die entführung aus dem serail die zauberflöte der ... - Marionettenoper

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die entführung aus dem serail die zauberflöte der ... - Marionettenoper

die entführung

aus dem serail

die zauberflöte

der barbier

von sevilla

hänsel und gretel

carmen

cosi fan tutte

die fledermaus

la traviata

schwanensee


chronologie

2000

Gründung / Bau der ersten Bühnenkonstruktion / „Die Entführung aus dem Serail“

Erstausbildung von Puppenspielern „Die Zauberflöte“

2001

Gründung des Fördervereins „Freunde der Lindauer „Der Barbier von Sevilla“

Marionettenoper“ „Hänsel und Gretel“

2002

Erste Fernsehauftritte bei ORF und Bayerischem „Carmen“

Fernsehen

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

„Cosi fan tutte“

Neubau Bühne und Zuschauersaal „Zauberflöte 2“

5-jähriges Jubiläum / Kulturpreis der „Die Fledermaus

Art-Stiftung Plaas

Gastspiel beim ersten „Internationalen Festival der „Carmen 2“

Marionettenopern“ in Mailand „Entführung aus dem Serail 2“

Dämmung des Dachstuhls / Einbau einer Klimaanlage

„Zauberflöte 3“

Vorbereitungen auf Jubiläumsproduktion „La Traviata“

„Hänsel und Gretel 2“

10 Jahre Lindauer Marionettenoper „Schwanensee“


epertoire

Wolfgang Amadeus Mozart

die entführung

aus dem serail

Wolfgang Amadeus Mozart

die zauberflöte

Gioacchino Rossini

der barbier

von sevilla

Engelbert Humperdinck

hänsel und gretel

Georges Bizet

carmen

Wolfgang Amadeus Mozart

cosi fan tutte

Johann Strauss

die fledermaus

Giuseppe Verdi

la traviata

Pjotr Iljitsch Tschaikowski

schwanensee


„ zu schön für unsere ohren und gewaltig viele noten, lieber mozart.“

Kaiser Joseph II.

„ gerade so viele noten, eure majestät, als nötig sind.“

Mozart


singspiel

Wolfgang Amadeus Mozart

die entführung aus dem serail

Die Uraufführung fand am 16. Juli 1782 am

Wiener Burgtheater statt und wurde zu

einem großen Erfolg. Danach trat die Oper

schon bald ihren Siegeszug durch die

deutschen Theater an: 1783 fanden Aufführungen

in Prag, Leipzig und Bonn

sowie 1784 in München, Salzburg, Mannheim

und Frankfurt am Main statt.

Bei der Weimarer Erstaufführung am 4. April

1785 ist auch Johann Wolfgang von Goethe

anwesend, der sich zu dem Ereignis mit

den Worten äußert: „All unser Bemühen, um

im Einfachen und Beschränkten abzuschließen,

ging verloren, als Mozart auftrat.

‚Die Entführung aus dem Serail’ schlug alles

nieder.” Seither ist die Oper von den Bühnen

der Welt nicht mehr wegzudenken.

„Die Entführung” ist ein Plädoyer für Mut,

Toleranz und Vergebung. Vor einer

exotischen Kulisse im Spannungsfeld zweier

gänzlich verschiedener Kulturen

entwirft Mozart eine historische Utopie:

Die Versöhnung. „Nichts ist so häßlich wie

die Rache!” Vor dem Hintergrund

rassischer und religiöser Konflikte, die noch

immer für Blutvergießen sorgen, ist

„Die Entführung” ein hochaktueller Stoff.


„ das reich der nacht, die Königin, das

sonnenreich, die mysterien,

einweihungen, die weisheit, liebe, die

Prüfungen und dabei die moral, die

in ihrer allgemeinheit vortrefflich ist

– das alles, bei der tiefe der

bezaubernden lieblichkeit und seele

der musik, weitet und erfüllt die

Phantasie und erwärmt das herz.”

Georg Wilhelm Friedrich Hegel


OPER

Wolfgang Amadeus Mozart

die zauberflöte

Die Uraufführung fand am 30. September

1791 im Freihaus-Theater auf der Wieden

– einer Wiener Vorstadt-Bühne – statt.

Noch im Oktober 1791 brachte es die Zauberflöte

auf annähernd zwanzig Aufführungen,

und auch in den darauffolgenden

Monaten blieb die Zauberflöte mit Erfolg

im Spielplan der Wiener Bühne.

Ein Jahr später, am 25. Oktober 1792, wurde

sie mit großem Erfolg in Prag gegeben,

danach folgten Aufführungen in München,

1793 in Frankfurt a.M., 1794 schließlich

in Berlin und in Weimar. Von diesen Opernbühnen

weitete sich der Ruhm des

Werkes über Italien und Frankreich auf die

Bühnen der Welt aus. Im deutschsprachigen

Raum ist die Zauberflöte bis heute

die meistgespielteste Oper.

Ganz bewußt entzieht sich die Inszenierung

der Marionettenoper den unzähligen

Deutungsversuchen, die das Werk in seiner

über zweihundertjährigen Geschichte

erfuhr. Die Lindauer Zauberflöte spielt

im Märchenland. Und dies nicht nur deshalb,

weil das Genre Märchen Logikbrüche und

Paradoxien gezielt einsetzt, um im wahrsten

Sinne zu verzaubern. Jeder Zuschauer

darf und soll in der Zauberflöte seine eigene

Geschichte finden und erfinden.


„ ich schreibe göttliche musik.”

Gioacchino Rossini


OPER

Gioacchino Rossini

der barbier von sevilla

Die Premiere des ‘Barbier’ am 20. Februar

1816 in Rom wurde zu einem riesigen

Skandal: Ein Darsteller stürzte, beim Ständchen

riss eine Gitarrensaite und schließlich

lief auch noch eine Katze über die Bühne.

Doch bereits die zweite Aufführung

wurde zum großen Erfolg. Noch im Jahr der

Uraufführung kam es vor begeistertem

Publikum zu Vorstellungen in Bologna und

Florenz. Der Siegeszug des „Barbier von

Sevilla” hatte begonnen: Den Aufführungen

in acht italienischen Städten 1817 folgten

1818 Vorstellungen in Barcelona und Wien

sowie 1819 in Paris und an der Mailänder

Scala. Über London hatte die Oper zehn Jahre

nach der Uraufführung New York erreicht.

Als Muster einer Ära der Opera buffa zählt

„Der Barbier von Sevilla” zu den weltweit

meistgespieltesten Werken des Musiktheaters.

Alle wollen nur die Eine: Rosina.

Der Graf, Dr. Bartolo, sein Gegenspieler

– und auch Figaro, der Kuppler, ist

der Schönen längst verfallen. Und alle haben

nur einen einzigen Tag, um Ihr Ziel zu

erreichen. Geld oder Liebe? Oder gar beides?

Alle haben es eilig. Und Rossini treibt

dieses fast absurde Tempo mit seiner Komposition

auf die Spitze.


„ welch’ herzerfrischender humor, welch’ köstlich

naive melodik, welche Kunst und feinheit in

der behandlung des orchesters, welche vollendung

in der gestaltung des ganzen, welch’ blühende

erfindung, welch’ prachtvolle Polyphonie...”

Richard Strauss, 1893


märchenOPer

Engelbert Humperdinck

hänsel und gretel

Mit großem Erfolg ging die Uraufführung

am 23. Dezember 1893 in Weimar

unter der Leitung von Richard Strauss über

die Bühne. Nach Aufführungen in Karlsruhe

und München folgten rasch auch andere

deutsche Bühnen wie beispielsweise

1894 Berlins Lindenoper, die es bis 1964

auf die bemerkenswerte Zahl von 425

Aufführungen brachte. In 17 Fremdsprachen

übersetzt, hat „Hänsel und Gretel”

auch im Ausland rasch Verbreitung gefunden

– bis nach Afrika, Nord- und Südamerika,

nach Australien, ja, selbst dem Fernen Osten

(1961 in Tokio).

Knabenchöre wie die Wiener Sängerknaben

und Regensburger Domspatzen nahmen das

Werk in ihr Repertoire auf.

Eine Märchenwelt zu erschaffen, die Kinder

und Erwachsene gleichermaßen in ihren

Bann zieht, war von Beginn an das erklärte

Ziel. Dass der Spagat gelang, zeigen die

Reaktionen unserer Besucher. Die erwachsenen

Zuschauer ließen sich vom magischen

Zauberwald und seinen Fabelwesen genauso

einfangen wie die jüngeren Besucher.

Das schönste Kompliment machte uns ein

10 Jahre altes Mädchen, das seine Großmutter

überredete, ihm die Aufnahme zu

schenken. Dass sich auch Kinderohren

von der anspruchsvollen Musik, die in der

Orchestrierung oftmals an Wagner

erinnert, betören ließen, ist eine schöne

Bestätigung für diese Produktion.


„ sie ist von anfang bis ende von einem betörenden

zauber. ich bin sicher, dass carmen nach

zehn Jahren die populärste oper der ganzen welt

sein wird.”

Pjotr Iljitsch Tschaikowski


OPER

Georges Bizet

carmen

Tschaikowski sollte Recht behalten. „Carmen”

ist heute das meistgespielteste Werk der

Musiktheatergeschichte. Vor diesem Hintergrund

erscheint der frühe Tod des Komponisten

Georges Bizet um so fataler. Bizet starb

nur drei Monate nach der Pariser Uraufführung

(3. März 1875), nachdem sein Werk

beim Pariser Publikum durchgefallen war.

Den Durchbruch erlebte „Carmen” am

23. Oktober 1875 in Wien. Das Publikum reagierte

vom ersten Augenblick an enthusiastisch

und die Begeisterung steigerte sich

von Akt zu Akt. 1876 folgten Aufführungen

in Brüssel, Marseille und Lyon; 1878 in

St. Petersburg, London, Dublin und New York.

In Berlin und München stand die Oper

im Jahre 1880 zum ersten Mal auf dem Spielplan.

Der triumphale Erfolg der Oper war

nun nicht mehr aufzuhalten.

Carmen ist eine Figur, die in ihrer ganzen

dramatischen Widersprüchlichkeit

wie geschaffen für die Opernbühne scheint:

geheimnisvoll, verführerisch, unberechenbar:

der Inbegriff der femme fatale. Sie macht

die Männer, die ihr verfallen sind, willenlos,

treibt sie ins gesellschaftliche Abseits und

überlässt sie dann ihrem Schicksal. Doch

dies ist nur die Oberfläche dieser Geschichte

einer tödlichen Leidenschaft, deren treibende

Kraft das aufrichtige Liebesbedürfnis

einer Frau ist, die es gewohnt ist, von

den Männern nur als Lustobjekt missbraucht

zu werden.


die oper irisiert gleich einer seifenblase

in den farben der buffonerie, der

Parodistik, des echten und geheuchelten

gefühls; aber dazu kommt die farbe

der schönheit.”

Alfred Einstein


OPER

Wolfgang Amadeus Mozart

cosi fan tutte

Die Uraufführung fand am 26. Januar 1790

im Wiener Burgtheater statt. Bereits im

folgenden Jahr folgten Aufführungen in Prag,

Leipzig, Dresden, Frankfurt, Mainz und

Amsterdam. Der große Erfolg blieb „Cosi fan

tutte” allerdings vorläufig versagt. Zwar

wurde Mozarts Musik einhelliges Lob gezollt,

doch das Libretto von Da Ponte wurde

geradezu verrissen. Es sollte noch mehr als

hundert Jahre dauern, bis „Cosi fan tutte”

sich allmählich durchsetzte. Ihren internationalen

Durchbruch erlebte die Oper erst im

20. Jahrhundert. Am 24. März 1922 wurde

„Cosi fan tutte” erstmals an der Metropolitan

Opera in New York aufgeführt. Seither

gehört das Werk zum Repertoire der meisten

großen Opernhäuser.

Zwei Frauen. Zwei Männer. Alle glauben

unerschütterlich an die große Liebe

– und werden desillusioniert. Dennoch gewinnen

alle. Nachdem die Seifenblase der

romantischen Liebe zerplatzt ist, haben die

Akteure die Chance, sich neu und ungeschminkt

zu begegnen.

„Cosi fan tutte” ist ein Abgesang auf die

romantische Liebe. Ein Pamphlet gegen

den Kitsch. Die Inszenierung der Marionettenoper

schließt sich dieser Kampfansage

an, indem sie ganz bewußt auf Stilbrüche

verzichtet und sich in der Entwicklung ihrer

Bilderwelten in erster Linie von den

Wohlklängen inspirieren läßt, die Mozart mit

dieser Oper geschaffen hat.


„ das klingt ans ohr und rieselt durch das blut hinab bis in die beine, und der

faulste mensch im zuschauerraum fängt unwillkürlich zu nicken an mit dem Kopfe

und wiegt den leib und strampelt mit den füßen. man kann jetzt in der loge

des Thetaers an der wien die schönste seekrankheit kriegen, so wogt es im Parterre

unter den bezaubernden tönen, die Johann strauss mit seinem stabe aus dem

orchester wirbelt. das zwitschert, flötet, singt und trillert wie ein ganzer schöner

frühling.”

Rezension der Wiener Morgenpost zur Uraufführung


OPEREttE

Johann Strauss

die fledermaus

„Die Fledermaus“ gilt als die Königin der

Operette und eroberte sich nach der

Wiener Uraufführung die Welt. Sie gehört

zu den wenigen Operetten, die auch

an den bedeutenden Opernhäusern wie der

Metropolitan Opera, der Mailänder Scala,

der Wiener Staatsoper und auch am Royal

Opera House Covent Garden in London

regelmäßig gespielt werden.

Weltausstellungsgeprotze, Börsencrash und

der bevorstehende Untergang der

K.u.K.-Monarchie bilden den gesellschaftspolitischen

Hintergrund für die „Fledermaus“.

Das Bürgertum mutiert zu einer narzistischen

Spaßgesellschaft, die sich scheinbar am

eigenen Untergang noch berauschen kann.

„Glücklich ist, wer vergisst“ ist das

Motto dieser Gesellschaft des moralischen

Vakuums, ihr Fluidum der Champagner.

Wir feiern mit. Ohne Zeigefinger.


„ ... ein zeitgenössischer stoff. ein anderer würde ihn vielleicht nicht

gemacht haben, wegen der sitten, wegen der zeiten und wegen

tausend anderer skrupel... ich mache ihn mit dem größten vergnügen.“

Giuseppe Verdi


OPER

Giuseppe Verdi

la traviata

Inspiriert von Alexandre Dumas‘ Roman

„Die Kameliendame“, die 1852 im Pariser

Théâtre du Vaudeville in einer Bühnenfassung

aufgeführt wurde, komponierte Verdi

mit „La Traviata“ eine der erfolgreichsten

Opern der Welt, deren Uraufführung bereits

wenige Monate später, am 06.März 1853

im Teatro La Fenice in Venedig stattfand.

Mit „La Traviata“ begann ein neues Kapitel

in der Operngeschichte, denn zum ersten

Mal wurde ein zeitgenössischer Stoff auf die

Opernbühne gebracht.

Drei Menschen. Drei Lebensstile. Die ober-

flächliche Welt der High-Society.

Violetta Valery. Die naive Welt der romantischen

Liebe. Alfredo Germont. Die solide

Welt des Bürgertums. Giorgio Germont.

Drei Menschen, die sich häuten, sich selbst

neu entdecken.

Drei Menschen, denen es gelingt, die

Oberfläche zu durchstoßen. Drei Menschen,

die sich öffnen, sich verletzbar machen.

Alfredo hat nichts zu verlieren, weil er jung

ist. Violetta hat nichts zu verlieren, weil

sie todkrank ist. Der Vater hat alles zu verlieren.

Seinen Ruf, seinen Sohn, das

Glück seiner Tochter. Doch auch er öffnet

sich. Er sieht den Menschen hinter der

Kurtisane Violetta und erkennt die Oberflächlichkeit

seiner eigenen bürgerlichen Moral.


„ man sollte alle ballette schwanensee nennen.

das Publikum würde kommen.”

George Balanchine


allett

Pjotr Iljitsch Tschaikowski

schwanensee

„Schwanensee“ ist wohl das berühmteste

Ballett überhaupt – alle klassischen

Kompanien haben es in ihrem Repertoire.

Piotr Iljitsch Tschaikowski benötigte ein

halbes Jahr (August 1875 bis April 1876), um

sein erstes Ballett fertig zu stellen, das

am 20. Februar 1877 im Moskauer Bolschoi-

Theater uraufgeführt wurde. Die erste

russische Gastspielaufführung im Westen

erfolgte 1969 durch das Kirow-Ballett.

Unter den neueren Interpretationen wurden

neben der Choreographie des Startänzers

Rudolf Nurejev vor allem jene von George

Balanchine (New York 1951), Vladimir

Bourmeister (Moskau 1956), John Cranko

(Stuttgart 1963), John Neumeier (Hamburg

2002) und die rein männlich besetzte

Neufassung „Matthew Bourne’s Swan

Lake“ (London 1995) populär.

Das Ensemble der Marionettenoper entwickelte

eine ganz eigene Interpretation

des Ballettklassikers. Schwanensee als klassisches

Handlungsballett: Also nicht nur

aneinander gereihte Tänze, sondern eine kohärent

erzählte Märchengeschichte.

Die Möglichkeit, mit Marionetten Idealbilder

zu schaffen, wurde auch hier wieder

konsequent umgesetzt. Spann, Beinstreckung

und Körpergeometrie versuchen eine

Annäherung an den perfekten Tänzerkörper.

Die größte Herausforderung war, die

physische Anstrengung sichtbar zu machen,

also die Illusion zu schaffen, dass die Tänzer

wirklich schwitzen.


direktion

Bernhard Leismüller

Bernhard Leismüller ist der Gründer und künstlerische

Leiter der Marionettenoper. Unbestritten zählt er heute

zur Elite der Puppenvirtuosen. Darüber hinaus gibt es

nahezu keinen Bereich, den er nicht mit seiner Kreativität

bereichert. Alle Marionetten, die heute zum Repertoire

der Marionettenoper zählen, hat Bernhard Leismüller

selbst gebaut. Sämtliche Kostüme wurden von ihm

entworfen und angefertigt. Choreografie und Spielleitung

gehören ebenso zu seinem Aufgabengebiet. Bernhard

Leismüller bringt in die Marionettenoper fast zwanzig

Jahre Spielerfahrung und mehrere Jahre Regiearbeit

mit ein, unter anderem am Marionettentheater der Stadt

Bad Tölz, wo er mit dem Puppenspielen und -bauen

unter dem legendären Puppenbauer Oskar Paul begann.

Ralf Hechelmann

Ralf Hechelmann verantwortet die Bereiche Öffentlichkeitsarbeit

und Organisation. Das nötige Handwerkszeug

erwarb er unter anderem als Marketingleiter eines

Softwareunternehmens sowie bei zahlreichen Tätigkeiten

im Kulturmarketing. Seine Leidenschaft gilt jedoch

vor allem der Opernregie. Als Regisseur bringt Hechelmann

knapp 20 Jahre Inszenierungserfahrung mit.

Schauspiel- und Musiktheaterinszenierungen zählten

dabei ebenso zu seinen Arbeiten wie die Konzeptentwicklung

und Leitung multimedialer Events (Arbeiten

u.a. im Moussonturm Frankfurt, Theater im Quadrat G7

Mannheim, Landesmuseum Rheinland-Pfalz, Staatstheater

Mainz, Gasteig München, Pocket Opera Company

Nürnberg, Rossinifestival Wildbad). Bei der Marionettenoper

führte er erstmalig bei „Carmen” Regie.


produktion

Bettina Hummitzsch

Die illusionäre Raumtiefe und athmosphärische Dichte

ihrer Bühnenbilder verdankt die Lindauer Marionettenoper

der Dresdner Theatermalerin Bettina Hummitzsch,

die nach ihrem Abschluss als Diplom-Designerin an

der Hochschule für Bildende Künste Dresden an zahlreichen

Bühnenproduktionen mitgewirkt hat, u.a.

am Stadttheater Ulm und den Bayreuther Festspielen.

Auch in der angewandten Malerei (Arbeiten für Museen

und Messen) hat Sie ihr großes Können bereits unter

Beweis gestellt. Dass man in „Carmen“ die flirrende Hitze

Sevillas spüren kann und die morbide Athmosphäre

von „La Traviata“ einen frösteln läßt, ist nicht zuletzt das

Verdienst von Bettina Hummitzsch, die es immer wieder

aufs Neue schafft, eine kleine Bühne in einen magischen

Raum zu verwandeln.

Sebastian Demmel

Da eine Puppe keine Mimik besitzt, müssen alle Emotionen

in einem Gesichtsausdruck zu lesen sein. Dennoch verbietet

der Stil der Marionettenoper eine Überzeichnung

der Charaktere. Diese Aufgabe meistert der Tölzer Holzbildhauer

Sebastian Demmel immer wieder mit

Bravour. Demmel, der vor mehr als vierzig Jahren seine

Karriere begann und sich 1970 mit einer Holzbildhauer-Werkstatt

in Sachsenkam bei Bad Tölz selbstständig

machte, gehört zu den gefragtesten Holzbildhauern in

Deutschland. Auch auf internationalem Parkett zeichnete

sich Demmel bereits mehrfach aus. (Arbeiten u.a. in

den USA und Kanada). Sein letzter großer Auftrag führte

ihn 2002 nach Portugal, wo er vierzig Christusfiguren

aus verschiedenen Epochen, vom 8. Jahrhundert bis in die

Neuzeit, fertigte.


entführung

zauberflöte

barbier

hänsel und

gretel

carmen

cosi fan tute

fledermaus

la traviata

schwanensee

Kerstin

Bruns

Doris

Gütschow

Sibylle

Gerber

Osmin

Papageno

Bartolo

Don José

Don Alfonso

Guglielmo

Alfred

Falke

Frosch

Siegfried

Bassa

Sarastro

Dame

Knabe

Chor

Annina

Sarastro

Dame

Knabe

Adele

Chor

Amme

Königin

Pedrillo

Papageno

Tamino

Königin

Figaro

Hänsel

Micaela

Frasquita

Don Alfonso

Eisenstein

Alfredo

Siegfried

Belmonte

Constanze

Blonde

Tamino

Königin

Almaviva

Rosina

Basilio

Gretel

Hexe

Vater

Carmen

Escamillo

Fiordiligi

Ferrando

Rosalinde

Adele

Frosch

Violetta

Odette

Odile

Monostato

Dame

Knabe

Rosina

Dorabella

Orlovsky

Blind

Karin

Kresser

Bernhard

Leismüller

Regina

Misselwitz

ensemble


ENTFÜHRUNG

ZAUBERFLÖTE

BARBIER

HÄNSEL UND GRETEL

CARMEN

COSI FAN TUTE

FLEDERMAUS

LA TRAVIATA

SCHWANENSEE

Barbara

Puschmann

Nita

Riedel

Sabine

Stadler

Vivian

Stock

Constanze

Pamina

Dame

Papagena

Figaro

Katze

Don José

Fiordiligi

Alfred

Falke

Frosch

Alfredo

Königin

Rothbart

Bassa

Pamina

Dame

Papagena

Basilio

Mutter

Zuniga

Mercedes

Morales

Despina

Frank

Adele

Vater

Doktor

Gaston

Rothbart

Igel

Chor

Giuseppe

Chor

Amme

Knabe

Adele

Chor

Giuseppe

Chor

Sarastro

Dame

Knabe

Remendado

Orlovsky

Blind

Annina

Knabe

Orlovsky

Blind

Chor

Sabine

Müllenberg

Beate

Stiefenhofer

Felix

Zimmermann

Knabe

Dan Cairo

Chor

Bauer


Wie viele Puppenspieler hat die

Marionettenoper?

Insgesamt zählen 13 Puppenspieler zum Ensemble.

Das jüngste Ensemblemitglied ist

20 Jahre, das älteste 52 Jahre alt. Zusammen

mit Produktions- und Organisationsteam sind

20 Menschen für die Marionettenoper tätig.

Weshalb wirken die Marionetten

auf der Bühne viel größer als sie in Wirklichkeit

sind?

Die Bühnenbauten und sämtliche Requisiten

sind der Grösse der Puppen angepasst.

Da das Auge keine Vergleichsmöglichkeiten

hat, unterliegt der Zuschauer einer optischen

Täuschung. Würde man beispielsweise eine

Wasserflasche auf die Bühne stellen, wären

die wahren Größenverhältnisse schnell klar.

Warum wirken Ihre Marionetten auf der

Bühne so lebendig?

Die Bewegungen unserer Marionetten werden

über ein Spielkreuz gesteuert, das komplexe

Bewegungen ermöglicht. Diese Technik

ist allerdings sehr anspruchsvoll und erfordert

von den Puppenspielern die hohe Schule der

Marionettenspielkunst.

Woraus besteht eine Marionette?

Rumpf, Hände, Füße und Köpfe bestehen

aus Lindenholz und werden ausgehöhlt,

damit die Puppe nicht zu schwer wird.

Die Gliedmaßen werden über Ringschrauben

beziehungsweise Lederriemen miteinander

verbunden. Sämtliche Marionetten werden

in der hauseigenen Werkstatt der Lindauer

Marionettenoper gefertigt. Auch die Kostüme

werden im Haus entworfen und geschneidert.


fragen

Wie viele Fäden hat eine Marionette?

Eine Lindauer Marionette hat mindestens

8 Fäden. Je nach Anforderung kommen dann

noch Spezialfäden hinzu. Eine Balletttänzerin

mit insgesamt 23 Fäden ist die Spitzenreiterin

der Marionettenoper. Die Fadenlänge

beträgt 2 Meter. Die Köpfe unserer Puppen

werden nicht über Fäden, sondern über

3 Drähte bewegt. Diese erlauben den Puppenspielern

auch schnelle Kopfbewegungen.

Wie lange dauert die Ausbildung zum

Puppenspieler?

Die Grundausbildung dauert etwa drei Jahre.

Erst dann beginnt das eigentliche Spielen.

Erst wenn man nicht mehr auf die Grundtechnik

achten muss, kann man sich auf der

Bühne sicher bewegen. Das Puppenspiel

ist vergleichbar mit dem Spielen eines Instrumentes.

Bis ein Pianist zum Virtuosen wird,

vergehen Jahre. Ausgelernt hat man aber nie.

Mit jeder Vorstellung, mit jeder Probe verfeinert

sich die Technik und wenn man das

entsprechende Talent besitzt, kann man

irgendwann auch virtuos werden.

Welche Fähigkeiten muss ein Puppenspieler

mitbringen?

Einen gesunden Rücken, Konzentrationsund

Koordinationsfähigkeit, Musikalität,

Disziplin, Geduld und Teamfähigkeit.

Warum sind die Inszenierungen der

Marionettenoper eher konventionell als

zeitgeistig?

Wenn man dem Wortsinn folgt, sind unsere

Inszenierungen gerade nicht konventionell.

Denn selbst die großen Musentempel

des Musiktheaters wie zum Beispiel Verona

verlassen ihre traditionellen Pfade. Insofern

ist Lindau gewissermaßen eine der letzten

Pilgerstätten für Liebhaber des traditionellen

Musiktheaters. Mal abgesehen davon,

dass es uns großes Vergügen bereitet, eine

Geschichte zu erzählen und wir darüber hinaus

den historischen Rahmen unseres Opernrepertoires

wirklich spannend finden.

Wie viele Puppen besitzt die

Marionettenoper?

Im Moment besitzt die Marionettenoper

ca. 400 Marionetten. Mit jeder neuen

Produktion kommen zwischen 30 und 50

neue Figuren dazu.


Fischergasse 37

D-88131 Lindau

info@marionettenoper.de

www.marionettenoper.de

Telefon: + 49 (0) 8382.94 24 46

Gestaltung / Umsetzung: [d] Ligo

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