Nr. 6 / 2020

Hausapotheke2017

NATÜRLICHE HEILMITTEL AUS WILD- UND GARTENPFLANZEN | HOMÖOPATHISCHE KREISLAUFTROPFEN | VITALPILZE | STUMPFE VERLETZUNGEN | HOMÖOPATHISCHE APOTHEKE| UMGANG MIT PHOBIEN | GLASTRINKFLASCHEN | FERIENFEELING IM THERMALBAD| DER MENSCH ALS SOZIALES WESEN | EICHENKNOSPEN GEGEN STRESS | MUSKELGESUNDHEIT IM ALTER | ABWEHRKRÄFTE NATÜRLICH STÄRKEN | HAUSSTAUBALLERGIE | BEWEGUNGSSCHMERZEN | DER BERNSTEIN | FEUCHTIGKEIT DURCH FEIGENKAKTUS| AUS WUT WIRD MUT | KOMFORTSCHUHE | VERDAUUNGSBESCHWERDEN | HYPNOSE ALS THERAPIE | ERNÄHRUNGS- UND STOFFWECHSELTHERAPIE | NATÜRLICHE SCHWEIZER PRODUKTE | STÜTZSTRÜMPFE | VERLUST DER URTEILSFÄHIGKEIT, PRÄVENTIV HANDELN | LÖSUNGEN FÜR ZAHNUNGSBESCHWERDEN| HÖRPROBLEME| WORTWEISE | SONNENHUT ALS HEILPFLANZE | WENN DER DARM STREIKT | EISENMANGEL | WERTVOLLE BEITRÄGE | VERSTOPFUNGEN | DIE KUNST DES WARTENS | BIO-SHAMPOOS OHNE SILIKONE | PATIENTENVERFÜGUNG| PFLEGE BEI TROCKENER HAUT | SCHUHE ZUM WOHLFÜHLEN | GELBER ENZIAN, GEMMOTHERAPIE| FRUSTRATIONSTOLERANZ | FOLGEN EINES SCHLAGANFALLS | BEWEGUNG IN DER NATUR | HÖRTEST | GESUNDE GELENKE | ANTI-AGE BEHANDLUNG |RÜCKENREPORT 2020 | HAGEBUTTE FÜR HAUSTIERE | UMWELTSCHONENDER SONNENSCHUTZ | DRITTE ZÄHNE | WUNDEN RICHTIG BEHANDELN | NATÜRLICHER VIRENHEMMER | FAMILIE – GRUNDSCHULE DES LEBENS | HEILPFLANZENKUNDE | DARMENTGIFTUNG | MIKRONÄHRSTOFFE

Nr. 6 September/Oktober 2020

92. Jahrgang

Zurück zur Natur


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Der Schwindel ist weg

Appenzeller Heilmittel wirken

mit besonderer Kraft. Weltweit.

Erhältlich in Drogerien und Apotheken. Lesen Sie die Packungsbeilage.

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Medizin der Erde

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie sitzen in einem Garten an einem Holztisch.

Rund um Sie herrscht völlige Stille. Der Gesang der Vögel und das Zirpen der

Feldgrillen stören diese Ruhe nicht – im Gegenteil. Es ist Frühsommer. Sie sind dabei,

in einem Mörser fein gehackte Brennnesselblätter und Salz zu vermengen. Das

ist eine meditative Handlung, die viel Zeit und auch Geduld in Anspruch nimmt. Das

entstandene Brennnesselsalz ist ewig haltbar und verfeinert viele Gerichte. Meine

Interview-Partnerin, Christel Ströbel, sass für die Sendung «Handwerkskunst» des

SWR Fernsehens im letzten Jahr in einem wundervollen Garten und mörserte tief

entspannt genau dieses Brennnesselsalz.

Der Vater der gelernten Drogistin aus Stuttgart legte ihr einst die Liebe zur Natur

in die Wiege. Streifzüge durch den Wald zum Sammeln von Kräutern und Pilzen

machte sie mit ihm schon von klein auf. 2002 gründete Christel Ströbel mit ihrem

damaligen Mann den «Calendula Kräutergarten» in Stuttgart Mühlhausen. Durch

die tägliche Arbeit im Garten intensivierte sich ihr Pflanzenwissen. Sie verbrachte

viel Zeit mit Kräutern, um sie zu Tee, Elixieren oder Ölen zu verarbeiten. Mit Seminaren,

Führungen und der Heilpflanzenschule konnte Christel Ströbel ihre Kenntnisse

an Interessierte weitergeben. Viele Jahre bereicherte sie regelmässig als Kräuterfrau

die Sendung «Grünzeug» im SWR Fernsehen. Ab 2017 beschloss sie, auf neuen

Pfaden zu gehen: Es zog sie hinaus in die wilde Natur, um an wunderschönen Orten

Kräuterwanderungen, Naturerfahrungen und ihre Kräuterwerkstatt zu machen.

Bereits im Dezember 2016 hatte Christel Ströbels Tätigkeit als Sprecherin bei verschiedenen

Online-Kongressen begonnen. Und während des Lockdowns veranstaltete

sie ihren ersten eigenen Online-Kongress «Medizin der Erde». Sie möchte die

Menschen mit den Wundern der Erde berühren.

Als ich die Kräuterfrau im Fernsehen sah, hat sie mich berührt und zum Staunen

gebracht. Was alles möglich ist, welche Pflanze zu welcher Tinktur wie verarbeitet

werden kann – einfach wunderbar. Christel Ströbel arbeitet mit bewundernswerter

Ruhe und viel Respekt gegenüber der Natur.

Begleiten Sie mich auf Christel Ströbels Herzensweg mit den Pflanzen und der Erde.

Lesen Sie das Interview über die faszinierende Welt einer Kräuterfrau mit Herz ab

Seite 6.

Sylvia Felber

Schweizer Hausapotheke 6-2020 3


Vitalpilze:

Viel Potenzial für Ihre Gesundheit

Regelmässige Qualitätsprüfung durch Benjamin Hawlik.

Neben den Pflanzen und Tieren bilden

die Pilze ein eigenes Reich mit

geschätzten fünf Millionen Arten,

von denen die meisten noch unerforscht

sind. Unter anderem stellen

Pilze auch das älteste und grösste

bekannte Lebewesen auf unserem

Planeten dar: Einen Dunklen

Hallimasch, der sich unterirdisch

über eine Fläche von neun Quadratkilometern

erstreckt und ein Gewicht

von 600 Tonnen bei einem

geschätzten Alter von 2500 Jahren

hat.

Pilze spielen eine zentrale Rolle in

der Natur, indem sie das Alte, Abgestorbene

abbauen und gleichzeitig

neue, wertvolle und einzigartige

Nährstoffe produzieren. Sie

versorgen vor allem Pflanzen mit

lebensnotwendigen Nährstoffen,

aber auch Tiere und Menschen.

Sie sind wesentlich an den Erneuerungsprozessen

in der Natur

beteiligt. Pilze haben grundlegende

Funktionen im Ökosystem.

Allen Pilzen gemeinsam sind ihre

hochspezifischen und vielfältigen

Überlebensstrategien. Sie bilden

effektive antibakterielle, antivirale

und antimykotische Substanzen

aus, die sie gegen dieselben Erreger

schützen, die auch uns Menschen

und die Tiere befallen. Ein

Beispiel dafür ist das Antibiotikum

Penicillin. Pilze beinhalten unglaublich

viele wertvolle und gesundheitsfördernde

Inhaltsstoffe.

Anwendung von Vitalpilzen

So geht die Geschichte der Mykotherapie,

der Kunst, die Gesundheit

durch bewussten Einsatz von

bestimmten Pilzen zu unterstützen,

rund 4000 Jahre zurück. Bereits

der legendäre «Ötzi» trug vor

5300 Jahren einen Birkenporling als

Laxans und Antiwurmmittel gegen

seine Darmparasiten, sowie einen

Zunderschwamm zur Blutungsstillung

bei Verletzungen bei sich.

Die Benediktinermönche im Mittelalter

wussten, dass die Inhaltsstoffe

der Pilze, die Lebensqualität

der Menschen oft tiefgreifend verbessern

kann. In der traditionellen

chinesischen Medizin (TCM) wurde

dieses Wissen über die letzten

Jahrhunderte detailliert überliefert

und steht uns auch heute noch zur

Verfügung.

Fazit

Die vielseitigen Inhaltsstoffe der Pilze

sind äusserst komplex und wegen

ihrer grossen Zahl bis heute

wissenschaftlich erst ansatzweise

erforscht, obwohl es bereits unzählige

Studien zur Anwendung der sogenannten

Vital-, Medizinal- oder

Heilpilze gibt.

Vitalpilze sind in ihrer Komposition,

molekularen Strukturvariabilität

und in ihren Synergieeffekten

nicht nachahmbar. Dazu gehören

pilzspezifische Polysaccharide, die

in höchster Konzentration im voll

ausgereiften Fruchtkörper gebildet

werden und vorzugsweise als

vollwertige Extrakte bzw. Extrakt-

Pulvermischungen eingenommen

werden. Vitalpilze können somit

sehr wertvoll für die Gesundheit

sein und sehr effizient klassische

Behandlungsmethoden der Schulund

Komplementärmedizin ergänzen

und unterstützen.

Andrea

Loretan

Drogistin HF,

Co-Betriebsleitung

Nature First Apotheke in

Winterthur

Aus der täglichen Gesundheitsberatung

sind die Vitalpilze für

mich nicht mehr wegzudenken.

Mein oberstes Qualitätskriterium

sind Vitalpilzprodukte, die

aus dem ausgereiften Fruchtkörper

bestehen. Mit Hawlik vertraue

ich auf über 40 Jahre Erfahrung

in Qualität, Anbau und

Reinheit der Rohstoffe.

Der Name Hawlik steht für

Qualität, Innovation und

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Beim Pilzanbau entscheiden

folgende Punkte über die Qualität

der Vitalpilze: Der Anbauort

und damit die Güte der Böden,

das Anzuchtmaterial, die

Reifezeit.

Alle Produkte der Firma

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kontrolliertem Anbau nach

biologischen Richtlinien.

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Schweizer Hausapotheke 6-2020


INHALT

06 Blickpunkt

Zurück zur Natur

10 Phobien

Verschiedene Formen

13 Soziale Kompetenzen

Wichtig im Zusammenleben

20 Bernstein

Tränen der Götter

20 Impressum

22 Wut

Explosive Emotion

25 Hypnose

Kein Hokuspokus

33 Wortweise

Anno dazumal

34 Sonnenhut

Mehr als eine Zierpflanze

36 Verstopfung

Häufigste Ursachen

38 Entwürdigung

Problem im Alter

40 Warten

Eine Kunst?

46 Gemmotherapie

Gelber Enzian

47 Frustrationstoleranz

Zu hohe Erwartungen

58 Wunden

Richtig behandeln

60 Familienleben

Wichtiges Übungszentrum

Gedruckt in der Schweiz – auf chlorfreiem

Papier aus Schweizer Produktion.

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ES GIBT KEINE

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NUR ANDERE.

Schweizer Hausapotheke 6-2020 5


Uraltes

Wissen

einem ganz neuen Lebenszyklus.

Ich lernte Dieter Berweiler kennen, der eine

grosse Gärtnerei hatte. Ihn bat ich um eine

kleine Ecke auf dem grossen Areal, um meine

eigenen Teekräuter anzubauen. Das war mein

Herzenswunsch. Ich wollte eigentlich hundert

Quadratmeter, und er hat dann eine halbe Hektare

Land bepflanzt. Das war der Start für die

eigene Teeproduktion. Ab 2002 war ich jeden

Tag auf den Feldern und im Gewächshaus, habe

mich mit den Pflanzen beschäftigt und ihnen

zugehört. Sie haben mich als mein ganz grosser

Lehrer an die Hand genommen. So begann der

intensive Lebensweg mit den Pflanzen und der

Erde.

Ist Hildegard von Bingen ein Vorbild für dich?

Hildegard von Bingen fasziniert mich ohne

Ende. Ich war schon im Kloster und auf dem

Friedhof, wo sie ruht, und habe mir das alles

angeschaut. Ich bekomme jetzt, wenn ich dir

davon erzähle, wieder Gänsehaut. Ich finde es

absolut grossartig, was diese Frau in die Welt

gebracht hat und ihr Wissen bis zum heutigen

Tag erhalten blieb. Es gibt sehr viele Menschen,

die nach ihren Rezepturen leben und sich

ernähren. Ihr Schaffen fasziniert mich sehr,

aber ihre Rezepturen verwende ich ganz selten.

Die gelernte Drogistin Christel Ströbel befasst sich seit langer Zeit mit

Wild- und Gartenpflanzen. Sie stellt aus diesen Schätzen natürliche

Heilmittel her. Streifzüge durch die Natur gehören ebenso dazu wie

liebevolle Zuwendung und viel Geduld. Pflanzen zu verarbeiten ist

eine Lebenseinstellung: sich auf die Ruhe und Stille einzulassen.

Es gibt kein Gestern und kein Morgen, sondern

nur das Jetzt. Hektik und Ungeduld

haben keinen Platz. Die Natur gibt das Tempo

vor – alles hat und benötigt seine Zeit. Für

ihre Heilmittel verwendet sie zum Beispiel

keinen Mixer, sondern mörsert ein Brennnesselsalz.

Dieses Salz bereichert feines Essen

und ist ewig haltbar. Der Prozess dauert und

wirkt auf die Kräuterfrau immer wieder wie

eine Meditation. Diese Hingabe fliesst in das

Endprodukt ein und veredelt es zusätzlich.

Wer Christel Ströbel kennt, kann bestätigen,

dass sie gegenüber der Natur eine bewundernswerte

Ruhe und Hingabe ausstrahlt.

Ich habe Christel Ströbel per Zoom in ihrem

Zuhause besucht und viele interessante

Antworten auf meine Fragen erhalten.

Christel, deine Arbeit ist Handwerk

und Kunst zugleich, weshalb?

Handwerk ist für mich alles, was mit den Händen

entsteht und wo keine Maschine die Arbeit

übernimmt. Handwerk gab es schon im Mittelalter.

Kunst ist es, wenn man das Eigene reinbringt

und aus dem Herzen heraus etwas erschafft.

Das Herstellen von Pflanzenheilmitteln

ist, mit dem Herzen und mit den Pflanzen verbunden

zu sein. So hat das Produkt eine ganz

andere Schwingung oder Energie, als wenn

tonnenweise Pflanzen durch eine Maschine

geerntet werden. Die Inhaltsstoffe sind gleich,

aber die Schwingung ist spürbar anders.

Wann und warum hast du dich auf den

Weg mit den Pflanzen begeben?

Das begann in der zweiten Lebenshälfte, mit

Dann hast du dich auf deinen Weg begeben

und erschaffst deine eigenen Rezepturen?

Ja, das ist so. Für mich sind Pflanzen genauso

individuell wie wir Menschen. Wenn zum Beispiel

zwei Menschen zu mir kommen und über

Magenschmerzen klagen, dann spüre ich durch

das Energiefeld ganz unterschiedliche Bedürfnisse.

Wenn mich Menschen darum bitten, ist

es für mich die Erlaubnis, näher hinzuschauen.

Bei Magenschmerzen liegt die Ursache eigentlich

immer im seelischen Bereich. Wenn ein

Mensch sehr viel Stress im Alltag hat, dann

kommt oft die Schafgarbe zum Einsatz. Liegen

die Ursachen bei schlimmen Ereignissen oder

Trauer, die auf den Magen schlagen und nicht

mehr verdaubar sind, empfehle ich meist die

Kamille.

Was fasziniert dich an deiner

Tätigkeit am meisten?

Mich fasziniert, dass ich mein Wissen über die

Pflanzen und deren Heilkraft täglich erweitern

kann und selbst ihre Wirkung erfahren habe.

Für mich ist es nicht eine Arbeit im eigentlichen

Sinn. Es ist Liebe und Begeisterung und dass

ich mein Liebstes zu meinem Beruf machen

konnte. Ich arbeite dort, wo andere Ferien

machen; und es berührt mich, sie zu begleiten

und Interessierte in die Welt der Pflanzen

zu führen – zurück zu ihrem Ursprung. Es ist

für mich eine Art Rückbesinnung zu etwas

Uraltem.

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Schweizer Hausapotheke 6-2020


Du gehst mit den Pflanzen sehr behutsam

um. Weshalb ist das für dich wichtig?

Ich habe mir nie bewusst vorgenommen, zart

zu den Pflanzen zu sein. Ich bin einfach so.

Auf meinen Streifzügen streiche ich sehr

gerne ganz fein über die Pflanzen. So bin ich

in der Berührung mit ihnen und der Erde. Es ist

so etwas Kostbares, das ich einfach dankbar

streicheln muss.

© Fotos: zvg

«Die Natur hat ihren

eigenen Plan.»

Wirkt wie eine Meditation:

Mörsern eines Brennnesselsalzes.

Du verwendest zum Schneiden der Pflanzen

immer ein Keramikmesser. Weshalb?

Ich kann es wissenschaftlich nicht genau

erklären, aber es ist so: Wenn du zum Beispiel

einen Bioapfel mit dem Keramikmesser

halbierst, dann wird er normalerweise erst

nach ein paar Stunden bräunlich. Schneide

ich einen Apfel mit einem Metallmesser auf,

tritt die Verfärbung nach ein paar Minuten ein.

Die Metallionen, die beim Schneiden in das

Fruchtfleisch gelangen, verändern diese Oberfläche.

So geschieht es auch beim Schneiden

der Pflanzen. Das Keramikmesser lässt

das Geschnittene so, wie es ist; für mich ein

entscheidender Grund, nur mit einem Keramikmesser

zu arbeiten.

Wäschst du keine Pflanze, die

du verarbeitest?

Das wird oft empfohlen. Ich mache es nicht.

Viele ätherische Öle sitzen bei der Pflanze

ganz an der Oberfläche. Wenn ich die jetzt

wasche oder sogar schrubbe, geht ganz viel

Gutes verloren. Das macht für mich keinen

Sinn. Deshalb sollte man auch nie nach einem

Regen ernten. Man sollte warten, bis alles gut

abgetrocknet ist, am besten einen ganzen

Tag. So hat die Pflanze alles wieder aufgefüllt,

dehnt sich wieder aus und die Wirkstoffkonzentration

ist wieder an der Oberfläche.

Waschen ist deshalb schade. Eine Ausnahme

bilden Wildkräuter, die man direkt isst. Als

ordentliche Kräuterfrau müsste ich sagen: Alle

Kräuter sorgsam waschen. Ich selbst tue dies

nicht, aus schon genannten Gründen.

Mich fasziniert dein Einsatz von

Spitzwegerich. Erzähl uns von ihm.

Der Spitzwegerich wächst fast überall. Er


Prellungen,

Lindert

Verstauchungen

und

Quetschungen.

Original DR. ANDRES Wallwurz Salbe

Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel. Bitte lesen Sie die Packungsbeilage.

Dr. Andres Pharma AG

Schweizer Hausapotheke 6-2020 7


Löwenzahnwurzelkaffee

vertreibt unter anderem

Traurigkeit, Sorgen und Melancholie.

ist unser «Notfallwiesenpflaster», wenn wir

draussen unterwegs sind. Er findet seinen

Einsatz bei Insektenstichen, kleinen Verletzungen

oder Blasen an den Füssen. Er wirkt

desinfizierend, heilend, wundverschliessend

und stoppt kleine Blutungen. Ich habe bei

meinen Kindern bei kleinen Verletzungen nie

Jod verwendet, sondern immer den Saft des

Spitzwegerichs. Der Saft zieht in die Wunde

ein und hat eine keimtötende Wirkung.

So heilt er von unten nach oben und von

aussen, weil die Wunde schneller schliesst.

Bei Insektenstichen ist es so: Je schneller ich

den Saft auf den Stich gebe, desto weniger

breitet sich das Gift aus. Spitzwegerich kann

aber noch mehr. Er hilft bei Husten und Verschleimung

der Atemwege. Er hindert Bakterien

daran, sich zu vermehren. Hierbei kommt

ein Tee oder eine Tinktur zum Einsatz.

Deine Arbeit braucht Geduld. Weshalb ist

es wichtig, sich Zeit zu nehmen?

Zum Beispiel beim Mörsern eines Brennnesselsalzes

siehst du genau, wie die Pflanze

ihren Saft abgibt, sich mit dem Salz verbindet

und es zu glänzen beginnt. So kannst du in die

Verbindung mit der Pflanze kommen. Dieser

Prozess fordert Geduld, aber die Belohnung

ist gross, weil das Vorgehen einer Meditation

gleicht. So entsteht eine Dankbarkeit zur

Pflanze und zur Erde, die diesen Schatz

hervorgebracht hat. Während dieser Arbeit

dürfen auch die eigenen Gedanken wandern

und kreisen. Oft kommt es zu anderen, neuen

Gedanken oder Erkenntnissen, die mich in

eine ganz andere Richtung führen.

Welche Erfahrungen machst du in

deinen Online-Seminaren?

Für viele Teilnehmer ist es wie der Eintritt in

ein neues Universum. Das sind zum einen

die Heilkräuter mit ihren wundervollen Inhaltsstoffen

und Wirkungen auf den Körper,

aber vor allem auch die Begegnungen mit

den Pflanzenwesen. Der Garten und die

Landschaft in direkter Umgebung, werden

mit völlig neuen Augen wahrgenommen. Der

Onlinekurs ist eine virtuelle Bibliothek zum

Nachschauen, Nachhören und sich immer

wieder neu inspirieren lassen. Der Lockdown

in der Coronakrise hat viel, in diesem Fall

Positives, dazu beigetragen. Durch die Zeit,

die plötzlich zur Verfügung stand, waren viele

Menschen bereit, sich diese zu nehmen und

neue Erfahrungen zu sammeln. Viele haben

die Liebe zur Natur entdeckt.

Die Brennnessel – was bedeutet sie für dich?

Die Brennnessel ist ein Powerriegel, der das

Feuer in uns entfacht. Sie ist eine der fünf

wichtigsten Pflanzen überhaupt. Sie ist ein

Rundum-sorglos-Paket, wirkt blutreinigend

und Blut aufbauend, durchspült die Nieren und

verfügt über sehr viel Eisen und viel Vitamin C.

Da heute bekannt ist, dass der Körper Vitamin

C benötigt, um Eisen aufzunehmen,

ist es doch wunderbar, dass diese Pflanze

über beides verfügt. Sie hat auch unzählige

Mineralstoffe und Spurenelemente. Deshalb

ist sie wirklich ein Powerriegel, weil auch noch

die Faserstoffe dazukommen, die für unseren

Darm wichtig sind.

Pflanzen kommunizieren miteinander.

Kannst du uns ein Beispiel schildern?

Im Pflanzengarten kommen jedes Jahr im

Mai Läuse. Sobald eine Pflanze befallen ist,

kommuniziert sie mit den anderen. Die wappnen

sich mit der Produktion von Bitterstoffen

gegen einen Befall. Das ist ein Segen, denn

die Läuse sind in der Regel nach ein paar

Wochen wieder weg und die Pflanzen sind

reicher an wertvollen Bitterstoffen. Das ist für

mich extrem faszinierend – so lerne ich jeden

Tag etwas dazu.

Was kann die Natur bei uns bewirken?

Vielen Menschen geht im Zusammenhang

mit der Natur und dem Pflanzenreichtum das

Herz auf. Im Wald oder auf einer bunten Wiese

finden sie Zeit zum Nachdenken und dafür,

die Schwingung der Pflanzen zu spüren. Je

offener ich bin, desto mehr komme ich in der

Natur zur Ruhe. Vielleicht ist es wichtig, dass

wir alle in der Natur lernen, die Gedanken

mehr ins Positive zu verlagern und mehr das

Schöne zu sehen.

Die Ruhe, die grosse Dankbarkeit und Achtsamkeit

gegenüber der Natur und die faszinierende

Spiritualität von Christel Ströbel haben

Zur Person

Aufgewachsen bin ich zwischen Stadt und

Land. Der Bauernhof meiner Grosseltern, mit

allen Tieren und das Grossstadtleben, sorgten

für eine bunte Vielfalt.

Ich habe zwei wundervolle Kinder und ging

durch eine intensive Schule des Lebens.

Freud und Leid, Gesundheit und Krankheit

führten mich immer weiter auf meinem Lebensweg.

Auf der Suche nach Gesundheit, Schmerzfreiheit

und dem Sinn des Lebens, begegnete

ich der Naturheilkunde, dem Schamanismus,

alternativen Heilweisen und vielem mehr.

In der zweiten Lebenshälfte, ab dem Jahr

2002, begann ein neuer Lebensabschnitt.

Mein Leben und Wirken im Calendula Kräutergarten

brachte mich ganz zu meinen Wurzeln,

auf meinen urweiblichen Weg mit den Pflanzen

und der Erde.

So konnte ich immer tiefer in die «unsichtbare»

Welt der Pflanzen eintauchen. Pflanzen als Wesen,

mit all ihren Botschaften kennenzulernen,

wurde zu meinem Alltag.

2016 begann wieder ein neuer Lebensabschnitt.

Als Kräuterfrau bin ich jetzt mit meinen Veranstaltungen

an vielen Orten unterwegs, um das

alte Wissen der Kräuterheilkunde wieder zu

beleben.

Die Onlinewelt hat mir ein neues Universum eröffnet.

Als Sprecherin bei zahlreichen Onlinekongressen

und als Veranstalterin des Onlinkongress «Medizin

der Erde»: medizin-der-erde.com

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Schweizer Hausapotheke 6-2020


mich sehr berührt. Ich nehme dieses Erlebnis

mit in meinen Alltag und bin überzeugt, dass

es nachhaltig auf mich wirken wird.

Anmerkung der Redaktion: Christel Ströbel ist

keine Ärztin oder Naturheilpraktikerin. Sie gibt

ihr grosses Wissen gerne auf ihren Führungen,

in Kursen oder in Online-Seminaren weiter.

Erfahren Sie viel Interessantes über Christel Ströbel

unter christel-stroebel.de und usmalda.de

Im Internet sind zudem einige Videos abrufbar.

Rezept Löwenzahnkaffee

• Wurzeln ausgraben und reinigen

• In kleine Stücke schneiden

• Zum Trocknen, ohne Sonne, auslegen

• Dörrapparat

• Auf Backblech legen

• Bei mittlerer Hitze rösten – braun,

nicht schwarz. Immer wieder wenden

• Mahlen

• 1 Teelöffel für 1 Tasse

• Mit heissem Wasser übergiessen

• 2 bis 3 Minuten ziehen lassen

Zutaten für Salbe

• Spitzwegerich

• 100 ml Öl

• 15 g bio-Bienenwachs

Löwenzahn

• Überlebenskünstler

• Vertreibt die Sorgen, Traurigkeit und

Melancholie

• Bitterstoffe aktivieren die Leber

Rezept Notfallsalbe

Spitzwegerich mit dem Keramikmesser

zerkleinern und im Öl erhitzen. Eine Stunde

sanft köcheln und anschliessend abfiltern. In

das warme Öl Wachs hineingeben. Rühren,

bis sich das Wachs verflüssigt hat. In Tiegel

füllen.

Haltbarkeit: Mindestens 1 Jahr

Sylvia Felber ist Redaktionsleiterin der

Schweizer Hausapotheke seit 1991, Heimweh-Baslerin

und FCB-Fan.

Anzuwenden bei:

• Verletzungen

• Hämorrhoiden

• Juckreiz

• Insektenstichen

• Hautekzemen

Homöopathie

von OMIDA.

Taschenapotheke

mit 32 Einzelmitteln

Erhältlich in Apotheken und Drogerien.

Dies sind zugelassene Arzneimittel. Lesen Sie die Angaben auf der Packung.

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Umgang

mit

Phobien

Ängste spielten in unserer Evolutionsgeschichte eine wichtige Rolle, sie schützten schon unsere

Urahnen vor Gefahren. Angst ist ein normales Gefühl, das wir in einer bedrohlichen Situation

empfinden. Doch viele Menschen haben auch dann Angst, wenn keine reale Gefahr besteht.

Lösen an sich ungefährliche Objekte oder

Situationen unangemessen starke Angstgefühle

aus, spricht man von einer Phobie. «Oft

gehen Phobien mit Panikzuständen, also mit

heftigen Angstattacken einher, die Betroffene

nicht kontrollieren können», erklärt Dr. med.

René Bridler, der ärztliche Direktor des Sanatoriums

Kilchberg. Die Ängste können sich

im Lauf des Lebens spontan verändern oder

verschwinden. Phobien sind gelernte Ängste,

die man auch wieder verlernen kann. Häufig

haben die Betroffenen aber während langer

Zeit damit zu kämpfen.

Verschiedene Formen

Phobien lassen sich in drei Gruppen einteilen.

Eine erste Gruppe bilden die spezifischen

Phobien, die auf eng umschriebene Situationen

beschränkt sind: Hierzu zählen zum

Beispiel Ängste vor Tieren wie Spinnen, Mäusen

oder Schlangen, vor grosser Höhe, Dunkelheit,

geschlossenen Räumen oder Donner.

Die Liste der spezifischen Phobien ist endlos.

Eine weitere Gruppe umfasst die sozialen

Phobien, also Ängste vor prüfender Betrachtung

durch Mitmenschen oder davor, sich in

einer kleinen Gruppe peinlich zu verhalten.

Die dritte Gruppe bildet die Agoraphobie:

Hier entstehen Ängste zum Beispiel in Warenhäusern,

in öffentlichen Verkehrsmitteln,

im Gedränge oder beim Überqueren eines

weiten Platzes. René Bridler erläutert: «In

dieser Situation befürchten Betroffene, die

Kontrolle über sich zu verlieren, auszuflippen

oder sich peinlich zu verhalten, ohne die Situation

rechtzeitig verlassen oder Hilfe erhalten

10 Schweizer Hausapotheke 6-2020

zu können.» Ein Agoraphobiker steht zum

Beispiel im Einkaufszentrum in einer langen

Schlange vor der Kasse, beginnt zu schwitzen,

verspürt Kurzatmigkeit, Herzrasen und

Schwindel und erlebt Todesangst. In solchen

Situationen werden nicht selten Notfallärzte

beigezogen, die einen normalen körperlichen

Befund feststellen und eine Beruhigung bewirken.

Oft erfährt die betroffene Person erst

nach mehreren derartigen Ereignissen, dass

sie an einer Agoraphobie leidet. In der Folge

vermeidet sie solche Situationen, tätigt ihre

Einkäufe in einem kleineren Geschäft oder zu

Zeiten, wenn weniger Menschen unterwegs

sind. Einige Menschen mit Agoraphobie

schränken ihren Lebensradius massiv ein

und bewegen sich zum Beispiel nur noch im

Taxi fort oder lassen sich alles nach Hause

liefern. Sie versuchen, den für sie bedrohlich

wirkenden Situationen auszuweichen,

was zwar verständlich ist, die Phobie aber

verstärkt und zusätzliche Probleme mit sich

bringt. Im Extremfall kann eine Agoraphobie

zum sozialen Rückzug und zu Einsamkeit führen.

Eine Agoraphobie kann auch in anderen

Situationen auftreten. So gibt es Menschen,

die aufgrund dieser Phobie nicht mit dem

Zug, dem Bus oder dem Tram reisen können

oder in Tunnels panische Angst erleiden; hier

besteht ein fliessender Übergang zur spezifischen

Phobie.

Körperliche Symptome

Da es sich bei allen Phobien um Angsterkrankungen

handelt, sind sie immer auch

von körperlichen Symptomen begleitet,

die unterschiedlich stark ausgeprägt sein

können. Laut René Bridler sind Herzklopfen,

Schwitzen, Zittern, Mundtrockenheit, Atemprobleme,

Kribbeln in den Händen, Schwindel,

ein beklemmendes Gefühl, Druckempfinden

im Brustbereich oder auch Stuhldrang typische

Zeichen einer Phobie. Manche Betroffenen

erleben Gefühle der Entfremdung, das

heisst, sie kommen sich vor wie in einem Film.

Andere befürchten zu stürzen, ohnmächtig zu

werden oder gar zu sterben.

Was dahintersteckt

Für Phobien sind mehrere Ursachen und Begleitumstände

verantwortlich. Ängste treten

familiär gehäuft auf, auch frühkindliche Erlebnisse

spielen eine wichtige Rolle. Bekannt ist

zudem, dass sich Ängste von den Eltern auf

die Kinder übertragen können. Aber auch eigene

Erlebnisse oder beobachtete Ereignisse

können zu einer Phobie führen. Wer zum Beispiel

beobachtet hat, wie jemand vom Sessellift

gefallen ist, wird sich möglicherweise nach

diesem Erlebnis zunächst vor Sesselliften und

mit der Zeit vielleicht auch vor anderen Bergbahnen

fürchten.

Mögliche Folgen

Bei allen Phobien besteht die Gefahr, dass

sich die Betroffenen Vermeidungsstrategien

ausdenken, um weitere Ängste zu vermeiden.

Man bezeichnet dies als Angst vor der

Angst. «Bei längeren Krankheitsverläufen

ohne Behandlung besteht die Gefahr einer

Ausweitung der als gefährlich eingestuften

Situationen oder Objekte, wodurch sich der


© Foto: Emil – die Flasche/Sanja_85 – Adobe Stock

Emil – die Flasche ist auch bei einem Picknick der richtige Begleiter.

Weltweit tragen Einweg-Getränkeflaschen

aus Kunststoff massgeblich

zur Plastikmüllflut bei. Die

Entscheidung für eine Mehrwegflasche

ist also ein grosser Schritt

zu mehr Umweltschutz. Inzwischen

gibt es eine grosse Auswahl an

Trinkflaschen aus unterschiedlichsten

Materialien mit vielen

Vor- und Nachteilen.

Viele Mehrwegflaschen sind aus

Kunststoff: leicht, vergleichsweise

solide und unkompliziert in der Reinigung.

Darin können sich jedoch

Weichmacher und andere Schadstoffe

befinden, die im Laufe des

Gebrauchs abgegeben werden.

Ausserdem sorgen sie wieder für

Plastikmüll. Trinkflaschen aus Aluminium

oder Edelstahl sind häufig

Umweltfreundliche

Glasflaschen im schicken Design

sehr stylisch, aber dennoch umstritten.

Säurehaltige Getränke

können das Material angreifen

und bei schadhaften Beschichtungen

gesundheitsbedenkliche

Substanzen aus dem Aluminium

herauslösen.

Hygienisch und nachhaltig:

Glastrinkflaschen

Besonders umweltfreundlich,

nachhaltig und gesund sind Trinkflaschen

aus Glas. Schadstofffrei,

zu 100 Prozent recycelbar und geschmacksneutral

lassen sich Glastrinkflaschen

hygienisch reinigen

und vielseitig einsetzen. Effektiv vor

Bruch geschützt ist Emil – die Flasche

durch einen stabilen und komplett

recycelbaren Thermobecher

sowie einen schicken Flaschenbeutel,

der waschbar ist und jederzeit

ausgewechselt werden kann. Jedes

Jahr gibt es eine Vielzahl neuer,

trendiger Designs. So kann die

Flasche auch weiter genutzt werden,

wenn einmal eine andere Optik

gewünscht ist. Gefertigt werden die

Beutel aus Oeko-Tex zertifiziertem

Stoff oder aus 100 Prozent BIO-

Baumwolle, die im Ursprung nach

dem Global Organic Textile Standard

(GOTS) zertifiziert ist.

Das komplette Sortiment ist auf

emil-die-flasche.ch erhältlich.

Emil Glastrinkflaschen sind gut für

die Umwelt.

© Foto: Emil – die Flasche/JackF – Adobe Stock

Ein Plus für Sie!

Protein Plus, ein Eiweissdrink mit

allen essenziellen Aminosäuren:

Für den Muskelaufbau oder als zusätzliche

Eiweissquelle im Alter oder beim Sport.

Vertrieb: Natural Power Distribution AG, Volketswil, naturalpower.ch

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Lebensradius der Betroffenen allmählich einschränkt»,

erklärt René Bridler. Spontan etwas

zu unternehmen, werde für Personen mit

einer schweren, generalisierten Agoraphobie

beinahe unmöglich.

Die Behandlung

Phobien müssen nicht zwingend behandelt

werden. René Bridler dazu: «Es kommt darauf

an, wie sehr die Phobie das Leben der betroffenen

Person einschränkt. Wer zum Beispiel

an Flugangst leidet, aber nur alle zwei Jahre

mit dem Flugzeug in die Ferien reist, kann

in dieser Situation auch ein Beruhigungsmittel

einnehmen. Ein Geschäftsmann, der

hingegen fast wöchentlich fliegt und jedes

Mal von Ängsten geplagt wird, sollte eine

Behandlung in Betracht ziehen.» Phobien

lassen sich in der Regel sehr gut behandeln.

Der Erfolg hängt allerdings wie bei jeder

Behandlung auch davon ab, ob sich die betroffene

Person darauf einlassen will. Bei der

Behandlung kommen Medikamente, die auch

als Antidepressiva bekannt sind, zum Einsatz.

Beim Entscheid spielen der Wunsch der betroffenen

Person, die Dauer der Erkrankung,

das Auftreten von Panikattacken und auch

allfällige Begleiterkrankungen — beispielweise

eine Depression — eine wichtige Rolle. Mit

Hilfe von sogenannten selektiven Serotonin-

Wiederaufnahmehemmern, einer wichtigen

Gruppe der Antidepressiva, verringern sich

die Panikattacken oder verschwinden ganz.

Bei Phobien helfen auch psychotherapeutische

Methoden. Bewährt hat sich laut René

Bridler die kognitive Verhaltenstherapie:

«Betroffene erhalten in einem ersten Schritt

viele Informationen über Ängste und lernen,

dass Panikattacken nicht im eigentlichen

Sinn bedrohlich sind. Oder anders gesagt:

Ängste sind zwar unangenehm, aber man

kann sie aushalten.» Da viele Betroffene

während einer Panikattacke zu schnell und

zu viel atmen, lernen sie, ihre Atmung zu kontrollieren.

Primäres Ziel der Therapie sei nicht,

die Angst zum Verschwinden zu bringen,

sondern sie auszuhalten beziehungsweise zu

beherrschen. Für Betroffene heisst das, auf

das Vermeidungsverhalten zu verzichten und

in der Angst auslösenden Situation auszuharren.

Es gibt zwei Methoden: Bei der einen

konfrontiert sich der Betroffene mit immer

stärker Angst auslösenden Situationen oder

Objekten; bei der zweiten Methode setzt er

sich nach entsprechender Vorbereitung direkt

der maximalen Angstsituation aus. In der Therapie

verspüren die Betroffenen unweigerlich

die Angst, die sie vielleicht während Jahren

vermieden haben. Während den Konfrontationsübungen

sollen sie sich ganz auf das

Angsterleben und die damit verbundenen

körperlichen Beschwerden konzentrieren

und zum Beispiel ihre Angst protokollieren.

Wichtig ist, dass der oder die Betroffene so

lange in der Situation verbleibt, bis die Angst

allmählich abnimmt und deutlich unter das

Anfangsniveau absinkt.

Susanna Steimer Miller ist Chefredak torin eines

Elternratgebers. Als freie Autorin schreibt

sie über diverse Themen.

Ferienfeeling

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Körper, Geist und Seele

im Einklang

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das Wohlbefinden zusätzlich.

Ob Schmerzen, Verspannungen

oder einfach das Verlangen

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erholen Sie sich vom Alltagsstress.

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Das Intensiv-Solebecken intensiviert

in besonderem Mass die Entspannung

und vermittelt ein Gefühl

der Schwerelosigkeit. Um den

Kreislauf in Schwung zu bringen,

bedienen die Saunen und Dampfbäder

mit unterschiedlichen Temperaturen

und Luftfeuchtigkeiten

jedes Bedürfnis. Auch der Wechsel

zwischen dem 39 Grad warmen

Quellwasser im Hot-Pool und dem

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12 Schweizer Hausapotheke 6-2020


Der Mensch ist ein

soziales Wesen

Die einen haben viel davon, andere etwas weniger. Und in den Schulen werden sie nicht immer vermittelt,

oder höchstens nebenbei. Dabei sind soziale Kompetenzen etwas ganz Zentrales im menschlichen

Zusammenleben.

Fällt es Ihnen leicht, neue Freunde zu finden

oder einen guten Kontakt zu Kollegen zu

haben? Verstehen Sie gut, was andere wirklich

meinen, wenn sie etwas sagen? Können

Sie andere motivieren und unterstützen?

Erkennen Sie die Bedürfnisse anderer?

Können Sie Kritik entgegennehmen, ohne

gleich in die Luft zu fahren? Können Sie

anderen vertrauen und können Sie Verantwortung

übernehmen? Sind Sie fähig, sich

bei Konflikten auf einen Kompromiss einzulassen?

Können Sie eigene Bedürfnisse

auch einmal zurückstecken? Und müssen

Sie bei Diskussionen nicht immer das letzte

Wort haben?

Wenn Sie guten Gewissens alle diese Fragen

mit Ja beantworten können, dann verfügen

Sie über hohe soziale Kompetenzen. Dann

sind Sie in einer Gruppe oder in einem Team

beliebt und bestimmt auch fähig, gute

Beziehungen zu leben und grundsätzlich

mit allen Widrigkeiten des Lebens umgehen

zu können. Der Mensch ist ein soziales

Wesen. Nur sehr wenige Menschen ziehen

es vor, alleine durch das Leben zu gehen.

Die meisten schätzen es, in einer Familie zu

leben, Freunde zu haben, in einem Team mit

anderen zusammenzuarbeiten, mit anderen

Menschen etwas zu unternehmen, mit der

Nachbarin einen kurzen Schwatz abzuhalten

oder mit den Arbeitskollegen nach Feierabend

noch ein Bier zu trinken.

Keine Lehrpläne

Wir leben bekanntlich in einer akademisierten

Gesellschaft. Für alles und jedes gibt es

Ausbildungen, Weiterbildungen und Studien.

Und dann entsprechende Zertifikate und

Diplome. Abgesehen von ein paar wenigen

Ausnahmen im sozialen Bereich sind soziale

Kompetenzen in den meisten Ausbildungen

dennoch kein Thema. Oder höchstens nur

am Rande. Das heisst: Soziale Kompetenzen

eignet man sich nur ganz selten im Erwachsenenalter

im Rahmen einer Ausbildung an.

Juckende Haut?

Häufiger Juckreiz ist ein Anzeichen

dafür, dass Ihre Hautbarriere

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Juck-Kratz-Kreislauf rasch und

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Juckreiz entsteht, wenn die Haut

beschädigt und ihre Barrierefunktion

gestört ist. Reizstoffe dringen

leichter in die Haut ein, sodass

eine Entzündung entstehen kann

und Juckreiz ausgelöst wird. Das

Jucken führt zum Kratzen, wodurch

die Haut weiter beschädigt wird

und ein leidensvoller Teufelskreis

(Juck-Kratz-Kreislauf) entsteht.

Vitamin B12 ist ein sogenanntes

essenzielles Vitamin: Der Körper

kann es nicht selbst herstellen,

sondern es muss ihm zugeführt

werden. Vitamin B12 erfüllt wichtige

Aufgaben im Körper, eine davon

ist die Neutralisation von Stickstoffmonoxid.

Dieses ist für Entzündungen

bei Hautkrankheiten,

zum Beispiel Neurodermitis oder

Psoriasis, mitverantwortlich.

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Die Kombination des natürlichen

Entzündungshemmers Vitamin B12

mit hochwertigen pflanzlichen Ölen

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und lindert die Rötung und

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Die Wirksamkeit wurde klinisch

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Schweizer Hausapotheke 6-2020 13


Man hat sie oder man hat sie eben nicht. Im

Idealfall leben die Eltern den Kindern soziale

Kompetenzen vor, dann lernen die Kinder

diese Kompetenzen durch Nachahmung.

Dort, wo das nicht geschieht, bleibt das Thema

verwaist.

Was versteht man unter sozialen

Kompetenzen?

Soziale Kompetenzen zu definieren ist recht

einfach: Es sind die Fähigkeiten, die den

zwischenmenschlichen Umgang fördern;

sowohl im privaten als auch im beruflichen

Bereich. Meist werden unter dem Begriff

«soziale Kompetenz» mehrere Kompetenzen

zusammengefasst. Kurz formuliert, geht

es um Folgendes:

→ Kommunikationsfähigkeit: sich klar ausdrücken

und vor allem auch gut zuhören können.

→ Konfliktlösungsfähigkeit: mit Konflikten

umgehen, zusammen mit allen Beteiligten

sinnvolle Lösungen suchen und diese auch

umsetzen können.

→ Kritikfähigkeit: Kritik auf eine aufbauende,

nicht verletzende Art äussern und vor allem

auch entgegennehmen können.

→ Empathie und Achtsamkeit: anderen

Menschen mit Respekt begegnen, andere

ernst nehmen und auf sie eingehen, die Bedürfnisse

anderer erkennen und akzeptieren

können.

→ Kontaktfähigkeit: mit anderen Menschen

Kontakt aufnehmen und diese Kontakte

auch pflegen können.

→ Teamfähigkeit: mit anderen zusammen

arbeiten, gemeinsame Ziele definieren,

sich je nach Situation unterordnen oder

aber die Führung übernehmen können.

Ein ideales Beispiel fehlender Sozialkompetenz

ist Donald Trump, der Präsident der

Vereinigten Staaten. Sehr oft äussert und

verhält er sich gegenüber Andersdenkenden

absolut respektlos. Er nimmt andere nicht

ernst, er beleidigt sie, erniedrigt sie, er teilt

heftige Kritik aus; doch wenn er selbst auch

nur ansatzweise kritisiert wird, dann rastet

er komplett aus und beschimpft andere aufs

Gröbste. Er stellt sich permanent in den

Mittelpunkt, er wird nicht müde, sich selbst

zu rühmen und andere zu verunglimpfen. Es

gibt wohl nichts Unangenehmeres, als mit

einer solchen Person zusammenarbeiten zu

müssen …

14 Schweizer Hausapotheke 6-2020

Und genau das ist das Tragische: Menschen,

denen es so massiv an sozialer Kompetenz

fehlt wie etwa Donald Trump, haben damit

selten ein Problem. Meistens merken sie gar

nicht, dass sie sich wie ein Elefant im Porzellanladen

benehmen. Ihr Motto ist: «Ich bin

gut, ich weiss, wie es geht, ich habe immer

recht, ich bin der Grösste, ich bin das Wichtigste.»

Das Problem haben jeweils all jene,

die mit einer solchen Person zusammenarbeiten

oder im schlimmsten Fall zusammenleben

müssen. Leider fruchten Diskussionen

mit diesen Personen über ihr Verhalten nur

wenig. Sie spüren offenbar gar nicht, was sie

anderen antun, es mangelt ihnen an Empathie

und Einfühlungsvermögen. Sie können

sich gar nicht vorstellen, dass andere unter

ihrem Verhalten leiden, weil sie grundsätzlich

nur mit sich und mit ihren eigenen Themen

und Befindlichkeiten beschäftigt sind.

Soziale Kompetenzen im Beruf

Soziale Kompetenzen sind nicht nur im

Privaten gefragt, also in der Familie, in der

Nachbarschaft oder in einem Verein, sondern

auch in der Berufswelt. Je nach Job hat

man täglich Kontakt mit unterschiedlichsten

Personen, auf die man sich individuell einstellen

muss. Vor allem bei Personen in einer

Führungsposition oder mit Personalverantwortung

ist ein hohes Mass an sozialer Kompetenz

gefragt. Wenn Führungspersonen

über ein sehr hohes Fachwissen verfügen,

es ihnen aber an sozialer Kompetenz fehlt,

dann richten sie meist den grösseren Schaden

an, als wenn sie weniger Fachwissen,

dafür eine hohe Sozialkompetenz aufweisen.

Der Grund dafür ist einfach: Angestellte

arbeiten effizienter und sind zu höheren

Leistungen bereit, wenn sie respektiert,

ernst genommen und gut behandelt werden.

Einen technischen Fehler kann man einem

Vorgesetzten eher verzeihen als ein grobes

soziales Verhalten.

Soziale Kompetenzen trainieren?

Soziale Kompetenzen entwickeln wir in der

Regel in der Kindheit. Und so ist es auch

nicht ganz einfach, sich als Erwachsener

diese Kompetenzen noch anzueignen. Doch

unmöglich ist es nicht. Es braucht dazu eine

hohe Motivation und genügend Zeit. Und es

braucht dazu Hilfe von aussen. Menschen,

denen es an sozialer Kompetenz fehlt,

merken dies ja meist gar nicht selbst. Man

muss es ihnen sagen; was nur dann etwas

nützt, wenn sie das Gesagte auch hören und

verstehen wollen. Fehlt es jemandem also

an sozialer Kompetenz und möchte sich die

betroffene Person diese Kompetenzen aneignen,

dann braucht es eine hohe Bereitschaft,

das eigene Verhalten zu reflektieren, um die

notwendigen Anpassungen vornehmen zu

können. Und genau da liegt oft das Problem:

Menschen mit bescheidenen sozialen Kompetenzen

lassen sich eben nicht so gerne

korrigieren.

Unangenehme Folgen

Mangelnde soziale Kompetenzen können

übrigens auch sehr unangenehme berufliche

Folgen haben, wie das folgende Beispiel

zeigt: Ein Unternehmen mit knapp 50 Angestellten

geriet in wirtschaftliche Schwierigkeiten

und musste fast die Hälfte der

Belegschaft abbauen. Die Geschäftsleitung

ging der Frage nach, wen man entlassen soll

und wen man behalten möchte. Folgende

Möglichkeiten wurden diskutiert: Soll man die

ältesten Mitarbeitenden entlassen (ihre Berufslaufbahn

ist ja schon bald zu Ende), soll

man den Jüngsten kündigen (sie verfügen

noch nicht über viel Erfahrung und finden

sicher bald einen neuen Job), soll man sich

von jenen trennen, die über weniger fachliche

Kompetenzen und weniger Ausbildungen

verfügen? Schliesslich trafen die Mitglieder

der Geschäftsleitung eine überraschende

Entscheidung: Einen blauen Brief erhielt,

wer zu geringe Sozialkompetenzen hatte.

Die Begründung dazu: Die Zusammenarbeit

mit Leuten ohne Sozialkompetenzen ist am

schwierigsten, sie stören das Arbeitsklima,

die Atmosphäre und folglich Effizienz und

Produktivität.

Albin Rohrer ist Berater, Coach, Autor, Kurs-

und Seminar leiter sowie Musiklehrer.


Kraft und Ausdauer – die Eiche und ihre Wirkung

auf uns Menschen

Er lauert hinter jeder Herausforderung

des Alltags, kann uns zu

Höchstleistungen antreiben oder

zum erschöpfenden Dauerbegleiter

werden: Die Rede ist vom

Stress, der ganz viel Lebensqualität

rauben kann. Wenn alles zu

viel wird, lässt uns die Natur wieder

zur Ruhe kommen.

Ab in den Wald

Sie kennen es bestimmt: Dieses

ständige unter Strom stehen, der

Aufgabenberg, der nicht kleiner

werden will oder das Gefühl von

immenser Last auf den Schultern.

Müde und erschöpft fällt man ins

Bett, findet dennoch keine Ruhe

und schleppt sich gerädert durch

den nächsten Tag. Und den übernächsten.

Und so weiter. Würden

Sie in Japan einen Arzt besuchen,

würde er Sie wahrscheinlich in den

Wald schicken. Was im ersten

Moment seltsam klingt, ist inzwischen

sehr genau erforscht und

von der Wissenschaft bestätigt.

Shinrin-Yoku – das Waldbaden –

hat in Japan schon seit Jahrzehnten

Tradition und ist auch in den

USA eine anerkannte Therapieform.

Es geht um bewusste Ausflüge

in den Wald, mit allen Sinnen:

Sehen, Hören, Tasten, Schmecken

und Riechen. Diese intensive

Erfahrung beruhigt die Gedanken,

stärkt das Immunsystem

und senkt das Stresslevel bereits

nach nur zehn Minuten.

Beeindruckender Baumriese

Dort im Wald findet man denn

auch einen Baum, der wie kein anderer

für Kraft und Standhaftigkeit

steht. Die mächtige Eiche beeindruckt

sowohl mit ihrer Grösse als

auch ihrem Alter: sie kann bis zu

40 Meter hoch und 800 bis 1000

Jahre alt werden. Seit jeher gilt

sie deshalb als Symbol für ewiges

Leben und ewiges Heil. Eindrücklich

präsentiert sie ihre ausladende

Krone, die eine ungewöhnliche

Vielfalt von Insekten beherbergt.

Keine andere Baumart Mitteleuropas

bietet so vielen Lebewesen ein

Zuhause oder Nahrung wie die Eiche

– ein echter Lebensbaum. In

ihrem Schatten entspannen, dem

Rascheln ihrer Blätter lauschen und

das Muster ihrer stark gefurchten

Borke erspüren, verleiht Tiefenentspannung

und neue Kraft.

Knospenextrakte – natürliche

Kraftpakete

Was die Eiche so eindeutig ausstrahlt,

ist in ihren Knospen in

ganz besonderer Weise angelegt.

Die unscheinbaren Knoten, die den

frostigen Winter überdauern und

im Frühling voller Energie prachtvoll

austreiben, sind ihre Quelle für

Regeneration und Vitalität. Deshalb

sind Eichenknospen auch von grossem

Nutzen für das Wohlbefinden

von uns Menschen, gerade wenn

Aufbau, Stärke und Erneuerungskraft

gefragt sind. Knospenextrakte

enthalten genau diese wertvollen

Inhaltsstoffe und können direkt in

den Mund gesprüht werden. Dort

werden sie über die Schleimhäute

aufgenommen, sind sehr gut verträglich

und überraschend angenehm

im Geschmack. Eine grosse

Portion Frühlingsenergie – Spritzer

für Spritzer.

Knospenextrakte sind ohne Rezept in

Schweizer Drogerien, Apotheken und

Reformhäusern erhältlich.

Ein besonderes Verfahren

Für die Herstellung von

Knospenextrakten werden

ausschliesslich frische

Knospen, unmittelbar vor

dem Austreiben, von Hand

geerntet und sofort in einem

sanften Lösungsmittel kalt

und über mehrere Monate

ausgezogen. Nur so können

die empfindlichen Inhaltsstoffe

schonend gewonnen

und zu Extrakten verarbeitet

werden.

Mehr dazu erfahren Sie unter

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Schweizer Hausapotheke 6-2020 15


Vom Rollator aufs Velo – dank

sich bei alters- oder krankheitsbedingtem

Verlust an Muskelmasse

und Muskelkraft. Dieser Verlust

steht in Verbindung mit Gebrechlichkeit,

Behinderung und

einem erhöhten Risiko für Stürze

und Knochenbrüche. Ein zentraler

Faktor für den Verlust an Muskelmasse

und Muskelkraft ist eine

unzureichende Proteinzufuhr

(Protein-Mangelernährung). Die

täglich benötigte Proteinmenge

von Senioren liegt deutlich

über der empfohlenen Tagesdosis

von jüngeren Erwachsenen.

Dieser erhöhte Bedarf wird mit

der herkömmlichen Nahrung oft

nicht ausreichend gedeckt. Die in

Moltein und Moltein Plus enthaltenen

Molkenproteine und Leucin

tragen zum Erhalt und zur Zunahme

der Muskulatur bei.

Der 86-jährige R. L. aus Basel war

jahrelang ein begeisterter Velofahrer,

körperlich aktiv und fit.

Im letzten Sommer musste er sich

einer Darmoperation unterziehen.

Im Herbst folgte ein künstlicher

Hüftersatz. Nach dem zweiten

Eingriff und einem längeren Aufenthalt

in der Rehabilitationsklinik

war seine Haut aufgrund von

Wundliegen grossflächig beschädigt.

Er hatte auch viel Muskelmasse

verloren und war plötzlich

auf den Rollator angewiesen. Wieder

zuhause verschrieb ihm sein

Arzt die tägliche Einnahme von

Moltein Plus. Diszipliniert trainierte

R. L. seine Muskeln. Seine Frau,

eine ausgebildete Pflegefachfrau,

kümmerte sich um seine Hautwunde.

Bald verspürte R. L. wieder

mehr Kraft in Armen und Beinen

und konnte vom Rollator auf

einen Gehstock wechseln. Dank

Moltein Plus konnte R. L. schliesslich

auch auf den Gehstock verzichten

und die Hautwunde war

vollständig verheilt. Nach fünf Monaten

hatte R. L. seine Muskelmasse

wieder aufgebaut und den

Gewichtsverlust nach der Operation

mit hochwertiger Muskelmasse

wettgemacht. Das nächste Ziel

von R. L. ist, mit dem Velo einen

Ausflug zu machen.

Moltein und Moltein Plus

Moltein und Moltein Plus sind

medizinische Trinknahrungen.

Sie eignen sich bei Mangelernährung

sowie erhöhtem Proteinbedarf

und für die Muskelgesundheit

im Alter und/oder bei

Krankheit. Die Produkte enthalten

hochwertige Molkenproteine

und die essenzielle Aminosäure

Leucin in hoher Konzentration.

Molkenproteine und insbesondere

Leucin liefern wichtige Bausteine

für die Organstruktur und -

funktion, für Muskeln und Knochen

sowie für das Immun- und

Nervensystem.

Für wen eignet sich Moltein?

Moltein und Moltein Plus eignen

Moltein und Moltein Plus sind eine

Schweizer Innovation und wurden

in der Schweiz in Zusammenarbeit

mit der Universitären Altersmedizin

FELIX PLATTER Spital

Basel entwickelt. Moltein und

Moltein Plus werden ausschliesslich

in der Schweiz hergestellt.

Moltein ist erhältlich als Pulver in Dosen

in sechs Geschmacksrichtungen

(Vanille, Erdbeere, Schokolade, Cappuccino,

Mango und Geschmacksneutral)

in allen Apotheken, Drogerien

oder unter omanda.ch

Telefonische Bestellung gerne unter

041 769 30 99 zwischen 9 und 17Uhr

(Montag bis Freitag)

16 Schweizer Hausapotheke 6-2020


Abwehrkräfte

natürlich

stärken

Eine abwechslungsreiche, gesunde

Ernährung hilft dem Immunsystem

bei der Arbeit; das weiss jedes

Kind. Es gibt jedoch Pflanzen

und Lebensmittel, die dank ihrer

Inhaltsstoffe ganz speziell geeignet

sind, um die Abwehrkräfte zu

stärken. Wir stellen die Kraftpakete

von Mutter Natur vor.

In der gerade beginnenden Erkältungszeit

ist Prävention gegen

mögliche Bakterien oder Viren besonders

wichtig. Eines der zentralen

Vitamine im Kampf gegen Erkältungen

ist Vitamin C. Vitamin C

schützt den Körper vor Infekten,

insbesondere bei Stresssituationen,

und trägt zu einem normalen

Energiestoffwechsel bei. Da der

menschliche Organismus nicht in

der Lage ist, Vitamin C selbst herzustellen,

muss es über die Nahrung

zugeführt werden. In Früchten

und Gemüse vorkommendes

Vitamin C ist dabei nicht zu verwechseln

mit künstlich hergestellter

Ascorbinsäure. Im Labor hergestellte

Ascorbinsäure wird in vielen

Präparaten eingesetzt, um einen

hohen Vitamin-C-Gehalt zu erreichen.

Sie enthält im Vergleich zum

komplett natürlichen Verbund von

Vitamin C in Früchten oder Gemüse

aber keine pflanzlichen Enzyme,

Vitalstoffe und Bioflavonoide,

welche die Verwertbarkeit des Vitamins

erhöhen, seine antioxidative

Eigenschaft optimieren, seine

Wirkdauer steigern und die Verträglichkeit

verbessern.

Ein Schluck Immunkraft

Zwei bekannte natürliche Quellen

mit hohem Vitamin-C-Gehalt

sind die Tropen-Steinfrucht Acerola

sowie die kleine orangefarbene

Sanddornbeere. Diese beiden

Vitamin-C-Bomben sind unter anderem

im Vital Immun Saft des

Schweizer Saftherstellers Biotta

enthalten. Der Bio-Pionier aus

dem thurgauischen Tägerwilen

stellt seit über 60 Jahren naturbelassene

Säfte in bester Qualität

her. «Die Biotta Vital Linie eignet

sich bestens für die natürliche

Prävention. Unser beliebtester Saft

aus der Linie ist Vital Immun, da er

natürliche Vitamine liefert und der

ganzen Familie schmeckt», sagt

Product-Managerin Priscilla Müllhaupt.

Neben Vitamin C enthält

Vital Immun Vitamin A aus Rüeblisaft

sowie wertvolles Weizenkeimöl.

Auch Vitamin A erhöht die

Widerstandsfähigkeit gegen Infektionen,

indem es die Haut und

Schleimhäute in gesundem Zustand

hält, die so einen wirkungsvollen

Damm gegen Bakterien, Viren

und Parasiten bilden. Vitamin A

gehört zu den fettlöslichen Vitaminen,

daher braucht der Körper Fett

als Transportmittel zur Aufnahme.

Allzweckwaffe Ingwer

Ein bekanntes Hausmittel gegen

Erkältungen ist auch Ingwer. In der

traditionellen chinesischen Medizin

(TCM) wird Ingwer bereits seit

Langem für die Prävention eingesetzt,

da die Knolle das Immunsystem

anregen soll. Den enthaltenen

Wirkstoffen, Gingerolen und

Shogaolen, wird ein positiver Effekt

auf die Durchblutung nachgesagt,

was kalten Händen und Füssen

vorbeugen kann. Gemäss TCM

soll Ingwer zudem den Funktionskreis

der Lungen wärmen und somit

Kälte, Feuchtigkeit und Schleim aus

den Atemwegen heraushalten. Die

scharfe Knolle eignet sich ausserdem

in der Küche, zum Beispiel in

Currys, Suppen, Tees oder im aromatisierten

Wasser. Ingwer verleiht

einem Gericht oder Getränk den

willkommenen Kick. Essenz Ingwer

von Biotta besteht aus reinem Ingwer-Direktsaft

und kann sehr gut

als Alternative zu frischem Ingwer

eingesetzt werden.

Wirksames aus dem

heimischen Garten

Ein dritter Helfer aus der Natur bei

Erkältungen ist Holunder. Bereits

Hippokrates empfahl die Blüten

und Beeren des Holunders; genau-

so wie die bekannte Kräuterkundlerin

Hildegard von Bingen. Auch

heute ist Holunder ein wichtiges

einheimisches Superfood. Holunderbeeren

und deren Blüten werden

traditionell bei Erkältungskrankheiten

und Husten verwendet,

wo ihnen unter anderem ein

schleimlösender Effekt zugesprochen

wird. Es gibt verschiedene

Untersuchungen zur antientzündlichen

Wirkung der Blüten und zur

antiviralen und antioxidativen Wirkung

der Beeren. Biotta Holunder

enthält sowohl die Beeren als auch

einen Aufguss aus den Blüten des

Holunders. So ist der Saft ein wirksamer

Genuss während der kalten

Jahreszeit; er kann mit heissem

Wasser verdünnt oder leicht erwärmt

getrunken.

Die Biotta Säfte zur Stärkung des

Immunsystems sind in Apotheken,

Drogerien und Reformhäusern

(z. B. MÜLLER Reformhaus) erhältlich.

Schweizer Hausapotheke 6-2020 17


Milbenallergie:

Schutz gegen unsichtbare Hausgenossen

Neben der Pollenallergie zählt die

sogenannte Hausstauballergie

schweizweit zu den häufigsten Allergien.

Nach aktuellen Angaben

des Allergiezentrums Schweiz sind

6,25 Prozent der Gesamtbevölkerung

betroffen. Europaweit zeigen

sogar 49 Prozent der Patienten mit

allergischem Schnupfen eine Sensibilisierung

auf Hausstaubmilben,

die mit typischen Beschwerden

wie Niesreiz, Schnupfen, tränenden

Augen, Husten und milbenbedingtem

Asthma einhergehen kann.

Aufgrund dessen reagiert fast ein

Zehntel der Bevölkerung allergisch

auf die Ausscheidungen von Milben,

die sich insbesondere im Hausstaub

finden.

Da man also nicht direkt auf den

Hausstaub, sondern auf ein Allergen,

das sich vor allem im Kot der

Hausstaubmilbe findet, allergisch

reagiert, sollte man die Hausstauballergie

richtigerweise als Hausstaubmilbenallergie

bezeichnen.

Oft hat man ähnliche Symptome wie

bei einer Erkältung oder eben beim

Heuschnupfen. Aber auch Spätreaktionen

wie Hautausschläge und

allergisches Asthma können Folge

einer Hausstaubmilbenallergie sein.

Diese Symptome lassen sich kurzfristig

mit Medikamenten lindern,

doch langfristig kann eine Hyposensibilisierung

Abhilfe schaffen.

Lebensraum

Hausstaubmilben besiedeln nahezu

jede Art von Textilien, solange

ein optimales Klima herrscht. Bei

Temperaturen um 25 Grad und einer

Luftfeuchtigkeit von über 60 Prozent

vermehren sie sich besonders

schnell. Vorrangig leben sie in Betten,

aber auch in Teppichen, Polstermöbeln,

Vorhängen, Fellen, Stofftapeten

und sogar in Kleidern und

Stofftieren.

Die Hauptnahrungsquelle von Milben

sind menschliche und tierische

Hautschuppen. Daher sind

hohe Milbenbesiedelungen in der

Regel dort zu finden, wo sich Menschen

häufig aufhalten. Das Vorkommen

von Milben ist kein Zeichen

von mangelnder Hygiene, da sie das

ganze Jahr über natürlicherweise in

unseren Wohnräumen vorkommen.

Bei Allergikern reagiert das Immunsystem

übermässig stark auf die

Milbenallergene im Hausstaub. Vor

allem bei der Wohnraumreinigung,

zum Beispiel beim Staubsaugen,

gelangen die Allergene unwillkürlich

in die Atemwege und können

Beschwerden auslösen. Besonders

gegen den Herbst und im Winterhalbjahr

steigt die Anzahl der Milbenallergene,

nicht zuletzt wegen

der trockenen Heizungsluft.

Behandlungsmöglichkeiten

kennen

Wenn bei Ihnen allergische Reaktionen

auftreten, wird Ihr Arzt Ihnen

wahrscheinlich Medikamente

empfehlen, die die Krankheitserscheinungen

mildern. Für eine

solche Sofortmassnahme werden

sogenannte Antiallergika verwendet.

Eine Linderung der Allergiebeschwerden

lässt sich damit allerdings

nur für die Dauer der Anwendung

erreichen. Eine Bekämpfung

der Ursachen Ihrer Allergie erfolgt

auf diesem Weg nicht.

Ursächlich behandeln lässt sich

die Milbenallergie ausschliesslich

durch eine spezifische Immuntherapie.

Sie kann durch die regelmässige

Verabreichung der allergieauslösenden

Fremdstoffe Ihr

Immunsystem positiv beeinflussen

und damit eine körpereigene Toleranz

gegenüber den Allergenen

aufbauen.

Wichtige Fakten

Spezifische Immuntherapien können

eine dauerhafte Rückbildung

der Krankheitserscheinungen

bewirken und Ihre Lebensqualität

nachhaltig verbessern. Sie

sollten jedoch möglichst früh im

Krankheitsverlauf eingesetzt werden

und können unter anderem in

Form von Spritzen erfolgen. Die Behandlungsdauer

für eine erfolgreiche

Therapie beträgt fortlaufend

mindestens drei Jahre.

Sollten Sie an Symptomen leiden,

wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Weitere Informationen zu Allergien

finden sich unter

www.allergopharma.ch.

18 Schweizer Hausapotheke 6-2020


Rhus-t

– ein wichtiges Mittel für Menschen,

die sich gerne bewegen

Rhus toxicodendron ist eines der

wichtigsten Mittel bei Beschwerden

und Verletzungen des Bewegungsapparates

und wird deshalb

auch das Sportlermittel genannt.

Jetzt, wo die Berge noch immer locken,

die Tage aber wieder etwas

kühler werden, wird das homöopathische

Mittel Rhus toxicodendron

aktuell. Wir schwitzen beim steilen

Aufstieg auf den Gipfel und oben

angekommen, wird der verschwitzte

Körper durch Wind und kühlere

Temperaturen schnell abgekühlt.

Dies ist ein typisches Szenario, bei

dem Beschwerden auftreten können,

die mit Rhus-t, wie es in der

Homöopathie abgekürzt wird, gelindert

werden können. Das Mittel

wird auch Sportlermittel genannt,

weil es eine starke Wirkung auf den

Bewegungsapparat hat, vor allem

auf Sehnen und Bänder, aber auch

auf die Muskulatur. Es wird bei verschiedenen

Beschwerden eingesetzt

wie zum Beispiel Muskelkater,

Tennisellbogen, Sehnenscheidenentzündungen,

Verstauchungen,

Zerrungen, Rückenschmerzen.

Meist sind die Auslöser der Beschwerden

Abkühlung nach Erhitzung

und Schwitzen, aber auch

Überanstrengung und Verheben

beim Tragen von schweren Lasten.

Vor ein paar Wochen hat dieses

Mittel mir selbst sehr geholfen,

als ich mir beim Transportieren von

schweren Kisten äusserst unangenehme

Kreuzschmerzen eingefangen

hatte. Bei Rückenschmerzen

kommen natürlich noch viele

andere homöopathische Mittel

in Frage. Meine Schmerzen waren

am Morgen nach dem Schlafen am

schlimmsten, so dass ich kaum aus

dem Bett aufstehen konnte. Die

ersten Bewegungen am Morgen

waren fast unerträglich, und der

ganze Körper fühlte sich steif an.

Die Schmerzen wurden aber weniger,

je länger ich mich bewegte, und

im Verlauf des Tages verschwanden

sie fast ganz. Zudem hatte ich

das Bedürfnis, ein Wärmekissen

auf die schmerzende Stelle zu legen.

Dies sind die typischen Symptome

von Rhus-t: Das Gefühl von

Steifheit und Schmerzen, die durch

Ruhe und bei der ersten Bewegung

schlimmer werden und bei fortgesetzter

Bewegung und durch Wärme

bessern. Patienten, die Rhus-t

benötigen, fühlen sich in Ruhe

unwohl, weil die Schmerzen dann

stärker sind. Dies löst eine grosse

Unruhe aus und das Bedürfnis, sich

ständig zu bewegen.

Rhus-t oder Arnica?

Diese Ruhelosigkeit und das Bedürfnis

nach Bewegung sind wichtige

Kriterien bei der Wahl eines

homöopathischen Mittels nach

einer Verletzung des Bewegungsapparates,

bei Überanstrengung

oder bei Muskelkater. Wenn das

Bedürfnis nach Ruhe gross ist und

Ruhe die Schmerzen lindert, wird

das Mittel Arnica gute Hilfe leisten.

Wenn hingegen das Bedürfnis

nach Bewegung besteht und

die Schmerzen durch fortgesetzte

Bewegung bessern, wird die Wahl

auf Rhus-t fallen. Und manchmal

wird man beide Mittel brauchen:

Arnica als erstes Akutmittel und

Rhus-t als passendes Folgemittel.

Eine Allergie auslösende Pflanze

Rhus toxicodendron oder der Giftsumach

ist ein Strauch, der in Nordamerika

heimisch ist, aber auch bei

uns oft in Gärten als Zierpflanze gesehen

wird. Für die Herstellung des

homöopathischen Mittels werden

die Blätter der jungen Triebe verwendet.

Die Pflanze enthält einen

Milchsaft, der stark reizend ist und

allergische Reaktionen auslösen

kann. Bei empfindlichen Personen

kommt es bei Kontakt zu einem juckenden

Ekzem mit Bläschenbildung.

Entsprechend dem homöopathischen

Gesetz, dass Ähnliches

mit Ähnlichem geheilt wird,

wird Rhus-t auch bei Erkrankungen

eingesetzt, die einen solchen

Bläschenausschlag zeigen. Ein

typisches Beispiel dafür sind die

stark verbreiteten Fieberbläschen.

Wenn Sie sich das nächste Mal bei

einem ehrgeizigen sportlichen Ziel

überanstrengen und sich dadurch

nicht nur starke Muskelschmerzen

holen, sondern auch noch stressbedingte

Fieberbläschen bekommen,

denken Sie an Rhus-t!

Olivia Scherrer

Homöopathie für

Mensch und Tier

www.oliviascherrer.ch

Schweizer Hausapotheke 6-2020 19


Bernstein ist einer der ältesten Heil- und Schmucksteine. Auf der Haut

getragen, soll er Schmerzen lindern, beruhigen und Babys beim

Impressum Schweizer Hausapotheke

Die Tränen

der Götter

Zahnen helfen.

Wer an der Ostsee Ferien macht, kommt beim

Spaziergang durch die beschaulichen Küstenorte

kaum um die zahlreichen Schmuckläden

herum. Sie bieten neben viel Blitzendem

und Blinkendem augenfällige Preziosen aus

gelbbraun schimmerndem Bernstein an.

Neben Ringen, Anhängern oder Broschen

sind Bernsteinkettchen oder -armbändchen

insbesondere bei den Kleinsten unter uns

beliebt. Einem alten Brauch gemäss soll der

Schmuckstein, wenn er von Säuglingen auf

der Haut getragen wird, beim Zahnen helfen.

Bernstein ist weder ein Stein noch ein Mineral,

sondern ein (fossiles) Harz, das vor

langer Zeit aus den Wunden von Kiefern und

Nadelhölzern auf die Erde tropfte, im Boden

versank und sich über Millionen von Jahren

unter Luftabschluss und Druck zu Bernstein

entwickelte. Im Fall des reich vorhandenen

baltischen Bernsteins, der besonders an

den Küsten der südlichen Ostsee vorkommt,

dürfte das etwa 50 Millionen Jahre gedauert

haben. Besonders wertvoll ist ein Stück dann,

wenn es sogenannte Einschlüsse wie Insekten

oder Spinnen aufweist, die ausgestorben

sind, aber auch Blättchen oder Blüten von

längst untergegangenen Bäumen. Schön

konserviert sind diese Funde Zeitzeugen

vergangener Epochen. «Jurassic Park» lässt

grüssen.

Der charakteristische Farbton von

Bernstein ist dem Baumharz geschuldet

und reicht für gewöhnlich von

einem helleren über ein dunkleres

Gelb bis hin zu Braun. Transparent

wird der Edelstein unter bestimmten

Druck- und Wärmeverhältnissen.

Der Name Bernstein geht auf

das mittelniederdeutsche Wort

«bernen» (brennen) zurück und

bedeutet eigentlich «Brennstein»

– denn Bernstein lässt sich leicht

entzünden. Das Harz entwickelt dabei

eine herb aromatische Note und wurde

oft als Weihrauchersatz anlässlich religiöser

Feierlichkeiten verwendet.

Verlag und Anzeigen Perpress Medien AG, Könizstrasse 25, 3008 Bern, Tel. 031 740 97 10, Fax 031 740 97 28,

info@schweizerhausapotheke.ch • Geschäftsleitung Dr. Christoph Tschan, 031 740 97 15,

ch.tschan@schweizerhausapotheke.ch • Administration & Buchhaltung Carolyn Scheid egger,

031 740 97 10, c.scheidegger@schweizerhausapotheke.ch • Backoffice Ursula Etter • Redaktions- und

Produktions leitung Sylvia Felber, 031 740 97 20, s.felber@schweizerhausapotheke.ch •

Ann-Brita Dähler, Verantwortliche Digital, 031 740 97 18, a.daehler@schweizerhausapotheke.ch •

Leiter Marketing & Kommunikation Mischa Felber, 031 740 97 12, m.felber@schweizerhausapotheke.ch •

Gestaltung Sinem Seçkin • Auflage (deutsch + französisch) 222 580 (beglaubigt WEMF 2019)

Abonnement Fr. 24.– Erscheinung achtmal jährlich • Abonnentendienst Industriestrasse 37, 3178

Bösingen, 031 740 97 62, abo@schweizerhausapotheke.ch

Vielseitiges Material

Um kaum einen anderen Schmuckstein

ranken sich mehr Mythen als um Bernstein.

Seit tausenden von Jahren fasziniert er die

Menschen. Bereits in der Antike galt Bernstein

als Heilmittel gegen Gicht und Ruhr.

Als Amulett um den Hals getragen, sollte

seine Schutzwirkung Unheil abwenden. Der

römische Dichter Ovid wiederum bezeichnete

Bernstein als «Tränen der Götter». Auch im

Mittelalter glaubte man an die Heilkräfte

dieses Steins. Die Universalgelehrte Hildegard

von Bingen setzte ihn gegen Magenbeschwerden

und Blasenfunktionsstörungen

ein. Später bot man weisses Bernsteinpulver

in Apotheken als mögliches Heilmittel gegen

allerlei an, darunter Krankheiten von Leber,

Nieren oder Galle, aber auch Magen- und

Verdauungsbeschwerden. Gegen rheumatische

Schmerzen wurde Bernsteinöl eingerieben.

Dem Stein sagte man ferner nach,

er schütze vor bösem Zauber und vertreibe

Hexen, Dämonen und Trolle.

Auch heute noch schreiben Trägerinnen

und Träger von Bernsteinamuletten diesen

schützenden Kräfte zu. Sie sollen die

Lebensfreude anregen und folglich den

Optimismus fördern. Viele schätzen seine

beruhigende Wirkung und trauen dem

Schmuckstein gar zu, dass er Depressionen

und Ängste lindern kann. Als Folge davon

dürften die Lebensgeister angekurbelt

und die Kreativität gefördert werden, was

wiederum die Flexibilität und die Entscheidungsfreude

steigert. Nicht vergessen sollte

man dabei allerdings, dass Bernstein nur

dann besonders gut wirken dürfte, wenn man

ihn direkt und für längere Zeit auf die Haut

auflegt. Besonders der Solarplexus (Sonnengeflecht

in der Tiefe des Oberbauchs)

und das Wurzelchakra am unteren Ende der

Wirbelsäule können dabei positiv angeregt

werden.

Und «last but not least» kann man aus Bernstein

wunderschöne Preziosen fertigen. Da

sich das Material sehr leicht bearbeiten, gut

schleifen und polieren lässt, stellt man daraus

seit Jahrtausenden Schmuckstücke her.

Ein entsprechender Fund aus der Ukraine

geht Schätzungen zufolge auf über

20 000 Jahre zurück. Bernstein lässt sich gut

mit anderen Schmuckstücken kombinieren,

da seine Farbe unaufdringlich ist. Besonders

ansprechend sind bernsteinene Ringe,

Broschen oder Ketten zu warmen Farbtönen,

aber auch zu Gold.

Angela Bernetta

20 Schweizer Hausapotheke 6-2020


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Explosive

Emotion

FÜR MUSKELN UND GELENKE

• erhöht vor dem Sport die Spannkraft

• zur schnelleren Regeneration

nach dem Sport

• bei Verspannungen im Kopf-,

Schulter- und Nackenbereich

Unerwartet steht Martin neben mir. Ich erschrecke, weil ich ihn

nicht habe kommen hören. Der Kursteilnehmer ist wütend, er ist

zornig. Schimpfend verschafft er seinem Ärger gehörig Luft. Er ist

angerannt, die Türe beim Eingang unten blieb verschlossen – und

so war aus dem Yoga, auf das er sich gefreut hat, dies geworden:

nichts. Bereits zum zweiten Mal. Wahrscheinlich ein technisches

Problem, keine böse Absicht.

Ich kann die Wut von Martin nachvollziehen, bin jedoch etwas irritiert,

den sonst ruhig wirkenden Mann so ausser sich zu erleben;

und habe selber wenig Freude, als Adressat seines Frusts zu fungieren.

Ihm selber ist dies im Nachhinein auch nicht recht. «Aber

es musste raus!»

So argumentiert auch die dünnhäutige cholerische Mutter, deren

Zorn sich aus dem Nichts zu entfachen scheint und den sie mit

langen, lautstarken Monologen ausdrückt. Dabei redet sie sich in

Rage und degradiert ihre Tochter zur Zuhörerin für Dinge, die nicht

für ihre Ohren bestimmt sind.

Auf ihre Wut angesprochen, die sie derart ungefiltert und lautstark

verbalisiert, sagt sie: «Darf ich mich denn nicht ausdrücken?

Wollt ihr mir das etwa verbieten? Man darf doch sagen, was man

fühlt, was man denkt! Tue ich das nicht, kriege ich einen Kloss im

Hals, ersticke ich. Solange ich all das sage, was mich aufregt, bin

ich noch lebendig!»

Die Mutter bereut ihre Ausbrüche höchstens ab und zu, meist

im Stillen. Manchmal haben Zornige jedoch so viel Rückgrat und

entschuldigen sich für ihren Ausbruch. Viele sind jedoch so erleichtert,

das feurige Gefühlskonglomerat ausgespuckt zu haben,

dass sie sich nicht bewusst sind, dass dies auf Kosten anderer

geschehen ist, die behelligt, beleidigt, verletzt worden sind.

Erhältlich in Apotheken und Drogerien.

Piniol AG, Küssnacht am Rigi

Ungern gesehen

Wut ist eine Grundemotion im vielfältigen Gefühlsspektrum der

Menschen. Das können wir bei Kleinkindern feststellen, je nach

Charakter intensiver und öfter. Ein Bub aus meinem Bekanntenkreis

verbiss sich regelrecht in seine Wut, wenn etwas nicht nach

seinem Kopf ging. Er tobte, stampfte mit den Füssen, sein Kopf

hochrot, er schrie und zeterte, nahe der Erschöpfung.

Das zog sich jeweils lange hin und war für die Eltern eine Herausforderung:

diese heftigen Gefühle und die starke Spannung auszuhalten,

aufzufangen; dazu die Frage, ob man dem Frieden zuliebe

22

Schweizer Hausapotheke 6-2020

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Wut und Zorn: eine starke

Kraft. Sie auszudrücken, tut

gut – kann andere jedoch verletzen.

Wie findet man einen

stimmigen Umgang mit dieser

wichtigen Emotion, die oft verdrängt

wird? Wie aus Wut

Mut werden kann.

vielleicht doch nachgeben soll. Am Nervenkostüm aller zerrte dies.

Die Zweifel, ob man angemessen gehandelt hat und die gewählte

oder erfolgte Reaktion letztlich stimmig war.

Wut kommt bei anderen Menschen nicht gut an, wird nicht gerne

gesehen. Das bekommen wir von Klein auf mit. Nach negativen

Erfahrungen schieben Kinder ihren Zorn zur Seite, verdrängen ihn;

sie merken, dass die Eltern Wutausbrüche missbilligen und diese

allenfalls unangenehme Konsequenzen haben. Früh lernen Kinder,

dieses starke Gefühl zu unterdrücken, weil sie damit in der Skala

von Sympathie und Wertschätzung nicht punkten.

Darum ist es für ein Kind ein grosses Geschenk zu spüren, dass es

auch in und mit seiner Wut geliebt wird. Halten Eltern das Toben

und Schreien aus im Wissen, dass Wut eine natürliche Reaktion

ist, die sich ihr Ventil suchen muss, ist das ein Verhalten, dem

grosser Respekt gebührt.

Meist sind Erwachsene selber konditioniert worden, die wütenden

Anteile wegzudrücken. Wie die Berner Rapperin Steffe la Cheffe:

Auf ihrer CD «Härz Schritt Macherin» habe sie der Wut bewusst

keinen Raum gegeben, räumt sie in einem Interview ein. «Ich wollte

ihr keinen Raum geben und diese Phase überspringen. Ich fand,

dass Wut unsouverän wirkt.» Vor allem als Frau. «Vielleicht ist das

ein Genderding», mutmasst sie. «Einen wütenden Mann versteht

jeder. Wenn eine Frau wütend ist, gilt sie als Furie oder als hysterisch.

Ihr spricht man jede Kompetenz ab.»

Tief durchatmen

Auch einen unkontrollierten Mann empfindet man nicht als souverän.

Ob Mann, ob Frau, ob Transgender: Negiert man die Wut in

sich und sperrt sie weg – sie bleibt doch hängen: zum Beispiel in

Form von Ärger. Oder sie sammelt sich zu innerem Groll. Gefühle,

die nach innen gehen und sich meist im Körper und in der Seele

ablagern – und sich in Form von Krankheit ausdrücken: Wut zu

schlucken, ist tendenziell ungesund.

Grundsätzlich ist Wut eine gesunde Emotion, die in gewissen

Situationen helfen kann, sich den Raum zu verschaffen, der einem

zusteht und die Stimme zu erheben. Es gibt Menschen, die Botschaften

nur dann verstehen, wenn man sie mit Impulsivität und

Nachdrücklichkeit aussendet, in der Wut mitschwingt. Sie kann

also eine Kraft sein, die einem hilft, sich Respekt zu verschaffen

und für sich, für andere oder für eine Sache einzustehen.

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Vollkommen ungefiltert jedoch kann Wut,

Zorn oder Jähzorn grosses Leid verursachen:

Sie kann andere Menschen in Herz und Seele

tief verletzen oder in körperliche Gewalt

ausarten.

Damit es nicht zu solchen Exzessen kommt,

gibt es einen Weg: Wut zu erkennen und im

Körper wahrzunehmen. Tut man dies, kann

man in einem weiteren Schritt tief durchatmen

und sich allenfalls aus der Situation

hinausbewegen. Einen Berg hinaufrennen,

einen Teig kneten, Holz hacken: Dies sind

Möglichkeiten, den Zorn auszudrücken und

damit zu kanalisieren.

Danach kann man dieser explosiven Emotion

auf den Grund gehen: Warum bin ich so

wütend – welche Erfahrung, welche Verletzung

liegt dahinter? Mit den gewonnenen

Erkenntnissen ist es leichter, das Gespräch

zu suchen und seine Bedürfnisse auszudrücken.

Vielleicht verbirgt sich hinter der

Wut Überforderung, vielleicht ein Mangel an

Anerkennung, allenfalls Angst, Unsicherheit.

Mit diesem neutralen Hinterfragen und Verstehen

kann man bewusster und besonnener

sagen, was Sache ist – die Chancen, gehört

und ernst genommen zu werden, steigen

markant.

Das Zaubermittel ist jene kurze Pause, in der

man die Wut erkennt: wenn Hitze im Körper

aufsteigt, als Brennen oder Enge im Herzen,

als heftiges, schnelles Atmen. Dieser Blick

nach innen schenkt eine kurze Pause: die

Freiheit, frühestens aus dem zweiten Impuls

zu handeln, besser aus dem dritten oder

vierten – wenn die Vernunft wieder eingeschaltet

ist, welche die Wut erkennt und annimmt.

So wird bewusstes Handeln möglich.

Von Wut- zu Mutanfällen

Wut im Sololauf ist destruktiv. Kanalisiert

und analysiert man sie jedoch, kann sie zu

Grossem beflügeln. Das beweist die Coaching-Unternehmerin

Sigrun Gudjonsdottir,

die Millionenumsätze macht, obwohl sie vom

Arbeitsamt für nicht vermittelbar gehalten

wurde. Bereits im zweiten Jahr nach der

Lancierung ihrer eigenen Firma hat sie eine

Million Dollar angepeilt. «Es ging mir nicht

ums Geld», versichert sie, «sondern ich

wollte mit der Million zeigen, was Frauen

erreichen können, wenn sie gross denken.

Als Teenager in Island war ich unglaublich

wütend, so viele Frauen zu sehen, die sich

von ihren Träumen verabschiedeten und dafür

alle möglichen Gründe fanden: keine Zeit

wegen der Kinder, kein Flair für Technologie

und Finanzen. Übersetzt heisst das alles:

Ich traue mich nicht. Oder: Es ist mir nicht

wichtig genug.»

Statt Wutanfälle Mutanfälle: Wut kann

zur Antriebskraft werden, kann einen zum

Einsatz antreiben: als Unternehmerin, Klimaschützer,

Friedensaktivistin, für Kinderrechte,

für Menschen am Rande der Gesellschaft.

Dabei ist ein Hauch Gelassenheit nötig,

der einem einen klaren Kopf zum Handeln

schenkt und hilft, Widerstände anzunehmen

und konstruktiv damit umzugehen. Zudem

ist es nötig zu erkennen, wo und wie man

etwas bewirken kann — und wo man nichts

anderes tun kann, als die Situation anzunehmen,

auch wenn sie einem nicht passt.

Besinnung und Einkehr können helfen.

Buddha wurde einst gefragt, was er durch

Meditation gewonnen habe. «Nichts», antwortete

er. «Aber ich kann sagen, was ich

durch sie verloren habe: Sorgen, Depression,

Unsicherheit, die Angst vor Alter und Tod –

und Wut.»

Marcel Friedli

Verdauungsbeschwerden ?

Kernosan Heidelberger Kräuterpulver

fördert die Verdauung,

hilft bei Blähungen, Völlegefühl

und Aufstossen. Hergestellt aus

erlesenen Kräutern nach dem Rezept

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Bitterstoffe – Fitnesstraining für

den gesamten Organismus

Pflanzliche Bitterstoffe, wie sie im

Heidelberger Kräuterpulver enthalten

sind, gehören seit Jahrhunderten

zu den anerkannten Naturheilmitteln.

Die lange Erfolgsgeschichte

der sogenannten Amara hat gute

Gründe.

Traditionell bekannt ist die positive

Wirkung von natürlichen Bitterstoffen

auf den Magen und die

Verdauungsorgane. Populäre Beispiele

dafür sind etwa Kräuterbitter-Liköre

als Digestif nach einem

üppigen Essen.

In der letzten Zeit hat sich die

Erkenntnis durchgesetzt, dass

pflanzliche Bitterstoffe zusätzlich

eine allgemein wohltuende Wirkung

auf den gesamten Organismus

haben. Amara stärken das natürliche

Abwehrsystem des Organismus

und verfügen teils über eine

antioxidative Wirkung. Dadurch

können sie aggressive Sauerstoffmoleküle

(freie Radikale), die über

die Nahrung aufgenommen werden,

abwehren und die Zellen vor

einer Schädigung schützen.

Wie aber funktionieren Bitterstoffe

als Heinzelmännchen

im menschlichen Organismus?

Bitterstoffe aktivieren die Geschmacksnerven

der Zunge. Dadurch

werden die Speicheldrüsen

stärker aktiviert. Dies führt

zu einer besseren Magen- und

Darmtätigkeit. Der Magen produziert

mehr Verdauungssäfte; Galle

und Bauchspeicheldrüse geben

ebenfalls mehr Sekret ab. Durch all

dies wird die Verdauung unterstützt

und Gifte, Bakterien oder Pilze

werden aus den Magen- und Darmwänden

befördert.

Das Leben bewusst und in vollen

Zügen geniessen – Heidelberger

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natürlichen Bitterstoffen die

Menschen in einem zeitgemässen

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24 Schweizer Hausapotheke 6-2020


«Hypnose als Therapie ist

kein Hokuspokus!»

Bei vielen galt Hypnose in früherer Zeit als schlechter Zaubertrick. Längst ist sie allerdings als ernste

Therapieform im Heute angekommen, selbst in der Schulmedizin, bespielweise in Spitälern oder bei

Zahnärzten. Doris Lauber hat während ihrer intensiven Hypnose-Arbeit schon vielen Menschen bei

Ängsten, Krankheiten, Trauer, Blockaden, Traumata und mehr helfen können.

Doris Lauber kennt das Thema Hypnose und

die damit verbundenen Therapiemöglichkeiten

seit über 30 Jahren. Zuerst war es die

Trauerarbeit beim relativ rasch aufeinanderfolgenden

Hinschied ihrer beiden Elternteile,

dann die persönlich-emotionale Verarbeitung

des Todes ihres Gatten und schliesslich

der Umgang mit der vor acht Jahren aufgetretenen

Erkrankung an multipler Sklerose.

Nach einer entsprechenden Ausbildung widmet

sie sich seither als Hypnosetherapeutin

und Coach Menschen in Not – als Begleiterin

auf dem Weg in eine neue Zukunft in Leichtigkeit

und Freude. Dabei hat sie ihre ganz

eigene Doris-Lauber-Methode entwickelt.

Eines ist ihr ganz wichtig: Hypnose ist kein

Hokuspokus. Hypnose ist ein Zustand der

Trance und ist vergleichbar mit autogenem

Training, Meditation und Yoga.

Ernsthafte Therapieform

Der Begriff Hypnose übt auf viele Menschen

eine geheimnisvolle Faszination aus. Der

eigenständige Bewusstseinszustand lässt

sich weder dem Wachsein noch dem Schlaf

zuordnen, obwohl der Ursprung des Wortes

in der griechischen Sprache hypnos = Schlaf

bedeutet. Die Anwendungsmöglichkeiten der

Hypnose als Therapie ergeben sich aus den

grundverschiedenen Anteilen des menschlichen

Geistes. Die eine Seite, lediglich zehn

Prozent, ist gemäss Doris Lauber geprägt

durch unser Bewusstsein und unseren Verstand;

die andere Seite, die anderen 90 Prozent,

durch unser Unterbewusstsein, wo all

unsere Gefühle, Emotionen und das Langzeitgedächtnis

angesiedelt sind.

Beide sind sich nicht immer einig und wollen

oft in verschiedene Richtungen. Da spielen

gelebte Erfahrungen, Erinnerungen, Wünsche

und Ziele eine Rolle. Oft wünschen wir

uns ein neues, anderes Verhaltensmuster.

Weil wir jedoch den Zugang zu unserem

Unterbewusstsein im Normalfall nicht

Für einen ausbalancierten Säure-

Basen-Haushalt — für frischen

Schwung und Freude an der Gesundheit.

Jentschuras BasenKur

Um Gesundheit, Schönheit, aber

auch die mentale und körperliche

Leistungsfähigkeit nachhaltig

zu fördern, ist es von zentraler

Bedeutung, auf einen ausbalancierten

Säure-Basen-Haushalt

zu achten. Die Traditionsmarke

P. Jentschura hat ein ganzheitliches

Produkt-Ensemble für die

Säure-Basen-Balance konzipiert,

das den Organismus entschlackt,

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mit einem pH-Wert

von 8,5, das wie ein Jungbrunnen

wirkt. Jentschuras BasenKur ist

eine moderne, effektive und nachhaltige

Form der aktiven Gesundheitsprävention.

Literatur für ein gesundes Leben

«Gesundheit durch Entschlackung»

von Dr. h. c. Peter Jentschura

ist die naturheilkundliche «Bibel»

zu den Themen «Säure-Basen-

Haushalt» und «Regeneration».

Der Bestseller der Gesundheitsliteratur

gibt viele nützliche Tipps

für ein bewusstes und gesünderes

Leben. Weitere Informationen zu

den Produkten und der Literatur

aus dem Haus Jentschura sind im

Internet abrufbar.

p-jentschura.ch

Schweizer Hausapotheke 6-2020 25


Doris Lauber: «Hypnosetherapie und die DL-Methode

ersetzen nie einen Arzt.»

steuern können, hält es aber hartnäckig an

alten, überholten oder unerwünschten Verhaltensmustern

fest und hindert uns daran, bestimmte

Dinge so zu verändern, wie wir es uns

wünschen. Das Unterbewusstsein ist äusserst

mächtig – wir können es für das Erreichen

angestrebter Ziele nutzen. Doris Lauber hat

durch ihre Arbeit erkannt, dass die grosse

Masse unserer Gesellschaft schlicht verlernt

hat, auf Gefühle zu achten.

Erfolg mit eigener DL-Methode

Durch über 350 eigene Hypnosestunden hat

Doris Lauber erkannt, dass trotz der Lösung

vieler Probleme langfristig die Leichtigkeit

gefehlt hat und immer wieder Schwere gekommen

ist. Sie fragte sich: «Was ist das,

was mich immer wieder zurückfallen lässt?»

So entwickelte sie ihre eigene DL-Methode,

die sich gegenüber anderen Therapieformen

durch ihre Ganzheitlichkeit auszeichnet. Hilfreich

ist diese Methode bei den unterschiedlichsten

Problemfeldern wie Ängste und Panik,

Traumata, Blockaden, Krankheiten und

Schmerzen, Stress, Trauer, Missbrauch, Burnout,

Depressionen, Beziehungsprobleme,

Zukunftsfragen (privat, Business, Jobsuche),

Elternprobleme.

Das persönliche Mindset (Denk- und Verhaltensmuster)

prägt jede Person von ihrer

frühen Kindheit an. Durch diese Prägungen

entstehen alle Blockaden und Probleme.

Im Erkennen und Auflösen der negativen

als Gesamtheit sowie mit einfachen Werkzeugen

für den Alltag kann das Mindset

verändert und so alles Negative, das diese

Person am Glücklichsein hindert, abgelegt

werden. Auf diesen drei Säulen schliesslich

fusst die DL-Methode: Ursachenfindung und

Lösung; einfache Werkzeuge für den Alltag

zur Problemlösung; Verstehen des Verhaltensmusters.

Die gelebte Vision

Eigentlich möchte Doris Lauber nichts

26 Schweizer Hausapotheke 6-2020

mehr als Leichtigkeit und Freude in die

Gesellschaft bringen. Sie ist sich allerdings

bewusst, dass ihr Ansinnen kein Leichtes

ist. Im Eltern-Kind-Coaching beispielsweise

ist sie meist mit Situationen konfrontiert, in

denen die Eltern, aus welchen Gründen auch

immer, an ihre Grenzen stossen, massiv

überfordert sind und nicht mehr weiterwissen.

Oft übernehmen die Kinder die Gefühle

der Eltern und damit auch deren Baustellen.

Doris Lauber zeigt Eltern in ihrer Arbeit

andere Blickwinkel auf, die völlig neue Möglichkeiten

und Strategien eröffnen. Wenn

schliesslich die Erwachsenen ihre Probleme

lösen, so blüht auch das Kind auf.

Was Doris Lauber besonders beschäftigt,

ist die allgemeine Drucksituation, der ein

Grossteil der Kinder heute in der Schule

ausgesetzt ist – Ängste, Konzentrations- und

Lern-Schwächen, ADHS, Blockaden, Sprachstörungen

… Mit ihrer Therapie bietet sie eine

spielerisch-nachhaltige Behandlungsmöglichkeit

an, die sanfter als Psychotherapie

oder Medikamente wirkt. Die ersten positiven

Ergebnisse zeigen sich meist schon nach

wenigen Sitzungen: «Manchmal muss ich

nur wenig Gegensteuer geben, um ein Kind

aus der Drucksituation herauszuholen», so

Doris Lauber.

Unterdrückte Emotionen

«Ich bin fest davon überzeugt, dass jede

Krankheit und jeder Schmerz eine psychische

Ursache haben und eine Botschaft unseres

Inneren sind.» Doris Lauber beschreibt

die Situation als «Missachtung unserer

eigenen emotionalen Bedürfnisse.» Die

Steigerung der Beschwerden dient dazu, die

erforderliche Aufmerksamkeit zu bekommen,

um die Botschaft zu kommunizieren.

«Wir selbst erschaffen ein Symptom, das

uns die nötige Information überbringt. Dieses

Symptom bleibt, bis wir die Mitteilung verstanden

und gelernt haben. Doch verstehen

alleine reicht nicht aus! Eine nachhaltige

Beseitigung deiner Symptome erfordert eine

aktive Veränderung des eigenen Lebens»,

so Doris Lauber. Und hier kommt die DL-

Methode im Therapiebereich der Hypnose

zum Tragen.

Eines ist Doris Lauber wichtig: «Hypnosetherapie

und die DL-Methode ersetzen nie einen

Arzt. Körperliche Beschwerden müssen stets

vorgängig von einem Arzt abgeklärt werden.

Durch mich werden keine Diagnosen gestellt,

auch verschreibe ich weder Medikamente

noch lasse ich diese absetzen. Ich mache

auch nie Heilversprechen. Was ich jedoch

besonders begrüsse, ist eine Zusammenarbeit

zwischen mir und der Schulmedizin.»

Angst und Phobien

Die Angst war früher überlebenswichtig. Heute

jedoch macht sie in ihrer irrationalsten

Form vielen Menschen das Leben schwer.

Angst ist ein Teil des Unterbewusstseins,

der sich bewusst nicht steuern lässt. Mit der

DL-Methode lassen sich verschiedene Arten

von Ängsten, Phobien und Paniken rasch

auflösen.

Blockaden

Die Ursache der meisten Blockaden liegt

in der frühen Kindheit. Verdrängte Gefühle

und Emotionen, oft Kleinigkeiten, werden im

Unterbewusstsein als negative Erfahrung

abgespeichert. Vielmals werden aber auch

die Gefühle der Eltern übernommen, falsch

interpretiert und tief in sich eingeschlossen.

Im tief entspannten Zustand können die Ursachen

erkannt und mit einfachen Methoden

gelöst werden.

Burnout und Stress

Wir sind permanent von technischen Geräten

umgeben, ständig erreichbar, selbst

im Urlaub werden Smartphones und E-Mail-

Postfächer gecheckt. Der moderne Mensch

fühlt sich unentbehrlich und ist der Meinung,

alles alleine schaffen zu können oder zu

müssen. Scheitert er in dieser Welt, droht

der tiefe Fall. Körper und Geist benötigen

Grenzen, die mit der DL-Methode erarbeitet

werden.

Trauerbewältigung

Der Tod eines geliebten Menschen macht

hilflos und lähmt. Der Alltag gleitet an einem

vorbei, ohne dass man ihn bemerkt. Und

doch: Man darf alles dafür tun, wieder glücklich

zu werden. Es gibt ein Leben nach der

Trauer, in dem wieder Leichtigkeit und Freude

Einzug halten. Doris Lauber hilft dabei,

die Trauer zu überwinden und in eine tiefe

Dankbarkeit zu gelangen.

dorislauber-coaching.ch

Urs Tiefenauer ist Texter, Werbe- und

PR-Fachmann. Seit 2001 arbeitet er

selbstständig im Bereich Gesundheit und

Gesellschaft.


Aktive Massnahmen gegen

chronische Erkrankungen und zur

Stärkung des Immunsystems

Sie möchten Ihre Gesundheit stärken und bis ins hohe Alter erhalten? Mit gezielter Ernährungs- und

Stoffwechseltherapie gewinnen Sie spürbar mehr Vitalität und Wohlbefinden. Gleichzeitig unterstützen Sie

mit einem gut funktionierenden Stoffwechsel ein gesundes Immunsystem. Wir zeigen Ihnen neue Wege.

Aktive Massnahmen gegen chronische Erkrankungen und zur Stärkung des Immunsystems sind wichtige

Bestandteile. Dazu hilft unsere erfolgreiche, über 25-jährige Erfahrung.

Das Fachkurhaus in Berlingen ist ein spezialisierter

Erholungsort für komplementäre Medizin.

Als Schwerpunkte wirken Ernährungs- und

Stoffwechseltherapie. Die ganzheitliche Philosophie,

moderne Behandlungs- und Schulungsmethoden

sowie die idyllische Lage am

Bodensee bieten perfekte Voraussetzungen

für einen nachhaltigen Therapieerfolg. Ob bei

Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, hohem

Cholesterin, Darmproblemen, Stress oder

einem angeschlagenen Immunsystem – seit

mehr als 25 Jahren profitieren Menschen mit

den unterschiedlichsten Problemen von Intensiv-Kur(s)wochen

im «Seeblick».

Wir machen keine Diät, sondern eine

Stoffwechseltherapie

Ein gut funktionierender Stoffwechsel ist die

Grundlage für körperliches und seelisches

Wohlbefinden. Umgekehrt gilt: Jede Krankheit

hat ihre Ursache in einer Störung des Stoffwechsels.

Im Problemfall werden Substanzen

nicht mehr abgebaut und ausgeschieden.

Wenn sie sich anreichern, können

sie den Körper sogar vergiften. Die Symptome

sind vielfältig: ein nicht funktionierendes

Immunsystem, Schlafstörungen, zu

hohe Zucker-, Fett- und Leberwerte, Verdauungsprobleme,

Müdigkeit, Erschöpfung oder

rheumatische Beschwerden. Im Fachkurhaus

Seeblick nehmen wir uns daher viel Zeit für Sie

und Ihre offenen Fragen.

Tiefgreifend entgiften – Immunsystem

stärken

Um Ihre Gesundheit zu erhalten, hilft es sehr,

Ihrem Körper eine Auszeit zu gönnen. Mit

unserem EPD ® -Ernährungsprogramm regen

Sie Ihren Stoffwechsel an und entgiften tiefgreifend.

Dazu ermitteln wir Ihren individuellen

Bedarf an Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen,

Ballast- und Aufbaustoffen. Parallel

gleichen wir Defizite mit unseren massgeschneiderten

HCK ® -Mikronährstoffrezepturen

gezielt aus. So bekommt

Ihr Körper exakt, was er

braucht. Schon nach

kurzer Zeit spüren Sie

die positive Wirkung und stärken sukzessive Ihr

Immunsystem.

Eine starke Immunabwehr ist der beste

Schutz

Unsere Immunabwehr ist ein fein abgestimmtes,

hoch leistungsfähiges biologisches System

mit einer unvorstellbar grossen Zahl von

Zellen. Alle Zellen patrouillieren ständig im

Körper, werden erneuert, lernen dazu und

stellen sich täglich neuen Herausforderungen.

Ohne das körpereigene Abwehrsystem hätte

der Mensch keine Überlebenschance. Immunsystem

und Ernährung stehen miteinander in

enger Wechselbeziehung. Deshalb sind eine

gesunde Ernährung und ausreichende Mikronährstoffzufuhr

nicht nur Voraussetzung für

die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit,

sondern auch für ein funktions- und leistungsfähiges

Immunsystem.

Sie lernen bei unseren Fachvorträgen, wie

Sie Ihre Ernährung soweit optimieren,

dass Sie langfristige Erfolge erzielen.

Ziele des Aufenthaltes

im Fachkurhaus Seeblick

Dr. med. Padia Rasch

Leitende Ärztin

Fachkurhaus Seeblick

• Tiefgreifend entgiften

• Rasch und gesund Depotfett abbauen

• Cholesterinwerte und Blutdruck reduzieren

• Körperfunktionen regenerieren und

vitalisieren

• Immunsystem gezielt stärken

Spezialangebot:

1 Woche im

Doppelzimmer

pro Person ab CHF 998.–

statt CHF 1242.–

1 Woche im

Einzelzimmer

ab CHF 1218.–

statt CHF 1400.–

Im Preis inbegriffen sind:

6 Übernachtungen (Sa – Fr), Kurse und

Vorträge, komplette Verpflegung (EPD ® -

Ernährungsprogramm) inkl. Getränke,

Benutzung Whirlpool und Tepidarium,

Morgengymnastik, Fitness-Center Kronenhof,

Eintritts- und Austrittscheck.

Ich interessiere mich für eine

Intensiv-Kur(s)woche

Informationen

Bitte senden Sie mir kostenlos und unver-

Intensiv-Kur(s)woche

bindlich Unterlagen zu:

Mein Wunschtermin:

Name

mit Wunschtermin, Name und

Adresse Anschrift per Mail an

info@seeblick-berlingen.ch

(Betreff: Intensiv-Kurswoche

Telefon Fachkurhaus Seeblick)

E-Mail

Wieslistrasse 34

Postfach 35

8267 Berlingen

Telefon +41 (0)52 762 00 70

Fax +41 (0)52 762 00 71

info@seeblick-berlingen.ch

www.seeblick-berlingen.ch

SH 6/2020


Schweizer Tradition

Seit 1930 produziert die Morga AG

mit Standort im Toggenburg in der

Ostschweiz natürlich vegetarische

Produkte aller Art nach dem Credo

von Menschen für Menschen. Über

100 Mitarbeitende setzen sich täglich

im Toggenburg dafür ein, über

1000 verschiedene, gute und gesunde

Lebensmittel nach der Philosophie

der Morga herzustellen.

Keine künstlichen Konservierungsstoffe,

möglichst schonende Verarbeitung

und nur genau die Inhaltsstoffe,

die für das Produkt

sinnvollerweise benötigt werden –

dies wird bereits seit den Anfängen

der Morga so gelebt. In der

Produktion sucht man vergeblich

nach hochindustrialisierten Produktionsstrassen:

Viele Produkte

werden in kleinen und mittleren

Serien, oft auch mit viel Handarbeit

– aber ganz sicher immer mit

viel Liebe zum Detail — hergestellt.

Denn genau dies ermöglicht es

der Firma, Produkte für jegliche

Bedürfnisse zu produzieren. Allergenfreie

Produkte oder Speziallebensmittel

für einige wenige

Konsumenten mit speziellen Ansprüchen

finden so neben den

gängigeren Spezialitäten durchaus

noch Platz.

Und genau während der Coronakrise

wurde wieder vermehrt

bewusst, wie wichtig es ist, im

eigenen Land Hersteller und

Verarbeiter zu haben. So konnte

die Morga unterbruchfrei liefern

und das in der bewährten Morga-

Qualität. Dies ist eben gerade

auch für Personen mit speziellem

Ernährungsbedürfnis von zentraler

Wichtigkeit, denn sie können

nicht einfach den gesamten Ernährungsplan

auf den Kopf stellen.

Aber auch bei allen anderen

Produkten hat Morga während des

Lockdowns sichergestellt, dass

die Regale stets gut gefüllt waren.

In den MÜLLER und Egli Reformhäusern

finden Sie stets eine

grosse Auswahl an Produkten

des Schweizer Herstellers. Sollte

28 Schweizer Hausapotheke 6-2020

ein Produkt nicht vorrätig sein, so

bestellen wir dies auch gerne für

Sie. Speziell im September präsentieren

wir eine breite Auswahl

der Morga-Produkte. Vielleicht

möchten auch Sie probieren, wie

Schweizer Tradition schmeckt?

Gemüsebouillons

Die wahrscheinlich bekanntesten

Produkte der Morga sind die bewährten

Gemüsebouillons, die es

in den verschiedensten Varianten

gibt. Allen Morga Bouillons gemein

ist die Basis aus Bio-Gemüse und

der Verzicht auf jegliche Art Geschmacksverstärker

und Aromen.

Auch glutenfrei und vegan ist

Standard. Übrig bleibt eine breite

Palette an Bouillons, damit jeder

sein Produkt findet: Ohne Hefe,

ohne Maltodextrin, als Pulver, Würfel

oder Paste, mit zusätzlichem

Geschmack, wie Indian oder Ingwer,

natriumarm oder im praktischen

Portionenbeutel als Mahlzeitenersatz

oder kleiner Snack

zwischendurch. Probieren auch

Sie, welche der Bouillons Ihren

Geschmack am besten trifft.

Und was wäre die Schweiz schon

ohne Streuwürze. Aber eine gesunde

soll es sein. Probieren Sie die

Streuwürze Arodor mit unvergesslich

schweizerischem Geschmack,

aber ohne Glutamat und in Knospe-Qualität.

Aber auch Müesli in

diversen Variationen, die vegane

Sauce Bolognaise, vegane und

glutenfreie «Halb-Fertigprodukte»

wie Riz Casimir oder Quinoa Chili,

die nur noch mit heissem Wasser

aufgegossen werden müssen,

Hefeextrakt — ein natürliches Würzmittel

Der Hefeextrakt ist eine natürliche

Zutat mit einem herzhaften

Geschmack. Die Basis von Hefeextrakt

ist frische Hefe, welche

ein natürlicher und gesunder

Allrounder ist. Sie wird seit über

4000 Jahren in der Küche verwendet.

Der Hefeextrakt wird seit

über 50 Jahren auch als würzende

Lebensmittelzutat eingesetzt.

Es sind seine besonderen geschmacklichen

Eigenschaften, die

Hefeextrakt ausmachen. Da Hefeextrakt

aus Hefe gewonnen wird,

verfügt er über dieselben wertvollen

Aminosäuren, Kohlenhydrate,

Vitamine, Proteine und Mineralien

wie Hefe. Die spezielle Mischung

aus Proteinen und Aminosäuren

verleiht dem Hefeextrakt eine

geschmackliche Tiefe und wird

besonders gerne als natürliche

und vegane Zutat verwendet. So

auch bei den Morga Bouillons.

Bei der Herstellung erfolgt im

ersten Schritt die Fermentierung.

Dabei wird der Hefe Zucker hinzugefügt,

und bei 30 Grad beginnt die

Hefe dann zu wachsen. Anschliessend

wird die Hefe weiter erhitzt.

Bei 40 Grad spalten natürliche

Enzyme die Proteine der Hefe.

aber ohne Konservierungsstoffe

auskommen. Kommen Sie vorbei

und lassen Sie sich inspirieren.

Die Zellwände der Hefe werden

aufgelöst. Übrig bleibt eine Flüssigkeit

mit dem bereits typischen

Geschmack des Hefeextrakts. Im

dritten Schritt wird die Flüssigkeit

zentrifugiert, um damit die verbleibenden

Zellwände und unlöslichen

Reste der Hefe zu entfernen. Am

Schluss wird der Hefeextrakt getrocknet,

bis ein Pulver entsteht.

Die konventionelle Hefe wird aus

der Rübenmelasse (Rückstand der

Zuckergewinnung) gezüchtet. Die

biologische Hefe wird aus Bio-Weizen

gezüchtet. Dabei nehmen die

Hefebakterien jedoch das Gluten

aus dem Weizen nicht auf.

Im Gegensatz zu Geschmacksverstärkern,

welche nur den Geschmack

vorhandener Zutaten

verstärken, gilt der Hefeextrakt

als Lebensmittelzutat. Dieser wird

wie Kräuter und Gewürze verwendet

und verleiht den Lebensmitteln

aufgrund seines Eigengeschmacks

diese besondere Würze. Sein spezieller

Geschmack wird auch als

Umami (Japanisch) bezeichnet.

Umami ist — neben süss, bitter,

sauer und salzig — auch bekannt

als fünfter Geschmack.


Leichte

Beine im Alltag und auf Reisen

Leiden Sie des Öfteren unter müden,

schweren Beinen und leicht

geschwollenen Füssen? Unter Umständen

kann dies ein Hinweis auf

schwache Venen sein. Für eine Prävention

gegen Krampfadern und

schwere Beine und um erste Beschwerden

zu lindern, können

Stützstrümpfe das richtige Mittel

sein.

Offene Klappe:

Blut kann fliessen

Folgen einer Venenschwäche

Bei vielen Menschen funktioniert

dieser Mechanismus nicht mehr

einwandfrei und es treten Venenleiden

auf. Besonders bei häufigem Sitzen

oder Stehen am Arbeitsplatz –

beispielsweise im Büro, im Verkauf

oder in der Pflege – treten oft müde,

schwere oder schmerzende Beine

auf. Diese können unter Umständen

erste Anzeichen für eine Venenschwäche

sein. Die Beschwerden

treten vermehrt abends und

nach heissen Sommertagen auf.

Geschlossene Klappe:

Blut kann nicht zurückfliessen

Stütz- oder Kompressionsstrümpfe?

Die beiden Begriffe werden oft als

Synonyme verwendet. In der Tat

haben sie eines gemeinsam: Sie

unterstützen den venösen Rückfluss

aus den Beinen in Richtung

Herz. In der Anwendung und der

Wirkung gibt es allerdings entscheidende

Unterschiede. Stützstrümpfe

sind eher leicht und haben eine

geringe Kompression. Sie werden

vor allem in der Prävention eingesetzt.

Stützstrümpfe können in Apotheken

und Drogerien anhand der

Schuhgrösse gekauft werden.

Kompressionsstrümpfe müssen

hingegen individuell ausgemessen

werden und dienen der Behandlung

von Venenerkrankungen. Sie

müssen zahlreiche Normen erfüllen

(RAL-Zertifizierung) sowie einen

exakt definierten Druck und Druckverlauf

aufweisen.

Nutzen von Stützstrümpfen

Stützstrümpfe wie SILK SUPPORT

von der Marke VENOSAN eignen

sich für Personen mit leichten

Beschwerden; sowie auch Personen

mit gesunden Beinen und

Venen, die ihrer Gesundheit Sorge

tragen möchten. Bei den SILK

SUPPORT Socks handelt es sich

um ein Schweizer Produkt mit

15 Prozent reiner Seide für ein weiches

Tragegefühl. Sie sind in acht

stilvollen Farben erhältlich.

Mögliche Anwendungsgebiete sind:

• Beschwerden wie müde, schwere

Beine oder leicht geschwollene

Knöchel gegen Abend können,

aber müssen nicht immer

Zeichen einer Venenschwäche

sein. Ursache kann auch

stundenlanges Stehen oder

Sitzen sein. Stützstrümpfe haben

eine lindernde Wirkung.

• Prävention: Der heutige Alltag ist

oft nicht besonders venenfreundlich.

Langes Sitzen oder Stehen,

zu wenig Bewegung und ungesundes

Essen, verbunden mit

dem einen oder anderen Kilo zuviel

auf der Waage, belasten die

Venen. Das Risiko, im Laufe des

Lebens an Krampfadern zu erkranken,

ist deshalb beträchtlich.

Stützstrümpfe können einen

wertvollen Beitrag leisten, um

gegen die Entstehung von

Krampfadern vorzubeugen, beziehungsweise

diese zu verzögern.

• Prophylaxe gegen Reisethrombosen:

Auf langen Reisen im Auto,

Bus, Zug oder Flugzeug sitzt man

stundenlang nahezu bewegungslos

an Ort und Stelle, der Blutfluss

wird dadurch verlangsamt. Hinzu

kommen oft weitere Faktoren wie

trockene Luft und zu geringe

Flüssigkeitszufuhr. Diese Faktoren

lassen das Blut eindicken.

Durch den leichten Druck von

Stützstrümpfen auf Ihre Beine

wird die Durchblutung gefördert

und es erfolgt eine effiziente

Thrombosprophylaxe.

Weitere Informationen:

venosan.ch

Schweizer Hausapotheke 6-2020 29


Mein Wille geschehe

Ein Verlust der Urteilsfähigkeit ist in jedem

Alter möglich. Sorgen Sie rechtzeitig vor.

Mit dem DOCUPASS von Pro Senectute.

Haben Sie schon einmal ernsthaft überlegt, wie es für

Sie sein würde, wenn Sie nach einem medizinischen

Ernstfall selber nicht mehr sagen können, wie Sie behandelt

oder gepflegt werden wollen? Zum Beispiel nach

einem Hirnschlag. Oder nach einem schweren Unfall,

bei dem Sie nicht mehr aus dem Koma erwachen? Ein

Verlust der Urteilsfähigkeit ist in jedem Alter möglich,

und auch das Sterben und der Tod sollten keine Tabuthemen

sein.

Darum gibt es den DOCUPASS – das komplette Vorsorgedossier,

das alle persönlichen Wünsche und Anordnungen

für den Ernstfall bereithält. Nicht nur Wünsche

betreffend Art der Behandlung oder Pflege. Es geht auch

um Anordnungen für den Todesfall und nicht zuletzt

darum, ob man seine Organe spenden möchte oder

nicht. Diese Entscheide sollte man nicht seinen Familienangehörigen

überlassen. Auch beteiligte Fachkräfte

sind damit überfordert. Solche Fragen muss jeder für

sich alleine beantworten. Rechtzeitig.

Bestellen Sie Ihren DOCUPASS noch heute!

Der DOCUPASS ist die anerkannte Gesamtlösung mit

– Vorsorgeauftrag

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HAP


Was beim Zahnen helfen kann

Viele Eltern können ein Lied davon

singen: Unruhige Tage und Nächte

mit einem weinerlichen, reizbaren

und vielleicht leicht fiebrigen

Säugling – das Zahnen kann für

alle ganz schön anstrengend sein.

Bis zum Alter von drei Jahren verschaffen

sich 20 Milchzähne ihren

Platz im kleinen Kiefer; Klein und

Gross schätzen in diesen Phasen

wirksame Linderung.

Schon vor der Geburt sind die Milchzähne

und die bleibenden Zähne

im Kieferknochen angelegt. Durchschnittlich

ab dem sechsten Lebensmonat

brechen die ersten an

die Oberfläche durch: In der Regel

sind es die unteren beiden Schneidezähne,

die den Anfang machen.

Ihnen folgen die oberen und seitlichen

Schneidezähne, zuletzt die

Backen- und Eckzähne. Bis zum

dritten Geburtstag ist das Milchgebiss

mit 20 Zähnen vollständig.

Bei manchen Babys läuft das Zahnen

fast unbemerkt ab, sie leiden

kaum und die Zähnchen werden

von den Eltern rein zufällig entdeckt.

Abgesehen von den paar

Glückspilzen sind Beschwerden

beim Zahnen aber weit verbreitet;

ein zwar ganz normaler, aber häufig

ziemlich anstrengender Entwicklungsschritt.

Ein Zahndurchbruch

dauert im Schnitt acht Tage und

wiederholt sich in unterschiedlichen

Abständen und bis zum

vollständigen Gebiss zwanzig Mal.

Wirksame Hilfsmittel stehen also

hoch im Kurs.

Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel. Lassen Sie sich von

einer Fachperson beraten und lesen Sie die Packungsbeilage.

Zulassungsnummer: 59057

Im Beratungsalltag von Frau

Wattinger, Drogistin, ist das Zahnen

ein immer wiederkehrendes

Thema. Wir haben sie nach ihren

Tipps gefragt.

Was sind die typischen

Anzeichen fürs Zahnen,

Frau Wattinger?

Weil der bevorstehende Zahndurchbruch

mit einer lokalen Zahnfleischentzündung

verbunden ist, juckt

und schmerzt das angeschwollene

Zahnfleisch. Die Säuglinge plagen

sich damit, sind untröstlich und

unleidig. Dazu kommen unruhiger

Schlaf, Weinerlichkeit und ein erhöhter

Speichelfluss;

manchmal

auch leichtes Fieber

und ein verminderter

Appetit.

Die zeitweilige Verweigerung

beim

Trinken kommt bei

manchen Babys

daher, dass die

Saugbewegung die

Durchblutung anregt

und die betroffene

Stelle damit

noch empfindlicher

macht.

Oft lässt sich beobachten, dass

die Kleinen auf allem herumkauen,

was greifbar ist?

Genau, das ist sehr typisch, wenn

der Durchbruch des Zähnchens

kurz bevorsteht. Das «Sabbern»

steigert sich weiter und das Baby

schnappt sich und kaut alles, was

in der Nähe ist: Im Gegensatz zur

Saugbewegung scheint leichter

Druck den Schmerz etwas zu lindern.

Achten Sie also speziell darauf,

was sich in der Phase so alles

in Griffweite befindet.

Und das Reiben an den Ohren?

Babys reiben sich beim Zahnen

gerne mit den Händen an den

Wangen und Ohren, das lindert das

Spannungsgefühl im Kiefer. Falls

Sie aber den Eindruck haben, dass

Ihr Baby übermässig leidet, sollten

Sie sich vergewissern, dass weder

eine Grippe noch eine Ohrenentzündung

dahinterstecken.

Was können Eltern tun, um dem

geplagten Säugling zu helfen?

Auch wenn Eltern und andere Betreuungspersonen

während der

unruhigen «Zahn-Zeit» selber an

Grenzen stossen, ist es wichtig, den

Kleinen besonders viel Zuwendung

und Ruhe zu schenken. Schon einfache

Hilfsmittel erleichtern die

Situation für alle: So sorgen etwa

Halstücher oder Lätzchen dafür,

dass auch beim starken Sabbern

Hemdchen und Strampler trocken

bleiben. Spezielle, leicht gekühlte

und einfach zu desinfizierende

Beissringe sorgen für Erleichterung

beim Baby, bieten Sicherheit beim

Kauen und unterstützen die Mundhygiene.

Und schliesslich gibt es

auch natürliche Präparate, die Linderung

verschaffen und fürs Kleine

unbedenklich sind.

Was empfehlen Sie?

Sehr praktisch in Dosierung und

Anwendung sind die homöopathischen

Trinklösungen Camilia

von Boiron. Als Einzeldosen verpackt

sind sie sehr handlich –

auch für unterwegs –, immer

hygienisch und leicht zu verabreichen.

Die Homöopathie ist eine schonende

Behandlungsmethode, die

sich schon für Babys eignet. Auf

der Basis von gereinigtem Wasser

entfalten die drei natürlichen

Wirkstoffe, beispielsweise wilde Kamille,

ihre Wirkung bei allen Symptomen

des Zahndurchbruchs: Sie

lindern ein verstärktes Kau-, Beissoder

Saugbedürfnis, den erhöhten

Speichelfluss oder die Reizbarkeit

Ihres Babys.

Erhältlich in Apotheken und Drogerien

Michèle Wattinger ist diplomierte

Naturheilpraktikerin TEN mit den

Schwerpunkten Ernährung und

Vitalstoffe. Die zweifache Mutter

arbeitet im MÜLLER Reformhaus

Vital Shop an der Pelzgasse 13

in Aarau und ist online unter

www.tenvital.ch erreichbar.

Schweizer Hausapotheke 6-2020 31


Hören Sie gut?

Gutes Hören hebt die Laune. Es ermöglicht

uns, feine Zwischentöne

und Gefühle wahrzunehmen und

am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.

So bildet es die Basis gelungener

Kommunikation. Bei den

meisten Menschen stellen sich jedoch

im Lauf des Lebens Hörprobleme

ein. Wie entstehen diese –

und wie beugt man ihnen vor?

Eine Hörminderung kann viele

Ursachen haben. Die banalste

ist ein Ohrenschmalzpfropf im

Gehörgang. Gravierender sind Erkrankungen

wie der Mittelohrerguss

nach Infekten, Verknöcherungen

der Gehörknöchelchen, Entzündungen

sowie Tumore. Auch

Durchblutungsstörungen oder

Autoimmunerkrankungen können

das Gehör beeinträchtigen. Häufig

geschieht ein Hörsturz ohne unmittelbar

ersichtlichen Grund. Die

Altersschwerhörigkeit schliesslich

betrifft früher oder später im Leben

fast jeden Menschen.

Woran erkennt man beginnende

Schwerhörigkeit?

Im Restaurant oder in lauter Gesellschaft,

womöglich zusätzlich mit

Hintergrundmusik, wird das Hören

schwieriger. Besonders Schnellund

Leisesprecher sind schlechter

zu verstehen. Hohe Töne werden

weniger wahrgenommen. Weitere

Anzeichen für eine beginnende Altersschwerhörigkeit

sind, dass man

den Fernseher lauter stellt oder

beim Autofahren mit Motorengeräusch

im Hintergrund Gespräche

weniger gut versteht.

Wie beugt man Hörproblemen

vor?

«Man ist so alt wie seine Blutgefässe»

– dieser Grundsatz gilt auch

für das Gehör. Das Innenohr wird

von einer einzigen Arterie versorgt.

Sie gilt es zu pflegen: mit gesunder

Ernährung, Bewegung und Schlaf.

Lärm schadet den feinen Sinneszellen

im Innenohr. Tinnitus nach

einer Party oder einem Konzert

zeigt die akustische Überbelastung

an und ist eine Warnung. Deshalb

sind bereits in jungen Jahren Ohrstöpsel

ratsam, wenn es sehr laut

zugeht. Hörgeräteakustiker passen

diese individuell an. Ab dem

60. Lebensjahr sind regelmässige

Hörprüfungen sinnvoll.

Medbase Apotheke

Sie haben den Eindruck, dass Ihr

Gehör nachgelassen hat, sind

aber unsicher, ob ein Besuch

beim HNO-Arzt angezeigt ist? Ihr

Gehör können Sie in fast allen

Medbase Apotheken kostenlos

und ohne Voranmeldung mit einem

Hörtest überprüfen lassen.

Wir bieten Ihnen zudem die Möglichkeit,

Hörgeräte eine Woche

lang gratis zu testen.

www.medbase-apotheken.ch/

hoerberatung

32 Schweizer Hausapotheke 6-2020


Anno dazumal

«Die alten Zeiten sollen andere erfreuen; ich bin froh,

dass ich jetzt geboren bin.»

Der römische Dichter Ovid, der in der Zeit um

Christi Geburt lebte, spricht mir aus der Seele.

Er sagte nicht: «Früher war alles besser», wie

jede Generation über die Jahrtausende bis

heute meint. Hören wir mit dieser unbegründeten

Nostalgie auf! Früher war nicht alles

besser. Ich hätte jedenfalls nicht im Mittelalter

leben wollen, der Willkür der Herrscher, der

Gutsherren, der Kirche ausgesetzt, geplagt

von Aberglauben, dahingerafft von Pest und

Cholera, von Wegelagerern beraubt, vergewaltigt

oder umgebracht. Wir brauchen aber gar

nicht so weit zurückzublicken. Als ich ein Kind

war und den ganzen Sommer über im Luganersee

badete, gab es rund um den See keine

einzige Kläranlage. Aufgewachsen bin ich in

einer norditalienischen Industriestadt, wo ich

tagaus, tagein Smog einatmete. In meiner Jugend

herrschte ein kalter Krieg, man wusste

nie, ob ein umnachteter Staatspräsident auf

den roten Knopf der Atomraketen drückt. Und

jeder zweite Mensch auf der Welt hungerte.

Und heute? Die meisten Flüsse und Seen haben

fast Trinkwasserqualität, wir erfreuen uns

in Europa der längsten Friedenszeit seit jeher,

nur noch rund jeder zehnte Mensch weltweit

ist arm. Wir leben in der besten Welt, die es

je gab, gesamthaft gesehen, aber vor allem

hier bei uns. Viele Krankheiten sind endgültig

besiegt, noch nie konnten sich so viele Menschen

so viel leisten, sich politisch und sozial

so sicher fühlen. Und doch wünschen wir uns

oft irgendeine gute alte Zeit, die es nie gab,

zurück …

Natürlich weiss ich – ich bin ja nicht blind –,

dass es auch heute und sogar in der Schweiz

noch Armut gibt, Ungerechtigkeit, die Umweltprobleme

bei weitem nicht gelöst sind und

auch immer wieder neue Herausforderungen

auf uns zukommen; die Coronakrise ist das

jüngste Beispiel. Es gibt noch viel zu tun. Aber

wir bewältigen es nicht, indem wir mit einem

verklärten Blick zurückschauen, sondern nur,

wenn wir mutig, zuversichtlich und kreativ

nach vorne sehen.

Karin Jundt ist Autorin und Verlegerin von

Fachbüchern über Selbstliebe, Karma Yoga

und Spiritualität.

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Schweizer Hausapotheke 6-2020 33


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Der Sonnenhut hat eine dekorative rote Blüte und ist deshalb oft

als Zierpflanze in Gärten anzutreffen. Nicht nur Menschen mögen

die auffallende Blüte, sondern auch verschiedene Insekten.

Besonders Bienen und Schmetterlinge werden von ihr geradezu

angezogen. Die zierliche Staude stammt ursprünglich aus Amerika.

Sie lebte dort wild in Wäldern und Prärien. Wie so viele andere

Wildpflanzen ist auch der Sonnenhut in der freien Natur selten

geworden. Zum Glück wird die schöne und nützliche Pflanze

inzwischen auf der ganzen Welt verkauft und gepflanzt, so dass

sie mindestens auf diese Weise nicht vom Aussterben bedroht ist.

Seinen botanischen Namen verdankt der Sonnenhut der altgriechischen

Sprache. «Echinos» bedeutet übersetzt Igel oder Seeigel.

Tatsächlich sieht das Innere der Blüte einem Seeigel ähnlich.

Bei den Indianern

Der rote Sonnenhut ist aber

nicht nur schön, sondern

auch nützlich. Er gehört zu

den alten indianischen Heilmitteln.

Die Indianerstämme

Nordamerikas hatten früher

eine eigene Medizin und nutzten

ihre heimischen Heilpflanzen

als Medikamente. Sie

zerstampften das grüne Kraut

zu einem Brei und machten

damit Wundverbände. Die

34 Schweizer Hausapotheke 6-2020

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Indianer überlieferten uns die Anwendung

dieses Pflanzenbreis als Mittel gegen Zahnfleischentzündungen

oder als lindernde

Auflage bei Verbrennungen. Die Indianer

schätzten die Heilpflanze so sehr, dass sie sie

den Toten als Grabbeilage mit auf den Weg

in die ewigen Jagdgründe gaben. Echinacea

soll gegen Schlangenbisse und Insektenstiche

helfen und ein Antidot bei Vergiftungen

sein. Bei einer so vielfältigen und wirksamen

Naturmedizin blieb es nicht aus, dass die

weissen Siedler den Medizinmännern über

die Schultern schauten. Und so kam das indianische

Wissen über die Heilkraft des Sonnenhuts

in unsere Kultur. Anfänglich nutzten

die weissen Naturmediziner die Pflanze

gegen alle möglichen Krankheiten. Nach und

nach erforschte man aber deren Inhaltsstoffe

und Wirkungsweisen. Die Wissenschaftler

fanden eine ganze Reihe heilender Inhaltsstoffe.

Darunter sind ätherische Öle, Proteine

und Alkamide.

Moderne Medizin

In der modernen Medizin werden heute vermehrt

natürliche Produkte aus Heilpflanzen

verwendet. Der rote Sonnenhut gehört eindeutig

zu diesen anerkannten Heilpflanzen

und ist als Bestandteil in vielen natürlichen

Produkten enthalten. Das hat die Echinacea

vor allem dem Nachweis der Alkamide zu verdanken.

Es gibt wissenschaftliche Hinweise,

dass diese Inhaltsstoffe das Immunsystem

regulieren und entzündungshemmend wirken.

Da liegt es nahe, den roten Sonnenhut

gegen Erkältungskrankheiten zu verwenden.

Erkältungen sind sowohl im Winter als auch

im Sommer in unseren Breitengraden

üblich. Glücklicherweise kann man ihnen

mit Hilfe von natürlichen Präparaten

erfolgreich vorbeugen oder sie damit behandeln.

Es gibt im Handel unterschiedliche

Verabreichungsformen zu kaufen. Da

sind Tinkturen erhältlich oder Tabletten,

Kapseln und Tropfen, in Reinform oder

gemischt mit anderen Heilpflanzen. Wer

Sonnenhut im Garten oder Balkon stehen

hat, kann natürlich auch selbst Frischsaft

zubereiten. Dafür verwendet man vor

allem die Blätter. Die Wurzeln sind zwar

auch voll mit heilenden Inhaltsstoffen,

aber die Pflanze ist ausdauernd und

deshalb wäre es schade, sie auszugraben.

Die Wirksamkeit der kaufbaren Präparate

ist von der modernen Medizin inzwischen

eindeutig, sogar mit klinischen Studien

nachgewiesen worden. Der rote Sonnenhut

stärkt das Immunsystem, indem er

die Abwehrzellen aktiviert. Deshalb hilft

Echinacea nicht nur bei der Behandlung

von Erkältungen, sondern bei jeglichen

Entzündungen und Infektionen. Vermutlich

wirkt er teilweise sogar gegen Pilzinfektionen

und Viren. Wie auch immer, wer

anfällig für Infektionen ist, tut gut daran,

mit Sonnenhut vorzubeugen.

Judith Dominguez

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Schweizer Hausapotheke 6-2020 35


Wenn der

Darm

streikt

Für viele Menschen ist Verstopfung nicht nur ein vorübergehendes Problem. Die meisten von

ihnen fühlen sich davon im Alltag stark beeinträchtigt. Häufigste Ursachen sind ein ungesunder

Lebensstil, falsche Ernährung sowie Bewegungsmangel.

Wie so vieles im Leben ist auch der Stuhlgang

eine ganz individuelle Angelegenheit.

Manche Menschen müssen drei Mal am Tag,

andere nur drei Mal in der Woche – beides

und alles dazwischen liegt absolut im

grünen Bereich. Von Verstopfung sprechen

die Ärzte erst, wenn der Darm weniger als

drei Mal wöchentlich entleert wird. Typische

Symptome sind harter Stuhl, Anstrengungen

beim Stuhlgang wie beispielsweise

starkes Pressen sowie das Gefühl der unvollständigen

Darmentleerung.

Ungefähr 30 Prozent von Frau und Herr

Schweizer leiden regelmässig unter der

unangenehmen Verdauungsstörung, die

meist mit Völlegefühl, Bauchschmerzen und

Blähungen einhergeht. Das Problem nimmt

im Alter zu und tritt bei Frauen häufiger auf

als bei Männern.

Oftmals hausgemacht

Eine Verstopfung kann viele hausgemachte

Gründe haben. Doch auch ernsthafte Erkrankungen

wie das Reizdarmsyndrom,

Darmdivertikel und Morbus Crohn können

Verstopfungen verursachen. Zudem kann

Verstopfung auch Symptom einer Krankheit

sein, die überhaupt nichts mit dem Verdauungstrakt

zu tun hat. Dazu gehören Nervenund

Muskelerkrankungen wie Parkinson,

Multiple Sklerose, Muskeldystrophie und

Myasthenia gravis.

36 Schweizer Hausapotheke 6-2020

Sollte der Stuhlgang mal etwas länger auf

sich warten lassen, ist das allerdings nicht

gleich ein Grund zur Sorge. Dauern die Verdauungsbeschwerden

trotz einer gesunden

Lebensweise allerdings länger an und

werden sie von starken Schmerzen beim

Stuhlgang, Bauchschmerzen oder Blut im

Stuhl begleitet, sollte man einen Arzt aufsuchen.

Dann kann eine ernste Erkrankung

dahinterstecken. Treten zusätzlich Übelkeit,

Erbrechen und kolikähnliche Schmerzen

auf, ist Vorsicht geboten. Diese Symptome

können auf einen Darmverschluss hindeuten.

Verstopfung bei Kindern

Auch Babys und Kinder können unter

Verstopfung leiden. Bei ihnen ist ein unregelmässiger

Stuhlgang nicht selten.

Zudem wechselt gerade bei Säuglingen die

Konsistenz des Windelinhalts oft mehrmals

täglich. Entsprechend schwierig ist es, eine

Verstopfung überhaupt zu diagnostizieren.

Die Ursachen sind selten organisch,

sondern meist ernährungsbedingt oder

psychischer Natur. Bei älteren Kindern

handelt es sich in den meisten Fällen um

eine sogenannte Gewohnheitsverstopfung.

Sie entsteht, wenn Kinder dauerhaft zu

wenig Gemüse und Obst essen, nicht genug

trinken, sich zu wenig bewegen oder den

Stuhlgang zurückhalten.

Bewährte Hausmittel

Wer unter Verstopfung leidet, sollte nie

direkt zu einem Abführmittel greifen. Besser

ist es, die Beschwerden vorerst einmal mit

natürlichen Mitteln zu bekämpfen. Es gibt

einige Hausmittel und Tipps, mit denen Sie

Ihre Verdauung schnell wieder in Gang bringen

und die Darmverstopfung lösen:

Wasser trinken – trinken Sie ausreichend,

zwei bis drei Liter pro Tag; Bewegung – wer

sich jeden Tag eine halbe Stunde bewegt,

regt seine Darmtätigkeit auf ganz natürliche

Weise an; Koffein – eine Tasse Kaffee am

Morgen bringt den Darm in Schwung; Olivenöl

– ein Esslöffel Olivenöl vor oder nach

dem Essen ölt die Darmschleimhaut ein und

macht den Stuhl gleitfähiger; Wärme – Gönnen

Sie sich etwas Ruhe und legen Sie eine

Wärmflasche auf den Bauch. Die Wärme

fördert die Durchblutung und regt die Darmtätigkeit

an; Entspannung – Stress ist ein

häufiger Auslöser für Verstopfungen. Yoga,

Meditation oder autogenes Training können

helfen, den sensiblen Darm zu beruhigen.

Lebensmittel – eine ballaststoffreiche Ernährung

hilft der Verdauung auf die Sprünge.

Zur kompletten Darmentleerung helfen

sowohl ein Einlauf wie auch die Anwendung

von Glaubersalz.

Auf Ballaststoffe setzen

Mit der richtigen Ernährung kann man

Verstopfungen vorbeugen, sie aber auch

lösen. Ballaststoffe regen die Verdauung

an – bereits 30 Gramm pro Tag genügen.

Diese Menge steckt beispielsweise in drei

Scheiben Vollkornbrot zum Frühstück. Die

warme Mahlzeit sollte Kartoffeln oder Reis

beziehungsweise Nudeln aus Vollkorn enthalten.

Auch etwas Salat und Gemüse sowie

zwei Portionen Obst sollten nicht fehlen.

Urs Tiefenauer


Eisen? Aber bitte mit Freude!

Wer kennt das nicht: Müdigkeit,

Abgeschlagenheit, Energielosigkeit,

und, und, und ...? Oft steckt

dahinter ein Eisenmangel mit leeren

Eisenspeichern.

Dieser kann mit Infusionen oder

Eisentabletten behandelt werden.

Meistens wiederholt sich jedoch

nach einer erfolgreichen Eisentherapie

die Geschichte und der

Eisenspiegel sinkt langsam wieder

ab. Dies ist speziell bei Frauen mit

regelmässiger Monatsblutung der

Fall. Um dies zu verhindern, gibt

es die wohlschmeckenden Eisensticks

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Das darin enthaltene Eisen ist mikroverkapselt

und dadurch sehr gut

verträglich. Zudem schmeckt es

nicht nach Eisen und wird gut aufgenommen.

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zucker- und laktosefrei. Zudem ist

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Frau Dr. Angelika Donalies,

Gynäkologin in Solothurn,

meint dazu:

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schon seit einigen Monaten mit Erfolg.

Der Vorteil ist, dass sie einen

sehr guten Geschmack haben und

deshalb auf eine breite Akzeptanz

bei den Verwenderinnen stossen.

Mir sind bis jetzt keine unangenehmen

Nebenwirkungen bekannt,

wie dies teilweise bei Eisentabletten

der Fall ist. Auch hat sich

gezeigt, dass die Wirkung dieser

Sticks sehr gut ist und die Eisenreserven

stabilisiert werden können.»

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Schweizer Hausapotheke 6-2020 37


Wertvolle Beiträge

Rund ein Fünftel der Schweizer Bevölkerung zählt zur älteren Generation. Ein Teil von ihr empfindet

sich von der Gesellschaft wenig wertgeschätzt oder gar entwürdigt.

Einige Stichwörter kommen in den Medien

im Zusammenhang mit dem Alter auffallend

häufig vor: «Überalterung», «Pflegekosten»,

«Demenz», «sinkende Renten» und ähnliche

mehr. Sie führen dazu, dass sich manche

Seniorinnen und Senioren als Belastung für

die Gesellschaft empfinden. Doch dieser

Eindruck vermittelt eine sehr einseitige und

verzerrte Darstellung der tatsächlichen Situation.

Menschen im dritten Lebensabschnitt

unterstützen die Gesellschaft in vielfältiger

Weise und tragen zu deren Gedeihen bei.

Dies zeigt sich beispielsweise im wirtschaftlichen

Bereich. Das Marketing kennt den

Begriff der «Silver Consumer», gemeint sind

Konsumentinnen und Konsumenten ab fünfzig.

Grauhaarige Frauen und Männer sind

zum Teil finanziell gut gestellt und daher interessante

Kunden für zahlreiche Branchen,

angefangen bei Coiffeursalons und Kosmetikerinnen.

Weiter tragen sie zum Umsatz

der Reisebüros bei, sei es für eine Rundreise

durch Südafrika, für eine Flusskreuzfahrt

oder einen Trip mit dem Wohnmobil durch

die Vereinigten Staaten*. Und auch bei Bahn,

Bus und Passagierschiff sind sie geschätzte

Fahrgäste: Pensionierte fliegen gerne aus,

auch mit den E-Bikes, die sich insbesondere

bei ihnen gut verkaufen. Im Weiteren nehmen

sie Brillengeschäfte und Läden für Hörgeräte

in Anspruch. Und sie benötigen Zahnersatz.

Auch die Drogerien und Apotheken sind

bezüglich Einnahmen froh um die ältere

Generation. Zudem unterstützen manche gut

situierte Ältere ihre erwachsenen Kinder bei

der Finanzierung ihres Eigenheims, damit

kommt das Baugewerbe zu Aufträgen. Dies

sind lediglich einige Beispiele, wie Menschen

in der zweiten Lebenshälfte erheblich zur

Volkswirtschaft und damit zur Rentenfinanzierung

beitragen; sie sind damit keineswegs

nur einseitig Empfänger von Leistungen der

Gesellschaft.

Vorbeugung gegen Altersgebrechen

Wie die Wissenschaft ermittelt hat, wird

der dritte Lebensabschnitt aus Sicht der

jüngeren Generation vor allem mit einem

Abbau der körperlichen Verfassung und der

Vitalität gleichgesetzt. Doch dieses Bild des

Alters stimmt heutzutage nur bedingt mit

der Wirklichkeit überein. Die Menschen sind

im 21. Jahrhundert insgesamt in besserer

körperlicher und geistiger Verfassung als

frühere Generationen von Senioren. Sie wandern,

walken, schwimmen, tanzen, sie fahren

Velo und Ski, spielen Golf und sie besuchen

Fitnessstudios. Im Gegensatz dazu waren sie

vor fünfzig Jahren von langer, harter, körperlicher

Arbeit und von vielen Schwangerschaften

körperlich verbraucht. Und der Medizin

standen bei Herzschwäche, bei Krebs und bei

Gelenkverschleiss nur wenige Behandlungsmöglichkeiten

zur Verfügung. Der Ersatz

von Knie- und Hüftgelenken, aber auch

Herzschrittmacher ermöglichen heute trotz

gesundheitlichen Einschränkungen ein bewegungsaktives

Leben. In der Folge bleiben

die Älteren lange selbstständig, die Pflegebedürftigkeit

wird hinausgezögert und reduziert.

Durch ihren aktiven Lebensstil nach der

Pensionierung reduzieren sie das Risiko von

Übergewicht, Herz-Kreislauf-Problemen, von

Osteoporose und von Demenz. Und es kommt

auch weniger leicht zu depressiven Verstimmungen,

die durch einen eingeschränkten

Bewegungsradius begünstigt werden. Damit

sinken die Folgekosten für zusätzliche ärztliche

Behandlungen und Pflege. Fazit: Die

Menschen in reiferen Jahren tragen selbst

wesentlich zu ihrer Gesunderhaltung bei und

helfen aktiv, Krankenkassen- und Pflegekosten

zu sparen.

Ältere vermitteln Stabilität

Auch wenn man den nichtmateriellen Bereich

unter die Lupe nimmt, ist das Bild

der älteren Menschen vornehmlich als

Leistungsbezüger der Allgemeinheit unzutreffend.

In der Schweiz erbringt die Grosselterngeneration

laut Statistik jedes Jahr

einige Millionen Stunden in der familiären

Betreuung. Damit ist zum einen Hilfe im

Alltag bei Angehörigen und bei Nachbarn

gemeint. Vor allem aber engagiert sie sich

für ihre Enkel. Dies verschafft den Eltern

zeitliche Freiräume für Erwerbstätigkeit und

für Weiterbildungen. Grossväter und Grossmütter

verfügen meistens über das, woran

es den berufstätigen Eltern neben Zeit oft

mangelt, nämlich Musse und Gelassenheit.

Zudem ist das grosse Wohlwollen der Grosseltern

eine wertvolle psychische Stütze für

die Enkel. Viele Kleinkinder bezeichnen Oma

und Opa als ihre liebsten Personen nach

ihren Müttern und Vätern. Sie sind in den

Augen der Kinder oft geduldiger, toleranter,

grosszügiger und humorvoller als die eigenen

Eltern, wie eine wissenschaftliche Umfrage

ergab. Jede fünfte Person über fünfzig betreut

regelmässig ihre Enkelkinder. Dies war

nicht immer so. Anfang des 20. Jahrhunderts

wurden die Grosseltern weniger als wichtige

Stütze des Familienlebens

wahrgenommen. Es

hiess, sie würden die

Enkel nur verwöh-

nen,

seien aber körper-

lich

38 Schweizer Hausapotheke 6-2020


lich und geistig mehr fähig, nicht mehr in der

Lage, sich aktiv um die Kinder zu kümmern.

Sie galten eher als gebrechliche Störenfriede,

die die Erziehungsbemühungen der Eltern

durchkreuzten.

Heutige Omas und Opas hingegen entlasten

dank ihrem mehrheitlich guten Gesundheitszustand

die Eltern. Es sind oft die Grosseltern,

die den Kleinen das Schwimmen oder

das Velofahren beibringen. Aus Sicht der

Enkel sind vor allem die Stabilität der Beziehung,

das Vertrauensverhältnis sowie die

uneingeschränkte Akzeptanz vonseiten der

Grosseltern wichtig. Insbesondere während

der Pubertät bildet ein verlässliches Verhältnis

zur Oma und/oder zum Opa einen

wichtigen Anker und Ausgleich. Wenn die

emotionale Beziehung zu den Eltern von

Auf und Ab geprägt ist, sind zuverlässige

Bezugspersonen besonders wichtig. Opa und

Oma seien geduldiger beim Zuhören als die

eigenen Eltern, stellen die Enkel laut einer

Studie fest. Sie fallen einem weniger ins Wort

und können besser andere Meinungen gelten

lassen. Den Grosseltern kommt auch eine besonders

grosse Bedeutung zu, wenn es in der

Partnerschaft der Eltern immer kriselt. Dann

sind sie für die Kinder und die Jugendlichen

ein stabilisierender Faktor ausserhalb des

eigenen Zuhauses. In der Sozialkompetenz

sind ältere Menschen jüngeren vielfach

überlegen. Sie wissen aus Erfahrung, was

der Lebensqualität zuträglich ist und was ihr

schadet. In den Jahrzehnten ihres Lebens

haben sie Höhen und Tiefen durchlebt und

damit ein gewisses Mass an reifer Gelassenheit

entwickelt. Sie rennen nicht mehr jedem

schnelllebigen Trend nach und geniessen

vermehrt den schönen Augenblick, etwa in

einer geselligen Runde oder in der Natur. Seniorinnen

und Senioren bringen Kontinuität in

die von Hektik getriebene Gesellschaft.

Bereichernde Gesten

Viele Menschen im Pensionsalter sind als

Fahrer von Mahlzeitendiensten oder Rollstuhltaxis

aktiv und sie pflegen die Markierungen

von Wanderwegen. Sie gehören

keineswegs «zum alten Eisen», sondern

übernehmen oft Aufgaben für die Gemeinschaft.

Dank ihrer Rente sind sie nicht mehr

auf ein Erwerbseinkommen angewiesen und

können daher ehrenamtlich zur Gesellschaft

beitragen. Die Industriegesellschaften bewerten

Prestige, Wohlstand und Jugendlichkeit

sehr hoch. Die gedruckten und die elektronischen

Medien sind gespickt mit Fotos von

Spitzenathleten, von attraktiven Schauspielerinnen

und von erfolgreichen Firmenchefs.

Doch für den gesellschaftlichen Zusammenhalt

braucht es auch Faktoren, die sich nicht

mit Geld aufwiegen lassen, wie die gegenseitige

menschliche Unterstützung. Selbst wenn

die körperlichen Kräfte im höheren Alter

etwas nachlassen, leisten viele Seniorinnen

und Senioren mit Briefen, Geburtstagskarten

oder auch per E-Mail und Skype wertvolle

Beiträge auf der zwischenmenschlichen

Ebene. Für dieses Fördern des Soziallebens

und auch für ihre Lebensleistung haben sie

Wertschätzung verdient.

* Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel wurde vor

der Coronakrise verfasst.

Adrian Zeller verfügt über eine mehrjährige

Praxis erfahrung im Gesund heitswesen. Seit

1995 ist er journalis tisch und publizistisch tätig.

Verstopfung,

was tun?

Unsere Verdauung funktioniert

dann am besten, wenn sich das

System im Gleichgewicht befindet.

Dabei geht es unter anderem

um die Menge an Flüssigkeit,

die dem Nahrungsbrei

im Darmtrakt entzogen wird.

Ist es zu wenig, dann entsteht

Durchfall. Ist es zu viel, kommt

es zu einer sogenannten Verstopfung.

Claudia Schiely, diplomierte

Drogistin HF, erklärt,

wie einer Verstopfung auf natürliche

Weise begegnet und vorgebeugt

werden kann.

Frau Schiely, wann spricht man

von einer Verstopfung?

Grundsätzlich ist eine Stuhlfrequenz

von dreimal täglich bis

zu einmal alle drei Tage normal.

Bleibt der Stuhlgang länger aus,

dann spricht man von einer Verstopfung.

Kurzfristiges Ausbleiben

kann etwa auf gewisse Medi-

kamente wie Schmerzmittel, Blutdrucksenker,

Antidepressiva oder

situative emotionale Belas tungen

zurückgeführt werden. Der Verdauungstrakt

ist besonders empfindlich

für Anspannung oder Stress.

Dauert die Verstopfung länger an,

ist eine ärztliche Abklärung ratsam.

Gibt es noch andere

Gründe für Verstopfung?

Vielfach kommt es etwa auf Reisen

in ferne Länder zu einer Art «Toiletten-Angst».

Dabei wird der Reflex

zur Darmentleerung unterdrückt.

Aber nicht nur die Psyche, auch

das eigene Verhalten beeinflusst

das Funktionieren des Verdauungssystems:

Wenig Bewegung,

ungesunde und einseitige Ernährung

sowie mangelnde Aufnahme

von Flüssigkeit können zu Verstopfung

führen. Grundsätzlich ist die

Verdauung eine hoch individuelle

Angelegenheit und von Mensch

zu Mensch verschieden. Genügend

Bewegung und Flüssigkeit braucht

der Körper aber in jedem Fall.

Welche Mittel aus der

Natur können helfen?

Die Sennapflanze ist ein altbewährtes

Mittel aus der Natur und

wird von Menschen seit jeher insbesondere

bei akuter Verstopfung

verwendet. Wirksamkeit und

Verträglichkeit wurden auch wissenschaftlich

nachgewiesen. Sie

regt in erster Linie die Darmwand

zu verstärkter Bewegung an und

fördert die Flüssigkeitsaufnahme

in den Darm. Damit wird der Stuhl

weicher und die Entleerung vereinfacht.

Vor der Einnahme sollte eine

Fachperson konsultiert oder die

Packungsbeilage gelesen werden.

Claudia Schiely,

Drogistin HF

Schweizer Hausapotheke 6-2020 39


Die

Kunst

desWartens

Wer Wartezeiten sinnvoll nutzt,

hat mehr vom Leben.

Wir Menschen verbringen viel Zeit mit

Warten. Man wartet auf freudige Ereignisse,

die nicht schnell genug eintreten können.

Sehnsüchtig warten wir auf die Rückkehr

eines geliebten Menschen, mit unbändiger

Vorfreude auf den nächsten Urlaub oder

mit gespannter Erwartung auf das Resultat

einer abgelegten Prüfung. Ohne Wartezeiten

ist ein Leben unvorstellbar, und nicht selten

ärgern wir uns gewaltig über diese verlorene

Lebenszeit. Wir warten auf den Bus, auf einen

verspäteten Freund oder sitzen ungeduldig

im Wartezimmer. Hängen wir in der musikberieselten

Warteschlange am Telefon mit

irgendeinem Amt oder stehen uns die Beine

in den Bauch vor einem Schalter, kochen die

Gefühle in uns so richtig hoch. Wir hätten

weiss Gott Besseres zu tun, als herumstehen

Sie müssen

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warm Trinken

und warten. Noch belastender ist das Warten

auf ungewisse Ziele wie die Beförderung in

unserer beruflichen Karriere oder auf einen

schönen Prinzen. Diese Warterei macht uns

unglücklich und beschert uns Lebensjahre

unerfüllter Wünsche. Warten wir unter lebensbedrohlichen

Umständen auf eine

Organspende, wird warten zu einem gewaltigem

Stressereignis. Manchmal sind wir jedoch

ganz froh über eine Verzögerung. Plagt

uns die Angst vor einer heiklen Operation

oder rückt der Prüfungstermin näher, ohne

dass wir uns gut vorbereitet wissen, kann eine

unvorhergesehene Terminverschiebung einen

Moment der Erleichterung bedeuten.

Allen diesen Wartezeiten gemeinsam ist, dass

wir nicht wirklich leben, sondern nur warten.

Unsere ganze Aufmerksamkeit ist auf das

zukünftige Ereignis gerichtet, und die Gegenwart

nehmen wir darüber kaum richtig wahr.

Die Wartezeit verstreicht mit quälender Langsamkeit,

mit Stress oder Sorgen, und das

schadet unserer Gesundheit.

Im Wartezimmer

Das Gesundheitswesen ist ein System von

Institutionen und Fachleuten, deren Aufgabe

es ist, Menschen mit gesundheitlichen Problemen

zu helfen. Hier sollen kranke Personen

geheilt oder ihre Leiden gelindert werden.

Doch gerade in diesen Institutionen sind

langwierige Wartezeiten an der Tagesordnung.

Nach Untersuchungen warten wir voller

Bange auf das Resultat. Wir fragen uns, ob es

gut oder bösartig sein wird, und grübeln verzweifelt

darüber nach. Doch Tage vergehen

und noch immer hat uns niemand informiert.

Steht eine Operation an, warten wir voller

Unbehagen nicht selten wochenlang auf den

Termin. Die Angst sitzt uns so sehr im Nacken,

dass ein gutes Leben während dieser unendlichen

Wartezeit kaum möglich erscheint. Wir

denken und sprechen von nichts anderem,

das Gegenwartsleben wird zur Nebensache.

Liegen wir auf der Notfallstation, erwarten wir

sofort Hilfe. Unsere eigene Situation nehmen

wir verständlicherweise bedrohlich war, auch

wenn aus ärztlicher Sicht keine Lebensgefahr

droht. Die Einschätzung unserer Notlage

prägt das Wartegefühl. Wenige Minuten Warten

fühlen sich wie Stunden an, und mit jeder

Sekunde steigen der innere Stress und das

Unverständnis für das Verhalten der Fachleute.

Es ist vor allem unsere eigene Erwartungshaltung,

die das Wartegefühl beeinflusst. Je

dringlicher wir uns etwas wünschen oder je

stärker unsere Angst, desto langsamer vergeht

die Wartezeit. Dies gilt ganz besonders,

wenn wir unter Schmerzen leiden. Je stärker

uns die Schmerzen plagen, desto weniger

lang sind wir bereit zu warten. In dieser Situation

können wir kein Verständnis für die Hektik

einer Gesundheitsinstitution aufbringen.

Verärgert werfen wir den Ärzten Inkompetenz

vor und fühlen uns als Opfer. Von zu wenig

Personal ist die Rede, von Sparmassnahmen

und nicht einfühlsamen Gesundheitsfachleuten.

Tatsache ist, dass im Gesundheitswesen

immer Prioritäten gesetzt werden müssen,

denn unvorhergesehene Situationen zwingen

dazu. In den meisten Notfallstationen sind

die Behandlungsräume so hinter Milchglas

verborgen, dass man zwar nichts genau

sehen, aber doch hin und her eilende Personen

erkennen kann. Das ist psychologisch

durchdacht. Sehe ich die Hektik und das

arbeitsame Bemühen des Personals hinter

der Mattscheibe, verstehe ich die Warterei

besser. Wir sehen, dass die nicht etwa am

Kaffeetrinken sind und uns absichtlich warten

lassen, sondern dass sie in allergrösster Eile

arbeiten. Mit Hilfe dieses Verständnisses fällt

uns das Warten leichter, und der Ärger ist

kleiner. Aus dem gleichen Grund werden heu-

40

Schweizer Hausapotheke 6-2020


te im öffentlichen Verkehr die Wartezeiten angezeigt. Weiss man

nämlich, wie lange man voraussichtlich warten muss, lindert dies

den Ärger. Besonders schwer ertragbar ist die ungewisse Dauer

des Wartens. Das sollten die Gesundheitsfachleute bedenken und

entsprechend informieren. Mit verlässlichen Informationen lassen

sich viele Beschwerden über zu lange Wartezeiten vermeiden.

Vermutlich liessen sich mit guter Organisation zudem lange Wartezeiten

vermindern.

Entspannt warten

Wir selbst können auch einiges dafür tun, dass Warten keinen

Ärger in uns verursacht. Wartezeit ist Lebenszeit und kann wie

diese mit einiger Übung sinnvoll erlebt werden. Zuallererst müssen

wir akzeptieren lernen, dass Warten wie das Atmen oder Schlafen

zum täglichen Leben gehört. Richten wir in Wartezeiten unsere

Gedanken bewusst weg vom erwarteten Ereignis und hin zur

Gegenwart, können wir lernen, diese zu geniessen. Statt den langsam

vorrückenden Sekundenzeiger zu beobachten, können wir ein

spannendes Buch lesen und darüber die Zeit vergessen. Die heutigen

technischen Möglichkeiten unterstützen uns beim Warten.

Wir können, wo auch immer wir sind, Filme schauen, mit Freunden

chatten, Korrespondenz erledigen und Projekte entwerfen. Wir

können unseren nächsten Urlaub planen, uns nach geeigneten

Rehabilitationskliniken umschauen oder Fotos ansehen und in

schönen Erinnerungen schwelgen. Hörbücher sind eine schöne Abwechslung

und ärgern wir uns gerade sehr, kann meditative Musik

weiterhelfen. Rätsel lösen oder gamen, wie jüngere Menschen das

Spielen nennen, sorgt für Unterhaltung und Entspannung. Alles,

was Sorgen und Ängste löst, Stress reduziert und entspannt, ist für

Wartezeiten nutzbar. Man kann sich zwar im Wartezimmer nicht

auf die Yogamatte setzten, aber rein gedanklich zu meditieren, ist

durchaus denkbar.

Während der Wartezeiten haben wir Gelegenheit, Pläne zu schmieden

und an Ideen herumzutüfteln. Wer mit dem Gedanken spielt,

eine Fremdsprache zu lernen oder einen Malkurs zu besuchen,

kann das Warten dafür nutzen, im Internet nach geeigneten Angeboten

zu suchen.

Je nachdem, wie wir mit Wartezeiten umgehen und sie nutzen,

können wir sie auch als wohlverdiente Pause betrachten. Immerzu

hetzen wir durch den Alltag, und auf einmal zwingen uns die Umstände

zum Ruhen. Pausen tun der eilenden Seele gut, deshalb

sollten uns Wartezeiten willkommen sein. Mit geduldig erlebter

Wartezeit können wir unsere Energiespeicher auftanken und sind

danach ausgeruht und leistungsfähig.

Angst lässt sich mit einfachen Übungen lindern. Drücken Sie die

Zunge fest gegen den Gaumen und entspannen Sie sie wieder.

Oder stecken Sie Ihre Hände in die Hosentasche, machen Sie ganz

fest die Faust und lassen Sie wieder locker. Nicht ein Mitwartender

wird von diesen Übungen etwas mitbekommen. Entspannen Sie

sich mit einer imaginären Reise. Stellen Sie sich einen Lieblingsort

vor und verweilen Sie gedanklich dort.

Viele Menschen fühlen sich heute einsam und haben kaum Gelegenheit,

mit andern ins Gespräch zu kommen. Mitwartendende

Leidensgenossen sind über einen Austausch deshalb vielleicht

sehr erfreut. Es lohnt sich, Menschen anzusprechen, und der Ärger

über die Wartezeit ist ein ebenso guter Anfang wie das Jammern

über das scheussliche Wetter. Wer weiss, vielleicht entsteht durch

ein solches gemeinsames Warteerlebnis sogar eine neue Freundschaft.

Judith Dominguez

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leichte Kämmbarkeit. Für die Intensivpflege

bietet sich die Repair

& Pflege Kur aus der Serie an, die

eine stärkende Tiefenpflege für

das Haar garantiert. Abgerundet

wird die Haarpflege durch das neue

Haaröl, das geschädigtes Haar

repariert und vor erneutem Haarbruch

schützt.

Einsatz nachhaltiger

Verpackungsmaterialien

bei Logona-Produkten

Neben den inneren Werten zählen

auch die äusseren: Im Rahmen

unseres Nachhaltigkeitsfahrplans

ergaben sich auch Neuerungen bei

den Produktverpackungen. Seit

Januar 2020 bestehen die Verpackungen

der gesamtem Shampoolinie

von Logona aus nachhaltigem

rPET (= recyceltes PET). Darauf

sind wir sehr stolz. Wir sind dabei

keine Kompromisse eingegangen,

denn unsere Produkte sind grün –

und unsere Verpackungen auch.

So haben wir neben den Logona-Shampooflaschen

auch die

Etiketten ausgetauscht: Sie bestehen

seit dem Relaunch im

Februar 2020 aus 50 Prozent recyceltem

Kunststoff und 50 Prozent

Industrieüberschüssen anstelle

von herkömmlichem PE. Unter rPET

(= recyceltes PET) oder auch Rezyklat

ist recycelter Kunststoff zu

verstehen. Dieser wird vor allem

aus der Lebensmittelverpackungen

gewonnen und als Ausgangsmaterial

für die Herstellung neuer

Flaschen genutzt. Folglich ist die

Lebensmittelkonformität gegeben.

Der Einsatz von rPET in Packmitteln

kann dabei prozentual variieren

und wird in der Regel entsprechend

ausgelobt. Bei den Logona-

Produkten in rPET-Flaschen setzen

wir 100 Prozent rPET ein. Hier machen

wir keine Kompromisse, denn

unsere Herzen schlugen schon immer

grün. Das Ergebnis überzeugt

uns: Allein durch die Umstellung

der Verpackung diverser Logona-

Haarpflegeprodukte auf rPET werden

zirka 34 Tonnen Neukunststoff

pro Jahr eingespart. Zum Vergleich:

Das entspricht zirka 34 Kleinwagen.

Aus Alt wird Neu – der Lebenszyklus

von Plastik: Der Gewinnungsprozess

von rPET sieht so aus, dass

gebrauchte PET-Flaschen, der

Wiederaufbereitung zur Gewinnung

neuer Rohstoffe zugeführt

werden. In diesem Prozessschritt

werden die alten PET-Flaschen

gereinigt und anschliessend zu

Flakes zerkleinert, um letztlich zu

recyceltem PET-Granulat aufgearbeitet

zu werden. Schon durch

diesen Kreislauf werden Ressourcen

geschont und der Energieaufwand

minimiert.

Jedes Gramm zählt – wir arbeiten

stetig an noch nachhaltigeren Lösungen

und reduzieren das von

uns eingesetzte Material.

42 Schweizer Hausapotheke 6-2020


Patientenverfügung:

Sprechen Sie mit Ihren Nächsten

© SRK, Ruben Ung

die vertretungsberechtigte Person

an Ihrer Stelle die medizinischen

Entscheidungen. Damit sie dies

tun kann, hat diese Person das

Recht, über Ihren Zustand, die Behandlungsmöglichkeiten

und die Risiken

informiert zu werden. Wenn

eine Patientenverfügung existiert,

hat diese Person dafür zu sorgen,

dass der von Ihnen festgehaltene

Wille respektiert wird.

trauen oder ihr mitteilen, wo sie

sie finden kann.

Informationen für Ihre

Vorsorgedokumente

Ob Vorsorgeauftrag, Patientenverfügung,

Anordnungen im Todesfall

oder Testament – in der Vorsorgemappe

SRK finden Sie die nötigen

Informationen, um vorausschauend

planen zu können.

Handeln Sie vorausschauend und teilen Sie Ihre persönliche Meinung

zu lebenserhaltenden Massnahmen nahestehenden Personen mit.

Wo kann ich meine Patientenverfügung

aufbewahren?

Bewahren Sie sie an

einem Ort auf, an dem sie

leicht auffindbar ist. Mit

einer Hinterlegung beim

SRK stellen Sie sicher, dass

sie rund um die Uhr, auch an

Feiertagen, verfügbar ist. Sie

können sie auch der vertretungsberechtigten

Person anver-

Vorsorgemappe SRK

In einer Patientenverfügung können

Sie festhalten, welchen medizinischen

Massnahmen Sie zustimmen,

wenn Sie nicht mehr urteilsfähig

sein sollten. Dabei helfen

Gespräche mit Angehörigen und

Fachpersonen sowie das Niederschreiben

des persönlichen Willens.

Wir beantworten die derzeit

häufigsten Fragen.

Wann wird die Patientenverfügung

berücksichtigt?

Die Verfügung kommt nur zum

Einsatz, wenn Entscheide zur medizinischen

Behandlung anstehen

und Sie selber Ihren Willen dazu

nicht mehr äussern können. Eine

Patientenverfügung kann die Entscheidungsfindung

für die vertretungsberechtigte

Person und das

medizinische Behandlungsteam erleichtern

und hilft, Sie gemäss Ihrem

persönlichen Willen zu behandeln.

Ich habe noch keine Patientenverfügung.

Wie gehe ich vor?

Die Auseinandersetzung mit Ihren

Wünschen und Bedürfnissen im Hinblick

auf eine medizinische Behandlung

ist generell empfehlenswert.

Wichtig dabei ist das Gespräch mit

den Angehörigen. Wenn Sie eine Patientenverfügung

erstellen möchten,

finden Sie Vorlage und Wegleitung

dazu im Internet oder in der

Vorsorgemappe des SRK. Das SRK

bietet auch Beratungen zur Erstellung

einer Patientenverfügung an.

Worauf muss ich beim

Verfassen einer Patientenverfügung

achten?

Die Entscheidung für oder gegen bestimmte

medizinische Massnahmen

für den Fall, dass man nicht mehr

urteilsfähig ist, sollte allgemein gefällt

werden, und nicht für eine einzelne

Krankheit. Zudem sollten Sie

festhalten, welche Gründe sie dazu

bewogen haben, sich in einer solchen

Situation für oder gegen bestimmte

Massnahmen zu entscheiden

(persönliche Werte).

Warum braucht es eine vertretungsberechtigte

Person?

Wenn Sie urteilsunfähig sind, trifft

Vorsorgemappe SRK

Sie fragen sich, was morgen sein wird? Und sind

entschlossen, die Dinge selbstbestimmt in die Hand

zu nehmen?

Beziehen Sie die Vorsorgemappe SRK unter

vorsorge.redcross.ch

Schweizer Hausapotheke 6-2020 43


Pflege bei trockener Haut: für ein samtweiches

Hautgefühl

Juckreiz, Spannungsgefühl, Rötungen

– trockene Haut zeigt vielseitige

Symptome. Manche trifft es

vor allem im Herbst oder Winter,

andere kämpfen das ganze Jahr

über gegen trockene Haut.

Wenn unsere Hautbarriere aus dem

Gleichgewicht gerät, bekommt die

Redewendung «Sich nicht wohl in

seiner Haut fühlen» gleich eine

ganz andere Bedeutung. Insbesondere

trockene Haut im Gesicht

kann sich erheblich auf das eigene

Wohlbefinden auswirken. Doch was

hilft gegen trockene Haut?

Die passende Hygiene sowie auf

Hauttyp und Hautzustand abgestimmte

Hautpflege spielen eine

Schlüsselrolle. Die Haut sollte geschont

und vor Austrocknung bewahrt

werden. Auf heisse Bäder und

zum Beispiel reizende, austrocknende

Duschgele sollte verzichtet

werden. Rückfettende Cremes

oder Lotionen, zum Beispiel mit

Inhaltstoffen wie Panthenol oder

Aloe Vera, wirken kühlend, beruhigen

gereizte Haut und lindern den

Juckreiz.

EXTRODERM wirkt dieser ungünstigen

Entwicklung behutsam entgegen

– in zweifacher Hinsicht: Die

sanfte Pflegeformel befeuchtet die

Haut unmittelbar und unterstützt

sie dabei, nach und nach wieder

selbst Feuchtigkeit zu binden. So

kommt die Haut allmählich zur

Ruhe und kann neue Kraft schöpfen.

Sie wird geschmeidiger und ein

vorhandener Juckreiz nimmt nach

und nach ab.

Der Omega-Komplex aus Inka-

Omega-Öl, Borretschsamenöl und

Vitamin F wirkt pflegend und auch

entzündungshemmend, stärkt die

natürliche Hautbarriere und macht

so die Haut widerstandsfähiger. Dadurch

wird der Feuchtigkeitsverlust

vermindert, das Feuchthaltevermögen

der Haut gesteigert. Panthenol

fördert zusätzlich die Regeneration

der Haut.

Wenn es Hautproblemen vorzubeugen

gilt, kommt es auf die richtige

Pflege an. Ob zur Basispflege oder

therapiebegleitend – auf Grundlage

der Natur hat Dado Sens Dermacosmetics

Lösungen für alle sensiblen

Hautzustände geschaffen.

Für Menschen jeden Alters, für Allergiker,

Menschen mit sehr trockener

Haut, Neurodermitis, Diabetes,

Schuppenflechte, Rosazea,

unreiner Haut und Akne ist Dado

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Die dermatologisch geprüften und

in langjähriger Forschung entwickelten

Pflegeserien auf Naturbasis

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Haut auf dem Weg zurück

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Viele Produkte sind zudem

vegan.

√ Ohne Parabene

Sofern es möglich ist, versucht

Dado Sens eine Konservierung

mit Hilfe der Produktrezeptur und

Darreichungsform in Form der

Verpackung zu erreichen. Wenn

dies nicht möglich ist, werden gut

verträgliche, naturidentische

Konservierungsstoffe verwendet.

√ Ohne Silikone

Die Produkte enthalten keine

weichmachenden Kunststoffe,

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von pflanzlichen Ölen als von deren

kostengünstigen Alternativen

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Was der Haut nicht gut tut und

sie in ihrer Eigenregeneration

behindert, gehört nicht hinein.

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Instituten überprüft und wissenschaftlich

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In der Schweiz ist Dado Sens exklusiv

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Ob durch Umwelteinflüsse, Veranlagung

oder Alterung – Haut, die

sich trocken und sensibel zeigt, wird

leicht rissig, kann nur unzureichend

Feuchtigkeit binden und trocknet

dadurch immer stärker aus. Juckreiz

und schuppige Haut können

hinzukommen und beeinträchtigen

das Hautgefühl zusätzlich.

44 Schweizer Hausapotheke 6-2020


Können Schuhe, die den Füssen

wohltun und besondere Bedürfnisse

erfüllen müssen, auch modisch

sein? FinnComfort Schuhe sind es.

Seit 75 Jahren werden in Unterfranken

in Deutschland besondere

Schuhe hergestellt. Fachmännisch

betreut durch Podologen und

Orthopädie-Schuhmacher werden

hochwertige Schuhe für Kunden

mit besonderen Ansprüchen entwickelt.

Im Mittelpunkt stehen die

Bedürfnisse der Kunden und ihre

Füsse.

Müssen Sie im Beruf, im Haushalt

oder in der Freizeit oft stehen

und gehen? Achten Sie auf

Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden,

dann finden Sie bei der Marke

FinnComfort den richtigen Schuh.

Der Fachhandel kann Sie dabei gut

beraten.

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Schuhe zum

Wohlfühlen!

In der grossen Kollektion finden

sich Sandalen, Pantoletten, Halbschuhe

und Winterstiefel für Damen

und Herren. Jedes Jahr kommen

neue Farben und Materialien

dazu, sodass man für jede Gelegenheit

einen bequemen Schuh

hat. Wir bieten elegante, mit Swarovski

Kristallen veredelte Modelle

wie auch sportliche Sneakers aus

Nubuk- und Mesh-Oberteilen an.

Natürlich und bequem

Was allen Modellen eigen ist, ist

die Superbequem-Bettung von

FinnComfort. Die Bettung besteht

nur aus Naturmaterialien wie Kork,

Jute, pflanzlich gegerbtes Leder

und Naturkautschuk. Die anatomisch

stützende Bettung führt zu

einer natürlichen Abroll-Linie über

die Ferse, den Aussenballen, den

Innenballen und den grossen Zeh.

Zudem hilft die weiche, konkave

Aussparung im Fersenbereich der

Laufsohle, beim Abrollen den Fuss

zu führen. Für ein gutes Fussklima

sorgen Luftkanäle in der Fussbettung

und innerhalb der Laufsohle

sowie das Lederfutter. Wer es ganz

soft liebt, oder wer sensible Füsse

hat, wird fündig bei den Linien

«Mellow», «Soft», «Stretch» und

«Prophylaxe», die alle eine supersofte

Bettung haben.

Auch wer ein Fussproblem hat

und eine individuelle Einlage tragen

muss, kann auf FinnComfort

Schuhe zählen. Die lose Fussbettung

kann durch die Einlage ersetzt

werden, da es im Schuh genug

Platz hat. Der Schuh bietet

zusätzlich durch seine Machart

seitliche Stabilität und Führung

an, was zu Wohlgefühl führt.

Passend für jeden Fuss

Kennen Sie dieses Gefühl, wenn

man im Gehen im Schuh herumschlingert?

Oder wenn der Schuh

drückt?

Wer einen sehr schlanken oder

einen breiten Fuss hat, findet

oft keinen passenden Schuh im

Handel. FinnComfort bietet unter

«Slim» auch hier Modelle an.

Grundsätzlich sind die Modelle von

FinnComfort eher breit geschnitten.

Und dennoch sind nicht alle

Füsse gleich geformt. Manche

Personen haben eine schmale

Ferse und einen volleren Vorfuss.

FinnComfort geht auf diesen Fusstyp

ein.

Bei druckempfindlichen Füssen

oder bei Diabetes muss man sehr

vorsichtig auswählen. FinnComfort

kann mit der Linie «Prophylaxe»

vorbeugend und schützend wirken

oder hilft mit «FinnPlus» bei sensiblen

oder breiten Füssen.

Jeder einzelne Schritt – vom Entwurf

bis zur Fertigung – wird im

eigenen Betrieb in Bayern getätigt.

Dadurch kann die Qualität der

Arbeit und die Kontrolle der eingesetzten

Materialien hochgehalten

werden. Unnötige Transporte können

so vermieden werden. Ausserdem

müssen deutsche Umweltanforderungen

und Arbeitsplatzvorschriften

eingehalten werden.

Umweltfreundliche Materialien

Bei der Herstellung von Fussbettungen

und Schuhen achtet

FinnComfort bewusst auf die Abstammung

der Materialien, auf

aktiven Umweltschutz und den Einsatz

nachwachsender Rohstoffe

wie Kork, Jute und Naturlatex. Verkaufsverpackungen

aus Papier,

Pappe und die dazugehörigen

Kartonagen werden als Wertstoffe

dem Recycling wieder zugeführt.

Weil FinnComfort Schuhe aus

hochwertigen Materialien gefertigt

werden, kann es sich lohnen, abgelaufene

Sohlen, aufgegangene

Nähte oder alte Kletten zu ersetzen.

FinnComfort Liebhaber,

die diesen Kundendienst nutzen

möchten, wenden sich bitte an

Ihren kompetenten Fachhändler.

Er wird den Schuh prüfen und

weiterleiten an uns, den Schweizer

Importeur, Frey Orthopädie-Bedarf

AG.

Danach können Sie sich wieder

über Ihre «neuen» Schuhe freuen.

Schweizer Hausapotheke 6-2020 45


GEMMOTHERAPIE

Gentiana lutea

Gelber Enzian

Viel Sonne und kalkreicher Boden auf einer Bergwiese mittlerer Höhe – so sieht der Lieblingsplatz

des Gelben Enzians aus. Seine Namen lassen Heilpflanzeninteressierte aufhorchen:

Bitterwurz, Bergfieberwurz, Darmwurz.

Mit einer Höhe von einem Meter und mehr,

den grossen Blättern und den leuchtendgelben

Blüten ist er nicht zu übersehen: Der

Gelbe Enzian ist eine imposante Erscheinung

auf Bergwiesen in Zentral- und Südeuropa. Er

wächst langsam, die ersten Jahre verbringt

er als bodennahe Rosette, bis er im Alter von

sieben bis zehn Jahren in die Höhe wächst

und zu blühen beginnt. Die Blüten sind –

anders als bei seinen blauen Vettern – tief

geschlitzt und wirken dadurch etwas zerzaust.

Seine Wurzeln dringen tief ins steinige

Erdreich, sie können armdick und mehrere

Kilogramm schwer werden. Der Gelbe Enzian

erreicht für eine Staude ein erstaunlich hohes

Alter von bis zu 60 Jahren.

Genau hinschauen schützt vor

Verwechslung

Im Weissen Germer besitzt er einen giftigen

Doppelgänger; die beiden Pflanzen lassen

sich aber auf einfache Weise unterscheiden:

Sitzen am Stengel jeweils zwei Blätter einander

gegenüber (gegenständig nennt dies der

Botaniker), handelt es sich um einen Enzian.

Die Blätter bilden dabei kleine Zisternen, in

denen sich Regen sammelt. Beim Germer

hingegen wachsen die Blätter schraubenförmig

versetzt am Stengel (wechselständig).

Auch farblich sind sie für den aufmerksamen

Betrachter unterschiedlich: Die Blätter des

Enzians sind bläulich, die des Germers gelblichgrün.

Der Bestand des Gelben Enzians ist

rückläufig, doch gilt er bei uns nicht als gefährdet.

In einigen Kantonen steht er jedoch

unter Schutz. In etlichen Ländern wurde er

aber durch Übernutzung so stark dezimiert,

dass er vom Aussterben bedroht ist.

Der Sage nach soll Götterbote Hermes persönlich

den illyrischen König Genthios auf die

heilkräftige Pflanze aufmerksam gemacht

und sie als Mittel gegen die Pest empfohlen

haben. Die wissenschaftliche Bezeichnung

Gentiana geht auf den Namen dieses Königs

zurück. Seit über 2000 Jahren wird der Enzian

als Heilpflanze genutzt, als Mittel gegen

Bisse von Gifttieren, aber auch bei Magen-

46 Schweizer Hausapotheke 6-2020

und Leberleiden, Milzstechen und als Gichtmittel.

Im Mittelalter galt er zudem als gutes

Entgiftungs- und Ausleitungsmittel, er half

bei Malaria, kräftigte den schwachen Magen,

regte den Appetit und die Verdauung an und

diente als Stärkungsmittel. Er war überdies

ein unverzichtbarer Bestandteil der beliebten

Lebenselixiere.

Seit 2000 Jahren bewährt

In der Volksmedizin genoss vor allem die Zubereitung

als «Jenzener», als Enzianschnaps

hohes Ansehen, er war das Universalheilmittel

schlechthin. Neben Verdauungsproblemen,

Fieber, Abgeschlagenheit und Gicht

sollte der «Jenzener» gar übermässigen

Biergenuss kurieren – wobei hier vermutlich

der Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben

wurde.

An Wirkstoffen findet man Bitterstoffe

(Gentiopikrosid, Amarogentin), Zucker, Xanthone,

wenig ätherisches Öl. Enzian gilt als

reine Bitterstoffdroge ohne magenreizende

Gerbstoffe. Er besitzt einen Bitterwert von

20 000, das bedeutet, dass er selbst in einer

20 000-fachen Verdünnung noch als bitter

wahrnehmbar ist. Damit ist er die bitterste

einheimische Pflanze und übertrifft sogar

Wermut und Tausendgüldenkraut.

Wie wirken die Bitterstoffe im Organismus?

Die verdauungsanregende Wirkung läuft

über die Geschmacksnerven, die Bitterstoffe

müssen als solche wahrgenommen werden.

Sobald sie unsere Zunge berühren, werden

der Vagusnerv stimuliert und die Speichelund

Magensaftsekretion angeregt. Bitterstoffe

balancieren die beiden Gegenspieler des

vegetativen Nervensystems, Sympathikus

und Parasympathikus, aus; erschöpften Patienten

gibt der Enzian Energie, übererregte

Menschen können sich hingegen durch

Enzian entspannen.

In der Gemmotherapie werden die frischen

Frühlingstriebe des Gelben Enzians verwendet.

In der daraus gewonnenen Essenz ist

das Bittere eingebettet in eine angenehm

aromatische Süsse. Die Essenz steigert die

Produktion von Verdauungssäften, verbessert

das Zusammenspiel der Verdauungsorgane,

regt die Peristaltik von Magen und Dünndarm

an. Die Darmschleimhäute werden intensiver

durchblutet, was die Nährstoffabsorption

verbessert und den gesamten Organismus

kräftigt. Enzian reguliert die Darmflora und

hemmt unerwünschte Darmbewohner. Die

Essenz hilft bei Verdauungsschwäche — auch

nach einer Infektion—, erhöht den Appetit in

der Rekonvaleszenz, baut Völlegefühl und

Blähungen ab. Enzian verhilft unserem durch

Stress und hastiges Essen überforderten

Verdauungssystem wieder zu einem harmonischen

Zusammenspiel und weist gleichzeitig

eine entstressende Wirkung auf. Nicht

zuletzt ist er fiebersenkend, entzündungshemmend

und tonisiert das Immunsystem.

Bei hormonell bedingten Kopfschmerzen ist

er ebenfalls einen Versuch wert. Enzian verleiht

dem gesamten Organismus neue Energie

bei anhaltender Müdigkeit, körperlichen

oder seelischen Schwächezuständen und

nach langwierigen Krankheiten.

Ursula Glauser-Spahni ist Biologin. Seit mehr

als 30 Jahren sammelt sie Schweizer Bachblüten

für die Firma Phytomed AG. Sie verfasste

2008 das Buch «Kaninchenapotheke».


Das Leben akzeptieren

Bekanntlich läuft im Leben nicht immer alles so, wie wir es gerne

hätten. Dann ist Frustrationstoleranz gefragt.

Die Corona-Krise führt es uns vor Augen:

Plötzlich geht vieles nicht mehr

so, wie wir es uns gewohnt waren

und wie wir es gerne hätten. Und das

führt zu einer ganz entscheidenden

Frage: Wie können wir damit umgehen,

wenn etwas nicht nach unseren

Vorstellungen läuft? Führt das zu

einer grossen Frustration? Und falls ja:

Verfügen wir über genügend Toleranz, um

mit diesen Frustrationen umgehen und vielleicht

sogar etwas Positives daraus ziehen zu

können?

Wenn wir uns mit dem Thema «Frustration»

befassen, so kommen wir an einem ganz

wichtigen Thema nicht vorbei: Erwartungen!

Je höher die Erwartungen sind, desto grösser

ist die Gefahr, Enttäuschungen zu erleben.

Und Enttäuschungen sind der Grund jeg-

licher Frustrationen. Das betrifft übrigens

sämtliche Lebensbereiche. Es beginnt bei

jedem Einzelnen selbst. Wie hoch sind meine

Erwartungen, die ich an mich selbst stelle?

Kann ich das alles erfüllen? Wie hoch sind

die Erwartungen, die ich an mein nächstes

Umfeld stelle? Etwa an die Partnerin, die

Geschwister, an die Eltern, Kinder, Nachbarn.

Wenn ich beispielsweise von meiner Partnerin

erwarte, dass sie mich immer versteht, dass

sie meine Bedürfnisse erkennt und dann

auch noch sofort befriedigt, dass sie immer

freundlich und nett ist und sich immer so

verhält, dass es mir passt, dann laufe ich früher

oder später in eine Enttäuschung. Diese

Erwartung ist schlicht nicht realistisch!

Ganz extrem zeigen sich hohe Erwartungen

auch im gesellschaftlichen und politischen

Leben: Wer glaubt, dass sich alle Menschen


IM WACHSTUM LIEGT DIE KRAFT

Mit Gemmotherapie von PHYTOMED

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Schweizer Hausapotheke 6-2020 47


immer so verhalten, wie man es gerne

möchte, und wer glaubt, dass die Politik alle

anstehenden Probleme für uns löst, der läuft

garantiert in eine unsägliche Enttäuschung.

Solche Erwartungen sind schlicht und einfach

überzogen. Problematisch dabei ist die

Tatsache, dass vor den Wahlen die Politiker

immer versprechen, die Probleme zu lösen.

Doch dann kommt es meistens halt doch

anders…

Um möglichen Enttäuschungen vorzubeugen,

sollten wir dringend einmal alle unsere

Erwartungen überdenken (und allenfalls ein

wenig anpassen). Folgende Fragen könnten

dabei hilfreich sein: Was erwarte ich von meinem

Leben ganz allgemein und was erwarte

ich von mir selbst? Sind diese Erwartungen

wirklich realistisch? Nicht jeder kann Schauspieler,

Arzt oder Fussballer werden. Dazu

braucht es ganz bestimmte Talente und Voraussetzungen.

Und wenn diese fehlen, nützt

auch der grösste Wille und Einsatz gar nichts.

Was erwarten wir von unserem Umfeld? Sind

diese Erwartungen wirklich erfüllbar? Müssen

andere unsere Erwartungen stets erfüllen?

Und können sie das überhaupt? Kann unsere

Partnerin oder unser Partner uns jeden

Wunsch von den Lippen ablesen? Wie oft

hört man doch, dass jemand sagt, «das hätte

er doch aber merken müssen …». Tja, dann

hat er es eben nicht gemerkt! Hohe Erwartungen

haben wir oft auch an unsere Kinder,

vor allem dann, wenn wir glauben, dass sie so

werden müssten, wie wir uns das vorstellen.

Kinder gehen manchmal ganz eigene Wege,

sie gehen Wege, die mit den Vorstellungen

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48 Schweizer Hausapotheke 6-2020

der Eltern nur noch wenig übereinstimmen.

Immer, wenn wir von jemandem etwas ganz

Bestimmtes erwarten, dann besteht die

Gefahr, eine Enttäuschung zu erleben und

in eine Frustration zu laufen. Somit wäre es

ratsam, von anderen nichts Bestimmtes,

sondern nur das für sie Bestmögliche zu

erwarten. Dieses Bestmögliche ist dann halt

vielleicht weit weniger, als wir uns gewünscht

hätten …

Was tun?

Es ist wohl unvermeidlich, dass wir im Leben

hin und wieder Enttäuschungen und Frustrationen

erleben. Die Frage ist dann, wie

man damit idealerweise umgeht und wie die

eigene Frustrationstoleranz gestärkt werden

könnte. Ganz wichtig ist es, eine Frustration

und die damit verbundenen unangenehmen

Gefühle vorerst einmal zu akzeptieren. Wir

sollten uns bewusst sein, dass nicht immer

alles klappt. Wir sollten akzeptieren können,

dass das Leben manchmal hart ist zu uns,

dass die Welt ungerecht ist (das war sie

übrigens schon immer und wird sie wahrscheinlich

auch bleiben …), wir sollten erkennen,

dass das Leben viel Geheimnisvolles in

sich trägt, dass wir niemals alles verstehen

und erklären können und dass wir niemals

alles im Griff haben und alles kontrollieren

können. Die Welt ist nicht nur positiv, sie ist

aber auch nicht nur negativ. Menschen, die

alles nur positiv sehen, haben genauso ein

verzerrtes Weltbild wie diejenigen, die alles

immer nur negativ sehen. Die Welt ist gut und

schlecht zugleich. Es gibt genauso viel Gutes

wie es auch Schlechtes gibt (nur mit dem

Unterschied, dass die Medien über Gutes viel

weniger berichten als über Schlechtes). Wer

akzeptieren kann, dass das Leben widersprüchlich

ist, erlebt deutlich weniger Frustration.

Auf den Punkt bringt dies folgendes

Gebet: «Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge

hinzunehmen, die ich nicht ändern kann; gib

mir den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern

kann und gib mir die Weisheit, das eine vom

anderen unterscheiden zu können.»

Geduld

Unter Frustrationstoleranz versteht man in

der Psychologie die Fähigkeit, mit Enttäuschungen

und den daraus folgenden Frustrationen

umgehen zu können. Menschen mit

einer geringen Frustrationstoleranz fehlt es

oft auch an Geduld. Sie brechen ein Projekt

ab, sobald die ersten Schwierigkeiten auftauchen.

Menschen mit einer hohen Frustrationstoleranz

bleiben geduldig und lassen sich

nicht so schnell entmutigen. Wenn ein Weg

in eine Sackgasse zu führen scheint, dann

suchen sie sich halt einen anderen Weg. Und

vielleicht noch einen dritten Weg. Menschen

mit hoher Frustrationstoleranz sind im Leben

häufig im Vorteil, weil sie beharrlicher an einem

Ziel arbeiten, ohne schnell aufzugeben.

Das weiss man von vielen Forschern, etwa

von Thomas Edison. Unzählige Male sind seine

Versuche bei seinen Erfindungen gescheitert,

unzählige Male hat etwas nicht geklappt.

Und was hat er getan? Statt sich zu ärgern

und frustriert den Bettel hinzuschmeissen,

hat er einfach weitergemacht. Ebenso haben

sehr viele erfolgreiche Sportler zuerst lernen

müssen, mit Niederlagen umzugehen, bis sie

dann viel später endlich erfolgreich wurden.

Auch viele Musiker sind zuerst gescheitert

und mussten hartes Brot essen, bis ihnen der

Durchbruch gelang. Wer also ganz schnell

aufgibt, der bleibt meist frustriert zurück.

Gemäss der Definition von Saul Rosenzweig

aus dem Jahr 1938 bedeutet der Begriff

«Frustrationstoleranz» die Fähigkeit, «langfristig

psychische Spannungen zu ertragen,

die aus der Nichtbefriedigung von Triebwünschen

kommen». Nachfolgende Forschungen

haben übrigens ergeben, dass ängstliche

und leicht verletzliche Persönlichkeiten

mit einer geringen Frustrationstoleranz

überdurchschnittlich häufig zu verstärktem

Alkoholkonsum neigen und/oder ein hohes

Aggressionspotenzial aufweisen. Je stärker

die Frustrationstoleranz ausgeprägt ist, desto

weniger sind aggressive Verhaltensformen

zu finden. Frustrationstoleranz wird übrigens

vor allem in der Kindheit erworben, ist aber

bis zu einem gewissen Mass auch später

noch trainierbar. Es ist eine Selbstregulation

der Erwartungen und der damit verbundenen

Enttäuschungen.

Corona als Übungsfeld

Die Corona-Krise und die damit verbundenen,

zum Teil massiven Einschränkungen sind

unangenehm. Doch sie sind auch ein gutes

Lernfeld. Sie zwingen uns dazu, unsere

Haltungen und unsere Erwartungen grundsätzlich

in Frage zu stellen und allenfalls ein

wenig anzupassen. Es geht nicht immer alles

so, wie wir uns das wünschen; wir müssen mit

Einschränkungen leben lernen, wir brauchen

Verständnis und Geduld. Das Leben besteht

nicht nur aus Konsumieren und Spass haben,

wir können vieles nicht erklären und verstehen,

wir können nicht alles im Griff haben.

Was wir aber können: Das Leben so akzeptieren,

wie es im Moment gerade ist.

Albin Rohrer

www.albinrohrer.net


Der Schlaganfall und seine Folgen –

leben mit einer Fussheberschwäche

Ein Schlaganfall oder auch Hirnschlag

ist eine Erkrankung des

Hirns, die zu einem Funktionsausfall

des zentralen Nervensystems

führt. Überlebende eines Schlaganfalls

leiden häufig unter einer

körperlichen Einschränkung – die

Fussheberschwäche ist eine davon.

Damit die Selbständigkeit im

Alltag erhöht werden kann, ist eine

entsprechende Hilfsmittelversorgung

unerlässlich.

Bei der Fussheberschwäche funktionieren

die Nervenimpulse, die

für das Anheben des Fusses zuständig

sind, nicht mehr richtig.

Dadurch bleibt das Anheben des

Fusses aus und die Stolpergefahr

steigt, da der Fuss auch bei geringen

Unebenheiten hängen bleibt.

Mit einem entsprechenden Hilfsmittel

kann diesem Hängenbleiben

entgegengewirkt und so die

Mobilität des Betroffenen verbessert

werden.

Elektrische Impulse für ein

sicheres Gehen

Als fortschrittlichste Versorgung

bei Erkrankungen des zentralen

Nervensystems gilt die funktionelle

Elektrostimulation (FES). Diese Art

der Versorgung unterstützt Betroffene

dabei, ausgefallene Körperfunktionen

zu ersetzen.

Stimulationssystem

Dabei trägt der Patient oder die Patientin

eine Manschette am Bein.

Diese stimuliert durch elektrische

Impulse die betroffenen Nerven,

was den Muskel aktiviert und die

Bewegung bzw. das Anheben des

Fusses auslöst. Das Gangbild wird

sichtbar verbessert und die Stolpergefahr

auf ein Minimum reduziert.

Computergesteuertes

Orthesensystem

Gehen und Laufen in unebenem

Gelände sind mit dieser Beinorthese

genauso unproblematisch

wie die Bewältigung von Schrägen

und Gefälle. Mit Hilfe einer Smartphone-App

können ganz bequem

verschiedene Modi eingestellt

werden, so steht dem Spazieren,

Fahrradfahren oder Treppensteigen

nichts mehr im Weg.

© Ottobock

Die Balgrist Tec bietet ein breites

Spektrum an Hilfsmitteln, mit

denen Betroffene ihre Mobilität

spürbar zurückgewinnen. Dank

der interdisziplinären Zusammenarbeit

mit Ärzten und Therapeuten

werden gemeinsam die bestmöglichen

Versorgungskonzepte

erarbeitet – ausgerichtet auf die

individuellen Bedürfnisse der Betroffenen.

Wir steigern Mobilität.

Schlaganfall

Für die Behandlung der Folgen

von Schlaganfällen weist die

Balgrist Tec AG ein breites Sortiment

an orthopädischen Hilfsmitteln vor.

Unsere fachkompetenten Mit -

arbeiter unterstützen und beraten

Sie gerne.

Bei uns sind Sie

in guten Händen

Ihr kompetenter Partner mit einer

langjährigen Tradition rund um

Orthopädie

– Bandagen, leichte Orthesen

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Massschuhe

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Schweizer Hausapotheke 6-2020 49


«Die Bewegung in der Natur wirkt

auf mich inspirierend »

Die Kombination aus Bewegung

und Natur ist für viele Menschen

ein wichtiger Ausgleich. Pharma-

Betriebsassistentin Andrea Betschart

ist eine leidenschaftliche

Berggängerin und Läuferin. Im

Interview erklärt sie, wie sie ihren

Körper versorgt und im Gleichgewicht

hält.

Frau Betschart, Sie nehmen an

Laufveranstaltungen teil und

machen öfters längere Wanderungen.

Was fasziniert Sie

daran?

In der Natur und beim Sport gelingt

es mir gut, zu entschleunigen

und abzuschalten, Kopf und Körper

auszugleichen. Auch verarbeite

ich sehr viel beim Wandern und

Laufen. Die Natur inspiriert zu neuen

Ideen im Alltag und Beruf. Aber

auch das Austesten meiner Grenzen

fasziniert mich sehr.

Wie stellen Sie sicher, dass Ihr

Körper gut darauf vorbereitet

ist?

Mit regelmässigen Trainings und

Wanderungen sowie der Einnahme

von Schüssler Salzen und Mineralstoffen

bereite ich meinen Körper

auf die körperliche Aktivität

vor. Aber auch Pausen sind wichtig

für eine optimale Vorbereitung,

damit sich der Körper wieder regenerieren

kann.

Sie haben Schüssler Salze erwähnt,

warum gerade Schüssler

Salze? Inwiefern unterstützen

diese den Körper?

Schüssler Salze bereiten den Körper

auf die Leistung vor, unterstützen

die Muskeltätigkeit, fördern

die körperliche und geistige

Leistungsfähigkeit und helfen

dem Körper nach dem Sport, sich

wieder gut zu erholen und zu regenerieren.

Wann und wie nehmen Sie persönlich

Schüssler Salze?

Ich nehme die Schüssler Salze in

vielen Situationen zu mir, sei dies

auf einer Wanderung oder wenn

ich einen Halbmarathon laufe.

Aber auch beim Aufstieg zum Pollux,

einem Viertausender im Wallis,

haben mich die Schüssler Salze

treu begleitet. Grundsätzlich gehören

die Schüssler Salze zu meinem

Alltag, die Mischungen variieren

je nach Situation und Alltagsgeschehen.

Was bewirkt die Einnahme bei

Ihnen – wo merken Sie persönlich

einen Unterschied?

Bei der Einnahme der Schüssler

Salze merke ich im sportlichen

Bereich, dass der Körper sich viel

besser erholt und auch schneller

wieder bereit ist für die nächste

sportliche Einheit. Mit der Nr. 7

«Magnesium phosphoricum D6»

beuge ich Muskelkater vor. Die

Muskeln sind viel geschmeidiger

und erholen sich wunderbar, und

es kommt viel weniger zu Muskelkater.

Auch bei der Art, wie mein

Körper seine Energie verwaltet,

merke ich grosse Unterschiede,

sollte ich die Schüssler Salze mal

nicht dabeihaben.

Sind diese Mineralsalze vor

allem etwas für ambitionierte

Sportler?

Nein, Schüssler Salze können von

allen eingesetzt werden, vom Freizeitsportler

bis hin zum Profisportler,

von Erwachsenen wie auch von

Kindern. Sei dies bei der täglichen

Nordic-Walking-Tour mit der Freundin,

auf einem Marathon oder Halbmarathon,

aber auch auf einer

Wanderung. Bei jeder Sportart

ist es wichtig, dass der Körper mit

ausreichend Sauerstoff versorgt

wird. Zudem muss im Körper ausreichend

Energie vorhanden sein

und nach dem Sport die Entspannung

in Gang gesetzt werden. Mit

den Schüssler Salzen unterstützt

man gezielt diese Vorgänge.

Was fehlt in Ihrem persönlichen

Rucksack bei Wanderungen

nie?

Schokolade! Nein, Spass bei Seite,

das ist natürlich noch nicht alles.

Trockenfrüchte, Nüsse und Trockenfleisch

für den kleinen Hunger

zwischendurch, das Sackmesser,

ein Regen- und ein Sonnenschutz

sowie eine Trinkflasche gehören

in meinen Wanderrucksack. Zum

Wasser in meiner Trinkflasche

gebe ich die Schüssler-Salz-Sportmischung

mit den Nummern 3, 5

und 7 hinzu. Diese Mischung unterstützt

meinen Körper in verschiedenen

Situationen. Und natürlich

auch nach der Wanderung bei der

Erholung und Regeneration, damit

ich mich bald wieder auf ein neues

Wanderabenteuer freuen kann.

Andrea Betschart

Pharma-Betriebsassistentin und

Fachberaterin Schüssler Salze

50 Schweizer Hausapotheke 6-2020


Dass Sie besser hören,

ist für uns Herzenssache.

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Gesunde Gelenke

Bei allen unseren Aktivitäten benötigen

wir unsere Gelenke. Ob

wir mit unseren Kindern springen,

einen neuen Geschwindigkeitsrekord

aufstellen wollen oder unseren

täglichen Arbeiten nachgehen:

tagein, tagaus sind wir in Bewegung.

Die Gesundheit unserer Gelenke zu

bewahren hilft uns, unsere Lebensqualität

zu erhalten.

Wie können wir die Gesundheit

unserer Gelenke bewahren?

Vorbeugende Massnahmen zum

Schutze unserer Gelenke sind der

Schlüssel zu einer optimalen Mobilität,

um so auch im Alter das

Leben geniessen zu können. Der

Erhalt eines idealen Körpergewichts,

regelmässige körperliche

Übungen und eine gesunde Ernährung

tragen zum Erhalt gesunder

Gelenke bei. Die zusätzliche, täglich

einmalige Einnahme von nicht

denaturiertem Kollagen des Typ

UC-II®, kann uns helfen, gesunde

Gelenke zu bewahren.

Wie die Gelenke bei körperlicher

Aktivität schonen?

Sportarten mit schwacher Belastung

wie Schwimmen, Radfahren

oder Yoga haben eine vorbeugende

Wirkung auf die Gesundheit der

Gelenke. Dagegen haben gewisse

Aktivitäten wie Jogging, Tennis,

Fussball, Hockey oder anstrengende,

körperliche Arbeiten langfristig

eine nachteilige Wirkung auf

unsere Gelenke. Viele Sportler leiden

unter Gelenkschmerzen, da sie

ihre Gelenke zu sehr beanspruchen

und zu wenig Erholung einbauen.

Zum Glück bestätigen neuere Forschungen,

dass sich Knorpelgewebe

regenerieren kann. Selbst wenn

unsere Gelenke stark beansprucht

werden, können wir sie vor der Zerstörung

bewahren.

Zusätzliche Hilfe durch nicht

denaturiertes Kollagen des

Typ II UC-II

Eine gesunde und ausgewogene

Ernährung mit stark entzündungshemmenden

Lebensmitteln wie

fetthaltige Fische, Rapsöl sowie

stark faserhaltige Lebensmittel tragen

zum Erhalt gesunder Gelenke

bei. Die Ergänzung durch nicht

denaturiertes Kollagen des Typ II,

UC-II kann den Schutz der Gelenke

verstärken und den Aufbau des

für unsere Gelenke so wichtigen

Knorpelgewebes unterstützen. Bei

Sportlern kann die Einnahme von

UC-II die Leistung verbessern und

die Bewahrung des Knorpelgewebes

fördern.

Was ist UC-II und wie wirkt sie?

UC-II ist ein patentiertes, nicht denaturiertes

Kollagen des Typ II. Es

fördert die Prozesse der natürlichen

Regeneration im Körper. Die

Wirkkraft dieser Substanz ist so

stark, dass die Einnahme einer einzigen

Kapsel pro Tag, zusammen

mit gesunder Nahrung genügt, um

die Mobilität und Flexibilität der Gelenke

zu begünstigen.

Neuerdings findet man UC-II in der

Schweiz im Handel unter dem Namen

Flexor® von B’Onaturis , kombiniert

mit verschiedenen Mineralsalzen

und unerlässlichen Vitaminen

für gesunde Gelenke.

Weitere Informationen:

www.flexor-mobilitat.ch

52 Schweizer Hausapotheke 6-2020


Drei Powerfrauen

im Einsatz für Lubex anti-age

Aus dem Hause Permamed in Therwil

– der Firma, welche vor 40 Jahren

von Christian Lutz gegründet

wurde – resultierte 2008 auf Basis

der dermatologischen Kompetenz

die erfolgreiche Anti-Aging-Marke

Lubex anti-age. Eine Erfolgsgeschichte.

bildete das Fundament und die damit

verbundene dermatologische

Kompetenz des Unternehmens.

So ist es Christian Lutz und einem

Basler Dermatologen 1979 gelungen,

das damals vorherrschende

Seifenverbot aufzubrechen.

Seit bald 25 Jahren formuliert Noë-

Lubex anti-age Wirkbehandlungen

sind:

• Ohne Konservierungsmittel,

ohne allergene Parfumstoffe

und ohne Tierversuche

• 100 % Swissness

• Auch für die empfindliche Haut

geeignet

• Klinisch getestet

Dermatologie und Schönheitsmedizin

miteinander zu kombinieren –

eine neue dermakosmetische Anti-

Aging – Wirkbehandlungslinie selber

zu entwickeln. Mittlerweile besteht

die Lubex anti-age Linie aus über

zwanzig Wirkbehandlungen und hat

sich im Schweizer Markt erfolgreich

etabliert.»

Die Hautalterung beginnt bereits

mit zwanzig Jahren. Irène Ingold

meint: «Es ist praktisch nie zu

früh, mit hochwertigen Anti-Aging-

Präparaten die Haut zu verwöhnen.

Für unsere Konsumentinnen

und Konsumenten haben wir drei

hauttypspezifische Tages- und

Nacht-Wirkbehandlungen sowie

Augen-Treatments wie auch diverse

Spezial-Wirkbehandlungen für

die unterschiedlichsten Bedürfnisse

im Angebot. Deren Wirksamkeit

wird laufend in klinischen Studien

untersucht und belegt.»

geht ein Franken an die Krebsliga

Schweiz für die Brustkrebsprävention.

Sie möchten Lubex anti-age kennenlernen?

Wir verlosen 5 exklusive

Sets von Lubex anti-age im

Gesamtwert von über CHF 650.– .

Verraten Sie uns, warum Sie ein Set

gewinnen möchten, und senden Sie

die Antwort und Ihre Adresse mit

dem Betreff «Schweizer Hausapotheke»

an win@lubexantiage.ch.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg.

Nadine Burri (Online Marketing & Communication Manger), Noële Auclair-Riva

(Head Development), Irène Ingold (Marketing Manager)

Permamed, eines der letzten, unabhängigen

familiengeführten

Basler Pharmaunternehmen, feierte

2019 ihr 40-jähriges Bestehen.

Heute schauen wir hinter die Kulissen

und stellen drei Mitarbeiterinnen

vor, welche für Lubex antiage

mit viel Know-how und Herzblut

täglich im Einsatz sind.

Das erste Präparat der Permamed,

eine medizinische Waschemulsion,

le Auclair-Riva mit ihrem Team in

der Galenischen Entwicklungsabteilung

bei Permamed neue Produkte.

«Ich erinnere mich noch sehr gut

an die Zugreise von Paris nach Basel

im Jahr 2008, zusammen mit

Christian und Tobias Lutz. Wir waren

auf der Rückreise von einem

dermatologischen Kongress und

hatten viele Inspirationen, Formulierungsideen

und Konzepte im Gepäck.

Es war die Initialzündung, die

Auf die Frage, was Nadine Burri an

ihrem Job besonders mag, meint sie:

«Die Begeisterung, welche unsere

Kundinnen Lubex anti-age entgegenbringen,

ist grandios. Es sind

die schönen Gespräche, der Austausch

rund um unsere Präparate –

das macht Freude.» Folgen Sie

Lubex anti-age noch heute auf Instagram

oder Facebook

(@lubexantiage).

Lubex anti-age unterstützt die

Krebsliga Schweiz: Beim Verkauf

jeder Lubex anti-age Packung

Christian Lutz (Gründer und CEO Permamed,

rechts) mit Sohn Tobias Lutz

(Mitglied der Geschäftsleitung).

Schweizer Hausapotheke 6-2020 53


© Foto: iStock

Grosser Rückenreport 2020

Wie steht es um

unsere Rücken?

Die Rheumaliga hat

nachgefragt.

Der Rückenreport 2020 basiert

auf einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage

in Verbindung

mit den neusten wissenschaftlichen

Erkenntnissen. Er beschreibt

ein epidemisches Volksleiden mit

erheblichen gesundheitlichen,

sozialen und finanziellen Folgen.

Zwar bessern sich akute Rückenschmerzen

oftmals binnen weniger

Tage oder Wochen. Sie können

sich jedoch auch chronifizieren

und die Lebensqualität der Betroffenen

langfristig massiv einschränken.

Dies gilt es zu vermeiden. Ein Resultat

der Umfrage ist speziell besorgniserregend:

Die Mehrheit der

Befragten erkennt die Warnsignale

nicht und weiss nicht, wann es

Zeit ist, eine Ärztin oder einen Arzt

aufzusuchen.

Das Volksleiden unter der Lupe

Über tausend Männer und Frauen

haben im Frühling 2020 an einer

repräsentativen Umfrage der Rheumaliga

Schweiz zum Thema Rückenschmerzen

teilgenommen.

Die Ergebnisse zeichnen ein Bild

dessen, wie sich die Bevölkerung

mit Rückenschmerzen konfrontiert

sieht und wie sie sich verhält. Der

Report fasst alle Ergebnisse der

Umfrage 2020 zusammen, stellt

sie in Bezug zur aktuellen wissenschaftlichen

Forschung und vergleicht

sie mit der viel zitierten Vorgängerumfrage,

dem «Rückenreport

2011».

Rückenschmerzen nehmen

stark zu

Rückenschmerzen haben epidemische

Ausmasse angenommen. Der

Vergleich zwischen 2011 und 2020

zeigt eine deutliche Zunahme. Vor

neun Jahren hatten 39 Prozent der

befragten Personen angegeben,

mehrmals pro Woche oder Monat

unter Rückenschmerzen zu leiden.

2020 sind es bereits 50 Prozent.

Der Anteil derer, die gar nie Rückenschmerzen

haben, ist von 7 Prozent

auf 2 Prozent gefallen.

Alarm!

Wann ist ein Arzt oder eine Ärztin

aufzusuchen? Allzu viele Umfrageteilnehmende

konnten diese

Frage nicht richtig beantworten.

Akute Rückenschmerzen bessern

sich normalerweise binnen weniger

Tage oder Wochen. Solange die

Schmerzen erträglich sind, braucht

es keine ärztliche Konsultation.

Hingegen darf keine Zeit verloren

gehen, wenn zu den akuten Rückenschmerzen

eine oder mehrere

der folgenden Beschwerden

hinzukommen:

• Starke, nicht beeinflussbare

Rückenschmerzen, die in Arm

oder Bein ausstrahlen

• Taubheitsgefühl oder Kribbeln

in Fuss oder Zehen

• Gefühlsstörungen am Bein

• Lähmungserscheinungen in

Arm oder Bein

• Allgemeines Unwohlsein mit

Fieber, Gewichtsverlust oder

anderen Beschwerden

• Zusätzliche Schmerzen in Brust

oder Bauch

• Rückenschmerzen nach einem

Unfall

Rückenschmerzen

beeinträchtigen im Alltag

Der Rückenreport beschreibt, wie

und wo Rückenschmerzen im Alltag

stören und einschränken. Über

die Hälfte der befragten Personen

fühlt sich in mehreren Lebensbereichen

teilweise bis stark beeinträchtigt.

Am häufigsten beim Schlaf,

beim Sport und bei Freizeitaktivitäten.

Jede vierte befragte Person

stören Rückenschmerzen bei der

Ausübung des Berufs.

Bewegung bringt’s

Mit gezielter Bewegung kann Rückenschmerzen

entgegengewirkt

und eine Chronifizierung vermieden

werden. Dieses Gesundheitsbewusstsein

ist zwar vorhanden,

aber wir sitzen zu viel und bewegen

uns zu wenig. Generell angeraten

wird ein wöchentliches Minimum

von 150 Minuten körperlicher Bewegung,

bei der sich Puls und Atmung

leicht beschleunigen. Oder

wöchentlich mindestens 75 Minuten

intensiver körperlicher Bewegung.

Die Rheumaliga bietet vom

Gruppenkurs «Active Backademy»

über den Rückencoach in Buchform

bis zum praktischen Faltblatt

mit einfachen Rückenübungen für

jede und jeden das passende Programm.

Weitere Informationen:

rheumaliga.ch

54 Schweizer Hausapotheke 6-2020


Die Kraft der dänischen Hagebutte –

neu für Pferde und Hunde

Erhöhte Beweglichkeit, mehr Leistung,

schnellere Erholung, bessere

Vitamin-C-Versorgung und ein

schön glänzendes Fell.

Seit vielen Jahren vertrauen Menschen

auf der ganzen Welt der dänischen

Hagebutte, um ihre Beweglichkeit

zu erhöhen. Das unter der

Marke LitoFlex® vertriebene Pulver

aus Samen und Schalen wird in

einem patentierten Verfahren unter

40 °C getrocknet und gemahlen,

sodass die wertvollen Inhaltsstoffe

geschont werden.

Einzig diese dänische Hagebutte

wurde mehrfach wissenschaftlich

erfolgreich getestet. Dabei hat man

unter anderem festgestellt, dass es

die Mobilität der Probanden erhöht

und Tätigkeiten im Alltag leichter

von der Hand gingen. Dazu steigerte

sich das allgemeine Wohlbefinden.

Viele gaben die Hagebutten auch

ihren Haustieren und Pferden

und berichteten sehr erfreut über

die Erlebnisse. Nun kommen mit

LitoVet® und LitoPet® eigene Produkte

für Tiere auf den Markt.

Die Hagebutte bei Hunden und

Pferden erfolgreich eingesetzt

Natürlich wurden auch diese beiden

Produkte getestet. In einer doppelblinden,

randomisierten, plazebokontrollierten

Parallelstudie an

68 Windhunden steigerten sich die

Leistungsfähigkeit, die Ausdauer

und die Motivation für verschiedene

Tätigkeiten inklusive Trainings

sowie die Geschmeidigkeit, die Geschwindigkeit,

die Stimmung und

die Qualität des Felles signifikant

gegenüber Plazebo.

Der Vitamin-C-Spiegel

bei Pferden

Pferde haben uns Menschen etwas

voraus. Sie können selber Vitamin C

produzieren. Doch bei schwerer

Arbeit sinkt der Vitamin-C-Vorrat

unter den nötigen Wert ab, und im

Alter geht die körpereigene Produktion

zurück. Dann ist eine Supplementierung

sinnvoll.

Die Hagebutte ist ein wertvoller Vitamin-C-Lieferant.

Einerseits ist die

Konzentration sehr hoch, andererseits

gibt die Hagebutte das Vitamin

C langsam, aber stetig frei,

sodass auch bei einem längeren

Arbeitseinsatz, zum Beispiel bei

einem Distanzritt, die Vitamin-C-

Versorgung erhalten bleibt. Die

langsame Freigabe hat auch den

Vorteil, dass übervorrätig zugeführtes

Vitamin C nicht bei nächster

Gelegenheit wieder ausgeschieden

wird, was bei wasserlöslichen Vitaminen

oft der Fall ist.

Eine randomisierte, doppelblinde,

plazebokontrollierte Studie

an 44 Trabern über drei Monate

zeigte, dass die Gruppe mit der

Hagebutte einen signifikant

höheren Vitamin-C-Spiegel aufwies

wie die Plazebo-Gruppe,

die Reiter die Pferde als geschmeidiger

bezeichneten und, ganz

spannend, die LitoVet Traber die

1000 Meter Rennstrecke schneller

absolvierten als die Plazebo-Gruppe.

Vor Beginn der Studie war kein

Unterschied vorhanden. Für diesen

Effekt spielen weitere Inhaltsstoffe

der Hagebutte ebenfalls eine Rolle.

Mehr Infos und genauere Zahlen zur

Vitamin-C-Supplementierung finden

Sie auf hagebutten-shop.ch/tiere,

wo sie LitoVet und LitoPet noch bis

Ende Oktober 2020 mit 20 % Einführungsrabatt

einkaufen können.

Schweizer Hausapotheke 6-2020 55


Umweltfreundlich und innovativ

Lange nicht alle UV-Filter in Sonnenschutzmitteln

erfüllen die

Standards für eine gute Umweltverträglichkeit.

Um die Spreu vom

Weizen zu trennen, wurde der

BASF EcoSun Pass entwickelt.

Dabei handelt es sich um eine neue,

neutrale Methode zur Beurteilung

von UV-Filtern.

Drei Kriterien definieren, wie

UV-Filter bewertet werden:

1. Die akute und chronische

Toxizität im Wasser

2. Die Bio-Akkumulierung in

Organismen

3. Die hormonell aktive Wirkung

Die Analysemethoden basieren auf

neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen

und werden fortlaufend

angepasst. Eine schlechte

Bewertung in einem der drei Punkte

führt zum Ausschluss aus dem

Testverfahren. Die Anforderungen

an moderne Sonnenschutzprodukte

sind hoch. Neben verlässlichen

Filtern gegen das gesamte Lichtspektrum

sind auch Hautfreundlichkeit,

gute Anwendungseigenschaften

und Umweltfreundlichkeit

gefragt. Die Sonnenschutzprodukte

der dermatologischen Linie für die

sensible Haut von Ultrasun haben

bei diesen Tests mit ausgezeichneten

Resultaten abgeschnitten.

Sie sind mit Bestnoten von

EcoSun Pass ausgezeichnet worden

und bürgen für eine optimale

Umweltverträglichkeit. Ultrasun ist

somit weltweit führend mit einem

sehr umweltfreundlichen UV-Filter-System.

Ausserdem erfüllen die Produkte

noch weitere wichtige Kriterien

und bieten somit einen ganzheitlichen

und innovativen Sonnenschutz:

• Sie beinhalten nur sorgfältig

ausgesuchte Inhaltsstoffe (clean

formulas), um die Haut nicht unnötig

mit kritischen und inaktiven

Chemikalien zu belasten.

• Sie schützen gegen das gesamte

Lichtspektrum (UV-A, UV-B, IR-A

sowie speziell auch Blue Light)

und enthalten wertvolle Antioxidantien.

• Sie bieten einzigartige, innovative

Formulierungen (lamellare Strukturen)

für einen kompromisslosen

und angenehm anwendbaren

Sonnenschutz.

Lamellare Strukturen, welche weltweit

ausschliesslich in den Sonnenschutz-Gelen

von Ultrasun

Anwendung finden, sind das Resultat

von fortschrittlichen Lösungsansätzen.

Sie können sich

ideal in der Hornhaut verankern,

da sie den natürlichen Membranlipiden

sehr ähnlich sind. So bieten

Ultrasun-Produkte einen lang anhaltenden

Schutz, der gleichzeitig

mit tieferen UV-Filter-Konzentrationen

bei gleicher Wirksamkeit

auskommt.

56 Schweizer Hausapotheke 6-2020


Feste dritte Zähne in einem Tag

Der Oralchirurg Dr. Markus Schulte stellt eine innovative Methode zur Totalsanierung vor

Wenn alle Zähne entfernt werden müssen oder

schon fehlen und man sich nicht mit einem herausnehmbaren

Gebiss begnügen will, bedeutete

das bisher oft einen langen Leidensweg von bis

zu einem Jahr mit wiederholten Operationen,

Knochentransplantationen und prekären provisorischen

Vollprothesen. Zum Glück gibt es

heute fortschrittliche Behandlungskonzepte, die

den Weg zu festen Zähnen erheblich abkürzen.

Die All-On-Four-Methode ermöglicht es, den

vorhandenen Knochen optimal auszunützen

und auf langwierige Knochenaufbauten zu verzichten.

Die Patienten verlassen die Praxis schon

wenige Stunden nach der Operation mit festem

Zahnersatz.

Frau Esther Burkhardt, 68 Jahre, aus Thun: Im Tiefschlaf zu festen Zähnen – ein Wunschtraum wurde Wirklichkeit

Frau Burkhardt, aus welchem Grund haben

Sie sich für eine Totalsanierung Ihrer Zähne

entschieden?

«Ich litt an fortgeschrittener Parodontitis und

konnte mit meinen lockeren Zähnen kaum

noch essen. Die Entzündungen bereiteten

mir chronische Schmerzen, und ich musste

regelmässig starke Schmerztabletten nehmen.

Aus Angst vor schmerzhaften Operationen und

langwierigen Behandlungen hatte ich das Thema

Implantate immer vor mir hergeschoben.

Mit meinen abstossenden Zähnen traute ich

mich am Ende gar nicht mehr unter die Leute

und fühlte mich zunehmend isoliert und depressiv.

Als ich dann durch meine Tochter von

der All-On-Four-Methode erfuhr, schöpfte ich

Hoffnung. Feste Zähne sofort, das war bisher

nur ein Wunschtraum gewesen. Eines Tages

raffte ich mich dann zur Totalsanierung in Vollnarkose

auf.»

Wie ist die Behandlung aus

Ihrer Sicht abgelaufen?

«Ich war natürlich ziemlich nervös vor der Operation.

Aber ich konnte auch kaum erwarten,

endlich alles hinter mich zu bringen. Vom Eingriff

habe ich selbstverständlich nichts mitbekommen

und als ich wieder aufwachte, hatte ich

weder Schmerzen noch Übelkeit. Am Abend

setzte mir Dr. Schulte dann die festen pro-

visorischen Zähne ein. Ich konnte es kaum

glauben, als ich in den Spiegel sah. Mein

Traum von schönen, festen Zähnen war in

Erfüllung gegangen.

Würden Sie diese Behandlung aus heutiger

Sicht noch einmal durchführen lassen?

Ich habe meinen Entschluss, mein Zahnproblem

ein für alle Mal zu lösen, nicht eine Minute

bereut. Mit meinen festen, schönen Zähnen

habe ich jetzt ein ganz anderes Lebensgefühl,

fühle mich viel jünger und selbstbewusster.

Und ich kann wieder unbeschwert essen,

was ich will.»

Der «Trick» der All-On-4-Technik besteht darin,

dass die hinteren Implantate schräg nach vorne

geneigt eingesetzt werden. Dadurch können

auch bei reduziertem Knochenangebot

besonders lange und stabile Implantate verwendet

werden, die eine Sofortbelastung

zulassen, ohne dass man lange Einheilphasen

abwarten muss. Das bedeutet für

den Patienten:

√ Nur eine Operation erforderlich

√ Keine Knochentransplantate oder -aufbauten,

dadurch vermindertes Operationsrisiko

√ Sofort feste Zähne, keine langen Wartezeiten

mit herausnehmbaren Prothesen

√ Geringere Kosten, da nur 4 Implantate

√ Gute Ästhetik, einfache Hygiene

√ Verschraubter Zahnersatz ermöglicht

bei Bedarf einfache Reparatur

Autor

Dr. med. dent. Markus Schulte ist Zahnarzt

und Spezialist für Oralchirurgie.

Praxisklinik

Zahnarzt Team Luzern

Winkelriedstrasse 37, 6003 Luzern

Telefon 041 210 58 58

Weitere Informationen finden sich unter

www.ztlu.ch

Sicherheit und Garantie

Die All-On-Four-Methode wird seit 1998 weltweit angewandt

und ist durch zahlreiche wissenschaftliche Studien abgestützt.

Dr. Schulte wendet die All-On-Four-Technik seit 15 Jahren an

und hat damit bereits über 500 Patienten erfolgreich zu festen

Zähnen in einem Tag verholfen. Das Zahnarzt Team Luzern

wurde seit 2016 mehrfach als «Kompetenzzentrum für All-On-

Four» ausgezeichnet. Dr. Schulte gewährt seinen Patienten

eine 10-Jahres-Garantie auf den unwahrscheinlichen Fall eines

Implantatverlustes.

Schweizer Hausapotheke 6-2020 57


Wunden richtig behandelt

Verletzungen kann man sich schnell durch kleine Unachtsamkeiten zuziehen, sei es im Haushalt,

beim Sport oder Handwerken. Wer jetzt richtig handelt, legt den Grundstein für eine schnelle und

komplikationslose Wundheilung.

Egal, wie, wo, oder womit man sich verletzt:

Betroffen ist in jedem Fall die Haut. Sie ist

mit durchschnittlich eineinhalb Quadratmetern

das grösste Organ unseres Körpers und

macht etwa zehn Prozent des gesamten Körpergewichts

aus. Die Haut erfüllt verschiedene

Funktionen. Einerseits bildet sie eine sehr

wirksame Barriere gegen äussere Einflüsse

und schützt den Körper beispielsweise vor

Austrocknung, mechanischen Einwirkungen,

Hitze, Kälte und Infektionen. Andererseits ist

die Haut ein wichtiges Sinnesorgan mit Tast-,

Temperatur- und Schmerzsinn.

So funktioniert Wundheilung

Wunden, bei denen lediglich die obere Hautschicht

geschädigt ist, heilen in der Regel

ohne Narbenbildung ab. Das ist meist bei

leichteren Verbrennungen, kleineren Schnitten

oder Schürfwunden der Fall. Der Körper

ist hier in der Lage, neue, reguläre Hautzellen

zu bilden. Diese verschliessen und heilen

die Wunde, sodass später keine Spuren der

Verletzung mehr sichtbar sind.

Wenn jedoch auch tiefere Hautschichten

betroffen sind, verläuft die Wundheilung

anders: Zur Behebung des Defekts wird ein

Gewebe gebildet, welches sich in seiner

Struktur von derjenigen der normalen Haut

unterscheidet. Es ist weniger elastisch, meist

heller als die gesunde Haut und bleibt als

sichtbare Narbe bestehen.

Glatte Wundränder und Keimfreiheit sind

die Voraussetzung für schöne, später kaum

mehr sichtbare Narben. Zerfetzte, auseinanderklaffende,

grössere oder infizierte

Wunden können jedoch unschöne Narben

hervorrufen. Sie gehören immer in die Hand

des Arztes.

So werden Wunden gereinigt und

desinfiziert

An erster Stelle steht die Wundreinigung.

Blutende Wunden sollte man kurz ausbluten

lassen, um Keime und Schmutz zu entfernen.

Bei einer sehr starken Blutung sollte hingegen

ein Druckverband angelegt werden.

Wenig oder mässig blutende Wunden können

mit klarem Wasser ausgespült werden,

um Fremdkörper zu entfernen. Falls nötig

können eine Gazekompresse, ein sauberes

Stück Stoff oder eine Pinzette zu Hilfe genommen

werden.

Es folgt die Wunddesinfektion, sofern nicht

ein Arzt aufgesucht werden muss: Sie ist

wichtig, um Keime abzutöten und eine

spätere Infektion zu vermeiden. Desinfizierende

Lösungen verwendet

man eher für klar begrenzte,

schwer erreichbare und

tiefere Wunden, während

Sprays sich für grossflächige

Wunden anbieten.

So wählt man den

richtigen Verband

Altbekannt ist das

normale Heftpflaster:

Es ist geeignet für

kleine oder in die Tiefe

gehende Wunden (etwa

Stiche oder Schnitte),

bei denen durch die kleine

Oberfläche die Gefahr einer

Verklebung des Verbandmaterials

mit der Wunde gering ist.

Heftpflaster sind einfach anzuwenden,

schützen die Wunde vor Schmutz

und absorbieren geringe Mengen Wundsekret.

Zur Auswahl stehen hier beispielsweise

neben den üblichen Heftpflastern auch

spezielle Verbände für Finger oder Knie, wasserdichte

oder besonders hautfreundliche

Pflaster.

Wunden, die stärker bluten oder nässen,

deckt man vorzugsweise mit saugendem Material

ab, das man anschliessend fixiert. Zur

Verfügung stehen verschiedene Kompressen,

unter anderem Gazekompressen, nicht mit

der Wunde verklebende, beschichtete Kompressen

oder stark saugende Materialien.

Zum Fixieren der Wundauflagen eignen sich

Pflaster von der Rolle in verschiedenen Ausführungen

oder selbsthaftende Mullbinden.

Das Verfahren der feuchten Wundheilung

mittels spezieller Pflaster bietet sich vorwiegend

bei oberflächlichen Wunden (etwa

Blasen oder Schürfungen) an. Die Pflaster

binden das Wundsekret und können teilweise

mehrere Tage auf der betroffenen Hautstelle

verbleiben. Das feuchte Wundmilieu bietet

optimale Bedingungen für ein schnelleres

Abheilen der Wunde, hält die Haut geschmeidig

und sorgt dafür, dass Schorfbildung

weitgehend verhindert wird.

Weitere Hilfsmittel zur Wundversorgung sind

Sprühpflaster, die auf die Wunde gesprayt

werden und dort einen wasserundurchlässigen,

schützenden Film bilden. Spezielle,

wasserdichte Folien schützen beim Duschen

die Wunde samt Verband vor Wasser. Sogenannte

Steristrips werden quer zur Wunde

über die Wundränder geklebt, um diese

zusammenzuhalten und eine schöne Narbenbildung

zu fördern.

Christiane Schittny ist Apothekerin und

Betriebsleiterin. Seit 15 Jahren arbeitet sie

als Fachjour nalistin für diverse Printmedien.

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Schweizer Hausapotheke 6-2020


Natürlicher Virenhemmer

Ein Team von Wissenschaftlern unter der Leitung des Mediziners Dr. Raymond Chang vom

Institute of East-West Medicine aus New York hat sich mit der Wirkung des Proteins

Lactoferrin im Zusammenhang mit COVID-19 befasst.

10 Jahren angesteckt, ein Säugling ist bisher

an der Krankheit gestorben. Raymond Chang

kann sich vorstellen, dass Lactoferrin eine

Rolle bei der Ansteckung mit COVID-19 spielen

und die Einnahme dieses Proteins in Form

eines Nahrungsergänzungsmittels eine schützende

Wirkung haben könnte. Er vermutet

zudem, dass das Protein auch bei einer bereits

erfolgten Ansteckung als Begleittherapie

sinnvoll sein und Komplikationen verhindern

könnte. In seinem im April 2020 erschienenen

Artikel betont er jedoch, dass weitere Studien

notwendig sind, um die genaue Wirkungsweise

des Proteins nachzuweisen.

Das Protein, das vor allem in der Milch von

Säugetieren und in der Muttermilch vorkommt,

ist auch als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich.

Lactoferrin verfügt über antivirale,

antimikrobielle, antientzündliche und immunmodulierende

Eigenschaften. Kontraindikationen

sind keine bekannt. COVID-19 hat sich auf

der ganzen Welt rasant ausgebreitet. Obwohl

viele Länder, darunter auch die Schweiz,

drastische Massnahmen im Kampf gegen das

heimtückische Virus ergriffen haben, bleibt es

eine grosse Herausforderung, die Pandemie

unter Kontrolle zu bekommen. In einigen Ländern

ist es bereits zu einer zweiten Welle gekommen.

Noch ist kein Impfstoff zugelassen,

und verschiedene Medikamente, die Hoffnung

schöpfen liessen, haben in Studien nicht die

gewünschte Wirkung gegen das Virus gezeigt.

Interesse. Dieses Virus ist eng verwandt mit

SARS-CoV-2, das COVID-19 auslöst.

Weniger Erkältungen

Wissenschaftler gehen davon aus, dass

Lactoferrin in der Lage ist, sich an Moleküle

auf der Zelloberfläche und an Virenpartikel

zu heften, was den Eintritt in die Körperzellen

verhindert. Im Zusammenhang mit HIV haben

Forscher schon 1998 herausgefunden,

dass Lactoferrin die Vermehrung der Viren

unterdrücken kann, wenn diese bereits in die

Zellen eingedrungen sind. Eine Studie mit

Lactoferrin als Nahrungsergänzungsmittel

konnte nachweisen, dass Teilnehmende, die

täglich zwischen 100 und 1000 mg dieses

Proteins eingenommen hatten, seltener an

Erkältungen litten.

Hygienemassnahmen weiterhin wichtig

In der Schweiz ist Lactoferrin in Apotheken

und Drogerien in Form eines Pulvers oder als

Kapseln erhältlich. Weiterhin sind eine gute

Handhygiene, Social Distancing und das Tragen

von Masken zum Beispiel im öffentlichen

Verkehr wichtige Massnahmen, um die weitere

Verbreitung des Virus einzudämmen.

Susanna Steimer Miller

Der Husten

ist weg

Lactoferrin hemmt Vermehrung von Viren

Dr. Raymond Chang und sein Team haben

diverse Studien zur Wirkung von Lactoferrin

analysiert. Seit den 1990er Jahren haben

Untersuchungen gezeigt, dass Lactoferrin in

der Lage ist, eine ganze Reihe von Viren zu

hemmen. Dazu zählen zum Beispiel Viren wie

das Herpes-Virus, HIV, Rotavirus, Poliovirus,

Hepatitis-B und -C-Virus, das Humane Papilloma-Virus

und das Parainfluenza-Virus. Vor

dem aktuellen Hintergrund ist die hemmende

Wirkung auf SARS-CoV von speziell grossem

Geschützte Säuglinge – weshalb?

Lactoferrin wird heute vielen Säuglingsmilchprodukten

beigefügt. In der Muttermilch ist

das Protein von Natur aus vorhanden. Besonders

hoch ist die Konzentration im Kolostrum,

also jener Milch, die Neugeborene als erstes

bekommen. Könnte die Tatsache, dass sowohl

gestillte als auch nicht gestillte Säuglinge gut

mit Lactoferrin versorgt sind, ein Grund dafür

sein, dass die Ansteckungsrate mit COVID-19

bei Kindern so tief ist? Auch in der Schweiz

haben sich nur wenige Kinder zwischen 0 und

Appenzeller Heilmittel wirken

mit besonderer Kraft. Weltweit.

Erhältlich in Drogerien und Apotheken.

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Schweizer Hausapotheke 6-2020 59


Übungszentrum

für das Leben

Familien sind mehr als Wohngemeinschaften auf Zeit, sie sind vielmehr verschworene Bündnisse.

Was macht sie stark?

Für die Kinder ist die Familie so etwas wie

die Grundschule des Lebens, in ihr üben

sie, Beziehungen zu gestalten und auf die

unterschiedlichen Herausforderungen des

Lebens angemessen zu reagieren. Die Zugehörigkeit

zu einer Familie gebe uns Schutz

und das Gefühl, in der Welt verankert zu sein,

schreibt die Psychologin und Autorin Sabine

Conrad. «Jede Familie hat ihre positiven und

stärkenden, aber auch ihre dunklen Seiten,

ihre Geheimnisse, ihre Verletzungen.» In den

siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts

sassen in der Schweiz unzählige Familien am

Samstagabend vereint vor dem Fernsehgerät

und schauten eine Unterhaltungsshow.

Alle Familien waren ähnlich strukturiert: Die

Mutter versorgte den Haushalt und kümmerte

sich um die Kinder, der Vater war das Oberhaupt

und für das Einkommen zuständig.

Diese Zeiten sind längst passé. Heute ist das

Familienleben sehr vielfältig geworden, und

die Formen haben sich aufgefächert: etwa

in binationale Familien, Patchworkfamilien,

Wohngemeinschaftsfamilien, Mehrgenerationenhäuser,

getrennte Familien und auch in

Familien mit einem gleichgeschlechtlichen

Elternpaar. Wer für das Einkommen und wer

für das Putzen, Wäschewaschen und für die

Babypflege zuständig ist, war früher eindeutig

geregelt; heute organisiert sich jede Familie

nach eigenem Ermessen. Dies bringt neue

Herausforderungen mit sich.

In Familien werden Samen gelegt

Das ehemals sehr einschränkende Rollenkorsett

ist abgelegt, dies hat viele neue

Freiheiten in der Familiengestaltung mit sich

gebracht. Um sich in der heutigen Pluralität

von Angeboten, Normen und Werten zurechtzufinden,

benötigen die Kinder zur erfolgreichen

Bewältigung des Alltags ein gutes

Fundament. Starke Wurzeln entwickeln sie in

der Familie. Dort wird ihre Einstellung dem Leben

gegenüber geprägt. Gehen die Söhne und

Töchter Aufgaben mutig und voller Selbstvertrauen

an oder fühlen sie sich als Verlierer,

die sich rasch entmutigen lassen? Fühlen sie

sich anerkannt, wertgeschätzt und ernst genommen?

Oder fühlen sie sich übergangen,

wenig unterstützt und oft überfordert? Gehen

sie offen auf Menschen zu oder kommen sie

kaum aus sich heraus? Die Samen zu den

unterschiedlichen Verhaltensweisen werden

in der Familie gelegt.

Forscherinnen und Forscher der Universität

Hertfordshire in Grossbritannien wollten

herausfinden, welche Faktoren darüber entscheiden,

ob jemand auf der Sonnen- oder

auf der Schattenseite des Lebens steht. Das

Fazit der Wissenschaftler: Zwar glauben viele

Menschen, das Leben meine es nicht gerade

gut mit ihnen, oft sind es jedoch die Betroffenen

selbst, die mehr oder minder unbewusst

ihren Teil zu den Misserfolgen beitragen.

Pessimisten und Zauderer haben seltener Erfolg,

weil sie ganz einfach weniger wagen. Die

innere Einstellung hat einen überraschend

grossen Einfluss auf die unbewusste Neigung,

Fehler zu begehen und von Missgeschicken

betroffen zu werden. «Untersucht man, was

der Unterschied zwischen glücklichen und

unglücklichen Menschen ist, so stellt man zur

eigenen Überraschung fest, das glückliche

Menschen durchaus auch Unglück, Leid,

Schicksalsschläge und Schmerz kennen»,

schreibt die Pädagogin und Sachbuchautorin

Lorelies Singerhoff. «Sie gehen nur ganz

anders damit um als die Unglücklichen.» Die

Herausforderungen des Lebens stärken ihr

Selbstvertrauen und helfen ihnen damit, ihr

Glück weiter zu mehren. Pech und Rückschläge

haben sogar eine positive Wirkung auf die

fortwährende Weiterentwicklung des Gehirns.

Lernprozesse wirkten nachhaltiger, wenn dabei

Widerstände zu überwinden seien, so der

amerikanische Forscher Terrence Sejnowski.

Mit anderen Worten: Wenn Kindern in der

Familie möglichst alle Schwierigkeiten aus

dem Weg geräumt werden, haben sie wenig

Gelegenheit zur Entwicklung von Durchhaltevermögen.

Im Weiteren können sie auch

wenig Erfahrung im erfolgreichen Meistern

von Problemen sammeln. Erfahren Kinder

hingegen wenig Unterstützung der Eltern,

sind sie häufig überfordert und entwickeln

kaum Vertrauen in ihre Fähigkeiten. Dass sie

Schwierigkeiten – mit Unterstützung – selber

überwinden können, ist eine prägende

Erfahrung für die Kinder. Diese sogenannte

Selbstwirksamkeit ist gemäss der psychologischen

Forschung ein wichtiges Instrument

zur erfolgreichen Lebensbewältigung.

Selbstwirksamkeit äussert sich beispielsweise

im Durchsetzungsvermögen. Dabei prallen

Bei Schmerzen

und Entzündungen

Schmids Sportcreme kann angewendet werden bei Schmerzen

und Entzündungen von Gelenken, Muskeln, Bändern, Sehnen,

bei stumpfen Verletzungen oder als unterstützende Massnahme

bei Rheuma, Arth ritis, Arthrose und Gicht.

Rezeptfrei in Ihrer Apotheke und Drogerie erhältlich in Packungen à 100g.

Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel. Bitte lesen Sie die Packungsbeilage.

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Schweizer Hausapotheke 6-2020

1 03.03.20 11:28


gelegentlich unterschiedliche Sichtweisen

aufeinander.

Kinder brauchen Reibungsflächen

Dass sich Familienmitglieder zwischendurch

auch mal heftig streiten, ist der Beleg ihrer

starken gefühlsmässigen Bindung. Es mag

im ersten Augenblick paradox klingen, aber

eine starke Familiengemeinschaft entwickelt

sich auch über Konflikte, die zusammen ausgetragen

werden. Die Harmonie in der Familie

ist oft sehr fragil und muss immer wieder neu

ausgelotet werden. Öfters kommt es dabei zu

vorlauten Bemerkungen, zu Tränen und zu

lautstark zugeschlagenen Türen. Über diese

Auseinandersetzungen werden Ansprüche

zum Ausdruck gebracht, Grenzen gezogen

und gemeinsame Werte gefestigt. Kinder

benötigen Reibungsflächen, um ihre eigene

Identität zu entwickeln und die Resonanz

der übrigen Familienmitglieder zu spüren.

Manche Kinder suchen geradezu die Konfrontation,

durch provozierendes Verhalten wollen

sie Aufmerksamkeit und Zuwendung erreichen.

Sie wollen sich versichern, dass sie den

übrigen Familienmitgliedern nicht gleichgültig

sind. Zudem wollen sie erfahren, ob die Eltern

auch zu ihnen halten, wenn sie sich gelegentlich

kratzbürstig und widerspenstig verhalten.

Wenn Kinder kaum je Widerstand erfahren,

haben sie wenig Anregungen, um ihre Stellung

in der Familie weiterzuentwickeln; kein

Kind will auf ewig das umsorgte Baby bleiben.

Durch Konflikte trainieren Kinder ihr Verhandlungsgeschick,

ihre Kompromissfähigkeit

und die Bereitschaft zur Versöhnung. Gut

entfaltete Fähigkeiten im zwischenmenschlichen

Bereich sind für ein erfolgreiches

Meistern des Lebens essenziell. Ob in der

Schule, in der Verwandtschaft, im Verein

oder am Arbeitsplatz: Immer wieder prallen

unterschiedliche Interessen aufeinander, die

in Einklang zu bringen sind. Je besser Kinder

den Umgang mit derartigen Situationen

in der Familie gelernt und trainiert haben,

desto leichter fällt ihnen später ein lösungsorientiertes

Verhalten. Die Eltern können

sie unterstützen, indem sie ihnen die unterschiedlichen

Sichtweisen in einem Konflikt

aufzeigen. Dadurch lernen die Kinder Einfühlungsvermögen,

das für das erfolgreiche

Bewältigen von Meinungsverschiedenheiten

entscheidend ist.

Gemeinsame Rituale pflegen

Jedes Kind ist ein Individuum, das sein

persönliches Entwicklungstempo und sein

eigenes Temperament hat. Dies gilt es bei

der Erziehung zu berücksichtigen. Manche

Eltern stellen sehr hohe Ansprüche punkto

Erziehung an sich, sie wollen ja alles richtig

machen und jedem Kind so gerecht als möglich

werden. Dieser Perfektionismus ist aus

Sicht der Kinder nicht unbedingt angebracht.

Sie wünschen sich laut Studien vor allem,

dass sich ihre Mütter und Väter Zeit für sie

nehmen und auf ihre Gedanken und Gefühle

eingehen. Manche Kinder sind sehr geschickt

darin, sich viel Aufmerksamkeit zu sichern.

Andere sind introvertiert und kommen nur

wenig aus sich heraus, sie holen sich kaum

aktiv Zuwendung. Sie stehen rasch im

Schatten von Geschwistern, die sich leichter

bemerkbar machen können. Töchter und

Söhne haben ein feines Sensorium dafür, ob

die Eltern zwar körperlich anwesend, in Gedanken

aber ständig an einem ganz anderen

Ort sind und damit ihre Kinder kaum richtig

wahrnehmen. Das Gefühl der gegenseitigen

Anteilnahme ist entscheidend für die Verbundenheit

in der Familie. Wie die Forschung

gezeigt hat, wirken gemeinsame Rituale in

hohem Mass stärkend für eine Gemeinschaft,

beispielsweise regelmässige, gemeinsam

eingenommene Mahlzeiten.

Adrian Zeller

Schweizer Hausapotheke 6-2020 61


© Bruno Vonarburg

Mit Pflanzen auf

einfühlsame Weise heilen

Die Heilpflanzenkunde hat eine lange Tradition, die bis in die Antike und

darüber hinaus zurückreicht. Schon damals oder auch im Mittelalter waren

sich die Heilkundigen bewusst, welche Pflanzen wie dazu beitragen können,

Krankheiten zu heilen. Sie wussten das aufgrund der Erfahrung sowie ihres Einfühlungsvermögens

und ohne, dass sie die in der Pflanze enthaltenen Inhaltsstoffe kannten.

Erst 1805 gelang dem Apotheker Friedrich Adam

Sertürner aus Paderborn als Erstem der Nachweis

eines pflanzlichen Wirkstoffs. Im Harz des

Schlafmohns entdeckte er eine natürliche Substanz,

die eine beruhigende, besänftigende und

narkotisierende Wirkung hatte. Er gab ihr den

Namen Morphin, analog dem griechischen Gott

des Schlafs und des Traums, Morpheus.

Nun war sozusagen das Rennen um das Auffinden

von Wirksubstanzen in Pflanzen eröffnet.

Es fanden sich immer neue solcher Stoffe, und

bald einmal wurde auch versucht, sie chemisch

nachzubauen und zu patentieren. Damit trat die

moderne Pharmakologie auf den Plan, und die

Heilpflanzen, aus denen viele der pharmakologischen

Stoffe ursprünglich stammten, gerieten

etwas in Vergessenheit.

Heilpflanzen sind mehr als ihre Wirkstoffe

Erst in jüngerer Zeit erlebt die Pflanzenheilkunde

in ihrem ursprünglichen Sinn eine Renaissance.

Zum einen wurde man sich bewusst, dass die

synthetisch nachgebauten Wirkstoffe in der Regel

nicht naturidentisch sind. Und zum anderen

wurde deutlich, dass ihre Wirkung auch deshalb

nicht dieselbe ist, weil die Hauptwirkstoffe in der

Pflanze in eine Fülle von Begleitstoffen eingebunden

sind, die ebenfalls eine Wirkung haben. Das

hat zum Beispiel zur Folge, dass das Potenzial

an unerwünschten Nebenwirkungen bei natürlichen

Pflanzenextrakten oft sehr viel geringer ist.

Was aber im Zuge der Konzentration auf ihre

stofflichen Komponenten ebenfalls vergessen

ging ist die Tatsache, dass die Pflanze ein Lebewesen

mit einer eigenen Ausstrahlung ist. Bereits

in den Fünfzigerjahren des vergangenen

Jahrhunderts konnte sie das russische Ehepaar

Kirlian im Hochfrequenzfeld sichtbar machen. In

den Siebzigerjahren war es dann der deutsche

Physiker Fritz-Albert Popp, der zu zeigen vermochte,

dass lebende Zellen Licht in Form von

Photonen ausstrahlen. Er nannte sie Biophotonen

und erkannte, dass sich aus der Stärke der

Abstrahlung Rückschlüsse auf die Lebensenergie

eines Menschen oder auch einer Pflanze

ziehen lassen.

Das Wesen einer Heilpflanze ergründen

Der Naturheilpraktiker, Heilpflanzen-Experte,

Buchautor und Seminarleiter Bruno Vonarburg

griff diese Erkenntnisse auf und kombinierte

sie mit seinem eigenen Erfahrungswissen. Ursprünglich

Chemielaborant, war ihm – auch im

Zusammenhang mit dem Studium von Pflanzenbüchern

von Paracelsus – klar geworden,

dass bei Heilpflanzen nicht nur die stofflichen

Komponenten, sondern auch die feinstofflichen

Aspekte wichtig sind. Entsprechend bedeutsam

ist es für ihn, sich in eine Heilpflanze hineinzufühlen

und zu versuchen, durch genaue Beobachtung

ihrer Form, ihrer Farben, ihres Dufts

und ihrer Ausstrahlung ihr Wesen zu erfassen.

So war es ihm immer besser möglich, mit Blick auf

einen Patienten zu erspüren, welche Pflanze welchen

Dienst zu dessen Heilung leisten konnte –

auch im Sinne von Entsprechungen und sogenannten

Signaturen respektive Ähnlichkeiten.

Bei Schlafstörungen zum Beispiel, die mit

einem gestörten Tag-Nacht-Rhythmus zusammenhängen,

kann der kalifornische Mohn helfen,

bei Schlafstörungen als Folge eines allzu ehrgeizigen

Karrierestrebens hingegen der Hopfen.

Dabei spielen die chemischen Inhaltsstoffe zwar

ebenfalls eine Rolle, viel wichtiger ist jedoch, die

passende Signatur einer Heilpflanze zu finden,

um einem Patienten wirklich helfen zu können.

Zudem liegt auf der Hand, dass eine Heilpflanze,

die an einem natürlichen Standort gewachsen

ist und sorgsam gepflückt wurde, eine bessere

Wirkung hat als eine, die im Rahmen einer Monokultur

angebaut und abgemäht wurde. Auch die

nachfolgende Verarbeitung entscheidet wesentlich

darüber, wie viel ihrer feinstofflichen Energie

im Heilmittel mit enthalten ist und nebst den

stofflichen Komponenten wesentlich zur Heilung

beiträgt. Auf der Basis dieser Erkenntnisse entwickelte

Vonarburg die sogenannten Trifloris-Essenzen,

die mit einem Minimum an pflanzlicher

Ausgangssubstanz auskommen und möglichst

viel der Heilkraft einer Pflanze enthalten.

Dr. oec. Hans-Peter Studer ist

Mitwelt- und Gesundheitsökonom,

Erwachsenenbildner und Buchautor.

Lesen Sie mehr zu den Zusammenhängen

und der Bedeutung einer naturgemässen

Pflanzenheilkunde in einem Interview mit

Bruno Vonarburg auf nvs.swiss.

Die NVS (Naturärzte Vereinigung der Schweiz) in Herisau als grösster Verband der Komplementär-

und Alternativmedizin vertritt nicht nur einzelne Methoden oder Fachrichtungen, sondern sämtliche

Praktizierende der Naturheilkunde und Komplementärtherapie. Um NVS-A-Mitglied zu werden,

müssen die Praktizierenden die hohen SPAK-Anforderungen (Qualitätslabel der NVS) erfüllen.

Die NVS-Mitglieder unterstellen sich den vom Verband formulierten Ethikrichtlinien. Die NVS-A-

Naturheilpraktiker/innen und -Komplementärtherapeut/innen sind auf www.nvs.swiss aufgeführt.

62 Schweizer Hausapotheke 6-2020


Panaceo Basic-Detox PLUS

Desinfizieren Sie nicht nur Ihre

Hände, sondern reinigen Sie sich

auch von innen! Stärken Sie so Ihr

Immunsystem mit der bewährten

Darmentgiftung PANACEO BASIC-

DETOX PLUS.

«Meister der Entgiftung» – so darf

sich PANACEO BASIC-DETOX PLUS

nennen. Und genau diese Darmentgiftung

kann in Zeiten von COVID-19

auch ihren Beitrag leisten.

Eine geschwächte Darmwand

neigt zur Durchlässigkeit und führt

dazu, dass Schadstoffe vermehrt

in den Organismus gelangen. Wir

sind anfälliger für Infekte, können

uns müde und antriebslos fühlen

und an Konzentrations- und

Schlafstörungen leiden.

Der Darm ist das Zentrum unseres

Immunsystems – und hier wirkt das

Vulkanmineral PMA-Zeolith: Es

stärkt die Darmwand und bindet

gleichzeitig krank machende Giftstoffe

im Magen-Darm-Trakt. Davon

profitiert nicht nur der Organismus,

sondern auch das für die

Erreger-Abwehr verantwortliche

Immunsystem.

Unabhängige Plattformen wie die

APA-Science berichten, dass die

Verbreitung von COVID-19 auch

über den Verdauungstrakt möglich

ist.

Darüber hinaus zeigt eine vorklinische

Untersuchung (2004), dass

Zeolith antivirale Kapazitäten aufweist

(explizite Testung gegenüber

COVID-19 wurde nicht durchgeführt).

Diese Tatsachen machen

das Naturmineral zu einem empfehlenswerten

Begleiter im aktuellen

Alltag.

Auch der Zeolith-Spezialist Professor

Karl Hecht meldet sich in

dieser Zeit zu Wort. Er empfiehlt

das Natur-Mineral, aufgrund der

unspezifischen antiviralen Wirkung,

als ideales Prophylaktikum

vor viralen Belastungen. Einerseits

zweimal täglich oral eingenommen,

um im Magen-Darm-

Trakt zu wirken. Andererseits

mehrmals täglich als Mundspülung.

PANACEO BASIC-DETOX PLUS –

Ihre bewährte Darmentgiftung.

Einfach und natürlich.

Das Pulver der südamerikanischen

Maca-Wurzel pusht die Abwehrkräfte,

körperlicher und seelischer

Stress sind leichter zu ertragen.

Zudem gilt Maca als bewährtes

Mittel zur Förderung der Lust sowie

zur Produktion von Fruchtbarkeitshormonen.

Nicht nur in Südamerika ist Maca

sowohl als Nahrungs- wie auch

als Heilmittel eine feste Grösse;

heute wird die widerstandsfähige

Pflanze aufgrund ihrer vielfältigen

positiven Eigenschaften

in der Erhöhung von Vitalität und

Ausdauer weltweit geschätzt. Zur

Herstellung von MacaPro XP Purple,

einem flüssigen Maca-Extrakt,

werden lediglich voll ausgereifte,

hochwertige Maca-Wurzeln aus

dem peruanischen Junin verwendet.

Dank einer äusserst schonenden

Verarbeitung bleibt die grösstmögliche

Konzentration aller Wirkstoffe

erhalten.

Wertvolle Inhaltsstoffe

Die getrockneten Wurzeln enthalten

15 Prozent Proteine, wobei besonders

die Aminosäuren Arginin und

Tryptophan hervorzuheben sind.

Maca ist zudem reich an Omega-3-

Fettsäuren, vielen Antioxidantien

sowie an den Mineralstoffen Kalzium,

Zink, Jod, Eisen, Kupfer und

Mangan, B-Vitaminen und Sterolen.

Diese fördern die Durchblutung, die

Bildung von männlichen Hormonen

und Östrogenen. Zudem senken sie

den Cholesterinspiegel.

Vielfältige Wirkung

Maca hat die Eigenschaft, Blut

Maca – ein Plus an Wohlbefinden Schweizer Hausapotheke 6-2020 63

besonders gut mit Sauerstoff zu

versorgen. Dies fördert sowohl Atmung

wie Ausdauer in grossen Höhen,

der Körper passt sich den herausfordernden

Umweltbedingungen

besser an. Maca unterstützt

auch die allgemeine Abwehr –

Müdigkeit, Erschöpfung und Verstimmung

wird so erfolgreich entgegengewirkt.

Nicht zuletzt wird

Maca auch eine bedeutende

Wirkung auf den Sexualhormonspiegel

nachgesagt: Maca fördert

sowohl die Lust wie auch die Produktion

von Fruchtbarkeitshormonen.

Dadurch verbessert sich bei

Männern die Spermienqualität

und bei Frauen die Östrogenproduktion,

was Symptome in den

Wechseljahren mildern kann.


Mikronährstoffe

für Sie

Vitalität mit Qualität

mit

Kollagen

Beauty | Energie

Kollagen-Hydrolysat | Hyaluronsäure

Astaxanthin | Lycopin | Q10

Beauty-Vitamine | Glucosaminsulfat

Kollagen | Hyaluronsäure | MSM

Pinienrinden-Extrakt mit OPC

Astaxanthin | Coenzym Q10

Knorpel | Knochen

Bewegungsapparat

Curcuma | Astaxanthin

Glucosaminsulfat | Chondroitinsulfat

Vitamine und Spurenelemente

Neu

Leberfunktion | Fettstoffwechsel

Antimüdigkeit | Immunsystem

Bitterstoffe | Cholin | Curcuma | OPC

Astaxanthin | Q10

Für den

Mann

Energiestoffwechsel

Testosteronspiegel

L-Arginin | L-Carnitin | OPC

Coenzym Q10 | Astaxanthin

Maca | Safran | Granatapfel

Vitamine und Spurenelemente

Gedächtnis

Konzentration

Herz-Kreislauf

Phospholipide

EPA & DHA | Astaxanthin

Augen | Sehkraft

Lutein | Zeaxanthin

Astaxanthin | OPC

Vitamin B2

Heidelbeer-Extrakt

Nerven | Psyche

Antimüdigkeit

Curcuma | Astaxanthin

L-Carnitin | Q10 | B-Vitamine

Magnesium | Zink

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