JB_09_11_20

johaki

Johannesbote September - November 2020


Geleit

Pfr. Klaus Dinkel

Wie romantisch ... wären da nicht

diese schrecklichen Masken ...

Beziehung(en) in der Zeit der

Corona-Pandemie, das ist schon

eine besondere Angelegenheit.

In der Hochphase im April und Mai

war es wirklich schwierig, Beziehungen

zu pflegen. Paare, die nicht

an einem Ort wohnen, konnten sich

zeitweise nicht treffen, bei jeder

Begegnung stand wieder unsichtbar

die Frage im Raum: Ist eine

Infektion denkbar? Wer trägt bei einer Ansteckung das größere Risiko? Auch

familiäre Beziehungen wurden auf eine harte Probe gestellt. Großeltern konnten

ihre Enkel nicht treffen oder betreuen, erwachsene Kinder die Eltern nicht

besuchen. Pflegeheime wirkten fast wie uneinnehmbare Festungen.

Dafür boomten neue Beziehungs- und Kommunikationsformen. Soziale Plattformen

wie Zoom, Skype und WhatsApp wurden zu wichtigen Diensten. Was man

durch persönliche Treffen verloren hatte, konnte teilweise durch die digitalen

Angebote ausgeglichen werden.

Doch eine Umarmung, ein Kuss, ein Händchenhalten oder ein Streicheln über die

Wange ist auf digitalem Wege einfach nicht möglich.

Auch auf unser Gemeindeleben und die Beziehungen in der Kirchengemeinde hatte

die Krise einen erheblichen Einfluss. Gruppen konnten sich nicht wie gewohnt

treffen, viele, viele Veranstaltungen und Begegnungen mussten ausfallen.

Wir reden von einem Gott der Beziehungen - und konnten so wenig davon in der

Gemeinde real (er)leben. Aber wir haben auch gelernt, Nähe anders auszudrücken.

Wie die beiden auf dem Bild sich intensiv in die Augen sehen, so wurde der

berührungslose Kontakt wichtiger. Ein freundlicher Blick - ob mit oder ohne Maske,

Ellenbogen- und Fußgrüße, herzliches Zuwinken und Zunicken.

Trotz allem können und wollen wir unsere Beziehungen weiter aufrecht erhalten

und pflegen.

Und ein bisschen spiegelt sich darin vielleicht auch unsere Gottesbeziehung wider.

Da gibt es Zeiten inniger Nähe und Phasen, in denen wir Gott in unserem Leben

kaum wahrnehmen. Manchmal spüren wir seinen liebevollen Blick, und oft leben

wir kontaktlos neben ihm her.

Doch Gott hat Sehnsucht nach einer Beziehung zu uns. Bin ich auch 10.000

Schritte von ihm fortgelaufen, ist es doch nur ein Schritt zu ihm zurück - heißt es

sinngemäß in einem Lied der Band "Petra".

Wie ist Ihr Kontakt zu Gott gerade? Er freut sich über jede Kontaktaufnahme von

Ihnen.



Ingrid Schaffert

Lieben lernen - eine Aufgabe fürs Leben

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Wir alle kennen sicher das Hohelied auf die Liebe, das Paulus im ersten

Korintherbrief (Kap. 13) anstimmt:

Wenn ich mit Menschen- und Engelszungen redete und hätte der Liebe nicht, so

wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich weissagen

könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen

Glauben, so dass ich Berge versetzte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich

nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib

brennen und hätte der Liebe nicht, so wäre mir´s nichts nütze.

Wunderbare Worte, die uns unmittelbar einleuchten und denen wir vermutlich

alle zustimmen. Aber ist das wirklich so einfach - Gott zu lieben, den Nächsten

zu lieben? Der eine ist für uns unsichtbar und scheint uns manchmal so fern und

rätselhaft in seinem Wirken, dass wir uns zuweilen sogar fragen, ob es ihn

überhaupt gibt und ob er wirklich für uns da ist. Der Nächste – oder die Nächsten

– hingegen sind uns dafür manchmal näher, als uns lieb ist, und können uns mit

ihren Ansprüchen, Bedürfnissen oder lästigen Angewohnheiten hin und wieder

ganz ordentlich auf die Nerven gehen. So ist es nicht immer einfach, ihnen

jederzeit mit Liebe zu begegnen. Schon gar nicht, wenn man weiter liest, wie

Paulus diese Liebe beschreibt und was er alles von ihr – von uns! – erwartet:

Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht

Mutwille, sie blähet sich nicht, sie stellet sich nicht ungebärdig, sie suchet nicht

das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freuet

sich nicht der Ungerechtigkeit, sie freuet sich aber der Wahrheit; sie verträgt

alles, sie hofft alles, sie glaubt alles, sie duldet alles.

Wer, bitte, soll das leisten? Immer geduldig sein, auch wenn wir zum zwanzigsten

Mal die Kinder ermahnen müssen, immer und überall freundlich bleiben,

auch wenn wir gestresst sind und die anderen uns nur nerven, uns nicht

empören, auch wenn jemand gerade gemein war, nie an uns selbst denken und

uns anderen nie auch nur ein bisschen überlegen fühlen, sondern immer alles

hinnehmen, ertragen, dulden? Wir sollen also alles immer schlucken, uns alles

gefallen lassen, egal wie es uns damit geht? Meint Paulus das wirklich ernst?

Ich muss gestehen, ich fühle mich von diesen Erwartungen manchmal überfordert.

Natürlich bemühe, ich mich, meinen Mitmenschen freundlich zu begegnen

und mit anderen Geduld zu haben, aber – sich nie aufregen? Nie über etwas

oder jemanden schimpfen? Nicht auch mal etwas für sich selbst tun? Das schaffe

ich nicht. So edel und selbstlos bin ich einfach nicht.

Aber ist es nicht genau das, was Gott von uns verlangt? Handeln nicht zuletzt die

Evangelien im Grunde von nichts anderem als von der Liebe? Du sollst Gott

lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele , von ganzem Gemüte und von

allen deinen Kräften und Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst – dies

sind die beiden obersten Gebote, in denen alle anderen enthalten sind, sagt

Jesus (Mk 12, 29 f.), und sein ganzes Leben und Wirken, sein Leiden und sein

Tod stehen im Dienst dieser Liebe zu Gott und den Menschen. Diese Liebe ist etwas

durchaus Konkretes und Praktisches. Es geht dabei gar nicht vorrangig um

Gefühle, sondern vor allem um das, was wir in einer gegebenen Situation tun,

also um Hilfe und Beistand für einen konkreten Mitmenschen.

Schauen wir uns das Gleichnis vom barmherzigen Samariter an, mit dem Jesus

erklärt, wer denn unser Nächster ist, um den wir uns - als sein Nächster -

kümmern sollen. Die Antwort lautet schlicht und einfach: jeder, der uns gerade

jetzt nötig braucht. Das kann ein Fremder sein, an dem wir vorübergehen oder

–fahren und der in einer Notsituation ist, oder ein Familienmitglied, ein Freund,

ein Kollege, ein Flüchtling, ein Kind.

Die zweite Lehre, die uns Jesus gibt, ist die, dass wir anderen mit eben der

Zuwendung und Liebe begegnen sollen, die wir auch von ihnen erwarten und die

Gott jedem einzelnen von uns entgegenbringt und schenkt. Es reicht also nicht,

andere Menschen nicht zu verletzen oder gar zu töten, sondern wir sollen überhaupt

nicht über andere urteilen und den Stab über sie brechen. Schon wer mit

seinem Bruder zürnt, ihn einen Taugenichts oder einen gottlosen Narren nennt,

wird bereits an ihm schuldig (Matth. 5, 21 ff.) - und liefert sich selbst dem

göttlichen Strafgericht aus, weil er einem Mitmenschen die ihm zukommende

Achtung verweigert und ihm gewissermaßen die Menschenwürde abspricht. Und

aus Gedanken und Worten können nur all zu oft Taten werden!

In der Wochenzeitung DIE ZEIT las ich vor einigen Jahren unter der Überschrift

„Was ist die wichtigste Erkenntnis Ihres Lebens?“ das Bekenntnis einer Kölner

Fotografin, die gestand, wie wichtig der Glaube an Gott für sie und ihren Umgang

mit anderen Menschen sei. „Ich neige dazu, hart, zu urteilen“, schreibt sie. Sie

habe nicht so viel Mitgefühl wie andere. „Wenn der Kassierer im Supermarkt fast

einschläft, denke ich: Hey, was glaubst du, wofür du dein Geld kriegst? Oder ich

treffe eine Bekannte, die mich vollquatscht, und ich denke: was interessiert mich

dein Mann und dein Hund? Aber dann meldet sich der Glaube, die Stimme im

Kopf, die sagt: Hab Verständnis. ertrage deinen Nächsten. Ohne meinen Glauben

wäre ich Single. Ich wäre nicht in der Lage, meinem Mann auch mal eine

Schwäche nachzusehen...“

An diese Aussage denke ich oft, wenn ich selbst Gefahr laufe, ungeduldig zu

reagieren. Sie hilft mir, mich zurückzunehmen, gelassener und toleranter zu

werden – zumal mir im gleichen Atemzug bewusst wird, dass ich ja ebenso auf

Nachsicht gegenüber meinen eigenen Unzulänglichkeiten angewiesen bin. Und

so, wie ich mich trotz aller meiner Fehler und schuldhaften Versäumnisse von

Gott geliebt wissen darf, muss ich auch die anderen gelten lassen und sie

annehmen, denn auch sie sind Gottes Geschöpfe und Gottes Ebenbild.

Diese göttliche Liebe, die Jesus uns vorgelebt hat, weiterzugeben und in die Welt

hinauszutragen, das ist unsere Aufgabe als Christen – eine Aufgabe, die uns

immer wieder neu herausfordert, ein Leben lang.

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Martina Merk

Beziehungen -in Zeiten von Corona

„Zusammen ist man weniger allein“- so lautet der Titel eines Buches der

Schriftstellerin Anna Gavalda. Wie sehr sich dieser Satz bewahrheiten würde,

war wohl den wenigsten von uns noch am Anfang des Jahres in dieser Tragweite

bewusst. Wer hätte gedacht, dass sich liebgewonnene Gewohnheiten,

selbstverständliche Abläufe, ja das komplette Leben von uns allen so schnell

und auf so radikale Weise ändern würde! Die Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen

der letzten Monate haben unseren Beziehungen in Ehen und

Familien, in Freundes- und Bekanntenkreisen und nicht zuletzt unserer Beziehung

zu Gott teilweise viel abverlangt. Plötzlich konnten Oma und Opa nicht

mehr besucht werden, Freunde sich nicht mehr treffen, keine Gottesdienste

mehr stattfinden. Ja sogar

die Schule fehlte

plötzlich! Etwas, was

noch vor wenigen Monaten

kaum vorstellbar war!

Vor allem Familien hatten

während des Lockdowns

unter den negativen Auswirkungen

zu leiden. Die

Kindergarten- und Schulkinder

zu Hause, daneben womöglich Homeoffice, Haushalt, alles musste

irgendwie gleichzeitig passieren – und das alles unter einem Dach! Da war,

gerade in den Wohnungen ohne Garten, der eine oder andere Lagerkoller

vorprogrammiert. Von den negativen Folgen konnte man in den Zeitungen

lesen. Es wurde von einer Zunahme

häuslicher Gewalt berichtet, die

vielfach unbemerkt geschah. Aber

auch die Einsamkeit nahm zu! Keine

Besuche mehr im Altenheim, Alleinstehende

ohne soziale Kontakte,

Verstärkung von Depressionen durch

die Corona-Regeln, usw. Die Liste

ließe sich beliebig verlängern.

Zu beobachten war aber auch eine

enorme Zunahme an kreativen

Ideen, an Lösungen und an Hilfsbereitschaft!

So wurde zum Beispiel im Bekanntenkreis meiner Tochter ein„Virtueller-

Wandergruppen-Stammtisch“ per Skype ins Leben gerufen. Die Freunde

„trafen sich“ weiterhin - nun eben auf diese Weise. So konnten sogar

Fernsehsendungen gemeinsam geschaut werden. Das machte ihnen den

Lockdown etwas erträglicher. So war es auch vielen Großeltern wenigstens auf

diese Weise möglich, trotzdem Kontakt zu Kindern und Enkeln zu halten.

Gerade auch die sozialen Netzwerke leisteten einen tollen Beitrag. Gemeinden

konnten ihren Gemeindemitgliedern auf völlig neue Art begegnen. Auch die

Online-Gottesdienste waren „gut besucht“. Besonders beeindruckt hat mich

persönlich die überkonfessionelle Initiative „Deutschland betet gemeinsam“, an

der über eine halbe Million Menschen teilgenommen hat! Dieses Zeichen der

Hoffnung ist einfach überwältigend! (www.deutschlandbetetgemeinsam.de).

Aber auch die gemeinsamen familiären Aktivitäten wie zum Beispiel

Radausflüge und Spaziergänge haben einen richtigen Boom erlebt! Viele Väter

hatten plötzlich wieder mehr Zeit für ihre Kinder.

Ich bin neugierig, was für Konsequenzen wir alle zusammen aus dieser Krise

ziehen werden. Was wird Bestand haben? Werden wir etwas gelernt haben?

Wie wird unser Umgang miteinander zukünftig aussehen? Eine spannende

Frage ist für mich in diesem Zusammenhang auch: Was würde Jesus machen?

Ich denke, er würde immer die Nächstenliebe in den Mittelpunkt stellen!

„Liebet einander, wie ich euch geliebt habe!“ Johannes13,34

Wenn wir unter dieser Maxime leben und unser Handeln danach ausrichten,

können wir schon gar nicht mehr fehlgehen. Es wäre toll, wenn wir eines Tages

sagen könnten: „Corona hat uns gelehrt, was wirklich zählt!“

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Konfirmation 2020

Was ist eigentlich mit der ausgefallenen Konfirmation und dem neuen

Konfi-Kurs?

Von September 2019 bis Mai 2020 sollte der Konfirmandenkurs von 23 Jugendlichen

unserer Gemeinde eigentlich dauern und mit einem frühsommerlichen,

frohen Fest enden.

...weil wir uns nicht an den Händen fassen durften

Doch dann ..., na, Sie wissen schon. Zwischen März und Juli waren die beiden

Kurse komplett ausgesetzt, inzwischen konnten wir wenigstens ein schönes Abschlusstreffen

durchführen.

Wir freuen uns auf eine verspätete Konfirmation mit drei Gottesdiensten, um im

Blick auf die Corona-Problematik auf Nummer Sicher zu gehen.

Samstag, 17.10.2020, um 9.00 Uhr und um 11.00 Uhr

Sonntag, 18.10.2020 um 11.00 Uhr

Erfreulicherweise können wir auf die große Magnuskirche zurückgreifen, die uns

von den katholischen Geschwistern zu diesem Anlass zur Verfügung gestellt wird.

Ein herzliches Dankeschön schon im Voraus für diese freundschaftliche Geste!

Ein herzliches Dankeschön auch an unsere großartigen Konfis und Konfirmandenfamilien,

die so klaglos hinnahmen, dass ihr großes Fest verschoben werden

musste. Immerhin sind sie jetzt die ersten Konfirmanden, die in der katholischen

Magnuskirche ihren Konfirmationssegen empfangen werden.

Wir hoffen, dass uns Corona keinen weiteren Strich mehr durch die Rechnung

macht und wir dann auch endlich im November mit dem Kurs für die Gruppe

2020/21 beginnen können. Die Anmeldungen dafür kommen schon bei uns an.

Ihr Pfarrer Klaus Dinkel und Ihre Pfarrerin Stefanie Mangold

Pfr. K. Dinkel, Pfrin. S. Mangold

Drei besondere Konfirmandinnen

Wir treffen uns Mitte Juli im Weltladen, weil der Laden und das Thema einen

Zusammenhang haben. Isolde Weber (Jahrgang 1942) arbeitet ehrenamtlich

hier seit vielen Jahren. Katharina Meier und Sophie Mangold (beide Jahrgang

2006) hätten hier das Konfi- Praktikum machen können.

Frage an alle: Wann wurdet oder

werdet ihr konfirmiert?

Isolde Weber: Ich wurde 1956 konfirmiert.

Katharina und Sophie: Ja … hm … wenn

alles gut geht: Mitte Oktober.

(die Konfirmationen im Mai konnten

wegen Corona nicht stattfinden)

Frage: Was war oder wird an euren Konfirmationen so besonders sein?

I.W.: Wir waren die ersten, die in der neu gebauten Johanneskirche konfirmiert

wurden.

K. u S.: Und wir werden da nicht konfirmiert! Wir müssen in die Magnus-Kirche.

Wir sind die ersten, die nicht in der Johanneskirche konfirmiert werden.

Frage an I.W.: Wer hat dich konfirmiert?

I.W.: Das war der erste Pfarrer der Gemeinde, Walter Christlein.

Frage: Wie lang hat euer Konfi-Unterricht gedauert?

I.W.: Wir haben uns jede Woche getroffen, ungefähr ein Jahr lang. In der

Wohnung vom Pfarrer (erstaunte Nachfrage, wo das war). Ja, wir waren im

Wohnzimmer, in der Privatwohnung von Pfarrer Christlein in der Von-Schaden-

Straße (Anmerkung: Pfarrhaus und Kirche waren noch in Bau).

Die beiden jungen Konfis müssen etwas grinsen, ihr Konfi-Unterricht fand im

Gemeindezentrum statt.

Frage: Was habt ihr lernen müssen?

Angela Bauer

I.W.: Sehr viel!!! Viele Lieder mit allen Strophen, Psalmen, Vaterunser, Glaubensbekenntnis

und die Zehn Gebote, alles mit der Auslegung.

K. u S.: Wir haben das Vaterunser, das Glaubensbekenntnis, die Zehn Gebote

und den 23. Psalm auswendig gelernt. Die Teamer haben es dann abgefragt.

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I.W.: Wir hatten eine Prüfung vor der ganzen Gemeinde! Und wir wussten

nicht, was der Pfarrer abfragen wird! Das war noch vorn in der Frauenkapelle!

Wir waren alle richtig aufgeregt, das war eine echte Prüfung!

Frage an I.W.: Gab es damals

schon sowas wie ein Konfi-

Wochenende?

I.W.: Ja, das hieß Rüstzeit. Wir

waren auf der Auerberghütte mit

einem Matratzenlager, das war ein

schreckliches Durcheinander (wohl

ohne Geschlechtertrennung im

Schlafraum …). Es muss in den

Ferien gewesen sein und wir waren

dort eine ganze Woche. Und

schlimm habe ich das Milchholen in

Erinnerung, da haben die Buben uns immer erschreckt.

Frage an Katharina und Sophie:

Was hat euch am Konfi-Wochenende am besten gefallen?

K. u S.: Die Nachtwanderung! Und die Jungs haben sich viel mehr gefürchtet

als wir (alle lachen)!

Frage:

Isolde, gab es bei dir schon ein Konfi-Praktikum? Katharina und Sophie, was

habt ihr als Praktikum gemacht?

I.W.: Nein!

Katharina: Ich habe bis jetzt kein Praktikum gemacht.

Sophie: Ich habe beim Kinderbibeltag mitgearbeitet.

Frage:

Gab oder gibt es eine Kleiderordnung bei der Konfirmation?

I.W.: (sofort!) SCHWARZ!!!

K. u. S. (schauen sich etwas verwundert an): Nein … (und dann verraten sie

beide ihr Outfit, aber das soll eine Überraschung werden – hoffentlich passen

die Kleider im Oktober noch …)

Frage an Isolde:

Wie war deine Feier, und gab es Geschenke?

I. W.: Wir waren alle so arm, wir waren fast alle Vertriebene … Daheim im

Wohnzimmer (die Familie hatte zwei Räume mit drei Kindern) gab es nach dem

Gottesdienst Kaffee und Kuchen. Nur die engste Verwandtschaft war eingeladen.

Geschenke? Ja, das Gesangbuch, ein Kreuz mit Kettchen und ein Paar

Handschuhe (wie man sie heute gar nicht mehr kennt, siehe Foto!).

Bitte an Katharina und Sophie:

Sagt uns doch bitte, was ihr euch zu eurer Konfirmation wünscht.

Katharina:

Ich wünsche mir, dass ich wirklich erleben kann, dass Gott bei meiner Konfirmation

da ist und ich will Seinen Zuspruch richtig spüren.

Sophie (sehr lebhaft):

Dass es ENDLICH stattfindet!!! Und ich freue mich, dass die ganze Familie da

ist.

PS: Ich habe den Eindruck, dass für alle drei die Konfi- Zeit sehr beeindruckend

war. Isolde Weber hat damals sicherlich so etwas gelernt, dass wir uns als

Christen verantwortlich für unsere Nächsten und die Schöpfung engagieren

sollen – und deshalb arbeitet sie gern ehrenamtlich im Weltladen.

Konfi-Gruppe 1956

Konfirmandin Isolde Weber

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BAUINFO

Hans Heinle

Rohbau ist

fertig

Baustatus

• Der Rohbau ist fertig, Feuchtigkeitssperre ist aufgebracht

• Arbeiten liegen trotz Corona weiterhin im Terminplan

• Innenausbau ist vergeben

Nächste Schritte

• Isolierung der Bodenplatte, Einbau Fußbodenheizung

• Einbau der Elektroinstallation, Einbau Estrichbelag

• Einbau der Türen und Fenster mit Innenausbau

Finanzen

• Bausumme auf Angebotsbasis beträgt 1,57 Mio Euro

• Förderzusage der Landeskirche mit >/=40% vorhanden

• Mehrwertsteuerersparnis bringt min. 25 -30.000 Euro

• Einnahmen sind wegen Corona im Rückstand

Meilensteine wurden gehalten!

Dämmung

Bodenplatte

Installation

Elektrik, Sanitär,

Fußbodenheizung

erledigt läuft läuft

Innenausbau

M 10 - M 12

bezugsfertig

E 12

Der Rohbau steht, das Pultdach ist eingedeckt, das Flachdach ist abgedichtet,

und die Trockenbauwände der Küche, der Toiletten und des Büros des

Jugendreferenten sind eingebaut. Die Nischen für Einbauschränke im künftigen

Büro der Sekretärin und der neue

Zugang zu diesem sind erstellt.

In den Toiletten sind die Sanitäreinheiten

montiert und durch

Eigenleistung eingemauert

worden. Mit dem Verlegen der

Feuchtigkeitssperre auf der ganzen

Bodenplatte und dem Einbau

der Leibungen für die Fensterfassaden

haben die Vorarbeiten

für den Innenausbau begonnen.

Diese wurden fortgesetzt mit dem Bau der Unterkonstruktion für die Deckenverschalungen,

dem Verlegen der Elektroinstallation und dem Auftrag des

Innenputzes.

Manfred Stelle hat durch viel Eigeninitiative und Eigenleistung meterweise

Kabel und Strippen in Kabelschächten,

in Decken und im

Dachboden gezogen, um die

Elektrik des Altbestandes zu

ertüchtigen und diese an die

Steuerungsmöglichkeiten des

Neubaues anschließen zu können.

Die Detailfragen und Planungen der

flexiblen Trennwände wurden vor

Ort besprochen und abgestimmt.

Die Vorfertigung der Alu- Laufschienen und -profile sowie der einzelnen Wandelemente

läuft bei der Spezialfirma.

In nächsten Schritten folgt die Dämmung des Bodens, das Verlegen der Fußbodenheizungen

und schließlich der Auftrag der deckenden Estrichschicht.

Anschließend kann dann mit dem eigentlichen Innenausbau begonnen werden.

Inzwischen gewinnt man nun einen ganz guten Eindruck von der Größe und

dem Zuschnitt des Raumkonzeptes des neuen Gemeindezentrums und man

kann die Aussage der Architektin Angelika Blüml beim Richtfest „Das

Gemeindezentrum ist ein Großraum, der durch flexible Wände abgeteilt werden

kann“ gut nachvollziehen.

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Grundsteinlegung

Hans Heinle

Am 24. Mai 2020, ziemlich genau sechsundsechzig

Jahre nach der Grundsteinlegung

für die Johanneskirche, konnte die Feier zur

Grundsteinlegung des neuen Gemeindezentrums

im Rahmen einer Andacht nachgeholt

werden. Die Corona-Schutzbestimmungen verhinderten

noch immer eine größere Beteiligung

der Gemeinde an diesem symbolträchtigen

Bau-Meilenstein.

Die Feier stand unter dem mutmachenden Zeichen des Regenbogens. Beim

Blick nach Westen war dieses biblische Symbol des Bundes Gottes mit den

Menschen prachtvoll am Himmel zu sehen.

Nach der Begrüßung und einführenden

Worten von Pfarrer Klaus Dinkel folgten

Grußworte der Ehrengäste, Herrn Dekan

Jörg Dittmar und dem 1. Bürgermeister der

Stadt Marktoberdorf, Herrn Dr. Wolfgang

Hell. Als Vertrauensmann des Kirchenvorstandes

übernahm Hans Heinle den Part der

Gemeinde.

Dekan Jörg Dittmar beglückwünschte die

Gemeinde zum Neubau und zum richtigen

Timing. Wäre der Bau und die Finanzierung nicht schon genehmigt worden,

wäre das Bauen nicht mehr möglich bzw. müsste auf unbestimmte Zeit verschoben

werden.

Die kupferne Kartusche wurde mit Münzen,

Tageszeitung, Johannesbote, Bauplan, einem

Mund-Nase-Schutz und weiteren Zeitdokumenten

sowie mit der vor Ort unterzeichneten

Urkunde gefüllt.

Pfr. Klaus Dinkel, Dekan Jörg Dittmar und

Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell legten diese

Kartusche dann als „Zeitkapsel“ in die

vorbereitete Aussparung in der Bodenplatte

des neuen Gemeindezentrums.

Mit Fürbitten für einen weiterhin unfallfreien Bauverlauf und dem gemeinsam

gesprochenen Vaterunser wurde die Feier abgeschlossen.

Im Namen des dreieinigen Gottes.

"Einen andern Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist,

welcher ist Jesus Christus."

Wortlaut der Grundsteinurkunde

1. Kor. 3,11

Im Vertrauen auf Jesus Christus, der Grund und Eckstein unserer Kirche und der

evangelisch-lutherischen Johanneskirche Marktoberdorf ist, legen wir den

Grundstein für den Um- und Neubau unseres evangelischen Gemeindezentrums.

Es war seit etlichen Jahren Wunsch und Wille der Kirchengemeinde, die Gemeinde

räume der Johanneskirche zu erneuern, ihnen einen einladenden und offenen

Charakter zu geben und das gottesdienstliche mit dem gemeindlichen Leben weiter

zu verzahnen.

Nach ersten Sondierungen bei der Landeskirche 2012 begannen unter Federführung

des Kirchenvorstands 2012-2018 (Klaus Dinkel, 1. Pfarrer, Stefanie Mangold,

2. Pfarrstelle, Angela Bauer, Tim Eißer, Dr. Sylvia Gass, Silvia Gerber, Ulrike Frey,

Hans Heinle, Claudia Ottenthaler, Dr. Karl Renner, Ingrid Schaffert, Manfred Stelle)

ab 2014 erste Planungen, die in einen Architektenwettbewerb im Herbst 2017

mündeten.

Das Büro Klaus Noichl/Angelika Blüml gewann den ersten Preis und wurde mit der

Planung beauftragt.

Fast gleichzeitig mit dem Ausbruch der COVID 19 Pandemie im März 2020 in

Deutschland begannen die ersten Abbrucharbeiten an Zwischengebäude zwischen

Pfarrhaus und Gemeindesaal und am sogenannten Kreuzgang.

Der aktuelle Kirchenvorstand (seit Herbst 2018: Pfr. Klaus Dinkel, Pfrin. Stefanie

Mangold, Max Albrecht, Angela Bauer, Tim Eißer. Sabine Frühholz, Benedikt

Geiger, Hans Heinle, Claudia Ottenthaler, Melanie Pfeilschifter, Manuela Reindl,

Dr. Karl Renner) freut sich, nun miterleben zu dürfen, wie die langen Planungen

Gestalt annehmen werden.

Unter Beisein von Dekan Jörg Dittmar, Dekanat Kempten und Dr. Wolfgang Hell,

1. Bürgermeister der Stadt Marktoberdorf, sowie Vertretern von Presse, Ökumene

und Kirchengemeinde legen wir heute diese Grundsteinkartusche mit Zeugen

dieses Jahres in das Fundament unseres Neubaus.

Möge Gottes Gnade und Freundlichkeit so fest und beständig bei den Menschen

dieser Gemeinde und Kommune sein, wie dieses Gebäude, das davon Zeugnis

geben soll.

Marktoberdorf, am 20. Juni 2020"

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Feier des Richtfestes

Hans Heinle

Nach der Fertigstellung des Rohbaus feierten wir am 24. Juli 2020 traditionsgemäß

mit den Handwerkern, Architekten, Vertretern aus Kirchenvorstand

und Bauausschuss sowie den

ehrenamtlichen Helfern den „Hebauf“

für das neue Gemeindezentrum.

„Da steckt viel Hirnschmalz drin“ war

einer der markanten Sätze von Pfr. Klaus

Dinkel, der in seiner Ansprache nochmals

auf die Intentionen und Zielsetzungen

für das neue Gemeindezentrum

und die wechselvolle, manchmal

auch herausfordernde Planungsphase

einging. Pfr. Klaus Dinkel dankte

allen am Bauprojekt Beteiligten, insbesondere dem Architektenteam mit

Angelika Blüml, Klaus Noichl und

Peter Netzer, sowie den Handwerkern,

dem Kirchenvorstand, dem

Bauausschuss und allen

ehrenamtlichen Helfern.

Architekt Klaus Noichl erläuterte kurz

die Überlegungen, die zu dem kompakten,

multifunktional nutzbaren

Raumkonzept geführt haben. Er

freute sich sichtlich darüber, nun in

Realität zu sehen, was bisher nur auf dem CAD-Bildschirm oder auf Bau-plänen

zu erkennen war. Die Architektin, Angelika Blüml, ergänzte die Aussagen ihres

Mannes mit der Anmerkung: „Das

Gemeindezentrum wird ein

Großraum, der durch mobile Trennwände

abgetrennt ist“. In einem

feierlichen Akt wurde das geschmückte

Richtbäumchen von den

Zimmerleuten Bernhard Häfele und

Michael Alberstetter hochgezogen

und befestigt. In stilechter Zimmermannskluft

sprach Bernhard Häfele

den gereimten Richtspruch, den er mit dreimaligem Hoch! und dem

traditionsgemäßen Gläserwurf abschloss. Bei Speis und Trank und guten

Gesprächen wurde anschließend noch das Ereignis im künftigen Gemeindesaal

Mit Gunst und Verlaub!

Auf denn meine lieben Leute,

eilt zum frohen Fest heran,

sehet nun allhier, was heute

Menschenkraft vollbringen kann!

Von dem Grundstein bis zur Spitze

stehet da ein fester Bau,

strebt bis zu der Wolken Sitze,

leuchtet in des Himmels Blau.

Was der Zimmermann vollendet,

was der Steinmetz leisten kann,

was jedwede Kraft gespendet,

sieht man gern und freundlich an.

Armen, schwachen Menschenkindern

soll dies eine Zuflucht sein,

ihren Gram darin zu lindern,

ihre Fehler zu bereu`n.

Dank dem guten Vater alle,

der Euch gnädig schützt und hält,

preiset Ihn mit lautem Schalle,

Ihn, den Meister aller Welt.

Hell aus vollem Herzen töne

unser Dank Ihm fort und fort.

Reiches Glück und Segen kröne

reinen, frommen Glaubens Hort!

Dank den Männern, die mit Liebe

sich des Werkes nehmen an,

die aus gutem, edlem Triebe

so viel Löbliches getan!

Und du, evangelische Gemeinde,

stimm in meinen Spruch mit ein:

Wer sich zu dem Bau vereinte,

soll heut hoch gepriesen sein!

Gutes soll Euch nur begegnen,

Freude werde Euch nur kund!

Enkel mögen einst noch segnen

Euren schon geschloss`nen Bund!

Guter Wille leistet vieles,

und wo Kraft sich mit ihm eint,

freuet man sich bald des Zieles,

das so weit und schwer erscheint.

Wer dem Gotteshaus sein Leben

ohne Murren freudig weiht,

hält sich jedem guten Streben

gern und willig auch bereit.

Drum: Ein Hoch den Männern allen,

die so tüchtig hab`n getan!

Mögen sie in Frieden wallen

ihre Erdenpilgerbahn!

Hoch! Hoch! Hoch!

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Norbert Blaszczyk

Unser neuer Lektor

Liebe Gemeindeglieder,

ich heiße Norbert Blaszczyk und ich wurde am Sonntag, 21. Juni 2020 im

9.00 Uhr Gottesdienst von Pfr. Klaus Dinkel in mein Lektorenamt in der Gemeinde

eingeführt und dafür eingesegnet.

Meine Frau Gunda und ich kommen ursprünglich aus

der Oberpfalz und leben seit 44 Jahren in einer konfessionsverbinden

Ehe. Der Beruf führte mich 1978

nach Landshut. Ab 1983 war dann Ergolding unser

Lebensmittelpunkt. Wir haben drei Kinder, die

verhei-ratet sind, und inzwischen auch zwei

Enkelkinder.

Von 2012-2018 war ich berufenes Mitglied im Kirchenvorstand

der Pauluskirche in Ergolding und bis

2019 auch in verschiedenen Ausschüssen tätig.

Von Juli 2015 bis Mai 2016 machte ich die

Ausbildung zum Lektor und schloss diese mit einem

Kolloquium ab. Am Pfingstsonntag 2016 wurde ich

dann in den Dienst als Lektor der evang. Pauluskirche in Ergolding eingeführt.

Unsere Kinder und Enkel wohnen im Allgäu und daher

entschieden wir uns nach Abwägung mehrerer

Möglichkeiten, im April 2019 nach Marktoberdorf zu

ziehen. Im Feb. 2020 haben wir unsere neue eigene

Wohnung in der Kaufbeurer-strasse bezogen und

können nun sagen, dass wir jetzt endgültig in unserer

neuen Heimat angekommen sind.

Wir wurden sehr schnell in den ökumenischen Hauskreis

bei der Fam. Renner aufgenommen und engagieren

uns überregional bei der Gemeinschaft

Marriage Encounter (ME), die unter anderem das Ziel

hat, die Kommunikation zwischen Mann und Frau in

der Ehe zu vertiefen und damit die Ehe zu stärken.

Der Lektorendienst liegt mir sehr am Herzen und macht mir große Freude. Es

freut mich daher, dass mein Angebot, diesen Dienst auch in Marktoberdorf

fortzuführen, angenommen wurde und ich Herrn Pfr. Dinkel, Frau Pfrin. Mangold

und das Prädikantenteam bei den Gottesdiensten unterstützen kann. Damit ist

mir jetzt auch die Kirchen-gemeinde der Johanneskirche zur neuen

Mitarbeiter -Veränderungen

Sieben Jahre lang hat Herr Peter Pracht den Johannesboten

unserer Gemeinde maßgeblich und in

großer Eigenverantwortung organisatorisch und redaktionell

betreut. In dieser Zeit entstanden unter seiner

Leitung ca. achtundzwanzig Ausgaben des Johannesboten.

Aus familiären Gründen musste Herr Pracht nun

diese Aufgabe abgeben.

Seit Anfang dieses Jahres hat er in Hans Heinle einen

kompetenten Nachfolger gefunden.

Frau Margit Pracht hat mit viel Engagement, Herzblut

und großer fachlicher Kompetenz seit Januar 2016 die

vielfältigen Aufgaben der Kirchenpflegerin in unserer

Gemeinde wahrgenommen. Auch bei der Umstellung

des Buchungssystems hat Frau Pracht stets den Überblick

behalten und einen kühlen Kopf bewahrt.

Schweren Herzens musste Frau Pracht nun aus gesundheitlichen

Gründen diese Aufgabe an Herrn Wolfgang

Markert abgeben.

Das Ehepaar Pracht wurde am Sonntag, 6. Juli 2020, im 9.00 Uhr Gottesdienst

offiziell von Ihren Ämtern entbunden. Pfr. Klaus Dinkel dankte dem Ehepaar

Pracht im Namen des Kirchenvorstandes und der ganzen Gemeinde für das

große, verlässliche und vorbildhafte Engagement zum Wohl unserer Gemeinde.

Der überreichte Geschenkkorb konnte nur symbolisch den großen Dank der

Gemeinde zum Ausdruck bringen.

Für die Zukunft wünschen wir dem Ehepaar Pracht von Herzen alles Gute und

Gottes Segen.

Herr Wolfgang Markert hat einen Lehrgang für Kirchenpflege

erfolgreich absolviert und ist nun fit für die spezielle

kirchliche Buchhaltung und deren Besonderheiten.

Herr Markert hat im Juli 2020 offiziell das Amt des Kirchenpflegers

der Johanneskirche Marktoberdorf übernommen.

Wir danken Herrn Markert, dass er diese verantwortungsvolle

Aufgabe, gerade jetzt in der Bauphase, übernommen

hat.

18 19



Erntedankfest

Tina Weberstetter

Angela Bauer

KINDERSEITE -Flieger in der Luft

Trotz aller schwierigen Umstände gibt es immer etwas, wofür wir dankbar sein

können, und deshalb feiern wir auch dieses Jahr Erntedank.

Die Planungen für diesen Gottesdienst sind angepasst an die Corona- Regelungen

zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses.

Wir laden herzlich ein zu zwei Gottesdiensten.

Am 4.10.2020 wird um 9.00 Uhr ein Erntedankgottesdienst für Erwachsene

angeboten.

Jeder Mensch hat schon mal aus einem Stück Papier einen Flieger gebaut. Du

sicher auch schon. Da werden irgendwie

Ecken herum geknickt und dann wird er

mit Schwung in die Luft geworfen.

Manche trudeln schnell zu Boden und

manche machen einem Düsenjet heftig

Konkurrenz.

20

Um 10.30 Uhr feiern wir Familiengottesdienst.

In jedem Brot ist

die Gnade des allmächtigen

Gottes

verborgen

Nikolaus von Flüe

Da wir aufgrund des Abstandsgebotes derzeit in der Kirche nur eingeschränkt

Platz haben, bitten wir Sie um Verständnis, dass dieser Gottesdienst vorrangig

Familien mit Kindern vorbehalten ist.

Und nächstes Jahr feiern wir wieder alle gemeinsam - Groß und Klein, Alt und

Jung - Erntedank in unserer Kirche und unserem neuen Gemeindezentrum.

Warum kann ein Flugzeug fliegen? Das

ist eigentlich ganz einfach: die Luft

muss über die Flügel schneller hinweg

strömen als unter den Flügeln. Dazu

müssen die Flügel aber auch ganz besonders

konstruiert sein (und weil sie das bei manchen

Papierfliegern nicht so perfekt sind, gibt es da

Bruchlandungen). Und dann gehört natürlich

noch der Schub dazu, ent-weder mit

Flugbenzin oder bei deinem Flieger mit

Muskelkraft.

Weißt du eigentlich, dass Luft nicht nur einfach

Luft ist? Luft besteht aus Sauerstoff, den die

Menschen zum Atmen brauchen, und Stickstoff.

Die Menschen atmen Kohlendioxid aus

und das brauchen die Pflanzen zum Leben.

Eine Pflanze bildet wieder Sauerstoff. Das ist

eine echt tolle Erfindung Gottes! Ein bisschen

andere Gase sind auch noch in der Luft, zum

Beispiel auch Helium, mit dem ein Luftballon fliegen kann.

Auf dieser Seite findest du Bastel-Anleitungen für ganz besondere „Flieger“. Sie

sind ganz schnell gemacht. Probier sie einfach mal aus und schau, wie sie fliegen.

21



Hans Heinle

Ingrid Schaffert

Konzert mit Violine und Cembalo

Mein Lieblingslied

In den derzeitigen Corona-Zeiten ist ein Kirchenkonzert schon allein etwas ganz

Besonderes, und wenn dabei noch ein französisches Cembalo, begleitet von

einer Violine, zu hören ist, wird es erst recht zu einem außergewöhnlichen

Ereignis.

Johanna Schmid-Eiband, Chorleiterin des evangelischen Kirchenchores und

Cembalistin aus Stötten, hatte zusammen mit ihrer Tochter Lucia Eiband am

Sonntag, dem 19. Juli 2020 zum Benefizkonzert in die Johanneskirche

eingeladen, und viele Besucher wollten dieses Konzert hören und miterleben.

Beethoven hatte in jungen Jahren selbst eine Mandoline und hatte später gute

Kontakte zu Mandolinenvirtuosen in Prag und Wien. Aus dieser Verbindung

entstanden die frühen Variationen für Mandoline und Cembalo, welche in der

Johanneskirche dann als echte Rarität erklangen.

Für die Auswahl des Konzertprogrammes war der 250. Geburtstag von

Beethoven ebenso inspirierend wie der 150. Geburtstag von August Schmid-

Linder, einem Münchner Pianisten und Hochschullehrer, welcher zeitweilig am

Auerberg lebte und im Elternhaus von Johanna in Stötten musizierte und

unterrichtete.

Hauptteil des Konzertes war das große Variationswerk von Beethoven für

Cembalo von 1800. Als besonderes Sahnestückchen erklang als Uraufführung

ein Werk für Klavier und Violine, das der Komponist August Schmid-Linder 1949

der Großmutter von Johanna Schmid-Eiband gewidmet hatte und das nur

handschriftlich vorliegt.

Der anhaltende Applaus zeigte, dass das besondere Konzert und die beiden

Musikerinnen mit Cembalo und Violine den Geschmack der zahlreichen

Konzertbesucher getroffen haben.

Der kompakte Raum der Johanneskirche mit seiner Akustik trug dazu bei, dass

die Klangvielfalt in allen Nuancen voll zu Geltung kam.

Wir danken Frau Schmidt-Eiband und Ihrer Tochter Lucia sehr herzlich für die

Durchführung dieses ganz besonderen Benefizkonzertes in unserer Kirche. Der

Spendenerlös von 550 Euro wird zu gleichen Teilen für „Müllstadtkinder Kairo“

und für den Neubau des Gemeindezentrums verwendet.

Konzertabsagen

Das Benefizkonzert mit dem Polizeiorchester Bayern am 8. Okt. 2020 und das

Konzert „Peace like a River“ mussten aufgrund der Corona-Beschränkungen leider

abgesagt werden. Beide Konzerte werden für 2021 neu geplant. Das Geld für

bereits gekaufte Konzertgutscheine wird zurückerstattet.

2) Die Bäume stehen voller Laub,

das Erdreich decket seinen Staub

mit einem grünen Kleide;

Narzissus und die Tulipan,

die ziehen sich viel schöner an

als Salomonis Seide,

als Salomonis Seide.

8) Ich selber kann und mag nicht ruhn,

des großen Gottes großes Tun

erweckt mir alle Sinnen;

ich singe mit, wenn alles singt,

und lasse, was dem Höchsten klingt,

aus meinem Herzen rinnen,

aus meinem Herzen rinnen.

3) Die Lerche schwingt sich in die Luft,

das Täublein fliegt aus seiner Kluft

und macht sich in die Wälder;

die hochbegabte Nachtigall

ergötzt und füllt mit ihrem Schall

Berg, Hügel, Tal und Felder,

Berg, Hügel, Tal und Felder.

14) Mach in mir deinem Geiste Raum,

daß ich dir werd ein guter Baum,

und laß mich Wurzel treiben.

Verleihe, daß zu deinem Ruhm

ich deines Gartens schöne Blum

und Pflanze möge bleiben,

und Pflanze möge bleiben.

22

23



WISSEN SIE SCHON....

GRUPPEN - THEMEN - TERMINE

Dass...

Dass...

Dass...

Dass...

Dass...

Dass...

Dass...

Dass...

Dass...

Dass...

Dass...

Dass...

die Website der Gemeinde neu gestaltet wurde und dabei auch

neue Themenbereiche aufgenommen wurden. Schauen Sie rein:

www.johanneskirche-marktoberdorf.de

wir gerne Ihre Anregungen, Wünsche und Vorschläge zur Gestaltung

und zum Inhalt der Website aufnehmen. Sagen Sie uns, was

Sie vermissen und gerne finden würden.

wir dringend junge Leute suchen, die Spaß, Freude und

Geschick haben, unseren Online-Auftritt zu betreuen und

ansprechend zu gestalten

wir für das Redaktionsteam des Johannesboten weitere Personen

suchen, die Freude am Schreiben und / oder am redaktionellen

Gestalten haben

Herr Michael Wages das Mesnerteam verstärkt hat und sich bereits

sehr gut in die Aufgabe eingearbeitet hat

der Förderverein weiterhin sehr gerne neue Mitglieder aufnimmt.

Ein Mitgliedsantrag zum Download steht auf der Gemeindewebsite

mit weiteren Infos bereit

Sie im Fundraisingteam Ihre Gaben, Fähigkeiten und Talente kreativ

zum Wohl der Gemeinde einsetzen können

die Glocken unserer Kirche in der Glockengießerei Gebhart in

Kempten gegossen wurden und damals 8500 DM gekostet haben.

auch die Johanneskirche mit einem Team beim „Stadtradeln“ dabei

war und somit auch einige Radl-Kilometer zum sehr guten Ergebnis

der Stadt beigetragen hat.

wir mit der Strauchbirke im Gennachmoos -nahe der Mooshüttenoch

eine ganz seltene Pflanzenart bei uns haben

Herr Dr. Karl Renner die Aufgabe des 2. Vorstandes im Förderverein

von Herrn Reimund Stanik übernommen hat.

wir weiterhin unseren ganz speziell ausgesuchten Johannes-Kirchenwein

zugunsten des Gemeindezentrums verkaufen. Dieser

Wein eignet sich hervorragend als Geschenk zu besonderen Anlässen

An dieser Stelle finden Sie normalerweise die detaillierte Termin- und

Veranstaltungsliste. Derzeit gelten immer noch die strengen Corona-

Richtlininen. Gruppen, Kreise und Veranstaltungen müssen jeweils

von Fall zu Fall und individuell abgestimmt werden.

Informieren Sie sich daher bei den Leiterinnen und Leitern, auf unserer

Website, auf facebook oder in der Zeitung.

Nachfolgende, bereits fest geplante und beworbene Veranstaltungen mussten

wegen der Corona Beschränkungen leider abgesagt werden.

Diese Veranstaltungen werden neu geplant und zu einem späteren Termin

stattfinden.

Die Termine und Veranstaltungsorte werden rechtzeitig bekanntgegeben.

Gemeindeabend Landtechnik

Das geplante Benefizkonzert am 8. Okt. 2020 im MODEON

kann nicht stattfinden.

Das Orchester darf derzeit nur mit max. 12 Musikern in geschlossenen

Räumen auftreten.

Wir versuchen, das Konzert im 2. Halbjahr 2021 zu veranstalten,

sofern wir einen Termin im MODEON bekommen.

Für die bereits bezahlten Gutscheine wird das Geld zurückerstattet.

Die Regelgottesdienste finden unter Beachtung der jeweils geltenden Auflagen

zur Vermeidung von Corona-Ansteckungen wieder um 9.00 Uhr und um 10.00

Uhr als Kurzgottesdienste statt. Während des Gottesdienstes ist kein Mund-

Nase-Schutz erforderlich. Besuchen Sie unsere Gottesdienste!!

Weitere Informationen zu kommenden Veranstaltungen erhalten Sie

über die verantwortlichen Gruppenleiterinnen und -leiter, auf der

Gemeinde-Website, über e-mail, facebook, WhatsApp oder über

Veranstaltungshinweise in der Tageszeitung.

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SENIORENGEBURTSTAGE

September

Herr Reimund Stanik (82)

Herr Wilhelm Pohl (91)

Frau Traute Schade (95)

Frau Helene Schäfer (84)

Herr Hans Eberle (75)

Herr Horst Stegmaier (86)

Herr Michael von Tiedemann (82)

Frau Marie Fischer (94)

Frau Elisabeth Wildt (85)

Frau Petra Beutel (70)

Frau Elke Blum (70)

Frau Ursula Junghans (86)

Herr Helmut Schaffert (94)

Frau Dori Eitenbichler (82)

Frau Susanne Rademacher (91)

Herr Rolf Reichow (92)

Frau Karin Haltenberger (70)

Herr Reinhard Kliche (75)

Herr Helmut Schütt (86)

Frau Johanna Schmidt-Ristig (85)

Herr Wilhelm Böhme (80)

Herr Heinz Biehl (80)

Herr Gottlieb Fischer (89)

Frau Charlotte Linke (96)

Herr Dr. Michael Perret (80)

Oktober

Frau Helga Junginger (81)

Herr Günther Pitz (91)

Herr Hans-Jörg Wonschik (90)

Frau Katharina Hartmann (81)

Frau Irmgard Redlin (89)

Herr Rudolf Kawalec (75)

Frau Gisela Modosch (75)

Frau Elfriede Distel (87)

Herr Karl Häring (82)

Herr Jürgen Muder (70)

Frau Ehrentraud Hartmann (84)

Frau Adelheid Leiterer (80)

Frau Hannelore Barth (82)

Frau Brigitte Schütt (83)

Frau Elisabeth Anton (88)

Herr Dr. Herwig Weißer (88)

November

Herr Emil Schlotter (88)

Frau Ursula Kull (95)

Herr Knuth Mammele (80)

Herr Gustav Kleinemeyer (81)

Herr Norbert Blaszczyk (70)

Frau Renate Klingenberg (83)

Herr Herbert Schramm (84)

Frau Brigitte Türpe (89)

Frau Eva von Grambusch (92)

Frau Hertha Kraus (88)

Frau Helka Meißner (84)

Herr Hartmut Merkle (84)

Frau Judith Tewes (95)

Frau Eveline Zenger (70)

Herrn Karl-Heinz Hetzler (70)

Frau Ursula Metschl (84)

Herr Eitel Trzaska (88)

Frau Isa Biegusch (88)

Herr Rüdiger Wendel (88)

Frau Christa Pade (80)

Frau Barbara Apel (81)

Frau Rose Müller-Schlehuber (70)

Herr Christian Kölven (81)

Frau Erna Robrecht (86)

Herr Norbert Pfeilschifter (87)

Herr Klaus Kühn (92)

Frau Sigrid Rausch (83)

UNSERE GEMEINDE

Wöchentliche Termine der Gruppen und Kreise

Mutter-Kind-Gruppe 0-6 Jahre: Mi. 9.00 - 11.00 Uhr, Sabine Hummel, 08342-8956578

Kirchenmäuse Mädchen 10-14 Jahre: Fr. 15.00 - 16.30 Uhr, Angela Bauer, 08342-1746

Tanzteam Jokita: Sa 10.00 - 13.30 Uhr (1x im Monat), Claudia Ottenthaler, 0171-5037088

Termine lt. Aushang

Single Moms: Do. 16.00 - 18.00 Uhr im zweiwöchentl. Rhytmus, Manuela Wohlschläger, 08377-9294200

Liturgischer Chor: Termine nach Vereinbarung, Ingrid Schaffert, 08342-9999821

Kirchenchor: Mi. 20.00 - 21.30 Uhr, Doris Gerhards, 08342-969867

Kontaktkreis: jeden 2. Mi. im Monat, 15.00 Uhr, Angela Bauer, 08342-1746

Treffpunkt 60+: jeden 3. Do. im Monat, 14.30 Uhr, Christel Heinle, 08341-40932

Hauskreise: Informationen erhalten Sie in unserem Pfarrbüro

Spieletreff: für Jung und Alt, jeden 2. Di. im Monat, 15.00 - 17.00 Uhr, Ingrid Renner, 08342-7422

Wegen Corona finden die Gruppen und Kreise weiterhin nur eingeschränkt

statt. Bitte beachten Sie die Informationen in der Zeitung und

auf der Gemeinde-Website oder fragen Sie bei den Leiterinnen und

Leitern nach, wann und wie die Veranstaltungen stattfinden.

Jakob Christoph Müller, Kraftisried

Leander Stützel und Friederike Nagel, Freising

Svenja und Martin Prestele, Marktoberdorf

Günther Ludwig Kandziora, Unterthingau, 71 Jahre

Ilse Marie Emilie Sauder, Marktoberdorf, 96 Jahre

Friedrich Will, Marktoberdorf, 88 Jahre

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Carmen Jäger

Gottes Segen

ist wie ein

Garten,

zu jeder Zeit und

für jeden Anlass

begrüßt mich eine

wunderschöne

Pflanze.

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