MOZ_Sonderbeilage_#AmStart_Sep20

suedwest.presse

SONDERVERÖFFENTLICHUNG 5. SEPTEMBER 2020

#AM START

Deine Schule. Deine Ausbildung. Dein Leben.

Agenturen für Arbeit Frankfurt (O.), und Eberswalde und Neuruppin

Studium oder Ausbildung? Seite 8

APPgefahren: Smartphone Hilfen Seite 16

Bewerbungsgespräch per Video Seite 19


2

Auf Distanz: Während Corona erfolgreich

in die Ausbildung starten

Wie Betriebe und Azubis den Einstieg trotz Krise meistern können

Ein unschlagbares Paar

in Krisenzeiten

Eigenverantwortung und Profikompetenz

#AM START

Homeoffice, Arbeit mit Maske,

Unsicherheit in vielen Betrieben:

Mit der Corona-Pandemie

hat sich die Arbeitswelt gewandelt.

Das trifft auch die

Auszubildenden, die jetzt im

August oder im September

starten.

Jutta Rump, Expertin für Personalmanagement

und Botschafterin

der vom Bundesministerium

für Arbeit und

Soziales gestarteten Initiative

Neue Qualität der Arbeit

(INQA), gibt Tipps, wie Betriebe

und Azubis den Einstieg meistern

können.

M Erfahrene Kollegen als Coaches

einsetzen: Starten Auszubildende

im Homeoffice,

sollten erfahrene Beschäftigte

sie als Coaches begleiten,

empfiehlt Rump. Die Coaches

können den Berufseinsteigern

zum Beispiel dabei helfen, ihren

Arbeitsalltag zu strukturieren

oder die Kommunikationsregeln

des Unternehmens

kennenzulernen.

Trotz der Hygienevorschriften

sollten Auszubildende aber

mindestens einmal pro Woche

die Chance haben, ihren Ansprechpartner

zu treffen - und

zwar nicht nur virtuell. Gibt

es noch andere Azubis im Betrieb,

sollten auch hier Treffen

erlaubt sein, um das Gemeinschaftsgefühl

zu stärken - na-

Wer seine Ausbildung ganz oder teilweise im Homeoffice startet,

sollten vom Betrieb einen erfahrenen Kollegen als Coach zugewiesen

bekommen.

Foto: Christin Klose/dpa-mag

türlich unter Berücksichtigung

der Abstandsregeln.

M Azubis einbeziehen: Egal,

ob es sich um Kommunikationstools

oder Virtual-Reality-

Anwendungen für das Handwerk

handelt - als Generation,

die mit digitalen Technologien

aufgewachsen ist, können sich

junge Azubis einbringen, wenn

es um Unterstützung beim

Einsatz digitaler Helfer geht.

Das kann sogar hierarchische

Strukturen lockern - zu Gunsten

eines Austauschs auf Augenhöhe.

Partizipation und Eigeninitiative

der Azubis sind laut Rump

auch dann gefragt, wenn es

darum geht, den Lehrplan der

Auszubildenden an Hygieneregeln

und neue Lernsituationen,

etwa mit Maske, anzupassen.

M Ausbildungsverbünde prüfen:

Die Corona-Krise hat viele

Betriebe wirtschaftlich getroffen.

Sie sollten ihren Auszubildenden

gegenüber fair und

offen kommunizieren, falls

etwa deren Abschluss gefährdet

sein sollte. Dann können sie

zum Beispiel in Kooperation mit

anderen Betrieben eine Anstellung

für die Auszubildenden

sichern.

(dpa)

Diesmal ist alles anders. Die Corona-Krise hat den Ausbildungsmarkt

auf den Kopf gestellt. Denn das Coronavirus hat

neben gesundheitlichen und privaten Auswirkungen auch

ganz konkrete Folgen für Schüler, Auszubildende und Unternehmen.

Vorstellungsgespräche können nicht oder nur online stattfinden

und Unternehmen müssen hier und da sogar Ausbildungsplätze

streichen. Die Ausbildungssuche läuft dieses

Jahr also ganz anders ab als sonst.

Viele offene Fragen verunsichern den ein oder anderen Bewerber:

Bilden die Betriebe derzeit überhaupt noch aus?

Welche Folgen hat das Coronavirus auf meine Ausbildung?

Wird sich der Ausbildungsstart eventuell verschieben? Was

passiert, wenn sich Prüfungen verschoben haben und die

Zeugnisse nicht rechtzeitig vorliegen? Darf der Betrieb einem

Azubi Kurzarbeit anordnen? Bekomme ich weiter Ausbildungsentgelt,

wenn ich in Quarantäne bin oder mein Ausbildungsbetrieb

vorübergehend geschlossen wird?

Und doch gibt es nichtsWichtigeres als nach vorn zu schauen

und die eigene Zukunft zu planen. Die richtige Ausbildung,

den richtigen Beruf zu finden, mit dem man froh werden

kann und sein Auskommen hat - das bleibt die Angelegenheit

eines jeden selbst. Niemand nimmt jungen Menschen

diese Verantwortung ab. Doch dafür gibt es professionelle

Berater und zahlreiche Angebote zur Orientierung - beispielsweise

die Agentur für Arbeit oder der Handwerkskammer.

Es gilt, sie nach allen Regeln der Kunst zu nutzen - in

diesen Zeiten wichtiger denn je!

Auch in diesem Heft gibt es Antworten auf viele dieser Fragen,

Ideen, Berufsbilder und Anregungen. Unternehmen der

Region stellen sich vor und bieten Ausbildungsplätze an.

Wir wünschen allen Ausbildungssuchenden, Ausbildern sowie

allen anderen Interessenten viel Mut und Energie sowie die Portion

Glück bei der Suche nach dem jeweils Richtigen!

Claudia Rößger, Redaktion Sonderthemen,

Märkisches Medienhaus

LUST AUF

ZUKUNFTSAUSSICHTEN?

#ZUKUNFTKLARMACHEN

Ausbildung? Studium? Beides?

Die Berufsberatung unterstützt dich bei deinem Plan für die Zukunft.

Telefon: 0800 45555 00, www.arbeitsagentur.de/bildung

Inhaltsverzeichnis

„Welche Berufe passen zu mir?“ – eine Test 3

„Ein turbulentes Jahr mit vielen Chancen“ – Editorial der Arbeitsagentur 4

„Leidenschaft und Erfüllung“ – Editorial der Handwerkskammer 5

„Von Altenpflegern bis Zimmerern“ – Neu: vereinfachte Suche in Netz 6

Nach der Schule in den Freiwilligendienst 7

Studium oder Ausbildung - Wege in die Pflege 8

Von Physiotherapeut bis Notfallsanitäter – Gesundheitsberufe 9 - 13

Von wegen „ruhige Kugel“- So arbeiten Verwaltungsfachangestellte 14

Neue Ausbildungsordnung für Bankkaufleute 15

APPgefahren: Berufsorientierung per App 16

Initiativbewerbungen sind kurz 17

Das erste eigene Geld 18

Bewerbungsgespräch per Video – worauf kommt es an? 19

Kaufmännische Berufe – gefragt und vielseitig 20 - 21

Binnenschiffer und Bootsbauer – besondere Berufe 22

Mechanik plus Elektronik – Mechatroniker/innen werden gebraucht 23

Taktgeber Natur – Arbeiten in der Landwirtschaft 24

Der Umwelt zuliebe - mit Kreislauf- und Abfallwirtschaft 25

Möbel in Handarbeit – Tischler/innen sind „Holzwürmer“ 26

EWE – Ausbildung in der Region 27

Von Anlagenmechaniker bis Elektroniker – technische Berufe 28 - 33

Arbeiten in der Wasserversorgung 34 - 35

Tipps zur Studienfinanzierung 36

Berufe mit Zukunft – Fachkraft für Lagerlogistik 37

Welche Folgen hat das des Coronavirus für Azubis? 38

Karriere im MINT-Bereich 39

Nische statt Masse – Ausbildung in seltenen Berufen 40


SEPTEMBER 2020 3

„Welche Berufe passen zu

mir?“

Mit diesen Tests finden Jugendliche das heraus

3. Der Interessen-Test:

Hier geht es um die Fragen:

Welche Inhalte finde ich spannend?

Wofür interessiere ich

mich? Jugendliche werden

beispielsweise gefragt, welche

Themen, Fachgebiete oder berufsspezifische

Tätigkeiten sie

spannend finden und wie sie

zu bestimmten Arbeitsbedingungen

stehen (z.B. Schichtarbeit).

„Meisterliches Können an die nächste Generation

weitergeben“

„‘Stift‘ bei einem Meister oder einer Meisterin zu sein ist mehr als nur schreiben zu können.

Meisterliches Können muss erlernt werden und wird immer wieder aufs Neue an die nächste

Generation weitergegeben. Das stellt sicher, dass es einen nachhaltigen und andauernden Wissenstransfer

zur nächsten Handwerkergeneration gibt.“

(Uwe Hoppe, Hauptgeschäftsführer der Handwerksammer Frankfurt/O., Region Ostbrandenburg)

Viele Jugendliche wissen nicht

genau, wo ihre eigenen Interessen

und Fähigkeiten liegen. Das

macht die Berufswahl zu einer

schwierigen Entscheidung. Genau

hierbei können die Berufsberatung

der Arbeitsagenturen

Frankfurt (Oder), Neuruppin

und Eberswalde und die regionalen

Jugendberufsagenturen

helfen. Es gibt tolle Online-

Angebote der Bundesagentur

für Arbeit, um mehr über sich

zu erfahren und den eigenen

Wunschberuf zu finden. Dazu

gehören diese Online-Berufetests:

Check-U – Das Erkundungstool

der Bundesagentur für

Arbeit

Mit dem neuen Erkundungstool

Check-U finden Jugendliche

heraus, welche Studienfelder

und Ausbildungsberufe

zu ihnen passen. Bereits nach

einem Test bekommen sie ein

Ergebnis. Je mehr sie machen,

desto aussagekräftiger dann

der Vorschlag. Insgesamt gibt

es vier Testbereiche:

1. Der Fähigkeiten-Test:

Eine der wichtigsten Fragen

auf der Suche nach dem passenden

Beruf lautet: Worin

bin ich gut und was passt zu

meinen Stärken? Dazu gehört

unter anderem auch, wie sicher

Jugendliche mit textbezogenen,

mathematischen und

räumlichen Fragestellungen

umgehen können und wie gut

das kreative Denken und handwerkliche

Geschick ausgeprägt

sind.

2. Der soziale Kompetenzen-

Test:

Bei diesem Test geht es um

persönliche Eigenschaften, die

im Beruf wichtig sind. Dazu gehören

beispielsweise, wie junge

Menschen mit Stress und

Konflikten umgehen und wie

sie ihre Meinung durchsetzen

können. Es geht um die Frage,

welcher Beruf zur eigenen Persönlichkeit

passt.

4. Der berufliche Vorlieben-

Test:

Was ist Jugendlichen für die

berufliche Zukunft wichtig? Ist

man eher der handwerkliche,

unternehmerische oder der

kreative Typ? Mit diesem Test

finden sie heraus, welche der

acht verschiedenen Berufstypen

am besten zu ihnen passen.

Hier geht es zum Erkundungstool

Check-U: www.arbeitsagentur.de/selbsterkundungstool

Mit dem BERUFE Entdecker

können Jugendliche spannende

Ausbildungsberufe

finden und zwar anhand von

Fotos und Videos. Der BERU-

FE Entdecker fängt bei dem

Punkt an, an dem der Jugendliche

gerade steht. Von „Ich

habe noch keine Ahnung,

was ich machen möchte.“ bis

hin zu „Ich habe schon einen

Wunschberuf.“ Den Schülerinnen

und Schülern werden

Fotos von typischen Arbeitsbereichen

angezeigt. Diese

können mit einem Herz gelikt

oder mit einem Kreuz weggeklickt

werden. Nachdem man

diesen Test vollständig bearbeitet

hat, werden Arbeitsbereiche

vorgeschlagen, die den

Jugendlichen gefallen könnten.

Sie haben die Möglichkeit

mit noch mehr Nachfragen die

Auswahl weiter einzugrenzen.

Am Ende können sie alles über

die Berufe herausfinden: Wie

lange dauert die Ausbildung?

Was verdiene ich? Die Jugendlichen

erhalten breitgefächerte

Informationen zu ihrem

Wunschberuf.

Wer den Test mal ausprobieren

möchte, kann ihn online unter

https://entdecker.biz-medien.

de starten oder sich die App im

Google Play Store oder Apple

App Store herunterladen.

Die Berufsberatung bietet außerdem

telefonische Beratungsgespräche

an. Einfach hier einen

Termin vereinbaren: https://

www.arbeitsagentur.de/bildung/berufsberatung

(Agentur für Arbeit Eberswalde)

Foto: ALPA PROD/shutterstock.com


4

Ein turbulentes Jahr mit vielen Chancen

» Geht mutig in eure Zukunft – wir unterstützen euch!

Duales Studium und

Ausbildung bei den

Agenturen für Arbeit

Hochmodernes IT-Arbeitsumfeld garantiert

#AM START

Liebe Jugendliche,

das Corona-Jahr hat Spuren hinterlassen und manchem von euch fällt es vielleicht schwer, optimistisch

in die Zukunft zu schauen. Das ist verständlich und dennoch gibt es überhaupt keinen

Grund, nicht mutig zu sein. Denn die gute Nachricht lautet: Ihr habt genauso gute Chancen

wie die Jahrgänge vor euch. Die Arbeitgeber in Brandenburg stehen zu ihrer Ausbildungsbereitschaft.

Das zeigen die Zahlen der Ausbildungsplätze und die große Auswahl an Berufen für

2020 und 2021.

Allein in dieser Ausgabe von #AmStart findet ihr jede Menge Ausbildungs- und Informationsangebote,

die euch bei eurem Weg in eine betriebliche Ausbildung oder ein duales Studium

unterstützen können.

Die Berufsberatung und die Jugendberufsagenturen in den Agenturbezirken Frankfurt (Oder),

Eberswalde und Neuruppin stehen euch bei der beruflichen Orientierung genauso zur Seite wie

bei der Vermittlung auf freie Lehrstellen und bei der Förderung vor und während der Ausbildung.

Auf unseren Internetseiten und in dieser Zeitung findet ihr alle wichtigen Kontaktdaten

und Informationen.

Zur Vorbereitung auf ein Gespräch bei der Berufsberatung könnt ihr gern die kostenfreie App

AzubiWelt der Bundesagentur für Arbeit nutzen oder das Erkundungstool „Check-U“ unter

www.arbeitsagentur.de . Check-U hilft dabei, eure Stärken zu erkennen und zeigt, welche Berufe

zu euch passen könnten. Probiert es einfach aus und bringt die Testergebnisse mit ins Beratungsgespräch.

Gemeinsam mit deiner Berufsberaterin oder deinem Berufsberater planst du

dann deinen beruflichen Start.

Unser Rat für euch: Nutzt eure Chancen auch in diesem turbulenten Jahr! Die Ausbildungsbetriebe

wollen euch kennen lernen und warten auf eure Bewerbungen. Schreibt, mailt, telefoniert

oder nehmt ein kleines Video für eure Bewerbung auf.

Alles ist möglich – seid mutig, startet in eure Zukunft!

Petra Röhlinger-Hissnauer, Vorsitzender Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Eberswalde

Jochem Freyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder)

Beate Kostka, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Neuruppin (von links)

Wie Schulabschlüsse

nachgeholt werden können

Wer die allgemeinbildende

Schule ohne Abschluss verlassen

hat oder den erreichten Schulabschluss

verbessern möchte,

kann den Abschluss auch an

beruflichen Schulen nachholen.

Doch man sollte bereit sein, Zeit

zu investieren. Es gibt verschiedene

Möglichkeiten, die Wege

können außerdem von Bundesland

zu Bundesland unterschiedlich

sein. Einige Beispiele:

M Berufsvorbereitungsjahr:

Das BVJ kann in einzelnen Bundesländern

auch anders heißen

(zum Beispiel Berufsorientierungsjahr

- BOJ). Du lernst verschiedene

Berufsfelder kennen

und machst mehrere Praktika.

Unter bestimmten Voraussetzungen

kannst du mit dem Unterricht

zur Berufsvorbereitung

auch den Hauptschulabschluss

nachholen. Informiere dich vorab

darüber:

M Berufsfachschule:

Manche Berufe können nicht

im Betrieb, sondern nur an einer

Berufsfachschule erlernt

werden. Je nach Bildungsgang

kann zusätzlich der Hauptschulabschluss,

ein mittlerer

Bildungsabschluss oder auch

die Fachhochschulreife erworben

werden. Informiere dich

über die Voraussetzungen.

M Berufsvorbereitende

Bildungsmaßnahme (BvB):

Vermittelt wird dir die BvB von

der Agentur für Arbeit. Im Unterricht

kannst du fehlendes

Wissen ergänzen und lernst

Berufe kennen. Unter bestimmten

Voraussetzungen ist es

möglich, einen Hauptschulabschluss

zu erwerben. Deine

Berufsberatung informiert dich

gerne darüber.

Man kann jeden schulischen

Abschluss auch zu einem späteren

Zeitpunkt nachholen,

über den sogenannten zweiten

Bildungsweg, nachholen. Das

geht zum Beispiel an Abendschulen

oder Kollegs.

(www.berufenet.de)

Gut für die Rente:

Suche nach der

Ausbildung

melden

Wer noch auf der Suche

nach dem passenden

Ausbildungsplatz ist,

kann in der gesetzlichen

Rentenversicherung Anrechnungszeiten

bekommen.

Dazu muss die Ausbildungssuche

bei der

Agentur für Arbeit gemeldet

werden, wie die Deutsche

Rentenversicherung

Bund in Berlin mitteilt.

Erhalten können diese

Anrechnungszeiten junge

Menschen zwischen

17 und 25 Jahren. Nach

dem 25. Lebensjahr wird

die Ausbildungsplatzsuche

in der gesetzlichen

Rentenversicherung nur

in Ausnahmen anerkannt.

Zudem muss die Suche

nach einem Ausbildungsplatz

muss mindestens

einen Kalendermonat

dauern.

(dpa)

Jugendliche, die gern für und

mit anderen Menschen arbeiten

möchten, können in den

Agenturen für Arbeit Frankfurt

(Oder), Neuruppin und

Eberswalde eine Ausbildung

beginnen oder auch ein duales

Studium aufnehmen. Voraussetzung

ist das Interesse

an einer kunden- und serviceorientierten

Tätigkeit. In den

Agenturen für Arbeit gibt es für

alle Beschäftigten ein hochmodernes

IT-Arbeitsumfeld. Engagierte

Teamarbeit und Kundenfreundlichkeit

zeichnen die

Bundesagentur für Arbeit aus.

Nach Ausbildung und Studium

stehen vielfältige Einsatz- und

Entwicklungsmöglichkeiten

in der Region und wenn gewünscht

auch bundesweit zur

Verfügung. Zum „Reinschnuppern“

in die Arbeitswelt einer

großen, modernen Bundesbehörde

können interessierte Jugendliche

auch Schülerpraktika

nutzen.

Duales Studium:

Duales Studium „Beratung für

Bildung, Beruf und Beschäftigung“

und Duales Studium „Arbeitsmarktmanagement“

Zugangsvoraussetzungen für

ein duales Studium in den Richtungen

„Beratung für Bildung,

Beruf und Beschäftigung“ und

„Arbeitsmarktmanagement“ ist

der angestrebte Abschluss der

allgemeinen Hochschulreife

(AHR) oder der Fachhochschulreife

(FHR) mit Berechtigung

zum Studium im Bundesgebiet.

Das Studium führt zu einem

international anerkannten Abschluss

Bachelor of Arts (B.A.).

Die Studierenden werden u.a.

ausgebildet für Aufgaben der

Vermittlung und Integration,

der Leistungsgewährung und

der Ressourcensteuerung in den

Agenturen für Arbeit und Jobcentern

in gemeinsamer Trägerschaft

mit den Kommunen.

Studium:

- 3 Jahre Vollzeit, 5 Studientrimester,

4 Praktikumsphasen

(Wechsel im 4-Monats-Rhythmus),

Wahl- und Pflichtmodule

(wie BWL, VWL, Beratung,

Recht), Studienort in Schwerin

(Reise- und Unterbringungskostenzuschuss

möglich)

- Praktika in den Arbeitsagenturen,

im Jobcenter – u.a. in den

Leistungsabteilungen.

Ausbildung:

Voraussetzung für eine Ausbildung

zur/zum Fachangestellten

für Arbeitsmarktdienstleistungen

ist mindestens die

mittlere Reife mit guten bis befriedigenden

Noten in Deutsch,

Mathematik sowie Sozialkunde/Wirtschaft

und Recht.

- Drei Jahre Vollzeit, Verkürzung

möglich

- Praktika und Lehrgänge, zusätzlicher

Theorieunterricht

- Berufsschule in Cottbus im

Blockunterricht (kostenfreie

Unterbringung vorhanden)

- Praktika in der Arbeitsagentur

(Eingangszone, Servicecenter,

Personalabteilung und Leistungsabteilungen),

im Jobcenter

und in der Familienkasse

der Agentur für Arbeit.

Während des Studiums und

der Ausbildung bei einer regionalen

Agentur für Arbeit

erhalten die angestellten Studierenden

und Auszubildenden

eine monatliche tarifliche

Vergütung.

(BA)

Foto: BA

Wer mehr wissen möchte in Sachen

Ausbildung und duales

Studium, ruft einfach im zentralen

Bereich Ausbildung und

Qualifizierung der Arbeitsagenturen

an, unter Tel. 0331-880

8322, nimmt Kontakt per Mail

auf: Potsdam.Ausbildung@arbeitsagentur.de

oder schaut im

Netz unter www.arbeitsagentur.

de/ba-karriere


SEPTEMBER 2020 5

Corona-Jahr: Diese drei

Versicherungen brauchen Azubis

Können, Ideen, Lösungen, Leidenschaft und Erfüllung

» Täglich den eigenen Stolz über das Geschaffene spüren

Für Lehrlinge, die ihre Ausbildung

im Jahr der Corona-Pandemie

beginnen, gibt es viele

Unwägbarkeiten. Was passiert

beispielsweise, wenn der Ausbildungsbetrieb

schließen muss?

Oder wenn der Auszubildende

erkrankt? Dagegen sollte man

sich zum Ausbildungsstart versichern.

Die Verbraucherzentrale NRW

empfiehlt Haftpflicht-, Krankenund

Berufsunfähigkeitsversicherung

als Basis-Trio für Lehrlinge.

Von maßgeschneiderten Berufsanfänger-Paketen

von Versicherungsgesellschaften

raten die

Experten hingegen ab: Oftmals

seien die Policen zu teuer, mal

offerierten sie überflüssigen

Schutz oder deckten existenzielle

Risiken nicht ausreichend ab.

Die private Haftpflichtversicherung

hingegen deckt Schäden

ab, die man bei anderen verursacht,

zum Beispiel, wenn

die Gesundheit eines anderen

durch die eigene Unachtsamkeit

dauerhaft stark beeinträchtigt

wird.

Die Krankenversicherung übernimmt

die Kosten im Krankheitsfall.

Das sind Behandlungs-und

Krankenhauskosten, Medikamente

und Krankengeld ab der

siebten Woche einer Krankheit.

Zuvor zahlt der Ausbildungsbetrieb

die Ausbildungsvergütung.

Im Falle einer schweren

Erkrankung springt die Berufsunfähigkeitsversicherung

ein.

In der gesetzlichen Rentenversicherung

besteht der Versicherungsschutz

nämlich nur bei

einer Berufskrankheit und bei

einem Arbeitsunfall. (dpa)

Liebe junge Erwachsene, liebe Handwerker,

Noch sind über 200 Lehrstellen in Handwerksbetrieben Ostbrandenburgs

unbesetzt. Die Firmen warten auf Ihre Kinder. Geben Sie Ihrem

Nachwuchs die Chance, ein Handwerk zu lernen und zu beherrschen.

Was man in unserem Berufsstand kann, wendet man im Alltag und praxisnah

in vielen Lebenssituationen erfolgreich an. Denn: „Wir wissen,

was wir tun!“ – ob Dachdecker oder Klempner, Klimatechniker oder

Zahntechniker, Elektroniker oder Bürokaufmann, Bäcker oder Fleischer

… Das Spektrum der offenen Lehrstellen ist breit. Und Sie, egal ob Eltern,

junger Erwachsener oder Schulabgänger, suchen sicherlich auch

die Nähe zum Wohnort. Da sind die lokalen und regionalen Handwerksbetriebe

im Vorteil, ja bevorzugte Partner in jeder Hinsicht. Die

betriebliche Ausbildung und unsere beiden Bildungsstätten des Handwerks in Frankfurt und

Hennickendorf bei Rüdersdorf sind Vorteile, um die familiären und Freundeskontakte nicht abreißen

zu lassen. Das Handwerk – das ist eben oft nebenan. Mit gutem Ruf, mit guten Perspektiven.

Betriebe und Lehrlinge im Kammerbezirk nutzen oft das VBB-Azubiticket für 365 Euro pro Jahr.

Ein Euro täglich für alle öffentlichen Verkehrsmittel im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg –

die Metropolenregion zu jeder Zeit, ein ganzes Jahr lang nutzen. Viele Arbeitgeber bezahlen das

Ticket. Es kommt sozusagen gut an – wie der arbeitswillige Jugendliche, der als Lehrling seinen

berufsweg beginnt und als Geselle, dann Meister und vielleicht sogar Firmenchef fortsetzen

kann. So schnell, so gradlinig, so fachkompetent wie im Handwerk, verläuft selten eine Karriere.

Mal ehrlich: Glauben Sie, dass handwerkliche Dienstleistungen und handwerkliches Können

irgendwann nicht mehr gebraucht werden? Ob Brille oder Bulli, ob Heizung oder Hightech –

bei uns im Handwerk gibt es immer„kernige Projekte“. Man erntet oftmals ehrlichen Dank und

erlebt täglich den eigenen Stolz über das Geschaffene. Vielleicht wissen Schulabgänger und

erwachsene Jugendliche die Zufriedenheit im und mit dem Job (noch) nicht zu schätzen. Aber

es ist wirklich gut für die Seele, wenn man sieht, was man macht, wenn man sieht, dass andere

zufrieden mit der eigenen Arbeit sind.

Nutzen Sie mit Ihrem Nachwuchs die nächsten Tage und Wochen bis zum 1. Oktober, um in die

Firmen zu gehen und einen Lehrvertrag abzuschließen. In vielen Handwerksberufen erhalten

Lehrlingen ein Entgelt über der bundesweiten Mindestausbildungsvergütung. Der Blick zu uns

lohnt sich also aus vielen Gründen. Natürlich freuen sich unsere Mitgliedsbetriebe auch über

„Spätzünder“, die das Handwerk und seine Vorzüge erst jenseits der 20 Lenze oder nach dem

Abitur für sich entdecken. Es gibt übrigens verschiedene Förderungen auf dem Weg zu einer

Lehre oder auch während der Lehrzeit.

Wolf-Harald Krüger, Präsident der Handwerkskammer Frankfurt (Oder) - Region Ostbrandenburg

Das Basis-Trio für Auszubildende: Haftpflicht-, Kranken- und Berufsunfähigkeitsversicherung

Foto: Oliver Berg/dpa-mag

Berufe zum Anfassen:

Lehrberufeschau des Handwerks

im Frankfurter ÜAZ am 23.9.

Zum Herbstanfang findet bereits zum 5. Mal die Lehrberufeschau

des Handwerks im Frankfurter ÜAZ der Bauwirtschaft

(Kompetenzzentrum für Restaurierung, Denkmalpflege und

Holztechnik) statt. Am 23. September 2020 können Frankfurter

Schüler/innen der 9. bis 12. Klassen sich im Handwerk

ausprobieren. An diesem Tag bekommen sie die Gelegenheit,

eine große Bandbreite an Handwerksberufen kennenzulernen

und selbst händisch tätig zu werden. Meister, Lehrlinge

und Gesellen bieten in den Hallen des ÜAZ kleine Tests an

und geben Auskünfte rund um eine Karriere im Handwerk.

Impressionen der vergangenen Lehrberufeschau des Handwerks

finden Sie unter https://www.hwk-ff.de/blog/lehrberufe-deshandwerks-in-frankfurt-am-22-mai/

Passgenaue Besetzung von Lehrstellen

Kontakte zur Handwerkskammer, auch für Migranten und Flüchtlinge

Juliane Korth

Beraterin Passgenaue

Besetzung von Lehrstellen

Telefon: 0335 5619 159

Telefax: 0335 56577 343

Email: juliane.korth@hwk-ff.de

Internet: www.hwk-ff.de

Agnieszka Sajduk

Beraterin Passgenaue

Besetzung von Lehrstellen

Telefon: +49 335 5619 204

Telefax: +49 335 5657 7518

Email: agnieszka.sajduk@hwkff.de

Natalja Kugler

Willkommenslotsin für

Migranten und Flüchtlinge

Telefon: 0335 5619-153

und 0171 9625311

Telefax: 0335 56577-335

Email: natalja.kugler@hwk-ff.de

Nähere Infos bei Franziska Schulz-Hellwig unter Tel. 0335 5619

109, franziska.schulz-hellwig@hwk-ff.de

Freie Lehrstellen im Handwerk

Die Handwerkskammer bietet Porträts von Berufsbildern

unter: https://handwerk.de/ausbildungsberufe

Freie Lehrstellen sind u.a. hier zu finden: https://www.handwerkskammer-ff.odav./8,0,jpguestsearch.html

www.azubi-ostbrandenburg.de / Hotline: 03355619150


6

Von Altenpflegern bis Zimmerern

Weitere Infos und Tipps gibt es auch im Netz

Frankfurt (Oder). Neben dieser gedruckten Sonderbeilage

gibt es vom Märkischen Medienhaus auch im Netz eine spezielle

Serviceseite für alle Schulabgänger, die heute noch nicht

wissen, was sie später mal werden wollen: MOZ.de/Ausbildung.

Sie ist übrigens kein Online-Abbild dieses Magazins,

sondern direkt auf junge Internet-User zugeschnitten und

enthält viele andere, ergänzende Inhalte. MOZ.de/Ausbildung

beginnt mit Bildern und Direktlinks zu unseren regionalen

Partnern der Handwerkskammer und Bundesagentur für Arbeit.

Außerdem wird sie täglich neu mit aktuellen Nachrichten

rund ums Thema Ausbildung bespickt. Ebenfalls neu ist ein

Link, der direkt zu einem komplett überarbeitetem Spezial zur

Berufswahl leitet. Angehende Azubis und Lehrlinge finden auf

dieser optisch ansprechenden Seite eine große Übersicht von

Berufen und freien Ausbildungsplätzen.

Um die Suche zu erleichtern, folgen zunächst neun neue Fotokacheln:

Duales Studium, Gesundheit und Soziales, Kfz und Logistik,

Handwerk und Bau, Bank und Verwaltung, Industrie und

Produktion, Tourismus und Gastgewerbe, Schönheit, Dienstleistung

und Einzelhandel. Klickt man auf eine dieser Kacheln,

verbergen sich dahinter eine ganze Reihe von zur Branche passenden

Ausbildungsberufen. Und wer es lieber alphabetisch

mag, scrollt einfach unter diese neun Fotokacheln und findet

dieselben Berufsbilder nacheinander geordnet: Von A wie

Altenpfleger/-in bis Z wie Zimmerer und Zimmerin. Klickt man

dann auf einen konkret gewählten Beruf, öffnet sich das entsprechende

Berufsbild mit vielen detaillierten Informationen.

Und wenn regionale Betriebe und Einrichtungen genau für

das ausgewählte Berufsbild derzeit neue Azubis suchen,

können sie ihre Angebote an dieser Stelle offerieren. Schon

mit dem nächsten Klick vom Banner des Inserenten gelangt

der User dann auf dessen Homepage. Übrigens: Auch alle

nur in der gedruckten Beilage aktuell veröffentlichten Ausbildungsplatz-Angebote

finden sich hier online nochmals

inklusive Verlinkung wieder. Natürlich darf auch die jüngste

Ausgabe unseres zweimal jährlich erscheinenden Print-Magazins

#AM START nicht im

Netz fehlen. Auch die findet

sich noch einmal online als

Blätterkatalog (E-Paper) auf

MOZ.de.

Neugierig? Dann klicken Sie

doch einfach mal rein. Aber

am besten erst, nachdem Sie

diese Sonderzeitung ausgiebig

durchgeblättert und gelesen

haben.

So oder so: Viel Spaß und vor

allem Erfolg beim Suchen,

Wählen und Finden! (tjo)

Hier gehts zum Traumjob!

Vermessungstechniker/in

Vermessungstechniker/innen

der Fachrichtung Vermessung

führen vor Ort Geländevermessungen

durch, z.B. für Bauvorhaben

oder um den Verlauf

von Grundstücksgrenzen zu

klären. Für großräumige Vermessungen

setzen sie ggf.

auch Drohnen ein. Im Innendienst

überführen sie die vor

Ort gewonnenen Geodaten,

aber auch vorhandenes Daten

bzw. Kartenmaterial, am Computer

u.a. in Planungsunterlagen,

Liegenschaftskataster,

Geobasisinformationssysteme,

Stadt(teil)pläne oder dreidimensionale

Darstellungen z.B.

von Gebäuden oder Straßenzügen.

Ausbildungsort/ -dauer

» Ausbildungsbetrieb und

Berufsschule, 3 Jahre

Wo arbeitet man?

» in Landesvermessungs, kommunalen

Kataster und Vermessungsämtern

» in Behörden für Geoinformation,

Landentwicklung oder Liegenschaften

Wie viel Zeit man bei einem dualen

Studium in der Uni und am

Arbeitsplatz verbringt und welche

Abschlüsse man danach

hat, ist abhängig vom Studienmodell.

Ein Überblick:

» in Vermessungs und Ingenieurbüros

Worauf kommt es an?

M Das ausbildungsintegrierte

duale Studium: Wer sich für

dieses Modell entscheidet,

muss Abitur oder Fachabitur

mitbringen. Das Studium dauert

meistens vier bis fünf Jahre.

Neben dem Bachelorstudium

absolvieren Studierende eine

staatlich anerkannte Ausbildung

im Betrieb. Am Ende haben

sie sowohl einen Bachelor-

Abschluss als auch den IHK/

HWK-Abschluss.

M Das praxisintegrierte duale

Studium: Auch hier sind Abitur

oder FachabiturVoraussetzung.

Die Praxisphasen finden in der

Regel während der vorlesungsfreien

Zeit statt - entweder in

einem festen Ausbildungsbetrieb

oder in Form von Praktika,

dann auch in verschiedenen

Unternehmen. Nach drei bis

vier Jahre Studium erhält man

den Bachelorabschluss.

» Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein

» Räumliches Vorstellungsvermögen

» Geschicklichkeit und Auge-

Hand-Koordination

» Trittsicherheit und gute körperliche

Konstitution (z.B. bei Arbeiten

in schwierigem Gelände)

Perspektiven

Vier Modelle des dualen Studiums

ZUKUNFT IN DEINERREGION

Ausbildung in der Kreisverwaltung Oder-Spree

#AM START

» Weiterbildung als Techniker/

in der Fachrichtung Vermessungstechnik

» Bachelorabschluss im Studienfach

Vermessungstechnik,

Geoinformatik Foto: archiv

Alle Berufe werden in Auszügen

dargestellt. (www.berufenet.de)

M Das berufsintegrierende duale

Studium: Für Berufstätige

mit abgeschlossener Ausbildung

bietet sich ein berufsintegriertes

duales Studium an.

Für die Studienzeiten an der

Hochschule wird man vom Arbeitgeber

freigestellt. In der

Regel arbeitet man für die Zeit

des Studiums weniger, oft in

Teilzeit. Bis zum Hochschulabschluss

dauert es etwa drei bis

vier Jahre.

M Das berufsbegleitende duale

Studium: Diese Angeboten

richten sich ebenfalls an Berufstätige

mit abgeschlossener

Ausbildung. Etwa drei bis

vier Jahre studieren sie, ähnlich

wie beim Fernstudium am

Wochenende oder nach Feierabend

und arbeiten in Vollzeit

weiter. Für Prüfungen wird

man meist vom Arbeitgeber

freigestellt.

(dpa)

Bewerbungsschluss:

30. November 2020

AUSBILDUNG:

Verwaltungsfachangestellte/r

Kaufmann/Kauffraufür Büromanagement

Vermessungstechniker/in

Laufbahnbefähigungfür den mittleren

allgemeinen Verwaltungsdienst

DUALER STUDIENGANG:

SozialeArbeit

Öffentliche Verwaltung Brandenburg

Geodäsie (Messtechnik)

Bauingenieurwesen

(Ingenieurbau, Infrastruktursysteme)

DEIN ANSPRECHPARTNER

Herr Frank Elgner

03366 35-1166

frank.elgner@l-os.de

www.l-os.de/ausbildung

Modell Verbundausbildung

In vielen Branchen und Unternehmen ist die Ausbildung

eigener Fachkräfte derzeit nur eingeschränkt möglich. Ein

Ausweg könnte das Modell Verbundausbildung bieten. Hierbei

übernehmen andere Unternehmen oder Dienstleister

bestimmte Ausbildungsinhalte. Für die selbstständige Anbahnung

von Verbundausbildungen steht allen Unternehmen

das online-Angebot Marktplatz-Verbundausbildung.de

zur Verfügung. Hier können sich Unternehmen registrieren,

wenn sie selbst als Verbundpartner für andere Unternehmen

zur Verfügung stehen wollen oder eben nach Ausbildungspartnern

mittels Beruf oder Schlagwort suchen. Häufig reicht

ein genauerer Blick in die Verordnung des jeweiligen Berufes

um festzustellen, welche bestimmten Ausbildungsinhalte

Unternehmen anderer Branchen/Spezialisierungen übertragen

werden können, in denen derzeit oder wieder gearbeitet

wird.

(verbundberatung-berlin.de/cr)


SEPTEMBER 2020 7

„Ausbildung light“:

Nach der Schule in den

Freiwilligendienst

Aushelfen im Pflegeheim: Das FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) ist der Klassiker

unter den Freiwilligendiensten. Foto: Patrick Pleul/dpa-mag

Der Schritt aus dem Klassenzimmer

hinaus in die Berufswelt

kann herausfordernd sein. Manche

Schulabgänger haben vielleicht

schon eine grobe Idee von

ihrer beruflichen Zukunft, andere

fangen bei Null an. In beiden

Situationen kann Kathrin Bothe

zu einem Freiwilligendienst raten.

Als Berufsberaterin bei der

Arbeitsagentur hilft sie seit 20

Jahren jungen Menschen bei der

Orientierung nach dem Schulabschluss.

„Ein Freiwilliges Jahr kann man

sich wie eine `Ausbildung light`

vorstellen“, sagt Bothe. Denn

in dieser Zeit müssen sich die

Freiwilligen in einer neuen Umgebung

zurechtfinden, sich in

ein neues Aufgabengebiet einarbeiten

und unter Umständen

bereits von Zuhause wegziehen.

Außerdem bekommen sie eine

Vorstellung davon, ob ein bestimmtes

Berufsfeld zu ihnen

passt. Aber auch langfristig hinterlässt.

Durchblick im Programm-

Dschungel

Wer den Entschluss gefasst hat,

nach der Schule einen Freiwilligendienst

zu machen, steht vor

der Auswahl zahlreicher Angebote.

Um die geeignete Einsatzstelle

für sich zu finden, bleibt Interessierten

nichts anderes übrig

als sich durch den „Programm-

Dschungel“ durchzuarbeiten,

sagt Frank Seidel, Gründer der

Orientierungsplattform „wegweiser-freiwilligenarbeit.com“.

Der Klassiker unter den öffentlich

geförderten Jugendfreiwilligendiensten

ist das Freiwillige Soziale

Jahr (FSJ). Dahinter verbirgt

sich aber nicht nur die Arbeit in

Kindertagesstätten, Pflegeeinrichtungen

und Krankenhäusern.

Ein FSJ kann man auch in der

Denkmalpflege oder in Sportvereinen

absolvieren. Hinzu kommen

eine Reihe spezialisierter

Dienste, darunter das Freiwillige

Ökologische Jahr (FÖJ) aber auch

das FSJ Kultur, FSJ Schule, FSJ Politik

oder der Bundesfreiwilligendienst

Kultur und Bildung. Für

naturwissenschaftlich Interessierte

bietet sich auch ein Freiwilliges

Wissenschaftliches Jahr an.

Programme im Ausland

Auch wer nach der Schule ins

Ausland möchte, kann sich zwischen

verschiedenen öffentlich

geförderten Programmen entscheiden.

Dazu gehören der

entwicklungspolitische Dienst

„weltwärts“, der Internationale

Jugendfreiwilligendienst „kulturweit“

und das Europäische Solidaritätskorps,

erklärt Seidel.

Darüber hinaus gibt es aber auch

eine Reihe nicht geförderter Angebote.

Voraussetzungen für den Freiwilligendienst

Voraussetzung für einen öffentlich

geförderten Jugendfreiwilligendienst

ist, dass die Bewerber

einen Schulabschluss mitbringen

und zwischen 16 und 27

Jahre alt sind. In manchen Fällen

liegt das Mindestalter auch bei

15 Jahren.

Die Bewerber verpflichten sich

in der Regel, für 6 bis 12 Monate

in einer Einrichtung in Vollzeit zu

arbeiten. Das FSJ beginnt meist

zwischen September und Oktober,

unter Umständen sind individuelle

Regelungen möglich.

Mit eineinhalb Jahren Vorlauf

Kontakt aufnehmen

Schulabgänger müssen sich aber

nicht auf die Stellenausschreibungen

der Jugendfreiwilligendienste

beschränken. Sie können

auch Angebote des Bundesfreiwilligendienstes

(BFD) nutzen.

Dieser steht Menschen nach

dem Schulabschluss ohne Altersbeschränkung

zur Verfügung.

Die genauen Bewerbungsfristen

legen die Trägerorganisationen

selbst fest, oftmals liegen diese

aber ungefähr ein halbes Jahr vor

Beginn. Bothe rät Interessierten,

sich möglichst ein bis anderthalb

Jahre vorher mit ihrer Wunscheinrichtung

in Verbindung zu

setzen.

(dpa)

„Pflegeausbildung

aktuell“ - Karriere-

Wege aufgezeigt

Durch das neue Berufsbild

„Pflegefachfrau/Pflegefachmann“

werden die

Berufe der Altenpflege,

der Gesundheits- und

Krankenpflege sowie der

Gesundheits- und Kinderkrankenpflege

zusammengeführt.

Was genau

bedeutet das für Branchen-Interessierte?

Welche

Berufs-Optionen gibt

es genau?

Die Broschüre „Pflegeausbildung

aktuell“ des Bundesinstituts

für Berufsbildung

(BIBB) erläutert den

Ablauf der neuen Pflegeausbildungen,

geht auf

die Zugangsvoraussetzungen

ein und zeigt Karrierewege

auf. (BMFSFJ)

Ausbildungsbeauftragte

haben eine Schlüsselrolle

Damit sich Auszubildende im

Betrieb gut betreut fühlen,

sollte es nach Möglichkeit in

jedem ausbildenden Unternehmensbereich

einen Ausbildungsbeauftragten

geben.

Das erklärt Gabriele Weingärtner,

Geschäftsführerin

der Ausbilder-Akademie im

Magazin „Bildungspraxis - didacta

Magazin für berufliche

Bildung“ (Ausgabe 3/2020).

Diese ausbildenden Fachkräfte

hätten eine Schlüsselrolle

im Unternehmen, so die Expertin.

Sie sei vergleichbar mit

der eines Key-Account-Managers,

der sich um die Bedürfnisse

und die Unterstützung

wichtiger Kunden kümmert.

Ausbildungsbeauftragte sollten

den Nachwuchs dabei unterstützen,

eine eigenständige

Arbeitsweise zu erlangen.

STÄDTISCHES KRANKENHAUS EISENHÜTTENSTADT

GMBH

Ausbildungsjahr

2021/2022




Entscheidend sei deshalb,

dass die besten Personen eines

Teams diese anspruchsvolle

Aufgabe übernehmen.

Gleichzeitig brauchen die

Fachkräfte selbst entsprechenden

Rückhalt aus der

Führungsetage sowie Möglichkeiten,

sich in ihrer Rolle

weiterzuqualifizieren.

Hintergrund: In der Regel

gibt es in ausbildenden Betrieben

einen oder mehrere

offizielle Ausbilder, die eine

Ausbildereignungsprüfung

absolviert haben. Darüber hinaus

wirken oft auch andere

Personen an der Ausbildung

mit. Sie werden Ausbildungsbeauftragte

oder ausbildende

Fachkräfte genannt und haben

meist selbst keinen Ausbilderschein.

(dpa)

Pflegefachfrau

Pflegefachmann

Wir bieten

Dir an:











Ausbildungsstart

01.10.2021


8

Studium oder Ausbildung?

Diese Wege führen in die Pflege

Rund jeder fünfte Jugendliche

kann sich vorstellen, später einmal

in der Pflege oder in der Kinderbetreuung

zu arbeiten. Das

zeigte 2020 eine Umfrage unter

mehr als 1000 14- bis 20-Jährigen

im Auftrag des Familienministeriums.

Weniger begeistert

guckten die Befragten auf die Arbeits-

und Bezahlbedingungen.

Aber welche Wege führen in die

Pflege? Und auf welche Einsatzmöglichkeiten

bereiten sie vor?

M Pflegehilfskraft:

DerkürzesteWegineinenPflegeberuf

ist die Ausbildung zur Pflegehilfskraft.

Diese dauert je nach

Bundesland ein bis zwei Jahre.

Zugangsvoraussetzung ist in der

Regel ein Hauptschulabschluss.

„Als Pflegehilfskraft arbeitet

man direkt mit dem Menschen

zusammen“, erklärt Alexander

Daniel, Pflegepädagoge und

Mitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft

Pflegebildung im

Deutschen Berufsverband für

Pflegeberufe (DBfK). „Man unterstützt

die Pflegefachkräfte bei

Aufgaben wie dem Anreichen

von Nahrung, der Positionierung

oder der Körperpflege von Pflegebedürftigen.“

M Pflegefachmann-/frau:

Die Ausbildung zum Pflegefachmann

oder zur Pflegefachfrau ist

seit Anfang 2020 durch das Pflegeberufegesetz

neu aufgestellt

worden. Vor der Neuregelung

mussten sich angehende Pflegekräfte

zwischen unterschiedlichen

Ausbildungen etwa in der

#AM START

Evangelisches Pflegeheim Pillgram gGmbH

Friedrich-Schulz-Haus

Wir bilden auch aus!

Wer einen interessanten abwechslungsreichen und stressigen

Arbeitsplatz sucht der ist bei uns genau richtig.Wir, das

Evangelische Pflegeheim Pillgram, sind seit 25 Jahren

tätig und sind auch schon seit dieser Zeit Ausbildungseinrichtung.Viele

Lehrlinge und Umschüler haben in

den letzten 25 Jahren bei uns ihre Ausbildung erfolgreich

absolviert. EinTeam von 92 Mitarbeitern die in

verschiedenen Bereichen wie Pflege, Betreuung, Hauswirtschaft

und Küche tätig sind kümmern sich um die

täglicheVersorgung unserer 124 Bewohnerinnen und Bewohner.

Wer nach der Ausbildung bei uns bleiben möchte, bekommt natürlich einen Arbeitsvertrag

angeboten um sein erlerntes Wissen bei uns in der täglichen Arbeit anzuwenden und durch

viele weitere Schulungen zu vertiefen.Während der praktischen Ausbildung werden sie durch

unsere Praxisanleiter begleitet und angeleitet. Den theoretischen Teil der Ausbildung bekommen

Sie vomTÜV- Fürstenwalde/ Spree vermittelt.

Wer Interesse hat kann sich jeder Zeit bei uns melden. Ach natürlich entlohnt werden Sie

bei uns nicht nur mit einem Lächeln, wir entlohnen nach Tarif AVR im ersten Lehrjahr bei ca.

1175€ + allen anderen Zuschlägen, zwei Sonderzahlungen im Jahr und einer Betriebsrente.

Frankfurter Str. 6a · 15236 Jacobsdorf, OT Pillgram

☎ 033608/89-0 · 033608/89-105

www.eahd.de

SENIORENHEIME des

Landkreises Oder-Spree gGmbH

Eugen-Richter-Str. 1 • 15848 Beeskow

Frankfurter Str. 26 • 15517 Fürstenwalde






PS.

Pillgram liegt

5 Minuten

vor Frankfurt/ Oder und

ist mit Auto und Bahn

oder Fahrrad

sehr gut zu

erreichen.

Wir bilden aus zur/zum examinierten

Pflegefachfrau/Pflegefachmann (m/w/d)

Sie sind engagiert, energiegeladen,

einfallsreich, einfühlsam, suchen

einen krisensicheren, menschennahen

Beruf und bringen noch folgende

Voraussetzungen mit:

Mittlere Reife oder erweiterte

Berufsreife mit mindestens

zweijähriger abgeschlossener

Berufsausbildung

Gesundheitliche Eignung

Freude im Umgang mit

älteren Menschen

Kontaktfreudigkeit

Toleranz

Dann sind Sie die/der Richtige für uns.

Auch über die Hochschule führt ein Weg in die Pflege: Die Studienmodelle kombinieren in der Regel Theorie

und Praxis.

Foto: Markus Hibbeler/dpa-mag

Kinder- oder Altenpflege entscheiden.

„Nun lernt man während der

Ausbildung alle Bereiche kennen“,

sagt Hans Peter Engelhard,

vom Beratungsteam Pflegeausbildung

des Bundesamts für Familie

und zivilgesellschaftliche

Aufgaben (BAFzA).

Mit dieser generalistischen Ausbildung

können Absolventen

später in sämtlichen Bereichen

der Pflege arbeiten. Die Ausbildung

dauert drei Jahre. Voraussetzung

ist die mittlere Reife

oder die Ausbildung zur Pflegehilfskraft.

Azubis bekommen

während ihrer Lehrzeit vom Ausbildungsbetrieb

eine Vergütung.

Neu ist zudem, dass auch an

privaten Berufsfachschulen kein

Schulgeld mehr gezahlt werden

muss.

M Studium:

Auch mit einem Studium können

Interessierte in den Pflegeberuf

einsteigen. Voraussetzung

ist in der Regel eine Hochschulzugangsberechtigung.

Mancherorts

lässt sich aber auch eine

abgeschlossene Ausbildung zur

Pflegefachkraft anrechnen. „Der

große Unterschied zwischen

Studium und Ausbildung ist,

dass der Theorieteil im Studium

tiefer geht und anspruchsvoller

ist“, erklärt Engelhard. So würden

angehende Pflegefachkräfte

lernen, Studien auszuwerten

und die aktuellen Erkenntnisse

aus der Forschung in die Praxis

zu übertragen, um die Patientenversorgung

zu verbessern.

M Kombi-Modelle und duales

Studium:

Wer in der Pflegepraxis arbeiten

möchte, sollte aber nicht nur

auf ein Studium setzen. «Die

meisten Betriebe sehen es lieber,

wenn jemand neben dem

Studium auch eine Ausbildung

zur Pflegefachkraft gemacht

hat», sagt Arndt Blessing, Schulleiter

des Bildungszentrums für

Gesundheit Darmstadt.

Wer Studium und Ausbildung

kombinieren will, hat aktuell

noch die Möglichkeit, sich Leistungen

anrechnen zu lassen

und dadurch die Gesamtdauer

von sechs Jahren zu verkürzen.

Alternativ gibt es regional

Neuer Master-Studiengang

Gesundheitswissenschaften

Die Hochschule der Gesundheit (hsg Bochum, www.hsgesundheit.de/)

bietet zum Wintersemester 2020/21 einen

neuen Studiengang an. In vier Semester können Studierende

künftig einen Master of Science in„Angewandte Gesundheitswissenschaften“

erlangen.

Absolventen sollen für Berufe in Forschung und Wissenschaft

qualifiziert werden. Sie können etwa bei der Entwicklung und

Überprüfung von Diagnostikmethoden in den Bereichen Gesundheitsförderung

oder Prävention mitwirken, teilt die

Hochschule mit. Einen Schwerpunkt des Studiengangs bildet

zudem die Gesundheitskommunikation. Wer die Bewerbung

in diesem Jahr verpasst hat (Juli), kann es natürlich im nächsten

Jahr versuchen.

(dpa)

duale Studiengänge. Durch

das Pflegeberufegesetz laufen

diese Modelle jedoch langsam

aus. Neu ist ein mit dem Pflegeberufegesetz

eingeführtes

Studienmodell, das praktische

Ausbildung und akademische

Qualifizierung kombiniert. Mit

einer Prüfung erhält man am

Ende dieses mindestens dreijährigen

Studiums den Bachelor

und den Abschluss als Pflegefachmann

oder -fachfrau.

„Diesem Studiengang gehört

die Zukunft“, sagt Engelhard.

Wer sich für die Pflegeberufe

interessiert, sollte zuvor ein

Praktikum machen. „Dadurch

bekommt man eine gute Vorstellung,

was einen erwartet“,

sagt Alexander Daniel von der

DBfK. Detaillierte Informationen

zu den einzelnen Optionen

und eine Übersicht über Pflegeschulen

sind auf der Internetseite

pflegeausbildung.net

des Bundesministeriums für Familie,

Senioren, Frauen und Jugend

(BMFSFJ) zu finden. Auch

die Pflegeschulen selbst seien

gute Ansprechpartner. (dpa)

Gesundheit

und Soziales

Hier gehts zum Traumjob!


SEPTEMBER 2020 9

Medizinisch technische/r

Laboratoriumsassistent/in

Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenten

und

-assistentinnen führen Laboruntersuchungen

von Gewebe

sowie von Körperflüssigkeiten

wie Blut, Urin und Magensaft

durch. Sie entnehmen entsprechende

Proben bzw. assistieren

Ärzten und Ärztinnen dabei

und bereiten anschließend die

Proben für die Untersuchung

vor. Dazu legen sie Gewebeoder

Erregerkulturen an oder

zentrifugieren Flüssigkeiten.

Sie führen Tests und Messungen

an den Proben durch,

wobei sie diese auf ihre Beschaffenheit

oder auf mögliche

Krankheitserreger kontrollieren.

Da ihre chemischen und medizinischen

Analysen die Grund-

Laborberufe

erhalten ein

Update

Weil die Digitalisierung

die Arbeitswelt stark verändert,

müssen auch die

Ausbildungen regelmäßig

angepasst werden. Ab

August 2020 gelten für

drei Laborberufe modernisierte

Ausbildungsordnungen,

wie das Bundesinstitut

für Berufsbildung

(BIBB) mitteilt. Das betrifft

angehende Biologie-,

Chemie- und Lacklaboranten.

Die Auszubildenden setzen

sich künftig stärker

mit der Arbeit in digitalen

Laborumgebungen

auseinander, etwa wenn

es darum geht, Simulationen

laufen zu lassen oder

Daten zu erfassen und

auszuwerten. Darüber

hinaus bekommen Auszubildende

die Arbeit mit

Labormanagement- und

Laborinformationssystemen

vermittelt. (dpa)

Für angehende Chemie-,

Biologie- und Lacklaboranten

gilt ab August 2020 eine neue

Ausbildungsordnung.

Foto: Klaus-Dietmar

Gabbert/dpa-mag

lage der ärztlichen Diagnose

bilden, dokumentieren sie den

Untersuchungsverlauf und die

Ergebnisse mit größter Sorgfalt.

Darüber hinaus sterilisieren sie

Geräte und Instrumente und

überwachen die Einhaltung

von Hygienevorschriften.

Ausbildungsort/ -dauer

» Berufsfachschule und Krankenhaus,

3 Jahre

Wo arbeitet man?

» in Krankenhäusern

» in Arztpraxen

» in medizinischen

Laboratorien

» in Blutspendediensten

Worauf kommt es an?

» Sorgfalt und Umsicht

»Aufmerksamkeit und

Beobachtungsgenauigkeit

» Geschicklichkeit und

Auge- Hand- Koordination

» Verantwortungsbewusstsein

» Verschwiegenheit

Perspektiven

» Weiterbildung als

Biomedizinische/r Fachanalytiker/in

für klinische Chemie und

Pathobiochemie

» Bachelorabschluss im Studienfach

Biomedizin, Molekulare

Medizin erwerben

Alle Berufsbilder werden in Auszügen

vorgestellt

Probleme in der Ausbildung?

Wo Azubis Unterstützung finden

Wenn es im Ausbildungsbetrieb Schwierigkeiten gibt, können Azubis

sich zum Beispiel an die Berater/innen der Handwerks- oder Industrieund

Handelskammern wenden. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-mag

Wer in der Ausbildung Schwierigkeiten

hat, muss nicht gleich

alles hinschmeißen oder die

Ausbildung gar abbrechen. Es

gibt verschiedene Unterstützungsangebote,

die Azubis

wahrnehmen können. Darauf

weist die Bundesagentur für

Arbeit auf ihrem Portal „planetberuf.de“

hin.

- In einem ersten Schritt können

sich Auszubildende etwa

an Beratungslehrkräfte an der

Berufsschule oder den Ausbildungsverantwortlichen

im

Betrieb wenden. Auch bei der

Handwerkskammer oder der

Industrie- und Handelskammer

stehen Beraterinnen und Berater

als Ansprechpartner zur Verfügung.

- Eine weitere Möglichkeit ist

die bundesweite Initiative VerA

(Verhinderung für Ausbildungsabbrüchen).

Ehrenamtliche Helferinnen

oder Helfer im Ruhestand

stehen Auszubildenden

dabei in der Regel für ein Jahr

als Mentor zur Seite und unterstützen

sie, wenn es zum Beispiel

Probleme im Ausbildungsbetrieb

gibt. Azubis können

eine Begleitung über die Webseite,

per Mail oder via Telefon

anfordern.

- Bei der Arbeitsagentur können

zudem die sogenannten ausbildungsbegleitenden

Hilfen

(abH) oder eine Assistierte Ausbildung

beantragt werden. Bei

ersterer bekommen Azubis für

mindestens drei Stunden pro

Woche etwa Nachhilfe, Unterstützung

für die Prüfungsvorbereitung

oder bei Alltagsproblemen.

Kosten gibt es keine.

- Während einer Assistierten

Ausbildung (AsA) steht Auszubildenden

ein persönlicher

Ansprechpartner zur Seite. Jugendliche

bekommen zudem

Nachhilfe. Teilnehmen kann,

wer von der Arbeitsagentur

vorgeschlagen wird. Am besten

sprechen Jugendliche mit

den Berufsberatern der Arbeitsagentur

oder beim Jobcenter

über diese Möglichkeit. (dpa)

www.gesundheitsberufe-ehst.de

Schule für Gesundheitsund

Pflegeberufe e.V.

Eisenhüttenstadt

ACHTUNG - jetzt mit

Ausbildungsvergütung

• Physiotherapie

• Med.-technische

Laborassistenz (MTLA)

• Pharm.-technische Assistenz * (PTA)

• Pflegefachfrau/Pflegefachmann

☎ 03364 - 7728 0

*gefördert aus Mittel des Ministerium für Soziales, Gesundheit,

Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg.

ALLES AUS EINER HAND.

WIR BERATEN SIE KOMPETENT.

moz.de/kontakt

schulgeldfreie

Ausbildungsplätze

ab 01.10.2021

Wohnheim vorhanden

MIT UNS ZU IHREM NEUEN BERUFSABSCHLUSS

IN DER PFLEGE UND PHYSIOTHERAPIE

Ausbildungsbeginn am 1. Oktober 2020:

-Pflegefachfrau/Pflegefachmann

-Staatlich anerkannte/r Altenpflegehelfer/in

-Staatlich anerkannte/r Physiotherapeut/in

Klinik Hennigsdorf

Klinik Oranienburg

Gesundheits- und Pflegefachschule Märkisch-Oderland

Artur-Becker-Str.14 |15344 Strausberg

Tel.: 03341 49078-0 |Fax: 03341 49078-99

www.sowi-strausberg.de

Ausbildung in den Oberhavel Kliniken

Du bist die Zukunft!

Für den Start der Ausbildung im Jahr 2021 haben wir

freie Plätze für Auszubildende (m/w/d) in den Berufen:

Pflegefachmann/Pflegefachfrau (1. April oder 1. Oktober)

Notfallsanitäter (1. Oktober)

Medizinische Fachangestellte (1. August)

Operationstechnische Assistenten (1. Oktober)

Medizinisch-technische Radiologieassistenten

(1. Oktober)

Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenten

(1. Oktober)

Dein Beruf mit Zukunftschancen!

Alle Berufe im Gesundheitswesen sind wichtige Berufe -Berufe fürs

Leben, für unsere Gesellschaft, für uns alle.

Bereit für Deine Zukunft? Bewirb Dich jetzt!

Oberhavel Kliniken GmbH, Personalabteilung, Robert-Koch-Str. 2-12,

16515 Oranienburg oder E-Mail an: bewerbung@oberhavel-kliniken.de

(Bitte nur PDF-Dateien senden!) Å 03301 66-2059

Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt.

Mit Einreichen Deiner Bewerbung erklärst Du Dich einverstanden,

dass wir Deine Unterlagen elektronisch erfassen.

www.oberhavel-kliniken.de


10

Physiotherapeut/in

Physiotherapeuten und

-therapeutinnen unterstützen

Patienten bei der Erhaltung,

Wiederherstellung

und Verbesserung ihrer Beweglichkeit

und anderer

körperlicher Funktionen.

Insbesondere bei Personen,

die alters, krankheits- oder

unfallbedingt eingeschränkt

sind, bieten sie z.B. Muskel

und Koordinationstrainingsmaßnahmen

an. Auf der Basis

ärztlicher Diagnose und eigener

Beobachtung planen sie

den Therapieablauf. Sie führen

mit den Patienten gezielte

Einzel und Gruppentherapien

durch, z.B. Übungen mit Geräten,

Behandlungen in Form

von Atemtherapie, Massagen,

Elektrotherapien sowie Wärme

oder Hydrotherapien. Dabei

beraten Physiotherapeuten

und -therapeutinnen ihre Patienten

hinsichtlich Wirkungsweise,

geeigneter Hilfsmittel,

motivieren sie zu Eigenaktivität

und Ausdauer und leiten

sie zur selbstständigen Durchführung

von krankengymnastischen

Übungen an.

Ausbildungsort/ -dauer

» Berufsfachschule und Krankenhaus,

3 Jahre

Wo arbeitet man?

» in Krankenhäusern, Kliniken

» in Facharztpraxen

» in physiotherapeutischen Praxen

Wirbilden aus:

Pflegefachfrau und Pflegefachmann

Gesundheits- und

Krankenpflegehelfer/in

Operationstechnische/rAssistent/

in (OTA)

Anästhesietechnische/r

Assistent/in (ATA)

Medizinisch Technische/r Assistent/in

(MTA)für Funktionsdiagnostik,Laborassistenz,

Radiologieassistenz

Medizinische/r Fachangestellte/r

Hebamme/Entbindungspfleger

Physiotherapeut/in

Ergotherapeut/in

Logopäde/in

Köchin/Koch

Kauffrau/-mann für

Büromanagement

Gebäudereiniger/in

IT-Systemkauffrau/-mann

Pharmazeutisch-kaufmännisch/er

Angestellte/r

Theapie für Patienten, deren Bewegung krankheits- oder ufallbedingt

eingeschränkt ist, z.B. Muskel und Koordinationstraining,

gehören zum Job. Foto: Alpaprod/shutterstock.comn

» in Altenheimen

» in Rehabilitationszentren

» in Einrichtungen zur Eingliederung

und Pflege von Menschen

mit Behinderung

Worauf kommt es an?

» Einfühlungsvermögen und

Kontaktfähigkeit

» Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein

» Psychische Stabilität

» Gute körperliche Konstitution

» Verschwiegenheit

Perspektiven

Informationen undBewerbungen:

GLGGesellschaftfür Leben und GesundheitmbH

Ausbildungskoordinatorin Liane Zimmermann

Telefon: 03334 69 -1230

Rudolf-Breitscheid-Straße 36, 16225 Eberswalde

» Fachwirt/in im Gesundheitsund

Sozialwesen

» Bachelorabschluss im Studienfach

Physiotherapie

» Auch der Schritt in die Selbstständigkeit

ist möglich, z.B. mit

einer Praxis für Physiotherapie

Ähnliche Berufe

» Atemtherapeut/in

» Hippotherapeut/in

» Lymphdrainage- und Ödemtherapeut/in

» Masseur und medizinischer

Bademeister (m/w/d)

(www.berufenet.de)

die GLGAusbildungsbroschüre

„Berufe mit Zukunft“

ist erhältlich in der Personalabteilung

oderzum Download auf der

Internetseite www.glg-gesundheit.de

Berufe mit

Zukunft

UnsereKooperationspartner: Akademie der Gesundheit Berlin undBrandenburge.V., Medizinische Schule Uckermarke.V.inPrenzlau,

Oberstufenzentren Barnim, Bernau,Cottbusund Zehdenick,Schule für Ergotherapie Angermünde

UnsereAusbildungsstätten der GLG: GLGWerner Forßmann Klinikum Eberswalde,GLG Martin Gropius Krankenhaus Eberswalde,

GLGKrankenhaus Angermünde,GLG Kreiskrankenhaus Prenzlau,GLG Fachklinik Wolletzsee,Gesundheitszentrum-Verwaltungs GmbH Eberswalde,

MedizinischeEinrichtungs-GmbH Medicus CenterEberswalde

Trend: Smarte Prothesen

und Reha-Robotik

Smarte Handprothesen

Mittlerweile sind Handprothesen am Markt, die Anwender/

innen intuitiv in Echtzeit steuern können: Ausgerüstet sind

diese smarten Prothesen mit Elektroden, die Muskelsignale

des Unterarms aufnehmen und messen. Selbstlernende Algorithmen

erkennen daraus Muster, die charakteristisch für

einzelne Handbewegungen sind, und wandeln diese in Bewegungsabläufe

der Prothese um. Fach- und Führungskräfte

aus Orthopädie, Medizintechnik und Rehabilitation werden

sich mit entsprechender Weiterbildung auf diese neue Technologie

vorbereiten.

Mobile Exoskelette und Reha-Robotik

Exoskelette - damit ist hier eine Art Roboteranzüge für bewegungseingeschränkte

Menschen z.B. nach einem Schlaganfall

gemeint - sind mit Sensoren ausgestattet, die die Bewegungsqualität

der Patienten messen und auswerten. Um die

Motorik der Patienten zu stärken und deren Autonomie zu

fördern, soll der Sensoranzug auch Muskeln mobilisieren und

Nerven stimulieren. In Teilbereichen, etwa bei Armlähmungen,

kann als Therapie z.B. roboterassistiertes Armtraining

eingesetzt werden, bei dem der Roboter erkennt, wann die

Betroffenen Bewegungen selbst ausführen können und bei

welchen Teilen der Bewegung sie technische Unterstützung

durch den Roboter benötigen. Für Fachkräfte aus Orthopädie,

Rehabilitation und Medizintechnik eröffnen sich hier

neue Tätigkeitsbereiche in der Mensch-Roboter-Interaktion.

(berufenet.de)

Operationstechnische/r

Assistent/in

Operationstechnische Assistenten

und Assistentinnen sind an

der Vorbereitung und Durchführung

von Operationen beteiligt.

Zunächst bereiten sie

Patienten für die Operation

vor. Während der Operation

assistieren sie den Ärzten und

Ärztinnen, indem sie ihnen die

benötigten Instrumente und

Materialien zureichen.

Zudem überwachen sie Atmung

und Kreislauf der Patienten,

um im Notfall schnell intervenieren

zu können. Sie tragen

Mitverantwortung für die Hygiene

im Operationssaal, pflegen

z.B. die technischen Geräte und

sterilisieren die Instrumente.

Außerdem dokumentieren sie

die Eingriffe und kümmern sich

ggf. um die Vorratshaltung und

Ersatzbeschaffung von Operationsmaterial.

Gesundheitshandwerke

Zu den Gesundheitshandwerken

zählen die Augenoptiker,

Hörgeräteakustiker,

Orthopädieschuhtechniker,

Orthopädiemechaniker

und Bandagisten sowie

die Zahntechniker. Die Zuständigkeit

für diese Berufe

liegt beim Bundesministerium

für Wirtschaft und Energie.

(pm/cr)

Ausbildungsort/ -dauer

» Schulische Ausbildung an Berufsfachschulen,

3,5 Jahre

Wo arbeitet man?

» in Krankenhäusern und Fachoder

Universitätskliniken

» in ambulanten Operationszentren

Worauf kommt es an?

» Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein

» Einfühlungsvermögen

» Psychische Stabilität

Perspektiven

» Bachelorabschluss im Studienfach

Gesundheitsmanagement,

-ökonomie

Schönheit

#AM START

Hier gehts zum Traumjob!


SEPTEMBER 2020 11

Heilpraktiker/in

Heilpraktiker/innen behandeln

Patienten und Patientinnen

aus einer ganzheitlichen

Sichtweise und wenden für

Diagnose und Therapie häufig

Methoden der Naturheilkunde

oder der Alternativmedizin

an. Zunächst erheben sie die

Anamnese, d.h., sie informieren

sich über die Lebensumstände

des Patienten, über

Beschwerden und Symptome

sowie über mögliche Vorerkrankungen.

Dann stellen sie

ihre Diagnose und entwickeln

in Absprache mit dem Patienten

individuelle Behandlungsmöglichkeiten.

Je nach

Therapie ergreifen sie unterschiedliche

Maßnahmen,

beispielsweise führen sie Inhalationen,

Einreibungen, Bestrahlungen

oder Lymphdrainagen

durch. Dabei greifen

sie zu chiropraktischen, atemoder

elektrotherapeutischen

Behandlungsformen. Zudem

erledigen sie organisatorische

und verwaltende Arbeiten.

Neues Verfahren:

Ohne Abi zum Medizinstudium

Der Traum vom Medizinstudium

muss nicht am fehlenden

Abitur scheitern. Darauf weist

das Centrum für Hochschulentwicklung

(CHE) hin. Aktuell

gibt es Auswertungen des

CHE zufolge rund 1000 Medizinstudierende,

die kein Abitur

haben.

Und: Die Chancen für Nicht-

Abiturienten haben sich verbessert.

Interessierte können

sich auch mit einer fachnahen

Ausbildung und ausreichend

Berufserfahrung oder einer

entsprechenden Fortbildung

im Gesundheitsbereich für einen

Studienplatz qualifizieren.

Es gelten laut CHE die gleichen

Kriterien wie für andere

Kandidaten. Es zählt aber

nicht die Abiturnote, sondern

die Durchschnittsnote des Berufsabschlusszeugnisses

oder

das Ergebnis einer an der Universität

vorher abgelegten Zugangsprüfung.

Die Note spielt aber ohnehin

nur bei 30 Prozent der zu vergebenden

Studienplätze eine

Ausbildungsort/ -dauer

» Unterschiedlich, je nach

Bildungsanbieter und Unterrichtsform

(Vollzeit/Teilzeit/

Fernunterricht)

Wo arbeitet man?

Heilpraktiker/innen finden Beschäftigung

» in eigenen Praxen

» in Massage und physiotherapeutischen

Praxen

» in Arztpraxen, Gesundheitszentren

und Rehabilitationskliniken

Worauf kommt es an?

» Beobachtungsgenauigkeit

und pädagogische Fähigkeiten

» Kommunikationsfähigkeit

und Einfühlungsvermögen

» Kontaktbereitschaft und psychische

Stabilität

» Organisatorische Fähigkeiten

» Kenntnisse in Biologie, Physik,

Chemie, Deutsch

Wer bereits eine Ausbildung und

Berufserfahrung im Gesundheitsbereich

hat, kann sich auch ohne

Abitur für ein Medizin-Studium

bewerben. Foto: Christin Klose/

dpa-mag

Rolle. 60 Prozent der Plätze geben

die Hochschulen nach eigenen

Kriterien an Studierende.

Seit Anfang des Jahres gibt

es die sogenannte Zusätzliche

Eignungsquote (ZEQ), über

die nun 10 Prozent der Studienplätze

vergeben werden.

Bewerber und Bewerberinnen

mit beruflicher Erfahrung im

Perspektiven

» Mit einer Hochschulzugangsberechtigung

kann man auch

studieren und beispielsweise

einen Bachelorabschluss im

Studienfach Komplementärmedizin

erwerben.

» Auch der Schritt in die Selbstständigkeit

ist möglich, z.B. mit

einer eigenen Praxis.

Zugangsbedingungen

» Die Ausübung der Berufstätigkeit

ist reglementiert. Man

benötigt entweder eine Erlaubnis

gemäß Heilpraktikergesetz

oder eine Approbation.

Darüber hinaus darf man die

Heilkunde ausüben, wenn eine

Approbation als Arzt bzw. Ärztin

vorliegt.

Für eine Tätigkeit, die den Umgang

mit Minderjährigen vorsieht,

kann die Vorlage eines

erweiterten Führungszeugnisses

erforderlich sein.

(www.berufenet.de)

Gesundheitswesen können

hier punkten. Die ZEQ löst

bis 2022 die bisher geltende

Wartezeitenquote ab, die nur

noch übergangsweise berücksichtigt

wird.

Das CHE hat Antworten auf

alle wichtigen Fragen zu Zulassung

und Bewerbung in

einem PDF zusammengestellt.

Interessierte können sich auch

auf der Webseite studierenohne-abitur.de

informieren.

Die Bewerbungsphase für das

kommende Wintersemester

startet ab dem 1. Juli. Die Zulassung

zum Medizinstudium

erfolgt dabei über die Webseite

www.hochschulstart.de.

Seit dem Sommersemester

2020 ist es zum ersten Mal

möglich, sich gleichzeitig für

ein Human- und Zahnmedizin-

sowie Pharmaziestudium

zu bewerben. Außerdem ist

die Zahl der Wunschstudienorte

bei der Bewerbung für

Human- und Zahnmedizin

sowie Pharmazie nicht mehr

begrenzt.

(dpa)

Hilfe zu mehr Selbständigkeit, zum Beispiel für Kinder mit motorischen

Schwierigkeiten

Foto: Photographie-eu/shutterstock.com

Ergotherapeut /in

Ergotherapeuten und -therapeutinnen

behandeln Personen,

die durch eine Erkrankung,

z. B. einen Schlaganfall,

oder durch eine Behinderung

in ihrer Selbstständigkeit beeinträchtigt

sind. Auch Kinder

und ältere Menschen, die

beispielsweise motorische

Schwierigkeiten aufweisen,

zählen zu ihren Patienten.

Nach einem individuell erstellten

Behandlungsplan

üben sie mit ihnen je nach

Bedarf z. B. grundlegende

Fertigkeiten wie Essen, Waschen,

Ankleiden, Schreiben

oder Einkaufen. Bei anderen

Patienten trainieren sie die

Grob- und Feinmotorik oder

die Orientierungs- und Konzentrationsfähigkeit

oder den

Umgang mit Hilfsmitteln und

Prothesen.

Ergotherapeuten -therapeutinnen

geben Anregungen

Anleitungen zur Gestaltung

des Arbeitsplatzes, zur Arbeit

im Haushalt oder zur Planung

des Tagesablaufs. In den Therapieplan

beziehen sie auch

die Angehörigen und das

Umfeld der Patienten mit ein.

Durch die Therapie streben

sie an, den Patienten ein möglichst

selbstständiges Leben

bzw. eine Teilnahme am Arbeitsleben

zu ermöglichen.

Ausbildungsort/ -dauer

» Berufsfachschule,

Krankenhaus/Klinik, ergotherapeutische

Praxis, Altenheim, 3

Jahre

Wo arbeitet man?

» in Krankenhäusern und Kliniken

» in Gesundheitszentren

» in sozialen Einrichtungen und

Heimen, u. a. für Behinderte

» in Praxen für Ergotherapie

» in pädagogischen Einrichtungen

wie Sonderschulen und

Frühförderzentren

Worauf kommt es an?

» Pädagogische Fähigkeiten

und Einfühlungsvermögen

» Kommunikationsfähigkeit

und Kontaktbereitschaft

» Handwerkliches Geschick und

Auge-Hand-Koordination

» Durchhaltevermögen und

psychische Stabilität (z. B. bei

langwierigen Therapien, für

das Wahren der professionellen

Distanz)

» Kenntnisse in Biologie,

Werken/Technik

Perspektiven

» Qualifizierungslehrgänge:

Entspannungstherapie, Erziehung-,

Früh- und Vorschulpädagogik,

Arbeit in Werkstätten

für Menschen mit Behinderung,

Rehabilitation, Elternberatung

und Musiktherapie

» Fachwirt im Gesundheitsund

Sozialwesen sowie der

Betriebswirt für Sozialwesen.

Studiengänge

» Studiengänge: Ergotherapie,

Heilpädagogik, Therapiewissenschaft

oder Gesundheitsmanagement

Studienaussteiger -

Wie sag ich es meinen Eltern?

Genug von trockener Theorie und trotzdem Lust auf Karriere?

Wer aus der Uni aussteigen und im Handwerk Karriere machen

will, hat die besten Chancen. Doch wie sagt man es den

Eltern? Die sind so stolz, dass ihr Sprössling studiert. Ihnen

gegenüber die richtigen Worte zu finden und die Eltern vom

neuen Plan zu überzeugen, ist nicht immer einfach. Auch hier

hilft die Handwerkskammer mit einer Vorlage für einen Brief

an die Eltern - Fragen und Antworten.

(pm/cr)

Weitere Informationen auch unter www.handwerk.de

SCHULE FÜR ERGOTHERAPIE

„Regine Hildebrandt“

Staatlich anerkannte Ausbildung zum/zur

Ergotherapeuten/Ergotherapeutin

Ausbildungsbeginn jährlich am 1. Oktober –

Neu - Ab sofort mit Ausbildungsvergütung

Tag der offenen Tür am 07. November 2020 • von 9 bis 13.00 Uhr

Schule für Ergotherapie „Regine Hildebrandt“ • R.-Breitscheid-Str. 37 • 16278 Angermünde

Tel.: 0 33 31 / 29 76 21 • Fax: 0 33 31 / 29 76 23

E-Mail: mail@ergotherapie-angermuen.de • http://www.ergotherapie-angermuen.de


12

Neu ab Wintersemester:

Krisenmanagement studieren

Krisenmanagement muss

auch auf internationaler Ebene

funktionieren. Das zeigt nicht

zuletzt die Corona-Pandemie.

Wer sich für das Fachgebiet

interessiert, kann sich für den

neuen Studiengang „International

Organisations and Crisis

Management“ an der Uni Jena

bewerben. Das englischsprachige

Programm startet zum

Wintersemester 2020/2021.

Studierende beschäftigen sich

schwerpunktmäßig mit der

Entstehung von internationalen

Krisen sowie mit der Arbeit

und Funktion von Regierungsund

Nichtregierungsorganisationen.

Der neue Studiengang

sieht ein Pflichtsemester im

Ersthelfer/in im Betrieb

Ausland vor – an Universitäten

wie Birmingham, Haifa oder

Rhodes Island, wo ebenfalls

Krisen und Organisationen studiert

werden können.

Mit dem neuen Studiengang

möchte das Institut für Politikwissenschaft

der Uni Jena dazu

beitragen, Erfahrungen wie die

Corona-Krise langfristig zu bewahren

und zu reflektieren, außerdem

Experten mit breitem

Krisenwissen auszubilden.

Bewerbungen aus Deutschland

sind bis 15. September möglich,

für internationale Studierende

endete die Frist allerdings am

31. Juli.

Weitere Infos zum Thema unter

www.uni-jena.de

In jedem Betrieb ist es notwendige Pflicht, ausreichend ausund

regelmäßig fortgebildete Ersthelferinnen und Ersthelfer

sowie Erste-Hilfe-Material zur Verfügung zu haben.

Die Zahl der sogenannten betrieblichen Ersthelferinnen und

Ersthelfer, Art und Menge sowie Aufbewahrungsorte des

Erste-Hilfe-Materials richten sich im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung

nach der Betriebsgröße, den vorhandenen

betrieblichen Gefahren, der Ausdehnung und Struktur des

Betriebes und der Organisation des betrieblichen Rettungswesens.

(pm/cr)

Notfallsanitäter/in

Notfallsanitäter/innen beurteilen

bei medizinischen Notfällen

den Gesundheitszustand

von kranken, verletzten oder

hilfsbedürftigen Personen, entscheiden,

ob ein Arzt oder eine

Ärztin gerufen werden muss,

und veranlassen dies nötigenfalls.

Bis zum Eintreffen des Arztes

oder der Ärztin bzw. bis zum

Transport der Patienten führen

sie die medizinische Erstversorgung

durch und ergreifen ggf.

lebensrettende Sofortmaßnahmen.

Sie stellen die Transportfähigkeit

der Patienten her und betreuen

sie während der Fahrt

zum Zielort (z.B. ins Krankenhaus).

Sie überwachen die lebenswichtigen

Körperfunktionen

der Patienten und erhalten

diese aufrecht. Nachdem sie

die Patienten in die stationäre

Weiterbehandlung übergeben

haben, stellen sie die Einsatzfähigkeit

ihrer Fahrzeuge wieder

her, säubern und desinfizieren

die Rettungsmittel und

erstellen Einsatzberichte und

Notfallprotokolle. Sind sie im

Innendienst einer Rettungswache,

Rettungsleitstelle oder

einer Integrierten Leitstelle für

Feuerwehr und Rettungsdienst

eingesetzt, nehmen sie Notrufe

entgegen und disponieren die

Einsätze.

Ausbildungsort/ -dauer

» Berufsfachschule und Rettungsdienstorganisation/Krankenhaus,

3 bis 5 Jahre

Wo arbeitet man?

» bei Rettungs- und Krankentransportdiensten

» bei Blutspendediensten

» bei Feuerwehren

Worauf kommt es an?

» Entscheidungsfähigkeit

und Reaktionsgeschwindigkeit

» Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein

» Einfühlungsvermögen

» Psychische Stabilität

» gute körperliche Konstitution

Perspektiven

#AM START

» Weiterbildung als Praxisanleiter/in

für Notfallsanitäter

» Bachelorabschluss im Studienfach

Sanitäts-, Rettungswesen

(www.berufenet.de)

Foto: Nehris/shutterstock.com

Zum 01.09.2021 sucht die Gemeinnützige

Rettungsdienst Märkisch-Oderland GmbH

Auszubildende für den Beruf Notfallsanitäter (m/w/d)

Sie sind in der Region „Ostbrandenburg“ verwurzelt und sehen hier Ihre Zukunft? Sie besitzen Einfühlungsvermögen,

soziale und interkulturelle Kompetenz, eine schnelle Auffassungsgabe, Verantwortungsbewusstsein

und die Lust, im Team zu arbeiten? Dann erlernen Sie einen anspruchsvollen und krisensicheren Beruf bei einem

der größten kommunalen Arbeitgeber im Landkreis Märkisch-Oderland. Unser Unternehmen pflegt eine enge

Partnerschaft im Rahmen des grenzüberschreitenden Rettungsdienstes mit der Republik Polen und lebt diese

durch viele gemeinsame Aktivitäten.

Unser Angebot: • dreijährige, nach Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes vergütete duale Ausbildung zur/zum

Notfallsanitäterin/Notfallsanitäter (Einstiegsvergütung: derzeit 1140,69 Euro/Monat im ersten Ausbildungsjahr)

mit der Aussicht auf eine Übernahme in die Gemeinnützige Rettungsdienst Märkisch-Oderland GmbH

• die kostenfreie Unterbringung am Schulstandort inkl. Gewährung von Reisekosten • eine Verkürzung der Ausbildungszeit

um bis zu 6 Monate für ausgebildete Gesundheits- und Krankenpfleger/innen • Begleitung und

Betreuung der praktischen Ausbildung durch ein erfahrenes Mentoren-Team • Erwerb des Führerscheins Klasse

C1 • gezielte Vorbereitungen auf Zwischen- und Abschlussprüfungen • Erlernen der polnischen Sprache bis zum

Niveau B1 und bilinguale Ausbildungseinheiten zusammen mit polnischen Studierenden der Rettungsmedizin

• jederzeitige Nutzung der Sportanlagen am Rettungsdienstzentrum in Strausberg • viele außerschulische und

teambildende Aktivitäten mit anderen Auszubildende und Mitarbeitenden.

Neben den theoretischen Inhalten wie dem Durchführen lebensrettender Maßnahmen nimmt die Praxis viel

Raum ein: Anästhesie, Notfallaufnahme, Kinder- oder Intensivmedizin im Krankenhaus sowie der Einsatz im

Rettungswagen gehören von Anfang an dazu. Die theoretische Ausbildung findet am DRK Bildungswerk Sachsen

in Dresden statt. Praktische Abschnitte absolvieren Sie im Werner-Forßmann-Krankenhaus in Eberswalde,

auf den Lehrrettungswachen in unserem Landkreis und in dem unternehmenseigenen Ausbildungszentrum. Die

Sprachausbildung soll vorrangig an Standorten im Landkreis Märkisch-Oderland und Polen stattfinden, auch

e-learning ist möglich.

Das bringen Sie mit: • Schulabschluss mindestens der mittleren Reife oder gleichwertig • mindestens Führerschein

Klasse B (BF 17) im Zeitpunkt der Bewerbung • mindestens Führerschein Klasse B ohne Auflagen zum

Tag der geplanten Einstellung • gesundheitliche Eignung (wird vom Betriebsarzt geprüft) • wünschenswert sind

Kenntnisse der polnischen Sprache (Nachweis, wenn vorhanden).

Das benötigen Sie für eine Bewerbung: • ein unterzeichnetes Bewerbungsanschreiben

• einen tabellarischen Lebenslauf • Nachweis des geforderten Schulabschlusses (Kopie Abschlusszeugnis)

• Kopie des Führerscheins

Ihr Kontakt:

Bewerben Sie sich ganz einfach online über

das Bewerberformular unter

www.rettungsdienst-mol.de/karriere/

Stellenausschreibungen/

Bitte verzichten Sie zu Gunsten der Nachhaltigkeit auf die

Einsendung von Bewerbungsmappen und bewerben Sie sich

ausschließlich online.

Bewerbungsschluss

ist der 03.01.2021.

Sie haben Fragen?

Besuchen Sie uns in Strausberg

oder rufen Sie einfach an!

(03341) 30 39 824

Der Rettungsdienst Märkisch-Oderland gewährleistet die

berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern und ist

bestrebt, den Frauenanteil im Rettungsdienst zu erhöhen. Bewerbungen

von Frauen sind ausdrücklich erwünscht. Die Gemeinnützige

Rettungsdienst Märkisch-Oderland GmbH sieht

sich der Gleichstellung von schwerbehinderten und nicht

schwerbehinderten Menschen in besonderer Weise verpflichtet

und begrüßt daher Bewerbungen schwerbehinderter Menschen.

Bei gleicher Eignung werden Bewerbungen schwerbehinderter

Menschen bevorzugt berücksichtigt.


SEPTEMBER 2020 13

Pflegefachmann/ -frau

Pflegefachleute pflegen und

betreuen Menschen aller Altersstufen

in den Bereichen

Krankenpflege, Kinderkrankenpflege

und Altenpflege.

In der Grundpflege betten

sie hilfsbedürftige Menschen

und unterstützen sie bei der

Nahrungsaufnahme und Körperpflege.

In der ambulanten

Pflege arbeiten Pflegefachleute

auch mit Angehörigen

zusammen und unterweisen

diese z.B. in Pflegetechniken.

Sie versorgen in Abstimmung

mit den behandelnden Ärzten

und Ärztinnen z.B. Wunden

und führen Infusionen, Blutentnahmen

und Punktionen

durch.

Außerdem assistieren sie bei

Untersuchungen, verabreichen

den Patienten ärztlich

verordnete Medikamente

oder Injektionen und bereiten

sie auf operative Maßnahmen

vor.

Ausbildungsort/ -dauer

» Berufsfachschule und Krankenhäuser,

3-5 Jahre (Vollzeit/

Teilzeit)

Wo arbeitet man?

» in Krankenhäusern, Facharztpraxen

oder Gesundheitszentren

Betreuung mit Maske: In der Altenpflege ist es besonders wichtig, die

Gesundheit der Menschen nicht zusätzlich zu gefährden. Foto:

Pixel-shot/shutterstock.com

» in Altenwohn- und -pflegeheimen

» bei ambulanten Pflegediensten

» in Einrichtungen der Kurzzeitpflege

» in Hospizen

» in Wohnheimen für Menschen

mit Behinderung

Worauf kommt es an?

» Einfühlungsvermögen und

Kontaktfähigkeit

» Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein

» Gute körperliche Konstitution

» Psychische Stabilität und Verschwiegenheit

(z.B. beim Umgang

mit Patientendaten)

Perspektiven

Senior Robots - die Pflege-Maschinen

Pflege 4.0 - Die Zukunft der Branche mit technischen Helfern

» Weiterbildung, z.B. als Fachkrankenpfleger/in

für klinische

Geriatrie

» Bachelorabschluss im Studienfach

Medizinische Assistenz

Weitere Informationen zum Beruf

gibt es auch unter www.berufenet.de

Generalistische Pflegeausbildung

Seit dem 1. Januar 2020 wurden

laut Pflegeberufereformgesetz

die Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflegeausbildungen

zu einer generalistischen Pflegeausbildung

zusammengefasst.

Ziel der Reform ist es, allen

Anwärtern eine qualitativ hochwertige,

zeitgemäße und vor allem

zukunftsfähige Ausbildung

mit einheitlichem Abschluss

Weitere Berufe in der Pflege

- Altenpflegehelfer/in

- Anästhesietechnische/r Assistent/in

- Fachkraft - Pflegeassistenz

- Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/in

- Haus- und Familienpfleger/in

- Hebamme/Entbindungspfleger

- Heilerziehungspfleger/in

- Kaufmann/-frau im Gesundheitswesen

- Sozialpädagogische/r Assistent/in / Kinderpfleger

Sana Kliniken

Sommerfeld

anzubieten. Der Berufszweig

soll attraktiver werden und

perspektivisch mehr berufliche

Einsatz-, Wechsel- und Entwicklungsmöglichkeiten

in allen Bereichen

der Pflege bieten. 2026

wird die Reform genau geprüft,

und der Bundestag entscheidet,

ob die generalistische Pflegeausbildung

bleibt oder aufgehoben

wird.

(pm)

Roboter im medizinischen und

pflegerischen Bereich sollen

Fachpersonal nicht ersetzen,

sondern ihm unterstützend unter

die Arme greifen. Schätzungen

zufolge könnten im Jahr

2030 bis zu 500.000 Pflegekräfte

alleine nur in Deutschland

fehlen. Pflegepersonal wird

nicht nur – wie die meisten sozialen

Berufe – relativ schlecht

bezahlt, hinzu kommen der

Schichtdienst, Erkrankungen

wie Rückenbeschwerden durch

das Heben und Lagern von Patienten

und Burn-out aufgrund

der hohen psychischen Belastung.

Im europäischen Vergleich

zum Personalschlüssel

in Krankenhäusern schneidet

Deutschland zusammen mit

Spanien am schlechtesten ab:

Auf eine Pflegekraft kommen

zehn Patienten.

Angemessene Pflegequalität

Der deutsche Berufsverband

für Pflegeberufe spricht sogar

von einem „Pflegekollaps“ und

hat in einer Meinungsumfrage

festgestellt, dass in der ambulanten

Pflege täglich 16, im

Krankenhaus 23 und im Pflegeheim

28 Personen betreut werden

müssen.

Roboter leisten hier nicht nur

eine enorme Entlastung des

Personals, sondern sorgen für

eine angemessene Pflegequalität.

Dabei werden ihre Dienste

heute und in naher Zukunft

weniger im Bereich der Unterhaltung

benötigt, sondern um

handfeste Tätigkeiten und Routinearbeiten

auszuführen.

In der Immanuel Klinik Rüdersdorf

bei Berlin können Transportroboter

bis zu 500 Kilogramm

schleppen. Sie bringen

Essen, Sterilgut oder Wäsche zu

den jeweiligen Stationen und

legen dabei täglich bis zu 28 Kilometer

zurück. Sie sind in der

Lage, Hindernisse zu erkennen,

kurze Sätze wie„Bitte gehen Sie

zur Seite“ zu sprechen und Aufzug

zu fahren.

Die Immanuel Klinik ist eine

der modernsten deutschlandweit,

in den Neubau aus dem

Jahr 2009 wurde von Anfang

an der Technikeinsatz integriert.

Je mehr arbeitserleichternde

Technik zum Alltag des

Pflegepersonals gehört, desto

höher wird die Bereitschaft der

Krankenhausbetreiber, in die

kostenintensive Anschaffung

von Servicerobotern zu investieren

und desto größer wird

die Akzeptanz seitens Patienten.

Nicht unumstritten

Aber was ist, wenn doch einmal

etwas schief läuft? Wer

übernimmt dann die Verantwortung,

wem kann die Schuld

zugewiesen werden? Heute

gibt es hierfür noch keine klare

Antwort. Doch genau diese

rechtlichen Regelungen müssen

künftig gefunden werden.

Außerdem: Bislang ist der

Einsatz von Robotern in der

Pflege aber kaum verbreitet.

Zwar begrüßen die Pflegekräfte

technische Hilfsmittel, die

ihre Arbeit erleichtern, lehnen

aber Maschinen als Ersatz für

menschliche Zuwendung ab.

Etwas mehr als die Hälfte der

befragten Pflegekräfte sind

der Ansicht, „dass technische

Geräte im Bereich sozialer und

emotionaler Unterstützung sogar

zum Verlust menschlicher

Wärme führen“.

(zukunftsinstitut.de/pm/cr)

Foto: Miriam Doerr Martin Frommherz/

shutterstock.com

stehen für eine exzellente Versorgung

und beste Karrierechancen –auch

nach der Ausbildung.

Selina Wiegand, seit 2016 bei Sana

Verstärke uns jeweils zum 1. April bzw.

1. Oktober eines Jahres als Auszubildender

zum Pflegefachmann oder jeweils zum 1. April

eines Jahres zum Operationstechnischen

Assistenten (m/w/d)

Wir freuen uns auf Deine Bewerbung anpersonal@sana-bb.de.

Weitere Informationen und viele gute Gründe, umbei Sana

zu arbeiten, findest Du auf sana-sommerfeld.de.

Bitte beachte unsere Datenschutzhinweise unter

sana.de/karriere.

Chancen geben. Chancen nutzen. Bei Sana.

Wir leben Krankenhaus –gerne mit Ihnen: sana.de/karriere


14

Von wegen ruhige Kugel

Abwechslungsreich und interessant - die Ausbildung in der Verwaltung ist alles andere als langweilig

Ob es um An- und Abmeldungen

von Hunden oder

um verschiedene Anträge

auf Sondergenehmigungen

geht: Eintönig sei die Arbeit

in der Verwaltung nicht, erzählt

Maria Kaminski. Im Gegenteil

- ihre Ausbildung zur

Verwaltungsfachangestellten

bei der Stadt Fürstenwalde/

Spree in Brandenburg findet

sie sehr vielseitig.

Zwei von drei Lehrjahren hat

die 21-Jährige bereits hinter

sich. Im Familien- und Bildungsbereich

durfte sie das

jährliche Kinderfest mitorganisieren.

Im Personalwesen

hat sie gelernt, Stellenausschreibungen

zu gestalten

und Bewerbungsgespräche

vorzubereiten. Gut habe ihr

auch die Arbeit beim Ordnungsamt

gefallen.

Angehende Verwaltungsfachangestellte

sollten sich für

Politik interessieren, erklärt

die Auszubildende. Denn

in Kommunalverwaltungen

bereiten sie Sitzungen von

Gemeinderäten oder Stadtverordnetenversammlungen

vor und erarbeiten Entscheidungen

der Verwaltung. Den

Aspekt der Rechtsanwendung

finde sie sehr interessant,

sagt Kaminski. „Ich muss

gucken, welche Gesetze ich in

welchen Fällen anwende, und

warum. Das ist manchmal trocken,

aber es macht Spaß.“

Wir suchen Dich – Deine Chance 2021!

Du interessierst Dich für den Beruf der/des

Verantwortungsvolles Arbeiten ist Teil ihres Berufs: Die angehende

Verwaltungsfachangestellte Maria Kaminski bereitet Akten für das Archiv

der Stadt Fürstenwalde/Spree vor. Fotos: Florian Schuh/dpa-mag

Bandbreite an Tätigkeiten

Neben der Kommunalverwaltung

stehen für die Ausbildung

die Fachrichtungen Landes-

oder Bundesverwaltung

zur Wahl. Einige angehende

Verwaltungsfachangestellte

sind darüber hinaus bei

Handwerksorganisation und

Industrie- und Handelskammern

oder bei Kirchenverwaltungen

tätig. Gerade auf der

kommunalen Ebene stehe ihnen

eine enorme Bandbreite

an Betätigungsfeldern offen,

sagt Martin Elsner vom Bundesinstitut

für Berufsbildung

(BIBB).

•Verwaltungsfachangestellten

– Dann bist Du hier genau richtig! –

Schau doch mal auf www.oranienburg.de und erfahre mehr über die

Ausbildungsberufe bzw. das Studium und deren Voraussetzungen.

Hast Du Lust bekommen bei der Stadt Oranienburg durchzustarten,

dann bewirb Dich jetzt bis zum 28.11.2020.

Wir bilden

Verwaltungsfachangestellte (m/w/d),

Straßenwärter (m/w/d) und

Zootierpfleger (m/w/d) aus.

Infos dazu auch im Internet unter

www.eberswalde.de / Ausschreibungen

Bewerbungen ab November möglich.

www.eberswalde.de

Wer den Beruf erlernen will,

sollte ihm zufolge soziale

Kompetenzen und Verantwortungsgefühl

mitbringen.

Auch sorgfältiges Arbeiten sei

wichtig. Teamfähigkeit, Spaß

am Umgang mit Menschen

und Weltoffenheit hält Maria

Kaminski für wichtig: „Denn

man arbeitet mit sehr vielen

unterschiedlichen Menschen

zusammen.“

Straßenwärter/innen kontrollieren

und warten Straßen,

Autobahnen und Parkplätze

sowie dazugehörige Grünflächen

und Straßenbauwerke

wie Brücken, um die Verkehrssicherheit

zu gewährleisten.

Sie stellen Gefahrenquellen

wie Schlaglöcher, verblasste

Markierungen oder bröckelnde

Fahrbahnränder fest. Beschädigte

oder abgenutzte Stellen

setzen sie instand. Sie säubern

verschmutzte Fahrbahnen,

Leitpfähle oder Verkehrsschilder

und reinigen oder warten

Entwässerungseinrichtungen.

Zu ihren Aufgaben gehören

auch das Aufstellen von Verkehrszeichen,

das Ausbessern

von Fahrbahnmarkierungen

und das Zurückschneiden von

Bäumen und Sträuchern. Sie

mähen Grünstreifen, sichern

Baustellen und Unfallstellen

ab und führen im Winter die

Räum- und Streudienste durch.

Ausbildungsort/ -dauer

» Ausbildungsbetrieb und

Berufsschule, 3 Jahre

Diversity-Kompetenz sowie

Dienstleistungs- und Kundenorientierung

sind deshalb

zentrale Bestandteile der Ausbildung,

erklärt Gesine Wilke,

Vorsitzende des Bundesverbands

der deutschen Verwaltungsschulen

und Studieninstitute

(BVSI).

Allgemeinverständnis

groß geschrieben

wird

Straßenwärter/in

Wo arbeitet man?

» im öffentlichen Dienst, z.B. bei

Straßenbauverwaltungen der

Städte, Gemeinden, Kreise

» in den Straßen- und Autobahnmeistereien

der Bundesländer

» in Baustellensicherungsunternehmen

Worauf kommt es an?

» Umsicht und Aufmerksamkeit

» Handwerkliches Geschick

» Trittsicherheit und Schwindelfreiheit

» Reaktionsgeschwindigkeit

» Trittsicherheit und Schwindelfreiheit

Perspektiven

» Prüfung als Straßenwärtermeister/in

» Bachelorabschluss im Studienfach

Bauingenieurwesen

Alle Berufe werden in Auszügen

dargestellt. Weitere Informationen

gibt es unter www.berufenet.de

#AM START

Wichtig sei auch der Umgang

mit Sprache, erklärt Wilke, die

zudem das Sächsische Kommunale

Studieninstitut Dresden

leitet. Denn Verwaltungsfachangestellte

sollten Bescheide und

fachliche Auskünfte allgemeinverständlich

formulieren können.

„Dieses berühmte Verwaltungsdeutsch

wollen wir nicht.“

Das Dresdner Institut versuche

den Azubis zu vermitteln, dass

der Dienst an der Öffentlichkeit

im Mittelpunkt stehe. „Die

Idee, dass man bei Verwaltungen

eine ruhige Kugel schieben

kann, hat kaum mehr einer.“

Stattdessen kämen viele motivierte

junge Menschen, die sich

in einer bestimmten Fachrichtung

engagieren wollen - beispielsweise

im Umwelt- oder

Sozialamt. Momentan werde

eine Aktualisierung der 20 Jahre

alten Ausbildungsordnung diskutiert,

erklärt Martin Elsner. Ein

Grund dafür sei die fortschreitende

Digitalisierung. „In manchen

Rathäusern wird es bald

kein Blatt Papier mehr geben“,

sagt Wilke.

Darauf müssten die Auszubildenden

vorbereitet werden, genauso

wie auf die zunehmende

Bedeutung der Beteiligungsdemokratie.

Was Bürgerinnen und

Bürger wollen und wie man sie

in Entscheidungsprozesse einbezieht,

seien zentrale Fragen

für Verwaltungen. Als beispielhafte

Ausbildungsvergütung im

öffentlichen Dienst nennt die

Bundesagentur für Arbeit rund

1000 Euro im ersten und 1100

Euro im dritten Jahr. Die Aussichten

auf dem Arbeitsmarkt

seien sehr gut, so Martin Elsners

Einschätzung. „Im öffentlichen

Dienst wurde über Jahre Personal

abgebaut. Jetzt engagieren

sich die Verwaltungen wieder

verstärkt in der Ausbildung.“

Wilke zufolge suchen vor allem

kleinere Verwaltungen händeringend

Nachwuchs. (dpa)

Ein offenes Ohr ist bei der täglichen

Arbeit mit Menschen wichtig.

Das lernt auch die angehende

Verwaltungsfachangestellte.

Steuererklärung

für Azubis?

Für viele Azubis stellt sich

während der Ausbildung

die Frage: Muss ich eine

Steuererklärung als Azubi

abgeben? Grundsätzlich

gilt: Wer neben seiner

Ausbildung kein Geld verdient,

für den ist die Steuererklärung

freiwillig. In

bestimmten Fällen kann es

sinnvoll sein, sich trotzdem

die Mühe für eine Steuererklärung

zu machen.

Als Azubi lohnt sich eine

Steuererklärung nur dann,

wenn man Lohnsteuer

zahlt und die Werbungskosten

über 1000 Euro

im Jahr liegen. Lohnsteuer

muss aber nur zahlen,

wenn das Jahresgehalt

über dem Grundfreibetrag

liegt. Deshalb sind die

meisten Azubis sowieso

von der Steuer befreit. Wer

nicht sicher ist, kann auf

der Gehaltsabrechnung

nachlesen, ob Lohnsteuer

zu zahlen ist.

(www.azubiyo.de)


SEPTEMBER 2020 15

Seit August gilt eine neue

Ausbildungsordnung für Bankkaufleute

In eine Karriere im öffentlichen Dienst können Jugendliche auch mit

einer dualen Ausbildung starten, in der Verwaltung zum Beispiel. Foto:

Florian Schuh/dpa-mag

Öffentlicher Dienst

Ausbildung auch ohne Beamtenlaufbahn

Auch wenn es mit der Bewerbung

als Anwärter oder Anwärterin

für eine Beamtenlaufbahn

erstmal nicht klappt, können

Jugendliche eine Ausbildung

im öffentlichen Dienst machen.

Darauf weist das Portal„Planet-

Beruf“ der Bundesagentur für

Arbeit hin. Städte, Kommunen,

Länder oder der Bund bieten

zum Beispiel unterschiedliche

duale Ausbildungen an, etwa

zur Verwaltungskauffrau.

Beamtenanwärter müssen

nämlich für den ein- bis zweijährigen

Vorbereitungsdienst,

wie sich die Ausbildung offiziell

nennt, einige Voraussetzungen

erfüllen. Für eine Ausbildung

im mittleren Dienst wird ein

mittlerer Bildungsabschluss

verlangt, für den gehobenen

Dienst müssen Jugendliche die

(Fach-)Hochschulreife mitbringen.

Für den höheren Dienst ist

dann ein abgeschlossenes Studium

nötig. In der Regel werden

gute Schulnoten erwartet.

Bewerberinnen und Bewerber

sollten laut „Planet-Beruf“

außerdem aus einem EU-Mitgliedsland

stammen. Für bestimmte

Laufbahnen braucht

es auch die deutsche Staatsbürgerschaft.

Das Bewerbungsverfahren

nimmt einige Zeit in Anspruch:

Erst kommt die schriftliche Bewerbung,

dann Auswahltests

und ein Vorstellungsgespräch.

Die Bundesagentur für Arbeit

rät, sich bereits ein bis eineinhalb

Jahre vor dem gewünschten

Ausbildungsbeginn bei der

jeweiligen Behörde zu bewerben.

(dpa)

Es ist einer der beliebtesten

Berufe. Schülerinnen, die sich

nach der Mittleren Reife für

eine Ausbildung zur Bankkauffrau

entscheiden, können sich

über einen abwechslungsreichen

Arbeitsalltag, viel Kontakt

zu Kunden und hervorragende

Karriereperspektiven freuen.

„Die klassische duale Ausbildung

zur Bankkauffrau dauert

drei Jahre - kann aber bei guten

Leistungen auch auf zwei Jahre

verkürzt werden“, sagt Petra

Timm vom Personaldienstleister

Randstad.

„Allein im Jahr 2018 gab es

über 22.600 Azubis, was die

Ausbildung zur Bankkauffrau

bzw. Bankkaufmann zu einem

der wichtigsten Ausbildungsberufe

in Deutschland macht.“

Gut zu wissen: Seit August 2020

gibt es nach 22 Jahren eine

neue Ausbildungsordnung. Die

Finanzbranche reagiert damit

auf das veränderte Arbeitsumfeld.

Künftig wird Beratungskompetenz

intensiver geschult,

aber auch der Umgang mit digitalen

Inhalten wird wichtiger.

Der Start in das Berufsleben als Bankkauffrau beginnt mit einer dreijährigen

dualen Ausbildung.

Foto: txn/A.Piacquadio/randstad

Der Fokus auf einzelne Fachthemen

verändert sich zugunsten

methodischer und projektorientierter

Arbeitsweisen.

Zudem gibt es seit August

die sogenannte gestreckte

Abschlussprüfung: Ein Teil

der Prüfung findet dann etwa

nach der Hälfte der Ausbildung

statt, der zweite Teil

am Ende der Lehrzeit. Im Anschluss

gibt es dann zahlreiche

Weiterbildungsoptionen, um

sich zu spezialisieren oder um

den Aufstieg ins Management

einzuleiten.

(txn)

Meine Ausbildung

bei der Sparkasse

Probezeit maximal vier Monate

Laut §20 des Berufsbildungsgesetzes muss die Probezeit in

der Ausbildung mindestens einen Monat und darf höchstens

vier Monate betragen. Grundsätzlich ist auch eine Verkürzung

der Probezeit möglich, wenn man vor der Ausbildung

schon im Ausbildungsbetrieb gearbeitet hat, zum Beispiel als

Praktikant/in. In Ausnahmefällen kann sich die Probezeit aber

auch verlängern, wenn die Ausbildung einen Großteil der

Probezeit unterbrochen wurde, zum Beispiel durch Krankheit

des Auszubildenden.

(azubiyo.de)

Mach

Karriere!

*Privatkunden MAS2016

Bank und

Verwaltung

Überstunden

absprechen

Hierbistdurichtig.

BesteAussichtenbei derNr. 1

in der Region. *

Hier gehts zum Traumjob!

Als Auszubildender sollte man

in der Regel keine Überstunden

machen, aber wer ständig auf

den pünktlichen Feierabend

pocht, der macht sich auf Dauer

unbeliebt. Besser ist, den Ausbilder

am Feierabend zu fragen,

ob es noch etwas zu tun gibt,

oder ob man jetzt gehen kann:

Das signalisiert Einsatzbereitschaft.

Hast du Überstunden

aufgebaut, dann sprich auch

mit deinem Ausbilder, wann du

diese ausgleichen kannst, nicht

einfach eher gehen oder später

kommen.

(cr)

mbs.de

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Wenn’s um Geld geht


16

APPgefahren: Infos zur Berufsorientierung

auf dem Smartphone

#AM START

Die App„AzubiWelt“ von Arbeitsagenturen und Jugendberufsagenturen

Finanzwirt/ in - Beruf mit

vielseitigen Möglichkeiten

Mit einem Dualen Studium

zum Diplom-Finanzwirt lässt

sich Theorie und Praxis ideal

miteinander verbinden. Drei

Jahre dauert es und kann an

den öffentlichen Verwaltungsfachhochschulen

für Finanzen

oder Steuerverwaltung oder

im Bereich Finanzen der Fachhochschule

des Bundes für öffentliche

Verwaltung absolviert

werden.

Das Duale Studium zum Diplom-

Finanzwirt ist eine Kombination

aus Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

Aber auch

Buchführung oder Bilanzsteuerrecht

gehören dazu. Nach dem

Abschluss des Studiums bieten

sich auch attraktive Einsatz- und

Entwicklungsmöglichkeiten

auf hohem Niveau. Man kann

sowohl im Innen- als auch im

Außendienst tätig werden. Als

`normaler` Finanzwirt ist man in

der Regel beim Finanzamt angestellt.

Als Diplom-Finanzwirt

gibt es zudem die Möglichkeit,

in der freien Wirtschaft tätig zu

werden. Für eine Verbeamtung

ist üblicherweise eine mit der

Laufbahnprüfung abgeschlossene

Ausbildung als Beamter

bzw. Beamtin im gehobenen Finanzdienst

erforderlich.

Blick in die Zukunft

Die fortschreitende Digitalisierung

der Arbeits- und Berufswelt

kann Aufgabenfelder

und Anforderungsprofile verändern.

Es eröffnet sich für Finanzwirte

und -wirtinnen ggf.

die Chance, sich mit folgenden

Technologien, Verfahren oder

Systemen zu befassen:

M De-Mail (z.B. via De-Mail

rechtssichere und vertrauliche

Kommunikation mit Bürgern

und Bürgerinnen pflegen)

M Digitales Dokumentenmanagement

- DMS (z.B. Vollstreckungsaufträge

dokumentieren

und Zollerklärungen

verwalten)

M E-Akte (z.B. elektronische Gerichtsakten

abrufen)

M Robotic Process Automation

- RPA (z.B. Prozesse im Rechnungswesen

identifizieren,

die mithilfe von Software-Robotern

automatisiert werden

können)

M Text Mining (z.B. automatisierte

Überprüfung von Belegen

auf Richtigkeit und Konsistenz

durchführen)

(www.berufenet.de/pm/cr)

Foto: Kinga/shutterstock.com

Bei etwa 400 Ausbildungsberufen

und mehr als 18.600

Studiengängen ist nicht immer

einfach, das Richtige für sich

herauszufinden. Die Arbeitsagenturen

und Jugendberufsagenturen

in der Region helfen

nicht nur in telefonischen Gesprächen,

sondern Schülerinnen

und Schüler können sich

auch direkt mit verschiedenen

Apps über Berufe informieren:

„Ich möchte mich über Berufe

informieren oder schon Ausbildungsstellen

suchen.“

In der App „AzubiWelt“ finden

Jugendliche alle Angebote der

Bundesagentur für Arbeit für

Ausbildungssuchende in einer

App vereint. Berufe suchen,

neue Berufsfelder kennenlernen

und ganz viele Infos zu

den Ausbildungsgängen finden

– das geht alles mit dieser

App. In vielen Videos sehen

die Jugendlichen, wie der Job

in der Praxis wirklich aussieht.

Was verdiene ich in dem Beruf?

Was muss ich für die Ausbildung

mitbringen? All dies sind

Fragen, die in der AzubiWelt

beantwortet werden. Und ganz

nebenbei: Eine Ausbildungssuche

ist auch integriert. Hier findet

man also die freien Stellen

in der Nähe. Wer dann noch offene

Fragen hat, kann über die

App mit der Berufsberatung

Kontakt aufnehmen.

„Ich weiß noch nicht, was ich

machen soll“ – Hier hilft die

App BERUFE Entdecker:

Mit dem BERUFE Entdecker

geht’s im Selbstcheck zum

Traumberuf. Diese App bietet

eine Vielzahl an Informationen

zu spannenden Ausbildungsberufen.

Mit einfachem Wischen

über das Smartphonedisplay

finden die Jugendlichen heraus,

welcher Arbeitsbereich ihnen

gefallen könnte. Und dann klicken

sie sich einfach durch den

Job-Checker und erfahren alles

über Ausbildungsdauer, Gehalt,

Bewerbungstipps und vieles

mehr. Natürlich gibt’s auch in

dieser App wieder ganz viele Infos

über die Ausbildungsberufe

– als Text, Bild und Video.

„Ich wurde zu einem Vorstellungsgespräch

eingeladen.

Was muss ich beachten?“

Die App „Bewerbung: Fit fürs

Vorstellungsgespräch“ hilft bei

der Vorbereitung auf Bewerbungsgespräche.

Die Jugendlichen

erhalten Checklisten zur

Vorbereitung, typische Fragen

aus der Praxis und können sich

Terminerinnerungen einrichten.

In den Videos zeigen Personalexperten

beispielsweise, was

die eigene Körpersprache verrät

und worauf man dabei achten

sollte.

„Ich möchte mehr über manche

Berufe erfahren. Am liebsten

schaue ich Videos.“

In über 350 Filmen erzählen

Azubis, Studenten und Personalleiter

in der App BERUFE.

TV, was einen Beruf interessant

macht und die Jugendlichen

erwartet. Die App ermöglicht

die Suche nach freien Ausbildungsplätzen

und Hochschulen

und erklärt mehr als

25 Berufs- und Studienfelder.

Schülerinnen und Schüler können

sich die Filme sogar herunterladen

und offline anschauen

– zum Teil auch auf Englisch.

Die Apps gibt es sowohl im

Google Play Store als auch im

Apple App Store.

AzubiWelt:

M Google Play Store: https://

play.google.com/store/apps/

details?id=de.arbeitsagentur.

azubiwelt

M Apple App Store: https://

apps.apple.com/de/app/azubiwelt/id1148932860

BERUFE Entdecker:

M Google Play Store: https://

play.google.com/store/apps/

details?id=de.berufeentdecker.

app&hl=de

M Apple App Store: https://

apps.apple.com/de/app/berufe-entdecker/id929820358

Bewerbung - Fit fürs Vorstellungsgespräch

M Google Play Store: https://

play.google.com/store/apps/

details?id=de.bwverlag.app.

bewerbung&hl=de

M Apple App Store:

https://apps.apple.com/

de/app/bewerbungvorstellungsgespr%C3%A4ch/

id952657230

BERUFE.TV

M Google Play Store: https://

play.google.com/store/apps/

details?id=com.mmp.berufe.tv

M Apple App Store: https://

apps.apple.com/de/app/berufe-tv/id391996372

Termine und weitere Infos telefonisch

unter: 03334 37 2002

(Mo-Fr 8-18 Uhr) oder per E-Mail

an: Eberswalde.Anfragen@arbeitsagentur.de

oder online auf

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gibt es auf

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und im Internet.

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SEPTEMBER 2020 17

» Gesetz zur Modernisierung

und Stärkung der beruflichen

Bildung (1. Januar 2020): Für

Ausbildungen, die ab diesem

Zeitpunkt beginnen, ist eine

Mindestvergütung vorgesehen.

(www.berufenet.de)

Sozialversicherungsfachangestellte/r

Sozialversicherungsfachangestellte/r

ist ein 3-jähriger anerkannter

Ausbildungsberuf

im öffentlichen Dienst. Es gibt

folgende Fachrichtungen: Allgemeine

Krankenversicherung,

Knappschaftliche Sozialversicherung,

Landwirtschaftliche

Sozialversicherung, Rentenversicherung

und Unfallversicherung

Sie klären die Versicherungsverhältnisse

und Leistungsansprüche

von Versicherten. Sie

berechnen Mitgliedsbeiträge,

veranlassen Beitragszahlungen,

überwachen deren Eingang

und bearbeiten Beitragserstattungen.

Sie beraten Mitglieder

in versicherungsrechtlichen Belangen

und Finanzierungsfragen.

Ferner bearbeiten sie Anträge

auf Rente und Leistungen

zur beruflichen und medizinischen

Rehabilitation. Dabei berechnen

sie Rentenzahlungen,

Übergangsgelder sowie Zusatzleistungen

und veranlassen

deren Zahlung an die Versicherten

oder an Hinterbliebene. Sie

arbeiten mit Leistungserbringern

bzw. Vertragspartnern wie

Ärzten und Ärztinnen sowie

Krankenhäusern, mit Reha und

Pflegeeinrichtungen, Pflegediensten

und einschlägigen

Unternehmen zusammen. Darüber

hinaus können Sozialversicherungsfachangestellte

für

weitere administrative Aufgaben

in der inneren Verwaltung

eingesetzt sein.

Ausbildungsort/ -dauer

» Ausbildungsbetrieb und Berufsschule,

3 Jahre

Wo arbeitet man?

» bei gesetzlichen Rentenversicherungsträgern

» bei Verbänden der Sozialversicherungsträger,

in der Patientenabrechnung

von Krankenhäusern

oder im Versicherungsgewerbe

Worauf kommt es an?

» Kundenorientierung und

Kommunikationsfähigkeit

» Lernbereitschaft

» Sorgfalt und

Verschwiegenheit

Perspektiven

» Prüfung als Sozialversicherungsfachwirt/in

der Fachrichtung

gesetzliche Renten- und

knappschaftliche Sozialversicherung

» Bachelorabschluss im Studien

fach Sozialversicherung

Aktuelles

Schulausbildung beendet -

Antrag auf Kindergeld stellen

Bei Berufsausbildung oder in Übergangszeit: bis zur Vollendung

des 25. Lebensjahres möglich

Viele Jugendliche haben jetzt die Schulausbildung abgeschlossen.

Bei Jugendlichen, die zum Zeitpunkt des Schulabschlusses

das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben,

wird das Kindergeld auch nach dem Schulabschluss weitergezahlt

- und zwar bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres.

Bei Jugendlichen, die aber bereits das 18. Lebensjahr vollendet

haben - also überwiegend die Abiturienten - muss

ein neuer Antrag auf Kindergeld bei der zuständigen Familienkasse

gestellt werden. „Kindergeld gibt es für Kinder bis

zur Vollendung des 25. Lebensjahres, wenn sie sich in einer

Berufsausbildung oder in einer sogenannten Übergangszeit

von maximal 4 Monaten zwischen zwei Ausbildungsabschnitten

befinden“, erklärt Uwe Rauhöft, Geschäftsführer

beim Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine in Berlin. Das

gilt auch, wenn Kinder auf einen Ausbildungsplatz warten

oder einen anerkannten Freiwilligendienst absolvieren.

Bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres wird Kindergeld

auch gezahlt, wenn das Kind in keinem Beschäftigungsverhältnis

steht und bei der Agentur für Arbeit als arbeitssuchend

gemeldet ist.

„Wichtig ist, dass die Eltern nach Vollendung des 18. Lebensjahres

des Kindes rechtzeitig einen neuen Antrag auf Kindergeld

stellen, denn das Kindergeld wird nur noch für maximal

sechs Monate rückwirkend gewährt“, rät Rauhöft. Bei

Kindern, die jetzt die Schulausbildung abgeschlossen haben,

gibt es fast immer einen Berücksichtigungsgrund und damit

Anspruch auf Kindergeld.

(dpa)

Gelungene Initiativbewerbungen sind kurz

Etwa 70 Prozent aller Stellen

werden nicht ausgeschrieben,

sagt Karriereberaterin Ute Bölke.

Wer Chancen auf eine dieser

Stellen haben will, muss sich

initiativ bewerben. Dabei punktet,

wer der richtigen Person zur

richtigen Zeit schreibt.

Was ist der erste Schritt bei einer

Initiativbewerbung?

Zu Anfang müssen sich Bewerberinnen

und Bewerber Gedanken

über ihr Profil machen. „Wer

bin ich? Was kann ich? Was will

ich? Für welche Unternehmen

könnte meine Dienstleistung interessant

sein?“, sagt Bölke.

„Der erste Schritt ist, zu recherchieren,

ob das Unternehmen,

bei dem ich mich initiativ bewerben

möchte, nicht aktuell eine

Stellenanzeige geschaltet hat.

Dann sollte man keine Initiativbewerbung

schicken“, sagt Karriereberaterin

Hanne Bergen aus

Hamburg. Auch wenn eine Branche

gerade Stellen abbaut oder

Positionen ins Ausland verlagert,

ist eine Bewerbung nicht ratsam,

erklärt Bölke.

Für die Größe des Unternehmens

gilt: „Man kann grob sagen, je

kleiner das Unternehmen, desto

größer sind die Chancen auf

diesem Weg“, sagt Bergen. Denn:

der direkte Kontakt bei kleineren

Unternehmen ist meist einfacher.

Was gehört in die Bewerbung?

Weder die Überschrift „Bewerbung“

noch genaue Vorgaben

zur Stundenzahl sind in der Initiativbewerbung

ratsam. Besser

ist eine inhaltliche Überschrift

wie „Erfahrene Personalerin bietet

Mitarbeit an“. Ob frei oder

fest, Voll- oder Teilzeit bleibt erstmal

offen, rät Bergen.

Viele Stellen werden nicht über Ausschreibungen vergeben. Initiativbewerbungen

können sich also lohnen. Foto: Christin Klose/dpa-mag

In dem Schreiben sollten Bewerberinnen

und Bewerber

Bezug zum Unternehmen herstellen

und erklären, warum sie

meinen, in dem Markt ein interessantes

Angebot zu haben.

Dann beschreiben sie, was sie

mitbringen, und zeigen Handlungsoptionen

auf: etwa in einer

Woche anzurufen, sollten sie

keine Rückmeldung bekommen,

empfiehlt Bölke.

Wie sieht die Bewerbung aus?

Kurz und knapp, als Direktnachricht

im Jobportal, Email oder

Brief. „Diese ganzen Formalien,

die sonst erwartet werden, müssen

nicht eingehalten werden,

denn man formuliert sein Angebot

so, wie man es schlüssig

findet. Da muss man nicht schreiben,

wo man zur Schule gegangen

ist, das ist gar nicht wichtig,

sondern welche Kompetenzen

man mitbringt“, erklärt Bergen.

Auf Lebenslauf, Foto und Zeugnisse

können Bewerber/innen

verzichten. Bölke rät maximal zu

einem Kurzlebenslauf.

An wen richte ich die Bewerbung?

„Ich würde nie die Personalabteilung

anschreiben, sondern

immer die Person, die Unterstützung

braucht“, erklärt Bergen.

Das kann eine Abteilungsleitung,

eine Bereichsleitung oder

auch die Geschäftsführung sein,

je nachdem wie das Unternehmen

strukturiert ist. Diese Ansprechpartner

können Arbeitssuchende

oft über Jobportale

wie Xing oder Linkedin finden,

sagt Bölke.

Bewerbungsmappen landen

aber oft automatisch in der Personalabteilung.

„Schon allein

deshalb würde ich immer das

Format verändern, damit es gar

nicht wie eine Bewerbung aussieht“,

rät Bergen. Wer einen besonders

guten Eindruck machen

möchte, kann die Ansprechpartnerin

auch anrufen und sich kurz

vorstellen, bevor er die Bewerbung

abschickt. Denn: „Es geht

bei einer Initiativbewerbung immer

darum, die kleine Extrameile

zu gehen“, sagte Bölke. (dpa)

jung in die Rente#sichereSache

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Eine Ausbildung bei der Deutschen Rentenversicherung Berlin-Brandenburg

Bachelor of Laws – Fachbereich Sozialversicherung

Sozialversicherungsfachangestellte – Fachrichtung gesetzliche Rentenversicherung

www.sicheresache.de


18

Kaufmann/-frau für

Büromanagement

Kaufleute für Büromanagement

führen organisatorische und

kaufmännisch verwaltende

Tätigkeiten aus. Sie erledigen

z.B. den Schriftverkehr, entwerfen

Präsentationen, beschaffen

Büromaterial, planen und

überwachen Termine, bereiten

Sitzungen vor und organisieren

Dienstreisen. Auch unterstützen

sie die Personaleinsatzplanung

und kaufen externe Dienstleistungen

ein. Zudem betreuen sie

Kunden, wirken an der Auftragsabwicklung

mit, schreiben Rechnungen

und überwachen Zahlungseingänge.

Im öffentlichen

Dienst unterstützen sie Bürger/

innen z.B. bei der Antragstellung,

klären Anliegen und Zuständigkeiten

und wirken an der

Aufstellung des Haushalts oder

Wirtschaftsplanes mit.

Ausbildungsort/ -dauer

» Ausbildungsbetrieb und Berufsschule

(duale Ausbildung),

3 Jahre

Wo arbeitet man?

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» Kaufleute für Büromanagement

finden Beschäftigung

in Unternehmen nahezu aller

Wirtschaftsbereiche, in der öffentlichen

Verwaltung sowie

bei Verbänden, Organisationen

und Interessenvertretungen.

Worauf kommt es an?

» Organisatorische Fähigkeiten

» Flexibilität

» Kaufmännisches Denken

» Kunden und Serviceorientierung

» Sorgfalt sowie mündliches

und schriftliches Ausdrucksvermögen

Perspektiven

» Fachwirt/in für Büro- und Projektorganisation

» Bachelorabschluss im Studienfach

Betriebswirtschaftslehre,

Business Administration

Ähnliche Berufe

» Steuerfachangestellte/r

» Verwaltungsfachangestellte/r

»Sozialversicherungsfachangestelle/r

» Industriekaufmann/ -frau

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Freiwilligendienste (FSJ/BFD)

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Wenn´s um Geld geht

In der Ausbildung verdienen viele junge Menschen zum ersten Mal ihr eigenes Geld. Aber wie viel ist das

eigentlich und was kann man tun, wenn das Geld nicht reicht?

Foto: Christin Klose/dpa-mag

Das erste eigene Geld

Wie viel verdient man in der Ausbildung?

Bankkauffrau, Konditor, Friseur

oder Maurerin: Mit dem Schulabschluss

in der Tasche beginnt

für viele junge Menschen in der

Ausbildung ein neuer Lebensabschnitt.

Und mit ihm füllt

sich meistens zum ersten Mal

das eigene Konto. Vorbei sind

die Zeiten, in denen man sparsam

mit dem Taschengeld der

Eltern sein musste. Doch wie

viel Geld verdient man während

der Ausbildung eigentlich?

Und was tun, wenn das

Geld nicht reicht? Antworten

auf die wichtigsten Fragen.

Wie viel verdiene ich in der

Ausbildung?

Die Höhe der Ausbildungsvergütungen

in Deutschland variiert

deutlich und hängt von vielen

unterschiedlichen Faktoren

ab - etwa von der Branche, von

Tarifverträgen oder der Größe

des Betriebs. Jeder Auszubildende

schließt mit seinem Ausbildungsbetrieb

einen Vertrag

ab, der die Höhe der Vergütung

beinhaltet.

In tarifgebundenen Betrieben

muss mindestens die im Tarifvertrag

vorgesehene Vergütung

gezahlt werden. Diese

wird von Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern

regelmäßig

ausgehandelt.

Die Bandbreite ist groß, das zeigen

Daten des Bundesinstituts

für Berufsbildung von 2019: So

erhielten angehende Friseurinnen

und Friseure in tarifgebundenen

Betrieben im Osten im

ersten Jahr ihrer dualen Ausbildung

durchschnittlich 336 Euro

brutto pro Monat. Maurer-Azubis

im Westen dagegen kommen

im dritten Ausbildungsjahr

im Schnitt auf 1473 Euro.

Im Gesamtdurchschnitt lagen

die tariflichen Ausbildungsvergütungen

bei 939 Euro pro

Monat.

Was gilt in Betrieben ohne Tarifvertrag?

Paragraf 17 im Berufsbildungsgesetz

(BBiG) besagt, dass die

Ausbildungsvergütung «angemessen»

sein muss. In nicht-tarifgebundenen

Betrieben muss

die Vergütung nach aktueller

Rechtsprechung deshalb mindestens

80 Prozent der branchenspezifischen

tariflichen

Vergütung betragen.

Seit 2020 ist im BBiG zudem

eine Mindestausbildungsvergütung

vorgeschrieben, die

nicht unterschritten werden

darf: Sie beträgt 515 Euro im

ersten Ausbildungsjahr und

wird im Laufe der Ausbildung

jährlich erhöht.

Wer bezahlt die Ausbildungsvergütung?

Die Kosten für die Ausbildung

tragen in Deutschland maßgeblich

die Betriebe. Der Zentralverband

des Deutschen

Handwerks (ZDH) gibt an, dass

ein Handwerksbetrieb über den

Verlauf einer Ausbildung im

Schnitt rund 16 500 Euro in einen

Auszubildenden investiert.

Die Ausbildungsvergütung

hat nach der Rechtsprechung

des Bundesarbeitsgerichts drei

Funktionen: Sie soll dem Auszubildenden

und seinen Eltern zur

Durchführung der Berufsausbildung

eine finanzielle Hilfe sein,

sie soll die Heranbildung eines

ausreichenden Nachwuchses

#AM START

an qualifizierten Fachkräften

gewährleisten und schließlich

soll sie eine Entlohnung darstellen.

Anders als ein Lohn im

klassischen Sinne dient die Ausbildungsvergütung

aber weder

der Existenz- noch der Lebensstandardsicherung.

„Gehalt

oder Lohn sind dazu da, den

Lebensunterhalt vollständig

zu bestreiten, eine Vergütung

jedoch ist ein Zuschuss zum

Lebensunterhalt während einer

Zeit des Lernens“, heißt es beim

Zentralverband des Deutschen

Handwerks (ZDH).

Dieser „begrenzte Zweck“ wird

laut ZDH auch dadurch deutlich,

dass während einer Ausbildung

die Unterhaltspflicht der

Eltern fortbesteht und diese für

in der Ausbildung befindliche

Kinder Anspruch auf Kindergeld

haben.

Was tun, wenn das Geld nicht

reicht?

Generell haben Auszubildende

Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe

(BAB), wenn sie

während der Berufsausbildung

nicht bei den Eltern wohnen

können - etwa weil der Ausbildungsbetrieb

zu weit vom

Elternhaus entfernt ist. Bei der

Berechnung ist eventuell auch

der Verdienst der Eltern beziehungsweise

des Partners oder

der Partnerin relevant.

Zudem besteht während der

Ausbildung weiterhin ein Anspruch

auf Bezug des Kindergeldes.

Auszubildende können

aber auch Wohngeld beantragen

oder einen Bildungskredit

von der Förderbank KfW beziehen.

Zuständig sind die Agenturen

für Arbeit. (dpa)


SEPTEMBER 2020 19

Stimme, Haltung, Licht:

Das Bewerbungsgespräch per Video meistern

Für den ersten Eindruck gibt es

keine zweite Chance - das gilt

auch für ein Bewerbungsgespräch.

Aufgrund der Corona-

Pandemie fällt aber zur Zeit

nicht nur das Händeschütteln

zur Begrüßung weg, sondern

oft das komplette Treffen.

Stattdessen findet ein Video-

Gespräch statt. Doch gelten

da die gleichen Regeln? Wie

gelingt es, vor der Kamera ein

gutes Bild zu machen?

1. Inhaltliche und technische

Vorbereitung

Ganz gleich, ob persönliches

Treffen oder Videogespräch:

Die inhaltliche Vorbereitung

für das Bewerbungsgespräch

bleibt identisch, sagt Karriere-

und Business-Coach

Bernd Slaghuis. Es ist wichtig,

einen Überblick über das

Unternehmen, die Produkte

oder Dienstleistungen sowie

Standorte, Umsatz und Anzahl

der Mitarbeiter zu haben. Der

Vorteil beim Videogespräch:

Spickzettel sind erlaubt. Solange

man nicht alles mit gesenktem

Kopf abliest, stört es die

Personaler nicht, was auf dem

Tisch liegt.

Damit überhaupt ein flüssiges

Gespräch stattfinden kann,

sollte man vorab einen Technik-Check

machen. Außerdem

empfiehlt der Bundesverband

der Personalmanager (BPM)

verschiedene Funktionen

schon vor dem Gespräch auszuprobieren.

Wer etwa darum

gebeten wird, seinen Bildschirm

zu teilen, sollte idealerweise

nicht lange suchen

müssen.

2. Licht und Ton wie ein Profi

Der wohl größte Unterschied

zum analogen Bewerbungsgespräch

entsteht durch weniger

Kommunikationskanäle,

erklärt Nicole Krieger, Leiterin

der Moderatorenschule Baden-Württemberg.

Man sieht

nur den Oberkörper und das

ganze Bild ist zweidimensional.

«Deswegen muss man

noch überzeugender sein mit

dem, was man sieht und hört.»

Dafür sind Licht und Ton entscheidend.

Am besten sei natürliches

Tageslicht von vorne,

das Gesicht schaut also zum

Fenster.

Den Ton testet man bestenfalls

im Vorfeld des Gesprächs.

Klingt die Stimme

blechern, empfiehlt Krieger

ein externes Mikrofon auszuprobieren.

Andrea Ballschuh,

TV-Moderatorin und Expertin

für Kamera- und Präsenztraining,

empfiehlt: „Kurz vor Gesprächsbeginn,

macht man

ein `Mmh`-Geräusch als würde

man an etwas Leckeres denken.“

Das helfe, in die natürliche

Stimmlage zu finden.

3. Ein Gespräch auf Kamerahöhe

Blickkontakt per Video ist gar

nicht so einfach: Denn schaut

Wer ein Bewerbungsgespräch via Video führt, sollte das Smartphone auf

einem Stativ befestigen - und es nicht einfach in der Hand halten. Foto:

Christin Klose/dpa-mag

man sein Gegenüber auf dem

Bildschirm an, geht der Blick

nicht mehr in die Kamera und

damit zum Gesprächspartner,

erklärt Andrea Ballschuh. Gerade

wenn man selbst spricht,

sollte man sich daher zwingen,

den Blick direkt in die Kamera

zu richten. Das ist anfangs

ungewohnt, hinterlässt aber

Eindruck. Damit man es nicht

vergesse, könne man sich einen

Aufkleber neben die Linse

oder ein Foto dahinter kleben.

Auch die eigene Position ist

relevant: Das Videogespräch

sollten Bewerberinnen und

Bewerber nicht mit Tablet oder

Smartphone in der Hand oder

auf dem Tisch führen. Stattdessen

rät Ballschuh die Computerkamera

auf Augenhöhe

auszurichten oder das Smartphone

in einem Stativ aufzustellen.

Der Bildausschnitt

sollte dabei wie bei Nachrichtensprechern

von den Ellenbogen

bis knapp über den Kopf

reichen, sagt Nicole Krieger.

4. Haltung zeigen und Fragen

stellen

Eine aufrechte Haltung kommt

gut an. Wer sitzt, sollte sich

laut Krieger auf den vorderen

Teil des Stuhls setzen, die Füße

auf den Boden stellen und sich

nicht zurücklehnen, sondern

leicht zur Kamera beugen. Ballschuh

dreht ihre Videos zuhause

am liebsten im Stehen und

barfuß. Das gibt ihr einen festen

Stand. Außerdem gestikuliere

man im Stehen natürlicher.

Am besten denkt man gar nicht

darüber nach, was man mit den

Händen macht, sagt Ballschuh.

„Die Hände unterstützen die

Worte automatisch.“

Wichtiger als die Körperhaltung

bewertet Bernd Slaghuis die innere

Haltung. „Das Fachwissen

wurde schon im Lebenslauf

überprüft. Im Bewerbungsgespräch

will man den Menschen

als potenziellen Mitarbeiter

und Kollegen kennenlernen.“

Dazu gehört auch, Klarheit zu

schaffen: Wer nervös ist, weil es

das erste Video-Bewerbungsgespräch

ist, könne das ruhig

zu Beginn ansprechen. (dpa)

Landkreis Märkisch-Oderland

im Land Brandenburg

Ehrliche Neugier kann helfen -

Eltern müssen gut zuhören

Die„Killerfrage“ besser vermeiden

Wie können Eltern ihre Kinder bei der Berufswahl unterstützen?

Wann sollen Eltern in die Berufswahl einsteigen?

Sobald in der 7. bzw. 8. Klasse die Berufsorientierung ein

Thema ist und es die die ersten Praktika gibt, oder die Stärke-

Schwäche-Analyse gibt bzw. die sogenannte Potentialanalyse

ansteht, es den Berufswahlpassordner gibt, sollte das

Elternhaus beginnen, dem Kind Fragen zu stellen, aber vor

allem zuhören. Hilfreich ist nur, das Kind dabei zu unterstützen,

herauszufinden, was es will. Vorgeben und diktieren ist

der falsche Ansatz.

Wer zuhört, kann Feedback zu den Überlegungen der Jugendlichen

geben. Dafür muss man das Gespräch suchen.

Die Killerfrage „Weißt du schon, was du werden willst?“ ist

nicht der richtige Einstieg. Wenn das Kind das wüsste, hätte

es das schon gesagt. Die eigene, vielleicht nicht so gradlinige

berufliche Biografie ist möglicherweise spannend für den

eigenen Nachwuchs. Dabei kann man auch die Berufe von

Verwandten und Freunden durchgehen, was die so machen

und wo die arbeiten. Wissen Eltern, was der pubertäre Spross

so recherchiert bzw. was ihn interessiert?

Wenn Erwachsene vermeiden, von den eigenen Interessen

auszugehen oder diese gar auf die Jugendlichen zu projizieren,

ist schon viel gewonnen. Ehrliche Neugier und Offenheit

für die Neigungen, das neue, das Unbekannte zählen ganz

sicher zu den Faktoren, dass Schülerinnen und Schüler nicht

„dichtmachen“.

(www.hwk-ff)

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Weitere Infos: www.maerkisch-oderland.de

n BACHELOR OF LAWS (ÖFF. VERWALTUNG)

n BACHELOR OF ARTS (SOZIALE DIENSTE)

n BACHELOR OF SCIENCE (INFORMATIK)


20

Von Einkauf bis Verwaltung

Kaufmännische Berufe sind beliebt

Abwechslung gehört im Berufsalltag von Kaufleuten im Groß- und

Außenhandelsmanagement dazu. Während der dreijährigen Ausbildung

werden sie zu flexiblen Allroundtalenten, die in diversen Branchen Fuß

fassen können.

txn-Foto: randstad/goodluz@fotolia

Kaufmännische Berufe stehen

bei Azubis seit Jahren auf der

Beliebtheitsskala ganz oben.

Auch Spezialisierungen sind

gefragt: Kaum ein anderes Arbeitsfeld

ist so abwechslungsreich

und zukunftsgerichtet

wie das der Kaufleute im

Groß- und Außenhandelsmanagement.

Die Fachkräfte werden beim

Großhändler ebenso gesucht

wie in den Im- und Exportabteilungen

von Produktionsbetrieben.

Unübertroffen

ist die Branchenvielfalt:

Von Holz über Autoteile, von

Knäckebrot bis Hardware-

Komponenten - Kaufleute im

Groß- und Außenhandelsmanagement

beschaffen und

verkaufen die unterschiedlichsten

Waren, vergleichen

Angebote und geben Bestellungen

auf. Dabei stehen sie

nicht nur in Kontakt mit Herstellern

und Lieferanten im

In- und Ausland. Sie kümmern

sich auch um die Anliegen der

Kunden. Sie organisieren verkaufsfördernde

Maßnahmen

wie Hausmessen und sorgen

für deren perfekte Umsetzung.

Darüber hinaus beschäftigen

sie sich mit Finanz- und Betriebsbuchhaltung

und sind

ins Personalwesen eingebunden.

Auch Lagerung, logistische

Abwicklung sowie Transport

und Versand von Waren

gehören zum umfassenden

Aufgabengebiet.

Die Details des Arbeitsalltags

hängen von den Unternehmen

und Branchen ab. Betriebe

bevorzugen Bewerber

mit einem guten mittleren

Bildungsabschluss oder Abitur.

Wichtige Schulfächer sind

Deutsch, Englisch, Wirtschaft

und Mathematik.“ (txn)

Kaufmann/-frau im Groß- und

Außenhandelsmanagement

Kaufleute für Groß- und Außenhandelsmanagement

der

Fachrichtung Außenhandel

planen und überwachen Einkaufs-,

Logistik- sowie Verkaufsprozesse

im In- und Ausland

und wirken bei deren

Optimierung mit. Sie steuern

den Daten- und Warenfluss

von der Bestellung bis zur Anlieferung.

Dabei nutzen sie verschiedene

Beschaffungs- und Vertriebswege,

insbesondere auch Onlinekanäle,

und wickeln elektronische

Geschäftsprozesse

(E-Business) ab. Sie beobachten

und analysieren in- und

ausländische Märkte, ermitteln

Bezugsquellen oder Absatzmöglichkeiten

auf in- und

ausländischen Märkten, vergleichen

Preise und erstellen

Zahlreiche Online-Kurse und

Sprach-Apps versprechen Hilfe.

Doch wer eine neue Sprache

erfolgreich lernen will, sollte

mehr tun.

Klare Ziele definieren

Damit es diesmal wirklich

klappt, ist es wichtig, ein klares

Ziel zu definieren. Das rät Britta

Hufeisen, Leiterin des Sprachenzentrums

an der Technischen

Universität Darmstadt.

Lernwillige sollten sich darüber

bewusst werden, ob sie Texte

schreiben wollen, ihre Grammatikkenntnisse

verbessern,

ihre Lesekompetenz stärken

oder echte Kommunikation erlernen

wollen. Sprachsoftware

kann dabei je nach Ziel nur bedingt

helfen.

Strategische Rollenspiele

Empfehlenswert sind auch sogenannte

Serious Games, rät

Jörg Roche vom Institut für

Deutsch als Fremdsprache an

der Ludwig-Maximilians-Universität

München. Diese Form

Angebote. Ist ein Abschluss

zustande gekommen, bestellen

sie die Waren, handeln

Liefertermine sowie -bedingungen

aus, schließen Transportverträge

ab, erledigen

Zollformalitäten, überwachen

den Weg der Sendungen und

bearbeiten den Zahlungsverkehr.

Ihre Kunden beraten sie

umfassend über das Warenund

Dienstleistungssortiment.

Darüber hinaus übernehmen

sie Aufgaben im Controlling,

führen zielgruppengerechte

Marketingmaßnahmen durch

und wirken bei unternehmensübergreifenden

Projekten mit.

Ausbildungsort/ -dauer

» Ausbildungsbetrieb und Berufsschule,

3 Jahre

von Lern-Spielen sind in vielen

Fremdsprache und teils kostenfrei

online verfügbar.

So müssen Anwender in einem

Simulationsspiel zum

Beispiel als Bürgermeister ein

Klimakonzept für eine fiktive

Gemeinde erstellen oder den

Energiehaushalt berechnen.

Durch den großen Kommunikationsanteil

eignen sich die

Spiele gut für den Spracherwerb.

Den eigenen Lerntyp kennen

Wo arbeitet man?

» Kaufleute im Groß- und Außenhandel

der Fachrichtung

Außenhandel arbeiten in erster

Linie in Büroräumen.

Worauf kommt es an?

» Kundenorientierung,

» Sorgfalt

» Kontaktbereitschaft und

interkulturelle Kompetenz

» Verhandlungsgeschick

und Durchsetzungsvermögen

» Kaufmännisches Denken

Perspektiven

» Fachwirt/in im E-Commerce

» Bachelorabschluss im Studienfach

Internationale Wirtschaft

So klappt es mit der neuen Fremdsprache

Über ähnliche Wörter kann man

sich mit etwas Selbstdiszplin in

eine andere Fremdsprache einarbeiten.

Foto: Warnecke/dpa-mag

#AM START

Die falsche Herangehensweise

und fehlende Erfolgserlebnisse

können schnell frustrieren. Um

die Motivation hoch zu halten,

hilft es, den eigenen Lerntypen

zu kennen. Wenn man zum

Beispiel gerne Bücher liest,

kann es je nach Lernstand sinnvoll

sein, mit fremdsprachiger

Literatur zu lernen. Roche empfiehlt,

sich mit Medien in einer

Fremdsprache auseinanderzusetzen,

die auch kulturellen

Kontext enthalten.

Online-Tandempartner suchen

Der interaktive Austausch ist

beim Spracherwerb entscheidend.

Sprachtandem-Plattformen

im Netz machen das relativ

einfach.

Dabei finden sich Lerninteressierte

zusammen, die sich gegenseitig

eine Sprache beibringen,

erklärt Roche. Über Social

Media oder andere Kanäle kann

man auch einfach von zu Hause

ins Gespräch kommen. Wichtig

ist, dass sich die Tandempartner

auf ein gemeinsames Interesse

einigen.

(dpa)

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„Nach dem Abi erst mal eine Lehre

machen“

„Nach dem Abi ist das sofortige Studium nicht die einzige

Option, um qualifiziert und anerkannt den Arbeitsmarkt zu

betreten. Wer eine Lehre macht, besitzt Zusatzqualifikationen

und Qualitäten, die jedem Menschen im weiteren Leben

nutzen.

Mein Appell an die Schulabgänger aus den Gymnasien;

Macht erst mal eine Lehre. Dann lernt ihr viel mehr Perspektiven

und Karrierechancen kennen als beim Studium.“

(Michaela Schmidt, Abteilungsleiterin Berufsbildung der Handwerkskammer)

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SEPTEMBER 2020 21

Nichts für nebenbei

Ein eigenes Online-Business aufziehen

Egal, ob es etwa um raffinierte

Torten, effektive Fitnessvideos,

ausgefallene Klöppeleien oder

anderes aus eigener Produktion

geht - schnell fällt der Satz:

„Du kannst das ja im Internet

verkaufen.“

Wer ein eigenes Business im

Netz aufziehen will, muss sich

aber über eines von vornherein

im Klaren sein: «Ein Online-

Business lässt sich in aller Regel

nicht einfach so nebenher

machen», sagt Florian Lange,

Referent für Handel und Logistik

beim Digitalverband Bitkom

in Berlin. Das Vorhaben ist zeitintensiv

- und es braucht eine

wohlüberlegte Eintrittsstrategie.

Die richtige Business-Plattform

finden

Eintrittsstrategie, das heißt

sich zu überlegen: Welche

Zielgruppen möchte ich erreichen?

Welche Kanäle bieten

sich an? Der Anfang kann etwa

eine niederschwellige Kleinanzeige

sein. „Auch Plattformen

bieten gute Vertriebsmöglichkeiten

für private Händler“, erklärt

Lange.

Da gibt es nicht nur die Allround-Option,

sondern auch

spezialisierte Plattformen, die

sich zum Beispiel auf Handgemachtes

fokussieren. „Nahezu

alles lässt sich verkaufen“, so

Lange. Wichtig seien gute Fotos

und möglichst viele Detailinformationen

zum Produkt.

Mit einem kleinen Sortiment

anfangen

Kaufmann/ Kauffrau im

Einzelhandel

Kaufleute im Einzelhandel

verkaufen Konsumgüter wie

Bekleidung, Spielwaren, Nahrungsmittel,

Unterhaltungselektronik

oder Möbel an

Endkunden. Sie führen Beratungsgespräche

mit Kunden,

verkaufen Waren und bearbeiten

Reklamationen. Außerdem

planen sie den Einkauf,

bestellen Waren und nehmen

Lieferungen entgegen. Anschließend

prüfen sie die Qualität

der gelieferten Ware und

sorgen für eine fachgerechte

Lagerung.

Sie zeichnen die Ware aus

und helfen beim Auffüllen der

Verkaufsregale sowie bei der

Gestaltung der Verkaufsräume.

Auch bei der Planung und

Umsetzung von werbe- und

verkaufsfördernden Maßnahmen

wirken Kaufleute im Einzelhandel

mit. Im Onlinehandel

betreuen sie Onlineshops,

Lange rät, sich zunächst auf

einen kleinen Produkt-Stamm

zu konzentrieren. «Wer zu

früh zu viel will, kann sich

schnell vergaloppieren, und

das Geschäft gerät ins Wanken.»

Erst wenn sich zeigt,

dass bestimmte Erzeugnisse

oder Dienstleistungen gut laufen,

sollte man sein Angebot

schrittweise erweitern.

Man kann sich auch eine eigene

Webseite zulegen oder

einen Online-Shop einrichten.

Generell gilt: „Alle, die ein

Online-Business aufbauen,

müssen sich zwingend mit

den gesetzlichen Rahmenbedingungen

vertraut machen“,

betont Ulrike Regele vom

Deutschen Industrie- und

Handelskammertag (DIHK) in

Berlin.

Man kann zum Beispiel nicht

einfach mit Spielzeug handeln.

„Solche, aber auch andere

Erzeugnisse müssen

bestimmte Sicherheitsanforderungen

erfüllen, also

produktsicher sein.“ Auch die

Plattformen selbst haben genaue

Vorgaben.

Webseite aufbauen: Nicht alles

selbst machen

Aus Sicht des Verbands der

Gründer und Selbständigen

Deutschland (VGSD) in München

macht es Sinn, sich vor

dem Start eines Online-Business

von professioneller Seite

Tipps zu holen. „Für das Einrichten

eines Shops hat man

am besten jemanden an der

Seite, der sich auskennt, auch

pflegen Produktkataloge und

setzen Onlinemarketing ein.

Ausbildungsort/ -dauer

» Ausbildungsbetrieb und Berufsschule,

3 Jahre

Wo arbeitet man?

» in Einzelhandelsunternehmen,

z.B. in Modehäusern,

Baumärkten, Supermärkten,

Kaufhäusern, Lebensmittelfachgeschäften,

Tankstellen

oder im Versandhandel

Worauf kommt es an?

» Kundenorientierung,

Kommunikations und Kontaktbereitschaft

» Kaufmännisches Denken und

Sorgfalt

Perspektiven

Um seine Produkte im Netz erfolgreich zu verkaufen, sind gute Fotos und möglichst viele Detailinformationen

nötig.

Foto: Christin Klose/dpa-mag

in technischer Hinsicht“, sagt

der VGSD-Vorsitzende Andreas

Lutz. „Das geht schneller,

als wenn man versucht, sich

selbst alles beizubringen.“

Beim eigenen Online-Shop

muss unter anderem das

Impressum vollständig und

rechtssicher formuliert, Widerrufsfristen

müssen korrekt

angegeben sein. Andernfalls

riskiert der Shop-Betreiber, es

mit einem Abmahn-Anwalt

zu tun zu bekommen, wie

Regele sagt. Wer eine Online-

Business hat, muss sich auch

mit dem Thema Datenschutz

auseinandersetzen. Kunden

müssen zu Beginn des Nutzungsvorgangs

über die Art,

» Handelsfachwirt/in

» Bachelorabschluss im Studienfach

Handelsbetriebswirtschaft

» Auch der Schritt in die Selbstständigkeit

ist möglich, z.B. mit

einem eigenen Einzelhandelsoder

Fachhandelsbetrieb oder

als freie/r Handelsvertreter/in.

Trend: Serviceroboter

» Roboter sollen künftig nicht

nur Regale auffüllen und Bestände

kontrollieren, sondern

auch Kunden im Laden den

Weg weisen und z.B. Auskunft

darüber geben, ob ein gewünschter

Artikel auch in einer

anderen Farbe und Größe oder

in einer anderen Filiale vorrätig

ist. Verkaufsberater/innen

könnten sich künftig intensiver

um persönliche Kundenfragen

kümmern, Routineanfragen soll

Kollege Roboter übernehmen.

den Umfang und den Zweck

der Datenerhebung und -verwendung

informiert werden.

„Dies muss von Kundenseite

jederzeit widerrufbar sein“, erklärt

Regele.

Kunden finden und binden

Online-Shop-Betreiber sollten

sich zudem die ausdrückliche

Erlaubnis der Kunden einholen,

wenn sie deren Mailadresse

etwa für den Newsletter-

Versand speichern wollen.

Kunden sollten außerdem die

Möglichkeit haben, vor Abschluss

des Bestellvorgangs

ein Häkchen für ihre Einwilligung

setzen. „Zudem muss

Gerne auch per E-Mail – an: la@wohnorama-britz.de

Wohnorama Möbelkuch GmbH • Rüdnitzer Chaussee 10

16321 Bernau bei Berlin • Telefon 03338 / 75 09 70

Es werden keine Bewerbungen

zurückgesendet, außer

es liegt ein Freiumschlag bei.

Wir bitten um Verständnis.

eine Verbraucher-Schlichtungsstelle

auf der Webseite

des Unternehmens anklickbar

sein“, so Regele. Ebenfalls

wichtig: „Immer ein Auge auf

die Konkurrenz haben“, rät

Lange.

Eine regelmäßige Markt-Analyse

ist das A & O, um auch

langfristig erfolgreich zu bleiben.

Was kann ich besser als

andere? Was läuft gerade

nicht so gut und wie kann ich

gegensteuern? Läuft der Verkauf

gut, sollte man frühzeitig

Aufgaben delegieren, um sich

selbst nicht zu verausgaben.

„Dann ist es gut, zwei bis drei

Leute an seiner Seite zu haben“,

so Lange. (dpa)

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22

Arbeitsplatz Jachthafen

Ein ganz besonderer Arbeitsplatz und längst keine Männerdomäne mehr

Mit der Nase in der Sonne auf

dem Deck herumturnen - wer

denkt, Bootsbauer kämen in

den Genuss, entspannt das maritime

Flair eines Jachthafens

zu genießen, liegt falsch. Bewerbungen,

die zu sehr von der

Freiheit der sieben Weltmeere

träumen, sortiert Thomas

Schwarz meistens sofort aus.

Was der Inhaber der „Yachtwerft

Klemens“ in Großenbrode

am Ufer der Lübecker Bucht

benötigt, sind handfeste Leute,

die anpacken, einen anstrengenden

Job meistern und «Biss

haben», wie der 52-Jährige

es formuliert. In seinem mittelständischen

Unternehmen

kümmern sich zwanzig Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter

um Aus- und Umbauten sowie

Reparaturen von Segel- und

Motorjachten sowie einen

Jachthafen mit 220 Liegeplätzen

samt Winterlagerhalle für

240 Jachten.

Aus einem Stück Teakholz

wird eine Leitersprosse

Und doch ist ein Jachthafen

ein besonderer Arbeitsplatz

- wenngleich Auszubildende

Carina Isenberg kaum Gelegenheit

dazu hat, entspannt das

Spiel der Sonne auf den Wellen

zu genießen. Sie konzentriert

sich stattdessen auf das Stück

Teakholz in ihrer Hand, aus dem

eine Stufe für eine Badeleiter

werden soll. Sorgfältig hat sie

Maß genommen, das Zusägen

muss allerdings ein erfahrener

Kollege übernehmen. Denn den

Maschinenschein muss sie erst

noch erwerben.

Die 17-Jährige hat sich bereits

während ihrer Realschulzeit auf

die Suche nach einem handwerklichen

Ausbildungsberuf

gemacht. Es sollte etwas Technisches

sein, so viel stand fest.

Denn ihr Vater ist Schlosser und

hat das Faible für Motoren wohl

Wir bilden aus & investieren:

Binnenschiffer (m/w/d)

Wir bieten:

• IHK Abschluß

• überdurchschnittliches Azubi Entgeld

• Unterbringung (Internat)

wird übernommen

• Qualifizierungsmöglichkeiten sind

auch nach der Ausbildung gewollt

und gegeben!

Tief-, Wasserbau und Schifffahrtsgesellschaft mbH

Ohne Kondition geht‘s in ihrem Beruf nicht: Carina Isenberg, angehende Bootsbauerin, schleift Fugenmasse

auf einem neu verlegten Teakholz-Deck ab.

Foto: Markus Scholz/dpa-mag

vererbt: Während ihre Schwester

Fluggerätemechanikerin ist,

hat sich Carina Isenberg nach

einigen Praktika für den Bootsbau

entschieden. Für die Ausbildung

musste die Landratte an

die Lübecker Bucht umziehen.

Gute körperlichen Konstitution

ist gefragt

Nun ist bald ihr erstes Ausbildungsjahr

absolviert und die

17-Jährige hat ihre Entscheidung

keinen Tag bereut. „Motoren

und Technik sind einfach

mein Ding“, sagt sie. „Manchmal

ist es hart, wenn ich lange

über Kopf arbeiten oder schier

endlos schleifen muss, aber am

Ende des Tages sehe ich, was wir

geschafft haben.“

Wer sich für eine Ausbildung

zum Bootsbauer interessiert,

sollte also eine gute körperliche

Komm

zu uns an

Bord!

Wir sind ein Unternehmen,

das seit 1993

zuständig ist für die

Unterhaltung der

Wasserstraßen.

Auch Quereinsteiger

sind willkommen!

Wir freuen uns auf Ihre

Bewerbung.

z. Hd. Elisabeth Kulle

Kulle Tief-, Wasserbau

und Schifffahrts GmbH

Am Kanal 31a

15890 Eisenhüttenstadt

Tel. 03364 63096

Fax 03364 283132

kullegmbh@aol.com

Konstitution mitbringen, dazu

technisches Verständnis. „Und

man sollte durchhalten können,

nicht gleich aufgeben, wenn etwas

nicht auf Anhieb so klappt,

wie man sich das vorstellt“, sagt

Carina Isenberg.

Braucht sie eigentlich auch

eine robuste seelische Ausstattung,

weil sie in einer Männer-

Domäne tätig ist? „Nein“, lacht

die junge Frau. „Zwar arbeiten

im Bootsbau deutlich mehr

Männer als Frauen, aber das ist

im Arbeitsalltag kein Thema.

Bislang musste ich mir nie blöde

Sprüche anhören.“ In ihrer

22-köpfigen Berufsschulklasse

sind sieben weibliche Azubis.

Nur wer eigenständig entscheidet,

wird glücklich

Im Frühjahr und Sommer arbeiten

Bootsbauer im Freien,

Binnenschiffer/innen laden

im Hafen Güter oder nehmen

Passagiere an Bord. Sie steuern

Schiffe vom Steuerhaus aus,

arbeiten auf Deck, z.B. bei Aboder

Anlegemanövern, oder im

Maschinenraum, z.B. wenn sie

den Ölstand prüfen oder bewegliche

Teile abschmieren. Sie

betreuen Fahrgäste oder überwachen

die Fracht. Außerdem

führen sie an Bord Reinigungsund

Instandhaltungsarbeiten

aus und reparieren kleinere

Schäden.

Ausbildungsort/ -dauer

» Ausbildungsbetrieb und Berufsschule,

3 Jahre

im Winter in der Halle. Dann

werden Boote „eingewintert“,

unter anderem werden die

„Masten gelegt“. Das Team

arbeitet die Aufträge ab, die

Bootsbesitzer über das Winterhalbjahr

erledigt wissen

wollen.

„Bootsbau ist ein universeller

Handwerksberuf“, so Schwarz.

Die Azubis gehen mit unterschiedlichen

Werkstoffen um.

Sie schrauben, schleifen, nieten

und montieren - mit ihren

Händen und natürlich mit Hilfe

von Maschinen. Dabei sei kein

Auftrag wie der andere, denn

jedes Boot habe seinen eigenen

Charakter, so Schwarz:

„Deshalb muss man im Bootsbau

eigenständig Entscheidungen

treffen können. Wer

nur auf Anweisungen wartet,

wird in diesem Beruf nicht

glücklich.“

(dpa)

Binnenschiffer/in

Wo arbeitet man?

» in Betrieben der Güter- und

Personenbeförderung der Binnenschifffahrt

» in (Binnen-) Hafenbetrieben

und -behörden

» bei Wasser- und Schifffahrtsämtern

Worauf kommt es an?

» Handwerkliches Geschick und

technisches Verständnis

» Verantwortungsbewusstsein

» Entscheidungsfähigkeit

und Reaktionsgeschwindigkeit

» Beobachtungsgenauigkeit

und Aufmerksamkeit

» gute körperliche Konstitution

Verschiedene

Wege zum

Schulabschluss

Den Schulabschluss nachholen,

aber wie? Kein

Problem! Man kann jeden

schulischen Abschluss

auch zu einem späteren

Zeitpunkt, über den sogenannten

zweiten Bildungsweg,

nachholen.

Das geht zum Beispiel an

Abendschulen oder Kollegs.

Die Adressen gibt es

bei der Berufsberatung.

Gut zu wissen: Allgemeine

Informationen zum

Schulsystem in Deutschland

bietet die Kultusministerkonferenz

(KMK). In

planet-beruf.de regional

sind die Schulen in der Region

zu finden. Bildungsangebote

gibt es in KURS-

NET. (berufenet.de)

Digitalisierung

und Industrie 4.0

Der Trend zur Digitalisierung

geht an keiner Branche

vorbei. Eine neue Untersuchung

zeigt, dass sich

die große „digitale Kluft“

zwischen Groß- und Kleinunternehmen,

die noch im

Jahr 2015 bestand, inzwischen

deutlich verringert

hat, wenngleich kleinere

Betriebe noch Nachholbedarf

haben. Mehrere

Branchen machten große

Fortschritte, zum Beispiel

die Nahrungs- und Getränkeindustrie.

Digitale

Vorreiterbranchen bleiben

jedoch der Fahrzeugbau

und die Elektronikindustrie.

(Fraunhofer-Institut für

System- und Innovationsforschung/cr)

Perspektiven

#AM START

» Logistikmeister/in

» Bachelorabschluss im Studienfach

Nautik

Trend Smart Shipping

» Immer intelligentere Bordsysteme

vernetzen Schiffe z.B. mit

der Reederei oder Zulieferern,

Drohnen senden künftig Live-

Bilder von schwer zugänglichen

Stellen. Sensoren an Containern,

Schiffen und Entladeeinrichtungen

liefern Daten, mithilfe derer

Schiffe fernüberwacht, der Status

von Lade- und Löscharbeiten

beurteilt und Staus vor Häfen

vermieden werden können.


SEPTEMBER 2020 23

Mechanik plus Elektronik

Mechatroniker/in - gefragte Vielseitigkeit

Egal, ob es das neueste Auto ist,

das auf den Markt kommt, der

Röntgenapparat im Krankenhaus

oder die Waschmaschine

in der eigenen Wohnung

– all diese Geräte bestehen

aus Mechanik und Elektronik.

Das heißt, sie werden mechanisch

zusammengebaut und

elektronisch gesteuert. Diese

mechatronischen Geräte werden

immer vielseitiger, und

die Technik wird zunehmend

komplexer.

Umso wichtiger, dass es Menschen

gibt, die Wissen in der

Mechanik wie in der Elektronik

haben und beide Bereiche

verbinden können. Die Ausbildung

zum/zur Mechatroniker/

in, die seit 1998 in Deutschland

angeboten wird, hat auf diese

Entwicklung reagiert und

bildet in nur einer Ausbildung

Profis für beide Fachbereiche

aus. Wichtige Voraussetzungen

für die Ausbildung zum/

zur Mechatroniker/in ist, dass

Interessenten ein großes Interesse

an Technik und Verständnis

für Mathematik und Physik

mitbringen, denn genau diese

Kenntnisse werden in der täglichen

Arbeit gebraucht.

Die Aufgaben befassen sich

mit allen mechatronischen Geräten.

Das können Haushaltsgeräte

wie Waschmaschine

oder Kaffeemaschine sein, Roboter

in der Automobilindustrie,

aber auch große Anlagen

im Nah- und Fernverkehr, also

Eisen- und Straßenbahnen.

Aufgabe in allen Fällen ist es,

die einzelnen mechanischen,

elektrischen oder elektronischen

Bestandteile zu einem

kompletten mechatronischen

System zusammen zu bauen.

Hierfür fertigen Mechatroniker/innen

entweder selbst

einen Schaltplan an oder orientieren

sich an bereits vorgefertigten

Konstruktionszeichnungen.

Dann werden

die einzelnen Teile zusammen

geschraubt, gelötet oder geklebt

undverschiedene Stromkreisläufe

und Stecksysteme

miteinander verbunden.

Geschicklichkeit mit den Fingern

und ein genauer Blick

sind wichtig, um sorgfältig zu

arbeiten und keine Kontaktstellen

zu verbiegen oder zu

beschädigen. Ist das System,

zum Beispiel eine elektrische

Schaltung, fertig gebaut, wird

es in das jeweilige Endsystem,

zum Beispiel eine Straßenbahnanlage,

installiert. Oftmals

gehört hier auch dazu,

dass eine passende Software

auf das Gerät überspielt wird,

damit alle Verbindungen richtig

miteinander verknüpft

sind. Anschließend wird überprüft,

ob die Straßenbahn

tadellos fährt und keine Fehlermeldung

angezeigt wird.

Dabei werden die angezeigten

Ist- und Sollwerte miteinander

verglichen.

Hier reicht es nicht, das System

nur einmal zu kontrollieren,

sondern gerade bei Verkehrsmitteln

werden bis zu 50 Kontrollgänge

durchgeführt.

Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre;

es ist mindestens ein Realschulabschluss

erforderlich

(Quelle: azubi.de)

Die Berufskraftfahrerin ist heute keine Seltenheit mehr, denn beim Lenken eines modernen Lkw ist weniger

Muskelkraft und mehr Know-how gefragt.

Foto: Renault Trucks/txn

Berufskraftfahrer/in

Berufskraftfahrer/innen sind

im Personenverkehr beispielsweise

als Busfahrer/innen im

Linienverkehr oder im Reiseverkehr

tätig. Im Güterverkehr

sind sie hauptsächlich mit dem

Lkw unterwegs. Sie verbringen

viel Zeit hinter dem Steuer und

kennen die Straßenverkehrsregeln

im In- und Ausland. Vor

Fahrtantritt führen sie eine

Übernahme- und Abfahrtskontrolle

am Fahrzeug durch.

Dabei überprüfen sie z.B. die

Räder, den Motor und die

Funktionsfähigkeit der Bremsanlagen.

Anschließend nehmen

sie das Transportgut oder

das Gepäck der Fahrgäste an.

Sie sorgen dafür, dass das Gewicht

der Ladung gleichmäßig

verteilt ist, und kontrollieren

die mitzuführenden Papiere

und die je nach Fracht evtl. erforderliche

Beschilderung des

Fahrzeugs.

Ausbildungsort/ -dauer

» Ausbildungsbetrieb und Berufsschule,

3 Jahre

Wo arbeitet man?

» in Transportunternehmen des

Güterverkehrs, z.B. Speditionen

» in Transportunternehmen des

Personenverkehrs, z.B. kommunale

Verkehrsbetriebe oder

Bus-Reiseunternehmen

Worauf kommt es an?

» Verantwortungsbewusstsein

» Umsicht und Konzentrationsfähigkeit

» Entscheidungsfähigkeit und

Reaktionsgeschwindigkeit

» Technisches Verständnis

» Kunden und Serviceorientierung

Perspektiven

» Prüfung als Meister/in für

Kraftverkehr

» Bachelorabschluss im Studienfach

Logistik, Supply-Chain-

Management

Alle Berufsbilder werden hier in

Auszügen dargestellt.

Berufe für die Zukunft –

Wir bilden aus

Industriemechaniker

(m/w/d)

Land- u. Baumaschinenmechaniker

(m/w/d)

Unterlagen an:

KFL GmbH Löwenberg

Eberswalder Str. 6

16775 Löwenberger Land

OT Löwenberg

E-Mail: info@kfl-loewenberg.de

Telefon: +49 (0) 33094 66 0

Berufe mit Zukunft! Unser Unternehmen bildet aus!

Folgende anerkannte Ausbildungsberufe bildet unser Unternehmen aus:

• Berufskraftfahrer/-in im Güterkraftverkehr

(möglichst Führerscheinklasse B)

• Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft

• Mechatroniker/-in

LESEN SIE TÄGLICH NACHRICHTEN VON NEBENAN UND AUS ALLER WELT.

moz.de

• Kaufmann/-frau für Büromanagement

• Kfz-Mechatroniker/-in für Nutzfahrzeuge

Die vollständigen Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte an:

AWU Abfallwirtschafts-Union Oberhavel GmbH, Frau Christina Schmidt, Breite Str. 47a, 16727 Velten

AWU Abfallwirtschafts-Union

Oberhavel GmbH

Breite Straße 47a, 16727 Velten

Tel. +49 33 04 376 - 287

www.awu-oberhavel.de

bewerbung@awu-oberhavel.de


24

Verfahrenstechnologe/

-technologin - Mühlenund

Getreidewirtschaft

Komm

in unser

Team!

Verfahrenstechnologen und

-technologinnen in der Mühlenund

Getreidewirtschaft gibt es

in zwei fachrichtungen: 1. Müllerei

und 2. Agrarlager.

Die Experten der Fachrichtung

Müllerei nehmen das Liefergut

an und ziehen Proben, um die

Qualität z.B. von Getreide zu untersuchen.

In großen Mühlenbetrieben

leiten sie die Proben an

das Labor weiter, in kleineren

führen sie die Untersuchungen

selbst durch. Anschließend

mischen sie die Rohstoffe und

lagern sie. Mittels Rohrleitungssystemen

transportieren sie

Rohstoffe vom Silo in die Mühle

und zu den einzelnen Verarbeitungsstationen.

In der Leitzentrale rufen sie das

benötigte Programm ab und

stellen die Anlagen je nach

Mahlgut und Produkt ein. Am

Monitor überwachen sie die

Prozesse beim Reinigen, Schälen,

Mahlen, Sieben und Verpacken.

Regelmäßig führen sie

Kontrollgänge durch, achten

auf Abweichungen, regeln Anlagen

nach und führen Sicht-,

Geruchs- sowie Griffproben des

Mahlguts durch. Neben Getreideprodukten

für den menschlichen

Verzehr stellen sie u.a.

Tierfuttermischungen her, außerdem

Ölprodukte, Nussmehle

oder Gewürzmischungen.

Verfahrenstechnologen/-technologinnen

in der Mühlen- und

Getreidewirtschaft der Fachrichtung

Agrarlager nehmen z.B.

Getreide, Hülsenfrüchte und andere

Agrarerzeugnisse an, kontrollieren,

reinigen und lagern

die Rohstoffe und bereiten sie

für die weitere Verarbeitung vor.

Ausbildungsort/ -dauer

» Ausbildungsbetrieb und Berufsschule,

3 Jahre

Wo arbeitet man?

» in Getreidemühlen

» in Futtermittelwerken

» in Spezialmühlen, z.B. Öl-,

Gewürzmühlen

» in Lagerräumen und Siloanlagen

Worauf kommt es an?

» Entscheidungsfähigkeit und

Reaktionsfähigkeit

» Sorgfalt

» Technisches Verständnis

» Verantwortungsbewusstsein

Perspektiven

» Prüfung als Müllermeister/in

» Bachelorabschluss in Lebensmitteltechnologie

Historie zum Beruf

» 1953: Staatliche Anerkennung

des Berufs Müller/in für

den Ausbildungsbereich Industrie

und Handel

» 2017: Umbenennung in

Verfahrenstechnologe/-technologin

in der Mühlen- und Getreidewirtschaft.

Taktgeber Natur

Als Fachkraft Agrarservice Erfolge ernten

Fast jeder hat eine ungefähre

Vorstellung davon, wie der Alltag

eines Landwirts oder einer

Landwirtin aussieht. Aber das

ist nicht die einzige Ausbildung

in der Branche. Was aber Fachkräfte

Agrarservice lernen, wissen

die wenigsten.

In jedem Fall gilt: Der Arbeitsalltag

ist im Sommer anders

als im Winter, wie Lars

Averbeck sagt. „Im Frühjahr

und im Sommer bin ich meist

draußen unterwegs, im Winter

stehe ich in der Werkstatt und

kümmere mich um die Maschinen.“

Mit den Maschinen sind

Traktoren, Mähdrescher oder

Häcksler gemeint - PS-starke

Großfahrzeuge.

Fachkräfte Agrarservice pflegen

Pflanzen von der Saat bis

zur Ernte, behalten Felder und

Wiesen im Blick, dazu das Wetter

und Umweltbedingungen.

Zudem muss Lars Averbeck lernen,

die tonnenschweren Maschinen

geschickt auf empfindlichen

Böden zu manövrieren

- und wie sie möglichst wirtschaftlich

und umweltverträglich

eingesetzt werden können.

Kombination aus grünen und

technischen Elementen

Fachkräfte für Agrarservice

arbeitet meist im Auftrag von

Landwirten, angestellt bei sogenannten

landwirtschaftlichen

Lohnunternehmen - die

Dienstleistungen im ländlichen

Raum übernehmen. Averbeck

findet die Kombination aus

grünen und technischen Elementen

gut. Zum einen will er

biologische Zusammenhänge

Sie pflegen die Pflanzen von der Saat bis zur Ernte: Lars Averbeck, angehende

Fachkraft Agrarservice, kontrolliert mit Disponent Thomas Albers

die Qualität des Weizens.

Fotos: Kirsten Neumann/dpa-mag

noch besser verstehen, zum

anderen begeistert er sich für

Maschinen und Technik.

Der 17-Jährige hat gleich nach

seinem Realschulabschluss

2019 die dreijährige duale Ausbildung

am Standort Dülmen

(NRW) der Firma Kemming,

einem Fachbetrieb für Agrardienstleistungen

begonnen.

Im Rhythmus der Natur

Die Aussaat, die Düngung

und die Ernte von Rüben, Kartoffeln,

Getreide und Mais

verlangt Umsicht von allen

Beschäftigten - vom Auszubildenden

bis zum Vorgesetzten.

Denn ihre Arbeit hat großen

Einfluss auf das Ernteergebnis.

Da geht es etwa um Fragen

nach der richtigen Menge von

Nährstoffen, also wie viel und

welchen Dünger ein Pflanzenbestand

auf einem bestimmten

Acker benötigt.„Und wir schauen

auch, ob Schädlinge oder

Krankheiten auftreten“, erzählt

der Azubi. Fachkräfte für Agrarservice

lernen grundsätzlich

die Bedürfnisse unterschiedlicher

Nutzpflanzen kennen und

betreuen die Bestände.

Je nach Alter und Geschicklichkeit

starten die Azubis mit

verhältnismäßig einfachen

Arbeiten. Dann werden sie an

die Saat von Getreide herangeführt,

nach etwa der Hälfte der

#AM START

Ausbildungszeit geht es an die

Aussaat von Mais oder Zuckerrüben.

Die Ernte, zum Beispiel

von Mais oder Getreide, steht

erst im dritten Ausbildungsjahr

an. Averbeck muss in Kauf nehmen,

dass mancher Arbeitstag

im Frühjahr und Sommer länger

ausfällt als geplant. Für ihn

gehört das zum Beruf:„Wir sind

eben trotz der ganzen Technik

der Natur ausgesetzt und die

hat ihren eigen Rhythmus.“ In

den Wintermonaten warten

und reparieren Fachkräfte für

Agrarservice die Maschinen,

dann schlägt die Stunde der

Schrauber.

Den Kunden mit Fachwissen

beraten

Thomas Kemming wünscht

sich von den Azubis neben

dem Interesse an der Natur und

einer Affinität zur Technik auch

„eine offene Art im Umgang mit

Menschen“ mitbringen. Außerdem

zählt der Dienstleistungsgedanke:„Neben

der Arbeit auf

dem Feld geht es auch darum,

kompetent und freundlich mit

den Kunden umzugehen“, sagt

der Firmeninhaber. Neben Aussaat

und Ernte spielt zum Beispiel

der Pflanzenschutz eine

große Rolle.

Die Zukunftsaussichten der

Fachkräfte für Agrarservice sind

sehr gut.

(dpa)

Tourismus und

Gastgewerbe

Wir bieten zum 01.08.2021 folgende

Ausbildungsplätze in Eberswalde an:

· Berufskraftfahrer (m/w/d)

· Verfahrenstechnologe in der Mühlen-und

Getreidewirtschaft (m/w/d)

Mehr Infos in unserem

Karriereportal:

www.wiesenhof.de

Treten Schädlinge oder Krankheiten

auf? Das muss genau geprüft

werden.

Hier gehts zum Traumjob!


SEPTEMBER 2020 25

Fachkraft für Kreislaufund

Abfallwirtschaft

Fachkräfte für Kreislauf und

Abfallwirtschaft stellen sicher,

dass Abfälle gesammelt, sortiert,

wiederaufbereitet oder

entsorgt werden. In der Städtereinigung

organisieren sie

z.B. den Fahrzeugeinsatz der

Müllabfuhr und optimieren

die Touren. Sie kümmern sich

darum, dass an Sammelstellen

Container zur Mülltrennung

aufgestellt und regelmäßig geleert

werden.

In Abfallwirtschaftsbetrieben,

Wertstoffhöfen, Recycling

oder Aufbereitungsanlagen

steuern sie alle Abläufe der

Abfallbehandlung. Sie weisen

Arbeitskräfte ein, stellen fest,

welche Abfälle wiederverwertet

und welche entsorgt werden

müssen, und überwachen

Maschinen und Anlagen, die

den Müll sortieren, trennen

oder verbrennen. Regelmäßig

inspizieren die Fachkräfte diese

Ablagerungsorte, analysieren

Sickerwasser und führen Messungen

durch, um sicherzustellen,

dass keine Schadstoffe in

die Umwelt gelangen.

Recycling-Fachkraft ist eine berufliche

Einsatzmöglichkeit.

Ausbildungsort/ -dauer

» Ausbildungsbetrieb und Berufsschule

, 3 Jahre

Wo arbeitet man?

Fachkräfte für Kreislauf und

Trend Digitale Kreislaufwirtschaft

Abfallwirtschaft finden Beschäftigung

bei:

» privaten und öffentlichen Abfallbeseitigungsbetrieben

» Recyclingfirmen und -höfen

» in Müllverbrennungsanlagen

Worauf kommt es an?

» Handwerkliches Geschick

» Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein

» Reaktionsgeschwindigkeit

Perspektiven

» Meister/in für Kreislauf- und

Abfallwirtschaft und Städtereinigung

» Bachelor im Studienfach Abfall-,

Entsorgungstechnik

Unternehmen setzen noch zu häufig auf Primärmaterialien, statt auf recycelte Rohstoffe zurückzugreifen

- v.a. hinsichtlich stark nachgefragter und kritischer Rohstoffe wie Grafit, Kobalt, Magnesium

oder Metalle der Platingruppen. Grund dafür sind u.a. fehlende Informationen darüber, wo

und wann recycelbare Abfälle anfallen, welche Abfälle gefährlich und teuer zu entsorgen sind, aus

welchen Materialien Produkte zusammengesetzt sind und in welcher Art und Weise sie demontiert

und recycelt werden müssen. In einer digitalen Kreislaufwirtschaft könnten z.B. mittels Big

Data, Sensoring, Analysesoftware und maschinellem Lernen all diese Daten erfasst und entlang

der gesamten Produktionskette weitergegeben werden, sodass ein Recyclingunternehmen genau

wüsste, mit welchen Produkten es zu tun hat. Führungs- und Fachkräfte werden sich mit entsprechenden

Investitionsentscheidungen auseinandersetzen müssen.

(www.berufenet.de)

Für langfristige Motivation sollte Lernen am Arbeitsplatz nicht als

Wettbewerb gestaltet sein. Besser ist, wenn jeder seine persönlichen

Fortschritte sieht.

Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-mag

Spielerisch lernen im Team

Nur wenige bringen regelmäßig

die Motivation auf, etwas Neues

zu lernen. Leichter fällt das

Lernen, wenn es quasi nebenbei

im Spiel erfolgt. Wichtig ist

aber, dass die Lerninfrastruktur

stimmt, erklärt Gamification-

Experte Roman Rackwitz im

„Personalmagazin“ (Ausgabe

09/2020).

Rackwitz empfiehlt zum Beispiel,

auf persönlichen Fortschritt

anstatt auf Wettkampf

zu setzen. Um spielerisches Lernen

am Arbeitsplatz zu fördern,

müssten Aktivitäten so gestaltet

werden, dass die Lernenden

selbst merken, wie sie nach und

nach besser werden. Das macht

Anpacken, statt Nase rümpfen - der Umwelt zuliebe

das Lernen an sich attraktiv. Wer

dagegen nur um des Wettbewerbs

willen lernt, für den bleibt

die Tätigkeit an sich womöglich

immer noch unattraktiv.

Daneben ist es dem Gamification-Experten

zufolge gut,

immer wieder verschiedene

Spielmechanismen zu nutzen.

Vielleicht bevorzugen Beschäftigte

an einem Tag eher strategische

Herausforderungen,

dann wieder Lernvideos oder

ein Quiz. Sobald es eintönig

wird, stellt sich schnell Unlust

ein. Die Lerninfrastruktur sollte

idealerweise die verschiedenen

Stimmungen des Menschen berücksichtigen.

(dpa)

Firma Grunske Metall-Recycling GmbH & Co. KG Germendorf bildet Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft sowie Berufskraftfahrer aus

Germendorf/Oberhavel.(tja) Der

Beruf hat ein Imageproblem. Im

Abfall herumstochern, wer will das

schon? Auf dem stinkenden Schrottplatz

von einer Pfütze zur anderen

springen, so die weit verbreitete

Vorstellung von der Arbeit in einem

Recycling-Unternehmen. Falsch.

„Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft

sorgen dafür, dass

Abfälle fachgerecht gesammelt,

sortiert, recycelt oder beseitigt werden.

Unsere Arbeit als Recyclingfirma

beginnt da, wo für den Bürger

der Abfall endet: Mit der Tonne“,

sagt Mario Lehmann. Das Unternehmen

mit rund 165 Mitarbeitern

sucht Azubis, offeriert neben einer

Bezahlung über dem Mindestlohn

Wir bieten Ausbildungsstellen:

Fachkraft für Kreislauf-

und Abfallwirtschaft (m/w/d)

Berufskaftfahrer (m/w/d)

reistrger des usildungsreises

Grunske Metall-Recycling GmbH & Co. KG - Personalabteilung

Veltener Str ranienburg Germendorf

oder per E-Mail: mario.lehmann@grunske.net

Nutzt eure Chance für

diesen Berufseinstieg

mit Zukunft und

Systemrelevanz!

Beginn?

Jetzt noch möglich!

Auch als Praktikum oder

Einstiegsqualifikation.

GRUNSKE

Metall - Recycling GmbH & Co.KG

Ausbildungsleiter

Mario Lehmann

eine hochwertige Ausbildung sowie

ausgezeichnete Chancen auf Übernahme

und Aufstieg. Ob auf dem

Wertstoffhof, der Deponie oder

in der Recyclinganlage: Fachkräfte

für Kreislauf- und Abfallwirtschaft

organisieren den Fahrzeugeinsatz

der Müllabfuhr, optimieren Touren.

Sie kümmern sich darum, dass an

Sammelstellen Container zur Mülltrennung

aufgestellt und regelmäßig

geleert werden. Sie weisen

Arbeitskräfte ein, stellen fest, welche

Abfälle wiederverwertet und

welche entsorgt werden müssen

und überwachen Maschinen und

Anlagen, die den Müll sortieren,

trennen oder verbrennen. Glas,

Weißblech oder Altpapier beispielsweise

werden als Sekundärrohstoffe

vertrieben, während Bauschutt

oder Sonderabfälle in speziellen

Deponien gelagert werden. Drei

Jahre dauert die

Lehre.

Auf eineinhalb Jahre

Grundausbildung

folgt eine

eineinhalbjährige

Spezialisierung.

„Entweder für den

Bereich Logistik,

Sammlung und Vertrieb

oder für die

Abfallverwertung

und -behandlung“,

erklärt Ausbildungsleiter

Lehmann. „Die Lehrlinge lernen

unseren gesamten Betrieb kennen,

durchlaufen alle unserer zehn

Anlagen, wie Schrottplatz, Schrottschere

sowie den Fuhrpark, die

Kundendienstabteilung, die Abfallannahme

und den Waagebereich.“

Die Firma Grunske bietet

allen ausgebildeten Fachkräften

für Kreislauf- und Abfallwirtschaft

ein weites Einsatzfeld.

„Wenn man sich erst einmal damit

beschäftigt, ist es total spannend“,

ist Mario Lehmann überzeugt.

Der Umweltingenieur weiß,

wovon er spricht. Die meisten seien

überrascht, wie vielfältig der Beruf

ist. „Die dreijährige Ausbildung

beginnt mit Laborpraxis. Zudem

lernen die künftigen Fachkräfte

viel über Wertstoffe, Umweltauflagen,

Gesetzes- und Hygienevorschriften.

Sie sind so etwas wie

ein Bindeglied zwischen Natur

und Technik. Das ist alles andere

als schmuddelig. Und unsere wirklich

stinkigen Abfälle lagern in geschlossenen

Hallen“, so Mario Lehmann.

Gute Voraussetzungen für

einen Ausbildungsbeginn seien die

erweiterte Berufsbildungsreife, Natur-

und Technikaffinität, Interesse

an Mathematik und Chemie und

Biologie sowie körperliche Fitness,

beschreibt Ausbildungsleiter Mario

Lehmann von der Grunske Metall-

Recycling GmbH & Co. KG. Diese

betreibt neben den Recyclinganlagen

auch einen Containerdienst

mit über 1000 Containern von 2 m³

Anzeige

bis 40 m³ Größe und den unterschiedlichsten

Fahrzeugtypen. Mit

diesen werden Abfälle direkt beim

Kunden abgeholt. Aus diesen Aufgaben

ergibt

sich ein zweites

Berufsfeld:

Kraftfahrer für

Güterverkehr.

„Wir bilden

Kraftfahrer aus.

Der erworbene

Führerschein

Klasse CE ist europaweit

einsetzbar

und es

gibt eine Übernahmegarantie.“

Die Kraftfahrer fungieren als

Bindeglied zwischen Kunden und

Recycling. Also nicht gleich die Nase

rümpfen. Lieber mal nachfragen bei

den Ausbildern Mario Lehmann und

Matthias Haack der Firma Grunske

Metall-Recycling GmbH & Co. KG

in der Veltener Straße 32 im Oranienburger

Ortsteil Germendorf. Das

einhundertprozentige Tochterunternehmen

der AWU wurde nicht

umsonst in diesem Jahr mit dem

Ausbildungspreis der Agentur für

Arbeit ausgezeichnet.

Fragen werden gern beantwortet

unter t (03301) 573 71 20,

www.grunske.net


26

Möbel in Handarbeit

Tischler lassen sich vom Holz überraschen

#AM START

Mit fünf Jahren hatte sie zum

ersten Mal eine Bohrmaschine

in der Hand. Und die größte

Freude hatte sie als Kind, wenn

sie mit ihren Eltern ein Regal

zusammenbauen durfte. Dass

Marly Konefka dabei ist, Tischlerin

zu werden, überrascht nicht.

Die 37-Jährige hat allerdings

nicht den direkten Weg ins

Handwerk eingeschlagen. Mit

17 wurde sie schwanger, nach

der Geburt ihres Kindes entschied

sie sich zunächst für eine

Ausbildung zur medizinischen

Fachangestellten. „Ich wollte

mich damals einfach absichern.

Als Alleinerziehende habe ich

immer in Teilzeit gearbeitet, da

schien das eine gute Option zu

sein.“

Den Ausschlag zum Karrierewechsel

gab vor einigen Jahren

nicht zuletzt der Umzug in eine

neue Wohnung - mit vielen Baustellen.

„Ich habe zum Beispiel

selbst eine Vollholzküche eingebaut“,

erzählt Konfeka. „Und sie

steht immer noch.“

Auf dem zweiten Bildungsweg

ins Handwerk

In einem Praktikum machte sie

schließlich jemand auf das Angebot

des Bildungsanbieters

GFBM (Gemeinnützige Gesellschaft

für berufsbildende Maßnahmen)

in Berlin aufmerksam.

Hier absolviert Marly Konefka

eine zweieinhalbjährige Umschulung

zur Tischlerin in Teilzeit.

Am Ende steht der gleiche

Abschluss und die gleiche Prüfung,

wie sie auch Absolventen

der dreijährigen dualen Ausbildung

machen.

Am Anfang lernen sie die

Grundlagen der Holzver- und

-bearbeitung. „Da geht es zum

Beispiel um Schlitz- oder Zapfenverbindungen,

etwa für Bilderrahmen“,

so Konefka. Nach

den Grundlagen kommen größere

Projekte wie erste Möbelstücke.

Wer sich für den Beruf interessiert,

sollte vor allem eine

Leidenschaft für den Werkstoff

Holz mitbringen. Daneben

gehören das Beherrschen der

Grundrechenarten sowie ein

technisches Grundverständnis

zu den Voraussetzungen. „Man

sollte nicht jedes Mal einen Taschenrechner

zücken müssen,

wenn man auf der Baustelle

etwa die Grundfläche eines

Raumes berechnen muss“, sagt

Arne Bretschneider, Abteilungsleiter

Berufsbildung und

Technik bei Tischler Schreiner

Deutschland.

Holz überrascht bei der Verarbeitung

Marly Konefka fasziniert an ihrer

Arbeit vor allem das Element

der Überraschung. „Jedes Holz

fasst sich anders an, jedes Holz

verhält sich beim Verarbeiten

anders.“ Außerdem kann sie einem

produktiven Job nachgehen,

wie sie sagt. „Ich mag die

Möglichkeit, dass man etwa aus

einem gefundenen Stück Holz

einen Gebrauchsgegenstand

herstellen kann - an dem sich

dann ein anderer Mensch erfreuen

kann.“

„Ganz wesentlich ist der gestalterische

Teil der Arbeit“, ergänzt

Bretschneider. Tischler beraten

Kunden auch in Designfragen,

damit ein Produkt gut in den

Wohnraum oder das Büro passt.

Nicht unterschätzen sollte man

die körperliche Seite der Arbeit.

„Es ist anstrengend“, so Konefka.

„Wie kaputt ich bin, merke ich

aber meist erst nach Feierabend

Der Umgang mit den Maschinen will gelernt sein, dafür machen Auszubildende verschiedene Maschinenscheine:

Die angehende Tischlerin Marly Konefka nutzt hier die Tischkreissäge. Fotos: Catherine Waibel/dpa-mag

in der Bahn.“ Tischler sind unter

Umständen auch im Rohbau im

Einsatz - da ist es im Winter kalt,

im Sommer heiß.

Maschinen werden wichtiger

Natürlich erledigen Tischler

oder Schreiner nicht alles mit

Von den Grundlagen der Holzverarbeitung bis zum Küchenbau: Marly

Konefka erlernt in einer Umschulung beim Bildungsträger GFBM in Berlin

unter Anleitung ihres Ausbilders Michael Vater das Tischlerhandwerk.

purer Körperkraft. Aber auch

der Umgang mit den Maschinen

will gelernt sein. „Wir machen

während der Ausbildung

verschiedene Maschinenscheine,

damit sicheres Arbeiten im

Maschinenraum gewährleistet

ist“, erklärt Konefka.

Technisch verändert sich einiges

in der Branche. Zeichnungen

fertigen Schreiner zunehmend

am Computer, und auch

der Einsatz von Maschinen

nimmt zu, so Bretschneider.„Da

gibt es aber durchaus regionale

Unterschiede. Und längst nicht

jede Tischlerei ist mit einem

computergestützten Bearbeitungszentrum

ausgestattet.“

Nach der Ausbildung können

Gesellen einen Meister anschließen,

oder ihre Fachqualifikation

als Einstieg ins Studium

nutzen. „Mit guten Leistungen

und der richtigen Einstellung

kann jeder im Handwerk Karriere

machen“, sagt Bretschneider.

(dpa)

■ Fenster und Türen

Kunststoff, Holz und Holz-Aluminium

■ Einbaumöbel/Ladenbau

■ Holz-Aluminium-Glasfassaden

■ Sonderanfertigungen

Weidenweg 11■ 16230 Chorin OT Golzow

Tel.: 03334 38400

E-Mail: info@tischlerei-wrensch.de

www.tischlerei-wrensch.de

In vielen Unternehmen

lernen Azubis auch digital

Foren, Lernvideos, digitale Maschinen,

Online-Bibliotheken: In

einem Großteil (85 Prozent) der

deutschen Unternehmen gibt

es für Auszubildende auch digitale

Lernangebote. Das ergab

eine repräsentative Befragung

des Instituts der deutschen Wirtschaft

(IW).

Wie umfassend das Angebot

ist, hängt aber auch von der

Branche ab. Demnach bieten

Dienstleistungsunternehmen

im Schnitt mehr digitale Lernmedien

an als Unternehmen

aus Industrie und Bau. Insgesamt

am häufigsten – in knapp

55 Prozent der Unternehmen –

werden Angebote zum Nachlesen

und Nachfragen angeboten,

also Wikis, Online-Bibliotheken

oder Foren. Weniger als die

Hälfte der Betriebe (45 Prozent)

setzt digitale Arbeitsmittel,

etwa bestimmte Software oder

digitale Maschinen, gezielt als

Lernmedien ein. Vier von zehn

Unternehmen (41 Prozent) bieten

ihren Auszubildenden Lernvideos

und Podcasts an, fast

ebenso verbreitet sind Webinare

und andere Formen des Online-

Unterrichts (38 Prozent).

In der Befragung im Rahmen

des IW-Projekts„Netzwerk Q 4.0“

wurden zehn Formen digitaler

Lernmedien abgefragt – darunter

unter anderem noch digitale

Berichtshefte oder Online-Tests

zur Kontrolle des Lernerfolgs. Im

Schnitt nutzen die 847 befragten

Unternehmen demnach 3,3

Lernmedien. Knapp 15 Prozent

gaben an, keine digitalen Lernangebote

für ihre Azubis zu haben.

(dpa)

EU-Aufbauplan

für„Generation

Lockdown“

Die Corona-Pandemie hat

Auswirkungen auf alle Bereiche

des gesellschaftlichen

Lebens. Sie erschwert

beispielsweise jungen

Menschen den Einstieg in

den Arbeitsmarkt. Um ihnen

zu helfen, hat die Europäische

Kommission die

Initiative „Förderung der

Jugendbeschäftigung: Eine

Brücke ins Arbeitsleben für

die nächste Generation“

gestartet. Sie soll die beruflichen

Chancen junger

Menschen verbessern.

Ebenso soll die Weiterbildung

gefordert werden.

(Quelle: Europäische Kommission)


SEPTEMBER 2020 27

Ausbildung in der Region?

Beim Energieunternehmen EWE gibt es freie Plätze in Ostbrandenburg

Das Herz schlägt für Technik

und Informationstechnologie?

Wie wäre es mit

einem Einstieg bei EWE als

Anlagenmechaniker oder

als Fachinformatiker für

Anwendungsentwicklung?

Hellhörig werden bei den

Worten Menschen, Märkte,

Organisation? Bei EWE gibt

es spannende kaufmännische

Arbeitsfelder.

Mobilität von Azubis fördern

Zum aktuellen Ausbildungsreport der DGB-Jugend erklärt

Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des

Deutschen Handwerks (ZDH): „Die Mobilität von Jugendlichen

zu unterstützen, wird angesichts der regionalen Passungsprobleme

auf dem Ausbildungsmarkt immer wichtiger. Insbesondere

in den Ballungszentren besteht ein starker Wettbewerb

um preisgünstigen Wohnraum zwischen Studenten, Auszubildenden

und anderen Personen mit geringem Einkommen.

Der Wohnraummangel wirkt sich unmittelbar negativ auf die

Fachkräftesicherung der Betriebe aus, weil Ausbildungsplätze

seltener überregional besetzt werden können. Im Sinne einer

Gleichbehandlung von Studenten und Auszubildenden müssen

jetzt flächendeckend bundesweit Azubi-Tickets eingeführt

und verstärkt der Ausbau und die Modernisierung von

Jugendwohnangeboten gefördert werden...“ (ZDH)

So sehen fertige Anlagenmechaniker aus: Der erste Brandenburger Ausbildungsjahrgang

von EWE NETZ hat vor wenigen Wochen nach nur drei

Jahren die Ausbildung erfolgreich beendet. Foto: EWE/Nadine Auras

Als innovatives Unternehmen

mit regionaler Ausrichtung ist

der EWE-Konzern in den Bereichen

Energie, Telekommunikation

und Informationstechnologie

aktiv. Die Vereinigung dieser

drei Felder ermöglicht es EWE,

intelligente Energiesysteme für

eine nachhaltige, effiziente und

verlässliche Energieversorgung

im Nordwesten Deutschlands,

in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern

zu entwickeln

und zu betreiben.

Die Ausbildung junger Fachkräfte

liegt dem Unternehmen

sehr am Herzen. EWE bietet

jungen Leuten zentral in Oldenburg

eine Vielzahl von Ausbildungsberufen,

wie beispielsweise

zum Anlagenmechaniker,

Elektroniker für Betriebstechnik,

Kaufmann im Einzelhandel oder

Industriekaufmann. „Der demografische

Wandel geht auch an

uns nicht vorbei. Wir haben einen

bevorstehenden Generationenwechsel

im Unternehmen,

den es jetzt bereits vorzubereiten

gilt“, so EWE-Generalbevollmächtigter

Dr. Ulrich Müller.

Diese Berufe seien nicht nur

spannend, sondern vor allem

auch zukunftsorientiert.

EWE bildet auch direkt vor Ort

in Brandenburg aus – zum Anlagenmechaniker.

„Dadurch

können wir die Auszubildenden

unmittelbar mit unserer

betrieblichen Praxis vor Ort vertraut

machen und sie bleiben in

ihrer Heimat“, so Müller weiter.

Das erleichtere später die berufliche

Eingliederung in das Unternehmen,

die grundsätzlich

das Ziel des Unternehmens sei.

„Ein entsprechendes Engagement

und gute Leistungen des

Nachwuchses vorausgesetzt“,

ergänzt der Generalbevollmächtigte.

Für das kommende

Ausbildungsjahr 2021/22 gibt

es in Brandenburg noch Ausbildungsplätze

für das Berufsbild

„Anlagenmechaniker“. Wer also

noch auf der Suche ist, sollte mit

seiner Bewerbung nicht warten:

einfach online auf www.ewe.

com/karriere bewerben. Über

alle Jahrgänge hinweg arbeiten

und lernen bei EWE fast 500

Auszubildende und dual Studierende.

Der Fokus liegt dabei auf

einer hochqualifizierten Ausbildung

mit vielseitigen Weiterbildungsmöglichkeiten

und

Perspektiven für die Fachkräftesicherung

im Unternehmen.

Leben und Lernen auf dem

EnergieCampus

Für die zentrale Ausbildung

in Oldenburg bietet EWE dem

Nachwuchs eine ideale Grundlage:

den EnergieCampus. Auf

dem Gelände in Oldenburg

leben und lernen bis zu 95

Auszubildende in modernen

Zwei-Zimmer-Wohnungen mit

Vollpension. Außerhalb der

Arbeitszeit werden die jungen

Bewohner durch pädagogische

Mitarbeiter begleitet.

Nach Feierabend bietet der

Campus ein breit gefächertes

Angebot für sportliche, musische,

kulturelle und kreative

Freizeitgestaltung und fördert

eine starke Gemeinschaft unter

den Bewohnern und allen

weiteren regionalen Auszubildenden

und dualen Studenten.

Ideale Voraussetzungen für

eine erfolgreiche Ausbildung.

„Unser Ziel ist, dass die Auszubildenden

bestens qualifiziert

und nachhaltig vernetzt in ihre

Heimatregionen zurückgehen,

um dort einen Arbeitsplatz bei

EWE antreten zu können. Denn

nur so können wir gewährleisten,

dass unser hoher Anspruch

an Qualität und Regionalität

weiterhin gewährleistet ist“, so

Müller weiter.

Weitere Informationen zu Ausbildung

und dualem Studium

bei EWE gibt es unter www.ewe.

com/karriere sowie auf dem

EWE-eigenen Azubiblog: azubiblog.ewe.com.

Tipps für junge Leute zur Ausbildung

und zur Vorbereitung darauf

gibt es unter www.ewe.de/

smartgeber.

Umfangreiche

Ausbildung

mit modernster

Technik

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Hast du

die Power

fürein

stabiles Netz

Stell mit uns die Energiewelt

auf den Kopf.

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Übernahmechancen

Die Ausbildung

findet an

verschiedenen

Standorten in

Brandenburg

statt.

Schweißnähte, Kavernentechnik, Energieversorgung

–duschaffst Sicherheit als

Anlagenmechaniker (m/w/d)

Einfach bewerben und los geht‘s

www.ewe.com/karriere/schueler

Jetzt für

2021

bewerben!

Mehr über diese Ausbildung

gibt‘s auf azubiblog.ewe.com


28

Biegen, falzen, schneiden

Klempner sind echte Kunsthandwerker

#AM START

Mit einer Ausbildung zum

Anlagenmechaniker (m/w/d)

für Sanitär, Heizung und Klimatechnik entscheidest

du dich für einen Beruf mit Karrierechancen.

Wir freuen uns auf deine schriftliche Bewerbung!

Sein bisheriges berufliches

Highlight war die Arbeit auf

einem Kirchturm: In gut 80 Metern

Höhe hat Christoph Beier

mit anderen ein neues Kupferdach

zusammengesetzt, und

zwar Blech für Blech. Der Auszubildende

ist 18 Jahre alt und

lernt bei der Dachdecker- und

Spenglerfirma Leib in Moorenweis,

Bayern. Beiers Wahl war

eine Kopfentscheidung. „Ich

komme aus einer ländlichen

Region und habe einen anspruchsvollen

Beruf gesucht,

der mir noch viele Jahre gefallen

könnte“.

Gleichzeitig war er auf der Suche

nach etwas Eigenem. „Ich

kenne beispielsweise mehr

Ausbildung mit

Zukunft.

Azubi

gesucht

Kunower Str. 25 · 16303 Schwedt/Oder · Fon: 0 33 32 - 43 98 -0

Fax: -/ 43 98 20 · www.whs-schwedt.de · w-h-s@swschwedt.de

Wir suchen einen motivierten und lernfreudigen

AZUBI (m/w/d)

zur/zum Anlagenmechaniker/in für Sanitär,

Heizung und Klimatechnik.

Schriftliche und persönliche Bewerbungen bitte an:

Gebäude- & Energietechnik – Jörg Dulitz

– anerk. Energieberater –

Heizung & Sanitär • Solar • Gas • Lüftung

Wasseraufbereitung • barrierefreie Bäder

Breite Straße 26 • 16727 Oberkrämer OT Marwitz

Telefon: 03304/34 520 • www.dulitz-joerg.de

Leute, die mit Holz arbeiten

als mit Metall“. Außerdem sei

Blech ein Material, das man formen

könne „wie kein anderes“.

Also entschied er sich für die

Ausbildung zum Klempner, der

je nach Region auch Spengler,

Flaschner oder Blechner heißen

kann.

Klempner sind keine Anlagenmechaniker

Der Klempnerberuf wird häufig mit dem von Anlagenmechanikern oder

Installateuren verwechselt. Als angehender Klempner beschäftigt sich

Christoph Beier aber überwiegend damit, Blech in Form zu bringen.

Foto: Angelika Warmuth/dpa-mag

Der Beruf wird oft verwechselt

mit dem Anlagenmechaniker

für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik.

Das sei historisch

bedingt, erklärt Michael Kober

vom Zentralverband Sanitär

Heizung Klima (ZVSHK).

„Der Installateur hat früher bei

den Klempnerarbeiten mitgemacht.“

Das habe sich mittlerweile

geändert.

Der Klempner biegt Blech,

falzt, schneidet und schweißt

es in der Werkstatt oder auf

der Baustelle und bringt es in

Form. Daraus entstehen dann

Elemente für Metalldächer und

-fassaden. Sie werden von den

Handwerkern auch befestigt

oder repariert. Genauso kümmern

sie sich etwa um Regenrinnen,

Luftrohre oder Fensterbänke.

Insgesamt benötigt der Klempner

deshalb „ein hohes Maß

an handwerklichem Geschick,

eine gute Hand-Augen-Koordination

und Sorgfalt“, sagt

Kober.

Das setzt voraus, verschiedene

Maschinen und Werkzeuge sicher

benutzen zu können. Der

Hauptschulabschluss reicht

aus. Vielmehr sollte der Auszubildende

„ein ehrliches Interesse

am Handwerk haben und

schwindelfrei sein“ - wegen

der Höhe auf den Dächern. Als

Klempner tätig zu sein, heißt

zudem, viel im Freien zu arbeiten,

sagt Christoph Beier. Für

ihn war es ein weiterer Grund,

den Beruf zu ergreifen.

Ein dreidimensionaler Körper

aus flachem Blech

Hinzu kommt: Durch die unterschiedlichen

Aufgaben in der

Werkstatt und auf der Baustelle

ist der Beruf abwechslungsreich.

Deshalb ist aber auch

Mitdenken und geometrisches

Vorstellungsvermögen gefordert.

Blech kann aus Kupfer, Aluminium,

Stahl und zum Beispiel Zink

bestehen. Jedes dieser Materialien

braucht eine andere Herangehensweise.

Am Ende soll

aus einem flachen Metallblech

ein dreidimensionaler Körper

entstehen. „Ich muss individuell

bewerten, welche Lösung

ich anwenden will“, so Beier.

Dafür brauche es unter anderem

Mathematik.„Kopfrechnen

sollte sehr gut gehen“.

Der Klempner stimmt sich mit

Dachdeckern und Zimmerleuten

ab, vor allem aber setzt er

die „Vorgaben und Wünsche

von Architekten oder dem Bauherrn

um“, erklärt Michael Kober

vom ZVSHK. Dabei gehört

zum Berufsalltag, sich mit den

aktuellen Trends in der Fassaden-

und Dachgestaltung auszukennen.

Die Ausbildung dauert in der

Regel dreieinhalb Jahre. (dpa)

Anlagenmechaniker/in

Sanitär-, Heizungs-, Klimatechnik

Anlagenmechaniker/innen

für Sanitär-, Heizungs- und

Klimatechnik installieren Wasser-

und Luftversorgungssysteme,

bauen Waschbecken,

Duschkabinen, Toiletten und

sonstige Sanitäranlagen ein

und schließen diese an. Als

nachhaltige Ver- und Entsorgungssysteme

installieren sie

unter anderem Anlagen zur

Regen- und Brauchwassernutzung.

Sie montieren auch

Heizungssysteme, stellen Heizkessel

auf und nehmen sie in

Betrieb. Bei ihren Tätigkeiten

bearbeiten sie Rohre, Bleche

und Profile aus Metall oder

Kunststoff mit Maschinen oder

manuell. Zudem bauen sie

energieeffiziente und umweltschonende

Systeme wie z.B.

Solaranlagen, Wärmepumpen

und Holzpelletanlagen in Gebäude

ein. Nach der Montage

prüfen sie, ob die Anlagen

einwandfrei funktionieren und

optimal eingestellt sind. Sie

installieren Gebäudemanagementsysteme

wie z.B. Smart-

Home-Systeme und wenden

gerätespezifische Software an.

Sie beraten Kunden, beispielsweise

über vernetzte Systemtechnik,

und weisen sie in die

Bedienung von Geräten ein.

Ausbildungsort/ -dauer

» Ausbildungsbetrieb und Berufsschule,

3,5 Jahre

Wo arbeitet man?

Anlagenmechaniker/innen für

Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik

finden Beschäftigung

» in versorgungstechnischen

Installationsbetrieben

» bei Heizungs- und Klimaanlagenbauern

Worauf kommt es an?

» Handwerkliches Geschick

und Auge-Hand-Koordination

» Körperbeherrschung

und Schwindelfreiheit

» Technisches Verständnis

» Sorgfalt

» Teamfähigkeit und gute

körperliche Konstitution

Perspektiven

» Zusatzqualifikationen, z.B. als

Assistent/in für Energie und

Ressourcen im Handwerk

» Installateur- und Heizungsbauermeister/in

» Bachelorabschluss im Studienfach

Versorgungstechnik

Ähnliche Berufe

» Luftheizungsbauer/in

» Schweißer/in für Zentralheizungs-

und Lüftungsbau

» Kälteanlagenbauer/in

» Anlagenmechaniker/in Fachrichtung

Versorgungstechnik

» Klempner und Installateur/in

und Installateurin

www.berufenet.de


SEPTEMBER 2020 29

Läuft ja wie geschmiert

In großen Werkhallen oder im Freien bei jedem Wetter - So arbeiten Landmaschinenmechatroniker

Modernere

Ausbildung in

der Bauwirtschaft

Der Traktor streikt. Für den Bauern

ein echtes Problem, schließlich

muss zügig die Ernte eingefahren

werden. Gefragt ist jetzt

die schnelle Hilfe eines Landund

Baumaschinenmechatronikers.

Diesen Beruf erlernt Philipp

Kauth. Er ist im zweiten Ausbildungsjahr

bei der Firma Thiesgen

im rheinland-pfälzischen

Steiningen.

Der 19-Jährige wartet und reinigt

nicht nur land- und forstwirtschaftliche

Geräte wie

Traktoren, Mähdrescher oder

Erntemaschinen. Bagger, Radlager

oder Teleskoplader fallen

ebenso in seinen Verantwortungsbereich.

„Wer sich für den

Beruf interessiert, muss Leidenschaft

für Technik, analytisches

Denken und handwerkliches Geschick

mitbringen“, sagt Michael

Oelck. Er ist Hauptgeschäftsführer

des Landbautechnik-Bundesverbands

in Essen.

Die Mechatroniker kümmern

sich auch um Software

Längst sind mitunter komplexe

Hightech-Geräte sowohl in der

Land- und Bauwirtschaft gängig.

Ist eine solche Maschine defekt,

liegt der Fehler oft in der Elektronik.

Land- und Baumaschinenmechatroniker

setzen dann

Computer ein, um mögliche

Software-Probleme auszuloten

und zu beheben. Daneben gibt

es noch Modelle ohne technische

Finessen. An ihnen schrauben

die Fachleute im Fall eines

Defekts herum, um die Ursache

Teile großer Land-oder Baumaschinen austauschen oder auf Verschleiß

prüfen - das gehört zur Ausbildung. Fotos: Thomas Frey/dpa-mag

des Ausfalls auszumachen. Die

Tätigkeit ist vielseitig. „Das hat

mich von Anfang an fasziniert“,

so Kauth. Die Auszubildenden

erlernen den Umgang mit fahrzeugtechnischen

Komponenten,

aber auch mit Diagnose- und

Fernmess-Systemen.

Daneben sind sie als Werkzeugmacher

tätig. So müssen sie

etwa je nach Gerät Werkzeuge

fertigen, um an eine bestimmte

Stelle im Hydrauliksystem zu

gelangen. „Von Vorteil ist, wenn

Bewerber auch IT-Kenntnisse

mitbringen, da die Digitalisierung

in der Branche stark voranschreitet“,

so Oelck.

Gearbeitet wird in großen Werkshallen

oder im Freien - egal, ob

es regnet, stürmt, schneit oder

die Sonne brennt. Wenn eine

Maschine, die dringend für die

Ernte gebraucht wird, repariert

werden muss, können Überstunden

anfallen. „Dafür kann

man dann auch mal früher Feierabend

machen“, erklärt Kauth.

Reifen- und Ölwechsel gehören

zum Alltag

Die Mechatroniker führen Abgasuntersuchungen

durch und

rüsten land- und bauwirtschaftliche

Fahrzeuge oder Maschinen

mit Zubehör aus. Reifen und

Räder wechseln am Radlader

gehören genauso zum Berufsalltag

wie Öl- oder Schmiermittelwechsel.

Zum Teil installieren

die Fachleute Anlagen wie etwa

Bewässerungssysteme in der

Landwirtschaft, testen sie und

weisen Betreiber ein.

Die Höhe der Ausbildungsvergütung

ist nach Angaben der

Bundesagentur für Arbeit von

Bundesland zu Bundesland verschieden.

Für das Gehalt nach

der Ausbildung gibt die Bundesarbeitsagentur

zur Orientierung

einen Wert von um die

2500 Euro brutto im Monat an.

„Wer sich nach der Gesellenprüfung

noch weiter in die Technik

einarbeiten will, für den ist der

Karriere-Step des Servicetechnikers

der richtige“, sagt Oelck.

Genau das hat Kauth vor. „Aber

erst einmal möchte ich zwei bis

drei Jahre nach meiner Ausbildung

Erfahrungen als Land- und

Baumaschinenmechatroniker

sammeln“, erzählt er. (dpa)

Moderne Traktoren und Baumaschinen

sind Hightech-Geräte:

Philipp Kauth braucht als Auszubildender

zum Land- und Baumaschinenmechatroniker

deswegen

auch IT-Kenntnisse.

Die Ausbildung in den 19

anerkannten Ausbildungsberufen

der Bauwirtschaft

soll modernisiert und sowohl

inhaltlich als auch

strukturell angepasst werden.

Der technische Fortschritt

sowie insbesondere die gestiegenen

Anforderungen

des Umwelt- und Verbraucherschutzes,

z.B. in Bezug

auf Energieeinsparung

und Vermeidung von CO2-

Emissionen, machen eine

Neuordnung der Ausbildung

erforderlich. Sowohl

beim Neubau als auch beim

Bauen im Bestand haben

sich die Anforderungen an

die Berufe im Baugewerbe

verändert: Beispielsweise

werden Gebäude immer

smarter und technische Anlagen,

Werkzeuge und Maschinen

sind immer mehr

vernetzt. Die Auswirkungen

neuer Technologien und

Verfahren sowie der Digitalisierung

auf die Tätigkeiten

sollen in der neuen Ausbildungsordnung

ebenso berücksichtigt

werden wie das

Thema Nachhaltigkeit.

Aktuelle Rechtsgrundlage

für alle 19 Bauberufe ist die

„Verordnung über die Berufsausbildung

in der Bauwirtschaft“.

Künftig sollen

die Berufe im Hochbau, im

Ausbau und im Tiefbau in

drei Verordnungen geregelt

werden. (berufenet.de)

Zukunftsvertrag

„Studium und

Lehre stärken“

Der Zukunftsvertrag „Studium

und Lehre stärken“ kann

zum 1. Januar 2021 starten.

Der Bund stellt von 2021

bis 2023 jährlich 1,88 Milliarden

Euro bereit und ab

2024 dauerhaft jährlich 2,05

Milliarden Euro. Die Länder

schießen Mittel in derselben

Höhe zu. Die nun geschaffene

Planungssicherheit soll

den Ausbau dauerhafter

Beschäftigungsverhältnisse

in der akademischen Lehre

erleichtern und damit die

Qualität von Studium und

Lehre verbessern.

Alle sieben Jahre legt jedes

Land in Abstimmung

mit dem Bund in einer Verpflichtungserklärung

fest,

welche landesspezifischen

strategischen Ansätze es

bei der Verwendung der

Mittel verfolgt.

(Quelle: BMBF)

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Gewerbliche Ausbildungsberufe

· Maurer (m/w/d)

· Zimmerer (m/w/d)

· Kanalbauer (m/w/d)

· Straßenbauer (m/w/d)

· Baugeräteführer (m/w/d)

· Beton- & Stahlbetonbauer (m/w/d)

· Kfz-Mechatroniker (m/w/d)

Technische Ausbildungsberufe

· Bauzeichner (m/w/d)

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30

Treppen jeder Art, aber auch Hauswände, Brückenpfeiler und viele

andere Bauteile werden vom Betonfertigteilbauer produziert. Foto:

betonbild/txn

Zukunftssicherer Job:

Betonfertigteilbauer

Ob Wände, Decken, Treppen

oder Brückenpfeiler: Viele Bauteile

aus Beton werden heute

vorgefertigt, bevor sie verbaut

werden. Diese Aufgabe übernehmen

Betonfertigteilbauer.

Die dafür erforderlichen

Schalungen entstehen auf

der Grundlage vorgefertigter

Zeichnungen oder Formen.

Nach dem Befestigen sogenannter

Bewehrungen wird der

Beton eingefüllt. Ist alles ausgehärtet,

werden die Schalungen

entfernt und die Bauteile

endbehandelt. Danach geht es

dann entweder ins Lager oder

direkt auf die Baustelle. Dort

sind Betonfertigteilbauer dann

oft auch für die korrekte Montage

der einzelnen Bauteile verantwortlich.

Die zukunftssichere Ausbildung

mit weitreichendem

Aufgabenspektrum ist für Jungen

und Mädchen gleichermaßen

geeignet. Gute Noten

in den Naturwissenschaften,

handwerkliches Geschick und

technisches Verständnis sind

gute Voraussetzungen. Wer

außerdem sorgfältig arbeitet,

schwindelfrei und trittsicher

ist, hat beste Karten bei der Bewerbung.

Im Anschluss an die

Ausbildung gibt es zahlreiche

attraktive Weiterbildungen,

zum Beispiel zum staatlich geprüften

Techniker oder zum Industriemeister.

(txn)

Wir machen was mit Beton. Und Du so?

MACH DEINE

AUSBILDUNG BEI UNS!

Bauzeichner (m/w/d)

Bernau bei Berlin

Beton- und

Stahlbetonbauer/in

Beton- und Stahlbetonbauer/innen

bauen Beton- und

Stahlbetonkonstruktionen,

z.B. für Brücken, Hallen und

Hochhäuser. Sie montieren

oder fertigen Schalungen und

Stützgerüste an, biegen und

flechten Stahlbewehrungen,

die Betonbruch verhindern

sollen, und bauen die Bewehrungen

in die Schalungen ein.

Sie stellen Betonmischungen

her oder verarbeiten fertig gelieferten

Transportbeton. Den

frischen Beton bringen sie in

die Schalungen ein und verdichten

ihn durch Stampfen

und Rütteln.

Nach dem Erhärten entfernen

sie die Schalungen und bearbeiten

bei Bedarf die Betonoberflächen.

Sie montieren

Betonfertigteile und dichten

Betonbauwerke ab, dämmen

und isolieren diese. Außerdem

sanieren sie Schäden an Betonbauteilen.

Holz- und Bautenschützer/

innen der Fachrichtung Bautenschutz

trocknen durchfeuchtete

Bauwerke, bereiten

Sanierungsbereiche vor, tauschen

Mauerteile aus und ersetzen

den Putz. Um künftigen

Schäden entgegenzuwirken,

führen sie auch vorbeugende

Maßnahmen durch. Sie prüfen

zunächst Art, Umfang und

Ursache der Schäden. Dann

ergreifen sie in Absprache mit

dem Auftraggeber die passenden

Maßnahmen, um z.B.

Feuchtigkeitsschäden oder

Schäden durch Pilzbefall an

den Bauwerken oder Bauwerksteilen

entgegenzuwirken. Sie

planen den Arbeitsauftrag,

richten den Arbeitsplatz ein

und sichern ihn. Die ausgeführten

Arbeiten dokumentieren

sie ebenso wie die eingesetzten

Materialien und Verfahren

Ausbildungsort/ -dauer

» Duale Ausbildung in Industrie

und Handwerk, 3 Jahre

Wo arbeitet man?

» in Betrieben des Hoch- oder

Fertigteilbaus

» in Betrieben der Beton- und

Betonfertigteilherstellung

» in Brücken- und Tunnelbauunternehmen

Worauf kommt es an?

» Handwerkliches Geschick und

Auge-Hand-Koordination

» Körperbeherrschung und

Schwindelfreiheit

» Gute körperliche Konstitution

» Teamfähigkeit

Perspektiven

» Prüfung als Maurer- und Betonbauermeister/in

Ausbildungsort/ -dauer

» Ausbildungsbetrieb und Berufsschule,

3 Jahre

Wo arbeitet man?

» im Ausbaugewerbe

» in Hochbauunternehmen

» im Bereich Desinfektion und

Schädlingsbekämpfung

Worauf kommt es an?

» Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein

» Umsicht und Schwindelfreiheit

» Entscheidungsfähigkeit und

Reaktionsgeschwindigkeit

» Gute körperliche Konstitution

» Kenntnisse in Mathematik,

Biologie, Werken, Chemie

Perspektiven

» Bachelorabschluss im Studienfach

Bauingenieurwesen

Ähnliche Berufe»

» Betonmischmaschinenführer/in

» Einschaler/Einschalerin

» Fertighausmonteur/in

» Betonstahlbiegerin und Betonstahlflechterin

Trend Modulares Bauen

Serielles und modulares Bauen

soll Planungs- und Bauzeiten

von Gebäuden verkürzen,

Bauen einfacher und günstiger

machen: Gebäude oder Gebäudeteile

werden als Prototypen

entworfen und später in Serie

gebaut. Module wie Gebäudewände,

Fenster, Fußböden,

Balkons oder Badzellen können

im Werk vorgefertigt und auf

der Baustelle zusammengefügt

werden.

(www.berufenet.de)

» Meister/in im Holz- und Bautenschutzgewerbe

» Bachelorabschluss im Studienfach

Bauingenieurwesen

Ähnliche Berufe

#AM START

Holz- und Bautenschützer/in

Fachrichtung Bautenschutz

» Holz- und Bautenschützerin

Fachrichtung Holzschutz

» Bauwerksabdichterin

» Betonsanierer/Betonsaniererin

» Asphaltbauerin

Trend Digitalisierung

» Es eröffnet sich für Holz- und

Bautenschützer/innen der

Fachrichtung Bautenschutz

ggf. die Chance, sich mit folgenden

Technologien, Verfahren

oder Systemen zu befassen:

3-D-Laserscanning, Sensorik,

Smarte Kunststoffe, Wearable

Technology

Holzmechaniker (m/w/d)

Ziethen bei Joachimsthal

Beton- und Stahlbetonbauer (m/w/d)

Ziethen bei Joachimsthal

„Teamplayer zu sein, ist wichtig für

den beruflichen Erfolg“

„Während der beruflichen Ausbildung arbeitet man in einem

Team. Ein Teamplayer zu sein, ist wichtig für den beruflichen

Erfolg. Berufliche Sicherheit ist heute an fast jedem Arbeitsplatz

fast schon eine Traumvorstellung. Eine Ausbildung –

gerade im Handwerk – ebnet den sicheren Weg in eine Festanstellung.

Und auch nach der Lehre gibt es sehr vielfältige

Möglichkeiten, sich weiter zu qualifizieren, um die eigene

Karriere flexibel und individuell für sich zu gestalten.“

Handwerk und Bau

Hol Dir die Infos! www.geithnerbau.de

Bewerbungen gehen an: karriere@geithner-bau.de

ARCHITEKTURBETONFERTIGTEILE

(Michaela Schmidt, Abteilungsleiterin Berufsbildung der Handwerkskammer

Frankfurt/ Oder - Region Ostbrandenburg)

Hier gehts zum Traumjob!


SEPTEMBER 2020 31

Neuer Glanz für Gebäude

Schlüsselqualifikationen, die in vielen Handwerken nützlich sind: So arbeiten Bauten- und Objektbeschichter

Die Gaststätte Pieper in Metelen,

einem kleinen 6000-Seelendorf

im Kreis Steinfurt,

braucht einen neuen Anstrich.

Schon seit einer Woche arbeitet

Dogan Aljushi auf der

Baustelle. Er steht auf einem

Gerüst und streicht einen Holzbalken

an. Der 18-jährige ist im

ersten Ausbildungsjahr zum

Bauten- und Objektbeschichter

beim Malerbetrieb Hüning

in Meteln.

Bauten- und Objektbeschichter

arbeiten auf wechselnden

Baustellen, zum Teil auch überregional

- direkt beim Kunden,

im Freien und in Gebäuden.

„Da sollte man gut mit anderen

Leuten umgehen können und

konfliktfähig sein“, sagt Carsten

Haack, Abteilungsleiter

Nachwuchsförderung von der

Handwerkskammer Münster

(HWK).

Ohne Höhenangst auf dem

Gerüst

Schon vor seiner Ausbildung

hat Dogan Aljushi mit seinem

Vater, der Hausmeister ist und

«fast alles kann», zu Hause gestrichen

und stand ihm auch

bei anderen handwerklichen

Dingen helfend zur Seite. Als

Azubi kann er diese Tätigkeiten

nun auch in seinem Berufsalltag

ausführen. Die Gaststätte

Pieper hat einen hohen, luftigen

Raum. Damit die Fachkräfte

an die Decke und die oberen

Balken kommen, musste der

Malerbetrieb mehrere Gerüste

aufstellen. „Das Klettern und

Arbeiten in Höhen macht mir

nichts, ich habe keine Höhenangst“,

sagt Aljushi.

Spachteln und Streichen als

Schlüsselqualifikation

In der Höhe stehen ist natürlich

längst nicht alles: Die Auszubildenden

lernen, wie sie

Wandflächen richtig vorbereiten,

Tapeten abreißen, Risse

in der Wand verspachteln und

natürlich Wände streichen. Sie

kennen sich aus, wenn es darum

geht, Fenster abzukleben

und zu lackieren, Fassaden zu

dämmen oder Bodenbeläge

vorzubereiten.

„Das sind Schlüsselqualifikationen,

die man auch in einem

anderen handwerklichen Beruf

gut gebrauchen kann“, sagt Hüning.

Das, was die Betrieb ihren

Nachwuchskräften nicht selbst

vermitteln können, beispielsweise

unterschiedliche Spritztechniken,

finde dann in der

überbetrieblichen Ausbildung

statt. Die kann zum Beispiel in

einer Lehrwerkstatt von der

Kreishandwerkerschaft oder

Innung stattfinden, erklärt Hüning.

In der Berufsschule bekommen

die Auszubildenden zudem die

theoretischen Inhalte nahe gebracht.

Dann stehen zum Beispiel

Mathematik, Chemie und

Werken oder Technik auf dem

Stundenplan.

Auch wenn für die Ausbildung

keine bestimmte Schulbildung

vorgeschrieben ist, stellen

Betriebe in der Praxis überwiegend

Auszubildende mit

Hauptschulabschluss ein. Die

Ausbildungsvergütung richtet

sich bei tarifgebundenen Betrieben

nach tarifvertraglichen

Vereinbarungen.

Malerbetrieb, Stuckateurgewerbe

oder Fassadenbau?

Maler/in und Lackierer/in

Schon vor der Ausbildung stand er seinem Vater bei handwerklichen Aufgaben zur Seite: Dogan Aljushi absolviert

nun eine Ausbildung zum Bauten- und Objektbeschichter.

Fotos: Kirsten Neumann/dpa-mag

Wer die Ausbildung abgeschlossen

hat, kann später im

Maler- und Lackierergewerbe

arbeiten. Genauso finden

Absolventen aber Jobs in Betrieben

für Bodenbeschichtungstechnik,

im Stuckateurgewerbe

oder im Trocken- und

Fassadenbau.

Die zweijährige Ausbildung

lässt sich als „Sprungbrett“ für

die darauf aufbauende Lehre

zum Maler und Lackierer nutzen.

Wer als Geselle bereits

einige Jahre Berufserfahrung

hat, kann auch direkt die Prüfung

zum Maler- und Lackiermeister

ablegen oder eine

Fortbildung - zum Beispiel

zum Farb- und Lacktechniker

- machen.

Dogan Aljushi möchte zunächst

seine Ausbildung erfolgreich

bestehen und in

einem weiteren Jahr noch

den Abschluss als Maler und

Lackierer aufsatteln. „Mein

Traum ist ein vernünftiges,

sorgenfreies Leben zu führen

und im Handwerk mein Geld

zu verdienen. Ich würde gerne

im Betrieb bleiben. Falls das

nicht möglich sein wird, kann

eine Fortbildung ja nie schaden.“

(dpa)

Bauten- und Objetkbeschichter

erwerben viele Schlüsselqualifikationen,

die auch in anderen

Berufen wichtig sind. Hier wird ein

Riss in der Wand verfugt.

Maler/innen und Lackierer/

innen gibt es in drei Fachrichtungen:

Bauten- und Korrosionsschutz,

Gestaltung und Instandhaltung,

Kirchenmalerei

und Denkmalpflege.

In der Fachrichtung Gestaltung

und Instandhaltung gestalten

sie Innenwände, Decken, Böden

und Fassaden von Gebäuden

sowie die Oberflächen von

Objekten aus verschiedenen

Materialien. Sie sind im Neubau,

bei der Sanierung und

Modernisierung tätig.

Bevor sie Flächen beschichten,

bereiten sie die Untergründe

vor und bessern Putzschäden

an Wänden und Decken aus.

Innenräume gestalten sie mit

unterschiedlichen Maltechniken,

mit Tapeten und Dekorputzen.

Durch den Einbau

von Dämmstoffen oder das

Aufbringen von Wärmedämm-

Verbundsystemen leisten sie

einen wesentlichen Beitrag zur

Energieeinsparung. Fenster,

Türen und Zäune, schützen sie

mit geeigneten Lasuren, Farben

oder Lacken.

Ausbildungsort/ -dauer

» Ausbildungsbetrieb und Berufsschule,

3 Jahre

Wo arbeitet man

» in Betrieben des Maler und

Lackierer-Handwerks

» im Stuckateurgewerbe

» bei Hochbaufirmen

Worauf kommt es an?

» Beobachtungsgenauigkeit

» Geschicklichkeit, Auge-Hand-

-Koordination und Sinn für Ästhetik

» Umsicht und Schwindelfreiheit

» Gute körperliche Konstitution

Perspektiven

» Assistent/in für Energie und

Ressourcen im Handwerk

» Maler- und Lackierermeister/

in

» Bachelorabschluss im Studienfach

Innenarchitektur

Foto: luanateutzi/iStock

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Maler, Lackierer und

Fußbodenleger m/w/d

Du hast eine abgeschlossene Schulausbildung,

bist flexibel und teamfähig? Dann bewirb dich in einem

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Berufsausbildung. Wir freuen uns auf dich!

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Gebäudeservice GmbH & Co. KG, Freienwalder Straße 68

16225 Eberswalde, info@drei-schilde-bau.de


32

Beliebteste

Berufe 2020

Die meist gewählten Ausbildungsberufe

von Jungs

sind:

- Kraftfahrzeugmechatroniker

- Kaufmann im Einzelhandel

- Elektroniker

- Industriemechaniker

- Fachinformatiker

Die meist gewählten Ausbildungsberufe

von Mädchen

sind:

- Kauffrau für Büromanagement

- Kauffrau im Einzelhandel

- Medizinische Fachangestellte

- Verkäuferin

- Zahnmedizinische Fachangestellte

Mädchen ergreifen vermehrt

Berufe im Bereich

Wirtschaft und Verwaltung,

Jungs beginnen

ihre Ausbildung vorzugsweise

im technischen Bereich.

(pm/cr)

Kfz und Logistik

Hier gehts zum Traumjob!

Maschinen- und Anlagenführer/innen

leisten Detektivarbeit

Große Maschinen umgeben

Thorsten Fograscher in seiner

Ausbildung jeden Tag. Maschinen,

die Dämmmaterial in einer

bestimmten Größe und Dicke

produzieren, die Kunststoffe

den Vorgaben entsprechend

schäumen oder Bitumenbahnen

zur Abdichtung fertigen.

Der 20-Jährige arbeitet bei der

Firma Bauder in Stuttgart, einem

der großen Hersteller von

Dachsystemen in Europa. Dort

wird er innerhalb von zwei Jahren

zum Maschinen- und Anlagenführer

ausgebildet.

„Zu dem Job bin ich über einen

Metall-Grundkurs in der

Schule gekommen“, erzählt

er. Sein Fachabitur hat er an

einer sozialwissenschaftlich

orientierten Schule gemacht.

„Aber das Technische hat mich

schon immer interessiert.“ Verständnis

für Technik ist eine

der wichtigsten Voraussetzungen,

wie Rouven Vogg, sein

Ausbildungsleiter, sagt. „Die

Maschinen- und Anlagenführer

sind tatsächlich die, die an den

Maschinen stehen, die kontrollieren,

warten und Probleme

beheben können.“

Wie Detektivarbeit: Die Spurensuche

nach Fehlern

Fograscher ist dabei die„Detektivarbeit“

am liebsten, wie er

das nennt. „Wenn etwas nicht

läuft, muss man die Ursache

dafür finden, geht auf Spurensuche

und muss eventuell Teile

auswechseln.“ Das passiert zum

großen Teil noch mechanisch,

in diesem Beruf wird mit den

Händen gearbeitet. „Natürlich

werden die Anlagen über

Touchpanels und Computer

eingestellt und bedient“, sagt

Metallbau Glawion GmbH

Wir bilden aus:

Konstruktionsmechaniker/in

• 3,5 jährige Ausbildung

Maschinen- & Anlagenführer/in

• 2 jährige Ausbildung

Die Ausbildung erfolgt dual im

Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule.

Heinrich-Hertz-Straße 1

16225 Eberswalde

Telefon: (03334) 2 77 70

Telefax: (03334) 21 21 22

E-Mail: info@metallbau-glawion.com

www.metallbau-glawion.com

Blick in die Produktionshalle der Firma Bauder: Angehende Maschinenund

Anlagenführer lernen hier, worauf es bei der Handhabe der Systeme

ankommt.

Fotos: Paul Bauder, Stuttgart/dpa-mag

Vogg. Doch wenn etwas nicht

funktioniert, sind ganz klassische

Schrauber-Skills gefragt.

Maschinen- und Anlagenführer

können sich, je nach Unternehmen,

in fünf verschiedenen

Fachrichtungen ausbilden

lassen: im Bereich Metall- und

Kunststofftechnik, in der Textiltechnik,

in der Textilveredelung,

der Lebensmitteltechnik

oder der Druckweiter- und

Papierverarbeitung. Für jeden

Schwerpunkt gibt es andere

Weiterbildungsmöglichkeiten

nach bestandener Gesellenprüfung,

sagt Sven-Uwe Räß,

der Leiter der Berufsbildung im

Gesamt-

Arbeitgeberverband

metall.

Mathe und Physik - Ehrgeiz

und Fleiß

Konstruktionsmechaniker/

innen fertigen z.B. Aufzüge,

Werk- oder Flughafenabfertigungshallen,

Schiffsrümpfe

und -aufbauten oder Fußgängerbrücken.

Mit Brennschneidern,

Lasern oder mithilfe von

CNC-Maschinen längen sie

Stahlträger ab und schneiden

Profile sowie Bleche millimetergenau

zu. Sie biegen oder

kanten Bleche, bringen Bohrungen

an, fügen die Bauteile

zusammen, richten sie aus und

verbinden sie durch Verschweißen,

Verschrauben oder Nieten.

Ggf. bauen sie Antriebe und

Steuerungseinrichtungen ein

und bringen Verkleidungen an.

Kleinere Objekte wie Fahrzeugaufbauten

montieren sie in der

Werkhalle, größere Konstruktionen,

beispielsweise Hallen

oder Brücken, vor Ort. Auch die

Wartung und Instandsetzung

von Metallbaukonstruktionen

oder von Werkzeugen und Produktionsmaschinen

gehört zu

ihrem Aufgabengebiet.

Ausbildungsort/ -dauer

» Ausbildungsbetrieb und Berufsschule,

3,5 Jahre

Wo arbeitet man?

» in Unternehmen des Stahlund

Metallbaus

» in Unternehmen des Maschinenbaus

» in Unternehmen des Schiff-,

Fahrzeug- oder Schienenfahrzeugbaus

Worauf kommt es an?

» Geschicklichkeit und Auge-

Thorsten Fograscher ist mit einem

Fachabitur eher die Ausnahme

bei den Auszubildenden

- deutlich mehr Bewerber

haben einen Haupt- oder Realschulabschluss.

Daher sind

für ihn gerade die Bereiche

Mathematik und Physik an

der Berufsschule keine großen

Hindernisse. „Das wird sehr anwendungsbezogen

behandelt“,

sagt er. Diese beiden Fächer

sind es, die einem zumindest in

der Schulzeit nicht ganz fremd

gewesen sein sollten.

„Viel wichtiger als die Noten

aber sind andere Eigenschaften“,

sagt Räß. Dazu gehören

Teamfähigkeit, Ehrgeiz und

Fleiß. Vogg ergänzt: „Die Bewerber

arbeiten nie allein an

und mit den Maschinen, daher

müssen sie sich gut auf andere

Menschen einlassen können.“

Sozialkompetenz, Respekt den

Kollegen gegenüber - das seien

Kriterien, auf die er achte.

„Bei uns muss der Mensch passen,

da sind die Noten tatsächlich

zweitrangig.“

Der Job ist ein klassischer

Dreischichtberuf, die meisten

Maschinen laufen rund um

die Uhr. „Und mit den entsprechenden

Zulagen etwa für

Nachschichten steigt auch das

Einkommen.“

Ein Ausbildungsjahr dranhängen

Wer die Ausbildung erfolgreich

beendet hat, kann in einer

dreijährigen Ausbildung

Fuß fassen und sich die zwei

bereits absolvierten Jahre

anrechnen lassen. Mögliche

Berufe sind: Industriemechaniker,

Werkzeugmechaniker,

Zerspanungsmechaniker oder

Feinwerkmechaniker. „Das

kommt darauf an, in welchem

der Fachbereich man zuvor gelernt

hat“, sagt Räß. (dpa)

Thorsten Fograscher macht eine

Ausbildung zum Maschinen- und

Anlagenführer beim Dachsystemhersteller

Bauder in Stuttgart.

Konstruktionsmechaniker/in

Hand-Koordination

» Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein

» technisches Verständnis

» räumliches Vorstellungsvermögen

» Gute körperliche Konstitution

und Schwindelfreiheit

Perspektiven

#AM START

» Prüfung als Industriemeister/

in der Fachrichtung Metall

» Bachelorabschluss im Studienfach

Konstruktionstechnik

Trend Virtual Reality (VR)

» Dank Virtual Reality (VR) können

Maschinenbediener/innen

z.B. die Steuerung neuer Maschinenelemente

erlernen, ohne

Material zu verbrauchen oder

Werkzeuge zu verschleißen.


SEPTEMBER 2020 33

Warum Meister werden?

Die Chancen sind deutlich größer als viele erwarten würden

Technische Systeme und Prozessabläufe verstehen - das ist für angehende

Elektroniker für Betriebstechnik besonders wichtig. Foto: Robert

Günther/dpa

Die Generalisten

Unter Strom: Elekroniker für Betriebstechnik

Steckdosen verlegen, Lampen

montieren, Schaltkästen warten

- was für private Haushalte

wichtig ist, spielt natürlich

auch in Industriebetrieben, bei

Stadtwerken oder bei Energieversorgern

eine Rolle. Elektroniker

für Betriebstechnik sind

dafür zuständig, dass die elektrische

Versorgung, alle Anlagen

und auch Elektromotoren

in Unternehmen problemlos

laufen.

„Wir kümmern uns um die

gesamte Technik im Betrieb“,

erzählt Hendrik Günther. Der

20-Jährige ist im letzten Jahr

seiner Ausbildung bei einem

Berliner Energieversorger. Üblicherweise

beginnt sein Tag

mit der Arbeit in einem der

Kraftwerke des Unternehmens.

„Da müssen wir beispielsweise

Maschinen und ihre Messwerte

überprüfen, und etwa sehen,

ob die Temperatur in den Kesseln

stimmt“, so Günther.

Technik hat den 20-Jährigen

schon immer begeistert. Nach

der Schule machte er verschiedene

Praktika, zum Beispiel bei

einem Betrieb für Torantriebe

und bei der Telekom. Über Internetrecherchen

stieß er dann

auf die Ausbildung zum Elektroniker

für Betriebstechnik.

Am besten gefallen ihm die

vielseitigen Aufgaben in seinem

Beruf, bei denen er Elektrotechnik

und Mechanik verknüpfen

kann. „Wenn ich zum

Beispiel die Wärmemengenzähler

auswechsele, muss ich

sowohl das Messteil an sich

einbauen als auch die Recheneinheit

anschließen“, erklärt der

Azubi.

In der Ausbildung erwerben

die Azubis ein professionelles

Prozess- und Systemverständnis,

erklärt Gert Zinke vom

Bundesinstitut für Berufsbildung

(BIBB). Was das bedeutet?

„Auszubildende müssen zum

Beispiel nicht nur einen Schaltplan

verstehen können.“ Sie

müssen auch von einer technischen

Dokumentation oder

aus gewonnenen Daten auf die

Funktion technischer Systeme

und Prozessabläufe schließen

können.

Von Bewerbern für die Elektroniker-Ausbildung

wird häufig

der Realschulabschluss erwartet.

Gert Zinke zufolge sollten

Bewerber vor der Ausbildung

vor allem wissen, dass der Elektroniker

für Betriebstechnik

körperlich arbeitet und seine

Arbeitsplätze und Einsätze oft

mit jedem neuen Auftrag innerbetrieblich

wechseln. „Er

ist den ganzen Tag mit vielen

Menschen unterwegs und im

Austausch, das setzt eine gute

fachliche Kommunikationsfähigkeit

voraus.“

Zinke verweist zudem darauf,

dass die Fachkräfte nach der

Ausbildung nicht immer Nineto-five-Jobs

haben: „Die Anlagen

laufen oft auch über Nacht

und am Wochenende, das bedeutet

dann Schichtarbeit.“

Der BIBB-Experte rät Interessierten,

sich vorab genau mit

den Betrieben auseinanderzusetzen,

die eine Ausbildung anbieten.

So kann es sein, dass ein

Unternehmen bereits moderne

Technologie einsetzt, während

andere noch eher konventionell

unterwegs sind.

Der Beruf Elektroniker für Betriebstechnik

gilt unter den

Elektroberufen als Generalist

und ist nach Angaben des

BIBB einer der am häufigsten

ausgebildeten E-Berufe in der

Industrie. Vom Unternehmen

eingesetzte Elektrofachkräfte

dürfen elektrotechnische Anlagen

selbstständig in Betrieb

nehmen. Der Beruf gehe daher

auch mit einer hohen Verantwortung

für die Sicherheit und

Gesundheit von Menschen einher,

so Zinke.

Nach der Ausbildung sehen die

Berufschancen für Elektroniker

für Betriebstechnik Zinke zufolge„momentan

sehr gut aus“,

sagt Zinke. Manche würden im

Anschluss noch an die Hochschule

wechseln, um etwa Elektrotechnik

zu studieren, in den

Unternehmen eröffnen sich

Karrierewege, zum Beispiel als

Meister oder Techniker. (dpa)

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bieten wir hervorragende Ausbildungsbedingungen,

angemessene Vergütung und gute Chancen auf

einen interessanten Arbeitsplatz nach der Ausbildung zum

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Elektroniker

(für Betriebstechnik)

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Viele Handwerker fragen sich,

warum sollte ich Meister werden?

Genügt die bisherige

Ausbildung nicht, um auf dem

Arbeitsmarkt für einen sicheren

Lebensunterhalt zu sorgen?

Doch dies ist zu kurz gedacht.

Denn mit der erfolgreichen

Meister-Prüfung stehen dem

Handwerker viele neue Möglichkeiten

offen. Er kann sich

nicht nur selbstständig machen,

sondern vor allem auch

die Grundlage für weitere Erfolge

legen. Denn als Meister stehen

dem Handwerker sowohl

neue Verdienstmöglichkeiten

offen als auch die Möglichkeit

mittels eines Studiums den eigenen

Tätigkeitsbereich nochmals

zu erweitern. Daher gibt

es viele gute Gründe den Meisterabschluss

anzustreben.

Die Voraussetzungen für den

Meister-Abschluss sind recht

einfach zu erfüllen.

Es wird eine abgeschlossene

Berufsausbildung in diesem

Handwerksbereich gefordert.

Dementsprechend kann der

Meister-Abschluss direkt nach

der Gesellen-Prüfung angegangen

werden. Dies gilt jedoch

nur, wenn die Meister-Prüfung

im selben Fachbereich stattfinden

soll. Wer einen fachfremden

Meister machen möchte,

muss eine mindestens drei bis

vierjährige Berufserfahrung

vorweisen können. Wer über

Praktika für Schüler

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viel Berufserfahrung, aber keinen

Berufsabschluss verfügt,

benötigt eine Ausnahmegenehmigung.

Viele Meisterausschüsse verlangen

darüber hinaus eine

Gesellenprüfung, welche von

externen Prüflingen zusätzlich

abgelegt werden muss.

Wer sich jedoch mit der Frage

„Warum sollte ich Meister werden?“

beschäftigt und sich auch

mit der Frage „Was sind die Voraussetzungen?“

auseinandersetzt,

wird schnell feststellen,

dass es in vielen Bereichen und

mit vielen Biographien möglich

ist, zu einem erfolgreichen

Meister-Abschluss zu gelangen.

(pm/cr)

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Deine Zukunft

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DU RICHTIG!


34

Wertvolle Arbeit für Gesellschaft und Umwelt

Pflegekräfte der Wasserversorgung: Die Ausbildung im Rohr-, Kanal- und Industrieservice

#AM START

Das Abwasserrohr eines Hauses

ist geplatzt, jetzt steht der

Keller unter Wasser. In einer

solchen Situation ist die Hilfe

von Spezialisten wie Sebastian

Stenzel gefragt.

Der 25-Jährige absolviert bei

der Firma Roel Umwelttechnik

in Essen eine Ausbildung zur

Fachkraft Rohr-, Kanal- und Industrieservice.

Was das Beste

an dem Job ist? „Die Vielseitigkeit“,

sagt Stenzel. Mal geht

es darum, in einem Rohr eine

Verstopfung zu beseitigen, mal

muss mit der Unterstützung

von Robotern eine Leitung saniert

werden.

Rohrcheck mit Kameras und

Computern

Die Tätigkeit ist anspruchsvoll.

„Technisches Verständnis und

handwerkliches Geschick sind

für den Beruf unabdingbar“,

erklärt Ralph Sluke. Er ist Geschäftsführer

des Verbands der

Rohr- und Kanal-Technik-Unternehmen

(VDRK).

Eine Verstopfung im Rohr können

die Fachkräfte oft elektromechanisch

mit einer sogenannten

Spirale entfernen.

Mitunter müssen sie aber auch

schauen, wie der Zustand der

Rohrleitung oder des Kanals

überhaupt ist. Dafür setzen

sie Kameras mit Dreh- und

Schwenkköpfen ein, um den

Zustand des Systems bewerten

und dokumentieren zu können.

„Dabei helfen spezielle Computerprogramme“,

erläutert Sluke.

Auch die Kanalsanierung gehört

zum Arbeitsbereich. Hierbei

werden Rohrleitungen

und Kanäle zum Beispiel im

sogenannten Schlauchliner-

Verfahren von innen mit selbst

aushärtendem Material ausgekleidet,

so dass Straßen nicht

erst aufgebrochen werden

müssen. Es kommt auch vor,

dass nur punktuell Reparaturen

nötig sind. Ferngesteuerte

Roboter helfen, etwa Schadstellen

abzudichten und so zu

verhindern, dass Abwässer in

den Boden oder in Gewässer

gelangen.

Wertvolle Arbeit für Gesellschaft

und Umwelt

„Wir tun also auch etwas zum

Wir bilden aus und suchen

ab sofort Auszubildende zum:

• Tiefbaufacharbeiter *

• Rohrleitungsbauer *

Bewerbung an:

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Ausbildung? Bei uns ist immer ein Platz frei.

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Wer sich für den Beruf der Fachkraft Rohr-, Kanal- und Industrieservice

entscheidet, sollte sich für Umwelt und Technik interessieren. Azubi

Sebastian Stenzel bedient den Saugwagen. Fotos: Kirsten Neumann/

dpa-mag

Schutz der Umwelt“, sagt Sebastian

Stenzel über die Branche.

Ihm gefällt es, einen Beitrag

dazu zu leisten, Menschen

vor übertragbaren Krankheiten

zu schützen. Sluke sieht in den

Fachkräften die „Pflegekräfte

der Wasserversorgung“.

Wer sich für den Beruf entscheidet,

muss wissen: „Das

ist schwere körperliche Arbeit,

danach ist man erst mal k.o.“,

betont Stenzel. Zudem sollte

es einem nichts ausmachen,

viel im Freien zu arbeiten. Zum

Tiefbaufacharbeiter/innen führen

je nach Ausbildungsschwerpunkt

Straßen-, Rohrleitungs-,

Kanal-, Gleis-, Brunnen- oder

Spezialtiefbauarbeiten aus. Sie

stellen Baugruben, Gräben sowie

Verkehrswege und Verkehrsflächen

her, bauen Ver- und Entsorgungssysteme

ein und wirken

bei Brunnenbohrungen und im

Tunnelbau mit. Dabei können

sie im Neubau oder in der Sanierung

tätig sein. Im Schwerpunkt

Straßenbauarbeiten legen sie

z.B. Böschungen und Randbefestigungen

an, pflastern Gehwege

und asphaltieren Straßen.

Im Schwerpunkt Rohrleitungsbauarbeiten

verlegen sie Rohre

für Gas- und Wasserleitungen

und stellen Kabelschächte her.

Tiefbaufacharbeiter/innen mit

dem Schwerpunkt Kanalbauarbeiten

verlegen Betonrohre und

bauen Einstiegsschächte. Im

Schwerpunkt Brunnenbau- und

Spezialtiefbauarbeiten bedient

man Bohrgeräte und installiert

Wasserförderungsanlagen. Tiefbaufacharbeiter/innen

mit dem

Schwerpunkt Gleisbauarbeiten

bauen den Unterbau für Gleise

und verlegen Schienen.

Tiefbaufacharbeiter/in

Ausbildungsort/ -dauer

» Ausbildungsbetrieb und Berufsschule,

2 Jahre

Wo arbeitet man?

» in Betrieben des Tiefbaugewerbes

» in Betrieben der Wasserversorgung

und Abwasserwirtschaft

» in Unternehmen des

Straßen- und Schienenverkehrs

» bei kommunalen Bauämtern

Worauf kommt es an?

» Handwerkliches Geschick

» Sorgfalt und Umsicht

» Gute körperliche Konstitution

Perspektiven

» Zusatzqualifikationen „Europaassistent/in“

während der

Ausbildung, z.B. im Bereich

Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht

» Bachelorabschluss im Studienfach

Bauingenieurwesen

Alle Berufe werden hier in Auszügen

dargestellt

Alltag gehört auch, ab und an

im Notdienst kurzfristig abends

oder am Wochenende arbeiten

zu müssen.

Bewerber um einen Ausbildungsplatz

müssen keine

bestimmte Schulbildung mitbringen.

„Die meisten Azubis

haben einen Hauptschul- oder

einen mittleren Schulabschluss,

die Zahl der Azubis mit Abitur

steigt“, so Sluke. Ein großes Interesse

an Umwelttechnik ist

für den Beruf Voraussetzung.

Alle, die fit in naturwissenschaftlichen

Fächern wie Mathematik,

Physik und Chemie

sind, haben gute Karten.

Die Ausbildung dauert drei

Jahre und wird in zwei Schwerpunkten

angeboten: Rohr- und

Kanalservice sowie Industrieservice.

Beim Schwerpunkt Rohr- und

Kanalservice kümmern sich

die Fachkräfte darum, dass in

Abwasser- und Kanalsystemen

alles reibungslos läuft. Im

Schwerpunkt Industrieservice

sind sie dagegen in Betrieben

unterwegs. Zum Beispiel in

Brauereien, Autowerken oder

Chemieunternehmen warten

und reinigen sie dann Abfülloder

Pumpanlagen.

Die Ausbildungsvergütung

hängt von Tarifverträgen ab.

Im Öffentlichen Dienst liegt die

Vergütung laut Bundesagentur

für Arbeit höher. (dpa)

Wo ist das Rohr blockiert? Sebastian

Stenzel, angehende Fachkraft

für Rohr- und Kanalservice, gibt

Daten in das Kamerasteuergerät

ein.

Trend im Tiefbau:

Augmented

Reality

Um zu verhindern, dass

bei Aushubarbeiten

Rohrleitungen und Kabel

beschädigt werden, sollen

künftig Augmented-

Reality-Systeme einen

virtuellen Blick auf die

Infrastruktur unter der

Erde ermöglichen. Das

System kann sowohl bei

der Planung der Tiefbauarbeiten

als auch bei den

Aushubarbeiten vor Ort

eingesetzt werden: Es

verbindet ein mobiles GIS

zur Visualisierung und Datenpflege

mit einer App,

die Untergrunddaten wie

Einbauten oder Leitungen

live ins Kamerabild

einblendet - die Lage von

Leitungen und Rohren

wird so auf dem Smartphone

oder dem Tablet

sichtbar. Fach- und Führungskräfte

werden sich

mit dieser neuen Technik

vertraut machen.

(www.berufenet.de)


SEPTEMBER 2020 35

Zertifikate nebenbei erwerben

Gute Chancen für Geringqualifizierte mit„Lernen im Job“

Mit Weiterbildungsprogrammen wie„Lernen im Job“ können Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung

im Arbeitsalltag Zertifikate erwerben, um ihrem beruflichen Ziel näher zu kommen. Foto: randstad/txn

Wer keine abgeschlossene Berufsausbildung

hat und auch

sonst keine fachlichen Kompetenzen

aufweisen kann, hat es

auf dem Arbeitsmarkt schwer.

Denn Unternehmen sind auf

der Suche nach gut ausgebildeten

Arbeitnehmern - Geringqualifizierte

gehen häufig

leer aus. An dieser Stelle setzen

Weiterbildungsprogramme,

wie etwa „Lernen im Job“ der

Randstad Akademie, an.

Um Menschen ohne Berufsausbildung

fit für den Arbeitsmarkt

zu machen und ihnen den Einstieg

zu erleichtern, wird auf

eine modulare Qualifizierung

gesetzt. Das Programm funktioniert

nach dem Baukastenprinzip:

Die Teilnehmer absolvieren

verschiedene Module,

die sich an den Tätigkeiten der

Fachkraft für Abwassertechnik

Fachkräfte für Abwassertechnik

überwachen, steuern und

dokumentieren die Abläufe in

Entwässerungsnetzen sowie

bei der Abwasser- und Klärschlammbehandlung

in kommunalen

und industriellen

Kläranlagen. Sie kontrollieren

automatisierte Anlagen und

Maschinen an Leitständen. Bei

Normabweichungen ergreifen

sie sofort die notwendigen Korrekturmaßnahmen.

In Kläranlagen überwachen

Fachkräfte für Abwassertechnik

die Reinigung des Abwassers

in der mechanischen,

biologischen und chemischen

Reinigungsstufe. Zudem analysieren

sie Abwasser- und Klärschlammproben,

dokumentieren

die Ergebnisse, werten sie

aus und nutzen die gewonnenen

Erkenntnisse zur Prozessoptimierung.

Sie überwachen

Kanalnetze und Einleiter. Rohrleitungssysteme,

Schächte

und andere Anlagenteile inspizieren,

reinigen und warten

sie. Als sogenannte „elektrotechnisch

befähigte Personen“

können sie auch elektrische

Installationen ausführen und

reparieren.

Ausbildungsort/ -dauer

» Ausbildungsbetrieb und Berufsschule

, 3 Jahre

Wo arbeitet man?

» in der Abwasserwirtschaft,

beispielsweise in kommunalen

sowie industriellen Kläranlagen

» in der öffentlichen

Verwaltung, z.B. bei Abwasserverbänden

» in Betrieben mit eigener Abwasserreinigung

Kundeneinsätze orientieren,

sowie an den Rahmenlehrplänen

bestehender Berufsausbildungen

- beispielsweise zum

Lagerassistenten, Produktionsassistenten

oder Assistenten

Dialogmarketing (m/w).

Am Anfang steht das Beratungsgespräch,

in dem das

Programm und die Abläufe

besprochen werden. Anschließend

erhält der Teilnehmer

seinen persönlichen Qualifizierungspass,

der die einzelnen

Module dokumentiert.

„Während seiner Einsätze in

Kundenunternehmen, also im

täglichen Arbeitsalltag, erwirbt

der Mitarbeiter kontinuierlich

neue Kenntnisse und Erfahrungen“,

erklärt Kerstin Brück,

Randstad Akademie Specialist.

„Ist ein Modul erfolgreich abgeschlossen,

wird dies im Qualifizierungspass

eingetragen.

So ist jederzeit nachvollziehbar,

welche Fähigkeiten wann und

bei welchem Kunden erlernt

wurden.“

Hat der Mitarbeiter alle Module

erfolgreich gemeistert, erfolgt

eine mündliche und schriftliche

Prüfung beim TÜV Rheinland,

nach deren Bestehen der

Mitarbeiter ein entsprechendes

Zertifikat erhält. „Das Zertifikat

ist der erste Schritt zum

qualifizierten Fachhelfer“, so

Brück. „Wer an dem Programm

teilnimmt, arbeitet somit aktiv

an seiner beruflichen Weiterbildung,

denn die erworbenen Fähigkeiten

bringen Mitarbeiter

ohne zeitlichen Mehraufwand

ihrem Berufsziel ein großes

Stück näher.“

(txn)

Worauf kommt es an?

» Handwerkliches Geschick und

technisches Verständnis

» Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein

» Reaktionsgeschwindigkeit

» Kenntnisse in Biologie, Physik,

Chemie und Mathematik

Perspektiven

» Abwassermeister/in

» Meister/in für Rohr-, Kanalund

Industrieservice

» Meister/Meisterin für

Kreislauf- und Abfallwirtschaft

und Städtereinigung

» Techniker/in Fachrichtung

Umweltschutztechnik Schwerpunkt

Wasserver- und -entsorgungstechnik

» Technische/r Umweltfachwirt/-in

(www.berufenet.de)

Wasserbauer/in

Wasserbauer/innen pflegen

die Bausubstanz von Dämmen,

Regelungsbauwerken und

Ufersicherungen sowie von

Anlagen des Küsten- und Inselschutzes.

Sie inspizieren Wehre,

Schleusen, Stauseen und

andere Staubauwerke, führen

kleinere Instandsetzungs- und

Wartungsarbeiten aus oder

veranlassen größere Reparaturen.

Regelmäßig messen sie

die Wasserstände und -tiefen,

beseitigen Verkehrshindernisse

wie Treibgut oder halten

die Fahrrinne frei und stellen

Schifffahrtszeichen auf. Bei Katastrophengefahr

sorgen sie

für den Schutz der Wasserwege

und Küstenbauwerke. Außerdem

überwachen und betreuen

sie größere Bauvorhaben.

Ausbildungsort/ -dauer

» Ausbildungsbetrieb und Berufsschule,

3 Jahre

Wo arbeitet man?

» bei Dienststellen der Wasserund

Schifffahrtsverwaltung

» in Betrieben des gewerblichen

Wasserbaus

Worauf kommt es an?

» Gute Bewegungskoordination

und Schwindelfreiheit

» Auge-Hand-Koordination

» Sorgfalt und Umsicht

» Handwerkliches Geschick

Perspektiven

» Prüfung als Wasserbaumeister/in

» Bachelorabschluss im Bauingenieurwesen

Trend Digitalisierung

» Es eröffnet sich die Chance,

sich mit folgenden Technologien,

Verfahren oder Systemen zu

befassen: 3-D-Laserscanning,

Augmented-Reality-Visualisierung,

Tauchroboter, Wartungsund

Instandhaltungsroboter

„Zum Gelingen der Ausbildung

beitragen“

„Ausbildung wird nur funktionieren, wenn auch die Azubis

ihrerseits zum Gelingen beitragen. Die persönliche Eignung,

das Engagement und die Sozialkompetenzen sind ebenso

wie die fachliche Eignung der Auszubildenden entscheidende

Voraussetzungen für den Ausbildungserfolg.“

(Uwe Hoppe, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer

Frankfurt/Oder, Ostbrandenburg)

FWA

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36

Studienfinanzierung

#AM START

Entscheidungshilfen für und gegen den Kredit

Die Experten programmieren und testen die Anlagen und nehmen sie in Betrieb. Auch die Fehlersuche und die

Behebung der Ursachen gehört zu ihren Aufgaben.

Foto: NDAB Creativity/shutterstock.com

Elektroniker/in - Fachrichtung

Automatisierungstechnik

Elektroniker/innen der Fachrichtung

Automatisierungstechnik

planen und installieren

z.B. rechnergesteuerte

Fertigungsautomaten, Werkzeugmaschinen,

Verkehrsleitsysteme

oder Anlagen der Gebäudetechnik.

Sie analysieren

die Funktionszusammenhänge

und sorgen dafür, dass Sensoren,

elektronische Steuerungen

und Leiteinrichtungen die elektrischen,

pneumatischen und

hydraulischen Antriebe nach

den jeweiligen Betriebsanforderungen

steuern und regeln.

Dafür konfigurieren sie Software,

Bussysteme, Netzwerke

und Gerätekomponenten. Sie

programmieren und testen die

Anlagen, nehmen sie in Betrieb

und weisen die Anwender in

die Bedienung ein. Wenn Störungen

auftreten, suchen die

Elektroniker/innen nach den

Ursachen und beheben diese.

Sie beraten Kunden über technische

Möglichkeiten, Serviceangebote

und Kosten. Bei

Wartungsarbeiten prüfen sie

die elektrischen Schutzmaßnahmen

und Sicherheitseinrichtungen.

Ausbildungsort/ -dauer

» Ausbildungsbetrieb und Berufsschule,

3,5 Jahre

Wo arbeitet man?

» bei Herstellern von industriellen

Prozesssteuerungseinrichtungen

» in Betrieben der Elektroinstallation

Worauf kommt es an?

» Handwerkliches Geschick und

technisches Verständnis

» Geschicklichkeit und Auge-

Hand-Koordination

» Sorgfalt

» Flexibilität

Perspektiven

» Prüfung als Elektrotechnikermeister/in

» Bachelorabschluss im Studienfach

Automatisierungstechnik

Auch der Schritt in die Selbstständigkeit

ist möglich, z.B.

mit einem eigenen Betrieb

des Elektrotechniker-, des Informationstechniker-

oder des

Elektromaschinenbauer-Handwerks.

Trend 3-D-Druck

» In der Elektronik werden additive

Verfahrenstechniken

bereits angewendet, um z.B.

gebogene, jedoch zweidimensionale

Oberflächen mit elektronischen

Bauelementen zu

bedrucken - z.B. für den Mobilfunk,

den Automobilbau,

die Medizin- oder Sicherheitstechnik.

Künftig sollen mittels

3-D-Druck ganze Bauteile mit

integrierter Elektronik (z.B.

Schaltungen, Kondensatoren,

Dioden) in einem einzigen additiven

Bauvorgang gefertigt

werden.

(www.berufenet.de)

Ein Studienkredit kann eine

Möglichkeit sein, während der

Zeit an der Hochschule finanziell

über die Runden zu kommen.

Bevor Studierende einen Kredit

abschließen, sollten sie ihre

Entscheidung aber genau abwägen.

Das Centrum für Hochschulentwicklung

(CHE) empfiehlt

vier Schritte:

1. Wie viel Geld brauche ich?

Idealerweise verschaffen sich

Studierende zunächst einen

Überblick, mit welchen Einnahmen

und Ausgaben sie im Monat

rechnen können. Dann stellt

sich schnell heraus, ob dauerhaft

eine Finanzierungslücke

besteht. Außerdem sollten sie

zuerst alle Finanzierungsmöglichkeiten

prüfen, bei denen sie

die Förderung nicht oder nur

teilweise zurückzahlen müssen.

Etwa Stipendien, Bafög oder

Einnahmen aus Nebenjobs.

Nicht zuletzt muss man sich

darüber klar werden, für wie

lange man einen Kredit wirklich

braucht und wie hoch er sein

sollte. Das CHE erklärt als Faustregel:

So wenig wie möglich,

aber so viel wie für ein reibungsloses

Studium erforderlich.

Laptop, Bücher, Wohnung: Ein

Studium kostet Geld. Foto: Kästle/

dpa-mag

2. Was für einen Kredit brauche

ich?

Es gibt eine Vielzahl an verschiedenen

Krediten - auch für

Studierende. Wer etwa auch im

Auslandssemester Geld ausgezahlt

bekommen möchten,

müssen sich zum Beispiel nach

spezifischen Krediten umsehen.

Unter Umständen können die

Kosten hier höher sein. Einen

Überblick bietet der Studienkredit-Test

des CHE.

3. Welches Angebot ist das

beste?

Selbst nach diesen Überlegungen

bleibt den meisten wohl

noch die Auswahl zwischen

verschiedenen Angeboten. Die

müssen Studierende nun genau

prüfen: Sind Kriterien, die mir

besonders wichtig sind, erfüllt?

Gibt es Unklarheiten? Gibt es

womöglich Altersgrenzen oder

andere Ausschlusskriterien? Wo

gibt es weiterführende Informationen

zu den Angeboten?

4. Soll ich das wirklich unterschreiben?

Wer passende Kredite gefunden

hat, sollte mit den Anbietern

in Kontakt treten - und sich ein

verbindliches Angebot erstellen

lassen. Auch ein Beratungsgespräch

bietet sich an. Teils lassen

sich bestimmte Punkte flexibel

oder individuell handhaben. Bevor

man die Unterschrift unter

den Vertrag setzt, bespricht man

sich am besten mit anderen, die

bereits Erfahrung haben oder

mit dem Beratungsteam des

Studierendenwerks vor Ort. Das

CHE warnt vor teuren Extras wie

Zusatzversicherungen. (dpa)

Industrie und

Produktion

Angehende Schulabsolventen aufgepasst: MVL sucht euch!

Wir betreiben ein Pipeline-System zur Versorgung der Raffinerien PCK in Schwedt und der TRM in Spergau mit verschiedenen Rohölsorten.

Als langjährig anerkannter Ausbildungsbetrieb möchten wir mit Beginn des Ausbildungsjahres 2021/2022 einen

Auszubildenden zum Elektroniker für Automatisierungstechnik (m/w/d)

sowie einen zum Chemikant (m/w/d) einstellen.

Die detaillierten Anforderungsprofile könnt ihr auf unserer Homepage www.mvl-schwedt.de einsehen.

Wir freuen uns auf eure Bewerbung.

Hier gehts zum Traumjob!


SEPTEMBER 2020 37

Fachkraft für

Lagerlogistik

Fachkräfte für Lagerlogistik

nehmen Waren aller Art an und

prüfen anhand der Begleitpapiere

deren Menge und Beschaffenheit.

Sie organisieren

die Entladung der Güter, sortieren

diese und lagern sie sachgerecht

an vorher bereits eingeplanten

Plätzen. Dabei achten

sie darauf, dass die Waren unter

optimalen Bedingungen gelagert

werden, und regulieren z.B.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit.

Im Warenausgang planen

sie Auslieferungstouren und

ermitteln die günstigste Versandart.

Sie stellen Lieferungen

zusammen, verpacken die Ware

und erstellen Begleitpapiere

wie Lieferscheine oder Zollerklärungen.

Außerdem beladen

sie Lkws, Container oder Eisenbahnwaggons,

bedienen Gabelstapler

und sichern die Fracht

gegen Verrutschen oder Auslaufen.

Darüber hinaus optimieren

Fachkräfte für Lagerlogistik den

innerbetrieblichen Informations

und Materialfluss von der Beschaffung

bis zum Absatz. Sie

erkunden Warenbezugsquellen,

erarbeiten Angebotsvergleiche,

bestellen Waren und veranlassen

deren Bezahlung.

Ausbildungsort/ -dauer

» Ausbildungsbetrieb und Berufsschule,

3 Jahre

Wo arbeitet man?

» in Lager oder Fabrikhallen

» in Kühlhäusern

Worauf kommt es an?

» gute körperliche Konstitution

» Organisatorische

Fähigkeiten und Sorgfalt

» räumliches Vorstellungsvermögen

» Umsicht und Verantwortungsbewusstsein

Perspektiven

» Bachelorabschluss im Studienfach

Logistik, Supply-Chain-

Management

Trend Drohneneinsatz

» Getestet werden sog. Paketdrohnen

derzeit von großen

Logistikdienstleistern. Auch für

die Erfassung der Lagerbestände,

z.B. bei der Inventur, werden

Drohnen bereits erprobt.

Neu: Logistik

studieren

Die TU Darmstadt erweitert

zum kommenden

Wintersemester ihr Angebot

um zwei neue Master-

Studiengänge. Sowohl

„Entrepreneurship and

Innovation Management“

als auch „Logistics and

Supply Chain Management“

finden auf Englisch

statt, wie die Hochschule

mitteilt.

Der erste Management-

Studiengang soll Studierenden

vermitteln, was

es zur Gründung eines

eigenen Unternehmens

braucht und worauf es

beim Management von Innovationen

in etablierten

Unternehmen ankommt.

Der Logistik-Studiengang

hat einen betriebswirtschaftlichen

Schwerpunkt

und soll Studierende zu

Führungskräften ausbilden.

Sie kümmern sich

dann etwa um die Koordination

von logistischen

Systemen mit Schwerpunkten

wie Logistikplanung,

Controlling oder

Lieferantenmanagement.

Bewerbungsschluss ist jeweils

der 20. August. (dpa)

Papiertechnologe/

-technologin

Papiertechnologen und -technologinnen

steuern und überwachen

die Arbeitsprozesse in

der Papierund Zellstoffherstellung

weitgehend von Leitwarten

oder Schaltzentralen aus.

So regeln sie beispielsweise

das Zerkleinern von Holz, die

Zugabe von Chemikalien und

das Kochen der Holzmasse im

Zellstoffkocher und steuern

die Entwässerung der Zellstoffmasse

auf der Zellstoffmaschine.

Die fertigen Zellstoffflocken,

-vliese oder -bahnen

werden später z.B. zu Sanitärartikeln

oder Filtern weiterverarbeitet.

Zellstoff ist aber auch ein wichtiger

Rohstoff für die Papiererzeugung.

In der Stoffaufbereitung

wird er zusammen mit

Altpapier, Wasser, Hilfs- und

Füllstoffen zu einem flüssigen

Stoffgemisch verarbeitet. Die

Masse wird auf der Papiermaschine

entwässert, getrocknet

und z.B. als Papierbahn

auf Träger aufgerollt. In der

Weiterverarbeitung bedienen

Papiertechnologen und -technologinnen

Maschinen und

Anlagen z.B. zum Satinieren

von Papier, Beschichten von

Kartons oder Prägen von Zellstoffbahnen

sowie für das Zuschneiden

und Verpacken der

Produkte.

Ausbildungsort/ -dauer

» Ausbildungsbetrieb und

Berufsschule, 3 Jahre

Wo arbeitet man?

» in Papier-, Karton- und Pappefabriken

» in Zellstoff- und Tapetenfabriken

Worauf kommt es an?

» Beobachtungsgenauigkeit »

Entscheidungsfähigkeit und

Reaktionsgeschwindigkeit

» Handwerkliches Geschick und

technisches Verständnis

Perspektiven

» Industriemeister/in der Fachrichtung

Papiererzeugung

» Bachelorabschluss im Studienfach

Papiertechnik

Alle Berufe werden hier in Auszügen

vorgestellt

passion

process

technology


38

Wer während der Ausbildung etwa zusätzliche Fremdsprachenkompetenzen erwirbt, kann seine Karrierechancen

verbessern.

Foto: Christin Klose/dpa-mag

Zusatzqualifikation in der Lehre kann

Job-Chancen verbessern

Suchen war gestern.

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sparkasse-schwedt.de/ausbildung

Es lohnt sich, während der

Ausbildung sogenannte Zusatzqualifikationen

zu erwerben.

Dadurch verbessern sich

für Absolventen einer dualen

Ausbildung die Karrierechancen,

erklärt das Bundesinstitut

für Berufsbildung (BIBB).

Bei einer Zusatzqualifikation

kann es sich um verschiedene

Kurse oder Prüfungen handeln.

Auszubildende lernen

darin Dinge, die über ihren

regulären Ausbildungsplan

enn’sumGeld geht

Stadtsparkasse

Schwedt

hinausgehen. Es gibt Angebote,

die sich spezifisch auf

einen Beruf beziehen, zum

Beispiel die Ausbildung am

Großbagger für angehende

Maurer. Daneben können

Auszubildende aber auch Zusatzqualifikationen

wählen,

in denen sie übergreifende

Kompetenzen vermittelt bekommen.

Vorstellbar ist etwa

ein Kurs in Business-Englisch

für angehende Kaufleute im

Großhandel.

Mit einer Zusatzqualifikation

können Azubis laut BIBB nachweisen,

dass sie ihre beruflichen

Kompetenzen vertieft

haben oder sich bereits auf

einen Fortbildungsabschluss

vorbereitet haben. Das werte

den Berufsabschluss auf und

erleichtert womöglich sogar

den Einstieg in den Arbeitsmarkt.

In der Datenbank Ausbildung-

Plus des BIBB können sich

Interessierte einen Überblick

verschaffen und nach passenden

Angeboten in ihrer Region

suchen.

(dpa)

Ausbildung

Hier gehts zum Traumjob!

Viele junge Menschen machen

sich derzeit Sorgen und stellen

sich wichtige Fragen rund um

ihre Ausbildung, ihren Beruf.

Einige sollen hier beantwortet

werden.

Was passiert, wenn die Berufsschule

geschlossen wird?

Wird die Berufsschule vorübergehend

geschlossen, muss man

im Ausbildungsbetrieb erscheinen.

Es kann auch sein, dass die

Berufsschule Aufgaben für die

Zeit gibt, in der sie zu hat. Ob

diese von zu Hause oder im Betrieb

erledigt werden, entscheidet

das Ausbildungsunternehmen.

Bei einer rein schulischen

Ausbildung sagt die Schule, wie

es weitergeht.

Darf ich einfach zu Hause bleiben,

wenn ich Angst vor Corona

habe?

Grundsätzlich darf ein Auszubildender

die Arbeit nicht verweigern,

weil die Ansteckungsgefahr

bei der Arbeit oder auf

dem Weg dorthin erhöht sein

könnte. Beim Coronavirus ist das

inzwischen anders: Gibt es nämlich

eine konkrete Gefährdung,

muss der Arbeitgeber seiner

Fürsorgepflicht nachgehen und

kann zum Beispiel dafür sorgen,

dass man von zuhause arbeiten

kann.

Kann mir gekündigt werden,

wenn ich Corona habe?

Keine Sorge! Wenn man nicht

mit Corona angesteckt ist oder

aber in Quarantäne muss, darf

nicht gekündigt werden. Es

kann aber sein, dass der Ausbildungsbetrieb

für eine längere

Zeit geschlossen wird und damit

seine Ausbildungseignung verliert.

Aber auch hier gilt: Keine

Panik! Die Ausbilder sind dazu

verpflichtet, sich mit der zuständigen

Agentur für Arbeit rechtzeitig

um einen anderen Ausbildungsbetrieb

zu bemühen.

Kurzarbeit in der Ausbildung:

Darf der Betrieb dem Azubi

Kurzarbeit anordnen?

In der Regel sind Azubis nicht

von Kurzarbeit betroffen. Der

Ausbildungsbetrieb muss die

Ausbildung weiter ermöglichen

und den Ausbildungsplan umstellen

oder den Azubi in einer

anderen Abteilung unterbringen.

Kurzarbeit in der Ausbildung

ist der letzte Ausweg und

erst erlaubt, wenn wirklich alle

Möglichkeiten ausgeschöpft

sind, um die Ausbildung aufrecht

zu erhalten.

Im Fall der Corona-Krise ist

Kurzarbeit allerdings eine Option,

auch für Azubis. Aber keine

Sorge: Bei Anordnung wird man

mindestens sechs Wochen voll

vergütet. Je nach Vertragsart,

#AM START

Coronavirus - Was sind die

Folgen auf die Ausbildung?

kann der Zeitraum auch länger

ausfallen. Nach den sechs Wochen

können dann auch Auszubildende

Kurzarbeitergeld

bekommen.

Findet meine Abschluss- oder

Zwischenprüfung statt?

Prüfungsteilnehmer die sich

für die Abschlussprüfung Teil 1

im Frühjahr 2020 angemeldet

haben, können die Prüfung im

Herbst 2020 nachholen. Genauere

Informationen zu den Ausund

Weiterbildungsprüfungen

erhält man auf den Webseiten

der IHKs.

Die IHK-Gremien haben beschlossen,

die Zwischenprüfungen

für das Frühjahr 2020

komplett zu streichen. Einen

Nachholtermin gibt es nicht.

Aber keine Sorge, diese Entscheidung

hat keine Folge für

den Berufsabschluss.

Verlängert sich meine Ausbildungszeit,

wenn die Prüfungen

verschoben werden?

Nein, derzeit verlängert sich die

Ausbildungszeit nicht. Das Ausbildungsverhältnis

endet mit

deinem vertraglich vereinbarten

Ausbildungsende. Das gilt auch

wenn die Abschlussprüfung

noch nicht abgelegt wurde.

Hat man aber selber Bedenken

und möchte noch Zeit hinten

dran hängen, kann man bei

der IHK eine Verlängerung der

Ausbildungszeit beantragen.

Die Voraussetzung: Die Verlängerung

ist erforderlich, um das

Ausbildungsziel zu erreichen.

Das kann bei einer längeren

Corona-bedingten Ausfallzeit im

Betrieb oder in der Berufsschule

tatsächlich der Fall sein.

Haben meine Fehlzeiten im Betrieb

Auswirkungen auf meine

Abschlussprüfung?

Das ist in der aktuellen Situation

etwas knifflig. Die IHK bewertet

die Abwesenheit und schaut,

ob sie den Wert von 10 Prozent

übersteigt. Aber auch höhere

Fehlzeiten können gerade im

Zusammenhang mit Corona

trotzdem als geringfügig eingestuft

werden. Wichtig ist aber,

dass trotz der Fehlzeiten der

erforderliche Leistungsstand

erreicht wurde, um das Ausbildungsziel

zu erreichen. Sinnvoll

ist, sich vom Betrieb für die

Fehlzeiten ein Projekt geben zu

lassen.

Meinem Ausbildungsbetrieb

droht die Insolvenz. Muss ich

mir Sorgen machen?

Nein, eine drohende Insolvenz

hat keine direkten Auswirkungen

auf den Ausbildungsvertrag.

Es kann nur sein, dass man

einen neuen Ansprechpartner

bekommt. (www.azubiyo.de/cr)


SEPTEMBER 2020 39

Das bietet ein duales Studium

Kein Spaziergang, aber wer durchzieht, hat gute Übernahmechancen

Dual studieren, das hört sich erst

mal nach viel Stress und wenig

Ferien an. Und doch entscheiden

sich jedes Jahr mehr und

mehr Abiturienten für das Modell.

„Dual bedeutet eine enge Verknüpfung

zwischen Beruf und

Studium“, sagt Sigrun Nickel,

Leiterin des Bereichs Hochschulforschung

beim Centrum für

Hochschulentwicklung (CHE).

Typisch dafür ist, dass an mindestens

zwei Orten gelernt wird:

in der Hochschule und im Betrieb.

„Vor allem Fachrichtungen

mit hohem Praxisanteil werden

als duale Studiengänge angeboten“,

sagt Silvia Hofmann vom

Bundesinstitut für Berufsbildung

(BIBB). Neben den Bereichen

Ingenieurwissenschaften,

Wirtschaftswissenschaften und

Informatik, gibt es auch für Soziales,

Pflege, Erziehung und

Gesundheit immer mehr duale

Angebote.

Praktikum im

Ausland?

Für Auslandspraktika bietet

die Handwerkskammer

Frankfurt (Oder) – Region

Ostbrandenburg eine Vielzahl

von Ländern und Berufen

an. Wer Berufe und

Handwerker, Sprache und

Sitten anderer Länder kennenlernen

will, der wendet

sich an:

Mateusz Krzyzanowski,

Mobilitätsberater

Telefon: 0335 5619-169

Telefax: 0335 56577-339

Mateusz.Krzyzanowski@

hwk-ff.de

https://www.azubi-ostbrandenburg.de/mobilitaetsberatung/

Duales Studium

Hier gehts zum Traumjob!

Bewerbung: Abiturnote spielt

nicht die größte Rolle

Das Bewerbungsverfahren läuft

in zwei Stufen ab und beginnt

mit der Suche nach einem Ausbildungsplatz.

Die Abiturnote

spielt nicht die größte Rolle.

Meistens entscheidet sich durch

Assessmentcenter, Einstellungs-

Tests und Gespräche bei den

kooperierenden Unternehmen,

wer einen Platz bekommt.

Gutes Zeitmanagement ist alles

Die meisten dualen Studiengänge

verfolgen ein Blockmodell,

bei dem sich Theorie und Praxis

abwechseln. Die enge Verknüpfung

hat Vorteile.

Doch das Studentenleben ist

anders: Wenn andere Semesterferien

haben, müssen dual

Studierende meistens arbeiten.

Die Uni läuft außerdem oft mit

einem eher straffen Zeitplan ab.

„Ein duales Studium ist daher

vor allem für diejenigen was, die

eher praxisorientiert sind“, sagt

Sirikit Krone vom Institut Arbeit

und Qualifikation an der Universität

Duisburg-Essen.

Fachinformatiker/innen der

Fachrichtung Systemintegration

planen und konfigurieren

IT-Systeme. Als Dienstleister

im eigenen Haus oder beim

Kunden richten sie diese Systeme

entsprechend den Kundenanforderungen

ein und

betreiben bzw. verwalten sie.

Dazu gehört auch, dass sie bei

auftretenden Störungen die

Fehler systematisch und unter

Einsatz von Experten- und Diagnosesystemen

eingrenzen

und beheben. Sie beraten interne

und externe Anwender

bei Auswahl und Einsatz der

Geräte und lösen Anwendungs-

und Systemprobleme.

Daneben erstellen sie Systemdokumentationen

und führen

Schulungen für die Benutzer

durch.

Ausbildungsort/ -dauer

» Ausbildungsbetrieb und Berufsschule,

3 Jahre

Wo arbeitet man?

» in Unternehmen der IT-Branche

» in IT-Abteilungen von Unternehmen

nahezu aller Wirtschaftsbereiche

» in der öffentlichen

Verwaltung

Worauf kommt es an?

Studienabbruch kann teuer

werden

Dafür bekommen dual Studierende

über die gesamte Dauer

des Studiums bereits ein Ausbildungsgehalt.

Wie viel das ist,

hängt von Studiengang, Branche

und Unternehmen ab. Wenn das

Unternehmen auch die Kosten

für die Uni übernimmt, müssen

die Studierenden sich häufig verpflichten,

nach dem Abschluss

eine bestimmte Zeit dort zu bleiben.

Und oft gilt: Wer das Studium

abbricht, muss die Studiengebühren

zurückzahlen. Wer aber

durchzieht, der wird mit guten

Übernahmechancen belohnt.

„Das Unternehmen will bedarfsgerecht

hochqualifizierte Fachkräfte

ausbilden und frühzeitig

an sich binden“, sagt Hofmann

vom BIBB. Ein höheres Einstiegsgehalt

oder mehr Verantwortung

können die Absolventen aber

nicht erwarten.

(dpa)

Was ist ein triales Studium?

Wer trial studiert, erwirbt zusätzlich

noch den Meisterabschluss.

Und damit zeigt sich,

in welcher fachlichen Richtung

dieses Studienmodell zu finden

ist: im Handwerk.

Weitere Infos unter www.wegweiser-duales-studium.de

Fachinformatiker/in

Systemintegration

» Konzentrationsfähigkeit

und Sorgfalt

» Technisches Verständnis

» Durchhaltevermögen

und Lernbereitschaft

» Geschicklichkeit und Umsicht

» Kunden und Serviceorientierung

Perspektiven

» Prüfung als IT-Entwickler/in

» Bachelorabschluss im

Studienfach Informatik

Trend IT-Sicherheit

Die zunehmende Vernetzung

durch das Internet der Dinge,

Big Data, Cloud-Computing,

Onlinehandel, die Verwendung

mobiler Endgeräte sowie

einer Vielzahl von Apps

können für Privatpersonen

und Unternehmen viele Sicherheitsrisiken

bergen. Datendiebstahl,

gefälschte elektronische

Karten, Würmer und

Viren, Hackereinbrüche sowie

Cyberterrorismus erfordern

eine ständige Anpassung der

Sicherheitsmaßnahmen in

Unternehmen und Behörden.

Künftig soll durch den Einsatz

von Künstlicher Intelligenz v.a.

auch automatisierten Cyberangriffen

begegnet werden.

IT-Sicherheitsexperten sind

gefragt.

(www.berufenet.de)

Wie starte ich meine Karriere im MINT-Bereich? Antworten auf diese

Frage gibt ein Karriereplanungstool des Projekts CHEFIN. Foto: Christin

Klose/dpa-mag

Karriere im MINT-Bereich

Planungstool soll Absolventinnen helfen

Karriere? Die beginnt

für mich beim ORIGINAL.

Der Abschluss ist geschafft,

aber wie soll es weitergehen?

Wer vor dieser Frage steht,

kann das Karriereplanungstool

des Projekts CHEFIN (Chancengerechte

Entwicklung von

Frauenkarrieren im MINT-Bereich)

nutzen. Darauf weist die

Initiative „Komm-mach-MINT“

hin.

Unter der URL check-deinekarriere.de

können Frauen ihre

bisherigen Karrierestationen

eingeben. Das funktioniert

ohne Anmeldung. Anschließen

bekommen Nutzerinnen

passgenaue Tipps ausgespielt:

Etwa für ihre nächsten Karriereschritte,

zu Unterstützungsangeboten

oder dazu, wie

andere Frauen die Herausforderungen

ihrer Karrieren gemeistert

haben.

Die angebotenen Maßnahmen

richten sich nicht ausschließlich,

aber besonders an Absolventinnen,

die sich beruflich

im MINT-Bereich orientieren

wollen. Wer möchte, kann sich

die Tipps auch speichern oder

für später herunterladen.

Verantwortlich für das Projekt

CHEFIN ist ein Verbundprojekte

der Hochschulen TU Dortmund

und RWTH Aachen, das

vom Bundesministerium für

Bildung und Forschung gefördert

wird.

(dpa)

Wir bilden aus:

•Informatikkaufmann/-frau

•Elektroniker/-in für Betriebstechnik

•Anlagenmechaniker/-in für Rohrsystemtechnik

•Fachkraft Rohr-, Kanal- und Industrieservice

•Fachinformatiker/in Systemintegration

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in der Region Oberhavel und werde

Teil der Stadtwerke-Familie!

www.stadtwerke-oranienburg.de

karriere@stadtwerke-oranienburg.de


40

Nische statt Masse

Was die Ausbildung in seltenen Berufen bringt

Glasbläser, Drechsler, Korbflechter,

Sattler oder Bogenmacher

(m/w/d): Besonders im

Handwerk gibt es in manchen

Berufen nur noch sehr wenige

Auszubildende. Sterben diese

Berufe nicht ohnehin bald aus?

Und sollte man von einer Ausbildung

absehen?

Zuerst einmal handle es sich

nicht um aussterbende, sondern

um seltene Berufe, stellt

Monika Hackel vom Bundesinstitut

für Berufsbildung (BIBB)

in Bonn klar. Viel häufiger

kommt es vor, dass Berufe,

die technisch überholt sind, in

neuen Berufen aufgehen. Die

Tätigkeiten von Schriftsetzer

und Flexografen zum Beispiel

im Ausbildungsberuf Mediengestalter

Digital und Print aufgegangen.

IHR CHANCENLOGISTIKER

Traditionswissen in neuen Berufen

„WEIL ICH HIER MEHR

LERNE UND AN MEINEN

AUFGABEN WACHSE.“

WIR BILDEN AUS:

• Kaufmann (W/M/D) für Spedition

und Logistikdienstleistung

• Fachkraft (W/M/D) für Lagerlogistik

• Kaufmann (W/M/D)

für Büromanagement

• Fachkraft (W/M/D) für Möbel-,

Küchen und Umzugsservice

• Berufskraftfahrer (W/M/D)

• Fachlagerist (W/M/D)

DEIN KONTAKT

Rhenus Home Delivery GmbH

Jasmine Korthaus

Telefon: +49 (0)3342 387 205

Braucht es in Zukunft noch Orgelbauer? Sehr wohl. Wer eine Ausbildung

in einem seltenen Beruf hat, ist vielleicht sogar international als Fachkraft

gefragt.

Foto: Sebastian Gollnow/dpa/dpa-mag

Das BIBB beobachtet die duale

Berufsausbildung in Deutschland

und aktualisiert oder

überarbeitet gemeinsam mit

den Sozialpartnern gegebenenfalls

Ausbildungsinhalte.

Dass ein Ausbildungsberuf

komplett aufgelöst wird, komme

nur sehr selten vor, so Hackel.

Während die meisten bereits

vom Berufsfeld Mediengestaltung

gehört haben, gibt es viele

seltene Berufe, deren Namen

man oft nicht einmal kennt.

„Seltene Handwerke begegnen

uns im Alltag eher wenig,

sind aber aus unserem Leben

nicht wegzudenken, zum Beispiel

Bürsten- und Pinselmacher

oder die Musikinstrumentenbauer“,

erklärt Volker Born,

Berufsbildungsexperte beim

Zentralverein des deutschen

Handwerks (ZDH) in Berlin. Eigeninitiative

und Recherche

sind also wichtig, um auch von

unbekannteren Berufen zu erfahren.

Auch das eigene Umfeld kann

entscheidend sein, wie das

Beispiel des Ziseleurs Franco

Adamo zeigt. Nachdem er keinen

Ausbildungsplatz als technischer

Zeichner gefunden

hatte, ermutigte sein Vater ihn,

es als Ziseleur zu versuchen.

Ähnlich wie Steinmetze arbeiten

Ziseleure mit Meißel oder

Feile: Sie gießen Bronze und

bearbeiten Oberflächen, um

Embleme und Skulpturen herzustellen.

Leidenschaft für Kunst und

Architektur im Orgelbau

Für Judith Macherey dagegen

war ein freiwilliges kulturelles

Jahr (FKJ) in der Denkmalpflege

entscheidend. So kam sie

zu Klais, einer Werkstatt für Orgelbau

in Bonn. Ihr Faible für

Kunst und Architektur konnte

die Abiturientin dann bei der

Arbeit an der Orgel umsetzen.

Nach dem FKJ hat sie eine Ausbildung

zur Orgelbauerin begonnen

und arbeitet derzeit an

ihrer Abschlussprüfung.

Franco Adamo, der inzwischen

seit 40 Jahren als Ziseleur arbeitet,

hat keine Angst, dass

sein Beruf vom technologischen

Fortschritt bedroht wird.

«Kein 3D-Drucker kann so ein

gegossenes Relief herstellen

und einer Figur eigenes Leben

einhauchen.» Außerdem seien

moderne Maschinen wie die

CNC-Fräse eine gute Ergänzung

des Handwerks.

Experten in der Nische - auch

international gefragt

Oft braucht es besonderen Wagemut,

sich für einen seltenen

Beruf zu entscheiden. Häufig

ist ein Ortswechsel nötig, um

einen Ausbildungsbetrieb

oder eine Berufsschule zu finden.

Und da es in der Regel nur

noch wenige Betriebe in diesen

Spezialgebieten gibt, muss

man nach dem Abschluss womöglich

den Weg in die Selbstständigkeit

wagen.

Wer mit Leidenschaft dabei ist,

kann die eigene Nischenposition

aber auch als Alleinstellungsmerkmal

hochhalten und

sogar international gefragt

sein. „Eine Orgel bleibt dort

stehen, wo sie ist, da muss man

schon selbst zu ihr kommen,

um sie zu reparieren“, sagt Macherey.

Besser etwas Seltenes als gar

nichts gelernt

Selbst, wenn sich herausstellt,

dass man den Ausbildungsberuf

nicht das ganze Leben lang

ausüben kann, sei es gut, eine

abgeschlossene Ausbildung zu

haben, betont Monika Hackel.

„Mit einer abgeschlossenen

Ausbildung ist das Risiko von

dauerhafter Arbeitslosigkeit im

Durchschnitt viermal geringer

als ohne Abschluss.“

Schließlich sammelt man in

der Ausbildung Berufserfahrung

und erwirbt auch viele

berufsübergreifend wichtige

Kompetenzen. Darauf können

Weiterqualifizierungen oder

Zusatzqualifikationen aufbauen.

Es gilt: Besser etwas Seltenes

gelernt als gar nichts gelernt.

(dpa)

Noch mehr

Tipps und Infos

im Internet

www.planet-berufe.de

www.berufe.tv

Bürsten- und Pinselmacher erlernen

ein traditionelles Handwerk.

Auf eher seltene Ausbildungsberufe

stoßen Interessierte nur, wenn

sie sich vorher ausgiebig informieren.

Foto: Daniel Karmann/

dpa-mag

www.dasbringtmichweiter.de

www.jobboerse.arbeitsagentur.de

www.abi.de

www.studienwahl.de

www.azubi-azubine.de

www.azubiyo.de

www.karrierebibel.de

www.sofastart.de

Denk mal

drüber nach

„Die größten Meister sind

diejenigen, die nie aufhören,

Schüler zu sein.“

(Ignaz Anton Demeter)

„Ich rate, lieber mehr zu

können als man macht, als

mehr zu machen als man

kann.“ (Bertolt Brecht)

„Man kann viel, wenn man

sich nur recht viel zutraut.“

(Alexander von Humboldt)

IMPRESSUM

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