Face-Your-Skin | Exklusive Leseprobe

highderm

Leseprobe des Hautbuchs "FACE YOUR SKIN - Die ungeschminkte Wahrheit über unsere Haut und ihre Pflege". Das Buch ist ab September als Hardcover exclusiv auf www.highdroxy.de erhältlich, die Taschenbuchausgabe kurze Zeit später im Buchhandel.


Thorsten Abeln

FACE

YOUR

SKIN!

Die ungeschminkte Wahrheit

über unsere Haut und ihre Pflege

Edition 1 – Stand: Juli 2020


Inhalt

Vorwort ........................................................................................11

I

LADIES AND GENTLEMEN:

IHRE HAUT

1. Was für ein Organ!.................................................................. 16

2. Schöne Haut? Ansichtssache!................................................. 27

3. Lebens-Zeichen: So verändert sich die Haut ............................ 35

4. Die Haut treibt’s bunt! ............................................................ 43

5. Geliebter Feind: Die Sonne...................................................... 51

6. Aus der Balance: Die häufigsten Hautbeschwerden..................58

II SCHRITT FÜR SCHRITT ZU

SCHÖN GEPFLEGTER HAUT

7. Schauen Sie Ihrer Haut ins Gesicht.......................................... 76

8. Die tägliche Basispflege: So viel wie nötig...............................94

9. Darf’s ein bisschen mehr sein? Zusatzpflege für Ihre Haut..... 123

10. Auf einen Blick: Pflege-Empfehlungen für Ihr Hautbild........... 132

11. Irrtümer, Mythen, Dos and Don‘ts: Pflege-Faktencheck.......... 150

12. Last but not least: Hautpflege von innen................................ 160


III WENN‘S SCHÖN MACHT?!

WISSENSWERTES ÜBER WIRKSTOFFE

13. Zeitlos schön: Die Geschichte der Hautpflegewirkstoffe..........172

14. Hyaluron & Co: Jetzt wird’s feucht!..........................................174

15. Öle und Ceramide: Die Barriere-Lipide................................... 178

16. Vitamine: Schöne Haut von A bis H........................................ 182

17. Kosmetische Säuren: Sanfte Schönmacher............................ 193

18. Aminosäuren, Peptide & Enzyme: Kleine Fleißerchen............. 199

19. Pflanzen-Wirkstoffe: Hightech? Natürlich!..............................202

20. UV-Filter: Anti-Aging von außen............................................. 213

21. Penetrationsverstärker: Die Wirkstoffschmuggler.................. 218

IV NOTWENDIG ODER ÜBEL?

KONTROVERSE INHALTSSTOFFE

22. Die hässliche Seite der Schönheitspflege.............................. 224

23. Alkohol: Die Dosis macht das Gift..........................................228

24. Emulgatoren & Tenside: Die Lösungs-Vermittler..................... 234

25. Konservierungsmittel: Das kleinere Übel...............................238

26. Silikone: Mogelpackung für die Haut?...................................246

27. Mineralöle: Raffinierte Unsympathen.................................... 249

28. Parfum & ätherische Öle: Das riecht nach Ärger..................... 252

29. So belastet Kosmetik die Umwelt.......................................... 255


V BUY SMART!

ENTSCHEIDUNGS-HILFEN FÜR DEN HAUTPFLEGEKAUF

30. Ihre Haut — ein Industriezweig!.............................................266

31. Alternativen zu konventionellen Kosmetikprodukten..............269

32. Was die Verpackung über den Inhalt aussagt......................... 275

33. Der Code für gepflegte Haut: Die INCI-Angaben...................... 279

34. Geregelte Schönheit: Die EU- Kosmetikverordnung................284

35. Von Worthülsen und Werbelügen: Beauty-Bullshit-Bingo....... 287

36. Zu guter Letzt: Diese Fragen verändern Ihre Haut für immer.... 294

Nachwort................................................................................... 297

Stichwortverzeichnis..................................................................298

Bildnachweis.............................................................................308


11

Vorwort

„Wirklich noch ein Hautbuch?“, hörte ich mich selbst in Gedanken fragen, als

die Idee zu diesem Buch das erste Mal aufkam. Es gibt doch schon so viele

Bücher zum Thema Haut und Hautpflege, darunter genügend von Doktoren und

Professoren, natürlich im weißen Kittel auf dem Cover abgebildet. Doch wie Sie

sehen, hat mich dieses Argument nicht abgehalten. Die Überzeugung, dass es

Sinn macht, sich dem Thema Haut anders zu nähern als bisher geschehen, wog

schwerer.

Übrigens nicht zum ersten Mal: Es ging mir ganz ähnlich, als ich vor vielen

Jahren beschloss, eine eigene Hautpflegeserie zu entwickeln und auf den Markt

zu bringen. Doch um die soll es gar nicht gehen, Sie werden in diesem Buch

keinen weiteren Hinweis darauf finden (von diesem hier abgesehen). Vielmehr

bündelt dieses Buch das geballte Wissen, das ich auf diesem beruflichen Weg

sammeln durfte:

Überraschendes, interessantes und hilfreiches Know-how rund um unsere Haut,

von den Grundlagen bis zum Insider-Tipp.

Überraschend, weil enorm viele Mythen und zweifelhaftes Halbwissen über die

Haut kursieren. Interessant, weil es immerhin um ein hoch spannendes Organ

geht (und unsere Gesichtshaut der exponierteste Teil davon ist). Und hilfreich,

weil ich Ihnen alles Nötige an die Hand gebe, um Ihr individuelles Hautbild

sowie Ihren persönlichen Pflegebedarf zu erkennen – und die richtigen Produkte

dafür auszuwählen. Genug zu entdecken gibt es auf den folgenden Seiten allemal.

Denn die moderne Hautpflege ist, vor allem mithilfe industriell hergestellter

Produkte, längst zu einer hochkomplexen Wissenschaft geworden. Das ist zwar

einerseits sehr spannend. Es kann jedoch andererseits ganz schön herausfordernd

sein, unsere Produktentscheidungen wohlinformiert zu treffen. Denn auf

die Fragen, die damit einhergehen, gibt es nicht immer eindeutige Antworten.

Und Fragen gibt es unzählige!

Welche Wirkstoffe verlangsamen die Hautalterung? Wie schlecht sind Parfum,

Alkohol oder Silikon tatsächlich? Fehlt meiner Haut eher Fett oder eher Feuchtigkeit?

Wie kann meine individuelle Pflegeroutine aussehen? In welcher Reihenfolge

trage ich meine Pflegeprodukte auf? Was gibt es beim UV-Schutz alles

zu beachten – und was ist Panikmache?


12 | Vorwort

Diese Liste könnte ich beliebig fortsetzen. Und vielleicht ist Ihnen auf Ihrer

Suche nach Antworten schon die ein oder andere widersprüchliche Aussage

begegnet. Denn die Fülle an schlecht recherchierten, oberflächlichen oder

schlicht falschen Informationen zum Thema Hautpflege ist bestürzend. Fernab

von arg verkürzten Darstellungen oder Pseudo-Hypes à la „Was jetzt jede Frau

ab 40 in ihrem Badezimmerschrank haben sollte“ kann es schwierig sein, an

fundiert aufbereitete Informationen zu kommen, die möglichst wenige Fragen

offenlassen und dabei verständlich aufbereitet sind. Diese Lücke versuche ich,

mit diesem Buch zu schließen.

Um jedem Informationsbedürfnis bestmöglich gerecht zu

werden, ist dieses Buch in fünf Bereiche unterteilt. Sie bauen

aufeinander auf, sind aber ebenso gut zum Stöbern oder

gezielten Nachschlagen geeignet. Bei Letzterem hilft Ihnen

das Stichwortverzeichnis am Ende des Buches.

Ich habe dieses Buch für interessierte Laien geschrieben – es dient der Information

und Unterhaltung, kann und soll aber keinen medizinischen Rat ersetzen.

Um den Lesefluss nicht zu stören, verzichte ich auf Fußnoten oder Quellenverweise

im Text. Die begleitende Webseite www.face-your-skin.de hält, nach Kapiteln

geordnet, alle wichtigen Quellen sowie weiteres Lesefutter zur Vertiefung

einzelner Themen für Sie bereit.

Und jetzt wünsche ich Ihnen viel Freude und eine erkenntnisreiche Zeit beim

Lesen, Blättern, Entdecken und Lernen!


I

1. Was für ein Organ!.................................................................. 16

• Mehrschichtbetrieb:

Der Aufbau der Haut

• Schichtwechsel!

Ihre Haut erneuert sich ständig

• Schichtende:

Der Säureschutzmantel

• Ihre Haut hat Mitbewohner:

Das Mikrobiom

2. Schöne Haut? Ansichtssache!................................................. 27

• Faltenfrei ist einerlei

• Da hilft keine Creme der Welt:

Die Symmetrie schöner Gesichter

• #skinpositivity

Viel mehr als ein Hashtag

• Realitäts-Check:

Was kann Hautpflege leisten?

3. Lebens-Zeichen: So verändert sich die Haut ............................ 35

• Sensible Kindheit, stürmische

Jugend: Die junge Haut

• Der Lauf der Dinge:

So altert Ihre Haut von innen

• Alles nur Schicksal?

Die zwei Seiten der Hautalterung

• Die innere Uhr der Haut


LADIES AND

GENTLEMEN:

IHRE HAUT

4. Die Haut treibt’s bunt! ............................................................ 43

• Balanceakt der Vitamine

• Melanine mögen’s heiß

• Welcher Hauttyp sind Sie?

5. Geliebter Feind: Die Sonne...................................................... 51

• D wie Danke, liebe Sonne

• Die Schattenseiten der Sonne

• Die Sonne so high:

UV-Licht macht abhängig

• Sonne nach Maß: Der UV-Index hilft

6. Aus der Balance: Die häufigsten Hautbeschwerden..................58

• Akne

• Allergien

• Atopische Dermatitis

• Couperose und Rosazea

• Hautkrebs

• Hautpilz

• Milien

• Periorale Dermatitis

• Rhagaden

• Schuppenflechte (Psoriasis)


16

1. Was für ein Organ!

Wie haben Sie reagiert, als Sie heute Morgen zum ersten Mal in den Spiegel

geschaut haben? Haben Sie zufrieden gelächelt oder eher kritisch die (vermeintlichen)

Veränderungen der letzten 24 Stunden an Poren, Flecken und Fältchen

begutachtet?

Seien wir ehrlich: Wenn es um unsere äußere Hülle geht, neigen wir schnell

zur Strenge und sind selten so richtig happy. Vor allem aber reduzieren wir den

Zustand und die Bedeutung der Haut auf das Areal, das wir täglich zuerst im

Spiegel sehen – unser Gesicht. Beides wird der Großartigkeit dieses Organs

nicht gerecht. Auch in diesem Buch geht es vorrangig um die Gesichtshaut.

Grund genug, gleich zu Beginn Ihren Blick auf die gesamten knapp zwei Quadratmeter

zu richten, die rund um die Uhr Höchstleistungen für uns und unseren

Körper vollbringen. Folgende Aufgaben – und noch viele mehr – erfüllt sie vorbildlich:

Korsett & Formgeber

Die offensichtlichste Aufgabe der Haut: Sie hält unsere inneren Organe

und Blutbahnen zusammen und sorgt gemeinsam mit Skelett und

Muskulatur dafür, dass unser Körper in Form und alles an seinem Platz

bleibt. Schließlich soll Ihnen das Herz (wenn überhaupt) nur sprichwörtlich

in die Hose rutschen! Die hierfür erforderliche Reißfestigkeit

der Haut ist enorm, denken Sie nur an Leder. Doch auch sie kennt Grenzen:

Schwangerschaftsstreifen zum Beispiel sind die sichtbare Folge

einer Überdehnung der Haut.

Schutzschild & Wachhhund

Die gesunde Haut verfolgt eine strenge Türpolitik: Mit ihrer oberen

Schicht verhindert sie, dass Wasser, Keime und Umweltgifte in unseren

Organismus eindringen. Zu einem gewissen Grad kann sie (mithilfe

ihrer Pigmente und den äußeren Hornzellen) sogar schädliche

UV-Strahlung neutralisieren. Im Falle eines Falles warnt sie uns wie ein

bellfreudiger Wachhund über Schmerzrezeptoren vor Feuer, Kälte oder

(drohenden) Verletzungen und informiert unser Immunsystem über Eindringlinge,

die es dennoch geschafft haben, die Barriere zu durchdringen.

Bei aller Strenge ist die Haut wählerisch: Feuchtigkeit, Lipide oder

kosmetische Wirkstoffe genießen „VIP Access“.


17

Wasserspeicher & Klimaanlage

Die Haut besteht zu rund 70 Prozent aus Wasser und speichert damit

circa ein Viertel der Flüssigkeit unseres Körpers. Als Klimaanlage fungiert

die Haut über die lebensnotwendige Funktion des Schwitzens:

Über unsere Poren verdunstet Schweiß bedarfsgerecht, um unseren

Organismus abzukühlen. Doch nicht nur das Schwitzen hilft beim Temperaturausgleich

– über die gezielte Erweiterung oder Verengung der

Blutgefäße in der Haut steuert der Körper präzise unsere Körpertemperatur.

Ohne diese clevere Taktik würde die Temperatur bereits nach

15 Minuten mäßiger Anstrengung lebensbedrohlich steigen! Doch die

Haut kann uns auch wärmen: Bei Kälte verengen sich die Adern, der

Schweiß versiegt. Zusätzlich isoliert das Fettgewebe der Unterhaut

unseren Körper.

Chemiefabrik & Apotheke

Die Drüsen in unserer Haut produzieren Schweiß, Duftstoffe und Talg.

Doch sie kann noch viel mehr herstellen: Rund 30 verschiedene Hormone

entstehen hier, darunter solche, die den Schmerz lindern, die

Hautpigmentierung fördern oder die Kortisonbildung steuern. Dermatologen

bezeichnen die Haut daher auch als größte Hormonquelle

des menschlichen Körpers. Zu den bekanntesten Hormonen, die hier

gebildet werden, gehört das „Knochenhormon“ Vitamin D. Dass es in

der Haut entsteht, hat gute Gründe: Zum einen wird Sonnenlicht für die

Vitamin-D-Synthese benötigt. Zum anderen kommt es teils direkt in der

Haut zum Einsatz, denn hier ist es maßgeblich verantwortlich für einen

ausgewogenen Feuchtigkeitsgehalt.

Diplomat & Manager

Unsere Haut steht pausenlos im Dialog mit der Umwelt: Sie bringt uns

zum Schwitzen, lässt uns erröten, schenkt uns ein Strahlen oder signalisiert

unserer Umgebung, dass es uns schlecht geht. Außerdem liefert

sie den Tastsinn, der gleich in mehrfacher Hinsicht beeindruckt: Er

ist der Sinn, den ein Mensch als Erstes entwickelt, nämlich bereits in

der achten Schwangerschaftswoche. Unseren Augen ist er in puncto

Genauigkeit übrigens weit überlegen: Dank ihm können wir Unebenheiten

spüren, die lediglich 0,001 Millimeter hoch sind. Um sie sehen zu

können, müssten sie 80- bis 100-mal so groß sein!


II

7. Schauen Sie Ihrer Haut ins Gesicht.......................................... 76

• Hautbild, Teil 1:

Ihr kosmetischer Hauttyp

• Hautbild, Teil 2:

Ihre Haut kriegt Zustände!

• Voilà: Ihr aktuelles Hautbild

8. Die tägliche Basispflege: So viel wie nötig...............................94

• 1. Cleanser & Co:

Spurenbeseitigung

• 2. Gesichtswasser:

Braucht man das?

• 3. Ergänzungspflege:

Ihre persönliche VIP-Behandlung

• 4. Moisturizer:

Mehr als Wasser und Öl

• 5. Täglicher UV-Schutz?

Aber sicher!

9. Darf’s ein bisschen mehr sein? Zusatzpflege für Ihre Haut..... 123

• Tiefenreinigung

• Pflegemasken: Die volle Packung

• Behandlung bei der

Fachkosmetikerin

• Hilfe vom Profi: Hautärzte

10. Auf einen Blick: Pflege-Empfehlungen für Ihr Hautbild........... 132

• So finden Sie Ihre Hautpflege-

Routine

• Trockene oder normale Haut,

die dehydriert ist

• Mischhaut oder ölige Haut,

die dehydriert ist


75

SCHRITT FÜR

SCHRITT ZU SCHÖN

GEPFLEGTER HAUT

• Trockene oder normale Haut,

die sensibel oder gerötet ist

• Mischhaut oder ölige Haut,

die sensibel oder gerötet ist

• Trockene oder normale Haut

mit Unreinheiten

• Mischhaut oder ölige Haut

mit Unreinheiten

• Trockene oder normale Haut mit

Alterungszeichen oder

Hyperpigmentierungen

• Mischhaut oder ölige Haut mit

Alterungszeichen oder

Hyperpigmentierungen

11. Irrtümer, Mythen, Dos and Don‘ts: Pflege-Faktencheck.......... 150

• Aufbewahrung im Kühlschrank

• Basische Hautpflege

• Brennen, Prickeln, Ziepen

• Detox

• Erstverschlimmerung

• Gewöhnungseffekt

• Kombinieren von Wirkstoffen

• Komedogenität

• Männerpflege

• Natürliche Pflege

• pH-Wert

• Tages- und Nachtcremes

• Tiegel

• Viel hilft viel

12. Last but not least: Hautpflege von innen................................ 160

• Welche Haut-Rolle spielt die

Ernährung?

• Nahrungsergänzungsmittel für

schöne Haut: Hilfe oder Humbug?

• Die Saftkur für schöne Haut

• 3 Liter Wasser für pralle Haut:

Mythos oder Warheit?

• Ihr Bett ist ein Beauty-Wunder


76

7. Schauen Sie Ihrer Haut ins

Gesicht

Dieses Kapitel muss mit einer vermeintlichen Platitüde beginnen: Pflege ist

nicht gleich Pflege. Was bei dem einem nahezu Wunder wirkt, kann die Haut des

nächsten geradezu in die Krise treiben. Das liegt schlicht und ergreifend daran,

dass sich unser Hautbild nicht nur sehr von dem einer anderen Person unterscheiden,

sondern abhängig von den aktuellen Bedingungen durchaus unterschiedliche

Bedürfnisse entwickeln kann.

Um diese individuellen Gegebenheiten bestmöglich zu berücksichtigen, gehe

ich bei der Beratung von Kunden stets von folgender Formel aus:

Hauttyp + Hautzustand = Hautbild

Mit Hauttyp ist hier nicht der Fitzpatrick-Typ aus Kapitel 4 gemeint, sondern

der kosmetische Hauttyp. Dieser ist genetisch bedingt. Im Grunde sagt er nur

aus, wie aktiv unsere Talgdrüsen sind, dazu im Laufe dieses Kapitels mehr. Der

Hautzustand hingegen wird durch innere und äußere Faktoren beeinflusst und

beschreibt sicht- und spürbare Merkmale wie Fältchen, Flecken oder Unreinheiten.

Diese Hautzustände sind nicht zu verwechseln mit den Hautkrankheiten,

die Sie in Kapitel 6 kennengelernt haben. Sie können aber Vorboten oder milde

Ausprägungen davon sein.

Die Kombination aus kosmetischem Hauttyp und dem vorherrschendem

Hautzustand ergibt Ihr aktuelles Hautbild. Ihre

persönliche Hautpflegeroutine sollte exakt darauf abgestimmt

sein, um optimal zu wirken.

Alle nachfolgenden Empfehlungen bauen auf dieser Systematik auf. Sie werden

dabei einige Abweichungen gegenüber der Kategorisierung feststellen, die viele

Hersteller wählen. So ist zum Beispiel „empfindliche Haut“ kein Hauttyp, sondern

ein Hautzustand.

Hautpflege, die nicht auf das persönliche Hautbild abgestimmt ist, kann mehr

schaden als nützen, wie wir zum Beispiel bei der perioalen Dermatitis weiter


77

vorne im Buch gesehen haben, die bei überpflegter Haut entsteht. Es muss nicht

gleich so schlimm kommen, aber falsche Pflege kann die Beschwerden einer

Hauterkrankung verschärfen und den Zustand der Haut verschlechtern. Und

gerade die Frage „Braucht meine Haut jetzt mehr Fett oder eher Feuchtigkeit?“

kann man eigentlich nur beantworten, wenn man sowohl seinen Hauttyp als

auch seinen Hautzustand richtig einschätzt.

Darum schauen wir uns in diesem Kapitel zunächst die vier Hauttypen an und

danach dann die sechs häufigsten Zustände. Die Kombination aus beidem

– also Ihrem Hauttyp sowie Ihrem derzeit vorherrschenden Hautzustand –

definiert Ihr aktuelles Hautbild. Für jedes gängige Hautbild finden Sie im Kapitel

10 umfangreiche Pflege-Empfehlungen. Vorher erkläre ich Ihnen aber zunächst

ausführlich die wichtigsten Schritte einer Pflegeroutine. Sie sollen schließlich

nicht nur wissen, welches Produkt wann anzuwenden ist, sondern warum.

Zu den Wirkstoffen komme ich weiter hinten im Buch.

Zunächst geht es mir darum, dass Sie Ihr persönliches Hautbild

identifizieren. Also, schauen wir Ihrer Haut ins Gesicht!

HAUTBILD, TEIL 1: IHR KOSMETISCHER HAUTTYP

Wie weiter oben erwähnt, sagt der Hauttyp vorrangig etwas über den Fettgehalt

Ihrer Haut aus. Hier wird recht grob zwischen 4 Typen unterteilt:

• Normale Haut (ausgewogener Fettgehalt)

• Trockene Haut (zu wenig Fett)

• Ölige Haut (zu viel Fett)

• Mischhaut (an Stirn, Nase und Kinn zu viel, an den Wangen

ausgewogen oder zu wenig)

So grob diese Einteilung ist, so wichtig ist sie zugleich. Denn sie entscheidet

darüber, in welchem Maße Sie Ihrer Haut Lipide und Feuchtigkeit zuführen sollten.

Auch die Hautzustände, wie wir später kennenlernen, treten je nach Hauttyp

seltener oder häufiger auf.


94

8. Die tägliche Basispflege:

So viel wie nötig

Das vorige Kapitel hat das Fundament für Ihre Hautpflegeroutine gelegt, indem

es Ihnen Ihr aktuelles Hautbild nähergebracht hat. Das – und nur das – sollte

darüber entscheiden, welche und wie viele Pflegeprodukte Sie verwenden. Doch

um eine konkrete Produktauswahl treffen zu können, fehlt noch etwas: die gängigen

Pflegeschritte eines täglichen Pflegerituals.

Hier kommt die sogenannte Hautpflege-Pyramide ins Spiel. Sie unterteilt alle

hautpflegenden Maßnahmen in insgesamt 4 verschiedene Stufen. Das Fundament

dieser Pyramide ist, wie im echten Leben, die tägliche Basispflege.

JÄHRLICH / ALLE 2 JAHRE:

Check-up

Hautkrebs-Vorsorge

MONATLICH/NACH BEDARF:

Ausreinigung

Behandlungen

WÖCHENTLICH/NACH BEDARF:

Haut-

arzt

Kosmetiker

6. Tiefenreinigung

7. Extrapflege

TÄGLICH:

1. Reinigung

2. Gesichtswasser

3. Ergänzung

4. Moisturizer

5. UV-Schutz

Intensivpflege

Basispflege


95

Die Basispflege besteht aus diesen fünf Schritten:

1. Gesichtsreinigung (Cleanser)

2. Gesichtswasser (Tonic)

3. Ergänzungspflege (Seren, Booster & Augen- und Lippenpflege)

4. Feuchtigkeitspflege (Moisturizer)

5. UV-Schutz

Die nächste Etage baut auf der Basispflege auf und ergänzt sie um Pflegeschritte,

die zwar regelmäßig, aber nicht unbedingt täglich durchgeführt werden. Also

zum Beispiel wöchentlich oder nach Bedarf:

• Tiefenreinigung (Peeling oder Maske)

• Intensive Wirkstoffzufuhr (Serum oder Maske)

Die Hautpflege-Pyramide endet hier noch nicht: Wenn Sie unter schwierigen

Hautzuständen leiden, insbesondere stark ausgeprägten Unreinheiten, Rötungen,

Hyperpigmentierungen oder ausgeprägten Alterserscheinungen, ist der

regelmäßige Besuch bei der Fachkosmetikerin obligatorisch. Völlig unabhängig

vom Hautbild ist zudem für jeden Erwachsenen ab Mitte 30 die ärztliche Hautkrebsvorsorgeuntersuchung

mindestens alle zwei Jahre ein Pflichttermin. Wenn

Sie von einer der Hautkrankheiten aus Kapitel 6 betroffen sind, sollten Sie den

Check-up zur jährlichen Routine machen.

Doch zurück zur täglichen Basis-Pflege. Um es gleich vorwegzunehmen: Nicht

jeder der aufgezählten Pflegeschritte ist gleich wichtig für jedes Hautbild. Der

altbekannte Leitspruch „Weniger ist mehr“ trifft – mit Ausnahme des UV-Schutzes

– auf praktisch jeden dieser Schritte zu, gerade dann, wenn Sie eine Vorliebe

für wirkstoffintensive Produkte haben. Und wenn nicht, könnte es gut sein,

dass Sie dieses Faible spätestens nach Lektüre des dritten Buchteils entwickeln,

denn dort stelle ich Ihnen die bewährtesten kosmetischen Wirkstoffe vor.

Ab Seite 130 finden Sie hauttypspezifische Übersichten mit meinen Empfehlungen

für eine sinnvolle Pflegeroutine. Doch zunächst möchte ich Ihnen jeden der

oben genannten Pflegeschritte detaillierter erklären und die Grundlagen vermitteln.

Dies soll Ihnen, ganz unabhängig von einzelnen Marken oder Produkten,

beim Verstehen und Zusammenstellen Ihrer Pflegeroutine helfen.


132

10. Auf einen Blick: Pflege-

Empfehlungen für Ihr

Hautbild

Auf den folgenden Doppelseiten finden Sie für jeden Hauttyp zusammenfassende

Pflege-Empfehlungen, die auch die jeweils häufigsten Hautzustände

berücksichtigen. Nutzen Sie meine Pflege-Empfehlungen bitte nicht als dogmatischen

Regelkatalog, sondern als ersten Ausgangspunkt, um in Ergänzung zu

den vorigen Kapiteln nach und nach Ihre individuelle Pflegeroutine und ihr passendes

Produkt-Sortiment zu finden.

Im Hautpflege-Navigator auf der rechten Seite finden Sie schnell die auf Ihr aktuelles

Hautbild zutreffende Kombination aus kosmetischem Hauttyp und Hautzustand.

Für einige Kombinationen ähneln sich die Empfehlungen weitgehend –

hier habe ich die Pflege-Empfehlungen gebündelt. Die jeweiligen Besonderheiten

sind aber immer hervorgehoben und leicht zu finden.

Alle nachfolgend erwähnten Wirkstoffe werden im Buchteil IV,

ab Kapitel 13, ausführlich erklärt. Natürlich gibt es unzählige

weitere Wirkstoffe. Ich nenne Ihnen jeweils die „Klassiker“.

Apropos Wirkstoffe – die Frage, wann welche Wirkstoffen am besten einzusetzen

seien, gehört zu denen, die mir am häufigsten gestellt werden. Die Antwort

lautet: Es spielt eigentlich keine Rolle. Die meisten Empfehlungen hierzu entbehren

jeglicher wissenschaftlichen Grundlage. Dennoch habe ich begründete

Präferenzen, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte:

• Von Antioxidantien profitiert Ihre Haut ganz besonders am Tag, da sie die

Wirkung Ihres UV-Schutzes unterstützen und die Widerstandsfähigkeit

Ihrer Haut stärken. Mehr zu diesen nützlichen Helfern ab Kapitel 16.

• Retinoide (Kapitel 16) und Fruchtsäuren (Kapitel 17) unterstützen die

Hauterneuerung. Dieser körpereigene Prozess läuft nachts intensiver ab

als tagsüber. Es ist also sinnvoll, diese Wirkstoffe in die Abendroutine zu

integrieren. Retinol ist zudem lichtempfindlich und muss bei der Anwendung

am Tag unbedingt mit UV-Schutz stabilisiert werden.


133

SO FINDEN SIE IHRE HAUTPFLEGE-ROUTINE

Wählen Sie Ihre

Kombination aus:

TROCKENE

HAUT

NORMALE

HAUT

MISCH-

HAUT

ÖLIGE

HAUT

HAUTTYP

HAUTZUSTAND

DEHYDRIERUNG

Trockene Haut ist immer auch

dehydriert. Normale Haut nicht.

Spannt Ihre Haut, ohne ölig zu sein?

Dann haben Sie eher trockene Haut.

134

Ihr Gesicht (oder die T-Zone) ist ölig und

dennoch spannt Ihre Haut oder fühlt

sich knittrig an? Ein typischer Fall von

dehydrierter Haut!

136

SENSIBILITÄT

RÖTUNGEN

Sensible Haut ist öft gerötet und

umgekehrt. Beide Hautzustände

profitieren daher von ähnlichen

Ratschlägen und Wirkstoffen.

Die Pflege-Empfehlungen für normale

und trockene Haut sind ähnlich und

daher hier zusammengefasst.

138

Sowohl die ölige Haut als auch die ölige

T-Zone der Mischhhaut verleiten zu

einer zu aggressiven Reinigung und

harscher Pflege.

Dadurch wird die Hautbarriere

geschädigt und Sensibilität sowie

Rötungen begünstigt.

140

UNREINHEITEN

Auch bei normaler oder trockener Haut

können Unreinheiten vorkommen, aber

die Ursachen sind andere.

Der Klassiker bei öliger Haut und der

öligen T-Zone der Mischhaut: Pickel,

Mitesser und große Poren.

142 144

HAUTALTERUNG

Kein Hauttyp ist vor vorzeitiger, externer

Hautalterung oder erworbenen

Hyperpigmentierungen gefeit, auch

nicht trockene oder normale Haut.

Die Pflege-Empfehlungen für normale

und trockene Haut ähneln sich und sind

hier zusammegefasst.

Der häufig bei Mischhaut und öliger

Haut vorherrschende

Feuchtigkeitsmangel begünstigt

vorzeitige Alterungserscheinungen.

Auch Pickelmale hängen eng mit dem

Sebumüberschuss dieser beiden

Hauttypen zusammen.

HYPERPIGMENTIERUNG

146 148


150

11. Irrtümer, Mythen, Dos and

Don‘ts: Pflege-Faktencheck

Mit der Ermittlung Ihres persönlichen Hautpflegebedarfs und der Anpassung der

nötigen Pflegeschritte haben Sie zwei wichtige Schritte für Ihre Hautpflege vollzogen.

Doch es gibt durchaus noch ein paar allgegenwärtige Gegner, die versuchen,

Ihnen und Ihrer Haut das Leben schwer zu machen. Die Rede ist von hartnäckigen

Mythen und Irrtümern rund um die tägliche Gesichtspflege, die immer

wieder aufs Neue kolportiert und dadurch fast unsterblich werden. Doch damit

ist jetzt Schluss: Hier kommt, in alphabetischer Reihenfolge und natürlich ohne

Anspruch auf Vollständigkeit, mein Faktencheck rund um Tipps und Beauty-Ratschläge,

die eine Richtigstellung oder zumindest Erklärung verdienen:

AUFBEWAHRUNG IM KÜHLSCHRANK

„Warum jetzt alle einen Beauty-Kühlschrank haben“ las ich neulich im Netz.

Nun, erstens kenne ich niemanden, auf den das zutrifft. Zweitens ist so ein

Beauty-Kühlschrank in aller Regel keine gute Idee, zumindest ziemlich überflüssig.

Zugegeben, ein abschwellendes Gel oder erfrischendes Gesichtswasser

macht leicht gekühlt durchaus Sinn. Auch für Produkte mit freiem Vitamin C

(mehr dazu in Kapitel 16) ist die kühle Aufbewahrung sinnvoll. Ansonsten gilt:

Cremes gehören nicht in den Kühlschrank. Zum einen ist die Annahme, sie seien

dadurch deutlich länger haltbar, ein Irrglaube. Das Konservierungssystem, mit

dem eine Creme von Gesetzes wegen ausgestattet wird, ist auf Temperaturen

von bis zu 60° ausgelegt. Bei der Herstellung werden die meiste Cremes sogar

noch deutlich stärker erhitzt. Sie muss also nicht vor erhöhter Raumtemperatur

geschützt werden.

Zum anderen kann die Kälte der teuren Creme sogar schaden. Denn einige

Inhaltsstoffe, wie zum Beispiel einige Emulgatoren oder chemisch komplexe

UV-Filter, haben mit allzu niedrigen Temperaturen ein Problem. Sie können kristallisieren,

wodurch die Emulsion ihre Eigenschaften verändert oder sogar „aufbricht“,

also schlicht kaputt geht. Die Faustregel: Weinkühlschrank geht noch in

Ordnung, Gemüsefach ist bereits tabu, der Gefrierschrank gilt als Todeszone!


151

BASISCHE HAUTPFLEGE

Vor allem bei der Hautpflege-Recherche im Internet begegnet einem das Konzept

der basischen Hautpflege. Die Idee: Produkte mit einem hohen pH-Wert

sind a) besser für die Haut und helfen b) dem Körper beim Entgiften. Die Begründung:

Der Säureschutzmantel ist eine bewusst inszenierte Erfindung der Kosmetikindustrie,

um die Menschen in den Konsum viel zu saurer (im Sinne von

nicht-basischer) Reinigungsprodukte zu treiben und dadurch den Verkauf rückfettender

Cremes und Lotionen anzukurbeln, da die Haut ihre eigene Rückfettung

verlernt. Um es kurz zu machen, denn in diesem Buch warten noch sehr,

sehr viele Informationen auf Sie: Alles davon ist falsch, nichts davon auch nur

durch eine einzige wissenschaftliche Studie belegt. Es gibt wirklich keinen vernünftigen

Grund, warum man den pH-Wert seiner Haut unnötig erhöhen sollte,

insbesondere bei Hauterkrankungen wie Akne, atopischer Dermatitis oder Rosazea.

Eine gesunde, normal robuste Haut wird eine Weile mit basischer Pflege

klarkommen – das spricht aber nicht für dieses Konzept, sondern einzig für die

ausgeprägte Genügsamkeit der Haut.

BRENNEN, PRICKELN, ZIEPEN

Wenn’s brennt, dann wirkt es? Da ist tatsächlich etwas dran, zumindest wenn

Ihre Haut trocken ist und zu Rötungen neigt. Denn dann ist es wahrscheinlich,

dass Barriere und Bindegewebe gleichermaßen geschwächt sind. Tragen Sie nun

Cremes mit einem hohen Gehalt an wasserlöslichen Wirkstoffen auf, dringen

diese überdurchschnittlich schnell in tiefere Hautschichten vor und lösen dort

einen Reiz aus – der sich als Kribbeln oder leichtes Stechen bemerkbar macht.

Sofern dieses Gefühl so rasch verschwindet, wie es aufgetaucht ist, herrscht

kein Grund zur Sorge. Dieses Phänomen hat nichts mit einer Unverträglichkeit

zu tun, sondern wird durch Stoffe ausgelöst, die sogar ausgesprochen pflegend

sind. Einige davon werden Ihnen im weiteren Verlauf dieses Buches daher noch

näher begegnen, zum Beispiel Niacinamid, Harnstoff oder Pentylenglykol.

Alle Reaktionen, die darüber hinausgehen und länger als wenige Minuten anhalten,

sind hingegen ein klares Zeichen für Hautstress bis hin zu einer allergischen

Reaktion. Hier ist „Aushalten“ keine gute Parole, denn diese Reizungen sind

nicht nur unangenehm, sondern beschleunigen Ihre Hautalterung. In so einem

Fall gilt: Abwaschen und Produkt nicht weiterverwenden. Schließlich soll Hautpflege

Ihrer Haut guttun – ohne Wenn und Aber.


152 | Irrtümer, Mythen, Dos and Don‘ts: Mein Pflege-Faktencheck

DETOX

Das Wörtchen Detox ist die englische Kurzform für Entgiften. Es ist auf allen möglichen

Nahrungs- oder Nahrungsergänzungsmitteln zu finden und auch viele

Hautpflegeprodukte werben damit. Um es vorwegzunehmen: Das Konzept der

Entgiftung, egal ob von innen (Nahrung) oder außen (Hautpflege) ist Nonsens.

Der Körper hat gleich mehrere Organe, die zuverlässig unerwünschte Stoffe

nach außen transportieren, nämlich Darm, Haut, Leber, Lunge und Nieren. Keine

dieser natürlichen Funktionen werden durch ein Hautpflegeprodukt unterstützt.

Laut Bundesgerichtshof dürfen Produkte nicht mehr mit dem Begriff beworben

werden, da er eine gesundheitsbezogene Aussage darstellt. Auf die üblich verklausulierte

Art wird das D-Wort aber weiterhin von vielen Herstellern verwendet.

Geben Sie nichts darauf – es ist Werbung, sonst nichts. Mehr Werbe-Unsinn

habe ich im Kapitel 35 für Sie gesammelt.

ERSTVERSCHLIMMERUNG

Wenn sich das Hautbild beim Wechsel auf eines oder mehrere neue Hautpflegeprodukte

temporär verschlechtert, ist schnell von Erstverschlimmerung die Rede.

Die Haut müsse sich zunächst an das neue Produkt gewöhnen, um schließlich

(im positiven Sinne) aufzublühen. Leider zeigt diese Erstverschlimmerung die

gleichen Symptome wie eine Unverträglichkeitsreaktion. Daher muss man sorgfältig

differenzieren.

Die Erstverschlimmerung tritt vor allem bei starken Unreinheiten und bei

Akne auf, wenn Wirkstoffe zur Pflegeroutine hinzukommen, welche die Hauterneuerung

aktiv beschleunigen. Dies sind in erster Linie Retinol, Vitamin C

und Fruchtsäuren (vgl. Kapitel 16 und 17). Die Unreinheiten treten hier in den

ersten Wochen verstärkt auf, also a) mehr davon und b) in kürzerer Zeit. Dies

liegt daran, dass ein Pickel bereits eine lange Karriere unter der Hautoberfläche

hinter sich haben kann, bevor er sichtbar wird. Denn dieser Prozess kann bis

zu acht Wochen dauern. Wenn ein Hautpflegeprodukt die Geschwindigkeit des

Hautzellumsatzes erhöht, beschleunigt es diesen gesamten Zyklus, ohne dass

es sich dabei um neue, durch das Produkt verursachte Pickel handelt. Das Gute

daran: Diese Pickel kommen nicht nur zügiger, sie verschwinden auch schneller.

Wenn hingegen Pickel in Arealen auftreten, in denen Sie sonst nie Unreinheiten

haben, oder wenn diese Pickel genauso hartnäckig sind wie immer, liegt keine

Erstverschlimmerung vor. Hier ist eher von entzündlichem Stress aufgrund einer

Unverträglichkeit auszugehen.


Irrtümer, Mythen, Dos and Don‘ts: Mein Pflege-Faktencheck | 153

Eine Sonderstellung nehmen die Wirkstoffe aus der Gruppe der Retinoide ein:

Hier muss die Haut in vielen Fällen oft über mehrere Wochen „angelernt“ werden –

bis es soweit ist, kann der sogenannte „Retinolbrand“ auftreten. Mehr dazu

erfahren Sie in Kapitel 16. Ein weiteres Phänomen bei der Umstellung der Pflegeroutine,

das der Erstverschlimmerung ähnlich ist, tritt bei trockener oder dehydrierter

Haut auf, wenn die Pflegeroutine auf mineralöl- und silikonfreie Produkte

umgestellt wird. Produkten mit ausschließlich pflanzlichen Ölen fehlt oft der einhüllende

Effekt, da der Lipidfilm verstoffwechselt wird und daher nicht so lange

auf der Haut aufliegt. Subjektiv fühlt sich die Haut dadurch in den ersten Tagen

oder Wochen nach dem Umstieg unterversorgt an, bevor der Hautstoffwechsel

sich angepasst hat und das Spannungs- oder Trockenheitsgefühl verschwindet.

GEWÖHNUNGSEFFEKT

„Ich glaube, das Produkt XYZ wirkt bei meiner Haut nicht mehr. Ich denke,

die Haut hat sich einfach an den Wirkstoff gewöhnt.“ Diesen Satz höre ich im

Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit öfter. Dabei handelt es sich um ein subjektives

Empfinden, das in den meisten Fällen ebenso nachvollziehbar wie falsch

ist: Haut gewöhnt sich nicht an Wirkstoffe, zumindest nicht in der Hinsicht, dass

sie aufhört, darauf anzusprechen. Der einzige kosmetische Gewöhnungseffekt,

der mir bekannt ist, betrifft (wirkstofffreie) Mineralöle: Diese bremsen bei dauerhafter

Verwendung in der Tat hauteigene Prozesse aus (siehe hierzu auch Kapitel

27). Und auch an zu häufig durchgeführte mechanische Peelings scheint sich

die Haut zu gewöhnen – doch das ist letztlich pure Verzweiflung, wie auf Seite

125 erklärt.

Zurück zum Mythos: Hier gewöhnt sich nicht die Haut an den Wirkstoff, sondern

der Mensch an die Wirkung. Wenn also zum Beispiel das glättende Fruchtsäure-

Serum nach dem anfänglichen „Wow-Effekt“ einfach weiterhin seine Arbeit tut,

hat dies nichts mit einer nachlassenden Wirkung zu tun, sondern einfach daran,

dass diese Verbesserung schnell adaptiert und für selbstverständlich genommen

wird.

KOMBINIEREN VON WIRKSTOFFEN

Welche Wirkstoffe dürfen miteinander kombiniert werden? Welche Wartezeiten

sind dabei unbedingt zu beachten? Und was ist absolut zu vermeiden? Wenn

Sie sich bereits etwas intensiver mit dem Thema Hautpflege auseinandergesetzt

haben, sind Sie sicher bereits auf mindestens eine dieser Fragen gestoßen –


III

13. Zeitlos schön: Die Geschichte der Hautpflegewirkstoffe..........172

14. Hyaluron & Co: Jetzt wird’s feucht!..........................................174

• Hyaluron: Der Schleimer unter den

Wirkstoffen

15. Öle und Ceramide:

• Weitere Feuchtmacher

Die Barriere-Lipide..................................................................... 178

• Pflanzliche Öle: Die Beauty-Seren

aus der Natur

• Ceramide: Lipide in Fest

16. Vitamine: Schöne Haut von A bis H........................................ 182

• Retinol (A): Der Goldstandard

• Niacinamid (B3): Das Multivitamin

für schöne Haut

• Panthenol (B5): Das Wundheilpflaster

unter den Vitaminen

• Ascorbinsäure (C): Das Antioxidans

mit Strahlkraft

• Tocopherol (E): Der unterschätzte

Klassiker

• Biotin (H): das „Vitamin Haut“


WENN‘S SCHÖN

MACHT?!

WISSENSWERTES

ÜBER WIRKSTOFFE

17. Kosmetische Säuren: Sanfte Schönmacher............................ 193

• Alpha-Fruchtsäuren (AHA)

• Beta-Fruchtsäuren (BHA)

• Poly-Fruchtsäuren (PHA)

• Azelainsäure

• Kosmetische Säuren im Überblick

18. Aminosäuren, Peptide & Enzyme: Kleine Helferlein................ 199

• Ectoin: Die Aminosäure für schöne

Haut

• Peptide: Echte Fachidioten

• Enzyme: Unauffällig, aber effektiv

19. Pflanzen-Wirkstoffe: Hightech? Natürlich!..............................202

• Aloe vera

• Allantoin

• Algenextrakte

• Bakuchiol

• Bisabolol

• Calendula

• Carotinoide

• Echinacea

• Hopfen

• Kaktusextrakt

• Magnolienextrakt

• Mäusedorn

• Polyphenole

• Süßholzwurzel

• Weihrauch

20. UV-Filter: Anti-Aging von außen............................................. 213

• Wie funktioniert Sonnenschutz?

• LSF, SPF, UVA-PF – Wissenswertes

über den Schutzfaktor

• Gute Filter, schlechte Filter:

Der Überblick

21. Penetrationsverstärker: Die Wirkstoffschmuggler.................. 218


172

13. Zeitlos schön: Die

Geschichte der

Hautpflegewirkstoffe

Wirkstoffkosmetik ist kein neuer Hut, ganz im Gegenteil: Schon Kleopatra

schwor auf Bäder in Eselsmilch, und die enthält immerhin sämtliche Hautvitamine,

außerdem Mineralstoffe, Aminosäuren, pflegende Fettsäuren sowie zahlreiche

Proteine. Und auch im Italien und Griechenland der Antike gab es etliche

Riten und Mittel, die dabei halfen, dem jeweiligen Schönheitsideal zu entsprechen.

Aus dieser Zeit stammt eines der ersten niedergeschriebenen Rezepte für

eine Gesichtsmaske, mit Zutaten wie Narzissenzwiebeln und Hirschhorn. Das

mag von zweifelhafter Wirksamkeit gewesen sein, aber wenigstens nicht so

gefährlich wie die Bleichcremes, die ebenfalls in der Antike in Mode kamen und

noch bis ins 19. Jahrhundert hinein verwendet wurden. Sie enthielten giftiges

Bleiweiß, manchmal auch Quecksilber, und bescherten mancher Dame eine Leichenblässe

– im wahrsten Sinne des Wortes. Ebenfalls zum Zwecke der Hautbleichung

verwendeten Geishas bereits im 8. Jahrhundert eine Paste aus Nachtigallenkot.

Übrigens ist dieses absurde Treatment noch heute unter dem Namen

„Uguiso No Fun“ erhältlich. Nomen est omen!

Im frühen Mittelalter wurde es stiller um die Hautpflege, zumindest ist aus

dieser Zeit so gut wie nichts zu Hautpflegemitteln überliefert. Zum Ende dieser

Epoche galt Wasser sogar als giftig für die Haut; sie wurde weder gewaschen

noch gepflegt, sondern mit Puder und Schminke aufgemotzt. Mit kosmetischen

Wirkstoffen ging es also erst in der Neuzeit so richtig los: Die moderne Chemiewissenschaft

explodierte förmlich und legte den Grundstein für viele kosmetische

Grundprinzipien. 1871 kam erstmals Vaseline auf den Markt, ein fortan

populäres Hautpflegemittel, das aus heutiger Sicht allerdings nur in Einzelfällen

empfehlenswert ist. Warum, erkläre ich Ihnen in Kapitel 27.

Im Jahr 1911 wurde ein deutscher Klassiker erfunden: die Nivea-Creme. Möglich

wurde das durch die Entdeckung von Eucerit, des ersten stabilen und ungiftigen

Wasser-in-Öl-Emulgators, gewonnen aus Schafswollfett. Ihren Namen verdankt

die Nivea-Creme übrigens ihrer reinweißen Farbe, die durch Eucerit möglich

wurde: NIVEA heißt, frei aus dem Lateinischen übersetzt, „die Schneeweiße“.

Und auch der Name der Pflegemarke Eucerin geht auf diesen Emulgator zurück.

Es dauerte weitere knapp 40 Jahre, bis neue Emulgatoren entwickelt wurden und


173

die Wissenschaft die Bedeutung des Stratum Corneum für die Haut erkannte.

Zu dieser Zeit entstand der Markt der modernen Feuchtigkeits- und Wirkstoffpflege.

Wirkstoffklassiker wie Hyaluron und Retinol wurden bereits in den 1970er

Jahren in der Hautpflege eingesetzt und sind bis heute populär. Der Erkenntnisgewinn

der Dermatologie wuchs in dieser Zeit rasant an; neue Messmethoden

entstanden ebenso wie neue Wirkstoffe. Diese waren im Jahrzehnt der Schlaghosen

und Koteletten übrigens vornehmlich tierischer Natur, wie zum Beispiel

Hyaluron. Das wurde damals, anders als heute, aus Hahnenkämmen extrahiert.

Und auch der Trend-Wirkstoff Kollagen, der in den Siebzigern in kaum einem

Produkt fehlen durfte, war damals tierischer Herkunft – er wurde aus Rinderknochen

gewonnen. Durch den BSE-Skandal Anfang der 1990er Jahre ebbte der

Hype um das Kollagen jedoch ab. Fortan waren pflanzliche Extrakte en vogue.

Kurz danach wurde das Thema „oxidativer Stress“ enorm populär, was die Nachfrage

nach Antioxidantien steigen ließ. Auch die Liposome, die ich Ihnen später

noch vorstellen werde, hielten damals Einzug in die Cremetiegel. Die Neunziger

waren in kosmetischer Hinsicht das Zeitalter von Fruchtsäuren und Q10 (einem

besonders starken Antioxidans). Auch UV-Filter wurden immer wichtiger und

populärer, denn die Aufregung rund um das Ende der 1980er Jahre entdeckte

Ozonloch war noch immer groß und schlug sich in einer wachsenden Palette an

Sonnenmilchprodukten sowie deutlich höheren Lichtschutzfaktoren nieder.

Und heute? Werden nahezu alle der eben genannten Wirkstoffe noch immer

eingesetzt. Aus gutem Grund: Hyaluron, die Vitamine A bis E, Fruchtsäuren,

Liposome und pflanzliche Extrakte sind bewährte und erprobte Wirkstoffe, die

die Haut schützen und ihre Erneuerung anregen. Wie in den vergangenen Jahrzehnten

wird der Hautpflegemarkt auch heute von gesellschaftlichen Trends

beeinflusst: Nachhaltige Konzepte sind gefragt wie nie; die Tendenz zur stetigen

Selbstoptimierung spiegelt sich auch in immer stärker dosierten Produkten

sowie hochspezialisierten Pflegeserien wider, die mehr an einen Chemiebaukasten

erinnern als an ein Wellness-Mittel.

Um Optimierung geht es auch hinter den Kulissen der Kosmetikindustrie: Die

Synthetisierung und Veredelung natürlicher Extrakte, die Findung nachhaltiger

Alternativen für kontroverse Inhaltsstoffe wie Silikon oder die bessere Wirkeffizienz

altbewährter Inhaltsstoffe sind beispielhafte Schwerpunkte, die mir als

Kosmetikmacher begegnen. Dass in absehbarer Zukunft noch einmal ein völlig

neuer, bisher unentdeckter Wunder-Wirkstoff auftaucht, ist unwahrscheinlich.

Und das ist ein gutes Zeichen. Denn die wirklich guten, wirksamen und verträglichen

Wirkstoffe sind allesamt Klassiker und entsprechend gut erforscht. Die

wichtigsten davon stelle ich Ihnen in den folgenden Kapiteln vor.


IV

22. Die hässliche Seite der Schönheitspflege.............................. 224

• Wann ist ein Inhaltsstoff

problematisch?

• Endokrine Disruptoren – was ist

das eigentlich?

• Wie sicher ist Hautpflege?

23. Alkohol: Die Dosis macht das Gift..........................................228

• Alkohol kann eine Lösung sein –

und noch mehr

• Schlechter Alkohol: Ethanol &

seine Brüder

• Gute Alkohole: Glycerin & Co

24. Emulgatoren & Tenside: Die Lösungs-Vermittler..................... 234

• So erkennen Sie gute Tenside

• Es geht noch schlimmer: PEG

• Auch Emulgatoren sind Tenside

25. Konservierungsmittel: Das kleinere Übel...............................238

• Geregelte Sicherheit: Höchstgrenzen

und Belastungstests für

Konservierungsstoffe


NOTWENDIG

ODER ÜBEL?

KONTROVERSE

INHALTSSTOFFE

• Parabene: Der unbeliebte Klassenbeste

• Es geht auch ohne Parabene

• „Ohne Konservierungsstoffe“ –

wer’s glaubt

• Hygienische Hautpflege –

Sie haben es in der Hand!

26. Silikone: Mogelpackung für die Haut?...................................246

• Wünsch dir was: Darum liebt die

Kosmetikindustrie Silikone

• Pflege oder Mogelpackung? Das tut

Silikon für unsere Haut

• Toxisches Trio: D4, D5, D6

27. Mineralöle: Raffinierte Unsympathen.................................... 249

28. Parfum & ätherische Öle: Das riecht nach Ärger..................... 252

29. So belastet Kosmetik die Umwelt.......................................... 255

• Mikroplastik

• Flüssigkunststoffe, Silikone

und Mineralöl

• UV-Filter

• Palmöl

• Plastikverpackungen


224

22. Die hässliche Seite der

Schönheitspflege

Man nehme ein paar Wirkstoffe, schütte sie in Wasser – fertig ist der ultimative

Hautpflege-Bestseller. Wenn es nur so einfach wäre! Doch natürlich ist es

das nicht, ganz im Gegenteil: Für ein Kosmetikprodukt müssen Wirkstoffe aufgelöst,

Texturen eingestellt, öl- und wasserlösliche Bestandteile zuverlässig miteinander

verbunden werden. Konservierung ist ebenfalls Pflicht, sonst darf ein

Produkt (aus gutem Grund) nicht in den Verkauf. Das alles erfordert Hilfs- und

Zusatzstoffe, die oft genug neben ihrer konkreten, sinnvollen Aufgabe in der

kosmetischen Rezeptur Mensch und Umwelt schaden können. Hinzu kommt:

Hautpflege ist ein Milliardengeschäft, wie ich Ihnen in Kapitel 30 noch aufzeigen

werde.

Damit dieses Geschäft läuft und dabei lukrativ ist, muss Hautpflege auch dann

noch einwandfrei aussehen und wirken, wenn sie auf dem Weg von der Fabrik

zum Drugstore in, sagen wir, Dubai, einen Temperaturunterschied von 30 Grad

überwunden hat und schließlich mehrere Jahre im Regal steht, bevor sie endlich

verkauft wird. Sie soll verführerisch riechen, schnell einziehen und sofort ein

seidiges Gefühl auf der Haut erzeugen, noch bevor auch nur ein Wirkstoff anfangen

konnte, zu wirken. Und wenn all das die Kundin oder den Kunden überzeugt

hat, soll der zehnte Nachkauf exakt dieselben Eigenschaften aufweisen, ohne

die geringste Abweichung.

Sie sehen: Hautpflege ist immer auch Effekthascherei – ein Zaubertrick, der

jederzeit und sogar unter widrigsten Umständen funktionieren und überzeugen

muss. Und genau dafür nehmen die Hersteller Kompromisse in Kauf, denn

für unsere Haut sind diese Tricks nicht nützlich. Ganz im Gegenteil – sie leidet

darunter. Was im Tiegel Fett und Wasser löst, rüttelt eben auch am hauteigenen

Lipidmantel. Was schädliche Bakterien abtötet, nimmt auch Kollateralschäden

unter den guten Bakterien auf der Haut in Kauf. Und was Vitamine & Co. durch

die Hornschicht schleust, öffnet diese Tür auch für schädliche Mitreisende. Doch

um es vorwegzunehmen: Ganz ohne diese Helfer geht es nicht, es sind auch

längst nicht alle so problematisch, wie immer wieder behauptet wird. Um andere

wiederum sollten Sie Ihrer Haut zuliebe einen großen Bogen machen. In diesem

Buchteil beleuchte ich die wichtigsten dieser Hilfsmittel, räume mit einigen

Vorurteilen auf und zeige Ihnen, auf welche Inhaltsstoffe Sie ganz besonders

achten sollten.


225

WANN IST EIN INHALTSSTOFF PROBLEMATISCH?

Eine offizielle Definition für kontroverse Inhaltsstoffe gibt es nicht. Da sich dieses

Buch der Hautgesundheit widmet, fokussiere ich mich in diesem Buchabschnitt

vorrangig auf die Folgen für die Haut und den menschlichen Organismus. Die

schädlichen Auswirkungen einzelner Inhaltsstoffe auf das ökologische Gleichgewicht

fasse ich im Kapitel 29 zusammen. Als problematisch für die menschliche

Gesundheit kann ein Inhaltsstoff in erster Linie aus diesen drei Gründen

gelten:

• Er zeigt eine hormonelle Wirksamkeit. Stoffe, die dies tun, nennt man

auch endokrine Disruptoren. Im nächsten Absatz erkläre ich Ihnen, was

damit gemeint ist.

• Er löst Allergien aus. Bei kosmetischen Inhaltsstoffen trifft dies vor allem

auf einige Konservierungsstoffe sowie die meisten Parfums zu.

• Er schädigt die Barrierefunktion der Haut. Einige Alkoholarten haben das

Potenzial dazu, außerdem Tenside und die sogenannten PEG.

Allen genannten Stoffklassen ist im Folgenden jeweils ein eigenes Kapitel gewidmet.

Doch wenden wir uns zunächst einer wahrlich problematischen Eigenschaft

zu, die ohne unmittelbar sicht- oder spürbare Folgen auf der Haut bleibt, aber

dennoch als großes Gesundheitsrisiko gilt: das hormonähnliche Verhalten der

sogenannten endokrinen Disruptoren.

ENDOKRINE DISRUPTOREN – WAS IST DAS

EIGENTLICH?

Das Umweltbundesamt erklärt den Begriff sehr gut:

Endokrine Disruptoren (ED) sind Chemikalien oder Mischungen

von Chemikalien, die die natürliche biochemische Wirkweise

von Hormonen stören und dadurch schädliche Effekte (z.B.

Störung von Wachstum und Entwicklung, negative Beeinflussung

der Fortpflanzung oder erhöhte Anfälligkeit für spezielle

Erkrankungen) hervorrufen.


V

30. Ihre Haut — ein Industriezweig!.............................................266

31. Alternativen zu konventionellen Kosmetikprodukten..............269

• Naturkosmetik

• Beliebte Nische: Dermaceuticals,

G-Beauty & Co.

• Apothekenkosmetik

• Selbstgemachte Kosmetik

• Verzicht auf Kosmetik

32. Was die Verpackung über den Inhalt aussagt......................... 275

• Die Faltschachtel: Puffer, Blender,

Datenträger

• Verwendungszweck

• Verantwortliche Person

• Nenninhalt

• Mindesthaltbarkeitsdatum

• Chargennummer

• Vorsichtsmaßnahmen für den

Gebrauch

• Liste der Bestandteile („Ingredients“)

• Kein Platz für so viele Pflichtangaben?


BUY SMART!

ENTSCHEIDUNGS-

HILFEN FÜR DEN

HAUTPFLEGEKAUF

33. Der Code für gepflegte Haut: Die INCI-Angaben...................... 279

• Sinnvolle Pflichtangabe – mit

begrenztem Nutzen

• Der INCI-Schnellcheck: Was taugen

Beurteilungs-Apps?

34. Geregelte Schönheit: Die EU- Kosmetikverordnung................284

• Was wird geregelt?

• Tierversuche: Gesetzlich verboten

• Werbeaussagen

35. Von Worthülsen und Werbelügen: Beauty-Bullshit-Bingo....... 287

• In vitro veritas? Von wegen!

• Kleines Wörterbuch: Werbung-

Deutsch

• Siegel: Hausgemachte Seriösität

• Die große „Inspirationitis“

36. Zu guter Letzt: Diese Fragen verändern Ihre Haut für immer.... 294

• Was benötigt meine Haut wirklich?

• Was sind meine persönlichen

No-Gos?

• Worauf möchte ich nicht verzichten?


287

35. Von Worthülsen und

Werbelügen: Beauty-

Bullshit-Bingo

Bilder sagen mehr als tausend Worte, so heißt es. In der Werbung sind es zwar

deutlich weniger Worte, doch das Prinzip bleibt: Untersuchungen haben ergeben,

dass ein durchschnittlich komplexes Bild in unter 3 Sekunden vom Betrachter

so aufgenommen wird, dass er es später wiedererkennt. In der gleichen Zeit

nimmt das Gehirn jedoch nur 10 Wörter auf – das sind weniger, als ein durchschnittlicher

Satz der BILD-Zeitung enthält. Außerdem schaffen Bilder es wie

kein anderes Medium, Emotionen zu transportieren. Hinzu kommt das Streben

des Menschen nach Vorbildern. Dagegen sind wir in vielen Fällen machtlos und

merken es nicht einmal.

Auch wenn unsere Vernunft uns längst sagt, dass das Model in der Werbung für

die Antifaltencreme a) keine Testprobandin, sondern professionell gecastet ist,

außerdem b) 15 Jahre zu jung für das Produkt und c) geschminkt und retuschiert

ist – das Bild prägt sich ein und bleibt uns bis zum nächsten Kosmetikkauf im

Gedächtnis. Und wenn nur ein Teil des erinnerten Bildes irgendwie erreichbar

scheint („So ein bisschen straffere Konturen! Die hatte doch auch Krähenfüße,

aber irgendwie abgemildert!“), ist es um das Belohnungssystem im Gehirn

geschehen. Denn Belohnungen haben auf unser Hirn eine sehr große Anziehungskraft.

Stellt uns ein Produkt (bzw. die Werbung dafür) ein emotionales

Wohlgefühl in Aussicht, dann spricht die Neurowissenschaft von einem hohen

Belohnungswert. Man ist also bereit, etwas zu geben (Geld), um dafür ein gutes

Gefühl (Meine Haut wird schöner) zu erhalten.

Dieser Tauschhandel kennt neben Geld noch eine weitere Währung: Dopamin.

Dopamin ist ein Glücksbotenstoff und ein bisschen vergleichbar mit der sprichwörtlichen

Möhre, die dem Esel vorgehalten wird. Seine Aufgabe ist es, Verlangen

zu kreieren, denn dies treibt uns an – nicht nur zum Kauf teurer Kosmetikprodukte,

sondern zu so ziemlich allem, einschließlich dem Bau der Pyramiden.

Dopamin im Blut verleiht uns Antrieb und Begeisterungskraft.


292 | Von Worthülsen und Werbelügen: Beauty-Bullshit-Bingo

DIE GROSSE „INSPIRATIONITIS“

Es gibt da eine geheimnisvolle Zutat in der Welt der Kosmetik, um die haben wir

uns bisher nicht gekümmert. Was genau sie bewirkt, bleibt unklar. Aber irgendwas

muss sie können, sonst wäre sie nicht so populär. Diese besondere, extrem

wirksame, bei Kosmetikfirmen unfassbar beliebte Zutat lautet:

INSPIRATION

Inspiration ist etwas Großartiges. Das Wort klingt so leicht, als würde man

zwischen morgendlichem Yoga und Business-Lunch beiläufig von der Muse

geküsst. Und gleichzeitig macht es Eindruck, immerhin bedeutet das Wort so

viel wie „schöpferischer Einfall, Erleuchtung oder Eingebung“.

Mal unter uns: Wann waren Sie das letzte Mal so richtig erleuchtet? In der Werbung

hat Inspiration noch eine weitere Kraft: Sie vernebelt den Blick. Denn

hochwertige und gesunde Haut- und Körperpflege hat mit „Inspiration“ herzlich

wenig zu tun, sondern mit Wissenschaft. Immerhin mussten Sie in diesem Buch

knapp 70.000 Wörter lesen, bis Ihnen das „I-Wort“ zum ersten Mal begegnete.

In den Werbetexten der L’Oreal Markenwelt hingegen ist es omnipräsent. Sehen

Sie selbst – hier sind ein paar Beispiele:

Diese Produkte wurden weltweit entwickelt, inspiriert

von lokalen Schönheitsritualen und

unter Berücksichtigung von Klima, Kultur und Landestradition.

Gefunden habe ich dieses Zitat im März 2020 auf der L’Oreal-Webseite, ironischerweise

ausgerechnet im Bereich Forschung & Innovation. Ich persönlich

finde, Humor & Schabernack hätte auch gut gepasst, denn mich erinnert diese

Formulierung doch sehr an die Szene „Vorstandssitzung“ aus dem Loriot-Film

„Ödipussi“. Dort gipfelte die Suche nach einer knackigen Formulierung für die

Vereinssatzung im Vorschlag „Wie wäre es mit Karneval im Gedenken an Frau

und Umwelt?“.

Luxuriöse Schönheitszeremonien für das Haar,

inspiriert von der japanischen Teezeremonie.

Auch dieses Musterbeispiel der Marketing-Regel „Einfach mal irgendwas Exotisches

schreiben, egal was“ fand ich auf der Webseite des französischen Beauty-


Von Worthülsen und Werbelügen: Beauty-Bullshit-Bingo | 293

Konzerns. Beworben wird damit eine japanische Haarpflegeserie. Wer kennt das

nicht: Da trinkt man gemütlich eine Tasse Tee und schon fällt es einem wieder

ein: „Mensch, ich wollte doch meine Haare waschen!“ Kennen Sie nicht? Sag‘

ich doch!

Zu unguter Letzt noch eine besonders tiefgreifende Inspiration, aus der gleichen

Richtung:

Die tiefenwirksame Anti-Age-Pflegeserie

[…] wurde von der dermatologischen

Laserbehandlung inspiriert.

Wow, das ist eine Ansage. Denn die dermatologische Laserbehandlung ist ein

invasiver Eingriff, der nicht nur zur Milderung von Falten, sondern auch zur Therapie

von Warzen, Narben und Besenreisern eingesetzt wird. Bei der durchaus

schmerzhaften Behandlung wird mittels hochenergetischen Lichts punktuell

große Hitze in tieferen Hautschichten erzeugt, wodurch Zellwasser explosionsartig

verdampft und so zur Abtragung der Hautschichten führt.

Außerdem kann der Laser Gefäße verengen und gezielte Entzündungen herbeiführen,

welche die Wundheilung stimulieren. Was von diesen typischen Wirkaspekten

der dermatologischen Laserbehandlung nun in die Entwicklung dieser

Hautpflege eingeflossen ist, bleibt ein Rätsel. Licht? Hitze? Explosionsartige

Verdampfung? In den INCIs findet sich leider kein Hinweis darauf. Das entsprechend

beworbene Produkt enthält wirkstoffseitig übrigens in erster Linie Antioxidantien,

Hyaluron und Glykolsäure.

Mein Rat an Sie: Wenn ein Pflegeprodukt sich auffallend

inspiriert gibt, sollten Sie misstrauisch werden. Denn es kann

dafür meiner Meinung nach eigentlich nur zwei Gründe geben:

Entweder das Produkt hat nichts auf dem Kasten, oder die

Hersteller trauen Ihnen nicht zu, eine sachlich-informative

Produktbeschreibung zu verstehen.


298

Stichwortverzeichnis

INCI-Bezeichnungen für kosmetische Inhaltsstoffe sind in Großbuchstaben

gedruckt.

Symbole

1-HEXADECANOL 260

2-BROMO-2-NITROPROPANE-1 243

2-HEXANDIOL 242

2-OCTANEDIOL) 242

3-DIOL 243

3-DIOXANE 244

3 Liter Wasser 168

3-O-ETHYL ASCORBIC ACID 190

4-IMIAZOLIDINEDIONE 243

4-METHYLBENZYLIDENE CAMPHOR 217

5-BROMO-5-NITRO-1 244

36/46-Verhältnis 30

#skinpositivity 32

A

ABCDE-Regel 67

AHA 193

Akne 58

ALCOHOL 229

ALCOHOL DENAT. 230

Algenextrakte 204

Alkohol 228

Allantoin 203

Allergien 61

Allergische Reaktion 62

Allerweltsgesicht 29

ALOE BARBADENSIS EXTRACT 203

ALOE BARBADENSIS GEL 203

ALOE BARBADENSIS LEAF JUICE 203

Aloe vera 202

Alpha-Fruchtsäuren 193

Alterungsprozess 35, 37

ALUMINIUM STEARATES 260

Aminosäuren 199

Aminosäure-Tenside 234

AMMONIUM GLYCYRRHIZATE 212

AMMONIUM LAURYL SULFAT 236

Anorganische Filter 213

Antioxidantien 41

Apfelessig 104

Apothekenkosmetik 272

Äquator 43

ARGANIA SPINOSA KERNEL OIL 179, 210

Aromatische Kohlenwasserstoffe 250, 252

Ascorbinsäure 189

ASCORBYL GLUCOSIDE 190

ASCORBYLIC ACID 190

ASCORBYL PALMITATE 190

Astaxanthin 207

Ätherische Öle 252

Atopische Dermatitis 25, 62

Aufbau der Haut 18

Augen 108

Augenfarbe 46

Augenprodukte 109

Avobenzone 217

AZELAIC ACID 198

Azelainsäure 197


299

B

Babassuöl 178

Babyhaut 35

Bakterien 24

Bakuchiol 205

Balm 114

BAMBUSA ARUNDINACEA STEM EXTRACT 124

Bambusmehl 124

Basalmembran 21

Basalzellkarzinom 66

Basische Hautpflege 151

BDIH 270

Beauty-Docs 33

BENZOE ACID 243

BENZOPHENONE-3 217

BENZOPHENONE-4 217

BENZOPHENONE-5 217

BENZYL ALCOHOL 230

BENZYL BENZOATE/CINNAMATE/SALICYLATE

253

Beta-Carotene 207

Beta-Fruchtsäuren 195

Beta Hydroxy Acids 195

Beurteilungs-Apps 281

Bewiesene Wirksamkeit 289

BHA 195

Bindegewebe 18

Biorythmus 42

Biotin 165, 192

Bioverfügbarkeit 218

Bisabolol 205

BISABOLOL 206

BIS-ETHYLHEXYLOXYPHENOL METHOXYPHE-

NYL TRIAZINE 217

BORAGO OFFICINIALIS SEED OIL 179

BOSWELLIA SERRATA EXTRACT 212

BOSWELLIA SERRATA GUM 212

BOSWELLIA SERRATA OIL 212

BOSWELLIA SERRATA RESIN EXTRACT 212

Brennen 151

BRONOPOL 244

Bubble Masks 126

Bullshit-Bingo 287

BUTYLENE GLYCOL 232

BUTYL METHOXYDIBENZOYLMETHANE 217

BUTYROSPERMUM PARKII BUTTER 179

C

Calendula 206

CALENDULA OFFICINALIS (CALENDULA) FLO-

WER EXTRACT 206

CALENDULA OFFICINALIS (CALENDULA) FLO-

WER OIL 206

CAMELLIA SINENSIS LEAF EXTRACT 210

CANNABIS SATIVA SEED OIL 179

CAPRYLYL GLYCOL (1 242

Carotin 207

Carotinoide 206

Cellulite 18

CERA MICROCRISTALLINA 249

Ceramide 178

CERESIN 249

CETEARYL ALCOHOL 233, 260

CETYL ALCOHOL 232, 260

CETYL PALMITATE 260

CHAMOMILLA RECUTITA 206

Chargennummer 277

Chemische Filter 213

CHLORELLA VULGARIS EXTRACT 204

CINNAMAL 110, 253

CITRAL 253

CITRIC ACID 193

CITRONELLOL 254


300 | Stichwortverzeichnis

Cleansing Balm 102

COCAMIDOPROPYL PG-CIMONIUM CHLORIDE

PHOSPHATE 235

COCOS NUCIFERA OIL 178

CodeCheck 281

Cortisonpräparate 71

Cosmeceuticals 164

Cosmetic-Products-Notification-Portal 284

COUMARIN 254

Couperose 64

CPNP 284

Creme 114

Cyclopentasiloxan 248

Cyclotetrasiloxan 248

D

D4 248

D5 248

D6 248

DAAB 254

Darmflora 25

DEHYDROACETIC ACID 243

Demodex-Milben 65

Dermaceuticals 271

Dermatologe 131

Dermatologisch getestet 289

Dermatomykose 68

Dermis 18

Deutscher Allergie- und Asthmabund 254

Dexpanthenol 188

DIAZOLIDINYL UREA 244

DIETHYLAMINO HYDROXYBENZOYL HEXYL

BENZOATE 217

DIETHYLHEXYL BUTAMIDO TRIAZONE 217

DIETHYLPHTHALAT 230

DIMETHICONE 247

DIPOTASSIUM GLYCYRRHIZATE 212

DISODIUM COCOYL GLUTAMATE 235

DISODIUM LAUROAMPHODIACETATE 235

DMDM HYDANTOIN 244

Doppelreinigung 100

D-Panthenol 188

DROMETRIZOLE TRISILOXANE 217

Duftstoffe 252

Dunkler Hauttyp 48

E

Echinacea 208

ECOCERT 270

Ectoin 199

Eichenmoosextrakt 254

Eigenschutzzeit 46

Ekzem 63

ELAEIS GUINEENSIS OIL 260

Elastin 20

Emollienzien 113

Emulgatoren 237

Emulsionen 114

Endogene Ekzeme 63

Endokrine Disruptoren 225

Endorphine 55

Enzulisol 217

Enzyme 201

Epidermis 20

Ergänzungspflege 105

Ernährung 160

Erstverschlimmerung 152

Essigsäure 104

ETHANOL 229

ETHYL ALCOHOL 230

ETHYL ASCORBIC ACID 190

ETHYLHEXYLGLYCERIN 242


Stichwortverzeichnis | 301

ETHYLHEXYLPALMITAT 260

ETHYLHEXYL TRIAZONE 217

ETHYLPALMITAT 260

EUGENOL 254

EU-Kosmetikverordnung 284

Eumalin 45

EVERNIA PRUNASTRI EXTRACT 254

Exfoliation 21, 105

Exogene Ekzeme 63

Extrinsische Hautalterung 39

F

Facharzt für Dermatologie 131

Fachkosmetikerin 130

Falten 28

Faltschachtel 275

FARNESOL 254

Feste 102

Fettalkohole 232

Fette Öle 178

Fettsäureprofil 180

Fettzellen 18

Feuchtigkeitsbinder 112

Feuchtigkeitsgele 115

Feuchtigkeitsmangel 39, 85

Feuchtigkeitsseren 111

Feuchtmacher 170, 176

Filmbildner 113

Fitzpatrick-Modell 46

Fluid 114

Flush 65

Foam Masks 126

Folat 43

Folsäure 43

Formaldehyd 28, 243

Formaldehyd-Abspalter 243

Freie Radikale 39

Fruchtsäuren 193

FUCUS VESICULOSUS EXTRACT 204

G

G-Beauty 271

GERANIOL 254

Gesättigte Fettsäuren 179

Gesichtsmasken 125

Gesichtsöle 115, 116

Gesichtsreinigung 96

Gesichtsserum 111

Gewöhnungseffekt 153

GI 60

GLUCONOLACTONE 196

GLYCERIN 177, 260

Glyceryl Ascorbate 190

GLYCERYL CAPRATE 242

GLYCERYL CAPRYLATE 242

GLYCERYL (STEARATE) 260

GLYCERYL UNDECYLENATE 242

GLYCOLIC ACID 193

GLYCOSPHINGOLIPIDS 181

GLYCYRRHETINIC ACID 212

GLYCYRRHIZA GLABRA (LICORICE) ROOT

EXTRACT 212

Glykämischer Index 60

Glykolsäure 193

Gute Alkohole 231

Gütesiegel 290

H

Haarbalgmuskel 20

Haarfarbe 46


302 | Stichwortverzeichnis

HAEMATOCOCCUS PLUVIALIS EXTRACT 208

Happy-Skin-Juice 163

Harnstoff 177

Haut ab 40 36

Hautärzte 131

Hautbarriere 96

Hautbeschwerden 58

Hautbild 76

Hautbleichmittel 28

Hauterneuerung 21

Hautkrankheit 58

Hautkrebs 66

Hautpflege-Navigator 132

Hautpigmentierung 28

Hautpilz 68

Hautschüppchen 22

Hautton 46

Hauttrockenheit 85

Hauttyp 46

Hauttypbestimmung 78

Hautzustand 84

Heilerde 126

HELIANTHUS ANNUUS SEED OIL 179

Hippophae rhamnoides fruit oil 178

Hitzestau 116

Hochmolekulare Hyaluronsäure 175

HOMOSALATE 217

Hopfen 208

Hormonhaushalt 38

Hornplättchen 22

Hornschicht 21, 22

Humectants 112

HUMULUS LUPULUS (HOPS) EXTRACT 208

Hyaluron 174

HYALURONIC ACID 176

HYDROGENATED CASTOR OIL 124

HYDROGENATED JOJOBA OIL 124

HYDROGENATED PALM GLYCERIDE 260

Hydrolipidfilm 23, 24, 112

HYDROLYZED CHLORELLA VULGARIS EXTRACT

204

HYDROLYZED HYALURONIC ACID 176

HYDROXYCITRONELLAL 254

Hyperpigmentierung 91, 194

Hyperpigmentierungen 45

hypoallergen 289

I

IMIDAZOLIDINYL UREA 244

Immunzellen 20

INCI 279

Industriezweig Haut 266

Ingredients 278

Innere Uhr 42

Inspiration 292

Intrinsische Hautalterung 36

In vitro 288

ISCOTRIZINOL 217

ISOAMYL METHOXYCINNAMATE 217

ISOEUGENOL 254

ISOPROPYL ALCOHOL 229

J

Jojobawachs 124

Juckreiz 63

K

Kaktusextrakt 209

Käseschmiere 180


Stichwortverzeichnis | 303

Keltischer Hauttyp 47

Kennzeichnungspflicht für Duftstoffe 253

Kieselerde 165

Kitava 163

Kleopatra 172

Kligmann-Protokoll 155

Klinisch getestet 289

Knochenhormon 17

Knollennase 65

Kokosöl 178

Kollagen 20

Komedogenität 154

Komedone 59

Konservierungsmittel 238

Kontaktallergie 61

Korallen 258

Korallenbleiche 259

Körnerzelle 21

Körperbehaarung 43

Kosmêtikerin 130

Kosmetikverordnung 284

Kosmetischer Hauttyp 76

Kosmetische Säuren 193

Kühlschrank 150

L

LACTIC ACID 193

LACTOBIONIC ACID 196

Langerhans-Zellen 20

Lederhaut 18

Leistungsdruck 32

Lichenifikation 61

Lichtschutzfaktor 118

Lichtschwiele 54

LIMONENE 254

LINALOOL 254

LINOLEIC ACID 181

LINOLENIC ACID 181

Liposomen 219

Lippenpeeling 109

LIQUID PARAFFIN 249

LIQUID PETROLATUM 249

Liste der Bestandteile 278

Lotion 114

LSF 118

Luffa 124

LUFFA CYLINDRICA 124

Lymphgefäße 20

Lymphsystem 20

M

MACADAMIA TERNIFOLIA SEED OIL 179

MAGNESIUM ASCORBYL PHOSPHATE 190

MAGNOLIA OFFICINALIS BARK EXTRACT 209

Malignes Melanom 66

MANDELIC ACID 193

Mandelsäure 193

Männerhaut 37

Männerpflege 155

MATRICARIA RECUTITA OIL 206

Mäusedorn 210

Mediterraner Hauttyp 48

Melanin 45

Meroxyl XL 217

METHANOL 229

METHENAMINE 244

METHYLISOTHIAZOLINON 244

Mexoryl SX 217

Microbeads 255

MICROCRYSTALLINE WAX 249

Microdermabrasion 125

Mikrobiom 24, 63


304 | Stichwortverzeichnis

Mikroplastik 255

Milben 24

Milchsäure 193

Milien 69

Mindesthaltbarkeitsdatum 276

Mineralische Filter 117, 213

Mineralöl 249, 257

Mischhaut 82

Mischtyp 47

Mitesser 59

Mizellen 99

Mizellenwasser 102

MOAH 250

Moisturizer 112

Mythen 150

O

Oberhaut 20

OCTOCRYLENE 217

OCTYL METHOXYCINNAMATE 217

OENOTHERA BIENNIS OIL 179

Ölige Haut 81

Öl-in-Wasser-Emulsion 114

OPUNTIA FICUS-INDICA STEM EXTRACT 209

ORBIGNYA OLEIFERA SEED OIL 178

Organische Filter 117, 213

ORYZA SATIVA 124

Östrogen 38

OZOKERIT 249

Ozonschicht 52

N

N-ACETYL-GLUCOSAMINE 176

Nahrungsergänzungsmittel 164

NATRIUMDODECYLPOLY(OXYETHYLEN)SULFAT

260

NATRIUMLAURYLSULFAT 260

Natural Moisturizing Factor 23

Naturkosmetik 156, 269

natürliche Hauterneuerung 21

Natürliche Pflege 156

Nenninhalt 276

Neurodermitis 63

Niacinamid 187

Niedermolekulare Hyaluronsäure 175

Nischenmarken 271

NMF 23

Nordischer Hauttyp 47

Normale Haut 81

P

PALMATE 261

PALMITATE 260

PALMITIC ACID 260

PALMITOYL OXOSTEARAMIDE 260

PALMITOYL TETRAPEPTIDE-3 261

Palmöl 259

Panthenol 188

Parabene 239

PARAFFINUM LIQUIDUM 249

PARAFFINUM SUBLIQUIDUM 250

PARAFIN OIL 250

Parfum 252

Partikelbasierte Filter 213

Partikelfreie Filter 213

Peeling 123

PEG 236

PEG-100 STEARATE 261

Penetrationsverstärker 218

PENTYLENE GLYCOL 232


Stichwortverzeichnis | 305

PENTYLENGLYKOL 242

Peptide 200

Periorale Dermatitis 69

Permeationsverbesserer 218

PERSEA GRATISSIMA OIL 179

PETROLATUM LIQUID 250

PETROLEUM OIL 250

Pflege-Empfehlungen 132

PHA 196

Phäomelanin 45

Phenoxyethanol 242

PHENYLBENZIMIDAZOLE SULFONIC ACID 217

pH-hautneutral 98

PHOSPHATIDYLCHOLINE 181

Phospholipide 234

pH-Regulierung 103

pH-Wert 24, 98, 157

Physikalische Filter 213

PHYTOSPHINGOSINE 181

PICHIA/RESVERATROL FERMENT EXTRACT 211

Pickel 58

Pigmentzellen 20

Pilze 24

Plastik-Kügelchen 255

Pollen 61

Poly-Fruchtsäuren 196

POLYGLYCERYL-2-CAPRATE 261

Polyphenole 210

Polysaccharid 174

POTASSIUM AZELOYL DIGLYCINATE 198

POTASSIUM SORBATE 243

Potenz des Wasserstoffs 98

Probiotische Nahrungsmittel 26

PROPANEDIOL 232

Propionibacterium acnes 59

PROPYLENE GLYCOL 232

PROPYLENGLYKOL/PROPANDIOL 243

PRUNUS ARMENIACA KERNEL OIL 179

Psoriasis 72

Q

QUATERNIUM-15 244

Quecksilber 172

R

Reifeprozess der Haut 37

Reinigungsgel 101

Reinigungsmilch 101

Reinigungsöl 102

RETINALDEHYD 183

RETINOIC ACID 183

Retinol 182

Retinsäure 183

RETINYL PALMITATE 183

Rhagaden 71

RICE (ORYZA SATIVA) BRAN 124

Rizinusöl 124

Rokoko 27

ROSA CANINA SEED OIL 179

ROSA MOSQUETA SEED OIL 179

ROSA RUBIGINOSA SEED OIL 179

Rosazea 64

Rötungen 88

RUSCUS ACULEATUS ROOT EXTRACT 210

S

Saftkur 166

SALICYLIC ACID 243

Salicylsäure 195


306 | Stichwortverzeichnis

Sanddornfruchtfleischöl 178

Säureschutzmantel 24

Schlafmangel 169

Schlechter Alkohol 229

Schönheitsideale 27

Schönheitsschlaf 169

Schrunde 71

Schuppenflechte 72

Schwangerschaftsstreifen 16

Schwarzer Hautkrebs 66

Schwarzer Hauttyp 49

SD ALCOHOL 230

Selbstgemachte Kosmetik 274

Selbstoptimierung 31

Sensible Haut 86

Sheabutter 179

Siebtel-Regel 29

Silikon 246

Silikone 257

Skinpositivity 32

SODIUM ACETYLATED HYALURONATE 176

SODIUM ASCORBYL PHOSPHATE 190

SODIUM BENZOATE 243

SODIUM CETEARYL SULFATE 261

SODIUM COCOYL SULFATE 236

SODIUM HYALURONATE 176

SODIUM HYALURONATE CROSSPOLYMER 176

SODIUM HYDROXYMETHYLGLYCINATE 244

SODIUM KERNELATE 261

SODIUM LAURETH SULFATE 236

SODIUM LAUROYL LACTYLATE 261

SODIUM LAUROYL SARCOSINATE 235

SODIUM LAURYL SULFATE 110, 236

SODIUM LAURYL SULFOACETATE 261

SODIUM MYRISTOYL GLUTAMATE 235

SODIUM MYRISTOYL SARCOSINATE 235

SODIUM PALM KERNELATE 261

SODIUM PCA 177

Sonnenallergie 53

Sonnenbänke 53

Sonnenbrand 54

SORBIC ACID 243

SORBITOL 177

Spannungsgefühl 85

SPF 118

Spinalom 66

SPIRULINA MAXIMA 204

Spröde Lippen 110

Squalan 179

Stachelzelle 21

Staphylococcus aureus 24

STEARATE 261

STEARETH -20 261

STEARIC ACID 261

STEARYL ALCOHOL 233

Stewardessen-Krankheit 69

Stratum Corneum 22

Subkutis 18

Sulfate 236

Süßholzwurzel 211

Symmetrie 29

Syndet 102

T

Tageszeit 42

Tastsinn 17

Tastzellen 20

Tenside 96

TEREPHTHALYLIDENE DICAMPHOR SULFONIC

ACID 217

TETRAHEXYLDECYL ASCORBATE 190

TEWL 23

Thermoskannen-Effekt 116


Stichwortverzeichnis | 307

Tiefenreinigung 123

Tiegel 158

Tierversuche 285

Tinosorb S 217

TOCOPHEROL 191

Toner 102

Tonerde 125

Tonic 102

ToxFox 282

Transepidermaler Wasserverlust 23

Traummaße für das Gesicht 30

TRETINOIN 183

TRIETHALNOLAMINE (TEA)-COCOYL GLUTAMA-

TE 235

TRIETHALNOLAMINE (TEA)-LAUROYL SARCO-

NISATE 235

Trockenöl 179

U

UBIQUINON-10 201

Ultrakurzkettige Hyaluronsäure 175

Unreinheiten und Pickel 89

Unterhaut 18

Unverträglichkeit 151

UVA-Kreis 216

UVA-Strahlen 52

UVB-Strahlen 54

UV-Index 56

Uvinul A Plus 217

Uvinul T 150 217

V

Verantwortliche Person 276

Verwendungszweck 275

Viren 24

Vitamin-A-Säure 183

Vitamin B3 187

Vitamin B5 188

Vitamin C 189

Vitamin D 43, 51

Vitamine 182

Vitamin E 191

VITIS VINIFERA (GRAPE) SEED OIL 211

Von Hautärzten empfohlen 290

Vornehme Blässe 27

Vorzeitige Hautalterung 41, 90

W

Waschcreme 101

Waschgel 98

Waschstücke 102

Wasser-in-Öl-Emulsion 114

Wechseljahre 38

Weihrauch 212

Weißer Hautkrebs 66

Werbeaussagen 285

WHITE MINERAL OIL 250

WHITE OIL 250

Wundheilung 25

Z

Zellkitt 23

Zigarettenrauch 39

ZINK STEARATE 261

Zitronensäure 193

Zuckeralkohole 232

Zuckertenside 234

Zysten 69