen

oder neue Perspektiven finden können und immer

am Ende des Songs die Wahl haben, sich unterhalten

haben zu lassen oder den ein oder anderen

Gedanken mitzunehmen, im Idealfall beides – und

das sogar gleichzeitig.

MM: Was hat euch dazu bewogen, beim

letztjährigen 37. Deutschen Rock & Pop Preis

2019 in der Siegerlandhalle in Siegen mitzumachen?

3 PLUS: Unsere Sängerin kam eines Abends zur

Probe mit der Idee, beim Rock und Pop Preis

2019 mitzumachen. Wir haben uns dann relativ

schnell und einstimmig entschieden, uns einfach

mal zu bewerben ohne den Gedanken einer Ziel -

setzung.

Im Vordergrund stand die Möglichkeit, mit

Spaß an der Musik eine größere Veranstaltung

zu spielen, neue Kontakte zu knüpfen etc.

Vielleicht hat der Gedanke „Marktwert antesten“

eine winzige Rolle gespielt. Aber wir haben wirklich

nicht damit gerechnet, dass wir im Finale landen

würden, geschweige denn, einen Preis einzuheimsen.

Umso größer war natürlich die Freude, als wir

für unsere drei Stücke, die wir eingereicht hatten,

eine Zusage zum Finale bekamen, was wir übrigens

gebührend gefeiert haben.

Als wir dann während der Siegerehrung auch

noch aufgerufen wurden und mit den anderen

Preisträgern auf der Bühne standen, war die

Aktion mehr als perfekt und hat im Grunde alle

unsere Erwartungen übertroffen.

MM: Welche Eindrücke habt ihr von diesem

kulturellen und gemeinnützigen Musikwett -

bewerb mitgenommen?

3 PLUS: Das war einfach eine tolle und wichtige

Erfahrung! Viele gute Bands, ein breit gefächertes

Musikspektrum, nette Musikerkollegen und

das für uns bisher größte Publikum. Es hat definitiv

Spaß gemacht, dabei zu sein!

MM: Was habt ihr als nächstes Projekt vor?

3 PLUS: Erst mal wieder proben dürfen – das

wäre ja was! :-)

Geplant waren für dieses Jahr eigentlich neue

Aufnahmen im Studio und ein paar Wohn zimmer-

Konzerte. Wir hoffen mal, dass das bald wieder

möglich ist.

Wir nehmen auf jeden Fall gerne noch

Buchungs anfragen entgegen. Mailt uns einfach

unter: 3plus@online.de

INTERVIEW: OLE SEELENMEYER

FOTOqUELLE: 3PLUS

musiker Magazin 2/2020


STORIES 37

JEFF BECK

Who Else?

Der 1944 geborene

Jeff Beck ist

einer der drei stilbildenden

Gitarristen der British

Invasion der 1960er-Jahre.

2/2020 musiker Magazin


38 STORIES

»Jeff Beck hat sich

kontinuierlich und fast

immer abseits des

Mainstreams

weiterentwickelt. Sein

Spiel kombiniert er virtuos

mit Gitarren- und

Verstärkertechnik und

hat eine jazzbeeinflusste,

rockartige Musik

geschaffen, die mit seinem

Namen verbunden ist.«

wollte die Band PinK FLOYd

1968 Beck ihrem psychisch instabilen

Gitar risten syd Barrett als zweiten Gitarristen an

die seite stellen. ende 1974 stieg Mick Taylor bei

den rolling stones aus, sie wünschten sich Beck

als nachfolger. Beide Male lehnte er ab. Trotz seiner

alleinstellungsmerkmale steht sein nimbus doch

hinter dem von eric Clapton und Jimmy Page

zurück, die weithin bekannt sind: Clapton als

Gitarren-ikone und Page als Gitarrist der super -

gruppe Led ZePPeLin. die drei verbindet ihre

Mitgliedschaft in der britischen Bluesrockband

The YardBirds, der Beck und Page sogar einige

Monate gemeinsam angehörten.

schon als junger Musiker bewunderte Beck

Buddy Guys druckvolles Gitarrenspiel sowie die

spieltechnik und die innovationen des Us-

Gitarristen Les Paul, der nicht nur seine elektrische

Gitarre exquisit beherrschte, sondern in

den 1950er-Jahren auch mit mit soundeffekten

experimentierte. Vermutlich wäre ohne ihn Jimi

hendrix’ sound und der vieler anderer Gitar ris -

ten, wie zum Beispiel Bill Frisell, nicht vorstellbar.

der Gitarrenhersteller Gibson benannte sein

erfolgreichstes Modell nach Paul, das sich ab

den 1960er-Jahren zu einem instrumenten -

klassiker der rockmusik entwickelte und manche

annehmen ließ, Paul sei keine Person. als er

1988 in die rock ’n’ roll hall of Fame aufgenommen

wurde, war Beck sein Laudator und

gestand: „ich habe mehr Licks von Les Paul

kopiert, als mir lieb ist zuzugeben.“ die hom mage-

Cd „Les Paul & Friends. american Made, World

Played“ von 2005 entstand mit vielen anderen

international bekannten Musikern wie Clapton,

Keith richards, Billy Gibbons und Beck. Zu ehren

von Paul veranstaltete Beck 2011 eine rock ’n’

roll Party, die als Cd und Blu-ray verkauft wurde.

nun spielte Beck so überzeugend rockabilly der

1950er-Jahre, als hätte er nie etwas anderes

getan.

Bevor Beck Clapton bei den YardBirds nachfolgte,

spielte er mit der britischen Live-Band

The TridenTs. Zur Förderung ihrer auftritte zu

fördern, nahm sie einige demos auf, die Jahre

später auftauchten und Beck als Gitarristen zeigen,

der nicht nur irgendetwas nachspielte, sondern

sich bereits freigeschwommen hatte. eine

studio-LP nahmen die Tridents nie auf. als Beck

im März 1965 auf empfehlung von Page Mitglied

der YardBirds wurde, waren seine instrumentalen

Fertigkeiten erstaunlich weit fortgeschritten.

Mit seiner tontechnischen und musikalischen

experimentierfreudigkeit veränderte sich die Musik

der YardBirds weg vom rhythm and Blues hin

zu psychedelischem, sehr viel lauterem rock.

nun gelangten songs der YardBirds nacheinander

in die hitparaden, am bekanntesten wohl

„shapes of Things“, eine Quintessenz des neuen

YardBirds-stils. rückblickend lobte der rhyth -

musgitarrist der YardBirds, Chris dreja, Becks

ideenreichtum und Musi ka li tät, die die Band in

neue Bahnen gelenkt hätten. im Juli 1966 erschien

die LP „The Yardbirds“, die in deutschland den

Titel „Over Under sideways down“ trug. Besser

bekannt ist sie jedoch als „roger The engineer“.

die Band zog darauf die register ihres Könnens

mit unterschiedlichen Musikrichtungen, subtilen

und rauen interpre ta tionen, tontechnischen Fines -

sen und purer spiel freude. Mit dem song „every

since The World Began“ inspirierten sie den stil

von BLaCK saBBaTh, die ihre erste LP vier

Jahre später herausbrachten. die gemeinsamen

höhen flüge ge hörten bald der Ver gangen heit an.

noch vor dem erscheinen von „roger The

engineer“ stieg Bassist Paul samwell-smith aus.

rhyth mus gitarrist dreja wechselte zum Bass, und

musiker Magazin 2/2020


STORIES 39

zweiter Gitarrist neben Beck wurde Jimmy Page,

bis Beck im novem ber 1966 während einer Us-

Tournee den YardBirds ebenfalls die Band verließ.

in Michelangelo antonionis Kultfilm „Blow Up“

von 1966 sind die YardBirds noch mit beiden

Gitarristen in einem Clubkonzert zu sehen, für

das ursprünglich The WhO hätten verpflichtet

werden sollen, die damals nach ihren auftritten

regelmäßig ihre instrumente zerstörten. Beck

stand Pete Townshend nicht nach und zertrümmerte

seine Gitarre auf der Bühne.

damals trennten sich Musiker von der einen

Formation so schnell, wie sie neue Bands gründeten.

Von langer hand strategisch geplante

und juristisch in die Verästelungen abgesicherte

Zusammenarbeit wurde erst später standard.

Beck organisierte sich neu und schien sich anfang

1967 mit seiner hitsingle „hi ho silver Lining“/

„Beck’s Bolero“ kommerzieller orientiert zu haben.

für keine geringere Band als Led ZePPeLin, die

überzeugende neufassung von „shapes Of

Things“, „Morning dew“ und die auf live ge trim m te

studioaufnahme „Blues de Luxe“ mit herrlichen

soli von Beck und hopkins sind stücke, die man

nicht müde wird, sich immer wieder anzuhören.

als ich diese LP bald nach ihrer deutschen Ver -

öffentlichung mit nach hause brachte, sorgten

diese beiden stücke und einige andere für einen

handfesten Krach zu hause. Mein Vater schimpfte,

jetzt dürften sogar alkoholselige stadtstreicher

auf schallplatten singen und unfähige Gitarristen

Lärm machen, die nicht einmal in der Lage seien,

einen Ton zu halten, wie es jedermann auf der

Wandergitarre könne.

„Truth“ war mit seiner rauen Wildheit ein internationaler

erfolg, sodass die Band mit diesem

rückenwind in den Usa auftrat. auftritte wurden

fürs radio mitgeschnitten, einiges davon ist mittlerweile

als Cd erhältlich. 2005 wurde das studio -

Mit stewart als sänger, dem Bassisten Tim

Bogert und dem drummer Carmine appice, beide

von der Us-Band VaniLLa FUdGe, wollte Beck

eine neue Band gründen. im november 1969

erlitt Beck einen Verkehrsunfall, bei dem er schwer

verletzt wurde, was die Pläne zunichte machte.

stewart und Wood gründeten die FaCes mit

ehemaligen Mitgliedern der sMaLL FaCes, die

steve Marriott für hUMBLe Pie verlassen hatte.

Bogert und appice gründeten mit anderen die

Band CaCTUs. sechs Monate gingen ins Land,

bis Beck einigermaßen genesen war. Kopf -

schmerzen und depressionen begleiten ihn jedoch

noch geraume Zeit. der nächsten JeFF BeCK

GrOUP gehörten der künftige hardrock-drummer

Cozy Powell und der Keyboarder Max Middleton

an, der später Mitglied von Chris rea und der

snOWY WhiTes Bands wurde. da Beck nun

auf den sound von Mowtown und stax setzte,

ließ er das 1971 herausgekommene album „Jeff

Beck Group“ von steve Cropper produzieren,

Gitarrist von Booker T. and the MGs. Musikalisch

war das entfernt von „Truth“ und das sehr gute

instrumental-stück „definitely Maybe“ thematisch

vielleicht auch ausdruck eines gewissen status

quo. 1972 ließ die Band, die im Mai des Jahres

zu Gast im Bremer Beat-Club war, die LP „rough

and ready“ folgen, die wegen der Mischung aus

soul, Jazz und rhythm and Blues geteilte reak -

tionen auslöste. Bald nach dem Beat-Club-auftritt

zerbrach auch diese Band an persönlichen dif fe -

renzen. Becks aktivitäten danach widerlegen die

Vermutung mancher, ihm seien nach seiner Ge -

nesung die ideen ausgegangen.

die von Mickey Most produzierte single mit dem

künftigen Led-ZePPeLin-Mitglied John Paul

Jones, Bass, und Becks Gesang auf der a-seite

stand im Gegensatz zu seiner Musik mit den

Yard Birds, war aber nur eine episode. er formierte

die JeFF BeCK GrOUP, die von Februar

1967 bis Juli 1972 nicht weniger als sechs Me -

ta morphosen durchlief. der erste sänger der

JeFF BeCK GrOUP war rod stewart, den

Beck gewann, als er die Band sTeaMPaCKeT

verlassen wollte und seinen Frust in einem Lokal

mit alkohol hinunterspülte. Produzent Most hielt

stewart allerdings für einen schlechten sänger.

Gegen diese Fehleinschätzung setzte Beck sich

durch. Mit stewart, dem Gitarristen ron Wood,

der auf Bass umstieg, dem ehemaligen sTeaM -

PaCKeT-drummer Mick Waller und dem studio-

Pianisten nicky hopkins nahm Beck bis ins Jahr

1968 das Meilenstein-album „Truth“ auf. es strotzt

vor wuchtiger, abwechslungsreicher Musik und

war mit seinem hardrock musikalisches Vorbild

album mit acht hörenswerten Bonustracks neu

aufgelegt. „Beck-Ola“ von 1969, aufgenommen

mit dem neuen drummer Tony newman, war ein

würdiger nachfolger, der seit 2004 ebenfalls um

Bonustracks erweitert auf Cd vorliegt. Zum Bei -

spiel klingen die beiden elvis-Presley-stücke „all

shook Up“ und „Jailhouse rock“ wie neu erfunden.

auf dem album „Barabajagal“ unterstützte

die JeFF BeCK GrOUP ohne stewart noch

donovans Titelstück. Jedoch sprengten dann

spannungen unter den Bandmitgliedern die hervorragende

Band noch vor dem legendären

Woodstock-Festival vom august 1969, das

natürlich eine riesenchance gewesen wäre. Bis

dahin war Beck noch mit stewart und hopkins

an den aufnahmen zu „screaming Lord sutchs“

hörenswertem album „Lord sutch and heavy“

Friends vom Mai 1969 beteiligt gewesen, neben

anderen Musikern wie Jimmy Page, dem Jimihendrix-Bassisten

noel redding und dem künftigen

Led ZePPeLin-drummer John Bonham.

im Juni 1972 traf Beck in dem von Jimi hendrix

gegründeten electric-Ladyland-studio auf Bogert

und appice, die sich der neuen JeFF BeCK

GrOUP anschlossen, nachdem ihre Band

CaCTUs am ende war. Mit dem sänger Kim

Milford und dem Keyboarder Middleton ging man

gemeinsam auf Us-Tournee und spielte in extremer

Lautstärke. nachdem Middleton das nicht

länger ertrug und das Publikum Milford einmal

ausgebuht hatte, blieben Beck, Bogert und appice

als neues Power-Trio übrig, kurz BBa. alle drei sind

Musiker der extraklasse: Bogert ein virtuoser

Bassist und appice ein einfallsreicher und kraftvoller

drummer, um kräftige showeffekte nie verlegen.

Gesang war bei ihnen allen jedoch keine

stärke. auf dem hervorragenden album „Beck,

Bogert, appice“ von 1973 glänzten sie, vor allem

Beck als Gitarrist, und gesanglich konnte ihnen

im studio ausgeholfen werden. der stevie-Wonder-

Klassiker „i ain’t superstitious“ wurde für sie mit

Becks energetischen Gitarrenparts sowie Jimmy

Greenspoon und danny hutton von Three dOG

niGhT als angenehmen sängern zum hit und

das album nach „Truth“, „Beckola“ und „rough

8

2/2020 musiker Magazin


40 STORIES

and ready“ vergoldet. aber live wurde die

gesangliche Unzulänglichkeit offenbar, was im

auffallenden Kontrast stand zur exzessiven, wilden

Bühnenshow des Trios, das die Zuschauer

mit seinem instrumentalkönnen mehr als zufriedenstellte.

die musikalische Wucht von Beck,

Bogert und appice wurde von dem in Japan mitgeschnittenen

Live-album „Beck, Bogert, appice

Live“ von 1974 sehr gut eingefangen. es kam

damals nur als Japan-Pressung heraus, ist mittlerweile

aber längst als doppel-Cd erhältlich.

Beck zieht alle register seines Könnens, höchst

spannend ist zum Beispiel der song „Livin’

alone“. Jahre bevor Peter Frampton die Talkbox

mit seinem Live-album „Frampton Comes alive“

1976 populär machte, setzte Beck sie schon ein

– nicht als erster, denn Mike Pinera hatte sie schon

1970 für die LP „Metamorphosis“ der Band irOn

BUTTerFLY im stück „Butterfly Bleu“ gespielt.

die Talkbox ist ein effektgerät, durch das der

schall des instruments über einen schlauch in

den Mundraum des Musikers geleitet wird und

dort wie beim sprechen durch Zunge und Lippen

moduliert werden kann. auf den songs „i ain’t

superstitious“ und „Black Cat Moan“ des Japan-

Konzertes ist dies eindrucksvoll zu hören. einige

andere aufnahmen aus den Jahren 1973 und 1974

erschienen später noch in der Box „Beckology“

von 1991, und auf YouTube kann man sogar Live-

Videos der Band finden. Jedoch war auch BBa

keine langlebige Band. interne spannungen ließen

bei diesen drei selbstbewussten Musikern nicht

lange auf sich warten. Beck unterstellte Bogert,

ihm die schau stehlen zu wollen, und während

einer Tournee durch Großbritannien flogen

schließlich die Fäuste hinter der Bühne. Gerade

noch hatten die Leser der Zeitschrift Melody Maker

die Band zu „The World’s Brightest hope“ ge -

wählt, da waren BBa im Mai 1974 am ende. ein

zweites studioalbum, für das die Band bereits

einige aufnahmen eingespielt hatte, wurde nicht

mehr zu ende produziert. als Bootleg tauchten

sie neben mehreren BBa-Live-Mitschnitten auf.

die Verve des ersten studioalbums fehlte allerdings.

danach änderte Beck seinen Musikstil völlig

und kombinierte seine absolute Virtuosität auf

der Gitarre mit seinem Faible für sound und effek -

te. seine nächste LP „Blow By Blow“ ist ein reines

instrumentalalbum und wurde eines der erfolgreichsten

alben seiner Karriere. Produziert hatte es

der mittlerweile selbstständige BeaTLes-Produ zent

George Martin. aufgenommen im Oktober 1974

mit Max Middleton an den Keyboards enthält

„Blow By Blow“ eine kluge Mischung aus wunderschönen

songs und eindeutig jazzorientierten

stücken, deren Bindeglied ein überwältigender

technischer ideenreichtum und bestaunenswerte

Gitarre ist, die mal zart klingt, mal messerscharf

und dann auch wieder moduliert wird durch die

Talkbox bei dem BeaTLes-song „she’s a

Woman“. 1974 hatte stevie Wonder seinen song

„Cause We ended Up as Lovers“ veröffentlicht,

den Beck zu einem der schönsten stücke seiner

Karriere werden ließ. er widmete ihn unter anderem

dem Gitarristen roy Buchanan. Wonder steuerte

zu „Blow By Blow“ außerdem das stück

„Thelonius“ bei, für das er selbst am Keyboard saß.

das instrumentalalbum „Wired“ von 1976 wurde

ebenfalls von George Martin produziert. Ge mein -

sam mit dem tschechisch-stämmigen Jazz-Key -

boarder Jan hammer gelang Beck ein einzigartiges

album, härter in der Gangart als sein Vorgänger,

mit zwei songs, die immer wieder einmal auf

Becks Konzerten zu hören sind: „Led Boots“ von

Middleton und Charles Mingus’ „Goodbye Pork

Pie hat“. diese LP polarisierte. Man warf ihr einer -

seits vor, seelenlos zu sein, andererseits wurden

„Blow By Blow“ und „Wired“, die beide Platinstatus

erreichten, musikalische Twin-Towers ge -

nannt. an die härtere seite des hochtechnisierten

Freestyle-Jazzrock knüpften die kommenden

Tourneen an. auf der 1977 veröffentlichten LP

„Jeff Beck With The Jan hammer Group Live“

spielen Beck und hammer einander entfesselt

die rhythmisch-musikalischen Bälle zu, was mit

einer Gold-LP belohnt wurde. die „Freeway Jam“

als akustische Tour de force ist ein gutes Beispiel

aus dieser Zeit, aus der die im März 2020 er -

schienene Cd „Jeff Beck With The Jan hammer

Group Brisbane 1977“ mit sieben weiteren Live-

Fassungen eine willkommene ergänzung ist.

1978 tourte Beck mit ähnlichem Programm,

aber anderen Musikern durch die Usa: stanley

Clark am Bass, Becks Wunsch-drummer simon

Philips und der Keyboarder Tony hymas, mit

dem Beck in den kommenden Jahren wiederholt

zusammenarbeiten sollte. der radiomitschnitt

„Freewy Jam“ mit dieser Band wurde vor einigen

Jahren von Laser media auf den Markt gebracht.

Mit Philips und hymas, zum Teil auch mit hammer,

entstand 1980 das studioalbum „There and

Beck“, das Becks Fusionsstil weiter konsolidierte.

„el Becko“ heißt ein stück selbstbewusst. Für die

weichere seite von Becks stil steht das balladeske

„The Pump“, das 1983 in den Film „Lockere Ge -

schäfte“ (risky Business) integriert wurde.

»Beck änderte seinen

Musikstil völlig

und kombinierte seine

absolute Virtuosität

auf der Gitarre mit seinem

Faible für Sound

und Effek te.

Seine LP „Blow By Blow“

ist ein reines

Instrumentalalbum

und wurde eines

der erfolgreichsten Alben

seiner Karriere.«

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STORIES 41

den Curtis Mayfields „People Get ready“ sang.

außerdem coverte Beck den TrOGGs-Klassiker

„Wild Thing“, der damals nur als single herauskam,

einige Jahre später aber auch zum sampler

„Beckology“ gehörte. Für Jan hammers instru -

mental „escape“ erhielt Beck seinen ersten

Grammy. das zweite und letzte instrumental auf

„Flash“ ist „You Know, We Know“ von Tony hymas.

die Kritiken waren wieder einmal geteilt, doch im

endeffekt wurde auch „Flash“ gut angenommen.

Beck selbst hält allerdings nicht viel von dem album.

ab 1979 war Beck Gast verschiedener Wohl -

tätigkeitskonzerte wie den „secret Policeman’s

Balls“ zugunsten von amnesty international und

im september 1983 mit Clapton, Page und steve

Winwood sowie in der Londoner royal albert

hall beim a.r.M.s.-Konzert zur Bekämpfung der

Multiplen sklerose. Weite Teile davon sind auf

dVd und Cd erschienen. ein neues Beck-album

ließ auf sich warten. dafür war Beck als Gitarrist

auf alben prominenter anderer Musiker vertreten

und genoss sein Gastdasein nach eigener

darstellung. 1984 war er auf „Bad For You“ von

rod stewarts album „Camouflage“ (1984) zu

hören, bei dem Titelsong von Tina Turners

Comeback-album „Private dancer“ aus demselben

Jahr übernahm er den Gitarrenpart des von

Mark Knopfler geschriebenen stücks und wirkte

mit an der semi-YardBirds-reunion, die in das

album „Box of Frogs“ mündete. Gleich auf sechs

der neun songs von Mick Jaggers erster solo-

Wieder vergingen Jahre bis zu seinem näch s -

ten studioalbum. Jedoch war dies nicht durch

eine kreative Pause bedingt, sondern durch einen

weiteren Unfall, der Becks Karriere hätte beenden

können. als Liebhaber alter klassischer autos,

sogenannter hot rods, ist er schon lange sein

eigener Kfz-Mechaniker mit voll ausgerüsteter

Werkstatt einschließlich hebebühne und Grube.

1987 fiel ihm ein solches Gefährt von der Bühne,

quetschte einen Finger seiner spielhand gegen

das Chassis des autos und verletzte sie damit

schwer. Mühsam musste Beck sich wieder an

das spielen der Gitarre gewöhnen. 1989 kam

„Jeff Beck’s Guitar shop“ heraus, auf dem Cover

eine Fender stratocaster groß wie ein Fahrzeug

auf einer hebebühne, und Beck schraubt daran.

auf dem instrumental-album mischte er seinen

Jazz-Fusion kräftig mit rock. damit beschritt er

zwar keine neuen Wege, aber er präsentierte mit

„Guitar shop“ einen showcase seiner Karriere,

indem er zeigte, was für ihn auf der Gitarre alles

möglich ist. seine Band bestand aus hymas und

dem ex-Frank-Zappa-drummer Terry Bozzio,

der mit einem enorm umfangreichen schlagzeug

arbeitete und einige sprecheinlagen einstreute.

die dichte treibenden stücke bis hin zur atem -

losig keit einerseits und einfühlsamer Musik andererseits

machen dieses album zu einem schwer punkt

LP „she’s The Boss“ spielte Beck 1985 die Lead -

gitarre. in dem Jahr entstand auch der sound track in Becks Werk. stücke wie das unglaublich intensive

„Big Block“ sowie die geradezu zarten

zu dem Film „Porkey’s revenge“ mit Becks „sleep

Walk“. Überhaupt war er fortan an er staunlich „Behind the Veil“ und „Where Were You“ können

vielen soundtracks beteiligt, wie ein Blick auf die den Zuhörer immer wieder in das album hineinziehen.

Wer noch nie etwas von ihm gehört hat

eintragungen zu ihm bei imdb.com zeigt. dass

er außerdem er im Laufe der Zeit mit anderen und sich ihm nähern möchte, sollte vielleicht mit

Gitarristen wie steve Lukather, Carlos santana und „Guitar shop“ beginnen, für das Beck seinen zweiten

Grammy empfing. den sound seiner hoch-

stevie ray Vaughan auf der Bühne gestanden

hatte, erscheint wie selbstverständlich. einige verstärkten Fender stratocaster regelte er, steuerte

den sound über die Lautstärke- und Klang -

Beispiele davon enthält die 2020 erschienene

Laser-Media-Cd „Jeff Beck & Friends Live“. regler seiner Fender und setzte immer mehr den

Tremolo-hebel ein, wenn er gleichzeitig die saiten

nach fünf Jahren Pause kam im Juli 1985 anschlug, was er künftig nur noch ohne Plektrum

Becks album „Flash“ heraus. es wandelte eher auf tat. Bei Live-auftritten wie zum Beispiel am 1.

Mainstream-Pfaden, und diesmal waren die Mai 1990 im hamburger CCh ließ sich gut beobachten,

wie Beck über die dämpfung der hoch-

instrumentals in der Minderzahl. sogar Beck

selbst reihte sich in die sängerriege ein bei den verstärkten Gitarre viele Facetten seiner Musik

songs „Get Workin’“ and „night after night“. erzielte, die durch hymas’ Keyboards ein hervorragendes

Gerüst bekam. Bozzios Parts waren eine echte Überraschung war, dass rod stewart 8

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42 STORIES

fulminant und bestimmt eine sportliche Leistung

ein ganzes Konzert hindurch. die drei Musiker auf

der Bühne waren ein echtes hardcore Package.

„Crazy Legs“ von 1993, ein Jahr nachdem Beck

mit den YarTdBirds in die rock ’n’ roll hall of

Fame aufgenommen worden war, ist vermutlich

eine Cd, die man von Beck kaum erwartet hätte

und die er wohl auch nur aufgrund seiner bisherigen

Karriere auf den Markt bringen konnte. Mit

den BiG TOWn PLaYBOYs spielt er songs des

rock ’n’ rollers Gene Vincent und dessen Gitar -

risten Cliff Gallup, den Beck ebenfalls zu seinen

ein flüssen zählt. einer besonderen erwähnung

bedarf Georg Martins Cd „in My Life“ von 1998.

er rief viele Musiker zusammen, um ihm besonders

am herzen liegende BeaTLes-songs neu zu

interpretieren, und ihm gelang ein Meisterstück,

auf dem zum Beispiel sean Connery „in My Life“

von rubber soul ohne Musik einfühlsam spricht.

da Martin auch Beck produziert hatte und die

Zusammenarbeit sehr angenehm gewesen war, lud

er auch ihn ein. nach Martins einschätzung ist

Beck ein Gitarrist, der „sein instrument singen lassen

kann wie die menschliche stimme“. Beck

schlug „a day in The Life“ von „sergeant Pepper’s

Lonely hearts Club Band“ vor und spielte eine fantastische

Version, von der Martin überzeugt war,

der höhepunkt des songs komme ohne Orchester

aus, da die Gitarre alles ausdrücke. „a day in the

Life“ wurde fester Bestandteil von Becks Konzerten

und 2010 mit einem Grammy ausgezeichnet.

1999 setzte Beck mit „Who else!“ seine zehn

Jahre zuvor entstandene „Guitar shop“ fort. neben

rock mischte er Blues ein, und es entstand ein

ausgezeichnetes album, das mit einer Vielzahl

von Musikern aufgenommen wurde, unter ihnen

hammer und hymas sowie die Gitarristin Jennifer

Batten. rockmusikerinnen findet man eher selten,

aber bei Beck seither ständig. „Who else!“

ist ein selbstbewusstes statement, und das zu

recht. niemand spielt Gitarre wie Beck, und deswegen

ist er sofort zu erkennen. „What Mamma

said“ von Beck, hymas und Batten steht ganz im

Kontext mit den atemberaubend harten stücken

von „Guitar shop“. „Brush With The Blues“ beginnt

als klassischer Blues, den Beck manchmal fast nur

andeutet, und gerade das verursacht Gänse haut.

dann bricht ein musikalisches Gewitter mit großer

sogwirkung los, bis sich der Orkan wieder legt –

vor allem live ein un glaub liches erlebnis. Mit Batten

spielte Beck 1999 in Tokyo. das sehr zu empfehlende

Konzert wurde 2011 auf doppel-Cd „Live in

Tokyo 1999“ bei immortal als sogenanntes Official

Bootleg veröffentlicht. es versammelt 17 stücke

vor allem von „Guitar shop“ und „Who else!“, dabei

„Brush With The Blues“, und von anderen alben

„The Pump“, „Cause We ended as Lovers“ und „a

day in The Life“.

Zwei Jahre darauf ist „You had it Coming“

(2001), wieder mit Batten, keine direkte Weiter füh -

rung von „Who else!“. Mit einer zeitweise kompromisslosen

härte scheint Beck in den raum

zu stellen, dass er noch weitere Grenzen ausloten

möchte. auf zwei stücken singt imogen heap:

„rollin’ and Tumblin’“ und „dirty Mind“, für das

Beck den nächsten Grammy bekam. noch ein

Grammy gesellte sich zwei Jahre später hinzu für

„Plan B“ aus der Cd „Jeff“ (2003), die mit zahlreichen

Musikern aufgenommen wurde. „so What“

und „Pork-U-Pine“ sind hochenergetische aus -

flüge eines Künstlers, der nicht stehen bleiben

will und seine ungebrochene Vorliebe für schnelle

autos mit „hot rod honeymoon“ beim namen

nennt. ebenfalls von 2003 stammt das exzellente

Live-album „Jeff Beck Live: B.B. King Blues Club

& Grill“, das zunächst nur über sonys Onlinehandel

zu beziehen war, bevor man es 2006

regulär kaufen konnte. Becks hochklassige Band,

mit drummer Bozzio, spielte ein mitreißendes

Programm von „Freeway Jam“ bis „Jeff“. abseits

der Produktion von alben war an einer ganz

anderen stelle eine musikalische Perle zu entdecken.

der renommierte Filmregisseur Martin

scorcese ist ein bekennender rock- und Blues-

Liebhaber, der zum Beispiel „The Last Waltz“

über das abschiedskonzert von The Band vom

25. november 1976 gedreht hatte und 2006 mit

den rOLLinG sTOnes „shine a Light“. 2003 legte

er die von ihm produzierte serie „Martin scorcese

Presents The Blues“ vor mit Mike Figgis’ „red,

White & Blues“ über die British Blues explosion.

neben dokumentarischen aufnahmen und inter -

views hatte Figgis Musiker wie Jeff Beck, Tom

Jones, Van Morrison und Lulu zu einer Jamsession

in die berühmten Londoner abbey road

studios eingeladen und spielte dabei selbst Klavier.

es entstand ein besonderes musikalisches ereignis

vor laufender Kamera. Jones’ und Morrisons in -

tensiver Gesang treiben den Blues tief unter die

haut. davon würde man sich mehr wünschen. Wie

gut, dass Jones nach einer jahrzehntelangen

sängerkarriere mit ganz anderer Musik 2004 und

2010 seinem Blues auf „Tom Jones & Jools

holland“ und „Praise & Blame“ raum gegeben hat.

Becks zehntes studio-album ließ sieben Jahre

auf sich warten. die wurden gefüllt mit der Cd

„Official Bootleg Usa ’06“, die am rande von

Konzerten verkauft wurde. 2007 war Beck zu

Gast auf dem renommierten Montreux Jazz

Festival und auf eric Claptons Crossroads Guitar

Festival mit der jungen ausnahme-Bassistin Tal

musiker Magazin 2/2020


STORIES 43

»Im Sommer 2016 versammelte Beck aus Anlass

seines 50-jährigen Jubiläums als Musiker

seine Band und Gäste in der Hollywood Bowl

zu einem Konzert, das 2017 als CD und DVD in voller

Länge veröffentlicht wurde.

Seine Zeitrechnung begann offenbar mit seinem

Eintritt in die YARDBIRDS und nimmt

das Publikum mit auf eine Zeitreise durch sein Werk:

20 Stücke, die es in sich haben.«

Wilkenfeld, die ihr instrument mit vollem Körper -

einsatz spielt. Becks Konzert im Londoner ronnie

scott’s Jazz Club im Jahr darauf mit der sängerin

imogen heap und einem Gastauftritt von Clapton.

diese auftritte wurden aufgezeichnet und zeigen,

wie unterschiedlich Konzerte trotz sich überschneidender

setlists sind. Während „Performing

This Week ... Live at ronnie scott’s“ schon 2008

als Cd und dVd veröffentlicht wurde, erschien ein

aus schnitt aus dem Montreux-Konzert 2018,

und auch der vollständige auftritt auf dem Cross -

roads Guitar Festival wurde dem 2010 veröffentlichten

album „emotion & Commotion“ erst bei

einer neu auf lage als dVd beigegeben. da war

Beck 2009 bereits ein zweites Mal Mitglied der

rock ’n’ roll hall of Fame geworden, diesmal allein

und nicht als Mit glied einer Band.

„emotion & Commotion“ ist nach allen seit Tonund

Bildträgern seit „Blow By Blow“ gewöhnungs -

bedürftig. abgesehen von der erneuten Zunahme

an Gesangsparts seit „Flash“ hätte wohl kaum

jemand ein 64-köpfiges Orchester auf dem Groß -

teil von Becks neuer Cd erwartet. Un ge wöhnlich

ist auch die songauswahl: „nessun dorma“

stammt aus Giacomo Puccinis Oper „Turandot“

von 1926, „Over the rainbow“ ist Julie Garlands

Lied aus dem Film „das zauberhafte Land“ bzw.

„der Zauberer von Oz“ aus dem Jahr 1939 – das

übrigens Clapton schon häufig zum ausklang

seiner Konzerte spielte –, James sheltons „Lilac

Wine“ von 1950 und Benjamin Brittens 1961

aufgezeichnetes stück „Corpus Christi Carol“.

auf der Japan-ausgabe von „emotion & Com -

motion“ stößt man dann noch auf das Traditional

„Poor Boy“ als Bonustrack. Wie alles eine Frage

des Geschmacks. Beck erhielt jedenfalls für die

stücke „hammerhead“ und „nessun dorma“ zwei

weitere Grammys – der musikalische Kontrast

zwischen beiden könnte kaum größer sein. noch

überraschender war 2011 die schon genannte

„rock ’n’ roll Party“. im selben Jahr begannen

Beck und rod stewart ein Blues-album, das aber

nie zustande kam. die egos seien letztendlich

aufeinandergeprallt und hätten das Projekt verhindert,

wie stewart es ausdrückte.

Bis zu Becks bisher letztem studioalbum „Loud

hailer“ (2016) kamen Konzerte in vertrauten

Bahnen auf den Markt: ein Japan-Konzert von

2006 im Jahr 2013 bei immortal und zwei Jahre

später zwei auftritte von 2014 in den Usa und in

Japan auf Cd („Jeff Beck Live+“) bzw. dVd („Jeff

Beck Live in Tokyo“), diese beiden mit der Bassistin

rhonda smith aus der Band des verstorbenen

Prince. „Loud hailer“ geriet mit Megafon und

kräftig verstärkter Gitarre dem Titel entsprechend

wesentlich rauer als „emotion & Commotion“.

„The revolution Will Be Televised“ mit der sän -

gerin rosie Bones am Megafon spiegelt drastisch

die heutige Medienwelt wider. am hochauflösenden

TV-Bildschirm kann man schon lange die

schlimmsten dinge miterleben. Wie früher schon

gibt es in dem stück „scared For The Children“

aber auch raum für leisere, balladenhafte Töne.

im sommer 2016 versammelte Beck aus anlass

seines 50-jährigen Jubiläums als Musiker seine

Band und Gäste in der hollywood Bowl zu einem

Konzert, das 2017 als Cd und dVd in voller

Länge veröffentlicht wurde. seine Zeitrechnung

begann offenbar mit seinem eintritt in die

YardBirds und nimmt das Publikum mit auf

eine Zeitreise durch sein Werk: 20 stücke, die es

in sich haben. dem Jubilar und seinen meist

auch betagteren Gästen merkt man das alter

nicht an. Buddy Guy bewies einmal mehr eine

erstaunliche Bühnenpräsenz. Jan hammer, Billy

Gibbons von ZZ TOP und steven Tyler von

aerOsMiTh waren bestens aufgelegt. Tylers

interpretation von „shapes Of Things“ ist schlicht

hervorragend (was ihn zum abschluss der Ver -

anstaltung nicht daran hinderte, den Berufs -

jugendlichen zu geben). dass rod stewart nicht

teilnahm, war nach den 2011 ad acta gelegten

gemeinsamen Plänen wohl keine Überraschung.

sänger Jimmy halls brauchte sich allerdings zum

Beispiel bei „Morning dew“ nicht hinter stewart

zu verstecken. die (wesentlich jüngere) Bluessängerin

Beth hart und Becks Gitarre schienen

auch wie füreinander geschaffen. seine Band bei

diesem denkwürdigen ereignis zeigte eine hochprofessionelle

spielfreude und bestand aus der

sängerin rosie Bones, unter anderem mit

Megafon zu „The revolution Will Be Televised“,

der rhythmus-Gitarristin Carmen Vandenberg,

Jonathan Joseph an den drums und rhonda

smith am Bass. dass als 21. song zum ab -

schluss „Purple rain“ mit allen Beteiligten ge -

spielt wurde, war wohl auch ein dankeschön an

smith. ein 50-jähriges Jubiläum zog bei einem

solch bedeutenden Musiker wie Beck natürlich

auch eine dokumentation nach sich. sie heißt

„still On The run. The Jeff Beck story“ und

wurde 2018 von eagle Vision auf den Markt ge -

bracht, mit dem schon genannten ausschnitt von

Becks aufritt auf dem Montreux Jazz Fest iv al 2007

als Beigabe. Zur ruhe gesetzt hat der agile Jubilar

sich aber bisher nicht. im september 2019 war

er erneut Gast bei der neuauflage des Cross -

roads Guitar Festivals, das nicht zuletzt wegen

Claptons Gesundheitsproblemen sechs Jahre

pausiert hatte. Vermutlich werden über die zweitägige

Veranstaltung Ton- und Bildträger veröffentlicht

und werden zeigen, dass so mancher

Musiker auch im fortgeschrittenen alter seine

Frische be wahren konnte. Wäre es also nicht an

der Zeit für ein neues album von Jeff Beck? aber

etwas neues gibt es schon. ende april 2020

erschien der song „isolation“, den der neugierige

Musiker Beck mit dem schauspieler Johnny

depp aufgenommen hat, der seit 2015 mit alice

Cooper und Joe Perry in der Band hOLLYWOOd

VaMPires spielt. Ob Beck im nächsten Teil der

Piraten der Karibik zu sehen sein wird?

näChsTe FOLGe:

THAT LITTLE OL’ BAND FROM TEXAS –

ZZ TOP

WeB: WWW.JEFFBECK.COM

TexT: DR. NORBERT APING

FOTOQUeLLen: WWW.JEFFBECK.COM,

WIKIPEDIA

GraFiKen: © EXPLORICH; © COMAUTHOR

– ADOBE STOCK

DR. NORBERT APING

Geboren 1952,

Buchautor und direktor

des amtsgerichts a. d.

in Buxtehude

2/2020 musiker Magazin


44 STORIES

1939 1942 – 1944

1951

Im Laufe einer

langen

Innovationsgeschichte,

die im Jahr 1925

begann,

wurde für Shure aus

der Leidenschaft

für die Herstellung

erstklassiger

Mikrofone und

Audioelektronik eine

Obsession.

Heute wie damals

setzt Shure weltweit

Branchenstandards

für hochwertige,

zuverlässige Produkte.

FEIERT

95-JÄHRIGES FIRMENJUBILÄUM

Incorporated, einer der branchenführenden

Hersteller von Audiotechnik, feiert

Shure

in diesem Jahr das 95-jährige Firmenjubiläum.

Seit den Anfängen im Jahr 1925 als Ein-Mann-

Unternehmen, das Bausätze für Radios verkaufte,

hat Shure die Audiobranche um unzählige In -

novationen bereichert und bietet heute ein breit

aufgestelltes Portfolio wegweisender kabelgebundener

und drahtloser Mikrofone, Kopf- und

Ohrhörer für den privaten und professionellen Ein -

satz sowie Conferencing- und Besprechungs -

lösungen. Shure-Produkte werden mittlerweile in

über 120 Ländern vertrieben und wurden im Laufe

der Jahrzehnte weltweit von Berühmt heiten wie

Dr. Martin Luther King Jr., Elvis Presley, Papst

Franziskus, Nelson Mandela, den Beatles sowie

jedem US-Präsidenten seit Franklin D. Roosevelt

verwendet.

Zu den wichtigsten

Produktinnovationen der 95-jährigen

unternehmensgeschichte gehören:

Das unidyne® i model 55 – das erste dynamische

Richtmikrofon mit Schwingspule.

Das sm58® – der weltweite Branchen stan -

dard unter den Live-Gesangsmikrofonen.

Das vagabond 88 – das weltweit erste draht -

lose Handmikrofon.

Die se-ohrhörer – In-Ear-Ohrhörer mit Sound

Isolating Technologie und einzigartigen

Klangeigenschaften.

axient® digital – das weltweit führende

Draht lossystem mit intelligenter Hardware und

Software zur Erkennung und Vermeidung von

Interferenzen.

Das ksm8 dualdyne – ein dynamisches

Handmikrofon mit Doppelmembran und pa -

1966 1978 1998

musiker Magazin 2/2020


STORIES 45

1925

tentiertem Kapseldesign mit ultradünnen

Membranen und richtungsweisender Tech -

nologie mit invertiertem Luftstromsystem.

Die motiv serie – digitale Mikrofone und

mobile Aufnahmelösungen für hochwertige

Klangqualität.

Die microflex® mXw-, mXa-, und mXcserien

– intelligente, kabelgebundene und

draht lose Mikrofonsysteme für AV-Con fe ren -

cing und Besprechungen.

Das sm7B – ein beliebtes Mikrofon für Studio -

aufnahmen, Podcasting und Recording-

Sessions.

Auch im letzten Jahr hat Shure mehrere wichtige

Produktinnovationen eingeführt. Dazu gehören

die twinPlex serie mit bahnbrechenden,

neuartigen Subminiatur-Lavaliermikrofonen, das

mv88+ video kit – ein neues Stereo-Mikrofon für

hochwertige Aufnahmen mit dem Smartphone –,

microflex® advance mXa910 mit intellimix®

– eine leistungsstarke Mikrofonlösung zur Mon -

tage an der Decke – und die aonic-serie mit

Ohr- und Kopfhörern, darunter der AONIC 50

Drahtloskopfhörer mit Noise Cancelling und die

AONIC 215 True Wireless Sound Isolating

Ohrhörer.

Shure-Produkte sind bei den Personen im

Rampenlicht ebenso beliebt wie bei den Tech ni -

kern hinter den Kulissen. Sie werden beim Super

Bowl, den GRAMMYs®, den olympischen Spielen,

den Academy Awards und von lokalen und überregionalen

Verwaltungen auf der ganzen Welt

eingesetzt. Zudem nutzen viele der größten globalen

Unternehmen Shure-Equipment in ihren

Büro- und Besprechungsräumen – wir verbinden

Menschen an verschiedenen Standorten durch

virtuelle Konferenzen mit herausragender Klang -

qualität.

„Ganz gleich ob Musiker, Toningenieur, Do zent,

Rundfunkanbieter, Vlogger, AV-Integrator, Con tent

Creator oder einfach Musikliebhaber: Shure hat für

jeden ein innovatives Produkt, das seine Er war -

tungen übertrifft“, sagt Christine Schyvinck, Shure

President und CEO. „Unser Unternehmens grün -

der S.N. Shure hatte sich zum Ziel gesetzt, technisch

innovative Produkte mit einzigartiger Klang -

qualität und Langlebigkeit zu entwickeln. Seine

Vision und die Leidenschaft, Expertise und Kreati -

vität unserer Mitarbeiter haben uns 95 erfolgreiche

Jahre beschert. Wir danken all unseren Kunden

und Vertriebspartnern für ihre Unterstützung im

Laufe der Jahre.“

WEB: WWW.SHURE.COM

FOTOqUELLE: SHURE

2009 2010 2019

2/2020 musiker Magazin


46 STORIES

MM: Was zeichnet eure Musik aus?

DARKNESS LIGHT: Wir haben uns dem melodischen

Hardrock verschrieben und verbinden

verschiedene Einflüsse von Hardrock, Blues,

der Neoklassik bis zum symphonischen Rock.

Ein besonderes, harmonisches Element sind die

weibliche und männliche Stimme der zwei

gleich wertigen Frontsänger, die dem Sound von

Darkness Light ein außergewöhnliches Flair gibt.

MM: In welcher Besetzung spielt ihr aktuell?

DARKNESS LIGHT: Wir spielen in einer klassischen,

bereits durch Deep Purple/Rainbow

eta blierten Instrumentierung, mit Hammond-

Orgel und dazu modern verzerrten Gitarren.

Aktuell sind das Cristian Bettendorf (Gitarren,

Keyboards, Produktion), Helmuth Treichel (Ge-

sang, Produktion – Ex-Gift; Atomic Picnic Pro -

ject), Gaby Weihmayer (Gesang – vormals Gener -

ation X, Label Z, Red to Grey), Klaus Geisel

(Keyboards – Ex-Shotguns, Maddox), Bernd

Sparhuber (Bass – The Eagle Trail, Ex-Maddox)

und Maxx Hertweck (Schlagzeug – Aeneas).

MM: Ihr habt euch 2011 gegründet – wie ging

es dann weiter?

DARKNESS LIGHT: Die Band wurde Anfang

2011 von Cristian Bettendorf gegründet und

2015 wurde das Debütalbum „Living With The

Danger“ veröffentlicht. Im Mai 2017 erschienen

Single und Video zu „Live Is Live“ mit Rock -

sänger Kess. Die Single ist ein Hardrock-Cover

des gleichnamigen, ursprünglich von den Öster -

reichern Opus veröffentlichten Chartbreakers. Im

offiziellen Video ist die IBO- und WBC-Silber-

Profi-Boxweltmeisterin Tina Rupprecht zu sehen.

Die Single ist gleichzeitig das Titellied des

Charity-Projekts zur Unterstützung von Kindern

und Jugendlichen mit Behinderungen, das wir

ge meinsam mit Kess und Tina initiiert haben.

Unser zweites Studioalbum „Darkness“ wurde

im Juni 2018 fertiggestellt und erzählt eine Ge -

schichte vom Fallen in tiefste Dunkelheit und

den schweren Weg in ein neues, erfülltes Leben.

Die Produktion wurde bereits mehrfach international

ausgezeichnet und auch beim Deut -

schen Rock & Pop Preis 2018 als bestes Rock-

Album ausgezeichnet.

MM: Anfang des Jahres habt ihr eure zweite

Single „Remember Death“ veröffentlicht.

Inwiefern unterscheidet sich die Single von

ihren Vorgängern?

DARKNESS LIGHT: „Remember Death“ ist eine

natürliche Weiterentwicklung des Songwritings

und Sounds, der mit dem „Darkness“-Album

vorgestellt wurde. Die Single ist eine Zusam -

menarbeit mit Todd Simpson, einem exzellenten

amerikanischen Gitarristen. Geschrieben

wurde der Song, wie fast alle Titel, von Cristian

Bettendorf und Helmuth Treichel.

„Remember Death“ ist die englische Über -

set zung von ‚Memento Mori‘. Der Ausdruck

„Memento Mori“ (lat. „Sei dir der Sterblichkeit

bewusst“) entstammt dem mittelalterlichen

Mönchslatein. Er ist ein Symbol der Vanitas, der

Vergänglichkeit, und war wesentlicher Bestand -

teil der cluniazensischen Liturgie.

„Memento Mori“ bezieht sich nicht auf einen

Toten- oder Ahnenkult und beinhaltet auch nicht

die für die Romantik typische Ewigkeits sehn -

sucht, sondern weist darauf hin, dass jedermann

sterblich ist, ob arm oder reich. Der Text ist

passenderweise in einem antiquierten Englisch

verfasst. Der Titel wurde zunächst nur als digitaler

Download in Verbindung mit einem entsprechenden

Video veröffentlicht.

MM: Was ist euch bei euren Musikvideos als

Band wichtig?

DARKNESS LIGHT: Das Wichtigste ist für uns die

Umsetzung der Texte, ohne zu viele Stereo typen

zu verwenden. Natürlich spielen auch Kosten

dabei eine Rolle. Demzufolge helfen alle Band -

mitglieder und Freunde (u. a. Peter Swoboda,

Martin Vill, Roland Kopper, Axel Weiss) bei der

Bearbeitung und Umsetzung. Unsere Spon soren

(Stauden-Verkehrs-GmbH, LA Rocks Radio)

haben uns fantastische Locations dafür zur Ver -

fügung gestellt.

MM: Im Studio wurdet ihr von bekannten

Gastmusikern unterstützt. Wen konntet ihr

da für eure Arbeit gewinnen?

DARKNESS LIGHT: Kess (bei „Live Is Life“) und

Lydia Pané (AXEperience, Sainted Sinners, Dark

Blue Inc.) bei „Into The Light“; als Gastsänger,

Claus Hiltensberger (Ex-JVP) bei „Darkness“

und „Dragon Eye“ und Ronnie Parkes (Bonfire,

Slippery When Wet, Seven Witches, Ex-Tango

Down) bei „Nightcrawler“ und „Relic“ am Bass,

Frank Pané (Bonfire, Dark Blue Inc., Purpen -

dicular, AXEperience) für Bass und Gitarre bei

„Into The Light“ und Todd Simpson (Ex-Gnostic,

Caustic Thought, Corpse Worm, The Dillon

James Band, Skyeclad) an der Gitarre bei

„Remember Death“.

MM: Habt ihr schon weitere Veröffent -

lichun gen geplant?

DARKNESS LIGHT

„Live at the MatriX“

VÖ: 25. OKTOBER 2019

DARKNESSLIGHT.DE

WWW.FACEBOOK.COM/

DARKNESSLIGHT.DE

DARKNESS LIGHT: Unsere Live-CD „Live At

The MatriX“ ist Ende Oktober auf den Markt

kom men. Parallel arbeiten wir an neuem Material

für ein für dieses Jahr geplantes Studioalbum.

MM: Gibt es etwas, was euch fehlt in der Band?

DARKNESS LIGHT: Eine seriöse Bookingagen tur!

Bisher verlegen und veröffentlichen wir unser

Ma terial über unseren eigenen Verlag und auf

eigenem Label (Atomic Picnic Project UG). Dem -

zufolge wäre ein größeres Label, das uns tat -

kräftig bei Marketing und Vertrieb unterstützt,

wünschenswert. Das Booking erledigen wir zurzeit

selbst, wären aber einer seriösen Booking -

agentur gegenüber auf jeden Fall aufgeschlossen.

Der Markt hält hier leider oft unangenehme

Überraschungen für Musiker bereit.

musiker Magazin 2/2020


STORIES 47

Darkness Light

The melodic hard rock band from Königsbrunn

»Memento Mori bezieht

sich nicht auf einen Totenoder

Ahnenkult und

beinhaltet auch nicht die

für die Romantik typische

Ewigkeitssehnsucht,

sondern weist darauf hin,

dass jedermann sterblich

ist, ob arm oder reich.«

Wo kann man euch noch live erleben?

DARKNESS LIGHT: 2019 haben wir mehrere

Festivalauftritte absolviert, wie z.B. am 27.

April beim Rock ‘n‘ Lock Festival, wo wir u. a.

zusammen mit international bekannten Bands

wie Axxis, Mad Max, Crystal Ball, Maverick ge -

spielt haben. Am 27. Juni bei den Augsburger

Sommernächten, im Rahmen der großen Rock -

nacht am Stadtmarkt, war der vorerst letzte

Auf tritt vor der Sommerpause. Im Frühherbst

ging es zunächst in den Süden von Deutsch -

land. Wir haben bewusst weniger Konzerte für

den Rest von 2019 gebucht, da wir uns auf

unsere Studioarbeit konzentrieren wollen. Was

aber nicht heißt, dass wir bei einem top Gig-

Angebot abgeneigt sind. Die ersten Termine für

2020 sind aber bereits in trockenen Tüchern.

Der Fokus werden Auftritte bei Festivals sein.

Natürlich wird auch der ein oder andere Club -

gig dabei sein.

(Das Interview wurde vor März 2020 durchgeführt,

Anm. d. Red.)

Web: DARKNESSLIGHT.DE

IntervIeW: RONJA RABE

Foto: MARTIN WILL

HIntergrundFoto: BILLIONPHOTOS.COM/

ADOBE STOCK

2/2020 musiker Magazin


48 MUSIK & RECHT

URTEIL

im Fall Julia Neigel gegen Axel S.

Im Namen des Volkes

Urteil

in dem Rechtsstreit

Julia Neigel, Ludwigshafen

Klägerin,

Prozessbevollmächtigte:

Rechtsanw. Zeller & Seyfert Partnerschaft von

Rechtsanwälten mbB

gegen

Axel S., (S. Music Planet), Mannheim

Beklagter,

I.

Der Beklagte wird verurteilt, es bei Meidung eines für

jeden Fall der Zuwiderhandlung festzusetzenden Ordnungs -

geldes und für den Fall, dass dieses nicht beigetrieben

werden kann, einer Ordnungshaft oder einer Ordnungshaft

bis zu 6 Monaten (Ordnungsgeld im Einzelfall höchstens

250.000,00 EUR; Ordnungshaft insgesamt höchstens 2

Jahre) zu unterlassen,

❶ in Bezug auf die Klägerin wörtlich oder sinngemäß die

Behauptung aufzustellen und/oder zu verbreiten, dass

bei der Staatsanwalt schaft Frankenthal ein Ermittlungs -

verfahren wegen Untreue gegen die Klägerin gelaufen

ist, wie dies auf der Webseite … des Beklagten ge sche -

hen ist und wie ersichtlich in der Anlage B1;

Prozessbevollmächtigte:

Rechtsanw. Z. & D., Hamburg

hat das Landgericht Frankfurt am Main

– 3. Zivilkammer –

durch Vorsitzenden Richter am Landgericht Dr. Kurth,

Richter am Landgericht Dr. Mantz und

Richterin am Landgericht Dr. Kothes

und/oder

❷ die einstweilige Verfügung gegen die Klägerin (Be-

schluss des Landgerichts Mannheim vom 26.10.2005,

Az. 7 O 300/05) öffentlich zugänglich zu machen, wie

dies auf der Webseite … des Beklagten geschehen ist

und wie ersichtlich in der Anlage B1.

II.

aufgrund der mündlichen Verhandlung vom 19.12.2019

für Recht erkannt.

Die Kosten des Rechtsstreits hat der Beklagte zu tragen.

III.

JULIA NEIGEL

„Ehrensache“

VÖ: 21. AUGUST 2020

JULIANEIGEL.COM

FACEBOOK.COM/JULIANEIGEL

Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar gegen Sicherheits leis -

tung, hinsichtlich der Aussprüche zu I. 1. und I. 2. jeweils in

Höhe von 15.000,00 EUR und im Übrigen in Höhe von 110 %

des jeweils zu vollstreckenden Betrages.

Web: JULIANEIGEL.COM

Grafikquelle: © KELIFAMILY / ADOBE STOCK

musiker MAgAZIN 2/2020


PRODUKT-NEWS 49

ANNE GRABS, KARIM-PATRICK BANNOUR, ELISABETH VOGL

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über die Umsetzung bis zum Moni toring

und Online Reputation Management

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feh lungsmarketing nutzen

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rungsberichte von Social-Media-Managern

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Die Social-Media-Experten Anne Grabs,

Elisabeth Vogl und Karim-Patrick Bannour

zeigen, dass es für Unternehmen jeder Bran -

che und jeder Größe interessant ist, in Social

Media aktiv zu werden. Was sind Social

Media und welche Chancen bieten sie?

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Voraussetzungen müssen dafür geschaffen

werden? Welche Schritte müssen in welcher

Reihenfolge erfolgen? Welche Ge fahren drohen

und wie können diese Gefahren minimiert

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50 PRODUKT-NEWS

Weiß gehalten und für die gängigsten Des -

infektionsmittelflaschen geeignet. Der Halter

80370 ist zudem in Schwarz erhältlich und

als Tischstativ oder Wandhalter verwendbar.

Für Euro-Spender werden der Desinfek tions -

mittelständer 80320 in Weiß, die Desinfek -

tions mittelsäule 80350 in Schwarz sowie das

Tischstativ 80360 in Schwarz oder Weiß

angeboten.

Als Ergänzung können dank des Halters

80396 Desinfektionsmittelflaschen direkt an

die Stative für die Euro-Spender montiert

werden.

Die Ablage 80380 in Weiß lässt sich an den

Ständer oder generell an Rohre bis 30 mm

anschrauben und sich vielseitig für Kos metikoder

Reinigungstücher, Mund schutz masken

oder sonstige Hygiene pro dukte verwenden.

PRODUKTE FÜR DEN GESUNDHEITSSCHUTZ – MADE IN GERMANY

Eine gründliche und regelmäßige Hände -

hygiene ist unerlässlich, um Virusinfek tionen

wie die aktuelle Covid-19-Erkrankung und

natürlich auch generell krankmachende

Erreger zu bekämpfen. Gerade in hochfrequentierten

Bereichen und Orten, an denen

viele Menschen zusammenkommen, können

sich Keime schnell übertragen. Ein

Des infizieren der Hände ist deshalb unverzichtbar,

um sich und andere vor Infek tionen

zu schützen. So müssen allerdings auch

Möglichkeiten zur Händedesinfektion zur

Verfügung stehen.

Mit den mobilen Desinfektionsmittelständern,

Desinfektionsmittelhaltern und weiteren

Ergänzungen von der Firma König & Meyer

können Kunden, Mitarbeiter und Be sucher

sich sicher und nachhaltig vor Viren und

Keimen schützen. König & Meyer bietet verschiedene

Produkte an, die optimal in ge -

werblichen Räumen mit hoher Besucher -

frequenz wie Krankenhäusern, Arztpraxen,

Einzelhandelsgeschäften, Hotels, Gastro no -

miebetrieben, Schulen, Veranstaltungshallen

oder Geschäftsräumen zur Auf stel lung in den

Eingangs- und Wartebereichen einsetzbar

sind.

Die Desinfektionsmittelständer 80340,

80310 und 80315 sowie der Desinfektions -

mittelwandhalter 80330 sind in neutralem

Am Plakatständer 80395 sowie an der

Hinweistafel 80390 können nützliche In for -

mationen für Besucher angebracht werden.

Die Tafel kann sowohl an den Desinfektions -

mittelständer 80320 als auch an die Des -

infektionsmittelsäule 80350 montiert werden.

Alle Produkte werden in Deutschland gefertigt.

Auf Anfrage können die Modelle auch

in anderen individuellen Abmessungen ge -

fertigt werden.

Weitere Informationen: www.k-m.de

KÖNIG & MEYER – 14087 KLAVIERBANK

AUSFÜHRUNG: schwarz Kunstleder;

klappbar; mit eingravierter Höhenskala

GRÖSSE ZUSAMMENGELEGT: 650 x 375 x 228 mm

SITZFLÄCHE: Polstersitz mit Kunstlederbezug,

660 x 330 mm

HÖHE: von 423 bis 623 mm

MATERIAL: Stahl

HÖHENVERSTELLUNG: Rast-Klemmschrauben

GEWICHT: 9,5 kg

Obwohl es im Moment „Abwarten“ heißt,

freut man sich schon jetzt auf die nächste

Konzert- und Festivalzeit. Dieses Pro dukt

aus dem Haus König & Meyer lässt die

Vorfreude noch weiter anwachsen. Aus

gutem Grund, denn mit ihm hat man eine

Sorge weniger: Platzmangel im Tour-Auto.

Nach dem Launch des klappbaren Omega

Pro Klaviertischs im letzten Jahr wurde nun

eine klappbare Klavierbank entwickelt.

Die beidseitigen Rast-Klemmschrauben er -

möglichen eine leichte und feine Höhen ver -

stellung. Dank der eingravierten Höhen skala

kann jeder Musiker übersichtlich und problemlos

seine persönliche Einstellung finden.

Aufgrund der beiden einklappbaren Beine

ergibt sich ein kompaktes und flaches Pack -

stück. Somit ist die extrem stabile Bank im

Handumdrehen auch für den Transport ge -

eignet.

Die kompakte Stahlrohrkonstruktion und die

großen, runden Parkettschoner verleihen dieser

formschönen Bank eine hohe Stabilität.

Das komfortable Sitzpolster mit dem attraktiven

Skailederbezug schafft die Voraus set -

zung für ein angenehmes und entspanntes

Musizieren.

Das Design der Bank ist passend zu den

Keyboardtischen 18810/18820 abgestimmt.

14087-000-55 – schwarz Kunstleder

UVP: 224,90 €; EAN: 4016842115273

Weitere Informationen: www.k-m.de


PRODUKT-NEWS 51

ANIKA NILLES

PAD BOOK

Fundamental-Workouts

Wer nicht regelmäßig am Drumset üben kann, wird sich

bereits ein Drum Pad zugelegt haben. Aber ohne Drumset zu

üben ist speziell! Denn wer seine Hände nicht nur be weglich

halten, sondern am Pad auch effektiv üben möchte, für den

ist Anika Nilles’ PAD BOOK genau das Richtige!

In ihrem für sich selbst entwickelten Trainingssystem präsentiert

Anika eine Vielzahl von Optionen, was und wie man

am Pad am besten üben kann. Besonders gut geeignet ist

das Pad, weil es im Wesentlichen auf nur eine Klangquelle

reduziert ist. So kannst du den Prozess deiner Fort schritte

hinsichtlich Stickings und Rudiments, Phrasie rung und

Rhythmus-Konzepten kontinuierlich verfolgen.

In ihren Fundamental–Workouts widmet sich Anika auf insgesamt

280 Seiten den Themen Subdivision Studien, Mixed

Meters, Unabhängigkeit der Hände und Polyrhythmen. Es

ergibt sich ein vollständiges System mit Triolen, 16teln,

Quintolen, Sextolen und Septolen, die in einzelnen Arbeits -

schritten – von sehr einfachen bis hin zu komplexen

Rhythmen – aufgeschlüsselt sind. Der Auf- und Ausbau von

Grundlagen, die Sensibilisierung für Time und Rhythmus

sowie die zahlreichen Möglichkeiten der Erwei terung eigener

Fertigkeiten stehen im Fokus. Zusammen stellungen von

Warm-ups geben dir eine Idee davon, wie du deine eigenen

Rhythmuspatterns entwickeln kannst. Der tiefere Sinn dahinter

ist, den Übungsprozess kreativer zu gestalten, effektiv an

den eigenen Schwächen zu arbeiten, neue Themen für sich

selbst zu entwickeln und bereits Ver t rautes einfach aus einer

anderen Perspektive zu betrachten.

Zurück am Drumkit wirst du feststellen, dass du dich auf

spezifischere, musikalisch relevante Themen wie Sound,

Orchestrierung und Dynamik konzentrieren kannst, da Hände,

Körper und Geist die auf dem Pad geübten Grund lagen

bereits verinnerlicht und automatisiert haben. Eben Fundamental!

Weitere Informationen: www.alfredmusic.de | Buch (280 Seiten) | 21,95 €| Format: DIN A4 | 20284G (Deutsche Edition) | ISBN-10: 3-947998-17-1 | ISBN-13: 978-3-947998-17-3

FLORIAN TEKALE

POP PIANO SCHOOL

Für Einsteiger: Die Klavierschule für

Popularmusik mit aktuellen Pop-Rhythmen,

modernem Akkordspiel und

zeitgemäßen Solostücken mit CD mit

70 Tracks im Audio-Format!

POP PIANO SCHOOL ist eine neue, innovative Methode für

Klaviereinsteiger. Dieses kompakte Lehrbuch ermöglicht

angehenden Pianistinnen und Pianisten einen zeitgemäßen

Start ohne „klassische“ Umwege – angepasst an die Wün -

sche und Bedürfnisse der großen Mehrheit der Schüler innen

und Schüler von heute. Vor allem Jugendliche und Er wach -

sene haben mit POP PIANO SCHOOL endlich das Buch

gefunden, um Klavier spielen zu lernen. Wenn der Piano-

Sound in Richtung Ludovico Einaudi, Yann Tiersen oder

Alicia Keys gehen soll, dann ist POP PIANO SCHOOL genau

richtig! Eine Auswahl bekannter Hits aus Pop, Rock und

Folk neben lyrischen Stücken, coole Grooves und entspannte

Lounge- und Chill-out-Sounds – dieses Piano-Buch ist so

vielseitig wie die Popularmusik des 21. Jahr hunderts. Die

große Vielfalt an stilistisch ab wechs lungs reichen und schönen

Spielstücken macht POP PIANO SCHOOL zu einem

einzigartigen Lehrwerk. Die professionell produzierte CD

soll inspirieren und erhöht die Motivation. Von Rock & Pop

bis „New Classic“ – POP PIANO SCHOOL bietet eine große

musikalische Bandbreite für Anfangs unterricht und Selbst -

studium. POP PIANO SCHOOL – So geht Piano heute!

Florian Tekale lebt in der Nähe von Stuttgart und arbeitet

seit vielen Jahren als Pianist, Komponist, Arrangeur und

Klavierpädagoge.

Buch (120 Seiten) inkl. CD mit Playbackaufnahmen

Format: DIN A4 | 21,95 €

Verlags-Nr. 20283G

ISBN-10: 9783947998166 | ISBN-13: 3947998163

Weitere Informationen: www.alfredmusic.de


52 PRODUKT-NEWS

MODEL 12: 10-KAnAl-misChpult mit 12-spur-reCorder

EINE KLEINE REVOLUTION VON TASCAM

Manchmal scheint sich Geschichte zu wiederholen: Tascam, der Hersteller, der vor mehr als

40 Jahren mit seinen Portastudios Weltruhm erlangt hat,

stellt mit seinem Model 12 jetzt eine Neuheit vor, die ähnlich erfolgreich werden könnte.

Model 12 vereint Mischer, Mehrspurrekorder, USB-Inter face

und DAW-Controller in einem kompakten Pult ge häuse.

Dadurch ist es unglaublich vielseitig einsetzbar, und zwar im

(Heim-)Studio genauso wie im Livebetrieb. Beispiel Home -

recording und Multimedia-Produktion: Bis zu zehn Ein gangs -

signale (acht mono, zwei stereo, einer davon wahl weise über

Bluetooth) stehen auch am eingebauten Rekorder und an der

USB-Schnittstelle für Aufnahmen zur Verfügung. Beim

Abmischen kann man für jeden Kanal zwischen Ein gangs -

buchse und der vom Rekorder oder Inter face kommenden

Spur wählen, wodurch sich viele Möglichkeiten ergeben,

unterschiedliches Material zu kombinieren. Und der

Controller-Modus sorgt für einfache Bedienung der DAW-

Software mit den Reglern und Tasten des Mischpults.

BACKING TRACKS FÜR LIVE-AUFTRITT

Auch Alleinunterhaltern und kleinen Künstlergruppen bieten

sich neue Möglichkeiten mit Model 12: Sie können

etwa zuvor aufgenommene Tonspuren zum Livesignal

dazu zu mischen oder während des Auftritts etwas aufnehmen,

was sie im nächsten Moment als Playback oder Be -

gleitung nutzen. Mit einem Firmware-Update auf Version

1.10 hat Tascam dem Model 12 sogar noch eine sogenannte

Vamp-Wieder gabe spendiert. Damit lassen sich für

jeden aufgezeichneten Song bis zu zehn Intervalle markieren,

die das Gerät während der Wiedergabe wiederholt

abspielt. So kann man etwa den Refrain zusammen mit

dem Publikum so lange ausdehnen, wie man möchte, oder

Soli beliebig verlängern. Im Proberaum hilft das Vamping

beim Einstudieren schwieriger Parts – auch Solisten ge -

lingt das dank optionaler Fußschalterbedienung leicht.

IDEAL AUCH FÜR PODCASTER

Für Podcasting mit Live-Streaming ist das kleine Pult

ebenfalls gut gerüstet. Es bietet einen Smartphone-An -

schluss mit Mix-Minus-Funktion, die Rückkopplungen verhindert.

Und auch das ist längst nicht alles – aber weit

mehr als das seinerzeit revolutionäre erste Portastudio von

Tascam aufweisen konnte. Wie war das damals noch?

AUF DEN SPUREN DES PORTASTUDIOS

In einem Jahr, in dem wohl viele Leser noch nicht einmal

geboren waren, gelang Tascam ein Coup, der die Recording-

musiker Magazin 2/2020


PRODUKT-NEWS 53

Welt verändern sollte: Das 1979 vorgestellte Tascam 144

erlaubte es erstmals, bis zu vier einzelne Audiospuren auf

einer handelsüblichen Compact-Kassette aufzunehmen, und

begründete damit das Home-Recording. Denn nun konnte

jeder kostengünstig Musik zu Hause aufnehmen und produzieren.

Die einzelnen Spuren ließen sich im Ping-Pong-Verfahren

zusammenfassen, wodurch wieder Tracks für neues

Material frei wurden. Für die finale Stereo mischung musste

dann das heimische Hi-Fi-Kassettendeck bemüht werden,

aber das war in der Regel ohnehin vorhanden.

Auch heute bietet Tascam Portastudios an, bei denen das

Recording zu Hause oder im Proberaum im Mittelpunkt steht.

Die Ausstattung der modernen digitalen Nachfolger ist der

DP-32SD: 32-spur-digitAl-portAstudio

des damaligen Revoluzzers natürlich haushoch überlegen.

Das größte Modell DP-32SD beispielsweise hat alles an

Bord, was man für erstklassige Produktionen mit bis zu 32

Audiospuren braucht, angefangen bei XLR-Eingängen mit

Phantomspeisung über Dynamikbearbeitung und Effekte

bis hin zu Tools fürs Mastering und vieles mehr. Über die

Vergabe von Einzelspuren muss sich heute angesichts

enormer Speicherkapazitäten kaum noch jemand Ge danken

machen. Wem weniger mehr ist, der findet bei Tascam

auch sehr günstige, nur mit dem Nötigsten ausgestattete

Modelle, die sich für schnelle Mitschnitte oder als Ideen -

sammler deutlich komfortabler bedienen lassen als beispielsweise

ein Handy.

OPTIONALES ZUBEHÖR

CS-MODEL12: Tragetasche für Model 12

RC-1F: Fußschalter

Alle Infos zu Model 12 gibt es auf der deutschsprachigen

Website tascam.de/MODEL12

2/2020 musiker Magazin


54 PRODUKT-NEWS

RACHEL REP

DRUM ATHLETICS

FITNESS FÜR SCHLAGZEUGER

– für alle Musiker – für jeden

Rachel Rep entstammt einer Musikerfamilie, ist seit 25

Jahren Schlagzeugerin und lebt in Berlin.

2001 wurde sie die Drummerin vom „Farin Urlaub Racing

Team“.

Das Tourleben kennt sie seit frühester Kindheit, und da die

„als Ballerina Getarnte mit der Attitüde einer finnischen

Hammerwerferin“ einen ausgeprägten Hang zur Bewegung

hat, setzte sich diese Lebensform bis heute durch.

Ihr erster autobiographischer Roman „Panzerschokolade“

erschien 2013 beim Milena Verlag (Wien).

Der WDR produzierte ein Hörspiel von „Panzerschokolade“,

dessen Drehbuch sie schrieb.

Weitere Informationen unter: www.rachelrep.com

Nun erschien Ihr Ratgeber Drum Athletics: Fitness für

Schlagzeuger – für alle Musiker – für jeden

Was zum Henker hat das Universum mit Schlagzeugspielen

zu tun?

Alles!

DAS UNIVERSUM UND SCHLAGZEUGSPIELEN

– SCHWINGUNG

Müssen alle Drummer eigentlich Leistungssportler sein bzw.

mindestens so fit wie Profi-Fußballer? Rockdrummer sind

es! Manche können während des Trommelns sogar Kette

rauchen! Beim Schlagzeugspielen geht es um Koordination,

Balance, Tiefenmuskulatur, äußere Muskulatur, mentale

Stärke, Kraft, Ausdauer, Schnellkraft.

Körpergefühl ist ein Talent, zu dem nicht alle Menschen den

gleichen Zugang haben. Ebenso ist es mit der Musikalität.

Schön, wenn sie angeboren bzw. in der Genetik verankert

ist (Dittsche). Fördert man sie aber nicht, nützen die allerbesten

Voraussetzungen nichts.

Es ist doch interessant festzustellen, dass die meisten

Menschen keinen richtigen Bezug zu ihrem Körper haben,

ihn als eine Art Anhängsel ihres Kopfes betrachten, das viel

zu viel Aufmerksamkeit will, Aufhebens um seine Be find lich -

keiten macht, was nervt und Zeit kostet. Dabei ist er das

Einzige, was uns wirklich gehört, und das wertvollste Arbeits -

material, das uns früher oder später zu verstehen gibt, wenn

wir nicht in seinem/unserem Sinn handeln.

Selbst bei Drummern, Menschen, die eines der komplexesten

Musikinstrumente mit Hilfe aller Extremitäten bedienen,

gibt es große Unterschiede in der Wahrnehmung. Für

den einen ist das Zusammenspiel mit Körper und Geist

selbstverständlich, während der andere gar nicht auf die

Idee käme, einen Zusammenhang zwischen sich und seinem

Körper herzustellen.

Es heißt ja, dass Drummer so fit sein müssen wie ein

Turnschuh – aber wie oft haben Sie denn einen durchtrainierten,

in sich ruhenden, gleichzeitig äußerlich ausrastenden,

mit Schweißtropfen und allen Gliedmaßen um sich

werfenden Drummer gesehen? Eben. Nicht häufig genug.

Aber wie kann das sein? Ich rede hier nicht vom soliden

Stand, den es braucht, um das Beste aus einer Blockflöte

herauszuholen. Es geht hier um einen komplexen Apparat,

der von einem noch komplexeren nicht nur bedient, nein,

geradezu belebt, von einem irdischen ICH in ein im besten

Falle übergeordnetes WIR transponiert werden soll/will. Wie

bitte soll das gehen ohne Turnschuhfitness?

SCHWINGUNG IST DAS STICHWORT!

Wenn man bedenkt (laut Forschung, Stand heute), dass

alles schwingt, dass alles im Grunde aus Schwingungen

besteht – die kleinsten Teilchen, das ganze Universum, wir,

die wir mit unserer Schwingung die Felle der Trommeln und

die Becken (tellerförmige Hochtonschallerzeuger!) zum

Schwingen bringen, was den Effekt hat, dass die daraus

entstandenen Wellen sich nicht nur den Weg durch unsere

Ohren bahnen, sich in einen Sound umwandeln, sondern

auch unseren ganzen Körper bzw. unser Knochengerüst

zum Vibrieren bringen –, ist es kein Wunder, dass man als

durchgerüttelter Drummer während und nach dem Spielen

ziemlich gute Laune hat.

Heilpraktiker, Therapeuten oder Schamanen benutzen diese

Technik, um Menschen zu behandeln, ihre Schmerzen zu

lindern, Traumata zu verarbeiten und psychische Barrieren

zu überwinden. Es gibt sogar eine Klopftechnik, die Men schen

in Extremsituationen wie Panik durch Abklopfen einzelner

Knochen, unter anderem am Handrücken, den Finger -

knochen, Wangenknochen, dem Schlüsselbein, am Solar -

plexus usw., zur Entspannung verhilft. Durch die Klopf aku -

pressur (ca. 120 BPM) wird das ganze Skelett sozusagen

durchgerüttelt, was ein wohliges Gefühl auslöst und die

Psyche wieder beruhigt.

FITNESSTRAINING FÜR SCHLAGZEUGER UND MUSIKER

• Das Universum und Schlagzeugspielen

• Schwingung – Warum macht Trommeln glücklich

• Body Mind – Warum Schlagzeugspielen schlau macht

• Forschung, Alexandertechnik

• Programme für Kinder und Jugendliche

• Haltung – Cloy Petersen

• Unterricht

• Motion is Emotion

• Abtrainieren

• Tour vs. Fitnessprogramm zu Hause

• Der Fitnessmarkt

• Mind over Matter

• Mentale Ebene

• Durchdrehn

• Mentales Training

• Vorbereitung

• Frauen/Männer

• Chacun à son-goût

• Ayurveda vs. Crystal Meth

musiker Magazin 2/2020


PRODUKT-NEWS 55

SPIELEN HÄLT GESUND UND MACHT GLÜCKLICH!

Das können Musikerinnen/Musiker und Sängerinnen/ Sänger,

überhaupt Menschen, die in künstlerischen Be rufen tätig sind

oder einfach lieben, was sie tun, nur bestätigen.

Wenn ein Musiker mit seinem Instrument im Einklang

schwingt, vergisst er Raum und Zeit. Das gemeinsame Mu -

sizieren oder allein schon das Musikhören reicht aus, um

eine meditative Wirkung zu spüren. Auch im Metal-Bereich

„bängt“ man sich in Trance und ist happy.

WARUM MACHT TROMMELN GLÜCKLICH?

Um sich beim Spielen auf die Band, die Abläufe, das Pro -

gramm, den Sänger/die Sängerin konzentrieren zu können,

die Atmosphäre des Publikums zu spüren und überhaupt

das Wichtigste: sich in die Musik fallen lassen zu können,

ohne alle anderen Parameter des Schlagzeugspielens zu

vergessen, ist es extrem vorteilhaft, seinen Körper in einen

Zustand versetzen zu können, in dem er quasi eigenständig

für sich denkt und spielt. Denn die besten Gigs sind die,

in denen der Musiker/die Musikerin nicht spielt, sondern

gespielt wird. Das sind die Momente im reinen Be wusst -

seinszustand, in dem die Zeit stillsteht und – wumms – der

knapp Drei-Stunden-Gig vorbei ist. Wie auf einer dieser

langen Autobahnfahrten, nach der man „aufwacht“ und

keinen Schimmer hat, wie man es überhaupt lebend ans

Ziel geschafft hat und wer „wirklich“ gefahren ist. Wenn

man einmal dieses Gefühl genießen durfte, will man logischerweise

mehr davon.

Leu-Verlag | ISBN 978-3-89775-182-8 | 90 Seiten,

Farbfotos | 19,80 Euro

Weitere Informationen: www.leu-verlag.de

FRANK BRUNS

SCHLAGZEUG SPIELEN

Ein Basisbuch für kleine und große Einsteiger

ab 6 Jahren

Leichter Einstieg ins Trommeln – wir legen sofort los!

Notenlesen lernen in ganz kleinen Schritten, dann die ge -

lernten Noten sofort am Schlagzeug verteilen und die ersten

Rhythmen bilden.

Soli für die Snare, Drumsoli, erste Duette, Unab hängig keits -

übungen, viele verschiedene Rhythmen aus Rock & Pop …

und das alles auf der ganz einfachen Basis von ganzen,

halben, Viertel- und Achtelnoten. Im letzten Kapitel kommen

dann verschiedene Grundrhythmen, mit denen wir schon

eine Vielzahl von Songs aus der Rock- und Popmusik be -

gleiten können.

• kindgerechtes Einsteigerwerk mit vergrößertem

Notenbild

• ideal für den Unterricht mit ganz jungen Kindern ab

5 – 6 Jahren

• ebenfalls geeignet für den Unterricht mit Spät ein stei gern

und Senioren

• sanfter Einstieg in das Notenlesen

• leichte Verständlichkeit

• vorbereitendes Lehrwerk für weitere Grundlagenbücher

• mit zahlreichen Rhythmen aus Rock- & Popmusik

• Soli für die Snare Drum und das Drumset, einfache Duette

• für den Einzel- und Gruppenunterricht

• mit vielen Hörbeispielen auf der beiliegenden CD

• mit mehr als 50 Original-Rhythmen aus der Rock- &

Pop musik

TOM SCHÄFER

DRUMGROOVES DER

POPKULTUR

138 Grooves, 110 Drummer

Drum Grooves der Popkultur ist eine Hommage an die wunderbare

Welt des Schlagzeugspiels, die mit den Drum-

Monstern der 1940er-Jahre Fahrt aufnahm und durch die

inspirative Popkultur kreative Höchstleistungen entwickelte.

Wir Schlagzeuger brennen für Grooves, denen eine besondere

Magie innewohnt. Dabei kann Magie auf vielfältige

Weise entstehen, sei es durch spielerische Komplexität, durch

ein tolles Feel, durch Ideenreichtum, durch spannende rhythmische

Architekturen oder eine bestimmte Ästhetik. Wie

unterschiedlich die Faszination eines Drum grooves auch

ausgeprägt sein mag – jeder Groove geht immer auf seine

kreative Kernidee zurück. Es ist die eigentliche Urzelle – die

DNA. Und diese kommt häufig in nur wenigen Takten als

essenzieller Baustein zum Ausdruck.

• die lebendige Ergänzung für den Unterricht

• für Schulen und zum Selbststudium

• für Anfänger und Fortgeschrittene

• mit Statements, Fotos und Storys

• notierte Groove-Ausschnitte

• von Afrobeat bis Swag

Die DNA des modernen Schlagzeugspiels seit Erfindung

des Backbeats. Eine Zeitreise durch die Groove-Jahrzehnte

von den 50ern bis heute. IconIc Grooves, Alltime-Klassiker

und jede Menge Überraschungen. 138 Groovebeispiele und

110 Drummer von den 50er-Jahren bis heute.

Leu-Verlag | ISBN 978-3-89775-174-3

100 Seiten mit MP3-CD | 22,00 Euro

Weitere Informationen: www.leu-verlag.de

Leu-Verlag | ISBN 978-3-89775-181-1

192 Seiten | 29.80 Euro

A4 farbig | Fotos | Notenbeispiele

Weitere Informationen: www.leu-verlag.de

2/2020 musiker Magazin


56 PRODUKT-NEWS

E-BASS MIT ESCHEKORPUS SOWIE TONABNEHMERN

UND ELEKTRONIK VON MEC

Der Fame Baphomet II 4 Natural Ash ist ein handgemachter

Nobelbass, der nicht nur mit einer extrem schicken Holz -

auswahl überzeugt, sondern auch mit optimalen Spiel eigen -

schaften und einem vielseitigen Klangbild. Dement sprechend

verfügt der Viersaiter über einen leicht gewölbten Korpus

aus Esche mit intensiver Maserung und einen sechsfach

geschraubten Hals aus Ahorn und Mahagoni, dessen flaches

„D“-Profil bequem in der Hand liegt. Zwei aktive MEC

Jazz Single-Coil-Pickups und eine aktive 2-Band-Klang -

regelung aus gleichem Haus sorgen darüber hinaus für ein

vielseitiges Klangspektrum, das mit hoher Durchset zungs -

kraft jedes Genre gekonnt abdeckt. Auch Hardware-seitig

zeigt sich der Fame Baphomet II mit einer WSC-SI4-Brücke

und präzisen WSC-JB15-Mechaniken bestens ausgestattet.

ERSTKLASSIGE HÖLZER UND HOHER SPIELKOMFORT

MEC PICKUPS UND ELEKTRONIK FÜR HOCHKARÄTIGE

SOUNDS

Die elektrische Tonwandlung des Fame Baphomet II 4 Natural

Ash übernehmen zwei aktive MEC Jazz Single-Coils. Aus ge -

stattet mit Keramikmagneten, überzeugen die Tonab nehmer

mit einem besonders transparenten Klang bild, das eine hohe

Durchsetzungskraft mit Allround-Fähig keiten für nahezu jede

Musikrichtung verbindet. Neben den Volume- und Balance-

Reglern bietet der Fame Baphomet II 4 außerdem eine aktive

MEC BEC2 2-Band-Klang rege lung. Mit Höhen- und Bass-

Regler auf einem Doppel-Poti, er möglicht der Equalizer ein

präzises Anpassen des Sounds, wobei die musikalische Ab -

stimmung auch bei extremen Einstellungen erstklassige

Klang erlebnisse garantiert.

DER FAME BAPHOMET II 5 NATURAL ASH

IM ÜBERBLICK:

• 5-String E-Bass, gefertigt in Danzig

• Eschekorpus

• Leichte Korpuswölbung für eine bequeme Anlage an

den Körper

• Sechsfach geschraubter, fünfteiliger Ahorn-Mahagoni-Hals

• Griffbrett aus Pau Ferro mit Dot-Inlays

• „D“-Halsprofil

• Zwei aktive MEC Jazz Single-Coil-Pickups

• Aktive MEC BEC2 2-Band-Klangregelung

• WSC-JB15-Bassmechaniken

• WSC-SI5-Bassbrücke

• Schaller S-Locks

Artikelnummer: BAS0010704-000 – 974 Euro

Für die Konstruktion des Fame Baphomet II kommen ausschließlich

handselektierte Hölzer zum Einsatz, die optimale

Klang- und Spieleigenschaften garantieren. Dement sprechend

unterstützt der Korpus aus Esche einen druckvollen Sound,

während die sanfte Wölbung eine bequeme Anlage an den

Spieler garantiert. Der fünfteilige Hals aus Ahorn mit Trenn -

furnieren aus Mahagoni ist für eine besonders stabile Ver -

bindung sechsfach verschraubt und bietet mit schlankem

„D“-Profil beste Spieleigenschaften über alle 24 Bünde des

Pau-Ferro-Griffbretts.

FAME BAPHOMET II

MIT UNVERWÜSTLICHER HARDWARE

Nicht zuletzt ist der Fame Baphomet II 4 Natural Ash mit

unverwüstlicher Hardware ausgestattet, die mit uneingeschränkter

Funktionalität eine langanhaltende Spielfreude

garantiert. Dementsprechend unterstützt die massive WSC

SI4 Bassbrücke auf dem Korpus die gleichmäßige Klang -

entfaltung, wobei vier individuelle Saitenreiter eine optimale

Einstellung von Intonation und Saitenlage sicherstellen. An

der Kopfplatte sorgen darüber hinaus vier gekapselte WSC

JB15 Mechaniken für ein akkurates und stabiles Tuning

des Viersaiters.

DER FAME BAPHOMET II 4 NATURAL ASH

IM ÜBERBLICK:

• 4-String E-Bass, gefertigt in Danzig

• Eschekorpus

• Leichte Korpuswölbung für eine bequeme Anlage an

den Körper

• Sechsfach geschraubter, fünfteiliger Ahorn-Mahagoni-Hals

• Griffbrett aus Pau Ferro mit Dot-Inlays

• „D“-Halsprofil

• Zwei aktive MEC Jazz Single-Coil-Pickups

• Aktive MEC BEC2 2-Band-Klangregelung

• WSC-JB15-Bassmechaniken

• WSC-SI4-Bassbrücke

• Schaller S-Locks

Artikelnummer: BAS0010703-000 – 925 Euro

Weitere Informationen: www.musicstore.de

musiker Magazin 2/2020


PRODUKT-NEWS 57

FAME FORUM CUSTOM QUILTED MAPLE TOP

TRANSPARENT BROWN #FC2002037

FAME FORUM IV

MODERN TIGER EYE

HIGHGLOSS

SEYMOUR DUNCAN HUMBUCKER FÜR

SOUNDS ZWISCHEN BLUES UND ROCK

Dank der vielseitigen Tonabnehmer ausstat -

tung zeigt sich die Fame Forum IV Modern

klanglich besonders flexibel. Mit einem

Seymour Duncan SH-4 JB am Steg und

einem Seymour Duncan SH-2n Jazz am Hals

FAME FORUM CUSTOM E-GITARRE

Die Fame Forum Custom stellt die Meister -

klasse der Nobelschmiede M-Guitars in Danzig

dar. Beste Tonhölzer, handgewickelte Seymour

Duncan USA Pickups und erstklassige Pre -

mium-Hardware des deutschen Herstellers

Schaller finden hier zusammen und werden

mit Finessen wie Abalone-Bindings, Gold-

Hardware oder dem sorgsam abgestimmten

transparenten Finish abgerundet. Fame

Forum Custom – eine Edel-Gitarre der Super -

lative!

PREMIUM-TONHÖLZER

UND ERGONOMISCHES DESIGN

Der Korpus der Fame Forum Custom be -

steht aus Mahagoni und verfügt über eine

zweiteilige und gestürzt verleimte Decke aus

kontrastreich und gleichmäßig gemasertem

Wölkchenlahorn. Hierbei achten die erfahren

Gitarrenbauer aus Danzig auf eine möglichst

kräftige Zeichnung mit dreidimensionalem

Tiefeneffekt, welcher durch das transparente

Finish zusätzlich unterstrichen wird. Einen

weiteren optischen Tiefeneffekt sowie klare

Korpuskonturen setzt das schimmernd irisierende

Abalone-Purfling, welches mit einem

einlagigen cremefarbenen Bin ding abgeschlossen

wird.

Wer die Fame Forum Custom anspielt, wird

sowohl am Gurt als auch auf dem Schoß

vom schlanken Profil und dem Gewicht des

Instruments schlichtweg begeistert sein!

Denn sämtliche Hardware des Instruments

in Form von Potis, Brücke und Schaltern

sind aus ergonomischen Gründen in der

Decke versenkt, um Palm Mutes und Pick -

ings so komfortabel wie möglich zu gestalten.

SEYMOUR DUNCAN USA PICKUPS

UND SCHALLER PREMIUM-HARDWARE

Klassische Rocksounds, singende Blues-

Leads und aggressive Metal-Riffs sind das

Metier der klassischen Seymour-Duncan-

Kombination aus einem SH-4b JB Model

Humbucker am Steg sowie einem SH-2n

Jazz Tonabnehmer in Halsposition. Die hand -

gewickelten und in den Vereinigten Staaten

gefertigten Tonabnehmer des Marktführers

verfügen über Alnico-5-Magneten und sorgen

für einen gut balancierten Output mit

überzeugendem Druck, ohne dabei den

dynamischen Spielraum aufzugeben. Nicht

zuletzt lassen sich beide Pickups per Mini-

Switch in den Einzelspulenbetrieb schalten.

Natürlich wurde auch in Bezug auf Hard -

ware keineswegs gespart: Die komplett mit

hochwertigen Schaller-Parts ausgerüstete

Edel-Gitarre verfügt über eine GTM-Piezo-

Brücke mit Saitenreitern von GraphTech,

solide Schaller M6 Klemm-Mechaniken mit

Backlocking-Funktion und bereits ab Werk

installierte Security-Locks für gefahrenfreie

Bühnen-Performances. Selbstverständlich

sind sämtliche Hardware-Parts mit 24-

karätigem Gold überzogen. Wenn wir von

Premium-Hardware sprechen, meinen wir

das auch so!

• Inklusive Schaller Security Locks, Justier -

schlüssel und Handbuch!

• Fame Historic Guitar Case gratis dazu!

Artikelnr.: GIT0053116-000 – 2.143,60 Euro

Weitere Infos: www.musicstore.de

Die Fame Forum IV Modern Tiger Eye High -

gloss überzeugt als vielseitige E-Gitarre mit

einer zeitgemäßen Vollausstattung und

einem hohen Spielkomfort. Der schlanke

Mahagonikorpus mit schicker Riegel ahorn -

decke nimmt eine komfortable Spielposition

ein, wobei die großzügigen Cutaways einen

ungehinderten Zugang über den gesamten

Hals bieten. Dieser wird aus Mahagoni ge -

fertigt und traditionell verleimt, während das

flache „D“-Profil bequem in der Hand liegt,

sodass auf dem Ebenholzgriffbrett jedes Riff

oder Lick wie von selbst aus der Hand geht.

Am Verstärker liefert die bewährte Kombina -

tion aus einem Seymour Duncan SH-2n Jazz

am Hals und einem Seymour Duncan SH-4

JB am Steg vielseitige Sounds zwischen Pop,

Blues und Rock, die dank Coil-Split um

authentische Single-Coil-Klänge erweitert

werden. Das integrierte Piezo-Tonab neh mer -

system stellt darüber hinaus erstklassige

Akustikgitarren-Sounds bereit, sodass der

klanglichen Vielfalt und dem musikalischen

Ausdruck keine Grenzen gesetzt sind. Eine

Tune-O-Matic-Brücke samt Stopbar-Saiten -

halter sowie präzise Locking-Mechaniken

ver vollständigen die Fame Forum IV Modern

Tiger Eye Highgloss.

Die Fame Forum IV Modern wird von erfahrenen

Gitarrenbauern in Europa gefertigt

und überzeugt dementsprechend mit einer

sorg fältigen Holzauswahl und einer makellosen

Verarbeitung. So wird der Korpus aus

Khaya-Mahagoni mit einer Decke aus Riegel -

ahorn gefertigt, dessen einzigartige Mase -

rung durch das Hochglanz-Finish betont wird.

Edles Highlight ist hierbei zweifelsohne die

scharf konturierte Wölbung der Decke mit

einer Aus sparung im Cutaway, die eine

ungehinderte Bespielbarkeit über alle Lagen

sicherstellt. Der Hals aus Sapelli-Mahagoni

liegt dank des perfekt proportionierten „D“-

Profils bequem in der Hand, sodass sich auf

dem Eben holz griffbrett jeder Ton fast von

alleine spielt.

kommt ein bewährtes Humbucker-Pär chen

zum Einsatz, das den passenden Sound für

jedes Genre zwischen Blues, Pop, Rock und

gar Metal liefert. Hierbei überzeugt der Steg-

Pickup mit einem hohen Output und der enormen

Durchsetzungskraft seiner scharf fokussierten

Mitten, während der Hals-Pickup

jeden Ton mit endlosem Sustain und warmer

Vintage-Stimme zum Leben erweckt. Dank

der Coil-Split-Schaltung stehen außer dem

authentische Single-Coil-Sounds mit der

typisch glockig-klaren Klangentfaltung bereit.

DIE FAME FORUM IV MODERN TIGER EYE

HIGHGLOSS IM ÜBERBLICK:

• E-Gitarre made in Europe

• Hochglanz-Finish

• Korpus aus Khaya-Mahagoni mit Riegel -

ahorn-Decke

• Hals aus Sapelli-Mahagoni mit „D“-Profil

• Ebenholzgriffbrett mit Mother of Pearl Dot

Inlays

• Seymour Duncan SH-2n Jazz Halston ab -

nehmer

• Seymour Duncan SH-4 JB Stegtonabnehmer

• Coil-Split über Mini-Schalter

• GraphTech Resomax Tune-O-Matic-

Brücke mit Ghost Piezo-Tonabnehmern,

aktiver Piezo Preamp

• Stopbar-Saitenhalter

• Locking-Mechaniken

Artikelnr.: GIT0042110-000– 974 Euro

Weitere Infos: www.musicstore.de

2/2020 musiker Magazin


58 REZENSIONEN

BOOGIELICIOUS

FEAT. ABI WALLENSTEIN

»Live & Pure«

Mit „Live & Pure“ haben sich zwei mitteleuropäische Schwer -

gewichte des Blues zusammengetan und ein Livezeugnis

der Extraklasse auf „Tonband“ verewigt. Die markante und

lebendige Stimme und das Gitarrenspiel des deutschen

Vaters des Blues, Abi Wallenstein aus Hamburg, wird live

begleitet von der großartigen deutsch-holländischen Band

BOOGIELICIOUS, bestehend aus Bertram Becher, David Herzel

und Eeco Rijken Rapp. Von reiner musikalischer Begleitung

kann hier allerdings kaum die Rede sein: Hier treffen jahrzehntelange

Blues-Erfahrung auf die mindestens ebenso

be eindruckende musikalische Laufbahn von Abi Wallenstein,

der selbst seit 60 Jahren auf den kleinen und großen

Bühnen Europas unterwegs ist. Diese gemeinsame Ex pertise

kulminiert sich auf den Bühnen des Jahres 2018 in Sennestadt

und Taunusstein zu einer Lehrstunde in Sachen Blues Rock

und Boogie. Die für Wallenstein übliche Entspanntheit,

Lebendig keit und Spielfreude kommt deutlich zur Geltung,

seine leichte Reibeisenstimme veredelt die Songs und

BOOGIELICIOUS sorgen für die angemessene, hochqualitative

musikalische Untermalung. So grooven sich die vier Musiker

durch Hits wie „Sweet Home Chicago“, „Silver City“ oder

„Alabama Blues“ und beweisen dabei, dass der Blues noch

immer am wirkungsvollsten live präsentiert und rezipiert wird.

www.boogielicious.de

P.S.

MEETING IN APRIL

»Meeting in April«

„Wechselhaftigkeit im positiven Sinne“, das ist es, was

MEETING IN APRIL mit ihrer Musik ausdrücken möchten.

Den Hörer erwarten denn konsequenterweise vielschichtige,

lebendige und teilweise komplexe Kompositionen mit einer

Mischung aus Jazz, Klassik und Pop. Erst 2015 gegründet

ergatterte die Band schnell einen Plattenvertrag bei ZeitART

Records aus Worms, bei dem 2018 das Debüt-Album

„Meeting in April“ erschien – passenderweise im Mai. Auf

diesem in tollem Artwork und physischer Verpackung präsentierten

Release werden 16 Songs mit oben genannter

Mischung in teils aufregender, teils entspannter, teils entgrenzender

und fast schon psychedelischer Stimmung dargeboten.

Neben Sängerin Annika Scholers Stimme und den

gut aufeinander abgestimmten Arrangements werden den

Instrumentalisten hier viele Freiheiten für individuelle, aber

nie störende Ausbrüche eingeräumt (beispielsweise in

„Remember“). Das macht das Ganze zu einer abwechslungsreichen

Angelegenheit. Die Band sagt von sich: „Gern

würden wir das Publikum mit auf eine Reise nehmen, bei

der alle Emotionen eine übergeordnete Rolle spielen und

genau in diesem Sinne Gefühle wieder erlaubt sind.” Das

schaffen MEETING IN APRIL auf ihrem Debüt in überzeugender

Weise.

www.meetinginapril.de

P.S.

GOSSENGOSPEL

»Liebe will gefunden werden«

Handgemachten, facettenreichen und ausdrucksstarken

deutsch sprachigen Rock ’n’ Soul bieten GOSSENGOSPEL

aus Hessen und beschreiben mit dieser nicht sonderlich

gängigen Stilbezeichnung ihre faszinierende Mischung aus

Rock, Soul, Blues, Funk, Jazz und Gospel. Musikalisch stark

geprägt von Blues und etwas Rock, kommt die Soul-

Kom ponente vor allem durch die emotionalen Texte und die

eindrückliche Stimme von Sängerin Marija Frick ins Spiel.

Eine eingespielte, gut abgestimmte Band setzt die tollen

Kom positionen von Alexander Frick groovig, aufregend und

sicher in Szene – man hört, dass hier Profis am Werk sind,

die sich um den Gesamteindruck ihrer Musik, dem Zusam -

men spiel aus Komposition, Arrangement, Interpretation,

Text und Sound, Gedanken macht. Dabei erinnert es jedoch

nicht an sterile, im Studio konzipierte Produktionen, sondern

umfasst vielmehr die für den Stil notwendige Portion an

Spontaneität, Gefühl und Live-Spirit. So kann man sich sicher

sein, dass die auf Platte schon tollen Songs auf der Bühne

erst recht ihre ganze Wirkung entfalten. Großes Kompliment.

www.gossengospel.de

P.S.

VOICE OVER PIANO

»weltweit – hautnah«

VOICE OVER PIANO – so einfach kann Musik manchmal sein.

Dass sich mehr als Stimme und Klavier hinter dem Band -

namen verstecken, zeigen Sara Dähn und Thomas Blaeschke

auf ihrer CD „weltweit – hautnah“. Die Sängerin und der Kom -

ponist und Entertainer vereinen ihre Talente, um größten-

teils deutschsprachige Lieder zwischen Musical, Pop und

Rock zu kreieren. Auf der CD finden sich drei selbst komponierte

sowie drei Cover-Songs. Lediglich die Version von

Brett Youngs Country-Hit „In Case You Didn’t Know“ ist auf

Englisch gesungen. Die verträumte Atmosphäre des Ori gi -

nals wird von VOICE OVER PIANO gut aufgegriffen. Klingt

Sara Dähns Stimme auf den sehr persönlichen und gefühlvollen

Songs „Sternenstaub“ oder „Leben“ sanft und melodisch,

hört man bei „Dein Blick“, wie viel Power in der Sän -

gerin steckt. Die stilistischen Unterschiede zwischen den

ersten drei eigenen Songs und den drei gecoverten sind

deutlich zu erkennen. Damit haben Dähn und Blaeschke ihr

Ziel erreicht: die ganze Bandbreite zwischen weltweit und

hautnah abzudecken, die ihre Musik ausmacht.

www.voiceoverpiano.com

L.K.

SWING KABARETT REVUE

»Mädel, fahr mit mir

Schwebebahn!«

CD an und ab geht die Zeitreise! Schon nach den ersten

Klängen des titelgebenden „Mädel, fahr‘ mit mir Schwebe -

bahn!“ fühlt man sich in einen gediegenen Salon der Golden

Twenties versetzt, in dem sich elegante, junge Damen in

Flapperkleidern und Herren mit Weste und Hosenträgern zu

den Klängen einer jazzigen Swing-Band drehen. Weiter in

die 30er geht es mit „Küss mich, bitte, bitte küss mich“ und

bis ins Jahr 1940 mit dem „Großstadtlied“. Trotz ihrer Ent -

stehung vor fast einer Dekade haben die Lieder keinesfalls

an Charme verloren. Viel Bläserklang gibt es, Piano-Soli,

swingende Banjo-Rhythmen und einen sparsam und durch -

weg passenden Gesang von Annette Konrad und Mike

Rafalczyk, der ebenfalls als Posaunist der Formation fungiert.

Der einzige Fehler der EP ist, dass sie nach drei Titeln

schon wieder vorbei ist. Die wichtigste Frage, die man sich

nach dem Hören stellt: Wo kann man die SWING KABARETT

REVUE das nächste Mal live hören, und gibt der Schrank

noch ein passendes Outfit her?

www.swing-kabarett-revue.de

L.K.

BLACK BEAR BASEMENT

»Beyond Traits«

Aus ihrem Keller auf die Bühne schritten die vier Musiker von

BLACK BEAR BASEMENT längst. Auch ihr Tourplan musste

vorerst der Pandemie weichen. Bis dahin kann dem edlen

Vinyl oder der digitalen CD den Hip-Hop-/Jazz-Klängen des

Berliner-Hannoveraner Projekts zu Hause gelauscht werden.

Neben den kraftvollen Beats gibt es unerhörte instrumentale,

echte Vibrafone, Sax, Keyboards und Plattenteller. Mellow

Beats treffen auf Jazz Tunes aus den Barkellern Berlins. Die

musiker Magazin 2/2020


REZENSIONEN 59

Songs der A-Seite wirken eigenständig, soulig, jazzig, klingen

irgendwie nach Westcoast. Auf Seite B überraschen

Klezmer-artige Tunes mit Klavier und Klarinette in „Dershé“.

Das Album schließt mit „Rufus“, einer sonnigen, Querflöte

beseelten Nummer mit souligen Vocals. So muss Berlin

klingen! Von Checkpoint Charlie bis unter die Linden. Seit

Jazzkantine und Us3 klang dieser Style nicht mehr so gut.

Das ganze Album des Quartetts bildet eine coole Fusion

heißer Zutaten aus analogen Instrumenten, Beats und

Loops. Der Sound muss auch live beim Jazzliebhaber wie

beim Hip-Hopper offene Kellertüren einrennen.

dezi-belle.bandcamp.com/album/beyond-traits C.S.

BLACK BEAR BASEMENT

»Gassi«

Turntables, Saxofon, Vibrafon und Keyboards bilden eine unerschöpfliche

Instrumentierung für einen Mix aus Hip-Hop und

Jazz für BLACK BEAR BASEMENT. Vier Freunde gründeten

das Projekt mit Sitz in Hannover, um den guten Vibes, dem

Sommer und den Grooves zu frönen. Ihre vermutete Hunde -

affinität verewigten sie mit dem Titel der 2019 erschienenen

EP „Gassi“. Nur Bärenhunde wie sie vermögen es, einen

unverschämt langsamen, stampfenden Vintage Beat für den

Opener „Posse ft. Plusma“ zu wählen, der durch Themen -

fragmente führt, die vom Sax getragen werden. In „Pinoque“

gilt ein ähnlicher Mellow Beat als Basis. Hier singt das Sax

sehnsuchtsvoll melodiös mit. Der Sänger Dalee verleiht dem

Song „Seesaw“ seine Stimme, seinen Flow und seinen hinreissenden

Soul. Jian Baker (Turntables), Leon Pock (keys),

Philip Dornbusch (sax) und René Kretschmer (vib) kreieren

dazu relaxte Beats und schaffen eine Gin getränkte Bar -

atmosphäre. So auch bis zum Höhepunkt des Albums „A

Tribute To“. Für Genrekenner sowieso ein Muss, für alle

anderen, die den „Tag am Meer“ der Fantastischen Vier lieben

oder „A Tribe Called Quest“ mögen, gilt eine absolute

Empfehlung für dieses schwarze Vinyl.

dezi-belle.bandcamp.com/album/gassi

C.S.

DAVE GROEWER – REBIRTH

»Dark Island«

Bereits im zarten Alter von gerade einmal vier Jahren kam

Dave zur Musik und fand mit 13 Jahren endgültig zu seinem

Trauminstrument, dem Schlagzeug. Er spielte schon

früh erfolgreich bei zahlreichen Bands, die Musikrichtung

reichte dabei vom klassischen Rock bis hin zum Metal.

Studio projekte und zahlreiche CD-Veröffentlichungen folgten,

bevor sich Groewer später sozusagen einen persönlichen

Traum erfüllte und sein rein instrumentales Soloprojekt

DAVE GROEWER – REBIRTH ins Leben rief. Dessen zweites

Album „Dark Island“ liegt nun vor, und auch dieses wurde

wieder gemeinsam mit Groewers langjährigem Weggefährten

Jan Ackermann an der Gitarre komponiert, arrangiert und

produziert. Ackermann kann genauso wie der dritte Mann

im Bunde, Mr. Jo am Bass, auf vielfältige Erfahrung in zahlreichen

Bandprojekten mit Schwerpunkt Hard’n’Heavy

zurückblicken. Die langjährige Erfahrung der beteiligten

Musiker in einschlägigen Projekten hört man dem Album

an: Musikalische Virtuosität trifft hier auf technische Ver -

siertheit und kompositorisches Talent. Dass Groewers

Instrumentalalben bereits zweimal beim Deutschen Rock

und Pop Preis ausgezeichnet wurden, spricht für sich. Für

gewöhnlich wandeln Instrumentalalben ja immer auf dem

schmalen Grat zu Langeweile, da man sich häufig nicht des

Gedankens erwehren kann, dass hier einfach Gesang fehlt.

Nicht so auf „Dark Island“: Die zwölf enthaltenen Songs

versprühen Lebendigkeit und Vielseitigkeit, sind nie kurz

davor, fad zu werden. Zugegeben: Dem klassischen Rockund

Metal-Genre sollte man zugetan sein, um die Musik zu

ge nießen. Wer das von sich behaupten kann, dem tut sich

hier aber ein wahres Kleinod an alter Schule der Metal-

Musik auf.

www.dave-groewer.de

P.S.

JOGALO

»Jogalo And The Funky Fellas«

Hinter Gitarrist, Sänger und Songwriter JOGALO verbirgt sich

Johannes Rachel aus Karlsruhe. Aufgewachsen im Rhein-

Delta der 70er-Jahre hat ihn schon früh die Leidenschaft

zur Musik gepackt – und bis heute nicht verlassen. Nach

zahlreichen Auftritten und Veröffentlichungen mit verschiedenen

Bandprojekten ist er auch solo unter eben jenem

Künstlernamen JOGALO unterwegs. Seine Musik ist angesiedelt

zwischen Funk und Blues und zusätzlich gespickt mit

zahlreichen Einflüssen der sogenannten Weltmusik mit me -

ditativen Ele menten. Und diese Mischung ist hier wörtlich

zu nehmen: Zwar haben die Songs jeweils ihre eigene deutliche

stilistische Schlagseite; auffällig ist allerdings, dass

auch innerhalb der Songs oft diverse Stile miteinander verschmolzen

werden. Als Beispiel: der lässige Gesangsstil von

Chris Rea gemischt mit der Virtuosität von Eric Clapton,

etwas Funk und Sitarklängen in der Hook – noch Fragen?

So bunt geht es auch im weiteren Verlauf des 13 Songs

umfassenden Albums weiter. Musikalische Virtuosität von

Rachel und seinem Drummer John Crosson trifft hier auf

die völlige Ab wesen heit kompositorischer Scheuklappen

und unorthodoxen Gesang, der von der Stimmlage oftmals

an die entspannten Klänge von eben Chris Rea oder auch

John Mayer erinnert – was das musikalische Potpourri dann

vollkommen bunt macht. Ein Album für Aufgeschlossene.

jogalo.de

P.S.

GURU GURU

»Live In China«

Die wohl dienstälteste deutsche Rockband ist wieder und

immer noch auf der Bühne, diesmal in China. Das Album

mit DVD „Live In China“ ist der Nachfolger des Akustik-

Albums „Rotate“. Das Konzert wurde 2019 beim Tomorrow

Festival in Shenzhen, China, aufgenommen. Der personifizierte

Elektrolurch ist Mani Neumeier. „I’m a drumming

man, who makes you happy … living in the woods …“ singt

er beschwörend vor dem begeisterten Publikum. Er ist das

einzig verbliebene Gründungsmitglied der Kraut rock band

GURU GURU, der Krautrocklegende mit Gründungsjahr 1968.

Mit Unterbrechungen ist Roland Schaeffer (guit., sax, voc.)

seit 1975 dabei; genau wie Peter Kühmstedt (bass, voc.),

und Jan Lindqvist (guit.) ist für GURU GURU seit 2016 an

den Saiten. Die Chinesen bekommen psychedelischen Rock

und Hits aus 50 Jahren Bandgeschichte zu hören. Innovativ

ist immer noch das Spiel mit verschiedenen Instrumenten

aus dem asiatischen Kulturkreis, kosmischen und komischen

Geschichten. Noch vor dem Opener „Dark Blue Star“

wirbelt der Wirbelwind Neumeier ein Drumsolo auf die Felle

und den China Gong. Das „arigato“ ins Publikum hinein

verzieh dem sympathischen Mani das Publikum leicht, hat

er doch den Charme eines Hippie-Gentleman und die

Energie eines nicht ganz 30-Jährigen. „Wonderland“ und

„Rock ’n’ Roll Machine“ sind bluesige Nummern, die einen

Vergleich mit einer anderen dienstältesten Band zulassen:

den Rolling Stones. Und wie kommt die Trance in den Rock?

Mit ausufernden Soli an Gitarren und diversen Blasinstru -

men ten. Sehr tanzbar und groovy ist das Stück „Funky

Tribes + Vibes“. Sensationell ist das Drumsolo „Auf alle

Felle“ mit Beteiligung des Publikums, das das Konzertfinale

mit „Incarnation Stomp“ und „Digital-Analog“ einläutet. Hier

bilden die elektrisierten Chinesen schon eine Art Moshpit

im Auditorium und haben eine ausgelassene Stimmung.

Die Aufnahmen der DVD geben das Konzerterlebnis visuell

8

2/2020 musiker Magazin


60 REZENSIONEN

bestens wieder, der Sound ist transparent und voll. Der

Elektrolurch wird auch sicher nach den Virus-Schutz maß -

nahmen wieder rocken. Wir dürfen uns auf weitere Kon zerte

von GURU GURU, dann auch wieder in Deutschland, freuen.

mani-neumeier.de/guruguru

C.S.

J HATCH TRIO

»One Foot In The Groove«

Der amerikanische Musiker, Pianist und Komponist, Arran -

geur und Chorleiter J HATCH liebt die Jazz-Standards. So

bevorzugt er „good old straight-ahead tunes you can play

on“. Seit über 20 Jahren ist er in der professionellen Jazz -

szene aktiv, anfänglich auch als Schlagzeuger. 1998 kam

er nach Europa, im Gepäck einen Bachelor in Musik und

einen Master-Abschluss in Jazz. Die Erinnerungen an die

Ostküste der Vereinigten Staaten und die Flussdampfer von

New Orleans prägten den Musiker. Das J HATCH TRIO spielte

das Album „One Foot In The Groove“ live im Studio ein. Die

Stücke wurden oft in einem Take in der Besetzung Piano,

Vocals, Bass und Drums aufgenommen. Zwölf Songs und

vier Outtakes rieseln aus den Boxen und verzaubern. Brillianz,

Technik, Understatement und Gefühl stimmen und gefallen.

Jörg Mühlhaus am Bass und Michael Großmann mit den

Besen am Schlagwerk, beide mit begeisternden Soli, bereiten

eine solide und wärmende Basis für die Tasten-Tunes

des J HATCH. Nat King Cole inspirierte ihn zum Cover von

„If I Had You“. Das Stück ist gleichermaßen Exempel für das

ausgewogene Album zwischen Swing und Bossa. Humor

beweist das Trio bei den Outtakes oder auch mit den Ringel -

socken des Bandleaders. Durch sie habe er be sonderen

Schutz vor „Studiomonstern“. „One Foot In The Groove“,

both feet in striped socks für Jazz-Liebhaber ein absolut

hörenswerter Genuss.

hatchmo-music.com

C.S.

DETLEF ENGEL

»Nur ein kleines Lächeln«

Auf eine bewegte Laufbahn als Musiker und vor allen

Dingen Sänger kann Detlef Engel zurückblicken. Als

Musikstudent schlug er in den 50er-Jahren einst den Weg

der klassischen Musik ein, doch geheim schwärmte er

schon früh für den Rock ’n’ Roll von Elvis Presley und dessen

Zeitgenossen. Daher ließ Engel den klassischen Weg

der Musik auch bald hinter sich und widmete sich musikalisch

seiner Leidenschaft, wenngleich er sich zwischen

Rock ’n’ Roll und Schlager positionierte. 1959 landete er

dank Unterstützung von Werner Müller (Chef des RIAS-

Tanzorchesters) und der Plattenfirma Teldec mit dem Cover

des Fleetwood-Songs „Mister Blue“ einen deutschlandweiten

Hit, der ihn bis in die Top Ten der Hitparade führte. Von nun

an war Engel in der deutschen Schlagerszene etabliert und

veröffentlichte über viele Jahre kontinuierlich neue Platten.

2019 erschien nun eine neu produzierte Version seines

68er-Hits „Nur ein kleines Lächeln“. In neu arrangiertem

Sound gewand präsentiert der Song alle Stärken, die Engels

Lieder auch schon damals auszeichneten: aufwendig

arrangierte, gut produzierte, leicht melancholische, aber

immer tanzbare Liebeslieder, die zum Schwelgen in Erin -

nerungen anregen.

www.shop.musekater.de

P.S.

INGA BACHMANN:

»Das Aber der Dinge«

Entschlossen läuft Inga Bachmann über ein weizengelbes

Stoppelfeld, ihr Ziel fest im Blick. Doch wo will sie hin und was

hat sie mit der Leiter, die locker über ihrer Schulter hängt, vor?

Das Cover von Bachmanns im April 2020 erschienenem

Album „Das Aber der Dinge“ wirft einige Fragen auf, verrät

aber gleichzeitig, dass in ihrer Musik eine gute Prise Humor

und das sommerleichte Gefühl des Stoppelfelds stecken. In

ihren Songtexten malt Bachmann poetische Bilder, die den

Hörer direkt in die dargestellte Szenerie transportieren. „Am

See liegt ein Boot, ein Steg im Morgenlicht endet da, wo der

Himmel beginnt“ heißt es zum Beispiel im Auftakt von

„Deine Farben“. Intelligente Wortspielereien und philosophische

Alltagsbeobachtungen zeigen sich in „Eigentlich“

(„Das Ei versteckt den Inhalt, das Gen ist noch nicht ganz

erforscht, das ‚Ich‘ am Ende sagt ganz klar, um wen es hier

geht, fehlt nur noch das ‚tl‘, das für Sprachgewandtheit

steht“) oder „Zeitenzirkel“ („Wenn heute voll von gestern ist,

hat heute heut keine Zeit“). Bachmanns Humor blitzt in Songs

wie „Supergut“ („Heute ist meine Katze verschwunden beim

Nachbarshund im Maul“) oder „Der Laubbläser“, in dem das

nervtötende Gerät und seine Besitzer humorvoll auf die

Schippe genommen werden, auf. Die von Bachmann selbst

gespielten Instrumente Gitarre und Ukulele dominieren die

Instrumentalbegleitung und werden stimmungsvoll von Gast -

musikern an Schlagzeug, Bass und Keyboard aus Argentinien

ergänzt. Ihre Stimme setzt die textlich und musikalisch versierte

Liedermacherin passend zu den Textinhalten flexibel ein –

mal singend, mal erzählend, fast schon sprechend –, wodurch

die Songs auf „Das Aber der Dinge“ die variantenreiche

Balance zwischen Poesie und Kabarett halten.

www.ingabachmann.de

L.K.

HÖRBIE SCHMIDT BAND

»Ich liebe den Blues«

Der Schleswig-Holsteiner und überzeugte Blueser, Gitarrist

und Sänger HÖRBIE SCHMIDT mit BAND zelebriert Blues

auf Deutsch. Die Band will ihr Album als „bluesigen Schrei

nach Liebe“ verstanden wissen. Mit viel Humor, Lust und

Leidenschaft erzählt Hörbie Intimes aus seinem Liebes -

leben und seiner Gefühlswelt. Der blond gelockte Band -

leader erhielt charmante gesangliche Unterstützung von Lili

Czuya, die dem Elf-Track-Album zwei Texte beisteuerte. Auf

diesem zweiten Werk der Band geht es durch verschiedenste

Spielarten des Blues, mal treibend und fordernd, oft jazzig,

mal im Zeitlupenblues mit unendlich viel Gefühl.

Schmidt hat sich mit dem „Who is who“ der Schleswig-

Holsteiner und Hamburger Livemusikszene zusammengetan.

Mit dem Keyboarder Sven Selle spielt er schon seit 25

Jahren zusammen. Neben der filigranen E-Gitarre von

Schmidt sind die Tasten ein zentrales Element der Be -

setzung. Der Flirt mit funkig-jazzigen Tunes ist vor allem im

Knaller „Es tut weh“ mit der ausdrucksstarken Lili am Mikro -

fon wahrnehmbar. Ein traditioneller Blues ist „Reisende Seele“,

gekonnt modern arrangiert. Das ganze Album birgt Blues-

Perlen oder besser Blues-Bernstein allerfeinster Güte.

www.hoerbieschmidtband.de

C.S.

VOLKWIN MÜLLER

»Auf dem Weg«

Bei Volkwin Müller handelt es sich ohne Umschweife um

einen musikalischen Vollprofi, der über das reine Erschaffen

von Musik so ziemlich jeden Aspekt des Musikbusiness mal

gesehen und miterlebt hat. Egal ob als Gründer des

Blomberger Songfestivals (auf dem u.a. Größen wie „Dire

Straits“ – Gründer David Knopfler, Luka Bloom oder Wolf

Maahn spielten), als versierter Studiomusiker oder als Be -

treiber seines eigenen Labels Volkwino Music – was Müller

anfasst, dass zieht er mit vollem Einsatz durch. Wenngleich sie

sich natürlich nicht explizit auf das Schreiben und Inter -

pretieren von Musik übertragen lässt, scheint diese vielseitige,

tiefgreifende Erfahrung in der Welt der Musik auf auch

Müllers musikalische Werke wie sein aktuelles Album „Auf

dem Weg“ durch. Die Songs wandeln musikalisch irgendwo

zwischen Folk, klassischem Lieder macher-Stil deutschsprachiger

Art, Pop und Singer-Songwriter-Anleihen. Alles Stile,

musiker Magazin 2/2020


REZENSIONEN 61

die grundsätzlich viele Überschnei dungen haben, dabei

jedoch ihre ganz besonderen Eigen heiten aufweisen – und

die weiß Volkwin Müller bestens zu vereinen. Das Besondere

ist sein Talent, dabei auch über den Tellerrand zu blicken

und den grundsätzlich auch „simpel“ darzubietenden Stücken

mit viel Talent zu Arrangement und Komposition eine tolle

Klangfülle zu geben, die am besten über Kopfhörer transportiert

wird. Vielschichtige Kom position, mehrstimmiger

Gesang, tolle Musiker und eine glasklare Produktion treffen

hier aufeinander und schaffen ein tolles deutschsprachiges

Klangerlebnis.

www.volkwin-mueller.de

P.S.

BURDEN OF LIFE

»The Makeshift Conqueror«

Scheinbar grenzenlos sind die musikalischen Möglich kei -

ten zwischen Laut und Leise, Hart und Soft, Bombast und

Reduktion. Das vierte Studioalbum der Prog-Metaller BURDEN

OF LIFE trägt den Titel „The Makeshift Conqueror“. Christian

Kötterl (voc., guit.), Michael Schafberger (guit.), Karl-Arnold

Bodarwé (bass) und Matthias Babl (dr.) sind seit ihrer Band -

gründung 2004 auf einem steten Weg der Weiter ent wick -

lung. Das Quartett ist neugierig und offen für viele Einflüsse

und hüllt sie in ein progressives Metal-Gewand. Dabei blitzen

hier und da ihre Wurzeln des Melodic Death Metal auf.

Rasend verzweifelte Strophen voller Blast beat-Gewitter

treffen auf einen hoffnungsvoll anmutenden Refrain im

Song „Geistesblitz“. In „Anthem Of The Beloved“ erklingen

überraschende Bossa-Nova-Rhythmen, führen zu Power-

Riffing und schließlich zu einer melodiösen Mitsing-

Melodie. „Trust My Own Heart“ ist eine Piano-Ballade. Ihre

stilistische Härte schlägt Haken, reißt mit und knallt. Har -

monien erklingen und brechen wie unter Explosionen

zusammen. Technisch versierte E-Gitaren-Soli stoßen auf

hymnische Chöre. Dick aufgetragen. Auch wenn Vergleiche

in diesem Kontext immer hinken, so dürfte eine vereinfachende

Beschreibung etwa so klingen: Queen treffen auf

Korn und spielen mit den Children Of Bodom. BURDEN OF

LIFE entdecken die Möglichkeiten und sprengen Grenzen

mit ihrem aktuellen Longplayer „The Makeshift Conqueror“.

www.burdenoflife.de

C.S.

TWO SECONDS OF …

»Illusions«

Fetzig geht es los auf TWO SECONDS OF … neuer EP

„Illusions“. In dem Song „Brick by Brick“ singt Anna-Lena

Michel darüber, wie sie sich nach einer Trennung Stück für

Stück wieder zusammensetzen und wiederfinden muss.

Der eindringliche Gesang wird vom hypnotisierendem Groove

der Band verstärkt, sodass man sofort mit beiden Ohren

und voller Aufmerksamkeit in der Musik steckt. Danach folgen

mit „Illusions“ und „The Lucky Ones“ zwei ruhige

Nummern, bevor die EP mit „Drop Down“ und „Whoa“ wieder

Tempo aufnimmt und mit dem musikalisch abwechslungsreichen

„Safe And Sound“ endet. Sowohl Anna-Lena Michel

als auch Produzent und Musiker Frank Hapke haben langjährige

Erfahrung in der Musikszene, was man den Tracks

auch anhört.

www.frank-rapke.com

L.K.

GALAHAD

»Jheronimus«

Die mehrfachen Preisträger im Bereich Folk Rock, unter

anderem als Erstplatzierte beim Deutschen Rock und Pop

Preis, gelten jetzt schon als einmalig in der Republik. Mit

Live-Auftritten im In- und Ausland, u. a. als Support für

Jethro Tull und Paddy Goes To Holyhead, bewies die Gruppe

ihre Qualitäten. GALAHAD überzeugen mit ihrem neuen

Opus „Jheronimus“ (Untertitel: „Songs Of Earthly Delights“)

erneut mit einem Crossover aus Mittelalter, Rock und Folk.

Sie huldigen der Tafelrunde, König Artus und Jheronimus

Bosch, dem fantastischen Maler des Mittelalters. Tina de

Vlinder verzaubert ein ums andere Mal vokal mit mehrstimmigen

Chorälen. Mit Flöten, Mandoline, Bouzouki ergänzt

Paul A. Jost das Arrangement rund um die Rockbesetzung

aus E-Gitarre, Keys, Drums und Bass. Die Bagpipes wurden

im Mittelalter nicht nur in Schottland eingesetzt und sorgen

für melodiöse Farbtupfer. Besonders weiß „Dance For Me“

zu gefallen. Mediaval-Pop, der den Mittelalter-Fan ins Herz

trifft. Zu den elf Titeln gesellen sich auf GALAHADs Silber -

ling vier Bonustracks, die alle zum Besten des Genres hierzulande

zählen dürften.

www.galahad.de

C.S.

WOLFGANG NICKLAUS

»Einmal lebst Du nur«

Bis auf ein Saxofon- und ein E-Gitarren-Solo hat Wolfgang

Nicklaus alle Instrumente auf seiner EP „Einmal lebst Du

nur“ komplett selbst eingespielt. Die beiden Soli verleihen

den Songs eine musikalische Tiefe, die ihnen guttut. Ins ge -

samt sind Nicklaus’ Lieder leicht und eingängig komponiert,

trotz der Ernsthaftigkeit der Themen, die sie teilweise

behandeln. „Nie darfst du vergessen, einmal lebst Du nur“,

singt er auf dem Titelsong und mahnt den Hörer, sein Leben

jetzt gleich in die Hand zu nehmen und sich auf das

Wesentliche zu konzentrieren. So viel sei verraten: Stress

und Geld gehören nicht dazu. „Wer ist schon perfekt in dieser

Welt“ nimmt die Sorge, dass immer alles rundlaufen

muss. „Hey Hey Nachbar“ hingegen ist ein lustiger Ohr -

wurm, den man nur schwer wieder loswird. Das Herzstück

der EP ist „Was wäre die Welt ohne Kinder“, das beim 37.

Deutschen Rock & Pop Preis 2019 bereits zahlreiche Preise

abgesahnt hat. Der Songtext ruft in Erinnerung, welch wichtigen

Platz Kinder in unserer Welt und Gesellschaft haben bzw.

haben sollten, und ermuntert alle Erwachsenen, sich ihr

Kinder herz und ihre Lebensfreude zu bewahren.

www.wolfgang-nicklaus.de

L.K.

PAUL BARTSCH & BAND

»Alle Fragen offen«

Seit vielen Jahrzehnten schon folgt Paul Bartsch seiner

Leidenschaft – der Musik. Im Jugendalter bekam der ge -

bürtig aus Wernigerode stammende Singer & Songwriter

seine erste Gitarre in die Hand. Seitdem ist er als Musiker

und Musiklehrer mit vielen Projekten aktiv und unterwegs.

Seine Musik, die geprägt ist von den Granden des deutschen

Liedermachertums (Mey, Westernhagen und weiteren),

wird bisweilen beschrieben als „intelligentes Gesellschafts -

panorama mit eingängigen Songs und großartigen Texten“,

als „nach Handarbeit und lebendigen Menschen klingende

Abfolge von Liedern“ oder als wie ein „Gundermann-Erbe-

Antritt“, überzeugend durch Wärme, pointierte Arrangements

und zum Nachdenken anregende, tiefgründige, aber nicht

verkopfte Texte. Mit seinem Projekt PAUL BARTSCH &

BAND erschien nun das dritte Album, das auf den Namen

„Alle Fragen offen“ hört. Seit jeher sind Bartsch und seine

Band unterwegs auf „den schwankenden Planken der

Wirklichkeit; das Publikum ist eingeladen zu dieser unterhaltsamen

Reise ins Hier & Heute zwischen Gestern &

Morgen“. Dem Albumtitel entsprechend werden hier also

weniger allgemeingültige Weisheiten und Behauptungen in

die Welt posaunt, sondern die kritischen großen und kleinen

Fragen des Lebens gestellt, die den Hörer in die unbequeme,

aber wichtige Position bringen, sich selber seine Gedanken

über die eigene Welt und Umwelt zu machen. Bartsch sieht

8

2/2020 musiker Magazin


62 REZENSIONEN

Fragen als „Angebot, Einladung, Spielraum“. „Solange wir

nach Antworten suchen, leben wir“ lautet das Motto der Platte,

frei nach Descartes also etwa: „Ich frage, also bin ich.“ Das

macht die Platte musikalisch und erst recht textlich zu einer

spannenden und abwechslungsreichen Reise, die musikalisch

mal mehr, mal weniger dynamisch zum Nachdenken anregt.

www.zirkustiger.de

P.S.

FEDERNELKEN

»Endlich reich«

Mit den Nelken ist es ja wie mit vielen Dingen, besonders

wie mit vielen von uns Menschen: Sie gelten allgemein zwar

als robust und zur Überwinterung geeignet – am besten

und liebsten gedeihen sie allerdings an der Sonne … oder

im Sommer. Wenn es nach den FEDERNELKEN aus der

Region München geht, muss man die Beschreibung sogar

noch erweitern: „Sie sprechen gerne eine klare Sprache

über Liebe, Politik und das Leben in der Stadt ... wie es halt

so kommen kann, wenn man lebt.“ Sie beschreiben ihren

Musikstil zwar als „unbekannt“; wenn man nach musikalischen

Vergleichen sucht, wird man bei deutschen Bands

wie etwa Kraftklub fündig. Einer der Hauptunterschiede zu

Letzteren: Die FEDERNELKEN singen überwiegend auf bayerisch,

was ihnen eine Extraportion Authentizität verleiht –

denn Sprache sei „die Erde der Nelken, die voller interessanter

Nährstoffe steckt“. Und so widmen sich die vier

Bayern in den fünf auf „Endlich reich“ enthaltenen rockigen,

groovigen und tanzbaren Songs denn auch den alltäglichen

Themen, Kämpfen und Absurditäten. So wandelt die Band

um Sängerin Vroni textlich vor allem auf den Straßen, auf

denen das tägliche Leben spielt. Egal ob Konsumkritik, das

(Münchner) Nachtleben oder eine „Ode“ an Marianne Koch:

Themen und Texte der FEDERNELKEN sind so lebendig und

kurz weilig wie ihre Musik selber. Nun bleibt noch abzuwarten,

ob die Band das Niveau auch über eine gesamte Album -

länge halten kann – ich bin gespannt.

www.federnelken.de

P.S.

LILA LINDWURM

»Wild im Wald, still am See«

Kindermusik bzw. Musik für Kinder, auch „kindgerechte

Musik“ genannt, ist sowohl musikalisch als auch textlich

oftmals ein schmaler Grat: Zwischen peinlicher Banalität

und zu an spruchsvoller Interpretation liegen oft nur Millimeter

– hier im wahrsten Sinne des Wortes den richtigen Ton zu

treffen, ist damit eine oft unterschätzte Kunst. Eine der

Gruppen, die sich in diesem „Minenfeld“ als wahre Profis

einen Namen gemacht haben, sind LILA LINDWURM aus

Mönchen gladbach. Das bereits 1985 vom Kinderlieder macher

Anders Orth gegründete Kinderlieder-Mitmach-Theater

kann mittlerweile auf über 4 000 Auftritte in ganz Deutschland,

Luxemburg, Belgien, Österreich und der Schweiz, zwölf CDs,

sechs Liederbücher sowie diverse weitere CDs, Lieder -

bücher und Hörspiele zurückblicken. Die in all den Jahren

gesammelte musikalische und inhaltliche Expertise kann

man auch auf dem 2019 veröffentlichten Doppelalbum

„Wild im Wald, still am See“ heraushören: Anspruchsvolle,

toll arrangierte, eingängige und nie banale Kompositionen

im Folk-Stil treffen auf verständliche und unterhaltsame

Texte. Der inhaltliche Schwerpunkt des Albums liegt hier

auf der Vermittlung dessen, was Kinder (und alle Menschen

übrigens) so erleben können, wenn sie sich in die Natur

wagen. Da geht es also um „Tiergymnastik“, die „Libelle“

oder auch „Wilde Bienen“. Die Texte laden zum genaueren

Beobachten und Erleben der Natur ein und leisten so einen

Beitrag zum Wertschätzen der Natur – ob hier die zukünftige

„Fridays for Future“-Generation herangezogen werden

soll? Das wäre in jedem Fall ein löbliches Unterfangen. Auch

unabhängig davon kann man das Album aber allen Eltern

und Kindern empfehlen, die der Natur musikalisch und

unterhaltsam näherkommen wollen.

www.lilalindwurm.de

P.S.

STEFAN DIESTELMANN

»The Real Blues«

Die Nummer eins der Bluesinterpreten der ehemaligen DDR

gibt sich posthum noch einmal die Ehre. Stefan Diestelmann,

der in München aufgewachsen war, zog als Kind mit seinen

Eltern in den sozialistischen deutschen Staat. Beeinflusst

durch die Vorliebe seines Vaters für Jazz kam Diestelmann

zum Blues. Die frühen Beatles inspirierten ihn, die Gitarre in

die Hand zu nehmen. Als er längst schon erfolgreicher

Blueser war, kam es zum Konflikt mit dem System, weshalb

er 1984 in die BRD emigrierte. Er war auf beiden Seiten der

innerdeutschen Grenze ein gefeierter Blues-Interpret. Er

veröffentlichte Platten bei Amiga und erhielt schließlich

auch im Westen einen Plattenvertrag. Ein TV-Auftritt in der

ARD-Show „Bios Bahnhof“ erweckte die Aufmerksamkeit

eines gewissen Ralph Siegel. Er produzierte mit ihm 1984

eine LP. Darauf war der Titel „Vorstadt Blues“ zu hören, den

er schon in den 70er-Jahren mit seinem langjährigen West-

Freund und Weggefährten Bernie Ringe aufgenommen

hatte. Diestelmann spielte in der Liga der Weltbesten. So

jammte er schon in jungen Jahren mit Memphis Slim und

John Mayall. Die aktuell vorliegende Live-CD hat Michael

Mellenthin aus dem Archiv ausgegraben. Er wollte Stefan

Diestelmann seinem geäußerten Wunsch nach Veröffent -

lichung einer Live-Aufnahme nachkommen. Das Album trägt

den Titel „The Real Blues“. Zu Recht! Will man meinen, wenn

ein Ausnahmemusiker wie er Klassiker des Blues interpretiert.

Stefan Diestelmann brilliert als beseelter Blues-Sänger

ebenso wie als virtuoser Gitarrist. Die CD ziert eingangs ein

Interview. Es folgen fünf Songs berühmter Interpreten, wie

Robert Johnson, T Bone Walker und Nina Simone. Als Bonus -

tracks gibt es zwei Aufnahmen mit Bernie Ringes Blues-Harp-

Spiel und Gesang. Alle Songs haben eine besondere Tiefe,

eine virtuose Eigenständigkeit, wie sie es sonst kaum mehr

zu hören gibt. Das Album „The Real Blues“ ist mehr als ein

Zeitdokument, es ist echter Blues! Stefan Diestelmann fehlt

der Musikwelt, denn er ist leider schon 2007 von uns gegangen.

www.mig-music.de

C.S.

JUANITO’S KARIBA ALL STARS

»Demasiado«

Seit vielen Jahrzehnten ist der Münchner Juanito Heldmann

musikalisch und geografisch in der Welt Lateinamerikas

unterwegs und mittlerweile quasi auch zu Hause. 20 Jahre

nach seinem Album „Salsoca-Beat“, das in Havanna aufgenommen

wurde und ihn erstmals in Albumform auf die

musikalische Weltkarte hievte, folgt nun „Demasiado“ –

eine Platte, die erneut von seinem kompositorischen Geschick

zeugt und auch erneut beweist, dass Heldmann keineswegs

vermeintlichen Sommerhit-Strategien nacheifert, sondern die

Musik, die gemeinhin unter „Latin“ zusammengefasst wird,

ganz tief verinnerlicht hat. Es gelingt ihm auf eindrucksvolle

Weise, Stücke zu schreiben, die die Viel fältigkeit, Ver spielt -

heit und Komplexität des Latin beinhalten, dies aber gleichzeitig

mit Eingängigkeit und „On-Point“-Songwriting verbinden.

Hier wirkt nichts unnötig oder zu viel platziert. Gefallen

tut auch die stets unterschwellige bis deutliche Melan -

cholie, die in den Stücken mitschwingt, etwa aus der portugiesischen

Volksmelan cholie „Saudat“ bekannt und die

dem Klischee der „ewig fröhlichen Südländer“ auf willkommene

Weise entgegensteht. Unterstützt wird Heldmann auf

dem Album von einer Vie lzahl renommierter Musiker und

Musi kerinnen der lateinamerikanischen Musik. Mit dem

kubanischen Percussionisten Eliel Lazo, selbst Bandleader,

konnte Juanito einen der Besten seines Genres gewinnen,

genauso wie den kubanischen Bassisten Humberto Gomez

Vera. Auch der mittlerweile verstorbene Tata Güines ist auf

diesem Album wieder zu hören. Dies sind nur einige der zahlreichen

Unterstützer*innen, und diese Riege zeugt gleichzeitig

von Heldmanns exzellentem Netzwerk sowie seiner,

man muss es mittlerweile so sagen, Verwurzeltheit in der

musiker Magazin 2/2020


REZENSIONEN 63

süd- und mittelamerikanischen Musik. „Demasiado“ wurde

in fünf verschiedenen Orten in der Welt aufgenommen und

verleiht dem Album damit das letzte Quäntchen, das es

endgültig zur Weltmusik werden lässt – seltener hat ein

Ausdruck besser gepasst.

juanitoheldmann1.bandcamp.com

P.S.

SVENSON

»Glory, Death & Heroes«

Ein Gitarrenepos ist das neue Album „Glory, Death And

Heroes“ von SVENSON. Hier wird die E-Gitarre in den

Mittel punkt gestellt und zelebriert. Sven Kühbauch steckt

hinter dem Projekt und scharte namhafte Mitstreiter um

sich. Rittertum und Science-Fiction erklingen in heroisch

anmutenden Klangteppichen mit dezenter Percussion,

pumpenden Beats, viel Synthie und Pathos. Die Stücke sind

inspiriert von Game Of Thrones und Skyrim. Ähnlich Steve Vais

Album „Passion And Warfare“ erinnert der enthusiasmierte

Hörer Werke im Stile ganz großer Gitarristen. Zu den Perso -

nalien: Jennifer Batten spielt zu „Rainbow Rocket Ride“ ein

Gastspiel für SVENSON. Die langjährige Michael-Jackson-

Gitarristin begeistert mit einer Solo-Orgie durch ihr unvergleichliches

Tapping. Als Gast für SVENSON ist auch

Alexander Veljanov mit von der Partie. Im Song „Hiding

Me“ überrascht der Sänger von Deine Lakaien mit seiner

tiefen Bluesstimme und eigenen Lyrics, die von Kühbauchs

Dobro Duolion ideal in Szene gesetzt wird. Kühbauch, der

auch als Komponist, Pädagoge und Autor tätig ist, gelang

mit SVENSONs „Glory, Death & Heroes“ ein Geniestreich.

www.svensonguitar.com

C.S.

LA RU

»Ruhestörung«

Romantische und auch mal tiefgründige Geschichten er -

zählt die Band LA RU mit einem Augenzwinkern auf ihrem

Album „Ruhestörung“. Eine Bäckersfrau wird auf charmante

Art und Weise mit dem Teufel verglichen („Sieht so der

Teufel aus?“), die Herzensdame „Lady Sunshine“ wohnt

überraschend gegenüber oder überquert die Ampel just vor

dem Verliebten, der sie aufhalten will, dem aber die rote

Ampel im Weg ist („Bauchgefühl“). „Hey, schöne Frau“ und

„Deine Augen“ sind wahre Liebeserklärungen an die An -

gebetete der Wahl. Eine eigenwillige Liebeserklärung an die

Hauptstadt („Berlin, du bist der Knall im All!“) und der lockerswingende

„Feierabend-Blues“ ergänzen die romantischen

Themen. Der Track „Wahre Helden“ passt überraschend

gut in die aktuelle Corona-Krise. Stephan Lange singt ein

Loblied auf die Helden im Hintergrund, deren Arbeit in der

Gesellschaft oft genug nicht wahrgenommen wird: „Redet

nicht, geht es an, helft den Schwachen, wo man helfen kann.“

Sein Gesang wird gelegentlich durch Backing-Vocals von

Melanie Neumann verstärkt, die ebenfalls an den Texten

mitgeschrieben hat. Musikalisch zeichnen sich die Songs

auf „Ruhestörung“ durch einen Retro-Touch aus, der zwischenzeitlich

ins Schlager-Genre driftet. Das muss man

mögen, doch Fans der Musikrichtung werden mit den zwölf

Songs auf ihre Kosten kommen.

L.K.

OUTLINER

»A Different Life Behind Every

Face«

Cilly, die Stimme und Gitarristin des Projekts OUTLINER,

berührt den Hörer mit minimalistischen Arrangements und

ihren Emotionen. Mehr braucht es manchmal nicht. Es ge -

sellen sich oft nur ein Bass und eine Violine hinzu. Im Zentrum

steht das warme Timbre von Cillys Vocals. Die Hamburgerin

ist eine erst 21-jährige Sängerin und Songwriterin. Sie bannte

ihre Lieder auf das Album „A Different Life Behind Every

Face“ und berührt die Zuhörer auf ihren Konzerten. Sie

erzählt von Beziehungen, Liebe, Geistern, mal autobiografisch,

mal fantastisch. Sanftes Folk-Picking zeichnet ihr

Gitarrenspiel aus. Seit 2018 macht sie unter dem Künstler -

namen OUTLINER Musik. Anfang 2019 erschien ihr erstes

Studioalbum „A Different Life Behind Every Face“. Poetisch

verträumt klingt sie mit einer Art Anne-Clark-Sprechgesang

in den drei Teilen des Songs „Interlude: Nightdreamer“. Ein

bezaubernder zweistimmiger Chorus begegnet dem Hörer in

„Stranger Melodies“. Ein akustisches Kleinod ist das Debüt -

werk von OUTLINER mit Cilly, einer Ausnahme künst lerin.

www.stf-records.de/artist/outliner

C.S.

PAUL BARTSCH & BAND

»2003 – 2020:

Alles auf einer Scheibe«

Sage und schreibe 119 Songs von acht CDs aus 17 Jahren

Bandgeschichte finden sich auf dem neuesten Release von

PAUL BARTSCH & BAND. Der Liedermacher versammelt launige

Rock- und Popsongs auf einer Scheibe, die hier und da

eine musikalische Grenzüberschreitung in Richtung Reggae,

Blues oder Lateinamerika wagen. Nicht fehlen darf dabei die

Gitarre, die Bartsch bereits seit seinem fünften Lebens jahr

spielt. Im Mittelpunkt seiner Musik stehen jedoch die

Geschichten, die Bartsch erzählt. Mit glatter und gut ver -

ständlicher Stimme singt er von den kleinen und großen

Themen des Lebens, erzählt witzige, fantasievolle und ernste

Geschichten oder träumt sich auch mal aus dem Alltag davon.

Mit welcher Leidenschaft der Medienpädagoge und Professor

für Erziehungswissenschaft Musik macht, erkennt man nicht

nur an der langjährigen Bandgeschichte und den offensichtlich

nie ausgehenden Songideen, sondern auch an den liebevollen

Kompositionen, mit denen Bartsch eine Vielfalt an Hörern

erreicht. Seinem Motto „Lieder bauen Brücken, auf denen man

sich begegnen kann“ bleibt er auf diese Weise hoffentlich noch

viele weitere Jahre – und CDs – treu.

www.zirkustiger.de

L.K.

ANNETTE MEISL

»Carmen 5.0«

Leidenschaftlich, unabhängig und freiheitsliebend: Eine mo -

derne Version der Carmen aus Bizets Oper ist inhaltlicher

Leitstern für Annette Meisls Album „Carmen 5.0“ – und vielleicht

auch für ihr Leben. „Sie verzichtet eher auf ihre Liebe,

als ihre Freizeit aufzugeben. Das hat mir imponiert und wurde

mir zum Leitbild“, erklärt die Sängerin. Eine starke Frauenfigur

also, wie Annette Meisl selbst eine zu sein scheint. Das Multi -

talent spricht diverse Sprachen, hat eine Künstleragentur ge -

führt, eine Zigarrenmanufaktur eröffnet und einen Ratgeber in

Sachen Liebe geschrieben. An Mut und Unternehmergeist

mangelt es Meisl nicht, die zwanzig Jahre nach ihrer letzten

Musikproduktion – der LP „Aire Puro“ mit Roberto Darvin von

1989 – eine neue CD herausgebracht hat. Tänzerische Rhyth -

men prägen viele der Lieder – eine Leichtigkeit, die dennoch

Meisls Stärke nicht verdeckt. Von opernhaften Gesängen à la

Bizet bis zum erzählerischen Sprechgesang fährt Meisl auf

dem Song „Carmen 5.0“ alles auf. Sie erzählt von einer um -

schwärmten, modernen Carmen, die den Männern die Köpfe

verdreht, sich jedoch ihre Freiheit bewahren will: „Liebe ist ein

freier Vogel […], lässt sich nicht im Traum dressieren.“ Meisl

singt, haucht, erzählt auf den 13 Songs, die teils in klassischer

Liedermacherlieder-Manier mit Kabarett-Einflüssen

daher kommen. Die beiden modern interpretierten Klassiker

„Bolero 5.0“ und „Habanera 5.0“ greifen zwischendrin das

tänzerisch-spanische Motiv auf und runden das Gesamt -

klangwerk der „Carmen 5.0“ thematisch und musikalisch ab.

www.annette-meisl.de

L.K.

2/2020 musiker Magazin


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Lektorat:

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