"Kickback"-Modell bei der Waldarbeitermeisterschaft

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"Kickback"-Modell bei der Waldarbeitermeisterschaft

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Land- und forstwirtschaftliche

Sozialversicherungsträger

Franken und Oberbayern

Referat Kommunikation

� (0921) 603 – 666

FAX (0921) 603 – 906

Petra Stemmler

Bayreuth, den 22.12.2004

Die Land- und forstwirtschaftliche Berufsgenossenschaft

Franken und Oberbayern informiert:

LBG mit neuem „Kickback“- Modell

bei der Waldarbeitermeisterschaft

Wissen Sie, was passiert, wenn Sie unbedarft versuchen, mit der oberen Ecke

der Motorsägenspitze zu sägen? Es kommt zu einem Rückschlag, dem sogenannten

Kickback. Innerhalb eines Sekundenbruchteils schlägt die Säge mit

voller Wucht zurück vom Stamm in Richtung auf Ihren Oberkörper und Ihr

Gesicht. Schwere Schnittverletzungen sind zumeist die Folge. Eindrucksvoll

zeigt dies der Versuchsaufbau der Land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft

(LBG) Franken und Oberbayern während der Waldarbeitermeisterschaft

am 28. Dezember 2004 bei der Firma Köstner in Neustadt/Aisch.

„Als ein gutes Hilfsmittel, um Unfälle durch den „Kickback“ zu verhindern, haben sich

rückschlagsarme Ketten und Schienen erwiesen“, erklärt Harald Haberkamm,

Technischer Aufsichtsbeamter der LBG Franken und Oberbayern. Ganz vermeiden

lässt sich die anspruchsvolle Arbeit mit der Schwertspitze freilich nicht immer.

Beispielsweise beim „Herzstich“, der bei der Fällung sehr großer Bäume notwendig

wird, oder auch bei anderen Schnitttechniken bei der Aufarbeitung von Windwurf,

wenn Bäume, die unter Spannung stehen, am Boden liegen.

Während der Waldarbeitermeisterschaft zeigen Mitarbeiter der LBG Franken und

Oberbayern, welche Möglichkeiten es gibt, dem Rückschlag der Motorsäge

auszuweichen: „ Oberstes Gebot ist hier volle Konzentration. Bereits eine kleine

Ablenkung kann fatale Folgen haben, wenn die Säge in diesem Moment der

Unachtsamkeit zurückschlägt“, sagt Haberkamm. Zusammen mit seinen Kollegen


wird er am 28. Dezember 2004 in Neustadt vor Ort sein und für persönliche Beratungsgespräche

rund um die Arbeitssicherheit bei der Waldarbeit zur Verfügung

stehen.

Ein weiterer Versuch wird zeigen, wie wirkungsvoll und wichtig das Tragen der

persönlichen Schutzausrüstung (PSA) im Wald ist. Sollte zum Beispiel das Schwert

der Motorsäge abrutschen und die laufende Sägekette das Bein des Waldarbeiters

erreichen, hilft eine Schnittschutzhose, größere Verletzungen zu vermeiden. Die

feinsten Fäden des Spezialgewebes blockieren die Säge sofort, noch ehe sie

ernstzunehmenden Schaden am Körper anrichten kann.

Mit den beiden Versaufbauten und Informationen zu den vom Veranstalter geplanten

Vorführungen von Seilwinden und Holzspaltern rundet die LBG das Programm der

Waldmeisterschaft ab, bei der sich auch der Weltmeister Gottfried Schädlich die Ehre

geben wird. Außerdem erwartet die Besucher der Einsatz eines mobilen Sägewerks

und ein buntes Rahmenprogramm.

Wer keine Zeit zum Besuch der Veranstaltung hat, erhält Informationen zur sicheren

Waldarbeit auch per Telefon direkt von der LBG Franken und Oberbayern unter der

Nummer (0921) 603 –350 (Regionaldirektion Bayreuth), unter der 089/45480-500

(Regionaldirektion München) oder unter der 0931/8004-225 (Regionaldirektion

Würzburg).


Am Modell demonstriert der LBG-Mitarbeiter: Bei falscher Handhabung können

Motorsägen in Sekundenbruchteilen zurückschlagen. Mit rückschlagarmen

Schneidgarnituren lassen sich solche Unfälle weitgehend vermeiden.

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