Drogen - bei Polizeifeste.de

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Drogen - bei Polizeifeste.de

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LIZEI

EIN ARTNER

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Kreisgruppe Essen/Mülheim

Gewerkschaft der Polizei

Riverboat-Shuffle

auf dem Baldeneysee

mit Musik und Tanz

Essen 17. September 2010


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POLIZEI -

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Hans-Joachim Eistermann, Essen

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© 2010

05/2010/109

VERLAG DEUTSCHE POLIZEILITERATUR GMBH

Anzeigenverwaltung

Grußwort

Programm

Artikel

Danksagung

17.09.2010

18.00 Uhr

„Hügel-Regattaturm“,

Essen

Gewerkschaft der Polizei

Kreisgruppe Essen/Mülheim

Riverboat-Shuffle

auf dem Baldeneysee

mit Musik und Tanz

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Arbeit und Beruf ist die eine, Erholung

und Entspannung, und dann noch in

netter Gemeinschaft, das ist die ande-

re Seite des Lebens.

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe

Kolleginnen und Kollegen,

herzlich willkommen zu unserer diesjährigen

Riverboat-Shuffle auf dem Baldeneysee.

Seit fast zwei Jahrzehnten findet

diese Veranstaltung statt und erfreut sich

seither großer Beliebtheit. Der See, Naherholungsgebiet

für eine ganze Region,

erlebt dieses Jahr eine Besonderheit:

Künstlerisch gestaltete Inseln zeugen auch

hier von den „Auswirkungen“ des Kulturhauptstadtjahres.

Eine Region, die geprägt war durch harte

und schwere Arbeit, zeigt dieses Jahr der

ganzen Welt, dass das Ruhrgebiet auch

„anders kann“.

Dies sollte auch für uns gelten: Arbeit und

Beruf ist die eine, Erholung und Entspan-

nung, und dann noch in netter Gemeinschaft,

das ist die andere Seite des Lebens.

Wenn heutzutage vielfach von „Work-

Life-Balance“ gesprochen wird, so haben

wir als Gewerkschafter das schon seit vielen

Jahren erkannt.

Seit knapp einem Jahr sind wir nun durch

den Zusammenschluss mit der Mülheimer

Kreisgruppe größer und vielfältiger

geworden. Doch wir sind uns einig, die

gewachsenen Veranstaltungen weiter fortzuführen,

insbesondere dann, wenn sie

entsprechend besucht werden. Ob Modifizierungen

trotzdem notwendig werden

wird die Zukunft zeigen, doch was uns

bisher ausgezeichnet hat, die Solidarität

in der Berufswelt und in der Freizeit, wird

auch zukünftig unser Erfolg sein.

Grußwort

Ohne das Engagement unserer bewährten

„Mannschaft“ beim Catering und der

Getränkeausgabe sowie die Unterstützung

in dieser Festzeitschrift ist eine solche

Veranstaltung nicht möglich.

Dafür ein herzliches DANKESCHÖN !

Nun lassen Sie uns alle diese Fahrt und

die lukullischen Feinheiten genießen und

ein paar unbeschwerte Stunden miteinander

verleben.

Ein freundliches Glückauf

Hans-Joachim Eistermann

Vorsitzender

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Programm

Gewerkschaft der Polizei

Kreisgruppe Essen/Mülheim

Programm

Wir wünschen allen Besuchern

der heutigen Schifffahrt frohe

Stunden in beschwingter und

heiterer Atmosphäre.

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UNTERHALTUNG DURCH

DJ DIETER

18.00 UHR WIR LEGEN AB

18.30 UHR DAS BÜFFETT WIRD ERÖFFNET

20.00 UHR NUN GEHT DIE PARTY RICHTIG LOS

23.00 UHR WIR LEGEN AN


BIS NICHTS MEHR GEHT

Exzessiver Alkoholkonsum unter Jugendlichen

Was sich in der Nacht vom 24. auf den

25. Februar 2007 in der Charlottenburger

Cocktailbar „Eye T“ abspielt, ist ein ebenso

sinnloses wie ungleiches Duell: Gegen

vier Uhr morgens betritt der 16-jährige

Gymnasiast Lukas W. die für ihren Alkoholausschank

an Jugendliche bekannte

Bar am Spandauer Damm, um eine Privatparty

von Freunden zu besuchen.

Bereits angetrunken und von der guten

Stimmung euphorisiert, fordert er nur

wenige Minuten nach seinem Eintreffen

Aytac G., den Wirt und Besitzer des „Eye

T”, zu einem Tequila-Wetttrinken heraus.

Beide kennen sich schon länger und hatten

sich in der Vergangenheit immer wieder

vor anderen mit

Ihrer Trinkfestigkeit

gebrüstet – in dieser

Nacht soll nun der

Gewinner des fragwürdigenWettstreits

ermittelt werden. Die Regeln sind

einfach: „Wer zuerst kotzt, hat verloren“,

verkündet Lukas W. und gibt sich siegesgewiss.

Was der Schüler zu diesem Zeitpunkt

nicht weiß: Sein Kontrahent spielt

falsch. Aytac G. nimmt mit Unterstützung

dreier anderer junger Leute lediglich Wasser

anstatt des hochprozentigen Tequilas

zu sich, während Lukas W. unter dem

Gejohle der anwesenden Gäste ein Glas

des klaren Agavenschnaps nach dem

anderen in sich hinein schüttet. Etwa 40

bis 50 „Shots“ soll Lukas W. nach Schilde-

rungen von Zeugen innerhalb von nur 30

Minuten getrunken haben – zu viel für den

Jugendlichen. Kurze Zeit später bricht er

zusammen, fällt ins Koma und wird mit

einem Blutalkoholwert von 4,4 Promille

ins Weddinger Virchow-Klinikum eingeliefert.

Dort können die Ärzte trotz aller

Anstrengungen nichts mehr für ihn tun:

Sechs Wochen nach seiner Einlieferung –

Lukas ist nicht mehr aus dem Koma

erwacht – verstirbt der 16-Jährige am 29.

März 2007 an den Folgen einer Alkoholvergiftung.

Der Fall des Lukas W. löste bundesweit

Entsetzen aus und richtete den Fokus von

Öffentlichkeit und Medien wieder ver-

„Jeder fünfte Jugendliche betrinkt sich

mindestens einmal im Monat mit mindestens

fünf oder mehr Gläsern Alkohol.“

stärkt auf ein Phänomen, dass auch als

„Binge-Drinking” oder „Koma-Trinken”

bekannt ist: Jugendliche konsumieren

dabei in kürzester Zeit teilweise bis zur

Bewusstlosigkeit sehr hohe Mengen von

Alkohol. „Der Trend zum exzessiven Trinken

bei Jugendlichen ist weiterhin ungebrochen.

Jeder fünfte Jugendliche betrinkt

sich mindestens einmal im Monat mit mindestens

fünf oder mehr Gläsern Alkohol“,

warnt Sabine Bätzing, Drogenbeauftragte

der Bundesregierung, in einer Presseerklärung

Ende 2008 zur Initiative „Stay

Drogen

Gold” (siehe auch Infokasten).

Längst hat der Alkohol Cannabis, Ecstasy

und Kokain als beliebteste Jugenddroge

hinter sich gelassen: Gegenüber der

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

(BZgA) gaben 2008 im Rahmen

einer Repräsentativbefragung rund drei

Viertel der Zwölf- bis Siebzehnjährigen an,

innerhalb des letzten Jahres mindestens

einmal Bier, Wein, Spirituosen oder alkoholische

Mixgetränke konsumiert zu

haben. Der Anteil von Kindern und

Jugendlichen, die in dieser Altersgruppe

regelmäßig jede Woche Alkohol trinken,

beträgt 17,4 Prozent und mehr als 20 Prozent

der Befragten praktizierten nach eigener

Aussage innerhalb der letzten 30 Tage

einmal Binge-Drinking.

Vom Rauschtrinken besonders betroffen

sind männliche Jugendliche im Alter von

16 bis 17 Jahren: Knapp zwei Drittel von

ihnen neigen zu dem, was Experten einen

episodischen exzessiven Alkoholkonsum

nennen. Gemeint sind damit beispielsweise

Treffen von Jugendlichen an Wochenenden,

bei denen von allen Beteiligten

mindestens fünf Standardeinheiten Alkohol

verzehrt werden, was ungefähr fünf

Gläsern Bier und einer reinen Alkoholmenge

von 50 bis 60 g entspricht. Um diese

Zahlen im Bezug auf Jugendliche einordnen

zu können, hilft der Vergleich mit

Grenzwerten, die von der Deutschen

Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) festgelegt

wurden. Demnach beginnt für

5


Drogen

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Polizei setzt Zeichen gegen Binge-Drinking

Initiative „Stay Gold“ ist 2009 bundesweit angelaufen

Dem ungebrochenen Trend zu Alkoholexzessen bei Jugendlichen setzt die Polizei seit Februar 2009 bundesweit eine

aufwändige Präventionskampagne entgegen: Unter dem Motto „Stay Gold“ werben prominente Botschafter wie die

Fußballstars Vedad Ibišević und Per Mertesacker sowie die Olympiasieger Lena Schöneborn und Hinrich Romeike über

Videobotschaften für einen maßvollen und verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol. Zusätzlich wird mit einprägsamen

Motiven auf die Schattenseiten des Binge-Drinking hingewiesen. In Anzeigen, auf Plakaten und Kampagnen-Bierdeckeln

sowie in so genannten Aktionsspots warnen die Polizei und ihre Partner vor den gesundheitlichen Folgen und

raten den Jugendlichen, das eigene Verhalten kritisch zu hinterfragen. Denn nicht nur der Konsum an sich kann gesundheitliche

Folgen haben, Alkohol gilt unter Experten auch als der Gewaltkatalysator Nummer eins. Fast jeder dritte Tatverdächtige

unter 21 Jahren steht nach Angaben der Polizei Baden-Württemberg bei der Begehung eines Gewaltdeliktes

unter Alkoholeinfluss. Die einschreitenden Polizisten würden häufig mit erschreckender Gewaltbereitschaft konfrontiert

und dabei zunehmend selbst zum Opfer.

Bewusst wurde deshalb für die Kampagne das Motto „Don’t drink too much – Stay Gold“ gewählt, um Akzeptanz und

Aufmerksamkeit bei der Zielgruppe der 17- bis 19-Jährigen zu erreichen. Die Botschaft lautet sinngemäß: „Trink nicht zu

viel – Bleib Dir selbst treu.“

„Stay Gold“ im Internet: http://www.staygold.eu/

STAY GOLD ist eine Initiative der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und

des Bundes unter der Schirmherrschaft von Sabine Bätzing, der Drogenbeauftragten

der Bundesregierung.

DON‘T DRINK

TOO MUCH

Eine Initiative der Polizei gegen Komasaufen.

In Kooperation mit: Cardiac Communication Ltd.

STAY GOLD

www.staygold.eu


Foto: arkna - Fotolia.com

erwachsene Frauen der riskante Konsum

bereits bei einer täglichen Menge von 12

g reinem Alkohol, für Männer sollten es

nicht mehr als 24 g am Tag sein. Weil sich

der Körper bis zu einem Alter von 20 Jahren

noch in seiner Entwicklung befindet,

empfiehlt die BZgA daher Jugendlichen

höchstens 12 g reinen Alkohol, also nicht

mehr als ein Glas Bier – pro Woche.

Die Realität sieht oft anders aus: Im Jahr

2007 wurden über 23.000 Kinder, Jugendliche

und Heranwachsende im Alter zwischen

10 und 20 Jahren in volltrunkenem

Zustand in bundesdeutschen Kliniken

aufgenommen. Außerdem übertraf die

Anzahl der mit Alkoholvergiftungen in

Krankenhäuser eingelieferten Mädchen

(1.942) erstmals die Anzahl der Jungen

(1.837). Das „Komasaufen” von Kindern

und Jugendlichen wird auch für die Krankenkassen

immer mehr zum Problem. Die

Entwicklung sei beängstigend, sagt beispielsweise

Inga Lund, Sprecherin der

Techniker Krankenkasse (TK) der Frankfurter

Rundschau im Juli 2008. Die TK verfügt

über detaillierte Zahlen über Krankenhaus-Einweisungen

von Jugendlichen

wegen akuten Alkoholrauschs. Danach

haben sich in den vergangenen fünf Jahren

die Fälle exzessiven Trinkens praktisch

verdoppelt. Bundesweit wurden im Jahr

2007 insgesamt 1.822 TK-Versicherte unter

20 Jahren volltrunken in deutsche Kliniken

eingeliefert. Sie blieben dort im Durchschnitt

1,2 Tage und verursachten Kosten

von jeweils knapp 540 Euro. Insgesamt

summieren sich die akuten Entgiftungsbehandlungen

auf mehr als 980.000 Euro.

„Unsere Daten betreffen nur Fälle mit der

100-prozentigen Diagnose „akuter Alkoholrausch”.

Anschließende Folgebehandlungen

tauchen hier gar nicht auf. Wahrscheinlich

sieht das tatsächliche Bild noch

schlimmer aus“, sagte TK-Sprecherin Inga

Lund.

Wie die unterschiedlichen Konsequenzen

aus dem ungehemmten Alkoholrausch

aussehen können, weiß kaum jemand besser

als Prof. Dr. Rainer Thomasius. Der

ärztliche Leiter des Deutschen Zentrums

für Suchtfragen des Kindes und Jugendalters

(DZSKJ) führt im Universitätsklinikum

Hamburg-Eppendorf zusätzlich den

Bereich „Suchtstörung” und hat regelmäßig

mit von Binge-Drinking betroffenen

Jugendlichen zu tun. „Die direkten Auswirkungen

sind sehr vielfältig: Hier geht

es um Intoxikationen, um die Gefahr des

Erstickens an Erbrochenem, um Verkehrsunfälle,

Delinquenz, Unterkühlungen

Alkohol und Tabak sind oft die ersten bewusstseinserweiternden Substanzen, mit denen

Kinder und Jugendliche in Berührung kommen. Der frühe Konsum macht weitere

Drogenerfahrungen wahrscheinlicher.

Drogen

sowie insbesondere bei Mädchen um

ungewollte Sexualität und ungewollte

Schwangerschaften.“ Besonders brisant

wird das Thema nach Meinung von Thomasius,

weil im internationalen Vergleich

in kaum einem anderen Land Jugendliche

derart über die Stränge schlagen wie in

Deutschland. „Beim Binge-Drinking unter

Jugendlichen liegt Deutschland europaweit

hinter Irland an zweiter Stelle.“

Die Ursache für den sorglosen Umgang

mit Alkohol liegt neben den persönlichen

Motiven der Jugendlichen auch in der traditionellen

Akzeptanz von alkoholischen

Produkten in der Gesellschaft sowie in der

relativ leichten Verfügbarkeit. Um herauszufinden,

wie leicht Jugendliche an Bier,

Wein und Spirituosen kommen, startete

die Stadt Hannover in Zusammenarbeit

mit der zuständigen Polizeidirektion im

Jahr 2008 eine Testserie. Dabei wurden

Kinder und Jugendliche als Testkäufer eingesetzt

und versuchten unter Beobachtung

von zivilen Polizeibeamten in 158

verschiedenen Geschäften Alkohol zu

kaufen. Das Ergebnis: 110 Mal gelang den

16- und 17-jährigen Testpersonen der

Kauf, somit wurde in knapp 70 Prozent

der Fälle gegen das Jugendschutzgesetz

verstoßen. „Das befürchtete, in seinem

Ausmaß aber dann doch erschreckende

Ergebnis der Testkäufe zeigt: Dem Problem

des Alkoholkonsums bei jungen Leuten

muss auch an der Quelle begegnet werden“,

gab der Hannoveraner Polizeipräsident

Uwe Binias bei der Präsentation der

Zahlen zu Protokoll. Es könne nicht sein,

dass Jugendlichen Alkohol verkauft werde,

weil sich das Personal nicht traue, nach

dem Ausweis zu fragen oder weil der

Umsatz wichtiger genommen werde.

„Diese Verkäufe sind kein Kavaliersdelikt,

sondern gesetzwidrig“, so Binias.

Das Verlangen der jungen Leute nach alkoholischen

Getränken wird von der Alkoholindustrie

angeregt. „Nicht zu unterschätzen

ist hier der Einfluss der Alkoholwerbung,

die teilweise ganz offensiv

jugendliche Lebenswelten und Images

anspricht“, kritisiert Sabine Bätzing. 2006

betrugen die Werbeaufwände der Alkoholindustrie

über 500 Millionen Euro, ein

wesentlicher Anteil davon wird in Werbung

für süß und fruchtig schmeckende

Alkoholika investiert, die erfahrungsgemäß

gerade bei jungen Leuten gut ankommen.

Die negativen Folgen des übermäßigen

Alkoholkonsums kämen darin nicht

7


Die unkontrollierte Kombination verschiedener Spirituosen mit Bier führt bei Jugendlichen Vieltrinkern teilweise

zu starken Ausfallerscheinungen.

vor, so Bätzing. Zwar steckt die Erforschung

der langfristigen Folgen des Binge-Drinking

im Jugendalter im Vergleich

zu den USA in Europa noch in den Kinderschuhen,

schwere Schäden seien aber

nicht unwahrscheinlich, warnen Experten

wie Rainer Thomasius. „Durch regelmäßiges

Binge-Drinking kann Nervenzellengewebe

im Hirn zugrunde gehen“, bestätigt

der Wissenschaftler. Im schlimmsten

Fall drohen Beeinträchtigungen in der

Wahrnehmung, die sich in Bereichen wie

Lernen, Informationsaufnahme, Aufmerksamkeit

und Orientierung bemerkbar

machen können.

Ein weiterer Grund, warum das Thema

Alkohol in Zusammenhang mit der Suchtund

Drogenprävention eine so wichtige

Rolle spielt, ist, dass der Genuss vielen

Jugendlichen zum ersten Mal ein Rauscherlebnis

beschert. In einem aktuellen

Aufsatz für die Fachzeitschrift „pädiatrie

hautnah” erklärt Martin Stolle vom DZSKJ

dazu: „Alkohol spielt wie auch Tabak als

legale und leicht zugängliche psychotrope

(bewusstseinsändernde, Anm. d. Red.)

Substanz eine bedeutsame Rolle für den

Einstieg in den Konsum illegaler Drogen.

Belegt ist, dass Erfahrungen […] mit

Alkoholräuschen den Konsum von Cannabis

oder anderer Drogen wahrscheinlicher

machen.“ Hierbei sei vor allem der

frühe Einstieg in den Alkoholkonsum als

Risikofaktor für die Entwicklung späterer

Drogenstörungen anzusehen.

Bei Lukas W. spielten andere Drogen

Drogen

noch keine Rolle, ihm

wurde schon der

Alkoholrausch im

„Eye T” zum Verhängnis.

„Ich habe es

bis heute nicht verkraftet“,

sagte seine

Mutter zum Auftakt

des Prozesses gegen

Aytac G. vor dem Berliner

Landgericht.

Hatte der Wirt zu

Beginn der Ermittlungen

noch von einem

„tragischen Unglück“

gesprochen, gab er

sich im Laufe der Verhandlung

reumütig.

„Es war falsch ohne

Wenn und Aber“, ließ

er in einer Erklärung

verlesen. Er habe

nicht mit dem Tod des

Jungen gerechnet und

ihn auch nicht

gewollt. Die Staatsanwaltschaft

wirft dem

Gastwirt Körperverletzung

mit Todesfolge

vor. Drei von vier

17- bis 21-jährigen

Jugendlichen, die den Wirt bei seinem

Betrug unterstützten, wurden bereits verurteilt.

Zwei müssen wegen Beihilfe zur

schweren Körperverletzung an einem

zehnmonatigen sozialen Trainingskurs

teilnehmen; der „Schiedsrichter” des Saufduells

muss die Anwaltskosten der Mutter

bezahlen. Aytac G. wurde zu drei Jahren

und fünf Monaten Haft verurteilt.

Nur ein Leben

Kokain hält nicht, was es verspricht

„Wahrscheinlich ist Kokain die geilste Droge, die es gibt, und genau deswegen

kann ich nur sagen: Lasst die Finger davon. Ich weiß worüber ich

rede, war selbst mal vier Monate krass auf dem Zeug unterwegs, jeden Tag

bis zu drei Gramm. Seine wirklichen Freunde kennt man nicht mehr, und

man würde fast alles machen, um nicht auf dem Trockenen zu sitzen. Wenn

du riskieren willst, ob du mit der Droge fertig wirst, probier ´s. Allerdings

sollte dir dann klar sein, dass du nur ein Leben hast und verdammt schnell

zu den Verlieren gehören kannst.“

(Quelle: Krass – Das Magazin gegen Drogen, VDP 2006)

9


Falschgeld

So schützen Sie sich vor

„BLÜTEN“

Mit der Verbreitung moderner Farbkopiergeräte seit Anfang der neunziger Jahre

hat sich auch das Erscheinungsbild der Falschgeldkriminalität entscheidend ver-

ändert. Während die Imitation von Banknoten früher ein hohes Maß an fach-

licher Kompetenz und ausgeklügelter Logistik des Druckhandwerks erforderte,

macht die technische Entwicklung das Geldfälschen heute fast zum Kinderspiel.

Ein Phänomen, das sich durch die flächendeckende

Computerisierung weiter

verstärkt. So sind Fälscher inzwischen

in der Lage, mit verhältnismäßig

kostengünstiger IT-Ausstattung (Computer,

Scanner, Drucker) Fälschungen in

verwechslungsfähiger Qualität zu produzieren.

Mit der Verfügbarkeit hochleistungsfähiger

Technik änderten sich auch die

Täterstrukturen. So ermittelt die Polizei

häufig jugendliche Täter, die mit ihrem

Computer Falschgeld produzieren und

die sich dabei der Tragweite ihres Handelns

durchaus nicht immer bewusst

sind.

Die in Deutschland anfallenden qualitativ

hochwertigen Farbkopie- und Druckfälschungen

stammen zum Großteil aus

dem Ausland. Die Euro-Banknotenfälschungen

werden zumeist in Süd- und

Osteuropa hergestellt und durch organisierte

Tätergruppierungen verbreitet.

Rückläufige Entwicklung,

doch kein Grund zur

Entwarnung

Im Jahr 2005 wurden im deutschen Zahlungsverkehr

zirka 74.000 falsche Euro-

Banknoten registriert (2004: zirka 81.000

Stück). In Europa ist das Aufkommen falscher

Euro-Banknoten ebenfalls leicht

rückläufig. Der 50-Euro-Schein ist in

Deutschland und auch in Europa die am

häufigsten gefälschte Banknote.

Der Rückgang des Euro-Falschnotenaufkommens

gibt jedoch noch keinen Anlass

zur Entwarnung.

10

Die Tipps der Polizei:

• Selbst gute Fälschungen lassen sich in der

Mehrzahl aller Fälle durch den einfachen

„Fühlen-Sehen-Kippen-Test“ zuverlässig

von echten Banknoten unterscheiden.

• Prägen Sie sich die gängigsten Banknoten

und deren Sicherheitsmerkmale

gut ein.

• Überprüfen Sie immer mehrere Merkmale.

• Nehmen Sie sich bei der Annahme von

Banknoten stets genügend Zeit, um sie

genau zu prüfen!

So prüfen Sie die wichtigsten

Sicherheitsmerkmale bei

Euro-Banknoten

Die Euro-Banknoten gibt es in sieben Stückelungen

zu 5, 10, 20, 50, 100, 200 und 500

Polizeiliche Beratungsstelle; www.polizei-beratung.de

Euro, wobei die Banknoten aller (derzeit

zwölf) Teilnehmerländer identisch sind.

Falschgeld zu erkennen, ist häufig gar

nicht so einfach. Damit der „Schein nicht

trügt“, haben wir für Sie die entscheidenden

„Testkriterien“ zusammengestellt:

• Stichtiefdruck: Die Abkürzungen der

Europäischen Zentralbank, die Wertzahl

und die Abbildungen der Fenster

bzw. Tore heben sich deutlich fühlbar

von der Oberfläche ab.

• Sicherheitsfaden: Die Banknoten verfügen

über einen Sicherheitsfaden, der

etwa in der Mitte der Noten in das Papier

eingebettet und im Gegenlicht

sichtbar ist: Eine dunkle Linie verläuft

über die gesamte Breite der Banknote.

Bei genauer Betrachtung des Fadens

im Gegenlicht erscheinen das Wort

„EURO“ und die Wertzahl (wechselweise

seitenrichtig und seitenverkehrt

lesbar).

• Wasserzeichen: Wird die Banknote im

Gegenlicht betrachtet, so erscheinen

das Architekturmotiv und die Wertzahl

als Wasserzeichen im druckbildfreien

Teil.

• Durchsichtsregister: Beim Durchsichtsregister

handelt es sich um ein

Merkmal in der linken oberen Ecke auf

der Vorderseite der Banknote. Unregelmäßige

Zeichen, die auf die Vorderund

die Rückseite gedruckt sind, bilden

im Gegenlicht die vollständige

Wertzahl.

• UV-Eigenschaften: Im Papier der Noten

befinden sich Fasern, die unter UV-

Licht in den Farben Rot, Grün und


Polizeiliche Beratungsstelle; www.polizei-beratung.de

Blau hell leuchten. Die Europaflagge

fluoresziert in zwei Farben auf der Notenvorderseite.

Alle weiteren fluoreszierenden

Bildteile der Notenvorderseite

sind von Stückelung zu Stückelung

unterschiedlich und ergeben sich

aus dem Design bzw. der Druckfarbenwahl.

Auf der Rückseite fluoreszieren

die Europakarte, die Brücke und der

Notenwert gelb.

• Mikroschrift: An einigen Stellen auf

der Vorder- und Rückseite der Banknote

sind winzige, nur mit Hilfe einer

Lupe erkennbare Schriftzeichen aufgebracht.

Selbst der kleinste Aufdruck

auf einer echten Banknote sollte gestochen

scharf und nicht verschwommen

sein.

Bei den 5- bis 20-Euro-Banknoten

sollten Sie auf folgende

Merkmale achten:

• Spezialfolienstreifen: Im rechten Teil

der Vorderseite befindet sich ein Spezialfolienstreifen.

Bewegt man die Banknote,

werden – je nach Betrachtungswinkel

– das Euro-Symbol oder die

Wertzahl in wechselnden Farben als

Hologramm sichtbar. Im Gegenlicht ist

bei genauer Betrachtung des Folienstreifens

außerdem ein aus Perforationen

in der Folie bestehendes Euro-

Symbol zu erkennen.

• Perlglanzstreifen: Auf der Rückseite

der Banknote ist jeweils mittig, neben

dem Sicherheitsfaden, ein Perlglanzstreifen

(Iriodinstreifen) aufgebracht.

Der Streifen glänzt beim Kippen der

Banknote gegen eine gute Lichtquelle

von hellgelb bis goldgelb und weist als

Aussparungen das Euro-Symbol und

die Wertzahl auf.

Bei den 50- bis 500-Euro-

Banknoten gilt:

• Spezialfolienelement: Im rechten Teil

der Vorderseite befindet sich ein Spezialfolienelement.

Bewegt man die

Banknote, so erscheinen, je nach Betrachtungswinkel,

die Wertzahl oder

das auf dem Schein abgebildete Architekturmotiv

in wechselnden Farben

als Hologramm. Im Gegenlicht ist bei

genauer Betrachtung des Folienelements

außerdem ein aus Perforationen

in der Folie bestehendes Euro-

Symbol zu erkennen.

• Farbwechsel (optisch-variable Farbe):

Die Banknote verfügt auf der

Rückseite über ein optisch variables

Farbelement. Die Wertzahl in der

rechten unteren Ecke erscheint bei

Normalansicht purpurrot und unter

einem anderen Betrachtungswinkel

olivgrün oder braun.

So prüfen Sie die wichtigsten

Sicherheitsmerkmale bei

Euro-Münzen

Die Euro-Münzen gibt es in acht Stückelungen

zu 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Cent sowie

zu 1 und 2 Euro.

Die Münzen haben im Gegensatz zu den

Euro-Banknoten eine einheitliche Vorderseite

und eine länderspezifische Rückseite.

Auf den deutschen 1- und 2-Euro-Münzen

ist der Bundesadler abgebildet, die 10,-

20- und 50-Cent-Münzen zeigen das Brandenburger

Tor und die 1-, 2- und 5-Cent-

Münzen einen Eichenzweig.

Echte Münzen werden ausschließlich im

Prägeverfahren hergestellt. Deshalb treten

die Vorder- und Rückseitenbilder

gestochen scharf aus dem glatten Münzgrund

hervor. Falsche Münzen werden

meist im Guss- oder Prägeverfahren hergestellt.

Die Münzbilder von Gussfälschungen

wirken verschwommen und

unsauber, die Oberfläche ist vielfach

porös. Bei den geprägten Falschmünzen

erscheinen das Münzbild und die Randprägung

oft zu flach und uneben.

Falschgeld

Münzähnliche Sonderprägungen aus

Edelmetallen mit Motiven zum Euro oder

zur Euro-Einführung, die über Inserate,

im Handel oder in manchen Geldinstituten

angeboten werden, sind keine gesetzlichen

Zahlungsmittel, sondern nur so

genannte Medaillen von reinem Sammlerwert.

So verhalten Sie sich, wenn

Sie Falschgeld erhalten

haben:

Wer Falschgeld entgegennimmt

und zu spät erkennt, hat leider

gleich in mehrfacher Hinsicht

den Schaden: Er muss die „Blüten“

abliefern und bekommt keine

Entschädigung dafür (dann

wären Geldfälscher ja „fein

raus“). Wer erkanntes Falschgeld

im Zahlungsverkehr

weitergibt („abschiebt“), macht

sich sogar strafbar. Dies gilt

übrigens für alle Währungen

der Welt.

Darum sollten Sie sich an folgende

Regeln halten:

• Wenn Sie auf Falschgeld stoßen, so fragen

Sie den Einreicher nach seiner Identität

und der Herkunft des „Geldes“.

• Geben Sie das Falschgeld keinesfalls

zurück oder an andere Personen weiter.

Sie könnten sich dadurch selbst

strafbar machen!

• Verständigen Sie schnellstmöglich die

Polizei oder gehen Sie mit dem Falschgeld

umgehend zur nächsten Polizeidienststelle

und geben Sie sachdienliche

Hinweise.

Weitere Informationen erhalten Sie auf

Ihrer Polizeidienststelle, bei den Kriminalpolizeilichen

Beratungsstellen oder den

Niederlassungen der Deutschen Bundesbank.

Tipps zum Schutz vor Falschgeld und

zu den Sicherheitsmerkmalen des Euro

finden Sie auch im Internet auf den Seiten

der Deutschen Bundesbank

(www.bundesbank.de) sowie der Europäischen

Zentralbank (www.ecb.int)

Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit,

sich auf der Internetseite der Polizei

(www.polizei-beratung.de) mit dem so

genannten „Blütentrainer“ für den Euro

fit zu machen.

11


Danksagung

12

Liebe Inserenten!

www.VDPolizei.de

Mit der Beteiligung in der Festschrift anlässlich unserer Schifffarth

haben Sie uns sehr geholfen. Wir danken Ihnen dafür sehr herzlich!

Liebe Leser!

Alle Inserate dieser Festschrift verdienen Ihre Aufmerksamkeit.

Bitte berücksichtigen Sie diese Unternehmen bevorzugt bei Ihrer

nächsten Disposition.

Ihre

VIELEN

DANK!

Gewerkschaft der Polizei

Kreisgruppe Essen/Mülheim

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