peter frey - Schulen Ruswil

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peter frey - Schulen Ruswil

SCHULSPIEGEL

SCHULJAHR 2010/11 | SOMMERAUSGABE NR. 38


EDITORIAL

Liebe Leserinnen

und Leser

Wie oft müssen Sie würfeln

um eine Sechs zu

erhalten? Ein Mal? Gratuliere!

Sie haben das bestmögliche Resultat

erzielt. Zwei Mal? Ist auch noch nahezu vorzüglich.

Und wenn Sie die Sechs erst im sechsten

Versuch schaffen? Kann vorkommen, ist

aber leider nur «mittelmässig». Und was bedeutet

es, wenn man erst nach fünfzehn oder

zwanzig Mal Würfeln eine Sechs hat?

Unsere Gesellschaft bevorzugt in der Regel

die Sechs mit dem ersten Wurf, wie wenn es

die natürlichste Sache der Welt wäre, ein

vorgegebenes Ziel – ob sinnvoll oder nicht -

so rasch wie möglich zu erreichen. Im gewählten

Beispiel ist der «Gewinner» jedoch

weder besser noch schlechter als die vermeintlichen

«Verlierer». Denn jede Zahl ist

gleich wahrscheinlich und es hängt ausschliesslich

vom Zufall ab, mit welchem Wurf

man eine Sechs erzielt. Somit kann die Anzahl

der Versuche stark variieren. Die Sechs

nach einem Versuch stellt die absolut unterste

Grenze dar, hängt aber überhaupt

nicht mit irgendwelchen speziellen menschlichen

Fähigkeiten zusammen.

Zweiter Versuch: Würfeln wir sechs Mal, so

haben wir mit Sicherheit ein Punktetotal

irgendwo zwischen sechs und sechsunddreissig,

die Grenzen mit eingerechnet. Berechnen

wir den Durchschnittswert der gewürfelten

Zahlen, dann liegt dieser nicht

unter eins aber auch nicht über sechs. Auch

hier sind die obere und die untere Grenze

zum Voraus bestimmt. Nun sagt uns die

Wahrscheinlichkeitsrechnung, dass wir uns

mehr und mehr dem Durchschnittswert 3.5

nähern, je häufiger wir würfeln – Einsatz

und Ausdauer werden entsprechend wichtig.

Letzthin führte ich dieses Experiment in einer

Klasse durch. In Kleingruppen wurde zusammen

achthundert Mal gewürfelt. Danach

konnten die Schüler/innen direkt an der

Wandtafel beobachten, wie ähnlich respektive

unterschiedlich die einzelnen Gruppen

gewürfelt hatten. Nachher berechneten wir

den Durchschnittswert und wir erhielten (zu

meiner eigenen Ueberraschung), fast unglaubliche

3,501, also eine Abweichung von

gerade mal einem Tausendstel auf den Wert,

den man nach einer unendlich grossen An-

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zahl von Würfeln erhält. Welcher Schüler

hatte denn nun am besten gearbeitet? Die

Antwort kann nur lauten: Keiner! Alle Schüler/innen

haben gleich viel zum Resultat

beigetragen, obwohl sie teilweise höchst

unterschiedliche Resultate erzielten. Denn

die gewürfelten Punkte können – vorausgesetzt

man würfelt korrekt und fair – nicht beeinflusst

werden. Die Gesamtaufgabe ist

folglich entscheidend; die Einzelhandlungen

sind sinnlos, wenn man sie nicht in einen

Gesamtzusammenhang bringt.

Sie werden sich fragen, was diese Ueberlegungen

denn mit der Schulbildung gemeinsam haben.

Ich meine ziemlich viel. Denn auch in der

Schulbildung geht man einerseits von theoretischen

Ueberlegungen aus. Obwohl diese –

ganz oder teilweise – nicht immer über eine

längere Zeitspanne massgebend sind, sind sie

doch unentbehrlich. Eine allgemeingültige

Leitlinie (vergleichbar mit den Spielregeln) ist

richtungsweisend. Allerding muss auch eine

kritische Haltung dieser «Wahrheit» (Leitlinie)

gegenüber möglich sein. Erinnern wir uns zum

Beispiel an die sogenannte «moderne Mathematik».

Diese wurde seinerzeit als äusserst gewichtiger

Teil im Mathematikunterricht angesehen.

Heute führt dieser Zweig ein dürftiges

Dasein, zwar nicht im Inhalt aber in der Form.

Andererseits lauert im Schulunterricht auch

immer wieder die Gefahr, dass viel Einzelwissen

vermittelt wird, also Wissen, das irgendwo

verbindungslos im Raum stehen bleibt

(zielloses Würfeln!). Das Auswendiglernen

von mathematischen Formeln bringt nichts,

wenn sie nicht in Bezug zu bekannten Situationen

gebracht werden. Der Erwerb eines

riesigen Wortschatzes in einer Fremdsprache

ist überflüssig, wenn die Wörter nicht sinngebend

zu grösseren Teilen verbunden werden

können. Naturlehre ist belanglos, wenn

nicht persönliche Erlebnisse in der greifbaren

Natur mitwirken. Turnübungen mittels Computeranimation

haben nichts mit echter körperlicher

Fitness gemeinsam. Viele weitere

Beispiele könnten angefügt werden.

Bildung ist wie Würfeln nach sinngebenden

Spielregeln. Das einzelne Würfeln ist interessant

und motivierend, wenn es etwas

Übergeordnetes gibt, unterschiedlich anspruchsvolle

Würfelspiele. Einzelwissen

macht Sinn, wenn es mit bereits bekanntem

Wissen verbunden werden kann. Das vernetzende

Denken halte ich für besonders produktiv,

weil die Schüler ihre vielfältigen

Sichtweisen, ihre persönlichen Erlebnisse

und Erfahrungen viel besser einbringen kön-

nen. Dies bedingt allerdings, dass fächerspezifische

Grenzen «gesprengt» werden

können/dürfen. Besonders freut es mich im

Unterricht jeweils, wenn Schüler/innen eigenes

Wissen und persönliche Erfahrungen

in den behandelten Lernstoff mit einbringen,

sei es, indem sie das Thema sinnvoll ergänzen,

weiterführende Fragen stellen oder

von wahrgenommenen Widersprüchen «gepackt»

werden und diese gelöst haben wollen.

Allen Leserinnen und Lesern «meines» letzten

Schulspiegels wünsche ich eine schöne

Sommerzeit mit vielen bereichernden Erlebnissen

und neuen Erkenntnissen.

Edwin Gubler

INHALT

Editorial | Inhalt 2

Interview Monika Wey und Lis Genoni 3

Schulleitung ab August 2011 4

Interview Peter Frey 5-6

Neue Bereichsleitung 2011/2012 7

Verabschiedungen 8-17

Früherkennung/Prävention 18-19

Betreuungsangebote/Formulare 20-22

Lernwerkstatt/Jubilare 23

Abschlussklassen 24-26

Schul- und Ferienpläne

Klassenübersicht 2011/2012 27

Wichtige Adressen 28-29

Wasserfest Kindergärtler/

Mathematik-Rätsel 30

Neue Lehrerinnen 31

Externe Evaluation 32-37

Frühlingswanderung Ziswil 38

Begegnung im Kunstatelier 39

Credit Suisse Cup 2011 40-41

Familienkreis Ruswil 42

Logopädische Arbeit 43

Musikschule Ruswil 44-45

Tabakprävention 46-47

WARU 3.Sekundarklassen 48-49

BGF Unterstufe Ziswil 49

Jokertage/Schulfreie Tage 50-51

Schülertransport 52-53

Klassenlager Torgon, Wallis 54-55

Agenda 2011/2012 56


WAS GEDENKEN SIE AM ERSTEN

ARBEITS-, SCHUL-, FERIENTAG ZU TUN?

Eine spannende Frage, welche je nach Situation

ganz unterschiedliche Antworten hervorruft.

In einem Vorstellungsgespräch wird

mit dieser Frage in Erfahrung gebracht, ob

der Kandidat/die Kandidatin zukunftsorientiert,

visionär oder eher vergangenheitsbezogen,

sicherheitsliebend ist. Zukunftsorientiert

bedeutet etwa: Ich werde die

Arbeiten, welche mir zugeteilt werden, neu

organisieren und damit bestrebt sein, neue

Herstellungsverfahren zu kreieren. Vergangenheitsbezogen

hiesse, dass zuerst erforscht

wird, was sich bewährt hat, um darauf

aufbauen zu können und dann bestrebt

zu sein, möglichst der Tradition zu folgen.

Geschätzte Leserinnen und Leser, Sie halten

keine Berufswahlbroschüre in den Händen.

Es ist der Schulspiegel, welcher sich in der

Sommerausgabe immer wieder auf einer

Gratwanderung zwischen Vergangenheit und

Zukunft bewegt, sowohl der Tradition wie

auch der Zukunft verpflichtet.

Was würde wohl ein Erstklässler/eine Erstklässlerin

auf die folgende Frage antworten:

Was gedenkst du am ersten Schultag zu tun?

Wenn die Antwort eher vergangenheitsbezogen

geprägt ist, könnte die Antwort wie folgt

lauten: Ich möchte in der 1. Klasse auf das

gleiche Vertrauen zählen, welches ich im Kindergarten,

zu Hause bei meinen Eltern, Geschwistern

und im näheren Umfeld, im Quartier

erlebe. Bei einer zukunftsgerichteten

Antwort könnte die wohl bekannte Vision

auftauchen: «Ich möchte in den folgenden

Schuljahren alles daran setzen, um Pilot zu

werden.» So gestalten alle ihre eigene Welt,

welche gemäss den Möglichkeiten vergangenheitsbezogen

und zukunftsorientiert gestaltet

wird. Nachfolgend möchte ich, sozusagen

vergangenheitsbezogen, am Ende des

Schuljahres 2010/2011 danken, aber auch

zukunftsorientiert das bevorstehende Schuljahr

2011/2012 ansatzweise einläuten:

Ich danke den beiden Bereichsleiterinnen

Monika Wey, Primar und Lis Genoni, Sek I für

ihre ausgezeichnete Klassen- wie auch

Schulleitungsarbeit an den Schulen Ruswil.

Sie verlassen per Ende Juli 2011 die Schulen

Ruswil. Monika Wey, acht Jahre in der Schulleitung

und Lis Genoni, vier Jahre als Bereichsleiterin

Sek I, haben mit grossem Engagement

die Schulen Ruswil geprägt. Ich

schätzte die vertrauensvolle und konstruktive

Zusammenarbeit mit den beiden Bereichsleiterinnen

sehr. Für die Zukunft wünsche

ich Monika Wey und Lis Genoni alles

Gute.

Monika Wey

Lis Genoni

Ein weiterer Dank geht an alle Lehrerinnen

und Lehrer, welche Ruswil auf Ende Schuljahr

verlassen. Es sind dies:

– Bühler Lukas,

Klassenlehrperson 1./2. Primar, Dorf

– Dossenbach Andreas,

Fachlehrperson Musik Sek I und

Fachlehrperson Englisch Primar

– Fellmann Raphaela,

Fachlehrperson Primar, Rüediswil

– Gubler Edwin,

Klassenlehrperson Sek I

– Kupper-Bucher Regine,

Klassen- und Fachlehrperson

Primar, Rüediswil

– Mathis-Glanzmann Judith,

Fachlehrperson Handarbeit/BG Dorf,

Werthenstein

– Röösli-Schnider Susanne,

Förderlehrperson IF, Dorf

– Vonwil-Wolfisberg Karin,

Fachlehrperson Turnen Sek I

– Zihlmann Sybilla,

Förderlehrperson IF, Ziswil

Wir haben den Lehrerinnen und Lehrern, welche

Ruswil auf Ende Schuljahr 2010/2011

verlassen, die Möglichkeit angeboten, ein

paar Zeilen zu ihrer Arbeit in Ruswil zu verfassen.

So sind eindrückliche Texte entstanden,

welche in dieser Ausgabe des Schulspiegels

veröffentlicht werden.

Weiter verlassen die beiden Schulzahnpflegeinstruktorinnen,

Meyer Patrizia und Waller

Jeanette unsere Schule. Für ihre kompetente

Arbeit im Rahmen der Zahnprophylaxe bedanke

ich mich ganz herzlich.

Ein grosser Dank gilt den Lehrerinnen und

Lehrern, den Schülerinnen und Schülern,

den Eltern, den Behörden sowie all jenen

zahlreichen Helferinnen und Helfern, welche

uns bei der täglichen Arbeit im vergangenen

Schuljahr unterstützten und dies weiter

auch im neuen Schuljahr tun werden. Ihr alle

prägt unsere Schule und verleiht ihr so das

Gesicht, welches unübersehbar von aussen

wahrgenommen wird.

Herzlich willkommen an den Schulen Ruswil

und unzählige, gute Momente wünsche ich

den folgenden Lehrerinnen und Lehrern, den

beiden neuen Bereichsleitungen für die Primar

und die Sek I sowie der neuen Schulzahnpflegeinstruktorin:

– Monti Marina,

Bereichsleitung Primar, Fachlehrerin

an der 1./2. Klasse im Dorf

– Heller Guido,

Bereichsleitung Sek I,

Fachlehrer an der Sek I

– Schöpfer Irene,

Kindergartenlehrperson,

KG Schwerzistrasse

– Sidler Angela,

Klassenlehrerin 1./2. Primar, Dorf

– Burkhardt Esther,

Fachlehrperson Handarbeit

– Klotzbücher Sibylle,

Förderlehrperson IF

– Widmer-Cosimi Ursula,

Schulzahnpflegeinstruktorin

Zum Abschluss des laufenden Schuljahres

wünsche ich allen Leserinnen und Lesern des

Schulspiegels alles Gute und dann bald eine

erlebnisreiche und erholsame Sommer(ferien)zeit.

Kaspar Bättig, Schulleiter

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SCHULLEITUNG AB 1. AUGUST 2011

Die Bereichsleitungen und der Schulleiter im Schuljahr 2011/12 mit dem Leiter der Schulsozialarbeit und den Schulsekretärinnen:

von links: Claudia Affolter, Schulsekretärin; Kaspar Bättig, Schulleiter; Guido Heller, Bereichsleiter Sek I; Remo Dalla Vecchia,

Schulsozialarbeiter; Marina Monti, Bereichsleiterin Primar; Anita Huber, Schulsekretärin.

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| SCHULSPIEGEL


EIN JAHR IM AMT:

PETER FREY – PRÄSIDENT DER

SCHULPFLEGE RUSWIL

Herr Frey, seit fast einem Jahr sind Sie

Präsident der Schulpflege Ruswil. Warum

haben Sie dieses doch recht aufwändige

Amt übernommen?

Als Schulpflege-Präsident erlebe ich sehr

nahe, wie die Schule heute funktioniert. Ich

lerne zu verstehen, in welcher Welt die

heutigen Kinder und Jugendlichen viel Zeit

verbringen, wie das Zusammenspiel «Kinder–Eltern–Schule»

gelebt wird, und damit

auch, was mich als Papi von zwei noch nicht

schulpflichtigen Kindern in naher Zukunft

erwartet. Auch kann ich im Dienst der Gemeinde

etwas für die Allgemeinheit leisten

und versuchen, mit meinen Kompetenzen

und Erfahrungen, zusammen mit meinen

Kollegen, die Schulen Ruswil weiterzuführen.

Dabei sehe ich auch eine grossartige

Chance, mich als Person weiter zu entwickeln.

Wie bringen Sie Familie, Beruf und Schulpflege

unter einen Hut?

Abgesehen von der gegenseitigen Toleranz

(Familie, Umfeld, Arbeitgeber und Schulpflegekollegen/innen)

ist es vor allem eine

Frage der Organisation und der Freude an

meinem Amt.

Welches sind die wichtigsten Voraussetzungen

um die Aufgaben, die an den Präsidenten

der Schulpflege gestellt werden,

zu erfüllen?

Ein gesunder Menschenverstand und mit

beiden Beinen auf dem Boden stehen sind

wichtige Bedingungen dafür. Eine gute Auffassungsgabe,

Organisationssinn und ein

Rucksack mit professionellem «Knowhow»

helfen in sachlichen Fragestellungen. Weiter

ist ein tolerantes Umfeld unerlässlich, damit

die Bewältigung der vielen Aufgaben Freude

bereitet. So schaffe ich es, die nötige Empathie

für die alltäglichen Situationen mit

allen Beteiligten im schulischen Umfeld aufzubringen.

Kurz: positiv eingestellt sein und

lösungsorientiert handeln!

Wenn Sie sich an Ihre eigene Schulzeit erinnern,

inwiefern hat sich die heutige

Schule seither am stärksten verändert?

Da gibt es mehr als 1’000 Unterschiede. Ich

zähle mal auf, was immer noch gleich ist. Es

gibt nach wie vor:

– Kinder, die zur Schule gehen.

– Eltern, die für ihre Kinder da sind.

– Lehrpersonen, die im Auftrag der Gesellschaft

ihr Bestes geben.

– Eine Volksgemeinschaft, die gesellschaftsfähige

Kinder will.

Die Veränderung der Gesellschaft - vom Bauernstand

zur Dienstleistungsgesellschaft -

wirkt sich unmittelbar auf die Schule und deren

Entwicklung aus.

Jede Aufgabe birgt positive wie auch negative

Seiten in sich. Was erleben Sie in

Ihrer Aufgabe als Schulpflege-Präsident

besonders positiv?

Der starke Wille aller Beteiligten ist überragend.

Dazu kommen unzählige weitere Punkte,

wie beispielsweise:

– Viele Kräfte tragen das Wohlergehen der

Kinder mit.

– Alle Beteiligten setzen sich für attraktive

Schulen Ruswil ein.

– Entscheidungen werden sachlich getroffen.

– Die Vernetzungen innerhalb der Gemeinde

sind vorbildlich.

– Die persönliche Weiterentwicklung.

– Das Einbringen eigener Fähigkeiten in die

Gemeinschaft.

– Positive Feedbacks an die Schulpflege.

– und negativ?

Entwicklungen sind immer mit Aufwand ver-

SCHULSPIEGEL | 5


unden und bedingen teilweise auch Kompromisse.

Der Aufwand ist ok, aber wenn

Kompromisse zu Lasten von Kindern oder Familien

gehen, dann sind das negative Erlebnisse.

In der Schule wird grosses Gewicht auf die

Kommunikation gelegt. Wie gehen Sie

persönlich damit um?

Als offene und kommunikative Person sehe

ich die Herausforderungen vor allem in der

Qualität (positiv und lösungsorientiert) und

bei der Wahl des passenden Kommunikationsmittels.

Mir ist das persönliche Gespräch

sehr wichtig. Auch finde ich, dass jeder selber

für seinen Wissenstand verantwortlich

ist.

Schule ist nicht nur – aber auch – mit

Leistungswillen verbunden. Wie wichtig

ist Ihnen dieser Aspekt der Schulbildung?

Der Aspekt «Fordern und Fördern» scheint

mir ein wichtiger Bestandteil für zielgerichtetes

Vorwärtskommen zu sein. Bei der Umsetzung

sind jedoch alle dazu angehalten,

als Vorbilder mit ausgeprägtem Leistungswillen,

sprich mit konkreten Taten optimale

Voraussetzungen zu schaffen.

Schulreformen werden häufig politisch

«ausgeschlachtet». Wie stehen Sie dazu?

Die Schule, Lernstätte für Kinder und Jugendliche,

ist sehr emotional geprägt und

eignet sich optimal, um sich in Szene zu setzen.

Aus meiner Sicht ist das legitim, vorausgesetzt,

es wird positiv und lösungsorientiert

«propagiert».

Welche Schulfragen bereiten Ihnen am

meisten Sorgen? Warum?

Ich habe keine Sorgen, was die Schule betrifft.

Es geht mehr um Herausforderungen.

Eine ist zum Beispiel die Heterogenität (die

Verschiedenartigkeit aller Betroffenen und

Beteiligten). Wir leben in einer heterogenen

Gesellschaft, die grosse gesellschaftspolitische

Herausforderung darstellt. Das gibt

auch in der Schule viel zu diskutieren.

Stichwort «Erziehung»: In welcher Hinsicht

hat die Schule Erziehungsaufgaben

zu übernehmen?

Aus meiner Sicht ist die Erziehung ein Zusammenspiel

verschiedener Beeinflusser. Ob

dies nun die Eltern, Grosseltern, Nachbarn,

Nachbarskinder, Lehrpersonen oder andere

Bezugspersonen sind, … die Kinder lernen,

indem sie ihr Leistungsvermögen mit dem

Umfeld in Verbindung bringen. Sie nehmen

unwahrscheinlich schnell auf, und setzen dies

mit bereits Vorhandenem in einen Zusam-

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| SCHULSPIEGEL

menhang. Die Eltern als Hauptverantwortliche

müssen in Erziehungsfragen elementare

Arbeit leisten, sind aber darauf angewiesen,

dass auch, zum Beispiel, Grosseltern Regeln

und Grenzen aufzeigen. Dementsprechend

sollen auch Lehrpersonen Leitplanken aufzeigen

und eine Gemeinschaft leben. Ideal

ist, wenn alle ihren Teil dazu beitragen.

Wie stehen Sie zum Fremdsprachen-Unterricht

an der Primarschule?

Ich kenne verschiedene Familien mit mehrsprachigen

Kindern. Ich erkenne auch bei

meinen Kindern, dass der Wunsch nach Wissen

und Können nicht nur durch die Erwachsenen

aufgebaut wird. Die Kinder wollen lernen

und die Welt entdecken. Sie saugen sich

mit Informationen voll. Das scheint der natürliche

Trieb zu sein.

Die Stoffvermittlung soll in allen Fächern so

gestaltet sein, dass es der Stillung des Wissenshungers

dient und dass es nicht zur

Überforderung der Kinder führt. Aus persönlicher

Erfahrung bin ich für den Fremdsprachen-Unterricht

in der Primarschule.

Skeptiker behaupten, die heutige Volksschule

sei von Grund auf zu reformieren.

Was entgegnen Sie?

Die Volksschule wird laufend reformiert.

Nach dieser kurzen Zeit der Einsicht in das

Schulwesen, bin ich völlig überrascht, welche

Reformen die Schule innerhalb weniger

Jahre durchgemacht hat. Auf die Frage kann

ich nur entgegnen: Skeptiker sind als Zweifler

eher gegen Neuerungen. So gesehen sind

diese wohl enttäuscht über die durchlaufenen

Reformen und sie wollen zur ehemaligen

Schulbildung zurückkehren. Demgegenüber

steht die Mehrheit unserer Gesellschaft, die

zuversichtlich dem eingeschlagenen Kurs

gegenübersteht.

Tagesschule – ja oder nein?

Fachlich kenne ich die Feinheiten einer

offiziellen Tagesschule zu wenig. Wir bieten

mit dem schul- und familienergänzenden

Tagesstrukturen «Schufatas» seit zwei Jahren

bereits einzelne Elemente (Mittagstisch/

Hausaufgabenbetreuung) an. Im kommenden

Schuljahr 2011/12 wird dieses Angebot

praktisch auf den Endausbau erweitert. Ab

Schuljahr 2012/13 müssen dann alle Schulen

im Kanton Luzern sämtliche schul- und familienergänzenden

Tagesstrukturen obligatorisch

anbieten.

In welchem Bereich sehen Sie die grössten

Veränderungen der Schulen Ruswil in den

kommenden 10 Jahren?

Die Schulen Ruswil entwickeln und verän-

dern sich laufend, im Moment vor allem auf

der operativen Ebene. Aus diesem Grund ist

eine hohe Qualität im Zusammenspiel der

Schulleitung mit der Schulpflege unerlässlich.

Weitere grosse Veränderungen wurden

am vergangenen 15. Mai mit der Abstimmung

zum neuen Volksschulbildungsgesetz

eingeleitet. Neben den finanziellen Auswirkungen

werden die Schulen Ruswil durch

diesen Urnenentscheid vor allem von einem

neuen Angebot für mehr Kinder gefordert

werden. Die Fragen betreffend dem freiwilligen

zweijährigen Kindergarten oder der Basisstufe

werden von der Schulpflege Ruswil

diverse Entscheidungen von grosser Tragweite

abverlangen. Es stehen aber auch regionalpolitische

Anliegen auf der Traktandenliste.

Das Interview wurde geführt von Edwin Gubler

EIN «JA» ZUR

NEUGESTALTUNG DER

SCHULEINGANGSSTUFE

Am 15. Mai 2011 haben sich die Luzerner für

die Neugestaltung der Schuleingangsstufe

entschieden. Die Zustimmung gibt der Gemeinde

wichtige Entwicklungsschritte für

die Jüngsten in der Schule vor. Der zweijährige

Kindergarten als freiwilliges Angebot

bzw. die Basisstufe (Kindergarten und 1./2.

Klasse gemischt) müssen ab 2016 zur Verfügung

stehen. Die Schulpflege packt die Entwicklungschance

sofort an. Eine Arbeitsgruppe

(Ruth Limacher, Nicole Fernandez,

Dieter Hodel, Kaspar Bättig und Peter Frey)

setzt sich mit den kantonalen Vorgaben und

den Möglichkeiten der Umsetzung an den

verschiedenen Schulstandorten auseinander.

Die Neugestaltung muss wohl überlegt

sein und die Konsequenzen der Umsetzung

müssen sorgfältig abgewogen werden. Dementsprechend

hat die Arbeitsgruppe entschieden,

dass in den kommenden zwei

Schuljahren 11/12 und 12/13 das Angebot

in der bestehenden Form weitergeführt wird.

Peter Frey, Schulpflegepräsident


NEUE BEREICHSLEITUNGEN

SCHULJAHR 2011/2012:

Durch die Demissionen von Monika Wey und

Lis Genoni auf Ende Schuljahr 2010/2011

musste der Wahlausschuss der Schulpflege

die beiden Bereichsleitungen neu besetzen.

Der Bereich Primar wird ab 1.8.2011 durch

Marina Monti geleitet. Marina Monti ist 43

Jahre alt und ausgebildete Primarlehrerin

(Kantonales Seminar Luzern).

Zudem hat sie eine Weiterbildung als Orientierungsstufenlehrerin

in Basel-Stadt (5. – 7.

Klasse) absolviert. Seit dem Schuljahr

2005/2006 führt sie im Schulhaus Rüeggisingen

Emmen eine Abteilung auf der Basisstufe.

Marina Monti hat 21 Jahre Unterrichtserfahrung

auf verschiedenen Stufen, wie auch in

verschiedenen Kantonen (Basel-Stadt und Luzern).

Den CAS Schulmanagement hat sie Ende

März 2011 abgeschlossen. Ab Mai 2011

besucht sie drei Spezialisierungsmodule (Personalmanagement,

Qualitätsmanagement, Betriebswirtschaft

und Recht) damit sie im Sommer

2013 das Mastermodul Schulmanagement

abschliessen kann. Die momentane Tätigkeit

als Steuergruppenleiterin in Emmen, wie auch

die abgeschlossene CAS Basisstufenausbildung

runden das Portfolio ab. Nebst der Tätigkeit als

Bereichsleiterin wird Marina Monti noch einzelne

Lektionen an der Primarschule in Ruswil

unterrichten. Marina Monti ist Mutter von zwei

Kindern und wohnt in Weggis.

Guido Heller wird ab 1.8.2011 die Bereichsleitung

Sek I übernehmen. Guido Heller ist 50

Jahre alt und ausgebildeter Lehrer für die Sek

I (phil II: Mathematik, Biologie, Sport und Musik).

Er hat 23 Jahre Unterrichtserfahrung als

Klassenlehrer auf der Sek I in Buttisholz. Vor

dieser Tätigkeit in Buttisholz war er ein Jahr

Fachlehrer in Grossdietwil. Der NDK-Ausbildner

ZEITEN ÖKUMENISCHE

SCHULSCHLUSSGOTTESDIENSTE

2010/2011

Freitag, 8. Juli 2011

08.15 Uhr Sigigen und Ziswil in Bruderklaus Sigigen

08.15 Uhr Werthenstein-Unterdorf

in der Pfarrkirche Werthenstein

09.30 Uhr Sek I in der Pfarrkirche Ruswil

11.00 Uhr Rüediswil in St. Wendelin Rüediswil

13.30 Uhr Primarschule Dorf in der Pfarrkirche Ruswil

Guido Heller Marina Monti

Schulpraxis mit SVEB I, die Weiterbildung zum

Ausweis für Werken, Weiterbildungen in der interkantonalen

Arbeitsgruppe für Schule mit erweitertem

Musikunterricht, die Ausbildung zur

Praxislehrperson der Sek I, der Kaderkurs für

den Verantwortlichen Projektunterricht sowie

die Leitung von Lehrerweiterbildungskursen

für Musik sind weitere Meilensteine in seiner

Berufsbiografie. Den CAS Schulmanagement

hat er im Mai 2010 abgeschlossen. Bis im Juni

2011 wird er weitere Aufbaumodule auf dem

Weg zum MAS Schulmanagement abschliessen.

Geplant ist der MAS-Abschluss Schulmanagement

im Winter 2012. In Buttisholz wie auch

in Buchrain konnte Guido Heller schon Erfahrungen

als Schulleiter und als Schulhausleiter

sammeln. Nebst der Tätigkeit als Bereichsleiter

wird Guido Heller noch einzelne Lektionen

an der Sek I in Ruswil unterrichten. Guido Heller

wohnt in Werthenstein, ist verheiratet und

Vater von vier Kindern. Bis zum Ende des laufenden

Schuljahres 2010/2011 unterrichtet er

an der Sek I in Willisau.

SCHULSCHLUSS SEK I,

FREITAG, 8. JULI 2011

09.30 Uhr

Abschlussgottesdienst.

10.45 Uhr

Abschlussfest in der Turnhalle Bärematt.

11.45 Uhr

Mittagessen. Alle Klassen essen individuell.

14.00 Uhr

Die 1. und 2. Sek I-Klassen beenden das

Schuljahr.

ca. 13.45 Uhr

Offizieller Schulschluss für die Stufen 1+2

14.00 Uhr

Offizielle Verabschiedung mit Schulpflege

und Schulleitung: Abschiedsreden, Übergabe

Zeugnisse.

Alle Aktivitäten, die anschliessend organisiert

werden (zum Beispiel die «Brunnenaktion»),

beruhen auf privater Basis

und unterstehen nicht der Verantwortung

der Schule, sondern jener der Jugendlichen

und ihrer Eltern.

3. Sek I Schulhaus Bärematt

ZEITEN ÖKUMENISCHE

SCHULJAHRERÖFFNUNGS-

GOTTESDIENSTE 2011/2012

Montag, 22. August 2011

08.15 Uhr Werthenstein-Unterdorf

in der Pfarrkirche Werthenstein

10.30 Uhr Sek I in der Pfarrkirche Ruswil

Dienstag, 23. August 2011

08.15 Uhr Primar Dorf in der Pfarrkirche Ruswil

Mittwoch, 24. August 2011

08.15 Uhr Rüediswil in St. Wendelin Rüediswil

Donnerstag, 25. August 2011

08.15 Uhr Sigigen und Ziswil in Bruderklaus Sigigen

SCHULSPIEGEL | 7


RÜCKBLICK MONIKA WEY, BEREICHSLEITERIN PRIMAR

MOMENTS TO REMEMBER

8

| SCHULSPIEGEL

Meine erste Begegnung mit der Schule Ruswil

war im Frühling 2003. Bei herrlichem

Wetter präsentierte sich das Dorfschulhaus

von seiner besten Seite und nahm mich sofort

gefangen. Zwar gab es anfänglich Momente,

wo ich mich in den vielen Gängen

verlief, doch in den 7 Jahren als Schulhausleiterin

Dorf ist mir das Dorfschulhaus mit all

seinen Bewohnern, mit seinen Winkeln und

Treppen ganz fest ans Herz gewachsen.

Begegnungen mit ganz vielen unterschiedlichen

Menschen haben diese Jahre geprägt.

In den ersten 4 Jahren war ich neben meiner

Leitungstätigkeit auch noch im Unterricht

tätig. So erlebte ich Schülerinnen und

Schüler von der 1. bis zur 6. Klasse, von ihrer

Aufnahme in die Dorfschulgemeinschaft

am ersten Schultag bis zur Verabschiedung

am letzten Schultag ihrer 6. Klasse. Lehrpersonen,

Eltern, das Hauswartsteam, Studentinnen

und viele weitere Menschen ermöglichten

mir viele herzliche, spannende,

interessante und konstruktive Begegnungen,

aus denen sich bleibende Freundschaften

entwickelt haben.

Trotz verschiedener personeller Veränderungen

in der Schulleitung war ich immer in

eine tolle Führungscrew eingebunden. Unsere

Zusammenarbeit war geprägt von

Wertschätzung und Unterstützung. Gemeinsam

entwickelten wir die Schule Ruswil

in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten

weiter. Grosse Veränderungen brachte

die Umgestaltung des Schulleitungsmodelles

vor 2 Jahren, welche mir neu die Verantwortung

für den gesamten Primarbereich

brachte. Nicht immer waren alle

Reformen allen willkommen. Gemeinsam

suchten wir Wege zur Umsetzung und fanden

in konstruktiven Auseinandersetzungen

Lösungswege. Der Support einer engagierten

und interessierten Schulpflege war

jederzeit spürbar.

Ein grosser Meilenstein in meiner Arbeit war

die Einführung der Mischklassen an der Unterstufe.

Mischklassen sind an den Schulen

Ruswil nichts Neues. An den Aussenschulen

Sigigen, Werthenstein und Ziswil haben

Doppel- oder Dreierklassen Tradition. Seit

dem Schuljahr 2007/2008 wurden auch die

Unterstufenklassen im Dorf und in Rüediswil

in altersgemischten Gruppen geführt.

Die Idee zum Projekt entstand 2005 im

Lehrerteam des Dorfschulhauses. Im November

2006 erhielt die Schule Ruswil für

das Projekt einen Anerkennungspreis des

Kantons Luzern.

Gemeinsam am gleichen Strick in die gleiche

Richtung zu ziehen ist für mich ein

Grundsatz, den ich immer wieder ins Zentrum

meiner Führungsarbeit stellte. Vieles

konnten wir erreichen wie zum Beispiel

bildhaft umgesetzt am Tag der Volksschule

2005, als wir gemeinsam unser Jahresmotto

«Wir ziehen alle am gleichen Strick»

in die Tat umsetzten und einen Bus der

Rottal AG gemeinsam an einem Strick ziehend

in Bewegung setzten.

Die Menschen waren mir in all den Jahres

das Wichtigste! Auf Herbstwanderungen,

an Sporttagen oder an der Schulfasnacht

lernte ich die Lernenden näher kennen. An

Schulbesuchstagen, Elternabenden und in

schulischen Gesprächen kam ich in Kontakt

mit Erziehungsberechtigten. Und im

Zusammensein mit den Lehrpersonen,

Schulleitungs- und Schulpflegemitgliedern

bleiben mir viele unvergessliche Momente

in Erinnerung: Wanderungen bei

Sonnen- oder Mondschein, Krebsfischen

am Soppensee, Kastanienbraten am Pilatus,

Rudern auf dem Sempachersee, gemeinsames

Kochen oder Singen und vieles

mehr.

Ich nehme mit einem lachenden und einem

weinenden Auge Abschied von Ruswil und

danke allen ganz, ganz herzlich, die mich

in meinen 8 Rusmeler Jahren begleitet und

unterstützt haben.

Ich hoffe, dass ich in Ruswil Spuren hinterlassen

kann und werde mit einem Herz

voller Rusmeler Erinnerungen Mitte August

meine neue Arbeitsstelle als Schulevaluatorin

(50%) in Zug antreten.


SCHULSPIEGEL | 9


VERABSCHIEDUNG EDWIN GUBLER

PLÄNE HEGEN, PLÄNE PFLEGEN,

PLÄNE REALISIEREN!

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| SCHULSPIEGEL

Pläne realisieren? Nach nur zweieinhalb Jahren

Unterrichtstätigkeit in Ruswil verlasse

ich diese Gemeinde am Ende des

laufenden Schuljahres bereits wieder. Die

demographische Entwicklung – sprich Schülerrückgang

– hat offensichtlich auch in der

Gemeinde Ruswil ihre Spuren hinterlassen.

Und dementsprechend hat sich auch wieder

eines der Gesetze von Murphy in seinem Kern

bewahrheitet: «Die Wahrscheinlichkeit, dass

ein bestimmtes Ereignis eintritt, ist umgekehrt

proportional zu seiner Erwünschtheit».

Für mich werden bald nur noch vielfältige Erinnerungen

zurückbleiben, die es zu «schubladisieren»

gilt.

In dieser relativ kurzen Zeit habe ich besonders

den überdurchschnittlichen Leistungswillen

der «Rusmeler» Jugendlichen

schätzen gelernt, aber auch die besonders

motivierenden Unterrichtsbedingungen im

Bärematt, sowie das offene und wertschätzende

«Team». Die konstruktive Zusammenarbeit

mit vielen Eltern runden meine

überaus positiven Erfahrungen ab.

Nach den Sommerferien werde ich für einige

Zeit Jugendliche aus einer anderen Gemeinde

begleiten. Dies dürfte denn auch

nur eine Zwischenlösung sein. Gleichzeitig

werde ich wieder ein Projekt reaktivieren,

das ich bereits vor einigen Jahren aufgenommen

hatte. Und wie könnte es auch anders

sein – ein Projekt im schulpädagogischen

Bereich. Aber dafür ist es noch etwas

zu früh... Edwin Gubler


RÜCKBLICK UND AUSBLICK VON KARIN VONWIL-WOLFISBERG

DANKBAR IM RÜCKBLICK –

DIE ZUKUNFT GESTALTEND

Seit 1988 hatte ich Gelegenheit, bei den

Schulen Ruswil vorwiegend Turnen und

Handarbeit, zeitweise auch Informatik und

Projektunterricht zu unterrichten. Dazu kamen

zahlreiche Schneesport- und Klassenlager

sowie Sporttage. 23 Jahre meines Berufslebens

verbrachte ich im intensiven

Kontakt mit inzwischen Hunderten von

einzigartigen Schülern und Schülerinnen.

Was bleibt von dieser Zeit? Ich habe meine

Tätigkeit mit Herzblut ausgeführt, wollte

die Jugendlichen ernst nehmen und sie

für eine Sache begeistern. Dabei durfte ich

viele ‚Sternstunden’ erleben! Die Arbeit erlaubte

es mir, Dinge eigenständig und

kreativ zu gestalten, den jungen Menschen

nicht nur inhaltlich, sondern auch menschlich

etwas mit auf ihren Lebensweg zu geben.

Das war immer wieder motivierend

und bereichernd.

Rückblickend kann ich sagen, dass all die

Jahre trotz zuweilen schwierigen Situationen,

trotz immer neuen Herausforderungen,

bereichernd gewesen waren und ich

mich dabei als Persönlichkeit entfalten

konnte.

Nun breche ich die Zelte ab und möchte einen

Tätigkeitsbereich weiter entwickeln, den

ich bereits seit Längerem pflege und entwickle:

Seit Jahren habe ich mich in Psychologie

(vor allem Transaktionsanalyse), Supervision

und in Selbstverteidigung intensiv

weitergebildet. Als selbständige Beraterin

biete ich Weiterbildungsseminare für Kinder

und Erwachsene in psychologischer und physischer

Selbstverteidigung an. Es geht in erster

Linie darum, durch vorbeugende Arbeit

vor traumatischen Erlebnissen zu schützen,

sich zu getrauen Nein zu sagen. Die Stärkung

des Selbstvertrauens ist dabei nebst Techniken

und konkreten Verhaltensweisen zentral.

In Einzelberatungen unterstütze ich Menschen

mit Fragestellungen in diesem Umfeld

in ihrer persönlichen Weiterentwicklung.

Weiter biete ich meine Kenntnisse in Teamentwicklungsseminaren

von Organisationen

an. Meistens bringe ich dort mit meinen

Übungen ein unkonventionelles, erfrischendes

Element ein, wodurch die Gruppe

sich spielerisch in einer ganz neuen Art erlebt.

Es geht dabei oft um Verlässlichkeit,

um Vertrauen, aber auch um das Erleben der

eigenen Leistungsfähigkeit.

Ich blicke zurück – dankbar für die Zusammenarbeit

mit konstruktiven, kreativen

Menschen – und wende mich der Zukunft zu

– neugierig und natürlich etwas gespannt,

was sie mir bringen wird.

Karin Vonwil-Wolfisberg, Mai 2011

SCHULSPIEGEL | 11


RÜCKBLICK RAPHAELA FELLMANN

DIE SCHULE – MEIN LEBEN //

DAS LEBEN – MEINE SCHULE

Als wäre es gestern gewesen, erinnere ich

mich an das Gefühl vor über 20 Jahren,

wenn morgens der Wecker klingelte: Voller

Tatendrang stand ich auf und konnte es

kaum erwarten, in die Schule zu kommen

und meine Schüler in Empfang zu nehmen.

Strahlende, erwartungsvolle Gesichter, sprühende

Energie in einem Klassenzimmer - das

ist wohl der Traum einer jeden Lehrperson.

Auch ich hatte 1000 Ideen im Kopf, setzte

viele davon in die Tat um und mein Beruf erfüllte

mich mit grosser Freude.

Tatsächlich hielt dieses wunderschöne, befriedigende

Gefühl viele Jahre an. Ich durfte

Kinder auf einem Wegstück begleiten

und viele meiner Ideen und Visionen verwirklichen.

Die Schule war mein Leben.

Wichtig ist mir noch heute, Kinder auf vielfältige

Weise an ihre Fähigkeiten heranzuführen:

herausfinden, wo die Stärken liegen

und aus ihnen Kraft zu schöpfen, um

auch den anderen Herausforderungen gewachsen

zu sein. Eine anregende Lernumgebung

und eine friedvolle Atmosphäre im

Schulzimmer schienen mir Grundvoraussetzungen

für erfolgreiches Lernen zu sein.

12

| SCHULSPIEGEL

Spezialprogramme, Projektwochen, Schulausflüge

und Entdeckungstouren liebte ich,

wie wohl fast alle, am meisten. Diese Erlebnisse

bleiben unvergessen. Im Jahr 2000

wurde ich Mutter. Seither bin ich Familienfrau

und das Leben ist nun meine Schule.

Sich vom Leben überraschen lassen und an

den neuen Herausforderungen täglich wachsen,

mit den Augen der Kinder die Welt neu

entdecken und sich über kleine und grosse

Entwicklungsschritte freuen, das sind jetzt

meine Lernprozesse. In einem kleinen Pensum

kehrte ich 2001 an die Schule Rüediswil zurück.

Berufsbegleitend absolvierte ich eine

viereinhalb-jährige Ausbildung zur diplomierten

Shiatsu-Therapeutin (www.shiatsu-oase).

Diese Arbeit macht mich sehr glücklich. Meine

Aufgabe ist es, Menschen zu begleiten, in

wichtigen Prozessen zu unterstützen, indem

sie durch Körperarbeit angeregt werden, ihre

Lebens-Kraft zu entfalten.

«Entwicklung und Verwandlung bis hin zur

Entfaltung anhand des Schwalbenschwanz-

Schmetterlings» war vor Jahren unser Abschlussthema.

Exakt am letzten Schultag

konnten wir dem Schmetterling beim

Schlüpfen zusehen und auch seine wundervolle

Entfaltung beobachten. Vor seinem

Wegflug mit getrockneten und gestärkten

Flügeln drehte er in unserem Kreis seine

Runden und verabschiedete sich von uns.

Mit diesem Bild möchte ich mich von den

Schulen Ruswil verabschieden und mich

bedanken für all die wertvollen Erfahrungen,

die sie mir ermöglicht haben, für die

guten Freundschaften, die in diesen Jahren

entstehen durften und allen ehemaligen

Schülerinnen /Schülern und deren Eltern

für die wertvollen Begegnungen und

das entgegengebrachte Vertrauen.

Euch allen wünsche ich viel gute Energie,

Zeit und Raum für Entwicklung und Entfaltung!

Raphaela Fellmann


RÜCKBLICK JUDITH MATHIS

NEUBEGINNEN HEISST

ABSCHIEDNEHMEN

Im August 2000 habe ich meine Lehrtätigkeit

in Ruswil als Handarbeitslehrerin begonnen

und nun wird sie im Juli 2011 enden.

Nach 11 Jahren «Schulen Ruswil» werde ich

mich verändern und ab August 2011 in

Grosswangen unterrichten.

Diese Veränderung geschieht mit einem weinenden

und einem lachenden Auge.

Weinend, weil ich Abschied nehmen muss,

von etwas, was mir lieb und teuer ist. Lachend,

weil ich mich auf neue Menschen und

eine neue Schule freue.

An dieser Stelle möchte ich mich ganz

herzlich bei all jenen bedanken, welche

mich in den vergangenen 11 Jahren wohlwollend

begleitet haben: Lehrpersonen,

Eltern, Leitung/Behörde, allen voran aber

meinen SchülerInnen.

Ihr seid es, mit denen ich tagtäglich zu tun

habe, im Unterricht, in Gesprächen, bei der

Pausenaufsicht, bei... Ohne euch wäre mein

Beruf nicht das, was er ist. Die Erlebnisse

und Erfahrungen, welche ich mit euch machen

durfte/musste ;-) werden mich auch

in Zukunft begleiten. Ihr alle habt mir immer

wieder aufs Neue gezeigt, weshalb ich

meine Arbeit mit und für euch liebe.

Auch wenn ich nicht mehr in Ruswil unterrichten

werden, so wird doch meine private

Tür (welche weiterhin in Rüediswil ist)

offen sein, wenn ihr Hilfe braucht beim Nähen,

Stricken oder...

Loslassen ist nicht immer leicht, aber

manchmal auch eine Notwendigkeit, damit

etwas Neues entstehen kann.

In diesem (schulischen) Sinne:

«Danke für alles und auf Wiedersehen»

Judith Mathis

SCHULSPIEGEL | 13


RÜCKBLICK ZIHLMANN SYBILLA

ERLEBNISSE, BEGEGNUNGEN

UND DISKUSSIONEN

Ich habe beschlossen, nach zwei Jahren

Kindergarten Ziswil, dessen Räumung und

anschliessendem Berufswechsel in die integrative

Förderung, meinen Weg weiterzugehen

(2 Jahre IF im Dorf & KGs und 2

Jahre IF & IS in Ziswil).

14

| SCHULSPIEGEL

Rückblick

Wenn ich die vergangenen sechs Jahre passieren

lasse denke ich an...

...viele wunderbare Erlebnisse mit den Kindern,

durch die ich viel Didaktisches und

auch Persönliches lernen durfte.

...Begegnungen mit kompetenten und gut

gesinnten Lehrpersonen. Diskussionen

über den Sinn und Unsinn des «etwas Auswendiglernens»

auf eine Prüfung.

...private Freundschaften, die mit der Arbeit

entstanden sind.

...eine positiv eingestellte Schul- und Bereichsleitung.

...einige Bestimmungen vom «Kanton», welche

mich zum Kopfschütteln veranlassen.

Speziell erwähnen möchte ich die ca. 200

Schülerinnen und Schüler, die ich in den

vergangen sechs Jahren mehr oder weniger

unterrichten durfte. Ich danke euch für den

tollen täglichen Einsatz in der Schule! Ich

erlebte die Kinder meistens top motiviert

obwohl sie jeweils erzählten, welche Projekte

sie zuhause am Laufen hätten. Erwähnen

möchte ich auch die Eltern und

Grosseltern der Lernenden. Ich habe die

Zusammenarbeit als konstruktiv und vertrauensvoll

erlebt. Von diesem Verhältnis

konnten die Kinder sicherlich profitieren.

Schön, dass ich die vergangenen sechs

Jahre meine Arbeit hier verrichten durfte

und dadurch eindrückliche, auch herausfordernde

Erfahrungen machen konnte.

Schön, dass ihr mich ziehen lasst, um neue

Erfahrungen zu gewinnen. Ich freue mich

auf ein Wiedersehen. Zihlmann Sybilla


RÜCKBLICK LUKAS BÜHLER

MANCHMAL STELLT SICH DIE

WELT AUF DEN KOPF

Bereits nach einem Jahr verlasse ich Ruswil.

Und wenn es auch nur 365 Tage waren,

es schmerzt trotzdem ein bitzli…

Manchmal stellt sich die Welt auf den Kopf...

…und neue Gefilde eröffnen sich plötzlich

und neue Chancen werden zum Greifen

nah. Da packe ich zu!

Was ich abschliessend zu den Schulen Ruswil

proklamieren möchte:

Ich erlebte die Schulen Ruswil stets als diversifizierend.

Somit konnten proaktive

Potentiale den Support des intransparenten

Impulses optimieren. Im Gegensatz zu

andern Lernstuben fand ich hier retroaktive

Synergiekomponenten, welche sich

auch positiv auf das antizyklische Standing

auswirkten. Ruswil konfiguriert stets die

anspruchsvollen Human Resources, dies

unter dem Aspekt der pathologischen Alternativen.

Zusammenfassend: Die Schule Ruswil stimuliert

die benchmark-fähigen Positionen, um

den Workflow zu maximieren.

Ui – das war wohl ein bisschen zu kompliziert

und wirr. Ich wollte nur sagen, dass ich

mich hier sehr wohl gefühlt, viel gelernt und

liebe Menschen getroffen habe.

Herzlichst, Lukas Bühler

SCHULSPIEGEL | 15


RÜCKBLICK SUSANNE RÖÖSLI-SCHNIDER

ERLEBNISREICHE ZEIT

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| SCHULSPIEGEL

Der Schulschluss rückt immer näher. Am

8.Juli werde ich mich das letzte Mal von den

Kindern der 1. / 2. c Primarklasse verabschieden.

Während der letzten drei Jahre war ich im

Bereich der Integrativen Förderung (IF) und

der Integrativen Schulung (IS) im Schulhaus

Dorf tätig. Ich unterrichtete im Kindergarten

und in der 1. / 2. Klasse. In dieser Zeit durfte

ich viele interessante wie auch lehrreiche

Erfahrungen sammeln. All die wertvollen Erlebnisse

werde ich in bester Erinnerung behalten.

Ab August werde ich in meiner Wohngemeinde

arbeiten.

An dieser Stelle möchte ich mich bei den

Schülerinnen und Schülern für die vielen

freudigen und bereichernden Momente im

Schulalltag bedanken. Weiterhin wünsche

ich ihnen Freude und Neugierde beim Lernen.

Ich danke den Eltern für das mir entgegengebrachte

Vertrauen. Meinen Arbeitskolleginnen

und –kollegen danke ich

für engagierte und produktive Zusammenarbeit.

Susanne Röösli - Schnider


RÜCKBLICK SANDRA MEIER

SEGEL NEU AUSRICHTEN

Schon seit einiger Zeit, genau genommen

14 Jahren, habe ich mein «Berufsschiff» in

Ruswil vor Anker gelegt. Ich durfte zuerst

in Ruswil als Unterstufen- und dann in Rüediswil

als IF-Lehrperson viele wertvolle Erfahrungen

sammeln. Nach einer kurzen Babypause

legte ich erneut in Rüediswil an,

diesmal als IS-Lehrperson (Integrierte Sonderschulung).

Von da an war ich nicht mehr

von den Schulen Ruswil, sondern von der

Heilpädagogischen Schule Sursee angestellt.

Also paddelte ich zwischen der HPS

Sursee und der Unterstufe Rüediswil hin

und her.

Nach dieser spannenden Zeit ist für mich der

Zeitpunkt gekommen, die Segel neu auszurichten,

um an einem neuen Ufer anlegen zu

können. Ich habe die Segel Richtung Willisau

ausgerichtet und steuere die Heilpädagogische

Schule Willisau an. Dort werde ich

ab dem neuen Schuljahr in einem Teilpensum

als Klassenlehrperson tätig sein.

Ich erlebte an den Schulen Ruswil eine

schöne Zeit, freue mich jetzt aber auf die

neue Herausforderung und darauf, dass

mein Mann und ich unser Familien- und Berufsleben

unter ein Segel stellen können.

Sandra Meier

SCHULSPIEGEL | 17


WAS VERSTEHE ICH

UNTER FRÜHERKENNUNG

UND PRÄVENTION

Neben der Krisenintervention zählen die

Früherkennung und die Prävention zu den

Hauptaufgaben der Schulsozialarbeit. Im

folgenden Bericht möchte ich darstellen,

wie ich diese Begriffe verstehe und wie ich

sie anwenden und umsetzen möchte.

«Früherkennung» bedeutet:

Risiken werden erkannt und Auffälligkeiten

und Symptome werden rechtzeitig wahrgenommen

und richtig gedeutet. Wenn wir

davon ausgehen, dass unerwünschte, auffällige

Verhaltensweisen oder Charaktereigenschaften

sich mit der Zeit verstärken, macht

es Sinn, diese möglichst früh zu erkennen

und anschliessend zu verändern, bevor ein

grösserer Schaden entsteht. Die Früherkennung

läuft über das Beobachten und die

Selbstreflexion. Gut zu beobachten ist für

Lehrpersonen wie auch für Eltern, wie jemand

mit der Antwort «Nein!» auf eine Bitte

umgeht. Kann er oder sie das «Nein» akzeptieren

oder nicht? Was passiert, wenn

jemand ein «Nein» nicht akzeptieren kann?

Rastet er oder sie aus, um die Eltern oder

Lehrpersonen unter Druck zu setzen, damit

sie «Ja» sagen? Oder wie hoch ist die Frustrationsgrenze

allgemein? Kann sich jemand

gewaltlos zur Wehr setzen oder reagiert er

mit Gewalt? Die Eigenschaft, sein eigenes

Handeln zu reflektieren und die richtigen

Folgerungen daraus zu ziehen, ist Früherkennung.

Dies bedeutet, dass man einen hohen

Selbststeuerungsgrad hat und viel Eigenverantwortung

übernehmen kann.

18

| SCHULSPIEGEL

«Prävention» bedeutet:

Man trifft vorbeugend Massnahmen, um unerwünschte

Entwicklungen und Verhalten

möglichst zu vermeiden. Ganz allgemein

kann der Begriff mit vorausschauender Problemvermeidung

übersetzt werden.

Der Begriff Prävention wird zum Beispiel

bei folgenden Themen verwendet:

• Gesundheitsförderung: Vermeiden von

Krankheiten

• Empfängnisverhütung: Vermeiden von

ungewollten Schwangerschaften

• Kriminologie: Vermeiden von Verbrechen;

Schützen von möglichen Opfern

• Brandschutz: Vermeiden von Bränden

• Hochwasserschutz: In gefährdeten

Gebieten vorbeugende Massnahmen

ergreifen

• Unfallverhütung: SUVA Regeln befolgen

• Verkehrsprävention: Anpassen der

Geschwindigkeit an die gegebenen

Verhältnisse

Dies sind einige Beispiele dafür, was man

unter Prävention allgemein versteht. Für

mich als Schulsozialarbeiter sind folgende

Präventionspunkte wichtig:

Allgemeine Förderung der Prävention

Unter diesem Punkt verstehe ich das Bestreben,

ein wohlwollendes Betriebsklima in unseren

Schulen zu schaffen. Ich bin davon

überzeugt, dass gute Schulleistungen vor allem

dann möglich sind, wenn es uns gelingt,

ein gutes Klima zwischen den Lehrpersonen

und den Schülern/innen, zwischen den Lehrpersonen

und den Eltern wie auch unter den

Schülern/innen selbst aufrecht zu erhalten,

respektive anzustreben. Ein angenehmes

Schulklima macht sich auch auf dem Pausenplatz

oder auf dem Schulweg positiv

bemerkbar. Aus meiner Sicht können wir mit

einem guten Betriebsklima vielen zwischenmenschlichen

Schwierigkeiten und Störungen

frühzeitig entgegen wirken.

Suchtprävention

Ein wichtiger Teil der Suchtprävention ist für

mich die Fähigkeit, sich selber realistisch

einzuschätzen. Zum Beispiel kann man lernen,

sich gezielter der eigenen Stärken und

Schwächen bewusst zu werden. Oder man

kann sich fragen, in welchen Situationen

man Mühe bekundet, das richtige Mass zu

finden. Gerade der Umgang mit PC-Programmen

und die Beziehung zum Internet, wie

auch der Fernsehkonsum können einem Hinweise

geben, wie hoch das eigene Suchtpotential

ist. Das Suchtverhalten hat oft auch

mit den persönlichen Gewohnheiten zu tun.

Es gibt Leute, die am Feierabend aus reiner

Gewohnheit Alkohol trinken. Andere wiederum

schlucken bereits bei schwachen Kopfschmerzen

Tabletten und gewöhnen sich dadurch

an den Medikamentenkonsum. Dabei

merken sie nicht, dass Menge und Häufigkeit

schleichend zunehmen, was in eine Abhängigkeit

führen kann. Durch die Beobachtung

des eigenen Konsumverhaltens erhält man

Aufschluss über den persönlichen Umgang

mit Genuss- und Suchtmitteln.

Ein anderer wichtiger Teil der Suchtprävention

ist der persönliche Umgang mit positiven

und negativen Erlebnissen. Wie gehe ich

mit meinen Schwächen um? Was habe ich für

persönliche Lösungsstrategien, wenn ich an

meine Grenzen stosse? Kann ich meine Stärken

erkennen und so einsetzen, dass diese

sich positiv in meinem Alltag bemerkbar machen?


Gewaltprävention:

Vorwegnehmend: Ich bin der Meinung, dass

kein Mensch nur gewaltbereit oder aggressiv

zur Welt kommt. Viele Menschen werden gewalttätig,

wenn sie sich unverstanden oder

ungerecht behandelt fühlen. Es ist wichtig,

eigene Lösungsstrategien zu erkennen und

anzuwenden. Man kann auch für sich Lösungsstrategien

erarbeiten, so dass man in

die Handlungsebene kommt, mit dem Ziel,

ein realistisches Selbstwertgefühl aufzubauen.

Dabei spielt die eigene Kritikfähigkeit

eine wichtige Rolle. Gerade junge Menschen

schwanken oft zwischen «himmelhoch

jauchzend» und «zu Tode betrübt» hin und

her. Ihr Alltag wird stark von diesem Wechselspiel

bestimmt. Mit dem Erkennen und

Akzeptieren von Unterschieden in den verschiedensten

Bereichen kann präventiv der

Gewaltbereitschaft entgegen gewirkt werden.

Mobbingprävention:

Das Phänomen Mobbing ist in den vergangenen

Jahren immer stärker in den Mittelpunkt

gerückt. Unter Mobbing verstehe ich, wenn

Einzelne oder eine Gruppe von bestimmten

Personen von anderen systematisch schikaniert,

belästigt, beleidigt, ausgegrenzt oder

mit kränkenden Arbeitsaufträgen belastet

werden. Die gemobbten Personen geraten

durch die Gruppendynamik in eine unterlegene

Position, aus der sie ohne fremde Hilfe

fast nicht mehr heraus finden. Die Vorgesetzten,

wie auch die Kollegen/innen sind in

meinen Augen gehalten, solche Verhaltensweisen

möglichst früh zu erkennen, um drohenden

Ausgrenzungen entgegen zu wirken.

Ich stelle fest, dass Mobbingtäter oft selber

unter Druck stehen und diesen Druck dann an

vermeintlich Schwächeren hemmungslos

ausleben.

Was uns aber positiv stimmen sollte, ist die

Tatsache, dass in Gruppen, in denen sich alle

akzeptiert fühlen und in denen es gelingt,

für eine gute Grundstimmung zu sorgen, die

Wahrscheinlichkeit, dass es zu Mobbing

kommt, sehr klein ist. Wenn Missstimmungen

frühzeitig aufgenommen werden, kann

der Nährboden für Intrigen auf diese Weise

entzogen werden.

Prävention von

Misshandlung und Missbrauch:

Diese beiden Unterdrückungsarten sind aus

meiner Sicht sehr heikel zu erkennen und

auch schwierig zu bearbeiten. Die Erfahrungen

zeigen, dass vor allem körperliche Misshandlungen

oft innerhalb der Familie oder

im engen privaten Umfeld vorkommen. Die

Opfer schämen sich, Hilfe in Anspruch zu

nehmen und schützen auf diese Weise die

Täter. Ein Teufelskreis, der sehr schwer zu

durchbrechen ist. Die Statistik zeigt uns,

dass gerade Menschen, die nicht gut integriert

sind und/oder ein schlechtes Selbstwertgefühl

haben, besonders stark gefährdet

sind, Opfer von Misshandlung und

Missbrauch zu werden. Es ist wichtig, dass

junge Menschen lernen, über persönliche

Schwierigkeiten zu sprechen. Auch wenn

dies (nur) im Freundeskreis ist. Die Fähigkeit,

offen über die eigenen Stärken und

Schwächen zu sprechen, hat in der heutigen

Prävention einen sehr hohen Stellenwert.

Die Fähigkeit sich verbal und nonverbal ausdrücken

zu können, verbessert in vielen Bereichen

das persönliche Wohlbefinden.

Fazit über den Sinn der

Früherkennung und der Prävention:

Das ernst nehmen der Früherkennung und

der Prävention innerhalb der Schule oder im

privaten Bereich hat eine grosse Wirkung

auf das persönliche Wohlbefinden, welches

mit relativ geringem Aufwand erzielt werden

kann. Die Früherkennung und die Prävention

sind zu einem grossen Teil Beziehungsarbeit.

Durch die Fähigkeit persönliche Beziehungen

aufzubauen, steigt der

Selbststeuerungsgrad und damit die Lebensqualität.

Eine positive Lebenseinstellung ist

das beste Mittel um Sucht- oder Selbstzerstörungs-Tendenzen

möglichst auszuschliessen

oder zumindest auf ein Minimum

zu reduzieren.

Abschluss:

Bald ist es wieder so weit und viele Schüler/innen

werden ihre obligatorische Schulzeit

abgeschlossen haben. Danach braucht

es in der Regel eine gewisse Zeit, um rückblickend

abzuleiten, was während der Schulzeit

positiv war und was anders hätte sein

sollen.

Bitte an alle Schülerinnen

und Schüler:

Mich interessiert, wie ihr Prävention und

Früherkennung in der Schule erlebt habt.

Dafür nehme ich gerne in ein paar Monaten

eure persönlichen Rückmeldungen entgegen.

Zuerst wünsche ich euch jedoch einen guten

Start und viel Erfolg im neuen Lebensabschnitt.

remo.dallavecchia@ruswil.educanet2.ch

SCHULSPIEGEL | 19


SCHULEN RUSWIL

BETREUUNGSANGEBOTE FÜR

SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER

Die Schulen Ruswil bieten ab Beginn des

Schuljahres 2011/12 erneut Betreuungsangebote

im Rahmen der schul- und familienergänzenden

Tagesstrukturen (SCHU-

FATAS) an:

Element 1: Ankunftszeit am Morgen

Die SchülerInnen können zwischen 07.15

und 08.15 h in ihr Schulhaus kommen und

werden dort bis zum Unterrichtsbeginn betreut.

Sie können diese Zeit für individuelle

Arbeiten nutzen oder sich mit Lesen oder

Spielen auf den Tag einstimmen.

Element 2: Mittagsverpflegung und

–Betreuung

Nach dem Unterrichtsschluss um 11.45 h

können die Lernenden das Mittagessen in

der Cafeteria des Alters- und Pflegeheim

Schlossmatte, im Schulhaus Dorf oder in Zusammenarbeit

mit dem Tageselternverein

Rundum in einer Familie einnehmen. Danach

beschäftigen sich die Kinder in der Gemeindebibliothek,

auf dem Schulareal oder in der

Tagesfamilie (spielen, lesen,…). Ab 13.45 h

gehen die Kinder wieder in den Unterricht

oder werden weiter betreut (Element 3).

Element 3: Nachmittagsbetreuung

von 13.45 bis 15.25 h

Nach dem Mittag werden jene Kinder, die am

Nachmittag keinen Unterricht besuchen, im

Schulhaus Dorf (ev. Schulhaus Rüediswil) betreut.

Zunächst lösen die SchülerInnen ihre

Hausaufgaben. Es können in dieser Zeit auch

individuelle Lernangebote platziert werden

(z.B. Musikschule, Deutsch-Zusatzunterricht,

Therapien…). Die restliche Zeit wird mit

sinnvollen Freizeitaktivitäten verbracht.

Element 4: Nachmittagsbetreuung

von 15.25 bis 18.05 h

Nach dem Unterricht (oder nach Betreuungselement

3) gibt es für die Lernenden ein

Zvieri. Dann werden mit Unterstützung einer

Lehrperson oder einer Betreuungsperson die

Hausaufgaben gelöst. Anschliessend ist Zeit

für sinnvolle Freizeitaktivitäten. Je nach Alter

und Selbständigkeit beschäftigen sich

die Kinder dabei angeleitet oder z.T. selbstgesteuert.

Die Infrastruktur des Schulhauses

kann dabei genutzt werden. Dieses Angebot

20

| SCHULSPIEGEL

wird im Schulhaus Dorf (ev. Schulhaus Rüediswil)

durchgeführt. Die Kinder kehren zu

individuellen Zeiten nach Hause zurück

(spätestens 18.05 Uhr).

Element 5: Hausaufgabenbetreuung

Die SchülerInnen können auch nur für die

Hausaufgabenbetreuung angemeldet werden.

Nach dem Unterrichtsschluss erhalten

die SchülerInnen um 15.25 h zuerst ein kleines

Zvieri. Anschliessend werden die Hausaufgaben

gelöst. Wenn diese fertig sind,

kehrt der/die Lernende nach Hause zurück,

spätestens um 17.00 h. Dieses Angebot wird

im Schulhaus Dorf (ev. Schulhaus Rüediswil

oder Bärematt) durchgeführt.

Betreuungspersonen

In allen Betreuungselementen werden die

Lernenden von speziell dafür angestellten

Betreuungspersonen oder in Tagesfamilien

betreut. In den Elementen 1 (Ankunftszeit)

und 5 (Hausaufgabenhilfe) werden vorwiegend

Lehrpersonen eingesetzt.

Räumlichkeiten

Die Auffangzeit findet in allen Schulhäusern

statt. Die Hausaufgabenbetreuung wird im

Schulhaus Dorf (ev. Schulhaus Rüediswil oder

Bärematt) angeboten. Die Mittags- und Nachmittagsbetreuungen

werden im Schulhaus

Dorf (ev. Schulhaus Rüediswil) durchgeführt.

Transporte

Für die Lernenden vom Schulhaus Rüediswil

besteht die Möglichkeit die Betreuung im Dorf

per öffentlichem Bus (Rottaler) zu erreichen.

Anmeldungen / Abmeldungen

Die SchülerInnen können individuell für die

Betreuungsangebote angemeldet werden. Es

können alle Elemente einzeln und auch an

den gewünschten Tagen gebucht werden

(Beispiel: Mittagsbetreuung am Montag und

Dienstag, Hausaufgabenbetreuung Dienstag/Donnerstag).

Die Anmeldung erfolgt grundsätzlich zu

Schuljahresbeginn und gilt für das ganze

Jahr. Wenn sich die Verhältnisse zu Hause ändern,

können selbstverständlich Änderungen

vorgenommen werden oder auch Anmeldungen

während des Schuljahres erfolgen. Anmeldeformulare

sind bei der Schulleitung/dem

Schulsekretariat zu beziehen oder

auf der Homepage www.schulen-ruswil.ch

herunterzuladen.

Betreuungszeiten

Die Betreuungsangebote gelten für das ganze

Schuljahr und für die ganze Woche (ohne

Mittwochnachmittag). Während den Ferienzeiten

finden keine Betreuungsangebote

statt.

Kosten

Die Kosten für die Betreuungsangebote

werden durch Beiträge von der Gemeinde,

vom Kanton sowie durch Elternbeiträge getragen.

Der Elternbeitrag ist abhängig vom

steuerbaren Einkommen. Die Beiträge werden

halbjährlich (nach dem ersten Semester

und auf Ende Schuljahr) gemäss den

in dieser Zeit bezogenen Leistungen in

Rechnung gestellt. Die Tarifliste sehen Sie

unten.

Elternbeitrag pro Tag Schuljahr 2011/2012

Tarifgruppe 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

Steuerbares

bis 25000- 35000- 45000- 55000- 65000- 75000- 85000- 95000- über

Jahreseinkommen 25000 35000 45000 55000 65000 75000 85000 95000 105000 105000

Angebot 1

Ankunftszeit

07.15 – 08.15

0.60 1.20 1.80 2.40 2.70 3.20 3.70 4.20 4.70 5.20

Angebot 2

Mittagsbetreuung

11.45 – 13.45

9.00 10.00 11.00 12.00 12.50 13.50 14.50 15.50 16.50 17.50

Angebot 3

Nachmittagsbetreuung

13.45 – 15.25

1.10 2.20 3.30 4.40 5.20 6.20 7.20 8.20 9.20 10.20

Angebot 4

Nachmittagsbetreuung

15.25 – 18.00

1.50 3.50 5.50 7.50 9.50 11.50 12.50 15.50 17.50 19.50

Angebot 5

Hausaufgabenbetreuung

15.25 – 17.00

1.00 2.00 3.00 4.00 5.00 6.00 7.00 8.00 9.00 10.00

Die Betreuungsangebote werden nur bei genügend Anmeldungen durchgeführt.


ANMELDUNG FÜR

BETREUUNGSANGEBOTE

Wenn Sie sich gerne umfassend über die Betreuungsangebote informieren lassen wollen, so laden wir Sie ein zum Informationsabend am

Mittwoch, 29. Juni 2011, 19.30 Uhr im Schulhaus Dorf, Schülerbibliothek im Neubau. Die Anmeldung für den Informationsabend ist bis

spätestens am Mittwochmorgen, 29.6.2011, telefonisch beim Schulsekretariat (041 495 12 01) einzureichen.

Wir bitten Sie, Ihre Anmeldung für die Betreuungsangebote bis spätestens 7. Juli 2011 an das Schulsekretariat

Ruswil, Bäremattweg 1 zurückzusenden.

Name der Eltern:

Adresse:

Telefon-Nummern: E-Mail:

Schulhaus: ❍ Dorf ❍ Rüediswil ❍ Bärematt

wird folgende Betreuungselemente während des

Name und Vorname des Kindes Schuljahres 2011/2012 regelmässig nutzen

Montag:

Betreuungselement 1 (Ankunftszeit 07.15 – 08.15 Uhr) ❍

Betreuungselement 2 (Mittagsbetreuung- und Verpflegung 11.45 -13.45 Uhr) ❍

Betreuungselement 3 (Nachmittagsbetreuung* 13.45 – 15.25 Uhr) ❍

Betreuungselement 4 (Nachmittagsbetreuung* 15.25 – 18.05 Uhr) ❍

Betreuungselement 5 (Hausaufgabenbetreuung 15.25 – 17.00 Uhr) ❍

Dienstag:

Betreuungselement 1 (Ankunftszeit 07.15 – 08.15 Uhr) ❍

Betreuungselement 2 (Mittagsbetreuung- und Verpflegung 11.45 -13.45 Uhr) ❍

Betreuungselement 3 (Nachmittagsbetreuung* 13.45 – 15.25 Uhr) ❍

Betreuungselement 4 (Nachmittagsbetreuung* 15.25 – 18.05 Uhr) ❍

Betreuungselement 5 (Hausaufgabenbetreuung 15.25 – 17.00 Uhr) ❍

Mittwoch:

Betreuungselement 1 (Ankunftszeit 07.15 – 08.15 Uhr) ❍

Donnerstag:

Betreuungselement 1 (Ankunftszeit 07.15 – 08.15 Uhr) ❍

Betreuungselement 2 (Mittagsbetreuung- und Verpflegung 11.45 -13.45 Uhr) ❍

Betreuungselement 3 (Nachmittagsbetreuung* 13.45 – 15.25 Uhr) ❍

Betreuungselement 4 (Nachmittagsbetreuung* 15.25 – 18.05 Uhr) ❍

Betreuungselement 5 (Hausaufgabenbetreuung 15.25 – 17.00 Uhr) ❍

Freitag:

Betreuungselement 1 (Ankunftszeit 07.15 – 08.15 Uhr) ❍

Betreuungselement 2 (Mittagsbetreuung- und Verpflegung 11.45 -13.45 Uhr) ❍

Betreuungselement 3 (Nachmittagsbetreuung* 13.45 – 15.25 Uhr) ❍

Betreuungselement 4 (Nachmittagsbetreuung* 15.25 – 18.05 Uhr) ❍

Betreuungselement 5 (Hausaufgabenbetreuung 15.25 – 17.00 Uhr) ❍

* = inklusive Hausaufgabenbetreuung

• Die Anmeldung gilt voraussichtlich

für das ganze Schuljahr (sonst bitte

bei Bemerkungen notieren)

Weitere Angaben bitte auf der

Rückseite ausfüllen


SCHULSPIEGEL | 21

Z U M H E R A U S T R E N N E N


Z U M H E R A U S T R E N N E N

Steuerbares Einkommen (letzte gültige Steuereinschätzung) Fr.

Diese Angabe dient als Grundlage für die Berechnung der Elternbeiträge. Mit der Unterschrift unter die Anmeldung erlauben Sie uns, bei

der Steuerbehörde der Gemeinde Ruswil Ihre Angabe zu überprüfen. Der Elternbeitrag wird halbjährlich (nach dem ersten Semester und

auf Ende Schuljahr) gemäss den in dieser Zeit bezogenen Leistungen in Rechnung gestellt.

Wichtige Angaben zu Ihrem Kind für die Betreuungspersonen:

Braucht Ihr Kind Medikamente? Hat es Allergien? Eine Krankheit? Braucht es Therapien? Ist es Brillenträger/in? Besonderheiten?

Gibt es Nahrungsmittel, welches Ihr Kind nicht essen darf?

Weitere Telefonnummern, unter denen Sie während der Betreuungszeit erreichbar sind: (Arbeitsstelle, Natel…)

Ihre weiteren Bemerkungen:

Datum Unterschrift Erziehungsberechtigte

Anmeldung bitte bis spätestens 7. Juli 2011 an das Schulsekretariat, Bäremattweg 1, 6017 Ruswil zurücksenden.

Die Betreuungsangebote werden nur bei genügend Anmeldungen durchgeführt.

Sie erhalten bis Donnerstag, 18.8.2011, Bescheid, welche von Ihnen gewünschten Betreuungselemente durchgeführt werden.

22

| SCHULSPIEGEL


FÄCHERÜBERGREIFENDE LERNSOFTWARE

NEUE VERSION DER

LERNWERKSTATT 8 FÜR

DIE 1. BIS 6. KLASSE

An den Schulen Ruswil ist auf den PCs und

Laptops der Primarschule unter anderem

die Lernwerkstatt 8 installiert. Sie ermöglicht

das Üben in Mathe, Deutsch, Wissen,

Englisch, Französisch und Logik.

Die neue Version 8 der Lernwerkstatt verfügt

über mehr als 250 verschiedene Übungsformen.

Sie beziehen sich auf die Bereiche

• Mathematik

• Deutsch

• Wissen/Sachunterricht

• Fremdsprachen E/Fr

• Logik und Wahrnehmung

Die Lernwerkstatt 8 ist gegenüber der Vorgängerversion

7 deutlich erweitert und optimiert

worden.

Die wichtigsten

inhaltlichen Neuerungen sind:

• Ein Mathematik-Förderkurs, zusätzliche

Übungen zum Anfangsunterricht, Integration

vieler Übungen für die Klassen 5 bis 6

• Erweiterung des Kurses Deutsch als Zweitsprache.

• Im Lernbereich «Wissen» gibt es neu einen

Maustrainer.

• Neues Pushy-Abenteuer «Pushy im Spukschloss»

• Als programmatische Neuerung ist an erster

Stelle die Digi-Tafel zu erwähnen. Sie

erlaubt, das Programm mittels Beamer

oder Whiteboard im Klassenzimmer zu projizieren.

Weiter wurde die Lehrfilmbetrachtung eingeführt,

welche die Bedienung des Programms

in kleinen Filmen erklärt, ein Ebenbildmodus

und ein Lernprotokoll mit Zeitlimit ergänzen

das Angebot.

Was ist neu bei Version 8?

Die Lernwerkstatt ist nach wie vor ein einfach

zu bedienendes Programm, das ohne didaktische

Verpackung wie sausende Ufos,

plappernde Programmfiguren und anderen

Schnick-Schnack auskommt.

Jede Übungsform besteht aus einer Aufgabe

oder einer Aufgabenfolge. Der Schüler bearbeiten

eine solche Aufgabe oder Aufgabenfolge

und lässt die Lösung vom Computer

überprüfen. Bei richtiger Lösung dreht sich

ein Stern. Bei falscher Lösung erscheint ein

zwinkerndes Auge «Schau genau». Zugleich

wird die Fehlerquelle gelb markiert und/oder

es erscheint ein Hinweis. Der Schüler kann die

Lösung der Aufgabe überdenken und sich dazu

ggf. Hilfestellungen wie Zahlenstrahl, Wörterbuch,

Taschenrechner u. a. heranziehen.

Zur Differenzierung können die meisten

Übungen in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden

bearbeitet werden. Damit eignet

sich die Lernwerkstatt besonders zum

selbständigen Üben.

Viele Übungen können durch die Lehrperson

speziell für die Schüler/die Schülerinnen der

eigenen Klasse inhaltlich erstellt und bearbeitet

werden. Zu diesem Zweck ist in das

Programm ein entsprechender Lehrer-Modus

integriert. Hier kann die Lehrperson zahlreiche

Einstellungen bezüglich der Übungsinhalte

vornehmen. Die Übungen können

dadurch an den Unterricht individuell angepasst

werden. Dabei handelt es sich z. B. um

Lernwörter für den Grundwortschatz, um

Lern-Texte, um Aufgaben-Karten, um Hot-

Spot-Karten, um Vokabeln und vieles mehr.

Mehr Informationen zur Lernwerkstatt 8 finden

Sie im Internet unter der folgenden

Adresse: http://medienwerkstatt-online.de/

JUBILARE IM

SCHULJAHR 2010/11

10 Jahre

Banzer Ursula, KG Surbrunnematt

Burri Melanie, FLP Werthenstein

Cattin Kerstin, IF LP Sigigen

Eggler Marc-Toni, Sek I KLP

Huber-Schürmann Susanne, PS FLP Sigigen

15 Jahre

Kaufmann Markus, Sek I FLP

20 Jahre

Bättig Kaspar, SL

Hofer Daniela, KLP Sigigen

25 Jahre

Kiener Claudia, PS KLP Ziswil

Wangler Helene, KLP PS Dorf

30 Jahre

Kammermann Pius, PS KLP W.stein

35 Jahre

Amrein Otto, WE Bärematt

Bütler Max, PS FLP Sigigen

Fonseka Gertrud, IF/IS PS Dorf

Stadelmann Walter, PS KLP Ziswil

Stocker Armin, PS KLP Rüediswil

SCHULSPIEGEL | 23


DIE FÜNF ABSCHLUSSKLASSEN

DER SCHULEN RUSWIL

3. SEK. A

24

Obere Reihe: Roland Burri, Elektroniker+BM; Peter Steinmann, Detailhandelsfachmann; Noah Ineichen, Zimmermann;

René Stirnimann, Schreiner Fachrichtung Innenausbau; Philipp Lustenberger, Polymechaniker Fachrichtung

Aufzugsmonteur; Martin Geiger, Klassenlehrer.

Zweite Reihe: Robin Martin, Polymechaniker; Samuel Scherer, Kurzzeitgymnasium; Melanie Müller, Medizinische

Praxisassistentin; Julia Bühler, Medizinische Praxisassistentin; Belinda Bühler, Didac-Welschlandjahr;

David Bühlmann, Polymechaniker+BM.

Dritte Reihe: Selina Albisser, Kinderbetreuerin; Saroscha Kwanthong, Polygrafin, Mediengestaltung; Janosch Ming,

Gestalter Werbetechnik; Joëlle Vonwil, Polygrafin Medienproduktion; Yanik Erni, Gebäudetechnikplaner

Fachrichtung Heizung; Andreas Holdener, Geomatiker+BM.

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3. SEK. B I

3.SEK.B II

Obere Reihe: Martin Dissler, Klassenlehrer; Kevin Bieri, Logistiker; Raphael Heini, Elektroinstallateur; Daniela Jenni,

Detailhandelsfachfrau; Kevin Koch, WMS Willisau; Roger Bucher, Maurer.

Zweite Reihe: Dominik Frei, 10. Schuljahr mit Praktikum; Nadine Gärtner, Carrossierin Lackiererei; Nadine Grüter,

10. Schuljahr mit Praktikum; Isabelle Seeholzer, Hotelfachfrau; Patricia Studer, Zwischenjahr Welschland;

Nadzie Hamza, 10. Schuljahr mit Praktikum.

Dritte Reihe: Lukas Bühlmann, Elektroinstallateur; Matthias Felber, Zwischenjahr Gestaltungsschule Farbmühle; Raul

Schwarzentruber, Zweiradmechaniker; Irene Müller, Detailhandelsassistentin; Renate Portmann, Zwischenjahr

Welschland.

Obere Reihe: Dario Heller, Geomatiker; Timothée Lorétan, Koch; Lukas Tadeu, WMS Willisau; Robin Gohl, Detailhandelsfachmann;

Ueli Schmidli, Schreiner; Marco Keller, Kaufmann; Martin Kunz, Klassenlehrer.

Zweite Reihe: Corinne Muff, Fachfrau Gesundheit; Dorentina Dodaj, Startklar; Aline Geisseler, Kauffrau; Sarah Heini,

Fachfrau Hauswirtschaft; Anja Janssen, Konstrukteurin; Lara Hild, Handelsschule.

Dritte Reihe: Giulia Monegat, Kauffrau; Rahel Konrad, Praktikum als FaBe; Lara Kaufmann, Kauffrau; Alessandro Marin,

Maurer; Désirée Bühlmann, Didac Lausanne; Julia Grüter, Hochbauzeichnerin.

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3. SEK. C I

3.SEK.C II

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Obere Reihe: Bea Bucher, IF-Lehrerin; Michelle Horisberger, Wohntextilgestalterin; Helen Erni, Wohntextilgestalterin;

Sabina Hodel, Sozialjahr; Laura Bucher, Sozialjahr; Stefanie Heini, Fachfrau Hauswirtschaft; Rebecca Müller,

Detailhandelsfachfrau; Ramona Rölli, Detailhandelsfachfrau; Melanie Schärli, Bäckerin; Markus Meier,

Klassenlehrer.

Zweite Reihe: Admir Pekic, Anlage- und Maschinenbauer; Thomas Portmann, Fleischfachmann; Lukas Schumacher, Maurer;

Roger Bucher, Landwirt; Jan Galliker, Schreiner; Michelle Hafner, Startklar; Samira Saliji, Sozialjahr.

Obere Reihe: Walter Kiener, Klassenlehrer; Susana Pires Nunes, Startklar; Tamara Baumli, Bäckerin-Konditorin; Karin Käch,

Detailhandelsfachfrau; Bea Bucher, IF-Lehrerin.

Zweite Reihe: Yanick Furrer, Heizungsinstallateur; Minh Toan Le, Automobil Assistent; Jan Hubbuch, Automobil Fachmann;

Arjan Balaj, Heizungsinstallateur; Manuel Muff, Heizungsinstallateur; Marco Häfliger, Schreiner.

Dritte Reihe: Marco Friedli, Fleischfachmann; Justine Krähenbühl, Startklar; Maya Schöpfer, Restaurationsfachfrau; Maria

Fuschetto, Fachfrau Gesundheit; Jenny Bucher, Startklar.

| SCHULSPIEGEL


SCHUL- UND FERIENPLAN 2011/2012

Schulbeginn 22. August 2011

Schulzeit 22. August bis 30. September, 17.15 Uhr

Herbstferien 01. Oktober bis 16. Oktober 2011

Schulzeit 17. Oktober bis 23. Dezember, 17.15 Uhr

Weihnachtsferien 24. Dezember 2011 bis 08. Januar 2012

Schulzeit 09. Januar bis 20. Januar 2012, 17.15 Uhr

Sportferien 21. Januar bis 29. Januar 2012

Schulzeit 30. Januar bis 15. Februar, 11.45 Uhr

Fasnachtsferien 16. Februar bis 22. Februar 2012

Schulzeit 23. Februar bis 5. April 2012, 17.15 Uhr

Osterferien 06. April bis 22. April 2012

Schulzeit 23. April bis 06. Juli 2012, 17.15 Uhr

Sommerferien 07. Juli bis 19. August 2012

Schulbeginn 20. August 2012

Schulfrei:

Maria Namen Montag, 12. September 2011 (nur Werthenstein)

Mauritius Donnerstag, 22. September 2011 (nur Ruswil)

Allerheiligen Dienstag, 01. November 2011

Maria Empfängnis Donnerstag, 08. Dezember 2011

Auffahrt Donnerstag, 17. Mai 2012 und

Freitag, 18. Mai 2012

Pfingstmontag Montag, 28. Mai 2012

Fronleichnam Donnerstag, 07. Juni 2012 und

Freitag, 08. Juni 2012

SCHUL- UND FERIENPLAN 2012/2013

Schulbeginn 20. August 2012

Schulzeit 20. August bis 28. September, 17.15 Uhr

Herbstferien 29. September bis 14. Oktober 2012

Schulzeit 15. Oktober bis 21. Dezember, 17.15 Uhr

Weihnachtsferien 22. Dezember 2012 bis 06. Januar 2013

Schulzeit 07. Januar bis 01. Februar, 17.15 Uhr

Fasnachtsferien 02. Februar bis 17. Februar 2013

Schulzeit 18. Februar bis 28. März 2013, 17.15 Uhr

Osterferien 29. März bis 14. April 2013

Schulzeit 15. April bis 05. Juli 2013, 17.15 Uhr

Sommerferien 06. Juli bis 18. August 2013

Schulbeginn 19. August 2013

Schulfrei:

Maria Namen Mittwoch, 12. September 2012 (nur Werthenstein)

Mauritius Samstag, 22. September 2012 (nur Ruswil)

Allerheiligen Dienstag, 01. November 2012

Maria Empfängnis Donnerstag, 08. Dezember 2012

Auffahrt Donnerstag, 09. Mai 2013 und

Freitag, 10. Mai 2013

Pfingstmontag Montag, 20. Mai 2013

Fronleichnam Donnerstag, 30. Mai 2013 und

Freitag, 31. Mai 2013

KLASSENÜBERSICHT SJ 2011/2012

Schulhaus Bärematt (Sek I)

GSSA 1 Geiger Martin

GSSA 2 Achermann Beat

GSSA 3 Matthey Priska

GSSB 1 Kunz Martin

GSSB 2 Wirz Markus

GSSB 3 l Dissler Martin

GSSB 3 ll Eggler Marc-Toni

GSSBC 2 Wüest Luzia

GSSC 1 ll Kiener Walter

GSSC 1 l Meier Markus

GSSC 2 Studer André

GSSC 3 l Buholzer Trix

GSSC 3 ll Spörri Patrick

Schulhaus Dorf (Primar)

PS 1/2a Bründler Heiri

PS 1/2b Sidler Angela

PS 1/2c Furrer Tina

PS 1/2d Wandeler-Schürmann Trix

PS 3a Jans Christian

PS 3b Wangler-Röösli Helene

PS 4a Bütler-Steinmann Jeanette

PS 4b Müller Pius

PS 5a Bühler Thomas und Müller Franziska

PS 5b Di Monaco Remo

PS 6a Bühlmann Daniela

PS 6b Meier Eliane

Kindergärten

Dorf Steiner Anna und Fernandez-Wüst Nicole

Rüediswil Küttel-Bachmann Brigitte

Schwerzistrasse Schöpfer Irene und Kiener Monika

Surbrunnematte Banzer-Bratschi Ursula und Muff Carmen

Werthenstein-Unterdorf Ulrich-Burgener Lotti und Marti Doris

Schulhaus Rüediswil (Primar)

PS 1/2 a Baumeler Maria

PS 1/2 b Lüchinger-Röösli Irene und Lötscher Pia

PS 3 Stirnimann Beat

PS 4 Stocker Armin

PS 5 Erni Angela

PS 6 Käch Lucia

Schulhaus Sigigen (Primar)

PS 1-3 Albisser Katrin

PS 4-6 Hofer Daniela

Werthenstein-Unterdorf (Primar)

PS 1/2 Wallimann Luzia

PS 3/4 Kammermann Pius

PS 5/6 Zettel Jakob

Schulhaus Ziswil (Primar)

PS 1-3 Kiener-Schittenhelm Claudia

PS 4-6 Stadelmann Walter

SCHULSPIEGEL | 27


Z U M H E R A U S T R E N N E N

WICHTIGE ADRESSEN SCHULJAHR 2011/12

Schulleitung Ruswil 041 495 12 01 Mo-Fr 08.00-11.30

Kaspar Bättig schulleitung@ruswil.educanet2.ch Di-Do 13.30-17.00 oder nach Vereinbarung

Schulsekretariat 041 495 12 01 Mo 13.30-17.00

Anita Huber, Claudia Affolter Fax 041 495 31 69 Di/Do 08.00-11.30, 13.30-17.00

sekretariat@ruswil.educanet2.ch Mi 08.00-11.30

Bereichsleitung Primar 041 495 02 90 Mo/Di 08.30-11.30 Uhr

Schulhaus Dorf Fax 041 495 31 69 Di/Do 13.45-15.30 Uhr

Marina Monti marina.monti@ruswil.educanet2.ch Weitere Zeiten nach Vereinbarung.

Bereichsleitung Sek I 041 495 31 71 Mo/Do 10.00-11.30 Uhr

Schulhaus Bärematt Fax 041 495 31 69 Di 09.00-11.30 Uhr

Guido Heller guido.heller@ruswil.educanet2.ch Fr 09.00-11.00 Uhr

Weitere Zeiten nach Vereinbarung.

Schulsozialarbeit SSA 079 566 55 28

Remo Dalla Vecchia Fax 041 495 31 69

ssa@ruswil.educanet2.ch Mo/Di/Do/Fr 08.00-12.00, 13.30-16.30

Schulleitungskonferenz Sitzungszimmer Schulleitung Mo 13.30-16.30

Schulpflegepräsident Peter Frey 041 495 05 70 peter.frey@ruswil.educanet2.ch

Schulverwalter Dieter Hodel 041 495 18 76 dieter.hodel@ruswil.educanet2.ch

Gemeindeverwaltung 041 496 70 70 gemeindeverwaltung@ruswil.lu.ch

Webmaster website Schulen Ruswil (Marco Breu) 041 495 16 16 marco.breu@ruswil.educanet2.ch

Kindergarten Schwerzistrasse 9, Irene Schöpfer/Monika Kiener 041 495 27 60

Kindergarten Dorf, Anna Steiner/Nicole Fernandez-Wüst 041 495 35 07

Kindergarten Surbrunnematte, Ursula Banzer/Carmen Muff 041 495 32 74

Kindergarten Rüediswil, Brigitte Küttel-Bachmann 041 495 31 22

Kindergarten Werthenstein, Lotti Ulrich-Burgener/Doris Marti 041 490 34 20

Schulhaus Bärematt 041 495 16 16

Werkraum Bärematt 078 652 07 87

Schulhaus Dorf 041 495 18 07

Schulhaus Rüediswil 041 495 22 65

Schulhaus Sigigen 041 495 12 17

Schulhaus Werthenstein-Unterdorf 041 490 34 20

Schulhaus Ziswil 041 495 17 30

Hauswart Bärematt Walter Küng 041 495 10 58 078 627 17 72

Hauswart Dorf Walter Emmenegger 041 495 21 14 078 849 72 61

Hauswart Rüediswil/Ziswil Franz Reichmuth 041 495 19 57 079 406 09 77

Hauswart Sigigen Heidi Imgrüth 041 495 03 63 079 522 28 15

Hauswart Werthenstein-Unterdorf Erika und Pirmin Bühler 041 490 00 85

Schularzt, Dr. Andreas Graf 041 496 02 96

Schularzt, Dr. Josef Pollak 041 495 34 34

Schularzt, Dr. Marlen Degonda, Ärztehaus Friedau 041 495 12 23

Schularzt, Dr. Benedikt Portmann 041 495 10 10

Schulzahnarzt, Dr. Burkhard Kuhnert 041 495 25 25

Schulzahnarzt, Dr. Robert H. Mairgünther 041 495 25 50

Schulzahnärztin, Dr. Roswitha Schwitter 041 495 13 13

Heilpädagogischer Dienst Sursee 041 921 69 20

Logopädischer Dienst Rottal Sabine Felber 041 928 17 15 lpd.rottal@edulu.ch

Christina Zemp 041 495 17 22 lpd.ruswil@edulu.ch

Schulpsychologischer Dienst Rottal, Romiglia Eckert 041 928 03 50 spd.rottal@edulu.ch

Psychomotorik-Therapiestelle Rottal 041 928 04 24 pmt.rottal@edulu.ch

Esther Bernet 041 928 04 24 esther.bernet@edulu.ch

28

| SCHULSPIEGEL


Musikschule, Simone Bättig 041 495 26 70 info@musikschule-ruswil.ch

Jugendbüro Ruswil, Boris Pulver (Jugendraum) 041 495 25 03 ju.ru@bluewin.ch, www.bojler17.ch

Katholisches Pfarramt Ruswil 041 496 90 60 info@pfarrei.ruswil.ch

Katholisches Pfarramt Werthenstein 041 490 12 65 pfarreiwerthenstein@bluewin.ch

Evangelisches Pfarramt Wolhusen 041 490 11 60

Tageselternvermittlung Rundum 076 528 94 89 tageseltern@gmail.com

Familienkreis 041 495 04 48 info@familienkreis.ch

Mädchen, Frauen

Frauenhaus Luzern 041 360 70 00 www.frauenhaus-luzern.ch

Opferberatungsstelle des Kantons Luzern

für Frauen und weibliche Jugendliche 041 227 40 60

Castagna, telefonische und persönliche Beratung

für sexuell ausgebeutete Kinder und weibliche Jugendliche 044 360 90 40 www.castagna-zh.ch

VIVA für sexuell ausgebeutete Kinder und Jugendliche 041 211 00 15

Kinderschutzverein Sehin Luzern www.sehin.ch.vu

Beratungs- und Informationsstelle für sexuell ausgebeutete Kinder,

weibliche Jugendliche und in der Kindheit ausgebeutete Frauen 044 360 90 40 www.castagna-zh.ch

Fachstelle zur Prävention sexueller Ausbeutung von

Mädchen und Jungen www.limita-zh.ch

Männer, Burschen

Gewalt-Hotline, Fachstelle gegen Männergewalt 078 744 88 88 www.agredis.ch

Kinder, Jugendliche

VIVA für sexuell ausgebeutete Kinder und Jugendliche 041 211 00 15

Telefonhilfe Internet 147 www.147.ch, www.feelok.ch, www.saferparty.ch

Die Dargebotene Hand, Kindernotruf

Die Webseite bringt Infos zu Beziehung, Sexualität,

Wohlsein, Lebenswelt, Schule und Job, Sucht und Drogen.

143

Mailbeantwortung durch Fachleute www.tschau.ch

Onlineberatung für Kinder von Eltern mit Alkoholproblemen

Jugendwohnnetz

www.kopfhoch.ch

Wohnraumvermittlung für Jugendliche in Ausbildung 044 298 20 40

Telefonhilfe für Kinder und Jugendliche 147 www.147.ch, www.feelok.ch, www.saferparty.ch

Schlupfhus – Sorgentelefon

Beratungs- und Informationsstelle für sexuell ausgebeutete Kinder,

043 268 22 68 www.schlupfhuus.ch

weibliche Jugendliche und in der Kindheit ausgebeutete Frauen

Fachstelle zur Prävention sexueller Ausbeutung

044 360 90 40 www.castagna-zh.ch, www.lilli.ch

von Mädchen und Jungen www.limita-zh.ch

Sicherheit im Internet für Kinder und Jugendliche www.security4kids.ch

Berufsberatung www.berufsberatung.ch

Alkohol, Tabak und andere Drogen www.sfa-ispa.ch

Essstörungen www.netzwerk-essstoerungen.ch

Eltern

Schule & Elternhaus www.schule-elternhaus.ch

Fachstelle für Schulberatung Psychologische-pädagogische Beratung 041 228 67 03

Staatskanzlei 041 228 50 20

Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartement 041 228 51 55

Bildungs- und Kulturdepartement 041 228 52 03

Gesundheits- und Sozialdepartement 041 228 60 84

Justiz- und Sicherheitsdepartement 041 228 59 17

Gerichtswesen www.gerichte.lu.ch

Gleichstellung von Frau und Mann 041 228 37 15

Soziales und Gesellschaft, DISG Luzern 041 228 68 78

Elternnotruf

Fachstelle für Gesellschaftsfragen,

041 710 22 05

Bereich Kinder, Jugendliche und Familien, Luzern 041 228 67 12

Dienststelle Gesundheit Luzern 041 228 60 90 www.gesundheit.lu.ch

SCHULSPIEGEL | 29

Z U M H E R A U S T R E N N E N


WASSERFEST FÜR ALLE KINDERGÄRTLER

Nach einem gemeinsamen Sommerlied starten

wir am 7. Juni unser Wasserfest mit 16

verschiedenen Wasserposten. Voller Freude

lassen die Kinder ihren bunten Postenpass

nach jedem Spiel lochen, als Bestätigung

ihrer Teilnahme. Selbst die Picknickpause,

ebenso auf dem Schulareal des Schulhauses

Rüediswil, ist ein Erlebnis. Toll, die begeisterten

Kinder zu sehen, die sich mutig durch

den kalten Spritzregen begeben, um Ballone

und Fische zu transportieren, Seifenblasen

fliegen lassen, sich am Trinkposten in

den Mund spritzen, Aepfel aus dem Wasserbecken

fischen, sich nasse Schwämme zuwerfen,

eine Flaschenmusik erklingen lassen,

mit Wasserspritzern Kerzen auslöschen,

Schiffe fahren lassen oder die Wasserrutsche

runtersausen... einfach ein einmaliges Erlebnis!

Lotti Ulrich

Kinder mit Postenpass am Malposten

VERSCHIEDENES

MATHEMATIK-RÄTSEL FRÜHLINGSAUSGABE NR. 37 (SEITE 15)

Lösungen: A Fasnacht und Onkel

Dagoberts Geburtstag

Die einzigen beiden Primzahlen, die Nachbarzahlen

sind - und somit keinen Unterschied

machen, ob nun vom 5. oder vom 6. März aus

gerechnet wird - sind die 2 und die 3.

Wir rechnen: x+y = 18, denn es dauert 18 Tage

- vom 6. März aus gerechnet - bis zum Geburtstag

von Ulla am 24. März. Wir subtrahieren

2 von 18 und dividieren das Resultat

durch 2; (18-2):2=8. Von Ullas bis zu Onkel

Dagoberts Geburtstag dauert es 8 Tage. Folglich

hat Onkel Dagobert am 16. März Geburtstag.

Vom 5. März aus gerechnet: 19–8=11; der

Unterschied beträgt nun 3 (11–8=3).

B Die verborgenen Würfel: a) Wenn sich

nur zwei Würfel in den Gefässen befinden, so

ist die Lösung einfach: Man muss nur einen

Würfel aus dem mit WS angeschriebenen Ge-

30

| SCHULSPIEGEL

Sandflaschen umwerfen mit nassen

Schwämmen Fischen

Start des Wasserfests im grossen Kreis Transport von Fischen durch den Spritzregen

fäss nehmen. Ist der Würfel weiss, so befinden

sich in diesem Gefäss die beiden weissen,

in dem mit WW beschilderten Gefäss die

beiden schwarzen Würfel und folglich mit

dem mit SS angeschriebenen Gefäss ein

schwarzer und ein weisser Würfel.

Ist der gezogene Würfel schwarz, so befinden

sich in diesem Gefäss die beiden schwarzen,

in dem mit SS beschilderten Gefäss die

beiden weissen Würfel und folglich in dem

mit WW angeschriebenen Gefäss ein schwarzer

und ein weisser Würfel.

b) Es genügt im besten Fall, drei Würfel zu

ziehen.

Man nimmt zuerst zwei Würfel aus dem Gefäss

WWS:

– Sind beide weiss, so sind in diesem Gefäss

drei weisse Würfel. Man nimmt dann den

dritten Würfel aus dem Gefäss WSS. Ist dieser

weiss, so müssen sich im Gefäss WSS

zwei weisse und ein schwarzer Würfel befinden,

im Gefäss WWW folglich die drei

schwarzen und im Gefäss SSS daher ein weisser

und zwei schwarze Würfel.

Ist der dritte aus dem Gefäss WSS genommene

Würfel schwarz, so muss man noch

mindestens einen vierten Würfel (aus dem

Gefäss WSS) nehmen.

– Nimmt man einen weissen und einen

schwarzen Würfel aus dem Gefäss WWS, dann

befinden sich im Gefäss WWS ein weisser

und zwei schwarze Würfel. Man kann dann

beispielsweise aus dem Gefäss SSS den dritten

Würfel nehmen. Ist er schwarz, so muss

das Gefäss SSS zwei weisse und einen

schwarzen enthalten. Das Gefäss WWW enthält

dann die drei schwarzen und das Gefäss

WSS die drei weissen.

In allen andern Fällen (abgesehen von den

Symmetriefällen («weiss-schwarz» / «schwarzweiss»)

muss man mehr als drei Würfel ziehen.


LEHRERINNEN, WELCHE AB SJ 2011/2012 NEU IN RUSWIL UNTERRICHTEN

Esther Burkhardt, Fachlehrerin Handarbeit

Ich heisse Esther Burkhardt und wohne mit

meinem Mann und unseren beiden Söhnen

(18- und 23-jährig) in Malters.

Meinem erlernten Beruf bin ich all die Jahre

treu geblieben.

Ich habe es immer geschätzt, neben meiner

Tätigkeit als Familienfrau in diversen Teilpensen

oder Stellvertretungen zu arbeiten.

In meiner Freizeit bin ich am liebsten in der

Irene Schöpfer, Kindergärtnerin

Aufgewachsen bin ich in Schüpfheim auf einem

Bauernhof. Die Primarschule besuchte

ich in der Aussenschule Oberberg. Nach der

Sekundarstufe in Schüpfheim wechselte ich

ins Kurzzeitgymnasium. Im Sommer 2008 bestand

ich die Matura und im darauf folgenden

Herbst nahm ich mein Studium an der

Pädagogischen Hochschule in Luzern (PHZ)

auf. Diesen Sommer werde ich die Ausbildung

als Kindergarten- und Unterstufenlehrperson

abschliessen. Im Kindergarten Schwerzi-

Angela Sidler, Primarlehrerin 1./2. Klasse

Mein Name ist Angela Sidler. Ich bin 26 Jahre

jung und wohne in Ruswil, in der Meierhöflistrasse.

Aufgewachsen bin ich in Grosswangen,

wo ich eine schöne Schulzeit

erlebte. Da ich schon immer den starken

Wunsch verspürte, Lehrerin zu werden, beschloss

ich, die Lehrerinnenausbildung am

Lehrerseminar in Hitzkirch zu absolvieren.

Nach der Ausbildung übernahm ich in Winikon

eine 1./2. Klasse. Ich unterrichtete dort

während fünf Jahren. In dieser Zeit bildete

ich mich in IF weiter. Auch durfte ich mit stufenübergreifenden

Projekten, der Integration

einer Sonderschülerin in meiner Klasse, Skiund

Snowboardlagern, der Leitung der Team-

freien Natur unterwegs, sei es mit dem Velo

oder mit den Wanderschuhen in den Bergen.

Kreativ mit Kindern tätig zu sein und Wissen

weiterzugeben macht mir grosse Freude.

Unter dem Motto «Selbermachen macht

glücklich» freue ich mich, als Handarbeitslehrerin

die Schüler und Schülerinnen in

Ruswil ab dem neuen Schuljahr zu unterrichten.

strasse werde ich meine erste Stelle als Klassenlehrperson

antreten. Ich freue mich auf

die Kinder, auf ein spannendes Schuljahr und

auf eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern

und den Teamkolleginnen und -kollegen.

In meiner Freizeit halte ich mich gerne in der

Natur auf. Auch bin ich gerne mit Freunden

unterwegs. In einer Ländlermusik-Formation

spiele ich Bassgeige, was ein weiteres Hobby

von mir ist.

sitzungen etc. wertschätzende Erfahrungen

sammeln. In meiner Freizeit halte ich mich

gerne in der Natur auf, sei es beim Joggen,

Wandern, Snowboard fahren oder Reisen. Gerne

lese ich auch ein Buch oder ich entspanne

mich auf der Hängematte und höre Musik.

Ich möchte - neben dem Erledigen der alltäglichen

Routineaufgaben - für die Kinder

unvergessliche Erlebnisse schaffen und die

Möglichkeiten, die der Unterricht mit sich

bringt, ausschöpfen. Es ist mir ein grosses

Anliegen, die Stärken eines jeden einzelnen

Kindes zu fördern, Schwächen frühzeitig zu

erkennen und das Kind dementsprechend zu

unterstützen.

SCHULSPIEGEL | 31


EXTERNE EVALUATION: PRIMAR- UND SEKUNDARSCHULE RUSWIL

ERGEBNISBERICHT FEBRUAR 2011

Die Primar- und die Sekundarschule Ruswil

wurden im ersten Quartal 2011 von der Abteilung

Schulevaluation der Dienststelle

Volksschulbildung extern evaluiert. Im

Rahmen einer umfangreichen Datenerhebung,

Analyse und Berichterstattung erhält

die Schule durch diese externe Evaluation

Impulse und Empfehlungen für die

Weiterentwicklung der Schul- und Unterrichtsqualität.

Die nachfolgend aufgeführten Berichtsteile

«Zusammenfassung» und «Entwicklungsempfehlungen»

geben Ihnen, geschätzte

Leserinnen und Leser des Schulspiegels, einen

Überblick zu den Erkenntnissen aus der

Evaluation. Diese Ergebnisse werden während

mindestens sechs Monaten auf der

Homepage der Schulen Ruswil publiziert.

Hier der entsprechende Link dazu: www.

schulen-ruswil.ch (Rubrik: Aktuell/Externe

Evaluation)

Massnahmenplan:

Aufgrund der angesprochnen Entwicklungsempfehlungen

erstellt die Schulleitung nun

in Rücksprache mit der Schulpflege einen

Massnahmenplan, welcher die Inputs der

Evaluatorinnen und Evaluatoren aufnimmt.

Im September 2011 wird dann dieser Massnahmenplan

durch die Abteilung Schulaufsicht

genehmigt und in unsere Schulentwicklungsarbeit

der kommenden Jahre

eingebaut.

Herzlichen Dank!

Im Zusammenhang mir dieser externen Evaluation

durften wir auf eine grosse Anzahl

«Helferinnen und Helfer» zurückgreifen,

welche mit dem Ausfüllen der Fragebogen,

sowie durch die Teilnahme an Interviews,

wertvolle Informationen geliefert haben. Im

Namen der Schulpflege, der Schulleitung,

der Lehrerinnen und Lehrer sowie der Schülerinnen

und Schüler überreichen wir Ihnen

hiermit ein grosses Dankeschön für die Mitarbeit.

Sollten Sie weiterführende Fragen zu den

Evaluationsergebnissen haben, wenden Sie

sich bitte an die Schulpflege oder die Schulleitung

der Schulen Ruswil.

32

| SCHULSPIEGEL

Zusammenfassung und Entwicklungsempfehlungen

(Quelle: Auszug aus dem schriftlichen Evaluationsbericht)

1. Zusammenfassung Primarschule

1.1 Stärken der Primarschule Ruswil

Die Primarschule Ruswil besteht insgesamt

aus fünf Schulstandorten. Unabhängig davon,

ob die Schüler/innen im Dorf, in Rüediswil,

Werthenstein, Ziswil oder Sigigen die

Schule besuchen, beurteilen sie ihr Wohlbefinden

an der Schule und im Unterricht sehr

hoch. Auch den meisten Lehrpersonen gefällt

es an ihrer Primarschule sehr gut. Sie unterrichten

mit Freude und sind froh um das gute

Auskommen im Team. Den Unterricht erleben

die Schüler/innen in der Regel anregend

und spannend. Die Lehrpersonen achten auf

ein ruhiges und lernförderliches Klima. Die

zahlreichen schulhausspezifischen Anlässe

und Projekte begeistern Schüler/innen wie

Eltern. Dank den zahlreichen Unterstützungsangeboten

wie Integrative Förderung

und Integrative Sonderschulung können

praktisch alle Kinder der Gemeinde die Primarschule

in Ruswil besuchen. Die Integrative

Förderung hat sich mittlerweile etabliert

und bildet ein selbstverständliches Element

der Unterrichtsgestaltung. Dem Aufbau der

methodischen, sozialen und personalen

Kompetenz der Schüler/innen wird angemessen

Rechnung getragen. Die Personalführung

durch die Schulleitung wird umsichtig und

wertschätzend wahrgenommen. Die Eltern

erhalten rechtzeitige und umfassende Informationen

über das Schulleben. Die Primarschule

Ruswil initiiert Schul- und Unterrichtsentwicklungsprojekte

vorausschauend

und plant die nötigen Schritte sorgfältig.

Hohes Wohlbefinden der Schüler/innen.

Die meisten Schüler/innen fühlen sich in

den verschiedenen Schulhäusern der Primarschule

Ruswil sehr wohl. Die Schüler/innen

der grösseren Standorte Dorf und Rüediswil

sind froh, dass relativ viele Kinder an der

Schule sind, die Kinder der Schulhäuser

Werthenstein, Ziswil und Sigigen dagegen

heben die Kleinheit ihrer Schule positiv hervor.

Das Wohlbefinden im Unterricht beurteilen

die Schüler/innen insgesamt als sehr

gut und die Mehrheit geht auch gerne zur

Schule.

Entstehen Problemsituationen für Schüler/

innen, so gehen die Lehrpersonen in Gesprächen

und im Klassenrat gut darauf ein.

Hohe Unterrichtsfreude und starke Identifikation

mit dem eigenen Schulhaus. Die

Lehrpersonen der Primarschule Ruswil unterrichten

sehr gerne. Die meisten fühlen sich in

ihrem Schulhaus sehr wohl und identifizieren

sich dementsprechend stark damit. Man geht

wertschätzend und wohlwollend miteinander

um und ist froh, im Schulhausteam auf gute

Unterstützung und Hilfe zu stossen.

Gut strukturierter, solider Unterricht in

lernförderlichem Klima. In den von uns

besuchten Lektionen fanden wir ein ruhiges

Arbeitsklima vor, das den Schüler/innen ein

konzentriertes und aufgabenorientiertes

Schaffen ermöglicht. Die meisten Schüler/innen

beurteilen den Unterricht als abwechslungsreich

und erleben die Lehrpersonen

als unterstützend und wohlwollend. Die

Gruppenräume, Gänge und auch Plätze im

Freien werden rege genutzt, um den Schüler/innen

Partner- und Gruppenarbeiten zu

ermöglichen.

Schulhausprofilbildende Anlässe und Rituale.

Jedes Schulhaus hat seine eigenen,


esonderen Anlässe und Projekte, die teilweise

schon jahrelange Tradition haben und

die verschiedenen Schulhauskulturen prägen.

Insgesamt sind die Schüler/innen und Eltern

mit den Schulanlässen sehr gut zufrieden.

Umfassende Förder- und Unterstützungsangebote.

Mit der Integrativen Förderung,

der Begabungsförderung, Deutsch als Zweitsprache

und der Integrativen Sonderschulung

bestehen an der Primarschule Ruswil

zahlreiche Förderangebote, die es möglich

machen, dass praktisch alle Kinder der Gemeinde

eine Regelklasse besuchen können.

Mit der Schulsozialarbeit besteht ein weiteres,

wirkungsvolles Unterstützungsangebot

für die Schüler/innen, Lehrpersonen und Eltern.

Gut eingebettete Integrative Förderung. Die

Integrative Förderung ist an der Primarschule

Ruswil mehrheitlich fliessend in den Unterrichtsverlauf

eingebettet. Die Schüler/innen

sind es sich gewohnt, dass oftmals zwei oder

sogar drei Lehrpersonen (IS) im Schulzimmer

sind, einige Schüler/innen für gewisse Lektionen

den Unterricht verlassen oder die Klasse

in Gruppen aufgeteilt wird und in verschiedenen

Zimmern arbeitet. Gemäss den

Lehrpersonen werden bei Bedarf Förderplanungen

für die Schüler/innen vereinbart. Dieser

Prozess der Förderplanung und der daraus

resultierenden Massnahmen geschieht unter

Einbezug der Schüler/innen und Eltern.

Gute Berücksichtigung aller Kompetenzbereiche.

Das integrative Schulmodell der

Primarschule Ruswil fördert die Auseinandersetzung

mit dem überfachlichen Kompetenzaufbau

und sorgt für ein ausgeglichenes

Verhältnis zwischen der Förderung der fachlichen

und überfachlichen Kompetenzen.

Insgesamt sind die Lehrpersonen sehr zufrieden

damit, wie sie methodische, soziale

und personale Kompetenzen der Schüler/innen

fördern.

Seriöse Personalführung. Die Personalführung

wird umsichtig geplant und wertschätzend

wahrgenommen. In den Beurteilungsund

Fördergesprächen werden aktuelle Elemente

der Schul- und Unterrichtsentwicklung

thematisiert, wie etwa das Teamteaching.

Neue Lehrpersonen fühlen sich gut

aufgenommen und unterstützt.

Gute Elterninformation und Kontaktmöglichkeiten

für Eltern. Die Eltern sind gut

und rechtzeitig über alles Wichtige informiert.

Lehrpersonen und Schulleitung sind

jederzeit gesprächsbereit. Die Öffentlich-

keitsarbeit wird über verschiedene Kanäle

wirksam gepflegt.

Vorausschauende Schulentwicklung. Schulleitung

und Schulpflege leiten rechtzeitig

und mit einer sorgfältigen Planung Entwicklungsschritte

ein, damit die Schule Ruswil

den Anforderungen einer modernen Schule

gerecht wird und auf gesellschaftliche Veränderungen

und Bedürfnisse der Schüler/innen

reagieren kann. Die Umsetzung wird laufend

reflektiert.

1.2 Optimierungsbereiche der

Primarschule Ruswil

Durch das Zusammenführen der verschiedenen

Schuleinheiten zu einer Schule Ruswil

wurden eine neue Führungsstruktur und verschiedene

Zusammenarbeitsformen auf unterschiedlichen

Ebenen neu etabliert. Diese

neue Organisationsform erreicht ihre intendierte

Wirkung noch nicht wunschgemäss. Die

Lehrpersonen erleben insbesondere die Zusammenarbeit

innerhalb der Stufengruppen

als wenig gewinnbringend. Der Unterricht an

der Primarschule Ruswil ist stark geprägt von

den individuellen Vorstellungen der jeweiligen

Lehrpersonen. Ein gemeinsames Unterrichtsverständnis

und Kontinuität über die

Stufen hinweg sind kaum auszumachen. In

der Ausgestaltung der Integrativen Förderung

sind die Lehrpersonen sehr frei, was zu

Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit und

Abstimmung zwischen Förder- und Klassenlehrpersonen

führen kann. Viele Schüler/innen

haben Erfahrung mit dem Klassenrat.

Dieser wird in erster Linie dafür genutzt,

zwischenmenschliche Probleme zu lösen. Das

Übernehmen von Verantwortung für eine gut

funktionierende Schulgemeinschaft sind sich

die Schüler/innen weniger gewohnt. Der

Primarschule Ruswil ist es ein Anliegen,

Schul- und Unterrichtsentwicklungsprojekte

gemeinsam anzugehen. Die Zielsetzungen der

Steuergruppe sind dabei jedoch oftmals zu

offen, so dass es zu Überforderungen in der

Umsetzung kommt. Im gemeinsamen Vorgehen

der Schule kommt es – abhängig vom

Entwicklungsstand der Schulstandorte – teilweise

zu Unter- oder Überforderungen der

verschiedenen Schulhausteams. Insgesamt

besteht wenig Konsens unter den Lehrpersonen

bezüglich zentraler Werte und Ziele der

Primarschule Ruswil.

Reibungspunkte aufgrund neuer Schulorganisation.

Die Umgestaltung des Schulleitungsmodells

und die damit verbundene einheitliche

Leitung aller Schulhäuser bedeuten

für die Primarschule Ruswil einen grossen

Veränderungsprozess. Obwohl die allgemeine

Stossrichtung als sehr sinnvoll und zukunftsgerichtet

zu bewerten ist, gibt es aktuell in

verschiedenen Bereichen des Zusammenwirkens

Schwierigkeiten. So stellt die Personalführung

aufgrund der Ausgangslage (Anzahl

Lehrpersonen, Heterogenität der pädagogischen

Grundverständnisse, unterschiedliche

Kulturen in den Schulhäusern, Ressourcen der

Bereichsleitung) eine grosse Herausforderung

dar. Die Aufteilung von operativer, pädagogischer

und organisatorischer Verantwortung

auf verschiedene Personen führt zu Schwierigkeiten

in der praktischen Umsetzung und

erschwert eine zielgerichtete Steuerung. Die

Schulleitung ist bestrebt, den Lehrpersonen

Mitsprache einzuräumen. Die teilweise vagen

Vorgaben überfordern ein grosses Gremium

wie die Stufengruppen jedoch häufig. Ein

grosser Teil der Lehrpersonen erlebt denn

auch die neuen Formen der Zusammenarbeit

noch wenig gewinnbringend.

Unausgeglichenes Verhältnis zwischen

beruflicher Belastung und Befriedigung.

Neben der Unzufriedenheit mit dem neuen

Schulleitungsmodell gibt es für die Lehrpersonen

eine weitere Palette von Belastungsfaktoren.

Die zunehmende Administration,

das «verwaltet werden», die umfangreiche

Elternarbeit für Klassenlehrpersonen, die

steigende Heterogenität in den Klassen aufgrund

des IS-Projekts, Mailflut u. a. m. lässt

aus Sicht der Lehrpersonen die eigentliche

Kerntätigkeit Unterricht in den Hintergrund

rücken.

Grosse Spannbreite in der Unterrichtsgestaltung.

Aufgrund der von uns besuchten

Unterrichtslektionen und der Aussagen

von Lehrpersonen, Schüler/innen und Eltern

lässt sich feststellen, dass in erster Linie

das persönliche, pädagogische Verständnis

der einzelnen Lehrperson den

Unterricht prägt und wenig Kontinuität

über die Stufen hinweg feststellbar ist. So

unterrichten einige Lehrpersonen sehr offen,

andere wiederum bevorzugen eher den

klassischen Frontalunterricht. Mit der Bearbeitung

des Themenbereichs Selbstgesteuertes

Lernen auf Ebene der Gesamtschule

versucht die Schule Ruswil nun in

einem ersten Schritt, Konsens und Verbindlichkeiten

zu schaffen.

Wenige Verbindlichkeiten in der Integrativen

Förderung. Es besteht zwar ein ausführliches

Konzept, welches die Förderangebote

der Schule regelt, in der Ausgestaltung

der Förderstunden sind die Lehrpersonen

dennoch sehr frei. Je nach pädagogischem

Grundverständnis der Lehrpersonen führt

SCHULSPIEGEL | 33


das dazu, dass eine sehr intensive Zusammenarbeit

mit den Förderlehrpersonen gesucht

oder diese zum Teil verweigert wird.

Für Schüler/innen und Eltern ist eine Orientierung

an dieser sehr heterogen gestalteten

Praxis schwierig und führt teilweise auch zu

Verunsicherung.

Eher geringe Mitsprache und Mitverantwortung

der Schüler/innen. In den meisten

Klassen findet Klassenrat statt. Trotzdem

sind die Schüler/innen der Primarschule

Ruswil eher wenig in die Gestaltung des

Schullebens einbezogen. Für die Regeln des

Zusammenlebens sowie für Anlässe und Aktivitäten

auf Klassen- und Schulebene übernehmen

vorwiegend die Lehrpersonen die

Verantwortung. Somit bestehen für die

Schüler/innen wenige Möglichkeiten, eigene,

gemeinsame Aktivitäten zu planen und

durchzuführen.

Zu offene Zielsetzungen. Um sicher gehen

zu können, dass die gesamte Primarschule

Ruswil die angestrebten Ziele in der Schulund

Unterrichtsentwicklung erreichen kann,

ist es wichtig, dass eine Steuergruppe die

Schulentwicklungsprozesse plant, bewertet,

koordiniert und konkretisierte Zielvorgaben

in wesentlichen Bereichen vorgibt und diese

auch einfordert. Beim aktuellen Unterrichtsentwicklungsprojekt

Selbstgesteuertes

Lernen geht es dabei um die inhaltliche Ausrichtung

wie auch um Anforderungen an die

Umsetzung. Hier agiert die Steuergruppe zu

wenig entschieden.

Zu wenig Berücksichtigung der Ausgangslage

bei Projektplanungen. Die guten und

zahlreichen Schul- und Unterrichtsentwicklungsprojekte

werden jeweils sorgfältig geplant.

Unterschiedliche Fähigkeiten und

Entwicklungsstandorte von Lehrpersonen,

Klassen oder auch Schulhäusern werden dabei

eher wenig berücksichtigt. Dies hat sich

z. B. beim Projekt Klassenrat gezeigt. Dadurch

ist eine wirkungsvolle Zielerreichung

nicht ausreichend gegeben. Zeigen die Massnahmen

bei einigen Lehrpersonen die angestrebte

Wirkung, entsteht bei anderen eine

Unter- oder Überforderung in der Umsetzung

von Entwicklungsprojekten.

Kein ausgeprägter Konsens und teilweise

fehlende Innovationsbereitschaft. Bezüglich

zentraler pädagogischer Werte und Ziele

besteht kein ausgeprägter Konsens innerhalb

der Primarschule Ruswil. Ein Teil der

Lehrpersonen gibt sich in eine gemeinsame

Entwicklung und den Meinungsbildungsprozess

hinein, ein anderer Teil zeigt sich eher

34

| SCHULSPIEGEL

zurückhaltend und ist wenig bereit, sich auf

Innovationen einzulassen.

2. Entwicklungsempfehlungen

Grundlagen für die Zusammenarbeit verbessern

und Ausgestaltung anpassen

Begründung

Mit der Einführung des neuen Schulleitungsmodells

ist die Ausgestaltung der Zusammenarbeit

neu konzipiert worden. Durch verschiedene

Gruppen (Gesamtgremium,

Stufengruppen und darin enthaltene Q-Gruppen,

Schulhausteams) und unterschiedliche

Leitungspersonen (Bereichsleitung, Stufenleitung,

Schulhausleitung) soll die pädagogische

und organisatorische Zusammenarbeit

gewährleistet sein. Momentan funktioniert

sie noch nicht reibungslos, eine spürbare Verbesserung

der institutionalisierten Zusammenarbeit

ist für die Lehrpersonen noch nicht

erreicht. Ein grosser Teil der Lehrpersonen

fühlt sich zu wenig angesprochen in den grossen

Gruppen und sieht den praktischen Nutzen

für ihre Unterrichtsarbeit zu wenig. Weiter

fehlen die Beheimatung in einem Team

und ein Vertrauensverhältnis im Stufen- oder

Gesamtteam. Fachlehrpersonen, insbesondere

die IF-Lehrpersonen, wünschen sich einen

Austausch untereinander. Die Lehrpersonen

des Kindergartens fühlen sich oftmals nicht

angesprochen in der Stufe. In der grossen

Stufengruppe und unter Kollegen/innen fühlt

man sich überfordert, Ziele und Verbindlichkeiten

auszuhandeln. Einige wollen vorwärts

arbeiten, andere machen nicht mit. Es gibt

auch zwischenmenschliche Schwierigkeiten.

Weiter bedauern viele Lehrpersonen, dass die

schulhausspezifische Zusammenarbeit verloren

gegangen ist.

Empfehlung

Wir empfehlen der Primarschule Ruswil, Anpassungen

bei der Organisation und der Ausgestaltung

der Zusammenarbeit vorzunehmen.

Dazu sind die Aufteilungen im Rahmen

der Personalführung zu überdenken und die

Steuergruppe in ihrer Funktion und in ihrer

Aufgaben zu stärken. Die Visionen und Strategien

der Schule sollen zu konkreten Zielvorgaben

führen, welche den verschiedenen

Gruppen der Zusammenarbeit zur Bearbeitung

aufgetragen werden. Stufen-, Schulhaus-

und Fachschaftssitzungen sollen dabei

angemessen berücksichtigt werden.

Mögliche Massnahmen

• Schulleitungsmodell evaluieren, Führungsfunktion

für Schulentwicklungsprozesse

beschreiben und nötige Handlungsweisen

konsequent umsetzen.

• Strukturen der Zusammenarbeit anpassen,

Einbindung der IF-Lehrpersonen überdenken,

Fachschaftssitzungen in Erwägung

ziehen, Zeitgefässe für Schulhaussitzungen

schaffen

• Effizienz der Sitzungen steigern durch

kompakt agierende Steuergruppe, konkrete

Zielvorgaben, engere Begleitung der individuellen

Umsetzung zwischen den Sitzungen,

entschiedeneres Einfordern von

Verbindlichkeiten.

• Projektplanungen an Fähigkeiten und Entwicklungsstand

der Lehrpersonen und

Teams anpassen.

• Aktive Teilnahme aller Lehrpersonen an

Meinungsbildungsprozessen und an der

Umsetzung eines gemeinsamen pädagogischen

Profils.

• Gelegenheiten schaffen, wo sich Lehrpersonen

begegnen und sich besser kennen

lernen können.

• Konsens und Kontinuität in der Schul- und

Unterrichtsentwicklung sicherstellen

Begründung

Vorausschauende Schulentwicklung ist an

der Primarschule Ruswil eine Selbstverständlichkeit.

Gewissenhaft werden die verschiedenen

Projekte und Angebote an der Schule

konzeptuell erarbeitet. In der Ausgestaltung

zeigt sich jedoch, dass bei den Lehrpersonen

bezüglich zentraler pädagogischer Werte und

Ziele kein ausgeprägter Konsens besteht. Je

nach pädagogischem Grundverständnis der

Lehrpersonen führt dies beispielsweise in der

Integrativen Förderung dazu, dass eine sehr

intensive Zusammenarbeit mit den Förderlehrpersonen

gesucht wird oder diese zum

Teil verweigert wird. Aufgrund der von uns

besuchten Unterrichtslektionen und der Aussagen

von Lehrpersonen, Schüler/innen und

Eltern lässt sich feststellen, dass bezüglich

Didaktik und Methodik wenig Kontinuität

über die Stufen hinweg feststellbar ist. So

unterrichten einige Lehrpersonen sehr offen,

andere wiederum bevorzugen eher den klassischen

Frontalunterricht. Obwohl es in den

letzten Jahren einige unterrichtsbezogene

Absprachen gab (Prüfen und Beurteilen an

den Aussenschulen, unterrichtsbezogene Zusammenarbeit

im Dorfschulhaus), lassen sich

ein gemeinsames Unterrichtsverständnis und

das Lernen voneinander kaum ausmachen.

Für Schüler/innen und Eltern ist eine Orientierung

an dieser sehr heterogen gestalteten

Praxis schwierig und führt teilweise auch zu

Verunsicherung. Mit der Bearbeitung des

Themenbereichs Selbstgesteuertes Lernen

auf Ebene der Gesamtschule versucht die

Schule Ruswil nun in einem ersten Schritt,

Konsens und Verbindlichkeiten zu schaffen.


Empfehlung

Wir empfehlen der Primarschule Ruswil, wie

mit dem Selbstgesteuerten Lernen angestrebt,

Konsens und Kontinuität in ihrer Schul- und

Unterrichtsentwicklung zu gewährleisten. Dadurch

soll eine vergleichbare Schulqualität garantiert

sowie Orientierung und Verlässlichkeit

für Schüler/innen, Eltern und Lehrpersonen

geschaffen werden. Die nötigen pädagogischen

Diskussionen sind zu lancieren, Verbindlichkeiten

zu definieren und angemessen

zu kontrollieren. Dem individuellen und schulhausspezifischen

Freiraum ist dabei das nötige

Gewicht beizumessen.

Mögliche Massnahmen

• Weiterhin gezielte Weiterbildung anbieten,

um die Identifikation der Lehrpersonen mit

den angestrebten Zielen der Schul- und Unterrichtsentwicklung

zu schaffen.

• Durch Information, Weiterbildung und Partizipation

Bereitschaft der Lehrpersonen

erhöhen, sich darauf einzulassen.

• Steuergruppe mit den nötigen Kompetenzen

ausstatten, um Projekte vor zu denken

und zu planen und um klare Ziele und inhaltliche

Ausrichtung der jeweiligen Themen

den Stufengruppen oder Schulhausteams

vorzugeben.

• Angemessene Verbindlichkeiten (Minimalstandards)

in der Schul- und Unterrichtsgestaltung

schaffen (Schülerpartizipation,

selbst gesteuertes Lernen, Aufbau

überfachlicher Kompetenzen u. a. m.), die

für alle Lehrpersonen gültig sind.

• Individuelle Gestaltungsräume ermöglichen

und deklarieren.

• Austausch guter Praxisbeispiele über die

Stufen hinweg und zwischen den Schulhäusern

ermöglichen.

• Partizipation der Schüler/innen ausbauen

Begründung

Die Schüler/innen der Primarschule Ruswil

haben wir als sprechfreudig, redegewandt

und offen erlebt. Wir schliessen daraus, dass

die Schüler/innen sich ernst genommen fühlen

und sie immer wieder Gelegenheiten haben,

sich zu äussern. In den meisten Klassen

findet regelmässig ein Klassenrat statt, der

vorwiegend zur Lösung von zwischenmenschlichen

Problemen dient. Trotz dieser

positiven Aspekte beurteilen wir die Umsetzung

und die Wirkung der Schülerpartizipation

als ausbaufähig. Wir haben wenige Anzeichen

dafür angetroffen, dass die

Schüler/innen an der Primarschule Ruswil in

die Gestaltung des Schullebens einbezogen

werden und Mitverantwortung übernehmen

können. Das Beispiel der von A-Z von den

Schüler/innen geplanten und durchgeführ-

ten Talentshow im Schulhaus Werthenstein

zeigt jedoch deutlich, dass ein Bedürfnis dafür

da ist. Dieses selbstständige Aktivwerden

ermöglicht den Schüler/innen eine positive

Selbstwahrnehmung und fördert das Selbstvertrauen.

In der Schülerpartizipation liegt

weiter ein grosses Übungsfeld, Meinungen zu

bilden, nach abgesprochenen Regeln miteinander

zu diskutieren und Lösungen für die

Gestaltung des Zusammenlebens zu finden.

Empfehlung

Wir empfehlen der Primarschule Ruswil, die

Partizipation der Schüler/innen auszubauen

und den Schüler/innen vermehrt Mitsprache

auf Klassen- und Schulebene zu gewähren.

Schüler/innen sollen ihrem Alter entsprechend

Möglichkeiten erhalten, gemeinsame

Aktivitäten zu planen und durchzuführen.

Dabei begleiten die Lehrpersonen sowohl

den Gruppenprozess wie auch den Aufbau

der dazu nötigen individuellen Kompetenzen

angemessen.

1. Zusammenfassung Sekundarschule

1.1 Stärken der Sekundarschule

Ruswil

Die Atmosphäre an der Sekundarschule Ruswil

ist friedlich und entspannt. Die Schüler/innen

fühlen sich sowohl in ihren Klassen

wie auch an der Schule wohl. Die

Schüler/innen begegnen sich ohne Vorurteile,

haben insgesamt ein friedliches Auskommen

und pflegen Freundschaften über die

Stufen und Niveaus hinweg. Kommt es dennoch

zwischen Schüler/innen zu Konflikten,

werden diese von den Lehrpersonen, der

Schulleitung, dem schulischen Sozialarbeiter

und dem Hauswart konsequent angegangen.

Die Lehrpersonen unterrichten gerne

an der Sekundarschule Ruswil und fühlen

sich im Team wohl. Mit regelmässigen Teamanlässen

pflegen sie das gesellige Zusammensein

im Team. Mit der Veranstaltung

gemeinschaftsförderlicher Anlässe auf Klassen-,

Stufen- und Schulebene fördert die

Schule den Zusammenhalt sowie das gegenseitige

Verständnis der Schüler/innen an der

Schule. Im Unterricht machen die Lehrper-

Mögliche Massnahmen

• Funktion des Klassenrats nicht primär auf

das Lösen von Problemen beschränken,

sondern auch als Gefäss nutzen, wo Schüler/innen

Ideen einbringen, Meinungen

diskutiert und Entscheide gefällt werden

können.

• Innerhalb der Klasse und auf Schulhausebene

Bereiche definieren, die von den

Schüler/innen entsprechend ihrem Alter

gestaltet werden können (Einbezug bei

der Festlegung der Regeln, Gestaltung der

Schulzimmer, Ausflüge der Klasse, Schulanlässe,

Umsetzung des Jahresmottos u. a.

m.).

• Im Schulhaus Dorf die Errichtung eines

Schülerrats in Erwägung ziehen, in den

kleineren Schulhäusern die Einführung

von Vollversammlungen prüfen.

• Weitere Formen der Übertragung von Verantwortung

in Betracht ziehen (Gotte/Göttisystem,

Peacemaker, kooperatives

Lernen u. a. m.).

sonen den Schüler/innen gegenüber klare

Leistungserwartungen geltend und gestalten

insgesamt eine lernförderliche und entspannte

Unterrichtsatmosphäre. Die Schule

Ruswil betreibt eine engagierte Öffentlichkeitsarbeit

und sucht aktiv den Kontakt mit

wichtigen Kooperationspartnern. Für die effektive

und effiziente Umsetzung von Abläufen

und Prozessen sind klare Strukturen

und Gefässe geschaffen worden. Die Infrastruktur

der Sekundarschule Ruswil ist

zweckmässig und ansprechend.

Respektvoller Umgang der Schüler/innen

und friedlich, entspannte Atmosphäre. An

der Sekundarschule Ruswil herrscht eine

entspannte Atmosphäre. Die Schüler/innen

fühlen sich sowohl in ihren Klassen wie auch

an der Schule wohl. Sie schätzen einander in

ihrer Andersartigkeit, respektieren sich mit

ihren Stärken und Schwächen und begegnen

einander ohne Vorurteile. Sie pflegen den

Kontakt zu ihren Mitschüler/innen über die

Stufe und die Niveaus hinweg. Ausgrenzun-

SCHULSPIEGEL | 35


gen aufgrund von Niveauzugehörigkeit finden

keine statt.

Klares und konsequentes Vorgehen der

Schule bei Übergriffen. Ernsthaftere Auseinandersetzungen

zwischen Schüler/innen

kommen vor, sind aber eher selten. Im Fall

von Übergriffen schreitet die Schule entschlossen

und konsequent ein. Die Lehrpersonen,

die Schulleitung, der schulische Sozialarbeiter

wie auch der Hauswart befinden

sich nahe am Geschehen, beobachten genau,

tauschen sich aus und treffen wenn nötig

geeignete Massnahmen.

Freundschaftliche Beziehungen im Team

und gute Aufnahme neuer Lehrpersonen.

Die Lehrpersonen fühlen sich im Team der

Sekundarschule wohl. Der persönliche Umgang

der Lehrpersonen ist respektvoll. Man

schätzt einander als Personen und unterhält

in den meisten Fällen gute, freundschaftliche

Beziehungen zueinander. Mit regelmässigen

Teamanlässen wie dem Mittagsturnen,

dem Weihnachtsessen, dem Schulschlussessen

und weiteren Veranstaltungen stärken

die Lehrpersonen den sozialen Zusammenhalt

innerhalb des Kollegiums. Neue Lehrpersonen

werden vom Team offen empfangen

und gut aufgenommen.

Gute Förderung von Verständnis und Zusammenhalt

unter den Schüler/innen. Mit

der Organisation gemeinschaftsförderlicher

Veranstaltungen auf Klassen-, Stufen- und

Schulebene fördert die Schule den Zusammenhalt

sowie das gegenseitige Verständnis

der Schüler/innen füreinander und ermöglicht

ihnen wertvolle Erfahrungen abseits

des herkömmlichen Unterrichts.

Entspannte Unterrichtsatmosphäre und

klare Leistungserwartungen. Der Unterricht

liegt den Lehrpersonen der Sekundarschule

Ruswil am Herzen. Sie machen den

Schüler/innen gegenüber klare Leistungserwartungen

geltend. Zudem gelingt es ihnen

über alles gesehen eine lernförderliche, entspannte

Unterrichtsatmosphäre zu gestalten.

Die Jugendlichen ihrerseits arbeiten

konzentriert und sind den Unterrichtsinhalten

zugewandt.

Enge Zusammenarbeit auf Niveau C und

Anpassung des Förderangebots. Die Lehrpersonen

des Niveau C haben sich vor etlichen

Jahren dazu entschlossen, integrativ

zu arbeiten und das Niveau D zu integrieren.

Die beteiligten Klassen-, Fach- und IF-Lehrpersonen

haben in der Zwischenzeit einen

intensiven Austausch und eine enge Zusam-

36

| SCHULSPIEGEL

menarbeit etabliert und das Förderangebot

an die Bedürfnisse ihrer Schüler/innen angepasst.

Gute Strukturen und klar geregelte Kompetenzen

und Verantwortlichkeiten. Die

Sekundarschule Ruswil hat Kompetenzen

und Verantwortlichkeiten klar geregelt und

verfügt mit der Schulleitungskonferenz, der

Stufenleitungssitzung und den Stufengruppensitzungen

über hilfreiche Strukturen,

welche die Basis für effektive und effiziente

Prozessabläufe bilden.

Engagierte Öffentlichkeitsarbeit und Kontakt

mit Kooperationspartnern. Die Schule

Ruswil zeichnet sich durch eine engagierte

Öffentlichkeitsarbeit aus. Sie informiert regelmässig

über ihre Institution und sucht

den Kontakt und die Kooperation mit unterschiedlichsten

Personen- und Interessengruppen.

Sie bedient sich in diesem Zusammenhang

verschiedenster Mittel und

Gefässe. Die Eltern sind mit der Art, wie sie

von der Schule informiert werden gut zufrieden.

Zweckmässige Infrastruktur und angenehmer

Lern-, Lebens- und Arbeitsort. Die

Sekundarschule Ruswil verfügt insgesamt

über eine sehr zweckmässige, ansprechende

und funktionale Infrastruktur. Die Werk- und

Hauswirtschaftsräume, die Gruppenräume,

der Aufenthaltsraum sowie die Schulhausumgebung

machen die Schule für die Schüler/innen

insgesamt zu einem angenehmen

Lern-, Lebens- und Arbeitsort.

1.2 Optimierungsbereiche

der Sekundarschule Ruswil

Aufgrund der grossen Vielfalt an unterschiedlichen

Vorstellungen, Einstellungen

und Haltungen hat das Team bis anhin kein

tragfähiges, teamübergreifendes Grundverständnis

erarbeiten können. Es bekundet

zudem Mühe, Unterschiede im fachlichinhaltlichen

Bereich auf eine direkte und

konstruktive Weise anzusprechen und gemeinsame

Lösungen zu erarbeiten. Ungeklärte

Erwartungen an die gemeinsame

Zusammenarbeit erschweren den Aufbau

tragfähiger, vertrauensvoller Arbeitsbeziehungen.

Der Austausch und die Zusammenarbeit

über die Stufen hinweg findet wenig

statt. Bezüglich der Gestaltung des Klassenlebens

können die Lehrpersonen die

Schüler/innen noch aktiver beteiligen und

einbinden. Die Individualisierung des Unterrichts

wie auch die Verwendung erweiterter

Lehr- und Lernformen fällt unterschiedlich

aus. Der sehr eng geführte Unterricht bietet

den Schüler/innen insgesamt wenig Freiraum

für eigene Lernerfahrungen.

Teamübergreifendes und tragfähiges

Grundverständnis zu wenig vorhanden. Das

Team der Sekundarschule Ruswil weist eine

grosse Vielfalt an unterschiedlichen Vorstellungen,

Einstellungen und Haltungen auf.

Innerhalb des Teams haben sich aufgrund ihrer

Stufenzugehörigkeit zudem Lehrpersonengruppen

gebildet, die sich in unterschiedliche

Richtungen weiter entwickelt

haben. Diese anspruchsvolle Konstellation

hat es mit sich gebracht, dass bis anhin kein

tragfähiges, teamübergreifendes Grundverständnis

hat erarbeitet werden können.

Unterschiedliche Auffassungen zu wenig

geklärt und zu wenig Lösungen erarbeitet.

Die Lehrpersonen bekunden Mühe, im

Gesamtteam unterschiedliche Auffassungen

im fachlich- inhaltlichen Bereich auf eine direkte

und konstruktive Weise anzusprechen,

Unstimmigkeiten zu klären und gemeinsam

gute Lösungen zu erarbeiten.

Tragfähige, teamübergreifende Arbeitsbeziehungen

wenig ausgeprägt. Ungeklärte

Erwartungen an die gemeinsame Zusammenarbeit

sowie die unterschiedliche Auslegung

und Wahrnehmung von Rechten und Pflichten

beeinträchtigen die teamübergreifende

Zusammenarbeit und erschweren den Aufbau

tragfähiger, vertrauensvoller Arbeitsbeziehungen.

Stufenübergreifender Austausch und Zusammenarbeit

ausbaubar. Vor einigen Jahren

hat die Bereichsleitung im Rahmen einer

effektiveren Ausgestaltung den Schwerpunkt

der schulinternen Zusammenarbeit

vermehrt in die Stufen verlagert. Der Austausch

im Gesamtteam wie auch der Kontakt

über die Stufen hinweg ist in der Folge etwas

in den Hintergrund getreten und muss

wieder aktiver gepflegt werden.

Schüler/innen zu wenig in die Gestaltung

der Klassengemeinschaft eingebunden.

Bezüglich des Klassenrats haben die Lehrpersonen

Leitsätze erarbeitet, die sehr offen

formuliert sind und viel Spielraum bei der

Umsetzung lassem. In der Praxis ergibt sich

eine grosse Vielfalt unterschiedlicher Umsetzungsformen.

Die Schule kann die Schüler/innen

noch aktiver in die Gestaltung des

Klassenlebens einbinden, ihnen Verantwortung

übergeben und ihnen wichtige und

wertvolle Erfahrungen im Rahmen der Aushandlung,

Erarbeitung und Umsetzung von

Projekten ermöglichen.


Individualisierung des Unterrichts ausbaufähig.

Bezüglich der Verwendung erweiterter

Lehr- und Lernformen ergibt

sich ein sehr heterogenes Bild. Je nach

Lehrperson, Niveau und Stufe trägt der dargebotene

Unterricht dem jeweiligen Leistungsvermögen

der einzelnen Schüler/innen

mehr oder weniger gut Rechnung. Teilweise

bietet der sehr eng geführte Unterricht den

Schüler/innen insgesamt wenig Freiraum für

eigene Lernerfahrungen. Die Individualisierung

des Unterrichts und die Verwendung erweiterter

Lehr- und Lernformen kann insgesamt

noch ausgebaut werden.

2. Entwicklungsempfehlungen

Tragfähige Zusammenarbeitsbasis schaffen

und pädagogisches Grundverständnis erarbeiten

Begründung

Das Team der Sekundarschule Ruswil setzt

sich aus Lehrpersonen zusammen, die eine

grosse Vielfalt an unterschiedlichen Haltungen,

Vorstellungen und Einstellungen vertreten.

Es stellt für das Team aus diesem

Grund eine Herausforderung dar, eine Kultur

der Zusammenarbeit aufzubauen, die sich an

einem gemeinsamen Grundverständnis orientiert.

Die engagierte fachlich-inhaltliche

Auseinandersetzung wird in der Folge teilweise

weit auseinander liegender Positionen

im Team wenig gepflegt. Das Bedürfnis der

Lehrpersonen nach individuellem Freiraum

erschwert die einheitliche Umsetzung von

Vorgaben und die Ausrichtung des Teams auf

gemeinsame Ziele.

Empfehlung

Wir empfehlen dem Team der Sekundarschule

Ruswil, unter Einbezug einer externen

Person, eine tragfähige Zusammenarbeitsbasis

zu schaffen und ein teamübergreifendes

Grundverständnis zu erarbeiten. Dazu

sind notwendige Rahmenbedingungen und

Voraussetzungen zu schaffen, um eine stabile

Basis der Zusammenarbeit im Kollegium

gewährleisten zu können. In der fachlichinhaltlichen

Auseinandersetzung sind unterschiedliche

Haltungen, Einstellungen und

Überzeugungen offen zu legen und in ein

tragfähiges, inhaltlich wertvolles Grundverständnis

einzubinden.

Mögliche Massnahmen

• Bestehende Schwierigkeiten und Konflikte

im Team offen legen.

• Notwendige Rahmenbedingungen und Voraussetzungen

für eine erfolgreiche teambezogene

Zusammenarbeit erarbeiten.

• Rechte und Pflichten bezüglich der teambezogenen

Kooperation festlegen und

konsequent einfordern.

• Unterschiedliche Haltungen, Einstellungen

und Überzeugungen offen legen und

in ein tragfähiges Grundverständnis einbinden.

• Regeldichte reduzieren und auf pädagogisches

Grundverständnis anpassen.

• Schüler/innen aktiv in die Gestaltung der

Klassengemeinschaft einbinden

Begründung

Der Grundkonsens, auf den sich das Team der

Sekundarschule Ruswil bezüglich der Schülerpartizipation

auf Klassenebene hat einigen

können, fällt sehr allgemein und offen

aus. Die Umsetzung im Schulalltag ist in der

Folge sehr unterschiedlich. Eine einheitliche

und pädagogisch wertvolle Umsetzung kann

auf diese Weise nicht gewährleistet werden.

Das aktive Einbinden der Schüler/innen bei

der Gestaltung der Klassengemeinschaft sowie

die gezielte Übergabe von Verantwortung

an die Jugendlichen wird von den Lehrpersonen

noch zu wenig wahrgenommen.

Die Lehrpersonen nutzen den Klassenrat

noch zu wenig, um unter den Jugendlichen

die engagierte Auseinandersetzung zu fördern,

sich darin zu üben eine eigene Meinung

zu vertreten und einen gemeinsamen

Konsens zu erarbeiten.

Empfehlung

Wir empfehlen der Sekundarschule Ruswil,

die Schüler/innen aktiver in die Gestaltung

der Klassengemeinschaft einzubinden. Dazu

ist ein teamübergreifendes Grundverständnis

zu erarbeiten und verbindliche, Kompetenz

fördernde Vorgaben für die Umsetzung

zu formulieren, aufeinander abzustimmen

und konkrete Umsetzungsformen auszuarbeiten.

Mögliche Massnahmen

• Chancen/Möglichkeiten und Grenzen/

Schwierigkeiten des Klassenrats gemeinsam

reflektieren.

• Teamübergreifender Grundkonsens bezüglich

des Klassenrats im Team erarbeiten.

• Die Ausgestaltung des Mitsprache-, Mitwirkungs-

und Mitbestimmungsrechts des

Klassenrats definieren.

• Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten im Zusammenhang

mit der Umsetzung des Klassenrats

gut nutzen

• Innere Differenzierung des Unterrichts

ausbauen

Begründung

Je nach Stufe und Niveau ergibt sich bezüg-

lich der inneren Differenzierung des Unterrichts

ein sehr unterschiedliches Bild. Die

Lehrpersonen bekunden teilweise Mühe,

den Unterricht vermehrt auf die unterschiedlichen

Leistungsvermögen der Schüler/innen

auszurichten. Gemäss Aussagen

der Eltern ist die individuelle Förderung vor

allem auf dem Niveau A und B schwach ausgeprägt.

Der Unterricht ist teilweise sehr

lehrerzentriert, eng geführt und lässt den

Schüler/innen wenig Spielraum für eigene

Lernerfahrungen. Ein Teil des Unterrichts

weist eine sehr klassische Ausprägung auf

und trägt einer vermehrten Binnendifferenzierung

noch wenig Rechnung.

Empfehlung

Wir empfehlen der Sekundarschule Ruswil,

die innere Differenzierung des Unterrichts

auszubauen. Dazu sind einerseits verbindliche

Unterrichtsanforderungen bezüglich der

inneren Differenzierung zu definieren und

andererseits stufenspezifische Vorgaben zur

Förderung der Selbst- und Methodenkompetenz

der Schüler/innen auszuarbeiten. Der

gegenwärtige Unterricht ist bewusst und in

kleinen, überschaubaren Schritten vermehrt

zu differenzieren. Der kontinuierliche Aufbau

der Selbst- und Methodenkompetenz der

Schüler/innen ist über die Stufen hinweg zu

gewährleisten und das selbstständige und

selbst gesteuerte Lernen konsequent zu fördern.

Mögliche Massnahmen

• Chancen/Möglichkeiten und Grenzen/

Schwierigkeiten des Individualisierens

austauschen.

• Veränderte Rollen und Aufgaben, die auf

Lehrperson und Schüler/innen im Kontext

der Umsetzung erweiterter Lehr- und Lernformen

und des Individualisierens zukommen,

reflektieren.

• Beispielsammlung stufen-, niveau- und situationsspezifischer

innerer Differenzierungsmöglichkeiten

erarbeiten, einander

durchgeführte Massnahmen vorstellen und

kritisch reflektieren (Projektarbeit, unterschiedliche

Themenangebote, Werkstattunterricht,

Wochenplan).

• Vorstellungen und Erwartungen bezüglich

der kontinuierlichen Förderung der Methoden-

und Selbstkompetenz offen legen.

• Verbindliche Mindeststandards bzgl. Selbstund

Methodenkompetenz pro Klassenstufe

und Niveau definieren.

SCHULSPIEGEL | 37


FRÜHLINGSWANDERUNG –

SCHULE ZISWIL

Am Dienstag, den 24. Mai unternahmen alle

sechs Primarklassen des Schulhauses Ziswil

eine Wanderung entlang der Nordgrenze der

Gemeinde Ruswil.

Da einige unserer Schüler im nördlichen Gemeindegebiet

wohnen, konnten wir ihren

Schulweg ablaufen. Bei strahlendem Wetter

starteten wir und wanderten vom Schulhaus

Ziswil Richtung Hunkele, von der Hunkele

ging es weiter auf der Strasse nach Windblose.

Da die Strasse auch die Grenze zwischen

Neuenkirch und Ruswil bildet, konnten

wir Schritt für Schritt von einer

Gemeinde zur anderen hüpfen.

38

| SCHULSPIEGEL

Von Windblose wanderten wir weiter Richtung

Ober-Lindig. Dort wurden wir von Familie

Bussmann mit kaltem Lindenblütentee

und Schoggikuchen verwöhnt. Von der

Schwendi stiegen wir auf zum Merzenberg.

Wir genossen die herrliche Aussicht auf den

Sempachersee und Nottwil. Vom Merzenberg

führte der Weg der Hecke entlang zur Flüsskapelle,

dann nach Oberarig, dem Rand des

Eglisbergwaldes entlang nach Eglisberg. Nun

war es nur noch eine kurze Strecke zur «Hüt-

te» und in den Roterwald. Endlich gab es

Mittagessen. Die Schüler verweilten an der

Rot, stauten das Bächlein. Zum Glück war es

nicht mehr weit bis St. Ottilien und Stalte.

Besonders die sechs Erstklässler aber auch

ein paar ältere Schüler hatten schwere Beine

und waren, nach einer reinen Wanderzeit

von immerhin dreieinhalb Stunden, froh, als

wir endlich in den Bus einsteigen konnten.

Müde erreichten wir Ziswil.


BEGABUNGSFÖRDERPROJEKT DER 1./2. KLASSE A, RÜEDISWIL

BEGEGNUNG MIT EINEM

KÜNSTLER IM ATELIER

Weil einige Kinder in unserer Klasse besonders

gerne zeichnen und allgemein im «Bildnerischen

Gestalten» sehr motiviert arbeiten,

lag es nahe, in diesem Bereich ein

Begabungsförderprojekt anzubieten. Mit

Markus Kaufmann – auch bekannt unter

dem Namen «Chöschu - haben wir in Ruswil

einen Künstler gefunden, der dieses Fach

auch unterrichtet und damit einen verständnisvollen

Zugang zu Kindern hat.

Wir setzten uns folgende Ziele:

Die Lernenden:

– erhalten einen Einblick in die Arbeit des

Künstlers im Atelier,

– kennen einige Meilensteine aus dem Leben

von Markus Kaufmann,

– erfahren, wie ein Werk entsteht: vom Skizzenbuch

zum Bild, und

– erhalten eine Einführung in vier Kunstwerke

und kopieren diese Werke in vier

Gruppen auf eine Leinwand.

Die Begegnung mit dem Künstler war für die

Lernenden wie auch für uns Lehrpersonen

ein dankbares Erlebnis. Die Kinder lauschten

beim ersten Besuch höchst konzentriert seinen

Ausführungen. Die vorgestellten Bilder

lösten bei ihnen ganz unterschiedliche Reaktionen

aus. Auch die ausgestellten Holzund

Steinskulpturen von Walter Kaufmann

(Vater von Chöschu) faszinierten die Kinder.

Beim zweiten Besuch präsentierte Markus

Kaufmann uns vier verschiedenartige Bilder.

Danach erhielten die Kinder die Gelegenheit,

die vier Bilder in Gruppen auf eine

Leinwand zu malen. Die Komposition und die

Farbgebung sollten übernommen werden.

Dabei zeigten die Kinder ein grosses Gespür

für Proportionen und Farben.

Die vier entstandenen Werke sind jetzt im

Treppenhaus im Schulhaus Rüediswil ausgestellt.

Sicher werden die Kinder diese aussergewöhnlichen

Unterrichtsstunden im

Atelier von Markus Kaufmann nie vergessen.

Herzlichen Dank!

Maria Baumeler und Erika Bucheli

«Chöschu» erklärt «künstlerisches» Arbeiten

«Was könnten wir denn da noch

verbessern?»

Auf dem Weg zum ersten Leinwand-Kunstwerk

mit Pinsel und Farbe.

SCHULSPIEGEL | 39


CREDIT SUISSE CUP 2011

FINALTURNIERE KANTON LUZERN

Wie es die Tradition will, fanden auch dieses

Jahr im Mai an zwei Mittwochnachmittagen

die kantonalen Finalturniere im Schulfussball

statt. Diese Turniere sind besser bekannt

unter der Bezeichnung «Crédit Suisse

Cup». Die Gewinner der einzelnen Stufen

(Mädchen/Knaben) qualifizieren sich für das

im Juni stattfindende Endturnier. Dieses hat

auch dieses Jahr in Basel (der Stadt des

Schweizer Fussballmeisters) stattgefunden.

An den kantonalen Ausscheidungsturnieren

nahmen die Schulen Ruswil mit zwei Mädchen-

und zwei Knaben-Teams teil.

2. Stufe – Mädchen – Adligenswil:

Einsatz, Fairness und Freude am

Spiel

Bei herrlichem Wetter spielten die Mädchen

der 2. Oberstufe auf dem Sportplatz Löösch

in Adligenswil. An diesem Turnier nahmen

26 Teams aus dem Kanton Luzern teil. Ruswil

war mit zwei Teams vertreten, Ruswil 1

(Gruppe E) und Ruswil 2 (Gruppe C). Zuerst

wurden auf vier Spielplätzen – unter fast

hochsommerlichen Temperaturen - die fünf

Gruppenersten ermittelt. Diese spielten

dann in einer zweiten Runde um den Turniersieg.

Natürlich wurde nicht konsequent

auf Biegen und Brechen gekämpft – schliesslich

stehen in nicht allzu ferner Zeit die Sommerferien

an. Und wer möchte denn schon

diese erholsame Zeit unfreiwillig im Liegestuhl

verbringen und auf das kühle Nass des

Schwimmbades verzichten? Dennoch, unsere

Spielerinnen kämpften mit grossem Einsatz

und makellosem Teamgeist, ganz nach

dem Motto «Eine für alle und alle für Tore».

Schwerer werdende Beine wie auch aufkommende

Krampferscheinungen wurden tapfer

weggesteckt. Beide Teams hinterliessen einen

ausgezeichneten Eindruck. Sie hatten je

vier Gruppenspiele auszutragen. Gesamthaft

wurden deren vier gewonnen, drei endeten

unentschieden und nur eines ging knapp

verloren (0:1). Damit wurden unsere beiden

Teams – leider – «nur» ehrenvolle Gruppenzweite.

Trotzdem durften alle Teilnehmerinnen mit

ihrem Einsatz und den erbrachten Leistungen

sehr zufrieden sein. Sie lieferten unterhaltsame

und teils auch höchst spannende Begegnungen.

Und dass im Sport Erfolg und

Misserfolg manchmal sehr nahe beieinanderliegen,

erlebte nicht zuletzt Ruswil 1. Eveline

Bucher schoss mehrfach aus guter Positi-

40

| SCHULSPIEGEL

on auf das gegnerische Tor. Dabei traf sie

aber zwei Mal nur den Pfosten und ein Mal

verhinderte die Querlatte ein zählbares Erfolgserlebnis.

«Nur nicht aufgeben!», hiess

ihre Devise - und sie bekam Recht. Aus mittlerer

Distanz schlug sie den Ball ins Goal.

«Endlich ist der Ball drinnen!», jubelte sie erlöst.

Gjemile Lekaj wuchs im letzten Spiel regelrecht

über sich hinaus. Nach einem Pfostenschuss

im Spiel zuvor («So ein Sch...!»)

setzte sie sich gegen Hitzkirch ungebändigt

in Szene. Mit grossem Einsatz und viel Selbstvertrauen

erkämpfte sie sich Ball um Ball,

schlug Hacken, mal links, mal rechts, gab

sich nie geschlagen, lief sich immer wieder

frei und erzielte dabei beide Tore zum 2:1

Sieg. Bemerkenswert war auch das kritische

Hinterfragen der absolvierten Spiele. So

stellte Tanja Wangeler klare Fortschritte im

Noelle Sidler entwischt ihren Gegnerinnen.

Lilliane Müllers Torabstoss wie aus dem Lehrbuch.

Zusammenspiel vom ersten auf das zweite

Spiel fest. Heidi Müller gab ihren Teamkolleginnen

zu verstehen, dass sie den Gegnerinnen

nicht so viel Raum geben dürfen; kurz:

Angriff ist die beste Verteidigung! Rahel Vogel

zog nach jedem Spiel Bilanz. Wiederholt

und bestimmt wandte sie sich vor dem letzten

Spiel an ihre Mitspielerinnen: «Wir müssen

hoch gewinnen, dann können wir Gruppenerste

werden!» Leider war dem nicht so.

Zwar gewannen sie 1:0 dank Aline Bucher, die

einen Hands-Penalty sicher verwertet hatte.

Doch der direkte Gegner siegte ebenfalls und

qualifizierte sich somit für die zweite Runde.

Ein herzliches Dankeschön gilt den Eltern,

die sich zur Verfügung gestellt hatten, die

Spielerinnen an den Turnierort zu transportieren.

Auch ihre Spielunterstützung war

Gold wert! Edwin Gubler


Nadia End kontrolliert gekonnt den Ball.

Gjemile Lekaj im Duell um den Ball.

Dicle Kayiran flankt sicher in den Strafraum.

Teamfoto Ruswil 1; hinten (v.l.n.r.): Eveline Bucher, Nadine Brun, Mirjam Zinniker, Laura

Birrer, Dicle Kayiran; vorne (v.l.n.r.): Heidi Müller, Jasmin Dahinden, Lilliane Müller, Tanja

Wangeler; liegend: Gjemile Lekaj.

Teamfoto Ruswil 2; hinten (v.l.n.r.): Lisa Steffen, Aline Bucher, Christine Portmann,

Michelle Hofstetter; kniend (v.l.n.r.): Melanie Bucher, Nadia End, Rahel Vogel, Noelle

Sidler; liegend: Melanie Habermacher. Fotos Edwin Gubler

SCHULSPIEGEL | 41


FAMILIENKREIS RUSWIL

STELLT SICH VOR

Der FamilienKreis besteht aus Eltern, welche

Erwachsenenbildung zu Erziehungsfragen

in Ruswil und Umgebung nachhaltig

fördern und verankern möchten. Mit dem

Jahresprogramm 2011 ist der Familien-

Kreis im Januar erfolgreich gestartet.

FamilienKreis stärkt Erziehende

In erster Linie will der FamilienKreis den

Austausch zwischen Erziehenden und deren

Weiterbildung unterstützen und fördern.

Dass dieses Angebot in Ruswil ein grosses

Bedürfnis ist, zeigen die bis heute gut besuchten

Anlässe und die positiven Rückmeldungen

der Besucher/innen. Diese schätzen

vor allem die Qualität der Fachvorträge und

die ergänzenden Workshops.

Der FamilienKreis ist bemüht, die verschiedensten

Altersgruppen anzusprechen und somit

ein möglichst vielschichtiges Weiterbildungsangebot

anbieten zu können. Gerne

nehmen sie auch Anregungen für gewünschte

Themen entgegen. Die Initiantinnen sind

erfreut, dass es ihnen gelungen ist, in Ruswil

ein Weiterbildungsangebot für Erwachsene

zu schaffen.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Dann schauen Sie doch einmal unter

www.familienkreis.ch.

Damit Sie laufend über die aktuellen Veranstaltungen

vom FamilienKreis informiert

werden, können Sie den Newsletter abonnieren.

Kontakt:

Eliane Hänggi-Studer 041 495 04 48 oder

info@familienkreis.ch

42

| SCHULSPIEGEL

INITIANTINNEN FAMILIENKREIS

AMSTUTZ-VOGEL DANIELA

• Familienfrau und Mutter von zwei Kindern • Tagesmami • gelernte

Lebensmittelverkäuferin • Mitorganisatorin von Waldnachmittagen

für Kinder • Weiterbildung für energetisches Feng Shui (anwendbar

in Raum, Landschaft und Körper)

Ich bin begeistert vom FamilienKreis, weil ich in einem geschützten

Rahmen Familien für ihren Alltag motivieren und stärken kann.

BACHMANN-MÜLLER PIA

• Bäuerin und Mutter von drei Kindern • führt gemeinsam mit ihrem

Mann einen Landwirtschaftsbetrieb mit Früchte- und Beerenproduktion

• Mitarbeit in einer bäuerlichen Sektion • Mitglied im

Pfarreirat Ruswil

Ich engagiere mich im FamilienKreis, weil mir Familie und Wohlbefinden

sehr wichtig sind.

ERNI-ERNI SILVIA

• Familienfrau und Mutter von drei Kindern • Gordon Familientrainerin

• Familienbar Moderierende

FamilienKreis begeistert mich, weil er die Chance bietet, Eltern- und

Erwachsenenbildung lokal zu verankern. Die Teilnehmer/innen unserer

Angebote sind immer wieder dankbar und motiviert, ihren Aufgaben

als Eltern bestärkt zu begegnen.

HÄNGGI-STUDER ELIANE

• Familienfrau und Mutter von zwei Kindern • im Teilpensum als

Pflegefachfrau tätig • Mitorganisatorin Kleiderbörse • Jugendkommissionspräsidentin

von 2004-2011

Ich möchte ein Erwachsenenbildungsangebot lokal mitgestalten und

verankern. Dies soll für eine hohe Qualität bürgen und für alle Interessierten

zugänglich sein.

HAUPT-ARNET IRÈNE

• Familienfrau und Mutter von 2 Kindern • Kindergartenlehrperson

• Märchenerzählerin

Der FamilienKreis soll für alle Familien-, Alters- und Berufsgruppen

offen sein. Ich möchte mit unserem Angebot nachhaltige Erwachsenenbildung

anbieten, Impulse geben, stärken und motivieren.

WEY KÜNG CARLA

• Familienfrau und Mutter von zwei Kindern • Führt gemeinsam mit

ihrem Mann einen Landwirtschaftsbetrieb • Primarlehrerin/Kinesiologin

mit eigener Praxis • Jahrelanges Engagement in der Jugendarbeit

Ich arbeite im FamilienKreis mit, weil mir die Elternbildung sehr am

Herzen liegt.


EINBLICK IN DIE

LOGOPÄDISCHE ARBEIT

Der Logopädische Dienst Rottal ist zuständig

für die Gemeinden Ruswil, Buttisholz

und Grosswangen. Wir sind zwei Logopädinnen,

welche Kinder dieser Gemeinden betreuen.

Sabine Felber arbeitet in der Mühle

in Buttisholz und therapiert Kinder aus Buttisholz

und Grosswangen sowie aus Teilen

von Ruswil. Ich bin zuständig für die Kinder

aus Ruswil (ohne Ziswil und Sigigen). Seit

diesem Schuljahr gehört Werthenstein zusätzlich

zu meinem Einzugsgebiet. Die Logopädische

Therapie wird von den Gemeinden

und den Kantonen bezahlt und ist

deshalb für die Eltern kostenlos.

Ein Tag als Logopädin

Vor 8.00 Uhr bereite ich die Therapiestunden

vor, lege das Material bereit, mache Kopien,

erledige Telefonanrufe und beantworte

Emails.

Nach einem kurzen fachlichen Austausch mit

der Logopädin in Buttisholz kommt das erste

Kind in die Therapie. Es ist ein Junge im

Kindergartenalter, der in der sogenannten

«G-Sprache» spricht. Dabei ersetzt er viele

Laute (Buchstaben) mit dem Laut G.

Nach 45 Minuten klopft das nächste Kind an

der Tür. Es ist ein Mädchen, das die 2. Klasse

besucht. Mit ihm übe ich das R und das

SCH. In der Schule bereitet ihm die schrift-

Nadja arbeitet auf dem Bauernhof. Die Logopädin Christina Zemp

hilft dem Mädchen beim Einzäunen.

liche Sprache Schwierigkeiten. Da es schon

als Kleinkind beim Erwerb der mündlichen

Sprache Mühe hatte, arbeiten wir hier auch

am Lesen und am Schreiben (Legasthenie).

Nachdem das Mädchen in die Schule zurück

gegangen ist, ruft die Schulpsychologin an,

um einen Gesprächstermin zu vereinbaren.

Die Pause ist vorbei und ein 3-jähriger Junge

kommt in die Therapie. Er spricht in Zweiwortsätzen

(z.B. «Mama abe») und reagiert

oft nicht auf Fragen. Meist verständigt er

sich nur mit einer Geste oder mit Zeigen.

Diesen kleinen Kindern versuche ich im Spiel

zu zeigen, wofür sie die Sprache brauchen

können. Gemeinsam entdecken wir die Sprache,

indem ich versuche, sie für die Welt der

Kommunikation zu begeistern. Gleich danach

kommt ein Mädchen. Es erzählt mir,

was es gerade in der Schule gemacht hat.

Dabei bildet sie viele Sätze falsch und oft

fallen ihr die Wörter nicht ein: Sätze werden

mittendrin beendet, viele Pausen mit «ehm,

ehm» und «dings» entstehen. Meistens werden

die Erzählungen des Mädchens deshalb

gar nicht verstanden. Nach einem kurzen

Gespräch mit einer Lehrperson, schreibe ich

einen Abklärungsbericht, führe die Statistik

und bastle für den Nachmittag noch ein

Spiel, damit es dann ein Kind mit nach Hause

nehmen kann, um zu üben.

Beim Reihenuntersuch im Kindergarten, bei

dem ein Mal jährlich – im Einverständnis der

Eltern - der Sprachentwicklungsstand (Aussprache,

Wortschatz, Grammatik und das Verständnis

der Sprache) aller Kinder überprüft

wird, fiel auf, dass ein Junge viele Laute

noch nicht richtig bilden konnte und dass er

nicht durch die Nase atmete. Deshalb hielt er

den Mund offen. Darauf wurden seine Eltern

gebeten, sich bei mir zu melden. Heute kommen

sie um 13.30 Uhr zu einer genaueren logopädischen

Abklärung. Anschliessend kommen

noch zwei weitere Kinder in die

Logopädische Therapie. Eines übt den Laut S

richtig auszusprechen. Das andere lernt das

R zu rollen. Nach einem Telefongespräch mit

der Psychomotorik-Therapeutin, findet am

Ende des Tages noch ein Gespräch mit den

Lehrpersonen des Kindergartens statt.

(Merke: Alle oben erwähnten Fälle sind fiktiv!)

Weitere Information zum Logopädischen

Dienst Rottal gibt es im Internet unter

http://www.schulen-ruswil.ch/Schuldienst

Rottal/Logopädischer Dienst.

Für logopädische Fragen bin ich erreichbar

unter der Telefonnummer 041 495 17 22

oder unter der Email-Adresse

lpd.ruswil@edulu.ch Christina Zemp

Geschafft! Das «Säuli» hat einen neuen Zaun bekommen.

Fotos Edwin Gubler

SCHULSPIEGEL | 43


MUSIKSCHULE RUSWIL

GRUNDKURS IM UNTERRICHT

FEST VERANKERT

Seit knapp einem Jahr ist der musikalische

Grundkurs, ein Angebot der Musikschule

Ruswil, an den Schulen Ruswil obligatorisch.

Sämtliche Kinder der ersten und

zweiten Primarklasse kommen seit letztem

Sommer in den Genuss einer zusätzlichen

Musiklektion, welche im Stundenplan der

Volksschule fest integriert ist.

Pascal Galeone, Grundkurslehrperson in den

Schulhäusern Dorf, Sigigen und Ziswil, und

Marietta Stockmann, Grundkurslehrperson

in den Schulhäusern Rüediswil und Werthenstein-Unterdorf

ziehen erste Bilanz und

erläutern im folgenden Interview, warum der

musikalische Grundkurs für die Kinder so

wertvoll ist.

Der Grundkurs ist seit einem Jahr für alle

Schülerinnen und Schüler obligatorisch

und im Stundenplan der Volksschule fest

verankert. Wie stehen Sie persönlich dazu?

Welches sind die Vorteile und wo sehen

Sie eher Schwierigkeiten?

P. Galeone: Aus meiner

Sicht ist es sehr

wichtig, dass der

Grundkurs obligatorisch

und im Stundenplan

fest verankert

ist. Verschiedene

Studien zeigen auf,

dass sich die Investition

in diese Richtung

lohnt – schlussendlich auch für die Wirtschaft.

In Ruswil sind Sport, Musik und

Theater optimal in Schule und Gemeinde integriert.

Die Wertschätzung dieser Arbeit ist

klar spürbar. Ein gutes Beispiel für die umliegenden

Gemeinden...

M. Stockmann: Einen

grossen Vorteil

sehe ich darin, dass

nun alle Kinder unentgeltlich

Zugang

zum musikalischen

Grundkurs haben.

Die Konsequenz daraus

ist, dass auch

unmotivierte Schülerinnen

und Schüler am Musikunterricht

teilnehmen müssen.

44

| SCHULSPIEGEL

Was macht aus Ihrer Sicht den musikalischen

Grundkurs so wertvoll?

P. Galeone: Grundsätzlich geht es im musikalischen

Grundkurs um die Sensibilisierung

der Kinder für die Musik und die Bewegung

im Allgemeinen. Das Wichtigste dabei ist,

dass die Kinder dabei Freude empfinden und

so einen natürlichen Umgang mit Musik entwickeln.

Der Einsatz von Improvisation und

Gestaltung fördert und verknüpft verschiedene

Bereiche wie Sinneswahrnehmung, Bewegung,

Raumorientierung, musikalische

Anlagen, Interaktion, Kommunikation und

Ausdrucksvermögen.

Was lernen die Kinder im musikalischen

Grundkurs?

M. Stockmann: Der Unterricht wird in die drei

Inhaltsgruppen Bewegen - Singen - Musizieren

unterteilt. Zum Thema «Bewegen»gehören

Grundbewegungsarten, Imitationen, Rollenspiele,

Tänze usw. Das «Singen»beinhaltet

nebst Stimmbildung und Liederrepertoire

auch Stimmimprovisation. Beim «Musizieren»kommen

verschiedene Instrumente zum

Einsatz. Das können z.B. Naturgegenstände,

der eigene Körper, Orff- oder selbst gebastelte

Instrumente sein. Zum Thema Musizieren

gehören aber auch Klanggeschichten, Liedbegleitungen,

Improvisationen, Musik hören

und analysieren oder auch Instrumente kennen

lernen.

Neue Leiterin

der Musikschule Ruswil

Frau Simone Bättig, Triengen, wird ab dem

01. August 2011 die neue Musikschulleiterin

der Musikschule Ruswil. Für die Nachfolge

von Bruno Meyer als Leiter der Musikschule

Ruswil gingen mehrere hochkarätige

Bewerbungen ein. Die Wahl fiel schliesslich

auf die 32-jährige Simone Bättig. Die Primarlehrerin

liess sich zwischen 2000 und

2004 an der Musikhochschule in Luzern zur

Musiklehrerin mit dem Hauptfach Querflöte

ausbilden. Seit 2003 unterrichtet sie an verschiedenen

Musikschulen in und ausserhalb

des Kantons Luzern. Im Jahre 2009 erlangte

sie das Diplom zur Musikschulleiterin

VMS. Ihre Ausbildung schloss sie im Jahre

2010 mit dem Master of Advanced Studies in

Musik-Management ab. Frau Bättig leitet

seit Oktober 2008 erfolgreich die Musikschule

Buttisholz. Einen Namen machte sie

sich über die Gemeindegrenzen hinaus als

Initiantin des Rottaler Musikschulwettbewerbes,

der im Frühling 2010 zum ersten

Mal in Buttisholz durchgeführt wurde und

seine Fortsetzung im kommenden Jahr in

Ruswil finden wird.

Einteilung und Unterrichtsbeginn

im Schuljahr 2011/12

Die Planung für das Musikschuljahr ist in

vollem Gange. Die Musiklehrpersonen werden

mit den Musikschülerinnen und Musikschüler

vor, während oder Ende Sommerferien

Kontakt aufnehmen, um mit ihnen die

Unterrichtszeiten für das kommende Schuljahr

festzulegen. Die erste Schulwoche ist

für die Einteilung reserviert. Der Musikunterricht

beginnt offiziell erst ab der 2. Schulwoche.

Bruno Meyer


Auftritt des musikalischen Grundkurses am Sommerkonzert 2010 und am Fasnachtskonzert 2011 der Musikschule Ruswil.

SCHULSPIEGEL | 45


TABAKPRÄVENTION AN DEN

SCHULEN RUSWIL

Auch dieses Jahr haben zahlreiche Klassen

der Schulen Ruswil am «Experiment Nichtrauchen»

teilgenommen. «Experiment

Nichtrauchen» ist ein Projekt der kantonalen

Tabak- und Suchtpräventionsstellen sowie

der kantonalen Krebs- und Lungenligen. Das

Projekt wird in Form eines Wettbewerbes

durchgeführt und richtet sich an alle Klassen

des 6. bis 9. Schuljahres.

Gesamtschweizerisch nahmen weit über Tausend

Klassen teil. Nikotinfrei blieben durchschnittlich

zwei auf drei Klassen. Einige

Schulklassen durften für ihr zweijähriges

Durchhalten einen Preis entgegennehmen.

Darunter waren auch zwei Klassen aus dem

Bärematt, die 2BII von Marc-Toni Eggler und

die 2BI von Edwin Gubler. Mit den erhaltenen

REKA-Checks im Wert von je Fr. 250.konnten

sich die beiden Gewinnerklassen

anfangs Juni ein Klassenlager-Extra leisten.

Die Freude über den materiellen Klassen-

»Zustupf» war das Eine. Viel wichtiger war

jedoch, wenn bei den Schülern/innen festgestellt

werden durfte, dass der Griff zur «Zigi»

jeglicher Verlockung entbehrte, was hinsichtlich

der Tabakprävention entscheidend

sein kann. Dies gilt selbstverständlich für alle

Klassen, die am Nichtraucher-Wettbewerb

teilgenommen haben - und es waren viele.

Einen weiteren aktiven Beitrag zur Tabakprävention

durfte die Klasse 2BI leisten. Sie

wurde eingeladen, an Radiospots zum «Tag

des Nichtrauchens» mitzuwirken.

Die Schüler/innen Mathias Utz, Julien Krähenbühl, Valentin Bättig,

Noelle Sidler und Gjemile Lekaj verfolgen die Aufnahmen

aufmerksam – aber auch mit einer Dosis Humor.

46

| SCHULSPIEGEL

Radiospot zum Tag des

Nichtrauchens (31. Mai 2011)

Zum Abschluss des Experiments Nichtrauchen

Plus durfte die Klasse 2BI an Radiospots

teilnehmen. Die Spots wurden vom Radio

Sunshine in Rotkreuz aufgenommen und

in der letzten Maiwoche - im Hinblick auf

den Tag des Nichtrauchens vom 31. Mai 2011

- an mehreren Tagen auf dem besagten Sender

ausgestrahlt. Das Mitwirken an den

Spots war nicht nur höchst lehrreich und

spannend. Noch gewichtiger war, dass die

Klasse aktiv an einem jährlich sich wiederholenden

Programm hat teilnehmen dürfen.

Natürlich wurden die Jugendlichen im Vorfeld

der Aufnahmen wiederholt auf den gesundheitsschädigenden

Nikotinkonsum hingewiesen.

Ihre in Radiospots verpackten

Aussagen waren denn auch beeindruckend.

Entscheidend war auch, dass sich Jugendliche

an Gleichaltrige gewandt haben, was

sich positiv auf die Gruppendynamik unter

Jugendlichen auswirken kann. So sagte

Samuel Weingartner (begeisterter Handballspieler)

aus: «Aes Läbe as Raucher cha ich

mer nid vorstelle, well ech Sportler be ond

ech wet mer ned mini Karriere dörs Rauche

verderbe!» Manuel Hofstetter (unermüdlicher

Skifahrer) besitzt eine feste Alternative

zum Nikotinkonsum: «Anstatt rauche mache

ich lieber Sport!» Venera Mrijaj lässt

sich von negativen Gruppenzwängen nicht

beeinflussen und gab zu verstehen: «Vonere

Gruppe lass ich mich nid unter Druck setze,

well ichs ned nötig ha wie di andere z’sii

ond wenn si das ned wend akzeptiere, de

sends ned rechtigi Kollege!» Auch Mirjam

Zinnikers «Güterabwägung» hört sich überzeugend

an: «Mit dem Geld, wo ich nid für

Zigaretten ausgebe, go ech lieber go schoppe

oder spare för spöter!»

Schliesslich konnten die Radioaufnahmen

auch aus rein schulischer Hinsicht ausgewertet

werden. Den Schülern/innen wurde

anschaulich aufgezeigt, wie wichtig die Prosodie

(Betonung, Rhythmus und Intonation

(Sprechmelodie) beim Vermitteln von Gedanken

an eine Hörerschaft ist. Beispiel: Radio.

Nach den Aufnahmen bekam die ganze

Klasse noch einen Einblick in die Arbeit der

«Radiomacher». Dabei beeindruckte die enge

Zusammenarbeit der diversen Akteure.

Weiter fiel die sekundengenaue Koordination

der einzelnen Abläufe auf. Aufschlussreich

war auch zu erfahren, dass es gar

keine eigentliche Ausbildung zum «Radiospezialisten»

gibt. So kommen diese doch

aus ganz unterschiedlichen Berufsgattungen.

Edwin Gubler

Samuel Weingartner wartet konzentriert auf das Zeichen des

Aufnahmeleiters.


Ein Radioreporter erzählt, mit welcher Aufgabe er sich gerade beschäftigt.

Venera Mrijaj erläutert, wie sie auf

Gruppen-Raucherzwang reagiert.

Manuel Hofstetter besitzt eine bereichernde

Alternative zum Nikotinkonsum.

Mirjam Zinniker erklärt, wie man Geld für

Rauchwaren genussvoller verwenden kann.

Fotos Edwin Gubler

SCHULSPIEGEL | 47


WAHLPFLICHT-RELIGIONS-

UNTERRICHT/3.SEKUNDARSTUFE

Im vergangen Jahr fanden wiederum ganz verschiedenartige Aktivitäten im Rahmen des Wahlpflicht–Religionsunterrichts (WARU)

der 3. Sekundarstufe statt. Die «Taizé-Reise» über die Auffahrtstage war das letzte Angebot. Hier ein kleiner Rückblick: Felix Koch

17 Jugendliche packen ihre Sachen für eine Woche, nehmen einen langen Weg unter die Füsse und bewohnen eine abgelegene Tessiner

Alp. Das Alpenlager unter dem Motto «Mehr als chillen!», und das einfache Leben auf der Alp werden allen noch lange in Erinnerung

bleiben.

22 Jugendliche erobern mit Kajaks den Sempachersee an einem

prächtigen Frühlingstag und erahnen in der Eschkapelle etwas vom

Zauber der Natur und des Glaubens.

48

| SCHULSPIEGEL

16 Jugendliche reisen ins Burgund und tauchen mit 3000 Gleichaltrigen

aus ganz Europa in das «Klosterleben in Taizé» ein. Die

eindrücklichen Gottesdienste mit ihren Gesängen, die vielen Gespräche

mit aufgestellten jungen Menschen und das Leben auf

dem Zeltplatz begeistern alle Jahre aufs Neue!


14 Jugendliche wagen das Übernachten in

selbstgebauten Iglus auf der Bannalp. Unter

dem Sternenhimmel, bei eisiger Kälte

und bissigen Wind, über das Leben zu sinnieren

ist eben so eindrücklich wie das

Schlafen im Iglu.

9 Jugendliche geniessen ruhige, entspannende

und meditative Abende beim

Angebot «spiritual life».

13 Jugendliche setzen sich mit Gewalt

und Schuld auseinander und treffen sich

mit einer strafgefangenen Person und

dem Gefängnisseelsorger zu einem eindrücklichen

Gespräch.

6 Jugendliche marschieren am Bettag

frühmorgens durch das Morgengrauen

mit Halt bei unseren wunderschönen

Kapellen und geniessen dabei

die Morgenstimmung am idyllischen

Soppensee.

7 Jugendliche lassen sich vom Zauber

des Glaubens und von Zaubertricks begeistern.

18 Jugendliche erproben in der Kletterwand

ihre Klettertechnik und denken

über das Vertrauen im Leben und

Glauben nach.

BEGABUNGS- UND BEGABTENFÖRDERUNG BGF

ERFAHRUNGSBERICHT AUS

DER UNTERSTUFE ZISWIL

An den Aussenschulen Ruswil ist Begabungs-

und Begabtenförderung (BGF) von

Beginn weg integriert umgesetzt worden.

(Über das Jahr verteilt steht dafür im Rahmen

der Förderlektionen eine halbe Wochenlektion

zur Verfügung). Zusammen mit

der Klassenlehrerin Claudia Kiener betreut

Sybilla Zihlmann an der 1. – 3. Klasse total

20 Kinder (1. Kl.6 / 2. Kl.6 / 3.Kl.8).

Ein Kind mit Sonderschulbedarf wird integriert

(IS) unterrichtet.

Für Claudia und Sybilla ist es wichtig, BGF in

verschiedenen Bereichen umzusetzen. Sie

orientieren sich am Modell der neun Intelligenzbereiche

nach Gardner.

Im Rahmen der bisherigen Zusammenarbeit

haben Claudia und Sybilla schon verschiedene

Projekte in Begabungsförderung gemacht.

Im Moment setzen sie BGF im Mathematikunterricht

um. Mit einer

Lernumgebung zum Thema «Geld» arbeiten

sie voll individualisierend mit allen Lernenden

von der 1. bis 3. Klasse im gleichen

Stoffbereich. Basis des Projektes sind die

Lehrplanziele. Dazu werden alle Mathematik-Lektionen

eingesetzt. Gearbeitet wird in

drei Blöcken von je zwei Lektionen. Das Projekt

wird etwa vier Wochen dauern. Jedes

Kind führt in dieser Zeit ein Lerntagebuch,

worin es aufschreibt, was es lernen will. Am

Ende der Woche wird die Erreichung dieser

Ziele reflektiert. Sybilla und Claudia übernehmen

die Rolle von Coaches: Sie besprechen

z. B. mit den Lernenden, was ihr Lernziel

sein könnte, unterstützen sie bei

Fragen, machen separate Einführungen in

bestimmte Aufgaben, etc. Eine Planübersicht

an der Wandtafel, wo sich die Lernenden

eintragen, ermöglicht ihnen Überblick

und Kontrolle.

Das Schulzimmer wurde umgestellt: Es gibt

drei Verkaufsläden und eine Bank. Der IF-

Raum ist für stilles Arbeiten reserviert.

An den Verkaufsläden schreibt jeder Verkäufer

die Preise gemäss seinen Fähigkeiten an.

Beim Erstklässler gibt es also beispielsweise

einen Hut für 5 Fr. und 1 Dose Erbsen für 2

Fr., während die Drittklässer eine Tierhandlung

haben, wo sie (Plüsch)Tiere verkaufen,

die beispielsweise 600 Fr. kosten. Jedes Kind

eröffnet und bewirtschaftet sein eigenes

Konto auf der Bank.

Neben diesen Verkaufsläden und der Bank

gibt es weitere Posten zum Arbeiten:

– (echtes) Geld rollen

– Produktion von Einkaufstüten und Faltportemonnaies

– Mit Frottage selber Geld herstellen

– Memoryspiel (Geldbild – Geldbetrag)

– Zaubertricks mit Geld ab Internet lernen

– Arbeitsblätter lösen, Mini-LÜK

– Arbeitsblätter entwerfen für die anderen

Lernenden

Als wichtigste Erfolgserlebnisse bezeichnet

Sybilla Folgendes:

– Die Lernenden können viele eigene Ideen

entwickeln und übernehmen Verantwortung.

– Sie haben grosse Freude und Spass an den

unterschiedlichen Arbeiten und erreichen

oder übertreffen die Lernziele des Lehrplanes.

– Alle Kinder haben etwas zu tun, es gibt

keine Wartezeiten.

Vor allem die jüngeren Kinder mussten sich

zuerst daran gewöhnen, dass es okay ist, dass

sie mit ihren Ressourcen arbeiten (kleine Kinder

haben kleine Geldbeträge, grosse Kinder

grosse - aber es gibt auch kleine, die die grossen

Zahlen schon beherrschen).

Von den Lehrpersonen fordert das Projekt eine

hohe Präsenz und man muss loslassen

können. Die Lehrpersonen können nicht alle

Aktionen kontrollieren. Die Resultate sind

im Moment nicht ganz so klar, wie wenn jeder

Schüler das gleiche Arbeitsblatt gelöst

hat.

Gesamthaft gesehen schätzt Sybilla das Projekt

als gelungen ein. Es darf einen solch

grossen Raum einnehmen, aber es müssen

daneben noch andere Methoden im Schulalltag

Platz haben. Realität ist ja, dass nicht

alle Lernenden solche Arbeitsformen gerne

mögen oder gut ertragen und Abwechslung

deshalb wichtig ist.

Claudia Kiener-Schittenhelm, Primarlehrerin

Sybilla Zihlmann, Schulische Heilpädagogin

SCHULSPIEGEL | 49


UMSETZUNG DER VERORDNUNG

BETREFFEND «FERIEN

UND SCHULFREIE TAGE»

Auf das Schuljahr 2011/12 wird an den

Schulen Ruswil die neue Verordnung zum Gesetz

über die Volksschulbildung betreffend

«Ferien und schulfreie Tage» umgesetzt.

Hier die wesentlichen Erneuerungen:

• Alle Lernenden haben pro Schuljahr neu 14

Wochen Ferien. Die Weihnachtsferien dauern

zukünftig zwei Wochen, beginnend am Samstag

vor dem 24.12., resp. am Samstag, 24.12.

• Schulinterne Weiterbildungen, Konferenzen

und Sitzungen der Lehrpersonen finden

ausserhalb der Unterrichtszeit statt.

• Der jeweilige Freitag nach Auffahrt und

Fronleichnam ist unterrichtsfrei.

• Die Lernenden haben die Möglichkeit, pro

Schuljahr vier Jokerhalbtage zu beziehen.

Was bedeutet die Umsetzung der neuen

Verordnung für die Schulen Ruswil:

Die Aufteilung der Ferienwochen verändert

sich in Ruswil nicht und der bereits publizierte

Ferienplan für das Schuljahr 2011/12

bleibt (praktisch) unverändert bestehen.

Einzig die Kirchenfeiertage Maria Namen (12.

September) in Werthenstein-Unterdorf sowie

Mauritius (22. September) in Ruswil werden

ab Schuljahr 2011/2012 wieder getrennt begangen.

Diese Änderung erfolgte aufgrund

eines Antrages des Kirchenrates von Werthenstein,

welchen die beiden Gemeinderäte

Werthenstein und Ruswil genehmigten und

in der bestehenden Vereinbarung zur schulischen

Zusammenarbeit (Werthenstein und

Ruswil) entsprechend berücksichtigt haben.

Weiterhin wird an den Schulen Ruswil die Wintersportwoche

Ende Januar stattfinden. Dies

unter der Bedingung, dass im Anschluss an die

Wintersportwoche bis zu den Fasnachtsferien

noch mindestens zwei ganze Schulwochen

möglich sind. Mit der Einführung der Jokertage

wird ab Schuljahr 2011/2012 den Erziehungsberechtigen

u.a. die unkomplizierte Verlängerung

der zweiten Ferienhalbwoche in der

Fasnachtszeit (nach dem Aschermittwoch) für

Donnerstag und Freitag durch den Bezug der

vier Jokerhalbtage ermöglicht. Dies wird dann

notwendig, wenn unsere Fasnachtsferien aufgrund

der Wintersportwoche Ende Januar vom

Schmutzigen Donnerstag bis zum Aschermittwoch

dauern.

50

| SCHULSPIEGEL

Einführung der Jokertage an den

Schulen Ruswil auf das

Schuljahr 2011/2012

Wie bereits angesprochen, werden in Ruswil

auf das kommende Schuljahr 2011/2012 die

sogenannten Jokertage eingeführt. Das

heisst, dass Lernende die Möglichkeit haben,

an vier Halbtagen pro Schuljahr dem

Unterricht fern zu bleiben, ohne dafür Gründe

zu nennen.

Allerdings muss von den Erziehungsberechtigten

der Bezug der Jokertage im Voraus der

Klassenlehrperson gemeldet werden. Das

entsprechende Formular (inkl. der nötigen

Unterschriften, z.B. der Fachlehrpersonen)

ist spätestens fünf Schultage im Voraus der

Klassenlehrperson abzugeben. Das Vorgehen

zum Bezug von Jokertagen kann den nachstehenden

«Richtlinien Jokertage» entnommen

werden. Für einen dringenden Arztbesuch

oder eine Schnupperlehre usw. müssen

keine Joker(halb)tage eingesetzt werden, da

Dispensationsgesuche gemäss § 10 der Volksschulbildungsverordnung

bei Vorliegen von

wichtigen Gründen weiterhin möglich sind.

Richtlinien Jokertage

1.Definition

– Jokertage sind individuell einsetzbare

Freitage und ermöglichen den Erziehungsberechtigten,

ihr Kind ohne nähere Begründung

während einer festgelegten Anzahl

von Halbtagen oder Tagen nicht in die

Schule zu schicken.

2. Sinn, Zweck

– Grundsätzlich gilt für alle Lernenden die

Schulpflicht; Urlaube sind Ausnahmefälle.

Mit den Jokertagen erhalten die Erziehungsberechtigten

die Möglichkeit, voraussehbare

Urlaubstage unbürokratisch

und eigenverantwortlich zu organisieren.

Es liegt im Interesse aller Beteiligten,

trotz Jokertagen einen geordneten Unterricht

zu ermöglichen.

3. Regelungen

3.1. Anzahl, Bezug

– Es stehen pro Schuljahr vier Halbtage zur

Verfügung. Diese können im Rahmen der

Vorgaben frei eingesetzt werden.

– Nicht bezogene Jokertage verfallen und

können nicht auf das folgende Schuljahr

übertragen werden.

3.2. Meldung, Kontrolle

– Die Erziehungsberechtigten und die Lernenden

füllen das Formular «Meldung Bezug

Jokertage» vollständig aus und unterzeichnen

das Formular. Der Bezug muss

nicht begründet werden.

– Die Klassenlehrperson unterschreibt das

vollständig ausgefüllte Formular. Anschliessend

holt der/die Lernende die Unterschriften

aller betroffenen Fachlehrpersonen ein.

– Das vollständig ausgefüllte Formular (inkl.

aller nötiger Unterschriften) ist spätestens

fünf Schultage im Voraus der Klassenlehrperson

abzugeben.

– Die Klassenlehrperson führt die Kontrolle

über die bezogenen Jokertage (Absenzenwesen).

– Der Bezug von Jokertagen gilt als entschuldigte

Absenz.

3.3. Einschränkungen

– Bei besonderen Anlässen der ganzen Schule

oder des ganzen Schulhauses (z.B.

Sporttage, Projektwochen, Thementage

etc.) können keine Jokertage bezogen

werden.

– Verspätet eingereichte Meldungen werden

nicht bewilligt.

– Wer unentschuldigte Absenzen aufweist,

kann im gleichen Schuljahr keine Jokertage

beziehen.


– Gesuche können abgewiesen werden,

wenn sich Lernende wiederholt ordnungswidrig

verhielten oder wenn bei einemvorgängigen

Bezug von Jokertagen die

Verpflichtungen (Stoff nacharbeiten, etc.)

nicht erfüllt wurden.

3.4. Aufarbeitung versäumter

Unterrichtsstoff

– Es liegt in der Verantwortung der Erziehungsberechtigten,

respektive der ernenden,

den verpassten Unterrichtsstoff voroder

nachzuholen.

– Prüfungen müssen ebenfalls vor- oder

nachgeholt werden.

3.5. Ausnahmen

– Nicht unter die Regelung Jokertage fallen:

• Hochzeit, Todesfall

im engsten Familienkreis

• Schnupperlehren für

2. und 3. Klassen Sek I

• Besuch bei der Berufsberatung

• Arzt- und Zahnarztbesuch

(sofern nicht in der Freizeit möglich)

• Krankheit

• Qualifikation für

sportliche oder kulturelle Anlässe

4. Inkraftsetzung

– Diese Regelungen treten per 1. August 2011

in Kraft.

– Bei Bedarf, spätestens jedoch im Zeitraum

Mai-Juni 2012, werden die Regelungen der

Jokertage evaluiert und allenfalls angepasst.

– Die Schulpflege behält sich das Recht vor,

bei offensichtlichem Missbrauch die Einrichtung

der Jokertage auf den Beginn eines

Schuljahres neu festzulegen.

Für Dispensationen vom Unterricht (ohne

den Bezug von Jokertage) gelten die folgenden

Zuständigkeiten:

bis 1 Tag: Klassenlehrperson

2 und 3 Tage: entsprechende Bereichsleitung

(Marina Monti, Primar

oder Guido Heller, Sek I)

4 und 5 Tage: Schulleiter (Kaspar Bättig)

über 1 Woche: Schulpflege Ruswil

Peter Frey, Schulpflegepräsident

MELDUNG BEZUG JOKERTAGE

Personalien der/des Lernenden

Name: Vorname:

Adresse: PLZ, Ort:

Klasse: Schulhaus:

Name Klassenlehrperson:

Der Bezug von Jokertagen

erfolgt vom (tt.mm.jj): bis (tt.mm.jj):

Anzahl Halbtage:

Unterschriften

Ort, Datum:

Erziehungs-

berechtigte: Schülerin/Schüler:

Kenntnisnahme

Ort, Datum:

Klassenlehrperson:

Fachlehrperson(en):

Das durch die Erziehungsberechtigten ausgefüllte und unterzeichnete Formular geht

an die Klassenlehrperson zur Unterschrift. Anschliessend holt der/die Lernende die Unterschriften

aller durch die Abwesenheit betroffenen Fachlehrpersonen. Das vollständig

ausgefüllte und unterschriebene Formular ist fünf Schultage im Voraus

der Klassenlehrperson abzugeben.


SCHULSPIEGEL | 51


SCHÜLERTRANSPORT MIT

CARMEN HÄFLIGER

ALS BEISPIEL FÜR DAS SCHULHAUS ZISWIL

Seit nahezu zwei Jahren wird eine Gruppe

von Schülerinnen und Schülern der Gemeinde

Ruswil mit dem Schulbus in die

Schule geführt. An einem prächtigen Montag

durfte ich selber im Bus mitfahren, um

einen persönlichen Eindruck vom Schülertransport

zu erhalten. Die knapp einstündige

«Rundfahrt» hielt was sie versprach:

eine spannende Entdeckungsreise!

Montag, den 30. Mai 2011: Die Schulbusfahrerin

Carmen Häfliger beginnt ihren

Dienst auf dem Parkplatz des Schulhauses

Bärematt. Weil jeder Tag wieder etwas anders

ist, hat sie zum Voraus wichtige Aenderungen

auf ein Blatt notiert und gut sichtbar auf den

Beifahrersitz gelegt. Dieses Blatt konsultiert

sie als erstes. Heute Mittag ist ihr erster Zielort

der Kindergarten Surbrunnematte, unweit

des Dorfzentrums. Kaum eingetroffen kommen

schon die ersten Kinder angerannt. Carmen

Häfliger begrüsst sie und überwacht das

Geschehen nahe. Alle scheinen klar zu wissen,

wie sie sich zu verhalten haben: der Reihe

nach einsteigen, sich hinsetzen, sich angurten

und warten. Zwei Kinder werden von

ihren Eltern abgeholt. Dann werden die

Schiebetüren geschlossen und weiter führt

die Fahrt nach Sigigen hinauf. Unterwegs erklärt

mir Carmen Häfliger, wie es vor zwei

Jahren zum Schulbustransport gekommen

ist. Ruswil ist eine grosse Landgemeinde mit

etlichen Kindern, die auf abseits gelegenen

Höfen wohnen. Kindergarten- und Primarschülern

könne nicht in jedem Fall ein so langer

Schulweg zugemutet werden. Und ständiges

Improvisieren mittels Oeffentlicher

Verkehrsmittel oder Transports seitens der

Eltern sei zeitraubend, aufwändig und kompliziert.

Darum habe die Gemeinde entschieden,

einen Schulbusbetrieb einzuführen. Nun

liegt fast der gesamte Schülertransport in

den Händen von Carmen Häfliger. Sie ist bestens

informiert bezüglich der Kinder, die sie

hin und her transportiert. Ist ein Kind unerwartet

abwesend, greift sie sofort zum Natel,

um telefonisch die Eltern zu erreichen. Auch

verfügt sie über die Stundenpläne der Schüler/innen

und eine genaue Routenübersicht.

In Sigigen verlassen einige Kinder den Bus,

bevor es wieder «talwärts» nach Ziswil geht.

52

| SCHULSPIEGEL

Auf dem Weg dorthin kann die prächtige Südflanke

der Gemeinde Ruswil betrachtet werden.

Das nächste Mal halten wir beim kleinen

Schulhaus Ziswil an. Einige Schüler steigen

aus, andere steigen zu. Zwei Schüler schleppen

stapelweise Kalender unter dem Arm heran.

«Haben wir im Altpapier gefunden!»,

bemerkt der eine. Das Einsteigen bereitet ihnen

etwas Mühe mit ihrer Last – Carmen Häfliger

hilft ihnen. Dann zeigt sie mir freundlicherweise

noch das etwas besondere

Schulhaus Ziswil von innen. Ihre Informationen

zeugen von hoher Ortskenntnis – eine

stärkere Verbundenheit mit dem Gebäude

ist nicht zu übersehen.

Nun folgt die Etappe «Rusmeler»-Berg. Auf

der Fahrt – die Landschaft zeigt sich fast wie

im Ferienprospekt - erhalte ich interessante

und unterhaltsame Informationen über die

idyllische Rusmeler-Hügellandschaft. Auch

erläutert mir Carmen Häfliger ihre besondere

Motivation, den Schulbus zu fahren. Besonders

schätze sie die grosse Dankbarkeit

der Kinder. Es sei offensichtlich, dass diese

den Transport nicht einfach als Selbstverständlichkeit

betrachteten. Sie scheinen

diesen «Service» echt zu schätzen. Carmen

Häfliger hat sichtlich ihr Vertrauen gewonnen.

«Hin und wieder plaudern die Kinder

aus der Schule. Und manchmal singen sie

auch zusammen das Lied, das sie gerade im

Radio hören, mit», lässt sie verlauten.

Der weitere Weg führt uns durch eine Landschaft

mit weiten Weiden, kleinen Dörfern

und gefälligen Weilern. An verschiedenen

Orten hält der Schulbus an, damit ein oder

mehrere Kinder aussteigen können. Für einige

heisst es dann aber noch «auf das Velo

umsteigen!» Aber auch dies scheint ihnen

nicht die geringste Mühe zu bereiten – jedenfalls

nicht bei diesem Frühsommerwetter.

Kaum sitzen sie im Sattel, sind sie bereits

weg. Langsam aber sicher leert sich der

Bus. Die letzten hungrigen Kinder kommen

zuhause an. Einige werden von ihren Eltern

oder Grosseltern abgeholt, andere eilen – offensichtlich

vom Hunger gepackt – schnurgerade

zur Haustür.

Nun gilt es keine Zeit mehr zu verlieren – zurück

nach Ruswil. Unterwegs erscheint zwi-

schen Waldstücken wiederholt ein wunderschönes

Panorama mit dem Sempachersee,

Zugersee und dem Vierwaldstättersee. Fernöstliche

Touristen hätten mehrfach um einen

Halt gebeten, um ihr Bilderkonto drastisch

zu erhöhen. Carmen Häfliger fährt

durch, die Zeit ist knapp bis zum nächsten

Einsatz, zu knapp um noch das Mittagessen

zuzubereiten. Aber dies stellt sie vor keine

Probleme. Es sei nur eine Frage der Organisation,

gibt sie mir zu verstehen. Im Einsatz

ist sie zwei bis vier Mal pro Tag, vier Mal pro

Woche – Carmen Häfliger schätzt augenscheinlich

ihre neue Aufgabe als Schulbusfahrerin.

Edwin Gubler

Carmen Häfliger empfängt ihre «Fahrgäste»

des Kindergartens Surbrunnematte.

Sicht auf die prächtige Südflanke zwischen

Ruswil und Ziswil.


Mit einem «Hauruck» schliesst Sven die

Schiebetür des Schulbusses.

Janis und Lorena freuen sich sichtlich zu

Hause angekommen zu sein.

Gruppenbild mit Andrea, Patrick, Eliane,

Marcel und Christoph (v.l.n.r.).

Die Vorderfront des geschichtsträchtigen

Schulhauses Ziswil.

Unterwegs: der stilvoll in die Landschaft

eingebettete Spicher Berghof.

Die letzte Wegstecke legen Andrea (vorne),

ihre Schwester Eliane (Mitte) und Marcel

(hinten) mit dem Velo zurück.

«Tschüss und bis heute Nachmittag!» –

Ramon verabschiedet sich von seinen

Schulkollegen.

Frage: «Und wo ist Dominique wohl zu

Hause?»

Unterwegs: Gletscherlandschaft mit dem

Sempachersee.

SCHULSPIEGEL | 53


BERICHT VOM KLASSENLAGER –

TORGON (WALLIS)

Und die Pyramide hält! Valentin, Martina, Venera (v.l.n.r.);

Tobias (oben)

Wir - die Klasse 2BI vom Schulhaus Bärematt

- weilten vom 6.-10.6.2011 im Klassenlager

in Torgon. Um 8.30 Uhr mussten wir vor dem

Schulhaus bereit stehen, um unser Gepäck in

den Car vom Busunternehmen Estermann

aus Beromünster zu verladen. Nach einem

Zwischenstopp auf einer Raststätte in der

Umgebung von Bern kamen wir um 12.30

Uhr in Torgon an. Sogleich assen wir unseren

Lunch und richteten uns in unserem Lagerhaus

ein. Nach einer «Begutachtung» des

Gebäudes testeten wir den Sportplatz vor

dem Haus. Im Verlauf des Nachmittages gingen

wir dann noch ins Dorf von Torgon, das

in 30 Minuten erreichbar war, und kurz darauf

nahmen wir das Nachtessen ein, das eigentlich

Spaghetti Carbonara hätte sein sollen...

Damit alle dies verstehen: Wir kochten

die ganze Woche selber! Nach der Erledi-

54

| SCHULSPIEGEL

gung der Aemtli schauten wir eine humorvolle

DVD. Dadurch wurde auch die Nachtruhe

etwas verschoben.

Mit wenig Schlaf machten wir uns auf den

Weg nach Le Bouveret am obersten Ende des

Genfersees. Dabei trafen wir auf einen weiteren

Schüler, der wegen Krankheit den ersten

Tag verpasst hatte. In Le Bouveret besuchten

wir den «aquaparc« mit seinen

wortwörtlich atemberaubenden Rutschbahnen.

Der «Knüller» war die Rutschbahn, auf

der man nach einem freien Fall auf einen

«looping» geschickt wurde. Um 14 Uhr verliessen

wir den Park um uns noch die Ortschaft

Le Bouveret etwas anzuschauen.

Schliesslich fuhren wir mit dem Zug und

dem Postauto zu unserem Lagerhaus zurück,

wo wir uns bis zum Nachtessen noch spielerisch

vergnügten. Nach der feinen Lasagne

«selbsterfundene Spiele»: Belinda, Jeanine, Gjemile und Maria

(v.l.n.r.) beim «Sugus-Auffangen» mit dem Mund

Am Ende der Rutschbahn: Noelle (l.) und Gjemile (r.)

haben sichtlich Spass!

spielten wir «einer gegen achtzehn». Den

Vormittag des Mittwochs verbrachten wir

mit Ausschlafen und Spielen. Aufgrund des

Regenwetters mussten wir den Sporttag leider

absagen. Wir amüsierten uns am Nachmittag

- nach einer feinen Pizza - köstlich

über die diversen Vorführungen, die viel Humor

mitbrachten. Die Zeit bis zur Nachtruhe

verbrachten wir dann noch mit Gesellschaftsspielen,

die wir selber mitgenommen

hatten.

Am vierten Tag fuhren wir via Aigle nach

Montreux. Dort besuchten wir die ausgedehnte

Seepromenade und «shoppten» im

Stadtzentrum bis 15.30 Uhr. Mit zufriedenen

Gesichtern machten wir uns auf den Heimweg.

Damit ging auch der letzte Ausflug in

diesem Klassenlager zu Ende. Zu Hause – Wir

hatten uns schon fest an unser Lagerhaus


Auf dem Bahnhof Aigle: Vor der letzten Fahrt mit dem Postauto

nach Torgon hinauf.

Szene aus der Märchenwelt: Gjemile, Julien

und Joel (v.l.n.r.).

«arc en ciel» gewöhnt – gab es im Laufe des

«freien Abends» als Abschluss noch ein köstliches

Dessert: Schoko- und Vanilleglace.

Nach einer Nacht, in der viele Lagerteilnehmer

absichtlich nicht schliefen, fingen wir

nach dem letzten Morgenessen mit dem

Aufräumen und Putzen an. Da wir damit

ziemlich schnell fertig waren, gönnten sich

einige noch einen kurzen Schlaf, bevor es

um 12.30 Uhr wieder zurück nach Ruswil

ging. Müde aber glücklich kamen wir

schliesslich um 15.40 Uhr beim Schulhaus

Bärematt an.

Rückblickend war die Schulverlegung für die

ganze Klasse sehr positiv. Besonders der Zusammenhalt

wurde stark gefördert und wir

lernten uns in der Gemeinschaft noch besser

kennen. Mathias Heini

Samuels Einlage: «planking» – Mathias U. beobachtet.

Etwas für das leibliche Wohl: Lukas, Fabienne Wuest (Begleiterin), Gjemile und Venera

(v.l.n.r.) am Kochherd.

Sketchs: Samuel, Maria, Lukas, Mathias H. und Mathias U. parodieren die Lehrerszenen,

die «Spuren» zurückgelassen haben.

SCHULSPIEGEL | 55


SCHULSPIEGEL AGENDA 2011/2012

DATUM ANLASS ZEIT – ORT WER – INFORMATION

MI 29. Juni 2011 SCHUFATAS-Informationsabend 19.30 Uhr, Schulhaus Dorf Schulen Ruswil

FR 1. Juli 2011 Sommerkonzert 19.30 Uhr, Pfarreiheim Musikschule Ruswil

MI 6. Juli 2011 Papiersammlung Dorf/Rüediswil

FR 8. Juli 2011 Schulschlussfeier Gemeinde

DO 18. Aug 2011 Weiterbildung der Lehrerinnen/Lehrer Pfarreiheim/versch. Schulhäuser Schulen Ruswil

MO 22. Aug 2011 Schulbeginn Schulen Ruswil

MI 31. Aug 2011 Papiersammlung Sek I 2. Stufe Schulen Ruswil

MI 31. Aug 2011 Schulpflegesitzung 19.00 Uhr, Schulhaus Bärematt Schulen Ruswil

MI 21. Sep 2011 Schulpflegesitzung 19.00 Uhr, Schulhaus Bärematt Schulen Ruswil

DI 18. Okt 2011 Theaterperlen Kindergarten 1./2. PS Schulen Ruswil

MI 19. Okt 2011 Theaterperlen Kindergarten 1./2. PS Schulen Ruswil

MI 19. Okt 2011 Klausurtagung der Schulpflege Schulen Ruswil

MO 24. Okt 2011 Elternabend Übertritt 6. PS - Sek I Schulen Ruswil

MI 26. Okt 2011 Papiersammlung Sek I 1. Stufe Schulen Ruswil

MI 26. Okt 2011 Schulpflegesitzung 19.00 Uhr, Schulhaus Bärematt Schulen Ruswil

DO 10. Nov 2011 Nationaler Zukunftstag (Tochtertag) www.nationalerzukunftstag.ch

FR 25. Nov 2011 Besuchstag 6. KL. Niv. A Schulen Ruswil

MO 28. Nov 2011 Schulpflegesitzung 19.00 Uhr, Schulhaus Bärematt Schulen Ruswil

MI 07. Dez 2011 Papiersammlung Sek I 3. Stufe Schulen Ruswil

DI 20. Dec 2011 Schulpflegesitzung 19.00 Uhr, Schulhaus Bärematt Schulen Ruswil

DO 19. Jan 2012 Schulpflegesitzung 19.00 Uhr, Schulhaus Bärematt Schulen Ruswil

23. bis 27. Jan 2012 Schneesportlager PS Schulen Ruswil

IMPRESSUM

SCHULSPIEGEL NR. 38

MONTAG, 20 JUNI 2011

Auflage 760

Erscheint November, Februar, Juni

Druck Meyer Rottal Druck AG

Markus Kaufmann, Layout;

Edwin Gubler, eg., Redaktion

Rückmeldungen, Kritiken, Vorschläge,

Ideen, Leserbriefe senden Sie an

Edwin Gubler, Schulspiegel,

Bäremattweg 1, 6017 Ruswil oder an

egubler@gmx.net

56

| SCHULSPIEGEL

Titelbild: Traumhäuser aus dem Bildnerischen

Gestalten 2. SekI, Ruswil. Wettbewerbsarbeit

für ZEBI.

MEYER ROTTAL DRUCK AG, 6017 RUSWIL

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