Die Wirtschaft Köln - Ausgabe 04 / 2020

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Mehr Wissen, besser entscheiden, erfolgreich unternehmen: Die Wirtschaft Köln bietet Ihnen mit exklusiven Einblicken in Branchen, Märkte und Betriebe sechs Mal jährlich einen spannenden Mix aus aktuellen Nachrichten der Kölner Wirtschaft, Unternehmensportraits und Interviews mit Entscheidern der Region.

| Titel

KEIN „SOMMERMÄRCHEN“

FÜRS MARKETING

Corona zwingt Unternehmen zur Digitalisierung

Illustration: © phive2015, denisismagilov, Liubov, koltukov, Veronika – stock.adobe.com

Innerhalb kürzester Zeit mussten Unternehmen ihre Marketingaktivitäten komplett ins Internet verlagern.

Eigentlich hatte der Sommer so viel Potenzial, um diverse Marketingmaßnahmen

und unterschiedliche Instrumente anzuwenden. Doch trotz der Lockerungen in der

aktuellen Corona-Pandemie wird daraus nichts.

Dabei haben sich so viele schon lange vorher

Gedanken gemacht. Schon viele Monate

im Voraus haben vor allem die große Unternehmen

Sonderformate ihrer Produkte

herstellen lassen, vom Party-Fässchen in

Fußballoptik bis zur Deutschlandfahne

für die Autoscheibe. Doch Großveranstaltungen,

wie die Fußball-EM oder Olympia

fallen aus oder werden langfristig verschoben,

zumeist ins nächste Jahr. Da will eine

wirkliche Kauflaune nach Produkten

mit Fußbällen auf der Verpackung nicht

aufkommen. Und auch viele naheliegende

Marketingaktionen für ein mögliches

„Sommermärchen“ fallen aus, vom Gratisbrötchen

für jedes Tor der Nationalelf über

Rabattaktionen für Goldmedaillen bis hin

zu speziellen Events und sei es das traditionelle

Sommerfest – so viele Möglichkeiten,

die, wenn überhaupt in diesem Jahr,

nur in kleinem Kreis funktionieren können.

Marketingstrategie? Online! Neue

Website, neuer Webshop – Corona bedeutete

für viele Unternehmen eine „Zwangsdigitalisierung“.

E-Commerce

und Maskenfragen

Corona hat die Marketing- und Werbewelt

schlagartig verändert. Kontaktbeschränkungen

machten den persönlichen

Kontakt unmöglich und machen ihn mit

Mund-Nasen-Schutz nicht leicht. In den

Ladenlokalen gelten immer noch Mindestabstände

und Maskenpflicht. Für die Mitarbeiter

bedeuten die Wiedereröffnungen

einen enormen Mehraufwand durch die

Hygiene- und Abstandsregeln. Doch sind

zur Freude vieler wieder direkte Gespräche

mit den Kunden möglich. Doch für diese so

ursprüngliche Form des Marketings wäre

eine andere Form der Gesichtsbedeckung

in vielen Fällen besser, das Visier. Stoffmasken,

wie auch Visiere haben Vor- und

Nachteile. Die Stoffmaske macht besonders

Brillenträgern das Leben schwer, da die

Brillen oft beschlagen. Zudem können die

Kunden einen Großteil der Mimik ihres Gegenübers

nicht erkennen. Allerdings kann

man sich bzgl. des Designs der Masken einiges

einfallen lassen, wie einheitliche

Motive, das Firmenlogo oder eine andere

Botschaft. Das Visier, das in NRW derzeit

noch nicht als ausreichende Gesichtsbedeckung

eingestuft wurde, bietet den Vorteil,

dass man besser Luft bekommt und das Gegenüber

einem auch wirklich ins Gesicht

sehen kann. Gehörlose haben im Vergleich

zur Stoffmaske die Möglichkeit, die Lippen

lesen zu können.

Doch noch immer sind viele Angestellte im

Homeoffice oder befinden sich in Kurzarbeit.

Die vermehrte Zeit in den eigenen vier Wänden

hat für Unternehmen nicht nur durch

die neuen Arbeitsstrukturen große Veränderungen

erzeugt. Auch die Kundenansprache

musste vor allem in Zeiten des Lockdowns

völlig verändert werden. Kunden

und diejenigen, die es werden sollen, müs-

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