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landundleute

Kostenlos an alle Haushalte

Land und Leute

24. Jahrgang - Ausgabe 9 - September 2020

www.land-und-leute.de - 05022-1363

Das Magazin für die Mittelweser-Region

Samtgemeinden

Marklohe u Heemsen

Foto:Land und Leute

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Land und Leute Mittelweser-Region uLandkreist Seite 3

Impressum:

Land und Leute

für die Mittelweser-Region:

Herausgeber: Verlag Land und Leute, Elke Backhaus

Bremer Straße 24, 31608 Marklohe/Neulohe

Anzeigen: Klaus Eckelmann, Elke Backhaus

Redaktion:

Elke Backhaus

Satz & Layout:

Klaus Eckelmann

Druck:

Weserdruckerei, Stolzenau

Auflage:

4.000 Exemplare

Vertrieb : In den Samtgemeinden Marklohe und Heemsen.

durch Hausverteilung / Auflagestellen / online

Kostenlos, ein Anspruch besteht nicht!

Telefon: 0 50 22 - 13 63

Fax: 0 50 22 - 89 13 74

E-mail:

redaktion@land-und-leute.de

web:

www.land-und-leute.de

Redaktionsschluss für die Oktober-Ausgabe ist der 21. September 2020

Weitere Monats-Magazine aus unserem Verlag:

LandFrauenverein Wietzen

und Umgebung sagt alle

Termine 2020 ab

Wietzen. Der Vorstand des Landfrauenverein Wietzen und

Umgebung hat angesichts der Cornona-Pandemie beschlossen,

alle noch anstehenden Veranstaltungen in diesem Jahr

abzusagen.

LandFrauenverein Wietzen u. Umgebung

Elke Märtens

Ausgabe: Im Südkreis

Samtgemeinde Mittelweser

Gemeinde Stolzenau.

Auflage: 3.500 Exemplare / Hausverteilung

e-mail: suedkreis@land-und-leute.de

Ausgabe: Aue-Bote Hausverteilung in der

Samtgemeinde Liebenau.

Auflage 3.000 Exemplare

e-mail: liebenau@aue-bote.de

Veranstaltungskalender

und Messe-Journale

Nachdruck, auch in Auszügen, nur mit Genehmigung unseres Verlages.

Die Redaktion behält sich Kürzungen der eingereichten Artikel

vor. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung.


Seite 4 uLandkreist Land und Leute Mittelweser-Region

Netz von E-Bike Lademöglichkeiten in der Mittelweser-Region

Kostenfreie Liste mit Adressen erhältlich

Nienburg/Weser. Die Mittelweser-Region eignet sich ideal

zum Radwandern. Mehr als 3.000 Kilometer Radwege-Netz

stehen zum „Genuss-Radeln“ zur Wahl. Hinzu kommen ausgeschilderte

Tages- und Mehrtagestouren und Radfernwege

wie der beliebte Weser-Radweg. Immer mehr Radler nutzen

ein E-Bike oder ein Pedelec mit einem aufladbaren Akku.

Damit der Gast in der Mittelweser-Region möglichst an vielen

Orten seinen E-Bike-Akku aufladen kann, möchte die Mittelweser-Touristik

GmbH ihm ein dichtes Netz von Akku-Ladestationen

bieten. Deshalb wurden Hotels, Restaurants,

Museen, Tourist-Informationen etc. angeschrieben, die bereit

Private Feiern in Corona-

Zeiten: Es bleibt bei maximal

50 Teilnehmenden

Landkreis. Aus gegebenem Anlass weist der Landkreis

Nienburg als zuständige Gesundheitsbehörde darauf hin,

dass gem. § 1 Abs. 5 der Nds. Corona-Verordnung private

Familienfeiern wie Hochzeiten, Taufen, Beerdigungen, außerhalb

der eigenen Wohnung nur mit lediglich maximal 50 Teilnehmenden

erlaubt sind. Die mangelnde juristische Tragfähigkeit

anderer Informationen aus dem Nds. Sozialministerium

ist mit der Entscheidung des Nds. Oberverwaltungsgerichts

vom 13.08.2020 (Az. 13 MN 290/20), bestätigt worden.

Darüber hat auch die örtliche Presse berichtet.

Die Kreisverwaltung weist darauf hin, dass Verstöße gegen

die genannte Regelung mit empfindlichen Bußgeldern geahndet

werden können. Dies betrifft sowohl den Inhaber des

gastronomischen Betriebes als auch jeden einzelnen Gast der

unerlaubten Veranstaltung.

Cord Steinbrecher

Das Rote Kreuz Rohrsen fährt

nach Wietzen

Rohrsen. Am 09. September 2020 fährt das Rote Kreuz

Rohrsen nach Wietzen zum Bauernhof Claus. Mitten unter

großen Eichen, umgeben von Feldern und Streuobstwiesen

liegt der Hof am Ortsrand von Wietzen Dort gibt es Kaffee

und Kuchen. Wer möchte, kann sich im Bauerngolfspielen

versuchen. Mitglieder und Freunde des DRK sind herzlich eingeladen.

Kinder sind herzlich willkommen. Anmeldung nehmen

Vera Dreppenstedt 050241045 und Almut Treu

05024-80440 entgegen. Gisela Haker

DRK Rohrsen lädt zum Bingo ein

Rohrsen. Der Ortsverein Rohrsen lädt am Mittwoch,

14.10.2020, um 15 Uhr in die Alte Schule ein. Nach einem

gemeinsamen Kaffeetrinken wird Bingo gespielt. Es wird wieder

Spaß beim Spiel geben und natürlich viele schöne Preise.

Alle Mitglieder und Freunde des DRK sind herzlich eingeladen.

Anmeldungen bei Vera Dreppenstedt 05024-1045.

Gisela Haker

sind, ihre Steckdose Radlern mit einem E-Bike kostenfrei zum

Aufladen des Akkus zur Verfügung zu stellen. „Evtl. nutzt der

Radler die Ladezeit und nimmt ein Getränk zu sich, verzehrt

etwas in der Gastronomie oder er besucht das teilnehmende

Museum“, sagt Martin Fahrland, Geschäftsführer der Mittelweser-Touristik

GmbH. „Die Stromkosten des Ladevorganges

liegen nur im Cent-Bereich“, so Fahrland weiter.

Mit einem Aufkleber oder Schild, welches den Teilnehmern

kostenfrei zur Verfügung gestellt wird, signalisiert dieser dem

Radfahrer: „E-Bike-Ladestation - hier bist du willkommen“.

In einem Faltblatt sowie im Internet unter www.mittelwesertourismus.de

listet die Mittelweser-Touristik GmbH alle Teilnehmer.

Gottesdienste in der

St. Gangolf-Kirche in Wietzen.

06.09.20, 9.30 Uhr u.11Uhr, Jubelkonf./Diamantene und

Eiserne Konfirmation, Gnaden

u. Kronjuwelen Konfirmation

13.09.20, 18 Uhr, Vorkonfirmandenbegrüßung

20.09.20, 9.30 Uhr u. 11.30 Uhr, Konfirmationen

04.10.20, 10 Uhr, Erntedankgottesdienst

31.10.20, 19 Uhr, Abendandacht am Reformationsfest

01.11.20, 10 Uhr, Silberne Konfirmation

15.11.20, 10 Uhr, Volkstrauertag

22.11.20, 10 Uhr, Gedenken der Verstorbenen

12.12.20, 19 Uhr Adventsmusik

24.12.20, 14.30 Uhr, Christvesper I – Krippenspiel

24.12.20, 16 Uhr, Christvesper II

24.12.20, 23 Uhr, Mitternachtsgottesdienst

25.12.20, 10 Uhr, Pos.-Chor; Abendmahl

26.12.20, 10 Uhr, Krippenspiel

31.12.20, 17 Uhr, Silvestergottesdienst

01.01.2021, 17 Uhr, Neujahrsgottesdienst

Alke Meyer

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Land und Leute Mittelweser-Region uLandkreist Seite 5

Erfolgreiche Ausbildung beim Landkreis Nienburg

Landkreis. Am 3. August haben sechs Auszubildende

zum/r Verwaltungsfachangestellten,

fünf Duale Studenten (Bachelor Allgemeine Verwaltung),

ein Auszubildender zum Fachinformatiker

und zwei Jahrespraktikanten ihren ersten

Arbeitstag bei der Nienburger Kreisverwaltung

erlebt. Sie wurden von Landrat Detlev Kohlmeier

und der Ausbildungsleiterin Silke Stankewitz

herzlich begrüßt. Die Jugend- und Auszubildendenvertretung

übernahm die Einführung der

Nachwuchskräfte. Die Nienburger Kreisverwaltung

ist einer der größten Arbeitgeber im Landkreis Nienburg/Weser

und bildet ihren Nachwuchs jedes Jahr in

verschiedenen Berufen mit großem Erfolg aus.

Michael Duensing

Foto: Landkreis Nienburg

Gemeinsam erfolgreich - Kommunales Energieeffizienznetzwerk

im Landkreis Nienburg

Landkreis. Am Donnerstag, 10.09.2020, findet eine Veranstaltung

von 14 bis 16 Uhr im Konferenzraum IV im Haus

D der DEULA ("Weser Suites"), Max-Eyth-Str. 2, 31582 Nienburg

statt.

Netzwerkmanager Andreas Steege von der target GmbH wird

zunächst einen Überblick über die Arbeit des Netzwerkes

geben und im Anschluss stellen die Netzwerkbeauftragten

der beteiligten Kommunen in kurzen Berichten die Erfolge

des Netzwerkes in Ihrer Kommune vor.

Nach einem Ausblick zur Weiterentwicklung des Netzwerkes

von der Geschäftsführerin der Klimaschutzagentur Mittelweser

e.V., Franziska Materne, gibt es die Gelegenheit zum Austausch.

Wir freuen uns, wenn Sie dabei sein können. Bitte senden Sie

uns bis zum 30.08.2020 Ihre Anmeldung an info@klimaschutzagentur-mittelweser.de

oder telefonisch an die Nummer

05021/903 65 95.

Ulrike Gieger-Graßl

Erntefest Marklohe

Marklohe. Der Vorstand des Schützenvereins Marklohe hat

bei seiner letzten Sitzung unter Coronabedingungen beschlossen,

das Erntefest am 03.10.2020 abzusagen.

Schon aufgrund der einzuhaltenden Abstands- und Hygieneregeln

wäre die Freude an diesem Fest deutlich eingeschränkt.

Da die Corona-Situation schwer einzuschätzen ist,

haben wir uns wieder für die Sicherheit unserer Mitmenschen

entschieden.

Über die Veranstaltungen im November und Dezember wird

noch, je nach Situation, entschieden.

Anne Voß


Seite 6 uLandkreist Land und Leute Mittelweser-Region

„Gemeinsam gut durch den Sommer“

Völlers packt in Brittas REWE-Markt in Nienburg mit an

Foto: Die Bundestagsabgeordnete Marja-Liisa Völlers (SPD)

mit der Inhaberin des REWE-Marktes Britta Picarra dos Santos

an der Supermarktkasse.

Die heimische Bundestagsabgeordnete Marja-Liisa Völlers

(SPD) besuchte im Rahmen ihrer Sommertour „Gemeinsam

gut durch den Sommer“ den REWE-Markt in der Hannoverschen

Straße in Nienburg, um sich mit der Inhaberin Britta Picarra

dos Santos über den Umgang mit der Corona-Situation

auszutauschen. Dabei packte sie auch im Rahmen eines Kurzpraktikums

selbst mit an.

Es ging früh los am Mittwochmorgen für die Bundestagsabgeordnete.

Denn ihr Arbeitstag für das Kurzpraktikum startete,

wie auch für den Rest der Belegschaft von Brittas

REWE-Markt, um 5:00 Uhr in der Früh. Für Völlers bedeutete

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das: Kisten mit frisch angetroffenen Lebensmitteln auspacken

und die Waren in Regale räumen. Und zwar so schnell es

geht. Die Zeit bis zur Ladenöffnung um 7:00 Uhr muss gut

genutzt werden, um das Geschäft für die ersten Kundenbesuche

vorzubereiten. Dann beginnt auch schon gleich ihre

Schicht an der Kasse. Doch davor gibt es noch einen kurzen

Rundgang durch den REWE-Markt in der Hannoverschen

Straße. Die Geschäftsführerin Britta Picarra dos Santos erläutert

der Bundestagsabgeordneten das Konzept des Ladens.

So sei es der Inhaberin besonders wichtig, viele regionale Produkte

anzubieten. Auf die Corona-Pandemie hätten sie sich

schnell umstellen müssen. Plexiglasscheiben an den Kassen,

Abstand zu den Kundinnen und Kunden. Vor allem zu Beginn

der Pandemie hatten sie viel zu tun. Das Jubiläumsfest des

REWE-Marktes musste Corona-bedingt leider ausfallen.

„Es ist immer wieder eine eindrucksvolle Erfahrung hinter die

Kulissen eines Betriebes zu schauen“, so Völlers. „Täglich

kaufen wir im Supermarkt unsere Lebensmittel ein, sehen die

Geschäftsflächen aber nur aus Kunden-Sicht. Was alles im

Vorfeld und hinter den Kulissen passiert, damit wir aus vollen

Regalen schöpfen können, hat man beim Einkaufen ja auch

nicht zwingend im Kopf. Für den Einblick und die herzliche

Atmosphäre während meines Praktikums bin ich sehr dankbar“,

ergänzt die SPD-Abgeordnete Völlers.

Zum Abschluss fügt Britta Picarra dos Santos hinzu: „Auch

wir haben so einen kleinen Einblick in den Job von Frau Völlers

bekommen. Das Arbeiten mit Frau Völlers hat wirklich

Spaß gemacht; ich war von ihrer Einsatzbereitschaft positiv

überrascht.“

Text und Foto: Büro Völlers

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Finanzielle Hilfe für Kultureinrichtungen

Corona-Sonderprogramm bis zum 31. Oktober verlängert / L

Landkreis. Um den Bestand von Kultureinrichtungen in Niedersachsen

zu sichern, gewährt das Land Niedersachsen gemeinnützigen

Kultureinrichtungen und Kulturvereinen, die in

Folge der Covid-19-Pandemie in eine existenzbedrohliche

Wirtschaftslage oder in Liquiditätsengpässe geraten sind, finanzielle

Unterstützung.

Antragsberechtigt sind Einrichtungen und Vereine mit Sitz in

Niedersachsen, die überwiegend Zwecke der Förderung von

Kunst und Kultur verfolgen, ein regelmäßiges Kulturangebot

vorhalten sowie gemeinnützige rechtsfähige juristische Personen

des privaten Rechts (z. B. e.V., gGmbH, Stiftungen),

sofern sie nicht wirtschaftlich und damit dauerhaft am Markt

als Unternehmen tätig sind.

Nicht antragsberechtigt sind Einrichtungen in Trägerschaft

des Bundes, des Landes oder der Kommunen sowie Einrichtungen,

die vom Land institutionell oder vertraglich gefördert

werden.Für eine Förderung wird vorausgesetzt, dass die jeweilige

Einrichtung vor März 2020 nicht in wirtschaftlichen

Schwierigkeiten gewesen sein darf und der Liquiditätsengpass

ab März 2020 erfolgt sein muss und die Einnahmen der

Einrichtung voraussichtlich nicht ausreichen, um unvermeidbare

Zahlungsverpflichtungen in den auf die Antragstellung

folgenden drei Monaten auszugleichen.

Eine Förderung ist ausgeschlossen, wenn es nur um eine allgemeine

Unterstützung geht, ohne dass eine erkennbare

Notsituation vorliegt, mit dem Zuschuss Personalkosten finanziert

werden sollen, die beantragte Fördersumme eine

Grenze in Höhe von 1.500 Euro nicht überschreitet, damit

Spendenausfälle oder Ausfälle bei weiteren institutionellen

Finanzierungsbeiträgen kompensiert werden.

Die Billigkeitsleistung wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss

gewährt, jedoch maximal nur bis zur Höhe der die Notlage

auslösenden Zahlungsverpflichtungen. Der beantragte Zuschuss

ist aus der Summe der Einnahmen und der Summe

der Ausgaben in den auf die Antragstellung folgenden drei

Monaten einschließlich der ab März durch die Covid-19-Pandemie

entstandenen Zahlungsverpflichtungen abzuleiten.

Anträge bis maximal 8000 Euro sind beim Landschaftsverband

Weser-Hunte e. V. zu stellen, der die Förderung nach

den Zuwendungsvoraussetzungen dieser Richtlinie in eigener


Land und Leute Mittelweser-Region uSG Landkreist Seite 7

Im Kreis Nienburg sank Zahl der Ausbildungsplätze um 10,6 Prozent

Neues Ausbildungsjahr: Gewerkschaft NGG fürchtet um „Generation Corona“

Foto: Ausbildung in einer Bäckerei: Die Gewerkschaft NGG

fordert Betriebe dazu auf, auch in Krisenzeiten weiter auf

Azubis zu setzen.

Foto (alle Rechte frei): NGG

Landkreis: Wenn Corona die Karrierepläne durchkreuzt: Vor

dem Start des neuen Ausbildungsjahres hat die Gewerkschaft

Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) vor gravierenden Folgen

der Pandemie für Berufsanfänger im Landkreis Nienburg gewarnt.

Bereits im ablaufenden Lehrjahr hätten viele Firmen

die betriebliche Ausbildung deutlich zurückgefahren oder

ganz eingestellt. Nach Angaben der Arbeitsagentur sank die

Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze im Landkreis zwischen

Oktober und Juli um 10,6 Prozent im Vergleich zum

Vorjahreszeitraum. „Trotz Krise sollten die Unternehmen alles

daran setzen, die Ausbildung aufrecht zu erhalten und dafür

die neuen staatlichen Fördermittel nutzen. Wer heute auf

Azubis verzichtet, dem fehlen morgen die Fachkräfte“, sagt

Thomas Domke von der NGG-Region Hannover.

Besonders dramatisch sei die Lage in Hotels und Gaststätten,

aber auch im Lebensmittelhandwerk. „Corona könnte den

Fachkräftemangel ausgerechnet in Branchen verschärfen, die

ohnehin seit Jahren kaum noch Nachwuchs finden“, warnt

Domke. Dabei greife die Politik betroffenen Firmen längst

unter die Arme. Nach den Beschlüssen der Großen Koalition

bekommen kleinere und mittlere Betriebe, die im Zuge der

Coronakrise Umsatzeinbußen von mehr als 60 Prozent verzeichnet

haben, einen Zuschuss von 2.000 Euro für jeden

nicht gestrichenen Ausbildungsplatz. Wer zusätzliche Azubi-

Stellen schafft, erhält pro Platz 3.000 Euro. Außerdem können

sich Firmen, die wegen Corona Arbeitsausfälle von

mindestens 50 Prozent haben, drei Viertel der Ausbildungsvergütung

erstatten lassen.

„Wer gut durch die Krise gekommen ist, sollte als Unternehmer

eine besondere Verantwortung zeigen und Azubis aus

insolventen Betrieben übernehmen“, fordert Domke. Auch

dafür hat die Bundesregierung eine Prämie beschlossen. Wer

in technischen Berufen, etwa als angehender Mechatroniker,

von der Pleite des Arbeitgebers betroffen ist, kann auch von

einem Süßwarenhersteller oder einer Großbrauerei zu Ende

ausgebildet werden. Wegen der vergleichsweise guten wirtschaftlichen

Lage der Lebensmittelindustrie sei die Branche

auch in der Region aktuell noch auf der Suche nach Azubis,

so die NGG.

„In den kommenden Monaten müssen die Unternehmen

dafür sorgen, dass die Coronakrise nicht zu einer Azubi-Krise

wird. Am Ende geht es auch darum, ob Gäste beim Restaurant-

oder Hotelbesuch künftig noch den gewohnten Standard

erwarten können. Den garantieren langfristig nur

gelernte Köche und ausgebildete Hotelfachleute“, so Domke.

Lena Melcher

andschaftsverband Weser-Hunte nimmt Anträge entgegen

Zuständigkeit durchführt. Anträge über 8000 Euro sind per

Post direkt beim Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft

und Kultur, Stichwort: Corona-Sonderprogramm, Referat

32, Leibnizufer 9 in 30169 Hannover zu stellen. Die

Billigkeitsleistung kann nur einmal je Antragstellerin oder Antragsteller

gewährt werden. Ein Antragsstichtag ist nicht vorgesehen.

Anträge können bis zum 31. Oktober 2020, vorbehaltlich

der Verfügbarkeit der Mittel, gestellt

werden.

Die vollständige Richtlinie über die Gewährung

von Billigkeitsleistungen zur Unterstützung von

durch die Covid-19-Pandemie in Liquiditätsengpässe

geratene Einrichtungen im Kulturbereich

(Corona-Sonderprogramm für gemeinnützige

Kultureinrichtungen und Kulturvereine) sowie

das Antragsformular und eine Ausfüllhilfe stehen

unter

www.mwk.niedersachsen.de

zum Download bereit. Kultureinrichtungen aus

dem Landkreis Nienburg können ihre Anträge

einreichen beim: Landschaftsverband Weser-Hunte e. V., c/o

Landkreis Nienburg/Weser, z. Hd. Herrn Michael Duensing,

Kreishaus am Schloßplatz, 31582 Nienburg.

Text Michael Duensing, Foto: Landkreis Nienburg


Seite 8 uLandkreist Land und Leute Mittelweser-Region

Der Nachtwächter berichtet von Mythen und Sagen

Der Nienburger Nachtwächter lädt zum öffentlichen Rundgang ein

Nienburg/Weser. Die Mittelweser-Touristik GmbH bietet

am Freitag, 18. September, um 18 Uhr eine öffentliche

Nachtwächterführungen mit Stephan van Hausen an.

Einst sorgte der Nachtwächter für Ruhe und Ordnung in der

Stadt und warnte die Bürger vor Feuer, Dieben und Feinden.

Heute berichtet er bei seiner historischen Stadtführung über

Mythen und Sagen und nimmt seine Gäste mit auf eine Zeitreise.

Der Nienburger Nachtwächter berichtet vom Wähligen

Rott, von Hexenverbrennungen und von der Belagerung der

Stadt. Wer an diesem außergewöhnlichen Rundgang teilnehmen

möchte, wird gebeten sich bei der Mittelweser-Touristik

GmbH anzumelden.

Treffpunkt: Rathaus, Ecke Lange Straße/Marktplatz. Kostenbeitrag:

Erwachsene 6,50 Euro, Kinder 4,50 Euro (6-12 Jahre)

Die Tickets sind nur im Vorverkauf von Montag bis Freitag 9-

17 Uhr in der Tourist-Information, Lange Str. 18 in Nienburg

erhältlich. Die Mindestteilnehmerzahl beträgt 8 Personen.

Tragenvon Mundschutz und Abstandsregel müssen eingehalten

werden.

Die Mittelweser-Touristik GmbH bietet auf Anfrage Stadtführungen

für Gruppen zum Wunschtermin an. Sven Beuke

Buchung und weitere Informationen:

Mittelweser-Touristik GmbH

Lange Straße 18, 31582 Nienburg

Tel. (0 50 21) 917630, Fax (0 50 21) 917640

info@mittelweser-tourismus.de

www.mittelweser-tourismus.de

Neue Trainingsanzüge für die II. und III. Herrenmannschaft

SV Sebbenhausen-Balge bedankt sich für Sponsoring der Sparkasse

Marklohe. Die Zweit- und Drittvertretung des SV Sebbenhausen-Balge

ist für den Beginn der neuen Saison gut ausgerüstet:

die Vertreter beider Mannschaften stellten Anfang

des Jahres einen Antrag für die Sportfonds-Ausschüttung der

Sparkasse Nienburg und freuen sich nun über neue, einheitliche

Trainingsanzüge. Mathias Graf und Dominik Schierholz

bedankten sich stellvertretend für ihre Mannschaftskameraden

bei Jürgen Klußmeyer, Beratungs-Center-Leiter in der

Sparkasse in Lemke. Insgesamt überreichte die Sparkasse

Nienburg im Mai über 23.000 Euro an 24 Vereine aus dem

Landkreis Nienburg für diverse Anschaffungen und Projekte.

Einsendeschluss für die nächste Sportfonds-Ausschüttung ist

am 30. September 2020. Anträge sind zu finden auf der

Homepage der Sparkasse Nienburg. Andrea Rehberg

Foto: Dominik Schierholz (links) und Mathias Graf (rechts) bedankten

sich bei Beratungs-Center-Leiter Jürgen Klußmeyer

von der Sparkasse in Lemke.


Foto: Franziska Materne von der Klimaschutzagentur Mittelweser

e.V., Johannes Schlemermeyer von der AVACON Netz

GmbH und Dorina Schaknat von der DUA zeigen den Erzieherinnen

und Kindern der Villa Kunterbunt, wie Strom mit

Hilfe von Wasser produziert wird.

Nienburg. Um Kinder frühzeitig für Themen wie Energiesparen

und Klimaschutz zu motivieren, lud die Klimaschutzagentur

Mittelweser e.V. in Nienburg zusammen mit der

AVACON Netz GmbH Kindergärten und Grundschulen im

Landkreis Nienburg ein, Kindern erneuerbare Energien zum

Land und Leute Mittelweser-Region uLandkreist Seite 9

Klimaschutz von klein an

Anfassen zu zeigen. Der Kindergarten Villa Kunterbunt e.V.

war eine der ersten Einrichtungen im Landkreis Nienburg

/Weser, die dieses Angebot für Kinder im Vorschulalter gern

annahm.

Anfang Juni war es dann soweit: Dorina Schacknat, Umweltpädagogin

der Deutschen Umweltaktion (DUA), besuchte

den Kindergarten an der Hannoverschen Straße in Nienburg.

Sie stellte den teilnehmenden Kindern zunächst die Frage, wo

denn der Strom herkommt und wofür er verbraucht wird.

Dabei kam auch eine Miniatur-Dampfmaschine zum Einsatz,

die nicht nur die Kinder, sondern auch Johannes Schlemermeyer,

Kommunalreferent der AVACON Netz GmbH, begeisterte.

Auch die Frage, welche Auswirkung hat der Klimawandel auf

die Eisbären hat, wurde in diesem Zusammenhang geklärt.

Spielerisch lernten die Kinder durch Ausprobieren vom Solarauto,

Wind- und Wasserrad, wie aus regenerativen Energien

Strom entsteht.

Zudem wurde den Kleinen aufgezeigt, wie man zu Hause

oder im Kindergarten sinnvoll Energie sparen kann. „Die Kinder

markieren mit selbst bemalten Stickern verschiedene Einsparmöglichkeiten

– zum Beispiel auf dem Lichtschalter, dem

Heizungsregler oder auf dem Kühlschrank, den man nach Gebrauch

schnell wieder schließen sollte. Auch für Zuhause bekommen

die Kinder solche Sticker, um die Eltern gleich mit

einzubinden“, erklärt Franziska Materne, Geschäftsführerin

der Klimaschutzagentur Mittelweser e.V.

Ulrike Gieger-Graßl

Bernd Fischer weitere sechs Jahre zum Kreisbrandmeister ernannt

„Ich freue mich über die Gelegenheit zur weiteren Zusammenarbeit.

Der Landkreis hat im Bereich der Kreisfeuerwehr

große Aufgaben auf der Agenda und da ist es gut, wenn wir

in der Verwaltung und der Politik erfahrene und kompetente

Mitstreiter wie Bernd Fischer an unserer Seite haben“, unterstreicht

Landrat Kohlmeier.

Michael Duensing

Foto (von links): Ralf Tiedemann (Brandschutzabschnittsleiter

Süd), Kreisbrandmeister Bernd Fischer, Kreisrat Lutz Hoffmann,

Landrat Detlev Kohlmeier und Volker Brinkmann

(Brandschutzabschnittsleiter Nord und stellv. Kreisbrandmeister).

(Landkreis Nienburg)

Landkreis. Bernd Fischer aus Stolzenau wurde kürzlich mit

Wirkung vom 1. Juli zum dritten Mal in Folge für die Dauer

von sechs Jahren zum Kreisbrandmeister des Landkreises

Nienburg/Weser ernannt. Im Rahmen einer Feierstunde übergab

Landrat Detlev Kohlmeier die Ernennungsurkunde. Bernd

Fischer hat bereits zwölf Jahre lang dieses Amt bekleidet. Auf

Vorschlag der Stadt-, Gemeinde-, und Ortsbrandmeister des

Landkreises Nienburg und auf Beschluss des Kreistages wurde

der Stolzenauer in seinem Amt bestätigt.


Seite 10 uLandkreist Land und Leute Mittelweser-Region

Film über die Deutsche Märchenstraße

Dreharbeiten in der Mittelweser-Region

Foto: Sylke Herse vom Bickbeernhof Brokeloh erzählt dem

Filmteam Interessantes rund um die Blaubeere.

Brokeloh/Nienburg. Auf rund 600 Kilometern schlängelt

sich die Deutsche Märchenstraße von Hanau über Kassel, Hameln,

Nienburg, Bremen, Bremerhaven nach Buxtehude. Sie

führt damit vom Main bis zum Meer. Acht Naturparks und

reizvolle Mittelgebirgs- sowie Flusslandschaften liegen auf

ihrem Weg. Sie ist eine der bekanntesten touristischen

Routen in Deutschland. Seit mehr als dreißig Jahren werden

mit Märchen, Sagen und Legenden Städte und Regionen touristisch

beworben. In der Mittelweser-Region sind Rehburg-

Loccum, Nienburg, Hoya und Verden Mitglied im Verein.

Zurzeit ist ein Filmteam für den Fernsehsender arte auf der

Deutschen Märchenstraße unterwegs. Unter anderem wurde

einen ganzen Tag lang rund um den Bickbeernhof in Brokeloh

gedreht. Inhaberin Sylke Herse stand dem Team Rede und

Antwort. Sie berichtete über den Anbau der kleinen Früchte,

die Ernte, die Verarbeitung und die verschiedenen Produkte.

Herse berichtete auch vom neuen Angebot „Waldbaden“:

Picknick im Wald mit einem individuell zusammengestellten

Korb mit Leckereien rund um die Blaubeere. Und im angeschlossenen

Hof-Café werden Hefeklöße mit Bickbeern, Blaubeerwaffeln,

Eierpfannkuchen

und Kartoffelpuffer

dick belegt mit den

schmackhaften gesunden

Früchten serviert. Zusätzlich

gibt es Pikantes wie

Blaubeermettwurstbrote,

gebackenen Fetakäse im

Salatbett mit Salatdressing

Blaue Liebe, Wildbratwurst mit getrockneten Blaubeeren,

Gemüse und Brot sowie Joghurt-Spezialitäten und eine

Geschenkkiste zum Versand an Freunde, Verwandte oder Geschäftskunden.

Weitere Drehorte in der Mittelweser-Region waren das Rittergut

in Brokeloh, Bücken mit der Stiftskirche und Hoya

sowie einige Impressionen entlang der Strecke.

Martin Fahrland

Bundesumweltministerin Schulze kündigt „nationale Wasserstrategie“

an – Völlers zeigt sich zuversichtlich

Landkreis, Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD)

hat angekündigt, eine Wasserstrategie für Dürrezeiten zu erarbeiten.

Diese soll 2021 vorgelegt werden. Darin soll zum

Beispiel geregelt werden, wer als erstes auf Wasser verzichten

muss. Zu den Plänen äußert sich die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete

Marja-Liisa Völlers wie folgt:

„Die starke Hitze und Trockenheit in den Sommermonaten

der letzten Jahre hat dazu geführt, dass wir mancherorts an

die Grenzen der Trinkwasserversorgung gestoßen sind. Die

Lage im heimischen Lauenau ist zwar halbwegs wieder unter

Kontrolle, im Hinblick auf die kommenden Sommer ist der

Zustand jedoch für mich nicht zufriedenstellend. Ich bin froh,

dass unsere Bundesumweltministerin sich dieses Themas annimmt.

Ich werde mich schnellstmöglich mit den zuständigen

Akteuren in Lauenau zusammensetzen, um Ideen für eine

Handlungsstrategie für die Zukunft zu entwickeln. Diese Erkenntnisse

werde ich dann an die Ministerin weiterreichen,

damit sie sie in die Erarbeitung des bundesweiten Konzepts

zur Wasserversorgung einfließen lassen kann.“

Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat angesichts mehrerer

trockener Sommer in Folge und der aktuellen Wasserknappheit

in einzelnen Kommunen wie zum Beispiel Lauenau

ein bundesweites Konzept zur Wasserversorgung angekündigt.

„Im kommenden Jahr werde ich eine nationale Wasserstrategie

vorlegen“, sagte Schulze in der Montagsausgabe

der „Rheinischen Post“. Die immer häufiger auftretenden

Fälle von Wasserknappheit zeigten die Notwendigkeit klarer

Regeln für die Nutzung von Wasser.

„Die höchste Priorität hat die Versorgung der Menschen mit

Wasser zum Trinken, Kochen und Waschen“, sagte Schulze.

Danach werde es spannend, etwa bei der Frage, ob zuerst

das Schwimmbad schließen müsse oder die Bewohner einer

Stadt ihre Gärten nicht mehr wässern dürften.

Die Entscheidungen sollen im konkreten Fall weiterhin

„immer vor Ort“ getroffen werden, sagte Schulze. Die nationale

Wasserstrategie solle den lokalen Behörden aber klare

Vorgaben und Orientierungen an die Hand geben.

Neele Bodermann


Land und Leute Mittelweser-Region uLandkreist Seite 11

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