MEHR ALS WIRTSCHAFT| w.news 09.2020

hettenbach.de

09.2020 | w.news Wirtschaftsmagazin der IHK Heilbronn-Franken. Themen: MEHR ALS WIRTSCHAFT • Advertorial B2B Themenmagazin: Ventil-, Mess- und Regalsysteme • Familienunternehmen • Region Tauber-Franken • Logistik und Spedition • Stellenanzeigen

NR. 09 | 2020

MEHR ALS WIRTSCHAFT

HOTEL- UND

GASTSTÄTTENGEWERBE

AB SEITE 14


Von Waldenburg in die

weite Welt!

Würth Elektronik eiSos ist einer der führenden Hersteller von elektronischen und elektromechanischen

Bauelementen für die Elektronikindustrie. Von Waldenburg aus sind wir in 50 Ländern der Welt aktiv.

Erfolg und Höchstleistungen sind nur möglich, wenn ein starkes Team ein gemeinsames Ziel verfolgt.

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EDITORIAL

© Foto Linke GmbH

IHK-Präsident Harald Unkelbach und IHK-Hauptgeschäftsführerin Elke Döring.

LEBENSORT

Wirtschaftsmagazin

der IHK

Heilbronn-Franken

www.wnews.de

HERAUSGEBER

IHK Heilbronn-Franken

Postfach 2209

74012 Heilbronn

Ferdinand-Braun-Straße 20

74074 Heilbronn

Telefon 07131 9677-0

E-Mail pr@heilbronn.ihk.de

www.heilbronn.ihk.de

TITELBILD

© Matt Porteous –

gettyimages.com

Gestaltung: adextra

Liebes IHK-Mitglied,

die Zahlen der jüngsten Konjunkturumfrage (ab Seite 8) machen

es mehr als deutlich: die regionale Wirtschaft steckt in einer tiefen

Rezession und eine schnelle Erholung ist nicht in Sicht. Immerhin

laufen in vielen Branchen die Geschäfte nach den jüngsten

Lockerungen wieder an. Besonders stark hat es das Hotel- und

Gaststättengewerbe getroffen (siehe Seite 14). Ein Zimmer, das

gestern nicht vermietet wurde, kann in der Zukunft nicht doppelt

vermietet werden, das heißt ein „Wiederaufholen“ der erlittenen

Verluste ist also nahezu unmöglich. Und dass gerade die Gastro-,

Kultur- und Eventbranchen weit mehr sind, als ein bedeutender

Wirtschaftsfaktor, sondern besondere Lebensorte, die unsere Lebensqualität

entscheidend prägen, haben wir alle während des

Lockdowns schmerzlich erfahren. Insofern tun uns die Lockerungen

gut. Doch auch hier gilt es maßzuhalten – und dies nicht

nur beim Bier. Es gilt auch weiterhin die geltenden Hygieneregeln

einzuhalten und nicht leichtsinnig zu werden. Denn eines dürfte

sicher sein: Einen zweiten Lockdown will niemand.

Ihre

Ihr

www.heilbronn.ihk.de -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 3 ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ SEPTEMBER 2020


Inhalt

© Matt Porteous – www.gettyimages.de

© Bildquelle

© Dmitry – www.stock.adobe.com

22 PARAGUAY – HERAUSFORDERUNGEN MEISTERN

TITEL

14 Situation weiterhin dramatisch

18 Ein unverzichtbarer Teil des öffentlichen

Lebens

IHK + REGION

6 Foto des Monats

8 Wirtschaftslagebericht Heilbronn-

Franken für das 2. Quartal

13 Online-Umfrage zum gewerblichen

Mietspiegel

GELD + MÄRKTE

22 Paraguay – Herausforderungen

meistern

26 L-Bank Wirtschaftsforum – erstmals

im Livestream

27 Finanzielle Hilfen für Unternehmen

und Start-ups

WIRTSCHAFTSJUNIOREN

32 Menschencode

32 Gründen und führen

33 Erfolgsrituale für Powerfrauen

RECHT + RAT

34 Öffentliche Ausschreibungen

leicht(er) gemacht

36 Sachverständige wiederbestellt und

vereidigt

SERVICE + INFO

40 Genießen in der Region zu Gast im

Wirtskeller St. Georg in Eppingen

14

HOTEL UND GASTSTÄTTEN-

BRANCHE

40

GENIESSEN IN DER REGION ZU GAST

IM WIRTSKELLER ST. GEORG IN EPPINGEN

© Dieter Kindel

SEPTEMBER 2020 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 4 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- www.heilbronn.ihk.de


INDEX

39 GEFAHRGUT IM STRASSENTRANSPORT

© B. Wylezich – www.fotolia.com

AUDI, Neckarsulm...................................... 71

BASS, Niederstetten.................................. 69

BERNER, Künzelsau....................................68

BOSCH, Abstatt.......................................... 71

EBM PAPST, Mulfingen............................. 72

HYUNDAI, Heilbronn................................. 70

INGENIA, Crailsheim................................ 72

INTERSPORT, Heilbronn........................... 69

JS DIALOGMARKETING, Flein................ 70

MARBACH, Heilbronn............................... 72

MEISTER AUTOMATION, Wertheim...... 72

OPTIMA, Schwäbisch Hall................71, 74

SCHEUERLE, Pfedelbach ................... 6, 69

TRIPSDRILL, Cleebronn.............................68

WIRTSKELLER ST. GEORG, Eppingen...40

WIRTHWEIN, Creglingen......................... 73

WÜRTH, Künzelsau....................................68

42 Ressourceneffizienz steigern

45 Gefahrgut im Straßentransport

46 Sichtbar auf den ersten Klick –

Webinar „Google My Business“

46 Bio-Ab-Cycling

FIRMEN + LEUTE

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IHK_Heilbronn

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ihkheilbronnfranken

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unter www.wnews.de

68 Meldungen aus den Unternehmen

RUBRIKEN

28 Newsticker „Neues aus Berlin und

Brüssel“

30 Statistik: Wirtschaftszahlen

39 Seminare

48 Bekanntmachungen

74 Made in Heilbronn-Franken

74 Kultur-Tipps

74 Impressum

B2B THEMENMAGAZIN

HEILBRONN-FRANKEN

03 Familienunternehmen

08 TOP-Websites der Region

09 Region Tauber-Franken

12 Stellenanzeigen

13 Logistik & Spedition

15 Termine & Kleinanzeigen

Ihre Bezugsadresse hat sich geändert?

E-Mail an: pr@heilbronn.ihk.de

www.heilbronn.ihk.de --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 5 -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- SEPTEMBER 2020


Foto des Monats

© Austal/TBHLS

Eine für die Seeverbindung zwischen Japan und Südkorea

bestimmte Fähre wurde im australischen Produktionsort mithilfe

von SPMT der Scheuerle Fahrzeugfabrik zu Wasser gebracht.

Der 700 t schwere und 83 m lange Hochgeschwindigkeits-Trimaran

wurde von zwei SPMT (Self Propelled Modular

SCHEUERLE, PFEDELBACH

Fährentransport auf 80 Achslinien

Transporter) mit zweimal 40 Achslinien und zwei PPU (Power

Pack Units) der zur TII Group gehörenden Fahrzeugfabrik Scheuerle

von der Halle zum Schiffslift bewegt.

www.tii-group.com

SEPTEMBER 2020 ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 6 --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- www.heilbronn.ihk.de


www.heilbronn.ihk.de -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 7 ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ SEPTEMBER 2020


IHK + Region

CORONA-KRISE TRIFFT

REGIONALE WIRTSCHAFT HART

Wirtschaftslagebericht der IHK

Heilbronn-Franken für das 2.

Quartal 2020.

Von Dorothee Kienzle

Die Coronavirus-Pandemie und

die zu ihrer Eindämmung

getroffenen Maßnahmen beeinträchtigen

das Wirtschaftsgeschehen

im IHK-Bezirk

Heilbronn-Franken massiv.

Sie haben die regionale Wirtschaft in eine tiefe

Rezession geführt. Im 2. Quartal 2020 sind

die Lageeinschätzungen der Unternehmen

gegenüber dem Jahresanfang 2020 massiv eingebrochen.

Vor allem in der Industrie und im

Dienstleistungssektor sind die Lageindikatoren

drastisch abgestürzt. Auch der Einzelhandel

berichtet von gravierenden Umsatzeinbußen.

Dagegen hat der Boom im Baugewerbe

bisher der Corona-Krise weitgehend standgehalten.

Trotz der zwischenzeitlichen Lockerungen

fallen die Geschäftsaussichten

insgesamt deutlich pessimistischer als zu Jahresbeginn

2020 aus. Das sind die Ergebnisse

der aktuellen Konjunkturumfrage der IHK

Heilbronn-Franken, an der 425 Betriebe aller

Branchen und Größenklassen mit insgesamt

rund 73.800 Beschäftigten aus dem gesamten

IHK-Bezirk teilgenommen haben.

Die Lageurteile der regionalen Unternehmen

sind im 2. Quartal 2020 gegenüber der

Vorumfrage im 4. Quartal 2019 massiv abgestürzt.

20 Prozent (Vorumfrage 41 Prozent)

der an der Umfrage teilnehmenden Unternehmen

bezeichnen die aktuelle Geschäftslage

als gut, während 41 Prozent (Vorumfrage

12 Prozent) mit dem Geschäftsverlauf

unzufrieden sind. Die Geschäftserwartungen

für die kommenden Monate fallen trotz der

schrittweisen Lockerung der Eindämmungsmaßnahmen

seit der zweiten Aprilhälfte erheblich

pessimistischer als in der Umfrage zu

Jahresbeginn 2020 aus. Während 21 Prozent

(Vorumfrage 20 Prozent) der Unternehmen

mit einem günstigeren Geschäftsverlauf rechnen,

blicken 40 Prozent (Vorumfrage 23 Prozent)

pessimistisch in die Zukunft. Die Betriebe

sehen in der Corona-Pandemie das größte

Geschäftsrisiko (74 Prozent). Der Arbeitsmarkt

wird durch den Konjunktureinbruch und die

pandemiebedingten Einschränkungen massiv

getroffen. Acht Prozent (Vorumfrage 18 Prozent)

planen die Schaffung neuer Arbeitsplätze.

34 Prozent (Vorumfrage 22 Prozent) erwägen

einen Personalabbau. Der Fachkräftemangel

stellt noch für ein Viertel (Vorumfrage 51 Prozent)

ein großes Geschäftshemmnis dar.

Keine schnelle Erholung in Sicht

Trotz Lockerung der Corona-Beschränkungen

und angekündigter Unterstützungsmaßnahmen

aus der Politik ist für die regionalen Unternehmen

keine schnelle Erholung in Sicht. Der

Weg zurück wird für die Wirtschaft lang und

hart werden. Aufgrund der großen Verunsicherung

ist das Investitionsverhalten der Betriebe

stark zurückhaltend. Viele Unternehmen haben

mit Finanzierungsproblemen zu kämpfen,

was zusätzlich Raum für zukunftsorientierte Investitionen

einschränkt. Wegen der weltweiten

Corona-Einschränkungen ist in diesem Jahr

mit einem starken Exportrückgang zu rechnen.

Mehr als jeder zweite Arbeitsplatz hängt in der

Industrie am Export. Wichtig ist, dass sich Europa

schnellstmöglich auf einen wirksamen

Corona-Aufbauplan einigt, damit der Binnenmarkt

anspringt. Offene Grenzen und ein freier

Waren- und Personenverkehr sind unverzichtbar,

damit es für die Wirtschaft wieder bergauf

geht. Entscheidend wird auch eine weltweite

Überwindung des Coronavirus sein.

Drastischer Einbruch in der Industrie

Die Lageeinschätzung in der Industrie, die

maßgeblich die regionale Wirtschaftsentwicklung

bestimmt, ist gegenüber dem Jahresbeginn

2020 drastisch eingebrochen. 18 Pro-

SEPTEMBER 2020 ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 8 --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- www.heilbronn.ihk.de


GESCHÄFTSLAGE/GESCHÄFTSERWARTUNG GESAMTKONJUNKTUR

2/2015–2/2020 (in Prozent)

40

20

0

-20

-40

Aktuelle Geschäftslage

Erwartete Geschäftslage

2/15

3/15

4/15

1/16

2/16

3/16

4/16

1/17

2/17

3/17

1/19 2/19 3/19 4/19 2/20

Die Linien geben den Saldo der Prozentanteile positiver und negativer Urteile der Unternehmen aller Branchen zur aktuellen Geschäftslage sowie zur erwarteten

Geschäftslage an.

4/17

1/18

2/18

3/18

AKTUELLE GESCHÄFTSLAGE

in den einzelnen Wirtschaftsbereichen 2/2015–2/2020 (in Prozent)

4/18

80

60

40

20

0

-20

-40

Großhandel

Einzelhandel

Dienstleister

Industrie

Baugewerbe

2/15 3/15 4/15 1/16 2/16 3/16 4/16 1/17 2/17 3/17 4/17 1/18 2/18 3/18 4/18 1/19 2/19 3/19 4/19 2/20*

Die Linien geben jeweils den Saldo der Prozentanteile positiver und negativer Urteile der Unternehmen aus den jeweiligen Branchen zur aktuellen Geschäftslage an.

* 1/20 fand wegen CORONA keine Konjunkturumfrage statt.

EINSCHÄTZUNG KAUFVERHALTEN

durch Einzelhändler

INFORMATIONEN

Weitere Informationen zur aktuellen konjunkturellen Lage können im Internet unter dem Stichwort „Konjunktur“

abgerufen werden:

saisonüblich

13,5 %

kauffreudig

32,4 %

zurückhaltend

54,1 %

www.heilbronn.ihk.de/konjunkturbericht

KENNZAHLEN PER NEWSLETTER

Aktuelle Informationen zu den Bereichen aktuelle Wirtschaftszahlen, Konjunktur sowie Neues aus der amtlichen Statistik

enthält der IHK-Newsletter „Wirtschaft und Statistik“. Er kann kostenfrei auf der IHK-Homepage, Rubrik Newsletter

abonniert werden:

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www.heilbronn.ihk.de -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 9 ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ SEPTEMBER 2020


IHK + Region

Inlandsnachfrage

Wechselkurse

Geschäftserwartungen

GRÖSSTE RISIKEN

BEI DER WIRTSCHAFTLICHEN ENTWICKLUNG

in den kommenden zwölf Monaten – Gesamtkonjunktur 2/2020 (in Prozent)

70

60

50

40

30

20

10

0

50

40

30

20

10

0

-10

-20

-30

-40

-50

73,7

Corona

Pandemie

Belebung

68,9

Auslandsnachfrage

Abschwung

40,5

Arbeitskosten

IHK-KONJUNKTURUHR

3/2008–2/2020 (in Prozent)

1/09

3/09

26,4

Fachkräftemangel

2/20

25,8

Energieund

Rohstoffpreise

-50 -40 -30 -20 -10 0 10 20 30 40 50

Aktuelle Geschäftslage

Die Konjunkturuhr stellt den Zusammenhang zwischen der Lagebeurteilung und den Erwartungen der

Unternehmen in einem Vier-Quadranten-Diagramm dar. Idealtypischerweise bewegt sich die Wirtschaft im

Uhrzeigersinn durch die vier Felder Belebung, Aufschwung, Abkühlung und Abschwung.

Aufgrund der Corona-Krise fallen die Lageurteile und die Geschäftserwartungen auf den tiefsten Stand seit der

Finanzkrise im Jahr 2009. Die Konjunkturuhr für die Region Heilbronn-Franken zeigt die wirtschaftliche

Entwicklung im Abschwungquadranten.

19,2

Politische

Rahmenbedingungen

1/10

18,1

1/13

11,1

Wechselkurse

Finanzierung

3/08

1/16

1/15

1/19

8,4

Sonstige

Risiken

Aufschwung

1/11

1/12

1/14

1/17

2,8

Die Balken geben jeweils die Prozentanteile der Urteile der Unternehmen zu den größten Risiken bei der

wirtschaftlichen Entwicklung in den kommenden zwölf Monaten an, Mehrfachnennungen sind möglich.

1/18

Abkühlung

zent sprechen von einer guten Geschäftslage

(Vorumfrage 37 Prozent), während 45 Prozent

(Vorumfrage 12 Prozent) mit dem Geschäftsverlauf

unzufrieden sind. Damit liegen die Lageurteile

annähernd auf dem niedrigen Niveau

wie im Jahr 2009 zu Zeiten der Finanzkrise. In

der Corona-Krise machen den Unternehmen

insbesondere die Abnahme bzw. Stornierung

von Aufträgen, Liquiditätsengpässe sowie logistische

Engpässe zu schaffen. Die Zahl der Auslandsorders

hat sich gegenüber der Vorumfrage

drastisch verringert. 12 Prozent (Vorumfrage 23

Prozent) konnten einen Zuwachs der ausländischen

Auftragseingänge verbuchen. 55 Prozent

(Vorumfrage 33 Prozent) klagen über einen

Rückgang. Im Bereich der Inlandsorders ist

ebenfalls ein starker Rückgang zu verzeichnen.

Elf Prozent (Vorumfrage 16 Prozent) berichten

über steigende inländische Auftragseingänge,

51 Prozent (Vorumfrage 39 Prozent) mussten

Einbußen hinnehmen. Die Kapazitätsauslastung

ist auf 69 Prozent gefallen (Vorumfrage

82 Prozent). Hinsichtlich der Geschäftsentwicklung

in den kommenden zwölf Monaten

herrscht per saldo mehr Pessimismus als am

Jahresbeginn 2020. 24 Prozent (Vorumfrage 19

Prozent) erwarten eine günstigere Geschäftsentwicklung,

während 37 Prozent (Vorumfrage

26 Prozent) skeptisch in die Zukunft blicken.

Ein Viertel rechnet mit steigenden Umsätzen

insgesamt, 47 Prozent befürchten Umsatzeinbußen.

Die Exporterwartungen haben sich im

negativen Bereich deutlich verschlechtert. 19

Prozent (Vorumfrage 22 Prozent) kalkulieren

mit steigenden Ausfuhren, 41 Prozent (Vorumfrage

26 Prozent) erwarten ein sinkendes Auslandsgeschäft.

Auch das Investitionsverhalten

ist stark rückläufig. 17 Prozent (Vorumfrage 29

Prozent) planen höhere Investitionsausgaben,

während 39 Prozent (Vorumfrage 23 Prozent)

ein sinkendes Investitionsniveau vorsehen. Bei

den Beschäftigungsplänen erwarten 40 Prozent

(Vorumfrage 28 Prozent) eine rückläufige

Beschäftigtenzahl. Sieben Prozent (Vorumfrage

21 Prozent) planen Neueinstellungen. Zwei

Drittel nutzen Kurzarbeit.

Bau-Boom hält Corona-Krise stand

Der Boom im Baugewerbe hat der Corona-Krise

bisher weitgehend standgehalten. Während

59 Prozent (Vorumfrage 66 Prozent) die aktuelle

Geschäftslage als gut bezeichnen, sind zwei

Prozent (Vorumfrage null Prozent) mit dem

SEPTEMBER 2020 ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ 10 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- www.heilbronn.ihk.de


GESCHÄFTSRISIKEN – HÄUFIGSTE FREITEXTANTWORTEN

DER UNTERNEHMEN

KONTAKT

Dorothee Kienzle

Referentin Volkswirtschaft

Telefon 07131 9677-135

E-Mail dorothee.kienzle@

heilbronn.ihk.de

Geschäftsverlauf unzufrieden. Als Auswirkungen

der Corona-Pandemie nennen die Baubetriebe

fehlende oder ausfallende Mitarbeiter

(33 Prozent) und rückläufige Auftragseingänge

(28 Prozent). Ein Zehntel (Vorumfrage 18

Prozent) berichtet von steigenden, 26 Prozent

(Vorumfrage 18 Prozent) von fallenden Auftragseingängen.

Am schwächsten fällt der Auftragsrückgang

im Wohnungsbau aus, während

der Straßen- und Tiefbau die stärkste Abnahme

der Auftragseingänge meldet. Die Auslastung

von Maschinen und Geräten lag bei 83 Prozent

(Vorumfrage 86 Prozent). Allerdings haben sich

die Geschäftsaussichten für die kommenden

Monate erheblich verschlechtert. Vier Prozent

(Vorumfrage fünf Prozent) erwarten einen

günstigeren Geschäftsverlauf. 37 Prozent (Vorumfrage

neun Prozent) rechnen hingegen mit

einer schlechteren Entwicklung. Neben dem

Fachkräftemangel (65 Prozent) sieht mehr als

die Hälfte (54 Prozent) in der Corona-Pandemie

das größte Geschäftshemmnis. 96 Prozent

(Vorumfrage 77 Prozent) planen mit einer

gleich bleibenden Beschäftigtenzahl. Vier Prozent

(Vorumfrage 18 Prozent) sehen Neueinstellungen

vor, elf Prozent reagierten mit Kurzarbeit

auf die Krise.

Lageurteile im Großhandel rutschen ins Minus

Im Großhandel fällt die Lageeinschätzung seit

sieben Jahren per saldo wieder negativ aus.

27 Prozent (Vorumfrage 29 Prozent) sprechen

von einem guten Geschäftsverlauf. 39 Prozent

(Vorumfrage 23 Prozent) äußern sich unzufrieden

über die Geschäftslage. Insbesondere

der konsumnahe Großhandel meldet deutlich

schlechtere Geschäfte. Als Auswirkungen der

Corona-Pandemie nennen die Betriebe Auftragsrückgänge

(73 Prozent), stornierte Aufträge

(31 Prozent) und fehlende Waren und

Dienstleistungen (35 Prozent). 22 Prozent

(Vorumfrage 11 Prozent) melden steigende

Bestellungen, während 47 Prozent (Vorumfrage

25 Prozent) über einen Rückgang klagen.

Ein Fünftel (Vorumfrage 22 Prozent) rechnet

mit einer günstigeren Entwicklung. 51 Prozent

(Vorumfrage 15 Prozent) schätzen hingegen

den weiteren Geschäftsverlauf pessimistisch

ein. Größte Geschäftsrisiken sehen die

Großhändler in der Corona-Pandemie und in

der Inlandsnachfrage. Von Kurzarbeit waren

61 Prozent betroffen. 31 Prozent beabsichtigen

einen Personalabbau, sechs Prozent wollen

neues Personal einstellen.

IHK-KONJUNKTUR-

UMFRAGE

Im Rahmen der Interessenvertretung

der regionalen Wirtschaft

gegenüber Politik und Öffentlichkeit

sind die Ergebnisse der

Konjunkturumfrage für die IHK

eine wirksame Argumentationshilfe.

Machen auch Sie bei der

Konjunkturumfrage mit und

tragen Sie mit Ihrer Stimme zu

einer repräsentativen Beteiligung

der regionalen Unternehmerschaft

bei.

Sie nehmen bisher noch nicht

teil? Hier können Sie sich

anmelden:

www.heilbronn.ihk.de/

konjunkturumfrage

Weitere Informationen zur

aktuellen Konjunkturlage sind

online abrufbar unter:

www.heilbronn.ihk.de/

konjunkturbericht

www.heilbronn.ihk.de ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 11 --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- SEPTEMBER 2020


IHK + Region

Stimmungsbild im Einzelhandel drastisch

verschlechtert

Das Stimmungsbild im Einzelhandel hat sich

gegenüber dem Jahresanfang 2020 per saldo

drastisch verschlechtert. 35 Prozent (Vorumfrage

47 Prozent) sprechen von einem guten

Geschäftsverlauf, während ein Drittel (Vorumfrage

9 Prozent) die aktuelle Lage als schlecht

bezeichnet. Durch die Corona-Krise leiden

die Einzelhändler vor allem unter logistischen

Engpässen (36 Prozent), fehlenden Waren (33

Prozent), Liquiditätsengpässen (31 Prozent)

und einer drohenden Insolvenz (11 Prozent).

60 Prozent (Vorumfrage 24 Prozent) berichten

von fallenden Umsätzen. Die Konsumbereitschaft

der Verbraucher scheint sich nach den

Shutdown-Maßnahmen wieder etwas belebt

zu haben. 32 Prozent (Vorumfrage 9 Prozent)

bezeichnen das Kaufverhalten der Kunden als

kauffreudig. 14 Prozent (Vorumfrage 64 Prozent)

stufen es als saisonüblich angemessen ein.

54 Prozent (Vorumfrage 27 Prozent) sprechen

allerdings von einem zurückhaltenden Kaufverhalten.

Verglichen mit dem Vorkrisenniveau

ist die durchschnittlich Kundenzahl bei 60 Prozent

der Befragten gesunken. 53 Prozent (Vorumfrage

22 Prozent) kalkulieren zukünftig mit

Umsatzrückgängen, ein Viertel (Vorumfrage 19

Prozent) erwartet Umsatzsteigerungen. Größte

Geschäftsrisiken sind die Corona-Pandemie (60

Prozent) und die Inlandsnachfrage (43 Prozent).

Die Geschäftserwartungen sind auf den niedrigsten

Stand seit der Finanzkrise vor elf Jahren

gefallen. 14 Prozent (Vorumfrage 12 Prozent)

rechnen mit einer günstigeren Geschäftsentwicklung,

46 Prozent (Vorumfrage 18 Prozent)

zeigen sich pessimistisch. 61 Prozent nutzen

Kurzarbeit. 6 Prozent planen wie am Jahresanfang

2020 Neueinstellungen, 28 Prozent (Vorumfrage

9 Prozent) wollen Personal abbauen.

Dienstleistungssektor: Niedrigstes Lage-Niveau

seit Erhebungsbeginn

Bei den Dienstleistern ist die Lageeinschätzung

auf den niedrigsten Stand seit Bestehen

der Zeitreihe im Jahr 1996 gesunken. 12 Prozent

(Vorumfrage 39 Prozent) melden eine gute

Geschäftslage, 51 Prozent (Vorumfrage 13 Prozent)

sind mit dem aktuellen Geschäftsverlauf

unzufrieden. Durch die Corona-Krise berichten

die Dienstleister von einem rückläufigen

Auftragsvolumen (71 Prozent), einem Stillstand

der geschäftlichen Tätigkeit (29 Prozent) sowie

Liquiditätsengpässen (29 Prozent). Besonders

stark hat sich die Lage im Verkehrsgewerbe,

bei den ITK-Dienstleistern und im Bereich Arbeitnehmerüberlassung

verschlechtert. Auch

die Reisebüros sind von der Pandemie massiv

betroffen. 8 Prozent der Dienstleister (Vorumfrage

33 Prozent) melden steigende Umsätze,

drei Viertel (Vorumfrage 41 Prozent) klagen

über Umsatzeinbußen. Beim Auftragsvolumen

berichten 58 Prozent von einem Rückgang. Ein

Zehntel verbuchte einen Anstieg. 19 Prozent

(Vorumfrage 26 Prozent) rechnen mit einem

günstigeren zukünftigen Geschäftsverlauf. 45

Prozent (Vorumfrage 26 Prozent) erwarten eine

Verschlechterung. Größte Geschäftsrisiken

sind die Corona-Pandemie und die Inlandsnachfrage.

34 Prozent planen Stellenstreichungen,

elf Prozent sehen Neueinstellungen vor. 57

Prozent nutzen Kurzarbeit.

Extreme Einbußen in Hotellerie und Gastronomie

Das Hotel- und Gaststättengewerbe hat im

Branchenvergleich den extremsten Absturz

der Lageurteile gegenüber dem Jahresbeginn

2020 zu verzeichnen. Kein Betrieb (Vorumfrage

62 Prozent) meldet im Sommer 2020 gute Geschäfte,

77 Prozent (Vorumfrage 2 Prozent) sind

mit der aktuellen Lage unzufrieden. Infolge der

Corona-Pandemie berichten 92 Prozent von

geringeren durchschnittlichen Gästezahlen, 57

Prozent von Liquiditätsengpässen. 89 Prozent

klagen über eine verschlechterte Ertragslage.

98 Prozent nutzen Kurzarbeit. 27 Prozent erwarten

eine bessere, 65 Prozent eine schlechtere

Entwicklung.

www.heilbronn.ihk.de/konjunkturbericht

SEPTEMBER 2020 ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ 12 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- www.heilbronn.ihk.de


ONLINE-UMFRAGE

ZUM MIETSPIEGEL

Die IHK Heilbronn-Franken führt

alle zwei Jahre die Umfrage

zum Mietpreisniveau von gewerblichen

Flächen in der Region

durch. Die Online-Umfrage

2021/2022 richtet sich an Einzelhändler

und Gastronomen/Hoteliers.

Eine Teilnahme ist bis zum

30. September möglich.

Die Corona-Krise hat die gesamte

Wirtschaft in diesem

Jahr vor große Herausforderungen

gestellt. Gerade

in Zeiten von angeordneten

Schließungen im Frühjahr

2020 und damit ausfallenden Umsätzen war

es vor allem für den stationären Einzelhandel

und die Gastronomie schwierig, die laufenden

Fixkosten, zu denen unter anderem die

Mietkosten zählen, pünktlich und vollständig

zu decken. Diese Ausnahmesituation

hat deutlich gezeigt, welche Bedeutung die

Fixkosten haben und wie wichtig es ist, diese

im laufenden Betrieb zu kennen, zu überprüfen

und anhand der aktuellen Marktsituation

richtig einzuordnen.

Die Umfrage soll dazu beitragen, für unternehmerische

Entscheidungen eine

verlässliche Datenbasis zu schaffen.

Die Beantwortung der Fragen dauert

etwa fünf Minuten. Eine Teilnahme ist

unter www.heilbronn.ihk.de/mietspiegel

möglich.

KONTAKT

Jonas Kraiß

Referent Handel

Telefon 07131 9677-310

E-Mail jonas.kraiss@

heilbronn.ihk.de

www.heilbronn.ihk.de ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 13 -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- SEPTEMBER 2020


Titel

© Matt Porteous – www.gettyimages.de

SEPTEMBER 2020 ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ 14 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- www.heilbronn.ihk.de


SITUATION

WEITERHIN

DRAMATISCH

Folgen des Corona-Shutdowns

– Umsatz im Gastgewerbe bricht

im April um fast 76 Prozent ein.

Der coronabedingte Shutdown

hat das Gastgewerbe in seine

größte Krise der Nachkriegszeit

gestürzt. Wie das

Statistische Bundesamt (Destatis)

mitteilte, sank der reale

Umsatz in den Restaurants und Hotels

im April 2020 im Vergleich zum Vorjahr um

historische 75,8 Prozent (nominal 75,2 Prozent).

„Die wirtschaftlichen Auswirkungen

der Corona-Pandemie auf das Gastgewerbe

sind verheerend“, sagt Guido Zöllick, Präsident

des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes

(DEHOGA Bundesverband). Und

auch trotz Neustart ist die Not im Gastgewerbe

groß. Laut einer aktuellen DEHOGA-

Umfrage rechnen die Betriebe im Juni mit

einem durchschnittlichen Umsatzrückgang

von 61 Prozent. Für Clubs und Discotheken

gibt es nach wie vor keine Öffnungsperspektive

und damit keine Aussicht auf Umsätze.

Das Gleiche gilt für die Eventcaterer. „Umso

mehr kommt es jetzt darauf an, dass die angekündigten

Überbrückungshilfen fließen

– und zwar schnell und für alle betroffenen

Unternehmen“, fordert der DEHOGA-Präsident.

Andernfalls würden zigtausende Unternehmen

die Krise nicht überleben.

Beherbergungsbranche besonders betroffen

Besonders dramatisch ist die Betroffenheit

in der Beherbergungsbranche. Laut der offiziellen

Statistik lag der Umsatz der Beherbergungsbranche

im April 2020 nominal wie

real 88,6 Prozent unter dem Vorjahreswert.

„Erschwerend kommt hinzu, dass weiterhin

keine Veranstaltungen stattfinden und Geschäftsreisende

wie internationale Gäste fehlen“,

so Zöllick. Im Gegensatz zur Stadthotellerie

wachse indes in der Ferienhotellerie die

Zuversicht.

www.heilbronn.ihk.de ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 15 -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- SEPTEMBER 2020


Titel

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Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Gastgewerbe sind verheerend.

Differenzierteres Bild in der Gastronomie

Der Umsatz in der Gastronomie sackte im

April preisbereinigt um 68,5 Prozent (nominal

-67,8 Prozent) ein. In der detaillierten Betrachtung

ergibt sich hier ein differenziertes

Bild. Generell war nur noch das Abholen beziehungsweise

Bringen von Speisen erlaubt.

„Gastro-Betriebe, die darauf schon vor der

Corona-Krise gesetzt hatten, konnten ihre

Umsätze halten oder gar steigern. Andere Betriebe

boten den Liefer- und Mitnahmeservice

erstmalig an und nutzten damit die einzige

Möglichkeit für Einnahmen“, erläutert

Zöllick. „Die April-Werte zeigen, dass diese

Angebotsformen Zuwächse verzeichneten.

Denn für Umsätze aus dem Liefer- und Mitnahmegeschäft

galten schon immer sieben

Prozent Mehrwertsteuer. 2018 betrug der Anteil

25 Prozent an den gastronomischen Umsätzen.“

Getränkegeprägte Betriebe wie Kneipen,

Bars, Clubs und Diskotheken dagegen

mussten Null-Umsätze bei weiterlaufenden

hohen Fixkosten hinnehmen. Die aufgelaufenen

Umsatzverluste für die Gesamtbranche

im März (hier lag das Umsatzminus bei 45

Prozent) und April beziffert der DEHOGA auf

fast zehn Milliarden Euro.

Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin DE-

HOGA-Bundesverband: „Der Gastgewerbeumsatz

ist im Mai 2020 gegenüber April 2020

zwar um 45 Prozent gestiegen, er ist aber noch

um 64 Prozent niedriger als im Mai 2019. Das

ist der dritte Monat in Folge mit dramatischen

Umsatzeinbußen. Bereits im März 2020 setzte

das Gastgewerbe real 45,4 Prozent weniger

um als im März 2019. Aufgrund der Abstandsgebote

und der strengen Corona-Schutzmaßnahmen

gibt es weiterhin massive Umsatzausfälle.

Discotheken und Clubs dürfen nach

wie vor nicht öffnen. Ihre Lage ist unverändert

verheerend. Massiv betroffen sind auch die

Stadt- und Tagungshotellerie sowie die Eventcaterer,

weil Tagungen, Messen und Veranstaltungen

nicht stattfinden. Die fehlenden Umsätze

bedrohen die Existenz von zigtausenden

Betrieben und Arbeitsplätzen.“

SEPTEMBER 2020 ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ 16 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- www.heilbronn.ihk.de


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Titel

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Betriebe des Gastgewerbes sind nicht nur ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, sie sind Begegnungsstätten und besitzen eine hohe Bedeutung für den

gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Attraktivität einer Region

EIN UNVERZICHTBARER TEIL

DES ÖFFENTLICHEN LEBENS

Volkswirtschaft, Arbeitsmarkt,

Regionen und Gesellschaft profitieren

von Gastronomie und

Hotellerie. Das geht aus einer

Studie hervor, die das IW-Köln

im Auftrag des DEHOGA Bundesverbands

erstellt hat.

Das Gastgewerbe mit seinen

mehr als 221.000 Betrieben in

Hotellerie und Gastronomie

trägt maßgeblich zur Lebensqualität

und Standortattraktivität

in Deutschland bei. Die

Bedeutung der Branche speist sich nicht nur

aus ihrer Wirtschaftskraft und Dynamik. Sie

leistet darüber hinaus wertvolle Beiträge zum

sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft.

Viele Besonderheiten kennzeichnen die

Branche. In der Studie werden diese auf Basis

SEPTEMBER 2020 ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ 18 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- www.heilbronn.ihk.de


amtlicher Daten, einer Modellrechnung und

einer Bevölkerungsbefragung illustriert. Die

wichtigsten Kerndaten zeigt die Tabelle (Seite

20) im Überblick.

Flächendeckende Verbreitung

Das Gastgewerbe ist als eine der wenigen

Branchen in fast allen Regionen Deutschlands

vertreten. Das Ergebnis einer Bevölkerungsbefragung

zeigt, dass die Menschen mit den

Angeboten der Branche sehr zufrieden sind.

Wirtschaftsstärke und Dynamik

Im Jahr 2016 waren im Jahresdurchschnitt

1,873 Millionen Personen im Gastgewerbe

beschäftigt, der Branchenumsatz lag bei 80,9

Milliarden Euro netto. Damit bewegt sich das

Gastgewerbe auf dem Niveau der chemischen

Industrie, der Herstellung von Nahrungsmitteln

und Getränken oder der Herstellung von

elektrischen Ausrüstungen. Das Gastgewerbe

erwirtschaftete im Jahr 2016 eine Bruttowertschöpfung

(BWS) in Höhe von 44,9 Milliarden

Euro oder 1,6 Prozent der gesamten BWS

in Deutschland. Die Bruttowertschöpfung

und die Beschäftigung im Gastgewerbe sind

von 2010 bis 2016 deutlich dynamischer gewachsen

als in der Gesamtwirtschaft.

Hohe Effekte für den Wirtschaftskreislauf

Die Branche ist über Einkäufe von Vorprodukten

und Materialien in Höhe von 38 Milliarden

Euro sehr stark mit anderen Wirtschaftsbereichen

verbunden und für diese

ein wichtiger Absatzmarkt. Bei Berücksichtigung

dieser Kreislaufeffekte ergibt sich eine

Bruttowertschöpfung von 84,8 Milliarden

Euro, die dem Gastgewerbe zuzurechnen ist.

Jeder Euro direkte Wertschöpfung im Gastgewerbe

stößt über Multiplikatoreffekte weitere

0,89 Euro zusätzliche Wertschöpfung in

der Wirtschaft an. Ähnliches gilt für die Beschäftigung,

wo jeder 17. Arbeitsplatz direkt,

indirekt oder induziert vom Gastgewerbe

abhängt. Der fiskalische Effekt bewegt sich

mit insgesamt 19,7 Milliarden Euro über

dem Niveau, welches in Deutschland jährlich

mit dem Solidaritätszuschlag generiert

wird.

Hohe Arbeitsintensität

Das Gastgewerbe ist überdurchschnittlich

arbeitsintensiv. Der Anteil der Arbeitnehmerentgelte

am Produktionswert (Umsatz) beträgt

im Jahr 2016 rund 33,7 Prozent und liegt

deutlich über dem Durchschnitt der Gesamtwirtschaft

von 28,6 Prozent. 69,1 Prozent der

Bruttowertschöpfung im Gastgewerbe sind

Löhne und Gehälter; in der Gesamtwirtschaft

beträgt dieser Anteil 56,4 Prozent.

Ausbildungsstarke Branche

Das Gastgewerbe gehört zu den ausbildungsstärksten

Branchen Deutschlands. Trotzdem

leidet die Branche unter Arbeitskräfteengpässen

und versucht diese durch Investitionen

in Ausbildung zu lindern. Im Schnitt

wird ein Auszubildender je 23,8 Beschäftigte

im Gastgewerbe ausgebildet. In der Gesamtwirtschaft

liegt das Verhältnis bei einem Auszubildenden

je 58,9 Beschäftigte.

Mittelständisch geprägt

Der Mittelstand ist das Rückgrat der deutschen

Wirtschaft und maßgeblich für deren nachhaltigen

Erfolg verantwortlich. Das Gastgewerbe

ist mehr als andere Branchen mittelständisch

geprägt und besteht zu 99,6 Prozent aus Unternehmen

mit weniger als 100 Mitarbeitern.

Besonders Familienunternehmen drücken

der Branche ihren Stempel auf. Mit 8,2 Gründungen

je Bestandsunternehmen liegt das

Gastgewerbe mit Rang sechs im Branchenvergleich

in der Spitzengruppe.

Regionale Ausgleichsfunktion

Das Gastgewerbe hat eine wichtige regionalpolitische

Ausgleichsfunktion, denn es

trägt überdurchschnittlich zur Beschäftigung

in dünn besiedelten ländlichen Regionen

bei und leistet damit einen wertvollen Beitrag

zum Erreichen des Ziels gleichwertiger

Lebensverhältnisse in allen Teilräumen

Deutschlands. Ein Blick auf die Beschäftigungsanteile

zeigt: In jeder Region beträgt

der Anteil des Gastgewerbes an den

sozialversicherungspflichtig Beschäftigten

mindestens ein Prozent. Der Anteil an den

sozialversicherungspflichtig Beschäftigten

beträgt in dünn besiedelten ländlichen Regionen

sogar vier Prozent. In den für die Studie

ausgewählten Beispielregionen belaufen sich

die Anteile an den sozialversicherungspflichtig

Beschäftigten auf 7,0 Prozent (Allgäu), 3,7

Prozent (Düsseldorf) und 3,0 Prozent (Dessau-Roßlau).

www.heilbronn.ihk.de ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 19 -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- SEPTEMBER 2020


Titel

Bedeutung für gesellschaftlichen Zusammenhalt

Die Unternehmen des Gastgewerbes sind nicht

nur ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, sondern

haben darüber hinaus eine hohe Bedeutung

für den gesellschaftlichen Zusammenhalt

und die Attraktivität der Region. Die Betriebe

des Gastgewerbes sind Begegnungsstätten

und damit Orte, an denen Menschen zusammenkommen

und ihre Freizeit verbringen. Die

Befragungsergebnisse zeigen, dass eine deutliche

Mehrheit die Beiträge des Gastgewerbes

zum sozialen Zusammenhalt erkennt und

diese würdigt. Die Befragten bestätigen auch,

dass die Einrichtungen des Gastgewerbes ein

wichtiger Kommunikationstreffpunkt sind, die

Attraktivität der Region steigern, Raum für Familienfeiern

bieten und die Region lebendiger

und dynamischer machen.

Internationale Branche

Mit Blick auf die Beschäftigten ist das Gastgewerbe

die internationalste Branche in

Deutschland. Rund 310.000 sozialversicherungspflichtig

Beschäftigte mit Migrationshintergrund

aus insgesamt 150 Nationen finden

im Gastgewerbe eine Anstellung.

Die komplette Studie gibt es im Internet unter

www.dehoga-bundesverband.de

Ausgewählte Kerndaten des Gastgewerbes

Gastgewerbe

Deutschland

Größe

Anteil an Bruttowertschöpfung 1,6 % 100 %

Anteil an Beschäftigung (Erwerbstätige) 4,3 % 100 %

Veränderung 2010-2016

Reale Bruttowertschöpfung + 14,4 % + 9,9 %

Beschäftigung (Erwerbstätige) + 11,3 % + 6,0 %

Bedeutung im Wirtschaftskreislauf

Multiplikator Bruttowertschöpfung 1) 1,89 ./.

Multiplikator Beschäftigung (Erwerbstätige) 1) 1,32 ./.

Qualifikationsstruktur 2)

Helfer 32,4 % 15,2 %

Fachkräfte 59,0 % 58,8 %

Spezialisten / Experten 8,6 % 25,4 %

Strukturmerkmale

Beschäftigungsanteil Frauen 2) 55,4 % 46,4 %

Beschäftigungsanteil Ausländer 2) 30,2 % 10,0 %

Beschäftigte je Auszubildenden 23,8 58,9 %

Anteil der Arbeitnehmerentgelte am Produktionswert (Umsatz) 33,7 % 28,6 %

Anteil KMU 99,8 % 99,3 %

Hohe sozioökonomische Bedeutung der Branche 3)

… für lokale Wirtschaft 60,9 %

… für sozialen Zusammenhalt 44,5 %

… für regionale Attraktivität 52,3 %

1) Dem Gastgewerbe im Wirtschaftskreislauf zurechenbare Bruttowertschöpfung oder Beschäftigung in Prozent der eigenen Wertschöpfung oder Beschäftigung.

2) Bezogen auf die Anzahl sozialversicherungspflichtig Beschäftigter. 3) Befragungsergebnisse zur Bedeutung des Gastgewerbes, Zustimmungsquote in

Prozent; Anteile der Bewertung 1 oder 2 auf einer 7er-Skala von 1 = voll und ganz und 7 = gar nicht. IW Consult, Frühjahr 2017

Quelle: Statistisches Bundesamt (2017); Bundesagentur für Arbeit (2017); IW Consult (2017)

SEPTEMBER 2020 ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ 20 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- www.heilbronn.ihk.de


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Geld + Märkte

PARAGUAY –

HERAUSFORDERUN

MEISTERN

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Paraguays Hauptstadt Asunción

SEPTEMBER 2020 ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ 22 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- www.heilbronn.ihk.de


GEN

Der Mercosur ist das bedeutendste

Wirtschaftsbündnis in

Lateinamerika: Die Mitgliedsstaaten

Brasilien, Argentinien,

Paraguay und Uruguay stehen

für knapp die Hälfte der Wirtschaftskraft

der gesamten Region.

Slim Derouiche, IHK-Referent

Außenwirtschaft sprach

für die w.news mit Tim Pieper,

Geschäftsführer der Deutsch-

Paraguayischen Industrie- und

Handelskammer, über die Wirtschafslage

Paraguays und über

das EU–Mercosur-Abkommen.

Lassen Sie uns bitte mit einem kurzen Rückblick

anfangen. Wie beurteilen Sie die Wirtschaftslage

Paraguays vor der Pandemie?

Das hohe durchschnittliche Wirtschaftswachstum

der letzten zehn Jahre von durchschnittlich

4,5 Prozent konnte im vergangenen

Jahr nicht fortgeschrieben werden. Die

Wirtschaft Paraguays stagnierte nach vielen

starken Jahren vor allem aufgrund extremer

Dürre gefolgt von Überschwemmungen. Der

Agrarsektor mit seinen Hauptprodukten Soja

und Rindfleisch ist von solchen klimatischen

Einflüssen sehr abhängig – wie im Übrigen

auch der Warentransport, der bei vielen Erzeugnissen

über die Flüsse Rio Paraguay und

Rio Paraná geht. Der IWF und Ratingagenturen

rechneten jedoch bereits für dieses Jahr

sowie 2021 wieder mit einem Anstieg des BIP

von 3,5 bis 4 Prozent. Diese positiven Aussichten

basierten auf einem besseren weltweiten

Handelsklima, einer wirtschaftlichen

Erholung in den Nachbarländern Argentinien

und Brasilien sowie höheren Rohstoffpreisen.

Im Zuge der Corona-Krise werden diese

positiven Erwartungen nicht zur Realität.

Und im gemeinsamen Markt Mercosur?

Der Ausblick konnte insgesamt als positiv

beschrieben werden. Man muss dabei

www.heilbronn.ihk.de ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 23 -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- SEPTEMBER 2020


Geld + Märkte

jedoch beachten, dass solche Bewertungen

immer in erheblichem Maße von der Wirtschaftslage

in Brasilien und Argentinien abhängen.

Während Brasiliens Wirtschaft für

2020 wieder ein Wachstum erwartete, waren

die Aussichten in Argentinien bereits gegen

Ende des vergangenen Jahres aufgrund der

prekären Finanzlage des Staates eingetrübt.

Die Lage in Uruguay und Paraguay ist hierzu

im Vergleich weniger ausschlaggebend,

wenngleich beide Märkte auf sich aufmerksam

machen konnten. Paraguay durch seine

makroökonomische Resistenz, Kostenvorteile

und interessanten Rahmenbedingungen

für Investitionen. Uruguay hingegen gilt als

die Schweiz Südamerikas und bietet in vielen

Bereichen Stabilität sowie im Vergleich

auch eine exzellente Infrastruktur. Dort wurde

ein Wachstum um 2-3 Prozent erwartet.

AHK Paraguay

Tim Pieper, Geschäftsführer der Deutsch-Paraguayischen

Industrie- und Handelskammer.

Die EU und die Mercosur -Staaten haben sich

im Juni 2019 auf ein Freihandelsabkommen

geeinigt. Wie wird das Abkommen in Paraguay

wahrgenommen und welche Chancen

sehen Sie im Abkommen für das Land?

Das Assoziierungsabkommen zwischen

der Europäischen Union und dem Mercosur

wurde zum Zeitpunkt der Verkündung in

Paraguay als großer Erfolg und Aufbruch in

eine erfolgreiche Zukunft gefeiert. Die Nachricht

versprach neue Marktchanen für paraguayische

Unternehmen und europäische

Investments. Der Präsident der paraguayischen

Zentralbank drückte die Bedeutung

des Abkommens mit einem Anstieg des BIP

um ein Prozent aus. Aus der Wirtschaft gab

es viele lobende Worte, die der Regierung

eine gute Arbeit in den Verhandlungen bescheinigten.

Gleichzeitig bringt das Abkommen

aber auch neue Herausforderungen für

das Land und seine Unternehmen mit sich.

Die Wirtschaft muss sich in einem neuen

Wettbewerbsumfeld behaupten, mit steigenden

Standards und Konsumentenansprüchen.

Hierfür sind Investitionen in Effizienz

und Technologien sowie die Umstellung und

Optimierung von Prozessen notwendig. Das

nötige Know-how hierfür kann aus Europa

kommen.

Wie schätzen Sie die Auswirkungen des Abkommens

auf die Schlüsselsektoren Paraguays

ein?

Während von Europa aus insbesondere Maschinen,

Technologie und chemische Erzeugnisse

nach Paraguay exportiert werden, ist das

Land in einigen Bereichen der Landwirtschaft

unter den bedeutendsten Produzenten und

Exporteuren weltweit. Hierzu zählen insbesondere

Soja und Rindfleisch. Aber auch andere

Agrarprodukte, wie Erdnüsse, Sesam und

Chiasamen oder auch Maniokstärke und Biozucker

können für den europäischen Markt

interessant sein. Die Produzenten des Agrarsektors

sehen in dem Abkommen eine große

Chance, neue Absatzmärkte zu erschließen,

wobei viele von ihnen bereits weltweit und

auch in Europa aktiv sind. Dies hat im vergangenen

Jahr auch die Beteiligung Paraguays als

Partnerland der Lebensmittelleitmesse Anuga

in Köln gezeigt. Gleichzeitig gibt es aber auch

noch viel Potenzial zur Weiterentwicklung

und Wertsteigerung der Lebensmittelproduktion

im Land sowohl durch Automatisierungsund

Verarbeitungsprozesse durch den Einsatz

entsprechender Technologien als auch durch

die Zertifizierung von ökologischer Landwirtschaft.

Paraguay bietet hier noch viel Entwicklungspotenzial,

welches hoffentlich durch ein

Abkommen mit der EU gehoben und genutzt

werden kann.

Dann kam die Corona-Pandemie. Können

Sie uns die Auswirkungen der Pandemie auf

SEPTEMBER 2020 ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ 24 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- www.heilbronn.ihk.de


die Wirtschaft Paraguays schildern?

Als Agrarland konnte der wesentliche

Wirtschaftsbereich auch während der Pandemie

produzieren und weiterhin gefragte

Erzeugnisse exportieren. Allerdings hängt die

wirtschaftliche Dynamik damit immer auch

vom Klima, den Weltmarktpreisen für Agrarrohstoffe

und auch von der Entwicklung

in Argentinien und Brasilien ab, den zwei

wichtigsten Exportmärkten Paraguays. Die

aktuelle Krise wird allen drei Volkswirtschaften

gehörig zusetzen, wenngleich zumindest

die Ausbreitung hier unter Kontrolle ist. Ende

Juli zählt das Land rund 4.400 registrierte Fälle

und 40 Tote. Bereits nach Bekanntwerden

des zweiten Infektionsfalls von Covid-19 Mitte

März wurde die Quarantäne ausgerufen,

welche in den Folgemonaten schrittweise

gelockert wurde, um verschiedene Wirtschaftsbereiche

zu reaktivieren. Die paraguayische

Regierung hat für ihr entschlossenes

Handeln international viel Lob erhalten und

konnte somit in dieser schwierigen Zeit positiv

auf sich aufmerksam machen. Die Zentralbank

erwartet für dieses Jahr eine negative

BIP-Entwicklung von -2,5 Prozent, was im

weltweiten Vergleich moderat ist. Ratingagenturen

sind hier etwas pessimistischer,

sagen jedoch für das kommende Jahr wieder

Wachstumsraten um 5 Prozent voraus. Letztlich

wird jedoch vieles wieder von den drei

eingangs genannten Faktoren abhängen.

Sind Chancen und Möglichkeiten in der

Krise für die paraguayische Wirtschaft entstanden?

Eine Krise kann - und sollte - in Chancen

umgewandelt werden, da die Bewältigung

neuer Herausforderungen immer auch einen

Entwicklungsprozess anstößt. So hat die

Digitalisierung einen großen Schub erfahren

und auch das Thema der Transparenz, gerade

im Umgang mit den bewilligten Maßnahmepaketen

und öffentlichen Mitteln zur Bewältigung

der Krise, ist medial in den Fokus

gerückt. Dies sind zwei Bereichen, in denen

es in Paraguay noch Entwicklungsbedarf gibt.

Die Quarantäne hat es notwendig gemacht,

dass sich auch Kleinunternehmer stärker mit

dem Internethandel und der Vermarktung in

sozialen Netzwerken auseinandersetzen. Damit

steigt beispielsweise auch das Geschäft

der Lieferdienste deutlich an. Mit entsprechender

Kreativität sind somit einige Gewinner

aus der Krise hervorgegangen. Gleichwohl

muss man aber betonen, dass die Zahl

der Verlierer deutlich überwiegt, da neue

Vertriebswege bei abnehmender Kaufkraft

und Nachfrage allein keine Lösung darstellen.

Es ist jedoch ein Bewusstsein entstanden,

dass es wichtig ist, die Wirtschaft weiter

zu diversifizieren, die Transparenz zu stärken,

soziale Sicherungssysteme auszubauen

und die gesamtgesellschaftliche Resilienz zu

erhöhen. Somit bleibt die Hoffnung, dass viele

der neuen Erkenntnisse tatsächlich zu neuen

Chancen und Möglichkeiten führen.

Die AHK Paraguay ist seit 1956 als erfolgreicher

Vertreter der Deutschen Wirtschaft

in Asunción präsent. Welche Herausforderungen

haben Sie jetzt für den Standort Paraguay?

Als Kammer stehen wir vor den gleichen

Herausforderungen wie andere AHKs weltweit.

Da wir uns hauptsächlich über unsere

Dienstleistungen, Veranstaltungen und Mitgliedschaften

finanzieren, sind wir von der

Pandemie stark betroffen. Geschäftsreisen

finden derzeit nicht statt, Messen wurden verschoben

und neue Mitglieder zu gewinnen

ist in Zeiten von Budgetkürzungen ebenfalls

schwierig. Gleichwohl ist gerade in Krisenzeiten

der Einsatz der Kammer gefragt und man

sollte dies als Chance begreifen, den Wert der

Mitgliedschaft und des Netzwerkes herauszustellen.

Mit rund 300 Mitgliedsunternehmen

ist die AHK in Paraguay die größte binationale

Unternehmervereinigung im Land und stellt

damit eine wichtige Plattform dar. Zumindest

virtuell konnten wir das Netzwerk durch verschiedene

neue Formate stärken und unseren

aktiven Mitgliedern Sichtbarkeit und neue

wertvolle Kontakte verschaffen. Auch in der

Region sind wir sehr eng zusammengerückt

und haben gemeinsam eine virtuelle multisektorale

Messe mit allen lateinamerikanischen

AHKs, deren Mitgliedern und vielen deutschen

Unternehmen organisiert. Die viertägige

„Expo Alemania“ zählte mehr als 340 Aussteller

und über 200.000 Besuche an vier Tagen.

Somit haben wir erfolgreich die Herausforderung

angenommen, unseren Beitrag zur Aktivierung

der wirtschaftlichen Beziehungen

zwischen Deutschland und Lateinamerika zu

leisten.

INFO

Mercosur ist die abgekürzte

Bezeichnung für

den „Gemeinsamen Markt

Südamerikas“. Die spanische

Bedeutung für die Abkürzung

ist Mercado Común del Sur.

KONTAKT

Slim Derouiche

Referent Außenwirtschaft

Telefon 07131 9677-137

E-Mail slim.derouiche@

heilbronn.ihk.de

www.heilbronn.ihk.de ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 25 -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- SEPTEMBER 2020


Geld + Märkte

Wie unterstützt die Kammer ihre Mitgliedsunternehmen

und am paraguayi-schen

Markt interessierte deutsche Unternehmen

in dieser Zeit?

Wir versuchen, alle etablierten Veranstaltungen

und Unterstützungsangebote soweit

möglich auf virtuelle Formate umzustellen

und dazu auch neue Angebote zu entwickeln.

Die Unterstützung von Unternehmen bei der

Geschäftspartnersuche in Paraguay und in

Deutschland ist weiterhin gut möglich. Teils

erleichtern Videokonferenzen sogar stark

den Prozess des ersten Kennenlernens und

der Identifizierung grundsätzlich interessanter

Geschäftspartner. Es kann somit ein

guter Zeitpunkt sein, um sich neuen Märkten

zuzuwenden und hier erste Kontakte zu

knüpfen, die dann irgendwann durch ein

persönliches Treffen konkretisiert werden. In

diesem Zusammenhang planen wir für den

Oktober gemeinsam mit den anderen europäischen

Kammern und dem paraguayischen

Wirtschaftsministerium eine virtuelle

Seminarreihe und B2B-Kontaktbörse, die

sich an europäische Unternehmen richten

und die Chance bieten, Marktchancen und

potenzielle Geschäftspartner kennenzulernen.

Alle Unternehmen aus dem Kammerbezirk

der IHK Heilbronn-Franken sind hierzu

sehr herzlich eingeladen.

KONTAKT

Martin Neuberger

Referent Wirtschaftsförderung

Telefon 07131 9677-112

E-Mail martin.neuberger@

heilbronn.ihk.de

FORUM ERSTMALS IM

LIVESTREAM

L-Bank-Wirtschaftsforum Heilbronn-Franken

am 1. Oktober.

Die L-Bank Baden-Württemberg

richtet ihre Wirtschaftsforen

jährlich in wechselnden

Regionen des Landes aus. In

diesem Jahr ist alles anders –

und aus dem persönlichen

Treffen mit Vorträgen, Diskussionen und

Netzwerken wird ein virtuelles Format.

Soforthilfe der anderen Art

Die ökonomischen Auswirkungen der Pandemie

sind gravierend. Sie treffen besonders

den baden-württembergischen Mittelstand.

Das von der L-Bank gemeinsam mit der Bürgschaftsbank

Baden-Württemberg, der IHK

Heilbronn-Franken und der Handwerkskammer

Heilbronn-Franken organisierte Wirtschaftsforum

geht auf die Sorgen und Nöte der

kleinen und mittleren Unternehmen ein und

bietet Soforthilfe der anderen Art.

Am 1. Oktober 2020 kann am Wirtschaftsforum

online teilgenommen und die Veranstaltung

im Livestream verfolgt werden – sei es

im Betrieb, am Arbeitsplatz, im Büro oder im

Homeoffice. Im Mittelpunkt des Forums stehen

virtuelle und interaktive Workshops mit

Experten-Chat zu aktuellen Themen und Folgen

der Corona-Krise.

Service- und Unterstützungsangebote

Das Wirtschaftsforum zeigt Wege auf, wie Unternehmen

mit öffentlichen Förderprogrammen

und Bürgschaften ihre Liquidität sichern

können. Genauso wichtig ist aber auch der

Blick nach vorne: So werden Finanzierungsmöglichkeiten

vorgestellt, die den Mittelstand

dabei unterstützen, Innovations- und Digitalisierungsprojekte

passgenau umzusetzen.

Die IHK und die Handwerkskammer informieren

in einem gemeinsamen Workshop

über ihre vielfältigen Service- und Unterstützungsangebote

für die Unternehmen.

Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung

jedoch notwendig. Weitere Informationen

zum Wirtschaftsforum und zum Programm

im Internet unter

www.wirtschaftsforum-bw.de

SEPTEMBER 2020 ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ 26 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- www.heilbronn.ihk.de


© Gina Sanders – adobestock.com

FINANZELLE HILFEN FÜR

UNTERNEHMEN UND

START-UPS

IHK-Broschüre „Finanzielle Gewerbeförderung“

neu aufgelegt.

Von Martin Neuberger

Die Corona-Pandemie und die

zu ihrer Eindämmung eingeleiteten

Maßnahmen haben

die Unternehmen massiv getroffen

und vielfach zu finanziellen

Problemen geführt.

Bund und Land unterstützen die Wirtschaft

daher mit verschiedenen Förderprogrammen

bei der Bewältigung der Corona-Krise.

Auch zur Finanzierung von Investitionen und

Existenzgründungen gibt es eine Vielzahl von

öffentlichen Finanzierungshilfen.

Vor diesem Hintergrund ist es für Unternehmen

und Start-ups unerlässlich, sich über die

Finanzierungsmöglichkeiten zu informieren.

Dies gilt besonders auch für Betriebe in

coronabedingten wirtschaftlichen Schwierigkeiten.

Die Förderinstitute stellen betroffenen

Unternehmen mit Betriebsmittel- und

Überbrückungsfinanzierungen dringend benötigte

Liquidität sowie Bürgschaften zur

Verfügung.

Umfassende Information – auch zu Corona-

Hilfen

Mit der Broschüre „Finanzielle Gewerbeförderung

im Land Baden-Württemberg“ bietet

die IHK Heilbronn-Franken umfassende

Information zu den öffentlichen Förderprogrammen

und den Corona-Hilfen. Die nun

aktualisierte Publikation enthält auf 24 Seiten

einen kompakten Überblick zu den Finanzierungshilfen

von Bund und Land.

Die Förderinstitute unterstützen bei nahezu

allen Investitions- und Finanzierungsvorhaben.

Die häufigste Form der Förderung sind

zinsgünstige Kredite. Daneben gibt es aber

auch Zuschüsse, beispielsweise für Unternehmensberatungen

oder für Forschungs- und

Entwicklungsdienstleistungen. Weitere Förderschwerpunkte

sind Umweltschutzmaßnahmen

und Energieeffizienz sowie Innovations-

und Digitalisierungsvorhaben. Bei

fehlenden Sicherheiten können Bürgschaften,

zur Verbesserung der Eigenkapitalausstattung

Beteiligungen beantragt werden.

Die Broschüre ist kostenfrei erhältlich bei der

IHK. Die Informationen stehen auch auf der

IHK-Homepage:

www.heilbronn.ihk.de

Dok.-Nr.: STU001537

KONTAKT

Martin Neuberger

Referent Wirtschaftsförderung

Telefon 07131 9677-112

E-Mail martin.neuberger@

heilbronn.ihk.de

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Newsticker

Neues aus Berlin und Brüssel

Verdienstausfall wegen Corona:

Eltern haben Anspruch auf

Entschädigung

Berlin. Die Kita oder Schule

ist wegen Corona nur eingeschränkt

geöffnet, die Arbeit im

Homeoffice ist nicht möglich

oder zumutbar und der Partner

oder die Partnerin kann sich

auch nicht um das Kind kümmern:

Für Eltern, die wegen einer

solchen Situationen nicht

arbeiten können, besteht Anspruch

auf Entschädigung des

Verdienstausfalls. Darauf macht

das Netzwerkbüro „Erfolgsfaktor

Familie“ aufmerksam. Danach

zahlt der Arbeitgeber eine Entschädigung

von 67 Prozent des

Netto-Gehalts und höchstens

2016 Euro im Monat, die er sich

von der zuständigen Behörde

erstatten lässt. Allerdings müsse

in dem Antrag die Betreuungssituation

des Kindes überzeugend

dargelegt werden. Neu ist die

Verlängerung der Bezugsdauer

dieser Entschädigung von sechs

auf zehn Wochen pro Elternteil

und für Alleinerziehende auf bis

zu 20 Wochen. Bis zu sechs Wochen

übernimmt der Arbeitgeber

die Auszahlung der Entschädigung,

ab der siebten Woche

stellen Beschäftigte den Antrag

direkt bei der örtlich zuständigen

Behörde. Die Regelung besteht

bis zum Ende des Jahres

2020, und der Entschädigungsanspruch

kann bis zu diesem

Zeitpunkt tageweise aufgeteilt

werden. Fragen und Antworten

dazu stehen beim Bundesministerium

für Gesundheit sowie auf

der Informationsseite zum Infektionsschutzgesetz

IfSG zum

Download zur Verfügung.

kunze.thilo@dihk.de

AHK-Jahresbericht 2019 veröffentlicht

Berlin. Der Brexit, Handelskonflikte,

eine schwächelnde Weltkonjunktur:

Schon vor der Corona-Krise

blies deutschen Unternehmen

im internationalen

Geschäft der Wind hart ins Gesicht.

Einen Rück- und Ausblick

aus Sicht der deutschen Auslandshandelskammern

(AHKs)

bietet der jetzt erschienene AHK-

Jahresbericht 2019.

Auf 32 Seiten hat der Deutsche

Industrie- und Handelskammertag

(DIHK) zusammengestellt,

was die rund 2.400 AHK-Mitarbeiter

an über 140 Standorten

in 92 Ländern im vergangenen

Jahr geleistet haben und nach

wie vor – in der Krise unter besonderem

Hochdruck – leisten.

Highlights wie Termine mit Bundeskanzlerin

Angela Merkel, der

singapurischen Präsidentin Halimah

Yacob oder Bundeswirtschaftsminister

Peter Altmaier

sind in dem Bericht ebenso

aufgeführt wie beeindruckende

Zahlen und Fakten rund um das

AHK-Netzwerk. So wurden 2019

beispielsweise bei 5.900 Veranstaltungen

insgesamt 2.400.000

Teilnehmer in Deutschland und

in den Gastländern verzeichnet,

mehr als 50.000 Mitgliedsunternehmen

oder 2.500 ehrenamtliche

Mitarbeiter gezählt. Bei 750

Delegationsreisen lernten 11.000

Unternehmer Auslandsmärkte

vor Ort kennen; auf den Websites

der AHKs gab es 10 Millionen

Besuche.

jekat.christian@dihk.de

Geologiedatengesetz: Neue Meldepflichten

für Unternehmen

Berlin. Trotz erheblicher Kritik

aus der Wirtschaft ist am ersten

Juli das Geologiedatengesetz

(GeolDG) in Kraft getreten. Für

Unternehmen, die geologische

Untersuchungen durchführen,

bedeutet das erweiterte Anzeige-

und Übermittlungspflichten.

Betroffen sind beispielsweise

Schürfungen, Grabungen oder

Bohrungen für die Untersuchung

von Baugrundstücken oder zur

Erdwärmenutzung. Aber auch

Analysen für die Altlastenerkundung

und -sanierung. Das

Gesetz sieht vor, dass diese Untersuchungen

zwei Wochen vor

Beginn angezeigt und die gewonnenen

Daten in der Regel den

geologischen Diensten übermittelt

werden müssen. Laut Gesetz

müssen bereits kleinste Schürfungen,

Sondierungen oder sogar

Messungen und Aufnahmen der

Erdoberfläche durch Fernerkundung

(bspw. durch Fotografie,

Schall, Infrarot o. Ä.) gemeldet

werden. Das betrifft zahlreiche

Tätigkeiten im Bereich der Vermessungstechnik,

Kartographie

sowie Boden- oder Grundwasseranalytik.

Die Belastung insbesondere

der Baubranche ist

immens: Baugrunduntersuchungen

werden in Deutschland millionenfach

im Jahr durchgeführt.

Hinzu kommen tausende Unternehmen

im Bereich der Geodäsie,

Vermessungstechnik, Kartographie

oder dem Boden- und

Grundwasserschutz. Bei ihnen

kann der Einsatz von Geräten

wie Handbohrern, Sonden und

sonstiger Vermessungstechnik

künftig nicht mehr so flexibel

gehandhabt werden. Außerdem

müssen Veränderungen auf

Baustellen, die erneute Untersuchungen

mit sich bringen können,

zwei Wochen oder bis zur

Erlaubnis der Behörde zum vorzeitigen

Beginn warten. Allerdings

konnte im Gesetzgebungsverfahren

erreicht werden, dass

die geologischen Dienste der

Länder Ausnahmen festlegen

können. Konkret können hierdurch

kleinere Untersuchungen

bis zu 10 Meter Tiefe von einzelnen

Pflichten ausgenommen

werden. Der DIHK versucht daher

gerade gemeinsam mit den

IHKs weitreichende Ausnahmen

zu erreichen.

dierks.hauke@dihk.de

SEPTEMBER 2020 ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ 28 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- www.heilbronn.ihk.de


PR-BEITRAG

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PR-Beitrag

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PERSONAL FÜR DIGITALI-

SIERUNG & VERÄNDERUNG

Finanzierungs fragen?

Löchern Sie uns ruhig.

Beim digitalen L-Bank-Wirtschaftsforum am

1. Oktober 2020 im Livestream.

Die Pandemie hat unsere Wirtschaft stark getroffen. Die unsichere

Situation hat eine hohe Dynamik, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit

gefordert. Jedoch wurden dadurch auch neue

Potentiale und positive Veränderungen angestoßen. Für die

Zukunft und den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen sind

Agilität, qualifiziertes Personal und progressives Management

wichtiger denn je.

Herausforderungen

Auch wenn die Corona-Krise den Druck auf die Wirtschaft

massiv erhöht hat und die Art und Weise, wie wir derzeit arbeiten

sich stark gewandelt hat, sollten die Unternehmen nachhaltig mit

ihren Beschäftigten umgehen. Da Unsicherheit und Sorge bei den

Mitarbeitern gestiegen sind, ist die Erhaltung der Arbeitgebermarke

von großer Bedeutung. Gleichzeitig verlangt die exponentiell

voranschreitende Digitalisierung nach neuem und anderem

Wissen, damit ist ein Ende des Fachkräftebedarfs nicht in Sicht.

Zukunftsweisendes Personalmanagement

Als verlässlicher Partner und Transformationsexperte unterstützt

die BERA GmbH Unternehmen in allen Personalfragen. Der

HR-Experte bietet effektive und maßgeschneiderte Konzepte –

von der Suche nach speziellen Kompetenzen für die anstehenden

Veränderungen, bis zu innovativen Lösungen für die Sicherung

von Fachkräften bei Einstellungsstopp, Befristungsende oder

Freistellung. Im Rahmen der flexiblen Personalstandssicherung

übernehmen die Personalprofis beispielsweise Mitarbeiter und

stellen diese den Unternehmen wieder in Arbeitnehmerüberlassung

zur Verfügung, bis die weitere Entwicklung klar ist. So

wird Know-how gesichert und die Arbeitgeberattraktivität bleibt

erhalten.

Bohren Sie nach – in kompakten zwei Stunden möchten wir

Sie gemeinsam mit unseren Partnern, der Bürgschaftsbank

Baden-Württemberg, der Handwerkskammer Heilbronn-

Franken und der Industrie- und Handelskammer Heilbronn-

Franken über die in der aktuellen wirtschaftlichen Situation

passenden Förder- und Hilfs angebote für Ihr Unternehmen

informieren.

Dabei stellen die Corona-Pandemie und der sich beschleuni

gende Strukturwandel den Mittelstand vor große Herausforderungen.

Das erste digitale Wirtschaftsforum greift die

besonderen Fragestellungen der heimischen Betriebe auf

und bietet im Livestream in diesem Jahr Soforthilfe der

anderen Art.

Im Mittelpunkt stehen fünf virtuelle Workshops zu konkreten

Themen der derzeitigen Krise und ihrer Folgen. Expertenchats

ergänzen die interaktiven Web-Seminare. Das Wirt -

schaftsforum zeigt Wege, wie Unternehmen in der aktuellen

Situation ihre Liquidität sichern können. Genauso wichtig ist

aber auch der Blick nach vorn: Fachleute der Banken und

Kammern stellen Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten

vor, die den Mittelstand dabei unterstützen, Innovations- und

Digitalisierungsprojekte optimal umzusetzen.

Die Teilnahme ist kostenlos. Wir freuen uns auf Sie.

Jetzt anmelden unter wirtschaftsforum-bw.de

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V.i.S.d.P.: Bera GmbH

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Statistik

WIRTSCHAFTS-

ZAHLEN

Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind die Umsätze

der regionalen Industriebetriebe im Juni

2020 um 0,4 Prozent gesunken. Das Auslandsgeschäft

verzeichnete ein Wachstum in Höhe

von 3,7 Prozent. Im Juni 2020 beschäftigten die

Industriebetriebe in der Region 128.794 Mitarbeiter.

Dies waren 2.553 Personen weniger als

im Juni 2019 (- 1,9 Prozent).

Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen

Erwerbspersonen lag im Juli 2020 in der Region

Heilbronn-Franken bei 4,2 Prozent (Baden-

Württemberg 4,4 Prozent).

ARBEITSMARKT

Offene Stellen

Juli 2019 Juli 2020

Veränd.

in %

Stadt- und Landkreis Heilbronn 5.146 2.460 - 52,2

Hohenlohekreis 1.284 900 - 29,9

Landkreis Schwäbisch Hall 2.428 1.851 - 23,8

Main-Tauber-Kreis 2.649 1.445 - 45,5

Region Heilbronn-Franken 11.507 6.656 - 42,2

Baden-Württemberg 111.357 66.723 - 40,1

Deutschland (früheres Bundesgebiet) 642.517 445.907 - 30,6

Deutschland (insgesamt) 799.076 573.159 - 28,3

Arbeitslose

Juli 2019 Juli 2020

Veränd.

in %

Stadt- und Landkreis Heilbronn 8.893 12.996 + 46,1

Hohenlohekreis 1.608 2.333 + 45,1

Landkreis Schwäbisch Hall 2.984 4.127 + 38,3

Main-Tauber-Kreis 1.890 2.941 + 55,6

Region Heilbronn-Franken 15.375 22.397 + 45,7

Baden-Württemberg 193.897 280.700 + 44,8

Deutschland (früheres Bundesgebiet) 1.737.215 2.247.292 + 29,4

Deutschland (insgesamt) 2.275.461 2.910.008 + 27,9

PREISE

Index für die Lebenshaltung

Verbraucherpreisindex Juli 2019 Juli 2020

Veränd.

Baden-Württemberg (2015 = 100) 106,6 106,9 + 0,3

Deutschland (insgesamt) (2015 = 100) 106,2 106,1 - 0,1

in %

Arbeitslosenquote Juli 2020

in % der

abh. EWP 1)

in % aller

EWP 2)

Stadt- und Landkreis Heilbronn 5,1 4,7

Hohenlohekreis 3,8 3,4

Landkreis Schwäbisch Hall 3,9 3,6

Main-Tauber-Kreis 4,2 3,8

Region Heilbronn-Franken 4,6 4,2

Baden-Württemberg 4,9 4,4

Deutschland (früheres Bundesgebiet) 6,6 6,0

Deutschland (insgesamt) 7,0 6,3

Aktuelle Wirtschaftszahlen inklusive der „Einfuhr- und Ausfuhrpreise“ (Gewerbliche Indizes

und Industrielle Erzeugnisse) können Sie direkt nachlesen unter www.heilbronn.ihk.de/wirtschaftszahlen.

Hinweis für den Abschluss von Wertsicherungsklauseln:

Die Berechnung der Indizes für das frühere Bundesgebiet, die neuen Länder und für spezielle

Haushalts typen wurde ab Februar 2003 bei der Umstellung auf das Preisbasisjahr

2000 eingestellt.

Weitere Informationen zu Wertsicherungsklauseln bietet das Statistische Bundesamt:

Telefon 0611 754777, Internet: www.destatis.de/wsk (interaktives Berechnungsprogramm).

Die Daten werden monatlich aktualisiert. Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg,

Statistisches Bundesamt, eigene Berechnungen (Tabelle: IHK Heilbronn-Franken).

1) bezogen auf abhängige zivile Erwerbspersonen (sozialversicherungspflichtig Beschäftigte,

geringfügig Beschäftigte, Beamte, Arbeitslose)

2) bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen

Die Daten werden monatlich aktualisiert. Quelle: Agenturen für Arbeit der Region; Regionaldirektion

Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit; Bundesagentur für Arbeit;

eigene Berechnungen (Tabelle: IHK Heilbronn-Franken).

SEPTEMBER 2020 ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ 30 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- www.heilbronn.ihk.de


VERARBEITENDES GEWERBE 3)

Beschäftigte

Juni 2019 Juni 2020

Veränd.

in %

Stadtkreis Heilbronn 10.093 10.258 + 1,6

Landkreis Heilbronn 52.322 50.594 - 3,3

Hohenlohekreis 21.437 21.298 - 0,6

Landkreis Schwäbisch Hall 28.350 27.843 - 1,8

Main-Tauber-Kreis 19.145 18.801 - 1,8

Region Heilbronn-Franken 131.347 128.794 - 1,9

BESCHÄFTIGTE Verarbeitendes Gewerbe

144.000*

84.000*

24.000

18.000

12.000

6.000

10.093

10.258

Juni 2019

Juni 2020

52.322

50.594

21.437

21.298

28.350

27.843

19.145

18.801

131.347

128.794

Baden-Württemberg 1.200.206 1.166.175 - 2,8

Stadtkreis

Heilbronn

* gekürzt.

Landkreis

Heilbronn

Hohenlohekreis

Landkreis

Schwäbisch

Hall

Main-Tauber-

Kreis

Region

Heilbronn-

Franken

Umsatz (in 1.000 Euro)

Juni 2019 Juni 2020

Veränd.

in %

Stadtkreis Heilbronn 204.349 192.908 - 5,6

Landkreis Heilbronn 1.275.425 1.272.028 - 0,3

Hohenlohekreis 407.408 425.360 + 4,4

Landkreis Schwäbisch Hall 496.111 491.658 - 0,9

Main-Tauber-Kreis 254.959 245.360 - 3,8

Region Heilbronn-Franken 2.638.252 2.627.314 - 0,4

Baden-Württemberg 26.901.418 25.924.296 - 3,6

UMSATZ Verarbeitendes Gewerbe

3.500.000*

2.000.000*

500.000

375.000

250.000

125.000

204.349

192.908

Juni 2019

Juni 2020

1.275.425

1.272.028

407.408

425.360

496.111

491.658

254.959

245.360

2.638.252

2.627.314

davon Export (in 1.000 Euro)

Juni 2019 Juni 2020

Veränd.

in %

Stadtkreis Heilbronn 95.453 92.482 - 3,1

Landkreis Heilbronn

Hohenlohekreis 230.057 244.975 + 6,5

Landkreis Schwäbisch Hall 248.352 210.382 - 15,3

Main-Tauber-Kreis

Region Heilbronn-Franken 1.310.489 1.358.809 + 3,7

Baden-Württemberg 15.250.277 14.569.868 - 4,5

3) Betriebe mit mindestens 50 Beschäftigten, Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe

2008 (WZ 2008); Daten 2018: jahreskorrigierte Werte

= keine Angaben aus Geheimhaltungsgründen

Die Daten stehen immer mit einer Verzögerung von rund zwei Monaten zur Verfügung und

werden monatlich aktualisiert. Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Statistisches

Bundesamt, eigene Berechnungen (Tabelle: IHK Heilbronn-Franken).

DAVON EXPORT Verarbeitendes Gewerbe

1.800.000*

250.000

200.000

150.000

100.000

50.000

Stadtkreis

Heilbronn

95.453

92.482

Stadtkreis

Heilbronn

Landkreis

Heilbronn

Juni 2019

Juni 2020

Keine Angaben aus

Geheimhaltungsgründen

Landkreis

Heilbronn

Hohenlohekreis

* gekürzt. Werte in 1.000 Euro.

230.057

244.975

Hohenlohekreis

* gekürzt. Werte in 1.000 Euro.

Landkreis

Schwäbisch

Hall

248.352

210.382

Landkreis

Schwäbisch

Hall

Main-Tauber-

Kreis

Keine Angaben aus

Geheimhaltungsgründen

Main-Tauber-

Kreis

Region

Heilbronn-

Franken

1.310.489

1.358.809

Region

Heilbronn-

Franken

www.heilbronn.ihk.de ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 31 --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- SEPTEMBER 2020


WIRTSChaftsjunioren

MENSCHENCODE – WIE MAN SICH

UND ANDERE ENTSCHLÜSSELT

Sabine Oberhardt.

KONTAKT

Daniel Borchardt

Leiter „AK Mittelstand“

Wirtschaftsjunioren

Heilbronn-Franken e.V.

Telefon 07131 9677-265

E-Mail info@wjhn.de

© privat

Die Expertin für Profilanalytik

und Quantum Profilerin, Sabine

Oberhardt, stellt am 15. Oktober

im Rahmen der „Wissen

satt“- Reihe der Wirtschaftsjunioren

Heilbronn-Franken sieben

Codes vor, aus denen sich die

Persönlichkeit eines Menschen

zusammensetzt.

Woran liegt es, dass manche

Führungskräfte

ihre Mitarbeiter begeistern

und andere es

nicht schaffen, diese zu

motivieren? Was macht

einen Verkäufer zum Spitzenverkäufer? Wie

schafft es der eine Kollege, befördert zu werden

und der andere nicht? Warum lieben manche

Menschen ihre Kunden und anderen fehlt das

Verständnis für sie? Jeder Mensch trägt seinen

individuellen Code in sich. Dieser zeigt sich im

Verhalten, der Körpersprache, den Prägungen,

dem Energiezustand sowie dem Erfolgsdenken.

Dieses Jahr ist Sabine Oberhardt zu Gast

bei WJ „Wissen satt am 15. Oktober. Sie ist Autorin,

Trainerin und Coach und zusätzlich Expertin

für Profilanalytik und Quantum Profiler.

Sie versteht es, mit Zielorientierung und Menschenkenntnis

Geschäftsführer, Führungskräfte

und Vertriebsmitarbeiter zum Erfolg zu

führen. Sie begleitet seit fast 20 Jahren tausende

von Führungskräften und Vertriebsmitarbeiter

und wird von ihren Kunden als die „Möglich-

Macherin“ gesehen. In ihrem Vortrag geht sie

auf die sieben Komponenten ein, die eine Persönlichkeit

ausmachen. Mit Begeisterung, Engagement

und Humor schafft sie es, ihre Zuhörer

anzustecken.

ANMELDUNG

Die kostenfreie Veranstaltung findet am

15. Oktober ab 18:30 Uhr statt. Der Vortrag mit

anschließender Fragerunde wird als Youtube-

Livestream übertragen. Um Anmeldung bis

zum 9. Oktober 2020 wird gebeten unter www.

wjhn.de/w-satt oder in der Geschäftsstelle unter

07131 9677-265 bzw. info@wjhn.de.

www.wjhn.de/w-satt

ANMELDUNG

Die kostenfreie Veranstaltung

findet am 30. Oktober ab 14

Uhr statt. Um Anmeldung bis

zum 26. Oktober wird gebeten

unter www.wjhn.de/jut oder

in der Geschäftsstelle unter

07131 9677-265 bzw. info@

wjhn.de.

KONTAKT

Christian Kaiser

Leiter AK „Mut zum Unternehmertum“

Wirtschaftsjunioren

Heilbronn-Franken e.V.

Telefon 07131 9677-265

E-Mail info@wjhn.de

GRÜNDEN UND FÜHREN

Beim kostenfreien Jungunternehmertag

der Wirtschaftsjunioren

in Kooperation mit der IHK Heilbronn-Franken

am Freitag, den

30. Oktober erhalten Teilnehmer

wertvolle Tipps zur Unternehmensgründung

und -festigung.

Beim Jungunternehmertag geben

die WJ Einblicke zu wichtigen

Themen für Gründer und junge

Unternehmer: Von der passenden

Rechtsform und der erfolgversprechenden

Geschäftsidee über die

Finanzplanung und den Businessplan bis hin

zur Kundenbindung und Außenwirkung der Firma.

Die Referenten zeigen auch Fallstricke und

Lösungsansätze auf, um Fehler zu vermeiden.

www.wjhn.de/jut

SEPTEMBER 2020 ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ 32 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- www.heilbronn.ihk.de


ERFOLGSRITUALE FÜR POWERFRAUEN

Praktische Karriere-Tipps, die

Frauen problemlos in ihren Arbeitsalltag

einbauen können,

gibt die Diplom-Sozialpädagogin

und Kommunikationswirtin

Regina Schulz in der kostenfreien

digitalen Veranstaltung

im Rahmen der landesweiten

Frauenwirtschaftstage am

15. Oktober.

Viele Frauen sagen: „Als Frau

muss man doppelt so viel

leisten, um die Hälfte der

Anerkennung zu bekommen.“

Ein tragischer Irrtum:

Als Frau muss man lediglich

die häufigsten Business-Rituale durchschauen,

um endlich die verdiente Anerkennung

zu erhalten. Weiblicher Berufserfolg ist kein

magisches Rätsel, sondern ein immer wiederkehrendes

und damit erlernbares Ritual

des Arbeitsalltags. Bei dieser Veranstaltung

lernen Teilnehmerinnen auf informative,

kompetente und amüsante Weise von Regina

Schulz, diese Rituale glasklar zu durchschauen

und in Zukunft für den eigenen beruflichen

Erfolg zu nutzen. Dieser Vortrag ist ein

Muss für (zukünftige) Chefinnen und für die

berufstätige Frau, egal auf welcher Sprosse

der Karriereleiter sie aktuell steht.

Veranstaltet wird dieser Vortrag mit anschließendem

Austausch von der Agentur für Arbeit

Schwäbisch Hall – Tauberbischofsheim,

der Kontaktstelle Frau und Beruf Heilbronn-

Franken, dem Regionalbüro für berufliche

Fortbildung Heilbronn, Hohenlohe, Main-

Tauber-Kreis und Schwäbisch Hall sowie

dem Mittelstandszentrum Tauberfranken

GmbH zusammen mit den Wirtschaftsjunioren

Heilbronn-Franken.

www.wjhn.de/fwt

Regina Schulz.

© privat

ANMELDUNG

Die kostenfreie Veranstaltung

findet am 15. Oktober ab

18 Uhr online mit dem Programm

Zoom statt.

Um Anmeldung bis zum

7. Oktober wird gebeten unter

www.wjhn.de/fwt oder in der

Geschäftsstelle unter 07131

9677-265 bzw. info@wjhn.de.

www.heilbronn.ihk.de ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 33 -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- SEPTEMBER 2020


Recht + Rat

ÖFFENTLICHE AUS-

SCHREIBUNGEN

LEICHT(ER) GEMACHT

Das Amtliche Verzeichnis Präqualifizierter

Unternehmen (AVPQ).

Von Hildegard Reppelmund

und Tino Müller

Die Beteiligung an öffentlichen

Ausschreibungen ist für Bieter

aufwändig. Ob sich der

Aufwand gelohnt hat, ist erst

im Nachhinein klar. Durch

die Eintragung im Amtlichen

Verzeichnis präqualifizierter Unternehmen

(AVPQ) kann die Teilnahme vereinfacht und

erleichtert werden.

Die Ausgangslage für die Beteiligung an öffentlichen

Ausschreibungen

Öffentliche Auftraggeber müssen, wenn sie

Liefer- und Dienstleistungen oder Bauleistungen

beauftragen wollen, bestimmte Verfahren

für diese Beschaffungen einhalten, sofern

gewissen Schwellenwerte überschritten

sind. Das regelt das Vergaberecht. Die öffentlichen

Ausschreibungen dienen dazu, dass die

öffentlichen Aufträge einerseits den Anforderungen

an eine wirtschaftliche und sparsame

Haushaltsführung gerecht werden, also dass

sorgsam mit Steuermitteln umgegangen wird

und andererseits, dass das jenige Unternehmen,

das den Zuschlag erhält, in einem fairen,

wettbewerblichen und transparenten Verfahren

und unter Beachtung des Gleichbehandlungsgrundsatzes

ermittelt wird.

In der Vergabeverordnung (VgV) ist die öffentliche

Auftragsvergabe für Liefer- und

Dienstleistungen (außerhalb des Sektorenbereiches

und Verteidigung/Sicherheit) für

Aufträge ab dem Schwellenwert von 214.000

EUR netto geregelt und für Bauleistungen ab

dem Schwellenwert von 5.350.000 EUR. Mit

der Unterschwellenvergabeordnung (UVgO)

hat das Bundeswirtschaftsministerium seit

dem 2. September 2017 eine Regelung für

die Auftragserteilung unterhalb des EU-

Schwellenwerts geschaffen. Öffentliche Auftraggeber

sind demnach verpflichtet, vor der

Auftragsvergabe eine Eignungsprüfung der

Bieter durchzuführen. Hierzu sind durch die

Bieter unternehmens- und auftragsspezifische

Unterlagen mit Abgabe eines Angebotes

einzureichen.

Aufgrund der aktuellen Situation wurden

zwar seitens der Bundes- und Landesministerien

stark vereinfachte Verfahrensregelungen

eingeführt, um die Beschaffungen

zu erleichtern. Auf die Eignungsprüfung darf

allerdings auch jetzt nicht verzichtet werden.

Die Grundsätze des wettbewerblichen Verfahrens

unter Beachtung des Gleichbehandlungsgrundsatzes

sowie der Transparenz gelten

weiterhin.

Durch die gute Auftragssituation vieler Unternehmen

vor der Corona-Krise, war die

Beteiligung an öffentlichen Ausschreibungen

geringer. In nächster Zeit ist damit zu

rechnen, dass sich Unternehmen nun wieder

verstärkt an öffentlichen Ausschreibungen

beteiligen werden.

Das Amtliche Verzeichnis präqualifizierter

Unternehmen

Der geforderte Eignungsnachweis als Bieter

bei öffentlichen Vergabeverfahren kann

durch die Eintragung im Amtlichen Verzeichnis

präqualifizierter Unternehmen (AVPQ)

der IHKs erbracht werden. Eine solche Eintragung

erleichtert dem Unternehmen die

Beibringung der dafür notwendigen unternehmensbezogenen

Nachweise als Beleg

der Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit in

jedem Vergabeverfahren. Es reicht aus, einmal

jährlich die für die Präqualifizierung und

Eintragung erforderlichen Nachweise gegen-

SEPTEMBER 2020 ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ 34 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- www.heilbronn.ihk.de


über der das Amtliche Verzeichnis führenden

Stelle, nämlich der Industrie- und Handelskammer,

vorzulegen und prüfen zu lassen.

Die Erteilung der Präqualifizierung und Eintragung

im Amtlichen Verzeichnis entwickelt

dann eine Eignungsvermutung, so dass der

öffentliche Auftraggeber dieser vertrauen

muss. Etwaige Unterlagen sind nur noch im

Bedarfsfall vorzulegen, beispielsweise wenn

dem öffentlichen Auftraggeber andere Erkenntnisse

bekannt sind.

Durch die Eintragung im Amtlichen Verzeichnis

kann daher die Teilnahme an öffentlichen

Ausschreibungen für den Bieter deutlich erleichtert

und beschleunigt werden.

Wie kommt ein Unternehmen ins Verzeichnis?

Die Eintragung ins Amtliche Verzeichnis erfolgt

auf Antrag. Dieser elektronische Antrag

ist direkt auf der Webseite zu stellen. Die für

die Prüfung und Erteilung der Präqualifizierung

beizubringenden Unterlagen sind

ebenso auf der Webseite des Verzeichnisses

aufgelistet. Diese Nachweise sendet das Unternehmen

mit seiner unterschriebenen Erklärung

an die zuständige Präqualifizierungsstelle

(PQ-Stelle) – entweder die beauftragte

Auftragsberatungsstelle (Abst) oder direkt an

die Industrie- und Handelskammer. Die zuständige

IHK sowie PQ-Stelle sowie deren

Kontaktdaten und anfallende Kosten können

auf der Webseite des AVPQ ermittelt werden.

Die Prüfung der Präqualifizierung sowie die

anschließende Eintragung ins Amtliche Verzeichnis

sind entgelt- beziehungsweise gebührenpflichtig.

Das Unternehmen erhält mit

der Eintragung ein Zertifikat mit Zertifikatsnummer

und -code, mit dem es die Eintragung

gegenüber dem öffentlichen Auftraggeber

beziehungsweise Generalunternehmen

nachweisen kann. Zumeist genügt die Angabe

der Zertifikatsnummern in den Vergabeunterlagen.

Die Eintragung ist ein Jahr gültig,

danach muss sie unter Beibringung der aktuellen

Nachweise erneut gestellt werden.

Wofür kann man die Eintragung noch nutzen?

Neben öffentlichen Auftraggebern werden

auch Unternehmen selbst gesetzlich dazu

verpflichtet, bestimmte Nachweisprüfungen

bei ihren Partner- und Subunternehmen

durchzuführen. Dies ist zum Beispiel mit

dem Paketboten-Schutz-Gesetz für Kurier-,

Express- und Paketdienste zum 23. November

2019 erfolgt. Um Schwarzarbeit und

illegale Beschäftigung in dieser Branche einzudämmen,

sind die Generalunternehmer

www.heilbronn.ihk.de ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 35 -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- SEPTEMBER 2020


RECht + Rat

für Kurier-, Express- und Paketdienste verpflichtet,

die ordnungsgemäße Entrichtung

der Sozialversicherungsbeiträge ihrer Subunternehmen

zu prüfen. Die Auftragnehmer

in dieser Branche können ihre Eignung, also

insbesondere ihre Zuverlässigkeit im Sinne

der ordnungsgemäßen Entrichtung der Sozialversicherungsbeiträge,

ebenfalls durch die

Eintragung im Amtlichen Verzeichnis nachweisen.

Vorteile der Eintragung in das Amtliche Verzeichnis

• Reduzierter Aufwand: Eignungsnachweise

nur einmal für ein ganzes Jahr

• Zeit- und Kostenersparnis bei jedem Vergabeverfahren

• Höhere Rechtssicherheit durch Eignungsvermutung

• Begrenztes Risiko, dass Unterlagen bei

Ausschreibung vergessen werden

• Synchronität zur Einheitlichen Europäischen

Eigenerklärung (EEE)

Weitere Informationen zum Amtlichen Verzeichnis,

insbesondere zum Onlineantrag

und zu den erforderlichen Nachweisen, den

Zuständigkeiten und Kosten, gibt es im Internet

unter

www.amtliches-verzeichnis.ihk.de

INFO

Weitere Informationen

zur Tätigkeit als öffentlich

bestellter und vereidigter

Sachverständiger sowie zum

Bestellungsverfahren gibt es

bei der IHK Heilbronn-Franken

im Internet unter Rubrik „Recht

und Steuern/Sachverständigenwesen“

auf:

www.heilbronn.ihk.de

SACHVERSTÄNDIGE

WIEDERBESTELLT UND

VEREIDIGT

Öffentlich bestellte und vereidigte

Sachverständige der IHK

Heilbronn-Franken.

An den Vereidigungsterminen

im Juni 2020 hat die IHK Heilbronn-Franken

nachfolgend

benannte öffentlich bestellte

und vereidigte Sachverständige

wiederbestellt und vereidigt:

Friedrich Kiefer für das Sachgebiet „Bewertung

von bebauten und unbebauten Grundstücken“

Wolfgang Megnin für das Sachgebiet

„Schwimmbadbau und Schwimmbadtechnik“

Michael Pausch für das Sachgebiet „Bewertung

von bebauten und unbebauten Grundstücken“

Jutta Fink für das Sachgebiet „Werkstoffprüfung,

Qualitäts- und Schadensanalysen an

Metallen und Kunststoffen, Spurenanalytik in

Reinstwasser und Stoffe für die Halbleiterindustrie“

Petra Hammesfahr für das Sachgebiet „Bewertung

von bebauten und unbebauten

Grundstücken, Mieten für Grundstücke und

Gebäude“

Jörg Scheibel für das Sachgebiet „Abfallwirtschaft

und Entsorgung von Abfallstoffen, insbesondere

Verpackungen und Batterien“

Marc Sontopski für das Sachgebiet „Feststellung

und Ursachenermittlung von Maschinen-

und Güterschäden, Beurteilung

von Transportrisiken, Verpackungen und Ladungssicherung“

SEPTEMBER 2020 ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ 36 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- www.heilbronn.ihk.de


Rehabilitation auf First-Class-Ambiente

Orthopädische und psychosomatische Rehabilitation

in der MEDIAN Vesalius-Klinik Bad Rappenau

Therapie im First-Class-Ambiente

MEDIAN premium verbindet die hochwertige medizinische Versorgung

nach neuestem Stand der Rehabilitationsmedizin, die für jede MEDIAN Klinik

selbstverständlich ist, und den modernen Service der MEDIAN Kliniken mit

dem Ambiente eines First-Class-Hotels. Mit exklusiv eingerichteten Zimmern,

einer erweiterten gastronomischen Betreuung und einem individuellen Service

garantiert Ihnen MEDIAN premium einen besonders angenehmen Aufenthalt.

Unsere Klinik ist ein helles und einladendes Haus in warmen Farben und

von viel Grün umgeben. Auf unserer Premium-Station bieten wir Ihnen moderne

Einzelzimmer auf Hotelniveau mit komfortabler Ausstattung. Eine elegante

Lounge lädt zum Verweilen ein. Beratung Frau Maria Fleig, Tel. 07264-966-163,

maria.fleig@median-kliniken.de

Behandlungsschwerpunkte

Orthopädie

Wir behandeln alle Erkrankungen

und Verletzungen des Bewegungsapparates,

d. h. der

gesamten Wirbelsäule, aller

großen und kleinen Gelenke

sowie der zum Gehen,

Stehen und Sitzen bzw.

Greifen, Halten und Arbeiten

benötigten Knochen,

Muskeln, Sehnen, Bänder

etc. Dazu zählen auch die

chronischen Erkrankungen

sowie die Weiterbehandlung

nach Operationen, nach dem

Einsatz von Hüft- und Kniegelenksendoprothesen

sowie nach Sport-,

Verkehrs- und Arbeitsunfällen. Wir können

unseren Patienten ein Höchstmaß an

Selbstständigkeit, Beweglichkeit, Aktivität und

Leistungsfähigkeit zurückgeben, um ihnen

zu helfen, neue Lebensfreude und eine gesteigerte

Lebensqualität zu gewinnen. Dabei

werden sowohl natürliche Heilmethoden als

auch hochmoderne, computergestützte Verfahren

eingesetzt.

Herr Dr. med. Andreas Ritter von Stockert,

Chefarzt Orthopädie, Tel. 07264 966-700

www.median-kliniken.de

Psychosomatik, Doppelindikation und

Schmerztherapie

Wir sind auf die Behandlung von Erwachsenen

mit seelischen und psychosomatischen

Krankheitsbildern spezialisiert. Sich selbst

in anderem Licht sehen, Strukturen erkennen,

Verhaltensweisen entdecken: Nur

Sie als Patient können sich motivieren,

daraus Schlüsse zu ziehen

und mit sich selbst, ihrem

Körper und ihren Mitmenschen

besser und

gesünder umzugehen.

Das multiprofessionelle

Team des Fachbereichs

Psychosomatik

unterstützt Sie dabei

und bietet konkrete

Hilfe, vor allem bei Depressionen,

Burnout,

chronischen Schmerzen,

Posttraumatischen Belastungsstörungen,

Angststörungen,

Zwängen, Störungen

der Persönlichkeitsentwicklung

und Lebenskrisen. Wirkungsvolle Hilfe

leisten wir auch bei quälenden Ohrgeräuschen

(Tinnitus).

Herr Stephan Weiland,

Chefarzt Psychosomatik, Tel. 07264 966-733


DIE BLAUE SEITE

ANGEBOTE AUS INDUSTRIE, HANDEL, HANDWERK UND DIENSTLEISTUNG

Bauwirtschaft

Industriebau

Lagertechnik

Stellenmarkt

www.stelleninfos.de

Ventil- & Regelsysteme

www.gilligundkeller.de

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Druckerei

IT-Sicherheit

Stempel

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Werbeagentur

Darum lächeln wir.

www.hettenbach.de

Unser Erfolg hat viele Gesichter. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter leistet

mit seiner Arbeit einen wichtigen Beitrag für unser Unternehmen. Jutta Wagner,

Timo Dörflinger, Hien Do-Kotzaridou und Johannes Beez sorgen gemeinsam dafür,

dass Aufträge termingerecht zum Kunden kommen.

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Tragen Sie Ihr Unternehmen in „DIE BLAUE SEITE“ ein und profitieren Sie von Dauerwerbung

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Bitte veröffentlichen Sie uns unter der gewünschten Branche zum Preis von 22,20 € zzgl. MwSt. je Textzeile und Ausgabe

für die nächsten 6 12 Ausgaben in „DIE BLAUE SEITE“ der IHK-Zeitschrift w.news.

Ansprechpartner:

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recon-marketing GmbH . Werderstr. 134 . 74074 Heilbronn . Tel. 07131 7930-313 . fehr@recon-marketing.de . www.zielgruppe-wirtschaft.de


THEMENMAGAZIN 09.20

HEILBRONN - FRANKEN

Advertorial im Wirtschaftsmagazin w.news der IHK Heilbronn-Franken

www.b2b-themenmagazin.de

VENTIL-, MESS- UND

REGELSYSTEME

TOP

THEMA

FAMILIENUNTERNEHMEN

SEITE 3

REGION TAUBER-FRANKEN

SEITE 9

LOGISTIK UND SPEDITION

SEITE 13

STELLENANZEIGEN DER REGION HEILBRONN-FRANKEN FÜR FACH- & FÜHRUNGSKRÄFTE SEITE 12


09.2020 B2B THEMENMAGAZIN

INHALT

SEITE 3

FAMILIENUNTERNEHMEN

SEITE 8

BESTESEITEN.DE

SEITE 9

REGION TAUBER-FRANKEN

SEITE 12

PERSONALANZEIGEN

SEITE 13

LOGISTIK & SPEDITION

SEITE 15

TERMINE & KLEINANZEIGEN

Foto: BrianAJackson – www.depositphotos.com

IMPRESSUM

B4B THEMENMAGAZIN

HEILBRONN-FRANKEN

wird redaktionell vom Verlag und

den berichtenden Unternehmen bzw.

Institu tionen verantwortet.

Digitalausgaben: kiosk.b2b-bw.de

Aktuelle Wirtschaftsmeldungen:

Regional:

www.b2b-heilbronn-franken.de

Landesweit:

www.b2b-baden-wuerttemberg.de

Verlag, Redaktion und Gestaltung:

HETTENBACH GMBH & CO KG

WERBEAGENTUR GWA

Werderstraße 134, 74074 Heilbronn

Telefon 07131 7930-100

www.hettenbach.de

V.i.S.d.P.:

HETTENBACH GMBH & CO KG

WERBEAGENTUR GWA

Ansprechpartner für Werbung:

recon-marketing GmbH

Werderstraße 134, 74074 Heilbronn

Manfred Fehr (Anzeigenleiter)

Telefon 07131 7930-313

E-Mail fehr@recon-marketing.de

Mediadaten:

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Anzeigenpreise:

Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 16

gültig seit 01.12.2015

Druck:

Konradin Druck GmbH

GELASSENHEIT,

UNABÄNDERLICHES HINZUNEHMEN UND

MUT, ABÄNDERLICHES ZU ÄNDERN

Mehr als neun von zehn Unternehmen in Deutschland sind im

Eigentum von Familien. Und 87 Prozent der Unternehmen werden von

den Inhabern selbst geführt. Jeder zweite Arbeitsplatz befindet sich

hierzulande in einem Familienunternehmen. Das lässt hoffen für die

Arbeitnehmer. Denn erfahrungsgemäß zeigen meist Arbeitgeber, die

zugleich Firmeninhaber sind, eine andere Verantwortung gegenüber

ihren Arbeitnehmern als das bei Manager geführten Unternehmen

der Fall ist. Für Manager stehen Tantiemen und Boni oftmals im Vordergrund

und werden allein schon viel schneller Arbeitsplätze geopfert,

weil die Rendite als Grundlage für deren Berechnung dient. Und

wenn sich woanders etwas Interessanteres und Lukrativeres bietet,

wechselt man im Gegensatz zu Inhabern das Unternehmen. Natürlich

bleiben auch die Arbeitsplätze in Familienunternehmen nicht von der

derzeitigen Krise verschont. Aber man kann davon ausgehen, dass

dort etwas behutsamer und zukunftsorientierter mit dem Thema

umgegangen wird.

Apropos Krise, ist es eigentlich noch richtig, weiterhin von einer Krise

zu sprechen, die sich immer mehr als Dauerzustand herauskristallisiert?

Natürlich ändert allein die Verwendung eines anderen Wortes den Zustand

an sich nicht. Aber je früher wir uns auf dessen Dauerhaftigkeit einstellen,

desto schneller werden wir Lösungen für die Zukunft unserer Unternehmen

finden. Die Zeit damit zu verbringen, nur über die Krise zu lamentieren,

ist vergeudete Zeit. Dazu ist die Zeit viel zu wertvoll. Man sollte sie

besser für neue Chancen verwenden ganz nach dem Sinn des Gebets des

US-amerikanischen Theologen, Philosophen und Politikwissenschaftlers

Reinhold Niebuhr „Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen,

die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,

und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

TOP

THEMA

VENTIL-, MESS- UND

REGELSYSTEME

FAMILIENUNTERNEHMEN

SEITE 3

STELLENANZEIGEN DER REGION HEILBRONN-FRANKEN FÜR FACH- & FÜHRUNGSKRÄFTE SEITE 12

NR. 09 | 2020

MEHR ALS WIRTSCHAFT

HOTEL- UND

GASTSTÄTTENGEWERBE

AB SEITE 14

THEMENMAGAZIN 09.20

HEILBRONN - FRANKEN

Advertorial im Wirtschaftsmagazin w.news der IHK Heilbronn-Franken

REGION TAUBER-FRANKEN

SEITE 9

LOGISTIK UND SPEDITION

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B2B THEMENMAGAZIN 09.2020

B2B THEMENMAGAZIN 09.2020

FAMILIENUNTERNEHMEN

ZIELGRUPPEN IN DER WIRTSCHAFT ÜBER DEN SOCIAL

MEDIA KANAL VON B2B BADEN-WÜRTTEMBERG ERREICHEN

Rund 39 Prozent der Bevölkerung in Deutschland nutzt Facebook.

Darum ist der Social Media Kanal zweifellos gut geeignet, Verbraucher

im Bereich Business to Consumer anzusprechen. Man

fragt sich allerdings, ob das, was für B2C gilt, auch für den Bereich

Business to Business zutrifft.

Die Antwort gibt das sogenannte Targeting. Unter diesem Begriff

bietet Facebook zahlreiche Möglichkeiten, Zielgruppen zu selektieren,

so z.B. nach Kriterien wie Gebiet, Alter oder Geschlecht. Von den

30- bis 49-Jährigen, die in der Wirtschaft überdurchschnittlich häufig

vertreten sind, erreicht Facebook sogar 46 Prozent und damit in dieser

Altersgruppe beinahe jeden Zweiten. Zusätzlich lassen sich Zielgruppen

eingrenzen nach Interessen für bestimmte Branchen von Agrarwirtschaft

bis Vertrieb.

Für das Thema B2B ist zudem die Möglichkeit besonders interessant,

Personen extra selektieren zu können, die sich für Unternehmensführung,

Unternehmertum oder Unternehmen interessieren. In diesen

drei Bereichen lassen sich via Facebook allein in Baden-Württemberg

über 900.000 Menschen auswählen. Das schafft in diesem Umfang

kein anderes Medium. Wer sich fragt, ob es wirklich Sinn macht, die

Zielgruppe B2B über die Social Media Plattform anzusprechen, sollte

sich etwas Zeit nehmen und sich am besten selbst ein Bild von der

großen Zahl von Unternehmen machen, die eine eigene Facebook-Seite

hat. Um die 77 Prozent der Facebook-Nutzer sind Fan einer solchen

Facebook-Seite, die von einem KMU, also einem Klein- oder mittelständischen

Unternehmen, betrieben wird. Daraus lässt sich folgern, Unternehmen

nutzen nicht nur den Social Media Kanal Facebook selbst. Sie

können auch auf diesem Weg angesprochen werden und das direkt auf

einer persönlichen Ebene.

Das bereits seit über sieben Jahren von der Heilbronner Werbeagentur

Hettenbach betriebene Wirtschaftsportal B2B Baden-Württemberg

verfügt über den gleichnamigen Facebook-Kanal. Über ihn werden

regelmäßig Wirtschaftsnachrichten aus dem Bundesland verbreitet.

Nun bietet die Agentur zusätzlich an, Meldungen nach verschiedenen

Kriterien an definierte Zielgruppen als gesponserten Post zu verbreiten.

Dadurch ergeben sich als Vorteile sowohl geringere Streuverluste

als auch niedrigere Kosten. In einem frei wählbaren Radius um ein

Unternehmen können für eine Kampagne dessen Einzugsgebiet und

ein beliebiger Zeitraum ebenso flexibel gewählt werden wie weitere

Zielgruppenmerkmale. Jeder gepostete Beitrag wird von der Agentur

betreut und direkt mit einer Pressemeldung in dem Wirtschaftsportal

B2B Baden-Württemberg verbunden.

DER VIERHUNDERTFÜNZIGTAUSENDFÜSSLER

www.b2bbw.de

Die Wirtschaft in Baden-Württemberg steht auf mehr als 450.000

Beinen. Denn in dem Bundesland gibt es laut Umsatzsteuerstatistik

des Statistischen Bundesamtes über 450.000 Unternehmen. Wenn

man davon ausgeht, dass jedes dieser Unternehmen mindestens

einen Geschäftsführer hat, dann engagiert sich auf der ersten Führungsebene

eine mindestens genauso große Zahl für den Erfolg der

Unternehmen und damit der Wirtschaft des Landes. Betrachtet man

den Durchschnitt aller Unternehmen, macht jede Firma knapp 2,2

Millionen Euro Jahresumsatz. Sieht man sich den Umsatz der Unternehmen

genauer an, ergibt sich ein etwas anderes Bild. Denn auf

den Großteil der Gruppe der knapp 392.000 kleineren Unternehmen

mit einem Jahresumsatz unter 1 Million bzw. 86,6 Prozent der Unternehmen

entfällt jeweils nur ein durchschnittlicher Umsatz von knapp

200 Tausend Euro. Das macht gerade mal 7,8 Prozent des gesamten

Umsatzvolumens in Baden-Württemberg aus. Den überwiegenden Teil

des Umsatzvolumens von 92,2 Prozent erwirtschaften rund 61.000 der

Gruppe der größeren Unternehmen, deren Umsatz bei einer Million oder

höher liegt. Sie kommen pro Jahr durchschnittlich jeweils auf beinahe

15 Millionen Umsatz. Die Unternehmen der mit 13,4 Prozent kleineren

Gruppe bewegen demnach im Vergleich zur größeren Gruppe jeweils

das Fünfundsiebzigfache an Umsatz.

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Foto: FancyStudio – depositphotos.com

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09.2020 B2B THEMENMAGAZIN

FAMILIENUNTERNEHMEN

Foto: TII Group

Einer der beiden SCHEUERLE-Antennentransporter, die für den Transport von Radioteleskopen in der chilenischen Attacama-Wüste eingesetzt

werden, trägt den Vornamen „Otto“ von Herrn Rettenmaier.

OTTO RETTENMAIER HAT DIE

UNTERNEHMENSNACHFOLGE FRÜHZEITIG GEREGELT

Der im Juli verstorbene Heilbronner Unternehmer Otto Rettenmaier,

Gründer und Gesellschafter der weltweit führenden Transporter

Industry International Group (TII Group), hat frühzeitig die

Unternehmensnachfolge und sein Vermächtnis geregelt. Alle Firmenanteile

sind im Besitz der Familie. Gemeinsam mit der Familienholding

führen erfahrene, extern besetzte Geschäftsführer seit

vielen Jahren die Unternehmensgruppe.

Der vielfach ausgezeichnete Industrielle, Träger des Bundesverdienstkreuzes

Erster Klasse und Senator e. H. der Universität

Stuttgart-Hohenheim übernahm den damals schon international

agierenden Spezialisten für Schwerlast- und Industriefahrzeuge, die

Fahrzeugfabrik SCHEUERLE Fahrzeugfabrik. Mit dem Weitblick des

erfahrenen Unternehmers legte er so den Grundstein für die weltweit

führende TII Group. Durch die weiteren Übernahmen von NICOLAS,

KAMAG und der indischen Tochtergesellschaft TII India entwickelte

er seine Transportersparte zum Weltmarktführer für Schwerlastfahrzeuge

mit über 100 Tonnen Nutzlast. Otto Rettenmaier stellte die

Unternehmensgruppe mit Spezialfahrzeugen für Industrieanwendungen,

Schwerlastanhängern für die Straße und Fahrzeugen für Logistikanwendungen

auf ein stabiles Fundament. Viele Rekorde konnten

mit Fahrzeugen der TII Group aufgestellt werden. Der aktuelle Weltrekord

liegt bei 17.500t Transportgewicht. Die Fokussierung auf die

Bedürfnisse der Kunden und auf technischen Fortschritt sind seit

Jahrzehnten der Garant für den Erfolg der Unternehmerfamilie.

Otto Rettenmaier war seit 1959 mit seiner Frau Lore verheiratet,

mit der er zwei Töchter und einen Sohn sowie acht Enkel hat. Zeit

Lebens spielte für ihn die Familie eine wichtige Rolle. Seine Tochter

Susanne Rettenmaier leitet seit vielen Jahren als geschäftsführende

Gesellschafterin die Familienholding gemeinsam mit einem Verwaltungsrat.

Die TII Group ist zentrales Element dieses unternehmerischen

Engagements. Mit weiteren Mitgliedern der zweiten und dritten

Generation ist die Familie im Gesellschafterkreis, im Verwaltungsrat

und in operativen Funktionen für die Unternehmensgruppe engagiert.

Gemeinsam mit externen Verwaltungsräten, der Geschäftsleitung

unter dem Vorsitz von Dr. Gerald Karch, den Führungskräften und

der Belegschaft der TII Group steht die Unternehmerfamilie Otto Rettenmaier

somit für das erfolgreiche Fortbestehen der Unternehmen

der TII Group ein. Die Gruppe ist wirtschaftlich auf gutem Kurs und

verzeichnet im ersten Halbjahr – trotz unsicherer Corona-Zeiten – ein

erfreulich gutes Ergebnis.

www.b2bbw.de

4 www.b2b-themenmagazin.de


B2B THEMENMAGAZIN 09.2020

B2B THEMENMAGAZIN 09.2020

FAMILIENUNTERNEHMEN

GLOBAL AUSGERICHTETES FAMILIENUNTERNEHMEN IN

ZWEITER GENERATION

GEMÜ ist ein global ausgerichtetes Familienunternehmen, das in

zweiter Generation vom geschäftsführenden Gesellschafter Gert

Müller und seinem Cousin Stephan Müller in Richtung Zukunft gesteuert

wird. Die beiden Geschäftsführer stehen für Fortschritt,

Nachhaltigkeit und digitalen Wandel. Damit entwickeln Sie die

Ausrichtung des Unternehmens weiter, das seit der Gründung im

Jahr 1964 für Innovation und Wachstum steht. Dabei setzt das

Technologieunternehmen in vielen Bereichen auf die Digitalisierung.

So gründete GEMÜ zum Beispiel im Oktober 2018 mit inevvo

solutions ein Start-up Unternehmen, das die Chancen der Digitalisierung

nutzt und Industrie 4.0 Lösungen wie das RFID-basierte

CONEXO-System weiterentwickelt und vermarktet.

Aber auch intern treibt das Unternehmen den digitalen Wandel voran.

Dieser Fokus kam GEMÜ auch beim Ausbruch der Corona-Pandemie

zugute. Neben dem schnellen und entschlossenen Handeln war es

auch der Digitalisierung zu verdanken, dass das Unternehmen sehr

flexibel auf die Situation reagieren konnte. Die zum Schutz der Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter ergriffenen Maßnahmen wurden kürzlich

von der Arbeitsschutzorganisation ias AG nach den Vorgaben des Bundesministeriums

für Arbeit und Soziales geprüft und bestätigt. Damit

gehört GEMÜ zu den ersten Unternehmen im Kreis Hohenlohe, die für

ihr vorbildliches Corona-Management mit dem Gütezeichen „Geprüfter

SARS-CoV-2 Arbeitsschutzstandard“ ausgezeichnet wurden.

Auch bei Mitarbeitern und Bewerbern steht GEMÜ hoch im Kurs.

So hat beispielsweise das Jobportal Yourfirm GEMÜ im Juni 2020 als

„Top-Arbeitgeber im Mittelstand 2020“ ausgezeichnet. „Wir freuen

uns sehr, dass wir auch in diesem Jahr wiederholt die Auszeichnung

„Top-Arbeitgeber im Mittelstand“ erhalten haben. Dies zeigt uns, dass

Bewerberinnen und Bewerber unsere Investitionen in zukunftsorientierte

Arbeitsplätze und gute Entwicklungsmöglichkeiten spannend finden“

kommentiert Gert Müller, geschäftsführender Gesellschafter die

Auszeichnung.

www.gemu-goup.com

Darum lächeln wir.

Unser Erfolg hat viele Gesichter. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter leistet

mit seiner Arbeit einen wichtigen Beitrag für unser Unternehmen. Jutta Wagner,

Timo Dörflinger, Hien Do-Kotzaridou und Johannes Beez sorgen gemeinsam dafür,

dass Aufträge termingerecht zum Kunden kommen.

www.gemu-group.com

Advertorial

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09.2020 B2B THEMENMAGAZIN

FAMILIENUNTERNEHMEN

GRÖSSTE FAMILIENUNTERNEHMEN IN DEUTSCHLAND

NACH BESCHÄFTIGTENGRÖSSENKLASSEN 2016

Die Statistik zeigt auf Basis einer Erhebung des Instituts für Mittelstandsforschung IfM die Verteilung der größten Familienunternehmen in Deutschland nach Wirtschaftsbereichen und Beschäftigtengrößenklassen

im Jahr 2016. Im Jahr 2016 hatten 31,5 Prozent der in der Industrie tätigen Familienunternehmen in Deutschland weniger als 250 Mitarbeiter.

BEREICH UNTER 250 MITARBEITER 250 BIS UNTER 500 MITARBEITER 500 BIS UNTER 1.000 MITARBEITER 1.000 UND MEHR MITARBEITER

Industrie 31,5 33,1 16,9 18,5 in %

Handel 64,8 17,8 9,7 7,7 in %

Holdings/ Unternehmensnahe

Dienstleister

16,9 19,5 22,6 41,0 in %

Sonstige Wirtschaftsbereiche 28,7 21,4 20,4 29,5 in %

Insgesamt 35,8 23,4 17,1 23,6 in %

www.statista.de

www.kurz-recycling.de

BNI Trollinger (Heilbronn)

Local Business – Global Network ®

Mehr Umsatz durch neue Kontakte und Geschäftsempfehlungen

BEMER-PARTNER

BESCHRIFTUNG & TEXTILDRUCK

BETTENFACHGESCHÄFT

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Tel. 07138 6903 543

gutSIGN | Günter Krause

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Tel. 07131 / 6408 070

Bühler Bettsysteme

buehler-bettsysteme.de

Tel. 07131 5800 13

Umbach Bioland Gärtnerei

gaertnerei-umbach.de

Tel. 07131 5896 00

DEESKALATION

ELEKTRIKER

ELTERNZEITSCHRIFT

FENSTERBAU

DIDEKA

dideka.de

Tel. 07131/ 9414 32

Elektro Rüdiger Inh. H. Sauer

elektro-ruediger-sauer.de

Tel. 07066 7305

ZAPPELINO

zappelino.de

Tel. 07063 9336 988

Peter König

koenig-fensterbau.com

Tel. 0170 9859 174

FÜHRUNGSKRÄFTETRAINING

IT-DIENSTLEISTER

SCHREINEREI

UNTERNEHMENSBERATUNG

LEADERS ACADEMY

leaders-academy.com

Tel. 0176 8337 2882

eBIS GmbH

www.ebis.info

Tel. 07131 3950 0

Innenausbau Dollinger

schreinerei-dollinger.de

Tel. 07131 3130 6

Braun QM + Menschlichkeit

birgit-braun.eu

Tel. 07948 9418 44

VERSICHERUNGEN

Herkle Versicherungssmakler

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Tel. 07135 9888 920

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Zimmerei Otte GmbH

zimmerei-otte.de

Tel. 07131 1217 310

FOLGENDE BRANCHEN FÜR DAS NETZWERK GESUCHT:

FILMPRODUKTION, HAUSVERWALTER,

INNENARCHITEKT, STEUERBERATER UND ANDERE.

Unternehmer treffen sich online bei Zoom, um Empfehlungen auszutauschen, neue Kunden zu gewinnen und mehr Umsatz

zu machen. Nehmen Sie teil und stellen Sie Ihr Geschäft vor: www.bni-suedwest.de/chapter-trollinger-heilbronn


B2B THEMENMAGAZIN 09.2020

FAMILIENUNTERNEHMEN

SEIT GENERATIONEN BAUT BÖPPLE

MIT HÖCHSTEN ANSPRÜCHEN

Als Georg Böpple Senior die Bauunternehmung Böpple um 1905 in

Heilbronn-Böckingen gründete, setzte er den Grundstein für ein

stetig wachsendes Unternehmen.

Foto: Böpple

Lag der Tätigkeitsschwerpunkt anfänglich noch allein auf dem Mauerwerksbau,

erweiterte Böpple Bau sein Leistungsspektrum kontinuierlich,

um den wachsenden Ansprüchen der gewerblichen und privaten

Kunden rundum gerecht zu werden. So gehört etwa bereits seit

1949 der Stahlbetonbau und seit 1954 die Planung und Umsetzung von

schlüsselfertigen Bauobjekten zum Portfolio des Unternehmens.

Dank der jahrzehntelangen Erfahrung und dem Engagement, moderne

Entwicklungen in der Baubranche frühzeitig für die eigenen Kunden

umzusetzen, verfügt man heute über ein ganzheitliches, innovatives

Angebot, das Böpple aus einer Hand realisiert.

Das Unternehmen zählt heute zu den führenden Baupartnern im süddeutschen

Raum. Denn seit seinen Anfängen ist es dessen oberster

Maßstab, für seine Kunden das Beste aus jedem Bauprojekt herauszuholen.

Das bedeutet für das Unternehmen Böpple, dass man mit viel

Erfahrung, aber auch mit vielen kreativen Ideen, mit höchster Qualität

und Flexibilität, sowie mit Termintreue und Fairness handelt.

Für die Betreuung der Bauherren steht ein Team aus 100 Mitarbeitern

zur Verfügung, das ihnen persönlich und professionell von der ersten

Idee über die Umsetzung bis über die Bauabnahme hinaus zur Seite

steht und ihnen so weit wie möglich jegliche Organisation und Koordination

rund um ihre Baustelle abnimmt. Denn es ist Böpple wichtig,

dass sich gewerbliche Kunden weiterhin auf ihr Kerngeschäft konzentrieren

können und als privater Bauherr auf ihren Beruf und ihre Familie.

Den Rest übernimmt das Bauunternehmen Böpple.

Geschäftsleitung Christian Pötter und Michael Wiesner.

www.boepplebau.de

Gewerbebau.

Modern. Effizient. Nachhaltig.

Bauunternehmung Böpple GmbH | Heilbronn | Tel. 07131 2610-158 | www.boepplebau.de


09.2020 B2B THEMENMAGAZIN

BESTESEITEN.DE

TOP-WEBSITES DER REGION 09.20

Website des Monats:

WWW.EUROSEC-GMBH.DE

MOBILE VIDEO- UND AUDIO-

OBSERVATIONSANLAGEN

Der Rang der Websites wurde Mitte

Juli über das Analyseprogramm von

Alexa abgefragt. Die Daten des Unternehmens

stammen aus einem Panel.

Dabei handelt es sich um eine Stichprobe

bei Internetnutzern, die eine der

von Alexa angebotenen Browsererweiterungen

verwenden. Darüber hinaus

wird ein Großteil der Daten Alexa direkt

von Websites zur Verfügung gestellt,

die das Alexa-Skript auf ihrer Website

installieren haben. Anhand dieses Algorithmus

wird für messbare Internetseiten

als Schätzung ein internationaler Rang

ausgewiesen. © Alexa Internet, Inc.

www.alexa.com

Ranking

Auswertung über das

Analyseprogramm

In der Reihenfolge des internationalen

Alexa-Rangs sind die Domains von

Websites für die Zielgruppen B2B und

B2C/B2B von 1 bis 50 durchnummeriert.

Grundlage für die Auswertung sind

derzeit 3.383 Internetseiten aus der Region

Heilbronn-Franken. Die Rangliste

erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Da sich die Werte bei Alexa laufend

ändern, kann die aktuelle Reihenfolge

vom veröffentlichten Rang abweichen.

Nimmt Ihre Website schon an dem

Ranking teil? Jetzt kostenlos unter

www.besteseiten.de eintragen!

8 www.b2b-themenmagazin.de

B2B

NR. WEBSITE TREND

1 wuerth.de K 0

2 eshop.wuerth.de K 0

3 adgoal K 0

4 bechtle.com K 0

5 wuerth-industrie.com G 3

6 berner.eu H -1

7 wuerth.com K 0

8 schunk.com H -2

9 ecom-ex.com K 0

10 ziehl-abegg.com G 2

11 bartec.de G 3

12 foerch.de G 13

13 we-online.de H -3

14 ggbearings.com H -1

15 ebmpabst.com H -5

16 brand.de G 1

17 optima-packaging.com G 4

18 burkert.com H -3

19 schaffitzel.de K 0

20 bti.de K 0

21 kaco-newenergy.com G 5

22 duran-group.com H -6

23 abn-elektro.de G 4

24 wittenstein.de G 8

25 xeptum.com G 5

26 rheinmetall-automotive.com G 9

27 weinig.com G 2

28 weima.com H -5

29 markenlexikon.com G 21

30 ansmann.de H -2

31 eurosec-gmbh.de NEU

32 electronic-sensor.de G 1

33 indexa.de G 10

34 ortmann-sicherheitsdienst.de G 2

35 laepple.de NEU

36 signal-design.de H -12

37 vacuubrand.com H -6

38 industronic.com H -5

39 leonhard-weiss.de H -5

40 ids-iamaging.com H -1

41 dautel.de NEU

42 witeg.de H -20

43 messtechnik-inspecvision.de NEU

44 cleanproducts.de H -2

45 huehner-shop.com NEU

46 sic-software.de K 0

47 berberich-systems.de NEU

48 electronik-werkstatt.de NEU

49 gemu-group.com H -1

50 sls-profishop.de H -6

Komplette Liste mit den Rängen 1-100 online unter

besteseiten.de/b2bhnf

B2B/B2C

NR. WEBSITE TREND

1 sparkasse-tauberfranken.de G 1

2 stimme.de H -1

3 intersport.de K 0

4 schwaebisch-hall.de K 0

5 hs-heilbronn.de G 3

6 radioton.de G 3

7 beyerdynamic.de K 0

8 sparkasse-sha.de G 2

9 sparkasse-heilbronn.de H -4

10 echo24.de H -4

11 pflanzen-koelle.de K 0

12 spk-hohenlohekreis.de G 3

13 k-m.de G 6

14 voba-moeckmuehl.de G 11

15 knorrprandell.com G 2

16 tectake.de H -3

17 tfa-dostmann.de H -1

18 heilbronn.de H -4

19 primeros.de G 2

20 h3nv.de NEU

21 vb-hohenlohe.de H -9

22 fnweb.de H -2

23 schwaebischhall.de NEU

24 burg-stettenfels.de G 5

25 vobamt.de H -7

26 d-c-fix.com H -3

27 jura-ersatzteile-shop.de H -5

28 stadtsiedlung.de NEU

29 viel-unterwegs.de NEU

30 weinsberg.de H -3

31 bubeck-petfood.de H -3

32 ihk-weiterbildung.de G 9

33 landhotel-kueffner.de H -3

34 krone-ellhofen.de H -3

35 volksbank-heilbronn.de H -3

36 as-motor.de NEU

37 moeckmuehl.de NEU

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B2B THEMENMAGAZIN 09.2020

REGION TAUBER-FRANKEN

TAUBERFANKEN, EIN GEBIET BESTEHEND AUS DEM

MAIN-TAUBER-KREIS UND KLEINEN TEILEN DER

LANDKREISE WÜRZBURG UND ANSBACH

Die Region Tauberfranken ist ein Teil der Region Franken, der zum

großen Teil in Baden-Württemberg liegt. Tauberfranken ist fast

deckungsgleich mit dem Main-Tauber-Kreis, der der Länge nach

von der Tauber durchzogen wird. Auch ein kleiner Teil der bayerischen

Landkreise Würzburg und Ansbach gehören dazu. Die

größten Städte in Tauberfranken sind Wertheim, Tauberbischofsheim,

Lauda-Königshofen und Bad Mergentheim auf der badenwürttembergischen

sowie Röttingen im Landkreis Würzburg.

Bedeutende Städte und Kulturgüter

Kulturell bedeutende Städte Tauberfrankens sind Weikersheim, Bad

Mergentheim und Tauberbischofsheim. Außerdem liegen die Burgen

Wertheim, Gamburg, Igersheim und Freudenberg sowie das Kloster

Bronnbach, das Schloss Mergentheim, das Kurmainzische Schloss

Tauberbischofsheim, das Schlösschen im Hofgarten Wertheim und

das Schloss Weikersheim in der Region.

Weinbau

Tauberfranken ist ein eigenständiger Weinbaubereich im Anbaugebiet

Baden, der die Weinlagen zwischen Bad Mergentheim-Dainbach

und Wertheim-Dertingen umfasst. Zwei übergebietliche Genossenschaften,

die Becksteiner Winzer eG in Beckstein (Ortsteil von Lauda-

Königshofen) und die Winzergemeinschaft Franken eG in Kitzingen

mit der Tauberfränkischen Bocksbeutelkellerei in Wertheim-Reicholzheim,

erfassen und vermarkten den Großteil der Ernte. Daneben gibt

es auch einige kleinere private selbstvermarktende Weinbaubetriebe.

Diese Region und Teile der Ortenau sind die einzigen deutschen Weinregionen

außerhalb Bayerns, in denen Wein in Bocksbeutel abgefüllt

werden darf, der als Symbol des Frankenweins gilt.

Heutige Verwaltungsgliederung des Taubergrundes

Im Zuge der Gebiets- und Kreisreform wurden die beiden badenwürttembergischen

Landkreise Tauberbischofsheim (TBB) und

Mergentheim (MGH) am 1. Januar 1973 unter Hinzunahme einiger

Gemeinden aus dem Altkreis Buchen (BCH) zum Tauberkreis vereinigt

(am 1. Januar 1974 Umbenennung in Main-Tauber-Kreis), der

seitdem zur Verwaltungsregion Franken des Bundeslandes Baden-

Württemberg gehört. Rothenburg und fünf weitere Gemeinden an

der Tauber (Schnelldorf, Wettringen, Insingen, Diebach, Gebsattel

und Steinsfeld) gehören seit der bayerischen Kreisreform vom 1. Juli

1972 zum Landkreis Ansbach im Regierungsbezirk Mittelfranken.

Weinbaugebiete referierte die Trennung bis fast zur letzten Jahrtausendwende

sogar auf die Zeit vor Napoleon, indem der ehemals

badische Nordteil des Taubertals zum Fränkischen Weinbaugebiet

gehörte, das ganz überwiegend im Bundesland Bayern liegt. Seitdem

wurde Tauberfranken zwar offiziell zum Weinbaugebiet Baden umgegliedert,

hat jedoch das dem fränkischen Weinbaugebiet zugehörige

Recht auf Bocksbeutelabfüllung behalten, das den übrigen Winzern

in Baden-Württemberg nicht zukommt. Die Weine vom nördlichen

Teil der Tauber gelten also weiterhin als Frankenweine, die im südlichen,

die zum Weinbaugebiet Württemberg gehören, dagegen nicht,

obwohl auch sie zur Region Heilbronn-Franken gehören.

Tauberfranken als Namensgeber

Die Tauber-Franken-Halle in Königshofen ist seit 1967 die größte

Veranstaltungshalle im Taubertal und wird für Industriemessen,

Sportwettkämpfe (z. B. Handball), Musikveranstaltungen (Dancefloor

und Konzerte), Festivals, Volks- und Sportfeste für die ganze Region

genutzt. Jedes Jahr im September findet rund um die Halle die

zehntägige Königshöfer Messe statt, das größte tauberfränkische

Volksfest. Die Tauberfranken-Kaserne in Lauda war ein 20 Hektar

großer Standort der Luftwaffe der Bundeswehr und wurde 2004 im

Zuge der bundesweiten Truppenverringerung und Reduzierung an

Bundeswehrstandorten geschlossen. Das Areal wird derzeit in ein

höherwertiges Gewerbegebiet umgewandelt, wozu die Stadt 2006

eine Entwicklungsgesellschaft mit dem Namen i_park Tauberfranken

GmbH gegründet hat.

Weiterhin benutzen einige Unternehmen das Wort Tauberfranken

als Namensbestandteil, etwa die Sparkasse Tauberfranken.

Die Definiton in diesem Beitrag basiert auf dem Artikel „Tauberfranken“ aus der freien Enzyklopädie

Wikipedia, der unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“steht. In Wikipedia

ist eine Liste der Autoren verfügbar.

wikipedia.org

Historische Nachklänge

Auf baden-württembergischem Gebiet besteht die Trennung in

einen badischen Norden und einen württembergischen Süden jedoch

weiterhin in vielen Bereichen fort, so etwa bei den Sportverbänden,

den Oberschulämtern oder den Weinbaugebieten. Bezüglich der

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www.b2b-themenmagazin.de 9


09.2020 B2B THEMENMAGAZIN

REGION TAUBER-FRANKEN

Foto: Lauda-Königshofen

GEWERBESTANDORT MIT AUSSICHT AUF ERFOLG

(UND WEINBERGE)

Lauda-Königshofen ist Ihr idealer Wirtschaftsstandort. Hier ist geballtes

Know-how zuhause. Die Stadt übernimmt eine Mittelpunktfunktion

in der Entwicklungsachse zwischen der Kurstadt Bad Mergentheim und

der Großen Kreisstadt Wertheim. Dank der Anbindung an die Bundesautobahn

A81 (Würzburg - Heilbronn - Stuttgart - Singen) ist Lauda-

Königshofen aus allen Richtungen schnell und bequem erreichbar. Die

Autobahn A3 ist nur 24 km entfernt. Hinzu kommt: Lauda-Königshofen

ist ein Eisenbahnknotenpunkt und nimmt eine Schlüsselfunktion im

Nahverkehr ein. Täglich zählt der Bahnhof mehr als 6.000 Reisende.

Nach aktuellem Stand beschäftigen die ansässigen Firmen mehr

als 7.000 Mitarbeiter. Renommierter Mittelstand und alteingesessene

Familienbetriebe, namhafte global player und innovative Nischenanbieter,

leistungsstarkes Handwerk und kompetente Dienstleister: Zahlreiche

Unternehmen schätzen Lauda-Königshofen als zukunftsfähigen

Wirtschaftsstandort. Alle haben eine Sache gemeinsam: Sie sind für

hohe Qualität bekannt und Innovationsführer ihres Fachs. Bürgermeister

Dr. Lukas Braun: „Lauda-Königshofen bietet nicht nur beste Aussichten

auf die Weinberge – sondern auch auf Ihren Erfolg. Wir freuen

uns auf Ihre Kontaktaufnahme!“

Wirtschaftsförderung Lauda-Königshofen

Sabine Baumeister

Tel.: 09343/501-5100

E-Mail: sabine.baumeister@lauda-koenigshofen.de

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B2B THEMENMAGAZIN 09.2020

REGION TAUBER-FRANKEN

HALLEN-, GEWERBE- UND INDUSTRIEBAU –

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Gillig + Keller hat als Familienunternehmen in zweiter Generation

bereits über 35 Jahre Erfahrung mit der Errichtung von

Stahlhallen. Ob Logistik- oder Produktionshalle, Lagerhalle oder

Gewerbegebäude mit Verwaltungsbereich – über 100 Mitarbeiter

deutschlandweit sorgen dafür, dass die Vorstellungen der Kunden

perfekt realisiert werden.

Mit Know-how und statischem Fachwissen wird das Projekt in der

Planungsphase 3D-CAD-gestützt konstruiert. Die Fertigung und Montage

erfolgt ebenfalls durch qualifiziertes Personal und modernste

Fertigungstechnologien. So wird eine sichere Projektsteuerung und ein

reibungsloser Ablauf ohne Verzögerungen gewährleistet. Kunden können

auf die Erfahrung und die zahlreichen Referenzen von Gillig + Keller bauen.

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Als Spezialist für individuelle Lösungen weiß das Unternehmen, dass der

Erfolg darin liegt, die Anforderungen an die jeweilige Nutzung bestmöglich

umzusetzen. Die fachkundige Beratung und genaue Analyse der betrieblichen

und räumlichen Gegebenheiten vor Ort garantieren den Kunden optimale

Arbeitsbedingungen bei den täglichen Betriebsprozessen.

Gemeinsam werden die zukünftigen Anforderungen und Fragen erörtert

und die für den Kunden am besten geeignete Ausführung erarbeitet.

Unter Berücksichtigung von Wirtschaftlichkeit, Brandschutz, gestalterischen

Wünschen und gesetzlichen Bestimmungen findet Gillig + Keller

so die richtige Lösung.

Foto: Rothenburg Tourismus Service, Pfitzinger

Betrachtet man die Attraktivität touristischer Ziele auf der Basis

von gesetzten Hashtags, gehört Rothenburg ob der Tauber zu

den zehn beliebtesten Sehenswürdigkeiten Bayerns. Mit 153.404

Hashtags auf Instagram liegt die Stadt mit dem mittelalterlichen

Flair sogar noch vor dem Englischen Garten in München, dem

Königsee in Berchtesgaden und dem Hofbräuhaus in München.

Grundlage der Analyse bei Statista war das Ranking der beliebtesten

Sehenswürdigkeiten in Deutschland der Deutschen Zentrale

für Tourismus.

www.statista.de

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09.2020 B4B THEMENMAGAZIN

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B2B THEMENMAGAZIN 09.2020

LOGISTIK & SPEDITION

EP BESCHLIESST REFORMPAKET FÜR STRASSENGÜTER-

VERKEHR

Foto: TTstudio – www.depositphotos.com

Der DSLV Bundesverband Spedition und Logistik zeigt sich grundsätzlich

zufrieden darüber, dass sich das Europäische Parlament

jetzt auf eine abschließende Position für einen einheitlichen

Rechtsrahmen für den europäischen Straßengüterverkehr verständigen

konnte. Ob der erzielte Kompromiss tatsächlich zu

einer Angleichung der Wettbewerbsbedingungen und Sozialvorschriften

sowie zu einer Präzisierung der Marktzugangsbedingungen

führt, wird wesentlich von der Umsetzung und der zukünftigen

Kontrolldichte in den Mitgliedstaaten abhängen.

Denn grundsätzlich muss davon ausgegangen werden, dass sich der

derzeitige Wettbewerb und die Arbeitsbedingungen im europäischen

Straßengüterverkehr nicht allein durch das Ausreizen von Regelungslücken

in einem freien europäischen Markt verschärft haben, sondern

vor allem durch eine Überforderung staatlicher Kontrollen. „Brüssel

und die Mitgliedstaaten haben Jahre gebraucht, um neue Gesetze zu

erarbeiten, anstatt die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass bereits

geltendes Recht durchgesetzt wird. Würde aus einem eingeschränkten

Halteverbot ein absolutes Halteverbot gemacht, verhinderte dies illegales

Parken auch nicht, wenn das Verbot nicht regelmäßig überwacht

würde“, gibt Frank Huster, Hauptgeschäftsführer des DSLV, zu bedenken.

„Gleichwohl ist es richtig, dass die EU-Staaten zukünftig deutlich

weniger Spielraum für nationale Vorschriften erhalten.“

Die künftigen Regelungen sehen einen rechtlichen Anspruch der

Lkw-Fahrer vor, spätestens nach drei Wochen in ihr Heimatland

zurückkehren zu können. Zusätzlich werden Transportunternehmen

verpflichtet, ihre Fahrzeuge alle acht Wochen in den jeweiligen Zulassungsstaat

zurückzuführen.

Mit der grundsätzlichen Möglichkeit zur so genannten Kabotage sollen

Leerfahrten innerhalb der EU verhindert und CO2-Emissionen eingespart

werden. Die Anzahl der Beförderungen, die ein ausländisches

Transportunternehmen innerhalb eines anderen EU-Landes durchführen

darf, wird jetzt auf drei eingefroren. Zusätzlich werden ausländische

Unternehmen das Land nach der jeweils letzten Kabotagefahrt

zukünftig für mindestens vier Tage verlassen müssen. Huster: „Die

Entscheidung des Parlaments entspricht zwar nicht dem auch für die

Logistik bedeutsamen Grundgedanken freier europäischer Märkte, für

eine vollständige Marktliberalisierung fehlen aus deutscher Sicht aber

derzeit noch die wettbewerblichen Voraussetzungen in der EU.“

Zur weiteren Wettbewerbsentzerrung gegenüber heimischen Transportunternehmen

müssen die Fahrer ausländischer Unternehmen während

der Kabotage mit dem ortsüblichen Mindestlohn vergütet werden.

Dafür wurde ein von der allgemeinen EU-Entsende-Norm zwar

abweichendes, aber immer noch restriktives Entsenderecht speziell

für Lkw-Fahrer geschaffen (‚Lex Specialis‘): Die Höhe des Lohns soll

mindestens der Lohnhöhe des Landes entsprechen, in dem der Fahrer

unterwegs ist. Ausgenommen werden hiervon zukünftig lediglich Transitfahrten

sowie Hin- und Rückfahrten vom Heimatland in ein anderes

EU-Land mit maximal zwei Be- oder Entladevorgängen während einer

Tour. Huster: „Dass das EU-Parlament hier doch noch zu einem Kompromiss

gelangte, ist anerkennenswert. Die praktische Umsetzung und

Nachweisführung wird allerdings sehr schwierig.“ Angesichts 27 national

unterschiedlicher Mindestlohnbestimmungen in der EU wird der

administrative Aufwand für international tätige Speditionshäuser und

ihre Transportdienstleister erheblich steigen.

Große Erwartungen setzt Brüssel deshalb in den intelligenten Fahrtenschreiber,

der spätestens im Jahr 2025 in allen Fahrzeugen eingebaut

sein muss, um die neuen Rechtsvorschriften belastbar digital

überwachen zu können. „Zur Durchsetzung des neuen Rechts bedarf

es verlässlicher Technik, ansonsten verpuffen die guten politischen

Absichten“, so Huster. „Wichtig ist, dass die nationale Umsetzung in

allen Mitgliedstaaten einheitlich vollzogen wird.“

Das Europäische Parlament hat am 8. Juli 2020 abschließend über

das Reformpaket für den europäischen Straßengüterverkehr, dem 1.

Teil des sogenannten Mobility Package, entschieden. Vorausgegangen

ist ein über dreijähriges Ringen der Fraktionen des Parlaments, der

EU-Mitgliedsstaaten und der Europäischen Kommission über die Ausgestaltung

zukünftiger Arbeits-, Sozial- und Wettbewerbsbedingungen

für den Straßengüterverkehr.

www.dslv.org

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www.b2b-themenmagazin.de 13


09.2020 B2B THEMENMAGAZIN

LOGISTIK & SPEDITION

Foto: benkrut – depositphotos.com

GESCHÄFTSLAGE IN DER LOGISTIK-BRANCHE JUNI 2020

Repräsentative Unternehmen der Logistikbranche.

„Das SCI/Logistikbarometer ist ein regelmäßig ermittelter Indikator,

der die brancheninterne Wirtschaftslage und -zukunft zeigt.

Im Juni 2003 startete das Barometer mit der Befragung von 200 in

Bezug auf Größe, Produkte und weitere Indikatoren repräsentative

Unternehmen der Logistikbranche. Mit Hilfe von ausgewählten

Entscheidern der Logistikbranche hat SCI Verkehr eine schnelle und

unkomplizierte Abfragemethode entwickelt. Die Befragung erfolgt

mittels eines zweiseitigen Bogens. Innerhalb weniger Minuten können

die kurzen, prägnanten Aussagen bzw. Einschätzungsabfragen

beantwortet werden. Die Analyse erfolgt zum Teil in methodischer

Anlehnung an den Ifo-Geschäftsklimaindex. Die Zielsetzung des SCI/

Logistikbarometers geht jedoch über den Ansatz des Ifo-Institutes

hinaus. Es werden nicht nur kurzfristige, konjunkturellbedingte Erwartungen

abgefragt; vielmehr verfolgt dieses Barometer darüber hinaus

das Ziel, langfristige, wachstumsbedingte Tendenzen aufzudecken.

Die Befragungsergebnisse werden analysiert, interpretiert und in der

DVZ -Deutsche Logistikzeitung veröffentlicht. Dies soll interessierten

Unternehmen helfen, die Entwicklungen in der Logistikbranche bei

ihrer Planung zu berücksichtigen und dementsprechend zu agieren.

Des Weiteren können sich auch Dritte mit Hilfe des SCI/Logistikbarometers

über die aktuelle und die zukünftig erwartete Marktlage der

Logistikbranche informieren.“

Günstiger/gut/

verbessert

Gleich bleibend/normal/

nicht verändert

Schlechter/schlecht/

verschlechtert

Lage nächste drei Monate 22 37 41 in %

Derzeitige Lage 8 20 72 in %

Lage letzter Monat 19 42 39 in %

www.statista.de

14 www.b2b-themenmagazin.de


B2B THEMENMAGAZIN 09.2020

TERMINE & KLEINANZEIGEN

Stellenangebote

Vortrag

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Hunderte aktuelle Stellenangebote

aus der IHK-Region

Heilbronn-Franken für Fachund

Führungskräfte:

Gesundheits-/Sozialwesen 107

Fertigung, Inbetriebn., 57

Qualitätsw.

IT/TK Softwareentwicklung 49

Techn. Management, 45

Projektplanung

Vertrieb, Verkauf, Handel 33

Finanz-/Rechnungswesen 25

Öffentlicher Dienst,

25

Verwaltung

Einkauf, Beschaffung 21

Organisation, Verwaltung, 19

Büro

Ernährung, Lebensmittel, 16

Agrar

Fahrzeugbau, Zulieferer 15

Immobilien, Bau,

13

Finanzierung

Medien, Grafik, Design, 13

Druck

Rechts-/Steuerwesen 13

Management, Leitung 13

Personalwesen 13

Consulting, Beratung 12

Forschung u. Entwicklung 12

Pharma, Chemie, Med., 12

Biotechn.

Mitarbeiter gewinnen

auf neuen Wegen

122. Mittagsakademie am

16.9.2020 auf dem Bildungscampus,

Thema des Vortrags: „Verkaufen

kann jeder – aber nur wenige

sind erfolgreich! Viele Unternehmer

und Vertriebsleiter denken so! Sie

auch?“ Beginn: 12.00 Uhr, Ende:

13.30 Uhr, Anmeldung:

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Homeoffice

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für drei Arbeitsplätze; die Räumlichkeiten wurden frisch renoviert

und mit einer kleinen Teeküche und einer Klimaanlage ausgestattet. Ein

Serverraum und ein Besprechungsraum können auf Wunsch mitgenutzt

werden. Vermietung bevorzugt an Vermieter aus der Kreativbranche wie

z.B. Webprogrammierer, Informatiker, Film- und Videoeditor, Illustrator,

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IHK-Zentrum für Weiterbildung

AKTUELLE VERANSTALTUNGEN (AUSZUG)

Datum Veranstaltung Ort Nr. Preis

05.10.2020 Professionell arbeiten mit MS Office (IHK) 6520_202_01H Online 1.250,00 €

05.10.2020 Gepr. Immobilienfachwirt/-in 35206H Online 3.990,00 €

Ab 05.10.2020 Online Live Trainer (IHK) Aufbau 6311_202_01H Online 1.050,00 €

06.10.2020 Fachkraft für Buchführung (IHK) 6272_202_01H Online 1.250,00 €

19.10.2020 Fachkraft für Controlling (IHK) 6273_202_01H Online 1.250,00 €

Ab 19.10.2020 Online Live Trainer (IHK) 6312_202_01H Online 1.600,00 €

Ab 28.10.2020 Vertriebsspezialist/-in (IHK) 6292_202_01H Online 1.904,00 €

29.10.2020 Chatbot Manager (IHK) 6614_202_01H Online 1.904,00 €

Ab 05.11.2020 E-Commerce Manager (IHK) 6613_202_01H Online 1.785,00 €

Ab 19.11.2020 Agiles Projektmanagement (IHK) 6146_202_01H Online 1.500,00 €

IHK-Zentrum für Weiterbildung · Ferdinand-Braun-Str. 20 · 74074 Heilbronn · Tel. 07131 26 41-40 · weiterbildung@heilbronn.ihk.de · www.ihk-weiterbildung.de

Weitere Weiterbildungsträger befinden sich auf der bundesweiten Weiterbildungsdatenbank WIS.

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System

Schnell, wirtschaftlich

und nachhaltig.

GOLDBECK Süd GmbH, Niederlassung Stuttgart

Schelmenwasenstr. 16-20, 70567 Stuttgart

Tel. +49 711 880255-0, stuttgart@goldbeck.de

konzipieren bauen betreuen

goldbeck.de


Service + Info

© Dieter Kindel

Beispielhafter Genuss aus Shaqirs Küche: Rinderfilet mit Kartoffel-Gratin, Gemüse und Gorgonzola-Sauce.

GASTRONOMIE IN

HISTORISCHEN MAUERN

Das Gebäude mit dem eindrucksvollen

Äußeren wurde

1582 im Stil eines Fachwerkhauses

der Spät-Renaissance errichtet.

Heute ist das Baumann’sche

Haus in Eppingen nicht nur wegen

seiner besonderen Historie

bekannt, sondern auch als

„Wirtskeller Sankt Georg“ –

eine Empfehlung für Schlemmer

und Genießer.

Von Dieter Kindel

Es gilt als eines der schönsten Fachwerkbauten

in Baden. Einst hatte

das Haus der Viehhändler und

Metzger Hans Ziemer für sich und

seine Familie gebaut. Die zahlreichen

Verzierungen, Schnitzereien

im Fachwerk sind ungemein aufwändig gearbeitet

und verleihen dem Haus den Hauch des

Einmaligen. Selbst auf einer Briefmarke wurde

dieses Baudenkmal vor einiger Zeit „verewigt“.

Heute wird es für die Gastronomie genutzt.

Im Kellergewölbe befindet sich das Restaurant

„Wirtskeller Sankt Georg“ mit rund 50

Sitzplätzen, inklusive der offenen Küche. Zum

Wirtshaus gehören noch zwei weitere Räume

für Feiern von Familien oder Firmen. Einer

mit 30, der andere mit 20 Sitzplätzen. Dabei

vor allem die markante Renaissance-Stube,

die den typischen Stil kennzeichnet und etwas

vom Lebensgefühl der damaligen Epoche erahnen

lässt. In der Saison, vor allem bei schönem

Wetter, sitzen die Gäste natürlich gerne

auf einer kleinen Außenterrasse, genießen die

kulinarischen Angebote und die sympathische

Gastfreundschaft.

Rezepte aus verschiedenen Kulturen

Das beeindruckende Gebäude wurde 1999

von den Brüdern Ramé und Shaqir Shala von

der Stadt Eppingen erworben. Nach einer Renovierung

eröffneten die beiden im Jahr 2000

SEPTEMBER 2020 ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ 40 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- www.heilbronn.ihk.de


© Dieter Kindel

Die Brüder Shaqir (links) und Ramé Shala.

das Wirtshaus. Sie selbst stammen aus dem

Kosovo und kamen in der Zeit der Jugoslawien-Krise

und den Unruhen als junge Leute

nach Deutschland, um in der Gastronomie

zu arbeiten. Der eine im Service, der andere

als Koch. Shaqir liebt geradezu die Arbeit in

der Küche. Gerne orientiert er sich an italienischen

oder französischen Rezepten, aber auch

deutsche Klassiker, regionale Besonderheiten

aus Süddeutschland, hier dem Kraichgau,

sind ihm wichtig. Natürlich dürfen kosovarische

Einflüsse und Reminiszenzen nicht fehlen.

Er benutzt eine Vielzahl von edlen Gewürzen,

frischen Kräutern wie Thymian, Bärlauch,

Kresse, Petersilie und weitere. Wenn möglich

sollen die Bestandteile seiner Küche, die Produkte

und Zutaten, aus der Region stammen.

Er verkörpert einen Typus, der die besten Rezepte

aus verschiedenen Kulturen zur Geltung

bringen möchte, aber dabei bodenständig

bleibt. Im Frühling sammelt er selber gerne

Kräuter, in der herbstlichen Pilzsaison ist er

gelegentlich auf der Suche nach Pfifferlingen,

Maronen und anderen geschmackvollen Sorten

im heimischen Wald unterwegs. Ein Blick

auf die Speisekarte verrät eine große Vielfalt:

Nudelgerichte, Spezialitäten aus dem Kraichgau,

Pizza, Fisch, diverse Fleisch- und vegetarische

Gerichte. Eine Menüplan für den wechselnden

wöchentlichen Mittagstisch wird für

Stammgäste immer aktuell vorbereitet. Spontan

kommende Gäste sind zum Beispiel Radfahrer,

die auf verschiedenen Routen in die

Stadt radeln und nach einer Pause weiterfahren

wollen. In der Zwischenzeit ist ja vermutlich

der Akku vom E-Bike wieder aufgeladen.

Das Angebot an Getränken ist vielseitig. Es

reicht von alkoholfreien Getränken bis hin zu

Er liebt das Kochen: Shaqir Shala.

edlen Weinen oder feinen Biersorten der Eppinger

Traditionsbrauerei Palmbräu.

Vorfreude auf die Gartenschau

Das angrenzende Altstadthotel „Wilde Rose“

übernahm die Familie Shala im Jahr 2010.

Es bietet zehn Zimmer zur Übernachtung

mit Frühstück an. Ein neues kleineres Gästehaus

mit acht Zimmern kam im Zeitraum

2018/2019 hinzu, das modern wirkt und sich

trotzdem in das Altstadt-Ambiente nahtlos

einfügt. Vorher stand auf dem Grundstück

ein altes Fachwerkhaus mit maroder Bausubstanz,

das nicht mehr saniert werden konnte.

Man ließ es abtragen und das vorhandene

Fachwerk wieder in den Neubau integrieren.

Die Gastronomen bekennen, dass der Corona-Lockdown

sie sehr schwer getroffen habe.

Viele Stammgäste hätten sie aber durch Bestellungen

zur Abholung unterstützt, für den

Familienbetrieb ein deutliches Zeichen der

Wertschätzung. Nach der Öffnung im Mai

und mit dem Einhalten der notwendigen

Hygiene-Regeln ginge es aber derzeit wieder

langsam bergauf. Passend sei, dass im kommenden

Jahr die Landesgartenschau 2021 in

Eppingen stattfinden wird. Durch die direkte

Nähe zum Gelände sei diese Veranstaltung

eine einmalige Gelegenheit, neue Gäste kennenzulernen.

Da wird der Wirtskeller Sankt

Georg sicherlich mit besonderen Angeboten

glänzen und mit herzlicher Gastlichkeit

überzeugen können.

www.altstadthotel-wirtskeller-eppingen.de

© Dieter Kindel

www.heilbronn.ihk.de ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 41 --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- SEPTEMBER 2020


Service + Info

Eine Materialflusskostenrechnung (Material Flow Cost Accounting, MFCA) bringt in die Effizienzbemühungen eine

fundierte monetäre Sicht ein. Hier die MFCA Kosten-Ansicht einer Metallfertigung.

RESSOURCENEFFIZIENZ

STEIGERN

Sankey-Diagramme und Materialflusskostenrechnung

helfen

Unternehmen dabei an Effizienz

zu gewinnen. Einsparungen

liegen oft im zweistelligen

Prozentbereich.

Von Jürgen Römhild

Ressourceneffizienz ist in aller

Munde. Zusätzlich erfordert

es der Klimawandel zu fragen,

welcher CO 2 -Impact mit unseren

Produkten verbunden ist,

und letzteren zu verringern.

Einen systematisch-analytischen Zugang

stellen die Visualisierung der Stoff- und Energieströme

in Sankey-Diagrammen und die

Materialflusskostenrechnung bereit. Sie bieten

einen neuen Blick auf die betrieblichen

Fertigungsketten. Sie öffnen die Augen für

Potenziale, die nicht oder nicht mehr transparent

waren. Sie weisen den Weg, um die

Prozesse an der wirkungsvollsten Stelle zu

optimieren. Und sie vereinen die Aussicht auf

ökonomische Gewinne durch Energie- und

Materialeinsparungen mit CO 2 -Einsparungen

als ökologischem Gewinn.

Das magische Dreieck: Projekt, Produktion,

Kosten

Lernen ist wie Rudern gegen den Strom – wer

damit aufhört, treibt zurück. Das kontinuierliche

Rudern gilt auch im Strom der technischen

Entwicklungen, der Herstellungsverfahren

und der Produktionswirtschaft.

Fertigungen werden ständig angepasst und

optimiert. Dafür sind geeignete Instrumente

oder methodische Werkzeuge nötig. In den

Unternehmen werden Verbesserungsprozesse

über die Normenreihen ISO 9000 im

Qualitätsmanagement, ISO 14000 im Umweltmanagement

und ISO 50000 im Energiemanagement

betrieben. Kaizen oder der

kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP)

sind etabliert. Six Sigma hilft Prozessschwankungen

einzuengen, Defektraten zu reduzieren

und Prozesse stabil zu fahren. Lean Management

sorgt dafür, die logistischen Ketten

zu verstehen, Bestände zu reduzieren und

Abläufe flüssig ineinander greifen zu lassen,

sodass Kunden “just in time“ ihre Produkte

erhalten. Beide Methoden dienen damit bereits

der Ressourceneffizienz. Sie begrenzen

SEPTEMBER 2020 ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ 42 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- www.heilbronn.ihk.de


PR-BEITRAG

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den Aufwand für die Herstellung von Produkten.

Sie vermeiden Verschwendung in Form

von beispielsweise Ausschuss und Nacharbeit

oder unnötigen Transportwegen und

Wartezeiten. Dabei greift Six Sigma mit statistischen

Analysen und Versuchen an den Prozessen,

deren Parametern und deren Kontrolle

an. Lean Management analysiert primär

Zeitdauer und Ablauf des Produktionsflusses

oder Value Streams. Jeder der beiden Blickwinkel

hat zu neuen Verbesserungsideen

und Optimierungsmaßnahmen geführt. Es

bietet sich deshalb an, einen weiteren, dritten

Blickwinkel hinzuzunehmen. Er setzt

an der dritten Ecke des magischen Dreiecks

von Projekten und Produktionen an – den

Kosten. Und er unterstützt damit direkt das

unternehmerische Interesse, einen Gewinn

zu erzielen. Der Weg dieses dritten Ansatzes

führt von der Größe der Material- und Energieströme

zwischen den Fertigungsschritten

zur finanziellen Bewertung der fließenden

Mengen und – wie heute immer drängender

– weiter bis zur Ermittlung des darin enthaltenen

CO 2 -Äquivalentes.

AUSBILDUNGSPRÄMIEN

DES BUNDES IN DER

CORONA-KRISE

Am 1.8.2020 ist die Erste Förderrichtlinie für das Bundesprogramm

„Ausbildungsplätze sichern“ in Kraft getreten. Ab sofort

können Ausbildungsbetriebe in vier Förderbereichen für das ab

1.8.2020 begonnene neue Ausbildungsjahr 2020/21 Zuschüsse

bei den örtlich zuständigen Stellen der Bundesagentur für Arbeit

beantragen.

Die Förderung umfasst in anerkannten Ausbildungsberufen vier

Förderbereiche:

1. Gezahlt wird eine Ausbildungsprämie von 2.000 † je Ausbildungsvertrag,

wenn der Betrieb in erheblichem Umfang von der

Corona-Krise betroffen ist (mindestens einen Monat durchgeführte

Kurzarbeit oder 60% Umsatzeinbruch im April und Mai

2020) und das Ausbildungsniveau im Vorjahresvergleich nicht

sinkt.

2. Gezahlt wird eine Ausbildungsprämie von 3.000 † je Ausbildungsvertrag,

wenn der Betrieb in erheblichem Umfang von

der Corona-Krise betroffen ist (s.o.) und das Ausbildungsniveau

gegenüber dem Vorjahr erhöht wird.

3. Werden die Ausbildungsaktivitäten fortgesetzt, obwohl der

Betrieb mindestens 50% Arbeitsausfall hat, werden 75% der

Brutto-Ausbildungsvergütung übernommen.

4. Eine Übernahmeprämie von 3.000 † je Auszubildenden wird

gezahlt, wenn ein Auszubildender aus einem bis 31.12.2020

coronabedingt insolvent gewordenen kleinen oder mittleren

Unternehmen (KMU) von einem anderen KMU für die Restdauer

der Ausbildung übernommen wird.

Antragsberechtigt sind KMU mit inländischem Sitz und bis zu

249 Beschäftigten, die in einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf

ausbilden. Als Beschäftigtenzahl wird die Zahl der

Mitarbeiter in Vollzeitäquivalenten zum Stichtag 29.2.2020

zugrunde gelegt.

Zuständig für die Umsetzung dieser Richtlinie, insbesondere die

Antragsbearbeitung und Bewilligung der Zuwendungen, ist die

Bundesagentur für Arbeit. Für die Beantragung der Förderung

ist vorab eine Bescheinigung der zuständigen Stelle (IHK, Handwerkskammer)

über die Ausbildungsverhältnisse und die Ausbildungsvergütung

notwendig.

www.revisa.de

V.i.S.d.P.: Revisa GmbH & Co. KG.

REVISA Neckarsulm | Heiner-Fleischmann-Str. 6

Tel. 0 71 32-958-0 | Fax 0 71 32-958-100

info@revisa.de | www.revisa.de

REVISA Öhringen | Austraße 18

Tel. 0 79 41-94 88-0 | Fax 0 79 41-94 88-66

oehringen@revisa.de | www.revisa.de

Stefan Schwarz, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater,

REVISA GmbH & Co. KG – Steuerberatungsgesellschaft.

www.heilbronn.ihk.de ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 43 -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- SEPTEMBER 2020


Service + Info

KONTAKT

Christian Eifler

Effizienzmoderator KEFF

Telefon 07131 9677-336

E-Mail christian.eifler.keff-bw@

heilbronn.ihk.de

Überblick über die großen Materialflüsse

und Verbräuche

In den Werkzeugkasten für Prozessoptimierung

und Ressourceneffizienz passen

hervorragend die beiden Tools der Sankey-

Diagramme und der Materialflusskostenrechnung.

Sankey-Diagramme werden dazu

genutzt, Stoff- und Energieströme in einem

Fertigungsprozess oder Unternehmen darzustellen.

Pfeile stellen dabei die Materialund

Energieflüsse zwischen den einzelnen

Fertigungsschritten, Prozessen oder auch

Abteilungen dar. Hierbei entspricht die Pfeilbreite

der Menge des fließenden Materials

oder der fließenden Energie. Das Flussdiagramm

macht die komplexen Zusammenhänge

eines Fertigungsablaufes transparent.

Die wichtigsten Produkt- und Energieflüsse,

aber auch große Abfallströme und Ineffizienzen

werden deutlich. Der Blick für die größten

Potenziale und die besten Ansatzpunkte zur

Effizienzsteigerung öffnet sich.

Effizienzpotenziale aufspüren und CO 2 bilanzieren

Das Tool der Materialflusskostenrechnung

(Material Flow Cost Accounting, MFCA)

bringt in die Effizienzbemühungen eine fundierte

monetäre Sicht ein. Die Analyse basiert

auf dem Modell der Material- und Energieströme

in der Fertigung. MFCA bezieht

die Kosten für die eingesetzten Materialien

und Energieformen sowie die Prozesskosten

in das Modell ein. Damit baut sich die komplette

Bewertung der Zwischenprodukte,

Produkte und auch Abfälle an jeder Stelle

im Produktionsablauf auf – mit neuem Überblick

und neuen Einsichten. Der wahre Wert

der Abfälle wird transparent, da nicht nur

Entsorgungskosten dargestellt werden. Das

zeigt mögliche Verbesserungsmaßnahmen

in einem ganz anderen Licht des Returns

on Investment. Das Qualitätsmanagement

gelangt mit MFCA von der Steuerung durch

Defektraten zu einer auf Kosten basierenden

Steuerung. Optimierungsaktionen werden

wirkungsvoller. Außerdem lassen sich Varianten

von Prozessen, Produkten oder Rohmaterialien

fundiert monetär vergleichen. Das

ermöglicht, Investitionen und Entwicklungsanstrengungen

an der besten Stelle zu fokussieren.

Tauscht man schließlich die Währung

von Euro in CO 2 -Impact aus, der beispielsweise

von den eingesetzten Energieformen

verursacht wird, ist auch eine vollumfängliche

CO 2 -Bilanz verfügbar – meist als Bilanz

Cradle to Gate. Damit können die betrieblichen

Entscheidungen passend getroffen

werden, um den CO 2 -Ausstoß bestmöglich

zu reduzieren. Übrigens ist die Materialflusskostenrechnung

als einzige Berechnungsmethode

ISO-normiert als ISO 14051.

Kostenfreie Software und Schulungen für

Unternehmen in Baden-Württemberg

Sowohl für Sankey-Diagramme als auch für

MFCA stellt die Landesregierung den Unternehmen

in Baden-Württemberg kostenlose

Software-Tools und Schulungen zur

Verfügung. In einer eintägigen Schulung zu

bw!sankey wird in das Arbeiten mit dem Software-

Tool eingeführt. Beispiele für geeignete

Sankey-Diagramme werden vorgestellt und

Diagramme am eigenen Rechner aufbereitet.

Die Teilnehmer sind danach in der Lage,

hochwertige Sankey-Diagramme aus dem

eigenen betrieblichen Alltag zu erstellen und

dort einzusetzen. Eine zweitägige Schulung

zu bw!MFCA führt in die Methode der Materialflusskostenrechnung

ein und stellt das

Software-Tool vor. Die Teilnehmer sind nach

dem MFCA-Kurs in der Lage, die Software für

monetäre Analysen und CO 2 -Kalkulationen

in ihren Betrieben zu nutzen. Die Schulungen

richten sich vorrangig an Mitarbeiter in

produzierenden Unternehmen aus den Bereichen

Ressourceneffizienz, Umwelt- und

Nachhaltigkeitsmanagement, Qualitäts- und

Prozessoptimierung, Beschaffungswesen

oder Produktionscontrolling. Angesprochen

sind sowohl die Geschäftsführung als auch

die operative Ebene, die Projekte durchführt

und inhaltlich begleitet. Für den Einstieg in

bw!sankey und bw!MFCA sind keine besonderen

Vorkenntnisse notwendig.

Die nächsten Kurse in Heilbronn sind für

November und Dezember 2020 geplant. Anmeldungen

sind unter www.pure-bw.de im

Veranstaltungskalender möglich.

www.pure-bw.de

SEPTEMBER 2020 ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ 44 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- www.heilbronn.ihk.de


© B. Wylezich – www.fotolia.com

Am 1. Januar 2021 treten Neuerungen beim Transport von gefährlichen Gütern in Kraft.

GEFAHRGUT IM

STRASSENTRANSPORT

IHK-Informationsveranstaltung

zu anstehenden Neuerungen

im Gefahrgutrecht am 21. Oktober

2020 im Heilbronner

Haus der Wirtschaft (IHK).

Von Lena Rheiner

Gefahrgutbeauftragte in

den Unternehmen kennen

es: Im zweijährigen

Rhythmus wird das „Europäische

Übereinkommen

über die internationale

Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße“

(ADR) überarbeitet. Am 1. Januar 2021 ist

der Stichtag für die Einführung von Neuerungen,

die aufgrund von geänderten Anforderungen

der Praxis und Weiterentwicklungen

der Industrie notwendig werden.

Alle Verantwortlichen, die am Transport von

gefährlichen Gütern beteiligt sind, sollten

sich frühzeitig mit den Neuerungen vertraut

machen, um die entsprechenden organisatorischen

Änderungen im Betrieb vornehmen

zu können.

Informationen und Tipps für die Praxis

Zur Unterstützung der Betriebe und verantwortlichen

Personen bietet die Industrieund

Handelskammer Heilbronn-Franken

am Mittwoch, 21. Oktober, eine kostenpflichtige

Informationsveranstaltung zum ADR

2021 an. Anstehende Neuerungen werden

besprochen sowie praktische Hilfestellungen

für die Umsetzung im Unternehmen gegeben.

Die Teilnehmer erhalten nach der Veranstaltung

eine Bescheinigung, welche auch

als Nachweis über eine Unterweisung beziehungsweise

Schulung nach 1.3. ADR dient.

Veranstaltung in Präsenzform

Aufgrund der Komplexität der Thematik

und der dafür hilfreiche, direkte Austausch

der Fachexperten, wird die Veranstaltung in

Präsenzform im Heilbronner Haus der Wirtschaft

stattfinden. Um die Einhaltung der

Abstandsregeln gewährleisten zu können, ist

die Teilnehmerzahl in diesem Jahr stark begrenzt.

Die Anmeldungen werden in chronologischer

Reihenfolge erfasst.

INFO UND

ANMELDUNG

Lena Rheiner

Sachbearbeiterin Verkehr

Telefon 07131 9677-123

E-Mail lena.rheiner@

heilbronn.ihk.de

www.heilbronn.ihk.de ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 45 -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- SEPTEMBER 2020


Service + Info

KONTAKT

Jonas Kraiß

Referent Handel

Telefon 07131 9677-310

E-Mail jonas.kraiss@

heilbronn.ihk.de

SICHTBAR AUF DEN

ERSTEN KLICK

Die IHK Heilbronn-Franken bietet

in Kooperation mit dem Mittelstand

4.0 – Kompetenzzentrum

Handel am 14. September ein

Webinar zum Thema „Google

My Business“ für kleine und mittlere

Handelsunternehmen an.

Beginn ist um 16 Uhr.

Von Jonas Kraiss

Google ist die meistgenutzte

Suchmaschine im Netz. In

relativ kurzer Zeit können

sich Konsumenten mit einer

Stichwortsuche über

nahezu alles informieren.

Mit einem gepflegten und informativen

”Google My Business”-Eintrag haben Einzelhändler

die Möglichkeit, die Konsumenten

auf den ersten Blick mit den relevanten

Angaben wie beispielsweise Öffnungszeiten,

Kontaktmöglichkeiten oder Produktinformationen

zu versorgen. Die Herausforderung

für die Einzelhändler besteht darin, bei den

Suchergebnissen möglichst prominent gelistet

zu werden.

Tipps und Tricks

In dem Webinar erfahren Händler, warum es

sich lohnen kann einen eigenen ”Google My

Business” aufzubauen sowie zu pflegen und

welche Tipps und Tricks es dabei zu beachten

gilt.

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Anmeldung unter:

www.heilbronn.ihk.de

Dok-Nr.: TER002987

KONTAKT

Anabelle Plieninger

Referentin Umwelt

Telefon 07131 9677-307

E-Mail anabelle.plieninger@

heilbronn.ihk.de

BIO-AB-CYCLING

Bioraffinieren zur Gewinnung

von Rohstoffen aus Abwasser

und Abfall .

Für die neue Förderperiode des Europäischen

Fonds für regionale Entwicklung

(EFRE) von 2021 bis 2027 plant das Land ein

neues Förderprogramm, das auf der Landesstrategie

„Nachhaltige Bioökonomie“

aufbaut. Die Bioökonomie kann einen Beitrag

insbesondere auch im Bereich des Rohstoffbedarfs,

der Rohstoffnutzung und der

Ressourceneffizienz leisten. Mit innovativen

biologischen Konzepten sollen erneuerbare

und recycelbare Rohstoffquellen erschlossen

werden und so die Treibhausgasemissionen

gesenkt, natürliche Ressourcen geschont und

die Biodiversität gestärkt werden.

Durch das neue EFRE-Förderprogramm

„Bioraffinerien zur Gewinnung von Rohstoffen

aus Abfall und Abwasser – Bio-Abcycling“

sollen bioinspirierte, biointegrierte

beziehungsweise biointelligente Technologien

zur Nutzung von Abfällen, Reststoffen

und Abwässern (biogen oder unter Nutzung

einer biologischen Verfahrenskomponente /

biologischen Wissens) als Rohstoffquelle in

Pilot- oder Demonstrationsanlagen gefördert

werden.

SEPTEMBER 2020 ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ 46 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- www.heilbronn.ihk.de


Modulare Bioraffinerien

Ziel der Vorhaben soll sein, den Abfall beziehungsweise

das Abwasser als Rohstoffquelle

zu nutzen, um unterschiedliche Inhaltsstoffe

in sogenannten modularen „Bioraffinerien“

zu separieren und dadurch die enthaltenen

Rohstoffe zu gewinnen sowie einer Nutzung

zuzuführen. In diesem Rahmen sollen verschiedene

aufeinander abgestimmte Technologien

(„Module“) genutzt werden, um die

so separierten Inhaltsstoffe so effizient und

nachhaltig wie möglich als Rohstoffe wieder

nutzbar zu machen. Dabei soll der Schwerpunkt

auf die Untersuchung der Schnittstellen

beziehungsweise Wechselwirkungen der

miteinander kombinierten Module gelegt

werden. Die jeweilige Rohstoffquelle (Abfall /

Abwasser) soll möglichst vielfältig insbesondere

stofflich genutzt und nutzbar gemacht

werden.

Anträge jetzt einreichen

Nach derzeitigem Planungsstand soll im

September 2020 zur Einreichung von Projektanträgen

im Rahmen eines einstufigen

Verfahrens aufgerufen werden. Das Förderprogramm

ist vor allem für Forschungseinrichtungen,

Unternehmen, Kommunen,

kommunale Gebietskörperschaften, Zweckverbände

und deren Eigenbetriebe von Interesse,

die eine Pilot-/Demonstrationsbioraffinerie

im Bereich Abfall oder Abwasser

erstellen möchten.

AUF KURS

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SEPTEMBER 2020


IHK-Bekanntmachung

AUFHEBUNG DER BESONDEREN RECHTSVOR-

SCHRIFTEN FÜR DIE FORTBILDUNGSPRÜFUNG

ZUR „ELEKTROFACHKRAFT FÜR FESTGELEGTE

TÄTIGKEITEN“

Der Berufsbildungsausschuss der Industrie- und Handelskammer

Heilbronn-Franken hat in seiner Sitzung vom 15. Juli 2020

beschlossen, die besonderen Rechtsvorschriften für die Fortbildungsprüfung

zur „Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten“

vom 4. Juli 2001 mit Wirkung zum Ablauf des 30. Juni 2021 aufzuheben.

Damit treten diese Regelungen mit Ablauf des 30. Juni 2021 außer

Kraft.

Die Aufhebung der vorstehenden Besonderen Rechtsvorschriften

wird hiermit ausgefertigt und im Mitteilungsblatt w.news 09/2020

veröffentlicht.

Heilbronn, den 17. Juli 2020

Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken

Heilbronn, den 16. Juli 2020

Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken

Harald Unkelbach

Präsident

Elke Döring

Hauptgeschäftsführerin

Harald Unkelbach

Präsident

Elke Döring

Hauptgeschäftsführerin

AUFHEBUNG DER BESONDEREN RECHTSVOR-

SCHRIFTEN FÜR DIE FORTBILDUNGSPRÜFUNG

ZUR „ELEKTROFACHKRAFT“

Der Berufsbildungsausschuss der Industrie- und Handelskammer

Heilbronn-Franken hat in seiner Sitzung vom 15. Juli 2020

beschlossen, die besonderen Rechtsvorschriften für die Fortbildungsprüfung

zur „Elektrofachkraft“ vom 1. August 2005 mit Wirkung

zum Ablauf des 31. Dezember 2023 aufzuheben.

Damit treten diese Regelungen mit Ablauf des 31. Dezember

2023 außer Kraft.

Die Aufhebung der vorstehenden Besonderen Rechtsvorschriften

wird hiermit ausgefertigt und im Mitteilungsblatt w.news 09/2020

veröffentlicht.

Heilbronn, den 17. Juli 2020

Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken

Heilbronn, den 16. Juli 2020

Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken

Harald Unkelbach

Präsident

Elke Döring

Hauptgeschäftsführerin

Harald Unkelbach

Präsident

Elke Döring

Hauptgeschäftsführerin

SEPTEMBER 2020 ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ 48 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- www.heilbronn.ihk.de


BESONDERE RECHTSVORSCHRIFT FÜR DIE FORT-

BILDUNGSPRÜFUNG ZUR „ELEKTROFACHKRAFT

FAHRZEUGTECHNIK“

Die Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken erlässt

aufgrund des Beschlusses des Berufsbildungsausschusses vom

15. Juli 2020 als zuständige Stelle gem. § 54 in Verbindung mit

§ 79 Absatz 4 Berufsbildungsgesetz (BBiG) vom 23.03.2005

(BGBl. I Seite 931) in der Fassung der Bekanntmachung vom

04.05.2020 (BGBl. I Seite 920) folgende besondere Rechtsvorschrift

für die Fortbildungsprüfung zur „Elektrofachkraft Fahrzeugtechnik“:

§ 1 ZIEL DER PRÜFUNG UND BEZEICHNUNG DES ABSCHLUSSES

(1) Ziel der Prüfung ist der Nachweis der Qualifikation zur „Elektrofachkraft

Fahrzeugtechnik“ und damit die Befähigung, in

Betrieben die Tätigkeit einer Elektrofachkraft Fahrzeugtechnik

gemäß den aktuellen Vorgaben der Berufsgenossenschaften

oder Unfallkassen und dem Stand der Technik eigenverantwortlich

auszuüben.

(2) Durch die Prüfung ist festzustellen, ob der/die Prüfungsteilnehmer/-

in die Qualifikation besitzt, um in den genannten Handlungsbereichen

insbesondere folgende Aufgaben einer „Elektrofachkraft

Fahrzeugtechnik“ wahrnehmen zu können:

1. Aufbau, Inbetriebnahme und Fehlersuche von bzw. an Fahrzeugen

oder Fahrzeugkomponenten durchführen und deren

Funktionsfähigkeit sicherstellen; Störungen erkennen und

beseitigen

2. Arbeitsabläufe planen, umsetzen, überwachen; Information

und Kommunikation intern und extern sicherstellen; Arbeits-,

Umwelt- und Gesundheitsschutz gewährleisten

3. Elektrotechnische Sicherheitsunterweisungen am Fahrzeug

oder an Fahrzeugkomponenten durchführen

(3) Die erfolgreich abgelegte Prüfung führt zum anerkannten Abschluss

„Elektrofachkraft für Fahrzeugtechnik“.

§ 2 ZULASSUNGSVORAUSSETZUNGEN

Zur Prüfung kann zugelassen werden, wer

1. eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem

technischen Ausbildungsberuf nachweisen kann oder

2. wer durch Vorlage von Zeugnissen oder auf andere Weise

glaubhaft darlegen kann, dass er Kenntnisse und

Fähigkeiten erworben hat, die eine Zulassung zur Prüfung

rechtfertigt.

§ 3 PRÜFUNGSBEREICHE UND GLIEDERUNG DER PRÜFUNG

(1) Die Prüfung umfasst folgende Prüfungsbereiche:

1. Sicherheitstechnik und Arbeitsschutz

2. Funktions- und Schaltungsanalyse

3. Praxisorientierter Handlungsauftrag

Dabei sind Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit,

Umweltschutz, betriebliche und technische Kommunikation,

Planen und Organisieren der Arbeit, Bewerten der Arbeitsergebnisse,

Qualitätsmanagement sowie Beurteilen der elektrotechnischen

Sicherheit von Fahrzeugen oder Fahrzeugkomponenten

zu berücksichtigen.

(2) Im Prüfungsbereich „Sicherheitstechnik und Arbeitsschutz“ soll

der Prüfungsteilnehmer/die Prüfungsteilnehmerin nachweisen,

dass er/sie Kenntnisse über die Gefahren und die notwendigen

Schutzbestimmungen im Umgang mit dem elektrischen

Strom besitzt. In diesem Rahmen können folgende Qualifikationsinhalte

geprüft werden:

1. Berücksichtigen arbeitsschutz- und arbeitssicherheitsrechtlicher

Vorschriften und Bestimmungen in Abstimmung mit

betrieblichen und außerbetrieblichen Institutionen

2. Berücksichtigen der Vorschriften des Umweltrechts, insbesondere

bezogen auf die Energiespeicher

3. Sicherheitsregeln und Unfallverhütungsvorschriften anwenden

4. Die Prüfung von elektrischen Schutzmaßnahmen an Fahrzeugen

oder Fahrzeugkomponenten darstellen und bewerten

5. Technische Unterlagen auswerten und Dokumentationen

erstellen

(3) Im Prüfungsbereich „Funktions- und Schaltungsanalyse“ soll

der Prüfungsteilnehmer/die Prüfungsteilnehmerin nachweisen,

dass er/sie elektrotechnische Grundkenntnisse und Kenntnisse

der funktionellen Zusammenhänge in Fahrzeugen oder von

Fahrzeugkomponenten anwenden kann. In diesem Rahmen

können folgende Qualifikationsinhalte geprüft werden:

1. Elektrotechnische Zusammenhänge verstehen und Berechnungen

durchführen

2. Schaltungsunterlagen und Dokumentationen erstellen

und auswerten

3. Mess- und Prüfverfahren auswählen und Signale an

Schnittstellen funktionell zuordnen

4. Diagnosen erstellen und Ergebnisse interpretieren

5. Fehlerursachen bestimmen und Schutzmaßnahmen anwenden

(4) Im Prüfungsbereich „Praxisorientierter Handlungsauftrag“ soll

der Prüfungsteilnehmer/die Prüfungsteilnehmerin mindestens

vier und höchstens sechs komplexe Arbeitsaufträge durchführen.

Dabei soll je ein gleichgewichtiger Arbeitsauftrag aus

den nachfolgenden Bereichen durchgeführt werden. Der

nachfolgende Qualifikationsinhalt 1.f. „Unterweisung von Mitarbeitern“

ist als Pflichtbestandteil zu prüfen. In diesem Rahmen

können folgende Qualifikationsinhalte geprüft werden:

1. Inbetriebnahme von Fahrzeugen oder Fahrzeugkomponenten

a. Arbeitsabläufe planen und abstimmen, technische Unterlagen

auswerten sowie Material, Messmittel und Werkzeug

disponieren

b. Fahrzeugkomponenten montieren, demontieren, verdrahten,

verbinden und konfigurieren

c. Schutzmaßnahmen prüfen

d. Fahrzeug oder Fahrzeugkomponenten in Betrieb nehmen

e. Dokumentation erstellen

f. Unterweisung von Mitarbeitern

2. Fehlersuche an Fahrzeug oder Fahrzeugkomponenten

www.heilbronn.ihk.de ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 49 -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- SEPTEMBER 2020


IHK-Bekanntmachung

a. Fehlfunktion erkennen und den Fehler beschreiben

b. Diagnosesysteme anwenden und Ergebnisse interpretieren

c. Messungen durchführen und auswerten

d. Fehlerquellen lokalisieren und Handlungsempfehlungen

treffen

3. Allgemeine Elektrotechnik

a. Arbeitsabläufe planen und abstimmen, technische Unterlagen

auswerten sowie Material, Messmittel und Werkzeug

disponieren

b. Auswählen und Konfektionieren von Kabeln und Leitungen

c. Verdrahten und Anschließen von elektrotechnischen

Komponenten

d. Elektrotechnische Messungen durchführen und dokumentieren

4. Prüfen der Schutzmaßnahmen

a. Auftragsabläufe planen und abstimmen, Schaltpläne

nutzen, Teilaufgaben festlegen, Arbeitsabläufe und Zuständigkeiten

am Einsatzort berücksichtigen

b. eine Erst- oder Wiederholungsprüfung an einer elektrischen

Komponente durchführen

c. Mess- und Prüfprotokolle anfertigen und die elektrische

Sicherheit bewerten

d. Schutzarten und Schutzklassen von elektrischen Betriebsmitteln

hinsichtlich der Umgebungsbedingungen beurteilen

e. geprüfte Komponente übergeben und erläutern, Auftragsdurchführung

dokumentieren

(5) Die schriftliche Prüfung besteht für folgende Qualifikationsbereiche

aus einer unter Aufsicht anzufertigenden Arbeit, deren

Bearbeitungszeiten jeweils betragen:

1. Sicherheitstechnik und Arbeitsschutz 90 Minuten

2. Funktions- und Schaltungsanalyse 90 Minuten

(6) Der „Praxisorientierte Handlungsauftrag“ soll mindestens

120 Minuten und höchstens 180 Minuten umfassen.

§ 6 SONSTIGE BESTIMMUNGEN

Soweit diese Vorschrift nichts Abweichendes regeln, findet die

Prüfungsordnung der Industrie- und Handelskammer Heilbronn-

Franken für die Durchführung von Fortbildungsprüfungen in ihrer

jeweils gültigen Fassung sinngemäß Anwendung.

§ 7 INKRAFTTRETEN

Diese Besondere Rechtsvorschrift tritt am Ersten des ihrer Veröffentlichung

folgenden Monats im Mitteilungsblatt der Industrieund

Handelskammer Heilbronn-Franken in Kraft.

Heilbronn, den 16. Juli 2020

Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken

Harald Unkelbach

Präsident

Elke Döring

Hauptgeschäftsführerin

Die vorstehenden Besonderen Rechtsvorschriften werden hiermit

ausgefertigt und im Mitteilungsblatt w.news 09/2020 veröffentlicht.

Heilbronn, den 17. Juli 2020

Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken

(7) Die Prüfung ist insgesamt bestanden, wenn der Prüfungsteilnehmer/die

Prüfungsteilnehmerin in allen drei Prüfungsbereichen

jeweils mindestens ausreichende Leistungen erbracht

hat.

Harald Unkelbach

Präsident

Elke Döring

Hauptgeschäftsführerin

§ 4 WIEDERHOLUNG DER PRÜFUNG

(1) Die Prüfung kann zweimal wiederholt werden.

(2) Mit dem Antrag auf Wiederholung der Prüfung wird der/

die Prüfungsteilnehmer/-in von einzelnen Prüfungsbereichen

befreit, wenn er/sie darin in einer vorangegangenen Prüfung

mindestens ausreichende Leistungen erbracht hat und er/sie

sich innerhalb von zwei Jahren, gerechnet vom Tage der Beendigung

der nicht bestandenen Prüfung an, zur Wiederholungsprüfung

angemeldet hat. Der/die Prüfungsteilnehmer/-in kann

beantragen, auch bestandene Prüfungsbereiche zu wiederholen.

In diesem Fall wird das letzte Ergebnis berücksichtigt.

§ 5 ZEUGNIS

Über die bestandene Prüfung stellt die Industrie- und Handelskammer

Heilbronn-Franken ein Zeugnis aus, in dem die Ergebnisse

der drei Prüfungsbereiche in Punkten und Noten aufgeführt

sind.

SEPTEMBER 2020 ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ 50 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- www.heilbronn.ihk.de


BESONDERE RECHTSVORSCHRIFT FÜR DIE FORT-

BILDUNGSPRÜFUNG ZUR „ELEKTROFACHKRAFT

IN DER INDUSTRIE“

Die Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken erlässt

aufgrund des Beschlusses des Berufsbildungsausschusses vom

15. Juli 2020 als zuständige Stelle gem. § 54 in Verbindung mit

§ 79 Absatz 4 Berufsbildungsgesetz (BBiG) vom 23.03.2005

(BGBl. I Seite 931) in der Fassung der Bekanntmachung vom

04.05.2020 (BGBl. I Seite 920) folgende besondere Rechtsvorschrift

für die Fortbildungsprüfung zur „Elektrofachkraft in der Industrie“:

§ 1 ZIEL DER PRÜFUNG UND BEZEICHNUNG DES ABSCHLUSSES

(1) Ziel der Prüfung ist der Nachweis der Qualifikation zur „Elektrofachkraft

in der Industrie“ und damit die Befähigung, in

Betrieben die Tätigkeit einer Elektrofachkraft in der Industrie

gemäß den aktuellen Vorgaben der Berufsgenossenschaften

oder Unfallkassen und dem Stand der Technik eigenverantwortlich

auszuüben.

(2) Durch die Prüfung ist nachzuweisen, ob der/die Prüfungsteilnehmer/-in

die genannten Prüfungsbereiche beherrscht

und praxisgerecht umsetzen bzw. anwenden kann.

(3) Die erfolgreich abgelegte Prüfung führt zum anerkannten Abschluss

„Elektrofachkraft in der Industrie“.

§ 2 ZULASSUNGSVORAUSSETZUNGEN

Zur Prüfung kann zugelassen werden, wer

1. eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem

technischen Ausbildungsberuf nachweisen kann oder

2. wer durch Vorlage von Zeugnissen oder auf andere Weise

glaubhaft darlegen kann, dass er Kenntnisse und Fähigkeiten

erworben hat, die eine Zulassung zur Prüfung rechtfertigt.

§ 3 PRÜFUNGSBEREICHE UND GLIEDERUNG DER PRÜFUNG

(1) Die Prüfung wird als Kenntnis- und fachpraktische Prüfung

durchgeführt. Die Prüfung umfasst folgende Prüfungsbereiche

und Prüfungszeiten:

1. Sicherheitstechnik und Arbeitsschutz (schriftliche Prüfung

in höchstens 90 Minuten);

2. Funktions- und Schaltungsanalyse (schriftliche Prüfung in

höchstens 90 Minuten);

3. Arbeitsauftrag (praktische Prüfung in min. 120 und

höchstens 180 Minuten).

Dabei sind Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit,

Umweltschutz, betriebliche und technische Kommunikation,

Planen und Organisieren der Arbeit, Bewerten der Arbeitsergebnisse,

Qualitätsmanagement sowie Beurteilen der elektrotechnischen

Sicherheit von Anlagen, Systemen, Komponenten

und Geräten zu berücksichtigen.

(2) Im Prüfungsbereich „Sicherheitstechnik und Arbeitsschutz“ soll der

Prüfungsteilnehmer/die Prüfungsteilnehmerin nachweisen, dass

er/sie Kenntnisse über die Gefahren und die notwendigen Schutzbestimmungen

im Umgang mit dem elektrischen Strom besitzt.

(3) Im Prüfungsbereich „Funktions- und Schaltungsanalyse“ soll

der/die Prüfungsteilnehmer/-in nachweisen, dass er/sie Schaltungsunterlagen

und Anlagendokumentation auswerten, funktionelle

Zusammenhänge in elektrischen Anlagen analysieren,

Steuerungsprogramme interpretieren und ändern, Mess- und

Prüfverfahren auswählen und Signale an Schnittstellen funktionell

zuordnen kann. Er/sie soll Fehlerursachen bestimmen und

elektrische Schutzmaßnahmen anwenden.

(4) Im Prüfungsbereich „Arbeitsauftrag“ soll der/die Prüfungsteilnehmer/-in

einen Arbeitsauftrag durchführen. Hierfür

kommt insbesondere in Betracht:

• Arbeitsaufträge analysieren, Informationen beschaffen,

technische und organisatorische Schnittstellen klären,

Zuständigkeiten am Einsatzort sowie Lösungsvarianten

unter technischen und sicherheitsrelevanten Gesichtspunkten

bewerten und auswählen,

• Aufträge durchführen, Funktion und Sicherheit dokumentieren,

Namen und Spezifikationen zur Qualität und

Sicherheit der Anlagen beachten sowie Ursachen von

Fehlern und Mängeln systematisch suchen und beheben

und

• Anlagen und Geräte nach Aufhebung der Sicherungsmaßnahmen

übergeben, Fachauskünfte erteilen, Abnahmeprotokolle

anfertigen, Arbeitsergebnisse und Leistungen

dokumentieren und bewerten.

Zum Nachweis kommen insbesondere Ändern, Erweitern und

Instandhalten elektrischer Anlagen oder das Herstellen elektrischer

Anlagen/Anlagenteile in Betracht. Die im Prüfungsbereich

Sicherheitstechnik und Arbeitsschutz geltenden Vorschriften

sind anzuwenden.

(5) Die Prüfung ist bestanden, wenn beim „Arbeitsauftrag“ sowie

in den zwei Prüfungsbereichen „Sicherheitstechnik und

Arbeitsschutz“ und „Funktions- und Schaltungsanalyse“ ausreichende

Leistungen erbracht wurden.

§ 4 WIEDERHOLUNG DER PRÜFUNG

(1) Die Prüfung kann zweimal wiederholt werden.

(2) Mit dem Antrag auf Wiederholung der Prüfung wird der/die

Prüfungsteilnehmer/-in von einzelnen Prüfungsbereichen befreit,

wenn er/sie darin in einer vorangegangenen Prüfung mindestens

ausreichende Leistungen erbracht hat und er/sie sich innerhalb

von zwei Jahren, gerechnet vom Tage der Beendigung

der nicht bestandenen Prüfung an, zur Wiederholungsprüfung

angemeldet hat. Der/die Prüfungsteilnehmer/-in kann beantragen,

auch bestandene Prüfungsbereiche zu wiederholen. In

diesem Fall wird das letzte Ergebnis berücksichtigt.

§ 5 ZEUGNIS

Über die bestandene Prüfung stellt die Industrie- und Handelskammer

Heilbronn-Franken ein Zeugnis aus, in dem die Ergebnisse

der drei Prüfungsbereiche in Punkten und Noten aufgeführt

sind.

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IHK-Bekanntmachung

§ 6 SONSTIGE BESTIMMUNGEN

Soweit diese Vorschrift nichts Abweichendes regeln, findet

die Prüfungsordnung der Industrie- und Handelskammer

Heilbronn-Franken für die Durchführung von Fortbildungsprüfungen

in ihrer jeweils gültigen Fassung sinngemäß Anwendung.

§ 7 INKRAFTTRETEN

Diese Besondere Rechtsvorschrift tritt am Ersten des ihrer Veröffentlichung

folgenden Monats im Mitteilungsblatt der Industrieund

Handelskammer Heilbronn-Franken in Kraft.

Die vorstehenden Besonderen Rechtsvorschriften werden hiermit

ausgefertigt und im Mitteilungsblatt w.news 09/2020 veröffentlicht.

Heilbronn, den 17. Juli 2020

Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken

Heilbronn, den 16. Juli 2020

Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken

Harald Unkelbach

Präsident

Elke Döring

Hauptgeschäftsführerin

Harald Unkelbach

Präsident

Elke Döring

Hauptgeschäftsführerin

PRÜFUNGSORDNUNG FÜR DIE DURCHFÜHRUNG VON

ABSCHLUSS- UND UMSCHULUNGSPRÜFUNGEN

Auf Grund des Beschlusses des Berufsbildungsausschusses vom

15. Juli 2020 gemäß den Richtlinien des Hauptausschusses für Berufsbildung

vom 14. April 2020 (BAnz AT 27.05.2020 S1) erlässt die

Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken als zuständige

Stelle nach § 47 Absatz 1 Satz 1 und § 79 Absatz 4 Satz 1 des Berufsbildungsgesetzes

in der Fassung der Bekanntmachung vom

4. Mai 2020 (BGBl. I S. 920) die folgende Prüfungsordnung für die

Durchführung von Abschluss- und Umschulungsprüfungen:

Inhaltsverzeichnis

ERSTER ABSCHNITT: PRÜFUNGSAUSSCHÜSSE UND PRÜFERDE-

LEGATIONEN

§ 1 Einrichtung

§ 2 Zusammensetzung und Berufung von Prüfungsausschüssen

§ 2a Prüferdelegationen

§ 3 Ausschluss von der Mitwirkung

§ 4 Vorsitz, Beschlussfähigkeit, Abstimmung

§ 5 Geschäftsführung

§ 6 Verschwiegenheit

ZWEITER ABSCHNITT: VORBEREITUNG DER PRÜFUNG

§ 7 Prüfungstermine

§ 8 Zulassungsvoraussetzungen für die Abschluss- und Umschulungsprüfung

§ 9 Zulassungsvoraussetzungen für die Abschlussprüfung in

zwei zeitlich auseinanderfallenden Teilen

§ 10 Zulassung von Absolventen schulischer und sonstiger

Bildungsgänge

§ 11 Zulassungsvoraussetzungen in besonderen Fällen

§ 12 Zulassung zur Prüfung

§ 13 Entscheidung über die Zulassung

DRITTER ABSCHNITT: DURCHFÜHRUNG DER PRÜFUNG

§ 14 Prüfungsgegenstand

§ 15 Gliederung der Prüfung

§ 16 Besondere Verhältnisse behinderter Menschen

§ 17 Befreiung von vergleichbaren Prüfungsbestandteilen bei

der Umschulungsprüfung

§ 18 Prüfungsaufgaben

§ 19 Nichtöffentlichkeit

§ 20 Leitung, Aufsicht und Niederschrift

§ 21 Ausweispflicht und Belehrung

§ 22 Täuschungshandlungen und Ordnungsverstöße

§ 23 Rücktritt, Nichtteilnahme

VIERTER ABSCHNITT: BEWERTUNG, FESTSTELLUNG UND BEUR-

KUNDUNG DES PRÜFUNGSERGEBNISSES

§ 24 Bewertungsschlüssel

§ 25 Bewertungsverfahren, Feststellung der Prüfungsergebnisse

§ 26 Ergebnisniederschrift, Mitteilung über Bestehen oder

Nichtbestehen

§ 27 Prüfungszeugnis

§ 28 Bescheid über nicht bestandene Prüfung

FÜNFTER ABSCHNITT: WIEDERHOLUNGSPRÜFUNG

§ 29 Wiederholungsprüfung

SECHSTER ABSCHNITT: SCHLUSSBESTIMMUNGEN

§ 30 Rechtsbehelfsbelehrung

§ 31 Prüfungsunterlagen

§ 32 Prüfung von Zusatzqualifikationen

§ 33 Inkrafttreten

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ERSTER ABSCHNITT:

PRÜFUNGSAUSSCHÜSSE UND PRÜFERDELEGATIONEN

§ 1 ERRICHTUNG

(1) Die IHK Heilbronn-Franken errichtet für die Durchführung

der Abschluss- und Umschulungsprüfungen Prüfungsausschüsse

(§ 39 Absatz 1 Satz 1/§ 62 Absatz 3 Satz 1 BBiG).

(2) Prüfungsausschüsse oder Prüferdelegationen nach § 42

Absatz 2 BBiG nehmen die Prüfungsleistungen ab.

(3) Für einen Ausbildungsberuf können bei Bedarf, insbesondere

bei einer großen Anzahl von Prüflingen und bei

besonderen Anforderungen in der Ausbildungsordnung,

mehrere Prüfungsausschüsse errichtet werden.

(4) Mehrere zuständige Stellen können bei einer von ihnen

gemeinsame Prüfungsausschüsse errichten (§ 39 Absatz 1

Satz 2 BBiG).

§ 2 ZUSAMMENSETZUNG UND BERUFUNG VON PRÜFUNGS-

AUSSCHÜSSEN

(1) Der Prüfungsausschuss besteht aus mindestens drei

Mitgliedern. Die Mitglieder müssen für die Prüfungsgebiete

sachkundig und für die Mitwirkung im Prüfungswesen

geeignet sein (§ 40 Absatz 1 BBiG).

(2) Dem Prüfungsausschuss müssen als Mitglieder Beauftragte

der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer in gleicher Zahl

sowie mindestens eine Lehrkraft einer berufsbildenden

Schule angehören. Mindestens zwei Drittel der Gesamtzahl

der Mitglieder müssen Beauftragte der Arbeitgeber und

der Arbeitnehmer sein (§ 40 Absatz 2 Satz 1 und 2 BBiG).

(3) Die Mitglieder werden von der IHK Heilbronn-Franken für

eine einheitliche Periode, längstens für fünf Jahre berufen

(§ 40 Absatz 3 Satz 1 BBiG).

(4) Die Beauftragten der Arbeitnehmer werden auf Vorschlag

der im Bezirk der IHK Heilbronn-Franken bestehenden

Gewerkschaften und selbstständigen Vereinigungen von

Arbeitnehmern mit sozial- oder berufspolitischer Zwecksetzung

berufen (§ 40 Absatz 3 Satz 2 BBiG).

(5) Lehrkräfte von berufsbildenden Schulen werden im

Einvernehmen mit der Schulaufsichtsbehörde oder der

von ihr bestimmten Stelle berufen (§ 40 Absatz 3 Satz 3 BBiG).

(6) Werden Mitglieder nicht oder nicht in ausreichender Zahl

innerhalb einer von der IHK Heilbronn-Franken gesetzten

angemessenen Frist vorgeschlagen, so beruft die IHK

Heilbronn-Franken insoweit nach pflichtgemäßem Ermessen

(§ 40 Absatz 3 Satz 4 BBiG).

(7) Die Mitglieder der Prüfungsausschüsse können nach

Anhörung der an ihrer Berufung Beteiligten aus wichtigem

Grunde abberufen werden (§ 40 Absatz 3 Satz 5 BBiG).

(8) Die Mitglieder der Prüfungsausschüsse haben Stellvertreterinnen/Stellvertreter

(§ 40 Absatz 2 Satz 3 BBiG).

Die Absätze 3 bis 7 gelten für sie entsprechend.

(9) Die für die Berufung von Prüfungsausschussmitgliedern

Vorschlagsberechtigten sind über die Anzahl und die Größe

der einzurichtenden Prüfungsausschüsse sowie über die

Zahl der von ihnen vorzuschlagenden weiteren Prüfenden

zu unterrichten. Die Vorschlagsberechtigten werden von

der IHK Heilbronn-Franken darüber unterrichtet, welche

der von ihnen vorgeschlagenen Mitglieder, Stellvertreter

und Stellvertreterinnen sowie weiteren Prüfenden

berufen wurden.

(10) Die Tätigkeit im Prüfungsausschuss ist ehrenamtlich.

Für bare Auslagen und für Zeitversäumnis ist, soweit eine

Entschädigung nicht von anderer Seite gewährt wird, eine

angemessene Entschädigung zu zahlen, deren Höhe von

der IHK Heilbronn-Franken mit Genehmigung der obersten

Landesbehörde festgesetzt wird). Die Entschädigung für

Zeitversäumnis hat mindestens im Umfang von § 16 des

Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetzes in der

jeweils geltenden Fassung zu erfolgen (§ 40 Absatz 6 BBiG).

(11) Von den Absätzen 2 und 8 darf nur abgewichen werden,

wenn andernfalls die erforderliche Zahl von Mitgliedern

des Prüfungsausschusses nicht berufen werden kann

(§ 40 Absatz 7 BBiG).

§ 2 a PRÜFERDELEGATIONEN

(1) Die IHK Heilbronn-Franken kann im Einvernehmen mit den

Mitgliedern des Prüfungsausschusses die Abnahme und

die abschließende Bewertung von Prüfungsleistungen auf

Prüferdelegationen übertragen.

(2) Für die Zusammensetzung von Prüferdelegationen ist

§ 2 Absätze 1 und 2 entsprechend anzuwenden (§ 42 Absatz 2

Satz 2 BBiG). Die Mitglieder der Prüferdelegationen

haben Stellvertreter/Stellvertreterinnen (§ 42 Absatz 2

Satz 2 BBiG).

(3) Mitglieder von Prüferdelegationen können die Mitglieder

der Prüfungsausschüsse, deren Stellvertreter und Stellvertreterinnen

sowie weitere Prüfende sein, die durch die

IHK Heilbronn-Franken nach § 40 Absatz 4 BBiG berufen

worden sind. Für die Berufungen gilt § 2 Absätze 3 bis 8

entsprechend. Die Berufung weiterer Prüfender kann auf

bestimmte Prüf- oder Fachgebiete beschränkt werden.

(4) Die Mitwirkung in einer Prüferdelegation ist ehrenamtlich.

§ 2 Absatz 10 gilt entsprechend.

(5) Die IHK Heilbronn-Franken hat vor Beginn der Prüfung

über die Bildung von Prüferdelegationen, über deren

Mitglieder sowie über deren Stellvertreter und Stellvertreterinnen

zu entscheiden. Prüfende können Mitglieder

mehrerer Prüferdelegationen sein. Sind verschiedene

Prüfungsleistungen derart aufeinander bezogen, dass

deren Beurteilung nur einheitlich erfolgen kann, so müssen

diese Prüfungsleistungen von denselben Prüfenden

abgenommen werden.

§ 3 AUSSCHLUSS VON DER MITWIRKUNG

(1) Bei der Zulassung und Prüfung dürfen Angehörige der

Prüflinge nicht mitwirken. Angehörige im Sinne Satz 1 sind:

1. Verlobte,

2. Ehegatten,

3. eingetragene Lebenspartner,

4. Verwandte und Verschwägerte gerader Linie,

5. Geschwister,

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IHK-Bekanntmachung

6. Kinder der Geschwister,

7. Ehegatten der Geschwister und Geschwister der Ehegatten,

8. Geschwister der Eltern,

9. Personen, die durch ein auf längere Dauer angelegtes

Pflegeverhältnis mit häuslicher Gemeinschaft wie wie

Eltern und Kind miteinander verbunden sind (Pflegeeltern

und Pflegekinder).

Angehörige sind die im Satz 2 aufgeführten Personen auch

dann, wenn

1. in den Fällen der Nummern 2, 3, 4 und 7 die die Beziehung

begründende Ehe oder die Lebenspartnerschaft nicht mehr

besteht;

2. in den Fällen der Nummern 4 bis 8 die Verwandtschaft

oder Schwägerschaft durch Annahme als Kind erloschen ist;

3. im Fall der Nummer 9 die häusliche Gemeinschaft nicht

mehr besteht, sofern die Personen weiterhin wie Eltern und

Kind miteinander verbunden sind.

(2) Hält sich ein Prüfungsausschussmitglied oder ein Mitglied

einer Prüferdelegation nach Absatz 1 für ausgeschlossen

oder bestehen Zweifel, ob die Voraussetzungen des

Absatz 1 gegeben sind, ist dies der IHK Heilbronn-Franken

mitzuteilen, während der Prüfung dem Prüfungsausschuss

oder der Prüferdelegation. Die Entscheidung über den Ausschluss

von der Mitwirkung trifft die IHK Heilbronn-Franken,

während der Prüfung der Prüfungsausschuss oder die Prüferdelegation.

Im letzteren Fall darf das betroffene Mitglied

nicht mitwirken. Ausgeschlossene Personen dürfen bei der

Beratung und Beschlussfassung nicht zugegen sein.

(3) Liegt ein Grund vor, der geeignet ist, Misstrauen gegen eine

unparteiische Ausübung des Prüfungsamtes zu rechtfertigen,

oder wird von einem Prüfling das Vorliegen eines solchen

Grundes behauptet, so hat die betroffene Person dies der

IHK Heilbronn-Franken mitzuteilen, während der Prüfung

dem Prüfungsausschuss oder der Prüferdelegation. Absatz 2

Satz 2 bis 4 gelten entsprechend.

(4) Ausbilderinnen/Ausbilder des Prüflings sollen, soweit nicht

besondere Umstände eine Mitwirkung zulassen oder erfordern,

nicht mitwirken.

(5) Wenn in den Fällen der Absätze 1 bis 3 eine ordnungsgemäße

Besetzung des Prüfungsausschusses nicht möglich ist,

kann die IHK Heilbronn-Franken die Durchführung der Prüfung

einem anderen oder einem gemeinsamen Prüfungsausschuss

übertragen. Erforderlichenfalls kann eine andere zuständige

Stelle ersucht werden, die Prüfung durchzuführen. Das Gleiche

gilt wenn eine objektive Durchführung der Prüfung aus anderen

Gründen nicht gewährleistet erscheint. Wenn in den Fällen

der Absätze 1 bis 3 eine ordnungsgemäße Besetzung der

Prüferdelegationen nicht möglich ist, kann der Prüfungsausschuss

die Prüfung selber durchführen oder die Durchführung

der Prüfung auf eine andere Prüferdelegation übertragen.

§ 4 VORSITZ, BESCHLUSSFÄHIGKEIT, ABSTIMMUNG

(1) Der Prüfungsausschuss wählt ein Mitglied, das den Vorsitz

führt und ein weiteres Mitglied, das den Vorsitz stellvertretend

übernimmt. Der Vorsitz und das ihn stellvertretende Mitglied

sollen nicht derselben Mitgliedergruppe angehören

(§ 41 Absatz 1 BBiG).

(2) Der Prüfungsausschuss ist beschlussfähig, wenn zwei Drittel

der Mitglieder, mindestens drei, mitwirken. Er beschließt

mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Bei Stimmengleichheit

gibt die Stimme des Vorsitzenden Mitglieds den

Ausschlag (§ 41 Absatz 2 BBiG).

(3) Für Prüferdelegationen gilt Absatz 2 Satz 1 und Satz 2 entsprechend.

§ 5 GESCHÄFTSFÜHRUNG

(1) Die Geschäftsführung des Prüfungsausschusses liegt in Abstimmung

mit dem Prüfungsausschuss bei der IHK Heilbronn-

Franken. Einladungen, (Vorbereitung, Durchführung, Nachbereitung),

Protokollführung und Durchführung der Beschlüsse

werden im Einvernehmen mit dem Vorsitz des Prüfungsausschusses

geregelt.

(2) Zu den Sitzungen des Prüfungsausschusses sind die ordentlichen

Mitglieder rechtzeitig einzuladen. Stellvertretende

Mitglieder werden in geeigneter Weise unterrichtet. Kann

ein Mitglied an einer Sitzung nicht teilnehmen, so soll es

dies unverzüglich der IHK Heilbronn-Franken mitteilen. Für

ein verhindertes Mitglied ist ein stellvertretendes Mitglied

einzuladen, welches derselben Gruppe angehören soll.

(3) Absatz 2 gilt für Prüferdelegationen entsprechend.

(4) Die Sitzungsprotokolle sind von der protokollführenden Person

und dem Vorsitz zu unterzeichnen. § 26 Absatz 1 bleibt

unberührt.

(5) Bei Prüferdelegationen sind die Sitzungsprotokolle von allen

Mitgliedern zu unterzeichnen. §26 Absatz 1 bleibt unberührt.

§ 6 VERSCHWIEGENHEIT

Unbeschadet bestehender Informationspflichten, insbesondere

gegenüber dem Berufsbildungsausschuss, haben die Mitglieder

des Prüfungsausschusses, der Prüferdelegation und sonstige mit

der Prüfung befassten Personen über alle Prüfungsvorgänge Verschwiegenheit

gegenüber Dritten zu wahren.

ZWEITER ABSCHNITT:

VORBEREITUNG DER PRÜFUNG

§ 7 PRÜFUNGSTERMINE

(1) Die IHK Heilbronn-Franken bestimmt in der Regel zwei für die

Durchführung der Prüfung maßgebende Zeiträume im Jahr.

Diese Zeiträume sollen auf den Ablauf der Berufsausbildung

und des Schuljahres abgestimmt sein. Die IHK Heilbronn-

Franken setzt die einzelnen Prüfungstage fest.

(2) Die IHK Heilbronn-Franken gibt die Zeiträume im Sinne des

Absatz 1 Satz 1 einschließlich der Anmeldefristen in geeigneter

Weise öffentlich mindestens einen Monat vor Ablauf der

Anmeldefrist bekannt. Wird die Anmeldefrist überschritten,

kann die IHK Heilbronn-Franken die Annahme des Antrags

verweigern.

(3) Werden für schriftlich durchzuführende Prüfungsbereiche

einheitliche überregionale Aufgaben verwendet, sind dafür

entsprechende überregional abgestimmte Prüfungstage anzusetzen.

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§ 8 ZULASSUNGSVORAUSSETZUNGEN FÜR DIE ABSCHLUSS-

UND UMSCHULUNGSPRÜFUNG

(1) Zur Abschlussprüfung ist zuzulassen (§ 43 Absatz 1 BBiG),

1. wer die Ausbildungsdauer zurückgelegt hat oder wessen

Ausbildungsdauer nicht später als zwei Monate nach

dem Prüfungstermin endet,

2. wer an vorgeschriebenen Zwischenprüfungen teilgenomen

sowie einen vom Ausbilder und Auszubildenden unterzeichneten

Ausbildungsnachweis nach § 13 Satz 2

Nummer 7 BBiG vorgelegt hat und

3. wessen Berufsausbildungsverhältnis in das Verzeichnis der

Berufsausbildungsverhältnisse eingetragen oder aus einem

Grund nicht eingetragen ist, den weder die Auszubildenden

noch deren gesetzliche Vertreterinnen/Vertreter zu vertreten

haben.

(2) Behinderte Menschen sind zur Abschlussprüfung auch zuzulassen,

wenn die Voraussetzungen des Absatz 1 Nummer 2

und 3 nicht vorliegen (§ 65 Absatz 2 Satz 2 BBiG).

(3) Die Zulassungsvoraussetzungen für die Umschulungsprüfung

richten sich nach der Umschulungsordnung oder der

Umschulungsprüfungsregelung der IHK Heilbronn-Franken

(§§ 58, 59 BBiG).

§ 9 ZULASSUNGSVORAUSSETZUNGEN FÜR DIE ABSCHLUSS-

PRÜFUNG IN ZWEI ZEITLICH AUSEINANDERFALLENDEN TEILEN

(1) Sofern die Abschlussprüfung in zwei zeitlich auseinanderfallenden

Teilen durchgeführt wird, ist über die Zulassung

jeweils gesondert zu entscheiden (§ 44 Absatz 1 BBiG).

(2) Zum ersten Teil der Abschlussprüfung ist zuzulassen (§ 44 Absatz

2 in Verbindung mit § 43 Absatz 1 Nummer 2 und 3 BBiG),

1. wer die in der Ausbildungsordnung vorgeschriebene,

erforderliche Ausbildungsdauer zurückgelegt hat,

2. wer einen vom Ausbilder und Auszubildenden unterzeichneten

Ausbildungsnachweis nach § 13 Satz 2 Nummer 7 BBiG

vorgelegt hat und

3. wessen Berufsausbildungsverhältnis in das Verzeichnis der

Berufsausbildungsverhältnisse eingetragen oder aus

einem Grund nicht eingetragen ist, den weder die Auszubildenden

noch deren gesetzliche Vertreterinnen/Vertreter

zu vertreten haben.

(3) Zum zweiten Teil der Abschlussprüfung ist zuzulassen, wer

1. über die Voraussetzungen in § 43 Absatz 1 BBiG hinaus

am ersten Teil der Abschlussprüfung teilgenommen hat,

2. auf Grund einer Rechtsverordnung nach § 5 Absatz 2 Satz 1

Nummer 2b BBiG von der Ablegung des ersten Teils der

Abschlussprüfung befreit ist oder

3. aus Gründen, die er nicht zu vertreten hat, am ersten Teil

der Abschlussprüfung nicht teilgenommen hat. Im Fall des

Satzes 1 Nummer 3 ist der erste Teil der Abschlussprüfung

zusammen mit dem zweiten Teil abzulegen.

§ 10 ZULASSUNG VON ABSOLVENTEN SCHULISCHER UND

SONSTIGER BILDUNGSGÄNGE

Zur Abschlussprüfung ist ferner zuzulassen,

1. wer in einer berufsbildenden Schule oder einer sonstigen Berufsbildungseinrichtung

ausgebildet worden ist, wenn dieser

Bildungsgang der Berufsausbildung in einem anerkannten

Ausbildungsberuf entspricht. Ein Bildungsgang entspricht der

Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf,

wenn er

a) nach Inhalt, Anforderung und zeitlichem Umfang der

jeweiligen Ausbildungsordnung gleichwertig ist,

b) systematisch, insbesondere im Rahmen einer sachlichen

und zeitlichen Gliederung durchgeführt wird und

c) durch Lernortkooperation einen angemessenen Anteil an

fachpraktischer Ausbildung gewährleistet (§ 43 Absatz 2).

2. wer einen Bildungsgang absolviert hat, welcher nach der

Rechtsverordnung eines Landes die Voraussetzungen nach

Nummer 1 erfüllt.

§ 11 ZULASSUNGSVORAUSSETZUNGEN IN BESONDEREN

FÄLLEN

(1) Auszubildende können nach Anhörung der Ausbildenden

und der Berufsschule vor Ablauf ihrer Ausbildungszeit zur

Abschlussprüfung zugelassen werden, wenn ihre Leistungen

dies rechtfertigen (§ 45 Absatz 1 BBiG).

(2) Zur Abschlussprüfung ist auch zuzulassen, wer nachweist, dass

er mindestens das Eineinhalbfache der Zeit, die als Ausbildungsdauer

vorgeschrieben ist, in dem Beruf tätig gewesen

ist, in dem die Prüfung abgelegt werden soll. Als Zeiten der

Berufstätigkeit gelten auch Ausbildungszeiten in einem anderen,

einschlägigen Ausbildungsberuf. Vom Nachweis der

Mindestzeit nach Satz 1 kann ganz oder teilweise abgesehen

werden, wenn durch Vorlage von Zeugnissen oder auf andere

Weise glaubhaft gemacht wird, dass die Bewerberin/

der Bewerber die berufliche Handlungsfähigkeit erworben

hat, die die Zulassung zur Prüfung rechtfertigt. Ausländische

Bildungsabschlüsse und Zeiten der Berufstätigkeit im Ausland

sind dabei zu berücksichtigen (§ 45 Absatz 2 BBiG).

(3) Soldatinnen/Soldaten auf Zeit und ehemalige Soldatinnen/

Soldaten sind nach Absatz 2 Satz 3 zur Abschlussprüfung

zuzulassen, wenn das Bundesministerium der Verteidigung

oder die von ihm bestimmte Stelle bescheinigt, dass die

Bewerberin/der Bewerber berufliche Fertigkeiten, Kenntnisse

und Fähigkeiten erworben hat, welche die Zulassung zur

Prüfung rechtfertigen (§ 45 Absatz 3 BBiG).

§ 12 ZULASSUNG ZUR PRÜFUNG

(1) Der Antrag auf Zulassung zur Prüfung ist durch die Auszubildenden

schriftlich nach den von der IHK Heilbronn-Franken

bestimmten Fristen und Formularen zu stellen. Die Schriftform

kann auch durch Übermittlung des unterschriebenen

Antrags per Fax oder eingescannt per Mail erfolgen. Nicht

ausreichend ist dagegen die Antragstellung per einfacher

Mail. Die Auszubildenden haben die Ausbildenden über die

Antragstellung zu unterrichten.

(2) In den Fällen von § 8 Absatz 3, §§ 10 und 11 Absatz 2 und 3

ist der Antrag auf Zulassung zur Prüfung von den Prüflingen

einzureichen.

(3) Örtlich zuständig für die Zulassung ist die zuständige Stelle,

in deren Bezirk

1. in den Fällen der §§ 8, 9 und 11 Absatz 1 die Ausbildungsoder

Umschulungsstätte liegt,

2. in den Fällen der §§ 10, 11 Absatz 2 und 3 die auf die Prüfung

vorbereitende Bildungsstätte oder der gewöhnliche

Aufenthalt der Prüflinge liegt,

3. in den Fällen des § 1 Absatz 4 der gemeinsame Prüfungsausschuss

errichtet worden ist.

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IHK-Bekanntmachung

(4) Dem Antrag auf Zulassung sind beizufügen:

a) in den Fällen von § 8 Absatz 1 und 2, § 9 Absatz 3

- Bescheinigung über die Teilnahme an vorgeschriebenen

Zwischenprüfungen oder am ersten Teil der Abschlussprüfung,

- einen vorgeschriebenen, vom Ausbilder und Auszubildenden

unterzeichnete Ausbildungsnachweis nach § 13

Satz 2 Nummer 7 BBiG,

b) in den Fällen des § 9 Absatz 2

- einen vorgeschriebenen, vom Ausbilder und Auszubildenden

unterzeichneten Ausbildungsnachweis nach § 13

Satz 2 Nummer 7 BBiG,

c) im Fall des § 11 Absatz 1

- zusätzlich zu den Unterlagen nach Buchstabe a oder

Buchstabe b das letzte Zeugnis oder eine aktuelle Leistungsbeurteilung

der zuletzt besuchten berufsbildenden Schule,

d) in den Fällen des § 10

- Bescheinigung über die Teilnahme an dem schulischen

oder sonstigen Bildungsgang und in den Fällen des § 10

Nummer 1 zusätzlich

- Bescheinigung über die Teilnahme an der fachpraktischen

Ausbildung im Rahmen des schulischen oder sonstigen

Bildungsganges,

e) in den Fällen des § 11 Absatz 2 Satz 1 und 2

- Tätigkeitsnachweis und gegebenenfalls Nachweis der

Dauer der Berufsausbildung in dem oder in einem anderen

einschlägigen Ausbildungsberuf und gegebenenfalls

glaubhafte Darlegung über den Erwerb der beruflichen

Handlungsfähigkeit,

f) in den Fällen des § 11 Absatz 2 Satz 3 und Absatz 3

- glaubhafte Darlegung über den Erwerb der beruflichen

Handlungsfähigkeit oder Bescheinigung über den Erwerb

der beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten.

(5) Für Wiederholungsprüfungen genügt die form- und fristgerechte

Anmeldung zur Prüfung.

§ 13 ENTSCHEIDUNG ÜBER DIE ZULASSUNG

(1) Über die Zulassung zur Abschluss- und Umschulungsprüfung

entscheidet die IHK Heilbronn-Franken. Hält sie die Zulassungsvoraussetzungen

nicht für gegeben, so entscheidet der

Prüfungsausschuss (§ 46 Absatz 1 und § 62 Absatz 3 BBiG).

(2) Sofern eine Umschulungsordnung (§ 58 BBiG) oder eine Umschulungsprüfungsregelung

(§ 59 BBiG) der IHK Heilbronn-

Franken Zulassungsvoraussetzungen vorsieht, sind ausländische

Bildungsabschlüsse und Zeiten der Berufstätigkeit im

Ausland zu berücksichtigen (§ 61 BBiG).

(3) Die Entscheidung über die Zulassung ist den Prüflingen rechtzeitig

unter Angabe des Prüfungstages und -ortes einschließlich

der erlaubten Arbeits- und Hilfsmittel schriftlich mitzuteilen.

Die Entscheidung über die Nichtzulassung ist dem

Prüfling schriftlich mit Begründung bekannt zu geben.

(4) Die Zulassung kann von der IHK Heilbronn-Franken im Einvernehmen

mit dem Prüfungsausschuss bis zur Bekanntgabe

des Prüfungsergebnisses widerrufen werden, wenn sie aufgrund

von gefälschten Unterlagen oder falschen Angaben

ausgesprochen wurde.

DRITTER ABSCHNITT:

DURCHFÜHRUNG DER PRÜFUNG

§ 14 PRÜFUNGSGEGENSTAND

(1) Durch die Abschlussprüfung ist festzustellen, ob der Prüfling

die berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat. In ihr soll

der Prüfling nachweisen, dass er die erforderlichen beruflichen

Fertigkeiten beherrscht, die notwendigen beruflichen

Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt und mit dem im Berufsschulunterricht

zu vermittelnden, für die Berufsausbildung

wesentlichen Lehrstoff vertraut ist. Die Ausbildungsordnung

ist zugrunde zu legen (§ 38 BBiG).

(2) Der Gegenstand der Umschulungsprüfung ergibt sich aus

der jeweiligen Umschulungsordnung oder Umschulungsprüfungsregelung

der IHK Heilbronn-Franken.

(3) Sofern sich die Umschulungsordnung oder die Umschulungsprüfungsregelung

der IHK Heilbronn-Franken auf die Umschulung

für einen anerkannten Ausbildungsberuf richtet, sind das

Ausbildungsberufsbild, der Ausbildungsrahmenplan und die

Prüfungsanforderungen zugrunde zu legen (§ 60 BBiG).

(4) Die Prüfungssprache ist Deutsch soweit nicht die Ausbildungsordnung,

die Umschulungsordnung oder die prüfungsregelung

der IHK Heilbronn-Franken etwas anderes vorsieht.

§ 15 GLIEDERUNG DER PRÜFUNG

Die Gliederung der Prüfung richtet sich nach der Ausbildungsordnung

oder der Umschulungsordnung oder -prüfungsregelung der

IHK Heilbronn-Franken.

§ 16 BESONDERE VERHÄLTNISSE BEHINDERTER MENSCHEN

Bei der Durchführung der Prüfung sollen die besonderen Verhältnisse

behinderter Menschen berücksichtigt werden. Dies gilt

insbesondere für die Dauer der Prüfung, die Zulassung von Hilfsmitteln

und die Inanspruchnahme von Hilfeleistungen Dritter wie

Gebärdensprachdolmetscher für hörbehinderte Menschen (§ 65

Absatz 1 BBiG). Die Art der Behinderung ist mit dem Antrag auf

Zulassung zur Prüfung (§ 12) nachzuweisen.

§ 17 BEFREIUNG VON VERGLEICHBAREN PRÜFUNGSBESTAND-

TEILEN BEI DER UMSCHULUNGSPRÜFUNG

Bei der Umschulungsprüfung (§§ 58, 59 BBiG) ist der Prüfling auf

Antrag von der Ablegung einzelner Prüfungsbestandteile durch

die IHK Heilbronn-Franken zu befreien, wenn er eine andere

vergleichbare Prüfung vor einer öffentlichen oder staatlich anerkannten

Bildungseinrichtung oder vor einem staatlichen Prüfungsausschuss

erfolgreich abgelegt hat und die Anmeldung

zur Umschulungsprüfung innerhalb von zehn Jahren nach der

Bekanntgabe des Bestehens der anderen Prüfung erfolgt (§ 62

Absatz 4 BBiG).

§ 18 PRÜFUNGSAUFGABEN

(1) Der Prüfungsausschuss beschließt auf der Grundlage der

Ausbildungsordnung oder der Umschulungsordnung oder

-prüfungsregelung der IHK Heilbronn-Franken die Prüfungsaufgaben.

(2) Überregional oder von einem Aufgabenerstellungsausschuss

bei der IHK Heilbronn-Franken erstellte oder ausgewählte

Aufgaben sind vom Prüfungsausschuss zu übernehmen, sofern

diese Aufgaben von Gremien erstellt oder ausgewählt

SEPTEMBER 2020 ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ 56 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- www.heilbronn.ihk.de


und beschlossen wurden, die entsprechend § 2 Absatz 2

zusammengesetzt sind und die IHK Heilbronn-Franken über

die Übernahme entschieden hat.

(3) Sind an einem Tag ausschließlich schriftliche Prüfungsleistungen

zu erbringen, soll die Dauer der Prüfung 300 Minuten

nicht überschreiten.

§ 19 NICHTÖFFENTLICHKEIT

Die Prüfungen sind nicht öffentlich. Vertreterinnen/Vertreter der

obersten Bundes- oder Landesbehörden, der IHK Heilbronn-

Franken sowie die Mitglieder des Berufsbildungsausschusses der

IHK Heilbronn-Franken können anwesend sein. Der Prüfungsausschuss

oder die Prüferdelegation kann im Einvernehmen mit der

IHK Heilbronn-Franken andere Personen als Gäste zulassen. An

der Beratung über das Prüfungsergebnis dürfen nur die Mitglieder

des Prüfungsausschusses oder der Prüferdelegation beteiligt sein.

§ 20 LEITUNG, AUFSICHT UND NIEDERSCHRIFT

(1) Die Prüfung wird unter Leitung des Vorsitzes vom gesamten

Prüfungsausschuss unbeschadet der Regelungen in § 25 Absatz

2 und 3 durchgeführt.

(2) Die IHK Heilbronn-Franken regelt im Einvernehmen mit dem

Prüfungsausschuss die Aufsichtsführung, die sicherstellen

soll, dass die Prüfungsleistungen selbstständig und nur mit

erlaubten Arbeits- und Hilfsmitteln durchgeführt werden.

(3) Über den Ablauf der Prüfung ist eine Niederschrift zu fertigen.

§ 21 AUSWEISPFLICHT UND BELEHRUNG

Die Prüflinge haben sich über ihre Person auszuweisen. Sie sind

vor Beginn der Prüfung über den Prüfungsablauf, die zur Verfügung

stehende Zeit, die erlaubten Arbeits- und Hilfsmittel, die

Folgen von Täuschungshandlungen und Ordnungsverstößen,

Rücktritt und Nichtteilnahme zu belehren.

(4) Behindert ein Prüfling durch sein Verhalten die Prüfung so,

dass die Prüfung nicht ordnungsgemäß durchgeführt werden

kann, ist er von der Teilnahme auszuschließen. Die Entscheidung

hierüber kann von der Aufsichtsführung oder den mit der

Prüfungsabnahme beauftragten Prüfenden getroffen werden.

Die endgültige Entscheidung über die Folgen für den Prüfling

hat der Prüfungsausschuss unverzüglich zu treffen. Gleiches

gilt bei Nichtbeachtung der Sicherheitsvorschriften.

(5) Vor einer endgültigen Entscheidung des Prüfungsausschusses

oder der Prüferdelegation nach den Absätzen 3 und 4

ist der Prüfling zu hören.

§ 23 RÜCKTRITT, NICHTTEILNAHME

(1) Der Prüfling kann nach erfolgter Anmeldung vor Beginn der

Prüfung durch schriftliche Erklärung zurücktreten. In diesem

Fall gilt die Prüfung als nicht abgelegt.

(2) Versäumt der Prüfling einen Prüfungstermin, so werden bereits

erbrachte selbstständige Prüfungsleistungen anerkannt,

wenn ein wichtiger Grund für die Nichtteilnahme vorliegt.

Selbstständige Prüfungsleistungen sind solche, die thematisch

klar abgrenzbar und nicht auf eine andere Prüfungsleistung

bezogen sind sowie eigenständig bewertet werden.

(3) Erfolgt der Rücktritt nach Beginn der Prüfung oder nimmt der

Prüfling an der Prüfung nicht teil, ohne dass ein wichtiger

Grund vorliegt, so wird die Prüfung mit 0 Punkten bewertet.

(4) Bei den zeitlich auseinanderfallenden Teilen einer Abschlussprüfung

gelten die Absätze 1 bis 3 für den jeweiligen Teil.

(5) Der wichtige Grund ist unverzüglich mitzuteilen und nachzuweisen.

Im Krankheitsfall ist die Vorlage eines ärztlichen Attestes

erforderlich.

§ 22 TÄUSCHUNGSHANDLUNGEN UND ORDNUNGSVER-

STÖSSE

(1) Unternimmt es ein Prüfling, das Prüfungsergebnis durch Täuschung

oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen

oder leistet er Beihilfe zu einer Täuschung oder einem

Täuschungsversuch, liegt eine Täuschungshandlung vor.

(2) Wird während der Prüfung festgestellt, dass ein Prüfling eine

Täuschungshandlung begeht oder einen entsprechenden

Verdacht hervorruft, ist der Sachverhalt von der Aufsichtsführung

festzustellen und zu protokollieren. Der Prüfling setzt

die Prüfung vorbehaltlich der Entscheidung des Prüfungsausschusses

über die Täuschungshandlung fort.

(3) Liegt eine Täuschungshandlung vor, wird die von der Täuschungshandlung

betroffene Prüfungsleistung mit „ungenügend“

(= 0 Punkte) bewertet. In schweren Fällen, insbesondere

bei vorbereiteten Täuschungshandlungen, kann

der Prüfungsausschuss den Prüfungsteil oder die gesamte

Prüfung mit „ungenügend“ (= 0 Punkte) bewerten. Soweit

Prüfungsleistungen einer Prüferdelegation zur Abnahme und

abschließenden Bewertung übertragen worden sind, kann

die Prüferdelegation die Prüfungsleistung mit „ungenügend“

(= 0 Punkte) bewerten.

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IHK-Bekanntmachung

VIERTER ABSCHNITT:

BEWERTUNG, FESTSTELLUNG UND BEURKUNDUNG DES PRÜ-

FUNGSERGEBNISSES

§ 24 BEWERTUNGSSCHLÜSSEL

Die Prüfungsleistungen sind wie folgt zu bewerten:

25 bis 29 5,5

20 bis 24 5,6

15 bis 19 5,7

10 bis 14 5,8

5 bis 9 5,9

0 bis 4 6,0

ungenügend

eine Leistung, die

den Anforderungen

nicht entspricht und

bei der selbst Grundkenntnisse

fehlen

Punkte

Note

als Dezimalzahl

100 1,0

98 und 99 1,1

96 und 97 1,2

94 und 95 1,3

92 und 93 1,4

91 1,5

90 1,6

89 1,7

88 1,8

87 1,9

85 und 86 2,0

84 2,1

83 2,2

82 2,3

81 2,4

79 und 80 2,5

78 2,6

77 2,7

75 und 76 2,8

74 2,9

72 und 73 3,0

71 3,1

70 3,2

68 und 69 3,3

67 3,4

65 und 66 3,5

63 und 64 3,6

62 3,7

60 und 61 3,8

58 und 59 3,9

56 und 57 4,0

55 4,1

53 und 54 4,2

51 und 52 4,3

50 4,4

48 und 49 4,5

46 und 47 4,6

44 und 45 4,7

42 und 43 4,8

40 und 41 4,9

38 und 39 5,0

36 und 37 5,1

34 und 35 5,2

32 und 33 5,3

30 und 31 5,4

Note

in Worten

sehr gut

gut

befriedigend

ausreichend

mangelhaft

Definition

eine Leistung, die

den Anforderungen

in besonderem Maß

entspricht

eine Leistung, die den

Anforderungen voll

entspricht

eine Leistung, die den

Anforderungen im Allgemeinen

entspricht

eine Leistung, die

zwar Mängel aufweist,

aber im Ganzen den

Anforderungen noch

entspricht

eine Leistung, die den

Anforderungen nicht

entspricht, jedoch

erkennen lässt, dass

gewisse Grundkenntnisse

noch vorhanden

sind

Der Hundert-Punkte-Schlüssel ist der Bewertung aller Prüfungsleistungen

sowie der Ermittlung von Zwischen- und Gesamtergebnissen

zugrunde zu legen.

§ 25 BEWERTUNGSVERFAHREN, FESTSTELLUNG DER PRÜ-

FUNGSERGEBNISSE

(1) Der Prüfungsausschuss fasst die Beschlüsse über

1. die Noten zur Bewertung einzelner Prüfungsleistungen, die

er selbst abgenommen hat,

2. die Noten zur Bewertung der Prüfung insgesamt sowie

3. das Bestehen oder Nichtbestehen der Abschlussprüfung.

Für die Beschlussfassung erhält der Ausschuss die Ergebnisniederschriften

nach § 26.

(2) Nach § 47 Absatz 2 Satz 2 BBiG erstellte oder ausgewählte

Antwort-Wahl-Aufgaben können automatisiert ausgewertet

werden, wenn das Aufgabenerstellungs- oder Aufgabenauswahlgremium

festgelegt hat, welche Antworten als zutreffend

anerkannt werden. Die Ergebnisse sind vom Prüfungsausschuss

zu übernehmen.

(3) Der Prüfungsausschuss oder die Prüferdelegation kann einvernehmlich

die Abnahme und Bewertung einzelner schriftlicher

oder sonstiger Prüfungsleistungen, deren Bewertung unabhängig

von der Anwesenheit bei der Erbringung erfolgen

kann, so vornehmen, dass zwei seiner oder ihrer Mitglieder

die Prüfungsleistungen selbständig und unabhängig bewerten.

Weichen die auf der Grundlage des in der Prüfungsordnung

vorgesehenen Bewertungsschlüssels erfolgten Bewertungen

der beiden Prüfenden um nicht mehr als 10 Prozent

der erreichbaren Punkte voneinander ab, so errechnet sich

die endgültige Bewertung aus dem Durchschnitt der beiden

Bewertungen. Bei einer größeren Abweichung erfolgt die

endgültige Bewertung durch ein vorab bestimmtes weiteres

Mitglied des Prüfungsausschusses oder der Prüferdelegation.

(4) Sieht die Ausbildungsordnung vor, dass Auszubildende bei

erfolgreichem Abschluss eines zweijährigen Ausbildungsberufs

vom ersten Teil der Abschlussprüfung eines darauf aufbauenden

drei- oder dreieinhalbjährigen Ausbildungsberufs

befreit sind, so ist das Ergebnis der Abschlussprüfung des

zweijährigen Ausbildungsberufs vom Prüfungsausschuss als

das Ergebnis des ersten Teils der Abschlussprüfung des auf

dem zweijährigen Ausbildungsberufs aufbauenden drei- oder

dreieinhalbjährigen Ausbildungsberufs zu übernehmen.

(5) Prüfungsausschüsse oder Prüferdelegationen nach § 42 Absatz

2 BBiG können zur Bewertung einzelner, nicht mündlich

zu erbringender Prüfungsleistungen gutachterliche Stellungnahmen

Dritter, insbesondere berufsbildender Schulen, einholen.

Im Rahmen der Begutachtung sind die wesentlichen

Abläufe zu dokumentieren und die für die Bewertung erheblichen

Tatsachen festzuhalten. Die Beauftragung erfolgt nach

den Verwaltungsgrundsätzen der zuständigen Stelle. Personen,

die nach § 3 von der Mitwirkung im Prüfungsausschuss

auszuschließen sind, sollen nicht als Gutachter tätig werden.

SEPTEMBER 2020 ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ 58 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- www.heilbronn.ihk.de


§ 26 ERGEBNISNIEDERSCHRIFT, MITTEILUNG ÜBER BESTEHEN

ODER NICHTBESTEHEN

(1) Über die Feststellung der einzelnen Prüfungsergebnisse ist

eine Niederschrift auf den von der IHK Heilbronn-Franken

genehmigten Formularen zu fertigen. Sie ist von den Mitgliedern

des Prüfungsausschusses bzw. der Prüferdelegation zu

unterzeichnen und der IHK Heilbronn-Franken ohne schuldhaftes

Zögern (unverzüglich) vorzulegen.

(2) Dem Prüfling soll unmittelbar nach Feststellung des Gesamtergebnisses

der Prüfung mitgeteilt werden, ob er die

Prüfung „bestanden“ oder „nicht bestanden“ hat. Hierüber

erhält der Prüfling eine vom Vorsitz zu unterzeichnende Bescheinigung.

Kann die Feststellung des Prüfungsergebnisses

nicht am Tag der letzten Prüfungsleistung getroffen werden,

so hat der Prüfungsausschuss diese ohne schuldhaftes Zögern

(unverzüglich) zu treffen und dem Prüfling mitzuteilen.

(3) Sofern die Abschlussprüfung in zwei zeitlich auseinanderfallenden

Teilen durchgeführt wird, ist das Ergebnis der Prüfungsleistungen

im ersten Teil der Abschlussprüfung dem

Prüfling schriftlich mitzuteilen (§ 37 Absatz 2 Satz 3 BBiG).

Der erste Teil der Abschlussprüfung ist nicht eigenständig

wiederholbar (§ 37 Absatz 1 Satz 3 BBiG).

(4) Dem Ausbildenden werden auf Verlangen die Ergebnisse

der Zwischen- und Abschlussprüfung des Auszubildenden

übermittelt (§§ 37 Absatz 2 Satz 2 und 48 Absatz 1 Satz 2

BBiG).

§ 27 PRÜFUNGSZEUGNIS

(1) Über die Prüfung erhält der Prüfling von der IHK Heilbronn-

Franken ein Zeugnis (§ 37 Absatz 2 BBiG). Der von der IHK

Heilbronn-Franken vorgeschriebene Vordruck ist zu verwenden.

(2) Das Prüfungszeugnis enthält

- die Bezeichnung „Prüfungszeugnis nach § 37 Absatz 2 BBiG“

oder „Prüfungszeugnis nach § 62 Absatz 3 in Verbindung mit

§ 37 Absatz 2 BBiG“,

- die Personalien des Prüflings (Name, Vorname, Geburtsdatum),

- die Bezeichnung des Ausbildungsberufs mit Fachrichtung

oder prüfungsrelevantem Schwerpunkt; weitere in der Ausbildungsordnung

ausgewiesene prüfungsrelevante Differenzierungen

können aufgeführt werden,

- die Ergebnisse (Punkte) der Prüfungsbereiche und das Gesamtergebnis

(Note), soweit ein solches in der Ausbildungsordnung

vorgesehen ist,

- das Datum des Bestehens der Prüfung,

- die Namenswiedergabe (Faksimile) oder Unterschrift der beauftragten

Person der IHK Heilbronn-Franken mit Siegel.

Die Zeugnisse können zusätzliche nicht amtliche Bemerkungen

zur Information (Bemerkungen) enthalten, insbesondere

über die Einordnung des erworbenen Abschlusses in

den Deutschen Qualifikationsrahmen oder auf Antrag der

geprüften Person über während oder anlässlich der Ausbildung

erworbene besondere oder zusätzliche Fertigkeiten,

Kenntnisse und Fähigkeiten.

(3) Im Fall des § 5 Absatz 2 Satz 1 Nummer 2a BBiG enthält das

Prüfungszeugnis

- die Bezeichnung „Prüfungszeugnis nach § 37 Absatz 2 BBiG“,

- die Personalien des Prüflings (Name, Vorname, Geburtsdatum),

- die einleitende Bemerkung, dass der Prüfling aufgrund der

in Teil 1 der Abschlussprüfung eines zu benennenden dreioder

dreieinhalbjährigen Ausbildungsberufs erbrachten Prüfungsleistungen

den Abschluss des zu benennenden zweijährigen

Ausbildungsberufs erworben hat,

- die Ergebnisse (Punkte) der Prüfungsbereiche von Teil 1,

- ggf. das Ergebnis von zu benennenden Prüfungsbereichen

aus Teil 2 der Abschlussprüfung, wenn die Fertigkeiten,

Kenntnisse und Fähigkeiten der Abschlussprüfung des zweijährigen

Ausbildungsberufs die Fertigkeiten, Kenntnisse und

Fähigkeiten der Teil 1-Prüfung des drei- oder dreieinhalbjährigen

Ausbildungsberufs nicht hinreichend abdecken

und die fehlenden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten

durch geeignete Prüfungsbereiche von Teil 2 der Ab-schlussprüfung

abgedeckt werden können, und

- die Feststellung, dass in Teil 1 der Abschlussprüfung und den

Prüfungsbereichen mit den fehlenden Fertigkeiten, Kenntnissen

und Fähigkeiten von Teil 2 der Abschlussprüfung ausreichende

Leistungen entsprechend der Bestehensregelungen

im zweijährigen Beruf erbracht wurden,

- das Datum von Teil 2 der Abschlussprüfung und

- die Namenswiedergabe (Faksimile) oder Unterschrift der beauftragten

Person der IHK Heilbronn-Franken mit Siegel.

(4) Dem Zeugnis ist auf Antrag des Auszubildenden eine englischsprachige

und eine französischsprachige Übersetzung

beizufügen. Auf Antrag des Auszubildenden ist das Ergebnis

berufsschulischer Leistungsfeststellungen auf dem Zeugnis

auszuweisen. Der Auszubildende hat den Nachweis der berufsschulischen

Leistungsfeststellungen dem Antrag beizufügen.

(§ 37 Absatz 3 BBiG).

§ 28 BESCHEID ÜBER NICHT BESTANDENE PRÜFUNG

(1) Bei nicht bestandener Prüfung erhalten der Prüfling und seine

gesetzlichen Vertreter von der IHK Heilbronn-Franken einen

schriftlichen Bescheid. Darin ist anzugeben, welche Prüfungsleistungen

in einer Wiederholungsprüfung nicht mehr

wiederholt werden müssen (§ 29 Absatz 2 bis 3). Die von der

IHK Heilbronn-Franken vorgeschriebenen Formulare sind zu

verwenden.

(2) Auf die besonderen Bedingungen der Wiederholungsprüfung

gemäß § 29 ist hinzuweisen.

FÜNFTER ABSCHNITT:

WIEDERHOLUNGSPRÜFUNG

§ 29 WIEDERHOLUNGSPRÜFUNG

(1) Eine nicht bestandene Abschlussprüfung kann zweimal wiederholt

werden (§ 37 Absatz 1 Satz 2 BBiG). Es gelten die in

der Wiederholungsprüfung erzielten Ergebnisse.

(2) Hat der Prüfling bei nicht bestandener Prüfung in einer selbstständigen

Prüfungsleistung (§ 23 Absatz 2 Satz 2) mindestens

ausreichende Leistungen erbracht, so ist dieser auf Antrag

des Prüflings nicht zu wiederholen, sofern der Prüfling sich

innerhalb von zwei Jahren – gerechnet vom Tag der Feststellung

des Ergebnisses der nicht bestandenen Prüfung an – zur

Wiederholungsprüfung anmeldet. Die Bewertung in einer

selbstständigen Prüfungsleistung (§ 23 Absatz 2 Satz 2) ist im

Rahmen der Wiederholungsprüfung zu übernehmen.

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IHK-Bekanntmachung

(3) Die Prüfung kann frühestens zum nächsten Prüfungstermin (§ 7)

wiederholt werden.

SECHSTER ABSCHNITT:

SCHLUSSBESTIMMUNGEN

§ 30 RECHTSBEHELFSBELEHRUNG

Maßnahmen und Entscheidungen der Prüfungsausschüsse der

IHK Heilbronn-Franken sind bei ihrer schriftlichen Bekanntgabe

an den Prüfling mit einer Rechtsbehelfsbelehrung gemäß § 70

der Verwaltungsgerichtsordnung zu versehen.

§ 31 PRÜFUNGSUNTERLAGEN

Auf Antrag ist dem Prüfling binnen der gesetzlich vorgegebenen

Frist zur Einlegung eines Rechtsbehelfs Einsicht in seine Prüfungsunterlagen

zu gewähren. Die schriftlichen Prüfungsarbeiten sind

ein Jahr, die Niederschriften gemäß § 26 Absatz 1 15 Jahre aufzubewahren.

Die Aufbewahrungsfrist beginnt mit dem Zugang des

Prüfungsbescheides nach § 27 Absatz 1 bzw. § 28 Absatz 1. Der

Ablauf der vorgenannten Fristen wird durch das Einlegen eines

Rechtsmittels gehemmt.

§ 32 PRÜFUNG VON ZUSATZQUALIFIKATIONEN

Die Vorschriften dieser Prüfungsordnung gelten entsprechend für

die Abnahme von Prüfungen gemäß § 49 BBiG (Zusatzqualifikationsprüfungen).

Das Ergebnis der Prüfung nach § 37 BBiG bleibt

unberührt.

§ 33 INKRAFTTRETEN

Diese Prüfungsordnung tritt am Tag der Veröffentlichung im Mitteilungsblatt

der IHK Heilbronn-Franken in Kraft. Gleichzeitig tritt die

bisherige Abschluss-/Umschulungsprüfungsordnung außer Kraft.

Heilbronn, 17. Juli 2020

Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken

Harald Unkelbach

Präsident

Elke Döring

Hauptgeschäftsführerin

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau

Baden-Württemberg hat die Prüfungsordnung mit Schreiben vom

17. Juli 2020, Aktenzeichen 22-6014.2-02/69 gemäß § 62 Abs. 3

i.V.m. § 47 Abs. 1 des Berufsbildungsgesetzes in der Fassung der

Bekanntmachung vom 4. Mai 2020 (BGBl. I S. 920) genehmigt.

Diese Prüfungsordnung wird hiermit ausgefertigt und im Mitteilungsblatt

w.news 09/2020 veröffentlicht.

Heilbronn, den 20. Juli 2020

Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken

Harald Unkelbach

Präsident

Elke Döring

Hauptgeschäftsführerin

SEPTEMBER 2020 ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ 60 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- www.heilbronn.ihk.de


PRÜFUNGSORDNUNG FÜR DIE DURCHFÜHRUNG VON

FORTBILDUNGSPRÜFUNGEN

Auf Grund des Beschlusses des Berufsbildungsausschusses

vom 15. Juli 2020 gemäß den Richtlinien des Hauptausschusses

für Berufsbildung vom 14. April 2020 (BAnz AT 25.05.2020

S1) erlässt die Industrie- und Handelskammer zu Heilbronn-

Franken als zuständige Stelle nach § 56 Absatz 1 Satz 2 in

Verbindung mit § 47 Absatz 1 Satz 1 und § 79 Absatz 4 Satz 1

des Berufsbildungsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung

vom 4. Mai 2020 (BGBl. I S. 920) die folgende Prüfungsordnung

für die Durchführung von Fortbildungsprüfungen, die

für die Durchführung von Prüfungen nach den aufgrund des

§ 30 Absatz 5 BBiG erlassenen Rechtsverordnungen über den

Nachweis über den Erwerb berufs- und arbeitspädagogischer

Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten – AEVO-Prüfungen -

entsprechend anzuwenden ist:

INHALTSVERZEICHNIS

ERSTER ABSCHNITT: PRÜFUNGSAUSSCHÜSSE UND PRÜFERDE-

LEGATIONEN

§ 1 Einrichtung

§ 2 Zusammensetzung und Berufung von Prüfungsausschüssen

§ 2a Prüferdelegationen

§ 3 Ausschluss von der Mitwirkung

§ 4 Vorsitz, Beschlussfähigkeit, Abstimmung

§ 5 Geschäftsführung

§ 6 Verschwiegenheit

SECHSTER ABSCHNITT: SCHLUSSBESTIMMUNGEN

§ 27 Rechtsbehelfsbelehrung

§ 28 Prüfungsunterlagen

§ 29 Inkrafttreten

ERSTER ABSCHNITT:

PRÜFUNGSAUSSCHÜSSE UND PRÜFERDELEGATIONEN

§ 1 ERRICHTUNG

(1) Für die Durchführung von Prüfungen im Bereich der beruflichen

Fortbildung errichtet die IHK Heilbronn-Franken Prüfungsausschüsse

(§ 56 Abs. 1 S. 1 BBiG). Mehrere zuständige

Stellen können bei einer von ihnen gemeinsame Prüfungsausschüsse

errichten (§ 39 Abs. 1 S. 2 BBiG).

(2) Prüfungsausschüsse oder Prüferdelegationen nach § 42

Abs. 2 BBiG nehmen die Prüfungsleistungen ab.

(3) Soweit die Fortbildungsordnungen (§ 53 Abs. 1 BBiG), die

Anpassungsfortbildungsordnungen (§ 53e Abs. 1 BBiG) oder

die Fortbildungsprüfungsregelungen nach § 54 BBiG selbstständige

Prüfungsteile beinhalten, können zur Durchführung

der Teilprüfungen eigene Prüfungsausschüsse oder Prüferdelegationen

gebildet werden.

ZWEITER ABSCHNITT: VORBEREITUNG DER FORTBILDUNGS-

PRÜFUNG

§ 7 Prüfungstermine

§ 8 Zulassung zur Fortbildungsprüfung

§ 9 Befreiung von vergleichbaren Prüfungsbestandteilen

§ 10 Entscheidung über die Zulassung und über

Befreiungsanträge

§ 11 Prüfungsgebühr

DRITTER ABSCHNITT: DURCHFÜHRUNG DER FORTBILDUNGS-

PRÜFUNG

§ 12 Prüfungsgegenstand, Prüfungssprache

§ 13 Gliederung der Prüfung

§ 14 Prüfungsaufgaben

§ 15 Nachteilsausgleich für behinderte Menschen

§ 16 Nichtöffentlichkeit

§ 17 Leitung, Aufsicht und Niederschrift

§ 18 Ausweispflicht und Belehrung

§ 19 Täuschungshandlungen und Ordnungsverstöße

§ 20 Rücktritt, Nichtteilnahme

VIERTER ABSCHNITT: BEWERTUNG, FESTSTELLUNG UND BEUR-

KUNDUNG DES PRÜFUNGSERGEBNISSES

§ 21 Bewertungsschlüssel

§ 22 Bewertungsverfahren, Feststellung der Prüfungsergebnisse

§ 23 Ergebnisniederschrift, Mitteilung über das Bestehen oder

Nichtbestehen

§ 24 Prüfungszeugnis

§ 25 Bescheid über nicht bestandene Prüfung

FÜNFTER ABSCHNITT: WIEDERHOLUNGSPRÜFUNG

§ 26 Wiederholungsprüfung

§ 2 ZUSAMMENSETZUNG UND BERUFUNG VON PRÜFUNGS-

AUSSCHÜSSEN

(1) Der Prüfungsausschuss besteht aus mindestens drei Mitgliedern.

Die Mitglieder von Prüfungsausschüssen sind hinsichtlich

der Beurteilung der Prüfungsleistungen unabhängig und

nicht an Weisungen gebunden. Die Mitglieder müssen für

die Prüfungsgebiete sachkundig und für die Mitwirkung im

Prüfungswesen geeignet sein (§ 40 Abs. 1 BBiG).

(2) Dem Prüfungsausschuss müssen als Mitglieder Beauftragte

der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer in gleicher Zahl sowie

mindestens eine Person, die als Lehrkraft im beruflichen

Schul- oder Fortbildungswesen tätig ist, angehören. Mindestens

zwei Drittel der Gesamtzahl der Mitglieder müssen Beauftragte

der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer sein (§ 40

Abs. 2 S. 1 und 2 BBiG).

(3) Die Mitglieder werden von der IHK Heilbronn-Franken für

eine einheitliche Periode, längstens für fünf Jahre berufen

§ 40 Abs. 3 S. 1 BBiG).

(4) Die Beauftragten der Arbeitnehmer werden auf Vorschlag der

im Bezirk der bestehenden Gewerkschaften und selbstständigen

Vereinigungen von Arbeitnehmern mit sozial- oder berufspolitischer

Zwecksetzung berufen (§ 40 Abs. 3 S. 2 BBiG).

(5) Lehrkräfte im beruflichen Schul- oder Fortbildungswesen

werden im Einvernehmen mit der Schulaufsichtsbehörde

oder der von ihr bestimmten Stelle berufen (§ 40 Abs. 3 S. 3

BBiG entsprechend). Soweit es sich um Lehrkräfte von Fortbildungseinrichtungen

handelt, werden sie von den Fortbildungseinrichtungen

benannt.

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IHK-Bekanntmachung

(6) Werden Mitglieder nicht oder nicht in ausreichender Zahl

innerhalb einer von der IHK Heilbronn-Franken gesetzten

angemessenen Frist vorgeschlagen, so beruft die IHK

Heilbronn-Franken insoweit nach pflichtgemäßem Ermessen

(§ 40 Abs. 3 S. 4 BBiG).

(7) Die Mitglieder der Prüfungsausschüsse können nach Anhörung

der an ihrer Berufung Beteiligten aus wichtigem Grunde

abberufen werden (§ 40 Abs. 3 S. 5 BBiG).

(8) Die Mitglieder der Prüfungsausschüsse haben Stellvertreter

oder Stellvertreterinnen (§ 40 Abs. 2 S. 3 BBiG). Die Absätze

3 bis 7 gelten für sie entsprechend.

(9) Die für die Berufung von Prüfungsausschussmitgliedern Vorschlagsberechtigten

sind über die Anzahl und die Größe der

einzurichtenden Prüfungsausschüsse sowie über die Zahl

der von ihnen vorzuschlagenden weiteren Prüfenden zu unterrichten.

Die Vorschlagsberechtigten werden von der IHK

Heilbronn-Franken darüber unterrichtet, welche der von ihnen

vorgeschlagenen Mitglieder, Stellvertreter und Stellvertreterinnen

sowie weiteren Prüfenden berufen wurden. (§ 40 Abs. 5)

(10) Die Tätigkeit im Prüfungsausschuss ist ehrenamtlich. Für bare

Auslagen und für Zeitversäumnis ist, soweit eine Entschädigung

nicht von anderer Seite gewährt wird, eine angemessene

Entschädigung zu zahlen, deren Höhe von der zuständigen

Stelle mit Genehmigung der obersten Landesbehörde

festgesetzt wird. Die Entschädigung für Zeitversäumnis hat

mindestens im Umfang von § 16 des Justizvergütungs- und

Entschädigungsgesetzes in der jeweils geltenden Fassung

zu erfolgen (§ 40 Abs. 6 BBiG).

(11) Von den Absätzen 2 und 8 darf nur abgewichen werden, wenn

andernfalls die erforderliche Zahl von Mitgliedern des Prüfungsausschusses

nicht berufen werden kann (§ 40 Abs. 7 BBiG).

§ 2a PRÜFERDELEGATIONEN

(1) Die IHK Heilbronn-Franken kann im Einvernehmen mit den

Mitgliedern des Prüfungsausschusses die Abnahme und die

abschließende Bewertung von Prüfungsleistungen auf Prüferdelegationen

übertragen.

(2) Für die Zusammensetzung von Prüferdelegationen ist § 2

Absätze 1 und 2 entsprechend anzuwenden (§ 42 Absatz 2

Satz 2 BBiG). Die Mitglieder der Prüferdelegationen haben

Stellvertreter/ Stellvertreterinnen (§ 42 Absatz 2 Satz 2 BBiG).

(3) Mitglieder von Prüferdelegationen können die Mitglieder

der Prüfungsausschüsse, deren Stellvertreter und Stellvertreterinnen

sowie weitere Prüfende sein, die durch die IHK

Heilbronn-Franken nach § 40 Absatz 4 BBiG berufen worden

sind. Für die Berufungen gilt § 2 Absätze 3 bis 8 entsprechend.

Die Berufung weiterer Prüfender kann auf bestimmte

Prüf- oder Fachgebiete beschränkt werden.

(4) Die Mitwirkung in einer Prüferdelegation ist ehrenamtlich.

§ 2 Absatz 10 gilt entsprechend.

(5) Die IHK Heilbronn-Franken hat vor Beginn der Prüfung über

die Bildung von Prüferdelegationen, über deren Mitglieder

sowie über deren Stellvertreter und Stellvertreterinnen zu

entscheiden. Prüfende können Mitglieder mehrerer Prüferdelegationen

sein. Sind verschiedene Prüfungsleistungen

derart aufeinander bezogen, dass deren Beurteilung nur

einheitlich erfolgen kann, so müssen diese Prüfungsleistungen

von denselben Prüfenden abgenommen werden.

§ 3 AUSSCHLUSS VON DER MITWIRKUNG

(1) Bei der Zulassung und Prüfung dürfen Angehörige der Prüflinge

nicht mitwirken. Angehörige im Sinne Satz 1 sind:

1. Verlobte,

2. Ehegatten,

3. eingetragene Lebenspartner,

4. Verwandte und Verschwägerte gerader Linie,

5. Geschwister,

6. Kinder der Geschwister,

7. Ehegatten der Geschwister und Geschwister der Ehegatten,

8. Geschwister der Eltern,

9. Personen, die durch ein auf längere Dauer angelegtes

Pflegeverhältnis mit häuslicher Gemeinschaft wie Eltern

und Kind miteinander verbunden sind (Pflegeeltern und

Pflegekinder).

Angehörige sind die im Satz 2 aufgeführten Personen auch

dann, wenn

1. in den Fällen der Nummern 2, 3, 4 und 7 die die Beziehung

begründende Ehe oder die Lebenspartnerschaft nicht mehr

besteht;

2. in den Fällen der Nummern 4 bis 8 die Verwandtschaft

oder Schwägerschaft durch Annahme als Kind erloschen

ist;

3. im Fall der Nummer 9 die häusliche Gemeinschaft nicht

mehr besteht, sofern die Personen weiterhin wie Eltern und

Kind miteinander verbunden sind.

(2) Hält sich ein Prüfungsausschussmitglied oder ein Mitglied einer

Prüferdelegation nach Absatz 1 für ausgeschlossen oder

bestehen Zweifel, ob die Voraussetzungen des Absatzes 1

gegeben sind, ist dies der IHK Heilbronn-Franken mitzuteilen,

während der Prüfung dem Prüfungsausschuss oder den anderen

Mitgliedern der Prüferdelegation. Die Entscheidung über

den Ausschluss von der Mitwirkung trifft die IHK Heilbronn-

Franken, während der Prüfung der Prüfungsausschuss oder

die Prüferdelegation. Im letzteren Fall darf das betroffene

Mitglied nicht mitwirken. Ausgeschlossene Personen dürfen

bei der Beratung und Beschlussfassung nicht zugegen sein.

(3) Liegt ein Grund vor, der geeignet ist, Misstrauen gegen eine

unparteiische Ausübung des Prüfungsamtes zu rechtfertigen,

oder wird von einer zu prüfenden Person das Vorliegen eines

solchen Grundes behauptet, so hat die betroffene Person

dies der IHK Heilbronn-Franken mitzuteilen, während

der Prüfung dem Prüfungsausschuss oder der Prüferdelegation.

Absatz 2 Sätze 2 bis 4 gelten entsprechend.

(4) Personen, die gegenüber der zu prüfenden Person Arbeitgeberfunktionen

innehaben, sollen, soweit nicht besondere

Umstände eine Mitwirkung zulassen oder erfordern, nicht

mitwirken.

(5) Wenn in den Fällen der Absätze 1 bis 3 eine ordnungsgemäße

Besetzung des Prüfungsausschusses nicht möglich

ist, kann die IHK Heilbronn-Franken die Durchführung der

Prüfung einem anderen oder einem gemeinsamen Prüfungsausschuss

übertragen. Erforderlichenfalls kann eine andere

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zuständige Stelle ersucht werden, die Prüfung durchzuführen.

Das Gleiche gilt, wenn eine objektive Durchführung der

Prüfung aus anderen Gründen nicht gewährleistet erscheint.

Wenn in den Fällen der Absätze 1 bis 3 eine ordnungsgemäße

Besetzung der Prüferdelegation nicht möglich ist, kann

der Prüfungsausschuss die Durchführung der Prüfung auf

eine andere Prüferdelegation übertragen oder die Prüfung

selbst abnehmen.

§ 4 VORSITZ, BESCHLUSSFÄHIGKEIT, ABSTIMMUNG

(1) Der Prüfungsausschuss wählt ein Mitglied, das den Vorsitz

führt, und ein weiteres Mitglied, das den Vorsitz stellvertretend

übernimmt. Der Vorsitz und das ihn stellvertretende Mitglied

sollen nicht derselben Mitgliedergruppe angehören

(§ 41 Abs. 1 BBiG).

(2) Der Prüfungsausschuss ist beschlussfähig, wenn zwei Drittel

der Mitglieder, mindestens drei, mitwirken. Er beschließt

mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Bei Stimmengleichheit

gibt die Stimme des vorsitzenden Mitgliedes den

Ausschlag (§ 41 Abs. 2 BBiG).

(3) Für Prüferdelegationen gelten Absatz 2 Sätze 1 und 2 entsprechend.

§ 5 GESCHÄFTSFÜHRUNG

(1) Die Geschäftsführung des Prüfungsausschusses liegt in Abstimmung

mit dem Prüfungsausschuss bei der IHK Heilbronn-

Franken. Einladungen (Vorbereitung, Durchführung, Nachbereitung),

Protokollführung und Durchführung der Beschlüsse

werden im Einvernehmen mit dem Vorsitz des Prüfungsausschusses

geregelt.

(2) Zu den Sitzungen des Prüfungsausschusses sind die ordentlichen

Mitglieder rechtzeitig einzuladen. Stellvertretende

Mitglieder werden in geeigneter Weise unterrichtet. Kann

ein Mitglied an einer Sitzung nicht teilnehmen, so soll es

dies unverzüglich der IHK Heilbronn-Franken mitteilen. Für

ein verhindertes Mitglied ist ein stellvertretendes Mitglied

einzuladen, welches derselben Gruppe angehören soll.

(3) Die Sitzungsprotokolle sind von der protokollführenden Person

und dem Vorsitz zu unterzeichnen. § 23 Abs. 1 bleibt

unberührt.

(4) Absatz 2 gilt für Prüferdelegationen entsprechend. Die Sitzungsprotokolle

sind von allen Mitgliedern der Prüferdelegation

zu unterzeichnen. § 23 Abs. 1 bleibt unberührt.

§ 6 VERSCHWIEGENHEIT

Unbeschadet bestehender Informationspflichten, insbesondere

gegenüber dem Berufsbildungsausschuss, haben die Mitglieder

des Prüfungsausschusses, der Prüferdelegation und sonstige mit

der Prüfung befasste Personen über alle Prüfungsvorgänge Verschwiegenheit

gegenüber Dritten zu wahren.

ZWEITER ABSCHNITT:

VORBEREITUNG DER FORTBILDUNGSPRÜFUNG

§ 7 PRÜFUNGSTERMINE

(1) Die IHK Heilbronn-Franken legt die Prüfungstermine je nach

Bedarf fest. Die Termine sollen nach Möglichkeit mit den

betroffenen Fortbildungseinrichtungen abgestimmt werden.

(2) Die IHK Heilbronn-Franken gibt die Prüfungstermine einschließlich

der Anmeldefristen in geeigneter Weise öffentlich

mindestens einen Monat vor Ablauf der Anmeldefrist

bekannt. Wird die Anmeldefrist überschritten, kann die IHK

Heilbronn-Franken die Annahme des Antrags verweigern.

(3) Werden für schriftlich durchzuführende Prüfungsbereiche

einheitliche überregionale Aufgaben verwendet, sind dafür

entsprechende überregional abgestimmte Prüfungstage anzusetzen.

§ 8 ZULASSUNG ZUR FORTBILDUNGSPRÜFUNG

(1) Der Antrag auf Zulassung zur Prüfung ist schriftlich nach den

von der IHK Heilbronn-Franken bestimmten Fristen und Formularen

zu stellen. Die Schriftform kann auch durch Übermittlung

des unterschriebenen Antrags per Fax oder eingescannt

per Mail erfolgen. Nicht ausreichend ist dagegen die

Antragstellung per einfacher Mail. Dem Antrag auf Zulassung

sind beizufügen.

1. Angaben zur Person und

2. Angaben über die in den Absätzen 2 bis 4 genannten Voraussetzungen.

(2) Örtlich zuständig für die Zulassung zur Fortbildungsprüfung

ist die IHK Heilbronn-Franken, in deren Bezirk die Prüfungsbewerberin/der

Prüfungsbewerber

a) an einer Maßnahme der Fortbildung teilgenommen hat

oder

b) in einem Arbeitsverhältnis steht oder selbstständig tätig

ist oder

c) seinen/ihren Wohnsitz hat.

(3) Zur Fortbildungsprüfung ist zuzulassen, wer die Zulassungsvoraussetzunge

einer Fortbildungsordnung (§ 53 Abs. 1

BBiG), einer Anpassungsfortbildungsordnung (§ 53e Abs. 1

BBiG) oder einer Fortbildungsprüfungsregelung nach § 54

BBiG erfüllt.

(4) Sofern die Fortbildungsordnung (§ 53 Abs. 1 BBiG), die Anpassungsfortbildungsordnung

(§ 53e Abs. 1 BBiG) oder eine

Fortbildungsprüfungsregelung nach § 54 BBiG Zulassungsvoraussetzungen

vorsieht, sind ausländische Bildungsabschlüsse

und Zeiten der Berufstätigkeit im Ausland zu berücksichtigen

(§ 55 BBiG).

§ 9 BEFREIUNG VON VERGLEICHBAREN PRÜFUNGSBESTANT

TEILEN

(1) Die zu prüfende Person ist auf Antrag von der Ablegung

einzelner Prüfungsbestandteile durch die IHK Heilbronn-

Franken zu befreien, wenn sie eine andere vergleichbare

Prüfung vor einer öffentlichen oder staatlich anerkannten

Bildungseinrichtung oder vor einem staatlichen Prüfungsausschuss

erfolgreich abgelegt hat und die Anmeldung zur Fortbildungsprüfung

innerhalb von zehn Jahren nach Bekanntgabe

des Bestehens der anderen Prüfung erfolgt (§ 56 Abs. 2

BBiG).

(2) Anträge auf Befreiung von Prüfungsbestandteilen sind zusammen

mit dem Zulassungsantrag schriftlich bei der IHK

Heilbronn-Franken zu stellen. Die Nachweise über Befreiungsgründe

im Sinne von Abs. 1 sind beizufügen.

www.heilbronn.ihk.de ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 63 -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- SEPTEMBER 2020


IHK-Bekanntmachung

§ 10 ENTSCHEIDUNG ÜBER DIE ZULASSUNG UND ÜBER BE-

FREIUNGSANTRÄGE

(1) Über die Zulassung sowie über die Befreiung von Prüfungsbestandteilen

entscheidet die IHK Heilbronn-Franken. Hält

sie die Zulassungsvoraussetzungen oder die Befreiungsgründe

nicht für gegeben, so entscheidet der Prüfungsausschuss

(§ 46 Abs. 1 BBiG).

(2) Die Entscheidungen über die Zulassung und die Befreiung

von Prüfungsbestandteilen sind der Prüfungsbewerberin/

dem Prüfungsbewerber rechtzeitig mitzuteilen. Die Entscheidungen

über die Nichtzulassung und über die Ablehnung

der Befreiung sind der Prüfungsbewerberin/dem Prüfungsbewerber

schriftlich mit Begründung bekannt zu geben.

(3) Die Zulassung und die Befreiung von Prüfungsbestandteilen

können von der IHK Heilbronn-Franken bis zur Bekanntgabe

des Prüfungsergebnisses widerrufen werden,

wenn sie aufgrund gefälschter Unterlagen oder falscher

Angaben ausgesprochen wurde.

§ 11 PRÜFUNGSGEBÜHR

Die zu prüfende Person hat die Prüfungsgebühr nach Aufforderung

an die IHK Heilbronn-Franken zu entrichten. Die Höhe der

Prüfungsgebühr bestimmt sich nach der Gebührenordnung der

IHK Heilbronn-Franken.

DRITTER ABSCHNITT:

DURCHFÜHRUNG DER FORTBILDUNGSPRÜFUNG

§ 12 PRÜFUNGSGEGENSTAND, PRÜFUNGSSPRACHE

(1) Sofern für einen Fortbildungsabschluss weder eine Fortbildungsordnung

(§ 53 Abs. 1 BBiG) noch eine Anpassungsfortbildungsordnung

(§ 53e Abs. 1 BBiG) erlassen worden

ist, regelt die IHK Heilbronn-Franken die Bezeichnung des

Fortbildungsabschlusses, Ziel, Inhalt und Anforderungen der

Prüfungen, die Zulassungsvoraussetzungen sowie das Prüfungsverfahren

durch Fortbildungsprüfungsregelungen nach

§ 54 BBiG.

(2) Die Prüfungssprache ist Deutsch soweit nicht die Fortbildungsordnung

(§ 53 Abs. 1 BBiG), die Anpassungsfortbildungsordnung

(§ 53e Abs. 1 BBiG) oder die Fortbildungsprüfungsregelung

nach § 54 BBiG etwas anderes vorsieht.

§ 13 GLIEDERUNG DER PRÜFUNG

Die Gliederung der Prüfung ergibt sich aus den Fortbildungsordnungen

(§ 53 Abs. 1 BBiG), den Anpassungsfortbildungsordnungen

(§ 53e Abs. 1 BBiG) oder den Fortbildungsprüfungsregelungen

nach § 54 BBiG (Prüfungsanforderungen).

§ 14 PRÜFUNGSAUFGABEN

(1) Der Prüfungsausschuss beschließt auf der Grundlage der

Prüfungsanforderungen die Prüfungsaufgaben.

(2) Überregional oder von einem Aufgabenerstellungsausschuss

bei der IHK Heilbronn-Franken erstellte oder ausgewählte

Aufgaben sind vom Prüfungsausschuss zu übernehmen, sofern

diese Aufgaben von Gremien erstellt oder ausgewählt

und beschlossen wurden, die entsprechend § 2 Abs. 2 zusammengesetzt

sind und die IHK Heilbronn-Franken über

die Übernahme entschieden hat.

§ 15 NACHTEILSAUSGLEICH FÜR BEHINDERTE MENSCHEN

Bei der Durchführung der Prüfung sollen die besonderen Verhältnisse

behinderter Menschen berücksichtigt werden. Dies gilt

insbesondere für die Dauer der Prüfung, die Zulassung von Hilfsmitteln

und die Inanspruchnahme von Hilfeleistungen Dritter wie

Gebärdensprachdolmetscher für hörbehinderte Menschen (§ 65

Abs. 1 BBiG). Die Art der Behinderung ist mit dem Antrag auf

Zulassung zur Prüfung (§ 8 Abs. 1) nachzuweisen.

§ 16 NICHTÖFFENTLICHKEIT

Die Prüfungen sind nicht öffentlich. Vertreter und Vertreterinnen

der obersten Bundes- und Landesbehörden, der IHK Heilbronn-

Franken sowie die Mitglieder des Berufsbildungsausschusses

der IHK Heilbronn-Franken können anwesend sein. Der Prüfungsausschuss

oder die Prüferdelegation kann im Einvernehmen mit

der IHK Heilbronn-Franken andere Personen als Gäste zulassen.

An der Beratung über das Prüfungsergebnis dürfen nur die Mitglieder

des Prüfungsausschusses oder der Prüferdelegation beteiligt

sein.

§ 17 LEITUNG, AUFSICHT UND NIEDERSCHRIFT

(1) Die Prüfung wird unter Leitung des Vorsitzes vom gesamten

Prüfungsausschuss durchgeführt.

(2) Die IHK Heilbronn-Franken regelt im Einvernehmen mit dem

Prüfungsausschuss die Aufsichtsführung, die sicherstellen

soll, dass die Prüfungsleistungen selbstständig und nur mit

erlaubten Arbeits- und Hilfsmitteln durchgeführt werden.

(3) Störungen durch äußere Einflüsse müssen von der zu prüfenden

Person ausdrücklich gegenüber der Aufsicht, dem

Vorsitz oder den mit der Prüfungsabnahme beauftragten

Prüfenden gerügt werden. Entstehen durch die Störungen

erhebliche Beeinträchtigungen, entscheidet der Prüfungsausschuss,

die Prüferdelegation oder die mit der Prüfungsabnahme

beauftragten Prüfenden über Art und Umfang von

geeigneten Ausgleichsmaßnahmen. Bei der Durchführung

von schriftlichen Prüfungen kann die Aufsicht über die Gewährung

einer Zeitverlängerung entscheiden.

(4) Über den Ablauf der Prüfung ist eine Niederschrift zu fertigen.

§ 18 AUSWEISPFLICHT UND BELEHRUNG

Die zu prüfenden Personen haben sich über ihre Person auszuweisen.

Sie sind vor Beginn der Prüfung über den Prüfungsablauf,

die zur Verfügung stehende Zeit, die erlaubten Arbeits- und

Hilfsmittel, die Folgen von Täuschungshandlungen, Ordnungsverstößen,

Rücktritt und Nichtteilnahme zu belehren.

§ 19 TÄUSCHUNGSHANDLUNGEN UND ORDNUNGSVERSTÖSSE

(1) Unternimmt es eine zu prüfende Person, das Prüfungsergebnis

durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener

Hilfsmittel zu beeinflussen oder leistet sie/er Beihilfe zu einer

Täuschung oder einem Täuschungsversuch, liegt eine Täuschungshandlung

vor.

(2) Wird während der Prüfung festgestellt, dass eine zu prüfende

Person eine Täuschungshandlung begeht oder einen

entsprechenden Verdacht hervorruft, ist der Sachverhalt von

der Aufsichtsführung festzustellen und zu protokollieren. Die

zu prüfende Person setzt die Prüfung vorbehaltlich der Ent-

SEPTEMBER 2020 ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ 64 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- www.heilbronn.ihk.de


scheidung des Prüfungsausschusses über die Täuschungshandlung

fort.

(3) Liegt eine Täuschungshandlung vor, wird die von der Täuschungshandlung

betroffene Prüfungsleistung mit „ungenügend“

(= 0 Punkte) bewertet. In schweren Fällen, insbesondere

bei vorbereiteten Täuschungshandlungen, kann der

Prüfungsausschuss oder die Prüferdelegation den Prüfungsteil

oder die gesamte Prüfung mit „ungenügend“ (= 0 Punkte)

bewerten. Soweit Prüfungsleistungen einer Prüferdelegation

zur Abnahme und abschließenden Bewertung übertragen

worden sind, kann die Prüferdelegation die Prüfungsleistung

mit „ungenügend“ (= 0 Punkte) bewerten.

(4) Behindert eine zu prüfende Person durch ihr Verhalten die

Prüfung so, dass die Prüfung nicht ordnungsgemäß durchgeführt

werden kann, ist sie von der Teilnahme auszuschließen.

Die Entscheidung hierüber kann von der Aufsichtsführung

oder den mit der Prüfungsabnahme beauftragten Prüfenden

getroffen werden. Die endgültige Entscheidung über die Folgen

für die zu prüfende Person hat der Prüfungsausschuss

unverzüglich zu treffen. Gleiches gilt bei Nichtbeachtung der

Sicherheitsvorschriften.

(5) Vor einer endgültigen Entscheidung des Prüfungsausschusses

oder der Prüferdelegation nach den Absätzen 3 und 4

ist die zu prüfende Person zu hören.

§ 20 RÜCKTRITT, NICHTTEILNAHME

(1) Die zu prüfende Person kann nach erfolgter Anmeldung vor

Beginn der Prüfung (bei schriftlichen Prüfungen vor Bekanntgabe

der Prüfungsaufgaben) durch schriftliche Erklärung

zurücktreten. Die schriftliche Erklärung kann auch durch

Übermittlung des unterschriebenen Rücktrittformulars per

Fax oder eingescannt per Mail erfolgen. Nicht ausreichend

ist dagegen die Rücktrittserklärung per einfacher Mail. In

diesem Fall gilt die Prüfung als nicht abgelegt.

(2) Versäumt die zu prüfende Person einen Prüfungstermin, so

werden bereits erbrachte selbstständige Prüfungsleistungen

anerkannt, wenn ein wichtiger Grund für die Nichtteilnahme

vorliegt. Selbstständige Prüfungsleistungen sind solche,

die thematisch klar abgrenzbar und nicht auf eine andere

Prüfungsleistung bezogen sind sowie eigenständig bewertet

werden.

(3) Erfolgt der Rücktritt nach Beginn der Prüfung oder nimmt die

zu prüfende Person an der Prüfung nicht teil, ohne dass ein

wichtiger Grund vorliegt, so wird die Prüfung mit „ungenügend“

(= 0 Punkte) bewertet.

(4) Der wichtige Grund ist unverzüglich mitzuteilen und nachzuweisen.

Im Krankheitsfall ist die Vorlage eines ärztlichen Attestes

erforderlich.

Punkte

Note

als Dezimalzahl

100 1,0

98 und 99 1,1

96 und 97 1,2

94 und 95 1,3

92 und 93 1,4

91 1,5

90 1,6

89 1,7

88 1,8

87 1,9

85 und 86 2,0

84 2,1

83 2,2

82 2,3

81 2,4

79 und 80 2,5

78 2,6

77 2,7

75 und 76 2,8

74 2,9

72 und 73 3,0

71 3,1

70 3,2

68 und 69 3,3

67 3,4

65 und 66 3,5

63 und 64 3,6

62 3,7

60 und 61 3,8

58 und 59 3,9

56 und 57 4,0

55 4,1

53 und 54 4,2

51 und 52 4,3

50 4,4

48 und 49 4,5

46 und 47 4,6

44 und 45 4,7

42 und 43 4,8

40 und 41 4,9

38 und 39 5,0

36 und 37 5,1

34 und 35 5,2

32 und 33 5,3

30 und 31 5,4

25 bis 29 5,5

20 bis 24 5,6

15 bis 19 5,7

10 bis 14 5,8

5 bis 9 5,9

0 bis 4 6,0

Note

in Worten

sehr gut

gut

befriedigend

ausreichend

mangelhaft

ungenügend

Definition

eine Leistung, die den

Anforderungen in

besonderem Maß entspricht

eine Leistung, die den

Anforderungen voll

entspricht

eine Leistung, die den

Anforderungen im Allgemeinen

entspricht

eine Leistung, die

zwar Mängel aufweist,

aber im Ganzen den

Anforderungen noch

entspricht

eine Leistung, die den

Anforderungen nicht

entspricht, jedoch

erkennen lässt, dass

gewisse Grundkenntnisse

noch vorhanden

sind

eine Leistung, die

den Anforderungen

nicht entspricht und

bei der selbst Grundkenntnisse

fehlen

VIERTER ABSCHNITT:

BEWERTUNG, FESTSTELLUNG UND BEURKUNDUNG DES PRÜ-

FUNGSERGEBNISSES

§ 21 BEWERTUNGSSCHLÜSSEL

Die Prüfungsleistungen sind wie folgt zu bewerten:

Der Hundert-Punkte-Schlüssel ist der Bewertung aller Prüfungsleistungen

sowie der Ermittlung von Zwischen- und Gesamtergebnissen

zugrunde zu legen.

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IHK-Bekanntmachung

§ 22 BEWERTUNGSVERFAHREN, FESTSTELLUNG DER PRÜ-

FUNGSERGEBNISSE

(1) Der Prüfungsausschuss fasst die Beschlüsse über

1. die Noten zur Bewertung einzelner Prüfungsleistungen, die

er selbst abgenommen hat,

2. die Noten zur Bewertung der Prüfung insgesamt sowie

3. das Bestehen oder Nichtbestehen der Abschlussprüfung.

Für die Beschlussfassung erhält der Ausschuss die Ergebnisniederschriften

nach § 23.

(2) Bei der Feststellung von Prüfungsergebnissen bleiben Prüfungsleistungen,

von denen befreit worden ist (§ 9), außer

Betracht.

(3) Nach § 47 Abs. 2 S. 2 BBiG erstellte oder ausgewählte

Antwort-Wahl-Aufgaben können automatisiert ausgewertet

werden, wenn das Aufgabenerstellungs- oder Aufgabenauswahlgremium

festgelegt hat, welche Antworten als zutreffend

anerkannt werden. Die Ergebnisse sind vom Prüfungsausschuss

zu übernehmen.

(4) Der Prüfungsausschuss oder die Prüferdelegation kann einvernehmlich

die Abnahme und Bewertung einzelner schriftlicher

oder sonstiger Prüfungsleistungen, deren Bewertung unabhängig

von der Anwesenheit bei der Erbringung erfolgen

kann, so vornehmen, dass zwei seiner oder ihrer Mitglieder

die Prüfungsleistungen selbständig und unabhängig bewerten.

Weichen die auf der Grundlage des in der Prüfungsordnung

vorgesehenen Bewertungsschlüssels erfolgten Bewertungen

der beiden Prüfenden um nicht mehr als 10 Prozent

der erreichbaren Punkte voneinander ab, so errechnet sich

die endgültige Bewertung aus dem Durchschnitt der beiden

Bewertungen. Bei einer größeren Abweichung erfolgt die

endgültige Bewertung durch ein vorab bestimmtes weiteres

Mitglied des Prüfungsausschusses oder der Prüferdelegation.

(5) Prüfungsausschüsse oder Prüferdelegationen nach § 42 Abs.

2 BBiG können zur Bewertung einzelner, nicht mündlich zu

erbringender Prüfungsleistungen gutachterliche Stellungnahmen

Dritter einholen.

(6) Im Rahmen der Begutachtung sind die wesentlichen Abläufe

zu dokumentieren und die für die Bewertung erheblichen

Tatsachen festzuhalten. Die Beauftragung erfolgt nach den

Verwaltungsgrundsätzen der IHK Heilbronn-Franken. Personen,

die nach § 3 von der Mitwirkung im Prüfungsausschuss

auszuschließen sind, sollen nicht als Gutachter tätig werden.

§ 23 ERGEBNISNIEDERSCHRIFT, MITTEILUNG ÜBER BESTEHEN

ODER NICHTBESTEHEN

(1) Über die Feststellung der einzelnen Prüfungsergebnisse ist

eine Niederschrift auf den Formularen der IHK Heilbronn-

Franken zu fertigen. Sie ist von den Mitgliedern des Prüfungsausschusses

bzw. der Prüferdelegation zu unterzeichnen und

der IHK Heilbronn-Franken unverzüglich vorzulegen.

(2) Die Prüfung ist vorbehaltlich der Fortbildungsregelungen

nach §§ 53, 53 e, 54 BBiG insgesamt bestanden, wenn in

jedem der einzelnen Prüfungsbestandteile mindestens ausreichende

Leistungen erbracht worden sind.

(3) Die zu prüfende Person soll unmittelbar nach Feststellung

des Gesamtergebnisses der Prüfung mitgeteilt werden, ob

er die Prüfung „bestanden“ oder „nicht bestanden“ hat.

Kann die Feststellung des Prüfungsergebnisses nicht am Tag

der letzten Prüfungsleistung getroffen werden, so hat der

Prüfungsausschuss diese ohne schuldhaftes Zögern (unverzüglich)

zu treffen und der zu prüfenden Person mitzuteilen.

(4) Über das Bestehen eines Prüfungsteils erhält die zu prüfende

Person Bescheid, wenn für den Prüfungsteil ein eigener

Prüfungsausschuss gemäß § 1 Abs. 3 gebildet werden kann.

§ 24 PRÜFUNGSZEUGNIS

(1) Über die Prüfung erhält die zu prüfende Person von der IHK

Heilbronn-Franken ein Zeugnis (§ 37 Abs. 2 BBiG). Der von

der IHK Heilbronn-Franken vorgeschriebene Vordruck, soweit

keine Bestimmungen der Fortbildungsordnungen nach

§ 53 BBiG entgegenstehen, ist zu verwenden.

(2) Das Prüfungszeugnis enthält die in der jeweiligen Fortbildungsordnung

(§ 53 Abs. 1 BBiG), Anpassungsfortbildungsordnung

(§ 53e Abs. 1 BBiG) oder Fortbildungsprüfungsregelung

nach § 54 BBiG vorgesehenen Angaben.

- Bezeichnung “Zeugnis” und die Angabe der Fortbildungsregelung,

- Personalien der geprüften Person (Name, Vorname und

Geburtsdatum),

- Bezeichnung der Fortbildungsprüfung,

- die Ergebnisse der Fortbildungsprüfung nach Maßgabe

der jeweiligen Fortbildungsregelung sowie

- Angaben zu Befreiung von Prüfungsbestandteilen,

- Datum des Bestehens der Prüfung,

- die Namenswiedergabe (Faksimile) oder Unterschrift der

beauftragen Person der zuständigen Stelle mit Siegel.

Die Zeugnisse können zusätzliche nicht amtliche Bemerkungen

zur Information (Bemerkungen) enthalten, insbesondere

über die Zuordnung des erworbenen Abschlusses in

den Deutschen Qualifikationsrahmen oder auf Antrag der

geprüften Person über während oder anlässlich der Ausbildung

erworbene besondere oder zusätzliche Fertigkeiten,

Kenntnisse und Fähigkeiten.

(3) Dem Zeugnis ist auf Antrag der zu prüfenden Person eine

englischsprachige und eine französischsprachige Übersetzung

beizufügen (§ 37 Abs. 3 S. 1 BBiG).

§ 25 BESCHEID ÜBER NICHT BESTANDENE PRÜFUNG

(1) Bei nicht bestandener Prüfung erhält die zu prüfende Person

von der IHK Heilbronn-Franken Stelle einen schriftlichen

Bescheid. Darin ist anzugeben, welche Prüfungsleistungen

in einer Wiederholungsprüfung nicht mehr wiederholt werden

müssen (§ 26 Abs. 2 bis 3). Die von der IHK Heilbronn-

Franken vorgeschriebenen Formulare sind zu verwenden.

(2) Auf die besonderen Bedingungen der Wiederholungsprüfung

gemäß § 26 ist hinzuweisen.

FÜNFTER ABSCHNITT:

WIEDERHOLUNGSPRÜFUNG

§ 26 WIEDERHOLUNGSPRÜFUNG

(1) Eine Fortbildungsprüfung, die nicht bestanden ist, kann zweimal

wiederholt werden. Ebenso können Prüfungsteile, die

nicht bestanden sind, zweimal wiederholt werden, wenn ihr

Bestehen Voraussetzung für die Zulassung zu einem weiteren

Prüfungsteil ist. Es gelten die in der Wiederholungsprü-

SEPTEMBER 2020 ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ 66 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- www.heilbronn.ihk.de


fung erzielten Ergebnisse.

(2) Hat die zu prüfende Person bei nicht bestandener Prüfung in

einer selbstständigen Prüfungsleistung (§ 20 Abs. 2 S. 2) mindestens

ausreichende Leistungen erbracht, so ist diese auf

Antrag der zu prüfenden Person nicht zu wiederholen, sofern

die zu prüfende Person sich innerhalb von zwei Jahren –

gerechnet vom Tage der Feststellung des Ergebnisses der

nicht bestandenen Prüfung an – zur Wiederholungsprüfung

anmeldet. Die Bewertung einer selbstständigen Prüfungsleistung

(§ 20 Abs. 2 S. 2) ist im Rahmen der Wiederholungsprüfung

zu übernehmen.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-

Württemberg hat die Prüfungsordnung mit Schreiben vom 17. Juli

2020, Aktenzeichen 22-6014.2-02/70 gemäß § 56 Abs. 1 i. V. m.

§ 47 Abs. 1 des Berufsbildungsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung

vom 4. Mai 2020 (BGBl. I S. 920) genehmigt.

Diese Prüfungsordnung wird hiermit ausgefertigt und im Mitteilungsblatt

w.news 09/2020 veröffentlicht.

Heilbronn, 20. Juli 2020

Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken

(3) Die Prüfung kann frühestens zum nächsten Prüfungstermin (§ 7)

wiederholt werden.

Harald Unkelbach

Präsident

Elke Döring

Hauptgeschäftsführerin

SECHSTER ABSCHNITT:

SCHLUSSBESTIMMUNGEN

§ 27 RECHTSBEHELFSBELEHRUNG

Maßnahmen und Entscheidungen der Prüfungsausschüsse sowie

der IHK Heilbronn-Franken sind bei ihrer schriftlichen Bekanntgabe

an die Prüfungsbewerberin/den Prüfungsbewerber bzw. die zu

prüfende Person mit einer Rechtsbehelfsbelehrung gemäß § 70

VwGO zu versehen.

§ 28 PRÜFUNGSUNTERLAGEN

(1) Auf Antrag ist der zu prüfenden Person binnen der gesetzlich

vorgegebenen Frist zur Einlegung eines Rechtsbehelfs Einsicht

in seine Prüfungsunterlagen zu gewähren. Die schriftlichen

Prüfungsarbeiten sind ein Jahr, die Niederschriften

gemäß § 23 Abs. 1 15 Jahre aufzubewahren. Die Aufbewahrungsfrist

beginnt mit dem Zugang des Prüfungsbescheides

nach § 24 Abs. 1 bzw. § 25 Abs. 1. Der Ablauf der vorgenannten

Fristen wird durch das Einlegen eines Rechtsmittels

gehemmt.

(2) Die Aufbewahrung kann auch elektronisch erfolgen. Landesrechtliche

Vorschriften zur Archivierung bleiben unberührt.

§ 29 INKRAFTTRETEN

Diese Prüfungsordnung tritt am Tag der Veröffentlichung im Mitteilungsblatt

der zuständigen Stelle in Kraft. Gleichzeitig tritt die

bisherige Fortbildungsprüfungsordnung außer Kraft.

Heilbronn, 17. Juli 2020

Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken

Harald Unkelbach

Präsident

Elke Döring

Hauptgeschäftsführerin

www.heilbronn.ihk.de ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 67 -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- SEPTEMBER 2020


Firmen + Leute

© Tripsdrill

Hals über Kopf: Achterbahn-Spaß in über 30 Metern Höhe.

TRIPSDRILL,

CLEEBRONN

Gekreuzte

Achterbahnen

Im Erlebnispark Tripsdrill eröffneten

mit „Volldampf“ und

„Hals-über-Kopf“ gleich zwei

Achterbahnen, die sich – weltweit

einmalig, wie es in der Mitteilung

heißt – in einer Doppelanlage

mehrere Male überkreuzen.

Damit stehe nach fünfjähriger

Planungs- und Bauarbeit

„eine spektakuläre Großattraktion“

zur Verfügung „mit atemberaubendem

Wettstreit zweier

Achterbahnen“. „Volldampf“ ist

als „Schwäbische Eisenbahn“

einschließlich Ziegenbock gestaltet,

„Hals-über-Kopf“ als Hängebahn

unter der Schiene.

www.tripsdrill.de

WÜRTH,

KÜNZELSAU

Zufrieden mit dem

1. Halbjahr

Das Vertriebs- und Produktionsunternehmen

für Befestigungs-

und Montagetechnik

Adolf Würth GmbH & Co.

KG ist mit den Ergebnissen

des 1. Halbjahrs zufrieden,

denn trotz Corona-Krise sank

der Umsatz nur leicht um

3,1 % auf 6,9 Mrd. Euro. Dazu

hat beigetragen, dass der

Anteil des E-Business auf rund

20 % stieg. Die Umsätze in

Deutschland waren um 0,5 %,

im Ausland um 4,9 % rückläufig.

„Aufgrund der Systemrelevanz

des Handwerks und

unserer digitalen Struktur waren

wir zu jeder Zeit lieferfähig“,

so das Unternehmen.

www.wuerth.com

© Albert Berner Deutschland GmbHv

Berner setzt trotz Covid-19 auf Ausbildung.

BERNER, KÜNZELSAU

Erweitertes Ausbildungsangebot

Um sich bei Ausbildung und dualem Studium

breiter aufzustellen, führt die Albert Berner

Deutschland GmbH neue Berufsbilder ein, denn

„Arbeitsstrukturen und -prozesse haben sich verändert,

wie auch Covid-19 deutlich zum Ausdruck

brachte“. Im Herbst kommen die Berufe Kaufleute

im E-Commerce, Büromanagement und Dialogmarketing

und der BA in BWL-Dienstleistungs-Management

Consulting und Sales. Personalchefin Jasmin

Fröhlich ergänzt: Azubis können bei Berner schon

früh Verantwortung übernehmen.

www.berner.de

SEPTEMBER 2020 ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ 68 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- www.heilbronn.ihk.de


BASS,

NIEDERSTETTEN

Zwei neue

Mitglieder der

Geschäftsleitung

Seit Dezember ist die Bass

GmbH & Co. KG mit ihren 150

Beschäftigten Teil des japanischen

Familienkonzerns OSG,

einem Hersteller von Schaftwerkzeugen.

Neu in die Geschäftsleitung

wurden jetzt Takashi Gamano

und Oliver Schunter berufen.

Takashi Gamano wird zuständig

für Vertrieb, Anwendungstechnik

und Marketing, Oliver Schunter

übernimmt als CFO die Koordination

der Finanzen innerhalb

der deutschen OSG-Gruppe.

Martin Zeller leitet wie seit 2011

Fertigung, Personal und Qualitätsmanagement.

www.bass-tools.com

Takashi Gamano, Geschäftsführer.

© Bass

INTERSPORT,

HEILBRONN

Virtuelle

Ordermesse

Die Organisation von Veranstaltungen

erfordert

unter den Bedingungen der

Corona-Krise alternative Konzepte.

„In nur sechs Wochen“,

so die Intersport Deutschland

eG, „wurde eine virtuelle Ordermesse

durch die E-Commerce-Agentur

Best IT entwickelt.

Damit soll das Messegeschäft

nicht nur aufrechterhalten,

sondern auch strategisch

weiterentwickelt werden.“

In den acht Ordertagen

waren neben den Exklusivmarken

18 Lieferanten mit

25.000 Modellen auf der

Plattform live geschaltet, unterstützt

von Beratern.

www.intersport.de

SCHEUERLE,

PFEDELBACH

Zum zweiten Mal

Innovationsführer

© Scheuerle

Die Scheuerle Fahrzeugfabrik,

ein Unternehmen der Transporter

Industry International

GmbH (TII Group) der Unternehmerfamilie

Rettenmaier, sicherte

sich auch 2020 den Titel

„Deutschlands Innovationsführer“.

Der Hersteller von Spezialfahrzeugen

erhielt in der auf der

Grundlage der Patentanmeldungen

von 150.000 Unternehmen

durchgeführten Prognos-Studie

des F.A.Z-Instituts die Auszeichnung

zum zweiten Mal in Folge.

Untersucht wurde auch, wie stark

diese Innovationen auf andere

Unternehmen wirken.

www.tii-group.com

Von Scheuerle stammen herausragende Innovationen für die Schwergutlogistik wie beispielsweise selbstangetriebene Modultransporter

(SPMT).

www.heilbronn.ihk.de ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 69 -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- SEPTEMBER 2020


Firmen + Leute

© Hyundai

Der Hyundai Xcient Fuel Cell wird nicht für den deutschen Markt produziert.

HYUNDAI,

HEILBRONN

Brennstoffzellen-Lkw

Die koreanische Hyundai Motor

Company hat die Verschiffung

der ersten zehn Brennstoffzellen-Lkw

für die Schweiz bekanntgegeben.

Es handle sich

um die weltweit ersten schweren

Lkw mit diesem Antrieb. Geplant

sind in diesem Jahr 50, bis 2025

sollen es 1.600 werden. Ihre „Xcient

Fuel Cell ist real, kein Zukunftsprojekt“,

heißt es in der

Meldung, es gehe „um die

Schaffung eines vollständigen

Wasserstoff-Ökosystems, um einen

Paradigmenwechsel, der

die Umwelt von den Emissionen

der Fahrzeuge befreit“.

www.hyundai.de

JS DIALOGMARKETING,

FLEIN

Standort verlegt

JS Dialogmarketing hat seinen Standort von Affalterbach nach

Flein verlegt und startet frisch und modern ins neue Jahrzehnt.

„Mein Business ist die Gewinnung von Neukunden im B2B-Bereich“,

erklärt Jürgen Schäfer, Inhaber von JS Dialogmarketing, der diese

Aufgabe zu seinem Geschäftsmodell gemacht hat. 2005 wurde das

Unternehmen in Ludwigsburg gegründet und ist in Deutschland und

der Schweiz, laut einer Mitteilung, führend im New Business. Kunden

sind u. a. Werbe- und Marketingagenturen, IT-Unternehmen,

aber auch klassische Industrieunternehmen. Ein professionelles

CRM-System gewährleistet, dass JS Dialogmarketing DSGVO-konform

arbeitet. Viele Unternehmen setzen derzeit auch beim Verkaufsprozess

auf Videokonferenzen. JS Dialogmarketing möchte

dazu beitragen, dass der Sales Pitch auch virtuell funktioniert, und

schult Vertriebsteams in allen relevanten Tools und der passenden

Rhetorik für Videokonferenzen.“

www.js-dialogmarketing.de

© JS Dialogmarketing

Jürgen Schäfer.

SEPTEMBER 2020 ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ 70 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- www.heilbronn.ihk.de


AUDI,

NECKARSULM

Digitale

Instandhaltung

Ein konzernweites Vorreiterprojekt

soll die Wartung von Produktionsanlagen

effizienter machen.

„Predictive Maintainance“

verringert Ausfallzeiten in der

Produktion und Verschleiß. Getestet

wird die vorausschauende Instandhaltung

im Neckarsulmer

Karosseriebau an einem Schlauch,

um dessen idealen Austauschzeitpunkt

zu finden. In der Füge-Anlage

für das Nieten von Karosseriebauteilen

werden bis zu 1,2 Millionen

Stanzniete mit Druckluft bis

zu 20 Meter weit durch den Kunststoff-Schlauch

befördert.

www.audi.de

© Audi

Blick in die Zukunft: Mathias Mayer (l.) und Andreas Rieker (r.) haben „Predictive Maintenance“ entwickelt und können damit

Verschleiß schon vor dem Auftreten in Produktionsanlagen vorhersehen.

© Optima

Das Projektteam Verena Konz (v.l.), Lorenz Engelhardt, Nick Gäbler, Jürgen Hofmann, Samuel Fuhrmann, Martin Würtemberger

und Annika Kröss.

Auszubildende der Optima haben eine Messe-

Miniaturmaschine zum Abfüllen von Pfefferminzpastillen

entwickelt. Die Fünf wurden von einem

Lehrer der Kaufmännischen Schule unterstützt

im Rahmen des ministeriellen Landesprojekts

„Lehrkräfte erleben Wirtschaft“, die Koordinierung

übernahm die Personalentwicklung, technische

OPTIMA, SCHWÄBISCH HALL

Azubis bauen Maschine

Hilfe die Fertigung. Ziel war, die Azubis durch die

Methode „Scrum“ in festgelegten Rollen mit agilem

Projektmanagement, Maschinenbautechnik

und Arbeitsprozessen vertraut zu machen.

www.optima-packaging.com

BOSCH,

ABSTATT

Softwareintensive

Autoelektronik

Das Auto werde derzeit vor

allem durch Software und

Elektronik „zum fahrenden

Rechenzentrum“ verändert.

Deshalb erwarte die Robert

Bosch GmbH bis 2030 ein

jährliches Wachstum dieses

Marktes um rund 15 Prozent.

„Zum Ausbau ihrer führenden

Rolle“, so die Meldung weiter,

wurde der neue Geschäftsbereich

Cross-Domain Computing

Solutions gegründet. Ab

Anfang 2021 werden von den

17.000 Beschäftigten des neuen

Bereichs Elektroniksysteme

und passende Software

für alle Fahrzeugbereiche

geliefert.

www.bosch.de

www.heilbronn.ihk.de ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 71 --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- SEPTEMBER 2020


Firmen + Leute

MEISTER

AUTOMATION,

WERTHEIM

Erfahren in der Industrieautomation

Seit 1988 bietet sie branchenübergreifend

maßgeschneiderte

Lösungen für die

Industrie-Automation an – seit

2014 als Meister Automation

GmbH und Teil der Familien-

Holding MFT Meister Flow

Technology. Nun ist die Firma

ins Wertheimer Industriegebiet

umgezogen; mit 300 m 2

Büro- und 500 m 2 Produktionsfläche

sei man dadurch um

ein Vielfaches größer, so die

Mitteilung. Offizielle Eröffnung

beim Siemens-Servicepartner

und zertifizierten Systemintegrator

von Bosch Rexroth

ist im Oktober.

meister-automation.de

INGENIA,

CRAILSHEIM

Weitere Sendestation

Die Ingenia ist mit dem

Netzausbau „einen entscheidenden

Schritt weitergekommen“.

Wie das Unternehmen

mitteilt, wurde auf dem

Jagstbrückenhochhaus eine

Sendestation in Betrieb genommen.

Damit seien fast

alle Stadtgebiete für Ingenia

erreichbar. Für Privatkunden

stellt die Ingenia digitale Netze

GmbH ein Hardwarepaket

bereit. Für Gewerbekunden

stehen Lösungen zur Verfügung,

„die die Übertragung

von hohen symmetrischen

Bandbreiten ermöglichen“.

Auch Orte außerhalb können

versorgt werden.

www.ingenia-digital.de

Ebm-papst-Produktion in Mulfingen.

Das im März beendete Geschäftsjahr erbrachte

für die ebm-papst Mulfingen GmbH & Co. KG

einen Umsatzerlös von 2,188 Mrd. Euro, mit einem

Plus von 0,2 % gegenüber dem Vorjahresergebnis

von 2,185 Mrd. Euro. Trotzdem ebm-papst frühzeitig

und konsequent in enger internationaler Abstimmung

die Auswirkungen von Covid-19 vor

Zehn Monate nach der Eröffnung des neuen

Standorts der Marbach America in Michigan

City, Indiana, hieß die Meldung: „Wir sind äußerst

positiv gestartet. Seit unserem Open House im September

2019 können wir uns vor Aufträgen fast nicht

mehr retten. Trotz Corona liegen unsere Umsätze

deutlich über Plan.“ Das Werk in Michigan City hat

EBM-PAPST, MULFINGEN

Stabil auf Vorjahresniveau

allem auch auf die Beschäftigten und die Lieferfähigkeit

minimiert habe, gab es nach „ordentlichen

ersten drei Quartalen“ Störungen in den

Lieferketten und rückläufige Auftragseingänge.

www.ebmpapst.com

MARBACH, HEILBRONN

Weiteres USA-Werk

© ebm-papst

25 Beschäftigte, doch soll der Standort in den

nächsten Jahren Schritt für Schritt erweitert werden.

Der Hauptsitz von Marbach America liegt in Charlotte,

North Carolina.

www.marbach.com

© Marbach

SEPTEMBER 2020 ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ 72 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- www.heilbronn.ihk.de


WIRTHWEIN,

CREGLINGEN

Rainer Zepke

übergibt an Ralf

Zander

Auf eigenen Wunsch, so die

Mitteilung der Wirthwein AG,

schied Rainer Zepke zum 31. Juli

aus dem Unternehmen aus. Zum

Nachfolger als Finanzvorstand

wurde Dr. Ralf Zander berufen.

Rainer Zepke war zehn Jahre

lang Finanzvorstand und in den

vorangegangenen Jahren kaufmännischer

Leiter. „Es ist jetzt an

der Zeit für mich“, so der 54-Jährige,

„noch einmal einen neuen

Weg einzuschlagen“. Ihm sei

wichtig, dass er das Unternehmen

in einem freundschaftlichen

Verhältnis zur Familie Wirthwein

verlasse.

www.wirthwein.de

RANG

© Wirthwein

Rainer Zepke (links) übergibt nach zehnjähriger Tätigkeit als Finanzvorstand der

Wirthwein AG seine Aufgaben an Dr. Ralf Zander.

MEHR

FIRMEN + LEUTE

WWW.WNEWS.DE

HÖCHSTE REICHWEITE BEI

ENTSCHEIDERN IN DER REGION

IHK-Zeitschriften erreichen laut der aktuellen TNS KANTAR

Studie 2018 pro Ausgabe 40,4 Prozent der Entscheider

im Mittelstand und haben damit mit großem Abstand die

höchste Reichweite. Das sind über vier Mal so viel Leser wie

der nächstplatzierte Wirtschaftstitel in Deutschland.

In der Region gibt es kein anderes Medium, das da mithalten

kann. Oder kennen Sie etwa eines?

WIRTSCHAFTSMAGAZIN DER

IHK HEILBRONN - FRANKEN

Anzeigenberatung: recon-marketing GmbH Telefon 07131/7930-313 fehr@recon-marketing.de Mediadaten: www.zielgruppe-wirtschaft.de


kultur-tipps

MADE IN HEILBRONN-FRANKEN

Mehr Nachhaltigkeit erreicht man nur

gemeinsam. Deshalb habe sich die

Optima packaging group GmbH aus

Schwäbisch Hall mit den Unternehmen

Wipf und säntis packaging zusammengetan

und das umweltfreundliche Kapselsystem

„GreenLution“ entwickelt. Es umfasst die

Monomaterial-Kapsel von säntis aus biologischen

Abfällen, die Oberfolie von Wipf

und die Kapselfüllmaschine von Optima

Das Museum Würth 2

in Künzelsau-Gaisbach

zeigt Höhepunkte der

Sammlung Würth. Besucher

können sich mit einer App

vom Smartphone oder einem

Leihgerät individuell

führen lassen – ob in der

Ausstellung oder im weitläufigen

Skulpturengarten oder

zuhause. Neben der Audioführung

bietet die App zahlreiche

Abbildungen.

www.wuerth.com

Mit „Der Fall der Götter“

feiert das Schauspiel

von Nicola

Badalucco, Enrico Medioli

und Luchino Visconti am 25.

September im Heilbronner

Theater Premiere. Das Theaterstück

beruht auf Luchino

Viscontis filmischem Meisterwerk

„La caduta degli

die“ (Die Verdammten) aus

NACHHALTIGES KAPSELSYSTEM

(recyclingfähig zertifiziert, Ausschussrate

unter 0,05 Prozent). Das Kapselsystem ist

voll recycelbar und fördert eine nachhaltige

Kreislaufwirtschaft, angefangen bei der Herstellung

und Montage seiner verschiedenen

Kapselkomponenten über hocheffizientes

Abfüllen bis hin zum Recycling seiner Altmaterialien.

www.optima-packaging.com

Schlagen auch Sie ein Produkt „Made in Heilbronn-Franken“ vor:

Einfach per Mail unter pr@heilbronn.ihk.de oder telefonisch unter 07131 9677-109

BILDENDE KUNST UND THEATER

© Optima

dem Jahre 1969. Es zeigt die

enge Verflechtung von Nationalsozialismus

und Großindustrie

am Beispiel einer

einflussreichen Industriellenfamilie.

Ob Kind oder Erwachsener

– jeder kennt Janosch

und seine Geschichten voller

Lebensweisheiten und Optimismus.

Seit 1979 begleiten

Generationen von Mädchen

und Jungen den kleinen Bären

und den kleinen Tiger

auf der Suche nach ihrem

Schatz und erfahren, was viel

wichtiger ist als alles Geld

der Welt. Das Kinderstück

„Komm, wir finden einen

Schatz“ von Janosch geht am

27. September ebenfalls am

Heilbronner Theater an den

Start.

www.theater-heilbronn.de

© Ufuk Arslan

IMPRESSUM

Die w.news ist das offizielle Organ der

IHK Heilbronn-Franken.

Sie erscheint elfmal im Jahr in der

Regel zum 15. eines Monats.

Online-Ausgaben:

www.wnews.de,

kiosk.wnews-wirtschaftsmagazin.de

Herausgeber:

IHK Heilbronn-Franken

Ferdinand-Braun-Straße 20

74074 Heilbronn

Telefon 07131 9677-0

www.heilbronn.ihk.de

Geschäftsstellen:

Bad Mergentheim

Telefon 07931 9646-0

Schwäbisch Hall

Telefon 0791 95052-0

Redaktion:

Matthias Marquart (Koordination)

Julia Sommerfeld

Telefon 07131 9677-109

E-Mail pr@heilbronn.ihk.de

Der Bezug der Zeitschrift erfolgt im Rahmen

der grundsätzlichen Beitrags pflicht

als Mitglied der IHK.

Die mit dem Namen eines nicht der

Redaktion angehörenden Verfassers

oder seinen Initialen gekennzeich ne ten

Beiträge geben die Meinung des Autors,

aber nicht unbedingt die der IHK

Heilbronn-Franken wieder.

Das B2B Themen magazin wird sowohl

redaktionell als auch inhaltlich ausschließlich

verantwortet und betreut

von der HETTENBACH GMBH & CO KG

WERBEAGENTUR GWA.

Für unverlangt eingesandte Manu skripte,

Fotos und Unterlagen wird keine

Haftung übernommen.

Anzeigenvertrieb:

recon-marketing GmbH

Werderstraße 134, 74074 Heilbronn

Manfred Fehr (Anzeigenleiter)

Telefon 07131 7930-313

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Verlag, Gestaltung, Satz + Produktion:

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Werderstraße 134, 74074 Heilbronn

Telefon 07131 7930-100

www.hettenbach.de

Druck:

Konradin Druck GmbH

Kohlhammerstraße 1-15,

70771 Leinfelden-Echterdingen

www.konradinheckel.de

Anzeigenpreise:

Es gilt die Anzeigenpreisliste

Nr. 16 vom 01.12.2015

Auflage

IVW-geprüft

Emissionen durch Emissionseinsparungen ausgeglichen

SEPTEMBER 2020 --------------------------------------------------------------------------------------------- 74 ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- www.heilbronn.ihk.de


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