2020-03-AV-Magazin-Web

werner.pfeifer

Magazin nr. 03/2020 des Alpenvereins Villach

Glockner-Biwak (3.205 m) wird erneuert

WERNER PFEIFER

Das vor 62 Jahren von Kameraden der Bergrettung Ortsstelle Villach in

mühsamer Arbeit erbaute Biwak in der Nordwand des Großglockners ist in die

Jahre gekommen.

© Bergrettung Villach (3)

Im Juli 1958 schleppten mehr als 100

Bergsteiger der Bergrettung Villach

und des Alpenvereins Villach die in

Villach vorgefertigten Einzelteile

über die Pasterze zum vorgesehenen

Standort in 3.205 m Seehöhe. Die Biwakschachtel

wurde bis zum Jahr

2017 von Kameraden der Bergrettung

Ortsstelle Villach betreut. Der Alpenverein

Villach half immer wieder

durch Ankauf von Inventargegenständen,

wie Decken, Pölster, Bezüge etc.

Letztmalig brachten Kameraden der

Bergrettung Villach die neuen Decken

und Pölsterbezüge nochmals im

Jahr 2017 zum Biwak hinauf, lüfteten

das Biwak nochmal ordentlich durch,

nahmen die alten Decken und Pölsterbezüge

mit herunter und übergaben

sodann die weitere Betreuung dem

Alpenverein Villach, denn der Aufstieg

zum Biwak wurde aufgrund der rasanten

Eisschmelze sowie der Schneeund

Steinlawinen immer gefährlicher.

Bergführer aus Kals und Heiligenblut

taten sich nun zusammen und stellten

ein neues Projekt auf die Füße.

Ein neues, größeres, moderneres Biwak

mit Kochmöglichkeit, Tisch und

sogar Reservierungsmöglichkeit ist

der Plan. Unterstützt vom

Österreichischen Alpenverein

(Gesamtverein) als

Projektverantwortlichem

und SALEWA.

alle österreichischen Dreitausender

(794 Gipfel, die vom Bundesamt für

Eich- und Vermessungswesen deiniert

wurden) zu besteigen und ein

Gipfelfoto via Instagram zu teilen.

Für jeden Gipfelsieg spendet SALEWA

fünf Euro für die Renovierung der Biwakschachtel

am Großglockner. Den

Großteil der Kosten übernimmt der

Österreichische Alpenverein (Gesamtverein).

Geplant ist, den neuen Glockner-Stützpunkt

bereits Mitte September 2020

zu errichten. Die weitere Versorgung

des neuen Biwaks sowie die Betreuung

der neu geplanten und zu errichtenden

Hochtourenrouten obliegt

künftig den Bergführern von Heiligenblut

und Kals.

Unter „SALEWA3000“ startete

die Südtiroler Bergsteigermarke

SALEWA

Anfang 2020 einen Aufruf,

Kameraden der Bergrettung Villach

8 ALPENVEREIN SEKTION VILLACH 2020|03

Genauso

anspruchsvoll

und individuell

wie ich Will!roider.

Das Meisterhaus.

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