Die Wirtschaft Köln - Ausgabe 04 / 2020

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Mehr Wissen, besser entscheiden, erfolgreich unternehmen: Die Wirtschaft Köln bietet Ihnen mit exklusiven Einblicken in Branchen, Märkte und Betriebe sechs Mal jährlich einen spannenden Mix aus aktuellen Nachrichten der Kölner Wirtschaft, Unternehmensportraits und Interviews mit Entscheidern der Region.

Vorwort |

LIEBE LESERINNEN

UND LESER,

in „normalen“ Zeiten stünden im Sommer

2020 zwei sportliche Großereignisse im

Fokus: die Fußball-EM, verteilt auf zwölf

Spielorte europaweit sowie die Olympischen

Spiele in Tokio. Aber noch bestimmt

Corona das Leben und Arbeiten in Deutschland.

Tendenz: Restriktionen werden gelöst,

die Menschen werden gelöster.

Zahlreiche Unternehmen, die ihr Marketing

ganz auf die beiden Sporthighlights

ausgerichtet haben, müssen umdenken.

Verpackungen mit dem Logo der EURO

2020, Quizspiele rund um Olympia, Überzieher

für den Außenspiegel in Schwarz-

Rot-Gold: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben,

man sieht sich in 2021.

Corona bedeutet für viele Unternehmen eine

„Zwangsdigitalisierung“. Maskenpflicht

und Mindestabstand, Hygiene- und Anstandsregeln

sind für Kunden und Verkäufer

eine echte Herausforderung. Um neue

Kunden zu generieren, gingen Firmen digital.

Webanwendungen, E-Commerce-Websites,

Suchmaschinenoptimierung und

digitale Strategien rückten in den Vordergrund.

Nicht zuletzt, dass Mitarbeiter ins

Homeoffice geschickt wurden, ist ja durchaus

als Schritt in die Digitalisierung zu betrachten.

Da überhaupt nicht absehbar ist,

wie lange die Pandemie uns noch beschäftigt,

werden Unternehmen auch in den

kommenden Monaten verstärkt versuchen,

ihre Online-Präsenz und ihre Sichtbarkeit

zu verstärken.

Dennoch muss ein Unternehmen gerade in

Krisenzeiten auch seine klassischen Marketingmaßnahmen

und Werbestrategien

im Auge behalten. Antizyklisch zu werben

in schwierigen Zeiten bedeutet, dass diese

Firmen meist in einer starken Marktposition

sind. Eine sorgfältige Marktanalyse ist

dabei unerlässlich. Denn sehenden Auges

in einen aktuell nicht funktionierenden

Markt zu investieren ist vergeudetes Geld.

Und das war schon Henry Ford ein Gräuel.

„Fünfzig Prozent bei der Werbung sind

immer rausgeworfen. Man weiß bloß nicht,

welche Hälfte das ist“, so der Automagnat.

Brüder im Geiste sind die Koelnmesse

und die LANXESS arena. Beides im Grunde

kerngesunde Unternehmen, die jedoch

durch Corona durchgerüttelt werden. Im

vergangenen Jahr machte die Koelnmesse

bei einem Umsatz von knapp 413 Millionen

Euro einen Gewinn von über 30 Millionen.

Allein die Topmesse gamescom generierte

im vergangenen Jahr 375.000 Besucher.

Die durch Unterkunft und Verpflegung

weitere Millionen in der Region ausgaben.

Dennoch will man auf die geplanten Verbesserungen

in der Infrastruktur nicht

verzichten. Die spoga+gafa im September

soll den Restart bedeuten. Der möglich

ist, weil sich vergleichsweise wenig Besucher

über mehrere Tage auf einer großen

Schaufläche verteilen und die Abstandsregeln

eingehalten werden können.

Aufseiten der LANXESS arena hat man die

alljährlichen Renovierungsarbeiten in die

Coronaschließung vorgezogen. Und mit

„Arena Now!“ eine Möglichkeit geschaffen,

schon im Juni kleinere Events zu starten.

Obwohl bis dato 130 Veranstaltungen mit

1,6 Millionen erwarteten Gästen verlegt

oder abgesagt wurden, nimmt es die Arenaleitung

sportlich. So sollten Sie Corona

auch sehen – vor dem Fernseher, bei der

EURO 2021 und Olympia.

Herzlichst

Eugen Weis, Herausgeber

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