KÜCHENPLANER Ausgabe 09-2020

strobel.verlag

Die Fachzeitschrift KÜCHENPLANER zählt zur Pflichtlektüre der deutschen Küchenspezialisten. Siebenmal jährlich werden mehr als 6.000 Küchenplaner und Einkäufer in den Küchenfachmärkten, Küchenfachabteilungen in Möbelhäusern, Küchenstudios und in der Küchenindustrie angesprochen.

www.kuechenplaner-magazin.de

Ausgabe 9 / 2020

STROBEL VERLAG

Herbstmessen –

Viele Wege,

ein Ziel

▶ 26

Interview –

Einen Umgang mit

dem Virus finden

▶ 32

Online-Marketing –

Ein Lead ist

noch kein Kunde

▶ 64


Die Verbundgruppe führender Küchenspezialisten in Europa

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Impulse/Ansichten

Alle ins Netz?

Die Küchenmesse im September ist wie eine gute alte Bekannte mit

Familienanschluss. Man hat sie lieb gewonnen über die Jahre. In

Zeiten von Corona fühlt sie sich fremd an. Und aufregend zugleich.

In diesen Tagen heißt es in Texten wie diesen und an

Stellen wie diesen immer häufiger: Und dann kam Corona.

Ja, das passt auch in diesem Fall. Und dann kam

Corona und hat die Küchenbranche vor die Frage gestellt,

wie sie mit ihren Messen im Herbst umgehen will.

Grundsätzliche Entscheidungen sind längst gefallen

und kommuniziert. Viele Küchenmöbelhersteller machen

auf Grundlage ausgefeilter Hygienekonzepte auf.

Die meisten begleitenden Ausstellungszentren lassen

zu. Eine der Ausnahmen ist die von LEICHT Küchen initiierte

Architekturwerkstatt in Löhne. Vor einigen Wochen

habe ich mich mit Stefan Waldenmaier, Vorstand

des Küchenmöbelherstellers, darüber unterhalten. Und

ihn direkt gefragt: Warum machen Sie das in Zeiten von

Corona? Seine Antworten sind nachvollziehbar. Im Kern

sagt er: „Was sollen wir machen? Die Geschäfte müssen

weitergehen. Und das tun sie im Markt auch. Wir müssen

grundsätzlich einen Umgang finden mit einem Virus,

von dem wir nicht wissen, wie lange er unser Leben

bestimmen wird.“ Natürlich steht auch für Stefan

Waldenmaier die Gesundheit von Mitarbeitern und Besuchern

an erster Stelle, und leicht gemacht hat er sich

die Entscheidung nicht. Wie wohl niemand in der Branche,

gleich ob es auf „Open“ oder „Closed“ hinauslief.

Im Interview sagte Stefan Waldenmaier zu seiner persönlichen

Einschätzung: „Vorsicht, Rücksicht, die Hygieneregeln

maximal beachten – und dann schauen, dass

man den Umgang mit dem Virus geregelt bekommt.“

Natürlich kann die Betrachtung der Situation zu anderen

Entscheidungen führen. Auch diese sind nachvollziehbar.

Und doch führt wohl kein Weg daran vorbei,

sich in Bezug auf künftige Messen grundsätzliche

Gedanken zum Umgang mit dem Coronavirus zu machen.

Denn dass die Pandemie in wenigen Monaten Geschichte

ist, am besten pünktlich zur LivingKitchen im

Januar oder spätestens zum Nachholtermin der Eurocucina

im April, ist ein naiver Wunsch.

Dann eben alle ins Internet? Die Pandemie hat der

Welt einen Digitalisierungsschub verschafft und in der

Folge Dinge realisiert, die gestern noch wie Star Treck

anmuteten. Dazu zählen digitale Präsentationsformen.

In einem beeindruckenden Tempo wurden in der Küchenbranche

solche virtuellen Plattformen erstellt. Die

technischen Möglichkeiten sind enorm: mit der Kombination

von 360°-Rundgängen, Live-Streams, Videos,

Chat-Funktionen, Fotos und Texten. Doch so beeindruckend

das alles sein mag, in der Wirkung hat die

Technik Grenzen. Die digitale Kommunikation ist kein

Selbstzweck. Sie kann helfen, ein Ziel zu erreichen,

das Ziel selbst ist sie noch nicht.

Denn auch auf den digitalen Messeplattformen geht

es um die stimmige Kommunikation von Sender und

Empfänger. Und dass der Sender von Botschaften überhaupt

genügend aufmerksame Empfänger um sich versammeln

kann. Bei aller persönlichen Begeisterung

frage ich mich: Wie viele Stunden mag man sich durch

die Vielzahl digitaler Angebote klicken? Wir sitzen

doch ohnehin schon gefühlt viel zu lange vor Monitoren

und Displays. Das wird eine spannende Auswertung.

Und hoffentlich eine transparente.

Inmitten all dieser Gedanken kam eine Nachricht,

die manches von der Aufgeregtheit des Tagesgeschehens

relativiert. Hans Strothoff ist gestorben. Nach

längerer Krankheit verstarb der Gründer der MHK-

Group am Dienstag, 11. August, im Alter von 69 Jahren

im Kreis seiner Familie. Diese Nachricht bewegt viele

in der Branche, denn Hans Strothoff war ein besonderer

Mensch. Er war streitbar und zuwendend, ein Visionär,

ein Macher und ein Kümmerer, der gut mit großen

Ideen umgehen konnte. Er hat die Branche geprägt.

Viele Weggefährten denken in diesen Tagen an Hans

Strothoff und dessen Wirken, mit Mitgefühl für die

Angehörigen, allen voran Ehefrau Jutta Strothoff und

Tochter Claudia. Die Geschäftsleitung der STROBEL

MEDIA GROUP und die Redaktion KÜCHENPLANER

gehören dazu.

Dirk Biermann

9/2020 KÜCHENPLANER 3


Inhalt

Foto: Biermann

Foto: Biermann

26 32

Viele Wege, ein Ziel: Denn ob virtueller Showroom oder physische

Messe-Präsenz – Produktneuheiten stehen in allen Formaten im

Mittelpunkt. Auch in diesem Messeherbst.

Die Architekturwerkstatt wird zur Küchenmeile für Gäste aus dem

Fachhandel öffnen. Im Gespräch erläutert LEICHT-Vorstand Stefan

Waldenmaier Hintergründe und gibt einen Ausblick.

Foto: www.rehau.de

Markt + Menschen

6 Nachruf: Zum Tod von Hans Strothoff

9 Liebherr: Bessere Konditionen für gute Beratung

12 Personalien aus der Küchenbranche

16 imm/LivingKitchen: Weniger Party, mehr Geschäft

Küchenplanung

20 Interview: Wie will ich meine Kunden sehen?

Messe

26 Vorschau auf die Küchenmeile

32 Interview: Einen Umgang mit dem Virus finden

Messe/Produktneuheiten

36 Nolte: Bewährtes weiter verbessern

38 next125: Zutaten für die „authentic kitchen“

40 Schmidt: Die Küche verbindet

42 LEICHT: „Bossa“ schafft eine eigene Ästhetik

43 Schock „Grüne Spüle“ im Lifestyle-Format

44 Naber: Strategien für ein erfolgreiches Herbstgeschäft

46 Franke: „Mythos“-Becken mit filigranem Rand

47 Blanco macht das Wasser gut

48 „The Wall“: Vielfältiger als ein Schweizer Taschenmesser

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Möbel plötzlich mehr als ein einfacher

Küchenoberschrank. Das

besondere Etwas in jeder Küche.

Messe/Produktneuheiten

50 Samsung: Doppelbackofen unter Dampf

52 Neue Ideen fürs Kühlen und Gefrieren

54 Bauknecht: Geführt oder auf eigene Faust

55 berbel digital

57 Neff: Einweihungsfeier erstmal digital

59 Wandlungsfähiges Regalsystem mit Licht

60 50 Jahre Elica

Betriebsmanagement

64 Interview: Ein Lead ist noch kein Kunde

72 Die Vorteile der digitalen Buchführung

Küchenverbände

68 KüchenTreff: Ein insgesamt erfolgreiches Jahr

69 Möbelindustrie: Weniger Einbußen als gedacht

70 DER KREIS: Neue Partner für Stiftungsprojekt

74 „Made in Germany“: Wissen wo das Möbel herkommt

Küchenfertigung

76 Interview: 1 000 000 000 Meter Möbelkante

80 materials.cologne: Innovative Materialien im Fokus

82 Interview: Wie antiseptische Oberflächen wirken

84 SwissKrono: Dekore für Wohlfühlküchen

86 Meldungen

89 Schock Metall: Neue Investoren und raus aus der Insolvenz

90 Rehau: Experten-Treff im virtuellen Raum

91 Lechner: Langlebiges Glasdekor im satten Braun

Küchenmontage

93 Naber: Flexibler Montagerahmen schafft Platz

94 Ein Akku für viele Systeme

Diverses

3 Ansichten: Alle ins Netz?

98 Partner des Fachhandels

99 Impressum

4 KÜCHENPLANER 9/2020


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Nachruf

Zum Tod von Hans Strothoff

„Ein Visionär ist von uns gegangen“

40 Jahre lang zählte er zu den prägenden Persönlichkeiten der Küchen- und

Möbelbranche. Mit zunehmendem Einfluss. Jetzt ist Hans Strothoff gestorben.

Nach schwerer Krankheit starb der Gründer der MHK Group am Dienstag, 11. August,

im Kreis seiner Familie.

Über vier Jahrzehnte formte Hans Strothoff Musterhaus

Küchen zu einer der führenden europäischen Verbundgruppen.

Parallel dazu lag ihm stets die Nachwuchsförderung

und die Qualifizierung der Mitarbeiter in

der Küchen- und Möbelbranche am Herzen. In seiner

Rolle als BVDM-Präsident und Vorstandsvorsitzender

der Möbelfachschule in Köln setzte er prägende Akzente

für die gesamte Branche. Ebenso als Gründer der

Strothoff International School und Ehrensenator der

Goethe Universität Frankfurt.

„Dass Hans Strothoff von uns gegangen ist, stellt

für uns einen unfassbaren Verlust dar. Wir trauern

um einen grandiosen Unternehmer, einen höchst kreativen

Gründer und einen großartigen Menschen. Wir

fühlen in diesen schweren Stunden mit der Familie

von Hans Strothoff, der wir persönlich sehr verbunden

sind“, sagt Werner Heilos, stellvertretender Vorstandsvorsitzender

der MHK Group, im Namen des

Vorstands.

Hans Strothoff ist am Dienstag, 11. August, im Alter von 69 Jahren gestorben.

Foto: MHK

Motor einer starken Gemeinschaft

1980 gründete der gebürtige Bremer die MHK Group.

Da war er gerade 30 Jahr alt. Durch engagiertes Handeln

und Ideenreichtum entwickelte sich das Unternehmen

zu einem der führenden europäischen Full-

Service-Verbände. Von dessen Leistungen profitieren

heute mehr als 3200 Fachhandels- und Handwerksunternehmen

der Branchen Küche und Wohnen, Sanitär

/ Heizung / Klima sowie Bauen / Renovieren.

Bekannteste Vermarktungskonzepte sind die musterhaus

küchen Fachgeschäfte und das Franchisesystem

Reddy Küchen. Ebenfalls zur Gruppe gehören interdomus

Haustechnik, ein Verband für Unternehmen

der Sanitär-, Klima- und Heizungstechnik, der Deutsche

Wohnbau Verbund, ein Verband für Unternehmen,

die im Wohnungsbau tätig sind, die TOP Malermeister

6 KÜCHENPLANER 9/2020


Deutschland, ein Verband für das Malerhandwerk, sowie

16 Dienstleistungsfirmen wie die Cronbank und

der Softwareanbieter Carat.

Weichen rechtzeitig gestellt

„Der Tod von Hans Strothoff hinterlässt eine große

Lücke“, so Werner Heilos. „Doch unsere Gemeinschaft

ist durch sein visionäres Handeln bestens gerüstet.“ Er

hinterlasse einen kerngesunden Verband und habe bereits

frühzeitig die Weichen für einen sicheren Fortbestand

gestellt. Sein ausdrücklicher Wunsch war, dass

die Gruppe auch nach seinem Ableben als Unternehmenseinheit

bestehen bleibt.

„Wir werden auch künftig alle anstehenden Entscheidungen

im Sinne von Hans Strothoff, seines Unternehmens

und zum Erfolg aller treffen“, unterstreicht

Werner Heilos. „An dieses Vermächtnis fühlen

wir uns künftig mit ganzem Herzen und voller Kraft

gebunden.“

Weggefährten kondolieren

Michael Stiehl, Präsident des Verbands der Deutschen

Möbelindustrie (VDM): „Die deutsche Möbelbranche

hat eine ihrer bedeutendsten Persönlichkeiten und zudem

einen ebenso visionären wie streitbaren Unternehmer

verloren.“

Stefan Waldenmaier, Vorsitzender des Verbands der

Deutschen Küchenmöbelindustrie: „Mit seinem Weitblick,

seinem unternehmerischen Gespür und seinen

innovativen Ideen hat er sich unermüdlich für das Thema

Küche eingesetzt und zudem die Branchenausbildung

junger Menschen konsequent gefördert.“

Ernst-Martin Schaible, Geschäftsführender Gesellschafter

von DER KREIS, kondoliert mit diesen Worten:

„Die Nachricht vom Ableben von Hans Strothoff hat uns

von DER KREIS sehr betroffen gemacht und wir bedauern

den Verlust dieser Branchengröße, die unsere Küchenbranche

zweifelsohne 40 Jahre lang erfolgreich

mitaufgebaut hat.“

Auch die Vorstände und Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft

Die Moderne Küche e.V. (AMK) drücken

Ihre Betroffenheit aus.

Roland Hagenbucher, Vorstandssprecher der AMK:

„Die Küchenindustrie hat einen ihrer bedeutendsten

Unternehmer und zudem eine visionäre Persönlichkeit

verloren.“

Oliver Streit, Sprecher des AMK-Vorstandes: „Mit seinem

Weitblick, seinem unternehmerischen Gespür

und seinen innovativen Ideen hat er sich unermüdlich

für das Thema Küche eingesetzt und zudem die Ausbildung

junger Menschen gefördert.“

Volker Irle, Geschäftsführer der AMK: „Hans Strothoff

war immer ein großer Unterstützer der AMK und der

gemeinsamen Idee. Wir haben ihm viel zu verdanken.“

Handelsverband Möbel und Küchen (BVDM) und der

Handelsverband Wohnen und Büro (HWB): „Mit Hans

Strothoff verliert die Branche einen einzigartigen Menschen,

einen beherzten Macher, dem es nicht nur um

das eigene Unternehmen ging, sondern um das Wohl

der gesamten Branche.“

Das Mitgefühl aller gilt Hans Strothoffs Ehefrau Jutta

und Tochter Claudia, ebenso den Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern der MHK Group.

9/2020 KÜCHENPLANER 7


Markt + Menschen

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Mehr Auszubildende

Aktuell meldet die Wirtschaft einen deutlichen

Rückgang beim Abschluss neuer Ausbildungsverträge.

Anders bei Nolte Küchen: Begrüßte das Unternehmen

im letzten Jahr noch 13 neue Auszubildende,

sind es jetzt sogar 15. Erstmals ist auch ein

Fachinformatiker für Systemintegration dabei. Unter

den insgesamt 12 Männern und drei Frauen gibt es

außer dem einen Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung,

sechs Holzmechaniker, vier Industriekaufleute

und einen Elektroniker für Betriebstechnik.

Zwei Kandidaten haben sich für ein duales

Studium in den Bereichen BWL und Wirtschaftsinformatik

entschieden. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/

news-detail/news/nolte-kuechen-begruesst-mehr-auszubildende/

Foto: Nolte Küchen

Foto: LG

Eine Million Mal verkauft

Der „InstaView“ Door-in-Door-Kühlschrank von LG

Electronics feierte kürzlich einen besonderen Meilenstein:

Seit seiner Einführung im Jahr 2016 wurden

weltweit eine Million Geräte verkauft. Vertrieben

wird er in rund 150 Ländern auf sechs Kontinenten.

Das Gerät verdankt seinen Namen der anpassungsfähigen

Glasscheibe in der Tür des Kühlschranks, die

mit zweimaligem Klopfen transparent wird und Einblick

ins Innere gewährt, ohne dass die Nutzer die Tür

öffnen müssen. In Kombination mit der charakteristischen

Dopppeltür bietet der „InstaView“ einfachen

Zugriff, während das Hauptfach des Kühlschranks

geschlossen bleibt. Dies trägt laut LG dazu bei, den

Verlust von Kaltluft um mehr als 41 % zu verringern.

Die Egger-Zentrale in St. Johann.

Egger investiert wie nie

Elf erfolgreiche Monate und dann kam Corona. In der Summe

meldet die Egger Gruppe für das Geschäftsjahr 2019/2020

dennoch eine stabile Geschäftsentwicklung. Dieses endete

zum 30. April 2020 mit einem Umsatz in Höhe von rund

2,831 Mrd. Euro. Das ist ein leichter Rückgang um 0,4 %.

Rund 10 100 Mitarbeiter (zum Stichtag 30. April 2020) haben

im abgelaufenen Geschäftsjahr zu diesen Ergebnissen

und zu einem neuen Höchststand an Produktionskapazität

von 8,9 Mio. m 3 Holzwerkstoffe und Schnittholz beigetragen.

Ebenso befindet sich die Egger Gruppe weiterhin in einer

Phase sehr hoher Investitionstätigkeit und hat im Geschäftsjahr

2019/2020 die Rekordsumme von 531,4 Mio. Euro

investiert. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/eggermeldet-stabiles-jahresergebnis-1/

Foto: Egger

8 KÜCHENPLANER 9/2020


Willkommen

Zuhause.

Zuhause bei

KüchenTreff!

Bessere Konditionen für gute Beratung

Zum 1. Januar 2021 startet Liebherr mit einem

neuen „Selektiven Vertriebssystem“. Damit

wird die Beziehung zum Fachhandel neu definiert.

Im Mittelpunkt steht u. a. der neue Liebherr-Performance-Rabatt.

Dieser honoriert

die hochwertige Präsentation der Liebherr-

Produkte sowie die Beratungsqualität.

Anhand von europäischen Mindestqualitätskriterien

werden Fachhändler im Rahmen

des neuen Vertriebskonzepts für den Bezug

und Verkauf des Liebherr Fachhandel-Sortiments

autorisiert. Dafür wird auch das Konditionen-System

angepasst. Wesentlicher

Bestandteil ist der neue Liebherr-Performance-Rabatt (LPR). Dieser honoriert die hochwertige

Präsentation der Liebherr-Produkte am Point of Sale. „Indem die verkäuferischen

Leistungen der Fachhändler ebenso belohnt werden wie die hohe Qualität bei Beratung

und Service, profitieren sowohl Fachhändler als auch Endkunden von dem neuen System“,

erläutert das Unternehmen. Dazu Steffen Nagel, Geschäftsführer Sales & Marketing

der Liebherr-Hausgeräte GmbH: Als Premiumhersteller für Kühl- und Gefriergeräte legt

Liebherr größten Wert auf Qualität und Service. Dies gilt für die Produkte ebenso wie für

den Vertrieb. Es ist uns deshalb besonders wichtig, dass wir mit dem Fachhandel partnerschaftlich

und langfristig erfolgreich zusammenarbeiten.“

Das Liebherr Fachhandels-Sortiment ist zukünftig in drei Gruppen aufgeteilt. Für eine

„bestmögliche Einstufung im Zusammenhang mit dem Liebherr-Performance-Rabatt“

gelten für die Sortimentsgruppen steigende Leistungskriterien. www.kuechenplaner-magazin.de/

themen/detail/news/bessere-konditionen-fuer-gute-beratung/

Physisch und digital

Foto: Liebherr

Steffen Nagel: „Der Zusammenarbeit

mit dem Fachhandel eine transparente

und solide Basis geben.“

Europaweit betreuen und begleiten

wir heute über 400 Partner:

immer ganz nah, ganz persönlich,

lebendig und engagiert! Dass Gemeinschaft

erfolgreicher macht,

konnten wir in den vergangenen

25 Jahren überzeugend unter Beweis

stellen.

Sie wollen mehr wissen? Sehr

gern! Rufen Sie uns in der Verbandszentrale

an: 04431 73790.

Wir freuen uns auf Sie.

Immer!

„Bei uns gibt es kein Standardpaket.

Jeder Händler

bekommt von uns ein maßgeschneidertes

Konzept.“

Daniel Borgstedt,

Geschäftsführer von

KüchenTreff

Das Konzept steht, besonders unter Gesichtspunkten

von Prävention und Hygiene.

Deshalb haben die österreichischen Behörden

grünes Licht für das Messedoppel küchenwohntrends

/ möbel austria gegeben.

Termin: 5. bis 7. Mai 2021. Die Fach- und

Ordermesse wird physisch in der Salzburger

Messe stattfinden und parallel dazu um

eine digitale Präsenz aller teilnehmenden

Aussteller erweitert. Das soll die Reichweite

weiter erhöhen. www.kuechenplaner-magazin.

de/suche/news-detail/news/kuechenwohntrends-2021-wirdphysisch-und-digital/

Foto: Trendfairs

9/2020


Markt + Menschen

Mehr erfahren . . . auf www.kuechenplaner-magazin.de

Standards für Steinplatten

Die Arbeitsgruppe Technik & Normung der AMK

hat ein komplett neues Merkblatt erstellt. Es

trägt den Titel „Küchenmöbel – Qualitätsanforderungen

an Küchenarbeitsplatten aus Naturstein,

Quarzkomposit und Keramik“. Im Merkblatt

010 werden neben Anforderungen auch

Prüf- und Beurteilungsverfahren für Küchenarbeitsplatten

aus Naturstein, Quarzkomposit

und Keramik zur Nutzung im nicht-gewerblichen

Bereich festgelegt. Die nun definierten

Standards gelten auch für Nischenrückwände,

Wangen und Theken aus Naturstein, Quarzkomposit

und Keramik. Die aktuelle Ausgabe

des Merkblatts 010 steht den Mitgliedsunternehmen

der AMK ab sofort zur Verfügung: zum

kostenlosen Download im geschlossenen Bereich

der AMK-Website (https://www.amk.de/

service-center/). Verfasst ist es in Deutsch, es

steht aber auch in Englisch, Französisch, Spanisch,

Italienisch und Niederländisch zur Verfügung.

Foto: Biermann

Für den Tag der Küche

Am 26. September 2020 findet in diesem Jahr unter Federführung

der AMK der Tag der Küche statt. Dann können sich Kücheninteressierte

über die Trends auf den Gebieten Design, Stauraumnutzung

und Komfort informieren.

Speziell für den Küchenhandel

hat Hettich wieder

ein Aktionspaket dafür

geschnürt, das bis zum

10. September kostenlos

unter home-info@

de.hettich.com bestellt

werden kann. Es beinhaltet

Untersetzer mit integriertem

Flaschenöffner als

Give-Away für die Kunden und dazu Wackelbild-Postkarten zum

Thema Intelligente Küchenplanung. Hettich ist Mitglied der AMK

und unterstützt den Tag der Küche 2020 als „Silber-Partner“.

Direkt beim Fachhandel

Parallel zur digitalen Präsenz setzt Naber verstärkt auf den persönlichen

Kundenkontakt und bleibt mit einer auf sieben Multivans

erweiterten Fahrzeugflotte trotz Corona und der damit

verbundenen Abstandsregeln so konsequent wie möglich in Kundennähe.

Die Fahrzeuge seien mit den aktuellen Produkt-Highlights

sowie modularen Präsentationssystemen ausgestattet.

Dazu zählen Funktionsdisplays zum Beispiel zur Ablufttechnik

und LED-Lichttechnik, zu Spülen

und Armaturen sowie zu Schalterund

Steckdoseneinheiten. Aber

auch ausgesuchte Einrichtungs-

Accessoires. Mit dieser Ausstattung

lassen sich die Neuheiten

gut zeigen und gleichzeitig der

geforderte Abstand einhalten,

betont das Unternehmen.

Niemann in neuen Händen

Die Emotion Holztechnik GmbH aus Bremen übernimmt den Geschäftsbetrieb

des insolventen Möbelzulieferers Karl W. Niemann.

Der Übergang fand zum 16. August statt. Über den Kaufpreis und

die weiteren Einzelheiten des Unternehmenskaufvertrages wurde

Stillschweigen vereinbart. Niemann fertigt unter anderem Frontteile

und Plattenware für namhafte Küchenmöbelhersteller. Eine

Schwestergesellschaft des Käufers aus der Emotion-Gruppe, die

Emotion Warenhandels GmbH, hatte zum 1. Juli 2020 bereits den

Geschäftsbetrieb der Tochtergesellschaft von Karl W. Niemann,

die Niemann Formholztechnik GmbH & Co. KG (Getmold), erworben.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/moebelzulieferer-

niemann-in-neuen-haenden/

Foto: Naber

Foto: Hettich

10 KÜCHENPLANER 9/2020


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Verstärkung für Quooker

Quooker Deutschland inves tiert

weiter in die Betreuung der Handelspartner.

Mit Stephan Heide

(Foto) und Martin Sambraus

wurden zwei weitere Außendienstler

verpflichtet. Beide sind

Küchenprofis mit Handelserfahrung.

Stephan Heide, 36, hat zum

1. August 2020 die Betreuung des

Vertriebsgebietes NRW übernommen.

Und Martin Sambraus, 30,

betreut seit dem 1. August 2020 das Vertriebsgebiet Rheinland-Pfalz,

Saarland und Hessen. www.kuechenplaner-magazin.de/

suche/news-detail/news/kuechenprofis-verstaerken-quooker-aussendienst/

Meyer übernimmt bei Klöpferholz

Axel Grimm, bisher zusammen mit Manfred Meyer Geschäftsführer

der Klöpferholz GmbH & Co. KG mit Hauptsitz

in Garching bei München, scheidet auf eigenen Wunsch

zum 30. September 2020 aus dem Unternehmen aus. Er

legte sein Amt bereits nach der Gesellschafterversammlung

am 10. Juli 2020 nieder. Manfred Meyer wir nun die alleinige

Geschäftsführung der Gesellschaft übernehmen. www.

kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/grimm-verlaesst-kloepferholz-meyer-uebernimmt/

Nachruf Othmar Brandstötter

Die hkt-Familie, zahlreiche Weggefährten und viele

Kunden nehmen Abschied von Othmar Brandstötter. Der

Küchentechnik-Unternehmer ist im 87. Lebensjahr gestorben.

Als visionärer Vordenker zählte er seit mehr

als 40 Jahren zu den führenden Persönlichkeiten seiner

Branche.

Vor 42 Jahren gründete Othmar Brandstötter die

Haus- und Küchentechnik Handels-GesmbH & Co KG in

Linz. Mit viel Fleiß und auch Bescheidenheit baute er in

den Folgejahren ein stabiles Unternehmen auf. Brandstötter

verstand es, die besten Marken und neuesten

Trends nicht nur anzubieten, sondern immer auch kurzfristig

liefern zu können.

Bis zu seinem 80. Lebensjahr stand er voll im Geschäft.

Doch auch nachdem er nicht mehr operativ tätig

war, hat er die Firma nie aus den Augen verloren und

sein Lebenswerk nach wie vor behütet.

Foto: Quooker

VME verstärkt Geschäftsführung

Seit 1. September 2020

komplettiert Union-

Einkaufsleiter und Geschäftsführer

der VME

UNION GmbH, Peter

Wülfing, als dritter

Mann die Geschäftsführung beim Einrichtungspartnerring

in Bielefeld. Nach dem Ausscheiden des langjährigen

VME-Geschäftsführers Robert Schmandt, zum

Ende letzten Jahres, war die Lücke im Geschäftsführer-Trio

noch nicht wieder geschlossen worden. www.

kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/vme-verstaerkt-geschaeftsfuehrung/

Smeg baut Service weiter aus

Foto: Smeg

Im März 2020 übernahm Dominic

Rekofsky die Leitung des Bereichs

Aftersales-Service bei

Smeg. Jetzt stößt mit Hans Georg

Stöcker (Foto) ein Branchenkenner

als Teamleiter für die Supervisoren

dazu. Damit baut der

italienische Hausgerätehersteller

sein flächendeckendes Netzwerk

an Servicedienstleistern in

Deutschland und Österreich weiter aus. www.kuechenplanermagazin.de/suche/news-detail/news/smeg-baut-service-weiter-aus/

„Mit ihm haben wir einen

großen Unternehmer,

aber noch größeren Menschen

verloren, der geradlinig

und unbeirrt seinen

Weg ging“, würdigt

die aktuelle Geschäftsleitung

das Wirken des

Gründers. Dessen Weg hat

nun nach einem erfüllten

Leben plötzlich geendet.

Um ihn trauern seine Familie,

mehr als 100 Mitarbeiter

und die Größen

Othmar Brandstötter.

der Küchenbranche in Österreich und Deutschland. Der

Fortbestand der Unternehmen ist mit Sohn Andreas und

den Enkeltöchtern Bettina und Linda gesichert.

Foto: hkt

Foto: VME

12 KÜCHENPLANER 9/2020


Neuer Vorstand bei Villeroy & Boch

Foto: Villeroy & Boch

Der Aufsichtsrat der Villeroy &

Boch AG hat Georg Lörz (Foto)

mit Wirkung ab dem 1. August

2020 zum Vorstand Bad und

Wellness berufen. Er folgt damit

auf Andreas Pfeiffer, der

das Unternehmen zum 31. Juli

2020 verlassen hat. Pfeiffer

wird sich neuen beruflichen

Herausforderungen in Österreich

widmen, wohin er inzwischen

seinen Lebensmittelpunkt

verlagert hat. Der Aufsichtsrat der Villeroy & Boch

AG hat zudem die Verlängerung des Vorstandsmandats von

Dr. Markus Warncke beschlossen. Er bleibt damit als Finanzvorstand

im Amt. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/newsdetail/news/georg-loerz-neuer-vorstand-bad-und-wellness/

Ein Abschied mit großem Respekt

Zum 1. August 2020 legte Hans-

Joachim Kamp (Foto), 72, den Vorsitz

des Aufsichtsrats der gfu Consumer &

Home Electronics GmbH nieder. Dann

scheidet er auch auf eigenen Wunsch

aus dem Aufsichtsrat des IFA-Veranstalters

aus. Sein Nachfolger als Aufsichtsratschef

wird Kai Hillebrandt,

51, von Panasonic. „Hans-Joachim

Kamp gebührt für sein langjähriges

Wirken zum Wohle der Branche Consumer

Electronics und Elektrohausgeräte

unser größtmöglicher Dank“,

sagt der de signierter gfu Aufsichtsratsvorsitzende

Kai Hillebrandt.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/kamp-scheidet-mit-groesstem-respekt/

Foto: gfu

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Miele bringt die Neuheiten zu den Händlern

Mit der digitalen Veranstaltungsreihe

„My Miele Experience“ stellt

Miele in diesem Jahr dem Handel seine

Herbstneuheiten vor. Dazu gehören

laut Unternehmen smarte Assistenzsysteme

für Genussvielfalt in

der Küche, mehr Komfort und Nachhaltigkeit

in der Wäschepflege, eine

Innovation bei den Kaffeevollautomaten

sowie neue Geschirrspüler und

Aktionsmodelle.

„My Miele Experience“ für den Küchenmöbelhandel

sind 30-minütige

Live-Events, die am 17. und 18. September

stattfinden – jeweils vier Veranstaltungen

pro Tag und mit interaktiver

Beteiligung der Teilnehmer

über eine Chatfunktion. Wer eines

dieser Formate nicht wahrnehmen

kann, hat die Möglichkeit, sich ab

Sally kennt die Neuheiten

dem 19. September auf einem exklusiven

digitalen Portal zu informieren,

wo kurze Präsentationen und Videoclips

zielgruppenorientiert für den

Elektro- sowie Küchenmöbelhandel

aufbereitet sind.

Zusätzlich bietet das Unternehmen

zwischen dem 19. September und

Ende Oktober sogenannte digitale

Meet-ups an. Händler und Miele-Ansprechpartner

können so in individuellen

Terminen und mit Zugriff auf die

bereitgestellten Inhalte Themen direkt

besprechen und offene Fragen erörtern.

Zur Vertiefung der Produktinformationen

startet die Miele Erfolgsakademie

dann im Herbst neue Produkt-

und Verkaufstrainings für

Beschäftigte im Elektro- und Küchenmöbelhandel.

Neben digitalen

Foto: Miele

Trainings plant das Unternehmen

erstmals auch wieder Präsenzveranstaltungen.

Diese werden an verschiedenen

Standorten in kleinen Gruppen

bis zu acht Personen und unter strengen

Corona-Auflagen angeboten.

Auch für Bosch lautet die Devise in diesem Herbst: virtuelle

Plattform statt IFA-Happening. Bereits am 20. August

startete der Hausgerätehersteller mit seiner virtuellen

Erlebniswelt für den Handel. Der Claim dazu lautet

„Live #LikeABosch“. Ein Highlight dabei: YouTuberin Sally

von „Sallys Welt“ stellt die Neuheiten aus den Bereichen

„ Cooling #LikeABosch“, „Cooking #LikeABosch“, „Dishwashing

#LikeABosch“ und „Washing #LikeABosch“ vor. In

Videoclips erklärt und demonstriert sie das jeweilige Produkt

und seinen Nutzen. Diese Clips seien ebenso unterhaltsam

wie informativ, verspricht das Unternehmen. Zentrale

Themen in diesem Jahr sind „Hygiene“, ein „gesunder

Lebensstil“ sowie „Nachhaltigkeit“.

Foto: Bosch Hausgeräte

14 KÜCHENPLANER 9/2020


Aus eins mach zwei.

Ein Ofen. Zwei Garräume. Vielfache Flexibilität.

Spart Zeit

Gleichzeitige Zubereitung von

unterschiedlichen Speisen in

zwei Garräumen.

Spart Energie

Oberer und unterer Garraum

lassen sich auch einzeln nutzen.

Spart nicht mit gutem Geschmack

Speisen garen dank der

Heißluftventilatoren rundherum

gleichmäßig.

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Markt + Menschen

Foto: Koelnmesse

Weniger Party,

mehr Geschäft

imm cologne und LivingKitchen werden am 18. Januar 2021

ihre Tore öffnen. Das steht für Matthias Pollmann fest. Aktuell

seien bereits 70 % der Hallenfläche belegt. Angesichts der

Umstände sei das ein „sehr guter Anmelde stand“, erklärt der

Geschäftsbereichsleiter Messemanagement.

„Aktuell können wir gegenüber den Vormonaten insgesamt

auch ein gestiegenes Interesse an der Durchführung

von Präsenzmessen erkennen. Immer mehr

setzt sich die motivierende Erkenntnis durch, dass reale

Begegnungen von Menschen zum Auf- und Ausbau

von Geschäftsbeziehungen unverzichtbar sind“, so

Matthias Pollmann. Im Rahmen der Bilanzpressekonferenz

des VDM (Verband der Deutschen Möbel industrie)

sagte er: „Es wird eine andere Messe sein. Mit weniger

Party und mehr Geschäfte machen.“

Die neue Normalität leben

Laut Veranstalter wird das Messedoppel eine Veranstaltung

mit hohem Sicherheitsstandard. Für Teilnehmer

und Aussteller. Neben dem physischen Messeerlebnis

wird es digitale Alternativen geben, um diejenigen

Besucher zu erreichen, die nicht selbst teilnehmen

können. „Leider existiert durch die immer wieder neu

auftreten Hot Spots in Europa noch eine Verunsicherung

in der Branche. Deshalb bin ich der festen Überzeugung,

dass wir jetzt damit beginnen müssen, die

‚neue Normalität‘ zu leben. Wir dürfen nicht darauf

warten, dass alte Zeiten wiederkehren, sondern müssen

zusammen mutig die Zukunft gestalten“, so der Geschäftsbereichsleiter.

Matthias

Pollmann,

Geschäftsbereichsleiter

Messemanagement:

„Wir

dürfen nicht

darauf warten,

dass alte Zeiten

wiederkehren.“

Foto: Biermann

Messehallen im Abluft-Betrieb

Für die Sicherheit der Aussteller und Besucher hat die

Koelnmesse mit #B-SAFE4business ein Konzept erarbeitet

und mit den Behörden abgestimmt, in dem alle

hygienischen, medizinischen und organisatorischen

Maßnahmen berücksichtigt sind. Darüber hinaus hat

die Koelnmesse ein Hygiene- und Infektionsschutzkonzept

erarbeitet, welches die aktuell geltenden Bestimmungen

der Coronaschutzverordnung NRW und den

Anforderungen des zuständigen Gesundheitsamts entspricht.

So wird z. B. in den Messehallen die verbrauchte

Luft nach außen abgeführt und 100 % neue Frischluft

zugeführt, sodass sich Aerosole nicht über die Lüftungsanlagen

verbreiten können.

Position im Wettbewerb beziehen

Ziel der Koelnmesse sei es, der Branche mit dem

Messedoppel imm cologne und LivingKitchen im Januar

eine leistungsfähige und zuverlässige Plattform zu

bieten, damit die deutsche und europäische Möbel- und

Küchenindustrie im internationalen Wettbewerb nicht

an Boden verliert. „Aus meiner Sicht ist es für einen

erfolgreichen Re-Start nicht zwingend notwendig, ausschließlich

Innovationen zu zeigen – entscheidend ist,

mit seinen Produkten auf der Messe präsent zu sein.

Besonders im Einrichtungsbereich, wo das ‚Touch and

Feel‘ und das reale Erleben der Produkte einen besonders

hohen Stellenwert einnimmt, ist durch die Absage

vieler Branchenmessen bei den Fachbesuchern der Bedarf

nach einem Messebesuch wieder da“, beschreibt

Pollmann die Stimmung.

16 KÜCHENPLANER 9/2020


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18 KÜCHENPLANER 9/2020


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und dreidimensionalen Wirkung: Jegliche Ausstattungsmerkmale sowie Stauraumlösungen befinden sich hinter

der mit edlem Walnussholz verkleideten BOSSA-Front, die es LEICHT erstmalig ermöglicht, große Flächen vollständig homogen

zu gestalten und so im gesamten Lebensraum ein einheitliches, formvollendetes Bild zu kreieren.

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Foto/P. Schumacher

9/2020 KÜCHENPLANER 19


Küchenplanung

Im Gespräch mit Susanne Krüger

Wie will ich meine Kunden sehen?

Susanne Krüger aus München berät und begleitet Menschen, die sich neu einrichten.

Dabei ist sie seit mehr als 30 Jahren auch in der Welt der guten Küche zu Hause. Wir

haben uns mit ihr unterhalten. Unter anderem über die Haltung, die Küchen spezialisten

gegenüber ihren Kunden einnehmen – und was diese Haltung bewirken kann.

„Wird sich die Bedeutung von Zuhause durch Corona

verändern? Und was würde das für die Küchenplanung

bedeuten?“ Um Inhalte wie diese ging es im ersten Gespräch

mit der Wohn- und Küchenexpertin Susanne

Krüger aus München in KÜCHENPLANER 7/8 2020. Und

darauf aufbauend um die Frage, wie Küchenspezialisten

ihren Kunden begegnen sollten – damit die neue Küche

nicht allein zur Preisfrage wird. Ihre Überzeugung lautet:

Wenn ich mich wirklich auf meinen Kunden einlasse

und nicht nur höre was er sagt, sondern verstehe,

was er damit meint, ist dies eine große Möglichkeit, eine

Küche von hoher Qualität entstehen zu lassen.

Foto: Krüger

Berät Küchenspezialisten und

Hersteller sowie Privatkunden

in Einrichtungsfragen:

Wohnfühlerin Susanne Krüger.

7/8/2020


Warum sollte ich meine Kunden verstehen lernen?

Ich will doch nur Küchen verkaufen!

Susanne Krüger: Natürlich kann es sein, dass in

meinem Küchenstudio alles super läuft, dass ich Megaumsätze

fahre und ich die für mich besten Kunden

habe. Kurz: Dass ich nichts finde, was an meinem Geschäft

verbesserungswürdig ist. Wenn das aber nicht

der Fall ist und ich mir die Frage stelle, wie es besser

laufen könnte, macht es Sinn, etwas intensiver

auf meinen Kunden einzugehen. Der Köder sollte

schließlich dem Fisch schmecken und nicht dem

Angler.

Wie gehe ich das als Küchenverkäufer ganz praktisch

an?

Wir reden über zwei wesentliche Bereiche: 1. Wie gestalte

ich eine Küche? 2. Welchen Umgang pflege ich

mit meinem Kunden, auf welcher zwischenmenschlichen

Ebene begegne ich ihm?

Auch wenn es schon oft gesagt und geschrieben wurde:

Die Küche ist der wichtigste und zentralste Raum

in unserem Zuhause. Wir richten einen Familien- und

Lebensmittelpunkt ein, der über die wertvolle Routine

des Familienzusammenseins entscheidet. Wenn ich in

diesem Raum als Küchenplaner irgendeinen Quatsch

mache, dann ist diese Familie damit künftig täglich

konfrontiert. Das hat eine konkrete Wirkung im Leben

dieser Familie und prägt zusätzlich die Empfehlungsqualität.

Ich habe als Küchenplaner also eine bemerkenswerte

Verantwortung, wenn ich mir nachhaltige

Zufriedenheit meines Kunden wünsche.

Ich höre bei manchen Begegnungen immer wieder

die abenteuerlichsten Küchengeschichten. Und es gibt

nichts Schlimmeres für mich und mein gestalterisches

Küchenherz, wenn ich mir vorstelle, dass ein Kunde

morgens auf nüchternen Magen in eine Küche kommt,

die ihm und seiner persönlichen Tagesroutine nicht

entspricht.

Im besten Fall findet also tiefes Wohlfühlen statt.

Extrem intim und extrem privat.

Wie erfahre ich, was wichtig für den Kunden ist.

Ich sollte mir bewusst werden, in welchen Raum ich

da bei meinem Kunden einsteige. Konkret räumlich betrachtet,

aber auch emotional. Ich sollte ein ernstes Interesse

daran haben, mich mit dieser Welt, die ich da

einrichten darf, zu beschäftigen.

Dann frage ich nämlich nicht nur „Und, wie gehen

Sie so einkaufen?“, sondern ich beginne in dieses Leben

einzutauchen. Sozusagen auch emotional einen

Kontakt aufzunehmen. Ich stelle mir diese Familie

real vor, vielleicht mit einer Ehefrau, zwei Kindern,

einem Hund und einem Mann, der drei Tage die

Woche geschäftlich unterwegs ist. Dann muss

mich der Ablauf interessieren: Die Routinen am

Morgen, wenn alles zeitlich getaktet ist. Wo ist

der Hund, wo sind die Kinder, wenn zum Beispiel

die Mutter Frühstück macht? Ich muss dabei sein,

wenn ich will, dass sie sich in meiner Planung wiederfindet.

Oder wenn – um mal bewusst in der klassischen

Rollenverteilung zu bleiben – sie abends das Essen vorbereitet:

Wo sitzt der Partner mit seinem Glas Rotwein

und erzählt ihr von seinem Tag, während sie den Salat

zubereitet? Oder ist das umgekehrt? Haben die beiden

einen täglichen Platz für ihr Miteinander?

Oder erkenne ich, wenn ich meinen Kunden solch einen

Platz beschreibe, dass sie ein freudiges Glitzern in

den Augen bekommen, weil sie so einen Platz nicht haben,

aber es großartig fänden, einen zu bekommen? So

etwas nenne ich Wunderwirk-Momente. Wenn ich diese

Momente als Planerin verpasse, ist eine wertvolle

Chance vertan. Sie zu kreieren, ist die Kunst.

Also stelle ich mir die grundlegende Frage: Was führen

diese Kunden, die da vor mir sitzen, für ein Leben?

Wenn ich respekt- und achtungsvoll mit meinem Gegenüber

umgehe und mir der Intimsphäre bewusst bin,

die mir da gerade geöffnet wird, entsteht ein komplett

anderer Schauplatz. Auf einmal entwickelt sich eine

besondere Aufmerksamkeit für den Verkäufer und

auch für den Kunden.

Wie könnte das erforscht werden? In einem lebendigen

Gespräch oder besser mit einem strukturierten

Fragekatalog?

Ein Fragenkatalog ist wie ein Presslufthammer. Er zerstört

die Ebene meines Zugangs.

Was wären denn typische Presslufthammerfragen?

Wenn ich zum Beispiel sage: „Ich habe hier eine Checkliste,

wollen wir die mal gerade zusammen durchgehen?

O.K. Brauchen Sie einen Geschirrspüler?“ Eine

unnütze Frage heutzutage. Oder die Frage, ob der Backofen

in die 45er- oder 60er-Nische passen sollte. Diese

Frage stellt sich in 80 % der Fälle nicht. All das ergibt

sich aus einem professionellen Kundengespräch ganz

selbstverständlich. Aber natürlich nur dann, wenn ich

wirklich präsent bin. Wenn ich wach bin. Dieses Interesse

ist der Schlüssel zu allem. Die Kunden erkennen

Wohnfühlerin mit Küchengespür

Mit dem Beratungsangebot WOHNFÜHLERIN ® steht

Susanne Krüger seit über 30 Jahren bei ihren Kunden für

beherzte und achtsame Küchen- & Wohnkultur. Schon

seit 1987 ist sie privat wie beruflich in der Welt der guten

Küche beheimatet. Nun hat sie mit der neu entwickelten

Dienstleistung KÜCHENGESPÜR ® eine für den

Küchenfachhandel spezielle Weiterbildung entwickelt.

Ihr Ansatz stellt konsequent die Qualität Mensch in

den Vordergrund und fokussiert sich auf eine selbstbewusste,

zeitgemäße und wertige Verkaufsphilosophie.

Für Handels- und Industrieunternehmen bietet Susanne

Krüger unter dem Label KÜCHENGESPÜR ® individuell

abgestimmte Seminare und Vorträge sowie für Einzelpersonen

begleitende Einzelcoaching.

7/8/2020 KÜCHENPLANER 21


Küchenplanung

unterbewusst, dass ich mit meinen Fragen wirklich sie

und ihn meine. Dann werden sie von selbst erzählen

wollen, weil sie sich von mir gesehen fühlen. Das ist die

Königsdisziplin. Das ist die Beratungsqualität, die unsere

Küche braucht.

Es geht also nicht darum, ein psychologisches Profil

zu erstellen, sondern im Grunde ganz simpel die

Lebensumstände und die Tagesabläufe verstehen zu

wollen?

Ja. Und gleichzeitig nicht „ganz so simpel“, denn gutes

Zuhören muss gelernt sein. Sich und seinen Kopf soweit

zurückzunehmen, dass ich der Welt meines Kunden

Raum gebe, braucht Übung. Diese Momente wahrzunehmen,

in denen ich wichtige Details heraushören

kann, die gemeint, aber nicht klar gesagt wurden. Das

sind so wertvolle Wünsche! Wenn mir jemand berichtet:

„Im Moment ist es so, dass mal hier jemand frühstückt

und dann da, aber ich fände es ja eigentlich

schöner, wenn wir alle zusammen frühstücken würden

. . .“. Spätestens dann habe ich als Planerin verstanden,

was ich zu tun habe. Wenn ich in meiner Planung

an diesem Wunsch anknüpfe und sie damit überrasche,

werde ich einen mega Pluspunkt auf exakt dieser Ebene

bekommen, die am Ende den Kauf dieser Küche entscheidet.

Warum? Weil ich sie gehört habe. Das wäre

wieder so ein Wunderwirk-Moment.

Zuhören ist also der entscheidende Schlüssel für ein

gelingendes Gespräch?

Zuhören mit Achtung und Respekt vor dem, was man

mir erzählt. Und mitbekommen, in was für eine Welt

ich da gerade eintauchen darf. Hier ist der heimliche

Tiegel der Unverwechselbarkeit, der mich klar aus dem

Preiskampf führen kann. Das passiert nicht, wenn eine

Checkliste mein ausschließliches Handwerkszeug ist.

Haben Sie einen konkreten Tipp, wie ich als

Küchenverkäufer zu diesem Zuhören komme?

Es tickt ja jeder anders. Kunde wie Verkäufer.

Das sind genau die Inhalte von KÜCHENGESPÜR ® .

Worum handelt es sich dabei?

KÜCHENGESPÜR ® ist ein speziell für den Küchenspezialisten

entwickeltes Beratungs- und Schulungsangebot.

Fokus ist genau diese Qualität von Umgang mit

Mensch und Küche.

Es ist für all die Küchenexperten, die Lust haben,

noch eine Qualitätsschippe auf ihr Tun aufzulegen,

und die immer weniger Lust auf lästige Preisvergleiche

haben.

In dieser Philosophie wird der Küchenspezialist zur

Hauptperson. Noch vor dem Kunden. Deshalb spreche

ich auch von einer Art persönlichen Weiterbildung,

denn all das, was KÜCHENGESPÜR ® ausmacht, wird

automatisch persönlich. Nur dort findet das statt, was

wir Empathie und Authentizität nennen. Und das sind

die Verkaufsjuwelen im hochwertigen Verkauf unserer

heutigen Zeit.

Es gibt Programme für Teams und Einzelpersonen.

KÜCHEN GESPÜR ® ist kein 5-Punkte-Programm zum

Auswendiglernen, deshalb findet ein Programm mit einer

mehrwöchigen Begleitung statt, in denen die Teilnehmer

die Möglichkeit haben, für die Fragen und

Themen, die sich zeigen, Klärung zu finden. Die Veranstaltungen

sind eine Off-Online-Kombination. Persönliche

Begegnungen finden nur statt, wenn es nötig ist,

dann aber auf jeden Fall. Ansonsten online, also zeitlich

flexibel und trotzdem persönlich. Die genaue Gestaltung

einer Schulung wird immer auf den Stand der

Teilnehmer zugeschnitten. Das ist wichtig.

Geschäftsinhaber oder Personen in Führungspositionen

können KÜCHENGESPÜR ® wie eine Art kreative

Unternehmensberatung nutzen, denn es kann intelligent

und sinnvoll eingesetzt werden und den zeitgemäßen

Haltungswandel, der auch in unserer Branche

ansteht, gesund aktivieren.

Und natürlich wende ich mich mit dieser Weiterbildung

auch an die Unternehmen der Industrie und die

Verbände. Bei KÜCHENGESPÜR ® bekommt die Sensibilität

für den Menschen einen besonderen Fokus. Ob

Kunde oder Verkäufer. Es geht um die wert(e)volle Beziehungen

zwischen Menschen. Um die innere Haltung

meinen Kunden gegenüber und welche Wirkungen ich

damit erzielen kann.

Denn es spielt auch eine Rolle, wie ich selbst, als

Küchenspezialist, diesen Raum Küche erlebe. Wir fangen

praktisch ganz vorne an. Sich als Küchenexperte

dessen bewusst zu werden, welchen Stellenwert dieser

Raum in meinem eigenen Leben für mich hat und

wie ich ihn erlebe, ist eine entscheidende Grundlage

für den gekonnten Umgang mit meinen Kunden. Und

damit auch für meinen Verkaufserfolg. Die persönliche

Haltung des Planers bzw. Verkäufers ist der wirkliche

Gradmesser für den hochwertigen und erfolgsgeprägten

Küchenverkauf.

Auf Ihrer Internetseite lese ich: „Noch nie hatte der

Kauf einer Küche so wenig mit Küche zu tun . . .“. Wie

meinen Sie das?

Das bezieht sich genau auf diese Bewusstwerdung der

eigenen inneren Haltung. Auf meine Absicht und Fähigkeit,

wie ich meinen Kunden und dessen Welt sehen

will. Ich möchte das noch etwas frecher interpretieren:

Sobald Du anfängst eine Küche zu verkaufen, hast Du

schon verloren.

Und wie meinen Sie das jetzt wieder?

Mit „verloren“ meine ich, sobald ich mich in die Vergleichbarkeit

begebe, hat mein Kunde keine Möglichkeit,

ein unvergleichbares Kriterium an meiner Arbeit

zu finden. Küchen gibt es an jeder Straßenecke. Der

Kunde MUSS nicht bei mir kaufen, er hat die Wahl.

Wenn ich aber ganz in der besonderen Bedeutung

der Küche für die Lebensqualität meiner Kunden ankomme

und das Produkt in seiner Gesamtheit in Qua-

22 KÜCHENPLANER 9/2020


lität und Design wertschätze, kann ich

ganz bei meinen Kunden ankommen

und sie in den Vordergrund stellen. Das

ist das, was sich Menschen heutzutage

wünschen, wonach sie sich sehnen.

Und was sie auch noch immer honorieren,

wenn ihnen das erfüllt wird. Was

zählt, ist das gute Gefühl. Sicherheit,

Stimmigkeit, Vertrauen, das Wohlbefinden

und Glaubhaftigkeit. Letzteres hat

einen noch immer oft unterschätzten

Stellenwert. Und man kann diese Kompetenz

zu einer neuen Verkaufsqualität

nur vermitteln, wenn man persönlich

wird. Das ist KÜCHEN GESPÜR ® .

Sie sprechen einen interessanten

Punkt an. Manche Hersteller definieren

sich vorwiegend über den Aspekt

Produktqualität. Diese wird aber auf

höchstem Niveau immer vergleichbarer.

Ist das eine Sackgasse?

Es ist auf jeden Fall, sagen wir, eine

langweilige und unattraktive Zukunft.

Das hat im Grunde die gute Küche und

alle, die damit zu tun haben, nicht verdient.

Die Herstellerqualitäten sind

ganz wunderbar und bestimmt wichtig,

aber sie sind vergleichbar geworden

und entscheiden nicht den Verkauf. Jedenfalls

nicht aus Endkundensicht. Die

Verkäuferin hat in der Praxis bei ihren

Kunden damit kein wesentliches Zusatz-Argument.

Ein Grund mehr, sich

auf diese unverwechselbaren Sahnehäubchen

zu konzentrieren, die den

Kunden ins Rampenlicht stellen und damit

einen unwiderstehlichen Sog erzeugen

können.

Damit sprechen Sie die Ebene des

Handels und der Planung an.

Und doch betrifft dieser Prozess auch

die Hersteller. Ein Beispiel: Stellen Sie

sich mal vor, ein komplettes Hersteller-

Unternehmen, vom obersten Chef bis

zum Lagerarbeiter werden sich darüber

bewusst, welchen großartig wichtigen

Raum sie mit ihrer täglichen Arbeit

da eigentlich bestücken. Wie viele

Familien sie wohl mit ihrem täglichen

Tun glücklich machen können und welche

Verantwortung sie dabei haben?

Welche hochwertige Kraft entsteht wohl

dadurch? Zusätzlich zum besonderen

Stolz, der in den Mitarbeitern wachsen

kann. Jeder Sachbearbeiter am Telefon,

jeder Mitarbeiter in der Produktion,

in der Endkontrolle, im Versand, alle

9/2020

sind daran beteiligt, einen ganz besonderen

Raum einzurichten. Ein Raum, in

dem Menschen glücklich werden können.

Oder unglücklich sind. Dann ginge

es nicht mehr allein um diese Schränke,

Geschirrspüler oder Dunstabzugshauben.

Dann geht es darum, für eine

Lebensqualität eines lebendigen Familienlebens

mit verantwortlich zu sein.

In ein solches Szenario hineinzuspüren

kann sehr wertvoll sein. Auch wenn der

Kopf vielleicht gerade abwinkt.

Was identisch für den Handel gilt?

Ja genau. Und wenn wir uns dann vorstellen,

welche Wirkung es hat, wenn

diese neue Haltung des Hersteller-Unternehmens

im Handel weitergeführt

wird. Das ist die hochwertige Qualität

der neuen Zeit. Das ist das, wonach der

Mensch sich in diesen Zeiten sehnt.

In der Küche geht es viel um DIN-Normen

und Passgenauigkeit, um Effizienzwerte

und Dezibel-Angaben. Das

sind durchweg wichtige Dinge. Und

doch sollten wir die Küche nicht zu

technisch betrachten? Eher als Lebensgefühl

und Wohlfühlort?

All das, worüber wir hier reden, gehört

ganz bestimmt in die Rubrik Königsdisziplin.

Die Kür nach der Pflicht. Um all

das umzusetzen, sollte ich wissen, wie

Küche funktioniert. Fachliche Grundlagen

in Möbel und Gerät sollten verinnerlicht

sein, damit ich frei planen

kann. Dies wäre das Pflichtprogramm.

Die Kür ist, den Menschen, der vor mir

steht, wirklich dort abholen zu können,

wo er steht. Ihn etwas „näher“ heran zu

zoomen, damit er sich mit meiner Küche

identifizieren und sich in ihr wiederfinden

kann. Das ist Unvergleichbarkeit,

das ist Nische.

Ich möchte gern noch einen Moment

bei dieser im Markt doch weit verbreiteten

Produkt- und Preisfixierung

bleiben. Und dafür die Perspektive

wechseln: Wie geht es dem Kunden

damit? Er sitzt im Küchenstudio oder

im Möbelkaufhaus und ist unter Umständen

mit einer Fixierung auf Technik,

Produkt und Preis konfrontiert.

Er ist einfach überfordert. Erst kürzlich

habe ich das Abenteuer Küchenkauf

wieder live im weiteren Freundeskreis

miterleben dürfen. Mir wurde in

Der neue Touch von

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einfach zur gewünschten Beheizungsart

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Küchenplanung

einigen Tagen Abstand immer wieder Bericht erstattet

und ich habe gemerkt wie gestresst und vollkommen

überfordert diese Kunden sind. Auch wenn sich

die Menschen heutzutage intensiv online informieren,

suchen sie noch immer den persönlichen Kontakt in

einem Studio oder Wohnkaufhaus. Sie brauchen einen

Spezialisten, der sie berät, weil sie alleine einfach nicht

weiterkommen. Dies sollten wir übrigens als Chance

sehen.

Diese konkreten Kunden waren sich schon zu Anfang

einig, mehr als nur ein Küchenhaus besuchen zu

wollen. Sie erhielten vom ersten Studio ihr Angebot.

Nach dem Besuch des zweiten Hauses waren sie völlig

konsterniert, weil dort die Küche 7000 Euro teurer war,

obwohl sie dort sofort 25 % Sondernachlass auf die Möbel

und 10 % auf die Geräte angeboten bekamen. Dabei

hatten die Kunden einen Rabatt noch nicht mal gefordert.

Diese Kunden haben sich ziemlich veräppelt gefühlt,

um es dezent auszudrücken. Für sie war diese

Situation komplett unverständlich, was man verstehen

kann. Versetzen sie sich mal selbst in so eine Situation.

Wenn Küchenkauf eine Vertrauenssache ist, haben diese

Kunden an dieser Stelle ein echtes Problem.

Ich erklärte ihnen natürlich, dass unterschiedliche

Angebote in der Regel auch unterschiedliche Preise

zur Folge haben. Die zwei Ausführungen waren nicht

100% identisch. Aber wie erklären Sie jemandem einen

Nachlass in dieser Höhe? Geschweige denn zu solch

einem Zeitpunkt?

Hier möchte ich auch einwerfen, dass ich es überhaupt

nicht verstehe, dass sich keiner der Berater

scheinbar die Mühe machte, seinem Kunden die Ausführung

der Küche nahe zu bringen. Wenn ich meinem

Kunden meine Planung erkläre, dann weiß er hinterher

sehr genau, wo welcher Schrank ist und vor allem

warum. Er will in der Regel doch gedanklich schon einräumen.

Hier fängt vertrauenserweckende Beratungsqualität

an.

In der Wahrnehmung des ungeschulten Küchenkunden

handelte es sich also um vergleichbare Angebote

zu völlig unterschiedlichen Preisen. Und die

fehlende Transparenz hat sie irritiert und überfordert.

Dazu beigetragen hatte dann auch noch eine Nachfrage

bei Studio Nr. 2. Auf die Frage, wie ein derart erheblicher

Preisunterschied zustande kommen könne, habe

die Verkäuferin geantwortet: „Da wird es sich wohl um

mindere Qualität handeln.“ Das ist Wahnsinn, finden

sie nicht? Aus Kundensicht: totale Desorientierung und

alleine gelassen auf weiter Küchenflur.

Für mich erklärt sich aus diesem Umgang ein Stück

weit auch die Entwicklung, dass Kunden immer häufiger

per E-Mail an Küchenstudios herantreten mit

der Bitte um ein Angebot. Neben der vermeintlichen

Zeitersparnis scheint die Vergleichbarkeit in der Welt

der Endkunden inzwischen völlig normal zu sein. Sie

scheinen keine nennenswerten Unterschiede zu hören

oder zu sehen. So wird die neue Küche natürlich zu einer

Frage des Preises. Aber ist dafür wirklich der Endkunde

verantwortlich? Auch dies ist ein spannendes

Thema in KÜCHENGESPÜR ® .

Wenn ich Sie richtig verstehe, bemängeln Sie, dass

der Preis zu oft zu schnell thematisiert wird. Und

das ohne Not und meist in Zusammenhang mit Rabatten.

Der Preis und die Gewährung von Rabatten scheinen

tatsächlich total verinnerlicht zu sein. Natürlich geht

es irgendwann in jedem Gespräch um den Preis, aber

in welcher Höhe und in welcher Argumentation ist

doch die Frage. Die Idee, sich als Anbieter unvergleichlich

zu machen, damit der Preis eben nicht schon so

früh dominiert, ist ausbaufähig.

Was wäre eine mögliche Alternative? Gibt es die

überhaupt? Oder ist die Branche kollektiv in einer

Art Preis- und Rabatt-Zwangsjacke gefesselt? Also

in einer Situation, die zwar niemand will, von der

aber auch niemand weiß, wie sie vermieden werden

kann.

Diese Alternative gibt es, unbedingt. Damit wären wir

wieder am Anfang unseres Gesprächs. Als Küchenplaner

muss ich mich entscheiden, was ich will. Ja, es geht

um die eigene Entscheidung, auf welche Art ich Küchen

machen möchte und auf welche nicht. Wenn mein

Geschäft gut läuft und ich trotz Preis- und Rabattpolitik

zufrieden bin, gibt es vielleicht keinen Grund, etwas

daran zu ändern. Sobald es mir gegen den Strich

geht und ich mir vielleicht einfach mehr wert bin, als

dass meine Arbeit ständig nur über Preise und Zahlen

definiert wird, ist eine Erweiterung der Verkaufsqualität

das einzig Sinnvolle.

Und wir wissen ja, dass wir erfolgreich und zufrieden

auf Dauer nur dann sind, wenn wir uns für das,

was wir tun, wirklich begeistern und Freude daran haben.

In diesen Zeiten von „schneller, höher, weiter“ erst

recht.

Dann wollen wir unserem Kunden gerne das Beste

geben. Unsere Kunden merken sehr schnell, wenn wir

es nicht ernst meinen, wenn wir nur mit halbem Herz

bei der Sache sind. Wenn sie als eine Kommission angesehen

werden und nicht als eine Familie, die sich

eine räumliche Mitte in ihrem Alltag wünscht.

KÜCHENGESPÜR ® ist also ein Angebot für alle, die etwas

ändern wollen. In ihrem Selbstverständnis in

der Beziehung zu ihren Kunden und in der Art und

Weise, wie sie ihre Tätigkeit ausüben.

Ja. Es wendet sich an alle, die sich an Inhalt, Haltung

und Qualität orientieren wollen. Und die ein Gefühl für

den Sinn in ihrer Tätigkeit spüren wollen. Das Angebot

richtet sich auch an die Spezialisten, die wie beschrieben

mit ihrer Preispolitik gut zurechtkommen,

aber vielleicht den Eindruck haben, ihren Erfolg dennoch

weiter steigern zu können.

Das Gespräch führte Dirk Biermann

24 KÜCHENPLANER 9/2020


DIE NEUEN FRANKE MYTHOS BECKEN

THE

JOY OF

PRECISION

Filigran und zeitlos elegant dank höchster Präzision

präsentiert sich die jüngste Neuheit von Franke:

Mit ihrem markanten Eckradius, dem nur 6 mm

schmalen Rand und dem bündigen Ablauf fügt

sich die Mythos nahtlos ins Küchenambiente ein.

Jetzt entdecken: franke.de/mythosbecken


Messe

Viele Wege,

ein Ziel

Von Dirk Biermann

Ob virtueller Showroom oder physische Messe-Präsenz:

Produktneuheiten stehen in allen Formaten im Mittelpunkt.

Auch in diesem Messeherbst. Und parallel dazu

die Frage: Wie erreiche ich den Fachhandel angesichts

der Vielzahl an digitalen Angeboten überhaupt? Aber

das war im Grunde schon immer die Gretchenfrage und

erforderte schon vor Corona eine Strategie.

Inhaltlich geht es in diesem Jahr

also um das, worum es immer geht.

Nämlich in einem von Pauken und

Trompeten durchdrungenen Messeherbst

mit seinen Neuheiten, Ideen

und Strategien aufzufallen. Vorrangig

natürlich bei den eigenen Kunden.

Und wenn alles gut läuft darüber

hinaus. Neue Kontakte, aus

denen sich später tragfähige Partnerschaften

entwickeln, war schon

immer Sinn einer Messe. Daran

wird auch Corona nichts ändern.

Mit AHA in die Ausstellung

Auch wenn der Kern von Messe unverändert

bleibt, fühlen sich die Vorbereitungen

in diesem Jahr an wie

auf links gedreht. Schon der äußere

Rahmen verzichtet auf Routine

jeglicher Art. Neu geschrieben wurden

zum Beispiel die Regeln für den

Besuch der Ausstellungen. Wer mit

dem Kürzel AHA noch nichts anzufangen

weiß, wird dies spätestens

im September verinnerlicht haben.

AHA steht für Abstand, Hygiene und

Alltagsmasken. In einer kurzen Umfrage

haben wir uns bei den Ausstellern

der diesjährigen Küchenmeile

erkundigt: Ist eine Voranmeldung

für den Besuch nötig? Falls ja: An

wen ist diese zu richten? Ist ein

spontaner Besuch möglich? Und gibt

es weitere organisatorische Aspekte,

die von den Besuchern zu beachten

sind – über die AHA-Regeln hinaus?

Zudem haben wir in den letzten Wochen

weitere Statements aus der

Branche zum Thema „Herbstmesse

Ja/Nein“ gesammelt, stellen virtuelle

Messeplattformen sowie weitere

digitale Unternehmensaktivitäten

vor – und schauen uns natürlich die

bereits angekündigten Neuheiten

näher an. Diese haben wir in bewährter

KÜCHENPLANER-Manier

gesichtet, sortiert und eingeordnet.

26 KÜCHENPLANER 9/2020


9/2020 KÜCHENPLANER 27

Foto: Biermann


Messe

Grafik: Trendfairs

Offene Messeplattform

Die prägnantesten Neuigkeiten in diesem Küchenherbst

sind natürlich die neuen digitalen Messeplattformen.

Dazu zählt unter anderem das offene Messeportal

der Trendfairs GmbH in München. Nach dem

diesjährigen Aus der physischen area30 am Standort

Löhne hat Initiator Michael Rambach seine area30-

Stammaussteller und etliche Unternehmen mehr digital

um sich versammeln können. „kuechenherbst.online“

geht als eine offene virtuelle Plattform an den

Start, die das Angebot zahlreicher Anbieter neutral

bündeln will. Los geht es am 19. September für die Dauer

der klassischen Küchenmeile-Woche. Ob die Präsentationen

darüber hinaus im Netz verfügbar sein werden,

wird noch diskutiert.

Webspace auf der virtuellen Messeplattform haben

aus dem Kreis der area30-Aussteller Unternehmen wie

diese gebucht: AMK, Amica, A.S.K., AKP, Allmilmö,

ASWO, Avitana, B. Ketterer, Bax, Beckermann, Berbel,

Berghoff, Bora, Candy, Clage, Compusoft, Cuciniale,

Decker, Dinger Stone, Diwa-Klima, Dunavox, Elica, eOpus,

Faber, Falmec, Glas Neumann, Gutmann, Gräbert,

Grohe, Haier, Hansgrohe, Küche & Co., Kitchen Advisor,

KMG Zumbrock, Küchen Atlas, KüchenTreff, Küppersbusch,

Lechner, Mayer Sitz möbel, Naber, Oranier,

Ozonos, Pino, Pyramis, Quooker, Refsta, Rehau, Robovox,

Sagemüller+Rohrer, Samsung, Schock, Sedia, SHD,

Silverline, Softronik, Spartherm, Strasser, Systemceram,

Tebü, Teka, Villeroy & Boch und Vogt. Ergänzt

wird die Liste durch die neu hinzugekommenen Unternehmen

Garant, Hailo, Pelipal, Templer, Neolith, ewe

und DER KREIS.

Ebenfalls dabei sind Neue Alno und Walden

(cube30), Schüller, next125, Gaggenau, Neff und Franke

( house4ktichen), V-ZUG, LEICHT und Liebherr (Architekturwerkstatt),

AEG, Zanussi, Impuls Küchen

und Sachsenküchen (Kitchen Center Löhne), Agrilution

und Bauknecht sowie drei weitere namentlich nicht

genannte Unternehmen (Gut Böckel) sowie Bauformat/

Burger, Häcker Küchen, Nobilia, Ballerina-Küchen,

Pronorm und rational aus dem Kreis der Küchenmöbelhersteller,

die ab dem 19. September 2020 an ihren

Standorten auch zur physischen Messe einladen.

Virtuell angesteuert werden können die Aussteller

auf kuechenherbst.online auf mehreren Wegen: über

eine „ostwestfälische Küchen-Landkarte“ oder über

die Suche per Name, Produktgruppe bzw. Messezentrum.

Eine alphabetische Liste gibt es auch. Die Besucher

der Messeplattform erwartet nach der Registrierung

zahlreiche Informationen in Text, Bild und Video.

Live-Streams und Chats wird es ebenso geben wie geführte

Touren. (Stand aller Angaben: 25. August 2020)

www.kuechenherbst.online

Häcker organisiert die Voranmeldung über eine eigens

erstellte Online-Anmeldeplattform. Jeder Kunde hat

einen Anmeldelink mit individuellen Anmeldedaten

erhalten. Bei der Umsetzung des Hygienekonzepts

tauscht sich das Unternehmen fortlaufend und eng mit

den Behörden im Kreis Herford aus. „Diese Zusammenarbeit

funktioniert super“, teilt Häcker mit. Kern

des Konzepts ist wie bei allen Ausstellungen die lückenlose

Dokumentation und Lenkung der Gäste. Für

die online angemeldeten Gäste gibt es zwei feste Besuchszeiträume:

von 9 bis 14 Uhr und 14.30 bis 19.30

Uhr. Dann können sich jeweils maximal 300 Personen

in der Ausstellung aufhalten. In den Räumen besteht

durchgehend Maskenpflicht (Häcker hält welche vorrätig)

und die üblichen Abstandsregeln. Damit diese reibungslos

eingehalten werden, hat das Unternehmen

einen „Einbahn-Rundkurs“ kreiert. Gesäumt ist dieser

von diversen Desinfektionsspendern. Jeder Kunde

wird persönlich durch die Ausstellung geführt. Zwischen

den „Time-Slots“ am Vormittag und Nachmittag

sowie danach und davor werden die Küchen professionell

gereinigt. Ein Catering findet statt, es gibt

aber keine Selbstbedienung. Die Essensausgabe in

der Häcker Lounge erfolgt ebenfalls mittels Abstandmarkierungen

und Rundkurs (Eingang/Ausgang). Auf

Events wie Showkochen, Zauberer, Cocktailbar etc.

wird in diesem Jahr verzichtet. Ebenso gibt es in diesem

Jahr keinen Shuttleservice zum Parkplatz am Stadion.

Geöffnet ist die Ausstellung vom 19. bis 25. September

2020. www.haecker-kuechen.de

Vom 19. bis 24. September 2020 öffnet LEICHT Küchen

gemeinsam mit Liebherr, V-ZUG, Inalco, Gessi und

Bora das Ausstellungszentrum Architekturwerkstatt

in Löhne. Eine Vorab-Registrierung ist erforderlich.

Das Eingangsticket kann digital auf architekturwerkstatt.com/ticket

gelöst werden. Das ausgedruckte oder

digitale Ticket wird beim Eintreten sowie beim Verlassen

des Ausstellungszentrums erfasst. Jeder Gast wird

darum gebeten, während des Aufenthalts einen Mund-

Nasen-Schutz zu tragen. Zudem heißt es: „Im Sinne des

Gemeinwohls halten Sie bitte den Mindestabstand von

1,5 m zueinander ein und nutzen Sie regelmäßig die

aufgestellten Desinfektionsspender.“ Alle weiteren Hygiene-

und Verhaltensregeln werden vor Ort kommuniziert.

Geöffnet ist die Ausstellung an den genannten

Tagen täglich von 9 bis 19 Uhr. www.architekturwerkstatt.com

Bei nobilia ist die Lage klar: Eine Voranmeldung ist für

den Hausmessebesuch Bedingung. Die Zugangsdaten

für die onlinegestützte Anmeldung sind Kunden und

Interessenten bereits zugegangen. Auf der digitalen

Plattform konnten feste Terminvereinbarungen mit

dem jeweils zuständigen Ansprechpartner getroffen

werden. Die Besuchergruppen werden nur zu den vereinbarten

Terminen und nur in kleiner Gruppenstärke

durch die Messe begleitet. Während des Rundgangs

besteht die Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen

– die Masken werden von nobilia gestellt. Geöffnet

ist die Ausstellung in Verl-Sürenheide vom 19. bis einschließlich

27. September 2020. Besuchergruppen können

ihren Rundgang ab 9 Uhr planen. www.nobilia.de

28 KÜCHENPLANER 9/2020


„Feel it, the rational moment.“ So lautet in diesem Jahr

das Messe-Motto in Melle-Riemsloh bei rational. Der

Küchenmöbelhersteller setzt zur Küchenmeile A30 auf

das traditionelle Messeerlebnis, plant aber auch eine

digitale Hausmesse und ist auf zwei weiteren Portalen

präsent. Geöffnet ist die Ausstellung vom 19. bis 24.

September 2020, täglich von 9 bis 18 Uhr. „Zum Schutz

unserer Gäste und unserer Mitarbeiter steht den Besuchern

eine Online-Registrierung mit Time-Slots zur

Verfügung“, erläutert Marketingleiterin Elke Pfeiffer.

Gezeigt werden Neuheiten, die das rational-Programm

abrunden. Parallel wird erstmals eine digitale Hausmesse

angeboten. Diese beinhaltet, neben einem virtuellen

360° Ausstellungsrundgang, Videos und auch virtuelle

Live-Präsentationen. Zusätzlich wird rational an

dem Web-Portal „küchenherbst.online“ sowie der virtuellen

Messe „home ofl iving.com“ teilnehmen. Ansprechpartnerin

für die Anmeldung ist Verena Lindemann,

vlindemann@rational.de. www.rational.de

anmeldung@kuhlmannkueche.de. Das ist die E-Mail-

Adresse für die notwendige Voranmeldung für den Besuch

bei kuhlmann Küchen in Löhne. In den Räumen

gelten für die Besucher die AHA-Regeln. Zusätzlich

empfiehlt das Unternehmen die Verwendung von Einmal-Handschuhen.

Diese werden bereitgestellt. Vor Betreten

der Ausstellung durchläuft jeder Gast ein Eingangsscreening

auf Erkältungssymptome und Fieber.

Besucht werden kann die Ausstellung vom 19. bis 25.

September von 9 bis 18 Uhr. www.kuhlmannkueche.de

Die Voranmeldung organisiert Schröder Küchen über

ein spezielles Formular. Zu senden (und zu bekommen)

ist dies an h.steffen@schroeder-kuechen.de. Im Kern

des vom Gesundheitsamt bestätigten Hygienekonzepts

stehen natürlich die relevanten Aspekte der AHA-Regeln,

die von den Gästen einzuhalten sind. Das Unternehmen

kümmert sich um alles andere. Besucht werden

kann die Ausstellung täglich von 9 bis 18 Uhr vom

19. bis 25. September. www.schroeder-kuechen.de

Für Küchenmöbelhersteller Ballerina ist in diesem Jahr

im Grunde vieles wie gewohnt. Denn 95 % der Besucher

nutzten laut Unternehmen schon in den Vorjahren das

Angebot, den Besuch der Hausausstellung mit Tag und

Uhrzeit exakt zu planen. Dies ermögliche eine gute persönliche

Betreuung. Diese Anmeldeformulare wurden

auch in diesem Jahr versendet. Darüber hinaus freue

sich Ballerina über Besuche von Händlern, die nicht

angemeldet sind. Vor Ort gilt für alle die Einhaltung

der inzwischen bekannten AHA-Regeln. Alle Besucher

werden registriert. Zudem gibt es eine klar definierte

Wegführung in der Ausstellung, und die ausgestellten

Küchen sowie der Cateringbereich werden regelmäßig

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Ein Ausstellungszentrum, das die stilistische und architektonische

Qualität im Premium-Küchenmarkt sichtbar macht.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Öffnungszeiten

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Sa. 19.09. bis Mi. 23.09. Weidengrund 10

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Do. 24.09. von 09:00 - 18:00 Uhr www.architekturwerkstatt.com

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9/2020 KÜCHENPLANER 29


Messe

desinfiziert. Die Öffnungszeiten lauten: 19. bis 25. September

von 9 bis 19 Uhr. Für später am Tag anreisende

Händler besteht zudem die Möglichkeit der Abendmesse.

„Wir haben dann solange geöffnet wie unsere Partner

da sind“, sagt Heidrun Brinkmeyer, Geschäftsführung

Marketing/Vertrieb. www.ballerina.de

Stand Mitte August wird KH System-Möbel auf die

Teilnahme an der Küchenmeile A30 und eine reguläre

Hausmesse in diesem Jahr verzichten. Wegen der aktuellen

Situation rund um Covid 19 könne insbesondere

der wichtige persönliche Austausch nicht im gewohnten

Rahmen stattfinden. „Wir planen derzeit, unsere Handelspartner

verstärkt über digitale Wege und/oder individuelle

persönliche Termine im Nachgang über unsere

Neuheiten zu informieren“, teilt Marketingleiter

Sebastian Flint mit. www.kh-system-moebel.de

Der Besuch im pronorm-Ausstellungszentrum in

Vlotho ist nach Voranmeldung und Terminabstimmung

möglich. Die E-Mail-Adresse lautet dafür info@pronorm.de.

Laut Unternehmen liegt ein genehmigtes Hygienekonzept

vor. Dieses beruht im Wesentlichen auf

den AHA-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmasken).

Besucher werden dabei über eine App kontaktlos erfasst.

Deshalb bittet das Unternehmen darum, ein QR-

Code-fähiges Mobil-Telefon mitzuführen. Vom 19. bis

24. September 2020 begrüßt pronorm seine Gäste von

9 bis 20 Uhr, am 25. September 2020 von 9 bis 17 Uhr.

www.pronorm.de

Im Rahmen des Hygienekonzepts zum Schutz vor Infektionen

mit dem Coronavirus ist ein Besuch des Informationszentrums

von Nolte Küchen in Löhne in diesem

Jahr nur mit Voranmeldung möglich. Organisiert

wird diese digital auf der Internetseite hausmesse.nolte-kuechen.de.

Dafür ist ein Einladungscode nötig. Neben

den allgemein gültigen Hygiene- und Abstandsregeln

erhalten die Besucher nach der Anmeldung eine

detaillierte Information über weitere Hygienemaßnahmen.

Nolte Küchen öffnet die Ausstellung täglich vom

19. bis 25. September 2020 ab 9 Uhr. Letzter Einlass ist

um 20 Uhr. www.nolte-kuechen.de

eggersmann favorisiert schon seit mehreren Jahren einen

zweijährigen Messe-Rhythmus und hat den Produktentwicklungszyklus

daran ausgerichtet. 2020 ist

kein Messejahr für das Unternehmen. Standen in den

vergangenen Zwischenjahren die Türen der Ausstellung

während der Küchenmeile dennoch für jeden Besucher

und Interessenten offen, wird in diesem September

„aufgrund der Pandemie-Situation und nicht

zuletzt auch aufgrund der neuerlich wieder steigenden

Infektionszahlen“ keine offizielle Veranstaltung durchgeführt.

Konkret bedeutet das: Die Ausstellung ist

ausschließlich für angemeldete Besucher vom 19. bis

24. September 2020 täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

Eine Anmeldung per E-Mail mit Datum, Uhrzeit und

Personenzahl ist zwingend notwendig. Und das spätestens

bis zum 15. September 2020. Die Adresse lautet:

messe2020@eggersmann.com. Beim Besuch vor Ort

ist dann ein Meldeformular auszufüllen. Das Unternehmen

betont ausdrücklich, dass in diesem Jahr keine

Produktneuheiten vorgestellt werden und kein

Rahmenprogramm wie Catering etc. stattfindet. Der

Außendienst wird nur nach vorheriger Absprache vor

Ort sein. www.eggersmann.com

Stand Mitte August gibt es noch keine Anmeldepflicht für

das Forum 26 / Störmer Küchen. Eine vorherige Anmeldung

oder Terminvereinbarung sei laut Unternehmen jedoch

wünschenswert. Erfolgen sollte die Anmeldung direkt

über die Ansprechpartner bei den Ausstellern (was

dann zentral abgeglichen wird) oder über das Forum26

direkt an m.otto@forum26-designwerkstatt.com. Geöffnet

ist die Ausstellung vom 19. bis 25. September 2020

von 9 bis 18 Uhr. www.forum26-designwerkstatt.de

Wer Artego Küchen im September besuchen will,

kann sich auf zwei Wegen anmelden: über den jeweils

zuständigen Außendienst oder per E-Mail an

info@artego-kuechen.de. Notwendig ist die Anmeldung

auf jeden Fall. Über die üblichen AHA-Regeln

hat das Unternehmen keine Besonderheiten definiert.

www.artego-kuechen.de

Eine Voranmeldung für den Messebesuch bei Smeg auf

Gut Böckel ist nicht nötig, eine Terminvereinbarung

mit dem zuständigen Ansprechpartner im Vertrieb sei

jedoch sinnvoll und von Vorteil. Auf unsere Anfrage

teilt der italienische Hausgerätehersteller mit: „Wir koordinieren

die Besucher vor Ort und lenken den Rundgang

so, dass keine Gruppen gebildet werden und die

Gäste genügend Raum haben. Die Ausstellungsräume

sind großzügig, wir sorgen für Luftaustausch und haben

mit einer Einbahn-Regelung dafür gesorgt, dass

man sich an Engstellen nicht begegnen muss. Alle

Oberflächen, Berührungs- und Griffflächen werden regelmäßig

gereinigt. Wir bitten alle Gäste ihre Kontaktdaten

am Empfang zu hinterlegen, sodass evtl. Infektionsketten

nachvollzogen werden können.“ Zudem plant

das Unternehmen Video-Clips von den Neuheiten, die

per Newsletter transportiert werden. Anmeldung dafür

unter newsletter@smeg.de. Geöffnet ist die Smeg-Ausstellung

vom 19. bis 24. September von 10 bis 18 Uhr.

Integriert sind auch wieder die Möbel von Noodles,

Noodles & Noodles Corp. www.smeg.de

Statt auf Gut Böckel veranstaltet Küchenmöbelhersteller

Warendorf die Hausmesse in diesem Jahr im heimischen

Forum in Warendorf. Besucher sollten sich per

E-Mail anmelden unter kuechenmeile2020@warendorf.

com. Ansprechpartner ist grundsätzlich der bekannte

Außendienstmitarbeiter. Die Wegführung innerhalb

der Ausstellung ist markiert, sodass Mindestabstände

koordiniert und eingehalten werden können.

Masken und Desinfektionsmittel stehen bereit. Ein

Catering findet statt. Warendorf öffnet die Ausstellung

vom 19. bis 27. September 2020, täglich von 9 bis 18 Uhr.

www.warendorf.com

Auch Rotpunkt Küchen bittet um eine Anmeldung. Dafür

wurde die Seite www.kitchenevent.online eingerichtet.

Eine Nachricht an Tanja Lindemann unter tlindemann@rotpunktkuechen.de

ist auch möglich. Wer

den Küchenmöbelhersteller in Bünde spontan besu-

30 KÜCHENPLANER 9/2020


chen will, wird dennoch willkommen geheißen. „Abhängig

von der Besuchsfrequenz kann es ohne Anmeldung

jedoch zu kurzen Wartezeiten kommen, da

wir sicherstellen müssen, dass die gesamtzulässige

Besucherzahl nicht überschritten wird“, teilt das Unternehmen

mit. Die Anmeldung für alle Besucher findet

in einem Zelt vor dem Ausstellungsgebäude statt.

Hier ist auch in einem separaten Teil das Catering untergebracht.

Beim Eintritt in das Gebäude erfolgt automatisch

ein Scan der Körpertemperatur. Falls jemand

ohne Mund-Nasenbedeckung unterwegs sein sollte,

hilft Rotpunkt damit aus. „Alles wird in diesem Jahr

sicherlich stärker ‚getaktet‘ sein, um einen reibungslosen

Ablauf insbesondere an den ersten Messetagen

sicherzustellen“, teilt Vertriebs- und Marketinggeschäftsführer

Sven Herden mit. Geöffnet ist die Ausstellung

vom 19. bis 25. September, täglich von 8 bis

19 Uhr. www.rotpunktkuechen.de

Über definierte Time-Slots organisiert und lenkt die

Neue Alno das Besucheraufkommen zur Hausmesse

im cube30 (Löhne). Spontane Einzelbesuche sind

aber möglich, „sofern es sich nicht gerade um Gruppen

handelt“. Die obligatorische Voranmeldung kann an

Neue-ALNO-GmbH@alno.de gesendet werden. In den

Räumen des cube30 gilt ein Hygienekonzept, das die

bekannten Bausteine von Maskenpflicht bis Abstandsregeln

umfasst. Desinfektionsmittel stehen ausreichend

zur Verfügung, eine Wegführung und ein Raumlüftungskonzept

gibt es ebenfalls. Bei der Anmeldung

sind die persönlichen Daten mitzuteilen. Öffnungszeitraum:

19. bis 25. September 2020. www.alno.de

Täglich von 9 bis 18 Uhr und bei Bedarf auch länger

hat das Infocenter von Brigitte Küchen zur Küchenmeile

geöffnet. Und das vom 19. bis 25. September 2020.

Terminwünsche sind an den zuständigen Ansprechpartner

im Außendienst zu richten. Oder an Myrjam

Kemner per E-Mail: m.kemner@brigitte-kuechen.de.

Grundsätzlich bittet das Unternehmen um die Voranmeldung.

Der Rundgang durch die Ausstellung soll

möglichst in Ruhe aber ohne Wartezeit stattfinden können.

Das Messemotto lautet in diesem Jahr „Einfach.

Besser. Leben.“ www.brigitte-kuechen.de

Eine Outdoormesse mit weiteren Partnern veranstaltet

Burnout Kitchen am neuen Fertigungsstandort in

Bissendorf (direkt an der A30). Die nötige Anmeldung

ist an meat@burnout.kitchen zu senden. Ansprechpartner

ist Daniel Joachimmeyer. Gegrillt wird täglich

vom 19. Bis zum 24. September von 10 bis 18 Uhr.

www.burnout.kitchen

Stand aller Angaben: 25. August 2020. Mögliche Änderungen

veröffentlichen wir tagesaktuell im Netz auf

www.kuechenplaner-magazin.de.

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Messe

Einen Umgang

mit dem Virus finden

Die Architekturwerkstatt wird im September zur Küchenmeile für Gäste aus dem

Fachhandel öffnen. Das ist in Zeiten der Corona-Pandemie nicht selbstverständlich.

Andere Ausstellungszentren haben sich gegenteilig entschieden. Im Gespräch

erläutert LEICHT-Vorstand Stefan Waldenmaier die Hintergründe. Und er schildert,

welche Neuheiten die Kollektion bereithalten wird und was der Neubau der

Produktion in Gügling macht.

KÜCHENPLANER: Heute* in rund sechs Wochen beginnt

die Küchenmeile 2020. Dann öffnet auch die

Architektur werkstatt, in der LEICHT zusammen mit

weiteren Ausstellern Neuheiten präsentiert. Wie ist

Ihre Stimmungslage aktuell? Überwiegt freudige Erwartung,

oder eher ein banges Blicken, was alles

noch geschehen könnte bis dahin?

Stefan Waldenmaier: Der Blick nach Löhne zur Architekturwerkstatt

ist generell voller Vorfreude. Wir freuen

uns auf die Möglichkeit, unsere Handelspartner

dort zu treffen. Das gilt auch für die Mitaussteller. Wir

sind aber auch mental darauf vorbereitet, dass die Zahl

der Besucher geringer ausfallen wird im Vergleich zum

Vorjahr. 2019 waren wir zur Premiere sehr glücklich

mit den Besucherzahlen. Wir gehen davon aus, dass es

in diesem Jahr etwa die Hälfte weniger sein könnte.

Wie viele Besucher waren es im letzten Jahr?

Fast 3500 gezählte Besucher im System. In diesem

Jahr gehen wir davon aus, dass 1600 bis 1800 Besucher

kommen werden. Das ist natürlich deutlich weniger

im Vergleich, aber immer noch eine Zahl von hoher

Bedeutung.

* Das Gespräch fand am 5. August 2020 statt.

Die Frage „Physische Messe, ja oder nein?“ ist in

diesen Tagen ein Dauerthema. Natürlich wegen

Corona. Welche Gründe haben Sie bewogen, die

Architektur werkstatt im September zu öffnen?

Ich spreche jetzt explizit für LEICHT, auch wenn ich

annehme, dass die Mitaussteller der Architekturwerkstatt

eine ähnliche Grundhaltung haben. Um diese

Grundhaltung geht es. Ja, wir sehen natürlich auch,

dass es einen Virus in der Welt gibt, der eine Gefahr mit

sich trägt. Wir sagen aber auch, dass das Geschäft weitergehen

muss. Trotz aller Gefahren und im Bewusstsein

der Notwendigkeit, sauber und genau mit der Situation

umzugehen. Und das findet ja auch statt. Der

Vertrieb ist bei allen Unternehmen der Branche weiter

unterwegs und besucht die Handelspartner. Endkunden

gehen glücklicherweise verstärkt in die Geschäfte

und kaufen sich Möbel und vor allem Küchen. Es läuft

also weiter. Insofern wollen wir mit der Präsenz in

Löhne ein Zeichen setzen.

Das da lautet?

Unsere Haltung ist die: Wir müssen und wir wollen

einen Weg finden, um uns mit dem Corona­Virus zu

arrangieren. In den nächsten Monaten oder vielleicht

sogar Jahren. Solange, bis es einen Impfstoff gibt.

Wenn wir jetzt sagen, wir machen keine Messe, dann

müssten wir das auch sagen, wenn der Status quo unverändert

bleibt. Also solange es keinen Impfstoff gibt.

Dann müssten wir auch sagen, dass es keine Messe

in einer anderen großen Stadt in Deutschland oder im

Ausland geben kann. Denn solange gelten ja die gleichen

Voraussetzungen.

Meine persönliche Ansicht lautet: Vorsicht, Rücksicht,

die Hygieneregeln maximal beachten – und dann

schauen, dass man den Umgang mit dem Virus geregelt

bekommt. Deshalb stellen wir jetzt im September

aus. Weil wir das Geschäft weiterhin betreiben wollen

und weil wir die Händler mit unseren Produkten begeistern

wollen.

Was müssen Händler beachten, wenn sie die

Architektur werkstatt zur Küchenmeile besuchen

wollen? Müssen sie sich vorher anmelden?

Ja, richtig. Vom Hygienekonzept sind wir gefordert, genau

zu wissen, wie viele Personen sich im Gebäude zu

einem bestimmten Zeitpunkt aufhalten. Deshalb haben

wir eine verbindliche Online­Anmeldung im Vorfeld

installiert. Diese wird ab 10. August und dann in

den nächsten Wochen mehrmals von allen Ausstellern

an ihre Kunden versendet. Jeder, der kommen will,

kann und muss sich mit seinen Daten online anmelden.

Damit wir schon im Vorfeld wissen, wie stark ein

Besuchertag eventuell werden wird. Unangemeldete

Besucher können die Ausstellung natürlich auch besuchen,

sie müssen sich dann vor Ort anmelden und

werden ins System aufgenommen. Im Gebäude selbst

besteht die Pflicht, einen Mund­Nasen­Schutz zu tra­

32 KÜCHENPLANER 9/2020


LEICHT-Vorstand Stefan Waldenmaier

ist bei allem gebotenen Respekt

zuversichtlich für den Messeherbst

2020 in der Architekturwerkstatt.

Foto: Biermann

gen. Zudem werden ausreichend Desinfektionsspender

zur Verfügung stehen. Und es muss auf Abstand geachtet

werden.

Grundsätzlich sind wir mit der Architektur des Ausstellungsgebäudes

in einer glücklichen Situation. Wir

haben zwei große Außenbereiche, einen sehr breiten

Hallengang und separate Ausstellungsflächen. Ist eine

Ausstellungsfläche mit einer bestimmten Personenzahl

gefüllt, würde diese Fläche erstmal für weitere Besucher

gesperrt. Aber die Gäste könnten im Gebäude

bleiben oder gegebenenfalls im Außenbereich verweilen.

Ein weiterer Pluspunkt ist die extrem hohe Hallenhöhe.

Der Luftaustausch und die Zufuhr frischer Luft

findet über die Türen statt. Die Raumluft wird über

Ventilatoren unter der Decke abgeführt. Wir haben in

der Architekturwerkstatt also keine Situation mit niedrigen

Hallenhöhen und stickiger Luft. Es ist vom Volumen

viel Luft für den Austausch vorhanden. Das wurde

auch bei der Begehung mit den Fachleuten vom Gesundheitsamt

positiv wahrgenommen.

Zum Inhalt der Messe: Was erwartet die Besucher in

der LEICHT-Ausstellung in diesem Jahr?

Wir haben mit Carbongrau eine weitere, sehr elegante

Korpusfarbe aufgenommen. Ergänzend zu unserem

Platingrau. Außerdem verfügen wir nun über eine dritte

Korpushöhe. 86 cm zusätzlich zu den schon verfügbaren

Planungshöhen 80 cm und 73 cm. Das sind zwei

wesentliche Neuheiten.

9/2020 KÜCHENPLANER 33


Messe

Ist die Korpusfarbe Carbongrau

in allen Programmen verfügbar?

Ja, über alle Programme und Gestaltungslinien hinweg.

Und sie ist flexibel einsetzbar. Der Planer kann

zum Bespiel in der Zeile mit Platingrau beginnen und

bei der Insel komplett zu Carbongrau wechseln. Im

Schrank ist dann alles einheitlich: Schubkasteneinsätze,

Abfallbehälter – alles ist in Carbongrau.

Ein Schrank kann komplett in einer eigenständigen

Farbe geplant werden. Dafür stehen Platingrau als eher

sachliche Farbe zur Verfügung und Carbongrau als

eher emotionalere Farbe. Und das preisgleich.

Neuigkeiten gibt es auch im Fronten-Programm.

So wurde bereits die linierte Echtholz-Front „Bossa“

angekündigt.

Das ist unsere dritte wesentliche Neuheit der Kollektion.

Wir haben lange nach einer Oberfläche geschaut,

Mit dem neuen Programm „Bossa“

hat die Architekturmarke LEICHT eine vertikal

linierte Echtholz-Oberfläche aufgenommen.

Neu ist auch die Korpusfarbe Carbongrau

sowie die Planungshöhe 86 cm.

die einerseits eigenständig ist, die aber auch den angrenzenden

Raum sowie Wandflächen noch mehr in

die Planung einbezieht. Mit diesem radikal linierten

Holzprogramm lassen sich optisch attraktive Küchen

gestalten, aber auch schöne Wohnmöbel kreieren oder

ganze Wände verkleiden. Das könnte man natürlich

auch mit dem Holz, dass wir heute schon im Programm

haben, aber die vertikale Linierung von „ Bossa“ hat einen

ganz eigenen Charakter und eine ganz spezielle

Ausstrahlung. Deshalb haben wir uns entschieden, diese

besondere Front in die Kollektion aufzunehmen.

In einer Vorankündigung heißt es: LEICHT betritt

Neuland mit dieser Front. Wie ist das zu verstehen?

Das bezieht sich auf die Oberflächengestaltung. Es

ist keine glatte Front, wie in der Küche meist üblich.

„ Bossa“ verfügt über vertikal verlaufende Vertiefungen

im Abstand von 0,5 mm. Da fragt man sich auf den ersten

Blick durchaus: Wie reinige ich das denn? Andererseits

hat diese Oberfläche einfach eine wunderschöne

Ausstrahlung. „Bossa“ ist kein Produkt für jeden Tag

und kein Produkt für jedermann. Diese Front wird polarisieren,

aber es wird einen Markt dafür geben. Erste

Kundenreaktionen machen uns da sehr zuversichtlich.

Und es ist ein Produkt, das man von LEICHT auch erwarten

darf.

Im Juni kündigten Sie an, die Ausstellung im

September über digitale Werkzeuge zu begleiten.

Was planen Sie dazu?

In erster Linie produzieren wir derzeit zahlreiche Videos

für unsere Website und für Social Media. Ergänzend

zum Bild. Damit wollen wir unsere Produkte noch

emotionaler darstellen und erklären.

Foto: LEICHT / P. Schumacher

Ein ganz anderes Thema: Wie läuft es mit dem Neubau

der Produktion? Die ursprünglichen Pläne sahen

die schrittweise Verlagerung von Waldstetten nach

Gügling ab Dezember 2019 vor, den Start der Produktion

im September 2020 und den komplett vollzogenen

Umzug im Januar 2021. Läuft’s?

Wir liegen voll im Plan. In der Woche 36, also Ende

August, beginnen wir mit einer datentechnischen Vorproduktion.

Dabei lassen wir kleinere Aufträge komplett

durch das System laufen und prüfen, ob die einzelnen

Schritte reibungslos ineinandergreifen und ob

alles funktioniert. Dass beispielsweise die passenden

Waren aus dem Hochregallager geholt werden, die Roboter

korrekt greifen und die Bauteile an die richtigen

Stellen legen, ob die Bohrungen und Fräsungen exakt

gesetzt werden. Diese und zahlreiche weitere Schritte

testen wir mehrfach in allen Details. Anschließend

folgt in der ersten Septemberwoche eine 0­Serien­Produktion.

Dafür haben wir fünf Grundrisse konzipiert,

die wir mehrmals produzieren, um auch darüber zu

prüfen, ob alles funktioniert. Die erste Produktion einer

bestellten Küche ist dann für Ende September geplant,

in den Kalenderwochen 39/40. Zwei Jahre nach

Spatenstich produzieren wir in Gügling dann die erste

Küche auf Kundenbestellung.

34 KÜCHENPLANER 9/2020


Woran wird ein Handelskunde im Frühjahr 2011

merken, dass bei LEICHT eine komplett neue

Produktion ans Netz gegangen ist?

Er sollte eigentlich nichts merken. Außer, dass es gut

läuft. Was er aber in der Folgezeit merken könnte, ist,

dass es keine Engpässe mehr gibt. Wir haben die letzten

zwei Jahre eng an unseren Kapazitätsgrenzen gearbeitet

und das hat in manchen Phasen die Lieferzeiten

deutlich verlängert. Unsere Kunden werden also merken,

dass wir auf ein Normalmaß zurückkehren. So,

wie es vor zwei Jahren üblich war.

Wie sind ihre üblichen Lieferzeiten?

Drei bis vier Wochen für Oberflächen in Melamin und

Schichtstoff. Das ist für unser Marktsegment absolut

adäquat.

Und noch ein letztes Thema: Wie ist das Unternehmen

LEICHT durch die ersten Corona-Monate gekommen?

In der ersten Zeit ging es erstmal darum, der nachvollziehbaren

Unruhe unter den Mitarbeitern zu begegnen

und die Situation stabil zu halten. Es wusste ja niemand,

wie es weitergehen wird. Wir konnten aber die

ganze Zeit durchproduzieren. Eine unserer Herausforderungen

war die Auslieferung fertiger Ware in Länder

mit einem massiven Lockdown. In Länder wie Frankreich,

Italien oder Spanien. Mit örtlichen Handelspartnern,

die ihre Läger noch selber betreiben, konnten wir

in vielen Fällen gute Lösungen finden.

Und die Warenverfügbarkeit?

Die konnten wir eigentlich auch ganz gut meistern. Wir

hatten viel Material und Zulieferteile auf Lager, und

durch unsere hohe Fertigungstiefe produzieren wir

ohne hin viel selbst.

In der Gesamtbetrachtung sind wir mehr oder weniger

ganz gut durch diese erste Phase der Krise durchgekommen.

In wichtigen Exportmärkten haben wir

den Lockdown im Mai zwar sehr gespürt, auch mit Minuszahlen

in diesen Märkten, im Ganzen haben wir

aktuell aber eine stabile Situation. Deutschland läuft

sehr gut, auch wichtige Exportmärkte fassen wieder

Fuß und melden Frequenz in den Geschäften. Nun hoffen

wir, dass sich dies fortsetzt. Die Auslastung ist aktuell

gut, die Aufträge kommen, die Moral der Mitarbeiter

ist auch gut. Und nun freuen wir uns auf die

Architekturwerkstatt im September.

Das Gespräch führte Dirk Biermann

#

anders ist besser...

Wir können den Schrank nicht neu erfinden, aber wir

können ihn optimieren, indem wir neue Ideen zuzulassen

und alle Planungsoptionen ausloten. Unser Fokus liegt auf

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Messe/Produktneuheiten

Foto: Nolte Küchen

Bewährtes neu aufgelegt: Hier im wohnlichen Manhattan-Dekor der Vulkaneiche

kombiniert mit Oberflächen in Weiß softmatt.

Bewährtes weiter verbessert

Nolte Küchen setzt in diesem Herbst

auf Kontinuität und setzt trotzdem

frische Impulse. Denn der Hersteller

widmet sich bewusst den bereits erfolgreichen

Produkten. Bewährtes

wird aktualisiert und in zeitgemäßer

Form neu aufgelegt. Ziel sei

es, dem Handel für 2021 eine aktuelle

und gut verkäufliche Kollektion

anzubieten. Dazu Eckhard Wefing:

„Nolte Küchen ist ein starker Partner

– auch in schwierigen Zeiten.

Im September möchten wir beweisen,

dass man sich auf uns verlassen

kann. Wir hören zu und reagieren

schnell und gezielt auf die

Bedürfnisse unserer Kunden.“

Ein solches Bedürfnis gab auch

den Impuls zur Entwicklung der

Badezimmermöbel von Nolte SPA.

Projektkunden hatten den Wunsch

geäußert, Küchen und Bäder aufeinander

abzustimmen und aus einer

Hand einzurichten. Mittlerweile

ist die Bäderkollektion gestartet.

Nolte präsentiert sie im Herbst Seite

an Seite mit den Küchen und bietet

Händlern durch die Option, sich

breiter aufzustellen, noch mehr

Möglichkeiten für den Verkauf.

36 KÜCHENPLANER 9/2020


WELTPREMIERE.

Live-Event

28.09.2020

Live-Event bei BLANCO.

Jetzt Termin vormerken. 28. September 2020, 15:00 Uhr

Mehr Informationen gibt’s bei Ihrem BLANCO-Team.


Messe/Produktneuheiten

Neue Zutaten für die

„authentic kitchen“

Die Schüller-Premiummarke next125 folgt mit der neuen Collection den selbstformulierten

Ansprüchen der wertigen „authentic kitchen“. So lautet auch der

Markenslogan. Dabei verbinden sich Funktionalität, zeitloses Design und edle

Materialien zu ganzheitlichen Küchen- und Wohnraumkonzepten.

Fotos: next125

„Mit den next125 Neuheiten unterstreichen wir, dass

wir Innovation und charakteristisches Design in modernster

industrieller Fertigung anbieten können. Und

das in Premium-Qualität mit viel Liebe zum Detail“, so

Markus Schüller, Geschäftsführer von next125. „Nicht

zuletzt in der aktuellen Situation kommt dem Zuhause

eine besondere Bedeutung zu. Wir geben unseren Handelspartnern

Tools an die Hand, die Lust machen, die

Küche als Mittelpunkt des Lebens kreativ zu gestalten.“

Die Neuheiten im Überblick:

Schnell da, schnell weg: Wie sich in der Küche ein

Maximum an Stauraum mit einer wohnlich-aufgeräumten

Wirkung verbinden lässt, beantwortet der

doppelte Einschubtürenschrank. Damit lassen sich alle

Funktionen wie Geräte oder der Wasserplatz unsichtbar

integrieren. Wenn diese Funktionen benötigt werden,

die Türen aber nicht, verschwinden diese platzsparend

seitlich im Korpus.

Schwebende Kücheninsel: Die Insel auf Füßen verbindet

optische Leichtigkeit mit sämtlichen Funktionen

von Zubereiten über Kochen bis Spülen und Verstauen.

Möglich wird das mit dem neuen Sockelgestell mit grazilen,

sanft nach außen abgeschrägten Füßen in Onyxschwarz.

Für Nische und Wand: Stauraum trifft auf Ästhetik

– die Regale „Frame“ und „Framewall“ mit konstruktivem

Rahmen aus onyxschwarzem Aluminium verleihen

der Küche eine persönliche Note. Und sie nutzen

den Stauraum in der Nische und an der Wand bis ins

letzte Eck. Individuell bestückbar bieten sie Platz für

die Dinge, die beim Kochen im schnellen Zugriff in der

Nische sein sollen.

Klassisches Möbel zeitgemäß interpretiert.

Für die Zeile oder solo: Mit der neuen Vitrine interpretiert

die Marke ein klassisches Möbel – und das ebenso

zeitlos wie zeitgemäß. Ob in Küche oder Wohnzimmer:

In ihr lassen sich nicht nur Teller, Tassen und Töpfe

verstauen. Vielmehr wird sie auch zum Schaufenster

für Schätze, die man nicht nur in Griffnähe, sondern

auch im Blick haben möchte. Durch die optional erhält-

38 KÜCHENPLANER 9/2020


Der neue doppelte Einschubtürenschrank von next125.

liche, dimmbare LED-Beleuchtung, die sich im Inneren

an den Korpusseiten befindet, kommen die darin platzierten

Elemente bewusst und stimmungsvoll zur Geltung.

Geplant werden kann die Vitrine als Solo-Lösung

mit Sockelgestell oder, in der Version mit Sockel, integriert

in eine Hochschrank-Zeile.

NEUE

LEICHTIGKEIT

DES STEINS

Kochtisch mit Muldenlüfter: Der next125 Kochtisch

hat in der Collection 2020 ein umfangreiches Facelift

erfahren und ist nun ebenfalls mit Muldenlüftern kombinierbar

‒ die Abluftführung erfolgt im rückseitigen

Schrankelement.

Mobile Küchenhelfer: Ob als flexibler Stauraum und

Arbeitsfläche in der Küche, Beistelltisch in der großen

Gästerunde oder elegante Hausbar: Der neue Trolley

von next125 passt sich vielfältigen Wohnsituationen

an. Der mobile Küchenhelfer wird in drei Varianten

angeboten: als Küchen-, Servier- oder Bartrolley. Genutzt

werden kann die Neuheit als Bestandteil einer

Küchenzeile unter dem next125 Kochtisch oder als mobiles

Kleinmöbel.

Farben und Materialien: Einerseits setzt next125 den

Trend von Küchen mit dunklen, matten Oberflächen

fort, andererseits gibt es mit Kobaltgrün, Indischrot

und Saharabeige drei neue, markante Töne. Sie ergänzen

die Palette der Samtmattlack-Oberflächen. Bei den

Hölzern ergänzen neue Furniere in Asteiche und Eiche

das Spektrum. Und das in feinen Grauschattierungen

von Seidengrau über Perlgrau bis hin zu Graphitgrau.

Und im Fenix-Angebot komplettieren Steingrau und

Inox feinmatt die bestehenden Möglichkeiten.

Monolithische Ausführung komplett auf Gehrung

Horizontaleund vertikale Griffleisten

Ausführung in BlendStone ® -Naturstein

Ausführung in HybridStone ® -Keramik

Grama Blend GmbH – Germany www.monostonekitchen.com

9/2020 KÜCHENPLANER 39


Messe/Produktneuheiten

Die Küche verbindet

Küche? Bibliothek? Musikzimmer? Diese Fragen muss sich das Programm

„Take Tonka“ von Schmidt wohl gefallen lassen. Dabei ist es um eine Antwort

nicht verlegen: Ja, alles – und zwar gleichzeitig.

Viele Menschen haben feste Vorstellungen von einer

Küche. Am liebsten in Weiß, in aller Regel im Normraster,

ein großzügiger Arbeitsplatz und dazu Kühlschrank,

Herd, Schränke in einer Reihe. Doch die auf

Maß gearbeitete „Take Tonka“ zeigt, dass eine schöne

Küche nicht diese gängigen Klischees erfüllen muss –

und trotzdem wunderbar in den Wohnraum integriert

sein kann. Sie lässt ihren Stil vollständig mit in den

Wohnbereich einfließen. Oder umgekehrt. Denn die

Küche ist vom Hersteller konzeptionell in ein Ensemble

eingebunden, bei dem die Funktionen mehrerer

Räume ineinander übergehen. Das Ergebnis sei ein

neuer, kommunikativer Allraum, der einen Brückenschlag

zwischen den verschiedenen Lebensbereichen

ermöglicht. „Wie in einem Orchester spielen hier unterschiedlichste

Aufgabenbereiche und Kompetenzen

harmonisch zusammen. Voll und ganz mit seiner Umgebung

im Einklang macht hier der korrespondierende

Farbton ‚Tonka‘ die Musik“, erklärt Jean-Michel Jaeglé,

der Produktmanager des deutsch-französischen Traditionsunternehmens.

Auffällig diskret

Das Programm setzt auf einen eigenen Stil. Hier mischt

sich eine niedriger als üblich verbaute Kochinsel mit

einer kulinarischen Nische, die taktvoll im Hintergrund

agiert. Dadurch wirkt sie nicht wie ein separater

Bereich, sondern wird als funktionale Erweiterung

des Wohnraumes wahrgenommen. „Diese Küche ist

zurückhaltend, unaufdringlich und diskret – was sie

aber im gleichen Moment wiederum heraushebt und

reizvoll macht“, meint der Hersteller. Es sei ein Spiel

des Offensichtlichen mit dem dezent Verborgenen. „So

versteckt sich auch im Möbel für die Dunstabzugshaube

ein zusätzlicher Stauraum für Gewürze“, berichtet

Jean-Michel Jaeglé.

40 KÜCHENPLANER

Die Oberfläche

in Dunkelbraun („ Tonka“) erinnert an Natur

und Erde. Sie soll eine einladende, elegante

Atmosphäre kreieren. Die integrierte Griffleiste

ist Bestandteil der Front „Take“, die

dadurch an Originalität gewinnt und Charakter

ausstrahlt. Der hellere Holzton etwa auf

der Arbeitsplatte nennt sich „Vintage Oak“.

Foto: Schmidt Küchen; Fotograf: Marc Barral Baron


Fotos: Kesseböhmer

Das Leiterregal „YouK“ von Kesseböhmer kann variabel geplant und raum übergreifend

eingesetzt werden. Natürlich auch in der Küche.

Die unkomplizierte Art

für offenen Stauraum

Regale erobern die Küchen- und Wohnwelt.

In ihrer Funktion als offener

Stauraum, der sich ohne Umschweife

erreichen lässt, tragen sie zu einer großzügigen

und luftigen Wohnraumplanung

bei. Und mit dem verwendeten Material

zieht moderner Industrial Style gleich mit

ein. Dieser Trend hat Kesseböhmer inspiriert,

ein Leiterregal zu entwickeln. Der

Name „YouK“ weist auf die Gestaltungsmöglichkeiten,

die sich dem Küchenhersteller

für individuelle Eigenkreationen

bieten.

Ein Grundrahmensystem aus hochwertigem

Stahl bildet die Basis. Kesseböhmer

stellt es in verschiedenen Varianten

her: in fünf unterschiedlichen Höhen

(zwischen 550 und 2210 mm), drei Tiefen

(200, 320 und 520 mm) und zwei Farben

(Alpinweiß und Tiefschwarz Mikrostruktur).

Dabei profitiert das Unternehmen

von eigener, langjähriger Kompetenz im

Bereich der Metallbe- und -verarbeitung.

Kunden können die Leitern dann mit eigenen

Böden gestalten; diese lassen sich

einfach von der Unterseite verschrauben.

Sicher: Die Böden können einfach von der

Unterseite verschraubt werden.

Die Rahmenprofile mit einem Rohrquerschnitt

von 30 mm in der Breite und

15 mm in der Tiefe eignen sich für die

Endlosbauweise entweder auf dem Boden

stehend oder an der Wand hängend,

sind miteinander kombinier- und vielseitig

einsetzbar: zunächst vor allem in der

Küche und im angrenzenden Ess- respektive

Wohnbereich, dann aber auch als Bücherregal,

in der Ankleide, im Bad und

überall dort, wo Aufbewahrung und moderner

Industriecharme Hand in Hand gehen

sollen.

Tablare sicher fixieren

Tablare sind oft unterschätzte Elemente. Dabei können

sie Möbel mit zusätzlichen Funktionen aufwerten.

Blum bietet nun eine Tablar-Arretierung für

Vollauszüge an, damit Tablare sicher fixiert bleiben,

auch wenn sie intensiv genutzt werden. Dies ermögliche

ganz neue Einsatzgebiete. Als Beispiel nennt

das Unternehmen die „Appliance Garage“, also eine

Abstellfläche für Küchengeräte, die sich einfach aus

dem Schrank ziehen lässt und fixiert bleibt, auch

wenn die Geräte bedient werden oder in Betrieb sind?

Dank beidseitiger Verriegelung, die sich mit einer

Hand wieder lösen lässt, sind die Geräte komfortabel

nutzbar. Weitere Einsatzmöglichkeiten bieten sich

im Hauswirtschaftsraum, im Büro und in den Wohnräumen

an. Kompatibel ist die Tablar-Arretierung mit

den Führungssystemen „Movento“ und „Tandem“ von

Blum. Und kombinierbar mit den Bewegungstechnologien

„Blumotion“, „Tip-on Blumotion“ oder „Tip-on“.

Foto: Blum

9/2020 KÜCHENPLANER 41


Messe/Produktneuheiten

„Bossa“ schafft eine eigene Ästhetik

Mit dem Echtholz-Furnier „ Bossa“

ist es LEICHT Küchen nun erstmalig

möglich, große Flächen

vollständig homogen zu gestalten.

So lassen sich raumübergreifend

einheitliche Szenarien kreieren,

betont der Küchenmöbelhersteller.

„Bossa“ kann als Front eingesetzt

werden sowie individuell

über den Kochbereich hinaus in

Wohnräumen, Fluren, Treppenhäusern

und anderen Bereichen

zum Einsatz kommen. Das eröffne

dem Innenausbau weitere

Möglichkeiten. Diese besondere

Oberfläche sei im deutschen Küchenmarkt

bislang einmalig, betont

LEICHT. Sie schaffe in der

Küche sowie im gesamten Wohnraum

eine gänzlich neue Bildsprache.

Erhältlich ist die Echtholzfront

in den Furnieren Eiche und

Walnuss. Charakteristisch sind

die vorstehenden, linearen Stäbchen

in 7,5 mm Breite und einem

5 mm Abstand voneinander. Diese

Machart verleiht dem Furnier

eine feingliedrige, dreidimensionale

Wirkung. Das Gesamtraster

der Stäbchen von 12,5 mm entspricht

exakt dem vertikalen Fugenbild

des Herstellers. „So wird

optisch eine einzigartige Verschmelzung

von Küchen-, Wandund

Schrankfronten kreiert – die

gesamte Fläche wirkt wie ein Möbel-Solitär,

ein nahtloses Raummodul“,

so LEICHT.

Charakteristisch

für die Oberfläche „Bossa“

(hier in Walnuss-Furnier) sind die vorstehenden,

linearen Stäbchen in 7,5 mm Breite und einem 5 mm

Abstand voneinander.

Foto: LEICHT / P. Schumacher

Elegant in Carbongrau

Idealerweise harmonieren das Erscheinungsbild

einer Küche sowie

deren Innenleben mit der Ästhetik

des angrenzenden Wohnbereichs.

Dieser Anspruch ist

charakteristisch für die Architekturmarke

LEICHT. Um dies jetzt

noch eleganter umsetzen zu können,

bereichert die dunkle Korpusfarbe

„Carbongrau“ das bestehende

Angebot (Platingrau).

„Durch den Trend hin zur Möblierung

der angrenzenden Ess- und

Wohnräume in dunklen Nuancen

sowie matten Oberflächen, war es

eine schlüssige Entscheidung, die

neue Farbergänzung in das bestehende

Programm aufzunehmen“,

erläutert der Hersteller.

42 KÜCHENPLANER 9/2020


„Grüne Spüle“ im Lifestyle­Format

CRISTADUR ® Green Line heißt die neueste

Entwicklung von Schock Spülen

aus Regen. Dabei handele es sich um einen

besonders nachhaltig gefertigten

Quarzkomposit. Dem Handel soll damit

die Möglichkeit gegeben werden sich bewusst

zu positionieren. Zugleich soll die

neue Spülen-Linie Endkunden ansprechen,

die ihre Konsumentscheidungen zunehmend

an zukunftsorientierten Kriterien

messen. Das innovative Material sei

eine konsequente Fortsetzung der Nachhaltigkeitsbestrebungen

des bayrischen

Unternehmens. Schließlich produziert

Schock „als einziger Quarzkomposit-Spülenhersteller“

ausschließlich in Deutschland

und nutzt dafür regionalen Quarzsand.

Mit der Entwicklung der „ Cristadur

Green Line“ geht der Hersteller nun einen

deutlichen Schritt weiter und verwendet

eine Materialität mit mehr als 99 % natürlichen,

nachwachsenden oder recycelten

Rohstoffen. Wie alle Schock Spülen bestehen

auch die Modelle der „ Cristadur Green

Line“ aus bis zu 75 % Quarz. Das Besondere

ist jedoch: In der „Green Line“ wird der

Quarzsand um natürliche Farbadditive

und Bindemittel aus recycelten oder nachwachsenden

Komponenten ergänzt.

Spülen werden recycelt

Neben der Fertigung hat Schock eigenen

Angaben zufolge auch den Materialkreislauf

optimiert und bietet ab 2021 ein Recyclingkonzept

als Zusatzservice für Endkunden

der „Cristadur Green Line“: Sie

können das Produkt am Ende des Spülenlebens

in den geschlossenen Kreislauf

von Schock zurückgeben. Dort werden die

alten Spülen mit neuester Technologie recycelt

und bei der Produktion von neuen

Spülen wiederverwendet. Das soll ohne

Qualitätsverlust vonstatten gehen, verspricht

das Unternehmen.

Intensives Graphit­Schwarz: „Green

Line“­Modell „Wembley D­150“ in der

„Night“­Optik.

Sechs Modelle und zwei Farben

Erhältlich sind zu Beginn sechs Modelle:

das neue Highlight-Modell „Kallio M-175“,

„Greenwich N-100L“ und „N-100XL“ sowie

„Wembley D-100“, „D-100L“ und „D-150“.

Die Produktrange soll aber weiter ausgebaut

werden. Die beiden Farben der

„ Cristadur Green Line“ heißen schlicht,

aber eingängig „Night“ und „Day“. „Night“

steht für ein durch und durch intensives

Graphit-Schwarz. Im Kontrast dazu transportiert

„Day“ das reinste Reinweiß.

„Wir sind immer in Bewegung und setzen

das um, was uns und unsere Kunden

bewegt“, sagt Sven-Michael Funck, Geschäftsführer

Vertrieb. Und er ergänzt:

„,Cristadur Green Line‘ ist das neueste Ergebnis

unseres Erfindergeistes.“

Fotos: Schock

Im reinsten Weiß: Highlight­Modell „Kallio M­175“ der „Cristadur Green Line“

in der Farbvariante „Day“.

Die Messe kommt zum Händler

Da die Produktpräsentation in Zeiten

von Corona neue Lösungen verlangt, hat

Schock das Konzept „Messe bei Dir“ entwickelt.

Dabei wird der Außendienst individuell

und persönlich beim Händler die

Messeneuheiten präsentieren. Wer sich

dafür interessiert, kann auf www.schock.

de/messebeidir einen Termin vereinbaren.

9/2020 KÜCHENPLANER 43


Messe/Produktneuheiten

Fotos: Naber

Die neue

„Mio“ in der

Chrom-Variante

mit

Silikonschlauch.

Die Nischenrückwände der „Spazzolato“-Serie gibt es in rosé, goldfarbig, edelstahlfarbig, anthrazit

und kupfer farbig (Foto). Die Varianten der „Strutturato“-Serie in silberfarbig, schwarz und weiß.

Strategien für ein

erfolgreiches

Herbstgeschäft

Zuversichtlich handeln, engagiert den Fachhandel unterstützen und frische Ideen

überzeugend präsentieren – mit dieser Strategie in Vertrieb und Marketing zeigt

Naber auch in diesem Herbst neue Ideen rund ums Küchenzubehör.

Ergänzende Akzente im Interieur werden auch gesetzt.

Mit seinen Produktneuheiten wird Naber

ab dem 19. September 2020 auf der Plattform

kuechenherbst.online präsent sein.

Für das Nordhorner Unternehmen ist die

virtuelle Ausgabe der area30, bereitgestellt

von Messeveranstalter Trendfairs,

die wichtigste Küchenzubehör-Erlebniswelt

in diesem Jahr. „Die Fachbesucher

können auf kuechenherbst.online fast

wie auf einer analogen Messe alle neuen

Produkthighlights ausgiebig kennenlernen

und unter die Lupe nehmen, auch

über den regulären Messezeitraum hinaus“,

erläutert das Unternehmen.

Highlights aus einer Fülle von Ideen

Die Fülle innovativer Ideen im Herbst

eines Jahres ist bei Naber traditionell

groß. Dennoch ragen einzelne Neuheiten

aus dieser Vielfalt heraus. Der Zubehörund

Interiorspezialist selbst zählt zum

Beispiel „Flex-Frame“ dazu. Dabei handelt

es sich um einen flexiblen Montagerahmen

für Kücheninseln. Hervorgehoben

werden zudem Sitzmöbel für Indoor

und Outdoor aus 100 %-recycelbarem und

extrem widerstandsfähigem Fiberglas-

Polypropylen, die Armaturenserien „Mio“

und „Fuoco“ sowie neue LED-Leuchten

für zentral steuerbare Lichtszenarien im

intelligenten Smart-Home-Beleuchtungssystem

LUMICA LIC LED.

Ein weiteres Thema sind die neuen

Nischenrückwände „TOPit“. Ihre

charakteris tische Optik entsteht durch

unterschiedliche Verfahren: Bei der Serie

„TOPit Spazzolato“ wird ein Oberflächenschliff

in das Deckblech eingewalzt und

anschließend mit Klarlack veredelt. Die

Varianten der Serie „TOPit Strutturato“

wiederum erhalten ein spezielles Lack system,

das die Oberflächen fühlbar strukturiert.

Je nach Lichteinfall scheinen diese

so behandelten Oberflächen wie von innen

heraus zu leuchten. Dabei sind sie

laut Anbieter „in hohem Grad unempfindlich

gegen Verschmutzungen“. Acht Farben

stehen in den beiden Serien zur Wahl.

Online immer aktuell

Den schnellsten und laufend aktualisierten

Zugang zum gesamten Warenangebot

bietet der Online-Shop des Unternehmens.

Alle Produktpreise und -informationen sowie

der Lieferbarkeitsstatus mit Echtzeit-

Auskunft stehen dort auf einen Klick zur

Verfügung. Das stets aktuelle Downloadcenter

böte zudem Zugriff auf alle technischen

Daten, Videos, Montageanleitungen

und Konfigurationshilfen. „Im

persönlichen Warenkorb sind Verfügbarkeit,

Preise und Wunsch-Liefertermin

verzeichnet und gewähren volle Transparenz“,

betont Naber. Begleitend stellt die

Service-Website compair-flow.com laufend

erweitertes Wissen über das Thema

Ablufttechnik zur Verfügung. Inhalte

sind Videos, grafische Übersichten und

Hinweise zu aktuellen Themen wie zum

Beispiel Insel- und Downdraft-Abluftlösungen.

44 KÜCHENPLANER 9/2020


Villeroy & Boch setzt auf Bestseller

Die neue Kollektion „Subway Style“ von Villeroy & Boch

kombiniert klares Design und Funktionalität mit den

praktischen Vorzügen der Keramik. Das neue Modell ist

in 13 Farben für 60er- und 50er-Unterschränke erhältlich

und zeichnet sich durch ein besonders großzügiges

Becken aus. Montiert werden kann es wahlweise aufliegend

oder flächenbündig.

Auch im Bereich Armaturen setzt der Hersteller auf

Bestseller. Dazu zählt die Serie „Steel Expert“. Nach der

größenreduzierten Variante „Steel Expert Compact“ aus

2019 kommt nun eine große Variante. „Steel Expert 2.0“

besitzt eine ausziehbare Handbrause mit Magnethalterung

und bietet zwei Strahlarten: einen kräftigen Brause-

und einen klaren Laminarstrahl für die weitgehend

spritzfreie Reinigung von Gemüse oder Obst. Mit ihrer

„Comfort Plus“-Höhe bringe die Armatur „Gastro“-Feeling

in die heimische Küche und erleichtert auch das

Reinigen von großem Kochgeschirr und Backblechen

sowie das Befüllen von hohen Gefäßen. Neben dieser

Sortimentsergänzung wird als weitere Neuheit die Armatur

„Junis“ eingeführt. Präsentiert werden diese und

weitere Neuheiten im Herbst auf diversen digitalen Kanälen

– von der hauseigenen „Global Academy“ bis zur

Plattform kuechenherbst.online.de.

Foto: Villeroy & Boch

Zwei Neuheiten vereint: Keramikspüle

„Subway Style“ und „Gastro“­Armatur „Steel Expert 2.0“.

Öffnen Sie

genussvolle Frischewelten.

Mehr Platz für frische Ideen: der FrenchDoor

von Liebherr.

Qualität, Design und Innovation

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BioFresh erleben

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Messe/Produktneuheiten

Filigraner Rand

Franke wird auch in diesem September zahlreiche Neuentwicklungen präsentiere.

Statt wie gewohnt im house4kitchen in Löhne findet dies zum ersten Mal im Rahmen

eines digitalen Auftritts statt. Neue „Mythos“-Becken zählen dabei zu den Highlights.

Als filigran und zeitlos beschreibt Franke die neuen

„Mythos“-Becken. Ihre Fertigung „Made in Switzerland“

verlange höchste Präzision. „Denn mit nur 6 mm besitzen

die Edelstahl-Becken den schmalsten Rand, den

der Markt derzeit bietet“, so das Unternehmen.

Unter dem Motto „THE JOY OF PRECISION“ kombiniert

Franke den schmalen Rand mit einem markanten

Eckradius. Im Zusammenspiel mit dem nahtlos ins Becken

eingelassenen Integralablauf und dem unauffällig

integrierten Überlauf setzt das neue Modell auf ein

kompromisslos klares Design. Diverses Zubehör ist darauf

abgestimmt und erleichtert die Zubereitung. „Das

Abtropfbecken, die Rollmatte sowie ein mobiles Tropfteil

sind passgenau von Franke gefertigt“, heißt es in

einer Ankündigung. Besonders nachhaltig überzeuge

das zugehörige „Paperstone“-Schneidebrett.

Raffinierte Details

Der von Franke patentierte Integralablauf ist bei den

„Mythos“-Becken nahtlos unter einer bodengleichen

Abdeckung verborgen. Das sieht edel aus und sorgt

durch den fugenlosen Übergang für eine einfache Reinigung

– Schmutz und Bakterien finden so keinen Halt.

Eine clevere Lösung hat Franke auch für den Überlauf

entwickelt, an dem sich bei herkömmlichen Becken

gerne Schmutz sammelt. Eine Platte verdeckt bei der

„Mythos“ die Sicht auf den Überlauf und macht diesen

zum Design-Element. Zur Reinigung lässt sich die Platte

einfach entfernen.

Die „Mythos“-Becken lassen sich auf dreierlei Weise

in die Arbeitsfläche integrieren: In den Ausführungen

als Slimtop, flächenbündig oder als Unterbau-

Variante.

Im klaren,

geradlinigen Design:

die neuen „Mythos“-Becken

von Franke. Sie wirken filigran

und zeitlos elegant.

Foto: Franke

9/2020


Foto: Blanco

Noch ist die

„Weltpremiere

zur Wasseraufbereitung“

ein

gut gehütetes

Geheimnis. Bewacht

von Lars

Kreutz, Managing

Director

Markets Germany/Switzerland.

Blanco macht das Wasser gut

Mit einem digitalen Event am 28. September lüftet Blanco den Schleier seiner Herbstneuheiten.

Neben Einzelprodukten wird auch eine Weltpremiere für den ganzheitlichen

Küchen-Wasserplatz angekündigt. Dabei geht es um die Wasseraufbereitung.

Wie schon gemeldet, verzichtet das Unternehmen in

diesem Jahr auf Gut Böckel. „Zum Schutz der Gesundheit

unserer Gäste sowie unserer Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter haben wir ein alternatives Format erarbeitet“,

erklärt Lars Kreutz, Managing Director Markets

Germany/Switzerland. So lädt Blanco seine Handelspartner

erstmals zu einer virtuellen Live-Präsentation

ein. Das Event findet am 28. September statt und

ist laut Unternehmen Auftakt umfangreicher Aktivitäten

rund um die Produkt-Einführungen in den Märkten

Deutschland, Österreich, Schweiz. Und: „Es hält so

manche Überraschung bereit.“

Nahtlos integrierte Systemlösung

Neben den Blanco Units, die mit der einen oder anderen

Neuheit bestückt sein werden, wird der Vorhang

auch für eine Weltpremiere zur Wasseraufbereitung

gelüftet. „Mit unserem Anspruch, Konsumenten ein

wirkliches Premium-Erlebnis am Wasserplatz ihrer

Küche zu bieten, haben wir uns hohe Ziele gesteckt.

Deshalb freuen uns sehr darauf, unseren Kunden die

neuen nahtlos integrierten Systemlösungen für einen

ganzheitlich ausgestatteten Wasserplatz in Kürze vorstellen

zu können“, betont Kreutz.

Fokus auf den Endkunden

Mit der digitalen Neuheiten-Präsentation fällt auch der

Startschuss für den neuen Markenauftritt des Unternehmens.

Dieser soll das positive Nutzererlebnis am

zentralen Bereich der Küche künftig noch deutlicher in

den Vordergrund stellen – mit emotionalen und der Alltagswelt

entsprechenden Bilderwelten rund ums Trinken,

Vorbereiten und Reinigen. „Mit dem Fokus auf die

Konsumenten, die wir bereits in der frühen Orientierungsphase

mit guten Argumenten und anschaulichen

Inspirationen für einen hochwertigen Wasserplatz begeistern

wollen, unterstützen wir damit auch den Handel

beim Abverkauf“, so Lars Kreutz.

9/2020 KÜCHENPLANER 47


Messe/Produktneuheiten

Vielfältiger als ein

Schweizer Taschenmesser

Auf der area30 im vergangenen Jahr präsentierte das Unternehmen Orea erstmals

das Wandsystem „The Wall“ – am Messesand vom Vertriebspartner Sagemüller &

Rohrer. Nun steht das System in einer weiteren edlen Design-Option zur Verfügung:

mit Dekton-Oberfläche.

Das Wandsystem lässt sich individuell und flexibel gestalten

und bietet laut Anbieter „mehr Funktionen als

ein Schweizer Taschenmesser“. Filigrane Funktionselemente

lassen sich dabei frei in integrierten stromführenden

Schienen platzieren. Ebenso vielseitig sind

die Oberflächendesigns, die jetzt auch mit Dekton

von Cosentino verfügbar sind. So will „The Wall“ im

Küchen bau, im Sanitärbereich und Innenausbau sowie

im Hotel­ und Ladenbau neue Akzente setzen.

Das Produkt stammt vom Design­Küchenhersteller

Orea aus Zürich, der gerade einen neuen Showroom in

Chur eröffnet hat. International übernimmt die gleichnamige

Tochtergesellschaft in Regensburg (Deutschland)

den Vertrieb. Johannes Falk als geschäftsführender

Gesellschafter hat hier die Entwicklung von „The

Wall“ maßgeblich mitgeprägt.

„Wir wollten ein schönes, multifunktionales Produkt

schaffen, das zugleich extrem einfach einzurichten ist –

Multifunktionswand

„The Wall“ mit

Dekton ® „Keon“

Oberfläche von

Cosentino: Die

Module zur Beleuchtung

sowie

die Steckborde

für

Accessoires

oder zur induktiven

Aufladung

von Mobiltelefonen

sind flexibel

platzierbar.

Foto: Orea

48 KÜCHENPLANER


Plug & Play wie beim iPhone“, sagt Falk, der vor seinem

Einstieg in den Premium­Küchenhandel die Expansion

eines großen Apple­Resellers vorangetrieben hat.

Zwar musste Orea wie bereits Steve Jobs lernen: Einfach

kann schwerer sein als komplex. Doch die Mühen

haben sich seiner Meinung nach gelohnt. Bereits kurz

nach dem Launch 2019 erhielt „The Wall“ die höchste

Auszeichnung beim Red Dot Award als „Best of the Best“

in der Kategorie Product Design. Die einfache Grundkonstruktion,

klare Formensprache und die vielfältigen

Anpassungsmöglichkeiten überzeugten die Jury.

Patentierte Schienen mit Strom

Die Basis für „The Wall“ bildet ein leichtes und zugleich

verwindungssteifes Aluminium­Rahmen­System von

Preform. Integriert werden patentierte Schienen von

Orea mit vierphasiger Stromversorgung (aus Sicherheitsgründen

mit 24 Volt). So können Zubehörteile wie

Steckborde, LED­Leuchten, Induktions­Ladestationen

oder Bluetooth­Lautsprecher flexibel nach oben oder

unten ausgerichtet an der Wand platziert werden.

In verschiedenen Oberflächen

Für die Wandoberfläche stehen Materialien wie Antikholz,

Glas, Alucobond, Melaminharz oder Stein zur Verfügung

– und seit Kurzem auch Dekton von Cosentino.

„Dekton ist in über 50 verschiedenen Designs erhältlich.

So kann das Wandsystem an die Arbeitsfläche oder die

Bodenfliesen angepasst werden oder eigenständige

Akzente setzen“, erklärt Ervin Joska, Geschäftsführer

von Cosentino Stuttgart. „Die ultrakompakte Oberfläche

ist farb­ und UV­beständig und in Stärken von 4 bis

12 mm auch in großen Formaten bis 3,2 m einsetzbar.“

Enge Kooperation für Erfolg im Küchenmarkt

Cosentino und Orea kooperieren eng, um „The Wall“

erfolgreich im Markt zu platzieren. „Für Küchenstudios

und den gesamten Innenausbau ist dies ein erfrischend

neues Designprodukt mit toller Technik“, ist

Ervin Joska überzeugt. Das Wandsystem wird in maßgeschneidertem

Format und Design vormontiert geliefert

und ist laut Anbieter rasch installiert. „Es ist ein

Produkt, das den Spieltrieb anregt“, meint Johannes

Falk. „Wie beim iPhone wächst mit der einfachen Individualisierung

und Vielfalt der Anwendungen die Idee

der Wand bei „The Wall“ weit über sich hinaus.“

Qanto ®

die vertikale

Nutzung

verborgener

Stauräume.

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Messe/Produktneuheiten

Foto: Samsung

Die „Dual Cook“­

Dampfgarfunktion ermöglicht

Konvektions­ und Dampfgaren im

unteren Garraum, wodurch Anwender

aus insgesamt acht verschiedenen Garkombinationen

wählen können. Das neue Infinite­Design betont die

Vertikale und setzt auf matte Oberflächen mit Anti­Fingerprint.

Doppelbackofen

unter Dampf

Die zwei unabhängig voneinander steuerbaren Garräume des „Dual Cook“-Backofens

von Samsung lassen die gleichzeitige Zubereitung zweier Speisen zu. Die neue

Dampfgarfunktion der Neuheit „Dual Cook Steam“ ermöglicht darüber hinaus

vollwertiges Dampfgaren.

Und das im unteren Teil des Backofens im Garbehälter

oder wahlweise als Intervalldampfmöglichkeiten im

gesamten Garraum. Das Intervalldampfen sorgt dafür,

dass ein Braten bei konstanter Temperatur und Dampfzuführung

in Intervallen innen saftig bleibt, während

er außen eine goldbraune Farbe erhält. Das mitgelieferte

Garthermometer bietet eine zusätzliche Möglichkeit, die

Temperatur zu regulieren. Wie und in welcher Abfolge

der Benutzer seine Gerichte zubereitet, bleibt ihm selbst

überlassen. Er kann aus acht verschiedenen Betriebsarten

wählen – und damit aus vier Kombinationen mehr

als bei den Vorgängermodellen der „Dual Cook“­Reihe.

Alles in einem Gefäß

Der „Dual Cook Steam“ ermögliche rund 70 Minuten

Dampfgaren, was „weit über die typische Garzeit von

Fisch oder Gemüse hinausgeht“, so Samsung. Die Zugabe

von Wasser erfolgt dabei über eine Schublade neben

dem Bedienfeld. Diese verfügt über ein Füllvolumen

von 950 mm. Im Anschluss des Garprozesses sammelt

sich das überschüssige Wasser in der Schublade und

muss nur entleert werden.

Das spezielle Dampfgargefäß ist im Lieferumfang

enthalten. Es ermögliche eine gleichmäßigere Verteilung

des Wasserdampfs, was dem Gericht auf direktem

50 KÜCHENPLANER 9/2020


Wege zugutekomme. „Und da sich der Dampfgarprozess

ausschließlich innerhalb des Gefäßes abspielt,

muss der Backofen anschließend nicht gereinigt werden.

Sollte es dennoch einmal zu Verschmutzungen

kommen, reinigt sich der Backofen durch die integrierte

Pyrolyse-Funktion selbst.“

Mit einem Füllvolumen von 12 Litern bietet das

Dampfgargefäß mit Edelstahl-Einsatz Platz auch für

üppige Speisen. Zudem kann der Glasdeckel alternativ

als Auflaufform verwendet werde. Von den Maßen her

spülmaschinentauglich ist der Deckel auch.

Intuitive Bedienung

Der „Dual Cook Steam“ Einbaubackofen lässt sich

ebenso wie der Kompaktbackofen, der als Dampf- oder

Mikrowellen-Kombigerät erhältlich ist, intuitiv bedienen

und in das heimische Netzwerk integrieren. Der

Nutzer entscheidet selbst, ob er den Backofen über das

nahtlos in die Oberfläche integrierte 4,3-Zoll-Farbdisplay

oder den danebenliegenden, großen Drehregler

steuert. Die Bedienelemente funktionieren auch im

Zusammenspiel. Die passende im neuen Infinite Design

gestaltete Wärmeschublade sorgt außerdem dafür,

dass die Speisen auf den vorgewärmten Tellern

heiß bleiben.

Umfassende Vernetzungsoptionen

Über die SmartThings-App lassen sich beide Back öfen

zudem mit anderen kompatiblen Geräten vernetzen und

an persönliche Bedürfnisse anpassen. So können Nutzer

über ihr kompatibles Smartphone die Garzeit überwachen,

den Backofen vorheizen oder die Temperaturen

anpassen. Die vollständige Ausrichtung seiner Produkte

auf Connected Living spielt für Samsung nach eigenen

Angaben eine entscheidende Rolle. „Samsung stellt seine

Produktpalette zukunftsorientiert auf, um dem Anspruch

der Kunden gerecht zu werden und dem Handel

so ein weiteres attraktives Verkaufsargument zu bieten“,

sagt Martin Alof, Head of Sales Built-In bei Samsung.

Und er ergänzt: „Mit dem Dual Cook Steam bringen

wir eine innovative Technologie auf den Markt, die das

gleichzeitige Backen und Dampfgaren ermög licht und

so das Kocherlebnis flexibler, schneller sowie gleichzeitig

gesünder und schmackhafter macht. Diese Aspekte

bieten zusammen mit dem stilvollen Design und der Option

auf Vernetzung einen essenziellen Mehrwert für

Händler im Abverkauf an den Kunden. Das Produkt ist

ganz auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten.“

Vorgestellt wird das Gerät im neuen „Infinite“ Design

im Herbst exklusiv bei nobilia.

DIE

ELEGANTESTE

FORM DES

GENIESSENS

berbel Formline Black Edition.

Die neue Ästhetik des Dunstabzugs.

berbel virtuell

Produktneuheiten des Küchenherbstes

online auf berbel.de ab dem 19.09.2020

Genießen ist ganz leicht. Solange man immer das Beste nimmt.

Händler unter www.berbel.de


Messe/Produktneuheiten

Wahlweise kühlen

oder gefrieren

Es ist ein herkömmliches Kühl-Gefriergerät. Gleichzeitig ist

der neue „Active Quattro“ von Bauknecht aber auch ein vielseitiger

und smarter Vorratsmanager, bei dem modernste

Technologie auf nutzerfreundliches Design trifft. Das Ergebnis:

flexibler Stauraum und länger frische Lebensmittel.

Dank des „Food Care Systems“ sollen Obst und Gemüse in

diesem Gerät bis zu 15 Tage länger frisch bleiben*. Außerdem

böte der „Active Quattro“ durchdachte Möglichkeiten

für die optimale Lagerung. Die „Convertible Zone“ im rechten

unteren Teil ermöglicht beispielsweise eine schnelle

Umfunktionierung von einem Gefrier- zum Kühlschrank.

Dabei gibt es für beide Optionen je drei verschiedene Einstellungen

-7 °C in der „Gentle Freeze Zone“ (geeignet z. B.

fürs schonende Auftauen) sowie -12 °C (für Eis und eisgekühlte

Desserts) und -16 °C bis -22 °C (für traditionelles Einfrieren).

Bei der Kühlfunktion sind jeweils die idealen Temperaturen

für Fleisch und Fisch (0 °C), Obst und Gemüse

(4° C) oder für Wein (10 °C) wählbar.

Das vielseitige Kühlgerät verfügt über viele weitere

Funktionen und Ausstattungen. Dazu zählen „Super

Freeze“ (für die Beschleunigung des Gefrierprozesses),

herausziehbare Ablagen („Easy Find Trays“), „Active Inverter

Kompressor“ (minimiert Temperaturschwankungen

beim Öffnen der Türen) und „Active Defrost“ (automatische

Abtaufunktion). Praktisch integriert ist der

Wasser- und Eiswürfelspender. Da sich dieser außen in

der linken Tür befindet, müssen die Kühlschranktüren

* Basierend auf Gewichtsverlust und Sichtqualität bei internen

Lebensmitteltests mit handelsüblichem Obst und

Gemüse.

nicht geöffnet werden, um Eiswürfel oder gekühltes Wasser zu entnehmen.

Ein integrierter Filter veredelt das eingefüllte Leitungswasser

zusätzlich.

Verbinden lässt sich die neue „Active Quattro“ Kühl-Gefrierkombination

auch mit dem Smartphone oder Tablet. Über die „Home Net

App“ von Bauknecht kann das Gerät dann aus der Ferne gesteuert

und sein Inhalt verwaltet werden. Benachrichtigungen weisen auf Lebensmittel

hin, die vor längerer Zeit gekauft wurden. „So haben Kunden

das eventuell bevorstehende Mindesthaltbarkeitsdatum im Blick

und können Lebensmittel aufbrauchen, bevor sie verderben“, betonen

die Entwickler. Erhältlich ist das Gerät in zwei Volumen-Varianten

mit 591 und 543 Liter.

Foto: Bauknecht

Für die Extraportion Frische

Foto: Beko

Obst und Gemüse spielen im Mix einer

ausgewogenen Ernährung für immer

mehr Verbraucher eine wichtige Rolle.

Vielen fällt es allerdings schwer, stets

frische Lebensmittel ins tägliche Leben

zu integrieren. Denn bei längerer

Lagerung verlieren

Brokkoli, Paprika und Co. die

gewünschten Vitamine und

Nährstoffe. Diesen Prozess

will Beko mit der Technologie

„HarvestFresh“ verlangsamen:

Drei Farblichteinstellungen

in Grün, Blau und

Rot sowie eine dunkle Periode

für die Nacht simulieren

dabei den Tag- und Nacht-

Lichtzyklus. Studien des Prüfungsunternehmen

Intertek belegen, so

der Hausgerätehersteller, dass „Harvest-

Fresh“ dazu beiträgt, Vitamin A und Vitamin

C beispielsweise in Spinat oder

Beeren wesentlich länger zu erhalten. In

diesen Untersuchungen wurde in einem

Zeitraum von sieben Tagen der Gehalt von

Vitamin A und Vitamin C in Tomaten und

grünem Paprika gemessen, die direktem

Licht ausgesetzt waren.

Im Jahr 2020 plant Beko

vier Kühl-/Gefrierkombinationen

mit der neuartigen Technologie

auf den deutschen

Markt zu bringen. Der Startschuss

fiel im Juni und Juli

mit den ersten beiden Modellen.

Im August folgt nun ein

Highlight der Serie: die 80 cm

breite XXL-Kühl-/Gefrierkombination

„RCNE720E3VZXPN“.

Ein weiteres Gerät ist dann

für den Herbst geplant.

52 KÜCHENPLANER 9/2020


Praktische „LiftUp-Box“

Wohnraumknappheit in den Städten,

steigende Mieten sowie kellerloses und

barrierefreies Bauen – das sind Themen,

die unsere Gesellschaft sichtlich verändern.

Und damit die Einrichtung von Küchen

und die Auswahl der Geräte. Vor

diesem Hintergrund hat Liebherr eine

steigende Nachfrage nach kleinen Kühlund

Gefriergeräten wie schmalen Standgeräten,

kompakten Tischgeräten oder

Foto: Liebherr

Unterbaukühlschränken ausgemacht. In

kleineren Küchen mit wenig Platz nutzen

die Liebherr-Unterbaugeräte mit einem

neuen Auszugsfach den bisher kaum zugänglichen

Stauraum ideal aus. Dank

der komfortablen und ergonomischen

„LiftUp-Box“ kommt die gekühlte Ware

direkt zum Nutzer. Das ist praktisch und

komfortabel und erweitert den Raum für

die Aufbewahrung von Lebensmitteln.

www.sedia-kuechentechnik.de

Edle Tropfen

diskret präsentieren

Bis zu 83 Weinflaschen finden im eleganten „WineCooler V6000“ von V-ZUG Platz.

Und das bei stets optimaler Temperatur, ganz gleich ob rot, weiß oder perlend. Dank

seiner Spiegelglasfront lässt sich das Gerät dezent integrieren. Die Glastür schützt

den Wein vor qualitätsmindernden UV-Strahlen. Der Innenraum wird mit vier LED-

Lichtquellen ausgeleuchtet. Auf Wunsch kann das Licht auch bei geschlossener Tür

permanent angeschaltet sein – für eine diskrete Präsentation der edlen Tropfen. Der

Hersteller betont: „Die Beleuchtung hat keinen Einfluss auf das Kühlklima und kann

in ihrer Helligkeit angepasst werden.“

Geöffnet wird der 178 cm

hohe Weintemperierschrank per

„TouchOpen“, also durch leichtes

Antippen auf die Glasfront. Der

Schließvorgang gelingt ähnlich

komfortabel. Dank „SoftClose“.

Ein leichter Fingerdruck genügt,

betont der Hersteller auch hier.

Ausziehbare Holztablare erleichtern

die Handhabung und verschaffen

den Überblick. Zudem

verfügt das Gerät über einen austauschbaren

Aktivkohlefilter, der

die Luft im Kühler reinigt. Der

teils kostspielige Wein, der über

den Korken stets Luft aufnimmt,

behält dank der Filtertechnik

seine Geschmacksqualitäten.

Foto: V-ZUG


Messe/Produktneuheiten

Messeneuheit 2020:

„BlackLine“-Einbaugeräte

aus der „Collection.09“.

Foto: Bauknecht

Geführt oder auf eigene Faust

Auch Bauknecht verzichtet in diesem Herbst auf eine

Messepräsenz auf Gut Böckel. Stattdessen öffnen sich

die Türen zu einem virtuellen Showroom. Dort können

die Produkte entweder in einem geführten Rundgang

erkundet werden oder auf eigene Faust. „Enjoy Home –

Cook Smart“ lautet das Motto.

In diesem virtuellen Showroom erhalten Handelspartner

einen Einblick in die neue Produktwelt der

Marken Bauknecht und privileg. Begrüßt werden sie

dort von Jens-Christoph Bidlingmaier, General Manager

Northern Europe. Und auch Christian Unger, Vertriebsleiter

Küchen- und Möbelhandel Deutschland,

wendet sich persönlich an die Teilnehmer.

Im Mittelpunkt des digitalen Messekonzeptes stehen

laut Unternehmen die smarten Produktneuheiten.

Eines der Highlights sei die Abrundung des Connectivity

Sortiments in der „Collection.07“ mit modernen

Backöfen. Außerdem wird die neue „BlackLine“ aus

der „Collection.09“ vorgestellt, sowie die „TotalSteam“

Backöfen aus der „Collection.11“. Die mit 70 cm extra

breiten Einbaukühlschränke mit 400 Litern Nutzinhalt

sind eine weitere Neuheit. Von der Marke privileg erwartet

die Teilnehmer der neue „Steam“ Backofen sowie

Geschirrspüler mit „ActiveDry“.

Auf Wunsch auch persönlich digital

Wer die Produkte virtuell entdecken, jedoch nicht auf

die persönliche Beratung verzichten möchte, erhält

alle wichtigen Infos auf Wunsch auch persönlich vom

Außendienstteam des Herstellers. Präsentiert werden

die neuen Produkte dann direkt vor Ort beim Kunden

via Laptop oder Tablet. Dies spare Zeit und Geld und

verleihe der Produktvorstellung dennoch eine persönliche

Note. Bauknecht will mit dieser Strategie seine

langjährigen Partner erreichen, aber auch Interessenten,

die nicht nach Gut Böckel gefahren wären.

Im nächsten Jahr wieder live

Für das Jahr 2021 hat Bauknecht die Teilnahme an der

Küchenmeile A30 wieder fest eingeplant. Vorgesehen

ist unter anderem ein Umbau der Ausstellungsräume

in der ehemaligen Wassermühle auf Gut Böckel. Die

Arbeiten dafür beginnen bereits Ende September. Außerdem

soll das Schulungsprogramm weiter optimiert

und kundenindividuelle Händlerveranstaltungen angeboten

werden.

54 KÜCHENPLANER 9/2020


erbel virtuell

Auf berbel.de gibt es ab dem 19. September

die Neuheiten des Dunstabzugsspezialisten

aus Rheine/Westfalen zu sehen.

Veranstaltungen und Messen, aber auch Schulungen in der eigenen

Akademie mit Werksführung am Produktionsstandort Rheine/Westfalen

spielen bei berbel eine tragende Rolle in der Kundenkommunikation.

So finden Schulungen in der berbel Akademie seit Anfang Juni

wieder statt. In kleinen Gruppen und unter erhöhten Sicher heits maßnah

men. „Wir bei berbel legen großen Wert auf das nötige

Wissen der Partner rund um die Küchenlüftung

und das berbel Produktsortiment“, erläutert CEO Karl

von Bodelschwingh das umfangreiche Engagement des

Unternehmens.

Die Entwicklung dieses Sicherheitskonzeptes führte

auch zu der Entscheidung, für den anstehenden Küchenherbst

einen eigenen virtuellen Showroom zu gestalten.

Karl von Bodel schwingh: „Als Industrieunternehmen

und langjähriger Mitaussteller der area30 bedauern

wir sehr, dass es dieses Jahr keine Präsenzveranstaltung

in Löhne gibt. Wir wissen um diese wichtige

emotionale Komponente der persönlichen Kontakte

und wie bedeutsam jedes Gespräch ist.“ Da die

area30 dieses Jahr bedingt durch die Corona

Pandemie jedoch abgesagt wurde, präsentiert

das Unternehmen ab dem 19. September 2020

die Produktneuheiten nun also virtuell. Auf

berbel.de und im Rahmen des Trendfair-Angebots

kuechenherbst.online.

Foto: berbel

Alternative für die IFA

Nach dem Corona-Aus für den klassischen

Messeauftritt auf der IFA

Berlin setzt Siemens Hausgeräte

nun auf digitale Alternativen. Speziell

für Fachhandelspartner hat

die Marke eine virtuelle Plattform

geschaffen, auf der sie ihre Neuheiten

präsentiert. Bereits seit dem

18. August 2020 werden Händler

von ihren persönlichen Ansprechpartnern

im Vertrieb durch die virtuelle

Siemens-Welt geführt. Umgesetzt

wird das im animierten User

Interface eines urbanen, modernen

Lofts. Die Plattform steht den

Händlern darüber hinaus für weitere

eigenständige Rundgänge zur

Verfügung, um Produktneuheiten

und Neuigkeiten zur Marke zu entdecken.

Was auch für die vernetzte

Welt von „Home Connect“ gilt. Zudem

gibt es einen speziellen Händlerbereich

mit zahlreichen begleitenden

Informationen. Bei diesem

virtuellen Angebot sollen die Aspekte

Informationsgehalt, Emotion

und Entertainment Hand in Hand

gehen, betont der Hersteller.

Jens Grubert, Marketingleiter

Siemens Hausgeräte, erläutert:

„Unser Ziel ist es, den Ausfall des

Live-Events IFA so gut wie möglich

zu ersetzen. Dazu sind wir

ganz neue Wege gegangen und haben

versucht einiges, was wir dem

Fachpublikum üblicherweise in

Berlin bieten, digital zu verwirklichen.

Wir haben darauf geachtet,

die Inhalte möglichst zielgerichtet

und dennoch emotional aufzubereiten.“

Entstanden ist das virtuelle

Händlerportal gemeinsam mit

den Agenturen Schmidthuber und

KMS Blackspace. Anspruch der

Marke Siemens ist es, auf jeder IFA

mit einem beeindruckenden Messestand

zu überzeugen. „Diesen hohen

Maßstab auch unter den speziellen

Bedingungen dieses Jahres

halten zu können, war eine echte

Herausforderung“, erzählt Jens

Grubert.

Jens Grubert, Marketingleiter Siemens Hausgeräte:

„Inhalte zielgerichtet und emotional aufbereitet.“

Foto: Siemens Hausgeräte

9/2020 KÜCHENPLANER 55


Messe/Produktneuheiten

Foto: Hera

Durchgehend

beleuchtet

Die Küche ist Arbeitsort und zeitgleich das gesellige

Zentrum des Hauses. Entsprechend hoch sind

die Ansprüche an eine behagliche Wohlfühlatmosphäre.

Licht spielt dabei eine große Rolle. Das

kann mit dem Hera-Konfigurator flexibel geplant

werden. Besonders geeignet für moderne Küchen

mit grifflosen Fronten, die gewöhnlich eine Aussparung

für die Finger haben, sei die Griffmuldenbeleuchtung

für eine indirekte Akzentbeleuchtung

ohne Dunkelzonen, betont der Licht-Spezialist aus

Enger. Mithilfe des Hera-Konfigurators kann online

die gewünschte Griffmuldenbeleuchtung geplant

werden. Ein gewünschtes LED-Tape wird

nach der Montage der Alu-Profile in einem Stück

auch durch die Ecken geklebt, sodass keine Schattenfugen

entstehen. Anschließend wird das Abdeckprofil

aufgerastet. Das gesamte Profil hat eine

Aufbauhöhe von nur 8 mm x 15 mm (Breite).

Backofen wie ein Smartphone bedienen

Der italienische Hausgerätehersteller

liefert seine Backöfen aus der Designlinie

„Dolce Stil Novo“ ab sofort mit einem

6,3” TFT-VIVOscreen-Touch Farbdisplay

aus. Damit lassen sich die Einbaugeräte

einfach und übersichtlich bedienen wie

ein Smartphone. Die Bedienoberfläche

unterstützt intuitives vertikales Scrollen

und horizontales Wischen. Zudem

ermöglicht es völlig neue Animationen

und Grafik-Effekte. Zum Beispiel individuelle

Serviervorschläge zu jedem Automatikprogramm.

Alle wesentlichen Einstellungen

lassen sich über nur einen

Screen einstellen und auch während

des Garens jederzeit ändern.

Die selbsterklärenden Piktogramme

und Bildschirmfunktionen machen die

Bedienung der Einbaubacköfen besonders

intuitiv. Zusätzlich sind die Geräte

mit Wi-Fi für eine Steuerung via App

ausgestattet. Während des Garens überwacht

der ergonomisch geformte Kerntemperaturfühler

die gewünschte Gartemperatur.

Die gemessene Temperatur

im Inneren des Kuchens oder des Bratens

erscheint direkt auf dem Display.

Foto: Smeg

56 KÜCHENPLANER 9/2020


Einweihungsfeier erstmal digital

Eigentlich wollte Neff seinen Einzug ins

house4kitchen mit den Messegästen persönlich

und vor Ort feiern. Doch wegen

Corona bleiben die Türen in Löhne zu.

Deshalb präsentiert der Hausgerätehersteller

seine News zunächst digital. Fertiggestellt

und genutzt wird der neue

Showroom dennoch. „Nach vielen Jahren

im Kaiserpalais Bad Oeynhausen wollten

wir in unser neues Messe-Zuhause gerne

persönlich einladen“, erklärt NEFF-

Geschäftsführer Marco Tümmler. „Die

Gesundheit aller Beteiligten hat für uns

allerdings oberste Priorität. Durch die Abstands-

und Hygieneregeln wäre der Austausch

in diesem Jahr nicht so, wie wir

ihn kennen und schätzen. Doch genau

das Zwischenmenschliche macht eine

Messe für uns besonders: gemeinsam Zeit

verbringen, Pläne schmieden, gemeinsam

genießen und neue Wege gehen.“

Neues Messe-Zuhause in Löhne

Der Showroom wird trotz allem zum eigentlichen

Messestart fertiggestellt und

auch nach der regulären Messezeit genutzt,

denn die Fläche ist für mehrere Jahre

angemietet. Dies macht unter Berücksichtigung

aller Vorsichtsmaßnahmen

individuelle Kundentermine, PR-Gespräche

oder Schulungen über das gesamte

Jahr hinweg möglich.

Die BSH-Marke Neff präsentiert sich

im house4kitchen auf ca. 250 m 2 in unmittelbarer

Nachbarschaft von Konzernschwester

Gaggenau. Und das mit klarer

Differenzierung und in der Darstellung

als kreatives Zuhause. Die in diesem

Jahr vorwiegend virtuellen Besucher erwartet

ein Mix aus Produktneuheiten,

stimmungsvoller Markeninszenierung,

„LiveBakery“ und Marketing-Neuheiten.

„Hinzu kommt eine große Menge Persönlichkeit

à la NEFF“, versprechen die Verantwortlichen.

Ab 21. September über eine Microsite

Dass sich das Messemotto #ZUHAUSE-

MITNEFF in diesem Jahr derart bewahrheitet,

konnte zu Beginn der Showroom-/

Messeplanung niemand ahnen. Doch

schon im März war klar: Die eigenen vier

Wände spielen eine bedeutsamere Rolle

denn je. „Das ist eine große Chance für

die ganze Branche“, zeigt sich Geschäftsführer

Marco Tümmler zuversichtlich.

Den Start macht nun ein digitales Messe-Erlebnis,

das ab 21. September 2020

über eine Microsite von NEFF zu verfolgen

ist.

SieMatic verzichtet schweren Herzens

Foto: Neff

Marco Tümmler, Neff-Geschäftsführer:

„Neues Messe-Zuhause im house4kitchen

wird dennoch genutzt.“

Zu den Küchenmöbelherstellern, die in

diesem Herbst auf eine physische Messe

verzichten, gehört auch SieMatic. Aus

Solidarität mit den weltweiten Partnern

habe sich das Unternehmen entschlossen,

stattdessen verstärkt digitale Wege in der

Kundenkommunikation zu nutzen. Auf

Anfrage erläutert Jörg Overlack, Leitung

Markenkommunikation / PR bei SieMatic,

die Hintergründe für diese Entscheidung:

„Die Covid-19 Pandemie ist leider noch

nicht vorüber und die Ferienzeit zeigt erneute

Auswirkungen. Viele Länder sind

von einer Normalität kurz- und mittelfris

tig entfernt. Aus Solidarität zu unseren

weltweiten Partnern und um ihnen

mehr Planungssicherheit zu gewähren,

haben wir uns bereits im zweiten Quartal

schweren Herzens entschlossen, auf die

SieMatic ID Days 2020 zu verzichten und

haben dies unseren Partnern weltweit erklärt.

Die Gesundheit unserer Besucher

und Mitarbeiter hat höchste Priorität. Zudem

verhindern die Corona-bedingten Erschwernisse

eine Hausmesse, wie wir sie

kennen und schätzen. Der so wichtige persönliche

Austausch wird nur mit Abstand,

das gemeinsame Feiern guten Gewissens

gar nicht möglich sein. Dennoch möchten

wir die Zeit im September dazu nutzen,

unseren Partnern verstärkt auf digitalem

Wege zu begegnen. Wir erarbeiten

gerade mediale Lösungen, um sie über aktuelle

Entwicklungen auf dem Laufenden

zu halten, sie zu unterstützen und unsere

Produkte erlebbar zu machen.“

9/2020 KÜCHENPLANER 57


Messe/Produktneuheiten

LED-Pendelleuchte „Giotto Due“

ist auf Wunsch mit dem Sprachsteuerungs

modul „SmartLuce“

ausgestattet.

Fotos: Vogt

Der neue Deckenleuchten- Katalog

Vogt: Es gibt ihn gedruckt oder auch

online unter www.vogtwelt.de.

Deckenleuchten für

Anwendungen jeglicher Art

Funktionaler Arbeitsraum oder gemütliches

Plauderstübchen? Licht schafft je nach Anlass

unterschiedliche Stimmungen. Zubehörspezialist

Vogt bietet schon seit Längerem für

jede Anwendung ein umfangreiches Leuchten-Programm.

Ein neuer Katalog lis tet das

Angebot nun übersichtlich auf. Er bietet auf

100 Seiten Vielfalt in Form, Farbe und Materialien.

Alle Leuchten können auch direkt

online bestellt werden – über den Händler-

Shop des Zubehörspezialisten. Mit der Funktion

„SmartLuce“ lassen sich viele Leuchten

zudem per Sprachsteuerung bedienen.

Und das über Amazon Alexa oder Google

Home. Die Steuerung funktioniert auch aus

der Ferne über die „SmartLuce App“ per

Smartphone oder Tablet übers Internet. So

lässt sich simulieren, dass jemand zu Hause

ist. Über den Wandschalter lassen sich

die Leuchten aber auch weiterhin herkömmlich

ein- und ausschalten. Das „SmartLuce“-

Modul ist ab Werk in die Leuchte integriert

oder alternativ zur Nachrüstung bei Vogt

erhältlich.

58 KÜCHENPLANER 9/2020


Wandlungsfähiges

Regalsystem mit Licht

„Versatile“ heißt eine neue Ausstattungs-Idee

von Häfele. Als „Multi talent“

könne das wandlungsfähige Regalund

Schranksystem individuell gestaltet

und flexibel eingesetzt werden. In

Wohnräumen, Büros, Garderoben, begehbaren

Kleiderschränken und im Ladenbau.

Und natürlich in Küchen.

Gefertigt wird es auf Basis von Aluminiumprofilen

mit 128-mm-Raster.

Und das mit integriertem Licht. Dabei

setzt Häfele auf LED-Bänder: Diese können

an verschiedenen Positionen im Profil

montiert werden und sorgen so für

die gewünschten Effekte. Die Aluminiumprofile

geben freie Hand bei der Einteilung

und der Montage von Holz- und

Glastablaren sowie von Holzkorpussen

mit Dreh-, Falt- oder Schiebetüren. Für

die Innenausstattung steht das umfassende

Zubehör des Dresscode-Schranksystems

zur Verfügung. Beschläge aus

dem Slido-Sortiment sollen für elegante

Schiebetürlösungen sorgen. „Die Montage

des Möbels kann nach der Konfektionierung

der Aluprofile vom Fachmann

selbst oder auch vom Kunden

übernommen werden“, erläutert das Unternehmen.

Die Profile kommen standardmäßig

in den RAL-Farben Weiß

und Umbragrau, individuelle Oberflächen

sind ebenfalls möglich.

Für Versatile gibt es vier Montagemöglichkeiten.

Regale und Schränke können

zum Beispiel als Ein-Säulen sys tem an

der Decke und/oder Wand montiert werden.

Und das auch frei stehend im Raum.

Mit der L-Montage entstehen Ein-Säulen-

Wandsysteme, die sich auch für Küchenregale

eignen. Zum Angebot gehörende

Design-Eckverbinder geben dem Möbel

nach Ansicht von Häfele den letzten

Schliff. „Versatile“ ist ab Lager und exklusiv

über Häfele weltweit erhältlich.

Foto: Häfele

®

Umsetzung in der Küche.

9/2020


Messe/Produktneuheiten

Elica feiert 50. Geburtstag

Elica gilt als Weltmarktführer bei Dunstabzugshauben. In diesem Jahr feiert das in

Fabriano/Italien beheimatete Unternehmen seinen 50. Geburtstag. Passend dazu

wurden die Design-Hauben und Kochfeldabzüge in einer hochwertigen Bildersprache

in Szene gesetzt. Inklusive der neuen Modelle.

Gegründet wurde Elica 1970 von Ermanno Casoli im

italienischen Fabriano. Schon Ende der 1970er-Jahre

übernahm der Sohn des Gründers, Francesco Casoli,

die Verantwortung. Seitdem wächst der Haubenbauer

kontinuierlich und gilt inzwischen als Weltmarktführer

im Bereich Dunstabzüge. Aktuell arbeiten mehr als

3800 Mitarbeiter an sieben internationalen Produktionsstätten

und Vertriebsgesellschaften für die Gruppe.

Zum Produktsortiment zählen Hauben für alle

Segmente des Marktes. Von preisgünstigen Ein- und

Unterbauhauben bis zu Designhauben für Wand und

Decke sowie Kochfeldabzüge. Auch die Lüftungsmotoren

produziert Elica selbst – seit 2005 werden diese

unter dem Markennamen Fime in den Werken in Italien

und Polen gefertigt.

Aus eigener Produktion

„Wo Elica draufsteht, ist auch Elica drin“, beschreibt

Jörg Bunde, als Head of Elica Brands Central Europe

auch für den Markt in Deutschland verantwortlich, die

Strategie. „Angefangen beim Design über die Produktion

bis hin zum Motor. Ebenso werden alle Spritzgussteile

selbst gefertigt. “ Weiterhin hebt Elica sich durch

seine technische Zulassungsgesellschaft EPL in Italien

ab: Hier werden nicht nur alle eigenen Produkte

geprüft und international zugelassen, sondern auch

Global Player wie Ikea, Whirlpool und Samsung lassen

dort u. a. Waschmaschinen zu.

Produktoffensive im Jubiläumsjahr

Für das Jubiläumsjahr 2020 entwickelte der renommierte

In-House-Designer Fabrizio Crisà neue Modelle:

angefangen bei einem neuen Kochfeldabzug über

gleich drei Vertikalhauben, mit denen Elica diesen aktuell

angesagten Markt betritt, sowie neue Kopffreihauben

und weitere Sortimentsergänzungen.

Kochfeldabzug „NikolaTesla Fit“: Das Induktionskochfeld

mit integriertem Abzug passt mit seiner Breite

von nur 60 bzw. 72 cm in alle herkömmlichen Unterschränke

mit 60 cm Breite.

Vertikalhaube „Super Plat“: Dank ihrer kompakten

Form (80 x 25 cm) lässt sie sich gut zwischen zwei Oberschränke

platzieren, sieht aber auch solo an der Wand

gut aus. Diese Haube nutzt die „Multi-d-Capture“-Technologie

von Elica, bei der die Kochwrasen von drei Seiten

abgesaugt werden: von unten, links und rechts der

Front. In Kürze soll die „Super Plat“ auch über Alexa

oder die „ElicaConnect App“ gesteuert werden können.

Die Konnektivität vereinfacht auch die Wartung, da

der Reinigungs- und Sättigungsstatus der Filter ständig

überwacht wird und mit wenigen Klicks ein neuer

Filter bestellt werden kann.

Vertikalhaube „Plat“: Bei dem auf ein Minimum reduzierten

Entwurf einer Vertikalhaube (55 bzw. 80 x

25 cm) ist die Funktion nicht direkt erkennbar – vielmehr

könnte „Plat“ auch ein reines Wandobjekt in

schwarzem oder weißem Glas sein. Auch dieses Modell

ist mit der „Multi-d-Capture“-Technologie ausgestattet.

Die „Comfort-Silence“-Technologie des Motors reduziert

die Geräuschentwicklung bei maximaler Stufe

auf 57 dB.

Vertikalhaube „Super Plat“.

Fotos: Elica

Vertikalhaube „Aplomb“: Der Produktname leitet

sich aus dem Französischen ab: selbstsicher, souverän,

gelassen. Was nicht nach einer Beschreibung für eine

Dunstabzugshaube klingt, zeigt aber dennoch die Design

philosophie dieses Modells. Hier treffen die Leichtigkeit

von Glas und die Härte von Stahl aufeinander

und sorgen so für ein geradliniges, elegantes Design.

Zur Ausstattung zählen u.a. „Multi-d-Capture“-Technologie

und eine mehrstufige Nachlaufautomatik.

Kopffreihaube „Bloom“ / „Bloom S“: Der Abzugsbereich

bleibt verborgen, solange das bewegliche Visier

geschlossen ist. Dieses lässt sich mit einer einfachen

Handbewegung öffnen, sodass der Dampf auch oben

eingesaugt werden kann – ein wichtiger Vorteil bei der

Nutzung über einem Induktionskochfeld. Denn normalerweise

kondensiert der Dampf leicht an der kalten

Glasscheibe einer Schräghaube. Dadurch, dass hier un-

9/2020


ten und in der Mitte der Scheibe abgesaugt wird, bildet

sich weniger Kondenswasser, was wiederum herunterlaufen

und in die Töpfe tropfen könnte. „Bloom“ ist

in schwarzem oder grauem gehärteten Glas erhältlich,

„Bloom S“ gibt es in Weißglas oder mit Dekton (Oberfläche

von Cosentino). Die Dunstabzugshaube ist mit

der Technologie „Comfort Silence“ und schallabsorbierenden

Paneelen ausgestattet, die den Geräuschpegel

laut Hersteller auf bis zu 50 dB reduzieren.

Lampenhaube „Ikona Light“: Die Formensprache ähnelt

einer traditionellen Abzugshaube, die einem Kaminabzug

gleicht, „Ikona Light“ ist jedoch viel filigraner

und scheint in der Luft zu schweben. Das Gerät ist

in mattschwarzer oder weißer Ausführung sowie Edelstahl

erhältlich. Sie wurde für Kücheninseln entwickelt,

kann aber mit einem Zubehörbügel auch an der

Wand montiert werden. Breite: 60 cm.

Unterbauhaube „Hidden 2.0 @“: Das Haubenpaneel

mit umlaufender Absaugung ist die erste eingebaute

Dunstabzugshaube von Elica, die über das WLAN konnektiv

genutzt werden kann. Die Ende des Jahres auf

den Markt kommende „ElicaConnect App“ informiert

den Nutzer über notwendige Wartungen, wie zum Beispiel

einen Filterwechsel, und leitet direkt in den Onlineshop

von Elica weiter. Auch über Alexa kann die

Haube für einige Hauptfunktionen wie

Ein/Aus, Lichtintensität oder Saugleistung

gesteuert werden. Die T-Form des Schornsteins

ermöglicht die beliebte Nutzung der

verbleibenden Fläche im Oberschrank für

die Aufbewahrung von Gewürzen oder Rezeptbüchern.

Wandhaube „Rules“: Die Tiefe der Haube

lässt sich bei der Montage von 21 cm bis

36 cm millimetergenau einstellen. Dafür

steht der „Shift-2136“-Mechanismus. Besonderer

Nutzen: Die Haubenfront bildet

mit den Fronten der Küchenmöbel eine Elica-Designer Fabrizio Crisà.

harmonische Durchgängigkeit. In Küchen

ohne Oberschränke kann sie ihre Stärke ebenfalls

ausspielen: Denn mit seiner geringen Tiefe von 21 cm

und einer Höhe von 36 cm fällt der effiziente Abzug

nur durch seinen feinen puristischen Stil auf. „Rules“

gibt es in Vollglasversion mit Schwarzglas sowie als

„ Naked-Variante, bei der die Haube mit der gleichen

Front wie die der Oberschränke verkleidet wird. Eine

dritte Option wird mit Dekton realisiert. Rules ist außerdem

mit einem von Elica patentierten Schräggitter

ausgestattet, das wegen seiner besonderen Struktur

das Kondenswasser aufnimmt und es in einer herausnehmbaren

Schale sammelt.

Mit dem F+ * präsentiert Haier eine exklusive Kühl-

Gefrierkombination, die modernes Design mit

innovativer Kühltechnologie verbindet. So wird in

der patentierten Antioxidant Zone ** der Sauerstogehalt

der Luft reduziert, um den Oxidationsprozess

zu verlangsamen. Das Ergebnis ist beeindruckend:

Geschmack, Nährwert und Qualität der Lebensmittel

bleiben bis zu 8-mal länger erhalten.

Optisch besticht die Neuheit durch ihr klares

Design und die edlen Türoberächen aus schwarzem

Glas. Der Clou: Die unterste Schublade lässt

sich via Touch Display automatisch önen.

Setzen Sie ein Design-Statement in Ihrer Küche –

mit dem F+ von Haier!

Erhältlich ab Oktober 2020.

* HFF-750CGBJ

** zertiziert durch den VDE

DIE FORMEL FÜR

INNOVATIVES KÜHLEN

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9/2020 KÜCHENPLANER 61


Messe/Produktneuheiten

Foto: Amica

Drei

Modelle

in der Farbvariante Mattschwarz

ergänzen die Retro-Kühlserie.

Noch mehr elegante Schwarz-Optik

Für den Messeherbst 2020 kündigt Amica zahlreiche Neuheiten an. In nahezu allen Produktsegmenten

gibt es laut Unternehmen Verbesserungen bei Ausstattungsdetails und Erweiterungen

der Sortimente im Sinne eines Vollsortiment-Angebotes.

Beim Thema Farbe setzt der Hausgeräte-Hersteller auf den Design-Trend „Black“ und

ergänzt zahlreiche Geräte in eleganter Schwarz-Optik. So geht im Kompetenz-Segment

Kochen ein „InjectionSteam“-Dampfgarer im „X-type“ Black-Design an den Start. „Ausgestattet

mit 77-Liter-XXL-Backofen bietet er viele nützliche Automatik-Dampfgar- und Backprogramme“,

erläutert das Unternehmen. Und das mit Energieeffizienz A + . In der Gesamtgestaltung

der Küche sei das Gerät mit Kompaktbackofen, Wärmeschublade, Kaminhaube

oder Weinkühlschrank „bestens kombinierbar“.

Neben den Themen Farbe und gesundem

Kochen setzt Amica bei Backöfen

und Herden auf noch besseren Komfort

bei Ausstattung und Nutzerfreundlichkeit.

Automatische Selbstreinigung

durch Pyrolyse sei hier ein zentrales

Thema. Das Segment Muldenlüfter bereichert

Amica mit zwei Geräte-Sets,

bestehend aus einem autarken Kochfeld-Abzug

und einem autarken Induktionskochfeld.

Für den zielgerichteten Ausbau der

für Amica ebenfalls wichtigen Produktrange

Kühlen und Gefrieren wird es

neue Modelle im Segment der Side-by-

Side Kühlkombinationen geben. Ebenso

Gefrierschränke mit „ TotalNoFrost“

und Gefriertruhen. Zudem ergänzen drei

Modelle in der Farbvariante Mattschwarz

die Retro-Kühlserie.

Neu: „InjectionSteam“-Dampfgarer

im „X-type“ Black-Design.

Zubehör-Ideen von

Sagemüller & Rohrer

Foto: Amica

Foto: Sagero

Nicht die Leuchte wird geschwenkt,

sondern die Blende.

Mit neuen Ideen für Licht, Lüftung und

Montage ergänzt Sagemüller & Rohrer

das aktuelle Programm. Vorgestellt

werden diese und weitere Neuheiten ab

19. September 2020 auch auf der Digital-

Plattform kuechenherbst.online.

Zu diesen Neuheiten zählt unter anderem

eine neue Generation Schwenkleuchten.

Denn schwenkbare Leuchten

sind in der Küche gerne geplantes Zubehör.

Nun bringt Sagemüller & Rohrer

mit der neuen Serie „KOS“ eine aktuelle

Lichtidee, welche diesen Leuchtentyp

neu darstellt. Nicht mehr das Lichfenster

wird geschwenkt, sondern eine

davor liegende Blende. „Dadurch wirkt

diese Leuchtenform wesentlich hochwertiger

und bietet sowohl dekoratives

Licht als auch funktionales Licht“, betont

der Zubehörspezialist. Durch Öffnen

der Lichtblende an der Leuchtenfront

wird der Lichtkegel erweitert. So

kann sich jeder Nutzer seinen individuellen

Abstrahlwinkel einstellen.

Wird die Blende geschlossen, strahlt

dekoratives Licht über die Nischenwand.

Ausgestattet ist die Leuchte mit

Sensorschaltung, Farbwechsler und

der S&R-Top-Memory-Technik (für geschaltete

Steckdosen geeignet). Erhältlich

sind Längen von 45 bis 150 cm in

Edelstahloptik gebürstet und Schwarz

gebürstet. Mit einem zusätzlichen Nischenwandset

kann die Leuchte auch

frei auf einer Wand angebracht werden.

Über weitere Neuheiten von Sagemüller

& Rohrer informieren wir auf www.

kuechenplaner-magazin.de/themen/detail/news/zubehoer-ideen-von-sagemueller-rohrer/

62 KÜCHENPLANER 9/2020


Foto: Hailo

Keine Chance für Bakterien

Hygiene steht an erster Stelle. Diese Aufforderung

ist zeitlos und gilt im Moment

angesichts von Corona besonders: in der

Küche im Haushalt, in gastronomischen

Küchen, in Großküchen, in Kindergärten,

im Büro oder besonders in sensiblen

Umgebungen wie Arztpraxen oder Krankenhäusern.

Abfallentsorgungssysteme

gehören dabei zu den Zonen, in denen

nochmals gesteigerte Anforderungen an

die Hygiene herrschen. Denn dort kann

die Vermehrung von Bakterien schnell

ausufern und Probleme bereiten.

Das Einbau-Abfall trenn system

ist geeignet zum Einbau in

Drehtürschränke ab 30 cm

Breite. Ein Kunststoff-Systemdeckel

deckt die zwei 15-Liter-

Inneneimer nach dem Einschieben

im Schrank ab und

dient gleichzeitig als Ablage

für Utensilien.

Mit der „AntiBak“-Linie hat Hailo nun

ein Einbau-Abfalltrennsystem im Portfolio,

das dank seiner besonderen Oberflächenstruktur

den Bakterienbefall auf

Kunststoffteilen um 99,9 % reduzieren soll.

Hailo erklärt: „Die spezielle Struktur der

eingesetzten Kunststoffe verhindert das

Keimen von Krankheitserregern jeglicher

Art. Alle Kunststoffflächen wie Systemdeckel,

Griffblende und Inneneimer sind

durch den Zusatz von Silberionen antibakteriell

ausgestattet.“ Die außergewöhnlich

hohe antibakterielle Wirkungsgeschwindigkeit

sei auch noch nach 15

Jahren aktiv und böte somit dauerhaften

antimikrobiellen Schutz. Das getestete

Material wirkt laut Unternehmen gegen

mehr als 50 Bakterienarten. Das Abfallsystem

verfügt über eine Lebensmittelzulassung

nach FDA. Es enthält kein Nano-

Silber und sei sicher in der Anwendung

– sowohl für Verarbeiter als auch für den

Endanwender. „Ein Prüfzertifikat ist verfügbar“,

betont Hailo.

Foto: Pyramis

Konsequent

klare Linie

Geradlinig-eckig ist der Trend auch im Spülendesign: Pyramis

greift diesen Gedanken mit seiner neuen Spülenserie „Kartesio“

auf. Die Serie vereint Design mit hoher Funktionalität. Dabei

fällt vor allem das neue eckige Siebkorbventil mit Dreh-Excenter

ins Auge. Passend dazu gibt es eine elegante, ebenfalls

eckige Ab deckung aus Edelstahl, die sich harmonisch in den

vorgeformten Rinnen am Boden des Beckens verschieben lässt

und das Ventil verbirgt.

Die Abtropffläche ist zum Becken geneigt. Durch die eleganten

und breiten Ablaufrinnen läuft das Wasser ungehindert

ab. Genau diese Form findet sich im Becken wieder: Die

Abtropffläche ist praktisch das Spiegelbild zum Becken. Das

seidenglatte Kompositmaterial „Pyragranite“ verfügt über

eine wertige Anmutung und lässt sich laut Unternehmen einfach

mit einem feuchten Tuch reinigen. „Kartesio“ gibt es in

fünf „Pyragranite“-Farben: Carbon, Chocolate, Iron Grey, Beige

und Snow sowie in drei verschiedenen Größen mit jeweils

einem Becken und einer Abtropffläche. Die klassischen Maße

von 79 cm und 86 cm Breite werden ergänzt um eine Plus-Variante

in 100 cm Breite mit einem extra großen Becken. Alle Varianten

haben eine Tiefe von 21 cm.

9/2020 KÜCHENPLANER 63


Betriebsmanagement

Chris Thieme:

„Wir machen

unsere Kunden

über Social-Media-Werbung

so sichtbar mit

ihrem Thema,

dass Nutzer, die

im Netz nur an

Küche denken,

auf diesen Anbieter

aufmerksam

werden.“

Foto: Thieme

Ein Lead ist noch kein Kunde

Wer sich im Internet für Küchen interessiert, ist für Chris Thieme interessant.

Mit seiner Beratungsagentur vermittelt er Kunden aus dem Handel entsprechende

Adressen. Doch das ist nur der Anfang. Für ihn steht fest: „Erst die professionelle

Nachverfolgung entscheidet, ob aus einer Adresse Umsatz wird.“

Seit 2016 berät Chris Thieme Unternehmen im Online

Marketing, insbesondere bei der Lead-Generierung

über Social Media. Seit Ende 2018 zählen im Schwerpunkt

Küchenstudios und Möbelhäuser zu seinen Kunden.

In den letzten beiden Jahren waren es bundesweit

bereits rund 150. Als Inhaber und Geschäftsführer

agiert er zusammen mit fünf Mitarbeitern vom Firmensitz

in Cottbus aus.

Guten Tag, Herr Thieme, ich habe mich für unser Gespräch

über Ihre Dienstleistung informiert. Stimmen

Sie dieser Zusammenfassung zu?

a) Sie beschäftigen sich mit Online-Marketing

b) Sie favorisieren die Kanäle Facebook und

Instagram

c) Sie haben sich auf die Küchenbranche spezialisiert

d) Sie sind der Meinung Online Marketing ist mehr

als Lead-Generierung

Im Endeffekt ist das so, wie Sie es beschreiben. Aus

Erfahrungen im Aufbau eines lokalen Unternehmens

weiß ich, wie wichtig es ist, sich 1. auf Social Media darzustellen,

um so eine Omnipräsenz in seiner regionalen

Zielgruppe aufzubauen, und 2. wie wichtig es ist, mit

Leads zu arbeiten. Wobei wir unseren Kunden immer

sagen: Leads sind wichtig, aber sie sind nicht alles. Für

den Küchenhändler vor Ort geht es um mehr als um die

Lead-Generierung. Es gibt im Markt einige Plattformen,

die reine Lead-Daten von Interessenten liefern, die sich

im Netz zum Thema Küche informieren. Diese Anbieter

haben ihre Daseinsberechtigung. Unser Ansatz gestaltet

sich aber etwas anders. Einerseits haben natürlich

auch wir einen Fokus auf der Lead-Generierung, aber

uns ist es wichtig, dass sich unsere Kunden zusätzlich

in ihrer Zielgruppe, ihrer Region und vor allem ihrem

Lieferumkreis eine gewisse Omnipräsenz aufbauen.

Was verstehen Sie unter Omnipräsenz?

Immer wieder sichtbar für seine Zielgruppe zu sein.

Dass man in der relevanten Küchenzielgruppe immer

wieder online auftaucht. Wir machen unsere Kunden

über Social-Media-Werbung so sichtbar mit ihrem Thema,

dass Nutzer, die im Netz nur an Küche denken, auf

diesen Anbieter aufmerksam werden. Dann gibt es in

der Wahrnehmung nicht mehr Anbieter A, B und C,

sondern nur noch A. Weil dieser eben ständig präsent

ist auf Social Media.

Lässt sich der Begriff Küchenzielgruppe

konkretisieren?

Kücheninteressierte im Alter ab etwa 25 Jahre. Jüngere

Menschen gehen eher nicht ins Küchenstudio oder ins

64 KÜCHENPLANER 9/2020


Möbelhaus, wenn sie eine neue Küche brauchen. Die

greifen eher auf vorhandene Gegenstände zurück. Ausnahmen

bestätigen natürlich die Regel.

Hat’s funktioniert?

Dieser Küchenhändler zählt noch heute zu meinen

Kunden.

Worauf stützen Sie Ihre Einschätzung, dass ständige

Präsenz nützlich ist und zum gewünschten Ergebnis

führt? Netzsurfer könnten sich von einer ständigen

Sichtbarkeit auch genervt fühlen.

Erste und intensive Erfahrungen habe ich mit dieser

Strategie vor einigen Jahren im Fitnessbereich

gemacht. Beim Aufbau eines Fitness-Studios hier in

Cottbus. Ich war immer sichtbar auf den Social-Media-

Kanälen und habe mein Unternehmen immer gezeigt.

Dadurch hatte ich einen ständigen Mitgliederzulauf.

Dies haben die anderen Anbieter damals völlig ungenutzt

gelassen.

Für diese Omnipräsenz nutzen Sie die Kanäle Facebook

und Instagram. Social Media ist jedoch ein

weites Feld und es ist viel Bewegung in diesem

Markt. Wie zielführend sind diese Kanäle jetzt und

auf Dauer?

Wir bevorzugen Facebook und Instagram aus Überzeugung.

Wenn ich mir die Quartalszahlen anschaue,

dann sind diese Plattformen noch immer top. Auch

wenn manche sagen, dass sie sich auf einem absteigenden

Ast befänden. Dabei ist das Gegenteil der Fall:

Die Nutzerzahlen steigen immer weiter. Natürlich kommen

neue Netzwerke hinzu wie zum Beispiel TikTok,

ein Portal für kurze Handyvideos, aber für die Branche

und die Zielgruppe, die wir ansprechen, sind Facebook

und Instagram aktuell. Sie bleiben wohl auch in nächster

Zukunft das Maß.

Wie sind Sie überhaupt in die Küchenbranche

gekommen?

Ganz einfach: Ich habe selbst eine Küche gebraucht.

Der Händler, bei dem ich damals gelandet bin, hat mir

von seinen Schwierigkeiten erzählt. Mit der Agentur,

die Leads für ihn generieren sollte. Die haben das seiner

Meinung nach nicht gut hinbekommen. Obwohl sie

schon neun Wochen damit beschäftigt waren. Dieser

Küchenhändler war nicht mehr gut auf die Agentur zu

sprechen. „Die haben viel angekündigt aber wenig gehalten“,

lautete sein Urteil.

Wie war Ihre Reaktion?

Ich habe zu ihm gesagt: „Ganz ehrlich: ich habe keine

Ahnung von Küchen und auch keine Ahnung von

Möbeln. Ich weiß aber, wie man Leads generiert.“ Damals

betreute ich mit meiner Firma bereits zahlreiche

Unternehmen. Restau rants, Fitness- und EMS-Studios,

einen Baustoffhändler, Immobilienmakler und Unternehmen

aus weiteren Branchen.

Aber keine Küchen.

Stimmt, keine Küchen. Dennoch war der Händler mit

einem Testlauf einverstanden.

Dann scheinen Sie ihn überzeugt zu haben.

Unseren Testlauf für sein Unternehmen haben wir Anfang

2019 gestartet. In den ersten vier Wochen konnten

wir 73 Kontakte generieren. Das heißt 73 exklusive

Leads, die nur für ihn bestimmt waren. Und allein mit

dieser Aktion, die wir damals gemacht haben, hat er einen

sechsstelligen Mehrumsatz gemacht. Noch heute

verkauft er Küchen aus dieser Aktion.

Erstaunlich.

Es zeigt, dass Online Marketing wirkt, und dass diese

Omnipräsenz so wichtig ist. Der gesamte Prozess

des Küchenkaufs ist in den meisten Fällen doch mittel-,

oft sogar langfristig angelegt. Die Bandbreite von der

ersten Informationssuche bis zum tatsächlichen Kauf

reicht von einigen Woche über mehrere Monate bis hin

zu einem Jahr oder noch länger.

Und doch sagen Sie: Die reine Lead generierung

genügt nicht, wir machen mehr für unsere Kunden.

Richtig. Wir geben unseren Kunden über die generierten

Interessentendaten zahlreiche Tipps zur Nachverfolgung.

Wann sollten sie erneut anrufen, also

ein Follow-up starten? Welche Ansprache hat sich bewährt?

Wir bieten unseren Kunden aktuell eine individuelle

Kunden-Area mit Log-In an. Das ist ähnlich wie ein

Mitgliederbereich. Dort können sie zum Beispiel spezielle

Gesprächs-Skripte einsehen, die 1 : 1 genutzt werden

können. Wir geben unseren Kunden also alles an

die Hand, damit sie verstehen, wie das Thema richtig

funktioniert.

Aber eine Agenturleistung ist das nicht?

Also, dass Sie hinter den Interessenten im Auftrag

Ihrer Kunden hinterhertelefonieren.

Nein, telefonieren tun wir nicht. Das würde das Grundproblem

im Unternehmen nicht lösen. Das Grundproblem

im Unternehmen ist ja das Telefonieren bzw. die

Nachverfolgung des Interessentenkontakts. Diesen

Schritt hat ein Küchenhändler am besten selbst zu

erbringen, weil er den persönlichen Kontakt zum potenziellen

Kunden aufbauen muss. Das bringt nichts,

wenn wir ihm das abnehmen oder ein anonymes Call-

Center.

Mit einer Ausnahme: Zu Test-Zwecken und zum

Qualitäts-Check haben wir diese Follower-Prozesse

selber mal durchgeführt. Ausgangspunkt war, dass

unser Kunde sagte: „Sie haben mir 50 Kontakte geliefert,

die waren aber alle nicht gut.“ Da bin ich natürlich

hellhörig geworden. Wir haben das dann selbst

übernommen und haben festgestellt, dass die Adressen

nicht das Problem waren, sondern die Organisation

und Durchführung der telefonischen Nachverfolgung.

Das hat uns zur Überzeugung gebracht, dass es

9/2020 KÜCHENPLANER 65


Betriebsmanagement

wichtig ist, unseren Kunden beizubringen, wie sie das

am besten machen können. Erst mit dieser Beratungsleistung

lösen wir das Grundproblem. Kunden, die das

verstehen und umsetzen, werden auch auf anderen Wegen

erfolgreich sein.

Was kann beim Telefonieren denn schieflaufen?

Haben Sie ein Beispiel?

Viele verwechseln einen Lead, der über einen Online-

Kanal zustande kommt, mit einem Laufkunden, der

ins Geschäft kommt und schon recht konkrete Pläne

hat. Doch wie gesagt sind die meisten Küchenplanungsprozesse

langfristiger angelegt. Zum Beispiel

bei Bauherren liegen zwischen Erstkontakt und Küchenkauf

viele Monate. Das ist unsere Erfahrung: Wer

sich online mit seiner Adresse als Interessent einträgt,

braucht die Küche in der Regel nicht sofort. Deshalb

die Omnipräsenz auf den Kanälen und die individuelle

Nachverfolgung.

Ein zweiter häufiger Fehler: Es wird nur einmal angerufen

– und dann nie wieder. Oft haben die Interessenten

beim Erstkontakt noch gar keinen konkreten

Bedarf. Mit der konkreten Planung sind die noch gar

nicht beschäftigt, weil sie vielleicht noch gar nicht wissen,

wie groß der Küchenraum überhaupt wird. Weil

sie sich noch in einer frühen Bauphase befinden oder

vielleicht sogar noch mit der Suche nach geeignetem

Bauland beschäftigen. Diese Interessenten brauchen

jetzt noch keine Küche. Aber irgendwann bestimmt.

Die größte Umsatzquelle für Küchenhändler liegt in

diesem Nachverfolgungsprozess. Den haben wir optimiert

und für unsere Kunden in Skripts zusammengefasst.

Davon können sie profitieren.

Bei den Testläufen, die wir selbst durchführten, haben

wir übrigens meist nur zwei, drei Minuten telefoniert,

um eine kurze Bedarfsanalyse zu machen. Das

kam bei den Angerufenen überwiegend sehr positiv an.

Selbst Interessenten, die aus welchen Gründen auch

immer inzwischen woanders ihre Küche gekauft hatten,

bedankten sich für so viel Aufmerksamkeit. Auch

das kann eine Empfehlungsquelle sein.

Mal eine Anfängerfrage:

Welche Daten umfasst eigentlich ein Lead?

In der Regel Vorname, Name, E-Mail-Adresse und Telefonnummer.

Wir gehen aber weiter und versuchen

schon den konkreteren Bedarf bzw. Wünsche abzufragen.

So gut es geht. Zur Küchenform, zum Stil, vielleicht

zur Farbe. Und ganz wichtig: Wann benötigt der

Interessent die Küche denn ungefähr? Soweit eine Aussage

dazu schon möglich ist.

Wie realisieren Sie die angesprochene Omnipräsenz

für einen Küchenhändler im Netz?

Das ist im Küchenhandel viel einfacher, als man vielleicht

denken könnte. Zum Beispiel einfach schon dadurch,

dass man immer wieder sagt, dass es einen gibt.

Viele Endkunden wissen gar nicht, dass eine Beratung

im Küchenstudio im ersten Schritt kostenfrei ist. Im

Fitness-Bereich schaffen wir ganz viele Kontakte, indem

wir immer wieder das kostenfreie Probetraining

kommunizieren. Daraus werden oft Kunden. Im

Küchen handel ist das gar nicht so anders.

Wir müssen den Kunden aktiv darauf hinweisen,

dass wir existieren. Nach Corona müssen wir sogar darauf

hinweisen, dass wir noch existieren und geöffnet

haben. Wir müssen uns der Zielgruppe zeigen. Hier bin

ich. An diesem Standort. Das ist mein Unternehmensname.

Darum geht es im Kern.

Was muss ich in Sie investieren, wenn ich Ihre

Dienstleistung in Anspruch nehmen will?

Das ist komplett individuell und kann wirklich nicht

mit einer für alle verbindlichen Zahl abgebildet werden.

Das hängt von vielen Faktoren ab, unter anderem von

der Betriebsgröße und dem Umfang an Kontakten, die

weiterbearbeitet werden können. Ein größeres Möbelhaus

wird in der Nachverfolgung mit 100 Kundendaten

und entsprechenden Kundenanfragen leichter umgehen

können als ein kleineres Küchenstudio mit zwei

oder drei Mitarbeitern. Daran orientieren sich die Aktionen,

die wir für den jeweiligen Kunden konzipieren.

Zudem ist die Frage des Budgets regional abhängig. In

Großstädten wie Berlin, Hamburg oder Köln braucht es

ein etwas höheres Budget als in einer Kleinstadt.

Grundsätzlich beraten wir Unternehmen der Branche

im ersten Schritt kostenfrei und prüfen, ob die

Ziele mit unseren Strategien umsetzbar sind. Wenn wir

den Eindruck haben, dass es passt und wir helfen können,

machen wir ein maßgeschneidertes Angebot.

Eine abschließende Frage:

Warum sollten Küchenhändler überhaupt in

Online-Marketing investieren?

Online Marketing ist längst mehr als ein „nice to have“.

Es ist zur Pflicht geworden. Immer mehr Kunden sind

online unterwegs. Und die kaufkräftige Zielgruppe

von morgen ist sowieso nur noch dort. Offline-Medien

verlieren bei diesen Nutzern zusehends. Das soll nicht

heißen, dass offline schon heute nicht mehr funktioniert.

Aktuell kommt es auf eine gesunde Mischung an.

Erst die deckt die komplette Zielgruppe ab.

Zudem wächst das Vertrauen in Online-Werbeanzeigen

nachweislich enorm. Wenn Personen im Umkreis

des Unternehmens immer wieder automatisiert von ein

und demselben Unternehmen bespielt werden, dann

schafft das Vertrauen und die Online-Nutzer schauen

sich nicht mehr nach anderen Anbietern um. Am besten

vertrauen Küchenhändler dabei natürlich auf professionelle

Unterstützung. Das führt schneller zum

Erfolg. Das können wir in unseren Fallstudien sogar

nachweisen. Interessenten können diese gern bei uns

anfordern.

Das Gespräch führte Dirk Biermann

66 KÜCHENPLANER 9/2020


Aquno Select M81

Die Dusche für Obst und Gemüse

Multifunktionssieb

im Lieferumfang

enthalten

Erstmals werden Laminar- und

Brausestrahl an der Ausziehbrause

um eine dritte, flächige

und besonders sanfte Strahlart

ergänzt, die aus dem integrierten

Grundkörper entspringt.

SatinFlow besteht aus vielen

Einzelstrahlen, die eine softe und

doch dichte Flächigkeit bilden.

Die Strahlen legen sich spritzfrei

um Lebensmittel, Hände und

Gegenstände und sorgen für

eine gleichmäßige Benetzung

mit Wasser. Diese Armatur

lieben nicht nur empfindliche

Lebensmittel, wie Obst, Gemüse

und Salat, sondern auch anspruchsvolle

Küchenenthusiasten.

Der Grundkörper im unteren Armaturenbereich

fungiert als „Dusche“ für Obst und

Gemüse. Denn der integrierte breite Strahl

sorgt dank langem, flächigem Auslauf sowie

neuartiger Anordnung und Anzahl der Strahldüsen

für eine merkbar sanftere Verteilung

der Wassertropfen. So werden Lebensmittel

wesentlich schonender, dabei aber äußerst

effektiv gereinigt. Mit dem im Paket enthaltenen

Multifunktionssieb, das genau unter

den Strahl passt, sorgt das System für einen

einfachen und effizienten Arbeitsablauf an

der Spüle. Auch bei der Handhabung überzeugt

die neue Armatur mit durchdachtem

Design und reinigungsfreundlichen Flächen.

Der rechts am Armaturen-Grundkörper angebrachte

Einhebelgriff und die links am

Grundkörper angebrachte Select-Taste zur

Strahlartenumstellung ermöglichen eine komfortable

und intuitive Bedienung. Durch das

futuristische und extravagante Design sowie

die verschiedenen Grundformen ist Aquno

Select M81 ein wahrer Eyecatcher und passt

in jedes individuelle und anspruchsvolle

Küchendesign. Linear präsentiert sie sich mit

L-förmigem Auslauf. Dabei unterstreicht das

abgewinkelte Auslaufrohr die präzise Geradlinigkeit

des Gesamtprodukts und bietet eine

Ausziehfunktion mit Laminarstrahl. Mit einem

markanten Rundbogenauslauf betont M81

das monolithische Formenspiel aus Quader

und Kreis. Die Ausziehbrause mit Umstellfunktion

der Strahlarten sorgt dabei für flexiblen

Wassereinsatz. Beide Varianten sind in den

Oberflächen Chrom, Edelstahl-Finish und

Mattschwarz erhältlich.


Küchenverbände

Mehr Umsatz mit

etwas weniger Häusern

„2019 war insgesamt ein gutes Jahr für KüchenTreff.“

Dieses Fazit zog die Geschäftsleitung des Verbandes

im Rahmen einer Videokonferenz. Demnach blieb die

Anzahl der Küchenstudios mit 403 Häusern annährend

auf dem Niveau des Vorjahres (416). Gleiches gilt für

die Anzahl der Mitglieder, die zum 31. Dezember 2019

mit 357 verbucht wurde und damit genau dem Vorjahreswert

entsprach. Trotz der konstanten Entwicklung

im Bereich Mitglieder / Küchenstudios konnte der Umsatz

im Vergleich zu 2018 um 6,4 % gesteigert werden.

Im Vorfeld der Verkündung des Wirtschaftsberichts

wurde schriftlich zu den notwendigen Tagesordnungspunkten

abgestimmt. Das klare Ergebnis: Die Geschäftsführung

wurde entlastet und Adrian Junker in

seiner Funktion als Beirat bestätigt.

Feierlichkeiten verschoben

„Gerne hätten wir unsere Mitglieder traditionell im Rahmen

der Veranstaltung #KüchenTreffdesJahres über

aktuelle Entwicklungen und Ausblicke in die Zukunft

informiert“, so Daniel Borgstedt, der im Frühjahr gemeinsam

mit Marko Steinmeier die Geschäftsführung

von Franz Bahlmann übernommen hat. „Gerade in diesem

Jahr hätten wir einige Anlässe gehabt, zusammen

als KüchenTreff-Familie zu feiern: unser 25-jähriges

Jubiläum, ein gutes Geschäftsjahr 2019 – und natürlich

hätten wir alle gern Franz Bahlmann persönlich aus

seiner Position als Geschäftsführer verabschiedet. Es

ist sehr schade, dass dies alles nun nicht stattfinden

konnte, doch die Sicherheit unserer Mitglieder, Dienstleister

und Industriepartner geht selbstverständlich

vor. Außerdem ist aufgeschoben nicht aufgehoben: Wir

werden die Feier und die geplanten Jubiläumsaktionen

zu gegebener Zeit nachholen.“

Früh in digitale Tools investiert

Videokonferenzen spielen aufgrund der Corona-Krise im

Arbeitsalltag der KüchenTreff-Mitglieder in diesem Jahr

eine unerwartet große Rolle. Bereits 2019 hat Küchen-

Treff die Möglichkeiten der Online-Präsenzen für die

Händler ausgebaut und verstärkt in Onlinemarketing

und Social Media investiert. Mit dem Onlineplaner, der

Küchen-Checkliste und dem Küchen-Konfigurator haben

die Händler Tools an der Hand, sodass der Kunde bereits

im Vorfeld zum Küchenkauf seine Küche online planen

kann. Diese Aktivitäten rentieren sich jetzt in der Krise.

„Hier zeigt sich, dass wir mit unserer verstärkten Online-

Aktivität im letzten Jahr absolut richtig lagen“, so Marko

Steinmeier. „2020 haben wir Corona-bedingt unsere Mitglieder

zusätzlich gezielt bei der Etablierung von Online-

Beratungen unterstützt. So war es ihnen möglich, den

Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten. Wir sind uns sicher,

dass diese Beratungsmöglichkeit auch nach Überwindung

der Corona-Zeit erfolgreich bestehen bleibt.“

„Ein richtiger strategischer Schritt“

Ein weiteres wichtiges Thema in diesem Jahr ist die

Kooperation mit Küchenring. Im März besiegelten die

beiden Verbundgruppen ihre Zusammenarbeit. Und

bereits jetzt zeigt sich, dass diese Entscheidung ein

richtiger strategischer Schritt war: „Wir wollten unsere

Einkaufsbedingungen verbessern und damit auch

eine strategische Zukunftssicherung betreiben“, so

Daniel Borgstedt. „Diese Ziele erreichen wir gemeinsam

besser, wie wir bereits jetzt sehen. 2020 hat trotz

aller Heraus forderungen noch immer das Potenzial,

ein gutes Jahr zu werden – und wir gehen fest davon

aus, dass wir dieses im nächsten Jahr wieder wie gewohnt

mit der KüchenTreff-Familie feiern können.“

Die Küchen-

Treff-Geschäftsführer

Daniel Borgstedt

und

Marko Steinmeier

(Foto von

links) sind mit

dem Geschäftsjahr

2019 zufrieden

und sehen

die Gruppe

digital gut aufgestellt.

Foto: KüchenTreff

68 KÜCHENPLANER


Überschaubare Einbußen

Am Anfang der Pandemie befürchtete die Möbelbranche Umsatzeinbußen von 20 % oder mehr.

Dann kam eine erste Relativierung mit einem geschätzten Jahresminus von 10 %. Und jetzt die

recht zuversichtliche Prognose, dass es kaum mehr als 5 % Einbußen in diesem Jahr gibt.

„Seit Juni geht es mit dem Umsatz wieder

ins Plus und die Auftragslage im Juli

war sehr gut“, sagte Jan Kurth, Geschäftsführer

des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie

und der Möbelfachverbände,

beim Jahresgespräch des VDM in den

Räumen der Koelnmesse. Die Corona-Pandemie

habe auch in der deutschen Möbelindustrie

tiefe Spuren hinterlassen, „doch

scheinen die Einbußen für unsere Branche

im Gesamtjahr nach aktuellem Stand

überschaubar zu bleiben“, so Kurth. Nach

einem drastischen Umsatzeinbruch infolge

des Lockdowns konnte der Negativtrend

mit Beginn des Monats Juni gestoppt

werden. Die teilweise bereits seit

Mai überraschend positive Entwicklung

der Auftragseingänge erlaubt aus VDM-

Sicht trotz aller nach wie vor vorhandenen

Unsicherheiten einen optimistischen

Blick nach vorne.

Schweiz neuer Export-Markt Nr. 1

Unter dem Strich hat die Möbelindustrie

im 1. Halbjahr 2020 9,8 % Umsatz verloren.

Wobei das Inland mit - 8,2 % weniger betroffen

war als die Exportmärkte, die um

13,2 % nachgaben. Besonders vom Coronabedingten

Umsatzeinbruch betroffen war

das Geschäft mit den direkten Nachbarn

in Frankreich (- 18,2 %), Österreich (-7,5 %),

Belgien (- 11,6 %) und UK (- 19,4 %). Demgegenüber

stieg der Umsatz in der Schweiz

um 4,6 %. Mit einem Volumen von 516,7

Mio. Euro (Januar bis Mai 2020) haben

die Möbelexporte in die Schweiz sogar die

Spitzenposition eingenommen. Der viele

Jahre wichtigste Export-Markt Frankreich

kommt noch auf ein Umsatzvolumen in

Höhe von 476,5 Mio. Euro. Außerhalb Europas

verlor der wichtigste Exportmarkt

USA im Berichtszeitraum 10,3 % an Umsatz,

und Russland als Nr. 3 im Ranking

rund 10 %. Der zweitwichtigste Ausfuhrmarkt

China legte um 1,9 % zu.

Drei Gründe für rasche Erholung

Die aktuell vorhandenen Anzeichen für

eine Erholung in der Möbelindustrie lassen

sich laut VDM auf drei Aspekte zurückführen:

1. Nachholbedarf, 2. gestiegener

Stellenwert von Zuhause und 3.

Umschichtung des Budgets Richtung Woh-

nen und Einrichten. Jan Kurth: „Für positive

Impulse sorgt zudem die befristete

Absenkung der Mehrwertsteuer. Die Steuerersparnis

gibt vielfach den Anstoß, geplante

Möbelkäufe in die Tat umzusetzen.“

Wie eine verbandsinterne Umfrage

zeigt, sind die Unternehmen der Möbelindustrie

nach dem Ende des Lockdowns

von Monat zu Monat zuversichtlicher geworden.

Kurth: „In der jüngsten, gerade

abgeschlossenen Umfrage rechnen inzwischen

42 % der befragten Möbelhersteller

damit, ohne Umsatzeinbußen durch das

Jahr zu kommen. Vor diesem Hintergrund

heben wir unsere Prognose vorsichtig an

und gehen nun für das Gesamtjahr nur

noch von einem Umsatzminus von bis zu

5 % aus.

Küchenmöbelindustrie relativ stabil

Alle Segmente der deutschen Möbelin dustrie

ent wickelten sich von Januar bis Juni

2020 nach Angaben der amtlichen Sta tistik

negativ. Dennoch gibt es erhebliche

Differenzen zwischen den einzelnen Segmenten.

Die Küchenmöbelhersteller verzeichneten

einen leichten Umsatzrückgang

um 2,3 % auf rund 2,5 Mrd. Euro und

entwickelten sich damit wesentlich besser

als andere Segmente. Die Büromöbelindustrie

wies mit einem Umsatz von rund

983 Mio. Euro ein deutlich negativeres Ergebnis

aus (- 10,9 %). Die Hersteller von

Laden- und sonstigen Objektmöbeln lagen

um 10 % unter dem Vorjahreswert

und erzielten einen Umsatz von rund 831

Mio. Euro. Einen überdurchschnittlichen

Rückgang registrierten die Hersteller von

Polstermöbeln, deren Umsätze von Januar

bis Juni 2020 um 11,2 % auf rund 420 Mio.

Euro zurückgingen. Auch die Umsatzentwicklung

beim größten Segment der Möbelindustrie

– den sonstigen Möbeln und

Möbelteilen – fiel mit minus 14,3 % auf

3 Mrd. Euro negativer aus als im Branchendurchschnitt.

Das kleinste Segment

der Branche – die Matratzenindustrie –

wies ein Umsatzminus in Höhe von 11,8 %

auf rund 350 Mio. Euro aus.

Stark verbesserte Auftragslage

Im Juni verbesserte sich die Lage in allen

Segmenten wieder deutlich. Nach internen

Erhebungen der Fachverbände stiegen

die Auftragseingänge in der deutschen

Wohnmöbelindustrie in den ersten

sieben Monaten um 4,5 % und in der Küchenmöbelindustrie

um 4,8 %.

Mit Blick auf die nächsten Monate wagt

der VDM diese Prognose: „Es gibt zwar

noch viele Unwägbarkeiten hinsichtlich

des Verlaufs der Pandemie, doch wir sind

optimistisch, dass das Vorkrisenniveau

unter Vorbehalt einer stabilen epidemiologischen

Entwicklung im Jahr 2021 wieder

erreicht werden kann.“

Die Umsatzfieberkurve

der

deutschen

Möbelindustrie.

9/2020 KÜCHENPLANER 69


Küchenverbände

Foto: DER KREIS

Projektpräsentation bei DER KREIS in Leonberg mit den Kooperationspartnern der Stiftung.

Weitere Partner unterstützen

„Kochen.Leben II“

Die DER KREIS ANJA SCHAIBLE STIFTUNG hat neue Kooperationspartner aus

der Industrie für die Umsetzung des neuen Projekts „Kochen.Leben II“ gewonnen.

Die Softwarefirma SHD, Hollweg Arbeitsplatten, Franke Kitchen Systems sowie

Franke Aquarotter unterstützen nun erstmalig die Stiftungsarbeit.

Die Umsetzung des neuen Projekts „Kochen.Leben II“

läuft derzeit auf Hochtouren. Damit die Gewinnerprojekte

auf der Living Kitchen 2021 präsentiert werden

können, braucht es die Unterstützung engagierter

Industrie- und Geschäftspartner. Als neue Förderer

konnten die Softwarefirma SHD, Hollweg Arbeitsplatten,

Franke Kitchen Systems und Franke Aquarotter

gewonnen werden. Zu den langjährigen Kooperationspartnern

bei der Projektrealisierung gehören

bereits die Unternehmen Ballerina, Hettich, Kesseböhmer,

Nobilia und Wagner & Schönherr (DER

KREIS Mitglied).

Vorstellung auf der LivingKitchen

Im Rahmen der LivingKitchen werden die Projekte

vom 18. bis 24. Januar 2021 dem Fachpublikum vorgestellt.

Dafür sind drei Projekte von Studierenden der

Technischen Hochschule OWL Detmold ausgewählt. Soviel

verraten die Initiatoren bereits: Die Bandbreite der

Themen reicht von Genuss mit allen Sinnen über Umweltbewusstsein

in Küche und Bad bis zu regionalen

Gestaltungselementen.

„Die Branche braucht Nachwuchs“

Digitale Unterstützung kommt von der Firma SHD

Kreative Planungssysteme GmbH, Anbieter von Softwarelösungen

in der Möbel -und Küchenbranche. Schon

seit Jahren arbeiten die Geschäftsführer Frank Pohl

und Marc Linker mit DER KREIS zusammen, da lag es

auf der Hand, sich auch auf diesem Gebiet zu engagieren.

„Die Branche braucht Nachwuchs und deshalb finden

wir es gut, dass durch die Stiftung junge Menschen

auf das Thema Küche aufmerksam gemacht werden.“

Auch SHD in Andernach weiß um die wichtige Aufgabe,

junge Mitarbeiter für ein attraktives Leben und Arbeiten

in ländlichen Regionen zu begeistern. Die Stiftung

ermöglicht es Firmen, bereits an der Hochschule künftige

Berufseinsteiger auf sich aufmerksam zu machen.

70 KÜCHENPLANER 9/2020


„Die Zusammenarbeit macht Spaß“

„Die Zusammenarbeit mit jungen Menschen macht einfach

Spaß“, findet Heidrun Brinkmeyer. Die Geschäftsführerin

von Ballerina-Küchen begleitet die Stiftungsarbeit

von Anfang an. Ihr liegt viel an der Förderung

junger Studenten und sie freut sich, dass sich eine Sache

nie geändert hat: „Ein Leben ohne Küche ist für keinen

denkbar. Einen Raum bzw. einen Platz zum Kochen

und Essen zu haben, das ist ein Bedürfnis, das bestehen

bleibt.“ Sie beobachtet, dass sich zwei Strömungen

bei den Studierenden immer wiederholen: Eine Gruppe

ist eher digital und technikaffin unterwegs, eine andere

präferiert einen naturorientierten und einfachen

Lebensstil. Doch das erzeugt interessante Spannungen,

die sich meist auch in den Projekten widerspiegeln.

Auch Thomas Laaff von der Kesseböhmer GmbH findet

es toll, den „jugendlichen Kreativprozess zu begleiten

und sich damit auch als innovatives Unternehmen

in Szene zu setzen“.

Und Tobias Homberger von Franke Kitchen Systems

meint zum Engagement des Unternehmens: „Innovative

Zukunftsprojekte mitzugestalten, ist eine schöne

Sache.“

Inspirierender Blick von außen

„Mich interessiert, wie junge Leute ticken. Ob sie eine

Küche zum Beispiel immer an der Wand sehen“, schätzt

Frank Schönherr von der Firma Wagner & Schönherr

GmbH den Blick von außen auf die Küchenbranche.

Das Jury-Mitglied ist zum ersten Mal auch aktiv an der

Realisierung eines Studienprojektes beteiligt. Die Präsentation

der Studierenden hat Schönherr beeindruckt.

„Hut ab, kann ich da nur sagen.“ Natürlich sei nicht jede

Idee realisierbar oder unter wirtschaftlichen Aspekten

sinnvoll, doch das zu bedenken, sei Aufgabe der Stiftungspartner.

Beeindruckt ist auch die beauftragte Innenarchitektin

und Stiftungsprojektleiterin Monika Slomski von

den detaillierten und gut durchdachten Ergebnissen

der Detmolder Hochschule, die von der Stiftung erstmals

gefördert wird. „Ich bin wirklich begeistert, wie

kreativ und innovativ die Studierenden das Thema

Küche neu gedacht haben. Auf die Präsentation in Köln

darf man gespannt sein.“

Voller Enthusiasmus

Stiftungsgründer und DER KREIS Chef Ernst-Martin

Schaible ist ebenfalls voller Enthusiasmus: „Die Studienarbeiten

aus Detmold sind außergewöhnlich und

ich bin sehr dankbar, dass wir diese dank dem Engagement

unserer neuen und treuen Kooperationspartner

realisieren können. Auf der Living Kitchen werden

wir wieder mit unseren Stiftungsprojekten richtungsweisende

Impulse für die Küchenbranche setzen. Das

Kernthema der Stiftung ‚Die Küche im Mittelpunkt des

Lebens‘ entwickeln wir kontinuierlich weiter.“

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9/2020 KÜCHENPLANER 71


Betriebsmanagement

Die Vorteile

digitaler Buchführung

Digitalisierung ist in Corona-Zeiten wieder ein viel diskutiertes Wort. Auch

im Küchenhandel. Doch während über Online-Vertrieb, Videokonferenzen

oder Homeoffice-Lösungen gesprochen wird, taucht ein Bereich kaum auf: die

Digitalisierung der Buchführung. Dabei ist sie aus vielen Gründen unverzichtbar.

Warum das so ist, beschreibt Volker Schmidt von der SEB Steuerberatung.

Volker Schmidt und die SEB Steuerberatung

Volker Schmidt ist nicht nur Steuerberater und Vereidigter Buchprüfer – er ist

ebenfalls Fachberater für Unternehmensnachfolge und für die Umstrukturierung

von Unternehmen sowie Datenschutzbeauftragter insbesondere für

den Küchenhandel. Die SEB Steuerberatung beschäftigt 50 Mitarbeiter und

ist seit 1990 auf den Kücheneinzelhandel spezialisiert. Derzeit betreut die

Beratungsgesellschaft rund 80 Kücheneinzelhandelsunternehmen unterschiedlicher

Größen mit diversen Verbandszugehörigkeiten. Die persönliche

Betreuung hinsichtlich betriebswirtschaftlicher, steuerrechtlicher, buchhalterischer

und datenschutzrechtlicher Fragen steht dabei im Vordergrund.

Fotos: SEB

Im Finanz­ und Steuerwesen gibt es einige Wortungetüme.

Hinter der Abkürzung GoBD verbergen sich

zum Beispiel die „Grundsätze zur ordnungsmäßigen

Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen

und Unterlagen in elektronischer Form sowie

zum Datenzugriff“. Ein sperriger Begriff, den Unternehmer

trotzdem kennen sollten, um aktuelle Anforderungen

zu erfüllen und wirtschaftliche Schäden zu

vermeiden. Auch für Küchenstudio­Inhaber hat die

Verwaltungsanweisung, die im Herbst 2014 veröffentlich

wurde, große Relevanz. In der GoBD stellt die Finanzverwaltung

konkrete Anforderungen an IT­gestützte

Prozesse. Im Wesentlichen geht es darum, dass

die Finanzverwaltung die Buchführung eines Küchenstudios

nachvollziehen und nachprüfen kann. Bevor es

Computer gab, war das relativ einfach. Belege, Rechnungen,

Kontoauszüge etc. wurden nach einem bestimmten

System abgeheftet. Kam der Steuerprüfer,

wurden die Ordner entstaubt und ihm zur Verfügung

gestellt.

Was ist das Original?

Heute haben wir eine bunte Mischung aus digitalen

Dokumenten und Papieren. Manche Rechnungen, zum

Beispiel die Telefonrechnung, die in die Betriebskosten

einfließt, gibt es gar nicht mehr in physikalischer Form.

Gerade kleinere Unternehmen verfahren dann wie

folgt: Das Rechnungs­PDF wird ausgedruckt. Das ausgedruckte

Papier wird in die Unterlagen aufgenommen.

Doch welches Dokument ist hier das Original und unterliegt

einer Aufbewahrungspflicht? Papier oder PDF?

Um es kurz zu machen: Es ist das digitale Dokument.

In der Buchführung müssen also sowohl physische als

auch digitale Dokumente aufbewahrt werden.

Gefahr der Nachschätzung

Wenn ein Küchenstudio nun seinen Weg gefunden hat,

relevante Dokumente aufzubewahren, heißt das noch

nicht, dass den Anforderungen der GoBD genüge getan

ist. Erforderlich ist nämlich darüber hinaus eine

Verfahrensdokumentation. Sie muss eine detaillierte

Beschreibung aller Datenverarbeitungssysteme, die

in einem Betrieb zum Einsatz kommen, enthalten. Zuständigkeiten,

Kontrollsysteme, Datenschutz, Art und

Umgang mit Dokumenten – all das ist Teil einer vollständigen

Verfahrensdokumentation. Hat ein Unternehmen

in diesem Bereich unsauber oder gar nicht

gearbeitet, kann es Probleme geben: „Soweit eine fehlende

oder ungenügende Verfahrensdokumentation die

Nachvollziehbarkeit und Nachprüfbarkeit beeinträchtigt,

liegt ein formeller Mangel mit sachlichem Gewicht

vor, der zur Verwerfung der Buchführung führen

kann.“ So steht es in der GoBD – und was eine Verwerfung

der Buchführung bedeuten kann, ist ziemlich unangenehm.

Es drohen Nachschätzungen und Nachforderungen

der Finanzverwaltung.

72 KÜCHENPLANER 9/2020


Vor der Digitalisierung

Befeuert durch Corona denken Küchenstudios verstärkt

über Digitalisierung nach. Vielfach wurden

wichtige Schritte unternommen, um den Küchenhandel

ins digitale Zeitalter zu führen: Online­Tools erleichtern

den Kundenkontakt und machten es sogar

während des Lockdowns möglich, die Geschäfte weiterzuführen.

Dieser Weg sollte weiter beschritten

werden – und unbedingt um eine Digitalisierung der

Buchführung erweitert werden. Einerseits, um die beschriebenen

Ansprüche der GoBD zu erfüllen; andererseits,

um die Buchführung zu erleichtern. Aktuell

steht zwischen Unternehmen und Steuerberatung

meist ein Ordner: Darin werden die buchführungsrelevanten

Belege gesammelt und irgendwann an den

Steuerberater übergeben. Der Steuerberater macht seine

Auswertungen und schickt den Ordner dann zurück,

wo er wieder in der Ablage landet. Ein System,

das sich lange bewährt hat, das aber auch zeitintensiv

und recht starr ist. Ein wenig so, als würde man

bewusst keine E­Mail benutzen, weil es ja auch die

Post gibt.

Schon seit 1966: Buchführung mittels EDV

Digitalisierung der Buchführung. Das hört sich nach

einem riesigen Projekt an – und lässt sicherlich gerade

kleinere Betriebe vor einem solchen Vorhaben

zurückschrecken. Doch die Realität ist einfacher, als

man denkt. Hier kommt die DATEV und mit ihr das

zweite Wortungetüm ins Spiel: 1966 gründen 65 Steuerbevollmächtigte

die „Datenverarbeitungsorganisation

der Steuerbevollmächtigten für die Angehörigen

des steuerberatenden Berufes in der Bundesrepublik

Deutschland“, kurz: DATEV. Ihr Ziel war es, die Buchführung

für ihre Mandanten durch Einsatz von EDV

zu erleichtern. Und nichts anderes macht die DATEV

Vorteile für Küchenstudios

Schnelle und einfache Prozesse

Zeitgewinn

Komfortabler Datenzugriff

Transparente Daten

Sichere Prozesse

Mehr Sicherheit bei Betriebsprüfungen

Entscheidungen auf Zahlengrundlage

bis heute. Insbesondere hat sie Software­Tools entwickelt,

mit denen die Buchführung einfach und leicht

verständlich ins Digitalzeitalter überführt werden

kann.

Geschäftsführung ohne Blindflug

Eine digitale Buchführung spart nicht nur Wege, vereinfacht

den Workflow und schafft Prozesssicherheit

nach GoBD – sie hat auch Auswirkungen auf das Management.

Da Auswertungen stets aktuell online vorliegen,

hat das Küchenstudio jederzeit Zugriff auf eine

top­aktuelle Buchführung. Infos über Umsatz, Kosten,

Liquidität, Kunden und Lieferanten stehen auf Knopfdruck

bereit. Auch Unterlagen für die Bank sind jederzeit

vorhanden. Damit erhält ein Geschäftsführer einen

entscheidenden Informationsvorsprung für seine

tägliche Arbeit. Wenn also Digitalisierung im Küchenstudio

diskutiert wird, sollte man neben der Kundenund

Mitarbeiterbeziehung auch die eigenen Prozesse

in Buchführung und Lohnbuchhaltung im Blick behalten.

Es lohnt sich.

9/2020 KÜCHENPLANER 73


Küchenverbände

Wissen wo

das Möbel herkommt

Angekündigt wurde es vom Möbelverband VDM schon Anfang des Jahres, jetzt

ist es am Markt: Das neue Siegel „Möbel Made in Germany“. Es soll Möbelkäufer

Orientierung bieten. Hinsichtlich geographischer Herkunft sowie Qualitätskriterien

der Produktion.

Foto: VDM

Das geographische Herkunftsgewährzeichen

„Möbel Made

in Germany“.

Seit dem 1. August 2020 finden Endverbraucher im

Handel ein neues Label, das ihnen Aufschluss über

die Qualität von Möbeln gibt: Das geographische

Herkunftsgewährzeichen nach RAL-RG 0191 „Möbel

Made in Germany“ kennzeichnet Schränke, Stühle

& Co. aus Deutschland, die nachweislich streng definierte

Kriterien erfüllen. Sowohl im heimischen Möbelhandel

als auch international soll das Label Endverbrauchern

als Entscheidungshilfe beim Möbelkauf

dienen, denn deutsche Qualitätsmaßstäbe gelten nach

Ansicht des Verbands „allgemeinhin als überdurchschnittlich

hoch.“

„Während der Corona-Krise ist das Thema Wohnen

und Einrichten noch stärker in den Fokus vieler Verbraucher

gerückt“, stellt Jan Kurth, Geschäftsführer

des Verbands der Deutschen Möbelindustrie (VDM),

fest. „Dabei sehen wir eine wachsende Bereitschaft,

mehr Geld für Möbel ‚Made in Germany‘

auszugeben und sich damit auf

Jahre hin sicher, modern und komfortabel

auszustatten.“ Qualitätsmöbel

sind also gefragt, wenn es um eine

neue Wohnungseinrichtung geht.

Aber wie lassen sich diese erkennen?

„Das geographische Herkunftsgewährzeichen

‚Möbel Made in Germany‘

hilft dabei sehr“, ist sich Kurth

sicher.

Strenge Kriterien

Das neue Label ist laut VDM an strenge

Bedingungen geknüpft, die das

Deutsche Institut für Gütesicherung

und Kennzeichnung (RAL) festgelegt

hat. Gemeinsam mit dem VDM hat

RAL das Label entwickelt und eingeführt.

Die Einhaltung der Anforderungen

überwacht die Deutsche

Gütegemeinschaft Möbel (DGM) im

Auftrag des VDM.

DGM-Geschäftsführer Jochen Winning

betont: „Viele Verbraucher erwarten

von Produkten aus Deutschland

per se eine hohe Qualität. Mit

dem neuen Herkunftsgewährzeichen

‚Möbel Made in Germany‘ stellen wir sicher, dass diese

Erwartungen rundum bestätigt werden und geben

Brief und Siegel auf den Herkunftsort und das daran

geknüpfte Qualitätsversprechen.“

„Möbel Made in Germany“ – das bedeutet entsprechend

der RAL-Registrierung 0191, dass die Konstruktion,

Montage und Qualitätsprüfung in Deutschland

stattfinden. Zudem muss der für die Qualität relevante

Herstellungsprozess überwiegend in Deutschland

erfolgen. Seit dem 1. Juni 2020 können sich interessierte

Möbelhersteller für die neue Zertifizierung

anmelden.

Sieben Küchenmöbelhersteller machen mit

Die ersten 31 Hersteller wurden schon geprüft und mit

dem geographischen Herkunftsgewährzeichen zertifiziert.

Sie dürfen ihre Möbelprogramme im Handel gut

sichtbar für den Endverbraucher mit dem neuen Label

auszeichnen. Zum Auftakt sind renommierte Möbelproduzenten

aus den Segmenten Küche, Polstermöbel

und Kastenmöbel vertreten:

Albert Ponsel; Alfons Venjakob; ARCO-Polstermöbel;

burgbad; C. Disselkamp Schlafraumsysteme; Express

Küchen; F+S Polstermöbel; Femira Betten systeme;

Gwinner Wohndesign; Häcker Küchen; Impuls Küchen;

InCasa Schlafraumsysteme; KOINOR Polstermöbel;

Loddenkemper Raumsysteme; Möbel fabrik Fr. Rudolf

& Sohn; Möbelwerke A. Decker; Nobilia; Nolte Küchen;

Nolte SPA; Oeseder Möbelindustrie Mathias Wiemann;

Rauch Möbelwerke; raumplus; Reposa Polstermöbel;

ROLF BENZ; Rotpunkt Küchen; Schüller Möbelwerk;

Signet Wohnmöbel; SZ Wöstmann Schlafraumsysteme;

Thielemeyer; Wimex Wohnbedarf; WM Wöstmann

Markenmöbel.

Weitere Audits in Bearbeitung

Laut VDM laufen derzeit bei einer Reihe weiterer

Möbel hersteller die Audits. Insgesamt haben 78 Unternehmen

ihr Interesse an dem Label angemeldet. „Ursprünglich

wollten wir bis Jahresende 50 Möbelhersteller

zertifizieren. Dieses Ziel werden wir voraussichtlich

übertreffen und damit im In- und Ausland wichtige

Signal wirkung für Qualitätsmöbel aus Deutschland

entfachen“, blicken Kurth und Winning optimistisch

voraus.

74 KÜCHENPLANER 9/2020


www.kuechenplaner-magazin.de

Ausgabe 9 / 2020

STROBEL VERLAG

KÜCHENFERTIGUNG

powered by KÜCHENPLANER

Foto: Egger

Oberfläche „Woodblocks natur“ mit

dekorgleicher Hirnholz- und Längskante

in Polypropylen (PP).

Beschläge l Oberflächen l Schrankausstattung l Licht


Küchenfertigung

1 000 000 000 Meter

Möbelkante

Eine Milliarde Meter. Das sind eine Million Kilometer. Wollte man diese Strecke

zurücklegen, müsste man etwa 2,6-mal zum Mond fliegen, 25-mal die Erde

umrunden oder 28 280-mal auf direktem Weg vom Dortmunder Westfalenstadion

zur Schalker Veltins-Arena fahren. Diese beeindruckende Menge Möbelkanten

produziert das Unternehmen Egger in einem Jahr.

Egger als Holzwerkstoffhersteller kennt jeder. Dass das

Unternehmen auch Möbelkanten produziert, ist manchen

weniger bewusst. Oder allenfalls am Rande nach

dem Motto: „Machen die nicht auch was mit Kante?“

Ja, machen die. Sogar eine beeindruckende Menge,

wie Joachim Dausch und Thomas Streichardt im Gespräch

mit dem KÜCHENPLANER berichten.

Joachim Dausch und Thomas Streichardt verantworten

den Geschäftsbereich Möbelkante bei Egger.

Joachim Dausch als Leiter Vertrieb und Marketing,

Thomas Streichardt als Technik-Chef. Wobei Joachim

Dausch neu in der Führungsriege des Holzwerkstoffherstellers

ist. Er kam am 1. Mai 2020 zum Unternehmen.

Vorher war er für Unternehmen wie Rehau und Döllken

(heute Surteco Gruppe) tätig. Zuletzt verantwortete er

als CEO die Geschicke der Primo Profile GmbH, Hersteller

von Kunststoffprofilen für den Baubereich. Seit 30 Jahren

arbeitet er in der kunststoffverarbeitenden Industrie

und bringt seine Expertise nun also bei Egger im

Kantengeschäft ein. Ähnlich umfangreich ist die Erfahrung

von Thomas Streichardt. Auch er beschäftigt sich

schon mehr als 20 Jahre mit dem Produkt Möbelkante.

Als Projektleiter Technik/Produktion Kante kam er 2015

zur Egger Gruppe und verantwortete den Aufbau der

Produktion in Brilon. Heute ist er für sämtliche technischen

Belange der beiden Kanten-Fertigungen der

Egger Gruppe, in Brilon und in Gebze/Türkei, zuständig.

Im Gespräch mit Joachim Dausch und Thomas

Streichardt ging es um Strategien und Zukunftspläne.

Dabei wurde deutlich, dass Egger dem Werkstoff Polypropylen,

kurz PP, eine besondere Bedeutung zumisst.

PP sei mit seinen Eigenschaften prädestiniert für den

Einsatz in der Küche und der Markt böte viele Wachstumschancen,

meint das Unternehmen. National wie

international. Dabei sieht sich Egger mit modernen

Anlagen seiner „Industrie 4.0“-Produktion am Standort

Brilon sehr gut aufgestellt. Und das Unternehmen

ist bereit, weiter in diesen Markt zu investieren. Was

auch für den favorisierten Digitaldruck gilt.

Küchenplaner: Welche Bedeutung hat

die Möbelkante für Egger?

Joachim Dausch: Ich bin jetzt drei Monate im Unternehmen

und wirklich beeindruckt, welche Entwicklung

Egger in den letzten fünf Jahren mit dem Produktbereich

Kante gemacht hat. Und es erstaunt mich etwas,

dass die Bedeutung von Egger als Kantenproduzent

manchen unserer Kunden gar nicht so sehr bewusst ist.

Wir selbst sehen uns im Kantenbereich weltweit als die

Nr. 3 im Markt. Im Bereich der PP-Kante sogar als Nr. 2.

Und das mit mehr als 1000 Mitarbeitern in unseren beiden

Kanten-Werken in Brilon und Gebze in der Türkei.

Egger und die Möbelkante: Diese Geschichte beginnt

im Jahr 2010 mit Übernahme von Roma Plastik.

Liege ich mit dieser Erinnerung richtig?

Thomas Streichardt: Die Egger Gruppe war bei Roma

Plastik seit 2010 beteiligt. Mit mehr als 70 % sogar als

Mehrheitsgesellschafter. 2016 folgte dann die komplette

Übernahme. Und die Umbenennung in Egger

Dekor. Seit April 2016 fertigen wir auch am Standort

Brilon in einer hochmodernen Produktion auf Basis

Industrie 4.0. Unser Schwerpunkt in Brilon war von

Beginn an die PP-Kante. 2018 haben wir dann eine

dritte Produktionslinie in Betrieb genommen. Inklusive

zwei Digitaldruck-Anlagen.

Wie hat sich der Geschäftsbereich Kante

in dieser Zeit entwickelt?

Joachim Dausch: Technisch und vertrieblich sehr positiv.

PP ist der bei Weitem anspruchsvollste Kantenwerkstoff

und schwierig zu verarbeiten. Egger ist

heute Vollsortimenter im Bereich PP-Kante mit hohem

fachlichem Know-how. Und der einzige Anbieter

am Markt, der ausschließlich auf Digitaldruck setzt.

Das heißt, alle unsere PP-Kanten sind digital bedruckt.

Das ist ein Alleinstellungsmerkmal und besonders für

die Küchenindustrie ein wichtiges Qualitätskriterium.

Was macht die Qualität des Digitaldrucks aus?

Thomas Streichardt: Der brillante Druck in Fotoqualität

und die Rapportunabhängigkeit, das heißt, dass

sehr lange Oberflächenstrecken produziert werden

können, ohne dass sich Dekor-Elemente wiederholen.

Das ist besonders bei Arbeitsflächen von großer Bedeutung,

denn so können ganz besondere Design-Akzente

gesetzt werden.

76 KÜCHENPLANER 9/2020


Foto: Egger

Mangen das Kantengeschäft von Egger (Foto von links): Thomas Streichardt (Technik) und Joachim Dausch (Vertrieb und Marketing).

Außerdem können wir mit dem Digitaldruck flexibel

und schnell reagieren. Bei der Einstellung eigener Dekore

und bei der Realisierung von Kundenwünschen.

Oder wenn Details aus der Platte in der Kante nachgestellt

werden sollen. Im Gegensatz zum Tiefdruck entfällt

beim Digitaldruck zum Beispiel das aufwendige

Erstellen von Druckwalzen.

Und ein weiterer großer Vorteil: Mit dem Digitaldruck

erreicht man eine viel konstantere Qualität. Im

Vergleich zum Tiefdruck keine Verschleißeffekte von

Dekorwalzen im Druck und kein Eindicken von Druckfarben.

Wir sehen die Zukunft ganz klar im Digitaldruck. Aktuell

haben wir hier in Brilon drei solcher PP-Anlagen

mit zwei Digitaldruckern. Sollten wir weitere

Druckkapazitäten aufbauen, haben wir uns entschlossen,

nur noch in den Digitaldruck zu investieren.

Aber nicht mehr in die Technik für den herkömmlichen

Tiefdruck.

Joachim Dausch: Besonders ist uns am Dekorverbund

von Platte und Kante gelegen. Auch hier bietet der Digitaldruck

wesentliche Vorteile.

Qualität, Flexibilität, Dekorverbund - eine weitere

wichtige Säule ist sicher die schnelle Verfügbarkeit.

Joachim Dausch: Absolut. Einer Datei ist erstmal egal,

ob sie ein aufwendiges Steindekor nachstellt oder ein

vergleichsweise simples Holzdekor. Die Umsetzung ist

im Digitaldruck technisch ein vergleichbarer Aufwand

und zeitlich schnell zu realisieren. Im Tiefdruck sind

die Abstimmungsprozesse mit unseren Kunden und

die gesamte Organisation sehr viel aufwendiger. Und

sie dauern länger. Digitaldruck ist flexibel und schnell.

Wir denken, das ist die Zukunft.

Wenn Sie also an Kante denken, denken Sie nur

noch digital.

Joachim Dausch: Zumindest hier am Standort Brilon.

Unsere Kollegen in Gebze in der Türkei sind noch traditioneller

aufgestellt. Aber auch dort ist das Ziel, die Produktion

im Digitaldruck weiter auszubauen. Dabei können

wir die positiven Erfahrungen aus Brilon nutzen.

Für welche Märkte produziert das Werk in Gebze?

Thomas Streichardt: Als Egger das Werk im Jahr 2010

übernommen hat, wurde hauptsächlich für den türkischen

Heimatmarkt gefertigt. Und für angrenzende

Länder, besonders den Iran. Heute ist das Werk zu

80 % auf das Exportgeschäft ausgerichtet. Kanten aus

Gebze finden Sie auf allen Kontinenten. Das Werk hat

sich in den letzten Jahren trotz der schwierigen Rahmenbedingungen,

besonders was den Heimatmarkt

Türkei betrifft, sehr positiv entwickelt.

Wo liegt Gebze?

Joachim Dausch: In der Nähe von Istanbul.

9/2020 KÜCHENPLANER 77


Küchenfertigung

Foto: Egger

Standort Brilon: 2016 ging das zweite Kantenwerk der Egger Gruppe in Betrieb.

Wie sind die beiden Standorte im Größenvergleich

einzuordnen?

Joachim Dausch: Gut 900 der rund 1000 Mitarbeiter

beider Werke arbeiten in Gebze. Und etwa 100 in

Brilon. In Brilon ist der Automatisierungsgrad jedoch

deutlich höher.

Thomas Streichardt: Um es mal in konkreten Zahlen zu

sagen: In beiden Werken zusammen stellen wir 1 Mrd.

laufende Meter Kante im Jahr her. Das sind eine Million

Kilometer. Etwa 25 % davon produzieren wir in Brilon.

Der Standort Brilon ist am 1. April 2016 an den Start

gegangen. Wie hat er sich seitdem entwickelt?

Joachim Dausch: Menge und Umsatz haben sich seitdem

sehr positiv entwickelt. Dazu trägt im erheblichen

Maße die Küchenmöbelindustrie bei. Zielrichtung

unserer Aktivitäten hier in Brilon ist ganz klar

die europäische Möbelindustrie. Mit den führenden

Anbietern pflegen wir einen sehr engen und direkten

Dia log. Deshalb treiben wir auch das Thema PP so sehr

voran. PP ist der Werkstoff der Wahl für die europäische

Küchenindustrie. Insbesondere in Deutschland.

Es ist der absolute Werkstoff Nr. 1.

Als das Werk in Brilon 2016 an den Start gegangen

ist, hat sich auch die Frage gestellt, auf welchen Werkstoff

man sich konzentrieren soll. Zu diesem Zeitpunkt

ist eine sehr gute und sehr richtige Entscheidung getroffen

worden. Nämlich auf den Werkstoff PP zu setzen.

Brilon liegt im Zentrum von Deutschland und

Europa und damit ganz nah an wichtigen Kunden, besonders

der Küchenmöbelindustrie. PP hat heute von

allen Kantenwerkstoffen die höchsten Zuwachsraten.

Was macht PP als Werkstoff denn so attraktiv?

Joachim Dausch: Die wesentlichen Vorteile von PP im

Kücheneinsatz sind die höchste UV-Beständigkeit unter

den bekannten Werkstoffen, die Beständigkeit gegenüber

Lösungsmittel und Chemikalien sowie die

Wärmebeständigkeit. Das sind wichtige Aspekte in der

Küche. Im Fertigungsprozess kann die PP-Kante per

Laser und Klebstoff mit dem Möbel verbunden werden.

Beides ist möglich.

Gibt es auch Einschränkungen? Wenn ja, welche?

Thomas Streichardt: Allenfalls, dass eine PP-Kante

nicht überlackiert werden kann.

Joachim Dausch: Als weitere positive Eigenschaft

kommt aber noch die Flexibilität des Materials hinzu.

Man kann sehr enge Radien verarbeiten. Was mit ABS

so nicht funktioniert. Das ist gerade im Bereich der

Küchenarbeitsplatten ein großes Thema. Wir sind sehr

stolz drauf, dass unsere Lösungen bei den führenden

Küchenmöbelherstellern sehr anerkannt sind. Wir rezeptieren

selber und haben Kantentypen, die hochflexibel

sind und alle Anforderungen erfüllen.

Können Sie sagen, wie hoch der Anteil der PP-Kante

in der deutschen Küchenmöbelindustrie aktuell ist?

Thomas Streichardt: Mindestens 90 %. Bei Herstellern,

die ihre Möbel und Platten selber bekanten sogar

noch höher. Der Werkstoff ABS fließt in erster Linie

über Zulieferteile, meist aus anderen Ländern, in die

Produktionen ein.

78 KÜCHENPLANER 9/2020


Wenn ich sie bislang richtig verstanden haben, lautet

ihre Aussage: PP ist in der Küchenmöbelindustrie

das Kantenmaterial der Wahl, und wir von Egger

können das besonders gut. Worauf bauen ihre

Qualitäten als Produzent?

Joachim Dausch: Wir haben hier in Brilon das modernste

Kantenwerk weltweit. Für uns war es ein

riesiger Vorteil, quasi von null auf der grünen Wiese

starten zu können. So konnten wir eine homogene

Technologie installieren. Bei gewachsenen Produktionen

sieht das mit den nach und nach getätigten Investitionen

meist sehr viel uneinheitlicher aus. Allein

schon, weil unterschiedliche Fertigungsverfahren zum

Einsatz kommen.

In Brilon profitieren wir von einheitlichen Fertigungstechnologien.

Und wir setzen wie gesagt auf

den Digitaldruck. Die Anlagentechnik ist von Anfang

an auf Basis Industrie 4.0 konzipiert worden. Dafür

hat Egger keine Investitionen gescheut. Das ist auch

der Grund dafür, dass es gelungen ist, das Produkt

PP-Kante in so kurzer Zeit zum Erfolg zu machen.

Wie ist der aktuelle Stand der Auslastung?

Bezogen auf die Kapazitäten am Standort Brilon?

Thomas Streichardt: Wir haben noch Möglichkeiten zu

wachsen. Was auch daraus resultiert, dass wir bei der

Anlagenkonzeption sehr konservativ geplant haben.

Heute können wir eine höhere Leistung aus den Anlagen

generieren, als wir nach der ersten Planung angenommen

hatten. Aber wir investieren weiter. Aktuell

zum Beispiel im Schneidbereich. Auch bei den Kalander-Anlagen

werden Investitionen folgen. Diese sind

aber noch nicht konkret.

Thomas Streichardt: Das Thema Lieferzeiten ist sehr

differenziert zu sehen. Bei den meisten Dekoren sind

wir nach wie vor sofort lieferfähig. Es gibt ja auch viel

Lagerware. Zu sagen, die Lieferzeit bei Egger ist durchgängig

auf acht, neun oder zehn Wochen gestiegen,

ist zu allgemein. Im Moment pendeln wir uns über alle

Segmente hinweg wieder auf Vor-Corona-Zeiten ein.

Nochmal zur Frage der generellen Auslastung von

Brilon. Können Sie dazu eine konkrete Zahl nennen?

Joachim Dausch: Das ist gerade wirklich nicht leicht zu

beantworten. Wir haben drei turbulente Monate hinter

uns und eine sehr besondere Situation zu steuern:

Die Nachfrage hat von jetzt auf sofort stark nachgelassen

und ist dann extrem wieder angestiegen. Diesen

Wechsel zu steuern, ist uns gut gelungen. Auch in

Abstimmung mit unseren Kunden aus der Küchenmöbelindustrie.

Wir haben über die gesamte Zeit alle Vereinbarungen

lückenlos erfüllt.

Wo soll Egger in einem Jahr mit dem Produkt Möbelkante

stehen?

Joachim Dausch: Wir wollen unsere Marktposition

wesentlich ausbauen. In unserem Heimatmarkt in

Deutschland, aber auch international und über Europa

hinaus. Der Bereich PP wurde von vielen Marktteilnehmern

lange Zeit vernachlässigt. Es gibt noch viele

Marktanteile zu verteilen und zu gewinnen. Daran wollen

wir wesentlich teilhaben.

Das Gespräch führte Dirk Biermann

Wie viele Anlagen haben sie derzeit im Einsatz?

Thomas Streichardt: Wir arbeiten mit drei Kalanderanlagen.

Die laufen an sieben Tagen, 24 Stunden. Gerade

haben wir eine fünfte Schicht über alle Anlagen

aufgebaut. Auch um unsere Lieferzeiten wieder abzukürzen.

Was hat diese nach oben gebracht? Und wie sehr?

Joachim Dausch: Auch wir hatten durch Corona starke

Schwankungen zu bewältigen. Nach einem Einbruch

in den Monaten April und Mai zog die Nachfrage aber

wieder deutlich an, teils sogar extrem, und wir waren

mit den Lieferzeiten bei manchen Dekoren in der Spitze

bei fast 10 Wochen. Normal kalkulieren wir mit vier

Wochen. Daran nähern wir uns wieder an.

Werden im Moment so viele Küchen verkauft und

produziert? Oder woran machen sie den deutlichen

Auftragsschub fest?

Joachim Dausch: Das Küchengeschäft läuft positiv, das

hören wir von allen wichtigen Küchenmöbelherstellern.

Aber manche Spitze ist auch entstanden, weil

zum Beispiel Läger bei unseren Kunden wieder aufgefüllt

wurden. Die wurden in den Corona-Monaten

März und April eher abgebaut.

Die Polypropylen-Kante (PP-Kante) wird in der Küche favorisiert.

Foto: Egger

9/2020 KÜCHENPLANER 79


Küchenfertigung

Innovative Materialien

im Fokus

„Material und Digitalisierung“ – so lautet das Thema der materials.cologne.

Die Konferenz für Design und Innovation findet am 22. und 23. Oktober 2020

bei der IHK Köln statt. Einen Online-Kanal wird es auch geben.

Ursprünglich sollte die Konferenz Ende März 2020

stattfinden. Doch dann kam Corona und vereitelte die

Planungen. Vorerst. Stattfinden wird die Konferenz

nun am 22. und 23. Oktober. Und das sowohl physisch

in den Räumen der IHK Köln als auch im digitalen Live-

Stream. „Was die Situation vor Ort betrifft natürlich

unter strenger Einhaltung der Corona-Schutzverordnung

des Landes Nordrhein“, wie Initiator und Projektleiter

Martin Beeh betont.

Passend zum Wandel

Der Schwerpunkt der „Material und Digitalisierung“

passt punktgenau zum derzeit sich in großen Schritten

vollziehenden Wandel, der alte Erfolgsrezepte nicht

mehr wirken und neue Geschäftsmodelle und Technologien

sehr schnell zum „New Normal“ werden lässt.

In diesem Kontext bietet Team materials.cologne die

Konferenz als Ideen- und Innovations-Plattform für

neue Entwicklungsmöglichkeiten an.

Die inzwischen dritte Auflage ist erneut eine Mitmach-Konferenz,

auch kollaborative Konferenz genannt.

Sie wendet sich an Designer, Architekten und

Innenarchitekten. Aber auch an Entscheider in den

Unternehmen, für die Material-Innovation und deren

Gestaltung konkreten Mehrwert schaffen. Teilnehmen

werden zudem Vertreter von Forschungsinstituten

und Hochschulen. Am 22. Oktober finden

Vorträge renommierter Experten statt, am 23. Oktober

steht ein Workshop-Parcours nach dem Makeathon-Prinzip

auf dem Programm. Beim Makeathon

ent wickeln kleine Gruppen in kurzer Zeit Ideen und

neue Lösungen.

Beispiele aus der Praxis

Martin Beeh beschreibt den Mehrwert der materials.

cologne so: „Die Konferenz bietet den Besuchern vor

Ort und online Einblick in aktuelle Best-Practice-Beispiele

und Informationen zu kommenden technischen

Material-Innovation und die

Entdeckung neuer technischer

und gestalterischer Lösungen

stehen im Mittelpunkt der

materials.cologne.

Foto: materials.cologne

5/6/2020


und gestalterischen Möglichkeiten. Sie dient dem

Wissens- und Erfahrungsaustausch, sowie dem Networking.

Kollaboration und Co-Creation werden durch

den ganztägigen Workshop-Parcours im Mittelpunkt

stehen und neue Projektimpulse setzen.“

Vortragende sind Professor Marco Hemmerling von

der Fakultät Architektur der TH Köln (Lehr- und Forschungsgebiet

Computational Design in Architecture),

Corien Pompe (Senior Consultant Color Materials

Finishes) aus Amsterdam, Robert Jänisch als Gründer

und Geschäftsführer der IOX GmbH und Dr. Markus

Franke, Gründer und Geschäftsführer der Valculus

GmbH.

Als Tutoren für den Workshop-Parcours konnten

unter anderem gewonnen werden: Jessika Kunsleben

von der Effizienzagentur NRW, Linda Schmidt (Head of

UX, UI & Industrial Design) der ifm electronic GmbH,

Philipp Steffens von der Folkwang Universität der

Künste Essen, Marc Schnitzler von der Akademie für

Handwerksdesign Gut Rosenberg sowie Eckard Foltin

von Foltin Future Consulting.

Namhafte Sponsoren

Headline-Sponsoren der materials.cologne sind die

KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH sowie die

Koelnmesse GmbH mit den Fachmessen interzum und

ZOW. Die IHK Köln ist Veranstaltungspartner, der Verband

der deutschen Möbelindustrie (VDM), der Verband

deutscher Industriedesigner (VDID) und KölnDesign

sind Fachpartner. Ebenso der Werkbund Nordrhein-

Westfalen, CREATIVE.NRW (Kompetenzzentrum Kreativwirtschaft

des Landes NRW), das Exzellenzcluster

NanoMikroWerkstoffePhotonik,NRW sowie der Handelsverband

Heimwerken, Bauen und Garten (BHB).

Als Aussteller dabei sind unter anderem der Oberflächenspezialist

imi Surface Design und Mentor, der

Experte für produktintegriertes Licht. Ebenso Muto,

Anbieter außergewöhnlicher Holzoberflächen und

Furniere. Hinzu kommen „weitere innovative Unternehmen“.

Allesamt sollen sie die Teilnehmer bei der

gemeinsamen Entdeckungsreise zu Design, Material

und Innovation unterstützen. Vor Ort und online.

Early Bird-Tarif sichern

Mitglieder zahlreicher Branchen- und Berufsverbände

erhalten Vergünstigungen. Bis zum 30. September

2020 gilt außerdem der Early-Bird-Teilnehmerpreis.

Die Konferenz ist als Weiterbildungsveranstaltung

durch die Architektenkammer NRW anerkannt. Weitere

Information und Anmeldung für die Live- oder

online-Teilnahme und auf den Konferenz-Profilen auf

Facebook und Instagram. www.mat.cologne

Anti-Fingerprint und matt mit perfekter Optik und Haptik

skai® Perfect Matt macht den Unterschied.

Rein und klar in der optischen Wirkung am Möbel und ausgestattet mit einer äußerst angenehmen Haptik: das ist skai® Perfect Matt.

Die neue, extrem matte Oberfläche lädt zum Berühren und Begreifen ein, ohne dass Spuren entstehen. Bei dieser Mattigkeit sind diese

Anti-Fingerprint-Eigenschaften bisher unerreicht. skai® Perfect Matt ist damit die Lackoberfläche, die rundherum überzeugt: Sie ist

haptisch höchst angenehm, warm und wertig, besitzt zudem eine überlegene technische Performance.

http://www.skai.com/interior/moebelfolie


Küchenfertigung

Wie antiseptische

Oberflächen funktionieren

Oberflächen spielten bei der Verbreitung von Krankheitserregern schon immer eine

entscheidende Rolle. In Zeiten von Corona wird dies zum wichtigen Forschungs gebiet.

Ein Gespräch mit Materialexperte Martin Beeh über antiseptische Materialien.

Obwohl derzeit noch nicht bekannt

ist, wie lange das Corona-

Virus auf Gegenständen überlebt,

ist eine Ansteckung über kontaminierte

Materialien grundsätzlich

denkbar. Experten gehen

inzwischen davon aus, dass

die Beschaffenheit von Oberflächen

von enormer Bedeutung

für die Eindämmung der Pandemie

ist. Bereits heute machen

sich Designer, Produktentwickler

und Wissenschaftler die antiseptischen

Eigenschaften von

Werkstoffen wie Kupfer oder Silber

zunutze. „Sie begeistern mit

ausgeklügelten Verfahren, die

sowohl hygienische als auch ästhetisch

und haptisch anspre-

Martin Beeh, Gründer des Kölner

Design büros „beeh_innovation“ chende Oberflächen entstehen

und Red Dot-Jurymitglied.

lassen“, meint auch Martin Beeh,

Gründer des Kölner Designbüros

„beeh_innovation“ und Red Dot-

Jurymitglied. In Zusammenarbeit mit dem NRW-Landescluster

Nano Mikro WerkstoffePhotonik.NRW (NMWP.

NRW), einem der Fachpartner der „materials.cologne

– Die Konferenz für Design und Inno vation“, zeigt

der Materialexperte auf, wie Gegenstände mit keimtötenden

Eigenschaften ausgestattet werden können

und zeichnet seine Zukunftsvision für diesen wichtigen

Designbereich. Geführt wurde das Gespräch von

und für red-dot.org.

Foto: Biermann

Welche Materialien sind für ihre

antiseptischen Eigenschaften bekannt?

Da kennen wir eine ganze Reihe Metalle und Metalllegierungen,

wie Silber, Kupfer oder Edelstahl. Kupfer

ist ein ganz wunderbares Metall: So kann der Einsatz

von Türklinken und Lichtschaltern aus Kupferlegierungen

in Krankenhäusern oder anderen sensiblen

Bereichen eine erhebliche Reduktion von MRSA-Keimen

erreichen. Gegenstände mit Kupferoberflächen

oder gar ganz aus Kupfer reduzieren generell stark

die Infektionsgefahr. Allerdings oxidiert Kupfer sehr

schnell und zeigt sich dann als farbige „Grünspan“-

Patina.

Silber-Ionen in Kleidungsstücken oder auf den Innenbehältern

von Kühlschränken sind fast schon zu

„Lifestyle-Statements“ geworden. Dass Silber selbst

antibakteriell wirkt, ist schon lange wissenschaftlich

bekannt. Ob eine Silber-Ionenbeschichtung oder Silberfäden

eine effektive Verbesserung bringen, ist dagegen

umstritten.

In welchen Bereichen machen wir uns die

Materialien bereits zunutze?

Antibakterielle Oberflächen gibt es an vielen Stellen

und die Verbreitung nimmt stetig zu. Am bekanntesten

sind zum Beispiel antibakterielle Schneidebretter,

Aufbewahrungsbehälter für Lebensmittel, Toilettensitze,

usw. Das Nano-Silber wurde eine Zeit lang zum

Beispiel in Deos oder „Anti-Geruchs-Socken“ verwendet,

wird aber aufgrund seines Eindringvermögens in

menschliche Zellen mit Vorsicht betrachtet.

Welche Rolle spielen Materialien und Oberflächen in

Hinblick auf die Verbreitung von Viren?

Martin Beeh: Infizierte Oberflächen, selbst ganze Materialien,

sind leider oft unfreiwillige Überträger von

allerlei Übel. Antibakterielle Oberflächen kennen wir

schon lange. Die natürlich desinfizierenden Eigenschaften

von Materialien wie Kork oder von Menschen

geschaffenen Kompositen, wie zum Beispiel Porzellan,

werden schon lange zielgerichtet und mit einer unglaublichen

Kreativität genutzt.

Neben Oberflächenbeschichtungen sind beeinflussbare

Faktoren wie die Oberflächenspannung von

Materialien entscheidend. Der Lotusblüten-Effekt ist

davon sicherlich der Bekannteste. Er hält Schmutz von

der Oberfläche ab, ist aber nicht bakterienresistent.

Welche Möglichkeiten gibt es, um Gegenstände mit

keimtötenden Eigenschaften auszustatten?

Um Metalloberflächen zu veredeln, mechanisch belastbarer

zu machen, um Bakterien sowie Viren weniger

Halt zu bieten oder Kunststoff-Oberflächen zu

optimieren, gibt es heute in der Tat zahlreiche effektive

Verfahren.

Im Rahmen des Projekts „ROCKET“, das für Regional

Collaboration on Key Enabling Technologies steht,

wurden beispielsweise antibakterielle Materialien

entwickelt. So entstand eine Materialkomposition basierend

auf Keramik, die Bakterien, wie zum Beispiel

MRSA, abtötet. Das Unternehmen „itCoating“ aus Gronau

(Westfalen) hat das Produkt zu einem sogenannten

„Wisch-Coating“ weiterentwickelt. Dieses kann

82 KÜCHENPLANER 9/2020


mit einem Mikrofaser-Tuch auf eine feste Oberfläche,

zum Beispiel auf Türgriffe, Türen, Handläufe, Tische

oder auf Haltegriffe in öffentlichen Verkehrsmitteln,

aufgebracht werden. Nach dem Trocknen tötet

diese Beschichtung Bakterien und Viren wie MRSA, Influenza

oder Corona innerhalb von wenigen Stunden

ab. Das Coating hält der normalen Reinigung für mehrere

Jahre stand.

Professor Gregor Luthe, Projektleiter von „Antibacterial

Materials“ erklärte dazu, dass Oberflächen

bis zu neun Tage infektiös mit CoV-2 bleiben können.

Mindestens 23-mal in der Stunde greife sich ein

Mensch ins Gesicht, weshalb man weit über 3300 mögliche

Kontakte habe. Das Wisch-Coating töte permanent

behüllte Viren und MRSA ab. So seien wir in der

Lage, die Verbreitung von Keimen, Bakterien und Viren

effektiv einzudämmen – auch über Corona hinaus.

Über welche besonderen Eigenschaften verfügt das

Wisch-Coating?

Technologie- und Effizienzsprünge gelingen immer

dann besonders gut, wenn Erkenntnisse und Ideen

aus unterschiedlichen Bereichen zusammenkommen.

So kann die antivirale und antibakterielle Wirkung der

Beschichtung durch das synergistische Zusammenwirken

von Physik und Chemie erheblich gesteigert werden:

Die extrem glatte und nur wenige Mikrometer

dicke Funktionsschicht bietet durch ihre Porenfreiheit

selbst kleinen Viren keine Angriffspunkte. Aus der Medizinforschung

bekannte „Theta-Surfaces“ erzeugen

durch ihre maßgeschneiderte Oberflächen-Energie einen

zusätzlichen Anti-Adhäsionseffekt gegenüber Mikroorganismen.

Darüber hinaus bekämpfen in die Beschichtung

eingebundene, sich gegenseitig ergänzende

biozide Wirkstoffkomponenten die dennoch auf der

Oberfläche ankommenden Keime. Auf diese Weise wird

die Besiedelung von Oberflächen durch ansteckende

Keime vermieden und ein wichtiger Beitrag geleistet,

um die Infektionsketten wirksam zu unterbrechen.

Welche weiteren Optionen gibt es,

um Materialien antiseptisch zu machen?

Man kann Gegenstände durch Bedampfen oder Emaillieren

an der Oberfläche funktionalisieren, also beschichten,

oder die entsprechenden wirksamen Materialien

direkt in das Hauptmaterial einbringen, zum

Beispiel in Kunststoffe. Das hat den Vorteil, dass das

ganze Produkt antibakteriell ist und es keine Schutzschicht

gibt, die abgetragen werden kann. Bei „Antibacterial

Materials“ wurde zum Beispiel ein Filament

auf Stärkebasis entwickelt. Die 3D-gedruckten Objekte

aus diesem Material verfügen allesamt über die Eigenschaft,

Viren, Keime und Bakterien zu töten. Abgesehen

davon ist das Material dennoch kompostierbar

und verursacht kein Mikroplastik.

Welche Innovationen gibt es in diesem Bereich?

Die Oberflächenbeschichtungen werden – unabhängig

vom Ansatz – alle weiterentwickelt und die Funktionalitäten

und die Widerstandsfähigkeit verbessert.

Darüber hinaus gibt es inzwischen auch Oberflächen,

die die Raumluft filtern und das Schadstoffniveau

senken, zum Beispiel durch photokatalytische

Effekte. Aber auch Antifouling bzw. biozide Eigenschaften

wären artverwandte Themen, welche durch

Materialien und Oberflächen gelöst werden. Zum Beispiel

die Verringerung des Wasserwiderstands (verursacht

durch Muschelbewuchs) durch hauchdünne ultraglatte

Funktionsbeschichtungen reduziert nicht nur

Treibstoff und CO 2

bei Schiffen, sondern entlastet auch

unsere Gewässer von hunderten von Tonnen an biozidhaltigem

Mikroplastik jedes Jahr.

Lassen sich mit diesen Verfahren auch ästhetisch

ansprechende Oberflächen gestalten?

Die Bedampfung von Sonnenbrillen-Oberflächen ist

ja schon ein Fashion-Hit, der hinreichend bekannt ist.

Degradé-Effekte lassen sich ebenfalls für Kosmetik-

Verpackungen einsetzen, oder im Food-Packaging-

Bereich. Manchmal möchte man aber auch nur die

Funktionalität der optimierten Oberfläche verändern,

ohne diesen Wandel zusätzlich „sichtbar“ zu machen.

Über welche haptischen Eigenschaften verfügen die

Oberflächen?

Die Haptik spielt bei der Gestaltung eine wichtige Rolle,

denn so können Oberflächen-Techniken „unsichtbar“,

aber „spürbar“ gemacht werden. Hier sind die

Designer und Oberflächentechniker am Zuge. Heute

können sie Oberflächen sehr präzise gestalten und so

eine subtile Differenzierung erreichen. Das hängt vom

Produktionsprozess, den eingesetzten Materialen und

der eventuell stattfindenden Oberflächenbearbeitung

ab. Qualität wird heute ja von Konsumenten oft erst

durch den Tastsinn „begreifbar“.

Welche Entwicklungen prognostizieren Sie

antiseptischen Materialien?

Wichtiger denn je ist es, dass Designer, Marketing-Experten

und Produktenwickler gemeinsam zum Projektstart

definieren, welche Sinnes- und damit Oberflächen-Erfahrung

ein Produkt den Nutzern geben soll.

Apple hat das früh erkannt, die Lackierer der Steinway-Flügel

ebenso, von hochwertigen Automobilmarken

oder dem Schmuck-Bereich ganz zu schweigen.

Insgesamt ist das Themenfeld „Materialien und

Oberflächen“ ein extrem weites Gebiet. Bakterien, Viren

und Keime zu töten, ist dabei nur ein – leider sehr

aktueller - Teilbereich. Die Entwicklungen auf diesem

Feld entstehen schnell, die „antibakteriellen“ Eigenschaften

mancher Produkte scheinen an einigen Stellen

schon fast eine Selbstverständlichkeit zu sein.

Wie schön wäre es, wenn die Oberflächen und Gegenstände

der öffentlichen Räume oder Verkehrsmittel

fortan nicht mehr als unangenehme „Virenverteilungszentren“

angesehen würden, sondern ganz

selbstverständlich dank der neuen „smarten Oberflächen“

im Gegenteil selbst-desinfizierend wirksam

sind. Aber seien Sie gewiss, wir werden dort noch jede

Menge nützliche Innovationen sehen!

9/2020 KÜCHENPLANER 83


Küchenfertigung

Dekore für Wohlfühlküchen

Küchen sind Lebensmittelpunkt und Arbeitsraum. Daher haben sie vermeintlich

entgegengesetzten Ansprüchen zu genügen. Zahlreiche Beispiele zeigen aber auch:

Funktionalität und Wohlfühlen sind gut vereinbar. Dekorspezialist Swiss Krono

steuert Möglichkeiten bei.

„Für die Funktionalität sind andere zuständig“, lautet

die Ansicht von Swiss Krono, „aber zum Wohlfühlen

kann die aktuelle ‚One World Collecktion‘ einen

entscheidenden Beitrag leisten.“ Die Möglichkeiten

seien dabei so vielfältig wie die Wünsche der Menschen.

Um bis in die Details individuelle Küchen zu

kreieren, stehen mehr als 200 Dekore zur Verfügung.

Entstanden sind diese laut Hersteller auf Grundlage

ständiger intensiver Beobachtung dieser vier globalen

De sign trends: „Warm Craft“, „Urban Agility“, „Cosy

Bohemian“ und „Healthy North“.

Vier globale Designtrends

„Anfassen erwünscht“, lautet das Credo der Trendrichtung

„Warm Craft“. Das Erleben des Haptischen

und Natürlichen wird als Kontrast zur fortschreitenden

Digitalisierung immer wichtiger. In Küchen wird

handwerklich gearbeitet und hier spielt die sinnliche

Wahrnehmung – in erster Linie Schmecken und Riechen

– eine große Rolle. Damit aber auch das Sehen

ein Genuss ist, enthält die „One World Collection“

warme Holztöne genauso wie metallische Optiken und

Unifarben. Zusammen mit beeindruckenden Oberflächenstrukturen

– was wiederum der Haptik schmeichelt

– sei dies die perfekte Kombination für außergewöhnliche

Küchenkonzepte, so der Hersteller.

Urban Agility: Neue Dekore für verschiedene Bereiche.

Noch nie waren wir Menschen dynamischer,

weshalb wir uns nach Strukturen sehnen, die sich unseren

Bedürfnissen und Wünschen permanent anpassen.

Das gilt insbesondere dann, wenn zum Beispiel

die räumliche Trennung zwischen Kochen und Entspannen

zunehmend verschwimmt. Küchen sollen

sowohl die Kreativität beim Kochen fördern als auch

einen angenehmen, ruhigen Essplatz bieten. Um verschiedene

Bereiche zu schaffen, kann man zum Beispiel

mit unifarbenen Dekoren und Holzoptiken eine

Unterscheidung herstellen, die trotzdem Harmonie

ausstrahlt. Swiss Krono: „Der momentane Trend geht

in die Richtung, dass Küchenfronten gern in dunklen,

matten Grautönen gehalten werden, der Essbereich

dagegen in hellen Holzfarben.“

Cosy Bohemian: Sinnlichkeit, kombiniert mit Wohlbehagen,

für eine wohltuende Umgebung für Ess- und

Kochbereiche. Für eine etwas aufregendere Gestaltung

kann man diesem Trend folgen, der Elemente des

Klare Linien kennzeichnen

den skandinavischen Stil.

84 KÜCHENPLANER 9/2020


Anthrazitfarbene, matte Küchenfronten liegen

momentan im Trend.

Kunsthandwerks mit einbindet. Wenn orientalische

Einflüsse und opulente Muster mit zeitloser, eleganter

Eichenmaserung verschmelzen, dann entsteht ein Fest

für alle Freunde ungewöhnlicher Mischungen. Diese

faszinierende Kombination hat der Holzwerkstoffspezialist

in einigen der Design-Dekore zusammengeführt.

Healthy Nordic: Klarheit und Natürlichkeit – ganz

nach skandinavischem Vorbild. Die Kombination aus

hellem Holz und Blau- oder Grautönen lässt eine ruhige

Atmosphäre für kreatives Kochen und genussvolles

Verspeisen entstehen. Klare Linien und wenig

Verspieltes kennzeichnen diese Ästhetik, die trotz dieser

funktionalen Einfachheit eine anziehende Gemütlichkeit

ausstrahlt. Zu diesem Trend gehört auch, dass

eine gesunde, bewusste Lebensweise immer mehr ins

Zentrum rückt.

Passgenau kombinieren

Übersichtlich aufgeteilt in die Kategorien Uni, Holz

und Design lassen sich die verschiedenen Dekore immer

wieder anders kombinieren. Passgenau und individuell

– von harmonischen Naturtönen und bunten

Farbspielereien über Holz- und Steinoptiken bis zu

kreativen Fantasiemustern. Die „One World Collection“

habe damit das Potenzial, individuelle Küchenstile

wahr werden zu lassen, erläutert der Hersteller und

ergänzt: „Neben der Optik sind haptische Erfahrungen

von essenzieller Bedeutung. Die Sehnsucht nach besonderen

Oberflächen wird immer wichtiger – Menschen

wollen fühlen, was das Auge sieht.“ Für die

aktuelle Collection wurden deshalb zwei neue Oberflächenstrukturen

entwickelt: „One Vision“ (OV) und

„Lunix“ (LX).

„One Vision“ ist eine universell einsetzbare Holzstruktur,

die natürliche und haptische Anforderungen

erfüllt.

„Lunix“ ist eine hochwertige Steinstruktur, die vielseitig

einsetzbar ist. Ihr charakteristisches Merkmal:

ein modernes Wechselspiel von Matt und Glanz – mit

Tiefenwirkung und natürlicher Haptik.

Optimum an Lebensqualität

„Zeitgemäße Küchenkonzepte müssen in besonderem

Maße die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer berücksichtigen

und für gleichermaßen funktionale wie

ästhetische Umgebungen sorgen“, bringt Swiss Krono

die aktuell gültige Leitidee auf den Punkt. Und das

umgesetzt mit dem natürlichen Werkstoff Holz, der

ein „wohngesundes individuelles Bauen und Einrichten

ermöglicht“ und damit in der Lage sei, ein Optimum

an Lebensqualität zu bieten.

Fotos: Swiss Krono

Kombination aus dunklen Flächen und hellen Holzschattierungen.

Der Trend zur Kombination von schwarzen bzw. grauen Unis und Holz ist

auch in Restaurants und Cafés zu beobachten.

Grafitfarbene Arbeits- und

Möbel oberflächen mit entsprechender

Haptik.

9/2020 KÜCHENPLANER 85


Küchenfertigung

Ein Hauch

von Luxus

Warme Dekorkolorits auf Basis

von Holz und Stein sind wieder

angesagt. Auch dank ihrer authentischen

Haptik. Sie schaffen

ein natürliches und harmonisches

Ambiente und zusätzlich

ein Gefühl der Geborgenheit.

Das Dekor „ Palazio Gold“ bringt

zudem einen Hauch von Luxus

hinein. „Palazio Gold F2278“ von

Sonae Arauco ist eine Steinreproduktion

mit charakteristischer

Flächenbewegung und einem

markanten Farbspiel. Charakteristisch

sind die adrigen Linienführungen,

die in leuchtendem

Gold herausgearbeitet wurden.

Das imposante Marmordekor erinnert

daher auch an die opulenten

Oberflächen der Prachtbauten

italienischer Architektur.

In Kombination mit der neuen

Oberflächenstruktur „Cosmos“

wirken die feinen Details wie

Risse und kristalline Einschlüsse

besonders dreidimensional.

Foto: Sonae Arauco

Foto: Salice

Einschubtüren

in neuen Breiten

Das Einschubtürensystem „Exedra“ schafft die Voraussetzungen für die

Gestaltung moderner Raum-in-Raum-Lösungen Küchen, Wohnräumen

und Büros. Für eine reibungslose und schnelle Montage liefert Hersteller

Salice das Beschlagsystem voll konfektioniert an Möbelindustrie und Objekteinrichter.

Und das jetzt auch für Türbreiten bis zu 900 mm und Höhen

bis zu 2530 mm. Individuelle Anforderungen wie die Einstellung der

Federstärke und der Scharnierpositionen seien dabei bereits berücksichtigt.

Die Anpassung an das Frontbild mit dreidimensionaler Verstellung

gelänge über leicht erreichbare Verstellungen am eingebauten Beschlag.

Salice: „Mit dem Einbau der Möbeltüren kann das Einschubtürensystem

sofort genutzt werden.“

Als neueste Weiterentwicklung des Schiebetüren-Systems stellte Salice

einen vollautomatischen Klapp- und Einzugmechanismus mit großflächigen

Schiebetüren vor. Damit lassen sich Küchenzeilen oder Geräteblöcke

vollständig verdecken. „Die magnetisch geführte Dämpfung gewährleistet

hohe Laufruhe und eine gleichmäßig fließende Bewegung bis

zum besonders leisen Schließen der Türen“, betont der Hersteller.

Antifingerprint in

Direktbeschichtung

Die Oberfläche „ Traceless Faced

Board“ (TB) ermöglicht die

Kombination aus Antifingerprint

und direktbeschichteter

Platte. Sie basiert auf einem

innovativen Trägerwerkstoff.

Schichtstoffhersteller Resopal erweitert seine Antifingerprint-Kollektion

„Traceless“ um eine neue

Oberfläche: Mit „ Traceless Faced Board“ (TB) bietet

der Hersteller jetzt eine Antifingerprint-Lösung für direktbeschichtete

Platten. Zur Verfügung stehen sechs Dekore in

zwei Ausführungen. Als Premium-Lösung, z. B. für offene Möbel,

erhalten Kunden die Oberfläche „ Traceless Faced Board“ dekorgleich

auf Vorder- und Rückseite der Platte. Darüber hinaus ist das Produkt auch

mit einem nicht dekorativen Gegenzug erhältlich für Anwendungsbereiche, in

denen die Rückseite der Platte nicht sichtbar ist.

Der Schichtstoffspezialist setzt für die neue Oberfläche auf einen Trägerwerkstoff

mit einer beidseitigen MDF-Beschichtung. Dieser zeichne sich im Vergleich zu herkömmlichen

Spanplatten unter anderem durch eine höhere Stoß- und Schraubenauszugfestigkeit

sowie eine erhöhte Tragfestigkeit aus.

Das Gesamtsortiment an Antifingerprint-Lösungen von Resopal umfasst aktuell vier Oberflächen und 40 Dekore.

Foto: Resopal

86 KÜCHENPLANER 9/2020


Von Schüco zu D-Beschlag

Das Inlandsgeschäft stärken und die Marke im Ausland etablieren. Dafür hat

D-Beschlag, Hersteller von Zierbeschlägen für die Möbelindustrie, die Position

„Geschäftsleiter Vertrieb und Marketing“ neu geschaffen. Übernommen hat sie

Olaf Tödtmann, zuletzt Vertriebsleiter bei Schüco Alu Competence.

Seit August verantwortet Olaf Tödtmann die Bereiche Vertrieb und Marketing

bei der D-Beschlag GmbH mit Sitz im brandenburgischen Luckenwalde. Eine seiner

ersten Aufgaben sei der Auf- und Ausbau eines Vertriebsteams. Zudem gehe

es darum, neue Absatzstrategien zu entwickeln und darüber hinaus neue Märkte

zu erschließen. Insbesondere das Auslandsgeschäft will das Unternehmen

künftig deutlich stärker in den Fokus rücken „Wir werden uns jedoch im selben

Atemzug auch auf dem uns sehr wichtigen deutschen Markt selbstbewusst aufstellen“,

versichert Olaf Tödtmann. Schon bis Ende dieses Jahres will der neue

Vertriebschef die erforderlichen Strukturen schaffen.

Der 54-Jährige bringt mehr als 30 Jahre Vertriebserfahrung mit: Rund zehn

Jahre war er beim Zulieferer Schüco Alu Competence beschäftigt, zuletzt als Gesamtvertriebsleiter.

Davor arbeitete er mehr als zwei Jahrzehnte im Innenvertrieb

für nobilia. Tödtmann hat Schüco auf eigenen Wunsch verlassen, um sich

dieser neuen beruflichen Herausforderung stellen zu können.

Olaf

Tödtmann.

Foto: D-Beschlag

Exklusive

Design-Klassiker

Häfele ergänzt sein Möbelgriffe-Sortiment um ausgewählte Klassiker

namhafter Designer. Zusammengefasst ist die neue Serie in einer eigenen

Themenbroschüre. Der Titel der 50 Seiten starken Broschüre lautet

„Möbelgriffe Design Klassiker“. Sie präsentiert Möbelgriffe, Knöpfe und

Garderobenhaken von acht wegweisenden, internationalen De signern

und Architekten vergangener Jahrzehnte. Darüber hinaus vermittelt die

Broschüre ergänzende Informationen über die Designer, ihr Werk und

ihre Philosophie. Die Reproduktionen basieren auf Originalmustern und

Zeichnungen. Minimale Änderungen wurden nur dann vorgenommen,

wenn neue Materialien oder Fertigungstechniken dies erforderten.

189 Griffe

und Knöpfe

Diese Bandbreite steht in der der „ProDecor“ Griffkollektion

2020 von Hettich zur Auswahl. Und das

in 979 Varianten. Damit können Tischler, Verarbeiter

und Händler individuelle Akzente in ihren Möbeldesigns

setzen. Einen Überblick bietet der neue

„ProDecor“-Katalog. Dieser präsentiert unter der

Überschrift „Inspired by Life“ auf 136 Seiten das aktuelle

Produktprogramm mit neuen Modellen und

Materialien. Organisiert ist es in vier Stilwelten. Auf

der neu gestalteten ProDecor-Produktseite unter

www.hettich.com sind alle Informationen zur „Pro-

Decor“ Griffkollektion 2020 hinterlegt.

Foto: Häfele

Das geradlinige Modell H1915 „bent“ ist eine Rückbesinnung

auf die Zeit des industriellen Aufschwungs: Es zeichnet sich

durch beste handwerkliche Verarbeitung und hohe Qualität

im Detail aus.

Foto: Hettich

Retro-Trend: Neu in der Stilwelt Folk ist der schwarzmatte

Griff Topeka.

KÜCHENPLANER 87


Küchenfertigung

Richtfest in Bönen

Bis Ende 2020 errichtet Sockelleisten-Spezialist Döllken ein

neues 10 000 m 2 großes neues Lager mit angeschlossenem

Logistikzentrum. Entstehen wird es am Produktionsstandort

in Bönen. „Durch die Zentralisierung des logistischen Workflows

werden im erheblichen Umfang Transporte überflüssig

und ein Beitrag zum Umweltschutz geleistet“, erläutert

das Unternehmen. Zudem könne das Unternehmen künftig

noch schneller und flexibler auf Kundenwünsche reagieren.

Mehr als 10 Mio. Euro investiert das Unternehmen in das Projekt.

Mit dem kürzlich geierten Richtfest ist ein weiterer Meilenstein

auf dem Weg zum neuen Logistikzentrum geschafft.

Darüber freuen sich (Foto von links): Wolfgang Breuning (Geschäftsführer),

Hartwig Schwab (Vorsitzender der Geschäftsführung)

und Daniel Reuter (Head of Logistics).

Foto: Döllken

Foto: Linak

Fokus auf europäische Zulieferer

Die Industrieproduktion basiert in vielen Unternehmen

auf weltweit komplexe Lieferketten. Dass dies

zu Schwierigkeiten führen kann, hat die Entwicklung

der vergangenen Monate erneut gezeigt. Linak steuert

so gut es geht einen europäischen Kurs. So konnte

das Unternehmen seine Kunden unterbrechungsfrei

mit elektrischen Hubsäulen und Verstell-Antrieben

beliefern. „Wir sind sehr stolz darauf, dass die meisten

Bauteile für unsere Hubsäulen von europäischen

Zulieferern stammen“, betont Finn Lausten, verantwortlich

für den Einkauf der Möbelsparte. „50 % des

Blick in die Produktion für elektrische Hubsäulen im dänischen Guderup.

Stahls für die DL5, DL6, DL17 und DL19 Säulen kommen

aus Deutschland. Den Rest bezieht Linak von anderen

europäischen Herstellern.“ Auch bei anderen Bauteilen

wie Motor, Getriebe, Schrauben oder ähnlichen

Elementen setzt der dänische Hersteller auf kurze Einkaufswege

und bezieht diese vor allem von europäischen

Herstellern. Lediglich bei den elektronischen

Bauteilen kommen asiatische Lieferanten zum Zug.

„Das ist ein Ergebnis der weltweiten Entwicklung der

vergangenen Jahrzehnte, in denen die Entwicklung

und die Fertigung von elektronischen Bauteilen mehr

und mehr nach Asien ausgelagert

wurden. Zulieferer

in Europa, die den hohen

Qualitätsanspruch

von Linak erfüllen, gibt es

in diesem Bereich kaum

noch“, stellt Finn Lausten

fest.

Das dänische Unternehmen

produziert die elektrischen

Hubsäulen ausschließlich

in Guderup,

nahe der deutsch-dänischen

Grenze. Dabei setzen

die Verantwortlichen

auf einen hohen Automatisierungsgrad.

Deshalb

könnten die Hubsäulen

laut Unternehmen

zu einem wettbewerbsfähigen

Preis produziert

werden. In den vergangenen

vier Jahren hat das

Unternehmen 50 Mio. Euro

in den Ausbau der Hubsäulenproduktion

für den Möbelbereich

inves tiert.

88 KÜCHENPLANER 9/2020


Mit neuen Investoren

raus aus der Insolvenz

Das Restrukturierungsverfahren in Eigenverwaltung der Schock Metallwerk GmbH ist

abgeschlossen. Die Gläubigerversammlung stimmte dem Insolvenzplan zu und das

Amtsgericht Stuttgart hob das Verfahren zum 1. Juli 2020 auf. Mehrheitsgesellschafter

Martin Schock hat neue Investoren an der Seite.

Bei Schock Metall herrscht schon seit einigen Wochen

Aufbruchstimmung. Denn das Unternehmen hat neue

Investoren gefunden, die zusammen mit dem bisherigen

Mehrheitsgesellschafter Martin Schock das Unternehmen

zukünftig unterstützen. Hierbei handelt

es sich um Frank Trick, den Mitgesellschafter des

Schwester unter nehmens FTS Baltic sowie das Stuttgarter

Family Office von Karl-Friedrich Kaupp (Steuerberater

und Beteiligungsunternehmer).

Gruppe neu strukturiert

Schock Metall gilt als Rollform-Spezialist. Gefertigt

werden Kugelführungen und Spezialprofile. Wesentlicher

Bestandteil des Sanierungskonzepts ist die Neustrukturierung

der Schock Metall Gruppe mit ca. 400

Mitarbeitern unter der STK Holding GmbH. Die Kernkompetenzen

der Schock Metallwerk GmbH beinhalten

neben dem Vertrieb und der Entwicklung auch die

Fertigungstechnologien Rollformen und Stanzen. Die

lettische FTS Baltic SIA fungiert als Logistik-, Fertigungs-

und Montagestandort.

herausfordernde Zeit erfolgreich abschließen zu können.

Gleichzeitig möchten wir uns bei unseren Kunden

und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre

Unterstützung in dieser schwierigen Phase bedanken“,

so Martin Schock.

Mit einer einzigen, fast „fliegenden“ Bewegung können

beide Schubfächer komplett herausgezogen werden.

Eine von Schock speziell entwickelte Teleskopschiene mit

überlangem Auszugsweg bildet die Basis für diese neue

Eckschrank-Lösung.

Foto: Schock Metall

„Überwältigende Zustimmung“

Die Gläubigerversammlung fand am Mittwoch, 20. Mai,

am Amtsgericht Stuttgart statt. Dort entschied man

sich für den von der Restrukturierungsberatung Elsässer

erstellten Insolvenzplan. „Die überwältigende

Zustimmung der Gläubiger ist ein großartiges Signal,

dass der eingeschlagene Weg der richtige ist“, so der

gerichtlich bestellte Sachwalter Dr. Tibor Braun von

der Stuttgarter Kanzlei Illig, Braun & Kirschnek. Am

1. Juli 2020 hat das Amtsgericht Stuttgart nun das Verfahren

offiziell aufgehoben. Damit konnte sich das

Unternehmen innerhalb von nur fünf Monaten erfolgreich

sanieren.

Operativer Neustart

Mit dem Unternehmen werden auch rund 120 Arbeitsplätze

am Standort in Urbach gerettet. „Schock Metall

hat in kürzester Zeit das Eigenverwaltungsverfahren

abgeschlossen und trotz der Einschränkungen der Corona-Pandemie

operativ den Neustart geschafft“, so

der Elsässer-Sanierungsgeschäftsführer Jan Metzner.

„Das ist ein großartiger Erfolg, an dem alle Beteiligten

sehr konstruktiv und zielgerichtet mitgearbeitet haben.

Wir sind stolz und glücklich, diese für uns sehr

9/2020 KÜCHENPLANER 89


Küchenfertigung

Experten-Treff im virtuellen Raum

Das Kantensymposium von Rehau

ist ein gesetzter Termin im Jahresterminkalender.

Daran konnte

auch die Corona-Pandemie nichts

ändern. Angesichts zahlreicher

Einschränkungen fand das Experten-Event

allerdings kurzerhand

im Internet statt. Was auch thematisch

passte. Denn Digitalisierung

spielt eine wichtige Rolle.

Innovation und Digitalisierung

sind für Rehau wohlbekannte Begriffe.

Sie gehören längst zur DNA

des Unternehmens. Trotzdem war

das interaktive Webinar, zu dem der

Hersteller Ende Juni Kunden, Partner

und Interessenten einlud, ein

Novum. Unter normalen Umständen

findet das Kantensymposium

im Wechsel bei der Homag AG in

Schopfloch oder bei IMA Schelling

in Lübbecke statt. Nachdem einige

Varianten durchgespielt wurden,

einigte man sich darauf, das Kantensymposium

in diesem Jahr als

interaktives Webinar durchzuführen.

Matthias Hacker und Jens-Uwe

Affeldt, Leiter Product Engineering

im Bereich Edgeband bei Rehau,

führten durch die einstündige

Präsentation. Die Zuhörer konnten

zwischendurch Fragen stellen. Inhaltlich

bot das Kantensymposium

rund um das Thema Kante reichlich

interessante Informationen und

News, die in drei Themenabschnitten

dargestellt wurden: Design,

Qualität und Digitalisierung.

Digitale Kantenwelt

Die Digitalisierung ist einer der

Schwerpunkte der Forschung und

Entwicklung bei Rehau. Vom „Kantenlieferanten“

habe man sich auch

zum „Datenlieferanten“ entwickelt.

Hierfür hat das Unternehmen das

Servicepaket „#edgeisdigital“ ins

Leben gerufen. Warum diese Entwicklungen

wichtig sind, wurde

gleich im ersten Beitrag deutlich. Mit

dem „Pick2light“ Rollenlager zeigt

IMA Schelling, wie digitale Prozesse

den Arbeitsalltag erleichtern

und eine prozesssichere Losgröße-1-

Fertigung ermöglichen können. Dieses

System nimmt dem Maschinenbediener

viel Arbeit ab, da geführte

Prozesse implementiert wurden:

„Farbverwechslungen, Falscheingaben

von Daten in die Maschine gehören

der Vergangenheit an“, heißt

es. Weiterhin wird die Möglichkeit

geschaffen, Transparenz über Bestände

zu erreichen und die Nachverfolgbarkeit

– welche Kante ist an

welchem Bauteil – sicherzustellen.

Antibakterieller Schutz

Dass Rehau auch bei der Qualität

seiner Kantenlösungen keine Kompromisse

macht, war Gegenstand

eines weiteren Themen-Abschnitts:

Das Unternehmen stellte hier die

Nullfuge „Raukantex pro OMR“

als „perfekte Alternative“ zu einer

PUR-Bekantung vor. Aufgrund der

aktuellen Covid-19-Pandemie verzeichnet

der Hersteller verstärkt

Anfragen zu Kantenbändern mit

antibakterieller/-mikrobieller Ausrüstung.

Auch hierfür stehen verschiedenste

Lösungen zur Verfügung.

Matthias Hacker betonte in

seinem Vortrag, dass eine hygienisch

sichere Platte nur in Kombination

mit der Nullfugenbekantung

erreicht werden kann: „Nicht

die Material- und Oberflächenausführung

der Standardkante ist

heute der kritische Bereich, der für

das Ansammeln von Bakterienkulturen

verantwortlich ist; vielmehr

ist die Kleberfuge hier als kritische

Größe zu nennen.“

Matthias Hacker.

Design ohne Kompromisse

Für den Wunsch nach immer individuellerer

Gestaltung von Möbelstücken

konnte Rehau drei Neuheiten

vorstellen: Mit „Raukantex contura“

lassen sich dreidimensionale

Formen an der Kante ohne großen

Bearbeitungsaufwand umsetzen

– auch auf der Schmalfläche. Um

Letztere ging es auch bei der zweiten

Neuheit: Lasertechnologie in

Kombination mit dem Softforming-

Verfahren stand im Mittelpunkt.

Durch diesen Technologiemix könne

ein komplett neues Qualitätsniveau

an einer profilierten Schmalfläche

erreicht werden, so das

Unternehmen. Im Bereich Design

wurde der Eyecatcher „Raukantex

lumina“ vorgestellt. Hierbei handelt

es sich um speziell pigmentierte

PMMA-Kanten, die im Fräsbereich

eine lichtsammelnde Funktion zeigen:

Die Kanten leuchten – und das

ohne Energiezufuhr. Als Netzwerkpartner

für das diesjährige Symposium

konnte Rehau die Firma Lightweight

Solutions aus Bad Aibling

gewinnen. Die leichten, aber extrem

robusten Trägerplatten von

Lightweight Solutions zeigten im

Praxistest eine hervorragende Performance.

Die Platten wurden mit

einer recycling-basierten PET-Folie

ausgerüstet und haben im Praxistest

überzeugt. Bevor die Teilnehmerfragen

beantwortet wurden,

wurde noch die „Raukantex pro

Duo“-Funktionsschicht vorgestellt,

mit der zweifarbige Bauteile wie

aus einem Guss gestaltet werden

können – ganz nach dem Anspruch

„Design ohne Kompromisse“.

Fotos: Rehau

Jens-Uwe Affeldt.

90 KÜCHENPLANER 9/2020


Foto: Lechner

„189 be

rooted! ® ”:

Arbeitsplatte

und Rückwand

aus Glas.

Langlebiges Glasdekor

im satten Braun

Trends kommen und gehen. Bei der neuen Trendfarbe

„be rooted! ® ” soll das anders sein. Der vom COLORNET-

WORK ® entwickelte sanfte Naturfarbton ist zeitlos und

bietet vielfältige Kombinationsmöglichkeiten. Mit dem

„be rooted! ® “-Glasdekor greift Lechner diese Möglichkeiten

auf.

Arbeitsplatten und Rückwände sind zentrale Gestaltungselemente

in der Küche. Mit dieser Produktphilosophie

hat Lechner sich als einer der führenden Hersteller

hochqualitativer Arbeitsplatten etabliert – und

der Arbeitsplatte zu einem völlig neuen Image verholfen.

Sie ist heute in vielen Materialien, Farben und Dekoren

erhältlich und bringt so den individuellen Geschmack

ihrer Nutzer auf den Punkt. Mit dem neuen

Glasdekor „be rooted! ® “ bekommt das Portfolio von

Lechner nun ganz besonderen Zuwachs: einen langlebigen

Farbton, der sich mühelos in ein Gesamtensemble

modernen Wohnens einfügen lässt. „Es ist ein

Design-Highlight, das sich perfekt für fließende Raumkonzepte

eignet“, betont das Unternehmen.

Der erdige, rotbraune Farbton weckt Naturassoziationen

und erinnert an die Farbe des Waldbodens oder

eines Baumstamms. Er erdet den Betrachter, führt zurück

zu den Wurzeln. Für Lechner werden die eigenen

vier Wände mit „be rooted! ® ” zum achtsamen Ruhepol

in einer rastlosen Welt.

Erdiges Braun vermittelt Ruhe

„be rooted! ® ” ist die erste im COLORNETWORK ® entwickelte

sogenannte „Sustained Color“. Ab sofort wählt

in diesem Netzwerk jährlich ein interdisziplinäres Expertengremium

aus Designern und Innenarchitekten

eine Trendfarbe für Interior und Lifestyle, die sich

durch Langzeitgültigkeit und Kombinationsfreude

auszeichnet. Der Fokus dabei: Eine „Sustained Color“

wie „be rooted! ® “ wird auch in zehn Jahren noch modern

sein und die gesellschaftlichen Bedürfnisse widerspiegeln.

Dieser Ansatz passt hervorragend in

Lechners Designphilosophie und veranlasste den Spezialisten

für Arbeitsplatten – neben anderen Unternehmen

der Einrichtungsbranche – zum Partner des

COLORNETWORK ® -Designverbunds zu werden. In

KÜCHENPLANER 5/6 2020 (Seite 68 ff.) haben wir bereits

über dieses Projekt berichtet. Ebenso online auf

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/

news/farben-fuer-laenger).

Ideal für offene Wohnkonzepte

Gemeinsam mit den anderen teilnehmenden Unternehmen

will Lechner einen nachhaltigen Verbund

rund um die „be rooted! ® ”-Farbe schaffen. Denn verschiedene

Materialien und Produkte im Interior Design

– von Möbelteilen, Arbeitsplatten, Fußböden,

Sitzmöbeln, Kanten bis hin zu Leuchten und Accessoires

– werden einer „ Sustained Color“ angeboten.

Das soll die Planung von ganzheitlichen Wohnkonzepten

für Innenarchitekten, Einrichter und Endkunden

erheblich vereinfachen. Lechner steuert zu diesem

Designverbund Arbeitsplatte und Rückwand in

unterschiedlichen Stärken bei. Der neue Farbton „189

be rooted! ® ” ist in den Oberflächen Glanz, Mezzo oder

Satin erhältlich.

9/2020 KÜCHENPLANER 91


Küchenmontage

Auf Augenhöhe mit der Wasserwaage

Häfele hat das Sockelverstellsystem „Axilo“ durch neues Zubehör ergänzt.

Dazu zählt eine innovative Schallentkopplung, ein Adapter für empfindliche Böden

und schwere Korpusse sowie ein Einpressgleiter für besonders niedrige Sockel.

Die zum System

gehörenden

Sockelverstellfüße

haben ein

Feingewinde

für eine besonders

genaue

Einstellung.

Abdecken lässt

sich der Bereich

von 35 bis

220 mm.

„Axilo“ ist eine Kombination von Verstellwerkzeug und

Sockelverstellfuß. Damit gelänge die Nivellierung von

Küchenschränken effektiv und komfortabel, so Häfele.

Der Sockelverstellfuß selbst besitzt ein Feingewinde für

eine besonders genaue Einstellung. Mit dem Verstellwerkzeug

als verlängertem Arm erreicht der Monteur

auch die ansonsten schwer zugänglichen Sockelfüße

in den Ecken und kann sie feinfühlig nivellieren,

ohne die Wasserwaage aus dem Blick zu verlieren. Wobei

das ergonomische, rückenschonende Ausrichten sowohl

durch Drehen von Hand als auch mit einem Akkuschrauber

gelingt. Die neuen Produkterweiterungen

erschließen nun weitere Anwendungsmöglichkeiten.

Einpressgleiter für niedere Sockelhöhen

Das gilt auch für den neuen Einpressgleiter, der für die

zunehmend in Mode kommenden niedrigen Sockelhöhen

gedacht ist. Mit ihm lassen sich nun auch 35 bis

48 mm hohe Schranksockel komfortabel nivellieren.

Häfele: „Ohne das Verstellwerkzeug wäre die korrekte

Ausrichtung insbesondere der hinteren Sockelfüße von

Hand aus Platzmangel unmöglich. Mit diesem Zubehör

deckt ‚Axilo‘ nun als einziges Sockelverstellsystem

den Bereich von 35 bis 220 mm ab und hat so ein Alleinstellungsmerkmal

am Markt.“

Mehrwert durch Schallentkopplung

Die neue Schallentkopplung reduziert die Vibrationen

von Elektrogeräten im Schrank. Denn immer häufiger

werden Küchengeräte im Hochschrank auf Arbeitshöhe

verbaut, wodurch der Korpus als Resonanzkörper

fungiert und die Geräusche etwa eines Kühlschranks,

Back ofens oder Geschirrspülers verstärkt. Die Häfele

Schallentkopplung wird unter den Einschraubfuß gesteckt,

sie verhindere die Schallübertragung auf den

Boden und sorge damit für ganzheitliche Schallreduktion.

Gerade in offenen Wohnküchen mache sich

dies wohltuend bemerkbar und erhöhe den Mehrwert

der exklusiven Küchen und Möbel, erläutert das

Unternehmen.

Empfindliche Böden schonen

Jeder Monteur kennt das Problem: Muss der Möbelkorpus

auf seinen bereits montierten Sockelfüßen bewegt

werden, hinterlassen diese oft unschöne Verschmutzungen

auf dem Boden. Der neue ABS­Einsatz wird unter

den Fuß gesteckt. Er verhindert dank seiner Material­Zusammensetzung

genau diese Reibungsspuren

auf den hochwertigen Böden. Neben dem ästhetischen

Mehrwert will der ABS­Einsatz aber auch in technischer

Hinsicht überzeugen: Seine konvexe Krümmung

erleichtert die Verstellmöglichkeit des „Axilo“­

Sockelfußes zusätzlich. Selbst bei hoher Belastung

ließe sich der Sockelfuß laut Häfele problemlos mit

dem Verstellwerkzeug justieren. Er empfehle sich damit

besonders für schwere Schrankkonstruktionen, da

jeder Fuß nun auch unter einer Last von bis zu 110 kg

verstellt werden könne.

Komfortabel: Schrank nivellierung auf Augen höhe

mit der Wasserwaage.

Fotos: Häfele

Das Sockelverstellwerkzeug

„Axilo“ wirkt

wie ein verlängerter

Arm.

So erreicht der

Monteur auch

Sockelfüße im

letzten Eck.

92 KÜCHENPLANER 9/2020


Flexibler Montagerahmen schafft Platz

Je weniger Raum für die Sanitär- und Elektromontage zur Verfügung steht,

desto durchdachter sollten Verteiler- und Befestigungssysteme konzipiert sein.

Naber hat dafür Schnellmontagesysteme entwickelt, die sich flexibel an die

Nutzeranforderungen anpassen lassen.

Mit „Flex­Frame ® “ aus dem „Montec ® “­Montagematerialprogramm

wurde die Idee eines

komfortabel integrierbaren Befestigungssystems

für die Unterschrank­Sanitärmontage

umgesetzt. Zum Beispiel bei Kücheninseln.

Der variabel einstellbare Metallrahmen

besteht aus zwei Befestigungswinkeln und

einem verschiebbaren Mittelstück als Funktionselement.

Darin finden die vom Boden

kommenden Anschlüsse und Abläufe ihren

sicheren Platz. Ebenso alle anderen für die

Installation vorgesehenen Komponenten. Damit

werde wertvoller Platz im Unterschrank

eingespart. Gerade bei beengten Einbausituationen

ein großer Vorteil, so Naber. Zum Beispiel,

wenn neben dem Abfalltrenn system

auch die Technik für Wasserfilter oder Untertischgeräte

untergebracht werden muss. Geeignet

ist „Flex­Frame“ für die Schrankbreiten

500/600 oder 800/900/1000 mm.

Zentraler Kaltwasserverteiler

Auch die anschlussfertig vorbereitete „ Water

Box“ lässt sich zeitsparend auf der „Flex­

Frame“ Funktionsleiste platzieren. Die Vorteile

des Wasserverteiler­Tools beschreibt

Naber so: „Vier verschiedene Verbraucher lassen

sich gegenüber konventioneller Installation

einzelner Eck­ und Aufsatzventile mit nur

einem Eckventil versorgen. Ein Zulauf und

vier Abgänge z. B. für Armatur, Geschirrspüler,

Kaffeevollautomat und Trinkwasserfilter

machen die ‚Water Box‘ zum zentralen Kaltwasserverteiler.

„Flex- Frame“:

Der Stahlblechrahmen

ist teleskopierbar

und schafft

eine zusätzliche

Montageebene

im Schrank

oder wahlweise

im Bauraum

dahinter.

„Energie Box“:

Mehr Geräte

ohne zusätzliche

Steck-

dosen-

Installation.

Mehr Geräte nutzen

Mit der stetig wachsenden Anzahl von elektrischen

Geräten und Systemen haben sich

auch die Anforderungen an die moderne

Ener gieverteilertechnik verändert. Auch hier

bietet das „Montec“­Programm Impulse. Für

problemlose E­Konnektivität mit der Herdsteckdose

bietet sich die „Energie Box“ als

Power Splitter an. So lassen sich weitere Einbaugeräte

installieren, ohne dafür zusätzliche

Steckdosen verlegen zu müssen. Die

mechanische Verriegelung der beiden Abgangs­Steckverbindungen

ermögliche den

Anschluss des Koch­/Induktionsfeldes sowie

den Anschluss eines steckerfertigen Backofens/Geschirrspülers

ohne umständliche Installation

im Möbelkorpus, so Naber.

Fotos: Naber

„Water Box“:

Vier Verbraucher

lassen sich

mit nur einem

Eckventil versorgen.

9/2020 KÜCHENPLANER 93


Küchenmontage

Ganz neu im Reigen der mit

dem 18-V-System betriebenen

Werkzeuge ist die Tauchsäge.

94 KÜCHENPLANER 9/2020


Ein Akku

für viele Systeme

Mancher schwört auf

kabel gebundene Werkzeuge,

andere können

sich die Küchen montage

ohne Akku gar nicht

mehr vorstellen. Jetzt hat

sich ein zweites Bündnis

gebildet, das ein Akku­

System für die Werkzeuge

unter schiedlicher

Her steller bietet. Das

könnte die kabel freie

Zukunft voran treiben.

Handwerker und Monteure greifen

gerne zu Akku-Werkzeugen.

Keine störenden Kabel, die mit

der Stichsäge durchtrennt werden

können, keine Suche nach

Steckdose oder Verlängerungskabeln,

um mit dem Bohrhammer

ein Loch auch an schwierig

erreichbarer Stelle zu bohren.

Das sind einige von vielen Vorteilen

des Akku-Betriebs. Andererseits

stellen sich immer wieder

Fragen wie diese: Sind alle

Akkus geladen? Sind Reserve-

Akkus für die am meisten genutzten

Werkzeuge eingepackt?

Ist zu jedem Werkzeug auch der

passende Akku dabei?

Foto: Bosch

Metabo macht den Anfang

Unter diesen Umständen wäre

es ungemein praktisch, wenn

Akkus kompatibel zu Werkzeugen

verschiedener Hersteller

sind. Ein Akkusystem, das

auf die Werkzeuge unterschiedlicher

Hersteller passt – was so

einfach klingt wie ein Batteriewechsel,

stellt sich in der Praxis

deutlich komplizierter dar. Denn

Akkus sind unterschiedlich aufgebaut,

nicht nur hinsichtlich

der Halterung. „Sie haben einen

unterschiedlichen Zellenaufbau,

verschiedene Platinen

und Programmierungen“, erläutert

Oliver Scherb aus dem Marketing

von Werkzeug-Hersteller

Metabo, ohne dabei zu sehr ins

Detail zu gehen. Dennoch wurde

seitens Metabo an der Idee eines

9/2020 KÜCHENPLANER 95


Küchenmontage

herstellerübergreifenden Akku-

Systems gearbeitet. 2018 schließlich

startete der Werkzeug-Spezialist

das „Cordless Alliance System“

(CAS) mit acht weiteren Unternehmen

an seiner Seite.

Bosch kooperiert ebenfalls

Mitte Juli 2020 verkündete nun

Bosch Power Tools die Öffnung des

eigenen Professional 18 V Akkusys

tems und stellte sieben weitere

Unternehmen vor, die ab sofort auf

diese Akku-Kompetenz zurückgreifen.

„Die kabellose Baustelle

erhöht die Effizienz jedes einzelnen

Handwerkers – und jedes einzelnen

Betriebs. Mit Akku-Werkzeugen

können Profis schneller

und effizienter arbeiten. Unsere Vision

ist es, Handwerk und Industrie

das beste 18-Volt-System für

sämtliche Anwendungen über alle

Marken und Länder hinweg zu bieten

– und damit maximalen Mehrwert

zu schaffen. Viele Marken,

viele Maschinen, ein Akku-System“,

lautete die Intention des Unternehmens,

wie Lennart de Vet,

Geschäftsführer bei Bosch Power

Tools, anlässlich der Vorstellung

der Kooperation sagt.

„Manche Akku-Geräte sind teilweise

heute schon leistungsstärker

als das kabelgebundene Pendant“,

sagt Stefanie Schäfer aus dem

Bosch-Marketing. Sie verrät auch,

dass die Kooperation von Bosch mit

Partnern weiter ausgebaut werden

soll. „Da sind natürlich ganz besonders

Hersteller interessant, die

Werkzeuge anbieten, die wir nicht

im Portfolio haben, weil sie so speziell

sind.“ Das lässt sich auch ganz

gut an den sieben Partnern, die

nun zum Start schon dabei sind, absehen:

Da sind einige besonders im

Bereich Be- und Ausleuchtung sowie

bei Spezialwerkzeugen marktführend.

Wettbewerb belebt den Markt

Seitens CAS begrüßt man die Initiative.

„Dass Bosch jetzt seine Akku-Technologie

ebenfalls für andere

Hersteller öffnet, ist für uns eine

Bestätigung, dass wir mit unserem

vor zwei Jahren vorgestellten, weltweit

ersten herstellerübergreifenden

Akku-System CAS auf dem

richtigen Weg sind“, sagt Horst

Garbrecht, CEO bei Metabo. Mittlerweile

umfasst dieses System bereits

17 Hersteller, mit vier weiteren,

laut Metabo sehr bekannten

Herstellern, seien die Verträge bereits

unterzeichnet. Denn „das ist

es, was ein herstellerübergreifendes

System ausmacht: Maximale

Anwendungsvielfalt mit einem

System abzudecken. Wir sehen uns

als System der besten Elektrowerkzeug-Spezialisten

am Markt – mit

Maschinen, die exakt auf die Bedürfnisse

der Handwerker zugeschnitten

sind und deshalb die

Produktivität und Qualität der täglichen

Arbeit deutlich voranbringen“,

erklärt Garbrecht.

Ansichten aus der Praxis

„Ich denke, wenn man ein Akku system

besitzt, schwenkt man nicht zu

anderen Herstellern, selbst wenn

die vereinzelt bessere Geräte haben“,

sagt Ben vom Küchenstudio

Timo Schwarz aus dem hessischen

Hungen. Dieser stellvertretend

für zahlreiche Handwerker formulierten

Ansicht treten nun die

herstellerübergreifenden Systeme

entgegen. Mit CAS lassen sich

über 160 verschiedene Maschinen

in der 18-V-Klasse betreiben, bei

dem Bosch-System sind es 180 eigene

Produkte und die der Partner.

Bohren, Schrauben, Schleifen, Sägen,

Fräsen, Mischen, Verkleben

und Beleuchten – alles ist mit nur

einem Akku-System möglich. Nur

noch einen Akku und ein Ladegerät

mit sich zu führen, spart Platz,

Zeit und auch Geld.

In Zukunft eher kabelfrei

Doch es scheint, dass sich diese

Systeme eher mittel- oder gar langfristig

durchsetzen werden. „Wir

setzen noch viele kabelgebundene

Geräte ein, wollen uns aber nach

und nach umstellen“, sagt Andreas

Winkler von Möbel Winkler aus

Clausthal-Zellerfeld. Insbesondere

Schlagbohrer, Schrauber, Mess-

Foto: Bosch

Foto: Metabo

Mit insgesamt sieben Partnern präsentierte Bosch sein

geöffnetes Professional 18 V-System.

Mittlerweile sind es 17 Hersteller, die das auf den Metabo Akkus basierende

CAS nutzen.

96 KÜCHENPLANER 9/2020


geräte und auch Leuchten sollen

nach und nach kabellos sein. „Da

ist es dann schon einfacher, wenn

man nur wenige Akkus benötigt.

Aber wichtiger ist die Qualität des

Werkzeugs und dass es seinen Nutzen

erfüllt“, so Winkler, der zudem

auch den Preis im Auge hat.

Auch Ulrich Kuipers, der für dk

das küchenhaus Küchen montiert,

sagt: „Ich nutze sehr wenig Akku,

eigentlich nur die Schrauber, der

Rest hat noch ein Kabel.“

Hauptsache kompatibel

Doch setzen auch schon reichlich

Monteure auf Akku-Systeme.

„Mir ist wichtig, dass alles so weit

es geht kompatibel ist“, sagt beispielsweise

Christian Radeke. Der

selbstständige Küchenmonteur

aus Wardenburg setzt bis auf die

Makita- Lamellofräse komplett auf

Festool. „Ich finde auch, dass es

professioneller aussieht, wenn alles

schön kompatibel ist und man

nicht mit zig verschiedenen Kisten

auf der Baustelle auftaucht.“

Auf ein System setzt auch Kevin

Vespermann vom gleichnamigen

Montageservice aus Bad Essen. „Ich

habe alles von Festool. Wenn bald

meine Stichsäge und Tauchsäge mit

Akku kommen, habe ich alles außer

Staubsauger, Tischkreissäge und

Baustrahler mit Akku betrieben.“

Ralf Treichel aus Isny im Allgäu

sagt: „Ich habe alles außer Tauch-

Mitglieder CAS

Metabo – Hersteller von Elektrowerkzeugen

Mafell – Elektrowerkzeug-Spezialist für Schreiner und Zimmerer

Eibenstock – Elektrowerkzeuge für Baustelle und Industrie

Starmix – Hersteller von Staubsaugern für Industrie und Gewerbe

Rothenberger – Hersteller von Rohrwerkzeugen u.a. für Servicemonteure

Collomix – Experte für Handrührwerke und Spezial-Rührmaschinen

Eisenblätter – Spezialist für Schleifwerkzeuge, u. a. Winkel-, Längs- und Bandschleifer

Haaga – Spezialist für Hand-Kehrmaschinen

Steinel – Heißluftgebläse und Heißklebepistolen für Handwerk und Industrie

Birchmeier – Hersteller von Sprüh-, Schaum- und Dosiergeräten

Fischer – Befestigungsspezialist

Jöst – Hersteller von Schleif- und Reinigungsmitteln

Pressfit – Werkzeuge für Pressverbindungen

Rokamat – Speziallösungen u. a. für Trockenbau, Sanierung, Putz- und Betonarbeiten

Edding – Hersteller einer Kompaktdrucker-Serie

Prebena – Hersteller magazinierter Befestigungsmittel wie Druckluftnagler

Cembre – Hersteller u.a. von Schneidwerkzeugen

Mitglieder Bosch-System

Bosch Professional – Elektrowerkzeuge für Handwerk und Industrie

Klauke – Spezialist für Werkzeuge zum Pressen, Schneiden und Lochen

Brennenstuhl – smarte Lösungen für Licht- und Stromversorgung

Cox – Hersteller von Batterie-Dispensern für das Dosieren von Dicht- und Klebstoffen

Wagner – Experte für Oberflächenbeschichtung

Lena Lighting – Hersteller von LED-Scheinwerfern

Ledlenser – Hersteller von portablem Licht

Sonlux – Spezialist für professionelles Arbeitslicht

und Tischsäge von Makita mit gleichen

Akkus. Ein Doppelladegerät,

acht 5Ah-Akkus, das reicht. Ich bin

zufrieden und möchte nichts anderes

mehr.“

Auch Markus Schöckel von M.

S. Küchenbau aus Schwarzenbruck

setzt allein auf Makita: „Die Geräte

sind unzerstörbar und haben

Power ohne Ende.“

Foto: Metabo

Das „ASC 145 Duo“ bietet eine praktische Lösung, um zwei Akkus aus dem

CAS gleichzeitig nachzuladen.

Fazit: eine spannende Variante

Zusammengefasst lässt sich festhalten,

dass Küchenmonteure, so

sie denn auf Akku-Systeme vertrauen,

schon auf eine klare Linie

setzen. Mancher ist von der Qualität

oder auch dem Service seiner

Werkzeug-Marke überzeugt.

Diese Monteure werden sicherlich

auch ihrem Hersteller treu bleiben.

Doch für die Vielzahl der Handwerker

und Monteure, die den Schritt

auf Akku-Systeme noch nicht oder

nicht komplett vollzogen haben,

sind die beiden Systeme CAS und

„ Professional 18V-System powered

by Bosch“ sicherlich eine spannende

Variante. Denn hier finden

sich viele, auch spezialisierte Hersteller,

die jeweils auf ein zuverlässiges

gemeinsames Akku-System

setzen.

Camillo Kluge

9/2020 KÜCHENPLANER 97


Markt + Menschen

MöFa verabschiedet Absolventen

Am Ende eines außergewöhnlichen Sommersemesters 2020 lud Schulleiter Dieter Müller die diesjährigen

Fachschulabsolventen in die Aula der Schule zur feierlichen Zeugnisübergabe ein. In zwei Gruppen

nacheinander unter Einhaltung der gebotenen Abstände begrüßte Müller die neuen Betriebswirte,

Einrichtungs- und Küchenfachberater/innen in der Aula der Schule. Gerne hätte er wie in den vergangenen

Jahren die Zeugnisse im Rahmen eines rauschenden Abschlussfestes übergeben, musste jedoch

zum Schutze aller vor Covid 19 kapitulieren. „Trotzdem ist die Übergabe Ihrer Zeugnisse ein ganz besonderer

Moment in Ihrem Leben und soll Ihnen auch ohne das große Drumherum im Gedächtnis

bleiben als wichtiges Ereignis

am Ende eines arbeitsreichen

Weges,“ machte Müller in seiner

Ansprache deutlich. Und er

fügte hinzu: „Sie haben Durchhaltevermögen

bewiesen und

damit gezeigt, dass Sie engagiert,

belastbar und leistungsfähig

sein können.

Vor der Aushändigung der

Zeugnisse stand traditionsgemäß

die Ehrung der Klassenbesten.

Dies waren bei den Betriebswirten

(zweijährig) Stella

Marie Hofmann, bei den Betriebswirten

dual Ina van Weyck,

die Einrichtungsfachberaterin

Lisa Engling und die Küchenfachberaterin

Sylke Schmidt.

Fotos: MöFa

Jahrgangsbeste Betriebswirtin

(2-jährig):

Stella Marie Hofmann.

Jahrgangsbeste (Foto von links): Ina van Weyk (Betriebswirtin dual),

Lisa Engling (Einrichtungsfachberaterin) und

Sylke Schmidt (Küchen fachberaterin).

Start im September

Alle, die auch eine Aufstiegsfortbildung mit Karrierepotenzial

anstreben, sind herzlich eingeladen, sich zu den Bildungsgängen

anzumelden. Semesterbeginn ist am 21. September 2020.

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98 KÜCHENPLANER 9/2020


Impressum

Magazin für alle, die Küchen planen und

produzieren, kaufen und verkaufen.

Erscheint im 54. Jahrgang (2020)

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Redaktion

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(verantwortlich im Sinne des Presserechts)

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9/2020 KÜCHENPLANER 99


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