Wieser Verlag

re.book.de

Wieser Verlag

Frühjahr 2011


Antescriptum

Liebe Leserin, lieber Leser,

liebe Buchhändlerin, lieber Buchhändler!

Vom Import* und vom Export*

Zu Beginn der 1990er Jahre hat sich eine Welle der Begeisterung breitgemacht, nämlich

dafür, sich mit den aus fremden Ländern zu uns gekommenen Menschen intensiv,

auch künstlerisch, zu beschäftigen. Die Eintönigkeit der Betrachtung „Alle seien gleich

– nur wir sind gleicher!“ ist der Erkenntnis gewichen, dass es auch Menschen bei uns

gibt, die von woandersher zum Arbeiten hereingeholt wurden, hierher gebeten, in

Tunnels buddelten und Straßen asphaltierten, in Kanälen und im Dreck wühlten,

geschwitzt und geschunden haben, die sich in heruntergekommenen, zu engen

Wohnungen zumehrt aufhielten und dort ihren Kaffee kochten: den türkischen,

den jugoslawischen, dann später den bosnischen, und auch den griechischen mit

Kardamom. In Hinterhöfen brieten sie Lämmer, zu Festen luden sie ein, auch mit den

Hiesigen taten sie sich zusammen. Später kamen noch mehr Hiesige dazu, sie freuten

sich. Integrationsfeste wurden diese genannt. Viele waren noch immer ohne die

Familien, und blieben. Dann begannen die einen und die anderen diese herzuholen, sie

wollten nicht weiter allein, ohne Zärtlichkeit, ohne Berührung, ohne Körperlichkeit,

ohne Küsse und Kinder sein. Das war auch die Zeit, als unsere Politiker lauter zu

erzählen begannen, dass die Familie die Grundlage der Gesellschaft sei, dass auf dieser

die gesamte Architektur unserer Zukunft ruhe und sie daher gepflegt werden müsse.

In Sonntagspredigten wurde salbungsvoll gepriesen, wie schön es ist, wenn die ganze

Familie beisammen ist. Daneben standen viele von jenen, die sich nach ihren Frauen

und Kindern, ihren Bräuchen sehnten, allein. Meist mit Trauer im Herzen und oft

ohne gute Sprachkenntnis. Und sie flüchteten zu Menschen, die ihren Herzschmerz

und ihre Sprache verstanden, und sie blieben zunehmend unter sich.

Die Jungen suchten Anschluss. Sie wurden alleine wegen des Aussehens anders zur

Kenntnis genommen. Wir trafen sie, z. B. Im Fremden Wien**. Wir gingen mit ihnen

auf Weltreise in der Straßenbahn. Wir begegneten uns in der Remise in Wien 1992. Sie

waren da mit ihren Speisen, ihren Gerüchen, mit ihren Melodien. 12.000 Menschen

kamen und sahen, wie Berührung Nähe bringen kann und Beziehungen schafft. Und

wir trafen Hiesige, die Fremde sein wollten, schrieben Berichte über Expeditionen,

erfanden neue Wissenschaften wie die Xenographie***, wie Paul Parin die Arbeit von

Lisl Ponger und Ernst Schmiederer taufte. Wir haben Europa erlesen, wo Kulturen

– trotz der von Politik und Militär gezogenen Grenzen – ihren Lebensraum schufen

und ihre Verbundenheit mit den anderen suchten, sich immer wieder fanden und sich

manchmal auch wieder verloren.

Und doch kommen die einen und verbinden sich mit den Hiesigen, und doch öffnet

sich die Sicht, und der Nebel lichtet sich, denn wir leben in Räumen, in Städten und

Ländern, durch die die Menschen kommen und gehen, sich ausruhen und bleiben,

verweilen und wieder davoneilen. Menschen, die hier uns den Dreck putzen, den wir

weder riechen noch berühren wollen. Sie bringen zwar denen, die sie beschäftigen,

Reichtum, aber die Politik wünscht sich nichts sehnlicher, als dass sie unsichtbar

werden, am besten Tarnkappen tragen sollen, um die Gemütlichkeit der Privilegierten

nicht zu stören.

Wenn wir auf das, was in den vergangenen zwei Jahrzehnten alles geschehen ist,

zurückschauen, dann können wir hier und heute getrost feststellen: Die Menschen

sind meist weiter. Unsere Bücher berichten darüber. Meist sind es die Politiker, die

hinterherhinken und die erst dazu beitragen, dass aus Fremde Verständnislosigkeit

und Hass wird, dass nicht Nähe entsteht, und dass aus Sprache Sprachlosigkeit wird.

In den Büchern ist das Geheimnisvolle verborgen. Es gibt nichts Herrlicheres als ein

Buch. Nichts Herzerwärmenderes, sagt Peter Handke im Gespräch****.

In diesem Sinne: Lesen Sie weiter

meint Ihr

Lojze Wieser

* Ernst Schmiederer,

Import/Export.

Lauter Ausländer.

Noch mehr Ausländer

(ISBN 978-3-85129-918-2)

** Fremdes Wien

(ISBN 978-3-85129-099-2)

** EE Phantom

Fremdes Wien

(ISBN 978-3-85129-433-5)

*** Xenographische

Ansichten

(ISBN 978-3-85129-718-8)

**** Die Sprachenauseinanderdriftung.

Peter Handke und Lojze Wieser

im Gespräch mit Frederick Baker

(ISBN 978-3-85129-861-1)


Inhalt

Seite 4

Seite 6

Seite 7

Seite 8

Seite 10

Seite 12

renata Šerelyte˙

Blaubarts Kinder

Boris Chersonskij

Familienarchiv

Ákos Fodor

Gongklänge/

Gonghangok

jana revedin

Lysis

Maria sikora

Der Rittmeister

ernst sChMiederer

Import/Export

Seiten 14

Seite 16

Seite 17

Seite 18

Seite 19

Seite 20

europa ErhörEn

jozˇe javorsˇek

Primož Trubar

MiChael Chalupka

Protestantische

Dokumentationen

ivo andriĆ

Die Entwicklung

des geistigen Lebens

in Bosnien unter

der Einwirkung der

türkischen Herrschaft

kito lorenC

Nach Morau,

nach Krokau

europa erlesen

klaus Gasseleder

Franken

Seite 20

Seite 21

Seite 24

Seite 26

Seite 27

Seite 29

europa erlesen

heiner BoehnCke/

johannes BeCk

Lago Maggiore

Gisela erlaCher

„cut“ mit einem Essay

von Franz Schuh

herMine reisinGer

Tote Kinderseele

Günter MattitsCh

Homöopathie für den

Lebensweg II

Milan MijalkoviC /

katharina urBanek

Skopje –

The World’s Bastard

Maria niColini

Wissenschaft ist

Sprache


Renata Šerelytė wurde 1970 in einer

litauischen Kleinstadt geboren und studierte

Lituanistik an der Universität Vilnius.

Danach arbeitete sie als Redakteurin und

Journalistin für verschiedene Zeitungen

und Zeitschriften. 1986 debütierte sie

mit Gedichten. Ihr erster Roman „Sterne

der Eiszeit“ erschien 2002 in deutscher

Übersetzung. Als Erzählerin, Essayistin,

Dramatikerin und Kinderbuchautorin wurde

Renata Šerelytė mit zahlreichen Preisen

ausgezeichnet und ist zur wichtigsten litauischen

Autorin ihrer Generation geworden.

Cornelius Hell, 1956 in Salzburg geboren,

ist Literaturkritiker, Übersetzer und

Essayist. Bei Wieser verlag erschienen Lesen

ist Leben.

4 | Frühjahr ’11

Danke, Großmutter, dass ihr mich

aufgenommen habt. Danke,

Papa. Danke, ihr guten Nachbarn,

dass ihr es zustande gebracht habt,

mich zu besichtigen wie irgendein

Ferkel mit zwei Köpfen, ein Glück,

dass ihr mich nicht abgetapscht und

gekneift habt, denn dann hätte ich

gesagt, dass ich an einer gefährlichen

Krankheit leide, und wenn ihr mich

berührt, werdet ihr euch anstecken,

ihr werdet von roten fünfeckigen Flecken

übersät sein, die schrecklich jucken.

Das habe ich nicht gesagt, denn

niemand hörte mir zu. Ringsum plap-

perten sie, und nur litauisch, nicht zu

fassen, und die Schwester, auch die

gab keine Ruhe, schleppte mich in den

Garten und nötigte mich, auf einen

Apfelbaum zu klettern – schau, von

dort ist die ganze Stadt zu sehen. „Geh

doch scheißen!“, sagte ich zu ihr, das

waren meine ersten litauischen Worte

in Mamas Heimat. Die Schwester

blähte sich auf und sagte: „Du Barbar!“

und ließ mich allein zurück im

Winkel des Zimmers beim Tisch, der

mit Tellern voll Sülze und Wurstmagen

überhäuft war, wie hinter Barrikaden,

die vor dem Kannibalen aus

Rostow schützen sollten.


Eine Tote lässt ihr Leben Revue passieren, das

sie aus ihrer litauischen Kleinstadt ins tiefe

Russland verschlagen hat. Sie war überzeugte

Kommunistin und ließ sich von ihrem litauischen

Mann – einem passiven, an nichts interessierten

Alkoholiker – scheiden und folgte dem Russen

Anatolij in eine russische Kleinstadt. In der Partei

hatte sie es schwer mit den Männerhierarchien, in

der Stadt blieb sie eine Fremde, und der Mann ist

jähzornig und gewalttätig und hat ihr das Gesicht

verbrannt: „Ich bin Blaubarts Frau mit einem vom

Bügeleisen verbrannten Gesicht.“

Sohn und Tochter kehren nach Litauen zurück

und erleben die ersten Jahre der Unabhängigkeit.

Während sich die Tochter von den Erinnerungen

an „Blaubart“, den aggressiven russischen Stiefvater,

befreien kann und vor ihrem ständig betrunkenen

litauischen Vater in die Stadt flieht, studiert

und Schriftstellerin wird, findet der Sohn keine

Lebensperspektive. Sehr spät kommen beiden in

Kontakt mit ihrem Halbbruder in Russland.

Aus den Erzählungen der vier Personen entsteht

nicht nur eine Familiengeschichte, sondern auch

ein vielschichtiges Gemälde von Mentalitäten und

Milieus, das durch seine bilderreiche Phantasie

ebenso fasziniert wie durch seine Ironie. Das Leben

in der Provinz und die litauische Hauptstadt

Vilnius in den 1990er Jahren werden in vielen authentischen

Details ins Bild gerückt.

renata Šerelyte˙

Blaubarts Kinder

EDITION ZWEI

Aus dem Litauischen von Cornelius Hell

327 Seiten, gebunden, Vor- und Nachsatz, Lesebändchen

*

EUR 14,95 / sfr 27,50

ISBN 978-3-85129-909-0

Ein Schlüssel zur

kommunistischen und

postkommunistischen

Welt abseits der

großen Politik –

weit über Litauen und

Russland hinaus.

* Bank Austria Literaris

Der Große Preis für Literatur aus dem

Osten und Südosten Europas wird von der

Bank Austria, KulturKontakt Austria und

dem Wieser Verlag alle zwei Jahre vergeben.

2006 wurden mit dem Bank Austria Literaris

ausgezeichnet: Teodora Dimova Die Mütter,

Anna Zonová, Zur Strafe und zur Belohnung,

Florin Lăzărescu Unser Sonderberichterstatter.

2008 wurden ausgezeichnet: Agda Bavi Pain

Am Ende der Welt, Srđan Valjarević Como,

Palmi Ranchev Ein bißchen Glück für später

und Rudolf Jurolek Das Leben ist möglich

/ Život je možný.

| 5


Berditschew, 1911 –

Odessa, 1986

Einmal rettete Jakow die Familie,

weil er sich 1941 nicht an

die amtliche Verordnung hielt,

der zufolge Röhrenempfänger

abgegeben werden mussten.

Sie erwarteten die Deutschen,

die Befreier vom Bolschewismus.

Die Sendungen des

deutschen Radios

über das Weltjudentum

änderten ihre nächsten Pläne.

Die Flucht war überstürzt

– und deshalb von Erfolg.

6 | Frühjahr ’11

Boris Chersonskij

Familienarchiv

EDITION ZWEI

Aus dem Russischen von Erich Klein uns Susanne Macht

205 Seiten, gebunden, Vor- und Nachsatz, Lesebändchen

EUR 14,95 / sfr 27,50

ISBN 978-3-85129-911-3

Sonderpreis der Jury

Boris Chersonskijs Roman aus Gedichten „Fami -

lienarchiv“ erzählt eine russisch-jüdische Familiengeschichte

durch die Tragödien des 20. Jahr -

hunderts: Kleinbürger und mittleres Bürgertum,

Ärzte, Lehrer, sowjetische Beamte, Geschäftsleute,

Kommandanten der Roten Armee, selbst ein orthodoxer

Priester befindet sich darunter. Gerechte

und Sünder, Zyniker und Idealisten, Weise und

Verrückte – sie alle verbindet eines: das Leben in

Odessa.

Boris Chersonskij, geboren 1950 in Czernowitz, lebt

als Psychiater und Schriftsteller in Odessa/Ukraine.

Seit den 1960er Jahren ist Chersonskij eine zentrale

Figur des literarischen Undergrounds und des Samisdat.

Seit 1995 erscheint seine Lyrik in der Ukraine

und Russland; die erste Buchpublikation des russisch

schreibenden Autors in Russland erfolgte 2006. Er

erhielt u. a. den Preis der Zeitschrift Nowij Mir (2008)

und das Brodsky-Stipendium (2008).

Erich Klein, geboren 1961 in Altenburg/Niederösterreich,

lebt in Wien als Übersetzer, Publizist und

Kurator von Literaturveranstaltungen. Bei Wieser sind

erschienen: Europa erlesen Moskau (mit Valeria Jäger

1998), Europa erlesen St. Petersburg (1999).

Susanne Macht, geb. 1962 in Maissau/Niederösterreich,

lebt in Wien und Kiew. Sie übersetzte u. a. B. Uspenskij,

D. Prigow, L. Rubinstein und O. Sedakowa.


Hast du zu viel zu

sagen: so ist es besser,

wenn du gar nichts sagst.

Meine Gedichte?

ach was. – Gedichte, die ich

bloß schreiben durfte.

Man wundert sich nur, wie eine derart leise

Muse in turbulenten Zeiten, wie der unseren,

überlebt. Bei Ákos Fodor scheinen aber literarischer

und Lebensstil einander zu entsprechen. Er

behauptet in einem Lebenslauf, der kaum länger

ist als seine Gedichte – und man ist fast versucht

ein Haiku daraus zu machen: „Ich lebe zurückgezogen,

aber keineswegs einsam.“ Und er fügt etwas

langatmiger hinzu: „Den spektakulären, großen

Veränderungen sehe und höre ich skeptisch zu.

Nach meiner Erfahrung sind die meisten larmoyant

und leer, wie Kitschfilme und miese Musik.“

György Dalos

Ákos Fodor

Gongklänge/Gonghangok

99 ungarische Miniaturen/99 magyar miniatűr

EDITION ZWEI

Aus dem Ungarischen von Vera Ahamer

74 Seiten, gebunden, Vor- und Nachsatz,

Lesebändchen

EUR 14,95 / sfr 27,50

ISBN 978-3-85129-910-6

Ákos Fodor, 1945 in Budapest geboren, studierte an der Franz-Liszt-

Musikakademie Budapest, war von 1968 bis 1988 Redakteur des

ungarischen Musikverlages Zenemükiadó und ist seitdem als freier Schriftsteller

tätig. Sein Werk wurde 2007 mit dem Artisjus-Preis des ungarischen

Vereins für Autorenrechte ausgezeichnet. Sein erster Lyrikband Doppelpunkt

(Kettöspont) erschien 1978, es folgten zwölf weitere Bände. Fodor ist

Verfasser von Radiohörspielen, Übersetzer von Haikus sowie zahlreicher

Opern und Musicals.

Vera Ahamer, 1977 in Feldkirch in Vorarlberg geboren, studierte

Geschichte, Romanistik, Translationswissenschaft sowie Deutsch als Fremdsprache

an der Universität Wien, unterrichtete in Kasachstan und ist derzeit

Lektorin an der Linguistischen Universität Nizhnij Novgorod.

Ich empfehle wärmstens

Ákos Fodors Miniaturen

zum Lesen, Genießen und

Weitersenden – mündlich,

per Post und angesichts

ihrer Kürze, gelegentlich

sogar per SMS.

| 7


Jana Revedin, 1965 in Konstanz geboren,

lebt in Venedig und Wernberg in Kärnten.

Die Architektin und Autorin zahlreicher

Fachbücher zur Architektur der Stadt und

der Landschaft engagiert sich für eine Baukunst,

die ihr kreatives und ökologisches

Potential aus der Besonderheit des Ortes

schöpft. Sie gründete den Global Award for

Sustainable Architecture und die LOCUS

Foundation und ist Professorin an der Umeå

University in Schweden.

LYSIS ist ihr erster Roman.

Jean musste gleich hinter ihm sein, auf

Reichweite jetzt, der Wind trug den trockenen

Duft von Sandelholz heran. Mehrmals

schon hatten sie beide so gestanden.

Ted erinnerte jedes einzelne Mal, hatte

jede einzelne Szene seit Ostern unzählige

Male zurückgespult – auf der Terrasse hier,

unten im Garten, am Erkerfenster seines

Büros vor dem abendlich verregneten Berlin.

Jeans Geruch und sein Atem waren zu

spüren gewesen, und, inzwischen konnte

Ted es ja in Worte fassen, es war eine körperliche

Anziehung, die auch er sich jetzt

zugab. Ein den Kopf auf die Schulter legen

wollen und endlich ankommen. Man muss

wohl irgendwo bleiben.

8 | Frühjahr ’11

Und dieses Sehnen, er musste einfach

die Wahrheit sagen, ein brutales,

ein totales Sehnen, das das Selbst, die

gesamte Umgebung auslöschte, unerklärlich.

Was gefiel ihm an einem

Mann? An diesem Mann? Einem

faszinierenden Freigeist, ja klar, doch

blutleer, lebensleer, viel zu eitel für

seinen Geschmack. Sicher wahnsinnig

desinteressiert beim – was? Beim Sex.

Was interessierte Ted schwuler Sex?

War er krank, gehirngewaschen, ein

hoffnungsloser Beziehungsirrer?

Und doch, er war ab dem vergangenen

Herbst verrückt danach, Jean

anzufassen, ihn mit Leben, mit Lust

zu füllen, dieses Tabu zu brechen und

es einfach auszuprobieren. Es war ihm

zunehmend schwindlig geworden bei

dem Gedanken, diesen feingliedrigen

Körper zu erkunden, zu erobern und

zu besitzen, ihn hart und schnell zu

nehmen wie eine Frau, wie die Frauen,

die er kannte und genommen und

besessen hatte. Das war es doch, was

Jean wollte. Alles. Ein klares, gnadenloses

Alles. Sprich: besessen werden!

Bisher hatte sich Ted also nie umgedreht

gehabt. Ted, der Feigling, der

Davonläufer.

Umdrehen, und dann? Konkret?

Er hatte aus Angst vor diesem unbekannten

Terrain lieber im Kopf abgehoben,

wie gerade eben wieder. Vorwärts,

nur vorwärts, ein Pferd auf der

Flucht – und nach langen Minuten

hatte ihn schließlich immer eine Ablenkung

gerettet, ein Telefon klingelte,

jemand betrat den Raum. Jean hatte

sich zurückgezogen, gekonnt beschäftigt

getan.

Ted öffnete die Augen jetzt. Ein

Rausch von Blau drang ein.

Und in der Geschwindigkeit dieses

Blaus, in seiner Schärfe und Tiefe

fand er den Schwung und drehte sich

um. Jean stand da in seinen perfekt

fallenden Hosenbeinen, seinem duftig

gebügelten Hemd, die Hände wie

schwerelos in die Hüften gestützt, der

Wind zerzauste ihm das Haar.

Ted tat den Schritt auf ihn zu.

Ein Forscher betrat sein Neuland.

In der Julihitze gaben die Grillen

ein großes Konzert.


Villa Lysis [Lysis, altgriech. Λúσις, Lösung,

Auflösung, Erlösung] wurde 1905 vom französischen

Poeten und Kunstmäzen Jacques Fersen

auf der nordöstlichen Felsspitze von Capri erbaut

und ist der Jeunesse d’amour gewidmet.

Fersen lebte an diesem wilden Ende der Insel

mit seinem Gefährten Antonio Cesarini, genannt

Nino, einem römischen Bauarbeiter.

Rainer Maria Rilke, Colette, Norman Douglas,

Eleonora Duse, Nathalie Barney oder Marguerite

Yourcenar gingen hier ein und aus: Lysis wurde

zum modernen Arkadien, zum Treffpunkt einer

liberalen Wahlfamilie, die eine aufgeklärte, in der

Ästhetik begründete Ethik lebte.

1923 nahm sich Jacques Fersen hier unter nie

geklärten Umständen das Leben.

War es tatsächlich Selbstmord?

Wer verschuldete seinen Tod?

Wer verantwortet den Untergang der Utopie

Capri?

Die Romanhandlung beginnt 2007, auf Lysis,

am windigen Ende der Insel.

Der vom Massentourismus gänzlich verschonte

Dorfteil unter Tiberius’ einstigem Sommerpalast,

früher von Dichtern, Wissenschaftlern und visionären

Denkern bewohnt, hat sich erschreckend

entvölkert. Die Villa findet ziemlich unerwartet

neue Bewohner, die sich hier scheinbar zufällig

begegnen. Ihre drohende Leere und Sinnlosigkeit

wird mit dichtem Leben gefüllt, auf der Lilienterrasse

knüpfen und lösen sich Beziehungen.

Lysis. Die Lösung. Die Auflösung. Die Erlösung,

auch.

jana revedin

Lysis

Roman

ca. 200 Seiten, gebunden, Lesebändchen

EUR 21,00 / sfr 36,50

ISBN 978-3-85129-906-9

Lysis erzählt von

Menschen, die

sich finden, weil sie

nach niemandem suchten.

| 9


Claudia Sikora, 1964 in Wien geboren,

Mutter eines erwachsenen Sohnes, war als

Buchhändlerin tätig, lebt heute in Retz in

Niederösterreich. Der Rittmeister ist ihr

literarisches Debüt.

10 | Frühjahr ’11

„Aber es ist ja bequem, wenn man

noch Eltern hat, bei denen man das

Kind abgeben kann. Was hab ich

falsch gemacht mit deiner Mutter, daß

sie so gewissenlos geworden ist!“

Noch strafender die Blicke des

Großvaters und noch zweckloser, bis er

ihn an der Hand nahm und in sein

Arbeitszimmer zog.

„Man möchte doch schon seine

Ruhe haben in meinem Alter, ist das

zu viel verlangt“, jammerte die Großmutter

weiter, bis die Tür zufiel. Ins

Arbeitszimmer kam sie nicht, die Präparate

waren ihr nicht geheuer, seit

sie beim Staubwischen eines zu Boden

geworfen hatte, obwohl sie nicht hätte

Staub wischen müssen, weil das die

Bedienerin besorgte. Aber sie hatte der

Bedienerin irrigerweise den Umgang

mit den Spiritusschlangen und Geckos

und Chamäleons nicht zugetraut.

Er hat es nicht vergessen, das Krachen

und den gellenden Schrei der

Großmutter, die weit aufgerissenen

Augen des Großvaters und das „Jesusmariamuttergottes“

der alten Bedienerin.

Er hatte sich an den Großvater

geklammert und zu weinen begonnen,

denn gleich würde eine tote Nashornviper

unter dem Türspalt durchschwimmen.


Claudia sikora

Der Rittmeister

Roman

ca. 250 Seiten, gebunden, Lesebändchen

D er Rittmeister ist eine Geschichte von fremder

Herkunft und fremder Sprache, vom

Fremden zwischen Männern und Frauen, Menschen

und Tieren und von dem Riss, der bleiben

muss, weil die Großmutter im Widerstand tätig

war und der Großvater zu den Mördern gehörte,

als es modern war, zu den Mördern zu gehören.

Es ist die Geschichte vom Rittmeister mit seiner

tristen Schwäche für feindselige Frauen, von

einem dubiosen Schatz, den er hütet, von der

Fortpflanzung des Krieges in den folgenden Generationen;

von einem Kind, das aus einer Hundeschüssel

Wasser trinken möchte und den Trost

in den Armen seiner ratlosen Trösterin verschläft,

von einem anderen Kind, das später schwört, seinen

Tröster niemals zu verraten, und ihn doch verrät;

von Klostermauern, hinter denen Schuberts

letzte Klaviersonaten angespielt werden gegen die

Ohnmacht bei Kriegsende; von einer Übersetzerin,

deren nervliche Zerrüttungen angesichts ihres

verliebten Zustands komische Auswüchse annehmen,

obwohl ihr dabei keineswegs komisch zumute

ist, von ihren nachkochenswerten kulinarischen

Einfällen und ihren Lügen; eine Geschichte von

Orestes, dem weggelegten Kind, dessen Vater getötet

wurde, von Klytaimnestra, die Todesängste

aussteht, bevor sie zusticht …

EUR 21,00 / sfr 36,50

ISBN 978-3-85129-905-2

Man vergisst

die Schönheit nicht,

weil Krieg ist,

im Gegenteil: Die

Schönheit kann ein

trotziges Mittel sein

in der Hölle

gegen die Hölle.

| 11


Ernst Schmiederer, geboren 1959 in

Salzburg, lebt als Journalist und Buchautor

in Wien, wo er das Blinklicht Media Lab

betreibt.

12 | Frühjahr ’11

2005:

Es ist angenehm hier. Gemütlich.

Wie sauber diese Stadt ist. Der Hundedreck

auf den Gehsteigen – ach, der

stört mich nicht. Als Inder achte ich

darauf, wo ich hintrete. Ich schaue auf

den Boden beim Gehen. Nicht in die

Luft. Das hilft, meistens.

Simron Jit Singh, aus Neu-Delhi

in Wien

2010:

Wenn jeder jeden zum Freund haben

kann, dann ist es notwendig, dass

man sich wieder bewusst entfreundet.

Deshalb boten wir eine „Web 2.0 Suicide

Machine“ im Internet an und

wurden rasch berühmt, als uns Facebook

verklagen wollte. 500 Menschen

hatten ihren Account gelöscht. CNN

und das „Time Magazine“ haben

mich interviewt. Das „Wall Street

Journal“ rief an, um nach meinem

„job title“ zu fragen. CEO, antwortete

ich: Chief Euthanasia Officer.

Gordan Savicic, aus Wien in

Rotterdam


der anti-sarrazin. Was sonst.

ernst sChMiederer

Import/Export

LautEr ausLändEr/noch mEhr ausLändEr

double Feature

Mit einem Vorwort von Alfred Gusenbauer

und einem Essay von Joachim Riedl

240 Geschichten aus dem Reich der Interkultur

288 Seiten, gebunden, Halbleinen

Menschen hat Ernst Schmiederer zwi-

240 schen 2005 und 2010 befragt und in

kompakten Porträts in der Österreich-Ausgabe

der deutschen Wochenzeitung DIE ZEIT zu Wort

kommen lassen: Ausländer in Österreich, Österreicher

im Ausland.

Die Route führt von Ägypten über Argentinien

nach Australien, von Russland über die Schweiz

nach Taiwan. Und immer wieder zurück nach Österreich.

Mit Berichten von Johannes Attems, Rima Aldoukhi

und Ihu Anyanwu, von Jonas Zahler, Mariella

Zickler, Erik Zott, Adam Zielinski und all

den anderen Migrationserfahrenen, die dem Autor

über die Jahre Einblicke in ihren Alltag und ihre

Gedankenwelt gewährt haben.

EUR 24,95 / sfr 41,90

ISBN 978-3-85129-918-2

Berichte aus nächster

Umgebung, Berichte aus

der Ferne. Zusammen

ein dichtes Alphabet der

Migration, der Mobilität

und der Interkultur.

| 13


OPA ERHÖREN EU

RHÖREN EUROPA

ÖREN

Athen

EUROPA

Erscheint im Label Die2

ER

und

N EUROPA ERH

EUROPA ERHÖRE

Budapest

OPA ERHÖREN EU

1. Staffel 1–10

HÖREN EUROPA

REN EUROPA E

Linz

EN EUROPA ERLES

OPA ERHÖREN EU

Südtirol

HÖREN EUROPA E

ROPA ERHÖREN E

HÖREN EUROPA E

Mähren

REN EUROPA ERH

14 | Frühjahr ’11

EUR 15,00 / sfr 26,90

ISBN 978-3-902789-00-6

Athen + EE Athen

EUR 25,00 / sfr 42,90

ISBN 978-3-902789-20-4

EUR 15,00 / sfr 26,90

ISBN 978-3-902789-01-3

Budapest + EE Budapest

EUR 25,00 / sfr 42,90

ISBN 978-3-902789-21-1

EUR 15,00 / sfr 26,90

ISBN 978-3-902789-02-0

Linz + EE Linz

EUR 25,00 / sfr 42,90

ISBN 978-3-902789-22-8

EUR 15,00 / sfr 26,90

ISBN 978-3-902789-03-7

Südtirol + EE Südtirol

EUR 25,00 / sfr 42,90

ISBN 978-3-902789-23-5

EUR 15,00 / sfr 26,90

ISBN 978-3-902789-04-4

Mähren + EE Mähren

EUR 25,00 / sfr 42,90

ISBN 978-3-902789-24-2

EUR 145,00 / sfr 244,90

ISBN 978-3-902789-10-5

Mercedes Echerer

„Der verrückte Verleger Lojze Wieser und

die verrückte Schauspielerin Mercedes

Echerer (die Selbstcharakterisierung stammt

jeweils von ihnen, nicht vom Rezensenten)

sind einander in langjähriger Freundschaft

zugetan; und sie realisieren auch ein langjähriges

Gemeinschaftsprojekt miteinander:

Mit der Hörbuchreihe Europa erhören

kombinieren die beiden die Talente großer

Autoren und feiner Interpreten, um den

Genius Loci verschiedener europäischer

Kulturmetropolen und -regionen einzufangen:

Bukarest, Budapest, Dalmatien.

Athen und natürlich Wien. Der Wien

gewidmete CD-Zwilling wird mit einem

Hadern der ,Hallucination Company‘

(Wiener sein ...) eingeleitet, welche infolge

mannigfaltig musikalisch-multikulturell


ROPA ERHÖREN EU

ERHÖREN EUROPA

HÖREN

wird vom Wieser Verlag vertrieben

EUROPA

Bukarest

E

ÖREN EUROPA ER

N EUROPA ERHÖR

Steiermark

ROPA ERHÖREN EU

10 CD’s + 10 Bände

ERHÖREN EUROP

RHÖREN EUROPA

Dalmatien

E EUROPA ERHÖR

ROPA ERHÖREN EU

Doppel CD Wien

RLESE EUROPA ER

URO ERHÖREN E

Special Edition

RHÖREN EUROP

ÖREN EUROPA ER

europa erlesen und 1x Notizen

EUR 250,00 / sfr 405,00

ISBN 978-3-902789-30-0

variiert wird. Die Texte stammen u. a. von

Peter Henisch, Ernst Jandl, Ruth Klüger,

Christine Nöstlinger, Matin Pollack und

Milo Dor; dargeboten werden sie von

(ebenfalls u. a.) Viktor Gernot, Florentin

Groll, Robert Palfrader, Erwin Steinhauser

und Andreas Vitásek. Mein Liebling

ist eine Straßenbahnszene von Gustav

Ernst, in der es die Fahrgäste an reschen

Beschimpfungen ihrer Ko-Fahrgäste nicht

mangeln lassen: ,Se san jo ausgfressn wira

Engerling‘. Aus dem Begleitbändchen zu

erschließen, welcher Künstler was liest,

ist nicht einfach. Davon abgesehen aber:

öffnet die Ohren und geht ans Gmiat.

Empfehlung!“

Christoph Winder in Der Standard

„Mit geschlossenen Augen träumt sich’s

besser: Frido Hütter lauscht sich durch

neue Hörbücher.“

Kleine Zeitung

„Klänge die Europa süchtig machen.“

Maja Schlatte in der KTZ

EUR 15,00 / sfr 26,90

ISBN 978-3-902789-05-1

Bukarest + EE Bukarest

EUR 25,00 / sfr 42,90

ISBN 978-3-902789-25-9

EUR 15,00 / sfr 26,90

ISBN 978-3-902789-06-8

Steiermark + EE Steiermark

EUR 25,00 / sfr 42,90

ISBN 978-3-902789-26-6

EUR 15,00 / sfr 26,90

ISBN 978-3-902789-07-5

Dalmatien + EE Dalmatien

EUR 25,00 / sfr 42,90

ISBN 978-3-902789-27-3

EUR 21,00 / sfr 36,50

ISBN 978-3-902789-08-2

Doppel CD Wien + EE Wien

EUR 30,00 / sfr 49,90

ISBN 978-3-902789-28-0

EUR 21,00 / sfr 36,50

ISBN 978-3-902789-09-9

Special Edition + EE Weiter Osten

EUR 30,00 / sfr 49,90

ISBN 978-3-902789-19-8

Special Edition +

EE Zwischen Fels und Nebel

EUR 30,00 / sfr 49,90

ISBN 978-3-902789-29-7

| 15


Wir müssen Kultur

schaffen, Kultur kann

aber nur mit dem Buch

geschaffen werden.

16 | Frühjahr ’11

Primož Trubar in:

Eni dolgi predguvori /

Eine lange Vorrede

Edition Primozˇ Trubar

jože javoršek

Primož Trubar

ca. 300 Seiten

Edition Primož Trubar 1

EUR 14,80 / sfr 25,50

ISBN 978-3-85129-904-5

Primož Trubar oder Primus Truber (1508–

1586), geboren in Unterkrain, studierte in Rijeka,

Triest, Salzburg und auch in Wien. Zu diesen

freiwilligen Aufenthalten in der Fremde kam das

Schicksal der Verbannung, der Flucht und Vertreibung

durch die tiefgreifende Gegenreformation

in Slowenien. Durch dieses am eigenen Leib

erfahrene Geschick war es ihm ein Anliegen, für

die kulturelle, sprachliche und religiöse Vielfalt

nicht nur in seiner slowenischen Heimat, sondern

in ganz Europa einzutreten. Gesellschaftliche Diversität

führte für ihn nicht zu einem unverbindlichen

Relativismus. Aufgrund seiner evangelischen

Überzeugungen wusste er sich in der pluralen Welt

eindeutig auf die Seite derer gestellt, die marginalisiert

sind, die um ihre Rechte als Minderheiten zu

kämpfen haben, die die Solidarität aller brauchen.

Primož Trubar hat eine große Zahl von Druckschriften

hinterlassen. Darunter befindet sich das

erste Buch in slowenischer Sprache, der „Catechismus

Jn der Windischenn Sprach“, der 1550

in Tübingen gedruckt wurde. Der Untertitel ist

slowenisch: Anu kratku Poduuzhene skaterim vsaki

zhlouik more nebu pryti, auf Deutsch: „Eine kurze

Anleitung, mit welchem jeder Mensch in den

Himmel kommen kann.“ So wurde er zum Schöpfer

der slowenischen Schriftsprache, was die Republik

Slowenien bis heute würdigt, indem sie sein

Portrait auf die Rückseite der 2-Euro-Münze prägt

und – obwohl die Evangelischen in Slowenien zahlenmäßig

eine kleine Minderheit sind – als einziges

Land in Europa den Reformationstag (31. Oktober)

als Nationalfeiertag begeht.

(Aus dem Vorwort von Bischof Michael Bünker)

Jože Javoršek, geboren 1920 in Velike Lašče, gestorben 1990 in Ljubljana.

1941–1945 Teilnahme am Volksbefreiungskampf in Slowenien; Studium der

vergleichenden Literatur in Paris/Sorbonne und der Dramaturgie in Ljubljana;

Direktor von Radio Ljubljana; Sekretär des Präsidenten der Slowenischen Akademie

der Wissenschaften und der Künste. Publizierte mehrere Gedichtbände, zahlreiche

Dramen, Romane, Essays und Polemiken.


Edition Primozˇ Trubar

MiChael Chalupka

Protestantische Demonstrationen

Edition Primož Trubar 2

218 Seiten, Englische Broschur

Was kann man von Pu dem Bären über das

Fasten lernen? Wie passen Religion und

Demokratie zusammen? Warum ist es vernünftig,

dass Teilnehmer von Weltwirtschaftsgipfeln auf

den Esel schauen? Was hat Martin Luther österreichischen

Politikern zu sagen, die Menschen das

Arbeiten-Wollen beibringen möchten? Und warum

sind Demonstranten nicht immer Protestanten,

aber Protestanten auch mal Demonstranten?

Michael Chalupka kommentiert Beobachtungen

aus Alltag und Politik – aus evangelischer

Perspektive. Der vorliegende Band präsentiert ausgewählte

Texte, die Michael Chalupka in den letzten

15 Jahren für seine Kolumne „Von Gott und

der Welt“ in der österreichischen Tageszeitung

„Die Krone“ und für den österreichischen Rundfunk

verfasst hat. Von Solidarität mit denen, die

am Rand der Gesellschaft stehen, Mündigkeit der

Gläubigen und Humor zeugen die Texte.

EUR 14,80 / sfr 25,50

ISBN 978-3-85129-919-9

Michael Chalupka, 1960 in Graz geboren,

ist evangelischer Theologe, Pfarrer und Direktor

der Diakonie Österreich, des Sozialwerks der

Evangelischen Kirchen.

Ein Buch für alle,

die wissen wollen,

was der Protestantismus

in einem katholischen

Land wie Österreich

Abenteuerliches zu

sagen hat.

| 17


In der Dissertation

kann man die Genese

von all jenem entdecken,

was Andrić als Literaten

formte und auszeichnete

18 | Frühjahr ’11

ivo andriĆ

Die Entwicklung des geistigen Lebens

in Bosnien unter der Einwirkung der

türkischen Herrschaft

ca. 200 Seiten, gebunden, Lesebändchen

EUR 21,00 / sfr 36,50

ISBN 978-3-85129-899-4

Ivo Andrić wurde am 22. August 1892 in Travnik/Bosnien

geboren. Studium in Zagreb, Wien, Krakau, Graz, dort Promotion.

Ab 1924 diplomatischer Dienst in Rom, Bukarest,

Madrid, Genf. Botschafter in Berlin. Begann nach dem Ersten

Weltkrieg Erzählungen zu schreiben, verfasst im Zweiten die

berühmten Romane: Wesire und Konsuln und Die Brücke über

die Drina und veröffentlichte auch Essays und Reisebücher.

1961 bekam er den Nobelpreis für Literatur. Ivo Andrić starb

1975 in Belgrad.

„Gut, dass Sie mich um meine Meinung gefragt haben. Ich

möchte auf keinen Fall, dass in meine Biographie Einzelheiten

einfließen, die keinen Zusammenhang mit der literarischen

Arbeit und der geistigen Entwicklung eines Schriftstellers haben.

Wenn meine Studien und meine Dienstorte gefragt sind,

genügt es zu sagen, dass ich in Zagreb, Wien, Krakau und Graz

studiert und in Rom, Bukarest, Madrid und Berlin meinen

Dienst versehen habe.“

Belgrad, 3. Dezember 1962

Aus einem Brief von Ivo Andrić an

Prof. Dr. Milorad Živančević

Aus Anlass der 50 Wiederkehr des Literaturnobelpreises

an Ivo Andrić erscheint seine Disseration

„Die Entwicklung des geistigen Lebens

in Bosnien unter der Einwirkung der türkischen

Herrschaft“ erstmals als Einzelpublikation im

Wieser Verlag.

„In der Dissertation kann man die Genese

von all jenem entdecken, was Andrić als Literaten

formte und auszeichnete“, schreibt Zoran

Konstantinović im Jahre 1982. (Zitiert nach Branko

Tošović, Der Nobelpreisträger Ivo Andrić in

Graz. Andrić-Initiative Bd. 1, Graz 2008).

In der Dissertation finden sich zahlreiche Themen,

die „später als Quelle für seine Romane und

Erzählungen herangezogen“ wurden (Ivo Andrić

Gesellschaft, Beograd).

Mit der Herausgabe dieses Bandes würdigt der

Wieser Verlag den großen Erzähler und Nobelpreisträger

(und legt nach dem Erzählband „Buffet

Titanic“,1995) sein theoretisches Grundlagenwerk

vor, das in den jüngsten kriegerischen Auseinandersetzungen

mystifiziert und diskreditiert wurde.

Gerade weil ihr Inhalt „sogar vielen Fachleuten

nicht ausreichend bekannt ist, rund um sie eine

wahre Mystifizierung entbrannt, falsche Interpretationen

gegeben und Schlussfolgerungen gezogen“

werden, wie Branko Tošović feststellt, finden

wir die Einzelpublikation der Disseration für hilfreich,

das Werk des großen Erzählers neu zu lesen

und zu verstehen.

Buffet Titanic

EUR 13,80 / sfr 24,50.

ISBN 978-3-85129-160-3


kito lorenC

Nach Morau, nach Krokau

ca. 200 Seiten, gebunden, Vor- und Nachsatz,

Lesebändchen, Prägedruck

Unter dem Titel eines seiner Gedichte hat der

sorbisch-deutsche Poet aus reichlich dreißig

Jahren „Gereimtes und Ungereimtes für Kinder

und Enkel“ zusammengetragen. Ob auf Hoch oder

Platt oder Esperanto, in der Vogel- oder Löffelsprache

(deutsch und sorbisch eh schon): mit Versen –

Fersen? Färsen? – bringt er Wörter und Bilder zum

Tanzen, lässt die Land- und Stadtstreich(er)musik

seiner Lausitz aufspielen um Granitberg, Heide

und Spreewald, über die liebe lange Ostereierwoche

hin bis zum „Hexenbrennen“ und zur „Sperlingskirmes“.

Selbst die andauernde Verwandlung

von Pilzen in Welse durch das „Lungenkraftwerk

Schwarze Pumpe“ geschieht auf dem Gedicht-Eigen.

Dazu passen die wundersamen Märchen von

Hase und Wolf oder den Regenwürmerbrüdern,

sogar „auf isländische Art“, gesellt sich heimisches

wie exotisches Getier und allerlei lustiges Kunterbunt.

Doch auch der Trauer nach dem letzten

Weg mit Ziege Micka oder am Grab des kleinen

Hundes ist gedacht. Und stets von Neuem lockt

„das Zimmer schöner als Weihnachten“, warten

die jungen alten Kinderträume – leicht wie Pusteblumen

und Seifenblasen.

EUR 12,95 / sfr 22,90

ISBN 978-3-85129-912-0

Kito Lorenc wurde 1938 in dem Lausitzer Heidedorf

Slepe-Schleife bei Weißwasser geboren und studierte in

Leipzig Slawistik. Nach literaturwissenschaftlicher und

dramaturgischer Arbeit in Bautzen ist er seit 1979 freiberuflich

als Lyriker, Nachdichter, Theaterautor

und Herausgeber tätig und wohnt in Wuježk-Wuischke

am Czorneboh.

Kito Lorenc erhielt 1974 den Heinrich-Heine-Preis,

1991 den Heinrich-Mann-Preis, 2009 den Lessing-Preis

des Freistaates Sachsen und wurde 2008 zum Ehrendoktor

den TU Dresden ernannt.

Fröhliche Ausflüge ins

Mausland und ins

Schlamasselland, in das

Land Kaugummiarabicum,

in die

ganze „schiefe Welt“.

Erinnerung an eine Nacht im Freien

EUR 12,95 / sfr 22,90

ISBN 978-3-85129-841-3

| 19


Klaus Gasseleder, 1945 in Schweinfurt

geboren, studierte Germanistik und

Geschichte und lebt als Autor von Belletristik

sowie literaturwissenschaftlichen Aufsätzen

in Erlangen.

Johannes Beck, 1938 in Breslau geboren,

ist Pädagoge, Soziologe und Philosoph, lebt

in Bremen und zeitweise am Lago Maggiore.

Heiner Boehncke, 1944 auf Burg Schwarzenfels

im Spessart geboren, ist Publizist und

Autor, und aktuell auch Seemann.

20 | Frühjahr ’11

klaus Gasseleder

Franken

ca. 250 Seiten, gebunden, Vor- und Nachsatz,

Lesebändchen, Prägedruck

EUR 12,95 / sfr 22,90

ISBN 978-3-85129-901-4

Franken, die alte Kulturlandschaft, die sich über den Norden Bayerns

hinaus nach Hessen, Thüringen und Württemberg erstreckt, ist

und war Heimat und Wohnort bedeutender Autoren von Wolfram von

Eschenbach und Walther von der Vogelweide über Hans Sachs, die Pegnitzschäfer

bis hin zu Jean Paul, Friedrich Rückert, August von Platen,

E. T. A. Hoffmann, Jakob Wassermann und Leonhard Frank.

Als Durchgangsland von Nord nach Süd sowie von West nach Ost

haben immer wieder Autoren die Regionen zwischen Spessart, dem fränkischem

Weinland am Main, Rhön, Fichtelgebirge und Jura bereist, wobei

die städtischen Zentren Nürnberg, Bamberg, Würzburg, Bayreuth,

Coburg sowie die Fränkische Schweiz, die „Wiege der deutschen Romantik“,

die meistbesuchten Ziele waren.

heiner BoehnCke / johannes BeCk

Lago Maggiore

ca. 250 Seiten, gebunden, Vor- und Nachsatz,

Lesebändchen, Prägedruck

EUR 12,95 / sfr 22,90

ISBN 978-3-85129-891-8

M it seinem subtropischen bis alpinen Klima, den steil aufragenden

Bergen, den mondänen Städten und versteckten Dörfern erscheint

der Lago Maggiore vielen als ein irdisches Paradies, bot Reisenden Erholung

und den Verfolgten Zuflucht. Er scheint wie geschaffen für deutsche

oder russische Emigranten, für Schmuggler, Partisanen, Künstler oder

Glücksucher aller Art und heute auch für Feriengäste aus dem Norden.

Solchermaßen brachte und bringt er eine vielstimmige Literatur

hervor, worunter eine „Literatur der Passage“ den vielleicht wichtigsten

Raum einnimmt. Kaum ein bedeutender Autor der Weltliteratur, der

dort nicht vorbeikam und darüber schrieb.


Gisela erlaCher

cut

Fotografien mit einem Essay von Franz Schuh

120 Seiten, Illustriert in Farbe, gebunden, Lesebändchen

EUR 12,95 / sfr 22,90

ISBN 978-3-85129-920-5

N atur als Stilmittel in der Stadtlandschaft: Gisela Erlacher zeigt in

ihrem Fotoband „cut“ exemplarische Kommentare und Notizen

zum Verhältnis von Formwillen und repräsentativer „bürgerlicher“ Ästhetik.

„Künstlerisch haben diese Bilder Eigenart ohne Gepränge, paradoxerweise,

indem sie vergebliche Bemühungen zeigen, eine Umwelt eigenartig,

mit ,Stil‘ zu gestalten. Man sieht, wie diese Versuche, einer

Umwelt etwas Unverwechselbares, etwas geradezu Künstlerisches, etwas

Schönes hinzuzufügen, scheitern – und das ist eine weitere Kunst dieser

Fotografien: Es sind viele Bilder, die man am Ende auch als ein Bild

gesehen haben kann.“

Franz Schuh

Gisela Erlacher, geb. 1956 in Villach/Kärnten, lebt in Wien. Studierte Psychologie

an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt sowie Kamera an der Universität für Musik

und darstellende Kunst Wien, Fotoausstellungen seit 2001, zuletzt In Beetween. Austria

Contemporary Peking Biennale, Rezan Has Universität Istanbul/Türkei, Galerija

Umjetnina Split/Gallery of Fine Arts Split, HDLU, Croatian Association of Visual

Artists Zagreb, Zypern, Ungarn.


EUROPA ERLESEN

ERLESEN EUROPA

1. Alpen-Adria 978 3 85129 585 6

2. Amsterdam 978 3 85129 294 7

3. Athos 978 3 85129 337 1

4. Athen 978 3 85129 783 6

EUROPA

5. Balkan 978 3 85129 824 6

65. Oxbridge

ERLESEN

978 3 85129 681 5

6. Banat 978 3 85129 895 6

66. Pannonien 978 3 85129 800 0

7. Barcelona 978 3 85129 296 1

67. Plovdiv 978 3 85129 299 2

8. Basel¹ 978 3 85129 612 9

68. Prag 978 3 85129 251 0

9. BaČka 978 3 85129 874 1

69. Provence 978 3 85129 336 4

OPA

10. Belfast

ERLESEN

978 3 85129 626 6

70. Rheinland 978

EUR

3 85129 398 2

11. Belgrad 978 3 85129 318 0

71. Rom 978 3 85129 280 0

12. Berlin 978 3 85129 250 3

72. Ruhrgebiet 978 3 85129 794 2

13. Bodensee 978 3 85129 315 9

73. Russland A–Z 978 3 85129 423 1

14. Böhmerwald 978 3 85129 683 9

74. Salzburg 978 3 85129 449 1

ESEN

15. Bratislava

EUROPA

978 3 85129 319 7

75. Salzkammergut

ERL

978 3 85129 253 4

16. Brüssel 978 3 85129 317 3

76. Sankt Petersburg 978 3 85129 260 2

17. Budapest 978 3 85129 350 0

77. Sardinien 978 3 85129 885 7

18. Bukarest 978 3 85129 284 8

78. Schottland 978 3 85129 326 5

19. Collio/Brda 978 3 85129 682 2

79. Siebenbürgen 978 3 85129 262 6

UROPA

20. Cork 978 3 85129 898

ERLESEN

7

80. Sizilien 978 3 85129 353 1

E

21. Czernowitz 978 3 85129 481 1

81. Slawonien 978 3 85129 428 6

22. Dalmatien 978 3 85129 225 1

82. Steiermark 978 3 85129 546 7

23. Dublin 978 3 85129 261 9

83. Südtirol 978 3 85129 548 1

24. Dubrovnik 978 3 85129 335 7

ERLESEN

25. Ruhrgebiet 978 3 85129 794 2

26. Franken 978 3 85129 901 4

27. Friaul 978 3 85129 270 1

28. Galizien 978 3 85129 252 7

29. Georgien 978 3 85129 603 7

30. Graz

EUROPA

978 3 85129 391 3

31. Graz (englisch) 978 3 85129 394 4

32. Helsinki/Helsingfors 978 3 85129 804 8

33. Hermannstadt/Sibiu 978 3 85129 676 1

34. Island 978 3 85129 295 4

LESE

35. Istanbul

EU-

978 3 85129 784 3

36. Istrien 978 3 85129 219 0

37. Kärnten 978 3 85129 254 1

38. Karst 978 3 85129 222 0

39. Klagenfurt/Celovec 978 3 85129 546 1

UROPA

40. Kopenhagen 978 3 85129

ERLESEN

351 7 84. Tallinn 978 3 85129 392 0

E

41. Köln 978 3 85129 572 6 85. Terra Bosna* 978 3 85129 370 8

42. Krakau 978 3 85129 369 2 86. Tirol 978 3 85129 314 2

43. Kreta 978 3 85129 659 4 87. Transkarpatien 978 3 85129 435 4

44. Krim 978 3 85129 890 1 88. Triest 978 3 85129 215 2

ERLESEN

45. Kvarner 978 3 85129 627 3 89. Venedig 978 3 85129 214 5

EUROPA

46. Lago Maggiore 978 3 85129 891 8 90. Vienna (englisch) 978 3 85129 376 0

47. Lappland 978 3 85129 297 8 91. Vilnius 978 3 85129 826 0

48. Leipzig 978 3 85129 547 4 92. Vojvodina 978 3 85129 853 6

49. Lemberg 978 3 85129 701 0 93. Weiter Osten 978 3 85129 400 2

UROPA

50. Liechtenstein 978 3 85129 316

ERLESEN

6 94. Weinviertel 978 3 85129 549 8

E

51. Linz 978 3 85129 785 0 95. Wien 978 3 85129 216 9

52. Ljubljana 978 3 85129 281 7 96. Wien Südbahnhof 978 3 85129 877 2

53. Ljubljana (englisch) 978 3 85129 382 1 97. Zagreb 978 3 85129 334 0

54. London 978 3 85129 359 3 98. Zürich 978 3 85129 259 6

55.

SEN

Mähren

EUROPA

978 3 85129 218 3 99. Zwischen Fels und Nebel 978 3 85129 628 0

ERL

56. Montenegro 978 3 85129 320 3

57. Moskau 978 3 85129 272 5

Literaturschauplatz

58. Mostar 978 3 85129 726 7 100. Brunnsteiner: Bis ins Eismeer 978 3 85129 660 0

59. München 978 3 85129 285 5 101. Brusatti: Der andere Bogen 978 3 85129 693 8

OPA

60. New York

ERLESEN

978 3 85129 629 7 102. Brusatti: Mozart beim Telefonsex

EUR

978 3 85129 692 1

61. Niederösterreich 978 3 85129 298 5 103. Casapicola: Wein für Wien, Wasser für Štanjel 978 3 85129 868 0

62. Notizen 978 3 85129 399 9 104. Gauß/Pollack: Das reiche Land der armen Leute 978 3 85129 661 7

63. Oberösterreich 978 3 85129 480 4 105. GombaČ/GombaČ/Matussi: Als mein Vater starb 978 3 85129 822 2

64. Oslo 978 3 85129 333 3 106. Hergouth: Das lyrische Werk* 978 3 85129 541 2

1 Ausgabe Schwabe Verlag ISBN 3-7965-2221-1 bzw. ISBN 978-3-7965-2221-5 * Doppelband

22 | Frühjahr ’11


EUROPA ERLESEN

ERLESEN EUROPA

EUROPA ERLESEN

OPA ERLESEN EUR

ESEN EUROPA ERL

UROPA ERLESEN

EUROPA ERLE

ERLESEN EUR

ROPA ERLESE

UROPA ERLESEN E

ERLESE EUROPA E

URO ERLESEN EU

ESEN EUROPA ER

OPA ERLESEN EU

107. Herczeg/Rosenberg: Joseph Roth auf Reisen 978 3 85129 872 7

108. Hochreiter: Graz-Porträts 978 3 85129 766 9

109. Holzbauer: Das Lied vom Hürnen Seyfrid 978 3 85129 348 7

110. Isen: Osmanisches Erbe am Balkan 978 3 85129 747 8

111. Jäger/Sitzmann: Bulgarien Prosa*

112. Koch: Blut in den Mund.

978 3 85129 483 5

Hermann Nitsch am Wort 978 3 85129 702 7

113. Kofler: Tacuino su New York a distanza 978 3 85129 679 2

114. Kofler: Poesie von Meer und Erde* 978 3 85129 325 8

115. Kofler: Poesie von Meer, Erde und Himmel* 978 3 85129 425 5

116. Kofler: Notizbuch der Wasserrosen 978 3 85129 575 7

117. Kofler: Trilogie neu antik 978 3 85129 620 4

118. Krasni: Und im Traum erlischt der Tag

119. Lipuš: Wo der Bach die Felsen bricht /

978 3 85129 820 8

Kjer potok skale lomi

120. Longo: Libero: Geschichten aus einer

978 3 85129 697 6

Triestiner Osteria 978 3 85129 876 5

121. Lorenc: Von Morau, nach Krokau 978 3 85129 912 0

122. Lorenc: Erinnerung an eine Nacht im Freien 978 3 85129 841 3

123. Nagy: Gedichte unter sich/Versek egymás közt 978 3 85129 675 4

124. Neubauer/Hassler: Masken und Gesicht.

Peter Turrini im Portrait

125. Oschlies:

978 3 85129 619 8

Mutter Theresa. Die Jugend in Skopje 978 3 85129 828 4

126. Oschlies: Aéroflot bis Zar 978 3 85129 889 5

127. Papies: Krims Märchen 978 3 85129 770 6

128. Peer/Uhrmann: Ostseeatem 978 3 85129 787 4

129. Perryman: Meerwärts. Sämtliche Gedichte 978 3 85129 578 8

130. Piccolo: Von Rasten leben wir 978 3 85129 495 8

131. Raimund: Virgilio Giotti 978 3 85129 680 0

132. Sampson: Zweimal sieben Gedichte 978 3 85129 840 6

133. Slataper: Mein Karst

Scholl/Mischkulnig:

978 3 85129 313 5

134. Böhmische Bibel. Band I: Fiona 978 3 85129 780 5

135. Böhmische Bibel. Band II: Libuše 978 3 85129 782 9

136. Böhmische Bibel. Band III: Herminator 978 3 85129 823 9

137. Böhmische Bibel. Band IV: Salam 978 3 85129 839 0

138. Velikić: Via Pula 978 3 85129 322 7

139. Verne: Mathias Sanddorf* 978 3 85129 287 9

140. von Kohl: Eine Dänin am Balkan 978 3 85129 776 8

141. Vujović: Limes** 978 3 85129 582 5

Themenbände

142. Es war einmal in Lipizza 978 3 85129 431 6

143. Die letzte Reise 978 3 85129 283 1

** Dreifachband

je Band

EUR 12,95 / sfr 22,90

* Doppelband

EUR 25,90 / sfr 43,90

* *Dreifachband

EUR 38,85 / sfr 62,80

144. Die bedeutendsten 100 Frauen

des europäischen Ostens* 978 3 85129 421 7

145. Eros 978 3 85129 320 3

146. Frühjahr 978 3 85129 321 0

147. Sommer 978 3 85129 352 4

148. Herbst 978 3 85129 357 9

149. Winter 978 3 85129 358 6

150. In anderer Augen 978 3 85129 264 0

151. Kurorte/Bäder 978 3 85129 393 7

152. Phantom Fremdes Wien 978 3 85129 433 0

153. Nackte Unterhaltung 978 3 85129 580 1

154. Senza confini/brez meja/Ohne Grenzen 978 3 85129 274 9

155. Vierbergelauf 978 3 85129 410 1

156. Weihnachten 978 3 85129 263 3

157. Wiener Einstellungen 978 3 85129 300 5

Mittelalter

158. Blum (Hg.): Fabliaux* 978 3 85129 482 8

159. Der Mönch von Salzburg: Sämtliche Lieder 978 3 85129 424 8

160. Ulrich von Liechtenstein: Frauendienst* 978 3 85129 309 8

161. Rybářová: Tkadleček 978 3 85129 581 8

162. Oswald von Wolkenstein: Sämtliche Gedichte 978 3 85129 640 2

163. Walther von der Vogelweide: Sämtliche Gedichte 978 3 85129 390 6

Europa erlesen – englisch

je Band EUR 14,95 / sfr 26,90

Graz 978 3 85129 394 4

Ljubljana 978 3 85129 281 7

Vienna 978 3 85129 376 0

europa leBen – Kochbücher

je Band EUR 9,90 / sfr 17,90 bzw. EUR 14,95 / sfr 26,90

Barbieri: Canzoniere der dalmatinischen Küche* 978 3 85129 741 6

Klein: Kochbuch für zukünftige Millionäre 978 3 85129 422 4

Ortner: Die Kunst des Einbratens

Kugler/Maier:

978 3 85129 401 9

Santoninos Kost, deutsch 978 3 85129 346 9

Santoninos Kost, italienisch 978 3 85129 437 8

Santoninos Kost, slowenisch 978 3 85129 436 1

Schwendter: Ungarische Arme-Leute-Küche

Wieser/Hafner:

978 3 85129 774 4

Slovenska kuharica /Die slowenische Köchin

Wieser/Wagner/Maier:

978 3 85129 648 8

Geschmacksverwandtschaften (EUR 14,95 / sfr 26,90) 978 3 85129 852 9

Hafez Diwan**

orient erlesen

je Band EUR 12,95 / sfr 22,90

978 3 85129 674-7

Iran 978 3 85129 407-6

Irak 978 3 85129 426-2

Marrakesch 978 3 85129 406-8

Jemen 978 3 85129 625-9

Luxor 978 3 85129 408-4

China erlesen

je Band EUR 12,95 / sfr 22,90

Chinas Stadtportraits aus literarischer Feder 978 3 85129 845 1

Kiwis Reise in die Welt 978 3 85129 846 8

Morgenblüten abends gepflückt 978 3 85129 847 5

Das Bett der hundert Vögel 978 3 85129 848 2

| 23


Hermine Reisinger, geboren 1951 in

Linz/Donau als 6. Kind einer ledigen Mutter.

Sie kam mit 32 Tagen ins Waisenhaus,

mit 7 ½ Monaten zu Pflegeeltern, war vom

14. bis zum 19. Lebensjahr in Erziehungsheimen.

Mit 23 Geburt einer Tochter. Es

folgten 16 Jahre Prostitution, Alkohol- und

Drogensucht. Mit 42 machte Reisinger eine

Entziehungskur und danach die Ausbildung

zur Glaskünstlerin. Sie lebt heute in

Villach. (www.gegensexuellegewalt.at)

24 | Frühjahr ’11

Meine Mutter war ledig, und alle

meine fünf älteren Geschwister

waren von der Fürsorge bereits in Heimen

oder bei Pflegefamilien untergebracht

worden. Ich weiß von meiner

Mutter nur den Namen, den ich heute

noch mit Stolz trage, und ihren Vornamen

Margareth. Ich kenne Teile ihrer

sehr traurigen Lebensgeschichte. Nach

meiner Geburt hat sie dann doch noch

geheiratet und noch ein Kind bekommen,

ist aber dann sehr bald bei einem

Autounfall ums Leben gekommen. Bei

meiner leiblichen Mutter lebte ich laut

Akt 32 Tage in einer Baracke. Heute

denke ich, dass es die einzige Zeit war,

in der ich Liebe und Geborgenheit erfahren

habe.

Ich lutschte ab einem gewissen

Zeitraum immer an meinem Daumen.

Das versuchte die Pflegemutter

mir sofort abzugewöhnen, indem sie

meine Daumen umwickelte und die

Hände auf der Seite des Bettes festband.

Ich kam trotzdem frei und zu

meinen Daumen. Später lutschte ich

auch am Tag, um auf meinen schlechten

körperlichen sowie seelischen Zustand

aufmerksam zu machen! Dann

kam sie darauf, mir die Daumen mit

Schuhpaste einzuschmieren. Diese

schmierte ich ins Leintuch und lutschte

trotzdem weiter. Dann machte sie

mir Hühnerkot darauf, doch auch das

brachte mich nicht ab, weiter an meinen

Daumen zu lutschen.


Wieser Sachbuch

herMine reisinGer

Tote Kinderseele

Mein Weg zurück ins Leben

Mit einem Vorwort von Jutta Menschik-Bendele

ca. 200 Seiten, gebunden, Lesebändchen

Vernachlässigung, Misshandlung, sexueller

Missbrauch hinterlassen immer tiefe Wunden

in Körper und Seele. Quälende Gefühle von Scham,

Schuld und Wertlosigkeit finden ihre körperliche

Entsprechung in vielfältigen Formen der Selbstverletzung,

des Drogen- und Alkoholmissbrauchs und

in anhaltenden diffusen Beschwerden wie Herzrasen,

Schlafstörungen und Panikattacken.

Das traumatische Geschehen ist in das Unbewusste

eingeschrieben und kann jederzeit durch

einen Geruch, ein Geräusch, einen Ort, einen Geschmack

oder eine Berührung wieder wachgerufen

werden. Das Vertrauen in die Welt, in die anderen

Menschen, aber vor allem in das Selbst ist erschüttert

worden.

Diese Menschen brauchen erst einmal jemanden,

der ihnen zur Seite steht und ihnen hilft,

im Alltag zurechtzukommen – ohne Alpträume,

ohne schädliche Eigenheilversuche, ohne ständige

Ruhelosigkeit. Aus der Verzweifelung heraus

an einen sicheren Ort geführt zu werden, an dem

keine Übergriffe mehr befürchtet werden müssen,

ist der erste Schritt zur Heilung. Wenn sie über

das Entsetzliche reden können, ist es gut; wenn sie

aber das Grauen unaussprechlich finden und über

manches schweigen, muss es auch gut sein. Wir,

die wir helfen wollen, müssen lernen, dass Wachstum

nach einem Trauma sich immer unter der Regie

des Opfers gestalten sollte und nicht nach dem

Konzept der Therapeuten.

Jutta Menschik-Bendele

EUR 21,00 / sfr 36,50

ISBN 978-3-85129-921-2

Ein erschütternder

Bericht über eine

Kindheit voll Gewalt

und Misshandlung

und den geglückten Weg

aus der Leidensspirale

| 25


26 | Frühjahr ’11

Inspirierendes Buch

für alle:

überraschend,

lösungsorientiert,

heilend

Wieser Sachbuch

Günter MattitsCh

Homöopathie für den Lebensweg II

Entfaltung und Reifung

von Menschsein und Schicksal

418 Seiten, gebunden

EUR 30,00 / sfr 49,60

ISBN 978-3-85129-922-9

Dr. Günter Mattitsch, geboren

1947, arbeitet in Klagenfurt in freier

Arzt praxis als homöopathischer Arzt

und systemischer Therapeut. Sein

Interesse gilt der Integration der

Homöopathie in die systemische

Sichtweise von Krankheit, Krise und

Konflikt sowie der Erweiterung der

systemischen Verkörperungs arbeit

durch die homöopathische Arznei.

In fünf Kapiteln über zentrale Begegnungsebenen

des Menschen mit sich selbst – lebendig in Szene

gesetzt anhand der Themen Schlaf, Traum und

Lebensvision/Seelennöte, Angst und Schuld/Immunschwäche

und Allergie/Tumorentstehung und Krebserkrankung/Lebensbejahung

und Lebensverneinung

– erzählt der homöopathische Arzt, Seelentherapeut

und Musiker von seinen in langjähriger Praxis

gewonnenen Einsichten in die verborgene Dynamik

von Kranksein und Heilung. Sein ganzheitlich-spiritueller,

an der homöopathischen Arznei

geschulter Blick findet – gewohnte Lesarten über

Krankheit und Konflikt verlassend – einen fruchtbaren

Zugang zu Sichtweisen, die der Erfahrung

von Leid und Verstrickung einen überraschenden

Kontext anbieten können und dadurch heilsame

Lösungswege aufzuzeigen vermögen.

Damit wendet sich Band II von Homöopathie

für den Lebensweg erneut an ein Publikum, das

bereit ist, sich auf ein Abenteuer voll ungeahnter

Wendungen und erhellender Bewusstseinsschritte

einzulassen: auf den Menschen als den Schöpfer

seiner Wirklichkeit hinsichtlich seiner Erfahrungen

von Mangel oder Fülle im Leben, aber auch

hinsichtlich seines Erwachens aus kränkenden

und krankmachenden Mustern hin zur Ganz- und

Heilwerdung in seiner Beziehung zu sich selbst.

Homöopathie

für den Lebensweg I

Entwicklung und Wandlung

von Mensch und Bewusstsein

ISBN 978-3-85129-673-0

Die Welt ist offen

… du suchst zu schließen

Band 1 Der Tanz

der Nadelbäume

ISBN 978-3-85129-832-1


Skopje, the capital of Macedonia which had been

declared an “Open City” in the 1960s, has been

transforming into a prototypical “Divided City”

in recent years. After the armed conflict between

members of the Albanian minority and the Macedonian

army had almost turned into a civil war

in 2001, the gap could not be bridged anymore.

Since the dissolution of Yugoslavia the two ethnic

groups had been veering away from each other and

defining their own inseparable identity. Religious

symbols demonstrate territorial claim: minarets

sprout in Albanian neighbourhoods, whereas on

the hills of Christian-Macedonian areas crosses rise

up to the sky.

Skopje. The World’s Bastard explores the city’s

urban development with regard to its character of

a Divided City. It traces material and virtual spaces

of conflict and negotiation from the utopias of the

1960s through the frustrations of the 1990s to the

actual constructions of identity and places them

into a global context.

Katharina Urbanek studied

architecture in Vienna

and Stockholm.

Since 2008 she is member of

studio uek architektur.

Wieser Sachbuch

Milan MijalkoviC /

katharina urBanek

Skopje. The World’s Bastard

Architecture of the Divided City

106 Seiten, Illustriert, Englisch

EUR 21,00 / sfr 36,50

ISBN 978-3-85129-913-7

The story of Skopje

and its changing from

the utopia of an open city

to a divided city.

Milan Mijalkovic studied

architecture in Skopje and

Vienna. He works in various

cooperations with architects

and artists.

| 27


» Europa kann nur erlesen werden:

Buch für Buch, nicht Krieg um Krieg.«


Dieses Buch enthält fünfzehn Stücke zu Form

und Freiheit im wissenschaftlichen Sprachgebrauch.

Vermessene Fragen: Was ist zeitgemäße

Wissenschaftssprache? Wie entsteht ein guter Text?

Wie kommt Klarheit in die Trübnis des Homerischen

Nebels? Eine Lingua franca für die Wissenschaft:

English only? Wie gelingt die akademische

Lehre zu Text und Sprache (nicht)? Durch manches

Brachland gehen diese Stücke, durch Tabus und

Träume, durch Bekenntnis und Zweifel. Unter der

Devise „der Sprache Raum geben“ verbindet die

Stücke ein roter Faden, an dem sich Aspekte des

wissenschaftlichen Sprachgebrauchs versuchsweise

aufrollen – auf eine Erwartung hin: gute Sprache,

gute Wissenschaft. Diese Erwartung stützt sich vor

allem auf die Freiräume und auf den Reichtum der

Sprache. Hier stehen unzählige Möglichkeiten des

Ausdrucks offen. Im Zusammenspiel mit den Regeln

der Sprache entsteht der Text. Und: je mehr

Freiheit, umso strenger die Regeln. Sie zu unterlaufen,

kann nur riskieren, wer die Regeln genau

kennt.

Wissenschaftlicher Sprachgebrauch folgt der

Ästhetik des Zweifels, richtet sich nicht auf das

Festhalten eines Zustandes, sondern auf dessen

Überwindung, auf das wieder-Loslassen der Ergebnisse

und das neu-Beginnen, auf das zur-Sprache-bringen

– ein Wittern nach dem Ausdruck, als

gebe es nach dem Text noch ein Ziel.

Maria niColini

Wissenschaft ist Sprache

Form und Freiheit

im wissenschaftlichen Sprachgebrauch

ca. 160 Seiten, Englisch Broschur

EUR 19,90 / sfr 33,90

ISBN 978-3-85129-924-3

Maria Nicolini, beheimatet in Unterkärnten, ist Professorin

für interdisziplinäre Forschung an der Universität Klagenfurt.

Arbeitsgebiete: Soziale Ökologie, Klangökologie, Wissenschaft und

Sprache. Ihre Bemühungen um den wissenschaftlichen Sprachgebrauch

und ihre Methode „theoriegestütztes Lernen am eigenen

Text“ erhalten internationale Anerkennung. Literarische Devise

(nach Botho Strauß): „Wir sind alle nur Ameisen der Deutung“.

Wörter sind unschuldige

Wesen. Was sie

bewirken, entscheidet

sich im Sprachgebrauch.

| 29


30 | Frühjahr ’11

huGo raMnek

Der letzte Badegast

EUR 18,80 / sfr 32,80

ISBN 978-3-85129-864-2

Der Regen ist die Sonne des Bademeisters. „Der letzte Badegast“ von

Hugo Ramnek ist voll von skurrilen Figuren und Geschichten rund

ums Wasser. Ein Buch für alle, die dem Sommer nachtrauern. Tagblatt.

Für seinen Roman „Der letzte Badegast“ wurde er 2010 mit der

Anerkennungsgabe der Stadt Zürich ausgezeichnet. Der Roman steht

auch auf der Auswahlliste des Schweizer Schillerpreises, der im Jahr

2011 vergeben wird.

klaus papies

Krims Märchen

Jetzt auch als CD. Vom Autor gelesen.

EUR 15,00 / sfr 26,90

ISBN für CD 978-3-85129-914-4

Klaus Papies, Jahrgang 1939, erzählt Geschichten und Eindrücke,

die er in Simferopol auf der Krim gewonnen hat.

Die Texte entstammen dem gleichnamigen Buch Krims Märchen

oder Einblicke in eine fremde Welt.

Christian GruBöCk

Bis der Tod euch rettet

EUR 29,90 / sfr 48,90

ISBN 978-3-85129-883-3

Das wahrscheinlich spannendste Buch des Jahres. Freizeit-Kurier

So schnell und so gierig, wie man diese 679 Seiten liest … das gibt’s nur

ganz selten. (…) Wie die Regierungen handeln und welche Rolle das Segafredo

am Wiener Graben spielt – das ist große Unterhaltung. Peter Pisa, Kurier

Eine fantastische Kriminalgeschichte, in der soziale und mystische

Elemente verbunden werden. Freunde freuen sich mit ihrem „Grisham

aus Mauerbach“. Krone

Formidables Romandebüt … dem man getrost eine eminente Sogwirkung

nachsagen kann. Christoph Hirschmann in Österreich

Gaetano lonGo

Libero. Geschichten aus einer Triestiner Osteria

EUR 12,95 / sfr 22,90

ISBN 978-3-85129-876-5

klaus papies

Krims Märchen

EUR 12,95 / sfr 22,90

ISBN 978-3-85128-770-6

Egal, was in Triest passiert, es hat fast immer mit Europa, seiner

Gegenwart und natürlich mit seiner Vergangenheit zu tun. Longos

aufgezeichneter Monolog des Triestiner Wirtes Libero liefert einen

unterhaltsamen Zugang zu dieser so oft missverstandenen Hafenstadt

Mitteleuropas.

Veit Heinichen


Christian GruBöCk

Bis der Tod

euch rettet

Corinna soria

Fahrtenbuch

alexander špatov

Fußnotengeschichten

adaM zielinski

Im Schtetl

GeorGi Markov

Die Frauen von

Warschau

Carolina danieli

Der Zimmervermieter

evelyn holloWay

Schattenlichter

axel karner

Chanson Grillée

europa erlesen

Miloš okuka /

dareG zaBarah (hG.)

Banat

RückblIck HeRbst 2010

europa erlesen

helMut MoysiCh /

elisaBeth loiBner (hG.)

Sardinien

europa erlesen

annette luisier /

sophie sChudel (hG.)

Krim

europa erlesen

jürGen sChneider (hG.)

Cork

WolF osChlies

Aéroflot bis Zar

petra herCzeG /

rainer rosenBerG (hG.)

Joseph Roth auf Reisen

ana zaBlatnik

iM GespräCh Mit

MiChael kerBler

Man soll das

sein, was man ist

vÁClav havel iM GespräCh

Mit alexandra FöderlsChMid

und MiChael

kerBler

Der samtene Revolutionär

İnanç atilGan /

GaraBet MouMdjian (hG.)

Archival Documents of

the Viennese Armenian-

Turkish Platform

karner / sCala-

hausMann / sChellander

(hG.)

Zukunftskraft :

Nachhaltigkeit

zeev Milo

Im Satellitenstaat

Kroatien

Wintersteiner /

GoMBos / Gronold(hG.)

Grenzverkehr | ungen

– Mehrsprachigkeit,

Transkulturalität und

Bildung im Alpen-

Adria-Raum

İnanç atilGan /

riChard Bandera

Österreichisch-türkische

Wirtschaftsbeziehungen

evelin Brunner /

ralph GrossMann (hG.)

Werkstatt Universität 2

| 31


Der Wieser Verlag wird im Rahmen der Kunstförderung des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur unterstützt.

VERTRETUNG

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Günther Raunjak

MOHR MORAWA BUCHVERTRIEB

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Die Reihe EUROPA ERLESEN ist die Mutter aller Reiseanthologien

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„EUROPA ERHÖREN: Ein Schatz, der Europa den Klang gibt“

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Katalog Frühjahr 2011

Konzept: Lojze Wieser. Grafische Gestaltung:

Dietmar Schöffauer. Redaktion: Barbara

Maier. Korrektorat: Josef G. Pichler

© Fotos und Abbildungen

Tamás Diner, Jacaueline Godany, Peter Golz nig,

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Diakonie Barbara Krobath, Julian Mullan,

Maria Nicolini, Dr. Vladimir Fried, agnesprammer.com,

Mayü Belba, Wieser Archiv

Coverfoto: Mayü Belba

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Narzisse in Strunjan 2010

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