1/2004 - St. Georg

sanktgeorg.de

1/2004 - St. Georg

I N DIESER A USGABE

SEITE 12

Die Stationäre

Geriatrische

Rehabilitation

SEITE 24

Der Umzug

des Stadtkrankenhauses

SEITE 26

Reisequiz:

Entspannen

in Marienbad

INFOS UND UNTERHALTUNG AUS DEM

STÄDTISCHEN KLINIKUM „ST. GEORG“ LEIPZIG

A U S G A B E 1 / 2 0 0 4

IHR PERSÖNLICHES EXEMPLAR


4

Impressum:

Herausgeber: Städtisches Klinikum „St. Georg

Leipzig, Delitzscher Straße 141, 04129 Leipzig,

Tel. (03 41) 9 09-0,

und Juwi MacMillan Group GmbH, Bockhorn 1,

29664 Walsrode, Tel. (0 51 62) 98 15-0,

E-Mail: info@juwimm.de

Redaktion und Konzept: Juwi MacMillan Group

GmbH, Tel. (0 51 62) 98 15-14

Verantwortlich für den redaktionellen Inhalt:

Andrea Minker, Peter Jungblut-Wischmann

Redaktion: Juwi MacMillan Group GmbH,

Doris Bergs, Barbara Goetz, Bente Hansen, Petra

Mende-Gürel, Barbara Reifenrath, Birgit Russell,

Linda Steinringer

Verantwortlich für diese Ausgabe:

Juwi MacMillan Group GmbH, Petra Mende-Gürel

Producer: Juwi MacMillan Group GmbH,

Heiko Kleinschmidt

Layout und Satz: Juwi MacMillan Group GmbH,

Heiko Kleinschmidt, Carola Wrampelmeyer

Anzeigen: Juwi MacMillan Group GmbH,

Jürgen Wolff, Tel. (0 51 62) 98 15-42

Carola Wrampelmeyer, Tel. (0 51 62) 98 15-48

Fotos: „St. Georg“; J. F. M.

Druck: Primedia Th. Schäfer, Hannover

Erscheinungsweise: quartalsweise

Auflage StippVisite Leipzig: 10.000

Auflage StippVisite Gesamt: 111.500

Für den Inhalt der Anzeigen sind die Inserenten verantwortlich.

Der Nachdruck der Beiträge dieser Ausgabe bedarf,

auch auszugsweise, der ausdrücklichen

Genehmigung der

Herausgeber.

Die Redaktion behält sich vor,

Leserbriefe zu kürzen.

Herzlich willkommen; Rosazea: Was ist das? 3

Impressum/Blutspende 4

Preis für Wissenschaftler der Robert-Koch-Klinik 5

Ambulanz für Kinder- und Jugendmedizin 5

PromiTalk mit Michael Stich 6

Der Ratgeber für Kopf, Herz und Bauch 7

Röntgendiagnostik: Immer offen für Neues 8

Gedächtnisstörungen im Alter? 10

Mehr Freiheit durch orale Chemotherapie 11

Rehabilitation: Wiedereingliederung ins häusliche Umfeld 12

Sodbrennen – Das unterschätzte Risiko 14

Schmerzlinderung – Die Kombination macht´s 15

Viel Wirbel um James und seine „Paten-Tanten“ 16

Kranke Kinder helfen Krebskranken 17

Das StippVisite-Kreuzworträtsel 18

Störende Narben? Nein danke! 19

Zahnarztpraxis: Qualitativ hochwertige und einfühlsame Arbeit 20

Erste sächsische Stillambulanz 21

Das Beratungsprogramm für Ärzte: INKO 22

Verbesserte Therapie gegen Depressionen 23

Umzug des Stadtkrankenhauses Friesenstraße 24

Reisequiz: Vitalität in westböhmischer Kurtradition 26

Vorsicht: Die Zeckenzeit kommt! 27

Finissage: Zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion 28

„8848 Everest 360°“ – weltweit größtes Panoramabild 29

Das letzte Wort hat Birgit Russell 30

Heilpflanzenextrakt gegen Dauerstress im Alltag 31

Blutspende im Klinikum „St. Georg

Auch in diesem Jahr können Sie wieder im

Städtischen Klinikum „St. Georg“ Blut spenden.

Informieren Sie sich: werktags von 7.00 – 16.00 Uhr

Tel.-Nr. (03 41) 9 09 25 40

oder spenden Sie: dienstags von 8 bis 18 Uhr,

donnerstags in der Zeit von 8 bis 13 Uhr

und nach Vereinbarung

im Institut für Transfusionsmedizin und

klinische Hämostaseologie im neuen Zentralbau.

Wir danken Ihnen im Voraus für Ihre Bereitschaft.


Preis für

Wissenschaftler

der Robert-Koch-Klinik

Team um

Professor Gillissen

erforscht Toll-like-

Rezeptor-4-Gen

Ärzte und Naturwissenschaftler

der Robert-Koch-Klinik in Leipzig,

der Berufsgenossenschaftlichen

Kliniken Bergmannsheil in

Bochum sowie der Ruhruniversität

Bochum erhielten jetzt den

Curt-Dehner-Preis für ihre Arbeit

über den ASP299GLY Polymorphismus

des Toll-like-Rezeptor-4-

Gens. Sie hatten herausgefunden,

dass bei Patienten mit einer

besonders stark ausgeprägten

Atemwegsobstruktion ein spezifischer

Schaden im Toll-like-Rezeptorgen

vorliegt.

Bakterielle Infektionen der Atemwege

sind mit einer klinischen Verschlechterung

von Patienten mit einer

chronisch-obstruktiven Lungen-

Ambulanz für Kinder-

und Jugendmedizin

Seit dem 1. Dezember 2003 leitet

Dr. med. habil. Ulrike Diez die

Ambulanz für Kinder- und Jugendmedizin

im Städtischen Klinikum.

Diese finden Sie in Haus

26 auf dem Gelände Delitzscher

Str. 141. Die Ambulanz hat zu folgenden

Zeiten für Sie geöffnet:

erkrankung (COPD) und einer Bronchitis

assoziiert. Toll-like-Rezeptoren

sitzen auf der Oberfläche von Entzündungszellen

und interagieren

mit Bakterien. Ein Schaden im Gen,

welches für die Bildung dieser Rezeptoren

verantwortlich ist, könnte

somit zu einer lokalen Immundefizienz

(Immunschwäche) führen.

Die an der Arbeit beteiligten Wissenschaftler

entdeckten bei Patienten

mit einer besonders stark ausgeprägten

Atemwegsobstruktion (verengte

Bronchien erhöhen den Luftströmungswiderstand)

einen spezifischen

Schaden im Toll-like-Rezeptorgen,

der diese klinisch beobachtbare

Verschlechterung der Patienten mit

verursacht haben könnte.

In dieser jetzt mit dem Curt-Dehner-

Preis honorierten Arbeit waren Ärzte

und Naturwissenschaftler der Berufsgenossenschaftlichen

Kliniken

Bergmannsheil in Bochum, der Ruhruniversität

Bochum und der Robert-

Koch-Klinik in Leipzig involviert.

montags 7.30 Uhr – 11.30 Uhr

und 14.30 Uhr – 17.30 Uhr

dienstags 7.30 Uhr – 11.30 Uhr

mittwochs 7.30 Uhr – 11.30 Uhr

und 14.30 Uhr – 17.30 Uhr

donnerstags 7.30 Uhr – 11.30 Uhr

und nach Vereinbarung

freitags 7.30 Uhr – 11.30 Uhr

Die Stiftung

Der Curt-Dehner-

Preis geht auf Curt

Dehner zurück. Er

war ein vermögender

Mann, der in

den 80er-Jahren an

einem Lungenemphysem

verstarb. Er

vermachte sein Vermögen

der von seiner

Ehefrau gegründeten

Stiftung, über deren Zinseinnahmen

ein Wissenschaftspreis finanziert

wird. Dieser wird jedes Jahr

im Dezember in Bochum vergeben.

Dabei sollen nach den Stiftungsstatuten

herausragende Arbeiten auf

dem Gebiet der Emphysem- und

COPD-Forschung honoriert werden.

Ursprünglich wurde die Curt-Dehner-Stiftung

vom Deutschen Stifterverband

in Essen verwaltet. Sie befindet

sich jetzt unter der Obhut der

Deutschen Gesellschaft für Lungenund

Atmungsforschung in Bochum.

Telefonische Anmeldungen nehmen

Sie bitte unter der Rufnummer

9 09-36 60 vor. In der nächsten Ausgabe

berichten wir ausführlich über die

verschiedenen Spezialsprechstunden

im Rahmen dieser Ambulanz – unter

anderem über die Umweltsprechstunde,

die einmalig für Sachsen ist.

5


Seit April 2002 ist unsere Röntgendiagnostik

im Haus 20 beheimatet.

Es gab im Vorfeld viele

Kritiker, die dem Umzug, den

neuen Geräten und einer digitalen

Arbeitsweise sehr skeptisch

gegenüberstanden. Wir haben

den Sprung ins Neuland gewagt

– und: Wir haben es geschafft!

Wir hatten durchaus mit Anfangsschwierigkeiten

zu kämpfen, von denen

vor allem unsere Patienten nicht

beeinträchtigt werden sollten. Doch

nun schauen wir gemeinsam auf eine

anstrengende wie interessante

Zeit zurück, die unser Team eng zusammengeschweißt

hat. Das gute

Arbeitsklima macht uns nicht nur

stolz, es überträgt sich auch auf die

Arbeit mit unseren Patienten.

Unser Alltag beginnt morgens um

sieben Uhr mit einer Kurzbesprechung,

bei der die Probleme des letzten

Tages und des Nachtdienstes behandelt

werden. Danach folgt die

Einteilung der Assistentinnen an die

Arbeitsplätze. Wir besetzen in der

Regel zwei Magnetresonanztomographen

(MRT), einen Computertomographen

(CT), die Mammogra-

phie und die Gefäßdiagnostik sowie

drei Geräte für die Routinediagnostik

(Röntgengeräte). Hinzu kommt unser

Außendienst für die Stationsund

OP-Aufnahmen. Die Sonographie

gehört ebenfalls zu unserem

Institut, aber hier wird die Assistenz

von unserem Zivildienstleistenden

übernommen. Stundenweise, nach

Vereinbarung, sind wir mit unseren

Magen-Darm-Diagnostik-Patienten

in der Endoskopie zu Gast.

So bietet sich unseren Assistentinnen

eine breite Palette der Betätigung.

Sind bei der MRT, CT, Gefäßdiagnostik

und der Mammographie die Untersuchungen

planbar, weil eine bestimmte

Vorbereitung für die Patienten

nötig ist, so übernehmen die anderen

Assistentinnen den gesamten

Part der Routinediagnostik. Das Auf-

04107 Leipzig, Dimitroffstr. 26, Tel. (03 41) 71 16 60, Fax (03 41) 9 60 07 91

04105 Leipzig, Johannisplatz 1, Tel. (03 41) 91 99 87 77

04289 Leipzig, Trendelenburgstr. 20, Tel. (03 41) 35 59 01 20

04318 Leipzig, Eisenbahnstr. 27, Tel. (03 41) 6 88 81 44

04651 Bad Lausick, Stadthausstr. 18, Tel. (03 43 45) 2 43 94

04539 Groitzsch, F.-Ebert-Str. 15, Tel. (03 42 96) 4 88 00

04523 Pegau, Kirchplatz 20a, Tel. (03 42 96) 7 63 11

Beratungsraum im „St. Georg“, Poliklinik (Haus 3, Zimmer 013), Tel. (03 41) 9 09 24 03

Sei ein Fuchs,

geh zum Wolf

Immer offen für Neues

Die Abteilung für Röntgendiagnostik

Wir liefern Ihnen:

• Rollstühle und

Rehabilitationshilfen

Die Radiologie ist rund um die Uhr besetzt

Wir helfen Ihnen:

• bei enteraler Ernährung

Unser Spezialsortiment:

• Orthopädische Handschuhe

• Moderne Orthopädietechnik (Prothesen und Orthesen)

• Bandagen, Einlagen und Kompressionsstrümpfe

• bei Inkontinenz und Stomaversorgung

• nach Brustamputation

• Verbrennungsbandagen

• Sonderkonstruktionen


kommen der Routinediagnostik ist

sehr variabel, da hier sowohl Röntgenaufnahmen

vom Haus, als auch

von der Rettungsstelle und den am

Haus niedergelassenen Ärzten auf

Zuruf anfallen.

Durch die neue digitale Aufnahmetechnik

ist die direkte Wartezeit für

unsere Patienten sehr kurz geworden,

wobei eine längere Verweildauer,

für den einzelnen

Patienten oft schlecht nachvollziehbar,

durch den Transport

zwischen den Stationen

und unserer Abteilung zu

Stande kommt. Unser Wartebereich

teilt sich in zwei

gegenüberliegende Gänge

auf. Im ersten befinden sich

die Patienten, die selbst laufen

können oder im Rollstuhl

transportiert werden. Im

anderen Wartebereich, der

für die eben genannten Patienten

nicht einsehbar ist,

befinden sich die gesamten

Liegetransporte. Wenn es

manchmal zu einem unerwarteten

Stau“ für unsere

Patienten kommt, dann liegt

es an einem Not- oder

schweren Unfall, bei dem oft

alle Hände gebraucht werden.

Wir sind alle gemeinsam

an schnellen Terminen

und kurzen Wartezeiten für

die Patienten interessiert,

deshalb ist eine Besetzung

der Radiologie rund um die

F

Das angenehme Abteilungssklimaüberträgt

sich auch auf

die Arbeit mit den

Patienten

risches Wasser

für Ihre

Gesundheit!

Uhr gewährleistet. Trotzdem liegt der

Hauptanteil der anfallenden Untersuchungen

in den Vormittagsstunden.

Wir sind in der glücklichen Lage, eines

der modernsten Unfall-Aufnahmegeräte

zu haben, und stolz darauf,

es als erste Klinik in Deutschland

zu betreiben. Der polytraumatisierte

Patient muss an diesem Gerät nicht

unnötig bewegt werden, was sehr

schonend für ihn ist, und der Traumatologe

hat in kürzester Zeit alle

notwendigen Bildinformationen, um

eine gezielte Diagnostik und Therapie

einleiten zu können.

Das Aufgabengebiet der Röntgenassistentin

hat sich durch die Digitalisierung

erheblich gewandelt.

War früher noch die

Arbeit in der Dunkelkammer

ein wichtiger Bestandteil, ist

es heute die Computerarbeit,

wie die Nachbearbeitung

der Röntgenaufnahmen,

die Programm-Installation

sowie die Systempflege.

Wir Röntgenassistentinnen

lieben unsere Arbeit, ganz

gleich an welcher Stelle wir

tätig werden. Gemeinsam

lösen wir unsere Probleme

und sind immer offen für

Neues, was wir mit dem gelungenen

Sprung in den

Neubau bewiesen haben.

Eva Jordan,

Leitende MTRA

In der nächsten Ausgabe berichten

wir über den Arbeitsalltag

einer Medizinisch

Technischen Radiologieassistentin

(MTRA) der Abteilung

für Strahlentherapie und Radioonkologie

unseres Klinikums.

Ohne Wasser sitzt der Körper schnell auf dem Trockenen.

So sind mindestens zwei Liter Flüssigkeit pro Tag für eine

optimale körperliche und geistige Leistungsfähigkeit

notwendig.

Also – Trinken nicht vergessen. Wir liefern frisches

Trinkwasser rund um die Uhr.

Kommunale Wasserwerke Leipzig GmbH

Johannisgasse 7/9, 04103 Leipzig

Telefon 0341 969-2222

kundenservice@wasser-leipzig.de

www.wasser-leipzig.de


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Wiedereingliederung ins

häusliche Umfeld

Zur Person

Dr. med. Simone Wötzel

Studium der Humanmedizin

an der Universität Leipzig

1970–1975.

Facharztausbildung zur Fachärztin

für Innere Medizin an

der Universität Leipzig mit Dissertation

zum Problem der GvH

bei transplantierten Mäusen

1975–1980.

Facharztausbildung zur Fachärztin

für Neurologie und

Psychiatrie an der Universität

Leipzig.

Qualifizierung am National

Institute of Health (NIH) in

Bethesda/Washington USA.

1991–1992.

Von 1992–2000 leitende

Oberärztin in einer Rehabilitationsklinik;

in dieser Zeit

Facharztausbildung zur

Fachärztin für Physikalische

und Rehabilitative Medizin

Von 2000–2001 Ausbildung

zur Klinischen

Hypnosetherapeutin.

Seit Januar 2001 im Städtischen

Klinikum „St. Georg” in der 1.

Medizinischen Klinik tätig als

Psychoonkologin.

Seit Januar 2002 Abteilungsleiterin

der Abteilung für

„Ambulante Geriatrische Rehabilitation”.

Seit Januar 2004 Abteilungsleiterin

der Abteilung für

Stationäre Geriatrische Rehabilitation“.

Die Stationäre Geriatrische Rehabilitation

Ministerialdirigent Dipl.-Med. Albrecht Einbock vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales, der

1o1-jährige Patient Wilhelm Bierwisch, die Leiterin der Stationären und Ambulanten Rehabilitation

Oberärztin Dr. med. Simone Wötzel und Klinikumsdirektor Professor Dr. Karsten Güldner (v. l. n. r.)

stoßen auf die Eröffnung der Abteilung an

„Ich bin jetzt über 93 Jahre alt,

jedenfalls nicht mehr so jung,

wie ich mit 90 war ...

Alter ist etwas Relatives ...

Ich empfinde heute vielleicht

intensiver als je zuvor,

und das Leben fasziniert mich

immer mehr.“

Pablo Casals

Im Städtischen Klinikum „St. Georg

wurde am 28. Januar 2004 die Abteilung

für „Stationäre Geriatrische

Rehabilitation“ eröffnet. Dies war

ein lang gehegtes Vorhaben, was

nunmehr besonders brisant ist, da

seit Januar dieses Jahres alle Kliniken

mit einem neuen Abrechnungssystem

arbeiten müssen.

In unserer Abteilung sollen geriatrische

Patienten, das heißt Patienten

mit einem Lebensalter von 60 Jahren

und mehr, rehabilitiert werden.

Der Leitgedanke der Rehabilitation

geht davon aus, dass vor allem ältere,

multimorbid erkrankte Menschen

durch die Rehabilitation wieder ins

häusliche Umfeld eingegliedert werden

können und sollen. Generell besteht

von Seiten der Patienten her eine

große Nachfrage nach solchen

Kliniken, da die wenigsten alten

Menschen nach einer schweren

Krankheit in ein Heim aufgenommen

werden wollen. Insofern stellt die Rehabilitationsabteilung

eine gute

Übergangslösung für die Vorbereitung

auf das Leben zu Hause dar.

Auch im Alter ist es für den Patienten

sehr wichtig, die Selbstständigkeit in

den eigenen vier Wänden zu wahren

und möglichst nicht auf Familienmitglieder

oder soziale Dienste angewiesen

zu sein. Erschwerend kommt

oft hinzu, dass teilweise der Ehepartner

verstorben ist, beziehungsweise

die Angehörigen der alten Menschen

durch ihre berufliche Tätigkeit in ei-


ner anderen Stadt wohnen und die

Pflege nicht gewährleisten können.

Behandelt werden komplexe Krankheits-

und Behinderungsbilder aus

allen Fachgebieten, wie Innere Medizin,

Orthopädie, Neurologie, Psychiatrie

und Traumatologie (das

heißt Zustand nach Schlaganfall,

Schenkelhalsfraktur, Osteoporose,

Parkinson`sche Erkrankung, beginnende

Demenz, Depressionen und

so weiter). Wir arbeiten ganzheitlich,

was bedeutet, dass neben Krankengymnastik,

Ergotherapie, Logopädie

und physikalischen Therapiemaßnahmen

auch die psychologische

und soziale Betreuung des Patienten

für uns von großer Bedeutung

ist. Jeder Patient erhält nach

seiner Aufnahme einen individuellen

Behandlungsplan, der im Team erstellt

wird.

Besonders wichtig erscheint uns,

dass bereits zum Anfang der Rehabilitation

auch das Ziel, welches der

Patient hat, von diesem klar formuliert

wird. Nur so ist es möglich, dass

die Rehabilitation gelingt. Regelmäßig

durchgeführte Teambesprechungen

erleichtern die Behandlung und

Pflege am Patienten und sorgen dafür,

dass durch den Einsatz aller das

Ziel erreicht wird.

Für den alten Menschen kann es

sehr wichtig sein, dass er zum Beispiel

nach der Implantation eines

künstlichen Hüftgelenkes wieder

lernt, in die Straßenbahn einzusteigen.

Das erhält ihn mobil und hilft

ihm dabei, seine sozialen Kontakte

zu pflegen. Obwohl dieser Vorsatz

klein erscheint, hängt doch für den

Patienten die weitere Zukunft davon

ab. Wer will schon im Alter nur in

seinen vier Wänden sitzen? Untermauert

werden die Therapien mit einer

kreativen Freizeitgestaltung, die

in der Regel als Gruppentherapie erfolgt.

Hier wird gesungen, gemalt,

getöpfert, gebastelt und Sitztanz

durchgeführt. Es ist immer wieder

erstaunlich, wie bedeutsam die

Kommunikation gerade für alte

Menschen ist. Wir erleben fast täglich,

dass durch Einengung der sozialen

Sphäre eine Sinnentleerung und

damit depressive Stimmung ent-

Patientin Gisela Wahala mit Ministerialdirigent Dipl.-Med. Albrecht Einbock (Sächsisches

Staatsministerium für Soziales), Klinikumsdirektor Professor Dr. Karsten Güldner, dem Leitenden

Chefarzt des Klinikums, Professor Dr. med. Andreas Hartmann, der Leiterin der Stationären und

Ambulanten Geriatrischen Rehabilitation, Oberärztin Dr. med. Simone Wötzel (v. l. n. r.)

steht. Hinzu kommen chronische Erkrankungen,

eine Beschleunigung

des Zeitablaufs sowie eine zunehmende

Todesnähe, die die depressive

Erlebnisbereitschaft noch verstärken.

Leider versagen in unserer Zeit auch

zunehmend die sozialen Hilfsnetze,

beziehungsweise sind sie für viele alte

Menschen nicht finanzierbar.

Unsere Abteilung hat 36 Betten, wobei

diese durch das eigene Klinikum,

durch andere Krankenhäuser oder

durch Einweisung vom niedergelassenen

Hausarzt belegt werden können.

Prinzipiell ist die Aufnahme in unsere

Abteilung nach einer Befürwortung

durch die Krankenkasse möglich. Der

Aufenthalt bei uns beträgt in der Regel

21 Tage. Bei guten Fortschritten in

der Genesung ist es möglich, dass eine

eventuelle Verlängerung der Maßnah-

me in unserer uns angeschlossenen

Ambulanz erfolgt. Hier würde dann

der Patient täglich mit einem von uns

organisierten Mietwagenunternehmen

abgeholt werden und bekäme in

der Ambulanz seine Therapien weiter.

Am Nachmittag würde er wieder nach

Hause gefahren. Der Vorteil dieser

kombinierten Behandlung ist, dass der

Patient langsam wieder ins häusliche

Umfeld integriert wird und langsam

seine alten Verpflichtungen erneut

übernehmen kann. Auf diese Weise

wird dem dringendsten Wunsch der

Patienten Rechnung getragen und

ihnen von unserer Seite aus die Möglichkeit

gegeben, ihre Autonomie zu

wahren.

Dr. med. Simone Wötzel, Leiterin

der Abteilung für Stationäre Geriatrische

Rehabilitation

13


Susann Barkawitz, Sandra Pilz und Nicole Matthes

vom SC DHfK im Robbenbecken

16

Ehrenmitgliedschaft im

SC DHfK

für Brillenpinguin

Mit so viel Aufmerksamkeit ist

selten zuvor eine Neuaufnahme

im Sportclub (SC) DHfK bedacht

worden. Zugegeben: James, so

heißt der smarte Neue, ist der

kleinste und jüngste „Athlet“

unter den sächsischen Flossenschwimmern

und im Verein überhaupt.

Und der erste Zoobewohner!

Der Brillenpinguin ist erst seit

einigen Monaten auf der Welt.

Seine Flossen bekam der coole Leipziger

mit südafrikanischen Wurzeln von

Mutter Natur geschenkt. Der freche

Schnabel blieb jedoch am Tag der

„Patenschaftsübernahme“ ziemlich

still. James wirkte angesichts des medialen

Trubels am Robbenbecken im

Leipziger Zoo etwas verschreckt. Vielleicht

war’s ja Bewunderung für seine

„Paten-Tanten“. Immerhin

ist Susann

Barkawitz vom SC

DHfK eine waschechteEuropameisterin

im Flossenschwimmen.

Im „zivilen“

Leben arbeitet

die Leistungssportlerin

hauptberuflich

als Physiotherapeutin

am Städtischen Klinikum

St. Georg

Ein „Küsschen“ für

Susann Barkawitz

Viel Wirbel um

James und seine

„Paten-Tanten“

Leipzig und hilft in dieser Funktion erkrankten

oder frisch operierten Menschen

wieder auf die Beine.

Zusammen mit ihren Klubkolleginnen

Sandra Pilz und Nicole Matthes, die im

vergangenen August in Liberec ebenfalls

Edelmetall aus dem Schwimmbecken

geholt hatten, wollte Susann

Barkawitz eigentlich dem neuen Club-

Mitglied und den Zoobesuchern ihre

Tauchkünste im Robbenbassin de-

monstrieren. Aber Seebären-Bulle

Danny erwies

sich als ziemlich humorlos.

Danny ließ sich

selbst von Fisch-Delikatessen

nicht aus dem

Becken locken und verteidigte

sein Revier gegen

die Sportlerinnen

mit der Monoflosse. So

mussten Sandra Pilz und

Co. das nasskalte Rendezvous

mit den Robbendamen

sausen lassen. Im

Frühjahr wird dann ein

neuer Versuch gestartet.

Susann Barkawitz freut

James mit „Patentante“

Susann Barkawitz

sich schon darauf, auch wenn sie dabei

nicht als Schnellste aus dem Becken

steigen wird.

Wenn James schon keine amüsante

Flossen-Show zu sehen bekam, so

kriegte er wenigstens seine Mitglieds-

Urkunde. Und Tauch-Guru und Bundesstützpunkttrainer

Jörg Melitzer ließ

im Namen der Abteilung 200 Euro

springen, den jährlichen Patenschafts-

Zuschuss für James. Offizielle Festreden

und starke Worte

gab es auch. Siegfried

Stauche vom Freundesund

Förderverein des

Zoos fand, „dass die Flossenschwimmer

dank ihrer

Leistungen wesentlich

mehr Aufmerksamkeit

verdient haben.“

Für die „DHfK-Flossis“

beginnt jetzt schon wieder

das Grundlagen-Training

für die nächste Saison.

„Heißt viel Athletik

und Lauftraining“, so Susann

Barkawitz. Immerhin

sind es noch einige

Monate bis zur Weltmeisterschaft

in Shanghai.

Bis dahin wird auch

Neu-Mitglied James

dazu gelernt haben.

Ein Trost bleibt James,

auch wenn er sich

kaum für die WM

qualifizieren dürfte:

Im Wasser wird er

schon bald jeden seiner

DHfK-Kollegen

abhängen …

Die Physiotherapeutin hilft

im „St. Georg“ frisch operierten

und kranken

Menschen wieder auf die

Beine


Professor Dr. Thomas Richter (M.) und Schwester Heidrun (l.) assistieren dem Weihnachtsmann

Weihnachten im Krankenhaus

kann liebevoll und festlich gestaltet

werden, das zeigten alle Beteiligten

einer ganz besonderen

Weihnachtsaktion am Städtischen

Klinikum „St. Georg“ Leipzig. Die

Kinder der Klinik für Kinder- und

Jugendmedizin hatten für die

Krebspatienten der Abteilung für

Internistische Onkologie und Hämatologie

mit viel Mühe und Engagement

Geschenke gebastelt,

die sie am 19. Dezember überreichen

konnten. Die Aktion „Kranke

Kinder helfen Krebskranken“

spendete großen wie kleinen Patienten

Freude und Trost.

Schon lange vor dem großen Tag

war in der Kinderklinik gebastelt und

gewerkelt worden. Der Eifer der kleinen

Patienten war riesig, der Spaß

an den Bastelarbeiten groß. Da wurde

in aller Heimlichkeit geschnitten,

geklebt und gemalt. Schließlich wollten

die Steppkes den Patienten der

Abteilung für internistische Onkologie

viel Freude bereiten. Und Überraschungen

sind sowieso das Beste an

Weihnachten!

Geschenke vom Weihnachtsmann

Am 19. Dezember war es endlich soweit:

Die Kinder konnten ihre liebevoll

gebastelten Kreationen überreichen.

Musik zauberte die nötige

festliche Stimmung in die Räume des

Städtischen Klinikums – die Musikschule

Ostwaldt begleitete mit einem

Weihnachtskonzert die Aktion „Kranke

Kinder helfen Krebskranken“. Und

schließlich schaute sogar

der Weihnachtsmann vorbei.

Natürlich hatte er einen

schweren Sack geschultert,

prall gefüllt mit Geschenken

für die „Kids“ auf der

Kinderstation. Opa Hans und Oma

Margarete, anonyme Spender aus

Bad Düben, hatten dafür gesorgt,

dass der Inhalt Kinderaugen zum

Leuchten brachte. Professor Dr. Thomas

Richter half dem rotberockten,

bärtigen Besucher beim Verteilen der

Gaben.

Besinnliche Worte zum Advent richtete

Christian Wolff, Pfarrer an der

Thomaskirche und Mitglied der

Krebsliga e. V., an die Patienten.

Jetzt auch 71 000

Kranke

Kinder

helfen

Krebskranken

Weihnachtsfeier in der

Abteilung für Internistische

Onkologie und Hämatologie

Initiatoren freuen sich über Erfolg

Organisiert hatten die Veranstaltung

Dr. Luisa Mantovani und Chefarzt

Professor Dr. Thomas Richter. Oberärztin

Luisa Mantovani leitet die Abteilung

für Internistische Onkologie

und Hämatologie. Thomas Richter ist

Chefarzt der Klinik für Kinder- und

Jugendmedizin. Die Initiatoren dieser

ganz besonderen Weihnachtsfeier

sind glücklich über den Erfolg der

Veranstaltung.


20

Qualitativ hochwertige

und einfühlsame Arbeit

Zahnarztpraxis im

Städtischen Klinikum

St. Georg

Dr. med. dent. Claudia Simon

Dr. Claudia Simon absolvierte in

Saalfeld ein einjähriges studienvorbereitendes

Praktikum auf einer

Krankenhausstation im Agricola-Krankenhaus

sowie Pflegedienste

in einem Altersheim. Nach

ihrem Studium an der Universitätszahnklinik

Leipzig hat sie fünf

Jahre in der Poliklinik für Prothetik

gearbeitet und die Promotion auf

dem Gebiet der Parodontologie

abgelegt. In den vergangenen drei

Jahren konnte Claudia Simon in

verschiedenen niedersächsischen

Gemeinschaftspraxen umfangreiche

Erfahrungen im Praxisbetrieb

sammeln.

Prophylaxe

Seit dem Januar 2004 betreut eine

neue Zahnärztin die Patienten

im alten Pförtnerhäuschen auf

dem Gelände des „St. Georg“. Dr.

Christiane Himmel übergab ihre

Praxis in Haus 34 an ihre Nachfolgerin,

Dr. Claudia Simon.

Das Pförtnerhäuschen aus dem Jahr

1913, die frühere „Alte Waage“, gelegen

im nördlichen

Teil des Klinikums, beherbergt

seit der Wende

eine schmucke kleine

Zahnarztpraxis. Die

Zahnärztin, Dr. Christiane

Himmel, hat die

Praxis mit viel Liebe

und Aufwand herrichten

lassen. Das Gros

der Stammpatienten

zog aus der vormaligen

Poliklinik mit.

Nach 32 Jahren Tätigkeit

im „St. Georg

Seit Januar behandelt Dr.

Claudia Simon die Patienten

im alten Pförtnerhäuschen

legte Christiane Himmel ihre Praxis

mit dem Jahreswechsel in die Hände

der jüngeren Kollegin Dr. med. dent.

Claudia Simon. Den treuen Patienten

aus dem Klinikum gilt der Dank der

bisherigen Praxisinhaberin für das

über viele Jahre entgegengebrachte

Vertrauen.

Auf Grund ihres beruflichen Erfahrungsschatzes,

den sie während ihrer

mehrjährigen Tätigkeit in verschiedenen

Zahnarztpraxen und der Poliklinik

für Prothetik der Universitätszahnklinik

Leipzig sammeln konnte,

Öffnungszeiten

Montag, Donnerstag

8 bis 12 Uhr, 14 bis 18 Uhr

Dienstag 8 bis 12 Uhr,

14 bis 16 Uhr

Mittwoch, Freitag 8 bis 13 Uhr

und nach Vereinbarung

Tel.: (03 41) 9 09 24 43

Fax: ( 03 41) 9 09 24 46


sind der neuen Praxisinhaberin die

Abläufe und Aufgaben des Stationsbetriebes

kein Fremdwort. Sie hofft

auf eine weiterhin hervorragende

Zusammenarbeit mit dem Städtischen

Klinikum. In den vergangenen

acht Jahren entwickelte Claudia Simon

ein modernes Konzept für ihre

eigene Praxis. Dabei spielen die Implantologie,

die ästhetische Zahnheilkunde

und vor allem die Prophylaxe

eine tragende Rolle.

Es wurde bereits ein Panoramaröntgengerät

erworben, um die Diagnostik

der Patienten zu verbessern.

In Zukunft ist außerdem ein Prophylaxe-

und Entspannungszimmer im

Obergeschoss geplant.

Für die kommenden Arbeitsjahre

wünscht sich die neue Inhaberin genügend

Kraft und Ausdauer, um

trotz der derzeit schwierigen gesundheitspolitischenRahmenbedingungen

eine qualitativ hochwertige

und einfühlsame Arbeit am Patienten

erbringen zu können. Seit dem 5.

Januar 2004 betreut die Zahnarztpraxis

mit dem bewährten Team Yvonne

Gorny und Alexandra Brand die Patienten

wieder in Haus 34.

Erste sächsische Stillambulanz

im Klinikum „St. Georg

Die erste sächsische Stillambulanz

hat am 12. Januar 2004 auf

der Schwangeren- und Wochenbettstation

des Zentralbaus im

Haus 20 II B geöffnet. Unter Leitung

der Stillberaterin Cornelia

Brauße können nun montags

und donnerstags von 12 bis 15

Uhr junge Mütter und Väter eine

umfassende individuelle Beratung

und Hilfe rund ums Stillen

erfahren.

Diese kostenlose Sprechstunde steht

allen werdenden Eltern sowie Wöchnerinnen

aus unserem Klinikum und

anderen Entbindungskliniken offen.

Hier erhalten Sie gezielte Informationen,

Auskünfte und Begleitung bei

allgemeinen Stillschwierigkeiten von

der Neugeborenenphase bis zum Ende

der Stillzeit, aber auch schon vor

der Geburt Ihres Babys!

Die Stillambulanz steht jungen Müttern bei

vielen Fragen zur Seite

Weiterhin unterstützen wir Sie bei

Problemen wie wunden Brustwarzen,

zu wenig oder zu viel Milch, unzureichender

Gewichtszunahme des

Babys, Milchstau und Mastitis sowie

Adoptivstillen. Zu unseren Angeboten

zählen zum Beispiel Saugtraining

nach längerem Flaschenfüttern, Stillen

von Frühgeborenen, die Beratung

beim Einführen von Breikost

und die Beratung beim Abstillen.

Sie erreichen uns telefonisch unter

(03 41) 9 09 35 45 oder direkt vor

Ort im Klinikum „St. Georg“. Für die

Stillambulanz benötigen Sie in der

Regel keine Voranmeldung, bei speziellen

Problemen sollten Sie jedoch

vorher telefonisch Kontakt zu uns

Stillen ist wie Tanzen lernen.

Wichtig ist, den Körperkontakt,

die Zuneigung zueinander

und den gemeinsamen

Rhythmus zu finden.

Das Team

aufnehmen. Während Ihres Klinikaufenthaltes

im Klinikum „St. Georg

Leipzig können Sie sich auch

über die betreuenden Ärzte oder

Schwestern direkt einen Termin für

die Stillambulanz geben lassen.

Cornelia Brauße, examinierte

Kinderkrankenschwester und

Stillberaterin

Am Anfang sind beide unbeholfen,

doch wenn sie die Schritte können,

werden sie eine Einheit.“

(M. Orlowski)

21


Der Umzug des Stadtkrankenhauses

Friesenstraße steht

unmittelbar bevor

Mit der Planung des neuen Integrationsgebäudes

der Klinik Friesenstraße

stellte sich den Architekten

im Jahr 2000 eine reizvolle

Aufgabe: Es galt, auf dem Areal

der Robert-Koch-Klinik – inmitten

des denkmalgeschützten Parks

mit schönem alten Baumbestand

– ein neues Bettenhaus an das

bestehende anzufügen. Die Lösung

der Aufgabe wurde im Rahmen

eines Architekturwettbewerbes

zum Erfolg für das Leipziger

Büro HPP Laage & Partner.

Spätestens nach Fertigstellung des

Rohbaus zeigt sich, wie elegant sich

das neue Gebäude in das Gelände

integriert und mit dem Altbau eine

Einheit bildet:

Ein aufgelöster dreigeschossiger

Baukörper schließt östlich an den

Altbau an. Durch zwei abgespreizte

Gebäudewinkel entstehen großzügige

Grünbereiche zum Altbau, eine

lang gestreckte aufgebrochene

Raumkante bildet den Rücken zum

angrenzenden Wohngebiet, der

Straße am Park. Die Zurücknahme

des Erdgeschosses, besonders am

nördlichen und südlichen Ende der

Gebäudeflügel, lässt das Gebäude

leicht, fast schwebend erscheinen

Viel Licht und Farbe für Patienten und Personal

und verstärkt dadurch

die Einfügung

ins Gelände.

Die Ausbildung

der Grundrisse im

Neubau folgt der

Prämisse kurzer

Wege sowie medizinisch

und wirtschaftlichsinnvoller

und effektiver

Betriebsabläufe.

Dabei liegt der

zentrale Haupteingang

am Schnittpunkt

zwischen Alt und Neu. Über

ihn erreichen Patienten, Besucher

und Personal auf kurzem Wege ohne

Durchquerung anderer Bereiche alle

Funktionsstellen. Andererseits schaffen

wandhohe Glasfassaden zusammen

mit der prägnanten Haupttreppe

und ihrem schönen Luftraum eine

großzügige räumliche Qualität, die

zum Verweilen einlädt.

Im Erdgeschoss des Neubaus befinden

sich die zentralen Einrichtungen und

Behandlungsräume, wie Patientenaufnahme,

Entlassung/Kasse, Arztdienst,

Physiotherapie und Onkologische

Tagesklinik. Die Tagesklinik

hat einen zusätzlichen separaten Ein-

Eine Oase der Ruhe und Entspannung

gang und verfügt, ebenso wie die

Physikalische Therapie, über eine angrenzende

Terrasse im Außenbereich.

Die neue Intensivstation ist separat

mit der Rettungsstelle im ebenfalls

sanierten Altbau verbunden.

Die beiden Obergeschosse im Neubau

sind der Pflege vorbehalten. Jeweils

zwei Stationen pro Etage sind

so organisiert, dass sie sowohl unabhängig

voneinander als auch im

Nachtdienst zusammen betrieben

werden können. Die Pflegestützpunkte

liegen im Zentrum der Stationen,

sind leicht auffindbar und bestechen

durch sehr kurze Wege für

Pflege und Ärzte. Synergieeffekte

Das neue Gebäude integriert sich elegant in das

Gelände und bildet mit dem Altbau eine Einheit


entstehen auch durch die gemeinsame

Nutzung von Nebenräumen und

die Möglichkeit einer flexiblen Bettenzuordnung.

Über den zentral gelegenen

Bettenaufzug sind alle Pflege-

und Behandlungsbereiche direkt

miteinander verbunden. Zwischen

den einzelnen Funktionsabschnitten

ergeben sich gut proportionierte

Verbindungsflächen, die für eine

großzügige natürliche Belichtung

innen liegender Flure und Aufenthaltsbereiche

sorgen. Es entsteht eine

lichte, freundliche Atmosphäre,

die sich wohltuend auf die Genesung

der Patienten und die Arbeitsplatzqualität

der Mitarbeiter auswirkt

– eine Oase der Ruhe und Entspannung,

nicht nur für Kranke.

Wesentliches Gestaltungsmerkmal

der Pflegezimmer ist die hohe Transparenz

der Außenfassade. Ein raum-

Große Fenster lassen die Natur ins Krankenzimmer

hohes Panoramafenster lässt den Patienten

ungehindert am Naturgeschehen

teilnehmen. Der Ausblick auf den

Park im Wechsel der Jahreszeiten ist

von beeindruckender Schönheit. Die

Einzelzimmer haben zudem einen

kleinen Balkon. Eine nach Süden gelegene

Terrasse pro Etage rundet das

attraktive Angebot ab. Alle Zimmer

sind mit einem, den besonderen Bedürfnissen

der Patienten entsprechenden

Bad ausgestattet.

Dem Farb- und Materialkonzept für

den Neubau sind die Töne der herbstlichen

Natur zu Grunde gelegt. Warmes

Rot, Orange und Gelb sind in

allen Bauteilen sowie an den außen

liegenden Sonnenschutzjalousien

wieder zu finden. Kontrastierend zu

Wandverkleidungen aus farbigem

Glas wurden für die gegenüberliegenden

Türanlagen Holzoberflächen

in warmer Buchestruktur

eingesetzt.

Der durchgefärbte

Erschließungskern

– blau mit weißen

Türen – fungiert

auch als Orientierungshilfe

für Patienten

und Personal.

Ebenso unterstützt

wird die

Orientierung für die

Patienten durch die

unterschiedlichen

Farbgebungen an

jeweils einer Wand

in den Bettenzimmern.

Geplanter Übergabetermin

durch das Sächsische Staatsministerium

für Soziales an das

Klinikum „St. Georg“ Leipzig

ist der 2. Juni 2004

Bereits vor der bevorstehenden Inbetriebnahme

des Integrationsbaus und

dem damit verbundenen Umzug des

Stadtkrankenhauses nach Grünau im

Juni dieses Jahres wurden Umstrukturierungen

innerhalb der Robert-Koch-

Klinik erforderlich, um neben der Errichtung

des neuen Gebäudeteils

gleichzeitig den Altbau entsprechend

zu sanieren. So zogen bereits im November

vergangenen Jahres drei Stationen

aus dem Altbau in bereits fertig

gestellte Flügel des Neubaus. Die

somit frei gewordenen Bereiche werden

zukünftig die Endoskopie, die

Ambulanz für Diabetes und Endokrinologie

sowie die Notfallaufnahme

des Stadtkrankenhauses beherbergen.

Zusätzlich entstehen hier Diagnostikräume

für Sonographieuntersuchungen

und Knochendichtemessungen.

Mit der Übergabe des Gesamtkomplexes

wird der Standort Grünau

dann auch über einen Andachtsraum

und ein Sprechzimmer für die seelsorgerische

Betreuung der Patienten verfügen.

Bereits am 23. Februar 2004 konnten

die physiotherapeutische Abteilung

und der Aerosolbereich ihre neuen

Räume beziehen. Zum gleichen Termin

wurde auch die Tagesklinik mit

15 Behandlungseinheiten ihrer Bestimmung

übergeben.

Der geplante Übergabetermin

durch das Sächsische Staatsministerium

für Soziales an das Klinikum

St. Georg“ Leipzig ist der 2.

Juni 2004.

25


28

Das Besucherinteresse

an der Veranstaltung war groß

Unter großem Publikumsinteresse

ging die Ausstellung mit

Werken der Leipziger Künstlerinnen

Dagmar Dossin und Marianne

Riedel zu Ende. Rund 70 Besucherinnen

und Besucher waren

zur Finissage, der Abschlussveranstaltung

der seit November

vergangenen Jahres laufenden

Ausstellung, in das Foyer des „St.

Georg“-Restaurants gekommen,

die der 14-jährige Rashid Röber

mit seinem Akkordeon musikalisch

begleitete.

Sowohl Dagmar Dossin als auch Marianne

Riedel hat die Lust am eigenen

künstlerischen Gestalten zur

Malerei geführt. Dagmar Dossin erhielt

an der Volkshochschule in Leipzig

bei Gert Pötzschig sowie an der

Abendakademie der Hochschule für

Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig

künstlerische Anleitung. Auch

Marianne Riedel besuchte nach einem

Studium der Flachdrucktechnik

und einer Grundausbildung in Handlithographie

und Steindruck die

Abendschule der HGB, um die eigenen

Fähigkeiten weiter ausbauen zu

können.

Beide Frauen verbindet die starke

Liebe zur Natur, ihren Früchten, Blumen

und rein belassenen Landschaften,

und beide versuchen, diesen

Elementen in ihren Bildern Dauerhaftigkeit

zu verleihen. Die Darstellung

der gezeigten Gegenstände steht

zwischen der Widergabe des Gesehenen

in festen Formen und einer

eher impressionistischen Malweise,

die auch die veränderlichen Schatten-

und Lichtspiele der Oberflächen

Zwischen

Gegenständlichkeit

Finissage Dagmar Dossin – Marianne Riedel

und Abstraktion

festhält. So treffen wir bei Marianne

Riedel auf Landschaftsdarstellungen

wie Sonnenuntergänge am Bodden,

das Elsterwehr, die Mönchsguter

Landschaft oder einen Fischereihafen

auf Rügen. Die meisten Bilder widmen

sich jedoch der farbenfrohen

Abbildung von Blumensträußen, die

dem Wandel der Jahreszeiten folgen

wie Pfingstrosen, rosa Malven oder

Rosen, Sonnenblumen und Dahlien,

denen Melonen, Kürbisse oder andere

Früchte der Natur beigegeben

wurden.

Auch bei Dagmar Dossin steht die

Natur im Vordergrund – mit Darstellungen

des Colditzer Forsts, des Kohrener

Landes oder einfach des Leipziger

Umlandes. Während diese Arbeiten

teilweise in Öl oder in Tempera/Aquarell

gefertigt wurden, sind

ihre Blumendarstellungen ausschließlich

in Öl auf Leinwand gehalten. Wir

treffen auf die Darstellung farbintensiver

Sonnenhüte, Gladiolen oder

Feldblumensträuße, die in dichtem

Farbauftrag – genau wie die Arbeiten

Marianne Riedels – die sich

schnell verändernden

Farben

der Blumen festhalten

wollen.

Neben diesen

Naturdarstellungen

schleicht

sich bei Dagmar

Dossin auch eine

Leipziger Stadtlandschaft

ein,

die sehr an Gert

Pötzschig erinnert.

Sie leitet

innerhalb der

Ausstellung zu weiteren Arbeiten

über, die die Gegenständlichkeit verlassen.

Hierzu zählen vier kleinformatige

Arbeiten, die die Stimmungen

der Jahreszeiten in abstrakter Art

und mit kühler Farbigkeit einfangen.

Dagmar Dossins großformatige Arbeiten

setzen diese Thematik teilweise

fort. So verarbeitet die eine in spitzen

Formen und dichten, kühlen Farben

den „Winter“. Das zweite Bild

mit dem Titel „Tanz der Gefühle“

könnte auch als Sommer bezeichnet

werden, denn die schnellen Formen

und Lichter erinnern stark an die flirrende

Hitze und die Unbeschwertheit

eines heißen Sommertages.

Die Ausstellung war in die Veranstaltungsreihe

„Kunst im Krankenhaus

– die sanfte Medizin“

eingebunden. Seit dem 9. März

werden im Foyer des „St. Georg“-

Restaurants in Haus 15 unter

dem Titel „Bilder einer Chinareise“

Werke von Karin Wieckhorst

und Christian Höhnemann

gezeigt.

Klinikumsdirektor Professor

Karsten Güldner begrüßt die Gäste


„8848 Everest 360°“ –

das weltweit größte

Panoramabild

Seit Ende Mai 2003 ist im Gasometer

der Stadtwerke Leipzig eine

echte Weltsensation zu bestaunen:

ein 360-Grad-Panoramabild

vom Mount Everest. Auf Grund

der enormen Resonanz wurde die

Ausstellung bis einschließlich 31.

März 2005 verlängert.

Die Ausstellung im Gasometer

wurde bis 2005 verlängert

Der Berliner Architekt und Künstler

Yadegar Asisi, unter anderem bekannt

durch Projekte wie die „Berlinpanoramen

1995“ oder die Mitarbeit

am Wettbewerbsentwurf von

Das 3.000 Quadratmeter große

Panoramabild beeindruckt die Besucher

Daniel Libeskind für Ground Zero in

New York, schafft hier eine Atmosphäre,

die den Besucher in die Illusion

versetzt, am Fuße des Mount

Everest zu stehen. Weit über eine

Viertelmillion Interessierter hat der

Mies-van-der-Rohe-Preisträger bisher

in die Ausstellung nach Leipzig gelockt.

Um das Panoramabild

herum

gruppiert sich eine

Ausstellung über

Bergsteigen und

Buddhismus. Eindrucksvoll

und von

außergewöhnlicher

Faszination

präsentiert sich das

von tibetischen

Mönchen kurz

nach Ausstellungseröffnunggeschaffene

Sandmandala – ein aus verschiedenfarbigen

Quarzsanden gefertigtes

Kunstwerk. Eine Pro Sieben-Dokumentation

der Sendung „Galileo“,

neben den Leipziger Stadtwerken ein

weiterer Partner des Projekts, liefert

dem Besucher Hintergrundinformationen

über die Vorbereitungen der

außergewöhnlichen Ausstellung,

von ersten Aufnahmen des Künstlers

bis zur Hängung des über 3.000

Quadratmeter großen Panoramabildes.

Komplettiert wird das Ganze

durch Fundstücke, Tagebücher, Briefe

und vieles mehr.

Der Gasometer befindet sich an der

Richard-Lehmann-Straße 114

in 04277 Leipzig.

Zahlreiche kostenlose Parkplätze

sind vorhanden, die Ausstellung ist

auch für Rollstuhlfahrer zugänglich.

Öffnungszeiten sind dienstags bis

sonntags von 10 Uhr bis 20 Uhr

sowie alle Feiertage.

Infos erhalten Sie unter

www.8848everest.de und der

Telefonnummer (03 41) 1 21 33 88.

29


Ginseng – das Beste,

was du für dich tun kannst

Gibt dir Energie

Steigert deine Konzentrationskraft

Stärkt deine Widerstandskraft

„Seit über zwanzig Jahren bauen wir auf unserem Hof in der

Lüneburger Heide den echten Panax Ginseng an. Unser Ginseng

ist besonders hochwertig, weil er sechs Jahre in der Erde

reift, bis die höchste Konzentration der Ginseng-Wirkstoffe

(Ginsenoside) erreicht ist. Und da wir ihn besonders schonend

anbauen, ist unser Ginseng frei von Pestizid-Rückständen. Das

lassen wir regelmäßig überprüfen, denn uns ist es wichtig, immer

Top-Qualität anzubieten. Das schätzen auch unsere Kunden.

Den geernteten Ginseng bieten wir als nicht verschreibungspflichtiges Arzneimittel

in Kapseln oder als Wurzeln an, zudem haben wir medizinische Salben und Öle mit

hohem Ginsenganteil, die besonders bei Neurodermitis geschätzt werden, und kosmetische

Pflegeserien, die außer Ginseng zum Beispiel auch Aloe Vera enthalten, für

die tägliche Pflege auch gesunder Haut.“ Gesine Wischmann,

Geschäftsführerin der FloraFarm

Fordern Sie gleich unser

Infomaterial an: Tel. (0 51 62) 13 93

Verkauf ab Hof und Versand ganzjährig Mo. – Sa. 8 – 18 Uhr

FloraFarm

Der Ginsengspezialist

Bockhorn 1 · 29664 Walsrode · Fon (0 51 62) 13 93 · Fax (0 51 62) 29 39 · www.florafarm.de

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