Villen Park - Immobilienforum GmbH

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I SEITE 6 I Kein Vergleich zu ihrem damaligen Haus in Weingartshof. Immer schwerfälliger war es geworden, immer voller, immer unmoderner. Bis sie eines Tages genug hatte und ihren Mann überredete, zurück in die Stadt zu ziehen. Nicht weit entfernt liegt sogar ein Tennisplatz. Tennis kann Audrey eine Zeitlang leider nicht mehr spielen, sie ist umgeknickt und hat sich den Fuß gebrochen. Ja, sie weiß, lächerlich, aber solche Dinge passieren... Deshalb war sie am Anfang auch heilfroh über den Fahrstuhl, der direkt bis in ihre neue Wohnung geht. Denn die erste Woche hat sie doch tatsächlich im Rollstuhl gesessen. Aber jetzt humpelt Audrey auf Krücken durch die Gegend, geht schon wieder. „Privaten Villenstil“ haben die Architekten ihre Wohnidee genannt. Sie lächelt. Es ist wirklich edel geworden. Wegen des Blicks und des privaten Lifts haben sie sich für die Suiten ganz oben entschieden, mit fünf Zimmern und einem herrlichen Blick auf die Veitsburg. Aber vor allen Dingen gibt es hier Platz und moderne Bequemlichkeit. Und jetzt hat Audrey endlich – endlich! – ihr eigenes Arbeitsstudio. Ihr eigenes Reich. Das ist auch so toll an diesem Haus und ihrer neuen Wohnung: Albert und seine Frau Mirja und die beiden Enkel wohnen im selben Haus, bloß unten. Sie können sich jetzt öfter sehen, können den 13-jährigen Maurice und seine Schwester nehmen, wenn die beiden Mal was direkt in der Innenstadt Ausrichtung Süden u. Westen Energie sparen mit KfW-60 max. 2 Wohnungen pro Etage TÜV-Prädikat direkt in der Innenstadt unternehmen wollen, und in letzter Zeit essen wir auch öfter zusammen. Gestern hatten sie köstlichsten Victoria-Barsch mit diesen winzigen Kartoffeln und duftenden Kräutern, heute wollte Justus erst was in Richtung Hausmannskost machen. Sie hat sich Mangold gewünscht, sie mag dieses Gemüse zu gern. Obwohl... Mangold und die Kinder, die passen nicht so gut zusam- men. Also hat Justus Spaghetti Carbonara gekocht, das mögen alle gerne, besonders die Kinder. Dazu haben die Erwachsenen einen Wein aus der Gegend probiert, einen Spätburgunder vom Rauenegg. Jetzt ist Lucia eingeschlafen. Audrey deckt ihre kleine Enkeltochter sorgfältig zu. Dann schließt sie leise die Tür hinter sich und geht hinüber in das große Schlafzimmer. Sie dreht sich mit ausgebreiteten Armen einmal um sich selbst und lässt ihren Blick wandern über das gemütliche Bett, den schönen neuen Teppich. Und dann geht sie doch noch Mal hinüber in ihr Arbeitszimmer: Sie wirft noch einen kurzen prüfenden Blick auf die Unterlagen für die Klassenarbeit am Montag, checkt dann noch ihre E-Mails. Ihre Tochter ist zurzeit für eine Reportage in Asien und hat deshalb die Kinder bei den Großeltern gelassen. Sie vermisse Ravensburg und komme am Mittwoch endlich zurück. Ob es Maurice und Lucia gut gehe? Audrey antwortet ihr noch und schaltet dann ihr iBook aus. Ach ja, sie könnte auch hier das Fenster zur Terrasse aufmachen, die Luft riecht so gut.

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