MOZ_Sonderbeilage_Anpfiff_08_2020

suedwest.presse

SONDERVERÖFFENTLICHUNG 22. AUGUST 2020

net

ANPFIFF

fupa.net/brandenburg

SAISON

2020/2021


2

ANPFIFF

Vernunft und Kooperation

Thomas Driebusch, Vorstands-Vorsitzender des Fußballkreises Ostbrandenburg, lobt das Zusammenhalten

in einer schwierigen Zeit. Knapp 520 Mannschaften gehen in der neuen Saison in den Spielbetrieb.

Sehr geehrte Leser der Märkischen

Oderzeitung,

Liebe Freunde des Fußballs,

Den Verlauf der vergangenen

Saison kann man

wohl als historisch vermerken.

Die Coronavirus-Pandemie

und die danach ausgelegten

Schutzmaßnahmen haben dem

Spiel- und Trainingsbetrieb, insbesondere

mit der beabsichtigten

Aufnahme der Rückrunde,

ein jähes Ende gesetzt. Versuche,

die Saison in unserem Fußballkreis

dennoch sportlich zu beenden,

mussten schließlich der

Realität weichen. Gesundheitsschutz

geht vor.

So wurden der Pokalwettbewerb

Ostbrandenburg

abgebrochen, die Meister

mit Stand der Hinrunde nach

einer Quotientenregelung ermittelt.

Freude kam dann doch

bei den Sportfreunden des Fußballclubs

Neuenhagen auf, die

aufgrund einer Härtefallentscheidung

durch den Vorstand

des Fußball-Landesverbandes

als zweiter Aufsteiger, neben der

SG Wiesenau 03, nunmehr am

Spielbetrieb der Landesklasse

teilnehmen können.

Die Entscheidungen, so

wie sie gefallen sind, hat

sich der Kreis-Vorstand

nicht leicht gemacht. Wir haben

uns regelmäßig und intensiv

mit den Verantwortlichen der

anderen Fußballkreise im Landesverband

und den Gremien

des Verbandes besprochen. Das

administrative Handeln, vor allem

medial, musste faktisch neu

erfunden werden. Wer wusste

schon, wie Video- oder Telefonkonferenz

geht? Für nicht wenige

war diese Umstellung auch mit

einem erheblichen Lernprozess

und einigen Entbehrungen verbunden.

Deshalb gilt mein Dank

all jenen, die maßgeblich dafür

Sorge getragen haben, dass der

Geschäftsbetrieb im Fußballkreis

stabil aufrechterhalten werden

konnte.

Auf Vereinsebene stellt sich

die Situation unter den

herrschenden Corona-

Bedingungen ungleich schärfer

dar. Hier geht es zuweilen bereits

an die Existenz. Der wirtschaftliche

Geschäftsbetrieb gerät

schnell an seine Grenzen,

wenn beispielsweise notwendige

Drittmittel nicht mehr generiert

werden können. Es freut mich

umso mehr, dass in den Vereinen

und deren Umfeld überwiegend

ein Klima der Vernunft und Kooperation

verabredet ist.

So kann sich der Fußballkreis

mit Blick auf die neue Saison

2020/21 weiter über einen

zahlenmäßig starken Spielbetrieb

freuen. Bei den Männern

gehen 89, bei den Altherren und

-Senioren 72 und bei den Frauen

18 Mannschaften an den Start.

Zudem nehmen 23 Teams am

überregionalen Spielbetrieb teil.

Im Nachwuchsbereich sind es

über alle Altersklassen hinweg

275 Mannschaften im Kreis- und

42 im überregionalen Spielbetrieb.

Die Anzahl der Meldungen

liegt somit im Trend der vergangenen

Jahre.

Nach derzeitiger Infektionslage

müssen wir leider davon

ausgehen, dass der

Spielbetrieb auch künftig stark

beeinflusst bleibt. Auf unserer

Homepage, aber auch auf den

sonstigen Informationsebenen

des Landesverbandes wird auf

die aktuellen Bestimmungen und

danach angepassten Verhaltensregeln

für die Vereine aufmerksam

gemacht. Nur gemeinsam

und vor allem mit dem Verständnis

und der Vernunft aller kann

es gelingen, die Ausbreitung des

Coronavirus weiter zu minimieren

und die Gesundheit unserer

Bevölkerung zu schützen.

Durch umsichtiges und verantwortungsvolles

Handeln

werden all diejenigen,

die in den Vereinen und

der Administration des Fußballkreises

Verantwortung tragen,

dazu einen nachhaltigen Beitrag

leisten.

Restrisiko mindert immense Vorfreude nicht

Nicht nur Udo Plate, MOZ-Sportredakteur in Märkisch-Oderland, hofft darauf, dass es eine reguläre Saison werden wird.

Auf ein Neues“ heißt es für

die hiesigen Fußballer, die

sich trotz aller widrigen

Corona-Umstände voller Vorfreude

präsentieren. Die Saison

2020/21 beginnt, wobei Regionalligist

FSV Union Fürstenwalde

sowie die beiden Oberliga-Teams

des FC Strausberg und Victoria

Seelow ihren Auftakt bereits bestritten,

fast alle übrigen Mannschaften

den „Probelauf“ mit den

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ersten Pokalrunden in Land und

Kreis absolviert haben.

Dabei betreten in diesem

Sommer alle Beteiligten

Neuland. Die Auswirkungen

der anhaltenden Pandemie,

die im März mit dem kompletten

Sport-Lockdown für ein vorzeitiges

Ende der Spielzeit 2019/20

sorgte, sind mit den unumgänglichen

Hygiene-Konzepten in

den Stadien und auf den Plätzen

deutlich zu spüren. Abstand

halten lautet die Zauberformel,

die – vielleicht kombiniert mit

Mund- und Nasenschutz – den

Spielbetrieb samt Stadionbesuchen

der Fans erst zulässt.

Ein Restrisiko indes bleibt.

Schließlich ist eine Team-

Isolation nach Vorbild der

Fußball-Bundesliga in den Amateurklassen

nicht möglich, und

während des Spiels lässt sich –

das ist ein Bestandteil des Fußballs

– Körperkontakt nicht vermeiden.

Vor allem gilt es, bei

aller Freude über das Zusammensein,

nichts zu bagatellisieren.

Vielmehr sollte unbedingt

den Empfehlungen der Gesundheitsämter,

des Bundes und der

Landesregierung eins zu eins

Rechnung getragen werden, um

einen geordneten Spielbetrieb zu

gewährleisten.

Auf den folgenden „Anpfiff“-Seiten

finden Sie,

liebe MOZ-Leser, wie

gewohnt die Vorschau auf die

Saison aus Sicht des Fußballkreises

Ostbrandenburg. Die Sportredaktion

hat sich intensiv bei

„unseren“ Vereinen umgehört

und umgesehen. Was von den

Mannschaften – angefangen von

der 4. Liga bis hin zur Kreisebene

– zu erwarten ist, lesen

Sie in dieser Beilage. Viel Spaß

schon mal beim Durchblättern

und Diskutieren!


AUGUST 2020 3

Inhalt

FSV Union Fürstenwalde und

Regionalliga Nordost Seiten 4-7

Victoria Seelow Seiten 8/9

FC Strausberg Seiten 10-12

NOFV-Oberliga Nord Seite 13

1. FC Frankfurt Seiten 14/15

Blau-Weiß Petershagen-

Eggersdorf Seiten 16-18

Brandenburgliga Seite 19

FC Eisenhüttenstadt S. 20/21

FV Erkner Seite 22

Germania Schöneiche Seite 23

Blau-Weiß Briesen Seite 24

FSV Union Fürstenwalde II S. 25

Grün-Weiß Rehfelde Seite 26

FSV Dynamo Eisenhüttenstadt

Seite 27

FC Concordia Buckow/Waldsieversdorf

Seite 28

SG Wiesenau Seite 29

SG Müncheberg Seite 30

Blau-Weiss Markendorf/

SG Bruchmühle Seite 31

Müllroser SV/

SV Woltersdorf Seite 32

FC Neuenhagen Seite 33

Preußen Bad Saarow/

Preußen Beeskow Seite 34

Blau-Weiß Wriezen Seite 35

Schiedsrichter Porträt

Kevin Meißner Seite 36

Hybridrasen Seite 37

Ostbrandenburgliga

BSG Pneumant Fürstenwalde/

Storkower SC Seite 38

FC Union Frankfurt/

MTV Altlandsberg Seite 39

Kreisliga Mitte und Süd Seite 40

FC Wacker Herzfelde Seite 41

MSV Rüdersdorf Seite 42

Kreisliga Nord Seite 43

Kreisklasse

Blau-Gelb Bleyen Seite 44

Kreisliga Frauen Seite 45

Altherren/Alt-Senioren Seite 46

Nachwuchs Seite 47

Kontakte Seite 48

IMPRESSUM

Verlag

Märkisches Medienhaus

GmbH & Co. KG

Kellenspring 6

15230 Frankfurt (Oder)

P.h.G. Märkisches Medienhaus

Verwaltungs GmbH

Geschäftsführer

Andreas Simmet

Redaktionsleitung (verantw.)

Claus Liesegang

Märkisches Medienhaus

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Kellenspring 6

15230 Frankfurt (Oder)

Anzeigenleitung (verantw.)

André Tackenberg

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Druck

Märkisches Medienhaus

Druck GmbH

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15230 Frankfurt (Oder)

Den Datenschutzbeauftragten

erreichen Sie unter:

datenschutz@moz.de

Das Risiko spielt weiter mit

Jens Kaden, Präsident des Fußball-Landesverbandes Brandenburg, setzt auf die Vernunft

und das Mitwirken aller Beteiligten in der neuen, nach wie vor besonderen Saison.

Liebe MOZ-Leser,

liebe Freunde des Fußballsports,

Das Warten hat ein Ende,

die Tore-, Punkte- und

Pokaljagd endlich wieder

begonnen.

Die Aktiven haben eine

schweißtreibende und

die Verantwortlichen

eine arbeitsreiche Vorbereitungszeit

hinter sich gebracht. Zum

Start dieser neuen, aber wiederum

auch besonderen Saison

möchte ich alle Spielerinnen

und Spieler, Trainerinnen

und Trainer, Schiedsrichterinnen

und Schiedsrichter, Funktionäre,

Zuschauer und Sponsoren herzlich

willkommen heißen.

Unser geliebter Sport verbindet

– egal, welches

Alter, welche Religion, Berufsgruppe,

Hautfarbe oder Orientierung.

Wie sagte DFB-Präsident

Fritz Keller beim Bundestag?

„Der Fußball ist das letzte Lagerfeuer

unserer Gesellschaft.“ Dieses

Feuer haben wir alle so lange

schmerzlich vermisst.

Eine außergewöhnliche

Saison 2019/20 liegt hinter

uns, musste auf besondere

Weise beendet werden

und wird in die Geschichtsbücher

eingehen. Ihre Folgen

sind erheblich und die Auswirkungen

werden auch in der

neuen Spielserie noch zu spüren

sein. Unabhängig davon müssen

wir gemeinsam hoffen, dass

uns nicht eine erneute Pandemiewelle

erreicht und wieder den

vor uns stehenden Saisonverlauf

beeinträchtigt. Auf viele Mannschaften

wartet eine Terminhatz,

die Spielzeit wird allen Akteuren

in die Beine gehen.

Bei diesem kommenden

Mammutprogramm spielen

nicht nur unsere Vereine

gegeneinander – auch das

Risiko spielt stets weiter mit. Wer

hegt nicht die Befürchtung, dass

es im Herbst, nach der Rückkehr

von Zigtausend Menschen aus

den verschiedensten Urlaubsregionen,

eine neue Infektionswelle

geben könnte, die dann

auch vor unseren Kickern nicht

haltmachen wird?

Wir alle aber können

etwas tun, damit das

Lagerfeuer – unsere

gemeinsame Zeit mit dem Fußball

– auch weiterhin lodert und

wir uns an den Spielen und allem,

was dazu gehört, erfreuen

Auf dass

das

Lagerfeuer

wieder

lodert.

dürfen. Es gilt die Erfahrungen

der jüngsten Vergangenheit auch

als Warnschuss zu begreifen und

die Sinne neu zu schärfen. Es

steht bei der Durchführung der

Redaktion der Beilage

Kai Beißer, Roland Hanke, Udo Plate, Edgar Nemschok, Hubertus Rößler

Titelfotos: Michael Benk, Edgar Nemschok, Alexander Winkler

Saison 2020/21 demnach auch

außer Frage, dass die Gesundheit

aller Beteiligten und der gesamten

Bevölkerung sowie die

Eindämmung des Virus weiterhin

Priorität haben. Wir müssen

alle an einem Strang ziehen, die

vorgegebenen Regeln achten und

die Hygienevorschriften strengstens

umsetzen. Nur so kann

der Ball – wie derzeit erlaubt –

auch weiter rollen. Den wichtigsten

Teil dazu haben wir selbst in

der Hand!

Ich rufe hiermit alle mit dem

Fußball Verbundenen auf:

Denkt an das, was uns gefehlt

hat und wirkt bitte mit

Verständnis und Disziplin,

dass wir uns weiter Schritt für

Schritt der gewohnten Normalität

auf den Plätzen und in den

Stadien nähern können. Die neue

Saison wird uns noch einmal im

besonderen Maße fordern, aber

ich bin mir auch sicher, dass wir

dies mit Verbundenheit zu unserem

geliebten Sport und mit

einem gemeinsamen wie auch

fairen Miteinander meistern

werden.

In diesem Sinne wünsche ich

allen Fußballfreunden eine

spannende und vollständige

Saison 2020/21, den Funktionären

im Verband, in den Kreisen

und Vereinen neue Kraft, Erfolg

und Freude bei ihrer Arbeit, den

Mannschaften die Erfüllung ihrer

sportlichen Ziele sowie uns allen

Gesundheit und Freude bei den

vielen Erlebnissen rund um den

Fußball im Land Brandenburg.

Ich zähle auf das Verständnis

aller und auf Eure Unterstützung!

Möge der Anpfiff erfolgen

und die Saison sportlich

enden – freuen wir uns und

hoffen gemeinsam darauf!


4

ANPFIFF

Die Hälfte der Regionalliga-Mannschaft des FSV Union Fürstenwalde ist neu.

Foto: Roland Hanke

Schnellstmöglich ein Team werden

FSV Union Fürstenwalde Die neue Saison in der Regionalliga Nordost wird für die Domstädter einmal mehr

eine große Herausforderung. Ein Dutzend neuer Spieler muss integriert werden.

Jedes Jahr das gleiche Spiel,

wenn die neue Saison beginnt:

Auch im fünften

Jahr in Folge in der Regionalliga

Nordost müssen die Fürstenwalder

den halben Kader mit

neuen Spielern ersetzen. Und das

dürfte wieder kein leichtes Unterfangen

für Chefcoach Matthias

Maucksch werden.

Zwölf Spieler haben den Verein

verlassen. Darunter erneut

etliche Leistungsträger wie

etwa Luca Schulz (rechte Außenbahn),

der in die 3. Liga zu

Hansa Rostock wechselte, die

Stürmer Kimmo Hovi und Nils

Stettin, die Mittelfeldakteure

Oliver Hofmann, Franz Hausdorf

und Paul Maurer sowie Abwehrspieler

Tim Häußler und Peter

Köster.

„Es ist immer wieder schade,

komplett ein halbes Team neu

formieren müssen. Aber das ist

nun mal unser Los, weil wir nicht

die finanziellen Mittel wie andere

Vereine zur Verfügung haben.

Diese wissen, dass wir relativ

preiswerte Spieler haben.

Und wenn sie sich zum Beispiel

so gut entwickeln wie in der vergangenen

Saison, dann sind sie

eben auch attraktiv für die Konkurrenz“,

sagt Maucksch, der die

Mannschaft 2015/16 in die Regionalliga

geführt und bislang

mit ihr dreimal den Klassenerhalt

in der vierthöchsten deutschen

Spielklasse geschafft hat.

Aber die numerische Lücke

In der

starken

Liga zu

bestehen,

ist das Ziel.

ist inzwischen aufgefüllt. Ein

Dutzend neuer Spieler hat bisher

den Weg in die Domstadt

gefunden, darunter viele junge

Akteure im Alter von 18, 19 Jahren.

21 Mann umfasste der Kader

zum Punktspielstart. „Allerdings

sind wir mit der Planung noch

nicht am Ende, suchen noch weiter

Verstärkung in der Abwehr

und im offensiven Bereich“, erklärt

der 51 Jahre alte Fußballlehrer

Maucksch, der früher Profi

und Trainer bei Dynamo Dresden

war. Unter den Neuen sind mit

den Abwehrspielern Lucas Henrique

Turci – der erste Brasilianer

beim FSV Union –, dem Griechen

Dimitrios Komnos und dem

Tschechen Vojtech Mares, den

Mittelfeldspielern Kay Michel

und Johann Weiß sowie Stürmer

Arlind Shoshi auch erfahrene

Akteure hinzugekommen.

Tor: David Richter (21), Julian

Simon (19)

Abwehr: Louis Böcker (19), Anton

Kanther (19), Noah Thamke

(18), Lucas Henrique Turci (23),

Ingo Wunderlich (34), Dimitios

Komner (27), Vojtech Mares

(21)

Mittelfeld: Mateusz Ciapa

(20), Darryl Julian Geurts (26),

Tony Hempel (19), Mirko Marulli

(20), Kay Michel (24), Joshua

Putze (25), Lukas Stagge

(23), Johann Weiß (23)

Angriff: Kemal Atici (27), Johan

Martynets (22), Bruno

Schiemann (18), Arlind Shoshi

(23)

Zugänge: Tony Hempel (1. FC

Magdeburg), Arlind Shoshi (FC

International Leipzig), Julian Simon,

Noah Thamke (beide Energie

Cottbus), Bruno Schiemann

(1. FC Magdeburg), Kay Michel

(Berliner AK), Louis Böcker (Erzgebirge

Aue), Lucas Henrique

Maucksch, der weiter Nico

Hinz als Co- und Torwart-Trainer

an seiner Seite hat, steht wieder

vor der schweren Aufgabe,

„schnellstmöglich ein kompaktes

und schlagkräftiges Team“

zu formen. Das ist dem Sachsen

mit seiner akribischen und

energischen Art durchaus zuzutrauen,

wie der vierte Rang in

der Vorsaison – die beste Regionalliga-Platzierung

der Fürstenwalder

überhaupt – zeigte. Ein

solches Ergebnis dürfte diesmal

allerdings kaum möglich sein.

Maucksch nennt als oberstes Ziel

den Klassenerhalt „in der starken

Nordost-Staffel, die eine ordentliche

Qualität hat und mit vielen

Traditionsvereinen gespickt ist,

die früher in der DDR-Oberliga

und zuletzt auch höherklassig

gespielt haben“. Dennoch wolle

man versuchen, die Favoriten in

der heimischen Bonava-Arena

zu ärgern.

Einen ersten Erfolg hat der FSV

Union mit dem Einzug ins Endspiel

des Brandenburg-Pokals der

abgebrochenen Vorsaison bereits

verbuchen können. Dort trifft er

am 22. August in Luckenwalde

auf Liga-Kontrahent SV Babelsberg

03. Erstmals standen die

Spreestädter 2015 im Endspiel,

dass sie daheim gegen Energie

Cottbus nur knapp mit 2:3 verloren

hatten. Nun soll der Pott her,

um dann in der 1. Hauptrunde

des DFB-Pokals (11. bis 14. September)

Bundesligist VfL Wolfsburg

in der Bonava-Arena empfangen

zu können.

Auch die neue Punktspielserie

der Regionalliga Nordost

hat bereits begonnen. Zum Auftakt

am 15. August gab es für

die Fürstenwalder beim Berliner

AK unter Ex-Union-Trainer André

Meyer mit der 2:3-Niederlage

gleich einen Dämpfer. Das erste

Heimspiel steigt am 26. August

gegen Drittliga-Absteiger Carl-

Turci (1. CfR Pforzheim), Johann

Weiß (ZFC Meuselwitz),

Anton Kanther (Germania Halberstadt),

Dimitrios Komnos (SV

Babelsberg), Vojtech Mares (Slavia

Prag B/FK Slavoj Vysehrad)

Abgänge: Tim Häußler, Paul

Maurer (beide VSG Altglienicke),

Franz Hausdorf, Peter Köster,

Niklas Thiel (alle Eintracht

Mahlsdorf), Kimmo Markku

Hovi (Viktoria Berlin), Nils Wilko

Stettin (Energie Cottbus), Gian

Luca Schulz (Hansa Rostock),

Hendrik Kuhnhold (Germania

Halberstadt), Niclas Kühn,

David Vetterlein (beide unbekannt),

Oliver Hofmann (SV

Lichtenberg 47)

Cheftrainer: Matthias

Maucksch (51, Fußballlehrer),

Co- und Torwart-Trainer:

Nico Hinz (34), Betreuer: Hans

Wichary, Lutz Bartel, Physiotherapeutin:

Ulrike Kliem (35)

Zeiss Jena. Das kleine Stadion

in der Bonava-Arena, bei vielen

Kontrahenten nicht gerade beliebt,

hat inzwischen eine überdachte

Haupttribüne bekommen.

Zum erforderlichen Regionalliga-

Standard fehlt unter anderem

noch das Flutlicht, weshalb der

FSV Union die Lizenz nur unter

Erfüllung von Auflagen bekommen

hat. Bis 31. Dezember muss

es fertig sein. ROLAND HANKE


AUGUST 2020 5

Ein bisschen Nostalgie spielt mit

Regionalliga Gleich sechs Vereine, die 1990/91 die letzte Saison der DDR-Oberliga bestritten haben,

treffen in der Nordost-Staffel aufeinander. Sieben Mannschaften wiederum kommen aus Berlin.

Es liest sich ein wenig wie

das Who is who des DDR-

Fußballs: Mit dem dem FC

Carl Zeiss Jena, dem 1. FC Lok

Leipzig, dem Chemnitzer FC,

Chemie Leipzig, Energie Cottbus

und dem BFC Dynamo tummelt

sich ein halbes Dutzend Mannschaften

in der vom Nordostdeutschen

Fußballverband organisierten

4. Liga, das vor genau

30 Jahren in die unwiderruflich

letzte Oberliga-Spielzeit gegangen

war.

Es gibt

keinen

wirklichen

Favoriten.

Sie alle eint also, dass sie

schon bessere Zeiten erlebt

haben. Andererseits haben es

sich Vereine wie der FC Victoria

Frankfurt, der FC Eisenhüttenstadt

und Stahl Brandenburg

längst in den Niederungen des

Amateurfußballs in Brandenburg

bequem gemacht.

Kompliziert ist die Lage in

Chemnitz. Der angeschlagene

Verein, wegen der um einen Treffer

schlechteren Tordifferenz gegenüber

dem FSV Zwickau aus

Liga 3 zurückgekehrt, hat jetzt

einen eigenen Insolvenzplan aufgestellt.

Bei einer Spendenaktion

waren knapp 540 000 Euro zusammengekommen.

Auch der

frühere Nationalmannschafts-

Kapitän Michael Ballack hatte

seinen Heimatverein unterstützt,

40 handsignierte Original-Trikots

Wohin führt der Weg? Armin Causevic, Sportdirektor des Chemnitzer FC. Noch immer läuft das

Insolvenzverfahren beim Drittliga-Absteiger.

Foto: imago-images

Immer wieder sind die Spielklassen

unterhalb der 2. Bundesliga

umstrukturiert worden.

Seit der Saison 2012/13

gibt es fünf Regionalligen, die

die vierthöchste Spielklasse im

deutschen Fußball und formell

zugleich die höchste Amateurspielklasse

bilden.

Sechsmal stieg seither der

Meister der Regionalliga Nordost

in die 3. Liga auf: RB Leipzig

(2012/13), 1. FC Magdeburg

(14/15), FSV Zwickau (15/16),

FC Carl Zeiss Jena (16/17),

Energie Cottbus (17/18 – jeweils

als Sieger in Relegationsspielen)

sowie der Chemnitzer

FC (Direktaufstieg). Die TSG

Neustrelitz (2013/14) und zuletzt

der 1. FC Lok Leipzig scheiterten

in der Relegation.

In der abgebrochenen Saison

gab es keine Absteiger. Chemnitz

und Jena stiegen aber

aus Liga 3 auf, Tennis Borussia

und der FSV Luckenwalde

aus der Oberliga auf, so dass

20 Mannschaften in die Spielzeit

2020/21 gehen. KB

Einen neuen Verantwortlichen

auf der Bank hat auch der 1. FC

Lok Leipzig: Almedin Civa kennt

die Liga aus seiner Zeit beim SV

Babelsberg. Der Tabellenerste

der Vorsaison hat seinen Kader

kräftig durchgemischt (21 Abgänge!).

Viele Spieler abgegeben

hat auch Carl Zeiss Jena. Es

bleibt abzuwarten, wie der Verein

den Abstieg aus der 3. Liga

verarbeitet hat.

Die Berliner Streitmacht wird

angeführt von der VSG Altglienicke,

in der Vorsaison aufgrund

der Quotientenregel gegenüber

Lok Leipzig an der Aufstiegs-Relegation

gescheitert. Die Mannschaft

des prominenten Trainergespanns

Karsten Heine/Torsten

Mattuschka wird von der Konkurrenz

ganz weit oben eingestuft.

Trotz oder gerade wegen

zahlreicher Ab- und Zugänge

scheinen die Ostberliner sogar

noch stärker geworden zu sein.

Die übrigen hauptstädtischen

Vereine sind Hertha BSC II, SV

Lichtenberg 47, Tennis Borussia,

der BAK, der FC Viktoria und der

BFC Dynamo. KAI BEIßER

Tel.: 03362 - 88 40 0

Haus am Peetzsee

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Traditionsverein: Der 1. FC Lokomotive Leipzig wurde am 20. Januar

1966 gegründet und gilt als Nachfolger des dreimaligen Deutschen

Meisters VfB Leipzig. Die Probstheidaer tragen ihre Heimspiele im

Bruno-Plache-Stadion aus, mit dessen Bau vor genau 100 Jahren

begonnen worden war.

Foto: dpa/Jan Woitas

aus seiner aktiven Zeit beim FC

Bayern München, dem FC Chelsea,

Bayer Leverkusen sowie der

DFB-Auswahl für eine Auktion

zur Verfügung gestellt.

Sportlich gehören die Chemnitzer

aber zu den Favoriten

auf den Meistertitel, weil Leistungsträger

wie Paul Milde, der

einst zur Aufstiegsmannschaft

des FSV Union Fürstenwalde gehört

hatte, trotz der angespannten

finanziellen Situation gehalten

werden konnten.

Für den FC Energie Cottbus

gehört es zum Selbstverständnis,

in der Liga oben mitzuspielen.

Mehr noch, die Lausitzer

sehen sich eigentlich als Drittligisten,

was den Druck auf die

Mannschaft, den neuen Trainer

Sebastian Abt und den Sportlichen

Leiter Sebastian König allerdings

auch erhöht.


6

ANPFIFF

„Zuschauer sind erlaubt“

Im Gespräch Sieghard Richter, Präsident des FSV Union Fürstenwalde, berichtet über das Hygiene-Konzept,

das Fans bei den Heimspielen in der Regionalliga Nordost ermöglicht. Zudem erklärt er seine weiteren Ziele.

Seit fast genau neun Monaten

ist er nun im Amt. Sieghard

Richter, der die Nachfolge

von Hans-Ulrich Hengst

antrat, hat sich inzwischen eingearbeitet,

viel Zeit und Herzblut

investiert, und er versucht,

mit seinen Vorstandskollegen

den Verein auch in Corona-Zeiten

gut über die Runden zu bringen.

ROLAND HANKE sprach mit

dem Ruheständler im Unruhe-

Stand aus Fürstenwalde über die

aktuelle Lage und seine Ziele.

Herr Richter, die neue Saison

ist gestartet. Das erste Heimspiel

in der Regionalliga Nordost

steht am 26. August gegen

Carl-Zeiss Jena an. Dürfen da

und bei den übrigen Heimspielen

Zuschauer in die Bonava-Arena?

Ja, wir haben ein Hygiene-Konzept

erstellt, dem das Gesundheitsamt

des Landkreises Oder-

Spree in Beeskow zugestimmt

hat. Demnach dürfen insgesamt

bis zu 1000 Leute im Stadion sein

– inklusive aller Spieler, Trainer,

Betreuer, Ordner, Kassierer,

Versorger, Medienvertreter und

Funktionäre.

Worauf müssen die Zuschauer

achten?

Im gesamten Friesenstadion

herrscht Maskenpflicht, der sogenannte

Mund-Nasen-Schutz

muss bereits beim Betreten der

Anlage getragen werden – auch

beim Einlass und auf dem Weg

zum Sitz- oder Stehplatz. Dort

kann die Maske abgenommen

werden, muss aber wieder aufgesetzt

werden, wenn man sich etwas

zu Essen oder Trinken holt,

Präsident Sieghard Richter vor der überdachten Haupttribüne in der Bonava-Arena.

generell sich wieder in der Anlage

bewegt. Der Mindestabstand

von 1,50 Meter ist unbedingt einzuhalten.

Die verfügbaren Zuschauerplätze

sind markiert. Zudem

sollten die Besucher beim

Einlass etwas mehr Zeit einplanen,

denn da müssen die Kontaktdaten

angegeben werden.

Ganz schön kompliziert. Glauben

Sie, dass trotzdem viele Zuschauer

kommen?

Das hoffe ich doch. Schließlich

spielt unsere Mannschaft in der

vierten Liga und in der Bonava-

Arena gegen attraktive Kontrahenten.

Das Team ist trotz der

vielen Ab- und Zugänge auf einem

guten Weg, eine starke Einheit

zu werden. Das ist natürlich

vor allem der hervorragenden Arbeit

unseres Trainer- und Betreuerstabs

um Matthias Maucksch

und Nico Hinz zu verdanken.

Es sind bereits erste Früchte zu

sehen, aber es gibt auch noch

viel zu tun.

Immer 90 Minuten volle Power

Foto: Roland Hanke

Letzteres trifft auch auf das

Umfeld zu. Der Verein hat die

Lizenz für die Saison vom Nordostdeutschen

Fußball-Verband

nur unter Auflagen bekommen.

Welche sind das?

Das Wichtigste ist das Flutlicht,

das bis zum 31. Dezember fertig

sein muss. Wenn nicht, wird

uns die Zulassung für die Regionalliga

entzogen. Bis zur Fertigstellung

müssen wir eine vertragliche

Zusicherung für ein

Regionalliga-taugliches Ausweichstadion

vorlegen – wegen

der zu erwartenden Abendspiele.

Bisher stehen nur die Fundamente.

Wir haben jetzt mit einer

Firma einen Vertrag zur Errichtung

der Masten geschlossen

und hoffen, dass wir termingerecht

fertig werden. Unterstützung

haben wir auch von der

Stadt Fürstenwalde bekommen

im Rahmen eines rückzahlbaren

Zuschusses, wofür ich mich

bedanken möchte, auch bei den

Abgeordneten. Das gilt ebenfalls

für die Sponsoren, die uns

trotz der Corona-Krise weiter die

Stange halten.

Ingo Wunderlich Der Kapitän ist der dienstälteste Spieler beim Viertligisten von der Spree.

Sie sind jetzt neun Monate im

Amt. Wie fällt ihre Bilanz nach

einem dreiviertel Jahr aus?

Es ist viel Arbeit, aber es macht

mir auch großen Spaß, einen Verein

mit mehr als 350 Mitgliedern

zu führen. Ich habe früher selbst

in Fürstenwalde Fußball gespielt

und brenne für diesen Sport.

Deshalb habe ich die schwere

Aufgabe auch übernommen.

Welche Ziele haben Sie?

Durch die Corona-Pandemie ist

einiges unterbrochen worden.

Wir hoffen, dass keine zweite

Welle kommt und wir den Neustart

erfolgreich meistern. Wir

werden weiter daran arbeiten,

die Struktur im Vorstand und im

Verein zu verbessern. Auch im

und um das Stadion herum gibt

es noch viel zu tun. So wollen

wir gemeinsam mit der Stadt die

Parkplatzsituation verbessern,

ein Wildzaun ist zu errichten

und das Sozialgebäude mit seinen

Einrichtungen in Ordnung

zu bringen. Im Herbst soll wieder

ein Wirtschaftsrat im Verein

installiert werden. Zudem

wollen wir die Anzahl der Zuschauer

und Fans erhöhen sowie

die Nähe zu ihnen verbessern.

Ein erster Schritt dazu ist

unser Kummerkasten direkt am

Eingang des Gebäudes, wo jeder

kritische Hinweise geben

kann. Und ein großer Traum ist

die Errichtung eines Kunstrasenplatzes.

Der wäre vor allem

für unsere große Nachwuchsabteilung

enorm wichtig, die für

240 Kinder- und Jugendliche

neben dem Hobby-Fußball auch

immer mehr leistungssportliche

Orientierung bietet.

Fußball ist seine Leidenschaft,

auch im Alter von 34 Jahren. Damit

ist er nicht nur der älteste,

sondern auch der dienstälteste

Spieler in der aktuellen Regionalliga-Mannschaft

der Fürstenwalder.

Die Rede ist von Ingo

Wunderlich. Er absolviert seine

fünfte Saison in Folge beim FSV

Union, die zweite dabei als Kapitän.

Inzwischen hat der Berliner

107 Punktspiele für die Domstädter

bestritten – ebenfalls die

meisten im Team.

Sein Markenzeichen ist, wenn

er auf dem Platz steht, von der

ersten bis zur letzten Minute

volle Power zu gehen. „Davon

lebt mein Spiel, denn ich kann

gar nicht anders, das habe ich

mir schon zu Beginn meiner

Fußballzeit im Alter von sechs

Jahren angeeignet und immer

weiter gepflegt“, sagt Wunderlich,

der mit seiner Lebensgefährtin

Katrin sowie den Töchtern

Luisa (12) und Alina (18)

in Köpenick in der Nähe des

S-Bahnhofs und der Alten Försterei

wohnt.

Anfang beim 1. FC Union

In Letzterer hatte er auch seine

sportliche Karriere begonnen,

durchlief dort die Nachwuchsstationen

und spielte bei den

Männern des 1. FC Union Berlin,

ehe er in der Winterpause 2008

zur TSG Neustrelitz wechselte

Ingo Wunderlich, Kapitän des

FSV Union Foto: Roland Hanke

und dort siebeneinhalb Jahre

blieb. Nach einer halben Saison

beim Berliner AK kam dann im

Januar 2016 der Schritt zum FSV

Union. Unter Trainer Matthias

Maucksch, der große Stücke auf

Wunderlich hält, gelang in jener

Saison gleich der Aufstieg in die

Regionalliga Nordost.

„Ich fühle ich mich wohl in

Fürstenwalde. Nicht nur sportlich

hat sich der Verein in den

vergangenen Jahren Schritt für

Schritt nach oben entwickelt,

auch im Umfeld und im Stadion“,

sagt der rechte Verteidiger,

der jeden Zweikampf gewinnen

will und es liebt, über den

Flügel nach vorn zu stürmen und

Flanken zu schlagen, „die dann

hoffentlich erfolgreich verwertet

werden. An Toren beteiligt zu

sein ist immer schön.“ Er will als

Kapitän mit Einsatz vorangehen

und Vorbild sein.

Zum Glück ist er von großen

Verletzungen verschont geblieben.

„Doch der Körper meldet

sich in meinem Alter schon ab

und zu. Deshalb schaue ich von

Jahr zu Jahr“, erklärt Wunderlich,

der täglich mit dem Zug

nach Fürstenwalde fährt und mit

Fußweg rund eine Stunde unterwegs

ist. „Es ist entspannt in der

Bahn, da komme ich auch mal

zum Lesen.“ Neben dem eigenen

Agieren auf dem Platz schaut

der gelernte Versicherungskaufmann

„allen Fußball im Fernsehen,

wenn die Zeit es erlaubt“.

Ansonsten liebt er es, seine freie

Zeit mit der Familie im eigenen

Kleingarten zu verbringen. „Da

gibt es genug zu tun.“ RH


AUGUST 2020 7

Mit dem Meisterpokal: die Mannschaft des FSV Union Fürstenwalde nach dem letzten Oberliga-Punktspiel am 12. Juni 2016.

Archivfotos (2): Alexander Winkler

Der erste Schritt

Kleines Jubiläum Der FSV Union Fürstenwalde geht mittlerweile in seine fünfte Saison in der Regionalliga.

2015/16 gelang als Meister der NOFV-Oberliga Nord der Aufstieg. Der Kapitän damals: Paul Karaszewski.

An die entscheidende Partie

kann er sich noch gut

erinnern: 60 Punkte hatten

die gastgebenden Spreestädter

auf dem Konto, vier weniger

der FC Hertha 03 Zehlendorf.

Am drittletzten Spieltag

trafen beide Mannschaften

zum entscheidenden Duell im

Kampf um den Aufstieg aufeinander.

Vor tausend und vier

zahlenden Zuschauern führte

Paul Karaszewski den FSV Union

als Kapitän auf den Rasen der

Bonava-Arena. Ein Sieg würde

den Fürstenwaldern zum ersehnten

Sprung in die 4. Liga reichen.

Hammer aus 25 Metern

1:1 hieß es zur Halbzeit, Rifat

Gelici brachte die Gastgeber

mit seinem zehnten Saisontreffer

kurz nach der Pause wieder

in Führung. Und dann folgte

der Auftritt des damals 23-jährigen

Karaszewski: Erst rammte

er einen Eckball von Paul Milde

mit dem Kopf ins Tor der Berliner,

und nach deren zwischenzeitlichem

2:3 nahm er einen Abschlag

von Torhüter Konstantin

Filatow auf und hämmerte die

Kugel aus 25 Metern ins Netz,

versetzte die Fans bei 30 Grad in

der Sonne in (Aufstiegs-)Extase.

„Ja, das war schon besonders.

Ich habe nicht allzu oft zwei Tore

erzielt, und dann in einem so

wichtigen Spiel. Und der Treffer

zum 4:2 wurde später bei

den Hartplatzhelden als Tor des

Monats nominiert. Das vergisst

man natürlich nicht.“

Paul Karaszewski im Derby gegen Germania Schöneiche

Den Schlusspunkt zum 5:2-

Heimsieg setzte der 22-jährige

Darryl Geurts. Die von Matthias

Maucksch trainierten Domstädter

gewannen auch noch ihre beiden

ausstehenden Partien (5:2

beim insolventen 1. FC Neubrandenburg,

5:0 gegen den Charlottenburger

FC) und holten mit

vier Zählern Vorsprung auf den

nicht aufstiegsberechtigten FC

Hansa Rostock II den Meistertitel

der Oberliga Nord.

„Wir hatten damals eine richtig

gute Truppe beisammen,

haben uns als Freunde auch

außerhalb des Platzes gut verstanden“,

hat der gebürtige Teltower

durchweg positive Erinnerungen.

„Mit Paul und Chris

Lemke habe ich in einer WG gewohnt.

Und das Zusammenspiel

mit Darryl war nahezu perfekt.

Im Training war er auch immer

mein Mann bei den Partnerübungen.“

Milde spielt aktuell

beim Liga-Rivalen Chemnitzer

FC, Lemke beim Ludwigsfelder

FC in der Oberliga Süd – und

Geurts ist nach seiner Rückkehr

vom FC Rot-Weiß Erfurt so etwas

wie das Gesicht des FSV Union.

Paul Karaszewski absolvierte

eine Saison unter Trainer

Achim Hollerieth und Rückkehrer

Maucksch in der Regionalliga,

ehe er zum 1. FC Frankfurt

wechselte. „Ich habe an der

Berliner Humboldt-Uni studiert,

konnte das für zwei, drei Semester

ein bisschen runterfahren

und damit mehr Zeit für den

Fußball erübrigen“, erzählt der

Mittelfeldspieler. „Noch in der

Oberliga-Saison habe ich meine

Bachelor gemacht. Aber als das

Praxissemester anstand, konnte

ich einfach nicht mehr so viel

trainieren und habe mich für

meine berufliche Entwicklung

entschieden.“ Es folgte das Referendariat

an der Gerhard-Goßmann-Grundschule

in Fürstenwalde,

wo Karaszewski jetzt eine

1. Klasse übernommen hat. Und

mit Freundin Maxi hat der Lehrer

in der Spreestadt aus sein privates

Glück gefunden. Mittlerweile

ist die kleine Familie – Sohn Ole

ist zwei Monate alt – in Rauen

zu Hause.

Wie sieht er die Aufstiegssaison

heute? „Wir waren als

Mannschaft neu zusammengestellt,

und auch der Trainer

kannte in seinem ersten Jahr ja

kaum einen Spieler. Wir haben

uns aber sehr schnell als Team

gefunden“, erinnert sich der Kapitän,

der selbst vom Liga-Kontrahenten

Brandenburger SC Süd

gekommen war. „Es zeichnete

sich ab, dass der Verein neue,

professionellere Wege gehen

wollte. Wir haben mehr trainiert,

uns den Erfolg Woche für

Woche erarbeitet. Das Zusammenspiel

wurde immer besser,

der körperliche Zustand auch.

Dass es gleich mit dem Aufstieg

geklappt hat, da spielten zwar

viele Faktoren eine Rolle, aber

am Ende war es schon verdient“,

ist Paul Karaszewski überzeugt.

Lediglich fünf Niederlagen kassierte

der FSV Union in den 30

Saisonspielen, nur eine einzige

davon zu Hause.

Schnell

als Team

gefunden.

„Der Verein macht nach wie

vor eine sehr gute Arbeit, sonst

würde er jetzt nicht schon in die

fünfte Regionalliga-Saison gehen.“

Und er selbst? „Arbeit und

Fußball – das passt für mich beim

1. FC Frankfurt weiter gut zusammen“,

betont der 28-Jährige.

Und was die sportlichen Zielen

beim Brandenburgligisten anbelangt,

gibt Paul Karaszewski

unumwunden zu: „Nochmal

einen Aufstieg zu feiern wäre

schon cool.“ KAI BEIßER


8

ANPFIFF

Das ist er, der verjüngte Kader des Fußball-Oberligisten Victora Seelow.

Foto: Udo Plate

Rasselbande vor kniffliger Mission

Victoria Seelow Die MOL-Hauptstädter haben als erklärtes Ziel einzig und allein den Klassenerhalt

in der Oberliga Nord. Trainer Peter Flaig läutet mit dem nochmals verjüngtem Kader eine neue Ära ein.

Wachablösung bei Victoria

Seelow: Mit der

Institution Sebastian

Jankowski, Jefgenie Kosmacovs

sowie Piotr Rymar und Pavel

Noga verlor der Oberligist

immerhin vier wichtige Stammspieler,

die das Gesicht der

Mannschaft über Jahre prägten.

Sechs der sieben Neuzugänge

kommen indes aus dem Jugendbereich

oder aber aus klassentieferen

Klubs und werden sich in

der Liga erst einmal akklimatisieren

müssen. Ergo könnte die anstehende

Spielzeit durchaus zu

einer Reise ins Ungewisse für die

Fußballer von Victoria Seelow

werden, auch da die MOL-Kreisstädter

mit dem Umbruch und

der konsequenten Verjüngungskur

der Mannschaft eine neue

Ära einläuten.

Als Trainer fungiert weiterhin

Peter Flaig, der, unterstützt

von Matthias Schade (Co-Trainer)

sowie Pavels Dorosovs, die

sportlichen Fäden in den Händen

hält. Für die Koordination

ist Jens Gundlach als Teamleiter

verantwortlich. Eines haben

alle Beteiligten bei der Victoria

gemeinsam – nämlich die magische

Zahl 14. Eben diesen 14.

Rick

Drews

fällt über

Monate aus

Rang nimmt die Fußball-Rasselbande

aus der Kreisstadt in

der Spielzeit 2020/2021 ins Visier.

Das Erreichen der „14“ im

Abschlussklassement in rund

zehn Monaten würde bedeuten

der Klassenerhalt wäre gepackt

– vorausgesetzt aus der Regionalliga

würde keine Brandenburger

Mannschaft absteigen. Denn

dann könnte sich die Zahl der

Oberliga-Absteiger nochmals erhöhen.

Nicht nur Übungsleiter Flaig

ist sich darüber im Klaren, dass

die Oberliga-Elf vor einer ganz,

ganz schwierigen Spielzeit steht.

Vielmehr wohnt wohl jedem, der

die Mannschaft kennt, diese Erkenntnis

inne. Sie ist nämlich

jung – sehr jung. Das Durchschnittsalter

der Victorianer beträgt

20 Jahre.

„Wie ich es auch drehe und

wende, mir ist natürlich klar,

dass wir zum Kreis der Abstiegskandidaten

zählen. Die meisten

Klubs in der Oberliga arbeiten

unter semiprofessionellen Bedingungen

und wir sind der wohl

letzte reine Amateurverein, der

mit dreimaligem Training auskommen

muss. Wir müssen es

schaffen, drei Teams im Endklassement

hinter uns zu lassen. Dafür

müssen wir in jeder Partie

bis ans Limit und darüber hinaus

gehen“, gibt Flaig seiner jugendlichen

Rasselbande die Zielstellung

vor.

Der Abgang von Klub-Institution

und Leithammel Sebastian

Jankowski vermag den Elan der

jungen Elf nicht wirklich verhindern.

Vielleicht wird sogar umgekehrt

ein Schuh draus. Ohne den

vermeintlich unverzichtbaren

Polen setzt manch junger Spieler

vielleicht das letzte bisschen

Motivation mehr frei. „Eventuell

ist es ein Vorteil, wenn der alte

Sack nicht mehr dabei ist“, hatte

der 39-jährige Jankowski scherzend

prognostiziert.

„Die jungen Spieler brauchen

noch Zeit. Wir werden sie ihnen

geben, aber sie müssen sie

sich auch selber geben. Wir können

nicht erwarten, dass sie den

Sprung in den Seniorenbereich,

dazu in der Oberliga, von jetzt

auf gleich schaffen. Die Youngster

müssen sich die körperliche

Fix an

höhere

Belastung

gewöhnen

Fitness holen und sich an die

Umstellung mit der verbundenen

höheren Belastung gewöhnen“,

erwartet Flaig von seinen

Schützlingen dennoch eine stetige

Entwicklung.

Mit dem Verlauf der Sommer-

Vorbereitung war Flaig indes insgesamt

zufrieden, obwohl der

erste Dämpfer nicht allzu lange

auf sich warten ließ. Bereits im

dritten Vorbereitungsspiel erlitt

ausgerechnet Rick Drews, einer

seiner Schlüsselspieler einen

Kreuzbandriss, Knorpel- sowie

Meniskusschaden im rechten

Knie. Für den stets freundlich

daherkommenden Frankfurter

ist die Saison bereits beendet,

ehe sie für den etatmäßigen Kapitän

richtig begonnen hatten.

„Das ist natürlich bitter, denn

Rick gehört zu den wenigen Eckpfeilern

im Team, die wir nicht

ersetzen können. Zumal wir mit

Simeon Apostolow und meinen

Filius Lennard noch zwei Rekonvaleszenten

aus der vergangenen

Spielzeit zu verkraften haben.

Aber alles jammern hilft nicht,

wir müssen nach vorn schauen“,

meint Flaig, der zusammen mit

seinem Trainerteam unzählige

Gespräche mit den Spielern

führt, um ihnen für die anstehenden

Aufgaben Mut zu machen.

„Es macht Spaß mit ihnen

zu arbeiten und die Jungs haben

sich wissbegierig präsentiert und

hervorragend mitgezogen. Aber

ab und an müssen wir ihnen natürlich

auch einmal in den Allerwertesten

treten“, meint Seelows

hünenhafter Cheftrainer mit einem

Augenzwingern. UDO PLATE


AUGUST 2020 9

Peter Flaig: Ich bin kein Zauberer

Führungsqualitäten Die Routiniers Mariusz Wolbaum, Nabiel Nasser, Anastasios Alexandropoulos und

Artur Bednarczyk müssen den jungen und unerfahrenen Seelower Akteuren vorangehen.

Von den jungen Neuzugängen

wussten alle mehr

oder weniger zu überzeugen.

Selbst der noch 17-jährige

Meme Karaca deutete ebenso wie

Ceyhan Güleryüz (19) oder auch

Willi Bätz (19) seine Qualitäten

mehrfach an. Marian Goldbach

(19), der ebenso unermüdlich

wie intensiv um sein Comeback

arbeitet, wusste bislang am meisten,

auch aufgrund seiner Einstellung,

zu überzeugen. „Obwohl

Marian zuletzt ein Jahr pausieren

musste, spielt er äußerst

abgeklärt

und hat

sein Zweikampfverhalten

verbessert.

Aber in erster

Linie

stimmt bei

ihm das Gesamtpaket“,

Theo

Hahn

entpuppt

sich als

Torjäger.

zeigt sich

Trainer Peter

Flaig von

den enormen

Fortschritten

des 19-jährigen Falkenbergers

äußerst angetan.

„Cracjan Horoszkiewicz ist

mein Königstransfer, der neben

Tor: Artur Tumaszyk (30),

Maurice Geisler (24), Pavels

Dorosevs (39)

Abwehr: Simeon Apostolow

(29), Willi Bätz (19), Nabiel

Nasser (29), David Jankowski

(29), Rick Drews (29), Cracjan

Horoszkiewicz (25), Angelo

Müller (23)

Mittelfeld: Anastasios Alexandropoulos

(29), Theo Hahn

(20), Marian Goldbach (19),

Artur Bednarczyk (30),

Angriff: Till Schubert (23),

Marvin Marqaurdt (18), Lennard

Flaig (19), Mariusz Wolbaum

(31), Meme Karaca (17)

Zugänge: Theo Hahn, Maurice

Geisler (beide Victoria

Seelow II), Ceyhan Güleryüz

(Blau-Weiss Markendorf),

Meme Karaca (Frankfurt),

Marian Goldbach (Energie

Cottbus), Cracjan Horoszkiewicz

(Brandenburg Süd),

Artur Bednarczyk (Eintracht

Sondershausen)

Abgänge: Sebastian Jankowski

(Kostrzyn), Pawel

Noga, Piotr Rymar (Debno),

Jefgenie Kosmacovs

Trainer: Peter Flaig (51), Co-

Trainer: Matthias Schade

(35), Torwarttrainer: Pavels

Drosevs (39), Sportlicher

Leiter: Jens Gundlach (46)

den etablierten Nabiel Nasser,

Mariusz Wolbaum, Artur Bednarczyk

und Anastasios Alexandropoulos,

der Mannschaft

Leben einhauchen muss“, sagt

Gundlach über den Defensivspezialisten,

der seine Fähigkeiten

bereits bei Hertha BSC sowie

dem Regionalligisten Meuselwitz

unter Beweis stellte.

Als Linksverteidiger dürfte Nabiel

Nasser, der nach dem Ausfall

von Rick Drews (Kreuzbandriss)

die Kapitänsbinde übernimmt,

gesetzt sein. Solange Routinier

Dawid Jankowski

auf

der rechten

Seite aushelfen

muss, dürften

in der Innenverteidigung

Cracjan Horoszkiewicz

und

Artur Bednarczyk

die Viererkette

vervollständigen.

Aber auch der

Grieche Anastasios

Alexandropoulos

wäre eine Alternative in

der Defensivreihe. Zudem könnten

Willi Bätz oder der noch verletzte

Simeon Apostolow dem

Defensiv-Quartett die Stammplätze

streitig machen. Auf der

Sechserposition verfügt Flaig

über Allrounder Anastasios Alexandropoulos,

Mariusz Wolbaum

oder auch eben Theo Hahn, der

sich in den anspruchsvollen Testspielen

gegen Viktoria Berlins

Bundesliga-A-Jugend sowie dem

1. FC Frankfurt als höchst torgefährlich

präsentierte.

Dreh- und Angelpunkt im

zentralen Mittelfeld dürfte Marian

Goldbach werden, der an

seiner Seite Abfangjäger Artur

Bednarczyk sowie den torgefährlichen

Mariusz Wolbaum,

der sich auch auf den Außenbahnen

wohl fühlt, weiß. Ähnliches

gilt für Youngster Meme

Karaca und Ceyhan Güleryüz.

Beide Akteure gaben in diversen

Tests auf den Flügeln eine

schwungvolle Figur ab.

Im Sturm Überangebot

Was den Angriff angeht ist Till

Schubert in vorderster Front

Der 30-jährige Neuzugang Artur Bednarczyk bringt mit seiner abgeklärten und ausgebufften Spielweise

Ruhe in die Aktionen der Victorianer.

Foto: Udo Plate

wohl gesetzt, während für den

zweiten freien Platz mit Tobi Labes,

Marvin Marquardt und Lennard

Flaig gleich drei Bewerber

parat stehen.

Die knifflige Mission geht also

ein stark veränderter und verjüngter

Kader an, wobei die Mischung

aus erfahrenen Routiniers

und jugendlicher Dynamik

durchaus stimmen sollte. Allerdings

wird sich das aktuell noch

große Aufgebot noch etwas reduzieren.

Davon profitieren dürfte

in erster Linie die zweite Vertretung,

die in der Kreisoberliga

des Fußballkreises Ostbrandenburg

ihre Punktspiele austrägt.

Vorsichtige Zielstellung

Von Bedeutung dürfte auch sein,

ob die jungen im Vorfeld mit Lob

versehenen Talente wie Marian

Goldbach, Willi Bätz, Theo

Hahn, Lennard Flaig, Marvin

Marquardt, Ceyhan Güleryüz

und Meme Karaca formbeständig

aufspielen. Gelingt dies, könnte

der Traum vom Klassenerhalt in

greifbare Nähe rücken. Und so

bleibt Peter Flaig mit seiner persönlichen

Zielstellung vorsichtig.

„Wir wollen nicht absteigen.

Aber die Liga ist in der Breite

stärker geworden, bei den allermeisten

Vereinen ist ein großes

Anspruchsdenken eingekehrt.

Wir müssen das Optimale aus

unseren Möglichkeiten machen.

Allerdings bin ich kein Zauberer“,

so Flaig. UDO PLATE

Jörn Albrecht | Dieter Pfeiler | Patrick Kutzke | Stefanie Wegner


10

ANPFIFF

Das Jubiläumsspiel zum 20. Geburtstag: Am 11. Oktober 2015 hatte der FC Strausberg Fußball-Prominenz zu Gast. Hier trifft Jens Rommel zum 3:5-Endstand gegen ein

All-Star-Team und den ehemaligen Cottbuser Torwart-Profi Tomislav Piplica.

Archivfoto: Edgar Nemschok

25 Jahre, aber keine Party

Jubiläum Die Geschichte des Fußballs in Strausberg währt länger als ein Vierteljahrhundert. Die Feier

zum Vereinsgeburtstag fällt allerdings aus. Aktuell zählt der FCS 320 Mitglieder.

Ein wenig untergehen wird

in diesem Jahr das Jubiläum

des FC Strausberg.

Der Verein hätte nämlich seinen

25. Geburtstag feiern können.

Doch eine Party gibt es nicht –

Corona verhindert diese.

Bereits seit 1926 wird in Strausberg

Fußball im Verein gespielt.

Er trug den Beinamen Vorwärts,

galt zunächst als reiner Arbeiterverein.

Daraus wurde 1957 die

SG Strausberg, woraus schließlich

der spätere FC Strausberg

entstand. In der Zwischenzeit

machte noch ein zweiter Verein

in der Stadt Schlagzeilen. Dieser

trug den Namen Einheit Strausberg.

Der Zusammenschluss zur

ASG erfolgte im Jahr 1981. Die

Initiatoren waren Erich Biermann,

Bruno Mikolajewski, Martin

Bleck und Dr. Dieter Müller.

Nach der politischen Wende

lief der Spielbetrieb zunächst unter

Regie des KSC Strausberg weiter.

Der Kultur- und Sportclub

wurde am 10. Dezember 1990 gegründet

und gehört zu den größten

Vereinen im Landessportbund

Brandenburg. 1995 löste

sich die Fußballabteilung aus

dem KSC heraus. Elf Gründungsmitglieder

fanden sich am 9. Mai

zusammen, um den FC Strausberg

aus der Taufe zu heben:

Christina Teichmann, Viktor Porodjuk,

Manfred Reifgerste, Harald

Günter, Wolfgang Schade

(damals auch Trainer der Männermannschaft),

Jürgen Schleicher,

Jens Kaden, Frank Thomas,

Günter Kutschke, Claus Starck

und Roman Sedlak.

Seit

1995

Fußballclub.

Partystimmung in der Energie-Arena

war vor ziemlich genau

fünf Jahren angesagt. Der

Verein wurde 20 und lud seine

Mitglieder und Freunde zu einem

Spiel, welches vor allem

für Nostalgiker besonderen Reiz

hatte. Zum Jubiläumsspiel kamen

sogar Bundesliga-Altstars.

So stand im Tor Tomislav Piplica,

der ehemalige Kultkeeper

von Energie Cottbus. „Pipi“, wie

ihn seine Fans nennen, war einer

der schillernsten Spieler der

Lausitzer. In der Saison 2001/02

wurde er durch ein Kopfball-Eigentor

bekannt, bei dem ihm

eine harmlose Bogenlampe von

Marcel Witeczek von Borussia

Mönchengladbach auf den Kopf

prallte und ins Tor ging. Wegen

seiner kuriosen Besonderheiten

– er hatte in der Saison 2004/05

als einziger Spieler zwei Autogrammkarten

mit verschiedenen

Frisuren – wurde Piplica in

Cottbus zum Publikumsliebling,

zweimal zum Energie-Spieler des

Jahres gewählt.

Neben Piplica standen auch

Steffen Heidrich, Sixten Veit,

Steffen Karl, Frank Lieberam

und Jan Seifert vor fünf Jahren

auf dem Platz. Mit dabei

war auch Fußballlehrer Daniel

Meyer, einstiger Erfolgscoach des

FC Strausberg. Er betreute die

FCS-Allstars. Das Spiel endete

übrigens 5:3 für die Ex-Profis.

Das 1:0 ging auf das Konto von

Chwitscha Schubitidse. Schön

herausgespielt war es und der

Georgier schoss von ganz links

unhaltbar für Strausbergs Karsten

Lenter ein. Das 2:0 folgte

kurz danach durch einen Elfmeter,

den Steffen Heidrich platziert

versenkte. Auch das 3:0 erledigte

der ehemalige Cottbuser, der in

Chemnitz, Leipzig und Dresden

aktiv war. Das 1:3 erzielte Fred

Hörnicke: Piplica versuchte sich

als Fußballfiligran vor dem eigenen

Tor, vertändelte den Ball.

Eine richtige Halbzeitpause

wollte eigentlich niemand, denn

fünf Minuten nach Abpfiff der

ersten 40 Minuten standen alle

bereit zum zweiten Durchgang.

Promis

waren

zu Gast.

Heidrich schoss sein drittes Tor

und mit dem 5:1 von Thomas

Neubert schien alles gelaufen.

Der FCS kam in der Schlussphase

noch einmal mit der sogenannten

zweiten Luft, auch,

weil Alexander Rahmig eingewechselt

worden war. Der ehemalige

Strausberger schoss dann

den zweiten Treffer. Oliver Zimpel

köpfte an die Querlatte und

auch Jens Rommel konnte seinen

Kopfball nicht unterbringen.

Trotzdem gelang dem FCS noch

ein Treffer. Rommel stand da, wo

ein Mittelstürmer stehen muss,

und schob den Ball unter Piplica

hindurch über die Linie.

Beim Gang in die Kabine umarmten

sich die Akteure. Hätte,

wäre, könnte – am Ende war’s

egal und die Erinnerung an ein

schönes Fußballfest wird bleiben.

Schade – ein solches Spiel

wird es in diesem Jahr nicht geben.

EDGAR NEMSCHOK

So spielten beide Mannschaften

damals:

FC Strausberg: Karsten

Lenter – Mechael Jede, Alexander

Rahmig, Thomas Lindner,

Romano Ziegler, Marian

Grohn, Fred Hörnicke,

Holger Bätz, Robert Schulz,

Gerd Kleinke, Hartmut Voigt,

Mirko Wolf, Jens Rommel,

Lars Trenkmann, Oliver Zimpel,

Nils Haese, Holger Ohde,

André Näther, Alex Kirchstein

Allstars: Tomislav Piplica –

Rony Nikol, Frank Lieberam,

Christian Beek, Steffen Karl,

Olaf Renn, Steffen Heidrich,

Marco Gebhardt, Detlef Irrgang,

Chwitscha Schubitidse,

Matthias Mauksch, Thomas

Neubert


AUGUST 2020 11

„Ich bin ein Motivationsmonster“

Im Gespräch Routinier Vincent Lipp über Entwicklungen im Fußball und seine Rolle beim FC Strausberg.

Er ist erst seit einigen Monaten

beim FC Strausberg.

Aufgrund der Corona-Krise

konnte sich Vincent Lipp fußballerisch

noch nicht so recht einleben.

Doch in der Vorbereitung

auf die neuen Saison findet sich

der 35-Jährige immer besser in

seine Rolle. Mit dem Abwehrspieler,

der vom FSV Forst Borgsdorf

aus der Landesklasse Nord

kam, sprach EDGAR NEMSCHOK

Herr Lipp, sind Sie inzwischen

beim FCS angekommen?

Auf jeden Fall! Ich fühle mich

sehr wohl hier. Da ich in Pankow

wohne, ist auch meine Anfahrt

nicht so aufwändig.

Warum ausgerechnet Strausberg?

Als Sie kamen, spielte

der FCS gegen den Abstieg und

die Aussichten waren wirklich

nicht berauschend.

Sie haben recht, die Ausgangspostion

war nun wirklich die

beste. Aber ich wollte mir nach

der Anfrage des Vereins auch

selbst etwas beweisen. Außerdem

wollte ich vergleichen und

dazulernen.

Das müssen Sie erklären.

Dazulernen heißt, ich will selbst

evenetuell selbst einmal als Trainer

arbeiten. Es gibt im Sport

nicht immer nur Erfolge und

ich wollte erfahren, wie das ist,

wenn man einen Verein wieder

in die Spur zurückbringt. Oliver

Richter kann das, und insofern

hat das genau gepasst.

Und was meinen Sie mit „vergleichen“?

Ich habe beim Torgelower FC

und beim Berliner AK schon in

der Oberliga gespielt. Aber der

Fußball hat sich verändert. Mit

dem Vertrag hier habe ich die

Chance bekommen, noch einmal

in der vierten Liga zu spielen.

Und was hat sich verändert?

Eine Menge. Das Spiel ist schneller

und deutlich athletischer geworden.

Aber es ist eben nicht

unbedingt alles besser.

Zum Beispiel?

Tugenden, wie ich sie noch gelernt

habe, nehmen immer mehr

ab. So werden Spieler zu Spezialisten.

Begnadete Kicker wie ein

Andreas Brehme, der mit links

wie mit rechts Freistöße schießen

konnte, werden immer seltener.

Auch die sogenannten Allrounder

muss man langsam suchen.

Ein Linksaußen spielt eben nur

noch auf links außen ... Und

ich stelle fest, dass die kämpferischen

Qualitäten der Spieler

zurückgehen.

Das ist auch im hochklassigen

Fußball so?

Er ist ein Vorbild auf und neben dem Platz: Vincent Lipp – mit der Nummer 35 – scheut keinen Zweikampf und gibt in jedem Spiel

100 Prozent. Mit dem FC Strausberg strebt einen einstelligen Tabellenplatz in der Oberliga Nord an. Foto: Edgar Nemschok

Ja, Fußball wird immer mehr

zum Event. Irgendwann sitzt der

Zuschauer in einer Lounge, trinkt

ein Gläschen Sekt und beobachtet

das Spiel von einem Glastisch

aus. Fußballer sind dann

nur noch Stars.

Aber doch nicht in Strausberg...

Na, das sicher nicht, aber wir

werden es sehen – Fußball wird

immer mehr zur Show und zur

Unterhaltung.

Zurück zu Ihnen. Sie haben

eine Menge Erfahrung. Wie

sehen Sie Ihre Rolle beim FCS?

Wir haben eine junge, sehr begeisterungsfähige

Mannschaft

mit einer Menge Potenzial. Ich

sehe mich als Antreiber, aber

auch als Ruhepol. Ich würde

mich als Motivator, sogar als

Motivationsmonster bezeichnen,

denke, dass ich eine Mannschaft

führen kann. Ich muss nicht der

beste Spieler auf dem Platz sein,

aber ich will andere mitreißen.

Jetzt Hand aufs Herz: Wo geht

die Reise des FCS hin?

Ich will auf jeden Fall nicht gegen

den Abstieg spielen. Es wird

diesmal mehr Absteiger geben,

so dass eine Punkteschwelle eher

zweitrangig ist.

Warum tragen sie eigentlich

die Rückennummer 35?

Zunächst war das eine witzige

Idee, ein Hinweis auf mein Alter,

hat jetzt aber auch einen psychologischen

Hintergrund: Ein jüngerer

Gegenspieler, dem ich vielleicht

weglaufe, soll ruhig sehen,

dass ich vom Alter her sein Vater

sein könnte.

Ist Oliver Richter der richtige

Trainer in Strausberg?

Absolut. Wie gesagt, ich kenne

ihn schon sehr lange. Er ist ein

akribischer Arbeiter und überlässt

nichts dem Zufall. Olli ist

sehr ehrgeizig und wird die jungen

Spieler bestens auf die neue

Serie vorbereiten. Ich freue mich

auf das, was kommt.

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12

ANPFIFF

Mit viel Schwung

in die neue Saison

Der FC Strausberg in der Oberliga-Saison 2020/21: Jonas

Kammer, Irfan Dubrice, Hrachik Gevorgyan, Anton Hohlfeld

und Deniz Citlak (hintere Reihe von links), Khaled

Akasha, Co-Trainer Marian Grohn, Florian Schulte, Tim

Falk, Pierre Voigt, Leon Barlage, Trainer Oliver Richter und

Mannschaftsbetreuerin Susann Domienick (Mitte), Luis

Sutter, Finn Wozniak, Aaron Marcel Weber, Philipp Hartmann,

Marvin Jäschke, Alexander Sandt, Felix Angerhoefer,

Vincent Lipp und Paul Schulze (vorn von links)

FOTO: FCS (KATHARINA RICHTER)

Bevor die Lichter angehen

Susan Domienick Ohne sie beginnt kein Heimspiel in der Strausberger Energie-Arena.

Susan Domienick ist die Frau,

die sich beim FC Strausberg

hinter den Kulissen

um so ziemlich alles kümmert

. Auch während des Spiels flitzt

sie durch die Energie-Arena und

man hat den Eindruck, stillstehen

ist gar nicht ihr Ding.

Gerade hat sie eine Ausbildung

zur Bilanzbuchhalterin abgeschlossen,

ist Schriftführerin

im Verein, kümmert sich um das

Finanzielle und betreut auch die

Geschäftsstelle. Warum macht

sie das alles? „Ich interessiere

mich nun mal für Fußball“, sagt

sie, und berichtet, dass sie sich

schon in ihrer Heimatstadt Merseburg

für den SV 99 begeistert

hat. Lange war sie beim FC Neuenhagen

tätig, kümmerte sich

unter anderem um den Nachwuchsbereich.

Und: Susan Domienick

hat eine C-Trainerlizenz.

Wie sieht ein normaler Spieltag

für sie aus? „Das geht früh

los. Ich bin dann schon gegen 11

im Stadion, auch wenn die Spiele

meist erst um 14 Uhr angepfiffen

werden. Die Kabinen werden

vorbereitet und dann kommen

auch schon die Gäste und die

Schiedsrichter. Die werden betreut.

Nebenbei wird das Spielfeld

vorbereitet, und es muss

kontrolliert werden, dass keiner

mehr den Platz betritt. In

der Oberliga gibt es die Regel,

dass mindestens zwei Stunden

vor Anpfiff niemand mehr Zutritt

auf den Rasen hat.“

Wir präsentieren den FCS

Sie sagt, dass sie sich sehr um

das Wohlbefinden der Gäste

kümmert. „Es ist unser Verein,

unser Name, den wir präsentieren.

Wir wollen immer einen guten

Eindruck hinterlassen und

uns gastfreundlich zeigen.“ Sie

berichtet weiter, dass der „gesamte

Papierkram“ zu erledigen

sei – zum Beispiel die Protokolle

Wenn es heiß wird: Susan Domienick kümmert sich auch um das Trainerduo

Oliver Richter (links) und Marian Grohn. Foto: Edgar Nemschok

zum Spiel. Es folgt die Absprache

mit dem Gegner, welche Spielkleidung

getragen wird. „Bei uns

ist das Blau oder Weiß oder halt

gemischt. Unsere Torleute haben

drei Varianten zur Auswahl.“

Auch das Wohl der Zuschauer

ist sicherzustellen. Der Betrieb

der Gaststätte sei wichtig „und

die berühmten Buletten sollten

vorrätig sein“. Sie erzählt, dass

die Einlaufkinder, sofern sie da

sind, eingewiesen werden müssen.

Endlich wird das Spiel angepfiffen

und ihr nächster Job

beginnt – Daumen drücken für

ihren FC Strausberg.

Nach dem Spiel ist aber lange

noch nicht Schluss, denn es geht

in praktisch umgekehrter Reihenfolge

weiter. Und wenn sie zu

Hause ist, wird der Tag mit Lebenspartner

Marian Grohn ausgewertet.

Übrigens interessiert sich Susan

Domienick auch für höherklassigen

Fußball: „Ich bin eine

Gelbe und Marian ein Grüner.“

Das heißt, sie ist Fan von Borussia

Dortmund, während Grohn

sagt: „Ich bin Fan der echten Borussia

und die kommt aus Mönchengladbach.“

EDGAR NEMSCHOK


AUGUST 2020 13

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Fußball und

Emotionen

Szenen, die alle sehen wollen. Emotionen und Fußball gehören einfach

zusammen. Wer kann am Ende der Spielserie 2020/21 jubeln,

wer geht durch ein Tal der Tränen? Nabiel Nasser zeigt, wie es gehen

kann. Im ersten Saisonspiel der Oberliga holte er mit Victoria

Seelow beim 2:2 in Strausberg einen Punkt. FOTO: EDGAR NEMSCHOK

Die 5. Liga geht

in ihre 13. Saison

Die kleine Hertha und Greifswalder gelten als Top-Favoriten.

In vergangenen Oberliga-Spielzeiten

wurde immer wieder

der Berliner Traditionsverein

Tennis Borussia als Favorit auf

die Meisterschaft und den Aufstieg

in die Regionalliga genannt.

Nach vielen Anläufen hat es TeBe

nun geschafft.

Und wer sind nun die neuen

Favoriten? Da fallen in erster Linie

zwei Namen: Zum einen ist

das ein weiterer Berliner Verein

mit langer Geschichte, zum

anderen einer aus dem hohen

Norden. Hoch gehandelt werden

Hertha 03 Zehlendorf und der

Greifswalder FC. Aber natürlich

sind viele Mannschaften für eine

Überraschung gut.

Die andere Frage ist, wer in

den Kreis der potenziellen Absteiger

gehört? Einige Vereine

werden nach der Saison sagen:

Na gut, es war eine Schicksalssaison.

Andere werden feststellen:

Wir hatten Pech. Kein Wunder,

es ist die 13. Oberliga-Saison

nach der Wende und der damit

verbundenen Neustrukturierung

des Fußballs. 17 Mannschaften

sind aktuell in der Nord-Staffel

der NOFV-Oberliga dabei, drei

werden absteigen müssen. EN

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14

ANPFIFF

Das Team des 1. FC Frankfurt hat auf der Haupttribüne des Stadions der Freundschaft Platz genommen. Vorne von links: Paul Karaszewski, Nick Hauke, Leon Herzberg,

Tim kleine Lamping, Marvin Benno Lähne, Robin Grothe, Marcel Georgi und Tobias Fiebig, zweite Reihe: John Lukas Sauer, Artur Aniol, Erik Huwe, Sebastian Lawrenz, Derenik

Mayilyan, Lars Wiedenhöft und Leopold Bußmann, dritte Reihe: Bill Seiring, Maik Frühauf, Steven Frühauf, Niclas Weddemar, Paul Bechmann Lukas Guttke und Marco Rossak,

sowie hinten von links: Matti Roeck, André Wolff, Dieter Schulz, Martin Müller, Dr. Katja Mattig, Jan Mutschler und Rafal Lopusiewicz.

Fotos (2): Andy Arndt

Junges Team mit Ambitionen

1. FC Frankfurt Trainer Jan Mutschler will wieder um den Aufstieg mitspielen. Die Abgänge sollten kompensiert

werden können, Trümpfe sind die starke Viererkette sowie die Mittelfeldmotoren Marcel Georgi und Maik Frühauf.

Auch im dritten Jahr nach

dem Oberliga-Abstieg

wollen die Frankfurter

unter dem Trainergespann Jan

Mutschler/Björn Keller oben in

der Brandenburgliga mitspielen.

Fast logisch, hatte man doch zuletzt

zweimal den 3. Platz belegt.

Der aufgerüstete MSV Neuruppin

scheint der Favorit. „Aber

auch wir wollen und können ein

wichtiges Wort mitreden, wenn

wir zu mehr Konstanz finden“,

glaubt der Cheftrainer.

Torjäger

Aniol hat

94 Tore in

194 Spielen

erzielt.

Er erinnert an die grandiose

Rückrunde der Seelower in der

Saison 2018/19, als die noch vom

6. Rang mit elf Punkten Rückstand

auf Einheit Bernau ganz

nach vorn stießen. „Hätten wir

eine ähnliche Serie hingelegt,

wäre der Aufstieg möglich gewesen“,

sinniert Mutschler. „In

der jüngsten Saison, die nach

18 Spieltagen coronabedingt abgebrochen

wurde, waren wir mit

drei Rückrundensiegen in Folge

und punktgleich mit Neuruppin

auch auf einem gutem Weg hinter

dem letztlich souveränen Aufsteiger

RSV Eintracht.“

Trotz der studienbedingten Abgänge

von Sandro Henning und

Hendrik Haack sieht der Coach

keine Qualitätseinbuße im kaum

veränderten und überschaubaren

23-Mann-Kader. „Das ist aufzufangen.

‚Siggi‘ Sauer rückt in

den Angriff, und die lange verletzten

Lukas Guttke und Justin

Winkel werden die ohnehin

starke Viererkette neben Erik

Huwe und Sebastian Lawrenz

noch verstärken.“

Der Weggang von Ruven Bertel,

Tom Rasser oder Damian

Schobert vor einem Jahr hatte

zunächst eine größere Lücke hinterlassen.

„Aber auch die konnten

wir mit den Frühauf-Zwillingen

und eigenem Nachwuchs

bald schließen.“ Mit einem

Durchschnittsalter von 23,6 Jahren

gehört der 1. FCF mit Neuruppin,

FSV Bernau und Werder

erneut zu den jüngsten Aufgeboten

dieser Liga. 15 Spieler sind

unter 22. Bill Seiring und Marco

Rossak starten einen neuen Anlauf

in der „Ersten“. Wie beim

8:2-Pokalerfolg in Brieske werden

zum Punktspielstart beim

FSV Bernau die verletzten Seiring

(Daumenbruch) und Niclas

Weddemar (Knie) noch ausfallen.

Kaum zu ersetzen sein dürften

hingegen wieder die Mittelfeldmotoren

Marcel Georgi und

Maik Frühauf.

Drei Testspiele abgesagt

„Vorn wird Routinier Artur Aniol

seine Tore machen“, ist Mutschler

überzeugt. Der schnelle Pole,

der seit 2013 für Frankfurt stürmt,

hat in 194 Einsätzen 94 Treffer

erzielt. In dieser „ewigen“ Vereinsstatistik

liegt übrigens nur

der jetzige Vizepräsident Thomas

Bleck vor ihm: 143 Tore in

267 Vergleichen.

Jan Mutschler (37) ist seit zwei

Jahren Trainer des FCF.

Trotz der drei Niederlagen „in

einer hammerharten Vorbereitung

gegen höherklassige Testpartner“

ist Mutschler nicht

unzufrieden und gibt sich optimistisch.

„Beim 1:6 gegen Energie

Cottbus konnten wir bis zum

Halbzeit-1:2 mithalten. In Krieschow

hatten wir mit einer

Rumpf-Elf viele Chancen, sind

aber zum Schluss mit 0:5 eingebrochen.“

Die Absagen von drei

Tests gegen unterklassige Partner

(Blau-Weiß Briesen, Concordia

Buckow, Fürstenwalde

II) allerdings findet er ärgerlich.

„Das nervt richtig. Optimal ist

anders.“

Tor: Marvin Benno Lähne (20),

Tim kleine Lamping (22)

Abwehr: Erik Huwe (Kapitän/26),

Sebastian Lawrenz

(28), Lukas Guttke (22), Justin

Winkel (22), Nick Hauke (19),

Lars Wiedenhöft (22), Tobias

Fiebig (31)

Mittelfeld: Paul Karaszewski

(28), Marcel Georgi (28), Maik

Frühauf (22), Robin Grothe (24),

Leon Herzberg (23), Derenik

Mayilyan (19), Leopold Bussmann

(21), Paul Bechmann (18)

Angriff: Steven Frühauf (22),

Artur Aniol (39), Niclas Weddemar

(21), John Lukas Sauer

(22), Marco Rossak (19), Bill Seiring

(20)

Seine Wunsch-Stammformation

hat der Trainer bereits im

Kopf. „Aber da muss man ständig

neu überlegen und entscheiden

hinsichtlich Fitness, Trainingsstand,

Verletzungen und

auch mentaler Stärke. Manchmal

hängt die Grundformation

ja auch ein wenig vom Gegner

ab. Derzeit sind die Jungs fit. Das

ist eine eingeschworene Truppe,

es macht einfach Spaß. Wenn

alle einigermaßen gesund bleiben

und die Saison nicht wieder

vorzeitig abgebrochen werden

muss, werden wir um den

Aufstieg mitspielen“, sagt Jan

Mutschler. HANS EBERHARD

Zugänge: Derenik Mayilyan

(Lok Frankfurt), Leopold Bussmann

und Bill Seiring (FCF II),

Paul Bechmann und Marco

Rossak (eigene Jugend)

Abgänge: Sandro Henning

(Studium USA), Hendrik Haack

(Neuruppin)

Trainer: Jan Mutschler (37),

Co-Trainer: Björn Keller (42),

Torwarttrainer: Rafal Lopusiewicz

(32), Teammanager:

Matti Roeck (27), Mannschaftsärztin:

Dr. Katja Mattig,

Physiotherapeut: Martin Müller

(27), Betreuer: Dieter Schulz

(70), Fitnesstrainer: Nils Dochow


AUGUST 2020 15

Die Identifikationsfigur

Im Porträt Erik Huwe ist Mannschaftskapitän des 1. FC Frankfurt und geht in seine neunte Männer-Saison

bei den Oderstädtern. Für den 26-Jährigen muss Hobby-Fußball vor allem Spaß machen.

Erik Huwe gilt als cooler Typ.

Der ranke und schlanke

Schwarzhaarige mit dem

Dreitagebart hat Spaß am Fußball,

übernimmt als langjähriger

Kapitän auch Verantwortung

beim Brandenburgligisten 1. FC

Frankfurt. Er kann sich diebisch

freuen über unerwartete Siege

auf dem Fußballplatz – aber

auch, wenn er seinen Kumpels

und Freunden beim Skat- und

Uno-Spiel oder beim Mixdorfer

Hobby-Tennis eins auswischen

kann. Oder als er seinen mitspielenden

Vordermann Paul Karaszewski

mit einem Strampler

mit der Nummer 17 überraschte.

Vize-Kapitän „Kara“, der mit der

Rückennummer 17 auf der Sechser-Position

hinten mit abräumen

hilft und nach vorn die Bälle

verteilt, war Anfang Juni Vater

eines Ole geworden … „Fußball

ist Hobby und muss Spaß machen“,

sagt Huwe. „Egal, ob in

der Oberliga oder in der Kreisklasse.“

Lob vom Trainer

Trainer Jan Mutschler weiß, was

er an seinem Mannschaftsführer

hat. „Erik ist die Identifikationsfigur

des Vereins und kaum zu

ersetzen. Er ist bescheiden, familiär,

ein toller Typ.“ Das finden

mittlerweile auch seine neuen

Berufskollegen. Nach dem Abitur

an der Sportschule und einer

dreijährigen Marketing-Ausbildung

mit anschließender Tätigkeit

bei der Märkischen Oderzeitung

hat der Noch-26-Jährige

seit einem Jahr als Account-Manager

einen guten Job bei der

Betriebskrankenkasse BKK VBU

am Frankfurter Brunnenplatz gefunden.

Während der Corona-

Hochzeit musste er seine Außendienste

einschränken, aber:

„Die Zwangspause auch wegen

des fehlenden Fußballtrainings

hat mich nicht so stark betroffen.

Ehrlich, ich übe nicht gern

allein, bin ein lauffauler Bewegungsmuffel,

renne ungern lange

Strecken“, gibt Huwe unumwunden

zu. „Da hatte ich eben mehr

Zeit auch für meine langjährige

Freundin Elisa, eine Frankfurter

Handballerin. Da gingen wir öfter

chic essen oder spazieren am

Müllroser See.“

173 Spiele seit 2012

Der waschechte Oderstädter hat

als Knirps seit 1998 alle Nachwuchsstationen

beim Vorläufer

FFC Viktoria durchlaufen, ist

dem Club bis heute treu geblieben.

„Das ist mein Verein“, sagt

er. 2012 bestritt er als 18-Jähriger

sein erstes Männerspiel in der

„Ersten“. 173 sind es mittlerweile

Erik Huwe gilt als stellungssicherer und kopfballstarker Innenverteidiger.

Der

gebürtige

Frankfurter

ist seit 1998

beim FCF.

Foto: Michael Benk

in acht Serien in Folge geworden.

200 Einsätze könnte der stabile

Innenverteidiger in dieser Saison

schaffen und damit in den

„Ewigen-Kreis“ aufsteigen. Den

führen Stefan Reich, Sven Theis,

Fred Garling und Sascha Geister

mit jeweils über 300 Spielen an.

Nur Tobias Fiebig (235 Partien)

und Artur Aniol (194) aus dem

jetzigen Kader rangieren noch

vor ihm.

Höhepunkt war der Oberliga-

Aufstieg 2015. An eine schwarze

Minute kann er sich nur ungern

erinnern. „Seelows Spielertrainer

Sebastian Jankowski brachte einen

Freistoß rein und ich machte

ein geiles Kopfballtor – allerdings

ein Selbsttor.“ Er hätte sich einbuddeln

wollen. Aber zweimal

schütteln, aufstehen, weiter

geht‘s! Auf allen Positionen

wurde der stellungssichere und

kopfballstarke junge Mann schon

eingesetzt, nur im Tor (noch)

nicht. „Ich würde ja wie andere

auch lieber im Offensivbereich

spielen, Tore machen, aber die

Trainer lassen mich nicht, sehen

meine Stärken eher in der Defensive“,

urteilt Huwe. Und er fügt

sich – seit Jahren. Einen schelmischen

Seitenhieb kann er sich

nicht verkneifen. „Früher spielte

ich ja auch mit einem technisch

starken Jan Mutschler zusammen

und musste trotzdem hinten

seine Fehler im Mittelfeld ausbügeln“,

grient er.

Die Stimmung in der Mannschaft,

die sich ja zur abgebrochenen

Spielzeit im März nicht

groß verändert habe, sei entspannt

und gut, schätzt der Kapitän

ein. „Trotz einiger Abgänge

wegen des Studiums oder des

Jobs rückt ja immer wieder guter,

eigener Nachwuchs nach“,

weiß er. Einen motivierenden

Schreihals auf dem Platz habe

man leider nicht. „Lautsprecher

wie einst ‚Siggi‘ Reich oder Fred

Garling sind rar geworden, dennoch

kommunizieren wir während

des Spiels untereinander.“

Nur eben nicht hörbar bis auf die

Tribüne. „Über Aktionen auf dem

Rasen muss man Mitspieler motivieren.“

Oft sei er beispielsweise

mit seinem Nebenmann Sebastian

Lawrenz nicht einer Meinung.

„Aber nach dem Training

oder dem Spiel klatschen wir ab

– und alles ist wieder gut“, sagt

Erik Huwe. HANS EBERHARD


16

ANPFIFF

Besondere Umstände rufen nach besonderen Mannschaftsbildern:

Die Brandenburgliga-Fußballer von Blau-Weiß

Petershagen-Eggersdorf haben zum Fotoshooting auf

dem Waldsportplatz Aufstellung genommen. Mittelkreis

vorn (von links): Marvin Ghaddar, Silvan Küter, Tim Bolte,

Kevin Pelzer, Florian Rudolph, Jakob Löffler, Marc Unger

und Roger Sobotta, Mittellinie: Co-Trainer Maik Fochler,

Betreuer Ralf Lehmann und Cheftrainer Roman Sedlak,

Mittelkreis hinten: Melvin Gohlke, Alex Braun, Yves Ertel,

Labinot Rrafshi, Toni Hager, Paul Westphal, Florian

Gerber, Maximilian Schmidt, Martin Wenzeck, Anton

Feiler und Steven Virhus

Foto: Edgar Nemschok

„Wir sind gut aufgestellt“

Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf Die Fußballer aus dem Doppeldorf haben eine lange Vorbereitung auf

die neuen Saison in der Brandenburgliga hinter sich. Für Trainer Roman Sedlak gibt es aber nicht nur Lichtblicke.

Die Männer aus dem Doppeldorf

fiebern regelrecht

der neuen Saison entgegen.

Als eine der ersten Mannschaften

kehrten sie nach der

Corona-Zwangspause auf den

Trainingsplatz zurück. Das Trainergespann

Roman Sedlak, Maik

Fochler und Resad Demann hat

offensichtlich keine Probleme,

die Männer zu motivieren. Der

blau-weiße Fußball ist bereit

für die Brandenburgliga-Saison

2020/21.

Fußball auf dem Waldsportplatz

wirkt wie ein Magnet, denn

nicht nur die Brandenburgliga-

Fußballer sind beliebt. Im Nachwuchsbereich

gibt es zahlreiche

Mannschaften und wenn Trainingstag

in Petershagen ist, findet

man vor dem Sportplatz, der

liebevoll „Waldi“ genannt wird,

kaum einen Parkplatz. Mütter

und Väter bringen ihre Talente

zum SV Blau-Weiß.

Auch die zweite Mannschaft,

die in der Ostbrandenburgliga

spielt und von Frank Mutschall

trainiert wird, hat eine eigene

Fangemeinde. Und es geht weiter,

denn auch die Frauen und die

Altherren haben sich für die neue

Spielzeit viel vorgenommen. Die

Altherren gelten inzwischen als

heißer Titelaspirant der Kreisliga

MOL. Sie wollen dem FV

Erkner und den Strausbergern

Paroli bieten.

Einzigartige Atmosphäre

Team

kann

sich noch

deutlich

steigern.

Doch was macht den Reiz von

Blau-Weiß außerdem aus? Sicherlich

gehört die einzigartige

Lage des Sportplatzes dazu: mitten

im Wald. Und natürlich die

Atmosphäre am Spielfeldrand.

Das Blau-Weiß-Casino und das

schmucke Vereinsheim komplettieren

das Gesamtkonzept. An

der Kasse zum Sportplatz gibt es

bei jedem Heimspiel ein eigenes

Stadionheft, das über den Spieltag

informiert – das hat kein anderer

Verein der Region zu bieten.

Und wer eine Eintrittskarte

erwirbt, nimmt automatisch an

einem Gewinnspiel teil. Markant

ist zu Beginn des Spiels die Anmoderation

vom Mediensprecher

des Vereins, Jörg Jankowsky. Er

sagt die einzelnen Spieler beim

Auflaufen so an, dass jeder von

ihnen dabei selbst eine Gänsehaut

bekommen muss.

Doch wie ist die tatsächliche

Stimmung bei den Blau-Weißen

vor dem scharfen Start. „Es ist

wie in jedem Jahr wichtig, gut

aus den Startlöchern zu kommen“,

so hört man es auch bei

Blau-Weiß. Die Serie beginnt mit

einem Heimspiel gegen Union

Klosterfelde. Doch Cheftrainer

Roman Sedlak hat, wenn er an

diese neue Spielserie denkt, auch

ein paar Bedenken.

„Ich sage es mal so: Wir hatten

eine nicht ganz so prickelnde

Vorbereitung. Eventuell wird es

jetzt dafür eine großartige Saison.“

Sedlak meint die teilweise

überraschenden Ergebnisse, wie

zum Beispiel die jüngste Niederlage

zu Hause gegen Eintracht

Mahlsdorf II. Es gab ein 1:3 gegen

die Berliner, die in der Landesliga

spielen.„Wir haben in jeder

Partie der Vorbereitung etwas

probiert. Lieber jetzt verlieren,

als dann im Liga-Betrieb“, sagt

Sedlak.

Gut verstärkt hat sich Blau-

Weiß vor allem im Sturm. Toni

Hager kam vom FC Concordia

Buckow/Waldsieversdorf

konnte aber leicht verletzt erst

zum Ende der Vorbereitung mitspielen.

Aber dafür gelang ihm

gleich beim ersten Auftritt in seinem

neuen Verein ein Tor. „Wir

sind ganz gut aufgestellt“, sagt

Sedlak und freut sich, dass auch

die Talente aus dem A-Junioren-

Bereich des Vereins sich immer

besser ins Team einfügen.

Der Trainer des SV Blau-Weiß

hat einen sehr ausgeglichenen

Kader. Eine gut eingespielte Abwehr,

ein starkes und kreatives

Mittelfeld waren bisher schon die

Aushängeschilder. Jetzt kommt

eventuell eine effektive Offensivabteilung

hinzu. Auf dem Platz

hat Silvan Küter das Sagen. Er

wurde zum Kapitän gewählt.

Favorit ist Neuruppin

„Vor einer Saison, weiß man nie

genau, wie stark andere Vereine

tatsächlich sind.“ Die Titelvergabe

in der Brandenburgliga geht

für Sedlak nur über den MSV

Neuruppin. „Wir wollen erneut

gut mitspielen. Ich denke aber,

wir sollten uns zunächst darauf

konzentrieren, so schnell wie

möglich die nötigen Punkte für

den Klassenerhalt einzufahren.“

EDGAR NEMSCHOK

Torhüter: Florian Rudolph,

Kevin Pelzer, Thomas Haupt

Abwehr: Roger Sobotta, Denis

Rolke, Paul Westphal, Maximilian

Schmidt, Florian Gerber,

Martin Wenzeck, Labinot

Rrafshi

Mittelfeld: Tim Bolte, Jakob

Löffler, Max Lichtnow, Martin

Kohlmann, Steven Virhus,

Alexander Braun, Yves

Ertel, Marvin Ghaddar, Melvin

Gohlke, Marc Unger, Philip

Diedrich

Angriff: Silvan Küter, Anton

Feiler, Toni Hager

Cheftrainer: Roman Sedlak

Co-Trainer: Maik Fochler

Co-/Torwarttrainer: Resad

Demann

Teammanagerin: Mareike

Heilemann, Betreuer: Ralf

Lehmann, Sportlicher Leiter:

Ralf Korthals


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Das neue Fußball-Führungs-Trio im Doppeldorf: Ulrich Bewer, Peter Drews und Florian Jankowsky

(von links)

Foto: Jörg Jankowsky

Neuer Vorstand für mehr

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Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf Peter Drews und

Ulrich Bewer erhalten Unterstützung von Florian Jankowsky.

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Seit August 2020 haben die

Fußballer des SV Blau-Weiß

Petershagen-Eggersdorf einen

neuen geschäftsführenden

Vorstand. Neben Präsident Peter

Drews und seinem Vize Ulrich

Bewer verstärkt ab sofort

Florian Jankowsky die Vereinsführung

der Doppeldorf-Kicker.

Er löst Heike Schulz als bisherige

Kassenwartin ab. Unterstützt

wird er dabei von Katrin Sambol.

„Schön, dass es mit dem

Wechsel doch noch so schnell

geklappt hat“, freut sich Heike

Schulz über die Bereitschaft von

Florian Jankowsky, den Posten

des Kassenwartes im Fußballverein

zu übernehmen.

Dank an Heike Schulz

Debüt

im

Jahr 2004

„Ich wollte eigentlich schon früher

aus dieser Funktion ausscheiden

und wünschte mir daher eine

schnelle Nachfolge-Regelung

seit der letzten Neuwahl Ende

2019“, erklärt Heike Schulz, die

sich seit 2015 um die Finanzen

kümmerte. Die Heimspiel-Kassierung

auf dem Petershagener

Waldsportplatz, die Organisation

rund um die Kassierung beim

Giebelsee-Cup und das Planen

und Beschaffen von Präsenten

zu besonderen Ehrungen, Jubiläen

und runden Geburtstagen

gehörten ebenso zu ihren Aufgaben.

„Der Vorstand bedankt

sich außerordentlich bei Sportfreundin

Schulz für ihr großes

Engagement und ihre Mitwirkung.

Wir wünschen ihr für die

Zukunft alles Gute“, so Präsident

Peter Drews offiziell zur Verabschiedung

im Namen des neuen

Führungs-Trios der Blau-Weißen.

„Mit Sportfreund Jankowsky begrüßen

wir ein langjähriges Mitglied

und ehemaligen Spieler unserer

1. Männermannschaft nun

im Vorstand und in seiner neuen

Funktion für unseren Verein. Wir

freuen uns auf eine erfolgreiche

und langfristige Zusammenarbeit

mit ihm. „Auch ich freue

mich auf dieses verantwortungsvolle

Amt und will den Verein

nun von dieser Funktion aus unterstützen,

optimieren und weiter

voranbringen“, betont Florian

Jankowsky. 2004, beim

unvergesslichen 5:4 gegen Rot-

Weiß Neuenhagen, gab er bei

den Männern in Petershagen-Eggersdorf

sein Fußball-Debüt. Angefangen

hatte er 1991 mit Fünf

im Tor des FC Strausberg. Seine

weiteren Junioren-Stationen hießen

Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf,

Grün-Weiß Rehfelde

und nochmals der FC Strausberg.

Bevor ihn 2016 ein Kreuzbandriss

zum vorzeitigen sportlichen

Aus zwang, feierte Florian

Jankowsky mit seinen Blau-Weißen

in zwölf erfolgreichen Jahren

Meisterschaften, Aufstiege

und Pokalsiege. Einmal wurde

er zum Besten Spieler der Saison

gewählt. Nun will er sein

Bestes als neuer Vereins-Kassenwart

geben.

Ihm zur Seite, damit die

Frauen-Quote wieder stimmt,

steht Katrin Sambol. „Ich bin

ein Doppeldorf-Kind, bin in Petershagen

aufgewachsen und

groß geworden und hatte schon

immer Berührungspunkte zum

Waldsportplatz und zu Blau-

Weiß“, so Katrin Sambol. „Mein

Sohn Luka begann mit vier Jahren

seine Fußball-‚Karriere‘ bei

Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf“,

schwärmt die Fußball-

Mutti immer noch voller Begeisterung.

Ihr Mann Zoran spielte

viele Jahre gemeinsam mit Florian

Jankowsky im Männerbereich

und ist heute noch aktiv

für die Ü35. „Ich freue mich

sehr auf diese neue Herausforderung“,

sagt Katrin Sambol über

ihre neue Aufgabe. „Vor allem

aber auf die Zusammenarbeit

mit den vielen tollen Menschen

bei Blau-Weiß. Gemeinsam eine

gute Arbeit machen und unseren

Doppeldorf-Verein zum Wachsen

bringen, darauf freue ich mich.“

Drei Männerteams

Der Sportverein Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf

hat aktuell

über 1000 Mitglieder. Der

Zweigverein Fußball, mit seinen

elf Nachwuchs-Teams und drei

Männer-Mannschaften, ist die

größte von insgesamt neun Abteilungen

des Sportvereins. Rund

350 kleine und große blau-weiße

Fußballer spielen zurzeit im

Doppeldorf und haben sich in

den letzten Jahren kontinuierlich

sportlich weiterentwickelt. Der

Aufstieg der I. Männer-Mannschaft

in die Brandenburg-Liga,

der höchsten Spielklasse des

Landes, war dabei der bisherige

fußballerische Höhepunkt

des Vereins. JÖRG JANKOWSKY

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18

ANPFIFF

„Das ist ein cooler Typ“

Fußballschule Maik Fochler ist nicht nur Co-Trainer bei Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf, sondern zeitweise

auch in den nachwuchs-Camps von Ex-Profi Michael Rummenigge tätig. Mit ihm sprach Edgar Nemschok.

Herr Fochler, seit einigen Jahren

schon haben Sie engen

Kontakt mit dem ehemaligen

Bundesliga-Profi Michael Rummenigge.

Sie treffen sich unter

anderem auch in seiner Fußballschule

für Talente auf Sylt.

Wie sind Sie eigentlich mit ihm

zusammengekommen?

Das war ein Zufall und natürlich

bei einem Urlaub auf Sylt.

Ich habe das Camp mit meinem

Sohn besucht und mich auch als

Trainer vorgestellt. Dort ist das

nur ein Wochenend-Camp. Ansonsten

gibt es die bundesweit

agierende Fußballschule Rummenigge.

Bitte erzählen Sie doch, was

für ein Typ der Michael Rummenigge

so ist.

Micha ist ein netter Typ, gar nicht

so der Superstar. Er sagt auch immer,

man dürfe nicht vergessen,

wo man herkommt, und nennt

gern seinen Heimatverein Borussia

Lippstadt. Er kennt sich immer

noch sehr gut im Amateurfußball

aus. Er ist sehr offen, sagt

deutlich seine Meinung und ist

immer für einen Spaß zu haben.

Er geizt während einer Trainingseinheit

aber auch nicht mit Lob

für Dinge, die ihm aufgefallen

sind. Das betrifft auch uns Trainer.

Inzwischen gehöre ich zum

Team. Und der Erfolg gibt ihm

recht, denn er betreibt schon seit

1996 seine Fußballschule und

das Camp auf Sylt.

Sie konnten die Abläufe in

der Fußballschule selbst miterleben.

Welche Schwerpunkte

werden dort gesetzt? Geht es

mehr um ballorientiertes Training

oder stehen Kondition und

die Physis der Talente im Mittelpunkt?

Das Prinzip ist klar, der sogenannte

Straßenfußball soll auf

den Rasen zurückgeholt werden.

Fußball soll in erster Linie Spaß

machen. Wichtig ist es, die technischen

Fertigkeiten der Kinder

auszubilden. Aber es geht auch

um Tugenden wie Teamgeist und

Disziplin. Also, Stadionrunden

laufen muss niemand. Selbst die

Erwärmung zum Training erfolgt

mit einem Ball. Sprechen Sie mit Michael

Rummenigge auch über Ihren

Heimatverein Blau-Weiß

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Gute Freunde: Maik Fochler (links) und Michael Rummenigge in Celle

Petershagen-Eggersdorf und

zum Beispiel darüber, wie in

der Brandenburgliga gespielt

und trainiert wird?

Wie gesagt, er kennt sich sehr

gut im Amateuerfußball aus. Er

hat immer seinen Computer dabei,

schaut sich Tabellen an und

liest auf allen möglichen Fußballportalen

die neuesten Nachrichten.

Ich habe ihm natürlich

Bilder und Videos vom Waldsportplatz

gezeigt und er war

sehr angetan.

Foto: privat

Herr Fochler, Sie sind selbst Co-

Trainer bei Blau-Weiß. Konnten

Sie schon von den Ideen

und Erfahrungen des ehemaligen

Bundesliga-Profis etwas

mitnehmen?

Ja, natürlich. Ich rede mit Roman

Sedlak viel über die Trainingsarbeit

und bringe Ideen aus der

Fußballschule mit nach Petershagen.

Vielleicht werde ich irgendwann

selbst einmal ein Traineramt

übernehmen. Alles, was ich

bis jetzt gelernt habe, kann ich

dann verwenden.

Die Fans in Märkisch-Oderland

würden sich sicherlich freuen,

wenn Rummenigge ein kleines

Gastspiel auf dem Waldsportplatz

geben würde. Haben Sie

mit ihm darüber gesprochen?

Er hat natürlich einen vollen

Terminplan. Aber Michael hat

durchaus Interesse, einmal ins

Doppeldorf zu kommen. Ich

bleibe jedenfalls dran.

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AUGUST 2020 19

Der MSV Neuruppin

nimmt Favoritenrolle an

Brandenburgliga Fontanestädter wollen den Oberliga-Aufstieg.

Nicht nur Trainer Roman

Sedlak von Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf

hat

seinen Favoriten für die Meisterschaft

der Brandenburgliga deutlich

benannt. Für viele steht fest,

der MSV Neuruppin wird eine

wichtige Rolle spielen. Dort geht

man in diesem Jahr sehr offensiv

mit dieser Rolle um. Und sieben

Gründe sprechen eine klare

Sprache für die Männer von Trainer

Henry Bloch:

1.: Hammersaison

Sechs Partien setzte das Trainerteam

als Vorbereitung auf die Serie

an, sechs Partien innerhalb

von vier Wochen. 32 Punktspiele

liegen vor jeder Elf in der Brandenburgliga.

Hinzu kommen die

Pokalspiele, maximal fünf wären

es. In Summe also 37 plus acht,

vielleicht neun Begegnungen vor

den Halbserien sowie die teils

geliebte, teils ungeliebte Hallenrunde.

Es zeichnet sich ab: fußballfreie

Wochenenden wird es

kaum geben.

2.: Stabile Vorbereitung

Kam der MSV noch gegen das

Landesklasse-Team vom Pritzwalker

FHV gänzlich ohne

Mannschaftstraining zu einem

6:2-Sieg, so folgte ein erstaunliches

2:0 gegen den Oberliga-

Ersten aus Hamburg. Dassendorf

hatte auf den Aufstieg in die Regionalliga

verzichtet. Beim 1:1

gegen Oberligist Blau-Weiß Berlin

wirkte der MSV trotz vieler

neuer Gesichter schon erstaunlich

abgezockt. Eine 2:0-Führung

gegen den Viertligisten Luckenwalde

(2:2-Endstand) bestätigte

diesen Eindruck. Bei der Nullnummer

gegen Landesligist Warnau

(Sachsen-Anhalt) blieb die

Offensive zwar ohne Biss, aber in

Ansätzen war zu erkennen, was

den neuen MSV prägen soll: Das

Aufreißen der gegnerischen Abwehrreihe

über die Flügel.

3.: Generalprobe

Mit 6:1 bezwangen die Neuruppiner

den Landesligateam des

TSC Chemie Premnitz. Das war

ein „engagierter Auftritt“, wie

Bloch einschätzte und er ergänzte:

„Wir haben die Vorbereitung

damit ohne Niederlage

beendet“.

4.: Das neue Team

Die sechs Neuen docken sich an

ein Gerüst und sorgen schon für

mehr Halt. „Wir haben nun eine

Mannschaft zusammen, vor der

ich erstmals in den drei Jahren

sagen kann: Das ist mein Kader.“

In jedem Mannschaftsteil ist mindestens

ein Neuer eingebaut, zuletzt

mit Maximilian Janke ein

Stürmer der Junioren-Bundesliga

vom VfL Wolfsburg. Und was

für den Coach herausragend ist:

„Wir sind auf allen Positionen

doppelt besetzt. Keiner hat seinen

Platz sicher.“

5.: Neue Ausrichtung

Der „alte MSV“ war nicht allzu

schwer für den Gegner auszurechnen.

Übers Zentrum lief viel.

Genau da hatten die Neuruppiner

echte Waffen. Nun aber versprechen

die Offensivkräfte und

auch ihre Passgeber, dass sowohl

in der Box als auch über beide

Flügel Torgefahr entstehen kann

und vorrangig soll. Zudem imponiert

vorn einer, der in der Luft

förmlich stehen kann und der

vom Kontrahenten eher runtergezogen

werden muss: Rafael Prudente

gewinnt nahezu jedes Duell

jenseits der Zwei-Meter.

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eine erfolgreiche und verletzungsfreie

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Wir freuen uns sehr auf die

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6.: Blick aufs Vorjahr

Damals, im August 2019 „hatten

wir 50, 60 Prozent Trainingsbeteiligung.

Die Mannschaft konnte

gar nicht fit in die Saison starten“,

erinnert sich Trainer Henry

Bloch. „Das ist heute ganz anders.“

Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf überraschte den MSV Neuruppin

am 7. Spieltag der Saison 2019/20 beim 3:2 im Waldstadion. Anton

Feiler traf doppelt für die Doppeldörfler.

Foto: Edgar Nemschok

7.: Der externe Druck

Noch nicht mal eine Stadionrunde

war zum Ende der Sommerpause

gedreht, da gab der

MSV-Vereinsvorstand gleich die

neue Schlagzahl vor. Im Pokalwettbewerb

sehr weit kommen,

lautet die eine Stoßrichtung, die

Präsident Thomas Huch artikulierte.

Die zweite ist der Aufstieg

in die Oberliga. Als Zweitplatzierter

der abgebrochenen Serie

2019/2020 und Medaillenträger

in den Vorjahren bleibt dem

MSV gar nichts anderes übrig,

als nun das Maximum anzugehen.

MATTHIAS HAACK


20

ANPFIFF

„Wir brauchen mehr Konstanz“

FC Eisenhüttenstadt Trainer Andreas Schmidt will sportlich den Klassenerhalt in der Brandenburgliga sichern.

Gleich mehrmals sind die

Fußballer des FC Eisenhüttenstadt

in den vergangenen

Jahren dem Abstieg

aus der höchsten Klasse des

Landes gerade noch so von der

Schippe gesprungen – unter anderem

durch den Verzicht anderer

Mannschaften. Auch in der

zurückliegenden, abgebrochenen

Saison war man Tabellenletzter.

Diesmal aber will Andreas

Schmidt, der in seine vierte

Saison als Trainer bei den Stahlstädtern

geht, die Liga sportlich

halten. Wie das gelingen soll,

wo er die größten Probleme sieht

und was ihm Hoffnung macht,

erfuhr HUBERTUS RÖßLER von dem

43-Jährigen.

Herr Schmidt, was gibt es

Neues beim FC Eisenhüttenstadt

in der nächsten Spielzeit?

In der neuen Saison wird unsere

zweite Mannschaft drei bis vier

Vorspiele bestreiten. Genaueres

ist bis auf das Eröffnungsspiel

am 22. August noch nicht zu sagen.

Anpfiff der Partie der Zweiten

wird dann um 12.30 Uhr sein,

das Spiel der Ersten beginnt wie

gewohnt um 15 Uhr.

Gibt es Neuzugänge?

Nein, wir haben keine weiteren

Zugänge bis auf die bereits

im Winter gekommenen Tom

Rönsch vom TSV Graal-Müritz

und Kamil Duchnowski aus

Krosno. Aus unserer A-Jugend ist

Paul Seelisch in den Männerbereich

aufgestiegen.

Wer hat den Verein verlassen

und bei wem schmerzt der Abgang

besonders?

Unsere drei Abgänge Matthias

„Ecki“ Kreutzer, Nico Fischer

und Alexander Mauch sind alle

als schmerzlich zu bezeichnen,

denn in der Breite kann man

nicht gut genug aufgestellt sein.

Alle drei Spieler haben individuelle

Stärken mitgebracht, die

zum Wohl der Mannschaft und

des Teams beigetragen haben.

Letztlich wollten sich die Jungs

aus spieltechnischen, beruflichen

oder persönlichen Gründen

verändern.

Trainer Andreas Schmidt spricht am Spielfeldrand mit Angreifer Hermann Wamba Tsafack.

Mit welcher taktischen Ausrichtung

wollen Sie spielen

lassen?

Wir werden im taktischen Bereich

variabel auftreten können

und dann eine gemeinsame

Vorgehensweise vermitteln und

auch umsetzen. Es gibt also nicht

„die Taktik“, auf die wir uns festlegen.

Dennoch gibt es Grundlagen

im System, die im Wesentlichen

auf den derzeit gängigen

Spielsystemen aufbauen. Es wird

eben davon abhängig sein, was

kann mein Team umsetzen oder

leisten an dem Spieltag und welche

Spieltaktik bevorzugt der

Gegner, wie sind die Platzverhältnisse,

ist es ein Heim- oder

Auswärtsspiel.

Unsere

drei

Abgänge

sind alle

schmerzhaft.

Wie lief der Start in die Vorbereitung

– auch hinsichtlich der

langen Zwangspause?

Die Mannschaft hat sichtlich

Spaß gehabt in der Vorbereitung.

Die Ergebnisse der Testspiele

sind durchaus positiv zu

werten. Darauf lässt sich aufbauen

und entsprechend Kraft,

Mut und Zuversicht für den

Ligabetrieb schöpfen.

Wie lautet die Zielsetzung für

die neue Saison?

Unser Ziel ist wie in allen anderen

Jahren auch zuallererst,

den Erhalt der Liga im sportlichen

Bereich zu schaffen. In

der persönlichen Zielsetzung

möchte ich die Mannschaft auf

einen guten Mittelfeldplatz führen

und setze diesbezüglich auch

auf die Leistungsträger und Zugpferde.

Es darf und sollte nicht

das Ziel sein, sich immer wieder

nur den Unannehmlichkeiten

des Abstiegskampfes auszusetzen,

sondern nunmehr einen

Schritt nach vorn zu machen.

Wo sehen Sie die größten Probleme?

Ich denke persönlich, dass die

Mannschaft dazu in der Lage

ist, unsere Ziele umzusetzen

und zu erreichen – wenn wir

Konstanz im Kader und in der

Mannschaftsaufstellung erreichen.

Aufgrund der Tatsache,

dass wir zwei Drittel Schichtarbeiter

und Studenten haben,

dürfte das aber eines der schwierigsten

Unterfangen sein. Dennoch

bin ich auch aufgrund der

Rückkehr einiger Langzeitverletzter

wie Danny Grünberg,

Michel Becker und Niclas Gorecki

zuversichtlich. Auch der

Anschlusskader mit aufstrebenden

ehemaligen A-Jugendlichen

wie Willi Graf, Leon Hafki, Kevin

Seeliger und Lenni Schröter,

die vorerst in der zweiten

Mannschaft eingesetzt werden

und dort Spielpraxis sammeln

sollen, werden sicher ihre Möglichkeiten

erhalten. Insgesamt

hat die Mannschaft eine gute Mischung

von jungen aufstrebenden

Spielern.

Welche Vereine spielen nach

Ihrer Einschätzung um den Titel

und wer kämpft gegen den

Abstieg?

Mein persönlicher Favorit ist

der MSV Neuruppin, gefolgt

vom 1. FC Frankfurt und dem

SV Altlüdersdorf. Es gibt aber

Tor: Kamil Duchnowski (42),

Eddie Van Dreier (21)

Abwehr: Michel Becker (31),

Niclas Gorecki (20), Johann Krüger

(20), Yvan Ghilslain Ngoyou

(20), Tom Rönsch (29), David

Steinbeiß (32), Tony Wernicke

(28)

Mittelfeld: Till Deichsler (20),

Christoph Krüger (33), Dominic

Menzel (20), Sven Naumann,

Ibrahim Ngum (21), Hoang

Sa Nguyen Ngoc (20), Christoph

Nickel (31), Erik Schack

(25), Paul Seelisch (18), Christian

Siemund (34), Lukas Szywala

(34)

Archivfoto: Michael Benk

eine gewisse Leistungsdichte in

der Brandenburgliga, so dass es

immer wieder zu Überraschungen

im Auf- und Abstiegskampf

kommen kann. Es wird spannend

sein zu sehen, wie sich

die Aufsteiger um den SV Zehdenick

und Frankonia Wernsdorf

schlagen. Beide Teams sind mit

beachtlichen Leistungen aufgestiegen

und werden die Liga attraktiver

machen mit ihrem Fußball.

Auf mögliche Absteiger oder

Abstiegskandidaten möchte ich

mich nicht festlegen.

Angriff: Danny Grünberg (29),

Carsten Hilgers (34), Lommatzsch

(27), Georges Mooh

Dijke (22), Hermann Wamba

Tsafak (23)

Zugänge: Paul Seelisch (eigener

Nachwuchs)

Abgänge: Matthias Kreutzer

(Union Booßen), Nico Fischer

(Grünauer BC), Alexander

Mauch (SG Wiesenau)

Trainer: Andreas Schmidt (43),

Sportlicher Leiter: Harry Rath

(64), Physiotherapeut: Lutz

Trautmann


AUGUST 2020 21

Noch immer im Fußball unterwegs

Urgestein Harry Rath war ein Vierteljahrhundert Trainer in Eisenhüttenstadt und ist nach wie vor im Verein aktiv.

Es ist wahrlich keine Übertreibung,

Harry Rath als

lebende Legende und Urgestein

des Eisenhüttenstädter

Fußballs zu bezeichnen. Der

gebürtige Eberswalder war von

1992 bis 2017 – also ein Vierteljahrhundert

– Trainer des EFC

Stahl. Der einstige DDR-Oberliga-

Spieler betreute das Team unter

anderem in der damals drittklassigen

Ober- und später Regionalliga.

Doch das ist lange her.

Mittlerweile ist aus dem EFC

Stahl der FC Eisenhüttenstadt geworden,

seit der Verein 2016 mit

der SG Aufbau und dem 1. FC

Fürstenberg fusionierte. Das Stadion

der Hüttenwerker, in dem

nach der Wende noch ein Europapokalspiel

gegen Galatasaray

Istanbul stattfand, heißt nunmehr

ganz nüchtern Sportanlage

Waldstraße.

Mit 64

ist er bei

fast jedem

Training

mit dabei.

Harry Rath zeigt im Februar gegen Preussen Eberswalde, dass er als Sportlicher Leiter des FCE am Ball nichts verlernt hat. Es war das bis

dato letzte Pflichtheimspiel der Stahlstädter. Zum Saisonauftakt geht es erneut gegen die Barnimer.

Foto: Michael Benk

Doch Harry Rath ist seinem

Verein treu geblieben. Wenn auch

nicht mehr als Trainer der ersten

Mannschaft, so ist er als Sportlicher

Leiter dennoch tagtäglich

mit Fußball beschäftigt. „Ich versuche,

die Männer-Mannschaften

zu koordinieren. Das ist vom

Zeitaufwand her nicht viel anders

als vorher. Ich bin auch

bei fast jedem Training dabei

– zum Leidwesen meiner Frau.

Aber ich fühle mich noch nicht

in der Lage, dass ich 24 Stunden

zuhause sein möchte“, erzählt

der mittlerweile 64-Jährige, der

noch halbtags in der Werft arbeiten

geht.

Nach insgesamt zehn Knieund

drei Achillessehnen-Operationen

kann er dem runden Leder

allerdings nicht mehr nachjagen.

„Das ist schade, aber immerhin;

Fußball-Tennis geht noch.“ Nebenbei

trainiert Rath die Ü 50

des FCE und agiert dort bei den

Heimspielen als Schiedsrichter.

„Und ich stehe Gewehr bei

Fuß, wenn unser Männer-Trainer

Andreas Schmidt mal wegen

Urlaub oder aus anderen Gründen

ausfällt.“

Die sportliche Situation seines

Vereins sieht er kritisch. „Ich

kann nur das Gleiche sagen wie

in den Jahren zuvor: Unser Potenzial

müsste ausreichen, um

eine sorgenfreie Saison zu spielen.

Aber auch wenn ich mittlerweile

verstanden habe, dass es

für die Spieler heutzutage noch

viele andere Dinge neben dem

Fußball gibt, kann ich die Einstellung

mancher Akteure nicht

verstehen. Wenn mein Wellensittich

eine Feder verliert, muss ich

nicht gleich zum Tierarzt rennen.

Hier müssen einige an ihrer Einstellung

arbeiten. Wir hatten früher

auch Schichtarbeiter, dann

müssen die eben auch mal vormittags

trainieren“, nimmt Harry

Rath wie gewohnt kein Blatt vor

den Mund.

Er sieht die gesamte Entwicklung

im Amateur-Fußball mit gemischten

Gefühlen. „Das Niveau

in der Brandenburgliga ist in den

Kritik

an der

Entwicklung

im Amateur-

Fußball.

letzten Jahren sicherlich nicht

besser geworden. Viele Mannschaften

haben ähnliche Probleme

wie wir. Früher hatte auch

ein Landesligist mal die Chance,

den Landespokal zu gewinnen.

Heute machen das die Regionalligisten

unter sich aus. Die Schere

zwischen den Amateuren und

den Profis wird immer größer.“

In der neuen Saison sieht

Harry Rath den MSV Neuruppin

in der Favoritenrolle. „Auch

dem 1. FC Frankfurt traue ich

mehr zu, als er zuletzt gezeigt

hat. Und für uns hoffe ich auf

ein sorgenfreies Jahr, unsere Zugänge

haben viel Potenzial“, gibt

sich der Sportliche Leiter optimistisch.

HUBERTUS RÖßLER

Brandenburgliga

Da es keine Absteiger gab,

wird die Saison mit 17 Mannschaften

gespielt:

MSV Neuruppin, Oranienburger

FC Eintracht, SV Altlüdersdorf,

FSV Bernau, 1. FC

Frankfurt, SV Falkensee-Finkenkrug,

Grün-Weiß Lübben,

Frankonia Wernsdorf,

Eintracht Miersdorf/Zeuthen,

Werderaner FC Viktoria,

TSG Einheit Bernau, SV

Zehdenick, TuS Sachsenhausen,

FC Eisenhüttenstadt,

Preussen Eberswalde, Blau-

Weiß Petershagen-Eggersdorf,

Union Klosterfelde


22

ANPFIFF

Es lässt sich erahnen, dass das Trainer-Team und die Landesliga-Akteure des FV Erkner für das etwas andere Mannschaftsfoto in Corona-Zeiten auf dem Rasen des Erich-Ring-

Stadions am Dämeritzsee eine 100 bilden.

Foto: FVE (Matthias Hübner)

Der Hundertjährige

FV Erkner Die Randberliner feiern 100. Geburtstag. Die Gala zum Vereins-Jubiläum ist allerdings verschoben.

Acht Siege, vier Remis,

sechs Niederlagen – zum

Zeitpunkt des Abbruchs

lag der FV Erkner in der vergangenen

Saison auf Platz 6. „Da

wären wir sicher auch am Ende

eingekommen“, schätzt Ronald

Mersetzky realistisch ein. Für

den Trainer war es seine Premierensaison

bei den Randberlinern,

mit der er grundsätzlich

zufrieden war.

Was denn diesmal anders

sei, was er der Mannschaft in

der zweiten Spielzeit vermitteln

wolle? „Es geht nicht alles

auf einmal, man muss also Prioritäten

setzen. Vor einem Jahr

ging es darum, den Jungs den

Spielstil zu vermitteln, der mir

vorschwebt: variabel, in erster

Linie Ball- und Ballbesitz-orientiert,

immer aktiv, möglichst in

allen Spielphasen die Kontrolle

haben“, erläutert der 36-jährige

Berliner, der nach vielen Jahren

bei Blau-Weiß Mahlsdorf/Waldesruh

den MTV Wünsdorf trainiert

hatte. „Diese Grundsätze

hat die Mannschaft zu einhundert

Prozent verinnerlicht. Probleme

hatten wir im letzten

Drittel, konnten uns zu wenige

klarste Torchancen erarbeiten.

Abräumer und Taktgeber: Max Mulack

RECHTSANWÄLTIN

Claudia Walter

Interessenschwerpunkte:

• Arbeitsrecht • Familienrecht • Verkehrsrecht

(Straf- & Bußgeldsachen, zivilrechtl. Unfallregulierung)

Friedrichstr. 22 a · 15537 Erkner

Telefon: 0 33 62 / 37 68 · Fax: 88 71 33

E-Mail: walter-erkner@web.de

Foto: Andreas Hoffmann

Und wir waren konteranfällig.

Das war schon Thema in der

Winterpause und auch jetzt wieder

ein Schwerpunkt in der Vorbereitung.

Und ich glaube, dass

wir da schon ein ganzes Stück

weiter gekommen sind.“ Dafür

wurde in den Wochen vor dem

Saisonstart vermehrt an der Fitness

gearbeitet, „das ist im zurückliegenden

Jahr durchaus ein

wenig zu kurz gekommen“.

Was die Zielstellung anbelangt,

macht Mersetzky klar: „Im

ersten Jahr war die Platzierung

eigentlich egal, stand die Entwicklung

der Mannschaft im Vordergrund.

Jetzt kann es aber natürlich

nur heißen, dass der Blick

weiter nach oben geht: Wir haben

das Niveau für die Top 4.“

Einer, der auf dem Weg dorthin

eine wichtige Rolle spielen soll,

ist Max Mulack. Der 21-Jährige

war in der Winterpause von Hertha

BSC II gekommen, wo er es

bereits auf einige Einsätze in der

Regionalliga gebracht und sogar

ein Tor – gegen den Bischofswerdaer

FV stand er in der Startelf

und erzielte das 6:2 – gebracht

hatte. „Bei Hertha ist ihm der Powerfußball

eingeimpft worden,

und den versucht er bei uns mit

viel Aggressivität und Laufbereitschaft

umzusetzen“, schwärmt

Trainer Mersetzky. „Für Landesliga-Verhältnisse

ist Max der perfekte

Abräumer: stark sowohl in

der Balleroberung als auch im

Spiel nach vorn. Und natürlich

bringt er auch schon eine gewisse

Erfahrung mit. Er war von

Beginn an eine Führungsspieler.“

Höhere Fehlerquote

Der so Gelobte gibt sich eher

bescheiden. „Ich bin hier sehr

gut aufgenommen worden. Mir

kommt natürlich entgegen, dass

wir Fußball spielen und lange

Bälle eher vermeiden wollen“,

erläutert Mulack. „Was die Zweikampfhärte

anbelangt, gibt es

keine großen Unterschiede, dafür

in der Spielschnelligkeit. Und die

Fehlerquote ist höher“, hat der

Blondschopf festgestellt, der bei

den Herthanern unter Michael

Hartmann, Andreas Thom und

Pal Dardai trainiert hat.

Einen Vorteil hat Max Mulack

ausgemacht: Da er in Köpenick

Tor: Marvin Drechsler (22),

Marco Schlausch (29), Marcel

Neumann 38)

Abwehr: Sebastian Busse

(31), Adrian Ebert (24), Leon

Turi Kley (21), Niclas Mertins

(21), Robin Neupert (29),

Maximilian Friedrich (26)

Mittelfeld: Leon Alfer (19),

Max Mulack (21), Christopher

Dillgen (26), Niklas Ecke (22),

Florian Fleck (22), Jakob Kunert

(26), Robin Lehmus (29),

Sven Paprotny (30), André

Schröder (28), Christopher

Schwarz (24), Robert Szczegula

(24), Joao Marcos Dangler

Cortez (26)

Angriff: Karam Al Maliji (33),

Felix Reichelt (21), Tom Worm

(19), Joshua Rothaug (19),

Paul Röwer (25),

Abgänge: Simon Pille Grün-

Weiß Mühlen), Björn Nehls,

Fabian Schulze (beide FVE II)

Cheftrainer: Ronald Mersetzky,

Co-Trainer: Jens

Wawzyniak, Torwarttrainer:

Marcel Neumann, Sportlicher

Leiter: Erik Haase,

Mannschaftsleiter: Lothar

Lützenkirchen

wohnt, ist es zum Training und

zu den Heimspielen natürlich

weit entspannter als zum Olympiastadion

in Charlottenburg.

Übrigens: Während die „alte

Dame“ Hertha 1892 gegründet

wurde, begeht der FV Erkner

1920 – wie der komplette Vereinsname

unschwer erahnen lässt

– seinen 100. Geburtstag. Sämtliche

Feierlichkeiten samt einer

Gala in der Stadthalle sind allerdings

corona-bedingt abgesagt,

heißt auf 2021 verschoben worden.

KAI BEIßER


AUGUST 2020 23

Als Pfeilspitze im Team aufgestellt: Macht Germania Schöneiche damit schon eine Ansage für die Saison?

Foto: René Hofrichter

Gemeinschaftsgefühl motiviert

Germania Schöneiche Rückkehrer als Verstärkung um das Team von Kapitän David Karlsch in der Landesliga

Süd. Das „Urgestein“ der Randberliner feiert Jubiläum – 30 Jahre im Verein. Neuzugänge auch neben dem Platz.

Es hat sich einiges getan an

der Babickstraße in Schöneiche.

Neben sieben neuen

Spielern – darunter starke Rückkehrer

– und der entstehenden

Tribüne auf dem oberen Platz,

die noch ein Dach bekommen

soll, wurde die sportliche Leitung

erweitert. Als neuer Teammanager

fungiert Mirko Schatz,

mit der Ü 40 der Germania schon

Meister gewesen, neben Coach

René Kanow und Co-Trainer Jens

Rocho. Und der frühere Profi vom

1. FC Union Berlin, Björn Brunnemann,

unterstützt als Berater

sowohl Vorstand als auch Landesliga-Team

und wird ab sofort

seine Erfahrung einbringen.

Auf in eine

neue, gute

Saison!

Viel Glück!

MISCHKE

POKALE

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All das erfreut besonders ein

Schöneicher „Urgestein“, das

seine 30. Saison in Folge an der

Babickstraße in Angriff nimmt:

David Karlsch. Am 23. August,

also einen Tag nach dem Punktspielstart

in der Landesliga Süd

daheim in der Autoservice-Müller-Arena

gegen den VfB Trebbin,

feiert er seinen 36. Geburtstag.

„Da würde ich mich freuen,

wenn ich mir zusammen mit der

Mannschaft mit einem Sieg ein

Geschenk machen könnte. Eines

gab es ja schon mit dem 3:1 in

der zweiten Runde des Landespokals

im Derby beim FV Erkner“,

sagt Karlsch.

Fußball-verrückte Familie

Der Linksfuß kommt aus einer

Fußball-verrückten Familie.

Opa Eckhardt war Gründungsmitglied

des Vereins, Vater Uwe

Tor: Andrew Gilmour Graham

(31), Chris Küter (29), Maximilian

Petersik (27)

Abwehr: Martin Gruner (36),

Sebastian Mentz (34), Lorenz

Moritz (25),Tim Rakete (31),

Christopher Schmidt (31),

Felix Wiedenhöft (24)

Mittelfeld: Moritz Borchardt

(24), Jannik Glöckner (19),

David Karlsch (35), Gordon

Kühnel (26), Kevin Kühnel

(28), Holger Laube (40), Paul

Mitscherlich (36), Artur Naftz

(18), Weslley Santiago da Costa

(24), Marco Spann (31), Dominik

Tuchtenhagen (25)

Angriff: Wyllames Gomes Dos

Santos (23), Daniel Seiferth

(25), Johannes Südbeck (32),

Denis Teterea (21)

Zugänge: Dominik Tuchten-

Kapitän David Karlsch

Foto: René Hofrichter

hagen, Moritz Borchardt (beide

Eintracht Mahlsdorf), Sebastian

Mentz (Grün-Weiß Rehfelde),

Jannik Glöckner (eigene Zweite),

Daniel Seiferth (Kickers Hirschgarten),

Marco Spann (Blau-

Gelb Berlin), Artur Naftz (SV

Woltersdorf A-Junioren)

Abgänge: Lars Dingeldey (Karriere-Ende),

Resad Demann

(Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf

als Co-Trainer), Christoph

Engel (VSG Rahnsdorf

U 32), Cedric Heilmann (eigene

Zweite)

Cheftrainer: René Kanow (49,

B-Lizenz), Co-Trainer: Jens

Rocho (50), Torwart-Trainer:

Karsten Krüger (36), Teammanager:

Mirko Schatz (49),

Physiotherapeutin: Karolin

Pohnert (35)

spielte bei KWO Berlin, Bruder

und Onkel sind jetz noch bei

Germania aktiv. „Ich war also

zwangsläufig von früher Kindheit

an am Ball“, sagt der Mittelfeldmann.

Sein erster Trainer

war Stefan Radam, bei den A-Junioren

folgte Uwe Borchardt und

zu Beginn der Oberliga-Zeit Jens

Härtel. „Allen habe ich viel zu

verdanken“, sagt David Karlsch,

der damals auch Angebote von

anderen Vereine hatte. „Aber aus

Liebe zum Verein und weil ich

in Schöneiche in der Nähe des

Sportplatzes wohne, bin ich geblieben“,

erzählt der erfolgreich

im Pharma-Vertrieb arbeitende

Fußballer, der noch ledig ist.

Höhen und Tiefen erlebt

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„Ich habe mit dem Verein alle

Höhen und Tiefen erlebt. Zum

Beispiel Aufstiege und Rückzüge

aus der Oberliga, genauso dazu

gehören meine sechs Jahre dauernde

Arbeit im Vorstand, zu der

ich vor zehn Jahren angetreten

war“, sagt der Schöneicher. „Ich

bin sehr dankbar dafür, all diese

Zeit miterlebt zu haben im Verein

und habe diesem auch viel

zu verdanken. Und ich versuche,

mit viel Präsenz und Hilfe etwas

davon zurückzugeben.“

Teamgeist und Willen sind für

Karlsch die Voraussetzung dafür,

um Erfolg zu haben. „Das hat in

der Vorbereitung und in den ersten

Pokalspielen schon gut geklappt.

Unsere Neuzugänge sind

ein Gewinn“, sagt der Kapitän,

der in der vierten Saison das Amt

inne hat, aber nicht „Capitano“

genannt werden will. „Diese

Bezeichnung ist schon an meinen

langjährigen Teamgefährten

und auch Trainer Ronny Huppert

vergeben.“ Dieser, Karlsch

und Vize-Kapitän Paul Mitscherlich

haben in Schöneiche mehr

als 350 Spiele gemeinsam absolviert.

David Karlsch kommt

bei seinen 18 Jahren Männer-

Fußball allein auf rund knapp

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24

ANPFIFF

„Es wird schwer, hart und eng“

FV Blau-Weiß Briesen Die Odervorländer haben personelle Sorgen. Der Klassenerhalt ist das oberste Ziel.

Die Vorbereitung war ganz

gut angelaufen. Es gab

zwei Siege in Testspielen

gegen den 1. FC Frankfurt II (6:2)

und den Grünauer BC (4:2). Dem

folgten drei Absagen wegen Personalmangel

(Urlaub, Krankheit,

etc.) und die 1:3-Niederlage im

Landespokal sowie zwei weitere

Testsiege mit dem 4:1 gegen Victoria

Seelow II und dem 16:0 bei

Union Frankfurt.

„Das war die Vorbereitung,

nun müssen die Jungs zeigen,

was sie in den Punktspielen

drauf haben“, sagt der neue Trainer

Robert Fröhlich, der bisher

nur Torwart Sebastian Schmidt

und Levin Villbrandt als Zugänge

hat. „Unser Kader ist recht dünn.

Derzeit habe ich 18 Spieler zur

Verfügung“, erklärt der 40 Jahre

alte B-Lizenz-Trainer, der auf

weitere Verstärkungen hofft.

Neuland Landesliga

Fröhlich, der früher Victoria

Seelow (Brandenburg- und

Oberliga), den 1. FC Frankfurt

(Oberliga) und zuletzt Preußen

Beeskow (Landesklasse Ost) bis

zum Herbst der vorigen Saison

betreut hatte, lernt nun mit der

Landesliga bei den Blau-Weißen,

die dort ihre 23. Saison bestreiten,

eine weitere Brandenburger

Spielklasse kennen.

„Ich bin sehr positiv im Verein

aufgenommen worden. Der

Tor: Gerard Binder (25), Sebastian

Schmidt (22)

Abwehr: Ronny Anke (34),

Danilo Ballhorn (23), Lukas

Dorn (20), Tino Gottschalk

(34), Max Wenzel (28), Dominik

Jahnke (25)

Mittelfeld: Christoph Hanke

(28), Toni Moritz (23), Levin

Villbrandt (21), Björn Zickerow

(35), Marc Ewler (24), Jacob

Naskrenski (24), Danilo

Blank (20)

Angriff: Dennis Lucke (29),

Kevin Schübler (30), Enrik Nagel

(20)

Zugänge: Trainer Robert

Fröhlich, Sebastian Schmidt

(Union Booßen), Levin Villbrandt

(vereinslos)

Abgänge: Philipp Sellmann,

Philipp Noack (beide Pneumant

Fürstenwalde), Emilio

Schön (Rot-Weiß Petersdorf),

Danylo Plaksii (Blau-Weiss

Markendorf)

Cheftrainer: Robert Fröhlich

(40, B-Lizenz), Co- und Torwart-Trainer:

Denis Bramburger

(43), Sportlicher Leiter:

Marcel Gernetzke (36),

Medezinische Betreuung:

Angela Bellin, Betreuerin:

Lisa Enke

Die Briesener um ihren neuen Trainer Robert Fröhlich (vorne links) hoffen auf eine sorgenfreie Saison.

Vorstand gibt mir und der Mannschaft

das Gefühl, dass der Verein

alles daran setzt, die Saison

vernünftig und zielorientiert gestalten

zu können.“ Die Landesliga

Süd sei eine Wundertüte,

Im September wird im

Waldstadion gefeiert

Traditions-Team des 1. FC Union Berlin kommt.

Die Odervorländer haben sich

viel vorgenommen, um ihre Jubiläen

doch noch gebührend feiern

zu können. Eigentlich sollten

ja 100 Jahre Fußball in Briesen

und 30 Jahre FV Blau-Weiß bereits

Mitte Juni über die Bühne

gehen – zum Abschluss der vergangenen

Saison. Da hatte allerdings

schon zuvor die Corona-

Pandemie einen Strich durch die

Rechnung gemacht. Die Spielzeit

war bereits im März abgebrochen

und große Veranstaltungen

verboten worden.

Generations-Treffen 2021

Auch das jährlich stattfindende

„Treffen der Generationen“ zum

Trainings-/Saisonauftakt für die

neue Spielzeit musste abgesagt

werden. „Das machen wir dann

wieder im nächsten Jahr, wenn

die aktuelle Lage es zulässt“,

sagt Vereins-Chef Andreas Bendel.

Jetzt hofft er erst einmal,

dass bis zum 5. September nichts

mehr dazwischen kommt.

„Der gesamte Vorstand und

unsere Mitstreiter haben schon

viel Zeit und Arbeit in die Vorbereitung

des Festes gesteckt, dass

dann natürlich nach den aktuell

geltenden Regelungen stattfinden

soll“, sagt Bendel. „Und

wir haben versucht, für Groß und

Klein, Jung und Alt etwas parat

zu haben.“

Los gehen soll es um 11.30 Uhr,

wie das komplette Programm mit

dem Landesliga-Süd-Derby der

ersten Fußball-Mannschaft gegen

Germania Schöneiche auf

nebenstehenden Plakat des Vereins

zeigt. Ein weiterer Höhepunkt

dabei ist sicherlich die

Begegnung der Briesen Allstars

gegen die Traditions-Elf des

1. FC Union Berlin. „Auch darauf

freuen wir uns alle. Und anschließend

wollen wir alle gemeinsam

bei Disco und Tanz

feiern“, sagt Bendel. RH

Foto: Spreebote Online/Christoph Ulbricht

in der fast jeder jeden schlagen

könne. Und sie sei auch eine Herausforderung.

Fröhlich, der Denis Bramburger

als Co- und Torwarttrainer

hat, bietet der Mannschaft dreimal

in der Woche Übungseinheiten

an. „Ich trainiere auf Oberliga-Level

und setze gezielt auf

Belastbarkeit und höhere Leistungspunkte“,

erklärt der Coach.

Er wolle auch bestimmte taktische

Varianten einstudieren.

„Das oberste Ziel kann nur lauten,

die Saison gut zu überstehen

und am Ende die Klasse zu halten.

Es wird schwer, hart, eng“,

sagt Fröhlich. ROLAND HANKE


AUGUST 2020 25

Zwischen der Ersten und Dritten

FSV Union Fürstenwalde II Alle Neuzugänge kommen von den A-Junioren und sind heiß auf die Landesliga.

Jung, hungrig und voller Tatendrang:

Die Fürstenwalder

Regionalliga-Reserve hat

eine weitere Verjüngungskur erfahren.

Die sechs Neuzugänge

kommen sämtlich aus den eigenen

A-Junioren. So sind im Team

nun zwölf Akteure erst 19 Jahre

oder jünger.

Die Routiniers um Spieler-

Trainier Christian Mlynarczyk

(36), Kapitän Enrico Below (31)

und Torwart Sebastian Drömert

(39) heben natürlich den Altersdurchschnitt

auf 22,17 Jahre an.

Aber: „Jede Mannschaft braucht

mindestens zwei, drei erfahrene

Spieler, die die Jungen führen,

ihnen zum Beispiel mit Körpersprache

und Zweikampfverhalten

zeigen, worauf es im Männer-Fußball

ankommt“, sagt

Mlynarczyk, der in seine vierte

Saison als Trainer in der Landesliga

Süd geht und in der abgebrochenen

Vorsaison mit seinem

Team Achter war.

Trainer

haben

den ganzen

Verein

im Blick.

In der neuen Spielzeit hat Unions

Zweite am 1. Spieltag am

22. August erst mal gleich frei,

weil die Staffel aus 17 Mannschaften

besteht, da es wegen

der Corona-Pandemie keine Absteiger

gab. Nun hoffen alle, dass

diese Spielzeit ohne Unterbrechungen

ablaufen kann. Die

Domstädter wollen ihre Platzierung

verbessern und im „oberen

Die junge Mannschaft des FSV Union Fürstenwalde II strebt einen Platz im oberen Mittelfeld an.

Mittelfeld“ ankommen, gibt der

Spieler-Trainer vor. Die Stärken

seiner Mannschaft sieht er vor allem

in der Fitness und Schnelligkeit.

„Und in der Defensive sind

wir mit Enrico Below, Erik Buchwalder

und Erik Steinmetz richtig

gut eingespielt.“

Hilfe für das neue Team

Insgesamt ist der Kader mit 29

Spielern recht groß. „Da kann

sich auch noch einiges ändern,

denn wir arbeiten mit unserer

neuen Dritten, die von Mitsch

Rieckmann und Tim Patze betreut

wird und in der Kreisklasse

Mitte spielt, eng zusammen. Vor

allem ist für diejenigen, die bei

uns nicht so oft zum Zuge kommen,

dort eine gute Möglichkeit

für Spielpraxis gegeben“, sagt

Mlynarczyk, der selbst jetzt

19 Jahre in Folge bei den Fürstenwaldern

Fußball spielt.

Und er will das auch noch ein

paar Jahre machen, „so lange der

Körper mitspielt und ich meine

Leistung zeigen kann. Und das

geht zur Zeit. Zudem steckt es

an, mit vielen jungen Leuten zu

arbeiten. Das hält jung und fit“,

sagt „Mietze“.

Familie unterstützt prima

Der ehrgeizige Familienvater

– mit seiner Lebensgefährtin

Carolin hat er den zehn Monate

alten Sohn Marlon, der schon jeden

Tag einen Ball sieht – will immer

gewinnen. Für sein Engagement

für den FSV Union braucht

er natürlich den Freiraum und

das Verständnis seiner Familie,

„die ich dankenswerterweise

ganz prima habe“. Auch Vater

Gerhard, der ebenfalls den Spitznamen

„Mietze“ trägt, kommt

zu jedem Spiel, wenn die Möglichkeit

besteht. Er hat schon in

den vergangenen Jahren öfter

an der Seitenlinie ausgeholfen,

wenn der Sohn selbst auf dem

Platz stand.

Auch die Zusammenarbeit mit

Matthias Maucksch, dem Trainer

Der FC Concordia Buckow/Waldsieversdorf

bleibt der einzige

Vertreter aus dem Fußballkreis

Ostbrandenburg in der Landesliga

Nord. „Wir sind schon ein

wenig traurig, dass wir in der

neuen Saison kein Derby haben

werden“, sagt Concordias Vereins-Chef

Christian Hiob. Aber

die Männer von Trainer Dennis

Schulz lassen sich nicht vom Ziel

ablenken. Das ist klar definiert:

Staffelsieg. Die Buckower sind

auch recht schwungvoll gestartet.

Nach Siegen, 4:1 gegen den

SSV Einheit Perleberg und 3:1

beim TSV Schlieben im Landespokal,

ist der Auftakt bestens gelungen.

Als Mitfavoriten gelten

Grün-Weiss Ahrensfelde, Stahl

Brandenburg sowie der BSC Fortuna

Glienicke

In der Süd-Staffel freuen sich

dagegen jetzt sechs Teams, jeweils

Derbys mit den Nachbarn

der Region spielen zu können. Zu

den bisher vertretenen FV Erkner,

Germania Schöneiche, FSV

Union Fürstenwalde II, Dynamo

Eisenhüttenstadt und Blau-

Weiß Briesen hat sich Aufsteiger

Grün-Weiß Rehfelde hinzugesellt.

„Meine Mannschaft und

ich freuen uns schon auf diese

Sieben Teams aus Ostbrandenburg dabei

Foto: Roland Hanke

des Fürstenwalder Regionalliga-

Teams, „klappt hervorragend. Da

bekomme ich auch mal den einen

oder anderen Akteur, der

sich Spielpraxis holen soll“, sagt

Mlynarczyk. „Aber jetzt ist für

den Verein erst mal das Pokalfinale

wichtig, das die Erste am

22. August in Luckenwalde gegen

den SV Babelsberg hoffentlich

gewinnt.“ Im Endspiel im

Mai 2015 in Fürstenwalde spielte

„Mietze“ beim 2:3 gegen Energie

Cottbus selbst mit. Ist er diesmal

wieder im Team? Zumindest kam

er überraschend in der Ersten im

ersten Punktspiel (2:3 beim Berliner

AK) zum Einsatz und hat

das erste Tor für den FSV Union

geschossen ... ROLAND HANKE

Tor: Sebastian Drömert (39),

Tim Lehmann (21), Julian

Simon (19)

Abwehr: Enrico Below (31),

Romeo Bezill (23), Erik Buchwalder

(20), Tim Gessing (22),

Julian-Luca Hikade (20), Maximilian

Schumacher (19), Marcel

Schweter (19), Erik Steinmetz

(21)

Mittelfeld: Arne Bartels (19),

Mohammad Bayat (24), Calvin

Bernatek (20), Johann Dörfer

(19), Noori Hosain (21), Niklas

Kosch (19), Sharam Naseri (23),

Felipe Pastrana (19), Toby Bayard

Wang (18), Sören Woldt

(19)

Angriff: Pawel Flemming (22),

Tom Haack (19), Marvin Kranz

(18), Christian Mlynarczyk (36),

Maximilian Naebert (22), Nisarahmad

Nikzad (21), David Spillmann

(31), Luca Ziehm (19)

Zugänge: Toby Bayard Wang,

Tom Haack, Arne Bartels, Luca

Ziehm, Maximilian Schumacher,

Felipe Pastrana (alle eigene

A-Junioren)

Abgänge: keine

Trainer: Christian Mlynarczyk,

Co-Trainer: David Spillmann

Landesliga Der FC Concordia bleibt einziger Vertreter im Norden, dafür gibt es sechs Mannschaften in der Süd-Staffel.

Landesliga Nord

BSC Fortuna Glienicke, Birkenwerder

BC, FC Hennigsdorf,

FC Concordia Buckow/

Waldsieversdorf, FC Schwedt,

Stahl Brandenburg, FK Hansa

Wittstock, FSV Babelsberg,

Fortuna Babelsberg, SC Oberhavel

Velten, Einheit Perleberg,

Grün-Weiss Ahrensfelde,

SV Babelsberg 03 II,

Eintracht Alt Ruppin, Grün-

Weiss Brieselang, Schwarz-

Rot Neustadt, TSV Chemie

Premnitz

Landesliga Süd

FC Guben, BSC Preußen

Blankenfelde-Mahlow, BSV

Guben Nord, FSV Glückauf

Brieske/Senftenberg,

FSV Dynamo Eisenhüttenstadt,

FSV Union Fürstenwalde

II, Blau-Weiß Briesen,

FV Erkner, Kolkwitzer SV,

SG Großziethen, Grün-Weiß

Rehfelde, Phönix Wildau,

Germania Schöneiche,

TSV Schlieben, VfB Hohenleipisch,

VfB Trebbin, Wacker

Cottbus-Ströbitz

Duelle“, sagt dessen Trainer Helmut

Fritz. Für die Grün-Weißen

gehe es in erster Linie um den

Klassenerhalt. Dieser hat auch

für die Briesener und die Eisenhüttenstädter

oberste Priorität.

Dagegen dürften sich der FVE,

der FSV Union II und die Germania

sicher nach oben orientieren.

Alle drei Teams sind spielstark

und haben sich verstärkt.

„Als Favoriten auf den Staffelsieg

in der schwer einzuschätzenden

Liga sehe ich vor allem Brieske/

Senftenberg, Ströbitz und Großziethen“,

sagt Schöneiches Trainer

René Kanow.

EN, RH


26

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Die Grün-Weißen vor dem Stadion in Rehfelde

Weiter auf Erfolgskurs

Grün-Weiß Rehfelde Die Mannschaft von Trainer Helmut Fritz

will als Landesliga-Neuling auf keinen Fall absteigen.

Seit fünf Jahren ist Helmut

Fritz Trainer in Rehfelde.

Seine Bilanz ist durchaus

erfolgreich. Höhepunkt seiner

bisherigen Arbeit ist der Aufstieg

in die Landesliga, und obwohl

die Saison vorzeitig abgebrochen

werden musste – der

Aufstieg für die Rehfelder gilt als

verdient. Die Grün-Weißen werden

in der Staffel Süd der Landesliga

spielen.

Musste einfach helfen

Der 55-Jährige erinnert sich noch

gut an die Anfangszeit. „Ich

wollte eigentlich gar keinen Trainerjob

mehr annehmen. Nach

der Zeit beim FC Strausberg hatte

ich eigentlich genug und mir gesagt:

Du hast alles erreicht, was

auf dieser Ebene geht.“ Es hatte

sich aber damals herumgesprochen,

dass Trainer Carsten Knäfel

Rehfelde verlassen wolle. Somit

wurde bei Grün-Weiß ein Neubeginn

geplant. Zahlreiche Spieler

kamen aus Strausberg und so

dauerte es gar nicht lange, bis ein

Anruf bei Helmut Fritz einging.

Grün-Weiß Mittelfeldspieler Robert

Krebs lud seinen ehemaligen

Trainer zu einem Spiel der

Grün-Weißen gegen Rot-Weiß

Neuenhagen ein. Rehfelde verlor

hoch, und Helmut Fritz sagte

nach dem Spiel: „Ihr ward so

schlecht – euch muss man einfach

helfen.“ Er lacht noch heute

über diesen Satz, nahm aber das

Angebot an. Das erste Jahr war

schwierig, wie er heute gesteht.

Der Trainer musste eine neues

Team formen und nicht alle Spieler

passten. Die Entwicklung war

positiv. „So richtig ernst hatte

uns jedoch keiner genommen.“

Helmut Fritz sagt von sich

selbst, er sei ein Mensch, der

zunächst auf Sicherheit bedacht

ist. Das sei auch im Fußball so.

„Das heißt aber nicht, dass wir

nur mauern und absolut defensiv

spielen wollen. Wer Spiele

Torhüter: Sebastian Hinz,

Ronny Elsholz, Kevin

Mattern

Abwehr: Tim Goerke,

Tommy Röhr, Maximilian

Wolchow, Tobias Kunkel, Daniel

Anton, Sebastian Jure

Mittelfeld: Sascha Buder,

Steffen Fechtner, Tom

Hagel, Gordon Duvan,

Tony Frontzek, Maximilian

Terzenbach, Pascal Haase,

Robert Vsetycek

Angriff: Eric Bohlemann,

Bledar Mamuti, Robert Krebs,

Max Herrmann, Patrick

Horst

Trainer: Helmut Fritz,

Co-Trainer: Peter Schlegel,

Betreuer: Vanessa Fritz,

Helfried Hedemann

Foto: Edgar Nemschok

gewinnen will, muss natürlich

auch Tore schießen.“ Aber Helmut

Fritz weiß genau, was er

will, und er kann auch gut vorausschauen.

Nach dem Aufstieg denkt er

natürlich an die neue, die Landesliga.

„Das ist etwas ganz anderes.

Das Tempo und der Einsatz

sind deutlich höher. Wir

machen uns keine Illusionen

und müssen um den Klassenerhalt

kämpfen. Wir spielen gegen

starke Mannschaften, wie

die aus der Cottbuser Gegend,

diezahlreiche gute Spieler in ihren

Reihen haben. Dazu kommen

noch die Teams aus Großziethen

und Erkner, die aus meiner Sicht

ganz klar zum Favoritenkreis

gehören.“

Eine Menge Erfahrung

Helmut Fritz hat im Fußball

eine Menge erlebt. Dazu gehören

auch Tage, Nachmittage

und Abende, die man einfach

nicht vergisst. So fällt ihm sofort

ein Freitags-Flutlichtspiel in der

Oberliga mit dem FC Strausberg

ein, das gegen den RSV Waltersdorf

mit 2:0 gewonnen wurde.

„Selbst Schiedsrichter Michael

Wendorf zeigte sich von der Leistung

meiner Mannschaft beeindruckt.“

Im Gedächtnis bleiben

aber auch die Pokalspiele gegen

Concordia Buckow/Waldsieversdorf.

EDGAR NEMSCHOK


AUGUST 2020 27

Trainer Dirk Liedtke (Dritter von rechts) tritt beim FSV Dynamo Eisenhüttenstadt mit einem sehr jungen Team an.

Foto: Michael Benk

„Wollen Liga nicht herschenken“

FSV Dynamo Eisenhüttenstadt Der Landesligist muss künftig auf fünf Leistungsträger verzichten.

Mit nur acht Punkten

stand Dynamo Eisenhüttenstadt

nach

18 Spieltagen zum Zeitpunkt

des Abbruchs der Vorsaison abgeschlagen

am Tabellenende der

Landesliga Süd. HUBERTUS RÖß-

LER fragte Trainer Dirk Liedtke,

was in der neuen Spielzeit besser

laufen soll, wie die Zwangspause

genutzt wurde und wie

er die Neuzugänge einschätzt.

Herr Liedtke, wie lief der Start

in die Vorbereitung – auch hinsichtlich

der Zwangspause?

Durch die lange Pause konnte

man sich zumindest über die

abgebrochene Saison viele Gedanken

machen. Bevor wir mit

dem Training begonnen haben,

haben wir uns als Mannschaft

zusammengesetzt und besprochen,

was wir zukünftig leisten

wollen und können. Im Ergebnis

haben wir uns entschieden, die

Landesliga nicht einfach herzuschenken,

sondern um den Verbleib

in dieser sportlich zu kämpfen.

Dafür müssen wir vor allem

körperlich und physisch bereit

sein. Die ersten Trainingswochen

haben gezeigt, dass die Mannschaft

ihren Worten auch Taten

folgen lässt. Wir hatten eine gute

bis sehr gute Beteiligung und es

wurde intensiv trainiert. Die Ergebnisse

in den Testspielen darf

man nicht überbewerten. Da haben

wir viel herumexperimentiert,

schließlich vollziehen wir

einen großen Umbruch – sowohl

personell als auch was die spielerische

Ausrichtung angeht.

Welche Änderungen gibt es im

taktischen Bereich?

Wir sind das letzte Jahrzehnt

immer über den spielerischen

Moment gekommen, weil wir

auch immer Spieler hatten, die

den Ball am Fuß brauchten und

ihn äußerst selten herschenkten.

Diesen Stil wollten wir zum Beispiel

in der vergangenen Saison

weiter fortführen, obwohl wir

dafür nicht mehr die Leute auf

dem Platz hatten. Im Endergebnis

haben wir eine Vielzahl an

Gegentoren nach Ballverlusten

im eigenen Spielaufbau bekommen

und standen überwiegend

ohne Punkte da. Das wollen und

müssen wir verändern. Zukünftig

soll das Augenmerk weniger

auf Ballbesitz, dafür mehr auf

Konter – oder neumodern Umschaltspiel

– gerichtet sein.

Wir

müssen

künftig mehr

auf Konter

setzen.

Wie schätzen Sie die Neuzugänge

ein?

Mit Benjamin Freist können wir

die Erfahrung auf dem Platz, die

uns durch die Abgänge abhandengekommen

ist, zumindest etwas

auffangen. Seine linke Klebe

wird uns bei Standards helfen.

Victor Otieno Omwa ist ein laufund

zweikampfstarker Offensivspieler,

der ein sehr hohes Tempo

hat und Abwehrreihen beschäftigen

kann. Im Torabschluss muss

er aber zulegen. Stephane Pharel

Iyaba ist ein zweikampfstarker

Abwehrspieler, der mit seinen

19 Jahren schon sehr viel Routine

und Übersicht ausstrahlt.

Leider hat er krankheits- und

verletzungsbedingt einige Trainingseinheiten

verpasst. Er wird

unserer Abwehr deutlich mehr

Stabilität geben. Ich hoffe, dass

er zum Saisonauftakt wieder voll

genesen ist und dass wir Unterstützung

von den zuständigen

Behörden bekommen, damit wir

Omwa und Iyaba hier im Verein

gut integrieren können.

Wer ist noch neu?

Alle anderen Neuzugänge sind

zum Teil noch sehr junge Burschen

aus dem eigenen Nachwuchs,

die Zeit brauchen werden.

Vor allem physisch und

körperlich müssen sie zulegen,

um in der Landesliga bestehen

zu können. Das Potenzial dafür

sehe ich bei allen, es wird

schlussendlich auf ihren Trainingsfleiß

ankommen und sie

müssen Geduld und Durchhaltevermögen

haben. Dominik Ritter

traue ich am ehesten den Sprung

in die Startelf zu, aber auch der

erst 17-jährige Francis Ganthur

hat zum Beispiel beim Aral-Cup

eine sehr gute Leistung gezeigt.

Mit Sergej Frühauf, Christian

Wulff, Christian Grätz, Daniel

Friedrich und Toni Seelig verlassen

fünf Leistungsträger die

Mannschaft. Wie kam es dazu?

Natürlich tun die Abgänge weh.

Schließlich habe ich mit allen

ein Jahrzehnt, mit Sergej Frühauf

sogar noch länger zusammengearbeitet.

Das ist eine lange

Zeit, da gab es viele schöne Momente,

die ich nicht missen will.

Ich denke, der eine oder andere

hätte durchaus auch noch ein

Jahr dranhängen können. Aber

man muss auch ehrlich sagen,

dass die Chemie untereinander

zuletzt nicht mehr so richtig gestimmt

hat und es unterschiedliche

Ansichten zur Zielsetzung

für die neue Saison gab. In jedem

Fall haben alle Fünf einen

sehr großen Anteil daran, dass

die erste Mannschaft heute in

der Landesliga spielt, und keiner

weiß besser als sie, wie viel

Aufwand und Entbehrungen es

gekostet hat, dort hinzukommen

und vor allem dort so viele Spielzeiten

zu bestehen.

Wie lautet die Zielsetzung für

die neue Saison?

In allererster Linie wünschen wir

uns, dass alle gesund durch die

Saison kommen. Angesichts der

Corona-Pandemie und der steigenden

Infektionszahlen nach

der Urlaubssaison darf man da

durchaus Zweifel haben. Sportlich

gibt es für uns nur ein Ziel

und das heißt Klassenerhalt.

Welche Mannschaften spielen

um den Titel und wer kämpft

gegen den Abstieg?

Das möchte ich so nicht direkt

beantworten, weil es mir als Trainer

nicht zusteht, in der Öffentlichkeit

über andere Vereine zu

urteilen. Ich denke, es wird vier,

Tor: Sebastian Grummt (29),

Morro Sanneh (20)

Abwehr: Dimitrij Altengof (24),

Falk Busch (23), Francis Ganthur

(17), Eddi Hantelmann (22),

Stephane Pharel Iyaba (19),

Dietrich Lichtner (27), Dominik

Ritter (19)

Mittelfeld: Mustapha Arrach

(36), Benjamin Bartz (31),

Nayeb Fatahi (21), Benjamin

Freist (30), Robert Glaser (25),

Konstantin Klippenstein (26),

Tom Nolten (27), Chris Schürer

(18), Oliver Weniger (25)

Angriff: Abdulrahmann

Abdulrahmann (17), Jan

Kretschmann (37), Gino Lehmann

(19), Victor Otieno Omwa

(23), Nico Urbansky (19)

fünf Mannschaften geben, die

sich oben absetzen, und unten

werden bei vier möglichen Absteigern

sechs bis sieben Teams

um den Klassenerhalt kämpfen.

Was gibt es außerdem Neues

im Verein?

Die Infrastruktur im Dynamo-

Sportpark wächst weiter. Nach

der Fertigstellung des neuen Versorgungstraktes

werden in dieser

Saison auch der zweite Pavillon

mit neuen Umkleidekabinen

für die Männermannschaften sowie

ein Kraftraum fertiggestellt.

Zudem wurde die Flutlichtanlage

generalüberholt, da die

erste Mannschaft auch künftig

alle ihre Heimspiele um 15 Uhr

austrägt. Mit Maxim Altengof

wurde ein neuer Mannschaftsbetreuer

gefunden, nachdem die

Stelle in der letzten Saison vakant

war. Sergej Frühauf hat den

Verein und Trainerstab verlassen,

er möchte in Zukunft mehr Zeit

für seine Familie haben.

Zugänge: Benjamin Freist

(Union Booßen), Stephane

Pharel Iyaba, Victor Otieno

Omwa (beide vereinslos), Maximilian

Minschke (A-Junioren

Neuzeller SV), Chris Schürer,

Dominik Ritter, Gino Lehmann,

Abdulrahmann Abdulrahmann,

Francis Ganthur (alle

eigener Nachwuchs)

Abgänge: Sergej Frühauf

(unbekannt), Christian Wulff

(SV Vogelsang), Christian Grätz,

Daniel Friedrich (beide eigene

2. Mannschaft), Toni Seelig

(Trainer B-Junioren, 2. Mannschaft)

Trainer: Dirk Liedtke (52),

Dietmar Brauer (59), Betreuer:

Maxim Altengof (26)


28

ANPFIFF

Tor: Julius Meinhold (28), Dominik

Vogt (20)

Abwehr: Christopher

Fehrmann (21), Ernest Gras

(26), Stephan Ilausky (33), Oliver

Mertins (27), Matti Stamnitz

(21), Pawel Wojtalak (29),

Jakob Zwerschke (26)

Mittelfeld: Pawel Bacler (30),

Jonas Ehm (29), Sirko Neumann

(35), Max Nürbchen (22), Matthias

Reichelt (22), Nico Schulz

(21), Benjamin Zwerschke (29)

Angriff: Bartosz Barandowski

(32), Tomasz Bejuk (32),

Ringo Kretzschmar (31), Justin

Wieher (20)

Chef-Trainer: Dennis

Schulz, Co-Trainer: Danny

Knofe, Tobias Lindner

Betreuer: Holger Sahr

Mannschaftsarzt: Dr.

Ulrich Zeisler, Pysiotherapeutin:

Loreen Bosenius

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Personen

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Abgänge: Toni Hager (Petershagen-Eggersdorf

Zugänge: Benjamin

Zwerschke (Waßmannsdorf),

Tomasz Bejuk (Altlüdersdorf),

Ringo Kretzschmar (Eintracht

Mahlsdorf), Ernest Gras (Altlüdersdorf)

Vorstand

Vorsitzender:

Christian Hiob

stellv. Vorsitzender:

Volker Scharff

Kassenwart: Patrick Kutzke

Erweiterter Vorstand

Sportlicher Leiter Männerbereich:

Dennis Schulz

Jugendleiter:

Frank-Peter Vogt

Sportwart:

Andreas Zwerschke

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„Ich spiele überall“

FC Concordia Buckow/Waldsieversdorf Kapitän

Jonas Ehm hat sich mit der Mannschaft ein hohes Ziel gesteckt.

Der Staffelsieg in der Landesliga Nord soll her.

Es hallt fast durch ganz

Waldsieversdorf, wenn

Jonas Ehm seine Männer

auf das Spiel einstimmt und laut

ruft: „FC Buckow auf drei – eins,

zwei, drei Buckow.“ Es ist wie

ein Ruck, der über den Sportplatz

geht.

Alle

wollen

sich selbst

belohnen.

Jonas Ehm ist Kapitän des FC

Concordia Buckow/Waldsieversdorf.

Und nicht nur die Kombination

im Mannschaftsnamen prägt

sein Leben. Er wohnt in Buckow

und arbeitet in Waldsieversdorf.

Dass man ihn zum Kapitän

der Mannschaft gemacht hat,

hat mehrere Gründe. Ehm

wird von allen akzeptiert.

Er ist Einheimischer.

Ehm kennt nicht nur

den Ort – bzw. die

beiden Orte –, er

kennt auch die

meisten Leute,

die zum Spiel

kommen.

Und so ist es

schon beeindruckend,

wie Ehm –

wie nach dem

Pokal- spiel

gegen Perleberg

– sich bei den Fans

für die Unterstützung bedankt.

Das erste Pflichtspiel der neuen

Saison wurde mit 4:1 gewonnen,

und nicht nur der Kapitän spielte

dabei richtig gut. Natürlich sucht

er den Kontakt zu den Fans im

Namen der Mannschaft und das

ist der nächste Grund für die Kapitänsrolle.

Vorbild auf dem Platz

Der 29-Jährige ist in jeder Hinsicht

ein Vorbild. Auf dem Feld

kann der Offensivspieler jeden

mitreißen. Mit seinem Kampfgeist

setzt er starke Akzente. Seit

2010 ist er Spieler beim FC Concordia.

Zuvor war er bei den B-

und A-Junioren des FC Strausberg

aktiv. „Ich freue mich riesig

auf den Beginn der neuen Serie.

Wir haben so lange warten

müssen und wollen die Meisterschaftsrunde

2020/21 sehr erfolgreich

gestalten.“ Das sagen

natürlich die meisten Fußballer.

Aber Ehm definiert das Ziel

noch klarer: „Wir wollen Sieger

der Landesliga Nord werden, die

Meisterschaft feiern und dann in

die Brandenburgliga aufsteigen.

Sicher, das Ziel ist ambitioniert,

doch wir betreiben alle zusammen

einen sehr hohen Aufwand.

Dafür wollen wir uns auch selbst

belohnen.“

Großes Potenzial

Vorbild: Jonas Ehm ist Kapitän

des FC Concordia Buckow/Waldsieversdorf.

Foto: Edgar Nemschok

„Unsere Mannschaft hat eine

Menge Potenzial. Wir wollen

gut in die Saison reinkommen.“

Das sind ebenfalls Aussagen,

die viele Fußballer vor dem Beginn

einer Serie parat haben. Wie

das indes aussehen kann, zeigten

die Grünen gegen Perleberg.

Mannschaftlich geschlossen und

vor allem mit permanentem Angriffsfußball

zwangen sie ihren

Gegner, der streckenweise durchaus

gut mitspielte, in die Knie.

Ehm spielte auf der linken Außenbahn.

„Im Angriff spiele ich

am liebsten und da ist es mir

egal, ob links oder rechts“, sagt

er und erzählt, dass er in seiner

Karriere schon auf jeder Position

einmal eingesetzt wurde. „Ja, ich

habe auch schon einmal im Tor

gestanden.“

Bayern-Fan

Jonas Ehm, Geschäftsführer einer

Baumschule in Waldsieversdorf,

kennt aber auch die andere

Seite des Fußballs. Er war schon

häufig verletzt und hat derzeit

Probleme mit seiner Schulter.

Der Fan des FC Bayern München

wurde schon dreimal operiert

und hofft, dass er der Mannschaft

lange helfen kann. „Wir

schauen in erster Linie auf uns.

Mitfavoriten sind aus meiner

Sicht Stahl Brandenburg, BSC

Fortuna Glienicke

und

natürlich

Grün-Weiß

Ahrensfelde.“

Jonas Ehm

hat auch gesehen,

dass zum ersten Spiel der

neuen Serie prominenter Besuch

gekommen war. Siegfried Kirschen,

Ehrenpräsident des Fußball-Landesverbandes,

war

gekommen. „Ich verfolge

auf breiter Front die

Entwicklung des

Fußballs in

Bran-

den-

burg.

Viel

habe ich schon vom FC Concordia

gehört. Ich wollte mir das

einmal selber anschauen und bin

tatsächlich begeistert. Der Verein

hat einen schönen Platz hier in

Waldsieversdorf. Es steckt eine

Menge Fleiß und Engagement

dahinter. Die Mannschaft spielt

einen attraktiven Fußball“, sagt

Kirschen. „Der FC Concordia hat

sich für die neue Saison hohe

Ziele gesetzt. Ich wünsche alles

Gute, hab allerdings auch noch

Wünsche an den Verein. Schaffen

die Spieler den Sprung in die

Brandenburgliga, muss in den

Zuschauerbereichen noch einiges

getan werden. Es gibt derzeit

kaum Sitzmöglichkeiten und

noch keine Trennung für die jeweiligen

Fangruppen. Aber, und

da bin ich guter Dinge, der Verein

wird auch die Auflagen gut umsetzen.

Ich habe mich jedenfalls

in Waldsieversdorf sehr wohl gefühlt.“

EDGAR NEMSCHOK


AUGUST 2020 29

Die SG Wiesenau und Trainer Daniel Dankert (obere Reihe Dritter von links) sehen sich für die Landesklasse gut gerüstet.

Foto: Michael Benk

Mit breitem Kader

zum Klassenerhalt

SG Wiesenau Nach sechs Jahren Abstinenz

ist der einstige Dauergast zurück in der Landesklasse Ost.

Nach sechs Jahren in der

Kreisoberliga hat die

Sportgemeinschaft Wiesenau

03 wieder den Sprung in

die Landesklasse Ost geschafft.

Dieser gehörte der Verein zuvor

über zehn Jahre am Stück an,

trifft also auf viele alte Bekannte.

Auch Daniel Dankert spielte einst

für Wiesenau in der Landeklasse,

ist mittlerweile seit 2015 Trainer

der Ersten Männer-Mannschaft

und führte das Team stets auf einen

einstelligen Tabellenplatz.

„Unser Ziel ist es, so schnell

wie möglich genügend Punkte

für den Klassenerhalt zu sammeln

und sich dann anderen Zielen

zuzuwenden. Auch wenn die

Mannschaften in der Landesklasse

ein anderes spielerisches

Niveau haben, sind wir mit unserem

breiten Kader gut gerüstet

und brauchen uns nicht zu

verstecken“, sagt der 38-Jährige.

In der Tat erscheint der

Tor: Johannes Follert (31)

Abwehr: Kevin Bartusch (27),

Marco Franke (29), Tobias Frey

(25), Alexander Kossatz (20),

Igor Tadeusz Kurkowski (21),

Sergej Mauch (27), Robert Richter

(31), Stefan Specker (23)

Mittelfeld: Marc Assman (33),

Ron Assmann (31), Kamil Ceranowicz

(22), Tim Ole Müller

(19), Patrick Naujoks (30), Tony

Raddatz (33), Slawomir Szczepanski

(35), Michael Thiele (32),

Tim Urbicht (26)

Angriff: Dominic Günther (20),

25-Mann-Kader gut aufgestellt.

„Aber aufgrund unserer Schichtarbeiter

werden wir auch alle

Spieler brauchen. Außerdem gibt

es einen guten Austausch mit

unserer Zweiten Mannschaft“,

erklärt Dankert. Auch qualitativ

haben die Wiesenauer noch

Mauch

und

Franke

bringen viel

Erfahrung.

einmal zugelegt: Mit Alexander

Mauch und Marco Franke

(beide 29) kommen zwei ehemalige

Wiesenauer nun mit Brandenburgliga-Erfahrung

vom FC

Eisenhüttenstadt zurück. Yves

Nico Krause (26), Eligiusz Krzeptowski

(23), Tobias Lauke (30),

Hannes Linder (20), Alexander

Mauch (29), Yves Wienke (23)

Zugänge: Müller, Mauch,

Franke, Linder (alle FC Eisenhüttenstadt)

Trainer: Daniel Dankert (38),

Co-Trainer: Robert Richter (31),

Torwart-Trainer: Holger Gebele

(45), Teammanager: Tobias

Metzel, Physiotherapeutin:

Nadine Stolz-Jäckel (35),

Fitness-Trainer: Adrian Jäckel

(32)

Wienke (23) wird nach seiner

Kreuzband-OP im Januar zur

Rückrunde zurückerwartet.

Einziger Abgang ist Verteidiger

Markus Birke (26), der aus persönlichen

Gründen mit dem Fußballspielen

aufhört.

Seine Taktik macht Dankert

abhängig vom Gegner, ist aufgrund

des breiten Kaders variabel.

„Wir können mit einer, zwei

oder drei Spitzen spielen. Wir

kennen noch einige Mannschaften

von früher und von Testspielen,

aber es gibt natürlich auch

viele neue Gesichter“, zeigt er

sich gespannt auf die Saison.

Oben erwartet er wie viele andere

auch die Regionalliga-Reserve

des FSV Luckenwalde. Und

unten? „Gute Frage. Natürlich

müssen sich erstmal die Aufsteiger

Neuenhagen, Königs Wusterhausen

und wir behaupten, ansonsten

rechne ich damit, dass es

Müllrose und Bad Saarow schwer

haben werden“, meint der Wiesenauer

Trainer.

Er selbst musste in den vergangenen

Jahren sporadisch wider

Willen auf dem Platz aushelfen.

„Aber auch nur, wenn absolute

Not am Mann ist. Aber ich hoffe,

das wird diese Saison nicht nötig

sein“, sagt Daniel Dankert, der

auch die C-Junioren des Vereins

trainiert. Eine eigene A-Jugend

hat die SG Wiesenau nicht, kooperiert

mit Blau-Weiß Ziltendorf

unter dem Namen FWZ Oderkicker.

„Von dort finden aber

leider nur selten junge Spieler

den Weg zu uns“, bedauert der

Coach. HUBERTUS RÖßLER

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30

ANPFIFF

Noch nicht komplett: SG Müncheberg mitten in der Vorbereitung

Foto: Udo Plate

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Offensiv ist Trumpf

SG Müncheberg Die Mannschaft soll sich schrittweise

weiter entwickeln und zu einer Einheit zusammenwachsen.

Der neue Trainer will an die jüngsten Erfolge anschließen.

Die zweite Minute im ersten

Pflichtspiel der neuen Saison

läuft und die SG Müncheberg

muss schon das erste

Gegentor hinnehmen. Es war das

Pokalspiel gegen den SC Victoria

Templin. Am Ende wurde das

Spiel mit 1:4 verloren.

Für Martin Pröschild war es

zugleich die erste Pflichtspiel-

Niederlage mit seiner Mannschaft.

Er hatte das Team kurz

vor Beginn der Vorbereitung auf

die neue Saison übernommen.

Pröschild kommt vom FSV

Union Fürstenwalde und war

dort im Nachwuchsbereich tätig.

Er freut sich jetzt auf seine

neue sportliche Aufgabe. Warum?

„Die Mannschaft ist aus

meiner Sicht eine begeisterungsfähige

Truppe mit jungen Spielern

aber auch älteren Akteuren.

Das Gefüge passt und die Truppe

wirkt sehr eingespielt. Was angenehm

ist: Die Mannschaft arbeitet

überwiegend selbstbestimmt.

Jeder hat eine Aufgabe. Was mir

aber sehr entgegenkommt ist, die

Mannschaft will überwiegend offensiven

Fußball spielen. Demgegenüber

stehen dann Schwächen

– wie gegen Templin deutlich gesehen.“

Das heißt für Pröschild,

dass er im Abwehrbereich einige

Dinge nachjustieren muss.

Der 42-Jährige möchte sich vor

dem Saisonstart auf kein bestimmtes

Ziel festlegen lassen.

„Die Mannschaft soll sich in

Ruhe weiter entwickeln“, sagt

Pröschild, der sich bisher über

die hohe Trainingsbeteiligung

und das große Engagement aller

freut. „Wir werden sehen,

wie sich alles zu einer Einheit

Tor: Paul Katschmarek, Benjamin

Kaminski

Abwehr: Emil Anthes, Philipp

August, Kai Lukas Deutschmann,

Sebastian Lips, Tim

Lück, Benjamin Wendt

Mittelfeld: Markus Felker,

Nico Helm, Matthias Köhnke,

Tom Koslowski, Niklas Johannes

Noak, Martin Prentkowski,

Tobias Reiche, Carsten

Thomas

Angriff: Hannes Goldbaum,

Fabian Hirsch, Toni Pförtner,

Pascal Prentkowski, Moritz

Schulze

Trainer: Martin Pröschil

Co-Trainer: Thomas Prentkowski

Sportdirektor: Felix Wagner

zusammenfügt. Eines steht jedoch

fest: Ich möchte jedes Spiel

gewinnen.“

In der neuen Saison kann er

sich erneut auf die Hilfe von

Thomas Prentkowski verlassen.

Er hat in den vergangenen Jahren

immer als Co-Trainer mitgearbeitet

und großen Anteil daran,

dass die SG Müncheberg in der

Landesklasse eine durchaus gute

Rolle gespielt hat. Beim Abbruch

der Saison 2019/20 war die SG

Müncheberg immerhin Tabellendritter.

EDGAR NEMSCHOK

Neues Gesicht bei den Münchebergern:

Trainer Martin Pröschild

Foto: Udo Plate


AUGUST 2020 31

Blau-Weiss Markendorf geht mit Trainer Denny Danowski (rechts) und einem weitgehend unveränderten Kader in die neue Spielzeit.

Zwei schmerzhafte Abgänge

Foto: Michael Benk

Blau-Weiss Markendorf Trotz des kleinen Kaders ist das Ziel ein Platz im oberen Drittel der Landesklasse Ost.

Zwar haben nur zwei Spieler

die Rand-Frankfurter

verlassen, aber diese beiden

gehörten zu den absoluten

Leistungsträgern im Team. Lukas

Herrmann (29) spielte sieben

erfolgreiche Jahre am Apfelweg,

tritt nun aus beruflichen Gründen

kürzer und schließt sich dem

1. FC Frankfurt II an. Schmerzhaft

ist auch der Verlust von Ceyhan

Güleryüz. Der 21-Jährige,

der auch im Boxen eine gute Figur

abgibt, will sich drei Spielklassen

höher bei Oberligist Victoria

Seelow beweisen.

Auf der anderen Seite ist mit

Danylo Plaksii ein 19-Jähriger

von Blau-Weiß Briesen gekommen,

der eigentlich Torhüter ist,

aber auf Feldspieler umsatteln

möchte. „Er ist ein schneller und

dynamischer Spieler und wir

wollen ihn auf der rechten Außenbahn

einsetzen. Aber gleichzeitig

kann er im Notfall eben

auch ins Tor, das ist bei unserer

Situation mit nur einem Torwart

natürlich sehr gut“, erklärt Trainer

Denny Danowski.

Der 39-Jährige bevorzugt

ein 4-4-2-System. Aus seinem

18-Mann-Kader sind etwa 14

Spieler auf einem Level, daher

sind große taktische Änderungen

nicht zu erwarten. Die aufgestockte

Liga schätzt er als sehr

stark ein. „Für mich ist die Ost-

Staffel qualitativ die stärkste

Landesklasse. Die Liga ist sehr

Tor: Piotr Dmuchowski (34),

Nico Sachse (18)

Abwehr: Randy Bresch (19),

Pascal Trampe (19), Mateusz

Nowaczewski (28), Jason Hintze

(20), Eric Vincent Northe (20),

Bartosz Tomkow (21)

Mittelfeld: Alexander Bernwald

(31), Tom Borchardt (21),

Sascha Kloß (30), Kamil Krzeptowski

(32), Sebastian Baer (20),

Eric Rose (18), Florian Schrape

(22), Dominik Viktor Gaudyn

(23), Eric Wieland (30),

Angriff: Tommy Klatt (29), Michael

Lange (34), Danylo Plaksii

(19), Nicky Wutzig (23), Dawid

Zurawski (23)

Zugänge: Danylo Plaksii (Blau-

Weiß Briesen), Bartosz Tomkow,

Dominik Viktor Gaudyn (beide

SKP Slubice)

Abgänge: Ceyhan Güleryüz

(Victoria Seelow), Lukas Herrmann

(1. FC Frankfurt II)

Trainer: Denny Danowski (39),

Co-Trainer: Matthias Wiegand

(45), Teammanager: Volker

Rudolph (59), Betreuer: Thomas

Langoff (50)

ausgeglichen, fast alle Spiele sind

50:50 und der Sieg ist tagesformabhängig.

Wichtig ist daher, dass

wir von Anfang an richtig Gas geben.

Ich fürchte, wenn es zu einer

zweiten Corona-Welle und zu

einem erneuten Saisonabbruch

kommen sollte, dass es dann im

Gegensatz zur letzten Saison Absteiger

geben wird.“

Unter normalen Umständen

will Danowski mit seinem

Team im oberen Tabellendrittel

landen. „Ganz vorne erwarte

ich Zossen, Niederlehme und

Luckenwalde II. Unten könnten

Beeskow und Müllrose Schwierigkeiten

bekommen.“ Über den

Aufstieg Wiesenaus freue er sich.

„Da gibt es ein zusätzliches

Derby. Sie haben eine erfahrene

und eingeschworene Truppe, daher

erwarte ich sie im guten Mittelfeld.“

HUBERTUS RÖßLER

Der eigenen Philosophie treu bleiben

SG Bruchmühle Trainer Jörg Ulbrich wird auch weiter die zahlreichen Talente in die Mannschaft einbauen

In Bruchmühle herrscht vor der

neuen Saison Optimismus. Das

war nicht immer so. Oftmals

hatte man Sorgen. Der Kader

war zu klein und in Vorjahren

auch leicht überaltert. Doch die

Nachwuchsarbeit trägt immer

weitere Früchte und Spieler wie

Tom Stemmer, Leon Menning,

Tom Stedler oder Maximilian

Tutzschke sind noch blutjung,

gehören aber längst zum Stamm

der Mannschaft. Eine wichtige

Rolle im System spielt der erfahrene

Trainer Jörg Ulbrich. Er versteht

es, junge und ältere Spieler

zu einem Team zusammen zu

schweißen. Die Philosophie des

Verein ist klar: „Wir wollen die

Talente weiter fördern und sie

nicht durch zusätzliche Spielereinkäufe

vergraulen.“

Abgesichert wird der Erfolg in

der neuen Serie durch die zweite

Mannschaft. Die überraschte in

der abgebrochenen Vorsaison

mit einem 2. Platz in der Kreisklasse

Mitte. Für die Landesklasse-Mannschaft

gilt, dass sie

im oberen Tabellendrittel mitspielen

will und das auch kann.

EDGAR NEMSCHOK

Die SG Bruchmühle mit Trainer Jörg Ulbrich (vorn in Rot) Foto: Verein

Tor: Jeremy Pascal Großmann,

Tim Korte

Abwehr: Thomas Ae, Riccardo

Großmann, Lars Görtchen,

Paul Müller, Victor

Schenker, Felix Seidel, Matthias

Späth, Maurice Wilhelm,

Tom Stemmer

Mittelfeld: Dennis Dreetz,

Philip Heinrich, Leon Menning,

Justin Schmidt, Marvin

Kretschmar, Tom Stedler,

Maximilian Trutzschke, Felix

Glöckner

Angriff: Mario Lammeck,

Jens Lehmpful, Paul Wegner

Trainer: Jörg Ulbrich, Betreuer:

Andreas Stemmer,

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32

ANPFIFF

Zu leicht ausrechenbar

Müllroser SV Trainer Dirk Herrgoß will nicht alles auf Torjäger Paul Herrmann konzentrieren.

Die Schlaubetaler blicken

auf eine durchwachsene

Saison zurück. „Wir hatten

nach 13 Spielen erst sieben

Punkte. Da waren zwar viele

knappe und bittere Niederlagen

dabei, aber trotzdem müssen

wir jetzt erstmal kleinere Brötchen

backen. Wir wollen nicht

gleich wieder unten drinstehen

und bis zur Halbserie möglichst

20 Punkte holen, um mit dem

Abstieg nichts zu tun zu haben“,

sagt Trainer Dirk Herrgoß.

Der 51-Jährige geht in sein

drittes Jahr an der Seitenlinie

in Müllrose. „In der Region ist

es sehr schwer, neue Spieler zu

bekommen. Daher fürchte ich,

dass wir wieder Personalnot bekommen.

Wir haben zwar 18, 19

Leute im Kader, aber das war in

der letzten Saison am Anfang

auch so. Dann kamen Verletzungen,

Sperren und berufliche oder

private Gründe, so dass wir teilweise

nur noch zwei Wechselspieler

auf der Bank hatten und

sogar bei unserer Ü 35 nach Spielern

anfragen mussten.“

Neue Spieler Mangelware

Mit Eirik Fink kommt ein Defensivspieler

von Nord-Landesklasse-Vertreter

Fortuna Britz,

aus der eigenen Jugend steht

Philipp Jentsch neu im Kader.

Die Müllroser um Trainer Dirk Herrgoß (rechts) wollen besser aus den Startlöchern kommen als in der Vorsaison.

Viele Talente rücken auf

Tor: Philipp Reschke (28)

Abwehr: Eirik Fink (23), René

Franz (30), Eric-Gordan Kirchhoff

(28), Herms Müller (21),

Elias Ponta (24), Philipp Schiller

(31), Oliver Seifert (32), Nils

Unglaube (22)

Mittelfeld: Marc Beckmann

(22), Malte Berg (30), Lukas

Gräber (21), Philipp Jentsch

(18), Jannik Krause (19), Christopher

Krüger (34), Nick Murach

(21), Reza Rezaie (20), Peter-Felix

Richter (31), Eric Sellin

Der 18-jährige könnte allerdings

aufgrund eines Studiums auch

schon bald wieder weg sein. Somit

liegen die Hoffnungen wieder

einmal auf den altgedienten

Akteuren – allen vorweg natürlich

Paul Herrmann. Der knapp

34-Jährige geht bei den Müllrosern

in seine achte Landesklasse-

Saison in Folge, erziele dabei in

165 Punktspielen sensationelle

196 Tore. Auch in der abgebrochenen

Vor-Saison stand er bei

24 Treffern und mit zehn Toren

Vorsprung auf Philipp Karras

vom SV Woltersdorf wieder

einsam an der Spitze. „Paul ist

ein sehr wichtiger Spieler, er wird

viel gesucht von seinen Mannschaftskameraden

und weiß einfach,

wo das Tor steht. Allerdings

(29), Max Wagner (25)

Angriff: Felix Hackel (24), Paul

Herrmann (33)

Trainer: Dirk Herrgoß (51),

Co-Trainer: Falk Küchler (45),

Teammanager: Tobias Karge

(29), Physiotherapeutin: Jennifer

Schwertner, Betreuer:

Klaus Graßnick (67), Detlef

Agsten (65)

Zugänge: Eirik Fink (Fortuna

Britz), Philipp Jentsch (eigener

Nachwuchs), Abgänge: Adolf

Kampioni (Union Booßen)

hatten wir in der letzten Saison

zehn Spiele, in denen außer ihm

SV Woltersdorf Die Randberliner geben sich bescheiden und sehen den Ligaverbleib als primäres Ziel.

Foto: Tobias Karge

kein Spieler getroffen hat, dadurch

sind wir für den Gegner

leicht ausrechenbar. Ich hoffe daher,

dass sich auch noch andere

Spieler offensiv einbringen“, sagt

Dirk Herrgoß.

Zu den Abstiegskandidaten

zählt er Beeskow, Bad Saarow

und Luckau. Vorne erwartet der

MSV-Trainer Zeuthen und Luckenwalde

II. „Bei den Berliner

Truppen ist es immer schwer zu

sagen, wie sie aufgestellt sind,

sie haben einfach ein viel größeres

Einzugsgebiet als wir. Insgesamt

ist die Landesklasse Ost

eine Wundertüte, in der jeder an

einem guten Tag jeden schlagen

kann.“ HUBERTUS RÖßLER

Während die Randberliner

2018/19 mit einer durchweg stabilen

Leistung eine gute Platzierung

im Mittelfeld der Landesklasse

Ost erreicht hatte, sollte

der Blick nach oben gerichtet

werden. Doch dieses Vorhaben

gelang bis zum abrupten Saison-

Abbruch kaum. 19 Punkte aus

16 Spielen und Tabellenplatz 12

wurden den ehrgeizigen Zielen

nicht gerecht, zu viele Partien

am Ende durch zahllose individuelle

Fehler verloren. Immerhin

gab es keinen aufreibenden

Kampf um den Ligaverbleib. Das

soll so bleiben, sind sich Mannschaft

und Trainer einig.

Das Team um Kapitän Thomas

Döring, der mit seinen 38 Lenzen

definitiv die letzte Saison spielt,

wird durch viele junge Talenten

verstärkt, die aus dem eigenen

Nachwuchs in den Männerbereich

aufrücken. Sie sollen an der

Seite gestandener Spieler behutsam

in die Mannschaft eingefügt

werden. „Das könnte eine echte

Verstärkung sein“, ist sich Trainer

Chris Berg sicher. Zudem belebe

Konkurrenz in den eigenen

Reihen das Geschäft und man

habe so – zumindest im Moment

– einen größeren Spielerkader

zur Verfügung als in vergangenen

Jahren.

MT

Der SV Woltersdorf hat einen größeren Kader als in der vorigen Saison.

Foto: Marion Thomas

Häricke

Dachdeckerei-Bauklempnerei

Berghoferweg 29

15562 Rüdersdorf

andyhaericke@aol.com

(0172) 32 89 324

Tor: Paul Franzke (29), Benjamin

Siewert (31)

Abwehr: Thomas Döring (38),

Jacub Grune (18), Felix Herrmann

(24), Philipp Lunau (27),

Fabian Magin (23), Eric Stasch

(26)

Mittelfeld: Niklas Dreher

(22), Charly Huppert (18), Felix

Kästner (26), Fabian Kussatz

(31), Bastian Mähl (25), Steven

Schrottge (31), Christoph Schünemann

(32), Amadeus Taubert

(18), Maximilian Traue (30)

Angriff: Maurice Buley (23),

Philip Häricke (18), Philipp Karras

(33), Tino Sobzig (32), Tom

Viehrig (28), Felix Westphal (27)

Zugänge: Christoph Schünemann

(Kickers Hirschgarten),

Jacub Grune, Philip Häricke,

Charly Huppert, Amadeus Taubert,

(alle eigene A-Junioren)

Abgänge: Nico Töpfer (Trainerstab),

Gordon Karras (Karriere-Ende)

Trainer: Chris Berg (B-Lizenz),

Co-Trainer: Nico Töpfer, Betreuer:

Marcel Dahle, Sportlicher

Leiter: Benjamin Scholz


AUGUST 2020 33

FC Neuenhagen: Die Mannschaft ist fast komplett.

Mit Mut und Begeisterung

FC Neuenhagen Der Aufsteiger in die Landesklasse Ost kann auf seine Fans und eine

hervorragende Vorstandsarbeit zählen. Ziel ist natürlich der Klassenerhalt

In Neuenhagen herrscht in

puncto Fußball wieder Aufbruchstimmung.

Überraschend

kam die Nachricht, dass

der FussballClub nunmehr sogar

mit einer zweiten Mannschaft in

die Saison gehen wird. Gleich

zum Auftakt der Saison gab es

Erste

und

Zweite

eröffneten

die Saison.

außerdem eine kleine Besonderheit.

Zur Ausscheidung für

die erste Hauptrunde um den

Kreispokal des Fußballkreises

Ostbrandenburg mussten beide

Teams gegeneinander spielen.

In Neuenhagen wunderte man

sich zwar sehr, dass so gelost

wurde, aber man nahm es auch

mit einem großen Schuss Humor.

Von der Vereinsführung hieß es

nahezu übereinstimmend: „So

schlecht ist das nicht. Es bleibt

auf jeden Fall eine unserer Mannschaften

im Wettbewerb.“ Die

Erste gewann am Ende mit 5:2

gegen die Zweite.

Für den FC Neuenhagen ist

es die erste Serie in der Landesklasse

Ost. Neuenhagen ist

Aufsteiger aus der Ostbrandenburgliga.

„Wir können nur ein

Ziel haben“, sagt Trainer Daniel

Dloniak. „Es geht für uns ausschließlich

um den Klassenerhalt.“

Auch wenn seine Mannschaft

in der Ostbrandenburgliga

zu den Mannschaften mit den

am meisten geschossenen Toren

zählte, weiß Dloniak, dass

in der Landesklasse ein ganz anderer

Fußball gespielt wird. „Das

Tempo ist deutlich höher.“

Der FC hat eine Reihe guter

Mannschaften in seiner Liga zum

Gegner. „Favoriten sind aus meiner

Sicht der FSV Luckenwalde,

der MSV Zossen und eventuell

auch der SV Woltersdorf“, sagt

Dloniak. „Das wird sich aber erst

zeigen.“ Zunächst schaut der erfahrene

Trainer auf seine Mannschaft.

Insgesamt lässt sich jedoch

feststellen, dass sich in

Schaut noch skeptisch drein: Trainer Daniel Dloniak vom FussballClub

Neuenhagen

Fotos (3): Edgar Nemschok

Neuenhagen in den vergangenen

Jahren etwas entwickelt hat und

Fußball in der Gemeinde wieder

ein Thema ist. Großen Anteil hat

der Vorstand des Vereins bestehend

aus Gerald Dobien, Alexander

Tornow, Jacqueline Freymark,

Peer Cyron Katja Lange

und Milan Freymark. Er schafft

mit seiner Arbeit beste Bedingungen

für die Fußballer. Unterstützt

wird der Vorstand durch einen

sogenannten Ehrenrat, der sich

aus Rainer Lewin, Silvio Wagner

und Olaf Hadeler zusammensetzt.

In Neuenhagen freut

man sich riesig auf die Saison,

die mit einem Heimspiel gegen

den MTV Wünsdorf beginnt.

EDGAR NEMSCHOK

Kommen die

Brasilianer früh

genug zurück?

Alexander Tornow ist stellvertretender

Vorstandsvorsitzender,

Jugendleiter und nicht zuletzt

Teammanager der Männermannschaft

des FussballClub. Er hat

kurz vor Beginn der Saison viel

zu tun. Vor allem muss er telefonieren.

Zum Beispiel nach Brasilien,

denn zwei Spieler im Team

kommen aus dem südamerikanischen

Land und alle in Neuenhagen

hoffen, dass sie rechtzeitig

zum Start wieder da sind.

„Wir sind ständig mit Rodrigo

de Jesus Mendes und Givanildo

Santos Reis in Kontakt. Wir wissen,

dass sie sich fit halten und

beim Start in die Meisterschaftsrunde

sofort mit einsteigen können.

Jetzt ist nur die Frage wann

sie wieder in Deutschland einreisen

können. Bekanntlich wütet

die Corona-Krise in Brasilien

deutlich heftiger als bei uns“,

sagt Tornow sorgenvoll. EN

Tor: Lukas Schönhoff, Bastian Sigmund, Jean-

Michel Göde

Abwehr: Christian Gragert, Lukas Isberner, Phillip

Körner, Nicolas Krause, Nico Paepke, David Pergamenter

Mittelfeld: Riccardo Blume, Rodrigo de Jesus

Mendes, Domenic Guist, Tim Hensel, Kay Hosberg,

Billy Joe Bredlow, Hndrin Murad, Givanildo

Santos Reis

Angriff: Arthur Tabler, Fabian Schulz, Tobias

Stuck, Patrick Müller, Sven Müller, Dmytro

Shlyakhta

Zugänge: Lukas Schönhoff (FSV Bernau), Jean-

Michel Göde (Fortuna Biesdorf), Nico Paepke (BSV

Oranke), Kay Hosberg (FC Nordost), Dmytro Shlyakhta

(Eintracht Mahlsdorf II)

Abgang: Toni Wolter

Cheftrainer: Daniel Dloniak, Co-Trainer: Christoph

Maut, Torwarttrainer: Timo Hampf, Teammanager:

Alexander Tornow, Physiotherapeut:

Stefan Hornburg, Betreuer: Erik Labahn

fussballclub.nhg@gmail.com

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34

ANPFIFF

Gut verteilt auf dem Sportplatz an der Schulstraße: das Team von Preußen Bad Saarow

Im Mittelfeld etablieren, heißt die Devise

Foto: Verein/Jannik Rottenberg

Preußen Bad Saarow Die Männer vom Scharmützelsee wollen in der Landesklasse Ost diesmal nicht unten reinrutschen.

In der vergangenen Saison auf

einem Abstiegsplatz, aber auf

Grund des Abbruchs wegen der

Corona-Pandemie doch nicht in

die Ostbrandenburgliga abgestiegen:

„Diesmal wollen wir

erst gar nicht wieder unten reinrutschen

und so schnell wie

möglich nichts mit dem Abstiegskampf

zu tun haben“, sagt Trainer

Klaus Schulze. „Vielmehr

lautet das Ziel, die Mannschaft

im Mittelfeld zu etablieren.“

Die Voraussetzungen dafür

scheinen nach einer guten Vorbereitung

durchaus gegeben. Denn

auch der Spielerkader der Bad

Saarower ist größer geworden,

da einige Neue kamen und keine

Abgänge zu verzeichnen waren.

„Wir werden wieder junge

Leute ins Team einbauen. Allerdings

benötigen diese sicherlich

etwas Zeit, sich an den Männer-

Fußball zu gewöhnen“, sagt der

Trainer.

RH

Tor: Tommy Zinke (32), Lukas

Kelm (20)

Abwehr: Marek Noack (29),

Florian Maass (32), Jamie Mc

Ewan (19), Christian Schneider

(33), David Dürre (32), Matthias

Klein (27), Niklas Rottenberg

(27), Niclas Dutschmann

(28), Tobias Jakob (20), Tobias

Drewitz (21), Daniel Groß (39),

Ole Voß (20)

Mittelfeld: Tim Strey (24), Paul

Zucker (32), Jannik Rottenberg

(25), Anthony Ganswindt (24),

Albino Kuczmann (19), Thomas

Bemmann (34), Christian Dobberack

(34), Cosmin-Alexandru

Dölitscher (20), Stefan Hoppe

(32), Sergej Pavlenko (31), Max

Süssenbach (28)

Angriff: Tom Herrmann (20),

Alec Walter Buder (20), Lukas

Rätsch (20), René Hoffmann (36)

Zugänge: Lukas Kelm, Tobias

Jakob, Cosmin-Alexandru Dölitscher

(alle eigene Zweite), Anthony

Ganswindt, Albino Kuczmann

(beide vereinslos)

Abgänge: keine

Trainer: Klaus Schulze (57),

Trainer-Assistent: Jens Zippan

(40), Physiotherapeut:

Ron Grundmann (23)

Perspektive für junge Spieler bieten

Preußen Beeskow Der Verbleib in der Landesklasse ist für die LOS-Kreisstädter das primäre Ziel.

Das Trainer-Duo Björn Becker

und Frank Wilde hat zwar etliche

Abgänge hinnehmen müssen,

dafür aber neben drei Rückkehrern

auch fünf A-Junioren-

Zugänge bekommen. Oberstes

Saisonziel ist der Klassenerhalt.

Die junge Beeskower Mannschaft

soll Freude am Spiel haben, sich

weiterentwickeln und langfristig

neu aufgebaut werden.

Dazu sollen weitere Spieler aus

dem eigenen Nachwuchs ständig

in das Team integriert werden

und eine gute Perspektive

bei den Preußen haben. HMU

MIT TEAMWORK ZUM SIEG

Breit aufgestellt: das Team von Preußen Beeskow

Foto: Verein/Sebastian Gottschall

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Sponsor des SV Preußen 90 Beeskow e.V.

Tor: Sebastian Gottschall (22)

Abwehr: Paul Harmuth (20),

Eric Melchert (24), Silvio Lehmann

(30), Moritz Krüger (18),

Philipp Auring (18), Niklas

Lanzke (18), Jonas Schulz (17),

Hannes Wilde (22)

Mittelfeld: Philipp Becker (19),

Julian Kelly (19), Thomas Pinno

(33), Thorsten Rahn (34), Julius

Unglaube (22), Leon Welder

(18), Johannes Wendt (29),

Glenn-Aaron Großmann (17)

Angriff: Sebastian Busse (34),

Robert Lehmann (29), Kevin

Eska (20), David Stark (23)

Zugänge: Philipp Auring (eigener

Nachwuchs), Kevin Eska

(SpG Tauche/Ahrensdorf), Julian

Kelly (1.FC Frankfurt), Thomas

Pinno (Goyatzer SV), Johannes

Wendt (1. FC Wacker Plauen),

Jonas Schulz, Leon Welder,

Glenn-Aaron Großmann (alle

eigener Nachwuchs)

Abgänge: Pascal Jedro (20,

FSV Groß Leuthen/Gröditsch),

Marcel Vorndamm (31, Pneumant

Fürstenwalde), Peter Lassek

(33), Jan Röhle (31), Max

Rosengart (22, alle Grün-Weiß

Lindenberg), Raphael Schneider

(22, SpG Tauche/Ahrensdorf),

Oliver Jakopaschke (29, Eiche

Groß Rietz), Johannes Zillmann

(28, unbekannt)

Trainer: Björn Becker (43, C-Lizenz),

Co-Trainer: Frank Wilde

(50, C-Lizenz), Teammanager:

Helmut Musick (64), Physiotherapeut:

Sven Schmidt (43), Betreuer:

Karl-Heinz Jänicke (76)


AUGUST 2020 35

Das Blau-weiße Aufgebot für die Spielzeit 2020/21. Vorne von links: Hannes Medejczyk, Florian Pekrul und Emil-Rene Will, zweite Reihe: Co-Trainer Daniel Stein, Trainer

Thomas Adamski, Benito Diekhoff, Dustin Schumann, Andreas Elischer, Felix Tabe Akwa und Betreuer Marko Lockwald, dritte Reihe: Benno Haferbecker, Niclas Gleisner,

Max Glienicke und Niklas Fritsche, sowie hinten von links: Johannes Radig, Christopher Baatz, Paul Stiehm und Stefan Heese

Foto: Udo Plate

Kaum Veränderungen

Blau-Weiß Wriezen Trainer Thomas Adamski setzt auf die

Entwicklung seiner jungen Elf und peilt einstelligen Tabellenplatz an.

Die großen Veränderungen

sind bei Blau-Weiß Wriezen

nicht auszumachen.

Die Verantwortlichen um Vereins-Chef

Peter Küster setzen

auf Bewährtes. Mit einer Ausnahme:

Daniel Stein steht Cheftrainer

Thomas Adamski künftig

als Assistent zur Seite. Adamksi

Tor: Benito Diekhoff (18), Andreas

Elischer (29), Patrick

Geue (33)

Abwehr: Christopher Baatz

(32), Max Glienicke (22),

Benno Haferbecker (20), Paul

Mann (21), Hannes Medejczyk

(30), Emil-Rene Will (18)

Mittelfeld: Martin Bonk (20),

Niklas Fritsche (19), Niclas

Gleisner (19), Nick Hildenhagen

(20), Christian Kamp

(339, Johannes Radig (30),

Dustin Schumann (26)

Angriff: Stefan Heese (30),

Felix Tabe Akwa (30), Andre

Herrmann (34), Florian Pekrul

(28), Paul Stiehm (22)

Trainer: Thomas Adamski

(39), Co-Trainer: Daniel Stein

(39), Betreuer: Marko Lockwald

(39)

geht zudem erfrischend positiv

und mit klarer Zielstellung in die

Saison der Landesklasse Nord,

die da lautet: einstelliger Tabellenplatz.

„Auf den ersten Blick

eine ordentliche Vorgabe, aber

machbar, wenn es gut läuft.“

Im Tor hat er die Qual der Wahl

zwischen Andreas Elischer, Patrick

Geue und dem Nachwuchskeeper

Benito Diekhoff. Auch im

Abwehrbereich sind die großen

Änderungen nicht zu erwarten.

Libero Hannes Medejczyk

steht der seit Jahren bewährte

Manndecker Christopher Baatz

zur Seite. Als Außenverteidiger

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hat sich Benno Haferbecker auf

der rechten Spielhälfte etabliert

und mit Emil René Will ist die

linke Position mehr als ordentlich

besetzt.

Im Mittelfeld kommt für den

defensiven Part Kapitän Dustin

Schumann in Frage. Die Außenbahnen

beackern sollen Paul

Stiehm und Stephan Heese. Im

offensiven Part führt Niklas Fritsche

und Niklas Gleisner kein

Weg vorbei. Nicht zuletzt besticht

das Niklas-Duo durch

Spielverständnis und lässt sie

immer mehr zu den Taktgebern

werden.

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36

ANPFIFF

Der Aufsteiger

Schiedsrichter Kevin Meißner pfeift künftig in der Brandenburgliga. Der junge Unparteiische vom FV Erkner

überzeugt nicht nur durch sein Auftreten, sondern auch; wie er seine Auftritte auf dem Platz reflektiert.

Er ist gerade mal 20. Und

schon in der höchsten

Spielklasse des Landes angekommen.

Sein Weg ist gradlinig,

so wie sein Auftreten auf

dem Platz. Nach je zwei Jahren

in der Landesklasse und der

Landesliga geht der Erkneraner

bereits in seine fünfte Saison

als Schiedsrichter auf überregionaler

Ebene. Die Kreisoberliga

hatte Kevin Meißner gleich mal

übersprungen.

Robert Nitz, Ausschussvorsitzender

der Unparteiischen

in Ostbrandenburg, bezeichnet

den Randberliner nicht nur als

sehr talentiert, sondern auch als

bodenständig – „eine wichtige

Eigenschaft. Kevin ist von uns

im Kreis frühzeitig gefördert

worden, und ich denke schon,

dass auf der Karriereleiter noch

die eine oder andere Liga dazukommen

kann“, ist der Schiri-

Chef aus Seelow überzeugt.

Keiner,

der

permanent

Sprüche

klopft.

Dass es für ihn nun also in

die Brandenburgliga geht, hatte

sich angedeutet. „Ich gehöre

zum A-Förderkader des Landes

und stand so natürlich besonders

im Fokus. Bei den Spielbeobachtungen

habe ich gute

Noten bekommen. Und trotzdem

war ich in dem Moment, als

Anfang Juni mein Aufstieg verkündet

wurde, tatsächlich sehr

überrascht. Durch die Corona-

Pause war ich gedanklich einfach

nicht beim Schiedsrichtern“,

blickt der Physikstudent

der Uni Potsdam auf die zurückliegenden

Wochen und Monate.

Neben dem ebenfalls 20-jährigen

Max Bauer von der SG Schulzendorf,

der bereits in seine dritte

Saison geht, ist Kevin Meißner

der jüngste Unparteiische in der

Verbandsliga.

Zuletzt war er bereits als

Assistent des Saarowers Max

Göldner in der Nachwuchs-

Bundesliga im Einsatz. Ein

Highlight war das DFB-Pokal-

Viertelfinale der A-Junioren

im Dresdner Heinz-Steyer-Stadion.

„Die Dynamo-Ultras haben

richtig Stimmung gemacht.“

Die Gastgeber gewannen denn

auch gegen Bayer Leverkusen.

Eine solche Kulisse, wie er sie

zum Beispiel vor zwei Jahren

beim Testspiel des FSV Fürstenwalde

gegen den 1. FC Union

Berlin erleben durfte, „das ist

schon geil“. Aber auch Spiele

vor 20 Zuschauern können Spaß

machen: „Wenn schöner Fußball

gespielt wird, es spannend, auch

ein bisschen hektisch ist.“ Ihm

sind der Enthusiasmus, die Begeisterung,

aber auch die Ernsthaftigkeit

anzumerken, mit der

er seinen Job auf dem Platz angeht.

„Kaum jemand sieht, wieviel

dahinter steckt. Der Schiedsrichter

ist da, pfeift, und dann ist

er wieder weg. Im Mittelpunkt

stehen die Spieler, zum Beispiel

die Torschützen.

Aber eigentlich

ist das ja

der Idealfall,

denn dann

kann ich

nicht viel

falsch gemacht

haben.“

Kevin Meißner

ist keiner, der auf

dem Platz permanent

Sprüche klopft. „Ich

glaube, ich habe schon

eine gewisse Korrektheit an

mir. Die Leitung eines Spiels

geht weit über Foulpfiffe hinaus.

Ich muss die Spieler wahrnehmen,

die Stimmung, die

Rivalität, mein Agieren anpassen.

So sollte ich zum Beispiel

in einer Phase, in der

Hektik aufzukommen droht,

beruhigend einwirken.“

Meißner reflektiert seinen

Auftritt auf dem Platz. „Ich

lerne immer dazu, versuche

mir eine Art Baukasten

zu erarbeiten, wie

ich in einer bestimmten

Situation reagiere, wie

ich mich gegenüber bestimmten

Spielertypen

verhalte. Und: Sich Fehler

einzugestehen, das

gehört dazu.“

Zum Fußball gefunden

hatte der Erkneraner

bei seinem

Heimatverein, erster

Trainer bei den

Minis war Klaus

Bütow. Mit zwölf musste

sich Kevin Meißner einer

Knieoperation unterziehen.

„Alles gut, das behindert

mich heute

nicht mehr, ich bin

fit“, versichert er.

Damals aber betreute

er zwei

Jahre lang die

E-Junioren des

FVE – und begann

sich fürs

Pfeifen zu interessieren.

Im August 2012 absolvierte er

im Grünheider Störitzland einen

Schiedsrichterlehrgang, wenig

später durfte er die ersten Nachwuchsspiele

leiten. Wie das ist,

wenn jemand daherkommt, der,

wenn überhaupt, nur wenig älter

ist als die jugendlichen Kicker?

„Naja, ich war mit 13 schon über

1,80 Meter groß, das hat sicher

geholfen, dass ich nicht allzu

sehr als Jüngling wahrgenommen

wurde“, sagt der Referee mit

dem markanten Kinnbart rückblickend.

Mit 14 durfte Meißner

dann sogar erstmals bei einem

Männerspiel ran. „Das war

natürlich aufregend, ich fühlte

mich wie ein Erwachsener.“ Er

hat nur gute Erinnerungen an

die Premiere, „es hat alles geklappt,

die Mannschaften haben

mich akzeptiert und es mir nicht

schwer gemacht“.

Aber hat er denn auch negative

Erfahrungen als Unparteiischer

machen müssen? „Ja. Das

war nach einem Spiel, in dem es

drei Rote Karte gegeben hatte.

Die Stimmung war aufgeheizt,

beim Abgang gab es Kommentare

wie ,Wir warten auf euch.’

Wir wurden von den Verantwortlichen

angewiesen, uns vorsorglich

erst mal in der Kabine einzuschließen,

da die aufgebrachten

Fans wohl auf uns warteten. Das

war wirklich unangenehm. Aber

wirklich körperlich bedroht worden

bin ich noch nicht.“

Ein Spiel

zu leiten

ist mehr als

nur Fouls zu

pfeifen.

Gefragt nach seinem aus Schiri-

Sicht schönsten Spiel muss Kevin

Meißner kurz nachdenken. „Ich

glaube, das war das Spreekreis-

Pokalfinale 2014 in Alt Stahnsdorf

zwischen dem Storkower

SC, der damals noch in der Landesklasse

spielte, und dem FSV

Union Fürstenwalde III. Es war

trotz des 4:1 ein enges Spiel, ein

Derby, mit vielen Zuschauern,

einer tollen Stimmung – und jeder

Menge Adrenalin“, erinnert

er sich dann doch ziemlich genau.

„Da als Assistent dabei zu

sein war schon ein Vertrauensbeweis,

eine Art Auszeichnung.“

Zu Beginn seiner Schiedsrichter-Laufbahn

war Meißner

oft mit einem Gespann unterwegs.

„Das hat mir geholfen.

Die Kommunikation war viel

einfacher, man wusste, woran

man ist.“ Eine persönliche Beziehung

schafft mehr Vertrauen,

„und man weiß, kleine Fehler

sind nicht so schlimm.“

Die Vorbereitung auf die erste

BB-Liga-Saison war corona-bedingt

etwas anders als gewohnt.

Fitness- und Regeltest wurden

verschoben, sämtliche Kommunikation

läuft über Videokonferenzen

oder per Mail. Individuell

hat sich Kevin Meißner, der

seit einem Jahr auch als studentische

Hilfskraft an der Uni arbeitet,

dafür umso intensiver vorbereitet.

„Ich laufe meist zweimal

pro Woche, zum Beispiel am Heiligen

See in Potsdam, und versuche

zwei- bis dreimal zum Krafttraining

zu gehen“, macht der

20-Jährige durchaus eine gute

Figur. Er weiß, was auf ihn zukommt.

„Der Fußball wird in

den höheren Klassen schneller

und technisch reifer. Die Fehlerquote

ist geringer, dadurch

werden Spielzüge vorhersehbarer,

weil der Ball tatsächlich dort

landet, wo er hin soll“, hat der

junge Referee beobachtet. „Und

was noch auffällig ist: Die Spieler

wollen nach kleinen Kontakten

eher weitermachen als einen

Freistoßpfiff haben. Da muss

man als Schiedsrichter nicht nur

auf den Beinen, sondern auch im

Kopf schneller sein.“

Ein wirkliches Vorbild hat der

Erkneraner übrigens nicht. „Natürlich

schaut man sich hier und

da etwas ab. Aber weniger von

den Profi-Schiedsrichtern. Ich

habe viel mehr von den Leuten

gelernt, mit denen ich unterwegs

war, von ihrer Präsenz,

aber auch Lockerheit, sie auch

schon mal bewundert, wie sie

mit bestimmten Situationen umgehen.“

KAI BEIßER

FOTO: EDGAR NEMSCHOK

Unparteiische des Fußballkreises

Ostbrandenburg,

die höherklassig pfeifen:

Matthias Alm (FSV Union

Fürstenwalde), Christopher

Musick (Preußen Beeskow),

Marcel Riemer (FC Eisenhüttenstadt)

– Oberliga

Max Göldner (Preußen Bad

Saarow), Kevin Meißner (FV

Erkner), Pascal Reisner (FC Eisenhütt.),

Nico Liebich (FSV

Union) – Brandenburgliga

Christian Ballin, Dominik

Kolm (beide Victoria Seelow),

Hannes Hähnel (1. FC Frankfurt),

Sven Hennig (Blau-Weiß

Ziltendorf), Marvin Weiß (Erkner)

– Landesliga

Hans-Peter Binia (SV Woltersdorf),

Lars Buchheim

(Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf),

Oliver Dzewior

(SG Wiesenau), Rene Karge

(Pneumant Fürstenwalde), Tobias

Kastner, Patryk Mettke

(beide FCE), Max Köhler

(Blau-Weiß Lebus), Robert

Pischyglowa (SG Bruchmühle),

Anthony Röhle (FC

Strausberg) – Landesklasse


AUGUST 2020 37

Der etwas andere (Kunst-)Rasen

Hybridplätze Preußen Beeskow war der Vorreiter, in Hangelsberg soll es demnächst die Einweihung geben.

Mirko Tonn gerät beinahe

ins Schwärmen: „Der

Platz wird von den Fußballern

sehr gut angenommen,

und für uns ist er übers Jahr gesehen

beinahe wartungsfrei –

jedenfalls bei weitem nicht so

arbeitsintensiv wie der normale

Rasen“, sagt der Platzwart des

SV Preußen Beeskow.

Der 41-Jährige kümmert sich

um den Hybridrasen im Sportund

Freizeitzentrum der LOS-

Kreisstädt. Das heißt, eigentlich

tun dies meistens „Mirko“

und „Moritz“, die Mähroboter.

„Zugegeben, ich war anfangs ein

wenig skeptisch, habe mich aber

überzeugen lassen: Die beiden

arbeiten sehr ordentlich“, sagt

Tonn lachend. Woher die Namen

rühren? „Moritz nach dem Enkel

meines Chefs, naja, und Mirko

wie ich ...“

Er

macht

weniger

Arbeit.

Das das lockere Geflecht aus Kunstfasern sucht sich die Naturrasen-

Saat ihren Weg.

Archivfoto: Anke Beißer

Rundum gute Erfahrungen: Platzwart Mirko Tonn mit einem der beiden Mähroboter auf dem Hybridrasen im Beeskower Sport- und

Freizeitzentrum

Foto: Jörn Tornow

Einmal im Jahr allerdings,

immer nach dem Ende der Saison,

steigt er auf den Traktor,

um den Hybridplatz zu renovieren,

wie es die Fachleute nennen:

„Im Prinzip ist das wie Vertikutieren.

Ich ziehe eine Rolle

hinter mir her mit einer Art riesiger

Nägel, die sich bis 20 Zentimeter

tief in den Boden bohren.

Gleichzeitig werden Dünger und

neuer Samen eingebracht. Nach

vier, fünf Tagen sieht man dann

schon erste Erfolge.“

Im November 2013 hatten die

Beeskower Stadtverordneten beschlossen,

im SFZ einen solchen

hochmodernen Platz anlegen

zu lassen. Schon vier Monate

später hatten die Arbeiten begonnen,

im Mai war der Rasen ausgesät

worden. Im Oktober dann

die Einweihung: Die gastgebenden

Preußen gewannen das

Spitzenspiel der Landesklasse

gegen Eintracht Königs Wusterhausen

vor 310 Zuschauern mit

2:1. Sechs Jahre ist das her ...

Der Platzwart erläutert den

Aufbau: „Auf einer Betonsohle

wird Erde aufgebracht, drauf

kommen Hybridmatten und Rasensamen,

darüber ein Kunststoffgitter,

und dann das Ganze

noch einmal.“ Der Naturrasen

wird also durch künstliche Fasern

verstärkt und umgekehrt,

und der Platz vereint die Vorteile

beider Beläge.

Zwar trägt die erste Männermannschaft

ihre Punktspiele

ebenso wie der ältere Nachwuchs

vorwiegend auf dem

Hauptplatz mit „Normalrasen“

aus, die F- bis C-Junioren aber

kicken „hybrid“. Bis auf die

Männer trainieren auch alle

hier. Probleme gibt es eigentlich

nur bei anhaltender Trockenheit.

„Nachts wird zwar ausgiebig

gewässert, trotzdem wird der

Platz bei großer Hitze sehr hart

und stumpf, ähnelt dann eher

einem normalen Kunstrasen“,

hat Mirko Tonn festgestellt.

Einen großen Vorteil weiß er

aber noch aufzuzählen: „Wir

haben immer mal wieder Wildschweine

hier, die rund um den

Platz alles umpflügen. Aber auf

den Hybridrasen selbst mit seinem

Betonfundament, da haben

sie keine Lust.“

Saat nicht aufgegangen

Arnold Skrandies

Kfz-Sachverständigenbüro

Auch bei der SG Hangelsberg

kam vor einigen Jahren die Idee

auf, einen neuen Trainingsplatz

als Hybrid anlegen zu lassen. Im

vergangenen Herbst war es dann

endlich soweit, wurden der Teppich

verlegt und der Rasen ausgesät.

Die Saat ging aber nicht

mehr auf, so dass im Frühling

nachgebessert werden musste

und die Firma Schmitt Sportplatzbau

aus Groß Köris vorerst

auch die Pflege übernommen

hat. Einmal in der Woche

wird mit einem Aufsitzmäher der

natürliche Rasen gekürzt, das

Wässern übernimmt die fünfteilige

Beregnunganlage: einmal

am Mittelkreis und vier in

den Ecken.

Mittlerweile ist der Platz freigegeben.

„Die Männer trainieren

seit Mitte Juli drauf und sind

sehr zufrieden: Er ist topf-eben“,

verrät Daniel Geithe. Künftig soll

aber vor allem der Hangelsberger

Nachwuchs die neue Anlage

nutzen. Ach ja, nach einem offiziellen

Einweihungstermin sucht

der Verein noch. KAI BEIßER

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38

ANPFIFF

Drei Freunde nun im selben Team

Pneumant Fürstenwalde Die Spreestädter holen sechs Neue und damit reichlich Qualität in die Mannschaft.

Seit seinem vierten Lebensjahr

spielt er Fußball – bis

zu den D-Junioren beim

FSV Union Fürstenwalde, danach

beim 1. FC Frankfurt, ehe

er als B-Junior wieder zu seinem

Heimatveren zurückkehrt und

dort bis zu den Männern spielte,

inklusive Oberliga bis zur Aufstiegssaison

2015/16. Dann kam

der Wechsel zum Süd-Landesligisten

Blau-Weiß Briesen. Nun

ist Philipp Sellmann in der Ostbrandenburgliga

bei Pneumant

Fürstenwalde angekommen.

Und das nicht allein, denn der

neue Trainer Sebastian Probst

und sein Sportlicher Leiter Thomas

Schmidt holten gleich sechs

Neue und damit reichlich mehr

Qualität ins Team. Vom Landesligisten

Blau-Weiß Briesen kamen

Philipp Sellmann und Philipp

Noack, von Preußen Beeskow

(Landesklasse Ost) Marcel Vorndamm

und vom Pneumant-

Ligakontrahenten VfB Steinhöfel

Eric Strehl, Riccardo Pathe

und Paul Griep. Das riecht nach

Aufstieg.

Trio spricht Wechsel ab

Und den will auch das Freundes-Trio

Sellmann, Noack und

Das befreundete Trio Eric Strehl, Philipp Sellmann und Philipp Noack (von links) ist zum Ostbrandenburgligisten

gewechselt – und will mit Pneumant aufsteigen.

Foto: Verein/Thomas Schmidt

Strehl, das den Wechsel zur BSG

Pneumant vorher verabredet hat.

„Das ist einer der größten Vereine

in der Region und in meiner

Heimatstadt ansässig“, sagt

der 24-jährige Sellmann, der Kapitän

in Briesen war. „Der FV

Blau-Weiß ist ein schöner Verein,

wo alles familiär zu geht.

Doch in der Landesliga gibt es

kaum Derbys und durch die langen

Fahrtwege war vom Wochenende

nicht mehr viel übrig. Das

hat mich nicht mehr gereizt“, erklärt

der Abwehrspieler, der beim

Bundesverwaltungsamt in Frankfurt

arbeitet und dort eine Beamtenlaufbahn

anstrebt. Und mit

seiner Freundin Franziska Koch

aus Briesen will er in Fürstenwalde

ein Haus bauen.

Sellmann freut sich auf die

neue Saison und darauf, „nun

zusammen mit meinen Kumpels

kicken und Spaß haben zu

können“. Mit dem gleichaltrigen

Noack hat er beim FSV Union

seit der B-Jugend und jetzt auch

in Briesen zusammengespielt,

mit dem gut ein Jahr älteren

Strehl mal unter Trainer Daniel

Wichary. „Wir drei haben voneinander

von unseren Wechselabsichten

gewusst und es in die Tat

umgesetzt“, erklärt Sellmann.

Und noch ein kleiner Nebeneffekt

– er spielt jetzt auch mit seinem

Schwager David Schäfer in

einem Team.

Der Pneumant-Kader sei mit

27 Spielern sehr groß. „Da muss

man sich einen Stammplatz erst

mal erarbeiten“, weiß Sellmann.

Beim Training, „das sehr intensiv

und von Coach Probst gut

gestrickt“ ist, sind immer um

die 20 Spieler. Das macht Spaß.

Und wir freuen uns auch auf die

vielen Derbys wie mit Storkow,

Steinhöfel oder den Frankfurtern.“

ROLAND HANKE

Ostbrandenburgliga

1. FC Frankfurt II, Victoria

Seelow II, BSG Pneumant

Fürstenwalde, FV Erkner II,

Storkower SC, FSV Blau-

Weiß Wriezen II, FC Lokomotive

Frankfurt, Blau-Weiß

Petershagen-Eggersdorf II,

FC Eisenhüttenstadt II, VfB

Steinhöfel, Hennickendorfer

SV, Union Booßen, FC Union

Frankfurt, MTV Altlandsberg,

FC Concordia Buckow/Waldsieversdorf

II

Aussicht auf schönen Fußball in der Storchenstadt

Storkower SC Trainer Toni Lüdtke will mit seinem Team oben mitspielen – und sieht die Fürstenwalder als großen Favoriten.

Nahezu unverändert geht der

Storkower SC in die neue Spielzeit

der Ostbrandenburgliga.

Toni Lüdtke, der seine zweite

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Saison als Trainer bei den Storchenstädtern

bestreitet, ist nach

guter Vorbereitung recht optimistisch.

„Die Trainingsbeteiligung

war gut, die Jungs ziehen

mit. Wir sollten oben mitspielen

können. Allerdings ist für mich

Pneumant Fürstenwalde mit den

vielen Verstärkungen einer der

Top-Favoriten“, sagt der 35-Jährige.

„Wir müssen gegen Mannschaften,

die Beton anrühren,

kreativer werden.“

Ein Kandidat dafür, dies umzusetzen,

wäre sicherlich Martin

Grossmann gewesen, der nach

seinen Auftritten in der Zweiten

und mit Gastspielgenehmigung

bei den Altherren des FSV

Union Fürstenwalde eigentlich

wieder bei der Ersten mitmischen

wollte. Beim Test-2:1 in

Bad Saarow war der 38-Jährige

auch dabei. „Da war die Spielerdecke

sehr dünn und deshalb

habe ich ausgeholfen. Doch ich

habe jetzt andere Prioritäten“,

erklärt der Mittelfeldstratege, der

vor 33 Jahren mit dem Fußballspielen

in Storkow begann, später

bei Stahl Eisenhüttenstadt,

Preussen Eberswalde sowie FSV

Union spielte und dann nach

Storkow zurückkehrte.

In den vergangenen zwei Jahren

war er auch Co-Trainer bei

den D-Junioren des FSV Union,

bei denen sein Sohn Phil spielte.

Der 13-Jährige ist jetzt als Quereinsteiger

zur Sportschule nach

Cottbus gewechselt. „Es ist

noch unklar, ob er einen Internatsplatz

bekommt. Deshalb

muss ich viele fahren“, erklärt

Grossmann. Dem SSC, bei dem

er wenn nötig aushelfen wolle,

traut er in der Ostbrandenburgliga

eine gute Rolle zu. „Das ist

eine junge Mannschaft mit vielen

Perspektivspielern. Es wird

in Storkow wieder schöner Fußball

zu sehen sein.“

Und wenn es nach Coach

Lüdtke geht, hoffentlich auch

„erfolgreich“. Dafür habe er mit

seinem Team trainiert – und das

wollen sie auch auf dem Sportplatz

in die Tat umsetzen. RH

Szene aus dem Heimspiel des SSC gegen Pneumant in der Vorsaison

(2:3): Hier kämpfen Storkows Dominic Bracki (links) und Fürstenwaldes

Ibrahim Bouombouo um den Ball. Archivfoto: Andreas Hoffmann


AUGUST 2020 39

Ein „Dino“ der Kreisoberliga

FC Union Frankfurt Die Oderstädter gehen in ihre siebte Saison in der höchsten Spielklasse des Kreises.

Seit der Saison 2014/15 gibt

es die Kreisoberliga, die sich

als höchste Spielklasse des

Fußballkreises auch unter dem

Namen „Ostbrandenburgliga“

längst etabliert hat. Anfangs eher

ein ungeliebtes Kind, hat sich die

Stimmung mittlerweile gewandelt.

Als eine von fünf Mannschaften

seit Anfang an dabei

und damit ein „Dino“ ist der FC

Union Frankfurt. „Viele Vertreter

von anderen Vereinen, mit

denen ich gesprochen habe, halten

wie auch ich die Ostbrandenburgliga

für sehr attraktiv. Es gibt

viele Derbys und man muss nicht

so weit reisen wie in der Landeliga-

oder klasse. Dennoch kommen

viele Zuschauer“, sagt Stefan

Hahnert. Der 43-Jährige ist

beim FC Union stellvertretender

Vereinsvorsitzender und Sportlicher

Leiter, trainiert außerdem

die C-Jugend und spielt auch

selbst noch bei den Alten Herren.

Gutes sportliches Niveau

Das sportliche Niveau der Liga

sieht Hahnert differenziert. „Die

ersten fünf Mannschaften spielen

einen ordentlichen Ball und

würden auch in der Landesklasse

mithalten können. Das

sieht man auch immer wieder

an den Aufsteigern, die sich fast

alle in der höheren Liga etabliert

haben. Unten sieht es etwas

anders aus, da ist das Niveau

durchwachsen. Beim Blick auf

die Torschützenlisten sieht man

auch, dass dort meistens Spieler

oben stehen, die schon älter

sind und früher höher gespielt

haben – etwa Dennis Mielke oder

Ronny Dzewior. Die Qualität bei

Stefan Hahnert – hier 2008 im Trikot des Union-Vorgängervereins

Preußen Frankfurt – ist in der Kreisoberliga von Beginn an als Spieler,

Trainer und jetzt als Sportlicher Leiter dabei. Archivfoto: Michael Benk

den jüngeren Spielern hat insgesamt

nachgelassen, da für viele

junge Menschen heute der Fußball

nicht mehr an erster Stelle

steht und sich gegen viele andere

Freizeitaktivitäten behaupten

muss“, sagt Hahnert.

Auch für Union Frankfurt

wurde es mit den Jahren immer

schwerer, in der Kreisoberliga

mitzuhalten. Nach Platz 7 in

Wie ein Neuanfang

MTV Altlandsberg Martin Weidner gilt als Hoffnungsträger.

Es herrscht durchaus Optimismus

am Bollensdorfer Weg in

Altlandsberg. Den hat auch der

neue Trainer Martin Weidner ein

Stück mitgebracht. Der 33-Jährige

hat viele Jahre selbst Fußball

gespielt. Ihn kennt man vor allem

aus seiner aktiven Zeit beim

SV Gartenstadt. In der Jugend

hatte er in Wartenberg gespielt.

„Ich würde das nicht machen,

wenn ich nicht wüsste, dass wir

hier beim MTV erfolgreich sein

können.“ Und so freut sich Weidner,

gemeinsam mit Co-Trainer

Michael Blümel über einen großen

Kader und eine respektable

Trainingsbeteiligung. „Wir

haben eine gute Mischung aus

vielen sehr erfahrenen Spielern,

aber auch jungen Talenten.“ Allerdings

gab es gleich zu Beginn

Neu beim MTV: Trainer Martin

Weidner Foto: Edgar Nemschok

der Premieren-Saison folgte Rang

3, danach belegten die Oderstädter

nur noch zweistellige Tabellenplätze

und hatten dieses Jahr

Glück, dass sie nach dem Abbruch

nicht absteigen mussten,

da sie mit nur 5 Punkten aus

17 Partien Vorletzter (vor dem

MTV Altlandsberg) wurden –

eingerechnet bereits die drei

Minuspunkte wegen fehlender

der neuen Saison einen kleinen

Rückschlag. In der Ausscheidungsrunde

um den Kreispokal

gab es eine glatte 0:3-Niederlage

beim FV Erkner II.

„Das ist insofern nicht ganz so

schön, denn der MTV hat sich

um die Ausrichtung der Pokalendspiele

in dieser Saison beworben.

Als möglicher Ausrichter

liebäugelt man natürlich auch

mit der Finalteilnahme“, erklärt

der Sportliche Leiter Ronny Völker.

Er ist aber von den Qualitäten

seines Trainers überzeugt.

„Martin hat eine gute Ansprache

und kann die Spieler, meiner

Meinung nach, auch ganz

ordentlich mitnehmen. Wir wollen

im oberen Tabellendrittel der

Ostbrandenburgliga mitspielen“,

sagt Völker. EDGAR NEMSCHOK

Schiedsrichter. „Diese Regelung

ist für die neue Saison ausgesetzt

und wir haben jetzt auch

mehr Unparteiische im Verein.

Aber unabhängig davon muss

man damit rechnen, dass wir

wieder gegen den Abstieg spielen.

Unser Kader hat sich immerhin

quantitativ verstärkt, es

sind mehrere Spieler aus der eigenen

Jugend hochgekommen“,

berichtet Hahnert, der selbst als

Urgestein des Vereins bezeichnet

werden kann: Nach der Jugend

beim FC Vorwärts wechselte er

Mitte der 1990er-Jahre zu Unions

Vorgängerverein SV Preußen.

Dort spielte er zehn Jahre

in der Landesklasse, eine Saison

sogar in der Landesliga. Vor zehn

Jahren fusionierte Preußen mit

dem Post SV zum FC Union. „Die

für den Sommer geplante Jubiläumsfeier

mussten wir aufgrund

der Pandemie verschieben“, berichtet

der Sportliche Leiter der

Unioner.

In den vergangenen Jahren

musste der Defensivspezialist

immer wieder aushelfen, wenn

bei der Ersten Männermannschaft

Not am Mann war. „Das

macht mein Knie aber nicht mehr

mit, jetzt müssen die Jüngeren

ran. Wir legen großen Wert auf

den Nachwuchs und sind kein

Verein, der Spielern Geld bezahlt.

Wir freuen uns einfach, wenn es

pro Saison ein bis drei Spieler aus

der Jugend in die Männer schaffen.

Daher ist es sehr erfreulich,

dass wir nach der Abmeldung

der A-Junioren im letzten Jahr

jetzt wieder alle Altersklassen

belegt haben“, sagt Stefan Hahnert.

HUBERTUS RÖßLER

Die Ewige Tabelle der Ostbrandenburgliga

Neben dem FC Union Frankfurt gehör(t)en vier weitere Mannschaften

seit der Premierensaison 2014/15 ohne Unterbrechung

der Kreisoberliga Ostbrandenburg an: der 1. FC Frankfurt II, der

FV Erkner II und Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf II – sowie die

SG Wiesenau, die als Aufsteiger die Liga bekanntlich in Richtung

Landesklasse Ost verlassen hat. Die drei Reserve-Teams belegen

derweil die vorderen Plätze in der Ewigen Tabelle der Ostbrandenburgliga.

Bei den Oderstädtern ist dies auch kein Wunder: Schließlich

wurde der FCF II in den sechs Spielzeiten zweimal Vizemeister und

verpasste 2016 und 2019 den Aufstieg jeweils nur knapp. hrö

1. FC Frankfurt II 6 165 106 21 38 524:218 339

2. FV Erkner II 6 166 86 23 57 420:286 281

3. Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf II 6 165 83 27 55 386:290 276

4. SG Wiesenau 03 6 165 81 22 62 416:312 262

5. Victoria Seelow II 5 135 78 19 38 396:238 253

6. FC Concordia Buckow/Waldsieversdorf 4 117 66 21 30 325:173 219

7. FC Union Frankfurt 6 165 59 24 82 294:406 198

8. FC Eisenhüttenstadt II 4 106 52 16 38 218:186 172

9. Fussballclub Neuenhagen 3 77 51 11 15 252:125 164

10. VfB Steinhöfel 4 108 46 16 46 281:278 154

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40

ANPFIFF

Die Kreisliga-Kicker von Rot-Weiß Reitwein gehen unter Trainer Uwe Woyde in der Süd-Staffel durchaus ambitioniert in die anstehende Saison. Die Mannschaft ist in der glücklichen

Lage, über genügend Aktive zu verfügen und hat eine Spielgemeinschaft mit einem Nachbarverein nicht auf der Agenda.

Foto: Udo Plate

Mehr Zweckehe als Liebesheirat

Kreisliga Der Trend zu Spielgemeinschaften nimmt weiter zu – allein in der Süd-Staffel gibt es vier dieser Zusammenschlüsse.

Nicht nur Sportredakteure haben

mit Spielgemeinschaften in der

Ergebnisspalte ihre liebe Mühe

und Not, da diese mit ihren ellenlangen

offiziellen Bezeichnungen

wie „Spielgemeinschaft

Blau-Weiß Lebus/Ball Spielender

Verein Blau-Weiss Podelzig“

selten, exakter gar nicht auf eine

Zeile passen. Aber auch sonst

sind die SpG eher Zweckgemeinschaft

als Liebesheirat.

Da aber immer mehr Vereine

mit Spielermangel zu kämpfen

haben, müssen sie sich mit anderen

zusammenschließen, um

weiterhin im geregelten Spielbetrieb

auf Tore- und Punktejagd

gehen zu können. Wenn nicht

gleich eine Fusion angestrebt

wird, sind Spielgemeinschaften

durchaus sinnvolle Konstrukte,

um das Fußballleben gerade in

den kleineren Orten aufrecht zu

erhalten.

Synergien nutzen

Besonders in der Kreisliga Süd

von Ostbrandenburg scheint

dies der Fall zu sein – gleich

vier Spielgemeinschaften gehen

hier ins Rennen. Seit einem

Jahr gibt es die SpG Blau-Weiß

Groß Lindow/Turbine Finkenheerd,

die bei der Premiere in

der abgebrochenen Saison auf

Rang 11 landete. „Unsere Zusammenarbeit

ist gut angelaufen,

auch wenn der Blick auf die

Tabelle vielleicht etwas anderes

sagt. Aber wir wollten einfach

mit zwei Mannschaften spielfähig

bleiben, haben uns daher

zusammengetan und eine Erste

und eine zweite Männer-Mannschaft

angemeldet. So können

wir die Synergien nutzen und mit

bestmöglichen Mitteln zum Erfolg

kommen“, erklärt der Groß

Lindower Präsident Jörg Fiedler.

Er beschreibt das Verhältnis

zwischen den beiden Vereinen

als offen. „Die Verantwortlichen

treffen sich regelmäßig

– und tauschen sich auch über

manchmal vorkommende unangenehme

Dinge aus.“

Trend zu erkennen

Ein Vorteil sei, dass sich die Spieler

teils noch aus Schulzeiten

kennen. Auch daher ergibt sich

ein ausgeglichenes Verhältnis:

Mal findet das Training in Finkenheerd

statt, mal in Groß Lindow.

„Und besonders wenn es

Wieder 14 Mannschaften im Wettbewerb

viel geregnet hat, ist unser Platz

am Knappenweg sehr weich, da

sind wir sehr froh, wenn wir in

Finkenheerd spielen können“,

ergänzt der 52-Jährige.

Er sieht schon einen Trend zu

Spielgemeinschaften. „Gerade in

unserer Region müssen viele Vereine

schauen, wie sie die Teams

voll kriegen. Auch im Juniorenbereich

spielen einige Altersklassen

mit dem Müllroser SV zusammen

Mit der Identifikation

gibt es keine Probleme. Die Jungs

und Männer freuen sich einfach,

wenn sie Fußball spielen können“,

betont Jörg Fiedler. HRÖ

Kreisliga Mitte Im Kampf um die Spitze gibt es einige Favoriten. Der Vorjahres-Zweite Germania Schöneiche II spielt im Norden.

Zumindest ein Quartett scheint

sich in der neuen Saison anzuschicken,

in der Staffel Mitte der

Kreisliga ganz vorn ein Wörtchen

mitreden zu wollen. „Es ist nach

der langen Pause sehr schwer

einzuschätzen, wie sich das Kräfteverhältnis

entwickeln wird. Ich

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denke mal, die Teams, die in der

Vorsaison auf den vorderen Plätzen

waren, werden auch diesmal

mit dabei sein“, sagt Staffelleiter

Klaus Burisch aus Beeskow, der

auch für die Kreisklasse Mitte

verantwortlich zeichnett.

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Weiß Briesen II, der auf den

Aufstieg in die Ostbrandenburgliga

verzichtete, die SG Hangelsberg,

die SG Lichtenow/Kagel

oder Eiche Groß Rietz – in der

abgebrochenen Vorsaison auf

den Plätzen 3 bis 5 – sie werden

sicherlich versuchen, wieder

oben mitzumischen. Vorjahres-Vize

Germania Schöneiche II

hingegen wurde in dieser Saison

der Kreisliga Nord zugeordnet.

Ob die eine oder andere Mannschaft

aus dem Mittelfeld wie

die SpG SV Tauche/Eintracht Ahrensdorf,

Borussia Fürstenwalde,

der SVM Gosen und der MSV

Rüdersdorf, für Überraschungen

sorgen kann, bleibt abzuwarten.

Im Gegensatz zur vergangenen

Spielzeit sind 14 statt

13 Mannschaften dabei: Kickers

Trebus ist wieder aufgestiegen,

Klaus Burisch, Staffelleiter Kreisliga-

und -klasse Mitte

Archivfoto: Roland Hanke

und die SpG Sachsendorf/Dolgelin

kommt aus der Süd-Staffel

hinzu.

„Wir hoffen alle, dass wir

die Saison vollständig über die

Bühne bringen können“, sagt Burisch.

„Wichtig ist dabei, dass

sich alle an die von den Gesundheitsämtern

und den Fußball-

Verbänden festgelegten Regelungen

und Richtlinien halten.“

Die sonst zum Saisonstart üblichen

Ehrungen – Torschützenkönig,

Fair-Play-Gewinner und

Staffelsieger – wird es diesmal

nicht geben. „Das macht wegen

des Abbruchs keinen Sinn. Wenn

alles gut geht, gibt es diese aber

wieder in einem Jahr“, erklärt

der Beeskower. Zugleich freut

sich der Staffelleiter über zwei

neue Mannschaften – die Zweite

von Pneumant Fürstenwalde und

die Dritte des FSV Union – in der

Kreisklasse Mitte, in der allerdings

insgesamt nur zehn Teams

antreten.

RH


AUGUST 2020 41

„Fußball soll in erster

Linie Spaß machen“

FC Wacker Herzfelde Robert Tavernier und Sven Kukelski

wollen offensiv und in der Kreisliga Nord eine wichtige Rolle spielen.

Trainerteam: Robert Tavernier (links) und Sven Kukelski

Seit 1925 wird in Herzfelde

Fußball gespielt. In den vielen

Jahren haben die Mitglieder

des Vereins eine Menge

erlebt: Siege, Niederlagen – ein

Blick in die Chronik bietet dazu

eine Menge interessanter Details.

Die Geschichte wird mit

dem Beginn der neuen Meisterschaftsrunde

in der Kreisliga

Nord nun fortgeschrieben. Für

die Herzfelder jedoch nicht am

22. August. Sie haben am ersten

Spieltag aufgrund der ungeraden

Anzahl von Staffelmannschaften

noch frei.

Trainer der Mannschaft ist Robert

Tavernier, der gemeinsam

mit Sven Kukelski versuchen

will, eine schlagkräftige Mannschaft

aufzubauen. „Da sollte

auch klappen“, sagt Robsen,

wie ihn seine Freunde nennen,

denn das Trainerteam hat fast

40 Spieler im Kader. „Das erklärt

sich aus der ersten und zweiten

Mannschaft“, berichtet der

33-Jährige, der auch selbst noch

spielen will. „Das ist eine Besonderheit,

denn der kleine Ort

Herzfelde hat seit mehr als drei

Jahren immer stabil eine Erste

und eine Zweite im Spielbetrieb.

In diesem Jahr profitieren wir

von der Abmeldung beim Hennickendorfer

SV. Einige Spieler

aus der dortigen zweiten Mannschaft

haben zu uns gewechselt.“

Tavernier, der im Schichtsystem

arbeitet, ist glücklich, dass sein

Freund Sven Kukelski ihm eine

Menge in der Trainingsarbeit abnehmen

kann.

In Herzfelde spricht man gar

nicht von Saisonzielen. „Wir

sind in der vergangenen Jahren

immer wieder knapp am Aufstieg

vorbei gerutscht. Sollte es

klappen, nehmen wir das mit.

Ansonsten gilt bei uns: Fußball

soll einfach Spaß machen.“ Mit

André Bauer, Patrick Walzner,

Sebastian Theissen und Kevin

Bardischewski hat das Trainerduo

überdies Spieler in den Reihen,

die schon höherklassig aktiv

waren und viel Erfahrung mitbringen.

„Ich freue mich sehr auf die

Serie und das, was da kommt.

Noch ist unser Spiel von den

individuellen Stärken geprägt.

Erste

und

zweite

Mannschaft

als Einheit.

Aber die Vorbereitung war gut

und das Team wird immer besser

zusammenwachsen. Wir wollen

mit den Favoriten – Rot-Weiß

Fredersdorf-Vogelsdorf, FC Herrensee

und Germania Schöneiche

II – mithalten“, sagt der Gesundheits-

und Krankenpfleger,

der übrigens seit dem 12. Juni

verheiratet ist. EDGAR NEMSCHOK

FC Wacker Herzfelde

Das Sportplatzgelände in Herzfelde

– die Anfahrt erfolgt über

die Möllenstraße – umfasst eine

Fläche von 26 014 Quadratmetern.

Zwei Fußballplätze stehen

den Kreisliga- (Staffel Nord)

sowie den Kreisklasse-Fußballern

(Staffel Mitte) zur Verfügung.

Weiterhin spielen die

Fußball-Frauen, die Altherren

(Spielgemeinschaft mit dem Hennickendorfer)

und eine Mannschaft

der B-Junioren (ebenfalls

eine SpG mit dem HSV). EN

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42

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Ereignisreiche Monate in Rüdersdorf: Es gab ein großes Hallenturnier und jüngst die 1. inoffizielle Weltmeisterschaft im Fußballtennis.

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RUNDE SACHEN UND VOLLTREFFER

Es bewegt sich etwas

an der Glück-auf-Arena

MSV Rüdersdorf Ein inzwischen einhunderteinjähriger Verein

Seit November 2017 ist Marko

Siebenwirth 1. Vorsitzender

des MSV Rüdersdorf – seines

MSV, wie er selber sagt. Dabei

stammt er gar nicht aus der

Region, sondern ist in Mecklenburg-Vorpommern

geboren. Er

hat seine komplette Fußball-Jugend

beim 1. FC Neubrandenburg

durchlebt und wurde mehrfach

in die Landesauswahl von

Mecklenburg-Vorpommern berufen.

In der Altersklasse der B-

Junioren konnte er sogar Regionalliga-Luft

schnuppern. Später

wechselte er zum SV Lichtenberg

47. Seit der Saison 2008/09 gehört

er zum MSV.

Seitdem, nur mit kurzer Unterbrechung

für ein halbes Jahr

in Strausberg, spielte er für den

MSV. Er musste miterleben,

wie die Rüdersdorfer den Spielbetrieb

im Landesbereich verlassen

mussten. „Ich bin dennoch

dem MSV treu geblieben“,

sagt Siebenwirth. „Leider gibt

es nicht viele, die fussballerisch

1. Vorsitzender des MSV: Marko

Siebenwirth

dem MSV-Männerbereich aus

dieser Zeit treu geblieben sind.

Genauer gesagt nur einer: Tino

Ramin.“

Siebenwirth erinnert sich weiter

und erzählt: „Ende November

2017 stellte ich mich zur Wahl,

um als Vorsitzender den MSV

wieder in eine klare Richtung

zu bringen. Zum Teil wusste ich

ja schon, worauf ich mich einlasse.“

Er wurde zum 1. Vorsitzenden

gewählt und leitet den

Verein gemeinsam mit den Vorstandsmitgliedern

Peter Gesien,

Ronald Grawunder, Dirk Holländer,

Andreas March, Uwe Fischer

und James Kellner.

In seiner Antrittsrede sagte er

damals: „Ich habe zwar nicht die

heimatlichen Wurzeln wie vielleicht

einige von euch, jedoch

stehe ich voll und ganz hinter

dem Verein und bin mir sicher,

dass wir einer finanziell gesunden

und sportlich erfolgreichen

Zukunft entgegen gehen.“

Der MSV tritt mit seiner ersten

Mannschaft in der Kreisliga Mitte

an, die von Jens Behrent trainiert

wird und mittelfristig wieder

im Land spielen soll. Dazu

will auch Marko Siebenwirth beitragen,

denn er ist neben den Altherren

fester Bestandteil dieser

Truppe.

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Jüngste Aktion beim MSV: Gesucht wurden die Top-30-Spieler.

Foto: Peter Gesien


AUGUST 2020 43

Ausgeglichenheit prognostiziert

Kreisliga Nord In der Meisterschaftsfrage kommt kein Verein so richtig aus der Deckung.

Ziemliche Ausgeglichenheit

verspricht, geht es nach

Lars Poschitzki, Trainer

von Grün-Weiß Letschin, die

Staffel Nord der Kreisliga. Der

Verein aus dem Oderbruch verfügt

seit Anfang August über eine

niegelnagelneue Sportstätte, ein

echtes Schmuckkästchen mit Hybridrasen,

Leichathletikanlagen,

Beachvolleyballplatz und einen

neuen Trainingsplatz für seine

Kicker – und eine sportlich nachhaltig

verstärkte Mannschaft. Allerdings

will Poschitzki von der

Rolle seiner Elf als Top-Favorit

auf den Staffelsieg nichts wissen.

Vielmehr sieht er dafür gleich

eine ganze Reihe von möglichen

Titelanwärtern.

Reichlich Titelanwärter

„Da wäre in erster Linie die

Mannschaft des FC Herrensee

Strausberg zu nennen, aber auch

Wacker Herzfelde und Rot-Weiß

Fredersdorf-Vogelsdorf werden

ein gewichtiges Wörtchen bei

der Titelvergabe mitreden. Zudem

wird, wie in jedem Jahr,

eine Mannschaft ganz vorne mitspielen,

die zuvor niemand auf

Mal schauen, was die neue Liga so bringt: Oliver Proft, seines Zeichens Aufstiegs-Trainer des SV Jahn

Bad Freienwalde

Foto: Udo Plate

dem Zettel hatte“, so Letschins

Übungsleiter.

Für ihn muss also der letztjährige

Vizemeister FC Herrensee

– ob er will oder nicht – mit

der Favoritenrolle leben. „Da hat

Trainer Remo Seitz in den vergangenen

Jahren eine ebenso

lebendige wie temperamentvolle

Multi-Kulti-Truppe geformt.

Aber auch in Herzfelde reift um

die Routiniers Patrick Walzner,

Sebastian Theissen und Daniel

Zipper ein Team heran, das um

den Titel mitspielt“, prophezeit

Poschitzki, der aber eben

auch der TSG Fredersdorf-Vogelsdorf

mit Torjäger Kevin Dänhardt

einiges zutraut.

Mehr als Mittelmaß

Zudem rechnet der Letschiner

Trainer mit einem starken Auftritt

von Aufsteiger Jahn Bad

Freienwalde unter Coach Oliver

Proft. Und natürlich peilen

seine Grün-Weißen mehr als einen

Platz im Tabellenmittelmaß

an. Was bleibt: So wirklich mutig

in Sachen Meisterschaft gibt

sich keiner der 13 Vereine der

Nordstaffel. UDO PLATE

Kreisliga Mitte

Preußen Bad Saarow II, Blau-

Weiß Briesen II, MSV Rüdersdorf,

Borussia Fürstenwalde,

SG Hangelsberg, SG Lichtenow/Kagel,

SV Eiche Groß

Rietz, Rot-Weiß Petersdorf,

SV Zeschdorf, SVM Gosen,

SG Sachsendorf/Dolgelin,

SpG SV Tauche/Eintracht Ahrensdorf,

Storkower SC II, FV

Kickers Trebus

Kreisliga Süd

FC Eisenhüttenstadt III, FC

Groß Muckrow, Lokomotive

Frankfurt II, FSV Dynamo Eisenhüttenstadt

II, Neuzeller

SV, Rot-Weiß Reitwein, SG

Wiesenau II, SV Pinnow, SV

Vogelsang, SpG Lebus/Podelzig,

SpG Groß Lindow/

Finkenheerd, SpG Rießen/

Möbiskruge, SpG Wellmitz/

Coschen, VfB Fünfeichen

Kreisliga Nord

Wacker Herzfelde, Jahn Bad

Freienwalde, FC Herrensee

Strausberg, TSG Rot-

Weiß Fredersdorf-Vogelsdorf,

Grün-Weiß Letschin,

Reichenberger SV, Germania

Lietzen, SG Klosterdorf,

SV Gorgast/Manschnow, SV

Prötzel, Hertha Neutrebbin,

Germania Schöneiche II, SG

Rot-Weiß Neuenhagen

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44

ANPFIFF

Richtige Stellschrauben gedreht

Blau-Gelb Bleyen Justin Lange erweist sich als Glücksgriff und entfacht neues Fußball-Feuer.

Da hatten die Kreisklassen-Kicker

von Blau-Gelb

Bleyen im letzten Heimspiel

der Saison 2017/2018 gegen

Astoria Rießen doch noch den

so heiß ersehnten ersten Punktspielerfolg

geholt, aber so richtig

Jubel wollte bei der Elf von

der Oder nicht aufkommen. „Die

Freude über den einzigen Erfolg

in der Meisterschaftsrunde verflog

umgehend und es machten

sich echte Auflösungserscheinungen

innerhalb der Mannschaft

und des Vereins breit“,

erinnert sich Bleyens Klubchef

Yves Prigge nur zu genau an den

Sonnabend vom 6. Juni 2018.

„Ich hatte ernsthafte Bedenken,

dass es das mit dem Fußball in

Bleyen war. Dabei galten wir in

Fußballkreisen als eben jenes in

den Comics von Asterix und Obelix

so berühmte, unbeugsame

Dorf, das sich von keiner Kreisgebietsreform

in der Fußballszene

vom Kicken abbringen ließ. Unser

direkt an der Oder mit weniger

als 200 Einwohnern gelegene

Ort hat nach der Wende in jeder

Saison eine Mannschaft im Spielbetrieb

gehabt. Egal ob im Fußballkreis

Seelow oder dem darauf

folgenden Märkisch-Oderland

oder jetzt im Fußballkreis Ostbrandenbur.“,

so Prigge. „Aber

an jenen 6. Juni 2018, war ich

fast schon überzeugt, dass die

Lichter bei Blau-Gelb Bleyen ausgehen

würden.“

Lust auf Neues

Die Macher bei Blau-Gelb Bleyen: Trainer Justin Lange (links) und Vereins-Chef Yves Prigge sehen der anstehenden Spielzeit trotz der

Zielsetzung Aufstieg gelassen entgegen.

Foto: Udo Plate

Dass dieses Szenario nicht eintrat,

verdankte der Sportklub

mit Sabir Aliev und David Preuß

zwei Akteuren, die sich eben

nicht mit der drohenden Abmeldung

abfinden wollten. Vielmehr

setzte sich das Duo mit Justin

Lange, der just seine Trainerlizenz

gemacht hatte, in Verbindung.

Der damals noch 20-jährige

Jugendtrainer von Victoria

Seelow ließ sich nicht zweimal

bitten. „Ich hatte schon Lust auf

etwas Neues, nachdem ich zuvor

bei Victoria im Jugendbereich

erste Erfahrungen gesammelt

habe“ so Lange, der umgehend

ein Konzept erarbeitete, das er

Yves Prigge und dessen Vorstandsmitgliedern

vorstellte.

„Von ungeteilter Begeisterung

war im ersten Moment im Vorstand

nichts zu spüren, aber was

hatten wir denn trotz aller vorhandener

Skepsis noch zu verlieren“,

so Prigge im Nachhinein.

Allein: Die „Verlegenheitslösung“

Justin Lange erweist sich

immer mehr als Glücksgriff für

die Fußballer von der Oder.

Seit der Frischling das sportliche

Zepter schwingt, geht es

mit dem kleinen Klub wieder

stetig, wenn auch langsam, voran.

Prigge schätzt die Arbeit des

ehemaligen Jugendtrainers, der

auch heute noch die zweite F-

Jugend von Victoria Seelow trainiert.

Lange habe an den richtigen

Stellschrauben gedreht. In

seiner ersten Saison landeten die

Bleyener in der Südstaffel mit 26

Punkten auf dem neunten Rang,

exakt auf einem angepeilten einstelligem

Tabellenplatz. In der

abgelaufenen, durch die Corona-

Mit

einem

Elektrozaun

gegen das

Borstenvieh.

Pandemie vorzeitig beendeten

Saison langte es in der Nordstaffel

zum sechsten Platz im Gesamtklassement.

Einen guten Job will der mittlerweile

23-jährige Lange auch in

seiner dritten Amtszeit als Bleyener

Coach machen und hat bereits

im Vorfeld sein Netzwerk

genutzt, um neue Akteure zu den

Blau-Gelben zu lotsen, die den

familiären Umgang im Klub mit

den 35 aktiven sowie 15 passiven

Mitgliedern zu schätzen wissen.

Nun fordert er von seinen

Schützlingen eine ähnlich engagierte

und couragierte Leistungen

wie in den Testspielen.

„Wenn wir wieder den gleichen

Einsatz und Willen auf

den Platz bringen, dann bin ich

guter Dinge“, geht Justin Lange

optimistisch in die anstehenden

Aufgaben heran. Schließlich hat

er erneut acht Neuzugänge nach

Bleyen gelockt, darunter gar mit

Antonio Bertz einen Kreisoberliga-Kicker.

Dem sich in einer Ausbildung

zum Versicherungskaufmann befindlichen

Dolgeliner zur Seite

steht bei all seinen fußballerischen

Aktivitäten seit acht Jahren

seine Lebensgefährtin Mareike.

Aus Spaß an der Freude ist

der Blondschopf nach eigenem

Bekunden montags, mittwochs,

freitags, samstags und sonntags

mit seiner Bleyener Herrenelf

oder dem Victoria-Nachwuchsteam

unterwegs. Die Koordinierung

bereitet keinerlei Probleme.

Kopfschmerzen bereiten

vielmehr immer wieder Wildschweine,

die den Bleyener Platz

zu ihrem Spielfeld auserkoren

haben. Mit einem Elektrozaun

sollen die marodierenden Borstentiere

nun ferngehalten werden,

damit die Kicker in den

Heimspielen auf ihrem Rasenplatz

kicken können. UDO PLATE

Guido Gersdorf

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Kreisklasse Nord

Die Tuchebander, Fußball-

Club Neuenhagen II, Grün-

Weiß Rehfelde II, Golzower

SV, SG Müncheberg II,

SV Gorgast/Manschnow II,

SpG Altglietzen/Falkenberg,

Spg Jahn Haselberg/SV Bliesdorf,

SpG Trebnitz/Heinersdorf,

FC Strausberg II, Victoria

Seelow III

Kreisklasse Mitte

Pneumant Fürstenwalde II,

FSV Union Fürstenwalde III,

SG Bruchmühle II, Borussia

Fürstenwalde II, Grün-Weiß

Lindenberg, SG Rauen, SV

Woltersdorf II, VfB Steinhöfel

II, Wacker Herzfelde II,

SpG SV Tauche/Ahrensdorf II

Kreisklasse Süd

Blau-Weiß Ziltendorf, Neuzeller

SV II, Polizei SV, SG

Tiefbau Frankfurt, Blau-Gelb

Bleyen, Blau-Weiss Markendorf

II, Markendorf III, SpG

Lebus/Podelzig II, SpG Groß

Lindow/Finkenheerd II, SpG

Rießen/Möbiskruge II, USC

Viadrina Frankfurt, Union

Booßen II


AUGUST 2020 45

Seit November kein Spiel mehr

Frauen Bei der SpG Neuzeller SV/ESV Lokomotive Guben steht der Spaß im Vordergrund.

Seit der vergangenen Saison

sind die Frauen-Mannschaften

in Ostbrandenburg auf

zwei Kreisliga-Staffeln aufgeteilt

– derzeit neun im Süden,

acht im Norden. Vorher hatte es

eine Kreisliga und darunter eine

Kreisklasse gegeben. Aufgrund

des Saisonabbruchs konnte die

Spielzeit bekanntermaßen nicht

zu Ende geführt werden, ein Fazit

ist deshalb nur bedingt möglich.

„Für uns ist es im Endeffekt

egal, in welcher Liga wir spielen.

Bei uns stehen der Spaß und das

Miteinander im Vordergrund“,

sagt Veikko Hauptmann, Trainer

der Spielgemeinschaft Neuzeller

SV/ESV Lokomotive Guben.

Fast

überall

mangelt

es an

Spielerinnen.

Vanessa Tiedt (rechts) von der Spielgemeinschaft Neuzelle/Guben im Duell mit Emely-Jo Gerhardt

(Dynamo Eisenhüttenstadt). Die Mannschaft wurde wieder abgemeldet. Archivfoto: Bernd Pflughöft

Aufgrund der Pandemie hat

sein Team seit Mitte November

kein Spiel mehr bestritten. „Wir

haben auch erst Anfang August

wieder mit dem Training begonnen,

sind eben eine Freizeit-

Mannschaft“, sagt der 51-Jährige.

Als Saisonziel gibt er deswegen

ganz bescheiden aus: „Wir wollen

nicht Letzter werden- Absteigen

können wir ja nicht.“

Zuletzt war die Spielgemeinschaft

mit nur einem Punkt und

0:19 Toren aus sieben Partien

Schlusslicht. „Das einzige Spiel,

das wir gewonnen hatten, war

zum Auftakt beim 3:1 gegen Dynamo

Eisenhüttenstadt. Doch die

haben danach ihre Mannschaft

angemeldet, deswegen waren

auch unsere Punkte weg“, berichtet

Hauptmann.

Wie die Stahlstädterinnen haben

fast alle Teams mit akutem

Mangel an Spielerinnen zu kämpfen.

Genau aus diesem Grund

entschied man sich vor drei Jahren

in Neuzelle und Guben, in

einer Spielgemeinschaft zusammen

anzutreten. „Wir mussten

uns natürlich erst mal kennenlernen,

aber dann ist das Team

schnell zusammen gewachsen.

Anfangs sind wir viel gependelt

und haben alles im Wechsel ausgetragen,

mittlerweile trainieren

und spielen wir nur noch in Neuzelle“,

berichtet der Gubener, der

sich seit 2014 im Frauen-Fußball

engagiert. „Lok hatte damals in

der Landesliga gespielt und kurzfristig

einen Trainer gesucht. Da

bin ich eingesprungen und dabei

geblieben.“

Als größte Unterschiede zum

Männer-Fußball nennt Hauptmann

die Athletik und das

Kampfbetonte. „Frauen gehen

Seriensieger bekommt ernsthafte Konkurrenz

selten zum Kopfball hoch, viele

haben da ganz einfach Angst.

Ansonsten gibt es ganz normale

Fouls, aber auch schöne

Spielzüge. Natürlich muss man

als Trainer einen etwas anderen

Tonfall finden, dennoch spreche

ich die Dinge in der Kabine ganz

klar an.“

Erst einmal ungewohnt ist

auch das Spiel auf dem verkleinerten

Großfeld – die Tore stehen

jeweils auf Höhe des Strafraums,

die Teams treten mit

sieben Feldspielerin plus Torhüterin

an. „Das hat sich über

die Jahre bewährt – auch, weil es

einfach zu wenig Fußballerinnen

gibt. Wir haben zum Beispiel einen

Kader von zwölf Spielerinnen

– wenn alle da sind“, sagt

der Coach.

Aus diesem Grund trainieren

die Frauen mit der weiblichen

Jugend zusammen. „Das

sind ein halbes Dutzend 13- und

14-Jährige, die nicht genügend

Mädchen sind, um eine eigenes

Team für den Spielbetrieb stellen

zu können. Aber damit sie

dabei bleiben, werden sie Schritt

für Schritt in unser Team eingebunden

und dürfen ab 16 Jahren

auch spielen“, erklärt Veikko

Hauptmann. HUBERTUS RÖßLER

Kreisliga Süd

Storkower SC, SpG Neuzeller

SV/ESV Lok Guben, FSV

Union Fürstenwalde, 1. FC

Frankfurt, SG Wiesenau,

Blau-Weis Markendorf, VfB

Steinhöfel, SpG SV Tauche/

Borussia Fürstenwalde, Victoria

Seelow

Kreisliga In der Nordstaffel gehen acht Teams um den Reichenberger SV in eine spannungsgeladene Meisterschaftsrunde.

Die in den vergangenen Spielzeiten

so erfolgsverwöhnten

Kickerinnen des Reichenberger

SV, die gleich mehrfach das begehrte

Triple – Meisterschaft, Pokalsieg

und Hallentitel – bejubeln

konnten, mussten sich in der aufgrund

der Corona-Pandemie vorzeitig

beendeten Saison 2019/20

lediglich mit einem Triumph begnügen.

Die Damen um Cheftrainer

Marcel Hoffmann heimsten

im Frühjahr in der Sporthalle

des Strausberger Oberstufenzentrums

noch die Hallenkreismeisterschaft

ein, ehe das Corona-Virus

den Fußballspielbetrieb auch

bei den Frauen lahmlegte.

In der Meisterschaftsrunde

hatte sich an der Tabellenspitze

ein Kopf-Kopf-an-Rennen zwischen

dem Abonnement-Sieger

Dauer-Jublerinnen: 2020 gab es aufgrund der Pandemie allerdings

nur die Hallenkreismeisterschaft für dien RSV zu feiern. Foto: Udo Plate

RSV und der SG Bruchmühle

entwickelt. Konnten die Hoffmann-Schützlinge

das Hinspiel

in Bruchmühle noch mit 4:2 zu

ihren Gunsten entscheiden und

damit die Tabellenspitze verteidigen,

setzte es im Kreispokal-

Viertelfinale eine doch überraschende

1:2-Heimschlappe und

damit das vorzeitige Aus für den

Titelverteidiger.

Vorzeitiges Pokal-Aus

Für die anstehende Spielzeit

scheint also für Spannung gesorgt

zu sein, zumal sich

auch die Victorianerinnen aus

Seelow mit ihrem ambitionierten

Übungsleiter Mario Zahn etwas

ausrechnen. „Meine Mädels haben

echte Fortschritte gemacht

und bereits in der vergangenen

Spielzeit mehrfach ihr vorhandenes

Potenzial angedeutet. Wir

können sicherlich für das eine

oder andere überraschende Ergebnis

sorgen“, ist sich Zahn sicher,

der zudem Wacker Herzfelde

und Grün-Weiß Letschin

in den Kreis der Staffelfavoriten

einreiht.

UP

Kreisliga Nord

Rot-Weiß Fredersdorf-Vogelsdorf,

Grün-Weiß Letschin, SG

Bruchmühle, SG Lichtenow/

Kagel, Blau-Weiß Wriezen,

Wacker Herzfelde, Reichenberger

SV, SpG MSV Rüdersdorf/SV

Woltersdorf


46

ANPFIFF

Fußballer durch und durch: Björn Keller spielt für die Ü 35 von Blau-Weiss Markendorf und ist Co-Trainer bei Brandenburgligist 1. FC Frankfurt.

Archivfoto: Edgar Nemschok

Saison verspricht viel Spannung

Oldies Bei den Altherren und Alt-Senioren gibt es etliche Veränderungen bei Mannschaften und Modus.

Ganz schön Bewegung hat

es in den Staffeln der „etwas

älteren Kicker“ vor

dem Beginn der neuen Saison

gegeben. Insgesamt wollen im

Fußballkreis Ostbrandenburg

71 Mannschaften um Punkte und

Pokale kämpfen. So jedenfalls

war der Stand am 17. August.

Die Ü 40

spielt

ab jetzt

Hin- und

Rückrunde.

Dass es da eventuell noch Veränderungen

geben könnte, ist

nicht auszuschließen. Fest steht

aber, dass diese Spielzeit große

Spannung verspricht. So auch

in den drei Kreisliga-Staffeln der

Altherren Ü 35. Zum Ende der

Saison steht für diese dann das

Highlight an. Die drei Staffelsieger

und der nach der Quotientenregel

ermittelte beste Zweite

spielen um den Titel. Und es gibt

bereits Termine dafür, wenn die

Corona-Pandemie keinen Strich

durch die Rechnung macht.

So sollen sich nach Angaben

von Süd-Staffelleiter Reinhard

Klopsteg (Frankfurt) am 11. Juni

2021, 18.30 Uhr, im ersten Halbfinale

die Sieger aus dem Westen

und Süden gegenüberstehen und

zur selben Zeit im zweiten der

beste Zweite und Sieger Nord.

Im Endspiel erwartet eine Woche

später der Gewinner des zweiten

Halbfinals den des ersten. Klopsteg

sieht in seinem Bereich den

FC Eisenhüttenstadt II und den

1. FC Frankfurt als Mitfavoriten.

Heinz Völker (Altlandsberg),

der die Staffeln Nord und West

leitet, sieht den FV Erkner, FC

Strausberg und die verstärkten

Blau-Weißen aus Petershagen-Eggersdorf

vorn. Im Norden

treffe dies auf den FSV

Union Fürstenwalde und Victoria

Seelow zu.

Neuer Staffelleiter Ü 50

Ralf vom Orde aus Petershagen

ist in der jetzigen Spielzeit der

neue Kreisliga-Chef aller drei

Ü-50-Staffeln. Diese spielen analog

der Ü 35 ihren Meister aus.

Hier soll das Heimrecht in den

Halbfinals nach derzeitigem

Alt-Senioren Ü 40

Kreisliga (12)

Staffelleiter Ralf vom Orde

Germania Schöneiche, Borussia

Fürstenwalde, Blau-Weiß

Briesen, Storkower SC I und II,

FV Erkner, SV Woltersdorf, SG

Rot-Weiß Neuenhagen, SVM

Gosen, SG Hangelsberg, Rot-

Weiß Fredersdorf-Vogelsdorf,

SG Klosterdorf

(alle Staffeln Stand 17. 8.20)

Voller Einsatz bei den Altherren: Hier kämpfen Neuenhagens Sascha

Berndt und Booßens Denis Sarrach um den Ball. Archivfoto: Michael Benk

Stand vom Spielausschuss ausgelost

werden.

Im zweiten Jahr ist vom Orde

Staffelleiter der Ü 40. Die spielt

jetzt wieder in normaler Hinund

Rückrunde ihren Meister

aus. Dagegen gibt es im Pokal

keine Hin- und Rückspiele mehr.

Alt-Senioren Ü 50

Kreisliga, Staffel Nord (9)

SpG Müncheberg/Buckow, SG

Rot-Weiß Neuenhagen, SpG

Gartenstadt/Bruchmühle, Germania

Schöneiche, MTV Altlandsberg,

SG Lichtenow/Kagel,

SpG Reichenberger SV/Mögliner

SV, Jahn Bad Freienwalde,

Blau-Weiß Wriezen

Staffel Mitte (7)

FSV Union Fürstenwalde, SpG

„Mein Geheimtipp auf den Titel

sind die SG Rot-Weiß Neuenhagen

und die SG Hangelsberg“,

sagt Ralf vom Orde, der

nach einer Nasen-Operation „zu

hundert Prozent geheilt und auf

dem bestem Weg der Genesung“

ist.

ROLAND HANKE

Lindenberg/Tauche, Eintracht

Reichenwalde, SSV Fürstenwalde,

Storkower SC, FV Erkner,

SV Woltersdorf

Staffel Süd (7), Staffelleiter

jeweils Ralf vom Orde

1. FC Frankfurt, Blau-Weiß

Groß Lindow, FC Eisenhüttenstadt

I, Union Frankfurt, SpG

Müllroser SV/Blau-Weiss Markendorf,

Union Booßen, SpG FC

Eisenhüttenstadt II/Möbiskruge

Altherren Ü 35

Kreisliga, Staffel Nord

(12 Mannschaften)

Staffelleiter Heinz Völker

Victoria Seelow, SpG Falkenberg/Altglietzen/Neuenhagen,

FC Concordia Buckow/

Waldsieversdorf, SpG Blau-

Weiß Wriezen/Reichenberger

SV, Rot-Weiß Diedersdorf,

Golzower SV, Jahn Bad

Freienwalde, Germania Lietzen,

SpG Müncheberg/Trebnitz,

FSV Union Fürstenwalde,

VfB Steinhöfel, Grün-Weiß

Letschin

Staffel West (12)

Heinz Völker

FC Strausberg, FV Erkner,

Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf,

Germania Schöneiche,

SG Rot-Weiß Neuenhagen,

MTV Altlandsberg,

SpG Wacker Herzfelde/Hennickendorfer

SV, SV Gartenstadt,

SG Bruchmühle, SG

Lichtenow/Kagel, SpG MSV

Rüdersdorf/SV Woltersdorf,

Grün-Weiß Rehfelde

Staffel Süd (12)

Reinhard Klopsteg

FC Eisenhüttenstadt I und II,

Preußen Beeskow, Müllroser

SV, SpG SV Wellmitz/Coschener

SV, Möbiskruger SV,

Blau-Weiß Groß Lindow, 1.

FC Frankfurt, FC Union Frankfurt,

Blau-Weiss Markendorf,

SpG Lebus/Podelzig, Union

Booßen


AUGUST 2020 47

Kopfballduell zwischen Meme Karaca vom 1. FC Frankfurt (dunkle Spielkleidung) und Alexander Schmidt, der die Gäste von der Spree 1:0 in Führung gebracht hatte.

Die Oderstädter siegten im Heimspiel der Brandenburgliga der A-Junioren gegen den FSV Union Fürstenwalde letztlich aber mit 3:2. Zum Rückspiel kam es nicht mehr,

die Saison wurde abgebrochen. Der 1. FCF rangierte zu diesem Zeitpunkt auf Platz 2, die Fürstenwalder waren Elfter.

Archivfoto: Michael Benk

Größere Staffeln –

abgespeckter Spielplan

Nachwuchs In den Brandenburgligen wird eine halbierte Rückrunde ausgetragen.

Bei den A-Junioren gibt es zudem drei Landesligen sowie sieben regionale Landesklassen.

Keine Ab-, aber jeweils mehrere

Aufsteiger in die Brandenburgligen

der A- bis

C-Junioren – die Nachwuchs-

Spieleplaner des Fußball-Landesverbandes

haben nach dem

corona-bedingten Abbruch der

Vorsaison in der Sommerpause

einen unter den neuen Voraussetzungen

machbaren Spielplan

für 2020/21 gestaltet. Was

zunächst der Quadratur eines

Kreises zu zu gleichen schien,

haben die Verantwortlichen geschafft,

dafür aber Strukturen

und Saisonverlauf verändert.

In allen drei Altersklassen gibt

es fortan 16 BB-Ligisten. „Dies

würde 30 Punktspieltage plus

Landespokal und -auswahlspiele

bedeuten. Um diese hohe Belastung

zu reduzieren, werden wir

Brandenburgligen 2020/21

Bei den A-Junioren spielen der

1. FC Frankfurt und der FSV

Union Fürstenwalde, bei den

B-Junioren ist nur der FCF dabei,

bei den C-Junioren sogar

mit zwei Mannschaften, dazu

kommen die Fürstenwalder.

A-Junioren, Landesliga Ost

FC Strausberg, FV Erkner,

FC Neuenhagen, SG Bruchmühle,

SpG Victoria Seelow/

Jahn Bad Freienwalde, Blau-

Weiß Petershagen-Eggersdorf

Landesliga Süd

Pneumant Fürstenwalde, FC

Eisenhüttenstadt, Storkower

SC (jeweils 12 Mannschaften)

Landesklasse Ostbrandenburg

FC Union Frankfurt, Müllroser

SV, SG Müncheberg, Hertha

Neutrebbin, SV Woltersdorf,

Germania Schöneiche, SpG

Gorgast/Manschnow/Golzow/

Lebus/Podelzig

B-Junioren, Landesklasse Ost

FC Neuenhagen, FC Strausberg,

SG Bruchmühle, Germania

Schöneiche, FSV Union

Landesklasse Süd

1. FCF II, FC Eisenhüttenstadt

C-Junioren, Landesklasse Ost

SG Rot-Weiß Neuenhagen,

Pneumant Fürstenwalde,

Schöneiche

Landesklasse Süd

FC Eisenhüttenstadt

eine einfache Hin- und eine geteilte

Rückrunde mit jeweils acht

Teams spielen“, erläutert Matthias

Reer, kommissarischer Jugendausschussvorsitzender

des

FLB. Die Resultate vom Herbst

werden in den zweiten Saisonteil

übernommen, um beispielsweise

„Erfolge gegen besser platzierte

Mannschaften mitzunehmen“,

sagt Reer. Der Start erfolgt am

letzten August-Wochenende.

Bei den A-Junioren gibt es ein

Pilotprojekt mit noch gravierenderen

Neuerungen: Es werde drei

Landesligen – die es bisher überhaupt

nicht gab – sowie sieben

regionale Landesklassen als Ersatz

für die teilweise sehr dünn

besetzten Kreisligen gebildet. Gespielt

wird hier mit kompletter

Hin- und Rückrunde.

JM

DFB-Revolution

Der Spielbetrieb der jüngsten

Fußballer steht vor gravierenden

Änderungen. Der DFB

treibt eine radikale Reform

von den D-Junioren abwärts

voran. Geplant sind Turniere

mit Mini-Teams, gespielt wird

in der Regel Drei gegen Drei

auf vier (!) kleine Tore.

Ausgewechselt wird in einer

Rotation, nach jedem Tor

in einer festgelegten Reihenfolge.

Liegt ein Team mit drei

Toren zurück, darf es einen

Spieler zusätzlich einsetzen.

Auch die Teams rotieren, je

nach Sieg oder Niederlage vor

oder zurück. Es werden also

einzelne Spiele gewonnen

oder verloren, es gibt aber

kein Gesamtergebnis.

Ein Hintergrund ist, dass

viele Vereine nicht genügend

Kinder für eine Mannschaft

mit sieben Spielern zusammenbekommen,

bei anderen

hingegen nie alle zum

Einsatz kommen können.

Zudem sind die Leistungsunterschiede

sehr groß, so

dass wenige Akteure überprozentual

viele Ballkontakte

haben.

KB


48

ANPFIFF

Fußballkreis Ostbrandenburg

Vorstand

Vorsitzender

Thomas Driebusch

Fürstenwalde

Telefon 0173 3700825

Thomas.Driebusch@freenet.de

Kassenwart

Torsten Schmidt

Berlin

0160 91400700

TorstenSchmidt75@gmx.net

1. stellv. Vorsitzender

Bernd Miserius

Wriezen

0176 47613966

berndmiserius@freenet.de

Vorsitzender Sportgericht

Hans-Georg Vogel

Rehfelde

0173 6027921

vogel.za@online.de

Vorsitzender Spielausschuss

Dirk Jahn

Gielsdorf

0171 5329060

dirkjahn.vfb1893@t-online.de

Vors. Jugendausschuss

Waldemar Musiol

Podelzig

0174 7913145

waldemar.musiol@gmail.com

Vorsitzender Schiedsrichterausschuss

Robert Nitz

Seelow

0172 1816415

robert_nitz@web.de

Robert.Nitz@flb.evpost.de

Ehrenamtsbeauftragter

Vorsitzender für Nachhaltigkeit/Strategieausschuss

Andreas Kroll

Herzberg

0331 8667669

andreas.kroll@mil.bran

Staffelleiter

Ostbrandenburgliga,

Kreispokal

Bernd Miserius

Kreisliga, Kreisklasse Nord

Dirk Jahn

Kreisliga, Kreisklasse Mitte,

Ü 40

Klaus Burisch

Beeskow

03366 21860, 0172 8113379

Kreisliga Süd

Markus Bedurke

Frankfurt (Oder)

0177 8868168

Kreisklasse Süd, Ü 35 Süd

Reinhard Klopsteg

Frankfurt (Oder)

033605 52386, 0174 4908948

Ü 35 Nord, West

Heinz Völker

Altlandsberg

0152 27921358

Ü 50, Frauen

Michael Lampelt

Reichenwalde

033631 5488, 0172 3037242

Highlight

der Corona-

Pause

Nach der schier endlos langen fußballfreien Zeit war es der

MSV Rüdersdorf, der Anfang Juli im Glückauf-Stadion erstmals ein

Turnier im Fußball-Tennis organisierte. 64 Zweier-Teams waren bei

der Premiere dabei – mehr ging nicht. Der Sieg ging an die Fürstenwalder

Regionalliga-Kicker Joshua Putze und Darryl Geurts. Die

Ex-Union-Berlin-Profis Torsten Mattuschka (im Bild) und Benjamin

Köhler wurden Dritte – und kündigten an, im nächsten Jahr wiederkommen

und dann auch gewinnen zu wollen. FOTO: EDGAR NEMSCHOK

Fußball Landesverband

Brandenburg

Präsidium

Präsident

Jens Kaden

Strausberg

03341 313098, 0162 6850798

jens.kaden@flb.de

Vizepräsident

Fred Kreitlow

Brandenburg an der Havel

03381 524367

kreitlow@rftonline.net

Schatzmeister

Sebastian Schulz

Finsterwalde

03531 501806, 0173 5729887

sebastian.schulz@flb.de

Geschäftsführerin

Anne Engel

0355 4310220

0162 6198295

anne.engel@flb.de

Spielausschuss

Vorsitzender

Wilfried Riemer

Finowfurt

03335 31123

wb.riemer@gmx.de

Stellvertr. Vorsitzender

Staffelleiter BB-Liga

Ingo Widiger

Nennhausen

033878 90709, 0170 1777725

iwidiger@web.de

Ansprechpartner Kreise

Staffelleiter Landesliga Süd

Hagen Studier

Lübben

03546 181795

0152 03441185

hagen.studier@gmx.de

Staffelleiter Landesliga Nord

Lars Jonas

Hirschfelde

033398 91654

0152 33706330

lars.jonas@t-online.de

Staffelleiter Landeskl. Ost

Ralph Belling

Fürstenwalde

03361 33776, 0178 2105194

wupper26@web.de

Staffelleiter Landespokal

und Landesklasse Nord

nach Rücktritt nicht besetzt

Vertreter Geschäftsstelle

Oliver Giese

0355 4310250

oliver.giese@flb.de

Vorsitzender Schiedsrichterausschuss

Heinz Rothe

033845 30626, 0174 2795912

Heinzrothetpl@aol.com

komm. Leiter Jugendausschuss

Matthias Reer

0151 4120 61 50

flb@familie-reer.de

Vorsitzender Verbandsgericht

Reiner Jordan

0176 34717422

reiner-jordan@gmx.de

Vorsitzender Sportgericht

Olaf Luzi

0151 74110312

olaf.luzi@t-online.de

Vorsitzende Frauen- und

Mädchenausschuss

Vicky Hansche

0162 4701494

vickyhanschebvb@aol.com

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