hohe ziele? wir führen sie hin! - Hochschule Ulm

hs.ulm.de

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02_2011


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Netze machen uns stark

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sie, aber sie haben es heute immer schwerer. Denn die Welt ist auf dem Weg

zum globalen Dorf: hier ist zunehmend alles mit allem vernetzt, fast alle

großen Herausforderungen unserer Zeit sind globaler oder überregionaler

Natur, seien es die Finanzmärkte, die globale Erwärmung, soziale Struktu-

ren, soziale Netzwerke oder Energiemärkte.

Wir müssen unsere Studierenden auf diese Welt vorbereiten, die Hochschule

muss vorleben, wie Kooperation funktioniert: mit Unternehmen, mit Hoch-

schulen von Neu-Ulm bis nach Terre Haute in USA. Die Hochschule muss

ihre Studierenden motivieren, selbst Netze und Kooperationen zu nutzen,

insbesondere im Ausland, wo sie für die Zukunft entscheidende Erfahrun-

gen sammeln können. Und die Hochschule wird selbst Zentrum eines ganz

bedeutenden Netzes: dem Netz ihrer Studierenden und Absolventen, die

sich im neuen Verein Pro!Hochschule Ulm, dem Netzwerk der Alumni und

Förderer, zusammengeschlossen haben. Netze verbinden, Netze tragen und

Netze stärken uns für die Zukunft.

Professor Dr. Achim Bubenzer, Rektor

I N H A LT

02 smsbildung

B I L D U N G S P O L I T I K

04 Theresia Bauer lobt

Kooperationsbereitschaft

06 Die perfekte Welle: der doppelte

Abiturjahrgang

10 smsfakultäten

S T U D I U M & L E H R E

12 Type in Motion

on a Californian Campus

14 Neue Master-Studiengänge

15 Mit Fulbright nach New York

W I S S E N S C H A F T & W I R T S C H A F T

16 Kooperation heißt Geben und Nehmen

18 Stabile Netze bei Solarleistung

19 Radarsignaturen in 3D

C A M P U S & M E H R

22 Und alles dreht sich um Ihren Erfolg

24 Von Beiden das Beste

26 Der Al12 soll‘s reißen!

U N T E R U N S

29 Veränderungen

30 smspreise

32 Impressum

1


s m s b i l d u n g

D E U T S C H L A N D S T I P E N D I U M

Die Ersten sind ausgeschrieben

Der Anfang ist gemacht: Die Hochschule Ulm hatte mit

Bewerbungschluss 30.10.2011 sieben Deutschland-Stipendien

ausgeschrieben. Der Auswahlausschuss wird in Kürze

die Stipendiaten bekannt geben. Die Vergabe für das erste

Förderjahr kommt dank des Engagements folgender Firmen

zustande: elobau, eXXcellent solutions, Fichtner, Ingenics

und Paul Hartmann AG.

Ab dem Wintersemesters 2011/12 erhalten die Stipendiaten

für 12 Monate monatlich 300 Euro, von denen die eine

Hälfte der Stifter und die andere Hälfte der Bund trägt. Im

ersten Förderjahr hätte der Bund im Falle der Hochschule

Ulm maximal 14 Stipendien gegenfinanziert. Diese Quote

konnte im ersten Anlauf nicht zu 100 Prozent erfüllt werden.

Die zweite Runde wird zum Wintersemester 2012/13 ausgeschrieben

werden. Hier bietet sich für potentielle Förderer

S T U D I E N P L A T Z B Ö R S E

Das HRK-Angebot wird intensiv genutzt

Wie die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) berichtet, ist die von ihr bereitgestellte

Studienplatzbörse in den letzten beiden Monaten von mehr als

215.000 Nutzern besucht worden. Auf dieser Plattform veröffentlichten

die Hochschulen im September und Oktober die noch freien Studienplätze.

Das höchste Tagesangebot an Studiengängen mit freien Kapazitäten lag bei

1900. Die Hochschulen wiesen dabei nicht nur auf die Restplätze in zulassungsbeschränkten

Studiengängen hin, sondern auch auf Angebote, für die

man sich ohne weitere Zulassungs- oder Losverfahren einschreiben konnte.

Die Studienplatzbörse hilft, die Zulassung zu verbessern, da durch Mehrfachbewerbung

manch einer den gewährten Studienplatz nicht nutzt. n

und damit auch für die studentischen Bewerber eine neue

Chance. Erfreulicherweise haben bereits vier der fünf Stifter

ihre Beteiligung am Deutschland-Stipendium auch für dieses

Förderjahr zugesagt. Drei sind sogar bereit, das Geld für eine

volle Studiendauer bereitzustellen. Grundsätzlich können

sich Stipendiaten wiederbewerben, sodass die Unterstützung

im günstigsten Fall auch sieben bis acht Semester lang

gewährt werden kann.

Wer sich für das Deutschland-Stipendium als Förderer interessiert,

findet weitere Informationen unter www.hs-ulm.

de/deutschlandstipendium. n

W E I T E R B I L D U N G

Service-Stelle Hochschule / Wirtschaft

Das Land und die Arbeitgeberverbände wollen mehr Unternehmen dafür

gewinnen, ihre Fachkräfte an Hochschulen weiterbilden zu lassen. Laut einer

Pressemitteilung des MWK haben sie deshalb eine gemeinsame Service-Stelle

Hochschule/Wirtschaft in Ludwigsburg eingerichtet, die Weiterbildungsprogramme

der Hochschulen an interessierte Unternehmen vermittelt. Sie ist

organisatorisch beim Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft

verankert. Wer sich für das Weiterbildungsangebot der Hochschule

Ulm interssiert, kann aber auch den direkten Weg wählen und die folgenden

Web-Adressen nutzen: www.hs-ulm.de/graduate-school oder www.hsulm.de/tau.

n


B I L D U N G S P O L I T I K

Die Stadt Ulm hat mit der Universität Ulm und der Hochschule Ulm gleich zwei Horte

akademischer Bildung, wobei sich jeder mit einem eigenen Profil in die Wissenschafts-

stadt einbringt. Beim nachmittäglichen Gespräch mit der Ministerin machte Professor

Dr. Achim Bubenzer deutlich, welche Themen eine Hochschule für Angewandte Wissen-

schaften derzeit bewegen.

Theresia Bauer lobt

Kooperationsbereitschaft

Im Automotive Center

lernte Wissenschaftsministerin

Theresia Bauer eine der

wichtigen Kooperationen

kennen, welche die Hochschule

Ulm mit Industrie-

Unternehmen der Region

unterhält. Professor Dr. Josef

Kurfess erläuterte ihr Funktion

und Einsatz des von Bosch

Rexroth bereitgestellten Mobil-Hydraulik-Prüfstandes.

Auf der gemeinsamen Pressekonfernenz

mit dem Uni-Präsidenten Professor

Dr. Karl Joachim Ebeling und

dem Hochschulrektor Professor Dr.

Achim Bubenzer hob Theresia Bauer

die Kooperationsbereitschaft beider

Hochschulen hervor. Jüngstes Kind ist

der gemeinsame Studiengang Computational

Science and Engineering CSE.

Im Hinblick auf die Hochschule Ulm

betonte die Ministerin die Vielfalt der

Kooperationen mit Partnern in der Region.

Neben der Universität Ulm seien

dies Unternehmen sowie die Hochschulen

in Neu-Ulm und Biberach.

Das Land wolle den Standort Ulm

auch in Zukunft tatkräftig unterstützen,

denn Politik für Wissenschaft und

Forschung genieße in der Landesregierung

hohe Priorität. Vor allem erwarte

sie neue Antworten im Bereich der

Energieversorgung und der Mobilität.

Außerdem bekräftigte Theresia Bauer

ihre Haltung, den künftigen Wegfall

der Studiengebühren vollständig aus

Haushaltsmitteln kompensieren zu

wollen.

Automotive Center und Servicerobotik

Am Nachmittag konnte sich Theresia

Bauer ein Bild davon machen, wie

Kooperation an der Hochschule Ulm

gelebt wird. Während ihr im Automotive

Center die Zusammenarbeit

mit Bosch Rexroth im Bereich Mobilhydraulik

erläutert wurde, ging es am

Zentrum für Angewandte Forschung

(ZAFH) Servicerobotik um Forschungsverbünde,

deren Ergebnisse inzwischen

international anerkannt sind. Hier

zögerte Rektor Bubenzer nicht lange,

um die Ministerin auf einen Missstand

aufmerksam zu machen.

Baden-Württemberg gibt für Förderung

von Forschung an Fachhhochschulen

explizit mit der Einrichtung von ZAFH

eine Menge Geld aus. In dem speziellen

Fall der Servicerobotik ist das hohe und

international anerkannte Niveau nach

Ablauf der Förderung nicht zu halten.

Dann werde unter den jetzigen Bedingungen

die aufgebaute Forschungsstruktur

in kürzester Zeit zusammenbrechen,

so Bubenzer. Die Hochschule

Ulm verfüge weder über entsprechende

Stellen des Mittelbaus, noch gäbe es

ohne einen fairen Zugang zur Promotion

ausreichend Anreiz für Absolventen

in einem Forschungsprojekt an der

Hochschule mitzuarbeiten.


Mehr Stellen und Räume notwendig

Im Mittelpunkt des Besuches stand

die Diskussion der Hochschulleitung

mit der Wissenschaftsministerin über

eine gesunde Hochschulentwicklung.

Professor Bubenzer stellte dabei den

weiteren Ausbau des Studienangebots

angesichts der Energiewende vor und

betonte die konsequente Integration

des Themas Nachhaltigkeit, was die

Ministerin grundsätzlich begrüßte. Die

Energietechnik, bereits seit 1989 als

Schwerpunkt in den klassischen Ingenieurstudienggängen

verankert, wird

in ihrer modernen Ausprägung zunehmend

in eigenständigen Bachelor- und

Master-Studiengängen an Gewicht

gewinnen.

Die Schaffung neuer Studienplätze

ist durch die Landesregierung mit

der Bereitstellung neuer Professoren-

Stellen begleitet worden, kannte der

Rektor an. Deutlich machte er aber

auch, dass die Personalressourcen in

EDV und Verwaltung seit 20 Jahren auf

dem selben Stand verharren. Und das,

obwohl sich in den letzten 15 Jahren

die Zahl der Studierenden an der Hochschule

Ulm nahezu verdoppelt und die

Managementaufgaben wie Öffentlichkeitsarbeit,

Marketing, Internationalisierung,

Career Service, Fundraising

oder Diversity vervielfacht haben. Als

personalintensiv haben sich auch die

Nutzung des Internets für den Studienbetrieb

und die Kommunikation sowie

die Standardisierung von Evaluations-

und Akkreditierungsprozessen erwiesen.

Mit dem geplanten weiteren Ausbau

des Studienangebots wird nun auch

die Raumsituation kritisch, weshalb die

Hochschulleitung eine kostengünstige

Erweiterung ihres Standortes auf dem

Oberen Eselsberg vorgeschlagen hat.

Von dieser Möglichkeit hatte sich Theresia

Bauer bei einer Rundfahrt durch

die Wissenschaftsstadt auf dem Oberen

Eselsberg ein Bild machen können. Die

inzwischen aus Stuttgart gesandten Signale

lassen auf eine positive Entscheidung

hoffen. Ingrid Horn

Die Ulmer Hochschulen

kennenlernen, wollte die

neue baden-württembergischeWissenschaftsministerin

Theresia Bauer anfang

September. Uni-Präsident

Professor Dr. Karl Joachim

Ebeling (links) und Hochschul-Rektor

Professor Dr.

Achim Bubenzer nutzten

die Gelegenheit, ihre jeweils

eigene Sicht zur Hochschulentwicklung

vorzutragen.

5


B I L D U N G S P O L I T I K

Die Krisensituation durch den doppelten Abiturjahrgang ist gleichzeitig

eine Chance, die die Hochschule Ulm zielbewusst genutzt hat, wie Professor

Dr. Klaus Peter Kratzer, Prorektor für Studium und Auslandsbeziehungen,

zeigt. Mit 295 Studienplätzen mehr kommt sie ihrer Verpflichtung nach.

Doch bleiben auch Fragezeichen für die Zukunft.

n Doppelter Abiturjahrgang

Die Umstellung der Schulzeit an Gymnasien

von neun auf acht Jahren in fast allen

westlichen Bundesländern führt in diesen

Ländern, gestaffelt im Zeitraum zwischen

2009 und 2016, zu sogenannten „Doppelten

Abiturjahrgängen“. Damit ist ein

erhöhter Andrang in diesen Bundesländern

an den Türen der Hochschulen und

Universitäten verbunden. In Bayern wurde

diese Klippe in diesem Jahr überwunden

- Baden-Württemberg wird sie im

nächsten Jahr nehmen. n

Die perfekte Welle

Aufgrund des doppelten Abiturjahrgangs rollt auf die

Hochschulen Baden-Württembergs eine Bewerberwelle

zu. Sie wird pikanterweise durch die Aussetzung

der Wehrpflicht zu genau dieser Zeit verstärkt

werden. Als Hochschule für angewandte Wissenschaften

ist die Hochschule Ulm schon auf Grund

ihrer regionalen Verantwortung aufgefordert, durch

ein erhöhtes Angebot an Studienplätzen den Sorgen

der prospektiven Bewerberinnen und Bewerber und

auch deren Eltern zu begegnen. Alle Studiengänge

der Hochschule Ulm sind, schon allein aus Gründen

der Raum- und Laborkapazität, zulassungsbeschränkt

und in Folge ihrer Zukunftsorientierung mit wenigen

Ausnahmen stark nachgefragt. Da ein Mindestmaß an

„Lebensqualität“ an der Hochschule erhalten bleiben

muss, konnte und kann eine Aufgabe der Zulassungsbeschränkung

nicht in Frage kommen. Auch die Reduzierung

der Laborzeit innerhalb der Studiengänge

kann nur mit Augenmaß vorgenommen werden.

In der politischen Arena ist selbstverständlich eine

Minimierung der Beschwerden der Betroffenen das

Maß aller Dinge. Entsprechend wurde auch eine

landesweite Erhöhung der jährlich verfügbaren

Studienplätze um zunächst 20.000, dann, nach einer

Korrektur der Vorhersagen durch das Statistische

Landesamt, um 24.000 als Vorgabe der vormaligen

Landesregierung verkündet. Bei diesen Größenord-


Bezeichnung Studienplätze/Jahr Status

Maschinenbau 0 eingerichtet

Energiesysteme 5 eingerichtet

Wirtschaftingenieurwesen/Logistik 20 eingerichtet*

Informationsmanagement im

Gesundheitswesen 0 eingerichtet*

Fahrzeugelektronik 25 eingerichtet

Computational Science & Engineering 20 eingerichtet

Internationale Energiewirtschaft 80 in Planung

Energiesystemtechnik 25 in Planung

*zusammen mit der Hochschule Neu-Ulm

nungen war allerdings absehbar, dass wohl nicht jede

Bewerberin und jeder Bewerber aus dem doppelten

Abiturjahrgang den Wunsch-Studienplatz in Heimatnähe

erhalten wird oder durch Wartezeit, Änderung

des Studienwunschs, Ausweichen in ein anderes

Bundesland oder ins Ausland oder zeitliche Verschiebung,

beispielsweise beim Bundesfreiwilligendienst,

dem Andrang in Baden-Württemberg zum Wintersemester

2012/13 und, in vermindertem Maß, auch in

den Folgesemestern entkommen möchte.

Bekenntnis zur eigenen Verantwortung

Die Hochschule Ulm hat gleichwohl die Verpflichtung,

unter Wahrung ihres Profils in der zukunftsfähigen

Technik, durch die Erweiterung der bestehenden

und ein Angebot neuer Studiengänge in der

Region dem Bewerberandrang entgegenzukommen.

Da es an den Hochschulen für Angewandte Wissenschaften

diverse Wege des Erwerbs der Hochschulzugangsberechtigung

gibt, aber das Phänomen des

„Doppelten Abiturjahrgangs“ auf die Gymnasien

beschränkt ist, muss dabei auch der Anteil der gymnasialen

Studienanfängerinnen und Studienanfänger

am Gesamtaufkommen der Erstsemesterstudierenden

berücksichtigt werden.

Konkret heißt dies: Die Anzahl der angebotenen

grundständigen Studienplätze im akademischen Jahr

Das Ausbauprogramm

2012 hat die Hochschule

Ulm genutzt, um durch ein

erweitertes und zusätzliches

Studienangebot dem

Bewerberansturm Rechnung

zu tragen.

2011/12 (ohne bereits erfolgte Ausbaumaßnahmen)

beträgt 777. Unter Berücksichtigung des Anteils der

Studienanfängerinnen und Studienanfänger mit

regulärer gymnasialer Hochschulzugangsberechtigung

von 36 Prozent (Quote im SS 2011 und WS 2011/12)

ergibt sich demnach, unter Annahme einer Doppelung,

eine Zahl von 280 zusätzlich erforderlichen Studienplätzen

als Mindestverpflichtung. Dass es dabei

speziell im Jahr 2012 und den Folgejahren auch zu

anteiligen Verschiebungen zwischen den Hochschularten

kommen kann, ist unbestritten, kann aber nicht

präzise vorhergesagt werden.

Ausbauprogramm 2012 als Chance begriffen

Mit dem „Ausbauprogramm 2012“ für Hochschulen

und Universitäten versuchte das Land Baden-

Württemberg frühzeitig, einen Aufwuchs neuer

Studienplätze in grundständigen Studiengängen mit

Blickrichtung auf das Schlüsseljahr 2012 zu bewerkstelligen.

Eine Beteiligung der Industrie- und

Handelskammern im Antragsverfahren sollte die

Zukunftsfähigkeit der neuen Angebote im Hinblick

auf die Bedürfnisse der jeweiligen Regionen sicher

stellen. Die Unterstellung dabei war zunächst, dass

dafür nur zusätzliche unmittelbare Lehrkapazität,

aber weder personeller Mittelbau noch Raum erforderlich

sei. Letzteres wurde mit der demografischen

Entwicklung bundesweit begründet, durch die ein


B I L D U N G S P O L I T I K

drastischer Einbruch der Studierendenzahlen ab

2020 prognostiziert werde und deshalb Personal- und

Raumknappheit eine nur vorübergehende Erscheinung

sein werde.

Trotz dieser im Endeffekt nur etwa 50-prozentigen

Finanzierung beteiligte sich die Hochschule Ulm an

dem Programm, da es absehbar die letzte Chance

einer Weiterprofilierung der Hochschule darstellt, mit

dem in der Tabelle dargestellten erweiterten Studienangebot.

Durch diese Maßnahmen werden 295

zusätzliche Studienplätze pro Jahr geschaffen! Damit

kann festgestellt werden, dass der Ausbau der Hochschule

Ulm die aus dem doppelten Abiturjahrgang

erwachsende Verpflichtung mehr als abdeckt.

Auf den Erhalt der Studienplätze setzen

Das Fehlen des personellen Mittelbaus und der

Raumressourcen in der ursprünglichen Gestaltung

des Ausbaus wurde vor kurzem durch ein begleitendes

Infrastrukturprogramm sowie ein in Aussicht

gestelltes personelles Mittelbauprogramm zumindest

teilweise kompensiert. So wird ein Anbau am

Hohe berufliche Qualifikation bestätigt

Das Statistische Landesamt Baden-Württemberg hat

im August die Ergebnisse der dritten Befragung von

Absolventen der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften

(HAW) vorgelegt. Sie bestätigte erneut

die hohe berufliche Qualifikation, die an diesem

Hochschultyp erworben wird. Dass fast 80 Prozent

der Absolventen aus den Prüfungsjahren 2005 und

2008 innerhalb von drei Monaten eine Beschäftigung

gefunden haben, unterstreicht die Arbeitsmarktnähe

des Studienangebots. Die allermeisten von ihnen

wurden unbefristet eingestellt. Die Absolventen bewerteten

auch, inwieweit ihre Erwartungen bei Studienbeginn

ihrer beruflichen Situation zum Zeitpunkt

der Befragung entsprachen. Für die Hochschule Ulm

ergab sich dabei eine starke Übereinstimmung bei 43

Prozent und eine teilweise Übereinstimmung bei 42

Prozent. Lediglich 14 Prozent werteten sie als gering.

Die generelle Zufriedenheit mit dem Studium ist

bei den HAW-Absolventen grundsätzlich sehr hoch.

Rückblickend würden 87 Prozent wieder studieren,

56 Prozent denselben Studiengang und 51 Prozent

sogar dieselbe Hochschule wählen. Bezogen auf die

Hochschule Ulm ergibt sich folgendes Bild: Generell

zufrieden waren 91 Prozent und im Hinblick auf die

8

Campus Albert-Einstein-Allee mit einer Fläche von

1000 Quadratmetern zumindest die dringendsten

Raumprobleme der Spätphase des Ausbauprogramms

lösen, wenn auch eine vollständige und angemessene

Flächenversorgung noch aussteht.

Seitens des erforderlichen Personals ist eine, allerdings

nur befristete, Finanzierung durch Studiengebühren

bzw., nach deren Wegfall, durch die von der

Landesregierung in Aussicht gestellte Ersatzleistung

sowie bis 2017 durch Mittel aus dem Hochschulpakt

2020 möglich. Eine nachhaltige Lösungsmöglichkeit

dieses Problems steht noch aus.

Statt wie die politischen Instanzen auf Landes- und

Bundesebene auf einen massiven Einbruch der

Studierendenzahlen ab 2020 zu setzen, ist die Hochschule

Ulm bestrebt, das ausgebaute Studienangebot

zu erhalten. Gelingen kann das durch die Aktivierung

weiterer Bewerbergruppen. Sind wir damit erfolgreich,

werden entsprechende Ressourcenzuteilungen

zwangsläufig folgen - und wir werden erfolgreich

sein. Klaus Peter Kratzer

berufliche Vorbereitung 57 Prozent. Damit lag die

Hochschule Ulm jeweils im vorderen Feld der Hochschulen,

die an der Befragung teilgenommen hatten.

Insgesamt waren dies 18 Hochschulen für Angewandte

Wissenschaften und eine Kunsthochschule.

Letztere wurde separat ausgewertet. Geantwortet

hatten von den insgesamt 22.136 Absolventen 22,5

Prozent. ih

Als RKH-Vorsitzender wiedergewählt

Die Rektorenkonferenz der Hochschulen für Angewandte

Wissenschaften (RKH) Baden-Württemberg hat

Professor Dr. Achim Bubenzer, Rektor der Hochschule

Ulm, für zwei weitere Jahre im Amt als Vorsitzenden

bestätigt. In den Vorstand wiedergewählt wurden außerdem

die Professoren Dr. Bastian Kaiser, Rektor der

Hochschule Rottenburg, und Dr. Winfried Lieber, Rektor

der Hochschule Offenburg. Den vierköpfigen Vorstand

vervollständigt der Rektor der Hochschule Aalen, Professsor

Dr. Gerhard Schneider, der diese Funktion erstmals

bekleidet. rkh


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s m s f a k u l t ä t e n

D I G I T A L M E D I A

Top beim Adobe-Wettbewerb

Mit einer interaktiven Lernanwendungen für das iPad haben

Corbinian Kling, Max Maier, Matthias Mischka und Alexander

Renner den diesjährigen Adobe-Wettbewerb um

die beste mobile Applikation gewonnen. Mit ihrem App

„ökoCheck“ haben sie sich erfolgreich gegen ihre Mitbewerber

durchgesetzt. Die Jury hatte insgesamt 50 Beiträge aus

ganz Europa zu bewerten.

Mit ökoCheck thematisiert die Gruppe die Tatsache, dass der

technische Fortschritt der Menschheit bisher an den Werkzeugen

sichtbar war und ganze Zeitalter danach benannt

werden wie Steinzeit, Bronzezeit oder Eisenzeit. Wie würde

man jedoch das heutige Zeitalter nennen, in dem die natürlichen

Ressourcen knapp werden und immer mehr Produkte

aus wiederverwertbarem Material entstehen? Am Beispiel

von Papier versucht die App den Nutzer für seine Umwelt

und den Umgang mit Alltagsgütern zu sensibilisieren. Alle

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B W L F Ü R I N G E N I E U R E

Beim Detecon Mobile Award erfolgreich

Mit einem dritten Platz beim bundesweiten Online-Wettbewerb der Managementberatung

Detecon International hat das Studenten-Team der

Hochschule Ulm hervorragend abgeschnitten und Elite-Universitäten weit

hinter sich gelassen. Der Online-Wettbewerb ist ein fester Bestandteil

der Lehrveranstaltung „BWL für Ingenieure“ von Professor Friedrich Büg,

Fakultät Grundlagen. Dieses Mal mussten die Studenten als Manager eines

fiktiven Elektroautomobil-Startups fungieren und ihr Unternehmen erfolgreich

am Markt etablieren. Das gelang den Ulmern offenbar vortrefflich. Der

Preis für die Hochschule Ulm ist die neueste Version des Planspiels TOPSIM

- General Management II im Wert von circa 9.000 Euro. n

Mitglieder der Jury fühlten sich von der App tief berührt, ist

auf der Homepage von Adobe Mobile Challenge zu lesen.

Überzeugt haben sie die Thematik, das User Interface, die

logisch aufgebaute Bedienung des Tablets und das ansprechende

Design. Einen Wermutstropfen gab es jedoch: Der

erste Preis - eine Reise zu Adobe MAX nach Los Angeles

- galt nur für eine Person. Alexander Renner durfte sie antreten.

Die Arbeit der vier Studenten ist im Fach E-Learning bei

Professor Susanne Radtke entstanden. ih

C O M P U T A T I O N A L S C I E N C E & E N G I N E E R I N G

Die Ersten haben begonnen

Fünfzehn Studierende haben sich in den neuen Studiengang CSE eingeschrieben,

der zum Wintersemester 2011/12 gestartet ist. Das Gemeinschaftsprojekt

zwischen der Universität Ulm und der Hochschule Ulm wird

von der Stiftung Mercator und Volkswagen-Stiftung gefördert. Jedes Jahr

können 45 Studierende mit dem Studium beginnen, bei dem mathematische

Modellierung und Simulation für die Produktentwicklung im Mittelpunkt

stehen. Eine Bewerbung ist jeweils zum Wintersemester möglich. Sie erfolgt

über das Bewerbungsportal der Universität Ulm unter www.uni-ulm.de/index.php?id=11594.

Bewerbungsausschlussfrist ist der 15. Juli. Anfragen

zum Studiengang können auch gerichtet werden an j.paar@hs-ulm.de.n


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11


S T U D I U M & L E H R E

Wer Digital Media studiert oder Industrie-Design

gewählt hat, sollte erfahren können, wo die De-

signwelt pulsiert. Eine Fachexkursion unter der

Leitung von Professor Susanne Radtke an die San

Francisco State University war dafür erste Wahl.

Was sich auf den ersten Blick wie „California Dream“

anhört, war zunächst einmal Arbeit. Auf die 12 Ulmer

Studierenden des Bachelor-Studiengangs Digital

Media und des Master-Studiengangs Systems Engineering

& Management wartete an der San Francisco

State University ein interkultureller Design-Workshop,

an dem auch 12 amerikanische Studierende

teilnahmen. Den Appetit auf eine globale, vernetzte

Welt zu wecken, und das Studieren auf einem US-

Campus zu erleben - das war die Absicht von Professor

Susanne Radtke, als sie ihren Studierenden

im Wahlfach „Type in Motion“ im Sommersemester

2011 eine zweiwöchige Fachexkursion in das Design-

Mekka der USA offerierte. Dass dazu ein attraktives

Kulturprogramm gehörte, liegt auf der Hand. Die

Stadt und deren Designwelt bei kundiger Führung

kennenzulernen, schlägt keiner aus. Doch wie kam es

zur dieser Fachexkursion?

Die Vorgeschichte

Susanne Radtke verbrachte im Jahr zuvor ein Forschungssemester

in San Francisco. Am Design & Industry

Department der San Francisco State University

und bei verschiedenen Design-Agenturen beschäftigte

sie sich mit den Anforderungen einer interkulturellen

Designvermittlung in Bezug auf den amerikanischen

12

Mediengestaltung

Type in Motion

on a Californian Campus

Diplom-Designerin Susanne P. Radtke ist Professorin im Studiengang

Digital Media. Ihr fachlicher Schwerpunkt liegt im

Bereich Grundlagen der Gestaltung und Mediendesign. Die

Fachexkursion zur San Francisco State University einschließlich

der Workshop-Ergebnisse ist unter www.typeinmotion.

visuelle-mediengestaltung.de dokumentiert.

Arbeitsmarkt. Die Zusammenarbeit mit den Designkollegen

an der dortigen Universität war sehr aufschlussreich.

Es zeigten sich viele Parallelen zu den

Studienbedingungen im Ulmer Studiengang Digital

Media und in der Zusatzqualifikation Industrie-Design.

Vor diesem Hintergrund nahm der Leiter des

Departments, Professor Ricardo Gomes, eine Einladung

an die Hochschule Ulm an. Dort kam er auch

mit ehemaligen Dozenten der Ulmer Hochschule für

Gestaltung zusammen. Außerdem knüpfte er erste

Kontakte zur Fakultät Maschinenbau und Fahrzeugtechnik

bzw. zur Fakultät Elektrotechnik und

Informationstechnik. Damit war der Boden für einen

gemeinsamen Workshop in Kalifornien bereitet. Zwei

Monate später bestiegen die Ulmer Studierenden

gemeinsam mit Professor Susanne Radtke den Flieger

in Richtung US-Westküste.

Type in Motion: Ausdrucksmittel für Kulturunterschiede

Das Workshopthema „German-American Cultural

Stereotypes – how do we look at each other in

typography, image and animation?“ hatte Susanne

Radtke gemeinsam mit ihrer amerikanischen Kollegin

Professor Nancy Nobel vorbereitet. Die einzelnen

Arbeitsgruppen hatten die Aufgabe, zu Themen wie

Eating Styles, Ecology oder Patriotism Videoclips zu

gestalten, bei denen bewegte Buchstaben und Typisierungen

ein wesentliche Rolle spielen. Wichtig war

dabei, dass in gemischten Teams gearbeitet wurde,

also Deutsche mit Amerikanern unterschiedlicher

ethnischer Herkunft.

Zu Beginn des Workshops gab es viele anregende

Diskussionen um das Thema: Was haben wir für

Vorstellungen und Vorurteile voneinander? Manche

stereotypen Vorstellungen wie „Amerikaner sind


Mauergemälde waren ein Aspekt mit dem

sich die Teilnehmer der Fachexkursion nach

San Francisco befassten, links die Bunnies in

der Lower Haight Street und rechts eine Mauergestaltung

im Latino-Viertel Mission.

weniger gesundheitsbewusst” waren in ihrer Strikheit

nicht lange haltbar. Zudem hatten die Studierenden

bei den Vorbereitungen in Ulm fast ausschließlich die

„weißen” Amerikaner im Blick. Die amerikanischen

Kommilitonen im Workshop stammten aber zu mehr

als der Hälfte aus multikulturellen Familien mit einer

oftmals ausgeprägten eigenständigen kulturellen

Identität. Das ist eine Situation, wie sie auf dem

globalen Desgin-Arbeitsmarkt häufig anzutreffen ist.

Die Begegnung und die konzeptionelle Arbeit in den

interkulturellen und interdisziplinären Teams führte

zu sehr interessanten und eigenständigen Studienarbeiten.

San Franciscos Designwelt erkundet

Eine Woche lang waren die Ulmer auf dem Campus

der San Francisco State University zu Hause und starteten

von dort zu einigen Erkundungstouren. Highlights

waren ein Besuch bei Adobe Systems Inc. unter

der Führung von Tim Schulenberg, Area Manager

of Education, sowie eine Exkursion zum Muir Wood

National Park, wo die höchsten Bäume der Welt

mit einem durchschnittlichen Alter von 500 bis 800

Jahren bestaunt werden konnten. Als wahrer Glücks-

Im Uni-Workshop entstanden Videoclips, die

mit den Mitteln von Typographie und Symbolik

interkulturelle Unterschiede thematisierten,

hier die Startseite des Projektes Eating Styles.

fall erwies es sich, dass während des Aufenthalts alle

renommierten Designbüros im Zuge der „San Francisco

Design Week” ihre Pforten geöffnet hatten. Die

Studierenden konnten so auf einer trendigen Agenturparty

bei Frog Design internationales Flair schnuppern.

Diese international bekannte Agentur für

Industrie-Design ist in den 70er Jahren von Hartmut

Esslinger gegründet worden, der zuvor in Schwäbisch

Gmünd studiert hatte.

Die letzte Woche hatte die Gruppe im angesagten

Zentrum von San Francisco verbracht, wo sie das

Aufeinandertreffen unterschiedlichster Kulturen

hautnah erleben konnte. Hierzu gehörte das Eintauchen

in die Welt der „Mural Art”, öffentlich zugängliche

Wandmalereien im Latino-Stadtteil Mission mit

Fachführung, sowie der Besuch der Traumfabrik Lucas

Film Ltd. beim Art Director für das internationale

Design der Merchandising-Produkte von Star Wars.

Das atemberaubende Show Reel neuester Filmproduktionen

im hauseigenen Kino zählte zu den unvergesslichen

Höhepunkten eines California Dream, der

sich zumindest für die Ulmer Studierenden mit der

Fachexkursion erfüllt hat. Ingrid Horn

13


S T U D I U M & L E H R E

1

n Eine deutsch-amerikanische Freundschaft

Matt Branam (links), Präsident des Rose-Hulman Institute of

Technology (RHIT), und Rektor Professor Dr. Achim Bubenzer

setzten ihre Unterschrift unter einen Vertrag, der für beide

Hochschulen eine neue Dimension der Zusammenarbeit eröffnet.

Sie haben den Rahmen für einen gemeinsamen Master-

Studiengang geschaffen, der im Sommersemester 2012 mit

den ersten Studierenden von beiden Seiten starten soll.

Der Rektor war extra zu diesem Anlass mit einer Ulmer Delegation

in die USA gereist, um die Umsetzung der Zusammenarbeit

zu besprechen. Der Master-Studiengang ist die internationale

Variante des Ulmer Studiengangs „Systems Engineering & Management“

mit Schwerpunkt Electrical Engineering. Der neue

Brückenschlag in die USA dürfte für alle attraktiv sein, die an

eine internationale Berufslaufbahn denken. n

Neue Master-Studiengänge gehen an den Start

Die Hochschule Ulm arbeitet an der

Erweiterung ihres Angebots an Master-

Studiengängen. Die neuen werden zum

Sommersemester 2012 starten.

Gleich zwei neue SY-Varianten

Der Master-Studiengang Systems Engineering

& Management (SY) wartet

gleich mit zwei neuen Varianten auf.

Zu den bisherigen Studienschwerpunkten

„Mechanical Engineering“,

Electrical Engineering“ und „Industrial

Management“ kommt nunmehr

„Logistik“ hinzu. Diese Variante eignet

sich für Bachelor-Absolventen oder

Diplom-Ingenieure mit Ambitionen

für Führungsaufgaben in den Bereichen

Beschaffungs-, Distributions- und

Transportlogistik.

Wer sich für den Schwerpunkt „Electrical

Engineering“ interessiert, kann sich

bereits für März 2012 um die internationale

Variante bewerben, die die

Hochschule Ulm gemeinsam mit dem

Rose-Hulman Institute of Technology

(RHIT) entwickelt hat. Jede Hochschule

kann fünf Studienplätze vergeben. Das

erste Semester findet in Ulm, das zwei-

te Semester in Terre Haute, Indiana,

statt. Im anschließenden Sommersemester

wird die Master-Thesis an einer

der beiden Hochschulen oder in der

Industrie angefertigt. Mit dem bestandenen

Examen erhalten die Absolventen

einen Doppelabschluss. Beide

Hochschulen verleihen den Master of

Engineering. Die Einrichtung des internationalen

Studiengangs wird durch

das Bundesministerium für Bildung

und Forschung (BMBF) und den Deutschen

Akademischem Austauschdienst

(DAAD) gefördert.

Energiesysteme & Elektromobilität

Ganz im Zeichen der Enerigewende

und der Entwicklung neuer Antriebe

steht der Master-Studiengang „Elektrische

Energiesysteme & Elektromobiltät“.

Der deutsche Arbeitsmarkt

braucht dringend Fach- und Führungskräfte

auf diesem Gebiet. Dem trägt die

Hochschule Ulm Rechnung und rundet

mit diesem speziellen Master-Studiengang

ihr Studienangebot auf dem

Energiesektor ab. ih

n siehe auch www.hs-ulm.de/graduateschool


www.liebherr.com

Mit Fulbright nach New York

Wer neugierig ist auf andere Kulturen,

kann vielerlei Möglichkeiten nutzen,

um sie ohne Studienstress kennenzulernen.

Stefanie Nusser, die im vierten

Semester Informationsmanagement im

Gesundheitswesen studiert, war hier

eigeninitiativ und bewarb sich um ein

Fulbright-Stipendium. 450 Mitbewerber

musste sie aus dem Feld schlagen,

um vier Wochen im August auf einem

US-Campus in Staate New York zu

verbringen und in die amerikanische

Hochschulkultur und Lebensweise

einzutauchen.

Zu überzeugen dürfte der Sportskanone

nicht schwer gefallen sein. Seit ihrer

Schulzeit ist Stefanie Nusser als Taucherin

und Leichtathletin aktiv. Zurzeit

betreibt sie Speerwurf als Leistungssport.

„Gleich zu Beginn unseres Campus-Aufenthalts

haben wir erfahren,

dass im amerikanischen Hochschulleben

Sport großgeschrieben wird“,

weiß die 21jährige zu berichten. Sie ist

deshalb überzeugt, dass ihre bisherige

sportliche Laufbahn ein ungeheuerer

Pluspunkt bei der Auswahl der Teilnehmer

an der Fulbright Summer School

war, die an der State University of New

York in Binghamton stattfand.

Spezialisieren Sie sich doch

einfach auf Vielfalt.

Zusammen mit Liebherr haben Sie bereits während Ihres Studiums viele interessante

Möglichkeiten. In einem Praktikum können Sie bei uns erste Berufserfahrungen

sammeln. Gerne unterstützen wir Sie aber auch bei der Bearbeitung einer herausfordernden

Themenstellung im Rahmen Ihrer Abschluss arbeit. Hochmotivierten

Absolventen bieten wir darüber hinaus die Möglichkeit des Direkteinstiegs in unserer

internationalen Firmengruppe. Willkommen im Erfolgsteam.

In Seminaren und Vorlesungen lernte

sie gemeinsam mit weiteren Studierenden

von deutschen Fachhochschulen

US-Studienstruktur und kulturelle

Besonderheiten kennen und erweiterte

ihre englischen Sprachkenntnisse. Ob

der Besuch eines Baseballspiels oder die

Ausflüge nach Philadelphia und New

York City - jeder Tag war voller neuer

Eindrücke, schwärmt die gebürtige

Ulmerin. Durch Besuche bei Nasdaq,

Siemens und der Deutschen Bank kam

auch die geschäftliche Seite von Big

Apple nicht zu kurz. Sie kann ihren

hiesigen Kommilitonen nur empfehlen,

sich mutig auf solche Angebote, wie sie

Fulbright macht, einzulassen. ih

n Die Fulbright-Kommission

Die Fulbright-Kommission ist eine deutschamerikanische

Einrichtung mit Sitz in Berlin.

Ihre Aufgabe ist es, den wissenschaftlichen

und kulturellen Austausch zwischen beiden

Staaten zu fördern und durch Stipendien zu

unterstützen. Im Falle der Summer Schools

für FH-Studierende deckt das Stipendium

sämtliche Kosten inklusive der Reise ab. Der

USA-Aufenthalt soll zu einem Auslandssemester

oder Auslandspraktikum animieren.

Die Firmengruppe

New York City war für

Stefanie Nusser (Mitte) ein

Highlight während ihrer Zeit

an der State University of

New York in Binghamton. Die

Summer School für FH-Studierende

wird vom Bundesministerium

für Bildung und

Forschung (BMBF) finanziert.

15


W I S S E N S C H A F T & W I R T S C H A F T

Manfred Tries weiß, nur wenn beide Partner Vor-

teile erzielen können, hat eine Zusammenarbeit

ein tragfähiges Fundament. Der Hochschule Ulm

stiftete er deshalb kürzlich einen Ventil-Prüfstand

für die Ausbildung von Ingenieuren.

Kooperation heißt Geben und Nehmen

Hydraulik ist mein Leben

könnte für die berufliche Entwicklung

des Unternehmers

Manfred Tries stehen, hier in

einer seiner Werkhallen.

1

Manfred Tries ist ein Paradebeispiel

für schwäbisches Unternehmertum.

Auch heute noch im Alter von 76

Jahren steht er als geschäftsführender

Gesellschafter des Hydraulikelemente-

Herstellers TRIES in Ehingen in voller

Verantwortung. Ein Ingenieurbüro als

Ein-Mann-Betrieb war 1964 der Anfang,

heute beschäftigt Tries 141 Mitarbeiter.

Die Wirtschaftskrise hat das

Unternehmen unbeschadet überstanden,

kann im Zehnjahresdurchschnitt

ein stetes Wachstum verzeichnen und

setzt auf nachhaltiges Wirtschaften.

Für Manfred Tries bedeutet dies auch,

Gewinne kommen dem Unternehmen

zugute.

Gute Mitarbeiter sorgen für Erfolg

Vor der Zukunft ist Manfred Tries nicht

bange. Sein Sohn Matthias, derzeit

noch Maschinenbau-Student, wird

in wenigen Jahren seine Nachfolge

antreten. Er kann auf eine bewährte

Führungsmannschaft vertrauen. „Als

Gesellschafter müssen Sie über zweierlei

verfügen: über fachliche Kompetenz

und über soziale Kompetenz. Letztere

müssen Sie selbst besitzen, die fachliche

können Sie einkaufen.“ erläutert mir

Manfred Tries seine Haltung. Dieses

Einkaufen fachlicher Kompetenz ist

eine der Triebfedern, warum er als

Unternehmer in den letzten Jahren

verstärkt den direkten Kontakt zu

Hochschulen sucht.

Obwohl die Belegschaft der Firma

TRIES zu 90 Prozent aus Industriemechanikern

und verwandten technischen

Ausbildungsberufen besteht,

steigt auch hier der Bedarf an Akademikern,

vor allem an Ingenieuren.

Sieben Prozent der Belegschaft macht

dieser Bereich inzwischen aus, wobei

allein drei Ingenieure in der Abteilung

Konstruktion und Entwicklung

tätig sind. „Jeder, der frisch von der

Uni oder der Fachhochschule kommt,

braucht ein Jahr Einarbeitungszeit, bis

er für das Unternehmen Ertrag bringt“,

so die Erfahrungen von Manfred Tries.

Um diese Phase zu verkürzen, hat er

die Nähe der Hochschule Ulm gesucht,

mit dem Dekan der Fakultät Produktionstechnik

und Produktionswirtschaft


Professor Dr.-Ing. Josef Kurfess Kontakt

aufgenommen und schließlich investiert.

Prüfstand für die Ingenieure in spe

Sichtbares Zeichen ist der neue Ventil-

Prüfstand, der seit Juli im Maschinenlabor

der Hochschule Ulm in Betrieb ist.

Gemeinsam entwickelt, wurde er von

der Firma TRIES gebaut und explizit

durch die Masterarbeit von Christoph

Hinz für den Laborbereich tauglich

gemacht. Der Prüfstand dient der

Darstellung und funktionalen Testung

von Hydraulik-Ventilen; er bietet alle

Möglichkeiten einer modernen Prüfstandsteuerung

und Messtechnik wie

Leitrechner, CAN-Bus, Frequenzumrichtung

der Antriebsmotoren und

Ölzustandsüberwachung. Eingesetzt

wird er vor allem für die Laborversuche

der Vorlesungen Ölhydraulik und

Mobilhydraulik, die für die Maschinenbau-

und Fahrzeugtechnik-Studenten

Pflichtfächer sind. Schätzungsweise

150 000 Euro Investition repräsentiert

der Prüfstand. Und ein Teil der

Overhead-Kosten, der üblicherweise

bei Neueinstellungen anfällt, ist damit

schon wettgemacht: Masterabsolvent

Christoph Hinz ist seit Ende letzten

Jahres festangestellter Mitarbeiter in

der Entwicklungsabteilung bei TRIES.

Der Ventil-Prüfstand wurde von Matthias

Bachhofen (links außen) gebaut und von

Christoph Hinz (rechts) so erweitert, dass er

für Laborversuche und -analysen tauglich

ist. Bei der offiziellen Übergabe waren auch

Manfred Tries (2. v. l.) und Rektor Professor Dr.

Achim Bubenzer (rechts außen) mit dabei.

Ein Kreislauf von Geben und Nehmen

Kooperation mit einer Hochschule ist

nach Ansicht von Manfred Tries ein

Kreislauf von Geben und Nehmen.

Durch die Bereitstellung neuester Maschinen

und aktueller Themen für Abschlussarbeiten

können Unternehmen

- auch mittelständische - entscheidend

dazu beitragen, passenden Ingenieursnachwuchs

zu erhalten. Selbstverständlich

sei er als Unternehmer auch an

dem fachlichen Know-how der Professoren

interessiert, bekennt Tries. Bei

ihnen könne er Fragestellungen grundsätzlicher

Art einbringen, für deren

Bearbeitung seine Mannschaft keine

Zeit habe. Ein Unternehmen, das von

der Auftragsentwicklung lebt, müsse

lösungsorientiert und termingerecht arbeiten.

Zum Explorieren bleibe da nur

wenig Raum und Zeit. In diesem Sinne

schätzt er besonders die Zusammenarbeit

mit Professor Dr.-Ing. Josef Kurfess.

Dieser hatte auch die Masterarbeit für

die Labortauglichkeit des Prüfstandes

vermittelt. Mit Ausdauer und Zielstrebigkeit,

wie sie dem passionierten Jäger

eigen sind, hat Manfred Tries schon

das nächste Projekt mit der Hochschule

Ulm im Visier: die Einrichtung eines

Kompetenzzentrums Hydraulik.

Ingrid Horn

TRIES Hydraulikelemente Ehingen

ist Entwickler und Produzent im Bereich Hydraulik und Steuerblocktechnik.

Die Produkte werden weltweit vertrieben, wobei

der Anteil außerhalb Europas circa 15 Prozent ausmacht. In

Europa liegt der Schwerpunkt auf Deutschland. Hydraulik-

Elemente von TRIES finden sich in Maschinen und Geräten

weltbekannter Hersteller wie im Pistenbully von Kässbohrer,

in hydraulischen Klettersystemen des Gerüstebauers PERI, bei

der Krantechnik von Liebherr, in Bremssystemen von Linde-Gabelstablern

und sogar in der Transportplattform für das frühere

NASA-Shuttle.

1


W I S S E N S C H A F T & W I R T S C H A F T

18

S Y S T E M S E N G I N E E R I N G & M A N A G E M E N T

Wie Christoph Hinz zu TRIES kam

Christoph Hinz, geboren in Erfurt und aufgewachsen im

Sauerland, ist gelernter Industriemechaniker und hatte

in Berlin Maschinenbau studiert, bevor es ihn nach

Süddeutschland zog. Dass auf den Bachelor der Master

folgen sollte, war ihm schon lange klar, doch wo lohnt

es sich? Die Entscheidungskriterien waren eine attraktive

Stadt, ein hochwertiger Studiengang und ein zukunftsträchtiges

industrielles Umfeld. Aufgrund intensiver Internetrecherche

ging der Zuschlag an die Hochschule Ulm,

wo er sich 2009 für den Master-Studiengang Systems

Engineering & Management einschrieb.

Um während des Studiums Geld zu verdienen, hatte Hinz

zunächst versucht, über ein Pre-Mastering- Programm

von Bosch Rexroth in der Ulmer Region Fuss zu fassen,

das wegen der Wirtschaftskrise jedoch eingestellt wurde.

Eine Bewerbung beim Institut für Fahrzeugsystemtechnik

blieb auch ohne Erfolg. Doch Professor Dr.-Ing. Josef

Kurfess erinnerte sich dieser, als ein Projekt bei der Firma

TRIES anstand. Als Werkstudent erarbeitete Hinz im Rahmen

seiner Masterarbeit die Konzeption einer CAN-Bus

manipulierten hydraulischen Steuereinheit für den Ventil-

Prüfstand im Hinblick auf die Durchführung bestimmter

ENDORSE: Stabile Netze bei schwankender Solarleistung

Der Anteil von Solarenergie, der in Stromnetze eingespeist

werden wird, wird weiter ansteigen. Aufgrund

der variablen Sonneneinstrahlung wird die erzeugte

Strommenge Schwankungen unterliegen, die die Stabilität

der Stromnetze beeinträchtigen kann. Sichere

Voraussagen über die zu erwartende PV-erzeugte

Strommenge wären eine wichtige Hilfe, um durch

entsprechende Zuschaltung konventionell erzeugter

Energie die Stromversorgung sicherstellen zu können.

Hier setzt das EU-Forschungsprojekt Energy

Downstream Services (ENDORSE) an, an dem auch

die Hochschule Ulm beteiligt ist.

„Wir arbeiten gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum

für Luft- und Raumfahrt (DLR) und den Stadtwerken

Ulm/Neu-Ulm (SWU) an einem Konzept, das

die zuverlässige Voraussage für die Solarleistung in

Ulm auf der Basis der Daten des Wettersatelliten Meteosat-8

erlaubt“, erläuterte Professor Gerd Heilscher.

Meteosat-8 bewegt sich auf einer geostationären Umlaufbahn

um die Erde. Er beobachtet ständig Afrika

Laborversuche. Er entwarf den Hydraulik-Schaltplan,

definierte die benötigten Bauteile und dokumentierte als

Baugruppen zwei Steuerblöcke und einen Arbeitszylinder.

Abschließend erarbeitete er die für die Versuchsdurchführung

notwendigen Unterlagen wie Sicherheitsunterweisung,

Vorinformationen und Dokumentationsvorlagen.

Christoph Hinz, seit kurzem verheiratet und bald auch

Vater, ist seit einem dreiviertel Jahr als Konstruktionsingenieur

bei TRIES beschäftigt, wo er vor allem das herzliche

Arbeitsklima schätzt. Jeden Morgen gerne zur Arbeit zu

gehen, ist unbezahlbar, so seine Erkenntnis. ih

und Europa, sendet alle 15 Minuten Bilder unterschiedlicher

Spektralbereiche und hat eine Auflösung

von drei Kilometern. Die Solarleistungsvorhersage

soll in die Netzleitwarte der Stadtwerke Ulm integriert

werden. Für diesen Zweck erhält die Hochschule Ulm

eine Kopie der Netzleitwarte. Zunächst soll der Einfluss

hoher PV-Anteile auf das Niederspannungsnetz

der SWU untersucht werden. Hierzu werden ausgewählte

Netzgebiete mit Messgeräten ausgestattet und

die so ermittelten Daten sowie die Solarstrahlung in

ein Simulationsprogramm eingespeist. In einem zweiten

Schritt geht es dann um den realen Datentransfer

und dessen Integration in den Netzbetrieb.

Das Endergebnis wird ein Dienst für den Lastausgleich

in elektrischen Verteilnetzen mit einem hohen

Anteil an PV-Systemen sein. Das Besondere an EN-

DORSE ist die Tatsache, dass erstmals der Einfluss von

Solarenergie auf lokale Netze unter realen Bedingungen

untersucht wird. Das Projekt wird von der EU bis

2013 gefördert. ih


Den ARGUS-Forschungspreis hält Christopher

Hepner in seinen Händen, flankiert von

Professor Dr.-Ing. Heinrich Dämbkes (links),

CASSIDIAN, und Professor Dr. Roland Münzner

(rechts), Hochschule Ulm, der seine Master-

Arbeit betreute. Sie entstand am Deutschen

Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in

Oberpfaffenhofen.

Christopher Hepner gehört zu den fünf Preisträgern des ARGUS-Forschungspreises, den

CASSIDIAN - die Verteidigungs- und Sicherheitssparte des EADS-Konzerns - nun zum

neunten Mal vergeben hat. Er überzeugte die Jury mit einem neuen Verfahren, mit dem

sich dreidimensionale Radarsignaturen erstellen lassen.

Radarsignaturen in 3D ausgezeichnet

Christopher Hepner verfolgte in seiner Master-Arbeit

das Ziel, aus Turmdrehstandsmessungen mit ausgedünnter

Apertur dreidimensionale Radarsignaturen

mit dem Verfahren des Inversen Synthetischen Apertur

Radars (ISAR) zu generieren. Dabei sollte eine

hohe Abbildungsqualität ebenso gewährleistet sein

wie eine einfache und effiziente Berechenbarkeit.

Beides sind wichtige Kriterien, damit der Mensch

Radarbilder leichter interpretieren kann und sich die

Bilderkennung durch automatische Verfahren vereinfacht.

Stereometrie sichert Bildqualität

Ausgangspunkt für die Entwicklung der entsprechenden

Verfahren sind existierende Algorithmen

der SAR-Prozessierung von Radar-Rohdaten in zwei

Dimensionen. Zum Einsatz kommen insbesondere die

Polarformat-Methode sowie verschiedene Verfahren

der Filterung, um Mehrdeutigkeiten zu entfernen,

die aufgrund der ausgedünnten Aperturen entstehen.

Diese Algorithmen hat Hepner zunächst getrennt für

die Verarbeitung dreidimensionaler Radar-Rohdaten

erweitert, dann anhand simulierter Referenzdaten verifiziert

und die Qualität der so gewonnenen Radarsi-

gnaturen geprüft. Indem er das Gesamtverfahren um

eine stereometrische Auswertung erweiterte, gelang

es ihm, qualitativ hochwertige Ergebnisse zu erzielen.

Gleichzeitig optimierte er die für eine effiziente

Berechnung der dreidimensionalen Radarsignaturen

benötigten Rechenressourcen. Seine Feuerprobe bestand

das von Hepner entwickelte Verfahren schließlich,

als es auf Radar-Rohdaten angewendet wurde,

die von zwei exemplarischen Turmdrehstandsmessungen

stammen. Damit ist die hohe Qualität des Verfahrens

auch für reale Messungen nachgewiesen.

Beeindruckende Bildungskarriere

Christopher Hepner, der bei EADS eine Ausbildung

zum Kommunikationselektroniker in der Fachrichtung

Funktechnik absolviert hatte, studierte an der

Hochschule Ulm Nachrichtentechnik. Nach dem Ingenieur-Diplom

wählte er den Studiengang Systems

Engineering und Management mit dem Schwerpunkt

Elektrotechnik, um sich weiter zu qualifizieren.

Während des Master-Studiums verbrachte er ein

Auslandssemenster am Rose-Hulman Institute of

Technology (RHIT) in Terre Haute im US-Bundesstaat

Indiana. rm/ih

19


W I S S E N S C H A F T & W I R T S C H A F T

Solares Internet-Caf é für mehr Wissen und Arbeit

Wie kann man bei fehlender elektrischer Infrastruktur

der Bevölkerung einen Zugang zum Internet

verschaffen? Mit dieser Frage beschäftigte sich Tobias

Kaufmann in seiner Bachelor-Arbeit. Für den Absolventen

des Studiengangs Mechatronik ist ein solarbetriebenes

Internet-Café die Lösung des Problems.

Dafür wurde er mit dem Wieland-Preis für nachhaltige

Technik und Wirtschaft ausgezeichnet. Denn es

eignet sich für Entwicklungsländer, die über ein gut

ausgebautes Mobilfunknetz verfügen. Als einfach

umsetzbares Geschäftsmodell eröffnet es neue Erwerbsquellen

und Zugang zu Wissen, was wiederum

bessere Ausbildungsmöglichkeiten und Lebensumstände

bedeutet.

Als Kernstück entwickelte Kaufmann ein mobilfunkbasiertes

System, das den Betrieb eines mit Solarenergie

versorgten Internetservers erlaubt. Zum Einsatz

20

Wieland-Preisträger Tobias

Kaufmann und Professor

Dr. Marianne von Schwerin

(rechts), die gemeinsam mit

Professor Peter Adelmann

die Bachelor-Arbeit betreute.

Dr. Ulrich Hartmann (links),

Technik-Vorstand der Wieland

Werke AG, überreichte den

Preis bei der Abschlussfeier

des Sommersemesters.

R O C C

Auch mit Uni Ulm

Partner im Projekt Radar on Chip for

Cars (RoCC) ist neben den in KOMPAKT

01_2011 genannten Hochschulen auch

die Universität Ulm. Wie berichtet, arbeiten

die Hochschulen gemeinsam mit

Unternehmen daran, hochintegrierte

und kosteneffiziente Automobilradare

für sicherheitsrelevante Fahrzeugfunktionen

zu entwickeln. n

kommen Netbook-Computer, die sich mit weniger

als 10 Watt Leistung betreiben lassen. Wegen ihres

geringen Verbrauchs konnte er das benötigte Solarsystem

äußerst kostengünstig auslegen. Die verwendete

softwaretechnische Infrastruktur ist außerdem in

Form von Open Source Produkten frei verfügbar. Das

System, dessen Server- und Clientsoftware Kaufmann

auf der Anwendungsebene selbst entworfen und programmiert

hat, erfüllt moderne Sicherheitsstandards;

es ist leicht skalierbar und erweiterbar sowie äußerst

benutzerfreundlich.

Der Wieland-Preis für nachhaltige Technik und Wirtschaft

ist der höchstdotierte Preis für studentische

Arbeiten an der Hochschule Ulm und würdigt gleichzeitig

die Leistung des betreuenden Professors durch

einen Geldbetrag für seine wissenschaftlichen Aktivitäten.

ih

S T E I N B E I S - T R A N S F E R Z E N T R U M

Dezentrale Regenerative Energiesysteme

Professor Dr. Gerd Heilscher hat ein Steinbeis-Transferzentrum gegründet,

das Dienstleistungen rund um Photovoltaik und Energiewirtschaft

anbietet. Schwerpunktthemen sind unter anderem intelligente Stromnetze

wie Smart Grid, Smart Meter und Smart Home, Netzintegration

dezentraler Energiesysteme und die Energiemeteorologie. Heilscher

hat an der Fakultät für Produktionstechnik und Produktionswirtschaft

eine Stiftungsprofessur für Dezentrales Energiedatenmanagement inne.

Insgesamt gibt es zurzeit 28 Einrichtungen der Steinbeis-Stiftung, die

von Professoren der Hochschule Ulm geleitet werden. n


Glückliche Preisträger. Katharina Remmele und Jonas Hirschmann

gemeinsam mit den Betreuern ihrer Abschlussarbeiten,

Professor Dr.-Ing. Klaus-Peter Franke (links aussen) und Professor

Dr. Martin Heßling (rechts außen)

I N N O V A T I O N S P R E I S ( 1 )

Analyse-Möglichkeiten erweitert

Jonas Hirschmann, Studiengang Mechatronik, gehört zu

den Preisträgern, dem Joachim Lang in seiner Eigenschaft

als Erster Vorsitzender des Förderforums den mit 2000 Euro

dotierten Innovationspreis auf der Jahrsversammlung des

Vereins überreichte. Hirschmann erweiterte durch die Ergebnisse

seiner Abschlussarbeit die analytischen Möglichkeiten

der Ramanmikroskopie. Mit dieser Methode lässt sich die

chemische Zusammensetzung unbekannter Proben punktgenau

aufgrund des materialabhängigen Ramanspektrums

analysieren. Der Preisträger hat komplexe Algorithmen aus

der Fachliteratur programmiertechnisch umgesetzt und weiterentwickelt.

Dadurch ist es möglich geworden, in unbekannten

Proben auch die Zahl, die Art und die Konzentrationsverteilung

der Inhaltsstoffe zu ermitteln. Die Algorithmen

sind bereits in eine firmeneigene Anlaysesoftware integriert

worden. Die Arbeit wurde von den Professoren Dr. Martin

Heßling, Fakultät Mechatronik und Medizintechnik, und Dr.

Karin Lunde, Fakultät Informatik, betreut. n

setzt Energien frei

Energiedienstleistung Gebäudeautomation Energietechnik

Luft- und Klimatechnik Versorgungstechnik www.gaiser-online.de

in Ulm und Heidenheim

Willkommen in der Zukunft – Praktikanten, Diplomanten und Absolventen

bewerben sich jetzt unter: bewerbung@gaiser-online.de

I N N O V A T I O N S P R E I S ( 2 )

Software-Tool für Auftragsabwicklung

Katharina Remmele erhielt ebenfalls den diesjährigen Innovationspreises

für technisch-wissenschaftliche Leistungen

des Förderforums der Hochschule Ulm e.V. Gewürdigt wurde

ihre Abschlussarbeit zur Optimierung der Auftragsabwicklung.

Sie entwickelte ein webbasiertes Software-Tool für

einen Automobilzulieferer, mit dem die bisher unstrukturierte

Auftragsabwicklung von Einzelaufträgen effizienter

gestaltet wird, ohne die einfache Abwicklung von Aufträgen

auf Zuruf aufgeben zu müssen. Die Software erlaubt einen

vollständigen Überblick über Bestand und Abwicklung aller

Einzelaufträge. Das Unternehmen setzt dieses Tool seit April

erfolgreich ein. Die Preisträgerin studierte Wirtschaftsingenieurwesen.

Ihre Arbeit betreute Professor Dr. Klaus-Peter

Franke, Fakultät Produktionstechnik und Produktionswirtschaft.

n

21


C A M P U S & M E H R

Mit der Karrierebörse hat die Hoch-

schule Ulm vor zehn Jahren eine

Tradition begründet. Die Basis des

Erfolgs sind Teamarbeit und Kun-

denorientierung.

22

Und alles dreht sich um Ihren Erfolg

Das Motto der diesjährigen Karrierebörse

machte es schon Monate zuvor

deutlich, wer im Zentrum der Veranstaltung

steht. Hinter dem „Ihren Erfolg“

stecken gleich zwei Zielgruppen:

die Unternehmen, die künftige Mitarbeiter

suchen, und die Studierenden,

die sich einen glatten Berufsstart

wünschen. Seit 2002 gibt es dieses

Begegnungsforum an der Hochschule

Ulm, und seit 2005 wird es in alleiniger

Regie durch das CCM (Corporate Communications

& Marketing) ausgerichtet.

60 Unternehmen gelten inzwischen

als ideale Teilnehmerzahl, weshalb die

Standplätze sehr schnell nach der Aussendung

des Angebots ausgebucht sind.

Offenes Konzept und beste Organisation

„Die Belegung erfolgt nach dem Windhundverfahren“,

erläutert Dr. Ingrid

Horn, die für die Konzeption und die

Kommunikation der Veranstaltung

verantwortlich ist. Dadurch werde eine

gute Durchmischung zwischen großen

und mittleren Unternehmen erzielt,

und auch neue Unternehmen hätten

eine Chance, sich den Studierenden

vorzustellen, so die Leiterin des CCM.

Ein solches Unternehmen ist SysDesign,

das mit seiner positiven Reaktion

am Ende der Karrierebörse 2011 nicht

geizte. „Wir kommen wieder!“ sandt

es per E-Mail und lobte dabei die reibungslose

Organisation ebenso wie das

angenehme Auftreten der studentischen

Hilfskräfte. Das freute insbesondere

Doris Pellkofer, die im CCM-Team

für das Veranstaltungsmanagement

zuständig ist. Von der Aussendung des

Angebotes bis zum Veranstaltungstag

laufen bei ihr die operationalen Fäden

zusammen. Als Marketingfachfrau

kümmert sie sich um die Kundenwünsche

ebenso wie um den Inter-


netauftritt, das Leitsystem und das

Catering. Unterstützt von Dorothee

Zengerling-Mack, als CCM-Mitarbeiterin

normalerweise für die Alumni-

Belange zuständig, wirbt sie jedes Jahr

studentische Hilfskräfte an. Dieses Jahr

waren es 22 Helfer, die nach einer Einführung

in ihre Aufgaben, die Parkaufsicht

übernahmen, beim Aufbau halfen

und die Firmenvertreter am Stand mit

Snacks und Getränken versorgten.

Ohne technischen Service geht es nicht

„Auch wenn wir als CCM-Team inzwischen

einen hohen Grad an Professionalität

erreicht haben, kommen wir

ohne die Unterstützung von anderen

Abteilungen im Hause nicht aus“,

weiß Ingrid Horn. Diese stammt in

erster Linie von den Mitarbeitern des

Technischen Betriebs. Beim Freiräumen

der benötigten Flächen und dem

anschließenden Wiederherrichten ist

die Vor-Ort-Kenntnis der Hausmeister,

Benno Köhntop und Roland Eisele

unerlässlich. Für die Versorgung der

Firmenstände mit Strom und Internetzugang

sind am frühen Morgen des

Veranstaltungstages Hauselektriker

Gerhard Burgmaier und IMZ-Mitarbeiter

Ewald Leidhäusl in vollem Einsatz.

Dank mobilem Telefon können auch

noch nachträglich geäußerte Wünsche

der Kunden zeitnah erfüllt werden.

Die Qualität der Begegnung ist wichtig

Die Unternehmen sind die eine Seite

der Medaille, die Studierenden die andere.

Zweifellos sind letztere aufgrund

ihres Profils - Technik und Informatik -

von Unternehmen begehrt. Das macht

die Karrierebörse an sich schon attraktiv.

„Uns kommt es allerdings auch

auf die Qualität der Begegnung an“,

erläutert die CCM-Leiterin den strategischen

Ansatz. Deshalb hat man den

Studierenden dieses Jahr erstmals ein

Vorprogramm mit eigenem Mehrwert

angeboten. Ob als Lunchseminar oder

Vorabendveranstaltung, wer wollte

konnte einiges über Online-Bewerbung

und Eigenmarketing fürs Gespräch am

Stand erfahren. Das Gehörte wurde

offenbar auch umgesetzt, denn einige

Unternehmen waren mit der Qualität

der Gespräche mehr als zufrieden, wie

die Umfrage zum Veranstaltungserfolg

ergab. Das Vorprogramm soll für 2012

weiterentwickelt und seine Kommunikation

verbessert werden.

Auch die Kunden-Kontakt-Frequenz

ist in den Augen von Ingrid Horn ein

Qualitätskriterium. Das ist mit ein

Grund, warum die Anzahl der Standplätze

inzwischen gedeckelt ist und die

Veranstaltungsdauer auf 4,5 Stunden

verkürzt wurde. Kundenzufriedenheit

hat für das CCM einen hohen Stellenwert,

zumal die Unternehmen für die

Standfläche zahlen. Doris Pellkofer und

Ingrid Horn blicken deshalb auch mit

Stolz auf die zehn Jahre Karrierebörse

zurück, wohlwissend dass der Erfolg

nicht nur dem eigenen Team, sondern

auch der Zusammenarbeit mit dem

technischen Service und den Studenten

geschuldet ist. IEPH

Vitalität pur. Die Karrierebörse

der Hochschule Ulm

ist ein attraktiver Treffpunkt

für Studierende und Unternehmen.

Den Unternehmen,

die im Oktober zum zehnten

Mal dabei waren, überreichte

Rektor Professor Dr. Achim

Bubenzer eine besondere

Treue-Urkunde. Zu ihnen zählten

FERCHAU Engineering,

Bosch Siemens Hausgeräte,

Voith, Diehl Aircabin und

Ingenics.

Der Erfolg ruht auf vielen

Schultern. Auch studentische

Hilfskräfte tragen seit mehreren

Jahren dazu bei.

23


C A M P U S & M E H R

2

Förderforum und Alumni-Netz haben fusioniert. Pro!Hochschule Ulm e.V. heißt der neue

Verein. Mit seinem Vorsitzenden, Joachim Lang, sprach Ingrid Horn über Hintergründe,

Absichten und Ziele.

Von Beiden das Beste

IH In Kürze wird Pro!Hochschule Ulm e.V.

anstelle der beiden Vereine Förderforum

und Alumni-Netz im Ulmer Vereinsregister

stehen. Schon beim Förderforum hatten Sie

den Vorsitz inne, und jetzt auch beim neuen

Verein. Warum haben Sie die Fusion befürwortet?

JL Ich habe vor gut einem Jahr den

Vorsitz im Förderforum, ehemals Verein

der Freunde und Förderer, mit dem

Auftrag übernommen, zukunftsfähige

Vereinsstrukturen zu schaffen. Alumni-Netz

wie Förderforum taten sich

schwer bei der Mitgliedergewinnung,

sodass die Vorstände beider Vereine in

einem Workshop nach Synergien suchten,

die für eine Fusion sprachen.

IH Inwieweit baut das neue Konzept auf

den Erfahrungen beider Vereine auf?

JL Die zwei Vereine hatten unterschied-

liche Strategien, die ich beide erlebt

habe. Das Förderforum und auch sein

Vorgänger waren eher unternehmensorientiert.

Hier bin ich seit Ende meines

Studiums Mitglied und habe diese

Mitgliedschaft nie in Frage gestellt. In

das Alumni-Netz bin ich ganz bewusst

eingetreten, weil ich den Kontakt zu

meinen ehemaligen Kommilitonen

wieder beleben wollte. Dank eines

Semesterjahrgangstreffens gehört heute

ein solcher Ehemaliger zu meinen

Mitarbeitern. Ich hatte die Chance erkannt,

die hinter dem Thema „Alumni“

steckt. Wir werden von beiden Vereinen

mit Sicherheit das Beste bewahren

und weiterentwickeln.

IH Pro!Hochschule Ulm e.V. trägt deshalb

wohl den Zusatz „Das Netzwerk der Alumni

und Förderer“......

JL So ist es! Der neue Verein will weiter


Einsteiger werden bei uns zu Aufsteigern

Bertrandt oben

Als Engineering-Partner namhafter Unternehmen bietet Bertrandt Services interessante Positionen für Ingenieure.

Bei uns haben Sie die Möglichkeit, anspruchsvolle Projekte in Branchen wie Elektroindustrie, Energie, Maschinen-/Anlagenbau oder Medizintechnik

zu übernehmen. Neben interessanten Aufgaben bieten wir gute Weiterbildungsmöglichkeiten und attraktive Sozialleistungen. Mit mehr als 35 Jahren

Engineering-Kompetenz und über 8.000 Kolleginnen und Kollegen bildet der Bertrandt-Konzern die Basis für Ihren beru� ichen Erfolg.

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Adele Frommholz: +49 731 715783-00, adele.frommholz@bertrandt-services.com, Bertrandt Services GmbH, Edisonallee 7, 89231 Neu-Ulm

Unternehmen, Professoren und Ehemalige

ansprechen. Erstmals kommen

aber die Studierenden hinzu. Wir werden

nur nachhaltig wachsen können,

wenn es uns gelingt, diese früh einzubinden.

Zu einem kleinen Beitrag können

sie Mitglied in Pro!Hochschule Ulm

e.V. werden.

IH Das hängt doch wohl auch von einem

attraktiven Angebot ab. Gibt es da schon

Überlegungen?

JL Unsere bisherigen Gespräche mit der

Studentenschaft zeigen, dass Ideen mit

Praxisbezug gefragt sind. Wir werden

Exkursionen zu Mitgliedsunternehmen

planen und zu Kamingesprächen

einladen. Ähnliches hatte das Alumni-Netz

mit dem Alumni-Forum versucht.

Ich könnte mir auch vorstellen,

ein Mentoring-Programm aufzulegen.

Inwieweit das möglich ist, wird die

Zukunft erweisen. Wir werben zudem

bei unseren Mitgliedsunternehmen für

das Deutschlandstipendium und werden

weiterhin den Innovationspreis

ausschreiben. Übrigens ein Element,

welches das Förderforum in den Verein

einbringt, ebenso wie die Fachkreise.

IH Wie wollen Sie die Ziele und Angebote

des Vereins unters Volk bringen?

JL Hier wird sich in der Tat etwas ändern.

Die Erfahrungen, die mit dem

Alumni-Netz gesammelt wurden, werden

wir nutzen, um unsere Mitglieder

regelmäßig zu informieren. Auch über

die Schnittstelle zum Alumni-Büro

der Hochschule werden wir in Kürze

mit den Verantwortlichen diskutieren.

Aber wir wollen auch neue Wege beschreiten.

Pro!Hochschule Ulm wird

eine eigene Homepage haben, und wir

werden uns mit dem Thema Web2.0

auseinandersetzen.

IH Was wäre denn Ihr ganz persönliches

Anliegen als Erster Vorsitzender?

JL Ich halte es für erstrebenswert, dass

innerhalb des Vereins eine aktive Plattform

für Industrie-Kontakte entsteht,

die allen Mitgliedergruppen - Studierenden,

Absolventen, Unternehmen

und Hochschule - nützt. Ich wünsche

mir hierfür, dass sich über die Professoren

mit der Zeit eine Alumni-Kultur

entwickelt, die den Netzwerk-Gedanken

mit Leben erfüllt. Ich schätze aber

auch jene Mitglieder, die ausschließlich

mit ihrem Mitgliedsbeitrag die Vereinsarbeit

stützen.

IH Ich bedanke mich für das Gespräch, Herr

Lang, und wünsche Ihnen viel Erfolg!

n Kontakt

Informationen über den

Verein Pro!Hochschule

Ulm erhalten Interessenten

über die Geschäftsstelle

unter 0731 50-28494 oder

info@pro-hs-ulm.de bzw.

durch einen Besuch auf

www.pro-hs-ulm.de. n

25


C A M P U S & M E H R

Die neue Rennwagen-Konzeption

(rechts) lässt bereits als

Rendering - einem aus dem

CAD erstellten fotorealistschen

Bild - erkennen, dass

der kommende Rennwagen

wenig Ähnlichkeit mit dem

Al10 (links) haben wird.

2

Der Al12 soll‘s reißen!

Nach der Pechsträhne im letzten Jahr war das Einstein Motorsport-Team bei

der Formula Student 2011 nur als Beobachter dabei. In der nächsten Saison

wollen die Aktiven mit einem neuen Konzept wieder angreifen.

Letztes Jahr schied der Al10, der fünfte

Rennwagen der Hochschule Ulm,

im Formula Student-Wettbewerb bei

den beiden Rennen in Österreich und

Hockenheim im Endurance, der Königsdisziplin,

aus. Das hat das Team,

das sich jedes Jahr wieder erneuert und

auf den Arbeiten und Erfahrungen der

Vorgänger aufsetzt, zum Nachdenken

gebracht. Klar war: Um in der Spitze

mitfahren zu können, musste das bisherige

Konzept überarbeitet werden.

Zwei Jahre Entwicklungszeit angesetzt

Neben einem neuen Motorkonzept

wurden auch die restlichen Baugruppen

von Grund auf überdacht und

ausgelegt. Künftig steht für das Team,

das derzeit circa 35 Studenten umfasst,

die Zuverlässigkeit an erster Stelle, gepaart

mit dem Streben nach Innovationen.

Erstmals sind hierfür zwei Jahre

Entwicklungszeit angesetzt worden,

wodurch die Konstruktionen weiter

verfeinert werden können. Der fertige

Rennwagen wird noch in diesem

Herbst den Rennasphalt berühren. In

der anschließenden Testphase sollen

zunächst die Kinderkrankheiten beseitigt

werden. In diesem ebenfalls erweiterten

Erprobungszeitraum können

der Rennwagen und auch die Fahrer

optimal für die anstehenden internationalen

Wettbewerbe vorbereitet werden.

Mit einem statt zwei Zylindern

Da in den letzten Jahren der unzuverlässige

Zweizylinder-Motor aus einem

Aprillia-Motorrad der Knackpunkt bei

den Ausdauerrennen war, entschied

sich das Team ‚Antrieb‘ stattdessen einen

Einzylinder von Husaberg zu verwenden.

Der robusten Kraftmaschine

werden durch einen Turbolader einige

weitere PS „herausgekitzelt“. Das originale

Kennfeld kann dafür nicht mehr

verwendet werden; der Motor muss

deshalb auf den eigens entwickelten

Motorprüfstand auf Zündwinkel und

Einspritzzeiten hin appliziert werden.

Gegenüber den Vier-Zylinder-Motoren,

die von der Mehrzahl der Teams in der

Formula Student gefahren werden, hat

der verwendete Ein-Zylinder weniger

Leistung. Aber durch sein geringeres

Gewicht und den kleineren Bauraum

überwiegen die Vorteile. Die Ausrichtung

auf ein bestmögliches Leistungsgewicht

zieht sich im Boliden durch alle

Baugruppen, damit ein Gesamtgewicht

von nur 170 kg erreicht werden kann.


www.einstein-motorsport.com

Wer mehr wissen will, über den Verein und

seine Ziele, über Mitgliedschaft und Mitarbeit,

findet alle notwendigen Informationen auf der

Homepage von Einstein-Motorsport, ebenso

über die Möglichkeiten des Sponsorings. n

Monocoque als Chassis

Wie in der Formel 1 üblich, fährt der

Fahrer des Einstein Motorsport-Teams

in einem Monocoque. Dieses Chassis

aus Carbonfaser verstärktem Kunststoff

(CFK) zeichnet sich durch hohe Steifigkeit

und geringes Gewicht aus. Um

das Leistungsgewicht weiter zu erhöhen,

wurde das Packaging nochmals

kompakter. So konnten 20 Zentimeter

an Länge eingespart werden. Besonders

stolz ist das Team darauf, dass der

Monocoque im Prinzip selbst herstellt

wird, wenn auch mit Unterstützung

eines Sponsors. Für die so genannten

„statischen“ Disziplinen wie Business

Plan und Cost Report versucht das

bisher eher aus Technikern bestehende

Team vermehrt die Mitarbeit von

Studierenden zu gewinnen, die einen

stärkeren betriebswirtschaftlichen Hintergrund

besitzen. Die gepaarte Kompetenz

von Technik und BWL wird

dem Hochschulprojekt gut tun. Somit

dürfte nichts mehr im Wege stehen,

um im nächsten Jahr die hochgesteckten

Ziele zu erreichen und die Top Ten

zu knacken. Florian Schmid

n Gelungene Premiere

Hochschulabsolventen finden bei PERI, dem weltweit größten und technologisch führenden

Hersteller von Schalungen und Gerüsten, herausfordernde Aufgaben in den Bereichen:

Inhouse Consulting, Controlling, Engineering und Marketing.

Wachsen mit PERI –

Verantwortung und internationale Herausforderungen

Im März erst gegründet und bei der Abschlussfeier am Ende des Sommersemesters

schon aktiv: der Hochschulchor. Unter der Leitung von Markus Romes

präsentierte er Liebeslieder aus aller Welt, a cappella oder begleitet am Flügel

von Dekan Professor Dr. Bernhard Lau. Die Gründung des Chores geht auf eine

Initiative des Prorektors Professor Dr.-Ing. Manfred Wehrheim zurück, dem die

Identitätsstiftung unter den Hochschulangehörigen am Herzen liegt. Selbst seit

Jahren Mitglied im Chor seines Wohnortes ließ er es sich nicht nehmen, auch im

Chor der Hochschule Ulm mitzusingen. Er war es auch, der Markus Romes als

Chorleiter gewinnen konnte. Der Sänger und Komponist ist im Großraum Ulm

dank verschiedener erfolgreicher Aufführungen von Musikwerken bekannt. Die

nächste Kostprobe des Hochschulchores wird es sicherlich spätestens zur Abschlussfeier

des Wintersemesters geben.

Der Chor besteht zur Zeit aus circa 20 Mitgliedern. Hier kann jeder mitsingen -

ob Professor, Student oder Mitarbeiter. Geprobt wird in der Vorlesungszeit jeden

Dienstag ab 17:30 Uhr in der Aula auf dem Campus Prittwitzstraße. n

Praktikum, Diplomarbeit oder Berufseinstieg:

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2


C A M P U S & M E H R

J U G E N D F O R S C H T !

Astronaut Hans Schlegel begeisterte

Der Regionalwettbewerbsleiter Michael Roosz konnte sich

keine bessere Overtüre für den Wettbewerb 2012 von

Jugend forscht wünschen. Erst motivierten die erfolgreichen

Teilnehmer von 2011, von denen einige inzwischen an der

Hochschule Ulm studieren, die jugendlichen Zuhörer in der

Aula, anschließend begeisterte der deutsche ESA-Astronaut

Hans Schlegel das Publikum. Er berichtete von seinem

zweiten Weltraumflug mit dem Space Shuttle Atlantis zur

Internationalen Raumstation ISS. Dort installierte er gemeinsam

mit seinen Kollegen 2008 das Weltraumlabor Columbus,

Europas wichtigster Beitrag zu diesem internationalen

Programm. Während dieser Mission hatte Hans Schlegel

einen fast siebenstündigen Außeneinsatz zu bewältigen, den

ein eindrucksvolles Video dokumentierte. Obligatorisch war

selbstverständlich die anschließende Autogrammstunde, die

bei dem Andrang jugendlicher Fans den zeitlich angesetzten

Rahmen sprengte.

Die Hochschule Ulm, an der die Innovationsregion Ulm die

Eröffnungsveranstaltung zu Jugend forscht ausrichtete, bot

den Gästen eine eigenes Begleitprogramm. Sie informierte

Biomechanik und DNA - Was steckt dahinter?

Wozu so ein Hühnerbein

gut ist, haben Schüler

während ihrer Sommerferien

an der Fakultät für

Medizintechnik und Mechatronik

erfahren. Beim

Projekttag „Biomechanik

zum Mitmachen“ ging es

um die Kraftübertragung

beim Schießen auf ein

Fußball-Tor. Damit die

biomechanischen Abläufe

dabei besser verstanden

werden, ließ Professor Dr. Felix Capanni die Teilnehmer

erst einmal ein Hühnerbein sezieren. Ziel war

es, die Lage von Knochen, Gelenken, Muskeln und

Sehnen kennenzulernen. Auf dem Programm standen

auch Bewegungs- und Beanspruchungsanalysen mit

Hilfe des Computers unter der Supervision von Professor

Dr.-Ing. Thomas Engleder. Über Sensoren, die die

eigenen Bewegungen erfassten, konnten die „Jungforscher“

herausfinden, wie man am besten das Tor trifft.

28

über ihr Studienangebot und gab interessierten Schülern

Einblicke in verschiedene Labore. Außerdem konnten sich die

Schüler im Foyer kundig machen, mit welchem Ideenreichtum

und Erfindergeist die letztjährigen Teilnehmer aus der

Region den bundesweiten Wettbewerb belebten. ih

Beim zweitem Projekt ging es fast kriminalistisch zu.

Professor Dr. Martin Heßling führte die Jungen und

Mädchen in die Geheimnisse des genetischen Fingerabdrucks

ein. Wie wird er erzeugt und wie kann man

ihn nutzen, um Tatverdächtige zu überführen oder

verwandtschaftliche Verhältnisse aufzuklären. Ohne

biotechnische Grundlagen geht das nicht, weshalb die

Teilnehmer wie jeder spätere Student eine Vorlesung

dazu hören mussten. Anschließend ging es im Labor

an die praktische Umsetzung. Vorbereitete DNA-Proben

von Vater, Mutter,

Sohn und Tochter wurden

der Polymeraseketten-

Reaktion unterworfen

und gelelektrophoretisch

aufgetrennt. Endergebnis:

Der ‚Sohn‘ ist mit dem

Vater nicht verwandt. Zu

hoffen ist, dass die Projekttage

bleibende Spuren

für die spätere Berufswahl

hinterlassen haben. ih


E-Technik-Kompetenz aus den USA

Die Fakultät Eletrotechnik

und Informationstechnik

hat ein weiteres Kapitel

ihrer Zusammenarbeit mit

dem Rose-Hulman Institute

of Technology (RHIT)

aufgeschlagen. Seit Beginn

des Wintersemesters

wird sie durch Professor

Daniel Moore verstärkt.

Der Mikroelektronik-Spezialist hält an der Hochschule

Ulm eine eigene Vorlesung im Master-Studiengang Systems

Engineering und Management und beteiligt sich

an weiteren Lehreinheiten auf dem Gebiet der Mikroelektronik.

Er wird außerdem in die Projektarbeit des

Labors für Mikroelektronik unter der Leitung von Professor

Gerhard Foster eingebunden werden.

Neuer IMZ-Abteilungsleiter

Jürgen Sonntag hat die Nachfolge

von Peter Nachtmann als

Leiter der Abteilung Infrastrukturdienste

und IT-Basisdienste

im Informations- und Medienzentrum

der Hochschule Ulm

angetreten. Der 5jährige ist

ein Eigengewächs. Nach dem

Abitur in Illertissen studierte er Technische Informatik

an der Fachhochschule Ulm. Dort war er anschließend

1 Jahre lang als Systemadministrator am Institut für

Informatik tätig. Während dieser Zeit absolvierte er

berufsbegleitend den Master-Studiengang Angewandte

Informatik. Nun ist er technisch veranwortlich für die IT-

Grundversorgung der Hochschule, zu der das Netzwerk

ebenso gehört wie Serverdienste, die Virtualisierungsplattform

und die Bereitstellung von Basis-Software.

Sonntag ist verheiratet und Vater zweier Töchter. Wenn

ihn nicht die IT-Infrastruktur in Atem hält, widmet er

sich der Orgelmusik oder singt im Illertissener Kammerchor

St. Martin. n

VERÄNDERUNGEN

Der Informatik ade gesagt

U N T E R U N S

Das RHIT und die Hochschule Ulm sind bereits seit

2001 partnerschaftlich verbunden. An seiner Heimatuniversität

im US-Bundesstaat Indiana bekleidet

Moore eine Professur für Elektrotechnik und Computertechnik.

Er ist außerdem für das Graduierten-Programm

und die Zusammenarbeit zwischen Hochschule

und Industrie verantwortlich.

Ermöglicht wird die Gastdozentur des US-Amerikaners

durch das InnoLecture-Programm des Stifterverbandes

der deutschen Wissenschaft und die Carl-

Zeiss-Stiftung. Das Programm ist auf Innovationen in

der Lehre ausgelegt. Die Fakultät Elektrotechnik und

Informationstechnik verfolgt mit der Gastdozentur das

Ziel, neue Unterrichtsformate kennenzulernen und

die Auslandsmobilität der hiesigen Studierenden zu

erhöhen. ih

Mit Beginn seiner passiven Altersteilzeit hat sich Peter

Nachtmann als Technischer Leiter der Abteilung Infrastrukturdienste

im Informations- und Medienzentrum (IMZ) verabschiedet.

Der Diplom-Ingenieur kann getrost als Urgestein

der Hochschule bezeichnet werden. Er studierte von 19 8

bis 19 1 Nachrichtentechnik an der Staatlichen Ingenieurschule

Ulm und begann anschließend dort seine berufliche

Laufbahn im Rechenzentrum an einem SIEMENS-Rechner

S305. Alle Programmiersprachen hat er miterlebt, von Algol

über PASCAL bis C, und ebenso alle Eingabe- und Speicherformen.

Der bodenständige Schwabe, der nach eigenem Bekunden

eher zufällig zum Informatiker wurde, hat diese Zwangsleidenschaft

jetzt aufgegeben. Nur falls es Reibungsverluste

bei der Übergabe an den Nachfolger geben sollte oder seine

Jahrzehnte lange Erfahrung gefragt sei, könne er sich vorstellen,

seine Nase kurzfristig wieder in Hochschulangelegenheiten

zu stecken. Künftig haben jedoch andere Aktivitäten

Priorität. Hierzu zählen Familie und Garten ebenso wie Motorrad-Touren

und das Reisen mit dem Wohnwagen - oder

auch mal gar nichts tun. Als begeisterter Skifahrer und vielgefragter

Umzugsorganisator seiner großen Familie wird es ihn

jedoch nicht allzu lange im Schaukelstuhl halten. ih

29


s m s p r e i s e

V D I - P R E I S ( 1 ) U N D M E H R

Optimierte Auftragsabwicklung

Irene Raab gehört zu den beiden Preisträgern, die der

Verein Deutscher Ingenieure (VDI) im Sommersemester

2011 ausgezeichnet hat. In ihrer Diplomarbeit beschäftigte

sie sich mit der Optimierung von Produktionszulieferungen

im internationalen Fertigungsverbund. Sie beschreibt dabei

die Möglichkeiten des Einsatzes der Supply Chain (Wertschöpfungskette),

um einen Bestellprozess automatisch mit

Prüfung auf Fehlerfreiheit im internationalen Verbund in der

Form eines Lieferplans zu starten. Als Hilfsmittel wurde die

EDI (Electronic Data Interchange) installiert, verifiziert und als

Lösung festgeschrieben. Die Auswertung bestimmter Kenngrößen

und mathematisch-basierte weiterführende Lösungsansätze

führten zum vollständigen Aufbau der Prozesskette

in der Software SAP und ist für das Unternehmen richtungsweisend.

Die Diplomarbeit wurde in der Firma Bosch

Rexroth, Elchingen, angefertigt und seitens der Hochschule

Ulm von Professor Dr. Klaus-Peter Franke, Fakultät Produktionstechnik

und Produktionswirtschaft, betreut.

Die VDI-Preisträgerin durfte sich aber gleich zweimal freuen.

Nur wenige Wochen später zählte Irene Raab, Absolventin

W I L K E N - P R E I S

Wirtschaftsinformatik

Mit dem Wilken-Preis für die beste Gesamt-Studienleistung

im Studiengang Wirtschaftsinformatik wurde Thomas Reith

ausgezeichnet. In seiner Bachelor-Arbeit beschäftigte er sich

mit der Entwicklung eines Data-Mining-Modells für einen

kommunalen Energieversorger, um kündigungsgefährdete

Verträge identifizieren zu können.n

30

V D I - P R E I S ( 2 )

Automatischer Kettenspanner

Die doppelte Preisträgerin

Irene Raab, hier

mit dem bayrischen

Wissenschaftsminister

Wolfgang

Heubisch.

des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen zu den fünf

Frauen, die das Bayrische Staatsministerium für Wissenschaft,

Forschung und Kunst für ihre hervorragenden

Abschlussarbeiten auf dem Gebiet der Ingenieurwissenschaften

auszeichnete. Den mit 2000 Euro dotierten Preis

erhielt sie aus den Händen von Wissenschaftsminister

Wolfgang Heubisch. Die bayrische Landesregierung will mit

dieser Auszeichnung Frauen Mut machen, ein ingenieurwissenschaftliches

Studium zu ergreifen. Der Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen

ist ein gemeinsamer Studiengang

der Hochschule Ulm und der Hochschule Neu-Ulm, auf der

bayrischen Seite der Donau gelegen. ih

Die Abschlussarbeit von Michael Kistler, Studiengang Maschinbau,

wurde ebenfalls mit dem VDI-Preis ausgezeichnet.

Er entwickelte einen automatischen Kettenspanner, der das

Nachspannen der Kette per Hand während des Arbeitsvorgangs

überflüssig macht. Hierfür werden im Gesamtsystem

die Reibungs- und Sägekräfte genutzt, um eine reaktionskraftabhängige

Kettenspannung zu erzeugen. Der Anwender

muss lediglich zu Beginn des Arbeitsprozesses die Kette

mit einem Klappmechanismus leicht vorspannen. Während

die Kette läuft, wird anschließend die Hauptkettenspannung

automatisch über den Spannmechanismus reguliert. Die

Bachelor-Arbeit entstand bei Husqvarna, Ulm, und wurde

betreut von den Professoren Dr.-Ing. Wolfgang Schulz und

Dipl.-Ing. Gottfried Goebel. n


S P A R K A S S E N - P R E I S

Internationale Wirtschaft

Der Förderpreis der Sparkasse Ulm für herausragende

Leistungen in den Zusatzqualifikationen wurde an drei

Absolventen vergeben, welche die Zusatzqualifikation

Internationale Wirtschaft gewählt hatten: Joachim

Vogg (Mitte), Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen

Logistik, Claudia Sommer, Studiengang Medizintechnik,

und Alexander Kürschner (links), Studiengang

Fahrzeugelektronik. Urkunden und Scheck überreichte

ihnen der Vorstandsvorsitzende Manfred Oster. n

S I E M E N S - P R E I S

Kapazitätsbestimmung von Li-Batterien

Der Förderpreis der Firma Siemens für die beste Abschlussarbeit

der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik

ging an Alexander Kürschner, Studiengang Fahrzeugelektronik.

Er entwickelte ein Verfahren zur schnellen Kapazitätsbestimmung

von Lithium-Ionen-Batterien. Hierzu modellierte

er zunächst die Batterie und ermittelte an diesem Modell

die Einflussfaktoren auf die Kapazitätsbestimmung. Mittels

CAN vernetzte er die Prüfstandskomponenten Batteriemanagementsystem,

Klimaschrank und Energieversorgung.

Für die Kommunikation zwischen den Steuergeräten wählte

Kürschner CANoE und erstellte eine Software in DIAdem für

die Messauswertung. Außerdem untersuchte er die Einflüsse

von Relaxation und Zellspread. Die theoretisch ausgesprochen

anspruchsvolle Arbeit wurde von den Professoren

Dr.-Ing.Claus Kröger und Dr.-Ing. Wolfgang Schroer betreut

und entstand in Zusammenarbeit mit der Deutsche ACCUmotive

GmbH, Nabern. n

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31


Impressum

32

Das Journal der Hochschule Ulm

Herausgeber

Professor Dr. Achim Bubenzer, Rektor

Konzept und Redaktion

Corporate Communications & Marketing

Hochschule Ulm

Prittwitzstraße 10

890 5 Ulm

Fon (0 31) 50 28 2 9

Fax (0 31) 50 28

ccm@hs-ulm.de

Chefredaktion Dr. Ingrid Horn (V.i.S.d.P.)

Redaktionsassistenz Doris Pellkofer

Bildredaktion CCM / Schirmer Medien

Gestaltung

CCM / Bernd Müller, grafikcafe, München

DeskTopPublishing CCM

Titelseite

Eine feste Verbindung

Foto Gudrun Bramsiepe

Gestaltung Bernd Müller, grafikcafe, München

Abbildungen

Seite 2 Micha Wolfson (beide Bilder)

Seite 5 Universität Ulm

Seite 10 Ulmer Zentrum für Wissenschaftliches

Rechnen, Springer

Seite 13 Buchmüller (großes Bild)

Wasserlechner (kleines Bild links außen

und rechts außen)

Seite 1 Rose-Hulman Institute of Technology

Seite 15 privat

Seite 1 Tries

Seite 19 Cassidian

Seite 2 Einstein Motorsport

Seite 29 privat

Seite 30 Bayr. Staastsministierum für Wissenschaft,

Forschung und Kunst

Sonst Hochschule Ulm

Herstellung

Schirmer Medien GmbH & Co. KG

Boschstraße 1

890 9 Ulm

Fon (0 31) 9 88-0

info@schirmer-druck.de

Anzeigenwerbung

VMK Verlag für Marketing und Kommunikation

GmbH & Co. KG

Faberstraße 1

590 Monsheim

Fon (0 2 3) 909-0

info@vmk-verlag.de

Auflage 3000

ISSN 2192-

Preis 3,00 Euro

Nächster Redaktionsschluss 31.01.2012

Die Meinungen der Autoren müssen nicht mit der

Meinung des Herausgebers übereinstimmen. Nachdruck

nur mit Genehmigung.


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oder zur Erstellung Ihrer Abschlussarbeit!

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Diehl Aerosystems ist ein führender deutscher Luftfahrtzulieferer. Als Unternehmen in einer

Zukunftsbranche stellen wir unsere leistungsstarken Mitarbeiter ebenso in den Mittelpunkt wie ein

stabiles und kontinuierliches Wachstum. Das Portfolio der Unternehmenseinheit

Diehl Aircabin GmbH umfasst die Entwicklung, das Design und die Produktion von Kabinen- und

Systemelementen für die internationale Luftfahrtindustrie. Ein weiteres Geschäftsfeld ist die

Herstellung von exklusiver Ausstattung für VIP- und Corporate-Jets.

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Alle Stellen sind auch auf unserer Homepage www.diehl-aircabin.de nachzulesen.

Erleben Sie mit uns das Abenteuer Luftfahrt und senden Sie uns Ihre Bewerbung!

Diehl Aircabin GmbH Email: personalmarketing@diehl-aircabin.de

Sabrina Schuster

Am Flugplatz

88471 Laupheim

Diehl Aerosystems ist ein Teilkonzern der Nürnberger Diehl-Gruppe. Die Diehl-Gruppe

erwirtschaftet mit rund 13.300 Mitarbeitern einen Umsatz von 2,5 Mrd. Euro. Diehl Aerosystems,

ein Gemeinschaftsunternehmen von Diehl und Thales, bietet der internationalen Luftfahrtindustrie

ganzheitliche Lösungen für die Cockpit- und Kabinenausrüstung.


Das Titelbild zeigt eine

feste Verbindung;

sie ist kennzeichnend für

die Qualität eines Netzes.

Ob Stromnetz oder

Netzwerk – zuverlässig

sollte es schon sein.

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