• Gute Beziehungen wollen gepflegt sein • Wie setzten wir ...

zeka.ag.ch

• Gute Beziehungen wollen gepflegt sein • Wie setzten wir ...

Gute Beziehungen wollen gepflegt sein

Wie setzten wir Spendengelder ein?

Projekt «Wohnhaus Aargau»

1/2005

Das Magazin von

zeka zentren körperbehinderte aargau


Impressum

5. Ausgabe April 2005

Auflage:

zekazin Das Magazin von zeka zentren körperbehinderte

aargau erscheint zweimal jährlich. Die Auflage

der Nummer 2/2004 beträgt 2000 Stück. zekazin

ist das Informationsorgan für Kinder und

Jugendliche, Eltern, Mitarbeitende, Stiftungsgremien

sowie Freundinnen und Freunde von zeka.

Redaktion / Adressänderungen:

zeka Geschäftsstelle

Girixweg 20 / Postfach

5004 Aarau

Tel. 062 838 21 38

Fax 062 838 21 41

E-Mail: zekazin@zeka-ag.ch

Redaktionsteam:

Christine Egger, Leiterin Personalwesen

Dorothea Hauri, Sonderschullehrerin Baden

Karin Morgenthaler, Schul-/Arztsekretärin Aarau

Thomas Müller, Teamleiter Aarau

Ueli Speich, Stiftungsleiter

Gestaltung:

Buschö, Druckerei Schöftland AG

Picardie, 5040 Schöftland

Druck und Versand:

Buschö Druckerei Schöftland AG

Picardie, 5040 Schöftland

Redaktionsschluss zekazin 2/2005

31. 08. 2005

PC 50-144-3

2 1/05

Inhaltsverzeichnis

Seite

Impressum 2

«Grüezi» 3

Beziehungsgestaltung? – Beziehungsgestaltung! 4

Beziehungsgestaltung in der Personalarbeit 5

Klassenrat – wie SchülerInnen

Beziehungsgestaltung lernen 6

Beziehungsgestaltung in der 2. Klasse in

Baden-Dättwil 7

Generationentreffen dank Kunst 9

Einsam? – Nein, das kann ich nicht behaupten 10

Spenden für zeka:

– Neue Feuerstelle für zeka Aarau 12

– zeka Baden-Dättwil erhält einen neuen Spielplatz 12

– Kerzenziehen für das Wohnhaus Aargau 13

– Mit dem Kran aufs WC 14

Projekt «Wohnhaus Aargau»: Regierungsrat

genehmigt Raumprogramm und Konzeption 15

Von Kids für Kids 16

Die traditionelle Weihnachtsfeier im zeka Aarau 17

Leseförderung im zeka Aarau 18

Zusammen wachsen – zusammenwachsen 19

Hausordnung positiv erlebt 22

Gute Beziehungen sollst du nicht

aufs Spiel setzen! 24

Ein Tag im Leben von Sigrid Reiling 26

Willkommen 28

Adieu/Gratulationen 29

Veranstaltungskalender 2005 30

Wichtige Adressen 31


«Grüezi»

Liebe Kinder und Jugendliche

Liebe Eltern

Liebe Mitarbeitende

Liebe Freundinnen

und Freunde von zeka

«Der verurteilte Lehrer war im Kanton Aargau

tätig», «Ein sexueller Übergriff unter Jugendlichen»,

«Zunehmende Gewalt an unseren Schulen!», «Pflegende

nicht alleine lassen!» So lauten einige wahllos

ausgesuchte Schlagzeilen aus der Tagespresse

der vergangenen Monate.

Wie schützen wir unsere Kinder und Jugendlichen,

aber auch unsere Mitarbeitenden bestmöglich vor

Misshandlungen? Dies sind Fragestellungen, mit

denen wir uns in den vergangenen Monaten und

Jahren intensiv auseinander gesetzt haben. Als

greifbares «Produkt» liegt heute das Konzept Beziehungsgestaltung

vor.

Die vorliegende Nummer berichtet nicht nur über

Präventionsmassnahmen, sondern zeigt viele Facetten

der praktizierten Beziehungsgestaltung im zeka-

Alltag: Klassenrat, Kunstausstellung im Altersheim,

Begegnungen aus dem Blickwinkel eines Teenagers

an unserer Sonderschule, Waldweihnacht, Lesenacht,

gemeinsames Lager… Beziehungsgestaltung

ist nicht nur Konzept, sondern wird bei zeka gelebt!

Wir freuen uns, mit der vorliegenden Nummer auch

mit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, eine gute Beziehung

zu gestalten und zu pflegen! Wir freuen

uns über Ihr Echo – die Adresse der Redaktion finden

Sie nebenan – und wünschen Ihnen bei der Lektüre

viel Vergnügen!

Für das Redaktionsteam: Ueli Speich, Stiftungsleiter

Konzept Beziehungsgestaltung

«Wir begegnen einander mit Respekt, Wertschätzung

und Vertrauen.» Dieser Leitbildsatz liegt dem Konzept

Beziehungsgestaltung zu Grunde.

Das Konzept hält Grundsätze der Beziehungsgestaltung

bei zeka fest: Zuoberst steht dabei die Reflexion

des eigenen Verhaltens. Wir beschreiben Kommunikations-

und Feedbackregeln sowie das Verhalten in Konfliktfällen.

Körperkontakte gehören zu unserer täglichen

Arbeit. Wie gestalten wir diese Kontakte? Wie

stellen wir die Wahrung der Würde unserer Kinder und

Jugendlichen sicher? Wie schaffen wir Vertrauen?

In einem zweiten Teil beschreiben wir Massnahmen

der Prävention. Diese beginnen schon bei der Personalselektion.

Der permanenten Weiterbildung der Mitarbeitenden

zu diesem Thema schenken wir besondere

Aufmerksamkeit. In geeigneter, altersgerechter

Form werden die Grundsätze der Beziehungsgestaltung

auch unseren Kindern und Jugendlichen vermittelt

und deren Umsetzung im Alltag geübt.

Die Massnahmen der Intervention sehen ein mehrstufiges

Verfahren vor, welches einerseits sehr niederschwellig

ist, andererseits die Verhältnismässigkeit der

Interventionsmassnahmen sicherstellt. Mit der Präventions-

und Interventionsgruppe haben wir ein Instrument

geschaffen, welches die Nachhaltigkeit und Umsetzung

unserer Philosophie sicherstellt und – wenn

trotzdem etwas passiert – professionell interveniert.

Sind Sie interessiert? Gerne stellen wir Ihnen unser

Konzept Beziehungsgestaltung zu. (Bestelladresse:

ueli.speich@zeka-ag.ch)

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Beziehungsgestaltung? –

Beziehungsgestaltung!

Anhand von konkreten Fallbeispielen diskutieren wir Möglichkeiten der wirksamen

Intervention

Von Ueli Speich*

Herr Dr. med. Jürg Unger, CEO der

Psychiatrischen Dienste Aargau,

bezeichnet besonders den stationären

Bereich von Unternehmen

mit sozialem Auftrag als «Hochrisikozone»

für Misshandlungen.

Den Begriff «Misshandlung» verwendet

Herr Dr. Unger für jegliche

Form von Übertretungen im Umgang

mit anvertrauten Klientinnen

und Klienten. Es gehört zum Auftrag

von zeka, das Risiko für solche Misshandlungen

so weit als möglich einzuschränken.

Sehr schnell wurde uns

bewusst, dass dieser Auftrag mehr

als nur ein wirksames Interventionskonzept

erfordert. Der Schwerpunkt

unserer Anstrengungen liegt in der

Prävention.

Unser Fokus richtet sich dabei nicht

nur auf die schlagzeilenträchtigen

sexuellen Übergriffe oder Gewalttätigkeiten

von Mitarbeitenden gegenüber

Klientinnen und Klienten.

Wir stehen einer Vielzahl von möglichen

«Täter-» und «Opferrollen»

gegenüber. Als Stichworte seien ge-

4 1/05

nannt: Gewalt unter Kindern und

Jugendlichen, Misshandlungen an

Klientinnen und Klienten durch Eltern

oder Aussenstehende, Gewalt

von Kindern und Jugendlichen gegenüber

Mitarbeitenden oder Mobbing

unter Mitarbeitenden.

Im Rahmen eines mehrjährigen internen

Weiterbildungszyklus haben

wir unsere Mitarbeitenden für die

Thematik sensibilisiert. In verschiedenen

Rollenspielen erlebten wir un-

sere eigenen Grenzen und erlernten

korrekte Verhaltensweisen in schwierigen

Situationen. Zu unserem Auftrag

gehört auch die professionelle

Pflege. Der sorgfältige Umgang mit

Körperkontakten will geübt sein.

Das Thema «Berühren» nahm deshalb

einen wichtigen Stellenwert in

unserer Weiterbildung ein. Trotz aller

Präventionsmassnahmen können wir

Missbräuche nie ganz ausschliessen.

Deshalb diskutierten wir anhand von

verschiedensten konkreten Fallbeispielen

Möglichkeiten der wirksamen

Intervention.

Die beste Prävention liegt in einer offenen

und transparenten Betriebskultur.

Wir hoffen, mit dem Konzept

Beziehungsgestaltung und dessen

Umsetzung im Alltag einen wirksamen

Schutz für Kinder, Jugendliche

und Mitarbeitende vor Misshandlungen

geschaffen zu haben.

* Ueli Speich ist seit dem Jahr 2000

Stiftungsleiter von zeka.

«So nicht!» Im Rollenspiel üben wir den korrekten Umgang – auch in schwierigen

Situationen!


Beatrice Ernst, Personalsachbearbeiterin

Von Beatrice Ernst*

Mobbing – eine ernst zu nehmende

Erscheinung. Die psychischen

Folgen für Betroffene und

die Konsequenzen für ein Kollegium

und das Unternehmen sind

verheerend.

Im Zuge meiner Ausbildung zur Personalfachfrau

setzte ich mich intensiv

mit dem Thema Mitarbeiterschutz

auseinander. So war es für

mich eine ausgezeichnete Gelegenheit,

beim Projekt Beziehungsgestaltung

mitzuarbeiten und mein neu

gewonnenes Wissen einzubringen

und zu vertiefen. Heute bin ich Mitglied

der Präventions- und Interventionsgruppe

PIG und sehe mich als

Fachperson in Personalfragen.

Unser Konzept «Beziehungsgestaltung»

dient nicht nur dem Schutz

der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen

vor physischer und psychischer

Gewalt und sexuellen Übergriffen,

sondern auch dem Schutz

unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Von Gesetzes wegen ist der

Arbeitgeber verpflichtet, alles in seiner

Macht Stehende zu unternehmen,

um die Mitarbeitenden vor sexuellen

Belästigungen, Mobbing

und Diskriminierung zu schützen und

entsprechende Präventionsmassnahmen

zu treffen.

Beziehungsgestaltung

in der Personalarbeit

Ein wesentliches Element der Prävention

ist eine eindeutige Positionierung

des Arbeitgebers. Unser

Konzept «Beziehungsgestaltung» ist

ein sinnvolles Instrument, um Massnahmen

und Verfahrensweisen im

Umgang mit Mobbing, sexueller Belästigung

und Diskriminierung in die

betriebliche Gesamtstrategie einzubetten

und formal zu regeln. Es entsteht

somit eine Hemmschwelle,

weil deutlich wird, dass Mobber und

Täter mit ihrem Verhalten gegen

schriftlich formulierte Leitlinien des

Unternehmens verstossen und mit

Konsequenzen zu rechnen haben.

In Unternehmen mit sozialem Auftrag

wirkt sich Mobbing nicht in unmittelbaren

Kosten und Produktionsziffern

aus. Vielleicht kommt

deshalb in sozialen Berufen Mobbing

am häufigsten vor. Die psychischen

Folgen für Betroffene und die

Konsequenzen für ein Kollegium

und das Unternehmen aber sind

verheerend. Kommunikationsstörungen,

belastete Beziehungen innerhalb

des Kollegiums und zu den Führungskräften

sowie Kooperationsverweigerungen

beeinträchtigen die

Qualität der Arbeit und die Arbeitszufriedenheit.

Physischer und psychischer

Dauerstress macht krank

und vernichtet Leistungsfähigkeit

und Arbeitsqualität.

Die Möglichkeiten,

Mobbing vorzubeugen sind

unter anderem:

Eindeutige Positionierung des

Unternehmens gegen Mobbing

Aktive Beziehungsgestaltung

Weiterbildung und Sensibilisierung

Offene Kommunikation und Mitarbeitergespräche

Also die Umsetzung unseres Konzeptes

«Beziehungsgestaltung».

Jede und jeder ist persönlich gefordert,

sich so zu verhalten, dass er mit

anderen Menschen und mit seinen

Aufgaben konstruktiv umgehen

kann. Dies erfordert von uns allen

fachliche und pädagogische Kenntnisse,

differenzierte und offene

Kommunikation, sensible und soziale

Wahrnehmung, Selbstreflexion

und realistische Erwartungen gegenüber

sich und anderen. Vorgesetzte

und Mitarbeitende sind gefordert,

Konflikte bewusst und zielorientiert

anzugehen.

Wer sich gemobbt fühlt, sollte dies

öffentlich machen und nicht geheim

halten. Wichtig ist, dass deutlich

wird: Hier wehrt sich jemand! Wenn

ein Täter im Verborgenen agieren

kann, hat er auf jeden Fall leichtes

Spiel. Mobbing ist nur dann möglich,

wenn das Kollegium (und

der/die Vorgesetzte) es zulässt!

Ich bin vom Nutzen des Konzeptes

Beziehungsgestaltung überzeugt und

stolz darauf, dass zeka ein so wertvolles

Instrument ausgearbeitet hat.

Es liegt nun an jedem Einzelnen von

uns, die Grundsätze der Beziehungsgestaltung

in unsere Arbeit einfliessen

zu lassen und umzusetzen.

* Beatrice Ernst arbeitet seit 2001 als

Personalsachbearbeiterin bei zeka.

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Klassenrat – wie SchülerInnen

Beziehungsgestaltung lernen

Von Sabine Di Gioia*

Ich habe im Sommer 2004 meine

Oberstufenklasse neu übernommen.

Die Klassenratsstunde ist eine sehr

gute Möglichkeit, sich besser kennen

zu lernen.

Am Anfang leitete ich den Klassenrat,

später bestimmten wir gemeinsam

einen Schüler, der diese Aufgabe

übernehmen soll. In Konfliktsituationen

ist es nicht immer einfach,

einen Klassenrat zu leiten. Da

stehe ich mit Tipps und Ratschlägen

vermittelnd zur Seite.

Wir gestalten den Klassenrat unterschiedlich,

je nach Themen, die wir

zu besprechen haben. Nach den

Sportferien möchten wir uns an einer

klareren Struktur orientieren. In der

Startphase war eine gewisse Flexibilität

wichtig; diese werden wir aber

auch im neuen Rahmen beibehalten.

Unser momentanes Leitthema in der

Schule, das sich über alle Stufen erstreckt,

heisst «Beziehungsgestaltung».

Zu diesem Thema passt der

Klassenrat als erster Schritt in Richtung

Beziehungsgestaltung sehr gut.

Wie die folgenden Ausschnitte aus

Schülermeinungen zeigen, ist meinen

Schülern der Klassenrat sehr

wichtig.

Schülermeinungen zum

Thema Klassenrat:

Der Klassenrat ist bei uns speziell,

da ein Kind unserer Klasse den

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Wir halten jede Woche einen Klassenrat. Dies am Montagmorgen in der ersten Stunde.

Alles, was die Schüler beschäftigt, Positives wie Negatives, sollte in diesem Klassenrat

Platz haben.

Klassenrat leitet. Zuerst fragt uns

der Leiter, wie es uns geht. Wenn

es einem schlecht geht, dann fragt

der Leiter, wieso es einem schlecht

geht. Es wird Vieles diskutiert.

Ich finde, dass der Klassenrat nur

der Klasse etwas bringt, nicht aber

dem ganzen zeka. Ich finde, dass

wir mit dem Klassenrat Probleme

lösen können. Ich finde ihn gut.

Der Klassenrat bedeutet für mich,

miteinander reden zu können.

Ich finde den Klassenrat sehr wichtig,

damit man die Probleme lösen

kann. Ich finde ihn auch sehr wichtig,

dass man in Frieden aufwachsen

kann.

Den Klassenrat gibt es, damit man

sich in der Schule besser fühlt.

Aber manchmal bewirkt der Klassenrat

gar nicht viel, dann muss

man das Problem immer wieder

behandeln. Wenn ich etwas im

Klassenrat gesagt habe, dann geht

es mir besser. Der Klassenrat bedeutet

mir sehr viel, weil man dort

ehrlich sein kann. Man kann auch

den anderen besser verstehen und

erfahren, was er nicht gern hat.

Ich finde den Klassenrat wichtig,

weil man sagen kann, was einem

nicht gefällt in der Klasse oder was

einem gefällt in der Klasse. Und

wenn ich Leiter dieser Schule wäre,

würde ich den Klassenrat niemals

abschaffen.

*Sabine Di Gioia ist seit 2004 als

Sonderschullehrerin in Baden tätig.

Hier eine mögliche Form des Klassenrats:

Begrüssung

Wochenende: etwas Besonderes erlebt?

Wochenüberblick vom Unterricht

– Ganze letzte Woche

– Was gefiel mir speziell gut, warum?

– Was machte mir zu schaffen, warum?

Vorschläge und Ideen

Muss etwas geplant oder organisiert werden?

Konflikte in der Klasse, Briefkasten

Positives in der Klasse

Ämter: hat alles geklappt?

Infos von Frau Di Gioia


Beziehungsgestaltung in der 2. Klasse

in Baden-Dättwil

Von Jolanda Muggli*

In der ersten Stunde am Dienstagnachmittag ist die Klasse vollständig, hier hat der

Klassenrat seinen festen Platz im Stundenplan.

Wir sprechen gemeinsam darüber,

was uns gefreut oder geärgert hat

und nutzen die Gelegenheit, Wünsche

und Bedürfnisse einzubringen.

Diese Stunde ist für uns wichtig geworden,

die Schüler stellen sich darauf

ein und arbeiten sehr motiviert

mit. Schon viele kleine und grössere

Konflikte haben wir in dieser Runde

lösen können.

Falls nötig, werden andere Mitarbeitende

oder Schüler in den Klassenrat

eingeladen, um mit ihnen bestimmte

Probleme zu besprechen

und entsprechende Massnahmen zu

treffen.

Für den Klassenrat wähle ich immer

den Kreis. Wir vereinbaren einige Regeln

und versuchen, diese auch einzuhalten:

Jedes Kind trägt sein Thema vor.

Dabei wird es von niemandem

unterbrochen.

Alle versuchen, einander wirklich

zuzuhören.

Wir versuchen, uns beim Reden

und Zuhören anzuschauen.

Es ist nicht erlaubt, jemandem ins

Wort zu fallen.

Es dürfen keine verletzenden und

gemeinen Äusserungen gemacht

werden.

Wir versuchen, mit «ich» zu sprechen

und die eigene Meinung direkt

auszudrücken.

Der Ablauf des Klassenrats verändert

sich laufend – zuerst kamen die Meldungen

mündlich, jetzt formulieren

die Schüler ihre Anliegen vermehrt

schriftlich.

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Verstärkt versuche ich, das Reflektieren

über das eigene Verhalten, das

Problemlösen und das Lernen zu fördern.

Die Schüler und Schülerinnen

lernen so ihre Stärken und Schwächen

besser kennen, sie lernen bewusster

damit umzugehen und schlussendlich

erfolgreicher zu arbeiten.

Vorbereitung und Ablauf

An der Wand im Schulzimmer hängen

permanent drei Plakate mit folgenden

Überschriften:

«Das gefällt mir (uns)».

«Das gefällt mir (uns) nicht».

«Das wünsche ich mir/ das

wünschen wir uns».

Im Verlauf der Woche notieren die

Schüler/innen ihre Anliegen auf

Post-it-Zettel und kleben diese auf

die entsprechenden Plakate, wobei

sie die Zettel unterschreiben.

Der Verlauf eines Klassenrats ist sehr

unterschiedlich, je nach Thema und

Lösungs-

8 1/05

möglichkeiten ergeben sich anschliessend

entsprechende Arbeiten.

Gemeinsam finden wir oft kreative

Lösungsansätze, z.B.

schreiben wir einen Brief, wenn

SchülerInnen einer anderen Klasse

involviert sind;

erarbeiten einzelne Kinder einen

Lernvertrag;

malen wir gemeinsam ein Bild;

entwickeln wir aus der Diskussion

ein Rollenspiel etc.

Lernerfahrungen

Die Lernerfahrungen, die im Klassenrat

gemacht oder auch bewusst

reflektiert werden, sind vielfältig.

Schüler/ innen lernen,

vor der ganzen Klasse ihre Anliegen

zu formulieren;

dass ihnen dabei zugehört wird;

dass sie über ihre Gefühle sprechen

können;

dass Konfliktsituationen nicht erstickt

oder verharmlost, sondern

thematisiert werden;

dass jede Person ihre eigene Meinung

haben darf;

dass es nötig ist, das Zusammenleben

in einer Klasse zu organisieren

und zu regeln;

dass sie sich über die Lehrkraft

oder andere Mitarbeitende auch

kritisch äussern können ohne

Angst zu haben, dafür bestraft zu

werden;

dass es verschiedene Möglichkeiten

gibt, wie etwas gelernt werden

kann;

dass es darauf ankommt, wie sie

jemandem etwas sagen (c’est le

ton qui fait la musique...);

dass es manchmal Mut und Überwindung

zum Sprechen braucht,

dies jedoch dem Selbstvertrauen

förderlich ist;

dass sie zueinander Sorge tragen

müssen;

dass sie mitbestimmen können.

Für die Kinder ist die Schule ein

wichtiger Begegnungsort, wo Gespräche

möglich sind und die

Chance besteht, sich anderen

mitzuteilen; ein Ort, wo Toleranz

und Verständnis geübt und eigene

Werthaltungen entwikkelt

werden können.

Ich bin überzeugt, dass der

Klassenrat ein ideales Übungsfeld

bietet für die Entwicklung

von Selbst- und Sozialkompetenz.

*Jolanda Muggli ist seit 2002

als Sonderschullehrerin in

Baden tätig.


Generationentreffen dank Kunst

Von Dorothea Hauri *

Im Zentrum Baden-Dättwil haben sich alle Klassen mit dem Buch «Kunst aufräumen»

von Ursus Wehrli befasst und anschliessend selber Bilder aufgeräumt. Diese Bilder wurden

im Altersheim Bifang in Wohlen ausgestellt.

Alles hat bereits im Frühjahr begonnen:

Wir beschäftigten uns mit einer

neuen Hausordnung. Und wenn

schon Ordnung herrschen soll, dann

überall! Da kam uns das Buch

«Kunst aufräumen» von Ursus Wehrli

gerade recht. Voller Eifer machten

sich alle Klassen des Zentrums

Baden-Dättwil daran, selber gemalte

Bilder oder Werke grosser Meister

«aufzuräumen». So entstanden

neue Kunstwerke, geschaffen von

den grösseren und kleineren Kindern

des Zentrums. Einige Wochen

lang hingen diese Bilder in grossen

Rahmen an den Gangwänden unseres

Zentrums. Da diese Werke so

gelungen waren und in den Rahmen

so wirkten, entstand bald einmal die

Idee, die Ausstellung weiterzugeben.

Vermittelt durch unsere Sekretärin

Frau B. Höfler wurden die

Werke im Altersheim Bifang in Wohlen

aufgehängt. Eine Vernissage

sollte die Bilder den BewohnerInnen

näher bringen.

Am Montag, 19. Oktober 2004, war

es so weit. Die Zweitklässler von Frau

J. Muggli und die Jugendlichen aus

der Abschlussklasse von Frau D.

Hauri fuhren gemeinsam nach Wohlen.

Nach den Begrüssungen erklärten

einzelne Kinder den BewohnerInnen

des Altersheims, wie die

Arbeiten entstanden waren. Nach

einigen Liedern und Tänzen holten

die Zweitklässler Spiele hervor, um

mit den BewohnerInnen in Kontakt

zu treten. Die Abschlussklässler hatten

sich schon im Voraus überlegt,

welche Themen mit den SeniorInnnen

besprochen werden könnten

und begannen Gespräche. Bald

wurde an allen Tischen eifrig geredet

oder gespielt. Die SeniorInnen

genossen sichtlich das Zusammensein

mit den Kindern und Jugendlichen.

Nach einem Schlusslied,

gemeinsam gesungen mit den BewohnerInnen,

verabschiedeten wir

uns. Beeindruckt fuhren die Kinder

und Jugendlichen ins Zentrum zurück.

* Dorothea Hauri ist seit 1999 als

Sonderschullehrerin in Baden tätig.

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Einsam? – Nein, das kann ich nicht

behaupten...

Von Dominique K. *

Ankunft im zeka Aarau:

Herrn Frei hilft beim Ausladen.

10 1/05

Kinder und Jugendliche, welche die Schulen bei zeka besuchen, kommen im Verlauf

ihres Schultags mit vielen anderen Menschen in Kontakt: Eltern, SchulkollegInnen, TherapeutInnen,

Lehrpersonen, SozialpädagogInnen, Chauffeure – mit allen heisst es in

Beziehung treten, diese zu gestalten, sich darüber zu freuen, aber manchmal auch diese

auszuhalten. Stellvertretend listet eine Schülerin hier ihre Kontakte vom Montag,

17. Januar 2005, auf.

07.59 > > > 08.04 > > >

Klassenhilfe trifft ein:

Frau Hochstrasser begleitet und unterstützt

im Unterricht.

Ankunft im Klassenzimmer:

Begrüssung durch Herrn Müller, Avni, Dario,

Sebastian, Edona, Karin und Patrizia. Anschliessend

Unterricht.

08.45 > > > 09.35–09.55 > > >

Pausenplatz:

Fangis mit Michael, Gespräche mit Karin, Edona, Alexander,

Patrick und Björn in der Jugendecke.


10.05 > > > 11.40 > > >

Unterricht:

Immersiver WLK-/Englischunterricht mit Englischlehrerin

Frau Olsen und Klassenlehrer Herr Müller.

12.15 > > >

Zähneputzen:

Zusammen mit Alexander, unter Aufsicht von

Frau Moser.

Lex Musica:

Musikunterricht im Gebäude des Internats bei Fachlehrerin

Frau Greter, zusammen mit Karin.

Turnen: Bewegungsspiele in der Turnhalle mit

KlassenkollegInnen Patrizia, Karin, Edona, Sebastian,

Avni, Dario und Klassenlehrer Herr Müller.

Mittagessen:

Tischgespräche mit Mittagshilfe Frau Moser und

KollegInnen Sebastian, Edona und Björn.

13.00 > > >

13.55 > > > 15.00 > > >

15.46 > > > 16.35

Französisch:

Unterricht mit KlassenkollegInnen Sebastian, Dario, Edona,

Karin und Leire bei Fachlehrerin Frau Moser.

Ergotherapie:

Mit Ergotherapeut Herr Joye.

* Dominique K. ist Schülerin der Oberstufe zeka Aarau.

Schulschluss:

Verabschiedung von Herrn Müller, Patrizia, Sebastian

und Avni.

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SPENDEN FÜR ZEKA

Neue Feuerstelle für zeka Aarau

Von Carlo Mettauer *

Der Damen-Lions-Club Aarau Kettenbrücke hat Anfang 2004 dem Leitungsteam die Idee

einer Pausenplatzneugestaltung mit einer neuen Feuerstelle für die Schulanlage Telli

vorgeschlagen. Der Club hat im Februar 2004 beschlossen, dem zeka diesbezüglich eine

zweckgebundene Spende von Fr. 14 000.– zu sprechen.

Die Ausführungsarbeiten erfolgten

durch die Firma Lehnert Erb AG. Herr

Lehnert, Vater eines Schülers von

zeka, hat uns spontan als zusätzliche

Spende die Kieserneuerung um die

Bäume auf dem Pausenplatz angeboten

und realisiert. Am Freitag, 20.

August 2004, fand bei wechselhaf-

Von August Schwere*

Die Spielplatz-Anlage im zeka Baden-

Dättwil bestand lange Jahre aus

einem kleinen Sandhaufen, einer

Rutschbahn, einer Balkenschaukel

(Gigampfi) und einer Hängeschaukel

12 1/05

ter Witterung, aber umso herzlicher

und erfreuter, die offizielle Einweihung

der Feuerstelle statt. Die

Frauen des Lions Club haben den

Tag organisiert, mit den Kindern zusammen

Bratwürste gebraten und

damit für Kinder und Mitarbeitende

im Freien ein wunderbares Mittagessen

bereitet. Nach den offiziellen

Ansprachen und Verdankungen

wurden wir auch noch mit einem feinen

Glacé-Dessert überrascht. Der

Club hat am Nachmittag für die

zeka-Kinder angepasste Spielgeräte

auf dem Pausenplatz aufgestellt und

sorgte für ein spannendes Spielprogramm.

Die neue Feuerstelle hinter dem

Internat konnte seither schon etliche

Male genutzt werden und Kinder

(Riitiseili). Die ganze Anlage wurde

altershalber überholungsbedürftig

und Teile davon mussten ersetzt werden.

Da die bisherige Einrichtung

den speziellen Bedürfnissen körperbehinderter

Kinder wenig entsprochen

hatte, wurde die Anlage neu

sowie Mitarbeitende erfreuen. An

dieser Stelle möchten wir dem Activity-Team

der Lions-Frauen Aarau

Kettenbrücke und der Firma Lehnert

Erb AG für das grosse Engagement

unseren herzlichsten Dank aussprechen.

* Carlo Mettauer ist Bereichsleiter Schulen.

zeka Baden-Dättwil erhält einen neuen

Spielplatz

Unsere Kinder verbringen neben der Schulzeit auch Freizeit bei uns. Sie brauchen deshalb

in unseren Schulanlagen Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten im Haus und im Freien.

gestaltet und erweitert. Neu kann

sie nun von Kindern im Rollstuhl benützt

werden, was bisher nur sehr

beschränkt der Fall war. Kinder im

Rollstuhl können nun auch im und

am Sandhaufen spielen. Dieser ist zu

einem grossen Bauplatz mit entspre


chenden Geräten erweitert worden.

Kinder im Rollstuhl haben auch eine

Zufahrt zu den beiden Rutschbahnen.

Das Rutschbahnerlebnis ist

ihnen nun auch gegönnt. Es gibt diverse

Klettermöglichkeiten und Geräte,

welche sich für die Therapie

eignen. Ein grosser Kletterbaum

Von August Schwere*

1975 starteten Eltern körperbehinderter

Kinder das Kerzenziehen.

Hauptinitiantin war Nanette Hofmann.

Das erste Ziel war nach zwölf

Jahren erreicht: Für den Bau des Zentrums

für körperbehinderte Kinder in

Baden Dättwil konnten 700 000

spendet Schatten für die Arena, die

für verschiedene Anlässe zur Verfügung

steht.

Der Spielplatz wird ausserhalb der

Schulzeit auch von Kindern und Familien

aus Dättwil besucht. Deshalb

hat sich der Dorfverein Dättwil mit

einer Spende am Projekt beteiligt.

Den Bau des neuen Spielplatzes

haben viele andere Spender mitfinanziert,

allen voran das Stadtcasino

Baden mit einem Betrag von 10 000

Franken. Die ausführenden Firmen

Schoop Gartenbau Dättwil und die

Gartenarchitekten Näf & Partner

Brugg haben zusätzlich unentgeltliche

Arbeitsleistungen beigesteuert.

Ihnen allen sei an dieser Stelle herzlich

gedankt.

Franken beigesteuert werden. Das

Kerzenziehen ging nach diesem Meilenstein

weiter. Der Verein konnte in

der Folge viele andere Institutionen

im Behindertenwesen unterstützen.

So erhielt zuletzt die «Pfadi Trotz

Allem» für ihr Heim an der Limmat

einen grosszügigen Beitrag.

Weil die Pioniergeneration ins zweite

Glied zurücktreten wollte, hat sich

2004 ein junges Team in den Vorstand

des Vereins Kerzenziehen

wählen lassen und hat mit Elan und

neuen Ideen den schönen Brauch

wieder in Schwung gebracht. Ein

neues Ziel hat alle motiviert: Man

will den Erlös dem Projekt Wohnhaus

Aargau von zeka zukommen

Im Frühling 2005 ist die Einweihung

im kleinen Rahmen geplant. Und ….

es bestehen bereits Pläne, den Spielplatz

noch um ein Spielgerät für die

Grossen zu erweitern. Man darf gespannt

sein.

*August Schwere ist

Bereichsleiter Ambulatorien.

Kerzenziehen für das Wohnhaus Aargau

In der Adventszeit verbreitet der Duft von Bienenwachs vorweihnachtliche Stimmung

am Bahnhofplatz in Baden. Seit 29 Jahren gehört das Kerzenziehen zum Stadtbild.

lassen. Bekanntlich kann das Wohnhaus

für erwachsene Menschen mit

einer schweren Körperbehinderung

nur realisiert werden, wenn ein grosser

Grundstock an Eigenmitteln vorhanden

ist.

Das Kerzenziehen wurde wiederum

ein grosser Erfolg. Mehr als tausend

1/05 13

SPENDEN FÜR ZEKA


SPENDEN FÜR ZEKA

Personen kamen einzeln, in Familien

oder mit der ganzen Schulklasse auf

den Bahnhofplatz und zogen kunstvolle

Kerzen in allen Formen und

Grössen. Wer wenig Zeit und Geduld

hatte, der kaufte sich die vorgezogenen

Kerzen am Stand und

dazu noch einen schönen tönernen

Kerzenständer oder ein kunstvolles

Arrangement. Der Reinerlös ist noch

nicht bis zum letzten Rappen errechnet,

aber es kann ein Betrag um

14 1/05

30 000 Franken erwartet werden.

Das ist ein willkommener Zustupf für

das neue Projekt von zeka.

Die schöne Stimmung und der hohe

Reinerlös sind neben den vielen Besuchern

den vielen Helferinnen und

Helfern zu verdanken. Neben den

langjährigen Vereinsmitgliedern haben

viele Eltern und Mitarbeitende

von zeka tatkräftig mitgeholfen.

Ihnen allen sei an dieser Stelle herzlich

gedankt.

Mit dem Kran aufs WC

Das Kerzenziehen wird 2005 wieder

stattfinden. Der Erlös kommt erneut

behinderten Menschen der Region

Baden-Wettingen zugute. Weil die

finanziellen Mittel für die Institutionen

im Behindertenwesen immer

knapper werden, ist Unterstützung

durch Spenden dringend notwendig.

*August Schwere ist

Bereichsleiter Ambulatorien.

Die neue Toilettenanlage für Kinder mit einer schweren Körperbehinderung im zeka in

Baden-Dättwil

Vor allem für Kinder, die eine aufwändige

Pflege erfordern, waren die

Räumlichkeiten eng und die Hilfsmittel

nicht ausreichend. Obwohl

aus pflegerischer Sicht seit Jahren

ein Bedürfnis, musste die Realisierung

der Anlage aus Gründen der

jahrelangen Budgetbegrenzung auf

ein Nullwachstum immer wieder verschoben

werden.

Die nun neu erstellte Toilettenanlage

ist viel geräumiger und technisch und

Von August Schwere*

funktional optimal für die Körperpflege

und das Selbstständigkeits-

Zu Beginn des neuen Schuljahres training der Benutzer eingerichtet. Sie

konnte im zeka Baden-Dättwil die umfasst in einem 12 m

neue Toilettenanlage für schwer körperbehinderte

Kinder eingeweiht

und in Betrieb genommen werden.

Die rund 75 000 Franken kostende

Anlage wurde zu einem grossen Teil

vom Verein «UBS-Mitarbeiter helfen»

finanziert. Weitere Spenden

kamen von der Kappelerstiftung

Wettingen und der Elsa Benz-von

Arx-Stiftung Wettingen.

Beim Neubau von zeka Baden-Dättwil

im Jahre 1988 wurden die Toilettenanlagen

sehr knapp bemessen.

2 Herr Ghezzi vom Verein «UBS-Mitarbeiter

helfen» übergibt dem zeka-

Betriebsleiter August Schwere den

Scheck. Mit dem Kran aufs WC – Kevin fühlt

sich sicher.

August Schwere einen symbolischen

Check über 39 000 Franken. UMH

grossen ist ein vor über 30 Jahren von Mitar-

Raum einen höhenverstellbaren und beitenden der Grossbank gegründe-

beidseitig zugänglichen Closomat, ter Verein. Er sammelt mit Aktionen

eine Sitzdusche, eine fahrbare Liege unter den Mitarbeiterinnen und Mit-

und ein behindertengerechtes Laarbeitern sowie unter den Pensiovabo.

Für den Transport der schwernierten der Grossbank Geldspenden,

gewichtigen Kinder aus dem Rollstuhl die durch die UBS-Geschäftsleitung

ist ein fahrbarer Deckenlift installiert. jeweils aufgerundet werden. Der

Verein unterstützt jährlich mit über

UBS-Mitarbeiter helfen

700 000 Franken rund 40 karitative

Bei der Einweihungsfeier am 19. Au- Projekte in der Schweiz.

gust übergaben zwei Vorstandsmitglieder

des Vereins «UBS-Mitarbeiter *August Schwere ist

helfen» (UMH) dem Betriebsleiter Bereichsleiter Ambulatorien.


Projekt «Wohnhaus Aargau»:

Regierungsrat genehmigt

Raumprogramm und

Konzeption

Von Ueli Speich*

Mit Schreiben vom 1. März 2005

erhielt zeka Bescheid, dass der

Regierungsrat unsere Projektanmeldung

– beinhaltend Raumprogramm

und Konzeption –

genehmigt hat.

Erfreuliche Post erhielten wir Anfang

März 2005 vom Departement Bildung,

Kultur und Sport: Der Regierungsrat

des Kantons Aargau hat

unser Raumprogramm sowie die

Konzeption des «Wohnhaus Aargau»

genehmigt. Damit ist eine

erste, aber wichtige Hürde auf dem

Weg zur Realisation des schon heute

dringend benötigten Projektes geschafft.

Am 25. November 2004 hat die reformierteKirchgemeindeversammlung

Baden beschlossen, zwei zusätzliche

Parzellen in Baden-Dättwil

für unser Projekt zur Verfügung zu

stellen. Damit steht uns eine Grundstückfläche

von rund 6250 Quadratmetern

zur Verfügung. Im Januar

2005 hat die neu gebildete Baukommission

ihre Arbeit aufgenommen.

Ihr gehören an: Elisabeth Fischbacher,

Leiterin Academie Fragile

Suisse (Stiftungsrätin), lic. iur. Guido

Gervasoni, Präsident (Stiftungsrat),

Katrin Reimann, dipl. Arch. ETH (Abteilung

Planung und Bau, Stadt

Baden), Jürg Saxer, dipl. Arch. HTL

(katholische Kirchgemeinde Baden),

Herbert Scholz (ref. Kirchgemeinde

Baden), Margrit Wiprächtiger, Leiterin

Finanz- und Rechnungswesen

zeka und Ueli Speich, Stiftungsleiter

zeka. Für das Projektsekretariat ist

Christine Egger (zeka) zuständig.

Als nächster Schritt steht die Durchführung

eines Projektwettbewerbs

auf dem Programm. Der Erfolg – die

Projektgenehmigung durch den Regierungsrat

– darf nicht darüber hinwegtäuschen,

dass eine Stellungnahme

des Bundesamtes für Sozialversicherung

(BSV) zu unserer Projektanmeldung

noch immer ausstehend

ist und sich damit unsere

Weiterarbeit verzögert. Sobald verbindliche

Entscheide von Seiten

Bund und/oder Kanton vorliegen,

können wir loslegen. Wir sind bereit!

Wollen Sie das «Wohnhaus Aargau»

unterstützen? Gerne nehmen

wir Ihre Unterstützung auf

PC-Konto 50-144-3 mit dem Vermerk

«Wohnhaus Aargau» entgegen.

Sie helfen uns mit

Ihrer Spende, die Realisation

des «Wohnhaus Aargau» zu beschleunigen.

*Ueli Speich ist Stiftungsleiter von zeka

und mit der Projektleitung «Wohnhaus

Aargau» beauftragt.

1/05 15


ZU VERKAUFEN

* zeka übernimmt keine Verantwortung/Haftung für

angebotene Waren. Alle Modalitäten des Tauschs oder

Verkaufs regeln Anbietende und Interessierte direkt

miteinander.

16 1/05

Ein Rätsel von Leire

Ein seltsames Wesen unter den Tieren: Wer hat

sechs Beine, läuft aber nur auf Vieren?

Zwei Computerspiele

Spiel 1 NEED FOR SPEED UNDERGROUND 1

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Von Kids für Kids

Endlich! Diese Seite wendet sich an DICH. Ja, DU bist

gemeint! Ab dieser Nummer des zekazins erscheint

regelmässig die Rubrik «Von Kids für Kids». Sie bietet

dir als SchülerIn von zeka die Gelegenheit, eigene

Rätsel, Inserate oder Witze zu veröffentlichen.

Sende deine Beiträge an zekazin@zeka-ag.ch oder

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Die traditionelle Weihnachtsfeier im

zeka Aarau

von Karin Morgenthaler*

Die traditionelle Weihnachtsfeier vom 16. Dezember 2004 fand diesmal in einem anderen

Rahmen – nämlich als Waldweihnacht im nahe gelegenen Telli-Wald an der Aare mit

anschliessendem gemütlichen Zusammensein in den Externats-Räumlichkeiten.

Am Donnerstagabend besammelten

sich alle Kinder, Eltern und Mitarbeitende

des zeka vor dem Haupteingang.

Die weihnachtliche Spannung

war bereits spürbar, die Kinder und

Eltern aufgeregt, als sie mit ihren

Lehrkräften Richtung Telli-Wald aufbrachen.

Den Weg säumten unsere

wieder zum Zug gekommenen Bachfischet-Laternen.

Am Ziel angekommen

erwartete uns ein heller Lichtkreis

und ein schönes von einer

grossen Schale gehaltenes Adventsfeuer.

Im dunklen Wald im Licht des

Feuers sangen wir zusammen einige

Weihnachtslieder. Die Einfachheit

dieser Feier bildete einen besinnlichen

Auftakt zum traditionellen Teil

mit reichhaltiger kulinarischer Bescherung

von Seiten der Eltern in den

Externats-Räumen.

Wir danken dem Externats-Team für

die diesjährige etwas andere schöne

Idee und deren Durchführung im

Freien, für die Organisation des Singens

sowie für die kräftige Unterstützung

mit Kuchen, Chrömli, Gebäck

aus den «elterlichen Küchen».

* Karin Morgenthaler ist

Schul-/Arztsekretärin seit 2000 in Aarau.

Besinnliche Stimmung um das Waldfeuer

Habt ihr schon einmal so ein schönes Waldfeuer gesehen?

Am Kuchenbuffet – ob es wohl für alle reicht?

1/05 17


Leseförderung im zeka Aarau

Von Elisabeth Zürcher*

18 1/05

Das Kindergarten/Unterstufenteam hat das neue Kalenderjahr mit einem vierwöchigen

Leseförderungsprojekt mit Thema Märchen gestartet. Das im Haus zentral aufgebaute

orientalische Zelt verzauberte nebst den Kindern auch viele Erwachsene. Das Zentrum

war in eine 1000-und-eine-Nacht-Stimmung getaucht und das Thema wirkte weit über

die Unterstufe hinaus.

Zum Wochenstart wurde im Zelt jeweils

ein neues Märchen erzählt.

Vielfältig waren die Ideen und Geschichten

im Unterricht und den

Therapien umzusetzen. Da gabs

Lückentextaufgaben, Wanderdiktate,

Lern-CD-ROMs, oder Rollenspiele,

es wurde getöpfert und bildnerisch

gestaltet. Die Themenwände wurden

mit jedem Tag farbiger und reicher.

Der gefrässige Bücherwurm

aus der Ergotherapie wuchs jeden

Tag und die Leseratte sauste durch

die Gänge auf der Suche nach Büchernahrung.

Der Höhepunkt dieses Projektes war

die Lesenacht! Die 2. Kiga-Klasse

und die drei Klassen der Unterstufe

blieben an diesem Abend im Zentrum.

Nun ging es darum, das in diesen

Wochen Gelernte unter Beweis

zu stellen. Jedes Kind bekam nach

dem Einstiegsmärchen einen persönlichen

Pass ausgehändigt. An

vier Ständen wurde sein Wissen geprüft.

Waren die Kinder erfolgreich,

bekamen sie als Bestätigung einen

Stempel in den Pass. Eine Mutprobe

war bei Hänsel und Gretel zu bestehen.

Die Kinder mussten sich einen

beschwerlichen Weg durch das

«Unterholz» suchen, der nur von

Leuchtkieseln beleuchtet war. Beim

Froschkönig musste die goldene

Kugel in einem Teich gefunden werden,

eine taktile Spitzenleistung,

lagen doch noch ganz andere Kugeln

im Teich. Ein Schattentheater

zeigte Szenen aus vier Märchen. Die

Aufgabe war herauszufinden, welche

zum Teufel mit den drei goldenen

Haaren gehört. In der Ecke

der Bremer Stadtmusikanten gings

laut zu und her. Mit schrillschrägen

Tönen wurde immer wieder von

Neuem versucht, die bösen Räuber

aus der Hütte zu vertreiben. Eine

schwierige Aufgabe war das Zuordnen

von Zitaten aus Märchen zu

ihren Titeln und fehlende Wörter in

die Texte einzusetzen. Wer Lust

hatte, konnte sich auch handwerklich

betätigen und eine Kugel aus

Ton herstellen oder sich am Zeichentisch

entspannen. Wer sich alle

Stempel verdient hatte, bekam zur

Belohnung ein richtiges Siegel auf

den Pass. Für das letzte Märchen an

diesem Abend konnten wir Frau

Anne-Marie Nyffeler, Chefin Sektion

Unterricht beim BKS, gewinnen. Sie

erzählte die Geschichte der sieben

Raben mit soviel pädagogischem

Geschick, dass selbst die schon

etwas müden und die sehr aktiven

Kinder aufmerksam und mit grossem

Vergnügen lauschten. Um

19:00 Uhr trafen die Eltern ein. Abschliessender

Höhepunkt dieses

Abends bildete ein zum Thema passendes,

märchenhaftes Traumbuffet!

Das Unterstufenteam bedankt sich

bei allen, die in irgendeiner Form

das Projekt unterstützt haben. Besonderer

Dank geht an Frau Anne-

Marie Nyffeler für ihre Erzählstunde,

Möbel Pfister, der uns 4 Tibeterteppiche

geschenkt hat, Teppich Hassler

für das Ausleihen eines Riesen-

Teppichs und an Manor Aarau für

das Ausleihen des Dekomaterials.

* Elisabeth Zürcher ist Teamleiterin

des Kindergarten-/Unterstufenteams

in Aarau.


Zusammen wachsen –

zusammenwachsen

Von Thomas Müller *

Montag

Gemeinsam verreisten zwei Klassen des zeka Zentrums Aarau mit zwei Klassen des zeka

Zentrums Baden vom 23. bis 27. August 2004 in die Schulverlegung nach Montbovon.

25 Jugendliche mit ihren BetreuerInnen verbrachten erlebnisreiche Tage im Kanton

Fribourg.

Bei zwei Besuchen im Vorfeld der

Schulverlegung lernten sich die Jugendlichen

gegenseitig kennen und

waren gespannt, wie die Woche mit

den KollegInnen aus der Schwesterschule

verlaufen würde. Bereits im

rollstuhlgängigen Car funkte es zwischen

Badenern und Aarauern.

Nach einem Picknick-Halt an der

Autobahnraststätte Grauholz erreichten

wir am frühen Nachmittag

unser Ziel, das Dorf Montbovon an

der Strecke Bulle – Château-d’Oex.

Neugierig wurde das Hôtel de la

Gare, unsere Unterkunft, bezogen.

«In welchem Zimmer befindet sich

mein Bett?» «Wer schläft zusammen

mit mir im Zimmer?» «Wo ist

der Esssaal?» «Wo befindet sich die

rollstuhlgängige Dusche?» «Wow!

Hast du den tollen Wintergarten

schon gesehen?» «Wo ist mein Gepäck?»

Nach einiger Zeit legte sich

die allgemeine Aufregung und das

Interesse am Lagerort erwachte. In

kleinen Gruppen machten sich Jugendliche

mit den begleitenden

Erwachsenen auf einen Erkundungspostenlauf,

der sie zu den wichtigsten

Bauwerken Montbovons

führte: Bahnhof, Kirche, Schulhaus,

Eisenbahntunnel … und natürlich

zum Dorfladen.

Nach einem feinen Znacht, den

unser Küchenteam aus einer winzigen

Küche hervorzauberte, verflog

der Abend im Nu. Bald war es Zeit,

im gemütlichen Bett dem nächsten

Tag entgegen zu träumen…

Dienstag

Regenschauer prägten den Tag.

Während die FussgängerInnen mit

der Schmalspurbahn nach Gruyère

reisten, wurden die RollstuhlfahrerInnen

mit zwei Schulbussen direkt

zur Schaukäserei am Fuss des Städtchens

gefahren. Dort erforschten

wir die interessante Ausstellung

rund um den berühmten Käse aus

dieser Gegend. Lesen, Tasten, Riechen,

ja sogar Schmecken waren

angesagt. Dass kommerzielle Käserei

nicht mehr viel mit Alphüttenromantik

zu tun hat, sondern eine

hoch technisierte Angelegenheit ist,

wurde uns hier so richtig bewusst.

Nach dem Picknick spazierten wir

hinauf zum Städtchen Gruyère.

Glücklicherweise boten die alten

Häuser mit ihren ausladenden Dächern

immer wieder Schutz vor den

1/05 19


heftigen Regengüssen, die sich über

die Region entleerten.

Die RollstuhlfahrerInnen traten mit

ihren Begleitpersonen bald den Heimweg

an, während die FussgängerInnen

die verbleibende Zeit für die Erforschung

des Schlosses nutzten. Mit

der Bahn fuhren sie anschliessend

zurück nach Montbovon.

Mittwoch

Bei bestem Sommerwetter packten

wir am Morgen unsere Rucksäcke.

Die Tageswanderung führte uns in

die Gegend von Château-d’Oex. Bei

der Jugendherberge machten wir

den ersten Halt. Vor dem Picknick erfanden

die Jugendlichen in Gruppen

eine Geschichte, in welcher sie sich

fantasievoll mit der Region auseinandersetzten.

Die Jugi gewährte

uns dazu unkompliziert Gastrecht in

ihrem Garten. Dann machten wir uns

auf zur Mutprobe: Der Wanderweg

20 1/05

führte uns steil hinunter zum Flüsschen

Sarine, das wir auf einer schaukelnden

Hängebrücke überquerten.

Während sich die einen ganz vorsichtig,

Meter um Meter vorwagten,

brachten andere die Brücke zum

Schwingen und freuten sich am Nervenkitzel.

Der anschliessende Aufstieg

war steil und anstrengend.

Gemeinsam schafften wir es! Alle

versammelten sich wohlbehalten auf

einer Anhöhe, von wo wir gemeinsam

zum vereinbarten Treffpunkt mit

unseren Schulbussen wanderten. Froh,

das Abenteuer gemeistert zu haben,

machten wir uns per Schulbus und

GoldenPass Panoramic auf zur Lagerunterkunft.

Wandern macht hungrig. Umso wichtiger,

dass wir von unserem Küchenteam

bestens verpflegt wurden. Mit

grossem Einsatz zauberten sie aus

der kleinen Küche jeden Abend ein

schmackhaftes, dreigängiges Menü

für über fünfzig Personen! Ganz

herzlichen Dank, Beatrice und Maria.

Unser Dank richtet sich auch an alle

anderen HelferInnen aus Sozialpädagogik,

Therapie und Schule, ohne

deren riesigen Einsatz eine Schulverlegung

dieses Ausmasses nicht

durchführbar wäre.

Donnerstag

Am späteren Vormittag versammelten

sich sämtliche LagerteilnehmerInnen

vor dem Eingang zur Schokoladenfabrik

Cailler in Broc-Fabrique.

Nach zwei Kurzfilmen im firmeneigenen

Kinosaal absolvierten wir in zwei

Gruppen den Rundgang durch die

Fabrikanlage. Die Erklärungen der

kompetenten Führerin brachten uns

die Geheimnisse der Cailler-Schokoladenproduktion

näher, wenn wir sie

auch nicht zu lüften vermochten.

Wir wissen jetzt aber, warum es

schwarze, braune und weisse Scho-


kolade gibt, und dass die Farbe von

unterschiedlichen Zutaten abhängt.

Höhepunkt des Vormittags war aber

eindeutig die Schokoladen-Degustation:

Auf silbernen Tabletts wurden

sämtliche Schokoladen- und Pralinen-Kreationen

aus dem Hause Cailler

präsentiert. Die Jugendlichen und

Erwachsenen nahmen die Aufforderung

zur Degustation sehr ernst und

probierten nach Herzenslust die angebotenen

Köstlichkeiten. Dazu

wurde rege über persönliche Favoriten

ausgetauscht. Dass anschliessend

im Fabrikladen einiges Sackgeld in

Schokolade umgetauscht wurde,

versteht sich von selbst...

Nach dem Mittagessen in der Firmenkantine

wechselten wir nach

Bulle, wo die SchülerInnen freien

Ausgang – auf Wunsch in Begleitung

einer Betreuungsperson – genossen.

Am Abend versammelten wir uns für

den Bunten Abend im Gruppen-

raum. Die Produktionen reichten

vom persönlichen Lagerstatement

über Turnvorführungen, einen Liedervortrag,

Sketches, ein Quiz bis hin

zur Prämierung der am Mittwoch geschriebenen

Schülertexte. Nach einigen

abschliessenden Liedern ging

dieser Abend gegen 21.30 Uhr zu

Ende.

Freitag

Viele Jugendliche hatten ihr Gepäck

zusammen mit ihren Betreuungspersonen

bereits am Vorabend bereitgestellt

– nicht weil sie möglichst

schnell nach Hause wollten, sondern

um der absehbaren Packhektik auszuweichen.

So waren denn auch alle

parat, als der Chauffeur mit seinem

rollstuhlgängigen Car um 10.15 Uhr

vor die Lagerunterkunft rollte. Das

Gepäck wurde im Car und in den

Schulbussen verstaut, die SchülerInnen

und LagerleiterInnen nahmen

ihre Plätze ein und nach einem letzen

Blick auf ‹unser› Hotel gings los. Der

Weg nach Bulle führte uns noch einmal

an vielen Lagerstationen vorbei.

Doch diesmal waren sie nicht mehr

fremd, wie bei der Ankunft. «Schau

mal, das Schloss von Gruyère!» –

«Mit jenem Zug sind wir doch auch

gefahren!» – «Weisst du noch, wie

wir dort drüben Schutz vor dem

Regen suchten!»

Nach einem Picknick bei der Raststätte

Grauholz an der A1 erreichten

wir im Verlauf des Nachmittags die

zeka Schulen in Aarau und Baden.

Müde, aber zufrieden, verabschiedeten

sich Jugendliche und Erwachsene

voneinander und starteten ins verdiente

Wochenende.

* Thomas Müller ist Sonderschullehrer und

Teamleiter im zeka Aarau.

1/05 21


Hausordnung positiv erlebt

22 1/05

Eine Projektgruppe mit VertreterInnen aller Berufsgruppen hat im Zentrum Baden-

Dättwil eine neue Hausordnung geschaffen. Der erste Teil dieser Hausordnung wurde im

Rahmen eines dreitägigen Projektes den Kindern nahe gebracht und eingeführt.

Von Dorothea Hauri *

Zwei mit Abfallsäcken eingekleidete

Lehrkräfte begrüssten am Montag,

25. Oktober 04, die Schülerinnen

und Schüler. Wir wollten uns mit der

Abfallentsorgung und -vermeidung

beschäftigen. Nach einem gemeinsamen

Einstieg, bei dem wir die von

unserem Hauswart O. Müller neu

eingerichtete Abfallecke kennen

lernten, begaben wir uns in verschiedene

Workshops, bei denen Kinder

aus unterschiedlichen Klassen am

gleichen Thema arbeiteten. So wurden

aus Abfällen neue Figuren hergestellt.

Eine Gruppe studierte ein

Abfall-Theater ein. Andere SchülerInnen

begannen eifrig, Abfallgeschichten

zu erfinden, und wieder

andere lasen auf dem Pausenplatz

Scherben auf und klebten sie auf

eine Scheibe zum Satz «Scherben

bringen uns kein Glück». So fand

jedes Kind und jeder Jugendliche

eine ihm entsprechende Möglichkeit,

sich praktisch mit dem Thema

Abfall zu beschäftigen. Zwischen

den Workshop-Blöcken trafen sich

die Klassen auch wieder in ihren

Klassenzimmern, um den Inhalt der

Hausordnung genau kennen zu lernen.

Am Ende des zweiten Tages begaben

sich alle Kinder und Erwachsenen

zur Schlussrunde, wo Arbeiten

vorgeführt und vorgelesen und Theaterstücke

vorgespielt wurden. Lauter

glückliche und zufriedene Gesichter

verliessen am Abend das Zentrum.

Der Mittwoch war der Sicherheit gewidmet.

Von der Feuerwehr Baden

und dem Samariterverein Baden

wurden Kinder und Erwachsene getrennt

ins Feuerlöschen und in die

einfache erste Hilfe eingeführt. Viele

Kinder und Erwachsene erhielten

die Gelegenheit, einen Feuerlöscher

praktisch auszuprobieren, um ein gestelltes

Feuer zu löschen. Die Vorfahrt

des hornenden Feuerwehrautos

bildete den krönenden Abschluss

des interessanten Vormittags. Viele

Kinder nutzten die Gelegenheit, einmal

ein Feuerwehrauto von innen zu

betrachten, beziehungsweise einen

spritzenden Feuerwehrschlauch in

den Händen zu halten.

Auf diese Weise eingeführt, kann

eine Hausordnung richtig Spass machen!

* Dorothea Hauri ist seit 1999 als

Sonderschullehrerin in Baden tätig.


1/05 23


Gute Beziehungen sollst du nicht aufs

Spiel setzen!

Von Thomas Müller *

Endlich! Nach Tagen bricht die Sonne

wieder durch die Hochnebeldecke.

Genau zum Zeitpunkt, den

Guggi und ich für unser Gespräch

vereinbart hatten. Wir beschliessen,

das Gespräch bei einem Spaziergang

entlang der Aare zu führen.

Ich weiss, dass Guggi Schmitter aktiv

in einer Guggenmusik mitwirkt.

Meine erste Frage lautet deshalb,

was denn Fasnacht für sie bedeute.

Guggi denkt kurz nach und antwortet

mit einem Bild: Seit zehn Jahren

kennzeichne sie jeden Schmutzigen

Donnerstag in ihrer Agenda gross

und farbig mit dem Wort «Jupppiii!»

und jeden Aschermittwoch mit «Oh

jeee!». Fasnacht sei für sie Farbe,

Kreativität und Musik. Sie ist aktives

Mitglied der Speuzer Moskitos, einer

Guggenmusik in Erlinsbach. Acht

Wochenenden in Folge waren dieses

24 1/05

Ursula «Guggi» Schmitter, Fachlehrkraft für Textiles Werken bei zeka, ist

dieses Porträt gewidmet. Beziehungsgestaltung – was hat sie dazu zu

sagen? Wie lebt sie sie in Freizeit, Familie und Beruf?

Jahr für Auftritte in der halben

Schweiz reserviert. Aus dem gemeinsamen

Musizieren schöpft Guggi

ihre Energie. Früher habe sie die Lyra

zum Klingen gebracht, doch jetzt,

seit sie Horn spiele, höre sie die

Musik nicht nur, sondern spüre sie

tief in sich drin. Das löse bei ihr ein

unbeschreibliches Glücksgefühl aus.

Guggi Schmitter investiert in ihr

Hobby viel Zeit: Proben finden rund

ums Jahr statt, ab August sogar

zweimal wöchentlich, zudem ist sie

aktiv involviert beim Ausstudieren,

Kreieren und Zuschneiden der jährlich

neu gestalteten Kostüme.

Auf dem Philosophenweg sind wir

entlang der Aare bis fast zur Kettenbrücke

gelangt. Wir haben Lust auf

einen Kaffee und verlassen deshalb

das Ufer der Aare, um den malerischen

Weg hinauf zum Schlossplatz

zu nehmen.

Auch bezüglich Beziehungsgestaltung

macht Guggi in der Fasnachtsmusik

vielfältige Erfahrungen: Vierzig

Mitglieder wirken aktiv mit im

Verein. Schön sei, dass dabei der berufliche

Hintergrund keine Rolle

spiele. Bänkler, Beamtin, Handwerker

oder Lehrerin, alle hätten das

verbindende Ziel des gemeinsamen

Musizierens und Feierns. Für sie persönlich

ständen die Musik und das

Tanzen im Zentrum. «In Luzern»,

schwärmt sie, «badest du förmlich in

der Musik! Sie ist überall – um dich

herum und in dir drin! Unbeschreiblich!»

Wir sind beim Restaurant Krone angelangt.

Die Atmosphäre dieses genossenschaftlich

geführten Restaurants

gefällt Guggi Schmitter, auch

wenn die häufigen Wirtewechsel

Konstanz im Konzept vermissen lassen.

Konflikte werden auch in der Guggenmusik

ausgetragen, wenn auch

nicht immer mit der von Guggi angestrebten

Offenheit und Ehrlichkeit.

Das ist ihr wichtig: Dass Konflikte benannt

werden, respektive benannt

werden dürfen, dass sie fair ausgetragen

werden und die Beteiligten

eine konstruktive Lösung wirklich

anstreben. Das gilt nicht nur für die

Guggenmusik, sondern auch für das

berufliche und das private Umfeld.

Beziehungsgestaltung ist ein aktiver

Prozess, der gelebt werden muss.

Deshalb gilt für sie überall: «Gute


Beziehungen sollst du nicht aufs

Spiel setzen – es könnte sein, dass

du sonst alleine stehen bleibst.»

Die Trennung ihrer Ehe nach vielen

Jahren war für Guggi Schmitter mit

ihren beiden Söhnen einschneidend,

aus heutiger Sicht aber unvermeidbar.

Genug war genug! Heute ist sie

froh, dass sie ihre Entscheidung

durchgezogen hat. Als allein erziehende

Mutter sieht sie sich aber

nicht: Der ältere, 21-jährige Sohn ist

bereits ausgezogen, der 15-jährige

wohnt sowohl bei ihr wie bei seinem

Vater. «Als Elternpaar funktionieren

wir gut – auch wenn mein ehemaliger

Lebenspartner und ich sonst getrennte

Wege gehen.»

Kraft schöpfte Guggi auch in jener

Zeit aus der Musik und dem Tanzen.

«Wenn ich mich in guter Musik verliere

und für mich alleine tanze, geht

es mir nach kurzer Zeit wieder glänzend.

Beim Tanzen baue ich Frust ab.

Es gibt mir Energie.»

Gelegenheit dazu verschafft sie sich

regelmässig. Seit sie vor fünfzehn

Jahren auf die Aarauer Oldies-Disco

aufmerksam wurde, engagiert sie

sich auch dort in der Leitung: Sie ist

Mitglied des zehnköpfigen Organisationsteams,

das die monatlich

stattfindende Disco für Leute zwischen

17 und 60 Jahren jeden ersten

Freitag im Monat im Jugendhaus

Ursula Schmitter:

1960 in Bern geboren

aufgewachsen in Rothrist

Lehre als Damenschneiderin in Aarau

Arbeitslehrerinnenseminar in Solothurn

Kinder: Jon 1983, Leander 1989

seit 1990 als Fachlehrerin für Textiles

Werken bei zeka tätig

Flösserplatz durchführt. Bei den Mitarbeitenden

von zeka sei diese Disco

offenbar beliebt, sie treffe dort jeweils

die halbe Belegschaft...

Was Guggi Schmitter anpackt, dafür

setzt sie sich voll und ganz und über

längere Zeit ein: Seit zehn Jahren aktives

Mitglied der Speuzer Moskitos,

seit 15 Jahren im Organisationsteam

der Oldies-Disco Aarau und seit bald

15 Jahren Fachlehrerin für Textiles

Werken bei zeka, zuerst in Aarau,

seit letztem August auch in Baden.

Ob sie denn einen Unterschied erkenne

in der Gestaltung der Beziehungen

innerhalb der beiden zeka

Schulen? Guggi schmunzelt: Die Badener

müssten halt noch lernen, zu

«aarauerlen». Ob sie den Dialekt

meine? «Nein,» sagt Guggi, «der

Unterschied liegt darin, dass in

Aarau eine Sitzrunde vergrössert

wird, wenn jemand Neuer dazu

stösst. In Baden hingegen rückt niemand

seinen Stuhl, es wird jeweils

ein neuer Kreis gebildet.» Das Aarauerlen

aber werde sie den Badenern

schon noch beibringen! Aber

eigentlich, meint sie, seien sich die

Mitarbeitenden beider Häuser in vielem

ähnlich. «Grosse Unterschiede

gibt es nicht.»

Zurück an der Aare bewundert

Guggi Schmitter die Fluss- und Auenlandschaft.

Sie freue sich bereits

auf den Frühling, wenn sie den Arbeitsweg

bis in den Herbst hinein

wieder mit ihrem Velo durch diese

wunderbare Auenlandschaft zurücklegen

könne. Sie erlebe sich dann im

Einklang mit der Natur. Auch das sei

unbeschreiblich...

Zu diskutieren gäbe es noch viel,

doch schon stehen wir wieder vor

dem Haupteingang zum zeka Aarau.

Schade, dass unser Spaziergang bereits

zu Ende ist.

* Thomas Müller ist Teamleiter des

Mittel-/Oberstufenteams zeka Aarau.

1/05 25


Ein Tag im Leben von…

Sigrid Reiling

Von Sigrid Reiling*

Ein Dienstag im Januar

2005

Der Tag beginnt für mich mit den 3 F:

Frühsport auf dem Hometrainer,

Früchte, vorzugsweise Orangen,

Mangos oder Ananas und Frühnachrichten

im Fernsehen während des

Radfahrens. Die Hauptmeldung heute

um sieben Uhr ist der neue Airbus

380 mit seinen technischen Superlativen.

Ob im Laufe des Tages das Thema

von jemandem erwähnt wird?

Viertel vor acht bin ich im zeka Zentrum

Dättwil, dann routinemässig der

Griff ins Postfach, der Blick auf Infotafel

über Absenzen, aktuelle Anlässe

etc., Checken meiner E-Mails.

Fazit: Alles im grünen Bereich, keine

besonderen Vorkommnisse, also

noch Zeit für einen ersten Nespresso

und einen kleinen Schwatz mit den

Kolleginnen im Mitarbeiterraum. Der

Airbus 380 ist kein Thema!

Meine Mittelstufenklasse, 2 Mädchen

und 3 Jungen, erwartet mich

gut gelaunt im Schulzimmer. Auf

meinem Tisch liegt ein verschlossener

Briefumschlag. Ein Schüler hat

offensichtlich seinen Namen auf

dem PC geschrieben, gedruckt und

ausgeschnitten auf den Umschlag

geklebt. Ich werde später den Brief

öffnen.

Zuerst gilt meine Aufmerksamkeit

der ganzen Klasse. Wir begrüssen

uns, erkundigen uns nach dem Befinden,

erzählen kurz von wichtigen

persönlichen Erlebnissen und singen

das aktuelle Lieblingslied «Ich bin ich

26 1/05

und du bist du». Der Refrain wird

fröhlich geschmettert, die Hände

zeigen zum Ich und zum Du.

Danach stelle ich der Klasse den Tagesplan

vor und frage nach, ob es

noch Ergänzungen und Wünsche

von ihrer Seite gibt.

Dann steht dem Arbeitsbeginn

nichts mehr im Wege. Zwei Stunden

Mathematik, zwei Stunden Sprache.

Die Blockzeiten von je 90 Minuten

Arbeitszeit haben den Vorteil, dass

sich der Schüler mit seinem Lernstoff

gründlich beschäftigen kann. Der

Aufbau folgt den Stationen eines

Sporttrainings. Nach einer Aufwärmphase

folgt die intensive Auseinandersetzung,

dann die Kontrolle

und das Feedback, zum Schluss die

Überlegung, womit mache ich morgen

weiter.

In Mathematik sieht das für jeden

Schüler inhaltlich anders aus, so wie

es die Leistungsunterschiede und

das individuelle Arbeitsverhalten erfordern.

Die Arbeitsmittel sind vielfältig;

manche Schüler benutzen Materialien

aus dem Alltagsbereich, um

konkret handelnd mathematische

Überlegungen anzustellen. Andere

arbeiten mit Zeichnungen und Symbolen,

mit Büchern, PC-Programmen

oder speziellen Rechenspielen.

Viele Schüler entwickeln eine Abneigung

gegenüber der Mathematik,

wenn ihnen der Stoff über den Kopf

wächst. Gerade dies möchte ich vermeiden

helfen. Mit gezielter Vorbereitung

und hoher Präsenz im Unterricht

unterstütze ich meine Schüler,

mathematische Grundkenntnisse zu

erwerben. Mit dem Lernerfolg stellt

sich meistens auch eine positive Haltung

ein, die das Selbstvertrauen

stärkt.

Heute habe ich Pausenaufsicht, d.h.

ich schliesse die Unterrichtsstunde

fünf Minuten früher, sodass ich den

Kindern noch beim Anziehen der

Jacken helfen kann und pünktlich

auf dem Schulhof stehe. Auf dem

Pausenplatz treffe ich meine Kollegin

A. K. von der Nachbarschule, die

ebenfalls eine dritte Klasse führt und

nach den Weihnachtsferien eine

meiner Schülerinnen zum Schnuppern

für drei Tage aufgenommen


hatte. Unser gegenseitiges Interesse

ist seither gewachsen. Wir tauschen

uns über das schulische Alltagsgeschehen

aus und geben uns Anregungen.

Der Airbus 380 ist kein

Thema!

Nach der Pause begrüsse ich eine

weitere Schülerin, die den Unterricht

am Dienstag jeweils später beginnt,

und ihre Mutter, die sich spontan zu

einem Besuch entschieden hat. Ich

freue mich darüber, meine Klasse

auch. Auch Frau H., meine Klassenhilfe,

ist da. Nun sind wir komplett.

Die Kinder möchten singen, sie

haben drei Vorschläge. Das freut

mich, wir singen und tanzen und

kommen so in eine ungezwungene,

lockere Stimmung. In den folgenden

zwei Stunden erzählen wir von uns,

beschreiben unsere Gesichter und

unsere Gefühle. Dann schreibt jedes

Kind eine selbst gewählte Personenbeschreibung

auf. Die Kinder sind

konzentriert bei der schriftlichen Arbeit.

Zwei Schüler schreiben auf dem

PC, ein Schüler arbeitet mit der Klassenhilfe,

die Mädchen schreiben in

ihr Heft. Ab und zu werde ich wegen

einer Frage gerufen. Nebenher kann

ich das Hausaufgabenblatt fertig tippen.

Zum Schluss liest jedes Kind

seine Beschreibung vor und die anderen

raten, um welche Person es

sich handelt.

Die Kinder, die ihren «Hausaufgabentag»

haben, besprechen mit mir,

was sie zuhause erledigen wollen.

Ein Kanon beschliesst den Unterrichtsmorgen.

Erst dann fällt mir der

Brief von S. wieder ein. Ich öffne ihn

und schmunzle: LIEBE FRAU REI-

LING. AM PC HABE ICH SCHREIBEN

GEFUNDEN, MACHT SPASS!!! FOM S.

S. erzählt mir dann noch kurz, wo er

was gefunden hat. Ich teile seine Begeisterung

mit ihm.

Dann verabschiede ich mich für

heute von meiner Klasse. Am Nachmittag

unterrichtet meine Tandempartnerin

und ich wechsle in die

Rolle der Teamleiterin.

Zuerst gehe ich aber mit ein paar

Kolleginnen zum Mittagessen in die

Kantine der ABB.

Auch da ist der Airbus kein Thema!

Ab Viertel nach eins arbeite ich in

unserem neuen Büro, das ich mit der

Teamleiterin der Unterstufe und dem

Teamleiter der Sozialpädagogik teile.

Die anfallenden Arbeiten als TL sind

vielfältig und interessant. Ich bin

froh um die Unterstützung der beiden

kompetenten Sekretärinnen.

Dank ihnen hält sich der administrative

Anteil meines Teamleiter-Teilpensums

von 40% in Grenzen. Ich

kann mich einerseits auf die pädagogischen,

therapeutischen und organisatorischen

Aufgaben und Probleme

konzentrieren, die in direktem

Zusammenhang mit unseren jungen

Klienten und ihrem familiären Umfeld

stehen, und andererseits auf die

Führungsaufgaben im Mittel-/Oberstufenteam.

Konkret heisst das an

diesem Nachmittag: Informationen

für das Team zusammenstellen über

die Projekte «Hausordnung» und

«Beziehungsgestaltung»; Unterlagen

für die Mitarbeiterbefragung bzgl.

ICT (Informatik- und Kommunikationstechnologien)

kopieren und verteilen;

Studium der Akten der Neuaufnahmen;

Termine für «Schnupperkinder»

koordinieren; Anfrage

von Kontaktperson des Badener

Blues-Festivals per E-Mail beantwor-

ten; IV-Anträge durchlesen; den Bereichsleiter

zu einem halbstündigen

Gespräch über die provisorische

Klasseneinteilung im neuen Schuljahr

treffen. Anschliessend genehmige

ich mir eine Tasse Kaffee. Ab

16.15 h treffen sich die Mitarbeitenden

aller Teams zur Gesamtteamsitzung.

Da es das erste Gesamtteam in

diesem Jahr ist, welches die dreiköpfige

Teamleitung bestreitet, nehmen

wir uns dafür eine halbe Stunde Zeit.

Danach ziehe ich mich mit meinem

Team zu unserer wöchentlichen

Teamsitzung zurück, die heute etwas

später als gewöhnlich um 17.30 h

schliesst. Für mich ist der Arbeitstag

noch nicht ganz beendet. Am nächsten

Tag erwarte ich den Besuch der

Sonderschulinspektorin, für die ich

ein paar Unterlagen zusammenstelle.

Dann verlasse ich das Zentrum. Ich

freue mich auf das Abendessen mit

meinem Mann.

Fast hätte ich den «Airbus 380» vergessen,

gäbe es nicht 10 vor 10.

* Sigrid Reiling arbeitet im Zentrum Baden

als schulische Heilpädagogin und Teamleiterin

des Mittel-/Oberstufenteams.

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WILLKOMMEN Neu bei zeka:

Bühlmann Claudia

Musikgrundschullehrerin

Stellvert. Aarau /Kindergärtnerin

Stellvert. Baden

Hofer Alexandra

Sozialpädagogin Internat

Aarau

Odink Marianne

Psychomotoriktherapeutin

Stellvertretung Rombach

Steinmann Martin

Hauswart Aarau

28 1/05

Erler Nuraj

Praktikantin Baden

Jägle Monika

Miterzieherin Internat

Aarau

Schmitter Ruth

Miterzieherin Internat

Aarau

Suter Verena

Zahnprofilaxehelferin

Baden

Gielow Susanne

Sozialpädagogin und

Stellvertretung TL Baden

Langenegger Marion

Ergotherapeutin Aarau

Schär Rebecca

Praktikantin Aarau

Zwahlen Karin

Logopädin Aarau

Guglielmi Reher Manuela

Logopädin Stellvertretung

Aarau

Nielsen Esther

Logopädie-Praktikantin

Baden

Steinmann Karin

Raumpflegerin Aarau


ADIEU

Austritte:

Amrein Esther, Logopädin Ambulatorium Baden 2000;

Bircher Camila, Sozialpädagogin Internat Aarau 2000;

Bonasso Antonella, Praktikantin Baden 2004; Burkhalter

Katrin, Physiotherapeutin Stellvertretung Baden

2004; Frey Violette, Raumpflegerin Stellvertretung

Aarau 1994; Gasche Gertrud, Zahnprofilaxehelferin

Baden 2001; Joho Markus, Chauffeur Baden 1991;

Keller Annegret, Musikgrundschullehrerin Aarau 1999;

Matter Christine, Miterzieherin Internat Aarau 2001;

Schneiter Karin, Sozialpädagogin Internat Aarau 2002;

Stäheli Verena, Raumpflegerin Stellvertretung Aarau

2000; Walder Magdalena, Sozialpädagogin Baden

2001, Tschannen Walter, Hauswart Aarau 1984.

GRATULATION

zur Geburt von:

Nico Jan, 8. November 2004, Sohn von Elfriede und

Martin Junghans

Sofie, 2. Januar 2005, Tochter von Lilo und Andi Eglin-

Puschmann

zu 5 Dienstjahren:

Herrmann Marianne, Mittags-/Klassenhilfe Aarau:

Hofer Tilo, Logopäde Aarau; Morgenthaler Karin,

Sekretärin Aarau; Junghans Elfriede, Physiotherapeutin

Aarau; Kalvelage Theresia, Physiotherapeutin Baden;

Müller Othmar, Hauswart Baden; Böller Johanna,

Schwimmhilfe Aarau und Baden; Gerber Christine, Informatiklehrerin

Aarau und Baden; Göbbels Ute, Ergotherapeutin

Baden; Gschwind André, Chauffeur Baden;

Müller Ruth, Musikgrundschullehrerin Baden; Schneegans

Christina, Sonderschullehrerin Aarau; Speck

Verena, Deutschlehrerin für Fremdsprachige Baden;

Taborda Claudia, Klassenhilfe Baden; Grenacher Elisabeth,

Mittagshilfe Baden; Schwere August, Bereichsleiter

Ambulatorien Baden

zu 10 Dienstjahren:

Küpfer Franz, Psychomotoriktherapeut Aarau; Wassmer

Nelly, Raumpflegerin Aarau; Amodeo Daniela,

Raumpflegerin Baden

zu 15 Dienstjahren:

Egger Christine, Leiterin Personalwesen; Reiling Sigrid,

Sonderschullehrerin/Teamleiterin Baden; Frunz Lucia,

Logopädin Baden; Roduner Franziska, Miterzieherin

Baden; Schmitter Ursula, Lehrerin Textiles Werken

Aarau und Baden; Spanos Edith, Lehrerin für Tastaturschreiben

Aarau; Lerch Inge, Raumpflegerin Aarau; Burger

Alicja, Mittagshilfe Baden

Zu 20 Dienstjahren:

Bader Barbara, Sonderschullehrerin Aarau

Zu 35 Dienstjahren:

Erne Gérald, Heilpädagoge HPB, Aarau

Am 17. August 1970 trat Gérald Erne als Heimleiter ins

damalige Schulheim für körperbehinderte Kinder, Aarau,

ein. Bis zum Jahr 2000 leitete er die Geschicke der Aargauischen

Stiftung für cerebral Gelähmte. Unter seiner

Leitung wuchs das kleine Schulheim zu einem Kompetenzzentrum

im Kanton Aargau. Es ist sein Verdienst,

dass zeka heute zwei Tagesschulen für Kinder mit Körperbehinderungen

sowie mehrere ambulante Therapieund

Beratungsstellen führt. Gérald Erne hat die Leitung

im August 2000 in jüngere Hände gegeben. Seither

baute er – mit gleich bleibendem Elan und Engagement -

ein neues Angebot von zeka auf: den Heilpädagogischen

Beratungs- und Begleitdienst.

Wir danken Gérald Erne herzlich für sein riesiges Engagement

zum Wohle von Kindern und Jugendlichen mit

Körperbehinderung.

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VERANSTALTUNGSKALENDER 2005

Zentrum Baden

Datum Anlass

Mittwoch, 16. März Besuch von W. Hubers Elefantenshow für alle Klassen

im Zentrum Baden-Dättwil

Montag, 21. März Waldtag der Unterstufenklassen mit der Stadtökologie Baden

in der Region Baden

Montag, 04. April und Projekttage für alle Klassen zum Thema «Umgang miteinander»

Dienstag, 05. April im Zentrum Baden-Dättwil

Montag, 09. Mai bis Schulverlegung der Unterstufenklasse von Ruth Wampfler und

Freitag, 13. Mai Ursula Friz auf dem Twannberg

Dienstag, 17. Mai Einweihung Spielplatz im Zentrum Baden-Dättwil

Freitag, 03. Juni Waldsporttag zusammen mit Primarschule Höchi

in der Region Baden

Dienstag, 14. Juni Halbtag für alle Unterstufenklassen mit der Stadtökologie Baden

auf dem Bauernhof

Dienstag, 14. Juni bis Schulverlegung der Mittelstufenklassen von Sigrid Reiling

Samstag, 18. Juni und Marianne Wiederkehr in Einsiedeln

Mittwoch, 22. Juni Schulschlussfeier in der Aula der Schulanlage Höchi Baden-Dättwil

Donnerstag, 30. Juni Teilnahme am Jugendfest Baden

Samstag, 05. November Herbstfest der ambulanten Therapie- und Beratungsstelle

im Zentrum Baden-Dättwil

Samstag, 19. November bis Kerzenziehen zu Gunsten zeka

Samstag, 03. Dezember in der Stadt Baden

Montag, 28. November Adventssingen zusammen mit der Primarschule Höchi

Dienstag 06. Dezember

Mittwoch, 14. Dezember

im Zentrum Baden-Dättwil

Zentrum Aarau

Freitag, 18. März Schultheater «Die Schmetterlingswerkstatt», Leitung Matthias Dieterle

in der Turnhalle des Zentrums Aarau

Dienstag, 28. Juni Schulschlussfeier in der Turnhalle des Zentrums Aarau

Freitag, 01. Juli Umzug und Festlichkeiten am Aarauer Maienzug

Freitag, 19. August Herbstbummel aller Klassen

Freitag, 23. September Teilnahme am Umzug des Aarauer Bachfischet in der Stadt Aarau

Donnerstag, 29. September Stand am MAG (Markt Aargauer Gewerbetreibender)

bis Sonntag, 02. Oktober in der Stadt Aarau

Donnerstag, 22. Dezember Weihnachtsfeier in der Turnhalle des Zentrums Aarau

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Adressen

zeka Geschäftsstellen

Girixweg 20 / Postfach

5004 Aarau

zeka Zentren für körperbehinderte Kinder

Girixweg 20 / Postfach

5004 Aarau

Dättwilerstrasse 16

5405 Baden-Dättwil

zeka Ambulante Therapieund

Beratungsstellen

Dättwilerstrasse 16

5405 Baden-Dättwil

Girixweg 20 / Postfach

5004 Aarau

zeka Heilpädagogische Früherziehung

Dättwilerstrasse 16

5405 Baden-Dättwil

Girixweg 20 / Postfach

5004 Aarau

zeka Heilpädagogische Beratungs-

und Begleitdienste

Girixweg 20 / Postfach Aargau Süd

5004 Aarau

zeka Psychomotorische Therapiestellen

Girixweg 20 / Postfach

5004 Aarau

Dättwilerstrasse 16

5405 Baden-Dättwil

Niederlenzerstrasse 29

5600 Lenzburg

Weberstrasse 8

5430 Wettingen

Im Römerquartier 3 c

4800 Zofingen

Website

Aargau Nord

Tel. 062 838 21 31

Fax 062 838 21 30

Tel. 062 838 21 38

Fax 062 838 21 41

E-Mail: sekretariat.aarau@zeka-ag.ch

Tel. 056 470 92 22

Fax 056 470 92 20

E-Mail: sekretariat.baden@zeka-ag.ch

Tel. 056 470 92 22

Fax 056 470 92 20

E-Mail: sekretariat.baden@zeka-ag.ch

Tel. 062 838 21 56

Fax 062 838 21 41

E-Mail: sekretariat.aarau@zeka-ag.ch

Tel. 056 470 92 37

Fax 056 470 92 20

E-Mail: sekretariat.baden@zeka-ag.ch

Tel. 062 838 2156

Fax 062 838 21 41

E-Mail: sekretariat.aarau@zeka-ag.ch

Tel. 076 395 85 66

E-Mail: gerald.erne@zeka-ag.ch

Tel. 079 701 20 40

E-Mail: elisabeth.scheuner@zeka-ag.ch

Tel. 062 838 21 45

Fax 062 838 21 41

Tel. 056 470 92 31

Fax 056 470 92 20

Tel. 062 891 74 76

Fax 062 891 74 77

Tel. 056 427 92 40

Fax 056 427 92 41

Tel. 062 752 22 57

Fax 062 752 22 57

www.zeka-ag.ch

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